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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 032 I 173. Jahrgang I Mittwoch, 24. April 2019

Lehrplan 21 im Fokus

Deckbelagsarbeiten

Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden: Weiterbildungstag für Lehrpersonen. > Seite 3

Rifferswil: Vollsperrung der Jonenbachstrasse am 27. und 28. April. > Seite 3

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Vorstand erneuert An der Generalversammlung der Jugendmusik Bezirk Affoltern kam es zu Wechseln. > Seite 8

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Weitere Voten Spitalabstimmung vom 19. Mai: weitere Meinungen von Leserinnen und Lesern. > Seite 9

Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit oder Fusionen? Die kantonale Statistik der Steuerkraft wirft Fragen auf Letzte Woche hat der Kanton Zürich die Entwicklung der Steuerkraft der Gemeinden von 1990 bis 2017 veröffentlicht. Diese wichtigste Grösse für den Finanzausgleich ist auch ein Einflussfaktor im Hinblick auf allfällige Gemeindefusionen. Aus der Sicht des Kantons sprechen grosse Unterschiede für Fusionen – aus der Sicht der Gemeinden meist dagegen. ................................................... von bernhard schneider Die Steuerkraft wirkt sich massgebend auf die Einnahmen einer Gemeinde aus. Die Seite der Ausgaben wird in dieser Statistik nur in einem Punkt berücksichtigt: Wichtigster Ausgabeposten der finanzstarken Gemeinden ist die Ressourcenabschöpfung. 2018 bezahlte Aeugst 694 000 Franken in den Finanzausgleich, Wettswil 2,94 Millionen. Zum Vergleich: Küsnacht überwies 84,6 Millionen. Alle anderen Bezirksgemeinden waren

Nettobezüger, allen voran die Stadt Affoltern mit 15 Millionen.

Druck steigt ... Der Druck auf finanzschwache Gemeinden, mit anderen zu fusionieren, nimmt zu. Die beiden Gemeinden des Kantons, die 1990 am wenigsten Steuerkraft ausgewiesen haben, Sternenberg (559 Franken) und Hofstetten (740), haben inzwischen mit grösseren Gemeinden fusioniert. Das Gemeindeamt des Kantons Zürich hält dazu fest: «Um die Zukunftsfähigkeit der Zürcher Gemeinden zu sichern, braucht es einfachere und leistungsfähigere Gebietsstrukturen. Gemeindefusionen sind ein Lösungsweg, um diese Ziele zu erreichen. ... Das Gemeindeamt unterstützt Zusammenschlüsse von Gemeinden mit Beratung und finanziellen Beiträgen.»

... Lösungen sind komplex Doch sind Fusionen immer die richtige Lösung, etwa auch dann, wenn die finanzstärkere Gemeinde wesentlich kleiner ist? Dazu ein Rechnungsbei-

spiel: 2017 wies Aeugst eine Steuerkraft pro Einwohnerin und Einwohner von 4217 Franken aus, Affoltern eine solche von 2377. Würden diese beiden Gemeinden fusionieren, hätten sie gemeinsam (Stand 2017) eine Steuerkraft von 2552 Franken, also nur unwesentlich mehr als Affoltern allein. Aeugst würde dadurch die Selbstständigkeit verlieren, ohne Affoltern wirklich zu helfen. Doch selbst wenn die Grössenverhältnisse bezüglich Bevölkerungszahl nicht so stark auseinanderklaffen, etwa im Fall von Bonstetten und Wettswil, sind Fusionen kaum realistisch, so lange die Steuerkraft der einen Gemeinde fast doppelt so hoch ist. Die einzige Konstellation im Bezirk, in der die Steuerkraft nicht gegen eine Fusion sprechen würde, wäre ein Zusammenschluss von Hausen, Kappel und Rifferswil, da hier die Differenzen im einstelligen Prozentbereich liegen.

Unterschiedliche Optik Der Kanton Zürich sieht keine eigenständige Zukunft mehr für Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohne-

rinnen und Einwohnern und erst recht nicht für solche unter 1000. Unter dem grössten Fusionsdruck steht daher die finanzschwächste und gleichzeitig kleinste Gemeinde des Bezirks, Maschwanden. Tatsächlich kann der Anschluss einer kleinen Gemeinde an eine grosse von der Bevölkerung als das kleinste Übel betrachtet werden, wie in Sternenberg und Hofstetten. Das Beispiel der Gemeinde Schönenberg, deren Anschluss an die Gemeinde Wädenswil einen tiefen Graben in der Bevölkerung aufgebrochen hat, zeigt aber, dass die Identifikation mit dem gewachsenen Dorf oft viel stärker ist als die abstrakte Grösse der Steuerkraft. So lange der Kanton finanzschwächere Gemeinden nicht zum Anschluss an grössere zwingt, ist ein Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit wesentlich näher bei der Bevölkerung als eine erzwungene Fusion. Und möglicherweise spart eine gezielte Zusammenarbeit oft mehr Ressourcen als ein komplexer Zusammenschluss von Gemeinden mit unterschiedlicher Struktur. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Mofa-Kult mit Patina Mit dem Frühling erwacht auch die alte Liebe zum Töffli wieder Jetzt werden sie wieder aus den Garagen gerollt: Die Motorfahrräder, die bis Mitte der 1980erJahre für mehrere Nachkriegsgenerationen die grosse Freiheit bedeutet hatten. Dann kam die Helmpflicht, das Mountainbike, Ausweisliberalisierungen und schliesslich das Elektro-Bike, die das klassische Mofa beinahe aussterben liessen. Doch jede Bewegung lässt eine Gegenbewegung auferstehen. Mit dem einsetzenden Siegeszug des E-Bikes ab 2005 erwachte auch die alte Liebe zum «Sackgeldverdunster» wieder, der bis heute die günstigste Art ist, sich motorisiert fortzubewegen. Vor allem gesetztere Herren zwischen 40 und 60 Altersjahren flitzen inzwischen wieder auf heulenden Zweitaktern mit 30 km/h durchs Land. Franz Arnold ist einer von ihnen. Der 55-Jährige hat sich am Dorfplatz in Uerzlikon ins frühere Lager der Landi Albis eingemietet, wo er seine alten «Schnäpperli» sammelt und restauriert. Nicht irgendwelche: Es müssen Modelle mit dem legendären Sachs502-Motor aus den 1960er-Jahren sein. Ungefedert und mit Patina. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Auf seinem «Rixe»-Mofa mit Sachs-502-Motor und USA-Flagge auf dem Tank erinnert Franz Arnold ein bisschen an Peter Fonda im Film «Easy Rider». (Bild Martin Platter)

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Mit 35 im 1. Lehrjahr Serie «Lernende» – Ursula Stiefel: Fachfrau Gesundheit FaGe im Spital Affoltern. > Seite 13

Sechs Kandidierende für die Hausemer Hochbaukommission Karin Salamon, Rolf Bachmann, Thomas Frick, Kurt Gaisser, Hans-Jörg Hartmann und Toni Schönbächler: Das sind die Kandidatin und die Kandidaten für die Hochbaukommission in Hausen – eine aussergewöhnliche Zahl an Bewerbungen. Die Urnenwahl findet am 19. Mai 2019 statt. Die ausserordentliche Stellung der Baukommission rechtfertige es, die Mitglieder an der Urne zu bestimmen, befand eine Mehrheit an der Hausemer Gemeindeversammlung im November 2018, womit die Gemeindeordnung eine entsprechende Änderung erfuhr.

................................................... > Seite 7: Die Kandidierenden stellen sich vor

Mobiliar Affoltern wächst weiter Im vergangenen Jahr hat die Mobiliar Generalagentur in Affoltern ihr Prämienvolumen um 4,3 Prozent auf 37,7 Mio. Franken gesteigert. 1,5 Mio. Franken fliessen direkt an die Kunden im Säuliamt und in Birmensdorf zurück. ................................................... > Bericht auf Seite 13 anzeigen


Gemeinde Ottenbach Einbürgerungen Mit Beschluss vom 16. April 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Die Stadtverwaltung bleibt am Mittwoch, 1. Mai 2019 (Tag der Arbeit) geschlossen. Ab Donnerstag, 2. Mai 2019, sind wir gerne wieder für Sie da.

• Christina Akech Beck, 1980, Staatsangehörige von Kenia

Stadtverwaltung Affoltern am Albis

24. April 2019

23. April 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

60 Jahre Vreni & Ernst Zur diamantenen Hochzeit gratulieren wir herzlich und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und des Betreibungsamts Bonstetten am Tag der Arbeit

Privater Gestaltungsplan «Park Seleger Moor» Bekanntmachung des Inkrafttretens

Mittwoch, 1. Mai 2019, geschlossen

Gegen die Veröffentlichung der Genehmigung ist gemäss Rechtskraftbescheinigung des Baurekursgerichts vom 1. April 2019 kein Rechtsmittel ergriffen worden.

Bei einem Todesfall wenden Sie sich bitte an Bossardt Bestattungen AG, Tel. 044 710 99 70.

Der priv. GP «Park Seleger Moor» trifft somit am Tag nach dieser Publikation in Kraft.

Wir danken für das Verständnis.

18. April 2019

Ihre Gemeindeverwaltung Bonstetten

Gemeinderat Rifferswil

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Gestützt auf die Wahlausschreibung vom 5. März 2019 ist für die Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission innert der festgesetzten Frist folgender Wahlvorschlag eingereicht worden: Name, Vorname

Geburts- Beruf jahr

Adresse

RufPartei name

1. Bänziger Ralph

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Engelwiese 6 8913 Ottenbach

Informatiker

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In Anwendung von Art. 7 der Gemeindeordnung und § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine neue Frist von 7 Tagen, bis spätestens am 2. Mai 2019, angesetzt, innert welcher die Wahlvorschläge zurückgezogen oder geändert werden oder auch neue Wahlvorschläge beim Gemeinderat Ottenbach, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach, als wahlleitende Behörde, eingereicht werden können. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat (§ 23 GPR). Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Jeder neue Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Der Gemeinderat, als wahlleitende Behörde, erklärt den Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt oder ist eine stille Wahl nicht vorgesehen, wird eine Urnenwahl mit amtlichem Wahlzettel/amtlichen Wahlzetteln oder einem leeren Wahlzettel durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Liegenschaften Vermietungen

Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission für den Rest der Amtsdauer 2018–2022 (provisorischer Wahlvorschlag)

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24. April 2019 Die wahlleitende Behörde, Gemeinderat Ottenbach

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Bezirk Affoltern wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre sind morgen Donnerstag, 25. April, Verena und Ernst LeutertMüller in Obfelden miteinander verheiratet. Zum diamantenen Hochzeitsjubiläum gratulieren wir herzlich und wünschen ein schönes Fest.

Zur goldenen Hochzeit Ein Ehepaar feiert heute Mittwoch, 24. April, seine goldene Hochzeit. Teresa und Michele Colella-Binetti in Affoltern wünschen wir alles Gute und noch viele freudige Erlebnisse zu zweit.

Zum 80. Geburtstag Heute Mittwoch, 24. April, dürfen wir Sylvia Dolder-Keller in Obfelden zu acht Lebensjahrzehnten gratulieren. Ihr und Ingeborg Gertsi, die in Affoltern, morgen Donnerstag, 25. April, ihren Achtzigsten feiern darf, wünschen wir viel Freude, einen schönen Festtag und alles Gute im neuen Lebensjahr.

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Mittwoch, 24. April 2019

Im Zentrum steht der Lehrplan 21 Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden: Weiterbildungstag für Lehrpersonen Am Mittwoch vor Ostern trafen sich alle Lehrpersonen vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarklasse der Gemeinden Mettmenstetten, Knonau, Maschwanden und Rifferswil zum gemeinsamen Weiterbildungstag. Bereits das zweite Mal wurden in dieser Zusammensetzung aktuelle Schulthemen ausgetauscht. Im Zentrum dieser Veranstaltungen standen die Umsetzung des Lehrplans 21 und die interdisziplinäre Zusammenarbeit über die Gemeindegrenze hinaus.

Vieles unterschiedlich gehandhabt Was ist überhaupt der Mehrwert einer gemeinsamen Weiterbildung? Aus Sicht der Schulleitungen ist ein ganz zentrales Anliegen, dass alle vom unterschiedlichen Wissen und den unterschiedlichen Sicht-, Herangehens- und Arbeitsweisen von den Schulen gegenseitig profitieren können und damit voneinander lernen können – wenn diese in den Austausch und den gemeinsamen Dialog treten. In den Schulen werden viele Dinge unterschiedlich gehandhabt. So diskutierten im ersten Teil des Morgens Gruppen mit Lehrpersonen aus verschiedenen Gemeinden und Stufen über Hausaufgabenregelungen, Beurteilung, Rechtschreibestandards, Leseförderung, Konferenzzeiten und Kon-

Lehrpersonen tauschen sich im Markt der Lerneinheiten aus. (Bild zvg.) ferenzorganisation und über die Zusammenarbeit. Nach der Pause wurden in einem Marktstandbetrieb Lerneinheiten aller Stufen vorgestellt, die in den letzten Monaten auf der Grundlage des Lehrplans 21 im Auftrag der Schulleitungen entstanden sind. Ziel war, dass der neue Lehrplan in praktischer Arbeit vertrauter wird und den Zugang für die weitere Arbeit erleichanzeige

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Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck:

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Rifferswil: Vollsperrung der Jonenbachstrasse am 27. und 28. April Die Strassenbauarbeiten an der Jonenbachstrasse zwischen der Pfarrhausstrasse und der Engelgasse wurden Ende 2018 beendet. Für die abschliessenden Deckbelagsarbeiten muss die Strasse in diesem Abschnitt nun aus Gründen der Effizienz und Qualität sowie der Arbeitssicherheit gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Samstag, 27. April, 20 Uhr, und dauert bis Montag, 29. April 2019, 5 Uhr. Die Belagsarbeiten erfordern trockenes Wetter. Bei schlechter Witterung verschieben sich diese Arbeiten auf das Wochenende vom 11./12. Mai 2019. Der Durchgangsverkehr wird in beiden Richtungen grossräumig umgeleitet. Die Umleitung wird signalisiert. Anwohnenden im Baustellenbereich wird empfohlen, während der Sperrung ihre Fahrzeuge ausserhalb der Baustelle zu parkieren, sofern sie nicht über eine rückwärtige Erschliessung verfügen. Der Gehweg bleibt während der Belagsarbeiten benutzbar.

