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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 028 I 173. Jahrgang I Dienstag, 9. April 2019

Mord in Bonstetten

Initiative ungültig

Das Bundesgericht hat ein Urteil zu einem Mord von 2009 in Bonstetten bestätigt.. > Seite 3

Der Stadtrat Affoltern hat die Einzelinitiative Spitex für ungültig erklärt. > Seite 3

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Kultur im Dorf Der Verein Kultur Ottenbach organisiert und unterstützt viele Kulturveranstaltungen. > Seite 5

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Beliebte Show Die alljährliche Frühlingshow in Obfelden erfreut sich grosser Beliebtheit.. > Seite 8

Aufforstung mit Fokus auf den Klimawandel

Mit Plastikhüllen vor Wild schützen

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Samir Leuppi auf den Schultern seiner Kameraden: Er ist Sieger der 20. Auflage des Gibel-Schwingets. (Bild Anja Bernhard)

Den Sieg geerbt Weil Samuel Giger und Pirmin Reichmuth im Schlussgang stellten, erbte der Winterthurer Samir Leuppi den Sieg beim Gibel-Schwinget in Bonstetten. 1500 Zuschauer erschienen zum Jubiläumsanlass oberhalb von Bonstetten. Er fand am Sonntag bei besten Be-

dingungen zum 20. Mal statt. Seit 1979 wird der Schwinget in der Regel alle zwei Jahre ausgetragen. Zum Jubiläum luden die Organisatoren des Schwingclubs am Albis alle bisherigen Sieger ein. ................................................... > Berichte auf Seite 17

Blick hinter die Spitalkulissen in Affoltern Viele schätzten am Samstag die Gelegenheit, einen Blick hinter die Spitalkulisssen zu werfen. Dabei konnten

viele Präsentationen und interaktive Angebote besucht werden. Spital-Mitarbeitende nutzten ihrerseits die

Dem digitalen Lift gehört die Zukunft, erklärte Schindler Port Technologie an der GV. > Seite 8

Der Verschönerungsverein Hausen setzt sich seit 123 Jahren für das Wohlbefinden der Menschen ein. Er setzt und pflegt Bänke, versieht Ortstafeln mit Blumen und organisiert Veranstaltungen. An der Generalversammlung im Meilihof in Ebertswil warf Präsident Markus Wetli einen Blick auf das umfangreiche Programm des vergangenen Jahres. Ähnliches ist für dieses Jahr geplant: Veranstaltungen im Frühling und im Herbst, Kerzenziehen, Weihnachtsmarkt bis zur Viehschau-Umzugsbewertung. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Holzschnitzelheizungen als auch die Bau- und Möbelwirtschaft grosses Interesse an regionalen Nutzwäldern. Auch in Affoltern wird deshalb so aufgeforstet, dass in 50 bis 100 Jahren immer noch genügend Holz zur Stillung des regionalen Verbrauchs bereitgestellt werden kann.

Da die Rehe sich im Frühling am liebsten an Jungbäumen den Bast vom Geweih fegen und gerne die grossen Endknospen fressen, haben ungeschützte Jungbäume nur eine minimale Überlebenschance. Das Überleben der Jungbäume wird deshalb mit Plastikschützen gesichert. Als Alternative hätte sich im Sarhau ein grossräumiger Zaun angeboten. Da die Rehe in diesem Fall jedoch über Jahre drei Hektaren weniger Wald zur Verfügung gehabt hätten, hat sich die Holzkorporation Oberaffoltern für die Einzelschütze aus Plastik entschieden, wie ihr Präsident Willy Weiss erläutert: «Wir haben lange diskutiert, welchen Weg wir gehen sollen. Ein hoher Zaun aus Holzpfählen und Stahlgittern wäre für uns viel einfacher und günstiger gewesen. Andererseits taten wir uns schwer damit, die Rehe aus mehreren Hektaren Wald auszuschliessen. Deshalb haben wir uns für die Einzelschütze entschieden.» (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Weg nach oben

Seit 123 Jahren für das Wohlbefinden der Menschen

Bei der Baumwahl gibt es keinen Königsweg In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2018 fegte der Wintersturm Burglind über das Knonauer Amt. Seither klafft im Sarhau, oberhalb des Affoltemer Grossholzes eine mehrere Hektaren grosse Lichtung. Dieses Frühjahr pflanzte die Holzkorporation Oberaffoltern auf über zwei Hektaren 2000 Jungbäume an und schützte natürlich gewachsene Jungbäume mit Plastikschützen vor Wildverbiss. Früher wurden vor allem ertragreiche Fichtenwälder gepflanzt, was zu monotonen Fichtenwäldern führte. Die Überlegungen waren dabei grösstenteils wirtschaftlicher Natur. Heute müssen sich Förster vor allem Gedanken machen, wie sie einen stabilen Wald entstehen lassen können. Das Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Ökologie steht dabei im Zentrum der Aufforstung. Dabei wird vor allem auf die örtlichen Gegebenheiten geachtet: Standort, Bodenbeschaffenheit, Exposition, Lichteinfall. Zentral ist die Frage, welche Baumarten auch in 100 Jahren klimatisch für einen Ort passend sein werden. Der Affoltemer Förster Ueli Müller erläutert: «Solche Prognosen sind extrem schwierig. Wenn wir viele verschiedene Baumarten pflanzen und die natürlich wachsenden Jungbäume übernehmen, können wir einen möglichst zukunftsträchtigen Wald aufbauen.» Da Wald eine der wenigen lokalen Ressourcen im Säuliamt darstellt, haben sowohl die Betreibenden von

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Chance optimal, sich professionell zu präsentieren. Mit einer «Bimmelbahn» konnten die verschiedenen Stationen

Die Besucher drängten sich in die Operationssäle, jeder wollte den Ausführungen zuhören. (Bild Regula Zellweger)

und Aktivitäten erreicht werden. ................................................... > Bericht auf Seite 7


WIR DANKEN HERZLICH

Einladung Informationsveranstaltung Der Stadtrat lädt die Bevölkerung von Affoltern am Albis zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema neue Wege in der Gesundheitsversorgung am Montag, 15. April 2019, um 20.00 Uhr im Kasinosaal ein. Programm 1. Gastreferat betreffend «Hospital at Home» von Dr. Werner Widmer, Direktor der Stiftung Diakoniewerk Neumünster und Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baselland 2. Referat von Clemens Grötsch, Stadtpräsident Affoltern am Albis, zum Thema «Affoltern am Albis kann sich das Spital nicht mehr leisten» 3. Referat von Martin Gallusser, Stadtrat Soziales und Gesellschaft Affoltern am Albis, betreffend «Anbieter, Leistungen und Standorte: die Perspektiven» 4. Allgemeine Fragen der Bevölkerung

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. Albert Schweitzer

für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von meinem Hildi, «euisem Mami», und unserer Schwiegermutter

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem fürsorglichen Vater und Grossvater (Dodo)

Hildi Suter-Muff erfahren durften.

Hermann Köfler-Schneebeli

Unser besonderer Dank gilt Diakon Pedro Guerrero und Dorothea Wey für die einfühlsame Gestaltung des Abschiedsgottesdienstes sowie Konstantin Saltykov für die wunderbare musikalische Begleitung. Herrn Dr. med. J. Holy, Jonen, für die fürsorgliche medizinische Betreuung und dem Pflegeheim Senevita in Affoltern für die liebevolle Pflege (Team vom 2.Stock)

18. März 1933 – 3. April 2019

Mit Liebe, Ruhe und Gelassenheit war er stets besorgt um das Heranwachsen seiner Kinder, Enkel und Pflegekinder. Sie waren sein grösster Stolz. Danke für die gemeinsame Zeit.

allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die Teilnahme am Abschiedsgottesdienst.

In liebevoller Erinnerung

den vielen Beileidsbezeugungen, den schönen Blumen und grosszügigen Spenden für gemeinnützige Institutionen, für heilige Messen und späteren Grabschmuck.

Susanna Köfler-Schneebeli Ruedi und Ruth Köfler-Apitzsch mit Ann und Jana Barbara und Daniel Wyss-Köfler mit Andreas, Jan und Stefanie Stefan und Tess Köfler-Guggenheimer mit Susan und Nicholas Christian und Denise Köfler-Goumaz mit Lea und Marc Ueli und Sandra Köfler-Wettstein mit Yves, Camille und Dennis

Danken möchten wir auch all jenen, die Hildi im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind.

Die Trauerfamilie

Ottenbach, im April 2019

Der Stadtrat freut sich auf zahlreiches Erscheinen und einen spannenden Abend. 9. April 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Anordnung der Gemeindeurnenabstimmungen vom 19. Mai 2019 Am Sonntag, 19. Mai 2019, kommen in Bonstetten – nebst der Zweckverbands-Vorlage über die Auflösung des Zweckverbandes Spital Affoltern – folgende Gemeindevorlagen zur Abstimmung:

Römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten Einladung zur Kirchgemeindeversammlung: Sonntag, 5. Mai 2019, ca. 10.30 Uhr, anschliessend an den 9.30-Uhr-Gottesdienst, Pfarreisaal, Rüteliweg 4, Mettmenstetten Geschäfte: 1. Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 3. Informationen der Kirchenpflege Die Unterlagen zur Jahresrechnung 2018 können zwei Wochen vor der Versammlung auf den Sekretariaten der beiden Pfarreien, während den üblichen Öffnungszeiten, eingesehen werden. Zudem wird die Jahresrechnung auf der Webseite, http://www.kath-hausen-mettmenstetten.ch, der Kirchgemeinde publiziert.

Anstelle von Blumen sind Spenden möglich an den Verein wabe (wachen und begleiten) Knonaueramt. IBAN CH14 0681 4580 2185 4783 0. Traueradresse: Susanna Köfler-Schneebeli, Hofibachstrasse 15, 8909 Zwillikon

• Gründung und Beitritt zu einer interkommunalen Anstalt (IKA) – Pflegezentrum Sonnenberg; • Abschluss einer interkommunalen Vereinbarung (IKV) – Gründung der gemeinnützigen AG Spital Affoltern – Auftrag an den Gemeinderat, die entsprechenden Aktienanteile zu zeichnen. Die Anträge und der Beleuchtende Bericht sind auf der Gemeindewebsite ersichtlich und werden in den kommenden Tagen den Stimmberechtigten per Post zugestellt. Bezüglich Ausübung des Stimmrechts wird auf die Informationen auf dem Stimmrechtsausweis verwiesen. Hinweis auf Informationsveranstaltung Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung an eine Informationsveranstaltung am Mittwoch, 17. April 2019, 20.00 Uhr in den Gemeindesaal ein. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Bonstetten, 9. April 2019, Gemeinderat Bonstetten

«Ohne Dich wären wir nicht das, was wir sind»

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Firmengründer und Seniorchef

Hermann Köfler Zimmermeister

Sein Lebenskreis hat sich mit 86 Jahren am 3. April 2019 geschlossen. Danke Hermann, für Dein Schaffen, Deine Visionen, Deine Ruhe und Freundlichkeit. In Dankbarkeit.

Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchgemeinde, welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitze des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C, Ci und B) sind.

Gemeindeabstimmung

Abstimmungen

Anschliessend an die Versammlung wird ein Apéro offeriert. Die Mitglieder der Kirchenpflege und die Seelsorger stehen dann für Fragen zur Verfügung.

Am Sonntag, 19. Mai 2019, finden – nebst der Zweckverbands-Vorlage über die Auflösung des Zweckvebandes Spital Affoltern – folgende kommunale Abstimmungen dazu statt:

Am Sonntag, 19. Mai 2019, finden nebst der Vorlage betr. die Auflösung des Zweckverbands Spital Affoltern zwei weitere kommunale Abstimmungen statt:

Wir freuen uns auf eine gut besuchte Versammlung.

• Gründung interkommunale Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg und Beitritt zu derselben • Beitritt zur interkommunale Vereinbarung (IKV) als Basis zur Gründung der gemeinnützigen AG Spital Affoltern (gAG) und Zeichnung von Aktienanteilen

– Gründung der interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg und Beitritt zur derselben – Zustimmung zur interkommunalen Vereinbarung (IKV) als Basis zur Gründung der gemeinnützigen AG Spital Affoltern (gAG) und Zeichnung von Aktienanteilen

Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten 5. April 2019

Die Trauerfeier findet am Freitag, 12. April, um 11.15 Uhr in der Abdankungshalle in Affoltern am Albis statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Mettmenstetten, 9. April 2019 Gemeinderat Mettmenstetten

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 12. April, um 11.15 Uhr in der Abdankungshalle in Affoltern statt. Urnenbeisetzung im Familienkreis.

Todesfälle Wettswil am Albis Am 1. April 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Gotsch, Christian geboren 14. April 1928, Bürger von Samnaun GR und Zuoz GR, Ehemann der Venecia Arrebola, Mónika, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, In Bruggen 5.

Rifferswil, 9. April 2019

Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 14. April 2019, 13.00 Uhr, auf dem Friedhof «Heissächer», Wettswil am Albis, statt. Anschliessend um 13.30 Uhr, Abdankungsgottesdienst in der ref. Kirche in Wettswil am Albis.

Gemeinderat Rifferswil

Der Friedhofvorsteher

Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.


Bezirk Affoltern

Speicher in Aeugst mit im Fokus Seit 1961 veröffentlicht die kantonale Denkmalpflege periodisch einen Bericht mit Einblicken in die Tätigkeit der Fachstelle. Im nun vorliegenden 22. Band ist auch ein Objekt aus Aeugst. Der einleitende Artikel zeigt die Entwicklung auf von den Grundlagen aus der Frühzeit der Denkmalpflege, die mit den damals üblichen Mitteln erarbeitet wurden, über die Einführung der Informatik bis hin zur heutigen Objektdatenbank. Im Weiteren beinhaltet die Publikation 36 ausführliche Texte zu Einzelbauten und Ensembles, die in einer Zeitspanne von rund 700 Jahren entstanden sind. Die vorgestellten Objekte aus allen Gegenden des Kantons stellen in ihrer Vielfalt exemplarisch einen Ausschnitt der historischen Zürcher Baukultur in Stadt und Land dar. Rund 130 Kurzberichte zu denkmalpflegerisch begleiteten Massnahmen und zu Abbrüchen bemerkenswerter Bauten runden den Band ab. Einen typologischen Schwerpunkt bilden fünf katholische sowie reformierte Kirchenbauten (Dättlikon, Hinwil, Pfungen, Wetzikon, WinterthurVeltheim). Daneben werden Objekte der Infrastruktur, der Versorgung und des Verkehrs beleuchtet: so zum Beispiel der frühere Kontrollturm auf dem Flugplatz Dübendorf, die ehemalige Spinnereianlage Blumer in Freienstein-Teufen, die Bahnhofanlage Illnau oder die Hauptpost in Winterthur. Präsentiert werden aber auch Objekte wie der Speicher in Aeugst. (pd.) Zürcher Denkmalpflege, 22. Bericht 2013–2014, kant. Denkmalpflege, FO-Fotorotar AG, Egg 2019; ISBN 978-3-906299-68-6, 352 Seiten, reich illustriert. Bestellen: www.shop.fo-publishing.ch, Stichwort Verlags-Shop Denkmalpflege. Fr. 60.–.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 9. April 2019

Mord in Bonstetten: Bundesgericht bestätigt das Urteil lebenslänglich

Über 10 Jahre zwischen Tat und höchstinstanzlichem Urteil Am 7. Januar 2009 hat er in Bonstetten einen Schuldner aus dem Drogenmilieu per Kopfschuss ermordet, nun endete sein Gang durch die Instanzen vor Bundesgericht – mit einer Bestätigung des Strafmasses lebenslänglich. ................................................... von thomas stöckli Ein damals 32-jähriger Albaner hat am Abend des 7. Januar 2009 in Bonstetten, auf etwa halber Höhe der Aumühlistrasse, einem 35-Jährigen, der ihm 30 000 Euro aus Heroinlieferungen schuldete, mit einem Kopfschuss hingerichtet. Es war der erste Mordfall überhaupt, mit dem sich das Bezirksgericht Affoltern zu befassen hatte. Bis 2010 waren die schwere Gewalttaten nämlich direkt ans Obergericht gelangt. Vom Auffinden des Opfers im Isenbach-Tobel bis zur erstinstanzlichen

Gerichtsverhandlung im Dezember 2013 sollten fast fünf Jahre vergehen. Das Bezirksgericht zweifelte nicht an der Schuld des Angeklagten, bis zum Urteil lebenslänglich mit anschliessender Verwahrung sollte es dennoch zwei weitere Jahre dauern. Und der Mörder zog das Urteil weiter.

Verwahrung gekippt Im Berufungsprozess hat das Obergericht vor einem Jahr die Haftdauer bestätigt, anders als das Bezirksgericht kam es aber zum Schluss, dass eine anschliessende Sicherheitsverwahrung nicht angezeigt ist. Die Gründe des Bezirksgerichts Affoltern seien zwar nachvollziehbar und auch Rückfallgefahr sei vorhanden. Nach Absitzen einer Gefängnisstrafe in Italien komme der Mann allerdings frühestens 2028 frei und werde dann an die Schweiz ausgeliefert, wo er mindestens weitere 15 Jahre hinter Gitter verbringen müsse. Er komme also erst im höheren Alter auf freien Fuss.

