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aus dem bezirk affoltern I Nr. 24 I 171. Jahrgang I Dienstag, 28. März 2017

Ertragsüberschuss

«Kinder klauen»

Die Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Bonstetten schliesst viel besser als geplant. > Seite 3

Cédric Weidmann aus Affoltern gewinnt internationalen Literaturwettbewerb. > Seite 6

Kriminalitätsrate steigend 2016 wurden im Bezirk Affoltern 14,4 Prozent mehr Straftaten von der Kantonspolizei erfasst. Im gesamten Kanton ging die Kriminalitätsrate jedoch zurück. Die Kantonspolizei konnte am Montagmorgen erfreuliche Zahlen für den gesamten Kanton veröffentlichen. Es wurden 5,1 Prozent weniger Delikte angezeigt – nicht aber im Bezirk Affoltern. 2016 wurden im Knonauer Amt 2353 Straftaten erfasst, im Vergleich zu 2057 im Jahr 2015. Die Kriminalitätsrate bleibt dabei jedoch weit unter jener im kantonalen Durchschnitt. Im Bezirk Affoltern wohnen 3,5 Prozent der Zürcher Wohnbevölkerung – es wurden aber nur 2,3 Prozent aller angezeigten Straftaten im Knonauer Amt erfasst. Eine erfreuliche Entwicklung konnte bei den Einbruchdiebstählen festgehalten werden. 2016 wurden 4,2 Prozent weniger Einbruchdiebstähle verzeichnet als im Vorjahr. Eine Zunahme im ganzen Kanton war bei Online-Delikten zu verzeichnen. Gerade im Bereich Erpressung mit Nacktbildern und -videos – sogenannter Sextortion – machten OnlineDelikte 2016 bereits 60 % der angezeigten Straftaten aus. (sals) ................................................... > Detailanalyse kommende Woche

Floorball Albis bündelt weiter Kräfte Floorball Albis fusioniert auf die kommende Saison 2017/18 mit dem UHC Buccaneers Sellenbüren.

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Binnenkonsum wichtig Sparsamer Heizen -

Der Gewerbeverein Unteramt thematisiert Onlinehandel und Einkaufstourismus. > Seite 6

Übermass an Gesetzen und Verordnungen GV der Hauseigentümer Albis – ein gesellschaftliches Ereignis Viel Politprominenz und zwei bekannte Gastreferenten an der 53. Generalversammlung des Hauseigentümerverbandes (HEV) Albis. ................................................... von martin mullis Der bis auf den letzten Platz gefüllte Kasinosaal Affoltern zeigte deutlich, dass der HEV als eine notwendige und beliebte Institution wahrgenommen wird. Die Hausbesitzer schätzen nicht nur ihre politischen Vertreter in Bundesbern, sondern auch die vielen Dienstleistungen, welche der Verband zur Verfügung stellt. Hauseigentümer werden vielfach mit den verschiedensten Problemen, Vorschriften und Formalitäten und nicht zuletzt mit steuerlichen Belastungen konfrontiert. Die Generalversammlung übernimmt daher immer auch die Rolle des Austausches und einer gewissen Standortbestimmung. Der Wichtigkeit dieser Zusammenkunft Rechnung tragend, lädt der Vorstand des HEV stets auch prominente Gastreferenten ein. So durfte HEVAlbis-Präsident René Homberger am

letzten Freitagabend mit den beiden Nationalräten Gregor Rutz und Hans Egloff zwei Referenten vorstellen, welche im Bundesparlament die Interessen der Hausbesitzer vertreten. Homberger weiss aber auch, dass die Hausbesitzer es neben allen Sorgen und widrigen Umständen durchaus zu schätzen wissen, einen gemütlichen Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen. So zeigte sich die diesjährige 53. Generalversammlung des HEV Albis auch als Unterhaltungs-Event. Homberger eröffnete die GV mit einem gekonnten Show-Effekt, indem er vor allen trockenen Traktanden erst einmal ein musikalisches Sahnehäubchen präsentierte: Mit den bekannten jodelnden Geschwistern Rymann übertraf er die Erwartungen seiner Mitglieder und die Stimmung im Saal entsprach bereits nach Minutenfrist keineswegs der einer freudlosen GVTagesordnung.

Referat mit Unterhaltungswert Gastreferent und SVP-Nationalrat Gregor Rutz setzte dann nach der speditiven Erledigung der Traktandenpunkte die Entertainment-Folge konsequent weiter. Trotz der durchaus

Der FCWB hebt ab Tolle Leistung gegen St. Gallen II

Neue Petition Der Verein Infrastruktur Stallikon und Umgebung kämpft weiter für die Busverbindung. > Seite 10

Nur noch eine Kirchgemeinde im Bezirk? In der reformierten Kirche Affoltern fand am vergangenen Freitagabend ein Podiumsgespräch zum Thema KirchGemeindePlus statt. Sechs Vertreterinnen und Vertreterinnen diskutierten darüber, wie sie sich die zukünftige reformierte Kirche im Bezirk vorstellen. Rund 100 Reformierte hörten ihnen zu und äusserten ihre Meinungen. Die Vorbehalte richten sich insbesondere gegen eine Fusion der Kirchgemeinden im Bezirk. abo ................................................... > Bericht Seite 5 anzeigen

Viel zu viele Gesetze: Nationalrat Gregor Rutz an der HEV-Generalversammlung. (Bild Martin Mullis ernst gemeinten Geisselung der unzähligen und unsinnigen Gesetze und Verordnungen, welche Bundesbern Jahr für Jahr produziert, besassen seine aufgeführten Beispiele einen beachtlichen Unterhaltungswert. Rutz, als Präsident der IG Freiheit, nahm sich denn auch die Freiheit und forderte einen rigorosen Abbau solcher sinnlosen Vorschriften. Immerhin durfte René Homberger seine Mitglieder nach dem späten Nachtessen und dem «Schacher Seppli», vorgetragen von den Geschwistern Rymann, gut gelaunt verabschieden. ................................................... > Bericht auf Seite 7

CONFO BIG DEALS vom 28. März bis zum 24. April 2017 Sie kennen die Conforama Sales . . . Sie haben von dem Confo Black Friday profitiert . . . Bei Conforama Wallisellen und Schlieren, entdecken Sie auch die «Confo BIG DEALS» . . . 4 Wochen lang KOLOSSALE Angebote! Das ist DAS Event von Conforama, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten! Siehe Bedingungen im Katalog. Conforama – Seit 1976 in der Schweiz

Wenn es nach faulen Eiern riecht Kleinste Gasaustritte frühzeitig erkennen – darum geht es bei der Überprüfung der Erdgasleitungen und -installationen der WWZ. Betroffen ist auch das Knonauer Amt.

Durch die Fusion mit den «Buccs» entsteht ein neues Gebilde, welches auch in Zukunft unter Floorball Albis auftritt. Der neue Verein beheimatet rund 300 Mitglieder aus dem ganzen Bezirk, welche in 22 Teams ihrem Hobby nachgehen – acht Mannschaften bei den Herren und Damen, 14 bei den Junioren. Die Abstimmungen wurden jeweils bei beiden Vereinen einstimmig bewilligt. Unter den 22 Teams sind vier auf dem Grossfeld geplant.

Herausforderung sportliche Infrastruktur im Bezirk Für das Spiel auf dem Grossfeld ist eine Dreifachturnhalle Voraussetzung. Dabei spielen pro Team je fünf Feldspieler gegeneinander. Im Bezirk Affoltern stehen zur Zeit zwei solche Hallen zur Verfügung, wobei die Halle in Affoltern gerade durch den Unihockeyverband überprüft wird, da die Sicherheitsabstände vom Spielfeldrand bis zur Hallenmauer nicht genügend gross sind. Sollte dabei das schlimmste Szenario eintreffen, wird die Stigeli-Halle durch den Verband gesperrt und im Bezirk kann nur noch in Bonstetten Unihockey auf dem Grossfeld gespielt werden.

Die Gemeinde Aeugst hat einen Knowhow-Austausch organisiert. > Seite 7

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WBs Höhenflug geht weiter: Le wird nach seinem Tor gefeiert, links Captain Studer, rechts 1:0-Schütze Schneebeli. (Bild Kaspar Köchli) Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) bezwang zuhause St. Gallen II souverän 3:1 und liegt nur noch drei Punkte hinter dem aufstiegsspielberechtigten zweiten Rang. «Die erste Halbzeit war nahezu perfekt», schwärmte Trainer

Dosch: «Wir sind weite Wege gegangen, jeder war für den anderen da, ein grosses Kompliment an alle!». Und erverneigte sich vor seinem Team. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 17

Erdgas ist leichter als Luft und verflüchtigt sich im Falle eines Austritts. Da Erdgas geruchsneutral ist, ist die Odorierung des Energieträgers mit einem Geruchsstoff eine wichtige Sicherheitsmassnahme, um bereits kleinste Gasaustritte frühzeitig zu erkennen. Dafür werden für den Menschen absolut unbedenkliche Stoffe verwendet, die an den Geruch fauler Eier erinnern. Nebst der standardmässigen Odorierung überprüfen die WWZ zweimal jährlich die Erdgasleitungen und Hausinstallationen zusätzlich mittels einer Stossodorierung. Dazu wird dem Erdgas über einen bestimmten Zeitraum eine höhere Dosis des Geruchsstoffs beigemischt. Diese Stossodorierung wird seit gestern Montag, 27. März, auch im Knonauer Amt durchgeführt. Es dauert zwei bis drei Tage, bis sich der Geruchsstoff im Erdgasnetz verteilt hat. Geruchswahrnehmungen sollen unverzüglich gemeldet werden (Telefon 041 748 48 48).

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Todesfälle Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es kein Sterben, sondern Erlösung.

Obfelden Am 15. März 2017 ist in Uetikon am See gestorben:

TO D E S A N Z E I G E

Trösch Charlotte geb. 12. November 1924, von Seewen SO, wohnhaft gewesen in Obfelden, mit Aufenthalt im Haus Wäckerling, 8707 Uetikon am See.

Traurig nehmen wir Abschied von meinem Mami, meiner Schwiegermutter, unserem Gomami, meiner Schwester, meiner belle-soeur, unserer Chottä

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Waltraut (Traut) Bach-Amatter

Die Friedhofvorsteherin

25. Mai 1933 – 23. März 2017

Nach geduldig ertragener Krankheit durfte sie heute friedlich einschlafen. Wir sind dankbar für die schöne Zeit, die wir mit ihr erleben durften. Wir werden sie vermissen.

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Abdankung: Montag, 3. April 2017, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Stallikon. Urnenbeisetzung im Familienkreis, 14.00 Uhr, Friedhof Stallikon.

Veranstaltungen

Anstelle von Blumen bitten wir den Verein Spitex Knonaueramt zu berücksichtigen: Postkonto 87-267156-1, IBAN CH780900 0000 8726 7156 1, BIC POFICHBEXXX, Vermerk: Waltraut Bach. Traueradresse: Daniel Bach, Im Gjuch 23, CH-8143 Stallikon

Abschied nehmen heisst, sich an die schönen Momente erinnern, sie nicht vergessen und dankbar bewahren.

19. Gibel-Schwinget Bonstetten 2. April, evtl. 9. April 2017 Auskunft über die Durchführung: Telefon 1600/2, ab 08.00 Uhr Beginn: 11.30 Uhr Shuttlebus ab Bahnhof Bonstetten-Wettswil und Dorfplatz Bonstetten – gegen 100 Teilnehmer aus dem NOS-Verband und dem Freiamt – Festwirtschaft – folkloristische Darbietungen – Festausklang ab 17.00 Uhr in der Festhalle Freundlich lädt ein: Schwingklub am Albis

ABSCHIED In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Ruedi, Götti, DibiDäbi. Nach einem reich erfüllten Leben und einem mehrjährigen Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim Gontenbad durfte er einschlafen.

TO D E S A N Z E I G E

Rudolf Rhyner

Wir trauern um unser Ehrenmitglied

17. April 1920 – 20. März 2017

Gusti Stähli-Müller Werner und Adelheid Guhl Lisa Moos mit Familie Doris Achermann Marianne Hauser mit Familie

Seinem Wunsch entsprechend werden wir seine Asche der Natur übergeben.

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2. Juni 1927 – 20. März 2017

Gusti war ein guter Freund und Gönner des Gesangvereins. Über viele Jahre war er zusammen mit seiner Frau Päuli ein aktiver und leidenschaftlicher Sänger, der auch stets interessiert an unserem Vereinsleben teilnahm. Als treues Ehrenmitglied besuchte er bis ins hohe Alter unsere Konzerte. Gusti, wir danken dir für deine Kameradschaft, wir werden dich in guter Erinnerung behalten. Wir sprechen der Familie und den Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus. Gesangverein Hedingen Die Trauerfeier findet am Dienstag, 4. April 2017, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche in Affoltern am Albis statt.

ABSCHIED Nach einem erfüllten Leben ist

Selma Kunz-Jenni 6. Januar 1920 – 16. März 2017

Kavallerieverein des Bezirkes Affoltern

friedlich eingeschlafen. Sie dankt allen Verwandten, Nachbarn und Bekannten, die ihr herzlich zugetan waren.

TO D E S A N Z E I G E

Obfelden, im März 2017 In Liebe und Dankbarkeit: Verena und Georges Graf Paul und Annarös Müller Verena Kunz Sie wurde im engsten Familienkreis bestattet. Anstelle von Blumen gedenke man der Krebsforschung Schweiz, Bern, Postkonto 01-19041-1. Traueradresse: Verena Graf, Hauptstrasse 43, 4436 Oberdorf

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied

Gustav Stähli Wir bitten Sie, dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken zu bewahren und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Den Angehörigen sprechen wir unser tiefes Beileid aus. Der Vorstand


Bezirk Affoltern

Dienstag, 28. März 2017

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Positiver Jahresabschluss, sanierungsbedürftige Trinkwasserleitungen und Ersatzwahl in den Gemeinderat Verhandlungsbericht und Informationen aus der Sitzung des Gemeinderates Bonstetten vom 21. März Genehmigung der Jahresrechnung 2016 der Politischen Gemeinde Bonstetten Antrag an die Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2017: Die Jahresrechnung 2016 ist die erste Jahresrechnung der Einheitsgemeinde (Politische Gemeinde und Primarschulgemeinde). Die Jahresrechnung 2016 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 1 076 917.82 (Budget -638 900 Franken) ab. Der Hauptgrund liegt bei einem rund 1 248 000 Franken höheren Fiskalertrag, wovon rund 632 000 Franken auf die Grundstückgewinnsteuern fallen. Die Kostensteigerungen beim Transferaufwand ist vorwiegend auf die steigenden Kosten für die Pflegefinanzierung – Pflegefinanzierung Alters- und Pflegeheime (207 000 Franken) und – Pflegefinanzierung ambulante Krankenpflege (53 000 Franken) zurückzuführen. Als Projektgemeinde hat sich die Gemeinde Bonstetten verpflichtet, versuchsweise Werterhaltungs- und Erneuerungsreserven zu bilden. Diese Reserven betragen in der Rechnung 2016 500 500 Franken (Vorjahr 483 700). Die Bildung von W-& E-Reserven wird mit der definitiven Umsetzung von HRM2 (Harmonisiertes Rechnungsmodell), voraussichtlich ab 1. Januar 2019, wegfallen. Die linearen Abschreibungen betragen Fr. 1 306 594.26 (Budget 1 615 800 Franken). Die Investitionsrechnung VV (Verwaltungsvermögen) weist bei Ausgaben von Fr. 2 595 403.07 und Einnahmen von Fr. 444 941.31 Nettoinvestitionen von Fr. 2 150 461.76 (Budget

5 860 000 Franken) aus. Die Abnahme der Nettoinvestitionen gegenüber dem Budget 2016 ist auf wesentlich tiefere Investitionsausgaben bei den Spezialfinanzierungen (Wasserwerk rund -1 500 000 Franken und Abwasserbeseitigung -1 685 000 Franken) zurückzuführen. Die Investitionsrechnung FV (Finanzvermögen) weist keine Ausgaben und keine Einnahmen aus. Der Gemeinderat ist erfreut, der Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2017 einen positiven Jahresabschluss zur Annahme zu empfehlen. Ersatz der Trinkwasserleitung Im Schachenhof; Genehmigung des Kredits; Antrag an die Gemeindeversammlung vom 6. Juni.

