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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 026 I 172. Jahrgang I Mittwoch, 4. April 2018

Gutes Jahresergebnis

Gefängnis bedingt

Hausen am Albis hat das Jahr 2017 mit einem Plus von 1,39 Mio. Franken abgeschlossen. > Seite 3

Rasertatbestand: Ein 42-Jähriger ist bei Kappel um 61 km/h zu schnell gefahren. > Seite 5

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Psychothriller Die Lesung der Krimiautorin Petra Ivanov in Hausen war gut besucht. > Seite 6

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«Invasive Neobiota» Die Baudirektion hat einen neuen Massnahmenplan gegen Schadorganismen. > Seite 7

Wenn der Autofahrer nicht mehr selber fährt

................................................... von salomon schneider Die Digitalisierung im Strassenverkehr ist so weit fortgeschritten, dass erste Testautos über mehrere hundert Kilometer autonom fahren können. Sie finden den Weg aus dem Parkplatz, durchs Dorf zur Autobahneinfahrt, fahren zu einem beliebigen Ziel und suchen sich dort eigenständig eine freie Parklücke. Was vor einigen Jahren noch wie Zukunftsmusik geklungen hat, rückt immer näher an die Serienreife. 2017 gab es im Bezirk Affoltern drei Verkehrsunfälle mit tödlichem

Ausgang, in Affoltern, Hausen und Obfelden. Gesamthaft sind 2017 im Kanton Zürich 22 Menschen nach Verkehrsunfällen verstorben. Der Bezirk Affoltern verzeichnete also im Vergleich zur Gesamtbevölkerung des Kantons Zürich überdurchschnittlich viele Verkehrstote. Digitale Assistenz- und Steuerungssysteme haben merklich dazu beigetragen, dass es in der Schweiz seit den frühen 1970er-Jahren immer weniger Verkehrstote gibt, obwohl sich das Verkehrsaufkommen seither vervielfacht hat. 1970 starben in der Schweiz pro 100 000 Einwohner elf Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen. Heute ist es noch eine Person pro 100 000 Einwohner.

Wenn Autos miteinander kommunizieren Durch mobile Datentechnologien wäre es in Zukunft zudem möglich, dass Autos während der Fahrt miteinander

kommunizieren. Wenn ein Auto aufgrund eines Unfalls bremst, könnte es eine Warnung an alle verkehrsteilnehmenden Autos absetzen, diese würden dann automatisch langsamer fahren, oder sich eine alternative Verkehrsführung suchen. Zudem könnten kommunizierende Autos viel näher auffahren, da die Informationen des vordersten Fahrzeugs sofort an die hinteren Autos weitergegeben würde und die Reaktionszeiten der individuellen Systeme damit ausbleiben würden. Bei fehlendem Mobilfunkempfang oder im Verkehr mit Oldtimern wäre dies natürlich nicht möglich. Digitale und vor allem autonome Systeme bergen aber auch Risiken für den Strassenverkehr. Bei Schnee, Trottoirüberfahrten, hoher Fussgängerdichte und engen Strassenverhältnissen kommen autonome Systeme trotz modernster Sensorik und Computersysteme noch nicht an die menschlichen Fahrfähigkeiten heran. Auf Hauptstrassen und Autobahnen agie-

Holz wird zu Wärme Die Firma Renercon führt durch die Heizzentrale im Bonstetter Sekundarschulhaus. > Seite 11

Sek Obfelden: Präventionstage

Die Digitalisierung wird den Strassenverkehr markant verändern Auch auf den Strassen des Bezirks Affoltern verkehren immer mehr Fahrzeuge mit digitalen Unterstützungsmodi. Was den Strassenverkehr markant sicherer machen kann, birgt aber auch Gefahren.

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ren und reagieren sie jedoch bereits bedeutend vorausschauender und sicherer als der Mensch. Bei einem autonom fahrenden Auto besteht jedoch die Gefahr, dass das System ausfällt oder gar gehackt wird. So könnte es beispielsweise gegen einen Pfeiler gerammt werden, und der Insasse wäre komplett machtlos. Andererseits könnte ein Mensch auch mit einen Stein von irgendeiner Brücke auf die Windschutzscheibe werfen, mit einem vergleichbaren Resultat. Bei der Digitalisierung verhält es sich, wie im alltäglichen Leben: Wo kriminelle Energie vorhanden ist, werden auch Verbrechen begangen. Und gegen das Ausleben der kriminellen Energie helfen nicht möglichst grosse Schranken und Sicherheitssysteme, sondern Perspektiven, wie sie der Sozialstaat der breiten Mehrheit der Bevölkerung bietet. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Vom 26. bis 28. März führte die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach die Präventionstage nach überarbeitetem Konzept durch. Während zweieinhalb Tagen konnten die Schülerinnen und Schüler Workshops zu Themen aus diversen Lebensbereichen besuchen. Für die Klassen der ersten Sekundarschule stand unter anderem ein Workshop beim Polizisten zum Thema «Umgang mit persönlichen Daten im Internet» auf dem Programm. ................................................... > Bericht auf Seite 6 anzeigen

Der CONFO-MONAT – es geht weiter! bis zum 30. April 2018 Dachten Sie wirklich alles gesehen zu haben? Da werden Sie noch staunen. Bei Conforama Wallisellen und Schlieren, entdecken Sie bis zum 30. April den «Confo-Monat»: täglich KOLOSSALE Angebote! DAS SOLLTEN SIE AUF KEINEN FALL VERPASSEN! Entdecken Sie alle Angebote im Geschäft und auf conforama.ch. Siehe Bedingungen im Katalog. Conforama – seit 1976 in der Schweiz

Souveräne Triumphe in der Regenschlacht Claudio Imhof und Linda Indergand gewinnen erneut den GP Osterhas Zum zweiten Mal nach 2014 gewinnt der mehrfache Schweizer Bahnmeister Claudio Imhof das von Kälte und Regen geprägte Elite-Radrennen am Ostersamstag in der Affoltemer Industrie. Bei den Frauen triumphierte Vorjahressiegerin Linda Indergand. ................................................... von martin platter Sie waren nicht zu beneiden, die 231 Teilnehmenden des 39. Grand Prix Osterhas. Dauerregen und Temperaturen um fünf Grad machten die coupierte Rundenhatz auf der Lindenmoosstrasse um scharfe Kurven und über glitschige Bahngeleise noch anspruchsvoller. Dennoch verzeichneten die Veranstalter des Radrennclubs Amt wieder mehr Teilnehmer als im Vorjahr. Die Zuschauer kamen in allen Kategorien in den Genuss von spannenden Rennen. In der Hauptkategorie der Elite und Amateure «vergitzelte» Claudio Imhof bis Rennhälfte fast. Denn das Deutsche Team Belle neutralisierte den 100 Runden zählenden Wettkampf über 88,5 Kilometer. Da ergriff Imhof die Initiative, ganz ähnlich wie bei seinem ersten GP-Osterhas-EliteSieg 2014. Er zog einen Sprint einfach durch und suchte erfolgreich alleine sein Glück. Trotz der garstigen Bedin-

Allein auf weiter Flur gegen den Regen, die Kälte und den inneren Schweinehund: GP-Osterhas-Sieger Claudio Imhof. (Bild Martin Platter)

gungen betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit horrende 43,8 km/h. Bei den Frauen agierte Linda Indergand ähnlich geschickt. Sieben

Runden vor Schluss lancierte die Vorjahressiegerin aus dem Urnerland einen Solovorstoss, den sie bis zum Schluss durchzog. Das reichte für den

erneuten Triumph vor Vera Adrian und Desirée Ehrler. ................................................... > Bericht auf Seite 17


Verschiebung der Bushaltestelle der Buslinien vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil mit Fahrtrichtung Zürich Am Bahnhof Bonstetten-Wettswil steuern die Postautos je nach Buslinie die vorhandenen Bushaltekanten an. An den Haltekanten für den Zu- und Ausstieg der Buspassagiere verkehren bei Spitzenzeiten eine hohe Anzahl Personen. Die fortlaufende Zunahme der zu transportierenden Personen und der verdichtete Fahrplan führen zu Engpässen bei der Belegung der Bushaltekanten am Bahnhof. Seit längerer Zeit stehen zum Transport der erhöhten Personenkapazitäten u. a. auf der Buslinie 200 oder 210 lange Gelenkbusse im Einsatz. Im Zu- und Abfahrtsbereich der Bushaltekanten entstehen für die langen Busse verkehrssicherheitstechnische Schwierigkeiten und bewirken nachteilige Fahrmanöver. Dieser Zustand soll mit geeigneten Massnahmen entschärft und verbessert werden. Das Ressort Verkehr der Gemeindeverwaltung Bonstetten hat in Gesprächen mit der Postauto Schweiz AG (Region Zürich) und der Verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich die Situation inspiziert und Lösungsansätze besprochen.

Festsetzung der Abonnementsgebühr des Kabelnetzes 2018 und folgende Jahre Kabelnetz Gestützt auf Art. 17 und 18 der Verordnung über das Kabelnetz Bonstetten vom 16. März 2000 sowie den Beschluss des Gemeinderates vom 19. September 2017 werden die Abonnementsgebühren für das Jahr 2018 und folgende Jahre wie folgt festgelegt: Abonnementsgebühr: CHF 162.00 (jährlich, inkl. 7.7 % MwSt.)

Im Wesentlichen geht die Problematik von den Buslinien 200 (Affoltern am Albis nach Zürich Bahnhof Enge) und 210 (Bonstetten nach Zürich Bahnhof Enge; immer Fahrtrichtung nach Zürich) aus. Der Gelenkbus muss auf der Stationsstrasse entsprechende tückische Ab- und Einbiegeradien zur Bushaltekante vornehmen, damit er seinen Standplatz ansteuern kann. Bei der nachfolgenden Abfahrt ist der Sichtwinkel zur Einbiegung zurück auf die Stationsstrasse suboptimal, um das Fahrzeug wieder in den Fahrverkehr einfügen zu können. Dieser Umstand ist längerfristig nicht vertretbar und muss zugunsten der Verkehrssicherheit und des Fahrpersonals verbessert werden.

Rechtsmittel Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten und ist im Doppel einzureichen.

Zur Optimierung der Situation wird die Bushaltestelle für die Buslinien mit Fahrtrichtung Zürich von der bestehenden Haltekante auf dem Bahnhofplatz auf die Stationsstrasse verlegt. Der Haltebereich liegt unmittelbar vor dem Glockenturm der katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius. Diese Massnahme berücksichtigt die Verkehrssicherheit zugunsten der Buspassagiere wie auch die fahrspezifischen Abläufe des Buspersonals. Die Verschiebung des Haltestellenbereiches, explizit in Fahrtrichtung Zürich, soll per Freitag, 6. April 2018, erfolgen. Der Haltestellenbereich von Bussen aus Zürich in Fahrtrichtung Affoltern am Albis bleibt unverändert beim Bahnhofplatz bestehen.

Bonstetten, 3. April 2018

Gemeinderat Bonstetten / Ressort Verkehr

Gemeinderat Bonstetten

Todesfälle

Einbürgerungen Mit Beschluss Nr. 86 vom 19. März 2018 hat der Gemeinderat Ottenbach, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbeweilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde Ottenbach aufgenommen: – Franco Paixao, Noah Alexandre, männlich, portugiesischer Staatsangehöriger, geb. 2003 Ottenbach, 4. April 2018 Gemeindeverwaltung Ottenbach

Hausen am Albis Am 30. März 2018 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Stübi geb. Müller, Hedy geb. 23. Juni 1936, von Römerswil LU, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Montag, 9. April 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis


Bezirk Affoltern

Digitalstrategie für den Kanton Es sei dringend notwendig, dass sich der Regierungsrat mit der digitalen Zukunft des Kantons befasse, fordern der Ottenbacher Ronald Alder und zwei seiner glp-Kantonsratskollegen. Sie schlagen den Beizug von Experten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Forschung und Ethik sowie Technologie vor. Es gehe es nicht nur darum, Chancen zu erkennen, sondern auch Risiken abzufedern.

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 5. April, feiern Elisabetha Bertha und Leopold GrüterWeingartner in Affoltern ihr 60-JahreHochzeitsjubiläum Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Freudentag und wünschen ihnen ein freudvolles Fest und alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Gestern, Dienstag, 3. April, durfte Helmut Rüdiger in Knonau seinen 80. Geburtstag feiern. Zusammen mit der Pro Senectute Knonau gratulieren wir dem rüstigen Jubilaren ganz herzlich und wünschen für die Zukunft alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch anzeige

Mittwoch, 4. April 2018

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Ein gutes Jahresergebnis Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hausen am Albis Die Jahresrechnung 2017 der Gemeinde Hausen am Albis schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1 393 954.85 um Fr. 1 557 154.85 besser ab als budgetiert. Über den Erwartungen lagen insbesondere die Steuererträge, die gesamthaft um rund Fr. 1,13 Mio. höher ausfielen, als budge-tiert. Der Gesamtaufwand beträgt Fr. 19 606 784.31 und weist eine Abweichung zum Budget von minus Fr. 643 415.69 auf. Aus der tieferen Investitionstätigkeit (Verzögerung bei Projekten) im Jahr 2017 fielen weniger Abschreibungen an. Zudem konnte der Aufwand in den Bereichen Bildung (Sonderschule), Gesundheit (Beitrag Spitex Knonaueramt) und Soziale Wohlfahrt (Gesetzliche wirtschaftliche Hilfe) deutlich unter Budget gehalten werden. Der Gesamtertrag beträgt Fr. 21 000 739.16 und weist eine Abweichung zum Budget von plus Fr. 913 739.16 auf. Auf der Ausgabenseite sind in der laufenden Rechnung verschiedene Minderkosten in den meisten Bereichen zu verzeichnen. Bei den Sachkosten wurde im Berichtsjahr zurückhaltend gehandelt und sie bewegen sich gesamthaft im Bereich des Budgets. Die Nettoaufwendungen für die Personalkosten sind durch höhere Ausgaben für den Einsatz von temporären Arbeitskräften in diversen Abteilungen gestiegen. Im Bereich Bildung konnten aufgrund einer geringeren Anzahl von Sonderschülern die Kosten für die Sonderschule tief gehalten werden. Erfreulicherweise sanken im vergangenen Jahr die Ausgaben im Bereich Gesundheit und Soziale Wohlfahrt, die von der Anzahl bedürftiger Personen abhängig sind. Die hohe Liquidität konnte im vergangenen Jahr gehalten werden. Die langfristigen Darlehen stehen mit 4,5 Mio. Franken weiterhin auf tiefem Niveau. Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung

zuhanden der Gemeindeversammlung vom 6. Juni verabschiedet.

Zusatzkredit für die Rollsportanlage und neue Gebührenverordnung Neben der Jahresrechnung 2017 unterbreitet der Gemeinderat den Stimmberechtigten am 6. Juni zwei weitere Vorlagen. Für die Realisierung des vierten Teilbereichs für den Ausbau der Sportanlagen im Jonentäli mit einem Biketrail und einer Skateranlage wird ein Zusatzkredit von 230 000 Franken beantragt. Das Gesamtkonzept für den Ausbau der Sportanlagen Hausen umfasst vier Teilbereiche. Die Stimmberechtigten haben anlässlich verschiedener Gemeindeversammlungen in den Jahren 2012 und 2013 dem Teilbereich 1 (Garderobengebäude) und den Teilbereichen 2 und 3 (Sanierung und Erweiterung des Rasenspielfeldes, Erstellung einer Tenniswand, Erstellung einer Kletterwand sowie Sanierung des Tartanplatzes und der Leichtathletik-Infrastruktur) zugestimmt. Diese Teilbereiche sind zwischenzeitlich realisiert. Für den vierten Teilbereich bewilligte die Gemeindeversammlung am 19. März 2013 einen Bruttokredit von 432 000 Franken zulasten des Erika Wipf-Fonds. Baurechtliche Rekurse und Anpassungen des Projektes haben zu Verzögerungen geführt. Jetzt sind die detaillierten Planungsarbeiten für die Erstellung dieser Anlage so weit fortgeschritten, dass im Herbst 2017 Realisierungsofferten eingeholt werden konnten. Dabei zeigte sich, dass für die Umsetzung Totalkosten von 662 000 Franken zu erwarten sind. Der vor fünf Jahren bewilligte Kredit von 432 000 Franken würde dadurch um 230 000 Franken überschritten. Der schwierige Baugrund sowie Zusatzkosten durch die notwendige Umplanung sind die hauptsächlichen Ursachen der Mehrkosten. Schliesslich beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung,

eine kommunale Gebührenverordnung zu erlassen. Diese Verordnung ist notwendig, weil die bisherige kantonale Verordnung aufgehoben worden ist. In der Verordnung werden die Grundzüge der Gebührenerhebung reglementiert. Der konkrete Gebührentarif wird vom Gemeinderat beschlossen. Mit der neuen Verordnung werden keine neuen Gebühren erhoben. Die bisherigen Regelungen werden in eine kommunale Verordnung überführt.

Personelles Mit Daniela Zindel als Leiterin, Curdin Nefzger und Sabrina Gullo-Schöpfer als Sachbearbeiter konnten alle Stellen im Steueramt auf Mitte 2018 besetzt werden. Sabrina Gullo, die vor ihrer Mutterschaftspause ein Steueramt leitete, wird vom 1. Juni an zu 40 % eingesetzt werden können. Daniela Zindel, derzeit Steuerkommissärin beim kantonalen Steueramt, wird am 1. Juli die Leitung des Steueramtes Hausen übernehmen. Das Team komplettiert Curdin Nefzger, der ebenfalls am 1. Juli mit einem Teilzeitpensum von 80 % als Sachbearbeiter seine Sachbearbeitungsstelle antritt. Dank dieser guten personellen Ausgangslage ist es möglich, die für das Steueramt vereinbarte Zusammenarbeit der Gemeinden Rifferswil und Hausen am Albis per Mitte 2018 umzusetzen.

Ersatz Kommunalfahrzeug Für den baulichen Unterhalt des Strassennetzes und für den Winterdienst steht seit 2005 ein Kommunalfahrzeug des Typs Viktor Meili im Einsatz. Das Fahrzeug hat sich im Alltag bewährt. Die Reparaturen haben sich in den vergangenen Jahren jedoch gehäuft und die Besorgung von Ersatzteilen wird zunehmend schwieriger. Im Hinblick auf die technische Fahrzeugprüfung müsste mit Reparaturkosten

von rund 30 000 Franken gerechnet werden. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, das Fahrzeug zu ersetzen. Aufgrund einer Ausschreibung und dem Vergleich verschiedener Angebote hat der Gemeinderat beschlossen, wiederum ein Kommunalfahrzeug des Typs Viktor Meili zu erwerben. Für die Ersatzbeschaffung ist ein Kredit von Fr. 149 533.60 bewilligt worden.

Kredit für einen Schulpavillon Damit der benötigte Schulraum vom kommenden Schuljahr an zur Verfügung steht, muss ein zusätzlicher Schulpavillon erstellt werden. Gestützt auf einen Antrag der Primarschulpflege hat der Gemeinderat der Miete eines Pavillons zugestimmt. Für die notwendigen baulichen Massnahmen und eine Jahresmiete hat der Gemeinderat einen Kredit von 41 000 Franken bewilligt. Berücksichtigt wird die Firma Condecta AG, Winterthur, deren Container dem Konkurrenzprodukt wärmetechnisch deutlich überlegen und preisgünstiger ist. Im Kredit von 41 000 Franken sind sämtliche Nebenarbeite (Fundationen, Elektroarbeiten usw.) enthalten. Gemeinderatskanzlei Hausen am Albis

Einladung zum Wahlapéro Am 15. April werden die kommunalen Behörden für die nächsten vier Jahre gewählt. Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung, die Kandidatinnen und Kandidaten, die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sowie die neuen und die bisherigen Behördenmitglieder zu einem Apéro nach Bekanntwerden der Resultate ein. Treffpunkt ist 14 Uhr in der Bibliothek, Zugertrasse 10, im Gemeindehaus.

