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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 26 I 175. Jahrgang I Mittwoch, 7. April 2021

Mit Velostreifen

Der Kanton bewilligt 10 Mio. für die Sanierung der Mühlebergstrasse in Affoltern. > Seite 3

Bewegung fördern

Affoltern macht beim nationalen Programm mit – und setzt stark auf digitale Medien. > Seite 5

Prägende Person

Der ehemalige Wettswiler Lehrer Harry Steinmann ist am 28. März verstorben. > Seite 6

Galerie-Jubiläum

30 Jahre Gegenwartskunst in Bonstetten: Elfi Bohrer feiert mit einer Accrochage. > Seite 7

20 Jahre Einsatz für Mensch und Umwelt in Madagaskar Zweiter runder Geburtstag für den Verein Ades mit Schweizer Sitz in Mettmenstetten Die Solarkocher haben ihn berühmt gemacht, den Verein Ades. Sein Engagement umfasst allerdings auch (Umwelt-)Bildung, Aufforstung und Entwicklungshilfe. Zum 20-Jahre-Jubiläum tritt Initiantin Regula Ochsner aus Ottenbach als Präsidentin zurück.

– klar, dass sie mit ihrem Ultimatum zu weit gegangen waren, und liess den betroffenen Standort versiegeln.

«Ich hatte oft schlaflose Nächte»

von Thomas sTöckli 2011 hat der gemeinnützige Verein mit dem klingenden Namen «Association pour le Développement de l’Energie Solaire Suisse–Madagascar», kurz Ades, sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Zum Programm gehörte damals auch eine Liveschaltung nach Madagaskar. Schliesslich wurde als Weltneuheit ein Solarkocher mit integrierten Fotozellen vorgestellt. Mittlerweile hat der Verein ein weiteres Jahrzehnt auf dem Buckel. In der Schweiz wird der runde Geburtstag diesmal allerdings coronabedingt nur in intimem Rahmen gefeiert. In Madagaskar findet der Festakt um ein Jahr verschoben statt. «Eigentlich können wir es uns nicht leisten, die Leute aus dem ganzen Land zusammenzubringen», sagt Ades-Präsidentin und -Gründerin Regula Ochsner im Hinblick auf die Feier in Madagaskar. Und doch seien die Auswirkungen solcher Zusammenkünfte so positiv, dass man den Aufwand alle fünf Jahre in Kauf nehme. Die Ottenbacherin hat den Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste bereits in den 1970er-Jahren erstmals bereist. Als sie 30 Jahre später zurückkam, stachen ihr der Verlust der Wälder und die damit verbundene Bodenerosion ins Auge – und ins Herz. Weil Holz in Madagaskar vor allem zum Kochen verwendet wird, entstand die Idee, mit Solarkochern gegen weitere Rodungen anzukämpfen. Ihre Recherche führte zu Tüftler Eduard Probst und ein Gastauftritt in der Radiosendung «jetzt oder nie» brachte nicht nur seitenweise Resonanz, sondern auch die notwendigen materiellen und personellen Ressourcen. So wurden Ende 2000 in einem Container die ersten Bausätze für 500 Solarkocher sowie das notwendige Werkzeug für den Zusammenbau nach

Kirchenfassade wird renoviert Die Fassaden der reformierten Kirche und des Kirchturms in Bonstetten werden noch dieses Jahr – und somit vor dem geplanten Zusammenschluss mit acht anderen Ämtler Kirchgemeinden – renoviert. Den entsprechenden Kreditantrag über 164 000 Franken haben die 15 Stimmberechtigten letzte Woche an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung angenommen. (red.)

> Bericht auf Seite 6

Präsidentin Regula Ochsner (rechts) und Geschäftsführerin Rita Bachmann in der Ades-Geschäftsstelle in Mettmenstetten. (Bild Thomas Stöckli) Madagaskar verschifft. Das Auslösen dieses Containers sollte sich bereits als erste Hürde erweisen. Regula Ochsner war extra schon etwas früher angereist. Dass es schliesslich zehn Tage dauern würde, diese Formalitäten zu erledigen, hätte sie sich allerdings nicht träumen lassen. Vor dem Durchbruch – pünktlich zur Ankunft des Rests der Delegation am 28. Dezember 2020 – habe sie weinend auf der Treppe vor dem Zollbüro gesessen, erinnert sie sich.

Solarkocher-Sketch im Zirkus Knie Als diese Hürde überwunden war, ging es allerdings schnell. Noch am gleichen Nachmittag begann unter einem Pavillonzelt die Montage der ersten Solarkocher. Bis am 11. April 2001 seien 92 Sonnenkocher verkauft und 18 verschenkt worden, so die Ades-Initiantin. Im September 2003 waren die ursprünglich eingeführten Bausätze aufgebraucht, die Materialien für die weitere Produktion wurden fortan im Land beschafft. Der Verein Ades war da schon längst gegründet: «Den Namen haben wir im Januar 2001 bei einem Nachtessen zusammengestiefelt», erinnert sich Regula Ochsner, «innert einer Viertelstunde war das geritzt.» Nicht weniger als 132 000 Franken spülte 2004 eine Benefizveranstaltung der Zuger RotaryClubs im Zirkus Knie in die Ades-Kasse. Das Comedy-Duo Ursus und Nadeschkin

hatte sich dazu eigens einen Solarkocher-Sketch einfallen lassen. Diese und andere Spenden sollten das weitere Wachstum finanzieren. Und spätestens als das erste Zentrum eingeweiht war, genoss Ades auch in Madagaskar Akzeptanz. Angesprochen auf weitere Highlights der ersten 20 Jahre, erinnert Regula Ochsner an die Zusammenarbeit mit myclimate – als erstes SolarkocherProjekt überhaupt erreichte Ades 2007 den Gold-Standard. Die CO2-Zertifikate sind für den Verein eine wichtige Einkommensquelle, allerdings auch eine aufwendige, gilt es doch immer detaillierter Rechenschaft abzulegen. Im selben Jahr löste der Gewinn der «Trophée des Femmes» – inzwischen eine von mehreren Auszeichnungen – ein riesiges Medienecho aus. 2010 wurden dann ergänzend zu den Solarkochern die Energiesparkocher lanciert. Mit tieferen Anschaffungskosten und weniger Schulungsaufwand versprachen sie schnelleren Erfolg. In ihrem Rückblick lässt Regula Ochsner auch die schwierigen Momente nicht aus: 2009 war es eine Personalkrise, die beinahe zum Aus von Ades geführt hätte. Die Mitarbeitenden in Madagaskar revoltierten damals offen gegen den nationalen Koordinator. Für die Ottenbacherin war Aufgeben allerdings keine Option: Sie schaute persönlich vor Ort nach dem Rechten, machte den Rädelsführern – unter Polizeischutz

Den nachhaltigen Erfolg von Ades konnte diese Episode ebenso wenig aufhalten wie Regierungswechsel und andere ökologische, soziale und politische Krisen. Rund 200 Personen beschäftigt der Verein mittlerweile in Madagaskar. «36 davon sind schon seit zehn Jahren oder noch länger dabei», betont Rita Bachmann, die vor drei Jahren die Geschäftsführung von Regula Ochsner übernommen hat. Auch wenn die hohe Arbeitslosigkeit in Madagaskar der Hauptgrund für diese Mitarbeitertreue sein dürfte, so werden doch auch das nachhaltige Engagement, die flachen Hierarchien und demokratischen Entscheidungsprozesse geschätzt. Und natürlich, dass Ades als Arbeitgeberin die Schulbildung und Krankenkasse finanziert. Insgesamt habe Ades in Madagaskar rund 600 Arbeitsplätze geschaffen, sagt Regula Ochsner und spricht nebst den direkten Angestellten auch die Zulieferer und die selbstständigen Wiederverkäuferinnen an, die sich so eine Existenz aufbauen konnten. Und: «Hinter jedem Verdiener stehen rund 20 Familienmitglieder, die mitessen», verdeutlicht die Ottenbacherin. Das bringt auch eine grosse Verantwortung mit sich: «Ich hatte oft schlaflose Nächte», verrät sie. Etwa wenn das Geld wieder mal auszugehen drohte, «aber es ging immer wieder plötzlich eine Tür auf.» Die Zuversicht, die sie daraus gewann, möchte Regula Ochsner nun ihren Nachfolgern mitgeben. Denn an der Mitgliederversammlung gibt sie das Präsidium ab und zieht sich aus dem Vorstand zurück. Das Engagement für Ades bereue sie nicht, auch wenn ihre Rente dadurch nun etwas bescheidener ausfalle, als wenn sie weiter als Paar- und Familientherapeutin gearbeitet hätte. Stattdessen spricht sie vom «inneren Reichtum», den sie Ades verdanke: «Gemessen an dem wäre ich Multimillionärin.»

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Gisknonaueramt.ch dient nicht nur Gemeinden, sondern auch Privatpersonen. > Seite 9

Operative Leitung abgegeben Per Anfang April hat Stefan Gyseler die operative Leitung des Spitals Affoltern an den neuen CEO Lukas Rist abgegeben, um sich künftig aufs Präsidium des Verwaltungsrats zu beschränken. Er habe unglaublich viele neue Erfahrungen gesammelt und tiefe Einblicke erhalten, die hilfreich seien für diese Tätigkeit, blickt Stefan Gyseler im Interview auf sein knappes Jahr als CEO a.i. zurück. Von seinem Nachfolger erwartet er, dass dieser weiter in Richtung Erhöhung der Fallzahlen arbeitet und das Spital 2022 zurück in die Gewinnzahlen bringt. (tst.)

> Interview auf Seite 3

Fahrende zu Gast Es mangelt in der Schweiz an fixen Standplätzen für Fahrende. Maschwanden hat einer Gruppe dieser geschützten Minderheit mit ihren elf Campern bis heute Mittwoch für 17 Tage eine temporäre Bleibe gewährt. In der kleinsten Ämtler Gemeinde haben die Wohnwagen auf dem Badi-Parkplatz nicht für grosses Aufsehen gesorgt. (red.)

> Bericht auf Seite 5 ANZEIGEN

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> Weiterer Bericht auf Seite 8

Papierlose Steuererklärung ist beliebt Vor einer Woche endete für viele die Frist zur Einreichung der Steuererklärung. Bis am Ostermontag haben rund 145 000 Steuerpflichtige diese online eingereicht – 68 Prozent mehr als im Vorjahr. Neu kann die Online-Steuererklärung im Kanton Zürich komplett papierlos eingereicht werden. Der Schritt zur vollständigen Digitalisierung erleichtert die

Arbeit für die Steuerpflichtigen ebenso wie für die Verwaltung, da kein Scannen von in Papierform eingereichten Unterlagen mehr nötig ist. Mit der Nutzung des neuen digitalen Angebots sei man überaus zufrieden, teilt die Finanzdirektion mit: «Es zeigt sich, dass das Angebot offensichtlich einem breiten Bedürfnis entspricht.» An Spitzentagen, jeweils an den Wochenenden, reichten 6000 bis 7000 Steuerpflichtige ihre Steuererklärung online ein. Das sind fast doppelt so viele wie

letztes Jahr. Das Steueramt habe nicht mit einem derart grossen Interesse gerechnet, so die Finanzdirektion weiter, daher habe man die Kapazität des Systems nach einer Überlastung in der Startphase schrittweise erhöht. Wie gross der Anteil der Online-Steuererklärungen am Total schliesslich sein wird, das wird sich erst im Verlaufe des Herbstes zeigen, wenn auch jene Zürcherinnen und Zürcher die Steuererklärung eingereicht haben, die eine Fristerstreckung verlangt haben. (red.)

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Auflage des Kollokationsplanes ln der konkursamtlichen Liquidation über den Nachlass des Marcel Weber, geb. 29. April 1964, Bürgerorte: FlumsDorf SG und Hedingen ZH, gest. 21. April 2018, wohnhaft gewesen Geissweidstrasse 2, 8912 Obfelden, (Einzelunternehmen «Marcel Weber Consulting»), liegt der Kollokationsplan den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 7. April 2021 verwiesen. Affoltern am Albis, 1. April 2021 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Öffnungszeiten Zivilstandsamt Das Bezirkszivilstandsamt wird mit der Stadtkanzlei zusammengelegt und zieht deshalb innerhalb des Verwaltungszentrums vom Erdgeschoss ins 3. Obergeschoss um. Infolge des Umzuges bleiben das Bezirkszivilstandsamt und das Bestattungsamt am Freitag, 9. April 2021 geschlossen. Bei Todesfällen erreichen Sie das Bestattungsamt am Freitag unter 079 527 10 11. Bestattungsamt und Zivilstandsamt begrüssen Sie gerne wieder ab Montag, 12. April 2021 im 3. Obergeschoss. 7. April 2021 Stadtverwaltung Affoltern am Albis

«Hart war meine Jugend und nicht unbeschwert und später war vieles nicht umgekehrt. So hat das Leben mich ganz schön geformt und daher war ich nicht einfach genormt. Was ich getan in meinem Leben, ich tat es nur für Euch, was ich gekonnt, habe ich gegeben, als Dank bleibt einig unter Euch.»

ABSCHIED UND DANK Im wahrsten Sinne «schlagartig» hat sich der Lebenskreis von

Margareta Geissbühler-Berger 29. 8. 1939 – 3. 4. 2021

am Karsamstag für immer geschlossen. Überraschend schnell hat Mami diese Erde verlassen und hinterlässt eine Lücke, welche nie mehr ausgefüllt werden kann. Wir sind voller Zuversicht und Hoffnung, dass Gretli ihren Frieden im ewigen Licht gefunden hat und sicher im Paradies angekommen ist. Wer Mami gekannt hat, weiss, dass sie sich nie in den Vordergrund gestellt, sondern im Stillen pflichtbewusst ihre ganze Kraft für das Wohl ihrer Familie und ihren Garten eingesetzt hat. Wer Gretli gekannt hat, erinnert sich an ihr warmherziges und gütiges Wesen, ihre blauen Augen, welche voller Glück leuchteten, und an ihren Schalk, welcher in unerwarteten Augenblicken durchbrach. Wer Maggie gekannt hat, erinnert sich an all die Momente, welche er mit ihr zusammen erleben durfte.

Dem Rettungsdienst und der Rega danken wir für ihren professionellen Einsatz am Montag, 29. 3. 2021. Den Ärzten und Pflegefachpersonen von der Neurochirurgie und Neurologie des USZ danken wir für alles, was sie für Margareta getan sowie für den Respekt und die Würde, mit welchen sie Mami betreut und bis am Schluss begleitet haben. Allen unseren Verwandten, Nachbarn, Freunden und engen Vertrauten danken wir von Herzen für die Begleitung in diesen nicht einfachen Stunden und Tagen. Spendet kein Geld, sondern verbringt zusammen etwas Zeit in Gedenken an Margareta.