Die Anklage stützte sich einerseits auf Tatortspuren und MobiltelefonLog-Daten, andererseits auf die Aussagen der damaligen Freundin des Angeklagten, die mit im Auto sass, in welchem der Mord geschah, und damit Augenzeugin der Tat war. Der Todesschütze beharrte auf seiner Unschuld und zog das Urteil auch noch ans Bundesgericht weiter. Für den Mord machte er eine Blutrache durch Dritttäter verantwortlich, die Glaubwürdigkeit der Zeugin zweifelte er ebenso an wie die Bestimmung des Todeszeitpunkts durch die Rechtsmedizin. In seinem Urteil vom 15. März, das am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurde, hat das Bundesgericht nun die Beschwerde abgewiesen. Die gutachterliche Todeszeitbestimmung gebe keinen Anlass zu erheblichen Zweifeln, heisst es im Urteil unter anderem. Damit bleibt es bei der lebenslänglichen Haftstrafe. Der mittlerweile 43-jährige Mörder von Bonstetten dürfte frühestens 2043 entlassen werden – im Alter von 67 Jahren.

Einzelinitiative Spitex für ungültig erklärt

Keine Zuständigkeit der Stimmberechtigten für Vertragsauflösung Der Stadtrat hat die Einzelinitiative betreffend Spitex, welche von vier weiteren Stimmberechtigten mitunterzeichnet wurde, geprüft und für ungültig erklärt. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Damit eine Einzelinitiative gültig ist, muss der Gegenstand der Initiative in die Kompetenz der Gemeindeversammlung oder der Stimmberechtigten an der Urne fallen. Zudem muss sie die Einheit der Materie wahren, darf nicht gegen übergeordnetes Recht verstossen und darf auch nicht offensichtlich undurchführbar sein. Die Einzelinitiative verlangte den Rückzug der Kündigung des Leistungsvertrages mit dem Verein Spitex Knonaueramt und ein Neuabschluss auf der Basis der leistungsbezogenen Kostendeckung. Als Begründung wurde angeführt, dass es sich um eine bedeutende Aufhebung eines Anschlussvertrages handle und mit der Aufhebung neue wiederkehrende Ausgaben auf die Stadt Affoltern zukommen würden. Zudem handle es sich um einen politischen und rechtlich richtungsweisenden Entscheid wofür die Gemeindeversammlung zuständig sei (Oberaufsicht). Der Stadtrat hat die Initiative auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Dafür hätte er drei Monate Zeit gehabt, konnte das Ergebnis nun aber bereits innerhalb von gut zwei Monaten vorlegen.

Oberaufsicht durch die Gemeindeversammlung Die Zuständigkeiten der Gemeindeorgane sind einerseits im kantonalen Gemeindegesetz und andererseits in der Gemeindeordnung geregelt. Die Gemeindeversammlung ist für die Oberaufsicht zuständig. Diese Oberaufsicht wird durch das kantonale Gemeindegesetz beschränkt. Die politische Kontrolle ist weder eine Dienstnoch eine Fachaufsicht. Die Gemeindeversammlung verfügt über keine direkten Einwirkungsmöglichkeiten und Sanktionen. Sie kann also Beschlüsse des Stadtrates weder aufheben noch abändern. Ebenso wenig kann sie den Behörden verbindliche Weisungen erteilen.

Vielmehr erschöpft sich die politische Kontrolle durch die Gemeindeversammlung im Wesentlichen in der Billigung bzw. Missbilligung des Verhaltens von Behörden, etwa im Rahmen einer Anfrage gemäss § 17 Gemeindegesetz. Diese Aufsichtsmöglichkeit haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2019 wahrgenommen. Wäre ein Stimmberechtigter der Ansicht gewesen, das Geschäft falle nicht in die Kompetenz des Stadtrates, hätte er anschliessend innert fünf Tagen beim Bezirksrat Affoltern Rekurs in Stimmrechtssachen erheben können.

Weder Anschlussvertrag noch neue wiederkehrenden Ausgaben In der Einzelinitiative wurde ins Feld geführt, dass für den Abschluss oder die Aufhebung von Anschlussverträgen die Gemeindeversammlung zuständig sei. Die Aufhebung des Anschlussvertrages mit der Spitex müsse deshalb von der Gemeindeversammlung beschlossen werden. Anschluss- und Zusammenarbeitsverträge sind gemäss Gemeindegesetz Zusammenarbeitsformen unter den Gemeinden. Solche Verträge können nicht mit Privaten geschlossen werden, was der Verein Spitex Knonaueramt aber zweifelsfrei ist. Es handelt sich somit nicht um einen Anschlussvertrag, wofür die Gemeindeversammlung zuständig wäre. Ausgaben sind gemäss Gemeindegesetz gebunden, wenn die Gemeinde keine Wahl hat, ob sie das Geld ausgeben will oder nicht. Zu den gebundenen kommunalen Ausgaben gehören auch die Kosten der spitalexternen Krankenpflege. Das Pflegegesetz sieht neben der Übernahme der Pflegekosten gemäss Normdefizit auch die Übernahme der restlichen Kosten durch die Gemeinden vor. Somit sind auch die organisatorischen Kosten (Betriebsdefizite) durch die Gemeinde zu tragen. Es handelt sich deshalb um gebundene Ausgaben und nicht um neue wiederkehrende Ausgaben, weshalb der Stadtrat für die Bewilligung dieser Ausgaben zuständig ist.

Offensichtliche Undurchführbarkeit Die erwähnte Bestimmung des Pflegegesetzes hatte Ende 2018 den Stadtrat

dazu veranlasst, die Leistungsvereinbarung mit der Spitex Knonaueramt zu kündigen. Die jährlichen Betriebsdefizite beliefen sich zwischen 2012 und 2017, nur für die Stadt Affoltern, auf rund 1.4 Mio. Franken (Total ca. 6.5 Steuerprozente). Ende Februar 2019 teilte die Spitex Knonaueramt zudem mit, dass ihr Betriebsverlust 2018 nicht wie budgetiert 145 000, sondern 570 000 Franken beträgt. Eine Mehrbelastung für Affoltern von rund 95 000 Franken. Neu kann der Stadtrat die stadteigene Spitex steuern und wirtschaftlich günstig bei weiterhin sehr guter Qualität betreiben. Insbesondere nachdem voraussichtlich praktisch der gesamte Personalbestand der Spitex Knonaueramt, Spitexzentrum Affoltern, zur stadteigenen Spitex wechseln wird. Der zweite Antrag der Initiative verlangte, den Leistungsvertrag mit der Spitex Knonaueramt auf der Basis der leistungsbezogenen Kostendeckung zu erneuern. Die Spitex Knonaueramt ist gemäss Schreiben vom 6. Dezember 2018 nicht gewillt, freiwillig auf die Finanzierung der (betrieblichen) Restkosten zu verzichten. Weil es sich bei einem Vertrag um eine übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung handelt, ist der zweite Antrag offensichtlich undurchführbar. Die rechtliche Prüfung führte deshalb zum Schluss, dass die Einzelinitiative als ungültig erklärt werden muss. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. (tro)

wir gratulieren Zur eisernen Hochzeit Olga und Walter Nigg-Baumann haben am 10. April 1954 geheiratet und dürfen deshalb morgen Mittwoch ihren 65. Hochzeitstag feiern. Wir wünschen dem Jubelpaar in Obfelden einen schönen Festtag und alles Gute.

Zum 91. Geburtstag Morgen Mittwoch, 10. April, kann Josef Baumgartner-Weiss in Hausen seinen 91. Geburstag feiern. Wir wünschen ihm herzlich viel Glück, einen Freudentag und fürs neue Lebenjahr Gesundheit und alles Gute.

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Ein Gefängnis von innen sehen Das Zürcher Amt für Justizvollzug bietet der Bevölkerung aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens die Gelegenheit für Einblicke in Zürcher Strafvollzugsinstitutionen. Der Umgang einer Gesellschaft mit ihren Strafgefangenen sagt viel über die Gesellschaft selber aus. Es ist dem Amt für Justizvollzug darum ein grosses Anliegen, den modernen Justizvollzug erlebbar zu machen. Auf rund einem Dutzend Rundgängen und bei Vorträgen in den Institutionen des Zürcher Justizvollzugs können Interessierte von April bis November dieses Jahres viel Spannendes erfahren: Wie gestaltet sich der Tagesablauf einer inhaftierten Person? Wie fühlt es sich an, in einer Zelle zu stehen? Was passiert in einer rückfallpräventiven Therapie, warum und wann erhält eine straffällige Person Hafturlaub? Wie arbeiten die Bewährungshelferinnen und -helfer konkret? (pd.) Anmelden und Infos zu den Institutionen, Zeitpunkten der Besuche sowie den Teilnahmebedingungen unter justizvollzug.zh.ch.

Kinder unter (Leistungs-)Druck Eltern-Vortrag in Knonau mit Markus Zimmermann, Psychologe und Elterntrainer. Das Elternforum der Schule Knonau lädt am 10. April um 19.30 Uhr ein zum Elternbildungs-Vortrag mit dem Thema «Kinder unter Druck». Wo drückt der Schuh? Kind sein Referent Markus in der Konsum- Zimmerman. (Bild und Leistungsge- zvg.) sellschaft. Was sind die vielfältigen Anforderungen, die an unsere Kinder gestellt werden? Die vorgängig unter Knonauer Eltern durchgeführte Online-Umfrage zeigte interessante Ergebnisse, die an diesem Abend einfliessen werden. Was können, sollen und dürfen Eltern tun, um ihre Kinder zu fordern und zu fördern? Und wie kann man auf Zeichen von Überforderung reagieren? Auch das Meistern der alltäglichen Verpflichtungen, wie etwa Hausaufgaben, wird zur Sprache kommen bei diesem Referat von Markus Zimmermann, Dipl. POP (Prozessorientierte Psychotherapie), Elterntrainer und Kindertherapeut mit eigener Praxis in Affoltern. (pd.) www.eltern-kinder.ch

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. April 2019

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Aufenthalt in Hausen angenehm machen Breites Tätigkeitsfeld des Verschönerungsvereins Hausen 82 Bänke, 471 Mitglieder, Blumen an den Ortstafeln und zahlreiche Veranstaltungen – das Engagement des Verschönerungsvereins Hausen darf sich sehen lassen. An der Generalversammlung vom vergangenen Donnerstag wurde Rück- und Vorschau gehalten auf das reichhaltige Jahresprogramm. ................................................... von marianne voss Was tut ein Verschönerungsverein? Er verschönert. Aber nicht Menschen, sondern die Umgebung. Und somit verschönert er indirekt doch auch wieder die Menschen, nämlich ihr Wohlbefinden, ihre Seele. «Der Verein hat zum Zweck, durch geeignete Mittel, wie die Erstellung von Ruhebänken, Pflanzungen von Schattenbäumen und anderem mehr Einheimischen wie Fremden den Aufenthalt in der Gemeinde Hausen angenehm zu machen.» So ist der Vereinszweck des Verschönerungsvereins Hausen formuliert. In den 123 Jahren, seit es den Verein gibt, hat er viel bewirkt. Viel, das für die Bevölkerung selbstverständlich oder nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Dienstleistungen, von denen die meisten annehmen, dass sie durch die Gemeinde ausgeführt werden. Vieles, das wesentlich zum Dorfleben beiträgt und es angenehm macht. Das Engagement des Vereins hat sich weit über Bänkli oder Bäume hinaus ausgeweitet. An der Generalversammlung vom vergangenen Donnerstag im Meilihof Ebertswil hielt Präsident Markus Wetli in seinem Jahresbericht Rückschau auf das umfangreiche Jahresprogramm, das in ähnlicher Form auch für 2019 geplant ist. Es reicht von Veranstaltungen im Frühling und Herbst, Kerzenziehen, Weihnachtsmarkt und Spaghettiessen, Be-

treuung der Blumen an den Ortseingangstafeln bis zur Bewertung des Umzugs an der Viehschau. Eine besonders gefreute Sache seien die beiden neuen, wasserdichten Leseboxen, die zusammen mit dem Albisbrunn konstruiert wurden, betonte Markus Wetli. Sie sind während des Sommers bei zwei Bänken stationiert und werden von der Bibliothek mit Büchern bestückt.

Zusammenarbeit mit Albisbrunn Der Verschönerungsverein arbeitet eng mit den Werkstätten vom Albisbrunn zusammen. Vor zwei Jahren wurde zusammen mit Jugendlichen der T&O-Gruppe (Trainings- und Orientierungswerkstatt) oberhalb von Ebertswil ein vandalensicherer Grillplatz gebaut. Die Jugendlichen der T&O befinden sich in einer nicht ganz einfachen Lebenssituation, da sie die Schule abgeschlossen und noch keine Lehrstelle gefunden haben. Auch die massiven Eichenholzbänke werden von diesen Jugendlichen für den Verschönerungsverein fabriziert. Sie können auf diese Weise etwas herstellen, dessen Sinn und Nutzen direkt ersichtlich ist. Denn die zahlreichen Bänke entlang der Spazierwege, an den schönen Aussichtspunkten oder Waldrändern werden geschätzt und würden vermisst, wenn es sie nicht gäbe. 82 solche Bänke betreut der Verschönerungsverein Hausen auf dem Gemeindegebiet. Sie werden laufend kontrolliert, restauriert oder wenn nötig auch ersetzt. Es sei auch möglich, eine Bank zu spenden, erklärte Peter Schweizer und wies auf die Informationen hin, die auch auf der Website www.vvhausen.ch zu finden sind.

GV sagte Ja zu allen Geschäften An der Generalversammlung wurden sämtliche Geschäfte einstimmig genehmigt, ebenfalls die Rechnung mit

Mitglieder des Vorstands vom Verschönerungsverein Hausen auf einer der Ruhebänke. Von links: Brigit Maier, Werner Haas, Peter Schweizer, Doris Dal Pont, Markus Furrer und Präsident Markus Wetli. (Bild Marianne Voss) einem ganz kleinen Minusbetrag. Im zweiten Teil des Abends kam Gemeinderat Gregor Blattmann zu Wort. Zuerst dankte er dem Verschönerungsverein für sein grosses Engagement für das Dorf. Er informierte über den aktuellen Stand des Meliorationsprojekts Huser Allmend und beantwortete die Frage: «Was sind das für Erdhaufen am Dorfeingang und was geschieht damit?» Er betonte, dass der Boden ein sehr wertvolles und wichtiges Gut sei, das wir nicht vermehren können, und von dem täglich viel verloren gehe. Seine Ausführungen zur Bodenaufwertung in der Huser Allmend – bei dem es sich schweizweit um ein Pionierprojekt handelt – beeindruckten und zeigten den Anwesenden die grosse Bedeutung und auch die Dimensionen dieses Projektes auf.

Meliorationsprojekt in Hausen kommt voran Seit Jahren bemüht sich die Flurgenossenschaft Hausen um ein Bodenverbesserungsprojekt für die 29 Hektaren Land in der Huser Allmend (der «Anzeiger» berichtete), die mehr und mehr versumpfen. Die riesigen Erdhaufen mit bereits gesammeltem wertvollem Bodenmaterial am Dorfeingang – von Rifferswil her – sind unübersehbar. Das Projekt hat zum Ziel, das Landwirtschaftsland nachhaltig zu sichern. Da es sich schweizweit um ein Pilotprojekt handelt und viele Behörden und Ämter involviert sind, hat

Eindrucksvolle kulturelle Aktivitäten im Dorf Generalversammlung des Vereins Kultur Ottenbach

Als kleines und bereits traditionelles Highlight der Generalversammlung erweist sich der vom Präsidenten vorgetragene Jahresbericht. Heiner Tschopp zeigt jeweils auf der Leinwand zahlreiche Fotos von den vergangenen Anlässen und seine dazugehörigen witzigen und launigen Erklärungen unterstri-

«Es grünt so grün» Kurs für Kinder im Familienzentrum in Affoltern.

Im Neuhofsaal Ottenbach war am letzten Freitagabend kein freier Stuhl mehr auszumachen. Rund 50 Mitglieder des Vereins Kultur Ottenbach besuchten die jährliche Generalversammlung. Der Kulturverein im kleinen Dorf hat in den letzten Jahren nicht nur eine beachtliche Grösse angenommen, sondern auch an Bedeutung gewonnen. Kein Wunder, dass sich Präsident Heiner Tschopp über den Besucheraufmarsch freute. Wie könnte es auch anders sein, der Auftakt zur Generalversammlung begann mit einer musikalischen Begrüssung der ganz besonderen Art. Drei gestandene Herren packten ihre Saxofone aus, begrüssten die Gäste mit jazzigem Swing und schufen so im kleinen Saal augenblicklich eine fröhliche und beschwingte Atmosphäre. Sogar die auf der Traktandenliste stehenden Geschäfte trugen zur guten Stimmung bei. Immerhin wies die Jahresrechnung ein bescheidenes, aber erfreuliches Plus auf.