Naturschützer und Ehrenmitglied des Vereins Naturnetz Unteramt Zum Gedenken an Mathias Danuser, 1937 bis 2018 Am 18. März 2018 verstarb Mathias Danuser im Alter von 80 Jahren. Während Jahrzehnten hat er den Naturschutz in unserer Gegend mitgeprägt. Bereits in den 70er-Jahren organisierte Mathias Danuser Arbeitseinsätze im Beerimoos. Das damals vollständig verbuschte Ried wurde Jahr für Jahr von Weidenstöcken gerodet. Alles mühsam von Hand. Die wieder entstandenen Riedflächen mähte Mathias bis 1999 eigenhändig mit einem Motormäher und benötigte dafür mehrere seiner freien Samstage. An zwei bis drei weiteren Samstagen halfen jeweils über 40 Freiwillige des Vereins Naturnetz Unteramt beim Riedheuet mit. Eine grosse Stütze war dabei auch seine Frau Elisabeth, auf deren Unterstützung er immer zählen konnte. Aus dem verbuschten Beerimoos entwickelte sich dank ihm ein wertvolles, lebendiges Flachmoor. In den frühen 80er-Jahren übernahm Mathias Danuser das Präsidium des Vereins Naturnetz Unteramt und «weckte» den damaligen Natur- und Vogelschutzverein Stallikon/Wettswil aus dem Dornröschenschlaf. Es war der Start zu einem tatkräftigen Verein, in dem noch heute seine Energie zu spüren ist.

ventarisiert, beschrieben, bewertet und mit Empfehlungen für Erhalt und Pflege versehen. Zusammen mit Robert Meier schuf er in seiner Freizeit die Basis für den kommunalen Naturschutz. Seine Verbundenheit mit der Natur zeigte sich exemplarisch als Amphibienschützer. Im Beerimoos, im Chrügel auf der westlichen Talseite und in den Wohnquartieren sammelte er während unzähliger nasskalter Nächte die Amphibien von den Strassen und brachte sie zu den Laichgeanzeige

War stets im Einsatz für die Natur: Mathias Danuser, 1937 – 2018. (Bild zvg.) Mathias Danuser war 1986 Mit-Initiator bei der Gründung der Naturschutzkommission Wettswil, einer Behörde der politischen Gemeinde. Hier konnte er als Mitglied bis 2014 viel für den Naturschutz bewirken. 1986 war auch die Geburtsstunde des Inventars der Natur- und Landschaftsschutzobjekte von kommunaler Bedeutung in Wettswil. 67 Naturobjekte wurden mit seiner Hilfe in-

wässern. Mit einer Amphibienstatistik zeichnete er den kontinuierlichen Rückgang der einst grossen Grasfrosch- und Erdkrötenpopulation auf. Als 2016 die Reptilien entlang der Aemtler Bahnlinie auf dem Gemeindegebiet Wettswil kartiert wurden, half Mathias Danuser wieder begeistert mit. Er belegte seine Funde mit Fotoaufnahmen, von denen mehrere den Schlussbericht zur Reptilienkartierung zieren. Der Verein Naturnetz Unteramt verdankt ihm viel. (wz)


Traurig und dankbar haben wir Abschied genommen von meiner Frau, unserer Mutter und Grossmutter

Els Seiler-Wyrsch Wir danken allen herzlich, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fßhlten und ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise zum Ausdruck brachten. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Otto Kuttler fßr seine einfßhlsame Abdankungsfeier und den gespendeten Trost, wie auch Astrid Leutwyler und Florian Engelhardt fßr die musikalische Begleitung. Herrn Dr. Holger Voigt danken wir fßr die langjährige und wichtige Betreuung, und dem Team des Spitals Affoltern fßr die hingebungsvolle Pflege.

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Die Trauerfamilien



        

Ganz still und leise, ohne ein Wort, gingst du von deinen Lieben fort, du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen; es ist so schwer, es zu verstehen, daĂ&#x; wir dich niemals wiedersehen.

Ein erfĂźlltes Leben ist zu Ende gegangen. Unendlich traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer Mutter, Schwiegermutter und unserem Grossmami

Susanne Josty-Liebi 17. März 1945 - 27. März 2018 Trotz deines starken Willens und deiner Hoffnung hast du den Kampf gegen den Krebs verloren. Wir vermissen dich sehr und tragen dich in unserem Herzen weiter. In liebevoller Erinnerung: Domenic Josty Nicole Josty Bajo mit Malik, Naim und Junis Marcus und Mirela Josty mit Gian und Anina Lou Anverwandte, Freunde und Bekannte

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Die Trauerfeier ďŹ ndet am Freitag, 6. April 2018, um 14.15 Uhr in der Reformierten Kirche in Mettmenstetten statt. Im Sinne der Verstorbenen gedenke man MĂŠdecins Sans Frontières, IBAN: CH18 0024 0240 3760 6600 Q, BIC: UBSWCHZH80A

Stellenanzeiger

Traueradresse: Domenic Josty, Niederfeldstrasse 18, 8932 Mettmenstetten Bonstetten – der ideale Arbeitsort fßr Sie Die Gemeinde Bonstetten – auf der Sonnenseite des Albis – bietet ihren rund 5500 Einwohnern optimale Wohnbedingungen und ein vielseitiges Freizeitangebot mit bestmÜglichem Anschluss an das Individual- und Üffentliche Verkehrsnetz. Die Gemeindeverwaltung erbringt als Dienstleistungsunternehmen vielseitige und kundenorientierte Angebote. Infolge beruflicher Neuorientierung der bisherigen Stelleninhaberin, suchen wir per 1. Juni 2018 oder nach Vereinbarung eine/n

Verwaltungsanstellte/n im Bereich Finanzen (40 %) Sie sind verantwortlich fßr • die Mithilfe bei der Fßhrung der Buchhaltungen fßr die Politische Gemeinde, Sekundarschulgemeinde, evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, Zweckverband Feuerwehr Unteramt und Stockwerkeigentßmerschaft Altes Dorfschulhaus • die Mithilfe und Unterstßtzung bei der Erstellung von Budgets und den Jahresabschlßssen • die Kreditoren- und Debitorenverarbeitung in allen Gßtern • die Mithilfe bei Inkasso- und Mahnwesen • die Lohnverarbeitung der Angestellten der Politischen Gemeinden • die Unterstßtzung bei der Ausbildung der kaufmännischen Lernenden im Bereich Finanzen • die Verarbeitung der eingehenden Post, Schalterdienst und Telefonberatungen Sie verfßgen ßber • eine kaufmännische Grundausbildung, vorzugsweise bei einer Üffentlichen Verwaltung • Berufserfahrung im Bereich Finanzen, vorzugsweise in einer Üffentlichen Verwaltung • ein Flair fßr Zahlen • ein kompetentes und dienstleistungsorientiertes Auftreten mit guten Umgangsformen • PC-Anwenderkenntnisse, von Vorteil mit Erfahrung der Abacus-/NEST-Applikationen

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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 4. April 2018

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Zwölf Betreuungsplätze «Ich hatte Streit mit der Freundin» Bezirksgericht Affoltern: ein Jahr Gefängnis für 42-jährigen Raser im «Eichhörnli» Kindertagesstätte Coccolino in Aeugst

Weil er bei Kappel die geltende Höchstgeschwindigkeit um 61 km/h überschritt und damit den Rasertatbestand erfüllt, kassierte ein 42-jähriger Carrosseriespengler aus dem Kanton Schwyz vom Bezirksgericht Affoltern zwölf Monate Gefängnis bedingt. Das Strafmass liegt am unteren Rand. ................................................... von werner schneiter «Warum sind Sie so schnell gefahren?», wollte Gerichtspräsident Peter Frey wissen. «Es war ein blöder Tag. Ich hatte Streit mit der Freundin und war unterwegs zu einem Kollegen. Als ich die Geschwindigkeit auf dem Tacho sah, bremste ich sofort ab. Es tut mir leid. Ich gebe mir Mühe, dass nun nichts mehr passiert», sagte der Be-

Die hellen und grosszügigen Räume werden von den Kindern jeden Tag aufs Neue erkundet. (Bilder zvg.)

Im Januar hat in Aeugst die Kindertagesstätte Coccolino eröffnet. Die Gruppe Eichhörnli bietet zwölf Betreuungsplätze, von Montag bis Freitag, von 7 bis 18.30 Uhr. Die Kindertagesstätte (Kita) Coccolino mit seiner Gruppe Eichhörnli am Chileweg 1 in Aeugst hat seine Türen am 3. Januar für die ersten «Eichhörnli-Kinder» geöffnet. Die Kinder wurden von Anna Langenscheidt, der Juniorleitung, und Eliane Holenstein, der Miterzieherin, durch die zweiwöchige Eingewöhnung begleitet. Die wichtige Zeit der Eingewöhnung dient den Kindern und Eltern, um das gegenseitige Vertrauen aufzubauen, sich langsam an die neuen Situationen und Strukturen zu gewöhnen und zu den Betreuungspersonen und den anderen Kindern eine Bindung aufzubauen.

Künftige Sterneköche und Ingenieure Die hellen und grosszügigen Räume wurden von den Kindern jeden Tag aufs Neue erkundet. Die ersten Sterneköche zeigten ihr Können in der Spiel-

Noch Plätze frei! Um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren oder auch um Fragen zu beantworten, ist das CoccolinoTeam unter der Telefonnummer 044 523 66 61 oder www.coccolino.ch erreichbar. «Wir freuen uns, Sie und Ihre Kinder kennenzulernen.» anzeige

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küche, und auf dem Autoteppich wurde das Geschehen der Baustelle vom Aussenbereich, wo ein schöner Garten- und Spielbereich mit Wasserspielen sowie ein öffentlicher Spielplatz entstehen, nachgespielt. Auch die Spiele im Schrank wurden ausgepackt, erforscht und ausprobiert. Es wurde geknetet, und Holztürme wurden gebaut. Die Kinder fanden sich schnell in ihrer neuen Umgebung zurecht und die Gruppe Eichhörnli erwachte zum Leben, sodass nun das Lachen der Kinder, Lieder, Gespräche und hie und da auch einmal ein Weinen die Räume erfüllen. All diese tollen Eindrücke während der Eingewöhnung und die weiterführende Kitazeit werden bei uns auf der Gruppe Eichhörnli in einem Portfolio-Ordner mit Bildern und Texten festgehalten. Dies dient einerseits der Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und der Kita, ebenso wird es ein tolles Erinnerungsstück für die Kinder und deren Eltern für die Zeit nach der Kita.

«Spannende Zeit» In den letzten Wochen stand das Thema Ostern im Vordergrund. Es wurden Eier, gekauft im Hofladen an der Strasse, angemalt und gefärbt, Osterhasen gebastelt und eine Ostergeschichte erzählt. Zum Themenabschluss genoss man zusammen mit den Kindern und den Eltern einen leckeren Brunch. Anna Langenscheidt fasst die erste Zeit zusammen: «Für mich waren diese ersten drei Monate spannend. Zu beobachten wie die Kinder und Eltern sich jeden Tag wohler fühlen, an Sicherheit gewinnen, sich am Tagesgeschehen beteiligen und mitwirken, war und ist noch immer, eine Freude. Zu verfolgen und tatkräftig mitzuwirken, die Räume zu verändern, zu dekorieren und zu gestalten und diese somit ebenfalls zum Leben zu erwecken war für mich eine tolle Erfahrung. Ich freue mich auf die weitere gemeinsame und spannende Zeit mit den Kindern, Eltern und Teammitgliedern der Gruppe Eichhörnli.» (pd.)

Haben Sie gelesen: Unsere sauberen Behörden trinken Alkohol in der Autobahnraststätte. Machen wir das, erhalten wir eine Verzeigung beim Statthalter. Der fragwürdige Verein ‹Standortförderung›, der uns alle 150 000 Franken kostet pro Jahr, hat sich mit der Polit-Cervelat-Prominenz getroffen. Alles hilflose Leute, die nicht in der Lage sind, unser Spital zukunftgerichtet aufzustellen. im Tagebuch

Auf dem Autoteppich lässt sich vieles nachspielen.

Vorbestraft wegen Geldwäscherei Nun darf tatsächlich nichts mehr passieren, ansonsten droht der Vollzug der Gefängnisstrafe. Denn der Carrosseriespengler, derzeit ohne Führerausweis und in temporärer Anstellung, weist zwei Vorstrafen auf: die eine wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand, die andere wegen Geldwäscherei und wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dafür kassierte er seinerzeit 33 Monate Gefängnis und musste davon ein halbes Jahr hinter Gitter.

Vor Bezirksgericht Affoltern kam die Anklage im abgekürzten Verfahren zum Zuge. Das ist dann der Fall, wenn sich die Staatsanwaltschaft und der Beschuldigte bzw. dessen Anwalt auf einen Urteilsvorschlag einigen. Die Anklagebehörde forderte vorliegend eine zwölfmonatige Gefängnisstrafe, eine Probezeit von fünf Jahren und eine Busse von 1500 Franken. Das Bezirksgericht Affoltern akzeptierte diesen Vorschlag und setzte die Strafe gemäss Forderung der Staatsanwaltschaft fest. «Das Strafmass liegt am unteren Rand», sagte der Gerichtspräsident, darauf hinweisend, dass bei erfülltem Rasertatbestand die Minimalstrafe bei zwölf Monaten Gefängnis liegt. Die Busse wird der Mann angesichts beträchtlicher Schulden nicht sogleich berappen können. Ist er schuldenfrei, wird er für die weiteren Gerichtskosten aufkommen müssen.

Organisations- und Rechtsformen Grundlagen und Zusammenhänge im Gesundheitswesen – Teil 3 Bei der Organisation des Gesundheitswesens stellt sich die Frage, welche Rechtsform Spitäler haben sollen. Dabei fallen immer wieder die Begriffe Zweckverband, interkommunale Anstalt und gemeinnützige Aktiengesellschaft. Doch was versteckt sich hinter diesen Begriffen? ................................................... von olivier hofmann Die Gemeinden des Kantons Zürich müssen für ihre Bürgerinnen und Bürger eine Vielzahl verschiedener Leistungen erbringen. Sie sind für alle öffentlichen Aufgaben zuständig, für die weder der Bund noch der Kanton zuständig sind. Nicht immer ist es jedoch sinnvoll, dass eine Gemeinde jede Aufgabe selber erledigt. Vor allem bei infrastrukturintensiven Aufgaben kann es Sinn machen, dass mehrere Gemeinden zusammenarbeiten. Dabei kann der Zweckverband eine Option sein. Der Zweckverband ist im Gemeindegesetz wie folgt definiert: «Die Gemeinden können sich zur gemeinsamen Erfüllung einer oder mehrerer Aufgaben zu Zweckverbänden mit eigener Rechtspersönlichkeit zusammenschliessen.» Zweckverbände sind im Kanton Zürich weit verbreitet und kommen in unterschiedlichen Themengebieten wie der Abwasserreinigung, der Regionalplanung und der Feuerwehr zur Anwendung. In der Schweiz haben wir viele demokratische Rechte, so können wir Initiativen einreichen und über wichtige Fragen abstimmen. Diese Rechte müssen natürlich auch dann vorhanden sein, wenn eine Gemeinde ihre Aufgaben an einen Zweckverband auslagert. Aus diesem Grund schreibt die Kantonsverfassung vor, dass alle Zweckverbände demokratisch zu organisieren sind. So dürfen auch bei einem Zweckverband die Stimmberechtigten des Verbandsgebietes Initiativen einreichen und über wichtige Fragen abstimmen. Nicht zwingend vorgeschrieben sind jedoch Delegiertenversammlungen; solche können, müssen aber nicht vorgesehen sein.

Interkommunale Anstalt

www.verein-zweckverband.ch

schuldigte, der bei Kappel mit seinem BMW mit 141 km/h statt der erlaubten 80 km/h über die Uerzlikerstrasse bretterte. Dadurch hat er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft «ein massiv gesteigertes Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern zumindest in Kauf genommen».

Eine andere Möglichkeit, wie mehrere Gemeinden einzelne Aufgaben gemeinsam erledigen können, ist die interkommunale Anstalt. Sie ist mit einer «Firma» vergleichbar, hat aber folgende Eigenschaften:

• Die Stimmberechtigen müssen der Gründung zustimmen. • Wie bei einer Gemeinde bestimmt das kantonale öffentliche Recht die Organisation und den Finanzhaushalt der Anstalt. Das Personal ist öffentlich-rechtlich angestellt. • Es gibt weder ein Referendums- noch ein Initiativrecht: Die strategischen und operativen Entscheide trifft ein Führungsorgan (Anstaltsleitung). • Die Gemeinden bestimmen, ob sie auf ihre Anstalt viel oder wenig Einfluss nehmen wollen, und legen fest, wie sie diesen Einfluss wahrnehmen wollen. • Die Anstalt kann jederzeit aufgelöst werden; ihr Vermögen fliesst dann wieder an die Gemeinden zurück. • Über die Auflösung der Anstalt ist ein Entscheid der Stimmberechtigten an der Urne nötig.

Privatrechtliche Rechtsformen bei 27 von 34 Spitälern Seit dem Inkrafttreten des neuen Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes (Spfg) am 1. Januar 2012 ist der Kanton Zürich für die Akutversorgung (Spitäler) verantwortlich und die Gemeinden sind für die ambulante Pflege und die Langzeitpflege in der Pflicht. Von den 34 Spitälern im Kanton Zürich sind heute sieben öffentlich-rechtlich organisiert, das Universitätsspital Zürich, das Kantonsspital Winterthur, die beiden Stadtspitäler Triemli und Waid, sowie die Zweckverbände Bezirksspital Affoltern, Spital Uster sowie der Spitalverband Limmattal. Alle anderen 27 Spitäler haben eine privatrechtliche Rechtsform, 17 sind eine Aktiengesellschaft (AG), sieben eine Stiftung und drei ein Verein. Viele Bürgerinnen und Bürger haben Angst, dass Spitäler, welche als Aktiengesellschaften organisiert sind, zu Renditeobjekten verkommen. Diese Ängste sind ernst zu nehmen. Das richtige Instrument dazu sind die Statuten. In den Statuten ist festgelegt, welches Ziel eine Aktiengesellschaft anstrebt. Dieses Ziel kann gewinnorientiert oder auch gemeinnützig sein. Ist das Ziel einer Aktiengesellschaft ein gemeinnütziges, spricht man von einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Oberstes Organ einer Aktiengesellschaft sind die Aktionäre. Ihnen gehört die Firma. Sie können die Statuten der Aktiengesellschaft bestimmen und darüber auch über wichtige Fragen entscheiden. Wichtig ist daher,

wem die Aktien gehören. Aktienanteile können prinzipiell frei übertragen werden. Die Übertragbarkeit der Aktienanteile kann aber mit einem Aktionärbindungsvertrag oder durch sogenannte Vinkulierungsbestimmungen eingeschränkt werden.

Grundlagen im Gesundheitswesen Der Artikel «Organisations- und Rechtsformen» ist der letzte von drei Artikeln, welche Olivier Hofmann über das Gesundheitswesen geschrieben hat. Olivier Hofmann hat Wirtschaft studiert und setzt sich seit 2016 im Rahmen eines MAS an der Zhaw intensiv mit verschiedenen Aspekten der Gesundheitsversorgung in unserem Land auseinander. Zielsetzung der drei Artikel war die Darstellung wichtiger Grundlagen und Zusammenhänge im Gesundheitswesen, als sachlicher Beitrag für die kommenden Spitalabstimmungen im Bezirk. Bereits erschienen: Ambulant versus stationär, «Anzeiger» vom 20. Februar. Spitalplanung im Kanton Zürich, «Anzeiger» vom 9. März.

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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 4. April 2018

Schockfrost im Frühling Petra Ivanov las aus «Schockfrost» und «Erster Funke» Gut besuchte Lesung der Krimiautorin Petra Ivanov am letzten Mittwoch in der Bibliothek Hausen. Die ehemalige Hausemerin las aus dem mit Mitra Devi gemeinsam geschriebenen Psychothriller «Schockfrost» und erzählte darüber, wie das geht, zu zweit ein Buch zu schreiben. ................................................... von marlise santiago Erwartet wurden die beiden Krimiköniginnen Petra Ivanov und Mitra Devi. Aber nur Ivanov erschien in der Bibliothek in Hausen. Was war mit Devi geschehen? Die Anwesenden hätten in Gedanken gleich ihren eigenen Psychothriller spinnen können. Aber das sei getrost den Autorinnen überlassen, und so arg geht es auch unter Krimikolleginnen nicht zu und her. Ivanov sagte, Mitra Devi sei krank. Das tue ihr leid, denn es habe Spass gemacht, «Schockfrost» gemeinsam zu schreiben, und es mache auch Spass, den Thriller jeweils gemeinsam vorzustellen. Aber viele seien ja eh wegen ihr, Petra Ivanov, gekommen, meinte Katrin Tandler, Leiterin der Bibliothek, bei der Begrüssung, und zustimmendes Klatschen und «So ist es»-Rufe aus dem Publikum gaben ihr recht. Die Autorin hatte in Hausen ein kleines

Heimspiel, denn hier hat sie die Sekundarschule besucht. Aber nicht das zählte letztlich, sondern dass Petra Ivanov eine geniale Krimiautorin ist, die Thematik, Umfeld, Schauplätze etc. minuziös recherchiert. «Bis zu einem Jahr pro Buch», erzählte sie. Dann jedoch lasse sie ihren Figuren während dem Schreibprozess freien Lauf. Diese entstünden und bewegten sich auf der durch die Recherchen vorbereiteten Bühne sozusagen selbstständig, sodass die Autorin selber nie weiss, wohin die Geschichte führen wird. Ganz anders ihre Kollegin Mitra Devi. Sie arbeite mit einem Plan, schreibe ein Storyboard, entwerfe und entwickle ihre Figuren und deren Charaktere, bevor sie mit dem eigentlichen Schreiben beginne.

