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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 23 I 169. Jahrgang I Dienstag, 24. März 2015

Kleines Jubiläum

Altersheim gestorben

5 Jahre Palliativstation: Referat von Professor Gian Domenico Borasio am Spital. > Seite 8

Interview mit der Altersexpertin Susanna Fassbind über veränderte Bedürfnisse. > Seite 9

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Akzeptanz Umfrageresultate zum Wildnispark Sihlwald zeigen gesellschaftliches Ebenbild. > Seite 11

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Vorzeitige Rücktritte Zahlen der Parlamentsdienste zum Kantonsrat: Legislatur 2011 bis 2015. > Seite 11

Für eine starke Marke «Säuliamt» Am Frühlingstreff von Politik und Wirtschaft wurden Ideen ausgetauscht Am vergangenen Donnerstag luden der Gemeindepräsidentenverband (GPV) und die Standortförderung Knonauer Amt zum Frühlingstreff von Politik und Wirtschaft ein. Neben einem Vortrag des Schweizer HEVDirektors Ansgar Gmür lancierte Standortförderer Marcel R. Streiff die Idee einer Marke «Säuliamt». ................................................... von salomon schneider Der Frühlingstreff von Politik und Wirtschaft fand dieses Jahr in Knonauer Stampfisaal statt. Als Gastreferent trat der in Affoltern wohnhafte Direktor des Schweizerischen Hauseigentümervanbands (HEV) auf. Der ungewöhnliche Redner schaffte es, das Thema Wirtschaftsentwicklung so witzig zu präsentieren, dass die gut 150 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Wirtschaft mehrfach in schallendes Gelächter ausbrachen.

Nur einmal ging ein Raunen durch das Publikum; als Ansgar Gmür erklärte, dass er nicht wisse, wie die Credit Suisse in Zukunft die Weissgeld-Strategie umsetzen wolle. Da der neue CEO schwarz sei.

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Flüchtlingsrealität Projekttag der Mettmenstetter und Aeugster Konfirmanden zu einem aktuellen Thema. > Seite 12

GV der SAC-Sektion Am Albis erstmals wieder im Säuliamt Die Sektion Am Albis des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) hat ihre Generalversammlung erstmals wieder im Säuliamt abgehalten, vom Brüelmattsaal in Birmensdorf in den Kasinosaal nach Affoltern gewechselt. Dieses Mal standen allerdings keine schwierigen Traktanden an. Es gab einen Wechsel im Vorstand. «Wir haben einen sehr gut funktionierenden Club», konstatierte Präsident Markus Bürgin. (-ter.)

................................................... > Bericht auf Seite 12 anzeigen

Das Ende einer Ära Am vergangenen Donnerstag ging zudem eine Ära zu Ende. Elf Jahre lang hatte Charles Höhn als Standortförderer das Säuliamt als Marke pro- Stabsübergabe am Frühlingstreff von Politik und Wirtschaft: GPV-Präsident Bertram Thurnherr (links) pagiert. Er übergab übergab das Zepter der Standortförderung von Charles Höhn (Mitte) an Marcel R. Streiff. (Bild mm) das Zepter am Frühlingstreff offiziell an seinen Nach- aggregiert. Zum Glück unterstützt derung einzubinden, damit die Marke folger Marcel R. Streiff, der das Amt mich Charlie immer noch tatkräftig in Säuliamt weit über die Region hinaus bereits Anfang Jahr übernommen hat- meiner Arbeit», meinte Marcel R. bekannt werde. te. «Bei der Standortförderung haben Streiff. Sein Ziel sei es, mehr wirt- ................................................... sich unglaublich grosse Datenmengen schaftliche Akteure in die Standortför- > Berichte auf Seite 5

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Zeugen längst vergangener Zeit Eindrückliche Oldtimersammlung in Mettmenstetten aufgelöst

Die ersten Unterflurcontainer in Mettmenstetten

nen, so günstig.

Seit gut einer Woche können Einwohnerinnen und Einwohner in Mettmenstetten in sogenannten Unterflurcontainern entsorgen. Je sechs stehen beim Spar und am Bahnhof. Sie schlucken Glas in vier Farben, Alu, Blechdosen sowie Speise- und Motorenöl, die in den gleichen Schlund fliessen. Es ist die erste derartige Einrichtung im Bezirk Affoltern. In Mettmenstetten ersetzen sie die zentrale Abfallsammelstelle hinter dem Gemeindehaus. Die Rücknahme der Stoffe besorgt die Firma Schmid, Baudienstleistungen in Affoltern, die einen Rücknahmevertrag für acht Ämtler Gemeinden abgeschlossen hat. Das funktioniert seit dem 1. Juli 2014.

................................................... > Bericht auf Seite 3

«Whiskypass»-Ausbau erfordert Umleitung der Postautos

Ein Bijou: Der Clément-Bayard aus dem Jahr 1912. (Bild Thomas Stöckli) Aus der Pionierzeit der Automobilindustrie stammten sie allesamt, die Oldtimer, welche Werner Bucher in seiner Halle beim Bahnhof Mettmenstetten eingestellt hatte. Mittlerweile über 90 Jahre alt, hat er seine Samm-

lung nun aufgelöst. Die letzten drei Fahrzeuge wurden vergangenen Donnerstag abgeholt. Besonders angetan hatten es dem Sammler Autos, die in einem schlechten Zustand waren. Sie möglichst ori-

ginalgetreu wieder instand zu setzen war seine grosse Herausforderung, der verdiente Lohn dann die Ausfahrten – etwa an Oldtimer-Rallyes. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 10

Weil der «Whiskypass» zwischen Wettswil und Landikon ausgebaut und saniert wird, muss die PostAuto-Linie 220 umgeleitet werden. Voraussichtlich bis zum 9. August 2015 gilt deshalb ein Ersatzfahrplan mit Umleitung. Mit einem Ersatz-Shuttlebus wird die Bedienung der Haltestellen in Wettswil gewährleistet.

................................................... > Bericht auf Seite 3

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Öffentliche Auflage Fahrpläne ZVV – Reden Sie mit! Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs Das Verbundfahrplanprojekt 2016/ 2017 der öffentlichen Verkehrsmittel im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), gültig ab Dezember 2015, liegt bis 29. März 2015 öffentlich auf und kann unter www.zvv.ch, Link Fahrplanverfahren, eingesehen werden. Gemäss Fahrplanverordnung des Kantons Zürich kann sich jedermann dazu äussern. Allfällige Begehren sind zu begründen und schriftlich bis spätestens 31. März 2015 an die Gemeindeverwaltung Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, 8915 Hausen am Albis, oder per E-Mail an gemeinde@hausen.zh.ch einzureichen. Die Gemeinde Hausen am Albis wird die Begehren aus der Bevölkerung sowie die Stellungnahme des Gemeinderates an das marktverantwortliche Verkehrsunternehmen weiterleiten. Gemeinderat Hausen am Albis

Sperrung der Rebenstrasse am 25. März 2015 Auf der Höhe der Liegenschaften Rebenstrasse 60/62 findet eine Baumfällung statt. Aus Sicherheitsgründen muss daher die ganze Rebenstrasse am Mittwoch, den 25. März 2015, von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Eine entsprechende Umleitung wird signalisiert. Der Anwohnerverkehr ist bis auf wenige Ausnahmen gewährleistet. Die betroffenen Anwohner werden direkt informiert. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Bestattungen Bonstetten Ryff geb. Gusset, Margrith geboren 1. Juni 1923, von Freimettigen BE, verwitwet, wohnhaft gewesen Isenbachstrasse 22, Bonstetten. Zuletzt Langzeitpflege Sonnenberg, Affoltern am Albis. Sie starb in Affoltern am Albis am 19. März 2015. Andacht: Friedhof Bodenfeld, Bonstetten am Freitag, 27. März 2015, 13.30 Uhr. Abdankung in der reformierten Kirche Bonstetten am Freitag, 27. März 2015, 14.00 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

Bonstetten Wiesendanger Heinrich geboren 25. Juli 1937, von Weisslingen ZH, Ehemann der Wiesendanger geb. Christ, Verena, wohnhaft Oberdorfstrasse 4, Bonstetten. Er starb in Zürich am 13. März 2015. Andacht: Friedhof Bodenfeld, Bonstetten am Dienstag, 24. März 2015, 13.30 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. März 2015

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wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Freitag, 20. März, feierten Erika und René Müller in Stallikon die goldene Hochzeit. Zum 50-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubelpaar alles Gute. In Zwillikon feiern Martha und Alfred Buchschacher-Steiner am kommenden Donnerstag, 26. März, die goldene Hochzeit. Wir gratulieren dem Ehepaar herzlich zum besonderen Tag und wünschen ein schönes Fest. Am kommenden Donnerstag dürfen auch Margrit und Hansruedi («Güx») Wettstein-Schenk in Affoltern die goldene Hochzeit feiern. Zum 50jährigen Ehebund gratulieren wir, wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.

Zum 91. Geburtstag Am 23. März konnte Ernst ZbindenWalthert in Stallikon seinen 91. Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Jubilar alles Gute für die Zukunft.

Zum 85. Geburtstag Gertrud Zumsteg-Schönbächler feiert morgen Mittwoch, 25. März, ihren 85. Geburtstag, wozu wir herzlich gratulieren. Wir wünschen der in Affoltern wohnenden Jubilarin alles Gute.

Zum 80. Geburtstag In Zwillikon darf Franz Waser morgen Mittwoch, 25. März, den 80. Geburtstag feiern. Wir gratulieren dem rüstigen Jubilaren herzlich zum Ehrentag und wünschen ein schönes Geburtstagsfest im Kreis der Familie. Am 23. März konnte Ernst Zbinden-Walthert in Stallikon seinen 91. Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Jubilar alles Gute für die Zukunft. Heute Dienstag, 24. März, feiert Yvette Mottier in Stallikon ihren 80. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

In «Pilzen» entsorgen In Mettmenstetten stehen die ersten Unterflurcontainer im Säuliamt Die Gemeinde Mettmenstetten hat die zentrale Abfallsammelstelle hinter dem Gemeindehaus geschlossen und vor dem Spar sowie am Bahnhof je sechs Unterflur-Entsorgungscontainer installiert – die ersten im Säuliamt. ................................................... von werner schneiter Die sechs hellen «Pilze», wie man sie nennt, widerspiegeln die grelle Frühlingssonne. Sie stehen vor dem Spar an der Bahnhofstrasse, sind sauber und bieten der Bevölkerung die Möglichkeit, Glas in vier Farben, Alu, Blechdosen sowie Altöl zu entsorgen – übrigens Speise- und Motorenöl, die in den gleichen Schlund geleert werden können. Die Unterflurcontainer sind seit gut einer Woche benutzbar und schallisoliert. Auch eine Art Tartanbelag sorgt dafür, dass der Entsorgungsvorgang weitgehend lärmfrei bleibt, sollte die Büchse oder das Glas einmal auf den Boden fallen. Im Spar selber können PET-Flaschen und Batterien zurückgegeben werden. Nach den Worten von Martin K. Schnorf, im Gemeinderat Mettmenstetten zuständig für Gesundheit und Umweltschutz, fasste die Gemeinde vorerst eine Lösung beim Volg ins Auge. Mietvertrag und Betriebsreglement lagen vor, doch der Volg lehnte letztlich ab. Der Standort beim Spar ist zentral, und zudem stehen die «Pilze» dort auf gemeindeeigenem Areal. Sechs wurden beim Bahnhof installiert, wo dazu auch Textilien entsorgt werden können. Insgesamt hat die Gemeinde rund 80 000 Franken in die neue Entsorgungsform investiert. «Da-

Saubere und lärmfreie Entsorgung: Gemeinderat Martin Schnorf bei den Unterflurcontainern vor dem Spar in Mettmenstetten. (Bild Werner Schneiter) zu haben wir ein Spezialfinanzierungskonto. Es gibt deswegen keine Gebühren- oder Steuererhöhung», fügt Schnorf an.

Rücknahme durch «Pitsch» Schmid Der Inhalt der je fünf Kubikmeter fassenden Unterflurcontainer wird durch Peter («Pitsch») Schmid, Bau-Dienstleistungen, Affoltern, entsorgt; Altöl wird

abgesaugt – unter Anwendung moderner Technik geschieht das auf saubere Art. Mettmenstetten ist eine von acht Ämter Gemeinden, die von Schmid bedient werden. Diese Gemeinden – Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach und Wettswil – haben die Dileca (ehemals Kehricht-Zweckverband) beauftragt, die Rücknahme von sieben

Sperrung des «Whiskypasses» führt zu Umleitung der PostAuto-Linie 220 Die Strasse über den «Whiskypass» zwischen Landikon und Wettswil wird gegenwärtig saniert und ausgebaut. Während der nächsten Bauphase vom 23. März bis voraussichtlich 9. August 2015 gilt für die PostAuto-Linie 220 deshalb ein Ersatzfahrplan mit einer Umleitung. Ein Shuttlebetrieb gewährleistet die Bedienung der Haltestellen in Wettswil. Zwischen dem 23. März und voraussichtlich 9. August 2015 sind auf der PostAuto-Linie 220 Fahrplananpassun-

gen und Umleitungen nötig. Denn in diesem Zeitraum bleibt der «Whiskypass» zwischen Landikon und Wettswil wegen Ausbauarbeiten auch für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Seit Anfang Februar 2015 gilt die Sperrung bereits für den Privatverkehr. Sämtliche Kurse der Linie 220 verkehren ab der Haltestelle Birmensdorf, Landikon ohne Halt bis Wettswil, Moosstrasse. In Fahrtrichtung Zürich werden ebenfalls alle Kurse umgeleitet. Die Haltestellen Wettswil Dorf, Bäumlisächer und Heidenchilen können während den Sperrungen nicht durch die regulären Kurse der Linie 220 bedient werden. Wegen der geänderten Verkehrsführung muss mit

einer um 3 Minuten längeren Reisezeit gerechnet werden.

Ersatz-Shuttlebus in Wettswil Zwischen Bonstetten-Wettswil, Bahnhof, und Wettswil, Heidenchilen, verkehrt täglich ein Ersatz-Shuttlebus im Halbstundentakt (tagsüber und abends). Während den Hauptverkehrszeiten vom Montag bis Freitag fährt der Ersatzbus sogar im Viertelstundentakt. Die Postautos dieses Ersatzdienstes bedienen unterwegs alle Haltestellen. Die «Chrüzacher-Kurse» der Linie 220 (Schlaufenfahrten BonstettenWettswil, Bahnhof–Bonstetten, Chrüzacher) sind von den Massnahmen nicht betroffen und verkehren unverändert. anzeige

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Wertstoffen (Papier, Karton, Alu, Weissblech, Kleinmetall, Altöl und Glas) öffentlich auszuschreiben. Schmid, Bau-Dienstleistungen, erhielt den Auftrag nach erfolgter Submission. Der Vertrag gilt laut Dileca-Geschäftsführer Franz Liebhart ab 1. Juli 2014 für dreieinhalb Jahre. «So kommen grössere Mengen zusammen, wodurch sich die Preise verringern», fügt Liebhart bei.

Während den Hauptverkehrszeiten vom Montag bis Freitag fährt der Ersatzbus sogar im Viertelstundentakt. (Grafik zvg.)

Investition in die Zukunft Im Rahmen der Strassensanierung werden die engen Kurven des «Whiskypasses» ausgebaut. Damit ist in Zukunft auf der Linie 220 auch ein Einsatz von Gelenkbussen möglich. Diese Option ist für PostAuto wichtig, um auf dieser Achse auch in Zukunft für den Schüler- und Pendlerverkehr ein geeignetes Angebot bieten zu können. Die Einwohner von Wettswil erhielten einen Flyer mit den temporären Änderungen und dem Ersatzfahrplan. Dieser Flyer liegt auch in den Postautos und am Bahnhof Bonstetten-Wettswil auf. Alle elektronischen Fahrpläne sind angepasst. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. März 2015

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50 Ordner und 15 894 Dateien übergeben Charles Höhn übergab das Zepter der Standortförderung offiziell an Marcel R. Streiff Im Rahmen des Frühlingstreffs der Standortförderung und des Gemeindepräsidentenverbandes (GPV) fand die Staabsübergabe des Standortförderers statt. Charles Höhn blickte zurück und sein Nachfolger Marcel R. Streiff stellte seine Vision für das Säuliamt der Zukunft vor. ................................................... von salomon schneider «Bleiben wir die unruhigen, visionären, solidarischen und mutigen Säuliämtler, die wir immer waren und als die wir von ausserhalb der Region wahrgenommen werden», gab Charles Höhn den über 150 Anwesenden Vertretern von Politik und Wirtschaft am Frühlingstreff auf den Weg. Vor gut elf Jahren wurde die Standortförderung von den 14 Bezirksgemeinden ins Leben gerufen und die ersten elf Jahre amtete der ehemalige Bonstetter Gemeindepräsident Charles Höhn als Standortförderer. Am vergangenen Donnerstagabend stellte er seinen letzten Jahresrückblick als Standortförderer vor und übergab das Zepter an Marcel R. Streiff.

Vieles erreicht und noch viel vor «Die Region ist im Sinne der Zielsetzungen im Leitbild unterwegs», hielt Charles Höhn fest. Das Knonauer Amt habe sich seinen ländlichen Charakter erhalten, trotz Siedlungsdruck der nahen Ballungszentren. «Das neuste Projekt, die Energieregion Knonauer Amt ist auf bestem Weg ein Erfolg zu werden – dient sie doch Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen», freute sich Charles Höhn. Der neue und der alte Standortförderer: Der Zwilliker Marcel R. Streiff (links) übernahm das Amt Er ermahnte die Anfang Jahr vom Bonstetter Charles Höhn. (Bild Salomon Schneider) anwesenden Vertreter aus Wirtschaft und Politik aber Visionen für die Zukunft ne Vision für das Knonauer Amt der auch, ihre Entscheidungen auf der Zukunft vor. In der Standortförderung Wahrnehmung von Chancen zu basie- Anschliessend wurde seine Arbeit von sei unglaublich viel Wissen aggregiert ren und nicht auf Vermeidung von Ri- GPV-Präsident Bertram Thurnherr ver- worden. «Das Archiv besteht aus über siken. dankt und Marcel R. Streiff stellte sei- 5000 Seiten Papier und 13,8 Gigabyte

elektronische Daten», erzählte Marcel R. Streiff. Das Wichtigste für den Zusammenhalt im Säuliamt sei die Stärkung des «Wir-Gefühls» und des Gemeinsinns. «Der regionale Solidaritätsgedanke muss gefördert und gestärkt werden», beschwor Marcel R. Streiff die Anwesenden. Denn um den immer komplexeren Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, sei die Schaffung gemeinsamer Strukturen unumgänglich. «Die Standortförderung könnte ein Gefäss für diese Zusammenarbeit sein», meinte Streiff und fragte: «Wäre es für Sie vorstellbar, dass die Standortförderung in Zukunft durch eine breit abgestützte Trägerschaft von Gemeinden, Wirtschaft, Gewerbe, Landwirtschaft und anderen Gruppierungen getragen wird?» Im Zürcher Oberland (Zürioberland natürli) und im Entlebuch (Unesco Biosphäre Entlebuch) seien solche Zusammenarbeiten erfolgreich realisiert worden. «Diese Regionen werden als Marken wahrgenommen, die landesweit ausstrahlen. Anstatt sich regional zu konkurrenzieren, arbeiten Wirtschaftsvertreter zusammen, um unter einer starken Marke gemeinsam zu wachsen.»

Politik und Wirtschaft im Dialog Frühlingstreff 2015 der Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik im Knonauer Amt Der bereits traditionelle Gedankenaustausch zum Frühlingsbeginn der Protagonisten aus Wirtschaft und Politik im Säuliamt, stand ganz im Zeichen des Wechsels des Standortförderers. Gastreferent war Ansgar Gmür, Direktor des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes. ................................................... von martin mullis Der Gemeindepräsidentenverband des Bezirks Affoltern (GPV) und die Standortförderung Knonauer Amt, luden zum Gedankenaustausch. Über 150 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung. Bemerkenswert war die Tatsache, dass neben einer grossen Zahl von Gemeindepräsidenten, Gemeinderäten und Vertretern der Industrie auch ausserordentlich viele Gewerbler den Weg in den Knonauer Stampfisaal fanden. Selbstverständlich waren ebenfalls auch Exponenten der Banken, Versicherungen und Treuhandinstitute unter den Gästen auszumachen. Vielleicht sorgte auch die anstehende Wahl des Kantonsrates dafür, dass die allermeisten Kandidaten für das Kantonsparlament sich in Knonau blicken liessen. Der Knonauer Gemeindepräsident Walter von Siebenthal begrüsste die Gäste im Stampfisaal mit der Feststellung, dass es für die Gemeinde Knonau nicht nur eine Ehre, sondern auch beste Werbung sei, Gastgeber dieses Treffens zu sein. Allerdings stellte er die Notwendigkeit von Werbung für das Dorf, in Anbetracht einer uneingeschränkten Wachstumspolitik, in Frage. Auch in Knonau sei der Begriff «Verdichtung» angesagt und finde aktuell auch statt. In der Hoffnung, dass mit einem massvollen Wachstum die gewerblichen Arbeitsplätze in der Gemeinde auch in Zukunft nicht gefährdet seien, schloss er seine Begrüssungsrede. Nach elf Jahren übergab Charles Höhn seine Aufgabe als Standortförderer seinem Nachfolger Marcel R. Streiff. Höhn verabschiedete sich mit einem beeindruckenden Rückblick

Nach dem Vortrag von HEV-Präsident Ansgar Gmür ... über das bisher Erreichte und bezeichnete das Knonauer Amt als eine Region zwischen Poesie und Power. Der Vorsitzende des GPV, Bertram Thurnherr, dankte dem scheidenden Standortförderer mit herzlichen Worten und gab dann seinem Nachfolger Marcel Streiff das Wort. Der Unternehmensberater Streiff stellte sich den Gästen vor und schilderte seine Ziele (siehe Artikel oben).

