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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 13 I 175. Jahrgang I Dienstag, 16. Februar 2021

Besser koordiniert

CareNet+: Mettmenstetten schliesst Vereinbarung mit Pro Senectute Kanton Zürich. > Seite 3

«Homescouting»

In der Pandemie bietet die Pfadi ein erlebnisreiches Programm für zu Hause. > Seite 3

Auszahlungen

487 Unternehmen erhalten heute vom Kanton Zürich Härtefallentschädigungen. > Seite 4

Hilfe gewährleistet

Psychiaterinnen und Psychiater können die gestiegene Nachfrage auffangen. > Seite 5

Die Liegenschaften noch rasch ins Trockene bringen Die politische Gemeinde Bonstetten soll der Kirchgemeinde zwei Immobilien abkaufen Bei der reformierten Kirchenpflege Bonstetten ist eine Einzelinitiative eingegangen. Sie verlangt, dass das Kirchgemeindehaus und die Pfarrwohnung der politischen Gemeinde zum Kauf angeboten werden. Die Initianten befürchten Fremdbestimmung durch die neue Kirchgemeinde.

Er weist jedoch darauf hin, dass die Zusammenschlussverträge üblicherweise eine Treuepflicht oder die Verpflichtung enthielten, dass Liegenschaftengeschäfte nur mit Zustimmung der anderen Vertragsgemeinden getätigt werden können. «Die Initiative könnte in dieser Hinsicht problematisch sein», sagt er.

von livia häberling

Ungebührlich finden Werner Utz und Markus Reich ihre Initiative nicht. Dass ein allfälliger Verkauf bei den anderen acht Kirchgemeinden einen schalen Nachgeschmack hinterlassen könnte, negiert Werner Utz jedoch nicht. «Das mag sein», sagt er, «doch wir versuchen es jetzt einfach mal.» Martin Röhl sagt, ihm seien aus anderen Kirchgemeindezusammenschlüssen keine ähnlichen Liegenschaftengeschäfte bekannt. Es komme immer wieder vor, dass Kirchgemeinden Liegenschaften veräusserten. Oftmals geschehe das, wenn Gebäude nicht mehr gebraucht würden oder wenn sie renovationsbedürftig seien. Auch in Hedingen wurde im Vorfeld zur KG+-Abstimmung ein ähnliches Geschäft abgewickelt: Die Kirchgemeinde verkaufte der politischen Gemeinde für 1,8 Millionen Franken das Grundstück «Im Zelgliacker». Dies explizit im Hinblick auf den Zusammenschluss. Anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom 18. Juni wurde auch darüber diskutiert, den Beschlusstext zu ändern: Dass ein Landverkauf nur dann erfolgt, wenn die Fusion zustande kommt. Der Änderungsantrag wurde zwar abgelehnt. Dies aber wohl auch deshalb, weil die politsche Gemeinde dem Landkauf zu diesem Zeitpunkt bereits zugestimmt hatte – ohne den entsprechenden Passus. Wäre der Änderungsantrag angenommen worden, wäre dies einem Rückweisungsantrag gleichgekommen.

Geheiratet wird – darüber war man sich einig. Alle neun beteiligten reformierten Kirchgemeinden haben den Zusammenschluss im September 2020 mit Ja-Stimmen zwischen 59 und 82 Prozent deutlich gutgeheissen. Welche Vermögenswerte jedoch in die «Ehe» eingebracht werden, darüber gehen die Meinungen offenbar auseinander: Geht es nach dem Willen von Werner Utz, dann bringt die Kirchgemeinde Bonstetten, abgesehen von der Kirche, keine eigenen Liegenschaften in die neue Organisation ein. Am 8. Januar hat er bei der Kirchenpflege eine Einzelinitiative eingereicht. Darin fordert er, dass das reformierte Kirchgemeindehaus und die Dachwohnung im alten Dorfschulhaus der politischen Gemeinde zum Kauf angeboten werden.

«Von Bonstettern finanziert» «Diese Gebäude wurden von Bonstetterinnen und Bonstettern finanziert», sagt Werner Utz. Er hatte sich im Vorfeld zur Abstimmung für ein «Nein» zu KG+ eingesetzt. Dass die Liegenschaften künftig in Affoltern verwaltet werden sollen, missfällt ihm: «Es ist nicht sichergestellt, dass die Einwohner von Bonstetten bei einer Nutzungsfrage bevorzugt behandelt werden.» Er befürchtet zudem, dass die Bonstetterinnen und Bonstetter dereinst überstimmt werden

Auch Hedingen hat vor dem Zusammenschluss Land verkauft

Soll nach dem Willen der Initianten an die politische Gemeinde verkauft werden: Das Kirchgemeindehaus Bonstetten. (Bild Livia Häberling) könnten, sollte die neue Kirchgemeinde die Liegenschaften verkaufen wollen. Würden die Immobilien jedoch ins Eigentum der politischen Gemeinde übergehen, könne man sicherstellen, dass Einwohnerinnen und Einwohner, Vereine oder Gesellschaften die Räume weiterhin für ihre Zwecke nutzen können. Auch Markus Reich befürwortet die Initiative. Nicht in seiner Eigenschaft als Gemeinderat und Liegenschaftenvorstand, sondern als Privatperson, wie er betont. Ein Verkauf der beiden Liegenschaften mache Sinn, zumal die politische Gemeinde in der Vergangenheit bereits Interesse an der Pfarrwohnung im Dachgeschoss bekundet habe. Sie ist Eigentümerin des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses. Die Wohnung, die heute nicht von der Pfarrerin bewohnt werde, könne von der politi-

schen Gemeinde auch anderweitig zur Verfügung gestellt werden, so Reich.

Initiative könnte aus juristischer Sicht problematisch sein Judith Grundmann, Präsidentin der reformierten Kirchenpflege Bonstetten, bestätigt, dass die Einzelinitiative eingegangen ist. Zu den Einzelheiten im Initiativtext möchte sie keine Stellung nehmen. Man werde mit Werner Utz das Gespräch suchen und ihn im März zu einer Kirchenpflege-Sitzung einladen. Die Kirchgemeindeversammlung wird zu einem späteren Zeitpunkt über das Geschäft abstimmen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Initiative gültig ist. Dies werde derzeit geprüft, so Grundmann. Martin Röhl, Leiter Rechtsdienst der Landeskirche des Kantons Zürich, äussert sich nicht zum konkreten Fall.

Freude am Lesen

Gut besuchter Online-Elternbildungsabend der Sek Hausen zum Thema Leseförderung. > Seite 7

Andere Politik nach Corona «Energie und Umwelt nach Corona» – über dieses Thema debattierten Experten im Kulturkeller LaMarotte. Ohne Zuschauer und Zuhörerinnen, dafür wegen Corona auf YouTube für eine interessierte Öffentlichkeit übertragen, diskutierte eine Expertenrunde darüber, wie Umwelt- und Energiepolitik nach Corona aussehen soll. Irmi Seidel von der Forschungsanstalt WSL, Ruedi Meier vom Verein energie-wende-ja und Kurt Lanz von Economiesuisse diskutierten unter der Moderation von Bernhard Schneider unter anderem darüber, in welche Richtung sich die Subventionspraxis in der Landwirtschaft oder in der Bauwirtschaft entwickeln soll, um dem Gebot einer verbesserten Erhaltung der Biodiversität gerecht zu werden. Fertige Lösungen wurden nicht präsentiert, doch wichtige Erkenntnisse traten zutage.

> Bericht auf Seite 4

Siedlungsdruck gebremst Das Knonauer Amt gehörte in den letzten Jahrzehnten zu den am stärksten wachsenden Regionen im Kanton Zürich. Weil die Baulandreserven vielerorts erschöpft sind, bremst sich die jährliche Bevölkerungszunahme nun allerdings etwas aus. An Attraktivität gewonnen haben die Ämtler Gemeinden offenbar bei internationalen Kaderleuten, die in den Ballungszentren Zürich und Zug arbeiten. Sie schätzen es vermehrt, naturnah zu leben – und trotzdem nicht weit vom Arbeitsplatz. (red.)

> Bericht auf Seite 5 ANZEIGEN

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Bauarbeiten für neuen Felseneggturm

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Auf dem Albisgrat auf der Felsenegg erstellen die Bauarbeiter zurzeit das massive Betonfundament für den Fachwerk-Gittermastturm. (Bild Arthur Schäppi)

Auf der Felsenegg entsteht ein neuer Turm. Der massige bisherige Richtstrahl-Betonturm von 1963 wird ersetzt durch einen schlanken, rund 73 Meter hohen Fachwerk-Gittermastturm. Die Bauarbeiten dazu sind voll im Gange. Nach Rodungs- und Aushubarbeiten im vergangenen Dezember sind die Bauleute derzeit mit Fundamentarbeiten für den Nachfolge-Turm beschäftigt, der nur rund 30 Meter daneben entsteht. Anschliessend wird bis im kommenden Herbst der neue Richtstrahltrum der Swisscom Broadcast AG in die Höhe wachsen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage soll der alte Felseneggturm, der lange Zeit eine wichtige Rolle für die Radio- und Fernsehübertragung in der

Schweiz gespielt hatte, im nächsten Jahr mit Kran Geschoss um Geschoss abgebrochen werden. Heute dient der strategisch wichtig gelegene Turm als Relaisstation für die Übertragung von Richtfunksignalen. Für die heutige Nutzung indes sei der massive Betonturm völlig überdimensioniert, zumal die moderne Übertragungstechnik viel weniger Platz und Energie beanspruche, begründet man bei der Swisscom Broadcast AG, die zur Swisscom-Gruppe gehört, dessen Abbruch. Auch der künftige Mast dient der Übertragung von Richtfunksignalen. Und auch er wird über eine Empfangsstation für das Low Power Network verfügen und somit für das schweizweite Netz des sogenannten Internets der Dinge genutzt werden. (sts)

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Ich bin nicht fort, nur im Zimmer nebenan. Reglemente und Verordnungen Der Stadtrat Affoltern am Albis hat am Dienstag, 9. Februar 2021 folgendes Reglement einer Teilrevision unterzogen und per 1. März 2021 in Kraft gesetzt: • Organisations- und Geschäftsreglement (OGR) Der Beschluss ist der Publikation unter www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegt während der Rekursfrist bei der Abteilung Präsidiales, 3. Stock, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 16. Februar 2021 Stadtrat Affoltern am Albis

Fasnachtsmontag Die Büros der Gemeindeverwaltung sowie des Gemeindeammann- und Betreibungsamtes (zuständig für die Gemeinden Aeugst a.A., Hausen a.A., Kappel a.A., Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil) bleiben am

Genehmigung revidierte Grundwasserschutzzonen Trinkwasserfassungen Moos (Grundwasserrecht c 5-1) Affoltern am Albis

Wir sind traurig und können es noch nicht glauben, dass ich von meiner geliebten Ehefrau und wir von unserem Mami, Grosi, Gotti, unserer Belle-Mère, Schwester, Tante und Freundin Abschied nehmen müssen.

Gestützt auf Art. 20 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer und § 35 des Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft mit Verfügung vom 8. Januar 2021 die mit Beschluss des Stadtrates Affoltern am Albis vom 15. Dezember 2021 festgesetzten, überarbeiteten Grundwasserschutzzonen um die Pumpwerke Moos 1 und 2 und das entsprechende Reglement genehmigt.

17. Oktober 1946 bis 5. Februar 2021

Die Akten sind der Publikation unter www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegen während der Rekursfrist bei der Stadtverwaltung, Abteilung Bau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen diese Verfügungen kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs eingereicht werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Verfügung ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Entscheide der Rekursinstanz sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.

Annette Coninx Kull Ernst Kull-Coninx Fabia Schulthess und Roberto Hayer Andreas und Tanya Schulthess mit Matteo und Lucas Hans Heinrich Coninx und Christine Gerber Coninx Regula und Daniel Hunn-Kull mit Sara und Gioia Andrin Kull und Antonette Matt Markus und Marianne Baumgartner Kull Ruedi und Cornelia Kull-Hug Verwandte und Freunde

Annette war ein liebenswürdiger, offener, grosszügiger und herzensguter Mitmensch. Wir werden Dich unendlich vermissen. Sie war in ihrem zweiten Kampf gegen eine heimtückische Krankheit mutig und tapfer, konnte diesen aber nicht mehr gewinnen. Ein grosser Dank geht an das gesamte, aufopfernde Ärzte- und Pflegeteam der Klinik St. Anna in Luzern. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt, über die Form der Abdankungsfeier wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Statt Blumen zu spenden unterstützen Sie bitte das Herzensprojekt von Annette, die Stiftung «Fondazione Internazionale per la Scultura» für junge Bildhauer in Peccia, IBAN CH22 8080 8003 8297 1995 2. Traueradresse: Ernst Kull-Coninx, Strumbergweg 14, 8907 Wettswil

16. Februar 2021 Stadtrat Affoltern am Albis

Montag, 22. Februar 2021 den ganzen Tag geschlossen. Bei Todesfällen gibt Telefon 044 764 80 20 (Telefonbeantworter) Auskunft über den Pikettdienst. Wir danken für Ihr Verständnis. Wir bedienen Sie gerne ab Dienstag, 23. Februar 2021 wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten. Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

Das kostbare Vermächtnis eines lieben Menschen ist die Spur, die er in unseren Herzen hinterlässt.

