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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 13 I 169. Jahrgang I Dienstag, 17. Februar 2015

Missbrauch? Rechte?

Baustart

In Aeugst lodern Rechtsstreite zwischen der Gemeinde und einem Einwohner. > Seite 3

Neue Migros für das Zentrum Oberdorf in Affoltern: Eröffnung im Herbst 2016. > Seite 3

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55 Kandidierende Kantonsratswahlen im Säuliamt: Hoher Frauenanteil, höchstes Durchschnittsalter. > Seite 7

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Motto «Zoo» Der Maschwander Maskenball findet am kommenden Samstag in der Turnhalle statt. > Seite 6

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«Made in Säuliamt» Verein Ämtlerchorb: Gemeinsame Vermarktung von Produkten aus dem Knonauer Amt. > Seite 9

Delegierte und Betriebskommission ziehen Konsequenzen aus aktueller Situation Delegierte des Zweckverbandes nehmen die Spital-Oberaufsichtspflicht ernst Delegierte und Betriebskommission des Spitals beauftragen einen Experten zur lückenlosen Untersuchung von Geschäftsfällen der Jahre ab 2012. Eingesetzt wird eine Arbeitsgruppe, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Zudem soll auch die Betriebskommission erneuert werden. Delegierte und Betriebskommission des Spitals Affoltern haben unterschiedliche Vorstellungen über die Arbeitsweise der beiden Gremien. Die Delegierten sind mehrheitlich unzufrieden mit der strategischen Führung, was in jüngster Zeit in Rückzügen von Anträgen an der Delegiertenversammlung (DV) oder Rekursen gipfelte. Vor diesem Hintergrund und nicht zuletzt veranlasst durch den Bericht des Gemeindeamtes zur Ver-

pflichtungskreditkontolle trafen sich die Delegierten und die Mitglieder der Betriebskommission (BK) zu einer Aussprache. Resultate dieses Treffens sind ein Auftrag zur Untersuchung von Geschäftsfällen der Jahre ab 2012, die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, um die Zusammenarbeit zu verbessern, und die Einleitung der personellen Erneuerung der BK. Ziel der Zusammenkunft vom vergangenen 10. Februar war, die Zusammenarbeit der beiden Organe auf eine tragfähige Basis zu stellen. Die BK anerkennt, dass in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht wurden. So hat sie bei der Freigabe von Investitionen ihre Kompetenzen überschritten, Kreditüberschreitungen nicht der DV vorgelegt und Anträge nicht mit einer Vorlage dem Stimmvolk unterbreitet. Diese Beanstandungen haben eine Geschichte, wie das Gemeindeamt, das bis in

das Jahr 2006 die Verpflichtungskredite auf die Vereinbarkeit prüfte, festhält («Anzeiger» vom 20. Januar 2015). Ein Grund dafür wird in den diversen Personalwechseln in der Spitalführung gesehen, welche zu einem erheblichen Know-how-Verlust geführt haben. Im Ergebnis resultiert ein Vertrauensdefizit zwischen BK und DV. Beide Organe wissen um den dringenden Handlungsbedarf.

Delegierte und BK leiten eine umfassende Untersuchung ein Ohne Bereinigung der Vergangenheit wird das Vertrauensdefizit nicht beseitigt werden können. Das ist beiden Gremien klar. Deshalb werden sie gemeinsam einen externen Experten mit der Aufarbeitung der wesentlichsten Versäumnisse der vergangenen Jahre beauftragen. Ziel des abzulie-

fernden Berichtes wird es sein, die Grundlagen für die Genehmigung der Jahresrechnungen 2012, 2013 und 2014 zu liefern. Die Delegierten haben das Rücktrittsgesuch von BK-Präsidenten Walter Ess zustimmend zur Kenntnis genommen. Von seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin erhoffen sich die Delegieren den zügigen Aufbau eines funktionierenden BK-Teams. Die Delegierten beabsichtigen, die BK sukzessive zu erneuern und haben im Hinblick darauf von einer Mehrheit der BK-Mitglieder signalisiert erhalten, dass diese ihre Ämter zu gegebener Zeit zur Verfügung stellen werden.

