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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 016 I 173. Jahrgang I Dienstag, 26. Februar 2019

Lebensraum bewahren Drei Urnengeschäfte

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Gelungene Premiere

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Die Gemeinde Obfelden lässt ihre Natur- und LandschaftsschutzVerordnung überarbeiten. > Seite 3

Am 19. Mai wird neben der Spitalzukunft über zwei nationale Vorlagen abgestimmt. > Seite 6

Mettmenstetten: Ja – Ja – Nein

Der FCWB festigt seine sportliche Zukunft

Den Zweckverband auflösen, zur IKA Pflegezentrum Sonnenberg beitreten, nicht aber zur gemeinnützigen AG Spital Affoltern – das empfiehlt der Gemeinderat Mettmenstetten den Stimmbürgern im Hinblick auf die Spital-Abstimmungen vom 19. Mai. «Im Ringen um die Abstimmungsempfehlung haben wir uns davon leiten lassen, dass nur langfristig tragfähige Organisationen letztlich Potenzial für den grösstmöglichen Nutzen und damit eine Sicherung der Arbeitsplätze bergen», begründet der Gemeinderat seine Entscheidung unter anderem. ................................................... > Stellungnahme auf Seite 3

Minderjährig oder über 16? Ein Mann wird beschuldigt, die Freundin seines Sohnes zum Sex gezwungen zu haben. Einem heute 53-jährigen Mann aus dem Bezirk Affoltern wird vorgeworfen, ein damals 14-jähriges Mädchen verführt und zum Sex gezwungen zu haben. Aussergewöhnlich an diesem Fall ist der Umstand, dass das Mädchen damals die Freundin des Beschuldigten-Sohnes gewesen ist. Sie hat viel Zeit beim Angeklagten in seinem Haus verbracht, nach ihren Aussagen aber nur, um jeweils auf ihren Freund zu warten. Der Mann pflegte einen fürsorglichen Umgang, wollte dann aber laut Anklage mehr: Hände und Beine streicheln, küssen. Und schliesslich kam es zum Geschlechtsverkehr. Der Beschuldigte sagte vor Gericht, dieser sei einvernehmlich gewesen und habe erst zwei Wochen nach ihrem 16. Geburtstag stattgefunden. Während sein Anwalt von einer Lügengeschichte der jungen Frau sprach, betonte die Opferanwältin die Authentizität der Aussagen ihrer Mandantin. Nach einer mehrstündigen Verhandlung folgt das Urteil in den nächsten Tagen. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Historischer Rundgang Dass die Reformation in Zürich durch ein Wurstessen ausgelöst wurde, ist vielen bekannt. Mehr dazu wissen allerdings die wenigsten. Hier setzt die reformierte Erwachsenenbildung Säuliamt an. Barbara Hutzl-Ronge führt am Samstag, 9. März – dem 497. Jahrestag des Wurstessens – zu den historischen Schauplätzen und erzählt von den Schlüsselereignissen der Zürcher Reformation, also auch von Disputationen im Rathaus, dem Konflikt mit den Täufern und der Einrichtung der Armenfürsorge. ................................................... > Bericht auf Seite 14

Junge Erwachsene des Theaters ohoo! zeigen ein Stück zum Streben nach Perfektion. > Seite 6

Spital bewegt Die Leserbrief-Spalten werden weiter geprägt durch die Spital-Abstimmungen. > Seite 8

Die Trainer der 1. und 2. Mannschaft bleiben Der Ämtler 1.-Ligist setzt auf Kontinuität und verlängert den Vertrag mit Trainer Jérôme Oswald um ein weiteres Jahr. Praktisch gleichzeitig wird auch die Zusammenarbeit mit Vaclav Pechoucek in der 2. Mannschaft verlängert. ................................................... von oliver hedinger Frühzeitig können die Verantwortlichen des FCWB die Vertragsverlängerung mit Oswald bekannt geben. Nach dem turbulenten Start im Sommer 2017 und einer schwierigen Vorrunde, haben die Veränderungen im Kader immer mehr Wirkung gezeigt. Die Rückrunde vor einem Jahr sicherte den Klassenerhalt und in die neue Saison ist das Team erfolgreich gestartet, liegt man doch zur Winterpause an der Tabellenspitze. Mit der Vertragsverlängerung können das Team und der ganze Staff um Oswald nun konzentriert in die Rückrunde starten, ohne sich bereits Gedanken über die weitere Zukunft machen zu müssen.

Wenige Veränderungen Nachdem Oswald einige Veränderungen im Kader vorgenommen hat, bleibt es nun bei sehr wenigen Wechseln. Srdic verlässt den FCWB als

Jérôme Oswald (links) ist mit seinem Team 1. Liga-Leader, Vaclav Pechoucek belegt mit der zweiten Mannschaft (2. Liga) Rang zwei – WB hat die Verträge mit seinen beiden erfolgreichen Trainern verlängert. (Bilder Kaspar Köchli) Einziger und wechselt zu Regensdorf. Punktuelle Verstärkungen konnten gefunden werden in Thalmann (Rückkehr von YF Juventus), Heini (Luzern U-21) und Gashi (FCZ U-21). Alle weiteren Akteure stehen Oswald weiterhin zur Verfügung. Man darf also gespannt sein, wie sich das Team zum Start der Rückrunde gegen den Nachwuchs von Winterthur am 2. März präsentiert.

Stabilität auch beim «Zwei» Präsident Fischer und Sportchef Zollinger konnten fast gleichzeitig

auch die Zusammenarbeit mit Pechoucek verlängern. Nach dem Aufstieg in die 2. Liga im letzten Sommer hat sich das Team gut in der höheren Spielklasse zurechtgefunden und liegt nach der Vorrunde auf dem tollen zweiten Rang. Pechoucek, der früher selbst für das Fanionteam des FCWB spielte, hat eine starke Mannschaft geformt und arbeitet sehr konsequent mit den jungen Spielern. Im FCWB ist man überzeugt, dass dieses Team noch viel Freude bereiten wird. Rückrundenstart ist am Sonntag, 17. März, auswärts gegen Urdorf.

Verlorener Überlebenskampf

Der Samariterverein Affoltern hat sich per Mitte Februar aufgelöst Während 115 Jahren war der Samariterverein Affoltern an Veranstaltungen im Bezirk dabei und stets zur Stelle, wenn Hilfe gefragt war. Nun ist dem Verein selber der Atem ausgegangen. ................................................... von livia häberling Auf Fussballplätzen, an Velorennen oder auf Konzerten sind sie bei Notfällen oftmals als Erste vor Ort und stellen bei kleineren Verletzungen, aber auch bei lebensbedrohlichen Notfällen die Erstversorgung sicher: die Samariter. Im Jahr 1904 gegründet, war der Samariterverein Affoltern an unzähligen Anlässen im Bezirk Affoltern präsent. Doch nun ist Schluss. Am 5. Februar organisierte man mit dem Blutspendendienst eine letzte Blutspendenaktion, bevor sich der Verein per 15. Februar auflöste. Es fehlt der Nachwuchs. ................................................... > Bericht auf Seite 4

Der Weg des Samaritervereins Affoltern endete am 15. Februar. (Bild zvg.)

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Amphibien wandern Ab morgen Mittwoch ist die Strasse Maschwanden – Obfelden nachts wieder gesperrt. > Seite 10

Kein Überwachen auf Schritt und Tritt Videoüberwachung wird im Säuliamt zurückhaltend angewandt. Die rigiden Vorschriften betreffend Überwachung der Bürger auf öffentlichem Grund mittels Videokameras sorgen zuverlässig für eine äusserst zurückhaltende Anwendung: Im Stadtgebiet Affoltern und im übrigen Säuliamt befinden sich nur wenige Überwachungskameras und auf öffentlichem Grund nur auf einigen Schulhausplätzen. Mittels Videokameras wird in einigen Gemeinden versucht, Littering, Lärm und Ausschweifungen möglichst zu vermeiden. Die meisten dieser Kameras sind in einem Dauerbetrieb, die Aufnahmen werden aber nach 24 Stunden automatisch wieder gelöscht. Ebenfalls als Abschreckung vor nächtlichem Unfug werden vermehrt auch grelle LED-Scheinwerfer mit Bewegungsmeldern angebracht. Auf Werkplätzen grosser Firmen und natürlich in grösseren Verkaufsgeschäften finden sich jedoch überall mehr oder weniger gut verdeckte Überwachungskameras. Wer in der Stadt Affoltern vom Kronenplatz zum Bahnhof marschiert, darf aber davon ausgehen, nicht gefilmt zu werden. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 6 anzeigen


Samariter 8912 Obfelden

Amor fati. Liebe dein Schicksal.

Generalversammlung

Todesfälle

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 19. Februar 2019 hat der Gemeinderat Aeugst am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Aeugst am Albis aufgenommen:

Dienstag, 12. März 2019, 19.00 Uhr Rest. Kreuzstrasse, Obfelden Für Mitglieder ist die Teilnahme obligatorisch. Ehren-, Frei- und Passivmitglieder sind herzlich eingeladen. Der Vorstand

Obfelden, 25. Februar 2019

Peter Hablützel 18. März 1947 – 23. Februar 2019

Mit seiner frohen Natur, seiner riesengrossen Portion Mut und seinem unbändigen Willen hat Peter sein Schicksal angenommen und das Positive darin gesehen. Jahrelang hat er dem Krebs die Stirn gezeigt und ihn immer wieder besiegt. Jetzt hat seine lange Reise mit der Krankheit ein Ende gefunden. Wir sind dankbar, dass wir ihn begleiten durften.

Ottenbach Am 18. Februar 2019 ist in Zürich gestorben:

Georg Wolf geb. 12. März 1932, von Zeiningen AG, wohnhaft gewesen in Ottenbach.

Veronika Kotulková, 1980, Staatsangehörige der Tschechischen Republik

Die Abschiedsfeier findet am Freitag, 1. März 2019, um 11.00 Uhr, in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt.

24. Februar 2019

Die Friedhofvorsteherin

Wir vermissen dich unendlich Deine Familie und Herzensmenschen Auf ausdrücklichen Wunsch von Peter gibt es keine Abdankung. Traueradresse: Karin Hablützel, Schulstrasse 6a, 2563 Ipsach

Gemeinderat Aeugst am Albis

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Stellenanzeiger Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten Pfarrei St. Burkard, Mettmenstetten Die römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten mit ihren rund 3800 Mitgliedern umfasst das Gebiet der politischen Gemeinden Hausen am Albis, Kappel am Albis, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil. Zur Ergänzung unseres Teams in der Pfarrei St. Burkard in Mettmenstetten suchen wir per 1. August 2019 oder nach Vereinbarung einen/-e

Katechet/-in Mittel- und Oberstufe 30 % – 40 % Zu Ihrem Aufgabengebiet gehören das Planen und Erteilen der OberstufenKatechese und des Firmkurses in der 6. Klasse sowie die Gestaltung von Familien- und Jugendgottesdiensten. Wir erwarten: − Eine abgeschlossene Ausbildung als Katechet/in (Schwerpunkt: Firmung und Oberstufe) − Erfahrung in der Leitung des Firmkurses und in der Oberstufen-Katechese − Die Bereitschaft, am Abend oder Wochenende zu arbeiten − Freude an der Arbeit mit Jugendlichen und Familien − Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift Wir bieten: − Eine kleine, moderne, offene und lebendige Pfarrei − Einen eigenen Arbeitsplatz − Ein kollegiales, kreatives Pfarreiteam − Selbstständiges Arbeiten − Offenheit bei der Gestaltung der Katechese Die fortschrittlichen Anstellungsbedingungen richten sich nach der Anstellungsordnung der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich. Ihre vollständige Bewerbung, elektronisch als PDF-Datei, richten Sie bitte an folgende Adresse: Kath. Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten, Personalverantwortliche der Kirchenpflege, sabrina.muster@kath-hausen-mettmenstetten.ch Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Pfarrer Dr. Angelo Saporiti, 044 767 01 21 (Dienstag – Freitag 8.30 –11.30 Uhr). Weitere Infos über unsere zwei Pfarreien: www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)


Bezirk Affoltern

Das Leitbild totalrevidiert

Aus dem Gemeinderat Obfelden Der Gemeinderat unterzog anlässlich einer Klausurtagung das Leitbild inkl. Massnahmenplan einer Totalrevision. Die Totalrevision des Leitbildes sowie die Ziele und Massnahmen wurden in der Folge vom Gemeinderat gutgeheissen.

Feuerwehr Die Feuerwehr-Funkanlage «Centro Plus» ist defekt und kann nicht mehr repariert werden. Für den Ersatz der Feuerwehr-Funkanlage wurde ein Kredit von 11 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Motocom Communication AG, Zürich, vergeben.

Schutzverordnung Natur- und Landschaftsschutzobjekte Die Gemeinde Obfelden verfügt über eine kommunale Verordnung über den Schutz und die Pflege von Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzobjekten, welche aus dem Jahre 1990 stammt. Die Verordnung regelt die Massnahmen (z.B. Pflege und Unterhalt, Strafbestimmungen etc.) der Schutzziele, welche die Erhaltung der Schutzobjekte als Lebensräume für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten, Pflanzengesellschaften und Tiergemeinschaften sowie wesentliche

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Landschaftselemente beinhaltet. Für die Überarbeitung dieser kommunalen Verordnung wurde ein Kredit von 20 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Fornat AG, Zürich, vergeben.

Gewässerraum im Siedlungsgebiet Im Jahre 2011 hat der Bund das revidierte Gewässerschutzgesetz und die revidierte Gewässerschutzverordnung in Kraft gesetzt. Darin wird der Kanton verpflichtet, entlang von Seen, Flüssen und Bächen einen sogenannten Gewässerraum festzulegen, um die Gewässer vor Überbauungen zu schützen. Bestehende Bauten im Gewässeraum dürfen stehen bleiben und auch leichte bauliche Anpassungen bleiben möglich. Der Kanton hat ein Vorgehenskonzept beschlossen, sodass es möglich wird, in den nächsten Jahren den Gewässerraum im Siedlungsgebiet des Kantons Zürich flächendeckend festzulegen und die Übergangsbestimmungen des Bundes abzulösen. Der Regierungsrat hat beschlossen, dass die Gemeinden die Gewässerräume an den Gewässern von lokaler Bedeutung im Siedlungsgebiet erarbeiten und der Kanton diese an den übrigen Gewässern. Die Gemeinde Obfelden verfügt über ein Gewässernetz von ca. 20.5 km. Davon liegen ca. 6.5 km innerhalb des Siedlungsgebietes. Die Festlegung des Gewässerraumes am Lindenbach sowie Lunnernbach erfolgen separat in den schon angelaufenen Revitalisierungs- und Hochwasserschutzprojekten. Die zu erarbeitende Gewässerlänge beträgt somit noch rund 2.7 km. Für die Arbeiten zur Festlegung des Gewässerraumes im Siedlungsgebiet wurde ein Kredit von 30 000 Franken genehmigt und der Auftrag an die Firma Holinger AG, Winterthur, vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Miteigentümergemeinschaft Schwerzimattstrasse 1 bis 71, Obfelden, für das Erstellen von 3 Besucherparkplätzen; Alfred Klaus, Mettmenstetten, für Projektänderungen (Fassadengestaltung und Garagenplätze) am erstellten Mehrfamilienhaus mit 8 Wohnungen an der Gessnerstrasse/Dorfstrasse; Gerhard und Verena Blum, Obfelden, für den Neubau eines Carports inkl. Umgebungsgestaltung an der Bachstrasse; Corinne Engelsmann, Obfelden, für einen gedeckten Unterstand auf dem bestehenden Garagengebäude Vers.-Nr. 750 an der Stampfstrasse; Hanspeter und Silvia Trinkler, Obfelden, für Projektänderungen (Raumeinteilung, Dachflächenfenster, Umgebungsgestaltung und Standort Luft-Wasser-Wärmepumpe) bei Um- und Anbau am Gebäude Vers.-Nr. 322 an der Gessnerstrasse; Karl und Irma Etterlin, Obfelden, für eine neue Sichtschutzwand mit Steinkörben und Terrainveränderung mit Stützmauer für die Erweiterung des Garagenvorplatzes. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

wir gratulieren anzeige

Zum 80. Geburtstag Vor 80 Jahren sind drei Jubilarinnen zur Welt gekommen und feiern darum in den nächsten Tagen ihre Geburtstage. Morgen Mittwoch, 27. Februar, sind dies Giuseppina D’Angelo-Jovine in Obfelden und Rosmarie Jeggle in Affoltern. Am Donnerstag, 28. Februar, festet Anneliese Hagmann-Allenbach in Obfelden. Wir wünschen den drei Frauen schöne Feste, viel Vergnügen und ein gutes neues Lebensjahr.

