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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 020 I 173. Jahrgang I Dienstag, 12. März 2019

Hohe Fraktionstreue

Krimi-Abend

Die Tätigkeit des Kantonsrates kurz vor Legislaturende in Zahlen zusammengefasst. > Seite 3

Alfred Bodenheimer las in Hausen aus seinem jüngsten Buch «Im Tal der Gebeine». > Seite 4

Stabiler Arbeitsmarkt

Kantonsrats-Kandidaten auf Säuliamt-Tournee

Im Februar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Knonauer Amt wie schon in den fünf Monaten zuvor minim an. Um elf Personen diesmal. Somit waren im Bezirk Ende Februar 521 Personen als arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg auf 1,8 Prozent – nach dem Bezirk Andelfingen ist dies gemeinsam mit Pfäffikon der zweittiefste Wert im Kanton. In allen anderen Bezirken ist die Arbeitslosigkeit derweil etwas zurückgegangen. Die im Februar unüblich warmen Temperaturen dürften die im Frühling einsetzende Entwicklung in saisonal geprägten Branchen etwas vorgezogen haben, insbesondere beim Baugewerbe. Die Zürcher Wirtschaft kühlt sich derzeit leicht ab und die meisten Branchen vermelden gemäss der Konjunkturforschungsstelle (KOF) eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, insbesondere die Banken, verschiedene Dienstleistungen und die Industrie. Diese Abkühlung dürfte jedoch nur vorübergehend sein, heisst es aus dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit, denn insgesamt sei die wirtschaftliche Verfassung weiterhin gut. (tst.)

Hommage an den Erfindergeist Mit seiner Serie «Industrial Fragments» bringt Deviprasad C Rao, der seit einem halben Jahr in Stallikon lebt, seine Begeisterung für Industrie, Architektur und Ingenieurskunst zum Ausdruck. Zu bestaunen sind die Bilder im Kunstforum, Stallikon. ................................................... > Bericht auf Seite 4

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Kabelnetz-Übernahme Fasnachtstreiben -

Die WWZ Telekom AG will den Glasfaseranteil in Obfelden auf über 90 Prozent erhöhen. > Seite 5

Impressionen von vier Maskenbällen im Knonauer Amt. > Seite 6

Vorstellungs-Runde in Wettswil, Affoltern und Hausen Am 24. März sind Kantonsratswahlen. Am Samstag haben sich die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten aus dem Knonauer Amt präsentiert – nicht nur einmal, sondern gleich dreimal dezentral. ................................................... von thomas stöckli Gerade mal 32 Personen hatten vor vier Jahren in den Kasinosaal gefunden, um der Podiumsdiskussion im Hinblick auf die bevorstehenden Kantonsratswahlen beizuwohnen. Diesmal beschritt die interparteiliche Konferenz (IPK) deshalb neue Wege. Statt die Bevölkerung zu den Kandidaten, sollten die Kandidaten in die Dörfer kommen. Stationen dieser Tournee

waren das Unteramt, der Hauptort und das Oberamt.

Das Spital als Hauptthema Während sich am Morgen im Türmlihaus in Wettswil der Andrang noch in Grenzen hielt – gezählt wurden drei nicht direkt Beteiligte – vermochten die Veranstaltungen am Mittag in Affoltern und am Nachmittag in Hausen doch noch einige zu mobilisieren. Hauptthema an allen Orten war das Spital Affoltern – auch wenn sich der Einfluss darauf im Kantonsrat in Grenzen hält. «Das Thema beschäftigt wie seinerzeit die N4», so Moderator Werner Schneiter. Grossmehrheitlich haben sich die Kandidierenden zum Spital bekannt. Weitere Themen waren die schwindende Solidarität und das

rasante Wachstum des Knonauer Amts. Weit auseinander gingen die Meinungen an der Veranstaltung in Hausen zum Stichwort Tempo 30 auf Kantonsstrassen. «Für mich ist das ein No-Go!», stellte SVP-Kantonsrat Martin Haab klar. Dabei stört er sich weniger an der Tempoeinschränkung, als an den damit verbundenen baulichen Massnahmen. CVP-Kandidat Kurt Meister stimmte ihm zu und sprach in diesem Zusammenhang von «Schikanen». Auf Kantonsstrassen seien solche baulichen Massnahmen nicht zwingend, hielt Thomas Schweizer, Spitzenkandidat der Grünen, dagegen. Aufgrund von Lärmschutz und Verkehrssicherheit dränge sich Tempo 30 auch in den Zentren von Affoltern, Hedingen und Mettmenstetten auf. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Klostermauer als beliebtestes Sujet Stürmischer Fasnachtsumzug durchs Oberamt

Keine Haie für Hedingen Die Gemeinde Hedingen hat vier neue Abfallkübel angeschafft. Das neue Produkt stammt allerdings nicht wie erwartet von der Knonauer AntaSwiss. Man habe mehrere Offerten eingeholt und sich dann fürs beste Produkt entschieden, so Gemeindeschreiber Daniel Keibach. Von der Aussage, man habe explizit den «Abfallhai» versprochen, distanziert er sich. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Präsidialer Besuch Werner Scherrer, Präsident des kantonalen KMU- und Gewerbeverbands (KGV) besuchte den Gewerbeverein Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden an dessen Generalversammlung. Scherrer dankte für die beachtliche Arbeit, welche in der Region zugunsten des lokalen Gewerbes geleistet wird. ................................................... > Bericht auf Seite 11

Die Kappeler Wagenbaugruppe Leemättler mit der Kappeler Klostermauer.

D

ie Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon (FGU) hatte mit ihrem Umzug durchs Oberamt relatives Wetterglück. Sturmtief Eberhard trieb am Sonntag zwar auch hier sein Unwesen. Regen, Sturmböen, Sonnenschein und Konfettiwirbel wechselten sich ab. Aber die meteorologischen Beeinträchtigungen hielten sich in Grenzen. Es entstanden keine Schäden.

Am höchsten in der Gunst der Publikums-Jury stand die aufwendig inszenierte Persiflage des geplanten Mauerbaus beim Kloster Kappel durch die Wagenbaugruppe Leemättler. Technisch beeindruckend war die mobile Kreiselbahn für drei Personen, die d`Alpegschirrer Clique Näfels in Erinnerung an den Brand im Europapark Rust als Vorschlag für ein neues Fahrgeschäft auf die Räder gestellt

haben. An der anschliessenden Uslumpete im aufwendig dekorierten Gemeindesaal Kappel zog FGU-Präsident Christian Müller eine positive Bilanz: Er freue sich schon auf die nächste Fasnacht, die im kommenden Jahr in Kappel bereits am 28. Februar beginne. (map.) ................................................... > Weiterer Bericht und Impressionen auf Seite 7

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Tag der Frau Das OK Frauenfest hat mit KulturAffoltern einen vielfältigen Abend organisiert. > Seite 8

WB punktet in der March Im schmucken Stadion Linthstrasse trennte sich der FC Wettswil-Bonstetten in einem rasanten Match von Tuggen 1:1 unentschieden. Früh in Front liegend (9. Marjanovic), verteidigten sich die Ämtler mit viel Geschick und auch ein bisschen Glück gegen das treffsicherste Offensivteam der 1. Liga, ehe zehn Minuten vor Schluss ein umstrittener Elfmeter zum Ausgleich führte. Die Punkteteilung ist aufgrund des Gezeigten gerecht, beide Mannschaften begeisterten mit ihrem unbedingten Kampfes- und Siegeswillen. WB liegt jetzt an vierter Stelle, nur einen Zähler hinter Leader Baden. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 17 anzeigen


Schiessvereine

Einbürgerungen

Einbürgerungen

Mit Beschluss vom 5. März 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Mit Beschluss vom 7. März 2019 hat der Gemeinderat Aeugst am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Aeugst am Albis aufgenommen:

• Biqkaj Sami, 1989, Staatsangehöriger von Kosovo • Bojaxhiu Art, 2006, Staatsangehöriger von Kosovo • Raucci Giuseppina, 1989, Staatsangehörige von Italien • Lamagna Liam, 2016, Staatsangehöriger von Italien

• Dawn Christine Ray geb. Diorio, 1971, Staatsangehörigkeit: Vereinigte Staaten

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Eröffnungsschiessen Freitag, 15. März 2019 17.30 bis 19.30 Uhr Freiwillige Übung (inkl. GM ZKSV) Mittwoch, 20. März 2019 17.30 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

• Brianna Mackenzie Ray, 2008, Staatsangehörigkeit: Vereinigte Staaten

Stadtrat Affoltern am Albis

Traueradresse: Dolores Baumgartner, Bruggenmattweg 63, 8906 Bonstetten

Verkäufe

5½-Zimmer-Wohnung

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Die Bestattung findet am Freitag, 15. März 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt. Anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle.

Liegenschaften

Im Zentrum von Mettmenstetten ab 1. Mai 2019 zu vermieten, renov.

Pia Schatzlmayr-Righi Franz Schatzlmayr Dolores und Mario mit Nadia und Roman Albin mit Fabienne und Lena Markus und Verwandte

Gemeinderat Aeugst am Albis

Büro-/Gewerbe

Traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer Mutter, Schwiegermutter und Nonna

In stiller Trauer

8. März 2019

12. März 2019

Vermietungen

Danke für den Weg, den du mit uns gegangen bist. Danke für die Hand, die uns so hilfreich war. Danke für deine Nähe, die uns Geborgenheit gab. Danke, dass es dich gab. Danke für all deine Liebe.

Mietgesuche Gesucht per sofort oder nach Absprache

Lagerfläche ca. 100 m²

Region Säuliamt Anfahrt muss gewährleistet sein. Angebot an Tel. 076 360 50 50


Bezirk Affoltern wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre zusammen verheiratet sind am Donnerstag, 14. März, Verena und Werner Nydegger-Langmeier in Obfelden. Wir gratulieren den beiden zur goldenen Hochzeit und wünschen ein schönes Fest und erlebnisreiche gemeinsame Stunden. In Hausen feiern ebenfalls am Donnerstag, 14. März, Ursula und Hans Neukomm-Wagen ihren 50. Hochzeitstag. Zum goldenen Ehejubiläum wünschen wir alles Gute, einen Freudentag und noch viele gemeinsame gesunde und glückliche Jahre.

Zum 90. Geburtstag Gleich zwei Jubilare in Affoltern sind vor 90 Jahren auf die Welt gekommen. Am Mittwoch, 13. März, feiert Helga Graber-Wilhelm und am Donnerstag, 14. März, Jakob Urech. Wir gratulieren beiden von Herzen und wünschen eine schöne Feier und viel Freude.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 12. März, feiert in Stallikon Fortunato Della Costa seinen 85. Geburtstag. Herzliche Gratulation! Wir wünschen ein schönes Fest und alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Zum 80. Geburtstag am Donnerstag, 14. März, dürfen wir Johann Heinrich Abderhalden in Affoltern herzlich gratulieren. Wir wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Dienstag, 12. März 2019

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Gemeinsamer Auftritt vor den Wahlen Die Spitzenkandidaten der acht im Amt aktiven Parteien haben sich gezeigt Gegeneinander kämpfen sie am 24. März um die sechs Kantonsratsmandate, am Samstag haben sie sich gemeinsam der Bevölkerung präsentiert, die Kandidaten der Ämtler Parteien. ................................................... von thomas stöckli Eines ist typisch für Wahlveranstaltungen: Angelockt werden fast ausschliesslich jene, die ihre Meinung bereits gemacht haben. Trotz aller Bemühungen der interparteilichen Konferenz (IPK), die Spitzenkandidaten in die Dörfer zu bringen, war das auch vergangenen Samstag nicht anders. An der ersten Station, dem Türmlihaus in Wettswil, waren die Kandidierenden noch fast unter sich, am Mittag in Affoltern und am Nachmittag in Hausen sollten sich doch noch etwas mehr Interessierte zeigen. Der «Anzeiger» war in Hausen dabei. Ein Thema war hier neben der Spitaldebatte auch die nachlassende Solidarität: In früheren Jahren sei es im Knonauer Amt Tradition gewesen, Aufgaben gemeinsam zu lösen, blickte Moderator Werner Schneiter zurück. Diese sei gebröckelt, wie die Beispiele der Sozialdienste und der Spitex-Austritt von Affoltern belegen. Thomas Schweizer, Spitzenkandidat der Grünen, sieht fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl als die Hauptursache für diese Entsolidarisierung: «Die Gemeinden schauen vermehrt nur noch auf sich, ich bedaure das sehr.» Als gesellschaftliches Problem nimmt dies SVP-Spitzenkandidat Martin Haab wahr: «Uns geht es zu gut. Die Leute sind immer weniger bereit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen.» In der Kurz-Vorstellungsrunde kamen dann auch die 15 weiteren anwesenden Kandidaten zu Wort, so auch die amtierenden Kantonsräte. Olivier Hofmann, FDP, appellierte daran, der hohen Lebensqualität in der Region Sorge zu tragen. Ronald Alder, GLP, hob den wirtschaftlichen Nutzen von grünen Anliegen hervor, Daniel Sommer, EVP, argumentierte für eine gewerbefreundliche Politik und Hannah Pfalzgraf für mehr Gleichberechtigung.

Im Türmlihaus in Wettswil auf dem Podium, von links: Olivier Hofmann (FDP, Hausen, bisher), Thomas Steinmann (EDU, Rifferswil) und Ronald Alder (GLP, Ottenbach, bisher). (Bilder Werner Schneiter)

Im LaMarotte in Affoltern auf dem Podium, von links: Daniel Sommer (EVP, Affoltern, bisher), Hannah Pfalzgraf (SP, Mettmenstetten, bisher) und Hans Finsler (SVP, Affoltern, bisher).

In der Löwen-Bar in Hausen auf dem Podium, von links: Martin Haab (SVP, Mettmenstetten, bisher), Kurt Meister (CVP, Obfelden) und Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen). (Bild Thomas Stöckli)

19 Arbeitswochen für Parlamentssitzungen Kantonsrat Zürich: Rückblick auf die Legislatur 2015-2019 Wie oft nehmen die Kantonsräte und Kantonsrätinnen an den Ratssitzungen teil? Wie viele Rücktritte hatte das Parlament zu verzeichnen? Zehn Sitzungen vor Ende der Legislatur lässt sich die Tätigkeit des Kantonsrates in Zahlen zusammenfassen. Wenn am 29. April das kantonale Parlament die Legislatur beschliesst, wird es auf 212 Sitzungen zurückblicken. Die Kantonsrätinnen und Kantonsräte nahmen durchschnittlich an 95 % der Sitzungen teil. Bei den amtierenden Ämtler Kantonsräten liegt die Präsenzquote zwischen 89 % (Hans Finsler, SVP) und 100 % (Hannah Pfalzgraf, SP). Neben ihr erreichen auch Daniel Sommer (EVP) und Martin Haab (SVP) mit je 97 % einen überdurchschnittlichen Wert. An 93 % der Sitzungen war Ronald Alder (glp), an 92 % Olivier Hofmann (FDP) präsent. Ausgehend von einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3½ bis 4 Stunden setzte ein Ratsmitglied in den vergangenen vier Jahren rund 19 Arbeitswochen für die Teilnahme an Kantonsratssitzungen ein. Zusätz-

lich tagten die zwölf Sach- und Aufsichtskommissionen rund 1300-mal. Der finanzielle Gesamtaufwand des Kantonsrates inklusive seiner Parlamentsdienste belief sich auf durchschnittlich 9.5 Mio. Franken pro Jahr. Dies entspricht ca. 0.5‰ des Kantonsbudgets.

