Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 17 I 169. Jahrgang I Dienstag, 3. März 2015

Schuld des Opfers

Gründungsschwindel

Baggerfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. > Seite 3

Urkundenfälschung: Bezirksgericht brummt Zürcher Kaufmann eine Geldstrafe auf. > Seite 3

-

Fast 900 000 Objekte Sammlungszentrum in Affoltern macht Schweizer Geschichte sichtbar. > Seite 5

-

Wechsel nach Dietikon Bauernpolitiker -

Markus Huber, Bezirkschef der Kantonspolizei, hat sich in Affoltern verabschiedet. > Seite 7

«Im Kanton könnte man mehr den Marktkräften überlassen», sagt Kantonsrat Martin Haab. > Seite 9

Mit dem «Postareal» in Obfelden ein Dorfzentrum schaffen Orientierung des Gemeinderates über die Testplanung «Postareal» Die Planung für die Neugestaltung im Raum Kreuzung Dorfstrasse/Postareal in Obfelden gab bereits zu grossen Diskussionen Anlass. Eine öffentliche Präsentation über die Grundlage des noch zu definierenden Gestaltungsplanes, ein sogenannter Testplan, bot interessante Lösungsansätze. ................................................... von martin mullis Der Gemeinde Obfelden als ausgeprägtes Strassendorf fehlt ein Dorfzentrum, einzelne Schwerpunkte des Ortes liegen an der Dorfstrasse. So ist ein Dorftreffpunkt fast zwingend auch an dieser dominanten Strasse zu projektieren. Die Planung sieht eine Möglichkeit für einen Dorfmittelpunkt in der Gegend Kreuzung Dorfstrasse/Ottenbacherstrasse/Mettmenstetterstrasse. Gemäss den Plänen des Architekturbüros Stücheli soll mit der in der Präsentation bezeichneten Geste «Zentrum» die bestehende Struktur bei der weiteren Entwicklung miteinbezogen werden. Christof Glaus, Partner der Stücheli Architekten in Zürich, spricht beim jetzigen Stand der Planung von einem Instrument oder von Regeln, welche die Rahmenbedingungen definieren. Die sogenannte Testplanung sei kein Projekt sondern lediglich eine Grundlage bei der noch grosser Spielraum vorhanden sei, hält Glaus fest. Bei der umstrittenen Miteinbeziehung der Migros, welche auch Eigentümer eines Grundstückes auf dem Areal ist, sieht der Architekt in städtebaulicher Hinsicht aber auch grosse Vorteile.

Auch die Post wird in den Gestaltungsplan miteinbezogen: Bauvorstand Ernst Portmann. (Bild Martin Mullis) Zwar seien die allermeisten Verkaufsläden der Grossverteiler mit ihren geschlossenen Fassaden unschön, in ihrer Wirkung als Publikumsmagnet würden sie dies jedoch wieder wettmachen. Für ein Zentrum seien unterschiedliche Geschäfte, welche viele Nutzungsmöglichkeiten anbieten, äusserst wichtig. Ortsplaner Daniel Christoffel vom gleichnamigen Planungsbüro in Gattikon nannte bei seinen Ausführungen die Testplanung als Instrument für einen massgeschneiderten Zonenplan. Er schilderte auch das Aufstellungsverfahren für Gestaltungspläne und orientierte mit einem möglichen Terminraster über die Dauer des Verfahrens für den Erlass eines Gestaltungsplanes. Von der Orientierung bis zum

Eintritt der Rechtskraft, welche im günstigsten Fall im 4. Quartal 2016 eintreten könnte, beträgt die Zeitspanne gut 18 Monate. Das Terminprogramm für die Ausarbeitung und den Erlass des öffentlichen Gestaltungsplanes, dürfte mit den weiteren nötigen Verfahrensschritten inklusive dem Rechtsmittelverfahren im Mai 2017 enden.

Testplanung als Grundlage der Gestaltung Am letzten Donnerstag besuchten nicht nur knapp 100 Interessierte, sondern auch der Gemeinderat mit sechs Mitgliedern die öffentliche Präsentation eines möglichen Gestaltungsplanes im Singsaal des Schulhau-

ses Chilefeld. Die Testplanung dient als Grundlage, um den zu definierenden Gestaltungsplan in sinnvollen und auch tatsächlich umsetzbaren Parametern abzubilden. Die Stimmung bei den Besuchern der öffentlichen Präsentation war schwierig abzuschätzen. Wohl befürworteten die Zuhörer in einer konsultativen Abstimmung, dass sich der Gemeinderat dafür einsetzen solle, dass auf dem besagten Areal den Vereinen auch weiterhin ein Restaurant mit Saal zur Verfügung steht, einstimmig. Doch diese Zustimmung, so die Aussagen einiger vehementer «Grossverteiler-Gegner», sei lediglich ein einzelner Punkt des Gestaltungsplanes. Die Erhaltung des Restaurants stünde nicht im Zentrum der Problematik. Vielmehr sei zu beachten, dass in Obfelden zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, die Landi, der Dorfmärt und in nächster Nähe des Postareals auch ein Grossverteiler zu finden sei. Die Schaffung eines Treffpunktes im Dorf sei sicher wünschbar. Dieser solle jedoch weder das einheimische Gewerbe konkurrenzieren, noch dorfinternen Mehrverkehr generieren, so einige Stimmen aus verschiedenen Kreisen im Dorf. – Der für das Geschäft zuständige Bauvorstand Ernst Portmann hält dezidiert fest, dass der gesamte Gemeinderat vollumfänglich hinter der präsentierten Lösung stehe. Er gibt zu bedenken, dass falls kein Gestaltungsplan zustande komme oder dieser abgelehnt werde, die Migros für ihr Bauprojekt auf ihrem Grundstück ein Baugesuch einreichen könne und nach eigenen Plänen bauen könne. Und eine solche Lösung, so der Bauvorsteher von Obfelden, wäre für die Gemeinde kein gutes Resultat.

Die Poetry Slammer kennen sich untereinander. Der Sieger, Diego Häberli, wurde auf Händen getragen. (Bild sals)

Kleinkunst ganz gross Der siebte Affoltemer Poetry Slam zog mehr Publikum an denn je. Poetry Slam wird immer mehr zur Kunstform, von der die Künstler leben können. Da sich Poetry Slamer durch eine spitze Feder und ein scharfes Mundwerk auszeichnen, werden sie immer öfter auch für Veranstaltungsmoderationen gebucht. Am Poetry Slam in der Galerie am Märtplatz wussten die Künstler einmal mehr zu überzeugen – allen voran Diego Häberli, der in allen drei Durchgängen Begeisterung hervorrief. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 13 anzeigen

Fulminanter Abschluss der Ämtler Fasnacht

So wird die fünfte Jahreszeit würdig verabschiedet. Tolle Stimmung am Maskenball in Zwillikon. (Bild Thomas Stöckli)

Der letzte Fasnachtstermin im Säuliamt ist traditionell der Maskenball des Sportclubs in Zwillikon. Hier kommen die Narren aus dem ganzen Säuliamt – und darüber hinaus – zusammen, um die fünfte Jahreszeit noch einmal so richtig zu zelebrieren. Entsprechend hoch geht es zu und her. In der Turnhalle ist das Gedränge einmal mehr gross und auch der Singsaal und das Festzelt auf dem Pausenplatz sind gut gefüllt. Auf der Bühne macht derweil die Partyband «Zündstoff» Stimmung. So richtig ab geht es allerdings, wenn die Guggenmusiker loslegen. Die Begeisterung ist so gross, dass die Säuligugger kaum mehr aus der Halle gelassen werden. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

200 10 9 771661 391004


Lange schon wolltest du gehen . . . an einen schöneren Ort, an einen friedlicheren Ort, wo immer die Sonne lacht, ewig die Blumen blühen und die Löwen Gras fressen.

Politische Gemeinde Hausen am Albis Wahlen vom Sonntag, 8. März 2015 In der Gemeinde Hausen am Albis finden – nebst den eidgenössischen Vorlagen – folgende kommunalen Wahlen statt: • Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2014/2018, 1. Wahlgang • Erneuerungswahl des Friedensrichters oder der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2015 bis 2021, 1. Wahlgang Gemäss Gemeindeordnung der politischen Gemeinde wird für die Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege und für die Erneuerungswahl des Friedensrichters/der Friedensrichterin ein leerer Wahlzettel verwendet. Gemäss Gesetz über die politischen Rechte dient die Abgabe eines Beiblatts (mit alphabetischer Auflistung der Kandidaten) zu den Wahlunterlagen als Hilfe für die Stimmberechtigten. Damit soll das Ausfüllen der Wahlzettel erleichtert werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat, im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. Die Details bezüglich der Ausübung des Stimm- und Wahlrechts, der Stellvertretung und der brieflichen Stimmabgabe sowie die Öffnungszeiten und Standorte der Urnen sind auf dem Stimmrechtsausweis ersichtlich. Hausen am Albis, 30. Januar 2015 Gemeinderat Hausen am Albis

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester

Elly Brunner-Worch

Affoltern am Albis Am 19. Februar 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Dankbar sind wir für die Zeit, die wir mit dir erleben durften. Tief bewegt und traurig sind wir über deinen Tod. Wir gedenken in Liebe und Dankbarkeit: Susanne Kuratle mit Manuela Karin und Marcel Amacher-Brunner mit Martin, Roger und Sandra Marcel und Ursi Brunner-Schweizer mit Alain und Joelle Geschwister, Anverwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung hat auf Wunsch der Verstorbenen im engsten Familienkreis stattgefunden. Traueradresse: Susanne Kuratle, Käsereistrasse 14, 8919 Rottenschwil

21. Februar 1932 – 19. Februar 2015

Er durfte nach kurzer Krankheit friedlich einschlafen. Was uns bleibt, sind die schönen Erinnerungen und Dankbarkeit.

Heidi Burkhard-Spring Irene und Hans Rudolf Scheidegger-Burkhard Ruth und Luzi Salzgeber-Burkhard Auf Wunsch des Verstorbenen haben wir im engsten Familienkreis Abschied genommen. Traueradresse: Heidi Burkhard-Spring, Astrastrasse 20, 3612 Steffisburg

Affoltern am Albis Am 25. Februar 2015 ist in Zürich ZH gestorben:

Traurig, aber dennoch dankbar, dass sie von ihren Altersbeschwerden erlöst wurde, nehmen wir Abschied von meiner geliebten Mutter, meiner Schwiegermutter, unserer Nonna, Schwester und Tante

Walter Erwin Hürlimann

Triste, ma anche grati che non deve più soffrire, annunciamo la morte della mia amata mamma, mia suocera, nostra nonna, sorella e zia

Brunner geb. Worch, Anna Katharina Lina Elli geboren am 26. August 1935, von Habkern BE, geschieden, wohnhaft gewesen in Hedingen, Widenacherstrasse 5, mit Aufenthalt im Altersund Pflegeheim Senevita Obstgarten, 8910 Affoltern am Albis. Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt.

8910 Affoltern am Albis Sonnenbergstrasse 14

Wir vermissen dich: Ruth Hürlimann Reto und Brigitte Hürlimann mit Pascal, Lars und Kim Carole Schmidlin und André Gilomen mit Robin, Mike, Simon und Oliver Marcel und Margrith Hürlimann Verwandte und Freunde

TO D E S A N Z E I G E Tief betroffen müssen wir Abschied nehmen von unserem geschätzten Turnkameraden und Ehrenmitglied

Walter Hürlimann 25. Dezember 1933 – 25. Februar 2015

Walter war ein langjähriges, engagiertes und treues Vereinsmitglied. Er war nicht nur ein fleissiger Turner; er war auch immer wieder bereit, Funktionen zu übernehmen. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet. Mit ihm verlieren wir einen liebenswürdigen Kameraden. Er wird uns stets in bester Erinnerung bleiben. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Turnverein Mettmenstetten Männerriege Mettmenstetten Männerturnverein Affoltern Skiclub Mettmenstetten Kantonale Turnveteranen Eidg. Turnveteranen Gruppe Albis

Die Seele breitete ihre Flügel aus und flog nach Hause. L’anima ha allargato le sue ali ed è volata a casa.

In Affoltern am Albis ist am 25. Februar 2015 gestorben:

Nach einer schweren Operation fehlte ihm zum Schluss die Kraft und er durfte friedlich einschlafen. Wir sind sehr traurig und blicken dankbar auf die schöne Zeit mit dir zurück.

Willi Spring

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen

25. Dezember 1933 – 25. Februar 2015

ABSCHIED

Die Urnenbeisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Walter «Wädi» Hürlimann

Allfällige Spenden im Andenken an Walter Hürlimann bitte an die Stiftung Solvita, 8902 Urdorf, zu Gunsten Götschihof, mit Vermerk «Walter Hürlimann», Postkonto 80-507-0.

geb. 21. Februar 1932, von Steffisburg BE, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Haus zum Seewadel.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

In Liebe, Dankbarkeit und mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir traurig Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Paps, Schwiegervater, Opa, Grosspapi, Bruder und Schwager

Es war sein Wunsch, dass wir im engsten Familienkreis Abschied nehmen.

Willy Spring

geb. 25. Dezember 1933, Ehemann der Ruth Hürlimann geb. Schenk, von Affoltern am Albis ZH und Wald ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Sonnenbergstrasse 14.

TO D E S A N Z E I G E

26. August 1935 – 25. Februar 2015

In stiller Trauer:

Bestattungen

Dich zu lieben war einfach Dich zu vergessen ist unmöglich Schöne Erinnerungen und liebe Gedanken bleiben für immer zurück!

Evelina Mottai-Fiorina 7. November 1932 – 25. Februar 2015

Nach kurzer, schwerer Krankheit durfte sie friedlich einschlafen. In liebevoller Erinnerung Con un ricordo affettuoso Germana und Heinrich Illi-Mottai Julia Illi Gina Illi Verwandte und Freunde Trauergottesdienst am Montag, 9. März 2015, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis. Statt Blumen zu spenden, gedenke man des Spitals Affoltern, Postkonto 80-7664-4. Il funerale avrà luogo lunedì il 9 marzo 2015, alle ore 14.00 nella capella del cimitero di Affoltern am Albis. Invece di fiori si prega di fare offerta al Spital di Affoltern, conto postale 80-7664-4. Traueradresse: Germana Illi-Mottai, Am Hofibach 6, 8909 Zwillikon

Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Trauerfeier im engsten Familienkreis statt. Turnfreunde nehmen in stillen Gedanken mitfühlend Abschied von Walter.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. März 2015

3

Eigenverschulden des Opfers Zürcher Obergericht: Freispruch des Bezirksgerichts Affoltern bestätigt Bei einem tragischen Arbeitsunfall in Stallikon wurde ein junger Maschinist von einem Bagger überrollt. Seither ist das Opfer schwer gehbehindert und erblindet. Am Donnerstag hat das Obergericht den verantwortlichen Baggerfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Vor allem, weil der Geschädigte mehrere Sicherheitsbestimmungen missachtet hatte. ................................................... von attila szenogrady Der tragische Vorfall auf einer Baustelle in Stallikon ging auf den 24. April 2013 zurück. Der heute 47-jährige Beschuldigte bediente damals im Rahmen von Planierungsarbeiten einen Raupenbagger. Ein damals 20-jähriger Arbeitskollege führte gleichzeitig zu Fuss Messungen durch. Um 13.40 Uhr

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am kommenden Donnerstag, 5. März, feiern Silvia und Walter Wild-Sennrich in Zwillikon die goldene Hochzeit. Zum 50-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubelpaar einen schönen Festtag.

Zum 97. Geburtstag Im Haus zum Seewadel in Affoltern darf Elisabetha Frieda Fröhli-Ineichen heute Dienstag, 3. März, den 97. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation zum hohen Wiegenfest. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute.