Aeugst am Albis Am 10. Februar 2021 ist in Zürich gestorben:

Otto Fischer geboren am 28. Mai 1953, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Bonstetten

Ersatzwahl für ein Mitglied für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 Wahlanordnung für den Sonntag, 13. Juni 2021; 1. Aufforderung zum Einreichen von Wahlvorschlägen, Ansetzung einer 40-tägigen Frist Die wahlleitende Behörde ordnet den 1. Wahlgang für die Ersatzwahl eines Mitglieds der evangelisch-reformierten Kirchenpflege für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 für den 13. Juni 2021 an. Ein möglicher 2. Wahlgang ist für den 26. September 2021 vorgesehen. In Anwendung von §§ 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind die Wahlvorschläge bis spätestens 29. März 2021 an die Gemeindeverwaltung Bonstetten, Abteilung Präsidiales, Am Rainli 2, Postfach, 8906 Bonstetten, einzureichen. Als Mitglied der Kirchenpflege ist jede stimmberechtigte Person wählbar, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde Bonstetten hat und der evangelisch-reformierten Kirche angehört. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind, wird die vorgeschlagene Person vom Gemeinderat für gewählt erklärt. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl am Sonntag, 13. Juni 2021 mit leerem Wahlzettel stattfinden. Das Formular für den Wahlvorschlag ist bei der Gemeindeverwaltung Bonstetten, Abteilung Präsidiales, Am Rainli 2, Postfach, 8906 Bonstetten oder über die Gemeindewebseite www.bonstetten.ch erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Bonstetten, 16. Februar 2021 Gemeinderat Bonstetten

Unendlich traurig nehmen wir Abschied von

Otto Fischer

28. Mai 1953 bis 8. Februar 2021

Viele Träume haben wir zusammen verwirklichen können, viele gemeinsame Reisen haben wir gemacht, die letzte Reise musst du alleine antreten. Doch in Gedanken begleite ich dich, ebenso deine Geschwister, Verwandte und Freunde. Dein positives Denken und deine Stärke werden uns stets in Erinnerung bleiben. Wir sind alle sehr traurig, dass du den Kampf gegen die heimtückische Krankheit letztendlich verloren hast. In Dankbarkeit und tiefer Trauer: Brigitte Andersson Oswald und Anny Fischer und Familie Lisbeth und Sergio Ostinelli-Fischer und Familie Monika und Gerhard Stoverink-Fischer und Familie Franz Fischer Coronabedingt nehmen wir im engsten Familienkreis Abschied. Anstelle von Blumenspenden berücksichtige man den Spitexverein Knonaueramt, Zentrum Hausen am Albis, Vermerk: Otto Fischer Postscheckkonto 87-267156-1 - IBAN CH780900 0000 8726 7156 1 Traueradresse: Brigitte Andersson, Dorfstrasse 14, 8914 Aeugst am Albis


Bezirk Affoltern

Covid-Impfungen in Apotheken Ab dem zweiten Quartal sollen grössere Mengen Impfstoff vorhanden sein, um die breite Bevölkerung zu impfen. Dann sieht die Impfstrategie des Kantons Zürich vor, dass nicht nur in den elf Impfzentren und bei Hausärzten, sondern auch in Apotheken geimpft werden kann. Damit das möglich wird, hat der Regierungsrat die Verordnung über die universitären Medizinalberufe angepasst, wie es in einer Mitteilung heisst. «Um eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen, wollen wir der Bevölkerung den Zugang zur Impfung so einfach wie möglich machen. Die Apotheken werden unser Netz aus Impfzentren und Hausärzten in idealer Weise ergänzen», wird die stellvertretende Kantonsärztin Bettina Bally zitiert. Noch mangelt es an Impfstoff und es sind vorläufig noch keine Impfungen bei Apotheken möglich. Die Gesundheitsdirektion will im zweiten Quartal informieren, ab wann Impfungen in Apotheken möglich sind und wie man zu einer Impfung kommt. (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag Einen ehrenvollen runden Geburtstag, nämlich den 90sten, darf morgen Mittwoch, 17. Februar, Anna Waser aus Affoltern in Sins feiern. Unsere besten Wünsche gehen zu der Jubilarin zu diesem besonderen Festtag – alles Gute!

Zum 85. Geburtstag In Obfelden begehen zwei Jubilare das 85. Wiegenfest – ein guter Grund zu feiern. Wir wünschen Hans Ulrich Wydler-Kummer heute Dienstag, 16. Februar, und Josef von Büren morgen Mittwoch, 17. Februar, einen wundervollen Geburtstag.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 16. Februar 2021

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Bauarbeiten sind auf Kurs Aus dem Gemeinderat Mettmenstetten Das im Jahr 2016 durch die Pro Senectute Kanton Zürich gestartete Pilotprojekt CareNet+ hat sich bewährt. Im Bezirk Affoltern ist es dadurch gelungen, verschiedene Akteure zusammenzubringen und fallbezogen Kooperationen einzurichten. Mit CareNet+ sollen nicht nur die Beratungs-, Betreuungsund Behandlungsqualität für Seniorinnen und Senioren verbessert, sondern auch dem Kostenwachstum in der Altersversorgung auf Dauer entgegengewirkt werden. Die Pro Senectute Kanton Zürich führte das Projekt als alleinige Trägerin bis Ende 2020. Der Gemeinderat anerkennt den Nutzen von CareNet+ und hat eine Leistungsvereinbarung mit der Pro Senectute Kanton Zürich mit Kostenfolge für die Gemeinde Mettmenstetten von 7900 Franken pro Fall unterzeichnet.

Sonntagsverkäufe 2021 Gemäss Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetz des Kantons Zürich sind die Läden der Detailhandelsbetriebe an öffentlichen Ruhetagen geschlossen zu halten. An höchstens vier Ruhetagen pro Jahr (hohe Feiertage ausgenommen) wird den Läden das Offenhalten durch die Gemeinde bewilligt. Für das Jahr 2021 wurden, wie jeweils üblich in Absprache mit dem Gewerbeverein, die Sonntage 21. März, 3. Oktober, 5. Dezember und 19. Dezember 2021 als bewilligungsfreie Tage für Sonntagsverkäufe bezeichnet.

Umbau Gemeindehaus – Projektabbruch Der Gemeinderat beauftragte am 8. September 2020 das Architekturbüro Burlet & Partner AG mit dem Ausbau des Aufenthaltsbereichs und dem Bau eines neuen Sitzungszimmers im Gemeindehaus. Aufgrund der geplanten Durchbrechung von zwei tragenden Wänden wurde die Erdbebentragfähigkeit des Gemeindehauses infrage gestellt. Eine entsprechende Erdbebenstudie und die in der Folge womöglich notwendigen Ertüchtigungsmassnahmen hätten den Projektkredit deutlich gesprengt. Der Gemeinderat hat sich aufgrund dessen für den Projektabbruch entschieden. Eine Alternative wurde bereits gefunden: Im März bezieht die Gemeindeverwaltung zusätzliche, gemeindeeigene Büroräume, welche aktuell von Peter Ott Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau AG gemietet werden.

Förderbeitragsgesuche An der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2019 haben die Stimmberech-

tigten dem Erlass eines überarbeiteten Reglements Förderprogramm «Rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung 2020–2022 und den jährlichen Krediten von 50 000 Franken gesamthaft maximal 150 000 Franken zugestimmt. Der Gemeinderat hat für das Jahr 2020 von 16 eingereichten Fördergesuchen deren 15 gutgeheissen und Förderbeiträge in der Höhe von total 15 271 Franken bewilligt. Die nicht ausgeschöpften Förderbeiträge von 34 729 Franken werden auf das Budget 2021 übertragen.

Die Erweiterung der Primarschulanlage ist auf Kurs Die Bauarbeiten rund um das Projekt «Erweiterung Primarschulanlage» liegen nach wie vor im Zeitplan, sodass das neue Primarschulhaus voraussichtlich per Beginn des neuen Schuljahrs, die Bibliothek mit dem Begegnungsraum Ende Herbstschulferien und die Doppelturnhalle mit der Tagesstruktur im 1. Quartal 2022 bezogen werden können. Der Gemeinderat hat in diesem Zusammenhang drei Arbeitsvergaben an das jeweils wirtschaftlich günstigste Angebot beschlossen. Ausserdem haben die Grabarbeiten für die Meteorwasserleitung an der Schulhausstrasse sowie auch zwischen der Schulhausstrasse und der Leichtathletikbahn grössere Schäden hinterlassen, weshalb sich eine Sanierung der Strasse und des Freiraums aufdrängt. Der Gemeinderat hat das Architekturbüro Benedikt Stähli für die Freiraum- und Strassenraumgestaltung beauftragt und zulasten der Investitionsrechnung 2021 einen Kredit von 10 500 Franken gesprochen.

Integrationsagenda Kanton Zürich Mit der Integrationsagenda wollen Bund, Kantone und Gemeinden die Integration von geflüchteten Personen in den ersten Jahren nach der Einreise verbessern. Für die Intensivierung der spezifischen Integrationsförderung wurde die einmalig pro Person ausbezahlte Integrationspauschale von 6000 Franken auf 18 000 Franken erhöht. Die höheren Bundesbeiträge sind an die Vorgaben des Bundes gekoppelt, konkrete Wirkungsziele zu erreichen und einen für alle Akteurinnen und Akteure verbindlichen Integrationsprozess zu etablieren. Der Kanton ist gegenüber dem Bund rechenschaftspflichtig und muss ein entsprechendes Reporting und Monitoring erstellen. Im neuen Fördersystem des Kantons Zürich erhalten die Gemeinden mehr Gestaltungsspielraum bei der Integration von geflüchteten Personen. Gleichzeitig übernehmen sie mehr Verantwortung

für das Gelingen der Integration. Dafür verteilt der Kanton einen Teil der Mittel der Integrationspauschale ab 2021 jährlich nach einem definierten Schlüssel an die Gemeinden. Für die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Mettmenstetten und dem Kanton Zürich hat der Gemeinderat dem Abschluss einer Vereinbarung zugestimmt.

Kommunaler Mehrwertausgleich Das am 1. Mai 2014 in Kraft getretene revidierte Raumplanungsgesetz (RPG) verlangt von den Kantonen, dass sie erhebliche planungsbedingte Vor- und Nachteile ausgleichen. Der Kanton Zürich erliess in der Folge das Mehrwertausgleichsgesetz (MAG), das am 28. Oktober 2019 vom Kantonsrat verabschiedet wurde. MAG und Mehrwertausgleichsverordnung (MAV) sind am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Städte und Gemeinden müssen nun ihre individuellen Bau- und Zonenordnungen an diese kantonalen Grundlagen anpassen, um in Zukunft von einem Mehrwertausgleich profitieren zu können. Bis heute konnten auf Basis von individuellen städtebaulichen Verträgen zwischen der öffentlichen Hand und den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern Vereinbarungen abgeschlossen werden, was ab dem 1. Januar 2021 nur noch zulässig ist, wenn der Kommunale Mehrwertausgleich in der Bau- und Zonenordnung (BZO) verankert ist. Der Gemeinderat hat sich entschieden, die Umsetzung von § 19 des Mehrwertausgleichsgesetzes (MAG) zeitnah in der kommunalen Bau- und Zonenordnung (BZO) festzusetzen, um bei Aufzonungen oder Sondernutzungsplanungen von den Möglichkeiten des Kommunalen Mehrwertausgleichs zu profitieren. Nebst der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung müssen die Gemeinden auch ein Reglement für den Mehrwertausgleichsfonds erlassen. Art. 87 des Gemeindegesetzes (GG) bildet die Rechtsgrundlage für die Äufnung des Fonds durch die Gemeinde, der eine Spezialfinanzierung gemäss übergeordnetem Recht darstellt. Dies bedeutet, dass die Fondseinnahmen nicht in den allgemeinen Gemeindehaushalt fliessen, sondern exklusiv dem Verwendungszweck gemäss Fondsreglement zur Verfügung stehen. Gemäss Art. 4 Abs. 2 GG obliegt die Festsetzung des Fondsreglements, unter Vorbehalt des fakultativen Referendums, der Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat hat in einem ersten Schritt die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung als genehmigungsfähig betrachtet und zuhanden der Planauflage (60 Tage ab 5. Februar 2021) verabschiedet. Parallel dazu wurden die

Unterlagen zur Vorprüfung der kantonalen Baudirektion vorgelegt. Nach Abschluss des Planauflageverfahrens und Verarbeitung der allfälligen Stellungnahmen wird der Gemeinderat die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung der Gemeindeversammlung unterbreiten (voraussichtlich am 17. Mai 2021).