In herzlicher Verbundenheit: Jakob Geissbühler-Berger Patricia und Thomas Oberle-Geissbühler Reto Geissbühler mit Familie Hans und Dorli Berger sowie alle Verwandten und Freunde Traueradresse: Jakob Geissbühler, Im Mattler 20, 8911 Rifferswil

Teilrevision Reglement Tagesstrukturen Das Reglement ist während einer Frist von 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, auf der Homepage der Primarschule einsehbar, www.schule-kappel-aa.ch, Tagesstrukturen, oder kann auf der Schulverwaltung nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Während dieser Frist kann beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Primarschulpflege Kappel am Albis

Verkehrsanordnung: Winkelstrasse Betrifft: 8912 Obfelden Dauernde Verkehrsanordnung Auf Antrag der Gemeinde Obfelden hat die Kantonspolizei folgende Verkehrsanordnung verfügt: Winkelstrasse Aufhebung von zwei Längsparkfeldern infolge ungenügender Durchfahrtsbreite (für Rettungsfahrzeuge etc.). Verfügende Stelle Kantonspolizei Zürich – Verkehrstechnische Abteilung Rechtliche Hinweise: Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Kontaktstelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Frist 30 Tage. Ablauf der Frist am 8. Mai 2021. Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen. Kontaktstelle: Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenbürger und ehemaligen Lehrer

Harry Steinmann der am 28. März 2021 im Alter von 98 Jahren verstorben ist. Harry Steinmann war von 1944 bis über seine Pensionierung hinaus an der Primarschule Wettswil als Lehrer tätig und prägte die Schule und das Dorf nachhaltig. Er hat die Entwicklung der Gemeinde miterlebt, sie vor allem aber auch mitgestaltet. Neben seinem Beruf und seiner Berufung als Pädagoge engagierte er sich über zwanzig Jahre als Schulpflege-Aktuar, war jahrelang Mitglied der Oberstufenschulpflege und Aktuar dreier SchulhausBaukommissionen sowie Mitglied der RPK des Gemeindevereins. Auch sein kulturelles Schaffen hatte einen besonderen Stellenwert in unserer Gemeinde. Er war ein begnadeter Pianist und seine Theaterstücke und Lieder aber auch seine Bilder bleiben unvergessen. Wir werden sein Andenken in Ehren wahren. Den Angehörigen sprechen wir unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Der Gemeinderat und die Primarschulpflege Wettswil a.A.

Wir nehmen im engsten Familienkreis zu einem späteren Zeitpunkt Abschied von ihr. Es findet keine Trauerfeier/Abdankung statt und wir verschicken keine Leidzirkulare.

Primarschulpflege Kappel am Albis Die Primarschulpflege hat am 19. Januar 2021 folgendes, durch den Bezirksrat kontrollierte und angepasste Reglement genehmigt und per 1. Mai 2021 in Kraft gesetzt:

Todesanzeige

Gemischter Chor Wettswil-Bonstetten Männerchor Wettswil-Bonstetten Traurig nehmen wir Abschied von unserem Ehrendirigenten

Harry Steinmann Über 50 Jahre hat Harry unsere Chöre mit grossem Engagement geleitet, unzählige Stunden dafür aufgewendet. Harry war fast immer pfeifend oder summend unterwegs. Er hatte ein immenses Wissen von Liedern, Melodien und Texten. Nebst anderen Begabungen war er ein begnadeter Klavier- und Handorgelspieler. Wir verlieren einen überaus geschätzten Sängerfreund und Kameraden. Harry – wir danken Dir für die vielen schönen Stunden in Deiner Gesellschaft. Wir werden Dich in liebevoller Erinnerung behalten. Der Trauerfamilie sprechen wir unser herzliches Beileid aus.

Deine Sängerkameradinnen und Sängerkameraden Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Bonstetten

Ersatzwahl für ein Mitglied der evangelisch-reformierten Kirchenpflege für den Rest der Amtsdauer 2018 - 2022

Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem Du einst so froh geschafft. Du siehst die Blumen nicht mehr blühen, weil der Herr Dir nahm die Kraft. Was Du im Leben uns gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Was Du an Liebe uns gegeben, das wissen nur wir ganz allein.

Ansetzung einer zweiten 7-tägigen Frist zum Einreichen von Wahlvorschlägen für die Ersatzwahl vom Sonntag, 13. Juni 2021 und Mitteilung über den eingereichten provisorischen Wahlvorschlag Gestützt auf die Wahlanordnung vom 9. Februar 2021 ist für die Ersatzwahl für ein Mitglied der evang.-ref. Kirchenpflege folgender gültiger Wahlvorschlag eingereicht worden: Name / Vorname (Rufname)

Geburtsjahr

Beruf

Adresse

Partei

Schuler Claudia

1974

Unternehmerin

Hohli Gass 7

-/-

In Anwendung von Art. 8 der Gemeindeordnung sowie § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine neue Frist von 7 Tagen, bis spätestens am 14. April 2021 angesetzt, innert welcher der Wahlvorschlag geändert, zurückgezogen oder auch neue Wahlvorschläge bei der Gemeindeverwaltung Bonstetten, Bereich Präsidiales, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten, eingereicht werden können. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Bonstetten, Abteilung Präsidiales, Am Rainli 2, Postfach, 8906 Bonstetten oder über die Gemeindewebseite www.bonstetten.ch erhältlich. Als Mitglied der evangelisch-reformierten Kirchenpflege ist jede stimmberechtigte Person wählbar, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde Bonstetten hat und der evangelisch-reformierten Kirche angehört. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag pro Wahl unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind, wird die Person gestützt auf Art. 12 Abs. 2 GO der evangelisch-reformierten Kirche Bonstetten vom Gemeinderat für gewählt erklärt. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl am Sonntag, 13. Juni 2021 mit leeren Wahlzetteln stattfinden.

Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer herzensguten Mutter, Grossmutter und Schwester

Hanna Stähli-Müller 28. Dezember 1933 – 28. März 2021

Nach einem langen, reich erfüllten Leben durfte sie friedlich zu Hause einschlafen. Wir haben einen wundervollen Menschen verloren, den wir für immer in unseren Herzen tragen werden.

In liebevoller Erinnerung Rudolf Stähli-Müller Vrene und Paul Lüthi-Stähli Renato Lüthi Ruedi und Brigitte Stähli-Bär Dario Stähli Irene und Jürg Schneebeli-Stähli Adrian Schneebeli und Nay Dia Stefan Schneebeli Matthias Schneebeli und Corina Uster Pauline Stähli-Müller Vrene Leutert-Müller Auf Wunsch der Verstorbenen findet keine Abdankung statt. Es werden keine Leidzirkulare versandt.

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Anstelle von Blumen gedenke man der Verstorbenen mit einer Spende an den Verein Chasa Flurina, Stradun 30, 7543 Lavin, bei welchem ihr Enkel Renato sein zweites Zuhause gefunden hat. Graubündner Kantonalbank, IBAN CH84 0077 4110 3080 6090 0 mit dem Vermerk Hanna Stähli-Müller.

Bonstetten, 7. April 2021

Traueradresse: Rudolf Stähli-Müller, Dürrenbach 2, 8908 Hedingen

Gemeinderat Bonstetten


Bezirk Affoltern

Traktor in Flammen Wegen eines brennenden Traktors rückte am letzten Mittwoch, 31. März, um 14.16 Uhr die Feuerwehr Unteramt nach Bonstetten aus. Dem Fahrer sei es noch rechtzeitig gelungen, den Anhänger abzukoppeln, heisst es bei der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage, das Zugfahrzeug im Wert von mehreren zehntausend Franken war hingegen nicht mehr zu retten. Verletzt wurde niemand. Brandursache dürfte ein technischer Defekt gewesen sein. Im Einsatz standen nebst 15 Feuerwehrleuten und der Kantonspolizei auch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) und ein Abschlepper. (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag Schon viele Male hat sich die Welt gedreht, seit Dora Burcus geboren wurde. Sie feiert in Obfelden heute Mittwoch, 7. April, den 90. Geburtstag und das hoffentlich bei guter Gesundheit und in bester Stimmung; alles Gute!

Zur goldenen Hochzeit Heute Mittwoch, 7. April, vor 50 Jahren haben sich Margrit und Hans Peter ZoggZollinger das Jawort gegeben und feiern nun ihr goldenes Hochzeitsfest. Herzlichen Glückwunsch senden wir nach Ebertswil; viel Glück und Freude auf dem weiteren gemeinsamen Lebensweg!

Zur diamantenen Hochzeit 1961 geheiratet und sechs Jahrzehnte zusammen durchs Leben gegangen, das dürfen Ursula und Willy Almer-Bodmer in Obfelden morgen Donnerstag, 8. April, feiern. Wir wünschen ein schönes Fest und weitere glückliche Jahre!

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Mittwoch, 7. April 2021

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«Wir müssen über Fallzahlen Verbesserungen hinbringen» Nach 11 Monaten als CEO a.i. hat Stefan Gyseler die operative Spitalleitung abgegeben Fast ein Jahr lang hat Stefan Gyseler nebst der strategischen auch die operative Leitung des Spitals Affoltern übernommen. Zum Amtsantritt des neuen CEO, Lukas Rist, äussert er sich im Interview zu den aktuellen und künftigen Herausforderungen. «Anzeiger»: Haben Sie das Direktionsbüro schon geräumt? Stefan Gyseler: Das mache ich heute (am Montag, 29. März, Anm. d. Red.), am Donnerstag übernimmt es Lukas Rist. 11 Monate waren Sie nebst Ihrer Rolle als Verwaltungsratspräsident auch noch CEO ad interim. Würden Sie das wieder machen? Ja, das würde ich wieder machen. Ich habe in diesem knappen Jahr unglaublich viele neue Erfahrungen gesammelt und tiefe Einblicke erhalten, die hilfreich sind für meine Tätigkeit als Verwaltungsratspräsident. Ich bin aber auch froh, dass ich abgeben kann, die Dreifachbelastung als Spital-CEO und Gemeindepräsident mit eigenem Geschäft war schon kräftezehrend. Wie fällt Ihre persönliche Bilanz aus? Die ist natürlich getrübt, weil wir kein positives Resultat vorweisen können – wie übrigens die allermeisten anderen Spitäler auch nicht. Das Spital Affoltern ist allerdings gut genug aufgestellt, dass es ein Jahr mit Verlust wegstecken kann. Wir haben eine solide Eigenkapital-Basis und genügend Liquidität. So muss auch bei den Beteiligungen der Gemeinden keine Bewertungskorrektur gemacht werden.

«Wir schliessen 2020 mit 1,3 Mio. Franken im Minus ab.» Können Sie schon Zahlen nennen? Wir schliessen mit 1,3 Mio. Franken im Minus ab. Für die Verschiebung von nicht-dringlichen Eingriffen haben wir bei der Gesundheitsdirektion 2,9 Mio. Franken geltend gemacht, aber nur 1,1 Mio. bekommen. Der Kanton zahlt nur für die entgangenen stationären Eingriffe und dies zu 55 %. Als sich das Negativergebnis Mitte Jahr abzuzeichnen begann, sind wir zudem Restrukturierungsmassnahmen schneller angegangen. Was waren das für Massnahmen? Wir haben Sekretariate zusammengelegt, Abteilungen neu gegliedert und

Stefan Gyseler, VR-Präsident des Spitals Affoltern, vor dem Ämtler Impfzentrum: «Ich glaube immer noch, dass bis Mitte Jahr alle geimpft sind, die das möchten, und in der zweiten Jahreshälfte der wirtschaftliche Aufschwung kommt. Die Leute haben Nachholbedarf, sie wollen zum Beispiel ins Restaurant und in die Ferien.» (Bild Thomas Stöckli) die Geschäftsleitung neu aufgestellt, den Kontakt mit den Ärzten als Zuweiser gepflegt und bestehende Zusammenarbeitsverträge mit Uroviva, dem Triemli und Analytica geprüft und verhandelt. Wir brauchen mehr gewinnbringende Leistungseinheiten und dürfen nicht mehr zu viele Leistungen durch unsere Leuchtturmdisziplinen Akutgeriatrie, Palliative Care und Psychiatrie quersubventionieren. Auch wenn dies der längere Weg ist: Wir müssen über Fallzahlen Verbesserungen hinbringen und dürfen nicht den Betrieb zu Tode sparen. Seit einem Jahr dominiert eine Pandemie das Geschehen weltweit – wie ist die Lage am Spital Affoltern? Die Anzahl stationärer Behandlungen ist gesunken, gleichzeitig wird immer mehr getestet (er fragt telefonisch nach den Zahlen): In der ersten MärzWoche hatten wir 285 Tests pro Woche, zuletzt 595. Die Positivitätsrate liegt im März bei 4,8 %, Tendenz steigend. Auch das Spitalpersonal wird jede Woche getestet. Der Pflegedienst muss jeden Tag seine Einsatzplanung anpassen – nur schon bei einem Verdachtsfall gibts Änderungen. Und ein grosser Teil der Ansteckungen sind bereits mit mutierten Viren. Die werden halt schneller übertragen. Derweil ist der Rettungsdienst eine Baustelle. Was läuft da?

Der Stützpunkt wird gerade saniert. Per 1. Mai wird Schutz & Rettung Zürich ihn beziehen. In Affoltern werden zwei moderne Rettungsfahrzeuge stationiert. Und die bisherigen Leute werden alle übernommen. Sie haben am Anfang des Gesprächs die Einblicke erwähnt, die Ihnen nun in der Funktion als VR-Präsident dienlich sind. Was nehmen Sie mit? Wenn man herausfinden will, wie sich Betriebsabläufe verbessern lassen, muss man mit dem mittleren Kader sprechen. Die sehen zum Teil sehr genau, was nicht optimal läuft. Generell ist man in einem Betrieb dieser Grössenordnung nie fertig mit optimieren. Können Sie ein Beispiel nennen? Bei uns läuft zu viel über die Zentrale. Bei medizinischen Anfragen wäre es sinnvoller, wenn sie direkt auf der jeweiligen Sekretariatsstelle eingehen. Das ist nun nicht mehr Ihr Problem, Lukas Rist hat per 1. April die operative Leitung alleine – was erwarten Sie von ihm? Wir kennen uns gut und haben die letzten elf Monate intensiv zusammengearbeitet. Ich erwarte von der Geschäftsleitung, dass sie gut mit ihm zusammenarbeitet, weil er ihr Wunschkandidat war. Von Lukas Rist erwarte ich, dass er weiter in Richtung Erhöhung der Fallzahlen arbeitet und uns zurück in die Gewinnzahlen bringt.

Velostreifen für die Mühlebergstrasse Kanton bewilligt 10 Mio. Franken für Strassensanierung in Affoltern Im Rahmen der nötigen Sanierung zwischen dem Kronenplatz und dem Weiler Im Wil (bei der Kinder Reha Schweiz) soll die Mühlebergstrasse in Affoltern bis zur Einmündung Im Weinberg um einen Velostreifen verbreitert werden. Baustart ist im Frühling 2022. Die Mühlebergstrasse verbindet die Zürichstrasse in Affoltern mit der Reppischtalstrasse in Aeugstertal. Der Fahrbahnbelag ist im 2 km langen Abschnitt zwischen dem Kronenplatz-Kreisel und dem Weiler Im Wil in einem schadhaften Zustand und muss ersetzt werden. Der Kanton Zürich nutzt die Strassensanierung, um die Sicherheit für Fuss-

gängerinnen und Velofahrer zu erhöhen. Zu diesem Zweck wird die Fahrbahn punktuell verbreitert, damit bergaufwärts ein Velostreifen markiert werden kann. Weiter werden auch neue Fussgängerquerungen gebaut und bestehende Fussgängerübergänge mit Mittelschutzinseln versehen. Bestandteil des Projekts ist auch der hindernisfreie Ausbau der Bushaltestellen Bezirksspital, Stigeli, Weinberg und Lilienberg. Die öffentliche Auflage des Bauprojekts erfolgte vom 23. August bis 23. September 2019. Innerhalb der Auflagefrist gab es drei Einsprachen, die projektbezogene und teilweise enteignungsrechtliche Begehren enthielten. Mit zwei Einsprechenden konnte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.

Die verbleibende Einsprache hat der Regierungsrat in einigen Punkten gutgeheissen und in anderen Punkten abgewiesen.