Öffentlicher Verkehr/Busbetrieb Die PostAuto-Linie 223 wird umgeleitet und kann die Haltestellen «Hausmatte» sowie «Unterrifferswil» nicht bedienen. Zu beachten sind dazu die Informationen an den Haltestellen, in den Bussen sowie im Onlinefahrplan. Bei Fragen oder Unklarheiten wende man sich an das ZVV-Contactcenter, Telefon 0848 988 988. Die Fertigstellungsarbeiten für den Gehweg werden vorgängig – vom Dienstag, 16. April, bis Freitag, 26. April 2019, – ausgeführt. Während dieser Zeit wird der Verkehr einspurig mit einer Lichtsignalanlage und einem Verkehrsdienst durch den Baustellenbereich geführt. (pd.)

tert. 24 unterschiedlichste Lerneinheiten werden nun so im Netz abgelegt, dass diese von allen Schulen genutzt werden können.

«Die Lernlupe» Mit zwei Workshops und zwei Referaten wurden am Nachmittag die Themen «Lern- und Entwicklungsstand er-

fassen» und «Lernfortschritte aufzeigen» aufgegriffen. Frau Dr. Eveline von Arx und Dieter Rütimann vom Institut Unterstrass referierten über wirksames Lerncoaching und die «Lernlupe». Die «Lernlupe» ist eine Online-Plattform für die individuelle Förderung und Festigung von schulischen Kernkompetenzen. Die Beteiligten waren sich nach dem Weiterbildungstag einig, dass die Gleichung «5 Schulgemeinden + 1 Lehrplan 21 = 125 Lehrpersonen + 24 neue Lerneinheiten» nicht nur aufgeht, sondern auch Gewinn verspricht. Die Frage wird nun in allen Teams diskutiert, ob auch in Zukunft ab und zu in dieser gemeinde- und stufenübergreifenden Organisation gelernt werden soll. Hanspeter Amstein, Schulleitung Primarschule Mettmenstetten


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 24. April 2019

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Wohlstandszunahme spiegelt sich in der Statistik der Steuerkraft Wettswil hat Aeugst als finanzstärkste Gemeinde des Bezirks Affoltern abgelöst Die Statistik der Steuerkraft belegt eine Zunahme des Wohlstands in den letzten drei Jahrzehnten. Pro Einwohnerin und Einwohner ist die reale, das heisst um die Teuerung bereinigte Steuerkraft im Kanton um 36, im Bezirk um 41 Prozent gestiegen. Die geringste Zunahme im Amt verzeichneten Affoltern und Stallikon mit 16 Prozent, die höchste Wettswil mit 95 Prozent. ................................................... von bernhard schneider Die Steuerkraft (siehe Kästchen) wird von vielen Faktoren beeinflusst: Vom Verhältnis zwischen selbstständig Erwerbenden und Angestellten, dem Verhältnis von Erwerbseinkommen und Vermögen, dem Anteil der landwirtschaftlichen Bevölkerung und der durchschnittlichen Anzahl Kinder pro Haushaltung. Die Analyse der Steuerkraft gibt daher nur Anhaltspunkte über die Entwicklung der Gemeinden, für eine vertiefte Analyse müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Im Kanton Zürich steigen die Unterschiede ... Im Kanton Zürich sind die Unterschiede zwischen den Gemeinden in den letzten dreissig Jahren gestiegen: In den Zürichsee-Gemeinden nahm die Steuerkraft am stärksten zu, in den Randregionen dagegen nur unterdurchschnittlich. Sternenberg wies 1990 als ärmste Gemeinde eine Steuerkraft von 559 Franken aus, ein Zwölftel von Küsnacht mit 6627 Franken. 2017 war Fischental mit 1537 Franken die finanzschwächste Gemeinde, Rüschlikon wies mit 15 067 nahezu das Zehnfache aus. Die Unterschiede wurden aber nur scheinbar abgebaut: Sternenberg hat inzwischen mit Bauma fusioniert, die finanziell zweitschwächste Gemeinde von 1990, Hofstetten, gehört neu zu Elgg. Dadurch ist die Gemeinde Fischenthal, die 1990 einen Achtel der Steuerkraft von Küsnacht auswies, zur ärmsten Gemeinde geworden.

... im Bezirk sinken sie Die Unterschiede im Bezirk Affoltern waren bereits 1990 mit einem Faktor 2,6 zwischen der ärmsten und der reichsten Gemeinde unterdurchschnittlich: Maschwanden verfügte damals über eine Steuerkraft von 979 Franken, Aeugst über 2530. Der Durchschnitt des Bezirks Affoltern lag mit 1640 Franken bei 70 Prozent des kantonalen Mittels. 2017 hat sich Maschwanden als noch immer finanzschwächste Gemeinde des Knonauer Amts (Steuerkraft 1987 Franken) der Hälfte des kantonalen Durchschnitts anzeige

angenähert, während Aeugst (4217) deutlich von Wettswil (5105) überholt worden ist. Der Mittelwert des Bezirks beträgt nun mit 2999 Franken 73 Prozent des Kantonsdurchschnitts.

Einkommen und Vermögen Die Gemeinden des Kantons mit der höchsten Steuerkraft, Rüschlikon, Küsnacht, Zumikon und Erlenbach, lösen sich an der Spitze von Jahr zu Jahr ab, je nach dem, wie sich der Wert der Aktienpakete entwickelt, die sich massgebend auf das Steuersubstrat einer Gemeinde auswirken. Das extremste Beispiel ist Rüschlikon, wo die Steuerkraft infolge der Glencore-Fusion 2011 auf den absoluten Höchstwert von 48 366 Franken stieg: Ein einziger Steuerzahler sorgte nicht nur in der kantonalen, sondern auch in der eidgenössischen Steuerstatistik für die höchsten je erfolgten Ausgleichszahlungen. Das Beispiel zeigt, dass die grossen Unterschiede vor allem von den hohen Vermögen stammen, nicht von den Erwerbseinkommen, die weniger stark auseinanderklaffen.

Steuerkraft 2017: Wettswil ist seit der Eröffnung des Üetlibergtunnels näher zur Stadt Zürich gerückt und hat deshalb deutlich an Steuerkraft zugelegt.

Verschiebungen im Bezirk Da landwirtschaftliche Vermögenswerte, insbesondere die bewirtschaftete Landfläche, in der Statistik kaum zu Buche schlagen, liegt die Steuerkraft bei stark landwirtschaftlich geprägten Gemeinden vergleichsweise tief. Dies trägt dazu bei, dass Maschwanden, das von allen Gemeinden des Bezirks sowohl 1990 als auch 2017 am wenigsten in die Agglomerationen Zürich und Zug integriert war, in den letzten dreissig Jahren jeweils die tiefste Finanzkraft der Bezirksgemeinden auswies. 1990 folgten auf Maschwanden Rifferswil, Obfelden und Kappel. Strukturell passt einzig Obfelden nicht in diese ländliche Gruppe von Gemeinden, denn Obfelden war

Was ist die Steuerkraft? Unter Steuerkraft einer Gemeinde wird der auf einen Steuerfuss von 100 Prozent umgerechnete Ertrag der allgemeinen Gemeindesteuern pro Kopf der Bevölkerung verstanden. Mit inbegriffen sind Nachsteuern, was nicht unbedeutend ist, da infolge der neuen Regelung zur Selbstanzeige nicht versteuerter Vermögenswerte (Steueramnestie), die seit 2010 gilt, im Kanton Zürich 8,4 Milliarden Franken Schwarzgeld deklariert und nachversteuert wurden, die daher ebenfalls in der Statistik erscheinen. Die Steuerkraft ist die wichtigste Bemessungsgrösse für den Zürcher Finanzausgleich. (bs)

Zwischen 1990 und 2017 weist die Bevölkerung aller Gemeinden einen Wohlstandsgewinn aus, der in Wettswil und in den Gemeinden nahe bei Zug klar am höchsten ausfällt. (Grafiken Bernhard Schneider) bereits 1990 relativ stark in die Agglomeration Zürich integriert. Sehr nahe beieinander lagen 1990 die Werte von Knonau, Bonstetten, Hausen, Ottenbach, Affoltern, Hedingen und Mettmenstetten. Die stadtnahe Gemeinde Wettswil wies bereits deutlich mehr Finanzkraft aus, lag aber noch unter dem kantonalen Mittel und klar hinter dem ebenfalls stadtnahen Stallikon sowie Spitzenreiter Aeugst.

Agglomerationen Zug und Zürich wachsen Zu Beginn des 21. Jahrhunderts lag die Zunahme der Steuerkraft im Bezirk deutlich hinter dem kantonalen Mittel zurück. In den Jahren 2001 und 2002 belief sich die durchschnittliche Steuerkraft des Bezirks auf lediglich 63 Prozent. Bis 2010 stieg sie auf 73 Prozent des kantonalen Durchschnitts, wo sie seither verharrt. 2017 (Abbildung 1) liegen die Gemeinden mit – im Bezirksvergleich – unterdurchschnittlicher Steuerkraft nahe beieinander. Stallikon befindet

sich mittlerweile unter dem kantonalen Mittel, Aeugst knapp darüber, während Wettswil inzwischen deutlich an der Spitze liegt. Die Statistik spiegelt die Integration in die Agglomerationen: Kappel und Rifferswil haben aufgrund der Nähe zu Zug sichtbar an Finanzkraft zugelegt, Wettswil infolge der Nähe zu Zürich. Vor allem der Üetlibergtunnel, der zwischen den beiden Stichjahren eröffnet worden ist, dürfte sich hier – im Gegensatz zu Stallikon und Aeugst – auswirken, denn seit 2009 stieg die Steuerkraft von Wettswil signifikant stärker als diejenige von Stallikon. Abbildung 2 zeigt den Wohlstandszuwachs. Affoltern zählt als Zentrum nicht zu den Agglomerationen und weist daher trotz Autobahnanschluss einen unterdurchschnittlichen Wohlstandszuwachs aus. Deutlich zeigt der Unterschied zwischen Stallikon und Wettswil, wie stark die Anbindung an die Autobahn sich strukturell auswirkt. Auch Knonau, Aeugst und Bonstetten sind durch die Autobahn nicht viel näher an die Agglomerationen

gerückt. Die südlichen Gemeinden des Bezirks mit überdurchschnittlichem Wohlstandszuwachs, insbesondere Kappel und Rifferswil, weisen in den vergangenen Jahren eine verstärkte Zuwanderung aus Zug aus.

Finanzierung der Infrastruktur Wichtigster Faktor für ein Wachstum der Steuerkraft ist eine herausragende Infrastruktur. Gemeinden nahe an den Zentren profitieren stark von deren Infrastruktur, Gemeinden in der Nähe eines Autobahnanschlusses von nationalen Investitionen. Die Ausgleichszahlungen aufgrund der Steuerkraft sorgen dafür, dass sich die Nutzniesser dieser Einrichtungen in einem gewissen Mass auch an deren Kosten beteiligen. Weitere Faktoren befinden sich zumindest teilweise in der Kompetenz der Gemeinde, die einerseits mit der Planung, anderseits mit eigenen Investitionen die Grundlage dafür schafft, dass die Bevölkerung in Wohnortnähe alles Erforderliche und Erwünschte findet.


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 24. April 2019

Die grosse Freiheit – wiederentdeckt Wie rauchende Motörchen Männerherzen höherschlagen lassen Bis 1985 bedeutete das Töffli die grosse Freiheit für die Jugend. Die Helmpflicht, das Mountainbike und schnellere 50er-Roller liessen die zweitaktgetriebenen Motorfahrräder in der Versenkung verschwinden. Bis 2005 eine Subkultur entstand, der auch Franz Arnold in Uerzlikon frönt.

pel 2010 mit einem Töffli bei ihm aufgekreuzte. Arnold erinnert sich: «Das Feuer fürs Zweirad war augenblicklich wieder entfacht. Dieses erhebende Gefühl von Freiheit, wenn einem der Fahrtwind um die Ohren bläst; auf einem Gefährt, das man auch motortechnisch im Griff hat.» Wenig später habe er im Internet für 1350 Franken eine «Caravelle» mit seinem Jahrgang (1963) gekauft. «Die Leidenschaft liess mich bis heute nicht mehr los», sagt der gelernte Sattler, der inzwischen auch zu einem routinierten Mofa -mechaniker und -restaurator geworden ist. «Aber nur hobbymässig», schränkt Arnold dezidiert ein. Er verbringe schon genügend Zeit in der Werkstatt. Viel lieber ist er auf schönen Mofa-Touren, die er auch in diesem Jahr wieder mit Gleichgesinnten unternehmen wird.

................................................... von martin platter Franz Arnold schiebt gerade das fünfte Töffli auf den Platz vor dem früheren Lagerhaus der Landi Albis in Uerzlikon, wo er sich vis-à-vis des «Maxi»Ladens auf zwei Stockwerken eingemietet hat. Im Inneren des Schuppens ist es kühl. Neben alten Nähmaschinen, einem Billard-Tisch, einer Bandund einer Werkstatt-Ecke stehen seine Trouvaillen in Reih und Glied: 20 Mofas verschiedener Marken und Ausführungen. Die meisten sind angetrieben vom legendären Sachs-Motor der Baureihe 502. Mofa für Mofa schiebt Arnold ins Freie auf die Laderampe, um sie mit dem hydraulischen Lift auf den Platz hinunterzulassen. Es ist Fototermin. Da will er seine Töffli würdig präsentieren. Die Sonne scheint. Eine Harley knattert auf der Hauptstrasse vorbei, wird aber vom aufheulenden Zweitakter übertönt. Arnold hat einen seiner Lieblings-«Hödis» angelassen und nebelt gerade mit diebischem Grinsen die Umgebung mit einer blauen Abgaswolke ein. Es riecht nach Benzin. Dazu liegt dieser eigentümliche Geschmack von teilverbranntem Zweitaktöl in der Luft, der Erinnerungen an die eigene Jugendzeit erwachen lässt. Damals, als das Mofa noch die grosse Freiheit bedeutete. «Meine Kumpels hätten sich totgelacht, wenn ich in meiner Jungendzeit von meinen Eltern mit dem Auto in den Ausgang kutschiert worden wäre», sagt Arnold mit einem Augenzwinkern.

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Spital 19. Mai 2019 Nehmen Sie an der Abstimmung bitte teil. Ihre Stimme ist sehr wichtig. Stille Sympathie ohne Mitmachen hilft unserem Spital nicht.

Was gibt es Schöneres, als mit dem Mofa durch die Frühlingslandschaft zu kurven? (Bilder Martin Platter) jeder Kratzer erzählt eine Geschichte. Deshalb darf man meinen ‹Sackgeldverdunstern› die Jahre, die sie auf dem Buckel haben, ansehen», erklärt Arnold stolz. Der Fokus auf Mofas mit Sachs502-Motor kam nicht ganz freiwillig: «Ich musste mich beschränken. Als ich 2010 mit der Mofa-Sammlerei begonnen hatte, musste ich noch einen weiteren Raum anmieten. Bald erkannte ich, dass ich mich auf einen bestimmten Motor und eine Zeitspanne beschränken muss, denn das Ganze wurde rasch sehr unübersichtlich. Das Ersatzteillager platzte mit der Fülle an verschiedenen Motoren und Modellen aus allen Nähten. Zudem konnte ich die vielen Töffli gar nicht mehr fahren, was aber eigentlich mein Hauptanliegen ist», erzählt Arnold, der auf der Rixe sitzend ein bisschen an Peter Fonda im US-Filmklassiker «Easy Rider» erinnert.