Schäden an Trinkwasserleitungen Die Trinkwasserleitungen in der Arealüberbauung Im Schachenhof sind sanierungsbedürftig. Die Leitungen im Alter von rund 30 Jahren weisen offenbar infolge einer schlechten Rohrbettung und weiteren Problemen etliche Schäden auf. In den Jahren 2013 bis 2015 ereigneten sich in den Kellern und Zwischenböden sowie in der Tiefgarage der Überbauung grössere Rohrleitungsbrüche, welche erhebliche Instandstellungskosten und Sachschaden verursachten.

Erwägungen Die Kostenfolge von weiter zu erwartenden Rohrleitungsbrüchen wird mit der Erneuerung der Trinkwasserleitung ausgesetzt. Die geplanten Sanierungsmassnahmen minimieren das Ri-

siko von Leitungsbrüchen in der Tiefgarage und reduzieren dort das grösste Personen- und Sachschadenpotenzial. Die neu geplante Leitungsstruktur optimiert die Zugänglichkeiten zu den Leitungen und Armaturen und verbessert Betrieb und Unterhalt. Der Bezug von Löschwasser ab dem Hydranten im Innenhof der Überbauung wird weiter gewährleistet und garantiert im Brandfall einen wichtigen Bezugspunkt. Das bisherige Trinkwasserleitungssystem charakterisiert sich durch zwei unabhängige Ringleitungen, einen inneren und einen äusseren Ringschluss. Die einzelnen Häuser setzen sich als Häusergruppe zusammen, die von einer eigenen Zentrale aus gespiesen werden. Jeder Zentrale ist serienmässig aneinander verbunden und zusammen ergeben sie eine Ringleitung. Mit dieser Leitungsführung konnten kurze und direkte Leitungen durch sämtliche Gärten der einzelnen Häuser erstellt werden. Diese Gliederung führt zum heutigen Zeitpunkt bei Schadenfällen oder Instandstellungsarbeiten zu hohen Kosten. In der geplanten Erneuerung wird künftig eine Hausanschlussleitung direkt ab der öffentlichen Versorgungsleitung zur Häuserzentrale und anschliessend weiter in die Häuser geführt. Die Hausanschlussleitungen sind von der Stockwerkeigentümerschaft der Wohnüberbauung Im Schachenhof zu unterhalten. Die öffentliche Versorgungsleitung und die Hydranten mit den Zuleitungen, auch durch die Tiefgarage, bleiben im Eigentum bzw. in der Zustän-

digkeit der Wasserversorgung. Die Kosten zur Erneuerung der Trinkwasserleitungen werden auf 430 000 Franken geschätzt. Die Bruttokosten werden der Investitionsrechnung 2018 belastet. Die Ausführung ist im Jahr 2018 geplant. Aus all den genannten Gründen unterstützt der Gemeinderat den Leitungsersatz und beantragt der Gemeindeversammlung den Kredit zu genehmigen.

Ersatzwahl für ein Mitglied des Gemeinderates für den Rest der Amtsdauer 2014-2018; Wahlanordnung Mit Beschluss vom 21. Februar 2017 wird der Bezirksrat Affoltern Patrick Vogel, Mitglied des Gemeinderates, auf sein Gesuch hin per 30. Juni 2017 unter Verdankung der geleisteten Dienste aus dem Amt entlassen. Der Bezirksrat Affoltern hat den Gemeinderat eingeladen, die Ersatzwahl anzuordnen. Gemäss Art. 8 der geltenden Gemeindeordnung vom 1. Januar 2016 ist für Ersatzwahlen das Verfahren der stillen Wahl vorgesehen. Sind die Voraussetzungen für die stille Wahl nicht erfüllt, erfolgt am 24. September die Urnenwahl mit einem leeren Wahlzettel. Den Wahlunterlagen wird ein Beiblatt beigelegt, auf dem die öffentlich zur Wahl vorgeschlagenen Personen aufgeführt sind. Am 24. März erfolgte im «Anzeiger» die 1. Publikation mit einer 40-tägigen Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen. Die Formulare für Wahlvorschläge können im Gemeindehaus, Bereich Präsidiales, bezogen oder über die Gemeindewebsite www.bonstet-

ten.ch heruntergeladen werden. Der Gemeinderat bedankt sich auch im Namen der Bonstetter Bevölkerung bei Patrick Vogel für seine langjährige Tätigkeit in verschiedenen Behörden.

Baubewilligungen Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligung(en) im ordentlichen Verfahren erteilt: • Martina und Patrik Stähli, Im Heumoos 11, 8906 Bonstetten: Baugesuch-Nr. 2017-0002, Teilabbruch und Neubau Einfamilienhaus, Grundstück-Nr. 1653, Breitenacher 60, Bonstetten.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... ... eine Vernehmlassung zur Totalrevision der kantonalen Bürgerrechtsverordnung verabschiedet; • für die Erarbeitung des Budgets 2018 verbindliche Budgetrichtlinien erlassen; • zwei Grenzmutationen Am Lochenweiher und die entsprechenden Abtretungsverträgen genehmigt; • den Kredit für die Kanalisationsleitung Pumpstation Im Heumoos 15f genehmigt; • den Rahmenvertrag für die neue Interkommunale Anstalt (IKA) Sozialdienst Unteramt genehmigt; • eine gemeindeeigene Vernehmlassung zur Teilrevision 2016 des kantonalen Richtplanes verabschiedet; • die Anlassbewilligungen für «Musig im Dorf» am 24. Juni und 12. August 2017 erteilt. (dn)

Olympiade für Rechner Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Bronze für Mathematik-Talent in Hedingen Talentierte Jugendliche trafen sich am Samstag, 18. März, an der ETH Zürich zur Finalfeier der Schweizer Mathe-Olympiade. Über Bronze freuen darf sich Austauschschülerin Yuxi Zheng, aktuell in Hedingen zu Hause. Gefragt waren logisches Denken, Kreativität und viel Ausdauer. Die beiden Finalprüfungen dauerten je vier Stunden und kreisten um die Themen Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra. Yuxi Zheng, Austauschschülerin aus China an der Kantonsschule Limmattal mit aktuellem Wohnsitz Hedingen, verpasste mit Rang acht die silberne Auszeichnung (Rang 3 bis 7) nur knapp und durfte sich über Bronze freuen. Weitere Prüfungen im Mai entscheiden darüber, welche sechs Mathematiktalente für die Schweiz an die Internationale Mathematik-Olympiade IMO nach Rio de Janeiro, Brasilien reisen. Die Ge-

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Yuxi Zheng. (Bild zvg.)

winner der Medaillen und der Wildcards denken also noch einmal um die Wette. Ebenfalls im Mai entscheidet sich, welche sechs Jugendlichen für die Schweiz an die «Middle European Mathematical Olympiad» nach Vilnius, Litauen reisen. Die Schweizer Mathematik-Olympiade will Mittelschülerinnen und Mittelschüler für Mathematik begeistern und junge Talente fördern. Der diesjährige Wettbewerb sei wieder ein Erfolg gewesen, meint Viviane Kehl, Präsidentin der Olympiade: «Die Jugendlichen waren sehr motiviert und haben tolle Leistungen gezeigt.» Viel dazu beigetragen haben die begeisterten Freiwilligen des Vereins, welche die Schülerinnen und Schüler unterrichten und betreuen.

Michi Bütler, Agromont AG, Walter Hurter und Werner Schlapbach, Gemeindemitarbeiter Rifferswil, Hansruedi Trachsel, Hugo Walter, Gemeinderat, Pius Stricker, Agromont AG, Remo Trachsel, Trachsel Technik AG. (Bild zvg.)

Fahrzeugübergabe Neues Kommunalfahrzeug für Rifferswil

Vorfreude auf die «European Girls’ Mathematical Olympiad» in Zürich

Am 22. März wurde das neue Kommunalfahrzeug der Gemeinde Rifferswil übergeben.

Gross ist die Freude auch bei den zehn Mittelschülerinnen, die die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein vom 6. bis 12. April an der «European Girls’ Mathematical Olympiad» in Zürich vertreten. Selektioniert sind neben Yuxi Zheng auch die Aeugster Zwillingsschwestern Ivana und Viera Klasovita, 13. und 14. an der nationalen Mathe-Olympiade. Organisiert wird die internationale Olympiade vom Verein Schweizer Mathematik-Olympiade (imosuisse). Gastgeber sind die Universität Zürich und die ETH Zürich. 160 junge und talentierte Frauen aus 43 Ländern reisen nach Zürich und wetteifern im Fach Mathematik um Medaillen. Die Teams stammen aus ganz Europa, von Portugal bis zur Ukraine. Nebst ihnen nehmen auch Gastländer teil, wie zum Beispiel Japan, Tunesien, Mexiko, Saudi-Arabien und die USA. (pd.)

Das alte Kommunalfahrzeug der Gemeinde Rifferswil ist seit 20 Jahren fast tagtäglich im Einsatz. Ein zuverlässiges Fahrzeug erleichtert die vielseitige Arbeit der Gemeindemitarbeiter. Unzählige Fuhren wurden in all den Jahren getätigt. Nun wäre jedoch die Investition für eine erneute MFKPrüfung zu gross geworden, daher hat sich der Gemeinderat entschlossen, das Fahrzeug zu ersetzen. Bei der Firma Agromont AG, Hünenberg, ist man fündig geworden. Das Kommunalfahrzeug der Marke Reform-Boki, Typ BM 1152B, ein Allrad-Fahrzeug mit modernster Motorentechnologie (Euro 6 Abgasnorm), Ladebrücke und Gesamtgewicht von sechs Tonnen. Durch die reduzierte Motorendrehzahl in den oberen Gangstufen, sind auch die Lärmemissionen sehr gering. Mit der Kippkabine zeichnet sich das Fahrzeug als sehr wartungsfreundlich aus

und erfüllt so alle Anforderungen, welche an ein Gemeindefahrzeug gestellt werden. Am 22. März konnte Hansruedi Trachsel, Trachsel Technik AG Herferswil, den Fahrzeugschlüssel an Gemeindearbeiter Werner Schlapbach übergeben. Als langjährige Partnerfirma der Agromont AG wird Trachsel Technik die Service- und Unterhaltsarbeiten bei dem neuen Fahrzeug verrichten. (pd.) anzeige


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 28. März 2017

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Auf dem Weg zu einer reformierten Kirchgemeinde im Bezirk Affoltern? Kirchgemeindeversammlungen entscheiden im Juni 2017 über Verhandlungen zu einem Zusammenschluss Eine Mehrheit des Lenkungsausschusses empfiehlt den 13 reformierten Kirchgemeinden, Verhandlungen zu einem Zusammenschluss aller Kirchgemeinden im Bezirk aufzunehmen. Eine entsprechende Weisung zuhanden der Kirchenpflegen und Kirchgemeindeversammlungen wurde verabschiedet. ................................................... von werner schneiter Rückläufige Zahl der Kirchenmitglieder, weniger finanzielle Mittel, die zunehmende Schwierigkeit, Pfarrstellen und Behördenämter zu besetzen und Kirchgemeinden, die kaum noch selbstständig agieren können: Unter diesen Vorzeichen wurden in der Synode schon 2010 Postulate eingereicht, das erste trug den Titel «Stärkung kleinerer Kirchgemeinden durch gezielte Förderung der übergemeindlichen Zusammenarbeit».

«Vorteilhafter als ein Alleingang» Im Bezirk Affoltern haben die 13 reformierten Kirchgemeinden Ende 2015 ein Vorprojekt zu sogenannten KirchgemeindePlus-Prozess in Angriff genommen, Projektleitung und Len-

Kirchen – auf dem Bild in Obfelden - verschwinden im Zuge des KGplus-Projekts zwar nicht aus dem Dorfbild. Wie sich das kirchliche Leben in der Gemeinde bei Zusammenschlüssen gestalten lässt, ist jedoch eine zentrale Frage. (Bild W. Schneiter) kungsausschuss gebildet. Übergeordnet stand die Frage: Welche Kirchgemeinden sollen Verhandlungen über einen Zusammenschluss aufnehmen? Anlässlich eines öffentlichen Workshops im April 2016 wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet, die Chancen und Möglichkeiten von Zusammenschlüssen ausgelotet haben. Im Rahmen eines wiederum öffentlichen Workshops wurden die Resultate präsentiert. In einer Art Konsultativabstimmung unter den Teilnehmenden votierte eine Mehrheit für einen Zusammenschluss aller Kirchgemeinden innerhalb des Bezirks Affoltern. Das Papier ging in die Vernehmlassung zu den Kirchgemeinden: Für 10 der 13

Kirchgemeinden sind Verhandlungen mit dem Ziel einer einzigen Kirchgemeinde im Säuliamt denkbar. Für sieben Kirchgemeinden soll diese Variante in erster Priorität behandelt werden. «Das wäre vorteilhafter als ein Alleingang», ist die Mehrheit des Lenkungsausschusses überzeugt. Angeführt werden Argumente wie Professionalisierung, Ressourcenverteilung, struktureller Aufwand, Solidarität, Finanzen und die Bereicherung des kirchlichen Lebens.

Erst Verhandlungen Nun liegt die vom Lenkungausschuss an seiner letzten Sitzung in Knonau

verabschiedete Weisung vor. Diese geht an die Kirchenpflegen, die nun das Thema an ihren Kirchgemeindeversammlungen im Juni 2017 zur Debatte stellen, falls die Kirchenpflegen das so beschliessen. Dabei geht es (noch) nicht um die Frage von Fusionen oder Zusammenschlüssen, sondern lediglich darum, ob Verhandlungen aufgenommen werden sollen mit dem Ziel einer Kirchgemeinde im Säuliamt. Falls sich abzeichnen sollte, dass ein Zusammenschluss zu zwei oder drei Kirchgemeinden zweckmässiger erscheint, so sollen diese Varianten ebenfalls aufs Tapet kommen. So wird es in der Weisung festgehalten, aber auch dargetan, weshalb eine Kirchgemeinde die bessere Variante ist: Sie könnte auch dann realisiert werden, wenn einzelne Gemeinden weiterhin keinen Zusammenschluss wollen.

Kritische Stimmen Einzelne Kirchenpflegen, wie Stallikon-Wettswil, Rifferswil, Obfelden oder ein Teil des Pfarrkapitals stehen einem Zusammenschluss zu einer Kirchgemeinde im Säuliamt sehr skeptisch gegenüber – auch wenn in der Weisung die Wichtigkeit betont wird, die örtliche kirchliche Heimat zu wahren. Gerade im Pfarrkapitel herrscht Dissens zur Frage des Zusammenschlusses, den man kritisch beurteilt. Gemäss Pfarrer Matthias Ruff, neues

Mitglied im Projektleitungsteam, ist im Kapitel die Rede von einem «undemokratisch gesteuerten Prozess. Nicht einig sei man sich auch bei der Frage, ob aus dem Projekt ein Spareffekt resultiere, wie die «kirchliche Nähe» erhalten werden könne und ob eine gerechte Ressourcenverteilung möglich sei. Generell habe sich unter Pfarrpersonen ein ungutes Gefühl breitgemacht, nicht zuletzt, weil diese das Gefühl beschlichen habe, vom Prozess abgekoppelt zu sein, sagte Matthias Ruff auf einen Input des Affoltemer Kirchenpflegepräsidenten Hans Asper. Die Obfelder Kirchenpflege ist der Ansicht, dass der Prozess falsch läuft, nämlich von oben nach unten – statt umgekehrt. Wie auch immer: Im Juni entscheiden die 13 Kirchgemeindeversammlungen über die Frage, ob im Hinblick auf die Bildung einer Kirchgemeinde im Säuliamt Verhandlungen aufgenommen werden sollen. Danach soll gemäss Lenkungsausschuss ein neues Projekt «Zusammenschlussverhandlungen» aufgegleist werden. Ein Scheitern wird nicht ausgeschlossen, heisst es doch in der Weisung, die nun den Kirchenpflegen zugestellt wird: «Falls die Zahl der verhandlungsbereiten Kirchgemeinden zu klein wäre, um eine einzige Kirchgemeinde zu bilden, ist die Situation zu überdenken und nach neuen Lösungen für Verhandlungen zu einem Zusammenschluss zu suchen.»

