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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 030 I 173. Jahrgang I Dienstag, 16. April 2019

Besser als budgetiert

Gemeindeschreiberin

Wettswiler Jahresrechnung 2018 weist einen Ertragsüberschuss von 1,3 Mio. Franken aus. > Seite 3

Alexandra Brandenberger löst Reinhold Schneebeli per 1. Oktober 2019 ab. > Seite 3

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Ohne Spital Stadtrat Affoltern erläutert, weshalb eine Spitalschliessung unumgänglich ist. > Seite 5

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Amtseinsetzung Volker Bleil neuer theologischer Leiter im Kloster Kappel. > Seite 6

Weiterer Schritt in der Ottenbacher Zentrumsgestaltung Gemeindeversammlung genehmigt Projektierungskredit Bei nur einer Gegenstimme hat die von 112 Stimmberechtigten besuchte Ottenbacher Gemeindeversammlung am Donnerstag dem Projektierungskredit von 145 000 Franken für die Zentrumsgestaltung bewilligt. Das Projekt ist im Grundsatz vor allem deshalb völlig unbestritten, weil es das Resultat eines breit abgestützten Prozesses ist – unter Einbezug der Bevölkerung, die sich in Arbeits-, Kern- und Begleitgruppen sowie anlässlich eines Workshops einbringen konnte. Bei der Umsetzung kommt es allerdings zu einer Verzögerung um rund ein Jahr, weil sich der Bau des A4-Zubringers weiter verzögert – wegen Mehrkosten von rund 5,4 Mio. Franken, die vom Kantonsrat bewilligt werden müssen. Als Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger diese vom Regierungsrat am Donnerstagmorgen veröffentlichte

In der gestalterischen Umsetzung ist ein schöner Platz im Zentrum vorgesehen, der den «Engel» und die «Post» noch besser in Szene setzt. (Bild Werner Schneiter)

Botschaft bekanntgab, waren in der Versammlungsrunde Unmutsbezeugungen unüberhörbar. Mit der Realisierung des neuen Dorfzentrums in Ottenbach kann erst begonnen werden, wenn der Bau des Zubringers beendet ist. Und das ist nun wohl nicht vor 2023 der Fall. Jetzt wird ein definitives Projekt ausgearbeitet. Laut einer Grobkostenschätzung entfallen gesamthaft 2,7 Mio. Franken auf die Gemeinde und 3,2 Mio. auf den Kanton für flankierende Massnahmen. «Wir haben ein durchdachtes, nicht überdimensioniertes Projekt. Damit ist eine grosse Aufwertung unseres Dorfes möglich», sagte Gaby Noser Fanger. Sie betonte, dass die Umsetzung des Projekts im FünfJahres-Finanzplan der Gemeinde enthalten ist und keine Steuererhöhung nach sich zieht. (-ter.) ................................................... > Kommentar rechts Bericht auf Seite 5

anzeigen

Eine seltene musikalische Darbietung Die Harmonie der Stadt Affoltern trat am Sonntagabend zusammen mit dem Jodlerklub Affoltern in der Aula des Schulhauses Ennetgraben auf. Ein gemeinsamer Auftritt dieser beiden Vereine fand letztmals vor zehn Jahren statt. Die insgesamt 63 Musiker, Musi-

kerinnen und Jodler boten ein hervorragendes Frühlingskonzert und unterhielten ihre Gäste mit volkstümlichen Juchzern und schmissigen Klängen der Harmonie. Höhepunkte des vergnüglichen Konzertes waren natürlich die gemeinsamen Liederstücke, wel-

che sich ausgezeichnet ergänzten. Die Musikanten wurden nicht nur mit grossem Applaus, sondern auch mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Aula belohnt. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Gemeinsamer Auftritt von Harmonie Affoltern und Jodlerklub Affoltern. (Bild Martin Mullis)

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Tanzen auf der Strasse «Combarena» – die zweite Bühne beim «Fäscht uf de Strass» in Affoltern. > Seite 7

kommentar

Gut eingebunden von werner schneiter

M

it 111 gegen eine Stimme hat die Ottenbacher Gemeindeversammlung dem Projektierungskredit von 145 000 Franken für die Zentrumsgestaltung zugestimmt. Dieses Resultat erinnert auf den ersten Blick an nordkoreanische Verhältnisse. Es hat natürlich keinen diktatorischen Hintergrund, sondern ist das Resultat eines langen Prozesses, bei dem die Bevölkerung vom Gemeinderat frühzeitig eingebunden worden ist. Verschiedene Arbeitsgruppen, der Einwohnerinnen und Einwohner angehörten, und ein öffentlicher Workshop haben sich mit der Neugestaltung des Dorfzentrums intensiv auseinandergesetzt. Dabei wurde engagiert diskutiert; es flossen Wünsche und Anregungen ein. Die Bemühungen um einen breit abgestützten Prozess haben sich also gelohnt. Es darf angenommen werden, dass die Stimmberechtigten den Wunsch nach einer Neugestaltung des Zentrums auch an der entscheidenden Urnenabstimmung bekräftigen werden. – Einen ähnlich breit abgestützten Prozess hat auch Mettmenstetten hinter sich, wo die Stimmberechtigten im September 2018 mit über 76 Prozent Ja-Anteil einem 28,5-Mio.Franken-Kredit für die Schul-Erweiterung zugestimmt haben. In Obfelden lief es leider anders. Da dauerte es lange, bis sich private Grundeigentümer und die Gemeinde, ebenfalls Landbesitzerin, auf ein gemeinsames Vorgehen bei einer zentrumsähnlichen Überbauung auf dem Postareal einigen konnten – und ein «Siegerprojekt» mit privatem Gestaltungsplan präsentierten, der vom Kanton mit viel Kritik übergossen und zur Neubearbeitung zurückgewiesen wurde. Darin fanden sich lauter Argumente, die schon zuvor von Bürgerinnen und Bürgern in ihren Einsprachen zum Ausdruck gekommen waren. Man wäre also hier besser beraten gewesen, die Stimmberechtigten zuvor ins Boot zu holen, statt diese an einer Info-Veranstaltung mit Superlativen und salbungsvollen Worten über ein pfannenfertiges Projekt zu informieren, das sich nun als untauglich herausstellte.


Römisch-katholische Kirchgemeinde Bonstetten

Schiessvereine

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung

Feldschützenverein Wettswil

Katholische Kirche St. Mauritius Bonstetten, EG Aula

Sonntag, 19. Mai 2019, 10.30 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis

Schiessanlass 300 m 28. Mai 2019, 17.00 – 20.00 Uhr

Traktanden:

Traktanden

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung am Montag 20. Mai 2018, 20.15 Uhr

1. Eröffnung der Kirchgemeindeversammlung und Wahl der Stimmenzähler 2. Bericht aus den Ressorts 3. Genehmigung nung 2018 4. Diverses

der

Jahresrech-

Im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung Berichte aus A. Kirchenstiftung B. Synode Stimmberechtigt sind alle Mitglieder der römisch-katholischen Kirchgemeinde Bonstetten (Katholiken der drei politischen Gemeinden Bonstetten Stallikon und Wettswil), welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitz des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- und Aufenthaltsbewilligung sind und im Aktivbürgerrecht nicht eingestellt sind. Die zur Behandlung kommenden Akten können 2 Wochen vor der Versammlung im Pfarreisekretariat 2. Stock der Katholischen Kirche St. Mauritius während der Bürozeiten (8.00 bis 12.00), eingesehen werden, ebenfalls auch auf: www.kath.ch/bonstetten Apéro im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung. Katholische Kirchenpflege St. Mauritius, Bonstetten

Nach der Versammlung laden wir alle Besucher zu einem Apéro ein. Detailliertere Unterlagen zu den Traktanden werden in der Gemeindeseite in der Beilage der Zeitung «reformiert» vom 17. Mai 2019 publiziert. Die detaillierten Unterlagen können im Kirchensekretariat ab dem 30. April 2019 sowie auf der Homepage der reformierten Kirche Hausen www.ref-hausen eingesehen werden. Reformierte Kirchenpflege Hausen am Albis

Öffnungszeiten über Ostern Die Büros der Gemeindeverwaltung sind am Gründonnerstag, 18. April 2019, von 8.00 Uhr durchgehend bis 14.00 Uhr geöffnet. Von Gründonnerstag, 18. April 2019, 14.00 Uhr, bis und mit Ostermontag, 22. April 2019, bleiben die Büros geschlossen. Für die Anmeldung von Todesfällen ist die Bossardt Bestattungen AG unter der Nummer 044 710 99 70 zu erreichen. Die Abfallsammelstelle an der Vorderen Zelglistrasse 2 ist am Samstag, 20. April 2019, sowie am Ostermontag, 22. April 2019, geschlossen. Gemeindeverwaltung Hedingen

Kommunale Abstimmungen Urnenabstimmungen vom 19. Mai 2019 Am 19. Mai 2019 kommen in der Gemeinde Hedingen neben den eidgenössischen Vorlagen, der Vorlage des Zweckverbandes Spital Affoltern und der kirchlichen Ersatzwahl folgende kommunale Geschäfte zur Abstimmung: • Gründung und Beitritt zur Interkommunalen Anstalt (IKA) Langzeitpflege Sonnenberg und • Zustimmung zur interkommunalen Vereinbarung (IKV) als Basis zur Gründung der gemeinnützigen AG Spital und Zeichnung entsprechender Aktienanteile Die detaillierten beleuchtenden Berichte werden mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt und rechtzeitig auf der Webseite www.hedingen.ch publiziert. Die Vorberatung über diese beiden Geschäfte erfolgte an der Gemeindeversammlung vom 28. März 2019. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtsfragen erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. Hedingen, 16. April 2019

Liegenschaften

Franz-Xaver Schatzlmayr Du hast gesorgt, Du hast geschafft bis dir die Krankheit nahm die Kraft. Nun schlaf in Frieden, ruhe sanft und hab für alles lieben Dank.

1. Genehmigung Jahresrechnung 2018 2. Informationen der Kirchenpflege – KirchgemeindePlus

DANKSAGUNG

Gemeinderat Hedingen

Kaufgesuche Gemeindeabstimmungen vom 19. Mai 2019 Am Sonntag, 19. Mai 2019, kommen in Maschwanden nebst den eidgenössischen Abstimmungen sowie der Zweckverbands-Vorlage über die Auflösung des Zweckverbands Spital Affoltern zwei kommunale Gemeindevorlagen zur Abstimmung: • Gründung und Beitritt zu einer interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg • Zustimmung zur interkommunalen Vereinbarung (IKV) als Basis zur Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft Spital Affoltern (gAG) und Auftrag an den Gemeinderat, die entsprechenden Aktienanteile zu zeichnen Der detaillierte beleuchtende Bericht wird mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt und kann samt weiterer Beilagen auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 16. April 2019 Gemeinderat Maschwanden

Danke für die vielen Blumenspenden. Affoltern am Albis, im April 2019

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Raser aus dem Verkehr gezogen Geschwindigkeitskontrolle der Stadtpolizei Affoltern in Mettmenstetten/Dachlissen. Die Stadtpolizei Affoltern am Albis hat am Mittwoch, 10. April, von 14.30 bis 16.00 Uhr in Dachlissen, Gemeinde Mettmenstetten, eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Dabei passierten 306 Fahrzeuge die Kontrollstelle. 44 Fahrzeuglenker fuhren innerorts schneller als die erlaubten 50 km/h. Kurz nach 15.45 Uhr erfasste das mobile Radargerät einen Fahrzeuglenker in Fahrtrichtung Obfelden mit 124 km/h. Eine Patrouille der Stadtpolizei Affoltern konnte den Fahrzeuglenker anhalten und kontrollieren. Er musste seinen Führerausweis an Ort und Stelle abgeben. Zudem wurde er bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat angezeigt. (tro)

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 16. April, feiert Lucia Trolio-D’Angelo in Affoltern ihr 85. Geburtstagsfest. Wir wünschen ihr alles Gute und gratulieren von Herzen.

Zum 80. Geburtstag Ebenfalls heute Dienstag, 16. April, hat Italo Pavan in Obfelden seinen 80. Geburtstag. Zum hohen «Runden» gratulieren wir ganz herzlich und wünschen ein schönes Fest. anzeige

Dienstag, 16. April 2019

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Auch Rechnung 2018 klar besser als budgetiert Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Wettswil Die Jahresrechnung 2018 weist einen Ertragsüberschuss von 1,3 Mio. Franken aus und schliesst damit um gut 1.5 Mio. Franken besser ab als budgetiert. Erneut führten Mehreinnahmen bei den Steuern zu diesem abermals erfreulichen Rechnungsergebnis. In der Erfolgsrechnung der Jahresrechnung 2018 steht dem Aufwand von 15 733 000 Franken ein Ertrag von 17 054 000 Franken gegenüber, woraus ein Ertragsüberschuss von 1 321 000 Franken resultiert. Das Budget sah bei einem Aufwand von 15 847 000 Franken und einem Ertrag von 15 607 000 Franken einen Aufwandüberschuss von 240 000 Franken vor. In der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens sind Nettoinvestitionen von 2 302 000 Franken zu verzeichnen (budgetiert 1 285 000 Franken). In der Bilanz wird ein Eigenkapital von 48 159 000 Franken ausgewiesen, während das Nettovermögen 32 808 000 Franken beträgt. Der erfreuliche, gegenüber dem Budget um 1 561 000 Franken bessere Rechnungsabschluss ist zum grössten Teil auf Mehreinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern (906 200 Franken) und bei den ordentlichen Steuern (717 300 Franken) sowie auf Minderausgaben u.a. in den Bereichen interne Verzinsung (- 118 900 Franken) und Kesb Bezirk Affoltern (- 133 000 Franken) zurückzuführen. Mehrausgaben sind vor allem – aus abgrenzungstechnischen Gründen – beim Finanzausgleich zu verzeichnen (netto + 424 300 Franken). Der Gemeinderat verabschiedete die Rechnung zuhanden der Gemeindeversammlung vom 17. Juni.

Einbürgerungen Unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössi-

schen Einbürgerungsbewilligung hat der Gemeinderat folgende Personen in das Bürgerrecht der Gemeinde Wettswil aufgenommen: Karl Klemann (m), geb. 1945, und Hannelore Klemann geb. Zschille (w), geb. 1951, beide von Deutschland; Kujtim Gutaj (m), geb. 1985, und Laura Gutaj (w), geb. 1987, beide von Kosovo (zusammen mit ihren beiden Kindern); Mario Mauer (m), geb. 1980, und Sabine Mauer geb. Metzger (w), geb. 1982, beide von Deutschland (zusammen mit ihren beiden Kindern); Sonia Mancini (w), geb. 1976, von Italien.

Feuerwehr Unteramt Zuhanden der Urnenabstimmung des Zweckverbandes Feuerwehr Unteramt vom 19. Mai 2019 wird den Wettswiler Stimmberechtigten die Empfehlung abgegeben, die Vorlage über die Totalrevision der Zweckverbandsstatuten der Feuerwehr Unteramt gemäss Beschluss der Feuerwehrkommission vom 4. Februar 2019 anzunehmen.

Baubewilligungen Es wurden folgende baurechtliche Bewilligungen erteilt: Willy und Susanne Biberstein für Aussensanierung Einfamilienhaus Im Schürli 3; Hanspeter Baur für Neubau Lagerhalle an der Ettenbergstrasse 35; Eigentümergemeinschaft Heidenchilenstrasse 12 für Abbruch Einfamilienhaus und Neubau Doppel-Einfamilienhaus; Christoph und Stephanie Lautenschlager für Anbau Wintergarten an Wohnhaus Wannächerstrasse 53; Orlando Engel für Abbruch Einfamilienhaus und Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung an der Kirchgasse 63.

Im Weiteren … ... bewilligte der Gemeinderat folgende Kredite: 40 500 Franken für die örtliche Sanierung/Erneuerung der Kanali-

Alexandra Brandenberger wird neue Gemeindeschreiberin Der Gemeinderat hat die 33-jährige Alexandra Brandenberger, wohnhaft in Schlieren, per 1. Oktober 2019 als neue Gemeindeschreiberin angestellt (Beschäftigungsgrad 90 %). Sie löst Reinhold Schneebeli ab, der die Gemeindeschreiber-Stelle seit 1988 innehat und, wie schon länger geplant, Anfang 2020 vorzeitig in Pension geht. Alexandra Brandenberger hat im Jahr 2004 bei der Gemeindeverwaltung Geroldswil die Lehre als kaufmännische Angestellte (mit Berufsmaturität) erfolgreich abgeschlossen und ist danach in verschiedenen Abteilungen der Gemeindeverwaltung Geroldswil beschäftigt worden (Gemeindekanzlei, Einwohnerkontrolle, Polizeisekretariat). Nach einem berufsbegleitenden, vierjährigen Betriebsökonomiestudium mit Vertiefung in Human Resource Management ist sie seit August 2010 in Geroldswil aktive Stellvertreterin des Gemeindeschreibers; aufgrund einer Vakanz hat sie in der Zeit von September 2018 bis Februar 2019 die Aufgaben des Gemeindeschreibers ausgeübt. Der Gemeinderat ist überzeugt, mit Alexandra Brandenberger eine qualifizierte Verwaltungsfachfrau zur Leitung der Wettswiler Gemeindeverwaltung gefunden zu haben und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Bereits am 1. April hat die 25-jährige Jasmin Zollinger, wohn-

sation Junggrütstrasse und 110 000 Franken für die Sanierung der Diebis-Quellen (Massnahmen 2. Etappe). Ferner sind die Arbeitsvergaben für

Per 1. Oktober wird sie die neue Gemeindeschreiberin von Wettswil: Alexandra Brandenberger. (Bild zvg.) haft in Urdorf, von Reinhold Schneebeli die Leitung des Bausekretariates (Hochbau/Tiefbau/Werke) übernommen (Beschäftigungsgrad 80 %). Diese Stelle wurde nach einer durchgeführten Verwaltungsanalyse zusätzlich geschaffen. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Jasmin Zollinger, die bisher bei der Gemeinde Schwerzenbach tätig war, Inhaberin des kantonalen Fachausweises «Fachspezialistin Öffentliches Planungs- und Bauwesen IVM» ist und den Zertifikatslehrgang in Public Management erfolgreich absolviert hat, auch an dieser Stelle nochmals herzlich willkommen.

die (Ende Februar gestartete) Sanierung des Naturrasen-Spielfeldes 1 mit Kunstrasen auf der Sportanlage «Moos» beschlossen worden. (rs.)

Guter Jahresabschluss der Primarschule Wettswil Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch

Erfreulicherweise schliesst die Erfolgsrechnung 2018 der Primarschule Wettswil wiederum mit einem Ertragsüberschuss. Dieser beträgt Fr. 411 431.14 statt des budgetierten Aufwandüberschusses von Fr. 221 300. Der Grund für den rund 630 000 Franken besseren Abschluss ist vor allem der um etwa 1.2 Mio. höhere Fiskalertrag. Dadurch wurde der Mehraufwand von Fr. 641 084.77, der hauptsächlich dem höheren Finanzausgleich geschuldet ist, gut abgefedert. Das Budget 2018 wurde im Rahmen des HRM2-Pilotprojekts erstellt. Daher wurde für den Finanz- und Lastenausgleich der für das Jahr 2016 zu leistende Betrag eingesetzt. Im Juni 2017 beschloss die Schulpflege den Abschluss des HRM2-Projekts auf den 1. Januar 2018. Somit musste auf diesen Stichtag die Bilanz angepasst werden, um dem Gemeindegesetz vom 20. April 2015 (GG) und der Gemeindeverordnung vom 29. Juni 2016 (VGG) zu entsprechen. Der für 2016 und 2017 voraussichtlich zu leistende Finanzausgleich wurde im Zuge der Bilanzanpassung zurückgestellt (zulasten Eigenkapital). In der Rechnung 2018 wurde nun korrekt der für 2018 zu leistende Betrag (fällig im Jahr 2010) als Aufwand verbucht. Da der Betrag für 2018 rund 920 000 Franken höher liegt als der im Budget 2018 für 2016 eingestellte Betrag, liegt hier der wesentliche

Grund für den Mehraufwand in der Rechnung 2018.