Dienstag, 26. Februar 2019

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Ja – Ja – Nein empfohlen Der Gemeinderat Mettmenstetten zu den Spitalabstimmungen Nach langen und schwierigen Jahren der Unsicherheit rund um das Spital Affoltern werden die Stimmbürger am 19. Mai 2019 Gelegenheit haben, richtungsweisend zu entscheiden. Die drei Fragen mit hoher Bedeutung und Tragweite haben komplexe und oft emotionale Hintergründe. Auch wenn vergangene, aktuelle und künftige Einflussfaktoren umfassend berücksichtigt werden, ist eine abschliessende, sachliche Beantwortung dieser Fragen in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld fast nicht möglich. An alle Beteiligten werden damit hohe Anforderungen gestellt. Der Gemeinderat ist verpflichtet, eine Abstimmungsempfehlung abzugeben, im Wissen darum, dass die Stimmbürger unabhängig und mit ihren eigenen Kenntnissen entscheiden werden. Mit hohem Engagement hat sich der Gemeinderat in die Materie eingearbeitet und gibt Empfehlungen ab, welche in Abwägung der sachlichen Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken gut abgestützt und begründet sind. Die Fragen der volkswirtschaftlichen Auswirkungen und die Konsequenzen für das engagierte Personal haben unsere Diskussionen stark beeinflusst. Im Ringen um die Abstimmungsempfehlung haben wir uns davon leiten lassen, dass nur langfristig tragfähige Organisationen letztlich Potenzial für den grösstmöglichen Nutzen und damit eine Sicherung der Arbeitsplätze bergen. Auch ist der Gemeinderat der Überzeugung, die seit 2012 geteilte Verantwortung von Spitalversorgung (Kanton) und Langzeitpflege (Gemeinde) sei folgerichtig zu vollziehen. Die Meinungsbildung des Gemeinderats war im Wesentlichen durch die folgenden Überlegungen bestimmt:

Zweckverband: wie weiter? Die heutige Struktur des Zweckverbandes (ZV) – mit dem Betrieb des Akutspitals und der Langzeitpflege – ist für die Zukunft ungeeignet. Der ZV übernimmt zum Teil Aufgaben der Gesundheitsversorgung, für welche die Gemeinden weder verantwortlich noch kompetent sind. Aufgrund der veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise der auferlegten Pflichten drängen sich Anpassungen bei der rechtlichen Struktur des Zweckverbandes auf. Seit dem neuen Pflegegesetz (2011) und dem Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz (2012) ist die Spitalversorgung Aufgabe des Kantons; die Gemeinden haben die Langzeit-Pflegeversorgung ihrer Bevölkerung sicherzustellen. Dies kann durch Betreiben eigener Einrichtungen oder durch Vereinbarungen mit entsprechenden Organisationen erfolgen. Im Akutspital und im ambulanten Grundversorgungsbereich haben sich durch neue Finanzierungsmodelle (Fallpauschalen), technische Entwicklungen, verschärften Wettbewerb und fortschreitenden Konzentrationsprozess sowie immer mehr Vorgaben von Bund und Kanton das Umfeld und die wirtschaftlichen Bedingungen massiv verändert. Die Langzeitpflege (Gemeindeaufgabe) ist wirtschaftlich relativ stabil und hat in Affoltern in den letzten Jahren jeweils Resultate erarbeitet, die eine langfristige Eigenfinanzierung ermöglichen. Die Perspektiven der Langzeitpflege erscheinen vom Bedarf und Markt aus betrachtet positiv. Damit dies so bleibt, müssen rasche Entscheide für die Weiterentwicklung gefällt werden können. Dies kann innerhalb der jetzigen Rechtsform des Zweckverbandes nicht mit der notwendigen Effizienz erfolgen. Das Akutspital (Kantonsaufgabe) hingegen ist aufgrund der beschriebenen Entwicklungen in eine schwierige

Situation geraten. Die Einnahmen decken den langfristigen Kapital- und Investitionsbedarf nicht. Nicht zuletzt durch eine Überkapazität an Betten im Kanton Zürich ist das Spital in die roten Zahlen gerutscht. Bauliche Voraussetzungen verhindern effiziente Abläufe und führen unter anderem zu überhöhten Betriebs- und Fixkosten. Es besteht ein hoher und dringender Bedarf an Renovationen und Neubauten. Die Rechtsform als Zweckverband verzögert dringend notwendige Entscheidungen. Der Gemeinderat befürwortet die Auflösung des Zweckverbandes und dessen Überführung in neue Strukturen.

Langzeitpflege: Aufgabe der Gemeinde Das kantonale Pflegegesetz verpflichtet die Gemeinden, Angebote für die ambulante und stationäre Langzeitpflege zu schaffen oder Dritte damit zu beauftragen. Die Langzeitpflege, die heute im Zweckverband des Spitals integriert ist, soll neu eine selbstständige Rechtsform erhalten, nämlich die Interkommunale Anstalt (IKA). Die IKA erlaubt es, schneller und professioneller als heute zu agieren. Die Langzeitpflege bleibt mit diesem Konzept öffentlich-rechtlich. Sie steht weiterhin unter der Kontrolle und Verantwortung der beteiligten Gemeinden. Mit der Gründung einer IKA Langzeitpflege wird eine handlungsfähige Nachfolgeorganisation für die Langzeitpflege vorgeschlagen. Neue Strukturen sollen einerseits eine wirkungsvolle und flexible operative Leitung sicherstellen, andererseits aber auch den Anforderungen und Interessen der Eigentümerschaft (Gemeinden) genügen. Gleichzeitig müssen die Gemeinden als Eigentümer bei der Langzeitpflege die Anliegen der Bevölkerung aktiv einbringen können, da sie verantwortlich für die Pflegeversorgung in ihrer Gemeinde/Region sind. Der vorgesehene Versorgungsauftrag der IKA umfasst das gesamte Leistungsspektrum der stationären und ambulanten Pflegeversorgung. Dazu könnten die Schaffung von Kompetenzzentren z. B. für Demenzkranke, Palliative Care, Gerontopsychiatrie, chronisch neurologische Erkrankungen, Altersmedizin, geriatrische Rehabilitation und Rekonvaleszenz wie auch Übergangspflege und Ferienaufenthalte gehören. Die Gründung und die Beteiligung der Gemeinde Mettmenstetten an der IKA wären nicht zwingend notwendig. Die gesetzliche Verantwortung der Gemeinden erstreckt sich wie erwähnt lediglich auf die Pflegefinanzierung und die Gewährleistung von Pflegeplätzen für ihre Einwohner, nicht aber auf Betrieb einer IKA. Ohne Beitritt wären allerdings Vereinbarungen mit Pflegeinstitutionen notwendig, welche auch nicht ohne Kosten zu realisieren wären. Diese GemeindeAufgabe kann effizienter auf der Basis der bestehenden Strukturen und im Verbund mit den andern Gemeinden gelöst werden. Der Gemeinderat befürwortet die Gründung und den Beitritt zur Interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg.

Zukunftsfragen zum Akutspital Affoltern Seit 2012 bestehen neue gesetzliche Grundlagen und Zuständigkeiten im Akutspitalbereich haben entscheidend geändert: Das Spitalplanungsund -finanzierungsgesetz regelt die gesundheitliche Grundversorgung (Spitalversorgung) als Aufgabe des Kantons. Dafür haben die Gemeinden weiterhin die Langzeit-Pflegeversorgung ihrer Bevölkerung sicherzustellen. Im Akutspital-Bereich und in der allge-

meinen medizinischen Grundversorgung haben sich das Umfeld und die Rahmenbedingungen massiv verändert. Stichworte sind: neue Grundsätze (z. B. ambulant vor stationär), Finanzierungsmodelle (Fallpauschalen), technische Entwicklungen, die Wettbewerbssituation, fortschreitende Konzentrationsprozesse sowie immer mehr Vorgaben von Bund und Kanton. Der Kanton reguliert die Spitalgrundversorgung unter anderem über Spitallisten, Leistungsaufträge, Fallzahlen und Fallpauschalen, ohne direkte Möglichkeit der Einflussnahme und ohne Verpflichtung der Gemeinden. Mit einer Beteiligung am Akutspital würde Mettmenstetten grosse und unnötige wirtschaftliche Risiken eingehen. In Unkenntnis der 2022 erwarteten Entscheide des Regierungsrats über die neue Spitalliste bzw. die Leistungsaufträge kann heute weder ein Konzept, noch in irgendeiner Form ein Business- und Investitionsplan bestehen, welcher die Zukunft der angestrebten Organisation aufzeigt – diesem Fakt kann auch die sorgfältige und engagierte Arbeit der Betriebskommission nicht entgegenwirken. Kommt dazu, dass es nicht Aufgabe der Gemeinden ist, Träger und Betreiber der Grundversorgung oder der Spezialisierung im Gesundheitswesen zu sein. Wo es die Interessen der Einwohner notwendig machen, kann die Gemeinde gezielt hinsichtlich Angeboten der ärztlichen Grundversorgung unterstützend mitwirken, ohne jedoch gleich selbst die Eigentümerschaft eines Akutspitals zu übernehmen. Der Betrieb eines Akutspitals oder einer Arztpraxis (auch «Ambulatorium» oder «Permanence» genannt) ist eindeutig keine Gemeindeaufgabe. Wesentlich ist aber, dass die Einwohner der Gemeinde Mettmenstetten Interesse am Zugang zu einer qualitativ hochstehenden und angemessen nahen Spitalversorgung haben. Dies wird – auch ohne unsere Beteiligung am Spital Affoltern – jederzeit möglich sein. Die Spitalabdeckung in der nahen Umgebung (im Kanton Zürich und ausserhalb) ist aktuell und künftig sichergestellt. Der Betrieb eines eigenen Spitals würde für Mettmenstetten, verbunden mit den Risiken und den erforderlichen hohen Investitionen, eine ausserordentlich grosse Belastung bedeuten. Erhebliche Erhöhungen des Steuerfusses wären absehbar. Zum zu fällenden Entscheid wird oft ins Feld geführt, dass erst mit der Erteilung der Leistungsaufträge durch den Kanton (2022) die künftigen Bauvorhaben planbar sind und diese dannzumal den Stimmbürgern zur Abstimmung unterbreitet werden. Der Gemeinderat sieht darin lediglich einen Aufschub und ist heute bereit, sich von dieser Kantonsaufgabe zu trennen. Der Gemeinderat empfiehlt, den Antrag zum Beitritt zur interkommunalen Vereinbarung (IKV) als Basis zur Gründung der Gemeinnützigen AG Spital Affoltern abzulehnen. Mit der Abstimmungsempfehlung Ja – Ja – Nein nimmt der Gemeinderat nach sorgfältiger Prüfung eine grosse Verantwortung wahr. Er ist sich der weitreichenden Konsequenzen bei einer Übernahme der Empfehlungen durch das Stimmvolk bewusst und steht bereit, die vorhandene und aktuelle Grundversorgerproblematik (Hausarztpraxen etc.) in der Region gemeinsam mit allen interessierten Stellen anzugehen und für die Einwohner bedarfsgerechte Lösungsmöglichkeiten zu unterstützen. An der Informationsveranstaltung zu den Spitalabstimmungen vom 15. April 2019 werden sich alle Interessierten direkt und umfassend über die Themen und Meinungen informieren und auch mitdiskutieren können. (Ga.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Februar 2019

«Die Verantwortung überfordert viele» Nun sind es noch fünf: Im Bezirk Affoltern nimmt die Anzahl der Samaritervereine ab Der Samariterverein Affoltern hat sich nach 115 Jahren aufgelöst. Ihm fehlen neue Mitglieder. Er ist damit nicht alleine: In den letzten drei Jahren mussten auch die Vereine in Ottenbach und Rifferswil ihre Dienste einstellen. Doch es gibt auch Vereine ohne Nachwuchs-Sorgen.

Routine fehlt.» Hinzu komme, dass wohl in der Bevölkerung die Bereitschaft sinke, etwas für die Allgemeinheit zu tun.

Noch fünf Samaritervereine im Säuliamt

................................................... von livia häberling Von 60 ging es abwärts, immer weiter abwärts, bis es am Schluss noch neun waren. Neun Mitglieder, die dem Samariterverein Affoltern über die Jahre die Treue hielten. Doch das reichte nicht. «Die Suche nach jungen, engagierten Neumitgliedern gestaltete sich schwierig», erklärt Vorstandsmitglied und Materialwartin Ria Lüssi. Man habe lange gekämpft und weitergemacht, doch als nur noch neun Mitglieder übrig waren, habe man sich an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 2018 dazu entschlossen, den Verein per 15. Februar 2019 aufzulösen. Zum Einsatz gekommen war der Samariterverein Affoltern beispielsweise am Grümpelturnier des FC Affoltern oder am Albisrennen. Die Anzahl der Einsätze sei jedoch über die Jahre eher zurückgegangen, sagt Ria Lüssi. So fielen beispielsweise das Faustballturnier oder das Schülerturanzeige

Die Mitglieder des Samaritervereins auf einem ihrer letzten Ausflüge. (Bild zvg.) nier weg, das heute zusammen mit dem Grümpelturnier ausgetragen wird. Lüssi bedauert die Auflösung: «Für die meisten von uns war die Mitgliedschaft im Verein ein langjähriges Engagement, wir waren mit Herzblut dabei». Sie selber hatte sich seit ihrem 16. Lebensjahr – und damit rund 50 Jahre – als Samariterin engagiert.

Berufstätige Mütter: Es bleibt keine Zeit für Freiwilligenarbeit Dass dieser freiwillige Einsatz heute nicht mehr so gefragt ist, hat für sie mehrere Gründe: «Früher haben sich

vor allem junge Mütter im Samariterverein engagiert, die damals noch Hausfrauen waren. Heute sind viele Mütter wieder berufstätig», so Lüssi. Ihnen fehle oftmals die Zeit, sich nebenbei noch ehrenamtlich zu engagieren, vermutet sie. Ausserdem, erklärt sie, seien die Anforderungen an die Samariterinnen und Samariter in den letzten Jahren stetig gestiegen. So sei beispielsweise die Reanimation zu den Aufgaben dazugekommen. «Diese grosse Verantwortung überfordert viele, gerade auch, weil die Einsätze eher unregelmässig sind und Neuen dadurch die

Diesen Trend bestätigt Stefanie Oehler vom Schweizerischen Samariterbund: «Viele Menschen möchten sich zwar auch gemeinnützig engagieren, jedoch sind diese Einsätze eher punktuell und kurzfristiger Natur.» Der Samariterverein Affoltern ist nicht der einzige, den der fehlende Nachwuchs zum Aufgeben gezwungen hat. 2018 wurde bereits der Samariterverein Rifferswil aufgelöst, vor drei Jahren jener in Ottenbach. Übrig geblieben sind in den Säuliämtler Gemeinden noch deren fünf. Neben Bonstetten-Wettswil werden in Obfelden, Aeugst-Stallikon, Mettmenstetten und Hedingen weiterhin Samariterdienste angeboten. Um Menschen bereits im jungen Alter für die Samaritertätigkeit zu begeistern, hat der Schweizerische Samariterbund im Jahr 1968 die erste Helpgruppe für Kinder und Jugendliche gegründet. Schweizweit gibt es inzwischen rund 75 Gruppen, 11 davon im Kanton Zürich. Pro Jahr entstehen fünf neue Gruppen. Gemäss dem Beauftragten für Jugendarbeit des Samariterverbandes des Kantons Zürich, Thomas Peter, existiert im Bezirk Affoltern allerdings noch keine Samariterjugendgruppe.

Hedingen: viele Junge und nur zwei Personen über 60 Jahre Weniger Zukunftssorgen hat der Samariterverein Hedingen. «Wir zählen derzeit 19 Aktivmitglieder», erklärt Präsidentin Susanne Grond auf Anfrage. Das seien zwar elf weniger als noch vor fünf Jahren, jedoch könne man auf ein umso engagierteres Team zurückgreifen. Das sei nötig, denn der Samariterverein Hedingen werde zunehmend auch für Einsätze ausserhalb von Hedingen angefragt. Für das Jahr 2019 schätzt Grond die Einsatzstunden ihres Teams auf gesamthaft 400 Stunden. «Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die meisten berufstätig sind». Von den 19 Mitgliedern ist eine Person pensioniert, eine weitere über 60 Jahre alt. Die meisten sind zwischen 35 und 50 Jahre alt. Ein Erfolgsrezept für die Mitgliedersuche hat auch Susanne Grond nicht, in Hedingen habe es sich jedoch bewährt, als Verein an Dorfanlässen präsent zu sein. Und auch die Weiterempfehlung durch die eigenen Mitglieder sei natürlich wichtig, betont sie. Das scheint in Hedingen zu gelingen; dieses Jahr konnten bereits zwei Neueintritte verzeichnet werden. Der Samariterverein Hedingen legt grossen Wert auf die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder. Erstere dauert für Neumitglieder in der Regel acht Tage. Die Kurskosten werden vom Verein übernommen. Ausserdem wird den Mitgliedern ein kleines Taggeld ausbezahlt.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Februar 2019

Hat er die minderjährige Freundin seines Sohnes verführt? Das Bezirksgericht Affoltern befasst sich mit einem nicht alltäglichen Fall War sie minderjährig, und hat sie der wesentlich ältere Mann zum Geschlechtsverkehr gezwungen – oder hat dieser freiwillig stattgefunden, zwei Wochen nach ihrem 16. Geburtstag? Nach einer eintägigen Verhandlung muss nun das Bezirksgericht ein Urteil fällen. Eine nicht alltägliche Geschichte – auch, weil das Mädchen die Freundin des Beschuldigten-Sohnes war.