Die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer Als Gastredner des Frühlingstreffs 2015 gelang es den Organisatoren, den im Säuliamt wohnhaften Direktor des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes (HEV), Ansgar Gmür, zu verpflichten. Das Referat von Ansgar Gmür trug zwar den fragenden Titel «Immobilienmarkt – fertig lustig?», wer Gmür jedoch kennt, wusste bereits vor seinen Ausführungen, dass Lacher vorprogrammiert waren. Die Schwierigkeiten im heutigen Immobilienmarkt mögen noch so komplex sein, Ansgar Gmür weiss sie amüsant und vergnüglich zu schildern. Bereits

... gab es noch viel Gelegenheit für Gespräche. (Bilder Martin Mullis/Salomon Schneider)

seine Anrede, in der er die Damen und Herren der Politik, sowie die «normalen Menschen» begrüsste, liess erahnen, dass keine langweilige Ansprache folgen würde. Mit einem Feuerwerk an farbigen Folien mit allerlei Balken-, Kurvenund Kuchendiagrammen durchmischt, mit geflügelten Worten, Witzen und träfen Zwischenbemerkungen, hatte er sofort die volle Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. Gmür referierte über verschiedene Themen in Zusammenhang mit dem Immobilienhandel. Er begann mit dem Begriff «Dichtestress» und stellte klar, dass die Schweiz mit einer Siedlungsfläche von lediglich acht Prozent des Landes im Vergleich zu anderen Ländern, paradiesische Zustände aufweise. Der Mietwohnungsmarkt funktioniere einwandfrei, es sei bloss ziemlich ungünstig, dass viele Menschen an ein und demselben Ort wohnen möchten, hielt er fest.

Erstaunt, dass der Bundesrat staunt Der Wanderungssaldo sei seit dem Beschluss von 2007 des Bundesrates über

die Freizügigkeit erwartungsgemäss explodiert, erklärte Gmür und fügte den Satz bei: «Ich staunte, dass der Bundesrat darüber erstaunt ist.» Neben vielen anderen Themen rund um den Immobilienmarkt kam Ansgar Gmür dann auch auf die kommende Abstimmung über die Erbschaftssteuern zu sprechen. Der HEV werde die Volksinitiative mit aller Kraft bekämpfen. Das Ansinnen sei nicht nur familien- und KMU-feindlich, sondern ganz generell schlecht für die Schweiz. Seine Ausführungen schloss er mit einigen fast poetischen Worten über das Alter und das Altwerden. «Man merkt erst», behauptete der Referent, «dass man alt ist, wenn man morgens im Bett gerädert aufwacht, obwohl am Vorabend absolut nichts darin passiert ist.» Ansgar Gmür mag ein ausgezeichneter Direktor des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes sein, möchte er aus welchen Gründen auch immer auf eine andere Tätigkeit umsteigen, er würde als Satiriker oder Stand-up-Comedian problemlos grosse Säle füllen. Selbstverständlich war anschliessend nicht nur der Mutterwitz

und die Schlagfertigkeit des Referenten Thema der Gespräche, die Anwesenheit der illustren Gästeschar bot auch ausgezeichnet Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit Persönlichkeiten, welche in dieser Zusammenstellung wohl sehr selten zu finden sind. anzeige


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. März 2015

«Palliativmediziner müssen vor allem gut zuhören können!» Über 200 Interessierte am Referat von Professor Gian Domenico Borasio am Spital Affoltern Im Rahmen des Jubiläums «5 Jahre Palliativstation Villa Sonnenberg» referierte am vergangenen Donnerstagabend der bekannte Palliativmediziner und Autor Prof. Gian Domenico Borasio vor weit über 200 Interessierten. Eine Audioübertragung vom Mehrzwecksaal des Spitals ins Spitalrestaurant war nötig. ................................................... von urs e. kneubühl Sein Ansehen und der herausragende Ruf als Palliativmediziner und Buchautor waren Gian Domenico Borasio vorausgeeilt. Der Platz im eng bestuhlten Mehrzwecksaal des Spitals Affoltern jedenfalls reichte bei Weitem nicht, um am Donnerstagabend die interessierte Zuhörerschaft aufzunehmen. Weit mehr als 200 Besucher waren gekommen, weshalb der Vortrag via Audioübertragung auch ins gleichsam dicht besetzte Spitalrestaurant übertragen wurde. Der ärztliche Leiter des Spitals Affoltern, Dr. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care, gab vorab in seiner Begrüssung seiner Freude am grossen Interesse Ausdruck: «Das Jubiläum zu 5 Jahre Palliativstation Villa Sonnenberg», so Kunz, «ist ein besonderer Anlass und verdient entsprechend auch einen solch besonderen Gast.» Borasio, der Leiter des einzigen Lehrstuhls für Palliativmedizin in der Schweiz, ist ein viel verlangter Referent in Deutschland und in der Schweiz, ja, in ganz Europa, dass er Affoltern dennoch seine Aufwartung machte, hat seinen besonderen Grund, liess der Referent verlauten: «Ich halte Roland Kunz für einen der hervorragendsten Fachärzte und Palliativmediziner, die ich kenne. Deshalb bin ich gerne hierher gekommen, um über ‹Selbst bestimmt sterben – Palliative Care und Autonomie am Lebensende› zu sprechen.» – Notabene ohne Honorar!

Die Sache mit dem Leerschlag Gian Domenico Borasio betonte zu Beginn seines Vortrag noch einmal bewusst den Titel seines Referats, gleichzeitig auch der Titel seines im Oktober letzten Jahres erschienenen zweiten Buches: «›Selbst bestimmt sterben› – am Leerschlag zwischen ‹selbst› und ‹bestimmt› scheitern in der Regel nahezu sämtliche deutschsprachigen Medien», führte er betonend aus. «Aber dieser Leerschlag ist bewusst gewählt, denn ich will dazu beitragen, dass in unserer ‹modernen› Gesellschaft intensiver über die Tragweite eines selbst zu verantwortenden Lebens nachgedacht wird.» Es gehe ihm mehr um das Leben, also um die Selbstverantwortung im Leben, als um die Herrschaft über das Sterben, fügte Borasio an und erläuterte in der Folge den Unterschied zwischen assistiertem Suizid, Tötung auf Verlangen – für ersteren ist Borasio kein Fürsprecher, die Zweitgenannte lehnt er entschieden ab – und der passiven Sterbehilfe, also der Nicht-Einleitung oder Nicht-Fortführung lebenserhaltender Massnahmen. Dieses «Zulassen des Sterbens» und die enge Begleitung darin, ist Palliative Care. Sie entspricht einer Haltung und Behandlung, welche die Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen verbessern soll, wenn eine lebensbedrohliche Krankheit vorliegt. Palliative Care lindert Schmerzen und andere belastende Beschwerden, unterstützt den Patienten darin,

Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care, brachte zum Fünf-Jahre-Jubiläum der Palliativstation Villa Sonnenberg, mit Prof. Dr. Gian Domenico Borasio einen der international bekanntesten Palliativmediziner nach Affoltern. (Bild kb.)

Dienstes Palliativpflege am Universitätsspital Lausanne rügt in der Folge auch, dass die Palliativmedizin, die in der Bevölkerung grossen Anklang findet, trotz vieler Lippenbekenntnisse, wenn es um Ressourcenzuteilung geht, immer noch stiefmütterlich behandelt wird. Er fordert daher: «Was wir brauchen, ist ein Gesundheitssystem, das in der Lage ist, die hochgradig unterschiedlichen Bedürfnisse, Ängste und Sorgen kranker Menschen und ihrer Familien wahr- und ernstzunehmen.» Dies aber geschehe nicht durch das standardmässige «in Gang setzen» aller medizinischen Behandlungen, die vom System bezahlt würden, sondern beginne ganz wesentlich mit dem Zuhören. «Wenn wir diesen Weg nicht gehen, riskieren wir die Entstehung einer Zwei-Klassen-Medizin, in der es nur Unter- oder Überversorgte geben wird. Es ist daher meine feste Überzeugung: Die Medizin der Zukunft wird eine hörende sein, oder sie wird nicht sein», beschliesst der Referent seinen lang anhaltend beklatschten Vortrag. Literatur von Prof. Gian Domenico Borasio: «Über das

so lange wie möglich aktiv zu bleiben, integriert psychische und spirituelle Aspekte, bejaht das Leben und erachtet das Sterben als normalen Prozess. Sie will den Tod weder beschleunigen noch verzögern, unterstützt Angehörige, die Krankheit des Patienten und die eigene Trauer zu verarbeiten.

Frühzeitige Palliativbetreuung für eine bessere Lebensqualität «Die Erfahrungen in der Palliativbegleitung zeigen, dass es zu kurz gegriffen und zudem realitätsfremd ist, wenn man die Autonomie-Debatte auf die Selbstbestimmung des Todeszeitpunktes reduziert», hält Borasio weiter fest. In der Praxis sei dieser, vor allem aus schlichter Angst erwachsene Faktor, nur für eine sehr kleine Anzahl von Menschen das ausschlaggebende Kriterium. «Eine Tötung auf Verlangen, deren Fallzahlen in den Niederlanden und Belgien zuletzt deutlich gestiegen sind, soll daher weiter strafbar bleiben. Während eine ‹Entweder-oder-Haltung im Hinblick auf Palliativmedizin und Suizidhilfe nicht zu rechtfertigen ist», bemerkt der Palliativmediziner und fügt an: «Es ist wissenschaftlich längst belegt, dass es auch bei bester Palliativversorgung Menschen gibt, die mit Berechtigung sagen ‹Das, was mir noch bevorsteht, möchte ich nicht erleben›.» Die wirklichen Gefahren für die Selbstbestimmung am Lebensende nimmt Borasio woanders wahr, nämlich «in der unzureichenden pflegerischen und palliativen Versorgung sowie in der allgegenwärtigen, ökonomisch motivierten Übertherapie. Etwa ein Drittel aller Gesundheitskosten fällt in den letzten ein bis zwei Lebensjahren an. Die verzweifelte Hoffnung Schwerstkranker auf Heilung oder wenigstens Aufschub wird von der Gesundheitsindustrie bewusst instrumentalisiert, um höhere Renditen zu erzielen. Dem spielt wiederum die Angst der Ärzte in die Hände, einem Patienten ‹nichts mehr anbieten zu können›. Dass es auch anders geht, belegt ein Studie aus Harvard: Eine frühzeitige Palliativbetreuung führte bei Krebspatienten zu einer besseren Lebensqualität, weniger Chemotherapien und gleichzeitig einem signifikant längeren Überleben – nebenwirkungsfrei und kostensparend.» Die Palliativmedizin, so Gian Domenico Borasio weiter, sei vor allem Teamarbeit, damit man den Bedürfnis-

sen von Patienten und Angehörigen möglichst gut gerecht werden könne. «Sie erreicht dies, indem sie leidvolle Symptome effektiv behandelt und die anzeige

psychosozialen wie spirituellen Bedürfnisse und Prioritäten der Patienten und ihres sozialen Umfelds in den Mittelpunkt stellt.» Der Leiter des

Sterben», ausgezeichnet als Wissensbuch des Jahres 2012 und »Selbst bestimmt sterben», erschienen im Herbst 2014. Erhältlich in der Buchhandlung Scheidegger, Affoltern.


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Dienstag, 24. März 2015

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Das Altersheim ist «gestorben» Ein Interview mit der Altersexpertin Susanna Fassbind Im Säuliamt braucht es immer mehr Alterswohnungen und Pflegeplätze. Der «Anzeiger» hat sich mit der Altersexpertin und ehemaligen ETH-Dozentin über die veränderten Bedürfnisse älterer Menschen unterhalten. «Anzeiger»: Was beschäftigt ältere Menschen momentan am meisten? Susanna Fassbind: Das wichtigste Thema ist vor allem bei den jetzt in Rente kommenden Babyboomern (Jahrgänge zirka 1943 bis 1963) das selbstbestimmte Altern. Das heisst, auch demente Menschen ernstzunehmen und sie so selbstbestimmt wie möglich leben zu lassen. Was hat sich mit der neuen Pflegeverordnung geändert, die seit dem 1. Januar 2011 in Kraft ist? Sie besagt, dass in der Pflege ambulante Behandlungen stationären vorzuziehen sind. Die Betreuung wurde in der Pflegeverordnung schlicht und einfach vergessen. In der Praxis heisst das, es muss deshalb immer noch dafür gekämpft werden, dass auch Betreuung ambulant möglich ist. Niemand soll in ein Heim «geschoben» werden, nur weil er oder sie nicht mehr alle Hausarbeiten erledigen kann. ...............................................................

Viele wollen dort sterben, wo sie ihr Leben verbracht haben ............................................................... Wie sieht diese ambulante Betreuung aus? Der Grossteil der älteren Menschen will dort sterben, wo sie ihr Leben verbracht haben, wenn nicht in den eigenen vier Wänden, dann mindestens im Heimatdorf. Die Versetzung in ein Heim, wo sie oft niemanden kennen, führt zu Entwurzelung und nicht selten zu entsprechenden Traumata. Also Betreuung bei alltäglichen Verrichtungen zuhause, mit Angehörigen, der Nachbarschaft und Freiwilligen oder falls Geld vorhanden, bezahlt durch entsprechende Dienstleistungsunternehmen. Was ist die Alternative zu Altersheimen? Zentral gelegene, kostengünstige Alterswohnformen unterschiedlichster Art mit guter Infrastruktur. Auch Durchmischung und Integration ins tägliche Leben sind vielen Seniorin-

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Susanna Fassbind berät in Altersfragen. (Bild zvg.)

Neue Wege im Bereich Alterswohnen: Die Genossenschaft Lindenbach in Obfelden baut 19 altersgerechte Wohnungen mit zahlreichen Gemeinschaftsräumen, Gästezimmern, Werkstätten und Gartenanlage. (Bild Hans Peter Stutz)

nen und Senioren ein grosses Anliegen.

und Pflegemöglichkeiten, mit Dienstleistungseinrichtungen und vor allem guter sozialer Vernetzung innerhalb und nach aussen.

Wie hat sich das Wohnen im Alter in den letzten 20 Jahren entwickelt? Damals – und leider in Einzelfällen heute immer noch – wurden Altersheime gebaut, die hohen Pflegeansprüchen nicht genügen, keine Barrierefreiheit, Bettenlifte und vieles mehr. Faktisch fühlen sich viele in ihren Zimmern im Altersheim, am Ende der langen Gänge, allein. Die maximale Pflegestufe erlaubt etwa drei Stunden Pflege pro Tag. Den Rest des Tages und der Nacht sind die Leute auf sich allein gestellt. ...............................................................

Das Pflegeheim gilt es jetzt neu zu gestalten ............................................................... Wie haben sich die Bedürfnisse älterer Menschen entwickelt? Menschen in der dritten Lebensphase sind heute viel aktiver als früher – auch wenn sie für gewisse Sachen auf Betreuung angewiesen sind. Deshalb sind heute andere Wohnformen gefragt, damit sich ältere Menschen zuhause fühlen. Dies muss auch gewährleistet sein, wenn sie in eine Pflegestufe kommen, die zu Hause nicht mehr möglich ist. Das Pflegeheim gilt es jetzt neu zu gestalten: Mit vielen unterschiedlichen Wohn-, Betreuungs-

Welche Trends zeichnen sich bei dieser Neugestaltung ab? Im Kanton Bern beispielsweise ist es vorgeschrieben, dass es keine Einzelzimmer mehr geben darf in Pflegeheimen. Es dürfen nur noch Wohngruppen mit gemeinsamem Aufenthaltsraum und Küche gebaut werden. So wird sichergestellt, dass die sozialen Kontakte erhalten bleiben – so wird der Raum für gemeinsamen Austausch geschaffen. Sprechen Sie jetzt vom dritten Lebensabschnitt oder von der Pflegestufe? Von beiden. In so einer Wohngruppe soll es Platz für beide haben. In Deutschland wird dieses Konzept seit 20 Jahren erfolgreich und kostengünstig praktiziert. Wie sieht dies konkret aus? Auch demente Menschen arbeiten in den Wohngruppen mit und haben Tagesstrukturen mit Betreuung. Die Aktivitäten – wie beispielsweise die Essenszubereitung – werden gemeinsam mit den Betreuenden durchgeführt. Es handelt sich zudem meistens nicht um ausgebildete Pflegefachleute, sondern um Frauen mit einer empathischen Ader, die beispielsweise nach

der Familienpause den Wiedereinstieg ins Berufsleben machen. ...............................................................

Dank Tagesstrukturen und der gewohnten Umgebung laufen die dementen Menschen auch nicht weg ............................................................... Wie sieht eine solche Wohngruppe aus? Anstelle von langen Gängen gibt es Zimmer, die zu den Gemeinschaftsräumen und Küchen führen. Es gibt auch oft keine Grossküchen mehr, sondern die Bewohnerinnen und Bewohner kochen gemeinsam mit dem Betreuungspersonal und kaufen mit ihnen ein, woraus sich gleichzeitig auch die Tagesstrukturen ergeben. Was passiert in diesen Wohngruppen mit Menschen mit fortgeschrittener Demenz? Dann wird die Betreuung intensiviert. Dank der Tagesstrukturen und der gewohnten Umgebung laufen die dementen Menschen in solchen Wohnformen auch nicht weg. Zudem werden dementen Menschen in den von uns besuchten Wohngruppen keine Demenzmedikamente verabreicht, was sich – nach Aussagen der Leitungen – sehr positiv auf ihre kognitiven Fähigkeiten auswirkt.

Wenn Besucher eine solche Wohngruppe betreten, fällt es zuerst gar nicht auf, dass auch demente Menschen dort wohnen. Es gibt keine Einstufung in Betreuung und Pflege mehr – es werden mit abnehmenden Fähigkeiten einfach die Tagesstrukturen angepasst. Ab wie vielen solchen Wohngruppen rechnet sich ein solcher Betrieb? Bereits ab einer oder zwei Wohngruppen mit acht bis zwölf Bewohnenden. Betreuung wird über das geschulte «Laienpersonal» und Pflege können über die Spitex gelöst werden. Die Fahr- und Gehwege der Mitarbeitenden verkürzen sich, es bleibt mehr Zeit für die eigentliche Betreuungsund Pflegearbeit. Bestehende Organisationen werden mit einbezogen. Wie sind die Kosten für solche Wohngruppen? In Deutschland wird mit etwa 2000 Euro pro Monat gerechnet. In der Schweiz hängt das stark vom Pflegebedarf durch die Spitex oder dem nahegelegenen Heim ab, ist aber bestimmt viel günstiger und sozialverträglicher als der Aufenthalt im «klassischen» Heim. Interview: Salomon Schneider Susanna Fassbind war Dozentin für soziale Nachhaltigkeit an der ETH und berät die öffentliche Hand in

Wie zeigt sich das?

Altersfragen.


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Dienstag, 24. März 2015

«Mein Herz schlägt für alte Autos» 45 Jahre lang hat Werner Bucher Oldtimer restauriert – nun sind alle weg «Klein aber wertvoll» sei sie gewesen, seine Sammlung, verrät Werner Bucher. Bis zu zwölf Oldtimer drängten sich in seiner Werkstatt beim Bahnübergang am Bahnhof Mettmenstetten. Am Donnerstag wurden die letzten drei abgeholt. ................................................... von thomas stöckli So mancher, der vom Bahnhof in Richtung Rössliplatz unterwegs war, hat an der Unteren Bahnhofstrasse 1 schon einen Blick ins Garagenfenster geworfen. Die Details der Oldtimer darin offenbarten sich allerdings erst beim genaueren Hinschauen: CabrioVerdecke, die mit Lederriemen fixiert werden, edle Lederpolster, Holzfussboden in der Fahrerkabine und Teppich im Fond sowie auf Hochglanz polierte Scheinwerfer und Armaturen. Hinter der Sammlung steckt Werner Bucher. Begonnen hat seine grosse Oldtimerleidenschaft vor 45 Jahren. «Ich habe nur Autos gekauft, die in schlechtem Zustand waren», sagt er. Schliesslich wollte er die Autos nicht ausstellen, sondern daran arbeiten. So restaurierte Bucher die Klassiker weitgehend selber, sogar die Wagnerei. Erklärtes Ziel: Nicht nur schön und originalgetreu, sondern vor allem auch fahrtüchtig sollten sie sein.

Der Abschied fällt schwer. Werner Bucher mit den drei letzten Schätzen seiner Sammlung: ein Léon Bollée (rechts) und zwei Clément-Bayards. (Bild Thomas Stöckli)

Der Clément-Bayard war ein verwahrloster Scheunenfund. Verwahrloster Scheunenfund Einer seiner ersten Oldtimer ist ihm bis zuletzt geblieben: Der ClémentBayard aus dem Jahr 1910 war ursprünglich ein verwahrloster Scheunenfund. Fertig restauriert, hat Bucher damit das ganze Welschland abgeklap-

pert. Eine grosse Leidenschaft des Mettmenstetters war nämlich die Teilnahme an Rallyes. Und weshalb hat er sich nun von der Sammlung getrennt? Ich bin über 90 und der Junior hatte leider kein Interesse daran», sagt Bucher. Die «jün-

Blick aufs Armaturenbrett.

geren» Autos aus den 20er- und 30erJahren hatte er bereits verkauft, nun waren die drei letzten dran: zwei Clément-Bayards – der bereits erwähnte und ein zwei Jahre jüngerer Zweiplätzer – sowie ein einmaliger Léon Bollée aus der Zeit um die vorletzte

Käufer, Vermittler und Verkäufer beim Fachsimpeln.

Jahrhundertwende. «Genau kann man es nicht sagen», so Bucher. Und welches Fahrzeug war ihm das Liebste? «Immer das, mit dem ich grad fuhr», so der Sammler diplomatisch, bevor er sich verabschiedet, um mit dem Käufer das Finanzielle zu regeln.

Nun ist die Halle des Sammlers also fast leer. Wer die drei Oldtimer bestaunen will, der kann dies nach wie vor, allerdings etwas weiter weg: im «Château de Berne», einem Luxushotel mit eigener Oldtimersammlung in der Provence, Frankreich.

Für kleinere Anbieter erhöht sich das Marktrisiko Die Fernsehgenossenschaft Affoltern integriert ihr Netz in dasjenige der Wasserwerke Zug AG Mehr Abhängigkeiten, eine sich schnell ändernde Marktsituation und der Druck der Swisscom veranlassen die Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA), ihr Netz in dasjenige der Wasserwerke Zug AG (WWZ) zu integrieren. Die Generalversammlung stimmte diesem Ansinnen bei einer Gegenstimme zu («Anzeiger» vom 20. März).

Nach dieser klaren Absichtserklärung folgt nun die Übertragung per 1. Januar 2016. Die letzte FGA-Generalversammlung wird 2019 stattfinden; die Genossenschaft muss dann per Zweidrittelmehrheit aufgelöst werden. 2020 ist diese dann nach über 40 Jahren nur noch Geschichte. Das provisorische Pauschalangebot der WWZ: 5,5 Mio. Franken. Nach Abzug für die Kosten von weiterer Tätigkeit, Liquidation, gesetzlichen Reserven und Steuern verbleibt am Schluss eine Gewinnausschüttung an die Genossenschafter in der Höhe von rund 2,5 Mio. Franken. Pro Anteilschein sind das zwischen 1100 und 1500 Franken. Nach der Übernahme werden die Mitarbeitenden der FGA von den WWZ übernommen. Geplant ist auch die Eröffnung eines WWZ-Shops bei Expert Senn an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern. Damit bleibt auch die Kundennähe erhalten.