Mehraufwände bei den Löhnen Bei den Löhnen sind in fast allen Bereichen Mehraufwände zu verzeichnen, die auf dem nicht budgetierten Teuerungsausgleich und einigen Stufenerhöhungen beruhen. Zudem wurde im Sommer 2018 eine Schulische Heilpädagogin für den Kindergarten eingestellt. Für die Primarstufe fielen hohe Vikariatskosten an, da eine Lehrperson für die erkrankte Schulleiterin einsprang und für ihren Ersatz wiederum eine Vikarin zum Einsatz kam. Daneben entstanden höhere Lohnkosten im Bereich der Schulleitung durch den genannten Ersatz der erkrankten Schulleiterin wie auch durch die Aufstockung der Schulleitung um 30 Stellenprozente auf Schuljahr 2018/19. Minderaufwände entstanden auf der Primarstufe durch tiefere Kosten für Lehrmittel und Klassenlager. Im Bereich der Sonderschulung fielen höhere Kosten für drei zusätzliche externe Sonderschüler an. Beim Schulpsychologischen Dienst waren mehr Abklärungen nötig, die Zahlungen an den Schulzweckverband lagen hingegen deutlich tiefer als erwartet. Zudem wurden für die Asylkinder 2018 recht hohe Ausgleichszahlungen zugunsten der Primarschule Wettswil geleistet.

Da die alten Schliessanlagen in den Schulhäusern Wolfetsloh und Mettlen in naher Zukunft technisch nicht mehr unterhalten werden können, war die Anpassung der beiden Schulhäuser in die Schliessanlage des Schulhauses Ägerten budgetiert worden. Es zeigte sich aber, dass die Umsetzung im Schulhaus Wolfetsloh deutlich teurer wurde. Dies insbesondere wegen der Komplexität der Schliessanlage im Bereich Sporttrakt. Deswegen wurde aus Budgetgründen auf die Umsetzung im Schulhaus Mettlen verzichtet, beziehungsweise diese für das Jahr 2019 im Budget aufgenommen. Das Schulhaus Wolfetsloh erfuhr ausserdem im Zuge der neuen Brandschutzbestimmungen einige bauliche Massnahmen, die es nun ermöglichen, die Gänge des Schulhauses wie bis anhin zu nutzen. Und schliesslich wurde eine Schulraumanalyse in Auftrag gegeben, die der Schulpflege aufzeigt, mit welcher Dynamik der Schülerzahlen-Entwicklung aufgrund diverser Faktoren in Zukunft zu rechnen ist und mit welchen Mitteln die Ausnutzung des vorhandenen Schulraums optimiert werden kann. Diese Stammprognose ist richtungsweisend und die Szenarien zeigen erkennbare Tendenzen bezüglich der künftigen Schulraumstrategie auf. Im Bereich Tagesstrukturen stieg im 2018 die Anzahl der zu betreuen-

den Schülerinnen und Schüler wieder. Dadurch wurde einerseits mehr Betreuungspersonal benötigt, anderseits stiegen aber auch die Elternbeiträge. Weitere Mehraufwände entstanden durch die teilweise Reaktivierung des Horts Mettlen, wie auch durch die Ergänzung der Ausstattung der Schulküche. Zudem ist eine deutliche Steigerung der Subventionen ersichtlich.

Neubau Ägerten: Spätere Zahlungen Die Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von Fr. 1 010 135.25 im Verwaltungsvermögen ab. Die Investitionen waren somit um Fr. 880 135.25 höher als budgetiert. Diese recht hohe Differenz ist die Folge von zeitlichen Verschiebungen der Zahlungen für den Neubau Ägerten: Die letzten Zahlungen wurden erst 2018 fällig. Die Primarschulpflege Wettswil ist mit dem Jahresabschluss 2018 sehr zufrieden. Dank hoher Steuererträge konnte eine Selbstfinanzierung von rund 1.95 Mio. Franken erzielt werden. Damit konnten 193 % der grossen Investitionen gedeckt werden. Die Jahresrechnung 2018 wird an der Primarschulgemeindeversammlung vom 17. Juni den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern der Gemeinde Wettswil vorgelegt werden. Primarschulpflege Wettswil a.A.


Öffnungszeiten über Ostern

Beschluss der Gemeindeversammlung

Über die Ostertage bleibt die Gemeindeverwaltung wie folgt geschlossen:

An der Gemeindeversammlung vom 11. April 2019 wurde folgender Beschluss gefasst:

Gründonnerstag, 18. April 2019, ab 16.00 Uhr Karfreitag, 19. April 2019, bis und mit Ostermontag, 22. April 2019 Für die Meldung von Todesfällen wird auf dem Anrufbeantworter eine Pikettnummer bekannt gegeben. Wir wünschen Ihnen schöne Osterfesttage. Gemeindeverwaltung Ottenbach

Öffentliche Auflage Gestützt auf § 79 Abs. 3 des Gemeindegesetzes und gemäss Anhang 2, § 7 der Satzungen des Gemeindeverbandes wird die Rechnung 2018 und der Jahresbericht in der Zeit vom 23. April bis 2. Mai 2019 auf den Gemeindekanzleien der Verbandsgemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Ottenbach, Rottenschwil und Unterlunkhofen zur Einsichtnahme aufgelegt. Beschlüsse des Vorstandes werden der Urnenabstimmung unterbreitet, wenn 5 % der Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden dies innert 60 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, verlangen. Über das Verfahren gibt die Gemeindekanzlei Auskunft. Abwasserverband Kelleramt Der Vorstand

Politische Gemeinde Ottenbach Genehmigung des Projektierungskredits von brutto Fr. 145 000.00 für die Detailplanung und Projektierung der Zentrumsfläche Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab Dienstag, 16. April 2019, im Gemeindehaus Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Es ist auch auf der Homepage www.ottenbach.ch während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmsachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit als möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Ottenbach, 16. April 2019 Gemeinderat Ottenbach

Todesfälle Affoltern am Albis Am 31. März 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Alfred Ernst Kleiner geboren am 8. Januar 1936, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 16. April 2019

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Zentrumsplanung auf der Zielgeraden Gemeindeversammlung Ottenbach: fast einstimmige Zustimmung zum Projektierungskredit von 145 000 Franken Nachdem die Gemeindeversammlung dem Projektierungskredit von 145 000 Franken fast einstimmig zugestimmt hat, befindet sich die Ottenbacher Zentrumsplanung auf der Zielgeraden. Verzögerungen gibt es, weil der Kantonsrat beim A4-Zubringer noch Mehrkosten bewilligen muss. ................................................... von werner schneiter Die Geschichte der Ottenbacher Zentrumsplanung ist mittlerweile fast 48-jährig. Sie fand ihren Anfang am 30. September 1971 mit einer Orientierungsversammlung in der Kirche zum Thema «Strassenbau und Dorfplatzgestaltung», wobei es damals noch um andere Themen ging. Die eigentliche Planung begann im Jahr 2000. Dass sie immer wieder auf Eis gelegt wurde, hat ihren Grund auch in der noch älteren Geschichte der Umfahrung. Diesen A4-Zubringer hat das Zürcher Volk 2012 an der Urne klar bewilligt. Inzwischen sind alle Einsprachen vom Tisch. Dass der vom Kanton angekündigte Baubeginn für 2019 nochmals einen Aufschub um rund ein Jahr erfährt, liegt an den inzwischen ermittelten Mehrkosten in der Höhe von knapp 5,4 Mio. Franken, die wegen des Erwerbs von teurer gewordenem Land, wegen Altlasten und wegen der umfangreicheren Projektierung fällig werden. Sie müssen vom Kantonsrat bewilligt werden, was den Baubeginn nochmals um rund ein Jahr verzögert. Er wird nun für das zweite Quartal 2020 angekündigt – und beeinflusst natürlich auch die Dorfkerngestaltung in Ottenbach, mit der erst nach Fertigstellung des Zubringers be-

sind zusammen mit 60+ an einem Alterskonzept. Sie werden bald von uns hören», versprach Alder. Ziemlich klar ist jedoch, was mit dem von der Gemeinde erworbenen Post-Gebäude am Dorfplatz passiert. Laut Gaby Noser Fanger finden derzeit Gespräche mit der Landi statt; eine Bäckerei/Café stehen im Vordergrund. «Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr, ein Resultat präsentieren können», so die Gemeindepräsidentin.

gonnen werden kann. Das wird voraussichtlich im Jahr 2023 der Fall sein.

Breit abgestützter Prozess Dennoch sind die Weichen dafür gestellt. Zwar ist der im März 2016 von der Gemeindeversammlung gesprochene Planungskredit von 230 000 Franken aufgebraucht. Darin enthalten war auch eine Machbarkeitsstudie für den Werkhof. Seither ist aber ein breit abgestützter Prozess im Gang. In zwei Arbeits-, einer Kern- und einer Begleitgruppen wurde die Bevölkerung ins Boot geholt, dazu gab es vor Jahresfrist einen öffentlichen Workshop, wo nochmals Wünsche und Anregungen einfliessen konnten. Die Verzögerungen beim A4-Zubringer können die Planung für ein neues Dorfzentrum nicht erschüttern. Das Projekt wird laut Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger ohne Pause vorangetrieben, wenngleich nun wegen der Zubringer-Verzögerung «zwei Gänge zurückgeschaltet werden». Nach ihren Worten dienen die flankierenden Massnahmen dazu, die gewünschte Verkehrsentlastung sicherzustellen. Hier ist der Kanton beim Ausbau federführend, die Gemeinde bei der individuellen Gestaltung. Es geht bei der Gestaltung des Dorfzentrums unter anderem um Tempo 30 auf der Muri- und Affolternstrasse, um die Ausgestaltung von sicheren Übergängen, um die Umsetzung der kantonalen Velowegstrategie, um behindertengerechte Bushaltestellen, um Sanierungen von Bachdurchläufen und Werkleitungen, um Parkplätze beim Haas-Shopping nach dem Verkauf der alten Mühle – dies alles im Zusammenhang mit dem A4-Zubringer. Mehrfach wurde die gute Zusammenarbeit mit kantonalen Stellen hervorgestrichen.

Wirkungsvolle Ode an Ottenbach

Die Muristrasse wird zwischen «Sprützehüsli» (vorne) und Restaurant Post (links) zur Begegnungszone. Der Verkehr wird nach der Zentrumsgestaltung auf dem Bypass (rechts) in die Affolternstrasse geführt. (Bild Werner Schneiter) Muristrasse über Bypass in die Affolternstrasse Manuel Peer von Planar AG erläuterte die baulichen Massnahmen im Zentrum im Detail (vgl. auch «Anzeiger» vom 5. April). Er strich hervor, dass das Restaurant Post und das ehemalige Restaurant Engel von Bedeutung seien. Sie werden aufgewertet, unter anderem durch das Aufheben des letzten Stücks der Muristrasse, die vor der «Post» zum Begegnungort mutiert. Diese Muristrasse wird über den «Bypass» in die Affolternstrasse geführt und erhält eine Trottoirüberfahrt. Aus Platzgründen ist eine dem Zentrum näherliegende Bushaltestelle nicht möglich. Geplant ist auch eine sogenannte Doppel-T-Kreuzung. Und angestrebt wird ein Platz, der die «Post» und den heutigen Dorfplatz verbindet. Nach dem Entscheid der Gemeindeversammlung wird nun das Projekt definitiv ausgearbeitet und dabei auch umgesetzt, was ausdrücklich dem

Wunsch der Bevölkerung entspricht: Mehr Grün, mehr Bäume, ein Brunnen, Bänke, Tempo 30, Begegnungszone an der Muristrasse usw. Damit wird unter anderem, so Peer, der «Engel» noch besser in Szene gesetzt. Bei der nun folgenden gestalterischen Umsetzung werden eine Fachstelle per Submission bestimmt und dazu zwei externe Experten ins Boot geholt. Gemeinderat Ronald Alder, der für seine glänzende Wiederwahl als glpKantonsrat Applaus erhielt, bekräftigte die Absicht der Behörde, das in Gemeindebesitz befindliche Restaurant Post einer Sanierung unterziehen zu wollen. Ein Mehrzweckgebäude auf diesem Areal, von der Bevölkerung gewünscht, wird indessen durch Dritte zu realisieren sein. Bezüglich eines Gesundheitszentrums befinde man sich im Stadium der Evaluierung. Eine Arztpraxis sei zwar Wunsch, aber noch unklar – ebenso der Bau von preisgünstigen Wohnungen, auch für die ältere Bevölkerung gedacht. «Wir

«Unser Projekt für ein neues Dorfzentrum ist durchdacht und nicht überdimensioniert. Es ist eine grosse Aufwertung für unser Dorf», sagte sie und wurde unterstützt durch ein Votum von Walter Herrmann von der Kerngruppe, der mit einer Ode an Ottenbach für den Projektierungskredit warb. Sein Fazit: «Die Gemeinde muss attraktiv bleiben. Jetzt besteht die Chance dazu». Er zeigte einen Spaten, mit dem er Action signalisierte und für seinen flammenden Appell grossen Applaus erhielt. «Nie und nimmer erhalten Sie später für diesen Preis eine so gute Lösung», sagte er – und wurde gehört. Nach kurzer Diskussion und der Beantwortung einiger Fragen war die Abstimmung deutlich wie selten: 111 stimmten für den Projektierungskredit von 145 000 Franken – ein Stimmbürger sagte Nein. Gemäss grober Schätzung belaufen sich die Gesamtkosten für die Gemeinde nach heutigem Stand auf 2,7 Mio. Franken (davon knapp 1,8 Mio. für die Zentrumsgestaltung) und 3,2 Mio. Franken für den Kanton. «Diese Kosten haben wir in unserer Fünf-Jahres-Finanzplanung berücksichtigt, die Steuern müssen deswegen nicht erhöht werden», schloss Gaby Noser Fanger.

«Auch ohne Spital medizinisch gut versorgt» Der Stadtrat Affoltern präsentiert seine Pläne für eine künftige Gesundheitsversorgung An der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 15. April im Kasinosaal (nach Redaktionsschluss des «Anzeigers) begründete der Stadtrat Affoltern, weshalb eine Spitalschliessung aus seiner Sicht unumgänglich ist und wie eine bedürfnisgerechte Gesundheitsversorgung aussehen könnte. Am 19. Mai entscheidet die Bevölkerung aus dem Knonauer Amt an der Urne über die Zukunft des Spitals Affoltern. Der Stadtrat sieht keine Perspektiven mehr für das kleine Spital. Er empfiehlt der Bevölkerung darum ein Ja zur Auflösung des heutigen Zweckverbandes und je ein Nein zu den beiden geplanten Nachfolgeorganisationen. Mit einem Regionalspital sind jeweils starke Emotionen verbunden. Den Entscheid, das Spital Affoltern aufzugeben, hat sich der Stadtrat deshalb nicht leicht gemacht. Doch die Entwicklungen im Gesundheitswesen und die daraus resultierenden, politischen Rahmenbedingungen lassen ihm keine andere Wahl. Viele Fakten sprechen gegen den Weiterbetrieb des Spitals – und es ist Aufgabe eines Stadtrates, der Bevölkerung die Realitäten unverblümt aufzuzeigen.

Kosten-Nutzen aus dem Gleichgewicht Fallpauschalen und Mindest-Fallzahlen setzen Regionalspitäler massiv unter Druck. Viele kleinere Spitäler sind verschwunden. Das Spital Affol-

tern dürfte das nächste sein. Die Fallzahlen sind rückläufig, der AkutBereich defizitär und die Einnahmen decken den Kapitalbedarf nicht mehr. Besserung ist nicht in Sicht – im Gegenteil: Das Spital rechnet mit jährlichen Verlusten in Millionenhöhe. Der Weiterbetrieb des Spitals würde so viel Steuergeld verschlingen, dass die Bevölkerung der Stadt Affoltern in anderen, ebenfalls wichtigen Lebensbereichen massive Abstriche zu gewärtigen hätte. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis gerät komplett aus den Fugen. Kommt hinzu, dass die Infrastrukturen des Spitals veraltet sind. Dem schwierigen Umfeld und der finanziellen Not zum Trotz stehen hohe Investitionen an. Das Spital plant einen Neubau für über 100 Millionen Franken, falls es auf der Spitalliste bleibt. Ein solcher Neubau würde voraussichtlich nicht vor 2028 in Betrieb gehen. Zudem sind allein für die Aufrechterhaltung des Grundbetriebs Sanierungen im Umfang von 50 Mio. Franken erforderlich – notabene ohne dass dies zu kostengünstigeren Abläufen führen würde.

Fallstricke in den neuen Verträgen Nebst finanziellen sprechen auch vertragsrechtliche Aspekte gegen einen Beitritt zu den geplanten Nachfolgeorganisationen. Die neue, gemeinnützige Spital-AG zum Beispiel verpflichtet die Gemeinden zum Betrieb eines Akut-Spitals – und das auf viele Jahre hinaus und ungeachtet der Wirtschaftlichkeit. Das heisst: Die Bevölkerung

trägt ein hohes finanzielles Risiko und den Schaden. Umgekehrt ist ihre Mitsprache eingeschränkt. Der Verwaltungsrat der neuen gemeinnützigen AG kann etwa das Land oder die Liegenschaften des Spitals ohne Zustimmung der Bevölkerung oder der Gemeinderäte verkaufen. Er kann auch Investitionen und Neubauten ohne Volksabstimmung tätigen. Und: Wer der gemeinnützigen AG beitritt, kommt bis 2024 nicht mehr raus. Angesichts der Tatsache, dass es aus heutiger Sicht sehr fraglich ist, ob sich das Spital Affoltern überhaupt auf der kantonalen Spitalliste halten kann, erscheint eine so langfristige Bindung schlicht unverantwortlich. Dafür dürfen ab 2025 die Aktien auch an private Anbieter verkauft werden, sofern man einen Käufer findet.

Ausverkauf von Spitalleistungen hat begonnen Die Führung des Spitals Affoltern hat unlängst ihre Pläne für die Zukunft vorgestellt. Wie sich das Spital künftig auf der Spitalliste halten will, konnten die Verantwortlichen dabei allerdings nicht plausibel darlegen. Die MindestFallzahlen zwingen das Spital zur Auslagerung von stationären Leistungen in die Zürcher Stadtspitäler. Was durch die Spitalführung als «effizienzsteigernde Kooperation» angepriesen wird, ist in Tat und Wahrheit ein notgedrungener Ausverkauf des medizinischen Angebots. Es spricht für sich, dass die Spitalführung ihre Konzepte und Planrechnungen erst nach der

Abstimmung erarbeiten und offenlegen wird.

Neue Wege für eine gesunde Versorgung Die Not des Spitals ändert freilich nichts am Bedürfnis der Bevölkerung nach einer wohnortnahen medizinischen Versorgung. Der Stadtrat präsentierte darum seine Pläne für eine bedürfnisgerechte und finanziell tragbare Gesundheitsversorgung in Affoltern. Der Stadtrat setzt dabei auf ein integriertes ambulantes Angebot, bestehend aus einer Permanence, einer Tageschirurgie und einem Rettungsdienst. Im Zentrum von Affoltern soll ein Gesundheitszentrum, eine sogenannte Permanence, entstehen. Als Betreiber kommt für den Stadtrat nur ein öffentliches Spital infrage. Verhandlungen laufen aktuell mit dem Kantonsspital Zug, dem Stadtspital Triemli und dem Spital Muri. Alle drei Interessenten bieten ein breites ambulantes Angebot. Die verschiedenen Leistungskataloge beinhalten auch eine Notfallstation, eine chirurgische Tagesklinik, eine Gemeinschaftspraxis von Fachund Hausärzten sowie einen Rettungsdienst. Im Bereich Rettungsdienst verhandelt der Stadtrat zusätzlich mit dem Spital Limmattal. Was die bauliche Umsetzung betrifft, bestehen verschiedene Varianten. Die Erstellung kann beispielsweise durch den Betreiber oder durch einen Investor erfolgen. Auch die Stadt selbst kommt als Bauherrin infrage. In Bezug auf den Standort gibt

es ebenfalls Optionen. Für den Stadtrat sind die alte Sammelstelle, der Feuerwehrparkplatz oder das Bezirksgebäude valable Alternativen. Eine weitere Möglichkeit ist die Umnutzung einer bereits bestehenden Liegenschaft. Der Stadtrat ist überzeugt, auch ohne Spital Affoltern eine nahtlose und qualitativ hochstehende Versorgungsqualität gewährleisten zu können. Der grosse Vorteil der neuen Lösung: Die Betriebskosten und -risiken liegen vollumfänglich beim Anbieter. (tro)

Die Bevölkerung kann sich einbringen Wie die Lösung am Ende genau aussehen soll, möchte der Stadtrat zusammen mit der Bevölkerung definieren. Eine Begleitgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Interessengruppen, soll die Bedürfnisse der Bevölkerung frühzeitig in den Planungs- und Umsetzungsprozess einbringen können. Sie soll Angebote und Standortfragen mit bewerten. Damit wird die Begleitgruppe zu einem sogenannten «Echoraum», in dem sich der Stadtrat frühzeitig mit der Bevölkerung über Lösungsansätze austauschen kann. Zusammengestellt und aktiviert würde die Begleitgruppe im Juni, sofern das Spital seine Tore Ende Jahr schliessen wird. (tro)


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Dienstag, 16. April 2019

Mit weitem Horizont den Dialog suchen Offizielle Amtseinsetzung von Volker Bleil und Regula Eschle Wyler im Kloster Kappel Am Palmsonntag-Nachmittag wurden in der Klosterkirche Kappel am Albis der neue theologische Leiter, Volker Bleil, und die ebenfalls neue theologische Mitarbeiterin, Regula Eschle Wyler, offiziell in ihr Amt eingesetzt. Am Gottesdienst nahmen viele Gäste aus der Nähe und Ferne teil.

pel und die Zürcher Landeskirche sind ihr aber schon seit jungen Jahren bekannt und vertraut. Seit ihrem Studienabschluss im Jahr 2014 war sie in verschiedenen Gemeinden als Pfarrerin tätig. Als theologische Mitarbeiterin ist sie vor allem für die Kurse zuständig. Sie vertritt auch den Leiter bei dessen Abwesenheit, macht Führungen und ist für die Gäste als Seelsorgerin vor Ort.

