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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 30 I 171. Jahrgang I Mittwoch, 19. April 2017

Fusion

Neue Leiterin

Primarschule und Politische Gemeinde in Affoltern – Abstimmung am 21. Mai . > Seite 3

Mirella De la Cruz ab 1. August in Bonstetten für den Bereich Steuern zuständig. > Seite 3

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Filmstudio Havanna Film ab! «Fahrwerk Ö!» in der Pestalozzistiftung in Knonau. > Seite 6

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Wenig Behinderung Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Postplatzes in Hausen haben begonnen. > Seite 8

Alle innovativen Technologien hatten ihre Gegner Analyse der Chancen und Risiken der zivilen Nutzung von Drohnen im Bezirk Affoltern Seit Menschen technische Innovationen entwickeln, bestehen grundsätzlich zwei Strategien, um damit umzugehen: sich ganz auf sie einlassen oder dagegen ankämpfen. Auch zivil genutzte Drohnen lösen bei vielen Menschen, die sich damit auseinandersetzen, gegensätzliche Emotionen aus.

Petra Gössi Die Präsidentin der FDP Schweiz auf dem Podium mit Firmenchefs in Bonstetten. > Seite 9

Vorgeschmack auf ein mögliches Cupspektakel Der FC Wettswil-Bonstetten bleibt im Test gegen den FC Zürich chancenlos: 0:6. Fast 1000 Zuschauer im «Moos» in Wettswil. Die Meisterschaftspause in der Osterzeit nutzte der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) zu einem Testspiel gegen den FC Zürich, Leader der Challenge League. Perfekte Rahmenbedingungen liessen den Anlass zu einem tollen Fest werden. Fast 1000 Zuschauer kamen in den Genuss einer furiosen Partie, welche die Stadtzürcher souverän 6:0 gewannen. WB spielte gut mit und verpasste den Ehrentreffer nur knapp. «Wer weiss, vielleicht kommts im Cup ja zur Revanche?» lachte ein Zuschauer. Die Ämtler qualifizierten sich bekanntlich für die Hauptrunde, in der sie erneut auf den FC Zürich stossen könnten. Im Wettswiler «Moos» gastierten in diesem Wettbewerb schon die mächtigen Servette Genf, Young Boys Bern und Thun. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 16

................................................... von salomon schneider Vor rund 10 000 Jahren begannen Menschen damit, Metalle zu verarbeiten und damit viel effektivere Werkzeuge herzustellen als dies aus Steinen und Knochen möglich war. Vor mehr als 6000 Jahren revolutionierte die Erfindung des Rades den Warentransport. Seither hat sich in wirtschaftlichen Blütezeiten das Innovationstempo immer mehr verschärft. Zwischen 1800 und 1820 setzten sich auch im Knonauer Amt Spinnmaschinen durch, welche bis zu 400 Mal schneller produzierten als Handspindeln. 1832 kam es deshalb beispielsweise in Uster zu einem Sturm von Kleinfabrikanten und Heimarbeitern auf eine Spinnereifabrik. Schliesslich setzte sich maschinelles Spinnen und Weben durch, da die Kundschaft die ungeliebten Maschinen zwar nicht wollte, doch trotzdem die darauf hergestellten und darum günstigeren Kleider kaufte.

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Vorführung einer Sprühdrohne in Obfelden: Landwirtschaftsdrohnen haben riesiges Potenzial als Traktorersatz zum Spritzen, Säen und Ausbringen von Schlupfwespen – zur Bekämpfung des Maiszünslers in Maisfeldern. (Bild Salomon Schneider) anzeigen

Technologische Innovationen verändern die Gesellschaft Technische Innovationen standen immer in einer Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Umwälzungen. Bei gesellschaftlichen Veränderungen gibt es immer Gewinner und Verlierer, Chancen und Risiken. Meist lässt sich nicht absehen, welche Veränderungen eine neue Technologie mit sich bringt. Wer sich Innovationen jedoch verschliesst, setzt sich in einer globalisierten Welt gewichtigen Nachteilen

aus. Dass die Industrialisierung erst Ende des 19. Jahrhunderts langsam in Südeuropa ankam, ist beispielsweise einer der Hauptgründe für die dortige bis heute andauernde wirtschaftliche Strukturschwäche. Eine der neusten Innovationen stellen Drohnen dar. In der militärischen Nutzung gehören sie bereits seit einigen Jahren bereits zum Standard für die Luftraumüberwachung und gerade die USA setzt sie auch für gezielte Angriffe ein. Zivil haben sich Drohnen erst im Hobbybereich richtig

durchgesetzt. Die professionellen Nutzungen nehmen aber exponentiell zu und es werden ständig neue Einsatzfelder eingeführt. In welchen Branchen sich Drohnen durchzusetzen beginnen, zeigt das riesige Potenzial für die zivile Nutzung unbemannter Flugobjekte. Um Chancen und Risiken der zivilen Nutzung von Drohnen einzuschätzen, hat der «Anzeiger» mit dem Obfelder Drohnenexperten Severin Leuenberger gesprochen. ................................................... > Interview auf Seite 7

Erfolgreiche Osterhasenjagd Animiertes Radkriterium GP Osterhas in Affoltern mit verdienten Siegern Ohne die drückende Dominanz eines Rennteams, wie man es im Vorjahr vom Team BMC gesehen hatte, präsentierte sich der Rennverlauf des diesjährigen GP Osterhas so offen wie selten zuvor. Simon Zahner wusste dies für sich zu nutzen und gewann zum zweiten Mal nach 2007. ................................................... von martin platter Fast schien es so, als ob die Fahrer vor der angekündigten Wetterverschlechterung flüchteten, die dann aber erst nach den Rennen eintrat. Das erste Dutzend der einhundert Runden wurde in einem Tempo nahe eines 48-km/h-Schnitts gefahren. Ein Angriff jagte den nächsten. Doch keines der Teams konnte entscheidende Akzente

Zweiter Sieg von Simon Zahner am GP Osterhas. (Bild Martin Platter) setzen, geschweige denn einen Rundengewinn initiieren, wie man das im Vorjahr bei den drei Fahrern aus dem BMC-Team gesehen hatte, die die Rundenhatz in der Affoltemer Industrie von A bis Z dominiert hatten.

Diese Ausgeglichenheit im Peloton machten sich starke Einzelfahrer wie Simon Zahner zunutze. Stets aufmerksam an der Spitze fahrend, sammelte er nicht nur eifrig Punkte, sondern verhinderte wirksam, dass sich Fluchtgruppen bilden, bzw. diese sich zu weit vom Feld absetzen konnten. Denn bei Radkriterien ist nicht zwingend derjenige der Sieger, der am Schluss als Erster über die Ziellinie rollt. Rundengewinn kommt vor Zeitvorsprung. Erst an dritter Stelle kommen die Punkte, die es nach jeder Runde zu ersprinten gilt – wobei die letzte Runde als Bonus doppelt zählt. Als erfahrener Rennfahrer wusste dies Zahner natürlich und liess es nicht darauf ankommen. Er konzent-rierte sich auf die weniger umkämpften kleinen Wertungen. Als guter Zeitfahrer initiierte er nach den Sprints immer wieder Fluchtgruppen, indem er ein-

fach das hohe Tempo noch einen Moment lang durchzog. Der 33-Jährige aus Dürnten antwortete pointiert auf die Frage, mit welchen Ambitionen er ins Rennen gegangen ist: «Meine Kinder fragten mich am Morgen, wie gross denn die Schoggi-Osterhasen für die Sieger in Affoltern seien. Ich erinnerte mich: Als ich vor zehn Jahren den GP Osterhas gewonnen hatte, war mein Ältester, der übrigens heute auch gefahren ist, vier Monate alt. Der Siegerosterhase war damals deutlich grösser als er. Diese Gedanken haben mich heute beflügelt. Mir gelang – wie vor zehn Jahren – ein gutes Rennen. Etwa 90 Prozent meiner Punkte habe ich mit kleinen Wertungen errungen.» Bei den Frauen triumphierte die Urnerin Linda Indergand. ................................................... > Bericht auf Seite 17

300 16 9 771661 391004


Todesfälle

Schulen und Kurse Wenn ihr mich sucht, dann sucht in eurem Herzen. Wenn ihr mich dort findet, dann lebe ich in euch weiter.

Affoltern am Albis Einladung zur ordentlichen Delegiertenversammlung Donnerstag, 4. Mai 2017, 19.30 Uhr im Mehrzweckraum, 1. Obergeschoss (R1) Haus Rigi, Langzeitpflege Sonnenberg Melchior-Hirzel-Weg 40 Affoltern am Albis Traktanden 1. Begrüssung/ Wahl der Stimmenzählerin oder des Stimmenzählers 2. Protokoll der Delegiertenversammlung vom 9. Februar 2017 3. Anträge 3.1. Wahlen Betriebskommission 3.2. Antrag Übernahme der Praxisräumlichkeiten OVA-Areal durch Dritte 3.3. Antrag Absichtserklärung Übernahme RD Affoltern durch RD Limmattal 3.4. Antrag zur Beendigung des Rechnungslaufes für Hebammenentschädigungen 3.5. Kreditantrag Radiologie 4. Verschiedenes 4.1. Quartalszahlen 1. Quartal 2017 4.2. Anträge P. Hoppler

Am 9. April 2017 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

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Urs Wilhelm Lattmann

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geb. 6. August 1971, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Knonau Am 10. April 2017 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hofer, Hans Walter geboren am 28. Februar 1935, von Schüpfen BE, wohnhaft gewesen in Knonau, Bahnhofweg 5. Es finden keine Beisetzung und keine Abdankungsfeier statt. Bestattungsamt Knonau

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Stellenanzeiger GEMEINDE HAUSEN AM ALBIS

Anlässlich des Urnengangs vom 21. Mai 2017 gelangt folgende kommunale Vorlage zur Abstimmung: Einzelinitiative von Paul Leuthold betreffend «Beitritt zum kantonalen Ombudsmann» Maschwanden, 19. April 2017 Der Gemeinderat

Übersetzübungen des Militärs, Reussbrücke Obfelden Die Schweizer Armee teilt mit Schreiben vom 11. April 2017 mit, dass sie an der Reuss in Obfelden vom 18. bis 21. April 2017 Übersetzübungen durchführen wird. Es muss mit Lärmbelästigungen gerechnet werden. Besten Dank für Ihr Verständnis. Obfelden, 12. April 2017 Gemeinderat Obfelden

Hausen am Albis zählt 3556 Einwohner und erstreckt sich von Sihlbrugg bis zum Türlersee. Damit ist Hausen am Albis flächenmässig die grösste Gemeinde im Bezirk Affoltern. Wir suchen auf den 1. August 2017 oder nach Vereinbarung einen oder eine

Sachbearbeiter/-in Steuern (50 Stellenprozente) Zu Ihren Aufgaben gehören in dieser spannenden und vielseitigen Funktion: – Veranlagung der Steuererklärungen – Bearbeitung der Steuerausscheidungen – Verlustscheinbewirtschaftung – Erteilen von steuerlichen Auskünften am Schalter und Telefon – Durchführung der Steuerausscheidungen – Bewirtschaftung der verschiedenen Steuerregister inkl. Steuerbezug – Unterstützung der Steuersekretärin bzw. Leiterin Steuern in sämtlichen administrativen Arbeiten – Mitarbeit im Bereich Grundstückgewinnsteuer, sowie Liegenschaftenbewertungen Idealerweise verfügen Sie über: – kaufmännische oder gleichwertige Ausbildung – nach Möglichkeit Erfahrung auf einem Gemeindesteueramt – Einschätzungskompetenz von Vorteil – gute EDV-Anwenderkenntnisse (Microsoft Office, VRSG) – SchKG-Kenntnisse – Freude am Kontakt mit Behörden, Ämtern und Einwohner/-innen – Teamfähigkeit – exakte, zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise Wir bieten Ihnen: – eine interessante, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Arbeit rund um den Themenkreis Steuern – zeitgemässe Anstellungsbedingungen und Besoldung – einen modernen und gut ausgerüsteten Arbeitsplatz – Weiterbildungsmöglichkeiten Interesse? Die Steuersekretärin, Diana Fernandez (Telefon 044 764 80 24), beantwortet gerne Ihre Fragen. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto bis spätestens 2. Mai 2017 an die Gemeindeverwaltung, Personelles Zugerstrasse 10, 8915 Hausen am Albis. Unter www.hausen.ch finden Sie umfassende Informationen über unsere Gemeinde. Gemeinderat Hausen am Albis

Sechseläuten-Montag Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung und Sammelstelle Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Sammelstelle Pünten bleiben am Sechseläuten-Montag, 24. April 2017, den ganzen Tag geschlossen. Notfalldienste: – Bestattungsamt: 044 710 99 70 (Bossardt Bestattungen AG) – Wasserversorgung: 044 701 80 76 Stallikon, 19. April 2017 Gemeinderat

