015_2021

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 15 I 175. Jahrgang I Dienstag, 23. Februar 2021

Frösche wandern

Zum Schutz der Amphibien bleibt die Strasse zwischen Maschwanden und Obfelden nachts zu. > Seite 3

Buchenegg gesperrt

Die Baumfäll-Aktion diesseits der Passhöhe dauert noch bis Dienstag, 2. März. > Seite 3

Akteure vernetzen

Das Naturnetz Knonauer Amt will die Biodiversität in der Region fördern. > Seite 6

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Kaltes Wasser

Der Hedinger Weiher wird immer beliebter bei Winterschwimmern und -schwimmerinnen. > Seite 7

5,3 Mio. für Ämtler Gemeinden

Raser in Rifferswil

Das Bezirksgericht verurteilt einen 23-Jährigen zu 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung. > Seite 7

Kino ermöglichen

Mit 356 Mio. Franken beteiligt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) den Kanton und die Gemeinden am Erfolg ihres letzten Geschäftsjahrs. Zu dieser ordentlichen Gewinnausschüttung kommen nochmals 100 Mio. in Form einer «Corona-Dividende».

Corona zum Trotz – Kino erleben, jetzt erst recht. Dies ermöglicht der Ottenbacher Manuel Lindt, Spezialist für Beleuchtung und Erschallung. Seit 2009 bietet er ein Wanderkino an, das spezielle Kinoerlebnisse ermöglicht, in Burgruinen, Scheunen oder in einer Waldlichtung. Nun, mit der Pandemie, kommt das Wanderkino auch direkt nach Hause. Gewünschte Filme können mit digitaler Projektion und einem lichtstarken Beamer in den eigenen vier Wänden genossen werden. (red.)

von Thomas sTöckli

> Bericht auf Seite 11

Mit rund vier Mio. Franken wurden die Ämtler Gemeinden in den letzten fünf Jahren jeweils am Gewinn der Zürcher Kantonalbank (ZKB) beteiligt. «In den letzten zehn Jahren waren es 35 Mio. Franken», so Martin Diethelm, Leiter der ZKB-Bezirksfiliale in Affoltern. Der Gewinnanteil von Kanton und Gemeinden ist gesetzlich geregelt. Einerseits wird das Staatskapital verzinst, andererseits die Staatsgarantie abgegolten und der Rest, soweit nicht zur Reservebildung verwendet, an Kanton und Gemeinden ausgeschüttet. 356 Mio. Franken macht dies fürs Jahr 2020 aus, das die ZKB mit einem Rekordgewinn von 865 Mio. Franken (2,4 % über dem Vorjahr) abgeschlossen hat. Ein Grund für das ausserordentlich gute Abschneiden sei nicht zuletzt Corona, sagt Diethelm: «Die Börsenturbulenzen haben dazu geführt, dass bei allen Banken die Handelsumsätze anstiegen.» Zusätzlich zur ordentlichen Gewinnausschüttung kann sich die Bank deshalb eine nicht zweckgebundene Corona-Sonderdividende von 100 Mio. Franken leisten. Somit sind es insgesamt 456 Mio. Franken, wovon zwei Drittel an den Kanton gehen, der Rest an die Gemeinden, aufgeschlüsselt nach deren Einwohnerzahl. Die Gemeinden im Knonauer Amt dürfen sich über einen Zustupf von 5,3 Mio. Franken freuen – rund 96 Franken pro Kopf.

Fasnacht à la Corona

Die ZKB stockt die übliche Gewinnausschüttung erneut deutlich auf

Willkommener Bonus Der Anteil der ordentlichen Gewinnausschüttung entspricht mit 4,1 Mio. Franken ziemlich genau dem Betrag aus dem Vorjahr. Damals wurde zum 150-JahreJubiläum der ZKB allerdings noch eine Sonderdividende von 150 Mio. Franken ausgezahlt, verbunden mit dem

Gewinnausschüttung in der ZKB Affoltern. GPV-Präsidentin Gabriela Noser Fanger nimmt den symbolischen Check stellvertretend für die Ämtler Gemeinden entgegen von Martin Diethelm (rechts) und Daniel Zenklusen. (Bild Thomas Stöckli) Wunsch, diesen «Bonus» für spezielle Projekte und Anlässe einzusetzen, die der Bevölkerung direkt zugutekommen, aber im ordentlichen Budget keinen Platz finden würden. In Affoltern etwa ist ein Stadtfäscht geplant (der «Anzeiger» hat berichtet). Nicht zweckgebunden ist dagegen die diesjährige Sonderdividende von 100 Mio. Franken. Die Ämtler Gemeinden bekommen aus diesem Topf 1,2 Mio. Franken. Sie soll dazu beitragen, pandemiebedingte Ertragseinbussen und Mehrkosten zu decken. «Wir sind sehr froh darüber», betont die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger. Als Präsidentin des Ämtler Gemeindepräsidentenverbands (GPV) durfte sie den symbolischen Check stellvertretend für ihre Amtskolleginnen und -kollegen, in Empfang nehmen. Als Beispiel für Mehrkosten nannte sie die Umsetzung von Schutzmassnahmen und das Defizit des ZVV, das die Gemeinden mittragen. Auf der Einnahmenseite entfielen etwa während des Shutdowns Kita-Elternbeiträge, Lokalvermietungen und Hallenbad-Eintritte.

Gelebte Nachhaltigkeit Unklar sind die Auswirkungen der Pandemie auf die Steuerkraft. Der Kanton riet, im Vergleich zum Vorjahr mit sechs Prozent weniger Einnahmen zu rech-

nen. «Wir haben 100 Einwohner mehr, deshalb haben wir gleich viel budgetiert wie 2020», so Noser Fanger. Dagegen war die ZKB-Gewinnausschüttung zuletzt ein konstanter Faktor der Budgetierung, auch wenn Martin Diethelm jeweils rät, sicherheitshalber lieber ein Drittel weniger einzuplanen. Das mache auch Ottenbach, trotzdem sei man froh, dass die Beträge so konstant seien, hielt die Gemeindepräsidentin fest. Die Konstanz liege daran, dass das Unternehmen breit abgestützt sei und auf Nachhaltigkeit setze, erklärte Martin Diethelm und betonte, dass Nachhaltigkeit neben der Umwelt auch Gesellschaftliches und Soziales umfasst. Das zeige sich etwa im Sponsoring-Engagement: Obwohl deren Veranstaltungen abgesagt werden mussten, hielt die Kantonalbank an den Sponsoring-Beiträgen für die Harmonie Affoltern, die Nachwuchsmusikanten der Jumba, das «LaMarotte» und das Ämtler Kinder- und Jugendtheater Ohoo! fest.

Kopiertes Erfolgsmodell «Gemeindeversammlung» Dass die GPV-Präsidentin die Gewinnausschüttung entgegennimmt, gab es übrigens vor 16 Jahren schon einmal. Irene Enderli sei es gewesen, die 2005 den symbolischen Check noch in den damaligen Büros der Gemeindeverwal-

tung Affoltern über dem Restaurant Central in Empfang genommen hatte, erinnert sich Martin Diethelm. Im Jahr darauf wurden erstmals alle Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten eingeladen, zunächst in die eigene Schalterhalle, zuletzt auch ins Kloster Kappel oder ins Schloss Knonau. Und die Ämtler Tradition der «ZKB-Gemeindeversammlung» stiess offenbar auch beim Bankpräsidium in Zürich auf Begeisterung: Vor sechs Jahren wurde sie aufs ganze Kantonsgebiet übernommen. Im Jubiläumsjahr 2020 wären erstmals alle Gemeinde- und Stadtpräsidenten des Kantons zu einem zentralen Anlass eingeladen worden – als eine Art Vorpremiere des «Erlebnisgartens» der ZKB auf der Landiwiese in Zürich. Dieser Teil der Jubiläumsinstallationen entfällt nun pandemiebedingt definitiv. Was bereits produziert war, wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Vereinen andernorts weiterverwertet. Noch unklar ist, ob die Seilbahn über den Zürichsee realisiert werden kann. Damit muss sich das Verwaltungsgericht befassen. «Wenn wir dürfen, werden wir sie bauen», so Martin Diethelm. Falls der Entscheid negativ ausfalle, werde man ihn aber akzeptieren und nicht weiterziehen.

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Vorgeschmack auf den Frühling Reichlich Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich – damit hat die Natur das Säuliamt am vergangenen Wochenende beglückt. Und der Vorgeschmack auf den Frühling hat den von Shutdown und Abstandhalten zermürbten Seelen sichtlich gut getan. Vielerorts genoss man den Tag im Freien, die Naherholungsgebiete waren ausserordentlich gut frequentiert und hier und dort ergab sich am Gartenzaun ein Schwatz zwischen Nachbarn, die sich zuvor schon länger nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten ... (tst.)

Fasnacht feiern in coronakonformer Manier – das ist möglich. Die Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon hat an diesem Wochenende gezeigt, wie es geht. An drei Tagen wurde das fröhliche Treiben zelebriert. Wie es sich derzeit – und für die Fasnacht sowieso – gehört, mit Masken, in Maximalgruppen von 4,9523 Personen und mit einem stets eingehaltenen Mindestabstand von 1,644 525 Meter. (red.)

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20008 Der Frühling ist im Säuliamt angekommen – obwohl vor einer Woche noch bitter kalter Winter herrschte. (Bild Jacqueline Ott)

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Schluss der Konkursamtlichen Nachlassliquidation Die konkursamtliche Liquidation über den Nachlass von Max Frei, geb. 27. Oktober 1957, Bürgerort: Ehrendingen AG, gest. 2. Januar 2020, wohnhaft gewesen an der Affolternstrasse 8, 8908 Hedingen ZH, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 16. Februar 2021 als geschlossen erklärt worden.

Todesanzeige

Affoltern am Albis, 19. Februar 2021

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Erich Jäggin

Mettmenstetten

Wir bitten Sie, dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken zu bewahren. Der Familie und allen Angehörigen sprechen wir unser tiefes Beileid aus. Kavallerieverein des Bezirkes Affoltern

reformierte kirche bonstetten

Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten werden auf Dienstag, den 30. März 2021, 19.30 Uhr, in den Saal des Kirchgemeindehauses zu einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung eingeladen. Traktandum: Durchführung der Aussenrenovation des Kirchturmes und der Kirche im Jahr 2021 Die letzte Renovation der Aussenfassade fand 1985 statt. Nach gut 35 Jahren wollen wir deshalb eine Aussenrenovation durchführen. Die Kirchenpflege beantragt der Gemeindeversammlung, dem Antrag zuzustimmen. Detaillierte Informationen zu diesem Geschäft finden Sie auf unserer Homepage www.kirchebonstetten.ch oder auf dem Sekretariat. (Bitte um Voranmeldung unter Tel. 044 701 15 82) Kirchenpflege Bonstetten

römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten Die von den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten an der Kirchgemeindeversammlung vom 25. Oktober 2020 beschlossene Kirchgemeindeordnung, wurde am 18. Januar 2021 im Sinne der Erwägung, durch den Synodalrat der Katholischen Kirche Zürich, genehmigt. Die Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten beschliesst die Inkraftsetzung, der genehmigten Kirchgemeindeordnung, auf den 1. März 2021. Die neue Kirchgemeindeordnung ersetzt die alte Ordnung vom 1. November 2014. Die Kirchgemeindeordnung kann auf der Webseite http://www.kath-hausenmettmenstetten.ch downgeloadet werden. Zudem beschliesst die Kirchenpflege, dass der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, ab dem 1. März 2021, als offizielles Publikationsorgan der Kirchgemeinde Hausen-Mettmensetten eingesetzt wird. Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten, 26. Februar 2021

Personen für die Ortsplanungskommission (OPK) gesucht! Die Gemeinden des Kantons Zürich sind seit Inkrafttreten des neuen Planungs- und Baugesetzes (PBG) verpflichtet innert 8 Jahren ihre Bauund Zonenordnungen (BZO) anzupassen. Der Gemeinderat Bonstetten möchte diese Aufgabe nun speditiv angehen. Um diesen Prozess breit abgestützt in der Bevölkerung wahrnehmen zu können, bedarf es der Einsetzung einer temporären Ortplanungskommission. Hinsichtlich der Zusammensetzung einer solchen Kommission möchte der Gemeinderat nebst Vertreter/innen der Ortsparteien, Baukommission, Gemeinderat und Verwaltung auch vier Personen aus der Bevölkerung in dieses Gremium aufnehmen. Bei der BZO-Revision geht es insbesondere um: • Räumliche Entwicklungsvorstellung in einem gemeinsamen Planungsprozess mit Wettswil a. A. • Harmonisierung der Baubegriffe • Prüfung von Nutzungspotentialen der Siedlungsentwicklung nach innen Sofern Sie Interesse haben in dieses Gremium Einsitz zu nehmen, bitten wir Sie Ihre Bewerbung mit Motivationsschreiben und Angaben zum beruflichen und persönlichen Hintergrund bis spätestens 15. März 2021 abzugeben. Es wäre nützlich, wenn Sie die Gemeinde gut kennen. Die Sitzungen werden mit CHF 81.70 pro Sitzung entschädigt. Die Kommission startet voraussichtlich im April 2021 und wird wahrscheinlich bis Sommer 2022 dauern. Bei allfälligen Fragen steht Ihnen der Gemeindeschreiber (Tel. 044 701 95 90) gerne zur Verüfgung.

