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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 25 I 174. Jahrgang I Dienstag, 31. März 2020

Schaden vermeiden

Die Stadt Affoltern bietet in der Coronakrise Unterstützung und vermittelt Kontakte. > Seite 3

www.mueller-obfelden.ch

Wir wünschen allen unseren Kunden, allen Gewerbetreibenden und unseren Mitbewerbern gute Gesundheit und eine erfolgreiche Bewältigung der Krise

Flucht endete im Fluss Achtsam wohnen

Alkoholisiert und ohne Führerausweis versenkte ein 38-Jähriger sein Auto in der Reuss. > Seite 6

Personenwagen · Nutzfahrzeuge

Zum unfreiwilligen Rückzug in die eigenen vier Wände passt das Buch «pure & simple». > Seite 7

Bücher in Quarantäne

Einige Ämtler Bibliotheken bieten für ihre Kunden eine «Notversorgung» an. > Seite 8

Hilfe von der medizinischen Basis Die Ämtler Arztpraxen rüsten sich für die Corona-Welle, um das Spital zu entlasten Bis anhin ist die befürchtete Welle mit Neuansteckungen im Kanton Zürich ausgeblieben. Im Notfall würde das medizinische Personal in der Versorgung der Kranken jedoch eine entscheidende Rolle spielen. Die Arztpraxen im Bezirk organisieren sich dorfübergreifend – und ergreifen Schutzmassnahmen. von livia häberling Die Zahl der Corona-Fälle nimmt weiter zu. Bis am Montagmorgen, 11.30 Uhr, haben die Kantone schweizweit 14 956 Erkrankte gemeldet. 300 Personen sind gestorben. Auch das Spital Affoltern hat sich für einen starken Anstieg an Neuinfizierten gewappnet (der «Anzeiger» hat berichtet). Vor dem Haupteingang kanalisiert der Zivilschutz seit dem 13. März den Patientenfluss. Wer Grippe- oder Erkältungssymptome aufweist, wird direkt zu den beiden Containern weitergeleitet, die für die Coronavirus-Abklärung vor der Notaufnahme aufgestellt worden sind. Im Bettenhaus stehen ausserdem 88 Betten für Corona-Patienten bereit, im Geschützten Operationssaal (Gops) weitere 30. Bis jetzt ist die befürchtete Welle an Hospitalisierungsbedürftigen ausgeblieben. «Aktuell behandeln wir sechs Patienten mit einer gesicherten Corona-Infektion und drei Patienten, die klassische Covid-Symptome aufweisen», sagt Spitaldirektor Michael Buik. In den Containern werde laufend weiter getestet. Im Anschluss begebe sich der Grossteil der Patienten in die häusliche Quarantäne und werde telefonisch weiterbetreut.

Medizinische Grundversorgung sicherstellen Was aber, wenn sich die Situation plötzlich verschärft und die Anzahl der Infizierten und Pflegebedürftigen rasant steigt? Um für dieses Szenario ge-

Hausarzt Erich Villiger und Praxiskoordinatorin Kelly Hösli vor dem Container, in dem ab sofort Patienten mit Corona-Symptomen behandelt werden. (Bild lhä) wappnet zu sein, treffen sich die Entscheidungsträger aller Ämtler Gesundheits- und Pflegeinstitutionen, Vertreter der Ärzteschaft, von Zivilschutz und der Regionalen Führungsorganisation unter Federführung des Sicherheitszweckverbands wöchentlich zu einer Sitzung. So sollen Personal- oder Materialengpässe gemeinsam koordiniert werden. Auch die Hausarztpraxen im Bezirk haben sich organisiert. Die 14 Gemeinden wurden inzwischen in die drei Rayons Oberamt, Mittelamt und Unteramt eingeteilt. Innerhalb dieser Gebiete werde separat koordiniert, zum Beispiel, falls es in einzelnen Praxen zu Personalengpässen kommen sollte, sagt Hausarzt Daniel Zimmermann, Vorstandsmitglied im Bezirksärzteverband. «Das Spital gerät bei einer Zunahme an Erkrankten am stärksten unter Druck. Unser Ziel ist es deshalb, die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in den Praxen weiterhin sicherzustellen, um das Spital zu entlasten.» Zusätzliche Unterstützung könne bei Bedarf auch im personellen Bereich geboten werden, so Daniel Zimmermann. «Dadurch, dass in den Praxen keine Routineuntersuchungen mehr stattfinden, werden Kapazitäten frei.»

So könnten Ärztinnen, Ärzte, oder Praxismitarbeitende im Notfall in anderen Praxen in ihrem Rayon oder auch im Spital einspringen.

«Corona-Container» zum Schutz von Personal und Risikopatienten Damit sich das Personal im Notfall gegenseitig unterstützen kann, muss es allerdings gesund bleiben. Deshalb haben Eveline Breidenstein und Erich Villiger in ihrer Arztpraxis in Ottenbach letzte Woche einen «Corona-Container» aufgestellt. Diesen hatten sie aufgrund der engen Platzverhältnisse ursprünglich als Büro-Raum bestellt, angesichts der aktuellen Situation habe man ihn nun jedoch früher angeschafft. Weil auch in Ottenbach nur noch Notfall-Patienten betreut werden dürfen, fällt ein Grossteil der Behandlungen weg. Rund 75 Prozent, schätzt Erich Villiger. Falls möglich, werden diese Patienten telefonisch beraten. Viele sind verunsichert, ob sie weiterhin zur Arbeit gehen sollen – gerade, wenn sie Risikopatienten sind oder grippeähnliche Symptome wie Husten oder Fieber zeigen. Erich Villiger rät dringend davon ab. Die Selbstisolation sei viel wirksamer, als eine Maske zu

tragen. Jene Patienten, die als Notfälle gelten und zugleich Symptome aufweisen, betreten die Praxis ebenfalls nicht mehr. Stattdessen werden sie vorgängig am Telefon oder mittels Hinweis an der Türe in das «Wartezimmer» – ein Zelt – hinter dem Haus gebeten. So wollen die beiden Ärzte verhindern, dass ihre Räume mit dem Virus kontaminiert werden. Im Container werden auch Corona-Tests durchgeführt. Weil schweizweit noch immer zu wenig Material zur Verfügung steht, werden nur die Risikogruppen getestet. Zu diesen zählen Mitarbeitende aus dem Gesundheitsbereich und Patienten, bei denen eine Hospitalisierung im Fall einer Erkrankung wahrscheinlich ist. «Wir sind keine Corona-Teststation», betont Erich Villiger, in Einzelfällen könne der Test jedoch notwendig sein. Zum Beispiel dann, wenn ein lungenkranker Patient wegen einer Bronchitis behandelt werde, im Fall einer positiven Corona-Diagnose jedoch mit einer Hospitalisierung zu rechnen sei.

Spital Affoltern soll im Notfall andere Kliniken entlasten Sollte sich die Lage im Kanton Zürich in den nächsten Tagen und Wochen massiv zuspitzen, könnten in Affoltern auch Patienten aus anderen Regionen untergebracht werden. Die Gesundheitsdirektion hat die Spitäler und Institutionen in die drei Kategorien Covid-A-, B- und C-Kliniken unterteilt. Das Spital Affoltern gehört zu den C-Häusern. «Es hat keine eigene Intensivstation und steht damit nicht für die intensivmedizinische Behandlung von Corona-Patienten zur Verfügung», sagt Michael Buik. Stattdessen soll es Patienten betreuen, die keine akutmedizinische Versorgung (mehr) benötigen – im Notfall auch jene von A- und B-Häusern, um diese zu entlasten. «Wir arbeiten aktuell sehr eng mit dem Triemlispital zusammen», so Buik. Aber auch Verlegungen aus anderen umliegenden Spitälern sind denkbar.

Sicheres Säuliamt

Ein nicht ganz alltäglicher Bootseinsatz in Ottenbach

Im Bezirk Affoltern wurden im vergangenen Jahr 2032 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht – 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Das zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik 2019. Somit kommen Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Affoltern deutlich seltener mit Gesetzesverstössen in Kontakt als der kantonale Durchschnitt. Aus kantonaler Sicht zeigen sich allerdings auch denkwürdige Entwicklungen. Delikte gegen Leib und Leben beispielsweise nahmen um 8,9 Prozent zu, bei Gewaltdelikten durch Jugendliche ist die Steigerung noch markanter.

Ein Baum war unter der Schleuse festgeklemmt und hatte mit seinem Wurzelstock einen Pfropfen von Dreck, Ästen und Sedimentablagerungen gebil-

> Bericht auf Seite 3

Ein Knochenjob. Die Schwimmweste behindert, ist aber zwingend. (Bild Christine Häusermann)

det. Deshalb führte der Oberwasserkanal in Ottenbach seit Monaten immer weniger Wasser. Fünf Männer des Awel machten sich kürzlich daran, das Hin-

dernis zu beseitigen. Eine erste Herausforderung war bereits das Einschiffen.

Brennerei zum Tröpfli www.troepfli.ch

Sperrgut begrenzt

Die Post befördert nur noch Pakete, die ein Mitarbeiter alleine tragen kann. > Seite 9

Räume, die Geschichte atmen In seiner Serie «Wohnformen» besucht der «Anzeiger» diesmal Jörg von Sachsen im Schloss Knonau. Er hat die geschichtsträchtige Stätte seit seinem Einzug vor 20 Jahren zu neuem Leben erweckt. In den letzten Jahren hat der Besitzer einiges investiert und dabei die historische Dimension der 6000 Quadratmeter grossen Schlossanlage in seine Überlegungen einbezogen. «Ich wohne sehr gerne hier», sagt von Sachsen, «auch weil ich das Ländliche, Harmonische, Alte schätze und die knarrenden Böden mag. Ich brauche diese Atmosphäre und könnte niemals in einem Betongebäude der heutigen Zeit leben.» Sein Glück teilt der Schlossherr auch gerne, etwa mit Schulklassen aus Knonau, denen im historischen Gemäuer Heimatkunde vermittelt wurde.

> Bericht auf Seite 7

Wichtige regionale Produktion Das Leben steht fast still, doch auf dem Feld bringt der Bauer Gülle oder Mist aus, im Stall werden die Kühe gemolken, draussen die Bäume geschnitten, Hühner legen Eier, Pilze gedeihen, das Gras wächst. Jetzt, wo die globalen Märkte aus den Fugen geraten, realisieren viele Konsumenten wieder, wie wichtig die einheimische Landwirtschaft ist. Diese ist vom Virus zumindest in der Produktion kaum betroffen – solange die Bauernfamilien und ihre Mitarbeitenden nicht selber krankheitsbedingt ausfallen.

> Bericht auf Seite 11 ANZEIGEN

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Getreide, Eier, Milch und Kartoffeln beziehen wir vom Bauer aus der Region Albis.

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> Bericht auf Seite 6

20014 9 771661 391004


Ausserordentliche Unterstützung für Selbstständigerwerbende Sekundarschulgemeinde Bonstetten Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a.A.

Absage Urnenabstimmung vom 17. Mai 2020 Aufgrund des Coronavirus (COVID-19) haben Bund und Kanton beschlossen, auf die Durchführung der Volksabstimmung vom Sonntag, 17. Mai 2020 zu verzichten. Die Schulpflege hat mit Beschluss vom 24. März 2020 beschlossen, die auf dieses Datum angeordnete Kreisurnenabstimmung über die folgende Vorlage abzusagen:

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat ein Corona-Hilfspaket verabschiedet. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden auf rasche und möglichst unbürokratische Weise den Selbstständigerwerbenden, die durch die aktuelle Situation in eine Notlage geraten, helfend unter die Arme zu greifen. Die Unterstützung durch die Gemeinden dient zur Abfederung von drohenden Notlagen von Selbstständigerwerbenden und Personen in vergleichbaren Lagen, damit ein drohender Bezug von Sozialhilfe abgewendet werden kann. Die Auszahlung erfolgt in der Regel als Vorfinanzierung. Die genannten Unterstützungsmassnahmen sind vor allem für Kleinst- und Einzel-Unternehmen in besonderen Notsituationen geplant, welche aktuell über Liquiditätsprobleme verfügen. Alle anderen, grössere Unternehmen, werden durch das vom Bund geplante Programm, beispielsweise durch Kurzarbeit oder ihre Hausbank, unterstützt. Diese Stellen sind Ihre Ansprechpartner (massgebend ist der Wohnort):

Genehmigung des Baukredits von CHF 13.4 Mio. für den Schulhausneubau der Sekundarschule Bonstetten.

Stadt Affoltern am Albis

Stadtverwaltung Affoltern, Soziales und Gesellschaft

Gemeinde Rifferswil

Marktplatz 1, Postfach, 8910 Affolern am Albis

Gemeinde Kappel a.A.

Tel. 044 762 56 74 www.stadtaffoltern.ch sozialabteilung@stadtaffoltern.ch

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A., erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Gemeinde Bonstetten

Sozialdienst Unteramt

Gemeinde Stallikon

Stallikerstrasse 6, 8906 Bonstetten

Gemeinde Wettswil a.A.

Tel. 044 208 17 00 (Do. geschlossen) www.sd-unteramt.ch info@sd-unteramt.ch

Bonstetten, 31. März 2020 Sekundarschulpflege Bonstetten

Gemeinde Aeugst a.A.

Sozialdienst Bezirk Affoltern

Gemeinde Knonau

a.o. Unterstützung für Selbstständigerwerbende

Gemeinde Maschwanden

Obfelderstrasse 41b, 8910 Affoltern am Albis

Gemeinde Mettmenstetten

Tel. 044 762 45 45

Gemeinde Obfelden

http://www.sdaffoltern.ch

Gemeinde Ottenbach

info@sdaffoltern.ch

Gemeinde Hausen a.A.

Gemeinderatskanzlei

Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es kein Sterben, sondern Erlösung. Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwester, Tante, Cousine und Gotte

Anna Suter-Frick 17. Dezember 1924 – 20. März 2020

Nach einem reich erfüllten Leben ist sie friedlich eingeschlafen. In Liebe und Dankbarkeit begleiten Dich: Ruedi Suter Susanne + Fabian; Brigitte + Raffaello; Barbara + Adrian mit Vidar + Glenn; Ursina + Ben Karl + Marianne Suter-Vontobel Marc + Claudia mit Nael + Andrin; Roger + Andreia Hermann + Agnes Suter-Hausammann Adrian; Rafael + Leila Hans Suter + Sonja Vanhouteghem Andreas + Jacqueline mit Cloe + Henry; Daniel + Sabrina mit Lara + Mila; Sarina + Oli mit Lina Christine + Harry Wettstein-Suter mit Jill + Dean Lina Frick Verwandte, Freunde und Bekannte Die Abdankung und Urn rnenbeisetzung fanden wegen der ausserordentlichen Situation im engsten Familienkreis statt.