Die refomierte Kirche hat Visionen Podiumsgespräch zu «KirchGemeindePlus» in Affoltern Die reformierte Kirche Affoltern war am vergangenen Freitagabend gut gefüllt. Das Pfarrkapitel Affoltern lud zur Podiumsdiskussion über das Projekt KirchGemeindePlus. ................................................... von andrea bolliger Die reformierte Kirche verzeichnet seit Jahren einen Rückgang in ihren Mitgliederzahlen und diese werdenaufgrund der Bevölkerungsentwicklung voraussichtlich auch in den nächsten Jahren schrumpfen. Deshalb sind Gedanken darüber, wie die Ressourcen gebündelt werden können legitim. Gegen eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kirchgemeinden hatte keiner der sechs verschiedenen Gesprächspartner auf dem Podium etwas einzuwenden. Darüber einig, wie diese einst aussehen soll, waren sie sich nicht. Auch in der Bevölkerung sind die Vorbehalte gegen eine Einheitskirchgemeinde für den ganzen Bezirk gross. Über einhundert Zuhörer, meist älteren Semesters, hatten sich am vergangenen Freitagabend in der reformierten Affoltemer Kirche eingefunden. Einige bekleiden ein Amt innerhalb der Kirche, andere kamen aus Neugierde. Schliesslich geht es bei KirchGemeindePlus darum, ob dereinst aus den 13 reformierten Kirchgemeinden des Bezirks eine Einheitsgemeinde werden sollte. Den Fragen von Moderator Thomas Ribi stellten sich Ursula Jarvis, Sozialdiakonin in Mettmenstetten und Affoltern, Elisabeth Jenny, Pfarrerin und Kursverantwortliche im Kloster Kappel, Professor Ralph Kunz von der theologischen Fakultät der

Von links: Elisabeth-Wss Jenny, Thomas Maurer, Karl Stengel, Moderator Thomas Ribi, Thomas Schaufelberger, Ursula Jarvis und Ralph Kunz. (Bild Andrea Bolliger) Universität Zürich, Pfarrer Thomas Maurer aus Knonau, Jurist Karl Stengel, als Mitglied der Kirchensynode und schliesslich Thomas Schaufelberger, Projektleiter von KirchGemeindePlus. Zu Beginn stellte Hans Asper als Leiter des Projektteams KirchGemeindePlus in Affoltern die Grundlagen des Projektes vor und betonte im Vorprojekt gehe es lediglich darum, wer mit wem Verhandlungen führe und zuerst müssten die Kirchgemeinden darüber abstimmen, ob sie damit überhaupt einverstanden wären. An den Podiumsteilnehmern war es sodann, auf die Visionen einzugehen.

Aus einem Kühlschrank essen Elisabeth Wyss-Jenny hat, bevor sie Pfarrerin und Kursverantwortliche im Kloster Kappel wurde, eine Kirchgemeinde mit 5000 Mitgliedern geleitet. Sie sei es gewohnt in einem Betrieb zu mitzuarbeiten, sagt sie und machte unmissverständlich klar, dass sie auch

wirtschaftlich denken muss. Er sei nicht gegen diese Marktlogik, entgegnete Ralph Kunz, doch wenn er ein Gottesdienst oder ein Abendmahl besuche, so seien das für ihn keine Angebote. Thomas Schaufelberger als Projektleiter sieht es als theologische Lösung – als Aufbruch zum Kochen ohne Rezept. Ein Votant wird später bemerken, dass ihm dies Bauchschmerzen bereite. Er wird auch das Unwort des Abends definieren – den Kühlschrank. Es war Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny, welche diesen ins Spiel brachte: Man schaue doch auch gerne in fremde Wohnungen meinte sie. So könnte man auch aus dem gleichen Kühlschrank essen, sagte sie und bemerkte, dass sie ihren Kollegen Thomas Maurer aus Knonau auch gerne in einer anderen Gemeinde predigen hören würde. «Das können sie auch», wandte Moderator Thomas Ribi ein und spielte auf Thomas Maurers 40-Prozent-Pensum in Zürich-Wipkingen an. Es drängte sich die Frage auf,

ob man nicht auch aus einem Kühlschrank essen könne, ohne zu heiraten. Für den angesprochenen Thomas Maurer ist eine Heirat unter der Voraussetzung, dass sich die richtigen finden, möglich. Sozialdiakonin Ursula Jarvis glaubt nicht, dass jede Gemeinde ein Pfarramt braucht, wünscht sich aber definierte und entsprechend ausgebildete Bezugspersonen. Sie sieht Vorteile in zentralen Angeboten, wie beispielsweise Trauergruppen, die Teilnehmende sogar lieber ausserhalb ihrer Wohngemeinde besuchen möchten.

Knackpunkt Fusion Thomas Schaufelberger vermisst die Vielfalt der reformierten Kirche und dass jede Kirche das gleiche Angebot habe. Er erzählt von innovativen Kirchgemeinden an der Goldküste, die an einem Ort Jazzgottesdienste und am nächsten eine Kulturkirche betreiben und sich zusammentun wollen. Karl Stengel hat dies anders verstan-

den. Er ist für leben und leben lassen. Man soll nicht alles für die Ewigkeit regeln, findet er. Er warnte auch vor der Gefahr, von mehr Austritten bei Zusammenschlüssen. Tatsächlich war unter den Zuhörenden eine Stimme zu vernehmen, die im Falle einer Einheitsgemeinde über Wegzug oder Austritt nachdachte. In der anschliessenden offenen Diskussion kommen verschiedenste Meinungen ins Spiel. Der Abbau des Verwaltungsapparates wird gefordert. Eine Votantin hört zu viel von Sozialem und Anlässen, statt der Verkündung des Evangeliums. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Fusion stellt sich auch den Zuhörenden. Es bleiben viele Fragen offen, angefangen bei der, wie eine Pfarrwahl im Falle einer Fusion der 13 Kirchgemeinden, laufen würde. Für Ralph Kunz sind alle angesprochenen Probleme lösbar. Er plädiert dafür, beide Seiten zu beachten und fragt sich, ob es nicht auch ohne Fusion ginge. Nach dem Podium wurde noch rege weiterdiskutiert.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 28. März 2017

Erfolgreich mit «geklauten Kindern» Cédric Weidmann gewann internationalen Literaturwettbewerb Der in Affoltern aufgewachsene Autor Cédric Weidmann gewann den Wartholz-Literaturpreis. Dieser wurde am 12. März bereits zum zehnten Mal auf Schloss Wartholz im österreichischen Reichenau an der Rax verliehen. Die ausgezeichnete Geschichte hat ihren Ursprung im Bezirk. ................................................... von andrea bolliger Affoltern, ein verlorener Ort irgendwo zwischen Agglo und Kaff, so sieht Cédric Weidmann seinen Heimatort. Die preisgekrönte Geschichte mit dem Titel «Kinder klauen» könnte irgendwo im Schweizer Mittelland spielen. Aber sie ist die versöhnliche Abrechnung des Autors mit der Langeweile, die er hier in seiner Jugend erlebte. Dieses «Bünzlihafte» habe aber durchaus auch seinen Charme, relativiert er. Die Agglomerationen der Schweiz wären weltweit einzigartig, etwas, was die Schweiz ausmache. Kurz erzählt, es geht in der Geschichte um Jugendliche, die einen Sommer lang durch die Quartiere ziehen, in fremde Gärten treten und in Häuser einbrechen, wo sie Kinder mitnehmen. Nein, sie wollen den Kindern nichts Böses tun, sie deponieren sie im nächsten Haus, in fremden Betten und lassen sie mit ihrer skurrilen Tauschaktion am Leben der anderen Kinder teilhaben. So erwacht das Kind vom Haus mit dem grünen Komposteimer plötzlich im Himmelbett einer poolbestückten Villa und der Junge aus derselbigen wird von seinem Käfig entwöhnt. Doch als ein Kind nicht mehr zurückkehrt, beschliessen die

Jugendlichen es zu befreien, und geraten tief ins Innere eines unheimlichen Hauses. Cédric Weidmann wohnt mittlerweile in der Stadt Zürich, wo er Germanistik und Volkswirtschaftslehre studiert und an der Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft der ETH Zürich mitarbeitet. Nach Affoltern kommt er ab und zu, um seine Eltern zu besuchen oder um im Badminton Club Affoltern zu spielen. Für die Geschichte, die in einem Zeitraum von zwei Jahren entstanden ist, liess er sich vom Bild seiner alten Heimat mit Blick auf Autobahn und Strommasten inspirieren. Mittlerweile sei sie in 16 verschiedenen Versionen abgespeichert. Die kürzeste zwei-, die längste 78-seitig.

Eine grosse Genugtuung Für den Wartholz-Literaturwettbewerb bewarb er sich im Oktober, und im Januar kam die Einladung. «Wenn man eingeladen wird, ist man bereits unter den besten zwölf aus rund 530 Bewerbern», sagt Cédric Weidmann. Da gehe es nicht mehr nur ums Gewinnen, ebenso wichtig sei es für ihn gewesen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Schloss Wartholz liegt im niederösterreichischen Reichenau an der Rax und war einst Sommerresidenz von Kaiser Karl und Kaiserin Zita. Neun Stunden dauerte die Fahrt dorthin und ebenso viele wieder zurück. Dazwischen lag ein erlebnisreiches Wochenende in der einzigartigen Atmosphäre des Schlosses und in guter Gesellschaft. Der lokale EisstockSportverein hätte an einem Abend – mangels Eis – ein Asphaltstockschiessen veranstaltet. Mit seinen Mitbewer-

bern aus Deutschland und Österreich sei er bis in die frühen Morgenstunden gemütlich zusammengesessen. Über alles Mögliche hätten sie geredet, sich über die Texte unterhalten. So nett der Abend auch war, am nächsten Tag galt es, bereit zu sein für die zwanzigminütige Lesung der Geschichte und die anschliessende, öffentlich vorgetragene Kritik der Jury. Diese begründete ihre Wahl damit, dass Cédric Weidmanns Text jung und frisch sei und sich vorwage. Das Motiv der Kindervertauschung sei eine «Persiflage auf die Brutalität und Brüchigkeit gesellschaftlich gesichert scheinender Strukturen. Ironie, Komik und Satirik prägen die Handlung in einer dystopischen Welt, deren jugendliche Akteure einerseits ihre soziale Sphäre torpedieren, andererseits Kinder des Establishments sind.» Während der langen Rückfahrt in die Schweiz habe er viel nachgedacht, erzählt Cédric Weidmann. Darüber, dass er es nach so langer Zeit geschafft hatte, und über die erfreuliche Genugtuung, eine Belohnung für seine Arbeit erhalten zu haben. Auch seinen elf Mitbewerbern widmete er Gedanken. Schliesslich seien diese leer ausgegangen, obwohl auch ihre Texte sehr gut gewesen seien.

Es gibt kein richtiges Deutsch Der mit 10 000 Euro dotierte Preis bedeutet für ihn nicht nur eine grosse Anerkennung. Er ist für ihn gerade zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Er schliesse seine Studien demnächst ab und das Geld gebe ihm die Möglichkeit, seine weitere berufliche Karriere entspannter zu planen. Sicher ist, dass er in ein Projekt investieren wird. Seit

Cédric Weidmann bei der Lesung auf Schloss Wartholz. (Bild Schloss Wartholz) zwei Jahren ist er Redaktor der Literaturzeitschrift Delirium, ein Projekt, an dem ihm viel liegt und das er nach Beendigung des Studiums ausbauen möchte. Zwischendurch hat er auch Deutsch am Gymnasium unterrichtet und versucht, seinen Schülern das Schreiben schmackhaft zu machen. Es sei ihm stets wichtig, Texte nicht nur nach strikten Kriterien zu bewerten. «Es gibt kein richtiges Deutsch und die Sprache verändert sich», sagt er, «auch in meinen Texten finden sich Wörter, die es so nicht gibt. So lässt der Duden verschiedene Schreibweisen zu und ist eigentlich auch schon nicht mehr aktuell.»

Moderne Literatur entsteht im Internet Mit dem Schreiben angefangen hat Cédric Weidmann in seiner Jugend. «Als mein Freund Florian eine Fortset-

zung zu einem Buch geschrieben hatte, merkte ich plötzlich, dass man auch ausserhalb der Schule schreiben kann», erzählt er. Ohne das Internet wäre er wohl nicht dort, wo er heute ist. Seine ersten Texte hat er in Schreibforen veröffentlicht. «Man ist dort als Schreibender nicht alleine und bekommt Feedbacks, Anregungen und Inputs für seine Geschichten», erklärt er. Seit neun Jahren betreibt er einen eigenen Blog, hat schon mehrere literarische Texte im Auftrag geschrieben und in Fachzeitschriften veröffentlicht. Auch wenn er selber ein Fan des E-Books sei, glaube er, dass gedruckte Bücher weiterhin wertgeschätzt werden. Die Räume seiner Wohngemeinschaft habe er sich eigentlich bücherfrei einrichten wollen. «Doch es hat komisch ausgesehen», meint er. «Kinder klauen» und weitere Texte können auf www.cedricweidmann.ch gelesen werden.

Dank guter Verkehrserschliessung und einer privilegierten Lage hat sich im Wettswiler Moos viel Gewerbe angesiedelt. (Bilder Salomon Schneider)

«Trump wirkt sich nur indirekt auf die Schweiz aus» Generalversammlung des Gewerbevereins Unteramt mit Referat von Cornelia Luchsinger von der ZKB 44 Stimmberechtigte aus Bonstetten, Wettswil, Stallikon und Umgebung sowie Gemeindevertreter nahmen am vergangenen Mittwoch an der 42. Generalversammlung des Gewerbevereins Unteramt im Restaurant Leuen in Uitikon teil. ................................................... von salomon schneider Im Zentrum der Generalversammlung stand das Referat von Dr. Cornelia Luchsinger, Senior Economist bei der Zürcher Kantonalbank, die für die Analyse der Schweizer Konjunktur verantwortlich ist. Sie sprach zum Thema: Schweizer Wirtschaft in unsicherem globalem Gefüge – wohin geht die Reise? Sie analysierte die Situation der Schweizer Wirtschaft im globalen und vor allem europäischen Kontext: «Die politischen Entwicklungen in Italien und auch in Frankreich beobachten wir mit gewisser Sorge. Der Schweizer Wirtschaft geht es aber gut, trotz Euroschock und Wirtschaftskrise

im Euroraum.» Die Schweiz weise auch immer noch eine positive Handelsbilanz auf. Dies sei jedoch hauptsächlich der Pharmaindustrie zu verdanken, deren Exporte stark gestiegen seien.

Detailhandel leidet unter Onlinehandel und Einkaufstourismus «Wichtig für die Wirtschaft ist auch immer der Binnenkonsum. Momentan ist der Konsumentenstimmungsindex wieder positiv, was den privaten Konsum stützt. Gerade der Detailhandel muss momentan jedoch kämpfen – wegen Onlinehandel und Einkaufstourismus. Für 2017 prognostiziert die ZKB aufgrund der positiven Signale ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. Mit einem starken Anstieg der Inflation rechnen wir dabei nicht», erläuterte Cornelia Luchsinger. Dann ging sie auf die Rolle der Nationalbank (SNB) für die Schweizer Wirtschaft ein: «Die SNB greift immer wieder ein und kauft andere Währungen, damit der Schweizer Franken nicht noch stärker wird und die Exportwirt-

Cornelia Luchsinger von der ZKB sprach über die Schweizer Wirtschaft.

Andreas Montemitro führte durch die Generalversammlung.

schaft mit einem kontinuierlichen Wechselkurs planen kann.» Die Politik der SNB sei extrem wichtig für die Schweizer Wirtschaft. Für einen Kleinstaat mitten in Europa seien die politischen und ökonomischen Entwicklungen gerade in Europa und Nordamerika extrem relevant.

nur mit indirekten Auswirkungen von Trump auf die Schweiz. Die Schweizer Wirtschaft stellt Spezialprodukte her und zahlreiche Unternehmen produzieren auch in den USA, müssen also nicht mit Sanktionen rechnen. Wenn aber Nachbarländer wie Deutschland unter der Trump-Politik wirtschaftlich in Schieflage geraten, hat das natürlich direkt Auswirkungen auf die Schweiz.»