Affoltern am Albis Am 15. Februar 2021 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Alice Antoinette Schreiber geb. Matter geboren am 17. Januar 1942, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. 23. Februar 2021 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 12. Februar 2021 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ursula Baer geboren am 2. September 1934, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. 23. Februar 2021 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Wettswil am Albis Am 10. Februar 2021 ist in Schlieren ZH gestorben:

Gegenschatz geb. Hofmänner, Hedwig geboren am 20. Juli 1943, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung hat im engsten Familienkreis auf dem Friedhof «Heissächer» in Wettswil am Albis stattgefunden. Bestattungsamt Wettswil am Albis

Bonstetten, 23. Februar 2021 Gemeinderat Bonstetten

Praxisverlegung Ich verlege am 8. März 2021 meine Praxis von der Zürichstrasse 67 an die Untere Bahnhofstrasse 16 in Affoltern am Albis. Ich danke meinen Patientinnen und würde mich freuen, wenn sie den neuen Weg in meine Praxis finden! Dr. med. Brigitte Zimmermann

Dr. med. Brigitte Zimmermann Allgemeinmedizin FMH Frauenärztin Untere Bahnhofstrasse 16 8910 Affoltern am Albis Telefon 044 761 19 99 EAN 7601000337290

Unerwartet und tief betroffen mussten wir die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass am 10. Februar 2021 unser langjähriges Gemeinschaftsmitglied

Roni Suter mit 39 Jahren verstorben ist. Sein viel zu früher Tod hat uns alle sehr schockiert und traurig gemacht. Unser Mitgefühl in dieser schweren Zeit gilt seiner Familie und Angehörigen. Wir werden seine gemögige und freundschaftliche Art vermissen. Danke das es Dich gab. Maschinengemeinschaft Dachlissen Der Vorstand


Bezirk Affoltern

Schrittweise aus dem Shutdown Die Kantonsratsfraktion der SVP und der FDP fordern in einer gemeinsamen Erklärung weitergehende Lockerungen der Massnahmen ab 1. März. Auch Restaurants und Kinos sollen per 1. März öffnen dürfen und das Quarantäne-Regime müsse angepasst werden auf direkte Kontakte, wobei negative Testergebnisse und allfällige Impfungen zu berücksichtigen seien. Das forderten die SVP und die FDP am Montag in einer gemeinsamen Fraktionserklärung. So wolle man dem Regierungsrat den Rücken stärken, um den Kanton Zürich aus dem Shutdown führen zu können. Ermöglichen sollen diese Lockerung Massnahmen wie Schutzkonzepte und Pool-Testing: «Der Kanton Zürich kann die Testkapazitäten um ein Vielfaches ausbauen. Wir empfehlen, dass Arbeitgeber und Gemeinden den Lead für das freiwillige Testen übernehmen.» Für Personen, welche intensiven Kontakt mit vulnerablen Personen haben (z.B. Pflegepersonal) solle der Arbeitgeber die Tests regelmässig pro Arbeitszyklus durchführen, bei Personen mit hoher Mobilität und breiten Kontakten (Schule, Handwerker, Politiker, etc.) im Abstand von ein bis zwei Wochen. Personen mit geringen sozialen Kontakten (Senioren, Homeoffice etc.) können sich wie bisher bei Symptomen testen lassen. (red.)

Dienstag, 23. Februar 2021

Laichzug zwischen Maschwanden und Obfelden dauert länger Nächtliche Strassensperrung zum Schutz der Amphibien ab heute Dienstag bis 23. April Mit den steigenden Temperaturen erwachen die Amphibien aus der Winterstarre und verlassen ihre Winterquartiere, um zu ihren Laichgewässern zu wandern. Zum Schutz der gefährdeten Amphibien wird die Kantonsstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden nachts wieder gesperrt. Sobald in feuchten Nächten die Temperatur um wenige Grade über der Nullgrad-Grenze liegt, verlassen Frösche, Kröten, Molche und Salamander ihre Winterquartiere und ziehen zu ihren angestammten Laichplätzen, wo sie einst selbst als Kaulquappen heranwuchsen. Dort paaren sie sich und laichen ab. Eine neue Generation wächst heran – der Kreis schliesst sich. Je nach Witterung kann der Amphibienzug wenige Tage oder aber bis zu mehrere Wochen dauern. Oft wandern die Tiere in Massen, manchmal auch vereinzelt. Damit die Amphibien gefahrlos ihr Ziel erreichen, werden die

Heute Dienstagabend schliessen sich die Schranken erstmals wieder. Die nächtliche Strassensperrung zwischen Obfelden und Maschwanden verhilft alljährlich tausenden von Amphibien, ihre Laichgewässer zu erreichen. (Bild Thomas Stöckli) Tambrigstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden sowie die Wolserholzstrasse auch dieses Jahr wieder vorüber-

gehend gesperrt. Die Umfahrung erfolgt via Mettmenstetten und wird entsprechend signalisiert.

Auf zwei Monate ausgedehnt

WIR GRATULIEREN

Bislang begann der Laichzug der Amphibien jeweils frühestens Ende Februar, meist jedoch erst im März. Mit dem immer deutlicher spürbaren Klimawandel und den damit verbundenen erhöhten Temperaturen muss damit gerechnet werden, dass die Amphibienwanderungen künftig früher einsetzen. Seit einigen Jahren findet der Laichzug zudem nicht mehr innerhalb weniger Tage statt, sondern in mehreren Schüben über einen längeren Zeitraum. Darum wird der Zeitraum der Sperre auf zwei Monate ausgedehnt. Sie dauert dieses Jahr bis spätestens 23. April und gilt jeweils von abends 18.30 bis morgens 5.30 Uhr.

Zum 80. Geburtstag Das 80. Wiegenfest ist ein guter Grund zu feiern. In Affoltern begehen zwei Personen diesen hohen Runden. Wir gratulieren heute Dienstag, 23. Februar, Gertrud Suter und am Donnerstag, 25. Februar, Aloisia Gross und wünschen beiden einen wundervollen Geburtstag.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

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Ein Erdkrötenpaar im Weiher Hinterfeld. (Bild H. Cigler)

Amphibien sind bundesrechtlich geschützte Tiere Mit beinahe 80 Prozent gefährdeter Arten gehören die Amphibien zu den am stärksten bedrohten Tieren in der Schweiz. Nebst dem Verlust an Laichgewässern setzen den Tieren auch Abwasserschächte, Pestizide und Dünger sowie der Strassenverkehr zu. Die Fachstelle Naturschutz und das Tiefbauamt appellieren an die Autofahrerinnen und Autofahrer, die Sperrzeiten einzuhalten und bitten um Verständnis. Mit der Beachtung der Sperrung tragen sie zum Erhalt einer der grössten Amphibienpopulationen im Kanton Zürich bei. Die Zugstelle wird kontrolliert. Wer gegen die Sperrung verstösst, macht sich strafbar. Baudirektion Kanton Zürich

Die Buchenegg bleibt noch acht Tage gesperrt

1,17 Mio. für Affoltern, Maschwanden bekommt immerhin 60 000 Franken

Ein Sicherheitsholzschlag bedingt eine Vollsperrung der Passstrasse seit Montagmorgen, 22. Februar, und noch bis Dienstagabend, 2. März.

Die «Gemeindeversammlung», der festliche Anlass, an dem die ZKB die Gemeinden sonst jeweils über ihre Gewinnausschüttung informiert, konnte auch dieses Jahr nicht stattfinden. Den «Zustupf» in die Gemeindekassen gibt es natürlich trotzdem.

Verschiedene Bäume entlang der Bucheneggstrasse in Stallikon gefährden aufgrund ihres Zustands die Verkehrssicherheit, teilt das kantonale Tiefbauamt mit. Sie ragen teilweise über die Fahrbahn oder sind infolge Überalterung instabil. Um die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleisten zu können, hat das Tiefbauamt nach Rücksprache mit den zuständigen Revierförstern und dem Kreisforstmeister entschieden, die betroffenen Bäume zu fällen. Für diesen Sicherheitsholzschlag muss die Strasse für sämtlichen Verkehr gesperrt werden.

Von Tägerst bis zur Möslistrasse Die Vollsperrung umfasst den Abschnitt von Tägerst bis zur Möslistrasse, diesseits der Passhöhe. Sie hat bereits gestern Montag, 22. Februar, 5 Uhr, begonnen und dauert voraussichtlich noch bis nächsten Dienstagabend, 2. März, 20 Uhr. Der motorisierte Verkehr und die Velofahrenden werden in der Zwischenzeit über den Albispass umgeleitet. (red.)

ZKB-Gewinnausschüttung für die Ämtler Gemeinden

Mit 5,3 Mio. Franken werden die Ämtler Gemeinden am letztjährigen Erfolg der Kantonalbank beteiligt. Der grösste «Batzen» geht an Affoltern mit 1,17 Mio.

Politische Gemeinde

Wohnbevölkerung 31.12.2020

Franken. Je über eine halbe Million erhalten Obfelden, Bonstetten, Mettmenstetten und Wettswil, gut 360 000 gibt es für Hausen, Hedingen und Stallikon. Maschwanden als kleinste Bezirksgemeinde darf sich immerhin noch auf 60 000 Franken freuen. Der ordentliche Anteil (ohne Sonderdividende) für die Bezirksgemeinden entspricht mit 4,135 Mio. Franken ziemlich genau dem Vorjahr (- 0,03%). Das Minus liegt am unterdurchschnittlichen Wachstum der Bevölkerung im vergangenen Jahr (im «Anzeiger» vom 16. Feb-

ordentliche Ausschüttung 2020

Corona Sonderdividende 2020

gesamte Ausschüttung Total

Aeugst a.A. Affoltern a.A. Bonstetten Hausen a.A. Hedingen Kappel a.A. Knonau Maschwanden Mettmenstetten Obfelden Ottenbach Rifferswil Stallikon Wettswil a.A.

2’011 12’246 5’610 3’797 3’793 1’244 2’368 636 5’378 5’778 2’706 1’149 3’785 5’278

149’074.15 907’788.20 415’865.75 281’469.20 281’172.70 92’216.95 175’538.35 47’146.30 398’667.75 428’319.50 200’594.05 85’174.65 280’579.65 391’254.80

43’209.90 263’127.00 120’540.80 81’585.30 81’499.35 26’729.55 50’880.70 13’665.60 115’555.85 124’150.55 58’143.20 24’688.30 81’327.45 113’407.20

192’284.05 1’170’915.20 536’406.55 363’054.50 362’672.05 118’946.50 226’419.05 60’811.90 514’223.60 552’470.05 258’737.25 109’862.95 361’907.10 504’662.00

Total

55’779

4’134’862.00

1’198’510.75

5’333’372.75

74.13

21.49

95.62

Anteil pro Kopf in Fr.

ZKB-Gewinnausschüttung: So viel erhalten die Ämtler Gemeinden. (Tabelle zvg.)

ruar), schliesslich dient die Einwohnerzahl als Verteilschlüssel. Gar leicht abgenommen hat diese gemäss Zahlen des statistischen Amts in Affoltern (- 63 Personen), Knonau (- 5) und Maschwanden (- 4). Für den Bezirkshauptort sinkt die ordentliche Ausschüttung im Vergleich zum Vorjahr von gut 921 000 auf knapp 908 000 Franken. Am stärksten zugelegt haben Mettmenstetten – mit einem Einwohnerzuwachs von 179 Personen gibt es 9500 Franken mehr an ordentlicher Ausschüttung – und Ottenbach, das mit 113 zusätzlichen Einwohnern 5500 Franken mehr erhält. (tst.) ANZEIGE

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Hafenstadt und Zollstation

«Biodiversität so vermitteln, dass es Spass macht und einleuchtet»

Noch nie wurde die Geschichte der Stadt Zürich in der römischen Zeit so umfassend dargestellt: Die neueste Publikation der Kantonsarchäologie Zürich zeigt das Bild einer prosperierenden Kleinstadt. Vom Lindenhofhügel, dem Kern der keltischen Vorgängersiedlung, dehnte sich ab der Mitte des ersten Jahrhunderts n.Chr. die römische Siedlung rasch gegen die Limmat und darüber hinaus aus. Zweihundert Jahre lang blühte die zur Zollstation erhobene Kleinstadt auf und profitierte von ihrer Lage am Handelsweg von den Bündner Alpenpässen in die nördlichen Provinzen. Dann setzten unruhige Zeiten ein und die Bevölkerung zog sich in das Kastell auf dem Lindenhof zurück, das im zweiten Viertel des 4. Jh. n.Chr. neu errichtet worden war. Turicum wuchs zu einer Kleinstadt heran, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern manche Annehmlichkeit bot. Weitreichende Beziehungen prägten bauliche Details und brachten Gebrauchsgüter und Kunsthandwerk aus fernen Gebieten hier hin. Die Archäologin Annina Wyss Schildknecht kann in ihrer Dissertation ein innerstädtisches Strassennetz rekonstruieren, das verschiedene Quartiere erschloss. Das Siedlungszentrum befand sich auf dem Lindenhof. Ein Laufbrunnen bezeugt dort das Privileg von fliessendem Wasser und lässt auf eine begüterte Bewohnerschaft schliessen. Ein öffentliches Zentrum befand sich am linken Limmatufer, wo eine grosszügige Thermenanlage und Kultbauten standen. Eine Deponie in Brückennähe kann als Beleg einer geregelten Abfallentsorgung gedeutet werden. Schiffsanlegestellen an beiden Limmatufern verdeutlichen die zentrale Rolle der Flussschifffahrt. Annina Wyss Schildknecht: «Die mittel- und spätkaiserzeitliche Kleinstadt Zürich/Turicum. Eine Hafenstadt und Zollstation zwischen Alpen und Rheinprovinzen», 388 Seiten, 327 Abbildungen, 58 Tafeln, 5 Beilagen. Fr. 65.–, www.fo-shop.ch.