Patina verleiht den Mofas Seele Unter ihm knattert das «Rixe»-Motorfahrrad inzwischen im Standgas. Mit dem ausladend geschwungenen ApeHanger-Lenker, den voluminösen Schutzblechen und dem Tank mit USA-Flagge ist es eine Ausnahme in Arnolds Sammlung. Der 55-Jährige bevorzugt originale «Schnäpperli» möglichst aus den 1960er-Jahren, die von einem 502er-Motor angetrieben werden und – wichtig! – Patina tragen. Die übertrieben bis auf die letzte Schraube restaurierten, frisch gespritzten und veredelten Oldtimer sind ihm ein Graus. Damit verlören die alten Gefährte ihre Seele. «Jede Beule und

Erhebendes Gefühl von Freiheit

In der Werkstatt wartet bereits der nächste Oldtimer auf seine Instandstellung.

Das ist kein Zufall. Auch Arnold hat früher mit Hingabe einen HarleyChopper pilotiert. Bis zu jenem verhängnisvollen Unfall, der ihn bis heute an eine Krücke zwingt. «Defektes Chassis», kommentiert der passionierte Country-Musiker mit eigener Band (thehobos.ch) lakonisch. Ein Vierteljahrhundert habe er danach kein Zweirad mehr angerührt. Bis ein Kum-

glosse

Wunderschönes Osterwetter

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er Turm auf dem Üetliberg lockte förmlich zu einem Fussmarsch auf den Stalliker Hausberg. Die Albiskette bot ein Sujet für eine Ansichtskarte der gehobenen Art, und auf dem Lindenberg begegnete ich auf einer mehr als eine Stunde dauernden Wanderung gerade mal drei Personen. Das herrliche Wetter veranlasste mich natürlich, mir darüber erste Gedanken zu machen. Ob nämlich der Sonnenschein und die Temperaturen zu Ostern unter dem Begriff Wetter oder unter Klima zu bezeichnen sind, ist gar nicht so einfach.

Es soll wissenschaftlich erwiesen sein, dass hohe Temperaturen in der kalten Jahreszeit unter den Begriff Klima fallen, falls es jedoch Mitte Mai noch schneien würde, wäre dies unter Wetter abzubuchen. Etwas mehr Menschen als auf dem Lindenberg fand ich am frühen Samstagmorgen auf dem Flughafen Zürich, wo ich mir als pflichtbewusster Journalist ein Bild machen wollte. Als Greta-Fan bin ich selbstverständlich mit der S-Bahn angereist. Ich fand eine riesige Menschenmenge schwitzender, schlecht gelaunter und gestresster Personen,

die sich mit Ellenbogen vor den Check-In-Schaltern millimeterweise vorkämpften. Und auf den Strassen Richtung Süden standen die SUVs natürlich bereits am Mittwoch im kilometerlangen Stau. Sind die Menschen tatsächlich so blöd? Klar verstehe ich, dass viele am frühen Samstagmorgen unausgeschlafen auf dem Flughafen eintreffen, mussten sie doch am Freitag einen anstrengenden Klima-Streikmarsch absolvieren. Immerhin sahen sich einige gezwungen, ihre Offroader weit weg vom Ausgangspunkt des Marsches zu parkieren. Natürlich be-

finden sich immer auch einige wenige unter den Streikenden, die es tatsächlich ernst nehmen, und diese sehen solche Benzinkutschen ganz und gar nicht gerne. Warum nur marschieren und protestieren die verantwortungsbewussten Klimaschützer nicht am Donnerstag und könnten so ausgeschlafen ins Wochenende fliegen? Oder noch viel besser: Warum nur marschieren sie nicht auf der Autobahn vor dem Gotthardtunnel und machen so auf die Klima-Katastrophe aufmerksam? So hätte wenigstens der Stau einen Sinn. (mamu)

Wenn Sie gutgläubig «Ja» stimmen, verzichten Sie unvorsichtig auf Ihre Rechte. Wollen Sie vom künftigen Geschehen in unserem Spital – wo allerwichtigste Entscheidungen anstehen – ausgerechnet jetzt wirklich ausgeschlossen sein? Ohne direktdemokratische Rechte, ohne öffentliche Delegiertenversammlungen, ohne Referendum und Initiative? Weshalb wollen einige sehr gut bezahlte Herren die Weichen an unserem Spital noch geheimer als bisher stellen? Künftig alleine, im für uns verschlossenen Hinterzimmer. Weshalb haben diese Herren, die seit 2012 sehr viel Spitalgeld verschleudert haben, ein Interesse daran, uns die Mitsprache noch mehr wegzunehmen? Wem unser Spital am Herzen liegt und wichtig ist, überlässt das keiner anonymen AG mit teuren Verwaltungsräten. Helfen Sie bitte mit, durch verbesserte Statuten ehrliche Transparenz und Mitbestimmung herzustellen. Deshalb bitte abstimmen mit 3 mal Nein Damit wir ein gesundes, nicht aufgesplittertes Spital ohne ausgeprägtes Gelddenken mitgestalten können. Diese Abstimmung kommt zur falschen Zeit. Vieles ist unklar. Von Konzept und gesicherter Ertragslage kaum eine Spur. Was genau sie alles schliessen wollen, sagen sie uns nicht, ebenso halten sie geplante Landverkäufe geheim und sie wollen wertvolle Spitalhäuser (Rigi) abbrechen. Sie speisen uns ab mit vielen kecken Behauptungen und unverbindlichen Worthülsen. Dürfen wir denen trauen, die mehr als 100 000 Franken für ihre «Ja-Werbung» ausgeben können? Wer hat Angst vor unserer Mitsprache? Wer fürchtet die von uns geforderte Transparenz? Weshalb wird der kritische Bericht über die lamentable LZP geheim gehalten? Weshalb will der Statthalter erst nach der Abstimmung einschreiten? Deshalb aus weiser Vorsicht und vollem Engagement mit Tatkraft derzeit lieber NEIN. www.verein-zweckverband.ch Siehe im «Tagebuch» (Wer spendet uns ein Inserat? Für Spenden und Fragen bitte Mail an sonne7@gmx.ch)


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Mittwoch, 24. April 2019

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Hochbaukommission Hausen: Kandidierende stellen sich vor

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ie Baukommission hat die Verwaltungsbefugnis, über Baugesuche zu entscheiden und hat auch die Kompetenz für Entscheide, die von der Bauordnung abweichen. Diese besondere Stellung rechtfertige es, eine Urnenwahl der Mitglieder einzuführen, das fand in Hausen eine Mehrheit und hiess am 25. November eine entsprechende Anpassung der Gemeindeordnung mit 1072 Ja- zu 189 Nein-Stimmen deutlich gut. Nun kommt es also am 19. Mai zur ersten Urnenwahl der Hochund Tiefbaukommission. Auf Interesse stossen insbesondere die Sitze für die Hochbaukommission. Den Kandidierenden räumt der «Anzeiger» hier Platz ein, sich kurz vorzustellen. (tst.)

In diesem Sinne würde es mich freuen, als Hausemer «Urgestein» weiterhin das Vertrauen der Bevölkerung für die Mithilfe in der Baukommission zu erhalten.

Hans-Jörg Hartmann, Informatiker

Karin Salamon.

Rolf Bachmann.

Bauwende jetzt! Für zukünftige Bauprojekte in Hausen am Albis und für eine starke innovative Raumgestaltung. Hans-Jörg Hartmann, geboren 10. Januar 1954, Informatiker, stellt sich für das Amt in der Baukommission zur Verfügung. Er sagt: «Ich mache mich stark für die Bauanliegen der Gemeinde Hausen am Albis und ihrer Einwohner. Es ist mir wichtig, die Baubewilligungsbehörde kompetent und umsichtig zu ergänzen. Ich bin bestrebt, die Bewilligungsverfahren effizient und gesetzeskonform abzuwickeln. Dabei kommt mir die neunjährige Erfahrung in der Primarschulpflege der Einheitsgemeinde als Verantwortlicher des Ressorts Infrastruktur und Informatik entgegen.» Mein Motto: «Nur wer sich engagiert, kann etwas bewirken».

Thomas Frick.

Karin Salamon: Fachkompetenz einbringen Ich heisse Karin Salamon, bin 52 Jahre alt, Mutter zweier erwachsener Kinder und lebe seit 32 Jahren in Hausen am Albis. Seit 1999 arbeite ich als selbstständige Architektin im Säuliamt. Als Mitglied der Baukommission kann ich meine Fachkompetenz einbringen und gleichzeitig meinen Horizont erweitern. Dabei beabsichtige ich über meinen «eigenen Gartenhag» hinauszublicken, um damit einen Beitrag für das Ortsbild und das Zusammenleben in unserem Dorf beizutragen. Meine über 30-jährige Erfahrung rund ums Bauen, insbesondere mit Bewilligungsverfahren, qualifizieren mich für diese Aufgabe. Während 8 Jahren als parteilose Primarschulpflegerin konnte ich unter anderem Erfahrung in Sitzungskultur, Verhandlungstechnik und konstruktiver Teamarbeit sammeln. Daher bin ich sehr motiviert, mich in der Baukommission für unser Dorf zu engagieren.

Rolf Bachmann: Erhalten und gestalten Seit rund 13 Jahren in Ebertswil wohnhaft, ist es an der Zeit der Gemeinde etwas zurückzugeben. Im Berufsleben als Planer ist mir die Sicht des Gesuchstellers wohl bekannt und so reizt mich der Blick von der anderen Seite auf die Bauvorhaben. Durch Projekte in der ganzen Schweiz erhielt ich Einblick in verschiedenste Verfahren und Vorgehensweisen bei Baugesuchen. So vielseitig die Schweiz ist, so verschieden sind die Abläufe und Sichtweisen.

Toni Schönbächler, bisher

Kurt Gaisser.

Hans-Jörg Hartmann.

Toni Schönbächler. (Bilder zvg.)

Der Paragrafendschungel wird immer dichter. Bauherren und Planer sollen von Anfang an klare Vorgaben haben, ohne Kreativität und Freiraum unnötig einzuschränken. Dadurch gelangen sie effizient zum Ziel. Hausen verfügt über einen überdurchschnittlichen Bestand an schönen und erhaltenswerten Gebäuden, welche dem Ort seinen Charakter verleihen. Diese sollen weiter entwickelt, optimal und nachhaltig saniert werden können. Noch freies Bauland nimmt zusehends ab und trotzdem möchte die Gemeinde moderat wachsen. Dies ist durch eine umsichtige Ausnutzung möglich. Ich freue mich, mich mit Ihrer Unterstützung für ein lebenswertes Hausen einsetzen zu dürfen.

gungsabläufe aus eigenen Erfahrungen bestens. Mit meiner Kompetenz als Architekt, kann ich auch bei schwierigen Fragestellungen kompetent dazu Stellung nehmen und einen guten Kompromiss erarbeiten. Dies ist besonders bei Bauanliegen wichtig, da nicht immer alles schwarz auf weiss im Gesetz niedergeschrieben ist und zum Teil ein grosser Spielraum vorhanden ist. Speziell bei Bewilligungen in der Kernzone, braucht es Augenmass, um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Mir liegen auch speziell die alten Substanzen am Herzen, sanierte ich mit meinem Büro doch schon etliche kantonal aber auch kommunal geschützte Liegenschaften in der Gemeinde Hausen. Ich bin es gewohnt, im Team zu arbeiten, konstruktiv miteinander zu diskutieren und die eigenen Vorstellungen nicht zu hoch zu gewichten. Dies ist meines Erachtens notwendig, um die bauliche Entwicklung der Gemeinde Hausen am Albis kontinuierlich, aber doch einen Schritt weiter zu

bringen ohne dass das Gesicht oder das Herz des Dorfes verloren geht.

Thomas Frick, bisher, dipl. Architekt FH, SIA, bisher Als Architekt, der seit über zwölf Jahren in Hausen sein Büro hat und seit Sommer 2018 Mitglied der Hochbaukommission ist, kenne ich die Bewilli-

Kurt Gaisser, Jahrgang 1954, Malermeister Aufgewachsen, den Kindergarten besucht und die Schulbank gedrückt in Hausen, kenne ich unsere Oberämtler Gemeinde mit den dazugehörigen Weilern schon von früher Kindheit an. Mit mir zusammen ist die Gemeinde gewachsen, in all den Jahren auch grösser und wohnattraktiver geworden. Schon während meiner langen Zeit im Gemeinderat wie auch als Mitglied der Baukommission durfte ich aktiv mithelfen, die Wohnzonen baulich zu gestalten und das ländliche, facettenreiche Flair am Albis zu erhalten. Mit einem handwerklich vernünftigen Auge und dem von Berufes wegen geprägten Farben- und ÄsthetikSinn, war es mir immer ein Anliegen, unsere vielfältigen Bau-Weiler und Kernzonen mit der nötigen Prise gesunden Menschenverstands zu beurteilen.

Seit bald vier Jahren darf ich in der Baukommission Hausen mitwirken. Meine Leitlinien bei dieser verantwortungsvollen und interessanten Behördentätigkeit orientieren sich dabei an drei Prinzipien: 1. Einhaltung der Bauund Zonenordnung; 2. Gleichbehandlung aller Gesuchsteller; 3. Verhältnismässigkeit der Entscheide oder einfach ausgedrückt, dem gesunden Menschenverstand. Seit mehr als 20 Jahren habe ich Erfahrung im Bereich des Bauens – oft auch als Bauherr. Diese Erfahrungen möchte ich weiterhin in die Baukommission einbringen. Hausen als Wohn-, Lebens- und Arbeitsort weist eine hohe Qualität in Bezug auf die Siedlungsentwicklung und architektonische Substanz auf. Mit seinen mehr als 250 inventarisierten Bauten ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe, bei welcher es oft darum geht, Bauten aus früheren Jahrhunderten so um-, aus- oder neu zu bauen, dass ein gutes Leben und Arbeiten im 21. Jahrhundert möglich ist. Diese Tätigkeit möchte ich weiterhin für die Hausemer wahrnehmen.

