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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 29 I 169. Jahrgang I Dienstag, 14. April 2015

Frühlingsputzete

Grosse Verbundenheit

Der Aktionstag «Es suubers Dorf für alli» in Bonstetten fand ein grosses Echo. > Seite 3

Erlös des Adventsmärts Mettmenstetten für das Ebertswiler Wohnhuus Meilihof. > Seite 3

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Treffpunkt für alle Stallikon: Gut besuchte Eröffnung der «Kafimüli» im alten Kindergarten Dorf. > Seite 5

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Musikalische Lesung Autor Tim Krohn und Pianistin Vera Kappeler in der Bibliothek Stallikon. > Seite 8

Sommer ersetzt Läubli – Leuenberger folgt auf Schneebeli Bei den Kantonsratswahlen verlieren die Grünen den Sitz an die EVP Das Wahlergebnis im Säuliamt liegt im Trend: Die Abwahl des profilierten Grünen Hans Läubli war eine Folge der generellen Verluste der Grünen, während der Sitzgewinn der EVP mit Daniel Sommer auf ein überdurchschnittliches Resultat dieser Partei im Knonauer Amt zurückzuführen ist. Den zurückgetretenen Jakob Schneebeli (SVP) ersetzt Susanne Leuenberger. ................................................... von bernhard schneider Das Resultat im Bezirk Affoltern entspricht weitgehend dem kantonalen Ergebnis. Auch hier erreichte der Grüne Martin Graf bei der Regierungsratswahl zwar das absolute Mehr, lag aber als Achter hinter den Gewählten zurück. Thomas Heiniger (FDP) lag auch im Knonauer Amt vorne, gefolgt von den beiden SVP-Regierungsräten Ernst Stocker und Markus Kägi. Knapp dahinter liegt der insgesamt zweitplatzierte Sozialdemokrat Mario Fehr. Die drei neu gewählten Regierungsrätinnen Silvia Steiner (CVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Jacqueline Fehr

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Farb-Form-Gebilde Ausstellung mit Werken von Paul Vladimir Wandeler in der Galerie Märtplatz in Affoltern. > Seite 9

Kappel sagt Ja zu 5-Millionen-Bauprojekt Überaus deutlich befürworten die Stimmberechtigten in Kappel eine Sanierung des Schulhauses Tömlimatt. Bei einer Stimmbeteiligung von 40 Prozent stimmten 272 dem 5-Millionen-Bauprojekt zu, von 33 wird es abgelehnt. Das Baugesuch wird in den nächsten Tagen eingereicht. ................................................... > Bericht auf Seite 5

FC Wettswil-Bonstetten: fünfter Sieg in Folge

Wieder gewählt: Martin Haab.

Neu: Susanne Leuenberger.

(SP) liegen in derselben Reihenfolge wie im Kanton hinter den wiedergewählten Regierungsräten.

Wieder gewählt: Moritz Spillmann.

Wieder gewählt: Olivier Hofmann.

gewählt wurde der Grünliberale Hans Wiesner, der 1375 Stimmen erreichte.

Keine weiteren Überraschungen Verluste von Grünen glp Ganz im kantonalen Trend lagen die Verluste der Grünen (-3.55%) und der Grünliberalen (-2.77%) im Bezirk Affoltern. Die EVP dagegen legte um 1.12% zu, überholte damit die Grünliberalen und die Grünen – und errang damit wieder den Sitz, den sie vor vier Jahren an die Grünliberalen verloren hatte. Damit ersetzt Daniel Sommer, der mit 1788 Stimmen auch persönlich ein Glanzresultat erzielte, den Grünen Hans Läubli, der mit 1376 Stimmen auf seiner Liste klar vorne lag. Wieder-

Unverändert blieben die Sitzzahlen der drei stärksten Parteien. Klare Siegerin prozentual ist die FDP, die über 5% zulegte und damit zur SP (+2.7%) aufgeschlossen hat. Beide Parteien erreichten 18.1% Wähleranteil, beide Spitzenkandidaten erzielten auch gute persönliche Resultate: Der Sozialdemokrat Moritz Spillmann erhielt 3052 Stimmen, der Freisinnige Olivier Hofmann deren 2694. Zugelegt (+1.4%) hat auch die stärkste Partei, die SVP, die mit 32.3% ihre dominante Stellung klar verteidigte. Der Bisherige Martin

Neu: Daniel Sommer.

Wieder gewählt: Hans Wiesner.

Haab erzielte mit 4468 Stimmen wie erwartet das mit Abstand beste persönliche Resultat, gefolgt von der neu gewählten Susanne Leuenberger, die mit 3644 Stimmen Hans Finsler und die gleichauf liegende Beatrice Sommerauer Nägelin um je 232 Stimmen distanzierte. – Seinen Sitz halten konnte auch der siebente Ämtler Kantonsrat, der im Bezirk Uster gewählte Hans Peter Häring (EDU); obwohl seine Partei mit 2.5% der Stimmen rechnerisch den Sitz verloren hätte, profitierte er vom Wahlsystem, das mit einer komplexen Formel die Restmandate aufgrund des Gesamtresultats verteilt. ................................................... > Weitere Berichte Seiten 11/12/13

Erstliga-Leader FC Wettswil-Bonstetten setzt seine Erfolgsserie fort. Im GCCampus in Niederhasli rang er die drittplatzierten «Heugümper» nieder. WBs Zweitorevorsprung kurz nach der Pause schien vorentscheidend, doch die Heimischen glichen überraschend aus. Mit grosser Moral legten die Ämtler nochmals zu, Kalyons 3:2-Siegeskopfball war der verdiente Lohn. «Riesig, wie wir nach dem Ausgleich nochmals aufstanden und den Sieg wollten», strahlte Doppelskorer Sabanovic, dem eine exzellente Partie gelang. WB liegt jetzt bereits sechs und neun Punkte vor seinen ersten Verfolgern Mendrisio und GC. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 23 anzeigen

kommentar

«Ökonomie vor Ökologie» gilt im Bezirk Affoltern nur beschränkt ................................................... von werner schneiter

V

or vier Jahren war es der grünliberale und grüne Eroberungssturm, mit dem diese Parteien ihre Sitzzahl im Kantonsrat markant steigern konnten. Dieses Mal haben die Bürgerlichen abgeräumt. «Ökonomie vor Ökologie» – so wird das aktuelle Resultat von Kommentatoren in eine Kurzformel gepresst, die für den Bezirk Affoltern nur bedingt zutrifft. Die Abwahl von Hans Läubli ist nicht das Resultat seines Wirkens nach achtjähriger Parlamentszugehörigkeit. Er weist ein klares Profil auf, bisweilen auch radikale Züge, etwa beim Strassenbau. Auf seiner Liste liegt er weit voraus, gut 500 Stimmen vor der Zweitplatzierten Vera Anders Oettli. Vielmehr gehört Läubli zu den «Opfern», weil seine Partei auf kantonaler Ebene miserabel abgeschlossen hat und sechs Sitze einbüsst. Die Abwahl des grünen Vertreters kann im

Säuliamt gewiss auch mit der erstarkten EVP begründet werden. Diese hat um 1,12 % auf 8,68 % zugelegt, damit sogar die Grünliberalen überholt – und präsentiert mit Daniel Sommer einen neuen Kantonsrat, der in ökologischen Fragen kompetent wirkt und – als Gewerbler – sicher auf bürgerliche Stimmen zählen konnte. Am Wahlpodium fiel er mit seinen Voten jedenfalls im Vergleich zu den bisherigen Kantonsräten nicht ab. Und bei der EVP muss man natürlich auch Lisette Müller erwähnen. Die einstige «Panaschierkönigin» wird wohl auch bei dieser Wahl einer solchen Bezeichnung gerecht: Auf dem letzten Listenplatz 6 gestartet, landete die Knonauerin auf Platz zwei und hat damit mitgeholfen, dass der von ihr vor vier Jahren eingebüsste Sitz nun zurückerobert werden konnte. Die EVP hat überdies auch werbemässig viel in diesen Wahlkampf investiert und einen Betrag aufgewendet, der von keiner anderen Partei erreicht wird.

Dass sich nun aufgrund des bürgerlichen Erfolgs im Säuliamt die Gewichte überdurchschnittlich stark von der Ökologie zur Ökonomie verschieben, ist auch aus einem anderen Grund nicht anzunehmen: Mit Olivier Hofmann ist in der FDP ein Vertreter mit gutem Resultat wiedergewählt worden, der zum ökologisch-sozialen Flügel seiner Partei gezählt wird – einer, der sich namentlich in Energiepolitik besonders stark engagiert. Wie weit die FDP, die auch im Säuliamt am meisten zugelegt hat (ein Plus von über fünf Prozent), vom zweiten, 2003 verlorenen Sitz entfernt ist, lässt sich aufgrund des komplizierten Wahlverfahrens nicht schlüssig beurteilen. Dem Eroberungssturm der Bürgerlichen hat auch der glp-Vertreter Hans Wiesner aus Bonstetten widerstanden – obwohl er eine Stimme weniger bekommen hat als der abgewählte Hans Läubli und im Kantonsrat in den vier Jahren eher diskret gewirkt hat. Vielleicht löst er in der kommenden Legis-

latur ein paar Fragezeichen. Keine Fragezeichen bleiben nach der Wahl bei SVP und SP hängen. Hier sind Überraschungen ausgeblieben. Der Bisherige Martin Haab ist unangefochtener Spitzenreiter bei der SVP. Dass Susanne Leuenberger für den zurücktretenden Jakob Schneebeli nachrückt, erstaunt ebenso wenig. Interessant wirds, sollte Martin Haab im Herbst als Spitzenvertreter des Zürcher Bauernverbandes für die SVP in den Nationalrat entschwinden. Dann muss sich die Partei entscheiden, ob Hans Finsler oder Beatrice Sommerauer Nägelin in den Kantonsrat nachrückt. Beide haben exakt die gleiche Stimmenzahl erreicht – für den besser klassierten Hans Finsler wohl ein klitzekleiner Kratzer. Hat ihn seine (missglückte) Kandidatur als Friedensrichter in Obfelden die entscheidenden Stimmen gekostet? Keine Überraschung bei der SP, die im Säuliamt ebenfalls zugelegt hat und mit Moritz Spillmann den bisherigen Kantonsrat stellt.

200 16 9 771661 391004


Ersatzwahl eines Präsidenten/Präsidentin der Primarschulpflege sowie Ersatzwahl eines Mitgliedes der Primarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2014/2018 Gestützt auf die Wahlanordnung vom 27. Februar 2015 sind für die Ersatzwahl für das Präsidium der Primarschulpflege Wettswil innert festgesetzter Frist folgende Wahlvorschläge eingereicht worden: Schmutz Roger, 1978, Webdesigner, wohnhaft Stationsstrasse 7, Wettswil Schwald Corina, 1963, Apothekerin, wohnhaft Junggrütstrasse 33, Wettswil Für die Ersatzwahl eines Mitgliedes der Primarschulpflege Wettswil sind innert festgesetzter Frist folgende Wahlvorschläge eingereicht worden: Dalcin Charlotte, 1957, kaufm. Angestellte, wohnhaft In Tüelen 1a, Wettswil Ganarin Mirko, 1971, dipl. Techniker HF, wohnhaft Niederweg 121, Wettswil Laasch Barbara, 1964, Informatik-Ing. ETH, wohnhaft Niederweg 14, Wettswil Meili Martin, 1968, kaufm. Angestellter, wohnhaft Oberhausensteig 28, Wettswil In Anwendung von § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine Nachfrist von 7 Tagen angesetzt. In dieser Frist können bereits eingegangene Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Diese müssen ebenfalls von mindestens 15 Stimmberechtigten unterzeichnet sein und bis Mittwoch, 21. April 2015, bei der Schulverwaltung, Dettenbühlstrasse 2, Postfach 265, 8907 Wettswil am Albis, eingehen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner geben Namen, Vornamen, Geburtsdatum sowie Adresse an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Ein entsprechendes Formular ist bei der Schulverwaltung erhältlich. Die Voraussetzungen für eine stille Wahl gem. § 54 GPR sind nicht erfüllt, somit wird am 14. Juni 2015 eine Urnenwahl mit leeren Wahlzetteln durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Stimmrechtsrekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Wettswil, 14. April 2015

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Montag, 18. Mai 2015, 20.00 Uhr, im Saal des Pfarreizentrums Affoltern am Albis Traktanden der Kirchgemeindeversammlung: 1. Rechnung 2014 2. Wahl des Pfarreibeauftragten für die Amtsperiode 2015 bis 2018 3. Informationen aus der Kirchenpflege 4. Varia Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder der römisch-katholischen Kirchgemeinde Affoltern am Albis, welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitze des Schweizer Bürgerrechtes oder der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung mit Ausweis B, C oder Ci sind. Nicht stimmberechtigte Gemeindemitglieder sind als Gäste ebenfalls herzlich willkommen. Die entsprechenden Unterlagen liegen 14 Tage vor der Versammlung in den Pfarreisekretariaten und in den Schriftenständen zur Einsicht auf. Im Anschluss an die ordentliche Kirchgemeindeversammlung findet die Pfarreiversammlung statt, welche allen Interessierten (auch nicht Stimmberechtigten) offen steht. Traktanden der Pfarreiversammlung:

Beim anschliessenden Apéro stehen Ihnen die Mitglieder der Kirchenpflege und das Seelsorgeteam für weitere Fragen gerne zur Verfügung. Auf eine rege Teilnahme freuen sich Kirchenpflege und Seelsorgeteam

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Briefmarkensammlung

Rentner für Gartenbauarbeiten Einsatz: 6 bis 8 ganze Tage von April bis Oktober. Arbeitsort: 8914 Aeugst am Albis. Bitte melden Sie sich unter Telefon 079 320 04 59 044 710 18 50 062 892 13 32

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied

Kurt Roshardt 12. April 1947 – 6. April 2015

Kurt war mehrere Jahre Oberturner des Turnvereins, über 20 Jahre Schütze bei der Sportstafette in Arosa und vor allem ein liebenswerter Turnerkollege. Wir werden «Kudi» in bester Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Rifferswil, 12. April 2015 Turnverein Hausen am Albis Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Der Gedenkgottesdienst findet am Freitag, den 17. April 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Aeugst statt.