Dienstag, 23. Februar 2021

Das Naturnetz Knonauer Amt will die Biodiversität in der Region fördern Die Standortförderung will mit dem Projekt Naturnetz alle Akteure im Bereich Biodiversität vernetzen. Anstelle des geplanten Workshops gab es zum Projektstart separate Online-Workshops mit Gemeindebehörden und Werkdiensten, Fischern und Jägern, Bauern und Naturschutzorganisationen. von Bernhard Schneider «Es hat erstaunlich gut geklappt» bilanziert Standortförderer Johannes Bartels die Erfahrungen mit den Online-Workshops zum Naturnetz Knonauer Amt. Vor der Corona-Pandemie war ein Workshop im Casino Affoltern für Juni 2020 geplant. Dieser wurde zuerst auf Januar 2021 verschoben und mithilfe einer Online-Befragung der wichtigsten Zielgruppen gezielt vorbereitet. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, wurden nun anstelle eines einzigen Workshops gleich deren sechs durchgeführt, allerdings online, mit jeder Zielgruppe etwa anderthalb Stunden lang.

Motivierte Beteiligte Johannes Bartels stellt eine positive Einstellung aller Anspruchsgruppen gegenüber dem Naturnetz-Projekt fest und meint, es habe sich gelohnt, nicht länger zuzuwarten: «Ich habe die Workshops als sehr effizient und ergiebig wahrgenommen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren motiviert und engagiert bei der Sache.» Projektleiter Nathanaël Wenger, Knonauer Gemeinderat, schliesst sich dem Urteil des Standortförderers an: «Wir haben aus der Not

Im Wald treffen verschiedenste Interessen aufeinander: Wirtschaftliche Nutzung, Schutz der Tiere und Freizeitbedürfnisse. Gegenseitige Vermittlung der Bedürfnisse kann Konflikte zumindest entschärfen. (Bild Erika Schmid) eine Tugend gemacht. Die virtuelle Durchführung hat bestens funktioniert, auch weil wir uns mit den verschiedenen Akteuren einzeln unterhalten konnten. Sehr geholfen hat dabei die Umfrage, die uns erlaubte, auf den vielen Impulsen, die wir auf diesem Weg erhielten, aufzubauen.» Es sei faszinierend, zu sehen, was alles im Bereich Biodiversität im Bezirk getan werde, auf dem Youtube-Videokanal des Naturnetzes Knonauer Amt seien einige Beispiele zu sehen: Förster, Fischer, Landwirte. In den Gesprächen habe sich herauskristallisiert, dass es sinnvoll sei, wenn die Projektgruppe Naturnetz zwischen den verschiedenen Akteuren vermittle und gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziere, stellt Nathanaël Wenger fest.

Sitztreppe beim Schulhauspavillon soll saniert werden Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Vor dem Schulhauspavillon westseitig sind Sitztreppen aus Holzbrettern mit Kies unterlegt, welche über die letzten Jahre stark verwittert sind. Etliche dieser Holzbretter sind morsch und beschädigt, teilweise wurden die Bretter entfernt, weil sie zu Stolperfallen wurden. An einigen Stellen sind die Nägel sichtbar, welche die ursprünglichen Bretter zusammengehalten haben. Für Kinder können diese Treppen zu Unfällen führen. Die Sanierung der Sitztreppe wurde ins Budget 2021 (Investitionsrechnung) aufgenommen. Der zuständige Hauswart schlug vor, den Ersatz mit Steinoder Betonsitzstufen auszuführen. Damit ist eine lange Lebensdauer gewährleistet. Die Arbeiten sollen in den kommenden Sommerferien ausgeführt werden. Der Gemeinderat entschied sich, die Sitztreppe mit Granitstein zu sanieren und den Auftrag an die Baggergemeinschaft GmbH, Bonstetten im Betrag von Fr. 26 356.34 zu vergeben. ANZEIGE

Temporäre Verkehrsanordnung an der Buecheneggstrasse 31 An der Buecheneggstrasse 31 ist Anfang April der Neubau eines Mehrfamilienhauses geplant. Die Situation für die Zu- und Wegfahrten ist infolge der fehlenden Wendemöglichkeiten im Bereich Buecheneggstrasse/Rütistrasse erschwert, zudem ist die Rütistrasse mit einem Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder belegt. Die Gemeinde hat deshalb mehrere Konzepte des Verkehrsregimes während der Bauphase verlangt. Nach Rücksprache und Empfehlung der Kantonpolizei Zürich, Abteilung Verkehrsanordnung, wird folgende Signalisation beantragt: «Aufhebung des Fahrverbots für Motorwagen und Motorräder und Einrichtung eines Einbahnregimes für schwere Motorwagen im Zusammenhang mit dem Baustellenverkehr Buecheneggstrasse 31 im Bereich Einfahrt Buecheneggstrasse bis Ausfahrt Rütistrasse». Die Dauer der Bauzeit wird von Anfang April 2021 bis Ende 2022 geschätzt.

Baubewilligungen

Bezirksratswahlen 7. März 2021

Ruth Früh (bisher) in den Bezirksrat

r ahren – erf verlässlich – empathisch

und Antoinette Frey (SVP)

Es wurden folgende Baubewilligungen erteilt: Ordentliches Verfahren: Sennhütte AG, Bonstetten; Baugesuch Nr. 2020-0026, Ersatzbau Mehrfamilienhaus und Neubau Einfamilienhaus, Am Rainli 1 / Dorfstrasse 33, Grundstück Nr. 1146; Zone Kernzone Dorf (KH). Nicole Studer und Mark Stolz, Bonstetten; Baugesuch Nr. 2020-0046, Einbau von zwei Dachflächenfenstern als Ersatz von bestehen-

dem Dachfenster, Grundstück Nr. 2276, Kernzone Dorf (KH)

Kulturkommission: Bonstetten kreativ Die Kulturkommission (Kuko) hat den Gemeinderat über die Absicht orientiert, unter dem Titel «Bonstetten kreativ» die Einwohnerinnen und Einwohner aufzurufen, kreativ zu werden und Bilder, Skulpturen, Installationen usw. zu gestalten und diese in der Zeit vom 10. Mai bis zum 20. Juni 2022 im öffentlichen Raum (Plätze, Strassen- und Wegränder) zu präsentieren. Es wird eine Prämierung durch eine Publikumsbefragung und eine Jury erfolgen. Die genauen Angaben mit den Bedingungen werden mit einem Flyer bekannt gemacht, der demnächst verteilt werden soll. Alle Informationen werden auch auf der Website der Gemeinde aufgeschaltet. Der Gemeinderat hat von diesem Vorhaben zustimmend Kenntnis genommen.

Im Weiteren hat der Gemeinderat: • Die provisorischen Traktanden für die Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2021 festgesetzt; • Für die Ersatzwahl Verwaltungsrat Pflegezentrum Sonnenberg (PZS) einen Wahlvorschlag abgegeben; • Ein Patent für den Verkauf von gebrannten Wassern an den Kleinund Mittelverkaufsbetrieb «Bhaltis by Landis» erteilt. Christof Wicky, Gemeindeschreiber

Vermitteln zwischen Anspruchsgruppen Johannes Bartels erkennt klare Konturen für die weitere Entwicklung des Naturnetzes Knonauer Amt: «Ein wichtiges Thema, das sich praktisch durch alle Anspruchsgruppen zieht, ist die Sensibilisierung und Information. Es braucht in der breiten Bevölkerung ein besseres Verständnis davon, was der Biodiversität nützt und schadet. Hier bietet sich eine breite Palette kommunikativer Massnahmen an, vom Flyer über Videos auf Social Media bis zu Erlebnissen nach dem Motto learning by doing, um die Biodiversität in unserer Region fördern, und zwar so, dass es Spass macht und einleuchtet.» Biodiversität sei ein typisches Querschnittsanliegen, sie interessiere sich

nicht für Grundstück-, Gemeinde- und Kantonsgrenzen. Viele Probleme müssten zumindest regional angegangen werden: «Das Projekt Naturnetz könnte die kommunalen Neophyten-, Naturschutz und -vernetzungskonzepte auf regionaler Ebene abstimmen und zusammenführen. Ein entsprechendes Projekt müsste angesichts der Komplexität und der nötigen Expertise zumindest professionell begleitet werden, es könnte und sollte in der Folge aber dann auch die kommunalen Stellen entlasten.» Die Online-Workshops dienten der Bestandesaufnahme. In den nächsten Wochen wird die Projektgruppe nun die Handlungsfelder definieren, mit weiteren Videos die Biodiversität veranschaulichen und das Vorgehen bezüglich Finanzierung klären.

Kirchenrat genehmigt Zusammenschlussvertrag Der Kirchenrat hat den Vertrag über den Zusammenschluss der Kirchgemeinden Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Ottenbach und Rifferswil genehmigt. Für die Unterstützung der Kirchenpflege wird die Stelle einer Kirchgemeindeschreiberin / eines Kirchgemeindeschreibers ausgeschrieben. Nach der Zustimmung durch die Stimmberechtigten Ende September 2020 hat nun auch der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Landeskirche den Zusammenschlussvertrag der neun Kirchgemeinden genehmigt. Mit diesem Entscheid erteilt der Kirchenrat grünes Licht für die weiteren Arbeiten im Hinblick auf den Start der neuen Kirchgemeinde am 1. Januar 2022. Als nächster Meilenstein folgt die Abstimmung über die Kirchgemeindeordnung. Diese findet am 7. März an der Urne statt. Entschieden wird dann insbesondere über den Namen der neuen Kirchgemeinde: Wird sie Knonauer Amt oder Säuliamt heissen?

Koordination der administrativen Aufgaben Vom Zusammenschluss zu einer Kirchgemeinde versprechen sich die neun Kirchgemeinden vor allem eine Entlastung bei den immer anforderungsreicheren administrativen Aufgaben der Kirchenpflege. Das Anliegen der Entlastung von administrativen Aufgaben ist

im Zug der Vertragsverhandlungen immer wieder geäussert worden. Für die neue Kirchgemeinde soll deshalb ein Sekretariat geschaffen werden, das die Kirchenpflege, die örtlichen Kirchenkommissionen und die Pfarrschaft von administrativen Aufgaben so weit wie möglich befreit. Schon heute gibt es in sechs der neun Kirchgemeinden Sekretariate. Diese haben die Initiative ergriffen und sich Gedanken zu einem künftigen Kirchgemeindesekretariat gemacht. Sie gehen von einem Dienstleistungszentrum aus, das sowohl die kirchlichen Orte und ihre Kirchenkommissionen als auch die Pfarrschaft und die Kirchenpflege unterstützen und entlasten wird.

