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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 018 I 173. Jahrgang I Dienstag, 5. März 2019

Auch Triviales

Gelungen performen

Kantonsratskandidaten aus dem Säuliamt sind in den sozialen Medien präsent. > Seite 3

Die Slam-Poetin Rhea Seleger über ihre manchmal knifflige Arbeit mit Worten. > Seite 5

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Ab auf die Pisten 50 Mittelstufenkinder aus Affoltern im Ski- und Snowboardlager auf dem Pizol. > Seite 6

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Frisch durchforstet Nach der Auslichtung ist der Wald an der Reuss in Ottenbach kaum mehr zu erkennen. > Seite 7

Bei Wienerli und Brot mit dem Finanzdirektor im Gespräch Regierungsrat Ernst Stocker im Säuliamt – ohne die erkrankte Natalie Rickli Derzeit touren jene, die für den Regierungs- und den Kantonsrat kandidieren, durch die Dörfer. Regierungsrat Ernst Stocker kam am Samstag ins Säuliamt – Natalie Rickli musste passen. Bei Wahlveranstaltungen von Parteien ohne überparteilichen Anspruch hält sich der Publikumsaufmarsch oft in Grenzen. Meist kreuzen nur die auf, die ganz genau wissen, wen und welche Partei sie wählen werden: nämlich jene, die bei besagter Veranstaltung auftreten. Da ist man bei der SP, bei den Grünen, bei FDP und SVP und anderen nicht selten unter sich. Derzeit touren jene, die für den Regierungsrat und den Kantonsrat kandidieren, durch die Dörfer des Kantons, suchen die Nähe zum Wahlvolk.

«Sali Ernst» «On tour» im Säuliamt war am Samstag auch Regierungsrat Ernst Stocker. In Affoltern, Mettmenstetten und Bonstetten – ausnahmsweise ohne die

Unrat beseitigen Abfall auf und entlang von Strassen, Wegen, Plätzen und in der freien Natur – das trifft man vielerorts an. In Stallikon ist man der Meinung: «Es reicht!» Deshalb steigt einmal mehr die Aktion «Grümpel und Gulasch»: Am Samstagvormittag, 23. März, ab 8.30 Uhr streifen Jung und Alt, mit Abfallsäcken ausgerüstet, durch Quartiere, Strassen und Wege, durch Äcker, Wiesen und Bäche sowie an Waldrändern entlang und sammeln Abfälle ein. Nach getaner Arbeit versammelt man sich im Werkhof zu einem mundenden Gulasch oder einer schmackhaften Gemüsesuppe. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Regierungsrat Ernst Stocker an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern im Gespräch mit Passanten und Standbesuchern. (Bild Werner Schneiter) erkrankte Nationalrätin Natalie Rickli, die sich als Neue für den Regierungsrat bewirbt. Schon bei der Begrüssung wurde klar, dass sich Stocker hier unter vielen Bekannten bewegt. «Sali Ernst», lautete die gängige Begrüssungsformel an der Oberen Bahnhof-

strasse in Affoltern, wo die SVP mit Wienerli und Brot aufwartete und Gelegenheit bot, mit dem Finanzdirektor ins Gespräch zu kommen. Solche Gespräche hat er in den vergangenen Wochen viele geführt. Am Schluss wird er rund 50 Wahlauftritte absol-

viert haben. Welche Themen sind dabei zur Sprache gekommen? «Auf den Podien war natürlich das Klima ein Thema, weniger auf der Strasse. Auch die steigenden Gesundheitskosten beschäftigen», sagt Ernst Stocker. Erstaunt habe ihn, dass die Finanzen weniger angesprochen wurden, das sei vor vier Jahren noch ganz anders gewesen. Tatsächlich hat die Regierung im November 2018 bekanntgegeben, dass sich der prognostizierte Überschuss 2019 von 14 Mio. Franken in einen Aufwandüberschuss von 88 Mio. Franken verwandeln wird – dies, nachdem 2017 noch ein Ertragsüberschuss von 367 Millionen resultiert hatte. Nun, Stocker wird die Entwicklung der Finanzen gut erklären können, schliesslich bezeichnete ihn die Neue Zürcher Zeitung als «geerdeten Vermittler». Der 63-Jährige diplomierte Meisterlandwirt, zuvor Kantonsrat und Stadtpräsident von Wädenswil, kam 2011 als Nachfolger von Rita Fuhrer in die Regierung; 2015 wechselte er von der Volkswirtschafts- in die Finanzdirektion. (-ter.)

WB verspielt Punkte

Ein Fest für die Lachmuskeln Einen bunten Querschnitt durch das heimische Humor- und Comedy-Schaffen – das verspricht «ComedyMix». Das Programm wird am Samstag, 30. März, im Restaurant Rössli in Mettmenstetten zu Gast sein. Mit Cony Sutter, Fredy Schär und Marcel Weber kommt eine gehörige Portion Schlagfertigkeit, Imitations- und Improvisationstalent zusammen. Ein bunter Mix, bei dem für ein breites Publikum etwas dabei sein wird. ................................................... > Bericht auf Seite 13

WB-Torjäger Lugo köpfelt hechtend zum 2:0. (Bild Kaspar Köchli) Gespannt erwarteten die Fussballfreunde den Start zur Erstliga-Rückrunde. Würde der FC Wettswil-Bonstetten an seine starken Leistungen anknüpfen können, die ihn zum Tabellenleader und Wintermeister machten? WB gelang zu Hause gegen die U21 Winterthurs eine starke erste

Halbzeit. Als Lohn resultierte nach schön herausgespielten Treffern ein sicherer 2:0-Vorsprung. Unerklärlicherweise passte in Hälfte zwei nicht mehr viel zusammen und die Eulachstädter nutzten die Gunst zum späten Ausgleich. Dennoch meinte Trainer Oswald nach dem Match: «Den einen

Punkt nehmen wir, das Startspiel ist immer schwierig.» WB liegt jetzt an zweiter Stelle, punktgleich mit dem neuen Leader Red Star. (kakö)

................................................... > Bericht auf Seite 17

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Ex-«Mr. Tagesschau» Heinrich Müller am Music & Dine im Gasthof Weingarten in Affoltern. > Seite 11

Die Säuliämtler Fasnacht vor dem Schlussspurt Drei Fasnachtsbälle und der grosse Umzug durchs Oberamt stehen kommendes Wochenende an. Darauf folgt dann am 16. März der fulminante Schlusspunkt in Zwillikon. Gleich zwei Fasnachtsbälle buhlen am kommenden Freitag um die Gunst der Narren: Die Säuliguggernacht in Affoltern steht unter dem Motto «Comic Convention» und am Ball der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon in Kappel heisst es: «Zirkus – hereinspaziert!». Am Samstag übernehmen dann die Maschwander. Ihr Motto lautet «U(h)rwald». Am Sonntag, 10. März, steigt dann die Hauptattraktion der fünften Jahreszeit im Knonauer Amt: Der Fasnachtsumzug durchs gesamte Oberamt. Dem Vernehmen nach sollen sich auch in diesem Jahr wieder an die 40 Sujets am 20 Kilometer langen Konvoi beteiligen. Am Samstag, 16. März, folgt traditionsgemäss am Zwilliker Maskenball der schallende Schlusspunkt der diesjährigen Fasnacht im Säuliamt. ................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen


Vorübergehende Verkehrsanordnung

Fasnachtsmontag Die Büros der Gemeindeverwaltung sowie des Gemeindeammann- und Betreibungsamtes (zuständig für die Gemeinden Aeugst a. A., Hausen a. A., Kappel a. A., Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil) bleiben am

Montag, 11. März 2019

Die Sanierung der Ottenloostrasse, Teilstück Rossauer- bis Wissenbacherstrasse steht kurz vor Abschluss. In den nächsten Wochen erfolgt aufgeteilt in drei Sektoren der Belagseinbau, was vorübergehende Totalsperrungen nötig macht. Die Verkehrsführung wird signalisiert. Die unmittelbar betroffene Anwohnerschaft wird persönlich informiert, die Details sind unter www.mettmenstetten.ch, Neuigkeiten, einsehbar.

Liegenschaften

Verkäufe

Wir bitten die Anwohnerschaft/Bevölkerung um Beachtung der Anordnungen und bedanken uns für das den Fertigstellungsarbeiten und den entstehenden Behinderungen entgegengebrachte Verständnis. Mettmenstetten, 5. März 2019 Gemeinderat Mettmenstetten

den ganzen Tag geschlossen. Bei Todesfällen gibt Telefon 044 764 80 20 (Telefonbeantworter) Auskunft über den Pikettdienst. Wir danken für Ihr Verständnis. Wir bedienen Sie gerne ab Dienstag, 12. März 2019 wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten. Hausen am Albis, 5. März 2019 Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

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Informationsveranstaltung betreffend Spitalabstimmungen Die Bevölkerung der Stadt Affoltern am Albis wird am Montag, 11. März 2019, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, zu einer Informationsveranstaltung betreffend den Spitalvorlagen eingeladen. Der Stadtrat freut sich über zahlreiches Erscheinen.

Öffnungszeiten Fasnachtsmontag Die Gemeindeverwaltung Kappel am Albis bleibt am Fasnachtsmontag, 11. März 2019, den ganzen Tag geschlossen. Das Bestattungsamt ist bei Todesfällen von 9.00 bis 11.00 Uhr unter der Telefonnummer 044 764 63 90 erreichbar. Gerne sind wir ab Dienstag, 12. März 2019, ab 8.00 Uhr, wieder für Sie da.

5. März 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Ottenbach Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022

Periodische Kontrollen von Blitzschutzsystemen im Jahr 2019 Gestützt auf die Weisung «Blitzschutzsysteme» der Gebäudeversicherung Kanton Zürich vom 1. Januar 2015, werden dieses Jahr im Auftrag der Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) die vorgeschriebenen Blitzschutzsysteme der Gebäude in der Stadt Affoltern am Albis kontrolliert. Von der GVZ als Blitzschutzaufseher angestellt, führt Gian Pietro Concenti, Niederweg 31, 8907 Wettswil, die periodischen Kontrollen durch. Die periodischen Kontrollen werden wenn möglich in der ersten Jahreshälfte durchgeführt und sind für die Eigentümerschaften kostenlos. Nachkontrollen finden in der zweiten Jahreshälfte oder im Folgejahr statt. Freiwillig errichtete Blitzschutzsysteme sind im Auftrag der Eigentümerschaft durch einen Blitzschutzaufseher oder eine Fachperson äusserer Blitzschutz VFK, gemäss den Leitsätzen der electrosuisse «Blitzschutzsysteme SNR 464022» mindestens alle 10 Jahre zu kontrollieren. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.gvz.ch/hautnavigation/ brandschutz/blitzschutzwesen 5. März 2019 Stadt Affoltern am Albis, Bereich Hochbau und Umwelt

Für den aus der Rechnungsprüfungskommission zurücktretenden Marcel Seitz ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2018 – 2022 zu wählen. In Anwendung von Artikel 7 der Gemeindeordnung sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am 15. April 2019 Wahlvorschläge beim Gemeinderat Ottenbach, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach, einzureichen. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat (§ 23 GPR). Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Der Gemeinderat erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindekanzlei, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach oder auf der Homepage www.ottenbach.ch erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. Gemeinderat Ottenbach

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Bezirk Affoltern

Neuer Redaktor beim «Anzeiger» Stefan Schneiter komplettiert das Redaktionsteam der Weiss Medien AG. Sein erster Arbeitstag war gestern Montag. Als Zeitungsredaktor hat Stefan Schneiter schon seit vielen Jahren Erfahrung gesammelt, etwa beim «Tagblatt der Stadt Zürich», den «Zürichsee-Zeitungen», der «Zürcher Landzeitung» und zu- Stefan Schneiter. letzt bei «reformiert». Daneben hat sich der Historiker auch als Buchautor (unter anderem «Der Üetliberg», 2011) einen Namen gemacht und als Redaktionsleiter des Jahreshefts «Pro Sihltal». Per Anfang März komplettiert Stefan Schneiter nun das Redaktionsteam des «Anzeigers». Am Regionaljournalismus schätzt er insbesondere die Themenvielfalt und den Kontakt mit spannenden Leuten. Journalistisch ist der neue «Anzeiger»-Redaktor ein Generalist, ganz besonders sprechen ihn verkehrs- und umweltpolitische Themen an. Redaktion und Verlag heissen ihn herzlich willkommen. (tst.)

Politische Statements, aber auch Grüsse vom Titlis

Ämtler Kantonsratskandidaten in den sozialen Medien Allein mit Plakaten, Flyern und Inseraten führt man heute keinen Wahlkampf mehr. Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten aus dem Säuliamt sind oft in den sozialen Medien präsent – auch mit Trivialem. ................................................... von werner schneiter Wahlkampf fand noch bis zu Beginn dieses Jahrtausends ausschliesslich in Inseraten, Leserbriefen und via Flyer statt, auch auf chronisch schwach besuchten Wahlpodien. Natürlich gibt es das auch im aktuellen Wahlkampf noch: Lachende Kandidatinnen und Kandidaten in Inseratenspalten und auf grossflächigen Strassenplakaten, die sich als offen, liberal, sozial, wirtschafts- und gewerbefreundlich, umweltbewusst, als bodenständig und weiss was noch alles präsentieren. Und in den Leserbriefspalten ist natürlich jetzt das Spital ein grosses Thema. Aber da platzieren nicht nur Bewerberinnen und Bewerber fürs Rathaus an der Limmat ihre Meinungen oder Botschaften.

Die eigene Partei kritisiert

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch

Dienstag, 5. März 2019

Aber allein in der gedruckten Presse erreicht man heute seine potenzielle Wählerschaft nicht mehr. Die Präsenz in sozialen Medien hat im Laufe der letzten Jahre klar an Bedeutung gewonnen. Ein Blick ins Facebook bestätigt das. Hier tummeln sich fast alle, betreiben Werbung in eigener Sache und garnieren ihre Aussagen mit mehr oder weniger schönen Bildli. Fast alle meinen, sich zu allen Themen äussern zu müssen. Die junge SPVertreterin geisselt die Waffenexporte, nicht nur jene in Bürgerkriegsländern. Sie bezeichnet die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat beim Thema Rosengartentunnel in der Stadt Zürich als «engstirnig» und folgert: «Es hätt z’vill Autos». Dann ist von ihr eine Ode an die klimastreikenden Schüler zu lesen, auch von ihrer Erklärung im Kantonsrat. Sie löst damit zahlreiche «Gefällt

Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten setzen auch im Säuliamt auf Präsenz in den sozialen Medien. (Bild Werner Schneiter) mir» und viel Zustimmung aus, kaum kritische Voten. Beim Spital Affoltern hingegen bilden sich keine Filterblasen: Hier wird parteiübergreifende Zustimmung sichtbar, jedenfalls von SVP-, GLP- und EVP-Seite, deren Kandidaten hier dem Wahlvolk gemeinsam zurufen: «3x Ja zum Spital Bezirk Affoltern». Bis dato liess sich unter den Kandidierenden aus dem Amt niemand finden, der mal einen Spruch raushaut und auf grosses Echo stösst. Immerhin schreibt ein freisinniger Jungpolitiker aus dem Unteramt, das Ja zum Rahmenabkommen seiner Partei sei der grösste Fehler gewesen seit der EWRAbstimmung von 1992. Päng! Hier erntet er Ablehnung und mehrheitlich «Daumen hoch», im Übrigen auch für seine Masterarbeit.

Wiederwahl gefährdet? Ein Parteikollege von ihm bleibt (noch) unverbindlich, nicht beim Rahmenabkommen, aber bei der so wichtigen Spital-Abstimmung vom 19. Mai. Er wünscht sich eine breite Diskussion über das Gesundheitswesen im Amt und fragt sich, warum diese nicht schon vor dem viel kritisierten Entscheid des Stadtrates von Affoltern erfolgt ist. Der Mann hat sich vor der Abstimmung noch nicht positioniert. Ob er das noch vor dem 24. März 2019, dem Wahltag, macht, lässt er heute of-

fen und räumt freimütig ein, damit möglicherweise seine Wiederwahl zu gefährden. Natürlich thematisiert der GLPKandidat sein Postulat zum Klimawandel im Kantonsrat. «Politiker aus den Betten, wir müssen die Welt retten», heisst es da. Ein Ratskollege von ihm, der SVP angehörend, verweist auf seine Kantonsratskolumnen in der Zeitung. Er hat sich vor allem bei der Abstimmung zum Wassergesetz ins Zeug gelegt. Sein Parteikollege ist auf Facebook nicht zu finden. Auch das gibts.