Korrektur zur Todesanzeige

Doris Baumgartner-Seeberger Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 14. April 2015, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Schwandenholz in Zürich Affoltern statt, und nicht wie am Freitag publiziert, in Zürich Altstetten. Wir entschuldigen uns bei der Trauerfamilie. Der Verlag

1. Informationen aus der Gemeindeleitung 2. Informationen aus der Pfarrei 3. Varia

Primarschulpflege Wettswil

Wir suchen kräftigen, rüstigen

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Bestattungen Hausen am Albis

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 7. April 2015 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – FARIA SOUSA Sonia Cristina, 1998, portugiesische Staatsangehörige – REXHIQI Adelina, 1994, kosovarische Staatsangehörige Affoltern am Albis, 14. April 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Am 10. April 2015 ist in Langnau am Albis gestorben:

Lier geb. Röllin, Luise geb. 23. Mai 1914, von Hausen am Albis, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Freitag, 17. April 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung in der katholischen Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Freiwillige Übung, 1. Rd. GM ZKSV Mittwoch, den 15. April von 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand


Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. April 2015

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Frühlingsputzete im Unteramt Der Aktionstag «Es suubers Dorf für alli» in Bonstetten fand ein grosses Echo Man könnte meinen, das halbe Dorf Bonstetten betätigte sich letzten Samstagmorgen am Aktionstag «Es suubers Dorf für alli». Der Aufruf des Gemeinderates fand ein überraschend grosses Echo in der Bevölkerung. Neben der Beseitigung von Abfall im öffentlichen Raum war jedoch auch die Pflege des Dorflebens ein gewollter Nebeneffekt. ................................................... von martin mullis Die grosse Schar von über 120 Helferinnen und Helfern, davon fast 70 Jugendliche und Kinder, durften am Samstagmorgen gut ausgerüstet zum Aktionstag «Es suubers Dorf für alli» starten. Vor dem Gemeindehaus standen acht Markttische mit roten Leuchtwesten, Abfallsäcken, Handschuhen, Greifzangen und Strassenpläne mit bezeichneten Sektoren. Gemeinderat Patrick Vogel orientierte die Abfallsammler über das Vorgehen, mahnte zur Vorsicht beim Einsam-

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag In Zwillikon feiert Gottlieb Müller heute Dienstag, 14. April, den 85. Geburtstag. Zum Ehrentag gratuliern wir herzlich und wünschen dem Jubilaren alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Hans Walter Huppenbauer feiert am kommenden Donnerstag, 16. April, ebenfalls den 85. Geburtstag. Wir gratulieren ihm herzlich und wünschen ein schönes Geburtstagsfest.

meln von gefährlichen Gegenständen wie gebrauchten Spritzen und dergleichen – und natürlich auch vor den Gefahren des Strassenverkehrs.

Auch Pflege des Dorflebens Der Aktionstag der Gemeinde Bonstetten galt in erster Linie der Sensibilisierung der Bevölkerung, insbesondere auch der Jugendlichen, bezüglich der herrschenden Abfallgesellschaft und dem damit zusammenhängenden Littering. Unter den zahlreichen Helfern befand sich auch eine Gruppe der Pfadi Felsenegg, die anstelle einer ordentlichen Übung spontan beschloss, an dieser Gemeindeaktion teilzunehmen. Polizeivorstand Vogel betonte in einem Gespräch mit dem «Anzeiger» aber auch, dass die Pflege des Dorflebens ein gewollter und nicht unwesentlicher Nebeneffekt dieses «AbfallHappenings» sei. Immerhin finde im Anschluss daran ein kleiner Wettbewerb statt und die Helferinnen und Helfer würden zum Mittagessen eingeladen, hielt er fest. Das Menü für die fleissigen «Güselsammler» war mit «Hörnli und Gha-

Er durfte eine grosse Schar Helferinnen und Helfer begrüssen: Polizeivorstand Patrick Vogel. (Bild Martin Mullis) ckets» bodenständig und währschaft und wurde sogar von ganz besonderen Gastronomen hergestellt. Unter Mit-

hilfe des Hotels Oktogon betätigten sich die Bonstetter Gemeinderäte als Köche.

Grosse Verbundenheit mit dem Meilihof Erlös des Adventsmärts Mettmenstetten für das Ebertswiler Wohnhuus Der letztjährige Adventsmärt in Mettmenstetten wirkt positiv nach. Aus dem Erlös des Verkaufs von Adventskränzen und Gestecken, von fleissigen Händen sorgsam gestaltet, konnte dem Wohnhuus Meilihof der Stiftung

Wohnraum für jüngere Behinderte in Ebertswil eine Spende von 3000 Franken überwiesen werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich im Rahmen einer gemütlichen Kaffeerunde für das Geschenk herzlich be-

dankt. – Im Wohnhuus Meilihof leben Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls besondere Bedürfnisse haben, mitten in der Gesellschaft. Es ist das erklärte Ziel der Stiftung Wohnraum für jüngere Behinder-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

te (www.wfjb.ch), mit Anlässen sowie dem täglich geöffneten HofKafi Begegnungen mit Menschen aus der Umgebung zu fördern. Dass dies gelingt, zeigt das Geschenk aus Mettmenstetten ebenso wie das bereits langjährige Engagement des Lions Clubs für die Stiftung Wfjb, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die tatkräftige Unterstützung der Stiftung zeugt von grosser Verbundenheit mit dem Meilihof. Nächster Treffpunkt im Meilihof ist Samstag, der 30. Mai: Am Tag der offenen Tür lädt der Meilihof ein, sein fünfjähriges Jubiläum mitzufeiern. Zu den Attraktionen zählen unter anderem der Zauberer und Komiker Peter Honegger und die Steelband Aruba aus Affoltern.

Bewohnerinnen und Bewohner des Meilihofs bedanken sich bei den Mettmenstetterinnen und Mettmenstettern für das Geschenk. (Bild zvg.)

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Durch die Aktion wurde Bonstetten am Samstag von stattlichen 480 Kilogramm Abfall befreit.

Arbeitslosenquote im Bezirk leicht gestiegen Die Arbeitslosenquote ist im Säuliamt im März im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 2,6 Prozent gestiegen. Insgesamt, stellt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) im jüngsten Bulletin fest, habe sich die Arbeitslosigkeit im März gegenüber dem Vormonat nicht nennenswert verändert. Die kantonale Quote von 3,6 Prozent bleibt per 31. März unverändert. Der marginale Rückgang lasse sich hauptsächlich durch saisonale Effekte im

Bau- sowie im Gastgewerbe begründen. «Bereinigt um diese Einflüsse wäre die Arbeitslosigkeit merklich angestiegen», schreibt das AWA. Kantonsweit steht das Säuliamt nach wie vor gut da. Dauerspitzenreiter im positiven Sinn ist der Bezirk Andelfingen, wo die Arbeitslosenquote gerade mal bei 1,8 Prozent liegt. Hinter dem Bezirk Pfäffikon (2,5 Prozent) folgt der Bezirk Affoltern an dritter Stelle. Die höchste Arbeitslosenquote weist mit 5,4 Prozent der Bezirk Dietikon auf. (-ter.)

(pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. April 2015

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Schulhaus Tömlimatt kann saniert werden 88 Prozent Zustimmung fürs Fünf-Millionen-Franken-Projekt in Kappel Das Kappeler Stimmvolk hat sich an der Urne überaus deutlich für die Sanierung und Erweiterung des Primarschulhauses Tömlimatt ausgesprochen. Bei einer Stimmbeteiligung von 40 Prozent stand nur auf 33 von insgesamt 272 gültigen Stimmzetteln ein Nein. ................................................... von martin platter Seit 2005 trug sich die Kappeler Primarschulpflege in unterschiedlicher Zusammensetzung mit der Sanierung und Erweiterung des 1972 erbauten und 1989 erweiterten Primarschulhauses Tömlimatt. Zehn Jahre und unzählige Projektvorschläge später hat das Kappeler Stimmvolk dem Begehren am letzten Sonntag wuchtig zugestimmt. Gemeindepräsident Kurt Bär war sichtbar erleichtert, als er von der grossen Zustimmung erfuhr: «Für unsere Gemeinde ist das Projekt ein ziemlicher Brocken. Dennoch bin ich überzeugt, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, um es anzupacken.» Es handle sich um keinen Luxusbau, sondern um eine sinnvolle Erneuerung und Erweiterung der in die Jahre gekommenen, bestehenden Bausubstanz. Die Turnhalle, das Lehrerzimmer und die fünf je 80 Quadratmeter grossen Schulzimmer in der ersten Etage, werden beibehalten. Abgerissen wird nur der Singsaal, an dessen Stelle neu drei Gruppenräume errichtet werden sollen. Dazu soll ein Anbau in Holzelementbauweise entstehen, der den künftigen Mehrzweckraum enthält.

Die Kappeler Gemeindeschreiberin Stefanie Forlin und Gemeindepräsident Kurt Bär freuen sich als Mitglieder der Baukommission über die wuchtige Zustimmung der Kappeler Bevölkerung für die Sanierung und den Ausbau des Schulhauses Tömlimatt, im Hintergrund. (Bild Martin Platter) Umfangreiche bauliche Eingriffe Umfangreicher sind die baulichen Eingriffe im Parterre. In der früheren Abwartswohnung sollen neue Räume für die Tagesbetreuung, Therapie und das Schulsekretariat entstehen. Das bereits bestehende Handarbeitszimmer und der Werkraum werden ergänzt um ein weiteres Schulzimmer. Die Umgebung davor, die bisher ungenutzt blieb, soll künftig ebenfalls den

Schulkindern zur Verfügung stehen. Dazu soll die komplette Aussenhülle, sowie die Dächer und Fenster erneuert, bzw. energetisch auf MinergieStandard (ohne kontrollierte Lüftung) gebracht werden. Die neue Fassade soll aus Fichtenholz bestehen. Das Bauvorhaben soll während des laufenden Schulbetriebs ausgeführt werden. Das Versprechen von Kurt Bär, dass der Bau aus Eigenmitteln finanziert werden kann und somit keine

Steuererhöhung auslösen wird, dürfte ein weiterer Grund für die grosse Zustimmung gewesen sein. Bleibt die Frage, ob das Bauunternehmen des Gemeindepräsidenten ebenfalls vom Ausbau profitieren wird. Bär sagt dazu: «Für mich und meine Firma gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen Unternehmen. Derjenige mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt den Auftrag.» Wenn immer möglich, sollen Firmen aus der Ge-

meinde und der Region berücksichtigt werden. Der Zeitplan ist ambitioniert: Bereits in den nächsten Tagen soll das Baugesuch eingereicht werden. Anfang Juni wird der BaumanagementAuftrag vergeben. Anfang Juli erfolgt die Ausschreibung der Werkleistungen. Im September sollte die Baubewilligung rechtskräftig sein und ab Mitte Oktober beginnen die Arbeiten am Schulhaus. Bis im Frühling 2017 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Kafimüli Stallikon: Treffpunkt für alle Gut besuchte Eröffnung im alten Kindergarten Dorf Ein Begegnungsort im Dorfkern von Stallikon, ein Treffpunkt für Stallikerinnen und Stalliker und ein Zentrum für Kultur und Energie soll die «Kafimüli» im ehemaligen Kindergarten Dorf sein. Vergangenen Samstag ist er festlich eröffnet worden und hat dabei den Absichten alle Ehre gemacht.

und musikalische Unterhaltung von Joseph Pisani für die Erwachsenen. Ebenso aktiv waren die Jugendlichen im Sous-Sol-Treff, der unter Mithilfe einiger von ihnen zu einem Bijou gestaltet wurde. Und selbstredend gab es mannigfache Kontakte. Gespräche und reger Austausch, wurden beim gemütlichen Zusammensitzen, bei Essen und Trinken, Kaffee und Kuchen vor und im Haus ausgiebig geführt. Die Zweckbestimmung der Genossenschaft Zentrum Kafimüli ist gemeinnützig und nicht gewinnbringend orientiert. Entsprechend soll im neuen Begegnungsort auch die ganze Bevölkerung einbezogen werden und von der Kafimüli profitieren können. Das Herz des Zentrums ist dabei das Café, welches an zwei bis vier Tagen während der Woche geführt werden soll. Die genauen Öffnungszeiten werden jetzt ermittelt. «Das Zentrum lebt durch die Initiative der Bevölkerung, selber Anlässe, Kurse und Aktivitäten einzubringen», halten die Initianten fest. Und so können denn auch alle Räume des Zentrums Kafimüli für einen Unkostenbeitrag genutzt werden. Die Kafimüli ist eröffnet – sie wartet auf aktives Leben!

................................................... von urs e. kneubühl Es war ein Kommen und Gehen, aber vor allem auch ein Verweilen und Teilhaben, das Eröffnungsfest des Zentrums Kafimüli am Weidhogerweg 11 im Dorfzentrum von Stallikon. Ein echter Begegnungsort eben, so, wie es die Initianten der IG Kultur- und Energiecafé – Lutz Eichelkraut, Ingrid Spiess, Simone Koch, Aldo Terzini und Jimena Paluch – beabsichtigt haben und es sich wünschen: «Alle sollen am Zentrum Kafimüli für Kultur und Energie teilhaben.» Der alte Kindergarten Dorf und der neue Treffpunkt für Stallikerinnen und Stalliker, inklusive des neuen Jugendtreffs im Untergeschoss, sind wahrlich eine geglückte Synthese, die einen zweckmässigen Rahmen für verschiedenste Anlässe bietet. Die multifunktionalen Räumlichkeiten eignen sich für das im Eingangsbereich eingerichtete Café mit der Energie-Infothek genauso wie als Atelierräume und Veranstaltungsort für Festlichkeiten. Dazu kommt ein schöner wie nutzbarer Umschwung vor dem Gebäude – mit Kinderspiel-

Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11, Stallikon, 079 355 63 56, www.zentrum-kafimueli.ch, kultur.energie.cafe@gmail.com – Veranstaltungen: Orientalischer Bauchtanz, Schnupperkurs, 9. Mai, 10

Idealer Begegnungsort für Stallikerinnen und Stalliker: Der neu eröffnete Kultur- und Energie-Treff Kafimüli am Weidhogerweg 11 bietet eine breite Bühne für allerlei Aktivitäten. (Bild Urs E. Kneubühl)

bis 12 Uhr, 15 Franken; fortlaufender Einführungskurs (8 Lektionen): 19. und 26. Mai, 2., 9., 16., 23. und 30. Juni sowie 7. Juli, 10 bis 11.15 Uhr, 224

platz – und auf der stattlichen Wiese neben dem Haus. Damit bietet das Zentrum Kafimüli eine breite Bühne für Treffs und Ver-

anstaltungen, was sich am Eröffnungssamstag mit seinem diversifizierten Programm eindrücklich bestätigt hat. Eine Schminkstation, allerlei Spielsa-

chen in den Atelierräumlichkeiten, dazu der fixe Spielplatz vor der Haustüre und die Hüpfburg auf der Wiese waren da für Kinder. Zumba, Bauchtanz

Franken. Malstunden für Kinder, jeweils Mittwoch von 15 bis 17 Uhr mit Cécilia Betancourt. «Tapas y más», After-Work-Apéro, jeden letzten Freitag im Monat (ausser während den Schulferien).


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. April 2015

Mit einer Matratze durchs letzte Jahrhundert Musikalische Lesung in der Bibliothek Stallikon mit dem Autor Tim Krohn und der Pianistin Vera Kappeler Die Reihe der Veranstaltungen zum 50-Jahre-Jubiläum der Bibliothek Stallikon ist am letzten Freitag mit einer musikalischen Lesung fulminant gestartet. Die Besucher folgten Wort und Klang, die blitzlichtartig den Zeitgeist verschiedener Phasen des letzten Jahrhunderts aufleuchten liessen.

verwirrende Befindlichkeit des betagten Paares mit Klängen spiegelte. Die wundersame Musik führte über in «Näher mein Gott zu Dir» – und schon sah man sich auf einem grossen Luxusdampfer, wie es die Titanic gewesen war, dramatisch und tragisch gegen Amerika fahren.

Schräg, die beiden

................................................... von regula zellweger Ein schwarzer Kasten auf vier Holzbeinen und zwei Blasbalgfüssen, nicht mehr ganz neu und manchmal auch etwas kurzatmig – aus diesem Ding zauberte Vera Kappeler wunderbare Musik. Ganz einfach darum, weil die preisgekrönte Jazzpianistin das Harmonium in die Stalliker Bibliothek mitbringen konnte, mit einem Konzertflügel wäre dies schwieriger gewesen. Das Mögliche ausreizen versteht Vera Kappeler hervorragend. Bei einer Jazzpianistin hätte man anderes erwartet, aber sie verstand es, die Lesung von Tim Krohn achtsam zu untermalen, zu spiegeln, emotional zu verdichten. Spontan improvisierte sie zu Beginn eine Volksweise mit einer tragenden Melodie, die wunderschön melancholisch begann und in fröhliche Tanzrhythmen überging.