Stafettenartiges Schreiben Wie kommen zwei Autorinnen, deren Arbeitsweise derart unterschiedlich ist dazu, gemeinsam ein Buch zu schreiben? Die beiden kennen sich schon lange und lesen jeweils gegenseitig ihre Manuskripte. Sie bauen auch Figuren (Staatsanwältin Regina Flint oder Ermittlerin Nora Tabani) der jeweils anderen in ihre eigenen Krimis ein. So entstand mit der Zeit die Idee, gemeinsam einen Psychotriller zu schreiben. Petra Ivanov übernahm dabei den Part der Hauptfigur, der Psychiaterin Sarah

Marten. Mitra Devi schrieb die anderen Figuren, so dass beide etwa zu gleichen Teilen im Buch als Autorin präsent sind. Das Schreiben ging stafettenartig vor sich; während eine das letzte Kapitel überarbeitete, schrieb die andere das nächste. Natürlich ging das nicht immer reibungslos vor sich. Aber letztlich habe es gut geklappt, weil es ihnen gelang, die Frage, was der Geschichte diene, in den Vordergrund zu stellen, statt verbissen an einer eigenen Idee festzuhalten. Das Resultat ist sehr spannend: Sarah stürzt die Treppe hinunter und langsam verändert sich ihr ganzes Umfeld. Eine gespenstische Stimmung entsteht und spitzt sich zu. Geschieht alles nur im Kopf oder ist es die Realität der Protagonistin? Es wird lange nicht klar, wer der Täter ist. Aber im Unterschied zum Krimi muss sich die Hauptfigur im Thriller ohne die Hilfe einer Ermittlerin oder eines Ermittlers aus der misslichen Lage befreien. Mehr sei hier natürlich nicht verraten.

Der Polizist und die Staatsanwältin Petra Ivanov hat bis jetzt 20 Bücher geschrieben, «zirka», sagt sie. Nicht nur Krimis übrigens, sondern auch Jugendbücher. Eines davon, «Geballte Wut», sei ihr persönliches Lieblingsbuch. Die Lieblingsbücher der Leserinnen und Leser sind offenbar die aus

Nach der Lesung signierte die Autorin ihre Bücher. (Bild Marlise Santiago) Ivanovs Flint/Cavalli-Reihe. Denn immer wieder wurde die Autorin gefragt, wie sich denn der Polizist Cavalli und die Staatsanwältin Flint eigentlich kennengelernt hätten. Das erzählt Ivanov im Krimi «Erster Funke», woraus sie am letzten Mittwoch auch noch ein Kapitel vorlas. «Ja so haben sich die beiden kennengelernt. Und sie sind heute noch zusammen», sagte die

Autorin mit einem verschmitzt charmanten Lächeln. Denn die Figuren aus ihren Büchern haben ja ein Eigenleben, auch eines, das nicht in den Büchern nachzulesen ist. Devi&Ivanov «Schockfrost», Unionsverlag, Fr. 26.- ISBN 978-3-293-00523-5 Petra Ivanov «Erster Funke», Unionsverlag, Fr. 25.- ISBN 978-3-293-00516-7.

Vorsicht ist besser als Nachsicht Vom 26. bis 28. März führte die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach Präventionstage durch Während zweieinhalb Tagen besuchten die Jugendlichen Workshops zu Themen wie Liebe, Drogen oder Körperwahrnehmung. Der Workshop zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet erwies sich für die Schülerinnen und Schüler der 1. Sek B/C als lehrreich. ................................................... von livia häberling Jede Generation hat ihre Träume. Bei schulpflichtigen Jugendlichen sind das mitunter Lektionsausfälle. «Villicht chunt er ja gar nöd!», ruft einer der Jungs mit einem schelmischen Grinsen, als kurz vor halb zwei vom Polizisten noch jede Spur fehlt. Dass die 13 Jungs und Mädels dieser 1. Sekundarklasse B/C an jenem Dienstagnachmittag auf Herrn Baumann warteten, hatte einen simplen Grund: In der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach wurden vom 26. bis 28. März die Präventionstage durchgeführt. Bis 2017 fand dieser Unterricht für jede Jahrgangsstufe separat statt, nun war das Konzept überarbeitet worden, und die Prävention wurde zum ersten Mal gesamtschu-

lisch durchgeführt. Für die Eltern fand am 27. März ein Elternabend mit einem Referat statt. Und die zwölf Klassen besuchten unter dem Motto «Auf ins Leben – aber richtig» während zweieinhalb Tagen Workshops bei Lehr- und Fachpersonen zu verschiedenen Themen wie «Achtung Liebe», «Party ohne Crash», «Zivilcourage» – oder eben auch zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet und Cybermobbing. Hierzu war der Kinderund Jugendinstruktor der Kantonspolizei Zürich für eine Doppellektion ins Schulhaus Chilefeld eingeladen. Die Träumerei vom Unterrichtsausfall findet bereits ein paar Sekunden später ein abruptes Ende. Herr Baumann kommt die Treppe hochgelaufen, mit im Gepäck hat er einen Comic-Band mit Geschichten aus dem Internet, eine Übungsbroschüre – und 90 Minuten Zeit.

Das Selfie auf dem HamburgerKarton Gleich zu Beginn zeigt sich, dass der Aufbruch der Schülerinnen und Schüler ins virtuelle Leben längst stattgefunden hat. Snapchat, Whatsapp, Instagram und YouTube: Die Schülerinnen und Schüler erkennen die einge-

Herr Baumann erklärte den Schülerinnen und Schülern einer 1. Sek B/C, wie sie ihre persönlichen Daten im Internet schützen können. (Bild Livia Häberling)

blendeten App-Icons sofort, und ein Grossteil von ihnen benützt sie gemäss eigenen Angaben regelmässig. Weniger bekannt ist einigen aus dem jungen Publikum hingegen, was Herr Baumann dann zu erzählen weiss: Wie man ein sicheres Passwort erstellt und auf welcher Homepage man dieses überprüfen kann. Oder wie die Firmen hinter all den coolen Apps an die Daten der Nutzer kommen und was sie damit anstellen. So erzählt Herr Baumann die Geschichte eines Mannes aus den USA, der sein Facebook-Bild plötzlich auf einem Hamburger-Karton von Mc Donalds entdeckte, weil er Facebook mit dem Hochladen des Fotos unbewusst auch die Nutzungsrechte übertragen hatte. Da kommen bei den Schülerinnen und Schülern zum ersten Mal Fragen auf. Zum Beispiel, ob man den Internetkonzern hierfür nicht anzeigen könne, was der Polizist zu ihrem Erstaunen verneint.

Zwischen Freizügigkeit und Prüderie Auch später zeigte sich, dass der Umgang mit den eigenen Daten geübt sein will. Wann ist ein Profilbild unbedenklich, und ab wann wird es problematisch? Wie viel Freizügigkeit ist noch okay? Nicht immer waren sich die Schülerinnen und Schüler und der Polizist auf Anhieb einig, als man zusammen Musterfotos anschaute und bewertete. «Bilder senden Botschaften aus», mahnte Herr Baumann, als man gerade das Bild eines Jungen mit nacktem Oberkörper begutachtete. Bei einer anderen Übung findet ein Junge seinen Namen nicht sensibel genug, um ihn im Netz zu schützen, für jemand anderes wiederum ist das Geburtsdatum unproblematisch. Das Thema scheint für die Jugendlichen Relevanz zu haben. Sie strecken auf, stellen Fragen und beteiligen sich an den Übungen. Die eine oder der andere dürfte später vielleicht froh gewe-

sen sein, dass die Doppellektion mit Herrn Baumann nicht ausgefallen ist.

«Si-iie, was händsi glernt?» Dann ist Pause. Und den Jugendlichen bietet sich die Gelegenheit, Herrn Baumann all das zu fragen, was man den Polizisten abseits vom Unterrichtsstoff schon immer fragen wollte. «Si-iie, dörfme Autos tune?», möchte einer wissen, auch wenn bis zur ersten Spritztour noch ein paar Jahre vergehen dürften. «Si-iie, was händsi glernt?», erkundigte sich eine tierliebende junge Dame nach dem Polizeiberuf und fragte nach, ob man den anzeige

Polizeihund mit nach Hause nehmen dürfe, wenn man einen solchen im Dienst einsetze. Die Lehrstellensuche war auch im Workshop «Motivation» von Pirmin Christen ein Thema. Anhand seiner Erfahrung als Triathlet brachte er den Jugendlichen den Unterschied von intrinsischer und extrinsischer Motivation näher. Er berichtete darüber, wie wichtig es ist, für persönliche Ziele eine innere Motivation zu entwickeln und sich dafür einzusetzen. Genauso motivierte er die Jugendlichen, nach Rückschlägen nicht gleich aufzugeben. «Das Scheitern gehört dazu, wenn man Ziele verfolgt», gab er zu bedenken.


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Mittwoch, 4. April 2018

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Auch Elektroautos sind problematisch In der Autoindustrie kommen zahlreiche Innovationen auf den Markt – mit weitreichenden Folgen Eine Welt, in der der Verkehr unfallfrei funktioniert und die Autos Wasser anstatt giftiger Gase ausstossen, ist denkbar. Auch die Säuliämtler Konsumenten werden mitentscheiden, welche Technologien sich durchsetzen und welche wieder in der Versenkung verschwinden.

so beschränkt wie beim Elektromotor und es entstehen keine giftigen Abgase, wie dies beim Verbrennungsmotor der Fall ist. Südkorea und Deutschland setzen beispielsweise vermehrt auf Autos mit Brennstoffzellen. In Süddeutschland gibt es in allen Grossstädten mehrere Wasserstofftankstellen. Wenn man bedenkt, welche Fortschritte die Digitalisierung im Mobilitätsbereich mit sich gebracht hat, sind auch weitere Technologien denkbar, die nachhaltige Energie für die Mobilität liefern können.

................................................... von salomon schneider Im Knonauer Amt fahren immer mehr Hybrid- und Elektroautos. 1997 war der Toyota Prius das erste in Serie produzierte Auto mit Hybridmotor – ein Benzinmotor, der von einem Elektromotor unterstützt wird. Die Batterie wird beim Bremsen geladen. Im Laufe der Jahre kamen Plug-in-Hybrids hinzu – Hybridautos, mit leistungsfähigeren Batterien, die Kurzstrecken ganz ohne Verbrennungsmotor zurücklegen können. Seit 2009 wird der Mitsubishi i-MiEV verkauft, das erste moderne in Serie produzierte Elektroauto. Den Durchbruch schaffte der Elektromotor jedoch mit dem Tesla Model S, das 2012 auf den Markt kam und das erste Elektroauto der Oberklasse war. Heute bieten fast alle Autohändler im Knonauer Amt Autos mit Verbrennungsmotor, Hybrid-Antrieb und Elektroautos an.

Die Dreckschleuder Elektroauto Das Problem beim Verbrennungsmotor sind die Abgase, welche während der gesamten Lebensdauer des Autos ausgestossen werden. Dazu kommen rund sechs bis acht Tonnen CO2, die als «graue Energie» während der Produktion des Autos anfallen. Diese sind bei einem Elektroauto mit fünf bis sieben Tonnen CO2 zwar verhältnismässig tief, jedoch kommen noch einmal zwischen acht und zwanzig Tonnen CO2 für die Produktion der Batterie hinzu. Das schwedische Umweltforschungsinstitut IVL hat berechnet, dass die Produktion einer Tesla-Batterie mit 86 kWh Leistung rund 17 Tonnen CO2 produziert. Ein durchschnittlicher Schweizer Autofahrer produziert vergleichbare Mengen CO2, wenn er acht Jahre lang einen Verbrennungsmotor fährt. Das Problem ist, dass für Batterien von Elektroautos pro Auto mehrere hundert Kilogramm seltener Elemente benötigt werden. Der Abbau dieser Rohstoffe findet grösstenteils in Entwicklungsländern

Eine bessere und lustvollere Welt Elektroautos sind gar nicht so umweltschonend, wie gemeinhin angenommen wird. (Symbolbild Salomon Schneider) statt und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein dreckiges Geschäft. Zudem müssen bei einem Elektroauto 200 bis 400 Kilogramm Akku mitbewegt werden, was zusätzlich Energie verbraucht. Auch mit selber produziertem Solarstrom betrieben, weisen Elektroautos deshalb eine problematische CO2-Bilanz auf. Ein Vorteil von Elektroautos besteht hingegen in der Rekuperation. Dabei wird beim Bremsvorgang Energie gewonnen und in die Akkus zurückgegeben.

Ist Wasserstoff die Lösung? Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma bietet der Wasserstoffmotor. In einer Brennstoffzelle wird durch

eine elektrochemische Reaktion aus Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft Strom produziert, der wiederum einen Elektromotor antreibt. Aus dem Auspuff kommt als einzige Emission Wasser. Zur Herstellung von Wasserstoff für die Betankung wird Wasser und Energie benötigt. Beispielsweise in Steinwüsten der nördlichen Sahara könnte mittels Spiegelkraftwerken der benötigte Strom produziert werden. Damit die Wasserreserven der Länder Nordafrikas nicht beeinträchtigt werden, könnte der Strom aus Meerwasser produziert werden, möglich wird das durch die Verwendung von Meerwasserentsalzungsanlagen. Der produzierte Wasserstoff könnte

mittels wasserstoffbetriebener Schiffe oder Gaspipelines nach Europa und damit auch ins Knonauer Amt gebracht werden.

Politische Instabilität verhindert Wasserstoffkraftwerke Bis zum «arabischen Herbst» (oder Frühling) im Jahr 2010 gab es mehrere grosse Projekte zur Nutzung der Sonnenenergie in den Steinwüsten Nordwestafrikas. Durch die politische Instabilität wurden sie jedoch auf Eis gelegt. Eine Wiederbelebung ist aber durchaus denkbar. Die Brennstoffzelle würde auf jeden Fall weniger «graue Energie» benötigen als bisherige Elektroantriebe, die Reichweite wäre nicht

Grundsätzlich fährt aber immer noch am effizientesten, wer nicht fährt, das Fahrrad nutzt oder zu Fuss geht. Flugzeuge weisen die schlechteste CO2Bilanz aller Transportmittel auf. Ein Flug von Zürich nach New York verursacht beispielsweise einen CO2-Ausstoss von drei bis vier Tonnen. Ein Bewusstsein für die Folgen der eigenen Mobilität ist sicherlich hilfreich. Das Verurteilen von Menschen, die einen anderen oder grösseren ökologischen Fussabdruck haben, bewirkt bekanntlich oft das Gegenteil des Beabsichtigten. Wer etwas für die Umwelt tun will, macht dies am besten dort, wo es ihm oder ihr am leichtesten Fällt und sündigt dort, wo der Verzicht schmerzen würde. So hätten wir nicht nur eine bessere, sondern auch eine lustvollere Welt.

Geschichte der Digitalisierung im Auto 1967 füllten Computer noch ganze Räume. Trotzdem hielt in diesem Jahr die Digitalisierung erstmals Einzug im Strassenverkehr. VW entwickelte eine elektronische Benzineinspritzung, die viel präziser war – ein durchschlagender Erfolg. Nur fünf Jahre später setzten bereits 18 Autohersteller auf elektronische Einspritzsysteme. Anfang der 1970er-Jahre erfunden, markierte das elektronische Antiblockiersystem (ABS) den zweiten Schritt zur Digitalisierung im Strassenverkehr. Bei starkem Bremsen schaltet sich das ABS automatisch ein und verhindert ein Blockieren der Räder. Heute wird ABS serienmässig verbaut und auch im Motorradbereich ist die Technologie nicht mehr wegzuden-

ken. Anfang der 1980er-Jahre folgten erste Airbags. Bei einem heftigen Aufprall löst ein elektronischer Sensor eine Treibladung aus, die den Airbag in 20 bis 50 Millisekunden aufbläst. 1993 kam eine Innovation auf den Markt, die Parkschäden massiv verringert hat. Bosch entwickelte eine Einparkhilfe mit Ultraschallsensoren. Das System wurde innert Jahren zum Verkaufsschlager und konstant weiterentwickelt. Bei modernen Autos übernimmt der automatische Parkassistent heute bereits das Parkieren. 1995 kam das elektronische Stabilitätsprogramm (EPS). Es stabilisiert das Fahrzeug und hält es auf der Spur, indem die einzelnen Räder bewusst unterschiedlich gebremst werden. EPS gehört heute bei vielen Fahrzeugen zum Standard. Mit

der automatischen Distanzregelung (ADR) entwickelt Bosch im Jahr 2000 ein relativ teures System. Mittels Radar wird der Abstand zum vorausfahrenden Auto gemessen. Gewünschte Fahrgeschwindigkeit und minimaler Abstand können eingestellt werden. Wenn dieser Abstand nicht eingehalten wird, bremst das Fahrzeug automatisch und beschleunigt wieder auf die eingestellte Geschwindigkeit, sobald die Fahrbahn frei ist. Das System findet bis heute primär in Oberklassewagen Verwendung.

Eine richtige Flut von Innovationen Seit 2003 sind immer mehr digitale Innovationen im Autobereich vorgestellt worden. 2003 sind die ersten Bildschir-

me in der Frontscheibe zum Einsatz gekommen sowie die mitdenkende Lenkung: je höher die Geschwindigkeit, desto weniger stark reagiert das Lenkrad. 2005 hat die Nachtsicht dank Infrarotkamera in den Fahrzeuginnenräume Einzug gefunden. Mit dieser Technik ausgerüstete Fahrzeuge halten vor Hindernissen an, auch wenn der Fahrer nicht reagiert. 2013 ist der autonome Stauassistent eingeführt worden, der einfach dem voranfahrenden Auto folgt. Zudem sind in den 2000er-Jahren zahlreiche Kamerasysteme auf den Markt gekommen, die beim Parkieren, auf unübersichtlichen Kreuzungen oder bei Fahrzeugen im «toten Winkel» das Autofahren erleichtern können. (sals)

Innovative Ansätze gegen eingeschleppte Schadorganismen «Invasive Neobiota»: Die Baudirektion hat einen neuen Massnahmenplan erarbeitet Einige Tier- und Pflanzenarten, die ursprünglich nicht heimisch sind, breiten sich hier stark aus und richten erheblichen Schaden an. Gemeinsam gilt es, solche Schäden in Grenzen zu halten. Immer mehr Pflanzen und Tiere aus anderen Weltgegenden gelangen anzeige

durch den Handel oder als blinde Passagiere im Frachtgut von Schiffen, Flugzeugen und Lastwagen in die Schweiz. Die meisten sind unproblematisch. Einige breiten sich mangels natürlicher Konkurrenten aber rasch aus. Die Folgen werden oft unterschätzt. So können die «invasiven Neobiota» die Gesundheit von Menschen und Haustieren beeinträchtigen, mit ihren Wurzeln erhebliche Schäden an Brücken und Strassen anrichten oder bedrohte einheimische Arten aus ihren angestammten Lebensräumen verdrängen. Das Eindämmen der Bestände führt bei den Unterhaltsdiensten zu steigenden Kosten. Dank der Gegenmassnahmen von Kanton und Gemeinden haben die Bestände von Riesenbärenklau oder Ambrosia zwar mittlerweile deutlich abgenommen und die gesundheitlichen Gefahren konnten weitgehend eliminiert werden. Doch andere Arten wie das einjährige Berufkraut, der Som-

merflieder, das Schmalblättrige Greiskraut, der Götterbaum oder die asiatischen Knötericharten bleiben nach wie vor eine grosse Herausforderung. Sie beeinträchtigen unter anderem die Landwirtschaft und die Biodiversität. Die Liste der Problemtiere und -pflanzen ist lang, und laufend kommen neue Arten hinzu. Ein zunehmendes Risiko geht etwa von exotischen Baumarten sowie von ausgesetzten Tieren und Pflanzen aus Terrarien und Aquarien aus. Invasive Neobiota halten sich weder an Gemeinde- noch an Grundstücksgrenzen. Darum ist ein gemeinsames und koordiniertes Handeln von betroffenen Privaten, Unternehmen sowie der öffentlichen Hand absolut entscheidend, um Schäden erfolgreich zu vermeiden und langfristig Kosten zu reduzieren. Der neue, aktualisierte «Massnahmenplan invasive gebietsfremde Organismen 2018–2021» ist der Dritte seiner Art und bildet die

Grundlage für ein aufeinander abgestimmtes Vorgehen aller betroffenen Akteure. Er beschreibt die Ziele, die Strategie sowie die Massnahmen, als verbindliche Richtschnur für alle mit dem Neobiota-Management befassten Fachbereiche des Kantons.