Baubeginn im Frühling 2022 Die Kosten für dieses Strassenprojekt betragen 10,05 Millionen Franken. Die Stadt Affoltern beteiligt sich mit 60 000 Franken daran. Der Regierungsrat hat das Projekt festgesetzt und die entsprechende Ausgabe bewilligt. Sofern gegen die Festsetzung keine Rechtsmittel ergriffen werden, plant das kantonale Tiefbauamt, mit den Bauarbeiten im Frühling 2022 zu beginnen. Die Bauzeit beträgt rund 18 Monate. Tiefbauamt ZH

Ist das fürs laufende Jahr realistisch? Nein, das wird schwierig. Das erste Halbjahr ist noch zu stark von Covid geprägt. Umsatzmässig sind wir noch nicht auf dem Niveau von vorher.

«Es war mir eine Ehre, das Spital und einen so grossen Arbeitgeber als CEO führen zu dürfen.» Das wichtigste Projekt dürfte aktuell die Spitalliste sein. Ja, die Eingabefrist läuft von Mitte Juni bis Mitte September. Wir bewerben uns sicher für Leistungsaufträge in der inneren Medizin, Chirurgie, Akutgeriatrie, Palliative Care und Psychiatrie. Und wir überlegen uns auch die Orthopädie. Und was werden Sie an der Rolle als CEO vermissen? Das Spital ist mir schon sehr ans Herz gewachsen. Es war mir eine Ehre, das Spital und einen so grossen Arbeitgeber als CEO führen zu dürfen. Ich habe super engagierte Leute kennengelernt und werde gewisse Kontakte vermissen. Und ich hoffe, dass wir für den grossen Einsatz mit Leistungsaufträgen belohnt werden. Interview: Thomas Stöckli

Impftermine ab 65 Jahren Seit Mitte letzter Woche konnten auch Personen ab 65 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko und Personen mit chronischen Erkrankungen Impftermine buchen. Weitere Termine für diese Impfgruppen folgen. Personen mit Vorerkrankungen wird empfohlen, sich bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt impfen zu lassen. Zu den chronischen Vorerkrankungen gehören Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, chronische Lungenund Atemwegskrankheiten, chronische Nierenerkrankungen, Krebs, Leberzirrhose, hohes Übergewicht (BMI ≥ 35 kg/ m²) sowie Krankheiten und Therapien, die das Immunsystem schwächen. Ab Mai werden die Apotheken in die Impfaktion integriert. (red.) Infos unter www.zh.ch/coronaimpfung.


TODESANZEIGE

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, die Last fallen lassen können, die man lange getragen hat, das ist eine tröstliche, eine wunderbare Sache.

Wir trauern um unser Aktivmitglied

Hermann Hesse

Abschied und Dank

René Bipp

Unendlich traurig müssen wir Abschied nehmen von unserem lieben

1. Februar 1943 – 30. März 2021

Als lieber Freund und aktives Vereinsmitglied widmete sich René unserem Chor – grosszügig und interessiert. Mit seiner heiteren Gelassenheit zauberte er manches Schmunzeln auf unsere Gesichter. Es schmerzt, ihn nicht mehr in unseren Reihen zu sehen und wir werden ihn sehr vermissen. René, wir danken dir für deine Kameradschaft, wir werden dich in bester Erinnerung behalten. Wir sprechen seiner Frau Ruth und seinen Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus.

Gesangverein Hedingen Abschiedsfeier in der Kirche Hedingen, Donnerstag, 8. April 2021 um 14.00 Uhr, unter coronabedingten Konditionen. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Manegg, Zürich.

René Bipp

1. Februar 1943 bis 30. März 2021 René musste in den letzten Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Einschränkungen leben, die er ohne Klagen auf sich nahm. Am 30. März hat sich sein Lebenskreis geschlossen und er durfte friedlich einschlafen. Das Unvermeidliche war absehbar, doch wenn es eintrifft, schmerzt es trotzdem und wir vermissen ihn sehr. In dankbarer Erinnerung: Ruth Bipp-Villiger Corinne und Dany Schuoler-Bipp mit Roman und Roger Felix und Marianne Bipp-Sommer Verwandte und Freunde Herzlichen Dank seinen behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal im USZ, in der Palliativstation Villa Sonnenberg und bei der Palliaviva, die ihn einfühlsam und kompetent betreut haben. Wir verabschieden René in der Kirche Hedingen am Donnerstag, 8. April 2021 um 14.00 Uhr unter corona-bedingten Konditionen. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Manegg in Zürich statt. Allfällige Spenden im Gedenken an René sind erbeten an eine der nachfolgenden Institutionen:

Affoltern am Albis Am 27. März 2021 ist in Neuchâtel NE gestorben:

Römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Sonntag, 9. Mai 2021, ca. 10.30 Uhr, anschliessend an den 9.30 UhrGottesdienst, im Pfarrsaal, Rüteliweg 4, 8932 Mettmenstettten Geschäfte: 1) Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler 2) Genehmigung der Jahresrechnung 2020 3) Wahl der neuen Kirchenpflege – Präsidium 4) Wahl eines neuen RPK Mitglieds 5) Wahl eines neuen KirchenpflegeMitglieds Die Unterlagen zur Jahresrechnung 2020, können zwei Wochen vor der Versammlung auf den Sekretariaten der beiden Pfarreien, während den üblichen Öffnungszeiten, eingesehen werden. Zudem wird die Jahresrechnung auf der Webseite der Kirchgemeinde, http://www.kath-hausenmettmenstetten.ch, publiziert. Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchgemeinde, welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitze des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C, Ci und B) sind. Wir freuen uns auf eine gut besuchte Versammlung. Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten, 7. April 2021

Andreas Bordel geboren am 20. Juni 1970, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

– Stiftung Spital Affoltern am Albis, Vermerk «Palliativstation Sonnenberg», 8910 Affoltern a. A., PC 85-391373-1 / IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1 oder – Palliaviva, 8050 Zürich, Spezialisierte Palliative Care zu Hause, PC 80-38332-6, IBAN CH27 0900 0000 8003 8332 6. Traueradresse: Ruth Bipp-Villiger, Alte Zwillikerstrasse 3, 8908 Hedingen

Die Beisetzung findet im Familienkreis statt. 7. April 2021 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 27. März 2021 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Hanna Casali geb. Denzler geboren am 3. Juli 1931, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. 7. April 2021 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hausen am Albis Am 31. März 2021 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Julita (Julie) Berg geb. Palabay

Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte.

Nach einem reich erfüllten Leben hat sich sein Lebenskreis geschlossen und er durfte friedlich einschlafen.

Marcel Fischer 2. 5. 1932 – 5. 4. 2021

Uns bleiben die Erinnerungen an einen liebevollen und grossherzigen Menschen, welcher unser Leben unendlich bereichert hat.

geboren am 27. Juli 1935, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis, mit Aufenthalt im Pflegeheim Sonnenberg in Affoltern am Albis.

Die Trauerfamilie Margrith Fischer Roland und Francesca Fischer-Scacchi, mit Valentina und Alessandro, Meggen Urs und Malena Fischer-Paez, mit Romy, Anthony und Nicolas, Quito Freunde und Anverwandte

Die Trauerfeier und Bestattung finden im engsten Familienkreis am Mittwoch, 14. April 2021 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Dienstag, 30. März 2021 gestorben:

René Bipp geboren am 1. Februar 1943, von Hüttwilen TG, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen.

Die Urnenbeisetzung und der Abdankungsgottesdienst finden pandemiebedingt nach Anmeldung im Familien- und Freundeskreis statt. Traueradresse: Margrith Fischer, Grundächerstrasse 11, 8907 Wettswil

Anstelle von Blumen kann man in seinem Sinne dem Verein Spitex Knonaueramt gedenken, IBAN CH78 0900 0000 8726 7156 1.

Die Abdankung findet am 8. April 2021 um 14.00 Uhr in Hedingen statt.

Hedingen In Hedingen ist am 28. März 2021, gestorben:

Swiss Life Immopulse

Gesucht für lokale Familie · mind. 4½-Zimmer-EFH mit Garten · oder grössere Wohnung mit Terrasse · Knonaueramt (südlichere Teil) · Budget bis CHF 1 800 000 Roberto Rotundo Immobilienexperte Horgen Telefon 044 727 60 12 roberto.rotundo@swisslife.ch swisslife.ch/immopulse

Hanna Stähli geb. Müller geboren am 28. Dezember 1933, von Hedingen, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen. Es findet keine Beisetzung statt.

Knonau Am Dienstag, 30. März 2021, ist in Muri AG gestorben:

Angelino, Antonio

WIR DANKEN allen Verwandten, Bekannten, Freunden und Nachbarn für die Anteilnahme und die Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserer lieben

Gertrude Girsperger-Wüthrich erfahren durften. Besonders danken möchten wir Herrn Pfarrer Ruff für die gefühlvolle Trauerfeier und die Begleitung von Gertrude in den letzten Jahren.

geboren am 27. April 1966, italienischer Staatsangehöriger, wohnhaft gewesen in Knonau, Eschfeld 1.

Ganz herzlichen Dank an das Team der Senevita Obstgarten für die Pflege und Begleitung in den letzten Monaten.

Die Beisetzung findet am Freitag, 9. April 2021 um 11.00 Uhr, im engsten Familienund Freundeskreis, auf dem Friedhof in Mettmenstetten, statt.

Gertrude wird immer in unseren Herzen bleiben.

Bestattungsamt Knonau

Im April 2021

Die Trauerfamilie


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Mittwoch, 7. April 2021

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«Irgendwo müssen sich Fahrende niederlassen können» Maschwanden bot während zweieinhalb Wochen Platz auf dem Badi-Parkplatz Die Gemeinde Maschwanden gewährte Fahrenden auf dem Badi-Parkplatz eine temporäre Bleibe. «Sie müssen sich ja irgendwo niederlassen können», sagt Gemeindepräsident Christian Gabathuler, der die Bewilligung erteilt hatte. Es mangelt in der Schweiz immer noch an fixen Standplätzen. von Werner Schneiter Als Gemeindepräsident Christian Gabathuler und der Chronist den temporären Standplatz der Fahrenden auf dem Badi-Parkplatz betreten, werden sie von kritischen Blicken gemustert. Ein älterer Mann sitzt auf einem Campingstuhl, daneben eine junge Frau. Wäsche ist zum Trocknen aufgehängt. Chef Carlos, der den Vertrag mit der Gemeinde unterzeichnet hat, ist abwesend. Zwei junge Männer versuchen, die Kratzer eines PWs auszubügeln. Auch sie geben sich eher wortkarg, aber einer lobt das Areal. «Es ist gut hier. Wir wären gerne länger geblieben, drei bis vier Monate.» Strom können sie von einem benachbarten Privathaushalt beziehen, das Wasser ab einem Hydranten beim Naturbad. Die Gemeinde hat ein Depot verlangt. Es ist alles im grünen Bereich verlaufen, auch dank regelmässiger Kontakte seitens der Gemeinde.

Der Maschwander Gemeindepräsident Christian Gabathuler vor den Wohnwagen der Fahrenden auf dem Badi-Parkplatz: Alles ist im grünen Bereich verlaufen, regelmässige Kontakte wurden seitens der Gemeinde gepflegt. (Bild Werner Schneiter) Oft ein Schwarz-Peter-Spiel Heute Mittwoch ziehen die Fahrenden mit ihren elf Campern nach gut zwei Wochen wieder weg. Wohin? Das wissen sie bei unserem Besuch vor Ostern noch nicht. Aber sie wissen, wo sie sich im Moment nicht nochmals niederlassen können: Auf dem vor rund elf Jahren eingerichteten, 3000 Quadratmeter

grossen und zwölf Plätze bietenden Durchgangsplatz bei der Kieswerkanlage Risi auf Chamer Gebiet, unmittelbar an der Grenze zu Knonau. Dort ist im Jahr eine Bleibe von einem Monat möglich, und von dort sind sie nach Maschwanden gekommen. «Irgendwo müssen sich die Fahrenden niederlassen können», sagt Christian Gabathuler, der in Maschwanden die für 17 Tage gelten-

de Bewilligung erteilt hat – im Wissen auch, dass der Kanton die Regionalplanung seinerzeit beauftragt hatte, einen permanenten Durchgangsplatz zu bestimmen. Dafür ist aber der Badi-Parkplatz in Maschwanden nicht geeignet. Solche Bemühungen enden dann oft in einem Schwarz-Peter-Spiel: «Das ist ja gut, aber nicht bei uns …» So gingen im Kanton Zug bis zur Eröffnung des

fixen Durchgangsplatzes im Juli 2010 an der Knonauer Grenze 18 Jahre ins Land. «Fahrende sind eine geschützte nationale Minderheit», heisst es in einem aus dem Jahr 2002 stammenden Gutachten des Bundesamtes für Justiz. Vor dem Bau der A4 waren sie auf dem Autobahnstummel an der Kantonsgrenze Zürich/ Zug bei Knonau während vieler Jahre geduldet, das Einvernehmen zwischen Einheimischen und Fahrenden nicht immer völlig unbelastet. Laut EspaceSuisse, Verband für Raumplanung leben rund 3000 Angehörige der Schweizer Jenischen und Sinti die traditionelle fahrende Lebensweise. Dazu kommen je nach Schätzung einige hundert bis über tausend ausländische Roma, die ebenfalls vom Frühling bis in den Herbst hinein mit ihren Wohnwagen und Wohnmobilen in der Schweiz unterwegs sind. Nach Angaben von Swissinfo.ch hat sich der Platzmangel in den letzten Jahren verschärft. Es gibt nur Platz für einen Drittel der Fahrenden, schweizweit wären rund 80 solcher Standplätze nötig. In Maschwanden, der kleinsten Ämtler Gemeinde, haben die Wohnwagen auf dem Badi-Parkplatz nicht für grosses Aufsehen gesorgt. Die Fahrenden im Dorf auch nicht. Christian Gabathuler spricht von gemischten Reaktionen aus der Bevölkerung. «Trotz gewissen Bedenken finden es die einen gut, andere fragen, ob denn das ausgerechnet bei uns sein muss», hält der Gemeindepräsident fest.

Gemeinsame Strategie im «Schachen» Über 350 Anlässe Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Bau- und Zonenplanrevision (BZO-Revision): Die Mitglieder der Ortsplanungskommission und das begleitende Planungsbüro sind gewählt. Aufgrund des RPG und des kantonalen Richtplanes (KRP) der am 18. März 2014 durch den Kantonsrat festgesetzt wurde, wird die Siedlungsentwicklung zukünftig nach innen stattfinden, in mehrheitlich überbauten und verkehrstechnisch gut erschlossenen Gebieten. Die Potenziale zur Innenentwicklung sind zu mobilisieren und überdimensionierte Bauzonen zu reduzieren. Einzonungen werden künftig die Ausnahme darstellen. An der Klausurtagung des Gemeinderats vom 4. September 2020 hat sich der Gemeinderat mit der anstehenden BZO-Revision befasst. Als erster Schritt sollen Gespräche mit der Politischen Gemeinde Wettswil bezüglich der überkommunalen Entwicklung geführt werden. Am 20. Januar 2021 haben sich Vertreter der Gemeinden Wettswil und Bonstetten getroffen. Da beide Gemeinden durch den Richtplan zum Gebiet «Landschaft unter Druck» erklärt wurden, macht eine gemeinsame Strategie, insbesondere im Gebiet «Schachen», Sinn. An der gemeinsamen Sitzung wurde vereinbart, dass ein Planungsbüro engagiert wird, welches die weitere Optimierung der gemeinsamen Interessen wahrnehmen soll. In der Zwischenzeit hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 9. März 2021 sich für das Büro Planar AG, Zürich, entschieden. Parallel dazu gilt es nun, die eigene Bau- und Zonenplanrevision in Angriff zu nehmen. Um diesen Prozess breit abgestützt in der Bevölkerung wahrnehmen zu können, bedarf es der Einsetzung einer temporären Ortplanungskommission. Infolgedessen wurden die Ortsparteien und die Baukommission angeschrieben und gebeten bis Mitte März 2021 je eine Person vorzuschlagen. Ebenso wurde im «Anzeiger» zweimal ein Inserat publiziert, auf das sich interessierte Einwohnerinnen und Einwohner melden konnten. In der

Zwischenzeit sind zahlreiche Vorschläge eingetroffen. Der Gemeinderat hat folgende Zusammensetzung gewählt: Arianne Moser (FDP.Die Liberalen Bonstetten), Robert Zingg (SP Bonstetten), Silvia Frech (SVP Bonstetten) Urs Fiechter (Vertretung Baukommission), Erwin Leuenberger (Leitung des Gremiums), Markus Reich (Vertretung Gemeinderat), Philippe Kehrli (Vertretung Verwaltung), Christof Wicky (Vertretung Verwaltung), Bernhard Blümel (Vertretung Bevölkerung), Wilhelm Glättli (Vertretung Bevölkerung), Reto Iseli (Vertretung Bevölkerung), Peter Weber (Vertretung Bevölkerung). Damit die Ortsplanungskommission (OPK) professionell und rechtlich einwandfrei begleitet werden kann, wurden Offerten von drei Planungsbüros eingeholt. Als begleitendes Büro für die BZO-Revision hat sich der Gemeinderat für die Planar AG, Zürich, entschieden. Die Ortsplanungskommission wird in den nächsten Wochen ihre Konstituierung vornehmen.