Ferner hat der Gemeinderat ... • die Grundstückgewinnsteuerabrechnung 2020 mit 98 Veranlagungen in der Höhe von total Fr. 2 071 445.60 zustimmend zur Kenntnis genommen. • die Mitglieder der neu gegründeten Kommission Frühe Förderung für den Rest der Amtsdauer 2018–2022 gewählt. • das revidierte Reglement «Funktioneneinreihung der Politischen Gemeinde Mettmenstetten» genehmigt. • die Abstimmungsresultate der Vorlagen «Objektkredit Aufstockung Klassentrakt Wygarten 1» und «Neu-Organisation der regionalen Abwasserentsorgung» vom 29. November 2020 erwahrt. • die Bauabrechnungen über die Sanierung der öffentlichen Toilettenanlagen im Gemeindehaus mit Kosten von Fr. 36558.80 über die Sanierung der Aussentreppe des Gemeindehauses von Fr. 36664.50 sowie über die Sanierung des Dorfbachs von Fr. 91788.05 gutgeheissen. Erfreulicherweise schlossen alle drei Bauabrechnungen unter der Kreditvergabe (Total knapp minus 28000 Franken) • der Tarifanpassung der Kinderspitex per 1. April 2021 zugestimmt. • die von der Prüfstelle GemeindeFinanzen GmbH erstellten Berichte genehmigt. • die vom Verwaltungsrat IKA Kesb beantragte Fallverfahrensgewichtung, den Taxpunktwert von 168 Franken sowie den Zuschlag zum Taxpunktwert von 0 % genehmigt, die beantragte Teilrevision des Entschädigungsreglements des Verwaltungsrates jedoch abgelehnt. • für die Friedhofallee-Ersatzbepflanzung einen Kredit von 8200 Franken gesprochen und die Gartenbaufirma Mäder Gärten, Mettmenstetten, beauftragt. • für die technische Bearbeitung der Sanierung der Strasse und Abwasseranlagen in Dachlissen einen Nachtragskredit von 44000 Franken sowie für das Beleuchtungsprojekt in Dachlissen einen Kredit von 21600 Franken gesprochen. • im Rahmen der Gewässerraumfestlegung im Siedlungsgebiet für nicht vorhergesehene Leistungen einen Nachtragskredit von 24 000 Franken gesprochen. Oliver Bär, Geschäftsführer Gemeindeverwaltung Mettmenstetten

Pfadi während Corona? Ja, klar! Die Pfadi Säuliamt bietet Abwechslung Sich physisch in Gruppen zu treffen ist aufgrund der Pandemie immer noch nicht möglich. Unter dem Motto des sogenannten «Homescoutings» bieten aber viele Pfadiabteilungen in der Schweiz ein erlebnisreiches Pfadiprogramm für zu Hause an. Vielen Kindern und Jugendlichen fehlt in dieser aussergewöhnlichen Zeit Abwechslung und die Möglichkeit, sich ihren Hobbys zu widmen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es seit ein paar Wochen für alle Mitglieder der Pfadi Säuliamt regelmässige Aktivitäten und Aufgaben, die von zu Hause aus gelöst werden können. Um mehr anzusprechen, ist das ganze Programm verpackt in eine fiktive Geschichte. Per Post bekamen rund 250 Kinder und Jugendliche einen Hilferuf der Fünf

Schlangenbrot, ausnahmsweise nicht über dem Feuer im Wald, sondern zu Hause gebraten. (Bild zvg.) Freunde. Die fünfköpfige Detektivbande kommt bei einem verzwickten Fall nicht mehr weiter und ist auf Hilfe angewie-

sen. Worum es in dem Fall genau geht, erklären die Freunde in wöchentlichen Videobotschaften und geben Aufträge. Die Aufgaben sind ähnlich vielseitig wie das normale Pfadiprogramm gestaltet. So gab es bereits verschiedene Rätsel in Geheimschrift zu lösen, eine Fotoschnitzeljagd zu absolvieren, PfadiEssen zu kochen und einen Spielenachmittag per Videokonferenz. Aktuell werden Fälschungen eines Smaragds gebastelt und Fallen gebaut, um die Gegenspieler der Detektivbande auszutricksen. Dass das «Homescouting» gut ankommt, zeigen die vielen Fotos und Rückmeldungen von Kindern und Eltern. Ab März sollen in kleinen Gruppen wieder Aktivitäten vor Ort stattfinden können. «Nija» (Zoe Gasser), «Litchi» (Lena Grüninger), «Luchs» (Felix Gasser)

Weitere Informationen und Kontakt: www.pfadi-sa.ch/homescouting; info@pfadi-sa.ch.

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Skandalös! Deshalb

Ne i n zu

KGO

Lesen Sie die Kirchgemeindeordnung.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 16. Februar 2021

Wege zu einer besseren Umweltpolitik nach Corona Expertenrunde diskutierte im LaMarotte ein hochaktuelles Thema

487 Unternehmen erhalten heute Dienstag vom Kanton Zürich Härtefallentschädigungen. Insgesamt wurden 103,7 Millionen Franken gesprochen, 299 Gesuche mussten abgelehnt werden.

Corona hat der Wirtschaft einen immensen Schaden zugefügt. Der Wiederaufbau sollte nach ökologischen Kriterien erfolgen. Wie, darüber diskutierten drei Experten im Kulturkeller LaMarotte in Affoltern, online übertragen auf YouTube.

Von den 487 berücksichtigten kleinen und grossen Unternehmen haben 334 ausschliesslich einen nicht rückzahlbaren Beitrag beantragt, 152 beziehen zusätzlich ein Darlehen und ein Unternehmen hat nur ein Darlehen beantragt. Die nicht rückzahlbaren Beiträge schwanken zwischen 5000 und der zulässigen Höchstsumme von 400 000 Franken, die 86 Unternehmen erhalten. Die Spannweite bei den Darlehen bewegt sich zwischen 7000 und dem Maximalbetrag von 500 000 Franken, der 32 Unternehmen bewilligt wurde. Insgesamt umfassen die nicht rückzahlbaren Beiträge 74,3 Millionen Franken und die Darlehen 29,4 Millionen Franken. Die berücksichtigten Unternehmen gehören verschiedenen Branchen an, wobei Reise-, Gastro-, Freizeit- und andere Dienstleistungsunternehmen stark vertreten sind.

von stefan schneiter Im Kulturkeller LaMarotte fanden vergangene Woche drei Experten und Moderator Bernhard Schneider zusammen, um mit coronamässigen Abstand das Thema «Energie und Umwelt nach Corona» zu diskutieren. «Wir reden über eine optimale Klimastrategie, über den Wiederaufbau der Wirtschaft mit CO2orientierten Massnahmen und wie sich das Ziel einer Klimaneutralität erreichen lässt», umriss Bernhard Schneider die Zielsetzung der Veranstaltung, der Interessierte auf YouTube live folgen konnten. Rund anderthalb Stunden lang kreiste die engagiert geführte Debatte rund um eine ganze Vielzahl von Themen, welche von der Landwirtschaft und Biodiversität über Verkehr, Energie, Bauwirtschaft und Subventionen alle Bereiche umfasste, die direkt oder indirekt mit Umweltpolitik im Zusammenhang stehen. Die Ökonomin Irmi Seidel von der Eidg. Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf kam auf eine WSLStudie zu sprechen, welche zutage brachte, dass Bund und Kantone jährlich zwar 500 Millionen Franken zur Förderung der Biodiversität zur Verfügung stellen, gleichzeitig aber für 40 Milliarden Subventionen sprechen, welche die Biodiversität beeinträchtigen. Laut Seidel sollte nach Corona bei einem grossen Bauprogramm zur Belebung der Bauwirtschaft darauf geachtet werden, für einen Strukturwandel zu sorgen, indem die Massnahmen und Subventionen künftig konsequent direkt auf Klimaschutz ausgerichtet werden. Ruedi Meier, Präsident des Vereins Energie-Wende-ja und Co-Autor der Studie «Covid-19 Klimakrise – Impulsprogramm 2020/2030» kritisierte die negativen Auswirkungen von Subventionen in der Landwirtschaft auf die Biodiversität in unserem Land. «Wir müssen das landwirtschaftliche Produktionssystem radikal umbauen: weg von den Futtermittelimporten, weg von der zu tierlastigen Produktion, zugunsten der Förderung einer regenerativen Landwirtschaft», lautet seine Forderung. Erforderlich sei eine Umlagerung von der tierischen zu einer mehr pflanzlichen Ernährung, das sei auch aus klimapolitischer Sicht interessant. Seidel ihrerseits forderte, dass schon bei der Vergabe von Subventionen auf die Umweltverträglichkeit ge-

Härtefallgelder werden ausbezahlt

Unerwartet viele Ablehnungen

Angeregt debattierten Ruedi Meier (l.o.), Irmi Seidel (r.o.), Kurt Lanz (l.u.) unter der Leitung von Bernhard Schneider. (Screenshot)

achtet werden soll. Es gehe nicht darum, der Landwirtschaft die milliardenschweren Subventionen zu entziehen, sondern darum, die Landwirtschaft generell in ökologischer Hinsicht umzubauen. Dazu braucht es nach Seidel nicht noch weitere Forschung: «Dazu fehlt uns die Zeit. Wir wissen, was zu tun ist.»

Riesenchance und Riesenchallenge In der Klimapolitik plädierte Ruedi Meier dafür, mit dem Wettbewerbsgedanken als Hintergrund für alle Betriebe in der Schweiz das Ziel zu setzen, bis ins Jahr 2030 CO2-frei zu sein. «Wir sollten beim Klima offensiver werden. Es wird riesig investiert, die Börsen boomen im Solarbereich – das

ist eine Riesenchance für die Schweizer Wirtschaft.» «Netto-Null bis 2050 ist eine Riesenchallenge», gab Kurt Lanz von der economiesuisse, zu bedenken. An der Urne werde erst mal darüber abgestimmt, die Hälfte an CO2 einzusparen – ob dies vom Souverän gutgeheissen werde, sei keineswegs sicher. Angetippt oder ausführlicher diskutierte die hochkarätige Expertenrunde weitere Themenaspekte wie Stromproduktion heute und in der Zukunft, die energetische Versorgungssicherheit in der Schweiz, die Bedeutung der grauen Energie und der Emissionen im Ausland bei der Energieversorgung hierzulande wie auch über den Stellenwert der Suffizienz im Energieverhalten des Individuums wie der

Gesamtgesellschaft. Unmöglich, im Rahmen eines kurzen Zeitungsartikels all diese Facetten beleuchtend wiedergeben zu können. Moderator Bernhard Schneider versuchte abschliessend ein Fazit zu ziehen: «Sie alle befürworten das CO2-Gesetz. Sie alle sehen das Bedürfnis nach Investitionen im Energiesektor und sind sich einig, dass es ökonomische Steuerungsinstrumente braucht, dass man bei Subventionen aber vorsichtig sein muss, damit sie sich nicht kontraproduktiv auswirken.» Der Vorteil einer Onlineveranstaltung ist, dass sie nach dem Ende nicht einfach beendet ist. Für Interessierte lässt sie sich jederzeit im Netz in Ruhe nachverfolgen. Zu finden ist sie auf YouTube mithilfe der Stichworte LaMarotte und «Energie & Umwelt nach Corona».