Anstelle von Blumenspenden empfehlen wir die Unterstützung des flege-Zentrum Aettenbühl 5643 Sins. Pfl Aargauische Kantonalbank, IBAN CH26 0076 1016 0906 4126 0 Traueradresse: Hans Suter, Sutermattenweg 8, Rossau, 8932 Mettmenstetten

Tel. 044 764 80 21 www.hausen.ch

Hedingen

christoph.rohner@hausen.ch

Am 25. März 2020 ist in Muri AG gestorben:

Gemeinde Hedingen

Gemeinde Hedingen Marina Frei

Faccinetto Schmidt, Erika

Tel. 044 762 25 55

geboren am 17. Januar 1929, von Hedingen, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Gäudernstrasse 8.

Obfelden Am 26. März 2020 ist in Muri AG gestorben:

www.hedingen.ch marina.frei@hedingen.ch

31. März 2020 Ihre Bezirksgemeinden

Völki, Rudolf geboren am 14. November 1962, von Altnau TG, wohnhaft gewesen in Obfelden, Schürweidstrasse 1. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Friedhofvorsteherin

Zusammenlegung und Zweckerweiterung Fonds Mit Beschluss vom 26. März 2020 hat der Gemeinderat Folgendes festgelegt: Der Maria Olivia Mathis Fonds wird in den Leonore Stehli Fonds überführt, dessen Zweck wie folgt neu festgelegt wird: Notfallhilfe für Selbständigerwerbende und Personen in vergleichbaren Lagen, die durch die ordentlichen sozialen Sicherungsinstrumente nicht oder vorübergehend nicht abgedeckt werden können; Unterstützung oder Finanzierung von freiwilligen, gemeinnützigen Leistungen zugunsten der Bevölkerung. Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Bezirk Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m.§ 19b Abs. 2 lit.c sowie § 21a und §22 Abs. 1 VRG) und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m.§ 19b Abs. 2 lit.c sowie § 20und §22 Abs. 1 VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Dem Lauf der Rekursfrist wird die aufschiebende Wirkung entzogen. Aeugst am Albis, 27. März 2020 Gemeinderat Aeugst am Albis Wir sind eine kleine, wachsende Landschule mit ca. 130 Kindern, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, eingebettet in eine Einheitsgemeinde. Zu unserem Schulkreis gehören die Gemeinde Kappel, sowie die Weiler Uerzlikon und Hauptikon. Die Primarschule mit den Tagesstrukturen befindet sich in Kappel am Albis, der Kindergarten ist in Uerzlikon stationiert. Für unsere Tagesstrukturen in der Primarschule Kappel am Albis suchen wir per 1. August 2020

Geschäftsaufgabe Wir bedanken uns bei unserer treuen, langjährigen Kundschaft für das uns entgegengebrachte Vertrauen und geben bekannt, dass wir altershalber die operative Tätigkeit unserer Unternehmung nach erfolgreichen 70 Jahren per Ende März 2020 beenden. Sämtliche laufenden Aufträge werden wie vorgesehen fertiggestellt. Es freut uns, dass alle unsere Mitarbeiter und Lehrlinge in anderen Baufirmen weiterbeschäftigt werden können. FERRARI BAUUNTERNEHMUNG AG

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Die Gemeinde Hedingen (Bezirk Affoltern am Albis) mit ihren knapp 4000 Einwohnerinnen und Einwohnern sucht per sofort oder nach Vereinbarung eine

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Bezirk Affoltern KOMMENTAR

Der Kreislauf der Gewaltförderung VON SALOMON SCHNEIDER

D

ie überwältigende Mehrheit der Jugendlichen ist nicht gewaltbereit, obwohl fast alle Gewaltdarstellungen in Medien konsumieren. Der Grund für die steigende Gewaltbereitschaft muss also woanders gefunden werden – in gesellschaftlichen Entwicklungen. Wenn die steigende Gewaltbereitschaft der Jugend eingedämmt werden soll, ist die gesamte Bevölkerung gefragt. Denn der in links- und rechtskonservativen Kreisen immer lauter werdende Ruf nach härteren Strafen wird auch von Kindern und Jugendlichen gehört, die daraus schliessen, dass auch sie ihre Mitmenschen hart bestrafen dürfen, wenn sie etwas als Fehlverhalten bewerten. Nur wenn in der Gesellschaft wieder öfter Versöhnung und Vergebung propagiert werden, können sich Jugendliche in ihrem Konfliktverhalten wieder an diesen Werten orientieren. Sonst wird durch die Zunahme der Gewaltdelikte durch Jugendliche der Ruf nach einem härteren Jugendstrafrecht aufbranden und jene radikalen Ideologien, die für die wachsende Gewaltbereitschaft hauptverantwortlich sind, werden sich mit der Idee durchsetzen, dass Jugendgewalt durch Staatsgewalt zerschmettert werden kann und dadurch noch mehr Gewaltbereitschaft auslösen.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Dienstag, 31. März 2020

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Jugendgewalt hat zugenommen Zur polizeilichen Kriminalstatistik im Kanton Zürich 2019 wurden im Säuliamt erneut weniger kriminelle Handlungen zur Anzeige gebracht als 2018. Während die Zahl der Delikte im gesamten Kanton stabil geblieben ist, hat die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen überdurchschnittlich stark zugenommen. Von Salomon Schneider Im Bezirk Affoltern wurden im vergangenen Jahr 2032 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht. Dies entspricht einer Reduktion von 3,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Damit wurden nur zwei Prozent aller Strafanzeigen des Kantons Zürich im Knonauer Amt eingereicht, obwohl im Bezirk Affoltern 3,6 Prozent der Zürcher Bevölkerung leben. Das heisst, dass Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Affoltern 45 Prozent seltener mit Gesetzesverstössen in Kontakt kamen als der kantonale Durchschnitt. Einschneidende Erlebnisse sind für Mieter und Hausbesitzende Einbruchund Einschleichdiebstähle. Denn sie treffen Betroffene dort, wo sie sich zu Hause fühlen und erschüttern das Sicherheitsgefühl nachhaltig. Für Säuliämtler ist es deshalb erfreulich, dass nur noch 2,7 Prozent der im Kanton begangenen Einbruch- und Ein-

schleichdiebstähle im Bezirk Affoltern angezeigt wurden – ein Minus von 0,2 Prozent. Auch Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen gegen das Strafgesetzbuch, Vermögensdelikte und Drohungen waren im Bezirk Affoltern rückläufig. Gleichzeitig gab es leichte Zunahmen bei Anzeigen wegen Delikten gegen Leib und Leben, gegen die sexuelle Integrität sowie Raub. Taschen- und Trickdiebstähle blieben auf konstant tiefem Niveau.

Mehr Delikte gegen Leib und Leben Gerade aus kantonaler Sicht zeigt die Kriminalitätsstatistik 2019 jedoch auch denkwürdige Entwicklungen. Delikte gegen Leib und Leben nahmen beispielsweise um 8,9 Prozent zu. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg von fünf im Jahr 2018 auf acht im vergangenen Jahr an. Obwohl dies im internationalen Vergleich einer der tiefsten Werte pro Anzahl Einwohner ist, zeigt er einen allgemeinen Trend der Enthemmung bei Gewaltdelikten auf. Gerade bei Gewaltdelikten durch Jugendliche zeigt sich eine Steigerung um 58,7 Prozent. Obwohl es durch Jugendliche 2019 zu keinen Tötungsdelikten kam, nahmen Anzeigen wegen versuchter Tötung von vier 2018 auf 14 im vergangenen Jahr zu. Ähnlich drastisch sieht es bei schwerer Körperverletzung und Gefährdung des Lebens durch Jugendliche aus.

Taschendiebstähle sind im Knonauer Amt sehr selten. Im gesamten Kanton wurden 2019 nur 281 Taschendiebstähle angezeigt. (Bild Salomon Schneider) Der Corona-Effekt bei der Kriminalität Bei der Kriminalitätsstatistik des Kantons Zürich handelt es sich um eine Statistik der eingegangenen Strafanzeigen. Sowohl zurückgezogene Anzeigen, von der Staatsanwaltschaft eingestellte Verfahren sowie Freisprüche vor Gericht sind in dieser Statistik enthalten. Für 2020 ist im gesamten Kanton sowie auch im Säuliamt in der Kriminalitätsstatistik mit einem Corona-

Coronavirus: Mehr Betrugsmaschen Die Polizei stellt eine Zunahme von Cyberphänomenen fest, die Bezug zu Covid-19 nehmen. Kriminelle versuchen gezielt, Ängste und Sorgen für ihre Machenschaften auszunützen. Nedik, das Netzwerk der Polizeibehörden zur Bekämpfung von Cyberkriminalität, und Melani, die Melde- und Analysestelle des Bundes, warnen vor neuen Formen der Cyberkriminalität in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit werden vermehrt die folgenden sieben Varianten im Internet festgestellt: • Phishing-E-Mails: Die Täter verschicken vor allem E-Mails, die angeblich von der World Health Organisation (WHO) oder dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) stammen.

• Coronavirus Maps: Interaktive Karten auf Webseiten, welche die Virusverbreitung aufzeigen, können von Cyberkriminellen manipuliert werden und einen Download mit Malware auslösen. • Betrügerische Spendenaufrufe: Vermeintliche Wohltätigkeitsorganisationen rufen zu Spenden auf, um einen Impfstoff für Covid-19 zu entwickeln. • Fake-Shops für medizinische Produkte: Online Shops, auf denen medizinische Produkte (Atemschutzmasken usw.) angeboten werden. Die Waren werden trotz Bezahlung nicht geliefert. • Money Mules: Mit interessanten Angeboten versuchen Betrüger, im Namen einer angeblichen Firma unbescholtene Bürger als Finanzagenten (Moneymules) anzuwerben.

• Sextortion: Per E-Mail wird den Opfern gedroht, bei Nichtzahlung die Familie des Geschädigten mit dem Coronavirus zu infizieren. • Voice Phishing: Anrufe im Namen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), um an persönliche Informationen zu gelangen. Die betrügerischen Aktivitäten dürften in den nächsten Wochen noch zunehmen. Die Gefahr, auf die recht gut nachgemachten E-Mails und geschickt geführten Telefongespräche hereinzufallen, ist hoch, insbesondere für ältere Menschen. In Schadenfällen soll man grundsätzlich die Polizei kontaktieren. Diese berät und unterstützt im weiteren Vorgehen, sichert Spuren und ermittelt. (pd.) Weitere Tipps unter www.cybercrimepolice.ch, www.skppsc.ch oder www.melani.admin.ch.

Effekt zu rechnen. Da gesellige Lokale über längere Zeit geschlossen sind und die Mehrheit der Bevölkerung die Krisenzeit primär zu Hause verbringt, kommt es höchstwahrscheinlich zu gesamthaft massiv weniger Strafanzeigen, eine Ausnahme dürfte dabei die häusliche Gewalt darstellen, die tendenziell zunimmt, wenn mehr Zeit zu Hause verbracht wird.

> Kommentar links

Ein Personalpool für GesundheitsFachleute Um für den erwarteten Ansturm auf die Spitäler personell gerüstet zu sein, hat die Gesundheitsdirektion einen Pool für Gesundheitsfachpersonal eingerichtet. Über die Online-Plattform können medizinische und pflegerische Fachpersonen ihre verfügbaren Arbeitstage und Dienste angeben. Ein Spital bzw. eine Gesundheitsinstitution im Kanton Zürich kann so bei Bedarf rasch und unkompliziert zusätzliches qualifiziertes Personal anfordern. Über SMS und E-Mail werden die Fachpersonen umgehend über ihren Einsatz informiert. Die Gesundheitsdirektion ist froh über jede qualifizierte Person, die sich über diese Plattform zur Verfügung stellt. www.careanesth.com/covid-19/pool.

Die Sicherheitsmassnahmen greifen

Erste Krankheitsfälle bei der Stadtverwaltung Affoltern Die Stadtverwaltung Affoltern ist für die Einwohner auch während der ausserordentlichen Lage telefonisch und per E-Mail zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Die Angestellten wurden bereits Mitte März auf verschiedene Teams aufgeteilt, damit eine Ansteckung innerhalb des Personals reduziert und der Betrieb für die Affoltemer Einwohnerinnen und Einwohner aufrechterhalten werden kann. Abwechselnd ist je ein Team vor Ort und ein Team zu Hause im Homeoffice. Das System funktioniert gut und es hat sich bei den ersten Krankheitsausfällen innerhalb des Personals bereits bewährt. Falls es dadurch zu allfälligen Verzögerungen beziehungsweise längeren Antwortzeiten kommt, wird um Verständnis gebeten. Auch im Sinne der bundesrätlichen Empfehlung «Bleiben Sie zu Hause!» sollten persönliche Besuche bei der Stadtverwaltung wenn immer möglich

unterlassen werden. Ein Notschalter des Einwohneramts für alle Abteilungen ist dennoch jeweils montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, die zuständige Abteilung immer vorgängig telefonisch zu kontaktieren.

Coronavirus / Nachbarschaftshilfe Viele Personen haben sich bereits gut organisiert und verfügen über private Hilfe (durch Familienangehörige, Nachbarn etc.) für die Besorgungen des täglichen Bedarfs (Lebensmitteleinkauf, Apotheke etc.) oder nutzen Heimlieferservices. Andere wandten sich direkt an die Stadtverwaltung und es konnte eine Lösung vermittelt werden. Falls eine besonders gefährdete Person entsprechende Unterstützung benötigt oder jemand Hilfe anbieten will, steht die Stadtverwaltung Affoltern als Koordinationsdrehscheibe gerne zur Verfügung. Helfer und Hilfesuchende melden sich zu den üblichen Öffnungszeiten bei der Abteilung Sozi-

ales und Gesellschaft, 044 762 56 74 oder sozialabteilung@stadtaffoltern.ch.