Cüpligläser und Skihelm Nicht alle, aber einige, machen auch einen Blick auf ihr Privatleben frei. «Ich freue mich auf den ersten Apéro auf unserer Terrasse», schreibt der FDP-Kantonsrat und platziert ein Bild eines Terrassentisches, wo zwei gefüllte Cüpligläser auf einen schönen Abend in vertrauter Zweisamkeit hindeuten. Er liefert auch bewegte Bilder von seinem Besuch im Circus Conelli, derweil der GLP-Vertreter, mit Skihelm auf dem Kopf, die Community vom Titlis grüsst, was immerhin 34 Followern gefällt. Weniger als der FDP-Vertreter ziert sich der EVP-Kantonsrat: «Ja zum Spital im Bezirk Affoltern», schreibt er und liefert erst noch bewegte Grafiken, die von einem professionellen Sprecher kommentiert werden.

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50 Lenker waren nicht fahrfähig Die Kantonspolizei Zürich und verschiedene Kommunalpolizeien haben auf dem Gebiet des Kantons Zürich eine zweiwöchige Schwerpunktaktion zum Thema Fahrfähigkeit durchgeführt. 50 Motorfahrzeuglenkende wurden in nicht fahrfähigem Zustand kontrolliert und zur Anzeige gebracht. In den rund zwei Wochen wurden im Kanton Zürich (ohne Städte Zürich und Winterthur) mehrere Polizeikontrollen durchgeführt. 21 Fahrzeuglenkende führten ihr Fahrzeug mit einem Atemalkoholgehalt zwischen 0.5 bis 0.79 Promille und 11 weitere wurden mit einem Wert über 0.8 Promille angehalten. 18 Lenkerinnen und Lenker wurden wegen Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln oder Medikamenten aus dem Verkehr gezogen. (pd.)

Wirksamer Zivilschutz Insgesamt 55 860 Diensttage haben Zürcher Zivilschutzangehörige im vergangenen Jahr geleistet. Im Jahr 2018 leisteten die 10 100 Angehörigen des Zivilschutzes im Kanton Zürich 35 160 Diensttage im Rahmen von Wiederholungskursen. Darin enthalten sind 4150 Diensttage, welche dem Werterhalt von Schutzbauten und Material dienten. Im Rahmen von Einsätzen zugunsten der Gemeinschaft wurden 9865 Diensttage in den Bereichen temporäre Infrastrukturbauten, Betreuung und Verpflegung geleistet. Zur Unterstützung der Partnerorganisationen bei Einsätzen zur Katastrophen- und Nothilfe wurden 695 Diensttage erbracht. Dies entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme ist unter anderem auf die Unwettersituation im Wehntal zurückzuführen. Zürcher Zivilschutzangehörige kamen auch bei Instandstellungsarbeiten infolge der Lawinenschäden in Zernez zum Einsatz. Insgesamt wurden 1140 Diensttage in anderen Kantonen geleistet. (pd.)

wir gratulieren

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Die blaue Stunde

Abendstimmung vom Aussichtsturm Hochwacht auf dem Albis «Blaue Stunde», so heisst der kurze Zeitabschnitt vor dem Sonnenuntergang, welcher in der Regel 30 bis 45 Minuten dauert. Am schönsten ist sie bei klarem, oder mit wenigen Wolken behangenen Himmel. Der Februar 2019 hat die Voraussetzungen für «blaue Stunden» an vielen Abenden erfüllt, so auch am 27. Februar: Der Tag verabschiedete sich mit einem Sonnenuntergang, der den Himmel in leichtes bis tiefes Blau legte. Bevor die kugelrunde Sonne verschwindet, geht der Himmel über in glühendes Gelb und Rot. Wer nun das Gefühl hat, die Natur habe das Füllhorn der Farben bereits ausgeschüttet, der irrt. Bevor die Dunkelheit sich über das Land legt, wird der Betrachter nochmals mit einem kurzen Farbenspiel überrascht: Ein leichtes, zartes Blau mischt sich in die Verabschiedung ein.

Irmgard Maumary-Glöckler in Obfelden hat am Donnerstag, 7. März, ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein gutes neues Lebensjahr.

Zum 80. Geburtstag

Glühendes Gelb und Rot, bevor die Sonne sich verabschiedet ...

In Obfelden wird heute Dienstag, 5. März, der 80. Geburstag von Ursula Almer-Bodmer gefeiert. Wir wünschen viel Vergnügen und einen schönen Feiertag. anzeige

Die Aufnahmedaten: Bild 1: Blende 13. Verschlusszeit 1/13 sec. ISO 100. Belichtungsmessung, Mittenbetont. Bild 2: Blende 5,6. Verschlusszeit 0,8 sec. .

Heute Dienstag, 5. März, feiert Elsa Dorigo-Lehmann in Zwillikon ihren 90. Geburtstag. Zu ihrem hohen Ehrentag gratulieren wir und wünschen ein schönes Fest.

Zum 85. Geburtstag

Urs Sigg

ISO 100. Belichtungsmessung, Mittenbetont

Zum 90. Geburstag

... zurück bleibt ein leichtes, zartes Blau. (Bilder Urs Sigg)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. März 2019

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«Es braucht einen wachen Geist» Die Slam Poetin Rhea Seleger über ihre manchmal knifflige Arbeit mit Worten Rhea Seleger tritt regelmässig an Poetry Slams auf. Im Interview erzählt die gebürtige Mettmenstetterin, was eine gelungene Performance mit Nähe zu tun hat und warum Inspiration kein Zufall ist.

Es braucht also Nähe zwischen Text und Autorin, sodass auch Nähe zwischen Text und Publikum entstehen kann? Oft, ja. Dabei ist es nicht wichtig zu wissen, wie diese Person zum Thema steht. Am Ende ist das irrelevant. Eine gelungene Performance lässt Raum für eigene Bilder und Interpretationen.

«Anzeiger»: Sie moderieren am Samstag den Poetry Slam in Affoltern. Auf welcher Bühne startete Ihre eigene Slam-Laufbahn? Rhea Seleger: In der Acapulco Bar in Zürich, vor etwa fünf Jahren. Das war allerdings eher Zufall. Ich hatte zwar schon von Poetry Slam gehört, aber nie einen besucht. Irgendwann bin ich im Internet zufällig auf einen Veranstaltungshinweis gestossen, las dort: «Slammerinnen und Slammer gesucht», und hab mich gleich angemeldet. Einfach so, ganz spontan? Ja. Ich weiss nicht, was ich mir in diesem Moment überlegt habe (lacht). Nun brauchte ich ja innert drei Wochen dringend einen Text, beziehungsweise zwei, fürs allfällige Finale noch einen. Ich hatte zwar als Teenie schon geschrieben, jedoch nicht sehr regelmässig. Als ich mit meinem Text auf die Bühne sollte, war ich unglaublich nervös. Doch das Feedback aus dem Publikum war positiv, ich schaffte es ins Finale. Danach trat ich ein Jahr lang jeden Monat im «Acapulco» auf. Inzwischen haben Sie jährlich zirka 70 Auftritte. Das braucht reichlich Textmaterial … Ja. Allerdings bleibt schlicht zu wenig Zeit, um wöchentlich neue Texte zu schreiben, die den eigenen Ansprüchen genügen. Deshalb ist es üblich, Geschriebenes mehrmals vorzutragen. Das ist okay, solange man sie nicht zeitnah am gleichen Ort wiederholt. So entspannt sich das Ganze, im Schnitt schreibe ich alle zwei, drei Monate neue Slamtexte. ...............................................................

«Man spürt es, wenn die Person auf der Bühne eine Situation erlebt, während sie erzählt.» ............................................................... Wie lange arbeiten Sie an einem Text? Das variiert. Es gibt Texte, die ich in einer Nachtaktion schreibe, am nächsten Tag überarbeite, und dann steht die Rohfassung. Sechs Stunden sind die untere Grenze, aber das ist mega sportlich. Andere Texte bearbeite ich über mehrere Monate laufend. anzeige

Muss ein Slamtext zwingend etwas zu sagen haben? Oder reicht es, wenn er etwas erzählt? Ein Text braucht eine Botschaft. Welche das ist, hängt vom Stil der Poetin oder des Poeten ab. Manche haben ein Flair für Wortspiele, andere eher für Lyrisches oder Humoristisches. Eine Botschaft kann sein: «Schau mal, wie spielerisch man mit Worten umgehen kann», oder «schau mal, wie absurd unsere Sprache ist.» Es muss ja nicht jeder Text so moralschwanger daherkommen.

Rhea Seleger ist in Mettmenstetten aufgewachsen. Die 31-Jährige arbeitet als Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin und Slam Poetin. (Bild Livia Häberling) Dann sind es schnell mal 30 Stunden aufwärts. Nur für die Schreibarbeit? Ja. Da ist die Performance, beispielsweise das Auswendiglernen, teilweise noch nicht eingerechnet. Wo finden Sie Ihre Themen? Manchmal habe ich konkrete Vorgaben. Letzten Monat habe ich beispielsweise an einem Reformations-Slam mitgemacht. Der fand in der Kirche statt, da war das Thema klar: Zwingli. Und falls Sie keine Vorgabe haben? Die Themen verstecken sich überall. Man muss für sich einen Weg finden, um neue Impulse zu generieren. Muss man die Inspiration suchen, damit man sie findet? Es braucht einen wachen Geist, eine Offenheit, um bewusst aufzunehmen und wahrzunehmen. Das kann auch passieren, indem man in einem Café sitzt und das Geschehen auf sich wirken lässt. Es ist wichtig, sich nicht nur zu leeren, sondern neues Rohmaterial für Texte aufzustöbern. Rohmaterial im Kopf macht allerdings noch keinen Text. Wie gehen Sie die Schreibarbeit an?

Ich habe die Angewohnheit, sie bis im letzten Moment aufzuschieben. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen zeigt mir jedoch, dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin. Viele schreiben total gerne, aber ohne Druck geht wenig. Ich funktioniere glücklicherweise recht gut so. Unter Zeitdruck vor dem leeren Blatt zu sitzen, auf die Muse zu warten, und die Nerven zu behalten, gelingt nicht allen … Wenn ich mich mal hingesetzt habe, fällt mir meistens etwas ein. Mich hemmt eher diese kritische Stimme im Hinterkopf, die mir ständig reinschwatzt. Ich schreibe zwei, drei Sätze und finde dann: «Das kannst du so nicht bringen, es tönt noch nicht gut.» Das kann den kreativen Fluss ziemlich hemmen. Was macht eine gelungene Performance aus? Für mich ist es wichtig, dass die Darbietung authentisch ist. Ich muss es der Person abkaufen, dass sie weiss, wovon sie spricht. Ausserdem muss das Erzählte für mich auch nachvollziehbar sein. Man spürt es, wenn die Person auf der Bühne eine Situation erlebt, während sie erzählt. Das ist meist der Moment, in dem die Worte mich berühren.

Sind sechs Minuten auf der Bühne eine kurze oder eine lange Zeit? Das kann unglaublich krass variieren. Am Anfang empfand ich sie als lang, bei meinen ersten paar Auftritten hoffte ich bloss, in den paar Minuten nicht in Ohnmacht zu fallen (lacht). Wenn es auf der Bühne wirklich läuft, rast die Zeit. Etrit Hasler schrieb mal: «Poetry Slam ist Literatur als Sport.» Würden Sie Slamtexte als Literatur bezeichnen? Schon, ja. Sie existieren ja als geschriebene Texte und ein Grossteil funktioniert auch gelesen. Aber klar, es gibt auch Darbietungen, die nur auf der Bühne funktionieren. ...............................................................

«Ich habe mich dagegen gesträubt, dem Druck nachzugeben, lustig sein zu müssen.» ...............................................................

Höchstens während des Auftritts, aber auch da ist der Wettkampf eher spielerisch. Neben der Bühne erlebe ich die Szene als extrem unterstützend, wir geben Feedback, empfehlen uns gegenseitig weiter. Mit vielen bin ich gut befreundet und schätze ihre Meinung zu meinem Schaffen sehr. Haben Sie auch schon einen Poetry Slam gewonnen? Ja, aber nicht so oft. Ich schaffe es regelmässig ins Finale, gewinne jedoch selten. Wie bitter ist diese Erkenntnis? Am Anfang hat mich das mega beschäftigt. Da habe ich mich gefragt, ob meine Texte für die Bühne vielleicht doch nicht geeignet sind. Inzwischen habe ich gelernt, das Scheitern nicht als absolut zu sehen und mich davon antreiben zu lassen. Funktionieren gewisse Textgattungen beim Publikum besser als andere? Humor funktioniert schon recht zuverlässig. Ich habe mich jedoch am Anfang dagegen gesträubt, dem Druck nachzugeben, lustig sein zu müssen. Warum? Ich hatte einen anderen Anspruch an mich und meine Texte. Auf der Bühne konnte ich andere Facetten von mir, beispielsweise meine traurige Seite, zeigen. Das war mir viel wert. Und ich fühlte mich dabei wohler, als Slapstick zu machen. Wieso punkten leisere Texte weniger? Sie verändern die Stimmung im Raum. Mich fesselt das, wenn Beiträge es schaffen, das Publikum in eine andere Atmosphäre zu versetzen. Aber wenn ein Text nachdenklich macht, ist man möglicherweise ein bisschen benommen, bricht nicht umgehend in Jubel aus. Es kann also sein, dass man dann tiefer bewertet wird. Was nicht zwingend heisst, dass der Beitrag beim Publikum weniger angekommen ist.

Warum muss man aus dem Schreiben einen Sport machen? Diese Frage diskutiere ich oft. Es ist ja total absurd, diese einzigartigen Darbietungen miteinander zu vergleichen, aber wir machens trotzdem. Es motiviert, weil ein bisschen mehr auf dem Spiel steht, auch wenn der Preis, eine Flasche Whisky, bloss symbolischen Charakter hat. Die Szene ist sehr familiär, der Wettbewerb spielt tatsächlich nur eine winzige Rolle.

Poetry Slams wurden in den letzten Jahren immer populärer. Hat sich dadurch das Publikum verändert? Die Erwartungshaltung des Publikums spielt eine grosse Rolle. Ich glaube aber, dass die Vorlieben schon früher variierten. Manche mögen Unterhaltendes, andere eher Ruhiges, Tiefgründiges. Es steht und fällt alles mit der Konstellation des Abends.

Kein Konkurrenzdenken, kein Neid, gar nichts?

11. Poetry Slam, Samstag, 9. März, 20.15 Uhr,

Interview: Livia Häberling

Galerie am Märtplatz, Affoltern.


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Bezirk Affoltern

ratgeber suchtprävention

Schöner brettern statt weiter pauken

Dienstag, 5. März 2019

Ski- und Snowboardlager der Primarschule Affoltern Gabriela Hofer, Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon www.supad.ch.