Jahresbericht als Attraktion

der Prozess sich immer wieder verzögert. Im Januar konnte nun aber mit den Grundeigentümern die nach Meliorationsgesetz vorgeschriebene Meliorations-Genossenschaft gegründet werden. Damit startet nun das eigentliche Meliorationsprojekt. Die erste Arbeit wird nun die Ausschreibung der Planungs- und Ingenieurleistungen sein, was nach Submissionsgesetz so vorgeschrieben ist. Im Sommer kann die Bevölkerung über den weiteren Verlauf des Projektes informiert werden. (mvo)

Nach dem Genuss einer Kokosnuss, müssen die halbierten Kokosnussschalen nicht weggeworfen werden, denn sie können gut als besonderer Blumentopf genutzt und mit allerlei Blumen und Pflänzchen bestückt werden. Am Mittwoch, 8. Mai, findet von 14.30 bis 16.30 Uhr im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein kreativer Kurs für Kinder ab der 3. Klasse mit der Kursleiterin Maya Langhi statt. Die kleinen Kunstgärtnerinnen und -gärtner gestalten zuerst das Kokos-Töpfli durch Sticken und Bekleben und pflanzen anschliessend hübsche Frühlingsblumen hinein. So entstehen selbstgemachte, blumige Frühlingsoder Muttertag-Geschenke. Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Tel. 044 760 12 77 oder E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen und das komplette Kursangebot ist auf www. familienzentrum-bezirk-affoltern.ch zu finden. GS)

Fünf Frauen und zwei Männer: Vorstand des Vereins Kultur Ottenbach. (Bild Martin Mullis) chen die Attraktion eines aussergewöhnlichen Vereinsjahresberichtes. Fast selbstverständlich, dass die Geschäfte soweit notwendig, stets mit Applaus bestätigt wurden. Der Traktandenpunkt Programm des laufenden Jahres, zeigt sich vielseitig und attrak-

tiv. Neben den Anlässen Bundesfeier, Adventsfenster, Spräggelemäärt und Neujahrsanlass, welche zur Kernaufgabe des Kulturvereins gehören, organisiert und unterstützt der Kulturverein weitere spannende Unterhaltungen. Es blieb dem Präsidenten zum Schluss

der GV lediglich noch dem Vorstand, den zahlreichen guten Geistern des Helferpools sowie allen Sponsoren und Mitgliedern seinen herzlichen Dank auszusprechen. (mm) Kulturverein Ottenbach: www.kultur-ottenbach.ch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. April 2019

Die Klimaakzentuierung macht dem Wald zu schaffen Für die Zukunft anpflanzen – eine Herausforderung für Förster und Holzkorporationen Mit der Klimaveränderung verstärken sich die maximalen Windgeschwindigkeiten und sowohl Trocken- als auch Nassphasen kommen unregelmässiger vor und halten viel länger an. Für Förster und Waldbesitzende bedeutet dies, dass sie bei der Auswahl der Bepflanzung neue Wege gehen müssen.

Der Affoltemer Förster Ueli Müller (links) und Willy Weiss, Präsident der Holzkorporation Oberaffoltern, haben bei der Neubepflanzung des Sarhau auf die Zukunftstauglichkeit der gewählten Bäume geachtet. (Bild Salomon Schneider)

Holzschnitzelheizungen machen Laubbäume interessant Laubbäume wachsen langsamer als Nadelbäume und haben kürzere Stämme. Laubbäume bestehen bei der Ernte aus 80 Prozent Kronenmaterial, welche primär für die Heizwirtschaft interessant sind und auf 20 Prozent Stammholz, welches für die Bau- und Möbelwirtschaft interessant ist. Bei Rottannen ist das Verhältnis umgekehrt. Als in den 1950er-Jahren immer weniger Heizholz und immer mehr Bauholz benötigt wurde, wurden grossflächig Fichtenwälder angepflanzt. Damit wurde dem veränderten Nutzungsverhalten der Ressource Wald Rechnung getragen. Mit der immer schneller voranschreitenden Klimaakzentuierung und der wachsenden Popularität von HolzschnitzelWärmeverbunden sind Laubbäume für die Waldbewirtschaftenden jedoch wieder interessant geworden. Denn nach 60 Jahren in denen Astholz fast

Das Gebiet Sarhau vor dem Sturm Burglind ... unverkäuflich war, gibt es mit den Holzschnitzel-Wärmeverbunden wieder dankbare Abnehmer.

Ohne Bepflanzung primär Haselstauden Im Sarhau, oberhalb des Affoltemer Grossholzes hat der Förster Ueli Müller bei der Neubepflanzung des Waldes primär auf die Lage und die Klimaresistenz der Bäume geachtet: «Zuerst sind wir die Brache abgegangen und haben nach natürlich wachsenden Jungbäumen gesucht, welche wir mit einem Kunststoffschutz versahen. Es handelte sich primär um Eichen, Kirschbäume und Bergahorn. Anschliessend haben wir viele Eichen,

... und danach. (Bilder zvg.)

Lärchen, Douglasien sowie einige Kastanien, Baumhasel, Speierlinge und Riegelahorne gepflanzt.» Grundsätzlich wäre es auch eine Option, den Wald ohne Bepflanzung nachwachsen zu lassen. Für das Sarhau hätte dies bedeutet, dass auf dem Grossteil der Fläche zuerst Brombeeren überhandgenommen hätten und anschliessend ein dichter Haselstaudenwald entstanden wäre. Willy Weiss, der Präsident der Holzkorporation Oberaffoltern erläutert: «Haselstauden können nur für Holzschnitzelheizungen eingesetzt werden. Wir wollen aber einen Wald, der auch zukünftig verschiedenen wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechen kann. Wir wissen nicht wie sich Klima und

Ressourcenverbrauch in den nächsten 100 Jahren entwickeln. Deshalb haben wir uns entschieden, so viele verschiedene Baumarten zu pflanzen. Wir wollen der nächsten Generation einen Wald hinterlassen, der einer möglichst breiten Anzahl Bedürfnisse entspricht und mit den klimatischen Bedingungen gut zurechtkommt.» Ein Teil der Sturmfläche im Sarhau wurde bisher noch nicht aufgeforstet. Dort pflanzt die eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) aus Birmensdorf eine Forschungsfläche an. Die WSL will auf dieser Fläche erforschen, wie verschiedene Baumarten mit dem Klimawandel zurechtkommen.

Diese Bäume wurden angepflanzt Traubeneiche: Diese für ihr hartes, dunkelbraunes Holz bekannte Laubbaumart wächst sehr langsam, wird aber vor allem von der Möbelindustrie besonders geschätzt. Eichen können mehrere hundert Jahre alt werden und wachsen sehr langsam. Damit sie sich durchsetzen können, müssen die Eichen regelmässig gepflegt werden. Schneller wachsende Bäume in der Nähe der Eichen werden deshalb über Jahre immer wieder zurückgeschnitten. Kastanie: Im Tessin sind Kastanien häufig vorkommende Laubbäume. Früher auch in der Deutschschweiz heimisch, wird die Kastanie seit der Jahrtausendwende wieder häufiger

Nein zu einer Spital-AG Stellungnahme der FDP-Ortspartei Affoltern. Anlässlich einer Mitgliederversammlung hat die FDP-Ortspartei Affoltern am Albis die Spitalvorlagen analysiert. Wichtig ist, dass die Ausgangslage für jede der Gemeinden im Bezirk eine andere ist. Wir haben uns daher nur mit der Situation von Affoltern am Albis auseinandergesetzt.

Grosse Belastungen für Affoltern befürchtet

................................................... von salomon schneider Das Sturmtief Burglind hat Anfang Januar 2018 über 40 Hektaren Säuliämtler Wald zerstört. Vor allem Rottannen, auch Fichten genannt, wurden vom Sturm entwurzelt oder geknickt. Rottannen gehören zu den flach wurzelnden Bäumen, die mit langen Trockenzeiten und Stürmen besonders viel Mühe bekunden. Mit der Klimaakzentuierung kommen sie deshalb von allen im Knonauer Amt vorkommenden Bäumen am schlechtesten zurecht. Grundsätzlich ist die Rottanne im Schweizer Mittelland bis zu den 1950er-Jahren primär an feuchten Lagen vorgekommen. Als die Schweizer Bevölkerung in der Nachkriegszeit vermehrt auf Ölheizungen umstieg und für das Wirtschaftswunder viel Bauholz benötigt wurde, geriet die Fichte in den Fokus der Waldbewirtschaftenden. Denn sie wächst schnell und ist bei der holzverarbeitenden Industrie extrem beliebt.

forum der parteien

im Wald angepflanzt. Die Früchte sind als Marroni bekannt und das Holz ist auch ohne Behandlung besonders witterungsbeständig. Lärche: Dieser zu den Kieferngewächsen gehörende Nadelbaum verliert im Herbst seine nadelförmigen Blätter. Lärchen setzen sich besonders in Höhenlagen und trockenen, exponierten Standorten gut durch. Lärchen haben sehr witterungsbeständiges Holz mit starken Fasern, welches für den Bau von Fassaden besonders geeignet ist. Douglasie: Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende immergrüne Tannenart wächst schnell und ist bei holzverarbeitenden Betrieben dement-

sprechend beliebt. Sie ist sowohl bei Trockenheit als auch bei Stürmen robuster als die Rottanne, sollte aber trotzdem eher an feuchten, wenig exponierten Stellen angepflanzt werden. Wie die Rottanne muss sie jahrelang vor Wildverbiss geschützt werden. Baumhasel: Die ursprünglich aus Kleinasien stammende Variante der auch in der Schweiz heimischen Haselstauden heisst Baumhasel. Er ist schnellwachsend, extrem frostresistent und kommt mit starker Trockenheit zurecht. Die Früchte sind mit jenen der Haselstauden vergleichbar und das Holz wird vor allem von der Möbelwirtschaft geschätzt.

Speierling: Der Speierling ist eine seltene Wildapfelart. Das Holz des Speierlings ist das härteste in Europa vorkommende Laubholz. Es findet deshalb vor allem im Werkzeugund Instrumentenbau Verwendung. Die Äpfel des Speierlings sind essbar, werden jedoch aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts primär gekocht und gesüsst verzehrt. Riegelahorn: Das Holz des Riegelahorns gehört wegen seiner einzigartigen Optik zu den teuersten Hölzern überhaupt. Aufgrund einer bisher noch nicht erforschten Fehlbildung im Holz ist der Faserverlauf des Riegelahorns wellenförmig. (sals)

Die Auflösung des Zweckverbands ist unbestritten. Als Nachfolgeorganisation wird die Gründung einer Spital-AG vorgeschlagen. Die beitretenden Gemeinden als Aktionäre müssen das Kapital, welches sie aus der Liquidation des Zweckverbandes erhalten, einbringen. Aufgrund dessen hätte Affoltern den höchsten Anteil zu leisten. Die wirtschaftliche Situation des Spitals ist prekär. Gemäss eigenen Angaben decken die Einnahmen seit Längerem den Kapitalbedarf nicht mehr, das Spital schreibt jährlich Verluste von 3 Mio. Franken Zudem lassen die baulichen Gegebenheiten keinen effizienten Betrieb mehr zu. Das Spital plant daher für geschätzte 110 Mio. Franken einen Neubau. Sollte dieser nicht zustande kommen, wären in den nächsten fünf bis zehn Jahren Sanierungsmassnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs in Höhe von 50 Mio. nötig. In beiden Fällen ist zu befürchten, dass auf Affoltern als Hauptfinanzierungsquelle grosse Belastungen zukommen. Das Eingehen von Bürgschaften kann zu massiven finanziellen Folgen und erheblicher Erhöhung des Steuerfusses führen. Sollte das Spital die Aufnahme auf die ab 2022 geltende Spitalliste nicht schaffen, würde der Kanton keine Beiträge mehr ans Spital zahlen und es dürften keine Allgemein-Versicherten mehr behandelt werden. Voraussetzung für die Listenaufnahme sind eine ökonomisch gute Basis und das Erreichen der kantonal geforderten Fallzahlen an Operationen. Beides wird aber schon heute nicht erfüllt. Damit steht das Spital spätestens Ende 2021 vor dem Aus. Es macht daher keinen Sinn, jetzt noch für teures Geld eine neue AG zu gründen. Daher empfehlen wir den Affoltemer Stimmbürgern ein Nein zur Spital-AG. FDP Ortspartei Affoltern am Albis


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Dienstag, 9. April 2019

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Viel Sympathie und Interesse Tag der offenen Tür im Spital Affoltern mit vielen Präsentationen und interaktiven Angeboten Am vergangenen Samstag hatten die einzelnen Gebäude des Spitals eine Zugverbindung. Zahllose Besucher fuhren mit der kleinen Bimmelbahn, um all die Stationen und Aktivitäten zu erreichen. Viele Präsentationen sowie interaktive Angebote konnten genutzt werden.

vertieftem physiologischem Wissen und dynamischem Verständnis der Interaktion der physiologischen Systeme fokussiert die Geburtshilfe weg von der Risikofahndung und Symptombekämpfung hin zum Erkennen und Aktivieren der jeweiligen Ressourcen, Bedürfnisse und Kompetenzen. Werdende Eltern werden unter dem Begriff «Elternschule» durch die Schwangerschaft begleitet und auf die Geburt vorbereitet.

................................................... von regula zellweger

Sympathiebekundungen

«Es ist für uns selbstverständlich, an diesem Tag präsent zu sein», erklärte ein Mitarbeiter des Spitals Affoltern auf die Frage, ob alle freiwillig ihre Zeit in den «Tag der offenen Tür» investieren würden. Ob es ein zusätzliches Entgelt gäbe? Darüber hatte der Mann gar nie nachgedacht. Diese Reaktion war typisch für die fröhliche, herzliche Stimmung und das grosse Engagement der Mitarbeitenden an diesem hervorragend organisierten Anlass. Ausserordentlich viele Menschen nutzten die Möglichkeit, ihr Spital und seine Leistungen in einer lockeren Atmosphäre kennen zu lernen. Und das Spital nutzte die Chance optimal, sich sympathisch und professionell zu präsentieren.

Die Besucher nahmen auch die Gelegenheit wahr, Wertschätzung gegenüber der Spitalleitung und den Mitarbeitenden zu äussern und sich zur Situation des Spitals und zu seiner Zukunft zu informieren. Überzeugend war die Tatsache, dass auch Uroviva und die Stadtspitäler Triemli und Waid mit einem Stand anwesend waren. Harald Ammon zeigte als Fachmann für Medizinisch-technische Radiologie MtRa die Funktion der Computertomografie und erzählte. «Zwei Mal wöchentlich kommt ein Radiologe vom Triemli nach Affoltern, um Diagnosen zu stellen und Patienten zu beraten. Zudem gibt es eine teleradiologische Standleitung zur Radiologie im Triemli, bei komplexen Fragestellungen kann man in Echtzeit Bilder übermitteln und sich sofort unkompliziert austauschen. Durch Präsenz von Spezialisten ist auch ein steter Wissenstransfer gewährleistet.»

Von Geburtshilfe bis Palliative Care Einerseits informierten sich die Besucher, oft Familien mit Kindern, um das Spital mit all seinen Angeboten besser kennen zu lernen. Eltern nutzten die Gelegenheit und erklärten ihren Kindern beispielsweise: «Hier wurdest du geboren.» Erwachsene liessen sich gern in die Geheimnisse modernster Medizintechnologie einführen: Computertomografie, Endoskopie oder Greenlight-Laser-Vaporisation. Die Kleinen fanden es ganz toll, einen Teddybären zu röntgen oder einen echten Gips-Verband zu bekommen. Voller Stolz spazierten sie mit Gips und Ballon durch die verschiedenen Abteilungen und freuten sich über das spezielle, vielseitige Kinderprogramm. Neben den Informationsständen konnte man sich auch medizinische Kurzvorträge anhören und bekam Fragen beantwortet, die man vielleicht nicht zu stellen wagte, beispielsweise zu Demenz, Urologie, Onkologie oder

Gute Noten für die Spitalleitung Blick ins Innere: Ein «begehbares» Organ ... (Bild Regula Zellweger) Psychiatrie. Sogar über Schnarchen und Schlafapnoe, eine wenig bekannte, aber häufig vorkommende Krankheit, konnte man sich informieren lassen.

Fragen – und kompetente Antworten Nicht nur zu medizinischen Fragen bekam man Antworten, man lernte auch viel über verschiedene fachliche Funktionen im Spital. Von Hygiene spricht man meistens nur, wenn im Spital eine Infektion erfolgte. Welch super Arbeit aber die speziell ausgebildeten Hygienefachleute im Spital leis-

ten, beweist die Statistik. Mit verschiedenen Massnahmen im Operationsbereich konnte die Infektionsrate postoperativer Wundinfektionen innerhalb von eineinhalb Jahren von 5,5 Prozent auf 1,1 Prozent gesenkt werden. Auf der Frauenklinik gibt es ein neues Konzept. «Salutophysiologie» lautet das Zauberwort. Es gründet auf Ressourcen, also biologischen Kompetenzen der Frauen und Kinder und deren Copingfähigkeiten, psychischen und intellektuellen Fähigkeiten, im Umgang mit Mutterschaft und Umwelt selbst Lösungen zu finden. Mit

Es gibt das Sprichwort «Der Fisch stinkt vom Kopf her». Am Tag der offenen Tür galt viel eher: «Der Fisch glitzert und glänzt vom Kopf her.» Am Abend des vergangenen Samstags war Spitaldirektor Michael Buik sehr zufrieden. Seine Mitarbeitenden haben mit Leib und Seele alles gegeben, ihr Spital einer breiten Öffentlichkeit voller Zuversicht zu präsentieren – lösungsorientiert, nicht problemorientiert. Damit eine solch gute Stimmung unter den Mitarbeitenden herrschen kann, braucht es Zuwendung, Transparenz, Interesse an den einzelnen Menschen und gegenseitige Wertschätzung. Nur so können sich die Mitarbeitenden auch in der aktuellen

Situation mit dem Arbeitgeber identifizieren und qualitativ hochstehende Leistungen erbringen. «Ich möchte aus der Kultur der geschlossenen Werkstatt einen öffentlichen Raum machen», erklärte Michael Buik. Er sieht das Spital in der Zukunft als das grosse Zahnrad in der Mitte eines Systems, das mit vielen kleinen und grösseren Zahnrädern verzahnt ist. Als ein Zentrum eines regionalen Gesundheitssystems, das als Spital eine medizinische Grundversorgung leistet, und dabei auch mit spezialisierten Spitälern auf Augenhöhe zusammenarbeitet. Es gilt, über ein in der Zukunft funktionierendes Gesundheitswesen nachzudenken, das in Anbetracht der komplexen Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft ein intensives Zusammenarbeiten unterschiedlichster Leistungsanbieter beinhalten muss. Es geht in einem Regionalspital nicht nur um die medizinische Grundversorgung, es geht auch um Triage. Noch haben die Bewohner des Knonauer Amtes die Möglichkeit, niederschwellig ins Spital Affoltern einzutreten – und je nach Diagnose schnell den richtigen Experten in spezialisierten Kliniken zugewiesen zu werden. Doch was bleibt von einem komplexen, ineinandergreifenden System übrig, wenn das Zahnrad in der Mitte, wenn der Antrieb ausfällt?