Ursprünglich waren 808 Gesuche eingegangen. Davon mussten die Prüfer mit 299 einen unerwartet hohen Anteil ablehnen. Die Durchsicht der Ablehnungsgründe zeigt vielfältige Kriterien. Besonders häufig war, dass eine korrekte Berechnung des Umsatzes keinen Ausfall von 50 Prozent ergab, wie ihn der Kantonsrat Mitte Dezember für die erste Zuteilungsrunde verlangt hatte. In vielen Fällen waren die vorgeschriebenen Unterlagen zum Teil trotz Nachfragen unvollständig. Zudem ergab die Prüfung auch, dass mehrere gesuchstellende Unternehmen in Betreibungsverfahren wegen Sozialversicherungsbeiträgen verwickelt waren; dies schliesst gemäss den Vorgaben des Bundes einen Härtefallbeitrag aus. Einige Unternehmen wollten zudem an Zürcher Härtefallgelder gelangen, obwohl sie in einem anderen Kanton domiziliert sind. 21 Gesuche werden in den nächsten Tagen noch einer vertieften Prüfung unterzogen. Eines wurde zurückgezogen. Nicht berücksichtigte Gesuchsteller können prüfen, ob sie in der zweiten Zuteilungsrunde aufgrund der milderen Kriterien gemäss Bundesvorgabe bessere Chancen haben. Sie können dafür noch bis am 21. Februar ein zweites Gesuch einreichen. Diese Möglichkeit steht auch den berücksichtigten Unternehmen offen, die allenfalls von den in der zweiten Runde höheren Maximalbeiträgen profitieren können (wobei ihnen nur die Differenz zum neuen Maximum erstattet würde). Finanzdirektion

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Gemeindefusionen führen zu Demokratieverlust Bei Diskussionen über Gemeindefusionen werden zumeist Effizienzkritierien erörtert, die einer Überprüfung nicht standhalten. Lokale politische Netzwerke werden zerschlagen. – Gastkommentar von René Roca Bei der Begründung von Gemeindefusionen werden meistens die folgenden Punkte aufgezählt: effizientere Strukturen, die Professionalisierung der Dienstleistungen und das Einsparen von Kosten. Es sind also primär administrative und finanzielle Überlegungen, die zwei oder mehr Gemeinden dazu bringen sollen, sich für eine gemeinsame Zukunft zu entscheiden. Die politisch-demokratischen sowie menschlich-gemeinschaftlichen Auswirkungen allerdings hat bisher kaum jemand hinterfragt. Zu Unrecht, denn sie spielen sehr wohl eine Rolle, auch wenn sie bei Fusionsdiskussionen immer wieder als «weiche Faktoren» verunglimpft werden.

breit angelegten Forschungsprojekt 142 Gemeindefusionen aus zehn Kantonen zwischen 2001 und 2014. Schaltegger führt zu den Resultaten seiner Studie (NZZ 14. 3.17) aus, dass über alle betrachteten Gemeindefusionen hinweg keine systematischen Spareffekte erkennbar seien. Folglich könne man auch nicht automatisch von Kosteneinsparungen durch Gemeindefusionen ausgehen. Im Bereich der Verwaltungsaufgaben sei ein kleiner Spareffekt erkennbar, bei den Gesamtausgaben würden jedoch keine systematischen Spareffekte deutlich. Laut Schaltegger ist davon auszugehen, dass die Einsparungen im Verwaltungsbereich durch Ausgabensteigerungen in anderen BudgetposiKeine systematischen Spareffekte tionen wieder kompensiert würden. Auch bei den Indikatoren In der Theorie wie auch in der Praxis werden Gemeindefusi- «Bevölkerungsentwicklung» und/oder «Immobilienpreise» onen oft mit Spareffekten motiviert. So wird erwartet, dass liessen sich keine systematischen Unterschiede zwischen fusich durch verschiedene Effekte grössere Synergien nutzen sionierten und nicht fusionierten Gemeinden feststellen. Das lassen, welche die Kosten senken würden. Untersuchungen Resultat ist also absolut ernüchternd, ein «Nullergebnis». zu den Effizienzwirkungen von Gemeindefusionen beschränDie Aussage, dass eine Gemeindefusion Spareffekte erken sich bis anhin auf Fallstudien zu Einzelfällen sowie Be- zeuge, muss mittlerweile als «Fusionsmythos» bezeichnet fragungen von Gemeindevertretern. Professor Christoph A. werden. Als prominentes Beispiel wurde in den Medien dem Schaltegger von der Universität Luzern untersuchte in einem Glarnerland während des Fusionsprozesses ein «Fusions-

kater» attestiert, da sich anstelle von Einsparungen rote Zahlen eingestellt hatten. Gemeindefusionen haben vor allem auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Demokratie. Laut einer Studie des Zentrums für Demokratie (ZDA) lösen Fusionen einen eigentlichen «Schock» für die lokale Demokratie aus. Messbar, so die Studie, zeige sich dies in einer tieferen Stimmbeteiligung. Die Menschen interessieren sich also weniger für die Politik und klinken sich aus den milizbasierten gesellschaftlichen Strukturen aus. Solche Aspekte werden bei Fusionen von Gemeinden bis heute klar vernachlässigt. Der Schock, so die Studie des ZDA, sei für kleine Gemeinden, die sich grösseren anschlössen, stärker. In den Gemeinden funktionierten lokale politische Netzwerke. Diese würden durch eine Fusion zerschlagen. Die erste Konsequenz sei, wie schon erwähnt, eine tiefere Stimm- und Wahlbeteiligung bei kommunalen Urnengängen. Die zweite sei, dass Vertreter lokaler Bewegungen oder Parteilose geringere Wahlchancen hätten und sich aus der politischen Szene verabschiedeten. Die Konsequenzen einer Fusion für die lokale Demokratie sollten sich die Gemeindebürger bewusst machen und sich

klar vor Augen führen, was auf dem Spiel steht. Die Menschen möchten sich grundsätzlich am Gemeinwesen beteiligen. Das zeigt sich sehr schön bei unserem Milizsystem. Eine Fusion untergräbt diesen Willen, das Gemeinwohl aktiv mitzutragen. So gehen die besten Kräfte eines Gemeinwesens verloren.

Gemeindeautonomie stärken

Als Konklusion kann festgehalten werden, dass Gemeindefusionen grundsätzlich nicht als Rezept für Kostenersparnisse oder Qualitätssteigerungen dienen. Weiter kann gezeigt werden, dass die pragmatische Kooperation und problemorientierte Zusammenarbeit unter den Gemeinden auch ohne Fusion wichtige Synergiepotenziale erschliessen kann. Gemeindefusionen sind nicht der «Königsweg», um die Herausforderungen der Zukunft zu meistem. Im Gegenteil, es gilt, das Milizsystem und die Gemeindeautonomie zu stärken, damit die Qualität der Demokratie nicht noch mehr leidet und die Menschen sich nicht aus dem öffentlich-gemeinwohlorientierten Leben verabschieden.

René Roca betreibt das Forschungsinstitut direkte Demokratie. Dieser Beitrag ist die überarbeitete Fassung seines Referats an der (virtuell durchgeführten) Aargauer Gemeindetagung 2020 zum Thema «Chancen und Risiken von Gemeindefusionen».

Abgedruckt in der NZZ 3.2.21.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 16. Februar 2021

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Bevölkerungswachstum flacht ab Zur Bevölkerungsstatistik 2020 des Statistischen Amtes des Kantons Zürich Das Statistische Amt analysiert jedes Jahr die Bevölkerungszahlen der verschiedenen Gemeinden. Die Zahlen zeigen, dass im Säuliamt immer weniger Bauland zur Verfügung steht, der Anteil schweizerischer und ausländischer Staatsangehöriger in den Gemeinden sehr unterschiedlich, jedoch fast überall tiefer ist als im kantonalen Durchschnitt. von salomon schneider Zwischen den urbanen Zentren Zürich und Zug gelegen, spürte das Knonauer Amt in den letzten Jahrzehnten vermehrten Siedlungsdruck und verzeichnete eine der stärksten Bevölkerungswachstumsraten im Kanton Zürich. Da mit dem neuen Raumplanungsgesetz seit Jahren kein Bauland mehr eingezont wurde, steht im Bezirk Affoltern fast kein Bauland mehr zur Verfügung. Bezüglich zur Verfügung stehendem Bauland unterscheiden sich die Säuliämtler Gemeinden jedoch massiv. In Aeugst, Hedingen und Maschwanden steht beispielsweise seit Jahren fast kein Bauland mehr zur Verfügung und da Bevölkerungswachstum durch Verdichtung viel länger dauert, als auf der grünen Wiese, ist ihre Bevölkerung in den

letzten Jahren nur marginal gewachsen. In Kappel, Mettmenstetten und Obfelden, wo noch relevante Baulandreserven bestehen, ist die Bevölkerung daher massiv schneller gewachsen. 2020 stellte Ottenbach eine Ausnahme dar. Im vergangenen Jahr hat die Bevölkerung um 113 Menschen zugenommen. Von 2010 bis 2019 waren es in neun Jahren mit 181 Personen nicht einmal doppelt so viele neue Einwohnende wie im Jahr 2020.

Zahl der über 65-Jährigen nimmt stark zu Die Bevölkerungsstatistik zeigt auch, dass die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe Seniorinnen und Senioren sind. Die leichte Übersterblichkeit älterer Menschen durch Covid lässt sich nicht in statistisch relevantem Mass erkennen. Da die sogenannten Babyboomer, die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit, jetzt ins Rentenalter kommen, nimmt die Zahl der über 65-Jährigen stark zu. 2020 waren nur 20 Prozent der Zürcher Bevölkerung unter 20 Jahre alt und 17 Prozent über 65jährig.

Ausländer und die AHV Im Kanton Zürich ist Migration dafür verantwortlich, dass die arbeitstätige

Wo noch Bauland übrig war, ist die Bevölkerung in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Da die Baulandreserven grösstenteils zur Neige gehen, war in den meisten Gemeinden das Bevölkerungswachstum 2020 tiefer als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. (Grafik Salomon Schneider) Bevölkerung immer noch 63 Prozent ausmacht. Da viele Migrierende nach Abschluss der Berufsausbildung in die Schweiz ziehen und nach dem Arbeitsaufenthalt oder der Pensionierung wieder in ihr Heimatland ziehen, ist der Anteil Migrierender in der arbeitstätigen Bevölkerung besonders hoch. Da viele von ihnen in die AHV einzahlen, aber nach der Pensionierung nicht von einer Rente profitieren, tragen sie einen

grossen Teil zum Erhalt des Umlageverfahrens bei.

Nähe zur Natur und zum Arbeitsplatz Traditionell siedeln sich ausländische Staatsangehörige in Ballungszentren an. In Affoltern betrug der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung letztes Jahr 28,7 Prozent. Er ist seit 2015 um 1,5 Prozent gestiegen. In den Säuliämtler

Gemeinden lassen sich jedoch auch immer mehr ausländische Bewohnende mit Kaderpositionen nieder. Sie wollen oft nicht in den Ballungszentren leben, sondern naturnah und trotzdem nicht weit vom Arbeitsplatz. In Kappel ist die Anzahl ausländischer Einwohnender von 2015 bis 2020 von 144 auf 224 gestiegen, was bedeutet, dass 2020 18 Prozent der Kappeler Bevölkerung aus dem Ausland stammte.

Ersatzwahl in die reformierte Kirchenpflege Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Die evangelisch-reformierte Kirchenpflege teilte Ende Januar 2021 mit, dass eine Ersatzwahl für ein Mitglied der Kirchenpflege ansteht. Gemäss Art. 10 Abs. 3 der Gemeindeordnung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Bonstetten werden die Ergebnisse der Wahlen durch das Wahlbüro der politischen Gemeinde ermittelt und im Anzeiger aus dem Bezirk veröffentlicht. Somit ist der Gemeinderat die wahlleitende Behörde. Für Ersatzwahlen der Kirchenpflege hat eine Ausschreibung (40 Tage) zu erfolgen. Die Wahlvorschläge können innert 40 Tagen beim Bereich Präsidiales eingereicht werden. Die eingegangenen Wahlvorschläge werden nach Ablauf dieser Frist veröffentlicht. Gleichzeitig wird eine neue Frist von sieben Tagen angesetzt, innert welcher die Vorschläge geändert oder zurück-

gezogen, aber auch neue eingereicht werden können. Wurden in der ersten Frist nur ein Wahlvorschlag eingereicht und während der zweiten Frist keine Änderungen vorgenommen, kann die wahlleitende Behörde gemäss § 54 GPR die Person für gewählt erklären. Der Zeitplan sieht Folgendes vor: Dienstag, 16. Februar: 1. Publikation im «Anzeiger» mit 40-tägiger Frist (inkl. Erwähnung Datum der Urnenwahl); Montag, 29. März: Ablauf der 40-tägigen Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen; Dienstag, 6. April: 2. Publikation im «Anzeiger» mit 7-tägiger Nachfrist; Dienstag, 13. April: Ablauf der 7-tägigen Nachfrist; Dienstag, 20. April: Stille Wahl durch den Gemeinderat, sofern Voraussetzungen erfüllt. Ansonsten leerer Wahlzettel mit Beiblatt für die Ersatzwahl vom 13. Juni; Sonntag, 13. Juni:

Wahlsonntag; Sonntag, 26. September 2021: Allfälliger 2. Wahlgang.