Genehmigung der Weisung für die Gemeindeversammlung vom 22. Juni Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2021 werden den Stimmberechtigten folgende Traktanden unterbreitet: 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2020; 2. Genehmigung der Teilrevision der Personal- und Besoldungsverordnung der Gemeinde Bonstetten. Der Beleuchtende Bericht wird in der Woche 22 denjenigen Stimmberechtigten zugestellt, die bei den Einwohnerdiensten ihre Adresse hinterlegt haben. Wer den Beleuchtenden Bericht kostenlos erhalten möchte, sende bitte eine E-Mail an: praesidiales@bonstetten. ch. Anschliessend wird Ihnen künftig vor jeder Gemeindeversammlung der Beleuchtende Bericht (Weisung) automatisch zugestellt.

Baubewilligungen Es wurde folgende Baubewilligung erteilt: Anzeigeverfahren: Gabriela und Jürg Bertschinger, Bonstetten: Bau-

gesuch Nr. 2021-0015, Sitzplatzüberdachung, Buecheneggstrasse 18b, Grundstück Kat.-Nr. 2541, Zone W2/25.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • die Mitarbeiter- und Fördergespräche 2021 genehmigt; • die Vernehmlassung der Statutenrevision des Zweckverbands Kläranlage Birmensdorf verabschiedet.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 18. März 2021: • die Einführung eines einheitlichen Bewilligungsprozesses für den Schülertransport auf das Schuljahr 2021/2022 beschlossen; • eine Schulgeldgarantie für die Spitalschule genehmigt; • einen Subventionsantrag Elternbeiträge für die Musikschule Knonauer Amt für das Frühlingssemester 2021 nachträglich genehmigt; • die halbjährliche Schulraumplanung SJ 2021/2022 genehmigt; • die Weiterführung und definitive Einführung eSUK (elektronische Schulärztliche Untersuchungskarte) genehmigt; • die Fortschritte in der Umsetzung der Legislaturziele 2018–2022 geprüft und bewilligt; • den Jahresbericht 2020 der Bibliothek zur Kenntnis genommen; • die Anstellung des neuen Schulleiters Michael Illi (Mittelstufe und Sonderpädagogik; Nachfolger Muriel Dogwiler) per 1.8.2021 beschlossen; • den Antrag für zusätzliche Lektionen Entspannungs- und Achtsamkeitstraining abgelehnt; • Mitarbeiterbeurteilungen gutgeheissen; • Dienstaltersgeschenke von Lehrpersonen bewilligt; • diverse Anstellungen und Kündigungen für das Schuljahr 2021/2022 besprochen, zur Kenntnis genommen und bewilligt. Christof Wicky, Gemeindeschreiber

«AffolternBewegt!» geht neue Wege

Die Stadt Affoltern führt bereits zum vierten Mal das Projekt AffolternBewegt! durch. An 31 Tagen finden diverse Anlässe statt – die Auswahl ist gross. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch: die Corona-Pandemie. AffolternBewegt! ist Teil des Gemeindeduells von schweiz.bewegt. Es ist ein nationales Programm für mehr Bewegung, welches im Jahr 2005 vom Bundesamt für Sport zur Förderung von mehr Bewegung und gesunder Ernährung ins Leben gerufen wurde. Es steht für Aktivitäten, soziale Kontakte, Vernetzung und Standortattraktivität. Organisationen und deren Angebote werden sicht- und erlebbar gemacht. Das Projekt soll dazu beitragen, die Vernetzung und das gemeinschaftliche Zusammenleben zu stärken. Das letzte Mal konnte die Bevölkerung von Affoltern gemeinsam 35 619 Bewegungsminuten sammeln. Durch dieses Ergebnis ist die Stadt schweizweit auf dem 9. Platz gelandet. Dieses Resultat gilt es zu halten oder sogar zu übertreffen. Das Organisationskomitee (OK) arbeitet auf Hochtouren. Dieses Jahr besteht das OK aus Karen Hug (Leiterin Gesellschaft der Stadt Affoltern), Jessica Volmar (Jugendarbeiterin der Jugendarbeit Affoltern), Therese Bommel (HSV Säuliamt) und Sonny Gabathuler (engagierter Bürger). Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat sich das Organisationskomitee entschieden, dieses Jahr stark auf digitale Medien zu setzen. So können einzelne Trainings live über Videokanäle besucht werden, eine Tanzveranstaltung findet im kleinen Kreis im Wohnzimmer statt, die Pilatesstunde kommt zur Bevölkerung nach Hause. Viele Anlässe können aber auch individuell oder im kleinen Kreis besucht werden. So bietet beispielsweise das Ortsmuseum einen Säulitrail an. In einer Gruppe von zwei bis fünf Personen kann so Affoltern spielerisch (neu) entdeckt werden. Ein anderes Beispiel ist der «Ironman-Triathlon in einem Monat» – ein Angebot vom Verein Triamt. Im Mai können die Teilnehmenden

die Ironman-Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen in beliebig vielen Einheiten zusammenbringen. Der Verein unterstützt die Teilnehmenden mit geführten Trainings, Streckenvorschlägen und stellt ein Erfassungstool zur Verfügung. Der Stadt Affoltern ist die Gesundheit der Bevölkerung wichtig. Die Anlässe werden unter Einhaltung der geltenden Schutzmassnahmen durchgeführt. Zudem muss die Stadt flexibel auf die aktuelle Corona-Situation reagieren – Anpassungen im Programm können die Folge sein, um die Vorgaben und Empfehlungen von Bund und Kanton jederzeit gewährleisten zu können. Die Bevölkerung kann sich auf den Homepages der Veranstalter und auf https://www.coopgemeindeduell.ch/ über allfällige Änderungen informieren. Trotz dieser unsicheren Lage ist durch das grosse Engagement von über 27 Vereinen, Institutionen und Gewerbe für die Bevölkerung ein reichhaltiges, kostenloses Programm mit 351 Anlässen entstanden. Für jede Altersgruppe ist etwas dabei. Egal ob trainiert oder untrainiert: Jeder ist willkommen und hat die Möglichkeit, neue Sportarten und weitere spannende Bewegungsangebote in Affoltern am Albis auszuprobieren. Der Spass an der Bewegung steht dabei im Vordergrund und nicht die sportliche Leistung. Die Teilnehmenden können von Anfang Mai bis Mitte Juni ihre Bewegungsminuten sammeln. Diese Minuten werden individuell per App oder von den Veranstaltern erfasst und zusammengetragen. Am Ende des Projektes wird schweizweit, durch die Dachorganisation schweiz.bewegt, die «bewegteste Gemeinde der Schweiz» gekürt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen an den Anlässen teilzunehmen oder selber Anlässe anzubieten. Das komplette Programm wird im April auf der Homepage der Stadt aufgeschaltet. Menschen ohne Internetzugang können sich bei der Abteilung Soziales und Gesellschaft, Karen Hug, melden: Telefon 044 761 56 53. Stefan Trottmann, Stadtschreiber


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Mittwoch, 7. April 2021

Die Kirchenfassade wird noch renoviert Ausserordentliche Gemeindeversammlung der Reformierten in Bonstetten heisst Kredit gut Die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten sagen Ja zur Renovation der Kirchen- und Kirchturmfassade. An der Kirchgemeindeversammlung vom Dienstag, 30. März, stimmten sie dem Kredit über 164 000 Franken zu. Auch Einzelinitiant Werner Utz gab sich kämpferisch. von AngelA BernettA Die reformierte Kirchenpflege Bonstetten hat einiges vor, bevor sie 2022 Teil der neun Gemeinden umfassenden Kirchgemeinde Knonauer Amt wird. Noch in diesem Jahr will sie die Fassade der reformierten Kirche und des Kirchturms renovieren lassen. Dafür berief das Gremium am vergangenen Dienstag eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung ein. Und die 15 Stimmberechtigten nahmen die Vorlage mit einer Enthaltung an. Vorab hatte Judith Grundmann, Präsidentin der reformierten Kirchenpflege Bonstetten, die Eckpfeiler des Sanierungsprojekts präsentiert. «Die letzte Renovation der Kirchen- und Kirchturmfassade liegt gut 35 Jahre zurück.» Der Kirchturm sei grau, die Regenrinnen verstopft, das Mauerwerk habe Risse, und die Farbe blättere nicht nur von den Türen ab. «Der Bedarf ist sichtbar.» Und: «Es handelt sich um Unterhaltsarbeitern, die früher oder später ohnehin erledigt werden müssen.» Auf die Frage, wieso man die Arbeiten noch vor dem Zusammenschluss durchführen will, antwortete sie: «Die Kirchenpflege hatte nie Bedenken, dass die Renovationsarbeiten nicht ausgeführt werden. Sie hätten sich aber nach dem Zusammenschluss um ein paar Jahre verzögert.» Und eine schöne Kirche sei ja auch eine

Stärker motorisiert Motorradfahren – für viele bedeutet das Freiheit und Lebensgefühl. Es bedeutet aber auch ein höheres Unfallrisiko, denn Motorräder werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette häufig übersehen. Auf Schweizer Strassen werden jedes Jahr rund 50 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer getötet, über 1000 schwer verletzt. Besonders gefährdet sind die jungen Bikerinnen und Biker. Die 15- bis 17-Jährigen haben ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie die 30- bis 39-Jährigen. Dies, weil junge Menschen über weniger Erfahrung im Strassenverkehr verfügen und Gefahren deshalb weniger gut einschätzen können, vermutet die BFU, aber auch weil sie tendenziell ein risikoreicheres Verhalten zeigen und eher dazu neigen, sich zu überschätzen. Nun seien noch mehr Unfälle bei den 15- bis 17-Jährigen zu befürchten, weil sie seit diesem Jahr Zugang zu leistungsstärkeren und damit schnelleren Motorrädern haben: 15-Jährige dürfen neu bis 45 km/h schnelle Motorräder und Roller fahren und 16-Jährige haben Zugang zu 125-ccm-Maschinen. Mit schnelleren Maschinen steigt die Gefahr von schweren Unfällen. «Es ist deshalb sehr wichtig, dass junge Bikerinnen und Biker eine fundierte Fahrausbildung machen, bei der sie etwa für motorradspezifische Gefahren sensibilisiert werden», erklärt Christoph Jöhr, Motorradexperte bei der BFU. «Das Problem ist, dass viele es beim obligatorischen praktischen Grundkurs belassen und – anders als beim Autofahren – auf eine fundierte Ausbildung in einer Fahrschule verzichten», so Jöhr weiter. BFU

optische Visitenkarte für die Kirchgemeinde. Die Bauleitung übernimmt mit Tobias Werner ein Architekt aus Bonstetten. «Sein Kostenvoranschlag über 164 000 Franken liegt vor.» Claudia Schuler (Ressort Finanzen) ergänzte: «Die Finanzierung des gesamten Sanierungsprojekts durch die Kirchgemeinde ist gewährleistet.» Die RPK der reformierten Kirchgemeinde habe diese genauso abgesegnet wie die Projektorganisation KG+. Dies, nachdem die Kirchenpf lege den Kostenvoranschlag revidiert und um 25 000 Franken für Unvorhergesehenes erhöht hatte. Läuft alles nach Plan, beginnen die Renovationsarbeiten im Sommer und dürften bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Ergänzend dazu finden Umgestaltungsarbeiten im Kirchgarten statt.

ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung thematisiert wurde. «Das Gremium hat mir den Entschluss zwar schriftlich mitgeteilt, aber eine Beschwerdefrist von lediglich fünf Tagen eingeräumt», sagte er. «Ich werde nun mit meinen Rechtsvertretern prüfen, ob diese rechtsgültig ist oder ob 30 Tage angezeigt sind.» Sollte Zweitgenanntes der Fall sein, ziehe er weitere Schritte in Betracht.

Keine Gratis-Nutzung

Werner Utz prüft Rekursfrist Anschliessend informierte Judith Grundmann über den Stand der Dinge bezüglich der 6½-Zimmer-MaisonettePfarrwohnung im alten Dorfschulhaus, an deren Erwerb die politische Gemeinde Interesse gezeigt hat. Eine im vergangenen Sommer erstellte Verkehrswertschätzung der Kantonalbank sollte die Basis für die Veräusserung gegen einen gleichwertigen Realersatz sein. «Die Gemeinde unterbreitete uns zwar einen Vorschlag, der allerdings inakzeptabel war», so Grundmann. Trotzdem sei man nach wie vor für eine annehmbare Lösung offen. Dass der bevorstehende Zusammenschluss der Kirchgemeinden für Unbehagen sorgt, machte auch eine Einzelinitiative deutlich, die der reformierte Bonstetter Werner Utz Anfang Jahr eingereicht hatte. Darin warnte er seine Mitbürgerinnen und -bürger vor Fremdbestimmung und forderte, dass das Kirchgemeindehaus und die Pfarrwoh-

Grau und teilweise rissig: Die Fassade der reformierten Kirche in Bonstetten wird noch in diesem Jahr saniert. (Bild Angela Bernetta) nung der Gemeinde zum Kauf angeboten werden. Mit Beschluss von Mitte März erklärte die Kirchenpflege die Initiative für ungültig («Anzeiger» vom 25. März). «Da sich die Pfarrwohnung und das Kirchgemeindehaus im Verwaltungsvermögen der Kirchgemeinde be-

finden, und diese Vermögenswerte der Erfüllung der öffentlichen Aufgaben dienen, können sie weder verpfändet noch verkauft werden», begründete Judith Grundmann diesen Entscheid. Werner Utz zeigte sich überrascht, dass seine Initiative anlässlich der

Mit seiner Anfrage an die Kirchenpflege wollte Claude Wuillemin erreichen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Bonstetten und insbesondere die Vereine, die Lokalitäten der reformierten Kirchgemeinde gratis für Veranstaltungen nutzen können. Sabine Schuhmacher (Ressort Gottesdienst und Musik) zeigte Verständnis für sein Anliegen und die Ängste im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Zusammenschluss der Kirchgemeinden. «Ich habe mich deshalb entschieden, für die neue Kirchenpflege Knonauer Amt zu kandidieren», kündigte sie an. Die Anfrage von Wuillemin lehnte die Kirchenpflege aus Kostengründen zugunsten der bestehenden Tarifordnung ab. Dieser kommentierte die Absage wie folgt: «Ich hätte eine Annahme als nette Geste der Kirchenpflege gegenüber der Bevölkerung und den Vereinen vor dem Zusammenschluss gesehen.» Darauf verwies Grundmann auf die politische Gemeinde Bonstetten, die bezüglich finanzieller Unterstützung in Sachen Raumvermietungen ebenfalls angegangen werden könne. Abschliessend machte Brian Hilkesberger (Ressort Liegenschaften und Freiwilligenarbeit) auf einen Anlass am 12. April aufmerksam. Dort können sich Interessierte über das Projekt Kirchgarten und dessen weiteren Verlauf austauschen.