Nicht auf die lange Bank schieben Der Weg in eine gedeihliche Zukunft des Spitals führt einzig über eine gute Zusammenarbeit zwischen BK und Delegierten. Vereinbart wurde deshalb

ein institutionalisierter Austausch. Die BK und die Spitalleitung sollen regelmässig über kommende Geschäfte, die Finanzen, personelle Fragen und die Entwicklung der Strategie informieren und mit den Delegierten diskutieren. Dafür haben die Delegierten einen Ausschuss eingesetzt, bestehend aus Susanne Leuenberger (Affoltern), Priska Metzger (Stallikon), Peter Hoppler (Aeugst), Christoph Kobel (Obfelden) und Frank Rutishauser (Bonstetten). Dringender Handlungsbedarf wird nicht nur bei der personellen Erneuerung, der strategischen Ausrichtung und der finanziellen Führung des Spitals, sondern auch im Informationsverhalten des Spitals gegenüber der Öffentlichkeit erkannt. So wird über das Vorgehen bezüglich des Referendums zum Beschluss über das OVAAreal in Kürze informiert. Erste Resultate werden im April erwartet. (pd.) anzeigen

Interessante Standpunkte Anlässlich einer Wahlveranstaltung der SP referierten am Freitagabend im Mettmenstetten Staatsrechtler Rainer J. Schweizer und SP-Nationalrat Martin Naef über die Frage «Demokratie und Rechtsstaat – ein Widerspruch?». Anhand von 15 Beispielen aus den letzten Jahren belegte Schweizer, wie der Bundesrat aber auch das Parlament und die Bundesverwaltung durch ihr Handeln oder Nichthandeln gegen die Verfassung oder gegen Bundesgerichtsurteile verstossen haben. Schweizer bemängelte zudem die fehlende Gewaltentrennung von Politik und Rechtssprechung. Jurist Naef, der sich selber als «Verfassungspatriot» bezeichnete, stimmte den von Schweizer zitierten Missständen voll und ganz zu. Er lokalisierte die Ursache des Übels im fehlenden Mut der Politiker, die sich inzwischen in einem Dauerwahlkampf befänden. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Lynn Tscharner (rechts) und Mitarbeiterin Cornelia Vollenweider: Kostüme und Utensilien für die Fasnacht. Der Kundenkreis erstreckt sich über den Bezirk hinaus. (Bild Werner Schneiter)

Wo sich die Narrenschaft für die 5. Jahreszeit ausrüsten kann Lynn Tscharner vermietet seit 48 Jahren Fasnachtskostüme Fertig Fasnacht, heisst es morgen am Aschermittwoch in katholischen Landen. Im Säuliamt hingegen steht das grosse Fasnachtswochenende bevor. Die Narrenschaft rüstet sich für die tollen Tage. Ausgerüstet wird sie bei

Lynn Tscharner in Dachlissen-Mettmenstetten, die seit rund 48 Jahren Fasnachtskostüme und -utensilien vermietet beziehungswerse verkauft – und eine reichhaltige Auswahl zu bieten hat. Vom Dirndl bis zum Burgfräu-

lein-Outfit, von der grimmigen Maske bis zur Schminke. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Listenfüller und Zugpferde Auf den Wahllisten stellen die meisten der etablierten Parteien sechs Personen zur Auswahl. Von den 55 Kandidierenden haben jedoch lediglich sechs eine Chance, ins Rathaus am Zürcher Limmatquai einziehen zu können. Der «Anzeiger» sprach mit den auf den hintersten Listenplätzen platzierten Bewerberinnen und Bewerbern. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 7

200 08 9 771661 391004


Friedhof Affoltern am Albis Grabräumung Die Ruhefrist für die • Urnengräber

Nrn. 363 – 375 (Bestattungsjahr 1994) • Erdgräber Nrn. 163 – 180 (Bestattungsjahr 1994) • Gemeinschaftsgrab Nrn. 10 – 12 (Bestattungsjahr 1994) ist abgelaufen. Diese Grabfelder werden im Frühling 2015 aufgehoben. Angehörige der verstorbenen Personen erhalten die Möglichkeit, Grabsteine und Bepflanzungen bis spätestens 30. April 2015 wegzuräumen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Gemeinde Affoltern am Albis über die verbliebenen Grabdenkmäler und Bepflanzungen verfügen und die Abräumung auf Kosten der Gemeinde veranlassen. Bestattungsamt Affoltern am Albis