Das Amt voll und ganz ausfüllen

................................................... von marianne voss Am Palmsonntag geht es um den Einzug Jesu in Jerusalem. Am vergangenen Palmsonntag wurde in der Klosterkirche Kappel zugleich auch ein doppelter Einzug ins Kloster gefeiert. Ein neuer «Abt» und auch eine neue «Äbtissin» sind nun zusammen für die theologische Leitung des Seminarhotels und Bildungshauses der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich verantwortlich. Der theologische Leiter, Volker Bleil, hat seine Arbeit bereits am 1. Februar aufgenommen (der «Anzeiger» berichtete). Der gebürtige Stuttgarter hatte unter anderem auch in Zürich Theologie studiert und war die letzten Jahre in Ulm als stellvertretender Dekan tätig. Die theologische Mitarbeiterin, Regula Eschle Wyler, hat Anfang April ihre Tätigkeit im Kloster begonnen. Sie kommt vom Zürcher Oberland, war ursprünglich Primarlehrerin und hat danach Jus studiert. Erst als die Kinder erwachsen waren, entschied sie sich, ihr Hobby zum Beruf zu machen und studierte Theologie. Das Kloster Kap-

Willkommen im Säuliamt! Die neuen Pfarrpersonen umrahmt von den Alteingesessenen. Von links: Christof Menzi (Kappel), Volker Bleil, Regula Eschle Wyler und Werner Schneebeli (Affoltern). (Bild Marianne Voss)

Zur Einsetzungsfeier, im Rahmen eines Gemeinde-Gottesdienstes, waren Gäste aus dem Dorf, aus der Region aber auch aus der Ferne gekommen. Die musikalische Umrahmung war stimmungsvoll und vielfältig. Einerseits erklangen Musikvorträge von Violine und Orgel, andererseits die stimmgewaltigen Gospelsolos einer Sängerin. Vonseiten der Landeskirche überbrachten Prof. Stefan Grotefeld (Leiter Abteilung Lebenswelten) und Kirchenrätin Pfrn. Esther Straub herzliche Grussworte. Die offizielle Amtseinsetzung erfolgte durch Dekan Pfr. Werner Schneebeli aus Affoltern. Er erklärte, es sei ähnlich wie beim Gemeindepfarramt. Man wisse erst, was es beinhalte, wenn man es selber ausübe. «Ich bin überzeugt, dass ihr euer Amt mit euren verschiedenen Erfahrungen voll und ganz ausfüllen werdet und euch auch gegenseitig ergänzt und bereichert.» Und zu ihrer Herausforderung an diesem besonderen historischen Ort, wo unterschiedlichste Menschen zusammentreffen, sagte er: «Ich stelle mir das wunderbar vor, in dieser

Vielfalt, in diesem Dorf, in diesen Mauern mit dieser traumhaften Aussicht theologische Akzente setzen und mit einem weiten Horizont den Dialog suchen zu können.»

Bereit sein zu hören Nach der Segnung bestieg Pfr. Volker Bleil die Kanzel und predigte ausgehend von einem Text aus Jesaja übers Hören. «Woher kommt das Gottvertrauen, die kostbarste Lebenskraft?», stellte er fragend in den Raum. «Aus dem Hören.» Und er fragte weiter: «Und ich? Bin ich ein Hörender, eine Hörende? Höre ich noch auf den Klang der Stille? Auf Gottes Stimme in der Schöpfung, auf seine Stimme in mir? Bin ich bereit, wirklich zu hören und zu handeln?» Er weitete seine Fragen aus auf die ganze Gesellschaft: «Sind wir als Menschheit noch Hörende und endlich bereit zu handeln, wenn unsere Kinder und Enkel, Schülerinnen und Schüler uns zu Propheten werden müssen?» Diese Klosterkirche und auch das Kloster Kappel seien eine Hörschule, erklärte er. «Die Kirche wurde gebaut, dass wir Gottes Stimme lauschen. 500 Jahre nach ihrer Auflösung ziehen uns Klöster wieder an.» Und es mache keinen Unterschied, welcher Konfession die Menschen angehörten und ob sie Wirtschafts-, Kirchen- oder andere Leute seien, ob gläubig oder religiös unmusikalisch. Nach der Feier in der kalten Kirche wärmten sich die Gäste im Amtshaus bei einem Apéro auf und pflegten dabei auch die kirchlichen und weltlichen Beziehungen.

Die Stadtmusik und die Jodler: Eine musikalische Symbiose Frühlingskonzert mit der Harmonie und dem Jodlerklub Affoltern am Albis Der Auftritt der Harmonie zusammen mit dem Jodlerklub Affoltern am diesjährigen Frühlingskonzert fand grosse Beachtung. Den gemeinsamen Auftritt erlebten die zahlreichen Musikfreunde als einen seltenen musikalischen Leckerbissen. ................................................... von martin mullis Das erste Lied, mit dem Titel «Es Lied, wo ds Härz erfreut», welches die Jodler in der Aula Ennetgraben zum Besten gaben, galt sozusagen als ideales Motto für das Frühlingskonzert. Die musikalische Delikatesse, welche die beiden Vereine boten, erfreuten ohne jeden Zweifel die Herzen der zahlreichen Besucher. Trotz des nasskalten Wetters oder vielleicht gerade infolge der garstigen Temperaturen, besetzten rund 300 Besucher den Saal bis auf den letzten Platz. Patricia Gmür, die Präsidentin der Harmonie Affoltern, wies in ihrer Begrüssung auf das 75-Jahre-Jubiläum des Jodlerklubs Affoltern hin und dankte herzlich für die überaus angenehme Zusammenarbeit. Mit witzigen Worten hielt sie fest, dass für eine derartige musikalische Verbindung das Gehör eine ganz wichtige Rolle innehat. Aus diesem Grund habe sie eine interne Untersuchung durchgeführt indem sie die Grösse der Ohrmuscheln der einzelnen Musiker festhielt. Der Unterschied des mit 8,5 Zentimetern grössten Ohrs zum kleinsten mit 4,5 Zentimetern ergab die Schlussfolgerung, dass die Ohrmuschelgrösse für die Qualität der Töne keine Rolle spielt. Die sieben Probeabende waren jedoch für alle Musikanten eine wahre

Herausforderung, hielt sie fest. Immerhin standen die beiden Musikvereine nach zehn Jahren wieder einmal gemeinsam auf der Bühne. Die Musikanten bildeten am Konzert sozusagen eine musikalische Symbiose. Nicht nur, dass es ihnen gelang, die vorgetragenen Stücke ausgezeichnet zu verbinden und zu verknüpfen, sie teilten auch sowohl die musikalische Leitung als auch das Vereinspräsidium gleichberechtigt auf. Mit den Geschlechtern genau umgekehrt zeigt sich die musikalische Leitung. Bei den Jodlern führt Therese Lüscher und

beim Musikverein Harmonie Affoltern amtet Martin Schiesser als Direktor. Die beiden Vereine verwöhnten ihre Gäste mit melodischer Spielfreude.

Der Jodler-Rap «Steimanndli-Juiz» Die Musiker der Harmonie führten die Besucher mit dem Stück «Garôto» nach Brasilien, während die Volksmusiker in «Berg Erinnerige» schwelgten. Ein ganz spezielles Lied der Jodler, nämlich der bekannte Jodel-Hit oder etwas moderner ausgedrückt der Jodler-Rap «Steimanndli-Juiz», fand natür-

lich grossen Anklang. Das fröhliche, beschwingte Konzert veranlasste die Gäste im Saal nach jeder Darbietung zu grossem Applaus und die 38 Harmonie-Musiker und die 25 Jodlerinnen und Jodler überboten sich mit zwei Zugaben. Ob die Trachten und die Juchzer oder das kleine und das grosse Blech mehr Applaus erhielten, war unmöglich auszumachen. Als absolut sicher darf vermerkt werden, dass die grossartige musikalische Unterhaltung von den Besuchern ausserordentlich geschätzt wurde. Selbstverständlich entliess Moderator Felix Schertenleib

die Gäste wie gewohnt mit humoristischen Worten. Er schlug den Besuchern für den Abschied einige Varianten vor. Einerseits ein freundliches «Adieu» und sofortige Heimkehr oder aber erst den bereitgestellten Apéro geniessen und zu plaudern und erst anschliessend den Heimweg anzutreten. Die Dritte Variante nannte er den «Brexit». In diesem Falle schlug er vor sich sofort zu verabschieden und dann doch noch lange zu bleiben. Muttertagskonzert der Harmonie Affoltern am Sonntag, 12. Mai 2019, 10.30 Uhr auf dem Märtplatz.

Harmonie und Jodler 1: Ganz grosses Kino in der Aula Ennetgraben: Gemeinsames Konzert der Musiker der Harmonie Affoltern und des Jodlerklubs Affoltern. (Bild Martin Mullis)


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Dienstag, 16. April 2019

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Die Strasse ist zum Tanzen da «Combarena» – die zweite Bühne beim «Fäscht uf de Strass» Massimo Iacobucci, Rolf Mauer und Florat Bala setzen ihre «Bieridee» um und wollen damit vor allem erreichen, dass sich die Leute freuen und auf der Strasse tanzen. Mit ihren Projekt «Combarena» sind sie auf dem Weg dazu.

Band vom gebürtigen Australier und Wahl-Briten Wille Edwards. In ihrem neuen Album «Paths» übernehmen Wille & The Bandits die musikalische Essenz, Nostalgie und Energie der späten 60er- und 70er-Jahre und mischen Rock’n’Roll mit einem modernen Ansatz, der Elemente der Weltmusik, Tanzmusik und Hip-Hop kombiniert und etwas wirklich Einzigartiges schafft. Im Anschluss wird das DJ-Duo «Three Eyes» dafür sorgen, dass die Stimmung und Tanzfreude bei den Gästen bis um zwei Uhr morgens erhalten bleibt.

Begonnen hat das Konzept als Idee, die beim Feierabend-Bier im «Break» geäussert wurde. Die drei Initianten merkten dabei schnell, dass sie durchaus Freunde und Kollegen damit mit ins Boot holen konnten und begannen deshalb, «Nägel mit Köpfen» zu machen. Mit René Neuschwander, dem Inhaber des «Break», welches in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern kann, gewannen sie den Sponsor für den Bühnenwagen und das Honorar der Band vom Samstagabend.

Kameraden, eine Bar und der Platz = «Combarena»

Getanzt wird auf der Strasse «Wir haben viele Ideen und Pläne und glücklicherweise auch viele Helfer, die uns dabei unterstützen», erzählt Massimo Iacobucci. «Nebst einem Bierwagen, einer Bar, einer Cüpli- und Coretto-Barzeile werden wir auch Essen anbieten. Bei uns gibt’s Fischchnusperli und Mah-Meh, zumindest ist es bis heute so angedacht», lächelt er einnehmend. «Am Freitag, 31. Mai, wird DJ «Dreamnight» für Tanzmusik «quer durch den Garten» sorgen», so erklären die drei Männer. «Ob Funk, Pop, Rock oder Hip-Hop, dieser DJ wird sich dem Gusto der anwesenden Partygäste anpassen und spielen, was die Leute

Drei «Companions» vor dem zukünftigen Bar– und Arenaplatz, v.l.n.r.: Massimo Iacobucci, Rolf Maurer und Florat Bala (Bild Susanne Crimi)

auf der Strasse tanzen lässt», meinen sie verheissungsvoll.

Live Band «Wille & The Bandits» am Samstag Am Samstag, 1. Juni, wird ab 19 Uhr ein DJ-Duo «Three Eyes» den tanzfreudigen Gästen vor der Bühne der «Combarena» einheizen und sie erneut zum Tanzen einladen. Roger Weiss und Yannick Neuschwander werden ihrer-

seits zwischen Rock, Funk und Pop hin und her auflegen und für die nötige Party-Stimmung sorgen. Ab 22 Uhr wird die britische LiveBand «Wille & The Bandits» auf der Bühne einheizen. «Wille & The Bandits». das sind Wille Edwards (slide guitar), Matthew Brooks (bass) und Andrew Naumann (drums & percussion). Mit ihrer Musik vereinen sie Rock-, Blues-, Latin- und Folk-Elemente in gekonnter Manier und haben da-

mit bereits Bandgrössen wie Deep Purple und Status Quo, wo sie als Vorband auftraten, überzeugt. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Vielseitigkeit aus: ob auf der Strasse oder in ausverkauften Clubs, die Band hat die Songs und das musikalische Können, um jedes Publikum in ihren Bann zu ziehen und die Zuhörer mit der Lust auf Mehr zum Bleiben zu bewegen. Pro Jahr bringt es das Trio auf 250 Shows weltweit. Gegründet wurde die

Massimo, Rolf und Florat ist ihre Freude über das geplante Projekt gut anzusehen. Stolz sind sie zudem darauf, dass das «Break» anlässlich seines 20Jahre-Jubiläums ihre Bemühungen sponsert. «Wir sind natürlich René Neuschwander echt dankbar dafür. Unsere Helfer machen auf freiwilliger Basis mit und auch das finden wir grossartig und schätzen es sehr. Wir wollen keinen Verdienst erzielen, aber auch keine Schulden anhäufen, sondern für alle Leute, die das auch wollen, einfach eine gute Zeit und Tanz auf der Strasse anbieten», schliessen sie ihre Erklärung ab. Übrigens, die Namensgebung für ihr Projekt erklärt das Ganze sehr sympathisch: «Com» steht für Companion (englisch Kamerad), «Bar» natürlich für die entsprechenden Getränke, die erhältlich sind, und «Arena» für den Platz, den sie mitten im «Fäscht uf de Strass» besetzen werden. (sci)

Theateraufführungen mit Lachern und Krachern am Laufband Der TV Ottenbach hat dem Vereinsleben mit einem Schwank fulminant charmant eine neue Note verliehen Von wegen Vereinssterben – dank eines Dreiakters gelangte der Turnverein Ottenbach letztes Wochenende zu einem Revival sondergleichen! «Wird das funktionieren? Werden wir mit unserer Laientheater-Darbietung Anklang finden? Werden die Leute unserer Veranstaltung überhaupt folgen, auch ohne «Chränzli» im Hintergrund?» Nicht jeden Tag, aber doch des Öfteren in den letzten sieben Monaten, hat sich das Laientheater (Schauspieler und Regieführung, mit Unterstützung) sowie das Organisationskommitee «zusehends Haare und Sinne darüber gerauft», ob der emotionale Kurz-Beschluss an der letztjährigen GV, einen Dreiakter auf die Beine zu bringen, losgelöst vom «Chränzli», wohl ein zu hohes Ziel war, gar zu einem Fiasko führen könnte? Zeitgleich waren die gegenseitige Wertschätzung sowie die stetige Motivation vom OK-Präsidenten ein wichtiges Mittel, um den Fokus nicht zu verlieren. Trotzdem standen zuletzt die Nerven blank, Reserven kaum noch voranzeige

(Laien-)Schauspielerei und Regieführung. Denn hier kommt die Krux vom Vereinsleben: So ziemlich das meiste entsteht auf freiwilliger Basis. Im Zeitalter von «ich zuerst» ist es kein einfaches Unterfangen, Gemeinsamkeiten zu finden und diese durchzustehen, nebst Wettkämpfen, Turnieren und Training.

Beitrag zum kulturellen Dorfleben

Das Laientheater des TV Ottenbach hat begeistert. (Bild zvg.) handen; allesamt waren sie, die Schauspieler, das OK, die Helfer und Helferinnen, voll gefordert. Und ja, nicht immer liefen Proben und Organisation reibungslos, und ja, es gab Konflikte und ja, dem einen oder der anderen wurde es zu viel.

Wie fühlt es sich wohl an nach dem 1000. Rezitieren, ohne Lacher, ohne Publikum, ohne Geräusche, ohne Stuhlrücken, ohne Beifall, ohne Seufzer, einfach nur «guter Dinge» zu sein? Dies galt es auszuhalten und kontinuierlich dranzubleiben. So viel zur

Die finale Antwort wurde dem ganzen Vorhaben letztes Wochenende gegeben, hier die Chronologie dazu: Drei Theatervorstellungen der «d’Junggsellestüür» (nach Neubearbeitung von Fritz Klein), drei Mal ausverkauft, zwei davon innert kürzester Zeit, von Anfang an offene Türen bei Sponsoren, Inserenten und Tombolaspendern, immerzu mit Komplimenten überhäuft, mit solch einem Vorhaben einen wichtigen Teil zum kulturellen Dorfleben beizutragen. Und dann das Finale: drei supertolle Theateraufführungen, Lacher und Kracher am Laufband, eine wirklich ausserordentliche Leistung des Theaterensembles! Ein Gastroservice mit

Küchenteam sondergleichen, mit Dinner und Brunch, von den TVO-Mitgliedern selbst konzipiert, organisiert und mit Bravour umgesetzt, auch dank der super leckeren Spenden! Eine Barcrew, welche nur schon mit ihrem Outfit Aufsehen erregte, geschweige denn für die laaangen Nächte vollstens gewappnet war und für stimmige Stimmung sorgte.

Jetzt auch ein Theater-Verein Sei es hinter, vor, neben oder für die Bühne, erst diese engagierte Gemeinschaft, sowie das Vertrauen aller Geldgeberinnen und Gastgeber, Spenderinnen und Spender haben dazu geführt, dass ein Event in dieser Dimension so toll funktionierte. Nach solch einem schönen Erfolg verstimmen die Verstimmungen, verkatert der Kater und bleiben tut das, was Gemeindepräsidentin Gaby Noser so passend formuliert hat: «Ich glaube, der TV ist ab sofort nicht nur ein Sportverein mit einem sinnvollen Freizeitangebot für Klein und Gross. Der TV kann jetzt von sich sagen: «Ich bin auch ein Theater-Verein». (RoV)


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Dienstag, 16. April 2019

Am Albis von der Strasse abgekommen

Zwei Verletzte nach Verkehrsunfall Bei einem Verkehrsunfall am Freitagmorgen, 12. April, sind in Hausen am Albis zwei Personen verletzt worden.

Die Auto-Show machte den Kronenplatz in Affoltern am vergangenen Samstag wiederum zum Anziehungspunkt für alle, die an den aktuellen Automodellen verschiedenster Hersteller interessiert sind. (Bild Urs E. Kneubühl)

Um zirka 9.40 Uhr fuhr ein 72-jähriger Lenker mit seinem Personenwagen auf der Albisstrasse in Richtung Hausen. In einer starken Linkskurve geriet er aus noch ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und stürzte zirka 30 Meter den Hang hinunter. Der Mann und seine 71-jährige Beifahrerin wur-

den mit unbekannten Verletzungen mit Rettungsfahrzeugen ins Spital gebracht. Die Albispassstrasse musste wegen des Verkehrsunfalls für rund drei Stunden gesperrt werden. Für den öffentlichen Verkehr war die Strasse weiterhin offen. Nebst der Kantonspolizei Zürich waren die Feuerwehren Oberamt und Langnau am Albis, ein Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulanz (AAA) mit einem Notarzt sowie zwei Sanitätsfahrzeuge mit einem Notarzt im Einsatz. (pd.)