«Der Schwiegervater – mehr nicht» Allein die gerichtliche Einvernahme der heute 21-jährigen Frau beanspruchte mehr als drei Stunden. In ihre Aussagen mischten sich mehr als einmal Tränen. «Ich kann nicht mehr lachen nach diesen Vorfällen», beteuerte sie. Nun, das damals 14-jährige Mädchen war oft zu Besuch beim Beschuldigten, ihren Aussagen zufolge aber nur, um seinen Sohn zu sehen, in den sie sich verliebt hatte. Der Beschuldigte habe ihr versichert, sie könne bei ihm auf den Sohn warten, wobei die Wartezeit auch am Fernsehen, bei Essen und Trinken beim Beschuldigen verstrich. Der auch telefonisch avisierte Sohn verspätete sich regelmässig. Viel Zeit verbrachte das Mädchen also allein beim Beschuldigten, der sich stets fürsorglich zeigte uns Wünsche erfüllte. «Am Anfang war das gut. Für mich war er sozusagen der Schwiegervater – mehr aber nicht», sage sie, auch mit Blick auf den grossen Altersunterschied. Doch er habe mit der Zeit mehr gewollt. Er habe anzeige

Keine kantonale Volksabstimmung Am 19. Mai findet keine kantonale Volksabstimmung statt. Dies hat der Regierungsrat beschlossen, weil keine abstimmungsreife Vorlage ansteht. Auf eidgenössischer Ebene wird über das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (StAF) sowie die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie im Schweizer Waffenrecht abgestimmt. Auf Bezirksebene geht es zudem um die Auflösung des SpitalZweckverbands. Dazu braucht es Einstimmigkeit aller Ämtler Gemeinden. anzeige

Spital retten Wir suchen einen Mäzen oder eine Mäzenin, die uns beherzt 15 000 Franken überweisen, damit wir die Stimmberechtigten richtig informieren können.

................................................... von werner schneiter «Sexuelle Handlungen mit Kindern», heisst es in der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft fordert für einen heute 53-jährigen Mann aus einer Ämtler Gemeinde eine bedingte Freiheitsstrafe von elf Monaten – dies bei einer Bewährungsfrist von drei Jahren. Ob der Beschuldigte vom Bezirksgericht verurteilt wird, ist offen – nicht zuletzt, weil in solchen Fällen kaum «wasserdichte» Beweise bestehen, sondern Aussage gegen Aussage steht. Es geht in erster Linie um deren Glaubwürdigkeit. Keine einfache Sache für das Gericht also, zumal hier diametral auseinanderklaffende Aussagen bestehen, auch bei den zeitlichen Abläufen.

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Sex vor oder nach vollendetem 16. Altersjahr? Über einen nicht alltäglichen Fall muss nun das Bezirksgericht (Gebäudeteil im Hintergrund) nach eintägiger Verhandlung entscheiden. (Bild Werner Schneiter) am Fernseher auf dem Sofa ihre Hand halten wollen, auch die Beine gestreichelt und sie geküsst – nach ihren Aussagen wurde er immer waghalsiger; er habe mit kindlicher Stimme gesprochen und nur von sich erzählt. «Ekelhaft, er stank nach Zigarettenrauch und Energiedrink. Ich hatte keine Gefühle für diesen Mann», betonte die junge Frau. Gemäss Anklage kam es Zeitraum April/Mai 2012, nachdem der Mann das Mädchen aufs Zimmer getragen hatte, zum Geschlechtsverkehr. Sie sei geradezu paralysiert und schockiert gewesen, sie habe nicht gewusst, was tun und habe sich auch geschämt. Rund 14 Tage später sei es zu einem zweiten Geschlechtsakt gekommen. Sie habe sich aus Scham nicht getraut, selbst ihrer Mutter von den Vorfällen zu erzählen. Warum sie denn wiederholt zu ihm nach Hause gegangen sei?, wollte Verhandlungsleiter Andreas Huber wissen. «Weil ich seinen Sohn, meine erste grosse Liebe, sehen wollte. Dabei hat sein Vater die Situation ausgenutzt», antwortete sie und schob nach, dass der Sohn nichts wusste über die Vorfälle. «Ich habe alles in mich hineingefressen und mache mir Vorwürfe, mich nicht gewehrt zu haben», ergänzte sie. Scham war nach ihren Worten auch der Grund für die späte, aber auf eigenen Antrieb gemachte Anzeige, mehr als fünf Jahre nach den Vorfällen. Der späteren

Freundin des Angeklagten habe sie davon erzählt, und die habe die Anzeige begrüsst.

Sex zwei Wochen nach ihrem 16. Geburtstag Bei seiner Befragung offenbarte der Beschuldige grosse Erinnerungslücken, vor allem in zeitlicher Hinsicht. Er verneinte, dass sie nur wegen seines Sohnes zu ihm gekommen sei. Sie habe ihn auch telefonisch aufgefordert, sie abzuholen. Während sie sich einen Horrorfilm anschauten, habe sie selber seine Hand genommen und ihm offenbart, dass sie sich in ihn «verguckt» habe. Den Geschlechtsverkehr bestritt der Beschuldigte nicht, betonte aber mit Nachdruck, der sei erst etwa zwei Wochen nach ihrem 16. Geburtstag einvernehmlich erfolgt – nachdem er für sie in einer Waldhütte eine Party organisiert und dazu Kolleginnen und Kollegen eingeladen habe. An diesen Zeitpunkt erinnere er sich genau. Zum Akt kam es nach dem Verweilen am Fernseher; er habe sie gefragt ob das in Ordnung sei – und sie habe klar Ja gesagt. Er habe sie nicht aufs Zimmer getragen, was aus räumlichen Gründen gar nicht möglich sei. Den Geschlechtsakt habe er jedoch abgebrochen, weil ihm plötzlich hochgekommen sei, dass das eben nicht in Ordnung ist, sie viel zu jung

sei. «Es war mir danach peinlich», schob er nach und sagte auch, dass sie danach immer noch zu ihm gekommen sei. «Zu einem zweiten Akt ist es aber nicht mehr gekommen. Da lügt sie», sagte der Beschuldigte. Und er glaubt auch, dass die späte Anzeige gegen ihn aus Eifersucht und Rache erfolgt ist, unter anderem, weil er ihr die von ihr verlangten 600 Franken nicht gegeben hat.

Machtgefälle ausgenützt oder Kaskade von Lügen? Die Anwältin des Opfers sprach von stimmigen, glaubhaften und realitätsnahen Schilderungen. «Auch ihre Emotionen haben die Authentizität der Aussagen deutlich gemacht», hielt sie fest. Kontakt habe seit 2012 bestanden, sie war bei den Vorfällen 14-jährig – daran gebe es keine Zweifel. Der Mann berufe sich auf seine schlechte Erinnerungsfähigkeit, glaube dann aber zu wissen, dass der Akt zwei Wochen nach ihrem 16. Geburtstag erfolgt sei. Er habe das Machtgefälle ausgenutzt; sie wollte seinen Sohn sehen und sei gezwungen gewesen, Zeit allein mit dessen Vater zu verbringen – ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Dass eine 14-jährige ein Verhältnis zu einem 46-Jährigen suche, sei unwahrscheinlich. Die Anwältin forderte eine angemessene Bestrafung und eine Genugtuung für ihre Mandantin von 12 000 Franken. Der Anwalt des Beschuldigten sprach hingegen von einer Lügenkaskade der Frau, von konstruierten, im Verlauf der Einvernahmen mehrfach geänderten Aussagen und davon, dass sie die Zeitangaben mutwillig «nach hinten» verlegt habe. Es sei nicht möglich, dass der Geschlechtsverkehr im Zeitraum April/Mai 2012 stattgefunden habe, weil das Mädchen den Sohn des Beschuldigten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gekannt habe. Eine so junge Frau wisse genau, wann sie zum ersten Mal Sex hatte. Und das sei vorliegend klar nach dem 16. Geburtstag gewesen. Der Anwalt bezeichnet ihre Aussagen als oberflächlich, absurd und nicht belegbar. Der erwähnte zweite Geschlechtsakt sei frei erfunden. Die Anzeige sei aus Rache und Eifersucht auf die neue Freundin des Beschuldigten erfolgt sei. Der Anwalt fordert einen Freispruch und eventualiter eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 50 Franken. Die Genugtuung sei abzulehnen. Das Bezirksgericht Affoltern will das Urteil den Parteien in den nächsten Tagen schriftlich eröffnen.

Finanzkräftige Kreise und die Baulobby sperbern auf unser Spitalland. Das Spital soll durch die AG privatisiert werden. Sie wollen destruktiv unser Spital spalten, zwei teure Verwaltungsräte mit hohen Honoraren beglücken und Häuser des Spitals mit guter Substanz im Millionenwert abbrechen – und uns als Stimmberechtigte schnöde ausschalten. Dass sich das demokratisch gewählte Behördenmitglieder getrauen, der Demokratie derart in die Knie zu sägen? Geldmenschen und alle Parteien behaupten, dass der demokratische Zweckverband aufgelöst werden müsse. Er verlangsame die Entscheidungswege und behindere den Wettbewerb. Das ist eine krasse Lüge, denn das Spital in Urdorf und das grosse Spital in Uster sind auch Zweckverbände und bringen Gewinne, und beide haben gross gebaut. Nur in Affoltern, wo Egomanen, hilflose Versager und Geldsperber am Drücker gewesen sind, geht das nicht. Wir haben die Hoffnung, dass die jetzige BK besser arbeite, aber wir finden es nicht richtig, dass auch sie diese brandgefährliche Abstimmung derzeit nicht absagt. Diese Abstimmung kommt zum absolut falschen Zeitpunkt. So kann unser Spital nur gerettet werden, wenn drei mal Nein gestimmt wird. Das möchten wir den Stimmberechtigten ausführlich begründen. Demokratie ist leider nur dann möglich, wenn auch die finanziellen Mittel vorhanden sind. So benötigen wir viel Geld, um die Stimmberechtigten umfassend zu informieren. Wir bitten um eine grosszügige, beherzte Spende von 15 000 Franken, oder um namhafte Teilbeträge. Wir möchten unsere Zeit nun aktiv nutzen und nicht weiter betteln müssen. Die Lage ist sehr ernst. Wir haben grosse Gewinnchancen, wenn wir nun eingreifen und zusammenhalten. Entgegen frivoler Behauptungen geht es mit unserem Spital nach dem 19.5.19 positiv weiter! Aber das anhaltende Leiden der Langzeitpatienten muss durch einen Leiterwechsel und durch mehr Fachkräfte-Stellen sofort beendet werden! Wenn da auch die jetzige BK weiterhin nur zuschaut, macht sie sich mitschuldig. Wir bleiben dran, Dank Ihrer Mithilfe! Martha Huwyler, Remo Illi, Michael Haas, Hans Roggwiler Pro Zweckverband Spital Affoltern, Ottenbacherstrasse 21, 8909 Zwillkon, IBAN CH27 0900 0000 6156 7330 7 sonne7@gmx.ch, 079 406 37 90, www.verein-zweckverband.ch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Februar 2019

Big Brother verhält sich im Säuliamt sehr diskret Videoüberwachung ist auf öffentlichem Grund praktisch inexistent Videoüberwachung auf öffentlichem Grund ist durch den Gesetzgeber streng geregelt. Überwacht werden im Säuliamt hauptsächlich Schulhausplätze, Bankinstitute und einige Verkaufsräume grösserer Geschäfte. ................................................... von martin mullis Die kleinen runden Froschaugen ähnlichen Kameras an Mauerecken, Ladeneingängen und Balkonbrüstungen scheinen in Grossstädten vor allem auf Plätzen oder öffentlichen Anlagen fast allgegenwärtig. Seit den schrecklichen Geschehnissen am 11. September 2001 wurde die staatliche Überwachung enorm verstärkt. Entsprechenden Studien zufolge wird in London jeder Bürger der Stadt täglich von durchschnittlich 300 Kameras gefilmt. Kein Wunder, dass sich gewisse Personen auch in der Schweiz auf Schritt und Tritt überwacht fühlen. Der «Anzeiger» wollte es genau wissen und unternahm in der Stadt Affoltern und in der weiteren Umgebung im Säuliamt einen aufmerksamen Rundgang. Das Ergebnis zeigt, dass sich Big Brother im ländlichen Knonauer Amt zu benehmen weiss. Wer nämlich in der Stadt Affoltern vom Kronenplatz über die Obere Bahnhofstrasse bis zum Bahnhof spaziert, wird mit grosser Sicherheit von keiner Überwachungskamera erfasst. Private Videoüberwachungsanlagen unterliegen strengen gesetzlichen Vorschriften des Bundes und des Kantons. Grundsätzlich sind Überwachungsanlagen auf öffentlichem Grund widerrechtlich und Ausnahmen lediglich in einem sehr engen Rahmen zulässig. Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich (dsb) hält fest, dass das Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) Videoaufnahmen klar regelt. Daten von Videoüberwachungen, auf denen Personen er-

Eindeutige Mahnung: Videokamera auf einem Firmengelände. kennbar sind, dürfen weder beschafft, aufbewahrt oder bearbeitet werden.

Das Piktogramm mit der Kamera auf den Schulhausplätzen Daher sind private Kameras auf öffentlichem Grund in der Regel widerrechtlich, unverhältnismässig und dürfen nicht installiert werden. Das Piktogramm der Videokamera ist im Säuliamt vor allem auf einigen Schulhausplätzen zu sehen. Auf dem Areal der Primarschule Chilefeld in Obfelden befindet sich rund ein Dutzend Kameras. Thomas Frick, Immobilienbewirtschafter der Gemeinde, erklärt, dass diese rund um die Uhr in Betrieb sind. Die Aufnahmen werden nach 24 Stunden automatisch wieder gelöscht. Werden Unregelmässigkeiten oder gar kriminelle Handlungen festgestellt, erfolgt die Auswertung meist durch die Polizei. Thomas Frick stellt allerdings fest, dass sich eine abschreckende Wirkung in Grenzen hält, immer wieder ignorieren Jugendliche das Vorhandensein der Kameras ganz bewusst. Daniel Mathys, Hauswart im Schulhaus Ennetgraben, kennt das Problem. Rund um die Schulhäuser spielt sich hie und da, hauptsächlich

aber nachts, das ganze volle Programm mit Lärm, Kiffen, Littering und Glasscherben ab. Videoüberwachung sei deshalb auch im Ennetgraben immer wieder ein Thema. Er persönlich setzt eher auf die sogenannte Schockbeleuchtung. An den Schulhauswänden sind zahlreiche grosse LEDSchweinwerfer installiert, die mittels Bewegungsmelder den Platz taghell erleuchten. An den SBB-Bahnhöfen im Knonauer Amt sind keine Kameras auszumachen, lediglich an den Türen der S-Bahnzüge warnt ein Kamera-Piktogramm. Am Vordach über dem Eingang und beim Bankomaten der ZKB am Bahnhofplatz sind zwei schwarze, runde, tennisballgrosse Kugeln angebracht.

Hochauflösende Bilder von bösen Buben Auf eine entsprechende Anfrage bei der ZKB gibt sich die Medienverantwortliche Johanna Doeblin mehr als verschwiegen. Über detaillierte Sicherheitseinrichtungen würde die Bank aus Datenschutzgründen keine Auskünfte erteilen, lautet ihre einzeilige Mail. Es darf aber spekuliert werden,

Er glaubt an die Wirkung der Schockbeleuchtung: Hauswart Daniel Mathys, Schulhaus Ennetgraben in Affoltern. (Bilder Martin Mullis) dass sich gewisse böse Buben bei entsprechenden Handlungen, in hochauflösenden Farbaufnahmen im Fahndungsregister der Kantonspolizei finden würden. Martin Ott, Kommandant der Stadtpolizei Affoltern, kennt auf dem Stadtgebiet und in den der Stadtpolizei angeschlossenen Gemeinden keine unrechtmässig angebrachten Kameras. In den grösseren Verkaufsgeschäften

sind jedoch mehr oder weniger gut versteckt an Wänden und Decken kleine Kameras angebracht. Aus verständlichen Gründen halten sich die Inhaber oder die verantwortlichen Angestellten dieser Geschäfte mit weiteren Angaben über die Videoüberwachung zurück. Jedenfalls ist von blossem Auge nicht festzustellen, ob die montierten Aufnahmegeräte tatsächlich echt oder blosse Attrappen sind.

