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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 22 I 169. Jahrgang I Freitag, 20. März 2015

Kindern helfen

In die Unterwelt

Ertragreiche Strassenaktion im Säuliamt zugunsten von Terre des Hommes. > Seite 3

Abwasserrohre werden vor der Reinigung mit Filmkameras kontrolliert. > Seite 7

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28 Monate Gefängnis

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Gewalttäter wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. > Seite 7

Zentren aufwerten Prominent besetztes Podium im Kellertheater LaMarotte in Affoltern. > Seite 9

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Im Weisbrod-Areal SP-Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr zu Besuch in Hausen. > Seite 21

Fernsehgenossenschaft Affoltern wird von den WWZ übernommen

Wahlpodium mit den Spitzenkandidaten, von links: Hans Läubli (Grüne), Moritz Spillmann (SP), Hans Wiesner (GLP), Bernhard Schneider (Gesprächsleiter), Daniel Sommer (EVP), Olivier Hofmann (FDP), Martin Haab (SVP) und Brigitte Wettstein (EDU). (Bild Martin Platter)

Wenig beachtetes Kantonsrats-Wahlpodium Die Spitzenkandidaten der Parteien im Kasinosaal in Affoltern zu aktuellen Themen Nur gerade 35 Personen wohnten am Mittwochabend der Podiumsdiskussion im Hinblick auf die bevorstehenden Kantonsratswahlen bei. Die Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien Hans Läubli (Grüne), Moritz Spillmann (SP), Hans Wiesner (GLP), Olivier Hofmann (FDP) und Martin Haab (SVP), die bereits im Kantonsrat sitzen, argumentierten überzeugend, wie man das von ihnen gewohnt war. In vielen Themen herrschte eine fast familiäre Eintracht, wie nach dem Mittag- oder Abendessen am heimischen

Küchentisch. Herausragend waren nur drei Exponenten: Moritz Spillmann mit seiner Fürsprache für eine Kantonsschule in Bezirkshauptort. Olivier Hofmann mit seinen Bedenken in Bezug auf die finanzielle Staatsgarantie der Züricher Kantonalbank. Und Daniel Sommer (EVP), der sich als Neuling im Kreise der Bisherigen gut präsentierte und als Einziger die Sicht des Kleingewerblers vertrat. In der Männerrunde völlig unter ging Brigitte Wettstein (EDU). Ansonsten argumentierten die Exponenten im Rah-

men ihrer Weltanschauungen und Parteibüchlein. Als Zuschauer erhielt man nicht den Eindruck, dass der dramatische Umbruch, den die Frankenstärke in der Wirtschaft ausgelöst hat, in der Politik angekommen sei. Querbeet durch alle Parteien möchte man die Wirtschaft weiter reglementieren und das Volk mit Lenkungsabgaben umerziehen. Man möchte wohl die einheimische Lebensmittelproduktion fördern (Martin Haab, SVP). Im Sinne eines Ausgleichs für wirtschaftlich weniger begüterte

Gehören Einkaufszentren ins Dorfzentrum? Vor 20 Jahren sind Jumbo und Manor nach Affoltern gekommen Neubauten von Einkaufszentren haben oft einen schweren Stand. Trotzdem werden zentrale Einkaufsmöglichkeiten von vielen Einwohnern geschätzt. Affoltern hat sich als als unumstrittenes Zentrum des Knonauer Amts etabliert. Dies sicher auch, da dort die grösste Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten lockt. Der «Anzeiger» sprach mit Raymond Sengers, dem Geschäftsführer der Affoltemer Jumbo-Filiale über die Wirkung von Einkaufszentren im Dorfzentrum und die Folgen, wenn diese in die Peripherie verdrängt werden. Jumbo setzt bewusst auf Geschäftsstellen in Siedlungsgebieten, da diese sehr gut frequentiert werden. (sals) ................................................... > Interview auf Seite 5

Länder soll es aber keine Rolle spielen, Lebensmittel auch von entlegenen Kontinenten in die Schweiz einzuführen (Spillmann, Läubli). Anstatt in der ausufernden Verwaltung zu sparen, plädiert man dafür, «Steuergeschenke» für Besserverdienende rückgängig zu machen und Steuersünder gleich hart anzupacken wie Sozialbetrüger (Läubli, Spillmann).

Die steigenden Anforderungen im Markt und die zunehmende Fremdbestimmung haben die Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA) bewogen, ihr Netz in dasjenige der Wasserwerke Zug AG (WWZ) zu integrieren. «Unsere Firma ist zwar gesund, aber es wird zunehmend schwieriger», sagte FGAGeschäftsführer André Kuchen an der Generalversammlung vom Mittwoch im Mehrzweckgebäude an der Büelstrasse in Affoltern. In einer Konsultativabstimmung befürworteten die FGA-Genossenschaftsmitglieder einstimmig eine Vermögensübertragung per 1. Januar 2016. Die letzte FGA-GV findet dann 2019 statt; ab 2020 ist die bald 40-jährige FGA Geschichte. Der Übernahmepreis beträgt rund 5,5 Mio. Franken. Die Genossenschaftsmitglieder der FGA erhalten nach der Übertragung insgesamt rund 2,5 Mio. Franken. Die WWZ übernimmt die FGA-Mitarbeitenden in Affoltern. Der Anbieter aus Zug, der derzeit 91 000 Abonnenten hat, plant auch eine Zweigstelle in Form eines Shops bei Expert Senn an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern. (-ter.)

anzeigen

(map.) ................................................... > Bericht und Kommentar auf Seite 15

ZVV-Busfahrpläne: Unzufriedenheit Die ZVV-Fahrplan-Entwürfe für die Fahrplanperiode 2016/2017 sorgen für Unmut in verschiedenen Ämtler Gemeinden. In Obfelden und Ottenbach, ebenso in Rifferswil und Stallikon bemängelt man Verschlechterungen bei den Anschlüssen oder durch weggefallene und wegfallende Buslinien. Die Bevölkerung hat bis 31. März noch Gelegenheit, Einsprache gegen die Fahrplan-Entwürfe des ZVV einzureichen; Adressaten für die Einsprachen sind die Gemeindeverwaltungen. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Wieder in der Cup-Hauptrunde?

Jumbo Affoltern Geschäftsführer Raymond Sengers erläutert, welche Schwierigkeiten sich bei Neubauten von Einkaufszentren ergeben und dass ein Ausweichen an die Siedlungsränder oft unumgänglich ist. (Bild Salomon Schneider)

Gegen Yverdon spielt der FC WettswilBonstetten morgen um den Einzug in die Hauptrunde des Schweizer Cups – mit Hoffnungen nach dem Sieg gegen Baden. 2012 durften die Ämtler gegen die Young Boys antreten und verloren damals 1:5. Vorschau auf Seite 33

500 12 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten

Obfelden

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld:

Burri, Nicole

Eröffnungsschiessen Freitag, 20. März 2015 17.30 bis 19.30 Uhr Freiwillige Übung (inkl. GM ZKSV) Montag, 30. März 2015 17.30 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Konkurseinstellung Über Liz Viviana Pimienta Alarcon, geb. 3. April 1983, Staatsangehörige von Kolumbien, Weststrasse 133, 8003 Zürich, ist durch Urteil des Konkursrichters des Bezirksgerichtes Affoltern vom 28. November 2014 der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Richters vom 11. März 2015 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger bis zum 30. März 2015 die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von Fr. 2500.– leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Affoltern am Albis, 16. März 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Gemeindeammannamt Affoltern am Albis

Gerichtliches Verbot Das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Affoltern hat am 27. Januar 2015, nach Einsicht in das Gesuch der Nestor Immobilien AG, Löwenstrasse 51, 8001 Zürich, in Anwendung der Art. 258 bis 260 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) erkennt: Unberechtigten ist das Abstellen von Fahrzeugen aller Art auf dem Grundstück an der Obstgartenstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis, Grundregister Blatt 1595, Kat.-Nr. 6809, untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit einer Busse von maximal Fr. 500.– bestraft.

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Affoltern am Albis, 20. März 2015 Die Gemeindevorsteherschaften

im

Die Friedhofvorsteherin

geb. 30. April 1939, von Ottenbach ZH, wohnhaft gewesen Rüdelweg 1, 8913 Ottenbach.

Hausen am Albis

geboren am 14. März 1936, von Stallikon ZH, wohnhaft gewesen im Haus zum Seewadel, 8910 Affoltern am Albis.

Gesuchsteller: Ronald Weisbrod, Weidli 1, 8925 Ebertswil Bauprojekt: Anbau Treppe, Umbau von Kellerraum in beheizten Raum, Abbruch eines Teils der Garage auf Kat.-Nr. 946, Weidli 1, Ebertswil (Landwirtschaft)

Hausen am Albis

Stallikon

Ella Kehrli-Huber 18. Januar 1927 – 7. März 2015

in Kenntnis zu setzen. Wir werden Ella stets in guter Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Gesangsverein Rifferswil Die Abdankung findet am Samstag, 21. März 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Rifferswil statt.

Ottenbach Wiesendanger Heinrich

Am Sonntag, 15. März 2015, ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hausen am Albis

Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Ehrenmitgliedes

Der Friedhofvorsteher

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Gesuchsteller und Projektverfasser: Martin Hellebrandt, Bergmattstr. 27, 8915 Hausen am Albis Bauprojekt: Sitzplatzüberdachung mit Glasdach auf Kat.-Nr. 3497, Bergmattstrasse 27 (KI)

TO D E S A N Z E I G E

Johanna Sidler-Richter

geboren 25. Juli 1937, von Weisslingen ZH, Ehemann der Wiesendanger geb. Christ, Verena, wohnhaft Oberdorfstrasse 4, Bonstetten. Er starb in Zürich am 13. März 2015.

Bauherrschaft: Ali Reza Motavallizadeh, Rainstrasse 138a, 8143 Stallikon, Projektverfasser/in: Thermogreen AG, Kaiserstuhlstrasse 2, 8154 Oberglatt Bauvorhaben: Sitzplatzüberdachung, Rainstrasse 138a, Assek. Nr. 1157, Kat.-Nr. 1217, Zone W2/35

Weil weder von der politischen Gemeinde noch von den beiden Schulgemeinden behandlungsreife Geschäfte vorliegen, hat der Gemeinderat die Gemeindeversammlung vom 23. März 2015 abgesetzt. Die nächste Gemeindeversammlung wird somit am Montag, 15. Juni 2015, stattfinden.

Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt.

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

Affoltern am Albis, 20. März 2015

Gemeindeversammlung

geb. 4. August 1967, von Rüschegg BE, Fällanden ZH und Volketswil ZH, wohnhaft gewesen in Obfelden, Dorfstrasse 61.

Am 18. März 2015 ist verstorben:

Gesuchsteller: Priska Altherr, Hotzenmattstrasse 10, 8915 Hausen am Albis Projektverfasser: Gartengestaltung Patrick Müller, Albisstr. 11, 8911 Rifferswil Bauprojekt: Ersatz Hecke durch Steingabionen und Granitstehlen auf Kat.-Nr. 2762, Hotzenmattstrasse 10 (WG 2.0)

Politische Gemeinde Affoltern am Albis Primarschulgemeinde Affoltern am Albis Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/ Aeugst am Albis

Gesangsverein Rifferswil

Am 11. März 2015 ist in Obfelden gestorben:

Ottenbach

Wer dieses Verbot nicht anerkennen will, hat innert 30 Tagen seit dessen Bekanntmachung und Anbringung auf dem Grundstück beim Gericht Einsprache zu erheben. Die Einsprache bedarf keiner Begründung. Die Einsprache macht das Verbot gegenüber der einsprechenden Person unwirksam. Zur Durchsetzung des Verbots ist beim Gericht Klage einzureichen (Art. 260 ZPO).

Gemeindeammannamt Affoltern a. A. R. Günthardt, Gemeindeammann

Bestattungen

Andacht: Friedhof Bodenfeld, Bonstetten am Dienstag, 24. März 2015, 13.30 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

Stallikon

Graiff, Elio

Die Beisetzung findet am Dienstag, 24. März 2015, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Stallikon statt. Bestattungsamt Stallikon

HERZLICHEN DANK Die überaus grosse Anteilnahme beim Abschied von unserem lieben

Walter «Wädi» Hürlimann hat uns tief berührt. Wir danken von ganzem Herzen allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die vielen Zuwendungen, liebevollen Umarmungen und tröstenden Worte. Ein grosser Dank gilt Pfarrer Werner Schneebeli für die einfühlsame und sehr persönliche Gestaltung der Abdankung. Ebenso danken wir für die grosszügigen Spenden an die von uns ausgewählte Institution Stiftung Solvita sowie für die vielen anderen Aufmerksamkeiten. Es tut gut zu spüren, dass man in schweren Stunden nicht alleine ist. Walter lebt in unseren Herzen und Erinnerungen weiter. Im März 2015

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Freitag, 20. März 2015

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Unzufriedenheit mit ZVV-Busfahrplänen im Knonauer Amt Verschlechterungen in verschiedenen Gemeinden reklamiert Die Veröffentlichung der ZVVFahrplan-Entwürfe für die Fahrplanperiode 2016/2017 sorgt in verschiedenen Ämtler Gemeinden für Unmut. Unzufrieden zeigen sich da wie dort ÖV-Nutzer in erster Linie über die veranschlagten Bus-Verbindungen. Bis 31. März kann die Bevölkerung noch Einsprache gegen die Fahrpläne erheben. ................................................... von urs e. kneubühl Als «unglaublich, ja skandalös», bezeichnet ein Leserbrief im Anzeiger vom Dienstag dieser Woche die Fahrplan-Entwürfe des ZVV in Bezug auf die Busverbindungen von und nach Obfelden. Schon seit geraumer Zeit hegt man auch in Stallikon «Bus-Groll» gegenüber dem Verkehrsverbund und genauso gibt es in Rifferswil negative Reaktionen auf die ZVV-Pläne… Man reklamiert Anschlüsse, die nicht zum Umsteigen reichen, bemängelt wegfallende Buslinien und werweisst, ob die «Fahrplan-Macher des ZVV die Bedürfnisse der hiesigen ÖV-Fahrgäste überhaupt wahrnehmen und kennen», wie der Obfelder Peter Lüssi in seinem Leserbrief vom Dienstag schreibt. Kurt Weber, Präsident der Planungsgruppe Knonaueramt ZPK, zeigt einerseits Verständnis für die Ungehaltenheit der hiesigen Bus-Nutzer, bemerkt aber gleichzeitig, dass «ein grosses Aufwischen», wie es auf den Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jah-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

res hin vorgenommen wurde, kein leichtes Unterfangen sei. «Es sind erhebliche Fahrplanumstellungen auf die Periode 2016/2017 vorgenommen worden, die dem Knonauer Amt zugegebenermassen teilweise Verschlechterungen bringen», stellt Weber fest und ergänzt: «Wenn sich Gewohntes ändert und sich die Umsteige-, respektive Wartezeiten dadurch verlängern, ist dies durchaus zu bedauern.» Der ZVV, konstatiert der ZPK-Präsident gleichzeitig, begründe diese Änderungen mit einer dadurch erreichten grösseren Stabilität der Fahrpläne, was ebenfalls schlüssig sei.

Rifferswil: Sehr gute Verbindungen, aber ... Nicht nur in Obfelden und Ottenbach stösst sauer auf, dass im neuen Fahrplan-Vorschlag einerseits die Anzahl der Fahrten nach Affoltern durch den Wegfall der Buslinie 212 verringert werden, andererseits die Anschlüsse an die S-Bahn sich verschlechtern. Auch in Rifferswil regt sich diesbezüglich Missfallen. René Baumgartner, ehemaliger Gemeinderat, begrüsst zwar die sehr guten Verbindungen der Linie 223 von Hausen über Mettmenstetten nach Affoltern und retour, hält gleichzeitig aber beanstandend fest, dass diese mit dem Fahrplanwechsel keinen direkten Anschluss mehr an die Linie 240 von und nach Langnau und Thalwil haben wird. «Neu gibt es in Hausen auf dem Hinweg 16 Minuten und auf dem Rückweg 20 Minuten Aufenthalt. Dies bringt für viele Pendler, welche auf

Wegfall der Linie 212 und klagen über schlechtere Anschlüsse aus Obfelden. (Bild Werner Schneiter) der anderen Albisseite arbeiten und diese Verbindung nutzen, wesentliche Verschlechterungen und verhindert, dass das Naherholungsgebiet Albis mit dem ÖV gut erschlossen bleibt», hält Baumgartner fest und äussert die Reduktion der Wartezeiten als Anliegen. Dazu sollten die Abfahrtszeiten der Linie 240 in Hausen auf fünf Minu-

ten früher und in Thalwil auf zehn Minuten später festgesetzt werden.

Stallikon: 227er-Route umlegen In Stallikon ist der Unmut gegenüber dem ZVV und den Postautolinien seit geraumer Zeit vorhanden. Die Forderungen im Reppischtal-Dorf nach einer Umlegung der Route der heuti-

Orangenverkauf gegen Mangelernährung von Kindern Strassenaktion im Säuliamt zugunsten von Terre des Hommes

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Maria und Willy Neuenschwander (27. Dezember und 21. März 1930) feiern ihre hohen Geburtstage. Von 1957 bis 1992 amteten sie als Verwalter/Geschäftsführer-Ehepaar, beim landwirtschaftlichen Verein Mettmehstetten, heute Landi-Albis-Genossenschaft, Mettmenstetten. Am 10. August 2014 konnten sie ihre diamantene Hochzeit feiern. Wir wünschen ihnen weiterhin einen gesegneten Lebensabend.

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Hohe Geburtstage

Hermann Sommer in Obfelden feiert am kommenden Sonntag, 22. März, seinen 85. Geburtstag. Dazu gratulieren wir herzlich und wünschen ihm ein schönes Fest, gute Gesundheit und viele bereichernde Erfahrungen auf dem weiteren Weg durchs Leben.

Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

wir gratulieren

Zum 85. Geburtstag

Gesamtauflage: 24 280

Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

gen Buslinie 227 gemäss der früheren 237er-Linie via Aumüli werden daher auch für die neuen ZVV-Fahrpläne wieder erhoben, ebenso der Wunsch nach «schlanken» Anschlüssen an die S-Bahn in Birmensdorf und Bonstetten. Und schliesslich will man, dass der ZVV sein Versprechen einlöst und die Abend- und Samstagskurse in sein Grundangebot aufnimmt.

Grund zum Lachen: Auch in Ottenbach lief der Orangenverkauf für Terre des hommes sehr gut. (Bild zvg.)

Katholische Jugendliche sammelten im Säuliamt Fr. 5698.25 zugunsten von Terre des hommes. 37 Jugendliche aus Affoltern, Hedingen, Obfelden und Ottenbach haben sich für diesen freiwilligen Sozialeinsatz im Rahmen des katholischen Unterrichts gemeldet und waren ganz motiviert im Einsatz. Es galt total 1620 Orangen abzusetzen à 3 Franken zugunsten von Terre des hommes Fast selbstständig haben die Jugendlichen sich organisiert. Ausgerüstet mit den feinen Orangen, Bauchläden, Einkaufswägeli, Informationen, selbstgebackenem Kuchen und sogar

frischgepresstem Saft wurden die Leute angesprochen und motiviert: «Grüezi, wänd sie öppis Guets für ihri Gsundheit tue und gliichziitig Chinder in Not unterstütze?» oder «Eine Orange für sie und eine für die Gesundheit von Kindern». Spenden Sie, bitte kaufen Sie eine, zwei oder drei Orangen!» Und wirklich, die gute Qualität der Orangen überzeugte viele Passanten zusätzlich und so hilft das Vitamin C den Käufern und gleichzeitig den kranken oder mangelernährten Kindern. Das Resultat: Fr. 5698.25 zugunsten der Terre des hommes. Ein Erlös, der ganz «orange», ganz fröhlich und glücklich macht.

Wohin fliesst das Geld aus dem Verkauf? Seit mehr als 30 Jahren kämpft Terre des hommes gegen die Mangelernährung. Die Stiftung trägt zur Verbesserung des Gesundheitszustandes von Kindern auf der ganzen Welt bei, wobei sie sich auf Kinder bis zu fünf Jahren und schwangere oder stillende Frauen konzentriert. Im Jahr 2013 war Tdh mit der Prävention und Behandlung von Mangelernährung in 14 Ländern aktiv und hat zirka 800 000 Kindern geholfen. Gabi Sidler Weitere Spenden sind erwünscht Postkonto 1011504-8; Aktionscode: 3140, www.tdh.ch


TO D E S A N Z E I G E Traurig, aber dankbar, dass er nach langer Krankheit ohne grosse Schmerzen gehen durfte, nehmen wir Abschied von meinem lieben Mann, unserem lieben Vater, Grossvater, Urgrossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel

Walter Kleiner-Funk 15. Juni 1933 – 16. März 2015

Margrit Kleiner-Funk Margrit und Röbi Nöthiger-Kleiner Fredi und Vreni Kleiner-Weber mit Kindern und Enkeln Walter Kleiner jun. Leni und Walter Meier-Kleiner Annemarie und Armin Giger-Kleiner Alice Hottinger-Funk Verwandte und Freunde Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem alten Friedhof Altstetten.

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Berg zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um mich und sprach: «Komm heim zu mir.»

TO D E S A N Z E I G E Wir nehmen Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Papi, Näni, Bruder und Schwiegersohn

Edgar Martin Coray 7. Februar 1954 – 15. März 2015

In deinem Leben hast du dich mit viel Liebe und Fürsorge um uns gekümmert. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Für uns war sie viel zu kurz. Du wirst uns fehlen. 5624 Bünzen, im März 2015 In unseren Herzen lebst du weiter: Evi Coray Fränzi Coray Marylou Coray, Silvano Bonta mit Cheyenne und Nevio Retus Coray mit Familie Dorli und Werner Huber Verwandte und Freunde

Die Trauerfeier findet statt am Dienstag, den 24. März 2015, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Altstetten, Pfarrhausstrasse 21, 8048 Zürich. Trauerdresse: Margrit Kleiner, Spirgartenstrasse 10, 8048 Zürich

Der Abschiedsgottesdienst findet am Dienstag, 24. März 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Hausen am Albis statt; anschliessend Urnenbeisetzung.

TO D E S A N Z E I G E

Traueradresse: Eva Coray-Huber, Rösslimatte 5, 5624 Bünzen

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied

Walter Kleiner-Funk

Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es kein Sterben, sondern es ist eine Erlösung.

15. Juni 1933 – 16. März 2015

Walter war von 1964 bis 1966 Präsident des Turnvereins und Gründer sowie erster Redaktor unseres noch heute bestehenden Vereinsorgans, «Oberämtler-Sportler». Für seine geleisteten Verdienste wurde er 1971 zum Ehrenmitglied ernannt. Wir werden Walter in dankbarer Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus und wünschen Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit. Turnverein Hausen am Albis Turnveteranen Hausen am Albis Eidg. Turnveteranen Gruppe Albis Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freuendeskreis auf dem alten Friedhof Altstetten. Die Trauerfeier findet statt am Dienstag, 24. März 2015, 14.30 Uhr, in der neuen reformierten Kirche Altstetten, Pfarrhausstrasse 21, 8048 Zürich.

Traurig haben wir Abschied genommen von unserer lieben

Ursula Bär-Bliggensdorfer 30. November 1930 – 9. März 2015

Nach einem reich erfüllten Leben und geduldig ertragenen Altersbeschwerden konnte sie friedlich einschlafen. Ihre letzten Monate durfte sie wohlumsorgt im Betreuungs-Zentrum in Heiden verbringen. In stiller Trauer: Ueli und Susi Bär mit Andi Sabine und Denis Trautmann Anni Huber-Bliggensdorfer Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung hat im engsten Familienkreis in Heiden stattgefunden. Es werden keine Trauerzirkulare versandt. Für allfällige Spenden bitten wir, das Betreuungs-Zentrum Heiden zu berücksichtigen. IBAN: CH34 0025 4254 1567 5802 G, Vermerk «Spende Personal». Traueradresse: Ueli Bär, Weidstrasse 23, 9410 Heiden

Dein Leben war ein Kampf. Du hast immer alles gefordert und warst auch immer bereit alles zu geben. Wir werden dich sehr vermissen. In unseren Herzen stirbst du nie.

A B S C H I E D Mit schwerem Herzen nehmen wir Abschied von unserer Mutter, Frau, Partnerin und Tochter

Nicole Burri-Schumacher 4. August 1967 – 11. März 2015

Nach langer Krankheit bist du völlig unerwartet und für uns alle viel zu früh aus deinem Leben gerissen worden. Wir vermissen dich sehr. In tiefer Trauer: Aviva, Noah und Marcel Schumacher Guido Da Rugna Doris Azzalini Anverwandte und Freunde Die Abdankung findet am Freitag, 27. März 2015, im engsten Familienkreis statt. Traueradressen: A. + N. + M. Schumacher, Rennweg 26, 8932 Mettmenstetten Guido Da Rugna, Friedhofstrasse 65, 8906 Bonstetten

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Bezirk Affoltern

Freitag, 20. März 2015

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«Affoltern war ein Prototyp-Standort» Vor 20 Jahren sind Jumbo und Manor an die Obfelderstrasse 19 in Affoltern eingezogen Manor-Park zur Affoltemer Zentrumsfunktion? Wir haben uns noch nie überlegt, was das Center für das Dorf oder jetzt die Stadt Affoltern bedeutet. Das Center in Affoltern weist eine erfreuliche Besucherfrequenz auf und zieht viele Menschen nach Affoltern. An einem sonnigen Sommerwochenende muss man schon zweimal um den Parkplatz fahren, um eine Lücke zu finden. So gesehen hat es sicher dazu beigetragen, dass Affoltern heute das unumstrittene Regionalzentrum ist. ...............................................................

Das Einzugsgebiet reicht bis nach Oberägeri und zum Hallwilersee»

Das Jumbo- und Manor-Center wurde im Affoltemer Industriegebiet gebaut. Heute rückt es immer näher ans Dorfzentrum. (Bild Salomon Schneider)

Was im Ausland bereits üblich ist, nimmt seit internationale Grossverteiler sich in der Schweiz niedergelassen haben, auch hier zu: Einkaufsmöglichkeiten werden ausserhalb der Zentren gebaut und Dorfkerne sterben. Der «Anzeiger» hat mit Raymond Sengers von Jumbo ein Gespräch über Verdrängungstendenzen und den Standort Affoltern geführt.

wohnten» Einkaufsgebiet einen Attraktivitätsschub zu verpassen.

«Anzeiger»: Weshalb haben sich Jumbo und Manor vor übe 20 Jahren für den Standort an der Obfelderstrasse 19 in Affoltern entschieden? Raymond Sengers: Das hat wahrscheinlich bei einem Grossteil der Supermärkte den gleichen Grund: Es hat sich die Gelegenheit geboten. Das Areal in Affoltern ist ausgeschrieben gewesen. Maus Frères, das Genfer Mutterhaus von Jumbo und Manor, hat einen attraktiven Vorschlag vorgelegt und den Zuschlag erhalten. Die Kombination von je einer Filiale des grössten Schweizer Warenhauses und des zweitgrössten Schweizer Baumarkts unter einem Dach ist erwiesenermassen ein erfolgreiches Konzept. Das zeigt sich jetzt wieder in Bachenbülach, wo die jüngste Variante dieses Konzepts gerade im Bau ist. Auch dort wird die Kombination von Jumbo und Manor begrüsst und mit Hoffnungen verbunden, einem «ge-

Welche Faktoren entscheiden, ob sich Jumbo und Manor für einen Standort bewerben? Wenn ein neues Grundstück auf den Markt kommt, weil beispielsweise ein alter Industriekomplex umgenutzt werden soll, ist es nicht gesagt, dass ein Laden an dieser Stelle funktionieren würde. Die Verkehrsflüsse sind zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang sind auch die Anzahl bewilligter Parkplätze und die Wahrscheinlichkeit von Einsprachen von Anrainern und Verbänden relevant.

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Wären andere Standorte in Frage gekommen? Leider ist es nicht so, dass Detailhändler ihre Standorte frei wählen können. Gerade bei Einkaufszentren oder grossen Fachmärkten, wie zum Beispiel den Jumbo-Baumärkten, spielt schon durchaus auch etwas Glück eine Rolle. Diese Standorte sind in der Regel schon besetzt, das findet quasi ein Verdrängungskampf statt.