Wahl einer Bauherrenbegleitung für das Verwaltungszentrum Heumoos Anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 12. Januar 2021 hat das Büro hsar, Zürich, dem Gemeinderat vier Machbarkeitsvarianten für ein neues Verwaltungszentrum auf den beiden Heumoosparzellen unterbreitet. An der Gemeinderatssitzung vom 12. Januar 2021 hat der Gemeinderat die Varianten geprüft und sich auf eine Machbarkeit festgelegt. Ferner wurde entschieden, dass das Projekt in Zusammenarbeit mit einem Totalunternehmer (TU) umzusetzen sei. Dafür gelte es raschest möglich eine Bauherrenbegleitung beizuziehen. Dementsprechend wurden acht Planungs-

büros um Offerten gebeten. Der Gemeinderat entschied sich für das Büro Lienhard Partner Bauherrenbegleitung AG. Wenn immer möglich, soll der Bevölkerung der Kreditantrag für die Umsetzung des Projekts anlässlich der Urnenabstimmung vom 28. November 2021 zur Genehmigung unterbreitet werden.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • der Tarifanpassung per 1. April 2021 im Rahmen einer Leistungsvereinbarung mit der Kinderspitex Zürich (kispex) zugestimmt; • eine Vernehmlassung zum Gesetz über den Beitritt zur revidierten interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen abgegeben; • der Ersatzbeschaffung des Transporters Fiat Dangel 4x4 im Bereich Werke

durch ein Elektrofahrzeug zugestimmt; • die Ersatzbeschaffung des Peugeot im Bereich Wasserversorgung durch ein Elektrofahrzeug gutgeheissen.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 4. Februar 2021: • das aktualisierte Amok und Evakuationskonzept genehmigt; • dem angepassten Reglement Klassenlager und Skilager Exkursionen zugestimmt; • die Vollzeiteinheiten (VZE) für das Schuljahr SJ 2021/2022 gutgeheissen; • Diverse Sonderschulungen und Mitarbeiterbeurteilungen verabschiedet. Christof Wicky, Gemeindeschreiber

Während der Pandemie stark gefordert Die psychiatrische Versorgung ist auch in Covid-Zeiten garantiert In dieser Corona-Krise wird der Eindruck erweckt, dass es in der Schweiz an Psychiaterinnen und Psychiatern mangelt. Längere Wartefristen seien die Ausnahme, Notfallbehandlungen jederzeit gewährleistet, versichert die Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (Sgpp) ist besorgt über die weit verbreitete Annahme, die Schweiz sei psychiatrisch unterversorgt und könne deshalb die steigende Nachfrage nach Behandlungen nicht mehr bewältigen. «Damit werden Ängste geschürt, in schwierigen Situationen keine psychiatrische oder psychologische Hilfe zu erhalten. Wie unsere Erfahrungen im Shutdown gezeigt haben, melden sich in der Folge potenzielle und ehemalige Patientinnen und Patienten nicht, weil sie denken,

wir seien überlastet, oder andere hätten die Hilfe nötiger», sagt die Psychiaterin Fulvia Rota aus Aeugst, Präsidentin der Sgpp. Die psychiatrische Versorgung sei auch in diesen Pandemie-Zeiten, die vielen Menschen psychisch zu schaffen macht oder bestehende Erkrankungen verschlimmert, jederzeit sichergestellt. «Viele Psychiaterinnen und Psychiater in Praxen und in Institutionen, aber auch delegiert arbeitende psychologische Psychotherapeuten haben ihr Pensum erhöht und nehmen mehr Patientinnen und Patienten auf als üblich. Mit diesen Einsätzen können wir die gestiegene Nachfrage auffangen.» In allen Regionen stehen Notfalldienste zur Verfügung, es muss niemand abgewiesen werden. Sogar für eine längerfristige Therapie sind je nach Region keine Wartezeiten erforderlich. Falls doch, beträgt diese Wartezeit nur einige Tage bis wenige Wochen. Etwas anders sieht es in der Kinder-und Jugendpsychiatrie aus:

Dort war die Versorgungssituation schon vor der Pandemie angespannt. Weil die niedergelassenen Kinder- und JugendpsychiaterInnen mehrheitlich ausgebucht sind, müssen Notfälle nun zu einem grossen Teil von den institutionellen Einrichtungen aufgefangen werden. Dank des grossen Einsatzes können aber auch dort alle Notfälle behandelt werden und niemand muss abgewiesen werden.

Noch immer stigmatisiert Ein Bundesrats-Bericht aus dem Jahr 2016 zur Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz kam zum Schluss, dass die psychiatrischen Angebotsstrukturen qualitativ hochstehend sind und psychisch erkrankten Menschen eine bedarfsgerechte Behandlung ermöglichen. Die Herausforderung besteht aus Sicht der Sgpp darin, die Hürden für eine Behandlung abzubauen, denn noch immer warten viele Menschen zu lange, bis sie Hilfe in Anspruch nehmen. «Das liegt nicht

daran, dass es an Psychiatern und Psychologinnen mangelt, sondern weil psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft noch immer stigmatisiert sind und Begriffe wie Depression, Schizophrenie oder Persönlichkeitsstörungen vielfach nicht neutral, sondern abwertend verwendet werden. Zudem werden psychische Erkrankungen oft erst spät oder gar nicht erkannt», so Fulvia Rota. Die Corona-Krise hat die psychische Belastung für viele Menschen erhöht. Bei den psychischen Störungen, die als Folge der Corona-Krise auftreten, handelt es sich in der Regel um Angststörungen und depressive Verstimmungen als Reaktion auf eine schwierige und unsichere Situation. «Treten psychische Veränderungen wie depressive Verstimmungen, Ängste, Schlafstörungen oder vermehrte Reizbarkeit auf, sollte rasch der Hausarzt oder ein Psychiater konsultiert werden; bei Selbstmordgedanken sogar notfallmässig», sagt der Psychiater Rafael Traber, Vize-Präsident der Sgpp. Dramatisierende Darstellun-

gen der psychischen Situation der Bevölkerung sollten hingegen vermieden werden, da solche Berichte eine suggestive Wirkung haben können und dazu führen, dass Personen tatsächlich Angststörungen und andere Symptome entwickeln. Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie ANZEIGE

Bezirksratswahlen 7. März 2021

Ruth Früh (bisher) in den Bezirksrat

r ahren – erf verlässlich – empathisch

und Antoinette Frey (SVP)


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Forum

Seltsames um die Bezirksratswahl

Die EVP zu den Abstimmungsvorlagen Mich packt niemand in einen Sack

Am 7. März stellen sich drei Kandidaten für die beiden Bezirksratssitze zur Wahl: die bisherige Ruth Früh von der FDP, Antoinette Frey von der SVP und Rolf Kuhn von der GLP. Die SVP und die FDP unterstützen sich gegenseitig. Es geht aber auch um zwei Ersatzmitglieder des Rates, die nur zum Einsatz kommen, wenn ein Mitglied ausfällt. Hier kandidieren der von der EVP portierte Bisherige Gerhard Gysel, Hans Finsler von der SVP und Hanna Stutz als Parteilose. Diese letzte Kandidatur erstaunt. Frau Stutz hat die unterdessen eingegangene BDP während zwölf Jahren im Rat vertreten und jetzt im Alter von fast 74 Jahren ihren Rücktritt erklärt. Trotzdem hat sie nun innerhalb der Nachmeldefrist plötzlich noch ihre Kandidatur als Ersatzmitglied angemeldet. Geht es ihr wohl darum, den ausgezeichnet qualifizierten Hans Finsler zu verhindern? Man muss doch auch einmal loslassen können. Ich gönne Frau Stutz ihren wohlverdienten Ruhestand. Jakob Geissbühler, Rifferswil

Verhüllungsverbot Ich habe den Text der Initiative genau gelesen und gehe davon aus, dass auch Alt-Nationalräte das tun. Sie verlangt, dass ein generelles Verhüllungsverbot in der ganzen Schweiz gilt. In vielen Kantonen sind Maskierungen bei Kundgebungen schon lange verboten, so auch im Kanton Zürich. Die Initiative zielt aber mit Inseraten und Plakaten auf die Verschleierung der islamischen Frauen ab. Ihr Schleier ist der Ausdruck ihrer Religion, im Gegensatz zu den Chaoten tun sie niemandem irgend etwas zuleide. Die Religionsfreiheit ist in unserer Bundesverfassung verankert, Intoleranz hingegen hat darin nichts zu suchen! Es gab Zeiten, in denen das Judentum bei uns verboten war. Wollen wir dahin zurück? Ich bin stolz auf unsere moderne, weltoffene Schweiz, die verschiedene Haltungen zulässt, auch wenn ich persönlich eine Religion, die Frauen verhüllt, ablehne. Matthias Hubacher, Mettmenstetten

Zur Friedensrichterwahl in Kappel Der Gemeinderat Kappel hat diese Wahl auf den 7. März festgesetzt. Es stehen sich zwei Kandidatinnen gegenüber. Die eine ist Sonja Trachsel-Baumann, eine junge Mutter aus Hausen, mit einem Hauptiker verheiratet und mit solider kaufmännischer Ausbildung und Berufserfahrung im Sozialversicherungsbereich und Bauwesen. Die andere, Ronja Tschümperlin, ist Juristin aus dem Kanton Zug, erst seit wenigen Jahren im Oberamt lebend und Lebenspartnerin des Gemeindepräsidenten von Kappel. Eine Friedenrichterin muss vor allem solide in der Gemeinschaft verankert sein, die Leute kennen, Lebenserfahrung aufweisen, allen unvoreingenommen begegnen und mit keiner Partei oder Behörde verbunden sein. Es braucht für dieses Amt nicht Juristerei, sondern gesunden Menschenverstand und Unabhängigkeit. Sonja Trachsel ist die richtige Wahl. Sandra Wälli, Kappel

KORREKT Kandidatur von Mirjam Rehsche Im Titel des Leserbriefs von Peter und Barbara Meier-Classen («Anzeiger» vom 12. Februar hat sich ein Fehler eingeschlichen. Mirjam Rehsche kandidiert nicht für den Bezirksrat, sondern für das Amt als Friedensrichterin in Stallikon. Die Redaktion entschuldigt sich für diesen Fehler.

Zum Partnerschaftsvertrag mit Indonesien muss die EVP ein Nein empfehlen. Zwar sind die Ansätze betreffend nachhaltig produzierter Erzeugnisse begrüssenswert. Leider fehlen aber jegliche Kontrollen, geschweige denn Sanktionen. Somit wird dieser Vertrag zum zahnlosen Papiertiger. Zur E-ID sagt die EVP Ja. Der Staat wäre überfordert mit dieser Aufgabe und seine strenge Aufsicht gewährt ausreichenden Datenschutz. Verhüllungsverbot: Stimmfreigabe. Das Anliegen passt zwar zu unserer offenen und christlich geprägten Gesellschaft. Gehören Kleidervorschriften jedoch in die Verfassung? Bei den kantonalen Vorlagen sagt die EVP Ja zum Sozialhilfegesetz. Es schafft klare Rahmenbedingungen für Observationen, wo sie aufgrund eines dringenden Tatverdachts gerechtfertigt sind. Und es befreit jene vom General-

Dienstag, 16. Februar 2021

verdacht, die Sozialhilfe wirklich nötig haben. Zur Änderung der Kantonsverfassung sagt die EVP Nein. Die festgelegten Finanzkompetenzen sind zeitgemäss. Bei der Nationalitätennennung sagt die EVP ebenfalls Nein, hingegen Ja zum Gegenvorschlag. Dieser entspricht auch dem Wunsch des Verbandes der Schweizer Polizeikommandanten. Für den Bezirksrat empfiehlt die EVP die Wahl von Ruth Früh. Ihre Fähigkeit zur Gesamtsicht und ihre Erfahrung zeichnen sie aus für dieses Amt. Der berufliche Hintergrund von Rolf Kuhn und seine Erfahrung als Vermittler prädestinieren ihn als ideale Ergänzung im Bezirksrat. Als Ersatzmitglieder sind der Gerhard Gysel (EVP), bisher, und neu die erfahrene Hanni Stutz die richtige Wahl. EVP Bezirk Affoltern, Daniel Sommer