reformierte kirche bonstetten Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung vom 8. Februar 2015 Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten haben am Sonntag, 8. Februar 2015, 11.00 Uhr, folgende Beschlüsse gefasst: 1. Traktandum Der Antrag der reformierten Kirchenpflege betreffend Schaffung einer 50-%-Diakoniestelle wird genehmigt. 2. Traktandum – Konsultativabstimmung betreffend Nachtruhe für die Kirchenglocken 1) Mit grosser Mehrheit lehnen die Stimmberechtigten den Antrag betreffend Verschiebung des Morgengeläutes von 06.00 Uhr auf 07.00 Uhr ab. 2) Mit grosser Mehrheit lehnen die Stimmberechtigten den Antrag betreffend Abstellung des Stundengeläutes zwischen 22.00 Uhr und 07.00 Uhr ab. 3) Mit grosser Mehrheit lehnen die Stimmberechtigten den Antrag betreffend schalldämpfenden Massnahmen ab. Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Im Übrigen kann gegen diese Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- und Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Ein Rekurs gegen die Richtigkeit des Protokolls muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, eingereicht werden (gemäss § 54 des Gemeindegesetzes). Das Protokoll liegt für die Stimmberechtigten auf der Gemeindeverwaltung, am Rainli 2, 8906 Bonstetten auf. Bonstetten, 17. Februar 2015 Reformierte Kirchenpflege Bonstetten

Und meine Seele spannte ihre Flügel aus.

Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018

TO D E S A N Z E I G E

Für die aus der Primarschulpflege zurücktretende Meister Caroline ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2014 bis 2018 zu wählen. In Anwendung von Artikel 7 der Gemeindeordnung der Primarschulgemeinde Ottenbach sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am 30. März 2015 Wahlvorschläge beim Gemeinderat, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach, einzureichen.

Hallau, im Februar 2015 Liebes Vreni, liebes Mami und Grossmami Nach kurzer, schwerer Krankheit bist Du verstorben. Traurig, aber dankbar, nehmen wir Abschied von Dir. Du lebst in unseren Herzen weiter.

Vreni Halder-Zollinger 25. Oktober 1928 – 10. Februar 2015

Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden.

Wir vermissen Dich: Otto Halder Hans-Jakob und Cecile Halder Barbara und Fabian Dorothée Halder Nora Anne-Gret Halder und Lalith Perera Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 25. Februar 2015, um 10.30 Uhr auf dem Friedhof Rehalp, Forchstrasse 384, Zürich, statt. Anschliessend treffen wir uns zur Abdankung in der Friedhofskapelle Enzenbühl.

Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden.

Anstelle von Blumen gedenken Sie bitte der Vogelwarte Sempach, Postkonto 60-2316-1. Traueradresse: Dorothée Halder, Glärnischstrasse 22, 8820 Wädenswil

Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

HERZLICHEN DANK

Der Gemeinderat erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird am 14. Juni 2015 eine Urnenwahl mit leeren Wahlzetteln durchgeführt.

allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Papi, Opi, Schwiegervater, Bruder und Freund

Eugen Stähli

Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindekanzlei, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach erhältlich.

4. Mai 1941 – 17. Januar 2015

erfahren durften.

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Danke für die tröstenden Worte, geschrieben oder gesprochen. Danke für die Umarmungen, wenn Worte fehlten. Danke für die vielen Blumen, die Spenden für späteren Grabschmuck und heiligen Messen. Danke Pfarrer Andreas Fritz für die persönliche und feierliche Trauerfeier. Danke allen, die etwas zu dieser Feier beigetragen haben. Danke der Organistin und Jakob Geissbühler für die musikalische Begleitung. Danke dem Turnverein, den Veteranen und den Eidg. Veteranen für den letzten Fahnengruss. Danke für die grosszügigen Zuwendungen an das Projekt Palliative Care, Spital Affoltern. Danke allen, die Geni im Leben mit Liebe und Freundlichkeit begegnet sind.