Mit Zuversicht in die Zukunft Zukunftsorientiert äusserte sich auch Psychotherapeutin Irmgard Mohr, die zurzeit eine Weiterbildung zur Onkopsychologin absolviert. «Unser Modell ‹Psychotherapieangebot für alle Stationen› ist definitiv das Modell der Zukunft. Dadurch, dass wir die Psychosomatische Abteilung als integrative Psychotherapie vertreten, erfüllen wir den Standard beispielsweise aller grösseren deutschen Kliniken, sind also nichts anderes als zeitgemäss. Und weil wir unser Angebot strukturell voll in das Spital integriert haben – und zusätzlich eine eigenständige Psychiatrie haben – sind wir nicht nur zeitgemäss, sondern absolut zukunftsorientiert. Neuere Studien zur allgemeinen Kostendämpfung durch integrierte Psychotherapie befassen sich zurzeit mit diesen Modellen.»

forum der parteien

Kundgebung «Marsch für unser Spital»

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Bezirk

Verein «Ja zum Spital» lädt ein

Veranstaltung vom kommenden Mittwoch, 19.30 Uhr, in Kappel

Am 19. Mai stimmen wir im Bezirk Affoltern über die Zukunft unseres Spitals ab. Diese Abstimmung ist für die Bevölkerung im Knonauer Amt, für das regionale Gewerbe und nicht zuletzt für das Spitalpersonal von grösster Bedeutung. Auf dem Spiel stehen die medizinische Grundversorgung für den Bezirk, die Existenz des grössten Arbeitgebers der Region und die Erhaltung einer für die Identität des Säuliamtes wichtigen Institution. Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass das Spital Affoltern in der Bevölkerung einen sehr grossen Rückhalt hat. In unzähligen Gesprächen haben mir Menschen erzählt, wie wichtig das Spital für sie ist und wie schlimm es wäre, wenn es schliessen würde.

foltern» möchte ich deshalb alle Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks dazu aufrufen, ihre Unterstützung für das Spital Affoltern auch lautstark erkennbar zu machen. Ich lade Sie herzlich ein, mit uns am «Marsch für unser Spital» in einer bunten und lauten Kundgebung unsere klare Position für die Abstimmung zu manifestieren: dreimal Ja für unsere Gesundheit – Für ein starkes Säuliamt! Kundgebung «Marsch für unser Spital» am 27. April in Affoltern. Treffpunkt: Vor dem Restaurant Panorama, Melchior Hirzel-Weg 38, Affoltern am Albis. Uhrzeit: 12.45 Uhr. Route: Wir marschieren gemeinsam zum Marktplatz vor dem Stadthaus.

Die Zusammenarbeit der 14 Bezirksgemeinden kam in der Gesundheitsversorgung bis vor wenigen Jahren besonders gut zum Ausdruck. Im SpitalZweckverband ist der Akut-Spital und die Langzeitpflege organisiert und auch im Verein Spitex Knonaueramt sind alle Gemeinden dabei. Mindestens bis vor Kurzem ist diesem Gemeindeverbund wenig Widerstand entgegengebracht worden. Auch die Ärztevereinigung des Bezirks Affoltern hat die Versorgungs-Organisation immer mitgetragen.

Lautstarke Unterstützung!

Daniel Sommer, Kantonsrat und Vize-Präsident Verein «Ja zum Spital Bezirk Affoltern»

Als Mitglied und aktiver Unterstützer des Vereins «Ja zum Spital Bezirk Af-

Spitalabstimmung wegweisend Die Abstimmung am 19. Mai zum Spital und zur Langzeitpflege ist nun für die zukünftige Gesundheitsversorgung im Bezirk wegweisend. Verschiedene Gemeinderäte empfehlen ihren Stimmberechtigten aus dieser Zusammenarbeit auszusteigen und eigene

Wege zu gehen. Selbstverständlich gibt es aufgrund der heutigen Ausgangslage Gründe, die vor allem gegen eine Weiterführung unseres Spitals sprechen. Wenn man das Spital aus aktueller Sicht wirtschaftlich und dazu noch allein in der Spital-Landschaft der Umgebung beurteilt, dürften Argumente für eine Schliessung nicht unberechtigt sein. Die Wege würden länger, aber die Versorgung durch Spitäler, zwischen Baar-Cham-Muri dem Limmattal und Triemli, wäre gewährleistet. Allerdings gilt es zu beachten, dass die vernetzte Versorgung im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese ist in unserem Bezirk durch die Zusammenarbeit der Gemeinden und dem Spital im Zentrum mit einer geradezu idealen Ausgangslage versehen. Das «Einzelkämpfertum», welches die Dienstleister im Gesundheitswesen bis vor wenigen Jah-

ren gepflegt haben, gehört auch aus wirtschaftlichen Gründen der Vergangenheit an. Mit der Abstimmung am 19. Mai stellt sich die Frage der zukünftigen Gesundheitsversorgung im Bezirk. Zusammenarbeit der Gemeinden, mit oder ohne Spital? Antworten auf die damit gestellten Fragen der Besucherinnen und Besucher werden unter Leitung von alt Nationalrat Toni Bortoluzzi, Vertreter der Ärzte, des Spitals und der Langzeitpflege sowie der Spitex- Organisation geben. (Siehe Inserat im «Anzeiger» vom Freitag und von heute) Der Anlass ist öffentlich, die Organisatoren bieten den Stimmberechtigten die Möglichkeit, sich von kompetenten Referenten in einer komplexen gesundheitspolitischen Vorlage orientieren zu lassen. SVP Bezirk Affoltern


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Dienstag, 9. April 2019

Kleine Schau – grosse Beliebtheit 22 Firmen an der Obfelder Frühlings-Show in der Brunnmatt

Viel Grün und andere Farben am Stand der Martin Bolzli GmbH. (Bilder Werner Schneiter)

Der Bruder von Manneken Pis? Am Stand der Bauspenglerei Roger Bossert.

Gespräche an den Ständen mit den Firmenbesitzern, ein Schwatz mit Bekannten, anstossen in der Festwirtschaft: Das bietet die Obfelder FrühlingsShow, eine Gewerbeschau im Kleinformat, die sich grosser Beliebtheit erfreut.

Er ist der einzige Goldschmied im Dorf, was nach seinen Worten insbesondere die ältere Kundschaft schätzt. Gächters Haupttätigkeit: Neuanfertigungen aus altem Schmuck. Etwas Neues zeigen – das ist auch die Devise von Daniel Weber, Chef der Weber Storen AG, der in diesem Jahr mit einer 3-D-Brille präsent war, welche die Storenwelt auf nicht gewöhnliche Weise sichtbar macht. Im Vordergrund steht auch bei ihm das Pflegen von Kontakten, wobei sich das Gespräch nicht immer um Storen drehen muss. Nun, sein Geschäft läuft gut: Er

22 Firmen präsentierten sich und ihre Produkte am Wochenende im Rahmen der traditionellen Frühlings-Show in der Obfelder Brunnmatt. Sie ist anders als herkömmliche Messen, bei denen

einfach am Stand vorbeigezogen und oft nur dort ein Halt eingelegt wird, wo eine Degustation lockt. Statt Laufkundschaft zieht die Ausstellung in der Brunnmatt ein Publikum an, das gezielt den Kontakt mit den Standinhabern sucht und Antworten sucht auf jegliche Fragen. «Wir können uns abseits vom hektischen Alltag Zeit nehmen dazu», sagt Martin Bolzli, Gartenplaner-, -gestalter und -pfleger, der schon zum 10. Mal dabei ist – auch als Mitorganisator. Er freut sich über das grosse Interesse, auch wenn während der Ausstellung in der Regel keine

Aufträge resultieren. Termine abmachen und dann offerieren, ist eher der Fall. Und die Trends? «Die Kundschaft will vermehrt Natürliches, das zum Beispiel auch gut ist für die Bienen», sagt Martin Bolzli. Goldschmied Paul Gächter war zum ersten Mal dabei. Er ist vor zwei Jahren von den Philippinen zurückgekehrt, hat dort zwei grosse Firmen geleitet und sich nun an der Alten Landstrasse 23 in Obfelden eingerichtet: Polieren, auffrischen, reparieren, Schätzungen und Neuanfertigungen gehören zu seinem Geschäftsbereich.

hat kürzlich einen weiteren Monteur eingestellt. Nunmehr sind es vier und mit den Chefs insgesamt sechseinhalb Vollstellen. Wer an der Ausstellung die Weindegustation bei der Landi Obfelden verpasste, konnte das in der vom Feuerwehrverein geführten Festwirtschaft im Brunnmatt-Untergeschoss nachholen. Musikalisch umrahmt wurde die Frühlings-Show durch heimatliche Klänge des Jodlerclubs Affoltern (Samstag) und durch die 59ers-Six, eine Dixieland-Band, die nicht zum ersten Mal dabei gewesen ist. (-ter.)

Der digitalisierte Weg nach oben Port Technologie von Schindler beeindruckt Mitglieder des Ämtler Arbeitgeberverbandes Dass der digital gesteuerte Aufzugslift Vorbote einer noch futuristisch anmutenden Städteplanung sein kann, vermittelte Schindlers Port Technologie den Mitgliedern des Ämtler Arbeitgeberverbandes im Rahmen der GV in Dierikon LU. Den Auftakt dieses Rahmenprogramms bestritt Marcel Imfeld, Geschäftsführer der AS Aufzüge in Wettswil, einer Tochterfirma von Schindler und Mitglied des Arbeitgeberverbandes im Bezirk Affoltern. Ihre Geschichte begann im Jahr 1998 mit dem Zusammenschluss von vier Aufzugsorganisationen. Inzwischen sind schweizweit 13 Aufzugsfirmen in der AS vereint, allesamt KMU-Betriebe, die gesamthaft 800 Mitarbeitende und 40 Lehrlinge beschäftigen. Während der Schindler-Konzern weltweit tätig ist und hier als Nummer zwei agiert, beschränkt sich AS Aufzüge auf die Schweiz, in der sie ebenfalls Platz zwei einnimmt. Bei über 20 Marken nimmt AS Wartungen vor und baut auch Spezialanlagen für individuelle Bedürfnisse, zum Beispiel Auto-/Lastwagen-Lifte. «Gerade im Bereich der Autolifte verzeichnen wir ein starkes Wachstum. Weil Parkplätze rarer werden, muss Parkraum unter die Gebäude oder aufs Dach verlegt werden. Grossen Nachholbedarf gibt es bei der Nachrüstung von alten Gebäuden. Zu den Technologietrends zählen ausserdem Lifte für Flachdach ohne Dachaufbau», sagt Marcel Imfeld. Der Liftmarkt orientiert sich natürlich auch an Veränderungen im Städtebau, an Urbanisierung, verdichtetem Bauen, an der Umwelt und am Energiesparen. «Bei den Multimarken und Spezialanlagen wollen wir die

gebrachtes und heute noch Selbstverständliches komplett hinterfragt. Es geht nicht mehr um schön aneinandergereihte Büro- und Wohnkomplexe, sondern um Gebilde mit riesigen Plattformen, angereichert mit viel Grünflächen. Ziel: weniger Platzverbrauch und harmonischere Wohnformen. Friedli erklärte das als Überraschungsgast der Arbeitgeber nach der Show sehr ausführlich. Er machte dar-

auf aufmerksam, dass in den nächsten 20 Jahren weltweit etwa 250 Millionen Menschen in die Städte ziehen werden. Und da lasse sich mit veralteten städtebaulichen Formen kein Zuhause schaffen, in dem sich Menschen wohlfühlten. Die noch futuristisch anmutenden Wohnformen lassen Mobilität nicht aussen vor, genauso wenig wie die Möglichkeit sozialer Kontakte. (-ter.)

Nur Routinegeschäfte Spannendes Rahmenprogramm von Schindler an der GV des Ämtler Arbeitgeberverbandes mit Einblicken in die Tätigkeit der AS Aufzüge in Wettswil, von rechts: Marcel Imfeld, AS-Geschäftsführer; Daniel Ledermann, Verkaufsleiter; Dieter Greber, Präsident des Arbeitgeberbandes. (Bild Werner Schneiter) Besten sein», so Imfeld. Die AS Aufzüge bewegt sich in einem Markt mit sehr anspruchsvoller Kundschaft, zu der neben Atomkraftwerken, der Cern und Spitäler und andere zählen. Was hier und anderswo neben den Aspekten der Sicherheit von Bedeutung ist: eine schnelle Wartung, eine schnelle Reparatur, damit es nicht zum Stillstand und Ausfallzeiten kommt. Innerhalb eines Tages müssen Ersatzteile bereit sein – 40 000 davon sind in Ebikon abrufbar.

Die Stadt der Zukunft Der Weg nach oben geht natürlich weg vom mechanischen Aufzug hin zur Digitalisierung. Schindler nennt es Port Technologie, die im Konzern vom inzwischen pensionierten Paul Friedli entwickelt worden ist. Dabei werden Aufzüge optimal ausgelastet, weil Besucher optimal durch Gebäude geleitet und mit wichtigen Informationen

versorgt werden. Durch dieses Transit-Management werden Wartezeiten verkürzt und der Energieverbrauch der Anlagen reduziert. Die Angestellte einer Firma oder ein Besucher zeigen an der Eingangsschleuse die aufs iPhone heruntergeladene Zugangsberechtigung. Es ist gewissermassen der «Zimmerschlüssel». Gleichzeitig wird der Aufzug gerufen, der bereits weiss, in welches Büro oder in welche Wohnung man muss. Die Port Technologie von Schindler errechnet laufend, wie Passagiere am schnellsten ins gewünschte Stockwerk gelangen. Port Technologie kann noch viel mehr – und das Transit Management ist Teil von dem, was der Wissenschaftler Paul Friedli unter einer gesamtheitlichen Städteplanung versteht. Das wurde den Mitgliedern des Arbeitgeberverbandes in einer eindrücklichen Show vor Augen geführt. Vor dem Hintergrund eines starken Bevölkerungswachstums wird Alther-

Kurze GV des Arbeitgeberverbandes Mehr als Routinegeschäfte musste die Generalversammlung des Ämtler Arbeitgeberverbandes nicht behandeln. Dafür gab es im Rahmenprogramm spannende Einblicke in die neusten Lifttechnologien bei Schindler. Dieter Greber, Präsident des Arbeitgeberverbandes, hiess 44 Mitgliedsfirmen-Vertreter zur 52. GV bei Schindler in Dierikon LU willkommen – darunter war auch der Vertreter einer Mitgliedsfirma, die derzeit im Säuliamt stark im Fokus steht: Stefan Gyseler, Präsident der SpitalBetriebskommission, legte zum Auftakt seine Gründe dar, weshalb sich bei der Abstimmung vom 19. Mai ein dreifaches Ja lohnt. Lauter solche Ja folgten hernach an der GV, die lediglich über die statutarisch vorgeschriebenen Traktanden befinden musste. So war die Wiederwahl von Präsident Dieter

Greber, seit 2013 im Amt, sowie der Vorstandsmitglieder Cornelia Baumann-Zingg (seit 2013) und René Schneebeli (seit 2010) völlig unbestritten. Zusammen mit Chantal Baur, Jürg Schmidlin und Roger Müller bilden sie derzeit den sechsköpfigen Vorstand. Noch verwaist ist derzeit der Posten des Programmchefs. René Morger wurde als Revisor verabschiedet. Ihm folgt Nadine Arnold, die dieses Amt zusammen mit Martin Diethelm ausüben wird. Der Arbeitgeberverband des Bezirks Affoltern zählt nach dem Beitritt der Generalagentur der Zürich Versicherungen, Affoltern, 65 Mitgliedsfirmen, die in der Region zusammen 4300 Arbeitsstellen bieten. Die Jahresrechnung schliesst mit einem kleinen Plus, und auch das Budget 2019 sieht kein Minus vor. Chantal Baur präsentierte schliesslich die im Oktober 2018 neugestaltete Homepage des Verbandes, die schlank daherkommt und laufend aktualisiert wird (www.agv-affoltern.ch). (-ter.)