Wir haben einen lieben Menschen verloren und nehmen in Liebe und Dankbarkeit Abschied von unserem Müeti, Grosi und Urgrosi

Hilda Iseli-Maag 17. August 1925 – 10. April 2017

In liebevoller Erinnerung Karl Iseli und Brigitte Linder mit Familie Christian und Brigitte Iseli-Huber mit Familie Fritz und Jacqueline Iseli-Bolliger mit Familie Andreas Dubs-Iseli, mit Familie Verwandte und Freunde Die Abdankung findet am Freitag, 21. April 2017, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Aeugst am Albis statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreise.

www.spitalaffoltern.ch

Urnengang vom 21. Mai 2017

ABSCHIED

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung Metallbauer/-in EFZ m4metallbau ag stellt als spezialisiertes Unternehmen vielseitige Metallbauarbeiten sowie Einzelanfertigung und Sonderkonstruktionen her. Unsere Produkte erstellen wir nach WPK und sind zertifiziert nach EN 1090. Unser junges und motiviertes Team, das auch Lehrlinge ausbildet, sucht Sie mit abgeschlossener Lehre als Metallbauer/-in EFZ. Mit Ihrem Talent erstellen Sie Arbeiten nach Plan selbstständig, Sie gewährleisten die verlangte Qualität durch Einhaltung der Vorschriften und durch fachgerechte Ausführung. Sind Sie interessiert, dann senden Sie uns bitte Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail zu. juerg.mueller@m4metallbau.ch Information über unser Firma, Leitbild, Mitarbeiter usw. finden Sie auf unserer Homepage: www.m4metallbau.ch

Traueradresse: Fritz und Jacqueline Iseli, Sonnenbergstrasse 10, 8914 Aeugst am Albis


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 19. April 2017

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Neue Gemeindeordnung in Affoltern Abstimmung zur Fusion mit der Primarschulgemeinde am 21. Mai Die Fusion von Politischer Gemeinde und Primarschulgemeinde per Mitte 2018 ist auf gutem Weg. Am 21. Mai 2017 werden die Stimmberechtigten über den Zusammenschluss entscheiden. Primarschulpflege, Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission empfehlen der neuen Gemeindeordnung der Politischen Gemeinde und somit der Bildung einer Einheitsgemeinde zuzustimmen.

ton zu genehmigen sind. Zudem wird Rechtsgleichheit für alle Grundeigentümer geschaffen. Bisher konnten Stimmberechtigte an der Gemeindeversammlung direkt Einfluss auf die Vorlage nehmen. Nicht stimmberechtigte Grundeigentümer (beispielsweise Gewerbetreibende mit Liegenschaften, welche aber nicht in Affoltern wohnen, Pensionskassen etc.) hatten diese Möglichkeit nicht. Unverändert bleibt, dass die Richt- und Nutzungspläne vor der Festsetzung öffentlich aufzulegen sind und sich während der Auflagefrist jedermann zum Planinhalt äussern kann. Des Weitern ist die Stimmbeteiligung an der Urne weitaus höher als an einer Gemeindeversammlung, was der Wichtigkeit der Ortsplanung besser Rechnung trägt.

Idealer Zeitpunkt für einen Zusammenschluss Im April 2018 finden die kommunalen Gesamterneuerungswahlen statt. Durch den Zusammenschluss im jetzigen Zeitpunkt kann mit Beginn der neuen Amtsperiode auch mit der neuen Organisationsform gestartet werden, ohne dass dazu Zwischenlösungen notwendig werden. Dies vereinfacht die Strukturanpassungen und sorgt von Beginn an für Synergieeffekte. Diese werden vor allem bei den Liegenschaften und den Finanzen erwartet. Beide Bereiche werden neu von der Politischen Gemeinde betreut und entlasten so die Schulpflege. Diese kann sich auf ihre Kernaufgaben gemäss Volksschulgesetz konzentrieren.

Zahlreiche Neuerungen Neben dem Zusammenschluss mit der Primarschulgemeinde stehen auch noch zahlreiche andere Änderungen an. Die Umsetzung des neuen Gemeindegesetzes ist ein zentrales Thema der neuen Gemeindeordnung. Durch die

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Heute Mittwoch, 19. April, feiert Fritz Kuster in Affoltern den 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation!

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch

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Keine höheren Finanzkompetenzen bei der Behörde

Affoltern ist eine Kleinstadt geworden. (Bild Salomon Schneider) Änderung des übergeordneten Rechts, müssen auf Gemeindeebene verschiedene Bestimmungen angepasst werden. Vieles bleibt aber auch beim Bewährten. Die bisherigen Regelungen betreffend Rechnungsprüfungskommission finanztechnische Prüfstelle, Friedensrichter und Wasserversorgung wurden unverändert in die neue Gemeindeordnung übernommen.

Umbenennung in Stadt Affoltern am Albis Bisher war der Begriff «Stadt» im Kanton Zürich Gemeinden vorbehalten,

welche ein Parlament hatten. Mit dem neuen Gemeindegesetz fällt nun diese Bestimmung weg und jede Gemeinde kann die Bezeichnung selber wählen. Durch den Wandel von Affoltern am Albis zur urbanen Wohnlandschaft und der Entwicklung vom grossen Dorf zur kleinen Stadt, soll dies nun auch bei der Namensgebung zum Ausdruck gebracht werden. Affoltern am Albis zählt über 11 800 Einwohner und rangiert unter den 25 grössten Gemeinden im Kanton Zürich. Insgesamt zählt der Kanton Zürich derzeit 168 Politische Gemeinden. Die politische Organisation bleibt jedoch unverändert beste-

hen. Nach wie vor ist die Gemeindeversammlung das oberste Organ der Stadt Affoltern am Albis. Die Schaffung eines Parlaments wurde aus Kostengründen verworfen. Diese Massnahme hätte jährliche Mehrkosten von rund 500 000 Franken verursacht.

Ortsplanung neu an der Urne Die Kompetenz zur Behandlung von Richtplangeschäften sowie der Bauund Zonenordnung wurde von der Gemeindeversammlung zur Urne verschoben. Dies insbesondere deshalb, weil diese Geschäfte durch den Kan-

Bei den Finanzbefugnissen wurden die bisherigen Kompetenzen der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde vereinigt. Im Vergleich zur bisherigen Regelung bei der Politischen Gemeinde wurde die Kompetenz der Gemeindeversammlung bei den jährlich wiederkehrenden Ausgaben erhöht. Die Finanzkompetenzen des zukünftigen Stadtrates bleiben unverändert, jene der Primarschulpflege wurden dem neuen Aufgabengebiet angepasst. Stefan Trottmann, Gemeindeschreiber Affoltern

Neue Leiterin für den Bereich Steuern Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Infolge Mutterschaft der heutigen Bereichsleiterin Steuern, Karin Fischer, wurde die Stelle mit einem Teilzeitpensum neu ausgeschrieben. Der Personaldienst durfte viele namhafte Bewerbungseingänge verzeichnen. Als neue Leiterin Bereich Steuern mit einem 60-Prozent-Pensum wurde per 1. August 2017 Mirella De la Cruz aus Horgen angestellt. Mirella De la Cruz ist bereits seit vielen Jahren als Leiterin von Gemeindesteuerämtern tätig. Karin Fischer wird nach ihrem Mutterschaftsurlaub mit einem 40-Prozent-Pensum ins Gemeindehaus zu-

rückkehren und das Team des Bereichs Steuern unterstützen. Der Gemeinderat und das Verwaltungsteam heissen Mirella De la Cruz bereits heute willkommen und wünschen ihr viel Freude an ihrer Tätigkeit. Der werdenden Mutter, Karin Fischer, wünschen wir weiterhin gute Gesundheit und freuen uns auf ihre Rückkehr im neuen Jahr.

Im Weiteren hat der Gemeinderat eine Vernehmlassung zum Sachplan Verkehr verabschiedet;

eine neue Leistungsvereinbarung mit der Spitex Knonaueramt genehmigt; eine neue Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle der Bezirke Affoltern und Dietikon genehmigt; eine Kostenbeteiligung für die Führung von Früh-, Abend- und Samstagskursen der Postautolinie 227 (Stallikon bis Bahnhof BonstettenWettswil) für das Jahr 2018 genehmigt; die Begehren der Öffentlichkeit zur öffentlichen Auflage des Verbundfahrplanprojektes 2018 geprüft und

z.Hd. des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV verabschiedet; einen Kredit für die Strassensanierung des Fusswegs und der Treppenanlage Spätenweg genehmigt; einer Stellenplanerhöhung für die Kläranlage Birmensdorf zugestimmt; eine Vernehmlassung zur Totalrevision der Siedlungsentwässerungsverordnung Sevo des Zweckverbandes Abwasserreinigungsanlage Birmensdorf verabschiedet. Daniel Nehmer, Gemeindeschreiber Bonstetten


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 19. April 2017

Film ab – im Filmstudio Havanna «Fahr.Werk.ö!» in der Pestalozzistiftung in Knonau Zusammen mit der rollenden Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!» kreierten die Kinder und Jugendlichen des Schulheimes der Pestalozzistiftung Knonau ein eigenes Stück namens «Chaos im Filmstudio». Die Szenen spielten an verschiedenen Plätzen in und um die Pestalozzi Stiftung. ................................................... von andrea bolliger Für die Kinder und Jugendlichen des Schulheimes der Pestalozzistiftung Knonau standen die Tage zwischen dem 3. und 11. April ganz im Zeichen des Schauspielens. Zusammen mit den Theaterleuten des «Fahr.Werk.ö!» erfanden sie ein Stück namens «Chaos im Filmstudio». Sie hatten sich gewünscht Mafia-Gestalten aber auch witzige Figuren zu spielen und dies setzten sie auch um. Auch einige Lehrpersonen wirkten im Stück mit. Eine Hauptrolle hatte dabei Englischlehrer Jaco Stadler, der als Butler Claude überzeugte. Die einzelnen Szenen wurden während der ganzen Woche gruppenweise kreiert und geprobt. Am Freitag spielten sie das rund einstündige Stück zum ersten Mal zusammenhängend. Am Montagmorgen fand die Hauptprobe statt. Vor der Premiere am Abend wurde noch einmal an den Szenen gefeilt. Am Dienstagmorgen fand eine Aufführung für die Kinder zweier Knonauer Schulklassen und am Abend die Derniere statt.

Butler Claude lässt sich von Filmproduzent Mario Pronto herumscheuchen. (Bilder Andrea Bolliger) Ein Bühnenbild gibt es beim «Fahr.Werk.ö!» nicht, dafür wird die Umgebung als Kulisse genutzt. Gespielt wurde an fünf verschiedenen Orten in und ausserhalb der Pestalozzistiftung. Die Havanna Filmstudios befanden sich direkt vor dem Hauptgebäude der Pestalozzistiftung. Die beiden Brüder und Filmproduzenten Mario und Angelo Pronto mussten Geld für ihren neuen Film auftreiben. Dabei stand ihnen Butler Claude stets dienend und unterwürfig zur Seite. Die nächste Szene spielte im Nacht-

Die Schüler spielten mit viel Wortwitz und Spielfreude mit Lehrpersonen und den Theaterleuten vom «Fahr.Werk.ö!».

club «Red Road», respektive im Eingangsbereich des Hauptgebäudes, wo Mario und Angelo Pronto bei Nachtclubbesitzer Billy eine längst fällige Zahlung aus einer vertraglichen Vereinbarung abholten, genau die Summe, die sie für den Film brauchten. Doch die Rechnung machten sie ohne den Bodyguard des Nachtclubbesitzers. Dieser schuldete seinem Angestellten nämlich zwei Monatslöhne. Bereits beim Besuch im Tonstudio, der nächsten Szenerie, blickte der Bodyguard durchs Fenster und hielt Aus-

Sonila singt neben «Evita» Junge Wettswilerin singt im Musical Theater 11 in Zürich Für die Aufführung des Musicals Evita vom 25. bis 30. April im Musical Theater 11 in Zürich wurden weibliche junge Theatertalente gesucht. Die neunjährige Sonila Arifi aus Wettswil ist eines von vier Mädchen, die zum grossen Auftritt kommen.

zu stehen, meint sie: «Ich bin schon etwas schüchtern, muss es aber durchstehen.» Ihre beiden Auftritte wird sie am Samstag 29., und Sonntag, 30. April haben, geprobt wird am Dienstag vorher. Es wurden vier Mädchen für die Rolle gecastet, jedes darf zwei Mal auftreten. Das hat auch den Grund, dass Kinder nicht unbeschränkt lang «arbeiten» dürfen. Bis auf die schwarzen Ballerina-Schuhe, die sie selber mitbringen muss, wird sie von den Musicalveranstaltern eingekleidet. Sie wisse schon, wie das Kostüm aussehe, sagt sie.