Ottenbach, 17. Februar 2015 Gemeinderat Ottenbach

Im Februar 2015

HERZLICHEN DANK

Die Trauerfamilie

allen, die meinem geliebten Mann, unserem fürsorglichen Vater, Opi, Uropi und Bruder

Hans Jakob Spinner

RINGRAZIAMO

die letzte Ehre erwiesen haben. Wir sind immer noch tief berührt von den unzähligen Zeichen von Mitgefühl, sei es durch Karten, tröstende Worte, stille Umarmungen oder Blumen und Geldspenden. Die grosse Anteilnahme zeigt uns, dass Hans Jakob sehr geschätzt und geliebt wurde. Auch wenn er von uns gegangen ist, wird er in unseren Herzen weiterleben. Speziell danken möchten wir dem Ärzteteam und Pflegepersonal auf der Intensivstation im Spital Triemli, die Hans Jakob mit grossem Engagement die bestmögliche medizinische Hilfe zukommen liessen. Vielen Dank ebenfalls dem Spital Affoltern. Ein ganz besonderer Dank gebührt auch Frau Pfarrerin Stephan. Sie hat uns in dieser schweren Zeit des Abschieds mit ihrem offenen, einfühlsamen Gespräch unterstützt. Herzlichen Dank für die liebevolle und eindrückliche Gestaltung der Trauerfeier. Aeugst am Albis, im Februar 2015

Die Trauerfamilie

parenti e amici per la partecipazione alla perdita di mio figlio

Toni Dondiego La messa si terrà il 22 Febbraio ad Affoltern am Albis alle ore 11.00.

Fam. Dondiego


Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Februar 2015

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Missbrauch oder Nutzung verbriefter Rechte? In Aeugst lodern seit Jahren zahlreiche Rechtsstreite zwischen der Gemeinde und einem ihrer Einwohner

Der Parkplatz links befindet sich zum Teil auf Gemeindeland und würde nach dem Bau des von der Gemeindeversammlung bewilligten Neubaus der Dorfstrasse 37 (rechts) wegfallen. (Bilder sals)

2011 sagte die Aeugster Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit Ja zum Bau eines Gemeinschaftsplatzes, einer Kinderkrippe und fünf Sozialwohnungen. Die Umsetzung des Vorhabens wird jedoch von zahlreichen Einsprachen verhindert. ................................................... von salomon schneider In der Schweiz werden Beschwerdeund Rekursmöglichkeiten rege genutzt. Allein das Bundesverwaltungsgericht, das in 70 Prozent der Fälle in letzter Instanz entscheidet, fällt jährlich rund 8000 Entscheide – was 3,4 Entscheiden pro Schweizer Gemeinde oder einem Entscheid pro 1000 Einwohner entspricht. Bei Streitigkeiten ist oft der lokale Friedensrichter die erste Instanz. Wenn eine Partei den Streit weiterzieht, folgen das Bezirksgericht, die kantonalen Gerichtsinstanzen, bis der

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Streit schliesslich auf der Bundesebene landen kann. Geschickte Verfahrenstechniker klagen voneinander abhängige Verfahren bei verschiedenen Instanzen ein. Damit bleibt immer ein Verfahren sistiert (unterbrochen), bis die andere Instanz entschieden hat – so verfliesst viel Zeit.

Verhindern oder um Jahre hinauszögern Ein solcher Fall beschäftigt seit dem Jahr 2011 die Gemeinde Aeugst. In einer Zukunftswerkstatt erarbeiteten Einwohner und Behördenmitglieder gemeinsame Ziele für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Ganz oben auf der Liste der dringendsten Bedürfnisse standen ein Gemeinschaftsplatz, eine Kinderkrippe und günstiger Wohnraum für Aeugster mit unterdurchschnittlichem Einkommen. Der Gemeinderat arbeitete daraufhin zwei Projekte aus, die beide auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Dorfstrasse 37 realisiert werden sollten. Am 8. Dezember 2011 bewil-

ligte die Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit den Gemeinschaftsplatz und den Neubau der Liegenschaft mit einer Kinderkrippe und fünf günstigen Wohnungen.