Wir alle können hinschauen und etwas bewirken Mitte Februar fand in der Schweiz zum ersten Mal eine Aktionswoche für Kinder mit suchtkranken Eltern statt, mit dem Ziel, diesen Kindern eine Stimme zu geben und ihre Situation sichtbarer zu machen. Die Suchtpräventionsstelle sensibilisiert und bietet Fortbildungen für Fachpersonen an, damit diese die Kinder im Alltag besser erkennen und unterstützen können. Hinzuschauen und wachsam zu sein ist aber auch Aufgabe der Gesellschaft. Diese Kinder leben mitten unter uns und bedürfen besonderer Beachtung. Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder und tun ihr Bestes. Im Falle einer Abhängigkeit ist der betroffene Elternteil aber zu stark mit sich und der Suchtproblematik beschäftigt und kann oft nicht auf die kindlichen Bedürfnisse nach Verlässlichkeit und Geborgenheit eingehen. Deshalb gibt es im Alltag der betroffenen Kinder keine Normalität oder Sicherheit. Sie haben mit vielen Gefühlen wie Angst, Scham oder Wut zu kämpfen, die sie aber niemandem mitteilen können, weil die Suchterkrankung in der Familie ein Tabu darstellt. Häufig ziehen sich diese Kinder in Schweigen zurück und versuchen, alleine mit den Belastungen umzugehen. Fängt ein Kind an zu sprechen, weist es oft nur auf versteckte Weise auf die Situation zu Hause hin, was das Erkennen der Not erschwert. Doch es gibt auch Kinder, die den Mut aufbringen, über ihre Situation zu sprechen. Die Voraussetzung dafür ist ein grosses Vertrauen in die Gesprächsperson. Möchten wir betroffene Kinder unterstützen, können wir bei uns persönlich anfangen und unsere Haltung gegenüber Süchtigen überdenken. Abhängigkeit ist eine Krankheit und keine Schwäche. Es geht nicht darum, jemandem die Schuld zuzuweisen, schon gar nicht den Kindern. Diese müssen aber zuerst erkennen, dass ihre Situation kein Normalzustand ist und sie keine Schuld tragen. Es hilft ihnen, wenn sie merken, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind und sie sich Hilfe holen können. In erster Linie ist es wichtig, dass die betroffenen Kinder Vertrauenspersonen haben, die sich Zeit für sie nehmen und auf ihre Fragen und Unsicherheiten eingehen. Verlässliche Bezugspersonen, wie ein gesunder Elternteil, ein Grosspapi oder ein Gotti sind wichtige Ankerpunkte im Leben dieser Kinder. Auch Nachbarn oder Eltern eines Gspändlis können unterstützen. Das Ziel ist es, diesen Kindern ausserhalb der Familie Möglichkeiten und Raum zu bieten, wo sie Freizeitaktivitäten nachgehen und für einen Moment unbeschwert sich selbst sein können. Auch ein strukturierter Tagesablauf und Rituale geben den Kindern Sicherheit. Warum also nicht das Nachbarsmädchen mal zum Mittagessen einladen? Oder den Freund des Sohnes mit in den Zoo nehmen? Die Situation zu Hause können wir nicht verändern, aber wir können dafür sorgen, dass betroffene Kinder immer wieder durchatmen und auftanken können und dass sie im Alltag auf Verständnis und offene Ohren stossen. So können wir alle einen Beitrag leisten, dass es diesen Kindern etwas besser geht.

Für 50 Mittelstufenkinder der Primarschule Affoltern hiess es in der ersten Sportferienwoche wieder: Ab auf die Pisten! Traumhafte Schnee- und Wetterverhältnisse auf dem Pizol, gute Küche und ein abwechslungsreiches Abendprogramm machten das Lager einmal mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Pisten sind eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und ein Schneesportlager bedeutet für die Kinder immer auch Aufregung und Abenteuer. 50 wintersportbegeisterte Schülerinnen und Schüler der Primarschule Affoltern am Albis kurvten während der ersten Sportferienwoche auf Skiern und Snowboards die Pisten hinunter. Dank der milden Temperaturen verzichteten manche auf die dicke Winterbekleidung und genossen Abfahrten und Verschnaufpausen an der wärmenden Sonne. Die Knaben und Mädchen feilten mit viel Ausdauer daran, möglichst schöne Kurven zu fahren oder stilsicher über Schanzen zu springen. Die herrliche Bergwelt belohnte die Anstrengungen jeden Tag aufs Neue.

Die Schüler der Primarschule Affoltern am Albis geniessen Gemeinschaft, Pisten, Sonne und gute Stimmung. (Bilder zvg.) Wilma Skisport in Affoltern. Sie leistete beim Einstellen der Skibindungen grosszügige Unterstützung. Abends bot das motivierte Leiterteam ein abwechslungsreiches Programm. Beim Singen am Lagerfeuer, Theaterspielen sowie beim Tanzen in der Disco kamen die Kids auf ihre Kosten. Gesellschaftsspiele und ein lustiger Filmabend mit «Cool Runnings» gehörten ebenfalls zu den lustvollen Aktivitäten abseits der Piste. Dabei sein ist alles!

Aktivitäten abseits der Piste Für das leibliche Wohl sorgte das dreiköpfige Küchenteam. Täglich zauberte es währschafte und leckere Menüs auf den Tisch und sorgte so dafür, dass die Kinder sowie die Lagerleiter stets guten Mutes und gestärkt auf den Brettern standen. Dass diese für die Kinder sicher waren, verdankt die Primarschule auch Wilma Liebhart von

Wieder eine saubere Sache

Aktion «Grümpel + Gulasch» in Stallikon Am Samstag, 23. März, wiederholt Stallikon mit «Grümpel und Gulasch» ein weiteres Mal die traditionelle Aktion. Unter der Leitung des Gemeindevereins und Mitwirkung zahlreicher Ortsvereine sowie der Schule wird das Gemeindegebiet von Weggeworfenem gesäubert. Sauberkeit ist der Ausdruck von Respekt. Respekt vor den anderen – dem Nachbarn, den Mitmenschen, der Natur. Ordnung und Sauberkeit sagt auch etwas aus über den Gesundheitszustand des Individuums und unserer Gesellschaft. Ein Blick in die Tierwelt lehrt uns: nur kranke Tiere leben im Dreck. Wie an anderen Orten, liegt auch in Stallikon viel Abfall auf und entlang von Strassen, Wegen, Plätzen und in der freien Natur. Man wirft ihn dorthin, wo man sich gerade befindet, durchgeht oder durchfährt. Leichtsinnig, gedankenlos, faul und oft auch mit Absicht! Kaum jemand fühlt sich für herumliegende Abfälle verantwortlich. Ohne zu bedenken, dass Abfälle, wie Flaschen, Büchsen oder Plastik, Gefahren für das Leben von vielen Nutz- und Wildtieren sind. Die Organisatoren und mit ihnen der Gemeinderat sind der Meinung: «Es reicht! Wir wollen erneut etwas gegen die Verschmutzung unternehmen. Als Erstes setzen wir wieder auf die Einsicht und die Mithilfe der Bevölkerung.» Die Aktion «Grümpel und Gulasch» findet am Samstag, 23. März, statt. Teile der Schule, die meisten Stalliker Vereine und die politischen Organisationen haben den Organisatoren wieder ihre Mithilfe zugesagt. Der Üetlibergverein hat seine traditionelle

Ilona Spörri, Lagerleiterin

Lagerfeuerstimmung mit Blick ins Tal.

Putzaktion mit den Stalliker Vereinen zusammengelegt und ist vor allem im Gebiet Üetliberg aktiv. Am Samstagvormittag, 23. März, ab 8.30 Uhr streifen Jung und Alt, mit Abfallsäcken ausgerüstet, wieder durch Quartiere, Strassen und Wege, durch Äcker, Wiesen und Bäche sowie an Waldrändern entlang und sammeln weggeworfene oder liegengebliebene Abfälle ein. Das Ziel: Am Mittag liegt auf dem Gebiet von Stallikon kein «Fötzeli» an Unrat mehr herum!

Tatkräftige Unterstützung gefragt Nach dem Motto «Grümpel + Gulasch» rufen die Organisatoren alle Stallikerinnen und Stalliker wieder zur tatkräftigen Unterstützung auf. Damit im Frühling des Wanderers Auge nicht mit Überbleibseln unserer Wegwerfgesellschaft konfrontiert und von der Schönheit des Tales abgelenkt wird. Nach getaner Arbeit versammelt man sich wieder im Werkhof Stallikon zu einem mundenden Gulasch oder einer schmackhaften Gemüsesuppe, gekonnt zubereitet vom ehemaligen Burestübli-Wirt Fredy Steck. Ein gemütlicher Nachmittag soll die bei gemeinsamer Arbeit geschlossenen Bekanntschaften vertiefen. Das Gemeindegebiet ist gross; entsprechend sind wieder viele Helfer nötig. Dem organisierenden Gemeindeverein fehlen noch Stallikerinnen und Stalliker, denen eine saubere Umwelt nicht gleichgültig ist. Aus organisatorischen Gründen (Verpflegung, Einteilung) sollte man sich bis spätestens am 16. März bei der Gemeindekanzlei anmelden. (-/Bi) Anmelden: Tel. 044 701 92 00, kanzlei@stallikon.ch.

zwischen-ruf

Auch wieder peinlich Nachdem ich für die Vesperkirche (siehe letzter Zwischen-Ruf) gearbeitet hatte, fuhr ich nach Inzigkofen zum Schreiben im ehemaligen Kloster. Jedesmal eine tolle Woche. Am zweiten Tag bekamen wir folgende Aufgabe: «Notiert zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort, sucht dann eines aus und macht einen kleinen Text.» Ich nahm J wie Johannes. Den hatte ich bei der Arbeit in der Vesperkirche kennengelernt. Ich schrieb folgendes: Johannes, ja! Schon lange hat mich kein Mann mehr interessiert. Meinen Freundinnen gönne ich ihre Gatten von Herzen. Und jetzt aber Johannes. Letzte Woche machte ich ein paar Tage bei der Vesperkirche mit. Da wird für Bedürftige feinstes Mittagessen für 1 Euro angeboten. Mitten im Kirchenraum. Wie jedes Jahr liess ich mich im Service einteilen. Johannes schleppt zusammen mit anderen Essen herbei. Also Punkt 1: Er ist stark. Zu Beginn sitze ich neben ihm im Stuhlkreis. 40 Leute werden eingeteilt. Bei einer Jugendgruppe klappt es nicht. Anscheinend seit Jahren nicht. «Ich würde die nicht mehr nehmen», flüstere ich Johannes zu. «Ich auch nicht.» Punkt 2. Ein paar Stunden später raunt er mir zu, dass er soeben einen beinahe kollabierten Gast in die Notaufnahme des Klinikums

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gebracht hat. Punkt 3. Dann lachen wir über dasselbe: Bedienung verschüttet Suppe. Punkt 4. Ich bitte zwei Frauen, ein Foto von mir zu machen für meine Reportage in der Zeitung. Das wird umständlich. Johannes nimmt sein Handy, fertig. Punkt 5. «Was bist du eigentlich von Beruf?» «Ich war Dozent an der Polizeihochschule, jetzt bin ich pensioniert. Das ist toll. Wir sind letzten Sommer mit meinem Motorrad bis ans Nordkap gefahren.» «Oh, Punkt 6, 7 und 8!» «Wer, wir, Johannes?» «Na – ich und meine Frau.» Ach so. An diesem Abend mailte mir der Chefredaktor der Zeitung Neckarquelle, dass meine Reportage über die Vesperkirche gut sei und am nächsten Tag erscheinen würde. Ich dankte ihm für sein Lob und schickte ihm diesen Johannes-Text. Zum Spass! Als Dankeschön!! Doch nicht zum Veröffentlichen!!! (Hatte dies allerdings nicht explizit gesagt.) Am Samstag, zurück im Säuliamt, telefonierte mir meine Mutter: «Du bist mir eine! Was du da in der Zeitung geschrieben hast!» Du lieber Himmel! Schon wieder peinlich! Ich warte seitdem auf den Anruf von der Frau von Johannes! Ute Ruf


Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. März 2019

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Der heitere Schlusspunkt naht Die letzten beiden Säuliämtler Fasnachtswochenenden 2019 stehen bevor Am Freitag läuten die Affoltemer Säuliguggernacht und der Kappeler FGU-Ball das Ende der Säuliämtler Fasnacht ein. Am Samstag locken der Maschwander Ball und das Alphütte-Beizli in Rossau. Tags darauf pilgert der Uerzliker Fasnachtsumzug durchs Oberamt. Der Zwilliker Maskenball beendet das bunte Treiben am 16. März.

Stundentakt die Türklinke der alten Sennerei in Rossau in die Hand.

Fasnachtsumzug durchs Oberamt Am Sonntag, 10. März, steigt dann die Hauptattraktion: Der längste Fasnachtsumzug Europas mit seiner Route durchs gesamte Oberamt und anschliessender Uslumpete im Kappeler Gemeindesaal. Dem Vernehmen nach sollen sich auch in diesem Jahr wieder an die 40 Sujets am 20 Kilometer langen Konvoi beteiligen. Die Fasnachtsplakette, die bei der Gelegenheit für die Zuschauer Ehrensache ist, zeigt diesmal einen Laternenmacher und ist nach wie vor von edler Prägung. Am Samstag, 16. März, folgt traditionsgemäss am Zwilliker Maskenball der schallende Schlusspunkt der diesjährigen Fasnacht im Säuliamt. Mit «Pop nach 8» und den Guggen Steischränzer, Vollgashöckler und Säuligugger. Pascal Stössels Stimme freut sich schon auf die Erholung – aber erst nach dem Zwilliker Maskenball.

................................................... von martin platter Die Stimme von Pascal Stössel ist heiser. Es ist Sonntagabend und der Präsident der Säuligugger ist noch ganz geflasht vom Fasnachtsumzug in Bremgarten, wo die Affoltemer Guggenmusik gespielt hat. «Das Wetter war der Hammer. Die Leute sind in Massen am Strassenrand gestanden», freut sich Stössel und ergänzt, nun habe man noch eine kleine Party in Zufikon, bei der man den Tag gemütlich ausklingen lasse.

Donald Trumps und andere Mauerbauten werden auch diesmal den Fasnachtsumzug durchs Oberamt prägen. (Bild Martin Platter) Zwei Bälle am Freitag Bald ist sie wieder zu Ende, die fünfte Jahreszeit. Am Freitag buhlen gleich zwei Fasnachtsbälle um die Gunst der Narren: Die Säuliguggernacht in der Break Event Hall in Affoltern. Und der Ball der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon im Kappeler Gemeindesaal, der bereits am Nachmittag, um 15 Uhr mit dem Kindermaskenball beginnt. Die Mottos der Bälle könnten unterschiedlicher nicht sein. An der Säuliguggernacht sind Comic-Helden gefragt. Stössel erklärt: «Wir haben die Kaffeestube, die Bar und die Shot-Bar thematisch aufgeteilt. In der Kaffeestube ist Star Wars angesagt; an der

Bar Donald Duck und weitere DisneyHelden. An der Shot-Bar wiederum sind die Avengers Vorbild. Dazu natürlich jede Menge Guggen: Es spielen die Bankli-Clique aus Oberrohrdorf, die Vollgashöckler aus Hedingen, die Gyre-Sumper aus Widen, die Näbelgeischter aus Jonen und auch wir selber werden ein paar Stücke zum Besten geben.» Um Mitternacht werden die schönsten Masken prämiert – VIPGäste erhalten einen Spezialpreis. In Kappel steht der Abend unter dem Motto «Zirkus – hereinspaziert!». Zirkusdirektor ist FGU-Präsident Christian Müller, der zusammen mit seinem Team dafür sorgen wird, dass die

Manege im Kappeler Gemeindesaal adäquat dekoriert ist und alle bösen Tiere an die Kette oder in den Käfig kommen. Für Stimmung im Saal sorgen neben Guggenmusiken die Glarner Mundartrocker «Rämlers». Auch eine Bar und eine Kaffeestube für die Ländlerfans wird’s wieder geben, ebenso wie die Maskenprämierung.

U(h)rwald in Maschwanden Am Samstag übernehmen die Maschwander – ebenfalls mit allerlei Getier. Ihr Motto ist U(h)rwald. Der Fasnachtsnachmittag beginnt bereits um 16 Uhr mit dem Kindermaskenball. Um 20

Uhr schwingen sich dann die Erwachsenen durch die Lianen. Verschiedene Guggen und die Liveband «Wirbelwind» bringen die Turnhalle zum Beben. Wer ein bisschen chillen mag, findet an der Bar und der Kafistube wohl keine Ruhe, aber doch geeignete Sitzgelegenheiten. Eine weitere gute Fasnachtsadresse ist am Samstag das Alphütte-Beizli in Rossau. Erneut hat die Rossauer Familie Frei ein reichhaltiges Fasnachtsmenue zusammengestellt. Es besteht aus Fondue und einer Vielzahl von Guggen: die Albis Chroser, Vollgashöckler, Güggel Gugger und Rohrdorfer Chessler geben sich ab 18 Uhr im

Weitere Infos unter saeuligugger.ch, fgu.ch und maskenball-zwillikon.ch.

Die Durchfahrtszeiten des Fasnachtsumzugs 13.10 Uhr, Start in Kappel 13.30 Uhr, Uerzlikon 13.50 Uhr, Rossau 14.20 Uhr, Mettmenstetten 15.05 Uhr, Rifferswil 15.40 Uhr, Hausen 16 Uhr, Ebertswil Anschliessend Wagenprämierung und «Uslumpete» im Kappeler Gemeindesaal.

Wehe, wenn der Naturschutz einfällt Der durchforstete Wald an der Reuss in Ottenbach ist kaum mehr zu erkennen. Der angestrebten Verjüngung und der Aufwertung zum Auenwald geht eine Durststrecke voraus, die wenig Erbauung für Erholungssuchende bietet und für die Tiere eine Umwälzung ihres Habitats bedeutet.