Zum 95. Geburtstag Zum 95. Geburtstag dürfen wir Anton Leimgruber in Affoltern gratulieren. Er feiert morgen Mittwoch, 4. März. Wir gratulieren herzlich zum Ehrentag und wünschen dem Jubilaren alles Gute.

begab sich der junge Angestellte hinter den Raupenbagger und wollte mit dem Rücken zum Fahrzeug eine letzte Messung vornehmen. Dann passierte das Unglück: Der Baggerfahrer fuhr plötzlich rückwärts und drehte gleichzeitig die Fahrerkabine. Womit er den Geschädigten übersah und überrollte. Der türkische Staatsangehörige überlebte zwar den Unfall, wird aber sein ganzes Leben daran erinnert werden. So erlitt er diverse Knochenbrüche und massivste Organverletzungen. So stark, dass er heute an den Rollstuhl gebunden ist. Zu schwersten Gehbehinderungen kamen als bleibende Folgen ein künstlicher Darmausgang sowie chronische Schmerzen hinzu. Nicht zuletzt erblindete er auf der Intensivstation infolge einer Infektion auf beiden Augen. Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis leitete eine Strafuntersuchung ein und erhob vor einem Jahr gegen den Baggerführer Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der

Strafantrag lautete auf eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 60 Franken sowie auf eine Busse von 600 Franken. Laut Anklage hatte es der beschuldigte Serbe unterlassen, vor dem Start die Fahrerkabine vollständig zu drehen.

Baggerführer in psychologischer Behandlung Am Donnerstag musste sich der Baggerführer vor dem Zürcher Obergericht verantworten. «Ich habe nach hinten geschaut, aber nichts gesehen», erinnerte er sich zurück und beteuerte seine Unschuld. Bei der richterlichen Befragung kam heraus, dass sich der Familienvater seit dem Unfall in psychologischer Behandlung befindet. Er kann seither auch keine Fahrzeuge auf den Baustellen lenken. Er arbeite heute als Polier, erklärte er. Während der Rechtsvertreter des Opfers einen Schuldspruch und grundsätzlich Schadenersatz forderte, verlangte der Verteidiger einen vollen

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

pflicht verletzt habe. So habe er es verpasst, die Fahrerkabine nach Abschluss der Planierung zu drehen. Allerdings sei dies nur eine Verletzung im kleinen Ausmass.

Opfer verletzte mehrere Sicherheitsbestimmungen Marti führte dann aus, dass das Opfer hingegen mehrere Sicherheitsbestimmungen verletzt habe. Es wäre seine Aufgabe gewesen, den Sichtkontakt zum Baggerführer herzustellen. Nicht umgekehrt. Zudem habe sich der Geschädigte mit dem Rücken hinter das Fahrzeug in den verbotenen Schwenkbereich begeben und über einen Kopfhörer Musik laufen lassen. Womit er das Motorengeräusch überhört habe. Damit sei die Voraussehbarkeit des Unfalls nicht gegeben. Mit so einem Verhalten des Privatklägers habe der Beschuldigte nicht rechnen müssen. Mit dem Freispruch wurden die Schadenersatzbegehren des Geschädigten abgewiesen.

«Ein klassischer Gründungsschwindel» Urkundenfälschung: Bedingte Geldstrafe für Zürcher Kaufmann Das Bezirksgericht Affoltern hat einen Zürcher Kaufmann wegen Urkundenfälschung und Erschleichung einer falschen Beurkundung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Unter den Getäuschten ist auch das Notariat Affoltern. ................................................... von thomas stöckli Die zwei Fälle, wegen denen sich der Zürcher Kaufmann vergangenen Freitag am Bezirksgericht in Affoltern verantworten musste, waren nahezu identisch: In beiden ging es um die

Gründung einer Aktiengesellschaft, wobei dem jeweiligen Gründer das notwendige Kapital nicht sofort zur Verfügung stand. Und hier kam der Angeklagte ins Spiel. Er war es, der in beiden Fällen ein kurzfristiges Darlehen von je 100 000 Franken vermittelte. Das Geld blieb allerdings nur auf dem Konto, bis die Gründung beurkundet und der Eintrag ins Handelsregister erfolgt war. Es stand der Gesellschaft somit nie zur freien Verfügung. Sowohl die Mitarbeiter der Notariate in Affoltern und Frick als auch jene des Handelsregisters seien getäuscht worden, hiess es dazu aufseiten der Staatsanwaltschaft. Firmengründungen mit fremdem

Kapital seien durchaus üblich, hielt der Angeklagte dagegen. Sowieso sei er nur der «Strohmann» gewesen. Er sei davon ausgegangen, dass der Überbrückungskredit abgelöst werde. So sei er selber mit leeren Versprechungen und einem gefälschten Kontoauszug getäuscht worden. Entsprechend forderte die Verteidigung einen umfassenden Freispruch. Das Gericht kam allerdings zu einem anderen Schluss: Von einem «klassischen Gründungsschwindel» sprach Einzelrichter Tobias Walthert: «Sie waren mehr als ein Strohmann, der keine Ahnung hatte, sondern als Vermittler des Darlehens massgeblich beteiligt.»

Wegen Urkundenfälschung und Erschleichung einer falschen Beurkundung wurde der Kaufmann deshalb zu einer bedingten Geldstrafe von 4200 Franken verurteilt. Strafmildernd wirkt sich aus, dass keine Gläubiger geschädigt wurden und der Kaufmann sich kooperativ zeigte. Zudem habe das Verfahren bedeutend zu lange gedauert. Auch für die Gerichts- und Verfahrenskosten muss der Kaufmann aufkommen. Weit härter dürfte ihn der Schuldspruch an sich treffen. Mit einem Strafregister-Eintrag werde er alle seine Verwaltungsrats-Mandate verlieren, so der 63-Jährige. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

«Wir haben genug Neue Leiterin Schutzplätze im Bezirk» der Finanzabteilung Zuweisung läuft im Hintergrund ab

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Freispruch. So habe der Privatkläger vor dem Unfall elementarste Sorgfaltspflichten verletzt, plädierte er. So habe er sich ohne Kommunikation mit dem Fahrer in den Schwenkbereich des Fahrzeugs begeben. Ohne Schutzkleidung. Hingegen habe er über sein Natel Musik gehört und sei rückwärts zum Fahrzeug gestanden. «Er konnte einerseits nicht gesehen werden und andererseits konnte er den Bagger auch nicht sehen», machte der Verteidiger geltend. Sein Plädoyer hatte Erfolg. So folgten die Oberrichter zum Schluss einem erstinstanzlichen Urteil des Bezirksgerichts Affoltern, das den Baggerführer bereits im letzten Juli freigesprochen hatte. Der Gerichtsvorsitzende Peter Marti sprach in Gegenwart des Opfers von einem äusserst tragischen Vorfall und zeigte Verständnis für die Betroffenen, die versucht seien, einen Schuldigen für diese Tragödie zu finden. Das Obergericht vertrat auch die Auffassung, dass der Beschuldigte in einem Punkt seine Sorgfalts-

Wohin im Katastrophenfall? Ein grosser Teil der Bevölkerung weiss auf diese Frage keine Antwort. Von 14 % war kürzlich in der Presse zu lesen, «ich behaupte, es sind mehr», so Fredi Haab. Der Kommandant der Zivilschutzorganisation (ZSO) Albis ist gleichzeitig Schutzraumkontrolleur in elf der 14 Ämtler Gemeinden. Die Zuweisungsplanung der Schutzräume liegt grundsätzlich in der Verantwortung der Gemeinden. Mit Ausnahme des Unteramts (Bonstetten, Stallikon und Wettswil) haben alle Ämtler Gemeinden diese an die ZSO Albis delegiert. Die Zuweisung der Schutzräume läuft im Hintergrund ab und wird nicht bekannt gegeben. Im Notfall solle jeder einfach den Nächstgelegenen aufsuchen. Die Planung

kommt erst bei einem geordneten Bezug zum Zug. «Es hat niemand ein angeschriebenes Bett in einem Schutzraum», stellt Haab klar. Denn je nach Bewohnerzahl einer Liegenschaft oder eines Quartiers muss die Verteilung angepasst werden. «Wir haben genug Schutzplätze im Bezirk», versichert der Zivilschutzkommandant. Die privaten Schutzräume werden in einem gesetzlich vorgeschriebenen Turnus von fünf Jahren kontrolliert und dabei einer umfänglichen Funktionskontrolle unterzogen. Die Kosten für diese Kontrollen tragen die Gemeinden. Die Mängelbehebung sowie allfällige Reparaturen und Nachrüstungen gehen zulasten der Eigentümer. (tst.)

Gute Noten für das Gesundheitswesen Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen im Kanton Zürich ist unverändert hoch. Dies zeigt die neuste Bevölkerungsbefragung der Gesundheitsdirektion. Alle zentralen Indikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr gar verbessert: die Zufriedenheit der Bevölkerung, die Zufrieden-

heit mit den Spitalbehandlungen, die Erreichbarkeit der Gesundheitsdienstleistungen und das Sicherheitsgefühl bezüglich der Gesundheitsversorgung. In einer repräsentativen Umfrage hat das Befragungsinstitut Link im November 2014 insgesamt 1600 im Kanton wohnhafte Personen interviewt.

Am 1. April 2015 wird Ursula Spillmann die Nachfolge von Peter Häggi als Leiterin der Finanzabteilung Affoltern antreten. Ursula Spillmann führt die Affoltemer Finanzabteilung seit Anfang Oktober 2014 interimistisch. Nach einer Verwaltungslehre in Ottenbach und Anstellungen als Verwaltungsangestellte und Gemeindeschreiberin in Aesch ZH, ist die 47-jährige seit über 11 Jahren für eine private Firma als Springerin in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung tätig. Im Bezirk Affoltern ist Ursula anzeige

Spillmann keine Unbekannte. Sie ist im Bezirk aufgewachsen und führte als Springerin unter anderem während 10 Monaten die Finanzverwaltung Hedingen U. Spillmann. und war zuletzt als Gemeindeschreiberin ad interim in Ottenbach tätig. Mit Ursula Spillmann konnte eine Kaderstelle in der Gemeindeverwaltung Affoltern mit einer bestens ausgewiesenen Persönlichkeit besetzt werden, welche auf über 30 Jahre Erfahrung in der Gemeindebranche zurückblicken kann. (pd.)


Bestattungen Wenn ich einmal nicht mehr bin, und Du siehst einen lachenden Sternenhimmel, dann denke einer davon sei ich. (Antoine de Saint-Exupéry)

Aeugst am Albis Beerdigung am Freitag, 6. März 2015, von

Bortoluzzi, Hermann Anton

TO D E S A N Z E I G E Traurig, jedoch erfüllt von vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von

Hermann Anton Bortoluzzi

geboren am 19. Oktober 1932, wohnhaft gesesen in 8914 Aeugst am Albis, Dorfstrasse 14, verstorben am 28. Februar 2015.

Stellenanzeiger

Abdankung: Besammlung 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis. Der Friedhofvorsteher

19. Oktober 1932 – 28. Februar 2015

Nach langer geduldig ertragener Krankheit hat sein gutes Herz aufgehört zu schlagen. Aeugst am Albis, 28. Februar 2015 In stiller Trauer Trudi Bortoluzzi-Vollenweider Helene Schenker-Bortoluzzi mit Familie Hanspeter und Dorothea Bortoluzzi-Renggli Silvia Bortoluzzi mit Familie Verwandte Freunde und Nachbarn Abschiedsgottesdienst: Besammlung am Freitag, 6. März 2015 um 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis. Anstelle von Blumen gedenke man des Spitexvereins Konaueramt, Hausen am Albis, Postkonto 87-267156-1 Traueradresse: Trudi Bortoluzzi, Dorfstrasse 14, 8914 Aeugst am Albis

Liegenschaften Vermietungen

Ottenbach: Erstvermietung von modernen, hochwertig ausgebauten

4½-Zimmer-Wohnungen Zu vermieten in Herferswil/Mettmenstetten per 1. Mai 2015 oder nach Vereinbarung grosszügig ausgebaute

  

5½-Zimmer-Dachwohnung

  

in ehemaligem Bauernhaus. Helle Zimmer, teils mit Dachschräge, offene Küche mit Kochinsel, 2 Badezimmer, grosser Balkon, Bodenheizung, kontrollierte Lüftung, eigener Waschturm, inkl. Autoabstellplatz. Miete/Monat Fr. 2050.– plus Fr. 250.– NK. Auskunft und Besichtigung: Telefon 044 764 00 25

Birri AG, Haldenweg 1

    

durchdachte Grundrisse (114 m²) lichtdurchflutete Räume viel Stauraum (Einbauschränke, Garderobe) zwei Nasszellen Reduit mit Anschluss für WM/T umweltschonendes/kostengünstiges Wohnen (Minergie) gesundes Raumklima (Minergie) Abendsonne auf dem Balkon sehr faire Mietpreise (ab Fr. 2260.– inkl. NK) Tiefgarage (1 PP Fr. 110.–, jeder weitere Fr. 90.–) gepflegte Umgebung

Ideal für Jung und Alt. Nähe Kindergarten/Schule, öV, Dorfzentrum. Bezug ab 1. April 2015 Jetzt Besichtigungstermin vereinbaren: Telefon 079 209 96 44

Vermietung 2-Z’Whg: EG, 43 m², MZ Fr. 880/NK Fr. 190.– 4-Z’Whg: 1. OG, 92 m², MZ Fr. 1550/NK Fr.240.– 5-Z’Whg: EG, 116 m², MZ Fr. 1715/NK Fr.250.–

Zu vermieten nach Vereinbarung im Dorfkern von Zwillikon

Verkauf

5-Zimmer-Einfamilienhaus

5-Fam-Haus Fr.1 590 000.– 2-Fam-Haus Fr. 990 000.–

mit div. Nebenräumen. Mietzins inkl. Nebenkosten und 2 PP Fr. 2850.–. Auskunft und Besichtigung: Tel. 044 761 41 43, Herr Tillmann

Verkäufe 4½-Zimmer-Wohnung in Kappel am Albis, gehobener Ausbau, hell, sonnig, Berg- und Seesicht, guter öV, mit Bushalt vor dem Haus. Miete Fr. 2500.–. Telefon 078 895 09 39

Gartenservice vom Chef persönlich M. Peter eidg. dipl. Gärtnermeister Fixpreisgarantie Tel. 079 701 43 03 www.geronimogartenbau.ch

Friedensrichter für Affoltern am Albis

Hansueli Rickli

bisher erfahren und kompetent

Damenund Herrencoiffeuse Ich suche

Arbeit als Raumpflegerin sonntags und unter der Woche ab 18.00 Uhr. Meine Telefonnummer: 076 563 41 46

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung eine motivierte, selbstständige und exakt arbeitende Mitarbeiterin für unser Team in Cham, 60- bis 100-%-Arbeitsstelle. Coiffure Grease Telefon 041 780 19 58/ 079 703 11 92 E-Mail coiffure.grease@bluewin.ch Luzernerstrasse 28, 6330 Cham


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. März 2015

Wo fast 900 000 historisch wertvolle Objekte bearbeitet und gelagert werden Das Sammlungszentrum des Nationalmuseums in Affoltern macht Schweizer Geschichte sichtbar Im Sammlungszentrum des Schweizerischen Nationalmuseums in Affoltern wird Schweizer Geschichte sichtbar. Voraussichtlich in den Jahren 2019 bis 2021 wird ein Vergrösserungsprojekt umgesetzt – auch, weil dann alle Objekte an einem Ort gelagert werden können. ................................................... von werner schneiter Der damalige Bundesrat Pascal Couchepin eröffnete 2007 das Sammlungszentrum, das in den ehemaligen Räumen des Zeughauses errichtet wurde. Dort werden inzwischen rund 850 000 Objekte gelagert. Hinzu kommen jene 40 000, die noch in einem der ehemaligen Zeughäuser ihren Platz finden. Mit der Umsetzung des Bauprojektes, über das der «Anzeiger» mehrmals berichtet hat, wird das Sammlungszentrum erheblich vergrössert. «Damit haben wird dann eine Kapazität, die für die nächsten 20 Jahre ausreicht», sagt Bernard A. Schüle, Leiter Objektzentrum und Kurator. Das erlaubt dann auch die Überführung der Objekte aus den alten Zeughäusern. Im Mai 2014 wurde der Architekturwettbewerb des Erweiterungsprojekts abgeschlossen; derzeit liegt es beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), wo es den Feinschliff erhält und – so Bernard A. Schüle – voraussichtlich in den Jahren 2019 bis 2021 umgesetzt wird.