................................................... von werner schneiter Genossenschaftspräsident Peter Bolliger und FGA-Geschäftsführer André Kuchen erläuterten die Schritte letzte Woche im Mehrzweckgebäude an der Büelstrasse in Affoltern vor einer ungewohnt grossen Kulisse. Die FGA spüre diverse Abhängigkeiten, die sie mehr und mehr von der Eigenständigkeit abdränge. Kunden seien vermehrt verunsichert, wissen nicht mehr, an wen sie sich wenden sollen. Auch der Druck der Swisscom sei spürbar, die zwar in etwa die gleichen Produkte anbiete wie die FGA, aber über ein besseres Netz verfüge. Es gebe ein Wachstum bei sogenannten Bündelangeboten und Kombi-Paketen. Zudem hole die UPC Cablecom auch in den Bereichen Internet und Telefonie auf. «Kunden wollen nur noch für ein Grund-Abo zahlen – alles aus einer Hand», sagte André Kuchen, für den sich die Tendenz zu Netz-Zuammenschlüssen weiter verstärkt hat. Bei der FGA steige zwar die Zahl der Genossenschafter, und das Netz

Begründeten die Netzübernahme durch die Wasserwerke Zug AG an der von einer Rekordzahl besuchten Generalversammlung ausführlich: FGA-Präsident Peter Bolliger (rechts) und Geschäftsführer André Kuchen. (Bild Werner Schneiter) wachse. Aber der Anteil der Abonnenten sinke. Plombierungen würden zunehmen, die Preise fallen. So sei die Zusammenarbeit mit den WWZ schon seit eineinhalb Jahren ein Thema. Verändere sich nichts, so müssten hier unter anderem die Gebühren erhöht und das Marketing umstrukturiert werden. «Wir haben zwar eine gesunde Firma, könnten wohl noch zehn Jahre wie bisher weitermachen, aber es wird zunehmend schwieriger; das Marktrisiko erhöht sich», prophezeit der Geschäftsführer. Aus diesen Gründen spricht er der In-

tegration des FGA-Netzes mit rund 4600 Abonnenten in dasjenige der WWZ das Wort. Dieses umfasst derzeit rund 91 000 Abonnenten. «Die Kunden werden von dieser Integration nichts spüren», hiess es am Vorstandstisch. Klar sei, dass das in den letzten Jahren aufgebaute Netz mit dem technischen Fortschritt in Einklang bleiben müsse, alle vom Provider angebotenen Dienste einwandfrei, die Kundenzufriedenheit mit gutem Service erhalten bleiben sollen. Ausserdem müsse das gute Preis-Leistungs-Verhältnis beibehalten werden.

Arbeitsplätze bleiben erhalten – WWZ-Shop in Affoltern Mit einer Netz-Integration in dasjenige der WWZ können Synergien genutzt werden. Die FGA-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter sehen das genauso. Der FGA-Vorstand hätte zwar die Kompetenz gehabt, den «Deal» mit den WWZ allein durchzuziehen, zog es aber vor, die Genossenschaftsmitglieder in einer Konsultativabstimmung entscheiden zu lassen. Sie sprachen sie sich bei einer Gegenstimme für die Lösung mit den WWZ aus.

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Dienstag, 24. März 2015

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kommentar

Akzeptanz für Park und Regeln Resultate der Umfrage zum Wildnispark Sihlwald zeigen gesellschaftliches Ebenbild Matthias Näf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ETH und des Wildnisparks Zürich, hat erste Umfrageresultate zum beliebten Naherholungsgebiet am Albis publiziert. Sein Befund: Die Regeln werden mehrheitlich akzeptiert. Und: Nutzer fordern mehr Toleranz für die eigene Nutzung.

................................................... von martin platter

E

................................................... von martin platter Ende 2013 hat Matthias Näf per Zufallsgenerator 8795 Fragebögen zum Wildnispark an die über 18-jährige Bevölkerung in die Gemeinden der Bezirke Horgen und Affoltern inklusive der Anrainergemeinden des Parks sowie in die nördlichen Gemeinden des Kantons Zug verschickt. Nach nochmaligem Nachhaken mit einer Umfragekurzfassung bei 2500 Empfängern betrug der Rücklauf schliesslich 23 Prozent. «Ich habe extra keine obere Altersgrenze gesetzt, damit sich auch die älteren Semester, die den Sihlwald in den Kriegs- und Nachkriegsjahren noch als wichtigen Brennholzlieferanten in Erinnerung haben, berücksichtigt werden konnten», ergänzt der wissenschaftliche Mitarbeiter auf Anfrage des «Anzeigers». Aus den Antworten lasse sich ableiten, dass Personen mit grossem Interesse an Wald und Natur sowie Personen mit starkem Bezug zum Sihlwald in der Umfrage gut vertreten sind. Untervertreten seien dagegen Personen, die in ihrer Freizeit nur selten oder nie in Wälder und in die Natur gehen, was logisch erscheint. Insgesamt beurteilt Näf die Rückmeldungen aber als repräsentativ.

Wildnispark in der Region gut verankert 84 Prozent aller Befragten halten den Naturerlebnispark im Sihlwald für «einen grossen Gewinn», «einen Gewinn» oder zumindest für «eher einen Gewinn» für die Region. «Der Park ist regional sehr gut verankert und auch die strikten Verhaltensregeln seien

Unterschiedliche Toleranzen: Mountainbiker und Reiter im Wildnispark Sihlwald. (Symbolbild Martin Platter) mehrheitlich akzeptiert», liest Näf aus dem Rücklauf heraus. Über 80 Prozent der Befragten beurteilten die Verhaltensregeln als «gut» oder «eher gut». Dazu gehören etwa das Radfahren nur auf markierten Wegen (86 Prozent), die Leinenpflicht für Hunde (87 Prozent) oder das Weggebot in der Kernzone (86 Prozent). Gefragt nach der beliebtesten Art von Wegen schnitten die schmalen Wege und Trampelpfade mit 61 Prozent der Antworten am besten ab, gefolgt von breiten Waldstrassen mit Kiesbelag mit 28 Prozent und quer durch den Wald abseits der Wege gehen in der Naturerlebniszone mit 11 Prozent. 76 Prozent der Befragten finden den Verzicht auf die Holznutzung «gut» oder «eher gut», lediglich 12 Prozent halten diesen Grundsatz für eine Verschwendung von Holz.

Unterschiedliche Toleranzen Interessant werden die Umfrageergebnisse dort, wo sie mehr ins Detail gehen. Am liebsten gehen die Menschen zu Fuss in den Sihlwald. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer gab an, mit dem Mountainbike im Sihlwald unterwegs zu sein, vier Prozent als Reiterin oder Reiter. Spannend ist hier wiederum: Werden alle – also auch die, welche nicht reiten – gefragt, ob sie die Regeln für Reiter im Sihlwald gut finden, kreuzten 87 Prozent «gut» oder «eher gut», 5 Prozent neutral und acht Prozent «schlecht» oder «eher schlecht» an. In der Kerngruppe der Direktbetroffenen, die selber reitet, ändert sich das Verhältnis. 68 Prozent finden die Verhaltensregeln gut oder eher gut, drei Prozent sind neutral und 32 schlecht oder eher schlecht.

Im Bezug auf die Biker ist es ähnlich, wenn auch nicht ganz so drastisch. 86 Prozent fanden es gut oder eher gut, dass Biker nur auf den dafür bezeichneten Wegen fahren dürfen, 3 Prozent sind neutral, 11 Prozent kreuzten «schlecht» oder «eher schlecht» an. Im Kreis der Biker ändert das Verhältnis: 79 – 2 – 20. In der Umfrage sind die Reiter etwas toleranter gegenüber den Bikern wie umgekehrt. «Generell fordert man mehr Toleranz gegenüber der eigenen Nutzung», stellt Näf fest. Die Umfrage sei Bestandteil eines dreiteiligen Forschungsprogramms des Wildnisparks Zürich und stehe in keinem Zusammenhang mit der laufenden Revision der Schutzverordnung. Die komplette Meldung findet sich im Internet unter wildnispark.ch/medien. ................................................... > Kommentar in der 5. Spalte

Mehr Rücktritte während der Legislaturperiode Zahlen zum Kantonsrat: Legislatur 2011 bis 2015 Wie oft nehmen die Kantonsrätinnen und Kantonsräte an den Ratssitzungen teil? Und wie hoch ist die Fluktuation während der Legislatur? Diese und weitere Kennzahlen haben die Parlamentsdienste zur auslaufenden Legislatur zusammengestellt. Der Kantonsrat tagte 209-mal von Beginn der Legislatur am 9. Mai 2011 bis anzeige

Trau, schau, wem?

zum Stichtag, am 28. Februar 2015. Rechnet man die geplanten Sitzungen bis Ende Legislatur hinzu, so werden es voraussichtlich 220 Ratssitzungen sein. Ausgehend von einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3.5 bis 4 Stunden, entsprechen diese 220 Ratssitzungen zirka 91 beziehungsweise 104 Arbeitstagen. Die Vorarbeiten für die Ratssitzungen leisteten die zwölf Sach- und Aufsichtskommissionen mit 1071 Sitzungen bis Ende Fe-

bruar 2015. Die Entschädigung der Kantonsratsmitglieder beläuft sich jährlich auf rund 3,7 Millionen Franken oder zirka 0,3 ‰ des Kantonsbudgets. Ein Kantonsratsmitglied nahm im Durchschnitt an 95 % der Ratssitzungen teil. Ebenso verbindlich wie die Teilnahme an den Sitzungen wird die Fraktionslinie eingehalten. Aus der im Herbst 2014 veröffentlichten Studie der Universität Zürichgeht hervor, dass im Amtsjahr 2013/14 in sämtli-

chen Fraktionen in mehr als 95 % der Abstimmungen einheitlich abgestimmt wurde. Im Zeitraum vom 9. Mai 2011 bis am 28. Februar 2015 wurden im Parlament 1110 Vorstösse eingereicht, um Auskünfte und Berichte von der Regierung zu verlangen oder um Gesetzgebungsprozesse auszulösen. Von 2011 bis 2014 bearbeitete der Rat pro Kalenderjahr durchschnittlich 130 Vorlagen (Gesetzesvorlagen, Kreditbeschlüsse oder sonstige Kantonsratsbeschlüsse). Ein Kantonsratsmitglied gilt für die Dauer einer Legislatur gewählt. Rücktritte während der Legislatur sind jedoch keine Seltenheit. In der laufenden Legislatur traten pro Amtsjahr im Durchschnitt 12 Mitglieder aus dem Rat aus. Gesamthaft betrachtet waren Ende Februar noch 73 % der im April 2011 gewählten Mitglieder im Rat. Gegenüber dem Mittelwert aus den beiden vorangegangenen Legislaturen 2003 bis 2007 und 2007 bis 2011 hat sich die Fluktuation um 3 % erhöht. Die grössten personellen Veränderungen bringen naturgemäss die Wahlen mit sich. Im Wahljahr 2007 traten rund 24 % der Ratsmitglieder nicht mehr zur Wahl an oder wurden nicht wiedergewählt. Bei den Wahlen 2011 waren es 27 %. (ki.)

rfreulich, dass sich der Wildnispark Zürich, zu dem auch der Tierpark Langenberg gehört, in einem ausgesuchten Teil der Bevölkerung von immerhin 2023 Personen auf grosse Zustimmung stösst. 84 Prozent davon finden, dass der Park ein Gewinn für die Region sei. Noch höher soll die Akzeptanz der strikten Regeln im Sihlwald sein. Derart hohe Zustimmung für die Einschränkung von persönlichen Rechten und die Missachtung von Privateigentum sieht man sonst nur bei Diktaturen wie in Nordkorea. «Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe», sollen Winston Churchill und Joseph Goebbels einmal gesagt haben. Wird hier der Boden für den baldigen Erlass der revidierten Sihlwald-Schutzverordnung (SVO) geebnet, der nicht im Sinne einer weit grösseren Mehrheit ist? 100 Einsprachen sind gegen die revidierte SVO zusammenkommen. Die IG Sihlwald für alle mit ihren 350 Mitgliedern, die 1000 Unterzeichner der Petition, welche die Revision des schlampig festgelegten Schutzzonenperimeters und der SVO ins Rollen gebracht haben, auf Druck der Bevölkerung die Mehrheit der Gemeinderäte aller sechs Anrainergemeinden sowie die beiden regionalen Planungsgruppen Zimmerberg und Knonauer Amt haben sich – gegen den Willen von hiesigen Kantonsräten wie Hans Läubli, Moritz Spillmann und Hans Wiesner – dafür eingesetzt, dass diese Revision überhaupt durchgeführt wurde. Misstrauisch stimmt, dass die Umfrageergebnisse eigentlich noch inoffiziell wären. Gemäss deren Verfasser Matthias Näf, der notabene auch Mitglied der Forschungskommission des Wildnisparks ist, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt eine detaillierte, 150-seitige Auswertung erscheinen. Bei der Lancierung der Umfrage 2013 sagte Näf noch, dass er die Arbeit im Rahmen der allgemeinen umweltsoziologischen Forschung an der Professur für Soziologie der ETH ausführe und nicht etwa im Auftrag des Wildnisparks Zürich. Die Befragung sei ganz klar nicht speziell auf die anstehende Überarbeitung der SVO ausgerichtet. Karin Hindenlang scheint diesbezüglich keine Skrupel zu haben. «Wir machen offenbar vieles richtig, auch wenn es einzelne Direktbetroffene gibt, die mit bestimmten Regeln nicht einverstanden sind», lässt sich die Wildnispark-Geschäftsführerin in der Pressemitteilung selbstgefällig zitieren. Pünktlich zum Saisonstart des Wildnisparks. Dem Beginn der Zeit, in der es wieder darum geht, Zehntausende Besucher aus der Ferne heranzukarren, um ihnen die Schönheit des «Wildnisparks» zu zeigen. Die Hälfte dieser Besucher – das geht aus einer anderen Studie von Näf hervor – reist mit dem Privatauto an. «Umweltschutz» im 21. Jahrhundert, für dessen Legitimation offenbar unbegrenzte Mittel zur Verfügung stehen.

Zuschüsse streichen Gegen Verwaltungsangestellte wie Hindenlang und ihre Entourage gibt es nur ein Mittel, um sie zur Räson zu bringen. Die schweigende Mehrheit, die Hindenlang verniedlichend als «einzelne Direktbetroffene» bezeichnet, muss an den Gemeindeversammlungen ein Machtwort sprechen. Indem sie die steigenden Zuschüsse für den Wildnispark kürzt oder sogar streicht. So, wie es 2013 in Langnau geschehen ist.


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Dienstag, 24. März 2015

«Im SAC Am Albis ist Feuer vorhanden» Eine ruhige 118. Generalversammlung im Kasinosaal in Affoltern mit über 100 Mitgliedern

Der Vorstand des SAC Am Albis, von rechts: Präsident Markus Bürgin, Doris Ammann, Walter Graf, Dieter Strub, Theo Schmidberger, Christoph Scheidegger, Peter Kron, Max Rüegg und Guido Wyss. (Bilder Werner Schneiter)

«Wir haben einen sehr gut funktionierenden Club»: So lautet der Befund von Markus Bürgin, Präsident der SAC-Sektion Am Albis. Dementsprechend verlief die 118. Generalversammlung im Kasinosaal in Affoltern. ................................................... von werner schneiter Die Sektion am Albis des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) zählt rund 1800 Mitglieder. Es ist ein Club, der trotz eines wettermässig schlechten Sommers auf ein aktives Vereinsjahr 2014 zurückblicken kann. So haben 91 Tourenleiter fast 1900 Personen unfallfrei in die Berge begleitet – und dabei von Klassikern bis zu neuen Routen alles angeboten. Präsident Markus Bürgin verwies an der Generalversammlung auf die Bemühungen der Jugendförderung und auf den erfreuli-

chen Umstand, dass der Zuspruch von Familienmitgliedschaften beim SAC Am Albis steigt. «Zudem läuft es bei unseren Senioren wie am Schnürchen», bilanzierte er weiter. Erfreulich, dass der Anteil der weiblichen Mitglieder steigt und derzeit rund einen Drittel ausmacht, wogegen die Zahl der Einzelmitgliedschaften und jene der Jugend stagniert. Der Anteil der über 60-Jährigen steigt hingegen, derzeit sind es rund 760. Nur logisch also, dass die SAC-Sektion Am Albis jedes Jahre zahlreiche Jubilaren feiern kann. In diesem Jahr wurden an der inzwischen von der Generalversammlung getrennten Feier für Jubilaren 71 Mitglieder für 40, 50, 60 und 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Treue gehört zu den Merkmalen des SAC.

Hütten in gutem Zustand Die SAC-Sektion Am Albis unterhält vier Hütten, drei sind in ihrem Besitz:

die Bächlital-, die Treschhütte und die Eseltritthütte, während die Hängelahütte gemietet ist. All diese Hütten sind gemäss Finanzchef Walter Graf in sehr gutem Zustand und erfordern in den nächsten zehn Jahren keine grösseren Sanierungen. Was auch auf die gute Wartung zurückzuführen ist. «Wir sind gewappnet. Der Rückstellungstopf für unsere Hütten wird nach 20 Jahren rund eine Million Franken aufweisen», sagte Graf. Die Sanierung der Treschhütte, die fast eine Million kostete, ist inzwischen abgeschlossen. Diese bot Stoff für mehrere SAC-Generalversammlungen ...

ein kleiner Trost für die Vereinsverantwortlichen, die vor Jahresfrist mit ihrer Forderung nach einer Mitgliederbeitragserhöhung teilweise gescheitert sind. Bewilligt wurde damals nämlich nur die Hälfte der beantragten Erhöhung; der Mitgliederbeitrag 2016 bleibt nun gemäss GV-Beschluss unverändert. «Wir haben trotz schlechtem Wetter einen guten Abschluss erzielt», so die Bilanz von Walter Graf. Etwas belastet werden die Finanzen durch die zunehmende Administration, die in der entsprechenden Kommission ein zusätzliches Mitglied verlangt.

Finanzen im Lot

Wechsel im Vorstand und eine Verabschiedung

Finanzchef Walter Graf präsentierte einen guten Rechnungsabschluss und ein Budget mit einer «schwarzen Null». Erfreulich: Dem SAC Am Albis wurden fast 45 000 Franken an Legaten von Verstorbenen zuteil. Vielleicht

Die Generalversammlung segnete die statutarischen Geschäfte einstimmig ab und wählte den Vorstand in globo für eine weitere Amtsdauer. Dort gibt es allerdings einen Wechsel: Peter

Für den langjährigen Einsatz in der Eseltritthütte geehrt: Werner Angst. Kron löst Sigrid Cariola im Kommunikationsbereich ab. Eine Ablösung gibt es auch bei den Rechnungsrevisoren: Lieni Grimmer und Werner Landolt, beide während acht Jahren im Amt, werden statutenkonform von Alice Rieder und Beat Pfister abgelöst. Verabschiedet wurde ausserdem das Eseltritt-Hütten-Ehepaar Rosmarie und Werner Angst, die dort während vieler Jahre mit Herzblut «für Ordnung» gesorgt haben. Besonderen Applaus erntete Präsident Markus Bürgin für seine Ankündigung, dass er als Präsident zwei weitere Jahre anhängen will – dies trotz seiner starken beruflichen Belastung. «Er hat unseren Verein in den vergangenen vier Jahren weitergebracht», sagte ein Mitglied am Rande der Generalversammlung vom Donnerstag im Kasinosaal in Affoltern Und damit eigentlich bestätigt, was der Präsident im Verein ortet: «Im SAC Am Albis ist Feuer vorhanden».

Realität der Flucht: Verschleppt, ausgeraubt und schikaniert Mettmenstetter und Aeugster Konfirmanden erlebten an einem Projekttag die Realität von Flüchtlingen An einem Aktionstag lernten Mettmenstetter und Aeugster Konfirmanden, wie sich das Leben als Flüchtling anfühlt. Neben einem Planspiel erfuhren sie zahlreiche Details über die Flucht nach Europa. ................................................... von salomon schneider Seit dem Sonderbundskrieg 1848 hat die Schweiz keine militärischen Auseinandersetzungen mehr erlebt und

auch wirtschaftlich ging es steil aufwärts. Die Schweiz wurde seither vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland. Um den Konfirmanden und Konfirmandinnen aufzuzeigen, welche Schrecken eine Flucht mit sich bringt, organisierten der Mettmenstetter Pfarrer Andreas Fritz und die Aeugster Pfarrerin Bettina Stephan einen Projekttag zum Thema Flucht und Asyl. Im Zentrum des von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) organisierten Tages stand ein vom UN-Hochkommisaritat für Flüchtlinge (Unhcr)

entwickeltes Planspiel. Am Anfang wurden den Jugendlichen die Augen verbunden und ein Luftangriff simuliert. Neben Bombeneinschlägen und Rauch mussten sich die Jugendlichen zurechtfinden. «Der Einstieg war unglaublich intensiv. Durch den Lärm, den Rauch und die verbundenen Augen entstand ein richtig beklemmendes Gefühl», berichtet ein Konfirmand.

52 Millionen Flüchtlinge weltweit Auf dem weiteren Weg wurden sie von Paramilitärs gefangen, von Schleppern

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Die Jugendlichen werden nach der Flucht in einem Unhcr-Flüchtlingslager aufgenommen. (Bild Salomon Schneider) ausgenommen und von Grenztruppen schikaniert, bis sie im Unhcr Flüchtlingslager ankamen. «Die Flüchtlinge haben Schikanen unglaublich realistisch gespielt. Man merkte, dass sie selber solche Erfahrungen gemacht haben. So etwas wünscht man nie-

mandem», hielt ein Jugendlicher fest. Bei der Analyse des Spiels zeigte Lisa Brodbeck vom SFH, dass das Erlebte real ist und oft Jahre dauert: «2013 waren 52,2 Millionen Menschen auf der Flucht. 2014 waren es aufgrund der neuen Krisenherde sicher noch mehr.»