Coronavirus / Wirtschaftshilfe Auf der Homepage der Stadt Affoltern wurde eine Übersicht über die derzeit vorhandenen Unterstützungsprogramme aufgeschaltet. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat ein CoronaHilfspaket verabschiedet. Ziel ist es, den Personen, die selbstständig in Kleinstunternehmen (bis max. 200 Stellenprozente) arbeiten, welche durch die aktuelle Situation in eine Notlage geraten, helfend unter die Arme zu greifen. Die Umsetzung liegt bei den Städten und Gemeinden. Dazu erfolgte im heutigen «Anzeiger» auch eine amtliche Publikation aller Bezirksgemeinden. Die Organisation dieser Notfallhilfe hat viele der bereits knappen Ressourcen gebunden. Die Stadt Affoltern ist aber seit vergangenem Freitag bereit, entsprechende Gesuche von Einwohnerinnen und Einwohnern entgegenzunehmen.

Die Unterstützung durch die Stadt dient zur Abwendung vor drohendem Bezug von Sozialhilfe. Die Auszahlung des Betrages erfolgt in der Regel als Vorfinanzierung. Die Gesuchsformulare sind auf der Homepage der Stadt aufgeschaltet. Bei Fragen kann die Abteilung Soziales und Gesellschaft, am besten per E-Mail sozialabteilung@ stadtaffoltern.ch kontaktiert werden.

Coronavirus / AffolternBewegt! abgesagt Das «Coop Gemeinde Duell» von schweiz.bewegt kann in der geplanten Form im Mai 2020 nicht stattfinden. Die Verantwortlichen von schweiz.bewegt prüfen eine mögliche Verschiebung in den Spätsommer. Somit ist auch das Projekt AffolternBewegt abgesagt. Über 300 Anlässe waren geplant 41 Vereine und Institutionen hätten sich am Projekt beteiligt. Damit stand Affoltern im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden in der Schweiz mit klarem Abstand an der Spitze. Stefan Trottmann, Stadtschreiber


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 31. März 2020

Der Kanal in Ottenbach ist wieder voll Wasser Ein langer, ganzer Baum war unter der Schleuse festgeklemmt Werkhof-Mitarbeiter des Awel haben die verstopften Einlauffallen des Oberwasserkanals an der Reuss in Ottenbach mit einem nicht alltäglichen Bootseinsatz wieder befreit. Von Christine häusermann Seit Monaten wunderten sich die Spaziergänger, warum der Oberwasserkanal in Ottenbach immer weniger Wasser führte. Erst hatte der Kanton das Streichwehr aufwändig restauriert und nun legte man den Kanal trocken, wie ging das zusammen? Musste er gesäubert werden? Machten die Fischer ein Experiment? Wollten die Jäger bei der Entenjagd eine bessere Sicht auf die Enten haben? Nein, nichts dergleichen! Die Nachfrage ergab, dass es an den verstopften Einlauffallen oben beim Wehr lag. Die vier Einlauffallen regeln, wie viel Wasser in den Kanal abfliessen kann. Da die Sicht auf den Grund des Wassers aber getrübt ist, konnte man nicht genau erkennen, was für die Verstopfung insbesondere der ersten Einlauffalle verantwortlich war. In Absprache mit dem zuständigen Fischereiaufseher vom Amt für Landschaft und Natur, dem Biologen Christoph Quinter, der Ottenbach auch als neuer Jagdpächter kennt, wollte man nun vorwärtsmachen, damit der Kanal nicht vollkommen austrocknet. Fische seien beim monatelangen Niedrigstand aber keine verendet, meinte Erich Hess, Werkhofleiter des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), zuversichtlich: «Die sind vorher davongeschwommen.»

Abenteuerurlaub oder Arbeitseinsatz? Awel-Mitarbeiter im Spezialeinsatz beim Ottenbacher Wehr. (Bilder Christine Häusermann)

Abenteuer im Job Um acht Uhr morgens stehen die fünf Männer des Awel etwas ratlos am Wehr und überlegen, wo es eine flache Stelle gibt, um das Boot, das sie extra vom Greifensee herübergefahren hatten, zu wassern. Vom Greifensee? Die Ottenbacher Pontoniere hätten doch sicher ein geeignetes Boot für den Einsatz? Erich Hess verweist auf die langen administrativen Wege, da habe man lieber das eigene Boot des Awel eingesetzt und das sei halt im Greifensee stationiert. Bei der Anlegestelle beim Pontonierhaus gelang es nicht, das Boot auf die Reuss zu setzen. Zwei Stunden später sitzen dann aber zwei Männer im Boot und fischen am Stauwehr buchstäblich im Trüben. Die fünf Mitarbeiter hatten bei der Obfelder Brücke kurzerhand eine Rampe gebaut, um die Übung nicht abbrechen zu müssen, bevor sie richtig begonnen hatte. Am Steuer sitzt der bootserfahrene Michel Römer, derweil Simon Corrado mit Haken, Mistgabel und Kette dünnere und dickere Äste aus dem Wasser zieht. Im Boot auf dem Bauch liegend schiebt sich der junge Mann weit über den Bug, zieht eine Schlinge um grössere Äste und mit einem schnellen, kräftigen Ruck spannt er die Kette um den Ast. Von oben reichen ihm die Kollegen den Haken der Seilwinde, das an einem am Ufer verankerten Nutzfahrzeug angemacht ist. «Kann ich die Schwimmweste nicht ausziehen?» ächzt der junge Mann. Erich Hess’ klare Antwort

Per Seilwinde wird der «Übeltäter» abtransportiert. kennt er schon: «Nein!» Bei jedem Abtransport trübt sich das Wasser und die Bootsfahrer müssen einige Minuten warten, bis wieder klarere Sicht herrscht. Eine willkommene Pause für den stark geforderten Simon Corrado, dem wahrscheinlich abends die Arme schmerzen werden.

Der Befreiungsschlag gelingt Das eigentliche Hindernis, ein langer, ganzer Baum liegt aber tiefer im Wasser. Michel Römer lenkt das Boot nun näher zur reissenden Überlaufschwelle, mit dem Bug stellt er es an der Mauer der Einlauffallen ruhig. Simon Corrado lässt die Kette an der

Und auch ein Autopneu wird noch herausgefischt.

einen Seite des Baumstamms unter Wasser und hakt von der anderen Seite mit der Mistgabel nach der Kette. Das Kunststück gelingt, die Kette zurrt den Stamm fest. Von oben reichen die Kollegen das Seil herunter – jetzt bloss nicht die Kette loslassen – Simon Corrado streckt sich nach beiden Seiten, ruhig und sicher schliesst er die Seilwinde an die Kette. Das Boot setzt nun rückwärts, raus aus der Gefahrenzone. Die Seilwinde wird langsam gespannt, hoffentlich bricht der Baum nicht entzwei, nein, es gelingt. Als der unter der Schleuse festgeklemmte Baum freikommt, gelingt dies mitsamt seinem Wurzelstock, in dem sich ein Pfropfen

von Dreck, Ästen und Sedimentablagerungen festgesetzt hat. Der wahre Durchbruch gelingt, die Einlauffalle ist befreit, braune Wellen strömen in das Tosbecken des Kanals.

Das Kleinkraftwerk kann wieder Strom produzieren Betriebsleiter Erich Hess hat Hans Fässler vom Verein Historisches Kleinkraftwerk aufgeboten, damit er unten bei der Fabrik die Schleuse der Leerlauffalle weiter öffnen kann, um mehr Raum für die plötzlichen Wassermassen zu schaffen. Durch die Leerlauffalle strömt das Wasser, wenn die Turbine nicht betrieben wird. Hans Fässler

freut sich über die schäumenden Wellen, die unter seinen Füssen nun wieder vorbeirauschen. Auf 1 Meter 40 hat er die Schleuse hochgestellt. Normalerweise sind die vier Einlauffallen oben am Wehr auf eine Wassermenge von drei bis vier Kubikmeter pro Sekunde eingestellt. Jetzt spült man den Kanal aber durch, deshalb braucht das Wasser mehr Raum. Bei den Führungen des Kleinkraftwerks kann ab jetzt die Francisturbine von 1920 wieder in Betrieb genommen werden und den Erholungssuchenden entlang des Kanals präsentiert sich dieser wieder als romantische Wasserstrasse statt als trockener Graben. Auch die Fische und den Biber wird es freuen.

IN KÜRZE

Vor der Polizei geflüchtet – in der Reuss gelandet

Keine Velos auf der Tartanbahn «Eine Zweckentfremdung, die kein Problem darstellt», war im «Anzeiger» vom 24. März unter einem Bild von velofahrenden Kindern auf der 400-MeterTartanbahn des Sportplatzes Moos in Affoltern zu lesen. Dem widerspricht Bruno Petrig,

Leiter des Werkhofs Affoltern. Tatsächlich ist das Velofahren auf der Tartanbahn verboten. Dies weil Metallteile wie der Ständer oder – wenn das Velo hingelegt wird – die Bremsgriffe, Löcher im Belag verursachen können.

Eine Patrouille der Regionalpolizei Bremgarten wollte am Samstag, 28. März, kurz vor 19 Uhr den Lenker eines Fahrzeuges kontrollieren. Dieser flüchtete, verlor in Rottenschwil bei der Reussbrücke die Herrschaft über sein Fahrzeug und landete in der Reuss. Er konnte sein Fahrzeug selber verlas-

sen und an Land schwimmen. Der 38-jährige Schweizer war stark alkoholisiert und bereits mit Führerausweisentzug belegt. (pd.) Das Unfallauto wurde am Sonntagmorgen geborgen. (Bild Kapo AG)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 31. März 2020

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Ein Schlossherr, der zum einstigen Landvogtsitz Sorge trägt Serie Wohnformen (4): Jörg von Sachsen hat viel in Schloss Knonau investiert Während vier Jahren stand es leer, ehe Jörg von Sachsen vor gut 20 Jahren ins Schloss Knonau einzog. Er hat die geschichtsträchtige Stätte zu neuem Leben erweckt und regelmässig in deren Erhalt investiert. von werner schneiter Vor dem Schloss sind an mehreren Stellen alte Ziegel gestapelt. «Ich erwarte den Dachdecker, der wegen des kürzlichen Sturms einige Stellen neu bedachen muss – auch eine Vorsorgemassnahme», sagt Schlossherr Jörg von Sachsen. Nun, es sind keine gewöhnlichen Ziegel, sondern genau jene, die zur Anlage aus dem frühen 16. Jahrhundert passen. Und sie sind über 100-jährig. In den letzten Jahren hat der Besitzer im baulichen Bereich einiges investiert und dabei immer die historische Dimension der 6000 Quadratmeter grossen Schlossanlage in seine Überlegungen einbezogen. Stets spielt da auch der Heimatschutz mit, zum Beispiel, als Jörg von Sachsen ein Bad einbaute, nachdem es zuvor noch nie eine solche Einrichtung gegeben hatte. Dort wurde für den Boden Sontheimer

Sandstein verwendet, nicht der nach seiner Auffassung viel zu harte Granit oder gar Marmor. «Erneuerung ist auf Schloss Knonau eine Daueraufgabe», fügt von Sachsen an. Dazu zählt auch die Buchsbaum-Anlage in barockem Stil, die durch den «Zünsler» bedroht war. «Da habe ich von der Landi ein wirksames Gegenmittel erhalten.» Nun sieht die Grünanlage wieder prima aus, genauso wie die wuchtigen, 400-jährigen Platanen, dem Vernehmen nach die ältesten der gesamten Schweiz. Die benötigen ebenfalls viel Pflege. Jetzt steht eine Renovation der Fensterläden und der Fassade an. Bei aller Historie, die Schloss Knonau umrankt, hat der Besitzer auch Altes und Modernes kombiniert, insbesondere in seinen privaten Räumen in der zweiten und dritten Etage. Von den vier Büros in der ersten Etage sind deren zwei fremdvermietet. Ansonsten atmen die Räume viel Geschichte, jene der Landvögte bis 1792, die auf original Wappentafeln zu sehen sind. Ein Bild des sagenumwobenen Meyers (Landvogts) von Knonau hängt in dem in die oberen Etagen führenden Durchgang. Jörg von Sachsen, Deutscher und von Beruf Banker, spricht hier mit gebührendem Respekt

von «bedeutenden Schweizern». Der Landvogtsitz wurde 1507 eingerichtet.

Menuhin am Klavier Den Rundgang beginnen wir in der sogenannten Orangerie, einer zum Schloss gehörenden Dépendance, wo Konzerte stattfinden und Ausstellungen zu bestaunen sind – freilich nicht mehr so viele wie auch schon. So gab beispielsweise Jeremy Menuhin, Sohn des berühmten Violine-Virtuosen Yehudi, ein Klavierkonzert. Auch eine Rodin-Ausstellung zählt zu den Highlights auf Schloss Knonau, genauso wie der Besuch des Dalai-Lama-Bruders im November 2018. Dass Jörg von Sachsen die Zahl der Veranstaltungen reduziert hat, liegt auch am Tod seiner Eltern im vergangenen Jahr. Das geht ihm noch immer sehr nahe. So findet er auf dem Schlossareal auch Ruhe, am nahen Haselbach, auch im Kamin-Zimmer, im ehemaligen Trau-Zimmer oder der von Gobelins behangenen Orangerie. «Ich wohne sehr gerne hier, auch weil ich das Ländliche, Harmonische, Alte schätze und die knarrenden Böden mag. Ich brauche diese Atmosphäre und könnte niemals in einem Betongebäude der heutigen Zeit leben», sagt er. Beim Rundgang zeigt der Schlossherr in den oberen Etagen auf die geöffneten Fenster. «Das ist bei etwas Wärme und Sonnenschein ganz wichtig.» Er verweist auch auf den Umstand, dass an solch historischer Stätte nicht alles Wünschbare realisiert werden kann, in einzelnen Räumen zum Beispiel durch Deckenlampen erzeugtes Licht. «Ich kann die prächtigen Balken oder die Decke nicht mit Schrauben versehen», sagt er und muss sich auch arrangieren, weil das Schloss wegen des früheren Wassergrabens nicht über Kellerräume verfügt. Aber solche Einschränkungen nimmt er ohne Wehklagen in Kauf.