Holzstapelplätzen auf den Parkplätzen ‹Reussbrücke› und ‹Haas Shopping› hin und her karrte und noch um 21 Uhr mit der Motorsäge am Werk war. «Man glaubt es nicht, wenn der stolpert und sich ins Bein sägt!» Vielleicht kriegt Mann ein «Holzerfieber» beim Bäumefällen, sodass er nicht mehr aufhören kann oder Amt, Zeit und Wetterumsturz drängen. Die Fachstelle Naturschutz informierte, dass die Arbeiten zirka eine Woche dauern würden, jetzt sind sie schon 14 Tage dran und noch nicht fertig.

................................................... von christine häusermann Wenn der Naturschutz einfällt, hinterlässt er Autobahn und Schlachtfeld, könnte man polemisch nach dem ersten Augenschein am Samstagmorgen sagen. Allerdings ist die Umag, die die Forstarbeiten im Auftrag des Amtes für Landschaft und Natur ausführt, noch nicht fertig damit. Warnblachen sperren den Weg noch immer ab. Wenn die Durchforstung beendet ist, wird der jetzt mit Zweigen und Ästen übersäte Weg aufgeräumt und die tiefen Karrenspuren etwas ausgeebnet sein. Was bleibt, ist wohl ein massiv verbreiterter Weg, der wegen des ausgiebigen Regens am Freitag nun tiefe Pneuspuren der grossen Traktoren aufweist. Der romantische Hohlweg, der über die Jahre entstanden war, gehört der Vergangenheit an. Aber Romantik gehört ja auch in Bücher und nicht in die Natur.

Holzschlag ist brachial Vor einigen Jahren musste das abbrechende Ufer mit grünen Ästen und Zweigen neu aufgebaut werden. Die

Die ökologische Aufwertung macht alles wett

Noch lässt sich die ökologische Aufwertung nicht erahnen. (Bild ch) Aktion war erfolgreich, das Ufer verfestigte sich wieder, nun aber ist wieder ein tiefes Loch entstanden, wo sich der Boden abgesenkt hat. Erosion der Reuss oder war der Druck der massigen Gefährte auf dem sandigen Boden zu gross? Der übriggebliebene Wald wirkt zerzaust, wie ein gerupftes Huhn. Die Bäume, die stehenbleiben durften, sind einzelne ‹Stirzel›, die verloren in den Himmel ragen. Holzschlag mit Ross und Wagen gibt es auch beim Amt für Naturschutz nicht mehr, eine Närrin, die daran denkt. Felix Hofstetter, Anwohner des Gebiets, der jeden Abend seine scheue, freilebende Katze bei Haas Shopping füttert, hat am Donnerstagabend ein Video gedreht, wie ein einzelner Forstarbeiter zwischen den

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Hanspeter Tschanz von der Fachstelle Naturschutz des Kantonalen Amtes für Landschaft und Natur informierte, dass es sich um Holzschläge zur Waldpflege handelt, mit dem Ziel Sicherheit, ökologische Aufwertung und

Uferstabilität. Die ökologische Aufwertung soll mit dem Fördern von Eichen, Ulmen, Weiden, Kirschbäumen, Sträuchern und einer artenreichen Krautschicht erreicht werden. «Durch die besseren Lichtbedingungen werden in den nächsten Jahren Kräuter, Sträucher und Jungbäume stark zunehmen und die Bedingungen für viele Tierarten verbessern. Die Wälder entlang der Reuss in Ottenbach wurden früher für die Holzproduktion für Wasserbauten genutzt, weshalb sie einen hohen Anteil Fichten aufwiesen. Wir wandeln sie nun seit einigen Jahren in standortgerechte Laubwälder mit Arten der Hartholzauen um. So wurden auch Schwarzpappeln gepflanzt, eine Art, die fast vollständig verschwunden war.» Schöngeist, wer sich an ein bisschen Lärm und gleissendem Scheinwerferlicht ausserhalb der Werkzeiten und am Kahlschlag eines Spazierwegs störte. Alles wird gut!


Forum

Dienstag, 5. März 2019

Hannah Pfalzgraf (bisher) für mehr Gerechtigkeit

Bettina Bucher: Antoinette Frey für Sicherheit und Mit Power in die Zukunft Landwirtschaft

Seit gut einem Jahr habe ich die Möglichkeit, mich im Kantonsrat einzubringen. Und ganz ehrlich, ich habe noch lange nicht alles erreicht, was mir am Herzen liegt. Ich liebe den Kanton Zürich und Hannah Pfalzgraf. das Säuliamt, in dem ich meine Kindheit verbracht habe und erwachsen wurde. Trotzdem sehe ich noch Luft nach oben. Aus diesem Grund möchte ich mich auch in Zukunft gerne für einen gerechteren Kanton Zürich im Parlament einsetzen. Ich möchte mich gegen den ständigen Abbau im Service Public einsetzen. Es darf nicht sein, dass gerade in den ländlichen Regionen plötzlich weniger Busse und Züge fahren, Poststellen geschlossen werden und die flächendeckende Gesundheitsversorgung vernachlässigt wird. Ich möchte mich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen. Es braucht tiefere Krankenkassenprämien, mehr bezahlbaren Wohnraum und ein ausgebautes und günstiges Kinderbetreuungsangebot. Ich möchte mich für mehr Gleichberechtigung einsetzen. Es braucht Mittel, der Lohndiskriminierung endlich ein Ende zu setzen, eine Elternzeit für beide Elternteile und Frauenquoten in der Politik und Wirtschaft. Und ich möchte mich für die Forderungen der Jugend einsetzen. Ihre Anliegen, wie jetzt bei der Klimastreikbewegung, müssen ernst genommen und in die Parlamente getragen werden, denn immerhin ist es ihre Zukunft, die es betrifft. Und genau darum kandidiere ich am 24. März erneut für den Zürcher Kantonsrat. Ich würde mich über Ihr Vertrauen und Ihre Stimme freuen! Hannah Pfalzgraf, SP-Kantonsrätin, Mettmenstetten

Als aktive Bäuerin bewirtschafte ich zusammen mit meinem Mann einen 14 ha grossen Landwirtschaftsbetrieb in Affoltern am Albis. Unsere Schwerpunkte liegen in der Milchwirtschaft mit Antoinette Frey. Ackerbau. Daneben betreiben wir noch den Verkauf von Brenn- und Cheminéeholz sowie einen kleinen Pensionsstall für Pferde. Seit August 2018 steht dazu noch der Verkaufsladen des Aemtlerchorbs auf unserem Betrieb. Eine landwirtschaftliche Produktion, welche regional und nachhaltig ist, das liegt mir als Ehefrau und Bäuerin sehr am Herzen und damit setzen wir mit dem Aemtlerchorb dazu ein zusätzliches regionales Zeichen. Der Kanton Zürich ist der viertgrösste Landwirtschaftskanton und deshalb muss er im Kantonsrat auch angemessen vertreten sein. Mit der Problematik der sozialen Sicherheit und diverser Sozialversicherungsfragen im bäuerlichen Erwerbsleben wurde ich als Bäuerin durch die Heirat neu konfrontiert, sodass ich mich persönlich auch auf neues Terrain bewegen musste und diesbezüglich Schwierigkeiten und Herausforderungen begegnete. Als ehemalige Polizistin (bis 2010) bei der Stadtpolizei Olten und der Regionalpolizei Spreitenbach liegt mir ebenso das Thema Sicherheit der Bevölkerung, sei es auf kantonaler wie auf kommunaler Ebene, sehr am Herzen. Die Schnittpunkte zwischen Polizei und Bevölkerung sind mir bekannt und deren Problematik waren tägliche Herausforderungen in meiner aktiven Zeit als Polizistin. Antoinette Frey, SVP

Eine Region mit Herz bleiben Die Spekulanten-Geier kreisen schon, Leserbrief vom 1. März. Ich schätzte den Einsatz von Herrn Bortoluzzi als nationaler Gesundheitspolitiker ebenso wie sein aktuelles Engagement fürs Spital Affoltern. Er setzt sich dafür ein, dass das Spital erhalten und die Gemeinden federführend bleiben. Mein Wirken in der BK hat dasselbe Ziel: gesundheitliche Grund- und Pflegeversorgung zugunsten des Gemeinwohls durch ökonomische, qualitativ hochstehende Führung des Betriebes mit Erhaltung des Bezirksspitals und LZP im Eigentum der Öffentlichkeit/Gemeinden. Dabei bin ich überzeugt, dass ein Kleinspital, mit entsprechendem Angebot und Nischenmanagement, auch zukünftig eine wirtschaftliche Überlebenschance hat; insbesondere dann, wenn seine Strategie den aktuellen Vorgaben der Gesundheitsdirektion entspricht. anzeige

Aus diesem Grund verstehe ich die einleitenden Worte des Leserbriefes nicht; sie sind irreführend und entbehren jeder Grundlage: Mein Engagement in der BK stützt sich auf eine persönliche Anfrage und steht nicht im Zusammenhang mit meiner Tätigkeit als Mitarbeiter der Intus. Allenfalls hat mein Leistungsausweis als Unternehmer, langjähriger Präsident der Stiftung Haus Tabea, Horgen, und weitere Engagements in sozialen/ kirchlichen Bereichen Ausschlag für die Anfrage gegeben; ich weiss es nicht. Ich weiss aber, dass der Grund für die Mitarbeit in der BK keinen «spekulativen» Hintergrund hat. Dabei weise ich darauf hin, dass Intus als unabhängiges Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen tätig ist und sich weder auf dem finanz- noch immobilien-spekulativen Gebiet «tummelt». Wenn sich aber private Institutionen bereits heute im Rahmen des «Abstimmungskampfes» mehr oder weniger aggressiv (getarnt als Berater oder wohlwollende Fortführer des Spitals), um die Übernahme des Spitals bewerben, dann hat dies sicher auch mit den erwähnten Grundstücken an attraktivster Lage in Affoltern zu tun. Abschliessend halte ich fest, dass es bei der bevorstehenden Abstimmung nicht um die Spitalschliessung geht, sondern darum, Weichen für die Zukunft zu stellen. Eine Weichenstellung für welche Solidarität, Mut und Übernahme von Verantwortung nötig sind, damit das Knonauer Amt als Wachstumsregion Nr. 1 auch zukünftig eine Region mit Herz bleibt, welche «Schmetterlingsgefühle» im Bauch auslösen kann. Wer bereit ist, die Weiche in diese Richtung zu stellen, stimmt am 19. Mai 3 x Ja. Daniel Eugster, Rifferswil, CEO Intus, Mitglied der BK des Spital Affoltern

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Für pragmatische Claudia Chinello: Lösungen: Beatrice Für mehr Action Sommerauer und Engagement

Seit mehr als 15 Jahren lebe ich in Ottenbach. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Neben den Familienaufgaben führe ich als Einzelunternehmerin ein Treuhandbüro. Bisher Bettina Bucher. habe ich mich in der Gemeindepolitik engagiert. Zuerst als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission und seit sieben Jahren bin ich Finanzvorständin der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach. Meine Ziele in der kantonalen Politik fokussieren sich ganz generell auf solide bürgerliche Grundwerte. Ein fortschrittlicher und in die Zukunft blickender Kanton Zürich liegt mir am Herzen. Dabei ist darauf zu achten, dass mit einer guten Infrastruktur und hervorragender Bildung Wohlstand und Lebensqualität geschaffen und gesichert werden. Nur mit diesen Rahmenbedingungen ist auch der Erhalt unseres weltweit beachteten dualen Bildungssystems und unserer sehr gut ausgebauten Sozialinstitutionen gewährleistet. Der Mittelstand muss entlastet werden und dabei ist vor allem auf Familien mit Kindern ein Augenmerk zu richten. Unaufhaltsam steigende Steuern und Gebühren belasten die arbeitende Bevölkerung. So fordere ich einen vollen steuerlichen Abzug der obligatorischen Krankenkassenprämien. Selbstverständlich stehe ich auch für eine umweltfreundliche Energiepolitik ein. Mit einem sorgfältigen und gerechten Umgang der Staatsfinanzen sind diese Forderungen durchaus umsetzbar. Im Kantonsrat werde ich mich mit ganzer Kraft für diese Ziele einsetzen. Für Ihre Stimme danke ich Ihnen. Bettina Bucher, SVP Bezirk Affoltern

Beatrice Sommerauer Nägelin, geboren 1962, aus Hausen am Albis, verheiratet, Mutter dreier erwachsener Kinder, stellt sich für die Wahl als Kantonrätin der SVP zur Verfügung. Aufgrund ihrer Beatrice Sommerlangjährigen lei- auer Nägelin. tenden Berufserfahrung im Bereich Finanz- und Rechnungswesen, als CFO in der Privatwirtschaft, als Besitzerin eines Treuhandbüros und als Behördenmitglied, verfügt sie über ein fundiertes Wissen zu allen Finanzthemen. Von 2002 bis 2010 amtete sie als Finanzvorstand und Präsidentin der Sekundarschulpflege Hausen. Seit 2014 führt sie im Gemeinderat von Hausen die Ressorts Finanzen und Liegenschaften. Mit ihrer grossen Exekutiverfahrung auf Gemeindeebene hat sie viel Verständnis für kommunale Interessen und wird diese entsprechend im Kanton vertreten. Der Erhalt unserer föderalistischen Strukturen mit starken Gemeinden, in einem starken Bezirk Affoltern, in einem starken Kanton, sind ihr wichtig. Im Kantonsrat wird sie für eine auf Freiheit und Eigenverantwortung setzende Gesetzgebung plädieren. Ebenso wird sie sich im Kanton für einen gesunden Finanzhaushalt, eine sichere Gesundheitsversorgung, eine starke Volksschule und das duale Bildungssystem einsetzen. Beatrice Sommerauer kommuniziert offen aber respektvoll und sachlich und strebt pragmatisch nach Lösungen über alle Parteigrenzen hinweg.

Die RPK Knonau empfiehlt 3x Ja

Spital Affoltern: Wo liegt die Zukunft? Zur Abstimmung vom 19. Mai.

