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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 26 I 171. Jahrgang I Dienstag, 4. April 2017

Für Vollverkabelung

Bis Mitternacht

Die geplante 380-kV-Leitung Niederwil-Obfelden soll unter die Erde. > Seite 3

Eine turbulente Versammlung der Einheitsgemeinde Hedingen. > Seite 5

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650 Unterschriften Wettswiler setzen sich für den durchgehenden Betrieb der Buslinie 220 ein. > Seite 6

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Rekordbeteiligung Der Gewerbeverein Oberamt wählt Claudio Rütimann zu seinem neuen Präsidenten. > Seite 7

19 Jahre ist es nun her, seit das Ämtler Lehrstellenforum in der Folge von zwei FDP-Veranstaltungen in Hedingen gegründet wurde. Zusätzliche Lehrstellen schaffen – so damals die Idee. Initianten waren Alfred Breu und Ronald Weisbrod. Letzterer wurde nun als Revisor verabschiedet. «Es war eine tolle Zeit», blickt er zurück, «es freut mich, dass der Spirit geblieben ist.» Der Fokus hat sich allerdings etwas verschoben. Die Lehrstellensituation präsentiert sich stabil, drum stehen für die Mitglieder vom Arbeitgeber- und Gewerbeverband, dem biz Urdorf, der Schulen Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Mettmenstetten und Obfelden/Ottenbach und diversen Betrieben aus dem Bezirk nun Weiterentwicklung und Vernetzung im Mittelpunkt. Die Mitglieder profi-

ten Jugendliche dann Einblick in Lehrbetriebe.

Ein Glücksfall fürs Lehrstellenforum

Viel Arbeit für die Gemeinden

Gründungsmitglied Ronald Weisbrod, flankiert vom alten und neuen Präsident des Lehrstellenforums: Jürg Büchi (links) und Xavier Nietlisbach. (Bild Thomas Stöckli) tieren vom Informationsaustausch, etwa zu Lehrverträgen oder Ausbildungskonzepten. Als neuen Präsidenten haben die 21 anwesenden Forumsmitglieder Xavier Nietlisbach gewählt. «Das Forum funktioniert sehr gut», ist er überzeugt. In Zukunft will er die die Forumssitzungen einmal im Jahr mit einer Betriebsbesichtigung verknüpfen. Den Anfang macht im Juni die Ernst Schweizer AG, bei der er für die Berufsbildung verantwortlich ist. Im Vorstand wird Nietlisbach von Karin Niklaus (Sekretariat) und Eduard

Waldesbühl (Kassier) unterstützt. Die Rolle des Revisors ist noch vakant. Ein Schwerpunkt wird dieses Jahr die Berufsmesse vom 31. August bis 2. September im Sportzentrum Schachen in Bonstetten sein. Dort werden Ausbildungsbetriebe der Region und ihre Lernenden den Jugendlichen der 2. Sekundarschule und ihren Eltern aus erster Hand Infos zu ihrem Beruf und zur Lehre vermitteln. Von angestrebten 30 Ständen sind 26 bereits vergeben, durfte Nietlisbach verkünden. «Wir sind gut auf Kurs.» Am Berufsinfotag vom 1. November erhal-

«Die Schwarze Harfe» ist ein fantastischer Roman, zu fünft geschrieben. > Seite 8

Mettmenstetter Sek-Schüler tauschten und teilten in der vergangenen Woche Familie und Schulzimmer mit Schülern aus der Oberstufenschule Cycle d’orientation Drize aus Carouge. abo ................................................... > Bericht auf Seite 6

Xavier Nietlisbach tritt die Nachfolge von Jürg Büchi an

................................................... von thomas stöckli

Welt entworfen

Austausch in Deutsch und Französisch

Ein neuer Präsident fürs Ämtler Lehrstellenforum Sechs Jahre hat Jürg Büchi das Lehrstellenforum des Bezirks Affoltern präsidiert. Letzten Mittwoch, 29. März, gab er die Leitung an Xavier Nietlisbach ab.

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Den Infotag bereits hinter sich hat das Spital Affoltern. Auffällig dort: Neben den Jugendlichen nutzen auch immer mehr Erwachsene die Gelegenheit, sich zu informieren. Am Lehrstellenmarkt des biz Urdorf für die Bezirke Affoltern und Dietikon haben sich auch einige Betriebe aus dem Säuliamt beteiligt. 140 Jugendliche und 100 Lehrstellen wurden an diesem Anlass zusammengebracht. Bei der letzten Durchführung ergaben sich daraus immerhin 14 Lehrverträge, verriet Christine Viljehr vom biz Urdorf: «Wir werden das auch nächstes Jahr wieder machen.» «Ich hoffe, dass mein Nachfolger die gleiche Unterstützung erhält, wie ich», so der abtretende Präsident Jürg Büchi. Dem Lehrstellenforum bleibt er nach einer zweimonatigen Auszeit als Mitglied erhalten. «Jürg Büchi war fürs Lehrstellenforum ein Glücksfall», so Xavier Nietlisbach über seinen Vorgänger. «Ich bin froh, dass er bleibt.»

Sozialpädagogischer und energetischer Mehrwert Das «Albisbrunn» in Hausen saniert zurzeit seine Wohngruppenhäuser. Aktuell lassen sich Vorher und Nachher vergleichen: Zwei Häuser sind noch im Urzustand, zwei ganz saniert, am mittleren laufen die Arbeiten. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen

Favoritensieg auf dem «Gibel» Roger Rychen holt sich den Muni, Marco Nägeli wird guter Vierter

Das ab 2018 in Kraft tretende neue Gemeindegesetz des Kantons Zürich bringt neben neuen Gemeindeordnungen eine neue Rechnungslegung für die Gemeinden mit sich. Die Bezirksgemeinden befinden sich bereits mitten in den Vorbereitungen für die Umsetzung des neuen Gemeindegesetzes. Bis 2022 müssen die Gemeinden ihre Gemeindeordnungen überarbeitet und der Bevölkerung vorgelegt haben. Einige politische Gemeinden, wie Affoltern, Obfelden und Ottenbach nutzen die Überarbeitung der Gemeindeordnung, um gemeinsam mit den jeweiligen Primarschulgemeinden Einheitsgemeinden zu bilden. Der Kanton Zürich fördert die Bildung von Einheitsgemeinden und übernimmt momentan noch einen grossen Teil der für die Zusammenführung anfallenden Kosten. Ziel sind grössere Verwaltungseinheiten, die professioneller arbeiten. Eine weitere grosse Veränderung für die Gemeinden bringt die Umstellung auf die neue Rechnungslegung (HRM2) mit sich. Die Rechnungslegung wird dadurch in den Gemeinden harmonisiert. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 3

200 14 Duell der Giganten: Roger Rychen (vorne) mit Lokalmatador Marco Nägeli. (Bild Anja Bernhard)

> Bericht auf Seite 16

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Todesfälle Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 30. März 2017 Politische Gemeinde 1. Die Bauabrechnung über die Sanierung des gemeindeeigenen Teilstücks der Mühlerainstrasse in der Höhe von Fr. 153 734.30 wurde genehmigt. 2. Die Bauabrechnung über den Neubau der Kanalisationsleitung im gemeindeeigenen Teilstück der Mühlerainstrasse in der Höhe von Fr. 145 596.05 wurde genehmigt. 3. Die Umwandlung des Zweckverbands Sozialdienst Bezirk Affoltern per 1. Januar 2018 in eine Interkommunale Anstalt wurde zuhanden der Urnenabstimmung vom 21. Mai 2017 vorberaten. 4. Die Anfrage gemäss §51 Gemeindegesetz über die Situation an der Sekundarschule Hedingen wurde beantwortet.

Hausen am Albis

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt dennoch, wenn es plötzlich dunkel wird.

Am 27. März 2017 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Schubiger, Othmar Pius geb. 24. September 1942, von Uznach SG, wohnhaft gewesen in Ebertswil. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Die Abdankung findet am Samstag, den 8. April 2017, um 10.00 Uhr in der katholischen Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

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Othmar Schubiger

Freiwillige Übung 1. Runde GM ZKSV

24. September 1942– 27. März 2017

Mittwoch, den 5. April von 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Protokollauflage und Rechtsmittel Das Protokoll kann während 30 Tagen von dieser Publikation an gerechnet in der Gemeinderatskanzlei, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, eingesehen werden.

Wir erwarten: – eine abgeschlossene Ausbildung als Kindergarten-Lehrperson – die Bereitschaft, sich aktiv in das Team zu integrieren und an der Weiterentwicklung unserer Schule mitzuwirken

Im Übrigen kann gegen die Beschlüsse, gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Hedingen, 4. April 2017 Gemeinderat Hedingen

Die Primarschule Ottenbach unterrichtet ca. 200 Kinder und verfügt über eine gute Infrastruktur. Sie engagiert sich für eine nachhaltige Schulentwicklung und legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit im Schulteam.

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Wettswil am Albis Bauherrschaft: Hermann Baur, Ettenbergstrasse 15, 8907 Wettswil a. A. Bauvorhaben: Umnutzung Lager-/Büroraum in Wohnung im Dachgeschoss des Gewerbehauses Vers.-Nr. 19 auf Kat.-Nr. 3400 an der Ettenbergstr. 24 (Kernzone)

In stiller Trauer: Marie-Theres Schubiger Gabriela und Markus Gmür-Schubiger mit Sascha und Nadine Kathrin und Roman Schubiger Käser mit Livia und Teo Monika und Martin Gasser-Schubiger mit Valentin, Moritz und Romy Florian und Rägi Schubiger Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Der Trauergottesdienst findet am Samstag, 8. April 2017, 10.00 Uhr, in der katholischen Kirche Hausen am Albis statt. Othmars Wunsch entsprechend bitten wir anstelle von Blumen um eine Spende an Ärzte ohne Grenzen, Postkonto 12-100-2, mit dem Vermerk: Othmar Schubiger. Traueradresse: Marie-Theres Schubiger, Giselstrasse 10, 8925 Ebertswil

Wir wünschen uns eine Lehrperson, die Lust hat, an diesen Zielen mitzuarbeiten. Es erwartet Sie ein kollegiales Team, eine engagierte Schulleitung sowie eine aufgeschlossene, kooperative Schulpflege. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen. Senden Sie diese bis 18. April 2017 an Primarschule Ottenbach Schulleitung, Frau Christina Grob/Herrn Dino Wolf Schulweg 4 Postfach 87 8913 Ottenbach Telefon 044 776 35 49 oder per E-Mail an: schulleitung.wolf@ps-ottenbach.ch Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.ps-ottenbach.ch

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Gegen die von der Versammlung gefassten Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden.

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem lieben

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Plasti-Pac Zürich AG Frau M. Krenz-Edwards Dorfstrasse 126 8912 Obfelden Telefon 044 762 24 24

Der nächste «Durchblick» erscheint am Mittwoch, 17. Mai. Die Aprilausgabe fällt infolge geringem Spendeneingang aus. Eine Ausgabe kostet 12 000 Franken. Geldspenden können auch im Briefumschlag zugestellt werden. Pro Ausgabe suchen wir 200 bis 250 Spender. Kontoangaben in der Zeitung oder in der Homepage www.verein-zweckverband.ch unter «Zeitung». Mit freundlichen Grüssen und herzlichem Dank: das Redaktions-Team Durchblick, Ottenbacherstrasse 21, 8909 Zwillikon

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. April 2017

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Mögliche Schuldenfalle für Gemeinden Umsetzungsarbeiten für das neue Gemeindegesetz laufen auf Hochtouren: Diese Veränderungen kommen

Es kommen grosse Veränderungen auf die Gemeinden zu, ob für grosse Gemeinden wie Affoltern ...

Knapp 100 Gemeinderäte, RPK-Mitglieder und Gemeindeangestellte informierten sich am 29. März über die Änderungen durch das neue Gemeindegesetz. Die grössten Veränderungen bringen die neuen Verbuchungsrichtlinien HRM2, die sich auf Vermögenswerte und Abschreibungen auswirken. ................................................... von salomon schneider Am 1. Januar 2018 tritt das neue Gemeindegesetz des Kantons Zürich in Kraft. Das bisherige Gemeindegesetz stammt aus dem Jahr 1926. Das Gemeindegesetz gibt den Handlungsrahmen für die Gemeinden vor, die jedoch in vielen Bereichen beträchtlichen Spielraum erlauben. Um diesen Handlungsspielraum zu definieren, müssen die Gemeinden bis Anfang

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

2022 ihre Gemeindeordnungen überarbeiten. Die überarbeiteten Versionen müssen der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt werden.

Bezirkslösungen empfehlen sich Der ehemalige Gemeindeschreiber und Experte für das neue Gemeindegesetz Hanspeter Höhener erklärte: «Mit dem neuen Gemeindegesetz wird es vermehrt zu Urnenabstimmungen kommen. Für viele Fragen legt das Gemeindegesetz jedoch nur fest, dass sie geregelt werden müssen. Ob beispielsweise Abrechnungen für Bauten, die im Budget lagen, in Zukunft immer noch der Gemeindeversammlung vorgelegt werden müssen, können die Gemeinden selber festlegen. Grundsätzlich sollen in der neuen Gemeindeordnung nur die Grundzüge der Gemeindeorganisation geregelt werden. Wer dabei zu weit ins Detail geht, beraubt sich dringend notwendiger

... oder Kleingemeinden wie Rifferswil. (Bilder Salomon Schneider)

Flexibilität. Schliesslich kann eine Gemeinde nicht wissen, welche Herausforderungen in Zukunft auf sie zukommen. Um die neuen Richtlinien besonders nutzerfreundlich und rechtssicher zu machen, empfehlen sich in vielen Fällen sicherlich Bezirkslösungen – beispielsweise für amtliche Publikationen.» Mit dem neuen Gemeindegesetz steht es den Gemeinden offen, die amtlichen Publikationen beispielsweise nur noch online zu veröffentlichen.

linear abgeschrieben, zehn Prozent pro Jahr. HRM2 bringt dynamische Abschreibungen. Eine direkte Abschreibung von Investitionen in Strassen oder Werkleitungen – auch wenn nie mehr jemand dafür etwas bezahlen wird – ist dann nicht mehr möglich. Die Umstellung auf HRM2 muss am 1. Januar 2019 ausgeführt sein. Im Bezirk Affoltern haben Bonstetten, Stallikon und Wettswil bereits auf HRM2 umgestellt.

Abschreibungen werden stärker reglementiert

Schleichende Schuldenfalle

Ein kleiner, aber gewichtiger Teil des neuen Gemeindegesetzes ist die neue Rechnungslegung HRM2 (Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2). Die gewichtigste Anpassung passiert bei den Abschreibungen. Bisher werden Vermögenswerte – das Verwaltungsvermögen – grösstenteils

Stallikon hat bereits auf Anfang 2016 auf HRM2 umgestellt. Der Stalliker Finanzverwalter Reto Feuz erläutert: «HRM2 gibt vor, dass Investitionen über ihre gesamte Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden müssen: 33 Jahre für Hochbauten, 50 Jahre für Wasserleitungen. Die Folge ist, dass Stallikon Wasserleitungen wieder in

Halteplätze für Fahrende nur im Konsens mit Standortgemeinden Aus dem Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt Rund 2500 Mitglieder der Gemeinschaft der Schweizer Fahrenden pflegen die traditionelle fahrende Lebensweise und betrachten sie als wesentlichen Bestandteil ihrer kulturellen Identität. Die meisten Fahrenden verbringen den Winter auf einem Standplatz und sind von Frühling bis Herbst in kleinen Gruppen innerhalb der Schweiz unterwegs, wo sie jeweils für einige Wochen auf verschiedenen Durchgangsplätzen oder bei Privaten Halt machen. Heute bestehen im Kanton Zürich – wie auch in der gesamten Schweiz – zu wenig Stand- und Durchgangsplätze für die Fahrenden. Das Bundesgericht bestätigte im Jahr 2003, dass das Anliegen der Fahrenden auf Erhalt ihrer Identität verfassungsrechtlichen und völkerrechtlichen Schutz geniesst und dass die Bedürfnisse der Fahrenden im Rahmen der Raumplanung zu berücksichtigen sind. Entsprechend enthält der kantonale Richtplan seit der Festsetzung im März 2014 ein neues Kapitel zu Standund Durchgangsplätzen für Fahrende. Das Kapitel stellt im Sinne einer Gemeinschaftsaufgabe Aufträge an Kanton, Regionen und Gemeinden zur Sicherung und Neuerstellung von Halteplätzen für Fahrende. Zu den Richtplanaufträgen gehört u.a. die Erarbeitung eines Konzepts «Fahrende Kanton Zürich». Dieses liegt nun im Entwurf vor. Der Vorstand stellt dazu folgende drei Anträge: – Der kantonale Richtplan erteilt dem Knonauer Amt nur den Auftrag, den bestehenden Durchgangsplatz zu

sichern. Die Bezeichnung eines zusätzlichen Durchgangsplatzes ist nicht vorzusehen. – Die Aussage zur Finanzierung ist zu präzisieren. Der Standortgemeinde dürfen keine Kosten entstehen und die Aufwände der Gemeinde sind durch den Kanton zu vergüten. Wenn der Standortgemeinde durch die Erstellung und den Betrieb Aufwand entsteht, der nicht gedeckt ist, wird es ein noch schwierigeres Unterfangen sein, einen Ersatzstandort für den zu kleinen und ungeeigneten Durchgangsplatz Hausen am Albis zu finden. – Halteplätze sollen nur im Konsens mit den Standortgemeinden erweitert, saniert oder neu erstellt werden.