Gern wüsste man, wies weitergeht Dann setzte Tim Krohn ein und riss die Zuhörer mit. Immanuel Wassermann, ein jüdischer Wasserfarbenproduzent aus Berlin, lernte in einer Osteria im Tessin Gioja, eine sizilianische Kellnerin kennen. Sie durchwanderten

Einmal mehr organisierte das Team der Bibliothek Stallikon einen gelungenen Anlass. Von links: Silvia Bürgisser, Edith Ochsenbein, Michaele Temperli, Ayoma Pfister, Ariane Buffat Biele. Autor Tim Krohn und Jazzpianistin Vera Kappeler (sitzend) wurden von Ayoma Pfister einfühlsam eingeführt. (Bild Regula Zellweger) zusammen die Nacht, beschlossen am Morgen zu heiraten und waren am Abend Herr und Frau Wassermann. Im Hotel, wo sie ihre Hochzeitsnacht verbrachten, trafen Sie auf die nagelneue Qualitätsmatratze, die Protagonistin in Tim Krohns Buch «Aus dem Leben einer Matratze bester Machart». Sie hatte alle nur erdenklichen technischen Vorteile, zudem war sie aus bestem Material und mit hochwertigem Drillich bezogen. Von Feinsten, was es damals gab, in der Zeit, als Hitler seine Macht aufbaute. Weil ein Blutfleck mit einem Umriss wie Amerika am

Morgen die Matratze verunzierte, kaufte Wassermann die Matratze dem Hotelier ab und nahm sie mit nach Berlin. Später musste er sich als Jude von der Katholikin trennen, und so zog die Matratze mit Gioja gegen Süden.

Tragisch-komisch und berührend Es fiel schwer, Abschied zu nehmen, immer wieder, wenn die Matratze «weiterwanderte». Unter die Haut ging die Geschichte von Rosi und Heinz

Stadler, am Tag, als Duttweiler starb. Rosi dement, Heinz der Demenz seiner Frau in weiten Strecken ausgeliefert. Traurig – aber die Dialoge voller Situationskomik. Nachts, wenn seine Frau schlief und in die noch immer sehr standhafte Matratze urinierte, träumte Stadler, wie er als junger, kräftiger Mann mit seiner grosse Liebe auf einem grossen Schiff nach Amerika fuhr. Seiner Liebe entgegen, die jetzt noch da – und doch nicht mehr da war. Es gab beinahe Hühnerhaut, als das Harmonium diese verwirrte und

Anschliessend an die Lesung wollten die Besucher wissen, wie denn das parallel mit dem Harmonium gespielte Instrument heisse. Vera Kappler lachend: «Ein Cyber Piano, Kinderabteilung, Franz Carl Weber.» Harmonium und Cyber Piano gleichzeitig? Absolut verwirrend. Für Vera Kappeler ein Kinderspiel. Grundsätzlich wird man in der Schweiz vom Schreiben nicht reich. Und hat man über lange Zeit geschrieben, dauert es noch ewig, bis das erste Buch verkauft ist. Sein jüngstes Literatur-Projekt finanziert Tim Krohn nun via Crowdfunding, also über eine Internet-Plattform, auf der die Geschichten im Voraus gekauft werden können. 888 Stichwörter hat er sich dafür notiert, die menschliche Gemütszustände und Persönlichkeitsaspekte abbilden. So wie Tim Krohn heute neue Wege beschreitet, haben es auch die zahlreichen Bibliothekarinnen der Bibliothek Stallikon getan. Ayoma Pfister würdigte kurz das Engagement ihrer Vorgängerinnen in den letzten 50 Jahren – um dann sehr feinfühlig in die musikalische Lesung überzuführen. Nächster Jubiläums-Anlass: Samstag, 30. Mai, 10 bis 14 Uhr: Jubiläumsveranstaltung und Tag der offenen Tür mit Brunchbuffet und Märchenerzählerin Rahel Roth.

Ferienprogramm im Jugi Chratz In der ersten Woche Kurse für Mädchen in Hausen Während den Frühlingsferien – so ist vermehrt festzustellen – sind viele Familien ein bis zwei Wochen in den Ferien. Aber aufgepasst: für diejenigen Jugendlichen ab der Oberstufe, die doch zu Hause bleiben, bietet die Offene Jugendarbeit Oberamt ein Programm an. In der ersten Woche finden Kurse für Mädchen statt und in der zweiten Woche gibt es ein Projekt für alle. Die Angebote finden alle im

Jugendtreff Chratz statt und sind kostenlos. Die erste Ferienwoche steht unter dem Thema Schönheit und Bewegung. Dazu finden verschiedene Workshops statt: Dienstag, 21. April, 15 bis 17 Uhr: Henna-Tattoos malen. Mittwoch, 22. April, 16 bis 17 Uhr: Zumba. Donnerstag, 23. April, 16 bis 17.30 Uhr: High-Heels-Training. Freitag, 24. April, 13.30 bis 16 Uhr: Schön-

heit und leichtes Schminken. Es dürfen einzelne oder mehrere Kurse besucht werden. Eine Anmeldung ist von Vorteil, damit die Nachmittage gut vorbereitet werden können. Kurzentschlossene dürfen aber auch gerne spontan kommen. Anmeldung unter jugi@jugi-chratz.ch. Offene Jugendarbeit Oberamt Jugendtreff Chratz, www.jugi-chratz.ch.

An der Generalversammlung geehrt, von links: Kurt Kienast, Reto Huter und Werner Steiner. (Bild zvg.)

Verstärkung durch neue Sänger GV des Sängerbundes am Albis Seit dem 150-Jahre-Jubiläum von 2013 kann der Sängerbund am Albis auf Verstärkung durch neue Sänger aus Mettmenstetten, Hedingen und Wettswil zählen, hielt der Präsident Kurt Kienast an der diesjährigen Generalversammlung stolz fest. Ein gutes Omen für seinen auf nächstes Jahr angekündigten Rücktritt.

Ehrungen

In Bewegung: Im Jugi Chratz in Hausen wird auch getanzt. (Bild zvg.)

Der verjüngte Vorstand ehrte ihn für sein vollendetes 20. Präsidentenjahr, den Dirigenten Reto Huter für sein 10. Jahr und Werner Steiner für sein 25. Jahr beim Sängerbund am Albis. Auf dem Programm für 2015 stehen vierzehn Proben im Singsaal

Schulhaus Zwillikon und ein Auftritt in Rifferswil im November. Peter Jakob, Aktuar Sängerbund am Albis


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Paul Vladimir Wandelers dichte Farb-Form-Gebilde Ausstellung in der Galerie Märtplatz in Affoltern bis 26. April – individuelle Führungen möglich «Kultur in Affoltern» zeigt aktuell in der Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, im Bezirkshauptort eine Retrospektive mit Drucken, Zeichnungen und Malerei des 2003 verstorbenen Ebertswiler Künstlers Paul Vladimir Wandeler. Ein Kosmos an filigranen, narrativen Elementen zum freudigen Entdecken. ................................................... von urs e. kneubühl «Eine bewegte Fläche voller Linien, Überkreuzungen, Überlagerungen, Muster, Zeichen ... Da und dort lösen sich erkennbare Formen aus dem Grund, die sich vielleicht unter einem anderen Gesichtspunkt wieder auflösen. Mehrdeutigkeiten. Farben, Formen, Empfindungen des Inneren treten an die Aussenwelt, verschlüsselt, vielleicht keine direkte Botschaft. Ohne Titel, selbstständig, nicht festgelegt…» Der kurze textliche Ausschnitt aus dem Album, das seine Frau Rose zu einem Teil des Werkes von Paul Vladimir Wandeler gestaltet hat, ritzt die Seele von Wandelers Schaffen. Mit seiner filigranen, gestischen Malerei entführt der 1944 geborene und 2003 verstorbene Ebertswiler Künstler in ein Universum aus monochromen gestischen Spuren wie strahlenden Farbwelten. Ein Kosmos aus äusserst fein gearbeiteten, mit grosser Schöpferkraft, handwerklicher Kunst und Geschick gestalteten Farb-Form-Gebilden, die sich – wenngleich abstrakt – mit der Fantasie des Betrachtenden zu narrativen Elementen verdichten. So

Paul Vladimir Wandelers Ehefrau Rose mit Tochter Sofie und Enkelin Maria anlässlich der Retrospektive in der Galerie Märtplatz, Affoltern. (Bild Urs E. Kneubühl) erschliesst sich bei der engeren Auseinandersetzung mit der Detailhaftigkeit und Vielschichtigkeit der Arbeiten die spielerische, originelle Welt von unmittelbar umgesetzten Gefühlen, Eingebungen und rätselhaften Botschaften. Man wird auf eine wahre Entdeckungsreise geführt und mitgenommen auf ein glückseliges Spiel der Dechiffrierung von innerbildlichen

Zusammenhängen, das gleichsam neuen Raum zur Interpretation schafft.

Individuelle Führungen auf Anfrage Die spontan wirkende, dennoch detaillierte Arbeit Wandelers ist seine unverkennbare Handschrift. Sie offenbart sich in allen seinen Werken, egal, ob Collage, Objektkunst, Siebdruck,

Malerei, Zeichnung oder Kunst am Bau. Damit hat er poesievoll-kalligrafische Momente und eine beeindruckende Fülle figurativer Details geschaffen. Die bis 26. April dauernde Retrospektive in der Galerie Märtplatz bietet Gelegenheit, die märchenhaftverspielten Figurenensembles, die – einem Vexierbild ähnlich – Verstecken spielen, zu entschlüsseln. Die Ausstel-

lung ist zu den üblichen Zeiten geöffnet, ab drei Personen bietet sich allerdings zusätzlich auch die Möglichkeit für individuelle Führungen. Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern. Öffnungszeiten: Freitag von 17 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr und Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Individuelle Führungen ab 3 Personen auf Anfrage: Sofie Wandeler, Telefon 076 342 74 72.

Galerie 100: Wiedereröffnung und Konzepterweiterung 16. bis 30. April: Krajolo – abstrakte Malerei und Skulpturen in Affoltern Die Galerie 100 an der Zürichstrasse 100 in Affoltern öffnet am 16. April wieder. Bis Ende Monat sind abstrakte Malerei und Skulpturen von Krajolo, alias Johann Kralewski, zu sehen. Daneben sollen die Räume künftig auch für erweiterte Kulturevents wie Lesungen, Konzerte oder Tanz offenstehen.

ist Kunst, Kunst ist alles, alles ist Leben, Leben ist Liebe, Liebe ist Kunst und Liebe ist alles» stellt, hat das Zeichnen, die Öl- und Acrylmalerei, die Grafik und die Bildhauerei im Selbststudium sowie an der Uni Marburg vertieft und seine Werke in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Konzepterweiterung mit weiteren Kultur-Events «Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst sind weiterhin ein wesentlicher Bestandteil unseres Galerie-100-Konzeptes», erklärt Kurator Markus Bösch. «Dazu werden aber auch Auktionen kommen, die erste, eine Online-Auktion, vom 10. bis 30. Juni ...» Gleichzeitig ist geplant, den kulturellen Bogen in den grossen Räumlichkeiten auch weiter zu spannen, wie Bösch ausführt: «Es sollen auch Veranstaltungen für das Ohr hinzukommen, wie Lesungen, Konzerte, Comedy und Ähnliches oder auch Tanz. Die Galerie 100 soll ein Werk- und Schauplatz für junge wie bestandene Kunstschaffende jeglicher Couleur sein. Ein Treffpunkt, der ebenso für Apéroveranstaltungen für Private, Vereine, Organisationen und Firmen offen steht und ein entsprechend spezielles Ambiente bietet.»

................................................... von urs e. kneubühl Mit der Ausstellung von abstrakter Kunst auf Leinwand und Skulpturen des Malers und Bildhauers Krajolo, alias Johann Kralewski, startet die Affoltemer Galerie 100 an der Zürichstrasse 100 im Bezirkshauptort ihre Wiedereröffnung. Vom 16. bis 30. April – Vernissage am Freitag, 17. April, von 17 bis 20 Uhr – stellt der in Islisberg und Locarno lebende und arbeitende Künstler seine Werke in den parterren Eck-Räumlichkeiten im Geschäfts- und Wohnhaus, in dem sich auch das Restaurant Central befindet, aus. Die Malereien, genauso die Zeichnungen wie die Skulpturen sind Kompositionen von ausserordentlicher Ausdruckskraft – erstere in prägnanter wie weicher, harmonischer Farbgebung, letztere als bild- und symbolhafte Darstellungen, bei denen die anschauliche Mitteilung das Ornamentale und Architektonische überwiegt. Krajolo, der sein Schaffen unter das Motto «Alles

Galerie 100, Zürichstrasse 100, Affoltern, Telefon 079 821 13 61, markusboesch@bluewin.ch, www.gale-

Kurator Markus Bösch spannt den kulturellen Bogen der Affoltemer Galerie 100 weiter: Neben Kunstausstellungen soll es künftig auch Lesungen, Konzerte und weitere Kultur-Events geben. (Bild Urs E. Kneubühl)

rie100.ch. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag von 13 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr.


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Dienstag, 14. April 2015

Vierrädrige Neuheiten begeistern Autofans Die «Super Car Show» vom Samstag auf dem Kronenplatz in Affoltern

Power in Rot: Markus Reichenbach zeigt eine Honda-Schönheit. (Bilder Martin Mullis)

Die Show der blechernen Schönheiten lockte viel Publikum auf den Kronenplatz. Die Frühlings-Ausstellung zeigte sich fast so attraktiv wie der grosse Bruder in Genf. Die Neuheiten verschiedener Auto-Marken konnten jedoch in einem viel intimeren Rahmen begutachtet werden. Der Kronenplatz in Affoltern präsentierte sich als Open-Air-Autosalon und auch ein bisschen als kleiner Bru-

der des Originals in Genf. Immerhin standen auf dem Parkplatz mindestens 60 Fahrzeuge von insgesamt 13 Ausstellern und 18 verschiedenen Marken. Die Präsentation der blechernen Neuheiten im Bezirkshauptort ist unter den Autohändlern beliebt, sind doch auch Garagen aus den Kantonen Zug und Aargau vertreten. Werber Peter Wirz, organisiert im Auftrag der Autobranche seit vielen Jahren die

Mit einem BMW-Cabriolet sind Sonnenbrillen unverzichtbar: Marco Schmid, Inhaber der BMW-Garage Winter in Zwillikon (links) und Verkaufschef Marco Grilli. Automesse auf dem Kronenplatz jeweils im Frühling und im Herbst. Die «Super Car Show» bietet, wie auf dem Flyer angepriesen, den Kunden in einem familiären Rahmen Gelegenheit, die Autoneuheiten vieler verschiedener Marken absolut unverbindlich zu vergleichen. Manche Interessenten besässen ine gewisse Hemmschwelle, eine Garage für eine unverbindliche Besichti-

gung zu betreten, so der Veranstalter, auf diesem Ausstellungsplatz sei dies nicht der Fall. Hier seien die Angebote und die verschiedenen Marken nahe beieinander. Zudem bestehe vielfach auch die Möglichkeit, mit dem Chef der Garage persönlich zu sprechen. Die eigentlichen Käufe fänden meistens etwas später im jeweiligen Betrieb statt. Dass die Autohändler im Bezirk und der näheren Umgebung

einen wichtigen Austausch pflegen können, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt der Autoausstellung, hält Werber Wirz fest. Das angenehme Frühlingswetter lockte den ganzen Samstag über viele Besucher auf den Kronenplatz und beim schnittigen BWW-Cabriolet konnten einige sehnsüchtige Blicke ausgemacht werden. (mm)

Alfisti präsentierten ihre polierten Veteranen Rund 100 Alfa-Romeo-Klassiker am Kronenplatz in Affoltern lockten viel Publikum an

E

in Tag nach der «Super Car Show», an der verschiedene Garagisten ihre Neuheiten präsentiert hatten (vgl. Beitrag oben), folgte am Sonntag an gleicher Stätte Nostalgisches: Stolze Besitzer, darunter auch Alfisti aus Deutschland, präsentierten am Sonntag rund 100 AlfaRomeo-Klassiker. Eine Augenweide, diese polierten, sorgsam gepflegten Karossen aus den 60er- und 70er-Jahren.