Der Gemeinderat empfiehlt der Bevölkerung, sich auf die gesetzlich festgelegten Aufgaben zu konzentrieren und sagt deshalb Nein zum Spital Affoltern. Die RPK hat den beleuchtenden Bericht des Gemeinderates und die dazugehörigen Dokumente zum Thema Spital Affoltern eingehend studiert. Die RPK folgt der Argumentation des Gemeinderates Knonau und empfiehlt der Auflösung des Zweckverbands Spital Affoltern zuzustimmen. Des Weiteren empfiehlt sie auch die Zustimmung zur Langzeitpflege Sonnenberg. Die RPK erachtet ein Spital im Bezirk Affoltern als sehr zukunftsorientiert und als wichtige wirtschaftliche Standortförderung für die gesamte Region. Dem Spital als grosser Arbeitgeber kommt zukünftig im regionalen Gesundheitsweisen eine immer grössere Bedeutung zu, zumal in absehbarer Zeit ein Hausärztemangel bevorsteht. Die aktuell guten Leistungen des Spitals erachten wir als äusserst sinnvoll und sehen auch in der intensiven Zusammenarbeit mit anderen Spitälern eine langfristige Zukunft. Zurzeit ist unklar, ob der Spital Affoltern auf der zukünftigen Spitalliste des Kantons Zürich aufgeführt wird. Die sich dann daraus ergebenden Folgen sind zur Zeit offen und nicht Bestandteil der aktuellen Abstimmung. Aus diesem Grunde kann jetzt auch keine Prognose über die dann anstehende finanzielle Entwicklung definiert werden. Die aktuell anstehenden finanziellen Aspekte erachten wir aber als vertretbar und geben dem Spital Affoltern somit eine gute Zukunftschance. Aus all diesen Gründen empfiehlt die RPK ein dreifaches Ja. RPK Knonau, Präsident Peter Pfiffner

Allein die Stimmberechtigten, welche in dieser Sache ihre Stimme abgeben, entscheiden mehrheitlich über die Zukunft des Spitals Affoltern. Die Stadt- und Gemeinderäte können nur Empfehlungen abgeben. Nach altem Recht bezahlten die Bezirksgemeinden nach einem bestimmten Verteilschlüssel das jährliche Defizit des Spitals Affoltern. Nach neuem Gesundheitsgesetz werden die Spitalkosten über Fallpauschalen verrechnet. Von diesen übernimmt der Kanton 55 % und die Krankenversicherung 45 %. In den Fallpauschalen sind 10 % für Investitionen und Unterhalt eingesetzt. Überall dort, wo hohe Investitionen oder Abschreibungsbedarf ansteht, können mit den vorgegebenen Fallpauschen die Kosten nicht gedeckt werden. Dies trifft auch für das Spital Affoltern zu. Die Fallpauschalen können aus Wettbewerbsgründen nicht einfach den Kosten angepasst werden. Also entsteht für die Zeit einer Struktur- und Betriebsanpassung ein Defizit, welches die Eigentümer zu tragen haben. Wenn eine Mehrheit in allen Gemeinden bereit ist, das Defizit zu tragen, bleibt das Spital, sonst eben nicht. Ich meine, sofern wir wollen, können wir das Defizit über eine beschränkte Zeit auch ohne Steuererhöhung tragen. Für den bewährten Zusammenhalt unter der Ämtler Bevölkerung wäre das der richtige Entscheid. Für die offensichtlich erforderliche Strukturanpassung braucht es eine dem Eigentum entsprechende Geschäftsleitung und Führung, welche mit einfacher Mehrheit die erforderlichen Massnahmen durchsetzen kann. Es gelten die selben Anforderungen an

SVP Bezirk Affoltern

Warum beteiligen sich eigentlich nie mehr als 60 % der Stimmberechtigten an den Wahlen? Weshalb ist Politik so unpopulär, vor allem bei den jungen Schweizerinnen und Schweizern? Und warum Claudia Chinello. verstehen viele nicht, dass Politik direkt mit der Gestaltung unseres Alltags zusammenhängt? Die in Wettswil wohnhafte Claudia Chinello engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Gesellschaft. Als Präsidentin der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz 2018 (JCI Switzerland) hat sie viele soziale und wirtschaftliche Projekte unterstützt, und sie setzt sich dafür ein, dass mehr junge Leute Interesse an neuen und innovativen Konzepten für die Gemeinschaft entwickeln. Sie geht mit gutem Beispiel voran und hat zusammen mit einem Team u.a. den Verein «JCI Youth Lab» gegründet, der Teenager aus der Schweiz, Europa und Japan in einem Sommercamp an den 17 nachhaltigen Zielen der UNO arbeiten lässt (www.JCIyouthlab.ch). Sie kandidiert für den Kantonsrat, weil sie davon überzeugt ist, dass man die Schweizer Politik noch effizienter gestalten könnte und mit dafür sorgen möchte, dass der Wirtschaftsraum Zürich auch weiterhin attraktiv bleibt für Familien, Firmen sowie Unternehmerinnen und Unternehmer. «Wir brauchen ein bisschen mehr Mut und weniger Vorurteile, mehr Kooperation und weniger Egoismus», findet sie. «Smarte Lösungen können auch über Partei-, Kantons- oder Ländergrenzen hinweg gefunden werden, das habe ich in den vergangenen Jahren bei JCI lernen dürfen.» FDP Bezirk Affoltern

die Mitglieder von Betriebskommission/Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wie in jeder anderen Unternehmung. Der Erfolg oder Misserfolg steht und fällt mit der Qualität der verantwortlichen Personen in der Führung. Auch das beste Personal im Akutbereich kann Führungsfehler im strategischen Bereich nicht wirklich ausgleichen. Es sind immer die Eigentümer, welche über Zusammensetzung des Führungsgremiums entscheiden. Ich bin Mitglied im Verein Ja zum Spital Affoltern und stimme 3x Ja. Wo immer der Weg in die Zukunft hingehen soll, er muss mit Vorteil geführt werden. Franz Leutert, Obfelden, Bezirksrat. i.R. anzeige


Veranstaltungen

Stellenanzeiger Wir suchen für unsere Bäckerei mit Café per sofort oder nach Vereinbarung eine zuvorkommende, zuverlässige und branchenkundige

Teilzeit-Bäckereiverkäuferin (ca. 20%) für das Wochenende und Ferienablösung. Sind Sie selbständiges Arbeiten gewohnt und haben bereits Erfahrung im Bäckereiverkauf, dann senden Sie uns Ihre vollständige Bewerbung mit Foto an: Bäckerei-Café Betschart Frau Jasmine Betschart Burgwies 5 8906 Bonstetten www.baeckerei-betschart.ch

Schulen und Kurse


Gewerbe/Dienstleistungen

Musikalische Clownerie «Tage der Sonne» Nina Dimitri und Silvana Gargiulo garantieren einen inspirierenden Abend im «Rössli». > Seite 13

Eine zehntägige Ausstellung zu Nachhaltigkeit, Energie und Umweltschutz. > Seite 15

Dienstag, 5. März 2019

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Weltcup-Podest Noé Roth, Aerials-Athlet vom Jumpin-Team, springt in China auf Rang zwei. > Seite 16

Die Kinder von klein an Ex-«Mr. Tagesschau» in Affoltern Heinrich Müller am Music & Dine im Gasthof Weingarten begleiten

Kurse am 13. März, 11. April und 17. Mai Die Gesundheit der Kinder von klein an mit der Naturheilkunde zu unterstützen, ist eines der wichtigen Ziele der Praxis Urmi-Natur Kinderheilkunde von Michèle Meier Brüllhardt. Gerade Kinder legen in kurzer Zeit grosse Entwicklungsschritte zurück und zugleich werden in der Kindheit wesentliche Grundlagen für die Gesundheit in späteren Jahren gelegt. Natürlich spielt auch die Umwelt eine grosse Rolle, da die Kinder täglich von ihr beeinflusst werden. In der Praxis Urmi-Natur Kinderheilkunde von Michèle Meier Brüllhardt können Kundinnen und Kunden aus einer Vielzahl von interessanten Kinder-Themen den passenden Workshop auswählen. Weiter lernen sie, mit Bachblüten, ätherischen Ölen oder Homöopathie ihr Kind oder die ganze Familie zu begleiten.

Bach-Blütentherapie In Umbruchzeiten wie heute braucht man zunehmend mehr Konzentration und seelische Kraft, um die eigene innere Stabilität aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig eröffnen sich aber auch

viele ungeahnte Möglichkeiten zur Entfaltung unserer Talente und Potenziale. Bachblüten sind für Kinder und Erwachsene jeden Alters geeignet. Sie werden aber auch mit Erfolg bei Tieren angewendet. Am Mittwoch, 13. März, bietet sich die Möglichkeit, einen Einblick in die BachblütenTherapie zu erhalten.

Kinder mit ADHS – Wie geht es weiter? Die Kinder tun sich schwer, ihr reiches Innenleben verständlich nach aussen zu kommunizieren. In unserem System mit seinen fixen Abläufen ist es sehr schwierig, der gebündelten Kraft Ausdruck verleihen zu können. Welche Möglichkeiten gibt es, um das Kind ganzheitlich zu unterstützen? Welche Rolle spielt die Ernährung? Wie können die Kinder motiviert zum Lernen angehalten werden? Wie können Eltern die Selbstständigkeit ihres Kindes fördern? Solche Fragen werden am Donnerstag, 11. April, angesprochen.

Notfälle bei Kleinkindern Als Elternteil ist man sich oft nicht sicher, wie man in einem Notfall beim eigenen Kind oder auch anderen Kindern richtig reagiert. In diesem Workshop erlernen die Eltern ein sicheres Handeln im Umgang mit Kindern in Notfallsituationen. Auf abwechslungsreiche und spielerische Weise werden nachgestellte Szenarien geübt. Zum Beispiel: Welche Gefahren lauern rund um das Haus und die Wohnung? Wie handelt man bei einem Sturz des Kindes vom Wickeltisch? Oder wenn das Kind einen Fremdkörper verschluckt hat? (pd.) Anstehende Kurse: Mittwoch, 13. März, Bachblütentherapie (Grundkurs); Donnerstag, 11. April, Kinder mit ADHS – Wie geht es weiter?; Freitag, 17. Mai, Notfälle bei Kleinkindern (Kinderhort vorhanden). Vorkenntnisse sind für diese Kurse keine erforderlich. E-Mail an info@urmi-natur.com mit Angaben der

Die Kinder mit der Pflanzenheilkunde sanft begleiten. (Bild Fotolia)

ganzen Adresse. Oder per Telefon 044 761 41 12. Urmi-Natur, c/o Flügelwerkstatt, Obstgartenstrasse 19, Affoltern. Weitere Infos: www.urmi-natur.com.

Noch keine Lehrstelle gefunden? Die nächste Chance bietet sich am Lehrstellenmarkt vom 18. März in Dietikon. Das biz Urdorf veranstaltet am Montag, 18. März, den Lehrstellenmarkt der Bezirke Dietikon und Affoltern. Dort können sich Jugendliche direkt den Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern der Lehrbetriebe vorstellen. Der Lehrstellenmarkt hat zum Ziel, Jugendliche ohne Lehrstelle mit Betrieben, die noch Lernende suchen, zusammenzubringen. Auch Lehrbetriebe aus dem Bezirk Affoltern sind vertreten. Am Lehrstellenmarkt führen die Jugendlichen mit den Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern Einzelgespräche. Die Jugendlichen sind

passend für ein Vorstellungsgespräch gekleidet und bringen ihre vollständigen Bewerbungsdossiers mit. Bei gegenseitigem Interesse kann eine Schnupperlehre vereinbart werden. Am Lehrstellenmarkt 2018 erhielten 35 Jugendliche die Möglichkeit, einen Schnuppereinsatz zu absolvieren. 12 Jugendliche bekamen eine Lehrstelle. Einlass ist ab 16 Uhr. Die letzten Bewerbungsgespräche beginnen um 17.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (pd.) Montag, 18. März, 16 bis 18 Uhr. Letzte Bewerbungsgespräche um 17.30 Uhr. Reformiertes Kirchgemeindehaus, Poststrasse 50, 8953 Dietikon. Kontakt: biz.urdorf@ajb.zh.ch oder Telefon 043 259 91 80. Weitere Infos: www.bizurdorf.zh.ch.

Am 14. März besucht Ex-Tagesschausprecher Heinrich Müller das Music & Dine im Gasthof Pizzeria Weingarten in Affoltern.

Anita und Andreas Häberling feiern dieses Jahr ihr 35. Jahr als innovative Gastgeber. In diesem Weingarten-Jubiläumsjahr organisieren die beiden neben dem täglichen RestaurantBetrieb jeden Monat einen besonderen Event. Gestartet sind sie im Januar mit einem Outdoor-»Racletteplausch», gefolgt vom Valentins-Menü im Februar. Am 14. März laden Anita und Andreas Häberling nun zum ersten «Music & Dine» ein. Für den kulinarischen Teil des Abends ist das Weingarten-Küchenteam zuständig und zaubert das passende 5-Gang-Menü, welches ab 17.30 Uhr mit dem Apéro startet und um 22 Uhr mit dem Dessert endet. Als musikalischen Leckerbissen konnte das Gastgeberpaar den ExTagesschausprecher Heinrich «Heiri» Müller, in Begleitung seines Keyboarders Matthias Baumann engagieanzeige

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und offenbart Gedanken, hinter denen er stehen kann und die man versteht. Alle «Music & Dine»-Gäste dürfen sich also neben dem feinen Essen auf eine geballte und abwechslungsreiche Ladung Musik freuen. Denn Heiri Müller überzeugt Zu Gast im Weingarten Musiker Heiri Müller und Keyboarder als authentischer Matthias Baumann. (Bild zvg.) Songwriter, charisren. 25 Jahre lang – bis 2007 – flim- matischer Sänger und leidenschaftlimerte Heiri Müllers Gesicht fast täg- cher Musiker. (pd.) lich in die Schweizer Wohnzimmer. Dann verabschiedete er sich vom Bild- Music & Dine im Restaurant Weingarten, schirm und beschritt mit 61 Jahren Donnerstag, 14. März. Reservierungen sind unter einen neuen Weg als Musiker. Telefon 044 761 63 92 möglich (limitierte Platzzahl). In einem Interview bezeichnete Kosten pro Person: 96 Franken (Konzert und Menu). er seine jetziges Tun als «Sahne- Die Daten der weiteren Jubiläums-Events im häubchen» seines Lebens. In den rund 2019 sind der Homepage unter der Rubrik 40 selbst geschriebenen Liedern «Aktuelles» zu entnehmen. Ausserdem gibt das erzählt er persönliche Geschichten Wirtepaar gerne Auskunft.


Veranstaltungen

Dienstag, 5. März 2019

Der grosse Lachplausch Mit Cony Sutter, Fredy Schär und Marcel Weber in Mettmenstetten

Treten im Säuliamt auf: Cony Sutter ...

... Fredy Schär ...

... und Marcel Weber. (Bilder zvg.)

Am Samstag, 30. März, findet im Restaurant Rössli in Mettmenstetten der «ComedyMix» statt. Ein Fest für die Lachmuskeln!

Fredy Schär, bekannt vom Arosa Humorfestival und der TV-Sendung «Samschtig-Jass», hat bald die Lacher auf seiner Seite. Seine Darbietungen sind witzig, humorvoll und voller Überraschungen. Mit eigenen Chansons, witzigen Parodien bekannter Lieder und Gags löst er beim Publikum wahre Begeisterungsstürme aus. Dazu kommt, last but not least, der Neukomiker Marcel Weber. Er ist der kleine Bruder vom grossen KultKomiker Peach Weber. Nun wagt er selbst den Weg auf die Showbühne und wird mit seiner schlagfertigen Standup-Comedy den Nerv des Publikums treffen. «Ich bin nicht Peach Nummer 2», sagt Marcel Weber, aber der Humor muss wohl in der Familie

liegen und die Gabe, alltägliche Beobachtungen in humorvolle Geschichten zu verpacken, ist vorgegeben. Da kommen eine gehörige Portion Schlagfertigkeit, Imitations- und Improvisationstalent, Komik und natürlich witzige Musik zusammen. Ein bunter Mix, bei dem für ein breites Publikum etwas dabei sein wird. Lachen ist gesund und dieser Abend verspricht ein Fest für die Lachmuskeln zu werden! Diesen einmaligen ComedyMix-Lachplausch sollte sich niemand entgehen lassen! (pd.)

Das grosse ComedyMix-Erfolgsprogramm gastiert zum ersten Mal in der Region und bietet einen bunten Querschnitt durch das heimische Humorund Comedy-Schaffen. Folgende Lachgaranten werden dafür sorgen, dass kein Auge trocken bleibt: Cony Sutter, wer kennt ihn nicht, den «ErVolksKomiker» und Prix-Walo-Gewinner vom Ex-Comedyduo Sutter&Pfändler. Er hat den Humor im Blut und das Lachen in den Genen. Er ist witzig, kompetent, vielseitig und die treffsichere Komik ist seine Berufung.