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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 24. April 2019

Wechsel im Vorstand der Jumba Generalversammlung der Jugendmusik Bezirk Affoltern Sonja Wey und Andrea Lippmann sind als Vorstandsmitglieder der Jugendmusik Bezirk Affoltern zurückgetreten. Monica Andermatt und Alan Hefti treten die Nachfolge an.

matt (Obfelden) und Alan Hefti (Affoltern). Welche Ämter sie übernehmen werden, wird in der nächsten Vorstandssitzung besprochen.

Sonja Wey und Andrea Lippmann treten auf diese GV aus dem Vorstand zurück. Sie haben während fünf Jahren im Vorstand mitgearbeitet und mit den Jumbanern viele tolle Konzerte und Anlässe miterlebt. Sonja Wey war als Schulleiterin der Bläser tätig, im letzten Jahr auch noch für die Perkussion zuständig. Andrea Lippmann war zuerst Aktuarin und übernahm das Präsidentenamt vor dreieinhalb Jahren. Ihr unermüdlicher Einsatz sei hiermit herzlich verdankt. Es bleiben im Vorstand: Monika Roffler (Obfelden), Vreni Senne (Affoltern), Peter Feuz (Affoltern) und Thomas Strebel (Maschwanden). Peter Feuz stellte sich als Präsident zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt. Zwei neue Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt: Monica Ander-

Der Jumba stehen 2019 einige Highlights bevor. Im Juni tritt sie am «Musigfäscht» in Hausen anlässlich des 125-Jahre-Jubiläums des Musikvereins Harmonie Hausen am Albis und des Musiktags Amt und Limmattal auf. Im September fährt die Jumba nach Burgdorf ans Eidgenössische Jugendmusikfest. Interessierte sind herzlich willkommen an einer Probe oder an einem Konzert «Jumbaluft» zu schnuppern. Vorstand und Musizierende freuen sich auf regen Besuch. Bei Fragen wende man sich an den Präsidenten (praesident@jumba.ch). Samstag, 4. Mai: Sommerkonzert zusammen mit dem Musikverein Ottenbach in Ottenbach. Sonntag, 30. Juni: Musigfäscht in Hausen. Samstag, 6. Juli: Auftritt am Oldtimertreffen auf dem Stierenmarkt in Zug. (pd.)

Einige Highlights

Die Vorstandsmitglieder der Jugendmusik Bezirk Affoltern. (Bild zvg.)

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Innovation, Erfindergeist und Forschung sind gefragt. Wirklich?

Alter schützt vor Torheit nicht

Entgegnung zum Leserbrief von Toni Bortoluzzi vom 16. April.

Zum Leserbrief von Toni Bortoluzzi vom 16. April.

Herr Bortoluzzi versucht mit einem bekannten Potpurri aus klugen, halbwahren und schlicht falschen Aussagen den Kantonsrat Ronald Alder zu diffamieren, dem Klimapolitik ein wichtiges Anliegen ist. Aus Sicht der Forschung muss man dazu einmal klar festhalten, dass es für uns in der Klimaforschung Aktiven absolut frustierend ist, wenn Politiker vom Schlage eines Herrn Bortoluzzi sich immer wieder lächerlich machen über Forschungsergebnisse, sich weigern, sich mit dem aktuellsten Wissen in Verbindung zu setzen, und dann unverfroren daraus ableiten: Forschung ist gefragt. Wirklich? Der letzte Klimasachstandsbericht hat alle wesentlichen Kritikpunkte der Klimaleugner objektiv berücksichtigt und kommt zum Schluss, dass wir jetzt zu über 95 % sicher sind, dass der aktuelle Klimawandel vom Menschen verursacht ist. In diesem Bericht werden auch Modellrechnungen für jeden Kontinent gezeigt, die eindrücklich aufzeigen, dass dieser Einfluss des Menschen seit den 1970er-Jahren deutlich über die natür-

liche Variabilität hinausreicht. Vor 1970 ist dieser dominante Einfluss des Menschen nicht eindeutig nachweisbar, was durch die Anekdoten von Herrn Bortoluzzi aber in den falschen Kontext gerückt wird. Auch stimmt, dass in den 1950er Jahren mit ähnlichen Überlegungen zur Energiebilanz der Erde die namhaften Forscher auf eine absehbare Rückkehr einer Eiszeit schlossen. Immerhin muss man den Forschern zugute halten, dass sie in den letzten 70 Jahren dazugelernt haben, sich kritisch mit ihrem Studienobjekt auseinandersetzten, und nach wissenschaftlichen Methoden ihre Hypothese der Eiszeit falsifizeren konnten. Die Falschaussage, die Bedeutung des Menschen am Klimawandel sei «auch in der Wissenschaft umstritten» wird nicht wahrer mit jeder Wiederholung. Zum Vergleich: Herr Schneiter hat in seinem Kommentar zur Gemeindeversammlung in Ottenbach in der gleichen Ausgabe des Anzeigers das Stimmenverhältnis von 111:1 als «nordkoreanische Verhältnisse» bezeichnet, es herrschte also praktisch Einstimmigkeit; ähnlich sieht es beim menschgemachten Klimawandel aus: es sind fast 100 % der Wissenschaftler

gleicher Meinung, aber eben nicht ganz alle. Wichtig ist die Differenzierung, wie sie in den letzten 10 bis 20 Jahren in der Forschung gemacht wird, dass vor 1970 die Zusammenhänge im Bereich der natürlichen Schwankungen lagen, aber seit 1970 der Einfluss des Menschen eindeutig (zu 90 bis 100 % sicher) ist. Ich bin überzeugt, dass die namhaften Forscherinnen und Forscher im Amt, die am WSL in Birmensdorf, an der ETH und Uni in Zürich, am PSI in Villigen und anderswo forschen durchaus bereit wären, in einem Nachhilfekurs den frisch gekürten Vizepräsidenten der SVP auf den aktuellen Stand des wissenschaftlichen Wissens zu heben. Was die SVP politisch mit diesem Wissen anstellt, steht auf einem anderen Blatt, aber es wäre schon viel gewonnen, wenn die sachlich falschen und halbwahren Aussagen der SVP-Exponenten ein Ende finden würden und die Diskussion wieder vermehrt auf die Frage gelenkt würde, wie sinnvolle politische Antworten auf die aktuellen (Klima-)Probleme aussehen sollten. Werner Eugster, Mettmenstetten und ETH Zürich

Steuerdeal zulasten der Sozialversicherungen Nein zum «Giftzückerli» STAF am 19. Mai. Es sind die gleichen Kreise im Ständerat, die bereits die gescheiterte Altersvorsorge 2020 gezimmert haben, die nun einen weiteren Mitte-Links-Deal vorlegen, der auch «Giftzückerli» genannt werden kann. Allein schon die Unverfrorenheit, eine Steuervorlage vorzulegen, die sich nur unwesentlich von der vor Kurzem vom Volk mit über 60 Prozent Nein abgelehnten Vorlage unterscheidet, ist – auch wenn man diesen Teil unterstützen würde – gegenüber der Stimmbevölkerung ein Affront. Mit dem rechtlich fragwürdigen Einbezug einer AHV-Finanzierung

glaubt die Mehrheit des Parlaments die Stimmenden über den Tisch ziehen zu können. Wobei der Betrag nicht einmal den Verlust der AHVRechnung von 2018 zu decken vermag und keine Lösung des defizitären Sozialwerkes darstellt. Seit Jahren wird darauf hingewiesen, die Arbeitsleistungen in unserem Export-orientiertem Land nicht unnötig zu verteuern. Mit der Erhöhung der Erwerbsabgabe wird nicht nur die Arbeit verteuert, nein, die arbeitende Bevölkerung hat einen schönen Teil des als Kompromiss bezeichneten politischen «Murks» durch neue Lohnabzüge zu bezahlen. Statt eine sachgerechte mehrheitsfähige Steuervorlage

vorzulegen, macht der Einbezug der AHV es zukünftig schwierig, die dringend notwendigen Revisionen unserer wichtigsten Sozialwerke in eine stabile Zukunft zu führen. Die Sozialdemokraten haben ein weiteres Argument, Anpassungen in der Altersvorsoge aufgrund der steigenden Lebenserwartung, zu verhindern. Eine Vorlage, die bei den Steuern dem Diktat des Auslands folgt und bei der AHV die Sozialversicherungen an dringend notwendigen und vernünftigen Revisionen hindert, ist abzulehnen. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Bis im Mittelalter glaubten die Menschen in Europa, die Erde sei der Weltmittelpunkt und Sonne und Sterne kreisen um die Erde. Um 1500 lebte Kopernikus, ein Forscher, der entdeckte, dass die Erde eben nicht der Weltmittelpunkt ist, und dass die Erde mit den anderen Planeten um die Sonne kreist. Es dauerte lange, bis die meisten Menschen begriffen, dass diese Erkenntnis den Tatsachen entspricht. Wenn Bortoluzzi behauptet, in der Wissenschaft sei der Einfluss der Menschen auf den Klimawandel umstritten, erinnert er mich an die mittelalterlichen Kirchenfürsten, die das neue Weltbild bestritten und bekämpften, weil es nicht in ihr bisheriges Denk-

schema passte. Bortoluzzi und auch einige seiner illustren SVP-Kollegen wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Forschungsergebnisse zum Klimawandel in der Wissenschaft unbestritten sind. Da Bortoluzzi kein einziges sachliches Argument für seine Thesen hat, schwadroniert er über das Dinosauriersterben, über die Elefanten von Hannibal und die betenden Walliser. Der Wille zur Lösung der Probleme der globalen Erwärmung fehlt offensichtlich, wenn er glaubt, mit Erfindergeist und Forschung könne ihnen begegnet werden. Weshalb soll er an zukünftige Forschungsergebnisse glauben, wenn er die heutige Forschung ignoriert und lächerlich macht? Paul Schneiter, Hedingen

Wir brauchen keine EU-Waffenrichtlinie Die EU-Waffenrichtlinie zeigt exemplarisch, welche grundlegende Nachteile ein Staatenbund wie die EU haben kann. Zu versuchen, alle Staaten mit einer Richtlinie in eine Schablone zu pressen, kann bei so vielen kulturellen Differenzen nicht funktionieren. Und nun sollen wir Schweizer, als Nicht-Mitglied der EU die EU-Waffenrichtlinie übernehmen? Dabei wird nicht beachtet, wie die Schweiz ihr Waffenrecht handhabt und wie fest verankert das Recht auf Waffenbesitz in der schweizerischen Tradition ist. Die jetzige Fassung der EU-Waffenrichtlinie würde dem Volk nichts bringen, aber ihm etwas wegnehmen: das Recht auf Waffenbesitz. Dieses Recht verlieren zwar Sportschützen und Militärangehörige nicht, aber normalen Bürgern wird das Recht genommen. Wieso? Weil man in Brüssel der Annahme verfallen ist, Terroristen würden ihre Waffen standesgemäss beschaffen, was absolut absurd ist. Realpolitisch würde man das ganze Volk entwaffnen aber eben nicht die Terroristen wogegen sich die Richtlinie

eigentlich richten sollte. Denn Terroristen haben meist keinen Waffenschein, sondern beschaffen ihr Repertoire auf dem Schwarzmarkt. Abschliessend kann man sagen, die EUWaffenrichtlinie ist eine Regelung, welche die Schweiz nicht braucht. Sie schiesst an ihrem Ziel vorbei. Und jetzt zu argumentieren, man würde Schengen direkt verlieren, ist auch absurd. Man sieht beim Brexit, welches Durchsetzungsvermögen die EU hat. Basil Montemitro, Wettswil, Vorstand Jungfreisinnige Affoltern anzeige


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Mittwoch, 24. April 2019

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Und weiter läuft die Spital-Diskussion Dem Spital danken! Dem Personal des Bezirksspitals ist nicht genug zu danken: Dafür, dass es über alle Turbulenzen hinweg ausharrt, dass es mit Herzblut weiter seine Arbeit macht. Daran sollten wir auch denken, wenn es um die Abstimmung geht. Ich kann es nur wiederholen: Mit der Abstimmung vom 19. Mai 2019 wird weder über einen Planungs- noch über einen Baukredit abgestimmt. Im Gegenteil: Mit Vereinbarungen mit andern Spitälern soll der Fortbestand des Bezirksspitals als kleines, feines Spital für die Grundversorgung der Bevölkerung des Bezirks ermöglicht werden. Gelingt es dem Spital, auf die Spitalliste zu kommen, kann die Erneuerung eines massgeschneiderten Bettenhauses geplant werden. Dieses wird weniger Betten beinhalten als heute, dafür wird der ambulante Bereich ausgebaut. Dafür braucht es dann eine neue Volksabstimmung. Gelingt es nicht, auf die Spitalliste zu kommen, bleibt genügend Zeit für eine geordnete Liquidation. Gibt es ein Ja–Nein–Nein, wird das Chaos ausbrechen. Das Personal wird kündigen und weder Spital noch Pflegeheim werden handlungsfähig sein. Wo nehmen wir dann die Pflegeplätze her? Dass das Spital in Turbulenzen geriet, lässt sich nicht verleugnen. Dies ist auch der Struktur als Zweckverband anzulasten. Entweder liegt es am fehlenden Sachverstand oder am Desinteresse der Gemeindedelegierten, dass es so weit kommen konnte. Zudem müssen für Änderungen alle angeschlossenen Gemeinden zustimmen, hingegen kann jede Gemeinde ohne grossen Aufwand austreten. Dies wird bei der Beibehaltung des Zweckverbandes auch geschehen. Ich weiss auch nicht, was am Zweckverband demokratischer sein soll, als an einer gAG. Wir können zwar die Gemeindebehörden wählen, aber nicht bestimmen, wen sie als Delegierten abordnen. Hat uns die Stadt Zürich gefragt, ob wir dereinst bereit wären, ihre überdimensionierten Bettenhäuser zu füllen? Nein! Deshalb stimme ich am 19. Mai Ja zur Auflösung des Zweckverbandes Spital Affoltern, Ja zur Gründung einer Interkommunalen Anstalt (IKA) Langzeitpflege, Ja zu Interkommunalen Vereinbarung (IKV) zur Gründung der Gemeinnützigen AG Spital und zur Beteiligung der Gemeinden am Aktienkapital. Helene Meier, Wettswil .........................................................................

Offener Brief an die Stadtverwaltung von Affoltern, insbesondere an Stadtpräsident Clemens Grötsch Sehr geehrter Herr Grötsch, im ganzen medienintensiven Gerangel um das Spital Affoltern ist ein Aspekt scheinbar auf der Strecke geblieben: Was geschieht mit der Langzeitpflege, wenn die IKA dafür abgelehnt wird? Hier geht es um die Schwächsten der ganzen Affäre, die sich auch nicht mehr artikulieren können. Angehörige und Personal, mit denen ich gesprochen habe, sind verunsichert und in Sorge wie es weitergehen kann oder ob die Langzeitpflege einfach zum bedauerlichen Kollateralschaden wird. Das Schweigen um mögliche Alternativen zum Weiterbestand ist bedrückend für alle Betroffenen, da zudem im ganzen Bezirk keine zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten für Alzheimer-Patienten vorhanden zu sein scheinen. Zudem ist jeder gravierende Wechsel für diese Patienten und deren Angehörige eine enorme psychische Belastung und teilweise eine grosse Erschwernis für Besuche, sofern Verlegungen in entfernte Zentren antizipiert wären.