Pilotprojekt im Reppischtal Nebst der kontinuierlichen Umsetzung und der laufenden Optimierung von Einzelmassnahmen leistet der Kanton Zürich Pionierarbeit in der noch jungen Disziplin des NeobiotaManagements. In zwei Pilotprojekten erprobt er innovative Ansätze für ein effizientes, nachhaltiges Vorgehen gegen Problemtiere und -pflanzen. Eines davon ist das Projekt «Gemeinsam gegen Neophyten» im Reppischtal. Hier erprobt der Kanton Zürich ein entschlossenes, koordiniertes Vorgehen aller Akteure gegen invasive, gebietsfremde Pflanzen über mehrere Jahre

hinweg. So sollen langfristig Schäden klein bleiben und Unterhaltskosten sinken. Das Reppischtal ist als Testgebiet besonders geeignet, weil es als Geländekammer klar vom Umland abgegrenzt ist. Zudem zählt die Reppisch zu den wertvollsten Fliessgewässersystemen des Kantons. (bd.) anzeige


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Forum

Manchmal kann weniger mehr sein

Simon Vergés als Gemeinderat

Schulpflege-Wahl Hedingen. Für meinen Geschmack wird jetzt zu viel Werbung für das gewünschte Siebner-Ticket der Schulpflegekandidaten in Hedingen gemacht. Natürlich finde ich es toll, dass sich so manche Kandidatinnen und Kandidaten für ein Schulpflegeamt zur Verfügung stellen. Und toll ist und war auch die persönliche Präsentation der Kandidaten, als eingespieltes Team. Doch ein Team wird nicht in knappen vier bis fünf Monaten und den in dieser Zeit abgehaltenen Sitzungen gebildet. Ein eingespieltes Team wächst mit den Erfahrungen, an Problemen und über Jahre. Meines Erachtens reicht diese kurze Zeit der Teamfindung nicht zur eingespielten, lösungsorientierten Gruppe welche nur in einer Gesamtwahl am besten funktioniert. Das Gewicht des Know-how-Verlustes, welches bei einem «Siebner-Ticker» zu Tragen wäre, sei klein und nebensächlich. Dazu kommt die Belastung eines solchen «Nebenjobs», welche angesprochen wurde. Sind sich alle neuen Kandidaten derer wirklich bewusst und können diese nebst dem Alltagsjob stemmen? Und haben auch alle den erforderlichen Durchhaltewillen? Bestehende Mitglieder, welche sich der Erneuerungswahl stellen, kennen die Belastung, den Umgang und haben das Know-how! Nicht alle Mankos im Schulbereich Hedingen der letzten Jahre wurden gelöst, doch spürbar sind positive Veränderungen, welche nicht zuletzt auch durch die noch amtierende Schulpflege lanciert wurden. Infolgedessen denke ich, dass eine Kombination von Know-how-Trägerinnen aus der amtierenden Schulpflege und der frische Wind von Neuantretenden angestrebt werden sollte. Viviane Burkhard, Hedingen

Sachkompetenz in die Schulpflege Wahlen in Hedingen. In Hedingen hat sich ein ganzes Team zusammengefunden, und stellt sich für die neue Amtsperiode zur Verfügung. Das ist neu – gibt es doch meist eine Mischung aus bisherigen und neuen Mitgliedern. Viele Jahre Mitgliedschaft in einer Behörde, hier Schulpflege, heisst nicht zwangsläufig, mehr Sachverstand. Dass sich sieben Personen zusammenfinden und sich miteinander für das Wohl der Schule einsetzen wollen, ist doch bemerkenswert. Die Schulleitung und die Lehrer haben dem Vernehmen nach in den letzten Monaten gute Arbeit geleistet. Deshalb haben sie es verdient, dass auch die Schulbehörde mit neuen, unbelasteten und vor allem sachbezogenen und engagierten Mitgliedern, unterstützt wird. Mit der Wahl der sieben, gemeinsam neu zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten wäre ein unbelasteter Neuanfang möglich. Damit die Schule durch ein kompetentes und gut zusammenarbeitendes Team geführt wird, wünsche ich dem «Siebner-Team» eine erfolgreiche Wahl. Monika Montanari, Hedingen

Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Zu den Erneuerungswahlen werden am Dienstag, 10. April, letztmals Leserbriefe publiziert. Diese müssen die Redaktion bis Freitagmittag erreicht haben. (Red.)

Wahlen in Bonstetten. Ein Leser des «Anzeigers» schrieb im Februar: «Mutig ist, wer trotz dieses Schlamassels nochmals kandidiert». Bezogen hat er sich auf die verfahrene Situation im Bonstetter Gemeinderat, welche nun auch die Wahlen in Bonstetten überschattet. Mut und im Besonderen meine Überzeugung, etwas zum Wohl der Gemeinde beitragen zu können, bringen mich dazu, erneut für den Gemeinderat zu kandidieren. Der Gemeinderat ist die Exekutivbehörde und hat von Gesetzes wegen die Aufgabe, als Kollegium die Gemeinde zu leiten. Ich erachte es als wichtig, dass alle Mitglieder dieses Gremiums trotz unterschiedlicher Meinungen stets fair zusammenarbeiten. Es muss um die Sache und um das Gemeinwohl gehen, nicht um Partikularinteressen oder ums Rechthaben. Dabei will ich meine Stärke einbringen. Ich bin ein Teamplayer, kann mich aber auch gut selbstständig in

Mittwoch, 4. April 2018

neue Themen einarbeiten. Mit meinen 22 Jahren kann ich mich weder mit einem umfangreichen Leistungsausweis noch mit grosser Lebenserfahrung profilieren. Dafür habe ich Motivation, Wille Simon Vergés. und Ausdauer, mich mit neuen Aufgaben zu beschäftigen und in Dossiers einzuarbeiten. Kurz, ich bin bereit das Amt eines Gemeinderates zu übernehmen. Wollen Sie mich näher kennenlernen? Dann können Sie sich heute Mittwoch, 4. April, zwischen 16 und 18 Uhr zu mir ins Café Betschart setzen und mit mir eine Tasse Kaffee oder Tee trinken. Ich beantworte gerne Ihre Fragen und freue mich auf angeregte Gespräche. Simon Vergés, SP Bonstetten

Markus Reich als Gemeinderat Wahlen in Bonstetten. Sicherheit und Ordnung in Bonstetten spürbar machen. Umweltanliegen und erneuerbare Energien in Bonstetten Markus Reich fördern. Markus Reich, 42, verheiratet mit Rahel, Vater von Linda (9) und Pascal (6). Die Vision: Ich wünsche mir ein sicheres Bonstetten mit moderner Gemeindeinfrastruktur und einem aktiven Umweltgedanken in der Bevölkerung. Gemeinderat in Bonstetten zu sein, bedeutet für mich, den Einwohnern zuzuhören und mir zu ihren Interessen und Ideen Gedanken zu machen. Nicht immer werde ich derselben Meinung sein oder ihre Anliegen persönlich vertreten können – da wo ich es kann, werde ich es tun. Die Legislatur: Ich setze mich in den nächsten vier Jahren dafür ein,

dass Bonstetten sich entwickeln kann. Zudem will ich Sicherheit – Schulwegsicherheit! Ich werde mich für eine Verbesserung der Situation an der Schachenstrasse bei den Schulhäusern einsetzen. Ich will dem aufkommenden Vandalismus an öffentlichen oder privaten Anlagen entgegentreten. Ich setze mich aktiv für Verbesserungen und neue Ideen ein, die dem Umweltgedanken Rechnung tragen. Abfalltrennung, Entsorgung und Recycling sollen in Bonstetten bequem möglich sein. Ich will eine zentrale Plattform in Bonstetten, dank welcher die Bevölkerung dem Gemeinderat auf modernen und digitalen Wegen Ideen und Wünsche melden kann und diese transparent für alle beantwortet werden. Ich wünsche mir eine aktive und gut informierte Bevölkerung in Bonstetten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Markus Reich, FDP Bonstetten-StallikonWettswil

Wählen Sie mich nicht … Wahlen in Bonstetten. ... wenn Sie der Meinung sind, in Bonstetten sei alles in bester Ordnung, die bisher im Gemeinderat vertretenen Parteien richten es schon und es brauche keine Leute, die nicht dazu gehören. Wählen Sie mich nicht, wenn Sie all den schönen Schlagworten vertrauen, mit denen um die Gunst der Wähler geworben wird. Wählen Sie mich nicht, wenn Sie meinen, das ist doch alles nicht so kompliziert, da genügt gesunder Menschenverstand, Juristen schaden nur in einem solchen Gremium. Wenn Sie aber anderer Ansicht sind, so habe ich nichts dagegen, wenn Sie (neben Christina Kienberger und Simon Vergés) auch meinen Namen auf den Wahlzettel schreiben. Denn ich bin der Meinung, dass dem Bonstetter Gemeinderat die eine oder andere Veränderung gut tut und dass es nicht genügt, vor den Wahlen Schlagworte zu strapazieren, die nach der Wahl für die nächsten vier Jahre sowieso wieder vergessen werden. Ich bin der Ansicht, dass Sachverstand –

auch juristischer Art – die Arbeit in einem Gemeinderat erleichtert, ja gar erst ermöglicht. Seriöses Erarbeiten von Entscheidungsgrundlagen, offene und faire Diskussion im Erwin Gremium, demoLeuenberger. kratische Entscheide sowie akzeptieren und durchsetzen der Mehrheitsentscheide, das ist mein Stil, den ich mir in meinen Berufen erworben habe. Etwas trocken, ich weiss. Aber nur so kann ein Gemeinderat funktionieren. Ein Gemeinderat ist kein Wohlfühlgremium. Er ist seinen Einwohnern verpflichtet und hat in erster Linie dem Gesamtwohl der Gemeinde zu dienen. Da haben persönliche, meist egoistische Interessen zurückzutreten. Wenn Sie meine Ansichten teilen, dann: Wählen Sie mich. Erwin Leuenberger, Bonstetten

Hermann Brütsch in den Stadtrat

Jimena Paluch als Schulpräsidentin

Wahlen in Affoltern.

Wahlen in Stallikon.

An der letzten Gemeindeversammlung vom 12. März hat Hermann Brütsch den Projektierungskredit für den Neubau des Seewadel vorgestellt. Es war für mich sehr eindrücklich, mit welcher Leidenschaft er diesen Antrag vertreten hat, der bei einem Grossteil der Stimmberechtigten auf Ablehnung gestossen ist. Bei seinen Antworten auf die Argumente der Gegner blieb er sachlich, und war trotzdem sehr engagiert, eben mit Herzblut dabei. Solche Menschen braucht Affoltern, um sich weiter zu entwickeln und um die anstehenden Probleme zu lösen. Menschen, die sich tatkräftig einsetzen, in harten aber fairen Diskussionen pragmatische Lösungen im Team erarbeiten und nicht beim ersten bisschen Gegenwind umfallen. Menschen, die eine klare Position beziehen und auf die sich der Stimmbürger verlassen kann. Natürlich polarisiert eine solche Persönlichkeit und ist nicht bei jedermann beliebt. Die Frage ist jedoch, wollen wir Ja-Sager und Duckmäuser im Stadtrat oder wollen wir Stadträte, die sich engagiert für Affoltern einsetzen? Hermann Brütsch hat ein deutliches Statement bei der Kandidatenvorstellung abgegeben: «Ich halte, was ich verspreche, und deshalb verspreche ich nicht viel». Darum: Geben Sie Hermann Brütsch Ihre Stimme, wählen Sie ihn in den Stadtrat, und Sie haben eine gute Wahl getroffen!

Jimena Paluch ist seit gut acht Jahren meine Nachbarin. Nach so langer Zeit kann man schon sagen, man kennt sich. Sie ist eine engagierte Persönlichkeit. Sei es mit ihrer Familie oder beim Familienclub, wo sie sich über viele Jahre als Präsidentin und im Vorstand engagiert. Als ich sie vor drei Jahren fragte, ob sie mithelfen möchte das Projekt Zentrum Kafimüli anzugehen, hat sie ja gesagt. Ohne Zögern und mit viel Engagement. Schon wieder nenne ich engagieren, eine Umschreibung, die auf Jimena Paluch vorzüglich passt. Sie hat zwei Kinder im Primarschulalter und ist als Familienmanagerin zusammen mit ihrem Mann ein gutes Team. Um das nötige Wissen für dieses Amt anzueignen, hat sie sich gut informiert und mit ihrem Netzwerk, das über die Region reicht, schon rege ausgetauscht. Ihr Beruf und Erfahrung von Bewirtschaftung kommen ihr zugut. Ich empfehle den Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen von Stallikon (Maria) Jimena Paluch zur Schulpflege-Präsidentin zu wählen. Was sie anpackt, macht sie gut. Eine engagierte Macherin mit Sozialkompetenz, das können wir in Stallikon brauchen.

Isabella Horvath, Affoltern a. A.

Wahlplakate gestohlen Wahlen in Wettswil. Im ganzen Bezirk laufen die Vorbereitungen für die anstehenden Kommunalwahlen. Dazu gehört auch das Aufstellen von Plakaten. Dies wird von den meisten Kandidierenden so gehalten. Auch wir haben für unsere Behördenmitglieder Plakate angefertigt und aufgestellt. Dies in Absprache mit den jeweiligen Grundeigentümern. Umso mehr sind wir enttäuscht und erstaunt, dass bis heute vier Plakate, inklusive Befestigung, unserer Kandidatin für das Gemeindepräsidium gestohlen wurden. Wir wünschen uns für alle Beteiligten einen fairen Wahlkampf und halten dies auch so. Vielleicht hat der «Dieb» ja auch die Grösse, die entwendeten Plakate wieder aufzustellen oder uns zurückzugeben, damit diese nicht in der freien Natur «entsorgt» werden. Wir sind auch gerne zu einem Gespräch bereit, sollte er ein Problem mit unserer Partei oder Kandidatin haben. Allfällige Hinweise nehmen wir gerne entgegen. Reto Hitz, FDP Bonstetten-Stallikon-Wettswil

Wahlapéro in Wettswil Am 15. April finden die Gemeinderatswahlen in unserer idyllischen Gemeinde Wettswil statt. Gerne möchte ich Sie einladen zum Wahlapéro im Turmhüüsli ab 11 Uhr. Ich freue mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand, zusammen mit Ihnen anzustossen auf die vergangenen Wochen im Wahlkampf und den neu gewählten Gemeinderat. Für Speis und Trank ist gesorgt. Wir können rund 30 Gäste empfangen. Ich freue mich auf den persönlichen Austausch mit Ihnen. Miriam Fischer Wolf, SVP Vizepräsidentin, Gemeinderatskandidatin, Wettswil

Lutz Eichelkraut, Stallikon

Keine Sesselkleber Wahlen in Stallikon. Zwar kennt man weltweit den Slogan: «never change a winning team»-- auch bei uns. Wir verstehen aber die Welt nicht mehr, wenn – als Beispiel – die Steuererhöhung um zehn Prozent ein «Gewinn» sein soll; vorgeschlagen vom amtierenden Gemeinderat, anlässlich der letzten, mühselig verlaufenden Budget-Gemeindeversammlung. Und als «Supergewinn» und Krone obendrauf ein Gemeindeschreiber, der durch Ferienabwesenheit glänzt! Darum grundsätzlich keine einzige Stimme dem «Senioren-Chränzli» in der Stalliker Behörde! Wir wählen daher in den neu zu bestellenden Gemeinderat – in alphabetischer Reihenfolge – die neu kandidierenden: Valérie Battiston, Chris Nokes, Ingrid Spiess, und Jimena Paluch als Mitglied und Präsidentin der Primarschulpflege. Also, in diesem Sinne: Alt und Jung an die Urne, oder brieflich wählen! Erwin Gasser, Stallikon

Täuschung der Wähler Gemeinderatswahlen Stallikon Erwin Gasser, Alt-Gemeinderat, empfiehlt mittels eines gelben Flugblatts, das in die Briefkästen in Stallikon gelegt wurde, vier neue Kandidierende für den Gemeinderat. Inhaltlich gleicht die Aussage einer Abrechnung mit dem bisherigen Gemeinderat «Senioren-Chränzli» (Originaltext im Flugblatt), die angeblich Sesselkleber sein sollen. Dass das «SeniorenChränzli» ausgerechnet durch einen 74-jährigen Chris Nokes und eine 62jährige Ingrid Spiess abgelöst werden soll, ist eine Täuschung des Wählers. Ich bin gerne für Veränderungen und hoffe auf neue Ideen und Impulse durch jüngere, engagierte und initiative Personen, die sich in den Gemeinderat wählen lassen. Bisherige und «neue» Gemeinderäte, die das Pensionsalter in der Legislaturperiode erreichen oder schon längst überschritten haben, wähle ich (68-jährig) nicht. Beat Zbinden, Stallikon


Forum

Empfehlung für den Stadtrat Wahlen in Affoltern. Es freut mich sehr, dass sich Eliane Studer Kilchenmann entschieden hat, für den Stadtrat zu kandidieren, Ich kenne Eliane Studer schon seit vielen Jahren. Wir arbeiteten beide als Kindergärtnerinnen in Affoltern und die Zusammenarbeit mit ihr schätzte ich sehr, sie war angenehm und bereichernd. Schon damals interessierte und engagierte sich Eliane Studer für das Gemeinwohl, sie übernahm gerne verschiedenste Aufgaben und Ämter, setzte sich mit grossem Engagement für eine Sache ein und drückte sich nicht vor schwierigen Aufträgen. Als Kindergärtnerin, als ehemalige Präsidentin des Vereins Familienzentrum und als Mutter zweier Kinder, kennt Eliane Studer Kilchenmann unser Dorf und die Anliegen der Bevölkerung gut. Sie wird sich dafür einsetzen, dass unser Dorf auch als Stadt lebenswert und liebenswert bleibt. Deshalb empfehle ich, diese aufgeschlossene junge Frau in den Stadtrat zu wählen. Wie gesagt, es würde mich sehr freuen. Ich unterstütze auch Markus Gasser, er hat sich als Gemeinderat bewährt und verdient es, wieder gewählt zu werden, wie auch Martin Gallusser. Ursula Leuenberger, Affoltern

Halt, sichern! Zur Zukunft des Spitals Affoltern. Die Diskussionen über die Zukunft des Spitals Affoltern erscheinen mir immer mehr wie eine Seefahrt im dichten Nebel ohne Nebelhorn und Radar. Reeder, Kapitän, Lotse und Mannschaft reden aneinander vorbei und können sich nicht über den Kurs des Schiffes einigen. So ist zu erwarten, dass der Kahn über kurz oder lang auf Grund läuft und untergehen wird. Deshalb muss jetzt der Befehl ergehen: Halt, sichern! Denn Zweckverband, interkommunale Anstalt oder gemeinnützige Aktiengesellschaft sind alles Begriffe, mit denen die Ämtler Bewohnerinnen und Bewohner und notabene Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht viel anfangen können. Meiner Ansicht nach muss die Ämtler Bevölkerung baldmöglichst in einer rechtlich nicht bindenden Konsultativabstimmung über die Zukunft des Spitals befragt werden. Will man ein Akutspital mit angegliederter Langzeitpflege und Palliative Care wie gehabt, aber mit neuer Rechtsform? Oder will man ein privatisiertes Gesundheitszentrum ohne Akut-Medizin, aber mit 24-Stunden-Notfallpraxis, Rettungsfahrzeugen, ebenfalls mit Langzeitpflege und Palliative Care und der Möglichkeit, dass sich weitere Leistungsbereiche einmieten können? Das wäre ein Modell, das die Gemeinden und die Bevölkerung nichts mehr kosten würde. Ein Vorschlag zu einer solchen Lösung liegt von der Firma Solviva AG vor. Der Vorschlag wurde in Hedingen anlässlich der Orientierungsversammlung zur Abstimmung zum Austritt aus dem Zweckverband vorgestellt, und er ist im Internet unter www.solviva.ch einzusehen. Ich erwähne dies als besorgter Einwohner des Säuliamts, der nicht irgendwelche Interessen vertritt. Laut Zürcher Gesundheitsdirektion wird das Spital Affoltern als «nicht versorgungsrelevant» eingestuft. Die Betriebskommission hat davon schon seit letztem Dezember Kenntnis. Deshalb ist es überhaupt nicht sicher, ob das Spital Affoltern ab 2022 noch auf der Spitalliste figurieren wird. Es ist meiner Meinung nach daher mehr als unklug, demnächst über sehr viel Geld fürs Spital Affoltern abzustimmen. René von Euw, Obfelden

Mittwoch, 4. April 2018

Markus E. Meier in den Stadtrat

Zwei Bisherige für die Sek Hausen

Wahlen in Affoltern am Albis.