1997 wurde mit dem gemeinsamen Wunsch, die Lieder der Comedian Harmonists zu interpretieren und diese einzigartige Musik wieder aufle-

Der Kulturverein «bi eus ... z Mättmistette» hat eingeladen: Am Samstag, 9. März, sorgen Nina Dimitri und Silvana Gargiulo mit ihrem «Concerto Rumoristico» im «Rössli» für einen inspirierenden Abend. Es ist eine musikalische Clownerie, eine Komödie, in der die eine spricht und singt und die andere stumm ist und Klavier spielt. Es ist still, als Silvana Gargiulo vorsichtig den Raum betritt – im Frack, die Klaviernoten unter dem Arm. Sie begutachtet das alte Holzklavier, staubt es ab, stellt die Noten auf, klemmt sich den Finger ein ... Sie wirkt ein bisschen wie ein Kind, versunken in einer Aufgabe, gleichzeitig auch nervös vor dem Auftritt. Wenn die sensible Pianistin,

Silvana Gargiulo, sich von der temperamentvollen Sängerin, Nina Dimitri, einschüchtern lässt und die feurigen bolivianischen Lieder nicht wunschgemäss begleiten kann, bleibt die vom Publikum erwartete Katastrophe nicht aus. Doch dann verwandelt sich das gegenseitige Unverständnis ganz unerwartet in Zuneigung. Ein wahrhaftig humoristisches Konzert auf höchstem musikalischem Niveau. Jürg Berger Samstag, 9. März, 20.15 Uhr, Bühne Rössli, Mettmenstetten. Eintritt: 35 Franken/30 Franken. (Legi/AHV). Billettreservierungen unter www.bieus.ch oder Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01 Bistro ab 19.15 Uhr geöffnet, Abendkasse ab 19.15 Uhr. Für Gäste, die im Restaurant Rössli essen, werden Sitzplätze im Theatersaal reserviert, alle anderen Plätze sind nicht nummeriert. Es ist freie Platzwahl. Mehr Informationen auf www.ninadimitri.ch.

oder info@artisten-musik.ch. Weitere Infos unter www.lachfestival.ch.

ben zu lassen, der Grundstein für das Ensemble gelegt. Da die originalen Partituren nicht zur Verfügung standen, diese aber die Grundlage für den unverkennbaren Klang bilden, wurden die fünfstimmigen Sätze von den OriginalDas Ensemble «Six in Harmony» intoniert die harmoniaufnahmen der Coschen Delikatessen der 20er- und 30er-Jahre. (Bild zvg.) median HarmoKalumba» oder «Mein kleiner grüner nists abgehört und in stundenlanger Kaktus» nicht fehlen. Auch sind einige Arbeit möglichst authentisch niederLieder der Comedian Harmonists zu geschrieben. entdecken, die das Ensemble neu in «Six in Harmony» hat sein Publisein Repertoire aufgenommen hat. kum an unzähligen Anlässen mit Die Zuhörenden dürfen sich von seinem musikalischen Können und den galanten Herren im Frack mit seinem Charme erfreut. Das Ensemble ihren geschmeidigen Stimmen und trat in zahlreichen Konzertsälen, an ihrem virtuosen Pianisten verzaubern Musikfestwochen und auf Theaterbühlassen und die abwechslungsreiche nen hauptsächlich in der ganzen Bühnenshow mit Geschichten und Schweiz, aber auch in Deutschland Choreografien voller Witz und und Österreich auf. 2009 tourte das Charme geniessen. Ensemble mit der Plattform «Das Zelt» durch die Schweiz. (pd.)

Über «Six in Harmony»

Mit Nina Dimitri und Silvana Gargiulo

Mettmenstetten. Tickets: Telefon 056 493 32 42,

Am 9. März in der reformierten Kirche in Bonstetten

Was haben das berühmte Präludium in C-Dur und die Blütentherapie gemeinsam? Ganz simpel: Beide Schöpfer heissen gleich, nämlich Bach. Und gemäss aufwendigen klinischen Studien und komplizierten statistischen Auswertungen erzielen sowohl die Therapie als auch die Musik der beiden Herren dieselbe Wirkung: wohltuend für Geist und Seele – genau wie die Musik der legendären Comedian Harmonists! Im Programm «Bachblütenbeethoven» geht «Six in Harmony» neue Wege und wagt Experimente: Wie klingt Beethovens berühmte 5. Sinfonie mit fünf Sängern und einem Pianisten statt eines ganzen Sinfonieorchesters? Kann man in dieser Besetzung auch ein Präludium von Bach interpretieren? Bleibt bei solch anspruchsvoller Musik noch Zeit für Gestik und pantomimische Erzählungen? Für Spannung ist gesorgt! Und natürlich dürfen die unvergesslichen Klassiker der Comedian Harmonists wie «Wochenend und Sonnenschein», «Der Onkel Bumba aus

Concerto Rumoristico

Samstag, 30. März, 20 Uhr, Restaurant Rössli,

Bachblütenbeethoven

«Six in Harmony» spielen am Samstag, 9. März, um 20 Uhr in der reformierten Kirche in Bonstetten. Auf die Zuhörenden wartet ein bezaubernder Abend voller Witz und Charme.

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Samstag, 9. März, 20 Uhr, reformierte Kirche, Chilestrasse 7, Bonstetten. Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten. Türöffnung:

Silvana Gargiulo (links) und Nina Dimitri sorgen für ein wahrhaftig humoristisches Konzert auf höchstem musikalischem Niveau. (Bild zvg.)

Opernhaftes Oratorium oder geistliche Oper?

Am Sonntag, 10. März, in Affoltern Das Vokalensemble Messa di Voce bringt am 10. März in der reformierten Kirche Affoltern das Oratorium «Das Jüngste Gericht» zur Aufführung. Opernhaftes Oratorium oder Geistliche Oper? Auf jeden Fall eine Rarität. Man darf gespannt sein. Obwohl der norddeutsche Barockkomponist Dietrich Buxtehude in seiner gut 40-jährigen Tätigkeit als Kirchenmusiker in Lübeck für die berühmten «Abendmusiken» jährlich mehrere grosse und lange Oratorien komponiert hat, ist davon keines mehr erhalten. Oder vielleicht doch? Beim «Jüngsten Gericht» deutet sehr vieles darauf hin, dass es von Buxtehude stammt. «Dieses Werk einmal aufzuführen, hatte ich schon lange im Hinterkopf», gesteht Dirigentin Manuela Hager. Jetzt ist es so weit: Für

das Vokalensemble Messa di Voce und das Publikum der heutigen Zeit hat sie das in Originalfassung mehr als zwei Stunden dauernde, dreiaktige Werk auf eine «wohlverdauliche» Konzertlänge von zirka 75 Minuten gekürzt, ohne der Handlung die Substanz und der Musik die grössten Schönheiten zu nehmen. Gemeinsam mit fünf Gesangssolistinnen und -solisten und einem kleinen Barockorchester wird Messa di Voce dem Publikum vor Ohren führen, wie der barocke Mensch zwischen irdischen Versuchungen und himmlischen Aussichten sich durch das Leben manövriert und dabei von den Sünden gelockt und von Gott immer wieder ermahnt wird. Wie die Geschichte ausgeht? Das hört das Publikum am besten selber. (pd.) Sonntag, 10. März, 17 Uhr, reformierte Kirche Affoltern. Werkeinführung um 16.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

eine Stunde vor Konzertbeginn. Weitere Infos auf www.sixinharmony.ch.

Frühlings- und Sommerkleiderbörse

Vom 18. bis 19. März in der «Brunnmatt» in Obfelden Vom Montag, 18. März, bis Dienstag, 19. März, findet im Mehrzweckgebäude der Brunnmatt in Obfelden wieder die Frühlings- und Sommerkleiderbörse für Kinder statt. Das warme Wetter steigert die Vorfreude auf den Sommer. Der passende Moment, um die Kinder für die kommende Saison neu einzukleiden oder

Artikel zum Verkauf anzubieten. Gerne nimmt das Organisationskomitee saisongerechte, saubere, gut erhaltene und gewaschene Baby- und Kinderkleider, Kinderschuhe, saisonale Sportartikel und Spielsachen jeglicher Art inklusive CDs, DVDs und Bücher, Velos und Babyzubehör entgegen. Die Annahme erfolgt am Montag, 18. März, von 9 bis 11 Uhr. Der Verkauf findet am Montag, von 17 bis 20

Uhr und am Dienstag, 19. März, von 9 bis 11 Uhr statt. Die Rückgabe erfolgt am Dienstag, 19. März, von 17.30 bis 18 Uhr. Es werden 80 Prozent der Einnahmen ausbezahlt. Die Kaffeestube steht für eine kleine Pause bereit. Das Börsenteam Obfelden Weitere Infos und Nummernausgabe: boerse-obfelden@gmx.ch oder per Telefon 044 761 79 76 (Monika Nussbaumer).

Das Vokalensemble Messa di Voce bringt in Affoltern das Oratorium «Das Jüngste Gericht» zur Aufführung. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 5. März 2019

Demenz kann alle treffen

Ein Themenabend von Bonstetten 60+ im Gemeindesaal Am 12. März finden im Gemeindesaal Bonstetten ab 20 Uhr zwei Referate zum Thema Demenz statt. Demenz kann jeden treffen – Frauen (etwas häufiger), Männer, Professoren, Ärzte, Eltern, Partner, einen selbst … In der Schweiz leben zirka 148 000 vor allem ältere Menschen mit Demenz. Aber auch jüngere Menschen sind betroffen, mehr als 7000 zwischen 30 und 64 Jahren. Die Gefahr einer Erkrankung steigt deutlich mit zunehmendem Alter. Wir alle kennen Beispiele in der Verwandtschaft, Nachbarschaft, im Bekannten- und Freundeskreis. Leider haben sich bisher alle Hoffnungen auf Heilungschancen, beispielsweise von Alzheimer, zerschlagen. Mit zwei Kurzreferaten von bekannten Fachpersönlichkeiten bietet Bonstetten 60+ allen Interessierten der Region eine Gelegenheit, sich zum Thema Demenz einige Informationen zu holen. Dr. Markus Minder ist Chefarzt Geriatrie und Palliative Care im Spital Affoltern. Warum eine Diagnose? Braucht es das? Man kann ja sowieso nichts machen. In seinem rund 20minütigen Referat wird er sich diesen und anderen Fragen annehmen. Ausserdem erläutert er in seinem Kurzre-

Am 9. März in drei Ämtler Gemeinden Am nächsten Samstag, 9. März, finden in Wettswil, Affoltern und Hausen drei Veranstaltungen mit Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten statt.

Dr. Markus Minder.

Christina Krebs. (Bilder zvg.)

ferat verschiedene Aspekte der Diagnosestellung Demenz und wird natürlich auch Fragen beantworten. Mit der Diagnose Demenz richtet sich der Blick sofort auf die Angehörigen – denn auch ihr Leben verändert sich einschneidend. Filme, Theater, Bücher erzählen vom langsamen Persönlichkeitsverlust eines von Demenz betroffenen Menschen sowie von der grossen Herausforderung für die Angehörigen. Im zweiten Kurzreferat geht Christina Krebs, die Geschäftsleiterin Alzheimervereinigung Kanton Zürich, auf das Thema Demenz im Alltag ein.

Christina Krebs engagiert sich in hohem Masse für die Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen. Als Geschäftsleiterin der Alzheimervereinigung Kanton Zürich fördert sie Angebote wie Information, Beratung und Entlastung. Beim anschliessenden Apéro bieten sich weitere Gelegenheiten für die Beantwortung von Fragen. (pd.) «Demenz», Kurzreferate von Dr. Markus Minder und Christina Krebs. Dienstag, 12. März, 20 Uhr, Gemeindesaal Bonstetten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eintritt frei, Kollekte.

Ein Konzert für jeden Geschmack

Chränzli des Musikvereins Obfelden am Samstag, 23. März Das Chränzli des Musikvereins Obfelden wird am 23. März in der Mehrzweckhalle Zendenfrei aufgeführt. Ab 18 Uhr wird das Nachtessen serviert und im Anschluss an die Aufführung lädt das Duo Marinos zum Tanz. Der Musikverein Obfelden befindet sich aktuell in seinen musikalischen Vorbereitungen für das Chränzli vom 23. März. Mit dem kompetenten musikalischen Leiter Peter Vögelin wird streng die Literatur einstudiert. Auch dieses Jahr wurde ein abwechslungsreiches Konzert zusammengestellt. Zum Aufspielen des Konzerts gibt es teils Noten aus der Feder von Peter Vögelin dem musikalischen Leiter und Mitspieler auf dem Horn. Mit der kleinen Besetzung des Vereins ist jedes Mitglied gefordert. Dazu laufen die Vorbereitungen für die Festwirtschaft unter der Leitung von Robert Huber. Luzia und Dominik Meister werden eine schöne Tombola einrichten. Das anzeige

Kantonsratskandidaten kommen ins Dorf

Vertreter der acht im Amt aktiven Parteien trafen sich letzten November, um im Vorfeld der Kantonsratswahlen über Koordination gemeinsamer Aktionen zu sprechen. Auch wenn die politischen Standpunkte oftmals nicht auf einer Linie liegen, über etwas ist man sich einig: Man möchte das politische Interesse wecken! Möglichst viele, gerade auch junge Wählerinnen und Wähler sollen am 24. März an die Urne gehen, damit in der nächsten Legislatur im Kantonsrat die Interessen der Bevölkerung möglichst gut vertreten sind. Eine Stimmbeteiligung von unter 50 Prozent, wie sie bei Abstimmungen leider öfters vorkommt, kann das nicht erreichen. Statt einer grossen, spärlich besuchten Podiumsrunde im Kasinosaal wie vor vier Jahren, geht die interparteiliche Konferenz (IPK) diesmal neue Wege: Am nächsten Samstag, 9. März, finden nun in kleinerem Rahmen drei Veranstaltungen statt: von 9.30 bis 11 Uhr in Wettswil, von 12 bis 13.30 Uhr in Affoltern und von 14.30 bis 16 Uhr in Hausen. Werner Schneiter interviewt lokale Kandidatinnen und Kandidaten, bei Kaffee und Gipfeli oder ei-

Werner Schneiter. (Bild Stephan Fässler) nem Apéro kann während anderthalb Stunden mit Vertretern der acht Parteien gesprochen werden. Mit dem Türmlihaus, dem «LaMarotte» und der Löwen-Bar wurden drei Lokale gewählt, die eine gute Atmosphäre für persönliche Gespräche garantieren. Als Moderator der drei Anlässe konnte die IPK Werner Schneiter gewinnen, der sich schon zu seiner Zeit als Chefredaktor durch sein politisches Interesse und seine faire Berichterstattung auszeichnete. Die Organisatoren freuen sich auf ein reges Interesse und angeregte Gespräche. Hans Wiesner, IPK Kantonsratskandidaten kommen ins Dorf. Samstag, 9. März, 9.30 bis 11 Uhr im Türmlihaus Wettswil, von 12 bis 13.30 Uhr im «LaMarotte» Affoltern und von 14.30 bis 16 Uhr in der Löwen-Bar Hausen.

Wenn alle gleich wären

Ökumenischer Gottesdienst in Bonstetten Am Sonntag, 10. März, ab 10 Uhr findet in der katholischen Kirche Bonstetten ein ökumenischer Gottesdienst zum Beginn der Passionszeit statt.

Fleissig am Proben: Der Musikverein Obfelden befindet sich derzeit in seinen musikalischen Vorbereitungen für das Chränzli. (Bild zvg.) Nachtessen am Chränzli wird ab 18 Uhr angeboten. In der Pause werden Tombola-Lose für einen Franken verkauft. Das Duo Marinos spielt nach dem Konzert zum Tanz auf. Der Musikverein freut sich auf viele Blasmusikfreunde und Dorfbewohner von

Obfelden. Und auch weitere Vereinsmitglieder sind stets gesucht und sehr willkommen. Sie können sich gerne beim Musikverein Obfelden melden. Der Probetag ist jeweils am Montagabend um 20 Uhr im Schulhaus Chilefeld in Obfelden. (pd.)

Vor einigen Jahren machte die junge Frau, welche die Motive auf der neusten Banknotenserie gestaltet hat, mit einem Experiment auf sich aufmerksam: Manuela Pfrunder teilte die ganze Welt in acht Milliarden gleichmässige Einheiten ein, sodass jeder Erdenbürger gleich viel von allem abbekäme, gleich viel Ackerland, gleich viel Ozean, gleich viel Wüste, gleich viel Müllberge, gleich viel Urwald usw. Und auch alles andere sollte in diesem Experiment gleichmässig unter allen Menschen verteilt werden. Konkret würde das beispielsweise bedeuten, dass jeder Mensch 60 Tage im Jahr an Hunger leiden würde, dass für jeden acht Gramm Emmentaler Käse im Jahr zur Verfügung stünden, alle 60 Tage läge ein Kaffee drin, alle 10 Jahre gingen wir in die Ferien und gäben dafür 72 US Dollar aus. Fünf Monate unseres Lebens wären wir Flüchtlinge. Alle 70 Jahre könnte jeder Mensch eine neue Jeans bekommen, das ist weniger als einmal im Leben, da alle Menschen 64 Jahre alt würden: wenn alles für alle Menschen gleich wäre. Ein interessantes Experiment, das vor 16 Jahren gemacht wurde und deshalb nicht ganz aktuell ist, aber doch sehr anschaulich aufzeigt, wie unterschiedlich die Güter auf dieser Welt verteilt sind und wie ungleich die Ausgangslage für Menschen ist, je nachdem, wo sie geboren sind.