Kirchgemeindeschreiberin oder Kirchgemeindeschreiber Die Leitung des Kirchgemeindesekretariats soll eine Kirchgemeindeschreiberin oder ein Kirchgemeindeschreiber übernehmen. Die Funktion der Kirchgemeindeschreiberin oder des Kirchgemeindeschreibers ist mit jener eines Gemeindeschreibers oder einer Gemeindeschreiberin vergleichbar. Die für die Umsetzung des Zusammenschlussvertrags verantwortliche Projektorganisation hat beschlossen, diese Stelle in den nächsten Wochen öffentlich auszuschreiben. Gesucht wird eine Fachperson mit verwaltungsrechtlicher Aus- und Weiterbildung, Führungs- und Projektleitungserfahrung sowie mit Interesse für kirchliche Aufgaben. Das Kirchgemeindesekretariat wird in Affoltern beheimatet sein. Projektorganisation KG Knonauer Amt Weitere Infos unter www.ref-saeuliamt.ch.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 23. Februar 2021

Vom Sprung ins kalte Wasser Nicht nur die grossen Gewässer werden dieser Tage vermehrt von Winterschwimmerinnen und -schwimmern heimgesucht. Auch im Hedinger Weiher baden mehr Menschen trotz Wassertemperaturen im einstelligen Bereich. von AngelA BernettA

Überwindung nötig Spätestens seit der Pfarrer Sebastian Kneipp täglich in die eisige Donau stieg, ist das Baden im kalten Wasser massentauglich geworden. Gleichwohl dürften sich die Schwimmenden, die heute in den Gewässern unterwegs sind, weniger am bekannten Naturheilkundler als an den Massnahmen rund um Covid-19 orientieren. Da die Hallenbäder seit Wochen zu sind, bietet sich als Alternative der Sprung ins kalte Nass an. Und regelmässige Bewegung im Freien soll ja gesund sein und sich positiv auf unsere Abwehrkräfte auswirken. Dies übrigens unabhängig von der Jahreszeit und den

Das Winterschwimmen im Hedinger-Weiher hat mit dem Martinischwimmen Tradition. (Archivbild Kurt Hofmann) gegebenen Temperaturen. Nichtsdestotrotz ist baden im eiskalten Wasser nicht ungefährlich, birgt Risiken wie etwa Unterkühlung oder Herzrhythmusstörungen. Folglich leben Winterschwimmende nicht unbedingt gesünder, sollten aber unbedingt gesund sein, wenn sie ins eiskalte Wasser steigen. Fachleute raten Menschen mit HerzKreislauf-Problemen, hohem Blutdruck und schwachen Gefässen deshalb davon ab. Auch der Selbstversuch zeigt, dass man sich dem kalten Winterwasser besser mit Bedacht nähert. Sportmediziner und -medizinerinnen empfehlen, den Körper langsam an die sinkenden Wassertemperaturen zu gewöhnen. Regelmässige Wechselduschen helfen da genauso wie das tägliche Bad im See

über das ganze Jahr. Auch wenn man diese Anregungen beherzigt, kostet der Gang ins fünf Grad kalte Wasser Überwindung. Stufe um Stufe geht es langsam die Badetreppe hinunter, die wegen der wärmeren Aussentemperaturen wenigstens nicht mehr vereist ist. Unten angekommen, steht man knöcheltief im garstigen Nass. Nun heisst es tief einatmen und den Körper beim Ausatmen langsam ins Wasser gleiten lassen. Ob des Kälteschocks beginnt das Herz zu rasen. Der Atem stockt. Man japst und schreit, rudert wild mit den Armen. Nach ein paar Schwimmzügen soll es besser werden. Doch eigentlich will man nur eines: sofort raus aus dem Wasser. Wer den Körper vor dem Winterschwimmen etwa mit Velofahren, Turnen oder Joggen aufwärmt, vereinfacht

ZUR SACHE Tipps für Winterschwimmende • Den Körper über das Jahr ans kalte Wasser gewöhnen. • Vor dem Winterschwimmen gut aufwärmen. • Langsam ins Wasser steigen und ruhig atmen. • Bei Unwohlsein oder Krämpfen das Wasser sofort verlassen. • Den Kopf mit einer Mütze schützen, damit keine Körperwärme verloren geht. • In Ufernähe bleiben, wo man jederzeit stehen kann. • Zu zweit oder in der Gruppe schwimmen gehen. • Langsam aus dem Wasser steigen, gut abtrocknen, warme Kleider anziehen. • Nicht sofort unter die warme Dusche. • Nicht länger schwimmen, als die Wassertemperatur anzeigt. Bei fünf Grad also fünf Minuten schwimmen.

Winterschwimmen im Hedinger Weiher wird immer beliebter

Der durchschnittliche Hobbysporttreibende verzichtet während der kalten Jahreszeit eher auf kräftezehrende Outdoor-Aktivitäten und macht es sich stattdessen auf dem heimischen Sofa gemütlich. Lediglich die ganz Harten steigen bei Eiseskälte ins Wasser. Oder etwa doch nicht? «Im Winter sieht man immer wieder Menschen im Hedinger Weiher schwimmen», sagt Susanne Grond. Das sei an und für sich nichts Ungewöhnliches. «Doch heute springen vermehrt jüngere Leute in den kalten Weiher, während das bis anhin eher die gesetzteren Semester taten.» Susanne Grond ist Co-Präsidentin des Samaritervereins Hedingen, der einmal jährlich das Martinischwimmen im Hedinger Weiher organisiert. Im vergangenen November musste die Veranstaltung wegen Covid-19 abgesagt werden.

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den Einstieg etwas, sagen Routiniers. Auch wenn man in Begleitung oder mit einer Schwimmhilfe schwimmt, gehe es besser. Aber Achtung: Auf keinen Fall aus Übermut kopfüber ins kalte Wasser springen!

Der Kick nach dem Bad Nicht wenige Winterschwimmer und -schwimmerinnen schützen sich mit Füsslingen und Handschuhen aus Neopren partiell vor der Kälte und/oder tragen eine Mütze, damit der Körper keine Wärme über den Kopf verliert. Wer sich unwohl fühlt oder einen Krampf bekommt, sollte das Wasser sofort verlassen, die Grenzen des eigenen Körpers respektieren. Als Faustregel gilt maximal fünf oder so viele Minuten drin zu

bleiben, wie die Wassertemperatur an Grad Celsius misst. Erstaunlich ist, dass der Körper im kalten Wasser wenig friert. Das grosse Zittern kommt erst später im Trockenen. Entspannen und tief durchatmen, raten da die Cracks. Dann geht es schnell vorbei. Nach wenigen Schwimmzügen neigt sich der Selbstversuch bereits dem Ende zu. Eine knappe Minute im kalten Wasser muss reichen, um den Kick zu spüren, von dem die Winterschwimmenden schwärmen. Denn Adrenalin und andere Hormone, die der Körper im eiskalten Wasser ausschüttet, sorgen noch Stunden nach dem Bad für ein euphorisches Gefühl. Doch damit nicht genug. Ist man wieder am Ufer und warm eingepackt, kribbelt der Körper wohlig warm durchblutet. Der Kopf ist klar, man fühlt sich stark und möchte bald wieder ins eiskalte Wasser steigen. Susanne Grond ist keine Winterschwimmerin. Gleichwohl freut sie sich auf das nächste Martinischwimmen im Hedinger Weiher und hofft wiederum auf viele Teilnehmende. Und da es bis im November noch eine Weile hin ist, stehen die Chancen gut, dass die traditionelle Veranstaltung in diesem Jahr wieder durchgeführt werden kann.

«Ein solcher Tempoexzess wird nie wieder vorkommen» Bezirksgericht Affoltern: 15 Monate Gefängnis auf Bewährung für 23-jährigen Schreiner Rasen und kleinere Drogendelikte: Ein 23-jähriger Schreiner kassierte vom Bezirksgericht Affoltern 15 Monate Gefängnis auf Bewährung. «Ein solcher Tempoexzess wird nie wieder vorkommen», versprach er dem Vorsitzenden. von Werner Schneiter Der junge Mann, der in einer Gemeinde am linken Zürichseeufer wohnt, gab sich vor Gericht sehr höflich und betonte mehrmals, dass er seine Raserfahrt auf der Albisstrasse in Rifferswil bereut. Ja, das sei leichtsinnig gewesen und keinesfalls verantwortbar, weil er damit auch andere gefährdet habe. «Ein solcher Tempoexzess wird nie wieder vorkommen», versprach der Beschuldigte und hob auch den Wert des Lernprogramms «Start» für risikobereite Verkehrsteilnehmende hervor. «Das ist sehr hilfreich.» Aber den Führerausweis auf Probe ist er natürlich los, und die Prüfung wird er in vollem Umfang nochmals absolvieren müssen. Selbst den Nothelferkurs. Weil er das von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafmass akzeptiert, kam es vor Gericht zum abgekürzten Verfahren. Am 21. Mai 2020, nachmittags, überholte der junge Mann mit dem Auto seines Vaters auf der Albisstrasse in Rifferswil Richtung Mettmenstetten einen mit 60 bis 70 km/h fahrenden PW. Dabei beschleunigte er den 300 PS starken Seat auf toleranzbereinigte 161 km/h und überschritt damit die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80

Auf der Höhe dieser Brücke an der Albisstrasse zwischen dem Weiler Schonau und Rifferswil wurde der 23-Jährige auf einem 80er-Abschnitt mit 168 km/h geblitzt. Toleranzbereinigt sind es 161 km/h. (Bild Werner Schneiter) km/h massiv. Damit übertraf er den Rasertatbestand um 21 km/h. «Plötzlich blitzte es. Ja, ein sinnloses Vorgehen», gestand er ein. Die Frage des Vorsitzenden, ob er eine automatische Bremse/ Geschwindigkeitsbeschränkung für Junglenker begrüsse, beantwortet er mit einem klaren Ja.

Strafe am unteren Limit Vorgeworfen wird dem Mann ausserdem die Aufbewahrung und Konsumation von einer geringen Menge Marihuana

sowie Hausfriedensbruch, weil er zusammen mit einem Kollegen unbefugt in das abgeschlossene Gelände des örtlichen Fussballclubs eingedrungen war. Am stärksten ins Gewicht fällt natürlich seine Raserfahrt. Aber auch die beiden einschlägigen Vorstrafen (Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrfache Verletzung von Verkehrsregeln) beeinflussten die Strafzumessung. Qualifiziert grobe Verletzung von Verkehrsregeln, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz,

mehrfacher Betäubungsmittelkonsum und Hausfriedensbruch: So lautet das juristische Verdikt, das eine Gefängnisstrafe von 15 Monaten auf Bewährung nach sich zieht, dazu eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 50 Franken und eine Busse von 500 Franken. Die Busse muss bezahlt werden. Die Probezeit beträgt vier Jahre. Die Geldstrafen aus den beiden Vorstrafen – 20 Tagessätze à 100 Franken und 20 Tagessätze à 30 Franken – werden widerrufen und vollzogen. Damit folgt das Bezirksgericht exakt den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Mit Blick auf die Vorstrafen, die noch nicht weit zurückliegen, machte Gerichtspräsident Peter Frey deutlich, dass das Urteil am unteren Limit liegt. «Sie sind extrem zu schnell gefahren und haben damit eine grosse Gefahr geschaffen», hielt er abschliessend fest. Vier Jahre beträgt die Probezeit. Besonders schmerzen dürften den jungen Schnellfahrer indessen die Verfahrenskosten und Bussen von gesamthaft rund 10 000 Franken, für die er auf kommen muss.

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Mehr dazu unter

vernuenftig-bleiben.ch Am 13. Juni: Nein zum CO2-Gesetz


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Forum

Ja zur E-ID

Antoinette Frey in den Bezirksrat

Verkauf kirchlicher Liegenschaften?

Abstimmung vom 7. März

Bezirksratswahl vom 7. März.

Seit mehr als zwanzig Jahren laboriert das Parlament an einer gesetzlichen Grundlage für eine Infrastruktur für sichere Online-Geschäfte. Man hat Studien durchgeführt, Nachbarländer angeschaut, die Wissenschaft beigezogen, Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen und hat die Erkenntnis gewonnen, dass das dem Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste zugrunde liegende System am sichersten, am einfachsten und am effizientesten ist. Das Gesetz ermächtigt das Bundesamt für Polizei (fedpol), Personenidentifikationsdaten (z.B. Name, Geburtsdatum) für die Online-Identifikation zu nutzen. Privatwirtschaftliche, aber auch öffentlich-rechtliche Organisationen können, sofern sie die hohen Anforderungen des Bundes erfüllen, die E-ID nutzbar machen, indem sie eine entsprechende technische Plattform zur Verfügung stellen. Dabei müssen sie strenge Datenschutzbestimmungen einhalten, insbesondere muss die Datenhaltung ausschliesslich in der Schweiz erfolgen und das sogenannte «Profiling» (also die Auswertung von Daten) ist untersagt. Dennoch und obschon das Parlament bereits während der Erarbeitung des Gesetzes, dessen Kritikern stark entgegengekommen ist (z.B. mit der Schaffung einer unabhängigen Aufsichtsbehörde, Eidcom), wurde gegen das Gesetz erfolgreich das Referendum ergriffen, weshalb wir nun am 7. März darüber abstimmen. Die Frage ist binär: Wollen Sie das Gesetz annehmen, Ja oder Nein? Wird das Gesetz abgelehnt heisst es für die E-ID: Zurück zum Start. Ich stimme Ja, die Zeit ist mehr als reif für eine staatlich anerkannte E-ID.