Ein Dutzend Aussteller mit über fünfzig Modellen Frühlings-Auto-Show des regionalen Autogewerbes in Affoltern Die traditionelle Frühlings-AutoShow des hiesigen Autogewerbes auf dem Kronenplatz, Affoltern, präsentierte am vergangenen Samstag wiederum eine Vielzahl an neusten und aktuellsten Fahrzeugen. Sie ist mehr als bloss eine Mini-Ausgabe des Genfer Automobilsalons; die bestbekannte Auto-Show auf dem Kronenplatz in Affoltern ist genauso Interessenten-Magnet und vor allem auch Begegnungsstätte. Die regionalen Markenvertreter des Autogewerbes nutzten auch am vergangenen Samstag entsprechend die Gelegenheit, mit der Frühlingsausgabe ihrer «Auto-Show am Kronenplatz» – es gibt eine parallele Ausgabe im Herbst – die aktuellsten Modelle zu präsentieren. Gleichzeitig

war die grosse Ausstellung auf kleinem Raum – 51 Automodelle von insgesamt 18 Marken – aber auch Treffpunkt für Interessierte, die sich mit einem Besuch dementsprechend breit informieren konnten. Benziner? Plugin-Hybrid? SUV? Diesel? Kombi oder gar ein Nutzfahrzeug? Hier, an der Auto-Show auf dem Kronenplatz war die grosse Vielfalt der Autowelt zu sehen und zu entdecken. Ein Dutzend regionale Markenvertreter zeigten Modelle vom klassischen Familienvan über trendige Cross-overs bis zum sportlichen Flitzer. Das trotz kühler Witterung zahlreich aufmarschierte Publikum erhielt so einen Überblick über das Fahrzeugangebot in der Region, Hilfe und Orientierung – nicht nur bezüglich der Antriebsarten, sondern auch über das mittlerweile sehr umfangreiche Angebot an Assistenzsyste-

men und Ausstattungspaketen. Und dies, ohne langes Herumfahren von Autohaus zu Autohaus, was viele Besucher als grossen Pluspunkt der AutoShow anmerkten. «Hier kann man sich jeweils an einem Ort über Neuheiten, das Wunschfahrzeug und mögliche Alternativen informieren. Die Wege sind kurz und die Beratung der einzelnen Aussteller gewohnt professionell, das ist ausgesprochen praktisch», bestätigt ein Interessent aus Ottenbach. Nicht zuletzt wolle er aber auch das gemütliche Bistro mit Grill in der Mitte der Ausstellung, ebenso den jeweiligen Wettbewerb mit tollen Preisen erwähnen, ergänzt der Besucher umgehend, während er eine Bratwurst geniesst und den Wettbewerbstalon ausfüllt. (kb.)

Schwierige Rettungsarbeiten im steilen Gelände. (Bild Kapo ZH)

Leben retten – mit dem neuesten Defibrillator Verregneter Aktionstag Sanitätsnotruf 144 in Obfelden Am nationalen Aktionstag 144 wurde in Obfelden die neueste Defibrillator-Variante präsentiert, die zentral und automatisch gesteuert werden kann. Die Alpinmedic, die Alpine Air Ambulance (AAA) und die Schiller-Reomed AG luden am Sonntag auf dem Schiller-Areal an der Bachstrasse 30 in Obfelden zum Aktionstag Sanitätsnotruf 144 – drei Partner, die sich der Rettung von Menschen verschrieben haben. Mit von der Partie war auch eine Vertretung der Obfelder Feuerwehr. Die Schiller Reomed AG ist mit ihrer Verkaufsorganisation seit Anfang Jahr von Dietikon nach Obfelden gezügelt und beschäftigt hier 25 Mitarbeitende. Sie ist eine Tochterfirma der Schiller AG, die in Baar ihren Hauptsitz hat und dort 220 Personen beschäftigt. Sie präsentierte am verregneten Aktionstag am Sonntag die jüngste Defibrillator-Generation, die nicht nur leicht und handlich ist, sondern auch zentral gesteuert und überwacht werden kann. Funktioniert ein Gerät nicht, so erfolgt sofort eine Warnung – auch das ist entscheidend in anzeige

bedrohlichen Momenten, wenn es gar hat 1000 solcher neuer Defis von während acht Jahren auch den Bau um Leben oder Tod geht. Neu ist auch, Schiller erworben. des Gotthard-Basistunnels begleitet», dass mit den Defi die Herz-KreislaufSchiller arbeitet auch mit Alpin- hält Geschäftsführer Beat Mühlethaler Massage mechanisch erfolgt, wobei medic zusammen, die insbesondere in fest. Im Weiteren konnten Besucherinnicht mehr entscheidend ist, wie der der Ausbildung der Erstrettung tätig nen und Besucher am Sonntag auch in Patient positioniert ist, ob er beispiels- ist – mit 10 Festangestellten und 30 den Helikopter-Simulator der Air Alpiweise liegt oder sitzt. «Das Gerät ist Freelancern. Sie hat in Arosa einen ne Ambulance. Der «richtige» Retseit zirka einem Jahr auf dem Markt – Stützpunkt und ist nicht nur im alpi- tungsheli flog dann am Nachmittag wir haben jetzt an unserem Geschäfts- nen Rettungsbereich tätig. «Wir haben vom Birrfeld nach Obfelden. (-ter.) sitz in Obfelden einen öffentlich nutzbaren Defibrillator», sagt Angela Steiner-Schiller, Geschäftsführerin am Standort in Obfelden. Dass der neue Defi mit einem Warnsystem ausgestattet ist, streicht sie besonders hervor – mit gutem Grund. «40 Prozent der Defis, die irgendwo hängen, sind nicht einsatzfähig. Sie werden kaum kontrol- Vor dem Heli-Simulator, von links: Angela Steiner-Schiller, Geschäftsführerin am Sitz in Obfelden; liert», fügt sie bei. Andreas Röthlisberger, Leiter Rettungsdienst bei Alpine Air Ambulance AAA; Beat Mühlethaler, Der Kanton Wallis Geschäftsführer Alpinmedic. (Bild Werner Schneiter)

Medizinische Grundversorgung gewährleistet Die ambulante und stationäre medizinische Versorgung im Knonauer Amt war Mitte Januar Thema einer Anfrage des Hausemer FDP-Kantonsrats Olivier Hofmann. Nun hat der Regierungsrat diese beantwortet. Den Zugang zur stationären medizinischen Grundversorgung bezeichnet der Regierungsrat zurzeit als sehr gut. Von den akutstationär behandelten Ämtlerinnen und Ämtlern liessen sich 2017 37,5 % im Spital Affoltern behandeln. Über Angebot, Zugang und Qualität der ambulanten Grundversorgung liegen beim Kanton hingegen keine detaillierten Daten vor.

Nicht versorgungsrelevant Versorgungsrelevant sei das Spital Affoltern für die Region nicht, heisst es in der Antwort des Regierungsrats weiter, mit einem leichten Aber bei Akutgeriatrie und Palliative Care. Um versorgungsrelevant zu sein, muss ein Spital in einer Leistungsgruppe mindestens 5 % der stationären Behandlungen aller Kantonseinwohner abdecken – ein Wert, den kaum ein Regionalspital erreichen dürfte. (tst.)


Forum

Dienstag, 16. April 2019

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Spital-Diskussion geht weiter Überforderte Betriebskommission Die Betriebskommission (BK) besteht aus Mitgliedern, denen eine praktische Spitalerfahrung und das nötige Fachwissen im Gesundheitswesen fehlt. Bald jede Woche werden uns neue Strategien präsentiert, die so in den Abstimmungsunterlagen vom 30. November 2018 nicht vorgesehen sind. Es ist eine Frage der Zeit, bis dies jemand aus rechtlicher Sicht näher prüft und erreicht, dass das Abstimmungsresultat vom 19. Mai schon heute als ungültig zu betrachten ist. Eine BK, deren Präsident wirklich gut reden und die Leute beeinflussen kann. Dann hat es sich aber, denn von der strategischen Führung von einem Spital in unserer Grössenordnung hat er keine Ahnung. Dies gilt auch für die übrigen BK-Mitglieder, die in sechs Jahren nicht imstande waren, ein überzeugendes Gesamtkonzept und einen Businessplan zu erstellen. Die BK-Mitglieder sind auch nicht in der Lage, schriftliche Anfragen zu den Abstimmungsunterlagen innert nützlicher Frist zu beantworten. Am Telefon überzeugt dafür der Strategieverantwortliche, indem er Andersdenkende als Arschlöcher betitelt! Meine grosse Hoffnung ist, dass sich die Stimmberechtigten nochmals Gedanken machen, bevor sie die unprofessionelle und uneinsichtige Arbeitsweise unserer BK mit 3x Ja belohnen. Die BK sieht auch nicht ein, dass viele Stimmberechtigte mit den über 100 Seiten Abstimmungsunterlagen überfordert sind. Dazu ein Tipp: Wenn man alle Fragen mit 3x Nein beantwortet, hat man immerhin Gewähr, dass uns das Spital in der heutigen Form bis zum Entscheid in Sachen «Spitalliste 2022» erhalten bleibt. Bis dahin hat die BK genügend Zeit, um die nötigen Vorkehrungen für die spätere Umsetzung zu treffen, denn es braucht ja so oder so nochmals eine Abstimmung. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Spital-AG nicht angenommen wird, denn es darf nicht sein, dass heutige BK-Mitglieder später mit einem lukrativen Verwaltungsrats-Mandat belohnt werden. Es darf auch nicht sein, dass unsere Politiker später alleine über unser Spital entscheiden und nach 5 Jahren die Aktien wieder gewinnbringend an irgendeine private Institution verkaufen dürfen. Peter Ackermann, Affoltern .........................................................................

Argument Angst Zitat aus der Spitalbroschüre: «Ein eigenes Spital stellt die medizinische Versorgung sicher, gerade auch angesichts des zunehmenden Hausärztemangels.» Immer wieder wird auf den Hausärztemangel verwiesen. Dass sich immer mehr Jungmediziner dazu entschliessen, sich zu spezialisieren statt Allgemeinmediziner zu werden, könnte auch dem Spital angelastet werden. Das wäre dann ebenso weit hergeholt wie die Behauptung, das Spital könne den Hausärztemangel aufhalten. Noch vor Kurzem war an den Spi-

tal-Delegiertenversammlungen von der Betriebskommision und der Spitalleitung jeweils ein grosses Heulen und Zähneklappern zu vernehmen, weil das Spital ganz offensichtlich von den Hausärzten im Bezirk boykottiert werde. Die Belegungszahlen zeigten es klar. Und heute? Da setzen sich die Hausärzte vehement für das Spital ein. Mit der Begründung «ohne Spital keine Hausärzte»! Schon immer war das wirkungsvollste Argument vor Wahlen und Abstimmungen die Angst. Und schon immer hat sie sich im Nachhinein als unbegründet erwiesen. Vielleicht wäre es interessant, die wirkliche Motivation hinter dem aktuellen Engagement der Hausärzte zu erfahren? «Ohne diesen Magneten werden wir künftig mit einem Hexenschuss ins Triemli oder zu einem diensthabenden Hausarzt weit ausserhalb unseres Bezirks pilgern müssen.» (David Koller, Präsident «Ja zum Spital Bezirk Affoltern») Mit einem «Nein» zum Spital werden sämtliche 64 Praxen (40 allgemeine und innere Medizin, Rest Spezialisten) im Säuliamt geschlossen? Hier ist das Argument Angst allzu offensichtlich. Ausser man trägt Scheuklappen und will den todkranken Patienten Spital noch zwei, drei Jahre künstlich beatmen. Die Konsequenzen daraus – nicht nur für die Stadt Affoltern – sind eine hohe finanzielle Belastung und durch das eine verminderte Attraktivität für Junge. Und dann beginnt sich eine Abwärts-Spirale zu drehen. Wer Affoltern nicht nur als letzte Station vor dem Friedhof sieht, stimmt «Nein» zur gAG Spital! Hermann Brütsch, Affoltern .........................................................................

Stimme der jungen Generation Knonauer Amt gefragt Es ist Freitag, später Nachmittag an deinem Arbeitsplatz, dein Ellbogen beginnt plötzlich stark zu schmerzen. Dein Hausarzt ist wie üblich über Tage ausgebucht und ein rascher Termin noch vor dem Wochenende nicht erhältlich. Dein richtiger Entscheid: nächstmögliche Permanence. Befund akute Schleimbeutelentzündung, es erfolgen Punktierung und Medikation. Um 19 Uhr stehst du erleichtert auf dem Perron und wartest perfekt verarztet auf deinen Zug nach Hause. Die Party im Club war aufregend und nicht immer alles unter Kontrolle. In den Morgenstunden beim Sturz mit einem Glas erlittest du eine tiefe Schnittwunde, die Hand blutet stark. Schneller Entscheid: nächstmögliche Permanence. Wundsäuberung, Naht und Medikation erfolgen auf der Stelle und du bist froh, gut versorgt bald im ersten Zug nach Hause zu sitzen. Zwei Freundinnen im Gespräch. Fragt die erste: «Ich sollte wegen meiner Haut mal zum Arzt, hast du einen guten Hausarzt?» Meint die zweite: «Nein, habe ich schon lange nicht mehr, falls was ansteht, gehe ich schnell und praktisch zur nächsten Permanence, da kommst du immer sofort dran und wirst kompetent behandelt.» – «Gute Idee, mach ich auch!»

Ich bin sicher, dass die Mehrheit von euch das als typische Beispiele sieht, und genau versteht, wie ihr als junge Generation heute denkt und handelt – und das ist erst der Anfang. Sollte etwas Komplexeres anstehen, meistens ja planbar, oder gar ein Notfall, so stehen genügend Spitäler im nahen Umkreis inklusive eines bestens organisierten Notfalldienstes zur Verfügung. Also, junge Stimmberechtigte und junge angehende Ärzte im Knonauer Amt, überlegt gut, seid aktiv und bestimmt selber über eure Zukunft. Statt 100 Millionen in einen neuen (alten) Spital zu investieren, lässt sich mit einem Teil dieser Mittel eine gute, zentrale, zweckmässige und zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung im Knonauer Amt aufbauen. Abstimmung 1x Ja, 2x Nein. Peter Hoppler, Aeugst .................................... ....................................

Regierungsrat bestätigt: Spital Affoltern ist nicht versorgungsrelevant Bereits im Januar 2018 hat die Gesundheitsdirektion die damalige Betriebskommission (BK) des Spitals Affoltern darauf aufmerksam gemacht, dass die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung des Bezirks Affoltern nicht gefährdet wäre, auch wenn das Spital Affoltern geschlossen würde. Leider hat die BK diese wichtige Information nie kommuniziert. Die Vertreter von 3 x Ja behaupten bis heute, dass ohne das Spital Affoltern unsere Gesundheit gefährdet sei. Dabei werden immer wieder bewusst Fakten ausgeblendet. Dank einer Anfrage von Kantonsrat Olivier Hofmann sind nun die Fakten auf dem Tisch und alle können die regierungsrätliche Antwort lesen: http://www.kantonsrat.zh.ch/DocumentLoader.aspx?lib=doc&ID=4660d03d-a147-4b59-ad8d-f90c9b317db7&Title=K19015.pdf Man findet das Dokument auch mittels Google-Suche mit dem Stichwort «KR-Nr. 15/2019» Auf Seite 5 steht in der Mitte: «Aus diesen Ausführungen folgt, dass die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung des Bezirks Affoltern nicht gefährdet wäre, auch wenn das Spital Affoltern geschlossen würde.» Und auf der gleichen Seite unten: «Es (das Spital Affoltern) ist daher als nicht versorgungsrelevant einzustufen.» Es lohnt sich sehr, das ganze Dokument zu lesen. Mit diesem Beispiel ist einmal mehr belegt, wie locker die 3 x Ja Protagonisten mit den Tatsachen umgehen und ihnen jede Behauptung recht ist, um über die fehlenden Argumente im emotionalen Abstimmungskampf für das Spital hinwegzutäuschen. Entscheidend für die Beurteilung der Spitalsituation sind aber Fakten und da hat für mich der Regierungsrat klar mehr Gewicht als Abstimmungspropaganda. Sachbezogene Information zur Spitalabstimmung finden Sie auf www.bthurnherr.ch. Dr. Bertram Thurnherr, Hedingen

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Versorgungsrelevanz des Spitals Affoltern Oft wurde in letzter Zeit von Spitalgegner erwähnt, dass das Spital Affoltern nicht versorgungsrelevant sei. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren definiert die Leistungsgruppe bei einem Spital als versorgungsrelevant, wenn deren Anteil mindestens 5 % der stationären Behandlungen von Kantonseinwohnern beträgt. Das ist beim Spital Affoltern nicht der Fall und wird von der Betriebskommission auch nicht in Abrede gestellt. Viel mehr weisen wir auf die wichtige Funktion des Spitals Affoltern in einem funktionierenden Gesundheitsversorgungssystem innerhalb unseres Bezirks hin. Unsere Bewohner können sich auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsinstitutionen innerhalb des Bezirks verlassen. Entfernt man ein wichtiges Glied in dieser Kette, hat dies negative Konsequenzen. Wichtige Errungenschaften und Stärken des Spitals Affoltern wie Akutgeriatrie und Palliative Care würden bei einem Nein zum Spital eliminiert. Die Spitalgegner werden auch nicht müde zu erwähnen, dass es nicht Aufgabe der Gemeinden sei, ein Spital zu führen. Die Gemeinden führen kein Spital, sondern sind lediglich die Trägerschaft wie dies bei vielen anderen öffentlich-rechtlichen Spitälern wie zum Beispiel Triemli, Limmattal, Uster, Wetzikon oder Männedorf der Fall ist. Würden sich alle Gemeinden nicht mehr an einem Spital beteiligen wollen, hätten wir keine öffentlichrechtlichen Spitäler mehr im Kanton Zürich, abgesehen der beiden kantonalen Spitäler Winterthur und Universitätsspital. Die Betriebskommission ist der Überzeugung, dass die erarbeitete Strategie, an deren Umsetzung wir alle hart arbeiten, eine Chance verdient hat. Es ist der falsche Zeitpunkt mitten im Bewerbungsprozess für die Leistungsaufträge der nächsten 10 Jahre, dem Spital Affoltern einfach den Stecker zu ziehen. Nur mit einem Ja für das Spital am 19. Mai können wir uns um die Leistungsaufträge beim Kanton bewerben. Mit 3 mal Ja geben Sie uns die Chance, das Fundament zu schaffen, für eine erfolgreiche Langzeitpflege und ein Spital mit wohnortnaher Grundversorgung und Notfall für die Säuliämtler Bevölkerung. Betriebskommission Spital .........................................................................

Affoltern produziert einen gesundheitspolitischen Flop Betrachten Sie nochmals die Foto auf Seite 3 mit den alt gedienten Herren im «Anzeiger» vom 12. April. Auch diese haben sieben Jahre die Gelegenheit gehabt die Zukunft des Spitales mitzugestalten in die neue «Gesetzliche Gegebenheit» . Wenn Affoltern die Zukunft eines finanziell tragbaren Spi-

tales in Frage stellt, ist dies eine realistische Beurteilung. Ein Konzeptvorschlag und viele Aktivitäten vor der Abstimmung täuschen über die nicht gemachte Aufgabe der letzten Jahre hinweg. Wer will die Katze im Sack kaufen? Armin Sigrist, Affoltern .........................................................................