Gemeindeübergreifende Entwicklungsstrategie Hedigerfeld Der private Gestaltungsplan «Areal Ernst Schweizer AG, Metallbau» in Hedingen wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde Hedingen hat die Totalrevision der kommunalen Richt- und Nutzungsplanung begonnen. Der Vorstand weist dabei auf den regionalen Richtplaneintrag hin, worin eine gemeindeübergreifende Entwicklungsstrategie Hedigerfeld gefordert wird. Dabei geht es nicht um eine zügige Entwicklung dieses Gebietes, sondern um eine sorgfältige Abstimmung der landschaftlichen, verkehrlichen, infrastrukturellen, finanziellen und auch gesellschaftlichen Auswirkungen im zusammengewachsenen

Siedlungsraum Affoltern am Albis und Hedingen.

die Bilanz aufnehmen musste, die längst abgeschrieben waren. Nach HRM1 musste der aktuelle Gemeinderat für Investitionen aufkommen, da Investitionen in zwei bis drei Amtszeiten abgeschrieben wurden. Durch die längere Dauer der Abschreibungen müssen nun zwei Generationen für getätigte Investitionen geradestehen. Das schnelle Abschreiben kam eigentlich dem Aufbau stiller Reserven gleich. Durch HRM2 gibt es sicher die Chance einer schleichenden Schuldenfalle, da Investitionen 30 bis 50 Jahre finanzielle Folgen haben. Um dieser schleichenden Verschuldung entgegenzuwirken, müssen Gemeinden flüssige Mittel anhäufen, um Investitionen vermehrt aus Eigenmitteln finanzieren zu können – anstatt sich zu verschulden. Dafür müsste das Bewusstsein entstehen, dass Ertragsüberschüsse erwirtschaftet werden müssen – anstatt bei jedem Ertragsüberschuss die Steuern zu senken.»

wir gratulieren

Zum 90. Geburtstag Morgen Mittwoch, 5. April, feiert in Affoltern Angela Tonelli ihren 90. Geburtstag. Dazu gratulieren wir ganz herzlich. Wir wünschen ihr ein schönes Fest, Gesundheit und Wohlergehen.

Hochspannungskabel und Statutenrevision Nachdem der Bundesrat das Planungsgebiet für die 380-kV-Leitung Niederwil-Obfelden festgesetzt hat, stehen nun verschiedene Planungskorridore und Leitungstechnologien (Freileitung, Voll- oder Teilverkabelung) zur Vernehmlassung. Der Swissgrid und der Begleitgruppe wird die Festsetzung der Korridorvariante 5, allenfalls der Korridorvariante 24 beantragt. Die Korridorvariante 5 beinhaltet eine Verkabelung auf der ganzen Länge. Da die bestehende 220-kV-Leitung aufgehoben wird und bei der Variante 5 keine Übergangsbauwerke zu erstellen sind, führt sie insgesamt zu einer Aufwertung der Landschaft. Die Korridorvariante 24 sieht im Vergleich dazu auf dem Abschnitt entlang der Autobahn Freileitungen vor. Die Statutenrevision aufgrund des neuen Gemeindegesetzes kommt gut voran, sodass die Delegierten der ZPK an der kommenden Delegiertenversammlung vom 17. Mai 2017 neben den ordentlichen Traktanden direkt über wesentliche Änderungen orientiert werden können. Der Vorstand wird im Rahmen der Vernehmlassung näheres dazu berichten. Im Weiteren wurden die Anpassungen des Kontoplanes aufgrund der Einführung des harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2) beraten. (ps.)

Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 5. April, feiert in Affoltern Lotty Kohler ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein schönes Geburtstagsfest.

Zum 85. Geburtstag Zum 85. Geburtstag dürfen wir auch Hans Lüscher in Affoltern gratulieren. Er feiert am Donnerstag, 6. April. Wir wünschen alles Gute.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. April 2017

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kommentar

Streitkultur, aber bitte mit Anstand von martin mullis

G

emeindeversammlungen gelten in unserem Land als Beweis einer lebendigen und gelebten, direkten Demokratie. Dass Meinungsäusserungen im Rahmen einer Zusammenkunft von Stimmbürgern möglich sind, wird als grosses Privileg bewertet. Dieser Institution sollte deshalb ganz besonders Sorge getragen werden. Die mit viel Dramatik geschilderten Vorfälle, liessen jedoch am Anstand einzelner Teilnehmer zweifeln. Der verantwortliche Gemeinderat wurde auf rüde Art und Weise und mit harschen Worten mitten in seinen Ausführungen unterbrochen, begleitet von hämischem Gelächter einiger «besorgter» Eltern. Wen wundert es da, wenn Oberstufenschüler immer weniger Respekt und Anstand gegenüber den Lehrpersonen zeigen? Rücktrittsforderungen an den Gemeinderat, welcher von Gesetzes wegen wenig Einfluss in dieser Sache ausüben kann, sind deshalb völlig überrissen. Applaus nach jedem noch so unsachlichen Vorwurf mag zwar die Emotionen anstacheln und beleidigende und höhnische Zwischenrufe mögen das Mütchen braver Steuerzahler kühlen, haben jedoch an einer Gemeindeversammlung nichts zu suchen. Der Schachensaal in Hedingen glich am Donnerstagabend zeitweise einem Festzelt während des Oktoberfestes. Absolut unverständlich, dass der Versammlungsleiter hier nicht eingriff und das zirkusreife und dem Anlass unwürdige Theater unterband.

Unzufriedenheit und ausschweifende Diskussionen Turbulente Versammlung der Einheitsgemeinde Hedingen Mehr als 200 Stimmbürger besuchten letzten Donnerstag die Gemeindeversammlung. Neben Bauabrechnungen und dem Sozialdienst standen vor allem die Fragen zur Sekundarschule im Vordergrund. Vorwürfe und Diskussionen bis Mitternacht brachten wenig Klärung. ................................................... von martin mullis Noch selten war der Schachensaal in Hedingen anlässlich einer Gemeindeversammlung so gut besetzt. Etwas über 200 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen an der Versammlung der Einheitsgemeinde Hedingen teil. Die ersten drei der insgesamt vier Traktandenpunkte wurden speditiv abgehakt. Sowohl die Bauabrechnung der Mühlerainstrasse, welche über 100 000 Franken Minderkosten aufwies wie auch die der Kanalisation Mühlerainstrasse, wurden genehmigt. Auch das weitere Vorgehen betreffend der Umwandlung des Zweckverbandes Sozialdienst in die Interkommunale Anstalt Kesb Bezirk Affoltern, zuhanden der Urnenabstimmung am 2. Mai 2017, gab nur zu einigen wenigen Verständnisfragen Anlass. Weit mehr Interesse fand das anschliessende Geschäft, nämlich eine Anfrage eines Stimmbürgers nach Paragraf 51 des Gemeindegesetzes, die Situation an der Sekundarschule Hedingen betreffend. Dieser Paragraf sieht vor, dass an der Versammlung sowohl die Anfrage wie auch die Antwort der Behörde im Wortlaut vorgelesen werden muss. Dem Fragesteller steht nach der Beantwortung ein kurzes Schlusswort zu, jedoch findet keine Diskussion statt. Bereits bei diesen Schlussbemerkungen unterstrich der Antragsteller die Vorwürfe dezidiert und forderte nur sehr schlecht verklausuliert den Rücktritt des für die Schule zuständigen Gemeinderates Hermann Bättig.

Turbulente Gemeindeversammlung: Vizepräsident Martin Vetsch, Tiefbauvorstand Ruedi Fornaro, Gemeindepräsident Bertram Thurnherr und Schulvorstand Hermann Bättig (von links). (Bild Martin Mullis) Täglich bis zu 700 Zufahrten zum Bahnhof Hedingen Die anschliessenden Informationen zum Stand der Revision Bau- und Zonenordnung und zum privaten Gestaltungsplan der Ernst Schweizer AG stellte Gemeinderat Claude Hafner vor. Er orientierte über die Abklärungen zugunsten einer Nordzufahrt und ganz generell über das weitere Vorgehen. Dabei verblüffte eine Zahl die Versammlungsteilnehmer, wurde doch ermittelt, dass am Bahnhof Hedingen täglich rund 700 Zufahrten von Fahrzeugen aller Art stattfinden. Unter dem Titel «Informationen aus der Schule» war anschliessend Gemeinderat und Schulvorsteher Hermann Bättig gefordert. Dieser Punkt war immerhin der Grund für den Grossaufmarsch des Hedinger Souveräns. Der neue Berufsauftrag der Lehrer sowie die externe Schulevaluation, welche Bättig detailliert vorstellte, weist bei der Primarschule sehr gute Ergebnisse vor. Die Resultate der

Sekundarschule sind zwar zufriedenstellend, zeigen aber, dass einige Eltern dies anders wahrnehmen. Schulvorsteher Bättig stellte unmissverständlich einen gewissen Optimierungsbedarf fest, versprach aber, die Situation mit den richtigen Massnahmen ins Positive zu wenden.

Emotionale und unsachliche Voten Das Team der Lehrpersonen stehe hinter dem Schulleiter, hielt er fest und schloss seine Ausführungen mit dem Fazit, dass die Sekundarschule Hedingen weitaus besser zu beurteilen sei, als gewisse Eltern dies tun. Diese Feststellungen verursachten einen Reigen von Wortmeldungen und Entgegnungen, gelegentlich überaus emotional und unsachlich. Gemeinderat Bättig wurde bei seinen Klarstellungen mehrmals mit höhnischem Gelächter und unschönen Zwischenrufen unterbrochen. Turbulente Szenen sprengten den würdigen Rahmen der Gemeindeversammlung. So verliess ein

Stimmbürger, welcher notabene viel zu spät eingetroffen war und deshalb am Rande bei den nichtstimmberechtigten Personen sass, wutentbrannt den Saal, weil sich der Gemeindepräsident bei ihm über sein Stimmrecht erkundigte. Mit Applaus nach jedem Votum, spöttischen Zwischenrufen und Wortabschneidungen entglitt die Versammlung dem Gemeindepräsidenten zeitweise und verkam zu einer unwürdigen Vorstellung. Diesen Zustand goutierten auch viele Teilnehmer nicht und verliessen spontan den Saal. Die Debatte trug denn auch wenig überraschend nichts zur Klärung und Verbesserung der Situation um die Sekundarschule Hedingen bei. Bauvorstand Ruedi Fornaro blieb die etwas undankbare Aufgabe, zu später Stunde über Varianten zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der Arnistrasse zu orientieren. Eine wirklich sinnvolle und konkrete Lösung ist nicht vorhanden, mögliche Ansätze werden zusammen mit der Kantonspolizei weiter verfolgt.

Chilbi in Affoltern: für manche ein Höhepunkt des Jahres ................................................... von jaelle maria hurschler* Die diesjährige Frühlings-Chilbi in Affoltern fand vom 24. bis 26. März und vom 31. März bis 2. April statt. Gross und Klein hatten das Vergnügen, mit einer kleinen Achterbahn und den sonst üblichen Bahnen. Daneben gab es mehrere Stände mit süsser und salziger Verpflegung und an einem Tag sogar Kleider und Spielsachen zum Kaufen. «Besonders toll war es am Abend. Nicht nur das Wetter spielte mit, die Stimmung war auch toll und es sah herrlich aus mit all den blinkenden Lichtern an den Bahnen», meint eine Besucherin. «Dieses Jahr war es wohltuend, dass es nicht allzu viele Leute hatte, vor allem gegen Abend», so ein Besucher. Und eine dritte Chilbi-Besucherin meint: «Schade, dass es so früh abends fertig war.» Für die Kleinen und für die Mittelgrossen gehört die Chilbi aber sicher immer wieder zu den Höhepunkten des Jahres. Bei der Eröffnung und den 20 Minuten Gratisbahnen war der Ansturm jedenfalls riesig. Es ist den Chilbi-Schaustellern hoch anzurechnen, dass sie dies jeweils ermöglichen.

Abendstimmung an der Chilbi in Affoltern. (Bilder Jaelle Maria Hurschler)

Mit Tempo im Kreis herum.

* Die Autorin besucht die 3. Sek. in Affoltern und schreibt für ihr Abschlussprojekt einige Artikel.

Der «Chilbibatzen» wird investiert in Süssigkeiten ...

... oder Glückspiele mit verlockenden Preisen.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. April 2017

Zwei Sprachen – ein Ziel Jugendliche aus Mettmenstetten und Carouge tauschten Zuhause und Schulbank Vergangene Woche reisten 17 Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Mettmenstetten in die Genfer Vorortsgemeinde Carouge. Im Gegenzug wurden sie von Jugendlichen aus dem Welschland in Mettmenstetten besucht. ................................................... von andrea bolliger «Deux Langues – Ein Ziel» ist ein Austauschprojekt zwischen den Kantonen Zürich und Genf, das Jugendliche aus beiden Kantonen zur Begegnung über die Sprachgrenze hinaus einlädt. Isabelle Carson unterrichtet die französische Sprache an der Sekundarschule Mettmenstetten. An einer Weiterbildung im vergangenen November wurde sie auf das Projekt aufmerksam und schlug es dem Lehrerteam vor. Auch Schulleiter Urs Bregenzer stand hinter der Idee. Er freut sich, so innovative Lehrpersonen an seiner Schule zu haben, und vor allem so tolle Eltern und Jugendliche, die sich darauf eingelassen haben. Die Teilnahme war für die Schüler freiwillig. Für die 17 Plätze mussten sie sich, natürlich mit dem Einverständnis ihrer Eltern, bewerben. Sodann wurde jedem ein Partner oder eine Partnerin aus der anderen Schule zugeteilt. Am Anfang stand der Briefwechsel – klassisch per Post. Sie sollten ihr Gegenüber schriftlich und ohne den Austausch von Bildern oder via soziale Medien kennenlernen. Ende Januar lernten sich die Partner der einzelnen Tandems an einem Treffen mit den Familien in Neuchâtel physisch kennen, bevor sie in der vergangenen Woche neun Tage miteinander verbrachten.

Familienleben und Schulalltag Die eine Gruppe reiste am Samstag nach Carouge und die andere empfing ihre Partner in Mettmenstetten, wo sie das Wochenende gemeinsam verbrachten und ihre fremdsprachigen

Isabelle Carson (hinten) begleitete die Schüler, die von Sonntag bis Dienstag in Mettmenstetten weilten bis nach Bern ... Gäste an ihrem Freizeit- und Familienleben teilhaben liessen. Am Montag und Dienstag, respektive am Donnerstag und Freitag besuchten sie den normalen Unterricht an der jeweiligen Schule gemeinsam und mussten sich in der fremden Landessprache verständigen. Zur Not geschah dies auch einmal mit Händen und Füssen oder aber in Englisch, was ihnen oft leichter fiel, da sie die Sprache zwei Jahre länger lernen. Die Schüler und Schülerinnen an ihrem Wohnort unterstützten die Gastkinder dabei. Im Sprachunterricht lief es dann genau umgekehrt und die Gäste halfen ihren Kollegen beim Deutsch- respektive Französischunterricht. Am Mittwoch wurden die Rollen getauscht und die Gastgeber zu Gästen in einem fremden Umfeld. Morgens um Viertel nach acht Uhr fanden sich die Jugendlichen, die die erste Wochenhälfte in Mettmenstetten verbracht hatten, mit ihrem Gepäck vor dem Schulhaus Wygarten ein, von wo aus sie der Car nach Bern brachte. Es habe ihm hier gefallen, erzählt ein Junge, er spreche inzwischen etwas besser Hochdeutsch, findet er. Zwei Mädchen möchten ihre Freundschaft auch nach dem Austausch aufrechterhalten. Bei den Mettmenstettern war

die Anspannung vor der Abfahrt natürlich gross, schliesslich begann das Abenteuer für sie erst jetzt so richtig. Isabelle Carson stellte auf der Fahrt zum Berner Tierpark Dählhölzli fest, es sei zwischen den beiden Sprachgruppen viel Englisch, statt Deutsch oder Französisch gesprochen worden.

Ländliche Atmosphäre gefiel Den Schülern aus Carouge hat es in Mettmenstetten gefallen. Friedlich und ländlich sei es hier, liessen sie Isabelle Carson wissen. In Carouge seien die Lehrer viel strenger, bemerkte ein Schüler. Isabelle Carson kennt die Partnerschule Cycle d’orientation Drize aus Carouge und das Schulhaus. Die Atmosphäre sei dort schon von der räumlichen Aufteilung her ganz anders, als an der Sekundarschule Mettmenstetten. Die Bänke stünden gerade zum Lehrer hin ausgerichtet, erzählt sie. «Hier in Mettmenstetten sind die Bänke gruppiert und die Ziele werden durch Aktivierung erreicht». Die Schüler aus Carouge seien sehr offen und kommunikativ. Das Setting mit Gruppentischen und die kooperativen Lernformen seien für sie aber vermutlich eine ungewohnte Herausforderung gewesen, so Isabelle Carson.