Forum

«Aus zehn mach eins» – wohl kaum! Konkrete Schritte zur neuen «Kirchgemeinde Säuliamt», «Anzeiger» vom 19. März. Aufgrund der kürzlich erschienenen Verlautbarungen im «Anzeiger», könnte man meinen, der «Aeugsterberg habe ein Mäuslein geboren». Immerhin, so weiss man jetzt wenigstens, dass die aufwändigen Arbeiten um KG+ offenbar noch zu keinen überbordenden Umwälzungs-Projekten geführt haben. Das ist höchst erfreulich! Mit den Ergebnissen der Abstimmungen in allen 13 ref. Kirchgemeinden vor zwei Jahren, wurde die Einheitskirchgemeinde Bezirk Affoltern deutlich ad acta gelegt. Denn 3 ref. Kirchgemeinden (4 der 14 politischen Gemeinden umfassend) haben sich für den Alleingang entschieden. Wird weiterhin wortreich auf e i n e Kirchgemeinde hingearbeitet, so ist dies weder ehrlich, noch den Umständen gerecht werdend. Es geht immer noch um das Prüfen von irgendwelchen Möglichkeiten. Es ist daher sehr gewagt zu sagen, diese Phantom-Grossgemeinde solle den eher komischen Namen «Kirchgemeinde Säuliamt» tragen. Noch weniger angemessen ist es, diesen Begriff schon in dieser Projektphase zu verwenden. Indirekt entsteht zudem der ungute Eindruck, dass die drei «Abtrünnigen» schliesslich doch noch der Säuliämtler Einheitsgemeinde beitreten könnten / sollten / müssten. Das grenzt an Druck ausüben. Für die mit Abstand grösste ref. Kirchgemeinde Affoltern a. A. ist zudem davon auszugehen, dass sie bis weit in die Zukunft mehr als die kritische Grösse haben wird und daher selbstständig und unabhängig bleiben muss. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Tausende von Arbeits- und Gedankenstunden für Theorien eingesetzt werden, denen das nötige politische Fundament fehlt. Von einer Aufbruchstimmung – wohin denn? – war noch nie etwas zu spüren. Ein friedliches Ende des theoretischen Wirkens ohne Schrecken wäre besser als ein Absturz mit Schrecken in zwei Jahren. Nur Mut also! Hans Rudolf Haegi, Affoltern a. A., Verein Reformation 501

Wohneigentümer freuen sich auf die Zukunft! Wohneigentümer blicken besorgt in die Zukunft, «Anzeiger» vom 2. April. Als langjähriger Wohneigentümer gibt mir die aktuelle politische Tendenz grosse Hoffnung: Wir haben die Chance und das Privileg, neue Häuser energieneutral zu bauen, zu bewohnen und bestehende Gebäude energieeffizient zu sanieren – der Staat unterstützt uns sogar dabei. Die längst fällige Abschaffung des Eigenmietwerts (mit gleichzeitiger Streichung der Unterhaltsabzüge) könnte tatsächlich im nächsten Anlauf klappen. Darum, liebe Exponenten des HEV: Gemeinsam können wir optimistisch in die Zukunft schauen und dazu beitragen, dass auch in der Schweiz immer mehr Personen in den eigenen vier Wänden wohnen dürfen! Peter Weiss, Obfelden

Zuschriften Zuschriften an den «Anzeiger» müssen immer eine vollständige Adresse enthalten. redaktion@affolteranzeiger.ch

Dienstag, 9. April 2019

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Und weiter geht die Spital-Diskussion Zukunftsweisende Strategie für unser Regionalspital Die am Donnerstag vorgestellte Strategie schafft für das Spital Affoltern eine solide wirtschaftliche Basis und stärkt die Gesundheitsversorgung im Säuliamt. Es wäre für unseren Bezirk eine Tragödie und eine Dummheit, wenn diese hervorragenden Perspektiven durch eine Ablehnung der Auflösung des Zweckverbands oder der Gründung der Nachfolgeorganisationen in der Volksabstimmung vom 19. Mai zunichte gemacht würden. Das Spital Affoltern hat mitgeteilt, dass es sein stationäres Angebot auf Altersmedizin und Notfallversorgung fokussiert. Die Geburtsabteilung wird neu als Geburtshaus positioniert. Das ambulante Angebot wird in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Stadtspital Waid und Triemli und dem Zuger Kantonsspital ausgebaut. Eine ganze Reihe neuer Angebote stärken die wohnortnahe Grundversorgung, sie reichen von einem Dialysezentrum über ambulante chirurgische Angebote bis zur Neurologie. Auch Nachbehandlungen nach Eingriffen in Zürich oder Baar werden vor Ort in Affoltern erfolgen können. Der Verein «Ja zum Spital Bezirk Affoltern» begrüsst die Entscheide von Betriebskommission und Spitalleitung und freut sich über die intensivierte Partnerschaft mit dem Zürcher Stadtspital und dem Zuger Kantonsspital. Die Strategie schafft fürs Spital Affol-

tern eine solide wirtschaftliche Basis und etabliert eine exemplarische Zusammenarbeit eines Regionalspitals mit spezialisierten Zentrumsspitälern. Es bestehen hervorragende Perspektiven, dank dem Spital und seinen Partnern die medizinische Versorgung im Bezirk weiter zu stärken und das Spital als wichtigen Standortfaktor und grössten Arbeitgeber im Bezirk zu erhalten. Gleichzeitig werden das weitere Bestehen der erfolgreichen Palliativstation und der bewährten Langzeitpflege Sonnenberg gestärkt. Es wäre für das Säuliamt angesichts dieser Ausgangslage eine Tragödie und eine Dummheit, die Auflösung des Zweckverbands oder die Bildung der Nachfolgeorganisationen abzulehnen. Dr. med. David Koller, Hedingen, Verein «Ja zum Spital Bezirk Affoltern» .........................................................................

Affoltern: Einkaufsparadies ohne Spital? Endlich erhält Affoltern demnächst mit XXXLutz ein weiteres Möbeldiscounthaus und mit OBI einen zusätzlichen grossen Baumarkt. Hoffentlich folgen weitere Supermärkte und Lebensmittel-Discounter. Falls sogar Ikea und Mediamarkt ins Säuliamt kämen, würde unsere Bezirkshauptstadt zum Paradies – solange wir gesund sind. Unser Bezirksspital dagegen steht

im Shitstorm. Diverse Gemeinderäte und Politiker des Bezirks meinen, dass wir uns ein solches Etablissement weder leisten können noch benötigen. Die Verantwortlichen des Spitalzweckverbandes hingegen haben Ideen für ein künftiges Gesundheitszentrum. Wenn wir 3x Ja stimmen, verhindern wir den sofortigen Crash des Spitals, ohne schon Millionen für einen Neubau zu bewilligen. Der Verwaltungsrat der gemeinnützigen Spital AG erhält die Chance, ein Neukonzept umzusetzen. Falls die Gemeinden dafür namhafte Finanzmittel oder Garantien aufbringen müssten, wäre zu gegebener Zeit noch die Zustimmung der Stimmbürger erforderlich. Also: 3x Ja im Mai. Walter Keller, Obfelden .........................................................................

Spital Affoltern – aus der Sicht eines hoch zufriedenen Patienten Die Message (Chefärztin Dr. Nadja Lindenmann) am Telefon war eindeutig; Lungenembolie – bitte innert 15 Minuten auf der Notfallstation melden. Der kurze Anfahrtsweg in unser Regionalspital war in meinem Fall absolut von Nöten. Die Aufnahme auf der Notfallstation klappte reibungslos und die Betreuung durch das Fachpersonal war beeindruckend. Der Anfangsverdacht bestätigte sich leider sehr schnell, aber ich war ab der ersten Minute in den besten Händen. Die

Die «neue» Spitalstrategie kommt sieben Jahre zu spät Gemäss Aussagen von Stefan Gyseler im Rahmen der Strategiepräsentation vom 4.4.2019 soll sich das Spital Affoltern künftig auf die Altersmedizin fokussieren. Dies haben die Spitaldelegierten schon vor 7 Jahren gefordert (vgl. «Anzeiger» vom 27.4.2012, Seite 11 – die Jahreszahl ist kein Druckfehler, im «Anzeiger»-Archiv ist der Artikel zugänglich). Leider wurden diese strategischen Überlegungen von der Betriebskommission wegen ungenügendem Know-how in Gesundheitsökonomie nicht verstanden und von den Chefärzten zur Sicherung ihrer Position aktiv bekämpft. Wäre man damals diesem Ansatz gefolgt, müsste das Spital heute nicht um seine Zukunft bangen! Statt einer breit angelegten Grundversorgung mit Spezialitäten von der «Wiege bis zur Bahre» (vgl. «Anzeiger» vom 25.5.2012, Seite

15, inkl. Erwartung, dass die Gemeinden zusätzliche finanzielle Mittel beizubringen haben) hätte man die Chirurgie auf das Basispaket reduzieren müssen. Die Geburtenabteilung, die bereits damals deutlich zu tiefe Fallzahlen hatte, hätte man in der bisherigen Form aufgegeben müssen – entsprechend der am 4.4.2019 verkündeten «neuen» Strategie. Dann hätte sich das Spital im Wettbewerb mit einer eigenen Position differenzieren können, statt an zu kleinen Fallzahlen in allen Bereichen zu leiden. Dann stünden die Gemeinden noch hinter dem Spital und es würde nicht die Hälfte ein Nein zur gAG Spital empfehlen.

Auf Basispaket verzichten Damit wird die Problematik offensichtlich: Nicht-Gesundheitsökono-

mie- und Nicht-Führungsprofis in der Betriebskommission, die sich gegen die Chefärzte nicht durchsetzen können. Chefärzte, die ihre Position verteidigen. Ist es heute wirklich anders? Das Angebot ist auch mit «neuer» Strategie für die heutige Situation (ambulant statt stationär) zu breit, nicht mit einem Business Plan abgestützt und erfordert Investitionen, die sich wohl nie rechnen werden. Eine Zukunft hat das Spital heute nur noch, wenn es auf das Basispaket bei der Spitalliste verzichtet und nicht noch 80 neue Betten baut, sich noch viel klarer auf das Machbare fokussiert und eine professionelle Führung gewährleistet ist. Stimmen Sie am 19.5.2019 Ja und zweimal Nein! Was dann geschieht, finden Sie auf www.bthurnherr.ch. Dr. Bertram Thurnherr, Hedingen

Spital-Abstimmung: Der Titel ist falsch! Der Titel ist falsch! Bei der Abstimmung geht es vorrangig um die Frage zur Zustimmung zur Auflösung des Zweckverbands Spital Affoltern und den Liquidationsregelungen gemäss dem öffentlich-rechtlichen Vertrag vom 31. Juli 2019.

Zu dieser Frage gehören: – Beleuchtender Bericht IKA LZP und Spital AG (PDF, 17 Seiten) – Beleuchtender Bericht zur Auflösung Zweckverband (PDF, 19 Seiten) – Vertrag zu den Liquidationsbestimmungen (PDF, 3 Seiten) – RPK ZV Abschied zur Auflösung des ZV (PDF, 2 Seiten) – Vorprüfungsbericht Gemeindeamt (PDF, 4 Seiten) – Prüfbericht BDO Trennung ZV (PDF, 6 Seiten) – Bericht Bilanztrennung ZV Spital Affoltern (PDF, 60 Seiten)

Sollte dieser Auflösung von allen Gemeinden zugestimmt werden, kommen nachrangig die beiden weiteren Fragen zum Zug. Sollte auch nur eine Gemeinde der Auflösung des Zweckverbandes nicht zustimmen, sind die beiden nachrangigen Fragen hinfällig, bzw. das Resultat der Abstimmung nicht relevant. Die beiden nachrangigen Fragen teilen sich auf in die Entscheidung zur Zustimmung zur interkommunalen Vereinbarung zur Gründung einer Gemeinnützigen AG Spital Affoltern und in die Entscheidung zur Zustimmung zur Gründung einer IKA Pflegezentrum Sonnenberg.

Die Dokumente zur ersten Frage sind: – IKV Gemeinnützige AG Spital Affoltern (PDF, 7 Seiten) – Statuten Gemeinnützige AG Spital Affoltern (PDF, 10 Seiten) – Aktionärsbindungsvertrag Ge-

meinnützige AG Spital Affoltern (PDF, 8 Seiten)

Das Dokument zur zweiten Frage ist: – Anstaltsvertrag IKA Langzeitpflege Affoltern (PDF, 13 Seiten) Für die Stimmbürger der Gemeinde Affoltern am Albis zum Studium empfohlen ist noch – Beleuchtender Bericht Stadtrat Spannenderweise sitzen die existenziellen Fragen nicht in den Dokumenten zur vorrangigen Frage, sondern in den Dokumenten zu den nachrangigen Fragen! Wer diese genau studiert, darf die beiden Fragen aus der Sicht von Affoltern am Albis und mit Blick auf unsere Hinterlassenschaft für unsere Nachkommen mit gutem Gewissen mit «Nein» beantworten. Hermann Brütsch, Affoltern

zweite Etappe im Überwachungsraum für 48 Stunden war ebenfalls geprägt von überaus freundlichen und kompetenten Pflegefachkräften. Ich war mir durch die laufende informative ärztliche Betreuung in jedem Moment der Schwierigkeit meiner Lage bewusst – hatte aber eigentlich wenig Bedenken da ich mich bestens betreut wusste. Fast eine Woche verbrachte ich dann noch auf der Halbprivat-Abteilung. Ich war auch hier hervorragend untergebracht. Die Betreuung, sei es von den hochprofessionellen Pflegefachkräften, den emsigen Damen der Hotellerie und der Reinigungskolonne wie auch von der Physiotherapie war tadellos. Was mich sehr beeindruckte, war die offene Kommunikation der behandelnden Ärzte unter der Leitung von Dr. Sherif Thaqi. Mir wurden alle Fragen sehr geduldig und allgemein verständlich beantwortet. Es gab mir als Patient das beruhigende Gefühl, dass ich trotz der Schwere der Krankheit gute Zukunftsperspektiven habe. Ich kann allen Stimmberechtigen nur empfehlen, alles dafür zu tun, damit unser Regionalspital Affoltern erhalten bleibt. In dieser Institution steht der Patient im Mittelpunkt; und dieser erfreuliche Umstand wird auf allen Hierarchiestufen zelebriert. Das Spital Affoltern ist eine grossartige Institution und ich möchte allen Personen, die für mich jederzeit da waren ganz herzlich danken. Hansruedi Müller, Affoltern

Die Katze im Sack kaufen? Einen Businessplan hat die Spitalführung allerdings auch nicht, dazu wolle man abwarten, welche Leistungsaufträge man vom Kanton erhalte. «Wir sprechen heute noch nicht von Zahlen und Geld. Wenn die Bevölkerung Ja gesagt hat, können wir die Wirtschaftlichkeit prüfen», sagte Spälti. Anders gesagt, es wird als selbstverständlich angesehen, dass die Bevölkerung eine Katze im Sack kauft! Auf der Web-Site des Spitals steht unter Fragen und Antworten zur Abstimmung: «Ein Verkauf an einen privaten Anbieter zwecks Betriebs einer Fachklinik (die nur noch Innere Medizin, Geriatrie, Psychiatrie, Palliativmedizin und ambulante Chirurgie anbietet) bringt hohe unternehmerische Risiken und kaum einen Nutzen für die Bevölkerung mit sich. Zudem müsste auch für einen Verkauf zuerst die Rechtsform geändert werden – falls sich in der aktuellen Situation überhaupt ein Käufer finden liesse.» Im Beitrag vom Regionaljournal von srf.ch erklärt die Betriebskommission des Spitals: «Der ambulante Bereich soll ausgebaut werden. Bei den chirurgischen Eingriffen will sich das Spital Affoltern auf einfachere Operationen wie Blinddarm oder Gallensteine beschränken; Knie- oder Hüftgelenkoperationen soll es dort nicht mehr geben. Die Innere Medizin soll in Affoltern bleiben, damit die Notfallversorgung rund um die Uhr garantiert bleibt.» Also Bildung einer Fachklinik!

Widersprüche Im gleichen Beitrag erklärt die Betriebskommission: Für die spezialisierte Medizin oder für schwierige Operationen sollen Patientinnen und Patienten nach Zürich oder Zug verlegt werden, erklärte die Spitalleitung zusammen mit der Betriebskommission an einer Medienkonferenz. Im Gegenzug sollen Spezialisten aus Zürich oder Zug für schwierige Fälle nach Affoltern kommen. Wer erkennt die Widersprüche? Isabella Horvath, Affoltern


Gewerbe/Dienstleistungen

Blasmusik trifft Jodel

Neue Wege

Frühlingskonzert der Harmonie und des Jodlerklubs in Affoltern am Albis. > Seite 13

Gesundheitsversorgung: Informationsveranstaltung am 15. April im Kasinosaal. > Seite 15

Dienstag, 9. April 2019

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Schlechte Runde Nur Remis für FCWB – und der FC Affoltern kommt nicht vom Fleck. > Seite 19

Fürs Osterfest in den Coopark Es locken ein Oster-Wettbewerb, Bastelnachmittage für Kinder und Bons zum Sparen Ostern stehen vor der Tür und die süssen Schoggihasen und Nougateier warten schön aufgereiht in den Regalen. Bis zum 20. April dreht sich im Coopark Affoltern alles ums perfekte Osterfest. Natürlich hoppelt da Meister Lampe auch persönlich vorbei.

Meister Lampe verteilt Leckereien und freut sich aufs Eiertütschen. (Bild zvg.)

Die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Zu Ostern darf wieder gebacken werden, bis die Backöfen glühen. Osterchüechli, Zopfhasen, Torten, Cupcakes, Muffins und vieles mehr machen das Osterfest zum grossen Schlemmer-Ereignis. Alles, was das Herz begehrt und noch viel mehr finden die Hobbybäcker und Feinschmecker für ihren Osterbrunch im Coop Supermarkt im Coopark Affoltern. Und was wäre das Osterfest ohne Nougateier und feine Schoggihasen? Ob Pralinés-Eier, die unwiderstehlich süsse Schoko-Langohren-Familie

mit kecken Mäschli und schmelzendem Blick, die leckeren Schoggi-Eili oder der klassische Goldhase von Lindt – sie alle warten im Coopark nur darauf, um uns das Osterfest zu versüssen.