Durchschnitt? Nein Danke! Gelungene Uraufführung in Hausen mit dem Jugend-Theaterensemble «...aber oho!» Mit «Funk the System» gelangte am letzten Samstag das dritte Stück des Kinder- und Jugendtheaters ohoo! zur Aufführung. Die Abteilung «junge Erwachsene» zeigte ein sehr gelungenes Stück zum heutigen Streben nach Perfektionismus. ................................................... von marlise santiago Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele unterschiedliche Gesichter ein Mehrzwecksaal haben kann. Am Samstag jedenfalls verbreiteten grosse runde Tische mit weissen Tischtüchern und ausladenden Kerzenleuchtern eine gediegen-gemütliche Ambiente im Hausemer Gemeindesaal. Später wechselten die locker plaudernden, erwartungsfrohen TheaterbarGäste dann zu den Saal-Stühlen und wurden zum Publikum. Zum begeisterten Publikum, um das gleich vorweg zu nehmen. Das Stück «Funk the System» von Livia Huber ist eine eindrückliche Bestandesaufnahme einer neueren Subkultur des Kapitalismus. Die heutige junge und mittelalte Generation hat sich auf die Fahne geschrieben, in je-

Kümmerts die Randständige, ob ihre Rosen fairtraide sind? der Hinsicht perfekt zu sein, zu denken und zu handeln. Getrieben von der Leidenschaft, hervorzuragen, einzigartig, einmalig, beispiellos, ohnegleichen, unnachahmlich zu sein – was letztlich nichts anderes heisst, als geliebt und gesehen werden zu wollen – wird die Sehnsucht danach zur Sucht. Und wer dem nicht genügen kann oder will, der oder die landet unter der Brücke. Oder auf der Brücke, bereit, sich in den Fluss zu stürzen. Huber ist gleichzeitig auch Regisseurin des Stückes, und es ist ihr gelungen, die vielfältigen Charaktere fein und leicht überzeichnet herauszuarbeiten. Kernszene ist eine Gruppentherapie, wo die Getriebenen bei einer nervenschwachen und empathielosen

Süchtige suchen Heilung in der Gruppe. (Bilder Marlise Santiago)

Therapeutin Heilung finden sollen. Das birgt komische Momente. Die Gesundheits-, Sozialmedia-, Marktlücken-, Spiel- und so weiter süchtigen, pflegen selbstverständlich auch ihre Abhängigkeit mit Perfektion und Leidenschaft, und stehen weit über einer gewöhnlichen Alkoholabhängigen, oder einer, die nur Probleme hat wie Einsamkeit, oder Probleme damit, sich in dieser Zeit zurechtzufinden, mit dem Fortschritt, mit der Technologie, mit der Schnelllebigkeit. «Solche Probleme sind nicht innovativ, dafür haben wir keine Zeit, arbeite daran, lass dich von den hochleistungssüchtigen inspirieren», bekommt die «gewöhnliche» Hilfesuchende von der Therapeutin etwa zu

hören. Oder in einer anderen Szene der Sohn, der den Eltern voller Freude erzählt, dass er einen Baum pflanzen werde: «Ist das alles? Warum nur einer? Du nutzst deine Ressourcen nicht, du solltest in grösseren Dimensionen denken ...» Sogar die obdachlose Rosenverkäuferin sollte innovativer sein und sich darum kümmern, dass ihre Rosen aus fairem Anbau stammen... Solcherart perfekt, perfekt, perfekt und dank den Filtern in den sozialen Medien schön unter sich, ist diese junge Generation der Anfang und das Ende aller Subkulturen. Sie ist die Avantgarde, wie die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in einer Massenszene bekräftigen. Ein Theaterabend, der unterhaltsam ist, aber auch

zum nachdenken anregt. Der langanhaltende Schlussapplaus hat auf jeden Fall gezeigt, dass das Stück und alle daran beteiligten beim Publikum sehr gut angekommen sind. Nachdem sich Produktionsleiter Raffaele Cavallaro mit Rosen – ob die wohl fairtrade waren? – bei allen Beteiligten bedankt hat, war es dann an der Zeit, dass sich das Publikum langsam wieder in Richtung Theaterbar bewegte, um auf die sehr gelungene Premiere anzustossen und sich über das Stück auszutauschen. Weitere Aufführungen: 1. und 2. März, jeweils 20.15 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen am Albis. Die Theaterbar öffnet 1 Stunde vor Beginn. Altersempfehlung ab 12 Jahren. Eintritt: Kollekte.

Theaterluft schnuppern Auch 2019 führt das Kinder- und Jugendtheater ohoo! Theaterkurse durch. Der Schnuppertag für die «Seepferdchen» (5- bis 7-Jährige), sowie «Kids u12» findet am 3. April und für die «Teens u16» am 15. Mai statt. Infos und Anmeldung unter www.ohoo.ch, oder bei Raffaele Cavallaro, Telefon 078 661 71 07.


Forum

Dienstag, 26. Februar 2019

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Stefan Gribi: Sozialabbau ist unverantwortlich

Lilian Hurschler: grün Denkende vernetzen

Hans Wiesner: Die Weichen auf Zukunft stellen

Regula Baer-Meier: Werner Schneebeli: Bodenhaftung und Enkeltaugliche Menschenverstand Politik

In seiner Arbeit als Kommunikationsleiter eines Schweizer Hilfswerks reiste Stefan Gribi nach Bangladesch. Dort traf er Menschen, deren Dörfer durch enorme Hochwasser des Flusses Ganges Stefan Gribi. akut gefährdet waren. Einige ihrer Häuser waren bereits vom Fluss weggespült, anderen stand dieses Schicksal unverkennbar kurz bevor. «Diese Begegnungen haben mir gezeigt, welche existenzielle Bedrohung der Klimawandel für viele Menschen auf der Welt ist. Die heissen Sommer in der Schweiz sind für diese Entwicklung Warnsignale, die wir unbedingt ernst nehmen müssen.» Stefan Gribi unterstützt daher als Mitglied die Gletscherinitiative, die zurzeit lanciert wird. Sie fordert einen kompletten Verzicht auf Öl, Erdgas und Kohle in der Schweiz bis 2050. Stefan Gribi ist 52 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen in Ausbildung. Als Präsident der Grünen des Bezirks Affoltern engagiert er sich aktiv in der lokalen Politik. «Mich stört die Entwicklung, dass sich mein Wohnort Affoltern aus der regionalen Zusammenarbeit zurückzieht, so wie das beispielsweise bei der Spitex der Fall ist.» Wichtig ist ihm eine Politik, die soziale Benachteiligung nicht ständig als Last bezeichnet: «In der Schweiz sind 616 000 Frauen, Männer und Kinder von Armut betroffen. Wir dürfen diese Menschen nicht für ihre Notlage bestrafen. Sozialabbau ist unverantwortlich und schafft gesellschaftliche Probleme für die Zukunft.» Stefan Gribi war fünf Jahre Präsident des Vereins Schule und Elternhaus Affoltern. Grüne Partei Bezirk Affoltern

Lilian Hurschler wohnt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Affoltern. Als sie vor vierzehn Jahren zuzog, gab es hier keine Grüne Partei. Also machte sie sich auf die Suche nach weiteren grün den- Lilian Hurschler. kenden Menschen und gründete mit ihnen und mit Hans Läubli die Grüne Partei Gemeinde und Bezirk Affoltern. Schon als Kind interessierte sich Lilian Hurschler für Politik und war Mitglied bei Greenpeace und WWF. Sie merkte, dass es nicht genügt, wenn man sich allein für den Schutz der Umwelt engagiert, sondern dass es wichtig ist, sich zu vernetzen und politische Forderungen zu stellen. Die Familie Hurschler ist oft mit dem Velo unterwegs, bis heute besitzt sie kein Auto. Vor zwei Jahren sind die Eltern mit ihrem damals 10-jährigen Sohn nach London geradelt, 1500 Kilometer haben sie aus eigener Kraft zurückgelegt; zurück reisten sie im Zug. Lilian Hurschler arbeitet als Schulleiterin an einer Schule in Zürich, in welcher Kinder und Mitarbeitende aus verschiedensten Ländern vertreten sind. Schülerinnen und Schüler lernen so nicht nur Deutsch und Mathematik, sondern auch viel über andere Kulturen. Dies schafft eine gute Grundlage für ein friedliches Miteinander in einer multikulturellen Welt. Vor ihrem Umzug nach Affoltern politisierte Lilian Hurschler im Zuger Kantonsrat. Ihre Themen sind Klima- und Umweltschutz, Friedenspolitik, Bildungspolitik, soziale Gerechtigkeit, Ausstieg aus der Atomenergie, erneuerbare Energien, Förderung des Velo- und Fussverkehrs sowie Gleichstellung von Frau und Mann. Grüne Partei Bezirk Affoltern

Auf meinen Bergwanderungen erlebe ich hautnah, wie die Firnfelder und Gletscher in den letzten 20 Jahren an Grösse und Dicke massiv eingebüsst haben. Beim Schwimmen im Vierwaldstätter- Hans Wiesner. see wunderte ich mich auch letzten Sommer wieder über Wassertemperaturen von 26 Grad. Wie kann man nur darüber hinwegsehen? Im Zürcher Rathaus erlebte ich trotzdem, wie die bürgerliche Mehrheit sämtliche Vorstösse, die in Richtung einer nachhaltigen Energiepolitik oder eines sorgfältigeren Umgangs mit der Natur ging, erfolgreich verhinderte: Sonnenkollektoren auf dem Dach des Staatsarchivs wurden ebenso abgelehnt wie ein Vorstoss für das Sammeln von Kunststoffen oder einer für weniger Foodwaste. Dafür wurden Gelder für öV und Naturschutz gekürzt, Steuerabzüge für Autopendler beibehalten und eine CO2Abgabe am Flughafen verhindert. Die Ämtler Kantonsräte von FDP und SVP machten da leider keine Ausnahme. Damit Umweltverantwortung und ökologische Vorstösse im Kantonsrat wieder eine Chance haben, gilt es ab Mai eine Mehrheit zu schaffen, die die Klimaerwärmung versteht und ernst nimmt und eine Politik schafft, die nicht nur kurzfristig ans Portemonnaie denkt, sondern an eine lebenswerte Umgebung auch für die nächsten Generationen. Am 24. März haben wir die Möglichkeit, die Weichen dafür zu stellen. Aus diesem Grund finden Sie auch meinen Namen noch einmal auf der Liste der Grünliberalen. Hans Wiesner, Präsident Grünliberale Knonauer Amt

Ein wertschätzender Umgang mit den Mitmenschen ist Regula Baer ebenso wichtig wie eine konstruktive Politik. Das beinhaltet das sachliche Abwägen verschiedener Standpunkte, um da- Regula Baernach für eine ge- Meier. fundene Lösung engagiert einzustehen. Auch darum fühlt sich Regula Baer in der Mittepartei EVP gut aufgehoben. Selber Verantwortung zu übernehmen ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Das zeigt auch ihr Engagement in der Sek Hausen, Kappel, Rifferswil, wo sie im letzten Jahr das Präsidium übernahm. In ihren Augen bedeutet gute Bildung für alle Jugendlichen auch nachvollziehbare Anpassung an den gesellschaftlichen Wandel und die Vermittlung sozialer Kompetenzen. Als ehemalige Bäuerin ist Regula Baer im besten Sinne geerdet. Zumal sie noch immer auf dem Hof ihres Sohnes mithilft und sich für die Erhaltung einer Landwirtschaft einsetzt, die der Natur Sorge trägt. Also für eine vielfältige Landwirtschaft, wie sie die Bevölkerung unserer Region zum Glück ebenfalls will. Auch die regionalen Gewerbebetriebe sind ihr wichtig. Denn sie schaffen nahe Ausbildungsund Arbeitsplätze, vermindern den Pendelverkehr und tragen zur guten Lebensqualität im Knonauer Amt bei. Damit diese Anliegen im Kanton weiterhin vertreten werden, möchte sie Daniel Sommer auch die nächsten vier Jahre im Kantonsrat sehen und unterstützt ihn darum mit ihrer Kandidatur auf der EVP-Liste.

Vor 23 Jahren wurde Werner Schneebeli ins Pfarramt der reformierten Kirche Affoltern gewählt. Seine Tätigkeit als Pfarrer und als Dekan im Bezirk übt er glaubwürdig und mit viel Herz aus. Men- Werner Schneebeli. schen in deren glücklichsten und traurigsten Lebenssituationen zu begleiten ist ihm wichtiger als Strukturen oder Bekenntnisse. Werner Schneebelis Denken und Handeln wird vom Zuspruch Gottes an alles Leben ebenso geleitet wie vom Glauben, dass jeder Mensch seinen Beitrag zum gelingenden Leben leisten kann. Spielerisch kann er die uralten biblischen Botschaften in eine Sprache übersetzen, die alle Menschen im Säuliamt verstehen. In Horgen am 1. August 1961 geboren, holte er nach seiner Lehre als Motorradmechaniker die Matura nach und studierte Theologie. In diesen Lehrjahren lernte er seine grosse Liebe kennen, heiratete und wurde Vater von drei Kindern. In der Politik engagieren möchte sich Werner Schneebeli deshalb, weil seine beiden Enkelkinder in einer lebenswerten Welt aufwachsen sollen. Solidarische und lebensfreundliche Strukturen in unserer Gesellschaft sind ihm ebenso wichtig wie ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Mitwelt. Oder mit seinen Worten: «Probleme, die wir durch unser Wirtschaften schaffen, dürfen nicht künftigen Generationen aufgebürdet werden, auch wenn das Verzicht mit sich bringt.» Schön, wenn die Wählerschaft ebenso denkt, Liste 7 verwendet und Werner Schneebeli die Stimme gibt.

EVP Bezirk Affoltern

EVP Bezirk Affoltern

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» freut sich über Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch. Ein Leserbrief … – soll ein Thema aus der Region aufgreifen.

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– muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein. – soll sich auf ein Thema beschränken und nicht mehr als 2000 Zeichen lang sein.

– darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion ohne Rücksprache. (Red.)

Ein ökologisches und lebenswertes Säuliamt mit Simon Vergés Junge Erwachsene wollen mitwirken an diesem Land. Wie auch die Klimaproteste der vergangenen Monate zeigen, ist der Wille zum Engagement vorhanden. Dies ist auch bei mir der Fall. Als Simon Vergés. geborener Säuliämtler will ich mich lokal für einen nachhaltigen und lebensfreundlichen Bezirk einsetzten. Dabei liegt mein Hauptfokus auf Mobilität. Als Studierender an der ZHAW Winterthur des Studiengangs «Verkehrssysteme» will ich Probleme der Verkehrsüberlastung lösen. Eine gute Kombination aus dem öffentlichen Verkehr, Kleinmobilitätsformen und dem partiellen Einsatz von Autos soll das Säuliamt noch attraktiver und ökologischer machen. Wenn wir aber beginnen, Postautoverbindungen aus Sparmassnahmen zu streichen, gefährden wir wertvolle Lebensqualität und Standortfaktoren. Der Abbau von Poststellen und Bankfilialen raubt das Leben aus den Dörfern. Das Ganze ist bekannt unter dem Begriff «Abbau des Service Public». Es sollten durchdachte Konzepte anstatt radikale Sparmassnahmen zum Zuge kommen. Als Gemeinderat von Bonstetten merke ich, dass die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden teils schwierig ist. Diese Zusammenarbeit will ich verbessern. Gesetzes-Paragrafen sollen nicht das reguläre Leben einschränken, sondern unsere Gesellschaft unterstützen und Sicherheit schaffen. Deshalb kandidiere ich für den Kantonsrat, um mich für einen

umweltbewussten und lebenswerten Kanton Zürich einzusetzen. Simon Vergés, SP Bezirk Affoltern

Im Vorfeld der Kantonsratswahlen vom 24. März stellt der «Anzeiger» den Bezirksparteien Raum für die Präsentation ihrer Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung: Pro Kandidierende(n) einmalig maximal 1500 Zeichen (inklusive Leerzeichen) Text und ein Bild. Diese Beiträge müssen die Redaktion (redaktion@affolteranzeiger.ch) bis spätestens Dienstag, 5. März, erreichen. Darüber hinaus gehört reine Wahlwerbung in den Inserateteil. anzeige


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Forum

Dienstag, 26. Februar 2019

Stimmen zu den Spital-Abstimmungen vom 19. Mai Die Gesamtsicht fehlt Es betrübt mich sehr, beobachten zu müssen, dass Politiker und Ökonomen nur die finanziellen Aspekte zur Zukunft unseres Spitals in ihre Entscheidungen miteinbeziehen. Währendem es die Aufgabe der Ökonomen ist, die betriebswirtschaftliche Sichtweise darzustellen, erwarte ich von unseren Vertretern in der Politik eine umfassendere Gesamtsicht der Gesundheitsversorgung in unserem Bezirk. Nicht unerwähnt bleiben muss, dass nie bewiesen wurde, dass die Schliessung von Spitälern die Gesundheitskosten reduziert. Warum diese Gesamtbetrachtungsweise gewissen Gemeindevertretern abgeht, kann ich nur erahnen. Ist es Desinteresse, Nichtwissen, Eigeninteresse, Selbstüberschätzung? Dem Stadtrat von Affoltern und anderen Gemeindevertretern scheint entgangen zu sein, dass unser Spital nicht nur die Disziplinen Medizin und Chirurgie anbietet, sondern noch etliche andere Fachabteilungen. Kein umliegendes Spital bietet eine Palliativstation an, die Mutter-Kind-Abteilung ist im ganzen Kanton einmalig, für akutgeriatrische Behandlungen gibt es weit und breit kein Angebot. Die Verbundenheit der Psychiatrie mit interner Medizin und Chirurgie gibt es in keinem Spital in der Schweiz. Diese Einmaligkeit unseres Spitals würde mit deren Schliessung verloren gehen. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Triemli findet bereits seit Jahren in ausgezeichneter Qualität in den Disziplinen Radiologie, Onkologie und Chirurgie statt und soll sinnvollerweise noch ausgebaut werden. Aber, auch das Spital Affoltern bietet seine Fachdisziplin Geriatrie dem Triemli an. Würde Affoltern geschlossen, dürften unsere älteren immobilen Patienten im weit entfernten Waidspital in der Altersmedizin gut aufgehoben sein, denn im Triemli wird keine geriatrische Abteilung geführt. Die Aufgaben eines Universitätsspitals, eines Zentrumsspitals oder eines Bezirksspitals sind nicht dieselben und können nicht durch das eine oder andere ersetzt werden. Sind sich dies unsere rein ökonomisch denkenden, jüngeren und mobilen Volksvertreter bewusst? Ich bin überzeugt, dass unser Spital eine notwendige, berechtigte und kostengünstige Notwendigkeit in der Gesundheitsversorgung unserer Region hat. Deshalb 3 x Ja. Dr.med. Jürg Schwegler, seit 36 Jahren Hausarzt in Affoltern a. A. .........................................................................