... und kam am Nachmittag mit der Gruppe, welche die erste Wochenhälfte in Carouge verbracht hatte zurück. (Bilder Andrea Bolliger) Die Genfer Klassenlehrerin habe von den ruhigen und aufmerksamen Schüler und Schülerinnen aus Mettmenstetten geschwärmt.

Grosse Wiedersehensfreude Vor dem Tierpark trafen sich die beiden Gruppen. «Die Freude, die eigenen Klassenkameraden wieder zu sehen sei gross gewesen», sagt Isabelle Carson. Anderthalb Stunden standen den Jugendlichen nun zur Verfügung, um sich bei schönstem Wetter frei im Tierpark zu bewegen, und das mitgebrachte Picknick zu geniessen. Dabei blieben die Klassen aus den beiden Schulen mit Ausnahme einer Mädchengruppe von Schülerinnen aus Carouge und Mettmenstetten, unter sich. Vor der Abfahrt nach Carouge, respektive nach Mettmenstetten wurde ein Erinnerungsfoto geschossen. Auf der anschliessenden Carfahrt nach Mettmenstetten habe man sich dann aber wieder untereinander verständigt, notabene in Deutsch und Französisch, was den Schluss zulassen könnte, dass die Deutschschweizer in Genf von ihrem Aufenthalt schon sehr profitiert hätten. Unter den Heimgekehrten war auch Thierry, der vier Tage lang bei der Familie seines Partners

Théo in Carouge lebte. Er war beeindruckt, wie wenig Platz es dort hat. Selbst auf der Treppe im Schulhaus sei es eng gewesen, erzählt er. Doch er hat viel gelernt, und fühlt sich nun in der französischen Sprache sicherer. Théo spricht bereits ein wenig Hochdeutsch und freute sich darauf, die Wohngemeinde seines Tandem-Partners kennenzulernen. Er kann sich gut vorstellen, die Freundschaft weiterhin zu pflegen und dass sie sich auch bei anderer Gelegenheit wieder einmal besuchen. Die Schüler sind gerade im richtigen Alter für dieses Projekt. «Wow ich gehe nach Genf – das ist für sie noch ein Abenteuer, auf das sie sich freuen», sagt Isabelle Carson. Mit nur vier Tagen Aufenthalt am fremden Ort, sei auch kurz aufflackerndes Heimweh ertragbar gewesen. Am Sonntag endete das Erlebnis. Gemeinsam fuhren die Schüler mit dem Zug nach Hause. Es ist ihnen überlassen, die Bekanntschaften weiter zu pflegen und die Freundschaften wachsen zu lassen. Bestimmt werden sie sich immer an die erlebnisreichen Tage in Carouge und in Mettmenstetten erinnern. Schliesslich haben sie dafür ihre Komfort-Zone verlassen und sich auf unbekanntes Terrain begeben.

650 Unterschriften in zehn Tagen gesammelt Für durchgehenden Betrieb der Linie 220 Die Buslinie 220 verbindet Bonstetten-Wettswil via Triemli mit dem Bahnhof ZürichWiedikon. Seit 2016 wird diese Strecke nur noch zu den Hauptverkehrszeiten bedient. Die Wettswiler möchten dies wieder ändern und haben Unterschriften gesammelt. von andrea bolliger Den Hinweis, auf die Möglichkeit bis zum 29. März Änderungswünsche zum ZVV Verbundsfahrplan 2018/2019 bei der Gemeindeverwaltung einzureichen, haben sich die Wettswiler zu Herzen genommen. Innert zehn Tagen sammelten sie 650 Unterschriften, die sie am 27. März der Gemeindeverwaltung übergaben. Die Buslinie 220 verbindet Bonstetten-Wettswil via Triemli mit dem Bahnhof Zürich-Wiedikon. Seit 2016 wird die Strecke nur noch zu den Hauptverkehrszeiten bedient. Zwischen zirka 8 und 16 Uhr verkehrt auf dieser Linie kein einziger Bus mehr. Das stört viele Wettswiler. Brigitte Sala wurde von ihrer Nachbarin, Esther Fehlmann, auf die Vernehmlassungsfrist hingewiesen. Sie erkundigten

sich bei der Gemeinde, was zu tun sei. Zusammen mit Bekannten stellten sie sich vor Ladengeschäfte, Restaurants, Bushaltestellen, die Bibliothek, die Post und sogar vor die Abfallsammelstelle. Mit ihrer Unterschriftensammlung stiessen sie auf grosse Resonanz. Der Wunsch in der Bevölkerung ist gross, dass der Bus wieder regelmässig ins Triemli fährt. Der jetzige Fahrplan bedeute nicht nur für Behinderte und ältere Menschen, sondern auch für Mütter mit Kinderwagen eine Einschränkung der Lebensqualität, denn das Umsteigen am Bahnhof Bonstetten auf die Bahn stelle, bei den knapp bemessenen Umsteigezeiten häufig eine weitere unzumutbare Erschwernis dar, argumentieren die Initianten. Praktisch alle Angesprochenen hätten, ohne zu zögern, unterschrieben. Brigitte Sala berichtet, dass ihr auch, nachdem die 650 Unterschriften auf der Gemeinde abgegeben worden waren, noch Unterschriften übergeben worden seien, die sie noch nachreichte. Die Wettswiler hoffen nun, dass ihr Anliegen von den Zuständigen ernst genommen wird und die Buslinie 220 auf den Fahrplanwechsel 2018/2019 hin wieder durchgehend fährt, auch wenn es nur im Zwei-Stunden-Takt wäre.

Volle Konzentration: Die jungen Musikantinnen und Musikanten des Jumba Aspirantenspiels. (Bild zvg.)

Volles Haus beim Konzert des Jumba Aspirantenspiels Über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer im Jumbahaus Das Konzert des Aspirantenspiels der Jugendmusik Bezirk Affoltern Jumba vom vergangenen Donnerstag war ein voller Erfolg. Die gute Musik der jungen Musikantinnen und Musikanten lockte das Publikum zahlreich ins Jumba-Haus. Mit fetzigen Rhythmen und Melodien machten die Jumbanerinnen und Jumbaner gute Stimmung, welche durch die humorvollen Ansagen von Lara Stehli und Selina Raschle zusätzlich angeheizt wurde. Der gesamte Anlass wurde von den jungen Leuten in Eigenregie organisiert, inklusive Apéro mit Snacks und selbstgemach-

ten Kuchen im Anschluss an das Konzert. Ein grosses Kompliment an das ganze Aspirantenspiel unter der Leitung von Daniel Raschle für diesen erfrischenden Auftritt! Mit dem Konzert ging die Zeit im Aspirantenspiel für einige Mitglieder zu Ende. Sie werden in Zukunft im Blasorchester mitspielen. Leider bleibt trotz des tollen Konzerts ein fader Nachgeschmack: Aufgrund der Übertritte ins Blasorchester wird das Aspirantenspiel künftig nur noch aus wenigen Musikantinnen und Musikanten bestehen. Die Proben finden deshalb künftig nur noch alle zwei Wochen statt. Die Jumba braucht dringend Nachwuchs! Seit 50 Jahren (die Jumba feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen) ist die

Jumba die zentrale Ausbildungsstätte für junge Blasmusikantinnen und -musikanten und Perkussionisten. Viele Musikvereine des Bezirks Affoltern konnten bislang von dieser Quelle profitieren. Damit sie nicht versiegt und die Jumba weiterbestehen kann, muss man ihr Sorge tragen. Der Versuch einiger Musikvereine, durch eigene Ausbildungsprojeke Nachwuchs zu generieren, ist leider kontraproduktiv; für die Jumba wie auch für die Musikvereine des Bezirks. Nichts hat mehr Bestand, als eine Jugendmusik, die seit 50 Jahren gute Arbeit leistet. Nicole Frech Weitere Bilder und Infos unter www.jumba.ch.


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Dienstag, 4. April 2017

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«Albisbrunn» investiert in die Zukunft Die Wohngruppenhäuser werden für 5,5 Mio. Franken saniert – jetzt ist Halbzeit der Bauarbeiten Heller, offener und an gegenwärtige und künftige Bedürfnisse der Sozialpädagogik angepasst – so präsentieren sich die Gruppenhäuser der Stiftung Albisbrunn nach der Sanierung. Zwei sind bereits fertig, zwei noch im Urzustand.

ner grossen Küche und Anbindung ans Haupthaus. Das Resultat ist ein heller, offener Gemeinschaftsbereich. Schliesslich soll den Jugendlichen auch die Gestaltung des Zusammenlebens, das Kochen, Einrichten und Putzen vermittelt werden. «Die Jugendlichen wuchsen zum Teil in chaotischen Verhältnissen auf und haben keine Idee, wie sich etwas wohnlich gestalten lässt, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen», weiss Schönbächler. Ansprechend wirkt auch der neue teilüberdeckte Innenhof.

................................................... von thomas stöckli «Das Spendenziel ist erreicht», durfte Ruedi Jans, «Albisbrunn»-Gesamtleiter kürzlich im Newsletter der Stiftung verkünden. 1,5 Mio. Franken kamen allein aus Fundraising und Spenden zusammen. Nach dem Neubau der Sporthalle war dies bereits die zweite Spendenkampagne. Von den Erfahrungen habe man sicher profitiert, verrät Toni Schönbächler, Leiter Berufsbildung und verantwortlich fürs Fundraising: «Verschiedene Kontakte bestanden bereits und ein gewisses Vertrauen ist da, dass wir verantwortungsbewusst mit den Spenden umgehen.» Mit den je 1,25 Mio. Franken Beiträgen von Bund und Kanton und den 1,5 Mio. welche die Stiftung über Hypotheken selber finanziert, ist die Investitionssumme von 5,5 Mio. Franken also gesichert. Und der Mehrwert ist

Energieverbrauch deutlich tiefer

Gesamtleiter Ruedi Jans (links) und Toni Schönbächler, Leiter Berufsbildung, im sanierten Gemeinschaftsbereich des Gruppenhauses «Alagna». Neu ist der Durchblick in den Annex (hinten) mit Küche und Essbereich. (Bilder Thomas Stöckli)

zur sache Weniger strafrechtliche Platzierungen Der Bedarf an Jugendheimplätzen ist aktuell eher rückläufig. Erst recht brauche es nun eine Vorwärtsstrategie, ist man beim «Albisbrunn» überzeugt. Und der Erfolg gibt der Stiftung recht: Die Auslastung liegt bei über 90 %. Verändert hat sich die Klientel: «Die strafrechtlichen Platzierungen sind zurückgegangen», sagt Leiter Ruedi Jans. Will heissen: Anstelle von Schlägern sind es heute vermehrt Jungs mit anderen Verhaltensauffälligkeiten, Jungs die früh traumatisiert wurden und / oder mit ihrer psychischen Situation nicht klarkommen. (tst.)

Aktuell laufen die Bauarbeiten am Haus «La Haya». sichtbar, denn die ersten beiden Wohngruppenhäuser «Alagna» und «Bärenwald» sind mittlerweile fertig, beim dritten, dem «La Haya» laufen die Arbeit, während die Häuser «Rebberg» und «Sonnenlaube» noch auf die Ausführung warten. Im Herbst 2018 sollen dann alle fünf Wohngruppenhäuser in neuem Glanz erstrahlen.

Wohngemeinschaften als Sprungbrett In den 1970er-Jahren erbaut, sind die Wohngruppenhäuser am Ende der Lebenszeit angekommen. Ursprünglich wurden sie für Familien geplant, die je acht Kinder betreuten. Die Sanierung bietet nun auch Gelegenheit, das Raumkonzept an die gegenwärtigen

und künftigen Bedürfnisse der Sozialpädagogik anzupassen. Die Sozialpädagogen zügeln vom Keller ins Parterre, die einstigen Wohnungen der Hauseltern werden zu Wohngemeinschaften für Jugendliche, die bereits eine gewisse Selbstständigkeit erlangt haben. Anstelle der alten Annex-Bauten entstanden und entstehen neue mit ei-

Bei der Materialisierung setzt das «Albisbrunn» auf Qualität – schliesslich soll es wieder 30 bis 40 Jahre halten – aber auch Kostenbewusstsein. Für die Arbeiten werden in erster Linie die eigenen Betriebe (Schreinerei, Malerei, Metallbau und Baubetrieb) eingespannt. Nicht zuletzt entsteht so eine besondere Beziehung zum eigenen Wohnraum: Wer etwas mit viel Einsatz selber macht, wird dem dann auch mehr Sorge tragen. Die Möbel sind selber designt und so weit möglich auch selber hergestellt. Für die acht bis neun Einzelzimmer in der Wohngruppe ist eine Standard-Möblierung vorgegeben. Zusätzliche Möbel sind nur erlaubt, wenn selber gebaut. Ein wichtiger Faktor bei der Sanierung ist auch die Energieeffizienz: So reduziert sich die Heizenergie auf einen Drittel. Möglich machen es unter anderem 15 cm zusätzliche Isolation. Zudem ist jedes Haus mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet. Dazu musste da und dort auch der alte Baumbestand ausgelichtet werden. Die Beleuchtung und neue Elektrogeräte tragen weiter dazu bei, den Energieverbrauch niedrig zu halten. Während der Sanierung ihres Gruppenhauses disloziert die entsprechende Wohngruppe in eine stiftungseigene Liegenschaft auf dem Gelände. «Sie nehmen es, wie wenn sie ein halbes Jahr in die Ferien dürften», so Ruedi Jans. Nach der Sanierung hat das «Albisbrunn» zwar nicht mehr Kapazität – «mit 56 Plätzen sind wir am oberen Limit», so Jans – aber etwas mehr Flexibilität in der Nutzung.

Claudio Rütimann neuer Präsident des Gewerbevereins Oberamt Generalversammlung mit Rekordbeteiligung im «Albisbrunn» An der Generalversammlung des Gewerbevereins Oberamt am vergangenen Freitagabend wurden ein neuer Präsident und zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. 2020 soll die zehnte Gewerbeschau Oberamt durchgeführt werden.

freien Sitze wählten die Mitglieder Silvia Illi (Raiffeisenbank Hausen) und Lars Steiner (Vital-Work Hausen).

Zehnte Gewerbeschau Oberamt

................................................... von marianne voss 70 Personen nahmen am vergangenen Freitag im «Albisbrunn» an der Generalversammlung des Gewerbevereins Oberamt teil, so viele wie noch nie. Der Grund für den Andrang waren aber keinesfalls strittige Traktanden. Sämtliche Geschäfte wurden von den Mitgliedern ohne Diskussionen genehmigt. Der Kassier Patrick Müller konnte eine positive Jahresrechnung präsentieren, und die zehn Austritte wurden mit zehn Neumitgliedern ausgeglichen. Aktuell zählt der Gewerbeverein Oberamt 134 Mitglieder. Präsident Thomas Frick und sein Vize, Andi Reichenbach, hatten ihren Rücktritt aus dem Vorstand bekannt

Wechsel im Vorstand des Gewerbevereins Oberamt. Von links: Silvia Illi (neu), Thomas Frick, der neue Präsident Claudio Rütimann, Lars Steiner (neu) und Andi Reichenbach. (Bild Marianne Voss) gegeben. Thomas Frick hatte sich während 13 Jahren im Vorstand engagiert, davon sechs Jahre als Präsident. Er war an vier Gewerbeschauen dabei und setzte sich ganz allgemein mit viel Herzblut für das Oberämtler Gewerbe

ein. Die Generalversammlung dankte ihm mit grossem Applaus, einem Geschenk und wählte ihn zum Ehrenmitglied. Auch Andi Reichenbach hatte sich im Vorstand für den Gewerbeverein Oberamt starkgemacht, dies

während elf Jahren. Auch er wurde mit grossem Dank verabschiedet. Zum neuen Präsidenten wurde Claudio Rütimann (Drogerie Hausen) gewählt, der bereits Beisitzer im Vorstand war. Für die Besetzung der zwei

Ein weiteres wichtiges und zukunftsweisendes Traktandum betraf die nächste Gewerbeschau. Die Versammlung beschloss, im Jahr 2020 die nächste Gewerbeschau Oberamt durchzuführen. Es wird sich um die zehnte Oberämtler Gewerbeschau handeln, also um einen Jubiläumsanlass. Als OK-Präsident stellte sich – wie 2016 – Claudio Rütimann wieder zur Verfügung. Bis zur Generalversammlung im kommenden Jahr wird er nun ein Organisationskomitee zusammenstellen. Zum Schluss informierte Roger Götschi noch über das auf 5. und 6. Mai 2018 geplante Schwingfest auf dem Flugplatz Hausen, für das noch Helferinnen und Helfer gesucht werden. Das Schwingfest findet anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Turnvereins Hausen statt. Weitere Infos unter www.gewerbe-oberamt.ch.