Bis zuletzt ein gern gesehener Gast in der Primarschule Wettswil Nachruf auf Harry Steinmann, 4.9.1922 – 28.3.2021 Harry Steinmann war von 1944 bis 1984 an der Schule Wettswil als Lehrer und daneben während 20 Jahren als Schulpflege-Aktuar tätig. Nach seiner Pensionierung unterrichtete er ausserdem bis 1993 Biblische Geschichte. Zu Anfang leitete Harry Steinmann während zwölf Jahren die Gesamtschule im heutigen Gemeindehaus, in dem er mit seiner Familie auch wohnte. Wettswil zählte damals 280 Einwohnerinnen und Einwohner und die Schule bestand aus einer einzigen Klasse mit sechs Jahrgängen. Für seine Schützlinge hat er sich immer sehr eingesetzt. So wurde das Fach Schwimmen zum Beispiel aufgrund seiner Initiative eingeführt, zu einer Zeit, als es noch kein Schwimmbad in Wettswil gab: Er brachte seiner Klasse das Schwimmen im nahegelegenen Ziegelweiher bei. Unvergessen bleiben seine Theaterproduktionen, Musicals und Lieder, die er für seine Schülerinnen und Schüler geschrieben und mit ihnen aufgeführt hat. Als die Schulhäuser Mettlen und Wolfetsloh gebaut wurden, engagierte sich Harry Steinmann in der Baukommission und hat über die vielen Jahre miterlebt, wie die Schule und das Dorf immer grösser wurden. Er prägte unsere Schule mit seiner charismatischen, liebenswürdigen Persönlichkeit, seinen pädagogischen Wertvorstellungen und seinem grossen Engagement nachhaltig. Für das immer grösser werdende Lehrerteam war er ein grosses Vorbild.

Harry Steinmann engagierte sich auch in der Gemeinde: Er war jahrelang Mitglied der Oberstufenschulpflege und Mitglied der RPK des Gemeindevereins. In seiner Freizeit dirigierte und leitete er über viele Jahrzehnte den Gemischten- und den Männerchor, leitete eine Kabarettgruppe, publizierte Theaterstücke und entfaltete sich als Künstler in der Aquarell- und Ölmalerei. Seine feinen Zeichnungen der historischen Häuser unseres Dorfes sind Beispiele aus seinem Vermächtnis. Zu seiner Pensionierung wurde auf dem Schulareal als Erinnerung an sein Wirken eine kleine Linde gepflanzt, die

mittlerweile zu einem stattlichen Baum geworden ist. Harry Steinmann war bis zuletzt ein gern gesehener Gast bei uns in der Schule. Einige Lehrpersonen schätzten es sehr, wenn sie ihn einladen durften, damit er aus vergangenen Zeiten berichtet. Auch nahm er regelmässig am jährlichen Examen-Essen teil und bereicherte den Anlass mit interessanten Gesprächen. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Im Namen der Primarschule Wettswil Die Schulpflege

Harry Steinmann, 4.9.1922 – 28.3.2021. (Bilder zvg.)

So manch historisches Haus aus dem Dorf – hier das Gemeindehaus – hielt Harry Steinmann in feinen Zeichnungen fest.


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Mittwoch, 7. April 2021

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30 Jahre Galerie für Gegenwartskunst Elfi Bohrer feiert ihr Jubiläum mit einer Accrochage in Bonstetten Drei Jahrzehnte hat Elfi Bohrer mit ihrer Galerie das Kunstleben im Knonauer Amt geprägt. Vom 17. bis am 25. April zeigt sie Bilder, Skulpturen und Objekte von Künstlern und Künstlerinnen, die in den letzten 30 Jahren bei ihr zu Gast waren. Eine Gelegenheit, einen Einblick in die breite Palette ihrer Werke zu bekommen. Von Regula ZellwegeR «Ich habe viel erlebt in den letzten 30 Jahren», erzählt Elfi Bohrer. Es waren vor allem Begegnungen mit Kunden und Künstlerinnen, an die sie sich gern erinnert. Dabei wollte sie eigentlich keine Ausstellung mehr machen, nachdem 2017 ihr Mann Arthur gestorben war. Dass nun wieder im Kunstfenster regelmässig Ausstellungen kuratiert werden, ist ein Verdienst der Bonstetter Künstlerin Marlies Achermann, die 2017 das Projekt «Offene Ateliers» initiierte und organisierte. Sie motivierte Elfi Bohrer, am Wochenende, an dem Kunstschaffende ihre Ateliers für Besucher öffneten, auch die Galerie zu öffnen. Elfi Bohrer erzählt: «Ich liess mich mehrmals bitten und die begeisterten Reaktionen von Künstlern und Kundinnen überzeugten mich, nochmals mit Openhouse Events durchzustarten – wenn auch mit reduziertem Angebot.» Seither gehören Ausstellungen im Kunstfenster wieder zum Kunstgeschehen in der Region.

Accrochage «Aufhängen» bedeutet das französische Verb accrocher. In Frankreich brauchte

man das Substantiv «Accrochage» ab den 1960ern als gebräuchlichen Ausdruck für die Hängung von Bildern in Museen. Galeristen nahmen den Begriff auf und heute versteht man darunter eine Ausstellung von Werken aus den eigenen Beständen einer Kunstgalerie. Meist werden dabei Werke verschiedener Künstler und Künstlerinnen gezeigt – wie dies früher bereits in Paris in den berühmten Salons beispielsweise zur Zeit des Impressionismus üblich war. Dabei stehen nicht Werk, Person und Entwicklung eines einzelnen Künstlers im Zentrum, sondern man kann verschiedene künstlerische Ausdrucksformen und Techniken betrachten und miteinander vergleichen, erspüren, welche Emotionen einzelne Werke individuell auslösen oder wie unterschiedlich verschiedene Künstler ähnliche Themen aufnehmen und in ihrer künstlerischen Sprache umsetzen.

30-Jahre-Jubiläum Ein Jubiläum ruft nach einer Rückblende: 1984 wurde Elfi Bohrer als Unternehmensberaterin und Softwareentwicklerin selbstständig, spezialisiert auf den Bank-Zahlungsverkehr. Heute sagt sie mit dem für sie typischen Humor: «Damals wurde ich übermütig und habe neben meiner Tätigkeit begonnen, mit viel Begeisterung und Naivität, meinen Spleen einer eigenen Galerie zu verwirklichen – in der Hoffnung, alle würden auf mich warten. Es hat sich dann als hartes und jahrelanges Learning on the Job erwiesen, das ich allerdings nicht missen möchte.» Ihre Ursprünge hatte ihre «Kunstbesessenheit» in einem eineinhalb-jährigen Aufenthalt in Paris, als die junge Frau alle Museen abklapperte und mit

Elfi Bohrer über ihr Zuhause: «Im kunstvollen Haus voller Kunst bin ich nie allein, sondern stets in Gesellschaft von Kunst.» Im Hintergrund ein Selbstbildnis von Ben Ami, mit dem Elfi Bohrer 1991 die Galerie eröffnete. (Bild Regula Zellweger) dem Kunst-Virus infiziert wurde. Die Kindheit mit der alleinerziehenden Mutter weit ausserhalb eines kleinen Dorfes im Nachkriegs-Österreich war kein optimaler Start für eine spätere Galeristin. Doch Elfi Bohrer macht nichts halb. Mit 18 zog sie bereits ins Ausland, weil sie befürchtete, dass das Leben einfach an ihr vorbeiziehen würde, wenn sie im

Dorf bliebe. Das Ausland bestand damals für Elfi Bohrer aus dem Appenzell, wo sie als kaufmännische Angestellte ihre erfolgreiche berufliche Laufbahn begann.

ten-Ausstellung, durch eine intensive Weiterbildung im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und vor allem durch die stete Unterstützung durch ihren Partner. Fünf Jahre kombinierte sie Beratungen im Finanzbereich und den anspruchsvollen Aufbau der Galerie. Sie erzählt gern über diese strengen Jahre: «Begonnen habe ich mit Künstlern, die ich persönlich kannte, von denen wir beispielsweise bereits Werke besassen.» Zudem bekam sie von ihrer Galerie-Vorgängerin Trudi Mäusli Vorschläge und Kontakte. Ausstellungsbesuche und Empfehlungen von Kunstschaffenden waren wertvoll. Galeriearbeit ist Vernetzungsarbeit. Aus der Galeriearbeit wuchsen tragende Freundschaften, die ihr nach dem Tod ihres Ehemannes Halt und Lebensmut gaben, wofür sie sehr dankbar ist. Vernetzung verspricht auch im Zentrum der Accrochage zu stehen. Interessierte können – weil unterschiedlichste Werke gezeigt werden – unter Beachtung der Corona-Regeln ihre Kunsterfahrungen im Kunstfenster erweitern und miteinander vernetzen. Vor der Galerie kann man sich in kleinen Gruppen untereinander, mit Kunstschaffenden und der Galeristin unterhalten. Maximal zehn Besucher können sich – Personal ausgenommen – in der Galerie aufhalten. Um zu verhindern, dass lange Wartezeiten entstehen, bittet Elfi Bohrer um telefonische Anmeldung. Unbedingt sollten auch die Öffnungszeiten an Werktagen genutzt werden. Jubiläumsausstellung 30 Jahre GG, 17. bis 25. April, Dorfstrasse 13, Bonstetten. Malerei, Zeichnung,

Zeit zum Betrachten und Vernetzen Den Mut, eine eigene Galerie zu eröffnen, erhielt sie durch eine Expressionis-

Skulptur und Objekt. Samstag und Sonntag: 13 bis 17 Uhr, Dienstag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr – und nach Vereinbarung. Kontakt: Tel. 044 700 32 10 oder 079 207 76 28, galerie@ggbohrer.ch, www.ggbohrer.ch.

Zwei Dutzend ganz individuell gestaltete Hasentaschen Frohes Osterbasteln des Familienclubs Wettswil-Bonstetten auf dem Bauspielplatz

Am Samstag, 27. März, lud der Familienclub Wettswil-Bonstetten einmal mehr zum Osterbasteln. Bei frühlingshaftem Wetter konnte die Aktivität auf dem Bauspielplatz durchgeführt werden. «Oschterhaas, weisch du was, ich ha di geschter gseh im Gras...» beginnt ein beliebtes Kinderlied von Andrew Bond. Und so, wie der Osterhase alljährlich wiederkehrt, lädt der Familienclub Wettswil-Bonstetten jedes Jahr zum gemeinsamen Osterchörbli-Basteln ein, in die der Osterhase seine Mitbringsel dann legen kann. Diesmal waren es am Samstag, 27. März, zwar eher Taschen, die gebastelt wurden – und trotz vorgegebenem Muster, nach dem die Kinder und ihre Eltern vorgehen konnten, waren am Ende gut zwei Dutzend individuell gestaltete Hasentaschen hergestellt, die von den kleinen Besitzerinnen und Besitzern stolz nach Hause getragen werden konnten. Als Vorgeschmack auf die Osterzeit schon gefüllt mit ein paar leckeren Schöggeli. Parallel dazu konnten die Kinder als Oster-Deko für zu Hause Styropor-Eier mit Pailletten und anderem Material verzieren. Da entstanden wahre Kunstwerke, an denen sich das Auge gewiss noch lange erfreuen wird.

Die Kreativität kennt keine Grenzen.

Andrang bei den Bastelmaterialien. (Bilder zvg.)

Arbeiten werken konnten. Damit der Familienclub Wettswil-Bonstetten weiterhin solche Aktivitäten und ein breit gefächertes Programm zugunsten der Familien anbieten kann, ist er auf die Mitwirkung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Schon seit längerer Zeit wird ein neuer Aktuar oder eine neue Aktuarin gesucht – eine Aufgabe, die durchaus auch von einem Grosi oder einem Grossvater wahrgenommen werden kann, die Freude haben an kaufmännischen Arbeiten einerseits und am Umgang Kindern und deren Familien andererseits.

Aktuar oder Aktuarin gesucht Das Wetter meinte es gut, sodass die Aktivität auf dem Bauspielplatz durchgeführt werden konnte. Vor allem die Kleinsten nutzten das Angebot an Schaukeln, Rutschbahn und weiteren Spielgeräten ausgiebig – ganz zur Freude ihrer älteren Geschwister und Eltern, die auf diese Weise ungestört an ihren

Das Werk ist vollbracht.

Familienclub Wettswil-Bonstetten

Der Stolz auf die eigene Taschenkreation ist bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern sichtbar.

Weitere Infos unter fam-club.ch.


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Vermischtes

Mittwoch, 7. April 2021

Die Expansion geht weiter Ades: Zweite Kesslerei und sieben neue Vertriebsfilialen in Planung Ades stellt in Madagaskar energieeffiziente Kochgeräte her und fördert die Nutzung erneuerbarer Energien. Nun sollen Produktion und Vertrieb ausgebaut werden. von Thomas sTöckli Die Wälder und das Klima schützen sowie die wirtschaftliche Situation der Menschen verbessern. Dafür setzt sich die Association pour le Développement de l’Energie Solaire Suisse–Madagascar (Ades) mit Schweizer Sitz in Mettmenstetten, seit 20 Jahren ein. Zu diesem Zweck stellt der Verein vor Ort Solarund Energiesparkocher her, um sie zu einem symbolischen Preis an die Bevölkerung abzugeben – und dadurch deren Holz- und Holzkohleverbrauch beim Kochen zu reduzieren. Wer sich trotz Subvention keinen Kocher leisten kann, kann sich diesen auch verdienen, indem er oder sie sich an der Aufforstung beteiligt. Rund zehn Prozent des Ades-Budgets fliessen in diesen Bereich.

Ressourcenschonend kochen: Die Demonstrationen stossen auf grosses Interesse. (Bilder zvg.)

Produktion auf 70000 Kocher steigern Um sowohl die Produktions- als auch die Vertriebskapazität der Kocher ausbauen zu können, hat Ades vor zwei Jahren eine Expansionsstrategie angestossen. Ein zweiter Brennofen für Energiesparöfen ist bereits in Betrieb – mit gegenseitiger Wärmerückgewinnung –, ebenso wie zwei zusätzliche mobile Zentren, die Ades zur Landbevölkerung bringen. Als nächster Schritt sind in den kommenden zwei, drei Jahren eine zweite Kesslerei – um den Engpass bei den Energiespar-Kochkesseln zu beheben – und sieben zusätzliche Filialen vorgesehen. Ziel sei es, die Produktion bis 2025 auf 70 000 Kocher steigern zu können, so Rita Bachmann. Weiter bringt Ades Umweltthemen unters Volk und engagiert sich seit zweieinhalb Jahren auch für bessere Schulund Grossküchen. «80 Prozent an Biomasse lassen sich hier sparen» erklärt Rita Bachmann. Das heisst auch weniger

Arbeitsplätze vor Ort: Die Energiesparkocher werden in Madagaskar produziert. Holz sammeln oder Kohle kaufen. Und nicht zuletzt profitiert das Küchenpersonal von angenehmeren Arbeitsbedingungen: weniger toxischer Russ und

ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN

Rauch – «In Madagaskar sterben jährlich 14 000 Menschen wegen Atemwegserkrankungen durch offenes Feuer», führt Regula Ochsner vor Augen – sowie an-

Auch die Aufforstung gehört dazu. genehmere Arbeitshöhen. Zehn Küchen sollen dieses Jahr so aufgewertet werden. Film unter www.youtube.com/watch?v=jb1Fkj_Ew_4.