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«Detailhändler können ihre Standorte selten frei auswählen» ............................................................... Welche Dimension ein Projekt hat, ergibt sich demnach aus der vorhan-

denen Situation. Es ist nicht wahrscheinlich, dass ein Detailhändler von einem Areal, das er kaufen und bebauen darf, nur einen Teil nutzt. Der vorhandene Raum wird optimal aufgeteilt zwischen Verkaufsfläche, Lager, Anlagen, und Parkplätzen. So ist auch der Standort Affoltern geplant worden. Welche Einflussfaktoren haben beim Standort Affoltern eine Rolle gespielt? Wir konnten eine gute Parkplatzsituation mit ober- und unterirdischen Parkplätzen aushandeln. Zudem bot das angebotene Areal die Möglichkeit, zwei grosse Geschäfte kompakt in einem Gebäude unterzubringen. Seit wann werden Jumbo und Manor an einem Standort gebaut? Das gemeinsame Center mit Jumbo und Manor in Affoltern hatte damals in gewisser Weise Prototyp-Charakter. Dieses Konzept gibt es mittlerweile überall in der Schweiz, ab nächstem Frühling ja dann auch in Bachenbülach. Affoltern war aber einer der ersten Standorte, an dem diese Art von Maus-Frères-Center realisiert worden ist. Eine gute Idee, wie wir zwanzig Jahre später wissen – diese Kombination zieht. Weshalb bauen immer mehr Grossverteiler und Supermärkte ihre Läden an den Rand der Siedlungsgebiete? Das hat mit dem bereits erwähnten Problem zu tun, einen geeigneten

Standort für grosse Ladenformate zu finden. Ein Center oder auch einen grossen Fachmarkt stellt man seit jeher leichter auf die grüne Wiese als mitten in ein Ballungszentrum. Jumbo hat in diesem Zusammenhang als erster Schweizer Baumarkt ein Gegenkonzept entwickelt, eine Art Baumarkt fürs Quartier. ...............................................................

«Jumbo hat das Bedürfnis nach zentral gelegenen Geschäften früh erkannt» ............................................................... Das ist in gewisser Weise ironisch, weil die grossen Baumärkte am Stadtrand ja eigentlich die kleinen Eisenwarenläden im Quartier verdrängt haben. Jetzt kommen sie zurück in die Stadt. Dieses Konzept heisst Jumbo Compact und ist überaus erfolgreich. Der Vorzeigeladen in diesem Format ist an der Zürcher Josefstrasse. Diese überdurchschnittlich gut laufende Filiale zeigt, dass Baumärkte auch innerhalb der Ballungszentren gefragt sind. Würde Jumbo die Affoltemer Filiale wieder am selben Standort bauen? Ja, unbedingt. Standorte wie der unsere in Affoltern sind gefragt. Und wie sich die Situation darstellt, wird man uns in Affoltern noch lange dort finden, wo wir sind. Welchen Beitrag leistet der Jumbo- und

............................................................... Wie gross ist das Einzugsgebiet des Centers? Wir wissen aufgrund von Postleitzahlen-Analysen, dass die Leute einen Anfahrtsweg von durchschnittlich 13 Minuten auf sich nehmen, maximal aber ganze 40 Minuten. Das Einzugsgebiet erstreckt sich nördlich bis etwa nach Birmensdorf, westlich bis an den Hallwilersee, ins Sihltal im Osten, südlich nach Zug und etwas weiter südöstlich bis nach Unterägeri. In diesen Randgebieten fällt die Kundendichte natürlich stark ab – bis auf wenige Dutzend Haushalte. Trotzdem orientieren sich diese Leute nach Affoltern. Im engeren Einzugsgebiet, beispielsweise in Obfelden, ist aber klar, wohin man in den Baumarkt geht. Was ist mit der Konkurrenz durch den Coop Bau+Hobby Markt? Der Coop Bau+Hobby stört uns gar nicht, obwohl er in unmittelbarer Nähe ist. Meist nutzen die Leute die Gelegenheit, in beiden Geschäften vorbeizuschauen. Die Möbelbranche nutzt dieses «Clustering» beispielsweise, um mehr Kunden anzulocken – dort, wo sich die Möbelhäuser praktisch die Eingangstür teilen, hat man die grösste Auswahl. Möglicherweise nützt uns das auch in Affoltern, was ebenfalls die einkaufstechnische Zentrumsfunktion unterstreichen würde. Wie hat sich der Umsatz der Affoltemer Filialen in den letzten 20 Jahren entwickelt? Geschäftszahlen kann ich leider keine nennen. Der Maus-Frères-Konzern kommuniziert traditionell keine Zahlen. Der Standort insgesamt und die Jumbo-Filiale im Speziellen schneiden überdurchschnittlich gut ab. In den letzten Jahren konnte nochmals ein leichtes Umsatzwachstum realisiert werden. Interview: Salomon Schneider


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Bezirk Affoltern

Freitag, 20. März 2015

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Mit der Kamera live in die Unterwelt Abwasserrohre werden vor der Reinigung mit Filmkameras kontrolliert Eine Verstopfung des Abwasserleitungs-Systems kann unter Umständen teuer werden. Hochdruckreinigungen sind daher in gewissen Abständen notwendig. Modernste Apparate liefern LiveBilder aus dem Untergrund und helfen, Defekte und Rohrdeformationen zu eruieren. ................................................... von martin mullis Der Serbe Zlatimir steht mit einer robusten Fernbedienung am offenen Abwasserschacht, während sein aus dem Kosovo stammender Kollege Kuytim den sich am Schlauchende befindenden Düsenkopf in den Ablauf am Schachtboden schiebt. Auf sein Kommando drückt Zlatimir einen Knopf, worauf das Wasser mit rund 160 Bar aus den rotierenden Düsen schiesst. So frisst sich der Düsenkopf durch das Abwasserrohr und reinigt gleichzeitig den Ablauf von allerlei Rückständen wie Kaffeesatz, Waschmitteln, Katzensand und Kunststoffabfällen. Allerdings sind diese Materialien nicht die grössten «Verstopfungstäter». Christoph Steiner, Mitinhaber der Gebrüder Steiner AG in Urdorf, nennt das Dach- und vor allem das Sickerwasser rund um das Gebäude als grösseres Übel im Abwassersystem. Verstopfungen bei WCs und Lavabos werden in der Regel sehr schnell bemerkt. Sickerwasser vermischt mit Kalkablagerungen und Sedimenten, welches jahrelang unbemerkt liegen bleibt, kann grosse Schäden bewirken. Wird die Equipe der Kanalreinigung bei

Teuer wie ein Mittelklassewagen: Christoph Steiner mit dem Kamerawagen für die Unterwelt. (Bild Martin Mullis)

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Bezirksgericht glaubt der Geschädigten 28 Monate Freiheitsstrafe Am 13. März berichtete der «Anzeiger» über einen Fall von versuchter schwerer Körperverletzung, der am Bezirksgericht Affoltern verhandelt wurde. Nun hat das Gericht den Angeklagten zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Auf den Nachhauseweg eines Ausflugs nach Deutschland habe der Angeklagte das Auto in einem Waldstück angehalten, sei zur Beifahrerseite gegangen, habe ihre Tür aufgemacht und so lange auf sie eingeschlagen, bis sie ihm den Namen eines vermeintlichen Liebhabers nannte, sagte die Geschädigte nach ihrem Spitalaufenthalt bei der Polizei aus. Er habe sie in den Bauch und die Rippen geschlagen und getreten und ihren Kopf unzählige Male gegen das Armaturenbrett gehämmert. Der Verdächtige wurde verhaftet und die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren wegen versuchter schwerer Körperverletzung, da der Angeklagte versucht habe, einen Menschen lebensgefährlich zu verletzen. Die Hauptverhandlung fand am 9. März statt.

Gravierende Rücksichtslosigkeit Der Angeklagte wurde der versuchten schweren Körperverletzung für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt. 18 Monate wurden bedingt auf vier Jahre Bewährung ausgesprochen. Zehn Monate wurden unbedingt ausgesprochen, wobei der Angeklagte bereits 205 Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte. Als Begründung für den Entscheid führte das Bezirksgericht an, dass die Geschädigte bedeutend glaubwürdiger ausgesagt habe als der Angeklagte – der widersprüchlich ausgesagt habe. Zudem seien die Geschädigte und der Angeklagte heute wieder ein Paar, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, dass sie ihm schaden wollte. Die Rücksichtslosigkeit des Angeklagten sei so gravierend gewesen, dass er lebensgefährliche Verletzungen in Kauf genommen habe, weshalb es sich um mehr als einfache Körperverletzung handle. Die Bewährung sei auf vier Jahre festgesetzt worden, da ein psychologisches Gutachten dem Angeklagten grosse Rückfallgefahr attestierte. (sals)

Vandalen in Kappel und in Affoltern Vom 12. auf den 13. März haben Unbekannte mit Böllern den Briefkasten eines Einfamilienhauses in Kappel am Albis zerstört. Die Kantonspolizei beziffert den Schaden auf zirka 700 Franken.

Vandalen waren auch in Affoltern unterwegs. Im gleichen Zeitraum besprayten sie ein Fahrzeug und zerstachen die Reifen. In diesem Fall beläuft sich der angerichtete Sachschaden auf rund 1400 Franken. (-ter.)

grösseren und komplizierten Abwassersystemen eingesetzt, kommen je nach Grösse der Abwasserrohre verschiedene Kameras zum Einsatz. Im roten Bus, der in seinem Inneren mir diversen Monitoren einem TV-Übertragungswagen gleicht, stehen diverse Kameras zur Verfügung. Das kleinste dieser hochmodernen Aufnahmegeräte mit einem Durchmesser von 2,5 Zentimetern wird von Hand durch das Rohr gestossen. Die grösste Kamera, welche Rohre bis zu einem halben Meter filmt, fährt mit elektrisch angetriebenen Rädern durch die Unterwelt und kostet ungefähr so viel wie ein guter Mittelklassewagen. Das Innenleben des Busses, welches preislich mit einem LuxusSportwagen von Ferrari verglichen werden kann, ermöglicht, mit Hilfe von Monitoren die «Darmspiegelung» in der Abwasserwelt in Farbe zu verfolgen. Eine grosse Rolle spielen dabei auch die Qualität, das Alter und das Material der Rohleitungen. Ältere Leitungen aus Beton oder Steinzeug können brechen und so Stauungen verursachen. Rohre aus Kunststoff und PVC sind viel flexibler; Verstopfungen können darin anders entfernt werden. Christoph Steiner hat in seinem Berufsleben im Spezialprogramm des «Kanalbildschirms» schon einige spannende Live-Übertragungen gesehen. In den «Sendungen» aus der Unterwelt fliehen immer wieder Ratten vor dem Kameralicht, und ab und zu liegen Gegenstände in den Rohren, deren Weg dorthin nur sehr schwer erklärbar ist. Die Suche nach einer versehentlich in das Abwassersystem geratenen Zahnprothese blieb allerding erfolglos.


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Freitag, 20. März 2015

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Zentrumsentwicklung: Lebendige Nutzung und eng eingebundene Bevölkerung Podiumsgespräch im Kellertheater LaMarotte in Affoltern Wie können Ortszentren in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht gestärkt werden? Zu dieser Frage unterhielten sich Clemens Grötsch, Hans-Ulrich Bigler, Angelus Eisinger und Steff Fischer am Mittwochabend im «LaMarotte». ................................................... von urs e. kneubühl Einfache Antworten, da waren sich die Podiumsteilnehmer absolut einig, gibt es auf die Frage, wie die Zentrumsentwicklung in Affoltern aussehen soll, nicht. Der soziodemografische Wandel und die damit einhergehenden Strukturveränderungen der letzten vierzig Jahre, dazu Investoren, welche vor allem auf die Erfüllung von Benchmarks und das Erzielen von Rendite sich auszurichten haben, sind hohe Hürden, die es zu überwinden gilt. Clemens Grötsch, Gemeindepräsident Affoltern, Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, Angelus Eisinger, Direktor Regionalplanung Zürich und Umgebung, sowie Steff Fischer, CEO Fischer AG Immobilien, stellten sich am Mittwochabend im «LaMarotte» während beinahe zwei Stunden der schieren Unmöglichkeit. Unter der unaufdringlichen und präzisen Moderation von NZZ-Redaktor Paul Schneeberger versuchten sie dennoch, Ansätze zu Ideen und Möglichkeiten zur Zentrumsentwicklung aufzuzeigen. Clemens Grötsch bemerkt vorab, dass die Zentrumsentwicklung im Bezirkshauptort nicht ganz einfach sei. Das Dorf habe sich gewandelt, und da-

Thema Zentrumsentwicklung im «LaMarotte» in Affoltern – das Podium, von links: Steff Fischer, Clemens Grötsch, Moderator Paul Schneeberger, Hans-Ulrich Bigler und Angelus Eisinger. (Bild Urs E. Kneubühl) mit habe sich auch das Zentrum verschoben. «Heute haben wir eigentlich drei Sub-Zentren mit dem Oberdorf, der Oberen Bahnhofstrasse sowie dem Coopark», hielt der Affoltemer Gemeindepräsident fest. Steff Fischer rät deshalb auch dazu, ein Konzept zu entwickeln, welches zur Verbindung dieser drei Sub-Zentren führt. Gute Nutzungskonzepte mit schönen öffentlichen Plätzen, welche dazu animieren, diese auch zu nutzen, seien unabdingbar, ergänzt Angelus Eisinger. Hans-Ulrich Bigler nimmt diesen Faden auf und schlägt vor, Überlegungen anzustellen, wie ein Gesamtkonzept zu entwickeln und Schritt um

Schritt umzusetzen sei. Dazu, so Bigler, seien die Bedürfnisse vertieft abzuklären und unbedingt die Bevölkerung früh einzubeziehen. Angelus Eisinger stimmt dem uneingeschränkt zu: «Dort, wo die Bevölkerung früh abgeholt wird, entwickeln sich Ideen und Lösungen, welche dann auch breit mitgetragen werden».

Prozesse anstossen und mit Gestaltungsplänen lenken Von Anreizsystemen, um Investoren dazu zu bringen, gemeinsam mit der Gemeinde Gestaltungsideen zu entwickeln, ist kurz die Rede. Steff Fischer

widerspricht: «Tatsache ist, dass private Investoren die Quartierentwicklung nicht machen. Deshalb muss die Gemeinde diese Prozesse anstossen und mit einem Gestaltungsplan entsprechend lenken.» Clemens Grötsch führt an, dass Affoltern vorsehe, für alle grösseren Zonen solche Gestaltungspläne zu entwickeln. Dazu, so merkt er weiter an, seien aber jeweils Gespräche unabdingbar und Wünsche sowie Vorstellungen liessen sich demnach auch nicht immer rasch und problemlos umsetzen. Dem pflichtet Hans-Ulrich Bigler bei: «Der Dialog ist wichtig, wenn man konstruktive Lösungen erreichen

will.» Fischer fügt dazu, dass es auf jeden Fall ein klares Gestaltungskonzept seitens der Gemeinde brauche, welches auch konsequent durchgezogen werde. Als Essenz für ein beliebtes wie aktives Zentrum sehen sämtliche Votanten die Belebung: «Das Zentrum muss eine lebendige Begegnungszone sein, in der gelegentlich auch ein Fest stattfindet und laufend Attraktionen geboten werden», wird allgemein bemerkt. Clemens Grötsch zeigt sich überzeugt, dass diese Belebung geschaffen werden kann. «Wir sind daran, entsprechende Ideen zu entwickeln», hält er abschliessend fest.

forum

Warum es die FDP braucht Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell. Dieses zu sichern ist eine grosse Herausforderung und dazu braucht es staatstragende Kräfte. Die FDP hat die moderne Schweiz massgeblich geprägt und mitgestaltet und dazu beigetragen, dass es uns fast in jedem Bereich besser geht als anderswo. Dies verdankt die Schweiz dem liberalen Aufbau mit direkter Demokratie, Föderalismus, freiheitlicher Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, sozialem Frieden, guter Bildung und Rechtssicherheit. Das ist unser Erfolgsmodell, und damit es so bleibt, setzt die FDP auch im Wahljahr auf Freiheit, Gemeinsinn und Fortsschritt als zentrale Werte. Der Staat wächst, Umverteilung, Bürokratie und Regulierungen nehmen zu, die Privatsphäre und das Eigentum sind unter Druck, was läuft falsch? Liberal nennen sich mittlerweile alle, aber Freiheit und Selbstverantwortung liegen derzeit nicht im Trend. FDP-Die Liberalen sind das Original und Garant für eine bürgerliche Politik, die diesen Namen verdient. Sie setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die für unsere Gesellschaft, aber auch für die Wirtschaft Erfolg versprechen und sie übernimmt auch Verantwortung. Liberalismus ist unter Druck und Freiheit fällt nicht vom Himmel, man muss stetig für sie kämpfen. Liberalismus räumt zwar möglichst viel freie Entfaltung ein, wobei der Staat möglichst wenig, aber doch ausreichend und effizient eingreifen soll.

Alt Nationalrat Rolf Hegetschweiler. Dieser Spagat ist nicht einfach und zur Durchsetzung braucht es auf allen staatlichen Ebenen bürgerliche Mehrheiten. Nur mit solchen sind grosse Herausforderungen wie Demografie, Sozialwerke, Beschäftigung oder Haushaltsausgleich langfristig zu meistern und zu sichern. Der Kanton Zürich ist gut aufgestellt und braucht keine Experimente. Voraussetzung, dass dies so bleibt, sind klare bürgerliche Mehrheiten in Regierung und Kantonsrat. Für die Kantonsratswahlen tritt die FDP im Bezirk mit überzeugenden Kandidatinnen und Kandidaten an, die sich auch lokal und regional engagieren. Wählen Sie deshalb am 12. April Liste 3, FDP, vielen Dank. Rolf Hegetschweiler, alt Nationalrat, Ottenbach ................................................... > Weitere Zuschriften auf Seite 11

SVP Hausen hat neuen Präsidenten Für unser Knonauer Amt in den Kantonsrat; Kandidaten der Liste 1 zu Gast in Hausen. Die SVP hat einen neuen Präsidenten. Francesco Tobler löst die aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretene Nadja Seiler ab. Die Mitglieder wählten Tobler aus Ebertswil an der Generalversammlung der Sektion Hausen im «Schnägg» einstimmig mit grossem Applaus. Am Schluss der unspektakulären Versammlung nahmen die drei anwesenden Kantonsratskandidaten ihre Wahlplattform bei einer Vorstellungs-, Frage-und-Antwort-Runde in der «Oberämtler Metropole» wahr. Namentlich betrifft dies Beartrice Sommerauer-Nägelin; (Susanne Leuenberger musste sich leider entschuldigen) anzeige

mit dem Bisherigen mit dem Spitzenplatz auf der Liste Martin Haab und John Appenzeller. Die fettgedruckten Wahl-Slogans auf dem Flyer der Liste 1 wie denn auch in den Tagesblättern und dem «Anzeiger» waren die vorab zu diskutierenden Themen. Das Knonauer Amt sei eine ganz spezielle noch sehr ländlich gebliebene Region; ein «Juwel» und Naherholungsgebiet, dem speziell landschaftlich auch Sorge zu tragen sei, unterstreicht Haab, Er werde sich weiterhin prägend dafür einsetzen. In den nächsten Jahren wird die Ämtler Bevölkerung sehr viel Verständnis und Kapital für das Spital am Bezirkshauptort zusammen mit einer effizienten Altersbetreuung angehen müssen. Ein brisanter, aktueller Themen-

bereich für alle Bezirksgemeinden, unterstreichen die Kandidaten. Wird die lange Liste der aktuellen Wahlthemen durch unsere SVP-Kandidaten auch ernsthaft genug, im Dienste aller wahrgenommen und durchgesetzt? Ist man dafür auch politisch kampfbereit, die regionalen Bedürfnisse und Anliegen in der kantonalen Amtsstube durchzusetzen? Es bleibt zu hoffen, dass die Politiker ihre persönliche «Zündschnur» für das anspruchsvolle Amt nicht allzu früh wegen Frust und Resignation wieder auslöschen! Die Kandidaten aus der engagierten Gesprächsrunde freuen sich auf die Unterstützung einer breit gesinnten Wählerschaft. K. Gaisser, SVP Hausen


Stellenanzeiger

SCHULE

Die Primarschule Hedingen sucht für die Begleitung eines Kindes

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Die Kinderkrippe Müsliburg hat noch zwei freie Praktikumsplätze für Sommer 2015 zu vergeben. Bei Interesse können Sie sich unter Telefon 078 675 48 30 melden.

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Schreiner-Maschinist Sind Sie gelernter Schreiner und haben Freude am Arbeiten mit Massivholz und modernsten computergesteuerten Maschinen? Dann bieten wir Ihnen nach einer gründlichen Einarbeitung eine selbstständige Dauerstelle mit entsprechender Entlöhnung. Ein motiviertes Maschinisten-Team wartet auf Sie. Eintritt nach Vereinbarung.

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Die DaZ-Lektionen werden in Gruppen an vier Vormittagen durchgeführt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen. Senden Sie diese bis am 10. April 2015 an: Primarschule Ottenbach Schulleitung, Frau Flurina Staub Schulweg 4 Postfach 87 8913 Ottenbach Telefon 044 776 35 49 oder per E-Mail an: schulleitung.staub@ps-ottenbach.ch Weitere Informationen sowie das Originalinserat finden Sie auf unserer Homepage: www.ps-ottenbach.ch

Die Landi Genossenschaft in Bonstetten gehört zu den ältesten Landis der Schweiz. Infolge Wechsel der jetzigen Stelleninhaberin wird die Position als

Geschäftsführer/-in (80% bis 100%) neu besetzt. Stellenantritt: Nach Vereinbarung Ihre Aufgaben: Nach einer soliden Einführung übernehmen Sie die personelle und wirtschaftliche Verantwortung über den Landi- und den Dorf-Lebensmittelladen mit seinen Mitarbeitenden, die Betreuung der Tankstelle sowie den Verkauf von Heizöl. Dabei werden Sie durch die Geschäftsleitung (Verwaltung) der Genossenschaft unterstützt. Mit den entsprechenden Entscheidungskompetenzen und dem notwendigen Handlungsspielraum ausgestattet, legen Sie grossen Wert auf Beratung, Kundenservice und Warenpräsentation. Was Sie mitbringen: • Eine fundierte Ausbildung mit Berufs- und Führungserfahrung im Agrar- oder Detailhandel • Gute Kenntnisse in Finanz- und Rechnungswesen • Planungs- und Organisationstalent • Flair für Pflege bestehender Kundschaft und Ausbau von Geschäftsbeziehungen • Ausweis B/C1 von Vorteil Als sozialkompetente und belastbare Persönlichkeit verfügen Sie über unternehmerische und organisatorische Qualitäten und eine mitarbeiterorientierte Personalführung. Sie repräsentieren den Betrieb verlässlich gegen innen und aussen. Was Sie erwarten dürfen: • Eine attraktive und ausbaufähige Dauerstelle • Den Anforderungen und Leistungen entsprechende Entlöhnung • Eine aufgeschlossene Geschäftsleitung (Verwaltung) Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Für weitere Auskünfte steht Ihnen der Präsident, Urs Furrer, Telefon 044 760 52 30, gerne zur Verfügung. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Furrer Treuhand, Urs Furrer, Lindenmoosstrasse 4, 8910 Affoltern a. A. oder per E-Mail an: urs.furrer@furrer-treuhand.ch


Forum

Freitag, 20. März 2015

Respektlose Schweinerei Ich stelle mir es sehr gemütlich vor, mitten im Wald an einem schönen Plätzli an einem lauen Frühlingsabend unter Freunden zu quatschen und ein Bierchen zu trinken. Viele von Ihnen erinnern sich vielleicht noch so gut an solche Erlebnisse und gemütlichen Stunden an einem schönen Platz in der Natur. Als ich mich damals mit meinem Jugendschätzli traf, spazierten wir auch durch den Wald und setzten uns an einem gemütlichen Ort auf ein Bänkli und man kam sich bei Blätterrauschen und Vogelgezwitscher näher. Mit Kollegen gingen wir zum Waldweiher und genossen bei guter Stimmung in der freien Natur den Abend, tranken Bier und hörten mit einem mitgebrachten Radio unsere Musik. Der Wald mit all den wundervollen Orten ist Anziehungspunkt und Naherholungsgebiet für uns Menschen allen Alters. Aber der Wald oder besser ganz grundsätzlich die Natur ist eben auch Lebensraum für alle Tiere, welche im dicht besiedelten Gebiet ihren Rückzugsraum dringend brauchen. Schulen machen regelmässig Exkursionen in den Wald damit die Kinder zu verstehen lernen, wie dieser Lebensraum funktioniert und es wird den Kindern ein respektvoller Umgang mit der Natur nähergebracht. Heute gibt es auch in der frühkindlichen Bildung Formen wie zum Beispiel die Waldspielgruppen, wo der Wald Bühne für erste soziale Erfahrungen und Entdeckung des Lebensraum Natur ist. Dafür gibt es Plätze im Wald, welche durch die verantwortlichen Leiterinnen unter naturgerechter

Ausführung hergerichtet werden. Die Kinder können sich dort zum Znüni auf schöne Baumstammbänkli setzen, können mit den Elementen der Natur spielen und so die Schönheit der Natur über alle Sinne kennenlernen und erleben. Leider gibt es immer wieder Menschen, welche vergessen, wo sie sich gerade befinden, lassen all ihren mitgebrachten Müll einfach liegen und schaden damit der Pflanzen- und Tierwelt. Ein unverständliches und respektloses Verhalten gegenüber unserer Umwelt, welches auf keine Art zu entschuldigen ist. Dass dabei gerade auch noch Unrat in der Region Rinenholz, Wettswil. (Bild M. Gretler) Einrichtungen zu Schaden kommen, lässt mich gleich mindest den jetzigen Schulkindern doppelt wütend werden. und Ihnen liebe Leserinnen und Leser Hauptsache Party – der Rest inte- ein wenig mehr Sorgfalt und Respekt ressiert mich ja nicht. Eine respektlo- gegenüber unserer kostbaren Umwelt se Schweinerei! im Hirn hängen bleibt und sie den Vermutlich lesen die Betroffenen mitgebrachten Müll nach dem nächsdiesen Leserbrief ja nicht und werden ten Wald- und Naturbesuch wieder bis auch künftig im gleichen Stil die Na- zum nächsten Abfalleimer tragen wertur geniessen. Zu hoffen ist, dass zu- den. Matthias Gretler, Wettswil

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Obfelden: «Halb volles Glas» im Buskonzept? Bemerkungen zum S-Bahn-Konzept: Im Rahmen des Projektes 4. Teilergänzung S-Bahn kommt am 13. Dezember 2015 die zweite Etappe in Betrieb. Eines der verkehrlichen Hauptziele des ZVV ist dabei auch das Knonauer Amt mit der S-Bahn schnell via Bahnhof Löwenstrasse in Zürich direkt mit dem Gebiet Zürich Nord (Oerlikon/Wallisellen) halbstündlich zu verbinden. So entsteht zum Beispiel auch eine rasche Umsteigeverbindung in beiden Richtungen im Bahnhof Löwenstrasse am gleichen Perron (4 Minuten) von und nach Zürich Flughafen. Diese und weitere Vorgaben für andere Regionen haben dazu geführt, dass die S-Bahn-Linien im Knonauer Amt durch die S14 und S5 mit neuen zeitlichen Lagen ersetzt werden. Bemerkungen zu den Buskonzepten: Die grosse Herausforderung der Verkehrsunternehmungen des ZVV besteht nun darin, das Angebot bei allen Postautolinien den neuen Gegebenheiten anzupassen und wenn möglich auch qualitativ weiterzuentwickeln. Der Entwurf der Bahn- und Buslinien liegt jetzt zur öffentlichen Vernehmlassung vor und ist unter www.zvv.ch/de/aktuelles einsehbar. Postautokonzept Obfelden/Ottenbach: Ich habe mir die Mühe genommen, das Postautokonzept für Obfelden/Ottenbach im Vergleich zum bestehenden Angebot eingehend zu analysieren. Summarisches Fazit: – Die Randstundenkonzepte für beide Gemeinden sind besser (keine

Umwegfahrten mehr). – Ottenbach mit rund 2500 Einwohnern erhält von Montag bis Samstag ein sehr gutes Angebot. – Obfelden mit fast 5000 Einwohnern bekommt vor allem im unteren Dorfteil Verschlechterungen zu spüren. Das Betriebskonzept der Zusatzkurse ist meines Erachtens sehr verspätungsanfällig und wird zu Anschlussbrüchen bei der S-Bahn führen. Nachbesserungen für Obfelden sind qualitativ und quantitativ unbedingt nötig. Weiteres Vorgehen: Ich werde in den nächsten Tagen in einem Bericht an den Gemeinderat Obfelden zuhanden des ZVV meine detaillierte Analyse, Begehren bzw. Vorschläge darstellen. Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ebenfalls mit der Materie befassen und allenfalls aktiv würden. Ab Samstag, 21. März, können alle Interessierten meine schriftliche Beurteilung an den Gemeinderat bei mir per E-Mail anfordern – heinegge@bluewin.ch – und ebenfalls mit eigener Absenderadresse persönlich unterzeichnet dem Gemeinderat Obfelden als Begehren zustellen. Die Eingaben müssen spätestens am 31. März 2015 im Besitz der Gemeindekanzlei sein. Ich danke allen Teilnehmenden die mithelfen, dass in Obfelden das Glas nicht nur halb mit öffentlichen Verkehr gefüllt wird. Heinrich Eggenberger, Obfelden