Plattform bieten Ins Deutsch mischte sich viel Italienisch. Die Fangemeinde ist auch im Nachbarland sehr gross. Das zweite Classic-Alfa-Romeo-Meeting, organisiert von Niki Greco, bot Gelegenheit zum Austausch unter Gleichgesinnten. Da wurden Kühlerhauben geöffnet, es wurde gestaunt und fachgesimpelt. «Ich will all jenen, die für den Erhalt von Oldtimern grossen Aufwand betreiben, eine Plattform bieten», sagt Greco, der in der Alfa-Szene seit vielen Jahren stark verankert ist. (-ter.)

Stolz auf die grosse Beteiligung: Organisator Niki Greco umringt von schnittigen Alfa-Modellen aus alten Zeiten. (Bilder Werner Schneiter)

Fachsimpeln: Kühlerhauben ...

... sind dazu da, geöffnet zu werden.

Bestaunte Modelle.


Wahlen 2015

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Moderate Positionen setzten sich durch Kantonsratswahlen Individualität der Gemeinden bleibt ein Markenzeichen des Bezirks Affoltern Während die FDP und die EVP mit ihren ökologisch und sozial profilierten Spitzenkandidaten Olivier Hofmann und Daniel Sommer überdurchschnittliche Resultate erzielten, verloren Grüne und Grünliberale etwa gleich stark wie im ganzen Kanton. Ein Blick auf die einzelnen Gemeinden zeigt ein differenziertes Resultat. ................................................... von bernhard schneider Bei einer knapp überdurchschnittlichen Stimmbeteiligung von 33.8 % hat der Bezirk Affoltern im gesamtkantonalen Trend gewählt. Klar an der Spitze lag punkto Stimmbeteiligung mit 48 % Rifferswil, am wenigsten Stimmcouverts gingen in Affoltern (29 %) ein.

In Aeugst am Albis legt die FDP zu In Aeugst hat die FDP stolze 7.9 % zugelegt, vor allem zulasten der Grünen (-3.7 %) und der SVP (-2.9 %). Gewonnen hat auch die SP (+3.2 %). Während die EVP hier kaum zugelegt hat (+0.1 %), haben die Grünliberalen vergleichsweise gut abgeschnitten (-0.7 %). Dass moderate grüne und soziale Positionen, wie sie FDP-Spitzenkandidat Olivier Hofmann vertritt, hier gut ankommen, zeigte sich in Aeugst auch darin, dass bei den Regierungsratswahlen Mario Fehr vor Markus Kägi und Martin Graf vor Jacqueline Fehr lagen.

EVP in Affoltern mit 15,1 % In Affoltern ist die SVP (-0.1 %) stärkste Partei geblieben vor SP (+1.9 %) und FDP (+3.7 %). Auffällig ist hier das Resultat der EVP, die von 9.7 um 5.4 auf 15.1 % zugelegt und damit praktisch zur FDP aufgeschlossen hat. Obwohl die Grünen mit 8.4 % hier noch immer überdurchschnittlich stark sind, haben sie deutlich verloren (-5.2 %). Bei den Regierungsratswahlen fallen die guten Resultate von Mario Fehr (nur knapp hinter Thomas Heiniger) und Jacqueline Fehr (eine Stimme mehr als Carmen Walker Späh) auf.

Ruth Früh zieht Bonstetten In Bonstetten hat die FDP nicht weniger als 8.8 % zugelegt und die hier traditionell starke SP (+2.0 %) überflügelt. An der Spitze liegt noch immer die SVP (+1.7 %). Die Zeche bezahlt haben hier insbesondere die Grünen (-4.7 %) und die Grünliberalen (-4.2 %). Bei den Regierungsratswahlen liegt der Sozialdemokrat Mario Fehr klar an der Spitze und Jacqueline Fehr deutlich vor Carmen Walker Späh, was den Schluss nahe legt, dass das ausgezeichnete Abschneiden der FDP bei den Kantonsratswahlen mit der Kandidatur von Ruth Früh im Zusammenhang steht.

SP legt in Hausen zu Auch in Hausen hat die FDP (+3.9 %) gepunktet, hier mit Spitzenkandidat Olivier Hofmann, wohl vor allem zu Lasten der Grünliberalen (-4.7 %). An der Spitze liegt freilich nach wie vor die SVP (+1.7 %) vor der SP (+5.7 %), die

hier namentlich zu Lasten der Grünen (-4.0 %) sehr stark abgeschnitten hat. Bei den Regierungsratswahlen fällt auch hier das überdurchschnittliche Abschneiden einerseits der beiden sozialdemokratischen Kandidaturen auf, anderseits von SVP-Mann Ernst Stocker, der an der Spitze liegt.

SVP und FDP gewinnen in Hedingen In Hedingen liegt die SVP (+2.9 %) weiterhin vor SP (-0.1 %) und FDP (+5.2 %). Verloren haben hier, wenn auch unterdurchschnittlich, die Grünen und die Grünliberalen sowie, entgegen dem Trend, die EVP (-0.5 %). Das Resultat der Regierungsratswahl liegt hier bis auf das unterdurchschnittliche Abschneiden der CVP-Frau Silvia Steiner (Stimmengleichheit mit Martin Graf) im Bereich des Bezirksdurchschnitts.

Kappel bleibt SVP-Hochburg In der traditionellen SVP-Hochburg Kappel bewegten sich die Mehrheitsverhältnisse tendenziell in Richtung Bezirksdurchschnitt. Trotz des Verlustes (-4.3 %) konnte sich die SVP allerdings mit über 45 % klar an der Spitze behaupten, vor Wahlsieger FDP (+6.2 %), der EVP (+0.5 %) und der SP (+3.1 %). Bei den Regierungsratswahlen liegen die beiden SVP-Kandidaten entsprechend klar vorne.

EVP verliert in Knonau Die Spitzenposition ausgebaut hat die SVP (+3.9 %) hingegen in Knonau. Es folgen SP (+3.4 %) und FDP (+5.7 %). Verloren haben EVP (-4.4 %), Grünliberale

(-3.4 %) und Grüne (-3.6 %). Auch hier liegen bei den Regierungsratswahlen die SVP-Kandidaten vorne.

SP als Siegerin in Maschwanden Unbestrittener Wahlsieger in Maschwanden ist die SP (+9.8 %), was hier vor allem zu Lasten der Grünen (-4.1 %) und der EVP (-4.0 %) geht. Stärkste Partei ist unverändert die SVP (-2.8 %). Bei den Regierungsratswahlen fällt auf, dass Silvia Steiner und Carmen Walker Späh deutlich abfallen, während Jacqueline Fehr und die Kandidaten – inklusive Martin Graf – praktisch identische Stimmenzahlen erreichten.

In Mettmenstetten verlieren Grüne an FDP In Mettmenstetten hat die FDP am deutlichsten zugelegt (+5.5 %). Stärkste Partei ist unverändert die SVP (+2.9 %) vor der SP (+2.3 %). Am stärksten verloren haben die Grünen (-4.6 %). Bei den Regierungsratswahlen liegen die beiden SVP-Kandidaten an der Spitze.

In Obfelden gewinnen die SVP-Kandidaten Keine grundlegenden Veränderungen ergaben sich in Obfelden, wo SVP (+2.5 %), FDP (+3.8 %) und SP (+1.6 %) unverändert an der Spitze liegen. Bei den Regierungsratswahlen dominieren die beiden SVP-Kandidaten.

FDP verliert in Ottenbach In Ottenbach hat sich das Spitzenresultat der FDP, die vor vier Jahren mit

dem damaligen Gemeindepräsidenten, Kurt Weber, den bisherigen stellte, erwartungsgemäss nicht bestätigen können. Sie verlor in Umkehrung des Trends 6.4 %. Gewonnen haben die SVP (+7.4 %) und – angesichts von Spitzenkandidat Moritz Spillmann wenig überraschend – die SP (+2.5 %). Bei den Regierungsratswahlen liegt der freisinnige Thomas Heiniger klar an der Spitze.

EVP in Rifferswil mit 20% Das Spitzenresultat erreichte die EVP in Rifferswil, wo der neu gewählte Daniel Sommer seine Schreinerei betreibt: Sie erreichte 20.54 % (+7.7 %). Zugelegt hat auch die FDP (+2.7 %). An der Spitze liegt unverändert die SVP (-0.6 %). Auch bei den Regierungsratswahlen ist Rifferswil atypisch: Mario Fehr und Ernst Stocker liegen knapp vor Jacqueline Fehr an der Spitze.

Tendenz zu Grossparteien in Stallikon In Stallikon behauptete die SVP (+3.3 %) die Spitze vor der deutlich erstarkten FDP (+7.6 %) und der SP (+5.3 %). Bei den Regierungsratswahlen liegt Thomas Heiniger klar vorne.

FDP überflügelt SVP in Wettswil Das stärkste Resultat erreichte die FDP in Wettswil (+10.2 %), wo sie knapp vor der SVP (-1.0 %) liegt. Zugelegt hat auch die SP (+3.5 %). Entsprechend hat Thomas Heiniger nirgends so klar wie hier dominiert, während Mario Fehr hier hinter den beiden neu gewählten bürgerlichen Frauen zurückliegt.

Visionen, Luftschlösser, Achtungserfolge und Flops Die Ämtler Ergebnisse der Kleinparteien bei den Kantonsratswahlen 2015 Sie stellten sich zur Wahl und haben im Wissen um Chancenlosigkeit trotzdem viel Zeit und Arbeit investiert. Die Wahlergebnisse der Kandidaten der Splitterparteien werden von den Bewerbern völlig verschieden interpretiert. Der Misserfolg hindert die Gescheiterten aber nicht daran, weiter zu politisieren. ................................................... von martin mullis Seit 2007 kann eine Partei nur in den Kantonsrat einziehen, wenn sie in mindestens einem der insgesamt 18 Wahlkreise einen Wähleranteil von fünf Prozent erreicht. Diese, für kleine und kleinste Parteien ziemlich hohe Hürde, soll als Bestandteil des Wahlverfahrens «doppelter Pukelsheim» eine Zersplitterung der Parteienlandschaft verhindern. Der «Pukelsheim» benachteiligt kleine Parteien nicht, weil der Wähleranteil für die Sitzverteilung im Kantonsrat im ganzen Kanton berücksichtigt wird. Bei den Kantonsratswahlen bedeutet diese Regel aber auch, dass Parteien wie die CVP, EDU, AL (Alternative Liste) und die IP (Integrale Politik), im Säuliamt mindestens in diesem Wahljahr nicht den Hauch einer Chance besassen, um im Rathaus am Limmatquai mitzumischen. Genau wie Brigitte Wettstein aus Knonau, welche für die EDU (325

Stimmen) kandidierte war sich auch CVP-Kandidatin Corinne Stutz (1002 Stimmen) bewusst, dass sie im Säuliamt nur eine kleine Hausmacht besitzt und eine Wahl nicht gelingen würde.

Wer in vier Jahren nochmals antritt, ist offen Beide Kandidatinnen betonen, dass sie gesamthaft mit dem Wahlergebnis ihrer Parteien sehr zufrieden sind. Ob sie allenfalls in vier Jahren wieder antreten werden, möchten die beiden Politikerinnen noch offen lassen. Seine politische Zukunft sieht Stefan Kessler, der für die IP (Integrale Politik) auf der Kantonsratswahlliste auf der obersten Linie stand, aber völlig anders. Zwar erzielte er nur gerade 135 Stimmen, dennoch ist er mit dem Resultat zufrieden und will sicher in vier Jahren wieder antreten. Falls seine Parteimitglieder zustimmen, wird er auch bei den kommenden Nationalratswahlen zur Verfügung stehen. Für den Kandidaten der AL, Richard Frick, stimmten 136 Stimmberechtigte. Leider war er am Sonntagabend am Telefon für den «Anzeiger» nicht erreichbar. Die BDP trat, wie kürzlich gemeldet, nach einigen parteiinternen Turbulenzen im Bezirk Affoltern gar nicht mehr zur Wahl an. Ein Vertreter einer Kleinpartei schaffte aber die Wiederwahl in den Kantonsrat. Der in Wettswil wohnhafte Hans Peter Häring kandidierte für

Die Werbung auf dem Plakat half nicht zur Wahl: Corinne Stutz ist aber nicht enttäuscht. (Bild Martin Mullis) die EDU im Wahlkreis VII (Uster) und darf eine weitere Amtsdauer in der

Zürcher Legislative mitarbeiten. Selbstverständlich will auch er sich im

Rathaus für seine Wohnregion Knonauer Amt einsetzen.


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Wahlen 2015

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Sieg für die EVP – auf Kosten der Grünen Der Schreiner Daniel Sommer zieht neu in den Kantonsrat ein, Hans Läubli hat seinen Sitz verloren Nach vierjähriger Abwesenheit vertritt in der kommenden Legislatur wieder ein EVP-Vertreter das Säuliamt im Kantonsrat – auf Kosten der Grünen. Die Grünliberalen konnten ihren Sitz knapp halten. ................................................... von salomon schneider Für die Grünen war es sowohl im Kanton als auch im Bezirk Affoltern ein rabenschwarzer Wahlsonntag. 2011 hatten sie noch 3,3 Prozent Wähleranteil gewonnen, am Sonntag haben sie 3,55 Prozent verloren und stehen nun bei 6,99 Prozent Wähleranteil im Bezirk. Hans Läubli, seit 2007 im Kantonsrat und Präsident der Justizkommission, hat deshalb seinen Sitz verloren. «Umweltthemen scheinen immer stärker an Gewicht zu verlieren – zugunsten von Wirtschaftsthemen», meinte Hans Läubli nach der Wahl resigniert. Er glaube aber trotzdem, dass seine Partei richtig eingestellt sei: «Ein weiterer Grund für die Niederlage der Grünen mag sein, dass sich auch andere Parteien den Umweltgedanken auf die Fahne geschrieben haben. Sie setzen sich aber nicht konsequent genug ein.»

Hans Läublis Politik weitertragen Auf der Wahlfeier der EVP wurde es plötzlich still, als die Feiernden erfuhren, dass Daniel Sommer auf Kosten von Hans Läubli in den Kantonsrat einzieht. Gerhard Gysel, der Präsident der EVP Knonauer Amt, würdigte Hans Läublis Leistungen: «Der einzige Wermutstropfen an diesem sonnigen Tag ist, dass Hans Läubli den Sprung in den Kantonsrat nicht mehr geschafft hat. Wir kennen diese Situation, wurde doch Lisette Müller vor vier Jahren nicht wiedergewählt.» Auch Daniel Sommer ging in seiner Dankesrede auf das Schaffen von Hans Läubli ein: «Vielleicht kann ich einen Teil von Hans Läublis Politik

Daniel Sommer erklärt an der Wahlfeier der EVP seine Ziele und Standpunkte und bedauert die Sitzeroberung auf Kosten von Hans Läubli. (Bilder Salomon Schneider) weitertragen, wir haben ja doch einige Überschneidungen bei unseren politischen Standpunkten – Hans ist und war ein glaubwürdiger Grüner.»