Gottesdienst und Mittagessen Es sind Dinge wie diese, die im ökumenischen Gottesdienst zu Beginn der Passionszeit ins Visier genommen werden. Dabei soll eher kritisch und durchaus auch etwas ironisch auf sich selbst geschaut werden als mit dem moralischen Zeigefinger auf andere. Vor allem soll Mut gemacht werden, in dieser Welt etwas zu bewirken und gute Projekte der kirchlichen Hilfswerke zu unterstützen. Pfarrer Lee, Pfarrer Ruff und Pfarrer Kuttler werden den Gottesdienst am 10. März in der katholischen Kirche Bonstetten gemeinsam gestalten. Er beginnt um 10 Uhr. Auch der Kirchenchor Bonstetten wirkt mit. Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich zu einem kleinen Mittagessen eingeladen (Kollekte). Der Erlös geht an die Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer. (pd.)

Der Gottesdienst soll daran erinnern, wie ungleich die Güter – auch Nahrung – verteilt sind. (Bild zvg.)

«Kommt, alles ist bereit!» Mit der Liturgie aus Slowenien lädt die katholische Kirchgemeinde Affoltern herzlich ein zum ökumenischen Weltgebetstagsgottesdienst am Sonntag, 10. März, um 10 Uhr in der reformierten Kirche Hedingen. Um 9.30

Uhr beginnt die musikalische Einstimmung zusammen mit dem Chor. Die Organisatoren freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diana Bollier, Isabelle Ulrich und Beatrix Durrer


Veranstaltungen

Dienstag, 5. März 2019

Auch die Sonne braucht einen Promoter

Natur und Kultur im angrenzenden Freiamt

«Tage der Sonne» vom 24. Mai bis 2. Juni im Säuliamt

Multivisions-Show über den Freiämterweg

Vom 24. Mai bis 2. Juni findet im Knonauer Amt während zehn Tagen eine Ausstellung zu Nachhaltigkeit, Energie und Umweltschutz statt.

Roberto Saibene und Annemarie Koelliker haben den Freiämterweg erkundet. Ihre Entdeckungen teilen sie als Multivisions-Show. Die Uraufführung ist am 2. Mai im Kino Cinepol in Sins.

Im Knonauer Amt engagieren sich viele Einzelpersonen, Gruppen, Firmen und Gemeinden für eine nachhaltige Entwicklung. Die «Tage der Sonne» wirken nunmehr schon seit einigen Jahren als ein Promoter, der nachhaltige Lösungen und Angebote bekannt macht und fördert. Dieser Informationsanlass wird von der Energieregion Knonauer Amt getragen und ist gut etabliert: 2018 etwa kamen rund 2000 Besucherinnen und Besucher zu 54 Anlässen der 20 beteiligten Aussteller.

Aussteller und Akteure gesucht Diese Plattform kann und soll genutzt werden, um wertvolle Engagements bekannter zu machen. Nachhaltigkeitsorientierte Firmen, Organisationen und Einzelakteure sind eingeladen, ihre Projekte oder Produkte an den Tagen der Sonne zu präsentieren. Ob Wärme, Energieeffizienz, Mobilität, erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Natur und Umwelt: Unter der Säuliämtler Sonne sind vom 24. Mai bis 2. Juni kleine und grosse Beispiele von Interesse. Ob marktwirtschaftlich oder nonprofit-orientiert: alle können mitmachen! Gemeinden und deren Energie- und Umweltkommissionen, Schulen, Gewerbebetriebe, anzeige

Satellitenschüssel oder Solarkocher? Jedenfalls Kraft, die gratis und aus dem Weltraum in unsere Kochschüssel kommt. (Bild Zentrum Kafimüli Stallikon) Kultur- und Theatergruppen, Naturschutzgruppen, Landwirtschaftsbetriebe, Architekten, Klein- und Grossgewerbler sowie Privatpersonen. Nichtprofitorientierte Gruppen und Einzelpersonen erhalten dabei Projekt- und Werbeunterstützung.

«Sunefäscht» in Hausen, Events im ganzen Amt Am Samstag, 25. Mai, findet erstmals auf dem Weisbrod-Areal in Hausen ein

grosses Familien-Eröffnungsfest statt. An diesem Sunefäscht, ein Tagesanlass, kann sich die Bevölkerung bei den beteiligten Firmen und Gruppen zum Thema Nachhaltigkeit informieren und an Marktständen regionale oder Fairtrade Produkte erwerben. Als Rahmenprogramm gibt es im energetisch rundumsanierten Langhaus diverse Fachvorträge, Vorführungen «Filme für die Erde», ein Repair-Café, Kinderworkshops und selbstverständlich Verpflegung mit regionalen Produkten. Am Abend werden Musik-Bands aus der Region die Besucherinnen und Besucher unterhalten. Während der ganzen folgenden Woche gibt es viele verschiedene Anlässe im ganzen Knonauer Amt. Diese Woche ist übrigens zeitgleich mit den nationalen Tagen der Sonne, die einst von der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie ins Leben gerufen wurden. Es ist also keine Säuliämtler Erfindung, aber erwiesen ist, dass die Säuliämtler schweizweit am aktivsten sind. (pd.) «Tage der Sonne» vom Freitag, 24. Mai bis Sonntag, 2. Juni: Eingabe von Projekten oder Ausstellungsideen bis Mitte März. Kontaktangaben und weitere Informationen sind zu finden unter www.tagedersonne-knonaueramt.ch. Alle im Säuliamt angebotenen Events werden gemeinsam beworben: im «Anzeiger», auf der eigenen Website www.tagedersonne-knonaueramt.ch sowie unter www.tagedersonne.ch und www.knonauer-amt.ch.

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Auf 46 Kilometern führt der «Ämtlerwäg» – einst von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks (GGA) initiiert – durchs Knonauer Amt. Im Jonental, zwischen Zwillikon und Jonen, trifft er am «Frei-Ämtler-Platz» auf sein aargauisches Pendant, den 180 km langen Freiämterweg. Diesem haben Annemarie Koelliker und Roberto Saibene – beide leidenschaftliche Fotografen – nun ihre neuste MultivisionsShow gewidmet. Vom atemberaubenden Anblick von Angkor Wat in Kambodscha bis zu den grenzenlosen Dünenlandschaften in Namibia: In den letzten 30 Jahren ist das Paar durch fast alle Kontinente gereist, dabei stets intensiv fotografierend, um andere an ihren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben zu lassen. «Reisen ist für uns mehr als ein Hobby», betonen Annemarie Koelliker und Roberto Saibene, «und das seit Jahrzehnten.» Musik und eingebaute Kommentare verstärken die Wirkung ihrer Bilder zusätzlich.

Begleitet von Vivaldis «Die vier Jahreszeiten» Nach den vielen fernen Ländern fanden sie es nun an der Zeit, die Schön-

Annemarie Koelliker und Roberto Saibene auf dem Freiämterweg. (zvg.) heit in der Nähe kennenzulernen und ihrer Region, dem Freiamt, eine Multivisions-Show zu widmen. In allen Jahreszeiten sind sie entlang des Freiämterwegs gewandert und geradelt. Der erste Teil der 65-minütigen Multivisions-Show führt die Zuschauer in Wort und Bild auf den Freiämterweg. Im zweiten Teil werden die Bildimpressionen von Vivaldis «Die vier Jahreszeiten» begleitet. Sie zeigen die zahlreichen Facetten der Natur, die Traditionen und Feste der Region. Die Uraufführung der Multivisions-Show ist am 2. Mai in Sins. Weitere Vorführungen sind in verschiedenen Gemeindesälen und Schulen der Region geplant, so am 9. Mai in Unterlunkhofen und am 15. Mai in Rottenschwil. Auch die angrenzenden Gemeinden im Knonauer Amt hat das Paar schon kontaktiert. (tst.) Multivisions-Show «Freiämterweg – so nah, so schön!», Premiere am Donnerstag, 2. Mai, im Kino Cinepol in Sins. Weitere Infos unter www.koelliker-saibene.ch.


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Sport

Elin Ott in Hildisrieden auf dem Podest

Erster und zweiter Platz im N135 und N140

Dienstag, 5. März 2019

Ein gelungener Saisonauftakt Zopfschiessen und Generalversammlung der Schützenveteranen Am Samstag, 2. März, trafen sich die Schützinnen und Schützen zum ersten Wettkampf der Saison. Im Anschluss fand die jährliche Generalversammlung der Schützenveteranen statt.

Die Obfelderin Elin Ott gewann am vergangenen Wochenende mit ihrer Stute Nanu die Hauptprüfung über 135 Zentimeter. Im Grand Prix vom Sonntag über 140 Zentimeter belegte sie den 2. Rang. (Bild zvg.)

Floorball Albis: Damen spielen in den Playoffs Bereits vor der letzten Meisterschaftsrunde standen die Damen von Floorball Albis als Gruppensiegerinnen fest. Nun steht am kommenden Samstag das erste Spiel der Playoffs an. Die letzte Runde war sogleich eine Heimrunde. Im Schachen in Bonstetten gewannen die Damen nochmals beide Spiele – gegen Blau-GelbCazis 11:7 und gegen Hot Chilis Rümlang-Regensdorf 4:3. Die Damen von Floorball Albis standen bereits vor dieser Runde als Gruppensiegerinnen fest – mit 17 Siegen und einer Niederlage während der Saison. Mit dieser Leistung gehören die Damen bereits zu den besten acht Kleinfeldteams der Schweiz und kämpfen nun um den Schweizer Meistertitel. In der ersten Runde der Playoffs trifft das Team auf den UH Rütte-

nen. Mit dem Viertplatzierten aus der anderen Gruppe hat man noch eine Rechnung offen: So hatte Floorball Albis gegen diese im Cup verloren und war ausgeschieden. Das erste Spiel findet am Samstag, 9. März, um 19 Uhr in der Turnhalle Schachen in Bonstetten statt. Die Damen von Floorball Albis freuen sich auf zahlreiche Zuschauer. (pd.)

Torerfolg der Damen von Floorball Albis. (Bild zvg.)

Am vergangenen Samstag, um 13 Uhr, wurde bei gutem Wetter auf den Schiessplätzen Zwillikermoos 300 Meter und Chüeweidhölzli 25/50 Meter, der erste Wettkampf der neuen Saison ausgetragen. 70 Schützinnen und Schützen beteiligten sich auf 300 Meter sowie 36 Schützen auf 25/50 Meter. Dabei konnten erstaunlich hochstehende Resultate erzielt werden. Es scheint, als ob alle den Winterschlaf gut überstanden hätten.

Generalversammlung der Schützenveteranen

Die Ehrenurkunde erhielten Alfons Rütimann, Hans Kurmann, Hans Marti, Alfred Huber, Arthur Stutz sowie Peter Züger. (Bild zvg.)

Um 16 Uhr begrüsste der Präsident Anton Hauser die anwesenden 79 Veteraninnen und Veteranen sowie den Präsidenten des Zürcher Schiesssport Verbandes Heinz Meili. In seinem Jahresbericht erwähnte er die grossartigen Resultate von Schützinnen und Schützen aus dem Bezirk Affoltern. Ja, es macht ihn Stolz, so wurde Bruno Schneiter mit 96 Punkten wiederum Schweizer Meister über 300 Meter. Am Jahresschiessen in Pfäffikon siegte Martin Landis mit 98 Punkten. An der Schweizerischen Einzelmeisterschaft siegte Alfred Häfliger mit 195 Punkten. Aber auch über die Distanz von 25 Metern wurden Spitzenresultate erzielt: So siegte Odette Wyss beim Jahresschiessen in Pfäffikon mit 98 Punkten. Ein weiterer Höhepunkt der Generalversammlung ist die Ehrung der 80-jährigen Schützen, welche vom Schweizerischen Veteranenverband zu Ehrenveteranen ernannt werden. Die Urkunde wurde vom Präsidenten an

Alfons Rütimann, Hans Kurmann, Hans Marti, Alfred Huber, Arthur Stutz sowie Peter Züger (im Bild), übergeben. Nachdem die übrigen Sachgeschäfte ohne Probleme die Hürde nahmen, konnten die besten Schützen der vergangenen Saison geehrt werden. Urs Kamm als Schützenmeister über 300 Meter durfte die Resultate der Jahresmeisterschaft bekannt geben. Sieger mit 570 Punkten wurde Bruno Schneiter, Zweiter wurde Martin Landis mit 569 Punkten vor Robert Graf mit 563 Punkten. Der Schützenmeister über 25/50 Meter, Josef Rogenmoser, konnte folgende Schützen aufrufen: Sieger über 25 Meter wurde Paul Stutz mit 479 Punkten, gefolgt von Arthur Urech mit 468 Punkten und Gilbert Moraz mit 467 Punkten. Über 50 Meter siegte Arthur Urech mit 464 Punkten vor Josef Rogenmoser mit 455 Punkten und Peter Schoch mit 453 Punkten. Um 17.10 Uhr konnte der Präsident die Versammlung

schliessen, nicht ohne den Dank an die Wirtschaft und seine Vorstandskollegen auszusprechen. (pd.) Bestresultate des Zopfschiessen 300 Meter: 1. Bruno Schneiter, 96 Punkte; 2. Christian Hosig, 95 Punkte; 3. Martin Landis, 95 Punkte; Präsident ZHSV, Heinz Meili, 94 Punkte; Robert Graf; Heinz Hug; Hanspeter Kern; Conradin Koch, 93 Punkte; Herbert Fankhauser; Heinz Störi; 92 Punkte. 25 Meter: 1. Olga Behr, 96 Punkte; 2. Arthur Urech, 95 Punkte; 3. Gilbert Moraz, 95 Punkte; Paul Volkart; Elisabeth Hauser, 93 Punkte; Josef Pfiffner; Josef Rogenmoser, 91 Punkte; Alfred Baur; Roland Freund, 90 Punkte; Hans Baumgartner; Odette Wyss, 88 Punkte. 50 Meter: 1. Arthur Urech, 95 Punkte, 2. Alfred Huber, 93 Punkte; Odette Wyss, 91 Punkte; Gilbert Moraz; Josef Rogenmoser, 89 Punkte; Peter Schoch, 87 Punkte; Peter Keller, 84 Punkte; Hans Behr, 82 Punkte; Wilhelm Binzegger; Josef Wyss, 81 Punkte. Alle Resultate sind unter kzsv.ch ersichtlich.

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Spital retten 3 x Nein und die Spitalluft ist wieder rein. Wenn Sie am 19. 5.19 Nein stimmen, müssen die Behörden endlich das machen, was die engagierten und wirklichen Spitalbefürworter wollen. Das Gemeine: Vor den Gemeinderatswahlen 2018 behaupteten fast alle Behörden, für das Spital zu sein, siehe Wettswil, siehe Stallikon, siehe Affoltern, siehe Mettmenstetten… …aber in Tat und Wahrheit waren sie seit Jahren gegen das Spital und haben den Untergang herbeigeredet und dafür mehr als 2 Millionen Franken verbraten und die sinnlose Aufsplitterung von Langzeitpflege und Akutspital in die Wege geleitet. Am 29.11.18 haben sämtliche Delegierte (Gemeinderäte) dieser Absurdität nochmals zugestimmt. Die neu gewählten Behörden sind also mitschuldig an diesem Malaise. Beispiele der Spitalgegner: Reto Camenisch, ehemaliges BK-Mitglied, Clemens Grötsch, Spitalpräsident bis Mitte 2018 und heute sogenannter Stadtpräsident, gegen die gemeinsame Spitex, ohne die Folge-Kosten zu kennen, gegen den gemeinsamen Sozialdienst, gegen die Langzeitpflege. www.verein-zweckverband.ch

Eine tolle Lagerwoche im verschneiten Churwalden Die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Hausen verbrachten eine aufregende Schneesportwoche im Bündnerland. Am 10. Februar, um 8 Uhr, trafen sich die Teilnehmenden des diesjährigen Schneesportlagers auf dem Chratzplatz in Hausen, um sich auf den Weg in Richtung Churwalden zu machen. Beim Lagerhaus angekommen, war die Truppe bereits in Wintersportstimmung. Am Nachmittag konnten die Schneesportfans ein erstes Mal auf die Piste. Leider spielte das Wetter an diesem Tag nicht so ganz mit: So konnte am späten Nachmittag aufgrund des starken Windes nur noch der Bügellift benutzt werden. Den Abend liess man bei einer Fackelwanderung durch die verschneite Landschaft ausklingen. Am Montagmorgen war es glücklicherweise nicht mehr ganz so windig. So konnte die Truppe mit den Gondeln von Churwalden ins Skigebiet Lenzerheide wechseln. Allerdings war es neblig und es hatte geschneit. Deshalb entschied man sich nach dem Mittagessen dafür, am Nachmittag ins Hallenbad zu gehen. Das war sehr lustig! Alle, sogar die Leiter, waren in den Badeanzügen im Schnee und machten den Robben-Tanz, der bei allen LagerTeilnehmenden sehr beliebt war. Am Dienstag war das Wetter wunderschön und die Pisten waren per-

Noé Roth springt in China aufs Podest

Aerials: Zweiter Rang im Einzelspringen Im chinesischen Shimao Lotus Mountain Ski Resort sprang der WM-Dritte Noé Roth erneut auf das Weltcup-Podest.