Riskantes Abenteuer Seit Jahren wird über eine mögliche Rechtsstruktur und über die Zukunft des Spitals Affoltern diskutiert. Seit Jahren haben es die Verantwortlichen, in ständig anderer Besetzung, verpasst, eine zukunftsweisende Strategie aufzugleisen. Eine zukunftsweisende Strategie beinhaltet unter anderem auch die Ausrichtung auf spezifische Leistungserbringungen unter Einbezug der Kantonalen Gesundheitsdirektion, Vorschläge von finanziell tragbaren Neuinvestitionen und eine kostendeckende Betriebsrechnung. Die heutige Betriebskommission und Spitaldirektion versucht nun in lobenswerter aber in hektischer Weise zu retten, was zu retten ist. Sie präsentierte erst kürzlich und kurz vor der kommenden Abstimmung eine wieder angepasste Strategie und schliesst mit anderen Spitälern Zusammenarbeitsverträge ab. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass die anderen Spitäler vor allem sich selber für die Zukunft positionieren. Bereits positioniert haben sich die Belegsärzte des Spitals. Zirka drei Viertel der aktuell etwas mehr als zehn Belegsärzte des Spitals Affoltern operieren bereits auch heute schon in anderen Spitälern. Am 6. April 2019 hat im Spital Affoltern ein Tag der offenen Tür stattgefunden, an dem auch die aktuellen Perspektiven des Spitals aufgezeigt und Werbe- und Abstimmungsmaterial mit Logo des Spitals abgegeben wurden. Ist dieses Datum kurz vor der Abstimmung Zufall oder könnte man die ganze Veranstaltung nicht auch als Abstimmungspropaganda einstufen? Ich hoffe einfach, dass die damit angefallenen Kosten, wie auch die Kosten von anderen Abstimmungskampagnen, durch Sponsoren gedeckt sind und nicht der laufenden Rechnung belastet werden müssen. «Was lange währt, wird endlich gut» gilt leider für das Akutspital Affoltern nicht. Aufgrund der heute noch nicht bezifferbaren Investitions- und Folgekosten und aufgrund des über dem Akutspital hängenden Damoklesschwerts «Spitalliste 2022» ist die Gründung der Interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg und die Interkommunale Vereinbarung (IVK) als Basis zur Gründung der Gemeinnützigen AG Spital Affoltern (mit Zeichnung der entsprechenden Aktienanteile) ein wirtschaftlich und finanziell zu riskantes Abenteuer. Dies trifft speziell für Affoltern zu, das sich wie bis anhin, zum markant höchsten Teil sämtlicher Gemeinden im Knonauer Amt daran finanziell beteiligen müsste. Darum am 19. Mai ein Ja, Nein, Nein. Hugo Gut, Affoltern

Innovation, Erfindergeist und Forschung sind gefragt Leserbrief von Kantonsrat Alder vom 12.4.: «Die Waldsterber sind von den Toten auferstanden». Diese Aussage passt doch gut in die Osterzeit. Auch die christliche Religion ist geprägt von der Auferstehung. 40 Tage danach ist Jesus zum Himmel aufgestiegen. Bei den WaldsterberPropheten der 1980er-Jahre hat die Auferstehung 30 Jahre auf sich warten lassen. Aber wie bei der Entstehung

des Christentums geht es nun auch bei den Grünen darum, die Sünder zu bekehren. Es sind die Umweltsünder, die nun am Untergang der Erde schuldig gesprochen werden. Die Sünder hätten nun eigentlich Busse zu tun, nur haben noch nie so viele Menschen beschlossen, über die kommenden Osterfeiertage von Kloten aus in alle Richtungen gegen den Himmel zu fliegen. Die Theorien, dass die Klima-Erwärmung hauptsächlich nur vom

Menschen gemacht sei, ist auch in der Wissenschaft umstritten und ist zu hinterfragen. Das Klima auf der Erde ist einem steten Wandel unterworfen und hat sich immer verändert. Die Klima-Professoren haben zu meiner Jugendzeit Ende der 1950er-Jahre eine Eiszeit prognostiziert. Heute sprechen die gleichen Spezialisten von der Wärmezeit. – Die Dinosaurier sind ausgestorben, weil das Klima ihnen nicht bekommen ist und dort in Ottenbach,

wo der Grüne Herr Alder seine Leserbriefe schreibt, hatte der Reuss-Gletscher etwa eine 50 bis 100 Meter dicke Eisschicht. Danach hat Hannibal mit den Elefanten die Alpen überquert, da dürfte nicht mehr allzu viel Schnee gelegen haben. Die Walliser haben vor etwa hundert Jahren den lieben Gott gebeten dafür zu sorgen, dass der Aletsch-Gletscher nicht weiter wachsen möge. Sie wurden gehört. Es ist nun aber nicht anzunehmen, dass

man im Wallis die Grünen erhört. Man soll der Umwelt Sorge tragen. Deswegen zu moralisieren und den Notstand auszurufen, ist absurd. Mit Verboten, Bevormundung, Einschränkung der Freiheit, mit Umverteilung und höheren Steuern und weiteren grünen Rezepten, wird die Welt nicht besser. Es gilt den Herausforderungen, so weit man dazu in der Lage ist, mit Innovation, Erfindergeist und Forschung zu begegnen. Toni Bortoluzzi


Gewerbe/Dienstleistungen

Milliarde überschritten Bäume erzählen Orientierungsversammlung der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis in Affoltern. > Seite 12

Ausstellung über «Baumgeschichten» an der WSL in Birmensdorf. > Seite 13

Dienstag, 16. April 2019

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Sieg und Niederlage Meisterschaft: Der FC Wettswil-Bonstetten gewann, der FC Affoltern verlor. > Seite 17

Mit dem Motorradfieber In Mettmenstetten entsteht infiziert eine «Beratungsbank»

Kurse beim Learnpool in Affoltern Immer wenn Stefan Frey als Aussteller die Swissmoto besucht, kribbelt es ihn und das Motorradfieber hat ihn definitiv im Griff. Wie viele andere Motorradfahrer spürt er den Frühling und freut sich auf die erste Fahrt. Genau so geht es vielen zukünftigen Motorradfahrern – jungen und alten. Wenn sie den Lernfahrausweis in den Händen haben, ist es wichtig, dass sie nicht nur ein verkehrstaugliches Motorrad haben, sondern auch sichere Bekleidung tragen. Motorradkurse gehören seit mehr als 20 Jahren zu Freys Angebot. Zusammen mit dem LearnpoolTeam hat er wieder einige Freitagsund Samstagskurse vorbereitet.

Stefan Frey und seine LearnpoolPartner machen fit für die TöffSaison. (Bild Philippe Frey)

Flexible Kurse an anderen Tagen und Abenden können ebenfalls gebucht werden. Anfragen lohnt sich. Innerhalb von vier Monaten müssen die Besitzer eines Motorrad-Lernfahrausweises die Grundkurse absolviert haben. Ideal ist dabei, wenn die Teilnehmer selbstständig auf der Strasse unterwegs sein können. Nach einem Theorieblock werden zuerst Manöver und das Anfahren und Bremsen trainiert. Im zweiten Teil werden Alltagssituationen im Verkehr geübt. Dazu gehört auch, dass der Fahrlehrer auf dem Sozius sitzt und der Lernfahrer spürt, wie das Fahrverhalten mit einer Begleitperson ist. Im dritten Teil sind Kurventraining und Bremsen aus hoher Geschwindigkeit Schwerpunkte. Ebenfalls bieten Stefan Frey und seine Partner individuelle Fahrstunden an. Diese sind wichtig, damit die praktische Führerprüfung sicher bestanden wird. Der Bundesrat hat einige gravierende Änderungen auch für Motorradfahrer beschlossen. Ab 2021 werden unter anderem die Grundkurse zwölf Stunden beanspruchen. Im Moment müssen Einsteiger noch acht Stunden obligatorisch besuchen. Ab 2021 wird der Einstieg mit A1 ab 16 Jahren möglich sein. Die ersten Kurse haben bereits stattgefunden. Buchen kann man direkt über Learnpool.ch. Damit sichert man sich einen Platz, um mit Freude und unfallfrei in die Töff-Saison zu starten. (pd.) Weitere Auskünfte bei den Learnpool-Fahrlehrern unter Telefon 044 500 50 80.

Komfortabel und wetterfest Bei Möbel Egger in Eschenbach finden Gartenfreunde auf 1500 m² was das Herz begehrt – mit tollem Rahmenprogramm und attraktivem Osterrabatt. Auch am Ostermontag, 22. April. Der Frühling hat definitiv Einzug gehalten und nun ist es an der Zeit, sich im Outdoor-Bereich für die sonnigen Momente einzurichten. Bei Möbel Egger finden sich wetterbeständige Lounge-Garnituren in unzähligen Varianten mit modernem Design und höchstem Komfort verbunden mit cleverer Funktionalität. Aber auch Liegen und Sessel mit Gestellen aus Metall, Holz oder grobem Kunststoffgeflecht verfügen über Auflagen aus einem schnell trocknenden Schaumstoff und

Osterfest bei Möbel Egger. (Bild zvg.)

sind deshalb nach einem Regenschauer in Windeseile wieder nutzbar. Passend zur grossen Auswahl an Gartenstühlen aus Holz, Metall und Kunststoff zeigt Möbel Egger natürlich auch die schönsten Gartentische. Die ersten Sonnenstrahlen komfortabel geniessen, das kann man in einem wunderbaren Strandkorb mit perfektem Liegekomfort und Windschutz. Lounge- und Sitzkissen kann man nach eigenen Wünschen produzieren lassen. Die Kissenhüllen sind aus Sunbrella-Stoff, waschbar und können einfach an der Luft getrocknet werden. Am Ostermontag, 22. April, von 9 bis 17 Uhr bietet sich Gelegenheit, sich in aller Ruhe in der grossen Ausstellung inspirieren zu lassen. Die Kunden profitieren von 25 % AktionsRabatt auf Katalogpreise – für fast das ganze Möbel-Sortiment. Und auf das Gartenmöbel- und Boutique-Sortiment gibts zusätzlich 10 % Osterrabatt. Am Samstag und am Ostermontag überrascht der Osterhase die Gäste mit Süssigkeiten, die Egger-Bar offeriert einen Drink und für die Kinder ist ein betreutes Kinderbasteln geplant. Und mit etwas Glück lässt sich ein E-Bike, ein Weber-Grill oder ein Korb voller Köstlichkeiten gewinnen. (pd.) Möbel Egger, Luzernstrasse 101, 6274 Eschenbach. www.moebelegger.ch, Telefon 041 449 40 40

Umbau bei laufendem Betrieb nach Ostern bis Ende Mai Im Interview erklärt Thomas Kölliker, Geschäftsstellenleiter in Mettmenstetten, wie die lokale Bank den zukünftigen Entwicklungen begegnet.

Die Welt verändert sich und damit auch die Bedürfnisse von Kunden und ihre Anforderungen an eine Bank. Die Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen in Mettmenstetten nimmt sich dieser Herausforderung an und will die Erwartungen an eine kundennahe und zukunftsorientierte Bank mit einem neuen Beratungskonzept erfüllen. Thomas Kölliker, die Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen in Mettmenstetten hat sich in den letzten Jahren fest verankert und positiv entwickelt: Weshalb die Veränderungen? Der Bedarf an Beratung hat massiv zugenommen. Dagegen braucht die Gesellschaft immer weniger Bargeld und greift häufiger zur Bankkarte. Es ist uns ein Anliegen, die Erwartungen an eine kundennahe und zukunftsorientierte Bank zu erfüllen. Nur so vermögen wir auch weiterhin dynamisch und flexibel künftigen Entwicklungen zu begegnen. Wir sind deshalb über-

Das Beratungsteam in Mettmenstetten. Von links: Thomas Kölliker, Barbara Brüniger, Leondina Di Marco, Brigitte Imhof, Silvia Illi, Rrezarta Beqiri. (Bild zvg.) zeugt, dass der Zeitpunkt für die Anpassung unseres Beratungskonzeptes genau richtig ist. Was erwartet die Kunden in der Beratungsbank? Wir konzentrieren uns in der Geschäftsstelle noch verstärkter auf die Beratungstätigkeit. Das bedeutet, dass die Berater vor Ort für die Kunden da sind. In der Geschäftsstelle werden alle Beratungsthemen abgedeckt; beispielsweise Finanzierungen, Pensionsplanungen, Depotanalysen, ökologisches Bauen und Vorsorgeberatungen. Der Bezug sowie die Einzahlung von Bargeld erfolgt an den dafür vorgesehenen Automaten – selbstständig durch die Kunden oder natürlich auch

mit der Unterstützung unseres Beratungsteams. Neu werden die Kunden neben einem Outdoor-Auszahlungsbancomaten auch ein Aus- und Einzahlungsgerät mit Münzzähler in der 24-Stunden-Zone vorfinden. An beiden Geräten können Euro-Noten bezogen werden. Wann findet der Umbau genau statt und was ist für die Kunden während der Bauphase zu beachten? Die Umbauarbeiten beginnen nach Ostern. Die Geschäftsstelle bleibt während des Umbaus zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Ende Mai freut sich das ganze Beratungsteam, unsere Kunden in der neuen Beratungsbank herzlich willkommen zu heissen. (pd.)

Macht Industriefutter Tiere krank?

Ernährungsworkshop am 25. Mai in Hedingen In den letzten Jahren nehmen Zivilisationskrankheiten bei unseren Haustieren rasant zu. Allergien, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Gelenkbeschwerden, chronische Entzündungen, Nieren-Blasenentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischprobleme etc. sind Hauptgründe für Konsultationen beim Tierarzt. Immer mehr Tiere vertragen das industrielle Futter nicht mehr und reagieren mit entsprechenden Symptomen, wie Ohrenentzündungen, Juckreiz, Erbrechen und Energielosigkeit ... Wenn Tiere artgerecht ernährt werden, berichten Tierhalter innert kürzester Zeit von grossen positiven anzeige

Immer mehr Tiere vertragen industrielles Futter nicht mehr. (Bild zvg.) Veränderungen. Die Tiere werden auffallend vitaler, bekommen ein schöneres Fell und auch die Beschwerden verbessern sich massiv. Die dipl. Tierhomöopathin Carol Seiler bietet zum zweiten Mal einen

Workshop an, bei welchem interessierten Hunde- und Katzenbesitzern aufgezeigt wird, wie sie ihr Tier gesund und artgerecht ernähren können. «Ich wünsche mir mehr Gesundheit für unsere Tiere», so die leidenschaftliche Tierhomöopathin. «Jedes unserer Tiere hat es verdient, gesund ernährt zu werden und somit die Möglichkeit zu bekommen langfristig gesund und vital zu sein.» (pd.) Ernährungsworkshop für Hunde- und Katzenbesitzer am 25. Mai, 9.30 bis 12 Uhr, bei Tierhomöopathie Seiler, Zürcherstrasse 16, Hedingen. Anmelden: Telefon 079 267 12 15, info@carolseiler.ch. Weitere Infos unter www.carolseiler.ch.


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Gewerbe

Dienstag, 16. April 2019

«Albis Beck» mit sozialem Engagement und neuer Organisation Bereits über 600 Franken Spende für die Sozialwerke Pfarrer Sieber 500 Jahre Reformation – unter diesem Motto lancierten letzten November die Kirchenpflege Mettmenstetten und d’Albis Beck das Zwingli Brot. Mit 6000 verkauften Broten kann bereits die erste Spende an das Sozialwerk von Pfarrer Sieber überwiesen werden. «Eines der meistverkaufen Brote ist mittlerweile das Zwingli Brot, welches in unseren elf Volg Läden im Säuliamt erhältlich ist», so Tobias Maag, Leiter d’Albis Beck in Mettmenstetten. Das beliebte Brot besteht aus alten Sorten, die teils seit mehreren Jahrtausenden bekannt sind. Roggen, Emmer und UrDinkel heissen diese und verleihen dem Gebäck einen delikaten Geschmack und zeichnet das Brot über eine lange Haltbarkeit aus, was der Konsument sehr schätzt. Diese Eigenschaften sowie der Gedanke an eine sinnvolle Spende machen das Brot zum Verkaufshit. 10 Rappen pro Brot werden zugunsten der Sozialwerke Pfarrer Sieber gespendet. Die Leitung der Albis Beck, welche ein Geschäftsbereich der Landi Albis ist, ist sehr stolz darauf, bald die erste Spende von 600 Franken an die Sozialwerke von Pfarrer Sieber zu übergeben. Die Aktion läuft noch bis Ende des Reformationsjahres.

Ziehen am gleichen Strang: Leitung d’Albis Beck in Mettmenstetten; Tobias Maag und André Eicher. (Bild zvg.) Neue Organisation in der Albis Beck Unter der Führung von Tobias Maag entwickelte sich der Bäckereibetrieb der Landi Albis in den letzten Jahren erfolgreich weiter. Mit dem neuen Marktauftreten, dem Wachstum sowie dem damit erhöhten Personalbestand, mittlerweile 24 Angestellte, und hinsichtlich der zukünftigen Tätigkeiten

der Albis Beck erweitert sich das Aufgabengebiet und die Herausforderung stetig und in allen Bereichen. Dies machte eine Reorganisation sowie eine Verstärkung der Führung erforderlich. Der langjährige Bäcker/Konditor, André Eicher, bringt sein fundiertes Wissen tagtäglich mit Leidenschaft in das Bäckerhandwerk erfolgreich ein und wird ab April mit Tobias Maag zu-

sammen als Führungsteam der Albis Beck agieren. Maag wird sich vor allem auf die Produktion und die Mitarbeiterführung fokussieren. Im Gegenzug wird sich Herr Eicher auf die Entwicklung von neuen Produkten konzentrieren sowie die Produktionsprozesse überwachen und optimieren. Ebenfalls gehörten die Qualitätskontrolle sowie der Einkauf zu seiner Verantwortlichkeit. (pd.)

Glasfasertechnologie für Mettmenstetten Bis Ende 2021 will Swisscom in jeder Schweizer Gemeinde Glasfasertechnologien auszubauen. Die Bauarbeiten in Mettmenstetten haben vor wenigen Tagen gestartet und werden voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt steht einem Grossteil der Einwohnerinnen und Einwohner von Mettmenstetten ultraschnelles Internet von bis zu 500 Mbit/s zur Verfügung. Swisscom setzt schweizweit unterschiedliche Glasfasertechnologien ein, um individuell auf die lokalen Gegebenheiten eingehen zu können. In Mettmenstetten kommt die Glasfasertechnologie «Fibre to the Street/Building – FttS/B» zum Einsatz, bei der Glasfasern bis kurz vor das Gebäude (FttS) bzw. bis in den Keller (FttB) gezogen werden. Ab dort wird das Signal umgewandelt und auf Kupferkabel bis in die Wohnungen und Geschäfte geführt. Mit ihren massiven Investitionen von jährlich 1.6 Milliarden Franken in die IT und Infrastruktur leistet Swisscom einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung der Schweiz. Markus Reber, Leiter Swisscom Netzbau erklärt: «Wir sind die einzige Anbieterin, die verspricht, schweizweit jede Gemeinde mit den neusten Glasfasertechnologien auszubauen und damit ans schnelle Internet anzuschliessen. Mit dem Ausbau in Mettmenstetten lösen wir unser Versprechen ein.» Auch Wingo, M-Budget oder Sunrise bieten Produkte auf dem Swisscom-Netz an. (pd.) Weitere Infos unter www.swisscom.ch/netz.

Aufs 100-Jahre-Jubiläum die Milliardengrenze überschritten Orientierungsversammlung der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis in Affoltern Der Kasinosaal Affoltern war am vergangenen Freitagabend bis auf den allerletzten Platz besetzt. Die Verantwortlichen der Raiffeisenbank überbrachten ihren Mitgliedern innert 50 Minuten gute Nachrichten. Danach ging es ums gemütliche Zusammensein und um die Beziehungspflege. ................................................... von marianne voss Die Verantwortlichen und Mitarbeitenden der Raiffeisenbank KelleramtAlbis begrüssten am vergangenen Freitag ihre Gäste persönlich und mit Namen – ganz im Sinne der nahen Bank. Die Stimmung im bis auf den letzten Platz besetzen Kasinosaal war fröhlich und gemütlich. Es ging ja für einmal nicht um die Zukunft des Spitals, sondern um die Ergebnisse und Informationen der Bank. Der offizielle Teil war kurz und aufschlussreich, das Nachtessen fein und das Rahmenprogramm sehr unterhaltsam. 360 Mitglieder waren in Affoltern zur Orientierungsversammlung ihrer Bank gekommen, an zwei Abendveranstaltungen zuvor in Oberlunkhofen waren es gesamthaft 900. Warum der Beginn auf 19.19 Uhr angesetzt war, klärte sich gleich am Anfang: Im Jahr 1919 wurde die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis gegründet. Sie feiert also dieses Jahr ihren 100. Geburtstag, und es handelte sich somit also um die 100. Orientierungsversammlung. Um dies zu feiern, sei im Herbst in Oberlunkhofen ein mehrtägiges Fest geplant, erklärte André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung. Der offizielle Teil des Abends wurde von den Crazy Hoppers (Blasmusikformation von Jugendlichen aus verschiedenen Musikschulen der Region) mit mitreissender Musik umrahmt.