Die Störmanöver vom Verein Zweckverband Spital Affoltern Zwei Rücktritte in der SpitalBetriebskommission, «Anzeiger» vom 13. März. Nach nur 10 Monaten Amtszeit ist Spital-Präsident Ess auf unseren Wunsch hin zurückgetreten. Nach nur 11 Monaten treten zwei Neumitglieder der Betriebskommission (BK) von ihrem Amt zurück. Da kommt unserem Verein zu viel an Ehre zu, wenn diese beiden nun behaupten, dass wir schuld daran hätten, dass diese Betriebskommission schrumpft und nicht vom Fleck kommt und nicht in der Lage ist, die brennendsten Aufgaben zu lösen. Oder vielleicht doch? Nach zwei persönlichen Gesprächen mit Herrn Ess bin ich zum Schluss gekommen, dass es keinen Wert hat, mit ihm zu reden. Vom «Modell Affoltern», dem ehemaligen Markenzeichen unseres Spitals hatte er nur peinliche Episödchen zu berichten. Er kannte den ideellen Hinanzeige

tergrund nicht. Und beim stark defizitären Rettungsdienst mit den zwei Krankenwagen, die wir alle kennen, vermochte er keinen Handlungsbedarf zu erkennen. Vor einem Jahr betrug dessen Defizit um die 350 000 Franken. Und in diesem Jahr ist das Defizit auf rund 628 000 Franken budgetiert. Ess sagte, dass dieser Rettungsdienst ja nicht vom Spital, sondern von den Gemeinden bezahlt werden müsse (als ob das nicht auch Geld von uns allen ist)! Er sagte aber auch, dass dieses Defizit im Rahmen des Gesamtbudgets des Spitals eine Kleinigkeit sei. 628 000 Franken eine Kleinigkeit? Das ist genau die brisante Geldverschwendungs-Mentalität, der wir seit bald drei Jahren im Zusammenhang mit unserem kranken Spital kontern. Austretenden sollen keine Steine nachgeworfen werden. Wenn nun aber die beiden weiteren Mitglieder, die – sagen wir es deutlich – den Fin-

kenstrich nehmen «schöngeistige» Erklärungen abgeben, bedarf dies aus unserer Sicht einer Antwort: Ja, stimmt, wir haben Störmanöver verursacht. Wir haben diese BK aufs Schwerste gestört in ihrem Reigen, unverblümt ihre Honorare zu erhöhen und leichtfertig Geld zu verteilen und stets frivol die Meinung zu vertreten, man habe alles gut gemacht. Mitnichten. Wir stehen heute finanziell vor dem Abgrund. Und wenn das so weiter geht, sind wir in einigen Monaten gleich zwei Schritte weiter ... Uns stört, nur zuschauen zu dürfen, wie die BK nicht hinschaut. Wir wissen zum Beispiel, dass in einer bestimmten Abteilung des Spitals monatlich um die 30 000 Franken ausgegeben werden für eine Person, die von einer Verleihfirma am Spital tätig ist. Wir wissen, dass diese Person an Monatslohn für das 80%-Pensum ganze 10 000 Franken erhält und wir wissen,

dass diese Person, die in ihrer Tätigkeit Anfänger ist, eine Weiterbildung auf Kosten des Spitals besucht! Wir wundern uns sehr, dass das der leitende Chefarzt seit bald einem Jahr zulässt, und wir wundern uns über die BK. Aber die wird das in ihrem aktiven Wegschauen gar nicht wissen. Das ist nur ein Beispiel. Wir wissen inzwischen noch viel mehr und verschweigen das vorläufig, weil wir dem Direktor ad Interim keine Steine in den Weg legen möchten. Er soll in Ruhe nun die nötigen Korrekturen vornehmen können, und wünschen ihm dazu die erforderliche Rückendeckung. Deshalb finden wir es unverständlich, dass diese BK diesen engagierten Direktor entwürdigend mit blossen Sekretariatsarbeiten beschäftigt. Weshalb soll gerade er die groben Ungereimtheiten der BK aufarbeiten? Nur weil sich diese darum drückt? Das finden wir völlig unpassend. Auch des-

halb erwarten wir weitere Rücktritte aus dieser BK. Und so lange das nicht so ist, erlauben wir uns, zu stören. Und: Wir erwarten die Wahl eines auswärtigen Spitalpräsidenten, der sich ausserhalb dem hiesigen engmaschigen Behörden-Beziehungs-Netz bewegt. Und wir erwarten den Rücktritt der ganzen Rechnungsprüfungskommission, denn die hat in noch viel höherem Masse krass weggeschaut. Und wir erwarten, dass dannzumal der Statthalter von den Parteien nicht mehr zur Wiederwahl vorgeschlagen wird, denn dieser Mann weigert sich mit seinem dreiköpfigen Bezirksrat in hohem Masse die Aufsichtspflicht wahrzunehmen. So hintertreibt er zum Beispiel monatelang unsere Beschwerden usw. Siehe dazu www.verein-zweckverband.ch Hans Roggwiler, Präsident vom Verein Pro Zweckverband Spital Affoltern


Veranstaltungen

Sa, 21. M채rz 2015, grosser

Flohmarkt in Wetzikon ZH ab 8 Uhr! Bei der Eishalle. Infos: Telefon 079 356 67 00 E-Mail: froggy1@gmx.ch


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Freundlicher Austausch von Argumenten Keine harten politischen Debatten bei Präsentation der Kantonsrats-Spitzenkandidaten im Kasinosaal Affoltern Nichts Neues zu den brennenden Themen Bezirksspital und Umfahrungsstrassenbau. Die Kantonsratskandidaten beliessen es anlässlich der überparteilichen Kantonsratskandidatenvorstellung am Mittwochabend im Kasinosaal beim Rezitieren ihrer Legislaturziele und Weltanschauungen. ................................................... von martin platter

Wir gehen jetzt einmal ganz kühn davon aus, dass einem zukünftigen Zürcher Kantonsrat tatsächlich das Wohl der Bevölkerung in seinem Wahlkreis am Herzen liegt, er sich für eine funktionierende Infrastruktur, eine brummende Wirtschaft und gegen überbordende Ausgaben in der Verwaltung einsetzt; zudem für Chancengleichheit, sozialen Frieden, Umweltschutz und gegen Sozialabbau. Dass nämlich bekräftigten alle Kandidaten auf dem Podium, besetzt durch Hans Läubli (Grüne, bisher), Moritz Spillmann (SP, bisher), Hans Wiesner (Grünliberale, bisher), Daniel Sommer (EVP, neu), Olivier Hofmann (FDP, bisher), Martin Haab (SVP, bisher) und Brigitte Wettstein (EDU, neu). Wettstein liegt ausserdem die Stärkung der Familie als innerster Kern der Gesellschaft am Herzen. Das gilt es zu erwähnen, denn ansonsten kam die einzige Frau in der von Bernhard Schneider moderierten Männerrunde kaum mehr zu Wort.

Sozialmissbrauch bekämpfen – wie? Interessant wurde die Diskussion da, wo es um die drückenden Probleme in unserer Gesellschaft geht. Beispielsweise, dass es immer mehr Menschen gibt, die von der Sozialhilfe leben. Oder wie es Hofmann ausdrückte: «Man sollte Fehlanreize verhindern. Es sei stossend, dass eine berufstätige Frau 16 Wochen Mutterschaftsurlaub erhalte, eine mit Sozialhilfe dagegen drei Jahre.» Selbst Läubli ist dafür, dass Missbräuche im Sozialwesen verhindert werden. Er sieht jedoch die Richtlinien der schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) gefährdet. Wiesner rief in Erinnerung, das die Skos lediglich ein Verein sei ohne Weisungsbefugnis. Er plädierte dafür, den Gemeinden mehr Freiraum zu lassen

und erwähnte das Beispiel Regensdorf (mit dem mutmasslichen Mörder Jeton G., der Zeit seines Lebens von der Sozialhilfe gelebt hat). «Man kann den Klimawandel nicht mit sozialer Kälte kompensieren», entgegnete Spillmann wortgewandt – und sorgte für einen der wenigen erheiternden Momente des Abends. Er lokalisierte in Regensdorf ein Versagen der Behörde – und nicht etwa der Skos-Richtlinien. Die Behörde habe ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Allgemein gelte es jedoch, das Thema des Sozialmissbrauchs nicht überzubewerten. Die Zahlen der Missbrauchsfälle verharrten gemäss Statistik auf tiefem Niveau. Haab widersprach: «Wir haben hier kein Einzelfallproblem.» Man müsse aufpassen, dass die Gelder letztlich nicht den tatsächlich Bedürftigen fehlten. Darauf Läubli: «Wenn mit der gleichen Konsequenz gegen Steuerhinterzieher vorgegangen würde wie gegen Sozialbetrüger, würde die Rechnung anders aussehen.» Im Sozialwesen herrsche eine tiefe Missbrauchsquote. «Man sollte nicht auf den Einzelfällen herumreiten, sondern sich gescheiter für eine gute Altersvorsorgeinfrastruktur einsetzen», meinte Sommer zum Thema. «Man dürfe nicht Äpfel mit Birnen vergleichen», wies ihn Haab zurecht. Die Infrastruktur sei bereits sehr gut. Der Fall in Regensdorf sei für die Behörde jedoch nicht ganz so einfach wie dargestellt. Sobald die Familie eines mutmasslichen Straftäters von Sozialhilfekürzungen mitbetroffen sei, müsse von der Behörde ein aufwendiges Verfahren angestrengt werden, um die Sozialhilfe über das Mass von 15 Prozent zu kürzen oder sogar auf Nothilfe umzustellen. Läubli regte deshalb an, auch die Sozialkosten in den Lastenausgleich unter den Gemeinden im Kanton aufzunehmen.

Sparen bei den «Steuergeschenken» «Ich bin strikte gegen Steuergeschenke für Gutverdienende», sagte Sommer zur Frage, wie die Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen sind. Für Wiesner geht es nicht ums Sparen. Er möchte die Ausgaben bremsen. «Die Steuereinnahmen der hohen Einkommen sind um 15 Prozent gesunken», stellte Läubli fest und ergänzte, dass sich bei den Verwaltungskosten Einsparungen vornehmen liessen. Die hohen Verwaltungsausgaben seien mehrheitlich unter bürgerlichen Re-

Dürftig besuchte Veranstaltung zu den Kantonsratswahlen mit den Säuliämtler Parteivertretern Hans Läubli, Grüne, bisher, Moritz Spillmann, SP, bisher, Hans Wiesner, Grünliberale, bisher, Moderator Bernhard Schneider, Daniel Sommer, EVP, neu, Olivier Hofmann, FDP, bisher, Martin Haab, SVP, bisher und Brigitte Wettstein, EDU, neu, am Dienstag, 17. März, im Kasino in Affoltern. (Bild Martin Platter) gierungen entstanden. «Man sollte Steuergeschenke wieder rückgängig machen», stiess Spillmann ins gleiche Horn wie Sommer. Der Kanton Zürich habe einen baulichen Sanierungsbedarf in Höhe von zehn Milliarden Franken, der aus Spargründen laufend zurückgestellt werde, was nicht besonders klug sei. Mit konkreten Zahlen wartete Hofmann auf: «Der Kanton verfügt über ein Budget von 14 Milliarden Franken. Davon seine fünf Milliarden Personalkosten.» Zum defizitären Budget sagte er, dass es unerwartet gekommen sei, trotz guter Konjunktur. Das habe Verunsicherung ausgelöst. Haab rechnete vor, dass dies pro Kopf der 35 000 Kantonsangestellten einen Jahreslohn von 110 000 Franken ergebe. Gegenüber der eigenen Partei gab er sich kritisch, den Perfektionismus im Strassenbau angehend. Er warnte aber davor, an der Steuerschraube zu drehen. Steuerlich attraktivere Kantone seien zu nah. Ein Fragezeichen machte Haab hinter den 500 Millionen Franken Zuschüssen für den Kulturbetrieb. Läubli verteidigte: «Die Kultur ist ein wesentlicher Teil der Gesellschaft!» Die Förderung des kulturellen Lebens sei als Verfassungsauftrag im Gesetz verankert.

Berechtigte Staatsgarantie der ZKB? Bei der Frage, ob die Staatsgarantie für die viertgrösste Bank im Land, die Zürcher Kantonalbank (ZKB) noch zeitgemäss sei, meldete Hofmann Bedenken an: «Die ZKB engagiert sich inzwischen auch im Private Banking für ausländische Kundschaft. Ein Viertel

des Kapitals ist ausserhalb des Kantons investiert, zehn Prozent sogar im Ausland.» Gehe etwas schief, müsse der Kanton für das Defizit geradestehen. Der Hausemer plädierte dafür, dass auch privates Geld für eine allfällige Defizitdeckung bereitgestellt werden sollte. Generiert werden könnte es beispielsweise mit nachrangingen Anleihen. Spillmann gab Hofmann recht. Die ZKB solle sich ihrer Wurzeln als Bank der Kleingewerbler und Bauern besinnen, sonst verwirke sie ihre Berechtigung als Bank des Kantons. Läubli findet es wichtig, dass die Bank zu 100 Prozent in der öffentlichen Hand bleibt. Es gehe nicht an, dass die Gewinne von Privaten abgesahnt, allfällige Defizite jedoch der Gemeinschaft aufgebürdet werden. Haab gab zu bedenken, dass die Politik über die Wahl des Bankrats Einfluss auf die Entscheide der Bank nehmen könne. Kritisch äusserte er sich jedoch, dass sich die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) in dieses Auswahlprozedere einmische.

Ungewisse Zukunft für das Spital Nachdem sich eine Frau aus dem Publikum erstaunt zeigte, dass das Bezirksspital bisher kein Thema auf dem Podium war, äusserten sich die Kandidaten auch dazu. Alle wollen sich für das Bezirksspital einsetzen. Wie jedoch dessen Zukunft aussieht, darüber herrschte keine Klarheit. Es brauche eine klare Strategie und eine stringente Führung, war der allgemeine Tenor. Die Rechtsform spiele dabei eine sekundäre Rolle. «Den Privatisierungs-

tendenzen gelte es jedoch entgegenzuwirken», sagte Spillmann und auch Läubli sprach sich gegen private Beteiligungen aus. Hofmann erklärte: «Wir haben zu viele Spitalbetten. Affoltern wird sich auf etwas spezialisieren müssen, um in Zukunft bestehen zu können.» Die Geriatrie und Langzeitpflege könnten der Schlüssel sein. Haab pflichtete ihm bei und ergänzte: «Der Fortbestand hängt auch von der Akzeptanz und der Auslastung durch die Bevölkerung ab.»

Klimaschutz? Kantonsschule in Affoltern! Eine Votantin wollte wissen, was die Kantonsräte für den Klimaschutz zu tun gedenken. Haab postulierte für die einheimische Lebensmittelproduktion. Sommer propagierte den Arbeitsplatz in der Nähe des Wohnortes und die Nachhaltigkeitsprojekte seiner Parteikollegin Lisette Müller «Strom für morn» und «Zürich erneuerbar». Hofmann machte auf das grosse Potenzial ungenutzter Hausdächer aufmerksam, die sich in Kantonsbesitz befinden und für eine Fotovoltaikanlage eignen würden. Läubli lokalisierte das Übel der Klimaerwärmung in der Mobilität, die es einzudämmen gelte. Zudem könne man die Vorschriften bezüglich Energetik am Bau verschärfen. Wiesner rief in Erinnerung, dass die Energiewende nicht gratis zu haben sei. Spillmann äusserte ein einfaches Rezept: «Indem die Mittelschüler künftig in Affoltern zur Schule gehen und nicht nach Urdorf oder Zürich pendeln müssen.»

kommentar

Parteipolitische Gebetsbücher sind nicht mehr alles ................................................... von werner schneiter

D

ass Anlässe, die von einer Partei organisiert werden, nur die eigene Anhängerschaft mobilisiert, ist nichts Neues. Am Dienstag lud die Interparteiliche Konferenz des Bezirks Affoltern zu einer Wahlveranstaltung mit allen Kantronsratsspitzenkandidaten ein. Gerade mal 35 der rund 31 000 Stimmberechtigten im Säuliamt verirrten sich in den Kasinosaal in Affoltern. Offenbar interessiert sich kaum jemand dafür, wer die Region in den nächsten vier Jahren im Zürcher Parlament vertritt, wer da wichtige Fragen mitentscheidet, im jüngsten Fall nicht einmal die eigene Anhängerschaft. Vielleicht müssten die Parteien mit einem Nachtessen und einem Unterhaltungsprogramm ködern – so, wie es ein paar Tage zuvor die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis getan und damit Hunderte von Genossenschafterinnen und Genossenschafter angelockt hat, ohne

dass diese über Geschäfte zu befinden hatten. – Pessimisten würden hier also die allgemeine Politikverdrossenheit ins Feld führen und Optimisten damit argumentieren, dass die Arbeit unserer Kantonsräte – nicht zuletzt durch die regelmässige Präsenz im «Anzeiger» – allgemein bekannt ist, man also weiss, wer für was einsteht und sich engagiert. So wie das in den sechs Porträts über die Bisherigen in den vergangenen Ausgaben bereits ausführlich geschildert worden ist. Absenz lässt sich auch damit begründen, dass das, was die Ämtler Deputation im Rathaus an der Limmat postuliert, den Einzelnen nicht unmittelbar betrifft, zu weit weg ist vom eigenen Gartenhag. Vielleicht hat eine Mischung aus all diesen Vermutungen zu den vielen unbesetzten Stühlen im Kasinosaal geführt. Die Anwesenden bekamen zwar weitgehend die bekannten Positionen der Kandidierenden zu hören, auch ihre zum Teil verschiedenen Weltanschauungen. Allerdings wurde erfreulich differenziert und sachlich argu-

mentiert. Polemik, die jeden Montag zum Ratsbetrieb gehört, blieb aussen vor und die ideologische Mottenkiste weitgehend geschlossen. In einer fast familiären Ambiance sprachen sie sich für Umweltschutz aus, alle sind sie für den sozialen Frieden, gegen Missbrauch von Sozialhilfe, für den Erhalt des Spitals und von Arbeitsplätzen, dafür, dass mit vermehrter Produktion von Nahrungsmitteln der CO2-Ausstoss verringert werden kann – oder die mit einer Staatsgarantie ausgestattete Kantonalbank vor dem Hintergrund zu grossen Risikos (Steuergelder) nicht so agieren darf wie Grossbanken. Die Heilmittel, um Spar- und Energieziele zu erreichen, Missbräuche zu verhindern, das Spital Affoltern zu erhalten oder mehr Umweltschutz zu erreichen, werden aber aus parteipolitisch unterschiedlichen Mixturen hergestellt. Und diese enthalten dann durchaus auch eine Portion Ideologie und Seitenhiebe an den politischen Gegner – auch mit Schmunzelpotenzial, etwa wenn der SVPler und Bauer

Martin Haab die überbordende, mit Steuergeldern subventionierte Kulturförderung anprangert (Opernhaus) und er vom Grünen Hans Läubli zur Antwort erhält, das Gleiche passiere ja auch bei den Landwirten ... Für Hans Läubli ist der Missbrauch von Sozialhilfe ein zu verfolgender Straftatbestand; im Gegensatz zu anderen sieht er diese Missbräuche jedoch im Promillebereich und will keinesfalls Abbau von Sozialhilfe. Regulierung ist bei ihm in manchen Bereichen kein Fremdwort. Martin Haab hat zwar die Umfahrung Ottenbach-Obfelden befürwortet, kann sich aber mit dem Hinweis auf zu viel Luxus im Strassenbau Abstriche vorstellen. Und er will das Naherholungsgebiet Säuliamt erhalten. Der Freisinnige Olivier Hofmann, Vertreter einer ehemals mächtigen Wirtschaftspartei, will den Umweltschutz mit entsprechenden Investitionen in Technik vorantreiben – und den sozialen Frieden erhalten. Der Grünliberale Hans Wiesner sieht bei den Themen Wirtschaft und Umwelt

keinen Widerspruch, wünscht aber den kritischen Blick auf die Finanzen. SP-Vertreter Moritz Spillmann will eine Bildungsoffensive, Investitionen in die Infrastruktur und kein Auftischen von Scheinproblemen. EVP-Vertreter Daniel Sommer plädiert für Bildung, den Erhalt von Arbeitsplätzen und gute Rahmenbedingungen fürs Gewerbe, was er in der Runde erstaunlicherweise als Einziger tat. Brigitte Wettstein von der EDU fristete als einzige Frau in der Runde nicht nur optisch ein Randdasein. Sie will die zunehmend schwindenden Grundwerte erhalten und die Ehe als Begriff schützen. – All das zeigt, dass die Argumentationslinien nicht mehr nur exakt früherer parteipolitischer Gebetsbüchern entlanglaufen: Der SVPler sagt auch Nein zum Strassenbau, der EVPler setzt sich fürs Gewerbe ein, der SPler für Investitionen, der Freisinnige für sozialen Frieden und für Umweltschutz. Eigentlich ist das ja gut so, aber nur dann, wenn all die Bekenntnisse über den 12. April hinaus Bestand haben.


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Grün wählen statt schwarz malen Die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Bezirk Affoltern für den Kantonsrat stellen sich vor Die Grünen des Bezirks Affoltern streben bei den Kantonsratswahlen den Erhalt ihres Sitzes an, um sich auf kantonaler Ebene weiterhin für eine konsequent grüne Politik einzusetzen. Neben ihrem bisherigen Kantonsrat Hans Läubli stehen kompetente Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl, die sich alle für Lebensqualität und Nachhaltigkeit im Säuliamt und darüber hinaus engagieren. Hans Läubli ist als einer der profiliertesten und bekanntesten Politiker aus dem Säuliamt seit 2007 Mitglied des Kantonsrates. Hier engagiert er sich nicht nur für umweltschonende Mobilität und den Schutz der Landschaft. Als Präsident der Justizkommission befasst er sich auch vertieft mit anderen politischen Themenfeldern. Dabei vertritt er eine soziale Linie. «Ich setze mich ein für Grundrechte und Menschenwürde statt Überwachungsstaat und Sozialabbau», führt er dazu aus. Beruflich ist Hans Läubli Geschäftsleiter von Suisseculture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden. Auch politisch setzt er sich für kulturelle Anliegen ein: «Lebendige Kultur in Stadt und Land statt Aglobrei», heisst dabei seine Devise. Hans Läubli wohnt in Affoltern am Albis, wo er als volksnaher Politiker auch regelmässig am Wochenmarkt anzutreffen ist. Er ist Präsident der Grünen Bezirk Affoltern, Mitglied im Vorstand von Pro Amt und von Fussverkehr Schweiz.

Vera Anders (Hausen) Vera Anders wohnt seit 27 Jahren im Säuliamt, ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. «Trotz der Nähe zu Zürich ist das Säuliamt eine ländliche Gegend, und dies soll auch trotz zunehmendem Siedlungsdruck so bleiben», sagt sie. Sie setzt sich für einen

flächendeckenden öffentlichen Verkehr ein, der auch weniger genutzte Linien bedient. Vera Anders ist Schulleiterin in Kappel am Albis, zuvor hat sie eine Schule in Zürich geleitet und war 15 Jahre Lehrerin in Bonstetten und Maschwanden. Sie ist für eine Vereinheitlichung der Schulsysteme in der Schweiz durch Harmos und für den neuen kantonsübergreifenden Lehrplan 21. In ihrer Freizeit ist Vera Anders oft in den Bergen unterwegs. Sie besitzt keine Zweitwohnung, sondern nutzt als SAC-Mitglied das grosse Netz an Hütten überall in den Alpen. Sie setzt sich für eine konsequente Umsetzung der Alpeninitiative und gegen eine zweite Gotthardröhre ein. Zudem spielt Vera Anders Volleyball und ist Mitglied der OLG Säuliamt. Seit 20 Jahren engagiert sie sich für ein attraktives Kino-Angebot im Säuliamt durch Mitarbeit im Kinofoyer Lux.

Thomas Schweizer (Hedingen) Thomas Schweizer ist in Affoltern aufgewachsen und wohnt seit 20 Jahren in Hedingen. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Während der Familienphase haben seine Frau und er sich Berufs- und Hausarbeit je hälftig geteilt. Thomas Schweizer engagiert sich seit seiner Jugend sowohl beruflich als auch privat für eine lebenswerte Umwelt und wohnliche Dörfer. Als Geograf und Verkehrsplaner ist er Geschäftsleiter bei Fussverkehr Schweiz, einer Organisation, welche sich schweizweit dafür einsetzt, dass in Städten und Dörfern den Fussgängerinnen und Fussgänger mehr Beachtung geschenkt wird. Sein Wissen bringt er auch bei Lehraufträgen an Fachhochschulen ein. In Hedingen engagierte sich Thomas Schweizer für die Einführung von Tempo 30, wurde Mitglied der Verkehrs- und Planungskommission und ist Mitglied der Energiekommission. Als Co-Präsident von Pro Amt ist er auf regionaler Ebene aktiv und setzt sich für wohnliche Dörfer und eine in-

takte Natur ein. «Es ist mir wichtig, dass auch im Säuliamt ein vielfältiges kulturelles Angebot besteht», sagt Thomas Schweizer. Er ist Gründungsmitglied und Präsident des Kinofoyers Lux, welches seit 25 Jahren regelmässig Filmvorführungen organisiert.

Meriel Thierer (Obfelden) Die jüngste Kandidatin auf der Liste der Grünen Bezirk Affoltern ist Meriel Thierer aus Obfelden. Ihre dreijährige Lehre als Kauffrau mit Berufsmatura hat sie erfolgreich abgeschlossen. Nun studiert sie an der Zhaw in Winterthur Betriebsökonomie. Neben dem Vollzeitstudium arbeitet sie als Assistentin in der Buchhaltung des Hilfswerkes Helvetas, wo sie bereits ihre Lehre gemacht hatte. Seit rund zwei Jahren ist Meriel Thierer aktives Mitglied der Jungen Grünen. «Ich arbeite bei der Vorbereitung und Durchführung von Aktionen mit und sammle fleissig Unterschriften», umschreibt sie dieses Engagement. Letzte Woche war sie so auch auf dem Wochenmarkt Affoltern präsent, wo die Jungen Grünen Tipps gegen die Lebensmittelverschwendung unter die Marktbesucherinnen und -besucher brachte. In Obfelden setzt sich Meriel Thierer dafür ein, dass das Angebot des öffentlichen Verkehrs nicht abgebaut wird. «Mit meinen jungen Jahren kann ich noch nicht so viel Erfahrung vorweisen, dafür bin ich noch voller Elan und habe auch die Zeit, neue Herausforderungen anzunehmen», sagt Meriel Thierer.

Ernst Hedinger (Bonstetten) Ernst Hedinger wohnt in Bonstetten führt seit 15 Jahren ein eigenes Ingenieur-Büro. Er hat bereits vor vier Jahren auf der Liste der Grünen für den Kantonsrat kandidiert. Als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission und der Verkehrskommission in Bonstetten verfügt er über langjährige Erfahrung in der Behördenarbeit. Dabei vertritt er klare Grundsätze: «Weil Schul-

Gemeinsam mit Regierungsrat Martin Graf treten die Grünen des Bezirks Affoltern für die kantonalen Wahlen an: Meriel Thierer, Thomas Schweizer, Lilian Hurschler, Hans Läubli, Vera Anders und Ernst Hedinger. (Bild zvg.) den unfair für die kommenden Generationen sind, brauchen wir solide Finanzen, ausfinanzierte Pensionskassen und kostendeckende Steuereinnahmen.» In Bonstetten engagiert sich Ernst Hedinger auch im kulturellen Bereich bei «Musig im Dorf». Dort steht er jeweils in der Küche, weil er leidenschaftlich gerne kocht. Mit seiner Frau singt er im Bezirzchor Amt. Ernst Hedinger ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Lilian Hurschler (Affoltern) Lilian Hurschler interessiert sich seit ihrer Kindheit für Politik. «Die Themen Waldsterben und Tschernobyl haben mich politisiert», sagt sie. Heute ist es noch immer das Thema Umweltschutz und die Sorge um unseren Planeten, welche sie antreiben, politisch tätig zu sein. Dabei setzt sie sich für verbesserte Infrastruktur und sichere Velowege ein, aber auch soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik sind ihr sehr wichtig. Seit 10 Jahren wohnt Lilian Hurschler mit ihrem Mann und den

drei Kindern in Affoltern am Albis. «Seit mein Mann und ich Eltern sind, teilen wir uns die Erwerbs- und Familienarbeit auf», hält sie fest. Beruflich ist Lilian Hurschler als Schulleiterin an der zweitältesten Tagesschule der Schweiz, der Tagesschule Bungertwies in der Stadt Zürich, tätig. Klar ist deshalb, dass sie auch bei Bildungsthemen am Ball ist. «Ich lebe ganz nach dem Motto: Denke global, handle lokal. Mich zu engagieren, statt die Faust im Sack zu machen, entspricht meinem Naturell», sagt Lilian Hurschler. Seit drei Jahren engagiert sie sich im Elternrat der Primarschule Affoltern. Die Arbeit als Kantonsrätin kennt sie bereits, war sie doch im Kanton Zug bereits in diesem Amt tätig. Wer die Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten der Grünen persönlich kennen lernen möchte, hat morgen Samstag dazu Gelegenheit. Gemeinsam mit Regierungsrat Martin Graf sind sie vormittags im Zentrum Oberdorf in Affoltern, vor der Migros, anzutreffen und stehen für Fragen, Anregungen und Gespräche zur Verfügung.