Offene Schlosstüren

Jörg von Sachsen im Aufgang zu den oberen Etagen: Rechts das Bild des Meyers von Knonau. (Bilder Werner Schneiter)

Schloss Knonau, das er von der UBS erworben hat, ist auch sein geschätzter Rückzugsort, wenngleich er sich natürlich nicht permanent zurückzieht und auch andere an dieser geschichtsträchtigen Stätte teilhaben lässt. Nicht nur

Schlossherr Jörg von Sachsen neben einer der 400-jährigen Platanen auf dem 6000 Quadratmeter grossen Areal des Schlosses Knonau. durch Veranstaltungen und Ausstellungen. So haben sich bis vor ein paar Jahren viele Paare im Trauzimmer des Schlosses das Ja-Wort gegeben, heute leider nicht mehr möglich, aber damals ein veritabler Highflyer. Die Gemeindeschreiber und -schreiberinnen des Bezirks haben sich hier getroffen. Und die Zürcher Kantonalbank hat die Ämtler Gemeindepräsidenten aufs Schloss zur jährlichen Gewinnausschüttung geladen. Mit Freude zeigt Jörg von Sachsen Dankesbriefe zweier Schulklassen aus Knonau, denen im Schloss Heimatkunde vermittelt wurde. Nur den Haupteingang hat er inzwischen verriegelt, um zu verhindern, dass Spaziergänger und Passanten ungefragt das Areal erkunden. Bisher erschienen: «Wohnen zwischen Bildern», (Katharina Gessler, Ottenbach) 6. März; «Holzbar», (Toni und Anneli Lengen, Sellenbüren) 13. März; «Seine Nachbarn sind 45 000 wertvolle Artefakte»,

Serie Wohnformen im Knonauer Amt In der Serie «Wohnformen» portraitiert der «Anzeiger» in loser Folge Personen, die in irgendeiner Form aussergewöhnlich wohnen. Dabei ist die Redaktion auf Inputs aus der Leserschaft angewiesen. Kennen Sie also jemanden, der nur von Hightech umgeben ist oder so rustikal wohnt, dass er oder sie vor dem Kochen oder Duschen den Herd anfeuern muss? Oder jemanden, der sich mit engsten Verhältnissen begnügt, seine vier Wände exotisch dekoriert oder eine ungewöhnliche Form von Mitbewohnerschaft pflegt? Und natürlich sollten die Vorgeschlagenen auch nicht abgeneigt sein, Einblick zu gewähren ... Tipps nimmt der «Anzeiger» gerne entgegen, per Mail an redaktion@affolteranzeiger.ch.

(Bernhard A. Schüle, Affoltern) 20. März.

BUCH-TIPP

Pure & simple, achtsam wohnen – besser leben VON PIA KINNER, REGIONALBIBLIOTHEK AFFOLTERN

Der unfreiwillige Rückzug in die eigenen vier Wände während die Frühlingssonne durch die Fenster strahlt, lässt den Tatendrang erwachen. Endlich hat man genug Zeit, Regale, Schränke Pia Kinner. und Kommoden (Bilder zvg.) einmal gründlich auf- und vor allem auszuräumen. Nach getaner Arbeit schaut man sich glücklich um und überlegt, was mit dem frei gewordenen Platz anzufangen ist. Soll man ihn sich selbst überlassen im Vertrauen darauf, dass der Alltag ihn bald wieder mit allerlei Angeschwemmtem füllt? Oder ihn doch lieber nach eigenen Vorstel-

lungen gestalten und sich so eine harmonische Umgebung schaffen, die einem den Alltag verschönert? In dieser Situation kommt das Buch «pure & simple» von Marion Hellweg bestens gelegen. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher zu den Themen Wohnen und Einrichten herausgegeben und ist seit 2017 Chefredaktorin der Zeitschrift Living & More. Vor einigen Jahren hat sie den Selbstversuch gewagt und beherzt ihren Haushalt ausgemistet. Nun möchte sie den Lesenden die Schönheit und die Vorteile eines entrümpelten Wohn- umfelds näherbringen. Dafür hat sie sich in unterschiedlichen Haushalten umge- sehen und abwechslungsreiche Beispiele für ein achtsames Wohnen gesammelt. Sie stellt zudem einige Einrichtungsstile vor und beschreibt in kurzen Texten, was diese ausmacht. Hinter dem japanischen Wohnkonzept Wabi-Sabi steckt etwa das Bestreben, «die Schönheit im Unvollkommenen zu entdecken, die Liebe zum Einfachen und Alten zu pflegen und überflüssigen Ballast abzuwerfen.» Über

«pure & simple. Achtsam wohnen – besser leben» von Marion Hellweg. Prestel Verlag, München 2019. ISBN 978-3-7913-8554-9.

diese Beschreibung verweist sie auf die Wirkung, wie eine sorgfältige Einrichtung uns im Alltag gelassener macht. So gilt das Wabi-Sabi-Prinzip auch im Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen. Auch Menschen werden durch Eigen- und Besonderheiten zu Persönlichkeiten und zu einem anregenden Gegenüber. Zwischen den Einrichtungsideen porträtiert Marion Hellweg kleine Unternehmen, die in Kleinauflagen oder Handarbeit wunderschöne Alltagsgegenstände herstellen. Dazu gehören Leuchten, Möbel, Geschirr, aber auch Textilien oder Tapeten. Diese Porträts sind ein Plädoyer für hochwertige Alltagsgegenstände, die uns über längere Zeit begleiten und wertvolle Erinnerungen in sich bergen. Die Umsetzung der vorgestellten Wohnideen ist im eigenen Haushalt vermutlich nicht so pure & simple wie im Buch dargestellt, jedenfalls scheiden sich in meinem vierköpfigen Haushalt die Geister bereits bei der Diskussion um «überflüssigen Ballast». Aber

die ansprechenden Fotos im Buch machen grosse Lust darauf, an den Themen Aufräumen und Wegwerfen dranzubleiben. Das Buch eignet sich jedoch auch einfach für eine ruhige Lese- stunde, in der man abtauchen und schöne Bilder geniessen kann. Übrigens finden sich in der Regionalbibliothek zahlreiche Bücher und Zeitschriften zu den Bereichen Wohnen und Einrichten. Dazu gehören auch Themen wie Renovationen, Bauanleitungen für Möbel oder Lampen, Farbberatungen, Ideen für Wohnen mit Kindern und viele mehr. Sobald die Bibliothek wieder geöffnet ist, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, in diesen zu stöbern und sich Ideen für die Gestaltung der eigenen vier Wände zu holen. Zwischenzeitlich verweist das Team auf den Buchhandel und die RBA-Kundinnen und -Kunden auf die digitale Bibliothek (www.dibiost.ch). Bei Fragen hilft das Bibliotheksteam gerne weiter: bibliothek@stadtaffoltern.ch.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 31. März 2020

Wenn Bücher in Quarantäne müssen Lesen in Zeiten von Corona Die Bibliothek Hausen bietet für ihre Kundinnen und Kunden seit letztem Donnerstag eine Notversorgung mit Medien an. Zurückgegebene Bücher, Spiele und DVDs kommen während einer Woche in Quarantäne, bevor sie wieder ausgeliehen werden. von nepita santiago Der Slogan der Bibliothek «unsere LekTüre steht allen offen!», stimmt momentan nicht ganz. Die Türe der Bibliothek bleibt geschlossen, aber auf Lektüre und andere Medien müssen die Kundinnen und Kunden der Bibliothek Hausen trotzdem nicht verzichten, denn seit dem letzten Donnerstag bietet die Bibliothek eine Notversorgung an. «Über den Online-Katalog können maximal zehn Medien reserviert werden. Gerne nicht mehrmals pro Woche,

Lesestoff portofrei im Milchkasten Wer Bücher lieber kauft, statt sie in der Bibliothek auszuleihen, ist mit der Buchhandlung Scheidegger gut bedient. Telefonische Bestellungen sind unter 044 762 42 42 oder per Mail info@scheidegger-buecher.ch möglich. Die Bücher werden im Bezirk Affoltern sowie in Merenschwand, Muri und Aristau portofrei in den Milchkasten geliefert.

,so dass es für alle reicht», erklärt Katrin Tandler, Leiterin der Bibliothek. Trotz dieses Angebotes darf sich natürlich keine Menschenansammlung im Eingangsbereich des Gemeindehauses bilden, und so teilen die Bibliothekarinnen per Mail ein genaues Zeitfenster mit, in dem die bestellten Medien vor der Bibliothek abgeholt werden können. «Wir sind dabei natürlich auf die Mithilfe der Benutzenden abgewiesen; bitte halten Sie die AbholZeitfenster ein, damit die Massnahmen von Bund und Kanton zu Abstand- und Hygieneregeln eingehalten werden können», sagt die Leiterin. Und vielleicht brauche es zuweilen auch etwas Geduld bis zum Abholtermin, denn natürlich ist diese Art der Medienvergabe doch etwas aufwendiger als sonst.

Alle Rückgabefristen werden erstreckt Auch die gewohnte Rückgabebox steht momentan nicht zur Verfügung. Medien können nur im selben Zeitfenster zurückgebracht werden, in dem Bestelltes abgeholt werden kann. Wer von diesem Angebot nicht Gebrauch machen kann oder will, muss jedoch keine Angst vor Mahngebühren haben, denn alle Rückgabefristen werden bis am 30. April erstreckt. Und wer Kundinnen und Kunden über 65 Jahre oder besonders gefährdete Personen kenne, könnte für diese Menschen nicht nur einkaufen, sondern sie auch mit Lesestoff aus der Bibliothek versorgen,

regen die Bibliothekarinnen an. Doch wie steht es mit einer allfälligen Ansteckung via Bücher? Dazu erklärt Tandler: «Die zurückgebrachten Medien kommen während einer Woche in Quarantäne. Das heisst, wir legen Bücher, Spiele etc. in dieser Zeit zur Seite. Auch zu unserem Schutz. Danach werden sie mit einem Oberflächendesinfektionsmittel behandelt, abgebucht und erst dann wieder neu vergeben.»

Notversorgung auch in Wettswil, Hedingen und Mettmenstetten Die Medien-Notversorgung sei bei den Kundinnen und Kunden gut angekommen und die Bibliothek wurde mit Bestellungen regelrecht überrannt. Katrin Tandler freut sich sehr darüber, dass sie diesen Service anbieten können. Das sei leider nicht in allen Bibliotheken der Region möglich, sei es aufgrund von räumlichen oder anderen Gegebenheiten, die es verunmöglichen. Aber momentan können auch die Bibliotheken Wettswil, Hedingen und Mettmenstetten eine Notversorgung anbieten. Und übrigens; genauso wie momentan für Verkaufspersonal oder Pflegepersonen von Balkonen herab applaudiert wird, tut es auch dem Bibliotheksteam gut, wenn sie durch die geschlossene Tür ein «Danke» hören, was schon mehrmals vorgekommen sei, und den engagierten Bibliothekarinnen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat.

«Kriminell, aber unfähig»

WhatsApp-Gottesdienst

«Bad Criminals»: Debütroman von Thierry Bourquin aus Obfelden

Der Kriminalroman von Thierry Bourquin erzählt humorvoll die Geschichte eines hervorragenden Ermittlerteams, aber auch von vier Personen, die im Spiel des Lebens vom Glück nicht übermässig begünstigt wurden – und nun mit einem grossen Coup eine Kehrtwende herbeiführen wollen.

Die Freundin zeichnete das Cover Das Erstlingswerk von Thierry Bourquin ist ein Kriminalroman mit viel Humor, aber auch dramatischen bis tragischen Elementen. Rund zweieinhalb Jahre habe er an der Geschichte gefeilt, sagt der junge Mann, der seit vier Jahren in Obfelden wohnt. Das Buchcover mit den skizzierten Profilen der beiden Hauptprotagonisten hat seine Lebenspartnerin beigesteuert. Eigene Geschichten entwickelt Bourquin im Kopf schon länger. Mit «Bad Criminals» ist er nun erstmals

Die katholische Kirche Mettmenstetten bietet in dieser herausfordernden CoronaZeit einen WhatsApp-Gottesdienst an, jeweils sonntags um 9.30 Uhr. Wer dabei sein will, melde sich per WhatsApp

an mit Namen und Datum des Sonntags (Beispiel: «Hans Muster, 05.04.20» oder «Janine Muster, jeden Sonntag»). Infos unter www.kath-hausen-mettmenstetten.ch/ pfarrei-st-burkard-mettmenstetten.

FORUM

Solidarität auch im Kleinen

von thomas stöckli Sie sind nicht «evil», böse, die Kriminellen im Debütroman des Obfelders Thierry Bourquin, sondern «bad», schlecht in ihrem Job. «Kriminell, aber unfähig», heisst es denn auch im Untertitel. Es sind Menschen, für die man durchaus Sympathie empfinden kann, aber die mehr oder weniger ohne eigenes Verschulden in eine Situation geraten sind, in der sie keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ein «Ding zu drehen». Ist es das Schicksal, das sie in einem Café zueinander geführt hat oder schlicht ein Zufall? Während die verbrechenstechnisch ungeübten Verlierer in ihren ungeschickten Versuchen, zu Geld zu kommen, Lehrgeld bezahlen, kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit jenen eines routinierten Ermittlers, der ihnen mit seinem engagierten jungen Partner immer näher rückt. Die Konfrontation scheint nur eine Frage der Zeit ...

Die Türe der Bibliothek Hausen bleibt geschlossen – und trotzdem müssen Hausemerinnen und Hausemer nicht auf Lesestoff verzichten. (Bild Nepita Santiago)

«Bad Criminals»: Der Obfelder Thierry Bourquin zeigt seinen ersten Roman.