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Dienstag, 4. April 2017

Ein fantastischer Roman, zu fünft geschrieben Im Zentrum von «Die Schwarze Harfe» steht die Entwicklung der Protagonisten Wer bisher nichts mit FantasyGeschichten am Hut hatte, wird süchtig, wenn er sich auf diesen Roman einlässt. Fantasy-Fans werden ohnehin begeistert sein. Geschrieben haben das Buch ein Arzt, eine Psychologin, ein Account Manager, eine Kommunikationsspezialistin und ein Managementphilosoph. ................................................... von regula zellweger Wer eine Geschichte erzählt, die in unserer realen Welt spielt, muss nicht erst erklären, was ein Mensch, eine Wüste, eine Strasse oder das Weltall ist, selbst wenn wir nicht so genau wissen, wo es beginnt und wo es aufhört. Wer aber einen fantastischen Roman schreibt, muss eine Welt neu erfinden, mit allem Drum und Dran – erfinden und den Lesenden näherbringen. Wer kann schon sagen, wie eine zweitonige Stimme klingt? Wer kann wissen, dass ein Endo-Kreuzer eine Rissgeschwindigkeit von 602 Kilometern pro Sekunde erreichen muss oder wie ein Schiff zwischen den Sternen springt?

Wissenschaftlich präzise Das Interessante an Science-Fiction-Romanen sind zunächst die Weltentwürfe, materialisierte Ideen, die erklärt werden müssen. Das kann aber auch anzeige

facettenreiche Identifikationsmöglichkeiten: Man erlebt die Geschichte durch beider Augen, steht mit ihnen wiederholt am Scheideweg oder kämpft sich durch unwegsame Situationen – und wird unmerklich Teil der Geschichte.

langweilig werden, nämlich dann, wenn die Handlung nicht vorankommt und sich die Figuren trotz aller Ereignisse kaum verändern. Dieses Buch sollte anders sein. Stefan Brommeli konzipierte die Geschichte und verfasste einen Prolog – vorher hat er ausschliesslich Fachpublikationen geschrieben, sicheres Land für einen Experten. Um seine fantastische Geschichte dicht und fesselnd zu schreiben und Sachzusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren, brauchte er jedoch Unterstützung, Mitdenkende – und Mitfühlende.

Erfolg ist sicher

5er-Schreibgremium Als Psychologin deckte seine Frau Berenice eher die Gefühls- und Gedankenwelt ab, fokussierte auf die Persönlichkeiten der Protagonisten, auf deren Entwicklung im Lauf der Geschichte. Und sie beharrte darauf, dass eine Liebesgeschichte integriert werden müsse. Anders liegen die Prioritäten ihres Bruders Sven Hirsch-Hoffmann: «Mir war klar: Die ganze Technik muss stringent sein.» Der naturwissenschaftlich geprägte Augenarzt erfand die Charakteristik des Sprungantriebes, mit dem ein Raumzeittransfer möglich wird. Er lieferte den technischen Baukasten, den Stefan Bommeli für die Dramaturgie nutzen konnte. Tobias Bangerter, seines Zeichens Accountmanager im Finanzbereich, befasste sich schliesslich mit gesellschaftlich-ökonomischen Fragen: «Wie

Berenice und Stefan Bommeli erzählen gern über die Entstehung des FantasyRomans «Die Schwarze Harfe». (Bild Regula Zellweger) funktioniert der obskure Tem’branZirkel?», oder «Wie manifestieren sich divergierende Machtverhältnisse in der Ringhandelsföderation?»

SciFi macht Spass Matea Zosak, die Jüngste im Bunde und Kommunikationsfrau, betont, dass die Entwicklung der Geschichte grossen Spass gemacht habe. Man kann sich die fünf Autorinnen und Autoren bildlich auf dem Sofa in Obfelden sitzend vorstellen, vor sich eine Flasche Wein und eine Menge ausgedruckte Seiten, in heisse Diskussionen verstrickt. Matea Zosak: «Es

gab schon mal Meinungsverschiedenheiten, ja klar. Die waren nur zu klären, indem wir klare Argumente vorgebracht haben.» Entstanden ist in einem lustvollen, intensiven Prozess ein Buch, das Stefan Bommeli geschrieben hat, in dem aber Elemente von fünf interessanten Persönlichkeiten stecken – denn man kann nicht nicht autobiografisch schreiben. Alle identifizierten sich mit den einzelnen Figuren im Roman und gaben ihnen ihre charakteristische Tonalität. Dass die Geschichte von zwei Protagonisten, der weiblichen Shikani und dem männlichen Ja’en im Wechsel erzählt wird, bietet

Im Fall der «Schwarzen Harfe» gilt das Sprichwort von den vielen Köchen, die den Brei verderben, absolut nicht. Jeder trug auf seine individuelle Art dazu bei, dass der Handlungsstrang die Lesenden mitreisst, dass Spannung auf- und abgebaut wird, dass die geschilderten Persönlichkeiten sich nachvollziehbar entwickeln und dass alles bis ins Detail stimmig ist. Es geht um Seuchen, Kriege, Machtspiele, Tod, Beziehungen, Problemlösungen … All das führt dazu, dass «Die Schwarze Harfe» ein anspruchsvolles, dicht geschriebenes und bewegendes Buch geworden ist. Sven Hirsch-Hoffmann ist sogar überzeugt, dass es einmal verfilmt werden wird. Zu hoffen ist, dass beispielsweise die Säuliämter Bibliotheken Lesungen organisieren – und damit wertschätzen, was im eigenen Bezirk entstanden ist und bestimmt weite Kreise ziehen wird, in jeder Hinsicht. Buch und E-Book: Die Schwarze Harfe, Stefan Bommeli, Tobias Bangerter, Berenice Bommeli, Matea Zosak und Sven Hirsch-Hoffmann, Verlag Edition 381, 772 Seiten, ISBN 978-3-9524 287-6-4. Infos: www.dieschwarzeharfe.ch.


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Dienstag, 4. April 2017

Eine kurdische Stadt im Ausnahmezustand

Höhepunkt des gewaltigen Fests – die Nachrichtenagentur Isku spricht von einer Million Teilnehmenden – ist das Entfachen des Feuers. (Bilder zvg.)

Newroz in Amed: Pia Holenstein aus Affoltern war während des kurdischen «Nationalfeiertages» mit einer Delegation in Diyarbakýr. Die Wogen der türkischen Politik schwappen nach Europa, die Bespitzelungen und Drohungen zeigen das herrschende Klima deutlich. Doch das ist nicht zu vergleichen mit den Schrecken in der Türkei selber. All die Entlassungen und Verhaftungen von Staatsangestellten, Journalisten und Kulturschaffenden haben unfassbare Zustände geschaffen. Am schlimmsten trifft es die politisch aktiven Kurden. Sämtliche Abgeordnete sind sozusagen «vogelfrei», nachdem ihnen die Immunität abgesprochen wurde. Sie alle sehen sich Anklagen ausgesetzt. Die meisten haben bereits jahrelange Haftstrafen ausgesprochen erhalten, und sehr viele sitzen bereits seit Monaten im Gefängnis. Der Ausnahmezustand erlaubt das. Viele Gefangene befinden sich seit über 30 Tagen im Hungerstreik. Die kurdische Bevölkerung leidet seit Jahren, aber in den letzten Monaten ganz besonders. Ihre Dörfer und Städte wurden in den letzten Monaten zerstört, es gibt kaum mehr Infrastruktur, vor allem kaum mehr Schulen.

Jedes Jahr gefährlicher Für Kurden ist das Frühlingsfest Newroz das wichtigste im Ablauf des Jahres. Wer kann, reist aus dem Ausland zu seiner Familie. Dieses Jahr haben die meisten darauf verzichtet – sie hätten es nicht über die Grenze geschafft oder wären gleich verhaftet worden. Es scheint jedes Jahr gefährlicher zu werden. Schon 2016 herrschte bedrohliche Stimmung, dieses Jahr bewirkt der Ausnahmezustand, dass jeder für jede falsche Bewegung verhaftet werden kann. Mehrere Delegationen aus europäischen Ländern reisten sozusagen an Stelle derer, die nicht einreisen dürfen oder es nicht wagen. So auch wir sechs Schweizerinnen, die im November 2015 in der gleichen Gegend die Wahlen beobachtet hatten. Die Aufgabe war, durch Beobachtung etwas Schutz zu gewähren und allfällige Übergriffe zu berichten, aber auch durch unsere Präsenz Hoffnung zu geben, zu zeigen, dass die Welt die kurdische Bevölkerung nicht vergessen hat. Es geht ja um ein Volksfest auch für Frauen und Kinder und Hoch-

betagte, es soll fröhlich und entspannt sein und alle sollten in Sicherheit dabei sein dürfen. Daher ist auch die Beobachtung und Begleitung nicht als politische Aktivität gemeint, sondern als Unterstützung von Menschen, ihr Fest in Sicherheit feiern zu können. Natürlich ist die Politik nicht wegzudenken. Kurdin und Kurde in der Türkei zu sein, ist politisch und gefährlich. Ihre Existenz ist ein Stachel im Fleisch des türkischen Nationalismus, die aktuelle Politik des Staatspräsidenten hat sich auf ihre Auslöschung verlegt. Mit Absicht wird daher das Fest verboten oder nach Möglichkeit unterdrückt. Diyarbakir (oder Amed) ist eine der wenigen Städte, wo ein Fest durchgeführt werden darf.

Fast alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sitzen im Gefängnis Die kurdischen Städte wurden bisher alle von eigenen Co-Bürgermeistern, einer Frau und einem Mann, verwaltet. Der Gouverneur aus Ankara hatte zwar das letzte Wort, konnte aber bei schmalstem Budget froh sein, sich nicht mit den Alltagsaufgaben abgeben zu müssen. Nun sitzen fast alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Gefängnis. In Diyarbakir sind Gültan Kisanak und Firat Anli schon seit letztem Oktober verschwunden. Was machen die verbleibenden Mitglieder der HDP ohne ihre Exponentinnen und Exponenten, ohne Erlaubnis, Abstimmungskampf zu machen, mit der ständigen Bedrohung aller Mitglieder? Im gegenwärtigen Ausnahmezustand ist jede Bewegung, selbst das Wort «Nein», ein Verhaftungsgrund. Wir fanden eine unglaublich starke positive Haltung bei allen vor, welche die kurdische Bevölkerung jetzt anführen. Sie sind beweglich und fantasievoll. Die Parteizentrale wechselt ständig ihren Standort, die Parteien und Gruppierungen ändern nach jedem Verbot blitzschnell ihre Namen. Und dann zeigen sie der Bevölkerung, dass sie da sind: Ohrenbetäubende Musik dröhnt aus dem bunt geschmückten momentanen Sitz der Partei. Die Abgeordneten, Frauen und Männer, ziehen durch die Strassen, in Festkleidern, tanzen mit den Leuten und laden sie zum Newroz-Fest ein: «Newroz piroz be!» Ganz unpolitisch, scheinbar. Der Flyer enthält keinerlei politische Aussage. Da ist aber auch jemand mit expliziten «Nein»-Zetteln zum Referendum. Und

Die Schweizerinnen um Pia Holenstein (2. von rechts) bei der kurdischen HDP.

schon kommt ein Polizist in Zivil und verbietet es ihm. Ein Weilchen später sieht man ihn ein wenig entfernt seine Flyer weiter verteilen. Ja, der Widerstand ist gross und das politische Engagement überall. Die Newroz-Feiern sind natürlich zutiefst politisch.

Junger Mann erschossen Am Dienstag, 21. März, ging es also los. Ein trüber, kühler Morgen. Extreme Kontrollen durch die türkische Polizei liessen kein kurdisches Tüchlein durch. Es sollen 100 000 Anreisende an der Teilnahme gehindert worden sein. Und man flüsterte sich zu, dass kurz zuvor ein junger Mann von der Polizei getötet worden sei, genau hier. Genaueres erfährt man offiziell nicht (später sieht man Bilder im Internet: Er kommt mit nacktem Oberkörper aus der Kontrolle, rennt weg und wird von hinten erschossen). Dennoch: Der riesige Newroz-Park beginnt sich zu füllen, wird farbig und fröhlich. Es gibt Musik und Reden. Die Organisatoren erhielten strengste Bedingungen: Punkt drei Uhr nachmittags ist Schluss. Man darf keine Namen von Inhaftierten nennen, keine Gesten oder Zeichen zeigen, welche Widerstand oder Sieg bedeuten, ja nicht einmal das Wort «kurdisch» darf geäussert werden; die Fahne ist verboten, und nicht nur sie, sondern deren Farben. Lächerlicherweise darf nicht einmal der Schmied Kawa abgebildet werden, der die mythologische Grundlage des Festes ist.

Träume, Entschlossenheit und Wünsche nicht aufzugeben Die Verantwortlichen hielten sich an alle erhaltenen Vorschriften. Ihr Ordnungsdienst hatte alle Hände voll zu tun, konnte dann aber für kurze Zeit nicht verhindern, dass einzelne Transparente enthüllt, Bilder ihrer getöteten oder verhafteten Helden kurz prominent gezeigt wurden und natürlich auf riesigen Jubel stiessen. Auch die Nennung von Namen liessen sich die Rednerinnen und Redner nicht ganz nehmen, obwohl man die bekanntesten – jenen von Öcalan etwa, der seit 18 Jahren in Isolationshaft ist – nur sehr verhalten hörte. Und dennoch war es ein spektakuläres, glückliches, fröhliches Fest, das Entspannung und Kraft brachte. Das Gemeinschaftsgefühl und das Ausdrückenkönnen der Träume und Wünsche und Entschlossenheit, nicht aufzugeben tat sicher allen gut. Dass nun Haftbefehle über alle an der Organisation Beteiligten hereinprasseln werden, die Moderatoren, Musiker, Helfer, das nimmt man in Kauf. Man ist daran gewöhnt. Wir wünschen Stolz und Unerschütterlichkeit – doch dies allein genügt nicht. Wir erhoffen auch von der Schweiz eine viel deutlichere Stellungnahme zu den Vorgängen in der Türkei. Pia Holenstein, Affoltern

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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile Die reformierte Kirche hat Visionen, im «Anzeiger» vom 28. März. Mit der Wahrnehmung ist es so eine Sache. Wir wissen, dass diese subjektiv ist. Als ich die Podiumsdiskussion verliess, hatte ich die kritischen Stimmen gehört, aber sehr wohl wahrgenommen, dass selbst die Kritiker der Meinung waren, die Kirche sollte sich bewegen. So wie bisher weitergehen, sei kein Weg. Umso befremdeter war ich, als am Dienstag der «Anzeiger» erschien und ich mehrheitlich eine Darstellung der Kritik lesen konnte. Um positive Stimmungen zu lesen, musste ich ein zweites Mal konzentriert über den Artikel gehen. Ich lebe nicht in einem Land der ständigen Unterstellung oder bewussten Erstellung von «Fake-News» und dafür bin ich sehr dankbar. Die Presse erschafft mit Artikeln aber sehr wohl ein Meinungsbild, welches in diesem Fall nicht meiner Wahrnehmung entsprach (und auch nicht der meiner Begleitung). Von einem Journalisten erwarte ich, soweit möglich, eine objektive Darstellung – eine ausgewogene und kritische Berichterstattung. Wenn Sie den negativeren Stimmen ausführlich Platz widmen und die positiven allgemein erwähnen, ergibt dies sehr wohl ein Bild beim Leser. Ein Beispiel ist der als Unwort deklarierte «Kühlschrank», worauf Sie sich im Artikel beziehen. Ich fand das Bild sowie das des Kochens aus unterschiedlichen Kühlschränken ungewöhnlich, aber witzig und treffend. In meiner Wortmeldung habe ich mich darauf bezogen und klargestellt, dass wir in einem Projekt schon über das gesamte Knonauer Amt zusammenarbeiten. Dabei stellte ich fest, «wir kochen bereits ohne ein vorgegebenes Rezept» und es funktioniert. Allerdings wäre es einfacher gewesen, hätten wir nicht erst die Zeit und Energie aufbringen müssen, alle Gemeinden einzeln zu befragen. Hier beispielsweise würde eine Einheitsgemeinde Energie, Zeit und Geld sparen.