Kuratoren-Kollegium entscheidet über Aufnahme Nicht exakt lassen sich die jährlichen Neueingänze beziffern. Es sind rund 7000 neue Inventarnummern. «Dabei kann es sich um ein Einzelobjekt oder um eine Serie handeln», fügt Schüle bei. Verantwortlich für die Aufnahme von neuen Objekten sind Kuratorinnen und Kuratoren – ein Fachgremium von Historikern, Kunsthistorikern, Ethnologen, Archäologen. Das sind Spezialisten für die verschiedenen Bereiche wie Textil, Militaria, Technologie, Brauchtum, Historie, Foto, Pressefotos, Edelmetall, Glas, Keramik, Gemälde usw. Ins Inventar aufgenommen werden auch wichtige Zeitzeugen – Dinge, die in einem Jahr oder in einer Epoche herausgeragt sind. «Wir nehmen zum Beispiel Trendobjekte des Jahres in unsere Sammlung auf», sagt Schüle. Zweimal hat man das

anzeige

schon getan, in den Jahren 2011 und 2013, zum Beispiel das Ipad2 und Aperol. «Damit dokumentieren wir jeweils die Trends eines bestimmten Zeitraumes», fügt der Objektleiter bei. In diesem Bereich wird mit dem GottliebDuttweiler-Institut zusammengearbeitet. Dieses stellt eine Liste mit typischen Dingen eines bestimmten Zeitraumes zusammen. Was dann letztlich an historisch Bedeutsamem und an Trendigem aufgenommen wird, entscheidet das Kuratoren-Kollegium gemeinsam. Das können Gegenstände aus Schenkungen, Legate oder Ankäufe sein, für die der Bund ein Budget bereitstellt. «Für ganz teure Ankäufe ist die Bewilligung des Direktors nötig», hält Bernard A. Schüle fest. «Wir können mit dem uns zur Verfügung stehenden Budget gut arbeiten.»

Untersuchen, stabilisieren und konservieren Haben sich die Kuratorinnen und Kuratoren für ein Objekt entschieden, wird es von einem Konservator/Restaurator untersucht. Ist in einem Möbel der Wurm drin, so muss es in die Stickstoffkammer. Sämtliche Objekte sind in einer Datenbank vorhanden und fotografiert. Wichtig ist, dass sie bei Eingang konserviert, stabilisiert, wo nötig restauriert und in einen Zustand gebracht werden, der ein Ausstellen erlaubt. Auch die wissenschaftlichen Arbeiten an solchen Objekten ist anspruchsvoll. Neben der Inventarisierung müssen beispielsweise Wappen aufgeschlüsselt und der Stil eines Möbels festgestellt werden. In Affoltern kümmern sich rund 50 Mitarbeitende (37 Vollzeitstellen) um die Objekte. Dass nicht jeder Aufnahmewunsch erfüllt werden kann, zeigt das Beispiel einer Textilschneidmaschine in Winterthur. «Wir hätten für diese im Sammlungszentrum zwar Platz gehabt, mussten aber verzichten, weil die zusammengeschweisste Maschine vor Ort in einem Untergeschoss stand und für den Transport hätte zerlegt werden müssen», erklärt Bernard A. Schüle.

Bernard A. Schüle, Leiter Objektzentrum, mit dem ersten Natel aus dem Jahr 1978. (Bilder Werner Schneiter)

Jeden dritten Mittwoch im Monat gibt es im Sammlungszentrum öffentliche Führungen. Das jeweilige Thema ist unter www.sammlungszentrum ersichtlich. Anmeldungen telefonisch oder per E-Mail. Für Gruppen ab etwa zehn Personen können separate Führungen organisiert werden. 2014 wurden insgesamt 2200 Besucher registriert.

Hier werden Gegenstände von unschätzbarem Wert gelagert.

5


6

Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. März 2015

Gambler, Rocker und gelbe Einzeller Die Fasnächtler haben sich für den Saisonabschluss in Zwillikon wieder einiges einfallen lassen ................................................... von thomas stöckli «All in» an einer Fasnacht? Keine gute Idee, braucht es doch beim Pokern einen klaren Kopf. Trotzdem: Der detailgetreu ausgestattete GlückspielTisch war eines der Highlights am Maskenball in Zwillikon. Schliesslich diente als Einsatz nicht der starke Franken, sondern selbstkopierte Scheine. Wie den rockigen «Isone-Bikers» mit ihrem motorisierten Tandem reichte es den Gamblern allerdings nicht zum Sieg der Gruppenmaskenprämierung. Hier hatten die auffällig gelb-blauen Einzeller «Minions» die – nicht vorhandene – Nase vorn.

Cowboys beweisen Humor – und Biss. Dicht an dicht Die Freude war bei allen Ausgezeichneten riesig. Und nicht nur bei ihnen. Die berittenen Cowboys und die wilden Hühner etwa verbreiteten ebenfalls tolle Stimmung. Unter den Fasnächtlern tummelten sich mit «Achmed der tote Terrorist», «Müslüm», der «Grüntanne» und dem «sonnigen Wichtel» auch diverse effektvolle Einzelmasken. Dicht an dicht tanzten die bunt gekleideten Körper in der Turnhalle zum Sound der österreichischen Band «Zündstoff». Bis in die Morgenstunden dauerte die Feier an. Die Organisatoren und ihre Helfer waren stark gefordert. Schliesslich macht Fasnacht Durst.

Beste Siegermaske: Res Stähli übergibt den «Minions» die begehrte Auszeichnung. (Bilder Thomas Stöckli)

Hoch zu Ross durch die Massen.

«Les jeux sont faits»: Kasino-Atmosphäre in Zwillikon.

Fluch der Karibik mit Weihnachtsstimmung.

Wilde Hühner machen Party.

Die kernigen Biker mit ihrem motorisierten Stahlross.

Die Fasnächtler haben sichtlich Spass.

Sennen, Trachtenmädchen und allerlei Getier Die Kinderfasnacht in Obfelden stand unter dem Motto «Wir gehen auf die Alp!» Ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos, startete die Kinderfasnacht im Singsaal Chilefeld am 21. Februar mit einem Alpaufzug. Der Alpöhi mit seinen grossen Kuhglocken wurde von allerlei heimischem und exotischem Getier, Fantasiegestalten sowie Sennen und Wanderern begleitet. Weiter gings mit dem offiziellen Muni-Song «Da Da Muh!» von Oesch’s den Dritten. Auf der urchig schweizerischen Alm konnte zu Mundartmusik und poppigen Klängen ausgelassen getanzt und gefeiert werden. Coole Schweizer Mädels vom TV Obfelden zeigten peppige Choreografien auf der Bühne. Ganz viele WC Rollen bekamen eine neue Aufgabe, als es galt, im Zweierteam das Gspänli in eine ÖziMumie zu verwandeln.

Zum Einstieg ein Alpaufzug. (Bilder zvg.)

Im Singsaal Chilefeld wird gefeiert. (Bilder zvg.)

Schwingen, basteln und Autorennen Wer genug vom Tanzen hatte, konnte am Basteltisch seine Ideen umsetzen, mit Rennautos den Strohparcours befahren oder sich auf urschweizerische Art im Schwingen messen. Die Schwingvereine Albis und Cham zeigten allen Interessierten die Handgriffe und führten Gross bis ganz Klein in

Trachten machen was her.

Geissli dürfen nicht fehlen.

Mit WC-Papier mumifiziert.

das Einmaleins des Schwingsports ein. Bei den Marktständen sorgte ein reichliches Angebot an Kuchen, Süssigkeiten, Snacks und Getränken für kulinarische Stärkung. Vor eine schwierige Aufgabe gestellt waren die Jurymitglieder. Dem ausgefallenen Ideenreichtum der «Fasnächtler» konnten sie kaum gerecht werden. Bei der Maskenprämierung konnten Geissen, Kühe, Edelweissblumen, Murmelfamilie, Tigerli und Trachtenmeitli tolle Preise entgegennehmen. (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. März 2015

7

Abschied nach 5 Jahren und 26 Tagen Markus Huber, Bezirkschef der Kantonspolizei in Affoltern, wechselt nach Dietikon Markus Huber, Bezirkschef der Kantonspolizei, wechselt von Affoltern nach Dietikon. An einer Abschiedsfeier für Behördenmitglieder blickte er auf die Meilensteine seiner Tätigkeit im Säuliamt zurück. Sein Nachfolger ist noch nicht bestimmt. ................................................... von werner schneiter Vor exakt 5 Jahren und 26 Tagen übernahm Markus Huber das Kommando in Affoltern von Werner Ruprecht, der sich damals in den Ruhestand verabschiedete. Nun folgt er dem Ruf nach Dietikon und sprach an der kleinen Abschiedsfeier von einer schönen und bereichernden Zeit im Säuliamt, der schönsten in seiner 33-jährigen Dienstzeit bei der Kapo. Obwohl er aus den Reihen der Kriminalpolizei gekommen sei, habe ihn das Team in Affoltern offen empfangen, sagte Markus Huber. Bereits an seinem zweiten Arbeitstag bekam er es mit einem Querulanten zu tun. Dieser beharrte bei der Einvernahme darauf, zuerst den Chef sprechen zu wollen. Nur dann sage er aus. Der Mann sei noch heute ein Querulant. Im Gegensatz zu ihm seien ihm Behörden – und insbesondere Elsbeth Knabenhans (die frühere Sicherheitsvorsteherin in Affoltern) stets wohlgesinnt gewesen. Auch das habe ihm den Einstand erleichtert, fügte Markus Huber bei.

Polizei-organisatorische Meilensteine In die Zeit seines Kommandos fiel die Schliessung des Polizeipostens in

Mettmenstetten im Jahr 2010. Was damals aus Spargründen erfolgte, würde man heute wohl belassen. Dafür erfolgte die Aufstockung des Polizeipostens in Bonstetten auf drei Mitarbeitende. Leider habe das Stimmvolk 2014 das Projekt eines neuen Feuerwehrgebäudes verworfen, worin auch der Polizeiposten Bonstetten-Birmensdorf Platz gefunden hätte. Zu den prägenden Ereignissen gehörte ausserdem die Kündigung des Zusammenarbeitsvertrags mit der Kommunalpolizei in Bonstetten. Mit der Kommunalpolizei arbeite man gut zusammen, so Huber. Zum Schmunzeln war, was er im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Kasinosaal in Affoltern erlebt hat, die den Titel «Verbrechensfurcht versus Verbrechensrealität» trug: Da tauchten Forderungen auf: Die Polizei müsse etwas gegen die zu wenigen Gefängnisplätze unternehmen. Und sie habe dafür zu sorgen, dass nach Mitternacht keine Züge mehr durchs Säuliamt fahren. Und nach der Veranstaltung schleuderte ihm ein erboster Mann ins Gesicht, die Krawatte, die er da trage, sei auch von seinem Steuergeld finanziert worden ...

Tragische Fälle Es fielen aber auch spektakuläre Fälle in die Zeit des Wirkens von Markus Huber. Er nannte den schweizweit für Schlagzeilen sorgenden «Fall Bonstetten», den Pneukran-Unfall in Gamlikon, Brandstiftungen rund um den Bahnhof Affoltern. Da herrsche nun Ruhe. «Wir haben damals nicht den Falschen verhaftet», so Markus Huber. In seinen Erinnerungen haften geblie-

Anlässlich der kleinen Abschiedsfeier: Markus Huber (Mitte) mit Affolterns ehemaliger Sicherheitsvorsteherin Elsbeth Knabenhans und Ruedi Fornaro, Tiefbauamt- und Sicherheitsvorsteher in Hedingen. (Bild Werner Schneiter) ben sind ausserdem der Feuertrick eines Barkeepers in Affoltern, wo sich zwei Personen erhebliche Verbrennungen zuzogen. Und natürlich die Raubüberfälle auf einen 85-jährigen Mann in Aeugst, der nach dem zweiten Fall im Spital verstarb. Huber nannte auch den Fall einer Gefängnis-Mitarbeiterin,

die von der Polizei in flagranti erwischt wurde, als sie versuchte, Drogen ins Gefängnis zu schmuggeln und der Gefängnisleiter-Stellvertreter, der in die Kasse griff und kürzlich verurteilt wurde. Seine letzte Blaulichtfahrt machte Markus Huber mit dem Toyota Avensis am 20. Februar, als in Affol-

Mit Hammer und Säge in die neue Saison Bauspielplatz in Affoltern neu mittwoch- und samstagnachmittags geöffnet

Weiteres Engagement im Schweizer Berggebiet und 3.-Welt-Ländern Der Regierungsrat will das Engagement zugunsten von benachteiligten Regionen im In- und Ausland fortführen: Er beantragt dem Kantonsrat daher, für die nächsten vier Jahre einen neuen Rahmenkredit für die Inlandhilfe und Entwicklungszusammenarbeit von 32 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu bewilligen. In den letzten vier Jahren hat der Regierungsrat zu Lasten des vom Kantonsrat bewilligten Rahmenkredits 49 Projekte in finanzschwachen Bergregionen der Kantone Graubünden, Uri und Tessin sowie im Oberwallis unterstützt. Total hat der Regierungsrat dafür 11,5 Millionen Franken freigegeben. Weitere 23,7 Millionen Franken gingen an Vorhaben in der Dritten Welt, wo das Schwergewicht der berücksichtigten 105 Projekte bei der Armutsbekämpfung, der Ausbildung und der Gesundheitsförderung lag. (ki.)

Die motivierten Zugpferde vom Bauspielplatz haben sich vom Schnee nicht davon abhalten lassen, Ideen und Projekte bereits umzusetzen. Mit frischem Konzept und neuen Attraktionen startet der bunte Spielplatz per sofort in die Saison 2015. Noch zeugen einige kümmerliche Schneeresten vom Winter, der das Dorf in den letzten Monaten zeitweise zu einer ruhigeren Gangart gezwungen hat. Doch nicht überall wars gleich ruhig: Während Autos in den Garagen darbten und die Leute sich zu Hause an ihre Radiatoren kuschelten, wurde auf dem Bauspielplatz, der neu als Teil vom Gemeinschaftszentrum Affoltern geführt wird, fleissig gearbeitet. Selbst bei Minustemperaturen und im schieren Schneesturm liess sich die Kreativität der Vereinsmitglieder nicht bremsen, und so entstanden im Lauf des Winters laufend neue Hingucker auf dem Gelände, welche deren Erbauer immer wieder – eine regelrechte Inspirationsspirale – zu neuen Taten anspornen. Wer ortsauswärts Richtung Aeugst unterwegs ist und sich beim Anstieg der Strasse einen Blick aus dem Seitenfenster erlaubt, wird gewahr, dass hier ganz offensichtlich etwas im Tun ist. Wie die Märzenglöckchen wachsen neue Hütten und Türme aus dem Boden, Baumaterial verschiedenster Couleur liegt bereit und wartet darauf, von findigen Kindern und Erwachsenen verarbeitet zu werden. Aus der Scheunenwand glotzt ein Alienkopf, eine mobile Schaukel verspricht Kreislaufbeschleunigung, und ein riesen-

tern eine Person aus dem Fenster stürzte. – Nun stürzt sich Markus Huber im Limmattal in eine neue Aufgabe. Er dankte den Behörden, insbesondere den Gemeinden, der Kesb und dem Sozialdienst für die gute Zusammenarbeit, die stets unter Wahrung des Amtsgeheimnisses erfolgt sei.

anzeige

Drei Türme im März – wie viele werden wohl im Oktober stehen? (Bild zvg.) hafter Stuhl bietet Platz für mehrere Sitzleder gleichzeitig. Um die warme Jahreszeit optimal zu nutzen, ist der Bauspielplatz neu schon ab März, sprich: per sofort, an Mittwoch- und Samstagnachmittagen geöffnet und betreut (14 beziehungsweise 13 bis 17 Uhr). Kinder, Jugendliche und überhaupt alle, die gerne hämmern, brettern, malen oder Bach

umleiten, mögen also ein-, zwei- oder mehrmals pro Woche (Mitglieder haben permanent Zutritt) zum Fuss des Jonenbachdamms eilen, denn hier finden sie viel Platz und, falls gewünscht, handwerklichen Beistand, um ihre Ideen und Träume zu verwirklichen. Weil das Gelände dadurch stetig Neues bietet und bis Ende Saison im Oktober sein Gesicht abermals verän-

dern wird, eignet sich das Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz auch als Spaziergangziel – und logischerweise natürlich als Spielplatz. Halt einfach einer der etwas anderen Art. (pd.) Weitere Informationen: www.bauspielplatz.ch oder 044 761 51 18, Michael Bommel, Präsident Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz Affoltern am Albis.