Wenn auch das Spital im Vordergrund der Debatten zum Entscheid vom 19. Mai steht, die hilflosen Menschen in der Langzeitpflege dürfen darüber nicht in Vergessenheit geraten oder gar negiert und abgeschrieben werden. Es wäre daher nicht nur hilfreich, sondern eine Notwendigkeit, auch für die LZP für den Fall einer Ablehnung der IKA Alternativen aufzuzeigen und für die Sicherheit und das Befinden jener zu sorgen, die selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Und vergessen Sie nicht – um im Jargon der gegenwärtigen Finanzdebatte zu bleiben – dies ist ein starker «Wachstumsmarkt»! Ich glaube, es ist gerechtfertigt auf diese Anfrage eine klärende und für alle im LZP Sonnenberg verständliche Antwort zu erhalten. Dieter Reichel, Stallikon .........................................................................

Peter Ackermann – kann man ihn ernst nehmen? Peter Ackermann ist ein fleissiger Leserbriefschreiber. Unermüdlich wirbt er für ein «Nein» zur Spital AG. In einem Beitrag am 18. April beklagt er sich allerdings, dass er zum Spitalgegner abgestempelt werde. Ja, lieber Peter Ackermann, was bist du denn anderes? Deine Hinweise, die Betriebskommission habe keine Strategie, keinen Plan B und keinen Businessplan, stimmen zudem nicht. Die Betriebskommission hat mit einer sinnvollen Strategie den veränderten Bedürfnissen im Gesundheitswesen Rechnung getragen. Das Ziel ist klar und wird sicherstellen, dass die heute optimale Gesundheitsversorgung im Bezirk weiterhin gewährleistet wird. Die Pläne, die verfolgt werden (dein bemängelter Businessplan), wurden laufend kommuniziert. Es werden effiziente, und letztendlich kostensparende Kooperationen mit anderen Spitälern eingegangen. Was soll ein Plan B, wie du ihn forderst? Wenn ein «Nein» zu den Nachfolgeorganisationen des Zweckverbandes kommt, gibt es keinen Plan B. Dann gibt es nur noch die Schliessung unserer bewährten Institutionen. Bist du dir dessen bewusst? Ich glaube kaum. Ich erinnere mich an die Zeit, als du vor einigen Jahren Verwalter in unserem Spital warst. Die Betonung lag auf verwalten, denn welche Visionen, Strategien oder Impulse waren in dieser Zeit von dir gekommen? Welchen Leistungsausweis kannst du vorlegen, dass du nun ein fähiges Team belehren willst, wie es diese schwierige Zeit meistern soll und was es zu tun hat. Das ist für mich nicht gerade glaubwürdig. Ich stimme am 19. Mai aus Überzeugung dreimal Ja. Peter Sandhofer, Affoltern am Albis .........................................................................

Ein Spital ist keine Autofabrik 1976 begann ich als junger Assistenzarzt im Bezirksspital Affoltern zu arbeiten. Nach meinen früher gesammelten Erfahrungen mit Spitälern und deren Hierarchien überraschten mich die menschlichen Qualitäten im medizinisch ausgezeichnet geführten Landspital. So blieb ich drei Jahre statt wie geplant nur eines. 1979 übernahm ich die Ottenbacher Hausarztpraxis. Die nächsten 35 Jahre – auch hier länger als ursprünglich geplant – war ich Dorfarzt in Ottenbach, medizinisch und kollegial bestens vernetzt, dies dank unseres Spitals. Zusammenarbeit mit dem Spital heisst für uns Hausärzte: speditive und unkomplizierte Überweisung wo nötig, telefonische Gespräche mit ver-

trauten Fachärzten zu jeder Tages- und Nachtzeit, gute Weiterbildung mit persönlichem Austausch. Unserm Spital war es auch zu verdanken, dass ich für das letzte Drittel meiner hausärztlichen Tätigkeit eine gute Kollegin fand, welche die Praxis mit mir zusammen führte und diese über meine Pensionierung hinaus weiter entwickelt. Vieles hat sich verändert in den letzten Jahren. Eine neue Generation von Kaderärzten führt das Spital. Röntgenbilder und fotografisch dokumentierte Befunde können heute elektronisch übermittelt und diskutiert werden. Die Strukturen im Gesundheitswesen haben sich grundlegend verändert. Ökonomische Argumente dominieren. Viel Wirbel gab es um Betriebskommission und Delegiertenversammlung. Spitaldirektoren kamen und gingen. Was dabei gerne vergessen ging: Der gute Geist, die ärztliche Kultur, weitgehende Zufriedenheit der Patienten mit unserem Spital sind geblieben. Persönliche Beziehung und gegenseitiges Vertrauen zwischen Arzt und Patient sind Grundpfeiler einer guten Hausarztpraxis. Auch die Gesundheitsversorgung eines ganzen Bezirks basiert auf einem guten Ärztenetzwerk mit persönlichen Beziehungen und gegenseitigem Vertrauen. Dieses bei uns über Jahrzehnte gewachsene Netz zwischen Hausärzten, Fachärzten und Spital würde gefährdet, wenn das Spital in Affoltern als Drehscheibe wegfiele. Diese kann nicht einfach nach Zürich, Schlieren, Muri oder Zug ausgelagert werden. «Moderne, lichtdurchflutete Gebäude an zentraler Lage» einer brandneuen Permanence, flankiert von integrierter Poststelle, Bankautomat und Coop, wie sie Herr Hoppler im «Plan B» («Anzeiger» vom 18. April) verspricht, klingen vielleicht verlockend – oder doch eher nach seelenlosem Schnellschuss? Kunstrasen statt blühender Garten mit alten, gut verwurzelten Bäumen? Dies bitte ich zu bedenken, wenn über die Notwendigkeit und Rentabilität unseres Spitals in Affoltern nachgedacht und geschrieben wird. Oder wie es ein Kollege in der Ärztezeitung ausdrückte: Ein Spital ist keine Autofabrik. Da spätestens nach der Erfahrung der letzten Jahre klar ist, dass der Zweckverband keine geeignete Form mehr ist, um das Spital zu führen, werden alle, denen unser Spital am Herzen liegt, am 19. Mai dreimal Ja stimmen. Dr. med. Urs Glenck, Ebertswil .........................................................................

Darf ich vorstellen: Psychiatrie Spital Affoltern Ich arbeite im Spital Affoltern auf der psychiatrischen Akut-Abteilung. Uns kann man mit einer Notfallstation vergleichen, einfach anstatt für somatische Beschwerden wie einen Herzinfarkt, für jegliche psychische Erkrankungen – Schizophrenie, Depression und so weiter. Bei uns haben 15 Menschen Platz, welche Unterstützung im psychischen Bereich benötigen. Wir hier sind eine kleine Oase. Damit meine ich nicht, dass wir extrem gemütlich, oder ein bauliches Schmuckstück sind. Nein, ich meine damit, dass wir ein sehr familiärer Betrieb sind. Wir sind ein Team, welches durch dick und dünn geht. Wir schauen und hören aufeinander und wir geben jeden Tag unser Bestes, um unsere Patienten nach bestem Wissen und Gewissen zu betreuen. Dadurch, dass wir eine kleine Abteilung sind, sind wir sehr nahe an unseren Patienten. Dies ermöglicht uns wiederum, qualitativ hochwertige Pflege zu leisten. Es gibt viele Leute mit psychischen Erkrankungen, welche explizit zu uns ins Spital Affoltern kommen.

Wir bieten ein im Kanton Zürich einzigartiges Konzept. Einzigartig heisst: In unserem Spital gibt es neben den somatischen Stationen eine Akut-Psychiatrie. Um noch einen Schritt weiter zu gehen, ist auf dieser Akut-Abteilung auch noch eine psychiatrische Tagesklinik integriert. Somit können wir ganzheitlich arbeiten. Wir stellen uns der Herausforderung, den Menschen und nicht die Fallnummer zu behandeln. Für mich, meine Patienten und alle Mitarbeiter wünsche ich mir, dass wir mit einer neuen Rechtsform kräftig genug werden dürfen, um weiterhin eine so gute, ganzheitliche Versorgung leisten zu dürfen in unserem Spital Affoltern. Jasmine Herbert, Dipl. Pflegefachfrau HF, Affoltern .........................................................................

Kein Schnellschuss! Schon wieder flattert eine Werbung ins Haus für 3x Ja, wo die Spitalschliessung angedroht wird, wenn nicht wie empfohlen abgestimmt wird. Unbedingt das Spital schliessen will die andere Seite, sonst drohen riesige Steuererhöhungen. Von diesen Drohungen und Einschüchterungen sollten wir uns nicht beeinflussen lassen, das gibt selten ein gutes Resultat, unter Druck etwas zu entscheiden. Die tiefsten Gesundheitskosten in der Region wurden mit dem bestehenden System erreicht, also dem Zweckverband. Um mit dem schnelllebigen Umfeld klarzukommen, können die Statuten des Zweckverbandes angepasst werden. Und das Wichtigste, finde ich, ist: Beim Zweckverband können wir weiterhin mitbestimmen/abstimmen. Bei einer AG nur noch zum Teil. Das heisst für mich: für das Spital = 3x Nein, damit nicht nach 5 Jahren ein Ausverkauf der Spitalaktien stattfinden kann. Sarah Bonato, Hedingen .........................................................................

Auch eine Sichtweise der Betroffenheit? Wenn Sie als junger oder glücklicherweise gesunder Mensch aus unserem Bezirk mit dem Spital noch nichts zu tun hatten, dann sind Motive von Distanz und wirtschaftliche Überlegungen vielleicht im Vordergrund. Wenn Sie aber einen wichtigen oder Ihren wichtigsten Menschen wegen terminaler Krankheit verloren und monatelang die Institutionen in unserem Umfeld kennen gelernt haben, dann ist Ihr Blickwinkel geschärft und ein anderer. Es ist ein Unterschied, Ihren Menschen für die Behandlung in unser Spital in Affoltern zu chauffieren und ihn über den Zeitraum persönlich betreut zu wissen, im Gegensatz zur «Fabrik» in der Stadt. Es ist ein Unterschied, ihn in der Villa Sonnenberg respektvoll und wertschätzend als Palliativ-Patient betreut zu sehen und zu erleben. Eine Einrichtung, die wir einfach aufgeben wolanzeige

len/sollen? Seien Sie sich bitte bewusst, dass Sie alle auch älter und vielleicht gebrechlicher und auf nahe Hilfe angewiesen sein könnten. Für mich ist ein dreimal Ja eine Bitte, die ich Ihnen ans Herz legen möchte. Elfi Bohrer, Wettswil .........................................................................

Die Intensivstation verlassen und nun auf der Palliativ-Station ... Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Spital Affoltern hat die Intensivstation verlassen und liegt auf der Palliativ-Station. Aber ... Stellen Sie sich vor, Sie wären das Spital Affoltern. Ursprünglich gesund und munter. Zugegeben, nicht wirklich kräftig, aber doch recht vital. Und mit guten Ideen! Dann wurde ohne viel Fachwissen und recht planlos an Ihnen herumgedoktert. Die beste Medizin (eine rechtzeitige, sinnvolle Revision der Zweckverbands-Statuten) wurde Ihnen konsequent verweigert. Als festgestellt wurde, dass Ihnen diese Kurpfuscherei nicht bekam, verlegte man Sie allerdings nicht in die Intensivstation mit erfahrenen Aerzten. Nein, man band Ihnen wider besseren Wissens (schon damals war die Trennung Spital/Langzeitpflege ein Thema) noch einen massiven Klotz ans Bein (total überdimensioniertes Verpflegungszentrum, auch damals hat man der Betriebskommission blind geglaubt). Dies in der nicht nachvollziehbaren Hoffnung, das würde zu Ihrer Besserung beitragen. Falsch gehofft! Danach verlegte man Sie auf die Intensivstation und füllte Sie mit einer stattlichen Anzahl teurer und sehr teurer Infusionen ab (wenig hinterfragte Investitionen, teure Berater). Irgendwann wurde die Aussichtslosigkeit dieser Bemühungen eingesehen, und Sie wurden in die Palliative-Care-Villa verlegt. Da Sie dort jedoch nicht schnell genug starben, wurden Sie wieder zurückverlegt, entweder wieder in das Spital, ins Pflegeheim oder nach Hause. Sie zog es nach Hause, wo sie still und leise und in Würde von dieser Welt gehen wollten. Still und leise und in Würde? Nein! Da kamen plötzlich vorgeblich gutmeinende Leute und machten in der Ihnen bereits bestens bekannten Weise weiter! Und Sie können nicht verstehen, warum sie das tun. Ja, genau! Warum? Hermann Brütsch, Affoltern .........................................................................


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«Atem trifft Klang» Die Bonstetterin Cornelia Frey und der Zuger Rolf Züsli geben gemeinsam das zweite Intensiv-Seminar für Atem, Körper und Stimme und KristallKlangschalen. Das Seminar findet am 11. Mai am Türlersee statt. In der Atemtherapie wird auf das Zwerchfell (Atemmuskel) und das Herz angesprochen ebenso alle anderen Organe, Muskulatur, Faszien und Knochen. Dabei wird der ganze Blutkreislauf angeregt und kommt in Fluss. Der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid wird in den Lungenbläschen, den Alveolen, unterstützt. Das Immunsystem wird gestärkt. Dabei geht die Therapeutin auf das Vegetative Nervensystem ein. In der Klangmeditation sind die Klangschalen aufeinander abgestimmt. Sie harmonisieren die einzelnen Energie-Zentren des Körpers und bringen die Körperenergien wieder zum Fliessen. Die Seminarteilnehmer erleben die tiefe Entspannung, welche die einzigartigen Klänge bewirken. Die singenden Klangschalen entfalten ihre bezaubernden und sphärisch anmutenden Klänge immer wieder neu. (pd.) Intensiv-Seminar am Samstag, 11. Mai, 9 bis 16 Uhr am Türlersee, Türlen 8, Hausen. Anmelden bis 6. Mai bei Cornelia Frey, Breitenacher 48, Bonstetten, cornelia@frey-atem.ch. Infos: www.frey-atem.ch oder www.kristallklang.ch.