Kein Osterstau beim Osterbasteln Hoppel, hoppel! An den Tagen vor Ostern lohnt sich ein Besuch im Coopark für alle Kinder ganz besonders. Am Samstag, 13. April, können die Kleinen von 11 bis 15 Uhr lustige Ballonfiguren formen. «Osterhasen aus Stoff basteln» steht dann am Mittwoch, 17. April, von 13.30 bis 17.30 Uhr auf dem Programm. Alle, die nicht bis Ostersonntag warten können, freuen sich auf den Besuch des Osterhasen im Coopark am Ostersamstag, 20. April, von 11 bis 15 Uhr. Neben coolen Hasen-Selfies mit Meister Lampe warten auch viele feine Ostereier in seinem grossen Korb auf hungrige Hasenfans. Wer

nimmt die Herausforderung an und misst sich mit dem Osterhasen beim grossen Eiertütschen?

Tolle Osterangebote Für alle Oster-Sparfüchse lockt das attraktive Bonheft mit 14 Gutscheinen bis 27. April zum Profitieren und sorgt so für aufkommende Frühlingsgefühle. Mit ein bisschen Glück warten zudem viermal fünf Übernachtungen im Bikini Island & Mountain Hotel in Port de Sóller auf Mallorca für zwei Personen inklusive Frühstück auf die Gewinner des grossen Oster-Wettbewerbs. Als zweiten Preis gibt es eine Smartbox Erlebnisbox «3 Tage in Europa» im Wert von 199.90 Franken zu gewinnen und als dritter Preis fünf Familieneintritte in die Höllgrotten Baar für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 16 Jahre. Teilnahmekarten gibt es im Center, sie können bis am 20. April in die bereitstehende Wettbewerbsurne geworfen werden. (pd.)

Ein Ausflug in die orientalische Märchenwelt Die «VoiceSteps» bringen das Musical «Aladdin» ins Emmen Center

«VoiceSteps» entführt mit dem Musical «Aladdin» in die orientalische Märchenwelt. (Bild zvg.)

Morgen Mittwoch, 10. April, ist in der Kinderwelt des Emmen Centers die Musicalschule VoiceSteps.juniors mit ihrem Musical «Aladdin» zu Gast. Mit den Highlights aus dem Musical «Aladdin» entführt «VoiceSteps» Gross und Klein in die orientalische Märanzeige

chenwelt. Die Musicalschule wurde im Sommer 2004 in Cham ZG gegründet. Sie ging aus der zwanzigjährigen Arbeit des Jugendchores der Musikschulen Cham und Steinhausen hervor. In vier Altersstufen werden die über 200 Kinder und Jugendlichen bei VoiceSteps von professionellen Coaches in den Bereichen des Musical Theaters unterrichtet. Ein wichtiges

Ziel von VoiceSteps ist die Erarbeitung von Bühnenproduktionen, damit die Kinder und Jugendlichen das Gelernte präsentieren können. Die VoiceSteps.juniors sind die zweitälteste Abteilung von VoiceSteps. Die fast 70 Kinder und Jugendlichen sind zwischen 10 und 14 Jahren alt und haben schon eine Vielzahl an Musicals aufgeführt. Im letzten Herbst

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feierten sie einen grossartigen Erfolg und erhielten am Europäischen Jugend Musical Festival für die Produktion «Shrek» gleich fünf Gold-Awards. (pd.) Musical «Aladdin», Aufführungen am Mittwoch, 10. April, jeweils um 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr im Erdgeschoss des Emmen Centers. Weitere Infos unter www.emmencenter.ch.

«PrixBalance» für ewp Die Vereinbarkeit von Berufsund Privatleben vorbildlich ermöglichen – dafür werden im Kanton Zürich Unternehmen ausgezeichnet. Ein «PrixBalance» ging ans Ingenieurbüro ewp, das auch in Affoltern eine Filiale hat. Am Donnerstag hat der Kanton Zürich – die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann und die Standortförderung – in Zusammenarbeit mit Great Place to Work zum vierten Mal den «PrixBalance» verliehen. Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die sich für Best Practices im Bereich Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben engagieren und diese mit vorbildlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle, grosszügige Angebote bezüglich Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen und der alternierenden Obhut. In die Beurteilungen fliessen die Bewertungen von Arbeitnehmenden und -gebenden gleichmässig mit ein. Unter den fünf Ausgezeichneten ist das Ingenieurbüro ewp, das auch in Affoltern eine Niederlassung betreibt. Es wird bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet. «Es ist eine grosse Überraschung», sagt CEO Benno Singer. «Gerade, weil es in unserer Branche noch viel zu tun gibt. Für uns ist der Gewinn Bestätigung und Motivation zugleich». «Wir sind beeindruckt vom vielfältigen Einsatz der Firmen für Best Practices wie Elternzeit, Teilzeit und flexiblen Arbeitsstrukturen», sagt Helena Trachsel, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann. «Gelebte Chancengleichheit ist leider noch keine Selbstverständlichkeit. Die Firmen setzen mit ihrer Vereinbarkeitskultur Zeichen für eine zukunftsbewusste Arbeitskultur und eine nachhaltige Investition in ihre Mitarbeitenden.» (pd.)


Stellenanzeiger Gemeinde Obfelden Obfelden ist eine Gemeinde mit rund 5500 Einwohnern und liegt im Bezirk Affoltern. Per 1. August 2019 oder nach Vereinbarung ist bei unseren Gemeindewerken die Stelle als

Werkmitarbeiter/-in (100 %) zu besetzen Ihre Aufgaben: • Betreuung und Unterhalt der Gemeindestrassen und öffentlichen Anlagen sowie der Versorgungs- und Entsorgungsanlagen für Wasser, Abwasser und Abfall • Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Maschinen, Geräten und Materialien • Erledigung administrative Aufgaben (MS-Office-Kenntnisse) • Ganzjähriger Pikettdienst (Winterdienst und Wasserversorgung) • Lehrlingsbetreuung Sie bringen mit: • Handwerkliche Berufsausbildung • Mehrjährige Erfahrung im Strassen- und Tiefbauwesen oder in Gemeindewerken • Gute Umgangsformen und Freude am Umgang mit der Bevölkerung • Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft sowie teamorientiert • Selbstständige, exakte und zuverlässige Arbeitsweise • Fahrausweis für PW (Kat. B/BE) und vorzugsweise Staplerprüfung • Wohnsitz im näheren Umkreis Wir bieten: • Vielseitige und interessante Aufgabe in einem motivierten Team • Moderner Arbeitsplatz • Zeitgemässe Anstellungsbedingungen mit Weiterbildungsmöglichkeiten Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen und Foto an die Gemeindeschreiberin Eveline Meier, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 66, 8912 Obfelden, die für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung steht (Telefon 044 763 53 50). Weiteres über Obfelden erfahren Sie unter www.obfelden.ch.


Veranstaltungen

Ruhige, wilde Musik-Poesie

Konzert von Alva Lün in Wettswil Die Schweizer Indie-Band spielt am Freitag, 12. April, um 19.30 Uhr in der reformierten Kirche Wettswil. Alva Lün ist eine Schweizer Bandformation rund um die Sängerin und Songschreiberin Andrea Pfeifer. Der Name stammt aus dem Rätoromanischen und bedeutet weisser Mond. Was als reines Singer/Songwriter-Projekt begann, hat sich inzwischen zu einer fünfköpfigen Band weiterentwickelt, die «ätherischen Indie» auf die Bühnen bringt. Weltentrückt, packend und voller Poesie versetzt ihre Musik in jene Zustände, in denen wir staunend unter einem endlosen Sternenhimmel stehen und dabei erahnen, dass jenseits unseres täglichen Lebens etwas unermesslich Grosses liegt. Diese MusikPoesie ist eine Mischung aus Triphop,

Postrock, Reggae, Ambient und Indie, gewürzt mit bildhaften Texten in Schweizerdeutsch und Englisch, garniert mit starken Melodien. «Mit den Jungs zu spielen fühlt sich an, als würde ich irgendwo im rauen Norden auf einer Klippe stehen» beschreibt Leadsängerin und Songschreiberin Andrea Pfeifer ihre Musik. «Es gibt tosenden Wind, rätselhafte Nebel und den stillen Flug der Möven am Horizont. Es gibt zerbrechliche, sphärische Melancholie. Und es gibt die wilde Ekstase, wenn sich die Wellen an der Klippe brechen, die Gischt aufspritzt und alles vor Lebendigkeit vibriert.» Das Konzert beginnt am 12. April um 19.30 Uhr in der Kirche Wettswil. Anschliessend gibt es die Möglichkeit, bei einem Apéro mit der Band ins Gespräch zu kommen. Eintritt frei, Kollekte. (pd.)

Dienstag, 9. April 2019

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Blasmusik trifft Jodel Frühlingskonzert der Harmonie und des Jodlerklubs in Affoltern

Spannen fürs Frühlingskonzert zusammen: der Jodlerklub ...

Am Sonntag, 14. April, um 17 Uhr findet das gemeinsame Frühlingskonzert der Harmonie Affoltern und des Jodlerklubs Affoltern in der Aula des Schulhauses Ennetgraben statt. Nach dem Grosserfolg im Jahr 2009 freuen sich die beiden Vereine ausserordentlich, wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen und dem Publikum unter der bewährten Leitung von Therese Lüscher, Dirigentin des Jodlerklubs Affoltern a. A., und Martin Schiesser, Dirigent des Musikvereins

... und der Musikverein Harmonie aus Affoltern. (Bilder zvg.)

Harmonie Affoltern a. A., wunderbare Blasmusik- und Jodelmelodien zu präsentieren. Anlässlich der Jubiläen der beiden Vereine – der Jodlerklub darf dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiern und die Harmonie mit einem grossen Musikfest vom 19. bis 21. Juni 2020 in Affoltern ihren 100-jährigen Geburtstag – wurde die Gelegenheit genutzt, um eines von vielen Highlights der Vereinsgeschichte, das «Blasjomudeln», nochmals Wirklichkeit werden zu lassen. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen und das gemeinsame Konzert am 14. April

in der Aula des Schulhauses Ennetgraben besuchen. Nach dem Konzert haben die Besucher im Foyer der Aula die Gelegenheit, sich mit den Musikantinnen und Musikanten sowie den Jodlerinnen und Jodlern bei einem kleinen Umtrunk und Snack zu unterhalten und die Eindrücke des Konzertes nachklingen zu lassen. (kh) Konzert am 14. April, 17 Uhr, Aula Schulhaus Ennetgraben. Türöffnung: 16.30 Uhr. Detailliertes Programm sowie Infos zu weiteren Auftritten unter www.harmonie-affoltern.ch und www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Fantastische dreidimensionale Projektionen in Ottenbach

Die Band Alva Lün um Sängerin und Songschreiberin Andrea Pfeifer. (Bild zvg.) anzeige

Der Kulturverein Ottenbach lädt am kommenden Samstag zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für Stereoskopie (SGS) zu einer Ausstellung und Grossleinwand-Projektionen von 3D-Bildern ein. Stereoskopie ist die Wiedergabe von Bildern mit einem räumlichen Eindruck von Tiefe. Dies wird durch zwei seitlich leicht verschobene Aufnahmen erreicht und simuliert so das natürliche, dreidimen-

sionale Sehen mit zwei Augen. Mit der Erfindung der Fotografie um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand auch bald die Stereoskopie, wie man damals die Aufnahme und Betrachtung von Raumbildern nannte. Die Stereofotografie ist also viel älter als der Stereoton, und trotzdem für viele relativ unbekannt. Mittels zwei Videoprojektoren und einem Computer werden atemberaubende Bilder

aus der ganzen Welt an eine Grossleinwand projiziert. Dazu wird eine 3DBrille benötigt. Die Ausstellung wird weitere Facetten der Stereoskopie zeigen, Bilder früherer Epochen werden die Entwicklung der Stereofotografie deutlich machen, Mitglieder der SGS vor Ort Fragen beantworten. (mm) Samstag, 13. April, 19.30 Uhr, Gemeindesaal Ottenbach. Eintritt frei.


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Veranstaltungen

Dienstag, 9. April 2019

Affoltern will neue Wege gehen in der Gesundheitsversorgung

Öffentliche Informationsveranstaltung am 15. April im Kasinosaal Wie sieht die Gesundheitsversorgung in Affoltern aus, wenn das Spital geschlossen würde? Der Stadtrat lädt die Bevölkerung zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung, in deren Rahmen er Alternativen und Handlungsoptionen für die zukünftige Gesundheitsversorgung aufzeigt. Am 19. Mai entscheidet die Bevölkerung aus dem Knonauer Amt über die Zukunft des Spitals Affoltern. Sie ist höchst ungewiss, weil sich die Rahmenbedingungen für Regionalspitäler in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert haben. Der Stadtrat aus Affoltern, der Standortgemeinde des Spitals, sieht keine Perspektiven mehr für das kleine Regionalspital. Die Kosten sind zu hoch, die Patientenzahlen zu tief und die Infrastruktur veraltet. Hohe Investitionen stehen an. Der Stadtrat ist überzeugt davon, dass das

heute schon defizitäre Spital Affoltern in Zukunft Jahr für Jahr millionenschwere Verluste einfahren und parallel dazu kontinuierlich Leistungen und Angebote abbauen wird.

Alternativen aufzeigen Mit Blick auf die Spitalabstimmungen vom 19. Mai empfiehlt der Stadtrat seiner Bevölkerung darum ein Ja zur Auflösung des heutigen Zweckverbandes und zweimal ein Nein zu den geplanten Nachfolgeorganisationen. Der Stadtrat möchte stattdessen neue Wege gehen in der Gesundheits- und Altersversorgung. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vom 15. April legt der Stadtrat nochmals dar, welche Risiken die Bevölkerung von Affoltern mit einer Zustimmung zu den Nachfolgeorganisationen eingehen würde. Vor allem aber zeigt der Stadtrat Alternativen und Handlungs-

optionen auf für die zukünftige Gesundheits- und Altersversorgung der Stadt.

Prominenter Gastreferent Eröffnet wird die Informationsveranstaltung mit einem Gastreferat von Dr. Werner Widmer, einem der anerkanntesten Kennern unseres Gesundheitswesens. Werner Widmer war Direktor von vier öffentlichen Spitälern, unter anderem dem Universitätsspital Zürich oder dem Spital Zollikerberg. Heute amtet Widmer als Direktor der Stiftung Diakoniewerk Neumünster und als Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baselland. Unter dem Titel «Hospital at home» wird Werner Widmer die prägenden Entwicklungen im Gesundheitswesen aufzeigen. (tro)

Solidarisch mit Kindern am anderen Ende derselben Welt

Gelungene Spendenaktion der Jubla Säuliamt Am Samstag, 30. März, trafen sich rund 40 Jublanerinnen und Jublaner aus dem Säuliamt für einen besonderen Anlass. Ganz unter dem Motto: «Solidarisch mit Kindern am anderen Ende derselben Welt» gingen die Kinder und Jugendlichen von Tür zu Tür, um Samen für Rucola, Radieschen und Basilikum zu verkaufen. Das gesammelte Geld kommt Kindern in den Philippinen zu Gute und ermöglicht ihnen eine ausgewogene Ernährung, hygienische Grundversorgung und schulische Bildung. Das Projekt wird vor Ort professionell durch das Zewo zertifizierte Hilfswerk «Fastenopfer» betreut. Ausserdem wurden fleissig Tontöpfli bemalt und bepflanzt. Jedes Kind durfte ein bepflanztes Töpfli mit nach Hause nehmen, um selbst zu sehen, was darin heranwächst. Die übrigen Töpfli und Samenbriefe verkauften die Leitenden am Sonntag am Frühlingsmarkt in Affoltern a. A.

1140 Franken überwiesen Es war schön zu sehen, mit wie viel Engagement die Kinder und Jugendlichen sich für einen guten Zweck ein-

Podium zum Spital

Konträre Positionen in fairer Diskussion Wer hat nun Recht und wer nicht? Was ist Fakt, was ist Interpretation, was persönliche Einschätzung? Der Abstimmungskampf füllt seit Wochen in beispielloser Intensität die Spalten des «Anzeigers». Am Freitag, 26. April, lädt die Standortförderung zur Podiumsdiskussion über die Spitalfrage. Wie es mit oder ohne Spital weitergeht, ist für die Region sehr wichtig. Aber was ist nun der bessere Entscheid: Ja oder Nein? Auf beiden Seiten stehen vernünftige Menschen und ihnen allen darf unterstellt werden, dass sie mit ihrer Empfehlung eine gute Lösung anstreben. Aber was ist «gut»? Welche Kriterien und Werte lassen den einen oder anderen Lösungsansatz besser scheinen? Die Standortförderung möchte, dass der Volksentscheid vom 19. Mai aufgrund einer möglichst aufgeklärten Informationslage gefällt wird. Dem soll das Podium dienen.

Öffentliche Informationsveranstaltung am 15. April um 20 Uhr im Kasinosaal Affoltern.

Fragen aus dem Publikum Auf dem Podium werden sich Stefan Gyseler, Clemens Grötsch, Michael Buik und Bertram Thurnherr ihren gegensätzlichen Argumenten stellen. Als

Moderator sorgt Bernhard Schneider dafür, dass sich keiner um eine Antwort drücken kann, wenn – anderes als bei Leserbriefen möglich – direkt gekontert und widersprochen wird. Er wird auch den Fragen aus dem Publikum viel Raum geben und deswegen bereits ab 19 Uhr – also vor der Podiumsdiskussion – die Fragen aus dem Publikum sammeln. Dafür wird es keine einführenden Präsentationen und Referate mehr geben. Das Podium baut vielmehr auf den bisherigen Informationsveranstaltungen der Gemeinden auf und bietet nun Raum für die faire und sachliche Auseinandersetzung mit konträren Positionen. Wenn nachvollziehbar wird, welche Stimmempfehlung aufgrund welcher Kriterien gut oder schlecht scheint; wenn nachvollziehbar wird, warum der eine dem anderen eine Fehleinschätzung vorhält; aber auch verständlich wird, warum der andere trotzdem an seiner Sicht festhält: dann ist für die eigene Meinungsbildung – und für einen guten Volksentscheid – viel gewonnen. (BaJ) Podium zum Spital am 26. April bis 20.45 Uhr im Kasinosaal Affoltern. 19 bis 19.20 Uhr Sammeln von Fragen im Publikum durch den Moderator; 19.30 Uhr Podiumsdiskussion.