Wahlen in Hausen, Kappel und Rifferswil.

Ich durfte in den letzten vier Jahren, dem Ressort Sicherheit auf politischer Ebene vorstehen. Ich konnte dabei alle meine Wahlversprechungen einhalten. Diese waren: Keine Willkür und Vetternwirtschaft in meinem Ressort, Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren (wir sind im Kriminalranking hinter dem Bezirk Andelfingen die Nr. 2 in der Statistik) und keine unnötigen Ausgaben zu akzeptieren. Selbstverständlich konnte ich dabei auf die Unterstützung meiner Ratskollegin und Ratskollegen zählen. Das ganze Gemeinderatsteam zog in der letzten Legislatur an einem Strick. Nur so war es möglich die Einheitsgemeinde in so kurzer Zeit zu realisieren. Kosten zu optimieren war das oberste Ziel aller. Die Zahlen beweisen, dass uns auch das gelungen ist. Wir haben die Polizei, vor allem personell, neu ausgerichtet und reformiert. Meine Vorgabe, mit Augenmass und gesundem Menschenverstand zu agieren, wurde umgesetzt. Auch bei der Feuerwehr wurden bestehende Strukturen und Aufgaben, welche den

Leistungsauftrag nicht mehr erfüllen konnten, aufgehoben und damit auch Kosten gespart. Durch die neue Besoldungsanpassung, wurde die Entschädigung der FeuerwehranMarkus E. Meier. gehörigen fair gestaltet. Ich denke, ich habe meinen Leistungsausweis abgegeben. Ich werde auch in den nächsten vier Jahren zu einer gesunden und nachhaltigen Entwicklung der jungen Stadt Affoltern am Albis beitragen. Ich bin davon überzeugt, dass ich auch in Zukunft die Geschicke des Bezirkshauptorts mitgestalten und mitprägen kann. Ich werde weiterhin mit dem Steuerfranken sehr sorgsam umgehen. Das verspreche ich, dafür stehe ich ein. Ich danke Ihnen schon jetzt, für Ihre Wahlstimme am 15. April in den Stadtrat Affoltern am Albis. Markus E. Meier, GR Ressort Sicherheit, Affoltern a. A.

Thomas Wassmer neu in den Gemeinderat Wahlen in Bonstetten. Politik hat mich schon immer interessiert, entsprechend viel Engagement habe ich bereits in verschiedenen Ämter bewiesen. Nach der Lehre als Forstwart und verschiedenen Tätigkeiten auf dem Bau, habe ich Wirtschaftsrecht und Betriebswirtschaft studiert. Währenddessen hatte ich verschiedene Funktionen in der Buchhaltung, Bank und Treuhandwesen, sowie im Projektmanagement. Heute arbeite ich als Treuhänder und Dozent. Unserem «Baustettä», wie man hier zu Dorfe Bonstetten ebenfalls nennt, fühle ich mich sehr verbunden. Bonstetten ist meine Heimat, die mir sehr wichtig ist. Das hat mich dazu bewogen, für den Gemeinderat zu kandidieren. In den letzten beiden Jahren habe ich mich intensiv mit dem Gemeinderatsmandat und dem Gemeinwesen beschäftigt, weshalb ich auch weiss, was im Falle einer Wahl auf mich zukom-

men würde. Mir ist es wichtig, dass Bonstetten seine Attraktivität behält und weiterhin ein derart vielfältiges Angebot, von A wie Arzt bis Z wie Zentrum bieten kann. Bonstetten Thomas Wassmer. hat auch ganz hervorragende Institutionen, Anlagen und Infrastrukturen, welche unsere Vorgänger und Vorfahren aufgebaut haben. Dem müssen wir höchste Sorge tragen, damit wir und künftige Generationen noch lange davon profitieren können. Aus meiner Sicht sollte der Dialog zwischen Gemeinderat und Bevölkerung viel mehr forciert werden. Ich bin überzeugt, dies würde beide Seiten wesentlich vorwärtsbringen. Thomas Wassmer, Bonstetten

Gemeinderat Claude Wuillemin hat Wort gehalten Wahlen in Bonstetten. Als Claude Wuillemin im Jahr 2014 sein Amt antrat, hat er unter anderem gesagt: «Ich werde mich immer für die Vereine im Dorf engagieren». Ich konnte hautnah erleben, wie er uns Vereinsvertreter immer ernst genommen und unsere Anliegen im Gemeinderat vertreten hat. Durch sein Engagement zeigt Claude Wuillemin, dass Taten an der Front entscheidend sind und nicht Versprechen auf Flyern. So hat er zum Beispiel das neue Reglement betreffend Unterstützung der Vereine und Vermietung der Gemeindeliegenschaften zusammen mit Claudia Schuler vorangetrieben. Diese Umsetzung ist nun per 1. Januar 2018 in Kraft getreten und bietet den Vereinen beste Rahmenbedingungen für ihr Wirken. Im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Bezirk geniessen die Vereine von Bonstetten die grösste Unterstützung durch die Gemeindebehörden. Dafür gebührt dem ganzen Gemeinderat ein herzlicher Dank. Viele Vereinsmitglieder schätzen den unermüdlichen und uneigennüt-

zigen Einsatz von Claude Wuillemin sehr. Mit weit mehr als einem Dutzend Besuchen an Generalversammlungen pro Jahr, diversen Helfereinsätzen an Festen und Anlässen, sowie Ehrungen von langjährigen Vereinsmitgliedern und Sportlern mit ausgezeichneten Leistungen, zeigt Claude Wuillemin seine Begeisterung für unser Dorfleben. Als Schulleiterin der Jugendmusik Bezirk Affoltern am Albis (Jumba) schätze ich seine offene und lösungsorientierte Art und freute mich insbesondere über seine Präsenz an unseren Konzerten und seine Ehrung von Telesforo Kübler, Bonstetten, welcher als Tambour in einem Wettspiel eine ausgezeichnete Leistung erbrachte. Claude Wuillemin nahm sich extra die Zeit, um Telesforo bei seinem Arbeitsplatz zu besuchen, ihn im Namen der Gemeinde zu ehren und ihm für seine Leistung zu gratulieren. Aufgrund seines sehr aktiven und vereinsnahen Engagements empfehle ich allen Bonstetterinnen und Bonstettern, Claude Wuillemin wieder auf den Wahlzettel zu schreiben. Silvia Frech, Bonstetten

Nach zwei erfolgreichen Legislaturen treten die beiden parteilosen Claudio Rütimann und Martin Wälti nochmals zur Wahl in die Sekundarschulpflege Hausen a. A., Kappel a. A. und Rifferswil für die Amtsperiode 2018 bis 2022 an. Damit wollen sie den Wissenstransfer sicherstellen und begonnene Projekte erfolgreich abschliessen. Beide haben ihre politische Karriere vor acht Jahren an der Sek Hausen begonnen. Gerne möchten sie die vielfältig erworbenen Kenntnisse rund um den Schulalltag, kantonale Vorgaben, regionale und kommunale Eigenheiten und Sonderheiten auch weiterhin zugunsten der Sekundarschulgemeinde Hausen einsetzen. So bringt der abteilungsdurchmischte Unterricht für die Sek Hausen sowohl auf kommunaler Ebene Vorteile, wie auch für die Schüler und Schülerinnen. Diese haben an unserer kleinen und übersichtlichen Schule die einmalige Möglichkeit, ihre Persönlichkeit in dem Masse weiterzuentwickeln, wie sonst an kaum einem anderen Ort. Dies kommt ihnen in der Berufslehre aber auch im Gymnasium immer wieder zugute, wie von ehemaligen Schülern zu hören ist. Claudio Rütimann konnte als Vorstand des Ressorts Sonderpädagogik und Finanzen verschiedene Aspekte im Schulwesen kennenlernen, welche unter Umständen hohe Kosten verursachen können. Durch die gute Zusammenarbeit mit den involvierten Personen und eine weitsichtige Finanzplanung konnte das Haushalts-

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Claudio Rütimann (li.), Martin Wälti. gleichgewicht gewährleistet werden, was auch in Zukunft ein erklärtes Ziel von Claudio Rütimann ist: «Für mich ist es wichtig, dass wir uns auf unser Kerngeschäft, die Aufgaben der öffentlichen Schule konzentrieren und so unsere Kosten im Griff behalten können. Die zweite Pendenz, die ich in dieser Legislatur erledigen will, ist der Abschluss der Vorbereitung des neuen Rechnungswesens HRM2.» Martin Wälti bekam Einblick in das durch das Stimmvolk abgeschaffte Ressort Hauswirtschaftliche Fortbildungskurse, bevor er Vorstand des Schulbetriebs wurde und mit der Reduzierung der Exekutive von sieben auf fünf Mitglieder das Ressort Liegenschaften übernahm. Durch die Fortführung des umsichtigen Liegenschaftsunterhalts stehen die Schulanlagen in einem guten Zustand da, um den Lehrpersonen und Schülern einen geeigneten Unterrichtsort zur Verfügung zu stellen. Die enge Verflechtung zwischen Liegenschaften und Finanzen sowie die gute Zusammenarbeit der beiden, motivierte diese für die kommende Amtszeit noch einmal anzutreten. Claudio Rütimann, Martin Wälti

Vier Kandidierende für die Kirchenpflege Wahlen in Stallikon, Wettswil. Für die reformierte Kirchenpflege Stallikon-Wettswil stellen sich von den bisherigen Mitgliedern Marion Suter und Remo Vanossi wieder zur Verfügung. Erfreulicherweise konnten nun ganz kurzfristig vor dem Wahlsonntag noch zwei weitere Personen für das Amt in der Kirchenpflege gefunden werden. Dies sind Regula Bolle (1955) und Monika Stierli (1964). Regula Bolle ist Kaufmännische Angestellte, Familienfrau und Detailhandelsangestellte. Sie wohnt seit 32 Jahren mit ihrer Familie in Stallikon und ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern. «In dieser langen Zeit sind mir die Gemeinde und die Kirche sehr ans Herz gewachsen. Darum habe ich mich entschlossen, mich als Kandidatin für das Amt in der Kirchenpflege zur Verfügung zu stellen.» Monika Stierli ist Postangestellte und Familienfrau. Sie lebt mit ihrer Familie, zu der zwei erwachsene Töchter gehören, seit 22 Jahren in Stalli-

Regula Bolle.

Monika Stierli.

kon. «Ich möchte, dass die Kirche Stallikon-Wettswil weiter unabhängig, persönlich und nah bleibt. Sie soll ein Ort sein, wo sich alle Menschen, von Jung bis Alt, gut aufgehoben fühlen. Darum stelle ich mich gerne zur Wahl in die Kirchenpflege.» Die Kirchenpflege Stallikon-Wettswil freut sich über diese weiteren Kandidatinnen und bittet ihre Mitglieder, Regula Bolle und Monika Stierli zusätzlich auf dem Wahlzettel aufzuführen. Marianne Voss

Ausrufe- oder Fragezeichen? «Lamm – ein himmlischer Genuss», «Anzeiger» vom 30. März. Nein, ich zähle die Fragezeichen in der Bibel nicht. Vermute jedoch, dass in keinem Textteil der Heiligen Schrift dieses Satzzeichen in so hoher Konzentration vorkommt, wie im Frontartikel des «Anzeigers» im Abschnitt «Jesu Tod – Preis unserer Erlösung?». Nicht weniger als acht Mal fragt sich der Schreiber, ob seine Erläuterungen wohl wahr wären? Ein aussagekräftiger Satz, ganz am Anfang der Bibel, endet mit eben diesem Satzzeichen. Die Frage wird von

einem Tier gestellt. Es kriecht, sticht sich in die Ferse, eine schmierige Spur hinter sich lassend. «Hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft die Früchte von den Bäumen des Gartens nicht essen, sonst würdet ihr sterben?» Etwas später fährt dasselbe Tier fort: «Glaubt doch das nicht, auf keinen Fall werdet ihr sterben.» Es ist mir bekannt, dass die Bibel viele Fragen aufwirft. Doch leider werden von den Menschen noch viel mehr Fragezeichen in den biblischen Text hineininterpretiert. Helen Haab, Mettmenstetten


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Forum

Mittwoch, 4. April 2018

Ehrverletzende Kampagne

«Lieber öV statt Stau»

Wahlen in Bonstetten: diffamierendes Flugblatt.

«Kantonsräte meinen» vom 30. März.

Am Osterwochenende wurde in Bonstetten ein Flyer in alle Haushaltungen verteilt. Autor: Reimund Illi. Der Inhalt ist diffamierend und sein Wahrheitsgehalt entbehrt jeglicher wahrheitsgetreuer Grundlage. Darin werde ich als Präsident der SVP zitiert, ich hätte mich für eine Aussage im «Anzeiger» entschuldigen müssen, weil Claude Wuillemin gelogen habe. Fakt ist, dass die Aussagen des Gemeindepräsidenten an der Gemeindeversammlung gegenüber Gemeinderat Claude Wuillemin falsch waren. Die

Dicke Post Wahlen in Bonstetten. Das ist dicke Post, was da kurz vor Ostern, und damit kurz vor den Gemeinderatswahlen den Bonstetter Stimmbürgern ins Haus flatterte. Eine Liste von «Sünden» von C. Wuillemin, einem Gemeinderatskandidat, wird da aufgelistet. Wahrlich dicke Post! R. Illi, der Verfasser, wird genau wissen, was er geschrieben hat, nennt er doch seinen ganzen Namen und würde, wären zu viel der Sünden erwähnt, wohl Arges erleben. Es ist klar, dass wir keinen Gemeinderat dieses Kalibers wollen, würde er doch die Geschicke unseres schönen Dorfes mitgestalten. Wir brauchen ja keine Engel im Rat, aber doch ehrliche, vertrauenswürdige Personen. Adolf Bühler, Bonstetten

Medien haben eine Richtigstellung publiziert. Tatsache ist, dass ich gegenüber dem Statthalter den Begriff «von Amtes wegen» korrigiert habe. Wenn eine Amtsperson eine Anzeige «von Amtes wegen» erhebt, dann liegt ein Offizialdelikt vor. Dies war im Fall des Gemeindepräsidenten nicht so. Die Fakten, die dem Statthalter vorlagen, waren so eindeutig, dass er mit dem Einverständnis der beiden Vertreter des Gemeinderates ein Administrativverfahren eingeleitet hat. (Der «Anzeiger» berichtete darüber schon mehrmals). Unser Gemeinderatskandidat Claude Wuillemin hat in keiner Weise

gelogen. Darum musste ich mich auch nicht entschuldigen. Es ist sehr befremdend, dass Reimund Illi einen absolut fähigen und beliebten Kandidaten derart attackiert, nachdem die Wahlkampagne bis letzte Woche absolut fair verlief. Die SVP steht voll zu ihrem Kandidaten und hofft sehr, dass sich die Bürgerinnen und Bürger durch diese ehrverletzende Kampagne nicht beeinflussen lassen und Claude Wuillemin auf den Wahlzettel schreiben. Ebenfalls empfehlen wir den zweiten Kandidaten der SVP: Thomas Wassmer zur Wahl. Andi Glättli, Präsident SVP Bonstetten

Irene Häsler Grütter in die Sek-Schulpflege Wahlen in Bonstetten. Da der 5. Sitz für die Sekundarschulpflege vakant ist, stelle ich mich gerne für dieses Amt zur Verfügung. Ich wurde 1979 in Zürich geboren und wohne seit 2011 mit meiner Familie (2 Kinder im Primarschulalter) in Bonstetten. Wir fühlen uns in der Gemeinde sehr wohl, weshalb ich der Gemeinschaft auch etwas zurückgeben möchte. Ich bin ausgebildete Oberstufenlehrerin für Mathematik und Naturwissenschaften und könnte mich von Berufes wegen mit meinem Wissen in der Sekundarschulpflege einbringen. Es

ist mir ein grosses Anliegen, dass die Sekundarschule auf ihrem bisherigen hohen Niveau bleibt. Derzeit engagiere ich mich im Elternrat der Primarschule Bonstetten und bin im Familienclub Wettswil-Bonstetten zusammen mit einer Kollegin für den Bauspielplatz zuständig. Ausserdem bin ich in der Orchestergesellschaft Affoltern am Albis Violinistin wie auch Vorstandsmitglied. Ich bitte Sie, auf dem Wahlzettel für die Sekundarschulpflege meinen Namen auf der 5. Zeile aufzuführen. Irene Häsler Grütter, Bonstetten.

Affoltern und seine Räte

Yvonne Piguet ist die Richtige!

Handtücher werfen

Wahlen in Affoltern.

Gemeinderatswahlen in Ottenbach, Leserbrief vom 30. März.

Gemeinderatswahlen in Ottenbach, Leserbrief vom 30. März.

Hansruedi Good ist der Mann, der Klartext redet. Erstens getraut er sich, Stellung zu nehmen und versteckt sich nicht mit dem Hinweis wie «Parteinahme im Wahlkampf – das geht gar nicht für ein RPK-Mitglied». Und er setzt noch eins drauf und verweist auf horrende Kosten für Springer, die unbesetzte Arbeitsplätze überbrücken müssen. Auch hier würden sich manche RPK-Mitglieder lieber die Zunge abbeissen. Es ist beachtlich, dass HR. Good so unbelastet agiert. Ich denke aber, dass seine Angaben übertrieben und falsch sind. Ein Springer-Einsatz erfolgt in jener Zeitspanne, in der für die offene Stelle kein Salär bezahlt wird. Von massiven Mehrkosten kann wohl nicht die Rede sein. Und wie kann es dem seriösen Rechnungsprüfer entgangen sein, dass Yvonne Piguet in ihrem Flyer ausführlich den Hintergrund ihrer Motivation für eine Kandidatur als Gemeinderätin beschrieben hat? Zudem stand sie vor Wochenfrist auf dem Dorfplatz Red und Antwort, sie stellte sich als einzige der Kandidaten der Öffentlichkeit. Und schliesslich hat Frau Piguet in ihrem Leserbrief (27. März) schlüssig begründet, warum sie ihre Anstellung auf der Gemeinde Ottenbach nach neun Monaten beendete und sich nun gleichwohl für unsere Gemeinde im Gemeinderat einsetzen möchte. Hubert Treichler hat ausserdem im «Anzeiger» vom 20. März offen verkündet, dass er einen Ressortwechsel ins Auge fasst. Soll dann Sicherheitsfachmann Hans Hanselmann die Finanzen übernehmen und Ingenieur/Fahrlehrer Hubert Treichler die Polizei? Als umsichtiges RPK-Mitglied sollte HR. Good nochmals über die Bücher. Ich möchte unsere Finanzen lieber einer ausgewiesenen Finanzfachfrau anvertrauen. Ich jedenfalls wähle Yvonne Piguet, als die für die Sache wahrscheinlich Kompetentere.

Handtücher werfen liegt mir nicht. Meine Arbeitsbiografie zeigt, dass ich den meisten Arbeitgebern sehr lange treu war. Warum ist Ottenbach also ein 9-monatiger Ausreisser? Auf die berühmte Rekrutierungsfrage «wo sehen Sie sich in fünf Jahren?» hätte ich damals geantwortet: «In Ottenbach wohnen und nochmals fünf Jahre als Leiterin Finanzen auf der Gemeinde anhängen.» Aber es läuft eben nicht immer alles so, wie man es plant. Kurzeinsätze finden sich bei den meisten Arbeitnehmern, bei Ihnen nicht? Wir können eben nicht alle Faktoren selber bestimmen und voraussehen. Zu diesen Faktoren gehörte auch, dass ich das Aufgabengebiet nach der Einarbeitung als zu begrenzt empfand, wie ich das vor einer Woche an dieser Stelle geschrieben habe. Auch fand die Analyse und Neuausrichtung der Gemeindeverwaltung durch den Gemeinderat erst nach meinem Abgang statt. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich zur Kündigung entschlossen. Ich ziehe es vor, einen Schlussstrich unter unbefriedigende Situationen zu ziehen, statt sie auszusitzen und auf bessere Zeiten zu hoffen. Im konkreten Fall war es mir auch wichtig, im Guten zu gehen, denn nach wie vor fühle ich mich der Gemeinde verbunden, bin interessiert an der Zukunft von Ottenbach mitzuwirken und habe mich so für eine Kandidatur entschieden. Geschätzter Herr Good, mir gefällt Ihr kritischer, ehrlicher und offener Leserbrief, in dem sie sich als sorgender Rechnungsprüfer für die Gemeinde profilieren. Als ausgewiesene Finanzfachfrau mit langjähriger Erfahrung ist mir Transparenz und Klarheit wichtig. Die Zusammenarbeit mit Ihnen würde mich sehr freuen, da wir beide gerne Verantwortung übernehmen. Ich übernehme sie aber auch für meine persönliche Zufriedenheit.