8

Forum

Dienstag, 3. März 2015

Für einen wettbewerbsfähigen Kanton Zürich FDP-Kantonsratskandidatin Mirjam Heinemann Die seit 1992 in Obfelden wohnhafte Mirjam Heinemann-Zihlmann ist im Entlebuch aufgewachsen. Sie ist ausgebildete Primarlehrerin und hat ihren Beruf einige Jahre in Schüpfheim und in Zürich ausgeübt. Seit über 20 Jahren arbeitet sie in einer Immobiliengesellschaft als Finanzverwalterin. Sie ist verheiratet. Ihr Sohn und ihre Tochter sind mittlerweile erwachsen, verbringen aber die Wochenenden regelmässig zu Hause. In den Jugendjahren stand ihr Engagement für den Skisport im Vordergrund. In Sörenberg war Mirjam Heinemann mehrere Jahre aktiv als OK-Mitglied beim internationalen Herren-Fis-Rennen. Ende der Neunzigerjahre ist sie der FDP Obfelden beigetreten. Nach kurzer Zeit wurde sie für den Vorstand angefragt und hat seit dieser Zeit immer Aufgaben in der FDP übernommen. Es war für Mirjam Heinemann selbstverständlich, sich als Schulpflegerin zur Verfügung zu stellen. Das Amt als Finanzvorsteherin hat sie mit viel Herzblut und Freude ausgeübt. Nach zwölf Jahren Exekutive stellt sie sich nun als Kandidatin für den Kan-

Mirjam Heinemann. (Bild zvg.) tonsrat zur Verfügung. Mirjam Heineman setzt sich für einen wettbewerbsfähigen Kanton Zürich ein. Da-

Schaumschlägerei zweier Kantonsräte Stalliker und Bonstetter erhalten im Kampf für die Postautolinie 237 Unterstützung aus dem Kantonsrat, «Anzeiger» vom 27. Februar.

weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Ein PKW mit zwei Fahrgästen ist wesentlich ökologischer als ein Zehntönner mit 5 Fahrgästen. Aus diesen Überlegungen setzt sich die Mehrheit der Bonstetter Verkehrskommission nicht für eine Weiterführung der Linie 227 in ihrer heutigen Form ein. Im Kantonsrat stimmt Jakob Schneebeli mit seiner Partei regelmässig gegen sämtliche Vorlagen zum öffentlichen Verkehr, ob Effretikon, Stadelhofen oder ÖV-Fonds! Darum ist sein jetziger Einsatz für den öffentlichen Verkehr schlichtweg unglaubwürdig. Zudem bezweifle ich, ob er oder sein Stalliker Parteikollege John Appenzeller die Linie 237 auf der Achse Stallikon-Bonstetten je benutzt haben. Hans Läubli ist ein überzeugter Vertreter und Nutzer des ÖV und kennt auch das Reppischtal. Wie vielen seiner Parteikollegen fehlt es ihm aber beim Einsatz für die auf einer kaum gefragten Achse verkehrende und deshalb nicht mehr existierende Linie 237 offenbar am Verständnis für Kosten und Nutzen und Sinn für wirtschaftliche Zusammenhänge. Vielleicht spricht es sich bis nach Affoltern durch, dass die Achse von Stallikon nach Bonstetten keinem grossen Bedürfnis entspricht.

Meine Affoltemer Kantonsratskollegen Hans Läubli (Grüne) und Jakob Schneebeli (SVP) haben eine Anfrage an den Regierungsrat bezüglich der Postautolinie 237 eingereicht, die es seit Dezember 2013 gar nicht mehr gibt! Ist das die Aufgabe des Regierungsrates? In Bonstetten befasst sich eine breit abgestützte 8-köpfige Verkehrskommission seit letztem Herbst zusammen mit dem zuständigen Gemeinderat mit dem Fahrplanwechsel 2016. Engagierte ÖV-Nutzer, Ingenieure und selbst ein SVP-Vertreter – alle bestens vertraut mit den lokalen Bedürfnissen und Gegebenheiten – diskutieren konstruktiv ein kundennahes und finanzierbares Nahverkehrskonzept. Die Ergebnisse werden beim ZVV eingereicht. Ich selbst beobachte die heutige Linie 227 vor der Haustüre und stelle fest, dass zu keiner Tageszeit mehr als drei bis vier Passagiere darin sitzen – zwei Schülerkurse ausgenommen. Ich gebe zu, diese Tangente nutze ich persönlich nur sehr selten, aber sowohl in der Linie 227 als auch früher in der Linie 237 war ich von Stallikon nach Bonstetten in mehr als der Hälfte der Hans Wiesner, glp-Kantonsrat, Bonstetten Fahrten der einzige Fahrgast im 80- Mitglied der Verkehrskommission plätzigen Postauto! Als die Route noch über die Haltestelle Sunnenberg führte, stiegen da täglich auf alle Kurse verteilt gerade einmal neun Personen ein oder aus! Das schleckt auch keine Unterschriftensammlung weg. Im Vergleich mit den meisten anderen Buslinien im Amt, die pro Fahrt 20 bis 50 Gäste transportie- Weiterführuntg der Postauotlinie 237 – weder ökonomisch ren, sind die Linien noch ökologisch sinnvoll, findet glp-Kantonsrat Hans 227 und 237 leider Wiesner. (Archivbild)

für braucht es verantwortungsvolle und innovative Unternehmer und motivierte Mitarbeiter. Mit weniger Bürokratie, administrativen Entlastungen für Grossund Kleinbetriebe kann auch die Politik ihren Beitrag für einen erfolgreichen Kanton Zürich leisten. Ausserdem braucht es gute Schulen und Ausbildungsplätze. Mirjam Heinemann fühlt sich wohl im Säuliamt. In Obfelden ist sie zu Fuss in drei Minuten in der freien Natur. Eine ihrer Lieblingsrouten führt an der Linde, mit einer atemberaubenden Rundumsicht, vorbei, welche als Friedensbaum nach dem 2. Weltkrieg gepflanzt worden ist.

FDP-Wettbewerb zu den Kantonsratswahlen In den kommenden Ausgaben stellen sich im «Anzeiger» Ämtler FDP-Kandidatinnen und -Kandidaten für die Kantonsratswahlen vom 12. April 2015 vor. Interessant sind nicht nur der politische Leistungsausweis und die geschäftlichen Herausforderungen, gefragt sind auch persönliche Ambitionen und Vorlieben. Die Portraits der einzelnen Kandidaten von Oliver Hofmann (1), Hans Ulrich Meuter (2), Ruth Früh (3), Marlyse Blatter-Burger (4), Alain Schwald (5) und Mirjam Heinemann (6) geben Hinweise über die Orte im Knonauer Amt die ihnen am liebsten sind. Man finde es heraus und sende die Buchstaben-Zahl-Kombination mit einem Hinweis zum Bild bis am 30. März 2015 per E-Mail an info@fdpknonaueramt.ch. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Als Preis winkt ein Nachtessen mit der Kandidatin oder dem Kandidaten der eigenen Wahl. Die FDP des Bezirks Affoltern freut sich auf grosses Interesse und eine rege Teilnahme aus der Bevölkerung.

A

B

C

D

E

F

Wettbewerb, Porträts und Bilder in Grossaufnahme auf www.fdp-knonaueramt.ch

«Schweizer Recht statt fremde Richter» SVP-Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt in Mettmenstetten «Schweizer Recht statt fremde Richter»: Unter diesem Titel wird Kantonsrat und Ständeratskandidat der SVP, Prof. Dr. Hans-Ueli Vogt am 11. März 2015 im Pfarrhauskeller in Mettmenstetten ein Referat halten. Das Thema ist hochaktuell im Lichte der teilweise abstrusen Urteile, welche der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Egmr) auf der Grundlage der Europäischen Menschenrechtskonvention (Emrk) gegenüber der Schweiz gefällt hat. Es sind diese unverständlichen, den schweizerischen ordre public und die schweizerische Gesetzgebung krass missachtenden Urteile, welche bei den meisten Mitbürgern für Empörung sorgen. Dabei deklariert der Egmr alles Mögliche als Menschenrecht, sehr oft reine Sozialansprüche. Diese Urteile stellen die Schweiz als rückständig hin und missachten die lange Tradition der Schweiz als humanitärer Rechtsstaat. Die in Strassburg stattfindende «dynamische Rechtsauslegung» tangiert in zunehmendem Mass unsere Verfassung und die geltenden Gesetze, denen sie immer öfter diametral zuwiderlaufen. Das ist auch der Grund, weshalb die SVP eine Initiative lanciert hat. Die Initiative stellt keineswegs die Menschenrechte infrage, wie man hin und wieder hört. Diese sind ja in der Bundesverfassung in insgesamt 30 Artikeln einzeln und detailliert aufgeführt. Mit der Initiative will die SVP lediglich erreichen, dass das oberste in der Schweiz geltende Recht von den Leuten bestimmt wird, die hier leben, und nicht von einem ausländischen Gericht oder von ausländischen Organisationen. Das galt noch vor nicht allzu langer Zeit an Schweizer Gerichten und Universitäten als selbstverständlich. Der Referent ist Ordinarius und Inhaber des Lehrstuhls für Privat- und Wirtschaftsrecht and der Universität Zürich. Er wurde 1969 in Illnau-Effretikon geboren und erlebte seine Jugendzeit im Zürcher Oberland. Seit 2003 ist

Hans-Ueli Vogt, Kantonsrat und Ständeratskandidat der SVP. (Bild zvg.) Hans-Ueli Vogt als Professor an der Universität Zürich tätig, wo er Gesellschafts-, Vertrags- und Bankenrecht lehrt. Sein Forschungsschwerpunkt ist das Aktienrecht. Er ist ein angesehener Experte auf seinem Gebiet. HansUeli Vogt studierte in Zürich (Dr. iur.), New York (LL.M.) und St. Gallen (MBA). Forschungsaufenthalte bzw. Gastprofessuren brachten ihn nach Florenz, Harvard und Peking. Zudem war und ist Vogt auch als Rechtsanwalt tätig, früher in führenden Anwaltskanzleien in New York und Zürich, heute im Nebenamt als unabhängiger Anwalt. Seit 2011 gehört Hans-Ueli Vogt als Vertreter der Zürcher Stadtkreise 7 und 8 dem Kantonsrat an. Er ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) und Präsident der Redaktionskommission. Er hat sich in den letzten Jahren in der kantonalen Politik gegen jegliche Steuererhöhungen und für einen schlanken Staat eingesetzt. In der Bundespolitik hat er sich als treibende Kraft hinter der Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» einen Namen gemacht. Einen kompetenteren Redner zu diesem Thema gibt es somit nicht. Es dürfte deshalb ein höchst spannender Abend werden, und Interessierte sind freund-

lich eingeladen, am 11. März 2015 um 20 Uhr in den Pfarrhauskeller der reformierten Kirche in Mettmenstetten zu kommen. Selbstverständlich besteht im Anschluss an das Referat die Gelegenheit, Prof. Vogt Fragen zu stellen. Die organisierende SVP Ortspartei freut sich über eine grosse Teilnahme an dieser öffentlichen Veranstaltung. SVP Mettmenstetten

anzeige


Wahlen 2015

Dienstag, 3. März 2015

9

«Im Kanton könnte man durchaus etwas mehr den Marktkräften überlassen» Serie vor den Kantonsratswahlen vom 12. April – Die Ämtler Kantonsräte (3): Martin Haab, SVP Martin Haab gehört dem Kantonsrat als Exponent der SVP-Fraktion seit 2011 an. Er ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie der Interfraktionellen Konferenz. Der Mettmenstetter Bauer und pointierte Landwirtschaftspolitiker kandidiert als Spitzenkandidat seiner Partei für eine zweite Amtsdauer. ................................................... von bernhard schneider Der Betrieb mit über 150 Tieren werde heute von seinem Sohn und nur noch zur Hälfte von ihm selbst geführt, denn mindestens 50 Prozent seiner Arbeitskraft investiere er in den Kantonsrat, die SVP und landwirtschaftliche Vereinigungen. Der Milchbetrieb der Familie Haab produziert das meiste Futter selbst und verkauft, neben dem Hauptstandbein Milch, auch Zuchttiere. «Wenn der Sohn in den Ferien oder im Militär ist, muss ich die Kühe vor der Ratssitzung um 7 Uhr besorgt haben. Kommt nachmittags eine Sitzung hinzu, müssen die Tiere manchmal flexibel sein, bis ich bei ihnen zurück bin.»

Erfolgreiche Agrarvorlagen Angesprochen auf seine Erfolge im Kantonsrat erwähnt Martin Haab das Projekt Agrovet, den Forschungs- und Ausbildungsstandort Strickhof, der nun gebaut wird, sowie die Teilrevision des Landwirtschaftsgesetzes. Er freut sich, dass er Agrovet ohne eine einzige Gegenstimme durchgebracht hat: «Ich habe allen Fraktionen erklären können, dass die Schweizer Landwirtschaft auch Forschung benötigt, um langfristig auf ihrem hohen Qualitätsstandard zu bestehen. Es ist sonst selten, dass ein 25-Millionen-Projekt den Rat einstimmig passiert.» Als Themenleader bei Landwirtschaftsfragen in der SVP pflegt Haab Kontakt mit den Landwirtschaftspolitikern aller Fraktionen. Dies sei gerade

Bilanz der Ämtler Kantonsräte Am 12. April werden im Kanton Zürich Regierungs- und Kantonsrat neu bestellt. Der «Anzeiger» befasst sich in einer Serie mit der Arbeit der sechs Ämtler Kantonsräte: dem zurücktretenden Jakob Schneebeli (SVP) sowie den erneut kandidierenden Martin Haab (SVP), Olivier Hofmann (FDP), Hans Läubli (Grüne), Moritz Spillmann (SP) und Hans Wiesner (GLP). Bisher erschienen: Jakob Schneebeli (24. Februar 2015), Hans Läubli (27. Februar).

Halb Bauer, halb Politiker: Martin Haab versucht oft erfolgreich, mit Bodenhaftung und Verhandlungsgeschick Mehrheiten in landwirtschaftlichen Fragen zu schaffen. (Bild Bernhard Schneider) auch bei der Teilrevision des Landwirtschaftsgesetzes wichtig gewesen, wo es bezüglich Hangbeiträgen und Beiträgen für Investitionen in Hochbauten «um die Wurst» gegangen sei: «Die Grünen und die SP habe ich überzeugen können, dass auch im Kanton Zürich das Berggebiet Unterstützung braucht, damit die Landwirtschaft überlebt, gerade weil sie diese Erholungsgebiete für die ganze Bevölkerung entscheidend prägt und pflegt. Wir haben hier fünf Millionen gesprochen – viel Geld für das Berggebiet, ein Klacks für den Kanton.» Vor allem die Grünen hätten eingesehen, dass man die Bergbauern nicht mit unverhältnismässigen ökologischen Auflagen in Bedrängnis bringen dürfe, und einem guten Kompromiss zugestimmt.