Schweizer Wirtschaft leidet, wenn es Deutschland schlecht geht Im Anschluss beantwortete Cornelia Luchsinger Fragen aus dem Publikum. Auf die Frage nach den Auswirkungen der Trump-Wahl für die Schweiz, meinte sie: «Wir rechnen eigentlich

Neue Homepage des Gewerbevereins Der offizielle Teil der Generalversammlung begann mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbe-

nen René Bär. Andreas Montemitro führte durch die GV und stellte zuerst die neue Homepage vor, die neben einem modernen Design auch einen Marktplatz für einmalige Angebote des Gewerbes bietet: «Wer sich registriert, wird regelmässig über die aktuellen Angebote des Gewerbes informiert.» Die Jahresrechnung schloss mit einem Ausgabenüberschuss von 3800 Franken, bei einem Gesamtaufwand von 27 000 Franken. Das Eigenkapital reduzierte sich dadurch auf 40 000 Franken. Die Mitglieder des Gewerbevereins Unteramt nahmen die Jahresrechnung einstimmig ab. Als nächstes Traktandum schaffte der Gewerbeverein Unteramt die Neueintrittsgebühr von 40 Franken ab. Ralf Metz trat aus dem Vorstand zurück. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden bestätigt, Teresa Bartesaghi und Karl Wälle wurden neu in den um eine Person vergrösserten Vorstand gewählt. Die nächste Gewerbeschau des Gewerbevereins Unteramt findet vom 18. bis 20. Oktober 2019 statt, wiederum im Bonstetter Sportzentrum Schachen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 28. März 2017

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Ein Staudamm gegen die Paragrafenflut 53. Generalversammlung des Hauseigentümerverbandes (HEV) Albis Die GV der Ämtler Hauseigentümer im Kasinosaal warf keine hohen Wellen. Sämtliche Punkte der Traktandenliste wurden einhellig abgesegnet. Gastreferent Gregor Rutz kritisierte die stetig zunehmende Fülle von Gesetzen und Verordnungen.

Ziel zu kommen, hielt der seit 2012 in Bundesbern politisierende Jurist fest. Der Titel des Referates von Gastredner Gregor Rutz bestand aus einer etwas provokativen Frage: «Ist die Paragrafenflut aus Bundesbern noch zu stoppen?», zeigte die Folie an der Bühnenwand im Kasinosaal.

................................................... von martin mullis

Flut von unsinnigen Gesetzen und Verordnungen

René Homberger, Präsident des Hauseigentümerverbandes Albis (HEV), genoss es sichtlich, die traditionelle Generalversammlung im bis auf den letzten Platz besetzen Kasinosaal zu inszenieren. Er durfte er einige politische und wirtschaftliche Prominenz aus dem Säuliamt begrüssen, darunter eine ganze Reihe Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte, zwei alt Nationalräte aber auch einige Ehrenmitglieder des HEV Albis. Anstelle von trockenen Traktandenpunkten eröffnete er den Abend mit volkstümlichen Klängen. Selbstverständlich wurden die Hauseigentümer nicht von einer alltäglichen Feld-, Wald- und Wiesenkapelle begrüsst. Auf der Bühne standen mit den zwei jodelnden Schwestern Annemarie und Silvia, sowie ihrem Bruder Peter am Schwyzerörgeli, die schweizweit bekannten Geschwister Rymann. Die versammelten Eigenheimbesitzer – man verzeihe den fast unvermeidlichen Kalauer – fühlten sich sofort in heimelige Stimmung versetzt. So zeigte es sich dann fast selbstverständlich, dass sämtlichen Traktandenpunkten ohne Einwände zugestimmt wurde. Zur einträchtigen Zustimmung trug si-

SVP Nationalrat und Präsident der IG Freiheit Gregor Rutz beantwortete die Frage in seinem Referat nicht schlüssig, ganz sicher aber zeigte er sich jedoch überaus pessimistisch, dass es dem Parlament gelingen könne, diese Geissel je einzudämmen. Er stellte fest, dass sich nicht zuletzt infolge der immer grösser werdenden Gesetzesflut die Staatsausgaben in den letzten 30 Jahren verdoppelt haben. Mit den Erläuterungen von aberwitzigen Vorschriften, wie die «EU-Feuerzeugverordnung», die «Eidg. Spielzeugverordnung» oder die amtlich definierten Unterscheidungen von Shorts und Badehosen, erntete er in den Reihen seiner Zuhörer einiges Kopfschütteln. Die Tatsache, dass eine Verordnung penibel genau bestimmt, was genau als Spielzeug gilt, sorgte für grosses Gelächter. Wer wäre schon ohne Gesetz darauf gekommen, dass Puzzlespiele mit mehr als 500 Teilen, die ohne Vorlage verkauft werden, nur für Spezialisten bestimmt sind? Die ob den unsinnigen Gesetzen etwas konsternierten Hausbesitzer spürten jedoch trotzdem Hunger und HEV-Präsident Homberger durfte dann die Mitglieder mit einem «En Guete» zum Nachtessen einladen.

Neues Fachmitglied: Franziska Marty mit NR Hans Egloff (links) und HEV-Albis-Präsident René Homberger. (Bild Martin Mullis) cher auch das Ergebnis der Jahresrechnung 2016 bei. Kassier Dominique Lipp durfte ein stattliches Vereinsvermögen vorstellen, was Homberger als erfreulich und einmalig bezeichnete. Bei der Fachstelle Rechtsberatung traten die beiden Fachmitglieder André Villiger und Andreas Mohni zurück. Mit der Wahl von Franziska Marty konnte vorerst eine der beiden Vakanzen ersetzt werden. Da die beiden zurückgetretenen Fachberater auch die Firma Intus in Affoltern verlassen, wurde als neues rechtliches Domizil der Rechtsberatung die SIT Schneebeli Immobilien Treuhand GmbH in Affoltern bestimmt. Dieser Wechsel gab Anlass für zwei Fragen aus den Reihen der Hausbesitzer.

Kein Leistungsabbau bei der Stelle für Rechtsfragen Ein Votant fragte nach den Gründen der Änderung, ein weiterer fürchtete einen Leistungsabbau. Präsident Homberger gelang es jedoch, die Einwände zu erklären. Er wies darauf hin, dass die Präsenz der Rechtsberatung weitaus höher als der ausgewiesene Bedarf sein dürfte. Immerhin, so hielt er fest, stünde die Stelle für Rechtsfragen den Mitgliedern ganze neun Stunden pro Woche zur Verfügung. Im Weiteren bezeichnete er den Inhaber der SIT Schneebeli Immobilien GmbH, alt Kantonsrat Jakob Schneebeli, als ausgewiesenen Fachmann und Immobilientreuhänder mit einem grossen ju-

ristischen Netzwerk. Er ist zudem erfahrener Mietrichter und Mietschlichter. Im Anschluss an die GV richtete Hans Egloff, Nationalrat und Präsident der Hauseigentümerverbände Schweiz und Kanton Zürich, ein Grusswort an die versammelten Hauseigentümer des Säuliamtes. Dabei streifte er in kurzen Stichworten die Geschäfte der vergangenen Session im Nationalrat. Als ein ewiges Thema bezeichnete der SVP Nationalrat die Diskussionen und Vorstösse um den Eigenmietwert. Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt im nationalen Parlament noch keine Lösung gefunden werden konnte, bestehe immerhin die Hoffnung, allenfalls mit einer zweiten Initiative zum

Praktische Empfehlungen für sparsameres Heizen Gemeinde Aeugst organisiert Knowhow-Austausch Die Kombination eines kurzen Informationsteils mit praktischem Erfahrungsaustausch kam sehr gut an: Zum Orientierungsabend «Ersatz Ölheizung» der Energiekommission Aeugst wurden 30 Personen erwartet. Doppelt so viele kamen.

den Betriebskosten liegen Wärmeverbünde und Wärmepumpen mit Luft zwischen diesen beiden Extremen. Christian Leuenberger empfahl, die möglichen Varianten durchzurechnen und nicht bloss auf die Anfangsinvestition zu achten.

Wenn die Heizung an Weihnachten streikt

................................................... von bernhard schneider Abgestützt auf die neue Zürcher Kantonsverfassung, in deren Rahmen sich das Volk für eine «ausreichende, sichere, wirtschaftliche und umweltschonende Energieversorgung» sowie für die «Nutzung einheimischer und erneuerbarer Energien» ausgesprochen hat, formulierte die Gemeinde Aeugst 2012 ein Energieleitbild. Darauf bauten die Massnahmenpläne 2012-2015 sowie 2016-2019 auf. Ein Massnahmenbereich betrifft das aktive Zugehen auf Hauseigentümer, deren Heizsystem in absehbarer Zeit ersetzt werden muss. In diesem Zusammenhang fand am vergangenen Donnerstag der Orientierungsabend «Ersatz Ölheizung» statt. Gemeinderat Bruno Fuchs, Präsident der Energiekommission, erläuterte deren Vorgehensweise. Auch wenn in Aeugst noch 67 Prozent fossile Brennstoffe – vor allem für den Verkehr, in zweiter Linie für die Heizung – verbraucht werden, ist der Anteil der erneuerbaren Energien aus Umgebungswärme und nachhaltig genutztem Holz etwa vier Mal so hoch wie im Schweizer Durchschnitt. Aeugst hat bereits heute Vorbildfunktion. Bis 2020 strebt Aeugst bei den Gemeindebauten eine Reduktion des

Der Präsident der Energiekommission Aeugst, Gemeinderat Bruno Fuchs, flankiert von Rebekka Manso Parada und Peter Hoppler (links, beide Mitglieder des Gemeinderats und der Energiekommission) sowie Gemeindepräsident Ruedi Müller und Energiestadtberater Christian Leuenberger (rechts). (Bild bs.) Energieverbrauchs um 10 Prozent gegenüber 2011 an, wobei der Anteil der erneuerbaren Energien 90 Prozent betragen soll. In der ganzen Gemeinde sollen bis dann 2000 Quadratmeter Solaranlagen installiert sein und die Treibgasemissionen aus Ölheizungen um 25 Prozent reduziert werden. Bruno Fuchs präsentierte die Controlling Instrumente, die laufend überprüfen, ob Aeugst auf Kurs ist.

Wärmepumpen, regionales Holz und Wärmeverbünde Energiestadtberater Christian Leuenberger empfahl den Hauseigen-

tümern, in einem ersten Schritt ihr Gebäude generell zu analysieren: Werde zuerst das Gebäude saniert, könne man die Heizung wesentlich bescheidener dimensionieren. Unterstützung in diesem Bereich bieten die regionalen Energieberater. Angaben dazu finden sich auf www.energieberatungknonaueramt.ch. Eine effiziente Möglichkeit der Heizung seien Wärmeverbünde, fuhr Christian Leuenberger fort: grosse, zentrale Heizungen, die meist mit Holzschnitzeln arbeiten. In Aeugst bestehe zurzeit keine entsprechende Anlage, doch es sei auf privater Basis möglich, kleinere Nahwärme-

verbünde innerhalb der Nachbarschaft zu bauen. Die Alternative zu regionalem, nachhaltig genutztem Holz bestehe im Einsatz von Wärmepumpen, die mit Erdwärme oder Luft arbeiten. Berechne man die Kosten der verschiedenen Möglichkeiten, stelle man fest, dass die Investition für eine Ölheizung am geringsten, für eine Erdwärmepumpe am höchsten sei. Bei den Betriebskosten und beim Platzbedarf ist es umgekehrt, hier liegt die Wärmepumpe mit Erdsonde vorne, die Ölheizung – trotz der gegenwärtig tiefen Ölpreise – ganz hinten. Sowohl bei der Anfangsinvestition als auch bei

Gemeinderat Peter Hoppler leitete mit seinen eigenen Erfahrungen zum individuellen Beratungsteil über: Die Heizung des Hauses, das seine Frau und er in Aeugst kauften, war damals bereits in die Jahre gekommen. An einem Weihnachtstag fiel das Aggregat aus. Als der Reparaturservice nach den Festtagen wieder erreicht werden konnte, wurden sie auf die lange Warteliste gesetzt – und in der Zwischenzeit glücklicherweise von Nachbarn öfters zum Nachtessen in die warme Stube eingeladen. Inzwischen können Hopplers die Festtage wieder zuhause geniessen: «Seither haben wir eine Wärmepumpe mit Erdsonde, die einwandfrei heizt.» An verschiedenen Tischen konnten sich die Besucherinnen und Besucher anschliessend mit anderen Aeugster Hausbesitzern, die bereits über eine Wärmepumpe oder eine Holzheizung verfügen, über deren Erfahrungen unterhalten. Zudem stellten sich drei der Ämtler Energieberater für Gespräche zur Verfügung. Die Kombination eines kurzen Informationsblocks mit informellem Austausch scheint sehr gut angekommen zu sein. Jedenfalls wurde die Möglichkeit, sich persönlich über die verschiedenen Heizsysteme auszutauschen, ausführlich genutzt.


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Forum

Verhöhnung der Opfer

Laudatio für eine Unermüdliche

Massenkarambolage verursacht, im «Anzeiger» vom 21. März. Eine Frau fährt mit doppelt so hoher Geschwindigkeit als erlaubt, verursacht eine Massenkarambolage, richtet ein Blutbad an und zeigt sich dabei noch uneinsichtig. Was liegt da näher, als den Psychiater einzuschalten. Dieser wird ganz sicher eine Diagnose finden, die der Frau Schuldunfähigkeit attestiert. Wäre der Lenker ein Mann gewesen und dummerweise auch noch aus Südosteuropa gekommen, Medien und Justiz hätten wohl ohne Umschweife von Raserei, Rowdytum und grobfahrlässiger Körperverletzung gesprochen. Die arme Frau ist aber krank und kann doch nichts dafür – eine grössere Verhöhnung der Opfer gibt es wohl kaum. Toni Schönbächler, Hausen

Zuschriften willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch. gerne an. Ein Leserbrief … ...muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein. ... soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen. ... darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion ohne Rücksprache. (Red.)

Dienstag, 28. März 2017

SP würdigt Franziska Sykora für ihr Engagement für die Partei und die Gesellschaft An der Generalversammlung der SP Bezirk Affoltern wurde das Engagement von Franziska Sykora gewürdigt. Langjährige Weggefährten zeichneten ein vielfarbiges Bild ihrer Person, welche über vier Jahrzehnte ein Kristallisationspunkt in der SP war. Nach einem Referat vonNationalrätin Min Li Marti zum Thema Wirtschaftsdemokratie und der Behandlung der ordentlichen GV-Traktanden stand eine Person im Zentrum, welche für die SP über Jahrzehnte unglaublich viel geleistet hat. Der Rücktritt von Franziska Sykora als Aktuarin bedeutet für die SP Bezirk viel mehr als die Weitergabe eines Amtes als Protokollführerin. Franziska Sykora hat über Jahrzehnte und ohne Unterbruch die Politik der SP im Bezirk mitgeprägt. Sie war in früheren Jahren Macherin von SP-Zeitungen, Co-Präsidentin, sie hat für die Partei unzählige Beiträge für den «Anzeiger» verfasst, Inserate gestaltet, die parteiinterne Kommunikation mit Mail-Versänden und weiteren Informationen gewährleistet, die Mitgliederkartei aktualisiert und dafür gesorgt, dass sich Neumitglieder in der Partei willkommen fühlten. Einen zusätzlichen Grosseinsatz leistete sie jeweils bei der Planung und Organisation der Kantonsrats- und Nationalratswahlen. Als Koordinatorin des Wahlausschusses sorgte sie mit einem super Terminmanagement und mit ihren gestalterischen Fähigkeiten für einen professionellen Auftritt der Bezirks-SP. Neben ihrem parteiinternen

Engagement wurde auch ihr Mitwirken in Behörden angesprochen, als Gemeinderätin in Mettmenstetten und als Mitglied des Verfassungsrates des Kantons Zürich.

Mit Zuverlässigkeit Sicherheit vermittelt Langjährige politische Weggefährten würdigten das Wirken von Franziska anhand von herausragenden Eigenschaften. Als Erstes wurde die Verlässlichkeit angesprochen. Wer mit Franziska zusammenarbeitete, erlebte eine grosse Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit. Es war klar: auf Franziska ist Verlass. Mit dieser Zuverlässigkeit hat sie Sicherheit vermittelt und die Wahrnehmung der SP im Bezirk als verbindlicher Partner massgeblich beeinflusst. Teamfähigkeit und Motivationskraft sind Eigenschaften, die untrennbar mit Franziska verbunden sind. In welcher Funktion auch immer, und das über Jahrzehnte hinweg, hat sie mit ihrer Art zu politisieren, andere motivieren können. Nie wirkte sie griesgrämig, nie jammernd oder destruktiv. Und nicht zuletzt konnte man mit ihr auch lachen und sich freuen über gelungene Aktionen. Glaubwürdigkeit ist eine Eigenschaft, die in der Politik nicht selbstverständlich ist. Franziska Sykora ist eine glaubwürdige, überzeugende und überzeugte Vertreterin der SP. Der Sinn für das Machbare und eine Grundhaltung, bei der zentrale Werte nicht zur Disposition stehen, hat sie im politischen Alltag verbinden können. Mit dieser konsequenten Haltung haben ihr auch politisch Andersden-

Farbenpracht im Frühling Überall blüht und spriesst es im Säuliamt

Farbenmeer. (Bilder Monika Costello, Affoltern)

Bunte Haselkätzchen und zartes Lärchengrün.