Hohe Fraktionstreue in allen Parteien Ebenso verbindlich wie die Teilnahme an den Sitzungen halten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier die Fraktionslinie ein. Aus einer aktuellen Studie des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Zürich geht hervor, dass die Fraktionstreue bei über 97 % liegt. Bei der FDP sind es gar 99.7 %. Ein Fünftel aller Ratsmitglieder wich nie von der Mehrheitsmeinung der eigenen Fraktion ab. Bei solch hoher Geschlossenheit innerhalb der Fraktionen erhalten Abstimmungsbündnisse zwischen den Fraktionen besonderes Gewicht. Die höchsten Werte bei der Übereinstimmung in den Abstimmungen erreichten die Fraktionspaare Grüne und AL mit 87.3 %, SP und AL mit 86.0 %, FDP

und CVP mit 83.8 % und SVP und EDU mit 82.3 %. Pro Kalenderjahr bearbeitete der Rat durchschnittlich 88 Vorlagen (Gesetzesvorlagen, Kreditbeschlüsse oder sonstige Kantonsratsbeschlüsse). Bis am 28. Februar reichten die Ratsmitglieder 1478 Vorstösse im Parlament ein, mit denen Aufträge an die Regierung erteilt sowie Auskünfte und Berichte von der Regierung verlangt werden. Von den 1478 Vorstössen sind über 50 % Anfragen (767), die nur im schriftlichen Verfahren ohne Ratsdebatte behandelt werden.

Rochade während der Legislatur Ein Kantonsratsmitglied gilt für die Dauer einer Legislatur gewählt. Rücktritte während der Legislatur sind jedoch keine Seltenheit. In der laufenden Legislatur traten in den drei Amtsjahren vor dem Wahljahr durchschnittlich 11 Mitglieder aus dem Rat aus. Gesamthaft betrachtet waren Ende Februar 2019 noch 76 % der im 2015 gewählten Mitglieder im Rat. Aus dem Knonauer Amt waren es sogar nur noch 50 % nach den Rücktritten von Hans Wiesner (2017), Moritz Spill-

mann und Susanne Leuenberger (beide 2018). Gegenüber dem Mittelwert aus den beiden vorangegangenen Legislaturen hat sich die Fluktuation um 2 % erhöht. Die grössten personellen Veränderungen bringen die Wahlen mit sich. Im Wahljahr 2011 traten rund 27 % der Ratsmitglieder nicht mehr zur Wahl an oder wurden nicht wiedergewählt. Bei den Wahlen 2015 waren es 21 %. Dieses Jahr stellen sich im Knonauer Amt sämtliche amtierenden Kantonsräte zur Wiederwahl zur Verfügung. (pd./tst.) anzeige


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Bezirk Affoltern

Ein spannender Krimi-Abend

Alfred Bodenheimer las in Hausen

Dienstag, 12. März 2019

Verspielte Technik Bilder von Deviprasad C Rao im Kunstforum, Stallikon Mit seiner Serie «Industrial Fragments» bringt Deviprasad C Rao, der seit einem halben Jahr in Stallikon lebt, seine Begeisterung für Industrie, Architektur und Ingenieurskunst zum Ausdruck und bezeugt damit grossen Respekt für den Erfindergeist des Menschen. ................................................... von marlise santiago

Alfred Bodenheimer inmitten der Hausemer Bibliothekarinnen. Von links: Silvia Scheiwiller, Lourdes Kreidler, Katrin Tandler und Susi Fischli. (Bild PRS)

Sein literarisches Schreiben betrachtet er eher als Hobby. Am Mittwoch las Alfred Bodenheimer, Professor für Jüdische Literatur und Religionsgeschichte an der Uni in Basel, in der Bibliothek Hausen aus seinem jüngsten Buch «Im Tal der Gebeine». ................................................... von peter r. schneider Wie meist bei solchen Anlässen herrschte im fast vollbesetzten Saal gespannte Ruhe. Mit seiner klaren Stimme und mit einer angenehmen Lesegeschwindigkeit zog der Autor die Aufmerksamkeit der Zuhörer rasch auf sich. Als Professor ist es Bodenheimer gewohnt, sich klar und deutlich auszudrücken. Der Autor erzählte aus dem Stegreif die Vorgeschichte aus seinem Buch «Im Tal der Gebeine»: Die von Kanada angereiste Bianca Himmelfarb, 88 Jahre alt, wird in Zürich tot aufgefunden. Vergiftung durch Blausäure. Selbstmord oder doch ein Mord? 1939 ist sie von Frankfurt aus mit dem Kindertransport nach England gefahren und dann weiter nach Kanada. Dort heiratete sie und wurde eine reiche und erfolgreiche Frau. Ihre Schwester lebt nach wie vor in England. Der Rabbiner Gabriel Klein, der wichtigste Protagonist in diesem Buch, ist der einzige Verwandte der Verstorbenen in Zürich. Der Autor rezitierte nun einige Seiten aus dem Buch über Rabbi Klein. Klare kurze Sätze. Spannungsgeladen. Der nichtjüdische Leser konnte viel über das jüdische Alltagsleben und über die Brauchtümer der jüdischen Gemeinschaft in der Schweiz erfahren. Ohne Druck oder Belehrung. Er erzählte vom sieben Tage lang dauernden Pessachfest im April, an dem am Sederabend unter anderem ungesäuer-

tes Mazza-Brot verspeist werde. Sehr zum Vergnügen der Zuhörer wies er auf eines der zahlreichen Probleme der Juden hin, wie zum Beispiel, welche Zahnpasta sie verwenden durften. Welche ist wirklich koscher, die von Migros oder doch die von Coop? Für Erheiterung sorgte seine Bemerkung, dass ein Geheimnis in der jüdischen Gesellschaft so gut aufgehoben sei, wie ein Hase im Fuchsbau. Er erklärte den Schabbat, der nach der jüdischen Schöpfungsgeschichte der Ruhetag ist. Jede Woche von Freitag- bis Samstagabend. An diesem Tage herrscht Werkverbot und «Synagogenpflicht». Am Schabbat und an anderen Feiertagen seien die Juden wie auf einem anderen Planeten.

Einblicke in den jüdischen Alltag Bodenheimer setzte seine Lesung fort: Die Ermittlungen im Mordfall seiner entfernten Verwandten führen Rabbi Klein nach Wien. Die Reise tarnt er geschickt als Dienstreise, was man von einem hoch angesehenen Rabbiner eigentlich nicht annehmen würde. Überhaupt ist der hochgelehrte Mann ein Mensch mit allen Fehlern und Mängeln wie jeder andere. Wer Bianca Himmelfarb vergiftet hat, das wollte der Autor in der Lesung natürlich nicht verraten. Alfred Bodenheimer, der sowohl in Basel als auch in Israel lebt, ist es gelungen, das jüdische Tagesleben in seinem Kriminalroman so geschickt einzuflechten, dass man neben der spannenden Kriminalgeschichte einen sehr tiefen Einblick in das jüdische Leben erhält. Er dürfte ein Vorreiter dieser Idee sein. Die Kriminalromane, die er schreibt – mittlerweile sind es deren fünf –, sind wohl für die jüdische Leserschaft gedacht, geben aber auch anderen Liebhabern von Krimis die Möglichkeit, etwas mehr über die jüdische Kultur zu erfahren.

Fahrpläne für 2020 und 2021 liegen auf Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) hat zusammen mit den Verkehrsunternehmen, den Gemeinden und den Regionalen Verkehrskonferenzen die Fahrpläne für die Jahre 2020 und 2021 erarbeitet. Auf der ZVV-Website können alle interessierten Personen die Entwürfe einsehen und bis zum 29. März allfällige Änderungsbegehren an ihre Wohngemeinde im Kanton Zürich richten. Mit fast 140 Anpassungen betreffen die meisten Änderungen das Busangebot im ganzen Kanton. Dabei handelt es sich vorwiegend um Verlän-

gerungen der Betriebszeiten, Taktverdichtungen und zusätzliche Kurse. Des Weiteren soll das Nachtnetz ausgebaut werden. Nach Abschluss der öffentlichen Auflage werden die Gemeinden, die Verkehrsunternehmen und die Regionalen Verkehrskonferenzen alle eingegangenen Begehren prüfen und beurteilen. Anschliessend legt das zuständige Verkehrsunternehmen dem ZVV allfällige Anpassungen vor. Darauf unterbreitet der ZVV den Fahrplan 2020/21 dem Verkehrsrat zur Genehmigung. (pd.)

Als erstes ist ein flinkes Tappen zu hören, dann erscheinen zwei kleine Händchen auf der Treppe und kugelrunde strahlende dunkle Äuglein zaubern der Besucherin ein Lächeln aufs Gesicht. Der einjährige Ilay krabbelt neugierig zwischen den Vernissagengästen umher. So neugierig wie der Kleine seine Welt entdeckt, so neugierig und unvoreingenommen betrachtet auch sein Vater, der Künstler Deviprasad C Rao, die Welt, insbesondere die Welt der Technik. Der Journalist Philippe Pfister erzählte als Einstimmung zur Ausstellung, wie er und seine Frau den dauernd niesenden, gutaussehenden Mann, wahrscheinlich Inder, im Flugzeug kennenlernten und wie sich daraus sehr schnell eine Freundschaft entwickelte. Weiter referierte er über die Stationen auf Devis knapp 50jährigem Lebensweg. Rao, in Indien geboren, war nicht immer bildender Künstler, sondern nach einem Studium der Betriebswirtschaft auch in der Marketingbranche, als Fotojournalist, oder Pantomime tätig. Das Malen sei erst mit 29 Jahren, als heilende Therapie, in sein Leben gekommen und seit 2002 zu seinem Beruf geworden. Er hat bereits mehrfach ausgestellt und auch grössere Auftragswerke ausgeführt. Zum Schluss der Ansprache sagte Pfister: «Ich hoffe, Sie lassen sich von Devis Leidenschaft anstecken und kaufen ein Werk. Wir haben eines zu

Deviprasad C Rao’s Inspirationsquelle war ein Pressluftbohrer. (Bild Marlise Santiago) Hause und es ist eine wahre Energiequelle!» Dann übernimmt Ariane Buffat, Leiterin des Kunstforums, und spricht von Raos Neugier und der Faszination für alles vom Menschen erschaffene, wie Maschinen oder Fabriken. Solches sei seit geraumer Zeit seine Inspirationsquelle. «Devi bildet jedoch nicht einfach ab, sondern übersetzt, was er sieht, in seine eigene Bild- und Farbensprache». Entstanden sind in der «Industrial Fragments»-Serie einerseits wunderbar verspielte bunte Acrylbilder, «da hängt er aber den Inder raus», sagte ein Besucher fröhlich, denn in Indien sei alles farbig und knallig. Andererseits gehören in die Serie aber auch schwarzweisse Tuschebilder. Striche, Punkte, Kleckse, abstrakte Formen, filigrane Kleinst-Strukturen, oder einzelne Maschinenteile, die einander spannungsvoll gegenüber stehen, und viel leerer Raum, sind seinen Bildern gemeinsam. Raum für Gedanken und Gefühle der Betrachtenden. Denn Deviprasad C Rao möchte mit seiner Kunst etwas provozieren, wie er sagte. Auch wenn

jemand ein Bild zerreisse oder kritisiere, sei ihm das lieber, als wenn er die Betrachtenden nicht erreiche, denn dann müsste er sein Schaffen ganz neu überdenken. Seit gut einem halben Jahr lebt er mit seiner Frau und dem kleinen Ilay in Stallikon. Wenn es schon nicht die Natur ist, die ihn inspiriert – diese sei für ihn etwas Göttliches, perfekt und deshalb unnachahmlich – was inspiriert ihn denn hier auf dem Land? Lachend erzählt er, wie er kurz nachdem er nach Stallikon gezogen war, im Postauto sass, und wie ein Pressluftbohrer dort die Strasse aufriss. Das war Inspiration zum Bild «Bohrmaschinen». So kann auch das, was den meisten Menschen eher ein Ärgernis ist, mit ganz anderen Augen gesehen, oder das, was sich hinter einem Ärgernis versteckt, neu entdeckt werden. Beispielsweise in Raos Bildern. Die Ausstellung dauert bis 30. April, Kunstforum Stallikon, Schulhaus Loomatt, Sellenbüren. Mo/Mi/ Do/Fr 15-19 Uhr, Di 15 -20 Uhr, Sa 10-12 Uhr. www.deviprasad.com.

Im Stein Geschichten entdecken

Benita Millius stellt bis 16. Mai in der KommBox, Aeugst, aus Die Aeugsterin Benita Millius Lusti zeigt in der KommBox im Gemeindehaus Aeugst Skulpturen aus Stein. ................................................... von urs e. kneubühl «Wie Menschen bei der künstlerischen Bearbeitung von Stein den kreativen Schaffensprozess angehen, ist ganz unterschiedlich; ich lasse mir vom Stein eine Geschichte erzählen, die ich nachher in Form umsetze», erklärt Benita Millius Lusti anlässlich der Vernissage ihrer Ausstellung in der KommBox in Aeugst. Das ist ihre Inspiration, die mit dem Betrachten und Anfühlen des Materials, mit dem sie arbeitet und das ganz unterschiedlich ist, zur Figur wächst. Mit Geschick, Technik und Handwerk geht sie dann in das Material, um schliesslich – nach einiger harter Arbeit, wie sie erklärt – dem Stein die Skulptur zu entnehmen. Einiges, was die Aeugster Steinbildhauerin dabei in den letzten zehn Jahren an Skulpturen geschaffen hat, zeigt sie bis 16. Mai in der KommBox im Gemeindehaus Aeugst.

Aus Verwunderung wird Bewunderung Es sind Objekte, die allesamt und augenblicklich eine natürliche, überaus lebendige Atmosphäre ausatmen. Gearbeitet aus verschiedenen Steinen, da roh belassen, hier grob bearbeitet und dort fein geschliffen, wobei natür-

Benita Millius Lusti: Die Aeugster Steinbildhauerin stellt bis 16. Mai in der KommBox im Gemeindehaus Aeugst aus. (Bild Urs E. Kneubühl) liche Zeichnungen und Einlagerungen geschickt einbezogen und harmonisch eingebettet sind. Innen- und Aussenwelten begegnen und verbinden sich, wecken verborgene und unerforschte Schönheit und lassen künstlerisch Verfeinertes mit Unvollkommenem harmonieren. Das fasziniert auf den ersten Blick so sehr, dass sich vorerst Verwunderung einstellen mag, der dann auch unvermittelt die Frage nach dem Grund solcher Wirkung folgt. Und dieses Erstaunen sammelt sich beim Betrachten, wodurch man zu erkennen beginnt – aus Verwunderung wird dann Bewunderung. So besitzt jede einzelne Skulptur in hohem Masse jene Form und jene Dynamik, die über den erfassten Au-

genblick hinaus schon den nächsten und übernächsten erahnen lässt. Auch ist der Künstlerin das Eigentliche ihrer gestalteten Objekte bewusst: mitzureissen und neue Bilder und Gedanken aufzurufen. Ihre Faszination von der Wirkung des Materials, davon, dass es schon Millionen Jahre alt ist, überträgt sich auf die Betrachtenden. Dessen natürliche Kraft und seine Wirkung bleiben unverändert. Benita Millius ist deshalb auch besonders wichtig, dass sich die Betrachter mit den Skulpturen auseinandersetzen – «auch ganz unmittelbar», sagt sie und hält dazu fest: «Anfassen ist bei meinen Arbeiten unbedingt erwünscht. So lässt sich Material und Form begreifen, ja erleben.»