Zu Recht ruft der Bundesrat dringlich zu Solidarität in dieser schweren Zeit auf. Er macht auch eine gute Stange Geld locker, damit Unternehmern nicht der Schnauf ausgeht. Wenn wir es auch gewohnt sind, immer den Staat um Hilfe oder Unterstützung anzugehen, wäre es gut, wenn wir selbst, ganz privat, ebenso Solidarität üben würden. Einer meiner guten Bekannten im Bezirk hatte dazu eine prima Idee. Er hat die Gewohnheit, jeden Morgen etwas nach zehn vom Bürosessel aufzustehen und, um sich etwas Bewegung zu verschaffen, geht er etwa zweihundert Schritte zum Kafi, um sich einen Capuccino zu genehmigen. Desgleichen geniesst er nach Feierabend ein Bierchen in der Beiz in der andern Strasse. Diese ihm liebe Gewohnheit ist ihm nun abhandengekommen. Er wird die Bewegung zum Kafi und zurück ohne Cappuccino hinter sich bringen müssen. Fürs Feierabendbier hat er einen Vorrat im Kühlschrank zu Hause

angelegt. Nun hat er ausgerechnet, dass er mit dem Verzicht auf den Cappuccino jede Woche gut 25 Franken spart und das Bier zu Hause lässt ihm einen ähnlichen Betrag im Portemonnaie bleiben. Beim Cafetier aber und beim Beizer wird es knapp. So hat mein Freund von ihnen beiden die Iban-Nummer ihres Bank- oder Postkontos verlangt und übers Wochenende, wenn er den Computer ohnehin in Betrieb nimmt, überweist er den beiden seine eingesparten Beträge. «Heja, auf dem Sparkonto bekomme ich ja eh keinen Zins», sagt er sich. Eine Idee, die wert ist nachgeahmt zu werden. Wenn es viele der Konsumenten tun, erspart sich der Kleinunternehmer den Gang zur Behörde, die hoffentlich bald mal das Vorhaben des Bundesrates umsetzen wird, und erhält gleichzeitig Soforthilfe. Das wäre eben gelebte Solidarität. Danke fürs Nachahmen. Adolf Bühler, Bonstetten

(Bild Thomas Stöckli)

einen Schritt weiter gegangen, hat die Geschichte verfeinert, die Figuren entwickelt und ihnen Leben eingehaucht, so dass sich der Leser nun mit ihnen identifizieren kann. Und zwar nicht nur mit den «Guten», den Polizisten, sondern genauso mit den Kriminellen, die eigentlich auch ganz sympathisch rüberkommen, zumal sie Wert darauf legen, niemandem direkt zu schaden. Den Handlungsort hat der Obfelder ganz bewusst offen gelassen. Es ist eine Stadt an einem Fluss, in der heutigen Zeit. 50 Exemplare hat Thierry Bourquin in einer ersten Auflage drucken lassen. Und sein Debütroman soll nicht

sein einziger bleiben. «Ich habe schon etwas Neues im Kopf», verrät er. Im nächsten Buch will er die Leser in eine Zukunft entführen, in welcher der Mensch allerdings nicht wie in herkömmlichen Science-FictionGeschichten fremde Planeten, sondern die Tiefsee als Habitat erschliesst. «Dazu muss ich eine ganze Welt konstruieren, die in sich logisch funktioniert», sagt der Obfelder. Man darf gespannt sein. Thierry Bourquin: «Bad Criminals – Kriminell, aber unfähig», 416 Seiten, bestellbar unter www.scheidegger-buecher.ch/shop oder Telefon 044 762 42 42, Hörbuch unter audible.de.

Dank an die initiative Verwaltung Frühzeitig hatte ich eine SBB-Tagekarte bei der Gemeinde Stallikon bestellt und dann auch gekauft, um am 15. April an unserer Klassenzusammenkunft in Basel teilzunehmen. Dann kam Corona, das Treffen wurde abgesagt, Reisen per ÖV sollten auch nicht mehr stattfinden und persönliches Aufsuchen von Amtsstellen war nicht mehr oder nur noch selten möglich. Kurzum, eine Rückzahlung des Kaufpreises der jetzt wertlosen Tageskarte erachtete ich als Illusion, also unternahm ich gar nichts.

Aber siehe da, ein Herr der Gemeindeverwaltung rief mich heute unerwartet an und erklärte mir, dass ich meinen Betrag zurückbekomme. Ich warf also ein Couvert mit der Tageskarte und einem persönlichen Einzahlungsschein in den Brief kasten der Gemeindeverwaltung, fertig! Was mich begeistert, ist die Tatsache, dass die Gemeindeverwaltung von sich aus alle Besitzer solcher Tageskarten kontaktiert hat. Vielen Dank! Peter Schwob, Stallikon


Gewerbe

Home-Schooling

Susanne Baer hat ein Lied getextet und Katharina Heyer stellt Arbeitsblätter zur Verfügung. > Seite 11

Produkte aus der Region sichern Arbeitsplätze

«Zäme-Haa»: Hilfe zur Selbsthilfe in Baar

Dienstag, 31. März 2020

Alleine wandern

Serie «Vereinsleben»: Auch die Senioren-Wandergruppe Knonau muss Distanz halten. > Seite 12

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Kein Musiktag

Der Musikverein Affoltern wird auf sein geplantes Fest-Wochenende verzichten. > Seite 13

Post begrenzt Sperrgut Mitarbeitende sollen Social Distancing einhalten können Damit in der Schweiz gemäss Vorgaben des Bundes möglichst alle zu Hause bleiben können, leisten die Pöstlerinnen und Pöstler einen Kraftakt.

«Zäme-Haa» vereint eine reiche Palette an Produkten. (Bild zvg.)

Mit einem Lieferservice wollen vier Produzenten in Baar die Krise gemeinsam meistern und die Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln vor der Haustür versorgen. «Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Lösungen», meint Martin Uster, Geschäftsführer der Brauerei Baar zum Pilotprojekt «Zäme-Haa», welches die «Braui» letzte Woche zusammen mit der Bäckerei Hotz-Rust, der Metzgerei Rogenmoser und dem Hof-Märcht, Deinikon, verwirklicht hat. «Die Absage sämtlicher Veranstaltungen und die Schliessung aller Restaurants, Bars und Freizeitanlagen geht nicht spurlos an uns vorbei. Dank unserer Standbeine, dem Lieferservice und dem Braui Markt, die nach wie vor gewährleistet und geöffnet bleiben, können wir jedoch die Krise meistern. Aber wir mussten Ideen suchen, wie wir unser Personal und unseren Lieferservice, trotz Anmeldung für Kurzar-

beit, anderweitig auslasten können, ohne die Mitarbeitenden einem erhöhten Risiko auszusetzen. Wir wollen so etwas Sinnvolles zum Gemeinwohl beitragen.» So entstand die Idee, mit den lokalen Produzenten zusammenzuarbeiten und damit der regionalen Bevölkerung einen Mehrwert zu bieten. Nachdem die Lieferdienste der grossen Detailhändler Wartezeiten von mehr als zehn Tagen aufweisen, macht das gemeinsame Engagement der vier Traditionsunternehmen plötzlich Sinn. Alle Beteiligten lieferten und versandten bisher schon Produkte auf eigene Faust. Da die Nachfrage nach Heimlieferungen nun frappant gestiegen ist, versucht man in diesem Projekt Synergien zu nutzen und bei den eigenen vier Unternehmen Schadensbegrenzung zu betreiben. Letztendlich haben es einmal mehr die Konsumenten in der Hand, wo sie ihre Produkte beziehen. (pd.) www.brauereibaar.ch/zhbaar.

Geschäfte, Einkaufsmeilen und die verschiedensten Lokale sind mit den Vorschriften des Bundesrates zum Coronavirus wie leergefegt. Die Einkaufsgewohnheiten haben sich innerhalb kürzester Zeit auf die Online-Plattformen verschoben. Die Post nimmt hier eine wichtige Rolle ein. Sie bringt die bestellten Produkte oder notwendigen Ersatzteile an die Haustüre und ermöglicht, dass möglichst alle wie empfohlen zu Hause bleiben können. Die Anzahl in die Haushalte zugestellter Pakete ist in den vergangenen Wochen enorm gestiegen. Die Post verarbeitet in diesen Tagen ähnliche Volumen wie während den Weihnachtstagen. Die Zahl der Lebensmittelpakete hat sich fast verdreifacht. Die Krise um das Coronavirus ist völlig neuartig und stellt die ganze Welt, die Schweiz und mit ihr auch die Post vor ganz neue Herausforderungen. Die Mitarbeitenden der Post stehen zusammen und leisten Ausserordentliches, um rasch und spontan auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren. «Es berührt mich sehr zu sehen, mit wie viel Herzblut und Engagement die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich ihr Bestes geben», sagt Roberto Cirillo, CEO der Post. «Und dies, obwohl auch sie sich Sorgen machen und beunruhigt sind.» Die Paketzentren der Post laufen auf Hochtouren. Die Mitarbeitenden in der Annahme der Pakete

Die Mitarbeitenden der Post sind aktuell besonders gefordert. (Bild zvg.) über die Sortierung bis zur Zustellung machen zurzeit einen bewundernswerten Sondereinsatz. So sortieren sie in den Paketcentern neu auch am Samstag, was sie sonst nur in der Weihnachtszeit machen. Mehr Mitarbeitende, das geht aber nur beschränkt, denn auch die Post soll sich an die Social-Distancing-Vorgaben halten.

Nicht zu zweit tragen müssen Eine grosse Herausforderung sind zurzeit die grossen und schweren Sperrgutsendungen wie Velos, Gartenhäuschen, Sofas oder ganze Möbelpackungen. Die Anzahl dieser Sperrgutsendungen ist in den vergangenen Tagen überproportional stark angestiegen. Diese grossen Pakete sind für einen Mitarbeitenden kaum alleine zu heben und zu zweit stellt sich sofort

die Frage nach dem gebührenden Zwei-Meter-Abstand, der einzuhalten ist. Die Konzernleitung hat deshalb zur Entlastung und zum Schutz der Mitarbeitenden entschieden, die Masse der Sperrgutsendungen auf dem Postweg vorübergehend zu reduzieren. Die erlaubten Grössen werden vorübergehend so begrenzt, dass die Sendungen von einem einzelnen Mitarbeitenden getragen werden können. Die maximale Länge der einzelnen Seiten beträgt neu 150 cm / 80 cm / 60 cm. Für die Kombination der Seiten gilt ein maximales Gurtmass (2 × Höhe + 2 × Breite + 1 × längste Seite) von 350 cm (statt max. Länge 250 cm und Gurtmass max. 400 cm). Das Maximalgewicht bleibt unverändert bei 30 kg. Die Änderung gilt seit gestern Montag, 30. März, bis der Bundesrat die Vorgaben zum Social Distancing aufgehoben hat. (pd.)

«Sie haben alles, was Sie brauchen»

Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten kaufen mehr Milch

Wie kommt man mit der aktuell herausfordernden Situation klar? Wenn überall von Verboten und Gefahren die Rede ist, nützt es womöglich, wenn Lynn Céline Winzenried versichert: «Sie besitzen absolut alles, um weiterhin entspannt Ihre Tage zu meistern.»

Der Schweizer Milchmarkt präsentiert sich zurzeit – abgesehen von der BioMilch – positiv, wie die Genossenschaft Schweizer Milchproduzenten mitteilt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Detailhandelsabsatz seit Anfang März in der Schweiz sehr stark angestiegen. Auch die Zugriffszahlen auf der Swissmilk-Rezeptdatenbank steigen. Es wird offensichtlich mehr gekocht und gebacken, was sich ebenfalls positiv auf den Milch-Absatz im Schweizer Detailhandel ausgewirkt hat und weiter auswirken dürfte. Gleichzeitig wirkt sich die Corona-Pandemie in anderen Berei-

Selbstständig und stark mit den Tipps von Lynn Winzenried

Für Stress und Viren ist man dann angreifbar, wenn das Immunsystem unzuverlässig herumschaukelt und die Abwehrzellen wild durcheinanderrennen oder ausgelaugt herumsitzen. Das ist kein natürlicher Zustand. Der Körper will sich immer schützen und ist allzeit bereit zu kämpfen – wenn er denn die notwendige Ausrüstung hat. Und dazu kann man, wenn man will, selbst beitragen: Indem das Ernährungsverhalten bewusst optimiert wird.

Selbstständig und stark Wenn der Körper die wichtigsten Bausteine zur Produktion von eigenen (Abwehr-)Stoffen erhält, kann er über das Funktionieren hinauswachsen: Dann beginnt das körpereigene Meis-

chen negativ auf den Milchkonsum aus. Der Ausserhauskonsum ist durch die Schliessung aller Restaurants, Cafés, vieler Betriebskantinen etc. markant eingebrochen. In den nächsten Monaten dürften sich noch weitere Auswirkungen zeigen: Mit der weltweiten Reduktion der Flugaktivitäten dürfte der Export von Schokolade, Biskuits und anderen Produkten – und damit der Bedarf an Butter oder Vollmilchpulver unter Druck kommen. Beim Käseexport schätzt man die Lage ähnlich ein. Dieser Effekt ist in Italien bereits spürbar. (pd.)

Quickline erzielt solides Ergebnis Im natürlich vitalen Gesamtzustand fühlt man sich langfristig stark und autonom. (Bild Daria Obymaha) tersystem mit dem aktiven Produzieren von nützlichem Wirk-Material und dem regelmässigen Regenerieren seiner Ressourcen. Hier befindet man sich im natürlich vitalen Gesamtzustand, in welchem man sich langfristig stark und autonom fühlt. Auch jetzt ist Lynn Winzenried weiterhin engagiert für Interessierte und ihre Fragen da: «Mit vorüberge-

hend telefonischer Beratung und sicherem Abstand», wie sie betont, «damit wir das Leben hoffentlich bald wieder befreit zusammen draussen geniessen dürfen.» (pd.) Winzenried Personal Training & More, Lynn Céline Winzenried, Training für eigenes Essvertrauen und Körperverständnis. www.EssVertrauen.ch, 079 324 88 36 / lynn.win@bluewin.ch.

Trotz anhaltend hohem Wettbewerbsund Preisdruck im Telekommunikations-Markt konnte Quickline weitere Marktanteile in der Telefonie gewinnen. Insgesamt wächst der Bereich mit Festnetz- und Mobiltelefonie gegenüber dem Vorjahr um +5.5 Prozent auf über 170 000 Kundinnen und Kunden. Wie zu erwarten, resultiert der Zuwachs aus der Mobiltelefonie, die um +32.4 Prozent zulegte. Im Gegensatz zum Wachstum in der Mobiltelefonie

war – einen Branchentrend widerspiegelnd – die traditionelle Festnetztelefonie mit -4.0 Prozent weiter rückläufig. Die Basis der Internet-Kunden blieb mit einem leichten Minus von -0.9 Prozent praktisch stabil. Die Zahl der TV-Kunden insgesamt ging um -2.9 Prozent zurück. Allerdings verläuft die Entwicklung mit dem neuen Quickline TV erfreulich, das moderne TV-Erlebnis wird erwartungsgemäss zunehmend nachgefragt. (pd.)