Grosses Angebot

Humorvoll schimpfen

Affoltern: Ruedi Müller lädt zur Frühlingsausstellung in Mü’s Vinothek ein. > Seite 13

Der Musikkabarettist und Liedermacher Falk kommt ins «LaMarotte» in Affoltern. > Seite 16

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Viele Hochs und Tiefs Durchzogene Saisonbilanz der Handballer des HSV Säuliamt. > Seite 17

«Spyre»-Gäste werden nun auch professionell bekocht Von einer Olympiasiegerin bekocht werden – dieser Genuss bietet sich den «Spyre»-Gästen seit Anfang April. Für Jessica Thiehatten hat das Affoltemer Lokal eigens seine Küche umgebaut. Als «Bio-Labor» bezeichnet «Spyre»Chef Serge Gabathuler die Küche von Jessica Thiehatten. Die Kreativität verbindet ihn, den Künstler, mit ihr, der leidenschaftlichen Köchin. Und ihr reicher Erfahrungsschatz lässt sie diese Kreativität auch professionell umsetzen. Dafür sprechen diverse Auszeichnungen, darunter Olympiasiege in der kalten wie auch in der warmen Küche. Dabei muss es nicht immer hoch komplex sein: «Privat schätze ich auch ein einfaches ‹Ghackets mit Hörnli› oder ein Konfibrot», verrät Jessica Thiehatten, die sich beruflich auch schon in der gehobenen Gastronomie bewährt hat und nun von Dienstag bis Samstag in der «Spyre»-Küche kocht. Zuletzt holte sie sich den Tages- und Gesamtsieg an der Grillmeisterschaft 2019 in Offenburg – und freut sich entsprechend auf den Umbau des «Spyre»-Gartens nach Ostern. Danach kann man sie nämlich auch live am Grill wirken sehen.

«Für uns ist es ein Neubeginn», sagt Serge Gabathuler. Essen konnte man in seiner «Spyre» zwar schon vorher, als «Restaurant» hat er sein Lokal trotzdem noch nie bezeichnet. Gekocht haben die Mitarbeitenden bisher mehr nebenbei. Nun ist der Ablauf professionalisiert und die Gastrono-

Zweimal Kreativität in der «Spyre»-Küche: Gastro-Künstler Serge Gabathuler und seine preisgekrönte Köchin Jessica Thiehatten. (Bild Thomas Stöckli) mie ein vollwertiges zusätzliches Standbein neben Bar und Club. Das zeigt sich etwa am Karfreitags-Menü, einem Viergänger mit Ingwer-Vanillesuppe, Knonauer Saibling Tatar mit Limette und Brioche, Sinser Zander auf schwarzen Gnocchi und glasierte Radieschen sowie einem Limettensorbet mit Marito-Likör. Vom Konzept her waren sich Thiehatten und Gabathuler von Anfang an einig: «Wir wollen nicht nur von regional und saisonal sprechen,

sondern es leben», so der «Spyre»-Gastgeber. Viel Wert legen sie auf Zusammenarbeit mit Bauern in der Region. Entsprechend wird auch die Karte ständig ergänzt und angepasst. Und die Flexibilität der Köchin macht es möglich, dass die Kunden mehr bekommen, als auf der Karte steht. So ist Jessica Thiehatten nie verlegen, eine Alternative zu finden. Und wer etwas ganz Besonderes will, der kann dies zwei, drei Tage im Voraus anmelden.

An ihrer neuen Arbeitsstätte schätzt die preisgekrönte Köchin den persönlichen Umgang, die kreativen Freiheiten – und natürlich den Standort. Seit rund 15 Jahren ist sie im Säuliamt verwurzelt, ein «cooles Pflaster» nennt sie es. Und das Coole bleibt natürlich auch der «Spyre» erhalten: Ab 23.30 Uhr übernimmt auch im Restaurant-Teil wieder der DJ das Zepter. (tst.) Spyre Bar Lounge Restaurant Club, Zürichstrasse 78, Affoltern, www.spyre.ch.

Bewegung, Spass und wertvolle Ernährungstipps Tag der offenen Tür im Gesundheitszentrum Gut, Mettmenstetten Am Samstag, 27. April, lädt das Gesundheitszentrum Gut in Mettmenstetten zum Tag der offenen Tür ein. Am «Gut MoveDay» können Interessierte kostenlos verschiedene Bewegungskurse besuchen und das umfassende Angebot des innovativen Gesundheitszentrums kennenlernen. OB Zumba, Sypoba oder M.A.X. – wer sich gerne bewegt, kommt am Gut MoveDay auf seine Kosten. Ab 8 Uhr lädt ein abwechslungsreiches Tagesprogramm dazu ein, verschiedenste Trainingsmethoden kennen zu lernen und einen Einblick in das vielseitige Kursangebot zu gewinnen. Das Angebot des Gesundheitszentrums Gut geht jedoch weit über Bewegungskurse und das individuelle Training hinaus: Bei einer Führung durch das Zentrum erhalten Interessierte einen Überblick über die Leistungen im Bereich Gesundheitsberatung. Dazu zählen Ernährung, Rehabilitation, Schmerzbehandlung und -prävention.

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Kreatives Gastro-Erlebnis

Neu auch ein Restaurant

Rolf Züsli und Cornelia Frey. (Bild zvg.)

Mittwoch, 24. April 2019

Die Coaches stehen den Gästen Red und Antwort und informieren persönlich über die vielfältigen Möglichkeiten. Zur Stärkung zwischendurch stehen köstliche Power-Snacks aus der gesunden Paleo-Küche bereit. Und wer mehr über den Paleo-Lifestyle wissen möchte, kommt an diesem Gut MoveDay ebenfalls auf seine Rechnung.

30-Tage-Paleo-Challenge: Mehr als nur Ernährungsumstellung Um 11 Uhr erfahren Interessierte alles über die 30-Tage-Paleo-Challenge, die demnächst im Gesundheitszentrum wieder startet: 30 Tage lang eintauchen in die Welt von Paleo und die Wirkung vom Paleo-Lifestyle auf Körper, Geist und Gewicht erleben. Warum das in der Gruppe und unter fachkundiger Begleitung von Ernährungscoaches noch mehr Spass macht, erfährt man an dieser Informationsveranstaltung. Abgeschlossen wird der Move-Day 2019 um 14 Uhr mit einem Cüpli und geselligem Zusammensein. Das vollständige Tagesprogramm ist auf www.gut-tut-gut.ch.

Der Tag der offenen Tür am 27. April bietet Einblick in das breite Angebot des Gesundheitszentrum Gut. (Bild zvg.)


Stellenanzeiger Für unsere Liegenschaften schaffen wir neue Stellen und suchen ab 1. August 2019

Kirchenpflege Knonau sucht per sofort oder nach Vereinbarung für die verbleibende Amtsdauer bis 2022 ein neues Mitglied in aufgestelltes Team im Ressort:

Liegenschaften/Bauwesen (Nutzung und Investition) Eine umsichtige Einarbeitung ist zugesichert, gute Fachkenntnisse sind jedoch Voraussetzung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme: Ref. Kirchgemeinde Knonau Tel. 056 284 18 51 (Präsident Kirchenpflege)

Wir sind ein Wohnheim der Stiftung Heilsarmee Schweiz. Wir begleiten normalbegabte Kinder und Jugendliche aus belasteten Familienverhältnissen auf einem Teil ihres Lebensweges.

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Für das Hausteam suchen wir per 01. Juli 2019 oder nach Vereinbarung einen

Hauswart (m) 80-90 % Es erwartet Sie ein verantwortungsvolles und vielseitiges Aufgabengebiet, in einem spannenden Berufsumfeld. Sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich. (Verstehen von Mundart) Bitte senden Sie uns Ihr vollständiges Bewerbungsdossier mit Foto auf dem Postweg zu. Wohnheim Paradies 1, Frau Marlies Romer, 8932 Mettmenstetten oder per Mail an paradies@heilsarmee.ch Ergänzende Informationen zur offenen Stelle finden Sie auf unserer Homepage wohnheim-paradies.ch unter «offene Stellen». Weitere Auskünfte: Ab Montag, den 29. April 2019, durch die Institutionsleitung, Herr Kurt Romer 044 768 58 01 oder ab Montag, den 6. Mai 2019, durch die Hauswirtschaftsleitung, Frau Agnese Fässler 044 768 58 02

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Gewerbe

Mobiliar Affoltern wächst weiter Die Mobiliar blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück: Die Generalagentur Affoltern erhöhte ihr Prämienvolumen um über vier Prozent. Dank dem anhaltenden Erfolg fliessen 1,5 Millionen Franken direkt an die Kunden in den Regionen Affoltern und Birmensdorf zurück. Im letzten Geschäftsjahr erhöhte die Generalagentur Affoltern a. A. ihr Prämienvolumen um 4,3 Prozent auf 37,7 Millionen Franken. Dabei vertrauen immer mehr Kunden nicht nur in den Sach-, Personen- und Vermögensversicherungen auf die Mobiliar, auch im Bereich der Vorsorge verzeichnet Generalagent Thomas Naef einen Zuwachs. «Wir entscheiden fast alles hier, ohne Umweg über eine Zentrale», erklärt Naef. «So finden wir rasch und unkompliziert Lösungen – nicht nur im Schadenfall, sondern bei Versicherungsfragen aller Art. Und genau diese persönliche Beziehung schätzen unsere Kundinnen und Kunden.» Mobiliar teilt ihren Erfolg aufgrund der genossenschaftlichen Verankerung. Bei der Mobiliar profitieren nicht Aktionäre, sondern die Kunden selbst vom guten Ergebnis. Im Einzugsgebiet der Generalagentur Affoltern fliessen 1,5 Millionen Franken an die 19 000 Kunden zurück: Sie erhalten ab Mitte 2019 ein Jahr lang eine Prämienreduktion von 20 Prozent auf die Haushalt- und Gebäudeversicherung. 2018 beschäftigte die Generalagentur 34 Mitarbeitende – darunter vier Lernende. «Als Unternehmer ist mir die Ausbildung von jungen Leuten wichtig. So investieren wir in unsere Zukunft und stellen sicher, dass unser Servicegedanke an die nächste Generation weitergegeben wird», sagt Generalagent Thomas Naef. (pd.)

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Ursula Stiefel ist mit 35 Jahren im ersten Lehrjahr Serie «Lernende»: Fachfrau Gesundheit FaGe im Spital Affoltern Begonnen hat alles mit dem Abbruch des Gymnasiums. Ursula Stiefel entdeckte danach die Welt und arbeitete in verschiedenen Funktionen mit Menschen und mit Tieren. Anfang Dreissig war ihr klar: «Ich absolviere die Lehre als FaGe». Momentan ist sie mit voller Begeisterung Lernende im Psychiatriestützpunkt «Haus Lindenberg». ................................................... von regula zellweger «Ich bin mit Abstand die Älteste in der Klasse», lacht Ursula Stiefel. «Nach anfänglichem Misstrauen der jüngeren Schülerinnen bin ich jetzt gut integriert.» Dass sie sich gut anpassen kann, beweist ihre wechselvolle Laufbahn. «Es ist mein Weg», betont sie. Berufliche Laufbahnen müssen nicht gradlinig sein. Das Eintauchen in verschiedene Berufswelten bedeutet Lebenserfahrung, macht vielseitig und tolerant. Am letzten Schultag im Gymnasium entdeckte sie am Schwarzen Brett einen Aushang: Zwei querschnittgelähmte Männer suchen jemanden, der ihnen dabei hilft, ganz praktisch den Alltag zu bewältigen. Diese Arbeit machte sie mit grosser Freude, sie hat von diesen beiden Männern viel gelernt. Nach einem Jahr veränderten sich deren Lebensumstände, Ursula Stiefel musste sich neu orientieren.

Jugendzentrum, Ausland, Lehre

Generalagent Thomas Naef. (Archivbild)

Mittwoch, 24. April 2019

Rund ein Jahr dauerte ihre Arbeit als Allrounderin in einem Jugendzentrum. Ursula Stiefel packt an, sie ist sich für keine Arbeit zu schade – und lernte eine neue Berufswelt kennen. Die nächste Station ihrer Laufbahn war eine Hundepension, die sie mit einer Kollegin führte. Auch heute lebt sie dort – eine gute Möglichkeit, mit dem Lehrlingslohn günstig wohnen zu können. Es folgte ein Jahr Südamerika, wo sich der Entscheid, Fachfrau Gesundheit zu werden, festigte. Ursula Stiefel hat klare ethische Werte, will gesellschaftlich und sozial Verantwortung übernehmen, hin- und nicht wegschauen. Wenn sie die Ausbildung ab-

FaGe-Lernende Ursula Stiefel fühlt sich wohl im Spital Affoltern und schätzt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Philosophie ihrer Ausbildungsorganisation. (Bild Regula Zellweger) geschlossen hat, will sie wieder nach Südamerika und dort als Pflegefachfrau arbeiten. Sie weiss, dass dies lange, strenge und belastende Arbeitstage bei geringem Lohn bedeuten wird. Aber so macht das Leben Sinn für sie. Sie wählte nach dem Auslandjahr und nach einem Praktikum voller Überzeugung das Spital Affoltern als ihre Ausbildungsorganisation. In die Psychiatrie kam sie eher per Zufall – sie wird auch noch in weiteren Abteilungen arbeiten. Die Arbeit mit psychisch kranken Menschen hat ihr Menschenbild geprägt. Sie ist überzeugt, dass physische und psychische Gesundheit in einem engen Zusammenhang stehen.

Mit Menschen Ursula Stiefel beginnt ihren Arbeitstag morgens um sieben. Sie nimmt am Rapport teil und schätzt es sehr, dabei Expertenwissen von Ärzten, Psychologen, Seelsorgern und verschiedenen Therapeuten ganz unkompliziert mitzubekommen. «Ich lerne gern in zwischenmenschlichen Kontakten, bei der interdisziplinären Arbeit», erklärt sie. Nach dem Rapport arbeitet sie ihre «Ämtli-Liste» ab. Dazu gehört

beispielsweise, das Material zu kontrollieren und bei Bedarf nachzubestellen. Am liebsten ist sie bei den Patienten. Sie ist eine aufmerksame und geduldige Zuhörerin. «Wir dürfen Zeit bei den Patienten verbringen, mit ihnen plaudern, lachen, Spiele machen.» Die respektvolle, wertschätzende Haltung gegenüber den Patienten, die im ganzen Spital gelebt wird, schätzt sie ganz besonders. Schwer fällt ihr mitzuerleben, wenn unheilbar Kranke immer wieder ins Spital zurückkommen müssen. Sie wünscht sich, dass die Kranken die Zuversicht nicht verlieren, nicht damit aufhören, die Gestaltung ihrer individuellen Lebensqualität immer wieder neu den Gegebenheiten anzupassen.