Forum

Kantonsratswahlen: Kandidierende bis 31. März vorstellen Im Vorfeld der Kantonsratswahlen vom 12. April können Parteien ihre Kandidatinnen und Kanditaten mit Bild im «Anzeiger» vorstellen. Der ideale Textumfang beträgt maximal 1500 Zeichen. Diese Vorstellungsrunde schliessen wir in der Ausgabe vom Dienstag, 31. März, ab. Die Beiträge müssen die Redaktion bis spätestens Samstag, 28. März, 12 Uhr, erreichen. Das ist aber nur noch für jene möglich, die bisher noch nicht zum Zug gekommen sind. Für alle anderen gilt: Reine Wahlwerbung – für Parteien wie für Kandidierende – gehört nicht mehr in den redaktionellen Teil, sondern in den Inserateteil. Die Redaktion

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Regierungsrat Martin Graf in Affoltern Martin Graf, seit vier Jahren Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern, kandiert für eine weitere Amtsdauer im Zürcher Regierungsrat. Am vergangenen Samstag stand er vor der Migros in Affoltern, zusammen mit drei Kantonsratskandidaten der Grünen, den interessierten Wählerinnen und Wählern für Red und Antwort zur Verfügung.

Wichtige Akzente gesetzt Als Direktor der Justiz und des Innern setzte Martin Graf in den vier vergangenen Jahren wichtige Akzente, unter anderem mit dem kantonalen Integrationsprogramm, einem neuen Kulturleitbild, dem Aufbau des Kompetenzzentrums Cybercrime, der Stärkung des Risikomanagements im Strafvollzug oder beim Ausbau von E-Government und E-Voting. (hl)

Regierungsrat Martin Graf (2. von links) im Zentrum Oberdorf in Affoltern, flankiert von Bruder Robert Graf (l.) und den Kantonsratskandidaten Thomas Schweizer, Ernst Hedinger und Hans Läubli. (Bild -ter.)

Postautofahrgäste von Hausen und Dr. Thomas Beck, Ebertswil müssen sich wehren Kandidat der GLP Mit den ZVV-Fahrplanvorschlägen für die Linie 235 würde Hausen von der Direktverbindung nach Zürich abgekoppelt. Die Postautolinie 235 von Ebertswil/Hausen nach Wiedikon wurde bei der Einweihung vor rund 30 Jahren als grosse Innovation bezeichnet. Zu Recht; aufgrund der Nachfrage wurde das Angebot kontinuierlich erweitert und auf den heutigen Stand mit 25 Kursen pro Tag ausgebaut. Ebertswil und Hausen sind dank dieser Direktverbindung ideale Wohnorte für Leute

mit Arbeitsplatz in der Region Triemli und Wiedikon. Für die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wiedikon ist das Postauto der Linie 235 unverzichtbar. Nun soll die Gemeinde Hausen gemäss Fahrplanentwurf des ZVV von dieser Linie abgekoppelt werden. Einzig noch je zwei Busse am Morgen und Abend würden ab und bis Hausen Post verkehren, wenn die Vorschläge der Verkehrsplaner umgesetzt würden. Statt 25 Kurse wie bisher nur noch 4. Und am Wochenende tote Hose. Wir können und müssen uns für

die Beibehaltung der Linie 235 einsetzen. Schreiben Sie dem Gemeinderat und wehren Sie sich gegen den drohenden Abbau im öffentlichen Verkehrsnetz. Je mehr Leute sich aktiv beteiligen, mit desto mehr Gewicht kann der Gemeinderat die Anliegen der Bevölkerung gegenüber dem ZVV vertreten. Die Eingabefrist an die Gemeinderatskanzlei läuft bis 29. März, Fahrplanentwürfe und ein Merkblatt sind auf www.hausen.ch abrufbar. Georges Köpfli, Hausen

Anliegen aufgenommen: Veranstaltung vom letzten Samstag im Meilihof in Ebertswil. (Bild zvg.)

Auch Ebertswil gehört zum Zürcher Verkehrsverbund! Wer kennt den Slogan (ich bin auch ein ...) der ZVV nicht? – Doch sind wir kein Bus, keine Bahn, kein Tram und kein Schiff, wir sind Menschen, die die öffentlichen Verkehrsmittel täglich benützen und «brauchen» um zur Arbeit zu gelangen, um die Schulstunden nicht zu verpassen, um umweltbewusst zu handeln! Die Fahrplanvorlage und die darin enthaltenen Veränderungen lösen auch bei den «jungen Menschen» grosse Unsicherheit und Betroffenheit aus. An den Bushaltestellen und in den Bussen sind die von der ZVV geplanten Änderungen, welche für Ebertswil

verheerend ausfallen würden, Gesprächsthema Nummer eins. Deshalb trafen sich am Samstag, 21. März, 23 Menschen aus Ebertswil und Hausen im Meilihof, um sich über ihre Situation für ihre Zukunft zu informieren und auszutauschen. Unter der Leitung von Helen Gisler, Regula Tobler, Robin Müller und Susanne Trachsel wurden ihre Anliegen aufgenommen. Sie erhielten Informationen über die Arbeitsgruppe der Gemeinde «Busfahrerinnen und Busfahrer» und die laufende Petition. Mit der Unterstützung dieser jungen Menschen werden nun Unter-

schriften gesammelt. Einzelbegehren werden mit dem «Tablet» direkt an die Gemeinde geschickt, Informationszettel mit dem Link zur Internetseite der Gemeinde Hausen am Albis werden verteilt und – vieles mehr. An der Bürgersprechstunde vom Donnerstag, 26. März, (zwischen 17 und 18 Uhr) werden die Anliegen und die Petition «Direkte Busverbindungen von Ebertswil nach Zürich» dem Gemeindepräsidenten, Stefan Gyseler, zuhanden des Gemeinderats, Hausen am Albis, übergeben. Susanne Trachsel, Ebertswil

«Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.» Thomas Beck (Bild) wurde 1954 in Radolfzell am Bodensee (BRD) geboren und lebt seit 1983 in der Schweiz, seit 1999 in Aeugst und ist seit 2011 Schweizer Bürger. Er ist verheiratet und hat eine Tochter im Alter von 13 Jahren. Beruflich begann er als Tierarzt und wechselte nach einem Zweitstudium (Psychologie) an der Universität Zürich in den Bereich Marktforschung. Als Mitinhaber der Firma Health Research & Consulting realisiert Thomas Beck Marktforschungs-Studien und Marketing-Projekte für Pharma-Firmen und Spitäler und unterstützt Spitäler bei der Optimierung der Zuweiser-Kontakte. Seit seiner Einbürgerung ist Thomas Beck bei den Grünliberalen im Bezirk Knonauer Amt aktiv, inzwischen als nationaler Delegierter und Mitglied des kantonalen und des regionalen Vorstands. Bei seinen vielen Reisen hat Thomas Beck immer wieder gesehen, in welchem Paradies wir hier in Mitteleuropa und insbesondere in der Schweiz leben. Hunger, Krieg, Gewalt, massive Arbeitslosigkeit, massive Umweltzerstörung, Bestechung, Behördenwillkür und vieles mehr sind hier zum Glück kein Thema. Es wurde ihm so noch mehr bewusst, wie viel Kleinarbeit von sehr, sehr vielen es gebraucht hat, dass wir hier in Mitteleuropa und besonders in der Schweiz unter so guten Bedingungen leben können und deshalb möchte er seinen Beitrag dazu leisten, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Bei den Grünliberalen fand Thomas Beck eine Partei, deren Hauptanliegen grün ist, die jedoch nicht mit einem fundamentalistisch grünen Habitus auftritt, die für Benachteiligte anzeige

eintritt wo nötig, aber dagegen ist, dass Subventionen mit der Giesskanne ausgeschüttet werden und welche die Energiewende durch wirtschaftliche Anreize und nicht durch staatliche Reglementierung herbeiführen möchte. Thomas Beck engagiert sich in seinem Leben für die nach ihm folgenden Generationen und möchte seiner Tochter eine Welt hinterlassen, in der es sich lohnt zu leben. Auch wenn es in der Politik um Vereinfachung geht, versucht Thomas Beck, gesellschaftliche Themen differenziert und fundiert zu analysieren, bevor er Lösungen befürwortet oder ablehnt. Ein Beispiel hierfür ist das Thema Drogen: – Nachgewiesenermassen gefährliche Drogen wie Alkohol und Tabak sind frei erhältlich, andere, welche aufgrund vieler wissenschaftlicher Untersuchungen eher weniger gefährlich sind, bleiben verboten. – Die Prohibitions-Politik der USA und (in deren Gefolge) fast aller anderen Staaten sehen viele Richter, Wissenschaftler und Polizei-Mitarbeiter als gescheitert an: Sie hat den Drogenmissbrauch nicht verhindert, die Drogenmafia zum Blühen gebracht und führte zu überfüllten Gefängnissen. – Erst seit kurzer Zeit, nach einer Zwangspause von fast 40 Jahren, ist in sehr begrenztem Ausmass wieder Forschung möglich, welche das therapeutische Potenzial von einigen Substanzen untersucht; erste Erfolge zeigen sich. – Die Gefährdung insbesondere für die Jugend, wenn alle Drogen liberalisiert würden, ist aber ebenfalls eine Realität. Hier einen Weg für eine vernünftige, sinnvolle und angstfreie Politik zu finden, ist schwierig und erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Thomas Beck hofft, bei den Grünliberalen und als Kantonsrat zu dieser Diskussion beitragen zu können. www.knonaueramt.grunliberale.ch


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Forum

Säuliamt auf der Sonnenseite – für alle?

Entfilzen bitte!

Rückwärtsgewandte

An der Kandidatenkür vom Dienstagabend, 17. März, äusserte Kantonsrat Martin Haab sein politisches Statement bezüglich unseres Wohlergehens sinnbildlich mit: das Säuliamt sei auf der Sonnenseite des Albis. Scheint denn die Sonne wirklich für alle? Als Bauerntochter aus dem Säuliamt weiss ich, wo Sonne ist, ist auch Schatten. Verschiedene politische Themen werden im Kantonsrat von bürgerlicher Seite in den Schatten gestellt. Der Bezirk Affoltern wird im Kantonsrat von einer Männerriege repräsentiert. Für mich wichtige Themen standen auch an der Podiumsdiskussion im Schatten.

Freundlicher Austausch von Argumenten, «Anzeiger» vom 20. März.

Die Sozialdemokraten und ihre linken Ideologen.

Armut im Alter trifft Frauen Ich kämpfe zusammen mit der SP für mehr Gerechtigkeit und gegen die Armut. Wir setzen uns für den Erhalt der Prämienverbilligung, bezahlbaren Wohnraum und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Es braucht mehr bezahlbare Krippenplätze und Teilzeitstellen für Frauen und Männer. Alle sollen am Familien- und Berufsleben teilhaben dürfen. Wenn Frauen im Beruf bleiben, können sie sich beruflich weiterentwickeln und haben ausserdem im Alter eine Pension. Dies wiederum würde die Sozialhilfe entlasten, denn die Armut im Alter trifft speziell die Frauen. Jeannette Hubli Zürrer, Kantonsratskandidatin SP, Affoltern

Die Schweiz in Europa als Einbrecherparadies bekannt 14 mutmassliche Einbrecher verhaftet, «Anzeiger» vom 13. März. Es ist schon unglaublich, wie viele Halunken es gibt, die anstatt einer anständiger Arbeit nachzugehen, sich als Einbrecherspezialisten betätigen, weil sich das eher lohnt und einfacher ist als zu arbeiten. Und, wie mittlerweile bekannt geworden ist, handelt es sich vorwiegend um Personen aus dem Osten von Europa. Und weil es am Grenzübertritt praktisch keine Kontrolle mehr gibt, das haben wir der EU zu verdanken, erwischt man diese Halunken auch nicht – es sei denn, dass einem aufmerksamen Zöllner irgendetwas auffällt, und er Papiere verlangt und den Kofferraum anschauen will, und zum Teil sogar Einbrecherwerkzeug findet. Würde das mehr gemacht könnte man vielen Halunken das Weiterfahren verhindern und sie der Polizei übergeben.

Mehr Polizeikontrollen nötig Es wäre auch sonst nötig, dass die Polizei viel mehr Autofahrer zu einer Kontrolle anhält, denn was da alles zum Vorschein kommt, ist erschreckend: Betrunkene, Drogensüchtige ohne Fahrzeugausweise, gestohlene Autos, abgelaufene Reifen, Autofahrer mit dem Telefonhörer am Ohr oder SMS schreibend, Znünibrot essend oder auf dem Lenkrad noch eine Zeitung ... Also vorwiegend Autofahrer, die laufend ein hohes Gefahrenpotenzial darstellen, und so auch plötzlich auf die linke Strassenseite fahren, dann noch mit einem korrekt fahrenden Autofahrer zusammenstossen und so unschuldige Personen verletzen oder auch töten. Was man da für grauenhafte Fotos von solchen Unfällen sieht, ist ein absoluter Horror. In Deutschland fährt die Polizei vielfach mit Kastenfahrzeugen herum und kann durch ein Guckloch schauen was zum Beispiel ein Lastwagenfahrer so macht. Also sind bedeutend mehr Polizeikontrollen auf den Strassen dringend nötig. Korrekte Autofahrer haben nichts zu befürchten. Rolf Baumann, Hausen

Dienstag, 24. März 2015

Der Naturstoff Filz war einst weltberühmt, nicht erst seit ein bekannter (eher berüchtigter) deutscher Künstler ihn als Metapher in sein Werk einfügte. Heute jedoch tragen wir den Filz längst nicht mehr an den Füssen (Stiefel) oder auf dem Kopf (Hut). Einzig die Politikern suchen bei ihm noch nach Wärme. Leider macht Wärme sehr oft auch schläfrig – und wen wundert es da, dass unsere bisherigen Ämtler Kantonsvertreter die wichtigsten beiden Zukunftsprojekte – Kantonsschule/Spital Affoltern – durchs Band verschlafen oder verdrängt haben? Zudem konnten wir auch im «Anzeiger» nachlesen, wie wenig jeder der bisherigen Vertreter persönlich erreicht hat. Auch die unterirdische Teilnahme (zirka 10 bis 15 unabhängige Zuhörer) am Affoltemer Wahlforum der vornehmlich bisherigen Kantonsräte spricht Bände für ihre Anziehungskraft auf den Wähler.

Kandidaten der um die 20 Jahre alt ist und für seinen Mut einen Doppel-Bonus verdient hätte. Wohin der Filz uns führt, haben wir beim Spital Affoltern gesehen. Von allen Kantonsräten – von links bis rechts – wurde andauernd aktives Wegschauen und Duldung der Misswirtschaft gepredigt – auch im «Anzeiger»! Heute, wo das Gemeindeamt gezwungenermassen hinschauen musste, wissen wir, dass die Liste aller Missbräuche lang ist. Ein zweistelliger Millionenbetrag ist, vermutlich im breiten Umfeld der Serviceklubnetzwerke, versickert, und das Spital steht nun, stark gefährdet, am Ende des kantonalen Rankings. Doch welcher Kantonsrat hat bis jetzt eine Untersuchung, gar mit Straffolge, gefordert? Stattdessen machen die bisherigen Vertreter der SVP und der FDP lieber Bundespolitik, respektive Grossbanken-Lobbying und fordern, am Wahlpodium(!), ausgerechnet in einer Zeit von grosser Unsicherheit an den weltweiten Finanzmärkten, die Aufhebung der Staatsgarantie für die Kantonalbank.

Bisherige einfach streichen ...

... und «neue Gewerbler» wählen

Wie jeder Mensch lebt auch das politische Organ – Kantonsrat – von der Regeneration! Nehmen Sie also den dicken «Filzstift» hervor und streichen Sie, egal auf welcher Liste, die Bisherigen einfach durch. Ersetzen sie deren Namen durch ein möglichst junge, frische oder beruflich erfahrene Kraft. Damit erhält diese Person einen Doppel-Bonus, ohne dass sie die Stimmenzahl ihrer Wunschpartei beeinträchtigen. Ich persönlich habe mit jungen Politikern sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind weit überdurchschnittlich engagiert und motiviert. Zudem sitzt bei ihnen der Filz höchstens an den Füssen. Fast alle grösseren Parteien (SP, FDP, CVP, Grüne) haben einen

Kurz: Wählen Sie Leute, die sich für den Bezirk einsetzen und auch aktiv engagieren. Also Leute, die unserer Region ein ökologisch/ökonomisch sinnvolles Wachstum ermöglichen werden. Ich denke da etwa auch an die «neuen Gewerbler» Susanne Leuenberger (SVP) oder Daniel Sommer (EVP), die beide noch wissen, womit sie arbeiten. Natürlich werde ich eine angepasste Liste der Grünen einlegen, damit wir auch weitere vier Jahre von einem Golfplatz verschont bleiben. Vielleicht auch, weil ich auf ein Wunder hoffe, damit unser Kulturland vom Kantonsrat doch noch geschützt werden wird. Jürg Wyttenbach, Affoltern

Früher waren die Schweizer Sozialdemokraten von leistungsbewussten Arbeitnehmern geprägt. In der Zwischenzeit sind sie ihnen weitgehend abhandengekommen. Geprägt wird die Partei von Hochschulabsolventen die – von Soziologie-Professoren geprägt – in alt-68er Art staatliche Umverteilung und die internationale Gleichmacherei predigen. Das vor einigen Wochen verabschiedete Parteiprogramm ist endgültig von diesem Geist beseelt. Die Vorschläge sind – zusammenfassend – als Privilegien für wenige und Bevormundung für alle anderen zu bezeichnen. Statt Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu geben wird in die sozialistische Mottenkiste des 19. Jahrhunderts gegriffen. Kündigungsschutz oder einkommensabhängige Prämien in der Krankenversicherung, zusätzlicher gemeinnütziger Wohnraum, um weiterhin für die eigenen Genossen, die es gar nicht nötig haben, vom Staat vergünstigte Wohnungen zu besetzen. Weder zum Thema Zuwanderung noch zur Zukunft unseres Landes in Europa oder zur zunehmenden Sicherheits-Herausforderung findet man Antworten. Die Armee soll abgeschafft werden, und die Bemühung um einen zeitgerechten Nachrichtendienst wird von den Nachwuchskräften der Sozialdemokraten der Juso in diffamierender Art lächerlich gemacht. Die offensichtliche Fehlentwicklung der Sozialfürsorge jedoch soll weiter gepflegt und ausgebaut werden. Man wird den Eindruck nicht los, das Ziel sei nicht Erhaltung des Wohlstandes, sondern unter Führung der Sozialdemokraten, Armut für alle, Privilegien für Wenige. Man kann es in den vergangenen 30 oder gar 50 Jahren als grössten Fehler bürgerlicher Mehrheiten und ihrer Politik in den Parlamenten bezeichnen, weil man die Sozialpolitik weit-

gehend den Sozialdemokraten überlassen hat. Das Resultat dieser Politik ist nun aufgrund einiger publik gewordener Fälle unter Beschuss geraten. Endlich wird dieser sonst unter dem Deckel des Datenschutzes gehaltene undifferenzierte Umverteilungssozialismus transparenter. Oder man versucht mindestens, wie die SVP Affoltern, die Transparenz für den Steuerzahler mit Anfragen herzustellen. Zur tragischen Fehlleistung und unbezahlbaren Kostenentwicklung trägt auch die noch junge Kinder und Erwachsenenschutz-Behörde (KESB) bei, welche die Vormundschaftsbehörde in den Gemeinden ersetzt hat. Klar ist: Es braucht Korrekturen in der Sozialhilfe, die den Spielraum für die Behörde und die Anreize für die Betroffenen verbessern. Die Gemeinden, die zu bezahlen haben, sind nicht mehr nur als von Sozialarbeitern gelenkte Zahlstellen zu betrachten, sondern sind abschliessend für die Zusprechung von Leistungen zuständig und haben die Steuerzahler in geeigneter Form, unter Einbezug des Persönlichkeitsschutzes, zu informieren. Die Richtlinien der Konferenz öffentlicher Sozialhilfe (Skos), welche heute von den Gerichten im Streitfall geschützt werden, entsprechen dem Gesellschaftsbild einer von Sozialisten geführten Organisation und sind dringendst zu überarbeiten und dem eigentlichen Auftrag der Sozialhilfe, nämlich der Hilfe zur Selbsthilfe, zuzuführen. Wenn man einer vierköpfigen Familie 5000 Franken monatlich steuerfrei Sozialhilfe bezahlt, um ein Beispiel zu nennen, ist das mehr als andere mit Arbeit zur Verfügung haben. Solche sozialistischen Auswüchse können nicht weiter geduldet werden. Es sind keine Einzelfälle, es ist der Erfolg der Sozialisten in der Politik. Bei Wahlen können die Stimmberechtigten korrigierend eingreifen. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Zukunftsweisend wohnen in der 3. Lebensphase Die drei Häuser der Genossenschaft maettmi50plus sind ab Herbst 2015 bezugsbereit. Die SP Bezirk Affoltern lädt alle Interessierten und Neugierigen zusammen mit Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr zu einer Besichtigung ein.

3½- und neun 4½-Zimmer-Wohnungen ergänzen. Die Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus möchte autonomes Wohnen bis ins hohe Alter in guter Nachbarschaft ermöglichen. Und trotzdem Individualität und Selbstständigkeit in der Siedlung einen prominenten Platz einräumen.

Die Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus bietet Wohnraum für Menschen in der 3. und 4. Lebensphase – wenn die jüngeren Familienmitglieder selbstständig werden und ausziehen, der Raumbedarf nicht mehr so gross ist und die Pflege eines Einfamilienhauses und Gartens mehr Last als Freude wird. Die Lebensumstände ändern sich, ob in Partnerschaft oder alleinstehend. Soziale Kontakte sind wichtig. Und weil diese auch gesundheitsfördernd wirken, sieht maettmi50plus Gemeinschafts- und Begegnungsräume vor, die die total neun

Die Energiewende vorweggenommen Haben Sie sich auch schon gefragt, ob unser Boden nicht allzu sehr abkühlt, wenn heute allüberall der Erde mittels Erdsonden Wärme entzogen wird? Gilt Erdwärme als erneuerbare Energie? Die Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus geht einen neuen Weg: Sie leitet die mit Sonnenkollektoren im Sommer gewonnene überschüssige Wärme in den Boden und heizt dann im Winter ohne schlechtes Gewissen die Wohnungen mit Erdwärme. Das ist ein neues thermisches Konzept,

welches auch den Kanton Zürich interessiert. Deshalb wird das wegweisende Energiekonzept vom zürcherischen AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) wissenschaftlich begleitet.