Die EVP will mit starker Liste wieder in den Kantonsrat In zwei Berichten konnte man Daniel Sommer, Regula Baer-Meier, Christoph Kobel und Elsbeth Knabenhans näher kennenlernen. Im letzten Teil stellen sich Werner Schneebeli und Lisette Müller-Jaag vor, die mit ihren Kandidaturen die starke Liste der EVP abrunden.

Lisette Müller Den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Lisette Müller-Jaag vorzustellen, fällt schwer und einfach zugleich. Denn wer sich nur in den letzten vier Jahren für die Arbeit im Zürcher Kantonsrat interessierte, kennt die politisch engagierte Frau aus Knonau wohl wenig. Bei den anderen genügten wahrscheinlich Stichworte, gehörte doch Lisette Müller während ihrer Zeit als EVP-Kantonsrätin zu den aktivsten Politikerinnen des Bezirks Affoltern. Doch zuerst die Antwort auf die nicht gestellte Frage, warum Lisette Müller nochmals kandidiert: «Kühler Kopf – warmes Herz» war und ist für die Ämtler Politikerin, Familienfrau und Unternehmerin mehr als nur ein Wahlslogan. Daher fällt es ihr leicht, sich nochmals voll zu engagieren und mit ihrer Kandidatur den Spitzenkandidaten Daniel Sommer zu unterstützen. Aber selbstverständlich würde auch Lisette Müller eine Wahl annehmen, falls das Abstimmungsresultat zu einer anderen Reihenfolge führen sollte. Auch wenn sie der Meinung ist, Daniel Sommers Geradlinigkeit, Fri-

Lisette Müller.

Werner Schneebeli. (Bilder zvg.)

sche und Unternehmergeist würden dem Zürcher Parlament gut tun. Wie sehr die politische Arbeit von Lisette Müller im Bezirk geschätzt wird, beweist der zweimalige Titel einer «Panaschierkönigin». Denn das bedeutet, dass sie von allen Kandidierenden im ganzen Kanton am meisten Stimmen aus anderen Parteien erhielt. Das war sicher auch der Fall, weil sie sich für eine hohe Lebensqualität im Säuliamt und im Kanton einsetzt, an vorderster Front für eine zukunftsweisende Energiepolitik kämpft und wichtige Anliegen ebenso hartnäckig wie diplomatisch vertritt. Und weil sie den Menschen zuhört oder ihren reichen Erfahrungsschatz gerne weitergibt. Lisette Müllers achtjähriges Engagement im Kantonsrat hinterliess ebenso bleibende Spuren wie ihre Tätigkeiten als Knonauer Schulpräsiden-

tin oder ihre Arbeit bei «Zürich Erneuerbar – Verein für Energieeffizienz und erneuerbare Energien». Und wie ansteckend ihre offene Art wirkt, zeigt auch, dass alle Kandidierenden der EVP ihre bildungspolitischen Anliegen mittragen. Chancengleichheit, gute öffentliche Schulen und eine ganzheitliche Bildung sind eben wichtig. Schön, dass Lisette Müller-Jaag für die Kantonsratswahlen 2015 zur Verfügung steht.

Werner Schneebeli Werner Schneebeli ist in den neunzehn Jahren, die er in Affoltern am Albis wohnt, zu einer kleinen Bekanntheit geworden. Nicht weil er dies anstrebte, Vereinsmitgliedschaften sammelte oder dem Anzeiger wöchentlich Schlagzeilen lieferte. Nein, Werner Schneebeli übt seine Tätigkeit im Be-

zirkshauptort einfach so aus, dass andere Menschen Freude daran haben und davon erzählen. Ein reformierter Pfarrer als Kantonsrat? Warum nicht? Schliesslich sind Glaubwürdigkeit, ein reicher Erfahrungsschatz und das Einstehen für Werte in der Politik ebenfalls gefragt. Werner Schneebeli besitzt die seltene Gabe, komplizierte Zusammenhänge auf ihre einfachen Grundmuster zurückzuführen und diese auch in einer verständlichen Sprache darzulegen. Daraus ergeben sich oft überraschende Lösungsansätze in festgefahrenen gesellschaftlichen Fragen und das ist heute gerade in der Politik wichtiger denn je. Werner Schneebeli setzt sein Vertrauen in das Gute. Er ist überzeugt, dass nur das Gute längerfristig Zukunft hat. Gut ist, was dem Leben und der Liebe dient. Diese uralte christliche Botschaft übersetzt er immer wieder möglichst konkret in seinen Alltag hinein. Sie bestimmt seine Arbeit als Pfarrer in allen Begegnungen in den verschiedensten Lebenssituationen. Dass der Affoltemer Pfarrer seine Mitmenschen versteht und von ihnen verstanden wird, hat vielleicht auch mit seinem ungewöhnlichen Werdegang zu tun. Geboren am Nationalfeiertag 1961, wuchs er in Horgen mit zwei Geschwistern auf. Den Wunsch, Pfarrer zu werden, spürte Werner Schneebeli erst, nachdem er bereits als gelernter Motorradmechaniker unter Zweirädern lag und mit Werkzeugen hantierte. So holte er nach der Rekrutenschu-

le die Matura nach und studierte Theologie. Seine Frau und die drei inzwischen erwachsenen Kinder bleiben das Wichtigste in seinem Leben. In der Politik würde Werner Schneebeli nach Wegen suchen, die dazu führen, dass jeder Mensch am Leben teilhaben kann und unsere Kinder ein schönes Erbe antreten dürfen. Oder in Werner Schneebelis Worten: «Probleme, die wir durch unser Wirtschaften schaffen, dürfen nicht auf künftige Generationen abgeschoben werden. Wir müssen sie jetzt angehen, auch wenn das Verzicht mit sich bringt.» Allen, die ebenso denken, dankt Werner Schneebeli für ihre Stimme. (gg) anzeige


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«Das Stimmvolk ist klüger als Politiker» Professor Hans-Ueli Vogt, der Ständeratskandidat der SVP, sprach im Mettmenstetter Pfarrhauskeller «Schweizer Recht statt Schweizer Richter» heisst die neuste Initiative der SVP. Einer der Initianten ist Hans-Ueli Vogt, der die Initiative im Mettmenstetter Pfarrhauskeller vorstellte. ................................................... von salomon schneider Ein Grund dafür, dass Volksentscheide nicht umgesetzt würden, sei, dass diejenigen, welche die Initiativen umsetzen müssten, dies manchmal nicht wollten. «Als Begründung berufen sie sich auf übergeordnetes Recht, wie beispielsweise das Völkerrecht», erläuterte Hans-Ueli Vogt und ergänzte: «Die Initiative will, dass die Verfassung wieder über allem steht.» Es gelte aber auch zu beachten, dass Staatsverträge extrem wichtig seien für die Schweiz. Beim Völkerrecht gehe es aber nicht um Staatsverträge, sondern um Richter, die in einer Organisation sitzen und Recht sprechen.

Gegen fremde Richter – nicht gegen Menschenrechte Die SVP wolle mit dieser Initiative auf keinen Fall die Menschenrechte untergraben. «Die Grundrechte werden bereits genügend in der Verfassung gewürdigt», erläuterte Hans-Ueli Vogt. Es gebe zahlreiche Fälle, in denen das Bundesgericht anders entschieden habe, als der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. «Man kann bei diesen Fragen unterschiedlicher Meinung sein. Wir wollen einfach selber darüber entscheiden», erläuterte Vogt.

Multiresistente Erreger Multiresistente Erreger sind ein Problem der Spitäler, so die vorherrschende Meinung vieler Personen. Dass dem nicht so ist, haben in eindrücklicher Weise verschiedene Medien in den letzten Monaten aufgezeigt. So stellte der «Kassensturz» fest, dass besonders Pouletfleisch in gravierender Weise mit multiresistenten Erregern behaftet ist und das schon beim Verkauf. Wie gross das Problem wirklich ist, warum die Spitäler Alarm schlagen und was die Politik dagegen unternehmen kann, das wird in einem öffentlichen Vortrag durch Corinne Stutz erläutert. Sie leitet die Abteilung für Infektprävention und Spitalhygiene in einem Kantonsspital. Der Vortrag zum Thema findet am 26. März um 20 Uhr im katholischen Pfarreizentrum Affoltern (Seewadelstrasse 13, Saal Salomon) statt und ist für alle interessierten Personen frei. Die Referentin ist Kantonsratskandidatin der CVP Bezirk Affoltern, Mutter von zwei Kindern, Präsidentin der Sekundarschulpflege Bonstetten und im Vorstand der Patientenstelle Zürich. Aufgrund ihrer Tätigkeiten und Engagements, setzt sie ihre Schwerpunkte in der Gesundheits- und Bildungspolitik. Am Anlass wird auch Philipp Büchner, Kantonsratskandidat der CVP Affoltern, anwesend sein. Er ist Mitglied der JCVP, studiert Kommunikation an der HWZ, ist Primarschulpfleger und Mitglied der Jugendkommission Affoltern, dem Konsumentenforum und der Standortförderung Knonauer Amt. Vorstand CVP

Corinne Stutz.

Philipp Büchner.

Die europäische Menschenrechtskonvention sei 1974 unterschrieben worden, vor dem Hintergrund, dass sowieso das gelte, was in der Schweiz gilt. Unter dem Stichwort Menschenrechte würden aber immer mehr Themen verhandelt, die die Freiheit der Schweizer einschränkten. Anschliessend erläuterte Hans-Ueli Vogt, weshalb das Volk besser entscheide als Politiker. «Das Volk denkt weiter als wir Politiker. Wir denken primär bis zu den nächsten Wahlen, gell Martin», meinte er zu Kantonsrat Martin Haab gewandt. Das Stimmvolk überlege viel tiefgehender und wäge viel besser ab als Politiker. Deshalb sei er überzeugt, dass das Stimmvolk die besten Entscheide treffe. Ob ein mit Werbung geführter Abstimmungskampf für die Entscheidungsfindung der Bevölkerung zuträglich sei, konnte Hans-Ueli Vogt indes nicht sagen.

Sind fremde Richter schlechter als das Bundesgericht? Anschliessend öffnete Professor Vogt die Runde für Fragen, der rund 25 anwesenden Gäste. Ein Besucher fand es schade, dass vieles, was von der SVP initiiert wird, kategorisch als schlecht angesehen werde. Hans-Ueli Vogt meinte: «Ich bin hier weniger pessimistisch. Für einen Grossteil der Bevölkerung geht es um Sachpolitik nicht um Parteipolitik. Deshalb sind in den letzten Jahren einige SVP-Initiativen angenommen worden.» Der Gedanke der Selbstbestimmung sei tief im Schweizer verwurzelt. Kantonsratskandidat John Appenzeller fragte: «Was soll gemacht wer-

den, wenn ein fragwürdiger Entscheid vom Bundesgericht in Lausanne kommt?» Er sei der Meinung, dass das Bundesgericht tendenziell besser entscheide, als der europäische Gerichtshof für Menschenrechte. «Zudem können in der Schweiz die Voraussetzungen für die Rechtsprechung angepasst werden – im Ausland nicht.» Der Affoltemer Gemeinderat Hans Finsler fragte: «Es gibt ja auch Naturrechte, die über Volksentscheiden stehen, wenn diese barbarisch wären. Was halten Sie davon?» Er kenne sehr wenige Naturrechte. In der Schweiz müsse beispielsweise niemand verhungern. Er kenne aber keine heutige Definition von Naturrecht.

«Ich habe Hans-Ueli Vogt auch nicht gekannt» Ein weiteres Votum betraf den tiefen Bekanntheitsgrad von Hans-Ueli Vogt. «Ich werde in den nächsten Monaten viel arbeiten und bin der Meinung, dass, wenn in neun Monaten ein Kind entstehen kann, auch in neun Monaten aus einem Kantonsrat ein Ständerat werden kann.» Martin Haab, der gemeinsam mit Hans-Ueli Vogt in der kantonalen Parteileitung ist, meinte zur Unerfahrenheit: «Hans-Ueli Vogt halte ich seit Langem für den besten Kandidaten – gerade wegen seiner zahlreichen spontanen Voten im Kantonsrat. Nicht jeder kann Bundesgerichtsentscheide auswendig zitieren.» Er denke, dass im Falle eines zweiten Wahlgangs, Hans-Ueli Vogt eine gute Chance habe. Bevor sie gemeinsam im Kantonsrat waren, hätten sie einander nicht gekannt, bekannten beide.

Hans-Ueli Vogt will nicht, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in gewissen Fragen entscheidet, obwohl dort auch ein Schweizer Richter die Schweizer Fälle bearbeitet. (Bild Salomon Schneider)

Olivier Hofmann: Aufmerksam, lösungsorientiert und engagiert 2006 sind Olivier Hofmann und seine Frau nach Hausen gezogen. Aufgewachsen in der Altstadt von Zürich, hat er sich schnell in die wunderschöne Landschaft, die Natur und die Menschen im Knonauer Amt verliebt. Auf regelmässigen Spaziergängen, unter anderem auf Teilen des «Ämtlerwägs», gelingt es ihm, Abstand von der Hektik des Alltages zu gewinnen, Gedanken zu ordnen und Kraft für Neues zu sammeln. Wenn er dabei am Kloster Kappel, dem Zwinglidenkmal, dem Milchsuppenstein oder an der Schnabelburg vorbeikommt, wird es Olivier Hofmann immer wieder bewusst, in welcher geschichtsträchtigen Gegend wir leben. Arbeit hat in seinem Leben einen hohen Stellenwert. Auch am Wochenende steht er in der Regel um 6 Uhr auf und geniesst die zwei, drei Stunden, die er für sich ganz alleine hat. In diesen Stunden geling es Olivier Hofmann häufig, Lösungsan-

Olivier Hofmann. (Bild zvg.) sätze zu finden, die er später konkretisieren und umsetzen kann. Nachdem er während mehr als 20 Jahren in verschiedenen Stabs-, Projekt- und Führungsfunktionen gearbeitet hat, hat er sich vor anderthalb Jahren selbststän-

dig gemacht. «Kernkompetenz meiner Firma ist die Beratung von Entscheidungsträgern und Unternehmern und das Realisieren von Projekten, insbesondere im Energie- und Finanzbereich. Seitdem ich nicht mehr jeden Monat mein Gehalt überwiesen bekomme, weiss ich noch besser, was es braucht, bis ein Franken effektiv verdient ist. Komplizierte Gesetze, unzählige Formulare und Abgaben helfen dabei sicher nicht», sagt der FDP-Spitzenkandidat. In seinen jüngeren Jahren war er fest davon überzeugt, dass sich gute Ideen früher oder später automatisch durchsetzen werden. Es hat einige Jahre gebraucht, bis er erkannte, dass dies nicht der Fall ist. «Häufig sind es eben nicht die besten Konzepte, welche realisiert werden, sondern die machbaren. Auch wenn dies in manchen Situationen zu bedauern ist, erachte ich es heute in vielen Fällen als besser, ein paar Schritte in die rich-

tige Richtung zu gehen, als über einem unerreichbaren Idealzustand zu brüten und nichts zu verbessern», hält Hofmann fest.

Leben in Würde und Chancengleichheit Auch wenn sein Leben nicht immer einfach war, ist er sehr dankbar, dass er weitgehend frei entscheiden konnte, wie er sein Leben führen will. Diese Möglichkeit haben auch heute noch nicht alle Menschen, auch nicht in der Schweiz. «Das Recht auf ein Leben in Würde, Chancengleichheit und Toleranz sind für mich zentrale Werte, die nicht infrage gestellt werden dürfen und für die ich mich engagiere», so Hofmann abschliessend. Dieses Porträt ist Bestandteil des Wettbewerbs: «Die FDP-Kandidierenden stellen sich vor». Details dazu auf www.FDP-Knonaueramt.ch

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Ottenbach: «SVP bi de Lüüt» Kandidierende stellen sich morgen Samstag der Bevölkerung In gut drei Wochen sind Zürcherinnen und Zürcher an die Urnen gerufen, um Regierung und Parlament neu zu besetzen. Es ist also Zeit, sich mit den Kandidierenden der Parteien genauer auseinanderzusetzen. Auf Einladung der SVP Ottenbach stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten der SVP – Liste 1 – morgen Samstag, 21. März, von 9 bis 11.30 Uhr, im Dorfzentrum Ottenbach den Fragen und Anliegen der Bevölkerung.

Die Kandidierenden stehen ein für: – mehr Markt und weniger Bürokratie für den Werkplatz; – einen sparsamen Staatshaushalt und den Abbau des Schuldenberges; – den Erhalt der Gemeindeautonomie; – ein Bildungssystem, in dem Leistung gefordert und gefördert wird; – eine bäuerliche Landwirtschaft, deren Freiheit nicht durch Vorschriften erstickt wird;

– eine Verkehrspolitik, die den Verkehr fliessen lässt und ihn nicht durch Schikanen behindert; Man nutze die Gelegenheit zum persönlichen Kontakt mit den Kandidatinnen und Kandidaten der SVP. Es besteht auch die Möglichkeit, seine Unterschrift unter die soeben gestartete «Selbstbestimmungsinitiative» zu setzen.

SVP Ottenbach


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Geradeaus und lösungsorientiert

«Unsere Zukunft sind die Kinder. Wir fördern die Verantwortung der jungen Generation»

Mit Ruth Früh hätte das Knonauer Amt eine Frau im Kantonsrat, die offen, geradeaus und lösungsorientiert politisiert. Sie weiss, dass man die Aufgaben und Probleme von morgen schon heute anpacken muss und nicht erst, wenn es nicht mehr anders geht bzw. zu spät ist. Das bedeutet, dass man als Politiker sein Ego auch mal hintanstellen muss. Ruth Früh handelt entsprechend. Bei ihr weiss man, woran man ist – zu jeder Zeit. In all den Jahren, in denen ich mit ihr im Gemeinderat zusammenarbeiten durfte, hat sie mich überzeugt – gerade auch, wenn wir einmal unterschiedlicher Meinung waren. Mit gegenseitigem Respekt kämpften wir, zusammen mit den Ratskollegen, um gute Lösungen für die Gemeinde und ihre Bewohner. Das ist heute leider nicht mehr so selbstverständlich. Immer mehr Politiker vergessen, von wem sie gewählt wurden und dass sie ihre Arbeit für diese Menschen zu leisten haben. Mit Ruth Früh würde eine Frau nach Zürich gehen, die gewillt ist, für uns Bürger den bestmöglichen Job zu tun. Sie ist fähig dazu. Charles Höhn, Bonstetten

Susanna Forster, KantonsratsKandidatin der Grünliberalen. Aufgewachsen in Thalwil, lebt Susanna Forster seit 1984 im Knonauer Amt, zuerst in Hausen, Rossau und seit 1997 in Ottenbach. In den letzten dreissig Jahren arbeitete sie in verschiedenen sozialen Institutionen in ihren Berufen als Köchin und/oder Sozialpädagogin. Bei der Stiftung Albisbrunn, Spitex Mettmenstetten, Werk und Wohnhaus zur Weid oder in der Stiftung St. Joseph begleitete sie Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Zurzeit ist sie in Stallikon als Hortleiterin tätig. Es macht ihr Spass, die Entwicklung von Kindern in ihrer Freizeit zu fördern und ein Team zu leiten. Ihre beiden Kinder sind selbstständig geworden und ausgeflogen, dies bewog sie, ein Bed&Breakfast einzurichten. Sie freut sich, Zimmer im «Alten Schloss» Gästen für längere oder kurze Zeit, in gemütlicher Atmosphäre, zur Verfügung zu stellen. Ihr Vater war ein überzeugter «Libera-

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ler», was sie in ihrer Jugend- und Rebellionszeit politisch eher nach links bewegte. Der Christiane Brunner-Effekt weckte in ihr endgültig das Interesse an politischen Themen. Frauenrechte, aber auch Bildung, Natur- und Tierschutz sind Themen, bei denen sie sich gerne engagiert. Im Moment sammelt sie Unterschriften «für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)» und hat sich in Ottenbach für die Natur- und Landschafts-Kommission (NLK) beworben.

Gemässigter und liberaler Dass man sich verändert, zeigt ihr Smartvote-Profil auf, denn sie ist gemässigter und liberaler geworden. Zum Beispiel findet sie die Landschaft schützenswert und es irritiert sie, wenn sie ein oder mehrere Windräder gemächlich dahindrehen seht. Auch sieht sie Gefahren für Vögel. Wenn aber die Gewinnung von sauberer Energie gegenübersteht, dann macht es sie auch stolz, dass wir den Mut anzeige

Fürs Säuliamt in den Kantonsrat Nach 17 Jahren politischer Arbeit in unserem Bezirk kandidiert Ruth Früh für den Kantonsrat. Ein langjähriger und breiter Erfahrungshintergrund bezüglich Behördentätigkeit und Führungserfahrung zeichnet Ruth Früh aus. Als Schulpflegemitglied, fast drei Amtsperioden als Gemeinderätin in verschiedensten Ressorts, Vize- und Interimspräsidentin und seit zwei Jahren im Amt als Bezirksrätin, kennt sie die Aufgaben der kommunalen Politik bestens. Aufgrund ihrer Berufserfahrung über all die Jahre, auf allen Stufen der Volksschule und als Fachperson für Mitarbeiterbeurteilung, bringt sie auch im Bildungsbereich wertvolle Fachkompetenzen mit. Durch ihre diversen politischen Tätigkeiten kennt sie die Bedürfnisse der Region und möchte ihren mit profunden Kenntnissen gefüllten Rucksack gerne für die Anliegen der Säuliämtler Bevölkerung im Kantonsparlament zur Verfügung stellen. Leere Versprechungen liegen ihr nicht. Sie schätzt offene, transparente und ehrliche Kommunikation. Gradlinig, fair aber konsequent, gepaart mit politischem Fingerspitzengefühl und gesundem Menschenverstand, verfolgt sie die gesetzten Ziele. Dies hat sie in den

Ruth Früh. (Bild zvg.)

langen Jahren bereits unter Beweis gestellt. «Mich fasziniert Politik, weil ich Menschen und engagierte Diskussionen liebe. Meinungsvielfalt inspiriert die eigenen Gedanken und die Meinungsbildung. Gleichzeitig fordert und fördert sie die eigene Flexibilität, Empathie, das Verhandlungsgeschick und die Integrationsfähigkeit. Politische Arbeit in verschiedenen Gremien, auch als Präsidentin, ist für mich nicht nur Herausforderung. Sie zeigt auch die persönliche Haltung und Verantwortung gegenüber den Anforderungen, die heute gesellschaftlich, wirtschaftlich und in sozialen Bereichen an uns gestellt werden. Zudem bin ich ein sehr neugieriger Mensch, der gerne aktiv mit andern unsere Zukunft mitgestaltet und etwas bewegt.»

Im Säuliamt Wurzeln geschlagen Aufgewachsen ist Ruth Früh am rechten Zürichseeufer, in Stäfa. Nach Primar- und Mittelschule hat sie die Ausbildung als Lehrerin, später noch das Studium zur Schulischen Heilpädagogin in Angriff genommen. Ein Berufsfeld, in dem sie noch heute tätig ist. 1989 ist sie mit ihrem Mann und den beiden inzwischen erwachsenen Kindern nach Bonstetten gezogen. Sie hat den Bezirk Affoltern und seine Bevölkerung schnell ins Herz geschlossen und aus nächster Nähe kennen und schätzen gelernt. Am liebsten erkundet sie mit den Wanderschuhen an den Füssen die Natur und die wunderschönen Naherholungsgebiete. Wenn auf dem erreichten Gipfel dann neben der prachtvollen Aussicht auf ihre alte Heimat noch ein anderer, nämlich ein frischer, knuspriger, noch knapp warmer Nussgipfel wartet, ist das Glücksgefühl perfekt! FDP Bezirk Affoltern

Junge Kandidaten auf der Strasse Für die kommenden Kantonsratswahlen im Bezirk Affoltern kandidieren vier junge Erwachsene aus verschiedenen Parteien. Hannah Pfalzgraf (SP), Meriel Thierer (Grüne), Alain Schwald (FDP) und Philipp Büchner (CVP) setzen sich gemeinsam dafür ein, dass ihre Generation sich den politischen

Prozessen mehr annimmt und ihre Stimme an der Urne abgibt. Die Kandidierenden laden dazu ein, am Samstag, 28. März, zwischen 9 und 12 Uhr am Stand an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern, Höhe Buchhandlung Scheidegger, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

und die Innovationskraft haben, die Möglichkeit der Windenergie zu nutzen. Sie ist der Meinung, dass man weiterhin darum bemüht sein soll, CO2-neutrale Energiequellen zu fördern, um das Ziel des Atomausstiegs zu erreichen.