Eröffnung der Orientierungsversammlung mit rassiger Musik von den Crazy Hoppers. Franz Hagenbuch, Präsident des Verwaltungsrates, leitete die Versammlung und hielt anlässlich des Jubiläums zuerst kurz Rückschau auf die Gründerzeit. «Am 30. November 1919 wurde unter dem damaligen Dorfpfarrer Xaver Döbeli in Lunkhofen zur Gründungsversammlung eingeladen», berichtete er. Er blickte auch auf die vergangenen zehn Jahre zurück und zitierte einige bedeutende Aussagen. So auch aus dem Verwaltungsrats-Handbuch von Raiffeisen Schweiz: «Unternehmen sind soziale Wesen. Menschen machen Erfolge und Misserfolge aus, sowie Menschen letztlich der Kern starker Marken und erfolgreicher Strategien sind.» Zu den dunklen Wolken über Raiffeisen Schweiz erklärte er, dass der Verwaltungsrat komplett erneuert worden sei. «Und wir hier sind

Inmitten einer grossen Mitgliederschar. Von links: VR-Präsident Franz Hagenbuch, Matthias Bär, Vizepräsident Claude M. Pfister aus Affoltern und André Bächinger. (Bilder Marianne Voss)

eine eigenständige Bank und haben uns nichts vorzuwerfen.»

Zur Milliardenbank geworden Die Zahlen stellte André Bächinger vor. Die wichtigste Botschaft kam zuerst: Auch im vergangenen Jahr sei die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis ein gutes Stück gewachsen. «Pünktlich auf das 100-Jahr-Jubiläum haben wir die Milliardengrenze geknackt. Per Ende 2018 betrug die Bilanzsumme 1 Milliarde und 6 Millionen Franken.» Bei den Ausleihungen verzeichnet die Bank ein Wachstum von über 45 Millionen, die Kundengelder sind um 24 Millionen Franken angestiegen. Dank des sehr guten Wachstums ist der Brutto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft um über 200 000 Franken höher ausgefallen, wodurch zum ersten Mal die

Zinsmarge gehoben werden konnte. Der Jahresgewinn beträgt 1,4 Millionen, das Eigenkapital 28,6 Millionen Franken, und die Kernkapitalquote liegt bei 17,64 Prozent. Die Zahl der Mitglieder ist auf 8928 angestiegen. Matthias Bär, Leiter der Geschäftsstelle Affoltern, durfte dann den Gästen ein Jubiläumsgeschenk präsentieren in Form eines dreijährigen Termingelds für ein Prozent. Aus dem Verwaltungsrat wurde Thomas Kaufmann verabschiedet, die Wahl seiner Nachfolge hatte bereits vor einem Jahr stattgefunden. Die Mitglieder im Saal lauschten mit grossem Interesse den Ausführungen, Informationen und Ergebnissen der Bankverantwortlichen. Es gab keine Fragen oder Voten aus dem Publikum. Es musste auch niemand die Hand zur Abstimmung erheben, denn

dafür befanden sich im Foyer Urnen. Nach der offiziellen Versammlung folgte wieder rassige Musik, dann ein feines Nachtessen, und zum Schluss liessen sich alle von den Kunststücken des charmanten Zauberers Dominik Zemp faszinieren.

Neue Wirtin im Obfelder «Löwen» - Rita Aus verlässlichen Quellen ist zu erfahren, dass die Schlüsselübergabe am 18. Mai 2019 erfolgen soll und die in Paris geborene und in Bergamo aufgewachsene Frau Rita, unterstützt von Monsieur Yvon das Zepter im Obfelder Restaurant zum Löwen übernehmen wird. Wir bleiben dran und hoffen im nächsten «Anzeiger» mehr Informationen abgeben zu können.


Veranstaltungen

In drei Tagen zur Quelle der Thur Vom 16. bis 18. Mai führt Wanderleiter Dölf Gabriel auf dem St. Galler Thurweg in drei Etappen von Wil nach Wildhaus. Im Toggenburg fliesst die Thur noch wild und ungezähmt. Die familienfreundlichen Flusswanderungen sind leicht und führen meistens nahe am Ufer entlang, mit vielen schönen Aussichten und verträumten Picknickplätzchen. Der Wanderweg überquert den Fluss mehrmals auf zahlreichen Brücken und windet sich hinauf zu Kühen, Wäldern und Bauernhäusern. Auf der ganzen Strecke kommt man immer wieder durch liebliche Dörfer, die Etappen sind so angelegt, dass man Ausgangs- und Endpunkte mit dem öV gut erreicht. Wer flussaufwärts wandert, hat die Sonne und die Berglandschaft vor sich. Mit der Bahn geht es über Zürich bis Wil SG. Die erste Etappe führt durch Wiesen, Wälder, Wasser, Weiler und Dörfer nach Lichtensteig. Der zweite Wandertag bringt keine grösseren Steigungen und der Weg führt meist dem Thurlauf entlang, vorbei an einer Flussinsel mit Kapelle, nach Nesslau. Die letzte Etappe führt zu den eindrücklichen Giessenfällen, weiter zu den tosenden Thurfällen bei Unterwasser, bis zur Thurwies, dem Quellgebiet der Thur. Von der Bergstation Gamplüt führt die Gondelbahn nach Wildhaus, wo es mit der Bahn wieder nach Hause geht. Dölf Gabriel In drei Tagen zur Quelle der Thur – von Wil SG bis Wildhaus, 16. - 18. Mai 2019: Anmelden bis 30. April. Infos: miteinanderwandern.ch.

Musik und Wort im Kloster Kappel Über die Ostertage werden im Kloster Kappel zwei besondere Leckerbissen in der Reihe «Musik und Wort» zu hören sein. Am Karfreitag die Instrumentekombination Marimba und Saxofon, am Ostersonntag Improvisationen mit Saxofon und Orgel. Manuel Leuenberger (Marimbafon) und Florian Haupt (Saxofon) entschieden sich 2015 gemeinsam als Duo Musik zu entdecken. Mit ihren Instrumenten Marimba und Saxofon sind sie in der klassischen Musikwelt Grenzgänger. Die jungen Musiker wagen sich an die Kombination der Klänge, welche bei beiden Instrumenten durch schwingendes Holz erzeugt und durch Metallröhren räsoniert wird. Zu ihrem Repertoire zählen die wichtigen Werke des 20. Jahrhunderts für diese Besetzung wie Yuyamas Divertimento, oder Maslankas Song Book. Transkriptionen fertigen sie selber an. Am Karfreitag steht das Konzert im Klosterkeller unter dem Titel «... und kreuzigten ihn». Am Ostersonntag treten Elisabeth Berner (Orgel) und John Voirol (Saxofon) in der Klosterkirche in einen spontanen Dialog mit Texten zum Ostersonntag. Musik und Worte zum Thema «Die Entdeckung des leeren Grabes» eröffnen so für neugierige Hörer unerwartete Perspektiven auf das Ostergeschehen. Bei beiden Konzerten umrahmen Texte, ausgewählt und gelesen von Pfr. Volker Bleil, die Musik. (pd.)

Dienstag, 16. April 2019

Wenn Bäume zu erzählen beginnen Ausstellung «Baumgeschichten» an der WSL

Die Scheibe einer 700 Jahre alten Lärche aus dem Wallis lässt viele Erkenntnisse über Klima, Wetterbedingungen und Naturereignisse zu. (Bilder zvg.)

Jahrringforschung ist mehr als Baumringe zählen. Die Ausstellung «Baumgeschichten» an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt, was sich alles aus den Jahrringen von Bäumen herauslesen lässt. ................................................... von stefan schneiter Ist das eine echte Stradivari-Geige oder eine Fälschung? Wann genau vor 500 Jahren wurde ein Holzhaus im Lötschental gebaut? War der Sommer im Jahr 1816 ein heisser oder kalter? Es ist erstaunlich, welche Fragen sich heute mit Hilfe der Dendrochronologie beantworten lassen. Die Ausstellung «Baumgeschichten» in der WSL in Birmensdorf gibt

Einblick in solche Fragen und wie Antworten darauf gefunden werden. Das Baumwachstum wird durch viele Faktoren beeinflusst. Klimabedingungen, Verletzungen von aussen durch Steinschlag, Feuer, Lawinen oder Insektenfrass beeinflussen die Grösse und Wanddicke von Holzzellen. Aus ihnen und der Struktur der Jahrringe eines Baumes lassen sich viele Rückschlüsse ziehen.

Virtuell erweiterte Realität Höhepunkt der kleinen Ausstellung ist eine Stammscheibe einer 700 Jahre alten Lärche, die bis 1987, als sie gefällt werden musste, im Goms im Wallis stand. In ihren Jahrringen ist vieles festgeschrieben, was sie in all der Zeit erlebt hat. Mithilfe von Augmented Reality wird dies anschaulich, indem die Lärchenscheibe mit digitalen Ele-

Eine Lärche in Sibirien (links) wuchs in 277 Jahren um 10 cm in die Breite, eine Zürcher Douglasie schaffte dies dank besserem Boden und Klima in 10 Jahren. menten verbunden wird. Auf der Scheibe sind eine Vielzahl von QR-Codes angebracht. Diese können die Besucher mit einem Tablet scannen, worauf im Tablet Texte mit Informationen aufpoppen. Der schmale Jahrring von 1816 zeigt zum Beispiel das «Jahr ohne Sommer» an, als in Indonesien ein Vulkanausbruch zu einer jahrelangen Abkühlung des Klimas weltweit, also auch hierzulande, führte. Breite Jahrringe wiederum sind Belege für warme Sommer. An einer andern Stelle ist die Narbe zu erkennen, die ein abbrechender Ast im Holzgewebe hinterlassen hat. Zu sehen sind in der Ausstellung auch Geigengehäuse. Deren Jahrringmuster lassen sich mit denjenigen anderer Bäume vergleichen. Daraus lässt sich ableiten, ob das Holz zu Lebzeiten Stradivaris gefällt wurde oder später – womit es keine echte Stradivari sein

kann. Ein Bauholz ist ausgestellt, bei dem durch die Auswertung der 164 Jahrringe der Bau eines Holzhauses genau auf das Jahr 1501 datiert werden konnte. Und zu sehen ist auch das Holz einer Föhre, die vor 13 132 Jahren am Fuss des Üetlibergs verschüttet wurde. Die Föhren bildeten den ersten Wald nach der letzten Eiszeit und der Vergletscherung Zürichs. Ausgestellt ist auch die vermutlich älteste Eiche der Schweiz, die 2011 in Schlieren gefunden wurde und die wohl zwischen 8610 und 8535 v. Chr. aufgewachsen ist. Ein Teil der Ausstellung schliesslich bietet interessante Einblicke in die Methoden der Jahrringforschung. Ausstellung «Baumgeschichten», WSL, Zürcherstr. 111, Birmensdorf. Mo-Fr 8-12, 13-17 Uhr. Anmeldung für Gruppen erwünscht:: Tel. 044 739 21 11 oder media@wsl.ch.

Klang Raum zum Zweiten «Passion» In diesem Jahr findet zum zweiten Mal die kostenlose Veranstaltungs-Reihe «Klang Raum» statt, vom 18. April bis 10. Oktober jeweils donnerstags um 19.30 Uhr in der Kirche Aeugst. Nach wunderschönen, spannenden und tief berührenden Erfahrungen mit dem Klang Raum im letzten Sommer, kann dank der erneuten Bewilligung der Kirche Aeugst ein zweiter Bogen von sechs Abenden mit Klängen als Brücke zum Seelenraum durchgeführt werden. Jeden Abend gestaltet Simone Thara Müller aus Aeugst mit einer anderen Mitklingerin oder einem anderen Mitklinger eine Stunde. Im Zentrum steht oft der Gesang, meistens sind auch wenige Instrumente dabei wie Kristallklangschalen, Saxofon, Querflöte, indianische Flöte oder Schlitztrommel und Udu.

Für die Zuhörer ist der Klang Raum als eine Auszeit vom Alltag gedacht, wo jede und jeder einfach zurücklehnen und sein Herz und seine Seele von den Klängen berühren lassen kann. Wer Lust hat, kann im Schlusskreis auch gerne noch selber mitklingen und oft entsteht so ein Gruppen-Seelenklang als Geschenk für die Welt. Neu gibt es im Juli dieses Jahr eine Klang-Raum-Pause und den letzten Termin am 10. Oktober gestalten alle Mitklingenden 2019, die kommen können, zusammen. (pd.) Veranstaltungsreihe «Klang Raum», 18. April bis 10. Oktober, 19.30 Uhr. Eintritt frei, Kollekte zugunsten diakonischer Aktivitäten der Kirche, Organisation durch Simone Thara Müller. 18. April: mit Miriam Reed, Saxofon und Querflöte; 23. Mai: mit Francine Koegel, Stimme und Vast Drum; 27. Juni: mit Helen Davy, Stimme und Klavier; 22. August: mit Rolf Züsli, Kristallklangschalen; 19. September: mit Esther Knappe, Stimme und 10. Oktober; mit allen Mitklingenden 2019.

Karfreitag, 19. April, 17.15 Uhr Klosterkeller, Kappel: «... und kreuzigten ihn» mit Manuel Leuenberger, Marimbafon und Florian Haupt, Saxofon. Lesungen:

Konzert zum Karfreitag in Affoltern Olga Papikian (Sopran) und Antonia Nardone (Orgel) laden am Freitag, 19. April, 17 Uhr, zum traditionellen Konzert zum Karfreitag in der reformierten Kirche Affoltern ein. Mit den Orgelklängen und der Sopran-Stimme von Olga Papikian kann man sich dieses Jahr durch die Passion Jesu begleiten lassen. In dieser spannenden, musikalischen Stunde findet eine Reihe von sehr unterschiedlichen Kompositionsstilen ihren Platz, welche alle das Leitmotiv der Kreuzigung und Passion Christi haben. Das musikalische Spektrum reicht vom frühen 16. bis zum späten 19. Jahrhundert und im Mittelpunkt der musikalischen Stunde steht vor allem der Gesang von Olga Papikian. Sopranistin Olga Papikian studierte am Moskauer Tschaikovsky Konservatorium Klavier und Gesang und schloss ihr Diplom 2001 mit Auszeichnung ab. Während des Studiums nahm sie regelmässsig an den Meisterkursen von Professor Hans Schicker an der Musikschule Zürich teil. 2004 setzte sie ihr Gesangsstudium bei Professor Hanno Blaschke fort. Sie feierte grosse Erfolge in den renommiertesten Konzertsälen Russlands und Europas sowohl als Solistin (Klavier/Gesang), wie auch als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles. Sie tritt regelmässig als Konzert- und Oratoriensängerin auf und verfügt über langjährige Erfahrung als Klavier- und Gesangslehrerin.

Pfr. Volker Bleil. Eintritt frei, Kollekte. Ostersonntag, 21. April, 17.15 Uhr. Klosterkirche

Zum Programm

Kappel Musik und Wort zum Ostersonntag – Die Entdeckung des leeren Grabes – John Voirol (Saxofon)

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und Elisabeth Berner (Orgel). Lesungen: Pfr. Volker

Zum Auftakt klingt am Donnerstag Miriam Reed (links) mit Simone Thara Müller.

Bleil. Eintritt frei / Kollekte.

(Bild zvg.)

Zu hören sind Werke von J.S. Bach, A. Stradella, F. Durante, F. Händel, W.A. Mozart, C. Franck, P. Mascagni

Sopranistin Olga Papikian. (Bild zvg.) und G. Puccini. Das Konzert wird eröffnet durch den Choral «Erbarm dich mein, o Herre Gott», BWV 721 von Johann Sebastian Bach und mit dem «Pietà Signor» von Alessandro Stradella. Darauf folgt das religiöse Lied des neapolitanischen Komponisten Francesco Durante: «Vergin tutt’amor». Die musikalische Stunde läuft weiter mit anderen Lieder-Gebeten bis zur Opern-Arie «Ave Maria» von Pietro Mascagni und der berühmten SopranArie aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini: «Vissi d’arte». Im Programm stehen der Choral «Christ lag in Todesbanden» von Johann Sebastian Bach und «Ave verum corpus» (KV 618) von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses Werk gilt als eines der bekanntesten Werke Mozarts. Die Botschaft des Ostermorgens hat der Komponist Georg Friedrich Händel in einer Arie einfühlsam vertont: «Ich weiss, dass mein Erlöser lebt.» Diese Arie seines berühmtesten Musikstücks, des Oratoriums «Der Messias» erklingt als Schluss dieses Abends. (ANa) Konzert zum Karfreitag, 19. April, 17 Uhr, reformierte Kirche Affoltern. Eintritt frei. www.papikian.net.


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Vermischtes

Dienstag, 16. April 2019

ETH-Professoren: Nicht Betrachtungen eines Kubareisenden alle sind unmenschlich Andi Schnelli hat in der Buchhandlung Scheidegger «kubanisiert»

Lesung in der Bibliothek in Wettswil Am Donnerstag war die junge Autorin Anna Stern Gast in der Bibliothek Wettswil. Sie las aus ihrem neuen Roman «Wild wie die Wellen des Meeres» und erzählte von ihrem Leben, das sich im Moment hauptsächlich um ihre Doktorarbeit an der ETH und Anlässe zu ihrem neuen Roman dreht. Anna Stern ist noch keine 30 Jahre alt und trotzdem ist bereits ihr viertes Buch erschienen. Und das, obwohl die junge Frau nicht hauptberuflich schreibt! Anna Stern hat an der ETH Umweltwissenschaften studiert und arbeitet im Moment an ihrer Dissertation am Institut für Integrative Biologie. Bevor die Autorin aus ihrem neuen Roman liest, erzählt sie, wie das Buch entstanden ist: In ihrem zweiten Roman «Der Gutachter», welcher 2016 erschien, spielt der Polizist Paul Faber die Hauptrolle. Dieser lebt in der Geschichte mit Ava zusammen. Man erfährt im Krimi nicht viel über das Paar, aber man merkt als Leserin oder Leser, dass das Zusammenleben der beiden nicht einfach ist. Anna Stern hat diese Beziehung auch nach Beendigung des Krimis nicht mehr losgelassen. Und so entstand die Idee, ein Buch speziell der Geschichte dieses Paares zu widmen. In ihrem neuen Roman «Wild wie die Wellen des Meeres» hat sie die Geschichte von Ava, Paul und ihrer Beziehung aufgearbeitet. Im Gespräch mit der jungen Autorin wollte die Bibliothekarin Eva Hauri wissen, wie sie neben ihrer Doktorarbeit überhaupt noch die Zeit zum Schreiben finde. Anna Stern meinte, dass nicht alle ETH-Professoren unmenschlich seien. Ihr Doktorvater habe sich sehr dafür eingesetzt, dass sie nur 80 % arbeiten müsse und ihre Zeit

Am letzten Donnerstag stellte der Velo-Reisende Andi Schnelli sein Buch «Cubanisado» vor. Mit kubanisch angehauchten Temperament zog er sein Publikum in der Buchhandlung Scheidegger in seinen Bann, und erzählte «schonungslos alles, aber wirklich alles» über Kuba.