FORUM

Weltgesundheitstag am 7. April und Corona Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als «Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.» Die Pandemie zeigt, wie schnell ein «externer Faktor» unsere eigene Gesundheit oder diejenige von anderen oder gar unser gesamtes Gesundheitssystem angreifen kann. Was die Covid-19-Pandemie auch zeigt, ist die ausgezeichnete medizinische Versorgung in der Schweiz. Es kann auch ganz anders zu und her gehen, wie umliegende Länder zeigen. Unser Gesundheitssystem, insbesondere die Spitäler, wurden von November 2020 bis Januar 2021 übermässig belastet. Im Kanton Zürich waren die Intensivpflegestationen der Spitäler zu über 50% mit Covid-19-Patienten belegt. Zusammen mit der Behandlung von dringlichen Non-Covid-19-Erkrankten betrug die Auslastung 100%. Eine Überlastung konnte nur vermieden werden, weil nichtdringliche Eingriffe verschoben wurden. Aber die WHO definiert Gesundheit nicht nur mit körperlichem, sondern auch mit geistigem und sozialem Wohlbefinden. Zur Bekämpfung des Coronavirus mussten drastische Eingriffe in unser persönliches, soziales und wirtschaftliches Leben gemacht werden. Wären diese nicht ergriffen worden, dann hätten wir ein mehrfaches an Covid-19-Toten oder -Langzeiterkrankten zu beklagen. Leider haben die bei uns ergriffenen Massnahmen jedoch erhebliche Nebenwirkungen im geistigen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich. Die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen werden von Bund und Kanton zumindest teilweise mit den Härtefallhilfen gemildert. Um das geistige und soziale Wohlergehen zu erreichen, sehnen wir uns alle nach einem wieder «normaleren Leben». Dies wird möglich sein, wenn die meisten von uns eine Immunität gegen den Covid-19 verursachenden Virus aufweisen. Am schnellsten erreichen wir dies durch die Impfung. Denn es geht ja nicht um die Frage, Covid-19-Impfung ja oder nein, sondern um die Frage Covid-19-Impfung oder Covid-19-Erkrankung. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich im Impfzentrum des Spitals Affoltern impfen zu lassen. Ronald Alder, Kantonsrat Grünliberale

ZWISCHEN-RUF

März-Tagebuch Thomas Schweizer, Grüne, Hedingen

Händewaschen an der Kanti Limmattal doch noch möglich Am Montag vor Ostern bewilligte der Kantonsrat 80.6 Mio. Franken für einen Erweiterungsneubau der Kantonsschule Limmattal in Urdorf. Der Bedarf für mehr Schulraum ist ausgewiesen. Neu soll das Angebot von 750 auf 1100 Schülerinnen und Schüler erhöht werden. Gleichzeitig bietet die Erweiterung Gelegenheit, die bisher fehlende Aula zu erstellen und die provisorischen Sporthallen zu ersetzen. Ich vertrete die Grünen in der Kommission Planung und Bau (KPB), welche den Kredit vertieft angeschaut hat. Das Projekt ist sowohl bezüglich Raumkonzept, Gestaltung als auch Ökologie optimiert, z.B. Fotovoltaik, kaum versiegelte Flächen, einheimische Bepflanzung. Immer wieder wollen die Bürgerlichen sparen und suchen entsprechende Möglichkeiten. Die Bildungsdirektion hatte schon länger entschieden, dass es in den neuen Klassenzimmern nur noch Whiteboards gibt. Schiefertafeln, Kreide und Schwamm haben also ausgedient. In einer weiteren Sparrunde wurden auch die Schulwandbrünneli aus dem Standardkatalog der Klassenzimmer-Ausstattung gestrichen, da ja keine Wandtafeln mehr geputzt

werden müssen. Ich habe nachgefragt, ob tatsächlich vorgesehen sei, in den neuen Klassenzimmern auf Lavabos zu verzichten. Die zuständige Architektin bestätigte, dass von der Bildungsdirektion keine Lavabos in den neuen Klassenzimmern bestellt wurden und diese daher nicht vorgesehen seien. Der Auftrag für die Projektierung sei noch vor Corona in Auftrag gegeben und abgeschlossen worden. Diese Antwort wurde in der Kommission mit Befremden aufgenommen, ist doch das Händewaschen eine der zentralen Massnahmen gegen die Ausbreitung von Corona. Einstimmig wurde beschlossen, dass Lavabos nachträglich ins Projekt aufgenommen werden sollen. Der Projektkredit müsse aber nicht erhöht werden, versicherte die Baudirektion. Die Zusatzausgaben für Wasserleitung, Abwasser und Brünneli würden den Reserven entnommen. Manchmal ist sparen weder gesund noch billig. Die Bildungsdirektion hat übrigens versichert, dass die Brünneli wieder in den Standardkatalog aufgenommen werden und also auch bei künftigen Mittelschulen Händewaschen in den Schulzimmern möglich bleibt.

Der Nebelspalter, für den ich auch schreibe, ist in andere Hände übergegangen. Ich hoffe, dass die mich weiterhin drucken. Habe im Februar-Heft Spezielles gelesen, z.B.: • Der Kunsthändler erklärt ein Bild: «Ein besonders schönes Stück mein Herr, ein alter Holländer.» «Tatsächlich? Ich hätte es für ein junges Mädchen gehalten.» • Max Raabe freut sich auf ein baldiges Ende des Lockdowns: Endlich wieder Menschen treffen, ohne dass es illegal ist. • Tauschangebot: Biete: Schwer verständliches Buch über Empfängnisverhütung. Suche: Kinderwagen, Zwillingsversion. Bekomme eine neue Linse ins rechte Auge. Die OP dauert nur 20 Minuten, tut auch nicht weh, aber das Gefühl, wie wenn dir jemand 20 Minuten lang das Auge auskratzt, ist grässlich! In dieser Nacht seh ich nicht gut aus. Habe Watte unter einem Plexiglasdeckeli und das mit Kleberli am Auge befestigen müssen. Am Morgen ist das Auge zu, geht nur mit Gewalt auf. Doch dann – alles suuuper! Post von meinem Cousin. Nicht nur eine Karte, nein, ein langer Brief, wie nett. Darin ein guter Spruch von Karl Valentin: «Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind.» Bei einer Talkshow einen originellen Komiker kennen gelernt: Tutty Tran, der sagte: «Ich bin für Geld noch lustiger als privat.»

Oho, ein Anruf, Impftermin für meine 100-jährige Mutter in ihrem Heimatort in Süddeutschland. In der Tennishalle, die als Impfzentrum eingerichtet ist. Wir wollen keinen schmerzhaften Test machen und so entscheiden wir uns für die 24-Stunden-Variante, d.h. nach einem Tag wieder zurück in die Schweiz. Gelacht über Olaf Schubert am TV: Er erzählt von einem Spiele-Match zu Hause «und dann dümpelt der Abend halt aus mit Geschlechtsverkehr.» Stephan Orth, sehr sympathisch, im TV kennen gelernt. Er ist Couchsurfer, das bedeutet: Er sucht in anderen Ländern per Internet einen Schlafplatz bei Privatpersonen. Dadurch sei er näher an den fremden Menschen, als wenn er im Hotel wohnen würde. Ich habe zwei Bücher von ihm bestellt, eines über den Iran, eines über China. Gelesen: einen Artikel zum Thema Risiko. Der Seiltänzer Philippe Petit ist 1974 – ungesichert! – auf einem Drahtseil zwischen den Twin Towers in New York hin und her spaziert. Aber ein Philologe warnt vor Draufgängertum: «Wer alles aufs Spiel setzt, hat sicher zu viel gesetzt.» Dann der Impfstress! Meine Mutter hat sich in der Tennishalle in ihrer Heimatstadt nicht wohlgefühlt. Und das ist vornehm ausgedrückt. So viele Leute ist sie nicht mehr gewohnt. Und in der Schlange stehen schon gar nicht. Ich hab zu

den Leuten gesagt, sie sei schon hundert Jahre alt. Da riefen sie: «Gehen Sie vor!» Auch das Personal – sehr nett. Aber halt deutsche Gründlichkeit. Zuerst das Vorgespräch, dann das Arztgespräch, danach der Info-Film und erst jetzt wird geimpft. Nun noch 20 Minuten warten, ob eine Reaktion eintritt. Meine Mutter seufzte anschliessend: «Nie mehr betrete ich diese Halle!» Die Krankenschwester vom Vorgespräch sah uns ins Auto steigen. Sie rief: «Also, bis in drei Wochen!» Ich erwiderte: «Meine Mutter weigert sich.» Da gab mir die junge Frau ihren Namen an. Ich solle sie beim Empfang nennen, sie würde das mit uns regeln. Dennoch telefonierte ich der Hausärztin, die ab April auch impfen darf. Aber sie hat AstraZeneca, und meine Mutter hatte Pfizer bekommen. Deshalb: In drei Wochen wieder auf zur Tennishalle! Meine Freundin aus Kanada telefoniert, juhu! Wir lachen oft über unsere Erlebnisse auf Kreuzfahrtschiffen. «Bitte, lass uns wieder Ferien zusammen machen!» Heute wird Folgendes berichtet: Am Karfreitag bekommen sie 45 Bibeli. Die sind da erst einen Tag alt und mit dem Flugzeug von der USA nach Vancouver transportiert worden. Meine Freundin zieht diese auf zusammen mit Tochter plus Familie. Nach drei Monaten sind es Poulets. Ein Wahnsinns-Schlachttag steht an. Mit Rupfmaschine und ... «Hör uuuf!» Ute Ruf


Gewerbe

Mittwoch, 7. April 2021

9

Danke für Ihr Vertrauen in unsere Fachkompetenz während 30 Jahren!

Rollstuhl fürs Hockey

«Support your Sport»: Ein Knonauer hofft auf den Erfolg der zeka-Rollers Aargau. > Seite 11

Strom vom Dach

Fotovoltaik kann für Ämtler Betriebe finanziell sehr interessant sein. > Seite 11

Manager ohne Mandat Fredy Bickel, erfolgreicher Sportchef aus Mettmenstetten, hofft auf ein neues Engagement. > Seite 13

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Bauplanung kann jeder selbst betreiben Auf gisknonaueramt.ch haben nicht nur Gemeinden, sondern auch Privatpersonen Zugang Wer ein Haus bauen oder ein Solardach installieren und wissen möchte, was er oder sie dabei alles zu beachten hat, der findet auf www.gisknonaueramt.ch alle relevanten Informationen dazu. Rauminformationen aller Art sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Die gpw Wälter Willa in Affoltern ist als Nachführungsgeometer für 12 der 14 Gemeinden im Knonauer Amt tätig. In dieser Funktion garantiert das Ingenieurunternehmen die Nachführung der amtlichen Vermessung und somit auch die Anlage und Führung des Grundbuches. Es erfasst und verwaltet die Rauminformationen mit dem Gemeinde-WebGIS, ist für den Unterhalt des geografischen Informationssystems (GIS) zuständig. Diego Willa, zusammen mit Patrick Wälter Geschäftsleiter der gpw, hebt hervor: «Alle Bürgerinnen und Bürger haben heute mit gis.knonaueramt Zugriff auf Daten der amtlichen Vermessung, auf den Grundbuchplan. Diese mussten früher bei den kommunalen Behörden eingesehen werden, heute kann jeder, der will, über Computer oder Mobile direkt darauf zugreifen.» Das WebGIS vereint Geoinformationen aus verschiedenen Quellen in einem zentralen Portal. Mit einfachen Klicks lassen sich auf einen Orts- oder Katasterplan oder Orthofoto, auf dem die ganze

Landschaft des Knonauer Amts auf hochaufgelösten Luftbildaufnahmen erfasst ist, die Geodaten der Behörden projizieren. Diese Daten sind seit 2018 im Kanton Zürich frei zugänglich. Wer auf einem Grundstück Bauabsichten hat, kann sich sämtliche relevanten Daten herunterladen, verschiedene Pläne übereinanderlegen. Der Öreb-Kataster – die Abkürzung steht für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen – liefert alle notwendigen Informationen und zeigt an, welche Einschränkungen beim Bau auf einem Grundstück zu berücksichtigen sind. Der Zonenplan etwa zeigt, in welcher Zone das Gebäude steht, wie viele Stockwerke hoch dort gebaut werden darf, welche Nutzungen möglich sind. Weiter sind Grenz- und Abstandslinien, Bodenbedeckung, Gewässerschutzzonen, Lärmempfindlichkeitsstufen, Waldabstandslinien und vieles mehr abrufbar.

Breiter Anwendungsbereich Daneben steht noch eine ganze Reihe weiterer Datensätze zur Verfügung. Wer eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach seines Hauses installieren möchte, dem hilft der Solarkataster weiter. In ihm werden alle Gebäude im Bezirk mit Dachneigung und -ausrichtung angezeigt, ebenso die Stärke der Sonneneinstrahlung und mit welcher Energieleistung pro Jahr auf einem Dach gerechnet werden kann. Alles wertvolle Hinweise für einen Entscheid, ob die Installation

eines Solardachs sinnvoll ist oder nicht. Wer hingegen ein Gebäude lieber ans Fernwärmenetz anschliessen möchte, der kann den Plan mit den entsprechenden Leitungen auf der GIS-Seite konsultieren. Eine Vielzahl weiterer Informationen, und nicht nur für Hausbesitzer, lassen sich dieser Plattform entnehmen. Einfach aufzurufen sind etwa alle Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, die in unmittelbarer Umgebung der eigenen Wohnung zu finden sind. Im Bereich Verkehr sind auch sämtliche Tempo 30- und Begegnungszonen einsehbar, die Standorte der Rollstuhlparkplätze. Velorouten lassen sich strassen- und weggenau einsehen. Wanderfreunde finden sämtliche Wanderwege, auch diejenigen, die kreuz und quer mitten durch die Ortschaften führen und vor Ort vielleicht nicht immer einfach zu finden sind. Historisch Interessierte können per Mausklick archäologische Zonen ausfindig machen, sich die denkmalgeschützten Bauten anzeigen lassen oder auch mit dem Vergleich zwischen älteren und aktuellen Luftbildaufnahmen die bauliche Entwicklung einer Gemeinde verfolgen. Generell lässt sich das Alter jedes Gebäudes im ganzen Bezirk ausfindig machen. Und wer wissen möchte, welche Neophyten, also invasive, gebietsfremde Pflanzen sich wo ausbreiten, auch der wird auf www.gisknonaueramt.ch fündig. (sts) gpw Wälter Willa, Obstgartenstrasse 12, Affoltern, www.gpw.ch, www.gisknonaueramt.ch.

Fiktives Beispiel, wie sich mit dem WebGIS Bauplanung betreiben lässt. Möchte man auf diesem Grundstück in Affoltern eine Parkplatzüberdachung (grüne Fläche) errichten, lassen sich alle Abstände zum Haus (rot), zum Trottoir usw. eintragen. Auch die Grenzsteine des Grundstücks sind angezeigt. (Screenshot zvg.)

Einen Bau ganz alleine betreuen

Seltenes Dienstjubiläum

Lernendenprojekt der Leuthard Bau AG in Wettswil Hindar Haji, Felix Siegel und Brai-Yan Farias Pimentel, drei Lernende der Leuthard Bau AG, Merenschwand, realisieren auf einer Tagesbaustelle in Wettswil ein spezielles Lernendenprojekt. Von der Ettenbergstrasse sieht es wie eine normale Baustelle aus, wer allerdings nähertritt, der ist von der Jugend der beteiligten Maurer überrascht. Kunststück, Hindar Haji, Felix Siegel und Brai-Yan Farias Pimentel sind DrittLehrjahr-Auszubildende der Leuthard Bau AG, Merenschwand und der Anbau in der angrenzenden Scheune eines Bauernhauses in Wettswil ist ein aussergewöhnliches, bei der Leuthard-Gruppe aber nicht einmaliges Lernendenprojekt.