Kompetenz und Praxiserfahrung Friedensrichteramt in Hausen: Die SP empfiehlt Jasmin Corrodi. Das Friedensrichteramt ist eine Institution, die dem Gericht vorgelagert ist. Sie basiert auf der Idee, im Gespräch mit zerstrittenen Parteien zu schlichten und eine Lösung zu finden, zu der beide Seiten Ja sagen können. Kommt es zu einem Vergleich, wird das Verfahren beendet. Gelingt dies, erspart das den Gerichten viel Arbeit und den Betroffenen Kosten und langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen. Schlichten, vermitteln, Brücken bauen zwischen den Streitparteien und Voraussetzungen schaffen für ein offenes Gespräch, das alles sind zentrale Fähigkeiten, die eine

Friedensrichterin mitbringen sollte. Jasmin Corrodi verfügt als Juristin und Mediatorin über diese Kompetenzen. Ihre fundierte Ausbildung, gepaart mit jahrelanger Praxiserfahrung als Mediatorin und Friedensrichterin, sind optimale Voraussetzungen, schwierige Fälle und Konflikte einvernehmlich zu lösen. Und nicht zuletzt: Jasmin Corrodi übt die Aufgaben als Friedensrichterin seit 10 Jahren mit Freude und grossem Engagement aus, das ist spürbar für die Menschen, denen sie in ihrem Amt begegnet. Die SP Hausen empfiehlt die Wiederwahl von Jasmin Corrodi als Friedensrichterin von Hausen. Georges Köpfli, SP Hausen

Rolf Kuhn in den Bezirksrat Affoltern Anlässlich verschiedener Hearings und Gespräche konnte der Vorstand der SP des Bezirks Affoltern Rolf Kuhn kennenlernen. Wir empfehlen ihn für die Bezirksratswahlen am 7. März. Seine gewinnende Art, sowie seine Fachkompetenz überzeugten und zeichnen ihn für das Amt als Bezirksrat aus. Rolf Kuhn ist 51 Jahre alt und hat in Zürich, Cape Town und an der HSG St. Gallen Recht studiert. In seiner 25-jährigen beruflichen Karriere als Rechtsanwalt hat er bei Anwaltskanzleien, Gerichten und Unternehmen in verschiedenen Positionen gearbeitet. Aktuell ist er als Legal Advisor bei einer grossen Versicherungsgesellschaft tätig. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit verfügt er über den notwendigen juristischen Background,

den es für eine Aufsichtsbehörde bzw. Rechtsmittelinstanz wie den Bezirksrat benötigt. Rechtsstaatliches Handeln, die Gewährleistung fairer Verfahren und eine verständliche Kommunikation gegenüber den Rechts- und Ratsuchenden sind ihm wichtige Anliegen. Rolf Kuhn lebt in Mettmenstetten. Privat widmet er sich der Malerei und dem Bergsport. Er war während 13 Jahren Stiftungsrat der Stiftung Ferienheim Thalwil, einer gemeindenahen, gemeinnützigen Stiftung, welche Ferienlager für Schülerinnen und Schüler durchführt. Während vier Jahren hat er die Stiftung präsidiert. Weitere Infos über Rolf Kuhn unter www.rolf kuhn.ch. SP Bezirk Affoltern

Giftpfeile und Migrationshintergrund Es hat mich sehr gefreut, dass mein Leserbrief zur Initiative «Bei Polizeimeldungen sind die Nationalitäten anzugeben» aufhorchen liess. Die Demokratie funktioniert nur, wenn man auch anderen Meinungen horcht und diese respektiert. Transparenz ist in der Tat wichtig. Doch muss man auch wissen, über was Transparenz herzustellen ist. Wenn man über einen «Migrationshintergrund» transparent informieren muss, muss man wissen, was dies genau ist. Liegt ein Migrationshintergrund vor, wenn ein ursprünglich Deutscher vor 13 Jahren eingebürgert wurde? Ist er dann ein Schweizer mit Migrationshintergrund? Gilt dies immer noch, wenn seine Mutter Schweizerin war? Wie verhält es sich mit einer Liechtensteinerin, die vor 7 Jahren eingebürgert wurde? Hier ist wohl ein Migrationshintergrund zu bejahen, auch wenn man in Liechtenstein einen schweizerischen Dialekt (bzw. eben nur einen ähnlichen Dialekt) spricht und mit Franken zahlt. Was gilt in folgendem Fall: Ein Schweizer namens Bruno Manser wandert nach Borneo aus. Er freundet sich mit Ein-

geborenen an, läuft nackt im Regenwald herum, spricht nur noch in ausländischer Sprache und kehrt dann nach Jahren in die Schweiz zurück. Ist er noch ein Schweizer oder ein Schweizer mit Migrationshintergrund bzw. Migrationserfahrung? Was muss in der Polizeimeldung stehen, wenn Herr Manser seine handgefertigten Giftpfeile im Zug vergisst? Ist die Migrationserfahrung dann relevant, denn gelernt hat er das Herstellen von Giftpfeilen ja im Rahmen der Migrationserfahrung. Der Begriff «Migrationshintergrund» ist nichts anders als reines «Juristenfutter» – und zwar massig. Wichtig ist, dass diejenigen, die Juristen nicht mögen, die Initiative ablehnen, denn dann gibt es weniger «Juristenfutter». Wenn die SVP gewollt hätte, dass anzugeben ist, ob einer eingebürgert oder Doppelbürger ist, dann hätte man das in den Initiativtext schreiben sollen und nicht einfach «Migrationshintergrund». Man hätte vorher besser einen Juristen gefragt. Davon gibt es in der SVP viele. Rolf Kuhn, Mettmenstetten

Antoinette Frey in den Bezirksrat, Leserbrief vom 12. Februar. Herr Dr. phil. Vogelsanger schreibt, dass Rolf Kuhn, GLP-Bezirksrat-Kandidat, der Meinung ist, dass Frauen in schwarze Säcke eingepackt werden dürfen. Herr Vogelsanger irrt sich. Rolf Kuhn ist gegen das Einpacken von Frauen in Säcke! Das kann ich Ihnen garantieren. Garantieren kann ich Ihnen als Muslimin auch, dass Rolf Kuhn ein anderes Bild von muslimischen Frauen hat als Sie, Herr Dr. phil. Vogelsanger. Ich bin Muslimin. Ich entscheide, ob ich einen Niqab anziehe, wenn ich es wollte. In der Schweiz lege ich ihn nie an. Ich arbeite auf dem Bau und da muss ich einen Helm anziehen und eine Schutzweste. In der Freizeit boxe ich. Mich packt niemand (!) in einen schwarzen Sack ein. Bezirksratskandidat Rolf Kuhn schon gar nicht. Er hat Angst, weil ich boxe. Was haben Sie, Herr Dr. phil. Vogelsanger, für ein komisches Bild von Musliminnen? Ich wohne in Mettmenstetten. Ihre Kandidatin kenne ich nicht. Nie gesehen. Keine Ahnung. Sie, Herr Dr. phil.

Vogelsanger, haben im Ausland gewohnt. So steht es im Wikipedia. Sie haben länger im Ausland gewohnt als ich. Sie haben noch mehr Migrationshintergrund als ich. Und das soll Verankerung sein? Come on … Ich bin nicht der Meinung wie Sie. Ich wohne auch im Bezirk. Wie wissen Sie, was die Meinung im Bezirk ist? Ich bin (eingebürgerte) muslimische Schweizerin und wohne gerne hier im Bezirk, auch wenn es nicht immer einfach für mich ist. Die Schweiz ist das beste Land. Für Sie und Ihre Kandidatin gehöre ich aber wohl nicht zu den Menschen im Bezirk, weil ich Ihre «verankerte» Kandidatin nicht kenne, nicht lange im Bezirk wohne, auf dem Bau am Flughafen und nicht im Bezirk arbeite und weil ich die SVP nur manchmal gut finde. Sie, Herr Dr. phil. Vogelsanger, können ja zurück nach Wellington gehen, wenn es Ihnen nicht passt, dass auch Leute wie ich im Bezirk leben. Sie können ja dort noch den Versuch unternehmen, die Menschen, die anders als Sie denken, in schwarze Säcke einzupacken. Jawahir Warsame, Mettmenstetten

Die Kandidatinnen erfüllen die Kriterien bestens Zu den bevorstehenden Bezirksratswahlen stehen zwei Frauen und ein Mann zur Auswahl. Neben Ruth Früh (unbestritten) steht Antoinette Frey als Kandidatin bereit für dieses Amt. Ihr Rucksack ist sehr gut gefüllt (politisch, beruflich und menschlich). Dazu hat Antoinette Frey in den letzten Jahren ihre «Sporen» als Ersatzmitglied abverdient. Ist nicht unwichtig für die Effizienz dieses Gremiums. Im Live-Stream vom 21. Januar 2021 betonte Ruth Früh (Mitglied) mehrmals die Aspekte der Menschlichkeit und Lebenserfahrung. Sie betonte auch, dass schon zwei Juris-

ten (Präsident und Schreiberin) im Gremium Einsitz haben. Der Bezirksrat sei eine Aufsichtsbehörde und kein Gericht. Sie sei demzufolge überzeugt, dass es nebst dem «gesetzlichen Teil» auch noch Platz für Mitglieder haben muss, die nicht aus dem Juristischen Werdegang kommen. Nicht nur das Gesetz muss im Vordergrund stehen, sondern auch die Menschen. Ich empfehle also die Wahl von Ruth Früh (bisher) und von Antoinette Frey (neu). Und als Ersatzmitglied Kantonsrat Hans Finsler. Claude Wuillemin, Bonstetten

Für Fortschritt und Sicherheit: Ja zum E-ID Gesetz! Worum geht es beim E-ID-Gesetz? Beim Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste handelt es sich um ein Basisgesetz für die sichere Identifikation im Internet. Dieses Bedürfnis rührt daher, dass immer mehr Dienstleistungen über das Internet nachgefragt und angeboten werden – kurzum: die Digitalisierung nimmt zu; die Lockdowns tragen dazu bei! Das Gesetz regelt die Grundlagen, namentlich die Rechte und Pflichten der involvierten Parteien: E-ID-Inhaber (im Wesentlichen der Konsument), E-ID-Anbieter (eine privatwirtschaftliche oder staatliche Organisation, die die technische Abwicklung sicherstellt) und dem Staat als Hüter der Identitätsdaten und Herausgeber der E-ID. Zudem stellt

das Gesetz den Datenschutz, die Kontrolle und die Aufsicht sicher und sieht sogar eine unabhängige Kommission vor, die als Zugeständnis an die Kritiker in die Vorlage Eingang gefunden hat. Das Gesetz ist gewiss kein Schnellschuss: Es hat mehr als zwanzig Jahre gedauert, bis die zuständige Behörde in Bern unter Einbezug von in- und ausländischen Fachpersonen sowie der Wissenschaft ein mehrheitsfähiges Gesetz auszuarbeiten vermochte. Apropos Mehrheit: das E-ID-Gesetz wurde im Parlament (179 Ja zu 53 Nein bei 10 Enthaltungen) und von den Kantonen (18 zu 6 (2 Enthaltungen)) deutlich angenommen. Deshalb sage auch ich: Ja zum E-ID-Gesetz! Markus Naef, Wettswil

Gesicht zeigen Gesetzliche Instrumente vorhanden, Leserbrief vom 12. Februar.

Schweiz zeigt man im öffentlichen Raum sein Gesicht.

Ja, einige Kantone haben bereits ein Verhüllungsverbot mit ihren eigenen Regeln und Strafmassnahmen. Genau da aber liegt das Problem. Kantönligeist in Ehren, aber es braucht dringend ein landesweites, einheitliches Verhüllungsverbot mit entsprechenden Strafen. Das würde unter anderem auch die Arbeit der Gesetzeshüter vereinfachen. Die Aussage der Gegner, es handle sich bei diesem Verhüllungsverbot um eine Einmischung des Staats in unsere Privatsphäre ist nicht korrekt. Ob Mann/Frau zerrissene Jeans, sloppy T-Shirts, FlipFlops, Anzug mit Krawatte, Kartoffelsack, Minirock oder ein langes, schwarzes Tuch trägt, ist dem Staat bzw. dem Volk so was von egal, aber das Gesicht muss erkennbar sein, denn in der

Brigitte Caldwell, Obfelden

Zuschriften willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Autors versehen sein und in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen. Über die Publikation und Kürzungen entscheidet die Redaktion. Zu den Vorlagen vom 7. März werden am 2. März letztmals Zuschriften veröffentlicht. Diese müssen die Redaktion bis Freitagmittag, 26. Februar, erreichen. (red.)