Bezirk Affoltern

WWZ übernimmt das Kabelnetz in Obfelden Rückwirkend zum 1. Januar 2019 hat die Zuger WWZ Telekom AG das Kabelnetz der Gemeinde Obfelden übernommen. In den nächsten zwei Jahren sollen der Glasfaseranteil auf über 90 Prozent erhöht und das Netz für Bandbreiten von über einem Gbit/s vorbereitet werden. Dem Verkauf des Kabelnetzes hat Obfelden bereits an der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2018 zugestimmt. Nach Ablauf der Einsprachefrist hat nun auch WWZ die Verträge unterzeichnet. WWZ versorgt Obfelden schon seit vielen Jahren mit einem Telekom-Komplettangebot, bestehend aus Breitbandinternet, Telefonie sowie digitalem und interaktivem TV. Mit dem Übergang des Netzes an das Zuger Unternehmen ändert sich für die rund 2000 Kundinnen und Kunden in Obfelden nichts – ausser, dass sie die Rechnung für den Digitalanschluss neu von WWZ erhalten. Thomas Reber, Leiter Telekommunikation bei WWZ: «Seit vielen Jahren schon ist Obfelden ein Partnernetz von WWZ. Unsere Kundinnen und Kunden in der Gemeinde dürfen sich nun auch auf lange Sicht auf ein zuverlässiges und leistungsfähiges Telekomnetz verlassen, das schon heute an jedem Anschluss Bandbreiten von 500 Mbit/s bietet und das wir in naher Zukunft beträchtlich ausbauen werden.» In den nächsten zwei Jahren wird WWZ das Obfelder Kabelnetz zu einem Glasfaserkabelnetz ausbauen und die Infrastruktur für Bandbreiten von über 1 Gbit/s vorbereiten. Für den Obfelder Gemeindepräsident Thomas Ammann sind nicht zuletzt solche Netzausbauprojekte Motivation für den Verkauf des Kabelnetzes gewesen: «Der Betrieb eines Telekomnetzes ist längst keine Kernaufgabe unserer Gemeinde mehr.» Die technologische Entwicklung solcher Infrastrukturen und die damit verbundenen Know-how-Anforderungen seien in den Händen professioneller Partner wie WWZ optimal aufgehoben. Nebst weiten Teilen der Kantone Zug und Luzern versorgt WWZ auch einen Teil des Knonauer Amts mit Telekommunikation: Affoltern a. A., Zwillikon, Hausen a. A., Ebertswil, Kappel a. A., Hauptikon, Uerzlikon, Knonau, Maschwanden, Rifferswil und Obfelden. (pd.)

Spital Affoltern im Kantonsrat Bei den Spital-Abstimmungen im Knonauer Amt steht weit mehr auf dem Spiel als Fragen der Gesundheitsversorgung. Das macht ein Vorstoss im Kantonsrat klar. In einer dringlichen Anfrage, mitunterzeichnet von den Ämtler Kantonsräten Daniel Sommer (EVP) und Ronald Alder (glp), wird der Regierungsrat gefragt, welches Gewicht er dem Erhalt der rund 700 Arbeitsstellen zumesse und wie er deren Erhaltung konkret unterstützen könne. Weiter, wie der Regierungsrat die Betriebskommission unterstützen könne auf dem Weg, das bestehende Spital in ein kleineres Akutspital mit Schwergewicht auf ambulante Behandlungen, in Kooperation mit verschiedenen medizinischen Dienstleistern zu überführen. Zudem: Kann eine Permanence eine ausreichende und qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung in der Stadt Affoltern gewährleisten, die auch wirtschaftlich betrieben werden kann? Was würde dies für den Rest des Knonauer Amts bedeuten? Und welche Möglichkeiten hat die Region, eine allfällige Schliessung des Bereiches Langzeitpflege versorgungstechnisch aufzufangen? (tst.)

Dienstag, 12. März 2019

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Doch keine Haie für Hedingen Abfall: Die Gemeinde Hedingen setzt auf ein Produkt aus dem Aargau Die Gemeinde Hedingen hat vier neue Abfallkübel angeschafft. Das neue Produkt stammt von der Firma Robi AG. AntaSwissGeschäftsführer Marcel Strebel zeigt sich über den Entscheid erstaunt. Er hatte ebenfalls offeriert. ................................................... von livia häberling Einem Hedinger Pendler war Anfang Januar 2018 aufgefallen, dass an der Bushaltestelle «Güpf» kein Abfalleimer montiert war. Das hatte dazu geführt, dass an den Haltestellen immer wieder Abfall herumlag. Er wandte sich mit seinem Anliegen an die Gemeinde. Diese stellte fest, dass die erwähnte Haltestelle nicht die einzige sei, an der ein Abfallkübel fehle. An der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember standen mit dem Budget auch 9000 Franken für vier Abfallkübel fest. Eine Offerte erstellte damals auch Anta Swiss aus Knonau, die Herstellerin des Abfallhais. Inzwischen hat die Gemeinde tatsächlich vier Mülleimer angeschafft. Allerdings keine Abfallhaie. Anta Swiss-Geschäftsführer Marcel Strebel war «verwundert», als er im Januar die Absage auf seine Offerte erhielt, zumal er im «Anzeiger» über die geplante Anschaffung der Abfallhaie gelesen hatte. Er habe daraufhin den Hedinger Gemeindeschreiber Daniel Keibach kontaktiert und nach den Gründen für die Absage gefragt. Zu diesem Zeitpunkt sei das Konkurrenzprodukt allerdings bereits bestellt gewesen.

Inzwischen auch an der Haltestelle «Güpf» montiert: der Abfalleimer «Ventura» von der Firma Robi AG. (Bild lhä) Der Hedinger Gemeindeschreiber Daniel Keibach distanziert sich von der Aussage, man habe der Bevölkerung im Dezember explizit vier Exemplare des Abfallhais versprochen. «Wir haben versprochen, dass vier Kübel angeschafft werden. Dass es das Produkt ‹Abfallhai› sein wird, haben wir hingegen nicht bestätigt.» Man habe mehrere Offerten eingeholt und sich dann für das beste Produkt entschieden, so Keibach. Das Handling und die Materialisierung hätten beim Konkurrenzprodukt mehr überzeugt. Auf Details wollte Keibach auf Nachfrage

nicht eingehen. Ursprünglich hatte die Gemeinde Hedingen für die vier Abfallkübel 9000 Franken budgetiert. Das entspreche ungefähr jenem Betrag, der für vier Abfallhaie angefallen wäre, heisst es bei AntaSwiss. Stattdessen hat man sich für das Modell «Ventura» des Unternehmens Robi AG entschieden. Zu den Anschaffungskosten wollte sich Daniel Keibach nicht äussern, der Preis sei für den Entscheid jedoch nicht ausschlaggebend gewesen, erklärte er. Bei Robi AG beziffert man die Grundkosten für die vier Mülleimer

auf rund 5000 Franken. Das Modell Ventura koste je nach Ausstattung zwischen 1000 und 1250 Franken, heisst es auf Anfrage. Für die Spezialbeschichtung der Oberfläche seien nochmals 200 Franken pro Eimer hinzugekommen. Marcel Strebel bedauert, dass der Auftrag an einen Konkurrenten vergeben wurde, der nicht im Säuliamt produziert. Bei Robi AG hiess es auf Anfrage, auch das Modell Ventura werde grösstenteils in der Schweiz hergestellt – bis auf einzelne Teile, die im süddeutschen Raum gefertigt würden.

Mit Blaulicht den Mehlschwalben geholfen Kürzlich kam es in Bonstetten zu einem Feuerwehr-Einsatz der speziellen Art: Mithilfe einer Drehleiter hängten Vogelschützer Nisthilfen für Mehlschwalben auf. Organisiert wurde die Aktion durch den Verein Naturnetz Unteramt. Die Mehlschwalbe hat Hilfe nötig: Innert 20 Jahren hat die Art in der Schweiz um mehr als die Hälfte abgenommen. Es war der 12. Februar, um 19.30 Uhr, als beim Spar Bonstetten ein Feuerwehrauto heranfuhr. Feuerwehrmänner stiegen aus, Drehlichter blinkten und viele Anwohner fragten sich wohl, ob es brenne. Doch die Feuerwehr war aus einem erfreulichen Anlass gekommen: Sie half mit, Nisthilfen für Mehlschwalben anzubringen. Mit dabei waren zwei Vertreter der Feuerwehr Unteramt sowie drei Männer der Stützpunktfeuerwehr Affoltern a. A. Das Feuerwehrauto ist mit einer 30 Meter langen Drehleiter bestückt. So konnten die Nisthilfen in elf Metern Höhe unter dem Dach angebracht werden. Organisiert wurde die Aktion vom Verein Naturnetz Unteramt (VNU). Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die Mehlschwalben in Bonstetten, Stallikon und Wettswil zu fördern. An Häusern, wo noch Schwalben brüten, sollen weitere Nisthilfen aufgehängt werden. Der VNU hofft, die Kolonien so wieder vergrössern zu können, damit die Art in der Region nicht ganz ausstirbt. Am 12. Februar konnten so an den «Spar-Häusern» 12 Nisthilfen aufgehängt werden. An den Gebäuden waren 2018 sechs Schwalbennester gezählt worden. Die Kunstnester wurden durch den VNU so montiert, dass sie niemanden stören. Die Feuerwehrleute halfen tatkräftig mit. «Es freut uns,

Mit der Autodrehleiter werden Nistkästen angebracht. (Bilder zvg.)

Junge Mehlschwalben.

dass wir den Vögeln mit diesem Einsatz helfen konnten», sagt Mathias Baumann, Kommandant der Feuerwehr Unteramt. Später ging es weiter zum Spitexhaus an der Dorfstrasse 1, wo weitere acht Nester montiert wurden. Selbstverständlich unterstützten die Hausbesitzer die Aktion.

te melden Sie besetzte Mehlschwalben-Nester in Bonstetten, Stallikon und Wettswil an Stefan Bachmann: sbachmann@naturnetz-unteramt.net. Wer selber Schwalben fördern oder etwas für die Natur tun möchte, findet bei BirdLife Schweiz unter www.birdlife.ch/ratgeber viele Anleitungen. (pd.)

Weitere Mehlschwalben-Kolonien Eine weitere Kolonie mit 24 Kunstnestern befindet sich beim Bauernhof der Familie Locher. An einem Haus in Wettswil wurde 2018 zudem eine Kolonie mit sechs Nestern gefunden. Auch dort hängte der VNU zehn neue Nester auf. Die Aktion ist dringend nötig. Noch in den 1990er-Jahren wurde der Bestand der Mehlschwalbe in der Schweiz auf 100 000 bis 200 000 Paare geschätzt. Er ist seither auf 70 000 bis 90 000 Paare geschrumpft. Viele Sektionen von BirdLife Schweiz – darunter der VNU – wollen daher der Art unter die Flügel greifen. Die Mehlschwalbe leidet unter zwei Problemen. Einerseits findet sie immer weniger Insekten. Die intensi-

ve Landwirtschaft fordert ihren Tribut: Es gibt immer weniger Hecken, Feuchtstellen oder Brachland. Der Verbrauch an Pestiziden in der Schweiz ist hoch; die Wiesen werden artenärmer. Zudem werden ständig neue Flächen verbaut. Das andere Problem ist der Mangel an Nistmaterial und Nistplätzen. Vielerorts fällt es den Schwalben schwer, Lehmklümpchen für den Nestbau zu finden. Nester werden manchmal mutwillig zerstört, trotz des Schutzes der Vögel und ihrer Nester gemäss Jagd- und Schutzgesetz sowie Natur- und Heimatschutzgesetz. «Umso schöner ist es, dass es auch Menschen gibt, die die Schwalben willkommen heissen», sagt Stefan Bachmann vom VNU. «Hausfassaden können gut mit Kotbrettern vor Verschmutzungen geschützt werden.»

Besetzte Mehlschwalben-Nester melden Im April kehren die Schwalben aus Afrika zurück. Der VNU zählt die Nester auch 2019. Dazu ist er auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen: Bit-

zur sache Naturnetz Unteramt Der Verein Naturnetz Unteramt (VNU) engagiert sich seit 89 Jahren für mehr Natur in den Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Er betreut 10 Schutzgebiete und setzt sich für die Förderung der Artenvielfalt ein. So organisierte er im letzten Jahr 21 Pflegeeinsätze mit 422 geleisteten Stunden. Daneben führt der VNU Exkursionen durch und bietet einen Kinder-Club an. Infos: www.natunetz-unteramt.ch.


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Bezirk Affoltern

Oh, Tannenbaum …!

Farbtupfer am FGU-Maskenball in Kappel

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Als Tannenbaum «Verkleideter». (Bild Martin Platter)

Keine Ahnung, was ein Tannenbaum mit dem Ballmotto «Zirkus, hereinspaziert!» zu tun hat. Aber es war beeindruckend, welche Wirkung die riesige Stacheltanne in der Menge entfaltete. Kein Auge blieb trocken, denn auf diese Idee musste man erst mal kommen. «Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter…» Ein willkommener Farbtupfer im zunehmend dominierenden Blau der frühen Morgenstunden. Es war nicht das einzige originelle Sujet am FGU-Maskenball am Freitagabend im Kappeler Gemeindesaal. Am meisten beeindruckt hat das lebensgrosse Babykamel mit den beiden Beduinen, die prompt auch die Maskenprämierung gewannen – vor bezaubernden Seiltänzerinnen und einem reich mit Bananen behangenen Affenzirkus. Ungewohnt war die Bigband «Rämlers», die gleich die ganze Bühne beanspruchte und mit einem breiten Repertoire aufspielte – die typischen Schunkelgassenhauer aber weitge-

hend ausliess. Toll war einmal mehr das breite Altersspektrum bei den Ballbesuchern, das typisch ist für den Maskenball der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon.

Dienstag, 12. März 2019

Legenden und Helden, irgendwie

Säuliguggernacht in der Break Eventhall in Affoltern «Hey, ich kenn’ dich aus dem Fernsehen!», so hätte man am letzten Samstag in der Break Eventhall einen Grossteil der Partygäste anlabern können. Zwar aus dem Vorabendprogramm und aus Kindertagen, aber egal. Fernsehen ist Fernsehen. Die Säuligugger veranstalteten ihren Ball dieses Jahr unter dem Motto «Comic Convention». Der Auflauf an Prominenz war beachtlich: Mit den Schlümpfen oder Batman waren echte Schwergewichte dabei, die wissen, wie man sich über Jahrzehnte im Rampenlicht (ver)hält. Und dann, tja ... gab es noch die anderen. Die Cowboys und Indianerinnen und Ärzte und Wölfe und Scheichs. Die zwar nicht comic, aber immerhin komisch sind, an jeder Fasnacht aufkreuzen und dort bis frühmorgens ausgelassen, aber friedlich feiern. Und so – zumindest in der Säuliämtler Partyszene – auch ein bisschen Legenden und Helden sind. (lhä)

Diese sechs sah man auch ohne Drink doppelt und vierfach: «Shrek» und seine Fiona räumten bei der Maskenprämierung den ersten Preis ab.

Kappeler Kindermaskenball im Konfettisturm Begonnen hatte das Spektakel schon am Freitagnachmittag mit dem Kindermaskenball, der sich zum Konfettiinferno entwickelte. Die Macher der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon hatten einen Konfettibläser entwickelt, der die Jungfasnächtler vollkommen in seinen Bann zog. Noch manche Mutter kam beim Beobachten ins Staunen, wie sich die Sprösslinge zwei Stunden lang mit Hingabe dem «Aufräumen» widmeten. Also die Konfetti am Boden wieder zusammennehmen, um sie erneut in den aufwändig dekorierten Gemeindesaal zu blasen – am liebsten ins Gesicht des Nächsten. (map.)

Blau ist ihr Naturzustand: Bei Familie Schlumpf tauchte die ganze Sippe auf. (Bilder Livia Häberling)

«Battery-Man» kennt sich mit leeren Batterien aus, hatte aber selbst zu später Stunde noch Energie für eine Pose.