Wettswil will auf dem Buckel der Kranken und Alten sparen Dass uns der Gemeinderat Wettswil stimmrechtlich bevormundet, dass wir nur über die Spitalzweckverbandsauflösung, nicht aber über die Nachfolgerechtsformen (Akutspital und Langzeitpflege) abstimmen dürfen, ist eine Bevormundung der Stimmbürger. Weiss der Gemeinderat, was er damit im Spital und in der Langzeitpflege auslöst? Konkret heisst das, der Gemeinderat Wettswil sagt grundsätzlich «Nein» zum Spital Affoltern. Denn die Gründung einer gemeinnützigen AG ist nötig, nur schon um den heutigen Spitalbetrieb aufrechterhalten zu können. Keine gemeinnützige AG = tschüss Spital Affoltern = tschüss gemeindenahe, integrative medizinische Spitalversorgung! Zweitens bedeutet der Beschluss des Gemeinderates, die geplante Langzeitpflege an Private zu überantworten, wo nur «gut rentierende» Pflegebedürftige in Zukunft betreut werden. Bei aufwändigen Patienten «lohnt» es sich für die privaten Institutionen schon heute nicht, und sie werden abgeschoben. Wenn also der GR Wettswil noch keinen Vertrag mit einem Privaten hat, der die Betreuung auch

von nicht-rentablen Pflegebedürftigen zu einem auch in Zukunft zahlbaren Preis garantiert, dann ist das ein finanzielles Abenteuer auf dem Buckel der Alten. Spielt in Zukunft der hochgepriesene Markt von Qualität und Preis, wenn es in der Region keine öffentlichen oder anderen privaten Alternativen mehr gibt? Mutet uns die Gemeinde dann zu, die besseren Alternativen halt weit weg zu suchen? Leider funktioniert eine qualitativ gute Betreuung in der Medizin nicht nach den Prinzipien der Ökonomie. Gerade die Schwächsten der Gesellschaft (Kranke, Pflegedürftige und weniger sozial Bevorzugte) brauchen den Schutz und das Netz der öffentlichen Hand. Ich will 3x Ja stimmen können: Für die Auflösung des Zweckverbands, fürs Spital und für die Langzeitpflege. Dr. med. Eveline Breidenstein, Wettswil, Hausärztin mit Praxis in Ottenbach .........................................................................

Maulkorb für die Stimmberechtigten von Wettswil Mit Befremden haben wir zur Kenntnis genommen, dass unser Gemeinderat seine Einwohner nicht über die Zukunft vom Bezirksspital Affoltern abstimmen lassen will. Über die Auflösung des Zweckverbandes kann sich der Bürger zwar äussern, nicht aber über die zukünftige Rechtsform des Akutspitals (gemeinnützige AG) und über das Pflegezentrum Sonnenberg (Interkommunale Anstalt). Wir erwarten, dass uns der Gemeinderat jetzt über die Hintergründe seiner Entscheidung umfasssend informiert. Ein Schreiben, das erst zusammen mit den allgemeinen Abstimmungsunterlagen für den 19. Mai kommt, setzt uns vor vollendete Tatsachen und nützt zu diesem späten Zeitpunkt niemandem. Den Wettswiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern darf das Recht auf Mitsprache zu allen drei Spital-Vorlagen nicht vorenthalten werden. Brisant ist der Zeitpunkt der Medieninformation. Diese ist publiziert in der «Anzeiger»-Ausgabe vom 19. Februar. In Wettswil sind seit Montag 18. Februar Schulferien! Renate und Dr. med. Thomas Schmid, Wettswil .........................................................................

Jetzt geht es um unser Stimmrecht! Wettwiler möchten abstimmen! Über jede der uns sehr direkt betreffenden drei Vorlagen – über Alters- und Langzeitpflegeinstitution – über Akutspital – über den Zweckverband. In einer freiheitlich geführten Gemeinde sollte es doch selbstverständlich sein, dass Bürgerinnen und Bürger besonders bei einem so lebensnahen Thema abstimmen können. Wie und was hat dazu geführt, dass uns Wettswilern genau dies vorenthalten werden soll? Welche Einflüsse und vielleicht Interessen haben zu diesem, für mich nicht nachvollziehbaren Entscheid, geführt? Ich würde gerne nebst der rechtlichen vor allem auch die moralische Begründung für den teilweisen Stimmrechtsentzug hören. Aber viel besser wäre, wenn wir alle wieder eine Stimme bekämen. Wenn wir Ja oder Nein zu jeder der drei Vorlagen sagen könnten. Nur einfach so, wie die Stimmbürger in allen anderen betroffenen Gemeinden. Heinz Ott, Wettswil .........................................................................

Anstrengende Demokratie Liebe Wettswiler, richtig neitisch bin ich auf euren muthigen Gemeinderaat, der euch schüzt vor einer zu schwiehrigen Abstimung! Könt ihr

denn noch unterscheiten wer lügt und wer die Warheit sagt? Also Hand aufs herz: ich nöö! Darum finde ich auch die Regirung der Stadt Affoltern so richtig toll. Wie die jetzt auf den Putz gehauen hat und klar macht: Hey, wir machen bei dem ganzen sozialen Zeugs nicht meer mit. Ich finde es supersuper, dass ihr und die Affoltemer euch zurück lehnt und gar nichts thut. Hören wir doch endlich mal auf mit dieser blöden Demokratii, die ist würkli viel zu anstrengend. Wer will sich denn heute schon eine eigene Meinung bilden? Also ich – nöö. «Mamagaga», Marina Gantert, Hedingen .........................................................................

Gesundheit, Krankheit, Altern und Sterben lassen sich nicht auslagern Endlich setzt mir der Artikel von Livia Häberling im «Anzeiger» vom 22. Februar ein Licht auf im immer undurchsichtiger erscheinenden Streit um die Zukunft des Spitals Affoltern! Da ist doch der Stadtrat von Affoltern tatsächliche einem Berater auf den Leim gekrochen, der ein bezahlbares Allround-Modell anbietet für alle Belange von ambulanter und stationärer Grundversorgung, für alle Altersgruppen, speziell aber die betagten Langzeitpflege-Patienten (Seewadel - wann gebaut? Wann bezugsbereit? Wie medizinisch-pflegerisch ausgestattet?), für den Notfall (eine 365-Tage-Permanence – mit welchem Personal? Für wieviele Patienten ausgelegt? Ein einziges Notfall-Fahrzeug? Wo ist der dafür speziell befähigte Notfallarzt permanent anwesend?). Auch die Spitex lässt sich ins dieses Konzept hinein wursteln. Da kann der noch nicht gebaute neue Seewadel herhalten! Aha, der Herr Berater ist hauptamtlich als Mitarbeiter einer Firma Valevita AG mit dem Aufbau von Gesundheitszentren beschäftigt, deren Konzept er gleich dem Stadtrat von Affoltern verkaufen kann, so das Konzept für Affoltern als genügend gewinnträchtig erscheint. Gesundheit, Krankheit, Altern, Sterben lassen sich nicht auslagern, sondern sie finden hier und jetzt statt. Sind wir wirklich bereit, unsere Gesundheit, unser Altern, unser Sterben ganz in die Hände von GesundheitsKonzernen à la Hirslanden-Gruppe (Konzern mit Sitz in Südafrika) zu geben? Und dafür bestens funktionierende gemeinde- oder kantonseigene Spitäler und Pflegeeinrichtungen aus den Händen zu geben, weil sie Verluste schreiben? In welcher Welt leben wir, in der mit Gesundheit, Krankheit, Altern, Sterben ein Geschäft gemacht wird? Das Vermeiden der erwähnten Verluste ist eine Rechenaufgabe, die uns allen gestellt ist, und für welche wir die bestehenden Kranken- und Sozialversicherungssysteme hinterfragen und allenfalls umgestalten müssen. Von der Informationsveranstaltung vom Donnerstag, 27. Februar (19.30 Uhr in der «Löwen»-Bar in Hausen) durch die FDP und die SP Hausen erhoffe ich mir Antworten auf die hier aufgeworfenen Fragen. Esther Burkhardt Modena Törlenmatt, 8915 Hausen a.A. .........................................................................

Der Grössenwahn einer ex. Gemeindebehörde Schon mit der neuen Gemeindeordnung wurden die Stimmbürger über den Tisch gezogen. Der grosse Teil der Stimmberechtigten, welche der Einheitsgemeinde (Schulgemeinde und Politische Gemeinde) wohlgesinnt zustimmten, übersahen, dass das Wort «Gemeinde» durch «Stadt» ersetzt wurde. Nun musste natürlich gehandelt werden: Zuerst muss ein Logo her, welches unser schönes Gemeindewappen ersetzt. Notabene wurde ein Logo

(sicher mit viel Geld) erstellt, welches weder bei der Bevölkerung ankommt, noch interpretierbar ist. Das Schreibpapier mit dem Gemeindewappen musste weg. Tonnenweise wurde Büromaterial entsorgt. Auch die Feuerwehr wurde natürlich schlagkräftiger, wenn auf den Fahrzeugen das neue Logo und der Schriftzug «Stadt am Albis» steht. Blödsinn! Weltweit wird immer noch zu 98 % mit Wasser gelöscht. Die Kommunalpolizei ist neu die Stadtpolizei, und alle Fahrzeuge des Regiebetriebes und der Gemeinde mussten für viel Geld neu beschriftet werden. Da bleibt natürlich kein Franken übrig für überregionale Institutionen wie Spitex usw. Nein wir sind eine Stadt, also wollen wir eine eigene Organisation aufbauen, koste es, was es wolle. Sollen doch die umliegenden Gemeinden selbst zurechtkommen. Wo bleibt da die Solidarität?! Die Krönung ist natürlich das Vorgehen unserer Stadtbehörde, betreff Schliessung des Spitals Affoltern. Zuerst werden Radio und Fernsehen informiert, erst nachträglich oder kurz vorher die weiteren Partner. Das Personal, welches übrigens eine sehr gute Arbeit leistet, konnte über Züri News von einem «Solidaritätsfond» erfahren. Das ist keine Motivation, sondern ein Schlag ins Gesicht. Auch da möchte die Stadt durch eine Nachfolgeorganisation einen Alleingang starten. Ein 24-Stunden-Betrieb für 365 Tage aufbauen, wer soll das bezahlen und wer betreiben? Stadtbehörde von Affoltern, steigt wieder vom hohen Ross, oder ist das unwürdig? Werner Steiner, Zwillikon .........................................................................

Eigennutz?! So, so, der «gesundheitspolitische Berater» des Gemeinderats Affoltern betreibt Gesundheitszentren – den Bock zum Gärtner gemacht? Ein Schelm, der Böses denkt? Dr. Jan Cahlik, Kinder und Jugendarzt, Affoltern a. A. .........................................................................

Den Zweckverband reformieren Toni Bortoluzzi schreibt im «Anzeiger» vom 19. Februar: «Darum sind die Kantonsratskandidaten der SVP (…) von einer Gesundheitsversorgung auf der Basis der Zusammenarbeit der 14 Bezirksgemeinden und der bestehenden Strukturen überzeugt.» Der SpitalZweckverband als Strukturträger soll erhalten bleiben. Also Nein, den Zweckverband aufzulösen! Aber im nächsten Satz kommts: «Darum (...) stimmen Sie am 19. Mai 3 x Ja.» (Ja zur Auflösung des Zweckverbands?!) Wie geht das? Bestehende Strukturen aufrechterhalten, was wir wollen, den Zweckverband erhalten und das Spital nicht aussplittern, und nun der nächste Satz: Man soll Ja sagen zur Auflösung des Zweckverbandes! Und Ja zur privatisierten Spital-AG und Ja zur IKA Langzeitpflege! Hat der liebe Toni den Ernst der Lage verstanden? Wir wollen den demokratischen Zweckverband erhalten und reformieren. Deshalb 3-mal Nein. Wer für das Spital ist, der stimmt Nein zu dieser Privatisierungs-Vorlage. Peer Messerli aus Affoltern pflegt den selben Widerspruch. Am 22. Februar fragt er zu Recht: «Wir haben die Wahl. Eine private Institution, die gewinnmaximiert arbeiten muss und zu der wir nichts mehr zu sagen haben? Oder selbst die Weichen stellen? Das hiesse dann 3-mal Ja in die Urne legen.» Herr Messerli: Mit Ihrer ersten und zweiten Frage sind wir völlig gleicher Meinung! Aber ihre Schlussfolgerung, mit Verlaub, was haben Sie sich dabei gedacht? Die Behörden wollen die Spital-Pri-

vatisierung und dadurch uns ausschalten! Wer eine AG gründet, der will die Privatisierung. Der will ganz bewusst, dass wir, die Stimmberechtigten, die Weichen nicht mehr selber stellen können! Wenn Sie, Herr Messerli, Ja sagen zur AG, dann haben Sie die Privatisierung. Und wenn Sie Ja sagen zur Abschaffung des Zweckverbands, hängt unser Spital ab 20. Mai 2019 rechtlich in der Luft. Sagen Sie aber beherzt drei mal Nein, können wir mitreden und den Zweckverband verbessern. Wir wollen künftig ausgebildete und kluge Delegierte selber wählen dürfen! Hans Roggwiler, Verein pro Zweckverband, Antalya .........................................................................

Etwas Empathie würde nicht schaden Bei der Diskussion um die Zukunft des Spitals Affoltern sollten die Pflegeheime nicht untergehen. Der «Stadtrat» von Affoltern will nach den Presseberichten diese schliessen, weil betreutes Wohnen angeboten werden soll und dies den Zuzug von Personen, die Anrecht auf Zusatzleistungen haben, zur Folge hätte. Zum Ersten ist darauf hinzuweisen, dass Affoltern im Finanzausgleich ist und hohe solidarische Zahlungen, zum Beispiel von Wettswil, erhält. Ein bisschen mehr Empathie würde also nicht schaden. Zum Zweiten sind die Kosten für ZLEmpfänger zu 5/8 vom Bund finanziert (so weit es um Existenzsicherung geht). Die Pflegekosten übernehmen bis auf zirka 600 Franken/Monat die Krankenkasse und der Kanton. Dazu kommt die Hilflosenentschädigung der AHV. Es verbleiben also der Gemeinde 3/8 der existenzsichernden Kosten, die Mehrkosten für Hotellerie im Heim und 600 Franken Pflegekosten. Dieser Restbetrag wird zu 40 % durch den Kanton übernommen. Geschätzt machen die Aufwendungen der Gemeinde für einen ZL-Empfänger zwischen 1000 und 2000 Franken/Monat aus. Das Problem ist also überschaubar und wäre im Übrigen im Rahmen des individuellen Sonderlastenausgleichs lösbar, wenn es wirklich bedrohlich würde. Hans Hegetschweiler, Hedingen .........................................................................

Vertrauenskapital verspielt! Das wichtigste Kapital, das Politiker in ihrem Amt haben, ist das Vertrauen der Wähler und der anvertrauten Bevölkerung. Wollen sie ihr Kapital bewahren oder sogar vermehren, müssen sie ihre Versprechungen umsetzen. Das Vertrauenskapital ist aber auch schnell verspielt, wenn Politiker die Erwartungen nicht erfüllen oder wenn sie etwas sagen und etwas anderes tun. Verlorenes Kapital ist kaum mehr zurück zu gewinnen. Mit seinem Vorpreschen beim Spitex Entscheid und seiner Stimmempfehlung für das Spital Affoltern schaffte es der Stadtpräsident von Affoltern in kurzer Zeit sein Vertrauenskapital bei vielen Bewohnern von Affoltern und den Bezirksgemeinden zu verspielen. Ein Politiker, der bereit ist, bewährte Strukturen der Gesundheitsversorgung aufs Spiel zu setzen und sie durch Versprechungen, die erst auf dem Papier stehen (Papier ist ja geduldig …..) zu ersetzen, spielt Roulette und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit verlieren. Nur schade, dass die Bevölkerung den Preis dafür bezahlen muss. Ob der Wettswiler Gemeinderat mit seinem Entscheid, der Bevölkerung das Stimmrecht in dieser Frage zu entziehen, sein Vertrauenskapital gut verwaltet, bleibt wohl abzuwarten. Walter Dobler, Ottenbach


Gewerbe/Dienstleistungen

Zwei Brüder – eine Druckerei – für Sie. Stephan & Daniel Käser, Inhaber 044 700 18 30 8143 Stallikon – Ihre Druckerei im Amt

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Neue Bezeichnung

«Alles ist bereit!»