Die Schülerinnen und Schüler erlebten eine Woche voller Spass. (Bild zvg.) fekt. Neben den Pisten hatte es sogar Tiefschnee. Am Abend fand, am Bügellift direkt neben unserem Lagerhaus, das alljährliche Nachtskifahren statt. Viele Kinder tauschten an diesem Abend ihre Ski und Snowboards aus. Ein weiteres, tolles Erlebnis war das Skirennen am Mittwoch. Die Teilnehmenden kämpften hart um die Podestplätze. Lustig ging es auch am Donnerstag zu und her. Nach einem langen Tag auf der Piste fand der Abschlussabend statt. Es folgte die grosse Rangverkündigung, ausserdem wurden Spiele gespielt, viel gelacht und getanzt. Am Freitag war es bereits wieder Zeit für die Abreise. Viele fanden das sehr schade und wären gerne noch etwas länger in Churwalden geblieben. Es war eine tolle Lagerwoche. Liel und Noah, 6. Klasse

Noé Roth sicherte sich beim abschliessenden Einzel-Springen den zweiten Platz und feierte damit nach Moskau seinen zweiten Weltcup-Podestplatz in seiner Karriere. Nur 0.80 Zähler fehlten Roth zum Sieg, den sich Vortagessieger Jiaxu Sun schnappte. Dritter wurde der weissrussische Olympiasieger 2014 Anton Kuschnir. Somit geht der steile Aufstieg des Sohnes von Nationalcoach Michel Roth ungebremst weiter. Der Junioren-Weltmeister gewann bei den Freestyle-Weltmeisterschaften Anfang Februar Bronze im Einzelspringen und Gold im Teamwettkampf. Mitte Februar stand Roth in Moskau auch erstmals an einem Weltcup auf dem Podest (3. Rang). Nun folgte dank einem perfekt ausgeführten back Full double Full-Full der zweite Podiumsplatz. Den Gesamtweltcup der Aerials-Athleten beendete Noé Roth im 6. Schlussrang. Dass seine erste Weltcup-Saison gleich so enden würde, hätte der 18-Jährige nicht gedacht: «Mein Ziel Anfang Saison war eine Top-10-Platzierung. Ich hätte nie für möglich gehalten,

dass es nun der sechste Platz im Gesamtweltcup wird.» Sehr gute Wassertrainings im Sommer sowie die notwendige Basis, die er im vergangenen Winter legte, hätten ihn nun zu dieser Form gebracht, meinte Roth. Zweitbester Schweizer wurde Nicolas Gygax, der nach einer verpatzten Landung das Weltcup-Finale im 12. Schlussrang beendete. Dimitri Isler liess den letzten Wettkampf aus, nachdem er am Vortag gestürzt war. Im Wettkampf der Frauen landete Carol Bouvard mit zu viel Vorlage. Dabei hatte sich die 21-Jährige eine leichte Verletzung an der Schulter zugezogen. Die eingeschränkte Beweglichkeit Bouvards führte dazu, dass das Schweizer Team im anschliessenden Teamwettkampf, bei dem die Chinesen einen Dreifachsieg feierten, nicht antreten konnte.

Nächster Halt: Heimischer Europacup und Junioren-WM Vom 22. bis 24. April findet in Airolo der Europacup statt, welcher als Schweizer Meisterschaft gewertet wird. Am 4. April wartet mit den Junioren-Weltmeisterschaften im italienischen Chiesa in Valmalenco das letzte grosse Saison-Highlight an. (pd.)


Sport

Dienstag, 5. März 2019

Eine Halbzeit zum Vergessen Zum Rückrundenauftakt empfing Leader WB den Nachwuchs von Winterthur. Die Rotschwarzen gaben einen Zweitorevorsprung preis und mussten sich mit einem Zähler begnügen.

Die Einladung sah keine ausserordentlichen Diskussionen und keine Wahlen vor und somit eine zügige Abwicklung der Traktandenliste. Was dann auch unter der straffen Leitung von Präsident Guido Bösch in rekordverdächtiger Zeit von knapp mehr als einer Stunde geschah. Die Mitgliederzahl blieb 2018 wegen ausbleibender Eintritte und einem berufsbedingten Austritt praktisch stabil.

................................................... von kaspar köchli «Endlich gehts wieder los», freuten sich die heimischen Fans vor dem Anpfiff und werweissten: «Ob WB an seine starke Leistung vor der Winterpause anknüpfen kann?» Als Gegner wartete die schwer einschätzbare zweite Mannschaft Winterthurs, in deren Reihen junge, gut ausgebildete Spieler figurieren. Zwar wiesen die achtrangierten Eulachstädter zehn Punkte weniger auf als Leader WB, reüssierten jedoch mit 27 Treffern in 14 Spielen exakt gleich vielmal.

In den Anfangsminuten taten sich die beiden Teams nicht weh. Jedes war bedacht, vorerst mit passgenauem Spiel Selbstvertrauen zu schöpfen. Später waren es die Platzherren, die sich erste Chancen erarbeiteten. Zuerst blieb ein Freistoss Mollets knapp in der gegnerischen Mauer hängen, dann setzte Lugo nach langem Sprint seinen Schuss zu hoch an und schliesslich prallte Miljkovics Geschoss von der Torumrandung ins Feld zurück. WB dominierte nach einer halben Stunde das Geschehen definitiv. Kurz darauf übertrat sich Lugo im Zweikampf den Fuss und die Rotschwarzen bangten um ihren Goalgetter. Er konnte nach längerer Pflege seinen Arbeitstag fortsetzen und WB drückte noch mehr aufs Gaspedal. Als logische Folge resultierte der Führungstreffer (41. Minute). Mollet bediente mit einem Zuckerpass den ältesten Rotschwarzen, Marjanovic (33-jährig), und dieser markierte

Das Vereinsjahr 2018: ein voller Erfolg

Marjanovic (ganz links) erzielt das 1:0 für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli) abgebrüht das 1:0. Kaum war der Ball wieder freigegeben, folgte die nächste Gelegenheit durch Lugo, der um den berühmten einen Schritt zu spät kam. Wenig später, bereits lief die Nachspielzeit, scheiterte Schneebeli am gegnerischen Keeper Hoxha – und diesmal stand Lugo im Stil des Torjägers goldrichtig, um den Abpraller reaktionsschnell mit dem Kopf zu verwerten.

Starker Leistungsabbau «Dieser Match ist gelaufen», frohlockte ein Zuschauer zur Pause, während ein anderer entgegnete: «Nein, ein 2:0 ist ein gefährliches Resultat.» In der Tat währte nach Wiederanpfiff der Zweitorevorsprung nur kurze Zeit. Nach Pleite und Panne in der WB-Verteidigung schürte Sutter für die Gäste mit seinem Treffer wieder Hoffnung. Das geschockte WB brachte fortan prak-

tisch nichts mehr zustande. Zu sehen waren keine Angriffe, sondern Angriffsbemühungen. Für viele überraschend wurde WBs Kämpfernatur Studer nicht eingewechselt, um die Abwehr zu stabilisieren und vor allem um die Kollegen aus ihrer Lethargie zu wecken. Doch Studer war aufgrund einer Verletzung noch nicht in bester Form. Obschon Winterthur mehrheitlich den Ball besass, erzwang es nur wenige Chancen. So schien, je länger das Spiel dauerte, vieles darauf hinzudeuten, dass WB mit einem blauen Auge davonkommen und die drei Punkte heimschaukeln würde. Trotz seiner beinahen Inexistenz in Hälfte zwei. Dagegen etwas einzuwenden hatte Winterthurs Costa. Als kleinster Akteur auf dem Platz wurde er zum grössten, als er mirakulös aus der Distanz genau ins Lattenkreuz zum 2:2 traf (89. Minute). Jetzt wurde die bis-

lang faire Partie plötzlich hektisch. Nach einem Gerangel sah WB-Youngster Gashi (18j.) die Rote Karte und «durfte» vorzeitig unter die Dusche. In der Folge hatten beide Teams noch eine Top-Gelegenheit zum Sieg. Danach war Schluss und die Punkteteilung aufgrund der beiden unterschiedlich geführten – oder eben nicht geführten – Halbzeiten verdient. «Den einen Punkt nehmen wir, obschon es zur Pause noch besser ausgesehen hatte», meinte Trainer Oswald danach. Wettswil-Bonstetten büsste seine Leaderposition ein und liegt jetzt hinter Red Star punktgleich an zweiter Stelle. Sportplatz Moos, 190 Zuschauer; WB – Winterthur II 2:2 (2:0). Baumgartner; Rüegger, Todzi, Brüniger, Dzelili; Peter, Schneebeli (90.+2 Studer), Mollet (78. Heini), Marjanovic (61. Loosli) Miljkovic; Lugo (86. Gashi). Tore: 41. Marjanovic 1:0, 45. Lugo 2:0, 47. Sutter 2:1, 89. Costa 2:2.

Volley: «Sangria» im Hoch Sieg in Bülach: Das Mixed-Volleyballteam Sangria von Volley-S9 befindet sich in Topform Zum 10-Jahre-Jubiläum kann Trainer Thomas Hack mit grossem Stolz auf das Mixedteam Sangria blicken. Das zeigte das Team zuletzt am vergangenen Mittwoch gegen Piranha. In der letzten Saison kämpfte man noch um den Klassenerhalt, welchen man mit einem Sieg in Extremis gegen Piranha realisieren konnte. Diese Saison jedoch verspürt das Team keinen Druck mehr und spielt unbeschwert und konstant. In der Vorrunde musste man sich lediglich von Evergreens und Piranha im jeweiligen 5. Satz geschlagen geben. Ansonsten konnte man jeden Gegner schlagen. Es ist spürbar, dass der Teamgeist und die Abstimmung untereinander sehr gut funktionieren. So ist es nicht verwunderlich, dass Sangria in der dritten Stärkeklasse der Zürich Mixedmeisterschaft den zweiten Tabellenrang innehält und mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Tabellenleader sogar Chancen hat in die zweithöchste Mixedliga aufzusteigen. Auch wenn dies nicht das primäre Ziel von Sangria ist, möchte man doch jedes Spiel erfolgreich bestreiten. So auch das Spiel gegen Piranha. Die Wettswiler Equipe fuhr am Mittwoch, 27. Februar, nach Bülach, um sich für die knappe Vorrundenniederlage zu revanchieren. Schon beim Einspielen zeigte Piranha ihre Stärke und als der Captain fragte, ob ein zweiter Liga-

Rückblick auf ein gelungenes Jahr Die Generalversammlung des Turnverein Wettswil von Mitte Februar verlief in ruhigen Bahnen. Es versammelten sich 27 aktive Turnkollegen im Gasthaus Hirschen.

Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Winterthur II 2:2 (2:0)

WB dreht vor der Pause auf

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Sebastian Mundo beim Smash zum Matchball. (Bild zvg.) Lizenzierter mitspielen dürfe (ist in dieser Liga nur mit Einverständnis des Gegners erlaubt), war klar, dass dieses Spiel eine Herausforderung würde, die Sangria jedoch gerne annahm. Der Umstand, dass ein hochlizenzierter Spieler beim Gegner mitspielte, verlieh dem Spiel einen besonderen Kick. So legte man im Team fest, mindestens zehn erfolgreiche Blocks stellen zu wollen. Was dann folgte, war Spassfaktor hoch zehn. Jeder Block wurde frenetisch gefeiert und gezählt, was den Gegner zusätzlich irritierte. Schnell wurde auch klar, dass ein frischer Spieler, egal in welcher Liga er spielt, immer so gut spielen kann, wie das Teamzusammenspiel funktio-

niert. Diese Lektion musste Piranha ebenfalls lernen. Ihr Superstar konnte kaum einen Pass verwerten und Sangria spielte so voller Leidenschaft, dass auch die wenigen Punkte, die er machte, die Stimmung nicht trüben konnten. Der erste Satz ging klar mit 25:15 an Sangria. Dabei zählte man bereits acht erfolgreiche Blocks. Auch im zweiten Satz vermochte der Gegner kaum zu agieren, der Angriffsdruck von Sangria war zu hoch. Auch die Abstimmung funktionierte hervorragend. Selten war die Mannschaftsleistung so kompakt gut auf allen Positionen, wie in diesem Spiel. Die logische Folge war, dass auch der zweite Satz innert kürzester Zeit mit 25:18 an

Sangria ging. Das Blockziel war zu diesem Zeitpunkt bereits um zwei übertroffen. Der dritte Satz verlief zunächst gleich wie die vorhergegangenen – abgeklärt und angriffslustig. Doch gegen Ende gelang Piranha eine Serie von fünf Blocks in Folge. Die Angriffswelle von Sangria kam zum Erliegen. Ein Timeout brachte neue Impulse und mit einem schön platzierten Longlineschlag, konnte die Serie gebrochen werden. Doch der Gegner war nun hellwach und es wurde denkbar eng am Schluss, da Sangria sich zu sehr auf das Fehlermachen des Gegners verliess. Ein taktischer Doppelwechsel, brachte dann aber den gewünschten Erfolg und mit einem herrlichen Smash schloss Sebastian Mundo das Spiel (25:22) ab. Den Sieg verdankt Sangria einer mustergültigen Teamleistung, einer wunderbaren Stimmung und 19 Blocks, welche den Unterschied ausmachten. Sangria festigt mit 21 Punkten aus neun Spielen und einem Satzverhältnis von +13 (+25/12) ihren zweiten Tabellenplatz. Es verbleiben nun noch drei Spiele bis zum Saisonabschluss (unter anderem gegen den direkten Verfolger Evergreens am 8. März und gegen den Tabellenführer am 3. April. Auch wenn danach der Trainer und andere Spieler zurücktreten werden, das Jubiläumsjahr von Sangria ist mit Abstand die erfolgreichste Saison seit der Gründung. Thomas Hack

Präsident und beide Turnleiter gaben einen kurzen und konzentrierten Rückblick auf die Turnabende und die Anlässe im vergangenen Vereinsjahr. Der Aktiven-Turnleiter Hans Brand performte dabei erstmals mit einer eindrücklichen Flipchart. Witzig, aber in statistisch signifikanter Weise sezierte er darauf die Jahresleistungen der Aktiven nach gelaufenen Kilometern, Klimmzügen, gestemmten Kilos und verbrannten Kilokalorien. Erfreulich waren gemäss den drei Berichterstattern die durchwegs sehr guten Teilnahmerzahlen, ein Zeichen der Lebendigkeit des Clublebens und der Verbundenheit der Turner mit ihrem Verein. Dabei stachen die Schneesporttage im März, der Schiess- und Grillabend sowie der Chlausabend hervor. Ganz besonders erwähnt und bei den Organisatoren verdankt wurden die Turnfahrten der Senioren zum Besuch im Tropenhaus Wolhusen und der Aktiven zu den berühmten Riesen(bergen) im Berner Oberland.

Finanzen und Ausblick Trotz eines geplanten Defizits präsentiert sich für den Verein weiterhin eine Finanzlage mit einem stattlichen Vereinsvermögen, wobei der an der GV 2017 genehmigte Vereinsbeitrag an die Neueinkleidung erst dieses Jahr in die Rechnung einfliessen wird. Auch das Budget 2019 weist einen verkraftbaren Rückschlag und deshalb eine Reduktion des Vermögens auf, dies vor allem, weil der Budgetposten Vereinsanlässe und Reisen üppiger ausgestattet ist. Die Rechnung 2018 und das Budget 2019 wurden in der Folge einstimmig verabschiedet. Auch in diesem Jahr läuft die Planung diverser Anlässe bereits mit der nötigen Intensität. Neben dem Schneesport-Weekend auf der Lenzerheide zählen der Schiess- und Grillabend, das letztes Jahr ausgefallene Armbrustschiessen sowie der Showdown am Chlausabend (allenfalls in veränderter Form) dazu. Neu und speziell sind Datum (Ende September) und Dauer (drei Tage) der unter dem Stichwort «Bernina/Engadin» laufenden Turnfahrt der Aktiven. (EME) anzeige


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