Die SVP hat das grosse Glück mit Antoinette Frey eine ausgewiesene Kandidatin zu präsentieren. Nebst den menschlichen und fachlichen Qualitäten hat Antoinette Frey den Vorteil, dass sie das Metier als Ersatzmitglied schon kennt und direkt in diese Aufgabe einsteigen kann. Erfreulicherweise haben sich SVP und FDP geeinigt, ihre Kandidatinnen gegenseitig zu unterstützen. Beide Parteien sind überzeugt, dass mit Ruth Früh (FDP, bis-

Die Liegenschaften noch rasch ins Trockene bringen, «Anzeiger» vom 16. Februar.

Doris Rothenberger, Wettswil

Kirche macht schlechte Arbeit Abstimmung vom 7. März. Es ist wohl wichtig, dass diese MonsterKirchenschrumpfung gerade jetzt beschlossen wird, wenn sich niemand treffen kann. Wir in Mettmenstetten haben uns bemüht, die Leute darauf aufmerksam zu machen, was da passiert. Das Resultat war niederschmetternd: 70 % Gleichgültige: Austreten kann man ja immer noch! Und wir Gruftis sollten doch das Ganze den Jungen überlassen, sagte unser ehemaliger Dorfarzt unter lächelndem Beifall der Mettmenstetter Kirchen-Beamtenschaft. Die Jungen waren natürlich nicht da, schade, wir brauchen euch! Wir hatten vermieden Klartext zu reden: Die Kirche hat schlechte Arbeit gemacht, sonst wären nicht alle davongelaufen. Wir wollten dem Ganzen ja noch eine Chance geben: Werbung um Neumitglieder, sich um die Menschen kümmern, der Gemeinde wieder Leben einhauchen! Jetzt aber der Clou: Die Mitglieder der kleinen Kirchengremien, welche in Zukunft für das kirchliche Leben vor Ort bestimmend sein werden, brauchen keine Kirchenmitglieder zu sein. Die Dorfkirche wird also nicht nur regional, sondern auch sachlich fremdbestimmt. Atheisten können über religiöse Dinge bestimmen? Das spottet Recht und Gesetz. In der Schweiz hat jede Organisation das Recht auf Selbstbestimmung. Sorry, wenn ich mich wiederhole, aber mich schmerzt das halt immer noch. In dieser Zeitung wurde der gute NZZ-Gastkommentar über die unrentablen Zusammenschlüsse politischer Gemeinden abgedruckt. Gilt natürlich auch für Kirchgemeinden. Hanna Keller, Mettmenstetten

Briefe zu den Vorlagen vom 7. März müssen den «Anzeiger» bis Freitag, 26. Februar, 12 Uhr, erreicht haben (redaktion@affolteranzeiger.ch).

Dienstag, 23. Februar 2021

her) und Antoinette Frey (SVP, neu) die richtigen Personen als Ergänzung zu den beiden Juristen im Rat gewählt werden. Da dieses Gremium kein Gericht ist, ist es imminent wichtig, andere Aspekte als nur Gesetze und Artikel zu berücksichtigen. Sowohl Ruth Früh als auch Antoinette Frey sind absolut prädestiniert, diese Fähigkeiten einzubringen. Wir bitten um Unterstützung der beiden Kandidatinnen und des Ersatzmitglieds Hans Finsler (SVP, neu). SVP Sektion Bonstetten

Rolf Kuhn, breit unterstützt! Bezirksratswahl vom 7. März. Mit grosser Freude kann ich mitteilen, dass unser GLP-Kandidat für den Bezirksrat, Rolf Kuhn aus Mettmenstetten, von der EVP, den Grünen und der SP des Bezirks Knonauer Amt unterstützt wird! Wir bedanken uns herzlich! Rolf Kuhn konnte die Vorstände dieser drei Parteien mit seiner ruhigen, sachlichen und Konsens-orientierten Art überzeugen. Dies zeugt davon, dass die GLP-Kandidatur im Bezirk gut verankert ist. Die politisch breite Verankerung ist ein wichtiges Kriterium für einen Bezirksrat, denn letztlich sollen in diesem Gremium alle politischen Strömungen vertreten sein. Bei Rolf Kuhn ist es ja auch so, dass er doch seit einiger Zeit im Bezirk wohnt und nicht von Neuseeland aus für ein politisches Amt im Bezirk kandidiert, wie dies der Präsident der SVP in den Jahren 2017 und 2019 tat, bzw. versuchte (vgl. «Anzeiger» vom 8. Januar 2019). Diese Information geben wir hier wieder, da uns an Transparenz etwas liegt und wenn jemand sich über die Wohnsitzdauer von Rolf Kuhn im Bezirk auslässt, ist es unabdingbar, darzustellen, wie es der Verfasser der Wahlempfehlung der SVP selbst mit dem Wohnsitz im Bezirk hält.

Im Übrigen scheint uns die Wahlempfehlung, welche der Bezirkspräsident der SVP abgegeben hat, auch stilistisch nicht von einem besonders vermittelnden Ton zu zeugen. Rolf Kuhn argumentiert sachlich und objektiv und ist auch in der Lage, sich in andere Sichtweisen hineinzuversetzen und diese zu verstehen. Für einen Bezirksrat ist dies eine unabdingbare Voraussetzung, denn anstatt Polemik ist beim Bezirksrat die Vermittlung und eine objektive Auseinandersetzung mit verschiedenen Argumenten gefragt. Dazu gehört auch, andere Meinungen ernst zu nehmen und zu verstehen, weshalb jemand eine andere Meinung hat. Diese andere Meinung ist zu respektieren, wenn man zwischen unterschiedlichen Positionen vermitteln will. Gerade das Amt des Bezirksrats erfordert Personen, welche genau auf dieser sachlichen Basis bei strittigen Fragen die Argumente abwägen und vermittelnd sowie lösungsorientiert mit den Streitparteien verhandeln; und genau dies kann Rolf Kuhn hervorragend, wie er bereits in seiner Tätigkeit als Stiftungsratspräsident bewiesen hat. Nicole Beck-Taubenest, Aeugst, Präsidentin Grünliberale Knonaueramt

Grundlage für Sozialdetektive Abstimmung vom 7. März. Die zur Abstimmung gelangende Änderung des Sozialhilfegesetzes (SHG) betrifft die Regelung zur Überwachung von Personen. Bis anhin fehlte eine gesetzliche Grundlage für den Einsatz von sogenannten «Sozialdetektiven». Gegner bringen vor, es fehle der neuen Bestimmung eine Regelung betreffend unangemeldete Augenscheine und GPSTracking. Weiter sei die Genehmigung durch den Bezirksrat abzulehnen. Diese Argumente überzeugen nicht. Der Wortlaut der neuen Bestimmung entspricht nahezu der «Schwester-Bestimmung» im Sozialversicherungsrecht, welche die Überwachung von Versicherten regelt. In dieser Bestimmung sind unangemeldete Augenscheine nicht vorgesehen. Warum im SHG etwas anderes gelten soll, ist nicht ersichtlich. Richtig ist, dass im Versicherungsbereich der Einsatz von GPS-Technologie zur Standortbestimmung zulässig ist. In diesem Bereich aber tritt ein unberechtigter Bezug von Leistungen häufig aufgrund des Vortäuschens eines Gesundheitsschadens auf und dort mag die Beobachtung des Bewegungsradius

und funktioneller Einschränkungen eher sinnvoll sein. Im Bereich der Sozialhilfe stehen andere Sachverhalte im Vordergrund. Es ist fraglich, ob Daten zur Standortbestimmung einen effektiven Gewinn an Erkenntnissen bringen würden. Ferner dürfte es bei klaren Verdachtsmomenten auf einen unrechtmässigen Bezug über die Staatsanwaltschaft auch ohne die Grundlage im SHG möglich sein, eine technische Standortüberwachung vorzunehmen. Auch Hausdurchsuchungen wären denkbar. Dass die Überwachung durch eine externe Behörde genehmigt werden muss, entspricht rechtsstaatlichen Prinzipien. Wenn diese Behörde der Bezirksrat ist, gewährleistet dies eine einheitliche Anwendung kantonalen Rechts auf Stufe Bezirk. Die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage ist seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Oktober 2016 notwendig. Solange diese Grundlage nicht geschaffen ist, finden Überwachungen unrechtmässig statt und sind beweismässig wertlos. Der Gesetzesänderung ist daher zuzustimmen. Rolf Kuhn, GLP Bezirksratskandidat, Mettmenstetten

Die von Werner Utz eingereichte Initiative verlangt von der reformierten Kirchgemeinde den Verkauf von Pfarrwohnung und Kirchgemeindehaus (KGH) an die politische Gemeinde. Im Bezug zum KGH wird die Absurdität der Initiative sichtbar: Bezahlt wurden diese Immobilien allein von den Reformierten. Mit einem Kauf durch die Gemeinde müssten sie das KGH also über die Gemeindesteuern ein zweites Mal bezahlen. Bedeutend schwerer wiegt aber, dass der Kirchgemeinde damit die für kirchliche Aktivitäten genutzten Räumlichkeiten genommen würden. 1991 war mit dem neu gebauten KGH genau dafür endlich genug Raum geschaffen worden. Der Initiant befürchtet, in der neuen Ämtler Kirchgemeinde sei eine «Bonstetter Eigennutzung» nicht mehr gewährleistet, was nicht zutrifft. Obwohl künftig nur noch in Teilbesitz, ist der Kirchgemeinde die Nutzung des KGH zu 100 % sichergestellt, ebenso die Nutzung durch Vereine und Private. Aus Sicht der

politischen Gemeinde wäre ein weiteres Gebäude mit unterschiedlichen Raumgrössen durchaus erstrebenswert, sofern sie das will. Allerdings ist sie gegenüber dem Steuerzahler auch verpflichtet, dieses nutzbringend zu bewirtschaften, durch Vermietung oder Eigennutzung. Für die Kirchgemeinde würde dies Mietkosten für die Nutzung bedeuten; dazu käme die Unsicherheit, die Räume in einigen Jahren durch Eigenbedarf der Gemeinde eventuell ganz zu verlieren. Das nun 30-jährige KGH wird in den nächsten Jahren eine Renovation benötigen. Statt dass die Reformierten in der neuen Ämtler Kirchgemeinde nur noch 1/9 der Kosten übernehmen müssten, würde dann die ganze Gemeinde für die Kosten aufzukommen haben. Sollte die Initiative Erfolg haben, würde genau das Gegenteil dessen erreicht, was Werner Utz fordert. Die Kirchgemeinde verlöre ihre Immobilien, müsste sich im einst eigenen Haus einmieten und immer damit rechnen, wegen Eigenbedarfs der Gemeinde vor die Türe gestellt zu werden! Rolf Werner, alt Kirchgemeindepräsident, Bonstetten

Erschütternde Initiative Die Liegenschaften noch rasch ins Trockene bringen, «Anzeiger» vom 16. Februar. Für uns ist Kirche mehr als Gottesdienst und ein Kirchengebäude, für uns ist sie Gemeinschaft mit sozialen und diakonischen Angeboten. In unserer ref. Gemeinde findet (ohne Corona) ein reges Leben statt. Dafür reicht das Kirchengebäude nicht aus und zum Teil ist es ein «Raum-Jonglieren», um allen gerecht zu werden. Dann wird intern getauscht und wenn die Kinder spontan Guetzli backen dürfen und die Küche frei ist, dann geht dies, da die Leitung als «Eigentümer» frei über Räume verfügen kann. Was ist mit dieser Flexibilität, wenn die pol. Gemeinde Besitzer ist? Wie stark wird hier die Arbeit administrativ aufgeladen oder unmöglich gemacht? Dies ist keine Firma! Was, wenn jemand noch heute einen «neutralen Platz» zum Reden braucht, aber kein Raum mehr organisierbar ist, da die pol. Gemeinde um 16.30 Uhr geschlossen hat? Was, wenn Freiwillige in einem Projekt ein Problem haben und dringend eine Sitzung benötigen, aber es ist Freitagabend (unter der

Woche sind sie arbeitstätig und haben Familie)? Wie hoch sind die anfallenden Mieten? Was, wenn die pol. Gemeinde ihr eigenes Gebäude renovieren will und das Haus für zwei Jahre in ein Bürogebäude umwandelt? Sie ist Hausherr – sie darf das. Küchennutzung in der Kirche wird dann bestimmt interessant. Und warum sollte eine grössere Kirchgemeinde nicht mehr wie bisher an Vereine vermieten? Uns fällt kein Grund dafür ein. KGplus betont immer, es sollen die Angebote erhalten bleiben. Vor Ort soll Administration abgebaut werden, damit wieder mehr Zeit für Angebote ist. Warum nicht diese Chance nutzen? Mit dem Verkauf werden sie nicht mal in der bisherigen Form möglich sein. Das Ziel KGplus zu torpedieren wird erreicht. Was ist der Preis? Es geht hier um unsere Gemeinschaft, es geht um Kinder, Jugendliche bis hin zu hochaltrigen Menschen und nicht nur Gebäude, und um unsere (Hilfs-)Angebote über unsere Gemeindegrenzen hinaus. Uns hat die Initiative erschüttert. Silke Korn und Johannes Wehinger, Bonstetten