Einblick ins Textile und Technische Gestalten (TTG) an der Primarschule Hausen. > Seite 10

Slowenische Frauen stehen dieses Jahr hinter dem ökumenischen Weltgebetstag. > Seite 11

Dienstag, 26. Februar 2019

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Rennluft schnuppern Der Skiclub Hausen lädt zum Vereinsrennen am Skilift Brunni-Haggenegg. > Seite 15

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Schöne Drucksachen – und erst noch schnell. Gian Ferrari, Drucktechnologe 044 700 18 30 8143 Stallikon – Ihre Druckerei im Amt

kæser.ch DIE DRUCKER

«Meine Kunden haben Der Töff-Occasionsmarkt boomt Knapp 90 000 Halterwechsel im Jahr 2018 registriert fast alle Hunde»

Coiffeur Engel: Apéro zum 5. Geburtstag Vor fünf Jahren hat sich Rita Graf-Engel mit ihrem kleinen Coiffeursalon selbstständig gemacht. Am Freitag möchte sie mit ihren Kunden auf diesen halbrunden Geburtstag anstossen. Mit über 50 Jahren nochmals neu durchstarten – nicht viele wagen diesen Schritt. Rita Graf-Engel hat ihre Chance vor fünf Jahren gepackt und sich mit einem kleinen Coiffeursalon hinter dem Öki-Hof in Affoltern selbstständig gemacht. «Ich bin so dankbar», sagt sie rückblickend, «das war ein riesen Glücksfall, dass ich den Raum übernehmen durfte.» Den Hund darf man bei Rita Graf zum Coiffeurbesuch

mitbringen. Damit hat sie offenbar ein grosses Bedürfnis entdeckt: «Meine Kunden haben fast alle Hunde», verrät sie. Dabei punktet Rita Graf nicht nur mit Qualität und Tierliebe. Geschätzt sind auch ihre Geduld und ihre Lebenserfahrung. Sie nimmt sich gerne Zeit für ihre Kundschaft und weiss aus eigener Erfahrung, was hilft, wenn die Haare ergrauen und dünner werden. Während früher der Griff zum Färbemittel fast alternativlos war, rät sie heute zu natürlicherem Umgang mit dem reifer werden. Ein Geheimtipp sind transparente Haarfarben. Diese decken nicht vollständig ab – und es bilden sich auch deutlich weniger unschöne Übergänge. Mit einer leichten Tönung oder Strähnchen lassen sich zudem Farb-Akzente setzen. Ihr persönliches berufliches Glück möchte Rita Graf mit ihren Kundinnen und Wegbegleitern teilen. Am Freitag, 1. März, lädt sie deshalb zu einem Apéro ein. Für die Bewirtung der Gäste hat sie sich einen Profi zur Seite geholt: Weinhändler Thorsten Bergmann von Vinoamante, Buttwil, führt eine kleine Verkostung durch mit Prosecco sowie verschiedenen Weiss- und Rotweinen. (tst.) 5 Jahre Coiffeursalon Engel, Freitag, 1. März,

Den Hund darf man bei Rita Graf zum Coiffeurbesuch mitbringen. (Bild Irene Magnin) anzeige

18 Uhr, Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, Telefon 079 132 42 32.

Die Beliebtheit des Motorrads als Freizeit- und Hobby-Gerät ist beim Schweizer Volk ungebrochen, so die Schweizerische Fachstelle für Motorrad und Roller.

Dass Motorräder als Freizeit und Hobbygeräte beliebt sind, belegen einerseits die rund 70 000 Besucherinnen und Besucher, die auch dieses Jahr vom 21. bis 24. Februar an die Swiss-Moto in Zürich, die grösste Zweiradmesse unseres Landes, pilgern. Andererseits aber auch die in den vergangenen fünf Jahren markant gestiegenen Zahlen der Halterwechsel auf dem Occasionsmarkt. Fast 90 000 Motorräder und Roller wechselten 2018 in der Schweiz ihren Besitzer oder ihre Besitzerin. Davon betrafen 55 000 Handän-

derungen Motorräder mit mehr als 125 cm³ Hubraum. Diese Zahlen widerspiegeln nicht nur ein Plus von rund 20 Prozent, verglichen mit dem Jahr 2013, sondern entsprechen auch mehr als doppelt so vielen Zweirädern, wie im selben Zeitraum Neumaschinen verkauft wurden. Die deutliche Zunahme der Occasionsverkäufe über sämtliche Kategorien und Klassen hinweg hat verschiedene Ursachen: Erstens war nach dem Frankenschock und den damit verbundenen Rekordverkäufen aufgrund der massiven Preissenkungen für Neumaschinen eine Normalisierung des Neumaschinenmarktes vorhersehbar. Zweitens hielten sich die Hersteller wegen der Anpassung ihrer Modellpaletten an neuere und strengere gesetzliche Vorlagen mit der Lancie-

rung neuer Fahrzeuge merklich zurück, was wiederum die Attraktivität des Occasionsmarktes erhöhte. Trotz eines leichten Rückgangs im vergangenen Jahr bewegt sich aber auch der Schweizer Neumaschinenmarkt auf einem hohen Niveau. 2018 wurden in der Schweiz mehr als 42 000 neue Motorräder und Roller verkauft. Damit belegt die Schweiz im internationalen Kontext hinter den «Big Five» Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien Platz sechs. Insgesamt sind in unserem Land 900 000 Motorräder, Roller und Motorfahrräder eingelöst. Der Branchenumsatz beträgt gemäss der Schweizerischen Fachstelle für Motorrad und Roller über eine Milliarde Franken. (pd.)

Rüüdiges Fasnachts-Programm

Guuggen sorgen für Stimmung im Emmen Center Die CH-Guugger Ämmebrogg krönen ihr 40-Jahre-Jubiläum mit einer Ausstellung im Emmen Center. Kinderschminken und Guggenmusik komplettieren das fasnächtliche Programm. Die CH-Guugger feiern heuer ihr 40jähriges Bestehen und krönen dies mit einer Ausstellung im Emmen Center mit älteren und neueren Sujets quer durch die Vereinsgeschichte. Von Jugendlichen gegründet, veränderte sich der Verein durch die Jahre stark. Wo das Liederrepertoire früher vor allem von Schunkelmusik dominiert wurde, nisteten sich zahlreiche Hitparadenstücke ein. Mittlerweile besteht die Stückliste grösstenteils aus Rockliedern. Der Mitgliederbestand von 30 Leuten ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, und so präsentieren sich die CH-Guugger pünktlich zum 40Jahre-Jubiläum zum ersten Mal mit

über 60 Mitgliedern. Diese sind zwischen 16 und 52 Jahre alt und haben bis zu 32 Fasnachten auf dem Buckel.

Kinderherzen schlagen höher Während der rüüdigen Tage bietet das Emmen Center zudem ein umfassendes und kostenloses Kinderprogramm. Ab dem 27. Februar dürfen sich die Kleinen in der Kinderwelt von den Schminkerinnen bunte Kunstwerke ins Gesicht zaubern lassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und so werden aus braven Kindern freche Clowns, wunderschöne Prinzessinnen, wilde Piraten oder gefährliche Tiger. Die hochwertige Theaterschminke besteht aus ungiftigen, kräftigen Farben auf Wasserbasis. Sie wird mit viel Liebe zum Detail mit dem Pinsel aufgetragen, juckt nicht und ist einfach wieder abwaschbar. Das Kinderschminken ist kostenlos und findet vom 27. Februar bis am Gü-

disdienstag, 5. März jeweils von 14 bis 17 Uhr und am Samstag von 10 bis 15 Uhr statt. Auch die Fasnachts-Musik macht vor dem Emmen Center nicht Halt, und daher sind zahlreiche Guuggenmusigen aus der Region zu Gast. Sie spielen an den zwei Fasnachtstagen SchmuDo und Güdismontag jeweils am Nachmittag zur vollen Stunde für ungefähr 15 bis 20 Minuten. (pd.)

Das Programm: 27. Februar: 14-17 Uhr Fasnachtsschminken. 28. Februar (SchmuDo): 13 Uhr Chnuupesager Lozärn; 14 Uhr CH-Guugger Ämmebrogg; 15 Uhr Guugge De Räschte Lozärn; 14-17 Uhr Fasnachtsschminken. 1. März: 14-17 Uhr Fasnachtsschminken. 2. März: 10-15 Uhr Fasnachtsschminken. 4. März (Güdismontag): 13 Uhr Guugge Schügumugger Ämme; 14 Uhr CH-Guugger Ämmebrogg; 15 Uhr Guugge Tröpfeler Root; 14-17 Uhr Fasnachtsschminken. 5. März (Güdisdienstag): 14-17 Uhr Fasnachtsschminken.


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Vermischtes

Dienstag, 26. Februar 2019

«Ich finde ‹TTG› cool, weil man verschiedene Sachen macht»

Textiles und Technisches Gestalten an der Primarschule Hausen

Leseratten selbst gemacht – manchmal braucht es mehr als zwei Hände ... (Bild zvg.)

Textiles und Technisches Gestalten – kurz TTG –, so heisst das Fach Handarbeit/Werken seit dem neuen Lehrplan 21. Auch an der Primarschule Hausen am Albis. Ein Einblick. «Was mached mer hüt?» Neugierig schauen die 3.-Klasskinder ins Schulzimmer. Heute beginnt ein neues Projekt im «TTG». Und was macht «Otilie» hier, die Leseratte aus dem Klassenzimmer? Gemeinsam werden die Vorlieben beim Lesen besprochen. Warum, wo und wann liest man gerne? Wieso macht lesen Sinn? Die Leseförderung begleitet die Drittklässlerinnen und -klässler durchs ganze Schuljahr. Immer wieder wird auf die Wichtigkeit des Lesens hingewiesen und die Freude am Lesen mit verschiedenen Projekten gefördert. Diesmal geht es darum, eine Leseratte als Lesezeichen herzustellen. Nach kurzer Arbeitsbesprechung wird eifrig das Muster ausgeschnitten, werden Farben ausgewählt und schon geht es ans Zuschneiden der Stoffteile. Fleissig wird geschnitten, genäht und vor allem gelernt. Wie geht der Raketenknoten? Wer hilft mir beim Fadenabschneiden? Wo ist meine Nadel? Wie viel Faden muss ich abschneiden? Welche Ohrenfarbe soll meine Ratte haben? So werden Arbeitstechniken

besprochen, Fähigkeiten geübt und vorhandenes Wissen angewendet. Viel zu schnell sind die zwei Lektionen TTG vorbei. Die angefangenen Ratten verschwinden für eine Woche in der Kiste.

Fortschritte sind sicht- und erlebbar In der nächsten Woche geht es mit einer Besprechung weiter. Die angefangenen Lesezeichen werden nach Arbeitsstand sortiert. So ist es möglich, die Reihenfolge der Arbeitsschritte zu klären und zu besprechen. Anforderungen an die Arbeit werden laufend besprochen. So ist den Kindern klar, was von ihnen erwartet wird. Kurze Zeit später sind sie am Arbeiten. Wenn Fragen auftauchen, hilft Nachdenken, die Sitznachbarin oder die Lehrerin. Vieles ist jetzt klar, fleissig wird genäht und gestopft und die ersten Ratten erhalten Schwänze, Ohren und Augen. Die Kinder helfen sich gegenseitig und die Farbideen für die nächsten Ratten überschlagen sich. Tatsächlich wird mehr als ein Lesezeichen hergestellt. Nachdem für die ersten Ratten Restenmaterial aus dem Schulzimmer gebraucht wurden, können für die zweite Ratte Farbwünsche in einer Bestellliste eingetragen werden. Rohstoffe, Materialien wie auch die Herstellung und Beschaffung

Amphibienwanderung: Strasse Obfelden – Maschwanden nachts zu Zum Schutz der Frösche, Kröten, Molche und Salamander wird auch dieses Jahr die Kantonsstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden einschliesslich der Wolserholzstrasse nachts von 18.30 bis 5.30 Uhr für den Verkehr gesperrt sein. Die Strassensperrung beginnt morgen Mittwoch, 27. Februar. Wenn in feuchten Nächten die Temperatur um wenige Grade über der Nullgrad-Grenze liegt, verlassen Frösche, Kröten, Molche und Salamander ihre Winterquartiere – der Amphibienzug beginnt. Die Tiere ziehen, ihrem Instinkt folgend, zu ihren angestammten Laichplätzen, wo sie einst selbst als Kaulquappen heranwuchsen. Dort paaren sie sich und laichen ab. Eine neue Generation wächst heran – der Kreis schliesst sich. Je nach Witterung kann der Amphibienzug wenige Tage oder aber bis zu mehreren Wochen dauern. Oft wandern die Tiere in Massen, manchmal auch vereinzelt. Damit die Tiere gefahrlos ihr Ziel erreichen, werden

werden besprochen. So gelingt es, handwerkliche und industrielle Herstellung zu vergleichen und der Wert des eigenen Produktes wird hervorgehoben. In den fünf Wochen sind mehrere Leseratten entstanden. Die Kinder haben intensiv gearbeitet und vieles gelernt. Als Abschluss werden die persönlichen Arbeiten begutachtet und ausgewertet. Da dieser Schritt immer wieder besprochen wurde, fällt es den Kindern leicht. Verbesserungen zwischen der ersten und der letzten Leseratte sind offensichtlich. So werden Fortschritte sicht- und erlebbar. Viele Aufgaben und Kompetenzen aus dem Lehrplan konnten geübt werden. Fachliche Kompetenzen wie nähen, schneiden, knüpfen stehen vordergründig im Zentrum. Aber es wurden auch Handwerk und Design besprochen, welchen Wert Dinge haben und wie man mit Abfall umgeht. Probleme sind aufgetaucht und konnten mit verschiedenen Hilfsmitteln gelöst werden. Durchhaltewille und Ausdauer, sowie Genauigkeit und Selbstständigkeit wurden gestärkt. Die Arbeitsorganisation war ebenso Thema wie das Selbstmanagement. Alles Kompetenzen, die sich hervorragend im TTG üben lassen. Daniela Koch, Lehrperson TTG

E

twa einmal im Monat fahre ich nach Schwenningen, 50 km nördlich von Schaffhausen, um meine 98-jährige Mutter zu besuchen. Diesmal aber, um zu servieren. In der Kirche. Dort bin ich getauft und konfirmiert worden. Nur eine Treppe trennt diese von meinem ehemaligen Elternhaus. Heutzutage gehe ich allerdings nur im Februar in die Kirche. In die Vesperkirche. Unter diesem Namen führen viele Kirchengemeinden in Deutschland soziale Projekte zugunsten von Armen und Bedürftigen durch. Im Raum stehen dann statt Bänken viele lange Tische mit weissen Tischdecken, Blumen und Kerzen. Man bekommt ein feines Mittagessen für 1 Euro und kann anschliessend hoch zur Orgel steigen. Dort gibt es Kaffee und Kuchen. Einen Monat lang wird dies angeboten, und viele Arbeitslose kommen täglich. Es ist ein Treffpunkt. Zwei bis drei Stunden lang wird gegessen und geredet – Stärkung für Körper und Seele. Ich bin eine von täglich 40 Helfern. Und war von Donnerstag bis Sonntag im Einsatz. Ich bekam einen Zehnertisch zugewiesen und redete viel mit meinen Gästen. Übrigens kommen auch Menschen, die genug Geld besitzen. Die bezahlen fünf Euro und geben meistens etwas mehr.

Reportage für die Tageszeitung Für die Tageszeitung sollte ich einen Bericht verfassen. Am Sonntagabend war ich fertig mit meiner Reportage. Fand aber keinen guten Titel. «Essen mit Herz?» Nein. «Menü 1 oder Menü 2?» Keiner gefiel mir. In der Nacht wachte ich auf und hatte ihn! Genau! Das wars! «Hirschgulasch und jede Menge Gespräche». Am Montag schickte ich den langen Text fort. Hier ein Auszug: «Huch, jetzt aber wieder an die Arbeit. Es gibt panierten Fisch mit Kartoffelsalat und Remouladensauce! Das Vegi-Menü will an meinem Tisch niemand, den ganzen Morgen nicht. Viele Male laufe ich hin und her – schliesslich gehören noch Suppe und Salat dazu. Am Ende des Tages wurden 283 Portionen gegessen. Übrig waren nur vier Portionen Tortellini und ein halber Fisch! Was für eine Planung! Aber noch ist es nicht so weit. Muss viele Gäste bedienen. Zwischendurch spaziere ich zum Getränketisch-

chen für die Mitarbeiter und putsche mich auf mit einem süssen Multivitamindrink. Ein jüngerer Mann, den ich oft lachen sehe, schleppt Kisten, und er lobt mich wegen meiner Kolumne, die ich zu Beginn der Helferrunde vorgelesen habe. Ihm gefalle die Schweiz, er sei mit einer Bekannten und seinem Hund in zehn Tagen von Schwenningen zum Lago Maggiore gewandert. Superschön. Fast immer im Freien übernachtet. Am Abend in Locarno angekommen. Und am nächsten Tag mit dem Zug nach Hause gefahren. Zehn Tage hin, vier Stunden zurück. Gerade ist was passiert. Ein Helfer, der ehemalige Dozent von der Polizeihochschule, der unter anderem und mit anderen die schweren Essensbehälter vom Franziskusheim in unsere Kirche transportiert, erzählt mir, dass er soeben etwas ganz anderes transportiert habe, nämlich eine Frau in die Notaufnahme des Klinikums. Sie hatte plötzlich rasende Schmerzen bekommen, eventuell eine Kolik. Zwei Männer sitzen nun da, bestellen sogar zweimal Nachschlag. Der eine winkt mir immer mal wieder, wenn ich unterwegs bin mit gebrauchtem Geschirr oder so. Er managt ein wenig unseren Tisch: «Es fehlen frische Gläser.» «Da ist ein neuer Gast gekommen.» Und einmal, jesses, da meint er: «Ute, (ich habe ein Namenstäfelchen an der Schürze) du hast meinem Tischnachbarn zwar das Menü gebracht, aber die Suppe vergessen. Kannst sie hinterher bringen, es macht ihm nichts aus.» Und der Kompagnon dieses Managers meint: «Ute, du bist wunderbar!» Er zeigt mir ein Foto seines Sohnes. Mit 54 noch gezeugt, alle meinen, er sei der Opa, aber das ist ihm egal.