Freier Markt statt Fachstellen Direkte Enttäuschungen habe er selbst kaum erlebt, da er mit den Geschäften, für die er in der Fraktion zuständig gewesen sei, praktisch immer eine Mehrheit errungen habe. Enttäuschungen erlebe er am ehesten in Budgetfragen, da Jahr für Jahr ein defizitäres Budget in Kauf genommen werde und man lediglich hoffe, dass die Auszahlung der Nationalbank und der Zürcher Kantonalbank schliesslich das Defizit kompensiere. Vor allem die Zahl der Fachstellen könne seiner Meinung nach reduziert werden: «Der Staat versucht viel zu viel zu regeln, man könnte durchaus etwas mehr den Marktkräften überlassen.» Landwirtschaftliche Themen seien zwar nicht immer auf der Traktandenliste, dennoch werde ihm auch in der

nächsten Legislatur die Arbeit nicht ausgehen: «Der Kanton Zürich will immer der Musterknabe in der Schweiz sein. Als nächstes steht die Umsetzung des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes an. Namentlich die kantonalen Vorschriften zu den Gewässerräumen, die ausgeschieden werden müssen, beschneiden die Landeigentümer. Hier müssen wir vernünftige Kompromisse finden.» Gefordert werde er zudem sein, weil drei Landwirtschaftsvertreter, die Haab als Stützen innerhalb seiner Fraktion betrachtet, bei den Wahlen nicht mehr antreten. Deren Themen würden wohl grösstenteils an ihn verwiesen. Was geschieht mit den bäuerlichen Themen im Kantonsrat, wenn Martin Haab im Herbst in den Nationalrat gewählt werden sollten? «Mit diesem Problem setzen wir uns in den bäuerlichen Organisationen durchaus auseinander. Wir kämpfen wie die Löwen, um bäuerlichen Nachwuchs in den Kantonsrat zu bringen, aber das ist gar nicht einfach. Früher hatten die Landwirte Knechte. Ein Bauer konnte Gemeindepräsident und Kantonsrat sein, während seine Mitarbeiter den Hof bestellten. Heute gibt es immer mehr Einmannbetriebe. Da liegt für viele ein politisches Mandat gar nicht mehr drin.» Der Bauernverband arbeite aber intensiv und gezielt an der Nachwuchsförderung.

Anliegen meist gut durchkommen», erläutert Haab, denn in der überparteilichen Gruppe Landwirtschaft suche man Kompromisse, die mehrheitsfähig seien. Konkret stehe ein Vorstoss im Bereich Gentechnologie an: «Wir haben zurzeit schweizweit ein Gentechmoratorium. Während die Grünen kategorisch gegen Gentechnologie sind, gibt es auf der anderen Seite in der SVP entschiedene Befürworter. Für mich dagegen ist klar, dass wir mit gentechfreier Landwirtschaft einen Standortvorteil schaffen. Nun planen wir einen überparteilichen Vorstoss für einen gentechfreien Kanton Zürich.» Wenn zu Forschungszwecken im Gewächshaus mit Gentechnologie experimentiert werde, habe er nichts dagegen. Aber im Freilandanbau solle die Anwendung gentechnologischer Methoden verboten werden. Er müsse vorab noch Gespräche mit einigen Mitgliedern seiner eigenen Fraktion führen, um Vorurteile gegenüber einem gemeinsamen Vorstoss mit grünen Kantonsräten abzubauen. Aber die Sache sei für ihn klar, bereits hätten sich drei Kantone als gentechfrei erklärt. Real ändere dies gegenüber dem Moratorium vorderhand zwar wenig. Ein solcher Entscheid setzt jedoch den Bund für die Zukunft und bei Ablauf des aktuell geltenden Moratoriums, unter Druck.

Standortvorteil gentechfrei

Debattieren ohne persönliche Misstöne

Die Bauern sind allerdings nicht alle in der SVP organisiert – auch in der EDU, der FDP und bei den Grünen gebe es Landwirte. «Dies ist mit ein Grund, weshalb wir mit bäuerlichen

Nach seiner Wahl vor vier Jahren musste sich Martin Haab zuerst an den Parlamentsbetrieb gewöhnen. Im Kantonsrat werde auch über Geschäfte

diskutiert, die längst klar seien. Dies sei zwar aus der Sicht des parlamentarischen Betriebs ineffizient. Manchmal denke er, er könnte geradeso gut heuen statt zehn Mal pro Halbtag im richtigen Moment den Knopf zu drücken. Aber das Reden für die Öffentlichkeit sei eben auch Teil der Auseinandersetzung, das müsse man akzeptieren, wenn man dabeisein wolle. Um zu illustrieren, wie die Mehrheitsfindung im Kantonsrat vor sich gehe, nennt Martin Haab den Affoltemer Grünen Hans Läubli als Beispiel: Sie hätten sich schon in vielen Naturschutzanliegen, aber auch in der Frage des Autobahnzubringers OttenbachObfelden heftige Wortgefechte geliefert. Auf der persönlichen Ebene, auch in der Kommission oder der interfraktionellen Konferenz, debattiere man heftig mit- und gegeneinander und gehe dann gemeinsam zu einem Umtrunk. Dabei lasse sich feststellen, dass die persönlichen Sympathien nicht von der Parteizugehörigkeit abhingen – doch gerade persönliche Sympathie und gegenseitige Achtung seien entscheidend, wenn man gemeinsam mit einem politischen Gegner eine tragund mehrheitsfähige Lösung erarbeiten wolle. So könne er mit Hans Läubli ebenso gut streiten wie gemütlich zusammen Reden und Lachen. Vor seiner Wahl in den Kantonsrat habe er sich diese Art der Zusammenarbeit über die politischen Grenzen hinweg nicht vorstellen können. Es resultiere aber nicht nur ein politischer Ertrag, wenn man miteinander rede. Es sei auch menschlich bereichernd, wenn man persönliche Sympathien und politische Ansichten voneinander trennen könne.

Verständnis für StrassenbauSkepsis Generell beurteilt Martin Haab die Zusammenarbeit unter den Ämtler Kantonsräten positiv. Als erfreuliches Beispiel nennt er die Anfrage betreffend eine Mittelschule in Affoltern und den Golfplatz. Was ihm den Zugang zu den links-grünen Kollegen erleichtere, seien seine Vorbehalte gegenüber dem Strassenbau. Während einige seiner Fraktionskollegen argumentierten, man müsse beim Strassenunterhalt dafür sorgen, dass die Bauunternehmen kontinuierlich Arbeit erhielten, könne er manchmal nicht nachvollziehen, weshalb für kosmetische Massnahmen so viel Geld aus dem Fenster geworfen werde. Für die nächste Amtsdauer wünscht sich Martin Haab eine geringere Abhängigkeit der bürgerlichen Parteien von den kleinen Mittelparteien BDP und CVP, die zusammen oft das Zünglein an der Waage spielten. Dabei relativiert er: «Es liegt in der Natur der Sache, dass sich alle Parteien wünschen, bei den Wahlen zuzulegen.»

forum

Die ETH-Agronomenausbildung künftig wieder mit mehr Bezug zur «Scholle» Früher war es optimal, wenn man auf einem Bauernhof aufgewachsen war und eine landwirtschaftliche Lehre gemacht hatte, bevor man via Matura das Agronomiestudium an der ETH in Angriff nahm. Damit war der Praxisbezug zur Landwirtschaft gewährleistet. Nun hatte nicht jedermann das Glück, auf einem Bauernhof aufwachsen zu

können und eine landwirtschaftliche Lehre zu absolvieren. Darum mussten früher an der ETH die Studenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllten, mindestens ein halbjähriges Bauernpraktikum auf einem Bauernhof machen. Leider wurde dieses Bauernpraktikum im Zusammenhang mit der Stu-

dienreform (Bologna) vor einiger Zeit gestrichen. Damit hat der Praxisbezug in den letzten Jahren stark gelitten. Nun kommt die ETH zur Einsicht, dass die Agronomiestudenten an der ETH ab 2016 wieder zwingend zehn Wochen auf einem Bauernhof arbeiten müssen. Zudem wird das Agronomiestudium um ein Semester, während

dem die Studenten ein Praktikum in der Lebensmittelbranche zu absolvieren haben, verlängert. Ferner soll der Austausch zwischen dem Bauernverband und der Agronomieabteilung an der ETH intensiviert werden, wie dies auch mit anderen Wirtschaftsbranchen schon lange der Fall ist. Vorstehende Bestrebungen sind sehr zu be-

grüssen, sind doch Kontakte zur landwirtschaftlichen Basis nach wie vor sehr wichtig. Die Rückkoppelung zur Basis erlaubt, dass die Agronomieausbildung an der ETH die «Scholle» nicht vergisst. Hans Ulrich Meuter, Landwirt und dipl. ing. agr. ETH, Affoltern


Veranstaltungen

EINLADUNG zu Vortrag und Podium Dienstag, 3. März 2015, 19.00 Uhr, Kasinosaal Affoltern am Albis

Hilfe annehmen ist klug Referentin

Dr. phil. Bettina Ugolini Leiterin Beratungsstelle LiA, Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich

Im Gespräch mit Margrit Aeschlimann Ursula Jarvis Linda Cantero Daniela Baumgartner

Beratungsstelle Pro Senectute Besuchsdienst Diakonische Dienste Entlastungsdienst

Moderation Marianne Voss, freie Journalistin

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme Alterskommission der Gemeinde Affoltern am Albis


Gewerbe/Dienstleistungen

Orangenverkauf

«GartenGlück»

37 Jugendliche der Pfarrei Affoltern stehen für «Terre des hommes» im Einsatz. > Seite 14

Sabine Reber mit Gartengeschichten und praktischen Tipps. > Seite 15

-

Dienstag, 3. März 2015

11

Sechskampf-Vierter Der Kunstturner Michael Meier überzeugt am Austrian Team Open in Linz. > Seite 17

«Deschawü» in neuen Händen Astrid Zehnder hat von Susanne Hummel übernommen «In voller Fahrt» – so wie Susanne Hummel das Secondhand-Lädeli Deschawü am Breitenweg 14 in Affoltern vor fast drei Jahren übernommen hat – übergab sie es vergangenen Samstag an ihre Nachfolgerin. Yoga mit anderen Frauen zusammen geniessen. (Bild zvg.)

Yoga nur für Frauen Gratis-Anlass am internationalen Frauentag Am Sonntag, 8. März, dem internationalen Frauentag, lädt die erfahrene Yogalehrerin Sabine Chandika Würmli alle interessierten Frauen, von 8.45 bis 10 Uhr, zu einer «Yoga only Women» -Yogastunde ins Mangalam. Durch Yoga erlebt man ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Vitalität und Entspanntheit, man erlangt die Fähigkeit, gleichzeitig wach und doch entspannt und auch voller Energie zu sein. Yoga schafft einen direkten Zugang zu den weiblichen Bedürfnissen. Am Sonntag, 8. März, können sich Frauen eine Auszeit gönnen und Yoga mit anderen Frauen zusammen geniessen. Um Yoga zu praktizieren, braucht es keine bestimmten Voraussetzungen oder Vorkenntnisse. Der

Anlass ist gratis und erfordert eine Anmeldung, da die Platzzahl beschränkt ist. Eine Spende zugunsten des Projektes «Gassenküche für die obdachlosen Kinder in Kathmandu» der Stiftung www.rokpa.org ist willkommen. Das Wort Mangalam kommt aus der indischen Sanskritsprache und bedeutet Fülle – Glück – Wohlergehen. In diesem Sinne bietet das Mangalam seinen Besuchern die Möglichkeit, bei einer entspannenden Yogastunde, einem ayurvedischen Kochworkshop oder einer angenehmen Massage sich eine Auszeit zu gönnen. Vom 17. April bis 2. oder 9. Mai finden wieder die beliebten Yoga- und Ayurveda-Ferien in Kerala (Südindien) statt. «Yoga only Women» am 8. März im Mangalam Yoga & Ayurveda, OVA-Areal, Affoltern. Weitere Infos unter www.mangalam.ch oder Tel. 044 760 36 88.

Frühlingserwachen im Rosenkeller Janine Zeier lädt zur Osterausstellung Mit einer weiteren Osterausstellung hält der Frühling im Rosenkeller Aristau Einzug. Eine bunte Auswahl an Frühlingsblühern, farbenfrohen Wohnaccessoires und naturbelassenen Holzobjekten wird in gewohnter Rosenkeller-Manier präsentiert. Ein spezielles Augenmerk legt das Team um Janine Zeier auf ein erweitertes Angebot an Schnittblumen, welche sehr natürlich zu Sträussen arrangiert oder aber zu aussergewöhnlichem Blumenschmuck verarbeitet werden. Als weiterer Glanzpunkt der Ausstellung ist eine Rosenaktion geplant, bei welcher eine grosse Auswahl an alten, charmanten englischen Rosen zum Spezialpreis von vier Franken pro Stück angeboten wird. Neben der klassischen Floristik findet man im Rosenkeller trendiges Dekor für ein stilvolles Zuhause in allen Preisklassen, Geschenke und Ideen für einen Garten zum Geniessen. Neben der Osterausstellung bereitet sich das Team des Rosenkellers mit viel Elan und Herzblut auf die Teilnahme an der Giardina 2015 vor, welche vom 11. bis 15. März in der Messe Zürich stattfindet. Die Messlatte liegt hoch, denn bei den letzten beiden Teilnahmen wurde die Präsentation des Rosenkellers jeweils mit einem

«So ein Lädeli war mein Kindheitstraum», sagt Astrid Zehnder, die das «Deschawü» per Anfang März übernommen hat. Als Tochter einer Handarbeitslehrerin hat sie sich schon immer für Textilien interessiert und selber auch viel genäht. Diese Tradition möchte sie deshalb weiterführen, wenn auch nicht als Modeschneiderin, wie ihre Vorgängerin, so doch mit kleineren dekorativen Näharbeiten. Eine Nähmaschine wird also weiterhin im vorderen Raum des Secondhand-Ladens stehen. Und auch sonst möchte Astrid Zehnder das Bewährte beibehalten. Im Angebot bleiben demnach nebst den Kleidern auch Schuhe, Taschen und Accessoires. Neu ist das

Bügelübergabe im «Deschawü»: Susanne Hummel (rechts) und ihre Nachfolgerin Astrid Zehnder. (Bild Thomas Stöckli) «Deschawü» von Dienstag bis Freitag nachmittags und am Samstag von 10 bis 13 Uhr offen. Vorbesitzerin Susanne Hummel setzt derweil voll aufs Nähen. «Es läuft so gut, dass ich nicht mehr für beides Zeit habe», sagt sie. Auf Terminverein-

barung empfängt sie nun in ihrem Atelier am Rütirain 5d in Zwillikon. (tst.) Deschawü, Breitenweg 14, Affoltern. Dienstag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr, Annahme am Dienstag und Mittwoch.

Schonend und mit Freude bewegen Aquafit im neu umgebauten Hallenbad Mettmenstetten Auf der Suche nach einem gelenkschonenden und effektiven Ganzkörpertraining stösst man immer öfters auf den Namen Aquafit. Warum hat sich dieses Training im Wasser zu einer Trend-Sportart entwickelt? Wasser ist ein ideales Element für Bewegung, Entspannung und Regeneration. Ein Mensch spürt in diesem nassen Element nur noch ein Zehntel seines eigenen Körpergewichts. Dadurch können die verschiedenen Übungen gelenk- und wirbelsäulenschonend durchgeführt werden. Überhaupt ist Aquafit rundum gesund. Aufgrund der Wärmeleitfähigkeit des Wassers ist der Kalorienverbrauch grösser als an Land und deshalb eignet sich das Aqua-Training optimal zur Gewichtskontrolle. Durch den Wasserwiderstand wird jeder einzelne Muskel im Körper massiert. Das führt zu einem angenehmen Gefühl der Entspannung. Der Auftrieb des Wassers und die Aufhebung der Schwerkraft bewirken, dass man sanft und in aufrechter Hal-

tung arbeiten und die Gelenke schonen kann – was nicht nur für Rückenpatienten oder Schwangere vorteilhaft ist. Auch Profi-Sportler und Amateure schätzen die «gesunde» Eigenschaft des Element Wassers. Nicht zuletzt fördert die Bewegungs-Koordination im Schwebe-Zustand den Gleichgewichtssinn und schärft die Konzentration. Die Wasser-Meditation lässt den Alltag vergessen. Lässt man sich von der begleitenden Musik führen, spürt man fast keine Anstrengung mehr. Die Lektion macht Spass und man lernt Leute kennen. Man trainiert in einer Gruppe und kann doch sein Leistungsniveau selber bestimmen! Mit einfachen Hilfsmitteln lässt sich ein fein abgestimmtes, individuell dosiertes, kurzweiliges Training erreichen. Aquafit kann man auch ohne Schwimmerfahrung ausprobieren. Im schwimmtiefen Wasser benutzt man einen speziellen Gurt für den Auftrieb. Wichtig ist, dass der Körper für eine gewisse Zeit pausenlos in Bewegung

Fit mit Marianne Herzog. (Bild zvg.) ist. Eine Aquafit-Lektion dauert in der Regel zwischen 40 und 55 Minuten. Ideal ist es natürlich, wenn man diesen Sport zwei- bis dreimal in der Woche ausübt. Kontakt: Marianne Herzog, Wellnesstrainerin, Telefon 076 399 63 04.