Vermischtes

Sympathiebonus

Nett sein bringt Vorteile – diese Erfahrung macht Kolumnistin Ute Ruf im Parkhaus. > Seite 8

Dienstag, 16. Februar 2021

Band im Wandel

Vor einem Jahr brachten «Sooma» ihr neues Album «It’s all about to change» heraus. > Seite 13

Die Freude am Lesen wieder wecken Online-Elternveranstaltung zum Thema Leseförderung Ein wie gewohnt gut besuchter Elternbildungsabend der Sek Hausen fand am vergangenen Donnerstag statt. Der Elternrat hatte eingeladen. Nicht, wie sonst üblich in den Gemeindesaal, sondern ganz coronakonform via Zoom vor die Bildschirme im eigenen Zuhause. Beat Zopp von Schulentwicklung.ch führte gut zwei Stunden durch den Abend. Er weiss, wovon er spricht, unterrichtet er doch seit vielen Jahren auf allen Stufen der Volksschule, vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Er ist überzeugt, dass das Lesen die wichtigste Kompetenz in der Schule ist. Es geht also darum, wie gut die Schülerinnen und Schüler Texte verstehen, sie nutzen, bewerten und über sie reflektieren können. «Jeder zweite Jugendliche in der Schweiz liest Texte nicht zum Vergnügen», sagt auch Martin Verner vom Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich, das für die Stichprobenziehung und die Durchführung für Pisa 2018 in der Schweiz mitverantwortlich war. Und die Studie zeige, dass die Lesefreude mit der Lesekompetenz stark zusammenhänge. Viele 15-Jährige hätten keinen Spass mehr, ein literarisches Buch, einen Zeitungsartikel oder auch irgend-

Die Bibliothek Hausen leistet einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. (Bild zvg.)

einen Magazinbeitrag zu lesen, fügt Verner hinzu. Sie empfänden dies als eine Zeitverschwendung. Wie der Pisa-Bericht festhält, hat der digitale Wandel dazu geführt, dass die Lesekompetenz in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat. So habe etwa das Smartphone die Art und Weise, wie Menschen Informationen lesen und austauschen, verändert. Jeder Zehnte könne nicht mehr unterscheiden, was Fakt und was Meinung sei. Rund ein Viertel der 15-Jährigen in der Schweiz kann einen Text, den sie gelesen haben, nicht einmal in den Grundzügen verstehen. Fast die Hälfte liest nicht mehr freiwillig. Lasen 2000 noch rund 35 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nichts freiwillig, sind es 18 Jahre später 51,1 Prozent. Vor allem bei Knaben

ist die Abneigung mit rund 60 Prozent hoch. «Texte lesen und verstehen zu können ist eine der zentralen Kompetenzen, welche die Schule vermitteln muss», meint auch Astrid Fink, die Schulleiterin der Sek Hausen. So war auch die Leseförderung an den diesjährigen Weiterbildungstagen der Lehrerschaft ein zentrales Thema. «Ein Hauptziel der Sek Hausen ist es, dass wir die Freude am Lesen wieder wecken möchten. Aus diesem Grunde ist uns auch unsere eigene Bibliothek sehr wichtig. Unsere Bibliothek wird von Frau Meier-Rubin geführt. Sie stellt immer wieder in den Klassen Neuerscheinungen vor und organisiert einmal im Jahr eine Lesung für die ganze Schule. Zudem arbeitet sie mit den Lehrpersonen für einzelne Projekte zur Leseförderung zusammen. Wir möchten bei den Schülern und Schülerinnen die Lesekompetenz fördern und dass sie sich Lesestrategien aneignen. Wir werden als Nächstes ein Curriculum zum Thema Leseförderung an unserer Schule erstellen.» «Die Familie leistet aber auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung. Hier gilt es, die Kinder nicht zum Lesen zu drängen, sondern die gemeinsame Lesekultur individuell zu fördern und über das Gelesene zu sprechen und zu diskutieren. Kinder lesen, wenn ihre Eltern auch lesen», da ist sich Beat Zopp sicher. Elternrat Sek Hausen

BUCH-TIPP

Die Bibliothekarin von Auschwitz von Leonie AckermAnn, BiBLiothek hedingen Dieser auf wahren Begebenheiten basierende Roman beschreibt das Schicksal der 14-jährigen Tschechin Edith «Dita» Kraus und ihr Leben in Auschwitz-Birkenau während des zweiten Weltkriegs. Sie wurde im Block 31 Leonie Ackermann. untergebracht, einer Baracke für Kinder und Jugendliche. Fredy Hirsch, der Blockälteste, organisierte darin Schulunterricht, obwohl alles Schulische ausdrücklich verboten war. Es war ein Ort, an dem die Kinder Sport treiben durften, Theater spielten, malten und ein kleines Stück Kindheit behalten konnten. Es gab darin sogar eine kleine Bibliothek, bestehend aus acht alten Büchern, für welche Dita verantwortlich war. Diese Bücher hütete sie wie einen Schatz, denn an einem grausamen Ort wie AuschwitzBirkenau waren diese wenigen verbotenen Bücher eine Quelle der Hoffnung und des Trostes.

Der Roman setzt sich aus biografischen und fiktiven Elementen zusammen und berührt die Lesenden auf verschiedensten Ebenen. Er beschönigt nichts. Er beschreibt die furchtbaren Vorgänge im Lager sehr nüchtern und authentisch. Aber er hebt auch hervor, wie an einem Ort des Schreckens das geschriebene Wort für Hoffnung und Zuversicht sorgt. An der Seite von Dita lernt man einiges über ihren Leidensweg in der deutschen Tötungsmaschinerie, aber auch über ihren Weg voller Hoffnung und Neugierde. Man lernt verschiedene Personen innerhalb des Lagers kennen und begleitet sie auf ihrem Weg. Trotz des beklemmenden Inhalts ist der Schreibstil flüssig und der Roman gut zu lesen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, auch wenn mir manchmal die Luft wegblieb. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich wollte die Personen in Block 31 näher kennenlernen und mehr über sie erfahren. Diese Geschichte berührt wegen der wahren Schicksale besonders, auch wenn es keine pure Biografie ist. Im Epilog erzählt der Autor über seinen Weg zu diesem Buch und über sein Treffen mit Dita, die zum Zeitpunkt der Entstehung des Romans noch lebte. Er hat sie mit folgenden Worten beschrieben: «Es ist bemerkenswert, dass jemand, der so viel Schmerz ertragen

Barmherzig sein

Die reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt führt Online-Kurse durch. > Seite 13

46 594 Lese-Minuten Fleissige Wettswiler Schülerinnen und Schüler Für das Leseprojekt «Lesewinter 2021» galt es, an mindestens zehn Tagen mindestens zehn Minuten zu lesen. Zeit dazu hatten die Kinder vom 11. bis 31. Januar. Bis am 5. Februar mussten die ausgefüllten Lesepässe in den bereitgestellten Briefkasten der Bibliothek Wettswil eingeworfen werden. 210 Schüler und Schülerinnen nahmen teil; ihre Lesepässe wurden in einer grossen Kiste deponiert und am Mittwoch wurden die Gewinner und Gewinnerinnen der fünf Büchergutscheine gezogen. «Die kurzen Leseeinheiten von 10 Minuten pro Tag motivierten viele Kinder dazu, beim Leseprojekt mitzumachen», meint Fabienne Maurer, die Initiantin und Leiterin der Bibliothek Wettswil. «Mein Sohn hat wegen dieses Leseprojektes sein erstes Buch ganz alleine gelesen und war mega stolz», erzählte eine Mutter. «Toll, die Kinder werden auf einfache Weise zum Lesen animiert», meint eine andere. 210 teilnehmende Kinder, 46 594 gelesene Minuten in 21 Tagen; das stolze Resultat des Lesewinters 2021. Falls den kleinen Leseratten die Bücher in den kommenden Sportferien ausgehen; die Bibliothek Wettswil ist während der Sportferien jeweils am Mittwochund Donnerstagnachmittag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

Zeitschriften gegen den Corona-Blues Übrigens warten rund 40 verschiedene Zeitschriften in der Bibliothek auf Leserinnen und Leser. Darin gemütlich zu schmökern und sich einen Kaffee zu gönnen, ist in der Bibliothek momentan leider wegen der Schutzmassnahmen nicht möglich. Sämtliche Zeitschriften können aber für die Dauer von 14 Tagen

musste, immer noch lächeln kann. ... Niemand kann eine solche Frau bezwingen. Das ganze Dritte Reich hat das nicht geschafft.» Das Buch «Die Bibliothekarin von Auschwitz» ist eine absolute Leseempfehlung. Der Roman berührt, bewegt, schockiert und macht trotzdem Mut.

Beliebte Bücher: Viele Lesepässe wurden abgegeben. (Bild zvg.) ausgeliehen werden. Neu seit diesem Jahr stehen auch die Zeitschriften «Donna», «Sportlerin», «Globetrotter», «Kosmos» und «National Geographic» zur Auswahl. Frauenzeitschriften wie Annabelle, Brigitte, Donna und Gala sind mit Abstand die Bestleiher, aber auch Reisezeitschriften sind – trotz Reiseverbot – sehr gefragt», berichtet Eva Hauri, die sich um die Auswahl der Titel kümmert. Zwei Zeitschriften liegen ihr besonders am Herzen. «Sportlerin» ist das erste Magazin mit dem Schwerpunkt Frauensport und «Kosmos», für Mädchen von acht bis dreizehn Jahren, vollgepackt mit Reportagen über Psychologie, Umwelt und Gesellschaft. Karin Auf der Maur, Bibliothek Wettswil

Spende für den Regenwald Im Rahmen der ZimmerpflanzenWochen im Monat Januar liess das Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten bei jeder verkauften Pflanze zehn Prozent des Preises der gemeinnützigen Organisation Green Boots zukommen. Mit tollem Erfolg.

«Die Bibliothekarin von Auschwitz» von Antonio G. Iturbe. Pendo Verlag, München 2020. ISBN 978-3-86612 470-7. (Bilder zvg.)

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wälder einsetzende, gemeinnützige Organisation (www.green-boots.ch) überweisen. Lars Küng, stellvertretender Gartencenterleiter: «Wir sind hocherfreut über das Resultat; allen herzlichen Dank. Auf die Idee zur Zusammenarbeit mit Green Boots brachte uns unser ehemaliger Mitarbeiter Philipp Schmid – und da ein grosser Teil der Zimmerpflanzen in der Schweiz ihr ursprüngliches Zuhause in tropischen Regionen haben, in denen, wie etwa auf Borneo, das Abforsten und Wildern massiv voranschreitet, haben wir diese Spendenaktion zusammen umgesetzt.» (kb.)

Die Kunden griffen fleissig zu. Klar, erstens erhielten sie im Gartencenter Guggenbühl, Bonstetten, während der drei Zimmerpflanzen-Wochen im Januar zehn Prozent Rabatt beim Kauf einer Zimmerpflanze und zweitens gab das Gartencenter weitere zehn Prozent als Spende an Green Boots weiter, den nicht gewinnorientierten Verein, der sich auf verschiedenen Ebenen engagiert und Regenwaldschutzprojekte weltweit unterstützt. So konnte man schliesslich in diesen Tagen nicht weniger als 4100 Franken an die sich für den Schutz Beiträge aus Pflanzenkäufen im Gartencenter Guggenbühl und Erhalt der Regen- kommen derzeit dem Regenwald zugute. (Bild zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 16. Februar 2021

ZWISCHEN-RUF

Eine Hand wäscht die andere In Zug wollte ich in eine Parkgarage reinfahren. Die Schranke war zu. Ich drückte auf den Ticketknopf, aber da stand: Besetzt. Ich wartete. Seltsam, da fuhren drei Autos raus und immer noch tat sich nichts am Automaten. Ein Arbeiter in Leuchtkleidung lief umher. Ich rief ihn. Er kam zu mir ans Auto und ich fragte nach. Er meinte, ich müsse warten, es werde etwas repariert. So kamen wir ins Plaudern, d.h. ich fragte ihn aus, ob ihm seine Arbeit Spass mache, wo er wohne und aus welchem Land er komme. «Aus dem Kosovo.» «Ich bin mit einer albanischen Familie befreundet», erzählte ich. «Die hätten vor ein paar Jahren ausreisen müssen. Da hab ich ihnen einen Anwalt bezahlt. Jetzt sind sie immer noch hier. Sehr nette Leute.» Ich sei auch nett, meinte er, bedeutete mir zu schweigen und drückte einen roten Knopf am Ticketautomaten. Eine Stimme ertönte: «Was ist los?» «Wir brauchen zehn neue Parkplätze», sagte da mein Retter und blinzelte mir zu.