................................................... von andrea bolliger Ende Januar publizierte der Musical Veranstalter in verschiedenen Deutschschweizer Zeitungen den Aufruf, dass für die Aufführungen des Musicals Evita eine Kinder- und Statistenrolle zu vergeben sei. Es war Sonila Arifis Deutschlehrerin, welche die Neunjährige aus Wettswil auf das Casting hinwies. Mutter Albana Arifi begleitete ihre Tochter am 1. März zum Vorsingen und freut sich natürlich darüber, dass sie ausgewählt wurde. Sonila hatte den Text von «Santa Evita», das Stück, dass sie auch im Musical vorsingt, auswendig gelernt und am Vortag probte sie mit ihrer älteren Schwester. Sanie Arifi hat nämlich bereits Casting-Erfahrung, nahm sie doch im vergangenen Jahr bei «The Voice Kids» im deutschen Privatsender Sat1 teil. Sonila fiel es nicht schwer, den Text auswendig zu lernen, aber die Töne traf sie noch nicht. «Ich habe zu hoch gesungen», erklärt sie. Auf die Frage, ob sie nun fleissig für den grossen Auftritt übe, meint Mutter Albana Arifi, bei ihnen zu Hause werde ohnehin pausenlos gesungen und Musik gehört. Auch die jüngste Schwester Jona singt schon fleissig mit. «Die Beweglichkeit haben sie von mir, das Gesangstalent vom Vater, sagt sie. Neben dem Singen fertigt Sonila auch gerne Handarbeiten, schwimmt und tanzt und turnt. Zurzeit trägt sie aber eine Schiene am Fuss. Sie ist auf dem Nachhauseweg von der Mädchen-

schau nach dem Geldkoffer, den Butler Claude bei sich trug. Die Dreharbeiten zu «King of Kingdom» fanden wieder draussen statt. Noch bevor sich König Rüdiger und König Apollo für die Filmszene gegenüberstanden, wurde der Butler mit dem Geldkoffer vom Bodyguard gejagt. In der letzten (Film)-Szene wurde der einzige Häftling des fiktiven Polizeipostens Knonau befreit. Die beiden Filmproduzenten konnten sich über den fertig abgedrehten Film freuen. Doch, wo war nun der Koffer mit dem

Geld geblieben? Der Bodyguard und der Butler stritten sich darum, beide überlebten das Pistolenduell nicht. Zum grossen Finale öffnete sich ein Garagentor. Die Band aus dem «Tonstudio» hatte aus der Aula im Dachstock gezügelt und spielte nochmals auf. Für seine mit viel Wortwitz gespickte Aufführung erhielt das Ensemble, bei dem alle Schüler des Schulheimes in einer Rolle mitwirkten, grossen Applaus. www.pestalozzistiftung.ch.

Ämtlerinnen rechneten ausgezeichnet European Girls’ Mathematical Olympiad

Sanie liess sich nicht blenden

Sonila Arifi. (Bild Andrea Bolliger) riege unglücklich gestolpert und hat sich die Bänder gerissen. Ihr Bühnenauftritt ist dadurch nicht gefährdet, die Schiene sollte bis dann weg sein.

Mit Musical-Stars auf der Bühne Ende April tritt Sonila nun neben Musical-Stars aus dem Londoner West End auf. Ihre Rolle sieht vor, dass sie ganz prominent neben der Hauptfigur «Evita» auf der Bühne steht. Die Frau heisse nicht Evita, sondern Eva, korrigiert Sonila. Sie kennt die Geschichte von Eva Perròn aus dem Film, den sie sich vor dem Casting angesehen hat. Auch heisse es im Gesangstext «gentle Eva», fügt sie an. Darauf angesprochen, ob sie etwas nervös sei, wenn sie daran denke, auf der grossen Bühne

Zurzeit ist Sonila der Star in der Familie Arifi, im vergangenen Jahr war es ihre Schwester Sanie, die bei «The Voice Kids» beim deutschen Privatsender Sat 1 mitmachte und dort bis in die «Battles» kam. Zwei Mal zehn Tage haben sie und ihre Mutter dafür in Berlin verbracht, ohne die Schule zu vernachlässigen. Sanie tauschte sich während dieser Zeit per Whatsapp mit ihren Schulkolleginnen aus und erledigte die gleichen Hausaufgaben, wie ihre Schulkameraden zuhause in Wettswil. Auch wenn sie sich in der Show unter die besten 30 aus rund 100 000 Bewerbern gesungen hat, denkt sie nicht an einen Bühnenberuf. Singen und Gitarrespielen, sollen Hobby bleiben. Die 13-jährige Sek.-A-Schülerin hat sich entschieden, eine Lehre zu absolvieren, in welchem Beruf weiss sie aber noch nicht. Derweil träumt Sonila schon davon es auch bei «The Voice Kids» zu versuchen. «Wir sehen dann, was daraus wird», meint Mutter Albana Arifi mit einem Augenzwinkern, wohl wissend, dass sich die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern jederzeit ändern können. Doch, wenn sie wollen, können die Arifi-Geschwister auf die Unterstützung ihrer Eltern zählen.

Ivana Klasova ganz links neben ihrer Schwester Viera, Yuxi Zheng steht in der Mitte. (Bild zvg.)

Mädchen und Mathematik: Das passt perfekt zusammen, wie die 168 Mittelschülerinnen aus 43 Ländern an der European Girls’ Mathematical Olympiad bewiesen haben. Die drei Teilnehmerinnen aus dem Bezirk erhielten Auszeichnungen. Am 8. und 9. April bewiesen die Gymnasiastinnen aus 33 europäischen Ländern und 10 Gastländern ihr mathematisches Wissen und ihre Kreativität. Bei schönstem Frühlingswetter absolvierten sie die beiden 4.5-stündigen Prüfungen auf dem Campus Irchel der Universität Zürich (UZH). Die Prüfungen forderten den Teilnehmerinnen intellektuell einiges ab. Mathematikerinnen und Lehrpersonen aus rund 40 Ländern haben die Aufgaben im Vorfeld der Olympiade erfunden. Dimitri Wyss, Schweizer Vorsitzender des «Problem Selection Committee» erklärt, was eine gute Olympia-Aufgabe

ausmacht: «Die Fragestellung muss verständlich sein und einen gewissen Schwierigkeitsgrad haben – und gleichzeitig soll sie ‹schön› sein.» Schön sei eine Aufgabe dann, wenn sie überrasche und man dem Rätsel nicht nur mit logischem Vorgehen, sondern auch mit kreativen Ideen auf die Spur komme. Die Medaillenübergabe war der verdiente Lohn für die harte Denkarbeit.

Zwei Bronzemedaillen und eine Honorable Mention für die Ämtlerinnen Yuxi Zheng, die aktuell als Austauschschülerin in Hedingen zu Hause ist und Ivana Klasovita aus Aeugst (MNG Rämibühl) gewannen je eine Bronzemedaille. Ivanas Zwillingsschwester, Viera Klasovita aus Aeugst (MNG Rämibühl), durfte eine «Honorable Mention», eine ehrenvolle Erwähnung, entgegennehmen. (pd.)


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 19. April 2017

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«Zivile Drohnen sind bereits heute nicht mehr wegzudenken» Interview mit dem Obfelder Severin Leuenberger, vom Vorstand des schweizerischen Verbands ziviler Drohnen Zehn Jahre nach der Marktreife im militärischen Bereich halten zivile Drohnen in verschiedenen Branchen Einzug. Der «Anzeiger» sprach mit Severin Leuenberger, Aktuar im Vorstand des Schweizerischen Verbands ziviler Drohnen und Mitarbeiter von RemoteVision, einem der grössten Anbieter industrieller Drohnen in der Schweiz, über Chancen und Grenzen der zivilen Nutzung ferngesteuerter Flugvehikel. «Anzeiger»: In der Gesellschaft gibt es eine gewisse Skepsis gegenüber zivilen Drohnen. Woran liegt das? Severin Leuenberger: Das ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Einerseits verkörpern militärische Drohnen die absolute Entpersonalisierung von Gewalt. Ein Drohnenpilot kann die Drohne vom Computer aus steuern und setzt sich keinen Gefahren aus. Er kann töten, ohne sich irgendeinem Risiko auszusetzen. Bei den Opfern führt dies zu blinder Verzweiflung, den sie haben keine Chance auf Wiedergutmachung. Der Hass richtet sich deshalb immer öfter gegen die gesamte Nation, deren Präsident, der den Einsatz von Drohnen zulässt – momentan meistens die USA. Der schlechte Ruf militärischer Drohnen färbt natürlich auch auf den Ruf ziviler Drohnen ab. Zudem gibt es die nicht unbegründete Angst vor Kollisionen in der Luftfahrt. Gerade bei grossen Drohnen kann dies gefährlich werden. Wie können Kollisionen ziviler Drohnen mit Flugzeugen verhindert werden? Primär durch die Verwendung von Drohnen innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Drohnen dürfen nur in direktem Augenkontakt des Piloten geflogen werden. Sofern ein Drohnenpilot eine Drohne durch den Bildschirm oder Videobrille fliegen will, muss eine zweite Person die Drohne im Augenkontakt behalten. Wenn sich ein Flugzeug oder Helikopter nähert, dann muss der Drohnenpilot den Weg frei machen. Im klassischen Modellflug funktioniert das seit über 40 Jahren tadellos. Drohnenflüge ausserhalb der Sichtweite des Piloten sind ohne Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl illegal. Langfristig werden wir Kollisionswarnsysteme in den Drohnen finden. Die Entwicklung dieser Systeme ist bereits relativ weit fortgeschritten. Es wird in der Luftfahrt in diversen Gremien international aber auch national nach Lösungen gesucht, um die beste-

Severin Leuenberger ist Vorstandsmitglied des Schweizerischen Verbands ziviler Drohnen und Mitarbeiter von RemoteVision. henden Systeme auf eine gemeinsame Plattform zu bringen und eine Integration von Drohnen in den Luftraum zu realisieren. Damit wird eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Zivilluftfahrt entwickelt. Welche Vorteile kann der Einsatz ziviler Drohnen mit sich bringen? Drohnen bieten bereits jetzt grosse Chancen und für die Zukunft noch viel mehr. Es gibt bereits AgrikulturDrohnen auf dem Markt, die Saatgut oder Spritzmittel austragen können. Das ist viel umweltfreundlicher und präziser im Einsatz als Traktoren und besser geeignet für die Schweizer Landwirtschaft als Sprühflugzeuge. Gerade an Hanglagen birgt diese Technologie enormes Potenzial. Ein weiterer Einsatzort ist die Rehkitzrettung. Bauern können sich beim Drohnenverband melden und Piloten fliegen

mit Wärmebildkameras über die Felder und sehen die Kitze, die sich bei ankommenden Mähmaschinen tot stellen und so oft in die Mähwerke geraten. Drohnen für Transportdienste sind auch medial immer wieder ein Thema. Werden Drohnen bald den Pöstler ablösen? Transportdrohnen werden sehr bald kommen, jedoch nicht für Paketlieferungen in den eigenen Garten. Einfach, weil ein Kind im Garten die Drohne für ein Spielzeug halten könnte, unwissend, dass es sich eigentlich eine fliegende Kreissäge handelt. Für Geschäftslieferungen werden solche Lieferungen in den nächsten Jahren verfügbar sein. Immer wenn es sehr schnell gehen muss, kann die Drohne eine Option sein – aber nur, wenn der Preis eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn beispielsweise ein Spital unbedingt eine Blutpackung oder ein Medikament benötigt, dann bieten sich Drohnen an. In der Stadt Zürich gibt es über 20 Spitäler, zahlreiche Labors und Apotheken. Dort wäre ein Drohnentransportservice sicher vorstellbar, für die Vernetzung dieser Business-toBusiness-Lösungen – ähnlich wie eine sehr lange Rohrpost. Lässt sich quantifizieren, für welche Gewichte und Distanzen sich Transportdrohnen eignen? Überall, wenn kleine Sachen, bis drei Kilogramm schnell über Distanzen zwischen ein bis 10 Kilometer transportiert werden müssen, haben Drohnen ein grosses Potenzial.

Severin Leuenberger beim Kalibrieren einer Videodrohne.