Mehr davon am 28. März Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr reist in diesen Wochen durch den Kanton Zürich und lässt sich über innovative Projekte informieren. Diese spielen eine Schlüsselrolle in ihrem Wahlkampf; sie möchte zeigen, wie viel Potenzial in unserem Kanton schlummert und sie zählt auf den Mut für Entwicklungen. Das innovative Projekt vom maettmi50plus, das im Jahr 2011 von der Heinrich und Erna Walder-Stiftung «Wohnen im Alter» prämiert wurde, interessiert auch Jacqueline Fehr. Zusammen mit allen Interessierten und Neugierigen wird sie sich den Bau am Samstagnachmittag, 28. März, um 14 Uhr zeigen und

Komplexe Angelegenheit Leserbrief des Vereins pro Zweckverband, «Anzeiger» vom 20. März. Das Spital Affoltern lässt einen Teil seiner Grundlagen für die Fakturierung durch eine externe, spezialisierte Firma aufbereiten. Bei dieser Aufgabe handelt es sich um eine recht komplexe Angelegenheit, weil nur durch eine korrekte Erfassung der Leistungen eine richtige Rechnungsstellung an die Patienten bzw. die Versicherungen möglich ist. Die Erfassung der Leistungen muss zudem sofort nach dem Aus-

tritt des behandelten Patienten erfolgen, um dem Spital die notwendigen Einnahmen zeitgerecht zu sichern. Damit dieser Forderung auch nachgelebt werden kann, bezieht das Spital Affoltern die entsprechenden Leistungen teilweise bei einer externen Firma, wie dies andere Spitäler auch tun. Damit können Abwesenheiten der eigenen Mitarbeiterin aufgefangen werden, damit die kontinuierliche Fakturierung nicht unterbrochen wird. Das Spital Affoltern hat dafür im 2014 einen Betrag von Fr. 99 869.31, inklusiv Mwst., ausgegeben. Die externe Firma

wird dabei pro codiertem Fall bezahlt und nicht mittels eines Zeittarifs. Die Aus- und Weiterbildung der externen Codierer liegen in der Verantwortung der beauftragten Firma selbst. Solche Weiterbildungen werden wiederum durch spezialisierte Institutionen angeboten. Es kann deshalb gut möglich sein, dass interne und externe Mitarbeitende dieselbe Weiterbildung besuchen. Diese Weiterbildungskosten für die externen Mitarbeitenden gehen jedoch zulasten der beauftragten Firma. Beat Straubhaar, Direktor a.i.

über das Konzept informieren lassen. Der Vorstand von maettmi50plus beantwortet beim anschliessenden Apéro gerne alle Fragen über die Vermietung der Wohnungen und über die Genossenschaft. Die Siedlung Pfruendmatt liegt hinter Kirche und Pfarrhaus. Der Weg wird ab Gemeindehaus und ab dem Parkplatz beim Friedhof an der Friedhofstrasse ausgeschildert. SP Bezirk Affoltern, Franziska Sykora Links: www.maettmi50plus.ch www.jacqueline-fehr.ch

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Gewerbe/Dienstleistungen

Filiale in Hausen

60 Jahre

Raiffeisen Cham-Mettmenstetten: Die zusätzliche Geschäftsstelle kommt noch dieses Jahr. > Seite 17

Jubiläum Bibliothek Bonstetten: Petra Ivanov eröffnete den Reigen der Veranstaltungen. > Seite 23

Dienstag, 24. März 2015

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Weiter im Cup Der FC Wettswil-Bonstetten schlägt Yverdon und darf weiter vom grossen Los träumen. > Seite 27

«Ei des Kolumbus» aus Ottenbach Die Frego AG zeichnet sich seit bald siebzig Jahren durch Innovationsfreudigkeit aus Mit ihrem genialen Kubus bietet die Frego AG, Ottenbach, nun ein kompaktes und beliebig erweiterbares Pergola-Modul in Premiumqualität und zu Fixpreisen. Ab Donnerstag bildet ein Doppelkubus den Eingang zum Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel, Finetra. Er ist tatsächlich so etwas, wie das «Ei des Kolumbus» im Pergola-Bereich und genauso genial wie ein Würfel: Der Frego-Kubus, ein kompaktes, auf vorbereitetem Fundament frei aufstellbares und in zahlreichen Farben verfügbares Pergola-Modul in den Abmessungen drei mal drei mal zweieinhalb Meter. Die von Praktikern konzipierte, ideale Konstruktion für den PergolaBau in pulverbeschichtetem Alu-Vierkantprofil ist in bekannter Frego-Premiumqualität gefertigt und dennoch preiswert. Der Kubus ist modular aufbau- und ausstattbar und kann Schritt um Schritt ergänzt, erweitert werden. Die verschiedenen Optionen, mittels welchen der Kubus von «Kopf bis Fuss» individuell kombinier- und ausbaubar ist, beginnen beim Dach. Hier gibt es unterschiedlichste Ausführungen von Fix-Überdachungen und Beschattungsstoren. Auch auf den Seiten bietet sich eine grosse Auswahl an

Der Frego-Kubus – hier als Doppelkubus – ist ein kompaktes, individuell erweiterbares Pergola-Modul zu Fixpreisen. (Bild zvg) Senkrechtstoren oder auch Glaswände. Genauso ist der Frego-Kubus mit Holzboden lieferbar oder er kann mit einem individuellen Boden nach Wunsch bestückt werden.

Einfache und schnelle Montage Egal mit welchem Dachelement und welchem Boden, mit Vertikal-Store und Rollstore für Seitenbeschattung,

mit Ganzglas-Schiebewand oder Textilschieber … «Der Frego-Kubus ist sehr einfach und rasch zu montieren», hält Verkaufsleiter Oliver Egger fest und ergänzt: «Zudem kann es jederzeit nach Wunsch und baulichen Möglichkeiten mit weiteren Modulen zu Fixpreisen ausgebaut und kombiniert werden. Einzig der Montagepreis wird nach Absprache und Aufwand verrechnet.»

Ab Donnerstag ist der Frego-Kubus – als Doppelkubus – vor dem Eingang des Fachgeschäfts für Schlafkomfort und Gartenmöbel, Finetra, an der Zürichstrasse 130 in Affoltern, aufgebaut. Genauso kann er selbstredend in Ottenbach besichtigt werden – in der Permanent-Ausstellung der Frego AG an der Isenbergstrasse 8. (kb.)

Alles rund um Golf Am Samstag, 28. März, von 10 bis 16 Uhr findet auf der Albis-Golf Driving Range in Wettswil der traditionelle Demotag statt Zum Demotag vom Samstag, 28. März, von 10 bis 16 Uhr auf der Albis-Golf Driving Range in Wettswil sind alle Golfer und NochNicht-Golfer herzlich eingeladen. Zusammen mit dem Golffachgeschäft Umbrail Golf, werden Leckerbissen und Neuheiten für die Saison 2015 präsentiert. Vom Kleiderhersteller «Peak Performance» über alle bekannten Golfschläger-Hersteller bis zur Griffwechsel-Station vor Ort, findet sich alles, was das Golferherz begehrt! Die Partner aus der Region freuen sich, in einer Zusatzausstellung ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. In der Bereichen Autos, Garten, Brillen und Uhren, Fitness und Reisen gibt es auch hier viel Neues und Spannendes zu entdecken! Es stehen genügend Parkplätze auf der Anlage sowie auf der gegenüberliegenden Strasse zur Verfügung und das Restaurant Mühligolf sorgt für das leibliche Wohl. (pd.) Demotag am Samstag, 28. März, 10 bis 16 Uhr, Albis-Golf Driving Range, Wettswil.

Infos unter www.frego.ch.

Ein effizientes Ganzkörpertraining

Degustationsreise durch Italien

Ideale Startzeit für Aqua Strong

Nach dem langen Winter nimmt die Weinhandlung Maurer die Gelegenheit wahr, zum Frühlingsanfang am 27. und 28. März eine grosse Degustation mit italienischen Weinen durchzuführen.

Gerne führt Fabienne Zubler mit Humor und Motivation in das Element Wasser ein. Die Kurse finden montags ab 13.05 Uhr und donnerstags ab 13.35 Uhr im Hallenbad des Schulhauses Ottenbach statt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Seit 17 Jahren unterrichtet Fabienne Zubler, dipl. Wasserfitnessinstruktorin, mit Freude und Begeisterung ihre selbst entwickelten Wasserfitnessprogramme. Wie die Erfahrung zeigt, wird der Körper nach regelmässigen Aqua-Strong-Trainings fester, kräftiger und wohlgeformter, die Gelenke werden beweglicher und der Rücken gestärkt und entspannter. Durch die beinahe Schwerelosigkeit werden die Gelenke sehr schonend bewegt und bereits vorhandene körperliche Einschränkungen können leichter und schmerzfreier trainiert werden. Das Wasser bewirkt Massageeffekte sodass Verspannungen gelindert, die Blutzirkulation angeregt und die Lungenund Herzfunktionen verbessert werden. Im Aqua-Strong-Training, ein Ausdauer-Kraft-Programm für Jung und Alt, trainiert Fabienne Zubler sowohl Männer als auch Frauen, denn jeder kann seine Anstrengungen gemäss seinem Können und seiner Fitness selber

Fabienne Zubler: «Es bereitet mir Spass, Männer und Frauen miteinander zu trainieren.» (Bild zvg.) bestimmen. In jedem Training werden die Haupteigenschaften des Wassers, der statische Auftrieb, der Widerstand und der Druck, optimal genutzt. Diese Eigenschaften des Wassers begünstigen ein effizientes Ganzkörpertraining (Kraft/Ausdauer), zudem können Abnutzungserscheinungen vorgebeugt werden und Körper und Geist sind vielfach nach dem Training entspannter. (pd.) Weitere Infos und Schnupperkurs: Fabienne Zubler, Wasserfitnessinstruktorin, Sschv, Tel. 056 624 00 80, f.zubler@inspirationsquelle.ch und www.inspirationsquelle.ch.

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Spezielle Aktionen in der Weinhandlung Maurer

Die Degustationsreise beginnt mit den Weinen aus dem Friaul. Das kleine, aber sehr qualitätsbewusste Weingut «Le Favole» zeigt die Weissweinpalette des nordostitalienischen Anbaugebietes, auch ein kräftiger Rotwein darf nicht fehlen. Diese Weine sind zum einmaligen Aktionspreis mit 25% Rabatt erhältlich. Die Reise führt weiter ins Veneto mit den bekannten Soave, Lugana, Valpolicella und Ripasso-Weinen. Weiter geht es einige Kilometer südlich vom Gardasee zum Weingut Reale mit seinen fruchtigen und weichen Weinen, die mit viel Herzblut gekeltert sind. Als nächste Station besuchen Sie die Toskana, das wunderschön gelegene Weingut von Luiano mit dem Winzer Alessandro Palombo, der seine Wurzeln mütterlichseits in Wohlen (AG) hat. Das nächste Ziel ist Neviglie im Piemont bei Valter Bera mit seinen reifen Weinen aus dem Barbarescogebiet und dem gemäss der Vereinigung «Ordine dei Cavalieri del Tartufo e dei Vini di Alba» besten Moscato d’Asti. Auf diese Weine wird ein Eurorabatt von 15 % gewährt. Zum Abschluss der Reise geht es nach Apulien zum Weingut Colle al

Weinberge wurden sorgfältig analysiert und teilweise neu bestockt. Sie liegen auf etwa 400 m Höhe. Diese Weine – verschiedene Primitivi und Salice Salentino – sind neu im Sortiment der Weinhandlung und werden mit einem Einführungsrabatt von 20 % angeboten. Unter dem Motto «Wir verkaufen nur was wir selber trinken» bedienen Esther Maurer und Thomas Hunziker gerne an der Oberen Bahnhofstrasse 17, in Affoltern. Sie freuen sich, bestehende und neue Kunden beraten und bedienen zu Esther Maurer lädt zur Degustation. (Bild zvg.) dürfen. Neu ist die Vento. Roberto Mazzei, ein Weinma- Weinhandlung Maurer auch im Intercher aus dem Norden, genauer gesagt, net präsent. (pd.) aus dem Piemont, kaufte 1994 ein alteingesessenes Weingut mit 12 ha Reb- Frühlingsdegustation am Freitag, 27. März, 14 bis fläche. Mit viel Fleiss und grossem 18.30 Uhr und am Samstag, 28. März, 10 bis 16 Uhr Aufwand wurde der Keller renoviert in der Weinhandlung Maurer, Obere Bahnhofstr. 17, und mit neuester Technik versehen. Affoltern, Infos: www.weinhandlung-maurer.ch, 1998 kamen weitere 18 ha Rebfläche Telefon 044 760 09 01 oder 079 358 58 18 in der Provinz Trapani hinzu. Die und 079 601 99 82.


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Gewerbe

Dienstag, 24. März 2015

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Neue Filiale im Laufe dieses Jahres in Hausen Raiffeisenbank Cham-Mettmenstetten weiter im Aufwind – fast 1200 Mitglieder an der Generalversammlung Trotz immer enger werdendem Regulierungskorsett und ZinsBaisse blicken die Raiffeisenbank Cham und ihre Geschäftsstelle Mettmenstetten auf zwölf Monate mit gutem Ertrag und steigender Kundenzahl zurück. Im Laufe dieses Jahres wird eine weitere Geschäftsstelle in der früheren Hirschen-Bar in Hausen eröffnet. ................................................... von martin platter Es ist für den Schreibenden immer wieder ein Erlebnis, für diese Zeitung die Generalversammlung der Raiffeisenbank Cham (RBC) besuchen zu dürfen. Und heuer auch ein Kontrastprogramm: Während sich am letzten Dienstag gerade mal 35 Personen bei der Präsentation der Kantonsratsaspiranten im Kasinosaal verloren, war der Kappeler Gemeindesaal am Freitagabend mit knapp 200 Personen nahezu voll besetzt. Anlässlich der 70. Generalversammlung galt es die Geschäfte der Chamer Ablegers der grössten Schweizer Inlandbank abzusegnen. Ein gesellschaftliches Ereignis mit anschliessendem Nachtessen, an dem sagenhafte 1195 Mitglieder teilgenommen haben. Verwaltungsratspräsident Erich Hänni sprach denn auch nicht im Kappeler Gemeindesaal, sondern im Chamer Lorzensaal, mit 556 Stimmberechtigten das grösste Lokal. Per Videokonferenz wurden die Ausführungen des Verwaltungsrates simultan in die vier Aussenstellen übertragen, die Abstimmungsresultate an die Zentrale zurückgemeldet. Fast sämtliche Vorlagen, Jahresberichte und die Wahlen endeten einstimmig. Wen wundert’s? Die Bilanz-

Die Belegschaft der Mettmenstetter Filiale mit den lokalen Verwaltungsratsmitgliedern der Raiffeisen-Bank Cham von links: Barbara Brüniger, Susanne Strebel, VR-Mitglied Yolanda Wegmann, Geschäftsführer Thomas Kölliker, David Biedermann, VR-Mitglied Thomas Frick, Brigitte Imhof, Beat Villiger und Björn Voser anlässlich der Generalversammlung im Kappeler Gemeindesaal. (Bild Martin Platter) summe der RBC konnte um 25 Millionen Franken auf 1,135 Milliarden erhöht werden, was einem Plus von 2,3 Prozent entspricht. Mit den 215 Neukunden, welche die RBC im Vorjahr gewinnen konnte, wuchs die Basis auf 8987 Mitglieder. Der Mittelzufluss der Kundengelder halbierte sich gegenüber den beiden Vorjahren zwar erneut auf 20 Millionen Franken beziehungsweise 2,4 Prozent. Den Grund für den Rückgang lokalisierte Leo Heer, Vorsitzender der Bankleitung ad interim, im gegen null tendierenden Marktzins-Umfeld. Im wichtigsten Bereich, dem Hypothekargeschäft, wur-

den mehr als 100 Millionen Franken an neuen Krediten ausbezahlt.

Kredibilität vor Gewinnmaximierung «Unsere Kreditrisiken bewegen sich nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau und reflektieren unsere Politik, die die Sicherheit klar vor die Gewinnmaximierung stellt», kommentierte Heer den Geschäftsbericht. Er ergänzte, diese Sicherheit lasse sich auch an der Entwicklung des Eigenkapitals ablesen: «Mit einer Kapitalquote von 18 Prozent erfüllen wir nicht nur die Vorgabe von Basel 3. Wir liegen deutlich

über dem Durchschnitt der meisten Banken in der Schweiz.» Den Bruttogewinn bezifferte Heer mit 6,4 Millionen Franken; der ausgewiesene Jahresgewinn betrage 866 720 Franken. Das entspreche einer Zunahme von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In seinem Ausblick sprach Heer von weiterhin «herausfordernden Rahmenbedingungen.» Die Regulierungswut der Politik, der starke Franken und die tiefen Zinsen erodierten die Marge. Die Wahlen endeten ohne Überraschung. Aus dem Säuliamt wurden Yolanda Wegmann (Mettmenstetten) und Thomas Frick (Hausen) als

Mitglieder des Verwaltungsrates neben Präsident Erich Hänni und Othmar Werder bestätigt. Anstelle von Peter Brusa, der altershalber zurückgetreten ist, wurde der Chamer Thomas Regli ins Gremium gewählt. Wie üblich wurden 10 000 Franken des Gewinns gestiftet. Diesmal wurde die Selbsthilfegruppe Kiss (Keep it small and simple) berücksichtig, die sich unbürokratisch für unentgeltliche Nachbarschaftshilfe einsetzt. Eine einzige Frage wurde zum Abschluss aus dem Publikum gestellt: Wird die Raiffeisenbank tatsächlich keine Negativzinsen einführen? Hänni bestätigte.

Speditive Versammlung und spektakuläre Unterhaltung Die Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden bot ihren Genossenschaftern eine GV im «Bierdeckel-Format» Die Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden empfing am Freitag in der Mehrzweckhalle Zendenfrei in Obfelden. 745 Genossenschafter waren der Einladung gefolgt und durften sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr informieren lassen. ................................................... von thomas stöckli Nur absegnen statt mitzubestimmen? Nicht an der GV der Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden im – mit 745 Genossenschaftern einmal mehr vollen – «Zendenfrei». Gleich nach der Begrüssung schritt VR-Präsident Philipp Räber zur ersten Abstimmung. Die Auswahl: Vier Stunden GV ohne Unterhaltungsprogramm, zwei Stunden GV mit halbem Unterhaltungsprogramm oder Variante «Bierdeckel» mit 30 Minuten GV und Abendunterhaltung. Wie alle Abstimmungen des Abends fiel auch diese eindeutig aus und so versprach Räber, die GV speditiv abzuhalten.

Ihre GV passt auf einen Bierdeckel: VR-Präsident Philipp Räber (Mitte) und Bankleiter Alexander Keck (links) mit Rafael Jäger, dem neuen Geschäftsstellenleiter in Obfelden. (Bilder Thomas Stöckli)

Der Chef musste den Kopf hinhalten

Verzinsung der Anteilscheine: Vier statt sechs Prozent Statt der versprochenen 30 Minuten sollte der offizielle Teil dann doch knapp 45 Minuten dauern. Dabei gab es einzig zur Verzinsung der Anteilscheine einige ablehnende Stimmen. Diese wurde von sechs auf vier Prozent heruntergesetzt. «Nicht grundlos», wie Philipp Räber betonte,

schliesslich fällt die Nachschusspflicht der Mitglieder weg. Doch auch vier Prozent seien noch sehr angemessen, befand Räber. Bankleiter Alexander Keck durfte über ein erfolgreiches Geschäftsjahr berichten, auch wenn der Bruttogewinn mit 2,6 Mio. Franken etwas tiefer liegt als im Vorjahr: Das Vertrauen der Kunden ist ungebrochen: 335 Mio. Franken an Kundengeldern waren der Bank per Ende 2014 anvertraut, das sind 16 Mio. mehr als im Jahr zuvor. Die Anzahl der Genossenschafter stieg um 97 auf 3663 Personen. Die Bilanzsumme ist um 16 Mio. auf 421 Mio. Franken angewachsen. «Auch die Kundenausleihungen haben sich sehr gut entwickelt», so Keck weiter. Sie sind um 10 Mio. auf 355 Mio. Franken angewachsen – trotz neuer Regulatorien des Bundes und der Finma.

Philipp Räber hält im Unterhaltungsprogramm den Kopf hin: Der Yoyo-Artist «schiesst» ihm eine Münze vom Ohr.

Auch ein Flammenspektakel boten die preisgekrönten Jongleure von «Inmotion» ihrem Publikum in Obfelden.

Nach der speditiven Abwicklung des offiziellen Teils blieb den Genossenschaftern viel Zeit, das Essen und die Abendunterhaltung zu geniessen. Diesmal sorgten auf der Bühne die Jongleure und preisgekrönten Yoyo-Artisten von «Inmotion» für Stimmung. Sie boten eine fulminate Show aus tollen Tricks mit spektakulären LichtFlammen- und Klangeffekten. Übrigens: Sogar Philipp Räber musste in dieser Vorführung den Kopf hinhalten: Artist Ivo Studer «schoss» dem VR-Präsident mit dem Yoyo einen Zweifränkler vom Ohr!


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Vermischtes

Dienstag, 24. März 2015

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«Wir behalten die Wurzeln bei und lassen Neues darauf wachsen» Joachim Tanner aus Aeugst hat mit «Philharmonic Brass Zürich – Generell 5» den kleinen Prix Walo gewonnen Der Aeugster Joachim Tanner bildet mit vier Freunden ein Blechbläser-Ensemble der besonderen Art. Im ersten Teil ihrer Konzerte spielen sie klassische Musik, nach der Pause populäre. Eine Kombination, die ihnen den kleinen Prix Walo «Populäre Musik» eingebracht hat. ................................................... von salomon schneider Bereits in der RS haben sich vier der Mitglieder von «Philharmonic Brass Zürich – Generell 5» kennen gelernt. Am Konservatorium in Zürich haben sie zu einer Formation zusammengefunden. «Am Anfang wollten wir erst Konzerte geben, wenn wir alles perfekt beherrschen – was auch als Profi nie der Fall ist. Das fünfte Mitglied hat aber gemeint, dass er nur mitmache, wenn wir auch Konzerte geben», erinnert sich Joachim Tanner. 2004 haben sie dann ihre erste Tournee gemacht – durch die fünf Heimatorte der Bandmitglieder. «Dadurch hatten wir von Anfang an viel Publikum und waren topmotiviert», erzählt Joachim Tanner. Auf den Namen seien sie gekommen, da sie sich sowohl als Philharmonie als auch als Brass-Ensemble sahen. Der Zusatz Generell 5 stehe für die Anzahl Mitglieder, in ihrer klassischen Blechbläser-Besetzung und für die fünf unterschiedlichen Heimatorte der Bandmitglieder.