Das Eigentum ist gewährleistet Art. 26 Bundesverfassung. Was aber, wenn dieses Eigentum den städtebaulichen Gelüsten unserer Räte im Wege steht? Wie das trotzdem geht, erfahren gerade die Einwohner von Bahnhof West, da werden Hausbesitzer, welche über 70 Jahre hier leben, gnadenlos in Schulden getrieben, die ihnen von der Gemeindeverwaltung zwecks Quartierplanverfahren und dem damit zusammenhängendem Ausbau von Quartierstrassen usw. überbürdet werden. Die Gemeindebehörde ist sich im Klaren darüber, dass ein Aufstocken der Hypothek in diesem Alter nicht möglich ist (wir haben ja einen Bankfachmann als Präsidenten), weshalb ein Verkauf schon fast der einzige Ausweg aus der Schuldenfalle ist. Begonnen hat alles mit der Aufzonung (2012) unter dem Vorgänger von Clemens Grötsch, welcher damals schon im Gemeinderat als Hochbauvorstand tätig war (ab 2010). Ebenso mit dabei: Hans Finsler, Tiefbauvorstand (2010). 30 Jahre werde eh nichts geschehen, so die Worte des damaligen Gemeindepräsidenten an der Gemeindeversammlung. Für sehr viele, vor allem ältere Anwesende ein wichtiger Punkt, um einer Aufzonung zuzustimmen. Kurz darauf wurde Grötsch zum Gemeindepräsidenten erkoren und Finsler amtiert nun als Hochbauvorstand. Bereits drei Jahre nach dieser Abstimmung haben unsere Räte wohl «vergessen» wie lange nichts geschehen soll und begannen mit dem Quartierplanverfahren Bahnhof West. Hier einige Meinungen zum Vorgehen des Gemeinderates von Betroffenen (handschriftlich vorliegend): «Wir fühlen uns betrogen und angelogen», «ich wüsste nicht wie bezahlen», «ich müsste mein Haus verkaufen», «kein Vertrauen in die Gemeinderäte», «Altersvorsorge betroffen» ... Es besteht Handlungsbedarf. Meine Empfehlung: Streichen Sie die Herren Grötsch und Finsler von der Liste. Anton Fuchs, Affoltern

Hans Häusermann, Ottenbach

Yvonne Piguet, Gemeinderatskandidatin, Ottenbach

Stellen Sie sich den Stau am Limmattaler Kreuz und auf der Sihlhochstrasse vor, wenn die S-Bahn nicht mit 36 Doppelstockwagen pro Stunde Schüler und Pendler nach Zürich fahren würde, unterstützt von viertelstündlichen Gelenkbussen der Linie 200/210 durch den Üetlibergtunnel! Der ausgezeichnete öV ist eine effiziente und umweltfreundliche Säule unseres Verkehrskonzeptes und ausgerechnet da will die FDP sparen, indem der Zürcher Verkehrsfonds um jährlich dreissig Millionen gekürzt werden soll! Dabei konnte der Kanton in den letzten drei Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis vorweisen. Das nenne ich «Sparen auf Vorrat» und erst noch an der falschen Stelle! Kein Zufall. Die FDP und mit ihr deren Vertreter in der kantonsrätlichen Verkehrskommission, Olivier Hofmann – stimmen konsequent gegen ÖV-Projekte: den Ausbau des Brüt-

tiseller Tunnels, gegen den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofens und auch gegen Velowege und gegen mehr Veloparkplätze am Bahnhof Winterthur und nun sogar für eine Kürzung des Verkehrsfonds, aus dem der ZVV finanziert wird. Selbst SVP-Regierungsrat Kägi kann das nicht verstehen. (Der im Rat kaum umstrittene Bau der Limmattalbahn war da die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt). Und da fordern doch tatsächlich FDP-nahe Bürger aus Stallikon die Kostenübernahme für die schwach ausgelastete Verbindung vom Reppischtal nach Bonstetten – am Karsamstag sassen wir wieder einmal zu zweit im 80plätzigen Postauto. Wäre es da nicht sinnvoll, dass diese bei ihrem Parteikollegen Olivier Hofmann vorsprechen und ihn bitten, auf die Kürzung beim Verkehrsfonds zu verzichten, damit solche Randverbindungen finanziert werden können? Hans Wiesner, Alt-Kantonsrat glp, Bonstetten

Mia Zumsteg in die Schulpflege Wahlen in Stallikon.

schaft, mich einzuarbeiten. Und entsprechende Berufserfahrung.

Mia Zumsteg, Produktionsleiterin für Foto- und Werbefilmproduktionen, wohnt mit ihrer Familie in Stallikon Sellenbüren. Sie ist Hobbygärt- Mia Zumsteg. nerin und freiwillige Abfallsammlerin, liest gerne Bücher und hat eine Vorliebe für Architektur und Design.

Nennen Sie drei Ihrer Stärken. Kommunikationserfahrung, struktives Denken, Loyalität.

Warum kandidieren Sie für die Primarschulpflege? Ich mag Stallikon. Und bin dankbar, dass unsere Tochter mit Freude zur Schule geht. Als Mutter eines primarschulpflichtigen Kindes kenne ich die Schule aus der Elternperspektive. Höre, welche Themen Eltern und Schüler beschäftigen. Das sehe ich als grossen Vorteil. Für das Amt bringe ich die nötige Begeisterung mit. Die Bereit-

Und was für Ziele verfolgen Sie? Eine Schule, in der sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen, wo sie Stärken entwickeln können. Eine erfolgreiche Kooperation von Schule und Eltern. Die Schule soll offen sein für Neuerungen und mit dem gesellschaftlichen Wandel mitgehen. Und sie soll attraktiv bleiben für qualifiziertes Lehrpersonal, damit die besten Lehrer alle zu uns nach Stallikon wollen! Mia Zumsteg, parteilos, Stallikon

kon-

Was soll die Primarschule den Schülern vermitteln? Das Wichtigste: Positive Erfahrungen und Motivation. Die Schüler sollen ermutigt werden. Selbstvertrauen und Sozialkompetenz entwickeln. Und natürlich müssen die Lernziele erreicht werden.

Hans Amberg: bewährter Leistungsausweis Wahlen in Hausen. Hans Amberg, bisheriger Primarschulpflegepräsident, stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Seinen Leistungsausweis hat er in der vergangenen Legislaturperiode gezeigt. Nun wird er von einer Gegenkandidatin herausgefordert. Leider erfährt die Bevölkerung wenig, was die Gegenkandidatin anders oder besser machen will als der bisherige Primarschulpflegepräsident. Einziges Argument in den Leserbriefspalten und auf den Flyern scheint zu sein, dass es sich bei der Gegenkandidatur um eine Frau handelt. Wir begrüssen die Kandidaturen von qualifizierten Frauen und unterstützen dies auch. Allerdings kann es nicht sein, dass dies das einzige Argument bleibt. Welche Qualitäten hat denn die Kampfkandidatin, welche der bisherige Primarschulpflegepräsident nicht hatte? Warum soll die Wahlbevölkerung die bisher bewährte Lösung verlassen und ihr die Stimme geben? Darüber erfährt man sehr wenig. In der letzten Legislatur wurde der Bevölkerung ein Kredit zur Abstim-

mung vorgelegt für einen Doppelkindergarten mit Schulraum in Ebertswil. Mit überzeugender Mehrheit von 75 % wurde er angenommen. Inzwischen ist eine Projektgruppe an der Arbeit für eine Sporthalle mit Schulraum, um auch das Problem der engen Platzverhältnisse in Hausen zu lösen. Die Fachstelle für Schulbeurteilung hat unserer Primarschule ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, welches auf der Internetseite der Primarschule Hausen eingesehen werden kann. Diese positiven Aspekte, von denen hier nur einige genannt wurden, sind selbstverständlich nicht alleine auf den Primarschulpflegepräsidenten zurückzuführen. Aber er hat in dieser Zeit die Primarschulpflege umsichtig geführt und hat als Bindeglied zwischen dem Gemeinderat und der Primarschule überzeugende Arbeit geleistet. Aus diesem Grund sollte Hans Amberg auch in der kommenden Legislatur das Vertrauen als bewährter bisheriger Präsident der Primarschulpflege geschenkt werden. FDP Hausen


Gewerbe/Dienstleistungen

Degustation

«Der Revisor»

Mü’s Vinothek lockt mit Weinen aus sieben Ländern nach Affoltern. > Seite 13

Das Theater Kanton Zürich gastiert mit einer Verwechslungskomödie in Stallikon. > Seite 15

Bonstetter Wärme hautnah erleben Führung am 7. April in Bonstetten Zum Abschluss des Modernisierungsprojektes der Heizzentrale im Bonstetter Sekundarschulhaus organisiert die Firma Renercon im Auftrag des Wärmeverbundes Bonstetten einen Anlass. Interessierte können am Samstag, 7. April, die neue Heizzentrale besichtigen.

te Feinstaubfilter sorgt für noch sauberere Luft in den umliegenden Quartieren. Als Abschluss des Modernisierungsprojektes der Heizzentrale im Sekundarschulhaus organisiert die Firma Renercon im Auftrag des Wärmeverbundes Bonstetten einen Event. Wo normalerweise nur der Techniker Zutritt hat, führt der Wärmeverbund Bonstetten am Samstag, 7. April, um 14.15, 14.45 und 15.15 Uhr durch die Gänge der Heizzentrale und zeigt auf, wie aus Holz Wärme entsteht. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. (pd.)

Mittlerweile werden über 100 Wohneinheiten sowie die Sekundar- und Primarschule mit Bonstetter Fernwärme beheizt. Dadurch werden jährlich rund 500 Tonnen CO2 substituiert, was ungefähr 3.7 Millionen Autokilometern entspricht (135g/km CO2). Samstag, 7. April, 14.15, 14.45 und 15.15 Uhr. Beim Wärmeverbund Bonstetten Start: Sekundarschulhaus Bonstetten, Foyer stand im Sommer 2017 der Umbau Turnhalle. Weitere Infos unter: www.renercon.ch. der Heizzentrale im Vordergrund. Einerseits wurde ein 31 000 Liter fassender Pufferspeicher eingebaut, um die Verfügbarkeit und einen konstanteren Betrieb zu erreichen. Andererseits wurde der Spitzenlastkessel durch einen leistungsfähigeren ersetzt, welcher bei Revisionen und an sehr kalten Tagen eingesetzt wird. Um ein schnelleres Beheben bei Störungen im Wärmenetz zu gewährleisten, wurde das Leitsystem erneuert. Unter Aufsicht von Michael Kolman wird der Wasserspeicher Der neu installier- fast millimetergenau platziert. (Bild zvg.)

Mittwoch, 4. April 2018

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Über dem Strich Der FCWB holte in Balzers drei wertvolle Punkte im Kampf gegen die Relegation. > Seite 17

Mit viel Feingefühl Herrenmode verkaufen Trudi Sigwart arbeitet seit 20 Jahren bei Kaenzig in Hedingen Ein spezielles Arbeitsjubiläum feierte am 1. April die gelernte Textil-Verkäuferin Trudi Sigwart zusammen mit ihrer Arbeitgeberin, der Firma Kaenzig Herrenmode in Hedingen. Gute Menschenkenntnis und ein Gespür für die Wünsche der Kunden sind in ihrem Traumjob unabdingbar. ................................................... von martin mullis Es ist eine ganz typische Reaktion für die vitale und sehr sportliche Frau, welche ihr Arbeitsjubiläum feiert. Bereits vor der ersten Frage des Journalisten überreicht sie ihm eine mit akkurater Handschrift beschriebene A4Seite mit einigen Erklärungen über ihre langjährige Tätigkeit als Verkäuferin im Herrenmode-Fachgeschäft Kaenzig in Hedingen. Sie freut sich sichtlich, über ihre spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit im Verkauf von Herrenmode berichten zu dürfen. Weder für sie noch für die jetzigen Besitzer war der 1. April 1998 – nämlich der Stellenantritt in Hedingen – ein Scherz. Ganz im Gegenteil, sowohl für Trudi Sigwart als auch für ihre heutigen Chefs Carmine und Simone Mauro-Feucht, war die Anstellung der jungen Berufsfrau ein Glücksfall. Herrenmode verkaufen verlange neben Freundlichkeit vor allem auch ein gewisses psychologisches Gespür, erzählt Trudi Sigwart. Grundsätzlich könne sie ihre Kunden in zwei Katego-

Eine strahlende und herrenanziehende Frau: Von Trudi Sigwart lassen sich die Herren gerne beraten. (Bild Martin Mullis) rien einteilen. Mindestens 50 Prozent der Männer werden beim Kleiderkauf von ihren Frauen oder Freundinnen begleitet. Diese würden ihr beratend und unterstützend den Verkauf erleichtern, hält sie fest.

Allein einkaufende Herren schätzen kompetente Beratung Aus Erfahrung weiss sie, dass allein einkaufende Männer schneller entscheiden und meist mehrere Kleiderstücke erstehen. Egal, ob allein oder in Begleitung, ihre Kunden seien aber immer dankbar für ihre Ratschläge. Die Mutter zweier erwachsener Kinder lacht etwas verschmitzt und erzählt, es sei auch schon vorgekommen, dass ein Kunde das Geschäft mit Kleidern verlassen habe, welche sie ihm nicht wirklich empfohlen hatte. Ein nicht so ganz optimaler Kleiderstil

Die Gewinner des Wettbewerbs stehen fest «Coiffure Gabriela» in Knonau bietet eine neue Dienstleistung an «Coiffure Gabriela» in Knonau feierte im Herbst 2017 Wiedereröffnung. Nun stehen die Gewinner des Wettbewerbs fest. Momentan absolviert das ganze Team eine Weiterbildung, ab Ende April bietet «Coiffure Gabriela» eine neue Dienstleistung an. Dem «Anzeiger» vom 24. November 2017 war eine Broschüre zur Wiedereröffnung des Coiffeursalons Coiffure Gabriela in Knonau beigelegt. Nebst der räumlichen Salonerweiterung konnte mit Carmen Plüss eine zusätzliche Mitarbeiterin angestellt werden. Carmen Plüss liebt es, mit Farben zu arbeiten. Gerne zaubert sie den Kundinnen lebendige Farbspiele in die Haare. Die männlichen Kunden sind für trendige Haarschnitte und Bartpflege bei ihr genau richtig. Das ganze Team nimmt im Moment an einer Weiterbildung für reine Pflanzenfarben teil. Für alle Naturliebhaber eine neue Dienstleistung, die

Für jene, die nun nicht gewonnen haben, bietet «Paula Wiesinger Apartments & Suites» in Seis am Schlern (Südtirol) ein wunderbares Angebot: Alle Leserinnen und Leser des «Anzeigers» profitieren von einem Rabatt von 20 Prozent auf die Buchung einer Ferienwohnung. Dieses Angebot ist ab sofort bis zum 30. Juni 2018 gültig und kann mit dem Code «Paula20.18» gebucht werden. www.lapaula.info.

Von links: Carmen Plüss, Maya Rüegg, Daniela Schürpf und Gabriela Wettstein.

Die Gewinner des Wettbewerbs Über 1000 Personen haben an der Verlosung teilgenommen. Die Gewinner wurden durch Gemeinderätin Esther

sei ja immerhin nicht verboten, schmunzelt Trudi Sigwart. «Bei uns sucht der Kunde aber meist die aktive Beratung und von vielen Stammkunden kenne ich nicht nur die Kleiderwünsche, sondern auch deren Lieblingsfarben und den persönlichen Stil.» Die Firma Kaenzig gilt weitherum als Spezialgeschäft «für alle Männer in allen Grössen», was für das Verkaufspersonal eine Herausforderung bedeutet. Trudi Sigwart schätzt die persönliche und familiäre Atmosphäre im Geschäft sehr und freut sich über den freundschaftlichen Umgang im Team. Ihr Aufgabenkreis hat sich während der Jahre erweitert. Neben Administrativem übernimmt sie auch bei Abwesenheit der Inhaber deren Stellvertretung. Sie geniesst ihren Job bei der Firma Kaenzig sehr und bestimmt zum Schluss des Gesprächs lachend ihre Pensionierung auf das Jahr 2029.

Bilder tauschen im Emmen Center Im Emmen Center findet bis zum Ende der Fussball-WM Mitte Juli wieder die grosse Panini-Tauschbörse statt.

Spezialangebot für «Anzeiger»-Leser

man ab Ende April bei «Coiffure Gabriela» geniessen kann.

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(Bild zvg.)

Breitenmoser gezogen: Den ersten Preis, ein Verwöhnaufenthalt für zwei Personen, (drei Nächte) im Südtirol, gewann Monika Kramer aus Mettmenstetten. Je einen «Coiffure Gabriela»-Gutschein im Wert von 300 und

200 Franken, haben Marcel Strebel aus Knonau und Rita Bachmann aus Aeugst gewonnen. (pd.) Coiffure Gabriela, Uttenbergstrasse 3, Knonau. Terminvereinbarungen: Telefon 044 768 24 34.

Seit 1961 ist die Welt des Fussballs im Sammelfieber – denn seit dieser Zeit werden von den italienischen PaniniBrüdern Giuseppe und Benito die berühmten Sammelbilder herausgegeben. Auch zur Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland gibt es die Bilder samt Album zum Einkleben. Bei über 600 Bildmotiven wird das Sammeln zu einer echten Herausforderung – zumal nicht alle Bilder gleich häufig vorkommen. Die grosse Panini-Tauschbörse im Emmen Center hilft allen Sammlern, das Album komplett zu füllen. Die Tauschbörse im neuen Mini-Fussballstadion dauert bis zum Ende der WM am 15. Juli. Sie befindet sich im 1. OG vor dem Ochsner Sport. Die offiziellen Tauschzeiten sind jeweils am Mittwoch von 14 bis 16 Uhr und am Samstag von 10 bis 15 Uhr. Natürlich darf aber auch ausserhalb dieser Zeiten fleissig getauscht werden. (pd.)


Gewerbe

Mittwoch, 4. April 2018

Schieben mit Schallschutz begeistert Tolle Resonanz für Mettmenstetter Firma in Nürnberg Hawa Sliding Solutions, der Technologie- und Marktführer für Schiebelösungen im und am Bau und am Möbel, überzeugte und begeisterte die Fachwelt beim Messedoppel «Holz-Handwerk» und «Fensterbau Frontale» in Nürnberg mit neuen Produkten und innovativen Ideen. «Der Auftritt auf beiden Messen war eine gute Entscheidung, weil wir so Fachkompetenz und Neuheiten den jeweiligen Partnern zielgruppengerecht präsentieren konnten. Eine tolle Messe, mit vielen guten Kontakten, inspirierenden Gesprächen und neuen Partnerschaften», resümiert der technische Geschäftsleiter Gregor Haab. Mit Hawa Suono, der revolutionären Neuentwicklung für schallgedämmte Schiebetüren, den Dreh- und Falt-Einschiebebeschlägen der HawaConcepta Familie «new version», einem inspirierenden Werkstattbereich und Innovationen rund um die Hawa-Junior Familie entwickelten sich die beiden Messestände ganz von selbst zum Branchentreffpunkt und bescherten dem Messeteam an allen Tagen ein volles Haus. In der Hawa-Werkstatt neben dem Messestand bei der «Holz-Handwerk» konnten die Besucher unter fachkundiger Anleitung an verschiedenen Anschlagmodellen selbst Hand anlegen und wertvolle Tipps und Anregungen für eine effektive Montage mit nach Hause nehmen. Im Fokus stand hier Best Practice bei der Montage unter anderem von Hawa-Junior 80 B Pocket – dem genialen Schiebetürbeschlag für Wandtaschen – und dem frontbündig schliessenden EKU-Frontino 40 H FS. Die Hawa Sliding Solutions konnte in Nürnberg verschiedene Highlights präsentieren:

Highlight am Messestand war der neue Schiebebeschlag mit effektivem Schallschutz, Hawa Suono. (Bild Hawa Sliding Solutions AG) Hawa Suono die Revolution im Flüsterton Diese revolutionäre Innovation vereint die Vorteile von Schiebelösungen – geringer Platzbedarf, ansprechende Optik und Barrierefreiheit – mit dem Thema Schallschutz und erschliesst so ganz neue Einsatzgebiete für Schiebetüren. Hawa Suono ermöglicht mit seiner patentierten 3D-Bewegung zertifizierte Schiebetürsysteme für Schallschutzanforderungen bis zu 39 Dezibel.