Alt und neu nebeneinander.

kende Respekt gezollt. Sie ist keine Plauderin, wer sich mit ihr politisch auseinandersetzen will, muss sich einlassen auf den argumentativen Streit. Und in politischen Diskussionen wird erfahrbar, dass ihr politisches Engagement getragen ist von einer ethischen Grundhaltung. Dazu gehört ihr Einsatz für Gerechtigkeit. Franziska Sykora hat sich nicht zuletzt immer wieder für Aufgaben in der Partei und in Behörden zur Wahl gestellt, weil sie die Möglichkeit gesehen hat, gestaltend Einfluss zu nehmen. Dabei ging es nie um persönliche Vorteile. In ihrem Wirken wollte sie den Menschen gerecht werden und sie setzt sich nach wie vor dafür ein, dass es in dieser Welt mehr Gerechtigkeit gibt. Auch nach ihrem Rücktritt als Aktuarin der SP Bezirk Affoltern darf die Partei weiterhin auf ihre Mitwirkung zählen. Sie bleibt Präsidentin der SP Mettmenstetten und wird die Politik auf Bezirksebene auch zukünftig mitprägen.

Zusammenleben in der Gesellschaft wesentlich geprägt Zum Abschluss zitierte einer der Redner einen Ausspruch, der im Mettmenstetten vor vielen Jahren als Motto auf einem SP-Flyer für die Gemeindewahlen verwendet wurde: «Wer an den Dingen seines Gemeinwesens keinen Anteil nimmt, ist nicht ein stiller Bürger, sondern ein schlechter». Im alten Griechenland wurde das Individuum immer in seinen Bezügen zum öffentlichen Raum verstanden und es gehörte zum Selbstverständnis der Menschen, dass Politik das Zusammenleben in der Gesellschaft wesent-

Franziska Sykora. (Bild zvg.) lich prägt. Franziska Sykora verkörpert das, was der griechische Philosoph Perikles meint, in hohem Masse. Für alles, was sie für die SP und für das Gemeinwohl geleistet hat, erhielt sie an der Versammlung grossen Dank und Applaus und vor allem auch ein Dankeschön dafür, dass sie in all den Jahren keine stille Bürgerin war. Georges Köpfli, SP Bezirk Affoltern

Bus Stallikon: eine neue Petition Stallikon hat Probleme mit seinen Bus-Verträgen mit dem ZVV. Im jetzigen Kapitel geht es darum, dass Stallikon beim letzten Vertrag allen Grund hatte zu glauben, dass die Chancen für eine spätere Übernahme der Busverbindungen durch den ZVV sehr gut seien. Darum beteiligten sich auch Bonstetten und Birmensdorf an den Kosten. Nachträglich stellte sich aber heraus, dass diese Chancen von Anfang an miserabel waren und dass der ZVV das gewusst, ja sogar geplant hatte. Der ZVV will nichts übernehmen. Gar nichts. Wenn Stallikon noch ein fünftes Jahr lang für die zahlt, dann will der ZVV die Samstagskurse übernehmen, aber nur bis 21.01 Uhr (Birmensdorf ab). Am Schluss wird Stallikon für die Samstagskurse sage und schreibe gegen 900 000 Franken bezahlt haben. Ursprünglich war abgemacht, dass Stallikon nur 800 000 Franken zahle und dafür an sechs Tagen pro Woche Busverbindungen bis Mitternacht bekomme. Es kommt noch schlimmer: Montag bis Freitag soll der letzte Bus in Birmensdorf schon um 19.01 Uhr nach Stallikon abfahren und in Bonstetten um 19.35 Uhr. Dann ist Schluss. Wer nach einem späten Arbeitsende mit dem öffentlichen Verkehr heim will, muss via Zürich Hauptbahnhof und Triemli fahren. Gibt es jemanden, der am Samstag in den Ausgang geht und dann mit dem letzten Bus schon um 21.01 Uhr wieder heimfährt? Natürlich nicht. Folglich wird die Nutzung der Buslinie 227 weiter zurückgehen. Wir haben das vorausgesehen und für eine Petition Unterschriften gesammelt. Stallikon soll sich endlich einmal wehren. Stallikons Karten sind

sehr gut, denn es lässt sich belegen, dass der ZVV Stallikon glauben liess, er werde die Kurse nach Zahlung der 800 000 Franken übernehmen. Wenn Stallikon sich wehrt, macht es auch Sinn, noch einmal zu zahlen: als Notlösung für den Übergang. Aber einfach so noch einmal einen Haufen Geld verbrennen ist sinnlos. Der Gemeinderat möchte sich nicht wehren. Der Gemeindepräsident bestreitet die von uns zusammengetragenen Fakten nicht. Aber er will ein harmonisches Verhältnis zum ZVV pflegen. Deshalb hat er im Gemeindeblatt «Blickpunkt» eine Werbung für den Bus verbreitet, die beim unbefangenen Leser den Eindruck erweckt, als ob er weiterhin bis um Mitternacht im Halbstundentakt heimfahren könne, wenn die Leute den Bus häufig genug nutzen. Dabei schliesst der vorliegende Fahrplanentwurf genau das aus. Es kommt noch besser: über der Werbung hat es einen Titel, wonach sie von Visu stamme. Der Titel ist unwahr. Die Vorbehalte von Visu gegen die Werbung sind bestens bekannt. Darum wurde Visu auch nicht um Einwilligung gebeten. Bisher haben mehr als 430 Personen die Petition unterschrieben. Alle hoffen, den Gemeinderat umstimmen zu können. Eigentlich wollten wir die Unterschriftensammlung abschliessen. Aber nach den jüngsten Vorfällen laden wir alle Leser, die noch nicht teilnahmen, ein, bis am 30. März ebenfalls mitzumachen. Am besten mit Computer oder Smartphone über die Seite www.Bus227.ch. Die Petition ist so formuliert, dass sie auch als Eingabe im Fahrplanverfahren funktioniert. Visu, Andreas Ochsenbein, Stallikon


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 28. März 2017

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www.baeckerei-betschart.ch ȾɘɖɗBonstetten Hausen in Buchform

Zweirad-Neuheiten

«Auf der Sonnenseite des Albis» – Buchvernissage in der Bibliothek Hausen. > Seite 13

Velobörse und Open-AirAusstellung in der Affoltemer Begegnungszone. > Seite 15

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Gut gestartet Der FC Affoltern hat sich im ersten Meisterschaftsspiel 2017 verdient durchgesetzt. > Seite 17

ratgeber

Von der Badehose bis zum Anzug Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Aktuelle Fragen zur Steuererklärung Sind Pensionskasseneinkäufe unbegrenzt abzugsfähig? Diese Einkaufsbeiträge sind grundsätzlich vollumfänglich abzugsfähig. Die Vorsorgeeinrichtung darf jedoch nur den Einkauf höchstens bis zur Höhe der reglementarischen Leistungen ermöglichen bzw. bescheinigen. Kann man mehrere Säule 3a Konti eröffnen, oder gibt es eine Begrenzung? Ein Vorsorgenehmer kann mit mehreren Bankstiftungen oder Versicherungsgesellschaften Vorsorgeverträge abschliessen. Für jedes Vorsorgekonto, beziehungsweise für jede Vorsorgepolice, muss ein separater Vorsorgevertrag vorliegen. Die Gesamtsumme der Einzahlungen pro Jahr darf den Maximalbetrag aber nicht übersteigen. Ich möchte mich in meine Pensionskasse einkaufen. Nun habe ich gehört, dass ich danach keinen Kapitalbezug mehr machen kann. Stimmt das? BVG-konforme Einkäufe in die 2. Säule können grundsätzlich vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass gemäss aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichts innert 3 Jahren nach einem Einkauf kein Kapitalbezug mehr zulässig ist (Sperrfrist). Wie müssen Stipendien versteuert werden? Stipendien müssen nicht versteuert werden, sofern die während der Ausbildung ausgerichteten Stipendien zusammen mit den übrigen Einkünften nicht mehr als die Ausbildungskosten und den notwendigen Lebensunterhalt decken. Müssen Sozialhilfegelder versteuert werden? Unterstützungsleistungen, wie Pflegebeiträge, Hilflosenentschädigungen, Ergänzungsleistungen, Beihilfen, Arbeitslosenhilfen und Gemeindezuschüsse, welche Bezügern von AHV-, IV- und UVG-Leistungen ausgerichtet werden, sind nicht steuerbar. Welche Kosten von Liegenschaften des Privatvermögens sind abzugsberechtigt? Bei Liegenschaften im Privatvermögen können die Unterhaltskosten, die Betriebskosten, einschliesslich der Versicherungsprämien und die Kosten der Verwaltung, durch Dritte abgezogen werden (Siehe Merkblatt ZStB 18/821). Darf das Gemeindesteueramt eine Einschätzung vornehmen? Das Gemeindesteueramt ist im Rahmen der Weisungen der Finanzdirektion sogar verpflichtet, eine bestimmte Anzahl Einschätzungen vorzunehmen.

Alles für den Mann: Collection Känzig in Hedingen Beim Herrenmodegeschäft Collection Känzig in Hedingen kommen zu den 8000 Stammkunden jede Woche fünf neue dazu. Grund dafür ist ein zeitloses Erfolgsrezept. Ein bisschen wirkt das Herrenmodegeschäft Känzig aus der Zeit gefallen: Wo heute Kleider anonym per Knopfdruck im Internet oder in seelenlosen Boutiquen gekauft werden können, geht es an der Zwillikerstrasse 3 in Hedingen gemächlicher und persönlicher zu. Betritt jemand das Geschäft, wird er von Simone und Carmine Mauro und ihrem Team häufig mit Namen begrüsst. «Das Geheimnis liegt in unseren handgeschriebenen Kundenkarten», erklärt Carmine, «dort werden seit 1984 jeder Kunde, seine Masse und Vorlieben sowie seine Einkäufe haargenau eingetragen». Der gebürtige Süditaliener übernahm im Jahr 2015 das Herrenmodegeschäft gemeinsam mit seiner Frau Simone von deren Eltern Sylvia und Joachim Feucht. Auf zwei Stockwerken Männerkleider, wohin das Auge reicht: Jeder Quadratmeter der ehemaligen Senne-

rei wird genutzt. Das Herrenmodegeschäft Collection Känzig liegt verkehrsgünstig mit eigenen Parkplätzen im Zentrum von Hedingen. Auffallend viele Männer betreten das Geschäft bei ihrem ersten Einkauf mit ihrer Frau als Unterstützung. Oft ist das beim zweiten Mal nicht mehr nötig – hier scheint auch der grösste Modemuffel aufzutauen. «Bei uns finden Männer alles: Von der Badehose bis zum Anzug und zwar von sehr klein bis zu den grössten Übergrössen, von Grösse 22 bis 74 und in fünf verschiedenen Schrittlängen», erklärt Simone Mauro. Falls trotzdem etwas angepasst werden muss, übernimmt dies eine der zwei Schneiderinnen im 9-köpfigen Team. Vor allem Männer, denen der Kleidereinkauf eher lästig ist, schätzen dieses Rundum-Angebot.

Ohne teure Markenprodukte zur Marke Känzig geworden Collection Känzig steht nicht für teure Markenprodukte. Mit dem Credo des persönlichen «Rundum-KleiderServices» ist Känzig selbst zur Marke geworden. Die klassisch-sportliche

Carmine und Simone Mauro suchen mit viel Fingerspitzengefühl die richtigen Artikel für ihre Kundschaft aus. (Bild zvg.) Mode wird in Europa produziert und überzeugt durch hervorragendes PreisLeistungs-Verhältnis. Wenn jemand extra den Weg aus dem Wallis nach Hedingen auf sich nimmt, muss die passende Grösse an Lager sein: Von XS bis 8XL werden insgesamt 10 000 Hosen und 5000 Hemden sowie hunderte Anzüge gelagert. Auch Vereine schätzen die persönliche aber unaufdringliche Beratung:

Chöre, Feuerwehren und TrychlerVereine gehören zu den Stammkunden. «Bei uns wird man zuerst als Mensch und erst danach als Kunde wahrgenommen», erklärt Simone Mauro. Und ihr Mann Carmine fügt an: «Der Austausch mit den verschiedensten Menschen macht uns Spass!» Und das merken auch die Kunden, so dass sie das Geschäft stets zufrieden und voller Freude verlassen. (pd.)

Positives Jahresergebnis trotz Raiffeisen-Bankenzusammenschluss Die Regional-Genossenschaften Cham und Steinhausen als Einheit erfolgreich gestartet An der letzten Generalversammlung hatten die Genossenschafter mit grossem Mehr die Fusion der Raiffeisenbanken Cham und Steinhausen gutgeheissen. Trotz dieses administrativen Mehraufwands blickt die regionale Bankengruppe auf ein erfolgreiches Jahr zurück. ................................................... von martin platter Erneut blickt die regionale Raiffeisenbank Cham-Steinhausen, zu der auch die Filialen in Mettmenstetten und Hausen gehören, auf ein anforderungsreiches, aber dennoch positives Geschäftsjahr 2016 zurück. Bei einer Bilanzsumme von 1,653 Milliarden Franken hat es mit einem Gewinn von 1,289 Mio Franken (+1,7 Prozent) geendet. Wie schon in den Vorjahren leitete Verwaltungsratspräsident Erich Hänni die Generalversammlung aus dem Chamer Lorzensaal. Mittels Videokonferenz auf Grossleinwand wurde der Livestream an die fünf Aussenstellen ins Landhaus Steirereck, ins Pfarreizentrum, in die Mehrzweckhalle Hagendorn, in den Kappeler Gemeindesaal zur Mühle (mit 222 Anwesenden – 2013 waren es noch 100 Genossenschafter) und seit der Fusion neu auch in die Mehrzweckhalle Sonnengrund nach Steinhausen übertragen. Insgesamt 1815 Stimmberechtigte (Vorjahr: 1232) konnten so den Aus-

führungen von Hänni und dem neuen Vorstandsvorsitzenden der Bankenleitung, André Koller, beiwohnen und über die vorgeschlagenen Sachgeschäfte abstimmen, die keinen Anlass zu Diskussionen gaben. Alle Vorlagen wurden einstimmig abgenommen. Gemäss André Koller verzeichnete die Bank mit 52 Millionen Franken (+4,2 Prozent) erneut eine markante Zunahme an Kundengeldern. Die Hypothekarausleihungen haben um 42 Mio. Franken (+1,5 Prozent) auf 1,346 Milliarden Franken zugenommen. Die Eigenkapitalquote sei auf 18,5 Prozent (EK: 103,673 Mio. Franken) gestiegen. Die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sanken um Prozent 4,6 Prozent auf 2,37 Mio. Massiv, um einen Drittel zurückgegangen seien auch die Kassenobligationen, die nun noch 75,679 Millionen betragen, was in Anbetracht des Negativzinsumfeldes aber nicht erstaune. Ebenso die Entwicklung der Depotvolumen, wo man nach stetem Zuwachs bis 2014 seither einen regelmässigen Rückgang beobachte. 2016 hatte man ein Minus von 3,4 Prozent zu verzeichnen (2015: -2,9 Prozent) auf 483 Millionen Franken. Kunden überlegten sich vermehrt die Amortisation von Hypotheken.