«Fussgang» in Stallikon

Lesung mit Regula Jaeger und Markus Maeder

Fleissig wurden Tontöpfli bemalt – und anschliessend bepflanzt. (Bild zvg.) gesetzt haben und wie viele Menschen den Kindern zugehört, so vom Projekt erfahren und dann gespendet haben. Stolz überweisen die Jublaner den Betrag von 1140 Franken und freuen sich, dass sie hier und am anderen En-

de der Welt etwas Gutes wachsen lassen dürfen. (KaF) Direktspende: IBAN CH30 0900 0000 6001 9292 6, Zu Gunsten von: Jungwacht Blauring Schweiz, Vermerk: jubla.infanta.

Markus Maeder und Regula Jaeger sind eines Tages einfach losmarschiert: sie setzten den 1. Schritt am oberen Zürichsee und machten den Schlussgang in Genf. Dazwischen trafen sie eine Schweiz an, die so niemand kennt. Entlang dem nördlichen Alpenkamm sind Tagebucheinträge entstanden, Markus Maeder und Regula Jaeger haben auf ihrem Trip die schliesslich eine Schweiz angetroffen, die so niemand kennt. (Bild zvg.) zum inspirierenden Buch «Fussgang» führten, das bei sen Fotos. Ein Anlass, der Lust macht, NZZ Libro erschien und in der Biblio- gleich loszuziehen! Im Anschluss an thek Stallikon zur Ausleihe bereit die Lesung werden die Gäste mit einem Apéro verwöhnt. (pd.) liegt. Die Autoren lesen ausgewählte Stellen aus ihrem Buch vor und erzäh- Lesung mit Regula Jaeger und Markus Maeder len von Wanderetappen durch einsa- am Freitag, 12. April, 19.30 Uhr in der Schul- und me Landschaften und Querungen auf Gemeindebibliothek, Schulhaus Loomatt, MassSaumpfaden. Sie beantworten Fragen holderenstrasse 1, Stallikon-Sellenbüren. Eintritt und zeigen eine Auswahl ihrer zahllo- 10 Franken. www.bibliothek-stallikon.ch.

Karfreitag mit dem Papst im Kino

Osterfilme und zwei unterschiedliche Frauenporträts

Am Karfreitag findet im Kino Cinepol Sins eine Spezialvorstellung des Dokumentarfilmes «Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes» statt, welcher im vergangenen Sommer in den Schweizer Kinos zu sehen war.

«Nur wer schreibt, der bleibt»: Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte erzählt von der Schriftstellerin Lee Israel, welche sich im New York der 70er- und 80er-Jahre als Promi-Biografin durchschlägt. Doch irgendwann will ihre Agentin nichts mehr von ihr wissen – und die unscheinbare Katzenliebhaberin kann sich weder gut verkaufen, noch kommt sie mit ihrer ruppigen Art bei Mitmenschen gut an. Als ihr Geld nicht einmal mehr für die Miete und Medikamente für die Katze reicht, macht die Not sie erfinderisch: Sie fälscht kurzerhand Briefe von verstorbenen Hollywood-Stars und gefeierten Schriftstellern und verkauft diese an Kunsthändler weiter. Der Film vermittelt das Bild einer einsamen Frau, welche ihre Sorgen und Zweifel in Alkohol ertränkt. «Maria Stuart – König von Schotland»: Einige Jahrhunderte zurückversetzt dagegen der Film von Josie Rouke. Als 18-Jährige wird Mary Stuart,

Der Dokumentarfilm von Wim Wenders ist eine persönliche Reise mit Papst Franziskus und nicht so sehr ein Film über ihn. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und – im wahrsten Sinne – der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtig-

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Papst Franziskus teilt in der Doku von Wim Wenders seine Vision. (Bild zvg.) keit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen. Zu Beginn der Vorstellung gibt Pfarrer Thomas Zimmermann eine Einführung zum Film. (pd.) Vorstellung am Karfreitag, 19. April, 18 Uhr, Kino Cinepol Sins. Trailer, Infos und Reservieren unter www.cinepol.ch.

«Nur wer schreibt, der bleibt»: Schriftstellerin Lee Israel ertränkt ihre Zweifel in Alkohol. (Bild zvg.) verheiratet mit dem französischen König Franz II, Witwe und reist zurück in ihre Heimat Schottland, um ihr Recht auf den Thron zurückzufordern. Dort spaltet aber die Reformation das Land, und ihr protestantischer Halbbruder James verteidigt Schottland gegen die englische Königin Elizabeth I. In einer von Männern dominierten Welt fühlen sich die beiden Königinnen und Cousinen zwar emotional verbunden, sie sind aber Rivalinnen, wenn es um Macht und Liebe geht.

Osterfilme: Auch vor den Ostertagen bietet das Kinoteam ausgezeichnete Unterhaltung. Nicht nur für die kleinen Fans wird «Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks» ein langerwartetes Highlight sein. Als Miraculix beim Mistelschneiden abstürzt und sich verletzt, ist ihm klar, dass er auch nicht jünger wird. Zusammen mit Asterix und Obelix begibt er sich auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger. Das Sequentel «Monsieur Claude 2» scheint wie sein Vorgänger ein grosser Erfolg zu werden. Charmant wird Diversität am Beispiel einer Multikulti-Familie erzählt. (eh.) «Can you ever forgive me?» (107 Min., E/d/f, 12 J.): Donnerstag, 11. April, 18 Uhr und Freitag, 12. April, 20.30 Uhr. «Maria Stuart» (124 Min., E/d/f, 14 J.): Donnerstag, 11. April, 20.30 Uhr und Freitag, 12. April, 18 Uhr. Osterkino: «Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks» (85 Min., D, 6 J.; mit Pause): Samstag, 13. April, 14 Uhr. «Monsieur Claude 2» (99 Min, D, 10 J.) Samstag, 13. April 17 Uhr. Reservieren: www.kinomansarde.ch oder Telefon 056 664 21 21.


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Sport

Dienstag, 9. April 2019

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Ein neuer Festsieger am Gibel-Schwinget Samir Leuppi erbte den Festsieg nach einem gestellten Schlussgang Der Winterthurer Samir Leuppi, erbt den Festsieg nach einem gestellten Schlussgang bei der 20. Austragung des GibelSchwingets in Bonstetten. ................................................... von nico vollenweider Das Jubiläumsfest, welches der Schwingklub am Albis zur 20. Austragung und genau 40 Jahre nach der ersten Durchführung, am Sonntag, 7. April, durchführte, lockte 1500 Zuschauer auf den Gibel. Die 94 Schwinger zeigten bei angenehmen Temperaturen attraktiven Schwingsport. Etwas überraschend konnte sich keiner der vier angetretenen Eidgenossen durchsetzen. In einem offensiv geführten Schlussgang konnte sich keiner der beiden Eidgenossen Samuel Giger oder Pirmin Reichmuth einen Vorteil verschaffen. Dadurch erbte der Winterthurer Samir Leuppi dank fünf Siegen und einer Niederlage den Festsieg und durfte den Siegermuni Charly in Empfang nehmen. Die beiden Schlussgangteilnehmer trafen bereits im Anschwingen aufeinander und konnten auch dabei keinen Sieger küren. Da-

Roman Nägeli hängt die Schwingerhosen an den Nagel. (Bilder Nico Vollenweider)

Nik Junker (oben) bei der Bodenarbeit im 1. Gang. nach konnten sie alle weiteren Duelle gewinnen und qualifizierten sich souverän für den Schlussgang. Vor diesem Schlussgang beendete Roman Nägeli aus Schönenberg seine Schwingerkarriere. Roman war viele Jahre als Aktivschwinger für den Schwingklub am Albis tätig und konnte dabei viele Auszeichnungen gewin-

nen. Als Höhepunkt bezeichnet er die beiden Kranzgewinne an Zürcher Kantonalen Schwingfesten und die beiden Teilnahmen an den Eidgenössischen Schwingfesten in Frauenfeld und Burgdorf. Verloren geht er aber dem Schwingklub am Albis nicht, er wird weiterhin den Posten des Präsidenten ausüben. Für die aktiven Ämtler

Schwinger gab es eine Auszeichnung zu bejubeln. Der Mettmenstetter Nik Junker konnte sich dank drei Siegen, zwei Gestellten und einer Niederlage auf dem 8. Rang platzieren. Im 11. Rang konnten sich gleich drei heimische Schwinger platzieren. Es waren dies Sandor Naef aus Mettmenstetten, Damian Furrer aus Islisberg und Janic

Amstutz aus Obfelden. Überraschend kam diese gute Leistung vor allem von Sandro Naef, der erst seit kurzer Zeit intensives Schwingtraining betreibt und auf dem Gibel seinen ersten Ernstkampf bestritt. Im Weiteren waren Michi Odermatt, Niklaus Biser, Jan Stähli und Roman Brand für den Schwingklub am Albis am Start.

Vier «Eidgenossen» und 1500 Zuschauer am Jubiläum 20. Auflage des Gibel-Schwingets in Bonstetten, der vor 40 Jahren startete Zehn ehemalige Sieger kamen zur 20. Auflage des GibelSchwingets nach Bonstetten, der vor 40 Jahren zum ersten Mal ausgetragen wurde: Ein regionaler Anlass feierte am Sonntag Jubiläum – mit vier «Eidgenossen» und 1500 Zuschauern. ................................................... von werner schneiter Ländlermusik via Lautsprecher, eine Kapelle in der Festwirtschaft und der Jodlerclub Affoltern – ein für Schwingfeste typischer Rahmen mit einem gut gelaunten, fachkundigen Publikum: Der Gibel-Schwinget hat in Bonstetten längst seinen Platz gefunden und ist zum gesellschaftlichen Anlass mutiert. Ein Muss nicht nur für Schwingerfreunde, sondern auch für regionale und lokale Politgrössen, die sich da auf den Bänken niederlassen. Die einen verfolgen das Geschehen im Sägemehl mit Argusaugen, fachsimpeln mit dem Gegenüber oder nutzen die Gelegenheit beim Glas Weisswein

zu Gesprächen ausserhalb des Themas Schwingen. Unter ihnen Neu-FDP-Kantonsrätin und Bonstetter Gemeinderätin Arianne Moser, der neue SVP-Vizepräsident Toni Bortoluzzi, der ehemalige Kantonsrat Jakob Schneebeli und der Bonstetter Gemeindepräsident Erwin Leuenberger, der zwar keine engere Beziehung zum Schwingen hat, aber ein Eidgenössisches am Fernseher verfolgt und den Schwingsport spannend findet. Leuenberger ist beeindruckt von der friedlichen Stimmung und streicht die Tradition und das Heimatgefühl hervor, «das zur Schweiz gehört». Selber hat er Fussball gespielt, jetzt ab und zu Golf.

Zehn ehemalige Sieger dabei Dass der Gibel-Schwinget Magnetwirkung hat, ist seit vielen Jahren so. Vierzig Jahre sind ins Land gezogen seit der Anlass ins Leben gerufen worden ist. Zuvor gab es sogenannte Frühlingsschwingets in Bonstetten, Obfelden und Stallikon, ehe Willi Bernhard und der verstorbene Paul («Gibel»)

Hedinger den Grundstein legten zum Gibel-Schwinget, der seither in der Regel alle zwei Jahre auf dem Areal des Mitbegründers ausgetragen wird. 1979 standen sich Armin Meier, eine Ämtler «Schwinger-Ikone» und ehemaliger Metzgermeister in Rifferswil, sowie Max Wolfensberger im Schlussgang gegenüber – mit dem besseren Ende für letzteren. Unter den zehn anwesenden Siegern des Gibel-Schwingets, die ein Präsent erhielten, figurierte auch Urs Meier, Sohn von Armin Meier. Er hat als einziger Vertreter des Schwingclubs am Albis den GibelSchwinget gewinnen können, nämlich im Jahr 2008, als er im Schlussgang bei strömendem Regen Andreas Gwerder bodigte. 2010 beendete er die Karriere am Eidgenössischen in Frauenfeld, nach 14-maligem Kranzgewinn.

Burkhalters Verletzungspech Die Karriere noch vor sich hat der 21jährige Samuel Giger, der das Kantonalfest letztes Jahr in Hausen gewann und von den Medien bereits heute zum Eidgenössischen König hochge-

Präsent für zehn ehemalige Sieger des Gibel-Schwingets, stehend, von links: Samuel Giger, Jodok Huber, Bruno Fäh, Hansruedi Ulrich, Christian Vogel, Othmar Reichmuth und Willi Schiess. Kniend, von links: Roger Rychen, Urs Meier und Werner Spörri.

schrieben wird. «Schön, dass ich für Zug als Mitfavorit gehandelt werde. Aber das macht mich nicht nervös», sagte der sechsfache Sieger des Jahres 2018. Im Hinblick aufs Eidgenössische in Zug intensiviere er das Training, absolviere mehr Einheiten, verzichte aber auf einen Mentaltrainer, verriet der nicht so gesprächige Giger, der im Schlussgang gegen Pirmin Reichmuth aus Cham stellte und sich mit Platz drei begnügen musste. «Ich bin aber sehr zufrieden», sagte er nach dem Schlussgang. Stefan Burkhalter, mit 45 Jahren der mit Abstand älteste Schwinger auf dem Platz, wähnt sich im Verletzungspech; schmerzverzerrt hielt er sich den linken Arm. Und das, nachdem er dem Chronisten zwei Stunden zuvor sagte, er sei nun seit Januar wieder ohne Verletzung und könne wöchentlich 20 bis 22 Trainingsstunden absolvieren. Der ehemalige Leibwächter von Hausi Leutenegger ist derjenige Schwinger, der die meisten Schwingfeste besucht. Im Durchschnitt 20 pro Jahr. Mehr als Samir Leuppi aus Winterthur, der als lachender Dritter den Gibel-Schwinget ge-

wann. Den Lebendpreis am Strick führend, freute er sich auf den gelungenen Auftakt ins Eidgenössische Jahr 2019, in welchem er – wie Sämi Giger – an 14 Festen zu sehen sein wird. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest von Ende August in Zug ist nicht der einzige Grund für die Aufwartung von vier «Eidgenossen» in Bonstetten. Dass er in qualitativer wie in quantitativer Hinsicht zu einem bemerkenswerten Saisonauftakt wurde, lässt sich auch mit dem Ausfall des Schwingfestes im Muotathal begründen. Nicht weniger als 24 Vertreter des Innerschweizer Schwingerverbandes figurierten auf der Startliste. Zudem sind laut Armin Meier die Schwinger, gerade in einem eidgenössischen Jahr, beim Saisonauftakt «besonders heiss». Kommt hinzu, dass die Aktiven die Pflicht haben, an mindestens vier regionalen Anlässen teilzunehmen – nur so sind sie berechtigt, im folgenden Jahr an Kranz- oder Jubiläumsfesten in die Zwilchhosen zu steigen. Stefan Burkhalter sagt: «An solchen Regionalfesten in die Wertschätzung besonders gross.»

Das Gründer-OK des Gibel-Schwingets, von links: Werner Wetli, Alfred Schmid, Armin Meier, Adolf («Knorrli») Gut und Willi Bernhard. Auch die inzwischen verstorbenen Ueli Hedinger und Paul Hedinger gehörten dazu. (Bilder Werner Schneiter)


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Sport

Dienstag, 9. April 2019

Niederlage im ersten Finalspiel Floorball Albis verliert gegen UHC Oerkingen mit 8:10 Die Damen von Floorball Albis unterlagen im ersten Spiel der Best-of-3-Serie im Final um den Schweizer Meistertitel dem UHC Oekingen. Im ersten Drittel startete Albis etwas nervös in die Partie. Die ungewohnte Affiche mit Nationalhymne und einem lautstarken Publikum waren die Säuliämtlerinnen nicht gewohnt. Die Oekingerinnen als Titelverteidigerinnen waren in dieser Phase abgeklärter, schliesslich spielten sie die letzten

vier Jahre im Finale. Aber die Nervosität legte sich schnell und Albis-Frauen zeigten, warum auch sie verdient in den Final vorpreschen konnten. Es bot sich ein Kampf auf Augenhöhe, bestes Kleinfeldunihockey der Damen. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

Ungenügendes Mitteldrittel Aus dieser kehrten die Albisserinnen denkbar schlecht zurück. Man liess die Gegnerinnen zu sehr gewähren. Mit dem ersten Gegentor schwand

etwas der Mut, individuelle Fehler schlichen sich ein. Es folgten zehn Minuten zum Vergessen. Fünf Tore erzielten die Ö-Queens, teilweise wurden sie regelrecht eingeladen, diese Treffer zu erzielen. Albis stellte sich in einigen Situation sehr ungeschickt an. Erst gegen Schluss des Drittels mit der Umstellung auf zwei Blöcke konnte der Rückstand verkürzt werden. 2:5 stand es nach 40 Minuten. Damit kehrte die Hoffnung beim Heimteam zurück. Bereit, die Partie noch zu drehen, kehrte Albis entschlossen aus

der Garderobe zurück. Tatsächlich spielte man wieder gefälliger. Trotzdem sah man sich zehn Minuten vor Spielende mit einem Fünf-Tore-Rückstand konfrontiert, es war zum Verzweifeln! Oekingen war schlichtweg kaltblütiger. Mit dem Ersetzen der Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin wollte man diese Hypothek Schritt für Schritt abarbeiten, man wollte sich keinesfalls so klar geschlagen geben. Dieses Unterfangen gelang auf eindrückliche Art und Weise. Plötzlich zappelte der Ball nur noch im Netz und die Solothurnerinnen sahen ihren sicher geglaubten Sieg dahinschwinden.