Rechtsinstanzen weisen alle Einsprachen zurück Seither findet ein Rechtsstreit auf drei verschiedenen Ebenen statt, und es ist noch kein Ende in Sicht. «Die Beschwerden gegen das Vorhaben wurden seither von allen Instanzen abgelehnt – vom Bezirksrat, von der Baudirektion und vom Verwaltungsgericht», erklärt der Aeugster Gemeindepräsident Ruedi Müller. Der Rekursführer, Hans Schüep, der auch die Besitzer der Dorfstrasse 35 vertritt, war dem «Anzeiger» gegenüber zu einem Gespräch bereit, wollte jedoch nicht wörtlich zitiert werden. Der Gemeinderat habe während des gesamten Prozesses nicht fair gespielt und sei auf seinen Positionen festgefahren, meinte er.

Konkret geht es in den noch hängigen Verfahren um die Erschliessung der Dorfstrasse 35. Die Baudirektion stellte als Bedingung für die Baubewilligung, dass die Erschliessung der Gebäude «zu klären und rechtlich zu sichern» sei. Die Erschliessung der Dorfstrasse 35 führt sowohl vor als auch hinter dem Haus über Land der Gemeinde. Auf der Seite der Dorfstrasse konnte früher ein Bewohner der Dorfstrasse 35 parkieren – hier würde aber der Tiefgarageneingang des neuen Gebäudes zu liegen kommen. Der Bewohner der Dorfstrasse 35 besitze einen Flügel (Klavier), der nur über diese Seite des Hauses zur Revision gebracht werden könne. Deshalb sei diese Zufahrt von der Gemeinde unbedingt sicherzustellen. Zudem sei die Zufahrt über die stark befahrene Werkhofzufahrt nicht zumutbar, erklärte Hans Schüep gegenüber dem «Anzeiger». Die Gemeinde Aeugst stellt zwei Werkdienstarbeiter an. Die Zürcher Baudirektion lehnte den Rekurs ab, da die Erschliessung

Neue Migros für Zentrum Oberdorf: Eröffnung im Herbst 2016 Nun haben in Affoltern die Bauarbeiten begonnen Die Bauarbeiten zum neuen Gebäude mit neuer Migros-Filiale in Affoltern am Albis haben kürzlich begonnen. Die Eröffnung ist auf September 2016 geplant. Nebst einer modernen Migros wird es auch Wohnungen und Büroräumlichkeiten geben. Die bisherige Migros bleibt während der ganzen Umbauzeit geöffnet. – Die Migros Zürich plant auf

dem rund 60 Meter vom bisherigen Standort entfernten Gelände (Richtung Jonenbach, heute mit Aussenparkplätzen) ein städtebaulich differenziertes 5-stöckiges Gebäude. Die ersten Bauarbeiten dazu haben Ende Januar begonnen. Für die Bauarbeiten im Zentrum Oberdorf sind gegen 20 Monate veranschlagt. Die Eröffnung der neuen, modernen Migros-Filiale im Erdgeschoss ist im September 2016

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die bisherige Migros-Filiale geöffnet. Oberhalb der modernen Migros-Filiale werden ab Oktober 2016 insgesamt 31 Zweieinhalb- bis ViereinhalbZimmer-Mietwohnungen sowie 1000 m² Gewerbefläche verfügbar. Informationen dazu sind ab Sommer 2015 bei der Immobilienabteilung der Migros Zürich (Tel. 044 278 54 33) erhältlich. Ausserdem wird das Gebäude über eine Tiefgarage mit 168 Parkplätzen verfügen, wobei der Grossteil von der Kundschaft genutzt werden kann. (pd) anzeige

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Die Zürcher Baudirektion hat entschieden, dass die Erschliessung der Dorfstrasse 35 mit Parkplätzen (links) und der Einfahrt in die Dorfstrasse gewährleistet ist – beide befinden sich auf Gemeindeland.

Die neue Migros-Filiale sowie Wohnungen. (Visualisierung zvg.)

über die Zufahrt zum Werkgebäude mehr als genügend sei – und hielt zudem fest, dass die Gemeinde, mangels eines entsprechenden Grundbucheintrags, keinerlei Verpflichtung habe, das Parkieren auf der Seite der Dorfstrasse 37 zu gewährleisten.