Im «U(h)rwald» von Maschwanden

Ausgelassene Stimmung am Maskenball in der Turnhalle Maschwanden ist eingebettet in Naturschutzgebiete und temporär auch zum «U(h)rwald» geworden. Am Samstag, beim traditionellen Maskenball in der Turnhalle. Das in Klammern gesetzte h erlaubte der Narrenschaft, die Grenzen beim Basteln ihrer Kostüme weiter auszudehnen. So spielte dann auch die Uhr im Urwald eine Rolle, sichtbar bei Mitgliedern einer Gruppe, die ihre Köpfe nicht nur mit Grünzeugs verzierten, sondern auch mit einer Art von Kirchturmuhr. Aber auch andere, mottogerechte und fantasievolle Kostüme waren zu sehen, zur Schau gestellt von fröhlich wie ausgelassen tanzenden Närrinnen und Narren – be-

sonders aufgedreht beim Konzert der Guggen (Vollgashöckler aus Hedingen, Gyre Sümpfer aus Widen und Häxeschränzer aus Gebenstorf). Unter ihnen aber ein nicht mehr ganz junger Fasnächtler: Einmal mehr markierte «Techno-Ruedi» Präsenz. Der 81-Jährige aus Merenschwand bestritt am Samstag seinen 18. Fasnachtsball in dieser Saison, und auch in Maschwanden zeigte der rüstige Rentner keinerlei Ermüdungserscheinungen. Gelenkig und konditionell auf der Höhe, hielt er tanzend spielend mit jenen mit, die seine Enkel oder gar Urenkel sein könnten. Der alt Fasnächtler schaffte es vor wenigen Wochen sogar

in den «Blick», als er im KKL in Luzern zusammen mit Bligg die Bühne rockte. 16-mal tanzte er auch an der Streetparade in Zürich mit. Narren leben länger. Der Veloclub Maschwanden, dem das Fasnachts-Organisationskomitee angeschlossen ist, wohl nicht. Möglicherweise wird der Verein, der 2018 sein 100-Jahre-Jubiläum gefeiert hat, aufgelöst. «In diesem Fall gründen wir dann einen eigenen Verein», sagt OK-Präsident Roland Weidmann. Er und ein gutes halbes Dutzend OK-Mitglieder schufen am Samstag erneut den Rahmen für einen ausgelassenen, fröhlichen und friedlichen Maskenball. (-ter.)

Der «Tausendfüssler mit kalten Füssen» bekommt Socken verpasst. (Bild zvg.)

«Das grosse Krabbeln» Bunte Kinderfasnacht in Obfelden

Ausgelassen feiern in mottogerechten Kostümen. Rechts der unverwüstliche «Techno-Ruedi». Der 81-Jährige bestritt in dieser Saison den 18. Maskenball.

Die Uhr nicht am Arm, sondern auf dem Kopf … (Bilder Werner Schneiter)

Am Samstag, 2. März, öffnete der Saal Brunnmatt in Obfelden seine Tore zur «Party auf der grossen Wiese». Über 300 Krabbeltiere und sonstige Wesen aus der Fantasie- und Tierwelt hatten sich versammelt, um gemeinsam zu feiern. Die Güggel-Gugger heizten mit lauter und fetziger Musik zünftig den Saal ein. Mit viel Unterhaltung und Animation führten die Gartenzwerge Hulda und Schorsch durch den kunterbunten Nachmittag. Da gab es Spiele wie: «Spinnennetzwickel» und «Mistkäfer-Race», ein «Tausendfüssler mit kalten Füssen» und die beliebte Polonaise durfte natürlich auch nicht fehlen. «Hinter dem Zaun» gab es Süssigkeitenspiesse und fantasievoll gestal-

tete Kuchen, so verlockend und gluschtig, dass die Wahl schwer fiel. Auch die Snacks vom Buffet, wie: «knackige Blätter (Chips)», oder «Made im Brot (Hotdog)» waren verlockend und niemand musste hungrig oder durstig bleiben. Auch dieses Jahr gab es wieder eine Maskenprämierung und sechs grosse Pokale wurden den glücklichen Gewinnern übergeben. Den ersten Platz um den Gruppenpreis belegten die «Zauberschnecken» und im Einzelwettbewerb machte die «schwarze Spinne» das Rennen. Zur Erinnerung an diesen schönen «Wiesentag» konnten Ansteckbuttons selber gestaltet werden, was auch rege genutzt wurde. (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. März 2019

Festhalten, bitte! Stürmischer Uerzliker Fasnachtsumzug Sturmtief Eberhard machte den Umzug der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon zu einer windigen Angelegenheit. Die Wagenbaugruppen hatten aber ganze Arbeit geleistet. Keine der aufwendigen Konstruktionen löste sich in ihre Bestandteile auf. ................................................... von martin platter Regen, Surmböen, Sonnenschein und Konfetti aus allen Himmelsrichtungen: Den Fasnachtsfans blieb am Sonntagnachmittag an der Umzugsroute durchs Oberamt nichts erspart. Sturmtrief Eberhard trieb sein Unwesen – und die Narren noch dazu. Die wettererprobten Wagenbauer liessen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und präsentierten ihre Sujets mit Schalk und Stolz. Einmal mehr wurde ganze Arbeit geleistet. Bis auf ein wegen einer Windböe umgekipptes ToiToi in Rifferswil gab es keine wetterbedingten Schäden. Besonders in Erinnerung bleiben wird die aufwendig inszenierte Persiflage des geplanten Mauerbaus beim Kloster Kappel durch die Wagenbaugruppe Leemättler. Sie stand schliesslich am höchsten in der Gunst der Publikums-Jury. Auch Donald Trump war wieder zugegen. Technisch beeindruckend war die mobile Kreiselbahn für drei Personen, die d`Alpegschirrer Clique Näfels in Erinnerung an den Brand im Europapark Rust als Vorschlag für ein neues Fahrgeschäft auf die Räder gestellt haben. In allen drei Dimensionen konnten sich die Besucherinnen und Besucher damit durch die Luft wirbeln lassen.

Gewagt: d`Alpegschirrer Clique Näfels mit ihrer Europapark-Eigenbaubahn. (Bilder Martin Platter / Thomas Stöckli)

Andenbar mit ihrer Abba-Persiflage.

Conchita Wurst und Abba Die Ratlose-Clique macht mit Conchita Wurst auf den Missstand aufmerksam, dass man noch immer auf der Suche nach einem neuen Lokal für künftige Wagenbauprojekte ist. Andenbar nahm die geplatzte Abba-Wiedervereinigung auf den Arm. Beeindruckend waren ausserdem die kunstvollen Masken und Kostüme der Gruppen und der zahlreichen Guggenmusiken, die den Festzug bei ihrem Marsch durch die Dörfer begleiteten. Gefehlt hat eigentlich nur das Thema Bezirksspital, das mit seinen zuweilen grotesken Sachverhalten und Wendehälsen perfekten Fasnachtsstoff geboten hätte. Für «Archaeopteryx» war es der letzte Fasnachtsumzug. Mit dem ungewohnt braven Sujet «Après Ski» hört die Hausemer Wagenbaugruppe nach 23 Jahren auf, weil sich immer weniger Leute für den Wagenbau begeistern liessen. Während mehr als zwei Jahrzehnten lieferten sich im Oberamt Archaeopteryx, «XY» und die Kappeler Leemättler eine veritable Ideen- und Materialschlacht, wenn es darum ging, Themen fasnachtsgerecht umzusetzen. In bester Erinnerung geblieben, ist beispielsweise der Fasnachtswagen zu den Olympischen Winterspielen in Turin, der einen voll funktionstüchigen Sessel- und einen Skilift mitführte. In Mettmenstetten lief sogar die damalige Olympiasiegerin Evelyne Leu mit den Archaeopteryx mit. Stürmische Zeiten waren es auch damals.

«XY» entführte zum Jubiläum der blauen Männchen nach Schlumpfhausen.

Ungewohnt brav hat sich die Gruppe «Archaeopteryx» verabschiedet.

Die Säuligugger machen hüpfend Stimmung.

Der Fernost-Drachen fasziniert auch die kleinen Fasnächtler.

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Die strahlenden Sieger der Wagenprämierung: Die Wagenbaugruppe Leemättler aus Kappel hat mit dem Sujet der geplanten Klostermauern gewonnen.

An der Uslumpete im Kappeler Gemeindesaal ging so richtig die Post ab.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. März 2019

Jeder Tag ist Tag der Frau

Senioren schützen Seniorinnen und Senioren werden vermehrt Opfer von Enkeltrickbetrügern oder falschen Polizisten. Selbst der wirtschaftlich attraktive Markt der Pflegedienstleistungen zieht vermehrt unseriöse Anbieter an. Diesen neuen Formen der Kriminalität sagt der Regierungsrat darum in seinen Schwerpunkten der Strafverfolgung 2019 bis 2022 den Kampf an. Daneben verstärkt er seinen Einsatz gegen Geldwäscherei, gegen Gewalt an Frauen und gegen eine Gefährdung der Bevölkerung durch psychisch auffällige Personen. Wichtiges Ziel für die kommenden vier Jahre ist es ausserdem, die Mitarbeitenden der Strafverfolgungsbehörden im Führen digitaler Strafverfahren auszubilden. Bekämpfung der Internetkriminalität ist seit 2009 ein Schwerpunktthema. (pd.)

Vielfältiger Abend in der Galerie am Märtplatz Da OK Frauenfest organisierte zusammen mit KulturAffoltern einen vielfältigen Abend, um den Tag der Frau zu feiern. Die Zugkraft und Überzeugung der Rednerinnen war ansteckend. ................................................... von christine häusermann Mirjam Halter, die grüne Kantonsratskandidatin, begrüsst die 90 Anwesenden Frauen und wenige Männer. Sie hat zusammen mit ihrer Kollegin Mirjam Nogueira und dem Team von KulturAffoltern den Anlass auch dieses Jahr wieder organisiert. Nach ihrer Vision einer gleichberechtigten, pluralistischen Gesellschaft, die jedem Individuum mit Respekt begegnet, führt sie Hannah Pfalzgraf, SP-Kantonsrätin aus Mettmenstetten ein. Die beiden hochgewachsenen Frauen haben schon mal einen körperlichen Vorteil, Mann wird in der Politik nicht über sie hinwegsehen können, was schon allein ein Grund sein könnte, sie zu wählen. Hannah Pfalzgraf würde das aber auch ohne Grössenvorteil nicht passieren. Von Beginn weg legt sie ein fulminantes Plädoyer für die Gleichberechtigung der Frau aufs Parkett und das, obschon sie von Anfang an zu spät kam, wie sie augenzwinkernd berichtet, tatsächlich kam sie erst einen Tag nach dem Tag der Frau auf die Welt. Die Gleichberechtigung sei noch nicht erreicht, «Feministinnen braucht es immer noch», sagt sie und fügt an, wie dankbar sie den mutigen und kämpferischen Feministinnen vor ihr sei, die erreicht hätten, dass sie jeden Montag im Kantonsrat mitbestimmen, einen Job annehmen, eine Wohnung suchen, einen Vertrag unterschreiben könne – ohne Zustimmung ihres Vaters oder eines zukünftigen Ehemanns, dass sie sich straffrei auch gegen ein Kind entscheiden könnte und dass die Vergewaltigung in der Ehe strafrechtlich verfolgt würde.

«Gleichberechtigung steht uns zu» Hannah Pfalzgraf sagte aber auch, dass sie auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen wolle, dass wir leider noch immer in einem patriarchalen System lebten, in dem «weisse alte Herren» ein ungerechtes System bestimmten. «Gleichberechtigung ist kein hoher Anspruch, es ist das, was uns zusteht.» Sie zählt auf, dass die Lohngleichheit seit 38 Jahren zwar im Gesetz stehe, aber nicht umgesetzt sei und dass es weder in der Wirtschaft noch in der Politik Bestrebungen dafür gebe, dies anzeige

forum

Von links: Mirjam Nogueira, Hannah Pfalzgraf, Regula Müller, Verena Keller, DJane Wilde Hilde, Mirjam Halter. (Bild ch) zu ändern. Ausgerechnet von denen würde den Frauen die Lohngleichheit verwehrt, die sonst so verfassungsgläubig seien, meint die energische junge Frau, jenen also, die uns die Mitbestimmung, die Entscheidungsfreiheit über unseren eigenen Körper verwehren wollten und jetzt würden sie den gleichen Fehler wieder machen, indem sie die Frauen unterschätzten. «Wir sind verdammt viele, wir sind verdammt stark und wir sind bereit für das zu kämpfen, was uns zusteht», ruft die «Mettmenstetter Jeanne d’Arc» in die Runde. Sie hätte es satt, verglichen, auf Äusserlichkeiten reduziert zu werden und sich von wohlmeinenden Männern die Welt erklären zu lassen, sagt sie mit Verve. Die Zuhörerinnen sind gebannt. «Wir müssen aufhören, diese Respektlosigkeiten weiterhin zu tolerieren», und meint damit insbesondere auch die sprachlichen, wo die Frauen noch immer einfach mitgemeint wären. Sie ruft die Anwesenden zum Nationalen Frauenstreik am 14. Juni auf. «Für eine bessere Gesellschaft, eine gerechtere Zukunft und eine wirkliche Gleichberechtigung für uns und für alle, die nach uns kommen.» Das Publikum ist mitgerissen und Hannah Pfalzgraf verlässt mit einem Blumenstrauss unter grossem Beifall die Bühne.

«Das kränkelnde Spital in die Pflege der Frauen geben» Das OK zeigte, dass es Prioritäten setzen kann und gab aus aktuellem Anlass Regula Müller aus Aeugst kurzerhand die Gelegenheit, für das Spital Affoltern eine Lanze zu brechen.

«Die Leute wollten zwar die Palliativabteilung behalten, aber realisierten nicht, dass es ohne Spital auch keine Palliativabteilung mehr geben würde», meinte sie in ihrem sehr engagierten Votum. Menschenmedizin, Palliativabteilung, Mutter-Kind-Bereich, die Psychiatrische Tagesklinik seien Errungenschaften, die nicht einfach verscherbelt werden dürften. Sie selber erlebe die hohe Arbeitsqualität der Palliativabteilung als Freiwillige und sei über die Fürsorge, Offenheit und das Engagement, die das Personal den Patientinnen entgegenbringe, tief beeindruckt. «Heilen, pflegen war immer in den Händen der Frauen, wir haben spezielle Qualitäten und das Sensorium, etwas ganzheitlich anzuschauen.» Regula Müller verglich das von vielen bereits aufgegebene Spital mit der Glut unter der Asche und appellierte an die Frauen eindringlich, das Feuer wieder zu entfachen und weiter zu tragen, das kränkelnde Spital in die Pflege der Frauen zu geben und sich dafür stark zu machen und dies an der Demo für das Spital am 27. April zu zeigen und am 19. Mai dreimal Ja zu stimmen.

Das stimmige Leben statt das bequeme Bei der anschliessenden Lesung der Schauspielerin Verena Keller erstaunte viele Zuhörerinnen, welche Trouvaillen im Kabinett für sentimentale Trivialliteratur Solothurn zu finden sind und dass viele Autorinnen sogenannter Trivialliteratur aus dem 19. Jahrhundert Wegbereiterinnen der Frauenbewegung waren. Die drei von Verena Keller eindringlich gelesenen

Lebensläufe und Texte zeigten, wie modern diese Frauen dachten und handelten. Das bequeme Leben war nicht ihr oberstes Ziel. Regula Engel-Egli begleitete ihren Mann auf den Kriegszügen Napoléons und nahm selber aktiv bei der Schlacht von Waterloo teil, wo ihr Mann und ein Sohn neben ihr starben. Bertha von Suttner stammte aus verarmtem Adel, lebte mit ihrem Mann unter finanziell prekären Verhältnissen ein paar Jahre in Georgien und Geldsorgen begleiteten sie auch am Lebensende wieder, trotz Ansehen und Friedensnobelpreis, den sie als erste Frau 1905 erhalten hatte. Auch die dritte Porträtierte, Gabriele Reuter, nutzte ihr Schreibtalent früh, um damit Mutter und Brüder zu ernähren. Mit 38 Jahren gebar sie eine uneheliche Tochter und thematisierte das Ereignis zehn Jahre später in ihrem Skandalbuch «Das Tränenhaus».