Wo werden Drohnen sonst noch genutzt? Drohnen werden bereits sehr erfolgreich für Stromleitungsinspekti-

Eine Video- und Fotodrohne filmt eine Agrikulturdrohne während eines Sprüheinsatzes. (Bilder Salomon Schneider) onen oder zum Überprüfen der Weichenheizungen bei der SBB eingesetzt, von der Polizei oder zum Generieren von Luftaufnahmen. Zudem sind Drohnen in der Kartierung und Vermessung unverzichtbar geworden. Drohnen können so zahlreiche Helikopter-Kilometer ersetzen, was die Sicherheit des Gesamtflugsystems erhöht und viel umweltfreundlicher ist. Wie sieht die rechtliche Situation für zivile Drohnenpiloten aus? Bisher gibt es keine rechtliche Unterscheidung zwischen Modellflugzeugen und Drohnen. Modellflugzeuge sind hochkomplex zu fliegen – ganz im Gegensatz zu Drohnen, die in der Handhabung sehr einfach zu sind. Bei Drohnen bis 500 Gramm gibt es keine Einschränkungen bei Flügen über bewohnte Gebiete. Wer eine Drohne ab 500 Gramm fliegt, muss eine Haftpflichtversicherung und eine Bestätigung für die Deckung über eine Million haben und sie während der Nutzung auch auf sich tragen. Ein Grossteil der Käufer von zivilen Drohnen weiss nicht, dass sie sich auch um die Versicherung der Drohne kümmern müssen. Drohnen sind nämlich kein Spielzeug. Welche Risiken birgt die Nutzung ziviler Drohnen? Genauso wie der Laserpointer können Drohnen auch missbraucht werden. Auch mit einem Modellflieger war es schon möglich, Unfug zu treiben, mit der Drohne ist es aber einfacher, weil Drohnen einfacher zu fliegen sind und per GPS gesteuert werden können. Es gab bisher aber noch fast keine ernstzunehmenden Meldungen über Drohnen, die den Flugverkehr gestört haben und auch zu Per-

sönlichkeitsverletzungen durch Videoaufnahmen von Drohnen kommt es selten. Drohnen haben oft Weitwinkelkameras montiert. Details, welche erlauben würden, eine Person zu identifizieren, erkennt man auf dem Filmmaterial nur sehr bedingt. Wäre ein Verbot von Drohnen für nichtberufliche Zwecke denkbar? Es würde wohl einfach nicht viel Sinn machen. Sehen wir es so, die Schweiz hat eine der höchsten Waffendichten der Welt und ein liberales Waffengesetz. Wer viel Schaden anrichten will, findet schlicht und einfach effektivere Möglichkeiten als Drohnen. Da stiehlt man besser einen Lastwagen oder kauft sich ein Gewehr. Schlussendlich hat in der Schweiz ein Grossteil der Bevölkerung gute Perspektiven, um sich persönlich und beruflich entfalten zu können. Es gibt kein Übermass an Unzufriedenheit in unserem Land, welches sich in kriminellen Handlungen äussert. Verbote von Drohnen für nicht-kommerzielle Zwecke würde die Schweiz zu keinem sichereren Land machen. Wenn sich jemand eine Drohne kauft, wie kann man sich am besten auf den Einsatz vorbereiten? Der Schweizerische Drohnenverband bietet zwei verschiedene Prüfungen für Drohnenpiloten an. Es gibt diverse Anbieter von Kursen, mit denen man sich auf diese Prüfungen vorbereiten kann. Viele Drohnenpiloten schliessen sich keiner Modellfluggruppe an. Diesen Personen rate ich, sich ausbilden zu lassen. Durch Ausbildung haben wir einen Gewinn an Sicherheit im Luftraum und am Boden. Interview: Salomon Schneider


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 19. April 2017

Verkehrsbehinderungen in Hausen sollen möglichst gering ausfallen Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Postplatzes haben begonnen Seit Anfang April laufen die Bauarbeiten für die Neugestaltung des Postplatzes in Hausen, die voraussichtlich fünf Monate in Anspruch nehmen werden. Am 21. April werden provisorische Postauto-Halteplätze auf der Rifferswiler- (Linie 223) und der Zugerstrasse (alle übrigen Linien) eingerichtet. ................................................... von martin platter Ende November letzten Jahres hat der Hausemer Souverän an der Gemeindeversammlung dem 1,485-MillionenFranken-Baukredit für die Neugestaltung des Postplatzes zugestimmt. Inzwischen wurden die Bauleitung an das Ingenieurbüro Emch+Berger und die Baumeisterarbeiten an die Leuthard Bau-AG vergeben. Anfang April konnte planmässig mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Hausens Tiefbauvorsteher Christoph Tandler rechnet mit einer Bauzeit von etwa fünf Monaten. Er erklärt: «Wir bauen in verschiedenen Etappen, die den Nutzergruppen Rechnung tragen. Dabei wollen wir die Behinderungen für die Öffentlichkeit möglichst gering halten und transparent informieren. Beim Postgebäude ist jeweils der Bau-

plan zur jeweiligen Bauphase an einem Anschlagbrett ersichtlich.» Der Brunnen ist bereits abgebaut – und bei der Demontage prompt auseinandergefallen. «Das kann bei einer Sanierung immer passieren. Den Brunnen werden wir ersetzen lassen», kommentiert Tandler. Bis Mitte April werden nun zwei neue Parkplätze an der Südseite des Postgebäudes mit Zufahrt über die Rifferswilerstrasse erstellt. Die stehen auch künftig nur den Besuchern des Zahnarztes und der Privatwohnungen zur Verfügung. Mehr Aufwand muss im Zusammenhang mit der Schliessung der Poststelle betrieben werden. Gemäss neuem Terminplan der Post erfolgt deren Schliessung nun am 20. Mai 2017. «Bis zu diesem Zeitpunkt werden einige Parkplätze für Postkunden zur Verfügung stehen. Anschliessend wird der Postplatz aber für sämtlichen Verkehr gesperrt», so Tandler. Danach beginnt die Hauptarbeit: Die Neugestaltung des Postplatzes mit behindertengerechten Busanlegekanten und einem zeitgemässen, digitalen Fahrgastinformationssystem.

Online-Fahrplan checken, schützt vor Überraschung Die Umstellung des Postautobetriebs während der Umbauzeit mit provisorischen Fahrbahnhaltestellen auf der

Rifferswiler- und der Zugerstrasse beginnt ab Freitagmorgen, 21. April. «Wir möchten die Verkehrsbehinderung so gering wie möglich halten. Ein Lichtsignalbetrieb ist nicht vorgesehen», verspricht Tandler. Eine Wendeschlaufe für die Postautos wird über die Müllistrasse geführt, die für diesen Zweck leicht angepasst und während der Postplatzbauzeit mit einem Parkverbot belegt wird. Das bestehende Parkfeld wird vorübergehend aufgehoben. Für die Fussgänger werden gesicherte Wege entlang der Kantonsstrassen als Zugang zum Postgebäude eingerichtet. Die Zufahrt zur Baustelle der Überbauung Törlenmatt wird temporär über die Rifferswilerstrasse, Törlenmattstrasse umgeleitet. «Trotz des geänderten Verkehrsregimes sollten die bisherigen Abfahrtszeiten der Busse eingehalten werden können. Den Fahrgästen empfehle ich dennoch, im Internet oder mit der ZVV-App den Fahrplan des Zürcher Verkehrsverbundes regelmässig zu checken. Denn da werden auch geringe Zeitabweichungen angegeben», rät Tandler den Pendlern und Postautoreisenden. Sollten sich während der Bauzeit wider Erwarten grössere Fahrplanabweichungen ergeben, werde Postauto Schweiz mit einem Mailing in die Haushaltungen informieren. Weitere Informationen online unter zvv.ch/fahrplan

«Die Verkehrsbehinderungen möglichst gering halten»: Hausens Tiefbauvorsteher Christoph Tandler (links) und Gemeindeleiter Tiefbau, Hansueli Studer, vor dem zu sanierenden Postplatz in Hausen. (Bild Martin Platter)

Die Postautohaltestellen werden ab dem 21. April auf die Rifferswiler- und die Zugerstrasse verlegt. (Bild zvg.)

forum

Ideale Lösung? Der Herr vom «Ängpass», «Anzeiger» vom 13. April. Der «Herr vom Ängpass» ist mir egal! Mir geht es um eine echte Lösung der Verkehrssicherheit, vor allem für die Fussgänger. Viele Schulkinder müssen den nur rund 4 Meter breiten Engpass bis zu vier Mal täglich passieren. Ueli Suter hat nun in seinem Leserbrief die ideale Lösung gefunden. Wirklich? Die bereits an der Orientierungsversammlung diskutierte Variante mit den Einbahnstrassen ist die schlechteste aller Vorschläge. Mit der Verlagerung einer Hälfte des Verkehrs auf eine parallele Achse im gleichen Quartier löst man keine Probleme. Zudem dürfte diese Variante nicht nur 1000, sondern einige 10 000 Franken kosten. Sowohl im Osten wie auch im Westen müssten bauliche Anpassungen an beiden Strassen vorgenommen werden. Dazu kommen die Kosten der Signalisierung und der Regelung der Zuund Wegfahrten zu den Liegenschaften (Gegenverkehr in Einbahnstrassen sind gesetzlich verboten!). Der geforderte Fussgängerschutz kann mit relativ geringen Mitteln realisiert werden. Auf der Arnistrasse zwischen dem Schachenweg und der Schachenstrasse ist eine 20er-Zone einzurichten (analog der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern). Wem diese Zone nicht passt, der kann problemlos über die kantonale Maienbrunnenstrasse fahren. Im Weiteren ist die Nordzufahrt zum Areal der Firma Schweizer unverzüglich an die Hand zu nehmen. Ihr Werkund Personenverkehr ist dann nur noch über diese Strasse abzuwickeln. Die Zufahrt ab Bahnhofplatz ist aufzuheben. Mit diesen beiden Massnahmen wird nicht nur der Fussgängerschutz verbessert, sondern auch das Verkehrsaufkommen sowohl im «Ängpass» wie auch im Einkaufsbereich auf der Zwillikerstrasse und dem Bahnhofplatz. René Berbier, Hedingen

Die Grünen sagen Ja zur Energiestrategie 2050 Die Grünen Bezirk Affoltern unterstützen die Energiestrategie 2050. Ein Ja bei der Abstimmung vom 21. Mai ist ein wichtiger und unerlässlicher Schritt in Richtung einer ökologischen Energiepolitik. Das Hinauszögern von Klimaschutzmassnahmen, die ohnehin zu ergreifen sind, erhöht die Kosten, die damit verbunden sind. Das Jahr 2016 war das heisseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung von Klimadaten. Die weltweite Durchschnittstemperatur ist gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter um 1,2 Grad angestiegen. In Paris hatte sich die Weltgemeinschaft ein Jahr zuvor darauf geeinigt, die Erderwärmung auf ein «beherrschbares Mass» von deutlich unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad zu begrenzen. Nun ist dieser Wert schon fast erreicht. Korrekturmassnahmen sind daher dringend nötig. Die Energiestrategie 2050 sieht solche Massnahmen für die Schweiz vor. Der darin formulierte Weg geht aus Sicht der Grünen in die richtige Richtung, auch wenn er keineswegs revolutionär ist. Dennoch wird die

Energiestrategie 2050 mit Vehemenz bekämpft, als wäre die Sorge um das Klima aus der Luft gegriffen. Die vom Bundesrat erarbeitete Energiestrategie 2050 hat drei Stossrichtungen: Energieverbrauch senken, erneuerbare Energien ausbauen und aus der Atomenergie aussteigen. Nach jahrelanger Beratung hat das Parlament im Herbst 2016 das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 – eine umfangreiche Revision des Energierechts – verabschiedet. Dagegen wurde das Referendum ergriffen, was dazu führt, dass am 21. Mai 2017 darüber abgestimmt wird. Dies gibt der Bevölkerung die Gelegenheit, ein deutliches Zeichen zu setzen, dass sie von der Politik keine VogelStrauss-Strategie, sondern wirksame Massnahmen zum Schutz des Klimas erwartet.

Energieverbrauch senken – Energieeffizienz verbessern Die umweltfreundlichste Energie ist die Energie, die nicht verbraucht wird.