Zusammenschluss wird geprüft Der Frühling hält Einzug im Rosenkeller Aristau. (Bild zvg.) Silver Award ausgezeichnet. Ob es dieses Jahr wieder gelingt? Man traut es den Frauen aus dem Mostkeller in Aristau durchaus zu. (pd.)

Die Raiffeisenbanken Mutschellen-Reppischtal und Zufikon, zu der auch Stallikon und Wettswil gehören, prüfen einen partnerschaftlichen Zusammenschluss. Informiert wird an den Generalversammlungen Anfang März.

Osterausstellung am Dienstag, 3. März, 19 bis 21 Uhr, Mittwoch, 4. März, 8 bis 21 Uhr und Sonntag, 8. März, 11 bis 16 Uhr sowie danach zu den gewohnten Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 8 bis 12 und 13.30 bis 18.30 Uhr sowie Samstag 8 bis 16 Uhr. Rosenkeller, Floristik & Dekorationen, Janine Zeier, Bremgartenstrasse 19, 5628 Aristau, Telefon 056 664 64 55, www.rosenkeller.ch. Rosenkeller an der Giardina: Halle 1, Stand C 18.

Die Bankenwelt ist im Umbruch. Es ist davon auszugehen, dass auch inskünftig in der Bankbranche der Kostenund Wettbewerbsdruck eher zu- als abnehmen wird. Die komplexer werdenden Produkte und die enorme Zunahme von Vorschriften und Regulatorien rufen nach hoher Fachkompetenz

und Spezialisierung. Diese Herausforderungen bedingen eine effiziente Organisationsstruktur und eine angemessene Betriebsgrösse. Die beiden Raiffeisenbanken Mutschellen-Reppischtal und Zufikon entwickeln sich seit vielen Jahren überdurchschnittlich positiv und sind in etwa gleich gross. Um auch in Zukunft den veränderten Kundenbedürfnissen professionell begegnen zu können und die hohen Qualitätsansprüche sicherzustellen, wollen die beiden Raiffeisenbanken gemeinsam in den nächsten Monaten Szenarien für einen möglichen Zusammenschluss prüfen. Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltungsräten und

Bankleitung beider Banken wird die detaillierten Modalitäten einer möglichen Partnerschaft ausarbeiten. (pd.)

in kürze

Im Beitrag über den Denner in Kappel («Anzeiger» vom 27. Februar) ist ein Fehler aufgetreten. Korrekt ist: Wer den Gutschein im Inserat der heutigen Ausgabe mitbringt, erhält beim Einkauf ab 40 Franken 10 Franken Ermässigung (ausgenommen sind Tabak, Spirituosen und Gebührensäcke).


in Ihrer Umgebung

Internet, Telefonie, TV

.fgaffoltern.ch

www

Fotogrusskarten und Bücher

Optiker

www.katrinzueger.ch/webshop

Tanzschule Tango-Argentino

.myoptix.ch

www

www

.tangorey.ch

Internet, Festnetz-/Mobil-Telefonie, DigitalRadio/TV, alles günstig und zuverlässig über Ihr TV-Kabel. Telefon 043 322 70 60

Unvergleichliche Grusskarten und eigene Bücher zu günstigen Preisen, einfach online zu bestellen.

Ihr Familienoptiker im Knonauer Amt und Freiamt. Affoltern am Albis: 043 541 02 09 Muri: 056 664 53 66

Tango-Schule mit Charme. Einstieg jederzeit möglich/Anfänger bis Fortgeschrittene. Deutsch/Spanisch/Englisch. Tel. 079 767 34 16

Akupunktur und mehr

Immobilienverkauf

Paar- und Familienberatung

Tiertherapie Shiatsu & Shop

.purehealth.ch

www

.lsimmobilien.ch

.paarhilfe.ch

www

.vitapet.ch

www

www

Dipl. Akupunkteur, Phytotherapeut und Masseur. KK-anerkannt und mehrsprachig (D/I/F/E). Tel. 079 684 23 97

Nur wenn man gut kennt, kann man auch gut beraten, z. B. über einen optimalen Verkauf Ihrer Liegenschaft, Telefon 079 680 99 35

EINSAM ZU ZWEIT – KRISE – KÄLTE – STILLE – STREIT – Was ist geschehen mit uns? Wir helfen Ihnen und begleiten Sie.

Corinne Bär. Shiatsu-Therapie & Beratung rund um das Wohl des Tieres. Vitalität erhalten, Disharmonien therapieren. Shop vor Ort.

Anzeiger

Karate/Selbstverteidigung

Spielgruppe Spielwerkstatt

Transporte, Umzüge

.affolteranzeiger.ch

www

.Karate-albis.ch

www

.spiel-werkstatt.ch

www

www.appenzeller-transporte.ch

Ihre Regionalzeitung im Knonauer Amt Einziges amtliches Publikationsorgan

Herzlich willkommen im Karate-Center Albis. Kinder ab 3 Jahren, Jugendliche, Erwachsene ab 40 jederzeit möglich. Tel. 044 761 43 83

Spielgruppen für Kinder ab ca. 3 Jahren. Zwergligruppe ab 2 Jahren. Dusse-Gruppe auf dem Bauspielplatz.

Umzüge für Private und Geschäfte Zügelshop und Lagerhaus Telefon 044 431 22 22

Augenoptiker

Konstruktionsbüro

Tanzkurse im Säuliamt

Umzüge/Transporte

.B-O-A.ch

www

.frick-engineering.ch

.idance.ch

www

.tsh-move.ch

www

www

Wenns ums Auge geht!

Technisches Büro für Konstruktion, Dokumentation und Visualisierung. Digital prototyping mit 3D-CAD-Inventor.

Tanzkurse in Bonstetten: Salsa, Disco-Swing/ Disco-Fox, Jive. Auch Privatkurse möglich. Telefon 079 418 93 56

Ihr Partner für sämtliche Umzüge/Transporte. Büroumzüge, Gewerbeumzüge, Privatumzüge, Lagerlogistik, Möbellift 29 m

Beleuchtung & Reparatur-Service

Lampenschirm-Atelier

Tanzen lernen

Wohnraumleuchten

.pianezzi-leuchten.ch

.pianezzi-leuchten.ch

.time2dance.ch

.lampenshop.ch

www

www

. . . Wir bringen Licht ins Dunkle! Für Sie an der Bachstrasse 25 in Obfelden. Reparatur- und Lampenschirm-Atelier

Lassen Sie sich in unserem Atelier in eine Welt entführen, in welcher schon fast vergessene Wünsche Wirklichkeit werden.

Professioneller Tanzunterricht ganz nah! Standard, Latein, Tango Argentino, Zumba, Telefon 044 252 56 81

Wohnraumleuchten aller Art: modern, klassisch, rustikal, Kristall . . . Bei uns werden Sie fündig!

Beratung, Lieferung, Montage

LED-Beleuchtungen

TanzSchule PaarTanz

Yogazentrum

.hshop.ch

www

.noserlight.ch

www

Wir beraten, liefern und montieren vom Geschirrspüler bis zur Waschmaschine zu Preisen, die Sie wissen sollten. Tel. 056 675 50 70

LED – die Beleuchtungstechnologie der Zukunft. Lange Lebensdauer und sehr energieffizient.

Büroarchitektur

Malen und Zeichnen

www

.bueroarchitekt.ch

Innenarchitektur von Büro- und Objekträumen. Aus Ihren Ideen und Wünschen werden überzeugende Lösungen. Alles inklusive.

Büroeinrichtung www

.andreakoll.ch

www

Atelier für  experimentelles Malen  zeichnerische Prozesse  Gestaltungstechniken

.artcoach.ch

www

Wir sind Profis punkto Ergonomie, Funktionalität und Design. Schwerpunkt: Ergonomische Sitz-/Stehtische und Bürostühle.

«Trainieren Sie Ihre kreative Fitness in Malkursen von artcoach!» Neue Kurse ab März. Telefon 044 440 34 11

Computerschule

Malkurse

.aemtlerpc.ch

.myrthahaessig.ch

www

Individuelle Senioren-Computerschulung, Kaufberatung, Einrichten, Datenübernahme, Fernwartung, Computeria, Tel. 044 760 22 41

Freies Malen, Entdecken, Ausprobieren. 1 x pro Monat: Sa: 10 bis 14.30, 1 Abend: 19 bis 21.15, 2- bis 3-Tages-Kurse, Affoltern. 043 817 15 04

Druckerei

Nail-Stube

.kaeser.ch

www

Druckpartner

Optiker

Ihr Partner für alle Drucksachen: druck@weissmedien.ch Beratung: 058 200 5700

Yoga befreit den Körper und öffnet das Herz! Ich freue mich auf Dich! Heike Westphalen, Telefon 079 345 09 65

TanzSchule SoloTanz

.tanzschulebaar.ch

www

Neu: Everdance Neu: LineDance Neu: ZumbaGold/Zumba TanzFitness

Bestellcoupon ❏ 12 Mal à Fr. 20.– in Folge

❏ 24 Mal à Fr. 18.– in Folge

❏ 52 Mal à Fr. 16.– in Folge

Branchentitel: (max. 25 Zeichen) Internet-Adresse: www. Text Firmenbeschreibung (max. 3 Zeilen/120 Zeichen inkl. Leerschläge):

.nail-stube.com

Gelnägel, Nail-Art, Fuss-French, klassische Maniküre, Fussreflexzonen-Massage

.weissdruck.ch

PaarTanzKurse Mo–So Einführung/ThemenKurse/Fortgeschrittene Zubehör: TanzSchuhe/DVD/CD

www.yogazentrum-am-weiher.ch

www

Flugblatt, Broschüre, Geschäftspapiere: alles via Internet oder persönlich: Telefon 044 700 18 30, Stallikon

www

.tanzschulebaar.ch

www

www

Malkurse

.bueroarchitekt.ch

www

www

Rechnungsadresse:

.IhrOptiker.ch

www

Sichtbar anders!

Einsenden an: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Fax 058 200 57 01, inserat@weissmedien.ch


Vermischtes

Dienstag, 3. März 2015

13

«Ich esse kein Fleisch aber töte gerne Tiere - bin ich trotzdem Vegetarier?» Der siebte Affoltemer Poetry Slam trumpfte mit Humor, Tiefsinnigkeit und den grossen Fragen des Lebens auf In der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Galerie am Märtplatz fand am vergangenen Samstag der siebte Affoltemer Poetry Slam statt. Unter dem Applaus der Zuschauenden wurde Diego Häberli zum Sieger erkoren und erhielt die obligate Flasche Whisky. ................................................... von salomon schneider Poetry Slam ist das wettkampfmässige Vortragen von selbst geschriebenen Texten – diese können sich reimen, müssen aber nicht. Hauptsache es gefällt, denn die Jury besteht aus acht zufällig gewählten Personen aus dem Publikum. Moderator Simon Chen, selbst ein erfolgreicher Poetry Slammer gab den Jurorinnen und Juroren ein Heft mit Zahlen von Eins bis Zehn und erklärte: «Bitte vergebt eine Eins für einen Text, der nie hätte geschrieben werden sollen und eine Zehn für den kollektiven Orgasmus.»

Es winkt eine Flasche Single Malt

Moderator Simon Chen brachte bei der Rangverkündigung nicht nur das Publikum sondern auch die Poetry Slammer zum lachen. (Bild Salomon Schneider)

In der ersten Runde trugen alle acht Poetry Slammer einen Text vor, wofür jeder maximal sechs Minuten Zeit hatte. Die meisten brachten das Publikum bereits mit ihrer Einleitung zum Lachen. Um bereits dem ersten Slammer eine faire Chance zu geben, leitete Moderator Simon Chen den Slam mit einem eigenen Text ein. Er entschied sich, irrsinnige Fragen vorzutragen, wie: «Wird mein Leben automatisch um 24 Monate verlängert, wenn ich es nicht beende?» Nach der Pause duellierten sich die vier Slammer mit den besten Bewertungen im Halbfinal. Im Final entschied dann die Lautstärke des Applauses darüber, wer die Flasche Whisky erhalten solle.

Beim Poetry Slam gibt es für jeden Slammer Startgeld – als Preis winkt aber immer ein guter Single Malt. Den Sieg und die Flasche konnte Diego Häberli nach Hause tragen. Er brachte die Zuschauer in allen drei Läufen zum Lachen und leer Schlucken. Das Besucheraufkommen war so gross, dass zahlreiche Zuschauer mit Stehplätzen vorliebnehmen mussten. «Die ersten beiden Slams fanden im ‹LaMarotte› statt, die letzten fünf hier. Im nächsten Jahr müssen wir vielleicht wirklich in den Kasinosaal ausweichen. Und wenn dieser voll ist, gibt es in Affoltern sicher noch eine Doppelturnhalle», scherzte Simon Chen.

«Wahnsinn» von Slam-Gewinner Diego Häberli «Ich widme diesen Text George Bernard Shaw, der gesagt hat: ‹Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.› Doch verrückt reicht mir nicht – ich will den totalen Wahnsinn. Doch, was ist eigentlich Wahnsinn? Ist es Wahnsinn, als Detektiv verkleidet, mit Gewichten an den Füssen in ein Jaucheloch zu springen, nur um der Scheisse auf den Grund zu gehen? Ist es Wahnsinn,

zwei Detektive anzuheuern und sie aufeinander anzusetzen, nur um zu schauen, was passiert? Ist es Wahnsinn, wenn man in Ruhe in sich geht und dort niemanden findet? Ist es Wahnsinn, Bilder von Katastrophen in schwarz-weiss zu zeigen, damit man sich die Folgen selber ausmalen kann? Ist es Wahnsinn oder nicht? Ihr gebt alledem zu viel Gewicht. Ists doch schlicht eine Frage, die ich wage,

in den Raum zu stellen. Doch jetzt ists vorbei mit Friede, Freude, Eierkuchen. Lasst uns einer Ziege die Nationalhymne in den Arsch husten. Lasst es uns mit dem Stroh in den Köpfen halten wie Nero in Rom: ‹Brennt alles nieder!› Und dazu tanzen wir und singen Lieder und dasselbe mit unseren Sackhaaren, bis wir nackt sind – wie frisch geboren und dann beginnen wir von vorn. Denn die wichtigste aller Fragen bleibt ...»

anzeige

Ehemaliger Pöstler Raffaelo Natale macht sich mit Pizzawagen selbstständig Der ehemalige Pöstler Raffaelo Natale hat sich einen Lebenstraum erfüllt und auf Anfang März «Pizza Pulcinella» gegründet. Anstelle eines Ladenlokals oder eines Lieferdienstes, ist er mit seinem Imbisswagen jeden Tag an einem anderen Standplatz und ver-

kauft seine neapolitanische Holzofenpizza und Getränke. «Ich freue mich riesig, meine Liebe zur italienischen Küche mit den Menschen im Säuliamt zu teilen», hält Raffaelo Natale fest. Am Wochenende bietet Raffaelo einen Partyservice an. Beim Partyser-

vice bietet er alles, von Antipasti bis Desserts. Fix ist nur die neapolitanische Pizza als Hauptgang. In der ersten Woche, vom 2. bis zum 6. März, offeriert er eine Pizza und ein Getränk zum Probierpreis von 12 Franken. (sals)

Standorte Pizza Pulcinella, jeweils von 11 bis 13.30 Uhr und von 17 bis 20.30 Uhr: Montag: Kronenplatz, Affoltern Dienstag: Rössliplatz, Mettmenstetten Mittwoch: noch offen Donnerstag: Dorfstr. 17, Obfelden Freitag: Rössliplatz, Mettmenstetten.

Schneemassen als Überforderung für die Statik eines Carports

Auf dem Mittelalbis ist am vergangenen Samstag ein Autounterstand unter der Schneelast zusammengebrochen. (Bild zvg.)