Auswärtssieg gefordert Zwei Minuten vor Schluss stand es nur noch 9:8 für den Favoriten, der Ausgleich lag in der Luft. Irgendwie passend zu diesem Spiel, wurden die Hoffnungen der Damen von Floorball Albis kurz darauf jäh zerstört. Das Stängeli war der vielumjubelte letzte Treffer der Partie. Somit führt der UHC Oekingen mit 1:0 in der Serie. Das zweite Spiel der Serie folgt am kommenden Samstag in Kirchberg BE. Nun heisst es, vorwärts zu schauen und aus den Fehlern zu lernen. Die Finalnervosität ist vorbei und Floorball Albis wird alles daransetzen, um noch in einem dritten Spiel vor heimischem Publikum auflaufen zu dürfen. Informationen zu einem möglichen dritten Spiel findet man ab Samstagabend auf der Webseite von Floorball Albis (www.floorball-albis.ch) sowie auf den Social-Media-Kanälen. (pd.)

Nach dem ersten Finalspiel in Rücklage: Floorball Albis. (Bild zvg.)

Jacqueline Schneebeli mit perfektem Saisoneinstand Die Schweizer Juniorenmeisterin im MTB-Crosscountry aus Hauptikon gewinnt im Tessin Eine Woche nach dem Triumph am regionalen Argovia-Cup in Hochdorf kann Jacqueline Schneebeli auch das nationale Proffix Swiss-Bike-Cup-Auftaktrennen am Monte Tamaro gewinnen. Die Hauptikerin nimmt der zweitplatzierten Lisa Baumann fast sieben Minuten ab!

(Bild Stephan Freund)

Säuliämtler Kunstturn-Sieger am Rhytal-Cup Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Das gilt ganz besonders im Kunstturnen. Der achtjährige Andrin Freund aus Affoltern und der siebenjährige Max Kehrli aus Rifferswil holten sich den 1. und 2. Platz in Laufenburg. Es ist nicht ganz einfach für Eltern, die koordinativ begabte Kinder in ihrer Obhut haben. Stephan Freund war früher selber Spitzensportler mit aussergewöhnlichem Körpergefühl. Im Velo-Trial brachte er es in den 1990erJahren bis zum Schweizer Meister. Da er selber einige Jahre Geräteturnen betrieben und geleitet hatte, fielen ihm die koordinativen Fähigkeiten seines Sohnes Andrin bald auf. Schon als Dreijähriger konnte der Jüngling Ski fahren – und zwar mit Kurven auf beide Seiten. Der Sohn wollte dem Vater auch im Kunstturnen nacheifern. Doch gute Trainingsmöglichkeiten in der Region sind rar. Nach etlichen Telefonanrufen wurde Stephan Freund schliesslich vor zwei Jahren beim Turnverein Merenschwand ennet der Reuss fündig. 265 Erwachsene und 197 Jugendliche trainieren dort in 22 Riegen! Mit Max Kehrli aus Rifferswil fand Andrin Freund erst noch einen Turnkollegen, der aus dem Säuliamt stammt und in der gleichen Altersgruppe turnt.

Grosser Trainingsaufwand

................................................... Von Martin Platter

Erste Wettkämpfe im Einführungsprogramm trugen heuer erste Früchte. Vor einer Woche wurden die beiden Säuliämtler bei der mittelländischen Nachwuchsmeisterschaft in Liestal, bei der Kids aus den Kantonen Aargau, Basel, Luzern und Solothurn mitturnten, Vierter (Freund) und Fünfter (Kehrli). Dieses Wochenende hats dann in Laufenburg am Rhytal-Cup für den ersten Sieg für Freund, bzw. die erste Silbermedaille für Kehrli gereicht. Der Trainingsaufwand für die Meriten ist beträchtlich. Zwei mal wöchentlich trainieren die beiden im TV Merenschwand je zweieinviertel Stunden. Dazu kommen nochmals zwei Mal wöchentlich je drei Stunden im regionalen Leistungszentrum in Niederlenz. Gefordert sind da auch die Eltern, die inzwischen eine Fahrgemeinschaft gebildet haben. (map.)

Ein nationales Rennen, das lediglich 1:13 Stunden dauert, mit horrenden 6:48 Minuten Vorsprung gewinnen: Wie geht das? Jacqueline Schneebeli lächelt verschmitzt, ehe sie ihre simple, aber effiziente Renntaktik verrät: «Die Tamaro Trophy hat gleich nach dem Start eine ziemlich steile, recht lange Rampe, die mir perfekt liegt. Gleich nach dem Startschuss brettern immer alle los, als ob es kein Morgen gibt. Meine Taktik war, im Windschatten des Feldes zu lauern, bis denen an der Spitze die Puste ausgeht und sie langsamer werden. Dann habe ich das Tempo durchgezogen und konnte schon in der ersten Runde an der Spitze in den Singletrail einbiegen.»

Überlegen in allen Bereichen Ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Denn der einsetzende Regen machte die Oberflächen der zahlreichen Feld-, Wurzel- und Wiesenpassagen glitschig wie Schmierseife. Da ist es ein grosser Vorteil, wenn man den Wettkampf von der Spitze aus kontrollieren kann. Schneebeli verstand es, ihr fahrtechnisches Können und ihre physische Überlegenheit geschickt einzusetzen und baute ihren Vorsprung auf jeder

Andrin Freund (rechts) und Max Kehrli haben im Kunstturnen am Aargauer Rhytal-Cup die Plätze 1 und 2 geholt.

Mit traumwandlerischer Sicherheit dirigiert Jacqueline Schneebeli ihr Bike an der regnerischen Tamaro Trophy über die glitschigen Felsen. (Bild Leonie Müller) der vier Runden um weitere 102 Sekunden aus. So summierte sich bis Rennende ein Vorsprung von 6:48 Minuten auf die zweitplatzierte Lisa Baumann. «Eine schöne Bestätigung für mein Wintertraining», fand Schneebeli. Sie hat viel auf den Lang-

laufskis, auf dem Hometrainer und – wenn es das Wetter erlaubte – auf dem Bike an ihrer Grundlage gearbeitet. Zudem im Kraftraum bei Christian und Mägi Gut in Mettmenstetten, wo auch ihr Trainer Pirmin Christen arbeitet. Zu ihren Zielen für 2019 gibt

sich die angehende Elektroinstallateurin noch zurückhaltend. Sie sagt: «Ich möchte meinen Schweizer Meistertitel verteidigen und es in die Nationalauswahl für Europa- und Weltmeisterschaften schaffen.» Macht die 18-Jährige so weiter, dürfte das kein Problem werden.


Sport

Dienstag, 9. April 2019

Das Schlusslicht ärgert WB

Urs Huber Vierter in Frankreich

Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Mendrisio 0:0 Als klarer Favorit antretend, enttäuschte Aufstiegsaspirant WB massiv und musste sich gegen Mendrisio mit einem Remis bescheiden. ................................................... Von Kaspar Köchli Auf dem Papier lautete die Affiche David gegen Goliath. Im Wettswiler Moos gastierte Schlusslicht Mendrisio, das in seinen bislang 18 Partien lediglich sechs Punkte erobert hatte. Ihm gegenüber stand der Tabellenzweite WB mit stolzen 39 Zählern. Dennoch war für den haushohen Favoriten Vorsicht geboten, die Tessiner hatten sich nach ihrer desolaten Vorrunde auf vielen Positionen nominell verstärkt. Die Zuschauer waren sich punkto Prognose nicht einig. «Ein ‹Stängeli› wird es nicht gerade geben, aber sicher eine klare Sache», meinte ein Fussballkenner, während sein Kollege entgegnete: «Das ist alles andere als ein ‹Selbstläufer›, Hauptsache drei Punkte.»

Grosschance für WB: Mollet steigt am höchsten, sein Kopfball verfehlt das Ziel darauf nur um Handbreite. (Bild Kaspar Köchli) Unattraktives «Gekicke» Erstaunlicherweise starteten die Heimischen sehr verhalten. Die Gäste waren es, die nach dem ersten Corner der Partie (20. Minute) einen Hauch von Gefahr heraufbeschworen. In der Folge waren sie am Drücker. Zuerst landete Reys Versuch im Ballfänger, dann setzte Cocimano sein Geschoss zu hoch an und schliesslich wurde der völlig freistehende Cornacchia nach Hereingabe von Polli derart überrascht, dass er dem Ball nicht mehr den entscheidenden Kick ins Tor geben konnte. Nach einer halben Stunde gab WB erste Lebenszeichen von sich. Endlich. Zuerst wurde Capones Treffer wegen Abseits annulliert, später scheiterte der auffälligste, weil stets unberechenbare WB-Akteur Marjanovic zweimal knapp. Dann war Halbzeit. «Das war unterirdisch, und die wollen in die Aufstiegsspiele?», fragte ein WB-Fan rhetorisch.

WB erwacht, wenn auch spät Beide Teams starteten unverändert in die zweite Hälfte. Die erste Gelegenheit besass Guerchadi, dessen Schuss von einem WB-Bein geblockt wurde (50. Minute). Die Gäste aus dem Sottoceneri traten nun mit gefälligen Ballstafetten in Erscheinung, während WB es zumeist mit langen Bällen in die Sturmspitze versuchte. Nach knapp einer Stunde wurde der angeschlagene Torjäger Lugo durch den 18-jährigen Gashi ersetzt, dieser verlieh der Angriffsmaschinerie ein bisschen Schwung. Nach einer Minichance durch Miljkovic brauchte es auf der Gegenseite die ganze Aufmerksamkeit von WB-Keeper Thaler, um ein Geschoss von Damo über den Querbalken zu fausten. Offenbar bedeutete diese Aktion den endgültigen Weckruf für die Rotschwarzen. Fortan kämpften sie engagierter und der Willen, sich gegen die

drohenden Punkteverluste zu stemmen, war offensichtlich. So geriet Mendrisio in den letzten zehn Minuten arg unter Druck, konnte sein Gehäuse aber mit dem Glück des Tüchtigen reinhalten. Einmal verfehlte WBs Mollet mit seinem wuchtigen Kopfstoss das Ziel nur um Handbreite, dann wurde der einschussbereite Studer abrupt durch einen Offside-Pfiff gebremst und schliesslich fand Gashi mit seinem listigen Schuss Richtung Lattenkreuz in Hüter Cataldo seinen Meister. Überraschend wurden bei WB in dieser Schlussphase keine neuen Kräfte eingewechselt, um die müde gewordenen Tessiner noch mehr zu fordern. Zum Matchwinner hätte schliesslich noch Dzelili werden können, als er in der tiefen Nachspielzeit den Ball von der Fünfmeterecke aus über das Tor drosch. Nach dem Schlusspfiff waren sich nicht nur die Zuschauer einig,

dass der Favorit zu wenig für den Sieg gemacht hatte. «Irgendwie mangelte es uns an Ideen und wir kreierten praktisch nichts Überraschendes», stellte Captain Studer nüchtern fest. Im gegnerischen Lager zeigte sich Torhüter Cataldo glücklich: «Natürlich bin ich zufrieden, nicht nur wegen dem ‹Zu-Null›. Wir spielten wirklich gut zusammen, so wie wir es uns vorgenommen hatten. Dieser Teilerfolg stärkt uns weiter im harten Abstiegskampf.» WB ist auf Rang drei zurückgerutscht. Dahinter lauert mit einem Punkt und einem Spiel weniger das zurzeit formstärkste Tuggen. Am nächsten Samstag trifft WB mit Thalwil wiederum auf einen Gegner aus dem Tabellenkeller. Sportplatz Moos, 155 Zuschauer; WB – Mendrisio 0:0 Thaler, Studer, Todzi, Brüniger, Massaro; Peter, Mollet, Marjanovic, Miljkovic; Capone (71. Dzelili), Lugo (53. Gashi)

Noch nicht restlos vom Cape Epic erholt, startete der Mettmenstetter Urs Huber am Sonntag zum französischen Bike-Marathon Roc Laissagais in Laissac. Mit 90 Kilometern und «nur» 3000 Höhenmetern erscheint die Runde nicht besonders anspruchsvoll. Doch das Terrain auf halbem Weg zwischen Genf und Andorra ist mit seinem ständigen Auf und Ab nicht zu unterschätzen, zumal Dauerregen am Vortag den Boden besonders «anhänglich» gemacht hatte. Huber wusste, dass es schwer werden würde und ging den Wettkampf entsprechend defensiv an. Nach 30 Kilometern kristallisierte sich die Spitzengruppe heraus. Neben Dauerkonkurrent Juri Ragnoli aus Italien und Huber setzten sich auch die Deutschen Weber, Schelb und Schneller vom Rest ab. Nach etlichen Geplänkeln fand sich das Quintett immer wieder zusammen. Bis Weber energischer antrat und mit Ragnoli der Spitzengruppe davoneilte. Huber konzentrierte sich auf die Verteidigung des dritten Platzes. Doch seine Beine drehten nur noch zäh. Da schlossen von hinten auch noch Nissen und Olssen auf. Huber konnte nicht kontern, sondern nur weiterkämpfen und hoffen, dass eventuell vorne ebenfalls jemand einbricht. Tatsächlich überholte er Weber noch im letzten Anstieg. «Nach dem Tankwa Trek und dem Cape Epic einmal mehr Vierter», bilanzierte Huber im Ziel zähneknirschend. Er hofft auf wieder bessere Tage. (map.)

Elin Ott gewinnt in Belgien Im Sattel der Holsteinerstute Nanu II gewann die Obfelderin Elin Ott beim Nachwuchs-Csio in Opglabbeek (BEL) den Grossen Preis der Jungen Reiter über 145 Zentimeter. Im Stechen ritt die Schweizer Meisterin der Jungen Reiter 2018 fehlerfrei nach 38.78 Sekunden ins Ziel und realisierte damit die Bestzeit. Die weiteren Podestplätze belegten die beiden Dänen Phillippa Linde auf Casmann (38.98) und Konstantin Deeken Künnemann auf Crowney (40.14). Alexandra Amar belegte nach einem Abwurf in der Barrage mit Unpulsion de la Hart Rang sechs. (fnch)

Der FC Affoltern kommt nicht vom Fleck 3. Liga: Oetwil-Geroldswil – FC Affoltern 2:1 (0:1) Nach einer ansprechenden Leistung und guten Möglichkeiten zum Erfolg musste der FCA den Platz erneut als Verlierer verlassen und die Heimreise ohne Punkte antreten. Ein Treffer in letzter Minute sorgte bei den Einheimischen für Jubelgesänge, bei den Ämtlern hingegen herrscht Tristesse! Nach zwei Niederlagen war der FCA sichtlich bemüht um Wiedergutmachung, vor allem nach der blamablen Niederlage gegen Siebnen. Die Gäste agierten aus einer sicheren Defensive, liessen den Gegner kaum gewähren und versuchten selber gezielt über die Aussenbahnen zum Erfolg zu kommen. Lange Zeit neutralisierten sich beide Mannschaften und Zwingendes war in den ersten dreissig Minuten kaum zu erkennen. Wenn es halbwegs gefährlich wurde vor dem Oetwiler Tor, dann waren im zentralen Mittelfeld Ramljak und auf der rechten Seite Arsic die Antreiber in der Offensive. Kurz vor Spielmitte kam endlich etwas Pfeffer in die Partie. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete der gut spielende Bilic am schnellsten und schickte Stähli auf die Reise. Die-

ser liess sich nicht zweimal bitten und schob die Kugel ruhig zur Gästeführung ein. Gleich nach Wiederanpfiff hätte Antenen mit einem Heber beinahe zur doppelten Führung getroffen. Auf der Gegenseite brauchte es aber auch das Können von Torhüter Steiner. Mit einer glänzenden Parade hielt er nach einem Elfmeterpfiff die Pausenführung in den Händen. Stähli hätte kurz nach der Pause noch einen drauf setzen können, leider war sein Abschluss nicht von Erfolg gekrönt. Besser machte es auf der Gegenseite Topskorer Pfenninger. Nach einem zögerlichen Eingreifen der FCA-Hintermannschaft lag der Ball plötzlich in den Maschen. Die Limmattaler drückten in der Folge weiter auf das Tempo und suchten mit schnellen Angriffen die Entscheidung. Die Säuliämtler versuchten ihr Glück mit Konterfussball. Als sich schon fast alle Beteiligten mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, liess sich der FCA den Ball im Mittelfeld unnötig abnehmen und der eingewechselte Credaro traf herrlich an Steiner vorbei in die rechte obere Torecke zum Schlussresultat. Die Ämtler hätten sich einen Punkt verdient! Die Leistung war viel besser als zuletzt, für einen Punktgewinn reich-

te dies allerdings wieder nicht. Es braucht wohl noch ein paar Prozente und Glück, dann stellen sich auch die Resultate wieder ein. (HW) anzeige

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Sportplatz Werd, 50 Zuschauer.

Tustonja, Bala (45. Stäger); V. Shala (86. Fedier),

Oetwil-Geroldswil – FC Affoltern am Albis 2:1.

Ramljak, Steigmeier, Stähli; Bilic, Antenen.

Tore: 37. Stähli 0:1, 48. Pfenninger 1:1, 89. Credaro

Bemerkungen:

2:1; FCA: Steiner; Arsic (70. Markanovic), Scicchitano,

gute Schiedsrichterleistung.


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