Hawa-Concepta Familie «new version» Bei der Hawa-Concepta Familie für Dreh- und Falt-Einschiebesysteme markiert der Namenszusatz «new version» den Start einer neuen Generation. Sie überzeugt mit noch mehr Bedienkomfort und neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Spielfrei geführter Holm, zusätzliche Kunststofflippen und Türeinzug lassen die Türen sanft und selbstständig in die gedämpfte Endposition laufen (Hawa-Concepta).

Fensterbau Frontale Bei der «Fensterbau Frontale» ging es vor allem um bauseitige Schiebebeschlagtechnik. Hawa zeigte hier unter anderem die Schiebeläden HawaFrontslide 60/100/140 und den HawaFrontego 30, beide in der «matic» genannten, automatischen Version. Ersterer setzt neue Massstäbe, weil er flexibel für alle Gewichtsklassen bis 140 kg je Flügel, also für nahezu alle Bausituationen an der Fassade, eingesetzt werden kann. Ob manuell oder automatisch bedienbar, ob für symmetrische und teleskopische Öffnung mit zwei bis vier Schiebeläden – HawaFrontslide passt immer.

Hawa-Frontego 30/matic, Der flexible Falter an der Fassade, lässt sich auch von Wind und Wetter nicht aus der Laufruhe bringen. Er ist ein automatisiertes Beschlagsystem für frontbündige Faltschiebeläden. (pd.) Für weitere Infos: Hawa Sliding Solutions AG, Untere Fischbachstrasse 4, 8932 Mettmenstetten. Telefon: 044 787 17 17, info@hawa.com, www.hawa.com.

Es locken Weine aus sieben Ländern zur Degustation Frühlingsausstellung in Mü’s Vinothek in Affoltern Die regional attraktivste und umfangreichste Wein-Show in Mü’s Vinothek steht unmittelbar bevor: Am 7. und 8. April ist es soweit. Mit dabei ist wieder die Kunstschmiede Hedinger aus Bonstetten mit einer Ausstellung beeindruckender Exponate. Kunstschmiede Hedinger: Unsere Firma ist ein Familienbetrieb seit 1979, welcher sich auf Kunstschmiedearbeiten spezialisiert hat. Natürlich werden

auch allgemeine Metallbau- und Schlosserarbeiten angeboten. Mü’s Vinothek präsentiert eine feine Palette aus den Weinbauländern Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fattori, Roncà (Veneto) ist wieder persönlich anwesend. Die neuen BaroloJahrgänge von Michele Reverditto, La Morra, stehen bereit. Mit dabei sind auch Weine aus der Toscana, den Marken, den Abruzzen und Apulien.

Weine aus Italien

Weine aus Österreich

Über 60 Weine werden bereitstehen und geben einen repräsentativen Einblick in aktuelle Weintrends. Hier ein kurzer Ausblick auf die diesjährigen Schwerpunkte. Giorgia Costa von Vini

Grossartige 2015er-Rotweine von Franz und Karoline Taferner aus dem Carnutum. Dazu die Neuheiten und neuen Jahrgänge von Meinhard Forstreiter Krems.

Weine aus der Schweiz Domaine Grillette die Trouvaillen aus dem Top Weingut am Neuenburger See, dasselbe vom Weingut Nadine Saxer, Neftenbach.

Weine aus Spanien Weine aus Calatayud, Rioja, Toro, Costers del Segre, Somontano und Ribera del Duero). Eine solche Weinauswahl sucht ihresgleichen und lässt keine Wünsche offen. (pd.) Frühlingsausstellung in Mü’s Vinothek in Affoltern, mit Kunstschmiede Hedinger. Samstag, 7. April, 10 bis 18 Uhr, und Sonntag, 8. April, 10 bis 17 Uhr.

Ruedi Müller (von rechts), Daniel und Oskar Hedinger freuen sich auf die Frühlingsausstellung. (Bild zvg.)

Telefon. 044 776 31 15 / info@mues-vinothek.ch / www.mues-vinothek.ch.

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Meine Position in der Familie Die eigene Biografie als Kraftquelle Ob wir alleine oder mit Geschwistern aufwachsen, die Familie prägt uns. Mit einer intuitiven Vorübung und schreibend, kann man sich in einem Kurs diesem spannenden Thema als Kraftquelle nähern. Das Thema Biografie ist in aller Munde. An fünf Samstagmorgen werden Dorothea Kipfer und Sanna Zumstein die Kursteilnehmenden mit ihrer eigenen Biografie konfrontieren und diesen Zyklus mit einem Kursmorgen zur Geschwisterreihenfolge in der Familie beginnen. Die Teilnehmenden werden dabei den Spuren ihres eigenen Lebens nachgehen und die Schlüsselpunkte, die sie genährt haben, suchen. Die beiden Kursleiterinnen werden sich diverser Methoden aus ihrer Werkzeugkiste bedienen, um einerseits eine angenehme, vertrauenerweckende Atmosphäre zu kreieren und andererseits, um die Erinnerun-

gen der Teilnehmenden zu wecken. Beide Kursleiterinnen sind seit Jahren in den Bereichen Bewegung, Biografiearbeit, Schreiben, Psychologie sowie Coaching, Musik und Kreativität unterwegs und wollen den Funken ihrer Leidenschaften an die Teilnehmenden weitergeben. Der Kurs findet im Gemeinschaftshaus der Loorensiedlung, Loorenstrasse 33, in Affoltern statt. Ausserdem: Dorothea Kipfer erteilt am 16. Juni und 22. September einen kreativen Schreibkurs zum Thema: «Über das Glück», jeweils von 9 bis 12 Uhr. Weitere Informationen: www.feldenkraismethod.ch oder über Telefon: 044 760 39 79. (pd.) Fünfteiliger Biografiekurs: Beginn am Samstag, 14. April, 9.30 bis 12 Uhr, «Meine Position in der Familie», Kosten: 60 Franken. Weitere Kursdaten: 26.5. / 30.6. / 29.9. und 10.11. Kosten für vier Tage: 300 Franken. Der erste Teil kann auch einzeln besucht werden, die restlichen vier Kursdaten gehören zusammen. Anmelden bis 7. April an: d.kipfer@feldenkraismethod.ch, Telefon 044 760 39 79, www.feldenkraismethod.ch.

Hula – Tanz aus Hawaii Einführungskurs in Affoltern Für alle, die schon immer wissen wollten, wie es sich anfühlt, den hawaiianischen «Hula» zu tanzen, findet ab dem 11. April ein zwölfteiliger Einführungskurs in Affoltern statt. Hawaii, Hawaiianischer Tanz, Hula – diese Worte lassen bei vielen von uns Bilder auftauchen: Meer, Wellen, leuchtende Farben, Blumen und Düfte, schöne Menschen, Frauen die mit Blumenkränzen geschmückt tanzen. Und der nächste Gedanke? Das möchte ich auch! Das kann ich sowieso nicht! Jetzt gibt es eine Gelegenheit, dieser Tanzart in Affoltern auf den Grund zu gehen. Zu entdecken, was es auf sich hat mit diesem Tanz, dem Hula, was dahinter steckt, wie es sich anfühlt, die Hüften zu schwingen. Hula macht Freude, Hula ist unglaublich gut für die Koordination, für die Balance, für die Lebendigkeit und Geschmeidigkeit des Beckens und des Rückens. Es stärkt das Rhythmusgefühl und bringt unser Hirn in Schwung. Hula ist ein Tanz, und auch eine Sprache – mit den Händen wird die Geschichte des getanzten Liedes erzählt. Und Hula ist auch Ausgangspunkt für mehr. Wer sich interessiert, kann vieles entdecken, die ganze Bandbreite der Kultur Hawaiis kann sich öffnen – die Geschichte, die Musik, die alten Chants und Überlieferungen, die Spiritualität. Im Einführungskurs werden die typischen Grundschritte, Hüft- und

Handbewegungen und auch eine einfache Choreografie unterrichtet. Hula ist für jedes Alter geeignet und auch eine wunderbare Gelegenheit für Mütter, mit ihren Töchtern etwas gemeinsam zu lernen. Bewegungsfreude, etwas Geduld und Neugier ermöglichen den Zugang, sodass die Reise von der Schweiz nach Hawaii und wieder zurück gelingt. (pd.) Einführungskurs: 11. April bis 4. Juli (ohne 9. Mai), zwölf Mittwochabende, 18.30 bis 19.45 Uhr. Ort: Zürichstrasse 49, in den Räumen der Shindo Schule. Organisation und Leitung: Manja Jansch (Kaimi Schweiz), langjährige Tänzerin und Schülerin der Hula Meisterin Roselle Keliihonipua Bailey aus Maui, Hawaii, welche regelmässig in der Schweiz unterrichtet. Auch Kinderkurse und private Auftritte werden organisiert und angeboten. Anmeldungen und Informationen: Manja Jansch 056 634 27, manja@kaimi.ch, www.kaimi.ch.

«Hula» macht nicht nur Spass, der Tanz dient auch der Koordination. (Bild zvg.)

Trialog und Depression Kontaktdaten für Interessierte Am 12. April startet das Seminar zum Thema Depression. Kursort ist die katholische Kirche in Affoltern, die Anmeldung ist per Mail oder Telefon möglich. Trialog ist ein Seminar, in dem sich Betroffene, Angehörige und Fachpersonal in Gesprächen zum Thema Depression austauschen und so ein gegenseitiges Lernen ermöglichen. Der achtteilige Kurs findet an folgenden Daten statt: 12.4 / 19.4 / 26.4. / 3.5. / 17.5 / 24.5 / 7.6. / 14.6.

Kursort ist die katholische Kirche Affoltern, Seewadelstrasse 13, Affoltern, Zeit: 18 bis 20 Uhr. Die Kosten für sämtliche acht Termine: Fachpersonal 80 Franken, Angehörige 40 Franken, Betroffene 40 Franken. Bezahlung am ersten Abend oder nach Absprache. (pd) Interessierte können sich bei Beat Regenscheit, Tel. 077 448 21 42, per SMS oder telefonisch anmelden. Oder via Mail: supervisions@mac.com, jeweils mit Angaben von Name und Kontaktmöglichkeiten.


veranstaltungen

Entenrennen auf dem Jonenbach Anlass des «LaMarotte»: jetzt anmelden

Wenn das Entenrennen auf dem Jonenbach stattfindet, ist der Sommer da. (Bild Marcello Rosenberger)

«LaMarotte bi de Lüt» organisiert am Samstag, 9. Juni, das fünfte Entenrennen auf dem Jonenbach in Affoltern. Nach Ostern sind Anmeldungen möglich. Nach den grossen Publikumserfolgen in den letzten Jahren benützt das Kellertheater LaMarotte den Jonenbach in Affoltern wiederum als Piste für das Entenrennen Nummer fünf. Um Punkt 16 Uhr startet zum Gaudi von Gross und Klein ein Riesen-Schwarm kentersicherer Renn-Enten auf dem Fussgängerbrüggli beim rosaroten Haus von Büchi Optik Affoltern (BOA). Die Enten schwimmen durch das Dorf, können auf der ganzen Strecke beobachtet werden und erreichen kurz vor der Bahnbarriere im Moos das Ziel. Eine gut durchdachte Zielanlage ermittelt dort einwandfrei die Siegerinnen.

Preisverteilung und kleine Festwirtschaft bei und in der Kochschmitte Gleich nach Zielankunft findet am Startort beim BOA-Brüggli die Preisverteilung statt. Dort steht auch ein

grosser Grill bereit, auf dem selbst Mitgebrachtes zubereitet werden kann. Dazu offeriert «LaMarotte» ein reichhaltiges Salatbuffet.

Anmeldung Folgende vier Geschäfte in Affoltern nehmen bereits nach Ostern Anmeldungen gegen Bezahlung von 10 Franken pro Ente entgegen: BOA Büchi Optik, Alte Dorfstrasse 21; Chäs Stöckli, Zürichstrasse 112; Blumen Schneebeli, Untere Bahnhofstrasse 31; Buchhandlung Scheidegger, Obere Bahnhofstrasse 10A. Und natürlich kann man sich auch an jedem Anlass im Kellertheater «LaMarotte» einschreiben. Ausserdem: Spontane Anmeldungen sind auch am Startort noch möglich. Mit der Teilnahme an diesem fünften Entenrennen werden die Bemühungen von «LaMarotte» für ein kulturell reichhaltiges Jahresprogramm unterstützt. (pz) Samstag, 9. Juni, Bar und Wetteinsätze ab 15 Uhr bei der Kochschmitte, Start: 16 Uhr auf dem BOA-Brüggli.

Früher Lebensader ihrer Anwohner Die Jone – Bilder im Ortsmuseum Affoltern Von Hausen am Albis kommt sie und nach Jonen fliesst sie in die Reuss und entschwindet über Aare und Rhein in Richtung Nordsee. Der Name Jone ist keltischen Ursprungs und heisst «die Kalte». Der über Jahrhunderte sich den Weg suchende Bach wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Affoltern in sein Die Jone beim Hochwasser 1994. (Bild zvg.) Bett gezwängt. Meistens friedlich fliessend, menstellung von Bildern erleben. manchmal als rauschender Bach oder Gezeigt werden Bilder von Paul Gugerbedrohliches Gewässer durchquert die li Jonen und Herbert Gübeli vom OrtsJone das Dorf heute. Dass Über- museum. Und wer müde ist von der schwemmungen der Vergangenheit Bilderwanderung entlang der Jone, angehören, ist dank dem Bau des dem wird gerne ein Kaffee serviert. Hochwasserrückhaltebeckens erreicht worden, dem Staudamm von Affoltern. Vordem bereitete der Bach im- Immer am 1. Samstag des Monats mer wieder Sorgen, wenn er im Dorf Das Museum ist jeweils am 1. Samstag über die Ufer trat. im Monat geöffnet, von 10 bis 16 Uhr, Wasser als Lebensgrundlage für also auch am Samstag, 7. April. Das den Menschen, das Vieh und die Land- Museum befindet sich an der Ottenwirtschaft war Voraussetzung für die bacherstrasse 79 in Zwillikon, gleich Entstehung von Siedlungen. So entwi- neben dem Volg. Besuche und Führunckelten sich entlang des Wasserlaufes gen mit Gruppen sind auf Voranmelimmer neue Weiler. Wie friedlich und dung jederzeit möglich. (UG) durch wie viele Wiesen, Siedlungen und Wälder die Jone fliesst, das lässt Kontakt: Herbert Gübeli, Telefon 044 761 01 32 sich am Samstag anhand einer Zusam- oder Ursula Grob, 044 761 77 42.


Veranstaltungen

Mittwoch, 4. April 2018

«Der Revisor»

Geschichten, Musik, Magie

Das Theater Kanton Zürich ist wieder zu Gast in Stallikon

Spezial-Programm von Alex Porter

Auf Initiative des Gemeindevereins gastiert das Theater Kanton Zürich mit der Verwechslungskomödie der «Der Revisor» von Nikolaj Gogol am Dienstag, 17. April, um 20.15 Uhr in der Turnhalle Loomatt in Stallikon.

mit heiler Haut davonzukommen und sie für sich zu gewinnen. Diese nutzt ihren neu gewonnenen Status schamlos aus, nimmt bereitwillig alle Vergünstigungen sowie Geldgeschenke an und scheut sich auch nicht vor falschen Eheversprechungen. Bald steht das ganze Dorf Kopf.

Der Poet, Fabulierkünstler und Musiker unter den Zauberern nimmt sich Zeit fürs Erzählen, und Zaubern. Am 7. April ist er in Mettmenstetten zu Gast.

Das Ensemble des Theaters Kanton Zürich spielt das hervorragende und viel gelobte Stück, das in der heutigen Zeit der politischen Inszenierung, Angstmacherei und Fake News aktueller ist denn je, in der eigenen Fassung nach einer Bearbeitung von John von Düffel. Nikolaj Gogol zählt zu den wichtigsten Autoren des 19. Jahrhunderts und Felix Prader (66), der Regisseur, ist bekannt von Inszenierungen auf vielen europäischen Bühnen. Unter seiner Regie spielen: Nicolas Batthyany, Katharina von Bock, Michael von Burg, Judith Cuénod, Stefan Lahr, Andreas Storm und Miriam Wagner. Als leidenschaftlich, hysterisch und facettenreich wurde das Bühnenstück nach der Premiere beschrieben. «Der Revisor» verspricht wieder einen rührenden und amüsanten Theaterabend.

Nikolaj Gogols berühmte Verwechslungskomödie von 1836 bietet einen amüsanten und boshaften Blick auf eine von der Finanzmisere betroffene klamme Gemeinde und zeigt ein Panoptikum unverdrossener und gedankenloser Spekulation in der Provinz. Es ist ein Stück über Korruption im Namen des Volkes und über Gier und Gemütlichkeit als Antriebe menschlichen Handelns. Gogol gibt die Habgier, Bestechlichkeit und Autoritätsgläubigkeit der gesellschaftlichen Elite der Lächerlichkeit preis. Eine Geschichte, die so doch niemals in einer Schweizer Gemeinde passieren könnte, oder? (pd.)

Schlamm aus Korruption, Faulheit und Inkompetenz Die Geschichte zum Stück in Kurzform: Eine kleine Gemeinde abseits der Hauptstadt, vergessen vom Rest der Welt, versinkt im Schlamm aus

Amüsant und boshaft

Packendes Theater wird geboten. (zvg.) Korruption, Faulheit und Inkompetenz. Die Krankenhausflure sind in einem desolaten Zustand, der Gerichtsschreiber ist dauerbesoffen, der Richter glänzt durch Abwesenheit, da er seine Zeit lieber auf der Jagd verbringt. Alle anderen Honoratioren der Stadt verspielen und vertrinken die Gelder des Staates oder wirtschaften sich in die eigene Tasche. Ein herrliches Leben – bis sich die Nachricht verbreitet, ein Revisor sei inkognito auf dem Weg in die Stadt. Als die völlig abgebrannte kleine Beamtin Chlestakowa eintrifft und prompt jeder in ihr die Revisorin vermutet, überschlagen sich die Ereignisse: Alle versuchen

Dienstag, 17. April, 20.15 Uhr, Turnhalle Loomatt Eintritt 25 Franken, AHV/Studenten/Schüler 10 Franken, Vereinsmitglieder und mit ZKBKundenkarte 20 Franken. Vorverkauf: Gemeindeverwaltung (Gemeindehaus) und Schulverwaltung (Schulhaus Loomatt), Abendkasse ab 19 Uhr geöffnet, keine Platzreservierung möglich, ohne Pause. Theaterbar geöffnet ab 19 Uhr sowie nach der Vorstellung.

Jede hat ihren eigenen Stil Ausstellung mit drei Ämtler Künstlerinnen in Zug Zehn Künstlerinnen, davon drei aus dem Knonauer Amt, stellen ab dem 6. April ihre vielfältigen Arbeiten in der Altstadthalle in Zug aus. Gezeigt werden Werke in Öl, Acryl, Aquarell, Wachs, Mischtechniken auf verschiedenen Trägermaterialien, sowie Quilts und Skulpturen. Seit Mitte der Neunzigerjahre stellt die Art Group 10 in regelmässigen Abständen in der Altstadthalle aus. Sechs Künstlerinnen sind seit den Anfängen dabei. Die Künstlerinnen erarbeiten ihre Werke unabhängig voneinander und jede hat ihren ganz eigenen Stil. Die drei Künstlerinnen aus dem Knonauer Amt sind Susanna Andres (Acryl auf Tapete, Papier und Leinwand, anwesend am 8. und 14. April), Barbara

Vorne von links: Andreia Bove, Lisbeth Knüsel und Susanne Wolf. Hinten: Jeannette Besmer, Mary Scherrer, Barbara T. Kämpfer, Gyselle Thommen, Susanna Andres, Elisabeth Stadelmann und Helen Staubli. (Bild zvg.) T. Kämpfer (Quilts, anwesend am 9. und 12. April) und Susanne Wolf (Öl auf verschiedenen Materialien, anwesend am 8. und 12. April). (pd.)

Gruppenausstellung der Art Group 10 in der Altstadthalle in Zug. Vernissage am Freitag, 6. April, 18 bis 20.30 Uhr, Ausstellung vom 7. bis 15. April, täglich von 11 bis 19 Uhr.