Weniger Aufwand und ein Geschenk Der Geschäftsaufwand konnte um 1,5 Prozent auf 11,265 Millionen Franken gesenkt werden, was Koller auf vakan-

Die Teams der Raiffeisenbank-Filialen Mettmenstetten und Hausen von links: Björn Voser, David Biedermann, Susanne Strebel, Brigitte Imhof, Barbara Brüniger, Silvia Illi, Regionalleiterin Ursula Burkhalter, Beat Villiger und Verwaltungsrat Thomas Frick. (Bild Martin Platter) te Stellen zurückführte. Inzwischen beschäftige die Raiffeisenbank Cham Steinhausen 60 Mitarbeiter. Koller stellte in Aussicht, dass das Marktumfeld auch in diesem Jahr anforderungsreich und dynamisch bleiben werde mit Blick auf Amerika und Donald Trumps ungewisse Marktpolitik, Englands Brexit und die bevorstehenden Wahlen in Frankreich. Verwaltungsratspräsident Erich Hänni rief in Erinnerung : «Wir streben kein Wachstum um jeden Preis an.» Auch in diesem Jahr schenkte die Raiffeisenbank 10 000 Franken für gemeinnützige Zwecke. Die Hälfte davon durfte die Jubla (Jungwacht-Blauring) Cham für die Anschaffung neuer Zelte

in Empfang nehmen, was bei allen Beteiligten grosse Freude auslöste. Die alten Zelte waren bereits 25 Jahre im Einsatz. 5000 Franken gehen an die Stiftung Maihof in Zug. Dort will man mit dem Geld Tandems anschaffen. Zum Abschluss der Versammlung gab André Koller noch einen Ausblick. In Zusammenarbeit mit der «Helvetia» Versicherung wolle man künftig zum Bankgeschäft vermehrt auf Altersvorsorge setzen. Finanzberatungen sollen noch umfassender werden. Lösungen zur Immobilienfinanzierung sollen auch Fragen der Altersvorsorge, Lebensabsicherung, Kapitalamortisation, Frühpensionierung und Steueroptimierung beantworten.


gewerbe

Osterhasen giessen im Laden Bäckerei-Café Betschart in Bonstetten

Frisch gegossene Schoggi-Spezialitäten von Bäckerei-Café Betschart. (Bild zvg.)

Wie im «Anzeiger» vom 17. März beschrieben, werden im Amt qualitativ hochstehende Hasen produziert. In Bonstetten bei der Bäckerei-Café Betschart kann man heute Dienstag, 28., und morgen Mittwoch, 29. März, von 10.30 bis 17 Uhr dabei zusehen. In der Bäckerei-Café Betschart wird das Handwerk noch gelebt. Davon kann man sich selber überzeugen,

wenn Confiseurin Désirée Betschart die Formen mit Liebe zum Detail und ruhiger Hand im klassischen Stil und ohne Lebensmittelfarben «schminkt». Neugierigen gibt sie gerne Auskunft auf Fragen. Die Hasen werden aus feinster Grand Cru Couverture der Firma Felchlin gegossen. Die frisch kreierten Schoggihasen heben sich von den in Massenproduktion hergestellten der Grossverteiler nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ab. (pd.)

20. Geburtstag Otto’s Filiale in Ottenbach feiert Die Otto’s-Filiale in Obfelden wird diese Woche 20 Jahre jung. Dieser runde Geburtstag will gefeiert werden. An den Jubiläumstagen vom Mittwoch, 29. März, bis Samstag, 1. April, offeriert Otto’s diverse Aktionen. In Obfelden finden die Kunden ein reichhaltiges Sortiment aus den Bereichen Food, Non-Food, Textilien, Parfüm und Möbel sowie eine Sportabteilung mit vielen Markenprodukten.

Ganz nach dem Motto «Riesenauswahl. Immer. Günstig.» Ein Besuch an der Unteren Ottenbacherstrasse 23 lohnt sich also in jedem Fall. Zum Jubiläum erwarten die Kunden ein paar besondere Schnäppchen: Das Waschmittel «Vizir» für 83 Waschgänge gibts für zehn Franken, den toskanischen Rotwein «Le Serre Nuove dell’Ornellaia» für 39.95 statt 59.90 Franken und das Damenparfüm Revlon «Charlie Blue» EdP Vapo 100 ml für gerade mal 5.90 statt 27 Franken. (pd.)

Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen Landi präsentiert das neue Laden-Konzept Die Entwicklung der Landi ist eine Erfolgsgeschichte. Innerhalb von rund 30 Jahren ist sie mit ihrem bewährten Konzept zu einem der grössten Schweizer Detailhändler gereift. Jetzt rüstet sich die Landi mit einem neuen Laden-Konzept für die Zukunft. Das neue Laden-Konzept ist eine Weiterentwicklung des aktuellen Konzepts. Viele bestehende und erfolgreiche Aspekte wurden in das neue Konzept integriert. Der optimalen Kombination der bestehenden Geschäftsfelder Landi Laden, Landi Agro, Top-Shop und Tankstelle wurde mit dem neuen Konzept Rechnung getragen. Bereits bei der Konzepterarbeitung wurde der Faktor Kosten hoch gewichtet. So wird die spätere Umsetzung auch tragbar und steht in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mehr Freiraum und Übersicht: Die Kundinnen und Kunden haben beim Betreten des Ladens mehr Übersicht. Dies wurde mit tieferen Gestellen und breiteren Gängen erreicht. Auf entbehrliche Flags und Plakate wird verzichtet.

Dank der breiteren Gänge und klar signalisierter Teilbereiche können sich die Kundinnen und Kunden im Laden besser orientieren. Die Zeit zum Suchen der Artikel wird verringert und der Einkauf kann dadurch effizienter abgewickelt werden. Der Sortimentsentwicklung wird mit den neuen Waren-Gruppierungen Rechnung getragen. Die Warenpräsentation für Wein, Bekleidung, Haushalt, Haustiere, Mobilität, Pflanzen und Deko konnte optimiert werden.

Digital und vernetzt Die Kundinnen und Kunden können sich mit Tablets direkt im Laden über verschiedene Produkte informieren. Einerseits hilft der Weinberater zur richtigen Weinwahl und andererseits schlägt der Berater für Pflanzenschutzprodukte das geeignete Produkt vor. Die Produkte «Natürlich vom Hof» werden in einem Hofladen präsentiert. Dieser ist mit einem Bildschirm ausgestattet, auf welchem die regionalen, bäuerlichen Produzenten vorgestellt werden. Damit unterstreicht die Landi ihre regionale Verankerung. (pd.)


Vermischtes

Dienstag, 28. März 2017

Jazzige Kammermusik

Marco Zappa and Friends

«Tuck & Patti» in der Pflegi Muri

Konzert im «Pöschtli Aeugstertal»

«Murikultur» präsentiert am Sonntag, 2. April, 20.30 Uhr, im Pflegidach der Pflegi Muri ein Konzert mit dem amerikanischen Duo «Tuck & Patty».

Unter dem Titel «PuntEBarrier: 50 Anni di Musica 1967 - 2017» geben Marco Zappa and Friends am Donnerstag, 6. April, 20.30 Uhr ein Konzert im «Pöschtli Aeugstertal».

Tuck Andress ist ein Weltklasse-Gitarrist, erfüllt mit dem seltenen Geschenk des guten Geschmacks. Seine musikalische Partnerin und Frau Patti Cathcart ist eine der besten Scat-Sängern seit Ella Fitzgerald. Gemeinsam schaffen sie seit 36 Jahren eine magische, jazzige Kammermusik, die an der Oberfläche trügerisch einfach ist, aber mit jedem zusätzlichen Hören Schichten subtiler Komplexität aufdeckt. Oft wurden sie mit dem Duo Ella Fitzgerald und Joe Pass verglichen. Von ihrem Album «Take Love Easy» haben sie jeden Song gelernt, Note für Note. Diese besonders intensive Arbeitsweise wendeten sie später für andere Teile ihres Repertoires an: Sie studierten Jimi Hendrix, Steely Dan,

Patricia «Patti» Cathcart Andress und William Charles «Tuck» Andress, (Bild zvg.)

Stevie Wonder oder die Beatles. Als sie anfingen, hatten sie ihr Leben damit verbracht, Jazz zu lieben, aber andere Musik zu spielen: Gospel, Rock und Soul. Ihre Musik ist groove-betont. Es ist für «Musig im Pflegidach» eine grosse Freude, dass dieses grossartige Duo nach Muri kommt. (pd.) Tickets: 20 Franken. Infos: www.murikultur.ch. Reservierungen: mip@murikultur.ch.

Der Tessiner Cantautore Marco Zappa ist einer der vielseitigsten und profiliertesten Vertreter der Schweizer Musikszene. Im Laufe der Jahre hat er sich mit vielen unterschiedlichen musikalischen Bereichen befasst, darunter Blues, Jazz, Klassik, Film- und natürlich Volksmusik, vornehmlich die des Tessin und Norditaliens. Dieses Jahr feiert er mit seinem neuen Programm «PuntEBarrier» das 50-Jahre-Jubiläum seiner Erstlings-Single «Complication», die im Jahre 1967 erschienen ist. Das neue Programm, inspiriert von der Eröffnung des AlpTransit, beschreibt, so offen wie leidenschaftlich, Situationen im Leben, in denen sich Brücken und Barrieren, eben

Osterzeit ist French-Nails-Zeit! Lorena Gambarara bildet sich stetig weiter, neu kann sie jetzt auch French Nails mit natürlichem Nagellack anbieten: «Lassen Sie Ihre Füsse oder Hände für das Osterfest von mir verzieren.» Ab heute bietet sie 10 % Vergünstigung auf French-Nails, das Angebot ist bis zum 31. Mai 2017 gültig. «Ich freue mich, Sie in meiner Praxis in Mettmenstetten begrüssen zu dürfen», so Lorena Gambarara. (pd.) Weitere Angebote und Preise finden sich unter www.body-and-feet.ch.

Konzertbeginn: 20.30 Uhr, Essen gibts um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38

Gespräch mit Heiner Stolz im La Marotte

«Auf der Sonnenseite des Albis – Geschichte und Geschichten der Dörfer und Weiler der Gemeinde Hausen am Albis»: Am 5. April findet die Vernissage des Buches mit Bildern und Geschichten aus Hausen und Umgebung in der Bibliothek statt.

Heiner Stolz, dieser unternehmungslustige und innovative Mann hat nach dem Handelsdiplom zuerst bei Diogenes in Zürich und anschliessend bei Luchterhand in Deutschland als Verlagsbuchhändler gearbeitet. Doch seit seiner Kindheit hatte er eine Affinität zu Fischen, und so blieb er nicht bei den trockenen Büchern, sondern wandte sich dem Frankfurter Tropicarium zu. Den Buntbarschen aus dem Malawisee konnte er wegen ihrer Schönheit und ihrem Verhalten nicht widerstehen. 1976 kam Heiner Stolz in die Schweiz zurück und eröffnete in Zwillikon einen Zierfisch-Engros-Handel. Später folgte dann die Gründung der Weinhandlung am Küferweg in Obfelden. Auch diesem Unternehmen war ein schöner Erfolg beschieden. Unter anderem erhielten alle Mitarbeitenden den gleichen Lohn. Heiner Stolz ist nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern

Singen mit dem Jodlerklub Affoltern

Der Jodlerclub Affolten freut sich auf neue Sänger. (Bild zvg.)

Der Jodlerklub Affoltern am Albis ist ein aktiver Klub mit 24 aufgestellten Mitgliedern. Aufgrund des momentan hohen Durchschnittsalters ist die Singfähigkeit des Chors in den nächsten Jahren akut gefährdet. Deshalb werden sangesfreudige, junge oder junggebliebene Männer zwischen 18 und 60 Jahren aus der Region Knonauer

Formation, kein Publikum, keine Bühne, die er nicht für seinen unbändigen Wunsch nach lebendiger Musik gewonnen hätte. (pd.)

Hausen in Buchform

Sänger gesucht

Der Jodlerclub Affoltern lädt sangeswillige Männer von 18 bis 60 Jahren zum Chorsänger-Kurs mit Teilnahme am eidgenössischen Jodlerfest in Brig ein.

Marco Zappa. (Bild zvg.)

Der Bücherfisch im Weinteich In der Gesprächsreihe «Así es la vida» unterhält sich Felix Küng diesmal mit Heiner Stolz.

Lorena Gambarara. (Bild zvg.)

«PuntEBarrier», gegenüberstehen. Die Musik atmet und schöpft aus dem reichen Fundus der Erfahrungen, die Marco Zappa auf seinen Konzerttourneen in zahlreichen Ländern gesammelt hat. Aus Indien, der Türkei, den USA, Norwegen, Albanien, Serbien, Finnland, Italien, Montenegro, England, Südafrika, Deutschland, Griechenland, Peru hat er Ideen, Klänge, Instrumente und tiefe und bereichernde musikalische Verbindungen in seine Heimat mitgebracht. Sie bilden die Grundlage für sein einmaliges musikalisches Schaffen. Marco Zappa schafft mit seiner unverwechselbaren Stimme eine äusserst vielfältige Musik, reich an faszinierenden Klängen, Rhythmen und Stimmungen. Musik und Poesie begegnen sich dabei auf Augenhöhe, ein untrügliches Kennzeichen des geborenen Cantautore, wie auch seine Aussage: «Wir machen nicht Musik für die grossen Bühnen, wir brauchen die Nähe zum Publikum». Keine

Amt/Kelleramt, die beim Jodlerklub Affoltern mitsingen möchten, gesucht. Sie sind eingeladen beim ChorsängerKurs mit anschliessender Teilnahme am eidgenössischen Jodlerfest in Brig (23. bis 25. Juni) mitzumachen. (pd.)

Beginn: Donnerstag, 6. April, 19.30 Uhr, Schulhaus Zwillikon. Weitere Kursdaten: 6., 13 ., 20., 27., April; 4., 11., 18. Mai und 1., 8., 15., 22. Juni, jeweils Donnerstag, 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Die Proben finden in Affoltern statt. Intensiv-Probetag: Samstag, 29. April, 9 bis 16 Uhr, kath. Kirche Affoltern (inkl. Mittagessen). Expertisen-Singen, Mittwoch, 17. Mai, abends (genaue Zeit folgt später), Schulhaus «Risi», Dottikon. Eidg. Jodlerfest in Brig: Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Juni. Anmeldung bis Montag, 3. April bei: Ruth Imholz, Telefon 079 608 58 85. Weitere Infos: Dirigentin: Therese Lüscher, Telefon 079 721 28 13 oder Präsident Werner Haas, Telefon 079 578 01 35 oder www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Heiner Stolz. (Bild zvg.) auch ein Mensch mit politischen Visionen. 1979 gründete er zusammen mit Hans Steiger die SP Obfelden und war langjähriger Sektionspräsident. Zur Zeit engagiert sich Heiner Stolz im Zusammenhang mit der Rohstoffausbeutung von Glencore für die Konzernverantwortungs-Initiative. Das Gespräch wird mit Musikwünschen und Bildern aus dem Leben von H. Stolz untermalt. (ka) Die Veranstaltung von KulturAffoltern findet am Mittwoch, 5. April, um 20.15 Uhr, im LaMarotte statt. Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Telefon 044 762 42 42. Reservierung: www.kulturaffoltern.ch.

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Neues Buch über die Gemeinde

Mit einer reichhaltigen Sammlung von alten und neuen Fotos, von Geschichten über Wohnhäuser und ihre Bewohner, von Gewerbe und Industrien, über Dorfansichten und Verkehrswege bringen die Autoren Martin Elmiger und René Marthaler den interessierten Einwohnern unserer Region die Gemeinde Hausen näher. Gestaltet hat das Buch Heini Ehrensperger und aktuelle Fotos dazu hat Urs Glenck gemacht. Das 200-seitige Buch ist so angelegt, dass die Leserschaft die Dörfer und Weiler auf Rundgängen selbst erkunden kann. Dabei weisen die Autoren in Texten, Geschichten und Bildern auf den Wandel im Laufe der Zeit hin. Auf den Spaziergängen durch die verschiedenen Siedlungen lernen Leser und Leserin die Vergangenheit kennen, die Gegenwart besser verste-

Das 200-seitige Buch ist so angelegt, dass Dörfer und Weiler selber erkundet werden können. (Bild zvg.) hen und können das Alte mit dem Neuen vergleichen. Die Vernissage mit Apéro findet am Mittwoch, 5. April, um 20.15 Uhr in der Gemeindebibliothek Hausen statt. Das Buch «Auf der Sonnenseite des Albis» kann an diesem Abend erworben werden. Es wird nach der Vernissage auch auf der Gemeindekanzlei, in der Drogerie Rütimann und in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern erhältlich sein. (pd.)