Bis zum bitteren Ende gerichtlich vorgehen Auf die Frage, welches Entgegenkommen die Rekurrierenden minimal von der Gemeinde erwarteten, um ihre Einsprachen zurückzuziehen, meinte Hans Schüep, die Situation sei festgefahren, und es gebe keine Möglichkeiten mehr für aussergerichtliche Lösungen. Wie lange der Rechtsstreit noch dauern wird, ist deshalb nicht abzusehen. Gemeindepräsident Ruedi Müller stimmt die Vorgehensweise der Rekurrierenden nachdenklich: «Neben den hohen Verfahrenskosten, welche die Gemeinschaft zu tragen hat, gibt es bis auf weiteres keine Kinderkrippe, keinen Gemeinschaftsplatz und keine Sozialwohnungen in Aeugst.»

wir gratulieren Zum 93. Geburtstag Am Donnerstag, 19. Februar, feiert Meta Thiemt-Rutz an der Zugerstrasse 19 in Hausen ihren 93. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin weiterhin gute Gesundheit, einen frohen Festtag und viel Gfreuts.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiert Zita Rossi-Hauser morgen Mittwoch, 18. Februar, ihren 80. Geburtstag. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich und wünschen der Jubilarin ein schönes Geburtstagsfest. Am Donnerstag, 19. Februar, feiert Hansruedi Hürlimann in Stallikon seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren dem Jubilaren herzlich zu diesem Fest, verbunden mit den besten Wünschen fürs neue Lebensjahr.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Februar 2015

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«Die Missachtung des Rechtsstaates gehört in Bern zur Tagesordnung» Staatsrechtler Rainer J. Schweizer und SP-Nationalrat Martin Naef referierten im «Rössli» in Mettmenstetten

Rainer J. Schweizer (links) und Martin Naef referierten am Freitag im «Rössli» zur Frage «Demokratie und Rechtsstaat – ein Widerspruch?». Dazwischen Gesprächsleiterin Renate Forster. (Bild Martin Platter)

Die beiden Juristen Rainer J. Schweizer und Martin Naef waren sich am Freitag anlässlich eines «Roten Apéros» der SP Mettmenstetten einig: Der Rechtsstaat wird zunehmend missachtet – von der Politik, der Verwaltung und mit demokratischen Entscheiden. Der Ruf nach einer Verfassungsgerichtsbarkeit wurde geäussert. ................................................... von martin platter Es ist der Hartnäckigkeit von SP-Aktuarin Franziska Sykora zu verdanken, dass der renommierte Staatsrechtler Rainer J. Schweizer (FDP) in Mettmenstetten zur Frage «Demokratie und Rechtsstaat – ein Widerspruch?» referierte. Schweizers Beobachtungen und Thesen, die er äusserte, fielen wenig schmeichelhaft für die Landesregierung aus. Anhand von zahlreichen Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit (Minarett-Initiative, Verwahrungs-Initiative, Zweitwohnungs-Initiative, lebenslanges Berufsverbot für Pädophile), belegte der Staatsrechtler, wie sich die Verwaltung und das Parlament in Bern um die Grundrechte in der Verfassung (Religionsfreiheit, Diskriminierungsverbot) foutierten und in deren Windschatten auch das Stimmvolk. Bundesgerichtsurteile würden ignoriert, ebenso wie die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen. So gebe es keine Verfassungsgrundlage, dass beispielsweise das Grenzwachtkorps als Bundespolizei amte, wie das derzeit aber der Fall sei. «Die Kantone dürfen dem Bund nicht ihre Polizeiaufgaben übertragen, ohne dass es dazu eine Volksbefragung gegeben hat», erklärte Schweizer. Er monierte die mangelhafte Gewaltentrennung zwischen Politik und Rechtspre-

chung, welche die Autorität der Gerichte und auch deren Legitimation untergrabe. Mit politischem Druck versuche man auf die Zusammensetzung von Richtergremien und deren Rechtsprechung Einfluss zu nehmen – obschon die Verfassung eine klare Gewaltentrennung zwischen Legislative und Judikative vorsehe.