Investition in die Zukunft Friedensrichterwahl in Hausen. Nach meiner Meinung ist Sonja TrachselBaumann die ideale Besetzung für das Friedensrichteramt in Hausen. Ich kenne Sonja als empathische, besonnene und ausgleichende Persönlichkeit mit Herz und klarem Verstand. Ihre bisherigen Lebenserfahrungen haben sie gelehrt, immer wieder auch die guten Seiten der Situationen wahrzunehmen und den Blick für das Ganze nicht aus den Augen zu lassen. Sie arbeitet zielstrebig und gründlich, stets mit Rücksicht und Respekt gegenüber ihren Mitmenschen. Ihre bisherigen Aus- und Weiterbildungen haben ihr angeborenes Vermittlungstalent gefördert. Sie ist zudem gerne bereit, sich für das Friedensrichteramt weiterzubilden. Sonja ist eine

humorvolle und äusserst faire Person, die auch in schwierigen Situationen «dranbleibt» und stets die Ruhe bewahrt. Zudem ist sie mit ihren 40 Jahren eine Investition für die Zukunft unseres Friedensrichteramtes (die bisherige Amtsinhaberin ist bereits 65 Jahre alt). Sonja ist seit Geburt in Hausen verwurzelt, verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. Sie hat die Kapazität für eine neue Aufgabe und freut sich darauf, einen Beitrag für ein harmonisches Dorfleben zu leisten. Welch Glück, wenn einer so fähigen jungen Frau und Mutter nicht nur das Wohl ihrer Familie, sondern das Wohl aller Menschen in Hausen am Herzen liegt – ich werde den Namen Sonja Trachsel-Baumann mit Überzeugung auf meinen Wahlzettel schreiben. Beatrice Gaisser, Hausen

Parolenspiegel Politische Parteien Bezirk Affoltern Eidgenössische Abstimmung vom 07. März 2021 1 Volksinitiative: "Ja zum Verhüllungsverbot" 2 Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz)

CVP Nein Ja

EDU Ja Nein

EVP X Ja

FDP Nein Ja

GLP Grüne SP Nein Nein Nein Ja Nein Nein

SVP Ja Ja

3 Bundesgesetz über die Genehmigung des Umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien Kantonale Abstimmung vom 07. März 2021 1 Änderung der Kantonsverfassung: Anpassung Grenzwerte 2 Änderung des Sozialhilfegestzes (SHG) 3A Kantonale Volksinitiative: "Bei Polizeimeldungen sind die Nationalitäten anzugeben" 3B Gegenvorschlag des Kantonsrates; Änderung des Polizeigesetzes: "Nennung der Nationalität bei Polizeimeldungen" 3C Stichfrage: Zutreffendes (A oder B) eintragen. Vorlage A (Kantonale Volksinitiative) Vorlage B (Gegenvorschlag des Kantonsrates)

Ja CVP Ja Ja Nein Ja B

Ja EDU Ja Ja Ja Ja A

Nein EVP Nein Ja Nein Ja B

Ja FDP Ja Nein Nein Ja B

Ja Nein Nein GLP Grüne SP Ja Nein Ja Ja Nein Ja Nein Nein Nein Nein Nein Nein B B B

Ja SVP Ja Nein Ja Ja A

Zusammenstellung der IPK des Bezirk Affoltern

X= Stimmfreigabe


Gewerbe

Neuanfang

2019 wanderte Familie Bruhin voller Träume aus – nun ist sie zurück im Säuliamt. > Seite 11

Dienstag, 23. Februar 2021

Kiebitz schützen

In der Filderen hat man dem seltenen Watvogel einen Schutzzaun gebaut. > Seite 11

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Kreative Versöhnung

Wie verstehen Kinder Versöhnung? – dieser Frage geht die katholische Kirche nach. > Seite 13

Filmkultur zu den Menschen bringen Der Ottenbacher Manuel Lindt vermittelt Kinovergnügen – auch zu Hause Corona zum Trotz – Kino erleben, jetzt erst recht. Dies ermöglicht Manuel Lindt mit seinen Projekten unter dem Label «Wanderkino». Denn das Eintauchen in einen guten Film in einem adäquaten Rahmen bringt Lebensfreude, persönliche Entwicklung, Meinungsbildung, Inspiration und heitere Entspannung. Es gibt Alternativen zum klassischen Kinobesuch. von regula zellweger «Trotz der momentanen Situation gibt es Möglichkeiten, Kultur zu geniessen», ist Manuel Lindt überzeugt. «Aussergewöhnliche Zeiten erfordern aussergewöhnliche Ideen!» Deshalb vermittelt er exklusiven, intimen Kinocharme in den eigenen vier Wänden – in Zeiten, in denen andere Kulturbetriebe geschlossen haben. Seit 2009 schenkt sein Wanderkino Kinoerlebnisse wie zu Grossmutters Zeiten, indem er das Licht mit analoger Technik auf die Leinwand projiziert – egal, ob unter freiem Himmel oder in Räumen aller Art. Mit seinen Requisiten und den technischen Apparaturen verzaubert er mit seinem Team jeden Ort in kurzer Zeit in ein Lichtspieltheater mit einem Hauch Nostalgie.

Kino ist weit mehr als fernsehen «Ich versuche das Beste für alle aus der aktuellen Situation zu machen», erklärt Manuel Lindt, Spezialist für Beleuchtung und Beschallung, mit viel Erfahrung in Kleinkunst und Bühnenwelt. «Geschichten berühren und inspirieren. Filme erzählen solche Geschichten. Das Wanderkino lässt die Geschichten auf-

Manuel Lindt bringt mit seinem Wanderkino Lichtspielatmosphäre auch in private Wohnzimmer. (Bild zvg.) leben und umrahmt sie liebevoll mit dem Charme vom Kino von damals.» Das in Ottenbach ansässige Wanderkino, das seit vielen Jahren die Filme dorthin bringt, wo die Menschen sind, macht dies jetzt auch im ganz kleinen, privaten Rahmen. Es bringt gewünschte Filme analog und neu auch digital zu seinen Kunden nach Hause und bietet damit trotz der Coronakrise, die auch zu einer Kulturkrise geworden ist, kleine exklusive Entspannungsinseln an. Ein besonderes Geschenk: Ein nostalgi-

scher Kinoabend, aktuell für bis fünf Personen, in den eigenen vier Wänden. Es gilt beispielsweise, der oder dem Liebsten wieder einmal zu zeigen, wie dankbar man für die Gemeinsamkeit ist, indem man sich einen Kinoabend mit einem passenden Film zu Hause servieren lässt. Das Rahmenprogramm, Popcorn und Champagner oder Apéro, festliches Essen und Filmdiskussion, stellt man sich individuell und zum Film passend zusammen. Die meisten Leute erinnern sich beispielsweise an den ersten

Film, den sie im Kino gesehen haben. Dem Grossvater zum 90. Geburtstag einen Stummfilm mit Charly Chaplin, mit Life Musik, oder einen alten Schweizer Spielfilm, vielleicht vor Ort im Altersheim, zu organisieren, ist ein wunderbares Geschenk.

Unterschiedlichste Rahmenbedingungen Anpassungsfähig und mit nostalgischem Charme verzaubert das Wanderkino seit

über zehn Jahren fast jeden Ort, sei es eine Burgruine, eine Scheune, eine Waldlichtung oder eben das eigene Zuhause in ein Lichtspieltheater. Und wenn die Regeln gelockert werden, kann man mit dem Wanderkino sich und anderen auch ein Duftkino für Kinder, ein Autokino im Hinterhof, ein WinterOpenairkino, Stummfilme mit Livemusik, kulinarische Filmnächte, Freiluftkinos im Quartier oder auf dem Dorfplatz, im Vereinslokal, in einer Werkhalle, in der Burgruine, im Wald oder in der Badi bieten. Wenn die eigene Stube zu eng ist, kann auch das exklusive private «Kleinstkino – die gute Stube» in Ottenbach besucht werden. Manuel Lindt ist mit Herzblut als Veranstalter, Wanderkinobetreiber und Bühnentechniker, als Kulturmanager, Produktionsleiter und «Bilderkreateur» unterwegs. Die Stadt Winterthur verlieh ihm für seine innovativen Projekte den Kulturförderpreis. Er sprüht vor Ideen: «Ein ausgewählter Kurzfilm, ein Apéro oder ein Nachtessen mit Störkoch? Vieles ist möglich. Wir finden es zusammen heraus. Du hast eine grosse Stube, einen Wintergarten, einen Hobbyraum, eine Garage oder einen anderen geeigneten Ort und Lust auf etwas Besonderes? Dann melde dich – gern noch heute.» Kulturförderung hat viele Gesichter. Sie soll etwas bewirken, aber auch Spass machen. 2020 haben Private wenig Geld in Kultur investiert – wie hätte man beispielsweise Geld für Kinobesuche ausgeben können? Doch, man kann auch jetzt Film-Kultur fördern, auch wenn es etwas teurer als ein normales Kinobillett zu stehen kommt. Dafür wird man sich aber lange an einen solch speziellen, individuellen Film-Abend erinnern. Informationen: www.wanderkino.ch.

Logiernächte: Krisen-Jahr 2020

Schub für die Separatsammlung von Plastik

Die Zahl der Logiernächte in der Tourismusregion Zürich sank auf 2,26 Millionen Übernachtungen. Gegenüber 2019 entspricht das einem Minus von 65 Prozent. Nun gilt es nach vorne zu schauen und vorbereitet zu sein, wenn das Reisen wieder möglich ist.

Im Kanton Zürich gibt es erst wenige Separatsammlungen von gemischten Plastikabfällen aus Haushalten – obwohl sich viele eine solche wünschen. Nun hat der Kanton zusammen mit Plastikentsorgern Standards definiert.

Nur gerade 2,26 Millionen Übernachtungen zählte die Tourismusregion Zürich im Jahr 2020. Die Tourismusregion reicht von Baden und Winterthur über die Stadt Zürich und die Flughafenregion bis nach Rapperswil und den Kanton Zug. Die Logiernächte sanken im Jahr 2020 um rund 65 Prozent. Noch etwas mehr im Minus bei den Übernachtungen sind die Subregion Zürich (- 69,1%) – für die Zürich Tourismus direkt verantwortlich ist – sowie die Stadt Zürich (- 69,2%). Die Stadt Zürich musste im Vergleich mit anderen Schweizer Städten das grösste Minus verzeichnen. Noch zu Beginn des Jahres und vor den ersten Covid-19-Fallzahlen Ende Februar 2020 war die Destination mit einem Plus von knapp drei Prozent gut auf Kurs bei den Übernachtungen.

Wege aus der Covid-19-Krise Dank den Impfungen ist ein Ende der Krise inzwischen absehbar. Zürich Tourismus bereitet sich jetzt auf den Moment vor, wenn die Grenzen wieder offen sind und ist – mit verschiedenen Kampagnen – präsent in den wichtigsten Märkten. Welche Massnahmen helfen, um die epochale Krise zu meistern, zeigt das viel beachtete Whitepaper von Guglielmo L. Brentel. Ziel des Papers ist eine breite Diskussion zu lancieren und enkeltaugliche Massnahmen zu finden. Stichworte sind etwa Sonntagsöffnungszeiten, harmonisierte Reisebestimmungen und das Allmend-Prinzip. Eine bereits von der Hotellerie eingeführte Massnahme ist das Programm «Gastro Porto». Mit dem Projekt soll verhindert werden, dass die Lernenden durch die Maschen fallen. Alle 500 Lehrlinge, die sich aktuell im letzten Lehrjahr befinden, sollen gut vorbereitet bei der Lehrabschlussprüfung antreten können. Mit dem Programm wird der bereits bestehende Fachkräftemangel bekämpft. Zürich Tourismus

Über zehn Prozent des Abfalls in einem durchschnittlichen Kehrichtsack bestehen aus Plastik. Ausgangsmaterial für die Plastikproduktion ist Erdöl, ein nicht erneuerbarer Rohstoff. Bei der Verbrennung der Plastikabfälle in der Kehrichtverwertungsanlage wird zwar Strom und Fernwärme gewonnen, doch der Rohstoff geht unwiederbringlich verloren. Zudem wird bei der Herstellung und Verbrennung von Plastik CO2 freigesetzt. Es gibt also gute Gründe, Plastikabfälle nicht zu verbrennen, sondern neuen Kunststoff daraus zu machen. Trotzdem gibt es noch nicht in vielen Zürcher Gemeinden Separatsammlungen für Plastik. Wichtig für ein ökologisch sinnvolles Plastik-Recycling ist, dass ein möglichst hoher Anteil der gesammelten Kunststoffabfälle wieder für die Herstellung

möglichst hochwertiger neuer Kunststoffprodukte verwendet werden kann. Heute liegt dieser Anteil bestenfalls bei 50 Prozent. Denn die Auftrennung des aus den verschiedenen Plastikarten zusammengesetzten Kunststoffabfalls zu sortenreinem, qualitativ hochstehendem Ausgangsmaterial für neuen Plastik ist technisch sehr anspruchsvoll. Es ist entscheidend, dass der nicht verwertbare Restabfall korrekt in einer Schweizer Entsorgungsanlage verwertet wird.