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Vermischtes

Dienstag, 31. März 2020

Bitte lächeln! «Anzeiger»-Leserinnen und -leser zeigen ihre «Smiley»-Kunstwerke

Romy Peter wurde überrascht: «Mein Aufsteller des Tages war ein wunderschönes mit viel Liebe gestaltetes Natur-Kunstwerk neben meinem Lieblingsbänkli.»

Jacqueline Ott schreibt: «Ein Lächeln tut uns allen gut in dieser schwierigen Ausnahmezeit!»

Auch das Mandala von Nick (im Bild) und Gabriella Steiner erfreute schon viele Passanten.

In den eigenen vier Wänden kann man mit Stift und Papier einen Smiley zaubern, schreibt Karin Amacher.

Die Smiley-Kreation von Anita und Michael Schüpbach ist am Samstag auf einem Veloausflug entstanden.

Auch die viereinhalbjährige Tochter von Bettina Can hat eine SmileyKreation gelegt. (Bilder zvg.)

«Arjen war gleich Feuer und Flamme für die tolle Smiley-Aktion», schreibt Seraina Bravin.

Irene Rüegg und Claudia Appenzeller: «Auch wir möchten den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern.»

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Vermischtes

Dienstag, 31. März 2020

Landwirtschaft zwischen Normalität und Herausforderung Durch die Coronakrise wächst die Bedeutung der einheimischen Produktion Für die Landwirte geht das Leben auf ihren Betrieben weiter. Entscheidend ist, dass die Abnahme und die Verarbeitungsketten weiter funktionieren. Die Nachfrage nach Milch ist gestiegen, nach Fleisch jedoch gesunken. Von Marianne Voss Das Leben steht fast still, doch auf dem Feld bringt der Bauer Gülle oder Mist aus, im Stall werden die Kühe gemolken, draussen die Bäume geschnitten, Hühner legen Eier, Pilze gedeihen, das Gras wächst. Der Tierarzt, der Mechaniker für die Störung am Melkroboter oder am Milchtank oder der Milchchauffeur dürfen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Massnahmen die Bauernhöfe besuchen. Das Leben dort geht weiter. Viele Konsumenten realisieren jetzt – wo die Importe nicht mehr ungehindert funktionieren – wieder, wie wichtig unsere einheimische Landwirtschaft ist. Dass die Produktion in der Landwirtschaft selber auch teilweise von Importen abhängig ist, zeigt sich zurzeit beispielweise daran, dass wegen der verstärkten Grenzkontrollen die Lieferungen für Saatmais ins Stocken geraten sind.

Hohe Hygienevorschriften Landwirt Thomas Göggel aus Kappel melkt wie gewohnt jeden Tag seine Kühe. Natürlich müsse dabei die Hygiene eingehalten werden, erklärt er. «Doch diese hohen Vorschriften hatten wir schon immer. Es geht schliesslich um die Qualität der Milch.» Und er ergänzt humorvoll: «Wir haben schon immer gründlich die Hände gewaschen.» Zurzeit sei die Nachfrage nach Milch gestiegen. Laut SMP (Verband der Schweizer Milchproduzenten) ist die

Pirmin (links) und Walter Hurter mit den Schweinen und Rindern, die jederzeit im Aussenbereich Auslauf haben. (Bild Marianne Voss)

erhöhte Nachfrage auch auf das Versiegen des Einkaufstourismus zurückzuführen. Und das Vertrauen der Konsumenten in die Schweizer Milch ist hoch. In Rifferswil bewirtschaftet Pirmin Hurter seinen Betrieb mit Schweineund Rindviehmast. Er ist persönlich optimistisch eingestellt trotz Krise. «Ich habe Respekt und halte mich an die Massnahmen, aber ich lasse mich nicht von der Angst treiben.» Er habe es hier auf dem Hof natürlich schön mit viel eigenem Umschwung und Bewegungsfreiheit. Bis jetzt hat er keine Probleme mit dem Verkauf seiner Tiere. Er beliefert die Migros unter dem Label «Aus der Region für die Region». Doch grundsätzlich ist der Fleischabsatz seit der Coronakrise stark gesunken. Restaurants, Kantinen oder Hotels fallen als Abnehmer von guten und teuren Fleischstücken weg. Der landwirtschaftlichen Presse ist zu entnehmen, dass die Branchenorganisation Fleisch mehrere Massnahmen beschlossen hat. Unter anderem sollte der Fleischimport zugunsten der Schweizer Produktion ausgesetzt werden.

Gemüse und Pilze sind gefragt Die Familie Moser aus Obfelden baut auf gut 30 Hektaren Freiland-Gemüse an und beliefert ebenfalls die Migros unter dem Label «Aus der Region für die Region». Bis jetzt gebe es nichts zu klagen, sagt Timon Moser auf Anfrage. «Der Absatz läuft gut, da die Konsumenten zurzeit nicht auswärts essen, sondern zu Hause kochen und somit im Laden einkaufen gehen.» Im Moment liefern Mosers verschiedenes Lagergemüse und frischen Nüsslisalat sowie Frühlingszwiebeln. In den letzten Wochen wurden bereits Kohlrabi, Salat und Fenchel gesetzt. Probleme mit fehlendem Personal haben Mosers nicht. «Unsere polnischen Mitarbeitenden haben feste Arbeitsverträge und dürfen daher ungehindert einreisen.» Auch für Fabian Schneebeli, der mit seiner Familie in Obfelden einen Biobetrieb mit Ackerbau, Mutterkühen und Austernpilzen führt, ist die Situation im Moment nicht dramatisch. «Beim Pilzverkauf fehlen im Moment die Gastronomiekanäle», berichtet er. «Dafür braucht der Detailhandel umso mehr.» Zurzeit sei der Bedarf sogar ge-

stiegen. Doch er hat auch Respekt. «Die Situation ist auch sehr unsicher und vor allem schlecht planbar.» Auf dem Hof von Gregor Blattmann oberhalb von Sihlbrugg (Gemeinde Hausen) spielt sich das Leben in gewohntem Lauf ab. «Bei der Feldarbeit ist das Einhalten der Abstände ja kein Problem», erklärt er. Zu seinen Betriebszweigen gehört auch die Produktion von Bruteiern für das Aufziehen von Poulets. Hierzu führt er aus, dass die Hygienevorschriften für die Hühnerhaltung seit der Vogelgrippe dermassen streng seien, dass sich jetzt an den Abläufen nichts verändert habe. «Diese bewährten Massnahmen sind zuverlässig und sicher.» Er fasst zusammen, dass bei der Produktion in der Landwirtschaft kaum Probleme bestehen. «Entscheidend ist aber, dass niemand ausfällt und dass wir alle gesund sind. Wir als Bauernfamilie, der Milchchauffeur oder auch die Leute in der Verarbeitung.» Denn jetzt wäre es sehr schwierig, Fachkräfte als Aushilfen zu finden. «Die gesamte Kette von der Produktion über die Abnehmer bis zur Verarbeitung muss funktionieren. Das ist jetzt die grosse Herausforderung.»

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Mit Schwarmhilfe zum lokalen Gemüsefeld Auf dem Hof Rotenbirben in Bonstetten startet ein neues Projekt: Dank viel Handarbeit und Herzblut soll dort bald frisches Gemüse für die lokale Bevölkerung wachsen. «Woher unser Essen kommt, geht uns alle etwas an!», ist man beim Hofkollektiv Rotenbirben überzeugt. «Wir möchten die Landwirtschaft wieder mitten unter die Leute bringen und unseren Teil zu einer regionalen und nachhaltigen Lebensmittelversorgung beitragen. Und kein Gemüse ist knackiger und schmackhafter als das, welches vor der Haustüre wächst und von Menschen angebaut wurde, die man kennt!» Das Gemüse wächst auf dem Feld mitten im Dorf, und ab August können sich Interessierte für eine wöchentliche Gemüsetasche anmelden – oder in den kleinen Hofladen kommen, der ebenfalls im August eröffnet wird.

Kreative Ideen, aber wenig Mittel Im über 200-jährigen Bauernhof der Stiftung Rotenbirben ist bei Weitem nicht alles vorhanden, was es für einen Gemüsebetrieb braucht: «Der Obstgarten und das alte Bauernhaus sind zwar wunderschön, aber um wirklich Gemüse zu produzieren, braucht es einen Rüstraum, Lagerräume, einen Folientunnel und ein Bewässerungssystem», so das Hofkollektiv. «Das müssen wir diesen Frühling alles auf die Beine stellen.» Deshalb wurde nun ein Crowdfunding gestartet. Das Kapital soll also nicht von einer Bank kommen, sondern in Kleinbeträgen von Bekannten, Verwandten und noch Unbekannten, welche die Idee unterstützungswürdig finden. «Dies ist ein sehr solidarischer Weg, um unkompliziert und unbürokratisch kleinen Unternehmungen auf die Beine zu helfen. Besonders, wenn sie kreative Ideen, aber noch wenig finanzielle Mittel haben!» (pd.) Gemüseprojekt unterstützen bis zum 26. April unter www.lokalhelden.ch/hof-rotenbirben.

Zwei Ämtlerinnen lancieren Materialien fürs Home-Schooling Susanne Baer textete ein Lied und Katharina Heyer stellt Arbeitsblätter zur Verfügung Eltern und Lehrpersonen sehen sich vor grosse Herausforderungen gestellt. Susanne Baer und Katharina Heyer, beide engagierte Grossmütter, haben auf dem Internet Materialien für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen zur Verfügung gestellt.

schiedliche Themen und ein Quiz, das man online anschauen kann. Die Arbeitsblätter können als PDF-Dateien heruntergeladen werden.

Fragen, informieren und unterhalten

Von regula Zellweger Mit Hygiene-Ansprüchen kann man die wenigsten Kindergartenschüler begeistern. Auch der Enkel der ehemaligen Kindergärtnerin Susanne Baer, fand gründliches Händewaschen nicht dringend nötig. Seine Grossmutter machte sich Gedanken, wie man das Kind motivierten kann, die Hände etwas länger als 10 Sekunden zu reinigen. Ein Händewasch-Lied! Und plötzlich bekam Hygiene mit der Coronakrise einen neuen Stellenwert. Die Mettmenstetterin schrieb den Lied-Text, in dem das Wort «Virus» zwar vorkommt, nicht aber «Corona». Das Lied soll die Krise überdauern – Viren gab es immer, wird es immer geben.

«Schuum, Schuum, Schuum» Hanspeter Reimann, Schweizer Musiker und Komponist in Brasilien, hat das Lied vertont. Es beginnt in Moll: «Mer gseht en nöd, mer ghört en nöd, dä Virus, winzig chli...». Schnell kommt

Meeressäuger bei Gibraltar, beobachtet vom firmm-Boot aus. (Archivbild Regula Zellweger) der Wechsel in eine fröhliche Dur-Tonart: «... und zringelum, so gits vill Söifeschuum!» Und dann folgt: «Schuum, Schuum, Schuum...» Kleine Kinder lieben Wiederholungen. «Ursprünglich wollte ich das Thema ‹Abstand halten› miteinbringen, realisierte dann aber, dass es ein fröhliches Lied sein soll, das zu singen Kindern Freude bereitet und nicht Ängste verstärkt», erklärt Susanne Baer. Mit dem Lied können im Gespräch von Kindern und Bezugspersonen tatsächlich Ängste abgebaut werden, ohne dass der Ernst der Lage verharmlost wird. Hanspeter Reimann hat das Lied für das YouTube-Lernvideo gleich selbst gesungen, die Zeit eilte. «Ich wünsche

mir, dass in dieser Zeit gesungen wird, generell. Singen tut gut und löst Spannungen», meint Susanne Baer. «Und ganz besonders wünsche ich mir, dass mein Lied verbreitet wird und seinen Teil dazu beiträgt, in dieser Zeit auf positive Aspekte zu fokussieren und Solidarität aktiv zu leben.»

Wale und Delfine Vor 22 Jahren gründete Katharina Heyer die Stiftung firmm, die in Tarifa bei Gibraltar respektvolles Whale-Watching und Forschung betreibt. Jeweils im April beginnt die Saison in Spanien – und die weit über 70-jährige Katharina Heyer ist täglich mit Touristen auf

einem der firmm-Boote, spürt Tiere auf, informiert und erklärt, und macht daneben Zählungen für die Forschung an der Universität Basel, die ihr den Ehrendoktortitel verlieh. Jetzt muss sie in Affoltern bleiben. Auf der firmm-Webseite sind neu Lernmaterialien für Kinder von 9 bis 99 Jahren aufgeschaltet. Konzipiert und realisiert hat sie die langjährige firmm-Expertin und Produzentin von Online-Sprachtools Heike Pahlow in Leipzig. Familien und Schulklassen haben damit einen Leitfaden, um die Welt der Wale und Delfine zu entdecken. Meeresbiologe Jörn Selling, der seit 17 Jahren in Tarifa für firmm arbeitet, betreute die Arbeitsmittel aus wissenschaftlicher Sicht. Es gibt unter-

Die Inhalte der firmm-Arbeitsmaterialien lassen auch manche Erwachsene neugierig werden. Welche Meerestiere bewegen die Schwanzflosse auf und ab? Wie funktioniert die Echo-Ortung der Delfine? Was unterscheidet Zahnwale von Bartenwalen? Wie schafften die Urahnen der Wale die Entwicklung vom Landtier zum Meeressäuger? Und wie stillen Walmütter ihre Jungen – Wale haben keine Lippen ..? Geplant waren diese Arbeitsmittel schon vor einem Jahr. Zu Beginn des Home-Schoolings haben Heike Pahlow und Mario Müller, die beide seit 1999 die firmm-Webseite unentgeltlich betreuen, mit einem grossen Effort die Arbeitsmaterialien bereitgestellt. Die Kinder bekommen auf der Seite auch einen Einblick in die Aktivitäten der Stiftung firmm. Viele Kinder sind von Meeressäugern begeistert – und die Planung von Ferien in Tarifa – mit Fahrten auf dem firmm-Boot – lässt freudig über das Ende der Krise hinausplanen. Händewasch-Lied mit Text und Noten: www.youtube. com/watch?v=9psxQhpWriE; Arbeitsmittel firmm: www.firmm.org/de/kids, Sprachlehrmittel von Heike Pahlow: www.lernen-mit-mo.com/.