Sachbezogen und lösungsorientiert Für den Kantonsrat bringt sie politische Erfahrung von ihrer Tätigkeit in der Schulpflege mit (2005 bis 2012 Bezirksschulpflege/Oberstufenschulpflege Obfelden/Ottenbach). Zuletzt hatte sie das Präsidium inne. Ihr Führungsstil ist sachbezogen, lösungsorientiert, unbürokratisch und «fachhierarchisch». Für sie heisst dies, dass es Strukturen braucht wo nötig, aber Lösungen müssen gemeinsam erarbeitet und möglichst breit abgestützt sein. Damit wird ein mitverantwortliches Denken und Handeln geweckt und gefördert. Werte, wie ein respektvoller und verantwortungsbewusster Umgang mit den Mitmenschen und unserer

Susanna Forster. (Bild zvg.) Mutter Natur vertritt und lebt sie, denn sie sind massgebend für eine hohe Lebensqualität. Mehr zu den Grünliberalen auf: www.knonaueramt.grunliberale.ch


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Unterwegs zu innovativen Projekten und Unternehmen Die SP-Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr zu Besuch im Weisbrod-Areal und bei Säulistrom in Hausen Jacqueline Fehrs Wahlkampf steht unter dem Motto: «Der Kanton Zürich kann mehr». In diesen Wochen besucht sie wegweisende Projekte und Unternehmen, welche durch Innovation, Offenheit und Pioniergeist eine Vorreiterrolle spielen bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Kantons Zürich. Am Dienstag war sie Gast bei der Firma Weisbrod in Hausen und der Genossenschaft Säulistrom. Der Kontrast war offensichtlich: auf der einen Seite ein traditionsreiches Unternehmen, das vor 188 Jahren gegründet wurde und in sechster Generation geführt wird, auf der andern Seite eine junge Genossenschaft, die vor drei Jahren aus der Taufe gehoben wurde und – wie ihr Präsident schmunzelnd erwähnte – im Vergleich zu Weisbrod noch ein Baby ist. Und doch gibt es eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Ohne die Offenheit und den Mut der damaligen Gründerväter wäre in Hausen nie eine führende Seidenweberei mit weltweitem Export von hochwertigen Seidenstoffen entstanden. Und Mut und Risikobereitschaft zeichnen auch die heutigen Inhaber der Firma Weisbrod aus, welche nach der Schliessung der Produktionsanlagen eine vielseitige Neunutzung des grosszügigen Fabrikareals realisiert haben. In ein solches Umfeld

passt die Genossenschaft Säulistrom, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen substanziellen Beitrag zu leisten zur Förderung nachhaltiger, erneuerbarer Energie. Oliver Weisbrod, der heute zusammen mit seiner Frau Sabine die Geschicke der Firma Weisbrod leitet, gewährte den über 50 Anwesenden einen spannenden Einblick in die Entwicklung und Geschichte des Unternehmens. Mit historischen Bildern von Fabrikanlagen zeigte er die grosse Bedeutung der Seidenweberei Ende des 19. Jahrhunderts auf. Dann schlug er den Bogen zur Gegenwart, zu turbulenten Zeiten durch einen massiven wirtschaftlichen Einbruch und dem schmerzhaften Entscheid, die Produktion einzustellen. Der Ausblick stimmte optimistisch und zeugt von Innovation und Kreativität. Die Firma Weisbrod lebt weiter, das grosszügige Fabrikareal in Hausen am Albis hat sich mit neuem Leben gefüllt und bietet vielen Mieterinnen und Mietern Platz. Roland Hitz stellte die junge Genossenschaft Säulistrom vor. Dass der Anlass mit Jacqueline Fehr im Weisbrod-Areal stattfand, war kein Zufall, denn hier soll in den nächsten Wochen auf einem grossen Fabrikdach die dritte Solaranlage von Säulistrom realisiert werden. Neben Pioniergeist braucht es auch einen langen Atem. Herausgefordert sind die Verantwortlichen der Genossenschaft insbesondere durch politische Rahmenbedingungen und neue Vorgaben des Bundes

Jacqueline Fehr im Gespräch mit Firmenchef Olivier Weisbrod. (Bild Andrea Jerger) bezüglich der Förderung erneuerbarer Energie. Die «Mehr-davon-Tour» von Jacqueline Fehr führt die Regierungsratskandidatin zu Besuchen bei Unternehmen, vorbildlichen Genossenschaften und sozialen Organisationen, welche sich durch Pionierleistungen auszeichnen. Bei ihrem Halt in Hausen zeigte sie sich beeindruckt und meinte: «Hier wird sichtbar, wie aus einer Krise Neues entstanden ist, weil der Scheinwerfer nicht auf Probleme gerichtet wur-

Roger Marti kandidiert für die Primarschulpflege Affoltern Am 12. April 2015 wählt Affoltern ein neues Mitglied für die Schulpflege der Primarschule. Roger Marti, Mitglied der Grünliberalen, kandidiert für dieses Amt (Bild). Im Zeitungsartikel vom Dezember 2014 im Anzeiger schreibt die Schulpflege, dass sie ein neues Mitglied mit Erfahrung im IT-Bereich sucht. Dies hat Roger Marti unter anderem dazu bewogen, im Vorfeld Kontakt mit der Schulpflege aufzunehmen. Als Kommunikationsspezialist bringt Roger Marti die gewünschte Erfahrung mit, er berät und betreut heute schon einige Schulen im IT-Bereich. Roger Marti wohnt seit je in Affoltern

und hat alle Schulen im Bezirkshauptort besucht. Seit 2007 ist Roger Marti Mitglied der Rechnungsprüfungskommission Affoltern und hat mehrere Jahre die Geschäfte der Primarschule geprüft. Ihm ist die Primarschule sehr vertraut. Mit seinen Erfahrungen konnte Roger Marti die jetzige Schulpflege der PSA davon überzeugen, ihn für den freiwerdenden Sitz zu

unterstützen. Roger Marti ist gelernter Elektromonteur und arbeitet heute als Kommunikationsspezialist. Nebenberuflich hat der Affoltemer als Moderator und Journalist für diverse Radiound TV-Stationen gearbeitet und ist noch heute teilweise als Fernsehjournalist tätig. In seiner Freizeit ist Roger Marti Privatpilot und wohnt zusammen mit seinem erwachsenen Sohn in Affoltern. Seit rund 10 Jahren ist er in der Lokalpolitik. Roger Marti würde sich freuen am 12. April 2015 als neues Mitglied in die Schulpflege der Primarschule Affoltern gewählt zu werden. GLP-Ortspartei Affoltern

leserbrief

Den Kauf einer WasserEntkalkungsanlage gut überlegen Neben guter Luft, schöner Natur und zentralem Standort, haben viele Menschen im Säuliamt noch eine weitere Gemeinsamkeit: Eine Wasser-Entkalkungsanlage auf der Basis von Salz. Eine Erfindung, die ursprünglich für die Industrie angedacht war, aber immer mehr den Zugang zu Hausbesitzern und Verwaltungen gefunden hat. Die Vorteile überzeugen schnell: Weniger Ablagerungen im Spülbereich und Schonung der Waschmaschine. «Und die vielen Kilo Salz, die man damit dem Abwasser zuführt?», fragt sich das Gewissen. Egal, schliesslich kippt der öffentliche Winterdienst auch tonnenweises Salz in die Kanäle. Wie ist das dann mit dem Trinken?

Wichtig sei, die Anlage regelmässig von einem Spezialisten einstellen und warten zu lassen, dann könne man das Wasser auch trinken, so die neuen Besitzer. Von hervorragender Trinkwasser-Qualität kann mitnichten die Rede sein. Hört man sich bei Besitzern solcher Entkalkungsanlagen um, bedauern viele, eine solche Anlage installiert zu haben. Manche haben sie bereits wieder vom Netz genommen. Besonders Frauen und Kinder beklagen sich darüber. Sie sind in Bezug auf das Trinkwasser sensibler als wir Männer. Ist dann die Anlage in Betrieb, weicht man früher oder später auf gekauftes Wasser aus. Obschon unzählige Vergleichstests längst erwiesen ha-

ben, dass Leitungswasser nicht nur das am häufigsten geprüfte Lebensmittel ist, bis zu 16 000-mal im Jahr in der Stadt Zürich, sondern vielerorts die bessere Qualität aufweist, als Wasser aus dem Supermarkt. Leser, die sich zurzeit überlegen, eine solche Anlage zu erwerben, möchten sich dies im eigenen Interesse gut überlegen. Unser Trinkwasser ist gut und versorgt den Körper mit wertvollen Mineralien. Übrigens: Sein Auto wechselt man im Schnitt alle sechs bis sieben Jahre. Die Waschmaschine, die soll dann aber 20 Jahre halten? Andreas M. Montemitro, Wettswil

de, sondern auf Entwicklung, auf Innovation. Die neue Dynamik im Weisbrod-Areal und die Bestrebungen der Genossenschaft Säulistrom verdeutlichen, was mit einer Kultur der Offenheit möglich ist. Davon brauchen wir mehr im Kanton Zürich.» Jacqueline Fehr betonte die Notwendigkeit der Partnerschaft zwischen der öffentlichen Hand und Unternehmen als zentrale Voraussetzung für innovative Projekte und Entwicklungen. Die Politikerin spricht nicht nur von Offen-

heit, gegenseitigem Respekt und Innovation, sie strahlt dies auch glaubwürdig aus. Der Funke ist auf die Besucherinnen und Besucher rüber gesprungen, das zeigte sich in anregenden Gesprächen beim Apéro. Am 28. März wird Jacqueline Fehr nochmals im Säuliamt sein, zu einem Besuch in Mettmenstetten bei der Genossenschaftssiedlung «Mättmi50plus». Georges Köpfli

Kandidierende bis 31. März vorstellen Im Vorfeld der Kantonsratswahlen vom 12. April können Parteien ihre Kandidatinnen und Kanditaten mit Bild im «Anzeiger» vorstellen. Der ideale Textumfang beträgt maximal 1500 Zeichen. Diese Vorstellungsrunde schliessen wir in der Ausgabe vom Dienstag, 31. März, ab. Die Beiträge müssen die Redaktion bis spätestens Samstag, 28. März, 12 Uhr,

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erreichen. Das ist aber nur noch für jene möglich, die bisher noch nicht zum Zug gekommen sind. Für alle anderen gilt: Reine Wahlwerbung – für Parteien wie für Kandidierende – gehört nicht mehr in den redaktionellen Teil, sondern in den Inserateteil. Die Redaktion


Gewerbe/Dienstleistungen

Ursus und Nadeschkin

Gegen Yverdon

Das Komikerduo kommt mit «Sechsminuten» in den Kasinosaal Affoltern. > Seite 27

Der FC Wettswil-Bonstetten spielt um den Einzug in die erste Cup-Hauptrunde. > Seite 33

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Gut angezogen Wenn es wärmer wird: die Modetrends für diesen Frühling und Sommer. > Seite 37 bis 44

«Wir haben stets 700 Velos an Lager» Bike Total in Affoltern hat am Wochenende Eröffnung gefeiert Zur Saisoneröffnung und Präsentation des neuen Ladens fanden am vergangenen Freitag und Samstag, 13. und 14. März, zahlreiche Interessierte zu Bike Total ins Affoltemer Industriegebiet.

Ton- und Lichtspektakel: die Basler Trommelkünstler stickStoff. (Bild zvg.)

Trommelwirbel im Coopark Affoltern Vier Tage lang wurde Jubiläum gefeiert Vom 11. bis 14. März feierte der Coopark Affoltern sein 15-JahreJubiläum. Der Kundschaft wurde ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten. Das Highlight war der Auftritt der Basler Trommelkünstler stickStoff am Samstagabend. Vier Tage lang gab es Unterhaltung, Gewinnmöglichkeiten und Rabatte rund ums Jubiläum: Am Mittwochnachmittag wurde unter Anleitung des Familienclubs Affoltern gebastelt, was das Zeug hielt. Dazu durften sich die Kleinen bunte Gesichter schminken lassen, was für besonders grosse Begeisterung sorgte. Am Donnerstag sorgte die Stepptanzgruppe vom Backstage Studio für Action und brachte mit ihrer mitreissenden Performance das Center zum Beben. Michael Wäckerlin, der Schweizer Tenor mit italienischen Wurzeln, alias «The Human Jukebox», war nicht nur eine akustische, sondern auch eine visuelle Überraschung. Als lebendige, blinkende Jukebox, erfüllte er live die Musikwünsche seines Publikums. Von ABBA über Westlife bis hin zum PippiLangstrumpf-Song gab er die gewählten Songs zum Besten – und wurde

dank seines grossen Repertoires zum absoluten Publikumsmagneten. Besonders die Kinder konnten nicht genug von ihm bekommen.

Ton- und Lichtspektakel am Samstag Als Höhepunkt standen am Samstag vor Hunderten von Besuchern die Basler Trommelkünstler stickStoff – bekannt aus der deutschen Castingshow «Das Supertalent» – auf dem Programm. Im UV-Licht schwangen die sechs Musiker die neonbunten Sticks und machten damit aus der Trommelshow ein regelrechtes Licht-Spektakel. Das Publikum, von Jung bis Alt, forderte begeistert nach einer Zugabe, die es prompt erhielt. Als Abschluss der Festlichkeiten wurden die Gewinner der Jubiläumsverlosung mit vielen attraktiven Preisen gezogen. Constantino Sangermano aus Affoltern konnte seinen Preis, eine Woche Familienferien in Davos, gleich persönlich in Empfang nehmen. Besonders freuen darf sich die Gewinnerin des Hauptpreises, Tamara Pavlovic aus Dättwil, über ihren neuen Peugeot 108. (pd.) Coopark, Büelstrasse 15, Affoltern, www.coopcenter.ch.

«Das war schon der dritte Umbau», verrät Fredy Ceccon und führt durch die neu gestaltete Geschäftsfläche an der Industriestrasse 18 in Affoltern. Die grosse Halle bietet Platz für Werkstatt, Lager und Büros – und natürlich eine Vielzahl an Ausstellungsmodellen. «Wir haben stets 700 Velos an Lager», sagt Ceccon. Entsprechend muss der Kunde meist nicht lange auf sein neues Zweirad warten.

Fredy Ceccon empfängt in den neu gestalteten Räumen der Bike Total. (Bild tst.) Qualitätsprodukte und Modellvielfalt Heute sind E-Bikes beliebter denn je. Diesen Trend hat Bike Total schon früh erkannt und sich auf diese Sparte spezialisiert. «Sogar Mountainbiker greifen immer häufiger auf Fahrräder mit Elektromotor zurück», so Fredy Ceccon. Neu ist bei Bike Total der «Race-Corner» – ein Bereich für Rennvelos. Dass das entsprechende Fachwissen vorhanden ist, versteht sich von selbst: «Wir haben auch Rennvelo-begeisterte Mitarbeiter», verrät Ceccon. Was die Farben anbelangt, kommen die neuen Modelle eher klassisch daher: Gefragt sind Weiss-, Grau- und

Schwarztöne mit einem dezenten Farb-Akzent. Eine Ausnahme bilden die Kindervelos. Hier dürfen die Farben auch etwas greller sein. Die besonders individuelle Note erhält das Zweirad mit farbigen Pneus.

Auch an Säuliämtler Velo-Ausstellung Mit den Top-Marken Focus, Kalkhoff und Superior sowie den E-Bikes von ave setzt das Fachgeschäft auf deutsche Qualitätsprodukte und eine Modellvielfalt, die verschiedenste Kundenwünsche abzudecken vermag. Auf alle neuen Modelle von Focus und

Kalkhoff bietet Bike Total aktuell 15 % Währungsrabatt auf den Listenpreis. Weitere Schnäppchen finden sich im Bike-Outlet. Zum Saisonstart liess Fredy Ceccon vergangenes Wochenende den Test-Truck vorfahren. Wer die Gelegenheit verpasst hat, der muss aber auch jetzt nicht auf eine Probefahrt verzichten. Und am 28. März ist Bike Total an der Säuliämtler Velo- und Bike-Ausstellung in der Affoltemer Begegnungszone präsent. (tst.) Bike Total, Industriestrasse 18, Affoltern, Telefon 044 760 26 87, www.biketotal.ch.

Gold Award an der «Giardina» Der Rosenkeller punktet mit den Naturmaterialien Holz und Schilf Unter dem Motto «Handwerk im Einklang mit der Natur» stellte der Rosenkeller, Aristau, seine einzigartigen Exponate an der Sonderpräsentation anlässlich der Giardina in Zürich vom 11. bis 15. März ins Rampenlicht – und wurde dafür von der Fachjury mit dem Gold Award geehrt. Der Giardina-Award wird an Aussteller verliehen, die mit ihrer Präsentation aus der Vielfalt der Messeauftritte her-

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Gold: Janine (Mitte) und Edith Zeier nehmen die Auszeichnung entgegen. (zvg.) ausragen und sowohl in der Verarbeitung als auch im Gesamteindruck überzeugen. Er ist die wichtigste Auszeichnung der «grünen Branche» in der Schweiz. Der begehrte Preis ist ein besonderer Anreiz für die Aussteller, verpflichtet zu Qualität und setzt Impulse für Innovationen. Beim vom Rosenkeller präsentierten Konzept standen vor allem die Naturmaterialien Holz und Schilf im Vordergrund. In perfekter Kombination harmonierten Farben, Formen, Materialien und Licht im Einklang mit der wertigen Ausstrahlung handwerklichen Könnens. So wurden handgefertigte Gefässe in Naturtönen kunstvoll

mit Schilf bestückt oder aber hunderte von handgeschmiedeten Nägeln erzeugten als Wanddekoration raffinierte Lichtspiele. Objekte wie Äpfel oder Kirschen, mit handgefertigten Stielen in den entsprechenden Hölzern wurden ins Rampenlicht gestellt, Sideboards aus einheimischen Edelhölzern rundeten Präsentation ab. Die während der Giardina präsentierten Objekte können nun auch im Rosenkeller-Laden in Aristau bestaunt und gekauft werden. (pd.) Rosenkeller, Floristik & Dekoration, Janine Zeier, Bremgartenstrasse 19, Aristau, Tel. 056 664 64 55, www.rosenkeller.ch


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Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 22. März 10.00 Gottesdienst Pfarrerin Ursula Schärer (Affoltern) Donnerstag, 26. März 14.00 Seniorennachmittag: Pastoralassistentin Linda Cantero von der katholischen Pfarrei Affoltern stellt sich vor 17.00 Jugendkirche – Projektabend für 5. und 6. Klasse (Gruppe 2) Samstag, 28. März 9.30 Kolibri – Start in der Kirche dann Basteln und Backen zu Ostern Anmeldung bis zum 26. März an Corinne Imthurn corinne.imthurn@bluewin.ch oder Telefon 044 760 34 38

Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 20. März 18.00 Projekt-Jugendgottesdienst «Tischlein deck dich!» in der katholischen Kirche Samstag, 21. März 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 22. März 17.00 Gottesdienst plus mit dem Gospelchor Pfr. W. Schneebeli und Chr. Sommer. Anschliessend einfacher Znacht im Chilehuus Mittwoch, 25. März 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfr. W. Schneebeli

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 22. März 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Jürgen Schultz Hausen am Albis

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 22. März 10.00 Ökumenischer Gottesdienst zur Aktion Brot für alle/ Fastenopfer gemeinsam mit dem Gesangverein «Genug für alle» Pfarrer Isaac Osei Tutu und Walter Hauser Leitung des Gesangvereins: Hannah M. Burkhard Orgel: Anette Bodenhöfer Anschliessend Suppenzmittag im Chilehuus und Begegnung mit Isaac Osei Tutu Donnerstag, 26. März 16.05 Chile für di Chliine Frühlingsfeier in der Kirche

Ref. Kirche Hausen a. A.

Ref. Kirche Maschwanden

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Kath. Kirche Mettmenstetten

Samstag, 21. März 13.30 bis 17 Uhr Osterbasteln für Kinder in der Zwinglistube. Anmeldung und Info bei Daniela Frei: daniela-frei@bluewin.ch Telefon 044 764 06 09 Sonntag, 22. März 11.00 Ökumenischer Oberämtler Gottesdienst und Suppenzmittag in der reformierten Kirche Mit Diakon Matthias Kühle-Lemanski, dem reformierten Pfarrteam und der Gruppe Welt Oberamt Musik: Zithergruppe Mettmenstetten Freitag, 27. März 6.00 Meditatives Morgengebet in der Kirche Anschliessend Frühstück in der Bullingerstube 12.00 Zäme Zmittag in der Zwinglistube Kosten: Fr. 10.–/Kinder von 2 bis 10 Jahren: Fr. 5.– Anmeldung bis Mittwochabend an sonja_billeter@datazug.ch oder Pfarramt: Telefon 044 764 02 15

Samstag, 21. März 9.00 Konfunti im Pfarrhaus Maschwanden Sonntag, 22. März 11.00 Suppentag in Knonau Freitag, 27. März 9.30 Fiire mit de Chliine in der Kirche mit dem Team Sonja Neuweiler Irene Studer, Marianne Brechbühl-Bär; anschliessend Zopf und Kaffee im Pfarrhaus Samstag, 28. März 9.30 Kolibri im Pfarrhaus Leitung: Marina Clerici und Ilona Lüscher

Samstag, 21. März 10.00 Kirche Wettswil: Fiire mit de Chliine Thema: Mit Jesus Ostern erleben Sonntag, 22. März 10.00 Kirche Wettswil: Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Kinderhütedienst Fahrdienst: Anmeldung, 21. März Telefon 044 700 09 91 11.15 Jugendgottesdienst Montag, 23. März 19.30 bis 20.30 Uhr Kirche Wettswil: Meditations-Kurs Thema: Reise – Auf dieser Reise sich verabschieden von Altlasten und sich öffnen für neue Perspektiven Mittwoch, 25. März 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 26. März 9.15 + 10.15 Uhr Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil 12.30 Wettswiler SeniorenMittagessen im Rest. Hirschen

Sonntag, 22. März 9.30 Kein Gottesdienst in Mettmenstetten, dafür sind alle herzlich eingeladen: 11.00 Ökum. Gottesdienst in Knonau mit Pfr. A. Saporiti und Pfr. T. Maurer Anschliessend Suppenzmittag in der Stampfi Freitag, 27. März 18.30 Versöhnungsfeier besonders für die Firmandinnen und Firmanden

Ref. Kirche Kappel a. A.

Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 20. März 19.30 Neumondsingen Leitung: Elsbeth Durrer Sonntag, 22. März 11.00 Spätgottesdienst /Familiengottesdienst im Rahmen der Aktion Brot für alle Pfarrer Andres Fritz Orgel Marina Wehrli anschl. Suppenzmittag im Pfarrhauskeller www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Rifferswil

Freitag, 20. März 16.00 Club 4 in Rifferswil 20.00 «Israel – und wir.» Im Pfarrhauskeller Kappel Samstag, 21. März 8.30 minichile im Pfarrhaus Hausen 16.00 Fiire mit de Chliine Sonntag, 22. März 11.00 Ökum. Regionalgottesdienst in der reformierten Kirche Hausen Zithergruppe Mettmenstetten Anschliessend Suppenzmittag

Freitag, 20. März 18.30 Jugend-Chile Sonntag, 22. März 11.00 Ökumenischer Gottesdienst mit anschliessendem Suppenzmittag in der reformierten Kirche Hausen Diakon Matthias KühleLemanski, Pfr. Christof Menzi Pfrn. Irene Girardet Pfrn. Yvonne Schönholzer Fahrdienst: 10.40 Uhr ab Volg Montag, 23. März 15.45 Kolibri

Kloster Kappel a. A.

Ref. Kirche Obfelden

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 22. März 11.00 Ökum. Gottesdienst in der reformierten Kirche Hausen mit allen Kirchgemeinden des Oberamts Anschliessend Suppenzmittag Mittwoch, 25. März 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 26. März 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Freitag, 20. März 13.30 Jassen für alle, kath. Chilehuus Samstag, 21. März 9.00 3.-Klass-Unti ref. Kirchgemeindehaus Sonntag, 22. März 9.30 Gottesdienst mit Abendmahl Pfrn. Bettina Ferrat Erich Eder (Orgel) Mitwirkung 3.-Klass-Unti-Kinder 11.00 «Ächt schwiizerisch»,Treffpunkt Begegnung für Alleinstehende und Alleinerziehende mit ihren Kindern, reformiertes Kirchgemeindehaus Donnerstag, 26. März 12.00 Club4 Gruppe David ref. Kirchgemeindehaus Freitag, 27. März 19.00 Concerto piccolo Nr. 2 mit Siddique Eggenberger (Tenor), Mirco Bergo (Klavier)

Ref. Kirche Knonau Samstag, 21. März 9.00 Komfunti im Pfarrhaus Maschwanden Sonntag, 22. März 11.00 Ökumenischer Gottesdienst zur Fastenaktion Pfr. Maurer und Saporiti, Vikarin Mehl Therese Salzmann, Trompete; anschliessend Suppenzmittag mit Film in der Stampfi

www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 22. März 10.00 Gottesdienst Pfarrer Urs Boller Orgel: Veronica Nulty www.kircheottenbach.ch

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 21. März 17.30 Eucharistiefeier zum Patrozinium St. Josef, musikalische Umrahmung: Gemischter Chor Affoltern, anschl. Apéro Sonntag, 22. März 9.00 Wortgottesdienst mit hl. Kommunion anschl. Chilekafi 10.00 Ökum. Gottesdienst mit Suppenzmittag in der ref. Kirche Hedingen 11.00 Santa Messa mit Taufe Dienstag, 24. März 19.30 Bussfeier der MCLI

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 21. März 18.00 Vorabendmesse im Provisorium Bonstetten 19.30 Santa Messa in lingua italiana im Provisorium Bonstetten Sonntag, 22. März 10.15 Familiengottesdienst im Singsaal Schulhaus Mettlen Wettswil Dienstag, 24. März 19.30 Abendmesse im Provisorium Bonstetten Mittwoch, 25. März 9.00 Ökum. Morgengebet im Provisorium Bonstetten Donnerstag, 26. März 19.00 Rosenkranz im Provisorium Bonstetten

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 21. März 17.00 Eucharistiefeier mit Erstkommunionkindern Sonntag, 22. März 11.00 Ökumenischer Gottesdienst in der reformierten Kirche anschliessend Suppenzmittag

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 22. März 9.45 Gottesdienst «Meine erste Priorität» Dominik Stäuble Kinderprogramm 19.00 Worship-Gottesdienst Montag, 23. März 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 22. März 10.30 Wortgottesdienst mit hl. Kommunion

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 22. März 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann); mit Brassband; Kinderhort mehr unter: emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 20. März 20.00 Lobpreis-Gebetsabend Sonntag, 22. März 10.00 Gottesdienst – Hüeti und KingsKids 14.00 I love my church – ein Kurs zu Auftrag, Botschaft und Vision der Heilsarmee mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 22. März 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 22. März 10.30 Gottesdienst Kinderhort/Sonntagsschulen, Unterricht Donnerstag, 26. März 20.00 Bibelabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

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Floristik und Geschenkideen Frühlingsausstellung im Gewölbekeller, Obfelden Am Wochenende vom 28./29. März findet in Obfelden eine Frühlingsausstellung mit floristischen Kreationen und Geschenkideen statt.

Der neue Vorstand. Hinten: Thomas Kölliker, Daniel Huber und Robi Graf. Vorne: Judith Kall, Claudia Scheidegger und Vreni Spinner (von links). (Bild zvg.)

Vreni Spinner übernimmt Präsidium GV des Gewerbevereins MKM Am vergangenen Freitag fand in der Eventhalle des Restaurants Bahnhöfli in Mettmenstetten, die Generalversammlung des Gewerbevereins Mettmenstetten – Knonau – Maschwanden (MKM) statt. Die zahlreichen Traktanden wurden speditiv abgewickelt. Als neue Präsidentin wurde Vreni Spinner einstimmig gewählt. Durch den Rücktritt des Präsidenten musste ein neues Vorstandsmitglied gesucht werden. Dies konnte in der Person von Judit Kall gefunden werden. Hugo

Kradolfer wurde aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt. Der abtretende Präsident Andreas Leidenix durfte eine stattliche Anzahl Mitglieder sowie Gäste des Gemeinderats Mettmenstetten begrüssen. Zudem wurde ersichtlich, dass dem Gewerbeverein ein spannendes Vereinsjahr bevorsteht. Das Gewerbe wird diverse Möglichkeiten haben, sich zu präsentieren, sei dies an Anlässen im Dorf oder in der gemeindeeigenen Zeitschrift. Ein weiteres grosses Projekt wird die Neugestaltung der Vereinshomepage sein. (pd.)

ratgeber

Amerikas sonnige Wirtschaft wirft Schatten Egon Wenzinger* über Aktienmärkte Die Börse ist unberechenbar. Rational sind kurzfristige Prognosen möglich. Aber mehrheitlich kommen die Gefühle am Markt zum Vorschein. Hauptsächlich sind dies Habgier oder Angst. Egon Wenzinger. Die amerikanische Wirtschaft wächst stetig. Die Inflation ist nirgendwo spürbar, die Benzinpreise sind seit Monaten tief, der Konsum erhielt neue Impulse, der Bau neuer Heime erreicht den besten Stand seit achtzehn Monaten und sogar die Stundenlöhne befinden sich auf einem leichten Aufwärtstrend. Auch die grössten US-Banken sind mit ausreichendem Kapital ausgestattet, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Seit Anfang des Jahres ist der USAktienmarkt ins Stocken geraten. Der S&P 500 verzeichnet seither nur einen knappen Gewinn von 1 %. Auf der Schattenseite macht die Dollarstärke seit einigen Monaten der Herstellungsindustrie zu schaffen. Die flaue Globalkonjunktur kommt noch dazu. Zweifellos haben solche negativen Meldungen zur Dämpfung des Aktienmarktes beigetragen. Trotzdem bleibt der Börsentrend gut. In unserem Artikel vom 13. Dezember 2014 haben wir geschrieben, dass die Börse nicht mehr als 5 % abrutschen wird, was sich bis heute bestätigt hat. Demzufolge

haben die trüben Nachrichten nur flüchtigen Schatten verursacht. Trotzdem gibt es zwei Punkte, welche die Aktienbörse fesseln: die Arbeitslosigkeitsquote und ihre mögliche Auswirkung auf das Zinsniveau. Im November 2009 betrug die Arbeits losigkeit 10 %, bis Februar fiel diese kontinuierlich auf den niedrigsten Stand von 5.5 %. Die Schaffung von 295 000 neuen Arbeitsplätzen kam völlig überraschend und warf am letzten Freitag unerwartet einen dunklen Schatten auf den ganzen Markt. Der S&P 500 sank an diesem Tag um 1.42 %. Die Begründung dafür war, dass ein zu starker Zuwachs des Arbeitsmarktes eine Zinssteigerung im Juni auslösen könnte. Schätzungsweise wird es sich allerdings nur um eine niedrige Erhöhung um 0.25 % handeln, wenn überhaupt. In der Elektronikindustrie empfehlen wir den Hersteller von Halbleitern, Tower Semiconductor Ltd. «stark». Der Titel ist mit 851 Mio. USD kapitalisiert. Die Aktie hat eine überdurchschnittliche Ertragsentwicklung und die Ertragsprognose für das erste Vierteljahr wurde um 5 % erhöht. Die drei Aktien, die wir bis jetzt empfohlen haben, weisen folgende Leistungen auf: The Kroger Company vom 12. Dezember 2014: + 22 %. Skyworks Solutions vom 9. Januar 2015: +24 %. *Egon Wenzinger ist Inhaber der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern, Telefon 044 762 24 40.