Neue Vereinbarung Für die Entsorgung von Haushaltsabfällen sind die Städte und Gemeinden zuständig. Sie können privaten Firmen die Erlaubnis erteilen, Kunststoffsammlungen in ihrer Gemeinde einzurichten. Viele Gemeinden würden dies auch gerne tun. Doch bisher war es für sie sehr schwierig zu beurteilen und zu überprüfen, ob das Entsorgungsunternehmen die Abfälle auch wirklich ökologisch sinnvoll verwertet. Nun schafft eine Vereinbarung zwischen der Baudirektion und dem Verein Schweizer Plastic Recycler (VSPR) Abhilfe. Entsorgungsunternehmen, welche in Zürcher Gemeinden eine Separatsammlung für

Kunststoffabfälle etablieren möchten, können sich der Vereinbarung anschliessen. Damit verpflichten sie sich zur Einhaltung hoher Umweltweltstandards. Erteilen Städte und Gemeinden künftig die Bewilligung für eine Separatsammlung einem Unternehmen, das die Vereinbarung unterzeichnet hat, können sie sicher sein, wirklich etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Den wiederverwendbaren Anteil sukzessive erhöhen Die Unterzeichnenden verpflichten sich zur Einhaltung diverser Standards. Der Anteil des gesammelten Kunststoffs, der als Kunststoffgranulat zurück in den Kreislauf geht, soll mindestens 50 % betragen und kontinuierlich steigen, bis nach dem Jahr 2030 schliesslich 70 % erreicht sind. Weiter soll die Qualität des Sekundärrohstoffs derjenigen von Primärrohstoff entsprechen. Die nicht verwertbaren Restmengen müssen ausserdem korrekt in einer Schweizer Entsorgungsanlage verbrannt werden – etwa in einer Kehrichtverwertungsanlage oder in einem Zementwerk. Baudirektion


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Vermischtes

Dienstag, 23. Februar 2021

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Ein Neuanfang wider Willen Der Affoltemer Stefan Bruhin und seine Familie mussten ihren Lebenstraum abbrechen Stefan Bruhin und seine Familie hatten eine gut gehende Praxis für medizinische Massagen und ein Eigenheim. Nachdem sie 2019 alle Zelte im Säuliamt abgebrochen hatten, mussten sie Anfang 2020 ihren Traum einer dreijährigen Segelreise wegen Covid-19 begraben und stehen vor einem schwierigen Neuanfang.

Neuseeland aufziehen. Sie merkten, dass eine Überwinterung in Neuseeland ihr Budget sprengen würde und entschieden sich nach langem Abwägen, in die Schweiz zurückzufliegen. Von Auckland gingen nur noch zwei internationale Flüge, nach Australien. Da in Australien jedoch von einem Tag auf den anderen ein Transit-Visum verlangt wurde, liess man die Familie Bruhin nicht ins Flugzeug nach Australien. «Die Security am Flughafen in Auckland war extrem freundlich und half uns, das Konsulat zu erreichen und auch die Fluggesellschaft verschob unseren Flug kostenlos. Für das Transit-Visum wurden 20 Seiten Fragebogen verlangt, sowie originale Bank-, Ausbildungsdokumente und vieles mehr. Irgendwie haben wir es nach fünf Tagen Dauerstress geschafft, das Transit-Visum für Australien zu erhalten, nur Stunden vor dem Flug.»

Von Salomon Schneider Zahlreiche Menschen haben Lebensträume von einer abenteuerlichen Weltreise, einem Leben als Auswanderer, oder, wie die Familie Bruhin, von einem mehrjährigen Segeltrip durch die Südsee. Oft kommen jedoch Kinder, die Möglichkeit ein Eigenheim zu erstehen oder der Beruf dazwischen und die Pläne konkretisieren sich nie. Anders bei der Familie Bruhin, trotz zwei Kindern, einer gut gehenden Praxis und einem Eigenheim wurden aus Träumen konkrete Pläne und wie oft kam alles ganz anders heraus als geplant und schon gar nicht so wie erträumt. Der medizinische Masseur mit eidgenössischem Fachausweis und Sportheilpraktiker Stefan Bruhin hat jahrelang die Erste Mannschaft der KlotenFlyers als Masseur betreut und anschliessend seine Praxis in Affoltern aufgebaut, die er mit seiner Ehefrau führte: «Wir haben schon immer Abenteuer geliebt. 2016 konkretisierte sich die Idee das Hochseesegelpatent machen und zu einer mehrjährigen Segelreise aufzubrechen. Also machte ich das Patent und wir probierten es mit den Kindern aus, ob sie ebenfalls Spass dran hatten. Es machte ihnen nicht nur Spass, sie kamen auch mit dem Seegang gut klar und wir konnten unsere Pläne konkretisieren.»

Die versäumte Gelegenheit Im Februar 2019 flog Stefan Bruhin nach Auckland, in Neuseeland, um dort einen hochseetauglichen Katamaran für die Familie zu kaufen. Sie wollten aus Platzgründen einen Katamaran kaufen, da diese zwei Schwimmkörper und in der Mitte ein grosses Netz als Stube bieten. «Wir beobachteten in Europa die Preise und ich hatte ein Budget, das einen Drittel über die gängigen Preise hinausging. Neuseeland wäre der optimale Ausgangspunkt gewesen, um auf dem 30. Breitengrad nach Fidschi zu fahren und durch die Südsee zu kurven. In Neuseeland waren die Preise jedoch viel höher als in Europa. Für uns waren sie zu hoch

Ein Neuanfang in Affoltern

Stefan Bruhin und seine Familie haben für einen Lebenstraum die Zelte in der Schweiz abgebrochen und – neben vielen positiven Erfahrungen – auch Schattenseiten solcher Wagnisse kennengelernt. (Bild zvg.) und ich musste unverrichteter Dinge zurückkehren. Es war ein erster Vorgeschmack auf zahlreiche Schwierigkeiten, die noch auf uns zukommen sollten.» Nach seiner Rückkehr entschieden sie trotzdem, es von Neuseeland aus zu probieren, mit einem Katamaran. Sie vermieteten ihr Wohnhaus, verkauften das Auto, lösten die Massagepraxis auf und meldeten sich auf Ende September 2019 aus der Schweiz ab. Stefan Bruhin: «Die Kinder unterrichteten wir im Home-Schooling. Darauf hatten wir uns vorbereitet und auch zahlreiche aktuelle Schweizer Schulbücher dabei.» Als sie ankamen, kauften sie ein Auto und machten sich auf, Neuseeland zu erkunden und hielten sich an die Küste, um Ausschau nach einem geeigneten hochseetauglichen Katamaran zu halten. Im Oktober kamen zahlreiche internationale Segler von den FidschiInseln zurück nach Neuseeland und die Familie Bruhin lernte ein älteres Ehepaar kennen, dass seinen komplett eingerichteten und hochseetauglichen Einrumpfer günstig verkaufen wollte: «Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns leider noch nicht von der Idee gelöst, einen Katamaran zu finden.»

Der aufgegebene Traum Als sie im Januar 2020 immer noch nicht fündig geworden waren, entschieden sie

sich, auch aus finanziellen Gründen, auf die Fidschi-Inseln zu fliegen und sich dort nach einem günstigen Katamaran umzuschauen. Stefan Bruhin: «In Europa haben wir Katamarane für 100 000 Franken gefunden, deshalb haben wir mit maximal 150 000 Franken gerechnet. Leider war in Neuseeland unter 200 000 Franken keiner zu kriegen. Auf den Fidschi-Inseln fanden wir dann endlich einen günstigen Katamaran und ich heuerte einen Gutachter an, der das Schiff untersuchte und einen 24-seitigen Bericht ausstellte, der leider nicht gut ausfiel.» Mit zahlreichen enttäuschten Hoffnungen im Gepäck flog die Familie Bruhin im Februar mit hängenden Köpfen zurück nach Neuseeland und fragte beim älteren Paar nach, ob ihr Einrumpfer noch zu haben war. Leider hatten sie das Schiff jedoch nur Stunden vorher verkauft: «Dies war ein schwerer Schlag. Es war ein schwieriges halbes Jahr gewesen, mit schönen Momenten aber auch so vielen enttäuschten Hoffnungen, so dass unsere Moral merklich zu leiden begann. Wir gaben unseren Traum vom mehrjährigen Segeltrip auf, buchten auf Ende März einen Flug nach Sri Lanka und mieteten bis dann ein Motorhome und genossen eine Reise ohne ständige Suche.» Die Familie Bruhin genoss einige unbeschwerte Wochen, die jedoch zunehmend von Nachrichten überschattet

wurden. Im März kamen E-Mails vom Neuseeländischen Staat, dass ihre Visa automatisch um ein halbes Jahr verlängert worden seien. Einige Tage später kam das Mail von der Airline, dass alle Flüge gestrichen wurden: «Wir hatten uns bereits von Neuseeland verabschiedet und warteten im Bed and Breakfast in Auckland auf den Flug. Doch wir mussten in den Lockdown.»

Der letzte Akt eines Dramas Mit dem Lockdown brach der Neuseeländische Dollar im Vergleich zum Schweizer Franken massiv ein und die Familie Bruhin fand einen Katamaran, den sie sich leisten konnte und der beim Expertenbericht hervorragend abschnitt, abgesehen von kleineren Reparaturen. «Es kam noch ein letztes Mal richtig Hoffnung auf, doch der Lockdown in Neuseeland war komplett. Der Katamaran wurde in einem anderen Bundesstaat verkauft und wir durften die Grenze nicht überqueren und auch die Werften waren zwangsgeschlossen», erzählt Stefan Bruhin mit traurigen Augen. Wie in einem klassischen Drama war das Glück zum Greifen nah und gleichzeitig unglaublich fern. Bald merkten sie, dass ihnen die Zeit davonlief, da es Winter wurde und sie in die gefährlichen Winterstürme kommen würden, die um diese Jahreszeit um

Am 28. Mai kam die Familie Bruhin wieder in Zürich an, überglücklich, aber mit vielen zerstörten Träumen. Zuerst konnten sie einen Monat in einem Haus wohnen, das ihnen von Bekannten vermittelt wurde. Da die Mieter ihres Hauses eine Kündigungsfrist hatten, fuhr die Familie Bruhin für drei Monate in die «Zwangsferien» nach Kroatien. Dann hatten sie nach langer Zeit wieder einmal grosses Glück: «Wir schauten natürlich auch nach Praxisräumlichkeiten in Affoltern, wo wir wieder unsere Massagepraxis eröffnen könnten. Auf diesen Oktober wurden genau dieselben Räumlichkeiten an der Zürichstrasse 128 wieder frei, in denen wir unsere Praxis bis 2019 betrieben hatten. Nun bauen wir unser Geschäft wieder auf.» Die Sehnsucht, auf eine Weltreise zu gehen, konnte zu einem gewissen Teil befriedigt werden, ist jedoch immer noch vorhanden: «Meine Abenteuerlust ist für den Moment komplett gesättigt. Zudem sind wir sehr glücklich, dass die Schweiz mit der Corona-Pandemie viel vernünftiger umgeht als Neuseeland. Schlussendlich geht es auch bei Corona um ein Abwägen der körperlichen, seelischen und wirtschaftlichen Gesundheit. Momentan wird die körperliche Gesundheit massiv übergewichtet. Wenn ganze Wirtschaftszweige eingehen und alleinstehende Menschen vereinsamen, verursacht dies auch Leid. Egal wie die Politik momentan ihre Entscheidungen gewichtet, es gibt auf jeden Fall Leidtragende. Ich wünsche der Politik deshalb die Weisheit, regelmässig zu gewichten.»