Der erste Schritt zur Energiewende ist daher die Reduktion des Verbrauchs durch Einsparungen und bessere Effizienz. Dazu enthält die Energiestrategie viele wichtige Massnahmen, die auch helfen, das Klima zu schützen: Mit der Energiestrategie steht mehr Geld aus der CO2-Abgabe für das Gebäudeprogramm zur Verfügung, womit dieses verstärkt wird. Der Verkehr ist für mehr als einen Drittel des Gesamtenergieverbrauchs und der CO2Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Die Energiestrategie 2050 sieht vor, die bestehenden Emissionsvorschriften zu verschärfen. Mit den wettbewerblichen Ausschreibungen werden Programme und Projekte unterstützt, die zu einem sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich sowie in Haushalten beitragen. Eine Energieversorgung, die sich auf Uran, Öl, Gas und Kohle stützt, ist nicht nachhaltig. Diese Energieträger sind nicht nur begrenzt vorhanden, sie gefährden beim Abbau und der Energieproduktion sowie als Atomanzeige

Höhere Versorgungssicherheit Jedes Jahr importieren wir EinwegEnergie (Erdöl, Uran usw.) im Wert von über 10 Milliarden Franken aus dem nahen und fernen Ausland. Dies ist keine Investition, sondern reiner Verbrauch. Das ist allen klar. Klar wird auch, dass dies nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Unsinn ist: Man stelle sich nämlich vor, was die Schweiz mit dieser enormen Summe alles anstellen könnte! Wir könnten in unserem Land 125 000 Menschen einen Arbeitsplatz finanzieren, 3,6 neue Gotthardröhren bauen, die gesamtschweizerische Steuerbelastung um einen Zwanzigstel reduzieren oder 285 000 mittlere Solardächer mit

8000 Megawattstunden Jahresleistung (der Bedarf von 2 Millionen Familienhaushalten) bauen – all dies jährlich! Oder wir können das Geld Jahr für Jahr despotischen, korrupten und/oder grössenwahnsinnigen Herrschern überweisen. Die Energiestrategie 2050, über welche wir am 21. Mai abstimmen, stärkt die Produktion einheimischer, erneuerbarer Energie. Dies senkt nicht nur die Abhängigkeit vom Ausland und erhöht die Versorgungssicherheit. Es ermöglicht uns auch, in unser Land zu investieren, uns unser Geld langfristig in unserem Land zu behalten. Roger Schuhmacher, Bonstetten

müll und CO2-Emission Mensch, Natur und Klima. Es braucht daher eine Umstellung auf eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien. Die Energiestrategie gibt den erneuerbaren Energien in der Schweiz einen neuen Schub. Je länger die Schweiz mit dieser notwendigen Umstellung wartet, desto teurer wird sie.

Aus der Atomenergie aussteigen Atomkraftwerke sind gefährlich. Das wissen wir nicht erst seit der Katastrophe in Fukushima. Das Atommüllproblem ist nirgends auf der Welt gelöst. Und das Uran wird unter menschenverachtenden Umständen abgebaut. Die Energiestrategie ist ein erster wichtiger Schritt zum vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie: Sie schreibt fest, dass in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden und keine abgebrannten Brennstäbe wieder aufbereitet werden dürfen. Vorstand Grüne Bezirk Affoltern


Forum

Mittwoch, 19. April 2017

Für stabile Beziehungen zur EU – Sorgen wegen Fachkräftemangels Podium mit FDP-Präsidentin Petra Gössi und Ämtler Unternehmern in Bonstetten An stabilen Beziehungen zur EU sind auch Ämtler Unternehmer interessiert. Ihre Sorge gilt der Rekrutierung von genügend Fachpersonal, wie an der Podiumsdiskussion im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten mit FDP-Schweiz-Präsidentin Petra Gössi deutlich wurde. ................................................... von werner schneiter Viel Grün prägte den mit gut 120 Interessierten ausserordentlich gut besuchten «präsidialen Monatstreff» der Bezirks-FDP im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten – auch auf dem Podium, wo neben Nationalrätin Petra Gössi auch Unternehmer aus dem Säuliamt Platz nahmen: Arthur (Turi) Küng, Gastgeber; Robert Marty (Intus AG, Affoltern), Robert Schmidlin (Schmidlin AG, Affoltern) diskutierten unter der Leitung von Michael Schönenberger, Inlandchef der NZZ. Und der warf mit Blick auf die EU sogleich die Frage in die Runde: Wie weiter? Petra Gössi bekräftigte ihre zuvor in ihren Einführungsworten gemachte Aussage, wonach kein Zwang zu einem Rahmenabkommen mit der EU bestehe – auch, weil man noch nichts über Inhalte wisse. Es sei aber wichtig, über einzelne Abkommen zu verhandeln. Für Robert Marty, der in mehreren Verwaltungsräten sitzt, ist in seinen Bereichen ein schwacher Euro gravierender als allfällige Handelshemmnisse. Er hält eine starke EU für wichtig, auch weil sie bilaterale Partnerin der Schweiz sei. Die Schmidlin AG bezieht Blech aus dem EU-Raum. Über 35 Prozent ihres Personals kommen aus dem Ausland. «Diese Leute könnten wir in der Schweiz nicht rekrutieren», sagte er. Mit Blick auf wirtschaftliche Prosperität bekräftigte auch Arthur Küng die Notwendigkeit stabiler Beziehungen zur EU. «Meiner Firma gehts gut, wenn es der Wirtschaft insgesamt gut geht», sagte er, sein eher volatiles Geschäft erwähnend. «Ich verkaufe sozusagen Luxusgüter».

«Alle drängen ins Büro» Etwas Sorge bereitet den Unternehmungen die Rekrutierung von genügend Fachpersonal, und bisweilen fehlt es auch an genügend Nach-

Viel Grün und eine angeregte Diskussion im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten, von links: Robert Marty, Robert Schmidlin, Gesprächsleiter Michael Schönenberger, Petra Gössi und Arthur Küng. (Bild Werner Schneiter) wuchs. «Alle drängen ins Büro, kaum jemand in eine Werkstatt», brachte es Robert Schmidlin auf den Punkt. Weniger Sorgen bekundet Arthur Küng. In seinem Betrieb mit 78 Mitarbeitenden sind 5 bis 7 Prozent ausländischer Herkunft. «Wir bilden die Leute selber aus, und Grün liegt derzeit im Trend», sagte er und betonte die Notwendigkeit ausländischer Arbeitskräfte – auch mit Blick auf den Umstand, dass im Gartencenter über 15 Prozent hochqualifizierte ausländische Kundschaft einkauft. Die Bemerkung Michael Schönenbergers, wonach die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) weit weg sei vom Verfassungstext, nahm dann wieder Petra Gössi auf und hängte die Frage an: In welchem Glauben hat die Bevölkerung darüber abgestimmt? Werde die Personenfreizügigkeit aufgebrochen, dann seien die Bilateralen Verträge gefährdet. Und die EU könne dann gegenüber der Schweiz eine Politik der Nadelstiche betreiben. «Das ist Gift. Wir haben schon jetzt einen starken Franken. Nochmals Handelshemmnisse und Mauern? Dann werden Firmen langsam aber sicher im Ausland investieren», ist die seit exakt einem Jahr als FDP-Parteipräsidentin agierende Petra Gössi überzeugt. Ja, die SVP soll die Frage zur Aufkündigung der Personenfreizügigkeit stellen, fügte sie bei und

spricht von Kampfrhetorik der Volkspartei. Abseits von Parteipolitik dann wieder die Statements der Unternehmer. Im Säuliamt, glaubt Robert Marty, gehen Ämtler KMU nur dann im Ausland auf Personalsuche, wenn sich hierzulande niemand finden lässt. Im Bereich der Präzisionsmechanik sei es aber nicht einfach: «In den letzten 10 Jahren haben wir nicht alle Abgänge ersetzen können». «Befürchten Sie, dass billigere Arbeitskräfte eingestellt werden?», frage der Moderator. Laut Marty sind viele ausländische Arbeitskräfte beim Staat beschäftigt, in Spitälern, bei der Steuerverwaltung, bei der Bahn usw. Für Arthur Küng ist die Frage entscheidend, ob Leute auf dem Markt sind, die den von ihm ausgeschriebenen Job machen können. Er findet unser duales Bildungssystem hervorragend – weniger den Umstand, dass Junge ein Studium wählen, das für den Arbeitsmarkt nicht taugt.

Bürokratische Hemmnisse – fortschreitende Digitalisierung In einem weiteren Punkt ist sich das Podium völlig einig: Wir haben zu viel Bürokratie. «Da geht viel Geld und Zeit verloren», bemerkte Arthur Küng, der das bei seinem Neubau erfahren hat. Robert Schmidlin sprach von Normen, die von der EU übernommen wurden,

bei der Entrauchung zum Beispiel – aber auch davon, dass es in jedem Kanton «anders brenne» … Er hatte die Lacher auf seiner Seite. «Da müssen Sie handeln», antwortete Petra Gössi. Sie verwies auf ein Papier der FDP, das sich mit den erheblichen Folgekosten der Regulierung befasst. Abschliessend befasste sich die Runde mit der Digitalisierung. Die schreitet natürlich voran, aber laut Robert Marty nicht in der prognostizierten Geschwindigkeit. Gleichwohl verändert sie die Arbeitswelt weiter – auch bei Robert Schmidlin, der das Building Informations Modeling (BIM) erwähnte – Gebäudedatenmodellierung, ein 7-D-Modell zur Optimierung von Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe von Software. «Das wird die Baubranche umwälzen», prognostiziert er. Für Petra Gössi bringt die Digitalisierung auch Arbeitsplätze, entsprechende Ausbildungen/Weiterbildung würden angeboten. «Angst entsteht nur, wenn man etwas nicht kennt», sagte sie, setzt aber Fragezeichen bei Datenmengen und dem Umgang damit. Mehr Digitalisierung, weniger Arbeitsplätze, mehr Freizeit – auch mehr psychische Probleme. Das wird laut Arthur Küng zur Herausforderung, dazu die Frage, wie viele Jobs wegfallen in Bereichen, in denen man Leute mit niedrigem Bildungslevel nicht beschäftigen könne.

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«Rahmenabkommen mit der EU ist nicht dringlich» «Das ist ein Besucherrekord», frohlockte FDP-Bezirkspräsident Alain Schwald bei der Begrüssung der gut 120 Personen, die sich zum «präsidialen Monatstreff» der FDP im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten einfanden. «Bei ihrer Wahl vor exakt einem Jahr war ich skeptisch, aber sie macht es sehr gut», lobte er die Präsidentin der FDP, die seit den Nationalratswahlen in den Kantonen 20 Sitze gewonnen hat. In ihrer Einführung «wanderte» Petra Gössi, Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), durch das politische Umfeld, das geprägt ist von Brexit, Trump, Türkei. Sie erwähnte die damit zusammenhängenden Unsicherheiten, den rauer wehenden Wind. «Die Schweiz ist klein, aber agil. Der Bundesrat muss beobachten und schnell reagieren – natürlich ist das eine Herausforderung», sagte sie. Dass gegen die Masseneinwanderungs-Initiative (MEI) kein Referendum zustande kam, wertet Gössi als Indiz, dass die Bevölkerung mit der Umsetzung «einverstanden ist». Mit dieser Lösung werde keine Türe zugeschlagen. Die EU habe kein Druckmittel gegen die Schweiz, und es bestehe überhaupt keine Dringlichkeit, das Rahmenabkommen mit der EU zu pushen. Damit vertritt sie eine andere Position als FDP-Aussenminister Didier Burkhalter. Die EU sei mit sich selbst beschäftigt, mit dem Brexit und mit diversen anstehenden Wahlen in Mitgliedsländern. «Die jetzige Situation ist gut für die Schweiz. Wir müssen die Bilateralen aufrechterhalten, beobachten und Entwicklungen aufnehmen», sagte Petra Gössi. Mit der Altersvorsorge 2020 schnitt die Parteipräsidentin ein weiteres Thema an. Eine Aufstockung der AHV um 70 Franken entspreche dem Giesskannenprinzip, sei nicht sozial (weil nur Neurentner profitieren) und abzulehnen. Sie bekräftigte den FDP-Vorschlag, die Rentenkurve zu «lupfen», den Umwandlungssatz zu senken und den Koordinationsabzug zu kürzen oder abzuschaffen. Bis 2030 sei die AHV ausfinanziert, aber ab 2035 fehlten ihr jährlich über 6 Milliarden. Wie auffangen? Mit höherer Mehrwertsteuer und höherem Rentenalter. «Stimmen sie am 21. September Nein zur Vorlage der Altersvorsorge», empfahl Petra Gössi, die sich auch den Fragen aus dem Publikum stellte. (-ter.)

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Vorzeitige Gemeinderatsersatzwahl in Bonstetten: Peter Ehrler Empfehlung der FDP Bonstetten-Stallikon-Wettswil Durch den Wegzug des Gemeinderates Patrick Vogel (FDP) wird ein Sitz im Gemeinderat, vor Ablauf der Legislaturperiode, per 1. Juli 2017 frei. Die FDP Bonstetten-Stallikon-Wettswil hat daraufhin an ihrer ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 10. April einen Nachfolger für Patrick Vogel nominiert. Insgesamt haben sich zwei Kandidaten zur Auswahl gestellt.