Das von Ihnen zitierte «Zuviel an Sozialem» ist im Übrigen genau das, was ich an der Kirche schätze. Für mich ist dies ein zentraler Punkt. «Das Wort» ist eine Sache, ohne «die Tat» wären es für mich nur leere Hülsen, das wäre nicht meine Kirche. Gelebter Glaube ist mir wichtig und hier helfen uns alle Mitglieder, auch wenn wir sie nicht im Gottesdienst sehen, und ihnen danke ich sehr. Gemeinschaft und Würde ist für uns alle wichtig. Als Mitglied der reformierten Kirche haben wir die Freiheit, uns aus «dem Wort» eine Meinung zu bilden. Meine Verantwortung liegt darin, mitzudenken, zu überdenken und meine Schlüsse daraus zu ziehen. Habe ich nur die halbe Wahrheit, schränken Sie mich damit mehr als ein! Wir sind am Diskutieren und darüber bin ich sehr froh. Alle Pros und Kontras sind wichtig – wir alle setzen unsere Schwerpunkte, Vielfalt ist gut. Demokratie ist mir auch in der Kirche unersetzlich! Liefern Sie bitte Grundlagen für ein Für und Wider – erst dann kann sich jeder eine Meinung bilden. Ob es eine grosse Gemeinde geben wird oder kleinere Zusammenschlüsse, wird das Stimmvolk entscheiden. Ich selbst war bereits in einer grossen Gemeinde tätig, welche drei Pfarrer hatte. Das Gemeindegebiet war unterteilt und ein Pfarrer jeweils fest für seinen Bereich zuständig, die Ressorts waren mehrheitlich aufgeteilt und die Pfarramtswochen organisiert. Mein Eindruck war nicht, dass die Nähe zu den Gemeindemitgliedern gelitten hätte. Eine Falschaussage war der Artikel sicher nicht. Mit einer Tendenz versehen, mit einem Nein zu Zusammenschlüssen beendet und ohne zusammenfassende kritische Schlussbemerkung war er sehr wohl. Die reformierten Kirchen sind im Vorprojekt und es geht darum, ob Verhandlungen über Zusammenschlüsse erfolgen sollen und wenn ja, mit wem? In dieser Hinsicht gab es, trotz kritischer Einwände über die Umsetzung, eine grossmehrheitliche Zustimmung. Silke Korn, Bonstetten

Das radikalste und aufwändigste Mittel Die reformierte Kirche hat Visionen, «Anzeiger» vom 28. März. Gespannt auf konkrete Gedanken, wie denn das zusammen Wirken oder die Entscheidungswege in einer fusionierten Kirchgemeinde funktionieren würden, besuchte ich die Podiumsdiskussion in der Kirche Affoltern. Alle, die handfeste Antworten erhofft hatten, wurden enttäuscht. Unbestritten ist nur, dass die kleinsten Kirchgemeinden mittelfristig nicht alleine über die Runden kommen werden. Danach driften die Meinungen und Ratschläge aber deutlich auseinander. Viele interessante und gute Gedanken wurden geäussert, nur fragte ich mich oft, muss man wirklich zuerst fusionieren, um kirchgemeindeübergreifend zusammenzuarbeiten, gemeinsam Neues auszuprobieren? Nach meiner Meinung wird deutlich unterschätzt, wie kompliziert und aufwändig eine grosse Fusion zu einer einzigen reformierten Kirchgemeinde im Säuliamt zu bewerkstelligen wäre. Die Engel sitzen bekanntlich im Detail. Welche konkreten Arbeiten und damit Entscheidungen werden an die Bezirksebene weiterdelegiert, welche bleiben im Dorf ? Gehören die Liegenschaften zukünftig der Bezirksebene? Welche Kirchen werden geschlossen, welche Pfarrhäuser und anderen Liegenschaften vermietet oder verkauft? Wer entscheidet darüber? Finanzielle Einsparungen – und das ist ein Ziel des KG+ – kann man nur errei-

chen, wenn entweder Personal eingespart wird, oder Liegenschaften aufgegeben werden. Mir fehlt der Glaube, dass in einem grossen Gebilde die Nähe zu Mitgliedern und Freiwilligenarbeit beibehalten werden kann. Die Angebote sollen professionell ausgebaut werden, und gleichzeitig noch Geld gespart werden können. Es scheint, das Lenkungsgremium erachtet es als unnötig, fundierte Gespräche und Systemvergleiche über alle wichtigen Varianten durchzuführen. Es weiss heute niemand, ob die beste Zusammenarbeit im Bezirk mit einer oder drei Kirchgemeinden erreicht wird. Oder vielleicht mit Fusionen der «Kleinsten» mit Nachbargemeinden und projektbezogener Zusammenarbeit zwischen allen? Später entscheiden kann ich aber nur, wenn alle Varianten gleichwertig aufgearbeitet werden. Alles andere ist lesen im Kaffeesatz, oder eben: Kochen ohne Rezept wie am Podiumsgespräch angeregt. Eine grosse Fusion ist das radikalste und aufwändigste Mittel, um bessere Zusammenarbeit zu erhoffen. Schicken wir den Gedanken zurück an den Absender mit dem Auftrag, zuerst projektbezogene, einfach zu realisierende Zusammenarbeitsformen «über die Grenzen hinweg» zu erproben. Wenn wir dies nämlich nicht schaffen, so ist nicht einmal die Fusion ohne Kollateralschäden zu erreichen, geschweige denn eine erspriessliche Zusammenarbeit danach. Hansjörg Schneebeli, Obfelden


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Gewerbe/Dienstleistungen

Bewegung im Wald

«Spotlights»

Die Knonauer Naturspielgruppe Pura Vida Natur feiert ihr fünfjähriges Bestehen. > Seite 13

Esther Hasler bringt ihre neue Produktion auf die «Rössli»-Bühne, Mettmenstetten. > Seite 15

Dienstag, 4. April 2017

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Auf Erfolgskurs Fussball 1. Liga: Der FC WettswilBonstetten bodigt auswärts den FC Thalwil. > Seite 17

Marktplatz verwandelt sich in eine Gartenoase «Artgarden» in Affoltern sucht Aussteller Gartenbauer aus der Region werden im Juni für die Ausstellung artgarden den Marktplatz in Affoltern verschönern. Platz für mehr Aussteller ist vorhanden. Die Besucher flanieren zwischen je sechs auf neun Meter kleinen Garteninseln und holen sich Inspirationen für den eigenen Garten. Das Ziel ist, dass die Gartenbauer zu ihren Kunden kommen und nicht umgekehrt – so das Konzept für «artgarden». 25 000 bis 30 000 Besucher werden vom 3. bis 25. Juni in Affoltern erwartet. Dass sich die Aussteller nur zaghaft anmelden, hat sicher mit dem Aufwand zu tun. «Die Gestaltung eines solchen Gartens kann sich schnell mal auf 20 000 Franken oder mehr belaufen», weiss alt Stadtrat Max Eberhard, Inhaber der gleichnamigen Gartenbaufirma und Aussteller an der «artgarden» Kloten. Trotzdem ermuntert er zur Teilnahme: «Als Gewerbler darf man nicht die ganze Zeit jammern, man muss auch handeln.» Einerseits geht es an der «artgarden» darum, potenziellen Lernenden

den Gärtnerberuf zu präsentieren, weshalb Schulklassen aus der Region an die Ausstellung eingeladen werden. Anderseits sind die Kunden angesprochen: Ihnen wollen die Gartenbaubetriebe ihr Können präsentieren. Der Gemeinderat Affoltern beabsichtige die einzigartige, bewährte und bereits zum 16. Mal stattfindende FreiluftGartenbau-Ausstellung «artgarden» für die Bevölkerung im Bezirk erstmals durchzuführen und habe einen Beteiligungsbetrag budgetiert, teilen die Initianten mit. Die «artgarden» hat auch einen didaktischen Charakter und bringt den Besuchenden die Natur hinter dem Gartenzaun näher. Es wird zum Beispiel ein Themenweg über invasive Neophyten, also gebietsfremde Pflanzen, zu finden sein. Garteninteressierte können sich Vorträge anhören, zum Beispiel über das biologische Gärtnern, Nützlinge, FengShui usw. Auch für Kinder und Jugendliche sind Aktivitäten vorgesehen wie etwas Florales gestalten, Wildbienen-Nisthilfen bauen, Marienkäfer, Florfliegen oder Schmetterlinge aufziehen. Ausstellung artgarden, 2. bis 25. Juni, Marktplatz

Autoshow auf dem Kronenplatz in Affoltern. (Bild zvg.)

Treffpunkt für Autokäufer Auto Show auf dem Kronenplatz zum 4. Mal in Eigenregie Der traditionelle Anlass auf dem Kronenplatz in Affoltern vom kommenden Samstag, 8. April, von 9 bis 17 Uhr, findet zwei Mal jährlich statt und spricht für die gute Zusammenarbeit der Garagen.

Affoltern. Anmelden via www.artgarden.ch.

Solche Gartenoasen sollen im Juni auch auf dem Marktplatz Affoltern zu bestaunen sein. (Bild zvg.)

Nach vielen Jahren der Organisation durch eine externe Firma, organisieren sich die Garagen aus der Region seit zwei Jahren selbst und stellen die Auto Show auf dem Kronenplatz auf die Beine. Die Zusammenarbeit der Betriebe ist einzigartig und dementsprechend hoch ist auch die Motivation auf dem Platz. Vielfach steht gar der Inhaber persönlich am Stand seiner Garage. Autointeressierten wird die Gelegenheit geboten, Neuheiten und Trends des Auto-Frühlings 2017 zu erleben. An der Auto Show auf dem Kronenplatz präsentieren die 14 Garagen über 50 neue und aktuelle Modelle. Die Besucher erleben Fahrzeuge für

Hingucker mit Rekord-Wendekreis Frühlingsausstellung in Kenny’s smart Center, Mettmenstetten Im Februar 2005 wurde das smart Center Mettmenstetten eröffnet und seither laufend vergrössert. Seit September 2016 gehört es zur schweizweit grössten smart Händlergruppe Kenny’s Auto-Center AG und ist das einzige exklusive smart Center im ganzen Land.

Im Dialog mit Auto-Interessierten Die Auto Show bietet den Besuchern die beste Möglichkeit, sich in kurzer Zeit ein Bild von den unterschiedlichen Fahrzeugmarken zu machen. Für die regionalen Garagisten steht das Gespräch mit den Autointeressierten im Vordergrund. Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit haben, ohne Hemmungen verschiedenste Fahrzeugmarken anzuschauen, sich die Fahrzeuge von innen und aussen zeigen zu lassen und allenfalls auch eine Offerte vor Ort oder dann nach der Ausstellung zu erhalten. Für das leibliche Wohl der Gäste wird ein gemütliches Bistro mit kalten und warmen Getränken und feinen

Würsten vom Grill auf dem Ausstellungsplatz betrieben. Besucher dürfen auch an einem Wettbewerb teilnehmen und können tolle Preise, gesponsert von Pirelli, Castrol und Huwyler Anhänger, gewinnen. Die ausstellenden Garagen freuen sich, Interessierte an der Auto Show auf dem Kronenplatz zu begrüssen. Ein erlebnisreicher Auto-Tag ist garantiert. (pd.) Samstag, 8. April, 9 bis 17 Uhr auf dem Kronenplatz, Affoltern. Ein erlebnisreicher Auto-Tag ist garantiert. Die Aussteller: Audi: Garage G. Bürgisser, 5634 Merenschwand; BMW: Peter Winter GmbH, Zwillikon; Corvette/Camaro/Cadillac Corvette: Sportcar Center AG, Bonstetten; Ford/SsangYong: René Hächler AG, Obfelden; Honda: Garage Walter Reichenbach, Hedingen; Kia: Mahler Automobile AG, 8912 Obfelden, Kia Garage Arnold AG, 5634 Merenschwand; Mazda: Auto Beschart & Lier GmbH, Zwillikon; Mazda: Garage Rüegg AG, 8915 Hausen; Nissan: Garage Müller, Obfelden; Opel/Suzuki: Ernst Ruckstuhl AG, Affoltern; Renault: Albis-Garage Schaub, Affoltern; Seat: Autohaus Häcki AG, 6340 Baar; Volvo: Albin Herzog AG, Ottenbach.

Kalorienarm und trotzdem lecker Abnehmprogramm des Viva Fitness Studios «Iss Dich fit!» – Unter diesem Motto trafen sich am vergangenen Donnerstagabend 30 Frauen im Viva Fitness Studio Affoltern.

Bei Kauf an der Ausstellung kann am Glücksrad gedreht werden. (Bild zvg.) Seit vor über 18 Jahren der erste smart fortwo auf unsere Strassen kam, revolutioniert er das Erscheinungsbild unserer Städte. Jetzt steht die neuste, komplett überarbeitete Generation smart bereit. Trotz Fortschritt und vieler Innovationen ist das Konzept der modernen Mobilität geblieben. Auch die neusten smart sind optisch ein Hingucker, platzsparend beim Parken und dank Rekord-Wendekreis so agil wie nie zuvor – bei noch mehr Fahrspass. Smart fortwo und forfour wurden in nahezu allen Bereichen verbessert und deutlich komfortabler. Aber

jedes Budget und für alle Einsatzbereiche. Autos mit sportlicher Motorisierung, edlem Design und Komfort sind genauso vertreten wie ökologische Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten.

nicht nur alle neuesten smart-Modelle, sondern auch Kenny’s Occasionen und smart-Mietwagen stehen im Kenny’s Auto-Center in Mettmenstetten im Angebot. Am 8. und 9. April findet hier die grosse Kenny’s Frühlingsausstellung statt. Nebst attraktiven AusstellungsSonderkonditionen steht an diesem Weekend auch das beliebte Kenny’s Glücksrad bereit. Beim Kauf eines Neu-, Vorführ- oder Occasionsfahrzeuges an der Ausstellung können die Gäste am Glücksrad drehen. Sie erhal-

ten somit die sichere Gewinnchance auf eine zusätzliche Ermässigung von mindestens 500 bis 5000 Franken. Alle Besucher sind eingeladen, am Ausstellungswochenende unverbindlich vorbeizuschauen und die neuen smartModelle Probe zu fahren. Smart fortwo und forfour passen nicht nur in jede Parklücke, sondern auch in jedes Budget. Es lohnt sich auf jeden Fall vorbeizukommen. Für Verpflegung ist mit feinen Würsten vom Grill, kühlen Getränken sowie dem feinen Kenny’s Käfeli bestens gesorgt. (pd.)

Chefkoch Matthias Rösner und Inhaberin Carmen Schulz zeigten in humorvoller Runde, wie frau ein feines Drei-Gang-Menü zubereiten kann, kalorienarm und trotzdem lecker. «Gesunde Ernährung und moderate Bewegung» ist das Erfolgskonzept von Viva Fitness, mit dem Abnehmen nicht nur einfach ist und funktioniert, sondern auch noch Spass macht. «Unser 28-Tage-Abnehmprogamm ist perfekt für alle Frauen, die endlich ihr persönliches Wunschgewicht in Angriff nehmen wollen» so Carmen Schulz. Wer möchte, dass seine Wunschfigur nicht mehr länger ein Wunsch bleibt, meldet sich am besten bei Viva Fitness. Ein Probetraining wird gerne vereinbart. (pd.)

Carmen Schulz und Matthias Rösner. (Bild zvg.) Viva Fitness, Zürichstrasse 53, Affoltern. Telefon 044 760 44 88. Weitere Infos: www.vivafitness-affoltern.ch.


gewerbe

Bisher erfolgreichste Voba-Velobörse Derzeit ziehen vor allem E-Bikes

Grossandrang letzten Samstag an der Velobörse in Affoltern. (Bild Susanne Crimi)

Die jüngste Verkaufsstatistik des Branchenverbandes Velosuisse übertraf alle Erwartungen: 2016 war beinahe jedes vierte in der Schweiz verkaufte Velo ein E-Bike. Das spiegelt sich in den Verkaufszahlen der hiesigen Velohändler. ................................................... von martin platter Susanne Crimi ist zufrieden. Erneut hat das Wetter am letzten Samstag perfekt mitgespielt. «Am Morgen, zwischen 10 und 12 Uhr, lief unsere Velobörse so gut wie noch nie. Von den 112 feilgebotenen Zweirädern wurden 72 weiterverkauft. Das ist ein neuer Rekord!» 30 Fahrräder seien von den Besitzern zurückgenommen worden, zehn gingen an ein Hilfswerk nach Äthiopien, berichtete das Vorstandsmitglied des organisierenden Vereins obere Bahnhofstrasse Affoltern (Voba). Besonders in Erinnerung geblieben ist Susanne Crimi eine vierfache Mutter, die dank der Voba-Velobörse günstig zu einem E-Bike gekommen ist und sich sehr darüber gefreut hat. E-Bikes prägten auch die Stände der teilnehmenden Fahrrad-Fachhändler, die etwas weniger gut frequentiert waren als die Velobörse. Gemessen an Stückzahlen macht der Anteil E-BikeVerkäufe je nach Händler inzwischen ein Drittel bis Dreiviertel des Gesamtabsatzes aus. Spitzenreiter ist gemäss Eigendeklaration Bike total in der Affoltemer Industrie. Geschäftsführer Fredy Ceccon sagt, dass bei ihm bereits drei von vier verkauften Fahrrädern und Mountainbikes über einen Elektrozusatzantrieb verfügten. Bei Fredy Rüegg Velosport am Bahnhofplatz ist jedes zweite Fahrrad ein Pedelec. Walo Rüegg zählt die Kindervelos in dieser Rechnung aber separat. Nicht so Roman Zimmermann, Bereichsleiter Velo bei

Obrist Radsport in Hedingen. Er spricht von einem Drittel E-Bikes, nimmt aber die Gesamtzahl aller verkaufter Fahrräder inklusive Kindervelos.