Sind die Frauen heute emanzipiert genug? «Wir meinen immer, wir seien so modern, aber was diese Frauen damals schon gemacht haben, das ist beeindruckend», meinte eine Frau als die Stühle weggeräumt waren und DJane Wilde Hilde schon heisse Rhythmen abspielte, zu denen lustvoll getanzt wurde. Bei coolen Drinks diskutierte frau in kleinen Gruppen und spürte mal wieder, dass noch ein paar andere Gleichgesinnte in der gleichen Spur unterwegs sind. Ein ermutigender Gedanke für den Alltag, in dem die Frauen wieder allein ihre Frau stehen, denn jeder Tag ist Frauentag.

Feierabendbier auf dem Albispass Die SVP-Kantonsräte Martin Haab, Mettmenstetten, und Urs Waser, Langnau a. A., haben am vergangenen Donnerstag zum Feierabendtrunk auf dem Albispass eingeladen. Die Gastgeber konnten um 18 Uhr eine ansehnliche Zahl Besucher auf der Bezirksgrenze begrüssen. Darunter auch einige Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Bezirk Affoltern und Horgen. Der Ehrengast und Hauptreferent, Nationalrat Gregor Rutz, kam direkt aus der Session in Bern auf den Albispass. Seine Ausführungen galten dem zurzeit innenpolitisch aktuellsten Thema. Dem Rahmenvertrag mit der EU. Ein Abhängigkeitsvertrag der dazu führt, dass geändertes EU-Recht automatisch übernommen werden müsste. Dazu kommen Unsicherheiten wie Unionsbürgerrecht und Lohnschutz im Zusammenhang mit dem freien Personenverkehr und drohende Eingriffe in unser föderalistisches System von kantonalen und kommunalen Hoheiten. Sogar die Konferenz der Kantonsregierungen äussert sich skeptisch bis ablehnend zum Rahmenvertrag mit der EU. Ohne an dieser Stelle auf Einzelheiten einzugehen, dass sich die freisinnige Partei für einen solchen Vertrag ausspricht, ist für Nationalrat Rutz unverständlich. Die Werte der Schweiz, wie direkte Demokratie und Föderalismus, werden mit einem solchen Vertrag massiv eingeschränkt, so dass nur ein deutliches Nein zu diesem Vertragswerk die Folge sein muss. Mit Dank an die Gastgeber, die Kantonsräte Haab und Waser ging um 20 Uhr eine anregende Veranstaltung zu Ende. SVP Bezirk Affoltern


Forum

Ronald Alder: Pionierregion Säuliamt Die Kombination von Umwelt und Wirtschaft bietet ein riesiges Potenzial. Dank der Förderung von erneuerbaren Energien wird der Klimawandel gebremst und das lokale Gewerbe profitiert. Ronald Alder. In der Schweiz wurden in den letzten 10 Jahren über 57 000 neue Arbeitsstellen im Bereich der erneuerbaren Energien geschaffen. Dafür setzt sich Ronald Alder mit verschiedenen Vorstössen im Kantonsrat ein. Hier hat sich das Säuliamt als Pionierregion etabliert. Zur Pionierregion soll sich das Säuliamt auch im Gesundheitsbereich entwickeln. Viele Spitäler haben neue Bettenhäuser gebaut und auf die stationäre Medizin gesetzt (Triemli, Lim-

mattalspital, Kantonsspital Winterthur). Auf die Umstellung «ambulant vor stationär» sind sie nicht oder nur schlecht vorbereitet. Es bietet sich eine einmalige Chance für den Standort des Spitals Affoltern, denn «ambulant vor stationär» wird die Gesundheitsversorgung grundlegend umkrempeln. Ambulante Notfallzentren mit zusätzlichen Gesundheitsleistungen, wie stationäre Spezialversorgungen (z.B. Geriatrie, Palliative Care), Kooperationen mit anderen Spitälern etc. werden Spitäler im herkömmlichen Sinn ablösen. Als Gesundheitsvorsteher und Gemeinderat von Ottenbach ist Ronald Alder die Grundversorgung ein grosses Anliegen. Er plädiert darum für 3 mal Ja am 19. Mai 2019, um dem Standort des Spitals Affoltern die Chance zu geben, sich auf die Zukunft auszurichten. Die Chance, ein Vorzeigeprojekt mit Pioniergeist zu werden. Grünliberale Knonauer Amt

Nicole Beck-Taubenest: Verantwortung übernehmen Nicole Beck-Taubenest ist Ökonomin und Inhaberin eines Beratungsunternehmens im Gesundheitswesen. Sie lebt seit beinahe 20 Jahren in Aeugst, ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Nicole BeckNeben ihrer lang- Taubenest. jährigen Tätigkeit im Gesundheitswesen war sie über zwei Jahrzehnte Prüfungsexpertin und -leiterin in der Höheren Berufsbildung. Seit Sommer 2018 ist sie Mitglied der Sozialbehörde in Aeugst. Sie wurde in eine Familie mit liberalem Engagement hineingeboren und hat so schon als Kind Politik kennengelernt. Als Kleinunternehmerin vertiefte sich ihr Interesse für Politik und Wirtschaft, berufsbedingt mit starkem

Fokus auf bildungs- und gesundheitspolitische Themen. Das langjährige Engagement ihres Mannes Dr. Thomas Beck für die GLP hat ihr die Lebendigkeit einer aktiven Politik mit allen Facetten schmackhaft gemacht. Eine rein liberale Politik genügt ihr nicht. Das Engagement der GLP für Wirtschaft u n d Umwelt überzeugt sie. In der Berufsbildung erlebte sie, dass Bildung nicht nur das Aneignen von Schulstoff, sondern auch von persönlichen und sozialen Kompetenzen bedeutet. Daraus entsteht das Bewusstsein für eine gesellschaftliche Verantwortung für heute und morgen. Die Grünliberalen setzen sich für eine lebenswerte Gesellschaft und Umwelt für uns und unsere Kinder ein. Mit Ihrer Stimme für Nicole BeckTaubenest stärken Sie die Position der Grünliberalen in der politischen Mitte und schenken unseren Kindern Perspektiven. Grünliberale Knonauer Amt

Celine Bill: Chancengleichheit und Klimaschutz In den letzten Monaten ist die Diskussion um den Klimawandel immer intensiver geworden. Menschen jeglicher Altersgruppen und Gesellschaftsschichten setzten sich für einen ausgebauten Umweltschutz ein. Sie überdenken ihr persönliches Konsumverhalten, essen weniger Fleisch und denken zweimal nach, ob sie mit dem Flugzeug in die Ferien fliegen wollen. Dieses Engagement macht mir Hoffnung. Hoffnung auf eine nachhaltige Zukunft, bei welcher der Mensch im Zentrum steht. Denn genau dies vermisse ich im Moment in der kantonalen Politik. Es werden Steuergeschenke für Reiche und grosse Firmen gemacht und beinahe Wasser privatisiert. Als zukünftige Sekundarlehrerin sehe ich auch jeden Tag, wie wichtig unser Bildungssystem ist. Es darf auf keinen Fall weiter bei der Bildung gespart werden. Denn nur durch sie können wir Chancengleichheit in unserer anzeige

Gesellschaft erreichen. Für viele Kinder aus benachteiligten Familien ist die Schule der einzige Weg für eine bessere Zukunft. Als gebürtige Säuliämtlerin bin ich natürlich auch tief verwurzelt in Celine Bill. unserem Bezirk. Fast meine ganze Familie wohnt im Knonauer Amt und auch das Geschäft meines Vaters, bei welchem ich Teilzeit mitarbeite, befindet sich in Affoltern. Das Säuliamt soll unbedingt auch in Zukunft ein attraktiver Ort mit erholsamer Natur bleiben. Es wird sicher enorm wachsen und viele Herausforderungen werden auf uns zukommen. Vor allem in Bezug auf die Mobilität und den Wohnraum. Celine Bill, SP Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. März 2019

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Lesermeinungen zum Spital Endlich ein konkretes Bild Endlich kann ich mir ein konkretes Bild machen, wie die zukünftigen Angebote des Spitals aussehen könnten. In der kürzlich schriftlich verfassten Zukunftsstrategie des Bezirksspitals (Infobulletin «Die Zukunft des Spitals Affoltern» als Beilage im «Anzeiger» im Januar 2019), wird für mich klar aufgezeigt, wie die Einzigartigkeiten dieses Regionalspitals erhalten und gleichzeitig eine Weiterentwicklung mit zukunftsgerichteten Angeboten, aufgebaut werden kann, z.B. werden die Pallative Care, die Akutgeriatrie und die Mutter–Kind Abteilung weitergeführt und gleichzeitig wird darüber nachgedacht, wie man den zukünftigen Bedürfnissen der Bevölkerung besser entsprechen kann. Mir gefällt auch der 2. Teil der Strategie, nämlich die Zusammenarbeit mit starken Partnern. Mit dem Stadtspital Triemli besteht sie bereits. Meine Bedenken und meine Sorge ist eher, ob das Potenzial der lokalen Partner im Gesundheits- und Sozialwesen überhaupt erkannt wird. Für Lösungen, die der Bevölkerung gerecht werden, ist eine intensive Zusammenarbeit jedoch unumgänglich. Zumindest weiss ich jetzt, wie ich in dieser wichtigen Sache abstimmen werde und hoffe, mit 3x Ja meinen Beitrag zu leisten. Carmen Geser, Ottenbach .........................................................................

Erfahrung und professionelle Führung im Gesundheitswesen Die Leitung einer Institution im Gesundheitswesen ist eine komplexe und sehr anspruchsvolle Führungsaufgabe. Personen, die dies professionell ausführen und erfolgreich bewältigen, verdienen unseren Respekt. Gemäss einer Analyse, die der Tagesanzeiger am 25. Februar publiziert hat, dominieren in den Verwaltungsräten von Spitälern Ärzte, Politiker und Anwälte. Im Gegensatz zur übrigen Wirtschaft gebe es in Verwaltungsräten von Spitälern kaum Personen mit Geschäftsleitungserfahrung. Dies sei mit ein

Grund für die hohen Spitalkosten. Diese Analyse entspricht Aussagen des Gemeindeamtes: In Gemeinden unserer Grösse gilt «Politischer Rückhalt ist wichtiger als Fachkunde». Dies bedeutet, dass Lokalpolitikern oft die Professionalität und erst recht der Leistungsausweis für die Führung von Institutionen im Gesundheitswesen fehlen. Bestätigt wird dies durch die nicht guten Erfahrungen mit der strategischen Führung des Spitals Affoltern durch Laien und Lokalpolitiker: Viele Wechsel, Fehlinvestitionen wie beim Versorgungszentrum, Verzögerungen bei den Spitalabstimmungen etc. In der geplanten IKA Langzeitpflege und in der gemeinnützigen Spital AG sollen fünf bzw. sieben Verwaltungsräte die strategische Führung übernehmen. Ernannt und gewählt werden diese von den Gemeinden. Da die Gemeinden keinen Einfluss über Delegierte haben werden, sondern höchstens noch über die Verwaltungsräte, werden sie versuchen, eher gemeindenahe als fachlich ausgewiesene Personen für die Verwaltungsräte auszuwählen. Dazu kommt, dass, wie bisher, die Unsicherheiten der neuen Institutionen (Spitalliste) keine bewährten Fachleute anziehen werden. Die Weiterführung der heutigen Spitalinstitutionen ist deshalb durch professionelle Drittinvestoren zu gewährleisten. Bei der Evaluation solcher Investoren im Rahmen einer Ausschreibung kann gemäss deren Führungsfähigkeiten und -erfahrungen entscheiden werden. Voraussetzung dazu ist die Auflösung des Spitalzweckverbandes und die Ablehnung der beiden Nachfolgeorganisationen. Deshalb am 19. Mai: Ja und zweimal Nein! Dr. Bertram Thurnherr, Hedingen, www.bthurnherr.ch .........................................................................

Einige Fragen Zur Erinnerung: Herr Dr. Bertram Thurnherr, Sie hatten ein bezahltes Mandat des Spitals Affoltern und liessen sich trotzdem in die Betriebskommission wählen. Haben Sie wiederum ein Mandat z.B. von der Solviva? Wie

sind Ihre Verbindungen zu Solviva und anderen Spitälern? Es kam eine ganzseitige Präsentation von Solviva im «Anzeiger», wie sie sich eine neue Gesundheitsstruktur vorstellen. Da steht im ersten Satz: «Gleich beim Eingang zum heutigen Spital entsteht eine an 7 Tagen/24 Stunden betriebene, moderne Permanence (...) Geführt durch Hausärzte des Bezirkes oder einem Dritten vom Spital Limmattal fachlich unterstützt.» Woher wollen Sie und Solviva diese Hausärzte nehmen, die doch eben immer mehr in Pension gehen und jetzt schon alle bereits heillos überlastet sind? Würden diese die Wochenenden und Nächte im Pikettdienst übernehmen wollen? Dies nachdem sie bereits jetzt teilweise den Pikettdienst nicht mehr allein gewährleisten können. Jetzt können wir Tag und Nacht notfallmässig in unser Spital. Solviva will mit dem Limmattalspital zusammenarbeiten. Wieso soll die sich nun aufbauende und teilweise bereits bestehende, gute Kooperation mit dem Triemlispital wieder zunichte gemacht werden? Wie würde die Zeit zwischen einer sehr kostenintensiven Stilllegung unseres Spitals und einem neuen Konstrukt überbrückt? Wer verhandelt mit potenziellen seriösen Investoren, wenn die Verhandlungspartner (Gemeinden) über keine Struktur mehr verfügen? Wird das Spital Affoltern zwischen den Interessen der Firma Solviva und den Interessen der entsolidarisierten Gemeinden zerrieben? Müssten wir aus zeitlicher Not alle Angebote (niedriger Preis für den Landverkauf etc.) von privaten Interessenten, deren verständliches Hauptinteresse die Gewinnoptimierung ist, annehmen? Woher nehmen Sie, Herr Thurnherr, die Gewissheit, dass Ihr Modell nicht scheitern wird? Ich meine, nur ein 3x Ja verhindert, dass unser Gesundheitswesen zum Spielball einzelner Investoren, Konkurrenten und Persönlichkeiten wird. Nur ein beherztes 3x Ja erlaubt es, eine seriöse Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens unter Berücksichtigung aller Aspekte anzupacken. Regula Ochsner, Ottenbach

Qual der Wahl

Fussweg am Reussufer gefährdet

Ein politisch interessantes Jahr hat begonnen. Unter anderem, dürfen wir unsere Volksvertreter auf kantonaler und nationaler Ebene wählen. Eine Partei zu finden, welche unsere persönlichen Bedürfnisse, Ideen und Wünsche vertritt, war bis anhin verhältnismässig einfach. Die Profile waren klar. SVP für die Schweiz, SP für Europa, FDP für die Wirtschaft, CVP für den Frieden, GLP für etwas Wirtschaft und etwas Natur und die Grünen für sehr viel Natur. Die Partei-Findung ist infolge eher unerwarteter Ereignisse schwieriger geworden. Ein Tessiner Bundesrat will bei Nicht-Unterzeichnung eines Rahmenvertrages den Notstand ausrufen. Mit Schule schwänzen Aufmerksamkeit erregen, wird zu einem Mode-

Für die saubere und grosszügige Arbeit am Reussufer und Kanal möchte ich dem Amt für Naturschutz (ALN) und dem Awel (Abteilung Gewässerunterhalt) ein grosses Dankeschön aussprechen. Der Abbruch der Uferböschung ist reussseitig vorerst unterbunden, wäre da nicht die Insel am linken Ufer. Diese trägt zur Unterspülung am rechten Ufer bei. Die Insel bremst den Wasserlauf der Reuss. Es ist ein altes Gesetz, dass das Wasser seinen Weg sucht und auch findet. Mit anderen Worten wird das Flussbett zwischen Insel und Ufer ausgeschwemmt (Abbruch der Uferböschung). Ohne bauliche Massnahmen am Ufer könnte es sein, dass der schöne Fussweg zwischen Reuss und Kanal in einigen Jahren nicht mehr begehbar ist. Ruedi Ruch, Ottenbach

trend. Der Zürcher FDP Ständerat gibt Rätsel auf, indem er sich anscheinend nicht nur Sorgen um unser Klima macht, sondern auch Länder der Dritten Welt mit «Know-how» und Steuergelder unterstützen will. Eine profilierte Winterthurer Schulvorsteherin wird der SP untreu. Auf die Frage: «Wer hat den Umweltschutz erfunden?», lautet die neue Antwort: «nicht Ricola, sondern Frau Gössi.» Fazit: viel Opportunismus bei den Parteien. Wenig Unterstützung für die Meinungsbildung des Bürgers. Es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma: Wählen wir Evangelische Volkspartei. Die Chancen, dass sie zu Wetterfahnen werden und zu den Katholiken konvertieren, ist sehr klein. Walter Laubscher, Affoltern a. A.