Eiszapfen am Spinnennetz. (Leserbild Christoph Benedetto)

Ute Ruf

Wintermärchen-Landschaft im Säuliamt. (Leserbild Paul Costello)

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Vermischtes

Dienstag, 16. Februar 2021

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Als hätten sie es gewusst Serie «Bandleben»: «Sooma» veröffentlichte im Februar 2020 das Album «It’s all about to change» Yannick Consaël, Fidel Aeberli und Victor Rassov sind seit ihren Anfängen eine Live-Band. Wie alle Künstler leiden sie unter dem momentanen Veranstaltungsverbot und beschallen demzufolge ihre eigenen vier Wände anstatt Konzertlokale. Von Salomon Schneider Als «Sooma» im Februar 2020 das Album «It’s all about to change» veröffentlichten, wollten sie mit diesem Satz eigentlich auf die Bedeutungslosigkeit dieser leeren Phrase abzielen. Heute hört sich der Albumtitel jedoch mehr nach einer Prophezeiung an. Denn für die passionierte Live-Band Sooma änderte sich im Februar 2020 tatsächlich alles. Die Geschichte von «Sooma» begann jedoch schon viel früher.

Tinder für Musiker

Let’s make some noise

2014 gab Yannick auf music.ch, «einer Art Tinder für Musiker», ein Inserat auf, mit nur einem Satz: «Grunge guitarist is looking for sweaty drummer.» Fidel: «Ich sass am Computer, sah das Inserat, schmunzelte und dachte: Er sucht nach mir!» Mit Yannick als Lead-Gitarrist und Sänger sowie Fidel am Schlagzeug konnten sie loslegen. Vollständig wurde «Sooma» jedoch erst 2015, als mit Stefan Jocic ein Bassist dazukam. Zusammen machten sie Grunge und Stoner Rock und veröffentlichten 2018 ihr gleichnamiges Debutalbum «Sooma». 2018 kam «Sooma» in der heutigen Konstellation zusammen, als Bassist Victor Rassov zur Band stiess: «Zuerst habe ich für eine Tour Stefan ersetzt und wir merkten, dass wir diesen Weg noch weiter gemeinsam gehen wollten. Seither bin ich dabei.»

«Der Sound von ‹Sooma› ist aus dem Grunge heraus entstanden. Seit Victors Einstieg haben wir uns jedoch stärker in Richtung Noiserock entwickelt. Es geht uns hauptsächlich darum, Energie rauszulassen und auf die Zuhörenden zu transferieren. Sowohl die Texte als auch die Musik sind sehr intuitiv und wir folgen dabei unseren Gefühlen», erzählt Yannick und ergänzt: «Live versuchen wir als Band zu fusionieren und eins zu werden. Die dabei entstehende Energie unseres Sounds bedient sich stark des Moments.» Besonders gespannt sind «Sooma», wie ihre Entwicklung vom Publikum aufgenommen wird. Denn neben der Plattentaufe konnten sie vor dem Shutdown nur ein Konzert spielen. Seither müssen sie sich im luftleeren Raum entwickeln.

Traurig, wütend und frustriert

Yannick Consaël.

Fidel Aeberli.

«Sooma bei ihrem letzten Auftritt, der Plattentaufe von «It’s all about to change», im Bogen F in Zürich, im Februar 2020. (Bild Benjamin Rauber)

«Das erste Album war eine klassische Rock-Produktion. ‹It’s all about to change› ist ganz anders geworden, roher und düsterer. Wir wollten nicht dasselbe Album noch einmal aufnehmen. Victor hat hier zentrale Impulse gebracht. Mit dem neuen Album gehen wir konsequent weiter in diese Richtung», erläutert Fidel. Dass einige traditionelle Rock-Hörer in der Fan-Basis abspringen, nehmen «Sooma» in Kauf, da sie ihre Musik hauptsächlich als Ventil für sich selber betrachten. «Der neue Sound ist noch stärker auf Live-Auftritte ausgelegt und weniger zum Hören im Hintergrund geeignet. Deshalb können wir es auch kaum erwarten, endlich wieder auftreten zu dürfen», so Yannick. «Sooma» hatte für das Frühjahr 2020 eine Album-Release-Tour mit 25 Konzerten in ganz Europa geplant, die coronabedingt abgesagt werden musste. Fidel: «Alle Kunstschaffenden sitzen momentan im selben Boot. Rational wissen wir, dass es vernünftig ist, momentan keine Grossveranstaltungen durchzuführen. Doch oft sind wir

Die neue Saison wartet

Angesagt: «Barmherzigkeit»!

Im TC Hausen ist die Vereinsführung trotz aktuellem Shutdown zuversichtlich, die Saison Anfang April starten zu können.

Am Donnerstag, 25. Februar, und am Samstag, 6. März, finden zwei virtuelle Veranstaltungen zur Jahreslosung 2021 statt.

Dementsprechend laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gestartet wurde das neue Vereinsjahr mit der GV, die aus Coronagründen erstmals in der Vereinsgeschichte elektronisch abgehalten wurde. Via Online-Umfrage konnten sich die Mitglieder zu den Traktanden äussern und abstimmen. Neu in den Vorstand wurde Astrid Moser gewählt, während Evelyne Bisa und Anne-Claire Pliska aus der Vereinsführung zurücktraten.

Barmherzigkeit ist nicht nur einer der Haupttugenden des Christentums, auch das Judentum, der Islam, der Buddhismus und der Hinduismus rufen dazu auf, barmherzig zu sein. Trotzdem kommt das Wort in unserem Alltagswortschatz kaum mehr vor.

Frühlingsgefühle im TC Hausen

Neues Logo und überarbeitete Homepage Mit einem neuen, trendigen Club-Logo und einer überarbeiteten Homepage (www.tchausen.ch) hat der Vorstand dem innovativen und attraktiven Oberämtler Breitensportverein zudem ein neues Kleid verpasst. Da Swiss Tennis in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen feiert, profitieren neue Aktivmitglieder von einem tollen Angebot. Zum einmaligen Jubiläumspreis von nur 125 Franken können Tennis-interessierte Erwachsene eine TCH-Schnuppermitgliedschaft für die anstehende Saison beantragen. Ein willkommenes Angebot in der schwierigen CoronaZeit.

Auch im 2021 bietet der TCH Kurse für die verschiedenen Stärkeklassen an. Die Ausschreibungen sind bereits online, interessierte Junioren und Aktivmitglieder können sich ab sofort via Homepage für die beliebten Trainingskurse anmelden. Die TCH-Verantwortlichen haben mit diesen Aktivitäten den Grundstein für eine tolle Saison geschaffen und lösen damit hoffentlich die ersten Frühlingsgefühle aus. Chasper Weidli

Berufsverbot für Musiker Psychisch ist Corona sehr schwierig für alle Mitglieder von «Sooma». Fidel: «Seit ich 18 war, hatte ich nie mehr einen Monat ohne ein Konzert zu besuchen oder zu spielen. Und nun fehlt dies seit fast einem Jahr gänzlich. Ein Berufsverbot zerreisst jeden, der seiner Berufung folgt. Die Corona-Massnahmen treffen viele Menschen hart; wir Live-Kunstschaffenden haben keine Perspektive mehr, da momentan auch niemand mehr Bands für den Sommer bucht und Konzerte organisiert.» Durch die Zulassungen von CovidImpfungen ist bei «Sooma» jedoch auch wieder etwas Hoffnung aufgekeimt. Yannick: «Sie ist noch ein zartes Pflänzchen, aber sie wächst und vielleicht entwickelt sich die Situation bis zum Spätsommer ja so, dass wir wieder auftreten können. Daran halten wir uns fest.»

Victor Rassov. (Bilder zvg.)

Online-Kurs der reformierten Erwachsenenbildung im Säuliamt

Ist Barmherzigkeit out?

Bald gehts für die TCH-Junioren wieder los. (Bild zvg.)

auch einfach traurig, wütend und frustriert.»

Im Gegenteil, sagt die Jahreslosung 2021 und ruft Barmherzigkeit zum neuen Trend aus: «Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!». Zu finden ist dieser Bibelvers im 6. Kapitel des Lukasevangeliums. Es handelt sich um einen Ausspruch Jesu, der einen klaren Anspruch an seine Zuhörer und Zuhörerinnen formuliert. Doch was genau verstand Jesus wohl unter Barmherzigkeit? Und was könnte das schöne alte Wort heute bedeuten? Wie kann man der Aufforderung, barmherzig zu sein, nachkommen? Will man das überhaupt? Und was soll Jesu Verweis auf «den Vater»?

Durchführung via Zoom Wer Lust und Zeit hat, der Jahreslosung 2021 ein wenig nachzuspüren, ist herzlich eingeladen zu einem Kursabend am

Für jedes Jahr wählt die ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen einen Bibelvers als Jahreslosung. (Bild zvg.) Donnerstag, 25. Februar, von 18.30 bis 21 Uhr oder einem Kursmorgen am Samstag, 6. März, von 9 bis 11.30 Uhr. Da Präsenzveranstaltungen aus bekannten Gründen im Moment nicht möglich sind, werden die Kurse online durchgeführt. Angemeldete erhalten einen Link, mit dem sie sich einloggen können. Es muss kein Programm heruntergeladen werden; ein normaler InternetZugang genügt.

Offen für alle Die Teilnahme an dem Kurs ist auch für Bibelneulinge und digital Ungeübte möglich: Viele haben in den vergangenen Monaten Erfahrungen mit onlineKursen gemacht und wissen: Es geht ganz einfach! Der Kurs wird geleitet von

Bettina Bartels, Pfarrerin und Erwachsenenbildnerin in Affoltern. Anmelden kann man sich unter 044 761 60 15 oder bettina.bartels@ref-affoltern.ch. Die Teilnahme ist gratis. Um trotz digitaler Durchführung einen persönlichen Rahmen zu gewährleisten, ist die Teilnehmendenzahl pro Kurs auf 12 beschränkt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Wer keine Bibel hat, bekommt die Texte zugeschickt. Bettina Bartels Angesagt: «Barmherzigkeit»! Online-Kurs zur Jahreslosung 2021 am Donnerstag, 25. Februar, 18.30 bis 21 Uhr, oder am Samstag, 6. März, 9 bis 11.30 Uhr (inklusive Pausen). Anmeldung unter Telefon 044 761 60 15 oder per E-Mail an bettina.bartels@ref-affoltern.ch.


gesellschaftsliberal engagiert fachlich kompetent

ONLINE PUBLIKUMSVORTRAG PLASTISCHE CHIRURGIE VON DER REKONSTRUKTION ZUR ÄSTHETIK PD Dr. med. Mathias Tremp zeigt in seinem Vortrag das grosse Spektrum der Plastischen Chirurgie. Dieses reicht von den klassischen Schönheitsthemen bis hin zur Rekonstruktion. Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie Ihre Fragen durch unseren Experten beantworten. Datum und Uhrzeit: Montag, 23. Februar 2021, 18.30 – 19.30 Uhr Referent: PD Dr. Mathias Tremp, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

ROLF KUHN

Rechtsanwalt, lic. iur., LLM 1969, Mettmenstetten

Anmeldung: Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Bitte melden Sie sich online an unter www.andreasklinik.ch/veranstaltungen. Den Link zur Teilnahme erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung per E-Mail. AndreasKlinik Cham Zug, Rigistrasse 1, 6330 Cham

Danke Die Idee von Herrn Jörg Waldthaler, vom Restaurant Löwen in Bonstetten, mit den Take-Out-Menüs mit allen Zutaten für ein Gourmetessen am Valentinstag, war exzellent. So konnten wir diesen Tag genüsslich beenden. Wir danken der LöwenCrew für ihren herzlichen Service.

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Ein spezielles Jahr braucht ein spezielles Engagement: Für 2020 bekommt Zürich 100 Millionen extra.

Die Zürcher Kantonalbank schüttet jedes Jahr einen substanziellen Teil ihres Gewinns an den Kanton Zürich und seine Gemeinden aus. Dort wird das Geld so verwendet, dass es allen zugutekommt. Dieses Jahr sind es ganze 356 Millionen Franken. Für 2020 möchten wir uns aber noch stärker engagieren: Zusätzlich zahlen wir eine Corona-Sonderdividende von 100 Millionen Franken – und helfen damit, die Last der öffentlichen Hand in einem schwierigen Jahr zu begrenzen. Auch deshalb nennt man uns die nahe Bank. Mehr unter zkb.ch/gewinnausschuettung