12 ZWISCHEN-RUF

Warnung 23. März, 15.15 Uhr. Mein Telefon klingelt. Eine Frauenstimme: «Sind Sie Ute Ruf ?» «Ja.» «Hier Kantonspolizei. Sie wissen wahrscheinlich schon, dass gestern Nachmittag in Ihrer Nähe zwei Diebe von der Polizei verhaftet worden sind?» «Nein.» «Nun müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass die Festgenommenen einen Zettel dabei hatten mit Ihrer Adresse. Und dem Vermerk: Alleinstehend. Sie sind doch alleinstehend?» Und da machte ich den entscheidenden Fehler! Ich stoppte die Unterhaltung mit: «Ich glaub Ihnen kein Wort.» Und legte auf. Wie dumm war das denn? Mir einen solchen Krimi durch die Lappen gehen zu lassen! Ich hätte doch mitspielen und zum Schein auf Vorschläge wie Geldübergabe oder Gelddeponie eingehen können, um dann mit der Polizei zusammen die Täter bei frischer Tat zu überraschen und zuzuschauen beim Klicken der Handschellen! In Zusammenarbeit mit der Polizei Diebe schnappen – wann hat man wieder eine solche Gelegenheit? Nie wieder, glaub ich. Das wär auch ’ne viel tollere Kolumne geworden, oder? Aber ich hatte ein so schreckliches Gefühl bei diesem Anruf. Diese Frau hatte mich so angewidert, mir war es auch unheimlich. Weg mit dem Hörer! Und deshalb half ich nicht bei deren Festnahme! Sorry Kantonspolizei. PS: Ich hab es der Polizei gemeldet und mir wurde gesagt, in den letzten Wochen hätten diese Betrügereien wieder zugenommen. Ute Ruf

Vermischtes

Dienstag, 31. März 2020

Das Wandern ist der Senioren Lust Serie «Vereinsleben»: Senioren-Wandergruppe Knonau Die Senioren-Wandergruppe Knonau richtet sich vor allem an pensionierte Einwohnerinnen und Einwohner von Knonau. Pro Jahr werden neun Wanderungen, eine Carfahrt, ein Grillplausch und die GV durchgeführt. Der «Anzeiger» hat sich mit Remo Duda, seit diesem Jahr Präsident des Vereins, unterhalten. Von nepita Santiago «Vor fast genau 39 Jahren startete der Knonauer Lehrer Emil Güdemann einen Aufruf, doch eine Wandergruppe für Senioren zu gründen, und stiess damit auf reges Interesse», erzählt Remo Duda, Präsident der Senioren-Wandergruppe Knonau. Damals war die Gruppe noch nicht als Verein organisiert, und Frauen waren nicht erwünscht. «Seit 2011 sind wir als Verein eingetragen und Frauen sind heutzutage selbstverständlich auch mit von der Partie», lacht der Präsident. Der Verein hat momentan 126 Mitglieder, fast alle aus Knonau oder von dort weggezogen. Altersmässig bewegen sie sich zwischen 62 und 95 Jahren. «Die ältesten, die regelmässig an den Wanderungen teilnehmen sind rund 85», sagt Duda. Vier Leiterinnen und Leiter – Vorstandsmitglieder – planen,

Remo Duda, Präsident der SeniorenWandergruppe Knonau. (Bild Nepita Santiago) organisieren und führen die Wanderungen und anderen Anlässe durch. Die ursprüngliche Idee von Lehrer Güdemann, dass monatlich eine Wanderung oder ein Höck durchgeführt wird, ist bis heute beibehalten worden. «Pro Jahr bieten wir neun Wanderungen, eine Carfahrt mit Besichtigung, einen Grillanlass und die GV an», so Remo Duda. Der 65-Jährige wandert selber gerne, wobei das in der aktiven Berufsund Familienzeit leider etwas zu kurz gekommen sei. Die Wanderungen des Vereins dauern zwischen zwei und vier

Stunden. Manche sind Flachlandwanderungen, andere coupierte Strecken und wieder andere seien auch mal «chli stotzig», erklärt Duda. «So ist für alle mal etwas dabei. Meine Idee ist es, einmal im Monat noch eine Wanderung anzubieten, die ein bisschen anspruchsvoller ist», denn die Fitness der Mitglieder sei sehr weit gestreut. Aber ein Verein wäre kein Verein, wenn es nur um die Sache – in diesem Fall das gemeinsame Wandern – ginge. Auch das Gesellige gehört dazu. So treffen sich die Mitglieder am Ausgangspunkt einer Wanderung, der immer mit öV angefahren wird, oft zuerst zu Kaffee und Gipfeli und lassen die Wanderung mit einem Mittagessen in der Beiz ausklingen.

stattdessen gab es unterwegs eine Stadtführung in Baden. Die drei Wanderungen von März bis Mai mussten aus aktuellen Gründen abgesagt werden, und ob diejenige vom 10. Juni – von Bichelsee zum Kloster Fischingen – stattfinden wird, steht noch in den Sternen. So stehen die Mitglieder momentan teilweise in telefonischem Kontakt und der Präsident ist froh, dass er von den meisten weiss, dass sie gut eingebettet und versorgt sind von ihren Familien und im Freundeskreis. Er selber wandert momentan für sich allein. Und vielleicht entdeckt er dabei auch mögliche Wanderrouten für den Verein. Weitere Infos unter www.swgk.ch.

Im Schnitt wandern rund 25 Personen

Serie Vereinsleben

Die Wanderungen führen in unterschiedliche Gegenden. Die Januar-Route war eher ein «Heimspiel» und führte von Bonstetten, dem Wüeribach entlang über Birmensdorf bis nach Landikon. Mit 41 Teilnehmenden war fast ein Rekord erreicht. Ansonsten seien es im Schnitt rund 25 Personen. Auch Flexibilität ist oft angesagt. Die Februar-Wanderung sollte von Turgi aufs Gebenstorfer Horn und zur Baldegg führen. Der Weg aufs Horn war jedoch wegen Sturmschäden gesperrt. So musste die Route geändert werden und

Vereine sind ein Kitt der Gesellschaft. Hier begegnen sich Menschen in einem besonderen Rahmen und hier finden Neuzugezogene Anschluss ans Dorf- oder Stadtleben. Wenn sich in Zeiten von verordnetem Social Distancing keine Gruppen treffen dürfen, unterstützen die Mitglieder einander mit einem Telefongespräch oder einer Nachfrage per Mail. Der «Anzeiger» besucht in loser Folge Vereine im Säuliamt. (san)

Wichtig sind verbindliche Regeln und bildschirmfreie Zeiten

PostAuto hält den Stundentakt

Die meisten Heranwachsenden haben jetzt vor allem eins: viel Zeit zu Hause – und vor dem Bildschirm. Ohne Kita, Schule, Sportverein und Treffen mit Freunden müssen Eltern im eigenen Wohnzimmer möglichst schnell Lösungen für Kinderbetreuung und Homeoffice finden.

Auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) gelten seit gestern Montag, 30. März, reduzierte PostAuto-Fahrpläne. Die Anpassungen sind nötig, um trotz Personalausfällen ein geregeltes Grundangebot gewährleisten zu können.

Zu Hause wegen Corona: Sinnvolle Mediennutzung für Kinder

Während für Kinder und Jugendliche in den eigenen vier Wänden Kita, Schule und Freizeit unter einen Hut gebracht werden müssen, arbeiten auch die Eltern weiter, entweder an ihrer Arbeitsstelle oder von zu Hause. Das ist für alle eine grosse Herausforderung. Viele Heranwachsende müssen sich jetzt mehr selbst beschäftigen – zu Hause im Kinderzimmer. Freunde treffen, auf den Spielplatz gehen oder die Grosseltern besuchen sind derzeit keine Optionen. Bildschirmmedien können in dieser Zeit für jedes Alters sinnvoll eingesetzt werden, für den Schulstoff, aber auch in der Freizeit. «Es kommt darauf

an, besonders für Jüngere die Angebote gut auszuwählen und auf altersgerechte Inhalte zu achten», sagt Mediencoach Kristin Langer. Messenger und soziale Netzwerke ermöglichen Jugendlichen jetzt den Kontakt zu für sie wichtigen Menschen. Für alle Altersgruppen muss die Bildschirmzeit im Auge behalten werden. «Wenn unsere Kinder – und wir selbst – jetzt mehr Zeit mit digitalen Medien verbringen, ist das kein Grund zu übermässiger Sorge», betont Langer. «Ob Kontaktpflege, Lernen oder Unterhaltung – wir müssen jetzt vieles auf digitalem Weg erledigen, was sonst in der Schule, dem Verein oder mit Freunden stattgefunden hat.»

Bildung und Information Lernmedien sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern gleichzeitig den Entdeckergeist und die Lust am Lernen wecken. Die öffentlich-rechtlichen Sender erweitern ihr Programm mit kindgerechten Wissenssendungen am Vormittag. Auch Heranwachsende wollen wissen, was es mit dem neuartigen

Virus auf sich hat und wie sich die Situation weiter entwickelt. Wichtig ist es, dass Eltern erklären, warum Einschränkungen im Alltag und gesamtgesellschaftliche Verantwortung jetzt so wichtig sind, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Auch mal abschalten Wenn Kinder und Jugendliche jetzt mehr Zeit am Smartphone, vor dem Fernseher oder am Computer verbringen, können Bildschirmzeiten zum Streitthema in der Familie werden. Sinnvoll ist es daher, von Anfang an klare Regeln für die kommenden Wochen zu vereinbaren. Wichtig für jedes Alter sind dabei bildschirmfreie Zeiten. Wie in der Schule, können Pausenzeiten festgelegt werden, in denen Kinder sich ohne digitale Medien beschäftigen. Umso wichtiger wird es auch, Familienzeiten am Morgen und Abend ganz analog zu gestalten, beispielsweise mit Spaziergängen, gemeinsamem Lesen, Basteln oder Gesellschaftsspielen. (pd.)

Datenschutz auch im Homeoffice und Home-Schooling Die Corona-Krise führt zur Neuorganisation des Alltags. Die neuen Formen der Zusammenarbeit verlangen nach digitalen Instrumenten, die auch datenschutzkonform sind. Der Datenschutzbeauftragte veröffentlicht eine Liste solcher Anwendungen und Dienste, die laufend ergänzt wird. Das Team des Datenschutzbeauftragten hat in der letzten Woche eine grosse Anzahl Dienste geprüft und dabei Aspekte des Datenschutzes und der Informationssicherheit beurteilt. Die ver-

öffentlichte Liste ist eine Auswahl und wird ständig erweitert. Die Liste enthält auch Dienste, die während der ausserordentlichen Lage vorübergehend eingesetzt werden dürfen, obwohl sie die datenschutzrechtlichen Anforderungen nur teilweise erfüllen.

Liste und Leitfäden Im Bildungsbereich können die Produkte der Apple School Manager, die iCloud und die von Apple stammenden Apps uneingeschränkt verwendet werden, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Eine grosse Auswahl der Dienste von Microsoft Office 365 können ebenfalls eingesetzt werden. Die

entsprechenden Leitfäden sind auf der Website www.datenschutz.ch veröffentlicht. Sie erklären die notwendigen Vorkehrungen. Für die kantonale Verwaltung, die Gemeinden und andere öffentliche Organe listet der Datenschutzbeauftragte Instrumente von Messaging über Videoconferencing zum Datenaustausch auf. Zudem stellt er auf seiner Website verschiedene Checklisten und Merkblätter zur Verfügung. Sie geben eine Übersicht über datenschutzfreundliche Apps, Software sowie Sicherheitstipps beim Einsatz von Smartphones und anderen mobilen Geräten. (pd.) Weitere Infos unter www.datenschutz.ch.

Die Fahrpläne wurden ausgedünnt

Die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs wollen in den nächsten Wochen trotz Coronakrise ein Grundangebot sicherstellen. Weil es auch bei den öV-Unternehmen zu einem Personalengpass kommen kann und die Nachfrage seit einigen Tagen massiv zurückgegangen ist, wird das Angebot reduziert. Bei PostAuto fand der entsprechende Fahrplanwechsel im Gebiet des ZVV gestern Montag, 30. März, statt. Weitere Änderungen in den folgenden Wochen bleiben möglich. Es empfiehlt sich, vor jeder Fahrt jeweils den Onlinefahrplan zu konsultieren. Auf der ZVV-Website bzw. der PostAuto-Website sind zudem die gültigen Fahrplaninfos für jede Linie aufgeschaltet: www.postauto.ch/coronavirus. Es ist nicht möglich, die Papierfahrpläne an allen 13 000 Haltestellen in der Schweiz auszuwechseln. Auch die Echtzeitanzeige an den Haltestellen kann nicht gewährleistet werden. Der ausgedünnte Fahrplan gilt bis mindestens 26. April.

Ticket vorgängig lösen Bei der Fahrplangestaltung wurde darauf Wert gelegt, dass die Postautos weiterhin während der üblichen Betriebszeit in einem regelmässigen Takt unterwegs sind und gute Anschlüsse an die Bahnlinien gewähren. Generell ist das Angebot auf regionalen Buslinien gleichbleibend bis halbiert: Auf Linien, wo es bisher nur einen Stundentakt gab, verkehren in der Regel noch gleich viele Postautos wie heute, teilweise jedoch mit angepassten Abfahrtszei-

ten. Auf Linien mit dichterem Takt, insbesondere in den Agglomerationsgebieten, wird das Angebot mehrheitlich halbiert. Einzelne Zusatzlinien, die nicht der Grunderschliessung dienen, werden ganz gestrichen, wie auch das Nachtangebot an den Wochenenden. Weil der Ticketverkauf beim Fahrpersonal derzeit nicht möglich ist, sind Fahrgäste gebeten, ihre Tickets vor Antritt der Fahrt zu lösen (via App, Web oder an einem Automaten). Gerade während der ersten Tage der Fahrplanumstellung kann es zu Anschlussbrüchen oder Verspätungen kommen, weil sich der Schweizer öV im reduzierten Takt erst einpendeln muss. PostAuto bittet die Fahrgäste um Verständnis in dieser speziellen Situation. Eine so tiefgreifende Fahrplananpassung innert weniger Tage hat es bisher noch nie gegeben. Alleine von PostAuto waren über 30 Fachleute mit Hochdruck daran, einen komplett neuen Fahrplan für die eigenen über 900 Linien in enger Abstimmung mit den anderen Transportunternehmen umzusetzen. PostAuto wird die Nachfragesituation in den kommenden Wochen aufmerksam verfolgen und die Fahrpläne wo nötig nochmals anpassen. Damit auch mit dem ausgedünnten Fahrplan möglichst an keinen Orten im Netz enge Platzverhältnisse entstehen, wird PostAuto vermehrt Gelenkbusse einsetzen. Die Transportunternehmen bitten ihre Kundinnen und Kunden, die Hinweise des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu beachten, nur notwendige Reisen anzutreten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. (pd.) www.zvv.ch, www.sbb.ch, www.postauto.ch.