Langjährige RPK-Erfahrung Die FDP-Mitglieder haben am Schluss der Sitzung, mit grosser Unterstützung, Peter Ehrler als ihren Kandidaten nominiert und ihm ihre volle Unterstützung zugesichert. Die FDP freut sich, der Bevölkerung mit Peter Ehrler einen hervorragenden Kandidaten zur

Wahl vorzuschlagen. Dank seiner langjährigen RPKErfahrung ist Peter Ehrler mit vielen Geschäften der Gemeinde bereits vertraut. Somit ist sichergestellt, dass er sich schnell in die GemeinderatsDossiers einarbeiten und sich gut ins bestehende Gemeinderats-Kollegium einfügen kann.

Anlässlich des Besuches der Schweizer Parteipräsidentin der FDP, Petra Gössi, vom 12. April im Gartencenter GuggenVorstand bühl, durfte Peter Ehrler die guten Wünsche seiner PräsiFDP Bonstettendentin für die bevorstehende Wahl für den Gemeinderat Stallikon-Wettswil entgegennehmen. (Bild zvg.)


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Vier Wandertage

Frühling im Wander- und Veloparadies zwischen Mühlau und Bremgarten. > Seite 12

«Miteinanderwandern» vom 24. bis 27. Juli im Unterengadin. > Seite 13

Mittwoch, 19. April 2017

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Sturm in den Himmel Bea Wuillemin, Bibliothek Bonstetten, zum Buch über die Liebe des jungen Luther. > Seite 16

In neuer Frische und freundlich wie immer - umgebauter Dorfmärt rappelvoll Neueröffnung des Dorfmärts in Obfelden nach einem Gesamtumbau Der Obfelder Dorfmärt an der Dorfstrasse wurde innert 25 Tagen umgebaut. Das kleine Shopping-Center mit den aussergewöhnlichen Öffnungszeiten wurde den Kundenwünschen mit modernster Technik angepasst. ................................................... von martin mullis

Das Facelifting des Dorfmärts Obfelden dauerte zwar lediglich 25 Tage, das Ergebnis hingegen ist ein fast neues, modernes und helles Ladenlokal. Bei der Wiedereröffnung am letzten Donnerstag zeigte sich das Ladenlokal rappelvoll. Die Volg-Kunden hatten den Dorfmärt schmerzlich vermisst und genossen sichtlich die legendäre und nun noch freundlichere VolgAtmosphäre. Das kleine ShoppingCenter erscheint noch immer überschaubar, die Verkaufsflächen allerdings wirken grösser, und die Kundenführung ist den Einkaufsbedürfnissen

angepasst. Die Produktepalette wurde leicht erweitert. So werden nun zum Beispiel auch glutenfreie Lebensmittel oder einige Lifestyle-Artikel angeboten. Wie bisher werden auch weiterhin regionale Produzenten den Dorfmärt mit Gemüse, Früchten, Eiern und Honig beliefern. Im generalstabsmässig vorbereiteten Umbau wurden grosse Teile der Haustechnik, wie die Elektrik und die Kühlmöbel, erneuert. Mit der umfassenden Neugestaltung wurden sowohl die Böden als auch die Verkaufsgestelle ausgewechselt. Ausser den Volg-internen Handwerkern stammen sämtliche am Umbau beteiligten Firmen aus der Region. Geschäftsführer Marcel Tillmann erwähnt, dass das Personal beim Umbau stark involviert war. Ohne diesen Einsatz wäre die Neugestaltung des Dorfmärts nicht derart problemlos über die Bühne gegangen, hält er fest. Mit dem Facelifting des Obfelder Dorfmärts wird der bekannte VolgSlogan «Frisch und Fründlich» eindrücklich bestätigt.

Heissen Kunden und Kundinnen wieder herzlich willkommen im neu gestalteten Dorfmärt: Filialleiterin Isabella Konrad, Geschäftsführer Marcel Tillmann und Beni Frick, Präsident der Landi Obfelden (rechts). (Bild Martin Mullis)

«Ich habe gar nicht gewusst, dass Fernheizsysteme so effizient sind»

Setzlinge tauschen unter Bäumen

Ingenieurnachwuchs bei Renercon in Hedingen

«Mutter-Erde-Tag» am 23.4. in Bonstetten

Im Rahmen von «IngCH – Engineers Shape our Future» hat eine Schülergruppe der Kantonsschule Hottingen letzte Woche die Knonauer Firma Renercon besucht, die unter anderem in Bonstetten und Hedingen Wärmeverbünde betreibt. IngCH will sie motivieren, ein Ingenieur-Studium ins Auge zu fassen.

Das frühlingshafte Wetter lockt nach draussen in den Garten: Auf der Stiftung Rotenbirben können am Sonntag überzählige Setzlinge und Samen gegen neue Gartenschätze eingetauscht werden. Am feinen Mitbringbuffet kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen.

«Wer auf erneuerbare Energie setzt, ist längst kein Pionier mehr, sondern denkt vernünftig und marktwirtschaftlich», hält Renercon-Chef Andreas Stalder fest: «Was es jetzt braucht, sind verlässliche Rahmenbedingungen und gleich lange Spiesse für alle. Vollkostenrechnung statt Subventionsgerangel ist gefragt!»

Weshalb ist Holz klimaneutral? Der Gründer und Verwaltungsratspräsident von Renercon, René Müller, und Projektleiter Guido Weber zeigen den Schülerinnen und Schülern die Anlage in Hedingen. Die vielen Fragen liessen auf einiges Interesse schliessen – vielleicht wird sich der eine oder die andere unter ihnen in einigen Jahren nach Abschluss eines Ingenieurstudiums bei Renercon bewerben. Auf eine entsprechende Frage erklärt Guido Weber die biochemische Gleichung, dass der Verbrennungsprozess von Holz nur dasjenige Kohlen-

eines Wärmeverbundes zu Einzelheizungen in jedem Haus? Ein System mit mehreren Öfen unterschiedlicher Grösse benötigt für dieselbe Wärmeleistung weniger Energie als ein kleiner Ofen, der auf den Maximalbedarf in kalten Winternächten ausgelegt ist, denn der Wirkungsgrad einer Verbrennungsanlage sinkt bei geringerer Auslastung. Zweitens sind die Brennöfen des Wärmeverbundes Hedingen mit einer neuen Dreifach-Filteranlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die weissen Guido Weber, Projektleiter bei Renercon, erklärt den Schü- Schwaden, die den Kamin verlassen, lerinnen und Schülern der Kantonsschule Hottingen das bestehen aus Kaminsystem der Fernwärmeanlage in Hedingen. harmlosem Was(Bild Bernhard Schneider) serdampf. Ein Schüler, der im Lauf der Bedioxid abgibt, das zuvor im Rahmen der sogenannten Photosynthese der sichtigung viele Details fotografiert Umwelt entzogen worden ist. Deshalb und kritische Fragen gestellt hatte, bibelastet die Verbrennung von Holz – lanzierte am Schluss: «Ich habe gar im Gegensatz zu Erdölprodukten – das nicht gewusst, dass Fernheizsysteme Klima nicht. Was ist der Unterschied so effizient sind.» (bs)

Der Frühling ist da! Grosse und kleine Gartenbegeisterte zieht es in den Garten: Beete wollen vorbereitet, eingesät und bepflanzt werden. Andere grüne Daumen befüllen auf Balkonen Töpfe und Kistchen fleissig mit Erde. Vielleicht wartet aber ein Balkon, ein kleines Stücklein Garten oder ein Fenstersims noch auf eine Begrünung? Egal ob Neuling oder Gartencrack: Alle sind herzlich willkommen, sich am 23. April auf der Stiftung Rotenbirben zu treffen, um Setzlinge, Saatgut und Erfahrungen auszutauschen. Als Tauschgut ebenso willkommen sind Blumen und Zweige, um daraus Frühlingssträusse zu binden, sowie kulinarische Gaben für das Mitbringbuffet. Dabei steht der Austausch im Vordergrund: Wie in der Natur soll auch hier Überschüssiges geteilt werden und so zu neuer Blüte kommen.

Muttertag für die Natur Die Natur produziert im Überfluss. Eine einzige Pflanze produziert eine Unmenge an Samenkörnern, aus

jedem einzelnen davon wächst wieder eine ganze Pflanze. Wie könnte man den Frühling und die Natur besser feiern als mit einem Tauschfest von Naturgaben? Der «Mutter-Erde-Tag» entstand aus der Idee, am Muttertag auch der Natur zu danken, die uns ebenso wie unsere menschlichen Mütter umsorgt und uns ernährt, ist sie doch die Grundlage all unseres Wohlstandes.

Nahrungsmittelproduktion in die eigene Hand nehmen Der Name des Festes ist geblieben, auch wenn dieses heuer nicht am Muttertag gefeiert wird. Es findet nun zu einem früheren, gärtnerisch etwas günstigeren Zeitpunkt statt – und neu auf dem Gelände der Rotenbirben-Stiftung. Diese setzt sich für den Erhalt der landwirtschaftlichen Kulturfläche und der Nahrungsmittelproduktion mitten im Bonstetter Dorf ein. Dies passt zur Idee, die hinter dem Tauschfest steht: Der Anbau von Nahrungsmitteln soll selbstbestimmt und lokal erfolgen. Jeder und jede kann gärtnern! Beim Tauschfest kann man dazu einen passenden Setzling finden (beispielsweise eine ProSpecieRara-Tomate), sich neue Garten-Inspiration holen oder einfach gemeinsam das Frühlingsspektakel der Natur geniessen. Sonntag, 23. April, ab 11 Uhr auf der Stiftung Rotenbirben, Rütistrasse 5, Bonstetten. www.stiftung-rotenbirben.ch Kontakt Ilona Stirnimann 079 827 89 76


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 19. April 2017

«Über sieben Brücken musst du geh’n» Frühling im Wander- und Veloparadies zwischen Mühlau und Bremgarten Die Route entlang der Reuss vom aargauischen Mühlau im Oberen Freiamt, durch das südliche Säuliamt bis ins Kelleramt nach Bremgarten, bietet einzigartige Eindrücke. Zugleich spielen auf dem Weg mehrere Brücken eine verbindende Rolle. ................................................... von martin mullis Brücken verbinden Kontinente, Länder, Kantone und Gemeinden und dienen auch vielem als Metapher. Auf dem nachfolgend beschriebenen Weg begegnet der Wanderer einigen Brücken, welche diese Tatsachen eindrücklich untermauern. So werden Dörfer kantons- und konfessionsübergreifend verbunden, Landwirtschaftsland vereinigt und Grenzen beseitigt. Die beschriebene Strecke können sowohl Wanderer als auch Velofahrer fast mühelos bewältigen, besteht sie doch fast ausschliesslich aus Naturoder Velowegen und weist keine nennenswerten Steigungen auf. Die erste Überquerung der Reuss auf unserer Wanderung, die einspurige Brücke bei Mühlau, gilt sozusagen als beidseitiges Tor zu aussergewöhnlichen Erholungslandschaften. Flussabwärts gesehen auf der rechten Seite lockt die ausgedehnte und unter strengen Naturschutzauflagen stehende Moorlandschaft «Maschwander Allmend». Da die Einmündung der Lorze knapp zwei Kilometer flussabwärts ein Weiterkommen verhindert, muss der Weg auf der linken Flussseite fortgesetzt werden. Die ruhig fliessende Reuss beeinflusst massgebend unsere Sinne, jeglicher angestaute Stress wird wie von Zauberhand mit den Wassermassen weggeschwemmt.

Nur für Fussgänger und Velofahrer: Die schmale Brücke im Zufiker Dominoloch ist mit 92 Metern die längste gedeckte Holzbrücke der Schweiz. (Bilder Martin Mullis)

Sakrales Schmuckstück mit rotem Turm Die Weite des Freiämter Reusstals mit den fruchtbaren Äckern und artenreichen Wiesen, lässt den Wanderer öfters innehalten und staunen. So steht nur gerade ein Steinwurf von der Reuss entfernt, inmitten der paar wenigen Häuser und Höfe des idyllischen Weilers Hagnau, die kleine Kapelle St. Wendelin. Das sakrale Schmuckstück mit dem schmalen roten Kirchturm wurde im Jahre 1603 von frommen Menschen gestiftet. 1780 wurde die kleine Kirche neu erbaut und zu Ehren des heiligen Wendelin geweiht. Nach dem kurzen Halt beim Chappelhof winkt schon bald einmal die zweite Brücke auf unserem Weg. Es ist die Überquerung der Reuss auf der Kantonsstrasse von Obfelden nach Merenschwand. Das alte Brückenbauwerk wurde 1971 durch eine neue Spannbeton-Brücke ersetzt. Lediglich eine halbe Stunde Fussmarsch flussabwärts ermöglicht eine ähnliche Brücke in Ottenbach die Flussüberquerung nach Birri. Die neue zeitgemässe Verbindung zum aargauischen Freiamt wurde 1956 eingeweiht. Hier besteht erstmals auf unserem «Brückenweg» die Möglichkeit zur kulinarischen Stärkung. Unmittelbar bei der Ottenbacher Brücke lädt der weitherum bekannte Landgasthof «Reussbrücke» mit einem grossen lauschigen Garten zur Einkehr ein.