Gospelkonzerte im November Gospelchor Affoltern und Ottenbacher Chor suchen Verstärkung Sein 25-jähriges Bestehen feiert der Gospelchor Affoltern mit einem Gospel-Konzertprojekt zusammen mit dem Ottenbacher Chor, Live-Band und der Solistin Nadine Urmi. Unter der Leitung von Anette Bodenhöfer bereiten sich der Gospelchor Affoltern und der Ottenbacher Chor separat und in gemeinsamen Proben auf den Event vor, in beiden Chören sind Gastsängerinnen und -sänger herzlich willkommen. Selbstverständlich sind auch unverbindliche Schnupperproben möglich. Projektstart ist am Montag, 9. April, in Affoltern bzw. Dienstag, 10. April, in Ottenbach. Der Gospelchor probt jeweils montags, von 20.15 bis 22 Uhr im Chilehuus der reformierten Kirche Affoltern, der Ottenbacher

Chor dienstags, von 20 bis 21.45 Uhr im Singsaal der Primarschule Ottenbach. Wichtige Termine zum Vormerken sind der gemeinsame Probesamstag am 26. Mai in Otten- Ein besonderes Erlebnis: Gospel im grossen Chor. (Bild zvg.) bach (9 bis 13 Uhr), das gemeinsame Singwochenende gen die bewährten Profi-Musiker vom 3. und 4. November sowie die Martin Eigenmann (Piano), Manuel Konzerte: am Samstag, 17. November, Müller (Bass) und Jost Müller (Drums). 20 Uhr, in der reformierten Kirche Af- Zudem wird die Solistin Nadine Urmi foltern, am Sonntag, 18. November, 17 die Chorpartien die mit ihrer SoulUhr in der reformierten Kirche Otten- stimme bereichern. (pd.) bach und am Sonntag, 24. November, 17 Uhr zum Gottesdienst in der katho- Infos und anmelden bei der Dirigentin: lischen Kirche Hausen. anette.bodenhoefer@telcbit.com, Vorstand Für eine mitreissende musikali- Gospelchor: silvpanch@gmail.com, Präsident sche Begleitung und guten Groove sor- Ottenbacher Chor: daniel50@gmx.ch.

Er führt sein Publikum in magische Welten, verblüfft mit überraschenden Tricks und bezaubert mit fantastischen, poetischen und geistreichen Geschichten, die überraschende Wendungen nehmen und mit Heiterkeit trotzen. Alex Porters Zauberei ist einzigartig. Mit seinen Trickkreationen gehört er schon längst zur Weltklasse der Zauberkunst. Er lässt sein Publikum durch die Linse einer Kamera hautnah an seiner Fingerfertigkeit und seinen neusten Illusionen teilhaben. Er verwickelt sich immer wieder neu in sein Spiel mit Illusion Realität und zeigt so ganz nebenbei eine der

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Poet und Musiker Alex Porter. (Bild zvg.) grössten Schwachstellen des Menschseins auf: «Wir verfallen der Illusion und schaffen daraus die Realität.». (pd.) Samstag, 7. April, 20.15 Uhr, Stiftung zur Weid, Mettmenstetten. Eintritt: 35 Franken / 30 Franken Legi/AHV). Abendkasse und Bistro ab 19.30 Uhr geöffnet. Ticket-Reservierung: www.bieus.ch.

«Der letzte Schnee» Musikalische Lesung mit Arno Camenisch Am Freitag, 6. April, um 20 Uhr, liest Arno Camenisch in der Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon. Der Bündner Autor und Performer Arno Camenisch liest aus seinem neuesten Roman «Der letzte Schnee» – ein frisches, witziges und berührendes Buch über das Ende und das Verschwinden. Und mit der gleichen Originalität, mit der Camenisch seine Wort- und Bildersprache kreiert, trägt er auch seine Texte vor – in seinem unvergleichlichen, melancholisch-humorvollen «Camenisch-Sound». Die Lesung wird musikalisch begleitet von Roman Nowka. Im Anschluss an die Lesung werden die Gäste mit einem Apéro verwöhnt. Das Bibliotheksteam freut sich auf zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer. (pd.)

Arno Camenisch. (Bild zvg.) Freitag, 6. April, 20 Uhr, Schulhaus Loomatt, Massholderenstrasse 1, 8143 Stallikon-Sellenbüren, Eintritt: 10 Franken.

Sans-Papiers und Care-Migrantinnen «Mama Illegal» wird in Affoltern gezeigt Am Dienstag, 10. April, um 19 Uhr, lädt die reformierte Erwachsenenbildung des Bezirks gemeinsam mit der katholischen Pfarrei Affoltern zu einem Filmabend mit Input zum Thema «Sans-Papiers und Care-Migrantinnen» ein. Aurica, Raia und Nataşa, drei Mütter aus einem kleinen moldawischen Dorf, kehren ihrem ärmlichen Heim, den kaputten Strassen, den baufälligen Schulen und den zahllosen unbewohnten Häusern den Rücken, um in Westeuropa als Putz- oder Pflegehilfen zu arbeiten. Hier führen sie ein Leben im Untergrund: mit einem harten Job, ohne gültige Papiere, schutzlos und ohne medizinische Versorgung und fern von ihren Kindern und Familien. Alles, was von ihrem hart erarbeiteten Geld übrig bleibt, schicken sie nach Hause zu ihren Familien. Doch ihr Wunsch nach einer besseren Zukunft und einem schöneren Leben fordert einen hohen Preis. Der mehrfach preisgekrönte Film des österreichischen Regisseurs Ed Moschitz zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach. Dabei ist die Kamera bei Schicksalsschlägen ebenso dabei wie bei Momenten der Freude. –

Die beiden sehen sich nach mehreren Jahren endlich wieder. (Bild zvg.) Nach dem Film gibt es für alle Interessierten noch einen kurzen Input von Gabriela Bregenzer, in dem die Affoltemer Sozialdiakonin und ehemalige Migrationsbeauftragte der Zürcher Landeskirche die Situation der Sans-Papiers und Care-Migrantinnen in der Schweiz beleuchten wird: «Mama Illegal – auch in der Schweiz?» Bei einem kleinen Apéro besteht anschliessend Gelegenheit zu Austausch und Diskussion. Der Abend ist offen für alle, der Eintritt ist frei. (pd.) «Mama Illegal» - Film mit anschliessendem Input zum Thema «Sans-Papiers und Care-Migrantinnen» am Dienstag, 10. April, um 19 Uhr im reformierten Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Ende: 21 Uhr (nur Film) bzw. 21.30 Uhr (mit Input). Eintritt frei.


Sport

Mittwoch, 4. April 2018

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«Ich wollte nur dem Schnee entfliehen» Fahrerinnen und Fahrer nahmen die garstigen GP-Osterhas-Bedingungen mit Humor Dauerregen und sehr kühle Temperaturen prägten den 39. GP Osterhas am Ostersamstag in Affoltern. Auf die Rennen wirkten sich die garstigen Bedingungen aber nicht aus. Wohl aber auf den Stress der Jury und des Zeitmessers, der einen Herzinfarkt erlitt. ................................................... von martin platter Eigentlich wollte sie nur fahren, wenn die 885 Meter lange Runde an der Affoltemer Lindenmoosstrasse trocken ist, hatte Linda Indergand im Vorfeld angekündigt. Doch dann trat die Spitzen-Mountainbikerin trotzdem an – und gewann das Frauenrennen ähnlich souverän wie im Vorjahr, als sie eine Fluchtgruppe lanciert hatte, die das Feld überrundete. Mit einem klug lancierten Angriff, sieben Runden vor Schluss, düpierte die 24-jährige Mountainbike-Eliminator-Weltmeisterin dieses Mal die gesamte Konkurrenz im Alleingang. Nach dem Grund gefragt, weshalb sie trotz der nassen Strecke antrete, antwortete die Urnerin: «Ich wollte nur dem Schnee an meinem Wohnort Silenen entfliehen. Heute Morgen lag dort 24 Zentimeter Neuschnee.» Auch der Sieger im Hauptrennen der Männer flüchtete bei Rennhälfte – aber vor der Lethargie des Pelotons. Dieses liess sich von den Fahrern des deutschen Teams «Belle Stahlbau» kontrollieren – bis Claudio Imhof alleine das Weite suchte, indem er einen Wertungssprint einfach durchzog. An der Entschlossenheit und Tempofestigkeit Imhofs «zerschellten» fortan alle Anschlussversuche der Kontrahenten. Von der Spitze aus kontrollierte Imhof

den Wettkampf und baute seinen Vorsprung kontinuierlich bis auf eine Dreiviertelrunde aus. Überrunden wollte er das Feld aber nicht, sondern nahm gegen Rennende ein bisschen Tempo raus, bis sich sein Vorsprung bei 30 Sekunden einpendelte. Im Ziel sagte Imhof vor Kälte schlotternd: «Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Am GP Osterhas konnte ich bereits in allen Kategorien gewinnen – bei der Elite nun sogar zum zweiten Mal.» Zweiter wurde Joël Suter vor Florian Tenbruck.

Auch in den übrigen Radsportschulkategorien waren Säuliämtler erfolgreich. In der U13- und der U15Kategorie musste im Anschluss ans Rundstreckenrennen noch ein Hindernisparcours möglichst fehlerfrei absolviert werden. Der Zwilliker Elia Felsberger war dabei so geschickt, dass er nach dem zweiten Platz im Kriterium im Schlussklassement sogar den Sieg und damit den Titel des besten Zürchers holte. Weniger Glück hatte Cedric Graf vom organisierenden Radrennclub Amt. Nach dem dritten Platz im Rundstreckenrennen landete er mit dem Geschicklichkeitsparcours auf Rand 4. Das reichte jedoch für den zweiten Platz in der Zürcher Meisterschaft. Bei den U11 war RRCAmt-Fahrerin Shana Huber schnellstes Mädchen. In der Piccolo-Kategorie klassierten sich die RRC-Kids hinter Sieger Nepomuk Bräutigam mit Joris Kübler, Lina Huber, Elia Streiff und Sara Käppeli auf den folgenden Plätzen. Das miese Wetter schien die Freude der Jüngsten keineswegs zu trüben.

Andreas Caruso endlich mit dem Sieg Aus Säuliämtler Sicht erfreulich verlief das Rennen der Masters, bei dem der Vorjahres-Zweite Andreas Caruso vom neugegründeten Verein IG Radquer Mettmenstetten als Favorit startete. Caruso überliess diesmal nichts dem Zufall und riss zusammen mit Florian Bolt aus. Das Duo harmonierte gut und teilte die Punkte bei der Vorausfahrt brüderlich auf. Am Schluss herrschte Punktegleichstand. Bolt wähnte sich bereits als Sieger und fuhr mit erhobenen Armen über die Ziellinie. Doch der 33-Jährige aus Ulisbach hatte sich zu früh gefreut, denn der Schlussspurt zählt nicht nur doppelt. Der Zieleinlauf ist auch Referenz bei Punktegleichstand. So ging der Sieg an Caruso, der vor Bolt über die Ziellinie fuhr und sich über den ersten GP-Osterhas-Triumph freuen konnte. Im familieninternen Leistungsvergleich mit seinem Sohn Francesco, der erstmals in der U15-Kategorie startete, hat nun wieder der Vater die Oberhand. Im Vorjahr wurde Caruso junior U13-Sieger. Bei den U15 reichte es aber auch schon wieder aufs Podium als Dritter, hinter den beiden ein Jahr älteren Noah Obrist und Jan Christen.

Tragischer Todesfall Die besten drei des diesjährigen GP Osterhas von links: Joël Suter (2.), Sieger Claudio Imhof und Florian Tenbruck (3.) flankiert von OK-Präsident Marcel Frei und Daniel Föllmi, von Hauptsponsor Garage Graf, Mettmenstetten. (Bild Martin Platter) Francesco Caruso wurde als Bester der Zürcher Kantonalmeisterschaft geehrt vor Jana Felsberger und Nico Huter.

Überraschender Timo Müller Für die grössere Überraschung sorgte freilich der Mettmenstetter Timo Müller, der Zweiter bei den U17 wurde und sich ebenfalls über den Titel des besten Zürchers freuen konnte. Bevorzugtes Terrain des 15-Jährigen ist nämlich nicht unbedingt Asphalt, sondern

Radquer- und Biketrail, gerne auch knifflige. Weil im Keller noch ein altes Rennrad seiner Eltern stand, entschied sich Müller trotz garstigem Wetter für den Start am GP Osterhas. «Ich wollte eigentlich nur einen Sprint gewinnen. Da zog Gian-Luca gleich durch und forderte mich auf, mich ihm anzuhängen.» Aus dem Duo wurde im Finale ein Trio, dem auch Colin Kropf angehörte. Der Schlussspurt entschied auch hier über den Sieg, den sich Gian-Luca Leuzinger vor Müller holte.

WBs Klimmzug über den Strich

Der 39. GP Osterhas war schon fast zu Ende, die letzte Siegerehrung der Elite gerade am Laufen. Da geschah es, das Unvorhersehbare, Tragische. Zeitmesser Werner Jacobs brach auf dem Jurywagen plötzlich mit einem Herzinfarkt zusammen. Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Massnahmen und minutenschnellem Eintreffen der Rettungskräfte verstarb Jacobs nach etlichen Reanimationsversuchen. Zurück blieben zutiefst betroffene Radsportkameraden. Der 56-jährige Jacobs hinterlässt eine grosse Lücke in der Familie – und im Schweizer Radsport. Weitere Infos, Ranglisten und Fotos unter rrc-amt.ch.

Vier Ämtler am weltweit grössten Kinderskirennen

Fussball 1. Liga: FC Balzers – FC Wettswil-Bonstetten 1:3 (1:0) WB trat im Ländle gegen das ebenfalls vom Abstieg bedrohte Balzers an. Dank gewaltiger Willensleistung resultierten drei wertvolle Punkte im Kampf gegen die Relegation. ................................................... von kaspar köchli

Am Finale des Grand Prix Migros vom 6. bis 8. April in Grächen fahren die schnellsten rund 750 Alpin-Nachwuchsskifahrer der Schweiz um den Sieg – darunter auch Linus Kliese aus Hedingen, Cyrill Schär aus Ottenbach sowie die Mettmenstetter Geschwister Janis und Romina Burkhard.

Am letzten Mittwochabend gastierte der FCWB im Fürstentum Liechtenstein bei Balzers. Zweitletzter gegen Drittletzter lautete die Hochspannung versprechende Affiche, selbstredend, dass beide Teams in diesem sogenannten Sechspunktespiel den Sieg wollten. Seit dem Rückrundenstart fand bei den Ämtlern bislang in jeder der vier Partien ein Torhüterwechsel statt. Das war auch in Balzers so, Baumgartner ersetzte den zuletzt spielenden Thaler. Positiv ist, wenn man über zwei derart starke Keeper verfügt, andererseits stellt sich die Frage, ob Stabilität und Ruhe im Defensivbereich durch die Rotation nicht leiden. Nichts mit dieser Konstellation zu tun hatte das Führungstor des Gastgebers. Das gesamte WB-Team schien auf dem grossen Naturrasen noch nicht parat zu sein, als Balzers ein Feuerwerk zündete und durch Goalgetter Domuzetis 1:0 bereits in der dritten Minute skorte. Der Fehdehandschuh war geworfen. Dies war sicherlich alles andere als Balsam für den zuhause gebliebenen kranken, im wahrsten Sinne des Wortes mitfiebernden (via Live-Ticker) WB-Trainer Oswald.

13 aufregende Skirenntage, 6542 Kinder und Jugendliche, über 1000 Helferinnen und Helfer, 750 vergebene Finaltickets. Der Grand Prix Migros 2018 neigt sich langsam dem Ende zu, das Highlight aber steht erst noch bevor: das grosse Finale vom 6. bis 8. April in Grächen. Mit dabei sind vier Kinder und Jugendliche aus dem Knonauer Amt: Linus Kliese (Jg. 2008, Hedingen), Cyrill Schär (2004, Ottenbach) sowie die Mettmenstetter Geschwister Janis (2009) und Romina (2008) Burkhard. Sie dürfen noch einmal antreten und sich mit den Schnellsten aus der ganzen Schweiz messen. Alle Erst- bis Drittplatzierten aus sämtlichen neun Kategorien (Jahrgang 2002 bis 2010) sowie die Wildcard-Gewinner, von denen pro Rennen zwei ausgelost wurden, treten gegeneinander an. Es geht um nicht weniger als den Sieg am grössten Kinderskirennen der Welt. Aber nicht nur das: Alle Finalgewinner des Riesenslaloms erhalten vom Co-Sponsor Stöckli einen auf das Gewicht und die Grösse personalisierten Rennski. (pd./tst.)

Capone (ganz links) trifft aus spitzem Winkel zum 1:1, in der Mitte hätte auch Lugo einnetzen können. (Bild Kaspar Köchli) WB reagiert nach frühem Rückstand Das zügig kombinierende Balzers war auf den Geschmack gekommen, Baumgartner benötigte alle Zentimeter seiner Körperlänge, um das 2:0 zu verhindern. Ab jetzt begannen die Rotschwarzen die Spielanteile auszugleichen und ihrerseits Chancen zu kreieren. Die beste offenbarte sich dem agilen Stürmer Lugo, der nach einem Sololauf an Keeper Klaus scheiterte. Die Partie wurde intensiver, und das Geschehen wogte nun hin und her. Nach der Pause legte WB einen Zacken zu. Vor allem kämpferisch. Seine solidarische Entschlossenheit wurde belohnt als Capone Klaus umkurvte und aus spitzestem Winkel (Bild) zum Ausgleich traf (55. Minute) – der gut mitgelaufene Lugo hätte den Ball nötigenfalls auch noch über die Linie bugsie-

ren können. Balzers wurde nervös, was sich im Kassieren Gelber Karten widerspiegelte. Nicht nur bei einer Verwarnung blieb es, als Ex-Profi Mujic den Schiedsrichter beleidigte und zum Zuschauen verknurrt wurde. Mit einem Mann mehr zogen die Ämtler nun überlegt die Fäden, dominierten und kamen folgerichtig zu weiteren Treffern. Sehenswert dabei Miljovics Kopftor nach exakter Hereingabe von Schneebeli (70. Minute) sowie das 3:1 durch Lugo in der Nachspielzeit .

Hauchdünn über dem Strich WB verdiente sich den Sieg dank enormer Leistungssteigerung in Hälfte zwei, als die Zweikämpfe resolut angenommen und meist auch gewonnen wurden. Die Defensive stand sicher und liess kaum noch etwas zu. «Das

gesamte Team brillierte mit solidarischem Auftritt, ein Kompliment an alle», strahlte nach dem Match der Verantwortliche, Assistenztrainer Morina. WB liegt erstmals seit Langem wieder über dem ominösen Strich, allerdings mit einem Spiel mehr als die Kontrahenten. Weiter geht es am kommenden Sonntag (8. April) auswärts in Altstetten gegen den FC Kosova, ehe darauf zuhause Mendrisio gastiert. Der gezeigte Kampfgeist in der zweiten Halbzeit – Schlüssel des Erfolgs im Ländle – schürt die Hoffnung auf baldiges Wegkommen von den hinteren Plätzen. Sportplatz Rheinau; Balzers – WB 1:3 (1:0). Baumgartner; Todzi, Brüniger, Studer; Dzelili (34. Loosli), Miljovic, Peter, Schneebeli, Zoller (90. Peduzzi); Capone, Lugo. Tore: 3. Domuzeti 1:0, 55. Capone 1:1, 70. Miljovic 1:2, 91. Lugo 1:3.


Veranstaltungen

JÜTZ

„hin & über“ „hin & über“ „hin & über“

Tschick

Dienstag, 10. April 2018, 20:15 Uhr Gemeindesaal Weid, Schulhausstrasse 18, Hausen am Albis Vorverkauf: info@kulturimdorf.ch, www.kulturimdorf.ch

Typisch Rüssbrugg ril bis 12. Ap MO - DO

GÜLTIG AB: 4 bis maximal 12 Personen

P I Z Z Aus dem Buchenholzofen PIZZAPLAUSCH Kleiner Blattsalat *** PIZZAPLAUSCH à discrétion

Margherita, Prosciutto, Funghi, Don Michele ***

Tiramisú

Fr. 35.00 pro Person

Muristrasse 32 • 8913 Ottenbach • Tel 044 760 11 61 täglich geöffnet • www.reussbruecke.ch •info@reussbruecke.ch

Musikverein Mettmenstetten

Jahreskonzert

Country Night with Line Dance

Samstag, 7. April 2018

Turnhalle Wygarten, Mettmenstetten Eintritt frei Abendessen ab 18.30 Uhr Konzertbeginn 20.00 Uhr Tombola | Barbetrieb

www.mvmettmenstetten.ch

www.juetz.com

von Wolfgang Herrndorf

Sa 7. April 2018, 20.15 Uhr Galerie Märtplatz

Obere Bahnhofstr. 7, Affoltern a. A.

Eintritt 30.-/15.Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger 044 762 42 42 Reservation: www.kulturaffoltern.ch

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