Musikalische Vielfalt als Konstante Der populäre und der klassische Teil von Generell 5 ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Während des klassischen Teils tragen sie Anzüge und im populären Teil, zu Jazz, Funk, Volksmusik und Pop tragen sie Jeans und T-Shirt. «Wir spielen schlicht und einfach alles, was unserer Meinung nach zu Blechblasmusik passt. Zahlreiche Stücke haben wir auch selber geschrieben oder in Auftrag gegeben», hält Joachim Tanner fest. Sie seien musikalisch extrem breit aufgestellt. An ihren Konzerten wird von Verdi bis Ländler alles geboten, auch wenn «diese Stilrichtungen komplett unterschiedlich eingespielt werden müssen und auch tönen.» Neben den klassischen Blechblasinstrumenten – zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba – setzt «Philharmonic Brass Zürich – Generell 5» auch auf unerwartete Kreativelemente. Bei einem Verdi-Stück singt Joachim Tanner eine Arie, bei einem anderen Stück wird ein Alphorn eingebaut. Der Spagat zwischen klassischen und modernen Elementen scheint den Musikern gut zu gelingen. Sie setzen auf Traditionelles und setzen es modern um.

Allein von der Bandtätigkeit zu leben, ist schwierig Das Ensemble ist für seine Mitglieder ein Teilzeitjob. «Nach der ersten Tournee hatten wir ein Konzept, eine

Homepage, T-Shirts und weitere Konzertanfragen. Deshalb haben wir einfach weitergemacht», erzählt Joachim Tanner. In der Schweiz sei es aber schwierig, allein von der Band zu leben. Dank der fundierten musikalischen Ausbildung ergeben sich für «Philharmonic Brass Zürich – Generell 5» aber zahlreiche weitere Möglichkeiten im Bereich Musik. Joachim Tanner hat jahrelang den katholischen Kirchenchor in Walenstadt geleitet. 2011 hat er zudem ein Medizinstudium angefangen. «Ich hatte bereits vor dem Konservatorium zwei Herzen in der Brust. Im medizinischen Bereich kann ich auch mit Menschen arbeiten und muss in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern alles Gelernte verknüpfen. So gesehen sind sich Musik und Medizin relativ ähnlich», erläutert Joachim Tanner. Zudem hat er immer wieder projektbezogene Arbeiten gemacht. Er war beispielsweise zweimal als musikalischer Leiter bei der Aemtler Bühne dabei und hat mehrere Kindermusicals geschrieben und umgesetzt. Die Breite der Aktivitäten sei auch für die Band ein grosser Vorteil: «Da alle neben dem Bandengagement im musikalischen Bereich tätig sind, entsteht bei unseren Treffen immer eine extrem kreative Atmosphäre, die uns zusammenschweisst und auf neue Ideen bringt. Joachim Tanner und «Philharmonic Brass Zürich – Generell 5» haben auf der momentanen Tour noch ein Konzert vor sich: 19. April in Effretikon. Infos: www.generell5.ch

Der Aeugster Joachim Tanner im Kostüm der momentanen Tour Brass Helden, mit Anzug und Superman-T-Shirt. (Bild Salomon Schneider)

Die verspielte Welt des Paul Wandeler Bauen, malen, plastisches Gestalten – Ausstellung in der Galerie am Märtplatz in Affoltern Die Ausstellung «Druck, Zeichnung, Malerei» ab 10. April in der Galerie Märtplatz in Affoltern widmet sich dem 2003 verstorbenen Ebertswiler Künstler Paul Vladimir Wandeler. Wer war der vielseitige Künstler? Eine kurze Annäherung in zwei Teilen. Spaziergänger und neu Zugezogene bleiben zuweilen neugierig vor dem alten Haus in Ebertswil stehen. Eine geschwungene Holztreppe mit geweihartigem Betongeländer, davor gegossene Betonmosaikplatten. Am Dach eine chromglänzende geometrische Mobile-Skulptur. Im Garten ein im Wind schnurrendes Rad, kunstvoll gestapelte, langsam verrottende Blumentöpfe, Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien, versponnene Sitzgelegenheiten, Pflanzgefässe; ein Garten wie ein Gemälde. Und schon sind wir mitten im Schaffen von Paul Wandeler: Malerei, plastische Gestaltung, Kunst am Bau, Serigrafie waren

seine künstlerischen Experimentierund Ausdrucksmittel. Paul Wandeler, 1944 in Zürich geboren, wuchs mit fünf Geschwistern auf, besuchte das Gymnasium und begann ein Architekturstudium. Nach einem Abstecher in ein Jus- und Kunstgeschichts-Studium hängte er das Studieren definitiv an den Nagel. Auch das Kunststudium, das sein Vater ihm ermöglicht hätte, schlug er aus und war fortan freischaffender Maler, der schon bald Gemeinschafts- und Einzelausstellungen hatte, sowie Stipendien und einen Werkbeitrag gewann. Das Handwerkliche und Künstlerische hatte immer auch Platz in der Familie. Der Vater war Freizeitmaler. Er verzierte unter anderem einen Kachelofen mit Miniaturen, ein Stilelement, das der Sohn später in seinen Bildern auch aufgriff. Oder er baute eine Orgel, die derart gross war, dass dafür eigens ein Anbau erstellt werden musste, da sie im Haus nicht untergebracht werden konnte. Auch das Phantastische, Ausufernde hat der Sohn

Paul Wandeler.

Skulpturen im ehemaligen Garten des «Erfinders». (Bilder zvg.)

wohl vom Vater mit auf den Weg bekommen. Die Mutter war Hausfrau, wie es zu jener Zeit in Mittelstandsfamilien üblich war. Sie war es, die sich oft hinter ihre Kinder stellte, die beispielsweise den töffverrückten Jungs erlaubte, im Esszimmer an ihren Maschinen zu basteln, einzige Bedingung: Wenn der Vater nach Hause kommt, muss alles weggeräumt sein.

Alle Materialien aus Abbruchliegenschaften Als Paul 16-jährig war, half er seinem Bruder, der Architektur studierte, bei den Betonarbeiten für ein Ferienhaus im Tessin. Diese Zeit war prägend für sein späteres plastisches Gestalten mit Beton. Als junger Künstler lebte er mit seiner Frau Rose während sieben Jahren in einem alten Bauernhaus, das jederzeit abgebrochen werden konnte. Ein Paradies für den fantasievollen Tüftler und Gestalter, denn durch den drohenden Abbruch waren ihm keine Grenzen gesetzt. Die Räume wurden

im Stile des spanischen Architekten Antoni Gaudi ausgeschmückt – Elemente, die der spätere Käufer dann teilweise in seinen Bau integriert hat – und das alles mit wenig Geld, denn alle Materialien stammten von Abbruchliegenschaften. 1977 zog die junge Familie – mittlerweile war Tochter Sofie geboren – nach Ebertswil. Paul Wandeler trug wiederum Material aus Abbruchobjekten und Umbauten zusammen, um damit die alte Scheune, die sie erwarben, zum Wohnatelier umzubauen. Die Bauerei dauerte mehrere Jahre, denn der Künstler konnte sich schwer auf fertige Pläne einlassen, und seiner Natur entsprechend, entstand vieles aus dem Prozess der laufenden Arbeit. Kein Wunder, dass sich die Hausemer Baubehörde mit Wandelers Ideen und Umsetzungen nicht immer leicht tat, denn der Norm entsprachen sie nicht. Im Jahr 1984, drei Wochen nachdem in dieser Zeitung eine Reportage über das fantasievolle Haus erschienen war, zerstörte ein Brand das ganze Werk. So hiess es erneut Baumaterial sammeln, denn Geld war im Künstlerhaushalt knapp. Und oft war es so, dass bei Aufträgen, statt zu verdienen, noch draufgelegt werden musste, weil der Künstler sich derart in Details verzettelte und mit Materialien experimentierte, dass die Familie ohne die Erwerbsarbeit seiner Frau kaum hätte existieren können. Wenn man in Hausen seinen Namen nennt, erinnern sich noch viele an seine schlaksig hohe Gestalt. Diese hat zusammen mit der ungezähmten Mähne und dem wilden Schnurrbart bis heute ein bleibendes Bild des Künstlers hinterlassen. Er gilt als optimistischer und hilfsbereiter, aber auch als eigenwilliger und mit den

Jahren immer weniger geselliger Mensch. Dieser Wesenszug hat es ihm nicht gerade erleichtert, mit seiner Arbeit in den Galerien vorstellig zu werden. So sind seine Bilder wohl eher unter Insidern und nicht den Massen bekannt geworden. Anders die Plastik «Liegende Säule», seit dem Jahr 2000 auf dem Gemeinschaftsgrab des Friedhofs in Hausen; sie sorgte für Diskussionsstoff im Dorf. Ursprünglich war die Arbeit in Stein oder Beton geplant, was jedoch das Budget sprengte. So entstand das Werk aus Stahl, einem Material das sofort Rost ansetzt. Spitze Zungen nennen die Plastik «Rosthaufen». In seiner letzten Phase, er starb mit 58 Jahren, entwickelte Paul Wandeler vor allem geometrische Körper, die durch den Wind bewegt werden und die Kinder des Dorfes nannten ihn fortan den «Erfinder». – Fortsetzung folgt. Marlise Santiago anzeige


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Veranstaltungen

Gutes Essen und New Orleans Jazz

Ein Abschied nach 30 Jahren

Am Samstag, 28. März, ertönt im «Hirschen», Wettswil, wieder Oldtime-Jazz, diesmal mit den «Lakefield Dixie Four».

81. Generalversammlung des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern

Die vier Musiker gehören zu den bestandenen Jazzern, die schon in den 60-er Jahren als Teenager am Amateurjazzfestival in Zürich teilgenommen haben. Alle gehören zur grösseren Gruppe der «Riverboat Stokers», doch für kleinere Anlässe, wo Musik noch nicht Beigemüse zu Aperitifs ist, lösen sie sich aus der Gruppe und spielen zu viert. Da im Hirschen Wettswil Konzertatmosphäre herrscht und Publikum und Musiker ein gemeinsames Erlebnis geniessen, darf mit grosser Motivation der Musiker für eine hochstehende Darbietung gerechnet werden. Für alle, die sich einen vergnüglichen Abend mit gutem Essen und New Orleans Street Jazz leisten wollen, gilt deshalb, sich im «Hirschen» Wettswil einen Platz reservieren zu lassen. (pd.) Reservieren unter Tel. 044 700 01 28.

Röbi Lässker (l.) und Ruedi Glattfelder.

An der 81. Generalversammlung wurde der Vorstand bestätigt. Das Orchester ist aber auch einem starken Wandel unterworfen. In den Proben hat der neue Dirigent des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern (Aoba) den Taktstock bereits übernommen. An der 81. Generalversammlung vom Mittwoch, 18. März, im Restaurant Krone in Hedingen haben die 27 anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder René Glauser nun auch offiziell zu ihrem neuen musikalischen Leiter gewählt. Damit ging eine 30-jährige Ära zu Ende: Die Aoba-Mitglieder haben ihren langjährigen Dirigenten Ruedi Marty verabschiedet. Aoba-Vizepräsidentin Maya Bäumler tat dies während der Versammlung in Gedichtform. Doch bei diesem lyrischen Adieu sollte es nicht bleiben. Ruedi Marty erhielt auch eine filmische Würdigung. Aoba-Mitglied Olivier Mangili hat im Verlauf des letzten Jahres jede Spielerin und jeden Spieler vor die Kamera gebeten. Langjährige Mitglieder erzählen Anekdoten aus den Anfängen von Ruedi Marty am Dirigentenpult. Andere lüften das Geheimnis, wie sie schwierige Noten jeweils für sich vereinfacht haben. Jedes Video-Statement ist einzigartig, viele sind sehr persönlich. Einige regen zum Schmunzeln an, andere rühren zu Tränen.

Ausgezeichnet für grosses Engagement

Peter Meili, Hans Stegmann. (Bilder zvg.)

Dienstag, 24. März 2015

Es blieb an der Generalversammlung aber nicht nur beim Abschied von Ruedi Marty. Acht Mitglieder haben ihren Austritt erklärt. Unter ihnen auch Heidi Kradolfer, die an der GV für ihre 40-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt wurde. Seinen Abschied

Sie wurden für langjähriges Engagement geehrt (von links): Yvonne Stillhart (30 Jahre Mitglied), das neue Ehrenmitglied Olivier Mangili und Heidi Kradolfer (40 Jahre Mitglied). (Bilder zvg.) bekannt gegeben hat auch Olivier Mangili, der während vieler Jahre das Titelblatt des Jahreskonzert-Programmhefts gestaltet hat. Der passionierte Musiker hat auch die CD-Produktion eng begleitet und immer den Zeichenstift oder die Kamera gezückt, wenn es darum ging, kreativ für das Aoba tätig zu werden. Er wurde für sein 23 Jahre lang währendes Engagement mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Geehrt wurde auch Yvonne Stillhart, die seit 30 Jahren Aoba-Mitglied ist. Trotz der vielen Wechsel: Im Vorstand ist Konstanz angesagt. Präsident Urs Schneebeli wurde für weitere zwei Jahre gewählt. Er wird unterstützt von Vizepräsidentin Maya Bäumler, Kassierin Yvonne Stillhart, Beisitzerin und Materialverwalterin Monika WidmerAmbühl sowie Aktuarin Marlise Stauffer. Ihren Rücktritt bekannt gegeben haben die bisherige Kassierin Mirjam Schüpfer und Materialverwalter

Marcel Weder. Neuwahlen waren keine nötig: Der Vorstand hat beschlossen angesichts des sinkenden Mitgliederbestandes den Vorstand von sieben auf fünf Mitglieder zu verkleinern.

Mitgliederbeiträge werden erhöht Mirjam Schüpfer konnte zum Abschied erfreuliche Zahlen präsentieren: Die Jahresrechnung schliesst zwar mit einem Minus von knapp 1200 Franken. Budgetiert war allerdings ein Defizit von über 8000 Franken. Zum verbesserten Ergebnis haben insbesondere die Jahreskonzerte vom 17. und 18. Januar 2015 beigetragen, die äusserst gut besucht waren. Trotzdem ist das Vereinsvermögen erneut geschrumpft. Der Vorstand beantragte deshalb erstmals nach 1990 die Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Es gehe nicht darum, ein Vermögen anzuhäufen, betonte Präsident Urs Schneebeli. Der Ausblick zeige aber,

Dirigent Ruedi Marty wurde nach 30 Jahren verabschiedet – in Gedichtform und mit filmischen Porträts. dass auch in den nächsten Jahren Defizite resultieren würden, wenn jetzt nicht reagiert werde. Die Mitglieder stimmten der Erhöhung der Beiträge um 100 Franken zu. Ein Aktivmitglied zahlt neu 250 Franken im Jahr, ein Ehrenmitglied 200 Franken. Der Vorstand will aber auch mit anderen Massnahmen mehr Einnahmen generieren. So will er die Passivmitgliederwerbung intensivieren, das eine oder andere Konzert mehr spielen oder die Eintrittspreise am Jahreskonzert leicht erhöhen. Geld einbringen soll auch die Delegiertenversammlung des Zürcher Kantonalen Harmonika-Musik-Verbands. Das Aoba wird diesen Anlass am 27. Januar 2017 durchführen. Der nächste musikalische Höhepunkt steht vom 3. bis 5. Juni 2016 an. Dann wird in Disentis das Eidgenössische Musikfest stattfinden. Weitere Infos unter www.aoba.ch.

Passionsmusik mit Violine und Orgel Konzert in der ref. Kirche Bonstetten Am Palmsonntag, 29. März, um 19 Uhr findet das Konzert der Violinistin Annette–Caroline Schär und Maria Mark, an der Orgel, statt. Auf dem Programm stehen barocke Werke, die in die stille Karwoche hineinbegleiten.

Der MVM «Swiss Made» anlässlich einer Musikreise ins Südtirol. (Bild zvg.)

Blasmusik macht auf volkstümlich «Swiss Made» – Jahreskonzert des Musikvereins Mettmenstetten Passend zur Frankenstärke präsentiert der Musikverein Mettmenstetten am Samstag, 11. April, in der Mehrzweckhalle Wygarten sein Jahreskonzert unter dem stolzen Motto «Swiss Made» – von klassisch bis volkstümlich. Schokolade, Uhren, Sackmesser – bei diesen und vielen weiteren Produkten bezeichnet das Label «Swiss Made» deren Herkunft und steht für hervorragende Qualität. Und für einen stolzen Preis. Und wie steht es mit der Musik? Der Musikverein Mettmenstetten

(MVM) hat sich diese Frage gestellt und sich auf die Suche nach «Swiss Made»-Musik gemacht. Dabei ist eine überraschend bunte Palette verschiedenster Werke und Stilrichtungen zusammengekommen, welche der MVM an seinem Jahreskonzert vom 11. April in der Mehrzweckhalle Wygarten dem Publikum präsentieren wird. Neben der traditionellen Volksmusik («Swiss Ländler») stehen auch Kompositionen von namhaften Schweizer Künstlern aus Rock, Pop und Unterhaltung auf dem Programm. Die «Träne», die Florian Ast vor der Pause vergiesst, wird spätestens mit dem «Malojawind» von Ueli Mooser wieder verweht. Auch

Musik, welche die Freude des feierlichen Einzugs in Jerusalem, aber auch das Klagen, Ertragen und das Leiden der Passion hörbar macht. Welches Werk bringt dies dringlicher zum Ausdruck als Tomaso Albinonis Adagio? Ein weiteres populäres Werk der Klassischen Musik erklingt auch in Johann Sebastian Bachs Air. Da schwingt sich die Melodie zu luftigen Höhen. Ganz «erdig» geht es weiter, nämlich wenn im Orgelpedal ein Solo-Ostinato erklingt und sich in der Folge die Stim-

men verdichten und dieses Thema fast unendlich wiederholt wird, dann wird ein weiteres berühmtes Werk der Orgelliteratur zu hören sein, nämlich die Passacaglia von J.S. Bach. Weitere violinistisch-virtuose Höhepunkte aus der Barockzeit erklingen in Giuseppe Tartinis Sonate in g-Moll, dessen Vorbild Antonio Vivaldi war, von welchem zwei abwechslungsreiche Sonaten erklingen, jene in GDur, sowie die a-Moll-Sonate. Beide Musikerinnen haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und blicken auf eine intensive Zeit des Studiums mit Konzertdiplomen zurück. Heute stehen sie unterrichtend, und konzertierend im Leben und freuen sich, ihre Liebe zur Musik im Konzert hörbar zu machen. (pd.) Eintritt frei, Kollekte. Anschliessend Apéro.

an die wohl berühmteste Wahlschweizer-Musikerin wurde gedacht, mit «On stage with Tina Turner» von Juri Briat. Konzertbeginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Als Einstimmung auf den musikalischen Leckerbissen kann man ab 18.45 Uhr ein feines Nachtessen geniessen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Wer Glück hat, räumt mit wenigen Losen die grosse Tombola gleich ab. Alle anderen können den Abend nach dem Konzert beim reichhaltigen Dessertbuffet oder an der Musigbar ausklingen lassen. Werner Eugster

Violinistin Annette–Caroline Schär ...

... und Maria Mark an der Orgel. (zvg.)


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Dienstag, 24. März 2015

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60 Jahre Bibliothek Bonstetten Krimi-Autorin Petra Ivanov hat die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen eröffnet 1955 wurde die Schul- und Gemeindebibliothek Bonstetten mit einem grossen Dorffest eingeweiht. 2015 bietet das Bibliotheksteam der Bevölkerung übers Jahr verteilt sechs Anlässe vom Puppentheater für die Kleinen bis zur Krimi-Lesung für die Grossen.

man selbst in Ambivalenzen, muss Werte überdenken, Entscheide fällen. Die Krimis der Zürcher Schriftstellerin unterhalten nicht nur, mit ihnen transportiert sie Themen, die niemanden kalt lassen. So stellt sie die lebenslängliche Verwahrung in Frage – und zwingt ihre Leserschaft, sich darüber Gedanken zu machen. «Als der Vergewaltiger Hafturlaub erhält, realisiert Jasmin, dass sie ganz auf sich allein gestellt ist. Doch um Fanny zu beschützen, scheut sie vor nichts zurück. Unweigerlich stellt man sich selbst Fragen zu Sinn und Wirkung verschiedener Strafvollzugsmassnahmen.»

................................................... von regula zellweger Rund 80 Personen genossen am vergangenen Freitagabend die gut strukturierte, sympathische Lesung von Petra Ivanov. Die beliebte Autorin feiert dieses Jahr auch ein Jubiläum: zehn Jahre Krimis mit den Protagonisten Regina Flint und Bruno Cavalli. Aus der Reihe um dieses Ermittlerpaar herausgewachsen ist die Meyer- und Palushi-Reihe, in der 2014 der zweite Krimi «Hafturlaub» erschein. Petra Ivanov las aus diesem Werk gezielt Sequenzen, die heftig Spannung aufbauten. Spannungsabbau erreichte man mit dem Kauf des Buches am Büchertisch der Buchhandling Scheidegger, welche die Lesung gesponsert hatte. Die ehemalige Polizistin Jasmin Meyer wird Opfer einer Gewalttat und zieht sich danach in völlige Isolation zurück, die nur ihr Lebenspartner und Anwalt Paul Palushi zu durchdringen vermag. Im zweiten Fall muss sich Jasmin Meyer ihren Ängsten stellen: Die 11-jährige Fanny wird bedroht und Jasmin vermutet, dass ein Strafgefangener dahintersteckt.

Bibliotheksnah

Krimiautorin Petra Ivanov verstand es, die rund 80 Zuhörer in der Bibliothek Bonstetten zu fesseln. (Bild Regula Zellweger) Komplex, vielschichtig und psychologisch Der Fall betrifft Jasmin Meyer zutiefst persönlich. Zum einen ist sie selbst ein Opfer, zum anderen ist einer der Verdächtigen ein Klient ihres Lebens-

partners. Zwischen dem Paar kommt es zu Diskussionen, Streit. Autorin Petra Ivanov nutzt dieses Setting, die Leserinnen und Leser nicht nur anzusprechen, sondern zu Betroffenen zu machen. Es werden nicht billige Lösungen geliefert, beim Lesen gerät

Petra Ivanov ist prädestiniert, in Bibliotheken zu lesen. Sie schreibt für Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene. Ihr Terminplan als lesende Autorin ist dicht. Sie liefert verschiedenen Altersstufen hochkarätige Unterhaltung und minuziös recherchierte Informationen. Ihre Krimis sind aber weit mehr als «Infotanement», sie lösen Prozesse aus. Petra Ivanov nutzt Bücher und EBooks als Transportmittel zur Leseförderung und Medienkompetenz, aber auch zur bewussten, differenzierten Wahrnehmung und zu ethischen Entscheidungsfindungen im Sinn von: Weg vom reinen Konsumieren und hin zum Mitdenken – für alle Altersund Bildungsstufen. Das sind auch die erklärten Ziele von modernen Schulund Gemeindebibliotheken.