Sozial engagierter Gewerbler Daniel Sommer freute sich gleichzeitig aber riesig über die Wahl: «Meine ersten Gedanken waren – unglaublich – unfassbar – grandios!» Sein pragmatisches Denken, als sozial engagierter Gewerbler, scheine bei den Wählern gut angekommen zu sein: «Ich musste mich im Laufe der letzten Monate in zahlreiche Dossiers einarbeiten, da die Leute meine Standpunkte zu den verschiedensten Themenbereichen wissen wollten.» Er habe bis zum Schluss nicht an die Wahl geglaubt und habe

erwartet, dass es erst in vier Jahren klappen werde. Gerade in Affoltern hatte die EVP viele Stimmen geholt, mit 15,1 Prozent. Daniel Sommer will sich schwerpunktmässig für UmweltBildungs- und Gewerbepolitik einsetzen. Einen Achtungserfolg erzielte zudem die ehemalige Kantonsrätin Lisette Müller, die vom sechsten auf den zweiten Listenplatz vorrutschte. Bis zuletzt gezittert hat auch Hans Wiesner von den Grünliberalen: «Ich finde es bedenklich, dass Umweltthemen im Bezirk Affoltern so wenig Gewicht haben in der Wählergunst. Man sollte doch weiterdenken, als bis zur nächsten Tankfüllung.» In den nächsten vier Jahren will Hans Wiesner ein Aktivposten in der Fraktion sein.

Hans Läubli hat trotz Wahlniederlage das Lachen nicht verlernt.

Die SP Bezirk Affoltern hält ihren Sitz im Kantonsrat problemlos

Wähleranteil und Veränderungen im Bezirk Affoltern

Moritz Spillmann mit gutem Resultat wiedergewählt

SVP: 32,27 % (+1,44 %) SP: 18,14 % (+2,67 %) FDP: 18,12 % (+ 5,04 %) Grüne: 6,99 % (-3,55 %) glp: 8,20 % (-2,76 %) CVP: 3,83 % (+0,6 %) EVP: 8,68 % (+1,12 %) EDU: 2,23 % (-0,45 %) AL: 1,02 % (+0,59 %) IP: 0,53 % (+0,53 %) Übrige: 7,61 %

Der wiedergewählte Moritz Spillmann freut sich sehr und feierte sein Glanzresultat am Sonntagnachmittag im Kreise seiner Parteigenossen in Affoltern. Auf das ausgezeichnete Wahlresultat wurde mit Weisswein angestossen. Der Bildungspolitiker will sich in der kommenden Legislaturperiode für das Säuliamt einsetzen.

ner Agenda zuoberst. Betreffend Umfahrung ist der Ottenbacher Kantonsrat der festen Überzeugung, dass der Volksentscheid umgesetzt werden muss.

Nicht nach Bundesbern Bei der Frage nach seinen künftigen politischen Ambitionen in Richtung National- oder Regierungsrat lacht er herzlich. Nach Bundesbern würde es ihn absolut nicht ziehen, hält Spillmann fest und, im Übrigen sei er stets gut gefahren nicht allzu weit voraus zu planen. Spillmann will vermehrt Allianzen schaffen und gilt als ausgesprochener Konsenspolitiker. Mit seiner unaufgeregten Art durfte er auch auf viel Sympathie bis weit ins bürgerliche Lager hinein zählen.

................................................... von martin mullis Mehr als ein Dutzend SP-Mitglieder aus dem Bezirk Affoltern trafen sich am Sonntagnachmittag, um auf die ehrenvolle Wahl von Moritz Spillmann anzustossen. Der Bildungspolitiker vertritt die SP Bezirk Affoltern seit Mai 2011. Der Mittelschullehrer freut sich über seine Wiederwahl und verspricht, sich im Zürcher Rathaus für das Säuliamt einzusetzen.

Die Gemeindepräsidentin gratuliert

Kantonsschule und Umfahrung Themen wie die Kantonsschule im Bezirk und die Umfahrung der Dörfer Obfelden und Ottenbach stehen in sei-

Mit einem ausgezeichneten Wahlresultat für weitere vier Jahre als Kantonsrat gewählt: Moritz Spillmann aus Ottenbach. (Bild Martin Mullis)

Zur Wahl von Moritz Spillmann äusserste sich auch Gaby Noser Fanger, Gemeindepräsidentin von Ottenbach. Sie gratuliert dem in Ottenbach wohnhaften Politiker zur Wiederwahl und unterstreicht die Wichtigkeit, dass das Säuliamt im Kantonsrat mit allen anstehenden Anliegen, vor allem in Sachen Umfahrung, vertreten ist.

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Wahlen 2015

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Bürgerliche Parteien als Sieger der Kantonsratswahlen SVP und FDP können auch im Säuliamt in der Wählergunst zulegen, die Liberalen sogar deutlich Mit einem Plus von 1,44 Prozent kann sich die SVP im Bezirk Affoltern auf 32,27 Prozent Wähleranteil verbessern. Die FDP legte gegenüber 2011 sogar um fünf Prozent zu und ist mit 18,12 Prozent Wähleranteil nun wieder nahezu gleichauf mit der zweitstärksten Partei, der SP, die nur noch 0,02 Prozentpunkte vor den Liberalen liegt. ................................................... von martin platter «Es hat generell eine Korrektur auf die bürgerliche Seite gegeben. Der Zuwachs bei der SVP und bei unseren Partnern von der FDP ist erfreulich», kommentierte Toni Bortoluzzi die Wahlresultate. Der SVP-Nationalrat war in der «Wahlzentrale» im Café Casino vorbeigekommen, um den Parteikolleginnen und -kollegen zu gratulieren. «Mit Blick auf frühere Kantonsratswahlen hatte man das Resultat nicht zwingend in dieser Deutlichkeit erwarten können», sagte Bortoluzzi vorsichtig. Nach den Kantonsratswahlen in Baselland und Luzern sehe er nun aber doch einen positiven Trend, der sich im Säuliamt fortgesetzt habe. Auch Otto Steinmann, Vorsitzender der SVP-Wahlkampf-Kommission war zufrieden: «Das Resultat ist auf gute Leute zurückzuführen», lobte er die Kandidaten und Wahlhelfer.

Martin Haab mit dem grössten Rückhalt Spitzenkandidat Martin Haab, der erneut mit dem besten Resultat die Wiederwahl geschafft hat, sagte: «Die gute Stimmenzahl hat mich überrascht. Ich habe praktisch in allen Gemeinden das beste Resultat gemacht. Das motiviert mich sehr.» Auf der SVP-Liste sei eine gut durchmischte Gruppe aufgeführt gewesen. Drei Frauen, drei Männer, aus allen Regionen und aus allen

Altersschichten, nannte er als Gründe für das gute Abschneiden seiner Partei. Für den zurückgetretenen Jakob Schneebeli schaffte Susanne Leuenberger die Wahl. Auf dem dritten Platz erreichten der Affoltemer Gemeinderat und Hochbauvorstand Hans Finsler und die frühere Hausemer Sekundarschulpräsidentin Beatrice Sommerauer exakt dieselbe Stimmenzahl (3412 ). Bei einem Nachrücken – beispielsweise, falls Martin Haab im Herbst auch noch die Wahl in den Nationalrat schafft – müsste gemäss Bortoluzzi die Parteileitung bestimmen, ob Finsler oder Sommerauer in den Kantonsrat soll.

Feierstimmung auch bei der FDP Noch ausgelassener war die Feierlaune bei der FDP, die sich in Stallikon im Zentrum Kafimüli zur Wahlfeier traf. Wahlkommissionschef Herbert Früh konnte bekannt geben, dass bis auf Ottenbach (wegen des Rücktritts von Kurt Weber) in allen übrigen Gemeinden deutliche Gewinne in der Wählergunst verbucht werden konnten. Spitzenkandidat Olivier Hofmann schaffte die Wiederwahl mit 2694 Stimmen. Auf Platz zwei der parteiinternen Rangliste fand sich der Affoltemer Steuerjurist Hans Ulrich Meuter vor Bezirksrätin Ruth Früh. Alain Schwald habe mit 1708 Stimmen das «beste Resultat eines Jung-Liberalen» erreicht, lobte Herbert Früh. «Ich bin sehr erfreut, dass die FDP wieder positive Wahlresultate erreicht hat, und stolz darauf, dass wir im Säuliamt überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben», sagte Olivier Hofmann. Wirklich überraschend sei das Resultat aber nur in der Grösse des Zuwachses. Die FDP mache eine sachorientierte Politik, welche die Gesellschaft weiterbringe. Gerade auf Bezirksebene konnte so in den letzten vier Jahren viel erreicht werden können. Das hätten die Wählerinnen und Wähler wahrgenommen, ist Hofmann überzeugt.

Die Kantonsratskandidaten der SVP von links: Hans Finsler (zusammen mit Beatrice Sommerauer 3. mit 3412 Stimmen), John Appenzeller (5. mit 3386 Stimmen), Susanne Leuenberger (neu gewählt als 2. mit 3644 Stimmen) und Spitzenkandidat Martin Haab (wiedergewählt mit 4468 Stimmen) anlässlich der Wahlfeier im Café Casino in Affoltern.

Die Kantonsratskandidaten der FDP von links: Ruth Früh (3. mit 2137 Stimmen), Alain Schwald (5. mit 1708 Stimmen), Spitzenkandidat Olivier Hofmann (wiedergewählt mit 2694 Stimmen) und Hans Ulrich Meuter (2. mit 2306 Stimmen) am Sonntagabend anlässlich der Wahlfeier im Zentrum Kafimüli in Stallikon. (Bilder Martin Platter)

«Es warten grosse Aufgaben auf mich» Interview mit der neugewählten Kantonsrätin der SVP, Susanne Leuenberger Die da wären? Ich bin politisch noch unverbraucht, authentisch und politisiere ehrlich, konstruktiv und stets nach praktikablen Lösungen suchend. Ich will nicht nur mitreden, sondern aktiv zu guten Lösungen beitragen.

Mit Susanne Leuenberger weist die sechsköpfige Kantonsratsdelegation aus dem Säuliamt wieder eine Frau auf. Eine viel beschäftigte noch dazu. Neben ihrem Verwaltungsratsmandat bei der Schmid Entsorgungs AG in Affoltern ist die dreifache Mutter von drei Teenagern Gemeinderätin und Finanzvorsteherin im Bezirkshauptort, Delegierte der Spitalkommission, Mitglied der Finanzplanungskommission und nun auch noch Kantonsrätin. Hinter SVP-Spitzenkandidat Martin Haab erreichte sie mit 3644 Voten parteiintern am zweitmeisten Stimmen, was auch ihrem Listenplatz entsprach. «Anzeiger»: Susanne Leuenberger, haben Sie damit gerechnet, so gut abzuschneiden? Susanne Leuenberger: Nein, damit gerechnet habe ich nicht. Es war für mich überraschend, als Newcomerin auf dem zweiten Listenplatz zu stehen und schliesslich auch resultatemässig den zweiten Platz zu erreichen. Denn vor den Wahlen hatte man mich im Bezirk noch nicht so gut gekannt. Offenbar hat das Stimmvolk aber meine Stärken erkannt.

Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger hat kürzlich in einem Interview mit Roger Köppel gesagt, dass beim Politisieren stets auch ein bisschen Narzissmus und der Drang zur Selbstdarstellung mitwirke. Ist das bei Ihnen auch so? Nein, überhaupt nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Für mich hat Politisieren mit Aufopfern zu tun. Man opfert seine Freizeit, hat keine Zeit mehr für Hobbies. Die Familie und der Beruf leiden ebenfalls unter dem Einsatz für das Wohl der Allgemeinheit. Ob dabei meine Person im Vordergrund steht, ist mir überhaupt nicht wichtig. Vielmehr möchte ich meine politischen Ziele erreichen.

Susanne Leuenberger, neue Kantonsrätin der SVP. (Bild Martin Platter)

Was bedauern Sie in ihrer Aufzählung am meisten, was Sie für die Politik zurückstellen müssen? Im Moment noch nichts. Sonst

hätte ich mich nicht zur Verfügung gestellt. Ich bin bereit, das Amt auf mich zu nehmen. Und ich bin mir bewusst, dass dieses Amt mit viel Aufwand verbunden ist und dass man auch persönlich viel aushalten muss. Politik, so ist immer wieder zu hören, soll das Leben der Menschen verbessern. Was verbessert sich durch Ihre Wahl? Ich hoffe, dass ich mich in der Finanzausgleichs-Kommission einbringen kann, damit die Zentrumslast von Affoltern mit dem neuen Finanzausgleich endlich gemildert werden kann. Denn derzeit benachteiligt der Finanzausgleich finanzschwache Gemeinden wie Affoltern. Die Verteilung der Sozialkosten stimmt hinten und vorne nicht. Da muss der Kanton über die Bücher. Da helfen mir meine Erfahrungen, die ich als Finanzvorsteherin von Affoltern bereits sammeln konnte. Dazu müssen wir das Spital Affoltern endlich auf den richtigen Weg bringen. Es warten grosse Aufgaben. Affoltern wird in Zukunft den Gürtel spürbar enger schnallen müssen. Interview: Martin Platter


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Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 14. April 2015

15

Aqua-Fit Neue Kurse ab Mai 2015 In Obfelden: Dienstag, 12.15, 18.00, 18.50, 19.45, Uhr, Freitag, 12.15 Uhr, Samstag, 18.00 Uhr.

In Mettmenstetten:

EKZ setzen auf die Kraft der Sonne Unter den erneuerbaren Energien hat die Sonnenenergie im Kanton Zürich das grösste Potenzial. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) treiben den Bau neuer Anlagen voran. Mit Erfolg: Nie zuvor montierten sie derart viele Module auf Dächern wie in den letzten 15 Monaten. Im Schnitt bauten die EKZ seit Jahresbeginn 2014 jeden Monat eine neue, grossflächige Fotovoltaikanlage – die meisten im Kanton Zürich. Auf einer Fläche von über 25 000 Quadratmetern, also fast vier Fussballfeldern, produzieren die neuen Fotovoltaikmodule Solarstrom. Damit können die EKZ mit eigenen Fotovoltaikanlagen jährlich sechs Millionen Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Das entspricht dem Strombedarf von 1400 Vierpersonen-Haushalten. Die Mehrheit der neuen Module befindet sich auf Dächern von Gemeinde- oder Industriebauten und Bauernhöfen, deren Besitzer ihre Dachflächen auf einfache Art den EKZ zur Nutzung der Sonnenkraft vermieten. Mit dem starken Zubau haben die EKZ ein weiteres Etappenziel erreicht und suchen nach wie vor Dachflächen Dritter für den Ausbau. Damit effizient und kostengünstig Solarstrom produziert werden kann, müssen diese unbeschattet und in einem guten Zustand sowie grösser als 800 Quadratmeter (Schrägdach) bzw. 1500 Quadratmeter (Flachdach) sein.