Verlust von Ethik und Verantwortung Schweizer ortete einen «wachsenden Verlust von ethischer und sozialer Verantwortung». Seine Kritik richtete er explizit an den Berner Politbetrieb und die Bundesverwaltung: «In den Gemeinden und Kantonen funktioniert die Kontrolle durch das Volk noch immer gut. Aber auf Bundesebene eben nicht mehr. Weil aber dort 75 Prozent der wichtigen Entscheide gefällt werden, hat das Auswirkungen auf alle und ist eine Katastrophe für die Demokratie.» In seiner Replik stimmte Martin Naef den Ausführungen Schweizers voll und ganz zu. Er bezeichnete sich selber als «Verfassungspatriot» und ergänzte: «Es gibt in den letzten Jahren eine Zunahme der Volksinitiativen. Damit einher gehe eine Zunahme der Umsetzungsprobleme, weil manche Initiativen mit den Grundrechten kollidieren.» Die totale Überhöhung der Demokratie und des Volkswillens bei gleichzeitiger Ausblendung der Rechtsstaatlichkeit sei jedoch ein neues Phänomen, das mit der EWR-Abstimmung begonnen habe. Naef lokalisierte den Grund in der Misere beim fehlenden Mut und dem Egoismus der Protagonisten. Das sei auch daran zu erkennen, dass es zu Vorlagen in der Bundespolitik praktisch keine quantitativ grossen Mehrheiten mehr gebe. Es herrsche Dauerwahlkampf unter den Politikern und Parteien, oft basierend auf inhaltlosen Schlagworten, den die Medien mit ihrer zunehmenden Hastigkeit und Oberflächlichkeit noch akzentuierten.

Als Beispiel nannte er die Neue Zürcher Zeitung, die ihre einstige publizistische Vielseitigkeit zugunsten der Beliebigkeit aufgegeben habe.

Fehlender Mut der Politiker Die Politiker wagten es nicht mehr, eine verfassungswidrige Initiative oder einen Volksentscheid öffentlich infrage zu stellen, geschweige denn, das ganze System zu hinterfragen. Naefs Geisselung gipfelte in der Feststellung: «Das Volk hat nicht immer recht!» Wie schädlich die Überhöhung der Demokratie sein könne, habe sich zwischen den Weltkriegen gezeigt, als Hitler an die Macht kam. Die Schweiz sei Teil eines Ganzen und könne sich dieser Rolle mit ihrem Alleingang nicht mehr länger entziehen. «Unsere Wirtschaft ist auf Gedeih und Verderb vom Ausland abhängig.» Mit welchen Folgen zeige sich derzeit am hohen Frankenkurs, der die Arbeitsplätze in der Schweiz gefährde. Naef sieht als Lösung den EU-Beitritt. Nur so könne bei wichtigen Entscheiden, die auch die Schweiz betreffe, mitgeredet werden. Auf die Frage von Gesprächsleiterin Renate Forster, was der Rechtsstaat bringe, antwortete Schweizer: «Der Rechtsstaat schützt vor Behördenwillkür.» Es brauche eine gegenseitige Kontrolle auch der höchsten Gremien, ergänzte Naef. In Ermangelung einer Schweizer Verfassungsgerichtsbarkeit habe bisher der europäische Menschenrechtsgerichtshof über die Beschlüsse und Urteile der Schweizer Regierung bzw. des Bundesgerichts gerichtet. Schweizer empfand es als Missstand, dass die Bundesversammlung über die Zulassung von Initiativen entscheidet. Auf kantonaler Ebene entscheidet das Bundesgericht, was die bessere Lösung sei. Man war sich einig, dass ein Verfassungsgericht die Lösung sein könnte, wenn man keine fremden Richter akzeptieren wolle.

kommentar

Eigenverantwortung ist gefragt! ................................................... von martin platter