«Wo können Maurerlernende schon solch ein Projekt durchziehen?» «Da Lernende immer weniger das Gesamtspektrum der zu erlernenden Fertigkeiten auf den Tagesbaustellen ausüben können, führen wir schon seit mehreren Jahren solche Lernendenprojekte durch. Hier in Wettswil hat unser Nachwuchs erneut das Vergnügen und das Privileg, ein Bauvorhaben von Bauherr Rico Gockenbach, Bauleiter der Gockenbach Bauleitung GmbH in Obfelden, umzusetzen – ganz zur Begeisterung unserer Lernenden», hält Micha Dacorogna, Lernenden-

der Hammer?›», halten sie strahlend fest.

Einmalige Ausbildung geniessen und wertvolle Erfahrungen sammeln

Mit grosser Begeisterung und Engagement verwirklichen die Leuthard-Lehrlinge Hindar Haji, Felix Siegel und Brai-Yan Farias Pimentel in Wettswil ein anspruchsvolles Projekt. (Bild Urs E. Kneubühl) verantwortlicher bei Leuthard, stolz fest. Hindar Haji, Felix Siegel und BraiYan Farias Pimentel bestätigen dies gerne: «Wir können die vielfältigen Arbeiten ausschliesslich selbst erledigen, dürfen schalen, bewehren, mauern, betonieren oder auch Dämmungen montieren und vieles mehr. Beim Bauernhaus-Anbau in Wettswil haben wir gar die einmalige Möglichkeit erhalten, einen Sichtmauerwerk-Rundbogen zu planen, das dafür benötigte Leergerüst herzustellen und diesen Rundbogen zu mauern. Wo sonst können Maurerlernende ein solches Projekt

durchziehen?» Die drei Dritt-LehrjahrAuszubildenden legen sich entsprechend begeistert und engagiert ins Zeug. Achtsam und unterstützend werden sie dabei von Rico Gockenbach begleitet. Durch seine konsequente Anwesenheit auf der Baustelle, sein Know-how sowie seine Geduld lernen die drei Maurerlernende «unglaublich viel dazu», wie sie versichern. «Er hat die nötige Schablone erstellt, uns die Lehre des Rundbogenbaus erklärt und bei der Arbeit tatkräftig begleitet. So sind wir jeden Tag voller Freude zur Arbeit nach Wettswil gefahren – stets mit der Frage ‹Ist das der Hammer oder ist das

Ihre «Zukunft von morgen» selbst auszubilden und zu fördern hat sich die Leuthard-Gruppe zum Ziel gesetzt. Unter anderem seien es daher exakt solche Projekte, welche diese nachhaltige Ausrichtung gewährleiste. Und so bemüht man sich intensiv um derartige Projekte. «Wir glauben an unsere Auszubildenden und wollen ihnen so viel wie möglich mit auf ihren weiteren Weg geben», heisst die Devise. Der Anbau mit dem Rundbogen in Sichtbaustein am Bauernhaus in Wettswil ist bereits das vierte Lernendenprojekt, das Leuthard mit Rico Gockenbach umsetzt. Dabei ist ein gegenseitiges Vertrauen entstanden, erklären beide Seiten, worauf auch die Ausführung von anspruchsvolleren Arbeiten durch die Lernenden basiere. Dies sei ein unglaublicher Mehrwert für die Ausbildung der Lernenden. (kb.)

Ein seltenes Dienstjubiläum bei Borschberg + Käser AG: Am Donnerstag, 1. April, durfte Radosav Lazic sein 30-JahreDienstjubiläum beim Apparate- und Metallbauhersteller in Wettswil feiern. Die Geschäftsleitung B+K gratuliert von Herzen und bedankt sich für seine Firmentreue und die geleistete Arbeit während dieser Zeit. Borschberg + Käser

Die Leuthard Bau AG, Merenschwand, hat noch freie Lehrstellen auf Sommer 2021: Maurer/-in EFZ oder Verkehrswegebauer/-in EFZ oder Kaufmann/ Kauffrau. Gerne empfängt man auch junge Leute für eine Schnupperlehre. Kontaktmann ist Micha Dacorogna, Telefon 056 675 78 02 oder 076 554 00 37, oder E-Mail: micha.dacorogna@leuthard.ag. Weitere Infos auf www.leuthard.ag/ausbildung.

Der Jubilar Radosav Lazic (Mitte), eingerahmt von Claudio Dubler, Geschäftsleitung B+K (l.) und Produktionsleiter George Ulrich (r.). (Bild zvg.)


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Mittwoch, 7. April 2021

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Jan hofft auf Hilfe der «Migros-Kinder» «Support your Sport»: Ein junger Knonauer wünscht sich den Erfolg der zeka-Rollers Aargau Das Powerchair-Hockeyteam um Jan Frischknecht aus Knonau ist auf dem zweiten Rang in der Migros-Kampagne zur Förderung von Sportvereinen. von Cynthia Mira Mit jedem Einkauf von 20 Franken gibt es in der Migros einen Bon. Dieser kann online einem Verein zugeteilt werden. Insgesamt nehmen im ersten Topf mit den Klubs unter 100 Aktiven bereits 4473 Vereine teil. Sie alle kämpfen um einen Anteil von einer Million Franken, welche die Migros an sie verteilt. Mit dem Geld möchten die zeka-Rollers – Zeka (Zentren Körperbehinderte Aargau) ist eine Stiftung, die Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung unterstützt – einen elektronischen Rollstuhl für den 12-jährigen Jan Frischknecht aus Knonau kaufen. Was dies für ihn bedeuten würde, zeigte sich bei einem Trainingsbesuch. Gekonnt steuert Jan mit den Fingern einen kleinen Steuerhebel. Er braucht einen Gurt für mehr Stabilität und einen der Rollstühle mit fixiertem Hockeyschläger. Dieser ist unten an der Vorderseite angebracht. Jan leidet an der Mus-

keldystrophie Duchene (DMD). Seine Muskelsubstanz geht schleichend verloren. Der Verlauf ist unsicher, eine Heilung bisher ausgeschlossen. Die einschneidende Diagnose erhielt er 2012 im Alter von nur vier Jahren. Seit dem neunten Lebensjahr ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit dem PowerchairHockey hat er 2018 eine Sportart gefunden, die er liebt. Im Training gibt es von ihm und seinen vier Sportsfreunden nur sporadisch Informationen. Sie alle würden sich aber freuen, wenn es mit dem neuen Stuhl klappen würde. «Dass wir so gut platziert sind, heisst, dass wir zusammen etwas erreicht haben», sagt Noah Remund. Der 15-Jährige ist seit zwei Jahren im Team und kann mit einem normalen Schläger spielen.

Hilfe eines 12-Jährigen Wegen der Pandemie findet das Training für alle unter 20-Jährigen in reduzierter Form in Baden-Dättwil statt. Normalerweise spielen alle Altersklassen zusammen. Es braucht Feingefühl, um im hohen Tempo loszufahren, im richtigen Moment zu stoppen, sich zu drehen und den Schläger so zu schleudern, dass der kleine weisse Ball in Richtung Tor fliegt. Das Goal befindet sich am Boden und ist

Ein neuerer Hightech-Rollstuhl ist das Ziel: Trainer Michel Joye und Knonauer Jan Frischknecht hoffen auf weitere Bons. (Bild Fabio Baranzini) nur 20 Zentimeter hoch. Die fünf Jungs erreichten im Training gleich zwei Mal, dass sich Trainer Michel Joye aufgrund

Es lohnt sich eben doch Fotovoltaik kann für Betriebe finanziell sehr interessant sein Das Angebot der Standortförderung, für nur 150 Franken Abklärungen und Entscheidungshilfe für den Bau einer Fotovoltaik-Anlage zu erhalten, wird gut genutzt und gilt nach wie vor. Wie Beispiele aus der Region zeigen, kann ein Betrieb den benötigten Strom ganz oder teilweise vom eigenen Dach beziehen. Dann rechnet sich das. Das Projekt «PV-Anlagen auf Betrieben» ist trotz Corona gut angelaufen. Knapp die Hälfte der budgetierten Beratungen konnten bisher vereinbart werden. Die Beratung bietet fachlich kompetente Begleitung, von der Bedarfsabklärung, über Einholen von Offerten bis zur Auftragsvergabe der PV-Anlage. So kommen die Unternehmen zu einer perfekten Entscheidungsgrundlage und sparen viel Zeit. Sie wissen schon vor Auftragsvergabe, wie viel die PV-Anlage finanziell bringt. Beispiel 1, geplante Anlage in Aeugst: Gebäude mit Gewerbebetrieb. Hoher Tages-Strombedarf. Die PV-Anlage produziert rund 40 000 kWh Strom pro Jahr, der vom Betrieb voll genutzt werden kann. Anlagekosten netto rund 64 000 Franken. Die Anlage ist nach zehn bis elf Jahren amortisiert und bringt ab dann jährlich 6000 Franken. Über die Lebensdauer der Anlage kommt nochmals so viel herein, wie die Anlage gekostet hat. Zu-

ihrer Leistung auf die Knie fallen liess. Joye engagiert sich seit der Gründung 2003 im Team. Man dürfe die physische

«Kraft- und Ausdauertraining ist für die Gesundheit zentral» Training an der frischen Luft im Gymfit Vor bald vier Monaten verbot der Bundesrat Trainings in geschlossenen Räumen. Gymfit-Inhaber Sonny Schönbächler hat auf die warmen Temperaturen der letzten Woche rasch reagiert und auf dem Parkplatz ein offenes Zelt aufgestellt, um wieder möglichst viele Trainings vor Ort anzubieten.

Zuwarten ist keine Option Die Beispiele zeigen, wer sich jetzt anmeldet, gewinnt. Denn die Berater sehen schnell, welches Dach sich

nalen Verwaltung haben rasch gearbeitet und ihre Zustimmung erteilt, so dass seit Ende März täglich vor dem Gymfit trainiert werden kann – mit der Witterung angepasster Kleidung und der Garderobe zu Hause. Neben den Gruppentrainings Bootcamp, Power Pump, Indoor Cycling, FunTone, Bauch-Beine-Po und Tabbata Workout befindet sich auch individuelles Outdoor-Training mit Freihanteln im Angebot. Damit die Maximalzahl der Teilnehmenden stets eingehalten wird, steht den Gymfit-Mitgliedern eine App zur Verfügung, um die Kurse und das freie Training zu buchen. Unterhält man sich mit den Trainierenden, ist grosse Erleichterung hörbar. Das Training in der Gruppe motiviert, viele freuen sich, ihre Kolleginnen und Kollegen endlich nicht mehr nur am Bildschirm zu sehen. «Ich will ja vor lauter Corona nicht meine Gesundheit aufs Spiel setzen – es ist absehbar, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die nächste Pandemie darstellen», meint ein Teilnehmer. Der Kälteeinbruch vor Ostern hat gezeigt, dass die Angemeldeten nicht nur bei warmen Temperaturen vollzählig erscheinen. Nach der ersten Woche zieht Sonny Schönbächler ein durchwegs positives Fazit: «Wir sind überwältigt von den Feedbacks unserer Mitglieder. Wir stellen auch fest, dass die unbürokratische Zustimmung des Kantons zu unserem Projekt belohnt wird durch ein strikt coronakonformes Verhalten unserer Mitglieder.» (bs)

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Je älter die Menschen sind, desto rascher verlieren sie an Muskulatur und Ausdauer, wenn diese nicht mehr trainiert werden. Entsprechend wichtig sind vor allem die angeleiteten Gruppentrainings, insbesondere in den Wintermonaten. «Kraft- und Ausdauertraining ist für die Gesundheit zentral», stellt Gymfit-Inhaber Sonny Schönbächler fest. Je länger der Unterbruch dauert, desto mehr Selbstdisziplin ist erforderlich, um wieder mit dem Aufbau zu beginnen: «Die Leute, die in den vergangenen Monaten abgesprungen sind, brauchen viel Überwindung, um wieder etwas für ihre Gesundheit zu tun.» Seit dem Beginn des ersten Shutdown bietet das Gymfit in Affoltern viele Trainings auch online an, aber nicht alles ist auf Distanz möglich und bei der Ausrüstung müssen zu Hause viele Mitglieder improvisieren. Vor einigen Wochen ergänzte Gymfit die Online-Trainings mit einem wöchentlichen Bootcamp im Freien. Vor zwei Wochen entwickelte Sonny Schönbächler die Idee von Outdoor-Präsenzlektionen im Freien. Die zuständigen Stellen der kanto-

stellung in Hedingen viele andere praktische Küchen-Ideen. Kompetente Berater erklären, worauf man bei der Gestaltung der Küche achten sollte, um ein möglichst optimales Gleichgewicht zwischen Design und Komfort zu finden. Kundinnen und Kunden sind jederzeit willkommen. Die Beraterinnen und Berater nehmen sich gerne Zeit für eine persönliche Beratung und gehen auf die individuellen Wünsche ein. Aufgrund der Corona-Pandemie wird um Anmeldung gebeten: telefonisch unter 043 322 66 99 oder online unter www.girardi.ch/termine. Girardi

Im Bootcamp ist der Aussenbereich ist so aufgeteilt, dass immer genügend Abstand sichergestellt ist. (Bild Bernhard Schneider)

Diese Anlage in Hedingen liefert Strom für die beiden Betriebe, Wohnungen und an die Gemeinde. (Bild zvg.) dem kann der Bau einer Anlage von den Steuern abgesetzt werden, was in diesem Beispiel noch nicht berücksichtigt ist. Beispiel 2: Haus in Bonstetten, Baujahr 2011: 270 Quadratmeter Bruttofläche, Erdsonden-Heizung, Minergie-Standard, Büro/Wohnen gemischt. 2018/2019 kommt eine PV-Anlage von 70 Quadratmetern aufs Dach, eine Batterie in den Keller und das bisherige Auto wird durch ein Elektroauto ersetzt. Eingesparte Energiekosten 3550 Franken pro Jahr.