Gewerbe/Dienstleistungen

Auf Bezirksebene?

Steinbildhauen

Der Gewerbeverein Affoltern will «Lust auf einheimisches Gewerbe» abtreten. > Seite 13

Bildhauer Nicholas Micros bietet wieder Sommerworkshops an der Reuss an. > Seite 15

Dienstag, 12. März 2019

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Grosser Finaltag Hallenwinterwettkampf: 143 Knaben und 125 Mädchen messen sich in Bonstetten. > Seite 17

Gut aufgestelltes regionales Gewerbe Generalversammlung des Gewerbevereins Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden Der Gewerbeverein Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden (MKM) wurde an der diesjährigen Generalversammlung vom Präsidenten des kantonalen Gewerbeverbandes besucht. Die Traktandenliste zeigte deutlich, dass das Gewerbe in der Region eine wichtige Rolle spielt. ................................................... von martin mullis Die 46 Mitglieder des Gewerbevereins Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden (MKM) im Stampfisaal in Knonau, sahen an der diesjährigen Generalversammlung eine reichbefrachtete Traktandenliste vor sich. Präsidentin Vreni Spinner durfte nicht nur die Mitglieder, sondern auch wichtige Gäste herzlich willkommen heissen: Esther Breitenmoser, Knonauer Gemeindepräsidentin sowie Werner Scherrer, der Präsident des KMU- und Gewerbeverbandes Kanton Zürich (KGV), unterstrichen durch ihre Anwesenheit die Wertschätzung des regionalen Gewerbes. Esther Breitenmoser versicherte in ihrer kurzen Begrüssung, das lokale Gewerbe im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bei allen Aufträgen zu unterstützen. Die Geschäfte der Generalversammlung wurden danach von der Versammlung entsprechend dem Wunsch der Präsidentin schlank und zügig abgearbeitet. Sowohl das Protokoll, der Jahresbericht der Präsidentin,

das Budget 2019, als auch die mit einem kleinen Minus abgeschlossene Jahresrechnung erhielten Zustimmung. Turnusgemäss stand die Wahl der Präsidentin in diesem Vereinsjahr auf der Traktandenliste. Vreni Spinner wurde mit grossem Applaus bestätigt.

Neue und moderne Homepage Vorstandsmitglied Thomas Strebel stellte anschliessend die neue und modern gestaltete Homepage des MKM vor. Der Vorschlag eines Mitgliedes aus der Versammlung, gelegentlich wieder einmal eine Gewerbeausstellung durchzuführen, fand allgemein Anklang. Grund zu einer ausführlichen Diskussion gab danach jedoch der Antrag des Vorstandes, sich finanziell beim Projekt «Lust auf einheimisches Gewerbe», initiiert durch den Gewerbeverein Affoltern, zu beteiligen. Mehrere Voten zeigten, dass die Versammlungsteilnehmer wenig Nutzen aus dieser Aktion sehen. Die finanzielle Beteiligung am Projekt mit dem Motto «S’Gwerb us de Region» und «Zum Glück im Säuliamt» wurde schliesslich bei der Abstimmung knapp abgelehnt. Vier neue MKM Mitglieder aus den Branchen Gastronomie, Treuhand, Optik und Architektur durften sich vorstellen und wurden mit Applaus willkommen geheissen.

Beeindruckt von der Lebendigkeit Natürlich liess es sich Werner Scherrer, Präsident des KMU- und Gewerbe-

Gourmet-Erlebnis im Restaurant Central

Mit Käsepapst Rolf Beeler und Ruedi Müller Am Mittwoch, 27. März, um 19 Uhr führen Rolf Beeler und Ruedi Müller durch einen genussvollen Abend mit einer auserwählten Kombination von Käse, Fleisch, Fisch und Wein. Käse und Wein gehören zusammen wie Pech und Schwefel, das ist seit den alten Römern so. Es gibt viele Philosophien der gegenseitigen Abstimmungen, diese haben sich im Laufe der Zeit auch etwas verändert. Rolf Beeler ist ein ausgewiesener Fachmann in diesem Zusammenspiel. Die Marke Selection Beeler wurde von Rolf Beeler Anfang der 2000erJahre gegründet. Sie beinhaltet eine Auswahl an hochwertigem Käse, dessen Qualität von ihm persönlich vorgegeben und laufend kontrolliert wird. Die Marke Selection Beeler wird weltweit vertrieben und findet sich sowohl in erstklassigen Delikatessgeschäften als auch in der anspruchsvollen Gastronomie. Kürzlich ist ausserdem seine Tochter Muriel mit Begeisterung und Leidenschaft in das Käsegeschäft Beeler eingestiegen. Die Central-Küche bekocht mit einem herrlichen Fünfgang-Menü und

«Käsepapst» Rolf Beeler mit Tochter Muriel Wiederkehr Beeler. (Bild zvg.) Ruedi Müller präsentiert dazu die passenden Weine. (pd.) Käse und Wein-Celebration am 27. März um 19 Uhr. Restaurant Central, Zürichstrasse 100, Affoltern. Reservierungen per Telefon 044 761 61 15 oder per E-Mail an info@central-affoltern.ch.

Daumen hoch für ein lebendiges Gewerbe: Werner Scherrer, Präsident KGV. (Bild Martin Mullis) verbandes Kanton Zürich (KGV), nicht nehmen, zum Schluss der Versammlung ein kurzes Grusswort an die Mitglieder des MKM zu richten. Er zeigte sich überaus beeindruckt von der Lebendigkeit des Vereins. «Ich bin sehr gerne ins Säuliamt gereist und bedaure es absolut nicht, für einmal nicht nur auf der Autobahn durchgerast,

sondern die richtige Ausfahrt benützt zu haben», hielt er fest. Werner Scherrer dankte für die beachtliche Arbeit, welche in der Region zugunsten des lokalen Gewerbes geleistet wird. Auch im Schlusswort dankte Präsidentin Vreni Spinner sowohl ihren Vorstandsmitgliedern als auch den Versammlungsteilnehmern für ihre

grosse Unterstützung. Mit dem Wunsch, die grosse Vielfältigkeit aus den verschiedensten Branchen des Gewerbes im MKM weiterhin aufrecht zu erhalten, schloss sie die Generalversammlung und lud zum Nachtessen im Stampfisaal. Weitere Infos unter gewerbe-mkm.ch.

Grosses Frühlingsfest Möbel Egger hat am Sonntag, 17. März, geöffnet und lädt zum Frühlingsfest mit der grössten Gartenmöbel-Ausstellung der Region. Dabei finden Gartenfreunde auf 1500 m², was das Herz begehrt. Die wetterbeständigen Lounge-Garnituren in unzähligen Varianten bieten modernes Design und höchsten Komfort verbunden mit cleverer Funktionalität. Die Liegen und Sessel mit Gestellen aus Metall, Holz oder grobem Kunststoffgeflecht verfügen über Auflagen aus einem speziellen, sehr schnell trocknenden Schaumstoff und sind deshalb nach einem Regenschauer in Windeseile wieder nutzbar. Lust auf Veränderung? Loungeund Sitzkissen können nach Kundenwünschen produziert werden. Ob Hüllen ersetzt werden sollen oder ein neues Farbkleid gewünscht ist: Möbel Egger löst jedes Kissenproblem. Passend zur grossen Auswahl an Gartenstühlen aus Holz, Metall und Kunststoff zeigt Möbel Egger natürlich auch die schönsten Gartentische. Nach wie vor sind Tische aus Teakholz gefragt. Unzählige Modelle – vom Bistrobis zum ausziehbaren Keramik-Tisch – laden zum gemütlichen Verweilen ein. Am Sonntag, 17. März, von 10 bis 17 Uhr haben Kundinnen und Kunden

Der Frühling lockt ins Freie. (Visualisierung zvg.) die Gelegenheit, sich in aller Ruhe auf 1500 m² Gartenausstellung und im schönen Einrichtungshaus inspirieren zu lassen. Dabei profitieren sie von zusätzlich 10 Prozent Aktions-Rabatt auf Gartenmöbel und Sonnenschirme sowie von 25 Prozent Aktions-Rabatt. Diese gelten auf Katalogpreise und auf nahezu das ganze Möbel-Sortiment. Ausserdem gibt es kostenlose Frühlingsdrinks an der Egger-Bar, eine grosse Weber-Grill-Präsentation mit kostenloser Degustation feiner Köstlichkeiten, eine E-Bike-Show mit Probefahrten und für die kleinsten Gäste gibt es ein betreutes Basteln. Und mit etwas Glück gibt es ein E-Bike im Wert von 4499 Franken zu gewinnen. (pd.) Möbel Egger, Luzernstrasse 101, 6274 Eschenbach. Montag, Dienstag und Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Mittwoch und Freitag 9 bis 21 Uhr, Samstag 9 bis 16 Uhr. Sonntag, 17. März: 10 bis 17 Uhr. Telefon 041 449 40 40, weitere Infos auf www.moebelegger.ch.

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Gewerbe

ratgeber

E-Bikes sind auch im Säuliamt sehr gefragt

Zahnarzt Milan Herzog www.praxisherzog.ch.

Morgens ausgelaugt und erschöpft? Das Schlafapnoe-Syndrom charakterisiert sich durch periodische Atemstörungen oder Minderbelüftung der Lunge während des Schlafs. So setzt die Atmung immer wieder kurzzeitig aus, dies führt zu ganzkörperlichen Beschwerden des Schlafapnoesyndroms. So leidet jede fünfte Person an einer schlafbezogenen Atemstörung. Die meisten Betroffenen schnarchen und können sich in der Nacht nicht gut erholen. Am Morgen leiden sie oft an Kopfschmerzen und fühlen sich erschöpft. Ursache dafür ist Sauerstoffmangel, der zusätzlich zu einer Weckreaktion führt. Die Patienten gelangen aus der Tiefschlafphase immer wieder in die Wachphase, um kräftig Luft zu holen, diese Reaktionen bleiben aber oft unbemerkt. Auf welche Symptome sollte man achten? Da sich der Körper nicht richtig erholen kann, leidet man sehr oft an Konzentrationsund Gedächtnisstörungen. Die Betroffenen fühlen sich extrem müde und schlafen häufig ungewollt während des Tages ein. Kopfschmerzen, Schwindel, körperliche Schwäche sind häufigste Symptome, die einen Patienten zur ärztlichen Konsultation führen. .........................................................

«Das Schnarchen kann so störend sein, dass es zu Beziehungsproblemen führt.» ......................................................... Sehr oft sind morgendliche Mundtrockenheit, rauer Hals, Verdauungsstörungen und lautes Schnarchen zu beobachten. Das Schnarchen ist manchmal so störend, dass es zu Beziehungsproblemen führen kann. Es ist der häufigste Grund, um einen Arzt aufzusuchen. Das Schlafapnoe-Syndrom hat mehrere Formen, sehr häufig tritt eine obstruktive Form auf. Bei dieser kollabiert ein Teil der oberen Atemwege und verschliesst somit den gesamten Luftweg. Eine einfache und effiziente Therapiemassnahme für eine solche obstruktive Form ist eine Schnarcherschiene. Diese wird individuell vom Zahnarzt angefertigt, mit ihr wird der Unterkiefer vorverlagert, und versetzt damit die Muskulatur des Unterkiefers leicht unter Spannung. Dadurch kann der hintere Teil der Zunge nicht nach hinten fallen und den Atemweg verschliessen. Heutzutage ist es möglich, die ganze Therapie rein digital durchzuführen. Hierfür wird eine 3DAufnahme benötigt. Damit lassen sich für die Diagnostik die verengten Stellen der Luftwege visualisieren. So können die oberen Atemwege analysiert und alle verengten Stellen vermessen werden. Für eine milde oder mittlere Form der Schlafapnoe ist eine solche Schiene hilfreich. Hierfür lassen sich mit einer intraoralen Kamera die Kieferareale scannen. Die erhaltenen Daten werden dann superimponiert und an das Labor geschickt, wo eine solche Schiene gefräst oder gedruckt werden kann. Nach Abgabe der Schiene werden regelmässige Kontrollen durchgeführt, um die Resultate der Behandlung zu beobachten. Eine ärztliche Konsultation ist jeweils notwendig, um die Diagnose sicherzustellen.

Dienstag, 12. März 2019

Hiesige Fahrradfachhändler blicken auf ein gutes Geschäftsjahr zurück Mit 111 000 Stück wurden 2018 in der Schweiz so viele E-Bikes verkauft wie noch nie. Der Zuwachs betrug 27 Prozent. Der Absatz herkömmlicher Velos gab dagegen nach. Die Ämtler Fahrradfachhändler bestätigen diese Entwicklung weitgehend, wie eine Umfrage ergab. ................................................... von martin platter Der Rekordsommer mit langer Schönwetterperiode bis in den Spätherbst liess den Absatz motorisierter Fahrräder 2018 buchstäblich explodieren. Das belegen die Zahlen des Branchenverbandes velosuisse, die bei den einheimischen Produzenten, Importeuren, Grossverteilern und Fachmärkten erhoben wurden. Insgesamt wurden 345 313 Fahrräder und E-Bikes verkauft. Gegenüber dem ebenfalls meteorologisch schönen 2017 entspricht das einem Plus von 2,1 Prozent. Der E-Bike-Zuwachs gewann weiter an Dynamik. Bereits von 2015 auf 2016 konnte in Stückzahlen ein Verkaufsplus von 14,1 Prozent erreicht werden. 2017 betrug der Zuwachs 16,3 Prozent. 2018 konnte der E-Bike-Markt sogar um satte 26,9 Prozent zulegen. Erstmals wurden in der Schweiz innerhalb eines Jahres deutlich mehr als 100 000 E-Bikes abgesetzt. Auf zwei herkömmliche Fahrräder kam 2018 eines mit Elektroantrieb.