Kiebitz-Schutzprojekt in der Filderen Am 17. Februar stellte der Verein Naturnetz Unteramt (VNU) in der Filderen in Wettswil einen KiebitzSchutzzaun auf. Ziel ist es, die Nester des seltenen Watvogels vor dem Fuchs zu schützen. Pünktlich zum Aufstellen des Zauns liessen sich die Kiebitze selber blicken. Derzeit zieht der Kiebitz bereits wieder durch die Schweiz und trifft hierzulande in den Brutgebieten ein. So auch in der Filderen in Wettswil, wo der hübsche Watvogel von vielen Naturliebhabern und Ornithologinnen mit Freude erwartet wird. Auch der Verein Naturnetz Unteramt VNU hofft, dass er sich dieses Jahr wieder niederlassen wird; er hat zusammen mit der NaturschutzFachstelle des Kantons Zürich im Gebiet sogar ein Schutzprojekt für den Kiebitz gestartet. Die Art steht hierzulande auf der roten Liste und gilt als «vom Aussterben bedroht». Nachdem 2005 der absolute

Tiefpunkt von nur noch etwa 100 Brutpaaren erreicht war, wurden an mehreren Orten der Schweiz Förderprojekte lanciert. Heute zählt man schweizweit wieder etwa 190 Brutpaare, doch der Bruterfolg ist in den meisten Gebieten viel zu tief. Um zu überleben, ist der Watvogel dringend auf Artenförderungsmassnahmen angewiesen. Zum einen braucht er intakte Lebensräume mit genügend Nahrung, zum anderen müssen die Eier und Jungvögel vor dem Traktor und vor Prädatoren wie dem Fuchs geschützt werden. Die Erfahrungen aus vielen anderen Projekten im In- und Ausland haben gezeigt, dass der Kiebitz ohne solche Massnahmen in der heutigen vom Menschen geprägten Landschaft keine Chance mehr hat. Deshalb ist der Kiebitz auch eine von 50 «Prioritäts-Arten für Artenförderung» in der Schweiz. 2017 hat sich in der Filderen in Wettswil zum ersten Mal ein KiebitzPaar eingefunden und erfolgreich gebrütet. 2019 und 2020 waren es jeweils

Der Verein Naturnetz Unteramt Der VNU engagiert sich seit 90 Jahren für mehr Natur in den Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Er führt praktische Naturschutzarbeit durch, betreut eigene Schutzgebiete und setzt sich für die Förderung der Artenvielfalt ein – so laufen derzeit Projekte für Kiebitz, Neuntöter oder Mehlschwalbe. Zudem führt der Verein jedes Jahr zahlreiche Anlässe durch, auch speziell für Kinder (Kinderclub) und Familien. Der VNU ist eine Sektion von BirdLife Zürich und BirdLife Schweiz. Infos, Programm und Mitgliedschaft unter www.naturnetz-unteramt.ch.

drei Brutpaare, die jedoch in den beiden Jahren insgesamt wohl nur ein einziges Junges hochbrachten. Insgesamt wurden in den vier Jahren neun Junge flüg-

Der Kiebitz soll sich in der Filderen, Wettswil, wohlfühlen. (Bild Michael Gerber) ge. Das Hauptproblem sind hier Fressfeinde wie der Fuchs, die es auf die Eier und Jungvögel abgesehen haben. Der Verein Naturnetz Unteramt und die Naturschutz-Fachstelle des Kantons Zürich haben daher beschlossen, ein gemeinsames Schutzprojekt zu lancieren und während der Brutzeit 2021 rund um das Nistgebiet einen fast einen Kilometer langen Zaun aufzustellen. Dieser

soll Füchse, Katzen und Hunde abhalten, ist jedoch für kleinere Tiere durchlässig. Das Projekt ist mit der Jägerschaft abgesprochen. Der Zaun wird jeden Tag von Freiwilligen kontrolliert und am Ende der Brutzeit wieder abgebaut. Der VNU ist gespannt, ob dieses Jahr der Bruterfolg höher sein wird als bis anhin. Stefan Bachmann, VNU


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Vermischtes

Dienstag, 23. Februar 2021

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Oberämtler Fasnacht auf Sparflamme Der harte Kern der Uerzliker Fasnacht liess sich die Freude nicht nehmen Der längste Fasnachtsumzug Europas pilgerte am Sonntag wieder durchs Säuliamt. Corona-konform auf Sparflamme. Dennoch war die Freude unter den Teilnehmenden gross. Von Martin Platter Wettermässig war das Fasnachtswochenende eine Wucht. Die frühlingshaften Temperaturen lockten die Menschen zu Tausenden nach draussen an die frische Luft. Auch die Fasnächtler der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon,

FGU. Inspiriert vom närrischen Treiben in Einsiedeln, Luzern und im Urnerland, wollten sich auch die FGUler die fünfte Jahreszeit nicht nehmen lassen. Für den traditionellen Maskenball am Freitagabend wurde für einmal das Eigenheim dekoriert. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.

Stets mit 1,644525 Meter Abstand Am Samstag traf man sich erneut, um das Böckli, das Maskottchen und Wahrzeichen der Uerzliker Fasnacht, aufzustellen. Wie durch ein Wunder kamen immer mehr Fasnächtler dazu

in Guppen mit maximal 4,9523 Personen. Dann passierte es doch: Man steckte sich an – o weh – mit guter Stimmung. Und das, obschon penibelst genau der sogar noch um 9,635 Prozent erhöhte Sicherheitsabstand des BAG eingehalten wurde. Man hielt also exakt 1,644 525 Meter Abstand untereinander und trug – wie sich das zur Zeit gehört – Maske. Man konnte gar nicht mehr anders als auf die grossartige Einhaltung der Vorschriften und die närrische Disziplin anzustossen und entschied kurzerhand, am Sonntag den Umzug durchs Säuliamt zu fahren. Im familiären Kreis machte man sich, wie immer am Fasnachtssonntag, um 12.30 Uhr vor dem Gemeindesaal in Kappel auf den Weg. Wieder zunächst alleine – doch das fasnächtliche Virus hatte längst alle angesteckt und sich epidemisch ausgebreitet. Wie durch ein Magnet, das sich bei 1,644 525 Meter Abstand umpolt und damit abstösst, wurden immer mehr Fasnächtler zunächst angezogen und dann wie durch Geisterhand auf 1,644525 Meter Abstand gehalten.

Nicht von allen guten Geistern verlassen

Corona-Fasnacht «Bis zur letzten Beiz»: An bitterbösen Themen mangelte es auch am abgespeckten Fasnachtsumzug durchs Säuliamt nicht.

Gefehlt haben einzig die Zuschauermassen an der legendären Route durchs Oberamt. Der FGU-Fasnachtsumzug wurde so zum Geisterumzug mit vielen guten Geistern, die aber nicht von allen guten Geistern verlassen waren, sondern den Geist der Fasnacht wenigstens ein bisschen aufleben liessen.

Kreative Versöhnungssuche Töpferprojekt der katholischen Kirche Affoltern Es ist die grösste Krise seit Jahrzehnten: Die Pandemie hat die Kontrolle über unseren wunderbaren Planeten übernommen. Fast überall auf der Welt gelten daher seit Anfang des Jahres strenge Massnahmen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. So mussten auch die klassenübergreifenden Begegnungen in der Katechese gestrichen werden. Die katholische Kirche Affoltern am Albis hat sich neue Unterrichtsmethoden ausgedacht. Wenden wir einmal den Blick in ein Kinderzimmer in Affoltern: Bei den Freunden Ben und Emma ist gerade alles im grünen Bereich. Doch was, wenn die beiden streiten und das «Wir» plötzlich verschwindet? Dann müssen sie es gemeinsam wiederfinden und gut darauf Acht geben. So wie Ben und Emma geht es auch anderen Kindern. Sie verstricken sich schnell in Zankereien – mit den Geschwistern, den besten Freunden oder Mitschülern. Doch nachdem über verlorene Kuscheltiere oder kaputte Matratzenhöhlen heftig gestritten wurde, bringt das Versöhnen die Streithähne

meistens wieder ganz nah zusammen. Und zeigt: Zusammen macht alles viel mehr Spass. Kaum ein Mensch lebt gerne für längere Zeit im Streit. Wir sehnen uns nach Versöhnung, nach Einklang mit unseren Mitmenschen – und uns selbst. Wieso ist Versöhnung dann trotzdem oft so schwierig? Warum fällt es uns so schwer, Fehler zuzugeben, einen Schritt auf den anderen zuzumachen, ihm die Hand zur Versöhnung entgegenzustrecken? Wie verstehen Kinder und Jugendliche die Versöhnung? Und was stellen sie sich darunter vor? Religionspädagoge Tomas Villagómez Vega ist mit seiner 4. Klasse der katholischen Kirche in Affoltern diesen und anderen Fragen nachgegangen. Nicht wie üblich mit Präsenzbegegnungen, sondern angelehnt an die «Schule am Bildschirm». «Dabei sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben mit der kreativen Umsetzung mittels Töpferprojekt das Thema auch gestalterisch sichtbar gemacht, ganz nach der Idee von Jesaja 64,7: ‹Du bist

Das Thema Versöhnung wurde von einer 4. Klasse gestalterisch umgesetzt. (zvg.)

unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk›», erklärt Villagómez Vega. «Mit gestalterischer Umsetzung in Form einer eigenen Töpferarbeit, denn wer töpfert, lässt seinen Geist arbeiten und die Hände ausführen. Die Schülerinnen und Schüler haben Ton abgeholt, zu Hause bearbeitet und werden das Projekt demnächst mit mir weiterverarbeiten», erklärt Villagómez Vega weiter. Die Töpferei ist eines der ältesten Handwerke in der Menschheitsgeschichte. Auch die Bibel verwendet das Bild des Töpfers, bereits am Beginn für die Erschaffung des Menschen durch Gott: «Lasset uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich» (Gen 1,26). «Mit dem Töpferprojekt möchte ich die Schülerinnen und Schüler unterstützen, sich der individuellen Antwort auf die Frage ‹Was stelle ich mir unter Versöhnung vor?› anzunähern und selbst ganz praktisch einmal in die Rolle des Töpfers zu schlüpfen, um sich und sein Leben als von Gott einzigartig geschaffen zu begreifen und in die Hand zu nehmen», so Villagómez Vega. Der Weg, um Menschen versöhnungs- und vergebungskompetent zu machen, führt über Beziehungsarbeit und beginnt bereits im Kindesalter. Grundlegend dafür sind Erfahrungen von Zuwendung, Angenommensein, Vertrauen, sowie das Erleben, wie Konflikte auf faire Art und Weise gelöst werden können. Die Basis für ethisch-moralisches Verhalten, für das Erleben von Schuld und Vergebung und für den Wunsch nach Versöhnung ist Bindung. «Entsprechend gilt: Nur wer sich in Gottes Liebe geborgen weiss, kann Vertrauen entwickeln, dass Gott sich einem auch in der Situation der Schuld persönlich zuwendet», sagt Tomas Villagómez Vega. «Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren, dass hier auch noch etwas Grösseres, oder besser gesagt, ein Grösserer, im Spiel ist und dass es um mehr als menschliches Handeln und Vergeben geht.» Claudia Bruckner

Maximal 4,9523 Personen und immer mit 1,644525 Meter Abstand: die guten Geister der FGU. (Bilder Martin Platter)

Laufkurs für Erwachsene Das Familienzentrum Affoltern bietet zwei Laufkurse an. Beide starten am Donnerstag, 11. März. Der Anfängerkurs beginnt um 17 Uhr, jener für Fortgeschrittene um 15.30 Uhr. Das Laufen oder Joggen gehört heute zu den beliebtesten Ausdauersportarten. Kaum eine andere Sportart ist so unkompliziert und leicht zu erlernen. Es braucht auch nicht viel dazu – Sportkleider anziehen, Laufschuhe schnüren und schon kann es losgehen. Wie wäre es, den Laufsport für sich zu entdecken? An der eigenen Laufbewegung dank einfacher Technik- und Koordinationsübungen zu feilen oder ein gezieltes Koordinationstraining für das Laufen von einem Profi zu erlernen? Wie das geht, zeigt die diplomierte Ernährungstherapeutin SPA und LaufInstructor Nordicfit-Leiterin Annette Küffer in diesem Laufkurs. Wer regelmässig rennt, wird immer wieder Momente erleben, in denen er oder sie völlig eins mit sich selbst und der Bewegung ist. Ganz nebenbei wird das

Immunsystem gestärkt, Übergewicht vorgebeugt und das körperliche Wohlbefinden wesentlich verbessert. Der Anfängerkurs beginnt am Donnerstag, 11. März, startet jeweils um 17 Uhr und dauert eine Stunde. Er richtet sich an Einsteiger oder Einsteigerinnen. Ziel des Anfängerkurses ist es, 30 Minuten am Stück zu rennen. Der Aufbaukurs beginnt am gleichen Tag, um 15.30 Uhr, dauert ebenfalls eine Stunde und eignet sich für Wiedereinsteiger, die bereits 40 Minuten am Stück rennen können. Beide Kurse finden jeweils zehn Mal und bei jedem Wetter statt. Während der Dauer des Aufbaukurses ist die hauseigene Kinderhüeti mit freundlichem Ambiente gegen einen kleinen Aufpreis von sechs Franken pro Kind und Stunde geöffnet. So können sich Mami und/oder Papi voll und ganz auf den Kurs konzentrieren. Familienzentrum Affoltern Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136, Affoltern. Anmeldungen unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Laufen macht Spass - und beugt Übergewicht vor. (Bild zvg.)


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