Bibliothek Bonstetten Lange Jahre hatte Bonstetten eine Sonderstellung in der Bibliothekswelt des Kantons Zürich. Diese basierte auf der Arbeit des Sekundarlehrers Felix Wendler, der 1955 die Bibliothek initiiert und sich auch auf Kantons- und nationaler Ebene einen Namen gemacht hatte. Auf ihn folgten sechs weitere Leiterinnen und Leiter der Bibliothek, alle engagierten sich langfristig für die Bibliothek Bonstetten. In diesen 60 Jahren war die Entwicklung des Medienverhaltens von Kindern und Erwachsenen enorm. Die Einführung beispielsweise von Tonbandkassetten für Kinder war begleitet von einem Empörungssturm von gut meinenden Pädagogen. Viele Jahre arbeiteten Bibliothekarinnen ehrenamtlich. Erst in den 90er-Jahren erhielten die Bonstetter Bibliothekarinnen einen Arbeitsvertrag. Es hat sich viel verändert in diesen 60 Jahren, nicht aber das Engagement der Bibliothekarinnen. Sie setzen sich auf verschiedenen Ebenen, auch in intensiver Zusammenarbeit mit der Schule, mit dem Erwerb und der Vermittlung von Medien und mit zahlreichen Veranstaltungen ein, damit auch künftige Generationen sinnvolle Medienkompetenz entwickeln können. Nächste Jubiläums-Veranstaltungen: 3. Juni, 19.30 Uhr: Buchpräsentationen der Winterthurer Buchhändlerin Daniela Binder; 6. Juni: Puppentheater Loosli spielt «Rumpelstilzchen». Infos unter www.primarschule-bonstetten.ch/de/ schulugemeindebibliothek/veranstaltungen/.

«Ich chume nüme druus – irgendöppis stimmt nüme» Themenabend zum Thema «Als Angehörige Demenzkranke betreuen» am 17. März in der Bibliothek Wettswil «Sinn und Hoffnung finden» lautet der Titel des Dokumentarfilms von Marianne Pletscher, der den äusserst gelungenen Einstieg zum Themenabend bildete und die Zuschauer in seinen Bann zog. Im Zentrum des Film stehen die Thesen der Psychotherapeutin Pauline Boss, die sich intensiv mit den Problemen von betreuenden Angehörigen Demenzkranker beschäftigt und ihnen gleich zu Beginn ihres Referats ans Herz legt, darauf zu achten, nicht vor den Kranken zu sterben! In der Schweiz wird laut Statistik sechzig Prozent der Pflege demenzkranker Personen von Angehörigen geleistet. Dabei steht das Wohlergehen des Kranken immer im Vordergrund. Die betreuenden Angehörigen schämen sich anfangs oft für die Vergesslichkeit oder die Sprachstörungen ihres Partners, ziehen sich zusehends zurück, sind alleine mit ihrer Trauer: «40, 50 Jahre zusammen sein und plötzlich ist es nicht mehr der Mensch, den ich einmal kannte».

Äusserlich ist nichts zu sehen «Ambiguos loss» (uneindeutiger Verlust) lautet die wichtigste These von Pauline Boss, welche den Verlust einer geliebten Person darstellt, die physisch präsent, aber psychisch abwesend ist. Diese Art von Verlust ist in keiner Weise mit dem Tod einer geliebten Person zu vergleichen, bei der man an einem Begräbnis zusammenkommt und sich gemeinsam verabschiedet. Eine demenzkranke Person weilt weiterhin unter uns und oftmals ist dem Kranken äusserlich nichts von seiner Krankheit anzusehen. Psychisch baut der Kranke aber stetig ab,

wird immer vergesslicher, kann seine Angehörigen nicht mehr erkennen und ist rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Der Kranke ist oft nicht mehr in der Lage dem Partner dafür zu danken oder ihm Zuwendung entgegenzubringen – was die Situation für den betreuenden Angehörigen noch schmerzhafter macht. Pauline Boss’ wichtigste Gebote bestehen darin, in der Betreuung eines Demenzkranken einen Sinn zu finden, sich selbst nicht aufzugeben, Achtsam mit sich selber zu sein und unabhängig vom Alter es nicht zu unterlassen, Pläne für die Zukunft zu schmieden! Das Buch zum Film erschien letzten Herbst unter dem Titel «Da und doch so fern – vom liebevollen Umgang mit Demenzkranken».

Loslassen üben In der anschliessenden Diskussion moderiert von Fabienne Maurer, Leiterin der Bibliothek Wettswil, beteiligten sich Marianne Pletscher, Journalistin und Dokumentarfilmerin, lic. phil. I Verena Fehr-Suter, Leiterin der Gesprächsgruppe für betreuende Angehörige von Demenzkranken in Affoltern und Mitinitiantin des Projekts «Gipfeltreffen», Dr. med. Thomas Schmid, langjähriger Hausarzt in Wettswil, und betroffene Angehörige. Nach einer kurzen Begriffsdefinition und einer Erklärung der Krankheit aus medizinischer Sicht vermittelte Dr. Thomas Schmid einen aufschlussreichen und interessanten Erfahrungsbericht aus seiner Tätigkeit als Hausarzt, wonach meist die Angehörigen auf die Veränderung einer geliebten Person aufmerksam werden und den Kontakt zum Arzt herstellen. Manchmal merkt der Betroffene selber, dass etwas nicht mehr stimmt. Gemäss Thomas Schmid ist es für den behan-

Während der Diskussion hatte auch das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. (Bild zvg.) delnden Arzt unerlässlich und äusserst wichtig, sowohl dem Kranken als auch dem betreuenden Angehörigen gerecht zu werden. Verena Fehr, welche als Leiterin der Gesprächsgruppe für betreuende Angehörige von Demenzkranken in Affoltern grosse und langjährige Erfahrung mit Betroffenen hat, forderte die betreuenden Angehörigen auf, das Loslassen der Kranken mithilfe der verschiedenen unterstützenden Einrichtungen wie z.B. Gipfeltreffen, Gedächtnisgruppen, Tagesklink, usw. zu üben, damit die Betreuenden auch einmal verschnaufen können.

Freunde wenden sich ab Eindrücklich und bewundernswert zugleich gewährten die anwesenden betroffenen Angehörigen dem Publikum einen kleinen Einblick in ihren Alltag

mit ihren demenzkranken Partnern. «Die Krankheit ist wie die Pest. Die Leute haben Angst davor», erzählt eine betroffene Angehörige, welche ihren demenzkranken Mann seit fünf Jahren pflegt. «Freunde, mit denen man gemeinsam Ferien verbracht hat, wenden sich von uns ab, das tut weh», weiss sie zu berichten. Andererseits kann manchmal auch ganz unerwartet eine neue Wahlfamilie entstehen, aus Nachbarn und Bekannten, die nach Bekanntwerden der Diagnose spontan und unkompliziert ihre Unterstützung anbieten. Auch im Dorf wird Hilfe angeboten und Bescheid gegeben, wenn sich der Mann wieder mal alleine auf den Weg macht und ohne Orientierung einen Spaziergang unternimmt. Und doch erkundigen sich Bekannte bei spontanen Begegnungen oft nur nach dem Kranken und selten nach dem gesunden Part-

ner, der alles aushalten und für beide entscheiden muss. Umso wichtiger ist es da für die betreuenden Angehörigen Visionen zu haben. Wie zum Beispiel alleine eine Reise zu unternehmen und so wieder Kraft für den Alltag zu tanken. Zum Abschluss verabschiedeten sich die Angehörigen mit ihrer ganz persönlichen Bitte vom Publikum: Bitte nicht wegschauen! Im Anschluss an die Diskussionsrunde machten viele Zuhörer von der Möglichkeit Gebrauch, sich mit den verschiedenen Experten und Betroffenen bei einem Glas Wein und Häppchen auszutauschen. Die Kollekte ging an das Projekt «Gipfeltreffen». Infos für Betroffene unter www.alz-zuerich.ch/html. Prospekte der Alzheimervereinigung und von Angeboten aus dem Bezirk liegen in der Bibliothek Wettswil auf.


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Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens «Chrigu» – Filmabend in Affoltern Palliativstation und Kirchen laden am Freitag, 27. März, 19.30 Uhr gemeinsam zu einem Filmabend in die reformierte Kirche Affoltern ein. Gezeigt wird der Schweizer Film «Chrigu: Irgendwann steig’ ich dann aus». Christian Ziörjen, genannt «Chrigu», ist 21 Jahre alt, als in seinem Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Seither kämpft er um sein Leben. Zusammen mit seinem Freund Jan Gassmann entschliesst er sich, einen Film über seinen Kampf gegen den Krebs zu drehen, nimmt dabei zunächst selbst die Kamera in die Hand, überlässt aber mit fortschreitender Krankheit das Drehen zunehmend seinem Freund. Aus 120 Stunden Filmmaterial entstand eine 90-minütige Dokumentation über Chrigus Leben bis zuletzt: emotional, aber nie sentimental, nahe dran, aber nie voyeuristisch. Harte Schnitte kennzeichnen den vielfach ausgezeichneten Film, der explizit «kein Film über den langsamen Tod, sondern ein Dokument über das kurze Leben» sein will und immer wieder aufgelockert wird durch Bilder aus glücklichen Tagen, von Reisen, Partys und Konzerten.

«Irgendwann steig’ ich dann aus». Christian «Chrigu» Ziörjen. (Bild zvg.) Wer mag, bleibt nach dem Film noch ein wenig und nutzt die Gelegenheit zu einem offenen Nachgespräch. Mit Verena Gantenbein und Daniel Burger werden auch zwei Mitarbeitende der Palliativstation des Bezirksspitals («Villa Sonnenberg») anwesend sein und ihre Eindrücke und Erfahrungen in das Gespräch einbringen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen (FSK 16). Der Eintritt ist frei. (pd.) Filmabend «Chrigu», Freitag, 27. März, 19.30 Uhr, in der ref. Kirche, Zürichstrasse 94, Affoltern. Eintritt frei. Gemeinsame Veranstaltung der Palliativstation Villa Sonnenberg und der reformierten und katholischen Kirchen im Bezirk aus Anlass von «5 Jahre Villa Sonnenberg». Kontakt: Pfrn. B. Bartels, Telefon 044 761 60 15 oder bettina.bartels@zh.ref.ch.

Pirsch durch Siedlung, Wald und Feld Der Verein Naturnetz Unteramt lädt ein Am Sonntag, 29. März, organisiert der Verein Naturnetz Unteramt eine Exkursion durch Siedlung, Wald und Feld. Start ist um 6.30 Uhr beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil. Viele Zeichen stehen Ende März auf Frühling, die schönste und spannendste Jahreszeit. Der richtige Zeitpunkt für die traditionelle Frühjahrsexkursion. Dieses Jahr richtet sich das Augenmerk speziell auf zwei Vogelfamilien: Sperlinge und Finken. Allen voran auf den Haussperling «Vogel des Jahres 2015» und auf die Finkenvögel Buchfink, Grünfink und Distelfink. Die beiden Exkursionsleiter stellen die gefiederten Nachbarn einzeln vor. Man erfährt viel über ihre speziellen Lebensweisen. Ein weiteres Thema der Exkursion ist der Efeu. Über diese immergrüne, ausdauernde Pflanze und ihren besonderen Jahreszyklus gibt es Erstaunliches zu berichten. Die Exkursionsroute führt vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil mit einem Abstecher zum Ziegeleiweiher in zwei Gruppen durch Wohnquartiere in den Wald Cholholz/Herenholz. Von dort geht es weiter zum Beerimoos. Immer wieder kann man dem Vogelgesang lauschen, der verrät, welcher Vogel sich wo befindet. Natürlich können auch weitere Frühlingsboten entdeckt und Efeubäume ausfindig gemacht werden. Dort gibt es zuweilen vor lauter Vogelgezwitscher kaum et-

Haussperling, der «Vogel des Jahres» von Bird Life Schweiz. (Bild zvg.) was anderes mehr zu hören. Auf dem Hof der Familie Trachsler, im Grüt, klingt die Exkursion bei Zopf und warmen Getränk aus, um gestärkt individuell den Heimweg anzutreten. Man kann gespannt sein, was Fauna und Flora an diesem Morgen für Überraschungen bescheren! Was kann in Hecken, auf Bäumen und im Wald entdeckt werden? Welches werden die Höhepunkte der Beobachtungen sein? Mit welch interessanten Erläuterungen werden die Exkursionsleiter erfreuen? Die Exkursion wird bei jeder Witterung durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, dagegen aber warme Kleidung. (pd.) Rund 2½-stündige Exkursion, am Sonntag, 29. März, Treffpunkt 6.30 Uhr beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil.

Der Osterhase kommt Familienzentrum Bezirk Affoltern lädt ein Alle, die den Osterhasen schon lange persönlich kennenlernen wollten, haben am 26. März die Gelegenheit an diesem speziellen Anlass im Kafi mit Spielzimmer dabei zu sein. Selbstverständlich wird der Osterhase die Kinder nicht mit leeren Händen besuchen. Die kleinen Osterüberraschungen wollen aber erst gefunden wer-

den. Ausserdem haben die kleinen Künstler die Möglichkeit, eigene Eier zu kreieren oder bunte Osterbilder auszumalen. Das Familienzentrum Bezirk Affoltern – und ganz besonders der Osterhase – freuen sich auf viele grosse und kleine Besucher. (pd.) Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


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Dominanz der Nicht-Farben «From White to Zero» – Werke von Ilona Lenk und Christa Giger in Bickwil, Obfelden Bis am 17. Mai dominieren in der openArt Galerie in Obfelden die Nicht-Farben Weiss und Schwarz. Ilona Lenk bringt etwas Orange, Christa Giger unzählige Nägel und ein fast fluoreszierendes Gelbgrün dazu. Luigi a Marca hat die Werke zu einer stimmigen Ausstellung kuratiert.

Sie schätzt auch die Gespräche mit den Gast-Künstlerinnen: «Ilona ist die Tochter von Thomas Lenk, einem sehr bekannten Künstler. Mich fasziniert, wie sie lange Zeit verhindern wollte, in die Fusstapfen des Vaters zu treten. Nach dem Studium der Politik- und Literaturwissenschaften wendete sie sich dem Theater zu. Über die Schauspielschule gelangte sie zur Bühnengestaltung. Heute arbeitet sie als Bühnenbildnerin und Malerin.»

................................................... von regula zellweger Ilona Lenk lebt in Italien und arbeitet in Deutschland. Auf halbem Weg liegt das Tessin, wo die Deutschschweizerin Christa Giger lebt und arbeitet – und wo Luigi a Marca seit Jahren in Roveredo seine bekannten openArt Ausstellungen durchführt. Beide Künstlerinnen sind nicht zum ersten Mal beim Künstler und Galeristen a Marca zu Gast. Nicht nur geografisch berühren sich die Wege der beiden Künstlerinnen. Wenn das Spannungsfeld «Zeit – Raum – Bewegung» von Ilona Lenks Leinwandfaltungen zum Spannungsfeld «Raum – Form – Materie» von Christa Gigers mit Nägeln gestalteten Bildern und Objekten in Beziehung tritt, ist der Betrachter gefesselt von den Rhythmen, den Wiederholungen über Grenzen hinaus, von der Interaktion von Punkten, Linien und Flächen, von Licht, Schatten, Kontrasten, Proportionen, Strukturen und Texturen. Diese Komplexität und gleichzeitige farbliche Schlichtheit verlangen Zeit, um sich intellektuell und emotional in die Ausstellung einlassen zu können.

Nägel und Zwischenräume

Künstler und Galerist Luigi a Marca in der aktuellen Ausstellung in der Galerie in Bickwil, Obfelden. (Bild Regula Zellweger) Die Galerie als Begegnungsort Es ist noch kein Jahr her, dass Luigi a Marca, seine Partnerin und die Ämtler Künstlerin Katrin Zuzáková in Bickwil die alte Schreiberei ausbauten, um

hier mit ihren beiden kleinen Söhnen zu leben, zu arbeiten, und auch anderen Künstlern die Gelegenheit zu bieten, ihre Werke in Räumen mit unterschiedlichem Charakter auszustellen. Katrin Zuzáková, die Skulpturen mit der Motorsäge schafft, kommentiert

die aktuelle Ausstellung: «Ich brauchte viel Zeit, um mich einlassen zu können. Die Werke der beiden Frauen sind anders als meine Kunst, leiser, feiner. Das Licht ist dabei extrem wichtig. Es braucht Zeit, bis das Weiss seine Geschichten preisgibt.»

Luigi a Marca ist begeistert, wie sich die Nägel bei Christa Gigers Werken in Material und Struktur verwandeln. Die Säule aus Nägeln muss man einfach anfassen – und schon ertönt ein feiner Klang. Nägel als sich wiederholende Elemente, mal lang, mal kurz, mal gebogen, verbogen, gekrümmt, wirken als «Stoff», als Material. Sie erzeugen Rhythmen, wie auch die Schriftzeichen und Raffungen bei Ilona Lenks Werken. Weiss übermalt scheinen sie Geheimnisse zu bergen. Die Galerie in Bickwil ist mehr als eine Galerie, es ist ein lebendiger Ort, wo eine Familie lebt und arbeitet. Es ist ein Ort der Begegnungen, zwischen Menschen, zwischen Kunstwerken und Menschen. Die beiden Künstlerinnen werden anlässlich der Finissage am Sonntag, 17. Mai, vor Ort sein. Ausstellung bis 17. Mai, Freitag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr, (Samstag, 18. April, geschlossen). Oder auf Anfrage: Luigi a Marca, 079 444 21 61, an der Brunnenstrasse 4 in Bickwil/Obfelden. Finissage am Sonntag, 17. Mai, 14 Uhr. Infos: www.openArt.ch.

Zwischen Schrecken, Leben und Heiterkeit Franz Schüle liest in der Mülibar In der Mülibar liest Franz Schüle am 26. März aus seinem Buch «Hinterfragen und Handeln». Der Autor, der seit über drei Jahrzehnten mit seiner Familie in Hausen lebt, legt einen anschaulichen Bericht über Begegnungen und Erfahrungen zu seiner langjährigen Arbeit beim Heks vor. Die Ausstellerinnen, Monika Ruoss (links) und Heidi Pomella, vor der Szene, wo Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl feiert. (Bild Marianne Voss)

Durch Leiden und Tod dem Leben entgegen Darstellung der Ostergeschichte in der kath. Kirche Affoltern Im Pfarreisaal der katholischen Kirche St. Josef in Affoltern ist bis am 8. April die Passions- und Ostergeschichte mit Figuren Schwarzenberg dargestellt. Die zehn Szenenbilder laden zum Betrachten und Meditieren ein. ................................................... von marianne voss Der Pfarreisaal der katholischen Kirche Affoltern ist zurzeit bevölkert. Rund 80 Figuren Schwarzenberg erwecken zehn Szenen der Passions- und Ostergeschichte zum Leben. In der ersten Darstellung sitzt Jesus auf der Eselin und reitet umjubelt in Jerusalem ein – Palmsonntag. Die letzte zeigt das leere Grab und den Engel – Ostern.

Und dazwischen sind auf langen Tischen acht weitere Szenen installiert: die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, das Abendmahl, die Fusswaschung, der Garten Getsemani, die Verurteilung, die Verspottung, die Kreuzigung und das Begräbnis. Jede Darstellung ist wunderschön gestaltet mit zahlreichen liebevollen Details. Die Szenenbilder zum Passionsthema «Durch Leiden und Tod dem Leben entgegen» laden ein zum Betrachten und zum Nachdenken. Sie lassen die Besucher eintauchen in die orientalische Welt Palästinas.

Ausstellung bis 8. April Am vergangenen Sonntag wurde die Ausstellung im Rahmen einer Feier offiziell eröffnet. Die Gestalterinnen,

Heidi Pomella und Monika Ruoss (beide Kursleiterinnen für Figuren Schwarzenberg), führten die Besucherinnen und Besucher von Szene zu Szene und gaben ihnen meditative Gedankenanstösse mit auf den Weg: «Ostern ist kein einfaches Fest. An Ostern feiern wir nicht etwas, das vor 2000 Jahren stattgefunden hat. Wir feiern etwas, das mit uns zu tun hat. Der Tod hat nicht das letzte Wort.» Die Ausstellung im Pfarreisaal der katholischen Kirche St. Josef Affoltern ist bis am 8. April täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Interessierten, jung oder alt, sind eingeladen, sich den Passionsweg anzusehen und sich zu eigenen Gedanken anregen zu lassen. Auskünfte oder Anfragen für Führungen bei Heidi Pomella, 044 713 03 49.

eindrücklichen Bildern und präzisen Texten kompliziertes Geschehen anschaulich und verstehbar. Mit spannend geschriebenen Geschichten lässt er hinter Schrecken und Wirrnis auch volles Leben und Heiterkeit erahnen. Er scheut sich auch nicht, klar Stellung zu beziehen und kritisch zu hinterfragen – auch das Handeln von Hilfswerken.

Franz Schüle (73) arbeitete von 1982 Aschi Rutz bis 2007 beim Hilfswerk der Evangelischen Kirche Schweiz (Heks), vorerst Mülibar, Mülimatt/Rifferswilerstrasse, Hausen am Alals Leiter der Europa-Abteilung, dann bis. Donnerstag, 26. März, 21 Uhr. Bar ab 20.30 Uhr. als Zentralsekretär. Während dieser Die Crew freut sich über den Obolus. Zeit hat er das Leben von Menschen im totalitären Europa vor der Wende, den Umsturz in Rumänien an Weihnachten 1989 und die Kriege in Ex-Jugoslawien miterlebt, aber auch verheerende Naturkatastrophen wie den Tsunami in Südostasien 2004 oder die verheerende Armut in den Ländern des Südens. Im persönlichen Rückblick erzählt Franz Schüle von den Menschen der heimgesuchten Länder, die mit Mut und Trotz für Würde, Respekt und Gerechtigkeit Franz Schüle mit seinem Buch «Hinterfragen und Haneinstehen. Franz deln». Ein Vierteljahrhundert Heks-Geschichte(n), TVZ, Schüle macht mit 2014. (Bild Heks)


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Vermischtes

Europaspiele mit Michael Meier

Starke Schweizer an der «Tour de France der Mountainbiker»

An den zwei Ausscheidungen des Schweizerischen Turn-Elitekaders für die kommenden Grossanlässe zeigte Michael Meier zwei gute Mehrkämpfe und erreichte jeweils den zweiten Rang. Allerdings waren am ersten Tag Christian Baumann und am zweiten Claudio Capelli klar besser. Deshalb ist Michael Meier als erster Ersatz für die Europameisterschaften vorgesehen. Hingegen darf er die Schweiz an den erstmals stattfindenden Europaspielen vertreten – sofern Swiss Olympic seine Selektion bestätigt. Die Europameisterschaft steht dieses Jahr ganz im Zeichen der Einzelturner. Da sind in erster Linie Turner mit möglichst hohen Ausgangswerten gefragt, und daran muss Michael noch arbeiten. Aufgrund seiner Mehrkampfleistungen ist er vom Turnverband für die im Juni stattfindenden Europaspiele vorgesehen. Ein Anlass ähnlich den Olympischen Spielen, einfach für Europa. Er findet in Baku statt, der Hauptstatt von Aserbeidschan. Solche Multisportanlässe gibt es schon länger in anderen Erdteilen. Wie zum Beispiel die Asienspiele, die Ozeanienspiele, die Ostasienspiele und die panamerikanischen Spiele. In Baku werden 30 Sportarten vertreten sein. Über 6000 Sportler aus 50 Nationen werden erwartet. Im Kunstturnen besteht der Wettbewerb wie an den Olympischen Spielen aus einem Team- und Einzelwettbewerb. Ein Team besteht allerdings nur aus drei Turnern. Michael freut sich riesig auf Baku. Denn es wird sicher interessant, viele Sportler aus anderen Sportarten zu treffen. (pd.)