Solarengagement von Zürcher Kunden spürbar Auch bei den Kunden der EKZ ist das Engagement für die Solarenergie spürbar. Rund 6500 Zürcher Haushalte beziehen heute Solarstrom aus der 1997 ins Leben gerufenen EKZ Solarstrombörse – Tendenz steigend, denn der Preis für EKZ Solarstrom sank in den letzten fünf Jahren um 60 Prozent. Über 550 Zürcher Privatpersonen und Unternehmen entschieden sich zudem im letzten Jahr für den Bau einer eigenen Fotovoltaikanlage, die an das Stromnetz der EKZ angeschlossen wurde. Die EKZ haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der neuen erneuerbaren Energien bis 2030 auf zehn Prozent des Absatzes zu steigern. Neben dem heimischen Solarengagement investieren die EKZ insbesondere in europäische Windparks. Bereits elf Windparks sind ganz oder mehrheitlich im Besitz der EKZ. (pd.) Infos unter www.ekz.ch/dachvermietung.

Publikumsmagnet

Erneut auf dem Podest In Torlaune

16 Aussteller zeigten an der Obfelder Frühlingsausstellung ihre Neuigkeiten. > Seite 17

BMC-Fahrer Jorin Gabriel auch beim zweiten Rennen der Saison erfolgreich. > Seite 22

3.-Ligist FC Affoltern schlug Urdorf mit 6:0 und trifft im Spitzenkampf nun auf Thalwil. > Seite 23

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Leuchten – in noch besserem Licht präsentiert Noserlight in Zwillikon hat die Ausstellungsräume neu gestaltet Grösser, heller, einladender: Noserlight in Zwillikon hat den Ausstellungsraum neu gestaltet – auch deshalb, weil der Lichtspezialist vermehrt Privatkundschaft begrüssen kann. Noserlight ist inzwischen zum anerkannten Anbieter von Leuchtmitteln avanciert. Die Ausstellungsräume im ersten Stock des markanten Geschäftssitzes in Zwillikon waren ursprünglich für Wiederverkäufer und Grosskunden konzipiert. Weil sich der Lichtmarkt komplett im Umbruch befindet und lokale Elektroläden – wie beispielsweise jene der EKZ – verschwunden sind, darf Noserlight vermehrt auf Privatkundschaft zählen, die aus dem Säuliamt, aus dem Freiamt und aus Zug nach Zwillikon kommt. So wurde in den letzten Jahren der Bereich der Leuchten für den Wohn- und Shopbereich markant ausgebaut. «Aus diesem Grund drängte sich auch eine Neugestaltung unserer Ausstellungsräume auf», sagt VR-Präsident Hansueli Noser. Diese sind klimatisiert und präsentieren sich nach der umfassenden Frischkur grösser, heller und schöner – auch dank neuem Boden, neuer Decke und einladender Anordnung des Ausstellungsguts.

LED bei Noserlight schon lange ein Thema Durch das von der EU verhängte Verbot von Glühlampen hat sich der

Die Chefin und Mitarbeitende in der neu gestalteten Ausstellung, von links: Ardit Biqkai, Marco de Sousa, Trudi Noser, Filipe Dias, Migele Fiore und Abiram Manoharan. (Bild Werner Schneiter) Lichtmarkt in den letzten Jahren komplett gewandelt. Marktführer Philips, Osram und General Electric kamen mit Sparlampen auf den Markt – und das ging «in die Hose», weil darin Gifte entdeckt wurden. Früher als andere hat Noserlight auf LED gesetzt und da die Fühler

nach China ausgestreckt. «Dieser Markt wird je länger je mehr von den Chinesen beherrscht, die eine hervorragende Qualität bieten. Die europäischen Grossanbieter haben die Entwicklung Richtung LED verschlafen», hält Hansueli Noser fest. Philips beispielsweise hat den Lichtbereich an

eine Investorengruppe veräussert. Und Osram hat auf 2016 die Entlassung von 8500 Mitarbeitenden angekündigt. All diese Entwicklungen kommen Noserlight entgegen. «Andere entlassen Leute, wir stellen ein», sagt der Zwilliker Unternehmer. (-ter.)

Hans Gerber mit grossem Applaus verabschiedet Standing Ovations an der Generalversammlung der Clientis Sparcassa 1816 An der 199. Generalversammlung der Clientis Sparcassa 1816 in Wädenswil wurde der langjährige Direktor Hans Gerber in den Ruhestand verabschiedet.

gleich einen sehr guten Wert darstellt.

Nachdem Hans Gerber bereits vor einem Jahr das Amt als Direktor der Sparcassa 1816 in die Hände seines Nachfolgers Marcel Melliger gelegt hatte, ist er nun in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Marcel Melliger würdigte ausführlich das äusserst erfolgreiche Wirken seines Vorgängers. Insgesamt 37 Jahre stand Hans Gerber mit Leib und Seele für seine Sparcassa im Einsatz, davon die Hälfte als Vorsitzender der Geschäftsleitung. In dieser Zeit verdreifachten sich die Eigenmittel der Bank, wodurch die Sparcassa 1816 überaus solide dasteht. Mit einer Standing Ovation wurde Hans Gerber von den Anwesenden verabschiedet.

Mit dem erfreulichen Jahresgewinn kann die sehr starke Eigenkapitalbasis um weitere 3,3 % auf 104 Mio. Franken erhöht werden. An soziale und kulturelle Einrichtungen werden wiederum 220 000 Franken vergeben. Unter den schweiRetailDirektor Marcel Melliger (links) und VR-Präsident Dr. Franz zerischen banken gehört die Breitenmoser. (Bild zvg.) Sparcassa 1816 zu sich um 1,4 % auf 1,05 Mrd. Franken. den substanzstärksten Instituten. Sie Der Deckungsgrad der Ausleihungen verfügt über eine der besten Leverage durch Kundengelder konnte damit Ratios. Diese Kennzahl steht für den weiter auf ausserordentlich hohe Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme und somit für die finanzielle 98,6 % gesteigert werden. Der Bruttogewinn belief sich auf Stärke einer Bank. 8,4 Mio. und der Reingewinn auf 3,1 Mio. Franken. Das Verhältnis des Geschäftsaufwands am Geschäftsertrag, Jubiläumsjahr 2016 die sogenannte Cost-/Income-Ratio, be- Verwaltungsrats-Präsident Dr. Franz trägt 55,4 %, was im Branchenver- Breitenmoser hielt einen Ausblick auf

Kundengeschäft weiter ausgebaut

Die EKZ bauten neue Solarmodule auf 25 000 Quadratmetern. (Bild zvg.)

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Im Geschäftsjahr 2014 nahm die Bilanzsumme der Clientis Sparcassa 1816 um 1,5 % auf 1,27 Mrd. Franken zu. Die Kundengelder stiegen um 2,8 % auf 1,03 Mrd. Franken. Die Ausleihungen an die Kunden erhöhten

Starke Eigenkapitalbasis

das nächste Jahr. 2016 feiert das als Genossenschaft organisierte Institut als eine der ältesten Retailbanken der Schweiz ihr 200-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen für verschiedene Veranstaltungen im Jubiläumsjahr laufen auf Hochtouren. (pd.)

Geschäftsstellen in Affoltern, Wettswil und Mettmenstetten Die Clientis Sparcassa 1816 Genossenschaft mit Hauptsitz in Wädenswil und Geschäftsstellen in Richterswil, Affoltern am Albis, Wettswil am Albis und Mettmenstetten beschäftigt rund 30 Mitarbeitende. Als rechtlich selbstständiges Institut ist sie Mitglied der Regionalbankengruppe Clientis. Privatpersonen, KMU und Institutionen können auf Produkte und Dienstleistungen vertrauen, die ihre Bedürfnisse umfassend abdecken und ihnen optimal nützen. Sie profitieren von Kundennähe, Wirtschaftlichkeit und Kompetenz. Infos unter www.spc.clientis.ch.


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Gewerbe

Dienstag, 14. April 2015

Ayurveda-Massagen für die Frühlingszeit

Am Bau beteiligte Firmenvertreter und Eigentümer vor dem «Spatenstich», der mit dem Trax vorgenommen wurde. (Bild Werner Schneiter)

Bauen in historisch gewachsenem Umfeld An der Niederfeldstrasse in Mettmenstetten entstehen acht Reiheneinfamilienhäuser An der Niederfeldstrasse, in der Kernzone von Mettmenstetten, entstehen acht Reiheneinfamilienhäuser. Eine herausfordernde Aufgabe für die Baureal AG, weil dort kantonaler Ortsbildschutz gilt. «Es ist alles gut gelaufen bisher», so die frohe Kunde von Daniel Huber, Inhaber und Geschäftsführer der Baure-

al AG am Freitag anlässlich des «Spatenstich» mit den Eigentümern. Spaten wurden indessen keine verwendet, aber alle durften mit dem Trax in Aushubarbeiten versuchen. Mit «gut gelaufen» meinte Daniel Huber auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mettmenstetten. Auf den Tag ein Jahr nach der Baueingabe folgte am 24. März 2015 die Baubewilligung – in einer für diese speziellen Verhältnisse kurzen Frist. Immerhin wird in einer

Kernzone mit kantonalem Ortsbildschutz gebaut. Auf dem Areal stand auch eine Scheune. Ihr Abbruch erforderte auch entsprechende Abklärungen beim Kanton. Das Resultat: Es entsteht ein sogenannter Ersatzneubau. Und dieser historische Aspekt wird auch in die architektonische Sprache einfliessen – auch in den Bereichen Form und Material. Das kommt im Umstand zum Ausdruck, dass die beiden neuen Gebäude als Massivbau mit

Holzfassade errichtet werden. «Wir haben unsere Partner – Kanton und Gemeinde – früh einbezogen. Das hat sich gelohnt», sagte Daniel Huber. Fünf der acht Reiheneinfamilienhäuser sind inzwischen verkauft. Die Rohbauten dürften bis Weihnachten 2015 abgeschlossen sein. Der Bezug ist im Sommer 2016 vorgesehen. (-ter.)

Mit der optimalen Lage direkt neben dem Bahnhof Affoltern, eigener Tiefgarage und der im 3. OG wundervollen Weitsicht in die Berge, bietet das «Mangalam Yoga & Ayurveda» eine Oase der Ruhe und des Wohlbefindens. Die geschmackvoll, in indischem Ambiente eingerichteten Räume erlauben dem Mangalam-Team, bestehend aus Thomas, Sabine und Anita Würmli, ein umfassendes Angebot an Yogakursen, ayurvedischen Massagen, Workshops sowie Weiterbildungen und Konzerte anzubieten. Anita Würmli, ärztl. dipl. Masseurin und Thomas Hari Würmli, ärztl. dipl. Masseur und APM – beide mit über 20 Jahren Berufserfahrung – bieten ganzheitliche Behandlungen, in denen sie auf die persönlichen Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und diese auf dem Weg zu Wohlbefinden und Entspannung begleiten an. In ihren Massagen haben neben dem Ayurveda vor allem Heilsteine, Kräuter und Klangschalen einen festen Platz gefunden. Für die Frühlingszeit empfehlen sie besonders die Garshanmassage. Eine Ganzkörperbehandlung mit Rohseidenhandschuhen, bei der durch Streichungen und kreisenden Bewegungen ein sanfter Peelingeffekt erreicht wird. Durch die feine Struktur der Rohseide werden abgestorbene Hautzellen entfernt und die Haut zart und frisch. Mit einem eigens zusammengestellten Edelsteinöl wird der Körper nachgeölt. Grundlage aller ayurvedischen Massagen ist Abhyanga, die Ganzkörperbehandlung, sie ist die Königin der Ölmassagen im Ayurveda. Durch sie wird der Körper weich und geschmeidig und lebt wieder in neuer Vitalkraft und Frische auf. Ein unbeschreibliches Gefühl der Ganzheit und Fülle entsteht, wenn die Haut mit warmem Öl übergossen und mit bestimmten Bewegungsabläufen, flächigen Streichungen, Kreisungen und punktuellen Druckmassagen behandelt wird. (pd.) Weitere Infos und Newsletter abonnieren unter www.mangalam.ch oder für Yoga und Massage bei Thomas Hari Würmli, Tel. 044 760 36 88,

Weitere Informationen: www.baureal.ch.

für Massage bei Anita Würmli, Tel. 044 760 05 31.

«Fast-Alleskönner» in der Küche

«In jeder Hinsicht gesund und glücklich»

Kochen mit Thermomix TM5©

Kurt Hofmann: Bilanz nach Begleitung durch ParaMediForm

Der Thermomix© von Vorwerk ist ein Vielkönner. Er mixt, rührt, vermischt, kocht, dämpft, emulgiert, zerkleinert, pulverisiert, wiegt, mahlt, knetet, schlägt, erhitzt kontrolliert und hat ein integriertes Kochbuch mit über 180 Rezepten.

«Was ich in meinem Leben am wenigsten bereue, ist das Geld, das ich mit ParaMediForm in meine Gesundheit investiert habe, da ich heute in jeder Hinsicht gesund und glücklich bin», sagt Kurt Hofmann aus Hedingen nach einjähriger Begleitung durch ParaMediForm.

Kartoffelstock? Kein Problem! Und das Schönste daran: kein nerviges Umbauen. Bequem dürfen zudem alle Teile in die Spülmaschine! Gezeigt wird der «Fast-Alleskönner» in der Küche mit Abgabe kleiner Kostproben ab: Dienstag, 28. April (weitere Daten auf der Website), 18 bis zirka 21 Uhr, BüroBAR, Max-Höggerstrasse 2, 8048 Zürich. Teilnahme kostenlos, beschränkte Platzzahl. Anmel-

Einen Zopfteig knetet die Küchenfee dung erforderlich: www.einfachcleverkochen.ch TM5© in zwei Minuten. Man macht damit ein sämiges Risotto, ein schnelles Glacé aus gefrorenen Früchten oder den Lieblingsbrotaufstrich. Reis, Gemüse und Fisch, also als komplettes, gesundes Menü in 23 Minuten auf dem Tisch? Kein Problem für den Thermomix. Währendem «er» arbeitet, kann man sich anderen Dingen widmen. Denn bei «ihm» brennt nichts an oder kocht über. Einen gesunden Rohkostsalat gibts in wenigen Sekunden. Thermomix©: Komplettes Menü in 23 Minuten auf dem Selbst gemachter Tisch (Bild zvg.)

Kurt Hofmanns Bilanz: «Abnehmen, alles mit normalen Lebensmitteln, alltagstauglich, mit Genuss und erst noch halten können. Und das aus dem Munde eines «Schlemmerers»... Schon nach wenigen Tagen, zurück auf dem Programm, ist mein Gewicht trotzdem wieder im Lot. Vor einem Jahr, als ich mein Gewicht schon halten konnte, kam der Anreiz, nun auch meinen Körper fit zu halten. Gartenarbeit und dem Unkraut hinterherjagen genügte mir nicht mehr. So entschied ich mich für ein zweimal wöchentliches Fitnesstraining und staunte, wie sich mein Körper veränderte. Der Brustkorb vergrösserte sich, und überall spüre ich nun meine aufgebauten Muskeln, was mein jugendliches Gefühl, das ich schon nach dem Abnehmen hatte, noch zusätzlich verstärkt. Vor dem Bilanz-Termin mit Sonja Humbel staunten meine Frau und ich. Beiden wurde erst jetzt richtig bewusst, über welch neue Lebensqualität

Kurt Hofmann vorher ...