Sabrina Grünenwald nutzt nach der gelungenen Adventsausstellung wiederum das spezielle Ambiente des privaten Gewölbekellers an der Alten Landstrasse und wird ihn liebe- und stimmungsvoll dekorieren mit ihren (Oster-)Gestecken, bepflanzten Frühlingskörben und Dekorationsgegenständen. Die ausgebildete Floristin verwendet vorwiegend Materialien, die sie in der Natur findet und in ihrer Werkstatt verarbeitet. Gerne stellt Sabrina Grünenwald auch floristische Werkstücke nach Wunsch zusammen. Ausserdem gibt es wieder die beliebten Etagèren und andere originelle (Geschenk-)Ideen von Nicole Gerber zu bestaunen und zu erwerben. Die beiden kreativen Frauen werden auch

Sabrina Grünenwald (rechts) und Nicole Gerber stellen aus. (Bild zvg.) wieder fürs leibliche Wohl besorgt sein und Tee, Kaffee und Kuchen bereit halten.

Frühlingsausstellung im Gewölbekeller am Samstag, 28. März, 14 bis 20 Uhr und Sonntag, 29. März, 10 bis 18 Uhr, an der Alten Landstrasse 16, Obfelden.

«Engagiert und persönlich» Info-Veranstaltungen der Freien Katholischen Schulen Zürich Von der Mittelstufe über die Oberstufe bis zur Matura: Die Freien Katholischen Schulen Zürich (Fksz) bieten ein breites Ausbildungsspektrum. «Engagiert und persönlich», wie Schulrätin Angelica Venzin aus Affoltern anfügt. An drei Standorten – Kreuzbühl, Sumatrastrasse und Wiedikon – führen die Fksz in der Stadt Zürich in vier Schulen ein Bildungsangebot für Mittel- und Sekundar- sowie Gymnasialstufe. Insgesamt rund 600 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit den Unterricht – keineswegs nur jene katholischen Glaubens. «Wir sind offen für alle Religionen. Etwa zwei Drittel unserer Schüler sind katholisch», sagt Angelica Venzin. Weil das Schulgeld einkommensabhängig erhoben wird, ist die Schule für sämtliche Einkommensschichten zugänglich. Die Fksz werden von einem Verein getragen. Finanziell werden sie wesentlich von der Körperschaft, dem Stadtverband sowie von weiteren Kirchgemeinden unterstützt. Diese steuern über 5 Mio.

Amphibien auf Wanderschaft Nach dem Winter in Kältestarre, geschützt unter Laub oder Erdhaufen, locken milde Temperaturen die einheimischen Amphibien – Frösche, Kröten, Molche – ins Freie. Sie machen sich auf zu den Tümpeln, Bächen und Weihern, in denen sie geboren wurden, um dort ihren Laich abzulegen. Es ist eine gefährliche Wanderung. Oft kilometerweit sind sie unterwegs, überqueren Wege und Strassen – und viele von ihnen finden dabei den Tod. Um Amphibien vor dem Strassentod zu bewahren und bedrohte Populationen zu erhalten, errichten Freiwillige jedes Jahr an besonders kritischen Strassenabschnitten Amphibien-Sperren. Diese «Leitplanken» aus Plastik entlang von Strassen leiten die wandernden Tiere in spezielle Auffangvorrichtungen, wo sie von freiwilligen Helferinnen und Helfern eingesammelt und über die Strasse transportiert werden. Helfer und Tiere sind auf die Rücksicht der Autofahrer angewiesen. Bei Nacht ist deshalb insbesondere in der Nähe von Gewässern und Feuchtgebieten Vorsicht angebracht. (pd.)

Angelica Venzin, Schulrätin. (Bild -ter.) Franken bei, dazu kommen Gelder von Stiftungen und anderen Spendern. Unterrichtet wird nach den Vorgaben des Zürcher Lehrplans. Das Absolvieren der Maturität ist im Hause möglich und eidgenössisch wie kantonal anerkannt. Dass beim Kurzzeitgymi die Vornote angerechnet wird, streicht Angelica Venzin besonders

hervor. «Das bedeutet für Schüler weniger Stress». «Speziell an unserer Schule sind Klassen auf Sekundarstufe, die sich für die Mittelschule vorbereiten. Hier ist das Lerntempo etwas höher», sagt Angelica Venzin. Genauso gezielt wird aber auch auf allen anderen Stufen gefördert. Gerade die Mittelstufe bildet einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung des Kindes, denn da entscheidet sich, welche Oberstufenabteilung es besuchen kann. Ab Schuljahr 2015/16 (Sommer 2015) werden im Schulhaus Kreuzbühl 4. und 5. Primarklassen neu geführt. Betreuung wird an der Fksz grossgeschrieben – und zwar auch ausserhalb der Unterrichtsstunden. Die Ganztagesbetreuung umfasst auch ein Mittagessen sowie das Erledigen von Hausaufgaben im Verbund mit einer Lehrperson. «Auch das wird bei uns sehr geschätzt», fügt Angelica Venzin bei. (-ter.) Info-Abende im Schulhaus Kreuzbühl: Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr; Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr; Samstag, 28. März, 10 Uhr; Donnerstag, 9. April, 19.30 Uhr. Weitere Infos unter www.fksz.ch.

Ausstellungen Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Guten Tag kleiner Vogel oder der Beginn einer wunderbaren, farbigen Leidenschaft». Grafiker Hugo Kaspar, Original-Illustrationen von Kinderbüchern in Aquarell-, Pastell- und Tuschtechnik. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 811.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 23. April.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys». Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 1118 Uhr. Bis 31. Mai.

Affoltern am Albis Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Frauen, Formen, Farben». Elf Künstlerinnen zeigen Bilder, Objekte und Schmuck. Fr, 17-20 Uhr, Sa, 9-16 Uhr, So, 15-18 Uhr. Bis 22. März. Spital, Eingangshalle Akutspital, Sonnenbergstrasse 27: «Winter». Fotografien und Zeich-

nungen von Helena Aeschbacher -Sinecka. Flure im medizinischen Trakt, Parterre. Bis 21. März.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Ton-Figuren, Malerei, Scherenschnitte von Anita Perez, Sofie Siegmann und Marlis Spielmann. Di-Fr, 14-18 Uhr, Sa/So, 13-17 Uhr oder nach Vereinbarung. Bis 19. April. Schaulager Kunstfenster, Dorfstrasse 13, So, 14-17 Uhr o. n. V.

Kappel am Albis Kloster Kappel: Doppelausstellung: «Durchbruch zum Licht». Bilder Willy Winzenried; «Auferstehung – Durchbruch». Skulpturen, erschaffen an der Scuola di Scultura di Peccia. Leitung: Hansulrich Beer. Täglich von 8-22 Uhr. Bis 7. April.

Stallikon Schulhaus Loomatt (Kunstforum): «JahresZeiten». Bilder von Elly Haebler, Maschwanden. Mo, 1519, Di,15-20, Mi/Do/Fr, 15-19, Sa 10-12. Bis 4. April.


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Vermischtes

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Abenteuerliche Schatzsuche im Tannholz Zum ersten nationalen Schnuppertag hat auch die Pfadi Säuliamt zahlreiche Kinder empfangen «Outdoor macht uns keiner was vor», so die Pfadi selbstbewusst. Am ersten nationalen PfadiSchnuppertag vom 14. März hat die Pfadi Säuliamt dies bestätigt. Rund 50 Kinder fanden zum Vitaparcours Affoltern. «Ich heisse Achaya und ich spiele gerne Gitarre» – während die Mädchen gemächlich mit einer Vorstellungsrunde starten, ist bei den männlichen «Wölfen» bereits zu Beginn Gebrüll angesagt. Und spätestens als in beiden Gruppen je ein Pirat aufkreuzt, ist das Abenteuer lanciert.

Spass und Herausforderungen Körperliche Betätigung und intensive Erlebnisse in der Natur sind seit je zentrale Anliegen der Pfadibewegung. Im Zeitalter der virtuellen Realität haben sie noch an Bedeutung gewonnen. Durch das spielerische Überwinden von Schwierigkeiten entwickeln die Kinder und Jugendlichen ein positives Selbstkonzept. Gleichzeitig lernen sie in einem ungezwungenen Rahmen ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen. Doch zurück zum Schnuppernachmittag im Tannholz: Die Buben haben vom Piraten mittlerweile eine Schatzkarte erhalten, die Mädchen folgen der Popcorn-Spur eines Affen in den Wald. Das sind nur die ersten von vielen weiteren Abenteuern und Mutproben, Spielen und Herausforderungen. Die Schnuppergäste waren jedenfalls mit Begeisterung bei der Sache und ziemlich sicher dürften sich einige schon bald wieder zu einer Pfadiübung einfinden. (tst.)

Das Spinnennetz ist überwunden, doch bereits wartet das nächste Abenteuer auf die Meitlipfadis. (Bilder Thomas Stöckli)

Ein Pirat bringt den Buben eine geheimnisvolle Schatzkarte.

Gemeinsam wird die Karte entschlüsselt.

buch-tipp

Vorstellungskraft ist gefordert ................................................... von maria cristina schmid, leiterin bibliothek rifferswil

Waidgerechtes Fischen. Am Türlersee werden in den Frühlingsferien die Grundkenntnisse dazu vermittelt. (Bild zvg.)

Fischen ist toll – aber bitte tiergerecht! Jungfischerkurs am Türlersee in den Ferien Der Sportfischerverein am Türlersee organisiert am 25. und 26. April einen Jungfischer- und Einsteigerkurs. Erlebnisse und Entspannung am Wasser im Einklang mit der Natur, sei es einzeln oder in Geselligkeit unter Kameraden und Kameradinnen – das ist Fischen! Der Jungfischerkurs richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 2005 und weitere erwachsene Einsteiger mit dem Ziel, Grundkenntnisse für ein waidgerechtes Fischen zu erlangen und die Prüfung für den Sachkundenachweis (SaNa) zu bestehen. Nebst qualifizierten Referen-

ten in der Theorie am Samstagvormittag stellen sich über ein Dutzend Vereinsmitglieder für die sonntägliche Ausbildung am See mit Wurf- und Angeltechniken, Knotentechniken, waidgerechtes Töten und Verwerten der Fische mit einem gemeinsamen Grillieren bei der Vereinshütte zur Verfügung. Die Teilnehmer des Kurses haben eine Woche später die Möglichkeit, die Fischerprüfung für den SaNaAusweis zu absolvieren. (pd.) Jungfischer- und Einsteigerkurs am 25. und 26. April am Türlersee. Anmelden bis 10. April, Formular unter www.türlerseefischer.ch -› Jugendförderung. Auskunft erteilt Kurt Spiess unter Tel. 079 713 35 14 oder k.spiess@gmx.ch.

Das Buch «Schlafgänger» der Schweizer Autorin Dorothee Elmiger ist nicht leicht zu lesen. Man kann es sich nicht wie die Ferienlektüre vom Bahnhofskiosk einfach so zu Gemüte führen. Und doch Maria Cristina ist seine Lektüre Schmid. (Bilder zvg.) extrem lohnend. Wie bei einem verborgenen Schatz muss man erst graben, um seinen Wert zu erkennen. Der ganze Text besteht fast ausschliesslich aus Dialogen und Monologen in der indirekten Rede, sodass die Vorstellungskraft der Lesenden gefordert ist. Die verschiedenen Personen werden nicht mit ihren Namen genannt, sondern aufgrund ihrer Beschäftigungen bezeichnet wie die Übersetzerin, der Student, die Schriftstellerin, der Logistiker. Sie sitzen um einen Tisch in einem Saal und erzählen von ihren Erlebnissen, ihren Träumen und ihren Gedanken. Sie wohnen alle unter einem Dach, vielleicht in einem Hotel oder einer Pension, irgendwo in der Schweiz. Ihre Aussagen scheinen zuerst zufällig aneinandergereiht, doch allmählich erkennt man die Struktur des Textes und dass «alle in einem so oder so gearteten Zusammenhang, wenn auch nicht in einem offensichtlichen, stehen». Orte werden genannt, beispielsweise Basel mit seiner Grenze und dem Zoll. Hier und dort, Europa und Amerika, das Heute und die Ver-

gangenheit spielen eine Rolle und spielen sich sozusagen den Ball zu. Der Schlaf und seine Absenz, die Schlaflosigkeit, beschäftigen diese Menschen und auch die Art und Weise, wie sich der menschliche Körper im Schlaf verhält. «Schlafgänger» wurden im 19. Jahrhundert jene Menschen genannt, welche sich aus wirtschaftlicher Not eine Schlafstelle teilen mussten, die sie abwechslungsweise benutzten: «flüchtige Existenzen» also.

Inbegriff des Unbeständigen Schlafgänger sein wird zum Inbegriff des Provisorischen, des Unbeständigen, der Unsicherheit. Welchen Bezug zum eigenen Körper kann ein Mensch haben, der ständig in der Furcht leben muss, ausgewiesen zu werden? Wenn der Zustand der Krankheit oder des Verletzt-Seins zur einzigen Möglichkeit wird, um in Sicherheit leben zu dürfen? «Schlaf» ist ein Schlüsselwort, Grenze ein anderes: «Grenzgänger» ist uns als Wort vielleicht geläufiger als «Schlafgänger» und dieser Effekt ist, so glaube ich, gewollt. Eine Grenze zwischen der Schweiz und ihren Nachbarn, aber auch zwischen den USA und Mexiko, zwischen Schlaf und Wachsein, zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Leben und Tod … Der Tod, oft als Schlafes Bruder bezeichnet, wird durch eine Biene symbolisiert, die aus dem Munde des Verstorbenen entweicht. Wie in einer Ballade mit Refrain werden Abschnitte wiederholt, teilweise identisch, teilweise leicht abgeändert. Dorothee Elmiger schreibt eine poetische Prosa. Der manchmal hermetische, unglaublich dichte Text

«Schlafgänger» von Dorothee Elmiger. DuMont, Köln 2014. ISBN 978-3-8321-9742-1. hat eine Sogwirkung. Schon beim ersten Roman der Autorin «Einladung an die Waghalsigen» (2010) faszinierten mich ihr Sprachreichtum, ihr breites, nie zur Schau getragenes Wissen, die philosophische Dichte, mit welcher sie die Probleme unserer Zeit ohne didaktischen Anspruch darstellt. Dies ist eine mögliche Interpretation. Ob sie die richtige ist und ob es überhaupt nur eine gibt, das sei dahingestellt. Um dies und mehr zu erfahren, kann man in die Bibliothek kommen und die Autorin selbst fragen. Am Sonntag, 22. März, um 17 Uhr, liest Dorothee Elmiger aus ihren Romanen «Einladung an die Waghalsigen» und «Schlafgänger» in der Bibliothek Rifferswil, Jonenbachstrasse 1.


Veranstaltungen

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Ursus und Nadeschkin in Affoltern Das Komikerduo tritt vor längerer Pause im Bezirkshauptort auf Am Mittwoch, 1., und Donnerstag, 2. April, sind Ursus und Nadeschkin mit «Sechsminuten» zu Gast im Kasinosaal Affoltern. Das humorvolle Feuerwerk beginnt um 20.15 Uhr und ist von KulturAffoltern organisiert. Das neue Bühnenprogramm von Ursus und Nadeschkin (Regie: Tom Ryser) ist ein durch und durch aufgepimptes Stück Theater: Es startet fulminant, atemberaubend, spektakulär – und ist schneller zu Ende, als einem lieb ist. Der Vorhang fällt und die Vorstellung beginnt; dann, wenn man alles oder nichts mehr erwartet. Ein Abend voller Wendungen, skurriler Ein- und Reinfälle. Mit reizvoll unverständlich geführten Wortgefechten nehmen Ursus und Nadeschkin die Regeln des heutigen Showbusiness aufs Korn. Es ist ein Gang zwischen absurd genialem oder einfach nur völlig verrücktem Humor. «Dem preisgekrönten Duo gelingt der Spagat, den aktuellen Zeitgeist kritisch, aber ohne Mahnfinger zu illustrieren, sich dabei aber trotzdem selber treu zu bleiben», lobte die Berner Zeitung. Wer die «Sechsminuten»-Show vor der eigenen Haustür verpasst, hat nicht mehr viele andere Chancen, sie zu geniessen. Das Duo Urs Wehrli und Nadja Sieger wird nach 28 Jahren gemeinsamen Schaffens eine längere Spielpause einschalten. KulturAffoltern empfiehlt daher dringend, den Vorverkauf zu nutzen. (pd.)

Ingrid Bergman steht in «Casablanca» als Ilsa Lund zwischen zwei Männern: Victor Laszlo (Paul Heinreid, li.) und Humphrey Bogart als Rick Blaine. (Bild zvg.)

Oscars für besten Film, Regie und Drehbuch «Casablanca» – Spezialvorführung in Zug Diesen Frühling zeigen die Zuger Kinos drei Meisterwerke aus der Blütezeit des klassischen Hollywood. Den Anfang macht «Casablanca». Am Sonntag, 22. März, um 17 Uhr im Kino Gotthard. Während des Zweiten Weltkriegs betreibt der Amerikaner Rick Blaine (Humphrey Bogart) in Casablanca einen Nachtclub, in dem sich Angehörige der verschiedenen Kriegsparteien treffen. Als der von den Nazis verfolgte Widerstandskämpfer Victor Laszlo mit seiner Frau Ilsa (Ingrid Bergman) auftaucht, steht der zynische Rick vor einer Entscheidung, die sein Weltbild ins Wanken bringt ...

Hollywood als Fluchtort Urs «Ursus» Wehrli und Nadja «Nadeschkin» – fulminant bis absurd. (Bild zvg.) «Sechsminuten» von Ursus und Nadeschkin,

Scheidegger, Tel. 044 762 42 42, oder ticketcor-

1. und 2. April, 20.15 Uhr im Kasinosaal Affoltern.

ner.ch. Bar und Ticketverkauf (ohne Gewähr) am 1.

Billetts und Reservierung bei Buchhandlung

und 2. April jeweils ab 19 Uhr.

«Casablanca» beweist, dass viele Köche nicht zwingend den Brei verderben: nicht weniger als sieben Autoren haben unter der kreativen Leitung des Produzenten Hal B. Wallis ein Dreh-

«Ein letzter Tag Unendlichkeit»

Ein Instrument lernen oder im Chor singen

Autor Lucien Deprijck liest in Affoltern

Die Musikschule Knonauer Amt informiert

Klopstocks dramatischer Sommer 1750: Der Autor Lucien Deprijck und sein Verleger stellen das Buch «Ein letzter Tag Unendlichkeit – Geschichte einer Lustfahrt» in der Buchhandlung Scheidegger vor.

Am kommenden Samstag, 21. März, findet um 14 Uhr in der Aula Ennetgraben in Affoltern die Informationsveranstaltung der Musikschule Knonauer Amt statt.

Am 30. Juli 1750 unternimmt der grosse deutsche Dichterfürst Friedrich Gottlieb Klopstock, berühmt geworden durch die Messias-Gesänge und die Ode «Der Zürichsee», während eines mehrmonatigen Schweiz-Aufenthalts mit einer Gruppe von Freunden einen Tagesausflug (von morgens 5 Uhr bis nachts 20 Uhr!) per Schiff auf dem Zürichsee. Eine fröhliche Gesellschaft vorwiegend junger Damen und älterer Herren erlebt einen unvergleichlichen Sommertag, die Inszenierung einer perfekten Idylle. Das Brisante: Im sittenstrengen Zürich arrangiert man etwas gesellschaftlich ganz Undenkbares, eine Art spielerischen Partnertausch. Dabei wird Klopstock der ihm zugeteilten Dame alsbald untreu. Angetan hat es ihm eine andere, die erst 17-jährige Anna Schinz, und er setzt alles daran, an diesem Tag ihre Gunst zu gewinnen.

Lebemann mit einer deutlichen Neigung zu amourösen Abenteuern Das Buch schildert, quellentreu und gleichzeitig erfindungsreich, den Gang der Ereignisse eines Tages, der in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Und zeigt dabei eine Hauptfigur in ihrer schillernden Janusköpfigkeit: po-

Lucien Deprijck. (Bild zvg.) etisches Genie und Dichterfürst, Vorbild für Goethe und die grossen Vertreter des Sturm und Drang, doch gleichzeitig Lebemann und Frauenheld mit einer deutlichen Neigung zu amourösen Abenteuern. Der Dichter der gerühmten Messias-Gesänge, studierter Theologe und Prophet einer literarischen Erneuerung, hat als junger Mann vor allem eine grosse Leidenschaft: Frauen. Der Autor Lucien Deprijck ist auch Journalist und Übersetzer englischer und amerikanischer Literatur. Er wird über seine Recherche über den Tag auf dem Zürichsee berichten und aus dem Buch lesen. Sein Verleger Lucien Leitess (Unionsverlag) hält eine Einführung. Mittwoch, 25. März, um 20 Uhr in der Buchhandlung Scheidegger. Eintritt 25 Franken mit anschliessendem Apéro.

Die Musikschule empfiehlt den Kindern ab der zweiten Klasse, die ab Schuljahr 2015/16 ein Instrument lernen oder sich anderweitig musikalisch betätigen möchten, diese Veranstaltung zusammen mit den Eltern zu besuchen. Sie möchte damit Entscheidungshilfe leisten, denn die Kinder sind angesichts des grossen Angebotes von verschiedenen Instrumenten und Kursen oft unschlüssig, für welche musikalische Betätigung sie sich entscheiden sollen.

Individuelle Beratungen Nach der Begrüssung durch Daniel Berger und Marcel Schweizer in der Aula Ennetgraben stehen die Lehrkräfte der Musikschule für individuelle Beratungen zur Verfügung. Diese Beratungen finden in verschiedenen Zimmern im Schulhaus Ennetgraben und im Musikpavillon der Musikschule an der Giessenstrasse (beim Friedhof) statt. Die Kinder können dabei Fragen stellen und versuchen, den verschiedenen Instrumenten Töne zu entlocken. Sind die körperlichen Voraussetzungen erfüllt oder soll mit dem Beginn des Unterrichts noch etwas zugewartet werden? Wie gross muss die Gitarre, die Geige oder das Cello für die Anfänger sein? Wo kann das Instrument gemietet oder gekauft werden?

buch geschaffen, das heute als Lehrbuchbeispiel gilt. Dank dem ungarischen Regisseur Michael Curtiz wurde die vermeintliche Fliessbandproduktion zum Inbegriff des ökonomisch erzählten Hollywoodkinos. Unmittelbar nach dem amerikanischen Kriegseintritt in Auftrag gegeben, repräsentiert «Casablanca» die Stimme des liberalen Amerika, noch bevor die Hollywood Studios sich den Weisungen des Kriegspropagandaministeriums unterwarfen. In der Einführung wird es unter anderem darum gehen, wie die spezifischen Produktionsverhältnisse der Warner Brothers sowie das klassische Studio- und Starsystem den Film geprägt haben. Dabei kommt auch Hollywood als Fluchtort zahlreicher europäischer Filmemacher und Darsteller zur Sprache. (pd.) «Casablanca», Spezialvorstellungen mit Einführung am Sonntag, 22. März, 17 Uhr, im Kino Gotthard, Gotthardstrasse 18, Zug. Reservieren unter Telefon 041 726 10 02 oder www.kinozug.ch.

Durch Leiden und Tod dem Leben entgegen Vor 50 Jahren wurden erstmals mit einfachen Materialien Krippenfiguren entwickelt und Frauen angeleitet, Figuren für ihre Familien zu schaffen. Daraus entstand die Idee, mit den selbstgefertigten Figuren die Frohe Botschaft des Glaubens in den Familien und Gemeinden zu verkünden. Seit diesem Versuch mit den ersten Kursen bei Schwarzenberg sind die Figuren, die seither Schwarzenberger Figuren heissen, weit über die Landesgrenze hinaus bekannt. Die sehenswerte Darstellung der biblischen Osterszenen wird am Sonntag, 22. März, mit einer Vernissage und ausführlichen Führung unter der Leitung von Heidi Pomella eröffnet. Musikalisch wird die Eröffnung von Pianist Sebastian Tortosa eingerahmt. (pd.) Darstellung Biblische Figuren, 22. März bis 8. April,

Erste Versuche wagen. (Bild zvg.)

täglich 9 bis 18 Uhr, im Saal des kath. Pfarreizentrums St. Josef, Affoltern. Eröffnungsfeier am

Was kostet es? Solche und andere Fragen beantworten die Musiklehrkräfte gerne.

Sonntag, 22. März, 17 Uhr. Leitung: Heidi Pomella. Musik: Sebastian Tortosa.

anzeige

Besuchswochen von Montag, 23. März, bis Freitag, 17. April In den drei Wochen nach der Informationsveranstaltung erhalten interessierte Eltern und Kinder auch Gelegenheit, den Unterricht der Musikschule zu besuchen. Die Eltern werden gebeten, vor jedem beabsichtigten Besuch des Instrumentalunterrichts, der Singschule, eines Spezialkurses oder der Musikalischen Grundausbildung bei der Musikschule anzufragen, bei welcher Lehrkraft der Besuch durchgeführt werden kann. Infos und Anmeldeformular unter www.mska.ch. Kontakt: Schulleitung und Sekretariat der Musikschule Knonauer Amt, Telefon 044 761 99 11.


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Veranstaltungen

Freitag, 20. März 2015

agenda

Freitag, 20. März Affoltern am Albis 14.00-15.15: Thai Ji/Qi Gong - fortlaufender Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene. Auskunft/Anmeldung 079 758 74 89. Katholisches Pfarreizentrum Seewadelstrasse 13. 16.00-19.00: Renault FrühlingsAusstellung. Albis-Garage Schaub. Industriestrasse 20. 18.00-20.00: Barolo-Event mit diversen Euro-Preisanpassungen. Mü’s Vinothek. Dachlisserweg 1. 20.15: Carillon Quartett, Klassikprogramm von W.A. Mozart, F. Schubert und L.v. Beethoven. Bar und Kasse ab 18.30 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 20.15: «Feuer & Flamme - die Kunstgiesserei St. Gallen». Dokfilm von Iwan Schumacher; CH 2014, 86 Min. Infos unter www.kinolux.ch. Aula Ennetgraben. Schulhaus.

Bonstetten 14.00-19.00: Eier Ausstellung im Atelier Rita Tomasini (neben Schreinerei Hanselmann). Birchstrasse 4. 20.00: 60 Jahre Bibliothek Bonstetten: Petra Ivanov liest aus ihrem aktuellen Kriminalroman «Hafturlaub». Anschliessend Apéro riche. Schul- und Gemeindebibliothek.

Hausen am Albis 20.00: Jodlerabende. Jodlerklub am Albis mit Kinderchor, WeidschürliÖrgeler, Trio Albisgruess, Jodlergruppe Hirschberg. Nachtessen ab 19 Uhr. Gemeindesaal Weid.

Mettmenstetten 10.00-16.00: Brocki von Jugendlichen auf freiwilliger Basis gestaltet und geführt, Erlös zugunsten eines Hilfswerks. «Güetli» Rossau. 10.00-17.00: Grosse Frühlingsausstellung. Mitsubishi-Show. Garage Graf, Zürichstrasse 30.

Obfelden 09.00-18.00: Ford Frühlingsausstellung. Ford Garage Hächler. Dorfstrasse 46.

Wettswil 09.00-17.00: Mazda-Frühlingsausstellung. Kinder hüpfen in der Burg. Franz AG. Moosstrasse 31.

Sonntag, 22. März Affoltern am Albis

08.00-12.00/13.30-18.00: Ford Frühlingsausstellung. Ford Garage Hächler. Dorfstrasse 46.

09.00-18.00: Frühlingsausstellung mit Wohnmobilen. Willy’s Wohnmobile. Untere Bahnhofstrasse 39. 10.00-17.00: Frühlings-Ausstellung mit neuer Suzuki Kollektion 2015. Garage Ruckstuhl. Zürichstrasse 29. 13.00-21.00: Chilbibetrieb und Chilbibeizli. Kronenplatz. 15.00-18.00: Finissage: «Frauen, Formen, Farben». Bilder, Objekte, Schmuck. www.affolternam-albis. Galerie Märtplatz. Obere Bahnhofstrasse 7. 17.00: Der Geigendieb. Ein magisches Musiktheater. Vorverkauf Bücher Scheidegger. Tel. 044 762 42 42. Aula Ennetgraben. Schulhaus.

Wettswil

Bonstetten

13.00-18.00: Mazda-Frühlingsausstellung. Kinder hüpfen in der Burg. Franz AG. Moosstrasse 31.