E-Mountainbikes mit den grössten Zuwachsraten Punkto Absatzsteigerung bleiben die E-Mountainbikes (E-MTB) Spitzenreiter. Nach zwei Jahren mit Zuwächsen

Das Elektro-Mountainbike erfreut sich immer grösseren Zuspruchs. (Bilder Martin Platter) um mehr als einen Drittel, stieg die Verkaufszahl im Vorjahr gleich die Hälfte auf 43 220 Stück. Aber auch die Strassen-E-Bikes wurden mehr nachgefragt. Der Absatz stieg diesmal um 15,4 Prozent auf 68 441 Stück. Da E-MTBs bevorzugt als Leichtmotorfahrräder (ohne Immatrikulation, Unterstützung nur bis 25 km/h) gekauft werden, wirkt sich das insgesamt auch auf den Stellenwert der schnellen E-Bikes (mit Mofanummer, bis 45 km/h) aus. Deren Marktanteil sank innerhalb eines Jahres von 19 auf 14 Prozent. Der Verkauf von Cargobikes hat sich dagegen bei geringen Stück-

zahlen mehr als vervierfacht auf 1649 Stück. Die guten E-Bike-Absatzzahlen wirkten sich jedoch auf die Verkäufe der reinen «Muskelfahrräder» aus. Sowohl im Sport-Segment (ohne Licht, Schutzbleche und Gepäckträger) als auch bei den Alltagsvelos wurden deutliche Rückgänge registriert. Aber nicht durchs Band: Rennräder (+15,7 Prozent) und Mountainbikes mit 29Zoll-Rädern (+3 Prozent) erfreuten sich grösseren Zuspruchs als 2017. In der Volumenkategorie Mountainbikes mit 27,5-Zoll-Räder dagegen sanken die Verkäufe um 15,5 Prozent bzw. 8 230

Stück. Bei den E-MTBs (bis 25 km/h) dagegen legte diese Kategorie am meisten zu, um 11 157 auf 32 669 Stück, was einem Plus von 51,9 Prozent entspricht. Markante Rückgänge wurden auch bei den Citybikes verzeichnet (-12 485), die die E-Bike-Verkäufe mit einem Plus von 9 158 Einheiten (inkl. Cargo) jedoch stückzahlmässig nahezu kompensiert haben. Der Handel dürfte sich ob dieser Verschiebungen freuen. Ein E-Bike kostet mit durchschnittlich 3500 Franken fast drei Mal mehr wie ein herkömmliches Fahrrad. Damit steigt auch die Wertschöpfung.

«E-Bike-Anteil beträgt bereits 70 Prozent» Eine Umfrage bei den Säuliämtler Fahrradfachhändlern ergab ein ähnliches Bild wie die gesamtschweizerische Marktentwicklung. Aber nicht bei allen gleichermassen. Spitzenreiter in Sachen E-Bike-Verkäufen ist BikeTotal in der Affoltemer Industrie. Geschäftsinhaber Fredy Ceccon sagt, dass er bereits 70 Prozent E-Bikes verkaufe. Vor allem elektrische City-, Trekking- und Mountainbikes liefen wie verrückt. Der Affoltemer E-Bike-Pionier Walo Rüegg bestätigt den Trend: «Der City-Bike-Markt entwickle sich schon seit längerem in Richtung Elektrifizierung. Die Dynamik habe sich in den letzten drei Jahren aber noch verstärkt. Rüegg sagt: «Wir stellen fest, dass das E-Bike vor allem auch zum Pendeln und für die Besorgungen im Dorf an Stellenwert gewonnen hat. Die Beliebtheit von EMountainbikes dagegen habe vor allem 2017 und 18 enorm zugenommen.» Rüegg ist überzeugt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das gleiche beim Rennrad geschieht. Interesse werde bereits signalisiert. Markus Villiger von Vima Zweirad in Ottenbach stellt fest: «2018 war ein gutes Jahr. Der Markt verändert sich seit geraumer Zeit in Richtung E-Mobilität. Wobei: Mountainbikes brauchen wir ohne und mit Motor gut. Die Leute, die aufs E-Bike umsteigen, werden aber zweifellos jünger. Wir haben Kunden, die gehen mit dem E-Bike in die Lehre – anstatt mit einem Mofa.»

Unmotorisierte City-Bikes sind nicht mehr gefragt Manuela Fuchs von Moto Fuchs in Mettmenstetten hat ähnliches beobachtet. Sie sagt: «Vor allem in den letzten drei Jahren sind die E-MTB- und EBike-Verkäufe rasant gestiegen.» Aber nicht in allen Kategorien. So hat Fuchs in dieser Zeit in Mettmenstetten nur etwa drei schnelle E-Bikes (mit MofaNummer, Unterstützung bis 45 km/h) verkauft. «Gefragt sind vor allem die 25-km/h-E-MTB oder -E-Bikes, die sich bei uns bezüglich Nachfrage in etwa die Waage halten.» Die unterschiedlichen Radgrössen spielten jedoch keine grosse Rolle bei der Kundschaft. CityBikes ohne Motor seien kaum mehr gefragt. Konstant sei dagegen die Nachfrage bei den Rennrädern. Roman Zimmermann, von Obrist Radsport in Hedingen hat festgestellt: «Unsere Zahlen liegen etwas anders, weil wir neben E-Bikes gut und gerne auch noch normale Mountainbikes und Velos – beispielsweise für Schüler – verkaufen.» E-Bikes machten rund ein Drittel des Geschäfts aus, was aber auch mit der zuweilen nicht einfachen Liefersituation zu tun habe. Er ergänzt: «Der Markt der herkömmlichen Citybikes hat sich tatsächlich nahezu komplett aufs E-Bike verlagert.»

schon ein extremes Jahr und 2019 könnte bezüglich E-Bike-Verkäufen noch extremer werden. Wir haben anfangs März und niemand kann mehr liefern. Alle Topmodelle sind bereits ausverkauft. Wir verkaufen praktisch nur noch die hochpreisigen Rennräder und Mountainbikes ohne Motor.» Dettwiler hat festgestellt, dass viele Jüngere und auch Guttrainierte, die normale Mountainbikes besitzen, sich zum Spass auch noch ein E-MTB angeschafft haben. Bei Transalpes in Zwillikon hat Geschäftsführer Stefan Gruber mit seinem Team im letzten Jahr rund 20 Prozent mehr Umsatz generiert. Er sagt: «Das liegt vor allem an unserem

neuen Karbon-Bike C1. Die 25 Prozent mehr, die wir mit E-Bikes gemacht haben, gingen nicht auf Kosten der herkömmlichen Bikes.» Der Trend gehe klar in Richtung 29-ZollRäder bei allen Mountainbikes. Bei Brigitte und Marc Nägeli von Traumbikes in Ebertswil hält sich der Absatz herkömmlicher und E-Bikes in etwa die Waage. Wie auch bei Filippo Chirivi, vom gleichnamigen Velogeschäft in Bonstetten. Chirivi hat – wie Rüegg –ein E-Rennrad in der Testflotte. Er ist überzeugt, dass demnächst auch dieser Bereich noch mehr von der Elektrifizierung durchdrungen werden wird. (map.)

Knappe Liefersituation bremst den E-Bike-Absatz Drastisch drückt es Jérôme Dettwiler von El Pedal in Hausen aus: «2018 war

Walo Rüegg, links, hat gut lachen. Das E-Bike interessiert auch die Medien. Tele-Züri-VJ Pascal Meister macht sich bereit für die Probefahrt mit dem E-Bike.


Gewerbe

Dienstag, 12. März 2019

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Konzept «Lust auf einheimisches Gewerbe» auf Bezirksebene? Gewerbeverein Affoltern möchte die Rechte abtreten – das stösst nicht überall auf Zustimmung Die Generalversammlung des Gewerbevereins Affoltern hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Rechte für das Konzept «Lust auf einheimisches Gewerbe» an den KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern abzutreten. Eine Übernahme ist ungewiss, weil sich das Interesse in den anderen Gewerbevereinen in Grenzen hält.

Ammann vermisst die Wertschätzung für die Arbeit seiner Kollegen im Vorstand. «Es geht um Respekt, wenn man sich zur Vereinsveranstaltung anmeldet und diese dann auch tatsächlich besucht. Und auch zu einem Tag der offenen Türe geht, wenn man die Firma oder die Branche weniger gut kennt», monierte der Präsident. Sein Blick in die Zukunft ist wegen des Fachkräftemangels etwas getrübt, aber auch deshalb, weil traditionelle Handwerksbetriebe Mühe bekunden, genügend Lehrlinge zu finden. Das liegt laut Amman oft nicht an den Betrieben, sondern an Eltern, die ihre Kinder zu einem Studium oder zu einer kaufmännischen Ausbildung drängen. «Dazu kommt, dass sich viele Lehrbetriebe beklagen, weil es Schulabgängern zuweilen an ausreichender Grundbildung, Ausbildungsreife und Ausdauer fehlt», kritisierte der Präsident.

................................................... von werner schneiter Der Gewerbeverein Affoltern hat die Kampagne 2017 lanciert. Unter dem Titel «Lust auf einheimisches Gewerbe» segelten diverse Aktivitäten. Es gab einige Events, auch Werbematerial wurde kreiert. Diese Aktivitäten sollen neu auf einer Internetplattform gebündelt werden, die auch mit einer Art «Nachschlagewerk» bestückt ist, womit Kundinnen und Kunden, die ein bestimmtes Produkt suchen, schnell fündig werden. Es fanden einige Aktivitäten statt, die auch dem sogenannten Netzwerken dienen. Dazu wurden diverse Werbeartikel kreiert. Eine solche Plattform soll nun nach dem Wunsch des Gewerbevereins Affoltern auf Bezirksebene ausgedehnt werden. «Neue Wege entstehen, wenn man sie geht», sagte der im Vorstand für Events/PR zuständige Manuel Alonso an der GV. Als Beispiel präsentierte er die Internetseite des Schaffhauser Gewerbes – eine Form, die sich auch hierzulande realisieren liesse. Er sprach von einem einfachen System, mit dem die Reichweite erhöht werden könnte und geeignet sei, mehr Zielgruppen anzusprechen, Wirtschaftlichkeit und Verkauf zu erhöhen. Den Initianten schwebt vor, eine möglichst schlanke Organisation zu schaffen, in der die mitwirkenden Gewerbevereine mit ein bis zwei Mitgliedern mitverantwortlich sind und

Wechsel im Vorstand

Der Vorstand des Gewerbevereins Affoltern mit einem scheidenden und dem neuen Mitglied, von links: Ivano Brignoli, René Ammann (Präsident), Marcel Markstahler, Manuel Alonso und Michael Sommer. (Bild Werner Schneiter) aktiv bei der Planung und Umsetzung von Aktivitäten mitwirken.

Ja in Affoltern, andere Vereine skeptisch Die Generalversammlung folgte dem Antrag einstimmig, die Rechte für das Logo und die Durchführung dem KMU- und Gewerbeverband Bezirk Affoltern zu übertragen. Dieser bekäme dann das Recht, die Aktionen unter diesem Titel zu planen und durchzuführen. Sagt der Bezirksverband an seiner Generalversammlung im Frühsommer Ja, so würden dem Gewerbeverein Affoltern für erbrachte Vorleis-

tungen 6000 Franken zurückerstattet. Für den Start der Kampagne würden für jedes Mitglied eines Gewerbevereins 20 Franken fällig, im Falle von Affoltern wären das gesamthaft etwa 3000 Franken. Die jährlich wiederkehrenden Kosten pro mitwirkenden Gewerbeverein werden auf 500 Franken beziffert. Für jene, die nicht mitmachen oder nicht Vereinsmitglied sind, gelten andere Ansätze. Ob sich die Generalversammlung des Bezirksverbandes für den Antrag auf Übernahme des Affoltemer Projekts erwärmen kann, ist ungewiss. Da und dort herrscht Skepsis vor, so zu

Beispiel im Gewerbeverein Obfelden. Und der Gewerbeverein Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden hat an der GV eine Beteiligung an «S’Gwerb us de Region – zum Glück im Säuliamt» knapp abgelehnt. «Kommt eine Umsetzung auf Bezirksebene nicht zustande, so machen wir in Affoltern weiter wie bisher», fügte Manuel Alonso abschliessend bei.

Mehr Engagement, mehr Solidarität Voraussetzung dafür ist aber ein stärkeres Engagement und mehr Solidarität unter Mitgliedern. Präsident René

Im Weiteren hat die GV die statutarischen Traktanden genehmigt – auch die vom scheidenden Kassier Ralph Flösser präsentierte Rechnung 2018, die mit etwas mehr Verlust als budgetiert schliesst, weil nicht nur die Projektkosten für «S’Gwerb us de Region – zum Glück im Säuliamt» zu Buche schlagen, sondern auch Vereinsaustritte. So stehen elf Austritten sieben Neueintritte gegenüber (unter anderen Hornbach und Conforama), womit dem Gewerbeverein Affoltern aktuell 146 Mitglieder angeschlossen sind. Im Vorstand kommt es zu zwei Wechseln: Nach 16 Jahren wurden Marcel Markstahler (Mitgliederbetreuung) und nach 10 Jahren Ralph Flösser (Kassier) verabschiedet. Neu im Vorstand nimmt Michael Sommer Einsitz. Er ist Headhunter. Ein Sitz ist noch vakant. «Für den Vorstand suchen wir nun ganz dringend eine Frau», rief René Ammann den 55 zur GV im Kasinosaal erschienenen Mitgliedern zu.

Ein Grund zum Feiern

Velo-Rüegg Steinhausen feiert sein 100-Jahre-Jubiläum Vom 16. und 17. März findet bei Velo-Rüegg Steinhausen die Frühlingsausstellung statt. Sie steht dieses Jahr unter dem Jubiläumsmotto. Dabei locken nicht nur die neusten Modelle, sondern auch attraktive Preise. Schaut man die Firmengeschichte an, beginnt sie im Jahre 1919. Der Grossvater der heutigen Inhaber war gelernter Mechaniker und arbeitete damals in der Landis & Gyr in Zug. Aus wirtschaftlichen Gründen eröffnete er in der ehemaligen Milchsammelstelle Steinhausen eine kleine Werkstatt für Fahrradreparaturen, die er im Nebenamt führte. Dies war in der damaligen Zeit ein echtes Bedürfnis, und so kaufte er 1923 an der Bahnhofstrasse ein Grundstück, wo er dann ein geräumiges Wohn- und Geschäftshaus erstellte. Mit viel Enthusiasmus und Arbeit, auch während der Kriegsjahre, führte er zusammen mit seiner Ehefrau das Geschäft bis im Jahr 1946 im Nebenamt. 1946 trat dann ihr ältester Sohn Toni als Vollzeit-Angestellter ins Geschäft ein. Nur allein mit Reparaturen und dem Verkauf von Fahrrädern liess sich der Lebensunterhalt in den 50er-

Toni Rüegg (von links), Marie-Louise Rüegg, Marlise Inderbitzin-Rüegg. (Bild zvg.) und 60er-Jahren nicht bestreiten. Es wurden mechanische Maschinen angeschafft und dank der Lohnarbeit für fremde Firmen und der Herstellung

von Tells Waffe, der Armbrust, konnte die Firma damals überleben. Durch das grosse Engagement seiner Frau erhielt das Unternehmen

Ende der 60er-Jahre ein zweites, saisonunabhängiges Standbein: die Babyabteilung. Gemeinsam haben sie während Jahrzehnten den Aufbau des Rüegg 2-Rad- und Baby-Centers mit viel Tatkraft und weisen Entscheidungen vorangetrieben. Immer mehr Kunden aus der ganzen Zentralschweiz schätzten die grosse Auswahl, die persönliche und fachmännische Beratung und fanden den Weg nach Steinhausen. Gleichzeitig mit der Geschäftsübernahme durch die dritte Generation konnte der Neubau am bestehenden Standort, der Bahnhofstrasse in Steinhausen, in Betrieb genommen werden. Sowohl beim 2-Rad- wie auch beim Baby-Center liegt der Fokus auf der Familie. Die grosse Angebotspalette reicht vom Kinderwagen bis zum EBike und erstreckt sich auf rund 800m². Dank langjährigen Mitarbeitenden konnte das hohe Level der Fachkompetenz in all den Jahren gehalten werden. Aber nicht nur langjährige und treue Kunden besuchen das Familiencenter, vermehrt sind es auch Kunden aus aller Welt, welche die ungezwungene Atmosphäre und die freundliche Bedienung schätzen. Vom 16. bis 17. März steht nun die Frühlingsausstellung an. Dann können Kundinnen und Kunden eine unver-

bindliche Testfahrt mit einem E-Bike machen. Ausserdem gibt es viele tolle Preise zu gewinnen. Der Hauptgewinn ist – passend zum 100-Jahre-Jubiläum – ein Retro-Velo. (pd.) Frühlingsausstellung: Samstag, 16. März, 8.30 bis 16 Uhr, und Sonntag, 17. März, 10 bis 16 Uhr. 2-Rad- & Baby-Center Rüegg, Bahnhofstrasse 38, 6312 Steinhausen.