Dienstag, 24. März 2015

Urs Hubers dritter Platz am Cape Epic als Vorbote für den GP Osterhas in Affoltern Die starken Resultate mit dem fünften Sieg von Christoph Sauser und dem dritten Platz von RRC-Amt-Fahrer Urs Huber am Bike-Etappenrennen Cape Epic in Südafrika, lassen für den bevorstehenden Grand Prix Osterhas, am Ostersamstag in der Affoltmer Industrie, auf gute Spitzenzeiten hoffen. ................................................... von martin platter Es war eine gute Zeit, die Urs Huber letzte Woche am Cape Epic fuhr. Dafür musste er aber stark auf die Zähne beissen. Das achtteilige Etappenrennen um Kapstadt wird wegen der starken Besetzung und dichten Medienabdeckung in der Szene gerne als «Tourde-France der Mountainbiker» bezeichnet. Entsprechend stark war auch in diesem Jahr das Feld der Spitzenfahrer, die sich am Sonntag vor einer Woche ins staubig-heisse Abenteuer stürzten. Der dreimalige BikemarathonWeltmeister Christoph Sauser hatte sich zusammen mit seinem Teampartner, Olympiasieger Jaroslav Kulhavy, nichts weniger als den fünften Sieg vorgenommen. RRC-Amt-Leistungsträ-

ger Urs Huber, der zusammen mit dem viermaligen Gesamtsieger Karl Platt antrat, wollte aufs Podest des renommierten Wettkampfes. Beide haben ihr hochgestecktes Ziel erreicht. Während Sauser/Kuhlhavy jedoch von Etappensieg zu Etappensieg rauschten und Sauser dabei alle bisherigen Rekorde brach, rutschten Huber/Platt nach gutem Start (2. nach Prolog und erster Etappe) zwischenzeitlich vom Podest. Nur mit Sonderefforts und auch ein wenig Glück kämpfte sich das Duo wieder auf den dritten Rang zurück. Standesgemäss spielte die Defekthexe auch in diesem Jahr wieder Scharfrichterin. Als bisher erster Biker schaffte der 38-jährige Sauser, der nach der Weltmeisterschaft Mitte Jahr zurücktreten wird, schliesslich den fünften Gesamtsieg. Zweiter wurde Vorjahressieger Christian Hynek, der dieses Mal mit Alban Lakata angetreten war. Der Tscheche konnte sich eine leise Enttäuschung nicht verhelen, auch wenn der Rückstand auf Sauser/Kulhavy fast elf Minuten betrug.

Eine Zitterpartie bis zum Schluss Schweizer Meister Huber, der das Cape Epic bereits zum sechsten Mal

bestritt, trug die 34 Minuten Rückstand mit Fassung. «Wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Anfang Woche lief es sehr gut. Doch in der zweiten Wochenhälfte hatte ich etliche Momente, bei denen ich ziemlich beissen musste.» Sicher wäre es toll gewesen, den einen oder anderen Defekt nicht einzufangen und die Zeitrückstände nach vorne kleiner zu halten. Aber so Radrennclub-Amt-Fahrer Urs Huber am Cape Epic kurz vor sei dieses Rennen dem Ziel in Meerendal, das er zusammen mit seinem Partnun einmal: Unbe- ner Karl Platt im dritten Rang erreichte. (Bild zvg.) rechenbar bis zur letzten Minute. «Wir konnten uns erst Stunden eine jener Schrecksekunden, im Ziel der Schlussetappe in Meeren- auf die jeder Cape-Epic-Teilnehmer dal sicher sein, den dritten Platz in gerne verzichtet. Ein Stück Draht hattrockenen Tüchern zu haben – auch te sich in seinem Hinterrad verfangen. wenn wir am Start einen komforta- Huber konnte es aber entfernen. blen Vorsprung von 19 Minuten auf Nun blickt er entspannt auf sein das viertplatzierte Team hatten», sagte nächstes Rennen, den GP Osterhas am Huber abgekämpft aber glücklich. Tat- Ostersamstag in der Affoltemer Insächlich erlebte er noch in den letzten dustrie.

Tanzen als Lebenselixier Everdance in Rifferswil und Affoltern Everdance, das ist Tanzen in der Gruppe ohne direkten Tanzpartner. Ab Mittwoch, 29. April, von 14.30 bis 15.30 Uhr, wird in Affoltern getanzt. Beim ersten Mal darf man schnuppern.

Hana Gucher lädt ein, verschiedene Stile zu kombinieren. (Bild Thomas Stöckli)

«Savoir vivre» auf dem Weisbrod-Areal «L’Air du Sud» in Hausen feiert Eröffnung Schönes zum Schenken, Freude am Dekorieren und Spezielles zum Einrichten – am kommenden Freitag und Samstag, 27. und 28. März, feiert «L’Air du Sud» die Eröffnung der neuen Filiale. «Als ich diesen Raum gesehen habe, dachte ich nur: Mega!», erinnert sich Hana Gucher an ihre erste Begegnung mit ihrem neuen Geschäft im Weisbrod-Areal. Seit einem Jahr wohnt sie in Aeugst und wollte sich nun auch das Geschäft in die Nähe holen. Der neue Laden ist viel grösser und das Angebot entsprechend reicher als jenes des Stammgeschäfts in Feldmeilen. Der Name «L’Air du Sud» verrät es: Die französische Sprache und Atmosphäre haben es Hana Gucher angetan. «Ich bin ein riesiger FrankreichFan», sagt sie, die schon als Kind immer im westlichen Nachbarland in den Ferien war. «Ich selber schenke sehr gerne, mache andern gerne eine Freude», verrät Hana Gucher. Und ge-

nau das möchte sie auch mit ihren Produkten rüberbringen. Von Möbeln und Wohnaccessoires über Geschirr und Gourmet-Produkte bis hin zu Antiquitäten und Kunsthandwerk reicht das Angebot. Mit über 100 Lieferanten weltweit kann sie verschiedenste Stile abdecken – und zwar für jedes Budget. Ein Schwerpunkt ist sicher die Vereinigung von französischem Charme und nordischem Landhausstil. Zur Eröffnung des neuen Geschäftslokals in Hausen lädt «L’Air du Sud» am kommenden Samstag, 28. März, zu Häppchen und Champagner. Bereits am Vorabend, 27. März, ist ein Konzert mit der Pianistin Annette Weisbrod geplant. Auch künftig will Hana Gucher ihre Räumlichkeiten für kulturelle Anlässe zur Verfügung stellen. «Ich unterstütze gerne junge Künstler», verrät sie. (tst.)

«Der Mensch tanzt, seit es die Menschheit gibt» oder «Tanzen sollte ärztlich verschrieben werden». Aussagen wie diese sind durch diverse Studien, Forschungen und simple Praxisbeispiele in tausendfacher Form belegt. Der Tänzer oder die Tänzerin bewegt sich, baut Muskeln auf, löst Verspannungen, fördert die Durchblutung und stärkt somit Sehnen und Gelenke, durch die aufrechte Haltung wird die Wirbelsäule gestärkt, Herz und Lunge werden kräftiger. Weiter stärkt tanzen das Immunsystem, und so ganz nebenbei verbrennt man noch Fett. Beim Tanzen werden Hormone und Endorphine ausgeschüttet, die glücklich und kreativ machen, Tänzer sind glückliche, kreative und zufriedene Menschen. Nicht zu unterschätzen ist die Gedächtnissteigerung, koordinierte und rhythmische Bewegungen erhalten das Gehirn jung und es ist sogar nachgewiesen, dass Tanzen das Lernvermögen und Gedächtnis verbessert. Barbara Ruf, diplomierte Swissdance-Tanzlehrerin, hat sich seit über 26 Jahren diesem Wundermittel verschrieben. Für sie ist Tanzen wirklich ein Lebenselixier. In der Binz in Zürich hat sie ihre eigene Tanzschule ti-

L’Air du Sud, Konzert am Freitag, 27. März, 18 Uhr (bitte anmelden); Eröffnungsfeier am Samstag, 28. März, 12 bis 18 Uhr; Weisbrod-Areal 4, Hausen, www.lairdusud.ch.

Tanzfieber ist ansteckend. (Bild zvg.)

me2dance. Da unterrichtet sie Paartanz in allen Standard- und Lateintänzen, sowie Discofox, Salsa, Tango Argentino, Nightclub Two Step und Westcoast Swing. Nebst dem Paartanz ist Barbara Ruf aber das Tanzen im fortgeschrittenen Alter ein grosses Anliegen. Deshalb bringt sie nun Everdance zu den Menschen, etwa nach Affoltern und Rifferswil.

Alle bekannten Tanzstile Everdance, das ist Tanzen in der Gruppe ohne Tanzpartner, vergleichbar mit Linedance. Es werden die Lateintänze Cha Cha Cha, Rumba, Samba, Jive und die Standardtänze Langsam-Walzer, Wiener Walzer, Tango, Quickstep, Slowfox, sowie Salsa, Discofox, Nightclub Two Step und Tango Argentino unterrichtet. Alle bekannten Tanzstile mit ihren Basisschritten sind Teil des Everdance-Programmes nur eben tanzbar als Einzelperson. Einstudiert werden diverse Abläufe, Choreorafien, welche aber einen Einstieg jederzeit erlauben. Aufwärmen und Dehnen gehören auch bei Everdance zum gesamten Programm. (pd.) Kurs in Affoltern: Ab 29. April, mittwochs, 14.30 bis 15.30 Uhr, im Gymfit, Lindenmoos 8. Kosten: 15 Franken pro Lektion. Bereits laufender Kurs in Rifferswil: Dienstags, 13 bis 14 Uhr, Turnhalle. Anmeldung: 044 252 56 81, info@time2dance.ch, www.time2dance.ch.

Michel Erni bei einem überhängenden Boulder. (Bild zvg.)

Michel Erni wird Zweiter am Bärencup Am vergangenen Sonntag fand der alljährliche Bärencup in Bern statt. Dieser Boulder-Wettbewerb wird vom Regionalzentrum Bern organisiert und dient als Hauptprobe für die nationalen Boulder-Wettkämpfe. In der Qualifikation erreichte Michel die meisten Punkte, nämlich 85. Dort konnte er sein Können und auch seine Kreativität unter Beweis stellen. Im Halbfinal überzeugte er nochmals und gewann deutlich. Loris Brunner (RZ Bern) und Michel Erni (RZ Zürich) standen sich dann im Final gegenüber. Sie mussten nebeneinander, den gleichen Boulder klettern und dies auf Zeit. Das Final war eine knappe Angelegenheit, in der Loris Brunner etwas schneller das Top erreichte. Michel freute sich dennoch über seinen zweiten Platz. (pd.)


Sport

Dienstag, 24. März 2015

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Der Traum lebt weiter: FCWB in der nächsten Cup-Runde Cup-Qualifikation: Yverdon Sport – FC Wettswil-Bonstetten 3:4 (1:1) Durch einen 4:3-Auswärtserfolg in Yverdon, in der letzten Qualifikationsrunde für den Schweizer-Cup 2015/2016, darf beim FC Wettswil-Bonstetten weiter von einem grossen Los für die erste Hauptrunde geträumt werden. Offensivspieler Acosta zeichnete sich beim Auswärtserfolg als dreifacher Torschütze aus. ................................................... von marc enskat Die Gäste aus dem Säuliamt fanden zu Beginn besser ins Spiel und überzeugten durch forsches Pressing, mit welchem die Waadtländer offensichtlich ihre Mühe bekundeten. Die Bemühungen wurden früh belohnt. Bereits in der sechsten Minute ging der FCWB in Führung. Acosta, der an diesem Samstag einen tollen Tag einzog, hatte mit

seinem Distanzschuss jedoch auch ein wenig Glück; dieser senkte sich unhaltbar abgelenkt in die weite Torecke.

Yverdon kommt besser ins Spiel Das Heimteam aus der Westschweiz zeigte sich aber keineswegs geschockt und kam nur zwei Minuten später zur grossen Ausgleichschance. Rocha konnte gerade noch vor dem Einschussbereiten Angreifer klären. Die Partie verflachte in der Folge ein wenig. Yverdon kam besser ins Spiel und in der 26. Minute folgte der verdiente Ausgleich. WB-Torhüter Bachmann hatte beim Kopfball im Anschluss an einen Freistoss keine Chance. Für einen Aufreger sorgte vier Minuten später ein Foul an Sabanovic im Strafraum. Zum Entsetzen der Ämtler blieb die Pfeife von Schiedsrichterin Grundbacher stumm. Mit einem leistungsgerechten

Unentschieden wurden die Seiten gewechselt.

Cup-Fight nach der Pause Die zweite Halbzeit begann wieder mit Vorteilen für den Wettswil-Bonstetten. Es dauerte genau fünf Minuten bis zur erneuten Führung. Acosta schloss eine Traumkombination über mehrere Stationen mit dem 2:1 ab. In der Folge entwickelte sich ein richtiger Cup-Fight mit spektakulären Toren, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Der FCWB legte vor, die Waadtländer konnten aber im Gegenzug wieder ausgleichen. Sabanovic markierte für die Ämtler die 3:2-Führung, zehn Minuten später folgte jedoch der erneute Ausgleich. Und wiederum war es in der 80. Minute Acosta vorbehalten, mit einem abgelenkten Freistoss für die Entscheidung zum 4:3 Schlussresultat zu sorgen.

Nächstes Spitzenspiel am Mittwoch Gebannt wird man in den Reihen der Ämtler nun auf die Auslosung für die erste Cup-Hauptrunde Mitte Juni blicken. Noch wach sind die Erinnerungen an das Volksfest anlässlich des Heimspiels gegen die Berner Young Boys, das ein Highlight für alle Fussballfreun- Die Erinnerungen an den Cup-Knüller 2012 FCWB-YB sind de im Amt war! noch hellwach. (Archivbild) Vorerst gilt es den Fokus aber wieder auf die Meister- Stade Municipal, Yverdon-les-Bains: 120 Zuschauer. schaft zu richten. Bereits morgen Mitt- FCWB: Bachmann, Buchmann, Rocha, Waser Conswoch will die Dosch-Elf bei Verfolger tancio, Gouiffe a Goufan, Kalyon (70. Markanovic), Mendrisio die Tabellenführung vertei- Gjergji, Bonfardin (65. Peter), Acosta, Sabanovic digen. Anpfiff im Tessin ist um 20 Uhr. (82. Lienhard).

Firmenfussballer eröffnen die Ämtler Grümpi-Saison Säuliämtler-Grümpi in Hedingen am Auffahrts-Donnerstag Am Auffahrts-Donnerstag, 14. Mai, startet die Grümpi-Saison 2015 mit der sechsten Ausführung des Säuliämtler-Grümpis auf dem Sportplatz Schlag in Hedingen. Das Organisationskomitee des SC Schweizer/BW-Mode kann auf fünf erfolgreiche und faire Ausführungen zurückblicken. Auch in diesem Jahr wer-

Alle Teams spielten leidenschaftlich; hier gelingt dem Ea des FCWB gegen FC Zürich Letzikids ein Treffer. (Bild Kaspar Köchli)

Super League mit Jahrgang 2005 Vielbeachtetes Fussball-Juniorenturnier Unter dem Namen U10 PreSeason Challenge finden auch 2015 regelmässig attraktive Turniere unter Schweizer Topklubs statt. Sie sind wichtiger Bestandteil der Schweizer Nachwuchsförderung. Erstmals zeichnete der FCWB für die Durchführung verantwortlich. ................................................... von kaspar köchli Am vergangenen Sonntagmorgen gastierten prominente Schweizer Fussballclubs auf dem Wettswiler Moos. Genau genommen fand sich der Nachwuchs der Spitzenklubs in Wettswil ein. Folgende U10-Teams bestritten das Turnier: FC Basel, GrasshoppersClub Zürich, FC Luzern, FC Zürich Letzikids, FC Aarau – und die Ea-Junioren des FC Wettswil-Bonstetten.

Garstiges Wetter – guter Fussball Gespielt wurde nach dem Modus jeder gegen jeden, bei einer Matchdauer

von jeweils 20 Minuten. Von Beginn weg (9.30 Uhr) herrschte reges Treiben auf der Sportanlage Moos. Die zahlreichen Zuschauer liessen sich von der steifen Bise nicht beirren – und die jungen Kicker erst recht nicht. Sie boten guten Fussball und demonstrierten bereits erstaunliche Reife. Kein unkontrolliertes Ballwegschlagen, praktisch bei allen Aktionen wurde eine spielerische Lösung gesucht.

Es geht um die spielerische Weiterentwicklung, nicht um den Sieg Der FCWB-Turnierverantwortliche Dave Heiniger zeigte sich nach dem Turnier hocherfreut und lobte die absolut vorbildliche Fairness aller Teams und Beteiligten: «Alle kämpften leidenschaftlich, die Spiele waren zumeist hart umkämpft. Und während des gesamten Wettkampfs herrschte durchwegs eine friedliche, faire und familiäre Stimmung – das hat wirklich Spass gemacht.» Auf eine Rangliste wird bei diesen Turnieren bewusst verzichtet. Im Vordergrund stehen die Freude am Spiel und das stete Dazulernen.

den die Mannschaften in fünf verschiedenen Kategorien um die begehrten Pokale und Preise spielen. Erwartet werden wiederum bis gegen 70 Mannschaften. Zugelassen sind alle, die Lust haben, mitzuspielen. Es gibt auch keine Beschränkung von aktiven Fussballspielern. Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich auch gesorgt: feinste Grilladen, Pizzaburger, und eine grosse Auswahl an kalten und warmen Ge-

Ämtler Überflieger am «Hill Jam» Lou Staub holt sich den Sieg in Buochs Eine grössere Schanze, traumhaftes Wetter und so viele Athleten wie noch nie: Am 13. und 14. März sorgten auf dem Buochser Flugplatz nicht Flugzeuge, sondern Wintersportler für Höhenflüge. Sieger bei den Snowboardern wurde Lou Staub, Rossau. 20 Meter hoch ist die Rampe, von der am Samstag, 14. März, Snowboarder und Freeskier aus der ganzen Schweiz springen und ihre besten Tricks zeigen. Dabei messen sich die Sportler am Big-Air-Contest in drei Kategorien. Der «Hill Jam» wächst und wächst: «Das ist ein absoluter Teilnehmerrekord», sagt Flavio Odermatt, OK-Mitglied des Freestyle-Events, auf dem Flugplatzareal in Buochs. 45 Freeskier und 27 Snowboarder (2014: 50 Teilnehmer) haben sich auf der grossen Schanze gemessen, bewundert von 1500 Zuschauern beim abendlichen Final.

«Die Stimmung im Finale bei Flutlicht war wirklich cool» Das Feld der Teilnehmer stammte nicht nur aus der Region. Gar aus Deutschland, Holland und England waren die Athleten angereist, um sich gegenseitig an Drehungen, Überschlä-

Sieger Lou Staub freut sich über einen grossen Check. (Bild zvg.) gen und vor allem fliegerischer Eleganz zu übertreffen. Bei allem Ehrgeiz stand der Spass im Vordergrund. «Die Stimmung im Finale bei Flutlicht war wirklich cool», fand auch Lou Staub. Der Rossauer wurde im Finale mit den meisten Punkten bewertet und hat den Event entsprechend gewonnen. (pd.)

tränken stehen den Teilnehmenden und den Besuchern zur Auswahl. Traditionellerweise wird nach dem Turnier ein Barbetrieb geführt und zur Musik von Local DJs bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert. Auch dieses Jahr wird der Barbetrieb durch das «Break» aus Affoltern organisiert. (pd.) Weitere Infos und Anmeldeformulare unter www.scschweizer.ch oder Telefon 076 575 88 98.

Wettswiler Judokas international dabei Am letzten Sonntag fand das 40. Internationale Rheintalturnier statt. Bei dem stark besetzten Kräftemessen waren auch vier Wettswiler Judokas am Start. Nach den letzten Erfolgen stand diesmal das Sammeln von Erfahrungen im Vordergrund. Die Brüder Noel und Cyrille Meili bekamen es mit starken Gegnern zu tun. Sie konnten gutes Judo zeigen, verloren aber unglücklich. Linhard Duschletta konnte weiter an seine starke Form Silber gewonnen: anknüpfen. Zwei Darryl Lindsay. Siege in der Vor- (Bild zvg.) runde brachten ihn wieder in Medaillennähe. Leider waren diesmal seine nächsten Gegner stärker, erfahrener und höher graduiert. Nach zwei Niederlagen belegt er einen starken fünften Platz. Darryl Lindsay konnte ebenfalls überzeugen. Nach zwei Siegen und einer Niederlage gegen die starke amtierende österreichische Meisterin, war eine Silbermedaille ihr verdienter Lohn. Rene Täuscher


EINLADUNG – Zum Pendelkurs am 24. April, 1. Mai 2015, zwei Abende – Zum Armlängentest-Kurs am 14. Mai 2015, ein Abend – Anmeldung bis 19. April 2015 – Anmeldung und Auskunft: Astro MZ Margrit Ziswiler Tel. 044 764 14 95/079 415 67 61 margrithz@bluewin.ch

Schlank werden – schlank bleiben! Fachvortrag mit allen Tipps, Methoden und guter persönlicher Betreuung Datum: Mittwoch, 1. April, und Donnerstag, 9. April 2015 Ort: Dorfstrasse 9, 1. OG, 8906 Bonstetten Zeit: 20.00 bis 21.30 Uhr, Anmeldung erwünscht: bei Michèle Gambarini (Telefon 044 383 74 34) Frauenpraxis Affoltern In Zusammenarbeit mit der Apothekerin Doris Küttel, Apotheke-Drogerie Heumoos Bonstetten

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023 2015  

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