Beruflich nochmals durchstarten «Go for it, packs an», das ist Ursula Stiefels Leitsatz. Sie hat sich etwas erspart, um die Zeit mit dem Lehrlingslohn finanziell zu schaffen – und sie lebt bescheiden. Lebensstandard muss nicht mit Lebensqualität gleichgesetzt werden. Sie ist glücklich und sagt: «Es hat sich bereits jetzt gelohnt. «Wenn man etwas von Herzen möchte, findet

man einen Weg», ist sie überzeugt. Ihr Umfeld hat durchwegs positiv auf ihre Entscheidung reagiert, Mitte Dreissig eine Berufslehre zu absolvieren. «Insbesondere bei der Arbeit in der Psychiatrie ist es von Vorteil, bereits Lebenserfahrung zu haben.» Angesprochen auf die unsichere Zukunft des Spitals, denkt sie nach und erklärt dann: «Ich erlebe einen starken Zusammenhalt bei den Mitarbeitenden. Der Wille, die Patienten fachlich und zwischenmenschlich ganz besonders gut zu betreuen, ist klar spürbar. Die Mitarbeitenden sind motiviert und engagiert und sie identifizieren sich mit dem Spital.» Diese Haltung zeigt auch Ursula Stiefel mit viel Herzblut, und ergänzt: «Zudem ist es viel interessanter und abwechslungsreicher, in einem kleineren Spital die Lehre zu absolvieren.» In regelmässigen Abständen werden Lehrlinge in Ämtler Unternehmen porträtiert. Den Anfang machten Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin bei der Ernst Schweizer AG, Hedingen, Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker bei der Garage Albin Herzog AG, Ottenbach und Selina Frey, Büchi Optik. Es folgten Nina Plocher, Polymechanikerin bei der Hawa Sliding Solutions AG, Mettmenstetten und Tobias Rutishauser, Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach.

Frühlingsausstellung in Mü’s Vinothek Ein umfangreiches Angebotsspektrum von mehr als 60 Weinen aus allen wichtigen Anbauregionen Europas; das ist die Frühlingsausstellung von Mü’s Vinothek in Affoltern. Die Schweiz spielt mit fast 20 Weinen eine Vorreiterrolle. Das Sortiment aus den traditionellen Weinländern Italien, Frankreich und Spanien ist ein Spiegel der aktuellen Weintrends. Aus Österreich machten einige vielversprechende Weine auf sich aufmerksam Schweiz: Domaine Grillette; kaum ein Weingut in der Westschweiz hat in den letzten fünf Jahren für mehr Furore gesorgt. Die französische Weinmacherin Annie Rossi und der Besitzer Matthias Tobler werden persönlich vor Ort sein. Ebenfalls wird Nadine Saxer vom gleichnamigen Vorzeige-Weingut in Neftenbach persönlich anwesend sein. Als feine Abrundung die exzellenten Tessiner Merlots der «Tandris»Linie von Altmeister Guido Brivio

Italien; Giorgia Costa von Vini Fattori, Roncà (Veneto) ist wieder persönlich anwesend. Der Jahrgang 2015 war in der Langhe (Piemont) ein Kracher. Die Barolo von Michele Reverditto dokumentieren dies sehr eindrücklich. Dazu Weine aus der Toscana, den Marken, Sizilien und den Abruzzen.

Geballte Weinkompetenz Österreich; Neuheiten und neue Jahrgänge von den langjährigen Vorzeigewinzern Franz Taferner (Carnuntum) und Meinhard Forstreiter (Kremstal) Spanien; (Weine aus der Rioja, Ribera del Duero Calatayud, Toro, Costers del Segre und Uclés) Geballte Weinkompetenz im Säuliamt also quasi vor der Haustüre. (pd.) Frühlingsausstellung in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Samstag, 27. April, 10 bis 18 Uhr,

Ruedi Müller lädt zur Frühlingsausstellung. (Bild Peer Messerli)

Sonntag, 28. April, 10-17 Uhr. Tel. 044 776 31 15, info@mues-vinothek.ch, www.mues-vinothek.ch.


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Veranstaltungen

Mittwoch, 24. April 2019

«Humorvoll schimpfen ist eine schöne Sache» Der Musikkabarettist und Liedermacher Falk kommt aus Berlin nach Affoltern ins La Marotte. Ein Interview von Urs Heinz Aerni im Vorfeld zum Kabarettabend am Freitag, 26. April. Urs Heinz Aerni: Lieber Falk, ich spreche Sie mal so an, ok? Falk Plücker: Das ist nur richtig. Denn ich heisse ja so! Sie sind in Wuppertal geboren, leben heute in Berlin. Wieso zieht alles nach Berlin? Ich bin 2011 für meinen Masterstudiengang in Geschichtswissenschaften nach Berlin gezogen. Es hat also keine Hype-Gründe, wenngleich ich sehr gerne in Berlin lebe. Mich zieht es aber auch immer noch regelmässig in die alte Heimat. Mit Ihrem Soloprogramm kommen Sie nun auch in die Schweiz. Welche Erfahrungen als Künstler haben Sie denn mit diesem Alpenland schon gemacht? Jetzt bloss nichts Falsches sagen! Nein, Quatsch. Ich habe tatsächlich in den vergangenen Jahren schon einige

Falk Pflücker Falk Plücker ist ein Musikkabarettist und Liedermacher aus Berlin. Er wurde 1985 in Wuppertal geboren und beschloss nach Abschluss seines Master-Studiums in Geschichtswissenschaften im Jahr 2015 die Bühne als neue Herausforderung zu suchen. Seitdem tourt er quer durch die deutschsprachigen Länder Europas. Für seine Kunst wurde er einige Male ausgezeichnet: Förderpreis der HannsSeidel-Stiftung 2015, Förderpreis der Lieder-Bestenliste 2015, Kabarett Kaktus 2016, Kunst- und Kulturpreis der Enno und Christa Springmann-Stiftung 2018. Bisher hat Falk fünf Alben veröffentlicht, zuletzt eine Live-CD. www.liedermacherfalk.com.

Pfarrhauskonzert mit Sebastian Dupuis Am Samstag, 4. Mai, 19 Uhr, gibt der aus Belgien stammende Pianist und gefragte Klavierlehrer Sebastian Dupuis (www.thepianosa- Sebastian Dupuis. lon.ch) ein Pfarrhauskonzert in Knonau. Es werden die Waldsteinsonate von Beethoven und die sehr anspruchsvolle, lange und schwierige – deshalb selten zu hörende – einzige Klaviersonate in h-Moll von Franz Liszt gespielt. Das Programm wird später auch in Peking und Moskau gespielt werden. Eine Chance also, in intimem Rahmen berühmte Klavierwerke, gespielt von diesem aufstrebenden Musiker, der jährlich in der Tonhalle Maag auftritt, zu hören und zu geniessen. Nachher sind alle zu einem Empfang eingeladen. Es werden Riesling-Sekte von der Weinhandlung Uva Eva Schiess und Häppchen gereicht. Platzzahl beschränkt, Anmeldung erbeten baldmöglichst an: Thomas Maurer, 044 767 07 32 oder EMail: thomas.maurer@zh.ref.ch (bei Verhinderung bitte abmelden, da eine Warteliste geführt wird). Platzkarten à 50 Franken sind in bar zu begleichen, Türöffnung 18.45 Uhr. Dauer zirka 75 Minuten inklusive Pause. (pd.)

«Das Aufregen ist fester Bestandteil meines Schaffens» – Falk Pflücker. (Bild zvg.) Male in der Schweiz gespielt und komme immer gerne. Das liegt auch daran, dass meine Agentur in der Schweiz sitzt. In Biglen ist zudem das Tonstudio, in dem ich meine bisherigen Alben aufgenommen habe. In einem wunderschönen alten Bauernhaus mit Blick auf die Berge. Ziemlich traumhaft, gerade wenn man sonst im eher grossstädtischen Flachland lebt. Nach dem Studium der Geschichtswissenschaften unterhalten Sie heute nun das Publikum von der Bühne aus. Flucht aus der Theorie ins wahre Leben? Zufall könnte man wohl sagen. Ich habe wirklich gerne Geschichte studiert, aber die Musik war schon immer meine private Leidenschaft. 2015 wurde dann über Umwege tatsächlich aus dem Hobby mein Beruf. Dafür bin ich sehr dankbar – war aber eigentlich

gar nicht so geplant. Mit Ihrem Programm als Musikkabarettist erhielten Sie auch schon mehrere Auszeichnungen – Gratulation – und in der Presse war zu Ihrem Programm «Ich reg mich nicht mehr auf» von einer «tänzelnden Schwermut» zu lesen. Wie kam es denn zu diesem Programmtitel? Vielen Dank! Eigentlich ist das Aufregen fester Bestandteil meines Schaffens. Humorvoll schimpfen ist eine sehr schöne Sache – sollte man viel häufiger machen. Im Grunde bin ich relativ stolz darauf, mich auf der Bühne über alles und jeden – auch natürlich über mich selbst – aufzuregen und lustig zu machen. Jetzt dachte ich mir, dass ich mal versuche, ein bisschen ruhiger zu werden. Wie schlecht das geklappt hat, kann man in meinem neuen Programm sehen. Ich kann einen Besuch ganz selbstlos nur wärmstens empfehlen … (pd.)

Die Schweiz im Psalmenfieber – Musik der Reformation im Kloster Kappel Am Sonntag, 28. April, widmet sich das Ensemble «Lamaraviglia» in der Reihe «Musik und Wort» dem Genfer Psalter. Vorgängig wird eine Ausstellung von Verena Flückiger eröffnet. Gefördert durch den Genfer Reformator Jean Calvin, erschien 1562 die erste komplette Sammlung aller hundertfünfzig Psalmen, übertragen in französische Verse und versehen mit neu komponierten Melodien von Louys Bourgeois (um 1510–1561). Die berührenden Melodien inspirierten die bedeutendsten Komponisten der Zeit zu einem Boom mehrstimmiger Psalmvertonungen. Insbesondere die Psalmen von Claude Goudimel (um 1514–1572) erfreuten sich rasch einer unglaublichen Beliebtheit, und verbreiteten sich dank Übertragungen ins Deutsche, Niederländische, Italienische und sogar ins Rätoromanische in Windeseile in ganz Europa und bis in die entlegensten Bergtäler der Schweiz. Von dieser erstaunlichen Reise berichtet das Ensemble Lamaraviglia klangvoll in seinem aktuellen Programm, welches am Sonntag, 28. April, in der Klosterkirche in Kappel am Albis erklingt. Lesungen dazu hält Pfrn. Regula Eschle Wyler. Das Kon-

zert beginnt um 17.15 Uhr. Vorgängig, um 16.30 Uhr gibt es eine Einführung für Interessierte. Ebenfalls am 28. April wird im Kloster Kappel die Ausstellung «Entfaltungen» von Verena Flückiger (Aarau) eröffnet. Die Vernissage beginnt um 15.30 Uhr und wird musikalisch begleitet von Jasmine Vollmer, Harfe. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei (Kollekte). Weitere Informationen zur Ausstellung und zu «Musik und Wort» sind erhältlich unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch. Sonntag, 28. April, 15.30 Uhr: Vernissage der Ausstellung «Entfaltungen». Bilder von Verena Flückiger. Musikalische Umrahmung: Jasmine Vollmer, Harfe.

Unterhaltsame Völkerverständigung Ein Palästinenser und ein Israeli kommen sich näher, Robert Redford nimmt Abschied vom Film und Monsieur Claude aus Frankreich gibt ein Comeback. Das Kino Mansarde präsentiert drei höchst unterhaltsame Filme aus drei verschiedenen Ländern. Der Palästinenser Salam arbeitet als Praktikant für die erfolgreiche SoapOpera «Tel Aviv on Fire». Auf seinem Arbeitsweg muss er täglich den Grenzübergang zwischen Jerusalem und Ramallah passieren, wo der Israeli Assi arbeitet, dessen Frau keine Folge von «Tel Aviv on Fire» verpasst. Assi nutzt seine Macht als Grenzwächter und fängt an, Salam Vorschriften bei der Gestaltung des Inhalts des Films zu machen. Doch diese Änderungswünsche passen dem arabischen Produzenten nicht immer. Es kommt zu herrlich schrägen Szenen und geistreichen Momenten, wenn filmische Fiktion und Realität unmittelbar miteinander verschmelzen. Regisseur Sameh Zoabis Kunst besteht darin, sich eines politisch und gesellschaftlich höchst brisanten Themas anzunehmen, ohne dieser politischen Dimension allzu viel Raum zu geben. «Nicht alles ist politisch», sagt Assis Frau einmal und bezieht sich dabei auf die Soap-Opera. Dieses Statement spiegelt ebenso ganz wunderbar die Botschaft des Films wider.

«The Old Man and the Gun» Forrest Tucker (Robert Redford) ist ein alter Mann, der erst vor Kurzem aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Nun verdient er sich den Lebensunterhalt wieder damit, Banken auszurauben – mit Stil und auf eine höfliche, gewaltfreie Art und Weise. Während ihm die Polizei immer näherkommt, lernt er eine Frau kennen, die er ganz gerne

ausgestellt bis 12. Juni) und Wort mit dem Ensemble Lamaraviglia (Stephanie Boller, Mezzosopran / Stefan Kahle, Altus / Matthias Deger, Tenor / Ivo Haun, Tenor / Jedediah Allen, Bass) – De tout mon Coeur. Der Genfer Psalter reist durch Europa – Ein klingendes Zeitpanorama, gesungen in allen vier Schweizer Landessprachen, Psalmen und Psalmmotetten von Louys Bourgeois (um 1510–1561), Claude Goudimel (um 1514–1572) und Jan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621). Lesungen: Pfrn. Regula Eschle Wyler. Eintritt frei/Kollekte. 16.30 Uhr: Einführung für Interessierte.

«Monsieur Claude 2» «Monsieur Claude und seine Töchter» war 2014 der erfolgreichste Film in den Schweizer Kinos und ein Riesenhit in seinem Entstehungsland Frankreich. Monsieur Claude (Christian Clavier) hat auch in der Fortsetzung wieder ein Problem: Die multikulturellen Ehemänner seiner vier gutbürgerlich erzogenen Töchter sind nicht wirklich glücklich in Frankreich und wollen mit ihren Familien in alle Welt auswandern. Monsieur Claude und seine Frau Marie befürchten, in Zukunft den Kontakt zu ihren Töchtern und Enkelkindern zu verlieren und beschliessen deshalb, die Ehemänner ihrer Töchter auf eine mehrtägige Reise durch das wunderbare Frankreich einzuladen, um sie so von den Vorteilen des Landes überzeugen zu können. Doch die vier Männer durchschauen die Absichten des durchtriebenen Ehepaars ziemlich bald. Der Film geizt nicht mit kulturellen Klischees, Stereotypen und politisch nicht ganz korrekten Aussagen. Eine amüsante französische Komödie. (pd.) «Tel Aviv on Fire»: Donnerstag, 25. April, 18 Uhr. «The Old Man and the Gun»: Donnerstag, 25. April, 20.30 Uhr und Freitag, 26. April, 18 Uhr. «Monsieur Claude 2»: Freitag, 26. April, 20.30 Uhr. Kino Mansarde, Seetalstrasse 6, Muri. Reservierungen unter www.kinomansarde.ch oder telefonisch unter 056 664 21 21.