Volley S9 Oldies reisen nach Neuseeland World Master Games Die Swiss Volley Masters Mixed kurz Swiss Mixler der Volley S9 reisen im April nach Auckland um an den World Master Games teilzunehmen. Mit 35 ist Schluss! Ja, so denken viele ehrgeizige Spitzensportler und beenden ihre Karriere. Wenn man sich jedoch mit gleichaltrigen Sportlern misst, kann man bis ins hohe Alter leistungsorientierten Sport betreiben. Wie die Volleyballer von Volley S9 bewiesen haben, ist es möglich, auch international mitzuhalten. Sie gewannen seit 2010 schon einige Medaillen an Weltmeisterschaften und anderen grossen Turnieren. Jetzt, sieben Jahre später, heisst es: mit 60 ist aber endgültig Schluss. Nicht bei Volley S9! Die «Globalboys» (neu Swiss Volley Masters) haben Zuwachs bekommen. Sie gründeten eine weitere Mannschaft: Die Swiss Volley Masters Mixed kurz Swiss Mixler genannt. Bereits nächs-

ten Monat wollen die Swiss Mixler an den World Master Games (WMG) in Auckland, Neuseeland, um die begehrten Medaillen kämpfen. Die World Master Games sind die grösste Sportveranstaltung der Welt und werden vom Die Volley S9 Oldies reisen nach Neuseeland. (Bild zvg.) Olympischen Komitee unterstützt. 23 705 Athleten im kämpfen um Medaillen. An einer Benefizveranstaltung im Alter von 30 bis 100 Jahren aus einhundert Ländern messen sich in 26 idyllischen Vétroz (Wallis) zugunsten Sportarten. Ja, es wurde gemeldet, des Bogenschützen Pascal Heritier dass der älteste Teilnehmer in der (Paraolympics) und den Volleyballern Leichtathletik 101-jährig sein soll. An aus dem Säuliamt liess es sich die 24dieser Veranstaltung wird der olympi- fache Weltcupsiegerin Lise Marie Mosche Gedanke wirklich gelebt. Was rerod nicht nehmen, den Sportlern aber nicht heissen soll, dass das Ni- persönlich alles Gute zu wünschen auf veau tief ist. Auch ehemalige Profi- ihrem langen Weg ans andere Ende sportler und Olympiateilnehmer der Welt. Hausi Grossenbacher


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Veranstaltungen

Dienstag, 28. März 2017

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Lust, zu radeln? Frühlingsgefühle, Velobörse und Open-Air-Zweiradausstellung an der Oberen Bahnhofstrasse Am 1. April zeigen regionale Zweiradhändler den interessierten Besuchern an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern ihre Neuigkeiten. Unter freiem Himmel finden sich dieses Jahr fünf Velohändler und neu auch ein Motorrad-Vertreter. Wenn die Tage länger und wärmer werden, kommt die Lust auf, sich vermehrt zu bewegen und das vor allem an der frischen Luft. Sehr gut eignet sich dazu natürlich das Fahrradfahren. Ob nun der Arbeitsweg damit unter die Räder genommen wird oder in der Freizeit ein Ausflug in die Natur erfolgt – der Effekt ist der gleiche. Das «Pedalen» verhilft zu Bewegung und Fitness und die Lebensgeister werden angeregt. Sportliche Bikes, Strassenvelos, Citybikes oder E-Fahrräder und neuerdings auch Motorräder: alles, was zwei Räder hat, wird am 1. April von 10 bis 16 Uhr an der Zweiradausstellung in Affoltern gezeigt. Daneben führt die Voba, wie in den Jahren zuvor, die beliebte Velobörse durch. Alljährlich lockt der Event viel Publikum in die Begegnungszone in Affoltern. Man trifft sich, informiert sich über die Velos, staunt über die immer neuen Techniken, fachsimpelt mit Fachleuten und untereinander. Der RRC Amt baut für die Kleinen und Mutigen wieder einen Parcours für das Geschicklichkeits-Training auf. Lässige Accessoires aus Veloschläuchen gibt es zu bestaunen und zu kaufen. Und zur Stärkung gönnt man sich

hand-Velos zu neuen Besitzern und diejenigen, die sich lieber ein neues Fahrrad gönnen, können sich über Trends und Technik informieren. Der Frühling ist ja nun da. (sci)

Noch mehr Frühling an der Bahnhofstrasse

Ein Publikumsmagnet an der Zweiradausstellung ist jeweils die Velobörse der Voba (Bilder Archiv Anzeiger) auch gerne eine frisch gegrillte Bratwurst. Für die «Süssen» unter den Besuchern bietet, wie schon letztes Jahr, die Bäckerei Schelling ihre frischen und vielfältigen Berliner an. Für Auge, Gaumen und handfeste Verhandlungen oder Träumereien ist also gesorgt, sogar musikalisch wird ein kleines Highlight erwartet. Die Jugendmusik des Bezirkes Affoltern nützt die Zweiradausstellung und den samstäglichen Wochenmarkt für einen musikalischen Werbeauftritt. Bereits 50 Jahre ist es her, seit die Jumba durch die verschiedenen Musikvereine im Säuliamt gegründet wurde. Auf der Suche nach neuen Mitgliedern hoffen die jugendlichen Musikanten, auf diesem Weg auf sich aufmerksam zu machen. Die Ausstellung auf der Oberen Bahnhofstrasse mit zahlreichen Besuchern und die

Verhältnisse der Strasse bieten ein gutes Übungsfeld, die Jumba marschiert ja auch beim Zürcher Sechseläuten und am Knabenschiessen-Umzug mit.

Schnäppchen ab 10 Uhr morgens Die Velobörse der Voba bietet jedes Frühjahr die Möglichkeit, sein altes, nicht mehr benötigtes Velo an neue Besitzer zu verkaufen. Ab 8 Uhr morgens nehmen die Helfer die Drahtesel entgegen. Sie müssen in einem sauberen Zustand und dem Gesetz entsprechend fahrtüchtig sein. Man gibt es ab, entrichtet die Gebühr von 5 Franken, der Preis, den man erzielen will, wird angeschrieben und man hofft, dass sich ein Käufer oder eine Käuferin findet. Viele Besucher schauen sich ab 10 Uhr morgens nach Schnäppchen

oder einfachen «Bahnhofvelos» um, so wechseln jährlich gut 50 Fahrräder ihre Besitzer. Ab 15 Uhr kann entweder der Verkaufsbetrag abgeholt werden (10% davon gehen für die Verkaufsumtriebe an den Veranstalter) oder man nimmt sein Velo halt wieder mit nach Hause. Setzen die Verkäufer ihre Preise moderat an, ist die Chance, zu verkaufen, sehr real. Es besteht auch die Möglichkeit, das Velo für den Export nach Afrika freizugeben. Auch E-Bikes werden alljährlich angeboten, manchmal sogar fast nie benutzte hochwertige Fahrräder – ob sportlich oder herkömmlich. Die Gründe, die zum Verkauf des Velos führen, sind vielfältig, es ändern die Lebensumstände, die Sportart wird gewechselt oder der junge Velofan ist herausgewachsen ... So kommen Secondpublireportage

Im Zeichen des Frühlings Konzert der Harmonie Affoltern in der Aula Ennetgraben Am Sonntag, 2. April, findet um 17 Uhr das Frühlingskonzert der Harmonie Affoltern in der Aula des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern statt. Unter der Leitung von Martin Schiesser hat die Harmonie Affoltern ein interessantes und abwechslungsreiches Konzert einstudiert. Wie schon dem Design des Konzertprogrammes entnommen werden kann, steht das Konzert ganz im Zeichen des Frühlings. Werke aus verschiedenen Genres werden begeistern. Mit klassi-

schen Stücken, Walzer, sowie Märschen ist für jeden etwas dabei. Bei einigen heissen spanischen und kubanischen Rhythmen wird man sich sogar fragen, ob nicht schon der Sommer vor der Tür steht. Nach dem Konzert bietet sich im Foyer der Aula im Schulhaus Ennetgraben bei einem kleinen Umtrunk die Gelegenheit, mit den Musikantinnen und Musikanten zu fachsimpeln und die Eindrücke des Konzertes nachklingen zu lassen. Die Vorbereitungen für das Konzert laufen momentan auf Hochtouren und bereits

stehen die letzten Proben an. Bald kann es losgehen! Ein detailliertes Programm zum Frühlingskonzert, Informationen auch zu weiteren Auftritten, sowie das Mitteilungsblatt «Notenständer» finden sich auf der Homepage: www.harmonie-affoltern.ch. Wer jeweils am Dienstagabend gerne musizieren würde, ist bei der Harmonie sehr willkommen. Sie probt wöchentlich und freut sich immer über Neumitglieder. Weitere Informationen dazu gibt es ebenfalls auf der Homepage. Janine Langhans, Aktuarin

Auf dem Berg der Mönche Kino in der Kirche Knonau Am Montag, 3. April, zeigt das reformierte Pfarramt Knonau in Zusammenarbeit mit dem reformierten Pfarramt Zürich-Unterstrass den schönen Film «Athos – Im Jenseits dieser Welt» über die autonome Mönchsrepublik Athos in Nordgriechenland. Auf dem heiligen Berg der Orthodoxie leben zur Zeit rund 2000 Mönche, die genaue Zahl kennt niemand; Tendenz wieder steigend. Diese Welt ist für Frauen verschlossen, da nur die Mutter Gottes auf dem Athos wohnen darf. Der Film von P. Bardehle und A. Martin dauert 90 Minuten. Er kam letztes Jahr in die Kinos und ist einer der besten raren Filme über die abgeschiedene Mönchsrepublik. Die Filmemacher schreiben: «mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand mit diesem Film ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen –

jeder für sich. «Erst müssen wir unsere eigenen Seelen heilen, dann können wir anderen helfen», ist einer der Kernbotschaften von Vater Galaktion, einem Einsiedler am heiligen Berg. Doch nicht alle Mönche leben wie er, zurückgezogen und demütig. So öffnet unter anderem Vater Epihanios dem Filmteam seine Türen, der als begnadeter und poetischer Koch den Genüssen des Lebens keinesfalls abgeneigt ist». Junge Mönche bauen dort oben verfallene Hütten wieder zu Wohnungen auf. Es sind alle eingeladen, sich diesen nachdenklichen, interessanten und mit grossartigen Bildern versehenen stillen Film anzuschauen. Er passt gut in diese vorösterliche Zeit. Gerade in Knonau wird er Anklang finden, da vor Jahren einige Knonauer Männer auf dem Berge weilten. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Pfarrer Wuillemin Roland von der reformierten Kirche Zürich-Unterstrass im September 2017 eine Reise für

Blick auf Athos. (Bild zvg.) Männer auf den Athos organisiert. Flyer mit den Angaben sind auf den Homepages der reformierten Kirchgemeinden Unterstrasss, Wipkingen und Knonau herunterzuladen oder bei den Pfarrämtern zu bestellen. Eine solche Reise auf den fast unzugänglichen Berg ist für spirituell Interessierte ein Privileg und eine Chance. (pd.) Kino in der Kirche Knonau, Montag, 3. April, 20 Uhr, Eintritt frei, Kollekte.

Auch Weinliebhabern und Shopping-Queens wird dieses Wochenende an der Oberen Bahnhofstrasse Besonderes geboten. Die Weinhandlung Maurer lädt ein zur «Frühlingsreise durch Italien»: Mit edlen Tropfen aus dem Veneto, dem Gebiet um den Gardasee, dem Friaul, aus den Abruzzen und Sizilien bis zur Toscana flüssig gewordene Sonne geniessen. Freitag, 31. März, 14 bis 18.30 Uhr, Samstag, 1. April, 10 bis 16 Uhr.

Die Boutique Calimba stellt die neue Frühlings- und Sommerkollektion vor. Eine Designerin ist anwesend, ein Apéro und ein Überraschungsgeschenk warten auf die modebewusste Kundin. Samstag, 1. April, 10 bis 16 Uhr.


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Sport

Olympische Spiele im Hinterkopf Ottenbacher Nino Leutert hat hohe Ziele Die Ringerstaffel Freiamt will Nachfolger der Olympiateilnehmer Reto Bucher und Pascal Strebel aufbauen. Der 18-jährige Ottenbacher Nino Leutert ist bereit, dafür einen grossen Aufwand zu betreiben. Nino Leutert ist aktuell der hoffnungsvollste Junior der Ringerstaffel Freiamt. Sein Leistungssprung im letzten Jahr basiert auf einer verbesserten Förderung und fokussierten Leistungen. Klub und Trainer gingen auf den Arbeitgeber, die Ritschard Haustechnik AG in Ottenbach, zu: Seit einem Jahr gewährt der Lernbetrieb Nino Leutert zwei halbe Tage unter der Woche fürs Training. Reto Gisler, Trainer bei Freiamt und bis Ende 2016 auch NachwuchsNationaltrainer, betreut das Talent: «Mit den zusätzlichen zwei Einheiten hat Nino eine ideale Trainingsmischung.» Leutert nützt die Tagestrainings zur Verbesserung der Athletik. In den vier wöchentlichen Mattentrainings am Abend kann sich Leutert aufs Ringen konzentrieren. Zur Ergänzung steht am Wochenende eine Ausdauereinheit auf dem Programm. Prompt avancierte der jüngste Freiämter Nationalliga-A-Ringer zur Teamstütze und erreichte die drittbeste Einzelbilanz der gesamten Liga. «An den Olympischen Spielen 2024 will ich dabei sein», nennt Leutert sein ehrgeiziges Fernziel. Dafür ist er bereit, nach der Lehrabschlussprüfung längere Zeit im Ausland zu trainieren.

Dienstag, 28. März 2017

Urs Hubers Ambitionen Platt gemacht

Zwei Vorbilder Reto Bucher und Pascal Strebel sind die Vorbilder des ehrgeizigen Ottenbachers. Sie setzten beide schon während der Lehrzeit stark auf die sportliche Entwicklung. Ihr Weg bis zu den Olympischen Spielen zeigt, dass sich Sport und Beruf unter einen Hut bringen lassen. Reto Gisler spricht von einem «Deal» mit dem Arbeitgeber. Dieser beinhaltet die Abmachung, dass der Sportler auch am Arbeitsplatz volle Leistung zeigen muss. Ansonsten kann der Arbeitgeber sein Entgegenkommen für den Sport reduzieren. Im Fall von Nino Leutert besteht dazu kein Anlass: «Manchmal ist die schnelle Umstellung vom Beruf auf den Sport oder umgekehrt anspruchsvoll. Aber insgesamt komme ich mit dieser Doppelbelastung gut zurecht.»

Cape-Epic-Siegerduo beendet Titelverteidigung chancenlos

Internationales Interesse «Es wäre ideal, wenn noch mehr Talente zusätzlich tagsüber trainieren könnten», hofft Adi Bucher auf Unterstützung aus Industrie und Gewerbe. Der Schweizerische Ringerverband entwickelt aktuell ein neues Konzept für Spitzenringer und den Nachwuchs. Weil die Schweiz über vielversprechende Talente verfügt, zeigt Deutschland Interesse für eine Zusammenarbeit. Für Bucher eine gute Idee: «Nun liegt es an uns, an der Basis die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit mehr unserer jungen Ringer solche Trainingslager besuchen können.» (wr)

Revolution am diesjährigen Cape Epic: Vorbei an der Nelson-Mandela-Statue fährt Leader und Schweizer CrosscountryVizemeister Matthias Stirnemann mit Schweizer Meister und Olympiasieger Nino Schurter, links, zum Gesamtsieg. (Bild Sam Clark/Cape Epic/Sportpics)

Die Bikemarathon-Spezialisten Urs Huber und Karl Platt erlebten am Cape Epic ihr Waterloo. Crosscountry-Olympiasieger Nino Schurter und Schweizer Vizemeister Matthias Stirnemann triumphierten überlegen. Die Vorjahressieger wurden Zwölfte, mit 1:31 Stunden Rückstand. ................................................... von martin platter

Nino Leutert (links) konzentriert sich auf die Bewegungen seines Gegners. (zvg.)