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Vermischtes

Dienstag, 31. März 2020

Solidarität mit «Social Distancing» auch in der Gassenarbeit

Katholische Pfarrei Affoltern unterstützt Projekt «Broken Bread»

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Musiktag 2020 abgesagt Im Jahr 2020 feiert der Musikverein Harmonie Affoltern sein 100-jähriges Bestehen. Vom 19. bis 21. Juni beabsichtigte der Verein, den regionalen Musiktag der Bezirke Affoltern und Limmattal in Affoltern durchzuführen. Leider muss auch dieser Anlass aufgrund der aktuellen CoronaPandemie abgesagt werden. Seit Ende Februar spitzt sich die Lage um das Coronavirus immer weiter zu. Am Montag, 16. März, sind die Massnahmen des Bundes derart verschärft worden, dass der Jubiläumsabend, der regionale Musiktag und die Veteranentagung vom 19. bis 21. Juni immer mehr auf wackeligen Beinen standen. Die unsichere Lage, das Probeverbot der Vereine und viele weitere Punkte haben das OK dazu veranlasst, eine schmerzhafte Entscheidung zu treffen.

Leider muss das Jubiläumswochenende aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Das OK hat zudem beschlossen, dass der Musiktag nicht verschoben wird. Die bereits fixen Grossanlässe im Jahr 2021 (Eidgenössisches Musikfest, Stadtfest Affoltern etc.) und die erneute immense Arbeitsbelastung, die eine Verschiebung für das OK bedeuten würde, haben zu diesem Entschluss geführt. Der Musikverein Harmonie Affoltern wird Ideen diskutieren, um den 100-jährigen Geburtstag zu feiern. Der Verein bedankt sich für die tolle Unterstützung und die riesige Hilfe in den letzten drei Jahren der Vorbereitung. Ein grosses Dankeschön gilt den Sponsoren für die zugesagte Unterstützung. Die Sponsoren werden in den nächsten Tagen vom Verein kontaktiert. Der Musikverein Harmonie Affoltern bedauert die Absage sehr, sieht aber aufgrund der bestehenden Situation keinen anderen Weg. (pd.)

SPORT

Schwester Ariane Stocklin (Mitte) und ihr Team verteilen Essen und Lebensmittel «uf de Gass», unter Einhaltung von Schutzmassnahmen. (Bild zvg.) Auffangeinrichtungen für Obdachlose können wegen verschärfter Anordnungen ihre bisherigen Angebote nur noch in beschränktem Masse anbieten. Dabei sind Randständige, Drogensüchtige und Prostituierte die ersten, die bei diesem Drama globaler Dimension vergessen gehen. Die katholische Pfarrei Affoltern und Obfelden unterstützt die Aktion «Broken Bread» des Vereins «Incontro», der sich mit den in Not geratenen und besonders den randständigen Menschen von Zürich solidarisiert. Der Verein ist seit dem Lockdown jeden Abend in den Strassen von Zürich unterwegs. Unter strengster Einhaltung aller Anordnungen zur Vermeidung von Neuansteckungen verteilt eine kleine Gruppe junger Freiwilliger eine tägliche Mahlzeit, Lebensmittelpakete, Schlafsäcke und Toilettenartikel.

Berührende Begegnungen Schwester Ariane lebt ihre Berufung als «Schwester in der Welt» (Virgo consecrata) und begegnet bei ihrer täglichen Arbeit auf der Strasse aktuell nicht nur den ihr bekannten Personen – sie nennt sie «Freunde und Freundinnen» – auch neue Gesichter zeigen ihr das Ausmass der Tragödie. Die sich prostituierenden Frauen liegen ihr besonders am Herzen. Ohne das gewohnte Einkommen haben sie ihre Unterkunft verloren und stehen vor dem Nichts. Ihre Kinder im fernen Ausland

warten vergeblich auf die notwendige finanzielle Unterstützung und die ersehnte Rückkehr der Mutter. Immer wieder erleben die Freiwilligen um Sr. Ariane Lichtblicke der Menschlichkeit und Wärme bei ihrer Arbeit. Berührend ist eine Begegnung, die sie vor zwei Tagen hatte. Sie erzählt: «Gestern Abend auf der Gasse gab es einen bewegenden Moment. Carla* und ihre Freundin bekamen keine warme Mahlzeit mehr, weil sämtliches Essen schon ausgegeben worden war. Zwei unserer Freiwilligen gingen zurück und holten für beide Frauen je ein Lebensmittelpaket. Ich blieb mit einem Mitarbeiter bei Carla und sie erzählte uns in dieser halben Stunde ihre Lebensgeschichte, die von Gewalt geprägt ist. Als die Pakete ankamen, kam Pauli* – einer unserer drogensüchtigen Freunde, der auch eindrückliche Bilder malt – um die Strassenecke. Auch er fragte nach einem Paket. Doch wir hatten nur die zwei Pakete, die wir für die Frauen geholt haben. Carla sagte sofort zu Pauli, den sie nicht kannte: ‹Du darfst mein Paket haben. Wir teilen.› Pauli war überglücklich, schickte ihr einen Luftkuss – natürlich mit zwei Metern Abstand. ‹Ihr seid die besten. Euch werde ich mal ein ganz grosses Bild malen!› ». Lebensmittelpakete oder Säcke mit haltbaren Grundnahrungsmitteln für zirka eine Woche können zusammengestellt und vor den Altären in den

katholischen Kirchen in Affoltern und Obfelden deponiert werden. Hilfreich wäre, den Sack anzuschreiben: Variante 1 oder 2 (Siehe Fussnote). Eine tolle Kinderzeichnung, ein Mutmacher, ein schöner Gedanke etc. hat sicher auch Platz im Papiersack. Wer nicht mehr zum Einkaufen gehen darf und dennoch einen Beitrag leisten möchte, kann mit einer Geldspende helfen, die grosse Not zu mildern. (pd/sci) (*Namen geändert)

Packliste für Lebensmittelpakete/-säcke: Variante 1 – für Bedürftige mit Kochgelegenheit: 1 Pack Toastbrot, 1 Brotaufstrich (Nutella, Konfitüre, Honig), 2 Packungen/Schachteln Streichkäse/ Sandwichkäse (ohne Kühlung haltbar), 2 Dosen Thon, 1 kg Teigwaren und 1 kg Reis, Schokolade bzw. Schoggi-Cake oder Madeleine, 1 Dose Pastetenfüllung, 1 Tomatensauce, 1 Büchse Erbsli mit Rüebli bzw. Bohnen, Instantkaffee oder Tee, ½ Liter Milch. Variante 2 – für obdachlose Personen: 1 Pack Toastbrot, 1 Brotaufstrich (Nutella, Konfitüre, Honig),

Rückrunde und Cup auf der Kippe

Coronakrise: Drei Fussball-Szenarien Wie geht es weiter mit dem Fussball-Meisterschaftsbetrieb? Das beschäftigt auch auf regionaler Ebene. In einem Schreiben an die Vereine hat der Fussballverband Region Zürich (Fvrz) am letzten Donnerstag drei mögliche Szenarien skizziert. Sollte der Spiel- und Trainingsbetrieb ab dem 1. Mai gewährleistet sein, könnten die Cuprunden plangemäss ausgetragen und die Rückrunde mit Einschränkungen durchgeführt werden. Dabei würden die Juniorinnen und Junioren die bis und mit 30. April verpassten Meisterschaftsspiele nicht nachholen, sondern nur die verbleibenden Matches austragen. Als zusätzliche Spieldaten kämen die Wochenenden vom 27./28. Juni sowie 4./5. Juli infrage. Bei diesem Szenario würden die Teams ohne vorheriges Training loslegen. Sollte der Spiel- und Trainingsbetrieb bis Mitte Mai oder Anfang Juni ruhen, könnte die Rückrunde nicht mehr aus-

getragen werden. Denkbar wäre dann, die allenfalls verbleibenden Spieldaten für Trainingsmatches zu nutzen. Die Spieldaten des Regionalcups würden neu angesetzt. Bei den aktiven Frauen und Männern gäbe es in diesem Szenario keine Auf- oder Absteiger, bei den Junioren würde der Tabellenstand der Hinrunde massgebend sein. In beiden Szenarien würden die Cup-Finalspiele nicht wie geplant in Kloten, sondern dezentral ausgetragen. Sollte ein Spielund Trainingsbetrieb auch im Juni noch nicht möglich sein, kommt Szenario drei zum Zug: Dann würden auch keine Cupspiele und Turniere mehr durchgeführt.

Einheitliche Lösung Der Schweizerische Fussballverband sei bestrebt, eine gesamtschweizerisch einheitliche Lösung zu finden, heisst es im Schreiben des Zürcher Regionalverbands weiter. Der Fvrz werde sich dann allenfalls der Mehrheit anpassen müssen. (tst.)

2 Packungen/Schachteln Streichkäse/Sandwichkäse (ohne Kühlung haltbar), 2 Dosen Maiskörner (Dose, die man ohne Dosenöffner öffnen kann), 2 Dosen Thon, 1 Pack Salami (ungekühlt haltbar), Schokolade bzw. Schoggi-Cake oder Madeleine, Apfelmus (in Tetrapackung oder Dose, die man ohne Dosenöffner öffnen kann), 1 Liter Orangensaft, ½ Liter Milch, 1 Plastikmesser und 1 Plastiklöffel. Spenden: Verein Incontro, Bullingerstrasse, 8004 Zürich, IBAN: CH680023023069193301U.

Praktische Hilfe für Privatpersonen und Kleingewerbe

Der Fussballbetrieb ruht. Wie lange noch? (Bild zvg.)

Fast alle kirchlichen Angebote, Aktivitäten und Anlässe mussten abgesagt werden, auch im sozialdiakonischen Bereich. Das heisst aber nicht, dass die Mitarbeitenden nichts mehr zu tun hätten! Die Kirche Affoltern hat und plant neue Angebote vor allem für Angehörige der Risikogruppen sowie für Selbstständigerwerbende und Kleinbetriebe in Affoltern.

Das 114. Aargauer Kantonalschwingfest, das vom 5. bis 7. Juni in Beinwil/Freiamt angesetzt war, ist verschoben. Das Organisationskomitee unter der Leitung von Hermann Bütler hat diesen Entscheid, bedingt durch den grassierenden Coronavirus, einstimmig gefällt.

Die ref. Kirche Affoltern bietet in Corona-Zeiten Unterstützung an

Einkaufen und Hunde ausführen ... Personen, die über 65 Jahre alt, krank oder behindert sind, können und sollten nicht mehr einkaufen gehen. Für sie stehen zahlreiche Jugendliche, Konfirmanden und Konfirmandinnen sowie weitere Freiwillige auf Abruf be-

reit, unentgeltlich Einkäufe und andere Botengänge zu erledigen oder mit dem Hund spazieren zu gehen. Bereits konnten erste Aufträge erledigt werden, stets zur Zufriedenheit der Hilfesuchenden. Und da vielen Jugendlichen die Zeit jetzt lang wird, sind sie noch so froh, wenn sie etwas tun können!

... auch Fahrdienste und administrative Hilfe Angehörige von Risikogruppen sollten auch nicht mehr Bus oder Zug fahren. Für Arztbesuche oder andere zwingende Fahrten stehen Freiwillige mit eigenem Auto bereit für einen Fahrdienst. Auch dieser ist kostenlos, einzig die Benzinkosten müssen übernommen

werden. Ein weiteres Angebot richtet sich an Gewerbetreibende und Selbstständigerwerbende, die bei der Bank einen Kredit oder bei der SVA eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung beantragen möchten. Wer nicht weiss, wie vorgehen oder sich vom ganzen Formularkrieg überfordert fühlt, kann sich für administrative Unterstützung oder Schreibhilfe an die Kirche wenden. Dieses Angebot können auch Personen mit geringen Deutschkenntnissen in Anspruch nehmen. (pd) Wer von einem Angebot profitieren möchte oder selber Hilfe anbieten kann, melde sich bei der Sozialdiakonin der ref. Kirche Affoltern: Gabriela Bregenzer, Telefon 044 552 01 88 oder gabriela.bregenzer@ref-affoltern.ch

Corona bremst auch die «Bösen»

OK-Präsident Bütler sagt: «Mit der aktuellen Situation ist eine Austragung des Anlasses am ersten Juni-Wochenende nicht mehr möglich.» Kommt hinzu, dass der Zivilschutz, der für den Aufbau des temporären Festgeländes auf der «Chäbere» vorgesehen war, auf-

grund der Corona-Pandemie seine Unterstützung abgesagt hat. Immer mehr zeichnet sich ab, dass sich die angeordneten Massnahmen des Bundesrates in den Mai hinein erstrecken werden. Dadurch wurde die Vorlaufzeit für einen definitiven Durchführungsentscheid zu knapp. Das kommt auch den Schwingern entgegen, die zurzeit ein Trainingsverbot im Sägemehl haben. Zurzeit laufen mit dem Aargauer Kantonalschwingerverband Gespräche, wann das «Kantonale» in Beinwil/Freiamt neu angesetzt wird. «Der neue Termin ist zurzeit völlig offen», erklärt Hermann Bütler. Auf jeden Fall werden die bereits verkauften Tickets ihre Gültigkeit für den neuen Durchführungstermin behalten. (pd.)


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