13.00-17.00: Apéro. Ton-Figuren, Malerei, Scherenschnitte. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2. 14.00: Jahreskonzert Musikverein Bonstetten. Türöffnung 13.00 Uhr. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Hausen am Albis 09.00-10.15: GYMO - Bewegung von Kopf bis Fuss. Diverse Schwerpunktthemen. Auskunft/Anmeldung 079 758 74 89. Mehrzweckgebäude. Bifangstrasse 1.

Obfelden

Samstag, 21. März Aeugstertal 20.00: Echo vom Locherguet «Hauptsach es fäderet». Reservieren unter 044 761 61 38. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg.

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. FMarktplatz. 09.00-18.00: Frühlingsausstellung mit Wohnmobilen. Willy’s Wohnmobile. Untere Bahnhofstrasse 39. 10.00-17.00: Renault FrühlingsAusstellung. Albis-Garage Schaub. Industriestrasse 20. 10.00-17.00: Frühlings-Ausstellung mit neuer Suzuki Kollektion 2015. Garage Ruckstuhl. Zürichstrasse 29. 10.00-15.00: Barolo-Event mit diversen Euro-Preisanpassungen. Mü’s Vinothek. Dachlisserweg 1. 13.00-21.00: Chilbibetrieb und Chilbibeizli. Kronenplatz.

Bonstetten 11.00-18.00: Eier Ausstellung im Atelier Rita Tomasini Birchstrasse 4. 16.00-19.00: Vernissage Ton-Figuren, Malerei, Scherenschnitte. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2. 20.00: Jahreskonzert Musikverein Bonstetten. Türöffnung 18.00 Uhr. Festwirtschaft, Tombola, Kuchenbuffet. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Bulgarisch-mongolisch wilde Weltmusik in Hausen Barbarisch jazzig rockende wilde Weltmusik; eine abenteuerliche Mischung wie sie nur das Trio les Violons Barbares auf die Bühne bringt. Am Freitag, 27. März, im Gemeindesaal Weid. Wunderbar weite Natur, sanfte grüne Hügel, bizarre Felsformationen, wilde Pferdeherden, eine Jurtensiedlung. Steinerne Wüste. Trocken, karg. Eiskalt die Nacht. Glühend heiss der Tag. Wind säuselt wie Musik um die Ohren. Solche und ähnliche Bilder und Empfindungen können sich zur Musik von Violons Barbares entfalten, eine unvermittelte Sehnsucht nach dem Kern der Dinge und des Seins weckend. Gleichzeitig fällt es schwer, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu belieben. Die Zuhörenden möchten sich dem oftmals waghalsigen Ritt durch die mongolische Steppe über den afghanischen Hindukusch bis an die bulgarischen Donauufer anschliessen.

Obertongesang, Pferdekopfgeige und verzinkte Wärmeflasche Violons Barbares haben sich in Frankreich zusammengefunden. Die drei starken und begnadeten Musiker mit Lust am Abenteuer spielen spannungsgeladene Weltmusik quer durch drei Kulturkreise, noch manch andere europäische Folk-Essenz fliesst mit ein und ist rockig oder jazzig angehaucht. Die Stücke tragen Namen wie «Kazak», ein gehaltener Schreittanz wird beweglicher und stakkatohaft um-

«Violons Barbares» mit Perkussion, Pferdekopfgeige und Gadulka. (Bild Ulla Nikula) schmeichelnd, oder «Barbar Rock’n Roll», der tönt wie ein schnell gesprochenes 100-silbiges Mantra, untermalt mit von Jazz und in Folk hin und her wechselndem Geigenspiel. Dandarvaanchig Enkhjargal, der Sänger aus der Mongolei, beherrscht unter anderem Ober- und Untertongesang und spielt die zweisaitige, wie ein Violoncello zu bedienende Morin Khoor (Pferdekopfgeige). Der Bulgare Dimitar Gougov streicht in atemberaubendem Tempo die Gadulka, eine vertikal zu spielende Violine. Der Franzose Fabien Guyot ist Herr über ein ganzes Arsenal von Perkussionsinstrumenten bis hin zur Salat-

schüssel oder verzinkten Wärmeflasche und ihm gelingt es, die beiden Streicher ordentlich auf Tempo zu trommeln; eben, zu einem gestreckten Galopp durch die Steppe. Langatmiges Geleier, wie man es in der Musik des fernen Ostens vermuten könnte, gibt es kaum. Meist brennen die drei Musiker ein ekstatisches Feuerwerk ab. «Les Violons Barbares – wild, ungestüm, feurig, ungezügelt, vor allem aber: verteufelt gut», schreibt Karl Leitner im Donaukurier. (San) Freitag, 27. März, 20.15 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen. Kulturbar und Kasse ab 19.30 Uhr. www.violonsbarbares.com.

Mettmenstetten

Affoltern am Albis

Hausen am Albis

Kappel am Albis

10.00-17.00: Grosse Frühlingsausstellung. Mitshubishi Show. Garage Graf, Zürichstrasse 30.

19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Sporthalle Stigeli. 20.15: «Asi es la Vida» mit Regula Ochsner. Fällt aus! LaMarotte. 20.00: «Ein letzter Tag Unendlichkeit – Geschichte einer Lustfahrt.» Lesung Lucien Deprijck. Buchhandlung Scheidegger

20.30: Hinterfragen und Handeln. Franz Schüle liest aus seinem Buch mit Heks-Geschichten. Mülibar.

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Obfelden Affoltern am Albis

Unbekannte Instrumente und flirrender Gesang

11.00: Treffen für Alleinerziehende mit ihren Kindern und Alleinstehende. Thema: «Ächt schwiizerisch», mit Apéro und Mittagessen. Treffpunkt Begegnung, Ökumene Obfelden-Ottenbach. Ref. Kirchgemeindehaus. Räschstrasse 6.

Bonstetten

10.00-16.00: Mazda-Frühlingsausstellung. Kinder hüpfen in der Burg. Franz AG. Moosstrasse 31.

09.30-10.00: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Schul- und Gemeindebibliothek.

Montag, 23. März

Hausen am Albis

Wettswil

Stallikon 15.30-16.00: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» Regina Meier (SIKJM). Für Kinder von 9 bis 36 Monaten. Schulhaus Loomatt (Bibliothek).

09.00-10.00: Everdance: einfache Schrittfolge des Gesellschaftstanzes ohne Tanzpartner, ab 50+. Leitung Margrit Flumini 043 535 06 96. Mehrzwecksaal. Bifangstrasse 1.

Hedingen

Mittwoch, 25. März Aeugstertal 20.30: Hotel Palindrone «Europäi sche Volksmusik im neuen Jahrtausend». Essen 19 Uhr, Tel. 044 761 61 38. Restaurant Alte Post «Pöschtli».

14.30-16.00 und 19.00-20.00: Frühlings- und Sommerbörse . Werkgebäude. Zwillikerstrasse 26.

Kappel am Albis 17.15: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel. Kappelerhof

Donnerstag, 26. März anzeige

Affoltern am Albis 20.15: Jazz am Donnerstag: «Chicago Swing Rats». Bar ab 18.30 Uhr, reservieren 044 760 52 62. Kellertheater LaMarotte. Centralweg

Bonstetten 09.00: Mittelschwere Wanderung, gemächlich: Jona-Ermenswil-Laupen. Wanderzeit ca. 3¼ Std. Anmeldung und Auskunft: Toni Koller, 044 700 53 17. Bahnhof (Treffpunkt).

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Veranstaltungen

Freitag, 20. März 2015

Bäuerlich–romantischer Gesang Ein abwechslungsreiches Programm bietet der BezirzChor Amt am 28. und 29. März in Affoltern: Musik von Johannes Brahms, Antonín Dvo7rák, Béla Bartók und Gabriel Fauré. Begleitet wird er von der Pianistin Angela Nanz-Wanner. Der BezirzChor 2012. (Bild zvg.) sucht und Einsamkeit dem ewigen Lauf der Natur gegenüber. Antonín Dvo7rák hat 1875 bis 1877 zu Texten mährischer Volkspoesie Duette komponiert, die später von Leoš Janàcek teilweise für gemischten Chor bearbeitet worden sind. «Cantique de Jean Racine» schliesslich ist von Gabriel

Fauré 1864 als 19-Jähriger komponiert worden. Der Bezirzchor Amt wurde im Frühjahr 1997 gegründet. Martin Schmid, der den Chor seit der Gründung leitet, ist Musiklehrer am MNG und K&S Rämibühl. Die Pianistin Angela Nanz-Wanner unterrichtet an

einer Musikschule und pflegt dazu eine rege Tätigkeit als Instrumental-, Liedbegleiterin und Kammermusikerin. (pd.) Konzerte am Samstag, 28. März, 20 Uhr und Sonntag, 29. März, 17 Uhr in der ref. Kirche Affoltern. Kollekte zur Deckung der Unkosten.

Europäische Volksmusik im neuen Jahrtausend

Der Liedermacher und Pianist Marco Todisco mit seinen Musikern Marcel Jaeger, Flurin Lanfranconi (links) und Samuel Messerli. (Bild zvg.)

Musik aus Wien, Chicago, Italien und der Schweiz Die nächsten acht Tage im «LaMarotte» Die Klassikliebhaber können sich auf ein hochkarätiges Streichquartett freuen, die Jazzfreunde wird ein Auftritt der kleinsten Bigband begeistern, und wer nicht nur in eine dieser beiden Stil-Schubladen passt, findet sicher sein Vergnügen auch im Programm «Vivere accanto». Vier Mitglieder des Tonhalle-Orchesters Zürich bilden das Carillon Quartett, welches schon mehrmals im «LaMarotte» konzertierte. Im Konzert von heute Abend erklingen ausschliesslich Werke der Klassik von Mozart, Schubert und Beethoven, entstanden zwischen 1772 und 1826. Das Programm lässt unmittelbar erleben, wie sehr sich eben diese «Klassik» in jenen gut 50 Jahren entwickelte. Heute Freitag, 20. März, Bar und Abendkasse ab 18.30, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40 / 30 Franken, Essen ab 19 Uhr: «Pot au feu», 15 Franken (Reservierung erwünscht).

«Jazz am Donnerstag» mit der Band «Chicago Swing Rats» Die Chicago Swing Rats sind sieben Freunde aus dem Raum Zürich. Hansruedi Gattiker, Bruce Roberts, Hans

Kein «Asi es la vida» Die angekündigte Veranstaltung von «Kultur in Affoltern» «Asi es la vida» vom Mittwoch, 25. März muss leider krankheitshalber abgesagt werden.

Meier, Hans Krauer, Urs Rellstab, August Swerissen und René Grimm haben ein grosses gemeinsames Ziel – als Kleinformation mit bestem Bigband-Jazz aus den 30ern zu begeistern. Donnerstag, 26. März, Bar ab 18.30, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.

«Vivere accanto»: Marco Todisco & Band mit ihrem neuen Programm Der Cantautore Marco Todisco, Sohn italienischer Einwanderer, aufgewachsen in Graubünden, singt seine Lieder sowohl italienisch als auch in Mundart und begleitet sich am Klavier. Mit dabei sind drei langjährige Freunde und Musikvirtuosen: Michael Jaeger, Samuel Messerli und Flurin Lanfranconi. Das Repertoire ist mal zart, mal impulsiv und zeigt, dass Gegensätze wie Melancholie und Humor doch ganz nahe beieinander liegen. Der sizilianische Liedersänger Pippo Pollina schreibt über Marco Todiscos Lieder: «Es sind Lieder aus der Tradition des Südens, aus ihrem Boden erwachsen, wo alles Südländische – von der Tarantella zum Flamenco, vom Samba zum Tango – einen weiten Bogen zwischen Ausdruck und Gefühl spannt!» Und eine Musikjournalistin des BR und SWR doppelte jüngst nach: «Marco Todisco ist der Beweis für den medialen Riesen-Irrtum: Die grössten Schweizer Talente des Jahres finden nicht im Fernsehen statt.» (pz)

Chränzli am Samstagabend, 28. März, im Singssaal Chilefeld, Obfelden. Essen ab 18.30 Uhr.

Am Sonntag wird es «Trümmlig»

«Hotel Palindrone» ist die wohl vielschichtigste und innovativste Band, die Österreich zu bieten hat. Am Mittwochabend, 25. März, ist sie im «Pöschtli» Aeugstertal zu hören.

Am Sonntag, 22. März, erhält der Musikverein Bonstetten an seinem Jahreskonzert musikalische Unterstützung von der neuen Tambourengruppe «Trümmlig».

Schon seit Langem zählt die international gefragte und preisgekrönte Formation zu den interessantesten Folk Music Bands Europas. Auf den ersten Blick schauen sie wie ganz normale Musiker aus. Doch der Schein trügt! Schon allein ihre unzähligen teils eigenartigen Instrumente geben Rätsel auf: Dudelsäcke aus ganz Europa, Maultrommeln, Schalmeien, Bombarden, eine Mandola irischer Bauart, eine schwedische Nyckelharpa und dazu noch E-Bass, Saxofon und Jodeln! Wie passt das zusammen? Es passt, und wie! Denn wie in einem Hotel Gäste aus verschiedenen Himmelsrichtungen aufeinandertreffen, begegnen sich hier die verrücktesten Kombinationen aus Folk und Volksmusiktraditionen und vermählen sich mit archaischen Klängen, Jazz, Elektronik, Pop, Klassik und sogar Jodeln zu einem neuen, sprühendenden, kraftgeladenen Stil. Leidenschaftliche Improvisation trifft dabei auf Groove und paart sich mit einer grossen Portion Spass auf der Bühne und im Publikum. Es geben sich Ländler mit Polkas die Klin-

ke in die Hand, ein Pophit trifft auf traditionelle Tanzmusik, Joseph Haydn auf eine Melodie aus Transsylvanien – und Jodulatoren berichten aus der Zukunft! Getanzt soll werden, aufgespielt, gefeiert und ganz wichtig: auf Grenzen beherzt gepfiffen. Das ist Weltmusik im besten Sinne: mitreissend, lebensfroh und klug. Die Vielfalt an Instrumenten lässt unzählige Arrangementmöglichkeiten zu, wovon Hotel Palindrone auch reichlich Gebrauch macht und sich nur selten mit der naheliegendsten Möglichkeit zufrieden gibt. Da pfeift einem aus dem Dudelsack schon mal ein Hendrix-artiges Solo entgegen, das weder Mikrofon noch Publikum kalt lässt. Oder die Musiker beweisen mit Bass, Beatboxen, Maultrommel und dem selbst gebauten «Wobblefone», dass Dubstep auch ohne Elektronik funktioniert. Die Auftrittsorte von Hotel Palindrone sind ebenso vielfältig wie ihre Musik, sie reichen vom kleinen Kulturkeller über das renommierte Wiener Konzerthaus bis zum internationalen Rainforest World Music Festival auf der Insel Borneo, wo die Musiker vor 10 000 begeisterten Besuchern aufspielten und wie Popstars gefeiert wurden. (pd.)

Die Tambourengruppe «Trümmlig» wurde Anfang dieses Jahres von ehemaligen Tambouren der Jugendmusik Bezirk Affoltern (Jumba) gegründet und bietet älteren Spielern die Möglichkeit, weiterhin ihr Hobby ausüben zu können. Neben der klassischen Baslertrommel finden sich auch Perkussionsstücke im Repertoire, womit «Trümmlig» eine ideale musikalische Umrahmung für jeden Anlass ist. Gerne unterstützt «Trümmlig» auch die regionalen Musikvereine an Jahreskonzerten oder auf der Marschmusik. Nach der Premiere diesen Sonntag wird «Trümmlig» auch am Sechseläuten vom 12./13. April bei der Gesellschaft Constaffel und Ende Mai beim kantonalen Musikfest in Appenzell zu sehen sein. (ff ) Jahreskonzert am Sonntag, 22. März, 14 Uhr, Gemeindesaal Bonstetten. Infos: www.truemmlig.ch.

in kürze Konzert am Mittwoch, 25. März, um 20.30 Uhr im «Pöschtli» Aeugstertal. Essen um 19 Uhr. Reservieren: Telefon 044 761 61 38.

Orgel- und Vokalmusik Gregorianischer Choral, Lieder der Hildegard von Bingen, Orgel- und Vokalmusik von Girolamo Frescobaldi, das vereint das Konzert der Hildegard-Schola Kelleramt. Am Sonntag, 22. März, 17 Uhr in der Pfarrkirche Oberlunkhofen.

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Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken. Platzreservierungen für 20./ 26./ 27. März unbedingt 044 760 52 62.

Der Musikverein Obfelden bereitet sich für das Chränzli vom 28. März vor. Aus dem breiten Repertoire üben die Musikanten seit dem letzten Spätherbst ein abwechslungsreiches Konzert ein. Unter der Stabführung von Walter Amrhein üben sie Konzertstücke von Marsch und Polka bis zu moderner, konzertanter Musik ein. Dazu laufen die Vorbereitungen für die Festwirtschaft unter der Leitung von Robert Huber. Luzia und Dominik Meister werden wieder eine reichhaltige Tombola einrichten. In der Pause, nach dem ersten Teil des Konzertes, werden Tombolalose für einen Franken verkauft. Das Nachtessen am Chränzli wird ab 18.30 Uhr angeboten. Anstelle einer Bar wird wieder eine Raucherecke mit Getränkeausschank eingerichtet. Nach dem Konzert spielt das Duo Marinos zum Tanz auf. Der Musikverein freut sich auf viele Zuhörer.

«Hotel Palindrone» in Aeugstertal

Freitag, 27. März, Bar und Abendkasse ab 19.15,

empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Telefon

Marsch und Polka bis zu Modernem Noch eine Woche bis zum Chränzli des Musikvereins Obfelden.

Der BezirzChor Amt empfängt in der reformierten Kirche Affoltern

Der Chor probt seit Monaten mit viel Konzentration und Fleiss am anspruchsvollen Programm und entdeckt mehr und mehr die tieferen Schichten dieser grossartigen Musik. Die «Vier Slowakische Volkslieder» entstanden 1917, angelehnt an Bauernmelodien. Diese Kompositionen von Bartók sind herb, dicht und facettenreich. Im Chorstück «Sehnsucht» von Brahms stehen persönliche Sehn-

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«Hotel Palindrone», das sind Stephan «Stoney» Steiner, Albin Paulus, John Morrissey, Peter Natterer – und eine Vielfalt an Instrumenten. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Freitag, 20. März 2015

Schlagerparty zum Dritten

Faszinierende Welt der Delfine und Wale Bebilderte Präsentation in Bonstetten Ums Leben der Meeressäugetiere in der Strasse von Gibraltar geht es am Freitagabend, 27. März, in den Räumen der Kirche Jesu Christi HLT. Jürg Ottiker berichtet über seine Erfahrungen und Eindrücke, die er aus einem mehrmonatigen Volontariat vor Ort gesammelt hat. Jürg Ottiker, seit wann interessieren Sie Delfine und Wale? Anlässlich einer Ferien- und Sportausstellung in Basel im 2006 wurde ein Referat zum Thema «Wale und Delfine in der Strasse von Gibraltar» angeboten. Ich dachte bei mir: So ein Blödsinn, da unten gibt es doch keine solchen Tiere, im besten Fall einen verirrten Delfin. Im Referat wurde ich jedoch eines Besseren belehrt und ich wusste: Das muss ich doch mal vor Ort ansehen. In meiner Jugendzeit träumte ich von Bernhard Grzimek: ich als Jeepfahrer in Afrika und rechts neben mir Herr Grzimek, welcher mir Anweisungen gibt, wie wir möglichst nahe zu den Tieren fahren können. Mit dem Referat an der Fespo kamen die Träume wieder hoch und plötzlich spielte es mir auch keine Rolle mehr, ob durch Sanddünen oder über Meere zu fahren wäre. Die Idee war geboren, irgendwann einmal diese Kreaturen zu sehen und mit eigener Arbeit den Geschöpfen zu helfen. Wieso haben Sie sich zusammen mit Ihrer Frau für dieses Volontariat entschieden? Einige Zeit war das ein Tabuthema, weil meine Frau nicht allzu begeistert davon war – keine Sprach-

kenntnisse, Seekrankheit, ausgerechnet Spanien mit Hitze und viel Ungeziefer etc. – und das alles für ein paar Delfine oder Wale? Wir haben zuerst einmal Urlaub in Andalusien gemacht, um die Situation vor Ort zu erleben – und waren begeistert: Nur freundliche Leute, mit Englisch keine Sprachprobleme, keine Seekrankheit, kein Ungeziefer und im Juni angenehme Temperaturen. Nach einem weiteren zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Sevilla war klar: Tarifa – wir kommen. Wie oft haben Sie Delfine und Wale gesehen? In 90 Tagen habe ich zwei Tage ohne irgendeinen Sichtkontakt erlebt. Was haben Sie vor, um die Delfine und Wale weiter zu schützen? Es ist nur das schützenswert, was wir kennen – diese Maxime gehört zur Stiftung firmm, für die ich das Volontariat machte. Jeder Besucher, der einen Ausflug mit uns auf See buchte, bekommt eine halbstündige Einführung ins Thema: Was kann ich erleben? Welche Tiere kann ich sehen? Wieso sind sie hier? Jeder, der mal draussen war, kommt verändert zurück und schmeisst Abfall und insbesondere Plastik nicht mehr fort, ja er benutzt dieses Material bewusster, hinterfragt verschiedene Dinge des täglichen Lebens wie Ernährung, Waschmittelverbrauch, Wegwerfverhalten, besucht keine Delfinarien (mehr) etc. Bebilderte Präsentation von Jürg Ottiker am Freitag,

Maxin: Corinne Moser mit Gianni D’Agostino (li.) und Roger Schweizer. (Bild zvg.)

Live-Musik auf höchstem Niveau «Maxin» in der Break Eventhalle, Affoltern Zum Abschluss der Moto Expo in Affoltern rockt die Partyband Maxin am Samstagabend die Break Eventhalle. Maxin ist nicht einfach eine weitere Partyband, sondern eine Tanzmaschine, die nonstop gute Live-Musik auf höchstem Niveau bietet mit einer kaum enden wollenden Liste von TopSongs. Diese bemerkenswerte Band bringt Spass mit Stil und Klasse. Das Set umfasst Songs aus den Sparten Disco, Dance, Pop, Soul, Rock und Rock’n’Roll. Die Songauswahl und der Puls dieser mitreissenden Liveband entfalten regelmässig eine schweisstreibende Wirkung bei ihren Gästen. Mit ihrer faszinierenden Stimme und ihrer Nähe zum Publikum mischt Leadsängerin Corinne Moser jede Par-

ty auf. Spätestens wenn Gitarrist Roy Castriciano zum Solo abhebt, ist das Publikum an Bord und Schlagzeuger Gianni D’Agostino sowie Bassist Roger Schweizer treiben die Band zu Höhenflügen an. Dem «Break»-Publikum dürfte «Maxin» übrigens schon bekannt sein: «Die Band ist an der 14. Birthday Party im Dezember 2013, sowie am ‹Hörnlifäscht› aufgetreten», verrät René Neuschwander. Beide Male vermochten sie das Publikum ausserordentlich zu begeistern. «Es ist eine wirklich tolle, leidenschaftliche und mitreissende Band», verspricht Neuschwander. (tst.) Moto Expo in der Break Eventhalle, Industriestr. 19, Affoltern. Heute Freitag, 20. März, 16 bis 21 Uhr; morgen Samstag, 21. März, 10 bis 18.30 Uhr, Konzert ab 20 Uhr.

Am Samstag, 28. März, kehrt das Schlagerfieber nach Mühlau zurück. Nach den erfolgreichen ersten beiden Ausgaben der Schlager-Party, hat das OK des Skiclubs beschlossen, eine dritte Auflage dieses gelungenen Festes zu veranstalten und das Partyfieber erneut zu lancieren. «DJ Obi», bestens bekannt aus der NL Bar, wird mit Schlager, Aprés-Skiund Ballermann- Hits für die richtige Stimmung sorgen und die Turnhalle zum Kochen bringen. Im Untergeschoss betreiben die Organisatoren eine Kaffeestube und eine Bar, dort werden sicher auch die nicht Schlagerbegeisterten auf ihre Rechnung kommen. Mit feinen Grilladen der Grillcrew ist selbstverständlich auch gegen den Hunger vorgesorgt. (pd.)

«Für alles ist ein Kraut gewachsen» Eröffnung der neuen Ausstellung im Wildnispark Zürich. Kräuter sind das Thema der neuen Sonderausstellung «Wohl oder Übel. Für alles ist ein Kraut gewachsen» im Naturmuseum des Wildnisparks Zürich in Sihlwald. Spannende Geschichten, bunte Räume und feine Gerüche entführen in die Welt der Kräuter. Am Sonntag, 22. März, findet die Vernissage statt. Ausstellungsbesucher können die unterschiedlichen Verwendungen von Pflanzen kennenlernen, mehr über die Bedeutung von Kräutern für die Medizin erfahren und über die vielfältige Verwendung im Alltag staunen. (pd.)

27. März, um 19.30 Uhr in den Räumen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Heumattstrasse 2, Bonstetten.

Die Sinne anregen und Erfahrungen sammeln Kleinkinderkurs für Eltern mit Kindern von 1 bis 3 Jahren

Delfine in der Strasse von Gibraltar. (Bild zvg.)

«Libellen – fliegende Juwelen am Wasser» Öffentlicher Vortrag der NSG Mettmenstetten Die Naturschutzgruppe Mettmenstetten lädt ein zu einem öffentlichen Vortrag mit Walther Leuthold, Biologe und Libellenkenner aus Zürich. Am Dienstag, 24. März, um 20.15 Uhr im reformierten Pfarrhauskeller Mettmenstetten.

Leuthold gibt einen Einblick in sein grosses Wissen über Libellen. Die Zuhörer dürfen sich begeistern lassen von einer wunderbaren Welt mit faszinierenden Farben und Formen. Vorgängig, von 19.30 bis 20.15 Uhr, findet für die Mitglieder der Naturschutzgruppe Mettmenstetten die ordentliche Generalversammlung statt. Auch Nichtmitglieder sind zum anschliessenden Vortrag eingeladen.

Die grosse Königslibelle ist eine der häufigeren einheimischen Libellenarten. Unübersehbar in ihrer Grösse Öffentlicher Vortrag mit Walther Leuthold, Biologe gleicht sie einem blauen, funkelnden und Libellenkenner, am Dienstag, 24. März, 20.15 Edelstein, wenn sie durch die Luft Uhr, reformierter Pfarrhauskeller Mettmenstetten. flirrt. Viel kleiner und fragiler, aber auffälliger mit ihrer Farbe ist die rote Feuerlibelle, anzutreffen an neu entstandenen Gewässern. Das sind nur zwei von über 40 Libellenarten, die bei uns anzutreffen sind. Referent Walther Rote Feuerlibelle. (Bild zvg.)

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Der Bedarf von Eltern mit Kindern zwischen ein und drei Jahren an Begleitung, Austausch und gemeinsamen Anregungen ist enorm gross. Deshalb startet im Chilehuus der reformierten Kirchgemeinde in Ottenbach ab dem 10. April von 9.30 bis 11 Uhr ein siebenteiliger Kurs, in dem Kinder von einem bis drei Jahren vielfältige Erfahrungen machen. Sie dürfen spielen, sich bewegen, entdecken, kreativ sein, und vieles mehr. Durch den Kontakt mit anderen Kleinkindern können sie sich in ersten sozialen Beziehungen erleben. Ein Elternteil oder eine andere Bezugsperson begleitet das Kind dabei und entdeckt im gezielten Beobachten wie das Kleinkind lernt und was es für seine individuelle Entwicklung benötigt. Die Sinnes- und Spielanregungen im Kurs sollen auch das Repertoire für zu Hause erweitern. Bei schönem Wetter steht draussen ein Garten zur Verfügung. Der Kursleiterin, Jutta Albers, ist es ein besonderes Anliegen, dass die anzeige

Freude am gemeinsamen Erleben und die verschiedenen Bedürfnisse der Kleinkinder im Vordergrund stehen. «Das Kind bestimmt das Tempo der Entwicklung». Sie gibt kompetente Inputs in Entwicklungs- und Erziehungsthemen und fördert den Austausch der Eltern und Bezugspersonen untereinander. So erleben sich die Eltern gestärkt in Alltagsfragen und für eine positive Erziehung. Ein kleiner Znüni rundet den Morgen gemütlich ab. Mitzubringen sind alte, bequeme Kleider, Ersatzwindel und Rutschsocken. Für interessierte Eltern-Kind-Paare findet am 27. März von 9.30 bis 11 Uhr eine Schnupperlektion statt (25 Franken pro Eltern-Kind-Paar, inkl. Znüni). Kurs freitags, 10. und 17. April, 8., 22. und 29. Mai sowie 5. und 12. Juni, 9.30 bis 11 Uhr, Chilehuus Ottenbach, Jonenstrasse 6. Kosten: 200 Franken pro Eltern-Kind-Paar (inkl. Znüni). Anmelden bei Jutta Albers, zertifizierte Eltern-Kind-Kursleiterin, Tel. 043 322 87 50 oder jutta.albers@yahoo.de.