Anstrengung nicht unterschätzen, sagt er. «Beim Powerchair-Hockey kann der Puls der Athleten enorm hochgehen.» «Die Geschwindigkeit und die Geschicklichkeit finde ich immer wieder eindrücklich», sagt Ute Göbbels. Auch sie begleitet seit 2014 die Trainings. Die beiden hätten mehrfach in der Migros eingekauft, um neue Bons zu sammeln. «Der Effort aller Mitarbeitenden sei enorm und grossartig», sagt sie. Zudem seien auch schöne Geschichten entstanden. «Wir haben Briefe und Zuschriften mit Bons erhalten», sagt Joye. Und die Migros führt im Internet jene Fans auf, die am meisten Bons eingelöst haben. Bei den zeka-Rollers ist dies zeka-Mitarbeiterin Madlén Adam-Klee. Die Menge der 759 Bons verdankt sie auch ihrem 12-jährigen Sohn Linus. «Auf eigene Faust geht er jeweils am Samstag in die Migros in Buchs, um Bons zu sammeln.» Noch bis am 12. April läuft die Kampagne. Je mehr Bons zusammenkommen, desto höher wird der Beitrag an die Kosten für den Stuhl sein. Denn ein Powerchair kostet 25 000 Franken. Dank einer privaten Spende von 5000 Franken, die sich ebenfalls nach dem Start der Kampagne ergeben hatte, ist Jans Traum vom eigenen Sportgerät nochmals ein Stückchen näher gerückt.

anbietet und welches nicht. Bis dahin kostet die Beratung nichts und das Unternehmen hat Klarheit. In allen anderen Fällen zeigt die Beratung das Erfolgspotenzial auf. Das Unternehmen kann ohne Wenn und Aber und ohne Druck entscheiden. Die Zahlen liegen vor, ebenso die künftigen Kosteneinsparungen. Wer also sein Sparpotenzial sieht, hat keinen Grund länger zuzuwarten. Lieber heute schon sparen als erst morgen – wer will das nicht. Standortförderung Knonauer Amt Weitere Informationen auf der Homepage: https://knonauer-amt.ch/energieberatung-3 Mail an: info@knonauer-amt.ch oder Anruf auf

«Kochschublade» war ein Aprilscherz Am 31. März erschien ein Artikel über die neue Kochschublade, die es bei der Schreinerei Girardi in Hedingen zu besichtigen gebe. Dabei handelte es sich natürlich um einen Aprilscherz. Die Schreinerei Girardi war erfreut über die Reaktionen auf den Beitrag. Die «Interessierten» nahmen es mit Humor und bekamen eine kleine Aufmerksamkeit. Eine solche Schublade würde nicht den geltenden Sicherheitsstandards entsprechen. Auch wäre sie eher unprak-

tisch, denn die dahinter liegende Fläche der Küchenzeile wäre aufgrund der grösseren Distanz nur schwer erreichbar. Ausserdem müsste über die heissen Töpfe hinweg gegriffen werden, was eine Verbrennungsgefahr darstellt. Auch wäre die Schublade zu tief, was nicht ergonomisch ist. Die auf der Website im Film gezeigte Schublade gibt es zwar, aber nur zu Demonstrations-Zwecken. Das heisst, das Kochfeld ist nicht funktionstüchtig. Aber auch wenn es keine Kochschublade zu besichtigen gibt, präsentiert die Schreinerei Girardi in ihrer Küchenaus-


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Sport

Mittwoch, 7. April 2021

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«Auf diese Weise will ich mich nicht vom Fussball verabschieden» Fredy Bickel, erfolgreicher Manager und Sportchef, hofft auf ein neues Engagement Am gleichen Tag, als die chinesische Fosun-Gruppe die Grasshoppers übernahm, musste er gehen: Fussballmanager Fredy Bickel wartet nun seit einem Jahr auf ein Engagement. «Ich will eine neue Herausforderung und nicht auf diese Weise abschliessen», sagt er. von Werner Schneiter Wir sitzen in einem neueren Haus in Mettmenstetten, einem Bickel-Familienprojekt, wo auch Fredy Bickels Schwester Christine mit Familie wohnt. Im Wohnzimmer hängt ein von Sänger Büne Huber gemaltes Bild von Edith Piaf, die von Fredy Bickel bewundert wird. Seit knapp einem Jahr hat er nun mehr Zeit, sich an ihren Songs zu erfreuen. Im April 2020 musste Fredy Bickel sein Büro bei den Grasshoppers räumen, Knall auf Fall. Er erzählt ausführlich von dieser unerfreulichen Geschichte, die mit dem Einzug der Chinesen vorerst erfreulich begann. «Verwaltungsrat Andras Gurovits rief mich genau eine Woche zuvor an und sagte: Wir sind weiter dabei.» Ein Trugschluss, wie sich nach einem Gespräch mit GC-Insider Erich Vogel wenige Stunden nach dem Gespräch mit Gurovits ergab. «Ihr seid weg vom Fenster», kündigte er Bickel bei einem Gespräch auf der Tartanbahn beim Fussballplatz in Thalwil an. Gurovits ist noch Verwaltungsrat, weil der Zentralvorstand statutengemäss dort vertreten sein muss. Bickel ist weg. An diesem Umstand nagt der Mettmenstetter heute noch sichtlich, insbesondere, weil er beim Rekordmeister nicht nur eine äusserst talentierte Mannschaft managen durfte, sondern auf ein kompetitives Team zählen konnte, das mit ebenso viel Herzblut wie Fredy Bickel dabei war.

Texte für Beat Schlatters Buchprojekt geschrieben Seither wartet er auf ein neues Engagement. Aber da macht ihm Corona einen Strich durch die Rechnung. Es kam gleich nach der Trennung bei GC zu Gesprächen mit Servette, aber die schoben den Entscheid auch aus finanziellen Überlegungen hinaus. Der Genfer Tra-

Schreibt in der Fussball-Zwangspause Texte für ein Buchprojekt von Beat Schlatter: Manager Fredy Bickel in seinem Haus in Mettmenstetten neben einem Bild der Sängerin Edith Piaf, die er bewundert. (Bild Werner Schneiter) ditionsverein wird inzwischen vom Ex-Internationalen Philippe Senderos gemanagt. «Da musst du aufpassen, um nicht in ein Loch zu fallen», gibt Bickel unumwunden zu – keine einfache Sache, weil er in den 30 Jahren Tätigkeit im Fussballbusiness nur zweimal eine kurze Pause eingeschaltet hat. Aber er hat in der aktuellen Zwangspause immer wieder Kontakte zu Weggefährten gehabt. «Viele Ehemalige und Aktive haben mich angerufen und um Rat gebeten, darunter Blerim Dzemaili bevor er beim FCZ unterschrieben hat.» Auch drei Transfers hat Fredy Blickel eingefädelt, sich aber im Hintergrund gehalten. «Es waren reine Freundschaftsdienste. Würde ich als Spielerberater auftreten, wäre ich weg im Geschäft als Manager oder Sportchef», befürchtet er. Halt gab ihm auch seine Lebenspartnerin, die Komikerin Regula Esposito alias Helga Schneider, und zudem kreuzte sein Freund, der Komiker und Schauspieler Beat Schlatter, mit einem Buchprojekt auf, für das er bereits mit dem einen oder anderen Verlag in Verhandlung steht. Bickel und Schlatter schreiben dazu die Texte zusammen. Der Mettmenstetter überbrückt mit dem Schreiben ein Stück Leere; schliesslich

hat er auch als Journalist gearbeitet und die ersten Texte jeweils dem «Anzeiger» geliefert. «Je länger du weg bist vom Geschäft, desto schwieriger wird eine Neuverpflichtung», gibt er frei heraus zu.

Oft nahe an einer Verpflichtung Bickel hat mit vielen Vereinen Kontakt. Oft stand er nahe an einer Verpflichtung. Neben Servette scheiterte ein Engagement im letzten Moment auch in Hannover und in Nürnberg. Hannover spielte plötzlich erfolgreich auf. Und bei Nürnberg meldete sich kurz vor Bickels Vertragsunterschrift Dieter Hecking, eine Nürnberger Ikone, beim Verein. Der eigentliche Trainer bot sich als Manager an und wurde dabei von der BoulevardZeitung Bild gepusht. «Ich könnte zwar in die Privatwirtschaft wechseln. Aber auf diese Weise will ich im Fussball nicht abschliessen», betont Bickel, der im Mai dieses Jahres 56-jährig wird. Nun ja, berechtigte Hoffnung darf er sich durchaus machen, weil er in der Schweiz als einer der erfolgreichsten Fussballmanager/Sportchefs gilt, wenn nicht der erfolgreichste überhaupt: Die Berner Young Boys hat

er als CEO zum Aufstieg geführt (2001); er hat dort die Meistermannschaft geformt und Trainer Adi Hütter installiert. Bickel ist beteiligt am Cupsieg und den drei Meistertiteln des FC Zürich. Er genoss in den 90er-Jahren auch die grossen Erfolge mit den Grasshoppers, wo ihn 1991 Erich Vogel unter die Fittiche nahm. Den schönsten Titel feierte er mit dem FCZ 2006, der in der Nachspielzeit im entscheidenden Match den FC Basel 2:1 bezwang (Torschütze: der Rumäne Filipescu).

«Ich hätte in Wien bleiben sollen» Im Dezember 2016 wurde Fredy Bickel vom österreichischen Rekordmeister Rapid Wien als Geschäftsführer Sport verpflichtet. Er zögerte vorerst, weil er nach dem Abgang bei YB eine Pause benötigte, bereut aber seine Zusage überhaupt nicht – nicht nur wegen des Fussballs, sondern auch mit Blick auf das kulturelle Angebot. So hat er wöchentlich Konzerte besucht. Zudem besteht ein familiärer Bezug zu Österreich: eine Grossmutter stammt aus dem Vorarlberg, die andere aus Wien. «Sie wollte kurz vor ihrem Tod nochmals nach Wien und stieg im Hotel Renaissance ab.

Für die Verhandlungen buchte Rapid Wien einen Konferenzraum im selben Hotel. Zufälle gibt es nicht, ich konnte nicht anders als das Vertragsangebot annehmen. Ich habe sofort mit der Arbeit begonnen und bin gleich im Hotel Renaissance geblieben, bis ich meine Wohnung im zweiten Bezirk beziehen konnte», erzählt Fredy Bickel. Ständigen Kontakt pflegte er auch mit Marcel Koller, damals Trainer der österreichischen Nationalmannschaft. Doch dann folgte, was im Fussball immer wieder geschieht: Im Januar 2019 wurde sein Vertrag vorzeitig, bis Sommer 2022, verlängert. Doch dann kams bei Rapid zu einem privat bedingten, überraschenden Präsidentenwechsel. «Auch dem neuen Vereinsoberhaupt stand ich privat nahe, in Sachen Fussball waren wir jedoch meilenweit voneinander entfernt», sagt Fredy Bickel und fährt fort: «Bei YB habe ich meine Stelle durch Zerwürfnisse mit einem Teil des Verwaltungsrates verloren. So etwas wollte ich nicht mehr erleben. So setzte ich mich mit dem neuen Rapid-Präsidenten zusammen. Wir haben freundschaftlich ausgemacht, den Vertrag gemeinsam im Juni 2019 zu beenden. Im Nachhinein wäre ich vielleicht besser in Wien geblieben», sagt er heute. Kontakte pflegt er noch immer mit den Österreichern.

Der «Blick» als Stolperstein Nach dem Gastspiel an der Donau stand Fredy Bickel auch ernsthaft im Gespräch als Chef der Schweizer Fussballnationalmannschaft, fand sich unter den letzten drei Bewerbern – und stand dabei auch in der Gunst der Spieler. Hier wurde ihm, so interpretiert er es, das seit Jahren getrübte Verhältnis zum «Blick» zum Verhängnis. «Der war in der Schlussentscheidung mein grösster Stolperstein», fügt er bei. Der Direktor heisst nun Pierluigi Tami. Wohin es ihn als Sportchef, Manager oder Geschäftsführer auch immer ziehen wird: «Ich bin froh, dass ich in Mettmenstetten meinen Alterssitz habe. Schliesslich bin ich hier aufgewachsen, dies ist mein Dorf, wo ich viele Kontakte pflege – auch als Mitglied des «Dunschtigclubs». Beim FC Affoltern ist Fredy Bickel Ehrenmitglied. Dass er dort dereinst Manager-Aufgaben übernimmt, schliesst er aber vorerst aus ...

Saisonabbruch für die Handballer des HSV Säuliamt Nachdem der HSV Säuliamt Ende Januar mit dem Training für unter 16-Jährige begonnen hatte, durften vergangene Woche auch die 17- bis 20-Jährigen wieder mit dem Training beginnen. Mit einer neuen Trainer- und Teamzusammenstellung wurde sofort die neue Saisonvorbereitung in Angriff genommen. Der Schweizerische Handballverband hat entschieden, dass die Saison im Juniorenbereich weitergeführt wird. Der Verband gab aber jedem Verein die Möglichkeit, alle oder gewisse Teams aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen. Der Vorstand des HSV Säuliamt hat in Absprache mit den Trainern in einer langen Sitzung entschieden, von diesem Angebot Gebrauch zu machen und zieht alle Teams aus dem laufenden Spielbetrieb zurück. Die Gründe für den Entscheid sind mannigfaltig. Einerseits haben viele Eltern Bedenken geäussert, ihre Kinder in fremde Hallen, gegen fremde Teams spielen zu lassen, die man

Luca Scheidegger trainiert neu die U15. (Bild zvg.)

nicht kennt. Andererseits nimmt der Verein die Verantwortung wahr, seine Mitglieder so gut wie möglich zu schützen. Den Entscheid hat man sich nicht leicht gemacht. Alle wollen endlich wieder Handball spielen, alle wollen um Punkte kämpfen und gemeinsam Siege feiern. Doch die Gesundheit der Mit-

glieder und deren Familien ist dem HSV wichtiger. Die Herren dürfen nach wie vor nicht in der Halle trainieren und darum wurde der Spielbetrieb vom Verband aus abgebrochen. Die Profiligen NLA und NLB dürfen weiterspielen.

noch die aktuelle Meisterschaft zu Ende spielen (wo es um nichts mehr geht), in Teams, die in einem Jahr nicht mehr zusammenspielen, kann sich der HSV gut und genügend lange vorbereiten auf eine Saison, wo es wieder um Punkte, um Siege und Aufstiege geht.

Saisonvorbereitung mit neuer Teamzusammenstellung

Luca Scheidegger, ab sofort neuer Chef der U15

Wie geht es weiter? Die Junioren und Juniorinnen der Stufen U17, MU18 und U19 durften nach den Sportferien ebenfalls wieder ins Training einsteigen, natürlich nur unter Einhaltung der aktuellen Schutzkonzepte. Die Begeisterung ist riesig, darf man sich endlich wieder mit seinen Teamkameraden messen und die Bälle den Torhütern um die Ohren werfen. Der Rückzug aus dem Meisterschaftsbetrieb hat nicht nur Nachteile, sondern bringt auch Chancen mit sich. Da der Verein nicht mehr im Meisterschaftsbetrieb steht, kann bereits ab sofort mit der neuen Teamzusammenstellung für die nächste Saison trainiert werden. Während die anderen Vereine

Der langjährige U15-Trainer Christian Deiss kam mit dem Wunsch auf den Vorstand zu, nach 20 Jahren etwas anderes machen zu dürfen. Er war der entscheidende Trainer der letzten Jahre und hat den Verein mit seiner technischen Ausbildung massgeblich geprägt. Praktisch alle Herrenspieler durchliefen seine herausragende Ausbildung, einige schafften den Sprung zu den Leistungsklubs GC oder LK Zug. Mit seinem Anliegen, einmal taktische statt technische Ausbildung machen zu dürfen, übernimmt er ab sofort die neu gegründete U19. Kustrim Uruqi bleibt weiterhin verantwortlich für zwei U17-Teams mit 27 Spielern. Die meisten von ihnen haben

letztes Jahr U15 Interregional gespielt und dürften diese Saison wieder um den Aufstieg mitspielen. Die U15 wird neu von Luca Scheidegger trainiert. Er wird unterstützt von den langjährigen U13Trainern Beat Spielmann und Gregory Sibler. Der 24-jährige Luca ist erst letzten Sommer nach ein paar Jahren Abstinenz wieder ins Herrentraining eingestiegen. So kam der Kontakt zustande, dass er in seiner Freizeit mehr mit Jugendlichen arbeiten will und Handball die perfekte Gelegenheit dafür ist. Die U13 wird ab diesem Jahr von einem sehr jungen Team geleitet. U19Spieler Sandro Wyss (17) arbeitet mit Herrenspieler Silvan Gritsch (19) zusammen. Konnten die beiden die letzten zwei Jahre im Trainingsbetrieb mithelfen, müssen sie ab sofort die Verantwortung im Training selber tragen inklusive der ganzen Administration, die nun ebenfalls in ihren Aufgabenbereich gehört. Auf allen anderen Stufen bleiben die Trainergespanne unverändert. Der HSV ist für die kommende Saison gerüstet. HSV Säuliamt


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