Banken ausrauben als Lebensunterhalt – Forrest Tucker (Robert Redford). (Bild zvg.)

Zwischen Integration und Parallelgesellschaft Der Islam ist Teil der Schweiz. Fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung sind muslimischen Glaubens, zahlreiche Musliminnen und Muslime sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Über 300 Gemeinden sind fester Bestandteil der schweizerischen Religionslandschaft. Dank guter Integration gibt es wenig Anzeichen für Parallelgesellschaften. Und trotzdem, Burka, Handschlag und Dschihadisten sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen.

(täglich zugänglich von 8 bis 22 Uhr; die Bilder sind Sonntag, 28. April, 17.15 Uhr (Klosterkirche): Musik

mag, für die er aber seinen Lebensstil nicht ändern will. Der Film ist ein sympathisches, kleines Charakterstück mit einem tollen Ensemble (Sissy Spacek, Casey Affleck) und ganz und gar auf Robert Redford zugeschnitten. Es ist genau das richtige Projekt, um sich vor dem Publikum ein letztes Mal zu verbeugen. Denn der Schauspieler gab bekannt, dass er sich danach in den Ruhestand zurückziehen werde.

Wie gehen wir damit um? Für die Musliminnen und Muslime stellt sich die Frage: Wie gehen wir mit dieser Situation um? Wie viel müssen wir beitragen und wie viel dürfen wir erwarten? Wie leben wir unsere islamische Religiosität? Und für die Christinnen und Christen: Wie steht es mit der religiösen Vielfalt in der Schweiz? Wie vertragen sich die verschiedenartigen Wertesysteme? Worin besteht die Chance für einen

interreligiösen und gesellschaftlichen Dialog? Diesen und anderen Fragen stellen sich Prof. Dr. Amir Dziri (Direktor Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Fribourg), Tit. Prof. Dr. Samuel M. Behloul (Fachleiter Christentum am Zürcher Institut für interreligiösen Dialog), Jasmin El Sonbati (Fachperson Islam, Gründerin «Offene Moschee Schweiz», Gymnasiallehrerin) und Dr. Eliane Ursula Ettmüller (Islam- und Politikwissenschaftlerin an der Universität Heidelberg). Moderiert wird die Runde von Amira Hafner-Al Jabaji (Redaktorin und Moderatorin «Sternstunde Religion», SRF), für eine besinnliche Einstimmung in der Klosterkirche ist Pfarrer Volker Bleil, Theologischer Leiter Kloster Kappel, besorgt. (pd.) Muslime in der Schweiz - zwischen Integration und Parallelgesellschaft, Mittwoch, 12. Juni, 18.30 bis zirka 22 Uhr, Kloster/Gemeindesaal Kappel. Unkostenbeitrag, inkl. Apéro riche: 45 Franken. Anmelden unter www.forum-kirchewirtschaft.ch


Vermischtes

Für Liebhaber des Oldtime Jazz

Unicorn-Jazzband im «Hirschen» Wettswil

Mittwoch, 24. April 2019

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Motorrad: erneut weniger Todesfälle 2018 Positive Entwicklung der Motorrad-Unfallbilanz 2006 bis 2018 Im vergangenen Jahr sind auf Schweizer Strassen 42 Motorradund Rollerfahrer ums Leben gekommen. Gemäss der Schweizerischen Fachstelle Motorrad und Roller ist dies der landesweit tiefste je erfasste Wert.

Begeistert mit ihrem Oldtime Jazz: die Unicorn Jazzband. (Bild zvg.)

Schon zweimal ist die UnicornJazzband im «Hirschen» aufgetreten. Nun spielt sie am Samstag, 27. April, erneut in Wettswil. Ihre klare, gut arrangierte und mit vielen Proben perfektionierte Interpretation der Musikstücke aus New Orleans und Chicago erzeugte eine grosse Begeisterung bei den Konzertbesuchern. Deshalb gehören die Musiker aus Ballwil AG auch ins Jahresprogramm 2019. Am Samstag, den 27. April, sind sie wieder im Hirschen Wettswil zu hören. Die Band entstand zwischen 1987 und 1988. Sie kann mittlerweile auf über 30 erfolg- und ereignisreiche Jahre und über 420 Auftritte zurückblicken. Sie spielte an Festivals, Firmenanlässen, privaten Ereignissen, Matinées und Konzerten an Konzertveranstaltungen. Höhepunkte waren sicher die Auftritte in der ältesten Jazz-Knei-

pe Deutschlands «em Pöötzke» in Düsseldorf, Dixie-Dampferfahrten auf dem Vierwaldstättersee, oder 1995 im Fritzel’s Jazz Pub an der Bourbon Street in New Orleans und auf dem Mississippi-Raddampfer «Natchez», anlässlich einer «Studienreise» nach New Orleans. Die Unicorn Jazz Band hat Kompositionen von King Oliver, Kid Ory, W.C. Handy und anderen in ihrem Programm. Die Musiker sind: Beat Lehmann, Benedikt Erni, Edi Winiger, Peter Manz, Kurt Stadler, Alex Joller. Live-Musik ohne Elektronik, das bieten die Konzerte im «Hirschen» und zu einem vergnüglichen Abend gehört auch ein Essen à la carte, zusammengestellt von der bekannten Hirschen-Wirtin Brigitte Gubler. (pd.) Unicorn-Jazzband im «Hirschen» Wettswil, Samstag, 27. April, Konzertbeginn um 19.30 Uhr. Reservierungen werden gerne unter Telefon 044 700 01 28 entgegengenommen.

Sensibilisierung und markante technische Fortschritte Der Rückgang an Unfällen ist möglicherweise auch auf eine bessere Sensibilisierung der Motorrad- und Rollerfahrerinnen und -fahrer zurückzuführen. Etwa im Bereich Schutzbekleidung, verbessertes Fahrkönnen, defensive Fahrweise, oder durch die Besuche von Weiterbildungskursen. Auch die technischen Sicherheitsfortschritte – ABS-Bremstechnik auch in den Kurven, Traktionskontrollen, LED-Tagesfahrlichter, den Fahrbedingungen anpassbare Fahrmodi sowie

weitere elektronische SicherheitsAssistenzsysteme – führen zu einem erfreulichen Sicherheitsplus.

Hohe Sichtbarkeit, defensives und vorausschauendes Fahren Rund zwei Drittel der Unfälle, in die Motorrad- und Roller-Fahrerinnen und -Fahrer involviert sind, sind fremdverschuldet. Eine defensive Fahrweise, eine möglichst gute Sichtbarkeit und konsequentes Vorausschauen bleiben damit weiterhin unabdingbare Voraussetzungen, um sich sicher im Verkehr zu bewegen. (pd.)

Jede verletzte oder im Strassenverkehr getötete Person ist eine zuviel. Dennoch sind die Unfallzahlen der motorisierten Zweiradfahrer im vergangenen Jahr erfreulich: Wurden 2017 auf dem Schweizer Strassennetz noch 51 Motorrad-/RollerFahrende getötet, waren es im Jahr 2018 mit 42 Personen markant weniger (-17,6 %). Auch bei den Leichtverletzten sank die Zahl von 2695 (2017) auf 2553 Personen (-5,3 %). Bei jenen, die sich schwer verletzten, stieg die Zahl von 1047 auf 1068 Verunfallte etwas an (+2,0 %). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3621 Motorrad- und Rollerfahrer verletzt, das ist das zweitniedrigste je erzielte Resultat und entspricht gegenüber dem Vorjahr (3742 Personen) einem Rück- 2018 wurden auf Schweizer Strassen 3621 Motorrad- und Rollerfahrende verletzt. Das entspricht gang von 3,2 %. einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 3,2 Prozent. (Grafik zvg.)

Eine Saison mit vielen Hochs und Tiefs Rückblick 2018/19 des HSV Säuliamt Das Team Herren 1 des HSV Säuliamt erlebte eine durchmischte Saison. Nach einem gelungenen Start musste die Mannschaft einige Niederlagen einstecken. Das Endresultat stimmt allerdings optimistisch für die Zukunft. Nachdem die Herren 1 & 2 zusammengelegt wurden, begann Mitte Mai 2018 die Vorbereitung auf die neue Handball-Saison. Manuel Bless übernahm als Trainer den Lead des Teams. Die Trainings waren gut besucht und man konnte die neuen Ideen und Spielweisen des Trainers einüben. Ende August nahm man am Turnier in Neftenbach teil und konnte einen guten Eindruck hinterlassen. Anfang September begann dann die Saison 2018/19. Die ersten drei Gegner konnte man zwar meistens sehr knapp besiegen, jedoch gewann man verdient und konnte sich die Punkte auf dem Konto gutschreiben. Ende Oktober gingen dann die HSVler ins Trainingslager nach Mürren, wo sie sich noch weiter verbessern, Spielauslösungen verfeinern und das Zusammenspiel optimieren wollte. Auch der Teamgeist wurde natürlich nicht vernachlässigt. So kam die Mannschaft gestärkt und sehr optimistisch aus den Bergen zurück. Im darauffolgenden Meisterschaftsspiel konnten die Ämtler mit

Ein versöhnlicher Saisonabschluss Im letzten Spiel der Saison 2018/19 musste der HSV Säuliamt nochmals gegen den HC Glarus antreten. Dank grossem Einsatz konnte die Mannschaft das Spiel mit 26:23 (12:13) gewinnen. Das Team Herren 1 mit Trainer Manuel Bless. (Bild zvg.) einer überzeugenden Teamleistung den späteren Regionalmeister, die HSG Mythen-Shooters A, schlagen. Gestärkt im Selbstvertrauen – oder schon etwas zu selbstsicher – nahmen sie die kommenden Spiele in Angriff und erhielten die Quittung dafür. Sie verloren die restlichen vier Spiele im 2018 und konnten keine Punkte mehr gutschreiben. Zur Schwächung des Teams kamen noch Verletzungspech und Abwesenheiten durch Ferien dazu.

Am Schluss auf Rang 5 Die Weihnachtspause kam zum richtigen Zeitpunkt, sodass das Team nochmals über die Bücher gehen konnte. Die Reaktion folgte im neuen Jahr, mit einem tollen Sieg und einem Unentschieden begann man wieder Punkte zu sammeln, um in der Tabelle nicht

ganz abzurutschen. In der Folge verlor man zwar auch wieder Spiele, jedoch meistens sehr knapp und mit einer tollen Leistung. Zum Saisonabschluss empfing der HSV Säuliamt vor heimischem Publikum den HC Glarus, mit dem noch eine Rechnung offen stand. Mit diesem Sieg konnte sich der HSV Säuliamt in der Tabelle auf den 5. Schlussrang schieben. Wenn man bedenkt, wie das Team in die Saison gestartet ist, ist das Endresultat eher enttäuschend. Das Team hat jedoch in dieser Saison viel gelernt, auch was es heisst, ein Team zu sein und für das Team einzustehen. Auch die vielen Fans, die das Team die ganze Meisterschaft über mit viel Power unterstützt haben, trugen ihren Teil bei. Nun geht das Team in die verdiente Pause, um sich auf die neue Saison 2019/20 vorzubereiten. (pd.)

In der Vorrunde hatte das HandballTeam des HSV Säuliamt durch eine schlechte Leistung gegen HC Glarus eine bittere Niederlage einstecken müssen. Dies sollte nun vor heimischem Publikum korrigiert werden. Mit einem knappen Kader von neun Mann lief man ein. Die Stimmung im Team war ausgezeichnet. Die HSVler verschliefen jedoch den Start des Spiels komplett. Nach zehn Minuten stand es bereits 3:7 für die Gäste, und die drei Tore waren nur durch das Verwerten der Sieben-Meter-Strafwürfe zustande gekommen. Viele der zahlreichen Fans auf der Tribüne dachten wohl, dass das Spiel in einem Desaster enden würde. Doch dann fasste sich Tim Brändli ein Herz und knallte einen Kernwurf aus dem Rückraum ins hohe Eck des Tores. Dies schien im Team den Knoten zu lösen. Nun begann die Aufholjagd und man erzielte Treffer um

Treffer, dies auch dank der tollen Leistung von Felix Soormann im Tor. Kurz vor der Pause gelang dem Team der Ausgleich, allerdings ging der HC Glarus vor dem Pausenpfiff erneut mit 12:13 in Führung. Viel musste Trainer Manuel Bless in der Pause nicht sagen, das Team wusste, was möglich war, wenn es bereit war, weiterzukämpfen. In der zweiten Hälfte konnte man den Gast nun ein- und schliesslich sogar überholen. Durch viel Einsatz und Kampf konnte der Vorsprung von zwei Toren gehalten werden. Die Gangart des Gegners wurde ruppiger, doch dies konnte die HSVler nicht abschrecken, im Gegenteil: Die Spieler des HC Glarus fingen sich durch ihre ruppige Spielweise immer wieder Strafen ein, die es dem Heimteam ermöglichten, den Vorsprung auszubauen. Zehn Minuten vor Spielende betrug dieser sechs Tore. Nun setzte Manuel Bless noch einen MU17-Spieler ein, der seine erste Erfahrung im aktiven Bereich sammeln sollte. Kurz vor Ende des Spiels gelang Sandro Wyss sein erstes Tor. Dank tollem Einsatz und viel Kampf gewann der HSV Säuliamt sein letztes Saisonspiel schliesslich mit 26:23 Toren. (pd.)


Veranstaltungen

Mundartchanson mit Satire Mischa Wyss präsentiert «klangsam aber sicher» Hier verdichten sich grosses Sprachgespür und scharfsinniger Humor zu wohlklingendem Unterhaltungswert. Der Chansonnier, dem nachgesagt wird, der Mani Matter des 21. Jahrhunderts zu sein, präsentiert sein Bühnenprogramm mit feinsinniger Wortgewandtheit und pointierter Raffinesse.

Freitag, 26. April 2019, 20.15 Uhr Im Chilehuus Hedingen, Oberdorfstrasse 1 (keine Reservationsmöglichkeit, Türöffnung 19.45 Uhr, Kollekte)

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032_2019  

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