Spital Ist es Aufgabe unseres Spitaldirektors ad interim, die aktuelle BK von ihren eigenen Untaten wie Honorarbolzerei, Geldverschwendung, sturem Machtgebahren, Vertuschen unpassender Vorkommnisse, Probleme monatelang nicht lösen und verniedlichen, aktives Wegschauen, Urkundenfälschung, nicht untersuchter Korruption in der Ex-Direktion, usw. reinzuwaschen? Wir verlangen im Interesse unseres Spitals, dass die grossflächig versprochene und im «Anzeiger» angekündigte Untersuchung dieser Vorfälle rigoros und ohne Direktor a. i. durchgeführt wird. Er darf von der Spital-BK für deren eigene Vergangenheitsbewältigung bzw. versuchter Aufdeckungsverhinderung nicht länger schamlos missbraucht werden! Das ist nicht seine Aufgabe, sonst wandelt er alsbald in Ex-Direktor Furrers trüben Fussstapfen. Er hat unser Spital zielstrebig in die Zukunft zu führen. Da gibt es wahrlich genug zu tun. Da besteht akuter Handlungsbedarf! Da bedarf es chirurgisch genauer Schnitte. Gefragt ist nun wirklich das engagierte, korrigierende Mitwirken der Delegierten. Und: wann endlich unterschreibt unser fleissiger und entscheidungsfreudiger Statthalter die schon längst fällige Entlassung von Ex-Spitalpräsident Ess? Müssen wir auch da zuerst wieder eine Beschwerde einreichen? www.verein-zweckverband.ch. Siehe bei «Tagebuch»


veranstaltungen

Die Bahamas – von einer unbekannten Seite gesehen Von Frauen für alle: Weltgebetstag am 6. 3. Die meisten sehen die Bahamas als luxuriöse Feriendestination mit Traumstränden. Für die Schönheiten der Natur danken denn auch die bahamaischen Frauen dem Schöpfer und beten, dass Einheimische und Feriengäste respektvoll mit der Umwelt umgehen. Dies kommt im Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015, der von christlichen Frauen aus den Bahamas in ökumenischer Zusammenarbeit zusammengestellt wurde, zum Ausdruck. Die Weltgebetstagsfeier 2015 steht unter dem Titel: «Begreift ihr, was ich an euch getan habe?» Dies ist die Frage, die Jesus seinen Jüngern stellt, nachdem er ihnen, zu ihrem grossen Erstaunen und Befremden, die Füsse gewaschen hat (Joh. 13, 1–17). Die Antwort der Bahamaerinnen, die sich wie ein roter Faden durch die Liturgie zieht, lautet darauf: «Radikale Liebe». Diese ermöglicht die Umkehr von Hierarchien und lenkt den Blick auf Menschen, die am untersten Rand der Gesellschaft leben: notleidende Familien, Obdachlose, schwerkranke Menschen, misshandelte Frauen, Fremde, straffällige Personen und andere Geringgeachtete. Indem wir ihnen symbolisch die Füsse waschen, helfen wir ihnen, sich aufzurichten und ihre Würde wiederzufinden. Diese symbolische Handlung findet einen konkreten Ausdruck in der Kollekte, die unter anderem Projekten auf den Bahamas zugute kommt, die sich um benachteiligte Menschen kümmern: zum Beispiel mittels einer Medienkampagne zur Bekämpfung von sexueller Gewalt; durch Unterstützung von Präventionsmassnahmen gegen schwere Krankheiten wie Brust-

krebs; mit einem Projekt, welches straffällig gewordenen jungen Frauen die Chance auf Bildung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft gibt. Dies ist ganz im Sinne des Weltgebetstags-Mottos: «Informiert beten – betend handeln». Der Ursprung des Weltgebetstages geht auf verschiedene Initiativen von amerikanischen Frauen gegen Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Er wird heute jeweils am ersten Freitag im März in über 170 Ländern der ganzen Welt gefeiert. Weltgebetstag im Säuliamt Aeugst: 6. März um 19 Uhr, ref. Kirche; Affoltern: 6. März um 19 Uhr, kath. Kirche; Bonstetten, Stallikon, Wettswil: 6. März, 19.30 Uhr, ref. Kirche Bonstetten; Hausen, Kappel, Rifferswil: 6. März, 18.30 Uhr Einsingen, 19 Uhr Gottesdienst, kath. Kirche Hausen; Hedingen: 8. März um 10 Uhr, ref. Kirche; Mettmenstetten, Knonau, Maschwanden: 6. März um 19 Uhr, ref. Kirche Mettmenstetten; Ottenbach, Obfelden: kein Gottesdienst.

Mit Gleichaltrigen vieles entdecken Kinder in der Spielgruppe Werkstatt Die Spielgruppe Spielwerkstatt in Affoltern lädt zum Tag der offenen Tür ein. Die Spielgruppe erhält immer mehr Anerkennung von den Pädagogen und die Eltern schätzen das Angebot, welches eine optimale Vorbereitung für den Kindergarten und die Schule bietet. Seit vielen Jahren besuchen Kinder aus Affoltern und den umliegenden Gemeinden die Spielwerkstatt an der Zürichstrasse 96 in Affoltern und geniessen spielend unzählige Lernstunden zusammen. Unter der professionellen Leitung eines sechsköpfigen Teams können Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ein- bis dreimal pro Woche

zusammen mit Gleichaltrigen spielen, werken, tanzen, entdecken, erkunden und vieles mehr und dabei Kräfte fürs Leben sammeln. In der Spielwerkstatt in Affoltern wird nach den Richtlinien und dem pädagogischen Konzept des Schweizerischen Spielgruppen-Leiterinnen-Verbandes gearbeitet. Im Jahr 2014 wurde sie mit dessen Qualitätslabel ausgezeichnet. Wer mehr über die Spielgruppe Spielwerkstatt erfahren möchte oder die Spielgruppe besuchen will, kommt am Samstag, 7. März, zwischen 10 und 13 Uhr vorbei. Galina Bruder Spielgruppe Spielwerkstatt, Tag der offenen Tür. Samstag, 7. März, 10 bis 13 Uhr.

Orangenaktion von «Terre des hommes» 37 Jugendliche im Einsatz 37 Jugendliche der Pfarrei Affoltern stehen im Einsatz und sammeln am Samstag, 7 März, von 9 bis 15 Uhr: beim Coop in Affoltern und Obfelden sowie beim Volg in Hedingen und Ottenbach. Dieses Jahr wird nun zum 53. Mal von «Terre des hommes» der traditionelle Orangenverkauf durchgeführt. Dafür werden sich mehr als 1500 Freiwillige einsetzen, damit die grösste Hilfsaktion auf den Strassen überall in der Schweiz stattfinden kann. Das Or-

ganisatorenteam zählt erneut auf Grosszügigkeit, von der mehr als 700 000 Kinder profitieren werden.

Jede Spende zählt! Man bestelle als Einzelperson oder verantwortungsvolles Unternehmen Orangen als Zeichen der Solidarität! Katholische Pfarrei, Gabi Sidler, Seewadelstr. 13, Affoltern, Telefon 043 322 61 21 oder 079 425 24 11; E-Mail: gabi.sidler@kath-affoltern.ch


Veranstaltungen

Dienstag, 3. März 2015

«Es suubers Dorf für alli»

«Weniger für uns – genug für alle»

Aktion «Grümpel und Gulasch» in Stallikon findet Fortsetzung

Gottesdienst mit «Ein-Frau-Input»-Theater

Am Samstag, 28. März, wiederholt Stallikon unter dem Motto «Grümpel und Gulasch» ein weiteres Mal die zur Tradition gewordene Aktion «Flurputzete». Unter der Leitung des Gemeindevereins und unter Mitwirkung zahlreicher Ortsvereine sowie der Schule wird auch diesmal das Gemeindegebiet von Weggeworfenem gesäubert.

Ein Huhn steht im Zentrum des ökumenischen Gottesdienstes zur Fastenkampagne am 8. März in der reformierten Kirche Affoltern.

Sauberkeit ist der Ausdruck von Respekt. Respekt vor den anderen – dem Nachbarn, den Mitmenschen, der Natur. Sauberkeit sagt auch etwas aus über den Gesundheitszustand des Individuums und unserer Gesellschaft. Ein Blick in die Tierwelt lehrt uns, nur kranke Tiere leben im Dreck. Wie an anderen Orten, liegt auch in Stallikon viel zu viel Abfall auf und entlang von Strassen, Plätzen und in der Umwelt herum. Man wirft ihn dorthin, wo man sich gerade befindet, aufhält oder durchfährt. Leichtsinnig, gedankenlos, faul und oft auch mit Absicht! Niemand fühlt sich für herumliegende Abfälle verantwortlich. Ohne zu bedenken, dass Abfälle, wie Flaschen oder Büchsen, auch Gefahren für das Leben von vielen Nutz- und Wildtieren sind.

Uetlibergverein mit dabei Die Organisatoren und mit ihnen der Gemeinderat sind der Meinung: «Es reicht! Wir wollen wieder etwas gegen die Verschmutzung unternehmen.» Als Erstes setzt er auf die Einsicht und die

Putzaktion mit den Stalliker Vereinen zusammengelegt. Am Samstagvormittag (ab 8.30 Uhr) streifen Jung und Alt mit Abfallsäcken ausgerüstet, wieder durch Quartiere, Strassen und Wege, durch Äcker, Wiesen und Bäche sowie an Waldrändern entlang und sammeln weggeworfene oder liegen gebliebene Abfälle ein. Das Ziel: Am Mittag liegt auf dem Gemeindegebiet kein «Fötzeli» Unrat mehr herum!

Aufruf an die Bevölkerung

Es ist Zeit, wieder etwas gegen die Verschmutzung zu unternehmen. (Bild zvg.)

Mithilfe der Bevölkerung. Die Aktion «Grümpel und Gulasch» findet am Samstag, 28. März statt. Sollte dann wieder oder noch Schnee liegen, gilt der 11. April als Verschiebedatum. Teile der Schule, die meisten Stalliker Vereine und die politischen Organisationen haben dem Gemeindeverein wieder ihre Mithilfe zugesagt. Der Üetlibergverein hat seine traditionelle

Nach dem Motto «Es suubers Dorf für alli» rufen die Organisatoren alle Stallikerinnen und Stalliker wieder zur tatkräftigen Unterstützung auf. Mit ihrer Hilfe können Bäche, Wald und Flur von «vergessenem» Unrat befreit werden, auf dass im Frühling des Wanderers Auge nicht mit Überbleibseln der Wegwerfgesellschaft konfrontiert und von der Schönheit des Tales abgelenkt wird. Nach getaner Arbeit versammeln sich alle im Schützenhaus zu einem mundigen Gulasch. Ein gemütlicher Nachmittag soll die bei gemeinsamer Arbeit geschlossenen Bekanntschaften vertiefen. Das Gemeindegebiet ist gross; entsprechend sind viele Helfer nötig. Dem organisierenden Gemeindeverein fehlen noch Stallikerinnen und Stalliker, denen eine saubere Umwelt nicht gleichgültig ist. Die Aktion steht unter dem Patronat des Gemeinderates. (-/Bi) Anmeldungen bei der Gemeindekanzlei unter Telefon 044 701 92 00, kanzlei@stallikon.ch oder schriftlich.

Was hat das Pouletbrüstchen auf unserem Teller – selbst wenn es aus Schweizer Produktion stammt – mit den Menschen in der Demokratischen Republik Kongo zu tun? Viel mehr, als man vermuten würde! In einem eigens für die ökumenische Kampagne geschriebenen Theaterstück führt die kongolesische Schauspielerin Carine Kapinga den Gottesdienst-Besucherinnen und -Besuchern eindrücklich und humorvoll vor Augen, wie vielschichtig die Verbindungen zwischen uns und den Menschen in Afrika sind.

Verantwortung gegenüber den Menschen auf anderen Erdteilen Ausgehend vom selben Hühnchen und am Beispiel der Gütergemeinschaft innerhalb der ersten christlichen Gemeinde, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben ist, versucht Pfarreileiter Pedro Guerrero aufzuzeigen, wo wir gerade als Christen in der Verantwortung gegenüber den Menschen auf anderen Erdteilen stehen. Mittels ein paar Bildern wird Pfarrer Thomas Müller das mit der Kollekte zu unterstützende Senegal-Projekt des Hilfswerkes der evangelischen Kirchen der Schweiz (Heks) vorstellen. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem Apéro im Chilehus eingeladen. (pd.)

Carine Kapinga – in Affoltern bekannt vom Maxim-Theater – in ihrer Rolle als Ollana, welche sie im ökumenischen Gottesdienst spielt. (Bild zvg.) Ökumenischer Gottesdienst mit «Ein-Frau-Input»Theater der kongolesischen Schauspielerin Carine Kapinga am Sonntag, 8. März, um 10 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern.

«GartenGlück» in der Regionalbibliothek

Ungekünstelt, lebensfreudig und mit einem gewissen Schalk

Sabine Reber kommt nach Affoltern

Peter Landis mit «Vagues» im «Pöschtli» Aeugstertal

Rechtzeitig zum gärtnerischen Frühlingsanfang lädt die Bibliothek Affoltern am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr zum Themenabend «GartenGlück» ein. Die Gärtnerin, Kolumnistin und Autorin Sabine Reber kommt mit Gartengeschichten und praktischen Tipps, Ermunterungen für Schüchterne und Ungeübte und natürlich mit ihren neuen Büchern.

Zu «Vagues», der neuen Solo-CD von Peter Landis, schreibt der Musikjournalist Thomas Meyer: «Der Wettswiler Saxofonist war nie nur Jazzmusiker. In seinem Musizieren kann man auch Volksmusikeinflüssen begegnen, afrikanischen Songs, und er hat sich ausgiebigst der Musik J. S. Bachs verschrieben. Diese Breite ist wohl ein Grund, warum seine ‹Vagues› nicht einfach nach Jazz tönen. Stellen wir uns lieber einen kleinen ruhigen Hafen in der Bretagne vor, dort, wo Peter Landis sich inspirieren liess: Die Wellen sind sanft, aber sie bewegen doch die Boote und Schiffe. Sie stossen ans Pier, das alte Holz quietscht und ächzt, die Seile schlagen an die Masten, erzeugen ihrerseits einen Rhythmus, Möwen kreisen darüber, nur die Fische sind stumm. So entstehen für Momente Klangbilder.» Die Stücke von «C’era una volta», inspiriert vom bunten Treiben und den Rhythmen und Klängen der Stadt Rom, fliessen in diese Improvisationen von Peter Landis ein oder stehen in Kontrast dazu und führen die Musik in eine neue Landschaft voller Überraschungen.

................................................... von ulla schiesser, leiterin regionalbibliothek Um das Gartengenie zu wecken, das in vielen von uns schlummert, braucht es keinen grossen Garten. Es reicht eine Ecke neben der Haustüre, ein Fenstersims oder ein kleiner Balkon, um einige Holzkisten zu bepflanzen oder im genialen «Pflanzsack», eine Erfindung von Sabine Reber, einen Minigarten anzulegen.

Der Grüne Daumen der Schweiz Sabine Reber ist Autorin, Journalistin und hat Kommunikationswissenschaft studiert. Was sie über Pflanzen und Gärten weiss, hat sie sich selber angeeignet und in der Praxis erprobt. Sie ist eine erfinderische Frau, die an den unmöglichsten Orten Gärten anlegt und von ihrem Aufblühen berichtet. Sie schreibt regelmässig humorvolle, leichtfüssige Kolumnen für diverse Medien. Zudem bloggt sie, dreht Gartenvideos, gibt Kurse, hält Vorträge und berät Firmen und Private in Gartenfragen.

Sabine Reber mit vielen spannenden Gartentipps im Gepäck. (Bild zvg.) Sabine Reber engagiert sich nicht nur für grüne Flächen, sondern auch für grüne Inhalte. Sie kandidiert für den Nationalrat des Kantons Bern. Sie hat ein schönes Gartenmanifest geschrieben, aber auch Gedichte und Romane. Bei ihren Auftritten versteht sie es wie kaum eine andere Autorin, ihr Publikum mit Witz und Praxisnähe fürs Gartenleben zu begeistern. Man darf sich von Sabine Rebers grünem Ideen-Feuerwerk überraschen und inspirieren lassen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss lädt das Bibliotheksteam – ohne Kontrolle des grünen Daumens – zu einem Apéro und zum Verweilen ein. Freitag, 6. März, 19.30 Uhr: «GartenGlück» mit Sabine Reber in der Regionalbibliothek Affoltern, Obere Seewadelstrasse 14. Eintritt frei, Kollekte.