Kursleiterin Jutta Albers. (Bild zvg.)


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Sport

Freitag, 20. März 2015

Spannung wie beim Tatort

Fast 800 Läufer am Start

Zürcher Titelkämpfe der Schützen

37. Säuliämtler OL: gelungener Start in die Saison

Am vergangenen Wochenende wurden die Titelkämpfe des Zürcher Schiesssportverbands über zehn Meter ausgetragen. Doreen Elsener aus Bonstetten gewann Silber, Anastasia Kulabukhova aus Affoltern Gold.

Bei strahlend schönem Frühlingswetter durfte die OLG Säuliamt fast 800 Läufer aus dem Knonauer Amt und der restlichen Deutschschweiz in Hedingen zum 37. Säuliämtler OL empfangen. Für viele routinierte Läufer war es der eigentliche Auftakt in die neue OL Saison 2015.

Seit dem Zusammenschluss am 12. November 2005 – zum Zürcher Schiesssportverband (Zhsv) – wurden nun bereits zum 7. Mal die Zürcher Titelwettkämpfe indoor 10-Meter mit dem Gewehr respektive der Pistole durchgeführt. Alle Disziplinswettkämpfe fanden am Wochenende vom 13. bis 15. März statt. Zum zweiten Mal wird die Zürcher indoor Matchmeisterschaft 10-Meter in der Kulturund Sportanlage Gries (Kuspo) in Volketswil–Hegnau ausgetragen, ganz nach dem bewährten Motto: «Synergien ebnen neue Wege.» In 21 Disziplinen wurden die Kantonalmeister ermittelt. Die Wettkämpfe begannen am Freitagabend und dauerten bis in den Sonntagnachmittag hinein. Moana Wild aus Zwillikon erreichte bei der Kategorie Pistole Frauen/Juniorinnen im Final den 5. Schlussrang. Um eine Runde weiterzukommen, hätte sie in ihrem letzten Finalschuss nur 0.7 zusätzliche Punkte gebraucht.

Kopf-an-Kopf-Rennen Doreen Elsener aus Bonstetten, die vor einer Woche in der gleichen Kategorie U16 Gewehr-Schweizer-Meisterin geworden war, startete mit 104,4 Punkten hervorragend in den Wettkampf. Franziska Stark aus Adliswil legte 101,1 Punkte nach, Lisa Suremann aus Mönchaltorf 101,6. In den nächsten zwei Passen wurde es immer enger: Doreen führte nach dreissig Schüssen mit 305 Punkten vor Lisa mit 302,3 und Franziska mit 298,8 Punkten. Doreen Elsener beendete die letzte Passe schliesslich mit 99,8 Punkten und kam auf ein Total von 404,8, Lisa Suremann konnte sie mit 104,8 Punkten (Total 407,1) noch abfangen. Die Schützin vom FSV Wettswil musste sich mit Rang zwei zufriedengeben und meinte: «Zwei Medaillen in acht Tagen, das ist doch super.» Bronze erreichte Franziska Stark, 400,7 Punkte. In der Kategorie Schüler Gewehr, wo es ein Programm von zwanzig Schüssen zu absolvieren galt, gab Anastasia Kulabukhova aus Affoltern die Führung nie aus den Händen und gewann klar den Meistertitel. Heinz Meili Die ganzen Ranglisten und Resultate sind auf der Homepage www.zhsv.ch aufgeschaltet.

................................................... von lukas funk Einer der ersten Wettkämpfe im Jahreskalender und das perfekte Wetter lockte am letzten Samstag beinahe 800 Orientierungsläufer, Hobbysportler und Familien nach Hedingen, um am diesjährigen Säuliämtler OL teilzunehmen. Nach stetig wachsenden Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren bedeutete dies einen grandiosen Teilnehmerrekord. Die eigentliche Postensuche startete im Wald vom unteren Jonental zwischen Hedingen und Litzi. Dank dem vielen Schnee in den Wintermonaten präsentierte sich der Wald in einem idealen Zustand. Die Dornenfelder waren noch im Winterschlaf und liessen gutes Laufen auch in den «grüneren» Zonen der Karte zu, ohne in Dickicht und Gestrüpp hängen zu bleiben. Unser Vereinsmitglied Heinz Tüscher

Ein traumhafter Start in die neue OL-Saison. (Bild zvg.) wusste dies zu nutzen und bereitete 42 konditionell und geistig anspruchsvolle OL-Bahnen für die Teilnehmer vor. Dabei wurden Schwierigkeitsgrad und Distanz an die entsprechenden Kategorienteilnehmer angepasst. Der Wettkampf war geprägt von Begeisterung und Lob. Die Rangliste zeigt, dass selbst sehr erfahrene Läufer auf den abwechslungsreichen Bahnen herausgefordert wurden. Mit keinen oder wenigen Fehlern kamen verschiedenste Läufer aus dem Bezirk durch den Wald ans Ziel. Anna Stüdeli (Mettmenstetten) war die schnellste bei den Mädchen unter 10 Jahren – die jüngste Kategorie für Einzelläufer. Dieselbe Rangierung erreich-

te auch Walter Bickel (Mettmenstetten) jedoch bei der Kategorie für die ältesten Läufer H80 – Herren über 80 Jahren. Weitere top Klassierungen erreichten Thomas Hertach (Hedingen) 2. Herren A kurz, Markus Bigler (Mettmenstetten) 4. Herren B, Denis Steinemann (Stallikon) 4. H35, Sven Moosberger (Knonau) 1. H45, Kathrin Schweizer (Hedingen) 4. DAK, Andrea Werder (Aeugst) 2. DB, Ursula Schalbetter (Wettswil) 4. D50 und Margrit Bickel (Mettmenstetten) 3. D75. Die OLG Säuliamt blickt auf einen geglückten Anlass zurück. Der nächste Event für Gelegenheitsläufer, der sehr beliebte «OL für alle», findet am Samstag, 11. April, am Aeugsterberg statt.

Tennisclub Stallikon: Neue Gesichter im Vorstand Am 11. März hat der TC Stallikon die Generalversammlung abgehalten. Präsident Benny Kaulich freute sich, die konstante Mitgliederzahl sowie die gesunden Finanzen präsentieren zu dürfen. Der Club zählt 111 Aktive, 22 Jungsenioren und 49 Junioren.

derung). Benny Kaulich wurde einstimmig für ein weiteres Jahr als Präsident bestätigt und übernimmt von Wolfi Staub das Amt Logistik.

Aus dem Vorstand ausgeschieden und mit gebührendem Dank für geleistete Arbeiten verabschiedet wurden Daniela Kuster (Betreuung Klubhaus), Lyke Gschwend (Kommunikation und Marketing) und Wolfi Staub (Logistik). Neue Vorstandsmitglieder sind Sandra Meier (Marketing), Kati Sutter (Klubhaus) und Thomas Kinder (Jugendför-

Debatte über verschiedene Investitionen

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Als Präsident einstimmig bestätigt: Benny Kaulich.

Das Thema Solardach lag schon vor einem Jahr auf dem Tisch und ist nicht weiter gereift. Die Meinungen sind weiter gespalten. Von nicht belegten Voten wie «Das rentiert sowieso nicht», bis zu eher politischen Mei-

nungen wie «Wir könnten auch etwas für die Umwelt leisten», war vieles zu hören. Mit 15:14 Stimmen wurde beschlossen, das Thema weiter zu verfolgen und nächstes Jahr wieder aufs Tapet zu bringen. Der Club hat vom Platzbauer Joseph Tennisplatzbau eine Offerte verlangt für die Umgestaltung der Plätze zwei und drei in Ganzjahrescourts. Die Kosten würden sich auf über 150 000 Franken belaufen. Das schien der Versammlung etwas gar viel, nur damit einige Unentwegte auch im Dezember noch die Bälle schlagen können und nach Regen etwas schneller wieder gespielt werden kann. Gemäss der Firma Joseph sind die Plätze des TC Stallikon trotz des

Alters von 28 Jahren in einem hervorragenden Zustand. Die Versammlung war der Meinung, dass bei einer in zirka fünf Jahren ohnehin notwendigen Sanierung der Anlage durchaus die Möglichkeit besteht, die zwar viel teureren, aber im Unterhalt wesentlich billigeren Ganzjahreskonstruktionen zu berücksichtigen.

Junioren und Aktive willkommen Viele Clubs und Hallen bieten heute ein elektronisches Reservierungssystem an, mit dem ab Computer von daheim oder per Smartphone von unterwegs die Plätze gebucht werden können. Die Versammlung ist noch skeptisch, ob diese Neuerung den Mitglie-

dern einen wirklichen Mehrwert bringen würde. Da die Kosten tief sind (zirka 400 Franken pro Jahr), wird ab Sommer bis Ende Saison versuchsweise ein solches System getestet. Nach vielen Worten hat Präsident Benny Kaulich die Versammlung beendet, worauf die verschiedenen Themen bei kalter Platte und einem Tropfen Wein in kleineren Gruppen weitergeführt werden konnten. Der TC Stallikon ist bekannt für seine konsequente und qualitativ hochwertige Juniorenförderung. Gerne werden auch fürs 2015 neue Junioren, aber natürlich auch Aktive in den Club aufgenommen. (M.R..) Alle Infos auf tcstallikon.ch.


Sport

Freitag, 20. März 2015

Die letzten Vorbereitungen für die Aufstiegsspiele sind voll im Gange Saisonabschluss der Ämtler Handballer im «Stigeli» am Samstag Nach der Sicherstellung des Gruppensieges der 1. Mannschaft ist der Aufstieg in die 2. Liga zum Greifen nahe. Die Spiele um den Regionalmeistertitel und den Aufstieg finden am 11. und 12. April statt. Letzten Samstag war der HSV Säuliamt zu Gast in Oberglatt, wo die Spieler trotz einer mässigen Leistung einen deutlichen Sieg herausspielen konnten. Das Spiel war geprägt von ungewöhnlich vielen Ballverlusten und technischen Fehlern. Dennoch gelang es den Ämtlern Rümlang-Oberglatt in Schach zu halten. Der Sieg von 40:27 zeigt die Moral des Teams auch an schlechten Tagen fähig zu sein, ein Spiel klar für sich entscheiden zu können. Nächsten Samstag, am 21. März um 15.30 Uhr, stehen die Zeichen allerdings auf Wiedergutmachung. Gegen den Tabellenzweiten aus Effretikon wird eine andere Leistung gefragt

sein, möchte man die Saison ungeschlagen beenden. Ausserdem wird sich Grün-Weiss Effretikon für die Heimniederlage zu Beginn der Saison revanchieren wollen. Es deutet sich also ein packendes Saisonfinale an. Zusätzlich möchte der HSV-S am 21. März mit möglichst vielen Zuschauern den Gruppensieg der ersten Mannschaft und den Ligaerhalt Die 1. Mannschaft des HSV Säuliamt mit Trainer Urs Schneeberger. (Bild zvg.) der zweiten Mannschaft feiern. Mit dem Gruppensieg ZHV die offiziellen Spieldaten bekannt den HSV Säuliamt mit spannendem spielt die erste Mannschaft von Urs gibt, werden sie unter www.hsv-s.ch und intensivem Handball in der StigeSchneeberger, ausserdem um den Re- sowie auf der Facebook-Fanpage veröf- li-Halle brillieren sehen zu können. gionalmeistertitel und den Aufstieg in fentlicht. Der Hallenkiosk wird sich um das leibdie 2. Liga. Die Aufstiegsspiele finden Morgen Samstag bietet sich für liche Wohl der Zuschauer kümmern. am 11. und 12. April statt. Sobald der diese Saison die letzte Gelegenheit, (pd.)

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FCA mit bitterer Niederlage im Cup 0:3 endete das Cupspiel der ersten Mannschaft des FCA gegen den 1. FC Küsnacht ZH von vergangenem Mittwoch. Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf nicht wieder. Es ertönte ein Pfiff. Der Schiedsrichter entschied auf Foul und zeigte per Handzeichen einen Freistoss für den FC Affoltern an. Die Filipovic-Jungs wollten den Freistoss ausführen und befanden sich in der Vorwärtsbewegung. Plötzlich, aus dem Nichts, entschied der Schiedsrichter auf Freistoss für Küsnacht. Die Küsnachter führten schnell aus; keine Chance für die Affoltemer-Verteidiger. Torwart Steiner konnte nur noch den Ball aus dem Netz holen. Nach dem Tor, das das zweite der Küsnachter war, ging es noch ruppiger und kräftiger zur Sache als ohnehin schon. Das 0:1 war auf einen Stockfehler von Konate zurückgegangen und das 0:3 war schön herausgespielt durch die Goldküstenjungs. Der FCA ist raus aus dem Cup. Die Spieler können sich nun auf die Meisterschaft konzentrieren, die am 29. März, um 10.15 Uhr, auswärts, in Adliswil losgeht. Volkmar Klutsch

Im Cup gegen Yverdon FC Wettswil-Bonstetten spielt um den Einzug in die Hauptrunde

Sie wollen die Schweiz in Ägypten vertreten: Marija Shpakova (Mitte), Mettmenstetten, mit ihren Teamkolleginnen Celine Walser (li.) und Sarah Lüdin. (Bild zvg.)

An die Team-WM der Mädchen U19 in Kairo Squash: Marija Shpakova vertritt Schweiz Vom 25. Juli bis 4. August 2015 veranstaltet Kairo, Ägypten, die Mädchen U19-Weltmeisterschaft. Mit dabei: Marija Shpakova aus Mettmenstetten.

und Riga LAT) machte Marija in der Frauen Weltrangliste innerhalb der Wintermonate 76 Positionen gut und belegt dort aktuell den 164. Platz.

Crowdfunding-Projekt gestartet Vonseiten des Schweizerischen Squash Verbandes wurde schon lange kein Team für diesen jedes zweite Jahr stattfindenden Grossanlass gestellt. Zu einem, weil das Spielerpotenzial nicht vorhanden war, zu anderem, weil die Finanzen, wie in einer jeden Randsportart, fehlten. Nun ist die Schweiz in Sachen Frauensquash wieder einmal stark vertreten. Das Mädchenteam besteht aus den drei siebzehnjährigen Cindy Merlo aus Pfäffikon, Céline Walser aus Frenkendorf, Marija Shpakova aus Mettmenstetten und der sechzehnjährigen Sarah Lüdin aus Erlinsbach. Alle vier gehören in Europa zu den besten Spielerinnen. Celine und Cindy waren Teil des U17-Teams, welches im letzten Frühling an den Europameisterschaften in Prag nach England und Frankreich die Bronzemedaille gewann. Marija Shpakova, die die Möglichkeit des flexiblen Studiums an der K+S Rämibühl nützt und momentan die Luft der Profiszene schnuppert, konnte überaus positive Erfahrungen bei den Wettkämpfen für Erwachsene sammeln. Dank drei Podestplätzen an drei Challengers der Women’s Squash Association (in Riccione IT, Kiev UA

Das Team ist für die U19-WM sehr jung. Weil aber, wie erwähnt, diese Veranstaltung nur alle zwei Jahre stattfindet, ist dies die einzige Chance für die Teilnahme. Der Willen der jungen Squasherinnen, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich mit den grossen Squash-Nationen ausserhalb Europas, wie Ägypten, Malaysia oder auch Kanada zu messen, ist sehr stark. Das Team nahm darum die finanziellen Fragen selber in die Hand und startete ein Crowdfunding-Projekt, das Menschen in der nächsten Umgebung sowohl auch absolut unbekannte Sportfreunde begeistern konnte und innerhalb der ersten Woche bereits 3000 Franken einbrachte. Das Geld wird für eine seriöse Vorbereitung und das Turnier-Package gebraucht. Das Projekt läuft über die Schweizer Crowdfunding Plattform «I believe in you» nach dem Alles-oder-nichtsPrinzip: Erreicht das Projekt das Finanzierungsziel in der angegebenen Frist von 80 Tagen nicht, bleibt das Geld bei den Unterstützern. (pd.) Link zum Projekt Mädchen Squash U19 WM: www.ibelieveinyou.ch/ibiy/src/#!/projectdetail/ 3443/maedchen-squash-team-wm-u19.

Nach dem Sieg im Spitzenspiel der Gruppe 3 gegen Baden, reist das Fanionteam des FC WettswilBonstetten topmotiviert zur zweiten Cup-Qualifikationsrunde nach Yverdon. Spielbeginn am kommenden Samstag ist um 17.30 Uhr im Stade Municipal und der Sieger der Partie zieht in die erste Hauptrunde ein. Im Lager der Rot-Schwarzen erinnert man sich gerne an die tollen Cup-Spiele der ersten Hauptrunde gegen die Young Boys und Servette-Genf. Natürlich wäre es toll, im Sommer wiederum einen klingenden Namen im Moos begrüssen zu dürfen. Dazu benötigt es aber einen Vollerfolg beim früheren Profi-Team von Yverdon Sports.

Im Rennen um die Spitzenplätze Den Waadtländern ist nach einer guten Vorrunde der Start in die Rückrunde nicht wunschgemäss gelungen. Einer Niederlage im Wallis beim FC Oberwallis-Naters folgte ein Unentschieden im Derby gegen Echallens. Aktuell auf Rang 6 liegt man aber nur fünf Punkte hinter dem Leader und bleibt im Kampf um die Spitzenplätze im Rennen.

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Der Ball im gegnerischen Netz; wie in der Meisterschaft möchte WB auch im Cup jubeln. (Bild Kaspar Köchli) Das Team von Trainer Martin Dosch überzeugte auch zu Beginn der Rückrunde mit konstanten Leistungen. Obwohl gegen Taverne wohl mehr als ein Punkt möglich gewesen wäre, war die Leistung ansprechend und der Auftritt gegen Baden bestätigte die aktuelle Stärke der Ämtler eindrücklich. Der Cup hat aber bekannt-

lich seine eigenen Regeln und das Auswärtsspiel in der Romandie ist ein harter Prüfstein für das junge Team. Trotz der ungewohnt langen Anreise hoffen die Akteure auf die Unterstützung der WB-Anhänger, zumal mit einem Sieg ein wichtiges Kapitel in der Vereinsgeschichte geschrieben werden kann. Olivier Hedinger


Extra

Im Spital Affoltern geboren

Freitag, 20. März 2015

Mit viel Gefühl im Fuss Hedinger Michael Baumann brillierte im deutschen Fernsehen

Elin, 6. März.

Victoria, 7. März.

Fussball-Freestyler Michael «Migu» Baumann aus Hedingen hatte am vergangenen Samstag einen grossen Auftritt im deutschen Fernsehen. In der Sendung Sportstudio des ZDF stellte er Kanu-Olympiasiegerin Franziska Müller in den Schatten. Lässig versenkt er den ersten Versuch rechts unten. Und auch der dritte Schuss ist ein Treffer. Dass Michael «Migu» Baumann viel Gefühl in den Füssen hat, das belegen die eindrücklichen Videos des Fussball-Freestylers. Dass er dieses Gefühl auch im richtigen Moment abrufen kann, das bewies der Hedinger vergangenen Samstag im ZDF-Sportstudio. Beim Torwandschiessen bekam es Baumann mit Franziska Müller zu tun. Die deutsche Kanu-Olympiasiegerin vermochte den Fussball-Freestyler allerdings nicht zu fordern. So stand sein Sieg bereits fest, bevor er in der zweiten Runde die linke obere Ecke der Torwand anvisierte. Fehlten beim ersten Versuch noch einige Zentimeter, wurde es beim zweiten und dritten Schuss immer knapper. Schliesslich blieb es dann doch bei den zwei Treffern aus der ersten Runde. Nebst seinen spektakulären Tricks dürfte es sich für Migu Baumann nun

Im «Sportstudio»: Michael Baumann (links) mit Moderator Sven Voss. (Bild zvg.) lohnen, auch Zielgenauigkeit zu trainieren. Bei der Endausscheidung aller

Torwand-Sieger sind im Sommer nämlich 25 000 Euro zu gewinnen. (tst.)

Aaron, 10. März.

Dialog am Weidezaun

Aline Joy, 11. März.

Laura, 11. März. (Bilder Irene Magnin)

Ein ganz schön dickes Fell: Das Skudden Schaf Dolly auf der Weide. (Bild Martin Mullis)

Neulich beim Spaziergang konnte am Zaun einer Schafweide das folgende Gespräch zwischen dem Zweitklässler Fabio und dem Skudden Schaf Dolly mitgehört werden (die Worte von Schaf Dolly sind ziemlich frei übersetzt). Dolly: Was guckst du so doof in fremde Weiden? Hast du noch nie etwas von Privatsphäre gehört? Fabio: Du siehst so heruntergekommen aus. Du solltest dich dringend beim Coiffeur anmelden! Dolly: Mit deinem Kunstfaserpelz bist du auch nicht gerade eine Schönheit. Fabio: Etwas anderes als meckern kannst du wirklich nicht. Dolly: Schlaf du einmal bei diesen Temperaturen draussen auf der Wiese. Fabio: Dafür, dass du nicht einmal ein Bett hast, blickst du ganz schön wichtig in die Welt. (mm)

wetter

«Verstärkung» für die Feuerwehr Aeugst Übungspuppe «Blasi» erstmals gerettet

bauernregel «Wenn der Frühling Wärme bringt, bis weit in den Herbst die Grille singt.»

An der Gesamtübung vom 14. März hat die Feuerwehr Aeugst ihre neue Atemschutzübungspuppe, Kosename: «Blasi», eingeweiht. Kurz und schmerzlos – wie eine Rettung vonstattengehen sollte – wurde der «Blasi» an dieser Übung das erste und noch lange nicht das letzte Mal geborgen. «Der ‹Blasi› wurde uns gesponsert», verrät Vizekommandant Michael Huber. So trägt die Puppe vorne den Aufdruck von Namensgeber Blaser Gartenpflege in Aeugst, hinten jenen der Firma KS Schilder & Beschriftungen in Affoltern. Bei der Feuerwehr Aeugst freut man sich über den neuen «Feuerwehrmann». Noch mehr würde man sich über realen Zuwachs an Feuerwehrfrauen und -männer freuen. «Wir sind überzeugt, einer guten Sache zu dienen», so Huber. Informa-

«Blasi» mit Beat Frick (links) und Sponsor Hermann Blaser. (Bild zvg.) tionen für Schnupperbesuche vermittelt die Gemeindeverwaltung. (tst.)

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Ein Telefon-Leben Es war Anfang der Fünfzigerjahre, als unsere Familie vom Dorf Hausen in die Wesenmatt umzog, in einen kleinen Weiler im östlichen Zipfel der Gemeinde, damals wie der Schweikhof mit Postadresse Sihlbrugg-Dorf und am Telefonnetz Hirzel angehängt. In unserem Stübli hatten wir ein schwarzes Wand-Telefon mit Vorwahl 051 und einer sechsstelligen Nummer. So begann also mit gut zehn Jahren mein Telefon-Leben. Zwar war unser Anschluss nur benutzbar, wenn der Nachbar nicht von seinem Apparat aus telefonierte. Aber viel läutete man ohnehin nicht an, denn schon die ersten drei Minuten waren ja recht teuer. Irgendwann wurden die Wesenmättler von Hirzwangen her an das Netz Hausen angeschlossen, weil bei einem Feueralarm in der Wesenmatt oder im Schweikhof sonst die Hirzler ausgefahren wären. Mit der Heirat und dem Bezug einer Wohnung im Dorf kam der erste eigene Telefonanschluss. Und im Laufe der Zeit wechselte die Vorwahl auf 01, später auf 044. Auch siebenstellige Nummern wurden eingeführt, die Drehscheibe irgendwann durch Knöpfe ersetzt. Bei unserem Umzug nach Horgen vor dreissig Jahren konnte man die Nummer aber nicht einfach mitnehmen. Also «vererbten» wir sie unserer Tochter, welche sie bis heute benützt. Am Zürichsee mussten wir uns zuerst an eine neue Rufummer gewöhnen, nämlich 725 28 62. Auch bei unserer Rückkehr ins Säuliamt vor 15 Jahren konnte diese immer noch nicht mitgezügelt werden. Mit der Swisscom einigten wir uns damals wenigstens auf neu 764 28 62. Bei der Umsiedlung vor zehn Jahren von Hausen nach Mettmenstetten blieb die Nummer so selbstverständlich bestehen, wie wenn das schon immer so gewesen wäre. Sogar die «normalen» Telefone werden ja immer intelligenter. So kann man heute die Heizung in unserem Ferienhaus problemlos über den dortigen Festnetzanschluss ein- und ausschalten. – Das also mein doch bewegtes Telefon-Leben über bald siebzig Jahre. Heute besitzen 95% der 12- bis 19Jährigen in der Schweiz ein Smartphone. Sie sind ergänzt durch Computer und Social Media jederzeit weltweit vernetzt. Was können sie wohl in 70 Jahren über ihr elektronisches Leben berichten? Wird dann im Duden das Wort «Telefon» überhaupt noch enthalten sein? Erich Rüfenacht

gut zum druck

Wörtlich Manchmal sind in der Zeitung die Leserbriefe spannender als alle redaktionellen Artikel zusammen. Da begegnet mir in einer Zürcher Regionalzeitung in verschiedenen Einsendungen mehrmals das Wort «Schaumschlägerei». Das regt meine wortspielerische Fantasie an. Ich fülle in Gedanken meine Badewanne mit Wasser und gebe eine ordentliche Portion Fichtennadelschaumbad dazu. Schnell ein Tennisschläger zur Hand und schon wirbelt der Schaum federleicht durch die ganze Wohnung. Ein Leserbriefschreiber behauptet sogar, es gäbe mittlerweile bereits über tausend Schaumschläger. Jetzt bin ich gefordert. So viele Fichtennadelschaumbad-Badewannen in einer Reihe, hinter jeder steht ein Schaumschläger (oder eine Schaumschlägerin) und schlägt wild um sich, herrlich. Ein paar Zeitungsspalten weiter wird das Lesen plötzlich ungemütlich. Da ist von «Schreibtischtätern» die Rede. Wie soll ich mich verhalten, wenn so ein Bösewicht unerwartet im Büro neben mir auftaucht? Schnell lege ich die Zeitung zum Altpapier, lösche das Licht, schliesse die Haustüre ab und mache mit meinem Hund noch einen entspannten Abendspaziergang. Martin Gut


GEMEINDE- UND SCHULBIBLIOTHEK RIFFERSWIL

GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST ELFI BOHRER Burgwies 2 CH-8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10, Fax 044 701 10 27 www.ggbohrer.ch www.kunst-heimberatung.ch

Die Autorin Dorothee Elmiger liest in der Bibliothek Rifferswil aus ihren Büchern «Einladung an die Waghalsigen» und «Schlafgänger» Sonntag, 22. März 2015, 17.00 Uhr Jonenbachstrasse 1, Rifferswil Eintritt frei. Kollekte. Apéro.

Einladung zur Ausstellung 21. März bis 19. April 2015

ANITA PREREZ SOFIE SIEGMANN MARLIS SPIELMANN Ton-Figuren, Malerei, Scherenschnitte Samstag, Sonntag, Sonntag, Sonntag,

21. März 2015 22. März 2015 12. April 2015 19. April 2015

16–19 Uhr 13–17 Uhr 13–17 Uhr 13–17 Uhr

Do + Fr, 14 bis 18, Sa + So 13 bis 17 und gerne nach Vereinbarung. Schaulager KUNSTFENSTER Dorfstrasse 13: Geöffnet So von 14 bis 17 und nach Absprache.





                              





















Reitkurse für Kinder ab 8 J. Themenkurse für Kinder ab 6 J. MuKi-/VaKi-Reiten ab 3 J. Mehr unter: www.ferienplausch-albis.ch Telefon 078 866 16 42





Vernissage Apéro Apéro Finissage:

















Frühlingsferien-Kurse für Kinder u. Jugendliche







 

                             

Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern am Albis

Ankündigung

Generalversammlung Freitag, 8. Mai 2015, 19.30 Uhr in der Schiesssport-Anlage Chüeweidhölzli 1, 8910 Affoltern a.A. Anträge von Genossenschaftern an die Versammlung sind bis spätestens 8. April 2015 schriftlich an die Wasserversorgung, zu Handen des Vorstandes, einzureichen. Affoltern am Albis im März 2015

Der Vorstand


022 2015  
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