Die kleine Kapelle St. Wendelin, inmitten der paar wenigen Häuser und Höfe des idyllischen Weilers Hagnau.

Gedeckte Holzbrücke im Dominoloch

Die Reussbrücke zwischen Obfelden und Merenschwand.

Im «Ewigliechtli» wurde gerne überhockt Richtung Rottenschwil und Flachsee geht es für die Drahtesel auf der linken Seite des Flusses weiter, für die Wanderer empfiehlt sich die Benützung der rechten Flussseite. Hier trifft man auf die wohl romantischste Brücke der ganzen Wegstrecke. Der Holzsteg überquert zwar nicht die Reuss,

sondern lediglich den Kanal, welcher einige hundert Meter nach dem Streichwehr und Turbinenhaus der ehemaligen Fabrik wieder in den Fluss mündet. Die nächsten zwei Reussüberquerungen befinden sich ziemlich nahe beieinander. Die Strasse nach der nur einspurig befahrbaren Brücke führt zum wenige hundert Meter entfernten Weiler Werd wo ebenfalls ein Restaurant «Reussbrücke» seine Köstlichkeiten anbietet. Das Wirtshaus ist allerdings besser unter dem Namen «s’Ewigliechtli» bekannt, dies weil in früheren Zeiten dort gerne «überhockt» wurde und darum das Licht in der Gaststube nächtelang leuchtete. Auch bei der nächsten Brücke in Rottenschwil, steht in unmittelbarere Nähe das Restaurant «Hecht». Der Parkplatz am Flussufer ist Ausgangs- und Treffpunkt für die Umrundung des einzigartigen Naturschutz- und Vogelparadies Flachsee. Der Stausee erstreckt sich bis zum Weiler Geisshof und ist mit 72 ha der zweitgrösste See im Kanton Aargau. Er gilt bei Ornithologen und Hobbyfotografen als Eldorado, sind doch über 240 Vogelarten darunter auch Graureiher und Kormorane zu beobachten. Am Flachsee haben sich auch Biber angesiedelt, deren Frassspuren unübersehbar überall am Ufer festgestellt werden können.

Die wohl romantischste Brücke der ganzen Wegstrecke: Der Holzsteg über den historischen Fabrikkanal bei Ottenbach.

Am Ende des Flachsees bestand bis vor Kurzem noch eine weitere attraktive Möglichkeit die Reuss zu überqueren. Die Pontoniere von Bremgarten betrieben an schönen Sommertagen mit einem Weidling eine Fähre. Leider wurde der «Fährbetrieb» im letzten Jahr eingestellt. Einen Katzensprung flussabwärts bietet auch die mit 92 Meter längste gedeckte Holzbrücke der Schweiz Gelegenheit, ans gegenüberliegende Ufer der Reuss zu gelangen. Die schmale Brücke im Zufiker Dominoloch dürfen Fussgänger und Velofahrer benützen. Sie wurde nach einem Unwetter 1984 zerstört und erst 1988, vier Jahre später, in der heutigen Form wieder neu erstellt. Der Wanderer muss sich hier entscheiden, ob er den direkten Weg nach Bremgarten einschlägt, oder die romantische Holzbrücke dazu benutzt, um der Benediktiner-Abtei des Klosters Hermetschwil einen Besuch abzustatten.


veranstaltungen

Vier Wandertage im Unterengadin «Miteinanderwandern» Ein viertägiges Wandererlebnis führt die Teilnehmenden vom 24. bis 27. Juli ins Unterengadin. Das Unterengadin ist der untere Teil des schweizerischen Inntals. Auf der linken Seite des Inn umfasst das Unterengadin die östlichen Ausläufer der Albula-Alpen, die Südseite der Silvretta mit dem Piz Linard, Piz Buin, Dreiländerspitze und Silvrettahorn. Rechts des Inn befinden sich Ausläufer der Livigno-Alpen mit dem Piz Quattervals und die Gipfel der Sesvenna-Gruppe. Ein grosser Teil des Gebirges rechts des Inn ist Bestandteil des Schweizerischen Nationalparks. Der höchste Gipfel des Unterengadins ist mit 3411 Metern der markante Piz Lienhard. Mit der Bahn geht es über Zürich und Landquart bis nach Lavin und zugleich Ausgangspunkt der ersten Wanderung im Unterengadin. Von dort führt der Weg leicht aufwärts nach Guarda, einem lieblichen Dorf mit vielen verzierten Häusern und weiter Richtung Tuoi – ein Hochtal mit schönen Bergwiesen und einer imposanten Sicht auf den mächtigen Piz Buin. Dem Bachlauf der Clozza entlang erreicht man bald die Tuoi Hütte SAC auf 2250 Meter. Sie ist im Sommer ein idealer Ort für die Besteigung des Piz Buin und andere leichte Hochtouren und Wanderziele. Nach der Übernachtung und einem reichhaltigen Frühstück führt ein schmaler Bergweg zum Blausee auf 2613 Meter. Er ist tiefblau und einer der schönsten Bergseen im Unterengadin. Von dort geht es über die Alp Sura zurück nach Guarda. Mit dem Postauto und der Rhätischen Bahn fährt man nach Zernez. Das malerische Dorf liegt auf 1474 Meter und ist das Tor zum Schweizerischen Nationalpark und ein idealer Ort für Ausflüge ins Ober- und Unterengadin. Am dritten Wandertag geht es die ersten 600 Höhenmeter mit einem Kleinbus von Zernez bis zur Waldgrenze. Dann führt ein schmaler Pfad immer steiler durch die Lawinenverbauungen und über Schutthänge zum Munt Baselgia auf 2682 Meter und in teilweise leichter Kletterei über grosse Steine und Felsbrocken bis zum Punkt

Schellen-Ursli-Haus in Guarda. (zvg.) 2945. Von hier aus bietet sich eine grossartige 360-Grad-Rundumsicht auf das Oberengadin, die Macun Seenplatte und das Silvrettamassiv. Nun geht es zur Fourcletta da Barcli hinunter und weiter bis zu den zahlreichen kleineren und grösseren Seen von Macun. Der Abstieg erfolgt über die Alp Zeznia nach Lavin auf 1412 Meter. Dann geht es mit der Bahn zurück nach Zernez, wo sich die Wanderer ausruhen und stärken können. Nach dem Morgenessen fährt man mit der Bahn nach Scuol und mit dem Postauto nach S-charl, zugleich Ausgangspunkt der vierten Wanderung. Ein romantischer Weg führt dem Bach entlang, bis zur Clemgia-Brücke, wo die Route via «Tamangur Dadora» gewählt wird. Auf schönen Wiesen- und abwechslungsreichen, steinigen Wurzelpfaden geht es im Auf und Ab zwischen Bäumen, Alpenrosen- und Beerenbüschen hindurch. Bald erreicht man den höchstgelegenen Arvenwald Europas «God Tamangur» und die Alp Astras. Ein Weg führt talaufwärts zwischen Legföhren hindurch bis zum Pass Costainas. Der gleichmässige Abstieg zum Dorf Lü, geht an artenreichen Blumenwiesen vorbei. Nach einer Pause im Restaurant Hirschen fährt man mit dem Postauto über Tschierv nach Zernez, von wo die Reise mit der Bahn über Chur und Zürich wieder nach Hause geht. Dölf Gabriel, Wanderleiter Vier Wandertage im Unterengadin, am Montag, 24. Juli bis Donnerstag, 27. Juli 2017. Anmelden bis am 24. Mai. Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.

Diagnose Krebs – was nun? Ein Vortrag mit Rosmarie Egloff in Affoltern Am 2. Mai um 19.30 Uhr erzählt Rosmarie Egloff in Affoltern, welche Möglichkeiten es in der alternativen Krebstherapie gibt. Die Krebsdiagnose trifft so gut wie jeden unvorbereitet und konfrontiert mit vielen offenen Fragen und Herausforderungen. Trotz grosser Verunsicherungen, Ängsten und hoher emotionaler Betroffenheit stehen wichtige und weitreichende Entscheidungen an. Menschen sind dem Schicksal Krebs nicht hilflos ausgeliefert und können selbst sehr viel dazu beitragen, dass sie wieder gesund werden. Hinter der Krankheit steht immer ein Mensch mit seiner eigenen Lebensgeschichte. Viele Faktoren beeinflussen die Psyche und den Körper. Als ganzheitliche Krebsberaterin will Rosmarie Egloff an diesem Abend verschiedene Theorien über Krebs erläutern, alternative Krebsbehandlungen vorstellen und schlussendlich zeigt sie auch Lösungsstrategien auf, wie der Patient wieder in seine Eigenverantwortung kommen kann und so seine Handlungsfähigkeit zurückgewinnt. Dieser Vortrag richtet sich auch an Menschen, die sich informieren wol-

Rosmarie Egloff, ganzheitliche Krebsberaterin. (Bild zvg.) len, bevor sie vor der Tatsache einer Krebsdiagnose stehen. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Platzzahl begrenzt. Dienstag, 2. Mai, 19.30 Flügelwerkstatt, Obstgartenstrasse 19, Ecke Moosbachstrasse, Affoltern. Kosten: 30 Franken. Anmeldung: Telefon 056 664 00 21 oder 078 849 08 05. E-Mail: r.egloff@ganzheitlichekrebsberaterin.ch. www.ganzheitliche-krebsberatung.ch.


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Vermischtes

Mittwoch, 19. April 2017

buch-tipp

Sturm in den Himmel – Die Liebe des jungen Luther 2017 ist ein Luther-Jahr: 500 Jahre sind verstrichen, seit Martin Luther in Wittenberg öffentlich seine Thesen angeschlagen und damit die Reformation der Kirche eingeleitet hat.

Sünde? Nein, das kann doch wahrlich nicht der Wille des gütigen Herrn sein! Asta Scheib vermittelt uns in ihrem Roman die prägenden ersten Jahre von Martin Luther. Wir erleben, wie der eingeschüchterte Martin allmählich zum jungen Mann heranwächst, der mit zunehmender Skepsis das Gebaren der Kirche verfolgt. Man lernt den späteren, legendären Kirchenmann mit all seinen Ängsten, Zweifeln und Sehnsüchten kennen und erahnt in den Gedanken des jungen Luther bereits die revolutionären Taten des späteren Reformators. Dieses Buch könnte, auch gerade deshalb, junge Leserinnen und Leser begeistern, die sich bisher kaum für die Reformation interessiert haben.

................................................... von bea wuillemin, bibliothek bonstetten Rechtzeitig zum Jubiläum sind nun etliche historische Romane zum Thema erschienen. Asta Scheib beleuchtet in «Sturm in den Himmel» die ersten zwanzig Jahre im Leben von Martin Luther. «Es gab gute Kinder. Es gab böse Kinder. Zu Letzteren gehörte Martin. Das wusste er von seiner Mutter, die es ihm oft genug vorhielt. Ihm selbst war eigentlich nicht klar, was das bedeutete, gut und böse. Es schien ein Geheimnis zu sein. Auf jeden Fall holte der Teufel die Bösen. Das sagten alle. Der Pfarrer, die Lehrer, die Mutter, der Vater. Und jeder von denen hatte eine Rute.» So beginnt der Roman von Asta Scheib. Die Kindheit und die Jugendzeit von Martin ist begleitet von Angst vor Bestrafung, aber auch vor dem oft beschworenen Teufel, seinem ständigen Begleiter. Martin hat ehrgeizige Eltern, wohlhabend und angesehen. Er soll Jurist werden, Ratgeber von Fürsten und Magistraten, so der Plan. Er wird mit vier Jahren auf die Lateinschule geschickt, wo wiederum Stock und Rute auf ihn warten. Seine einzige Verbündete ist Berblin – gute Fee des Hauses. Sie tröstet und beschützt ihn vor der Strenge seiner Eltern; die Einzige, von der er Zuneigung und so etwas wie Mutterliebe erfährt. Auch der Bauernhof seiner Grosseltern ist eine glückliche In-

Bea Wuillemin. (Bilder zvg.) sel – Züchtigung ist dort verboten. Seine Enkel sollen keine Duckmäuser werden, so der Grossvater. Er ist freier Bauer, hat keine Leibherren und ist «nur» dem Kurfürsten abgabepflichtig, was damals ein grosses Privileg ist. Mit zwölf Jahren erlebt Martin den ersten Lehrer ohne Rute, einen Lehrer auf Augenhöhe. Er soll ihnen Mathematik beibringen, erzählt aber lieber vom Weltgeschehen oder von der sozialen Gerechtigkeit, was bei Martin auf offene Ohren stösst: Warum kassieren die Grafen so hohe Abgaben von den Hüttenbetrieben oder den Bauern? Warum lebt diese Kirche nicht, was sie predigt? Warum hängt diese Kirche die ganze Pracht in ihre Räume, anstatt den Armen zu helfen? Warum betet der Papst nur für jene Menschen, die Ablass bezahlen? Wie soll das überhaupt funktionieren? Und warum holt der Teufel die Armen, die sich nicht freikaufen können? Geld gegen

Eine Säumer- und eine Grenzwanderung Erlebnisse-Veranstaltungen

Organisatoren von links: Andreas, Otto und Hansruedi Steinmann. (Bild zvg.) Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Wandern zusammen mit Säumern und ihren Tieren. Nebst dem Wandern von Hergiswil aus erwartet die Teilnehmenden auf dem Renggpass nach zirka zwei Stunden ein spezielles Mittagessen, welches von den Säumern gekocht wird. Anschliessend geht die Säumerwanderung in zirka anderthalb Stunden hinunter nach Alpnachstad. Es sind noch wenige Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 20. April.