Instrumentale Weltmusik Die Tarantella trifft den Blues und der Römer träumt von einem Ritt durch die Puszta; die Stücke umfassen eine ganze Bandbreite von Stimmungen und Geschwindigkeiten, haben aber eines immer gemeinsam: einen augenzwinkernden Humor, der das Publikum ansteckt. Das Klavier als Leitinstrument gibt seine Rolle je nach musikalischer Stimmung an das melancholische Akkordeon, die weinende Geige oder die seufzende Klarinette ab. Akzentuiert wird das Ganze von Roman

15

Der Wettswiler Saxofonist Peter Landis. (Archivbild) Bruderers genialen Variationen westafrikanischer Rhythmen auf Djembe und Trommel. Ungekünstelt, lebensfreudig und mit einem gewissen Schalk, eben typisch römisch, erreicht diese instrumentale Weltmusik ihr Publikum. Peter Landis und Roman Bruderer spielen seit mehreren Jahren immer wieder in verschiedenen Projekten zusammen, so waren sie zum Beispiel auch schon mehrmals mit der Afro-

Percussion-Gruppe «P-Train» im Pöschtli zu hören. Der Geiger Michael Bösch entstammt der berühmten Urnäscher Alder-Dynastie. Gerade mal 18 Jahre alt ersetzte er seinen Onkel Arnold beim berühmten VolksmusikEnsemble «Alderbuebe», mit dem er bis heute hunderte von Konzerten auf der ganzen Welt gespielt hat. Konzert am Mittwoch, 11. März, 20.30 Uhr. Essen um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38.


1 Copyright, Promotion und Verkauf: Kurt Haas, Mediaberatung, Tel. 079 270 35 67, info@mein-mediaberater.ch

Planen I Umbauen I Renovieren I

mit uns Ämtler Spezialisten R. Bischofberger AG Gipsergeschäft

www.bau-spenglerei.ch

Spenglerarbeiten Flachbedachungen Blitzschutzanlagen 8910 Affoltern am Albis Telefon 044 763 47 70 info@ihrgipser.ch www.ihrgipser.ch

Baumann Bau-Spenglerei AG Zwillikerstrasse 2, 8910 Affoltern am Albis

Dienstleistungen in und ums Haus

ASPA-Service

Tel. 043 322 86 56 Fax 043 322 86 58

Liegenschaftenservice Hauswartungen Reparaturen Reinigungen Büroreinigungen Fensterreinigungen Steinbodenreinigungen Wintergartenreinigungen

Mobile 079 667 62 35 gbau@bau-spenglerei.ch

H!ER

Hier

werden Kunden auf Sie aufmerksam. Nutzen Sie diese Sonderseite für Ihre regelmässige Werbung.

können Sie inserieren

Kurt Haas Toni Spagnoletti +41 79 677 71 20 aspa-service@bluewin.ch

Mediaberatung Telefon 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Persönliche Beratung

Kurt Haas Mediaberatung Telefon 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Werner Imhof Hoch- und Tiefbau 8910 Affoltern am Albis, Telefon 044 761 49 82

chrigel zwicky

• Schreinerei • Innenausbau • Möbel

Maurer- und Gartenarbeiten

• Küchen • Fenster

Kundenarbeiten – Umbauten – Renovationen Kernbohrungen – Betonfräsarbeiten Sprengungen

8907 Wettswil 044 700 24 02 079 679 49 14

Schreinerei GmbH Stallikerstrasse 2 8906 Bonstetten Telefon 044 700 08 81 Fax 044 701 13 81

• Parkett • Schränke • Türen

Wir stehen auch Kopf für Sie HRP WALTHER AG Keramische Wand-& Bodenbeläge

Ihr Maler Meier Team Maler Meier Mettmenstetten www.malermeier.ch / info@malermeier.ch Tel: 044 767 19 12 Fax: 044 767 19 61

Ihr Fachgeschäft für keramische Wand- und Bodenbeläge seit 1978 Dorfstrasse 49 8912 Obfelden 044 767 13 74


Sport

Dienstag, 3. März 2015

Noch wird getestet

Michael Meier wird Vierter im Sechskampf

Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – Concordia Basel 3:2

Kunstturnen: Austrian Team Open in Linz

17

Am vergangenen Wochenende turnte eine Vertretung des Schweizer Nationalkaders am 6. Internationalen Team Open des Österreichischen Turnverbandes in Linz. Die Mannschaft klassierte sich im zweiten Rang, während Michael Vierter im Sechskampf wurde.

Vorgeschmack auf die Rückrunde: Flavio Peter erzielt nach Vorarbeit Amar Sabanovics das 2:1 für WB. (Bild Kaspar Köchli)

Seit einer Woche von seinem Trainingslager aus Spanien zurück, übt der FCWB wieder in kühleren Gefilden – auf seinem heimischen Moos. 20 Spieler waren im perfekt gelungenen einwöchigen Vorbereitungslager dabei, nun ist der normale Trainingsalltag wieder eingekehrt. Alle Spieler sind an Bord und geben ihr Bestes, um sich für die Startelf zu empfehlen. Ein gutes Schaufenster dafür sind Testspie-

le. Am vergangenen Samstag bezwang WB zuhause in einer gefälligen Partie Concordia Basel (1. Liga) 3:2. «Wir waren das bessere Team, eigentlich mussten wir zu Null gewinnen» meinte der nach seiner Verletzung auskurierte Captain Nico Buchmann nach Abpfiff. Solche Spiele sind natürlich auch zum Ausprobieren von allerlei Sachen geeignet. «Auf gewissen Positionen und mit bestimmten Einwechslungen versuchte ich noch neue Erkenntnisse zu gewinnen. Mit dem Match bin ich einverstanden, die Sprache auf dem

Platz stimmte. Einzig die Gegentore erhielten wir naiv», meinte Trainer Martin Dosch und zeigte sich im Grossen und Ganzen zufrieden. Am nächsten Sonntag wird auswärts in Taverne TI zur Rückrunde angepfiffen. Heute Abend bestreitet der FCWB sein letztes Vorbereitungsspiel, zu Gast auf dem Wettswiler Moos ist um 19 Uhr der 2.-Ligist FC Spreitenbach. Im Anschluss an diese Partie ist um 21 Uhr die zweite WB-Mannschaft (3. Liga) gegen Albisrieden im Einsatz. (kakö)

Zum dritten Mal Schweizer Meister im Masters-Riesenslalom Marcel Markstrahler: Konstanz auf hohem Niveau Bei den Schweizer Meisterschaften der Masters in Hasliberg (BE), am 14. und 15. Februar waren Marcel Markstrahler und Lilian Frey vom Skiclub Hausen erfolgreich. Am 14. und 15. Februar wurden in Hasliberg (BE) die Schweizer Meisterschaften im Slalom und Riesenslalom der Kategorie Masters ausgetragen. Insgesamt nahmen am Samstag 64 Athletinnen und Athleten aus 15 Kategorien an den Slalom-Wettbewerben teil, darunter auch drei Teilnehmer vom Skiclub Hausen. Ausgetragen wurden zwei Läufe auf der Piste des Skirennzentrums Hasliberg. In der Kategorie Damen C5 (Jg. 1960 – 1964) war Lilian Frey vom Skiclub Hausen in 1:10,26 und 1:10,29 erfolgreich. Bei den Herren der Kategorie B6 (Jg. 1955-1959) startete Marcel Markstrahler, der im Riesenslalom bereits zahlreiche Erfolge verzeichnen kann. Im ersten Durchgang gelang Marcel ein guter Lauf, der ihn mit nur 13 Hundertstelsekunden Rückstand auf einen aussichtsreichen zweiten Zwischenrang brachte. Der zweite Lauf glückte nicht ganz optimal, doch am Ende reichte es für einen guten dritten Rang hinter Edwin Oester (Lungern-Schönbüel) und Josef Schuler (Hochstuckli-Sattel). Ebenfalls für den Skiclub Hausen am Start war Werner Violetti, der sich im Slalom der Kategorie Herren B7 (Jg. 1950 – 1954) auf dem siebten Schlussrang klassierte.

Lilian Frey siegt erneut Am Sonntag folgte dann die Schweizer Meisterschaft der Masters im Riesen-

Die Teilnahme am Team Open galt als Vorbereitung für die Europameisterschaften, welche vom 13. bis zum 19. April in Montpellier, Frankreich, stattfinden. Die Schweizer Kunstturner traten dabei mitten aus dem harten Wintertraining zu diesem Wettkampf an. Aus diesem Grunde darf das Mannschaftstotal von 247.90 Punkten – nur 2.70 Punkte hinter Ungarn – durchaus zufriedenstellen. Für das Team zählten jeweils die besten drei Noten von fünf Turnern, welche an den einzelnen Geräten eingesetzt werden durften. Michael konnte an fünf Geräten zum Mannschaftsresultat beitragen. Die 14.90 Punkte

slalom, ebenfalls ausgetragen auf der sehr gut präparierten Piste des Skirennzentrums Hasliberg. Hier ging Marcel Markstrahler nach seinen zwei Meistertiteln in Melchsee-Frutt und Zweisimmen als einer der Favoriten in der Kategorie Herren B6 an den Start. Bei Schneefall und schlechten Sichtverhältnissen gelang Marcel Markstrahler eine sehr gute Fahrt, die nach 54,45 Sekunden mit deutlichem Vorsprung von drei Sekunden auf dem ersten Rang endete. Damit konnte

Marcel bereits seinen dritten Meistertitel bei den Masters feiern. Lilian Frey konnte ihren Titel vom Samstag auch am Sonntag im Riesenslalom wiederholen und erzielte eine Zeit von 1:03,97. In der Kategorie Herren B7 belegte Werner Violetti in 1:05,74 Minuten den sechsten Platz. Die drei Athleten vom Skiclub Hausen am Albis konnten damit die Schweizermeisterschaften mit drei Siegen und einem dritten Platz sehr erfolgreich abschliessen. (lh)

in der Bodenübung bedeuteten sogar Tageshöchstnote. In den nächsten Wochen gilt es ernst im Hinblick auf die Europameisterschaften. Am 12. und 14. März finden in Magglingen die Ausscheidungen für das Nationalteam statt. 6 der 16 Kadermitglieder dürfen nach Montpellier. (Hü)

Der Turnverein Wettswil geht eigene Wege Austritt aus «übergeordneten» Verbänden Der Turnverein Wettswil tritt per Ende dieses Jahres aus dem Zürcher Turnverband (ZTV) und dem Schweizerischen Turnverband (STV) aus. Guido Bösch wurde zum «regulären» Vereinspräsidenten gewählt. Man konnte die Generalversammlung des Turnvereins Wettswil von Mitte Februar 2015 im Restaurant Wettswil beinahe als «vereins-historisch» bezeichnen, war doch nicht weniger als der Austritt aus dem ZTV und dem STV traktandiert. Entsprechend folgte der Einladung eine Rekordzahl von Vereinsmitgliedern. Zu Beginn gedachten der amtierende Präsident a.i. Guido Bösch mit ehrenden Worten und die Vereinsmitglieder mit einer Trauerminute der verstorbenen, langjährigen Mitglieder Sepp Meier, Thuri Breuss und Fritz Schelling.

Austritt aus ZTV und STV

Werner Violetti, Lilian Frey und Marcel Markstrahler (von links, alle Skiclub Hausen). (Bild zvg.)

Michael Meier. (Archiv)

Auf fundierten Antrag des Vorstands und mit überwältigendem Mehr beschlossen die stimmberechtigten Mitglieder den Austritt aus dem ZTV und damit gleichzeitig aus dem STV. Der Entscheid erfolgte nach seriöser Vorbereitung durch den Vorstand. Ihm gingen Abklärungen bei den Verbänden und eine detaillierte Kosten-/ Nutzen-Analyse voraus. Sie ergab, dass der Turnverein Wettswil in seiner heutigen Struktur, mit seiner aktuellen Tätigkeit und auf absehbare Zeit auf die kostenintensiven Verbandsdienste, die er in den letzten Jahren kaum noch beanspruchte, verzichten kann. Der Verein wird mit angepassten Statuten und unverändertem Angebot weitergeführt, muss aber ab 2016 nicht mehr 70% der ordentlichen Mitgliederbeiträge an den ZTV abliefern.

Guido Bösch: Neuer Präsident Seit letztem Jahr war der Turnverein Wettswil ohne gewählten Präsidenten. Diese Lücke konnte anlässlich dieser GV geschlossen werden. Nachdem er die Präsidentenfunktion bereits seit einem Jahr ad interim innehatte, stellte sich Guido Bösch nun für die lau-

fende Wahlperiode als «regulärer» Präsident zur Verfügung. Die Versammlung wählte ihn einstimmig und mit grossem Applaus in dieses Amt und dankte ihm für sein grosses Engagement, zeichnet er doch gleichzeitig auch als Kassier für die Finanzen verantwortlich.

Rückblick auf ein intensives Vereinsjahr 2014 Durchwegs positiv äusserten sich Vorstand und Turnleiter, jeder in seinen eigenen, launigen Worten, zu den Turnstunden und zu den diversen Vereinsanlässen des vergangenen Vereinsjahres. Erfreulich waren in ihren Worten vor allem die hohe Beteiligung, die gute Stimmung und die Bereitschaft, an den Anlässen freiwillig mitzuhelfen. Die Jahresberichte wurden unisono verdankt und verabschiedet.

Gesunde Vereinsfinanzen Entgegen dem Budget schloss das Vereinsjahr 2014 bei einem Umsatz von ca. CHF 7000 mit einem kleinen Plus, womit auch das reichlich gepolsterte Vereinsvermögen weiter anwuchs. Dieses soll künftig verstärkt zur Finanzierung der Vereinsanlässe eingesetzt werden, macht doch eine weitere Erhöhung keinen grossen Sinn. Deshalb sieht denn auch das genehmigte Budget 2015 bei unveränderten Jahresbeiträgen ein Defizit von knapp über 1000 Franken vor.

Vielseitiges Jahresprogramm 2015 Beim Jahresprogramm sticht die Übernahme der Organisation und Durchführung des offiziellen 1.-AugustBrunchs für die Gemeinde hervor. Für diesen Anlass hat ein eingespieltes OK die Arbeiten bereits in Angriff genommen. Daneben ist das Programm reichlich mit weiteren Höhepunkten gespickt, wie Schiess- und Grillabend, Turnfahrten der Männer- und der Seniorenriege, Armbrustschiessen, Beteiligung am Herbschtmäärt, Chlausabend, Schneesport-Weekend. Nicht zu vergessen seien die wöchentlichen, intensiven und meist gut besuchten Turnlektionen in der Mettlen-Halle. (EME)


Veranstaltungen

Damenturnverein Affoltern am Albis Einladung zur Generalversammlung vom 18. März 2015 Restaurant Rosengarten Affoltern am Albis Beginn 19.30 Uhr Für alle Turnerinnen obligatorisch! Ehrenmitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen. Der Vorstand

LOTTO Beinwil/Freiamt Samstag, 7. März 2015, im Mehrzweckgebäude Ab 18.00 Uhr Nachtessen Schnitzel nature, Pommes frites und Gemüse Ab 19.30 Uhr Lotto (jeder 3. Gang Superlotto) Platzreservierung möglich Montag – Freitag 19 – 20 Uhr unter Tel. 056 664 41 09 oder fsglotto@bluewin.ch Freundlich lädt ein: Feldschützen Beinwil/Freiamt

Willkommen im Chrüz Jonen NEU: Rösti-Kreationen Beliebt und günstig: unsere Mittagsmenüs Weiterhin: Mittwoch- und Donnerstag-Abend 100% WIR Kommen Sie vorbei und geniessen Sie unsere feinen Hits zu attraktiven Preisen. Ihre Gastgeberin Therese Klimscha-Hochstrasser Telefon 056 634 43 34

017 2015  
017 2015