................................................... von marlise santiago

Anna Stern beim Lesen aus ihrem Roman. (Bild zvg.) frei einteilen könne, so dass sie auch mal ein paar Tage für eine Lesereise frei machen könne. Auch von ihrer Familie bekommt die junge Autorin viel Unterstützung. Nach der Arbeit geht sie lieber nach Hause und schreibt, als mit Kollegen ein Bier zu trinken. Ihre zwei Arbeitsfelder sind sehr verschieden und trotzdem gibt es viele Verbindungen: Bei ihrer Arbeit als Doktorandin darf sie nichts erfinden, als Schriftstellerin erfindet sie alles. Beide Berufsfelder erfordern ein sehr selbstständiges Arbeiten mit viel Eigenverantwortung. «Kreativität ist auch in der Wissenschaft gefragt», meint Anna Stern. «In der Wissenschaft braucht es neue Ideen und Fragen, um zu neuen Experimenten zu kommen, wie beim Schreiben einer neuen Geschichte.» Beim anschliessenden Apéro hatten die Besucher die Gelegenheit, sich mit Anna Stern zu unterhalten und sich die gekauften Bücher signieren zu lassen. Drei der bisher von Anna Stern erschienenen Bücher liegen in der Bibliothek Wettswil zur Ausleihe bereit. Es lohnt sich, diese junge Autorin kennenzulernen! Fabienne Maurer

1992, nach Abschluss seines Architekturstudiums, und genau 500 Jahre nach Christof Kolumbus, reiste Andi Schnelli das erste Mal nach Kuba. Nach einer 37-stündigen Flugreise, via Moskau, Alaska, Havanna, kamen er und sein Kollege in Santiago de Cuba an. Der beschwerliche Flug sollte der einfachste Teil dieser Reise sein, denn sie hatten zu den Gegebenheiten damals in Kuba «nicht so sauber recherchiert» ... Velofahren war Schnellis Leidenschaft seit er sich erinnern kann – schon als 14-Jähriger unternahm er zusammen mit seinem 13-jährigen Bruder Chris eine Velotour mit Sack und Pack rund um die Schweiz – und so war selbstverständlich auch auf seiner ersten Kuba-Reise das Fahrrad mit dabei. Der Plan war, von Santiago nach Havanna zu radeln. Aber damals war eine «periodo especial», wie Fidel Castro diese Zeit nannte, und das Land eigentlich nicht bereisbar, wie die beiden jungen Männer bald feststellen mussten. Ausserhalb von Santiago war nichts. Nada. Keine Dörfer, keine Beizen, keine Läden. Das heisst, es gab nichts zu essen und auch keine Unterkünfte für die beiden Schweizer. Zuckerrohr war ihre Rettung. Stiele, Saft und Schnaps. Übernachtet wurde in den Feldern. Diese 1000-km-Reise war die härteste, die er je vorher und auch später unternahm. Andi Schnelli freute sich riesig, dass so viele Menschen zu seiner ers-

Buchvernissage mit Andi Schnelli in Affoltern. (Bild Marlise Santiago) ten Lesung erschienen, und er hatte sein Publikum bald im Sack und Frauen wie Männer hörten gerne und gespannt zu, wie es den Anschein machte. Ziel des Buches und der Lesung sei es, die Menschen zu «kubanisieren», für Kuba zu begeistern, sagte Schnelli lachend. Das Buch sei in 18 ironische und teils deftige Geschichten, sowie einen Anhang gegliedert. Im Anhang kommt alles Wissenswerte zu Personen, Antworten auf die «zehn wichtigsten Fragen», zu Kuba heute und gestern zur Sprache. Und er betont immer wieder, dass dieses Buch ins Gepäck von Kuba-Reisenden gehöre. Nicht nur für Bike-Reisende. Item, 25 Jahre zuvor, kamen die beiden jungen Männer endlich in Havanna an – durch ihre ZuckerrohrDiät 15 Kilo leichter – und freuten sich auf eine tropisch-lebendige Stadt und auf Essen. Aber sie trafen auf eine Geisterstadt. Und so flogen sie bald weiter nach Mexico, wo sie sich die Bäuche vollschlugen und sich schworen: nie mehr Kuba. Doch sag nie: Nie, wie es so schön heisst. Denn 1999

führte Schnelli – zwar mit Bedenken – obwohl sich die wirtschaftliche und politische Lage seither entspannt hatte, seine erste Bike-Gruppe nach Kuba. Seither verbinde ihn mit dem Land des «socialismo tropical» eine Art Hassliebe. Schnelli ist schon längst «cubanisado», und immer von Neuem berühre ihn das eigenwillige, widersprüchliche Kuba und seine so stolzen Bewohnerinnen und Bewohnern zutiefst. Ihr Charisma, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, aller Schwierigkeiten zum Trotz fröhlich durchs Leben zu gehen. So lerne er auf jeder Reise etwas dazu: Zum Bdeispiel mehr Demut und Bescheidenheit, aber auch mehr Lebensfreude und Zuversicht. Und wie schön das Land sei, mit seinen sanften Landschaften, seiner Weite, seinen Stränden, schwärmt er. Wie gesagt, Schnelli ist schon längst «kubanisiert» und hofft, dass es den Leserinnen und Lesern seines Buches auch bald so ergehen wird. Andi Schnelli, «Cubanisado», ISBN 978-3-03306882-7, www.editionkuba.ch.

buch-tipp

Das tiefe Blau der Worte ................................................... von regula herrmann, bibliothek obfelden Die letzte Nacht vor den Sommerferien wollten Rachel und Henry zusammen verbringen. Sie waren seit der Grundschule beste Freunde. Ausserdem war es für Rachel die letzte Nacht in der Regula Herrmann. Stadt, denn sie be- (Bilder zvg.) absichtigte am nächsten Tag mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Cal zur Grossmutter zu ziehen, die an der Küste lebte. Rachel empfand schon lange mehr als nur Freundschaft für Henry, hatte ihn das aber nie merken lassen. In dieser letzten Nacht wollte sie ihm ihre Gefühle offenbaren. Doch dann kam Amy dazwischen und Henry entschied sich für sie. Also teilte Rachel Henry ihre Liebe in einem Brief mit. Diesen deponierte sie in der Briefbibliothek. Henrys Eltern führten die SecondHand-Buchhandlung «Howling Books», in der Rachel und Henry viele Stunden zusammen verbracht hatten. Ein Teil der Buchhandlung war eben diese Briefbibliothek. Die Bücher, die dort in den Regalen lagen, waren unverkäuflich. Die Kunden konnten in diesen lesen, Kommentare hineinschreiben oder Sätze, die ihnen besonders gut gefielen, unterstreichen, aber sie durften sie nicht nach Hause nehmen. Und sie konnten in diesen Büchern

Briefe an andere hinterlegen, die auch zum Lesen dorthin kamen. Rachel steckte ihren Brief in Henrys Lieblingsbuch. Sie war sich sicher, dass er ihn bald finden würde. Ohne einen richtigen Abschied reiste sie am nächsten Morgen ab. Henry war nicht wie versprochen vorbeigekommen. In all den Briefen, die Henry ihr hinterher schrieb, erwähnte er ihren Brief nie. Enttäuscht beschloss Rachel, ihren ehemals besten Freund zu vergessen. Drei Jahre später kehrte Rachel in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Bruder Cal war im Meer ertrunken. Sie ertrug das Meer, das ihr den geliebten Bruder genommen hatte, nicht mehr. Sie ver-

«Das tiefe Blau der Worte» von Cath Crowley. Carlsen Verlag, Hamburg 2018. ISBN 978-3-551-58372-7.

masselte ihren Schulabschluss, zog sich immer mehr zurück und konnte nicht über das Geschehene reden. Die strebsame, fleissige Rachel, die genau gewusst hatte, wie ihr Leben aussehen sollte, hatte keinen Plan mehr. Ihre Grossmutter überzeugte sie zurückzugehen, bei ihrer Tante zu wohnen und einen Job zu suchen. Ausgerechnet im Howling Books war eine Stelle frei. Die Briefbibliothek sollte katalogisiert werden. Mangels Alternative nahm sie den Job an. Das bedeutete, dass sie jeden Tag mit Henry, den sie eigentlich nie wiedersehen wollte, zusammenarbeiten musste. Und Henry? Er wollte einfach seine beste Freundin zurückhaben. Die Buchhandlung ist der eigentliche Mittelpunkt in dieser Geschichte. Henrys ganze Familie arbeitet dort, all ihre Freunde treffen sich dort, für viele Kunden ist die Buchhandlung ein zweites Zuhause. Henry schläft mehr auf der Couch in der Leseecke als in seinem eigenen Bett. Die Buchhandlung macht sogar für Buchnotfälle in der Nacht auf. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Rachel und Henry erzählt. Nicht nur sie wachsen einem ans Herz, auch Henrys Schwester George mit ihrem rabenschwarzen Humor oder der nerdige Martin, der für alle Computerbelange in der Buchhandlung zuständig ist, und auch der ältere Herr, der seit Jahren nach einem ganz bestimmten Buch sucht. Ein wunderschönes, poetisches Jugendbuch über die Liebe zu Büchern und über Freundschaft und was diese bewirken kann.

Die Stationen des Leidenswegs Jesu auf grossen Bildern. (Bild zvg.)

Osternachtfeier in der Kirche Stallikon Die reformierte Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil lädt ein zur Osternachtfeier in der Kirche Stallikon am 20. April, 21.30 Uhr, mit anschliessendem Osterfeuer. «Die Geschichte, die wir Euch erzählen möchten, hat sich in Jerusalem zugetragen etwa im Jahre dreissig. Sie begann an einem Sonntag im Frühling, als die Menschen dort ein Fest feierten. Und genau eine Woche später begann die Geschichte von Neuem, wieder an einem Sonntag.» – Mit diesen Worten beginnt die Osternachtfeier in der Kirche Stallikon. Sie orientiert sich an den Ereignissen der Karwoche, von Palmsonntag bis zum Ostermorgen. In der dunklen Kirche erscheinen die Stationen des Leidens-

wegs Jesu auf grossen Bildern. Dazu lesen Konfirmandinnen und Konfirmanden zusammen mit Pfr. Kuttler, Judith Fries und Ralph Baumgartner biblische Texte. Und immer wieder gibt es auch Zeitblenden in die Gegenwart. Die Besucher sind eingeladen, Kyrie-Gesänge mitzusingen. Für die musikalische Gestaltung der Feier sind Thierry Kuster, Saxofon, Iris Kuttler, Gesang, Ralph Baumgartner, Drums, und Florian Engelhardt, Orgel, verantwortlich. Als Zeichen des Ostermorgens wird die neue Osterkerze zum Schluss der Feier entzündet und das Licht an die Kirchenbesucherinnen und -besucher weitergegeben, um es hinauszutragen an das Osterfeuer, wo Punsch und Panettone serviert werden. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 16. April 2019

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Büsser und Schneider rauben Affoltern den Atem «Atemlos»: feinste Comedy, schräge Promi-Auftritte und ein surrealer Trip durch die Lunge Mit der neuen Live-Show «Atemlos» machen Comedian Stefan Büsser und Künstlerin Helga Schneider auf satirische Weise deutlich, dass eine Lungenerkrankung kein Pustekuchen ist. Am Mittwoch, 8. Mai, in Affoltern.

Im Zentrum von «Blue Heart» steht der Kampf für die letzten unberührten, frei fliessenden Flüsse Europas. (Bild zvg.)

Pop-Up-Kino für den «Earth Day» Am 18. April lädt die Community «Filme für die Erde» schweizweit zum Film «Blue Heart» ein, so auch im Zentrum Kafimüli, Stallikon. Im Zentrum von «Blue Heart» stehen mutige Menschen. Sie kämpfen für die letzten unberührten, frei fliessenden Flüsse Europas – und bringen dabei selbst übermächtig scheinende Gegenspieler ins Straucheln. «Blue Heart» ist nicht nur eine bewegende Dokumentation und macht Lust, die gezeigten Flussschönheiten auf dem Balkan einmal zu besuchen, sondern demonstriert auch die unbändige Kraft, die von engagierten Gemeinschaften ausgehen kann. Wer diesen Filmabend erlebt, wird staunen, was engagierte Menschen alles erreichen können! Mit dem Filmabend vom kommenden Donnerstag möchte die Community «Filme für die Erde» die tausenden Jugendlichen unterstützen, die sich mit Herzblut für mehr Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft engagieren. «Blue Heart» (E/d), Pop-Up-Kino am Donnerstag, 18. April, 20 Uhr, Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11, Stallikon. Türöffnung 19.30 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Infos: www.FilmefuerdieErde.org/events.

Seit seiner Kindheit leidet Moderator und Comedian Stefan Büsser an Cystischer Fibrose, einer unheilbaren Stoffwechselstörung, die unter anderem zu chronischen Entzündungen der Atemwege führt. Seine Krankheit kontert er mit einer geballten Ladung Humor. In der neuen Live-Show «Atemlos» thematisieren er und seine Bühnenkollegin Helga Schneider das, was uns alle angeht: Lunge und Luft.

Muskelkater vom Lachen Begleitet werden Helga Schneider und Stefan Büsser mit viel Energie und Spielfreude von dem Comedy- und Kabarett-Duo 9 Volt Nelly sowie Künstlern aus dem Animationstheater Harul’s. Regie führt Günther Baldauf, Leiter der Theater Companie Voland;

die künstlerische Leitung hat Rolf Corver inne, Inhaber von Harul’s Comedy und Mitgründer des Casinotheaters Winterthur, wo auch die Premiere heute Dienstag, 16. April, stattfindet. Es erwartet die Zuschauer eine explosive Mischung aus feinster Comedy, schauspielerischen Meisterleistungen und musikalischen Highlights. Ob Jung oder Alt, ob mit oder ohne persönlichen Bezug zu Lunge und Luft – «Atemlos» richtet sich an ein breites Publikum, das sich auf Muskelkater vom Lachen gefasst machen kann.

«Krankheit nicht gewinnen lassen» In einem Interview äussern sich die beiden zum Thema Humor/Krankheit. Regula Esposito alias Helga Schneider: «Ich selber habe schon einige Schicksalsschläge einstecken müssen. Gerade in solchen Momenten hält mich der Humor über Wasser. Und wenn es mir gelingt, das Publikum über herzhaftes Lachen für ein Thema zu sensibilisieren, dann macht mich das als Künstlerin enorm glücklich. Unterhaltungskunst in jeder Form hat für mich immer noch den Anspruch, auch den Verstand zu aktivieren.»

Stefan Büsser: «Humor kann helfen, mit einer Krankheit umzugehen – jedenfalls tut er es in meinem Fall. Wenn man positiv durchs Leben geht, wirkt sich das entsprechend positiv auf die Gesundheit aus. Mir ist aber bewusst, dass es auch Momente geben wird, in denen mir aller Humor nicht

hilft. Mein tägliches Ziel ist aber, die Krankheit nicht gewinnen zu lassen.» (pd.) «Atemlos – Die Show», 8. Mai, 20.15 Uhr, Kasinosaal Affoltern, Infos und Tickets: www.atemlosdieshow.ch, Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Telefon 044 762 42 42, Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr.

Ein Hauch von Hollywood in Zürich Die Bonstetter Comedian Company zeigt ihre Jubiläumsshow im Comedy-Haus Am 16. und 17. Mai zeigen Daniel Amberg, Esther Kreis und Mirjam Mercedes in einem «Best-of- Programm» in Zürich die Highlights aus verschiedenen preisgekrönten Show- und Musicalprogrammen der letzten drei Jahrzehnte. Marilyn Monroe, Edith Piaf, Judy Garland oder Marlene Dietrich. Liza Minnelli, Tina Turner, Diana Ross, Cher, Abba oder Bette Midler. Am 16. und 17. Mai wimmelte es in Zürich nur so von Hollywoodgrössen und -legenden. Der Anlass ist das 30-JahreBühnenjubiläum der Bonstetter Come-

Daniel Amberg.

Esther Kreis. (zvg.)

dian Company um Esther Kreis, Daniel Amberg und Mirjam Mercedes. Mit ihren Bühnenshows «A Touch of Hollywood» und «Rock Around the Pop» wurde die Comedian Company preisgekrönt als beste Showgruppe der Schweiz und ausgezeichnet mit

Weltweit dieselben Rituale

Die Odd Fellows suchen im Jubiläumsjahr die Öffentlichkeit Symbole, Insignien und Rituale gehören bei den Odd Fellows dazu. Mit «Geheimbund» hat dies nichts zu tun. Das beweist die Ämtler Morgarten-Loge, indem sie ernsthaft Interessierte zu einer «Gästeloge» einlädt. Drei Kettenglieder sind das Zeichen der Odd Fellows. Sie symbolisieren den Leitspruch «Freundschaft, Liebe und Wahrheit», der die Mitglieder zu wohltätigem Wirken sowie zu humanem und tolerantem Denken und Handeln verpflichtet. «Wir arbeiten viel mit Symbolen», heisst es auch in der Morgarten-Loge, die zwar in Baar domiziliert ist, deren Mitglieder aber hauptsächlich aus dem Knonauer Amt stammen. Nicht zuletzt diene das auch der weltweiten Verständigung. Symbole und Rituale haben aber immer auch den Touch von Geheimnis – zumindest für jene, die sie nicht zu deuten vermögen. Ihr 200-Jahre-Jubiläum nehmen die Odd Fellows Schweiz deshalb auch zum Anlass,

Helga Schneider und Stefan Büsser touren mit ihrem Programm «Atemlos» durch den Kanton Zürich. (Bild zvg.)

dem deutschen Fachmedienpreis als beste Comedy-Dance-Show. Die drei sind Profis der Unterhaltung und der schnellen Verwandlung. Ihre Nonstop-Show ist rasant, frech, spritzig und voll Power und Humor. Die aufwändigen, einzigartigen Kostüme von Multitalent Daniel Amberg sind eine Augenweide – und das seit dreissig Jahren. Zum Jubiläum verzaubern sie ihr Publikum an zwei Abenden im Comedy Haus in Zürich mit ihrer «Showparade», einem Best-Of aus allen Programmen. Esther Kreis, unter anderem preisgekrönt als Europas beste Monroe-Darstellerin, singt live und verwandelt sich in einer Show zum Beispiel von

Marilyn Monroe blitzschnell in Edith Piaf. Miriam Mercedes hat auf ihre ganz eigene Weise Tanznummern aus berühmten Filmmusicals für die Bühne choreografiert und adaptiert. Daniel Amberg ist berühmt für seine parodistischen Darstellungen von Liza Minnelli, Tina Turner, Bette Midler oder Diana Ross, und seine Interpretationen von Musical-Evergreens sind einzigartig. Auf das Publikum wartet nicht nur ein Hauch von Hollywood, sondern auch eine Bühnenshow der Extraklasse. (pd.) 16. und 17. Mai, 20 Uhr, ComedyHaus Zürich, Albisriederstrasse 16, Zürich. Tickets unter www.eventfrog.ch.

Mani Matters Erbe kommt nach Hedingen Am Freitag, 26. April, präsentiert Mischa Wyss sein neues Bühnenprogramm «klangsam aber sicher!» in Hedingen. Der musikalischsatirische Anlass verspricht Mundartchansons mit geistreich witzigen Texten, die zum Nachdenken verführen und zum Lachen herausfordern.

Insignien sind den Odd Fellows wichtig. Die drei Kettenglieder symbolisieren den Leitspruch «Freundschaft, Liebe und Wahrheit». (Bild zvg.) den Orden hierzulande besser bekannt zu machen. Sie bieten Interessierten anlässlich einer «Gästeloge» Einblick in ihre Gepflogenheiten. Ob Mathematiker oder Schreiner, Zahnarzt, Kaminfeger oder Pensionierte, bei den Odd Fellows sind alle willkommen. Trotzdem werden die Bewer-

ber auf Herz und Nieren geprüft. Schliesslich sollen sie die ethischen Grundwerte wie Toleranz und Respekt mittragen. Die Logen-Sitzungen finden alle 14 Tage statt. Zum festen Ritual gehört jeweils auch ein Referat. (tst.) Weitere Infos unter www.oddfellows-zug.ch.

Mischa Wyss, gebürtiger Oltner und nach verschiedenen Stationen in der deutschsprachigen Schweiz zum Wahlberner geworden, schneidert seine Lieder auf dieselbe Art wie der Altmeister Mani Matter. Nach drei CDs mit eigenständigen Liedern gilt er bei Liebhabern von Mundartchansons als wichtiger Weiterentwickler des Werks der alten Troubadours. Das Programm «klangsam aber sicher!» feierte im Februar in Bern erfolgreich Premiere und kommt nun ins Säuliamt. Es zeichnet sich durch gesprochenen und gesungenen Wortwitz sowie eine hohe Themenvielfalt

Mischa Wyss. (Bild Martin Althaus) aus. Alltagsthemen werden unter Gitarrenbegleitung mit scharfsinnigem Humor besungen und pointierten, erheiternden Zwischentexten verbunden. Den Besucher erwartet ein fesselnder Abend voller satirischer Mundartchansons, begeisternd und erfüllend von der Begrüssung bis zum Schlussakkord. Stefan Blaser «Klangsam aber sicher!» am Freitag, 26. April, 20.15 Uhr, Chilehuus Hedingen. Türöffnung um 19.45 Uhr, Eintritt frei. Kollekte. Parkplatz beim Lindenkreisel.


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Sport

Dienstag, 16. April 2019

Petra Klingler verpasst Final knapp Boulder: Zweiter Weltcup-Wettkampf in Moskau In Moskau (RUS) wurden der zweite Boulder-Weltcup und der erste Speed-Weltcup der Saison ausgetragen. Für das Regionalzentrum Zürich startete Petra Klingler (Bonstetten) beim Bouldern sowie im Speed. Nur eine Woche nach der Saisoneröffnung in Meiringen folgte ein weiterer Boulder-Weltcup. In Moskau wurde zudem der erste Speed-Weltcup des Jahres ausgetragen. Insgesamt nahmen an beiden Wettbewerben über 250 Athletinnen und Athleten aus 39 Ländern teil, darunter vier Damen und vier Herren aus der Schweiz. Aus Schweizer Sicht war man gespannt, ob Petra Klingler (Bonstetten) vom Regionalzentrum Zürich den Finaleinzug von Meiringen wiederholen kann und

ob einer der Schweizer Athleten den Einzug ins Halbfinale schafft.