Offensive Grossverteiler: Chance oder Bedrohung? Grosses Thema ist bei allen Händlern die wachsende Konkurrenz durch den Internethandel und die Grossverteiler, die immer aggressiver auf den Marktanteil des nach wie vor führenden Zweiradfachhandels abzielen. Erst kürzlich hat die Migros ihre erste BikeWorld-Filiale eröffnet, mit identischem Serviceleistungsangebot wie im Fachhandel – jedoch mit einer Verkaufsfläche jenseits 1000 Quadratmetern und zahlreichen renommierten Marken im Sortiment. Bis 2021 will der auch im Internet sehr präsente Detailhandelsriese (27 Milliarden Franken Jahresumsatz) in der ganzen Schweiz Filialen dieser Grössenordnung eröffnet haben. Dies, nachdem die Migros-Kette M-Way in Sachen Elektromobilität bereits zum grössten Schweizer E-Bike-Händler aufgeschwungen ist. Viele Fachhändler begegnen der Entwicklung mit Skepsis. Walo Rüegg sagt: «Unsere Kunden haben verstanden, dass nur ein gut ausgebildeter Fachmann das beste aus seinem komplexen Mountainbike oder E-Bike herausholen kann.» Fredy Ceccon findet es stossend, dass die Migros immer mit günstigen Preisen gleichgesetzt wird und so die Leute anlockt. Dabei könne er mit diesen Preisen mithalten und das erst noch bei besserem Service. Roman Zimmermann sieht die übermächtige Konkurrenz als Chance: «Im Fachhandel ist der Kundenkontakt viel persönlicher. Da spricht man nicht mit einem anonymen Verkäufer, sondern mit Fachleuten, die versiert beraten und reparieren und dafür auch mit ihrem Namen geradestehen.»

Sicher dank smartem LED-Licht Die neue Noser «Sense» bringt Licht ins Dunkle, ohne, dass ein Hand- oder Zeituhrschalter betätigt werden muss. In sehr düsteren oder nur spärlich beleuchteten Gegenden und Räumen kann man seinen Augen nicht trauen. Die Angst, dass irgendwo eine Gefahr lauern könnte, nimmt dann bei vielen Menschen zu. Deshalb gehen überall die Lichter an, sobald der Abend anbricht. Die neue Noser «Sense» bringt Licht ins Dunkle, ohne dass ein Handoder Zeituhrschalter betätigt werden muss. Die exklusive Zwei-in-eins-Filament-LED-Birne von Noserlight schaltet sich dank innovativer Mikrosensortechnik in der Nacht völlig selbstständig ein und am Tag wieder aus. Mit ihrem angenehmen, warmweissen LEDLicht ist sie sowohl für Innen- als auch Aussenräume hervorragend geeignet. Die Noser «Sense» entspricht punkto Leistung einem konventionellen Leuchtmittel von 40 bis 60 Watt, spart aber im Vergleich dazu mit ihrem Verbrauch von lediglich 4 Watt 80 % an Energie. Das intelligente und effiziente kleine Wunderwerk schont Umwelt

Noser «Sense» für energiesparendes Beleuchten. (Bild zvg.) und Portemonnaie, kann kinderleicht überall installiert werden und macht das Leben komfortabler. Denn die «Zeiten der Finsternis», in denen man nach Sonnenuntergang einen oder mehrere Lichtschalter betätigen musste, sind endgültig vorbei. Dank der Noser «Sense» kann jeder beliebige Bereich dauerhaft und gleichzeitig energiesparend beleuchtet werden. Dadurch erhöhen sich Lebensqualität und vor allem das persönliche Sicherheitsgefühl enorm. (pd.) Noserlight AG, Ottenbacherstrasse 25, Zwillikon. Persönliche Beratung unter Telefon 044 701 81 81 oder info@noserlight.ch. Infos: www.noserlight.ch.


Vermischtes

Dienstag, 4. April 2017

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Der Natur auf der Spur Naturspielgruppe Pura Vida Natur in Knonau feiert fünfjähriges Bestehen Bewegung im Wald schärft die Sinne, macht froh, zufrieden und ist erst noch gesund. Am Freitag, 7. April, feiert die Naturspielgruppe Pura Vida ihr fünfjähriges Bestehen. ................................................... von claudia bruckner achermann Vor nicht allzu langer Zeit im Wald von Knonau. Ein Kind verabschiedet sich in inniger Umarmung eines Baumes vom Wald. «Das sind die Momente, bei denen es mir warm ums Herz wird», sagt Karin-Maria Kränzlin, Naturpädagogin und Chefin von der Naturspielgruppe Pura Vida Natur. Solche und andere sinnliche Erlebnisse seien kennzeichnend für die Waldspielgruppe, in der bei den Kindern die Freude am Umgang mit der Natur geweckt werden soll. «Wir möchten den Kindern die Augen öffnen und sie für die kleinen Wunder der Natur sensibilisieren», erklärt Kränzlin. «Nun wisst ihr, wie es sich anfühlt, barfuss über den Waldboden zu laufen, mit den Händen eine Blättersuppe zu kochen und wie nasses Moos riecht» sagt Kränzlin zu den

Zirkuswagen am Bolletweg in Knonau. (Bild Karin-Maria Kränzlin) Kindern, welche heute Morgen zum «Schnuppern» in den Wald mitgekommen sind. In der Waldspielgruppe gibt es keine Wände, keine Türe, kein Dach, dafür aber einen unbegrenzten Raum und vielfältiges Spielmaterial aus der Natur. Im Wald können Erfahrungen gemacht werden, wie sie Kinder in ihrem Alltag häufig kaum noch erleben. Der dortige Aufenthalt ermöglicht ihnen, beim Tasten, Riechen, Hören und Fühlen die Sinne anzusprechen, die im Lebensalltag nur wenig genutzt werden. Im Wald, ohne vorgefertigtes Spielzeug, mit geheimnisvoll wirkenden Bäumen und ungewohnten Geräuschen wird die Fantasie und Kre-

ativität der Kinder angeregt. Die Sensibilisierung der Sinne, das Hervorrufen von Neugier und Gefühlen ermöglicht den Aufbau einer positiven Beziehung zur Natur als Grundlage für einen späteren verantwortungsvollen Umgang mit ihr. Heute sind viele Kinder bereits im Vorschulalter übergewichtig und bewegen sich zu wenig. Längst nicht mehr jedes Kindergartenkind schafft einen Purzelbaum. Und manche sind noch nie mit ihren Eltern im Wald gewesen. Vorschulkinder aber brauchen Erwachsene, die mit ihnen in die Natur gehen, am besten regelmässig. Denn der Wald schärft die Sinne, fördert die Bewegung, macht froh, zufrie-

den und ist erst noch gesund. Im Wald lernen Mädchen und Buben genau das, was sie jetzt für eine gesunde Entwicklung brauchen und zwar in allen Bereichen. Und das findet auch der Autor des nationalen Bestsellers «Letztes Kind im Wald»: «Zurück zur Natur ist ein entscheidender Schritt vorwärts, zu einer rundum gesunden Entwicklung von Kindern», sagt Richard Louv. «Gemeinsame Stunden im Wald tun allen Kinder gut», sagt Kränzlin. Soziale Interaktionen ergeben sich ganz von selbst. Da schiebt ein Kind das andere den kleinen Hügel hoch. Die Kinder sammeln gemeinsam Holz für das Feuer. Der Stärkere hilft dem Jüngeren beim Schleppen eines schweren Astes. Sie lernen, Sorge zu Pflanzen und Lebewesen zu tragen. Und sie erhalten Spiel- und Bewegungsanreize in Hülle und Fülle. In diesem Jahr feiert die Naturspielgruppe Pura Vida ihr fünfjähriges Bestehen. Am Freitag, 7. April, wird am Waldplatz Bolletweg in Knonau ab 15.30 Uhr ein Zirkus-Knie-Wohnwagen eingeweiht, ein Seilpark errichtet und für Speis und Trank ist auch gesorgt. Weitere Infos: www.puravidanatur.ch.

Von links: Daniela Hess, Kursleiterin Doris Meister und Maja Micanovic. (zvg.)

Zahnfreundliche Spielgruppe Die Spielgruppe Rägeboge in Obfelden ist als zahnfreundlich zertifiziert worden. Spielgruppen bilden eine wichtige Funktion in der Kariesbekämpfung. Die Spielgruppenleiterinnen Maja Micanovic und Daniela Hess haben die Weiterbildung «Kariesprophylaxe in Spielgruppen» besucht und erfolgreich abgeschlossen. Im «Rägeboge» werden altersgerechte Spiele, Bücher, Znüni, Liedli ausgelesen, die den Kindern gesunde Nahrungsmittel näherbringen. Ebenfalls wird Informationsmaterial für die Eltern bereitgestellt. Wenn zusammen Geburtstag gefeiert wird, darf es natürlich auch Kuchen sein. Schon bisher wurde auf zahnfreundliche Znünis geachtet, die Kinder wurden spielerisch auf das Thema Karies sensibilisiert und die Eltern auf freiwilliger Basis über den Umgang mit Mundhygiene und Ernährung informiert. (pd.)

zwischen-ruf

Fiire mit Osterbasteln In der reformierten Kirche Hausen Am Samstag, 8. April, findet in der reformierten Kirche Hausen um 9.30 Uhr das beliebte «Fiire mit de Chliine» mit anschliessendem Basteln statt. Ein kurzweiliger, rund 60-minütiger Anlass für Kinder ab 0 Jahren mit ihren Begleitpersonen unter der Leitung von Diana Rütimann und Irene Girardet. Das «Fiire mit de Chliine» ist ein Anlass für die ganze Familie: Wir stimmen uns in der Kirche mit einer Geschichte ein und singen Lieder, bei denen die Kleinsten schon mithalten können. Saisonales Basteln steht danach im Vordergrund: Dieses Mal sind es Geschenke für Ostern. Mann/Frau darf gespannt sein, was Diana Rüttimann vorbereitet hat. Auch für die Verpflegung ist gesorgt: Es gibt Sirup und eine kleine Nascherei für die Kinder. Damit sich auch die Eltern stressfrei beim Kaffee austauschen können, stehen nach dem Znüni Spielsachen für die Kinder bereit. Das Fiire mit de

Veranstaltung für Eltern in Ottenbach Die Elternbildung Ottenbach lädt am 4. Mai zu einer Veranstaltung für Eltern mit Kindern im Kindergarten- und Primarschulalter in den Primarschul-Singsaal ein. Thema ist «Sozialkompetenzen bei Kindern fördern». Diana Rütimann mit Nathalie beim Osterbasteln. (Bild zvg.) Chliine ist eine schöne Möglichkeit, andere Eltern und Kinder zu treffen und gemeinsam eine tolle Zeit zu erleben. Es sind alle willkommen, Mütter, Väter, Grosseltern oder andere Begleitpersonen mit Kindern ab 0 Jahren. Das OK freut sich auf rege Teilnahme. (pd.) Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erwünscht bis Donnerstag, 6. April: Telefon 044 764 02 15 oder pfarramt.hausen@zh.ref.ch.

Oster-Gospel-Konzerte «Good News Singers and Band» in Hausen Zum ersten Mal gastiert der Projektchor «Good News Singers and Band» am 7. April, um 20 Uhr, in der reformierten Kirche Hausen. Bereits zum Dritten mal führt Bea Buob ein Oster-Gospel-Projekt durch. Unter dem Titel «Run to the Cross» haben die Good News Singers and Band – 21 Sängerinnen und Sänger sowie vier Musiker – für dieses Jahr ein weiteres Programm erarbeitet mit dem sie 2017 die Oster-Botschaft erzählen möchten. Die Lieder wechseln sich mit besinnlichen Texten zum Thema Ostern ab. Stilistisch sind die Songs dem «modern Gospel-Worship» zuzuordnen und bringen zum Nachdenken, verbreiten aber auch viel Freude und lassen ein fröhliches Gefühl nachklingen. Die Lieder stammen aus den Federn von Komponisten wie: Kirk Franklin, Reuben Morgan, William B.

Sozialkompetenz... macht Kinder stark

Toleranz, Respekt, Kritikfähigkeit, Mitgefühl oder Durchsetzungsvermögen sind Fähigkeiten, die sowohl im täglichen Zusammenleben als auch in der Schule und im Beruf von grosser Bedeutung sind. Das Fünf-Säulen-Modell von Sigrid Tschöpe-Scheffler bringt zum Ausdruck, was es braucht, damit Kinder soziale Kompetenzen erlernen. An praktischen Beispielen wird aufgezeigt, wie Eltern diese Fähigkeiten im Familienalltag fördern können. Zudem erfahren sie, welche Regeln zum sozialen Verhalten in der Schule gelten und wie ihre Unterstützung aussehen kann. Das Referat mit Diskussionsrunden wird zirka zwei

Stunden dauern. Vorgestellt werden das Fünf-Säulen-Modell nach Sigrid Tschöpe-Scheffler. Praktische Beispiele zeigen die Umsetzung des Modells im Alltag. Die Selbstreflexion beziehungsweise Vorbildfunktion der Eltern und die Schulhausregeln zum sozialen Verhalten sind weitere Inhalte. Referentinnen sind Gabriela Moser, Erwachsenenbildnerin FA, Supervisorin, Dozentin der Kantonalen Elternbildung ZH, Heike Müller, Schulsozialarbeiterin der Primarschule Ottenbach, für den Part der «Schulhausregeln». Die Elternbildung Ottenbach und die Referentinnen freuen sich auf einen spannenden Abend mit vielen interessierten Eltern aus der Region. (pd.) Donnerstag: 4. Mai, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr, Schulhaus Chappelistein 2, Singsaal, Schulweg 4, Ottenbach. Kosten: 10 Franken/Person, Paare 15 Franken. Anmeldung erwünscht bis 12. April, an elternbildung@ps-ottenbach.ch oder Telefon 043 322 87 50 (Jutta Albers). Auch kurzfristig Entschlossene sind willkommen.

Dolce Vita und Sehenswürdigkeiten Mailandwochenende für Frauen

«Good News Singers and Band». (Bild zvg.)

Bradbury, Sue C. Smith, David Moffitt, Travis Cottrell und anderen. Eine volle Kirche würde sie sehr freuen, begeistern und motivieren. Der Eintritt ist frei – ein Beitrag in die Kollekte wird sehr geschätzt und zur Deckung der Unkosten eingesetzt. (pd.) Konzerte: Freitag, 7. April, 20 Uhr, ref. Kirche Hausen. Sonntag, 9. April , 19 Uhr, ref. Kirche Widen; Freitag, 14. April, 19 Uhr, ref. Kirche Muri; Samstag, 15. April, 19 Uhr, ref. Kirche Meisterschwanden; Sonntag, 16. April, 10 Uhr, Chrischona Affoltern; Sonntag, 16. April, 19 Uhr, ref. Kirche Obfelden.

Pfarrerin Claudia Mehl, Maschwanden, organisiert vom 15. bis 17. September ein Mailand-Wochenende für Frauen. Auf dem Programm stehen unter anderem: Dombesichtigung mit Domterrasse und Dommuseum, Schloss Sforzesco, Besichtigung des berühmten letzten Abendmahls (Original) von Leonardo da Vinci in der Kirche Santa Maria delle Grazie, Besichtigung der Galerie Brera, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens (freiwillig), Scalamuseum und Besuch der Oper «Hänsel und Gretel» mit Chor und Orchester der Akademie Teatro Alla Scala in einem der bekanntesten und bedeu-

tendsten Opernhäusern der Welt, der Mailänder Scala (freiwillig), ein Sonntagsgottesdienst in einer katholischen Kirche (lateinisch). Daneben steht freie Zeit fürs Shoppen, zum Geniessen der Dolce Vita und führen von schönen Gespräche in der lombardischen Modehauptstadt zur Verfügung. Die Kunsthistorikerin und gebürtige Mailänderin Alessandra Castagnaro wird die Gruppe während der gesamten drei Tage begleiten. (pd.) 15. bis 17. September, Anmeldeschluss: 25. Mai. Claudia Mehl, Pfarrerin in Maschwanden, E-Mail: claudia.mehl@zh.ref.ch, Telefon 044 767 09 78. Pauschalpreis pro Person: 370 Franken, Einzelzimmerzuschlag: 80 Franken.

Ratschläge sind Schläge – oder? Ich weiss, dass man keine Tipps geben soll. «Ratschläge sind Schläge», behauptet meine Tochter gern. Aber man kann ja jemanden auf etwas aufmerksam machen oder? Wie ich neulich: «Isabelle, hast du deinem Gottechind telefoniert? Was – gibt auf dein SMS keine Antwort? Na, dann schreib halt noch eins. Eine Zwölfjährige, die wegen Magersucht im Spital ist, die gibt nicht sofort Antwort, da muss man schon nachhaken, und wenn sie wieder nicht reagiert, dann ruf ihre Eltern an. Eine Gotte kümmert sich!» «Und eine Mutter erst recht», entgegnet meine Tochter, und da fällt mir meine eigene Mutter ein, die sich meiner Meinung nach zu wenig um ihre Nachbarin kümmert, die dreimal wöchentlich zur Dialyse muss.«Hast du sie besucht?», frage ich am Telefon. «Was heisst, sie ist immer müde? Natürlich freut sie sich, wenn du kommst! Und wie geht es Marielise? O je – ist nun im Pflegeheim? Wie – das beelendet dich, sie so zu sehen? Pflegeheime deprimieren dich? Aber … ja, ja, ich bring dir Müesli und Kaffee aus der Schweiz mit. Also Mami, von dir hab ich meine soziale Ader nicht geerbt.» «Stimmt, die hast du von Opa. Wenn die Müllabfuhr kam, ist er vors Haus gelaufen mit einer Schnapsflasche in der Hand!» Apropos Schnaps. Da fällt mir Romy ein. Mein Gott, alles verloren wegen dem blöden Alkohol, das fantastische Haus mit den vier Terrassen – und wohnt jetzt auf zehn Quadratmetern! Braucht ein bisschen Überwindung, sie anzurufen. Aber ich machs. Morgen. Oder nächste Woche. Ute Ruf anzeige


Veranstaltungen Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern am Albis Ank체ndigung

Generalversammlung 2017 Freitag, 19. Mai 2017, 19.30 Uhr Im Saal Senevita Obstgarten, Obstgartenstrasse 9, 8910 Affoltern am Albis Antr채ge von Genossenschaftern an die Versammlung sind bis sp채testens 19. April 2017 schriftlich an die Wasserversorgung, zu Handen des Vorstandes, einzureichen. Affoltern am Albis im M채rz 2017

Der Vorstand


Veranstaltungen

Dienstag, 4. April 2017

Cello und Wort

«Spotlights» in Mettmenstetten

Musikalische Lesung in Stallikon

Text und Musik von Esther Hasler Nach drei Einfraustücken in sieben Jahren tritt Esther Hasler am 8. April, auf der «Rössli»-Bühne in Mettmenstetten mit ihrer neuen Produktion «Spotlights!» auf.