... und nachher. (Bilder zvg.)

und Gesundheit ich inzwischen verfüge. Zuvor spürte ich von Jahr zu Jahr, dass ich älter werde und fühlte mich auch dementsprechend. Dies ist nun schlichweg gar kein Thema mehr. Wir hatten gar beinahe vergessen, dass ich Probleme mit meinem Blutdruck und Gelenkschmerzen gehabt hatte, sodass ich teilweise meinen Hausarzt wöchentlich besuchen musste. Die daraus resultierenden Schmerzen waren nur noch mit Tabletten und Salben einigermassen ertragbar. Nicht zu vergessen sind auch die daraus resultierenden Nebenwirkungen der Medikamente, die ich zusätzlich einnehmen musste. Heute stehen nur noch Blut-

druckmittel da, was schon erstaunlich ist. So kann ich für die Zukunft sehr viel Geld sparen, weshalb sich die Investition allein schon aus diesem Grunde gelohnt hat. Mit 67 und einem Lebensgefühl von 40 Jahren kann ich das Leben mit meiner jungen Familie weiter geniessen. Meine jüngste Tochter, die mich noch am meisten braucht, ist ja erst 14 Jahre jung. Ohne ParaMediForm und die professionelle Begleitung von Sonja Humbel weiss ich nicht, wie mein Leben weiter verlaufen wäre, nachdem vor zwei Jahren alles auf Alarmglocke rot stand. Wenn das kein Geschenk ist!» (pd.)


Gewerbe

Dienstag, 14. April 2015

Martin Bolzli servierte den Besuchern in der Gartenlaube ein Glas Obfelder Riesling-Sylvaner.

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Feuerwehr und Samariter zeigten den Besuchern, wie der Defibrilator korrekt angewendet wird.

Seit Jahren ein Publikumsmagnet 16 Aussteller zeigten an der Obfelder Frühlingsausstellung ihre Neuigkeiten Seit 15 Jahren findet die Frühlingsausstellung in der Obfelder Mehrzweckhalle Zendenfrei statt. Am Wochenende zog sie wieder viel Publikum an.

der Kundschaft aber auch unter den Gewerbetreibenden: «Am Morgen starteten wir mit dem Unternehmerfrühstück und hatten Zeit für den Austausch untereinander.»

................................................... von salomon schneider

Möglicherweise bald ein Platzproblem

Was vor 15 Jahren mit einer Weinhandlung, einem Garagisten und einem Fahrradhändler begann, wird immer mehr zur Erfolgsgeschichte. 16 Aussteller aus Obfelden und der Umgebung zeigten ihr Frühlingssortiment. «Die Organisation ist sehr einfach gehalten. Jeder sagt einfach wieviel Platz er benötigt und erhält ein Abteil zugeteilt», erklärt Thomas Müller, der mit Werner Schlatter die Frühlingsausstellung organisiert. Für ihn gehe es bei der Frühlingsaustellung primär um die Vernetzung – mit

«In Obfelden ist der Zusammenhalt unter den Gewerblern sehr gut, das zeigt sich hier und hat sich auch an der Gewerbeausstellung im vergangenen Jahr gezeigt», erklärt Thomas Müller. Martin Bolzli pflichtet ihm bei: «Der Zusammenhalt ist gut und die Besucher sind sehr interessiert. Ich schätze dieses Ausstellung sogar mehr als grosse Gewerbeschauen.» Das einzige Problem der Frühlingsausstellung könnte mit der Zeit der Platz werden. Wenn die Ausstellerzahl weiter wächst, könnte die Mehrzweckhalle Zendenfrei bald zu klein werden.

Gewerbler unter sich (von links): der ehemalige Dachdecker Adolf Spinner, Henriette und Thomas Müller und der Vater Max Müller. (Bilder Salomon Schneider)

Gefragt: Energie-Effizienz in der Haustechnik Tag der offenen für bei SHS Haustechnik AG in Affoltern

Zum neunten Mal bietet Nicholas Micros, Bildhauer aus New York und wohnhaft in Ottenbach, die Sommerworkshops an der Reuss an. Neueinsteiger werden von Kursleiter Nick Micros professionell und einfühlsam in allen grundsätzlichen Techniken des Bearbeitens von Stein mit den verschiedenen Handwerkzeugen eingeführt. Fortgeschrittene können frei an ihren Steinen arbeiten und werden in der Formfindung oder in technischen Fragen unterstützt. Der Alabaster, ein weicher Stein mit überraschenden Farbmaserungen, eignet sich hervorragend für eine erste Skulptur und das Erlernen der Steinbildhauertechniken. Aber auch Kalkstein, Marmor oder Sandstein warten auf kreatives Eingreifen von erfahrenen Steinbildhauenden. Einige Teilnehmer freuen sich jedes Jahr wieder auf die Arbeit am Stein an diesem besonderen Ort. Die Stimmung unter dem grossen Zeltdach des Pontonierhauses ist einmalig: Das ruhige Fliessen des Flusses, die rhythmischen Hammerschläge, der Austausch unter den Kursbesuchern, den Spaziergängern und den ReussSchwimmern, alles trägt dazu bei, dass auch Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sich für das Steinbildhauen begeistern werden. (CL)

Energie-Effizient in der Haustechnik – ein dominierendes Thema am Tag der offenen Tür der SHS Haustechnik AG in Affoltern. Sie kamen am Samstag bei schönstem Wetter in Scharen in die Ausstellungsräume der SHS Haustechnik AG – oft auch Hauseigentümer, die ihre Haustechnik unter dem Titel «Energiesparen» umrüsten wollen – und damit, trotz einer Investition, letztlich Geld einsparen können. Am Tag der offenen Tür konnte man sich ausgiebig informieren; entsprechend gefragt und gefordert waren die SHS-Mitarbeitenden. Auch der Vortrag «Energieoptimierung in der Haustechnik» erhielt grossen Zuspruch.

Fördergelder locken Dass das Thema «Energie-Effizienz» noch mehr in den Vordergrund gerückt ist, hat natürlich im Kanton Zürich auch mit der Auschüttung von Fördergeldern zu tun. Wer also den Elektro-Boiler durch einen Wärmepumpen-Boiler oder die Umwälzpumpe ersetzt, kann mit einem staatlichen Zuschuss rechnen. «Rund 30 Interessenten haben wir bereits angemeldet. Wir leisten auch Support, indem wir die notwendigen Formulare für unsere Kunden ausfüllen», sagt SHS-Geschäftsführer Peter Feuz. Finanzieller Sukkurs bei der Neuinvestition ist der eine, die Reduktion des Stromverbrauchs ein anderer Vorteil. «Mit einer neuen Pumpe wird noch ein Fünftel des Stroms benötigt», hält Peter Feuz

Steinbildhauen mit Nicholas Micros an der Reuss

Kursdaten: 15. bis 20. und 22. bis 26. Juni , jeweils 8.30 bis 17 Uhr. Kosten: 600 Franken für eine Woche, zuzüglich Kosten für Stein 50 bis 150 Franken. Es können eine oder beide Kurswochen belegt werden.

Bietet viele Möglichkeiten, Energie zu sparen: SHS-Geschäftsführer Peter Feuz. (Bild Werner Schneiter)

Vernissage: Samstag, 27. Juni, 9 bis 12 Uhr, Besucher willkommen! Anmeldung für Workshops:

fest. Energie sparen lässt sich auch im Bereich der Solarthermie. Sie lässt sich zur Nutzung von Brauchwasser-

erwärmung und zur Heizungsunterstützung nutzen. «Die Leute wollen heute Alternativen», bestätigt auch Da-

rio Weingartner, der am Tag der offenen Tür für die Firma Elco Präsenz markierte. (-ter.)

Nicholas Micros Telefon 079 207 61 57 oder E-Mail: nm@nicholasmicros.com. Weitere Informationen www.stoneyard.ch.


veranstaltungen

«Just for Fun», das sind von links: Bruno Agostini, Herbi Blaser, Thomi Linder, Erich von Euw und Helmi Küttel. (Bild zvg.)

Country Rock im Werkgebäude Die Band «Just for Fun» spielt in Hedingen Wenn der Stetson aufgesetzt, der Colt umgeschnallt und die Boots angezogen werden, ist es Zeit für «Just for Fun», ihre Instrumente zu ergreifen und den WesternLiebhabern mächtig einzuheizen. Etwa am Freitagabend, 17. April, im Werkgebäude Hedingen. Seit mehr als 20 Jahren spielen die fünf Jungs, Erich von Euw (Gesang, Gitarren), Thomi Linder (Gitarre, Gesang), Helmi Küttel (Keyboard, Gesang), Bruno Agostini (Bass) und Herbi Blaser (Drums), landauf und landab an verschiedensten Anlässen. Sei es an einem Countryfest, einer Hochzeit

oder in einer Bar. «Just for Fun» werden immer wieder gerne gehört. Ihr breites Repertoire erstreckt sich von klassischen Country-Nummern von Johnny Cash, Willie Nelson über moderneren Country von Alan Jackson, Brad Paisley bis zu härteren Rocksongs von Lynyrd Skynyrd oder Status Quo. Um das Ganze abzurunden, darf es auch zwischendurch mal ein Blues von Eric Clapton sein. Durch diese Vielfalt sprechen sie ein breites Publikum an und werden auch gerade von Line Dancern sehr geschätzt. (pd.) Freitag, 17. April, 20.15 Uhr, Werkgebäude Hedingen. Eintritt frei, Kollekte. Infos: www.justforfunband.ch.

«Folge deiner Stimme» Bewusstseins-Seminar im Kloster Kappel Gabriela Schimpel, spirituelle Lehrerin, ist wieder zu Gast im Kloster Kappel. Ein grosser Teil der Menschheit bewegt sich im Nichtwissen seiner Potenziale und seiner Möglichkeiten. Vieles bleibt ungenutzt, verliert sich im gewohnten Ablauf des Alltages. Die jetzige Zeitqualität unterstützt die Menschen in ihrer Entfaltung. «Erkenne die Zusammenhänge und erlaube dir, glücklich zu sein», appelliert Gabriela Schimpel. «Beginne mit dem ersten Schritt und die Dinge fügen sich. Nur das Wesentliche zählt – der echte Zweck und die Aufgabe des Lebens». Jeder ist herzlich willkommen. Bewusstseins-Seminar am Sonntag, 26. April, Anmelden unter www.genialmedial.ch oder Telefon 079 437 61 59.

Gabriela Schimpel. (Bild zvg.)

Sommermode in der Kinderkleiderbörse Hurra, der Sommer ist bald da Ist der Kinderkleiderschrank für die Sommersaison schon bereit oder fehlen noch die passenden Badehosen? Die Kleider- und Spielsachenbörse «Hosechnopf» im Familienzentrum Bezirk Affoltern startet die Sommersaison. Im Geschäft im 1. Stock werden saisongerechte Kinderkleider in den Grössen 50 bis 140, Schuhe bis Grösse 38, Rollerblades, Sportartikel, Spielsachen, Badehosen und Ähnliches zum Planschen und Schwimmen und noch viel mehr zu fairen Preisen angeboten. Ab sofort kann auch wieder Sommerkleidung in Kommission

gegeben werden. Pro Person werden für drei Monate maximal 30 Stück in Verkauf genommen. Die Kleider und Spielsachen werden jeweils am Donnerstagnachmittag und am Freitagvormittag entgegengenommen. Mitglieder des Familienzentrums erhalten 50 Prozent der Einnahmen zurück, Nichtmitglieder 40 Prozent. (VS) Hosechnopf im Familienzentrum Affoltern, Zürichstr. 136, Verkauf Dienstagnachmittag, 14 bis 17 Uhr; Verkauf und Annahme Donnerstagnachmittag 14 bis 17 Uhr und Freitagmorgen 9 bis 11 Uhr.


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Sport

Gesamtsieger im Europacup

Tim Watter. (Archivbild) Mit einem dritten und einem neunten Rang beim abschliessenden Doppelrennen in Bad Gastein vor Ostern hat sich Tim Watter den Europacup-Gesamtsieg geholt. «Ich bin überglück-

lich, dass ich nach meiner Knieoperation im Sommer einen so erfolgreichen Winter hatte», verrät der Snowboard-Crosser. Das Knie macht ihm mittlerweile keinerlei Probleme mehr und mit seinen Rangierungen dieser Saison – 9. am Weltcup in Veysonnaz, dazu zwei Siege und vier weitere Podiumsplätze im Europacup – hat der Affoltemer die besten Voraussetzungen geschaffen, um nächste Saison voll durchstarten zu können. Rang 13 im Weltcup dürfte ihn auf nächste Saison hin in die Nationalmannschaft aufsteigen lassen. (tst.)

Dienstag, 14. April 2015

Jorin Gabriel wieder auf dem Podest Auch beim zweiten Rennen der Saison erfolgreich

Sofia Strahl im 3. Rang 1. nationaler OL in La Tour-de-Trême Die Hedingerin Sofia Strahl hat am OL bei der Stadt Bulle ihr bestes Resultat der Karriere erzielt. Auch August Grüninger, Yvette Zaugg und René Vock glänzten mit Spitzenresultaten. Die Schweizer OL-Läufer trafen sich bei hervorragenden Wetterbedingungen am Fuss des verschneiten Moléson in La Tour-de-Trême zum 1. nationalen Kräftemessen. Im Wald von Bouleyres direkt neben der Stadt Bulle fand ein Wettkampf über die Mitteldistanz, mit Siegerzeiten zwischen 30 und 40 Minuten statt. In diesem Gelände, welches zum Teil äusserst detailliert, mit feinen Gräben und Rinnen und einem dichten Wegnetz durchsetzt war, ging es darum die richtige Dosierung zwischen hohem Tempo und genauer Kartenarbeit zu den Posten zu finden. Hervorragend meisterte diese Aufgabe Sofia Strahl aus Hedingen, mit einem 3. Rang bei den Juniorinnen 15 bis 16 Jahre. Es ist ihr bestes Ergebnis auf nationaler Ebene.

Weitere herausragende Platzierungen gab es für August Grüniger aus Rifferswil, mit einem weiteren Sieg, für Yvette Zaugg aus Aeugst und René Vock aus Bonstetten mit jeweils zweiten Plätzen. Nach dem Lauf konnte zur Belohnung das wunderbare Panorama mit Sicht auf das Schloss Gruyères, den Moléson und die anderen Gipfel der Freiburger Voralpen genossen werden. Die Resultate der Säuliämtler: HAL ( 5.4 km, 115 m, 20 Po.): 9. Lukas Funk (Winterthur) 46:49. 12. Jon Eugster (Mettmenstetten) 48:30. 12. Michael Weber (Affoltern am Albis) 48:30, H50 ( 4.7 km, 110 m, 18 Po.): 49. Werner Eugster

Beim ersten BMC-Rennen in Schaan fährt der Wettswiler wie vor zwei Wochen auf den dritten Schlussrang und bestätigt damit seine gute Form. Im ersten BMC-Rennen der Saison in der Kategorie Hard, standen nicht weniger als 87 Fahrer am Start. Jorin konnte sich dank seinen guten Leistungen im letzten Jahr, als Siebter in der vordersten Startreihe einordnen. Gestartet wurde auf einer breiten, stark ansteigenden Strasse. Trotz der

Steigung war der Start rasend schnell und das Feld wurde gleich zu Beginn auseinandergezogen und nur fünf Fahrer konnten das horrende Tempo mithalten. Diese Fünf bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und überrundeten in der dritten von vier Runden bereits die ersten Fahrer. An der Spitze wurde die Reihenfolge immer wieder neu gemischt und Jorin hielt sich in den Positionen eins bis drei. In der dritten Runde, riss es dann auch die Fünfergruppe auseinander. Ein deutscher Fahrer setzte sich ab und Jorin verlor den Anschuss zum

zweitvordersten Fahrer. Wie schon so oft, konnte Jorin in der letzten Runde nochmals all seine Kräfte mobilisieren und für eine spannende Zieleinfahrt sorgen. Am Schluss fehlten ihm für Platz zwei nur sieben Zehntel. Mit dem dritten Rang durfte Jorin wieder auf das Podest steigen. Sein Teamkollege wurde gleich hinter ihm Vierter und rundete das gute jb FeltTeamergebnis ab. In zwei Wochen geht es nach Tesserete in die Sonnenstube der Schweiz, zum nächsten BMC-Rennen in dieser Saison. (pd.)