Schwieriges Halbfinale der Damen

Hangelte sich in Moskau in den Halbfinal: Petra Klingler. (Bild: zvg)

In der Qualifikation zeigte Petra Klingler eine starke Leistung. Sie konnte alle fünf Boulderprobleme lösen und sich damit problemlos, wiederum als einzige Schweizerin, für den Halbfinal qualifizieren. Die vier Boulderprobleme des Halb-

finals waren dann sehr anspruchsvoll geschraubt. So dauerte es bis zur zehnten Athletin, bis das erste Top erreicht wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur einzelne erreichte Zonen. Am Schluss zeigte sich, dass nur gerade fünf Athletinnen einen oder maximal zwei Boulder knacken konnten. Klingler gelang dies leider nicht. Immerhin erreichte sie zwei Zonen in nur drei Versuchen, was ihr den achten Schlussrang brachte. Für die Finalqualifikation wäre eine dritte Zone nötig gewesen. Viel fehlte Klingler dazu nicht, es war eine sehr knappe Entscheidung. Den Wettbewerb der Damen gewann wie vor einer Woche die Slowenin Janja Garnbret. Sie verwies Shauna Coxsey und Fanny Gibert auf die Plätze zwei und drei. Bei den Herren gewann ebenfalls ein Slowene. Jernej Kruder siegte vor

dem Sieger von Meiringen, Adam Ondra (CZE), und Yoshiyuki Ogata (JPN). Bester der Schweizer Herren wurde Sascha Lehmann (Burgdorf ) auf Rang 25. Damit verfehlte er wohl den Halbfinal, doch viel fehlte nicht. Im Speed-Wettbewerb konnten die Schweizer Teilnehmer keine grossen Akzente setzten. Petra Klingler speedete bei den Damen auf Rang 34 und Sascha Lehmann auf Rang 50. Martin Rahn-Hirni Bouldern: Rangliste Damen: 1. Janja Garnbret (SLO), 2. Shauna Coxsey (GBR), 3. Fanny Gisbret (FRA), ...8. Petra Klingler (SUI, Regionalzentrum Zürich; Bonstetten). Total 92 Teilnehmerinnen. Speed: Rangliste Damen: 1. Yi Ling Song (CHN) 2. Anouk Jaubert (FRA) 3. Iuliia Kaplina (RUS) ... 34. Petra Klingler (SUI; Regionalzentrum Zürich; Bonstetten). Total 76 Teilnehmerinnen.

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Viele fröhliche Gesichter bei Tennisevent Tennis Kids Day des TC Stallikons in Aesch Aufgrund des nasskalten Wetters konnte der kostenlose Tennis Kids Day vom Sonntag, 14. April, nicht auf der schönen und weitläufigen Anlage des TC Stallikon im Ortsteil Sellenbüren stattfinden, sondern fand seine Austragung in der Tennishalle in Aesch. Der Anlass lockte die erfreulich hohe Zahl von 65 Kindern auf den Tenniscourt – sie wurden allesamt belohnt. Die beiden Tennislehrer der Tennis-Academy RS, Marc Raggenbass und Patrick Schmidt, sowie ihre Helfer Josephine und Guido gestalteten auf motivierende Weise abwechslungsreiche und fordernde Tennislektionen. Die kleinen Belindas und Rogers kamen ins Schwitzen und Zaubern, merkten bald, dass es mit der gelben Filzkugel nicht immer so einfach geht, wie es am Fernseher aussieht. Manchmal gelangen dennoch wahre Kunstschläge. Man glaubte, so manches Talent zu erkennen. Abseits des Courts war ausgewogene Kost an einem schönen Buffet zubereitet. Auch das gehört zum Sportlerleben und wurde allseits sehr geschätzt. Thomas Gubler vom GublerSport in Affoltern sorgte schliesslich mit seinem reichhaltigen Fundus an

Nehmen Sie an der Abstimmung bitte teil. Ihre Stimme ist sehr wichtig. Stille Sympathie ohne Mitmachen hilft unserem Spital nicht. Wenn Sie gutgläubig «Ja» stimmen, verzichten Sie unvorsichtig auf Ihre Rechte. Wollen Sie vom künftigen Geschehen in unserem Spital – wo allerwichtigste Entscheidungen anstehen – ausgerechnet jetzt wirklich ausgeschlossen sein? Ohne direktdemokratische Rechte, ohne öffentliche Delegiertenversammlungen, ohne Referendum und Initiative? Weshalb wollen einige sehr gut bezahlte Herren die Weichen an unserem Spital noch geheimer als bisher stellen? Künftig alleine, im für uns verschlossenen Hinterzimmer. Weshalb haben diese Herren, die seit 2012 sehr viel Spitalgeld verschleudert haben, ein Interesse daran, uns die Mitsprache noch mehr wegzunehmen?

Die teilnehmenden Kinder lernten am Tennis Kids Day in Aesch in ihrer Sportart eine Menge hinzu. (Bild zvg.) Tennisaccessoires und seiner professionellen Beratung für ein abgerundetes Tenniserlebnis. Der Anlass ist rundum geglückt. Zum Schluss gab es für alle Kinder auch ein kleines Erinnerungsgeschenk

in Form einer Trinkflasche. Eine Wiederholung in Zukunft ist gut denkbar. Zu hoffen ist dann auf schönes Wetter, damit der einzige Wermutstropfen vom 14. April an der Stalliker Sonne trocknet. Vorher bieten vier neue All-

wetter-Plätze, lässige und zertifizierte Tennislehrer sowie diverse Anlässe im Club für Interessierte gute Gelegenheiten, im TC Stallikon zumindest einmal schnuppern zu kommen. Andreas Thode

Einweihung des Allwetterplatzes am 11.Mai Zusammen mit dem FC-Affoltern und der LV Albis lädt die Stadt Affoltern die Einwohnerinnen und Einwohner ein, die offizielle Einweihung des Allwetterplatzes im Sportplatz Moos am Samstag, 11, Mai, bei einem sportlichen Event zu feiern, von 14 bis 18 Uhr. Nebst einem Hindernisparcours für alle Altersklassen, Torwandschiessen und weiteren Aktivitäten, können die Besucherinnen und Besucher bei einem Fussballspiel in KleinturnierModus gegen Mitarbeiter der Stadtverwaltung antreten. Egal, ob die Teilnehmenden während dem Blitzturnier ins Schwitzen geraten, beim Zielen auf die Torwand, beim Hindernislauf oder beim Anfeuern als Zuschauer hungrig werden – für Getränke und Verpflegung sorgt der FC Affoltern. Wer Lust hat, den Stadtrat und die Stadtverwaltung sportlich beim Fussballblitzturnier herauszufordern, der kann sich direkt über die Homepage des FC Affoltern (www.fcaffoltern.ch). anmelden. Die Mannschaften werden nach dem Zufallsprinzip zusammengesetzt, damit möglichst durchmischte Teams entstehen. (pd.)

Spital 19. Mai 2019

Wem unser Spital am Herzen liegt und wichtig ist, überlässt das keiner anonymen AG mit teuren Verwaltungsräten. Helfen Sie bitte mit, durch verbesserte Statuten ehrliche Transparenz und Mitbestimmung herzustellen. Deshalb bitte abstimmen mit 3 mal Nein Damit wir ein gesundes, nicht aufgesplittertes Spital ohne ausgeprägtes Gelddenken mitgestalten können. Diese Abstimmung kommt zur falschen Zeit. Vieles ist unklar. Von Konzept und gesicherter Ertragslage kaum eine Spur. Was genau sie alles schliessen wollen, sagen sie uns nicht, ebenso halten sie geplante Landverkäufe geheim und sie wollen wertvolle Spitalhäuser (Rigi) abbrechen. Sie speisen uns ab mit vielen kecken Behauptungen und unverbindlichen Worthülsen. Dürfen wir denen trauen, die mehr als 100 000 Franken für ihre «Ja-Werbung» ausgeben können? Wer hat Angst vor unserer Mitsprache? Wer fürchtet die von uns geforderte Transparenz? Weshalb wird der kritische Bericht über die lamentable LZP geheim gehalten? Weshalb will der Statthalter erst nach der Abstimmung einschreiten? Deshalb aus weiser Vorsicht und vollem Engagement mit Tatkraft derzeit lieber NEIN. www.verein-zweckverband.ch Siehe im «Tagebuch»

Die Einweihung des neuen Allwetterplatzes im Sportplatz Moos wird sportlich inszeniert. (Bild zvg.)

(Wer spendet uns ein Inserat? Für Spenden und Fragen bitte Mail an sonne7@gmx.ch)


Sport

Dienstag, 16. April 2019

Verdienter Derby-Sieg für den FCWB

Verträge mit den Trainern des FCA nicht verlängert

Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Thalwil – FC Wettswil-Bonstetten 1:2 (0:1) Nach zuletzt zwei Unentschieden ist der FC Wettswil-Bonstetten zurück in der Siegesspur. In Thalwil erspielen sich die Ämtler ein 2:1 und grüssen dank diesen drei Punkten wieder vom zweiten Tabellenrang. Aufgrund der verpassten Punkte aus den letzten beiden Spielen waren die Wettswiler auf Platz drei hinter Eschen-Mauren abgerutscht. Um weiterhin in der Topgruppe der Gruppe 3 mitspielen zu können, war ein Sieg diesen Samstag gegen Revierrivale Thalwil Pflicht. Von Anfang an war WB die dominierende Mannschaft in Thalwil, und bereits nach acht Minuten wurde das auch auf die Anzeigetafel gebracht. Nach einem weiten Ball konnte die Thalwiler Defensive nur ungenügend klären. Marjanovic reagierte am schnellsten und traf mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 1:0. Danach verlagerte sich das Spielgeschehen zwischen die beiden Strafräume ins Mittelfeld. Bis zur Pause gab es keine weiteren nennenswerten Torchancen auf beiden Seiten. WB war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, war jedoch, wie auch der Gegner, zu wenig zwingend im letzten Drittel des Feldes. Mit dem 1:0-Pausenstand verabschiedeten sich die beiden Teams in die Kabine.

Packende zweite Hälfte Nach dem Pausentee wurde das Spiel immer intensiver und ereignisreicher. Die Zweikämpfe wurden härter und energischer geführt und das Spiel entwickelte sich langsam in ein Spiel mit Derby-Charakter. Die Gastgeber konnten nun auch die ersten Torabschlüsse verzeichnen. Ein Weitschuss in der 60. Minute zischte jedoch knapp über den Querbalken ins Fanggitter. Und auch kurze Zeit danach setzten die Thalwi-

Judo: Aaron Müller holt Gold in St. Gallen An der diesjährigen Ausgabe des Internationalen Gallus Judoturniers im Athletik Zentrum St. Gallen konnte Aaron Müller alle seine Gegner in der Kategorie Schüler B (u13) bezwingen und zuoberst auf das Podest steigen. Das Gallusturnier, welches seine 34. Auflage feierte, war wieder einmal sehr gut und stark besetzt. Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und in vereinzelten Kategorien auch aus Rumänien, kämpften um die begehrten Medaillen. Aaron Müller vom Judosport-Club Affoltern konnte sich am Ende des Turnieres eine goldene Medaille ergattern. In seinem Pool gewann er alle Begegnungen und konnte sich auch im finalen Kampf gegen einen starken Kontrahenten aus Morges durchsetzen.

Weiteres Training nötig Bei seinem Doppelstart bei den Schülern A (u15) konnte er seine ersten beiden Kämpfe gewinnen, musste aber merken, dass die Konkurrenz doch recht stark ist und es noch die eine oder andere Judo-Trainingseinheit braucht. (pd.)

Thalwil-Keeper Kessler ahnt die Ecke, bleibt aber gegen den scharfen Elfmeterschuss Miljkovics machtlos. (Bild Kaspar Köchli) ler den Ball, nach einem schön herausgespielten Angriff, übers Gehäuse. In der 66. Minute kombinierte sich WB dann wieder clever durch die gegnerische Hälfte. Nach einigen präzisen Pässen spielte Heini den Ball per Hacke wunderschön zu Dzelili weiter. Dieser legte den Ball am anstürmenden Torhüter Kessler vorbei und wurde von diesem regelwidrig von den Beinen geholt. Den fälligen Penalty verwertete Miljkovic souverän in die linke Ecke. Als dann der Thalwiler Loue in der 69. Minute gelb und nur eine Zeigerumdrehung später nach einem sehr harten Einsteigen gelb-rot sah, schien diese Partie entschieden. Die Gäste versuchten das Resultat nun mit einem Mann mehr auf dem Platz nach Hause zu bringen. Jedoch verpasste es WB, mit einem weiteren Treffer das Spiel endgültig zu entscheiden. Die Möglichkeiten wären durch-

aus vorhanden gewesen. Doch die Versuche von Dzelili und Marjanovic endeten spätestens beim gut spielenden Kessler. Wie es dann oftmals im Fussball so geschieht, wurde es zum Schluss doch nochmals spannend. Denn Ardito versuchte es in der 90. Minute aus der zweiten Reihe. Der stramme Schuss wurde, für Torhüter Baumgartner unhaltbar, zum 2:1 ins Netz abgelenkt. Die Gastgeber konnten sich im Anschluss keine weitere Möglichkeit erspielen und der eingewechselte Gashi hätte sogar noch auf 3:1 erhöhen können. Danach war Schluss und WB zieht damit wieder an EschenMauren vorbei auf Platz zwei.

dem September vergangenen Jahres ungeschlagen. Auswärts sogar schon seit März 2018, als man damals im Cup-Qualifikationsspiel gegen Kosova unterlag. Diese eindrückliche Serie kann WB in zwei Wochen gegen United Zürich fortsetzen. Vorher geht es in die Oster-Pause, eine willkommene Erholung nach dem intensiven Start in die Rückrunde. (NSc) Matchtelegramm: Sportplatz Im Brand, Thalwil, 150

Mit diesem Sieg bleibt die 1. Mannschaft des FC Wettswil-Bonstetten seit

Mollet, Peter, Rüegger, Studer, Todzi (78. Massaro) Weitere FCWB-Resultate: Altstetten – FCWB 2 3:0, 3:1, Dietikon – Jun. A (CCJL) 3:5, Schwamendingen – Jun. Ba (CCJL) 3:3, Jun. Db – Richterswil 5:7, Wiedikon – Jun. Ca 0:5, Red Star – Jun. Cb 0:1, Jun. Bb – Kilchberg-Rüschlikon 3:7, Sen. 30+ – Schlieren 3:1

Erneut knappe Niederlage

3. Liga: FC Affoltern – FC Wollerau 1:2 (1:1) Die Leistung des FCA ist diese Woche erneut gestiegen. Dennoch konnten sie gegen den FC Wollerau keine Punkte gewinnen – unter anderem weil zahlreiche Chancen nicht verwertet werden konnten. Mit viel Tempo stieg der FCA ins Spiel und wollte vor heimischem Publikum zeigen, dass es sich lohnt, sich in die Kälte zu wagen, um das Team anzufeuern. So starteten sie dynamischer ins Spiel und konnten sich gleich Chancen zur Führung herausspielen. Bedauerlicherweise konnten sich die Gäste fangen, bevor sie das erste Gegentor erhielten. Obwohl der FCA eine Mehrheit der Spielanteile besass, konnten sich die Wollerauer Chancen herausspielen und forderten die FCAVerteidigung heraus.

Zwei Tore in der ersten Hälfte In der 23. Minute konnte Calendo den Ball im Strafraum des FCA behaupten und versenkte ihn unter Druck imposant im Tor des FCA. Als Antwort auf das Gegentor erhöhte der FCA den Druck, um den Ausgleich zu erzielen. Dies gelang auch sieben Minuten später, als nach einem Eckball die Wollerauer den Ball nicht klären konnten und dieser vor Tustonja landete, wel-

Trotz zahlreicher Chancen konnte der FCA nur ein Tor erzielen. (Bild Patrick Hutzler)

cher eine Lücke fand, um den Ball zum Ausgleich zu versenken.

Hervorragende Torwartleistungen Die zweite Halbzeit ging gleich weiter wie die erste geendet hatte. Beide Mannschaften konnten sich zahlreiche Chancen herausspielen, wodurch die Torhüter beider Teams ihr Können zeigen konnten. Insgesamt produzierte der FCA mehr und bessere Chancen, war jedoch nicht imstande diese auch zu einem Torerfolg umzumünzen. Auf der anderen Seite sah das lange ähnlich aus, so biss sich der FC

Der FC Affoltern am Albis (FCA) und die Trainer der 1. Mannschaft, Dragan Filipovic und Manuel Leite Correia, sind nach eingehenden und gemeinsamen Gesprächen zum Schluss gekommen, dass die Verträge über die Saison 2018/19 hinaus nicht verlängert werden. Für die Verantwortlichen des FCA führte die Analyse der vor Kurzem kommunizierten Neuausrichtung ab Saison 2019/20 dazu, die Verträge mit Dragan Filipovic und Manuel Leite Correia über die aktuelle Saison hinaus nicht zu verlängern. Der Vorstand ist gemeinsam mit dem aktuellen Staff zum Schluss gekommen, dass für den Neustart und mit Blick auf die neue Saison frische Impulse sowohl auf der Spieler- als auch der Trainerseite gefragt sind. Ein Schnitt auf beiden Ebenen wird als am aussichtsreichsten betrachtet. Dieser Entschluss richtet sich nicht gegen das aktuelle Trainerduo, sondern ist vollumfänglich auf die Zukunft des Fanionteams gerichtet. Das heutige Trainergespann wird bis zum Schluss der aktuellen Saison 2018/19 seine Verantwortung als Head-/Assistenz-Coaches des Herren-1Teams weiter voll wahrnehmen, um den schwierigen Rückrundenstart aufzufangen. Der Vorstand appelliert an die Mannschaft, sich in den verbleibenden Rückrunde-Partien mit allen verfügbaren Mitteln voll für den aktuellen Trainer-Staff auf und neben dem Platz einzusetzen. Damit beginnt für den FCA ab sofort die aktive Suche nach einem neuen Staff für das Fanionteam. Vorstand FC Affoltern am Albis

Zuschauer. FCWB: Baumgartner, Brünniger, Capone, Dzelili (83. Zoller), Marjanovic, Miljkovic (87. Gashi),

FCWB 3 – Stade Marocain 10:1, FCWB 4 – Küsnacht

Ungeschlagenheit gewahrt

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Wollerau mehrmals an Steiner die Zähne aus. Doch in der 81. Minute wurde Calendo ein wenig Platz gegeben, wodurch er seine Chance sah, aus 22 Meter abzuschliessen und den Ball über Steiner im Tor zu versenken. Dies blieb auch das Endresultat, obwohl ein Sieg des FCA ebenso gut möglich gewesen wäre. Patrick Hutzler FCA: Steiner, Mühlemann, Luchsinger, Tustonja, Stäger, Stähli, Shala, Steigmeier, Markanovic, Antenen, Bilic. Tore: 23. Calendo 0:1, 30. Tustonja 1:1, 81. Calendo 1:2

Hornussen: Auftaktsieg für Obfelden Am vergangenen Sonntag spielte die HG Obfelden zu Hause ihr erstes Meisterschaftsspiel in der neuen Saison 2019. Bei winterlichen Verhältnissen empfing Obfelden Lyssach C. Als Heimmannschaft begann Obfelden das Spiel mit Schlagen. Bezüglich Schlagleistung konnte es gut an die letzte Saison anknüpfen. Nach der Hälfte des ersten Durchgangs musste sich Lyssach C bereits die erste Nummer schreiben lassen. Schon bald war klar, dass das Gästeteam nicht an die Schlagleistung der Obfelder herankommen wird. Für Obfelden war aber schon im Vorfeld deutlich, dass die Arbeit im Ries besser gemacht werden musste als in der letzten Saison. Leider blieb es beim guten Vorsatz, auch Obfelden musste sich eine Nummer schreiben lassen und das war noch nicht alles, es folgten noch zwei weitere Nummern – ein Sieg rückte in weite Ferne. Im zweiten Durchgang konnte Obfelden seine Schlagleistung deutlich steigern. Lyssach C zeigte im Ries Schwäche und musste sich nochmals zwei Nummern schreiben lassen. Auch nach dem Wechsel zeigte Lyssach C keine Steigerung beim Schlagen, Obfelden jedoch im Ries, sie konnten ihr Ries im zweiten Durchgang sauber halten. Somit gewann Obfelden das Meisterschaftsspiel mit 3 Nummern und 803 geschlagenen Punkten zu Lyssach C mit 3 Nummern und 536 Punkte Einzeln konnte Reto Binggeli mit 75 Punkten die Tageshöchstleistung auf dem Platz für sich beanspruchen. Gute Leistungen erzielten ebenfalls Walti Müller mit 68 und Peter Frick mit 58 Punkten. Obfelden hat in dieser Saison ein klares Ziel, den Aufstieg in die 3. Liga. (PF)


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