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Veranstaltungen

Dienstag, 12. März 2019

Jahreskonzert mit neuem Dirigenten Musikverein Bonstetten am 16. und 17. März Seit dem letzten August hat der Musikverein Bonstetten einen neuen Dirigenten: Remo Abächerli, ein aufgestellter, engagierter, junger Mann, der seine Leidenschaft, sein Hobby zum Beruf macht. Remo Abächerli aus Giswil OW erhielt im Alter von neun Jahren seinen ersten Posaunenunterricht bei Anne Stauffer. Schon während der Berufslehre zum Polymechaniker, im Helikopterunterhalt bei der RUAG, erhielt er Unterricht an der Hochschule Luzern – Musik. Nach dem erfolgreichen Abschluss 2012 und nach der Rekrutenschule in der Militärmusik, begann er das Vorstudium und 2013 schliesslich das Vollzeitstudium «Bachelor of Arts in Music» bei Professor Markus Wüest in Luzern, welches er 2016 erfolgreich abschloss. Es folgte direkt anschliessend der «Master of Arts in Musikpädagogik», den er im Sommer 2018 ebenfalls erfolgreich abschloss.

quartetts, mit welchem er Preisträger des Philip Jones Sonderpreises ist und Zuzüger im 21st Century Orchestra.

Abwechslungsreiches Programm

Remo Abächerli. (Bild zvg.) Remo Abächerli war langjähriges Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters sowie der Jungen Philharmonie Zentralschweiz. Er ist Mitglied des Orchesters der Operette Arth, des «Tromboncino» Posaunen-

Er unterrichtet an mehreren Musikschulen in Obwalden, Nidwalden und Luzern, leitet die beiden Beginners Bands von Buochs und Ennetbürgen. Diesen Sommer hat er die Leitung des Musikvereins Bonstetten übernommen. Nun darf dieser von der Vielseitigkeit, der Leidenschaft und der Begeisterung von Remo Abächerli lernen und profitieren. Zum Jahreskonzert unter dem Motto «Horizonte» hat der Musikverein Bonstetten ein abwechslungsreiches, unterhaltsames Programm einstudiert. (pd.) Jahreskonzert am Samstag, 16. März, um 20 Uhr, im Gemeindesaal Bonstetten. Zweite Aufführung am Sonntag, 17. März, um 14 Uhr, ebenfalls im Gemeindesaal Bonstetten. Mehr Infos unter: www.mv-bonstetten.ch

Steinbildhauen an der Reuss

Sommerworkshops beim Pontonierklubhaus in Ottenbach Schon zum 13. Mal bietet Nicholas Micros, Bildhauer aus New York und wohnhaft in Ottenbach, die Sommerworkshops an der Reuss an. Neueinsteiger werden von Kursleiter Nick Micros professionell und einfühlsam in allen grundsätzlichen Techniken des Bearbeitens von Stein mit den verschiedenen Handwerkzeugen eingeführt. Fortgeschrittene können frei an ihren Steinen arbeiten und werden in der Formfindung oder in technischen Fragen unterstützt. Der Alabaster, ein weicher Stein mit überraschenden Farbmaserungen, eignet sich hervorragend für eine erste Skulptur und das Erlernen der Steinbildhauertechniken. Aber auch Kalkstein, Marmor oder Sandstein warten auf kreatives Eingreifen von erfahrenen SteinbildhauerInnen. Die Stimmung unter dem grossen Zeltdach des Pontonierklubhauses ist einmalig: das ruhige Fliessen des Flusses, die rhythmischen Hammerschläge, der Austausch mit den Spaziergän-

Wenn die eigenen vier Wände fremd werden

Christoph Held liest im Haus zum Seewadel Gerontopsychiater Christoph Held, Fachmann auf dem Gebiet der Demenz, referiert am 19. März in Affoltern und hält eine Kurzlesung aus seinem neuesten Erzählband. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Eintritt in ein Pflegezentrum für einen Menschen mit Demenz? Mit diesen und anderen Fragen sind die Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen konfrontiert. Wenn die eigene Wohnung, die gewohnte Umgebung und später auch die eigenen Angehörigen als fremd empfunden werden, kann der Übertritt in ein Pflegezentrum wie zu einer Befreiung der eigenen Biografie werden. Dr. Christoph Held, geboren 1951, war langjähriger Heimarzt und Gerontopsychiater in den Pflegezentren der Stadt Zürich. Auf Anfang 2018 hat er sein Pensum reduziert, unterrichtet aber weiterhin an der Uni Zürich und an Fachhochschulen zum Thema Demenz. Held ist Autor von Fachbüchern und Erzählungen rund um das Thema. Sein neustes Buch «Bewohner» mit Lebensgeschichten von Alzheimerpatienten ist 2017 im Dörlemann-Verlag erschienen. Der Gerontopsychiater ist ein Fachmann auf dem Gebiet der Demenz. Er beschreibt unter anderem, dass Menschen mit einer Demenz ihren Zustand als ein wechselhaftes Geschehen erleben. Es bestehen nebst kognitiven Höchstleistungen auch ko-

gnitive Fehlleistungen. Neue Wahrnehmungen können mit bestehenden Erfahrungen nicht mehr verknüpft werden. Wünsche, Denken und Handeln können nicht miteinander in VerbinChristoph Held. dung gebracht wer(Bild zvg.) den. Das Gefühl des «Filmrisses» stellt sich ein und Betroffene haben den Eindruck, den Überblick zu verlieren und nicht mehr Herr ihres Selbst zu sein. Die Krankheit schreitet unerbittlich fort und sie nimmt dem Menschen im späteren Verlauf die Fähigkeit, das Kranksein zu reflektieren. Demenz ist ein ständiges Ringen um die Hoheitsdeutung des eigenen Zustandes. Gleichzeitig ist es ein aussichtsloser Kampf und das spüren viele Betroffene bis ganz am Schluss und verzweifeln oft daran. Ausgehend von diesem Verständnis für diese Krankheit entwickelte Dr. Christoph Held einen Ansatz, um Menschen wirkungsvoll bei alltäglichen Aktivitäten zu verstehen und zu unterstützen. Nach der Veranstaltung lädt das Seewadel-Team zum Apéro und Austausch ins Café Seewadel ein. (pd.) Dienstag, 19. März, 19 Uhr, Haus zum Seewadel, Affoltern.

Kräuter und Märchen Im Kochkurs vom Mittwoch, 27. März, von 14 bis 18 Uhr taucht Daniela Bachmann mit den Kindern im Familienzentrum in die Welt der Kräuter ein.

Steinbildhauen unter dem Pontonierzelt an der Reuss. (Bild zvg.) gern und den täglichen Reuss-Schwimmern, alles trägt dazu bei, dass diese Tage jedes Jahr zum wunderbaren Erlebnis werden – für maximal sechs Kursteilnehmer pro Woche. Es können auch beide Kurswochen belegt werden. Christiane Landis

Kursdaten: 17. bis 21. Juni und 24. bis 28. Juni, jeweils 8.30 bis 17 Uhr. Kosten: Fr. 700.- für eine Woche, zuzüglich Kosten für Stein Fr. 50.- bis Fr. 150.- je nach Grösse. Anmelden: Nicholas Micros, Tel. 079 207 61 57 oder nm@nicholasmicros.com Vernissage: Samstag, 29. Juni, 9 bis 12 Uhr. Weitere Infos unter www.stoneyard.ch/texte/text-reuss.html.

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Wissen und richtiges Handeln kann Leben retten Am Dienstag, 26. März, von 18 bis 21.30 Uhr bietet das Familienzentrum Bezirk Affoltern erneut den Kurs «Notfälle bei Kleinkindern» an.

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wie Vergiftungen, Sturz- und anderen Verletzungen, welche schnelles Handeln erfordern. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch erlernen im Kurs am 26. März das entgegen. Weitere Informationen sind auf sichere Handeln im Umgang mit www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch Kleinkindern in Notfallsituationen. zu finden. Dabei legt Elisabeth Wetzstein, erfahrene Pflegefachfrau mit Weiterbildung in Intensivpflege und Reanimation, den Fokus nicht nur auf Theorie, sondern insbesondere auf praxisbezogene Übungen in Not- und Alltagssituationen, Die richtige Reaktion kann im Notfall Leben retten. (Bild zvg.)

Wie schmeckt eigentlich LöwenzahnHonig und wie bereitet man ihn zu? Welche Kräuter gehören in ein Kräutersalz, wozu kann man es verwenden und wie schmeckt es? Unter Kräuter werden heute ganz allgemein verschiedene Heil-, Gewürz- und Duftpflanzen verstanden. Zu unterscheiden sind die Würz- und Küchenkräuter, sie verbessern und beeinflussen den Geschmack von Gerichten. Doch nicht nur in der Küche haben die kleinen Pflanzen seit Jahrhunderten ihren festen Platz, auch aus der Hausapotheke, Körperpflege und Haushalt sind sie nicht wegzudenken und bieten uns Menschen erstaunliche Qualitäten an. Die kleinen Meisterköche erfahren einiges über Kräuter, die direkt vor

Kräuter sind vielseitig einsetzbar. (Bild zvg.)

ihrer Haustür wachsen. Sie lernen, was man mit ihnen kochen und wozu man sie sonst noch gebrauchen kann. Die Kreation von hübschen Kunstwerken aus Wildkräutern und spannende Kräutermärchen runden diesen interessanten und lehrreichen Nachmittag ab. (pd.) «Kräuter & Märchen», Kochkurs für Kinder ab der ersten Klasse anmelden unter kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch oder Telefon 044 760 12 77. Weitere Infos und das ganze Kursprogramm unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


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Sport

Dienstag, 12. März 2019

FCWB punktet in der March

Grosser Finaltag in Bonstetten

Fussball 1. Liga: FC Tuggen – FC Wettswil-Bonstetten 1:1 (0:1)

Jugendriege: 268 Teilnehmende Während des Winterhalbjahres haben in den Jugendriegen der Sektion Albis/Zürichsee/Oberland die internen Ausscheidungen stattgefunden. Nun treffen sich die Finalisten und Finalistinnen in Bonstetten zum Finaltag. Am Samstag, 16. März, findet der Hallenwinterwettkampffinal im Bonstetter Sportzentrum statt. Der TSV Bonstetten ist mit der diesjährigen Durchführung betraut worden. Die langjährige Erfahrung im Organisieren dieses Anlasses garantiert, dass auch dieser

Finaltag im Sportzentrum zu einem Erfolg werden wird. Wenn um 10 Uhr die 143 Knaben aus 13 verschiedenen Riegen den Wettkampf eröffnen, wird die Festwirtschaft bereit sein, den Fan- und Elternansturm zu meistern. Bei Kaffee, Kuchen und Pommes können die jungen Sportler beim Hindernislauf, Fünfhupf, beim Ball-Zielwurf und Seilspringen unterstützt werden. Einzig die Kletterfans müssen sich nach draussen wagen. Geklettert wird in der Primarschulturnhalle. Bei einem Snack kann dann um zirka 13.30 Uhr die Rangverkündigung der Knaben mitverfolgt werden.

Mädcheneinsatz am Nachmittag

Volle Konzentration beim Fünfhupf. (Bild zvg.) anzeige

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Um zirka 13 Uhr werden dann die Turnerinnen ihren Wettkampf aufnehmen. 125 Mädchen aus zehn verschiedenen Riegen werden erwartet. Wo die schnellsten, zielgenauesten und sprungstärksten Mädchen zuhause sind, wird sich an der Rangverkündigung um zirka 16.45 Uhr zeigen. Maja Loder

Ein herzhafter Kampf im Spitzenspiel zwischen WB und Tuggen führte zum wohl verdienten 1:1 im Topspiel der Runde. Die Ausgangslage konnte nicht spannender sein. Gerade einmal zwei Punkte trennten die beiden Spitzenteams voneinander. Ein Sieg der Säuliämtler hätte dem FCWB einen vorerst komfortablen Vorsprung auf den direkten Widersacher gegeben. Auf einer schwer bespielbaren Unterlage in Tuggen, und mit einsetzendem Regen zu Spielbeginn, sahen die Zuschauer einen furiosen Start des FCWB. In ungewohnter Manier drückte die Oswald-Elf den Gegner tief in die eigene Hälfte hinein und konnte mehrere gute Torgelegenheiten erzwingen. Bereits nach neun Minuten wurden die Angriffsbemühungen belohnt. Miljkovics Freistossflanke fand ihren Abnehmer in Rüegger, der den Ball per Kopf zurücklegte. Der in Topform aufspielende Marjanovic hatte im Anschluss keine Probleme, alleinstehend den Ball im Tor unterzubringen. Was für ein Auftakt! Im Anschluss stellte sich der FCWB nicht einfach hinten rein, sondern versuchte, weiterhin Druck auf den Gegner zu machen. Die sehr harte Gangart, gekennzeichnet von etlichen Fouls, wurde vom Unparteiischen nur sehr selten mit Gelb bestraft. So kam es, dass in der ersten Halbzeit nur zwei gelbe Karten verteilt wurden. Im Verlaufe der ersten Halbzeit zeigte sich die Klasse des FC Tuggen. Die Märchler spielten munter auf und konnten über die Flügel immer wieder Druck auf die gegnerische Abwehrreihe erzwingen.

Marjanovic erzielt bereits in der 9. Minute das 1:0 für WB. (Bild Kaspar Köchli) So kam es, dass Tuggen vereinzelt zu sehr guten Chancen kam. Der ExWBler Jakupov vergab dabei die beste Chance freistehend vor dem Tor.

Umstrittener Elfmeter Die Wetterverhältnisse besserten sich nicht in Hälfte zwei. Dies war auch dem Platz anzusehen, der immer schwieriger zu bespielen war. Während WB nun mehrheitlich daran war, die Führung zu verteidigen, warfen die Märchler alles nach vorne. Der Druck nahm von Minute zu Minute zu. Erneut waren es die Aussenpositionen des FC Tuggen, die viele Freiheiten genossen. Die Oswald-Elf antwortete mit schnellen Kontern und noch härter geführten Zweikämpfen. Der Tuggen-Angriff konnte sich nach rund 55 Minuten ein erstes Mal sehr gefährlich in Position bringen. Der Abschluss verfehlte das Ziel jedoch um Zentimeter. Nur Sekunden später ein nächster Warnschuss. Diesmal prallte das Leder aber von der Torumrandung ins Feld zurück und die Situation konnte geklärt werden. Die Ämtler vermochten in diesem Zeitraum dem Gegner kaum gefährlich zu werden und setzten auf

den schnellen Lugo im Sturm. Dieser setzte sich ein paar Mal gefährlich in Szene. Etwas Zählbares schaute aber nicht heraus. In der 80. Minute kam dann überraschend der Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Ein Durcheinander im Strafraum der Gäste taxierte der Unparteiische als Handselfmeter – ein sehr umstrittener Entscheid. Jakupov verwandelte vom Strafpunkt aus abgeklärt zum späten Ausgleich. Dies war der Start zum Schlussfeuerwerk. In der 88. Minute dann ein weiterer umstrittener Entscheid. Dieses Mal auf der anderen Seite. Ein Handspiel auf der Strafraumgrenze wurde als Freistoss und nicht als Elfmeter geahndet - ein Millimeterentscheid. Der darauffolgende Freistoss von Zoller landete in der Mauer. Die Partie endete mit einem letztlich gerechten 1:1. An der Tabellenspitze bleibt es spannend. Nächstes Wochenende ist der FC Linth 04 zu Gast auf dem Moos. (LSt) Stadion Linthstrasse, Tuggen, 452 Zuschauer. FCWB: Baumgartner, Brüniger, Rüegger, Mollet (86. Loosli), Todzi, Peter, Studer, Miljkovic, Dzelili (81. Massaro), Marjanovic (65. Zoller), Lugo. Tore: 9. Marjanovic 0:1, 80. Jakupov 1:1.


Veranstaltungen

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