Panoramawanderung entlang der Grenze

«Sturm in den Himmel. Die Liebe des jungen Luther» von Asta Scheib. Hoffmann und Campe, Hamburg 2016. ISBN 978-3-455-40587-3.

Eine weitere Wanderung findet am Freitag, 29. Mai, in der Region Schaffhausen statt. Start-, sowie auch Zielort dieser Wanderung ist Bargen, die nördlichste Gemeinde der Schweiz. Bargen ist keine typische Grenzgemeinde, sie hat ihren ursprünglichen, landwirtschaftlich geprägten Charakter behalten – trotz Anschluss an die Autobahn. Die Ortschaft sowie der gesamte Verlauf der Route befindet sich in der Schutzzone des Randen. Im Zentrum steht der historische Grenzstein mit der Nummer 593. Über diesen «Schwarzen Stein», wie der

Grenzstein im Volksjargon auch genannt wird, wurden früher Verbannte oder Verurteilte von der Schaffhauser Obrigkeit nach Deutschland abgeschoben. Auf dem Rundweg geniesst man einerseits unvergessliche Weitsicht bis hin zu den Schweizer Alpen im Süden und andererseits die Schönheit der hiesigen Randenwälder. Das geschützte botanische Juwel «Tannbüel» ist bekannt für mehr als 20 verschiedene Orchideen-Arten welche in den Monaten Mai und Juni voll in der Blüte stehen. Neben den Orchideen, mit dem Frauenschuh als Hauptsorte, blühen etliche andere Blumen-, und Pflanzenarten in diesem Gebiet. Abfahrt ist in Affoltern mit der S5 um 07.53 Uhr. Dauer der Wanderung zirka 4½ Stunden. Mittagessen aus dem Rucksack (Picknick), Rückkehr in Affoltern um 18.37 Uhr. Anmeldeschluss für diese Wanderung ist bereits der 9. Mai, statt wie im Inserat bekannt gegeben, der 21. Mai. (pd.) Anmeldung für diese und weitere ErlebnisseVeranstaltungen an: Erlebnisse, Otto Steinmann, Affoltern oder Telefon 079 318 80 08. E-Mail: otto@erlebnisse.ch oder noch besser über die Homepage www.erlebnisse.ch.

SPORT

Fussballfest auf dem Sportplatz Moos Der FC Zürich war zu Gast in Wettswil und siegte 6:0 Bei schönstem Frühlingswetter feierten fast 1000 Fans am Gründonnerstagabend auf dem Wettswiler Moos ein Fussballfest. Im Mittelpunkt das Testspiel des FC Wettswil-Bonstetten gegen das Fanionteam des FC Zürich. Die Equipe um Trainer Uli Forte bescherte den Rot-Schwarzen eine tolle Kulisse. Einige Spieler wurden zwar geschont, mit Voser, Yapi, Winter, Marchesano, Cavusevic, Rohner, Dwamena, Rodriguez, Kempter und Topskorer Koné standen aber auch viele bekannte Namen auf dem Platz. Die Partie begann von beiden Seiten animiert und die 1.-Ligisten aus dem Säuliamt versteckten sich keineswegs. Die Rot-Schwarze-Fankurve mit weit über hundert WB-Junioren machte mächtig Lärm und sorgte für Stimmung. Dies hinderte den Challenge-League-Leader aber nicht daran, gleich die ersten beiden Chancen des Spiels eiskalt auszunutzen. So stand es nach zehn Spielminuten durch Treffer von Winter und Cavusevic bereits 0:2.

FCWB nahe am Ehrentreffer Im Spiel zwischen den beiden Strafräumen spielte der FCWB sehr gut mit, kombinierte überlegt und bewies auch technisch ein hohes Niveau. Im Abschluss zeigte sich der Unterschied zweier Spielklassen dann aber deutlich. Während Möglichkeiten von

Jakupov und Le ungenutzt verstrichen, trafen Marchesano, mit einem sehenswerten Freistoss, und kurz darauf Winter und erhöhten auf 0:4. Dazwischen schoss Le übers Tor, nachdem er von Jakupov über die rechte Seite mustergültig eingesetzt wurde. Die beste Chance auf den Ehrentreffer hatte Hotnjani in der 31. Minute per Kopf, scheiterte aber am bravurös abwehrenden Baumann im FCZ-Tor. Die Stadtzürcher steigerten dann nochmals das Tempo und setzten in der 37. Minute nach, schliesslich vollendete Rohner zum 0:5. Dank einer tollen Abwehr Thalers gegen Cavusevic blieb es bis zur Pause bei diesem Spielstand.

Bereit für den Aufstieg Forte nutzte die Gelegenheit und setzte nach der Pause diverse frische Kräfte ein. Für den FCWB war in der Pause Gjergji neu ins Spiel gekommen, der mit einem Freistoss Goalie Baumann prüfte. Danach flachte die Partie etwas ab und es gab nur noch wenige Torszenen. In der 74. Minute wurde Koné wunderschön freigespielt und er bekundete keine Mühe, am unterdessen eingewechselten Jimenez vorbei zum 0:6 einzuschieben. Eben dieser Jimenez hielt kurz vor Schluss seinen Kasten mit einer Glanzparade sauber. Der FCZ zeigte auf dem Moos, dass er auch in einem Testspiel konzentriert und konsequent zu Werke geht und für den Wiederaufstieg bereit ist. Gleichzeitig sah man aber auch einen FCWB

WB besass eine Handvoll Torchancen, der gute FCZ-Keeper Baumann unternahm jedoch alles, um einen Ehrentreffer zu verhindern. (Bilder Kaspar Köchli) der phasenweise gut mitspielte, ein hohes Tempo mitgehen konnte und für das Erreichen der Aufstiegsspiele ebenfalls bereit ist. Die nächste Prüfung folgt am Sonntag gegen Leader GC II.

Tolle Stimmung Trotz der kurzfristigen Ansetzung der Partie, zählte man 943 Zuschauer, die ins Moos gepilgert waren und für ein friedliches, tolles Fussballfest sorgten. Dazu beigetragen haben auch alle Akteure auf dem Platz, die nach einer fairen Partie den Fans Autogramme gaben und bereitwillig Fragen beantworteten. Ein Abend der dem FCWB noch lange in Erinnerung bleiben wird. Oliver Hedinger

Gut gestimmt: FCZ-Trainer Uli Forte und sein Antipode Martin Dosch.


Sport

Mittwoch, 19. April 2017

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Wie der Sohn, so der Vater GP Osterhas in Affoltern: Carusos sicherten erneut die Topresultate für den organisierenden Radrennclub Amt

Das Podium der Elite mit Sieger Simi Zahner, Jan-André Freuler (links, 2.) und Damian Lüscher (rechts, 3.) flankiert von RRC-Sportobmann Marco Feusi und OK-Präsident Marcel Frei (links), sowie Hauptsponsor Karl Graf von der Garage Graf in Mettmenstetten und Hyundai-Verkaufschef Daniel Föllmi (rechts). (Bilder Martin Platter)

Francesco und Andreas Caruso sorgen auch in diesem Jahr für die Ehrenmeldungen im Namen des organisierenden Radrennclubs Amt. Während Francesco vor Club-Kollege Elia Felsberger bei den U13 gewann, erreichte dessen Vater Andreas Platz zwei bei den Masters. ................................................... von martin platter Es war ein hartes Rennen, das Andreas Caruso zu fahren hatte. Grosser Favorit in der Masters-Kategorie war Christian Eminger, der trotz seiner 53 Jahre am liebsten bei der Elite gefahren wäre. Doch Swiss Cycling wies das Begehren zurück. Ein «Unglück» kommt selten allein: Eminger, der bei den Masters bereits 2006 und 2007 gewonnen hatte, verpasste auch noch den entscheidenden Postabgang und musste sich letztlich mit Platz drei begnügen. Dafür verantwortlich waren Marcel Huber und Andreas Caruso, de-

nen ein taktisch kluges Rennen gelang. Als Einzige vermochten die beiden dank unermüdlichem Tempoforcing alle Konkurrenten mindestens einmal zu überrunden. Huber erwies sich dabei noch einen Tick spritziger als Caruso und sicherte sich den Sieg.

Unter Beobachtung der Gegner Carusos Enttäuschung über den entgangenen Triumph hielt sich in Grenzen. Er sagte: «Klar hätte ich gerne gewonnen. Den zweiten Platz habe ich schon 2015 erreicht. Aber Huber war heute einfach stärker. Zudem hatte er zwei Teamkollegen, die ihn gut unterstützten. Ich hatte den Eindruck, dass ich unter Dauerbeobachtung der Mitstreiter stand, was es sehr schwierig machte, Angriffe zum Erfolg zu führen.» Die Vorbereitung sei in diesem Jahr immerhin besser verlaufen als im letzten, als er vor dem GP Osterhas fast einen ganzen Monat krank gewesen sei und deshalb nicht richtig habe trainieren können. Entsprechend endete der Wettkampf 2016 im fünften

Rang. Mehr Konstanz zeigte Andreas’ Sohn Francesco, dem in diesem Jahr erstmals der Sieg gelang. Im U13-Rennen verwies er Clubkollege Elia Felsberger auf Rang zwei. Auch eine beachtliche Leistung von Felsberger, der im Vorjahr noch Dritter bei den U11 geworden war. Herzig waren einmal mehr die Piccolos. Eine grosse Anzahl der jüngsten Kids-Biker und spontan Angemeldeter liessen mit ihrem Kurzeinsatz die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer schmelzen. Sichtlich Spass hatte als Ehrenstarter der vierfache Schweizer Strassenmeister Martin Elmiger, der die jüngsten GP-Osterhas-Teilnehmer mit dem Rennrad als Schlussfahrer eskortierte. Über alles gesehen ein toller Einstand des neuen OK-Präsidenten Marcel Frei, der mit seinem Erstling zufrieden sein durfte. Denn das Wichtigste war, dass das Wetter wider der düsteren Prognose bis zum letzten Rennen gehalten hat. Informationen, weitere Fotos und ausführliche Resultate: rrc-amt.ch, velomedia.ch/gp_osterhas

Auf der Jagd nach den Schoggi-Osterhasen mit Karacho zum 38. Mal durch Affolterns Industriegebiet.

Andreas Caruso in Aeroposition auf dem Weg zum zweiten Platz in der Masters-Kategorie.

Francesco Caruso erstmals auf dem Weg zum Kategoriensieg bei den U13 vor RRC-Clubkollege Elia Felsberger.

Am Donnerstag geht Rundenhatz weiter Auftakt zu Abendrennen des RRC Amt Bereits am nächsten Donnerstagabend beginnt zum 49. Mal die zehn Läufe umfassende Abendrennenserie des Radrennclubs Amt. Gefahren wird auf der GP-Osterhas-Rundstrecke in der Affoltemer Industrie.

Geringes Startgeld Teilnehmen können für ein geringes Startgeld jedermann und jede Frau. Voraussetzung ist ein funktionstüchtiges Rennrad, ein Helm und etwas Kondition. Gefahren wird bei jedem Wetter in zwei Kategorien. Um 18.30 starten die Radsportschüler, Anfän-

ger und Senioren beiderlei Geschlechts: U11, U13, U15, U17, Ü50, Frauen U17, U19 und FB. Um 19.15 Uhr beginnt der Lauf der Elite, Amateure, Masters, U19, Hobby U50 und Frauen FE. Fürs leibliche Wohl von Teilnehmern und Zuschauern betreibt der RRC Amt eine kleine Festwirtschaft. Die Renndaten: 20. April, 27. April, 4. Mai, 11. Mai, 18. Mai, 1. Juni, 8. Juni, 15. Juni, 22. Juni, 29. Juni. An Auffahrt (25. Mai) wird nicht gefahren. (map.)


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030 2017  

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