Auf den Etappen vier und fünf spannten die beiden Scott-Teams Nino Schurter/Matthias Stirnemann und Andri Frischknecht/Michiel Van der Heijden zusammen und spielten Katz und Maus mit der restlichen Konkurrenz. Dazu hatten die bisherigen Leader Manuel Fumic und Henrique Avancini auch noch Defektpech. So wurde der Leader-Wechsel unausweichlich: Aber nicht zu den favorisierten Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy, die ihrerseits von Defekten ausgebremst wurden, sondern zu Schurter/Strinemann. Bereits im September 2016 hatten sich die beiden mit dem dritten Schlussrang am superharten Swiss Epic im Wallis bewährt. Aber noch war der Gesamtsieg nicht in trockenen Tüchern. Auf Rang zwei lauerte das erfahrene Specialized-Team Sauser/Kuhlhavy mit nur 50 Sekunden Rückstand. Die ent-

thronten Leader lagen als Dritte bereits über neun Minuten zurück. Doch Schurter/Stirnemann liessen nicht locker. Als auf dem vorletzten Teilstück, mit 102 Kilometern und 2750 Höhenmetern die Königsetappe, erneut Sauser/Kulhavy von der Defekthexe gestoppt wurden und viel Zeit einbüssten, machten Olympiasieger und Weltmeister Schurter und sein Scott-Teamkollegen und Schweizer Vizemeister Stirnemann den Sack zu. Mit knapp sieben Minuten Vorsprung auf die zweitplazierten Sauser/Kulhavy startete die rein schweizerische Paarung auf die Schlussetappe am letzten Sonntag – mit Ziel in Val de Vie.

Überlegene Scott-Teams Und nein, sie gewannen die Schlussetappe nicht. Das taten ihre jungen Scott-Teamkollegen Michiel Van der Heijden und Andri Frischknecht (der Sohn von Thomas Frischknecht, der seinerseits zusammen mit Olympiasiegerin Jenny Rissveds überlegen die Mixed-Kategorie gewann). Schurter/ Stirnemann erreichten das Ziel als Dritte, aber erneut vor Sauser/Kulhavy und bauten so ihren Vorsprung in der Endabrechnung auf mehr als acht Minuten aus. Dank einem sensationellen Schlussspurt sicherte sich der Zuger Nicola Rohrbach zusammen mit seinem österreichischen Partner Daniel Geismayr noch den dritten Platz auf

dem Podium. Rohrbach hatte im Vorjahr – damals mit Partner Matthias Pfrommer – überraschend den zweiten Platz hinter dem Mettmenstetter Urs Huber und Karl Platt erreicht.

Urs Hubers Dilemma Das zeigt das Dilemma, in dem die Vorjahressieger heuer steckten. Angetreten mit riesigen Erwartungen und aufwändigster Vorbereitung hatten sie diesmal nicht den Hauch einer Chance. Hubers Berichte klangen denn auch mit jedem Tag desillusionierter, was untypisch für den 31-jährigen Schweizer Marathon-Meister ist. Nach der Königsetappe rapportierte er: «Nachdem wir schon gestern nicht mehr wirklich ins Renngeschehen eingreifen konnten, waren unsere Ambitionen für diesen Monstertag natürlich überschaubar. Es war auch heute so, dass Karl das Tempo am Start nicht mitgehen konnte. So fuhren wir bereits nach fünf Kilometern hinter dem Rest her. Einige Teams konnten wir später zwar noch einsammeln. Trotzdem war es die einsamste CapeEpic-Etappe, die ich je erlebt habe. Nach 4:50 Stunden erreichten wir schliesslich als 14. das Ziel mit 22 Minuten Rückstand auf die Sieger. Für mich geht es morgen nur noch darum, gesund ins Ziel zu kommen. Dann ist für mich das Kapitel Cape Epic 2017 abgeschlossen.»

Grösste Tischtennisveranstaltung von «Swiss Table Tennis»

Dröhnende Motoren

Am 1. April Pingpong-Turnier des Tischtennisclubs Wettswil

Nicht mehr lange und die Motoren dröhnen hinter dem Schloss Hilfikon in Wohlen AG. Dort findet dieses Jahr das 62. Motocross statt. Es gehört zu den ältesten Motorsportveranstaltungen der Schweiz.

Am kommenden Samstag, 1. April, um 13.30 Uhr, findet in der Turnhalle Wolfetsloh in Wettswil die Lokalausscheidung der jährlichen Schülermeisterschaft – Gubler School Trophy – im Tischtennis statt. Der TTC Wettswil lädt alle Schülerinnen und Schüler zu diesem tollen Anlass ein. Mitmachen dürfen alle schulpflichtigen Kinder bis Jahrgang 2002. Gespielt wird im beliebten «System Schoch» – Schweizer-System genannt – bei welchem es keine Ausscheidungen gibt. Es werden etwa zehn Runden gespielt, wobei jeweils jene mit gleich vielen Siegen gegeneinander antreten. Genauere Infos fin-

den Interessierte auf der Homepage des TTC Wettswil (www.ttc-wettswil.ch).

Besten aus vier Kategorien qualifizieren sich damit für die Teilnahme am Kantonsfinal und spielen dort für eine Teilnahme am Schweizer Final.

5000 schulpflichtige Kinder Die Gubler School Trophy ist die grösste nationale Tischtennisveranstaltung von Swiss-Table-Tennis. Jedes Jahr nehmen mehr als 5000 unlizenzierte Schüler und Schülerinnen aus allen Landesteilen an Lokalausscheidungen teil und versuchen sich für den Kantons- und den Schweizer Final zu qualifizieren. Gespielt wird jeweils in den Kategorien U15: 2002 und 2003, U13: 2004 und 2005, U11; 2006 und 2007 und U9: 2008 und jünger. Wie in Wettswil werden schweizweit Lokalausscheidungen durchgeführt. Die

Training für alle im Angebot Für den TTC Wettswil ist es eine Chance, möglichst viele Jugendliche in die Halle respektive an die Tischtennistische zu bringen. Er hofft dadurch auch auf einige Neuzugänge für die Nachwuchsabteilung. So bietet er gratis Schnuppertrainings in der Turnhalle Wolfetsloh für alle Tischtennisinteressierten an. Die Nachwuchsspieler trainieren jeweils dienstags, von 19 bis 20 Uhr. Die Erwachsenen halten ihre Übungslektion dienstags und freitags ab, von 20 bis 22 Uhr.

62. Motocross Wohlen

Im Jahr 1956 fand das erste Motocross Wohlen statt, zwei Jahre später bereits die erste Europameisterschaft. Mittlerweile veranstaltete der Verein zahlreiche Welt- und Europameisterschaften und fünf «Motocross der Nationen». Mit den beiden Klassen der Swiss Inter Motocross Championship sind die schnellsten Fahrer der Schweiz am Start. Viele bekannte Piloten kommen nach Wohlen, die Schweizer Motocross-Fahrer müssen sich mittlerweile auch vor internationaler Konkurrenz nicht mehr fürchten. Rund 400 Fahrer

werden ihre Rennläufe durchführen, darunter die Nachwuchs-Piloten, aber auch die Quads. Kurz, sämtliche Kategorien des SAM (Schweizerischer Autound Motorradfahrerverband) starten in Wohlen ihre Meisterschaft. Daneben gibt es einen Parcours mit MiniTöffs zum Schnuppern, die grosse Tombola lockt mit attraktiven Preisen, und die Ausstellung mit Auto- und Motorradneuheiten, mit Motorradbekleidungen und vielem mehr ist ein Blickpunkt zum Verweilen. Am Samstagabend spielt der Wohler Rock Club 58 im Festzelt Songs aus der Ära von Dire Straits und Supertramp und Renelvis rockt mit den Liedern von Elvis Presley das Festzelt. Zu Beginn des Abends werden die Fahrer der verschiedenen Nationen vorgestellt. (pd.) Weitere Infos unter www.motocross-wohlen.ch.


Sport

Dienstag, 28. März 2017

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Eine Viertelstunde vor Schluss hämmerte WBs Bozic (links, stürzend) den Ball aus spitzem Winkel an die Lattenunterkante. (Bild Kaspar Köchli)

FCWB mit Tor-Feuerwerk Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – St. Gallen II 3:1 (3:0) Im Hinrundenspiel lag WB in St. Gallen nach einer Stunde 0:5 zurück, ehe der Ehrentreffer gelang. Taktisch hervorragend eingestellt und hocheffizient spielend, glückte den Ämtlern die Revanche nun eindrücklich. ................................................... von kaspar köchli

Bei traumhaftem Frühlingswetter war zu erwarten, dass auf dem Naturrasen gespielt würde. «Die Ambiance ist halt schon ganz anders», meinte ein Besucher beim Apéro auf der «Mooshüsli»Terrasse. Allerdings wurde als Unterlage dennoch der Kunstrasen gewählt. «Ein Mehrheitsentscheid des Teams», wie Dosch kundtat. Der Trainer war gezwungen, seine bislang gut funktionierende Hintermannschaft umzustellen. Im letzten Spiel in Seuzach zog sich Abwehrhüne Waser einen Kreuz-

bandriss zu, er fehlte ebenso wie der verletzte Hotnjani. Immerhin vermochte Captain Studer trotz Handverletzung aufzulaufen.

Drei Tore für Wettswil-Bonstetten in Hälfte eins Die erste Chance eröffnete sich den Ostschweizern. WB-Keeper Thaler bestand die Wachsamkeitsprüfung jedoch erfolgreich. Später versuchte Gästestürmer Kräuchi sein Glück; sein Schuss wurde zur Ecke geklärt. Fortan kam WB besser ins Spiel und nahm die Zweikämpfe nun resolut an. Die Belohnung erfolgte in der 20. Minute. Schneebeli, von Le lanciert, fand in der Strafraummitte plötzlich reichlich Platz vor, büschelte sich den Ball zurecht und «versorgte» diesen sicher zur WB-Führung. St. Gallen zelebrierte weiter unbeeindruckt von hinten heraus sein Kurzpassspiel, was allerdings auch Gefahren barg. So meinte ein Zuschauer: «Irgendwann könnte das

auch in die Hosen gehen.» In der Tat. Schneebeli – der eine herausragende Leistung abrufen konnte – betrieb Forechecking, insistierte energisch und konnte nur noch regelwidrig vom Ball getrennt werden. Den fälligen Strafstoss verwertete WB-Torjäger Jakupov sicher zum 2:0. Die Ostschweizer zeigten Willen und reagierten, ihre Angriffe versandeten aber zumeist schon vor dem gegnerischen Strafraum. Und als Ilazi eine Flanke Pavlovics akrobatisch mit der Hacke verlängerte, fand das Kabinettstückchen sein Ende im Ballfänger. Effizienz bewiesen dagegen die konternden Ämtler: Jakupov bediente mit einem Zuckerpass Le, der souverän zum 3:0Pausenresultat vollstreckte.

Kurzes Aufbäumen der St. Galler «3:0 zur Pause, gabs das schon mal?», fragte ein WB-Anhänger in die Runde und fügte an: «Jetzt kann nichts mehr schiefgehen». Der Erste, der bei Wie-

deranpfiff sein Veto einlegte, war St. Gallens Kräuchi, sein Schuss landete in den fangsicheren Händen von Thaler. Dieser riskierte kurz darauf – als er ausserhalb des Strafraums in extremis klärte – Kopf und Kragen. Buchstäblich, da er vom hohen Bein des heranbrausenden Stürmers getroffen wurde, aber er konnte nach kurzer Pflege weiterspielen. Bei einem Eckball der Gäste mangelte es in der WB-Defensive an der Zuordnung, dies nutzte schnell reagierend Gasser zur Resultatverkürzung auf 3:1 (56. Minute). Nun bäumten sich die Grünen nochmals auf, ihre Körpersprache wurde aggressiver, sie wollten unbedingt nochmals etwas bewegen. WB blieb cool, verteidigte souverän und kam seinerseits zu Topchancen. Bei der besten hämmerte der gut aufgelegte Bozic das Leder aus spitzem Winkel an die Lattenunterkante. Aufregung dann noch in der letzten Minute, als St. Gallens Kräuchi alleine loszog,

sich jedoch abdrängen liess und schliesslich irgendein WB-Bein sein Erfolgserlebnis verhinderte.

Die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt Daraufhin war Schluss und die Rotschwarzen um drei Punkte reicher. In dieser Form sind die Ämtler absolut in der Lage, nach Höherem zu streben. Sie liegen nur noch drei Punkte hinter dem Zweitklassierten. «Grossartig, wie das Team das taktisch Vorgegebene umsetzte, die erste Hälfte war nahezu perfekt», schwärmte Trainer Dosch, «und das zum Abschluss der kräfteraubenden englischen Woche mit drei Partien.» Moos, 160 Zuschauer, WB – St. Gallen II 3:1 (3:0) Thaler; Bozhinov, Badalli, Studer, Bozic; Berisha, Gouiffe à Goufan, Gjergji (77. Siefkes), Le (90. Riahi), Schneebeli; Jakupov (83. Machado). 20. Schneebeli 1:0; 25. Jakupov (Pen.) 2:0; 41. Le 3:0; 56. Gasser 3:1.

Erfolgreicher Rückrundenauftakt für den FCA 2. Liga: FC Lachen/Altendorf gegen FC Affoltern 0:2 (0:0) Der FC Affoltern hat sich im ersten Meisterschaftsspiel im Jahr 2017 mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beim FC Lachen/Altendorf letztendlich verdient durchgesetzt. Alen Rako und Captain Ismajlaj erzielten in der zweiten Hälfte die siegbringenden Treffer. ................................................... von walter zech Nach vielen Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen auf Kunstrasen schlug nun die Stunde der Wahrheit auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz in Lachen. Der FCA legte gleich los und erspielte sich in der Startviertelstunde drei gute Möglichkeiten zur frühen Führung. Auf der Gegenseite flitzte ein Kopfball aus wenigen Metern knapp am Affoltemer Gehäuse vorbei. Dann wurde auf beiden Seiten ein Treffer wegen Abseits aberkannt, wobei der FCA bei einem Lachner Lattentreffer Glück hatte. Gegen Ende der ersten Halbzeit scheiterten die Einheimischen zweimal aus besten Positionen an Torhüter Steiner, einmal rettete A. Rako in extremis.

Sehenswerter Führungstreffer Es lief die 48. Spielminute als Markanovic mit einem herrlichen

Zuversichtliche FCA-Spieler vor dem Rückrundenauftakt in Lachen. (Bild Walter Zech) Zuspiel A. Rako an der linken Aussenlinie einsetzte. Dieser nahm den Ball gekonnt an, zog am Gegenspieler vorbei und sein Geschoss aus 25 Metern landete zur umjubelten Führung in der weiten Torecke: In Entstehung und Vollendung ein sehenswerter Treffer. Der FCA hatte nun das Spielgeschehen weitgehend im Griff. Kritisch wurde es bei einem zu kurz geratenen Rückpass. Sonst sorgten die Einheimischen noch mit stehenden Bällen für Gefahr vor dem Affoltemer Tor. A. Rako mit einem Kopfball und C. Antenen nach einem schnellen

Konter verpassten die Vorentscheidung denkbar knapp. In der Nachspielzeit erkämpfte sich der unermüdlich rackernde Captain Ismajlaj am gegnerischen Strafraum den Ball, liess zwei Gegenspieler aussteigen und erzielte überlegt das siegsichernde 2:0. Riesenjubel und Erleichterung auf Affoltemer Seite auf und neben dem Spielfeld. Der FCA hatte vor allem ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld. Mit vielen Balleroberungen in der Mittelzone wurden die Lachener Angriffsbemühungen grösstenteils bereits früh-

zeitig erstickt. Während die Einheimischen vermehrt zu weiten Zuspielen auf die Sturmspitzen gezwungen waren, versuchten die Säuliämtler vorwiegend mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen.

Schwer erkämpfter Sieg Auch wenn der FCA in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen hatte, war der Sieg letztendlich verdient. Trainer Dragan Filipovic meinte kurz und bündig: «Schwer erkämpfter Sieg auf schwerem Boden. Ein schöner

Rückrundenauftakt.» Mit den eroberten drei Punkten wurde der Platz im Tabellenmittelfeld weiter gefestigt und die nächsten Partien gegen hinter dem FCA platzierte Mannschaften können nun etwas entspannter angegangen werden. Sportanlage Peterswinkel, Lachen; 155 Zuschauer. Tore: 48. A. Rako 0:1, 92. Ismajlaj 0:2. FCA: Steiner, Premananthan, Scicchitano, Luchsinger, Stäger, Ismajlaj, Mühlemann, Markanovic (Konate), M. Rako (C. Antenen), Stähli (Ammann), A. Rako. Nicht eingesetzt: Aegerter (ET), Steigmeier, S. Antenen.


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