Noëmi Lerch und Sara Käser. (Bild zvg.)

Am Freitag, 7. April, findet in der Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon eine musikalische Lesung mit der Autorin Noëmi Lerch und der Cellistin Sara Käser statt. Die junge Schweizer Autorin Noëmi Lerch hat einen stimmungsvollen Roman über eine alte Bäuerin und ihre Gehilfin geschrieben. Mit Tiefsinn und feinem Humor beschreibt sie den Alltag dieses kargen Lebens, die Stimmungen und Kreisläufe der Natur, das Leben mit den Tieren. Das Buch handelt von Trauer um die verstorbenen Grosseltern, um den Verlust einer Liebe. Da ist viel Eigensinn spürbar, die

Autorin hat eine starke Stimme, die das, was sie beschreibt, beseelt und zum Leben erweckt. Mit Cellistin Sara Käser bildet Noëmi Lerch das Duo «Käser & Lerch». Gemeinsam verweben sie Text und Musik und bringen die Geschichte zum Klingen. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht beim Apéro die Gelegenheit, mit Autorin und Musikerin ins Gespräch zu kommen. Das Bibliotheksteam freut sich auf zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer. Ayoma Pfister Thurnherr Lesung mit Apéro Freitag, 7. April, 20 Uhr, Eintritt 10 Franken. Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon, Schulhaus Loomatt, Massholderenstrasse 1 in Stallikon-Sellenbüren.

«KunstAusleih»: Eine Idee die zur Zeit passt

Hasler hoch drei ist Essenz in Potenz! Subtile Komik, brillantes Schauspiel, ausdrucksstarke Stimme, beseelter Gesang, virtuoses Klavierspiel, glasklare Zwischentöne, zwielichtige Schwebungen, stupende Mimik und luzide Wortakrobatik in Bühnendeutsch und vielfarbigem Esperanto aus Weltsprachen und Provinzdialekten. Und als ob das nicht schon genug wäre, ist auch diesmal wieder ein ganzes Hasembler blendender Lichtgestalten mit von der Partie: Annerös Zgraggen schmiedet grosse Businesspläne, Frau Friedli urteilt auf Vorrat, Adoptivgrossmütterchen Gruschenka erklärt weiterhin die Welt und Hannelore aus Hannover liebt einmal mehr transkulturell und unerfüllt. Hasler lässt das über Jahre liebgewonnene Personal diesmal in ihren ganz persönlichen Lieblingsnummern ins Rampenlicht treten und leuchtet in Schlaglichtern diskret die Faltengebirge und Problemzonen der Condition humaine aus.

Was im Alltag oft ganz selbstverständlich ist, kann auch für die Kunst gelten. Die Gesellschaft tendiert immer mehr weg vom Besitzen hin zum Nutzen. So hat schon vor bald 20 Jahren eine Gruppe Künstler die Zeichen der Zeit erkannt und sich zum Verein KunstAusleih zusammengeschlossen. Beim KunstAusleih kann ein Werk (ohne Kaufzwang) gemietet werden. Falls später doch ein Kauf erwünscht ist, wird eine Jahresmiete gutgeschrieben. In der Ausstellung sind die Werke folgender Künstler zu sehen: Rita Cedraschi, Annemarie Graf, Wiktor Mielniczuk, Sonja Schmid und die frühere Mettmenstetterin Inez van Deelen. Sie freuen sich auf interessierte Besucher. (pd.)

In der Woche vom 3. April wird in der Pestalozzistiftung Kreativität grossgeschrieben. Das Theaterprojekt «Fahrwerk Ö!» rollt mit ihren Wagen auf das Areal und installiert sich, um gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ein Theaterstück zu erarbeiten. Begonnen wird auf einem leeren Blatt Papier. Die Szenen entstehen aus den Ideen der Kinder, die während der Woche auftauchen. Inspiriert werden die jungen Darsteller vom Areal des Schulheimes. Den Höhepunkt dieser Woche bilden die Vorstellungen am Montag, 10., und Dienstag, 11. April. Da die Vorstellungen teilweise unter freiem Himmel gezeigt werden, lohnt es sich, dem Wetter entsprechende Kleider anzuziehen. Nebst dem Spassfaktor ver-

Vernissage: Freitag, 7. April, 17 bis 21 Uhr, Samstag, 8. April, 14 bis 20 Uhr; Sonntag, 9. April, 11 bis 17 Uhr.

Doch selbst wenn dunkle Seiten bei Psychogram Karajan aufblitzen, bleiben wir uns aller Undurchsichtigkeit zum Trotz sympathisch. Denn in Haslers Menschagerie wachsen dem Federvieh Flügel, schlüpfrige Amphibien sind zum Anbeissen und Primaten versprechen Hoffnung für die Zukunft. Sattelfest in weltbewegenden Themen vom Ganzkörpertattoo über Beethoven, Feng Shui, Brutpflege unter Designdiktat, DJ-Debussy bis hin zu leidenschaffender Wissenschaft bestätigt Esther Hasler einmal mehr ihren Ruf als Spezialistin für satirische Punktlandungen und bringt mit Charme und Scharfsinn ein Quäntchen Klarsicht ins undurchschaubare Alltagstreiben.

Lebenspraller Theaterabend «Spotlights!» verspricht einen lebensprallen Theaterabend mit betörendem Klavierkabarett voller kantiger Charaktere und anrührender Chansons. Keine entblössende Scherzparade … nein, es lockt eine Nacht mit einer modernen Scheherazade, bei der fiese

Esther Hasler. (Bild zvg.) Räuber uns im Schummerlicht statt Gold und Diamanten unsere Seelen und Optionen stehlen und zur Strafe statt in heissem Öl frittiert vom Schönheitschirurgen filettiert werden. Fesselnde Geschichten, bis im Abendland die Lichter ausgehen. Jürg Berger Samstag, 8. April, 20.15 Uhr, Gasthof zum weissen Rössli, Mettmenstetten. Eintritt: 35/30 Franken (Legi/AHV). Ticketreservationen: Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01. Freie Platzwahl Abendkasse ab 19.30 Uhr. Für Gäste, die im Rössli essen, wird ein Platz im Saal reserviert.

«Fahrwerk Ö!» spielt mit Kindern und Jugendlichen

Vom Freitag, 7., bis Sonntag, 9. April, ist in der Alstadthalle Zug Kunst zum Mieten zu sehen.

Kunstausleih: Acryl-Portrait Inez von Deelen. (Bild zvg.)

Charme, Scharfsinn und ein Quäntchen Klarsicht

Nächster Halt Pestalozzistiftung Knonau Am Montag, 10. April, und Dienstag, 11. April, jeweils um 18 Uhr zeigen die Kinder und Jugendlichen der Institution das Theaterstück, welches sie in der aktuell laufenden Projektwoche mit dem «Fahrwerk Ö!» entwickeln und einüben.

Ausstellung in der Altstadthalle Zug

«FahrwerkÖ!» wird im Pestalozzistiftung in Knonau auftreten. (Archivbild) folgt die Arbeit mit dem «Fahrwerk Ö!» die Stärkung der Gemeinschaft, des Zusammenhaltes und des Selbstwertgefühles und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention. Unterstützt wird das Projekt von der Sucht-präventionsstelle der Bezirke Affoltern und Dietikon. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich, wenn möglichst viele Zuschauer und Zuschauerinnen den Weg nach Knonau in die Pestalozzistiftung finden. Nach der Aufführung steht ein Grill zu Verfügung. Wurst und Brot können für 5 Franken bezogen werden.

Die Zürcherische Pestalozzistiftung feiert in diesem Jahr ihr 150-Jahre-Jubiläum. Das Schulheim in Knonau, umfasst heute 24 Plätze und richtet sich an normalbegabte, verhaltensauffällige Kinder- und Jugendliche, die aus diversen Gründen nicht zu Hause leben und in die Schule gehen können. Am Sonntag, 11. Juni, findet in Knonau das öffentliche Stiftungsfest zum 150-jährigen Bestehen der Zürcherischen Pestalozzistiftung statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen. (pd.) Weitere Infos unter: www.pestalozzistifung.ch.

«KlosterTage» zu Ostern

Alle schauen weg

Vom 13. bis 16. April im Kloster Kappel

Hunger in Afrika

Im Seminarhotel und Bildungshaus Kloster Kappel werden die Festtage im Kirchenjahr besonders gefeiert. Die «KlosterTage» richten sich an Menschen, welche die Festtage bewusst gestalten und in einer Gemeinschaft erleben möchten. Das Rahmenprogramm – diesmal inspiriert von Niklaus von Flües «Radbild» – bietet Impulse. Die Teilnehmenden wählen aus und haben auch Zeit für sich, für Lektüre, Spaziergänge oder für Gespräche im kleinen Kreis. Unter dem Titel «Also ist das göttlich Wesen ...» wird im Gedenkjahr von Niklaus von Flüe dieser wirkungsmächtige Mensch und sein besonderer

Lebensweg ergründet. Die Teilnehmenden tauchen mit ihm ein in das Jahrhundert vor der Reformation und beleuchten auch die sperrigen Seiten dieses Lebens. Das Rahmenprogramm bietet Impulse auf verschiedensten Ebenen: Gottesdienste, Meditation, Referate und Gespräche. Höhepunkte sind die beiden Konzerte der Reihe «Musik und Wort»: am Karfreitag mit dem Ensemble «Celtic Treasures», respektive am Ostersonntag mit dem Toggenburger Klangquartett und einer berührenden Klangreise mit Obertongesang, Naturjodel, Gregorianik, Gospel und Blues (Beginn jeweils um 17.15 Uhr). Ein besonderes Erlebnis ist die Feier von Osternacht und Ostermorgen ab 5.30 Uhr im Freien und in der

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wunderschönen mittelalterlichen Klosterkirche. Auch das traditionelle Eierfärben und -suchen hat im Programm der Kappeler KlosterTage seinen Platz. Das Programm in den historischen Räumen des ehemaligen Zisterzienserklosters versteht sich als Angebot, aus dem die Teilnehmenden wählen, was ihnen entspricht. Die Veranstaltungen sind öffentlich und können auch einzeln besucht werden. Die KlosterTage zu Ostern vom 13. bis 16. April werden geleitet von Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny und Pfarrer Markus Sahli. (pd.) Flyer mit Programmdetails und Preisen unter www.klosterkappel.ch, Telefon 044 764 87 84 oder sekretariat.theologie@klosterkappel.

Aus aktuellem Anlass ändert die Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil all ihre Kollekten von Palmsonntag bis Ostern. «Afrika darf nicht vergessen werden», lautet der Hilferuf einer internationalen Gebergemeinschaft, die weiss, dass man bis Mitte des Jahres 4,4 Milliarden Dollar benötigen würde, um eine der schlimmsten Tragödien am Horn von Afrika zu verhindern, wo unzähligen Menschen der Hungertod droht. Aber die Gelder fliessen mehr als spärlich. Dafür hört man auf der anderen Seite in Industrienationen von Milliardengewinnen und Schwindel erregenden Rüstungsausgaben. Dagegen sind 4,4 Milliarden Dollar weniger als Peanuts. Aber es ist wie es ist. Und statt

Die Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil sammelt für Afrika. (Bild zvg.) zu jammern, will man in der Kirchgemeinde Stallikon Wettswil Geld gegen den Hunger sammeln. Auch wenn das weniger als ein Tropfen auf den heissen Stein sein mag, für die, die mit dem Rücken zur Wand stehen, ist es ein wichtiges Zeichen und im besten Fall ein ansteckendes. Pfr. Otto Kuttler, Stallikon


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Sport

Dienstag, 4. April 2017

Boulder-Weltcup in Meiringen

Favorit Rychen gewann souverän

Saisonauftakt vom 7. bis 8. April

Als Favorit ist der Glarner Schwinger Roger Rychen angetreten und wurde den Erwartungen gerecht. Der Eidgenosse konnte jeden Gang meistens mit der maximalen Punktzahl für sich entscheiden.

Vom 7. bis 8. April messen sich in Meiringen (BE) die weltbesten Sportkletterinnen und -kletterer bei einem Boulder-Weltcup. Petra Klingler ist natürlich dabei. Mit diesem Wettkampf wird gleichzeitig die internationale Saison eröffnet. 19 Schweizer Athletinnen und Athleten sind im Berner Oberland am Start. Petra Klingler, amtierende BoulderWeltmeisterin, gilt als grosse Schweizer Hoffnungsträgerin. Bereits zum zweiten Mal feiert die internationale Boulder-Elite im Haslital den Saisonauftakt im Sportklettern. Für den ersten Boulder-Weltcup der Saison reist das SAC Swiss Climbing Team mit neun Damen und zehn Herren ins Berner Oberland. Angeführt wird das Schweizer Team von Petra Klingler, die vergangene Saison in Paris den Boulder-Weltmeistertitel gewonnen hat. «Ich freue mich wie jedes Jahr, die neue Saison in Angriff zu nehmen. Natürlich kommt mit dem Titel auch ein

................................................... von anja bernhard

Petra Klingler. (Bild zvg.) grösserer Druck. Aber ich versuche die Erwartungen an mich selber nicht allzu hoch zu stecken. Natürlich würde ich sehr gerne aufs Podest klettern. Aber zu Beginn der Saison ist es schwierig abzuschätzen, wo die anderen Athletinnen stehen. Erst beim ersten Wettkampf stellt sich heraus, was die anderen während des Winters gemacht haben», meint die 25-jährige Zürcherin. (pd.)

Gesamtwertung gewonnen Aerials: Europacup in Chiesa in Valmalenco Noé Roth (17) vom Mettmenstetter Verein Freestyle Company Jumpin wird im abschliessenden Europacup-Wettkampf in Italien Zweiter und entscheidet die EC-Gesamtwertung für sich. Der erst 17-Jährige Noé Roth hielt dem Druck stand und platzierte sich souverän und sicher hinter dem Weissrussen Dzmitry Mazurkevich auf dem zweiten Rang des abschliessenden Europacup-Wettkampfs. Damit gewinnt der frischgebackene Schweizer Meister auch zum ersten Mal die Gesamtwertung im Europacup. «Noé ist sehr sicher gesprungen und hat zwei saubere Landungen hingestellt», lobte Michel Roth, der sichtlich stolze Cheftrainer und Vater nach dem Wett-

Kein Säuliämtler Sieg am 19. Bonstetter Gibel-Schwinget

kampf. «Die starken Nerven hat er wohl von seinen Eltern geerbt!» Doch auch die weiteren Schweizer Athleten zeigten eine Reaktion. Insbesondere Pirmin Werner gelangen zwei gute Sprünge und holte sich damit den 7. Rang. In der Gesamtwertung platzierte er sich damit auf dem 6. Rang. Ebenfalls erwähnenswert ist der heutige 11. Platz von Carol Bouvard. Die junge Athletin schliesst damit ihre Europacup-Saison auf dem 3. Rang ab. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Europacup-Team und auch mit den heutigen Leistungssteigerungen», erklärte der Cheftrainer. Noé Roth, Pirmin Werner und Carol Bouvard sind alle Mitglieder des Mettmenstetter Vereins Freestyle Company Jumpin. (pd./tst.)

Der Gegner von Roger Rychen im Schlussgang war der Zürcher Oberländer Roman Schnurrenberger. Rychner konnte nach weniger als drei Minuten Schnurrenberger auf den Rücken legen, ebenfalls mit einer 10.00. Schnurrenberger platzierte sich am Schluss auf Rang 2. Marco Nägeli, der Lokalmatador des Schwingklubs am Albis, musste gleich zu Beginn eine Niederlage einstecken. Er schwang gegen Rychen und verlor nach kurzer Gangdauer. Den zweiten Gang stellte Nägeli. Dann ging es wieder aufwärts, jeden Gang danach konnte er für sich entscheiden und war stärker als seine Gegner. Dies half ihm dann auch, sich auf dem guten 4. Rang zu platzieren. Ebenfalls gute Resultate zeigten die Ämtler Schwinger: Nik Junker, Christian Schönenberger, Beat Reichmuth und Matthias Furrer. Sie sicherten sich alle eine Auszeichnung. Der Wettswiler Michael Kiser und der Bonstetter Benny Glättli konnten je einen Gang gewinnen, jedoch reichte es nicht für eine Auszeichnung. Der jüngste im Team, Sebastian Gmür, konnte an dieser 19. Ausgabe des Gibel-Schwinget, das erste Mal Aktivschwinger-Luft schnuppern. Das Fest war für ihn eine Premiere: Der Nachwuchsschwinger ist nun alt genug, um sich mit den Grossen zu messen. Er konnte zu Beginn einen Gestellten gegen Beat Streckeisen schreiben, danach waren seine Gegner stärker. Mit dem Resultat ist er aber trotzdem zufrieden und schaut weiter nach vorne auf den nächsten Einsatz. Ebenfalls Pläne hat Marco Nägeli. Nach intensiven Trainingstagen für die neue Saison wird Nägeli auf den Teilverbandskranz am Nordostschweizerischen Schwingfest zusteuern. Dies ist ein Saisonziel, wie auch die Qualifikation für das Unspunnen im August 2017.