Eine andere Überschrift Und nun kommt etwas Peinliches: Mein Bericht erschien – übrigens eine ganze Seite. Aber der Titel! Der Chefredaktor hatte mein «Hirschgulasch und jede Menge Gespräche» nicht genommen! Hatte eine andere Überschrift gemacht! Und wie hiess die? Riesengross stand da über meinem Text: «Ute, du bist wunderbar!» O Gott, die Leute werden denken, ich sei grössenwahnsinnig geworden! Ute Ruf

Über das Bockenkrieg-Denkmal in Affoltern

Donnerstag, den 22. April 1875

die Tambrigstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden sowie die Wolserholzstrasse auch dieses Jahr wieder gesperrt – erstmals am Mittwochabend, 27. Februar. Die Umfahrung erfolgt via Mettmenstetten und wird entsprechend signalisiert. Aufgrund der Erfahrung aus dem Vorjahren dauert die Sperrung jeweils von 18.30 bis 5.30 Uhr. Wer gegen die Sperrung verstösst, macht sich strafbar. (pd.)

Hirschgulasch

Der Aemtler-Verein in Zürich

Der junge Jurist Adrian Stroheker war von 1866 bis 1873 Statthalter in Affoltern, vorher Bezirksratsschreiber, nachher «Fürsprech» in Zürich. In Zürich gab es in den 1870er-Jahren einen Aemtler-Verein, dessen Initiant Stroheker war.

Die nächtliche Strassensperrung in Maschwanden hilft Amphibien – hier ein Erdkrötenpaar – ihr Laichgewässer unbeschadet zu erreichen. (Bild H. Cigler)

zwischen-ruf

Vor versammeltem Regierungsrathe: Der Aemtler-Verein in Zürich sendet ein Programm mit Einladung zur feierlichen Beisetzung der aus dem sogenannten Maleflikanten-Friedhof ausgegrabenen Gebeine der im Jahre 1804 für ihre politische Überzeugung gestorbenen vier Männer Schneebeli, Häberling, Willi und Kleiner ein, welche Feier am 25. dieses Monats stattfinden soll. Nach bestehender Übung wird den einzelnen Mitgliedern überlassen, sich an der Festlichkeit nach Gutfinden zu betheiligen. Das Gesuch des Aemtler-Vereins in Zürich um Überlassung der im Zeughaus befindlich sein sollenden alten Fahne der ehemaligen Herrschaft Wädensweil für die am 25. April stattfin-

dende feierliche Beisetzung der ausgegrabenen Gebeine der Opfer des sogenannten Bockenkrieges Schneebeli, Häberling, Willi und Kleiner wird der Direktion des Militärs zur Erledigung überwiesen.

25. März 1876 Die Finanzdirektion berichtet: Nachdem in Folge des Regierungsbeschlusses vom 22. Jenner abhin der Vorstand des Aemtler-Vereins eingeladen wurde, über die Art und Weise der Ausführung und die mutmasslichen Kosten des projektierten Monuments zu erteilen, erstattet Herr Fürsprech Stroheker in Zürich, Nahmens des genannten Vereins einen bezüglichen Bericht, woraus sich ergibt, dass der Kostenvoranschlag für das Denkmal ca. 2000 Frk. beträgt, woran bis zur Stunde ca. 1500 Frk. subskribiert sind. Die Pläne seien noch nicht fertig. Da indessen die Grösse eines allfälligen Staatsbeitrages etwelchermassen auf die definitive Gestaltung desselben influiere, so sei es wünschbar, jenen bereits in Aussicht gestellten Beitrag wenigstens an-

nähernd zu kennen. Auch sei der Platz für die Aufstellung des Denkmals noch nicht endgültig festgestellt, in erster Linie habe man vorläufig den Friedhof St. Jakob in Aussicht genommen, daneben aber auch mit Rücksicht auf die leicht mögliche Beseitigung dieses Friedhofes von anderen Plätzen gesprochen, wie zum Beispiel von einem solchen bei der neuen Kaserne, der Stätte, wo Häberling erschossen wurde. Der Regierungsrat bewilligte schliesslich einen Beitrag von 500 Franken aus seinen freien Mitteln. Stroheker wandte sich dann an Heinrich Winkelmann im Hotel Löwen in Affoltern, und dieser schenkte der Gemeinde 27 Quadratmeter Ackerland für das Denkmal, gerade vor seinem Hotel. Der ehemalige Statthalter von Affoltern, Stroheker, hat also mit dem Aemtler-Verein von Zürich die Rehabilitation der Freiheitshelden von 1804 bewirkt und hat ihnen in Affoltern ein Denkmal gesetzt. Rudolf Fenner


Veranstaltungen

Dienstag, 26. Februar 2019

«Kommt, alles ist bereit!»

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Ein Tag zum Auftanken

Slowenische Frauen laden ein zum Weltgebetstag

Für pflegende und begleitende Angehörige

Jeweils am ersten Freitag im März findet auf der ganzen Welt der ökumenische Weltgebetstag (WGT) statt. Überall wird in den verschiedenen Sprachen nach derselben Liturgie gefeiert, die jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land verfasst wird.

Am Samstag, 9. März, findet im reformierten Chilehuus Affoltern von 10 bis 17 Uhr ein Seminar für pflegende und begleitende Angehörige statt.

Slowenien hat eine lange, bewegte Geschichte: von einer hochstehenden Kultur in prähistorischer Zeit bis zur heutigen demokratischen parlamentarischen Republik. Während der Zeit, als Slowenien Teil der sozialistischen Republik Jugoslawien war (1945–1991), wurden Angehörige von Religionsgemeinschaften diskriminiert. Seit 1991 ist Slowenien ein unabhängiger Staat und seit 2004 Mitglied der EU. Im Jahr 2001 wurde in Slowenien der Weltgebetstag zum ersten Mal gefeiert. Der Impuls dazu kam aus der Schweiz. Und nun schenken uns die slowenischen Frauen eine Fei-

sich alle entschuldigen lassen. Der Gastgeber ist enttäuscht und lässt Arme, Behinderte und Randständige, die sonst nie zu so einer Einladung kommen, an seinen Tisch bitten, damit das Fest doch noch stattfinden kann. Die sehbehinderte Künstlerin Rezka Arnuš hat ein Bild gestaltet, in welchem sie ihr Land zusammen mit der biblischen Geschichte darstellt: tanzende slowenische Frauen in ihren Nationaltrachten, Menschen mit verschiedenen Behinderungen und dazwischen, im Zentrum, der reich gedeckte Tisch mit Spezialitäten des Landes. (pd.) Gottesdienst für Wettswil, Stallikon und Bonstetten

Das Bild von Künstlerin Rezka Arnuš stellt Slowenien zusammen mit der biblischen Geschichte dar. (Bild zvg.) er zum Thema «Kommt, alles ist bereit!» Diese Aufforderung steht in einem Gleichnis, das Jesus im Lukasevangelium erzählt (Lk 14,17): Die zu einem Gastmahl Eingeladenen haben

am 1. März, 19.30 Uhr, reformierte Kirche Wettswil, mit anschliessendem Apéro. Hausen, Kappel und Rifferswil am 1. März, 19.30 Uhr, reformierte Kirche Hausen (Einsingen um 19 Uhr). Hedingen am 10. März, 10 Uhr (9.30 Uhr Einsingen). Aeugst, Affoltern, Mettmenstetten, Maschwanden, Knonau, Obfelden und Ottenbach am 1. März, 19 Uhr, reformierte Kirche Aeugst, anschliessend Kostproben. Weitere Infos unter www.wgt.ch.

Neuem Platz machen

Frühlings- und Sommerkinderkleiderbörse in Affoltern Am Mittwoch, 13. März, findet die Kinderkleiderbörse des Familienclubs Affoltern im Kasinosaal statt. Die Tage werden wieder länger und Winterkleider machen der leichteren Garderobe Platz. Die Frühlingsbörse bietet nun die Gelegenheit, nicht mehr Getragenes zu verkaufen und Neues zu guten Konditionen zu erstehen. Familienclubmitglieder erhalten 90 Prozent, Nichtmitglieder 80 Prozent des Verkaufspreises abzüglich fünf Franken Administrationsgebühren zurückerstattet. Angenommen werden saubere und gut erhaltene Frühlings- und Sommerkinderkleider bis Grösse 176, Rollerblades, Wanderschuhe, Kinderschuhe, Velos, Velositz-

li, Buggys, Kinderwagen, Spielsachen und sonstige Gebrauchsartikel für Kinder sowie Umstandsmode.

Wie kann ich Ware verkaufen? Bis Freitag, 9. März, muss eine Nummer unter Telefon 044 761 22 51 oder boerse@familienclubaffoltern.ch gelöst werden. Es können auch bestehende Nummern bestätigt werden. Per Mail erhalten alle Verkäuferinnen detaillierte Infos und eine Etikettenvorlage. Annahme der Ware ist am Dienstag, 12. März, von 18.30 bis 19.30 Uhr, Rückgabe der nicht verkauften Sachen ist am Donnerstag, 14. März, von 17.30 bis 18.30 Uhr. Der öffentliche Verkauf findet am Mittwoch, 13. März, von 16 bis 20 Uhr

Die Königin unter den Kartenspielen

Bridge-Club Zug lädt zum Schnupperkurs Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Das ist die wohl kürzeste Beschreibung, die man für dieses «Spiel» finden kann. Doch Bridge ist weit mehr. Es bietet Entfaltungsmöglichkeiten für jeden. Das Spektrum reicht von einer geistig anspruchsvollen Freizeitbeschäftigung bis zu hochsportiven und damit mathematischen Ansätzen. Aber auch den geselligen Aspekt dieses auf sehr verschiedene Weise kommunikativen Spieles gilt es bei der Einführung zu erwähnen. Es ist für jede Altersstufe und für jeden Grad an Ehrgeiz die Möglichkeit zu ganz individueller Entwicklung gegeben, im faszinierendsten Spiel der Welt, im Bridge ... anzeige

Wer sich für dieses vielseitige Spiel interessiert, der ist eingeladen, im Bridge Club Zug vorbeizuschauen, am Dienstagabend (ab 19 Uhr) oder Donnerstagnachmittag (ab 14 Uhr) im Martinspark an der Bahnhofstrasse 12 in Baar. Am kostenlosen Schnupperkurs vom 18. März, 19 bis 21 Uhr im Clublokal bietet sich eine besondere Gelegenheit, dieses ebenso kommunikative wie geistig anspruchsvolle Spiel kennenzulernen. (pd.) Bridge Club Zug, Bahnhofstrasse 12, Baar. Dienstags ab 19 Uhr, donnerstags ab 14 Uhr. Gratis Schnupperkurs am 18. März, 19 bis 21 Uhr, anmelden bei: Vreni.waelti@datazug.ch oder Telefon 041 440 65 43.

im Kasinosaal Affoltern statt. Vor oder nach der Suche nach Schnäppchen und günstigen Gelegenheiten kann man sich im Börsekafi verpflegen, gemütlich beisammen sein, sich treffen und austauschen. Das Kafi ist bereits ab 15.30 Uhr geöffnet.

Helferinnen und Helfer gesucht Wer sich gerne aktiv am Gelingen der Börse beteiligen möchte, kann sich gerne als Helferin oder Helfer zur Verfügung stellen. Der Einsatz wird mit einigen Vorteilen belohnt. Melden kann man sich ebenfalls unter boerse@familienclubaffoltern.ch. (pd.) Weitere Informationen sind zu finden auf familienclubaffoltern.ch.

Die meisten Menschen wünschen sich mit zunehmendem Alter, in ihrem Heim verbleiben zu dürfen. Dies bedeutet, die eigene Autonomie und Unabhängigkeit nicht ganz aufgeben zu müssen. Um diese Hilfs- und Pflegearbeit zu leisten, ist einiges nötig von Seiten der Angehörigen (meist Töchter, Söhne, Partnerin, Partner etc.). Die geleistete Unterstützung trägt in bedeutsamem Masse zum Wohlergehen der Hilfsbedürftigen bei. Somit leisten Pflegende und betreuende Angehörige eine wertvolle Aufgabe. Durch diese Sandwichposition stehen sie selbst in einem Spannungsfeld (berufstätig, ins familiäre System eingebunden mit pflegebedürftigem Elternteil oder Partner/-in und in der Entwicklung zu begleitende Kinder oder junge Erwachsene). Um die meist hohen Ansprüche, die zeitliche Präsenz, das emotionale Eingebundensein oder die familiären und gesellschaftlichen Solidaritätserwartungen zu meistern, stehen die pflegenden oder betreuenden Angehörigen im Mittelpunkt. Dieser Seminartag soll eine «Tankstelle» sein, um sich wieder gestärkt den Aufgaben im Alltag zu stellen. Es gibt drei verschiedene Ebenen und Handlungsfelder, an denen angesetzt werden kann, um Unterstützung anzufordern oder Belastungen zu reduzieren: Die gesellschaftliche Ebene (Politik, Staat, Gemeinden, Arbeitgeber): das Wissen und Bewusstsein für den Wert unbezahlter Pflegearbeit stärken; Entlastungsmöglichkeiten schaffen und informieren; Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Die institutionelle Ebene (Spitex, Pro Senectute, Rotes Kreuz, Heime): Erweiterung und Flexibilisierung ambulanter und teilstationärer Angebote; Sicherstellung einer koordinierten Arbeit aller in die Pflege eingebundenen Personen. Die individuelle Ebene,

Hilfs- und Pflegearbeit erfordert von den Angehörigen grossen Einsatz. (Bild zvg.)

Stärkung der Kompetenzen betreuender Angehöriger: Selbsthilfegruppen, Thema Burn-out, Lernen Hilfe anzunehmen, Umgang mit Ambivalenz und Schuldgefühlen sowie mit körperlichen Ressourcen (aus einem Vortrag von Pasqualina Perrig-Chiello: zwischen Familie, Job und Pflege; Zürcher Präventionstag 24. März 2017) Anlässlich dieses Seminartags fokussieren wir vor allem auf die individuelle Ebene: Wie geht es mir in dieser Lebenssituation? Wie kann ich Sorge zu mir tragen und Ressourcen mobilisieren? Einem Austausch mit gleich Betroffenen. Mit musikalischen Erfrischungen mit Elsbeth Schweizer, Akkordeon und Christine Sommer, Gesang. (pd.) Leitung: Ursula Jarvis, Sozialdiakonin und Elena Eicher, Pflegefachfrau und Transaktionsanalytikerin Bereich Beratung. Für Mittagslunch, Getränke und Pausenverpflegung ist gesorgt. Kosten: 50 Franken. Anmeldung bis 4. März an ursula.jarvis@zh.ref.ch, oder Telefon 043 466 83 23.

Zwei Roadmovies auf der Leinwand

«Green Book» und «Immer und ewig» im Kino Mansarde in Muri Tony Lip, ein italienisch-amerikanischer Türsteher in einem Nachtclub in New York, geht bei der Ordnungswiederherstellung nicht gerade zimperlich vor, er setzt eher auf die Kraft schlagender Argumente. Als er seine Arbeit verliert, wird er vom virtuosen und bekannten Jazzpianisten Don Shirley als Fahrer für eine KonzertTournee in die Südstaaten der USA angeheuert. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch Don hat afrikanische Wurzeln und gilt daher im Jahr 1962 als Mensch zweiter Klasse. Ein weisser Chauffeur, der einen Afroamerikaner mitten ins Herz der Rassentrennung fährt – eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Im dokumentarischen Roadmovie «Immer und ewig» geht Regisseurin Fanny Bräuning der Frage um das Ge-

Tony wird zum Chauffeur eines afroamerikanischen Pianisten (Bild zvg.) heimnis der aussergewöhnlichen Beziehung ihrer Eltern Niggi und Annette Bräuning nach. Denn für den bald 70-jährigen Niggi ist seine seit zwanzig Jahren gelähmte Frau keine Behinderte, sondern eine Lebenspartnerin. In jungen Jahren schon eroberte sich das Paar die Welt auf ausgedehnten

Reisen. Auch als sich die Multiple Sklerose in Annettes Leben schlich, änderte sich nichts daran. Und als Annette vor zwanzig Jahren in ein Koma fiel und daraus gelähmt erwachte, hängte Niggi seinen Beruf als Fotograf an den Nagel und machte fortan das gemeinsame Leben zu seiner Aufgabe. Die Regisseurin begleitete ihre Eltern auf einer der vielen Reisen, welche sie in ihrem eigenhändig umgebauten Camper regelmässig unternehmen. Dabei geht sie auch auf eine Reise ins Innere ihrer Familie. (yh.) «Green Book» (130 Min., E/d/f, ab 12 Jahren): Do., 7. März, 18 Uhr und Fr., 8. März, 20.30 Uhr. «Immer und ewig» (90 Min., OV/d/f, ab 10 Jahren): Do., 7. März, 20.30 Uhr und Fr., 8. März, 18 Uhr. Reservierungen unter www.kinomansarde.ch oder telefonisch unter 056 664 21 21.