(Mettmenstetten) 54:12, H55 ( 4.5 km, 105 m, 17 Po.): 2. René Vock (Bonstetten) 37:24, H65 ( 3.8 km, 75 m, 17 Po.): 31. Hannes Zaugg (Aeugst am Albis) 1:09:32. H80 ( 2.2 km, 50 m, 11 Po.): 1. August Grüniger (Rifferswil) 35:20. 5. Walter Bickel (Mettmenstetten) 49:05, D16 ( 3.9 km, 60 m, 16 Po.): 13. Sofia Strahl (Hedingen) 37:04, DE ( 5.1 km, 130 m, 18 Po.): 23. Lena Spalinger (Luzern) 55:55, DAK ( 2.5 km, 60 m, 12 Po.): 23. Melanie Ridoli (Hedingen) 1:18:00, DB ( 2.8 km, 45 m, 11 Po.): 6. Karin von

Gedanken in richtige Bahnen lenken Jugendmeister des Hausemer Schachklubs gekürt

Känel (Birmensdorf ZH) 46:34, D65 ( 2.6 km, 60 m, 10 Po.): 2. Yvette Zaugg (Aeugst am Albis) 35:28.

Am besten gezielt Martin Landis ist bester Zürcher Schütze

Martin Landis flankiert von den beiden Ehrendamen. (Bild zvg.) An der Delegiertenversammlung des Zürcher Schiesssportverbandes (ZHSV) in Hittnau ist Martin Landis (Wettswil) mit der «Gottfried Keller Plakette» ausgezeichnet worden. Der ZHSV gibt diese spezielle und begehrte Plakette seit 1993 alljährlich demjenigen Schützen ab, welcher am

Jorin Gabriel springt in Schaan über eine Kante. (Bild zvg.)

Feldschiessen mit dem Gewehr (300 m) und mit der Pistole (25 oder 50 m) zusammengezählt das höchste Ergebnis im Kanton Zürich erzielt hat. Martin Landis schoss im letzten Jahr mit dem Karabiner das Maximum von 72 und mit der Pistole 174 von 180 möglichen Punkten. (wht)

Am Jugendschachturnier des Schachklubs Hausen, das vom November 2014 bis Anfang April 2015 dauerte, nahmen 23 Mädchen und Knaben im Alter von 6 bis 16 Jahren teil. Es wurde jeweils am Donnerstagabend gespielt und bis zum Abschlussabend, am 9. April, wurden viele spannende Partien geboten. Michael von Arx und Andy Tandler organisieren das Jugendschachturnier seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich. Ins Leben gerufen wurde das Turnier einst von Heinz Gick. Das Turnier findet jeweils in der Zwinglistube statt, die von der reformierter Kirchgemeinde Hausen zur Verfügung gestellt wird. Das zum Auftakt des Abschlussabends durchgeführte Blitzturnier wurde von Sam Veasey gewonnen. Anschliessend schritt man zur Rangverkündigung. In der Gruppe A hat Yves Gügler vor Sam Veasey, Marc Gügler, Simon Strathmann, Severin Schweizer, Timo Kuhn, Marc Huber, Gideon Kilchmann, Beni Apter, Seraphin Barth, Britta Strathmann, Noa Apter und Philippe Kemmler gewonnen. In der Gruppe B hat Joel Alves gewonnen, vor Nele Wegner, Nathan Gallmann, Julia Tola, Tobias Gretler, Manuel Wagner, Tamar Apter,

(Von links) Sam Veasey (Sieger Abschlussblitz), Michael von Arx (Präsident), Yves Gügler (Sieger Kategorie A), Marc Gügler (Sieger Jahresblitz), Andy Tandler (Leiter Jugendschach), Joel Alves (Sieger Kategorie B). (Bild zvg.) Julia Wagner und Yannik Müller. Alle Teilnehmen erhielten einen Pokal mit Name und Rang eingraviert. Beim Jahresblitzturnier belegen Marc Gügler, Beni Apter und Seraphin Barth in dieser Reihenfolge die drei ersten Plätze.

Strategisch denken lernen Was bringt das Schach jungen Menschen? Die Schweizerische Schachzeitung meint dazu: «Beim Schachspiel überträgt man Jugendlichen Verant-

wortung und vertraut ihnen Aufgaben an. Es kommt dazu, dass nicht nur Lösungen zu suchen sind, sondern vorerst müssen die Gedanken in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Alles Fähigkeiten, die jungen Menschen dienen auf einem guten Weg zu sein.» Hanspeter Zürcher Das Jugendschachturnier wird ab Ende Oktober wieder durchgeführt. Es wird für die Teilnehmenden wiederum kostenlos sein. Die Homepage des Schachklubs bietet die Informationen dazu: www.schausen.com.


Sport

Dienstag, 14. April 2015

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Der Leader schlägt den Verfolger Fussball 1. Liga: GCZ II – FC Wettswil-Bonstetten 2:3 (0:1) die gut stehenden Ämtler. Erst gegen Mitte von Hälfte zwei erholten sich die Hoppers vom Schock des frühen Gegentreffers und kamen besser ins Spiel. Auch weil man aufseiten der Dosch-Elf nicht mehr so kompakt stand und die Zwischenräume zu wenig entschlossen zumachte. Solche Nachlässigkeiten werden normalerweise bestraft. Diese unangenehme Erfahrung musste auch der Leader machen. Innert sechs Minuten musste WB-Torhüter Bachmann, dessen Können sonst nicht gefragt war, gleich zweimal hinter sich greifen.

Kalyon mit dem Siegestreffer Doch wer dachte, die Dosch-Elf hätte keinen Charakter und keinen Siegeswillen, der täuschte sich. Und genau das zeichnet ein Spitzenteam eben auch aus. WBs Mittelfeldpuncher Kalyon köpfte zehn Minuten vor Schluss einen Acosta-Corner ins WBGlück. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg des Leaders, der doch mehrheitlich die Kontrolle über das Spiel hatte und mit tollem Passspiel zu überzeugen wusste. Nun gilt es die gute Stimmung in die Woche mitzunehmen und die Leistung nächste Woche im Heimspiel gegen Seuzach zu bestätigen. (NBu)

Der Siegestreffer für die Rotschwarzen: Auf Cornerflanke von Henry Acosta köpft Bora Kalyon zum 3:2. (Bild Kaspar Köchli)

Nach der Osterpause ging es mit einem weiteren Spitzenkampf für den Ämtler Tabellenleader weiter. Nach zuletzt vier Siegen in Serie konnten die WB-Herren auch den Nachwuchs der Grasshoppers mit 3:2 besiegen. Das Spitzenspiel erfüllte die Erwartungen. Auf der einen Seite die Rotschwarzen, Tabellenführer und voller Selbstvertrauen, auf der anderen Seite die jungen, unbeschwerten Nach-

wuchsspieler der Hoppers. Eine interessante Ausgangslage und zusätzlich Erster gegen Zweiter der Gruppe. Die Partie begann mit gegenseitigem Abtasten, wobei die Ämtler über weite Teile das Spiel dominierten. Sie gewannen mehr Zweikämpfe und standen taktisch äusserst kompakt, sodass die spielstarken Hoppers ihr gepflegtes Kurzpassspiel nicht aufziehen konnten. Noch in der Startviertelstunde wurde das Score eröffnet. Der bullige Stürmer aufseiten von WB, Amar Sabanovic, tankte sich gegen mehrere

Gegenspieler durch und hämmerte das Leder kompromisslos in die Maschen. Jetzt war der Spitzenkampf endgültig lanciert. Die Gäste blieben besser im Spiel, konnten durch Gjergji und Acosta noch Tormöglichkeiten verzeichnen, die man auf der Gegenseite vergebens suchte. Der Rest der ersten Halbzeit war geprägt von solidem WB-Abwehrspiel, vielen langen Bällen der Platzherren und einer beinahe 100-prozentigen Quote der gewonnenen Kopfballduelle der Rotschwarzen.

Mit viel Power aus der Kabine Matchtelegramm: GC Campus Niederhasli, 270

Was der Leader zu Beginn der zweiten Spielhälfte ablieferte, war ein Augenschmaus für alle Zuschauer. Technisch äusserst anspruchsvolle Ballstafetten, viel Laufbereitschaft und voller Tatendrang auf das zweite Tor. Der druckvolle Auftritt zeigte Wirkung. Acosta konnte sich im Zweikampf behaupten, lancierte Sabanovic, der nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhen konnte. Die Platzherren fanden weiterhin kein Mittel gegen

Zuschauer. FCWB: Bachmann; Buchmann; Sampaio Rocha, Waser, Halef, Gjegji (85. Lienhard); Gouiffe à Goufan; Kalyon; Acosta; Peter (83. Markanovic); Sabanovic (73. Dukhnich). Weitere WB-Resultate: Hausen 1 – FCWB 2 1:2, Feusisberg-Schindellegi 1 – FCWB 3 4:1, Wädenswil – Jun. A (CCJL) 5:3, Albisrieden – Jun. B1 (CCJL) 1:6, Bülach – Jun. Ca (CCJL) 1:1, Kilchberg-Rüschlikon – Jun. Dc 4:2, Oetwil-Geroldswil – Jun. Dd 0:6, Kosova – Jun. Cb 5:1, Jun. Da – Wollishofen 2:2, Jun. Db – Affoltern a/A 4:3, Jun. B2 – Engstringen 2:2, Wagen – Senioren 30+ 2:1.

FCA in Torlaune

Luca Schuler gewinnt erneut

FC Affoltern – FC Urdorf 6:0 (4:0)

Der Ebertswiler beim Suzuki Nine Knights souverän

Vier Tore innerhalb von 20 Minuten und ein Doppelpack von Alen Rako in Durchgang zwei reichten dem FCA zu einem ungefährdeten Sieg gegen harmlose Urdorfer Stiere. Affoltern bleibt also weiter mit sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer und geht gut vorbereitet zum «Gipfel» nach Thalwil.

Luca Schuler gewinnt in Livigno vor den Schweizern Kai Mahler und Fabian Bösch.

Wie es sich für einen Tabellenführer gehört, nahmen die Weiss-Blauen von Beginn weg das Zepter in die Hand und diktierten das Spielgeschehen. Nach Belieben wurde schön und schnell kombiniert. Einziges Manko war in der Startphase die Torausbeute. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Claudio Antenen seinen ersten Treffer markieren konnte. Danach hatten die Gäste definitiv nichts mehr zum Lachen. Der Reihe nach erhöhten Good, Claudio Antenen und Konaté zum beruhigenden und in dieser Höhe absolut verdienten vier-Tore-Vorsprung zur Pause. Die Urdorfer waren in 90 Minu-

ten nur einmal gefährlich – nach einem zu kurzen FCA-Rückpass auf Steiner. In Durchgang zwei flachte die Partie mehr und mehr ab. Der FCA musste nicht, die Urdorfer konnten nicht. Angesichts des komfortablen Vorsprungs beorderte FCA-Cheftrainer Filipovic gleich fünf Ergänzungsspieler auf den Platz, welche das Tempo problemlos mitgehen und weiterhin überlegen agieren konnten. Der FCA hat in den letzten fünf Meisterschaftsspielen nicht weniger als 20 Tore erzielt und Torhüter Steiner liess sich seit 455 Minuten nicht mehr bezwingen. Die Ämtler scheinen für den Spitzenkampf gegen Thalwil bereit zu sein. Anpiff ist am Donnerstag, 16. April, um 20 Uhr, in Thalwil (Sportplatz Brand). (hwe)

Beim Schweizer Dreifachsieg am achten Suzuki Nine Knights in Italien zeigte Luca Schuler eine Leistung der Extraklasse. Er landete einen Triple 1080 Safety, einen Dub Bio 1260 sowie einen Bio 720 Bow & Arrow souverän und konnte sich als Sieger feiern lassen. Luca Schuler freute sich riesig über den Sieg: «Ein geiles Gefühl, hier gewonnen zu haben. Nachdem ich letztes Jahr schon Zweiter war und jetzt Erster, kann es gar nicht mehr besser werden. Es war einfach alles perfekt!» (sals)

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Matchtelegramm: Sportplatz Moos, 90 Zuschauer, SR: Kägi. FCA: Steiner, Luchsinger, Scicchitano (Premananthan), Konaté, Ammann, Shala, Ismajlaj (Antenen Sandro), Rako Marco (Dushaj), Good (Stähli), Antenen Claudio (Bilic), Rako Alen. Tore: 26. Antenen

Andreas Ott erfolgreich

C. 1:0, 39. Good 2:0, 43. Antenen C. 3:0, 45. Konaté 4:0, 56. Rako A. 5:0, 74. Rako A. 5:0.

Die erste Mannschaft des FC Affoltern. (Bild Archiv)

Luca Schuler vor der eindrücklichen Kulisse. (Bild zvg.)

Andreas Ott konnte sich mit seiner selber gezogenen, neunjährigen Stute Loxana auf dem fünften Rang der ersten Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften Elite 2015 und mit Ekina auf dem neunten Rang klassieren. Zudem erreichte er mit Loxana noch die Ränge zehn und elf in N140Prüfungen. Mit dem gekörten Hengst Lord Fantasy konnte sich Andreas Ott in N130 Prüfungen im achten und 20. Rang klassieren. (pd.)


Veranstaltungen

Frühlingskonzert Samstag, 18. April 2015 20.15 Uhr, MZH Maschwanden Leitung: Heinz Aeberhard Spezial-Gäste: Ländler Wurlitzer

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Wir sind eine dynamische Firma nähe Zug, die mehrheitlich im Rück- und Tiefbau zwischen Zug und Zürich tätig ist. Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung einen

Werkhofchef (100 %) Aufgabenbereich: Bereitstellung, Inventarisierung und Unterhalt von Werkzeugen, Kleingeräten und diversen Baumaterialien. Preisverhandlungen mit unseren Lieferanten. Ihr Profil: Sie haben eine Berufslehre in einem baunahen Gewerbe abgeschlossen, sind belastbar, einsatzfreudig, pflichtbewusst, haben Durchsetzungsvermögen und sind bereit Verantwortung zu tragen. Erfahrungen in dieser Position sind von Vorteil. Deutsch in Wort und Schrift sind Bedingung. Wir bieten: Eine verantwortungsvolle, abwechslungsreiche, und sehr selbstständige Tätigkeit in einem kleinen Team. Eintritt ab 1. Mai 2015. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen unter Chiffre 4264 an Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 8910 Affoltern am Albis.

MB Lerncoaching www.lerncoaching-mb.ch 079 620 01 04 Schulen und Kurse

Repetieren – verstehen – vertiefen Sicherheit gewinnen – Selbstvertrauen stärken Kurse während der Frühlingsferien Deutsch, Französisch, Englisch Für Lernende der 5. und 6. Primar und der 1., 2., 3. Sekundarstufen Info: 079 620 01 04 oder www.lerncoaching-mb.ch

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029 2015  

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