Der Sieger des 19. Gibel-Schwinget: Roger Rychen. (Bilder Anja Bernhard)

Lokalmatador Marco Nägeli (oben) in seinem Gang gegen Nils Thoma. Nägeli erreichte den guten vierten Schlussrang. Auszug aus der Schlussrangliste:

Beat Reichmuth, Mettmenstetten

1 59.50 Roger Rychen, Mollis

13i 54.25 Matthias Furrer, Islisberg

2 57.50 Roman Schnurrenberger, Sternenberg

18b 53.00 Michael Kiser, Wettswil

4a 56.75 Marco Nägeli, Obfelden

19b 52.50 Benny Glättli, Bonstetten

9 55.25 Nik Junker, Christian Schönenberger und

21 51.25 Sebastian Gmür, Affoltern.

«Der hat ja de Kopf zwische de Füess!» 120 Bäuerinnen und Bauern aus dem süddeutschen Raum am Gibel-Schwinget in Bonstetten Ringen ja, aber Schwingen? Rund 120 Bäuerinnen und Bauern aus dem süddeutschen Raum erlebten ihre Premiere am 19. Gibel-Schwinget in Bonstetten. Sie zeigten sich fasziniert vom ur-helvetischen Brauchtum.

Besuch auf dem Hof von SVP-Kantonsrat Martin Haab in Mettmenstetten.

Kantonalschwingfest 2018 in Hausen

................................................... von werner schneiter Ihren Kampf tragen sie nicht im Sägemehl aus, sondern zuhause im Schwarzwald – und in Brüssel. Das sind Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). 120 kamen, von einer Informationsreise aus dem Südtirol, per Car direkt nach Bonstetten zum Gibel-Schwinget. Den Besuch vermittelt hat Landwirt Werner Locher aus Bonstetten, Exponent der bäuerlichen Interessengruppe für Marktkampf, kurz Big-M. Diese verfolgt exakt die gleichen Ziele wie der BDM: einen europaweit zumindest kostendeckenden Milchpreis, der eine nachhaltige Milchproduktion erlaubt – einfach ausgedrückt einen fairen Preis. Sowohl BDM wie auch Big-M sind

Zum ersten Mal an einem Schwingfest: Bäuerinnen und Bauern aus dem süddeutschen Raum am Gibel-Schwinget in Bonstetten, betreut von Big-M-Vertreter Werner Locher (links) und Gibel-Schwinget-OK-Präsident Franz Furrer (Zweiter von links). Dritter von links: BDM-Vertreter Stefan Lehmann, Mitglied des Bundesvorstandes. (Bild Werner Schneiter) europaweit sehr gut vernetzt, die Deutschen in Brüssel inzwischen in allen für sie wichtigen Ausschüssen präsent. Am Sonntag stand freilich nicht Marktkampf im Vordergrund, sondern der Kampf von Mann zu Mann im Sägemehlring. Der Schwingsport ist in Deutschland nicht bekannt, nicht ein-

mal im benachbarten Schwarzwald, wo die Mehrheit der Reisegruppe ihre Heimat hat und dort Höfe von ähnlicher Grösse wie in der Schweiz bewirtschaftet. Die gutgelaunten Gäste zeigten sich beeindruckt von den Kämpfen zwischen Turner- und Sennenschwingern. «Das isch de Hammer», sagte eine Bäuerin spontan, als zwei

Schwinger im stiebenden Sägemehl gleichzeitig zu Boden gingen. «Schau mal, der hat ja de Kopf zwischen de Füess», rief ein anderer in Schwarzwälder Dialekt. Sie liessen sich die Regeln erklären, auch jene zum Ringen, das Deutschen natürlich näherliegt als Schwingen. Vor ihrer Rückkehr nach Deutschland brachen sie auf zum

Immer näher kommt ein weiterer grosser Schwinganlass im Säuliamt: Am 6. Mai 2018 ist Hausen Austragungsort des Zürcher Kantonalschwingfestes, das auf dem Flugplatzareal über die Bühne geht. «Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren», sagte OK-Präsident Fredi Steinmann, der natürlich auch am Gibel-Schwinget Präsenz markierte. Sponsoring und die grosse Infrastruktur, die ein solches Fest erfordert, bilden derzeit die Hauptthemen der Organisation, die ein Budget von 400 000 Franken verantwortet. Spielt das Wetter mit, werden auf dem Flugplatz Hausen rund 6000 Zuschauer erwartet. Und dort wird übrigens nicht nur geschwungen, sondern auch kräftig gefeiert: Das 100-Jahre-Jubiläum des Turnvereins Hausen wird ins Kantonale eingebettet. Diese Feier steigt am 5. Mai 2018 und beeinhaltet neben Abendunterhaltung eine polysportive Stafette und einen Auftritt der Kunstturner-Nationalmannschaft – einschliesslich Autogrammstunde.


Sport

Dienstag, 4. April 2017

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WB bleibt schnurgerade auf Erfolgsspur Fussball 1. Liga: FC Thalwil – FC Wettswil-Bonstetten 1:3 (0:3) WB qualifizierte sich mit einem 2:0-Sieg gegen Thalwil Mitte März für die heissbegehrte CupHauptrunde. In der Meisterschaft sannen die Grünweissen nun auf Revanche – mussten allerdings wiederum als Verlierer vom Platz.

Kurz vor der Pause verletzte sich WBInnenverteidiger Bozhinov ohne Fremdeinwirkung, Ersatz Brahimi erfüllte seinen Part gut.

Hin und Her in Hälfte zwei

................................................... von kaspar köchli «Aus der Traum vom Cup, auch dieses Jahr kein Einzug in die erste Hauptrunde», war vor zwei Wochen zu lesen, als Thalwil dem FCWB 0:2 unterlag. Selbstredend, dass die Grünweissen ihre Enttäuschung mit einem Meisterschaftssieg gegen den gleichen Gegner vergessen machen wollten. Zudem waren sie gewiss noch angesäuert vom letzten Spiel, als sie gegen Seuzach kurz vor Schluss ihren 2:0Vorsprung preisgaben. Auf der anderen Seite die vor Selbstbewusstsein strotzenden Ämtler, die dank einer Erfolgsgeschichte von 19 Punkten aus sieben Spielen bis auf Rang fünf vorgeprescht sind und sich erstmals in Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen befinden.

WB erwischt Traumstart Die bisherigen Duelle der beiden Kontrahenten waren stets brisant. Das war in dieser Austragung nicht anders. Die Gäste kamen auf dem Naturrasen der schmucken Sportanlage Etzliberg sofort gut in die Gänge. Thalwil-Schlussmann Beeler musste sich mächtig strecken, um einen Schuss von WBs

Schneebeli (Zweiter von rechts) markiert mit präzisem Schuss das 1:0 für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli) Jakupov um den Pfosten zu drehen (3. Minute). Und dem Vollblutstürmer offenbarte sich sogleich die nächste Gelegenheit, als ihm der Ball plötzlich vor die Füsse fiel, er aber zu überrascht für den erfolgreichen Abschluss war. Gefahr vom grünweissen Heimteam ging immer wieder durch seine Nummer 9 Idrizi aus. Zuerst stürzte er im Sechzehner nach einem Zweikampf wohl ein bisschen zu theatralisch, dann fand er nach einer feinen Einzelaktion seinen Meister in WBKeeper Thaler, der herauslaufend den Winkel verkürzte (16. Minute). Und

plötzlich jubelte WB. Inmitten der Thalwiler Angriffsbemühungen setzten die Ämtler einem schönen Angriff die Krone auf. Der 20-jährige Schneebeli zirkelte den Ball überlegt und unerreichbar in die entfernte Torecke.

Quirliger Le macht den Unterschied Die stärksten Momente der Gäste waren lanciert, immer wieder dribbelte ihr quirliger Le seine Gegenspieler schwindlig. So auch nach einer halben Stunde, als er in der Mitte Jakupov bediente, der im zweiten Anlauf den

Ball über die Linie drückte. Der Jubel des Torschützen, vor Kurzem das erste Mal Vater geworden, war dann speziell, indem er den Ball symbolisch als Babybauch verwendete. Der souveräne Schiedsrichter hatte kaum wieder angepfiffen, schon war das runde Spielobjekt erneut in WB-Besitz. Und schliesslich vollendete Le an Freund und Feind vorbei zum komfortablen 3:0-Vorsprung. Thalwil reagierte umgehend. Zuerst verhaspelte sich Idrizi aus vielversprechender Position, dann faustete Thaler einen Gewaltschuss Padens sehenswert in den Corner.

WB kontrollierte das Geschehen, sündigte jedoch bei der Chancenauswertung durch Le und Jakupov und wurde prompt bestraft. Nachdem Coduti zuerst fulminant aus der Ferne das Aluminium traf, war er später zur Stelle, um den Anschlusstreffer zu markieren (60. Minute). Die Rotschwarzen monierten dabei vergebens eine Abseitsposition. «Noch ein Tor, und dann werden die richtig nervös», meinte ein Thalwil-Fan. Tatsächlich musste WB ein paar heikle Situationen überstehen, was souverän gelang. Später hatte sein Constancio mittels Lattenknaller ebenso einen Treffer auf dem Fuss, wie auf der Gegenseite Meyer, dessen Geschoss Thaler brillant abwehrte. «Wir begannen gut, wurden aber vor der Pause unkonzentriert. Bei einem Dreitore-Vorsprung gewiss nicht ungewöhnlich», resümierte Trainer Dosch nach der Partie. Sein Team beeindruckte mit einer top Kollektivleistung, wobei Le und Thaler herausragten. Nachdem WB sich nun aller Abstiegssorgen entledigt hat, greift es nach Höherem. Als Vierter liegt es noch drei Punkte hinter Rang zwei. Etzliberg, Thalwil – WB 1:3 (0:3). Thaler; Bozhinov (46. Brahimi), Badalli, Studer, Bozic; Berisha (70. Machado), Gouiffe à Goufan, Gjergji (64. Constancio), Le, Schneebeli; Jakupov. 20. Schneebeli 0:1; 29. Jakupov 0:2; 30. Le 0:3; 60. Coduti 1:3.

Tolles Tischtennis gespielt

Unterhaltsames Remis ohne Tore

Schülermeisterschaft des TTC Wettswil

Normalerweise reichen dem FC Affoltern so viele Chancen gut und gerne für zwei Spiele. Was bleibt, ist ein Punkt und die Gewissheit, dass man mit Selbstvertrauen in die nächsten Partien steigen kann, denn spielerisch war der Match gegen den FC Kilchberg schön anzusehen.

Vergangenen Samstag, haben zahlreiche Schüler aus dem Unteramt an der Lokalausscheidung der School Trophy, einem Nachwuchswettkampf des Schweizer Tischtennisverbandes, teilgenommen. Organisiert wurde der Anlass vom Tischtennisclub Wettswil. Um 13.30 Uhr begrüssten Adi Spahn (Juniorenobmann) und Daniel Berger (Präsident) die Jugendlichen und informierten über den im Tischtennissport eher ungewohnten Turnier-Modus – das «Schweizer System» – sowie die allgemeinen Spielregeln. Kurz darauf wurden die Tische in Beschlag genommen und es folgten spannende, umkämpfte Spiele. Leider haben sich in diesem Jahr keine Mädchen für diesen Wettkampf angemeldet. Bereits gegen 16 Uhr waren alle Spielrunden absolviert und es folgte

die von allen mit Spannung erwartete Rangverkündigung. Die Kategoriensieger: U11 Hannes Seibert, U13 Sascha Annibaldi und U15 Elia Annibaldi. Die besten jeder Kategorie werden am Sonntag, 7. Mai, am Kantonsfinal in Wädenswil zur Qualifikation für das Schweizer Final antreten können. Das Aufgebot erfolgt durch den Organisator. Für den über 40-jährigen TTC Wettswil war es eine Chance, sich einmal mehr allen Tischtennisinteressierten zu präsentieren und Mitglieder zu werben. Der TTC Wettswil bietet gratis Schnuppertrainings in der Turnhalle Wolfetsloh an. Die Nachwuchsspieler trainieren jeweils dienstags von 19 bis 20 Uhr. Die Erwachsenen halten ihre Übungslektion dienstags und freitags von 20 bis 22 Uhr ab. Neue Teilnehmende aus der Region sind jederzeit herzlich willkommen. (as) Infos: www.ttc-wettswil.

Die Gewiner der Schülermeisterschaft des TTC Wettswil. (Bild zvg.)

FC Affoltern – FC Kilchberg-Rüschlikon 0:0 (0:0)

................................................... von harry wettstein In der Startviertelstunde passierte wenig. Beide Mannschaften zollten sich den nötigen Respekt, im Wissen, dass die Spiele in der Vergangenheit immer ausgeglichen und hart umkämpft waren. Zudem schien es, als hätte Trainer Martin Brunner (ehemals GC) seinen Spielern ein klares Defensivkonzept auferlegt. Den ersten Farbtupfer setzten erwartungsgemäss die Ämtler mit einem schönen Angriff über Captain Ismajlaj und Stähli, die Hereingabe setzte A. Rako mittels Seitfallzieher knapp darüber. Keine Zeigerumdrehung später konnte der gleiche Angreifer auch einen Kopfball nicht wunschgemäss im Tor unterbringen. Nach etwas mehr als zwanzig Minuten kamen auch die Gäste vom linken Zürichseeufer besser ins Spiel. Zu Beginn eher zurückhaltend, wagten auch sie sich langsam nach vorne und nach einem Eckball musste der Querbalken für den bereits geschlagenen Steiner retten. Dies war aber gleichzeitig die einzige nennenswerte Aktion der Seebuben in Durchgang Eins – mehr liess die gut organisierte Defensive der Ämtler nicht zu. Kurz vor dem Pausentee kam auch der FCA nochmals zu guten Gelegenheiten. Zuerst konnte Stähli in aussichtsreicher Position noch am Abschluss

Die Querlatte rettet gegen den bereits geschlagenen FCA-Torwart Steiner. (zvg.) gehindert werden und praktisch mit dem Halbzeitpfiff eröffnete sich auch M. Rako eine gute Einschussmöglichkeit – ohne zählbares Resultat.

Viele gute Chancen auf beiden Seiten Der FCA war auch in der zweiten Halbzeit bemüht, die Gangart zu bestimmen, den Druck stetig aufrechtzuerhalten und dem Gegner keine Verschnaufpausen zu gönnen. Nach wenigen Minuten konnte Stähli alleine Richtung Gästehüter ziehen und das runde Leder am Keeper vorbeischieben – leider etwas zu wenig scharf. Ein zurückeilender Verteidiger rettete knapp vor der Torlinie. Auch die Kilchberger hatten jetzt am Spiel so richtig Gefallen gefunden und kamen ihrerseits zu guten Einschussmöglichkeiten. Zuerst scheiterte ein Stürmer aus acht Metern an Steiner und nur kurze Zeit später hätte der gut leitende Unparteiische nach einem Handspiel auch auf den Elfmeterpunkt zeigen können. Diese heikle Ak-

tion war gleichzeitig auch Weckruf für eine fulminante Schlussphase, in welcher sich vor allem der FCA mehrere Grosschancen erarbeitete, welche normalerweise für zwei Spiele reichen. Die Ämtler machten sehr vieles richtig, einzig der Abschluss wollte nicht optimal gelingen. In den entscheidenden Phasen fehlte die Ruhe und Cleverness. Die Jungs von Trainer Filipovic haben mit ihrer Spielfreude jedenfalls bewiesen, dass ein «Null zu Null» sehr unterhaltsam sein kann. Natürlich hätte man gerne die drei Punkte zu Hause behalten. Mit der Gewissheit, attraktiven Fussball gezeigt zu haben und über ein breites und ausgeglichenes Kader zu verfügen, lassen sich die nächsten Partien jedoch beruhigt angehen. Sportplatz Moos, 120 Zuschauer Schiedsrichter: Dogan, Studer und D’Onofria FCA: Steiner; Premananthan, Luchsinger, Scicchitano, Stäger; Ismajlaj, Mühlemann, Markanovic (65. S. Antenen); A. Rako, Stähli (58. C. Antenen), M. Rako (76. Bilic).


Veranstaltungen

Marco Zappa & Friends 50 anni di musica 1967 – 2017 Donnerstag, 6. April, 20.30 Uhr

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026 2017  

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