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Veranstaltungen

Dienstag, 26. Februar 2019

Zwölf Jahre, in denen es um die Wurst ging Zwingli, die Täufer und die Reformation Am Samstag, 9. März, dem 497. Jahrestag des berühmten Wurstessens, führt Barbara Hutzl-Ronge zu den historischen Schauplätzen und erzählt von den Schlüsselereignissen der Zürcher Reformation. Dass die Reformation in Zürich durch ein Wurstessen ausgelöst wurde, ist vielen bekannt. Wo aber wurde die Wurst gegessen? Wer hatte dazu eingeladen, wer ass mit, wer enthielt sich? Und warum erschütterte diese Wurst die damalige Kirche und Gesellschaft so sehr, dass sie in der Folge «reformiert» wurden? Das alles und noch viel mehr erfahren historisch Interessierte im Rahmen einer kurzweiligen Stadtführung mit Barbara Hutzl-Ronge. Die nicht zuletzt durch den Bestseller «Magisches Zürich» bekannt gewordene Autorin spannt den Bogen von Zwinglis Anfängen am Grossmünster bis zu seinem tragischen Ende in Kappel: Das ganze Wirken des Reformators soll in den Blick kommen! So wird nicht nur von jenem Wurstessen die Rede sein, sondern auch von den Disputationen im Rat-

tag des 9. März war sehr schnell ausgebucht. Deshalb wird nun eine zweite Führung am Nachmittag angeboten mit Beginn um 14.10 Uhr. Für diese Führung sind noch Plätze frei. Die Fahrt nach Zürich erfolgt individuell oder in der Gruppe mit der S5 um 13.22 Uhr ab Affoltern. Der Unkostenbeitrag beDie Autorin Barbara Hutzl-Ronge ist auch eine begeisterte trägt 15 Franken. Eine verbindliche Stadtführerin. (Bild zvg.) Anmeldung ist erhaus, von dem Konflikt mit den Täu- beten bei Pfarrerin Bettina Bartels. fern und Zwinglis Streit mit Martin Wie immer sind alle Interessierten Luther, von der Aufhebung der Klöster herzlich willkommen, nicht nur und der Einrichtung der Armenfürsor- Reformierte! (pd.) ge. Und zu guter Letzt bekommen die Teilnehmenden auch noch das Herz- Zwölf Jahre, in denen es um die Wurst ging: stück der Zürcher Reformation präsen- Zwingli, die Täufer und die Reformation in Zürich. tiert: die Zürcher Bibel, die erste Führung mit Barbara Hutzl-Ronge, Samstag, 9. März, gedruckte Vollbibel in deutscher Start in Zürich beim Grossmünster um 14.10 Uhr, Sprache. Die ausgeschriebene Führung Dauer zirka zwei Stunden. Unkostenbeitrag: der Reformierten Erwachsenen- 15 Franken. Anmeldung unter 044 761 60 15 bildung im Säuliamt für den Vormit- (Anrufbeantworter) oder bettina.bartels@zh.ref.ch.

«Go West – Go Brass»

Die glorreichen Fünf in Affoltern Am Sonntag, 10. März, sind die fünf professionellen Blechbläser «Generell5» zu Gast in Affoltern. Ab 17 Uhr geht es in der Aula Ennetgraben los mit einem Konzert der Extraklasse. Ein Jahr nach der Jubiläumstour mit Taufe der Best-of-CD wird es Zeit, die Zelte abzubrechen, um sich zu neuen Ufern aufzumachen. Welche Abenteuer warten auf «Generell5»? Wie einst der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus, reisen unsere Helden nach Westen. Nur mit ihren Instrumenten ausgerüstet, begeben sie sich auf eine ungewisse Reise und stossen dabei auf einen neuen Kontinent: Amerika! In ihrer zweiten Zusammenarbeit mit dem Theatermacher Giuseppe

Spina erzählen sie die Geschichte der «Glorreichen Fünf» und bringen im Gepäck viel Musik aus der Neuen Welt mit: Mariachi aus Mexico, Tangos aus Argentinien oder die unvergänglichen Melodien Ennio Morricones aus dem Wilden Westen. Auf dem Programm stehen unter anderem: Westernklassiker von Ennio Morricone, Porgy and Bess von George Gershwin, Originalkompositionen von Eric Ewazen, John Cheetham und Enrique Crespo, Songs von Stevie Wonder, Ragtimes von Scott Joplin oder die Filmmusik aus Buena Vista Social Club. Regie führt Giuseppe Spina, www.laspina.ch Weitere Informationen über die Band sind zu finden auf www.generell5.ch.

Markus Hauenstein (Tuba), Thomas Gmünder (Waldhorn), Xaver Sonderegger (Posaune), Christoph Luchsinger (Trompete) und Patrik Arnold (Trompete) sind «Generell5». (Bild zvg.)

Ämtler Bibliotheken im März Bibliothek Aeugst Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen. Mittwoch, 6. März, 10 Uhr: Buchstart – Värsliziit. Gemeinsam mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Für Eltern mit Kindern zwischen 9 Monaten und 3 Jahren. Freitag 8. März, 20 Uhr: DOGTurnier. Für alle Jugendlichen und Erwachsenen, die Freude am Spiel haben und die Regeln beherrschen. Auch dieses Jahr wird das Turnier von Bruno Fuchs geleitet. Das Bibliotheksteam freut sich auf viele Teilnehmende. Anmeldungen erforderlich bis spätestens Sonntag, 4. März, unter Telefon 044 763 50 67 oder per E-Mail an bibli.aeugst@bluewin.ch. Mittwoch, 13. März, 14 Uhr: Kasperlitheater. Kasperli wartet auf viele kleine Zuhörerinnen und Zuhörer. (Während den Mittwochveranstaltungen ist die Bibliothek normal geöffnet.)

Regionalbibliothek Affoltern Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek zu den normalen Zeiten geöffnet. Freitag, 1. März, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Dienstag, 5. März, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Montag, 11. März, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Mittwoch, 13. März, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» von Usama Al Shahmani diskutiert.

Samstag, 16. März, 11 bis zirka 11.45 Uhr: Gschichte-Samschtig. Der bekannte Kinderbuchautor Lorenz Pauli erzählt Geschichten für Kinder ab fünf Jahren. Zopf-Stärkung im Anschluss. Anmeldung nicht erforderlich. Donnerstag, 21. März, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff. Freitag, 29. März, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 30. März, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung

Bibliothek Bonstetten Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Montag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwoch, 20. März, 9.30 bis 10.15 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder von 1½ bis 4 Jahren in Begleitung; mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Donnerstag, 21. März, 19.30 Uhr: Annemarie Wildeisen ist zu Gast in der Bibliothek. Ein Abend rund ums Kochen mit anschliessendem Apéro Riche. Eintritt 15 Franken. Vorverkauf ab 4. März in der Bibliothek (Platzzahl beschränkt). Samstag, 30. März, 10 bis 13 Uhr: Neuheitenmorgen mit Kaffee und Zopf. Frühjahrsneuheiten liegen bereit. Stöbern im Antiquariat!

Bibliothek Hausen Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr: Krimilesung mit Alfred Bodenheimer. Der Schweizer Autor liest aus Rabbi Kleins fünftem Fall «Im Tal der Gebeine». Eintritt 20 Franken, inklusive Apéro. Anmeldung wird empfohlen, da Platzzahl beschränkt: bibliothek@ hausen.ch oder Tel. 044 764 21 73.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 13. März, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern von 9 bis 24 Monaten. Mit Versen und Fingerspielen in die Welt der Sprache eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen.

Mittwoch, 20. März, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Ein spannender Geschichtennachmittag in der Bibliothek. Während der Sportferien vom 25. Februar bis 9. März ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr offen.

Bibliothek Knonau Während der Sportferien bis 2. März bleibt die Bibliothek geschlossen. Ausserhalb der Ferien gelten folgende Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 15 bis 18 Uhr, Donnerstag, 17 bis 19 Uhr und Samstag jeden 1. und 3. im Monat von 10 bis 12 Uhr.

Bibliothek Maschwanden Während der Sportferien bis 2. März bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Mettmenstetten Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek am Montag und am Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 13. März, um 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen.

Bibliothek Obfelden Freitag, 22. März, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 27. März, 16 bis zirka 16.30 Uhr: Kamishibai. «Juli, der Finder» von Jutta Bauer und Kirsten Boie. Eine Geschichte für Kinder ab 4 Jahren.

Bibliothek Ottenbach Dienstag, 5. und 19. März, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli». Reime und Fingerverse für Eltern und Kleinkinder bod 3 Jahre. Freitag, 29. März, 15 bis 17 Uhr: Bibikafi «International». Ungezwungener Begegnungstreff für alle, mit Kaffee und Kuchen.

Mittwoch, 27. März, 14 Uhr: Kamishibai-Geschichten für Kinder ab 3 Jahren. Erweiterte Öffnungszeiten bis zu den Frühlingsferien: Die Bibliothek ist zusätzlich am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Bibliothek Rifferswil Donnerstag, 14. März, 19.30 Uhr: Szenische Lesung mit Silvia Götschi. Die Schweizer Autorin liest aus ihrem neusten Krimi «Bürgenstock». In der Bibliothek. Anschliessend Apéro. Kollekte.

Bibliothek Stallikon Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Montag, 4. März, liegen neue Medien für Erwachsene zum Ausleihen auf. Freitag, 22. März, 18 bis 20 Uhr: Girls-Night für Mädchen von 9 bis 12 Jahren. An diesem Abend haben die Mädchen die Bibliothek mal ganz für sich: Sie können gamen, tanzen, singen, sich austauschen und viel Spass haben. Mit Schminkbar und Snacks. Komm doch auch und bringe deine Freundinnen mit. Mittwoch, 27. März, und Freitag, 29. März, ab 15.30 bis 18 Uhr: OsterBastelnachmittage für Kinder: Das Bibliotheksteam veranstaltet Bastelnachmittage zum Thema «Ostern», an denen die Bibliotheksfenster gemeinsam geschmückt werden. Material ist reichlich vorhanden. Alle Kinder sind herzlich eingeladen. Im März ist der Thementisch mit vielen Medien zum Thema «Ostern» bestückt.

Bibliothek Wettswil Während der Sportferien bis 2. März ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Donnerstag, 7. März, 17 bis 17.30 Uhr: Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren.

Mittwoch, 13. März, 8.30 bis 10 Uhr: Lese(r)café: Leserinnen und Leser geben sich gegenseitig Buchtipps. Leitung: Fabienne Maurer, die ihre Lesehighlights vorstellen wird. Dienstag, 19. März, bis Samstag, 11. Mai: Expeditionen ins Geschichtenland: Ausstellung zu Schweizer Kinderund Jugendmedien des Schweizerischen Instituts für Kinderund Jugendmedien. Mittwoch, 27. März, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 27. März, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 27. März, 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel. Es wird das Buch «Herz auf Eis» von Isabelle Autissier besprochen. Samstag, 30. März, 10 bis 11 Uhr: Infos und Beratung zur Onleihe und Recherche im Katalog. Neu ab Mittwoch, 6. März, jeden Mittwoch während der Schulzeit von 15 bis 17 Uhr: Bibliothekscafé im Foyer. (I.S.) anzeige


Vermischtes

Dienstag, 26. Februar 2019

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Malin Ott siegt in Erlen Auch Nichtmitglieder sind Erster Rang in der Qualifikationsprüfung willkommen

Vereinsrennen des Skiclubs Hausen am Albis im Alpthal

Am kommenden Samstag, 2. März, findet das alljährliche Vereinsrennen des Skiclubs Hausen am Skilift Brunni-Haggenegg statt. Duellieren werden sich aber nicht nur Clubmitglieder. Alle Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren sind eingeladen, und auch deren Angehörige dürfen mitfahren.

Die Obfelderin Malin Ott gewann die zweite Qualifikationsprüfung auf der Stute Lorina V CH souverän. (Bild zvg.)

Gleich drei Mal durfte sich die 14-jährige Malin Ott aus Obfelden am vergangenen WochenEnde freuen: Sie erreichte in Erlen zwei Klassierungen und einen Sieg. Malin Ott belegte am CS Erlen mit Lorina V CH und Castella II in der ersten Qualifikationsprüfung für den J-Cup 2019 (Reiter bis 21 Jahre) über 110 cm die Ränge zwei und sechs. Die zweite Qualifikationsprüfung über 115 cm konnte Malin mit der selbst-

gezogenen Schweizer Stute Lorina V CH gewinnen. Der OKV J/U21-Cup mit Prüfungen der Kategorien J110/115 und R/N120/125 (U21) besteht aus 12 bis 16 Prüfungen an sechs bis acht Turnierplätzen. Es wird eine Jahreswertung aus den Qualifikationsprüfungen erstellt, an welchen Junioren und Jugendliche bis 21 Jahre startberechtigt sind. Ende Jahr werden zwei Finalprüfungen, der J-Cup-Final auf Stufe 110/115 cm und der U21Cup-Final auf Stufe 120/125 cm ausgetragen. (pd.)

Strahlende Sonne und prächtige Rundsicht

Unterwegs auf dem Jänzi-Panorama-Trail Im Gebiet Langis Glaubenberg führte der markierte Rundweg die Ämtler Schneeschuhgruppe von Langis durch die Moorlandschaft zum Jänzi, über sanfte Hügel und verschneite Alpweiden. Mit der Bahn ging es über Zug und Luzern nach Sarnen und mit dem Postauto zur Haltestelle Langis. Nach einer Pause führte der Weg durch den lichten Föhrenwald zum Bergrestaurant Schwendi-Kaltbad im wildromantischen Schlierental. Von hier führte der Schneeschuhpfad der mäandrie-

renden Schliere entlang und zweigte bei einer Brücke ostwärts ab zur Egg hinauf und über den Grat in nördlicher Richtung zum Jänzi auf 1737 Meter. Beim Gipfelkreuz gab es zur Belohnung eine herrliche Rundsicht auf die umliegenden Berge und das Nebelmeer. Der Rückweg führte über weite Hügel nach Wolfetsmatt und Hohnegg zum Ausgangspunkt zurück, wo es mit dem Postauto mit Blick auf den Sarnersee und der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.

Die Ämtler Schneeschuhgruppe vor der prächtigen Bergkulisse auf dem Gipfel vom Jänzi. (Bild zvg.)

Das Vereinsrennen des Skiclubs Hausen wird gemeinsam mit der Renngruppe Albis durchgeführt. Eingeladen sind aber nicht nur Clubmitglieder. In den Kinder-Kategorien erhalten alle interessierten Kids im Alter von fünf bis zehn Jahren, die gerne einmal Rennluft schnuppern möchten, eine Startgelegenheit. Sie werden in einer eigenen Kategorie gewertet, und selbstverständlich erhält jedes teilnehmende Kind einen Preis. Auch die Angehörigen dürfen sich vom Rennfieber anstecken lassen und teilnehmen. «Nur keine Hemmungen. Auch bei uns hat es Anfänger bei den Kleinen und den Grossen», ermuntert Hansueli Minder, der Präsident des Skiclubs Hausen, der sich auf eine rege Beteiligung freut und viel Spass wünscht.

Anmeldung auch vor Ort möglich Die Startnummernausgabe ist um 8.30 Uhr. Die Streckenbesichtigung folgt um 9 Uhr. Um 10 Uhr ist dann der

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Auch SC-Hausen-Leistungsträger Niels Hintermann hat einst mit Clubrennen seine Rennfahrerkarriere begonnen. (Bild Martin Platter)

Start zum ersten Lauf. Ab 11.30 Uhr gibts Mittagessen im Hotel Brunni. Um 13 Uhr erfolgt der zweite Lauf auf derselben Strecke, wobei die schnellere Laufzeit der beiden Läufe fürs Klassement zählt. Die Siegerehrung erfolgt

30 Minuten nach Rennschluss um zirka. 15 Uhr. Anmelden kann man sich vor Ort oder im Vorfeld auf der Homepage der Renngruppe Albis: rgalbis.ch/index.php/clubrennen. Weitere Infos: skiclub-hausen.ch (hum./map.)

Attraktive Kurse beim TC Hausen

Breites Tennis-Angebot für Jung und Alt Während die Verhältnisse draussen noch eher winterlich sind, steigt die Betriebstemperatur bei den Verantwortlichen des TC Hausen langsam aber sicher an. Schon in wenigen Wochen beginnt nämlich die Saison 2019 auf den wunderschön gelegenen Sandplätzen beim Albisbrunn. Und auch in diesem Jahr bietet der TC Hausen wieder die beliebten Tenniskurse für Jung und Alt an. Ob Kids-training, Juniorenförderung oder Erwachsenenkurse, es wird für (fast) alle Spielstärken ein attraktives Programm geboten. (pd.) Anmelden kann man sich ab sofort via Homepage (www.tchausen.ch). Fragen beantworten die Verantwortlichen direkt via Mail (training@tchausen.ch). Anmeldeschluss: 10. März. Aus organisatorischen Gründen können nach diesem Datum nur noch Kurse in Form von Privatunterricht gebucht werden.

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Der TC Hausen hat Kurse für fast alle Spielstärken im Angebot. (Bild zvg.)


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