K

ommt das gut, wenn am Freitag, den 13., auf Einladung der SP Mettmenstetten zwei Juristen über die Mängel im System der schweizerischen Staatsführung debattieren? Sagen wir es so: Es war ganz bestimmt nicht langweilig und eigentlich schade, dass dem hochkarätig besetzten Anlass nur gut ein Dutzend (Eid-)Genossen gefolgt ist. Die beiden Redner skizzierten ein bedenkliches rechtliches Sittenbild im Berner Politbetrieb. Wenn man bedenkt, dass das Gros der Bundespolitiker über eine juristische Ausbildung verfügt. Deshalb jedoch mit fliegenden Fahnen ausgerechnet in die EU eintreten zu wollen, wie das Nationalrat Martin Naef postuliert hat, erscheint dann aber doch reichlich naiv. Ausgerechnet in jene Staatengemeinschaft, die mit ihren Rechtsbrüchen eine Schuldenwirtschaft ermöglicht hat, deren Folgen für uns alle unabsehbar sind. Eine Schuldenwirtschaft, die das Über-die-Verhältnisse-Leben salonfähig gemacht hat, den Kleinsparer enteignet, die von der SP gehasste Finanzwirtschaft jedoch mit unzähligen Milliarden kostenfreiem Geld alimentiert und so Spekulantentum jeglicher Art Tür und Tor öffnet. Bei all ihren Unzulänglichkeiten bietet die Direkte Demokratie immerhin die Möglichkeit für jeden Schweizer Stimmbürger, korrigierend auf die hiesigen politische Entscheide und die Gesetzgebung einzuwirken. Davon ist

die EU weit entfernt. Allzu romantisch mutet Naefs Gedanke an, die Schweiz hätte innerhalb dieses Molochs ein gewichtiges Mitspracherecht. Wie mit Kleinstaaten in der EU verfahren wird, können wir seit Jahren am Beispiel Griechenlands beobachten. Wie sich die Rechtssicherheit gestaltet und was letztlich aus unseren Volksentscheiden wird, auch das hat das Schweizer Stimmvolk in der Hand. In diesem Jahr stehen wieder Wahlen an. Gefragt sind keine Volkstribune, Lobbyisten, Verhinderer und Selbstdarsteller, sondern visionäre Schaffer im Sinne des Ganzen, die den Mut haben, auch Kürzungen im Staatshaushalt und der überbordenden Bürokratie durchzusetzen. In diesem Punkt hatte Martin Naef nämlich recht: Wir sind auf Gedeih und Verderb vom Ausland abhängig. Es nützt uns nichts, die wirtschaftlichen Wunderknaben zu sein, wenn unsere Wirtschaft und der Tourismus wegen des starken Frankens den Bach runtergeht. Die Schweiz hatte in der Vergangenheit jedoch immer wieder mit derartigen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Ihrer Eigenständigkeit, um nicht zu sagen, ihrer Eigenwilligkeit und Flexibilität ist es zu verdanken, dass wir heute noch immer so gut dastehen. Ein Standard, der aber nicht einfach gottgegeben ist. Dazu müssen alle ihren Beitrag leisten. Frei nach dem Spruch des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern, was du für dein Land tun kannst!»


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Februar 2015

Wo das passende Kostüm für die tollen Tage zu finden ist Seit rund 48 Jahren verleiht Lynn Tscharner in Dachlissen-Mettmenstetten das passende Outfit für die Fasnacht Eingefleischte Fasnächtler und Partygängerinnen wissen, wo sie sich für die tollen Tage adäquat einkleiden können: bei Lynn Tscharner in Dachlissen-Mettmenstetten, die seit rund 48 Jahren Kostüme verleiht – nicht nur zur Fasnachtszeit. ................................................... von werner schneiter Besucherinnen und Besucher werden im überschaubaren Laden in Dachlissen von grimmig dreinschauenden Figuren empfangen. Den Kontrast bilden die farbenprächtigen Kostüme, die herzigen Dirndl und andere Kleidungsstücke, die den Körper nicht zur Hälfte bedecken. Es ist eine riesige Auswahl – nicht nur an fantasievollen Gewändern. Närrinnen und Narren finden natürlich auch die passende Schminke, Perücken, Glittersprays, falsche Zähne, spitze Ohren, Brillen, Hüte und andere Utensilien: Tausende von Dingern, die zur fünften Jahreszeit gehören. Morgen, am Aschermittwoch, ist die närrische Zeit in den katholischen Landen zwar vorbei, aber nun beginnt sie hierzulande. Der Kundenkreis zeigt, dass die Narren aus den Fasnachtshochburgen im Freiamt oder aus dem Luzernischen noch keineswegs müde sind. Sie kommt von Muri, Wohlen, von Vitznau und vom Rorschacherberg nach Dachlissen.

Im Dirndl an die Fasnacht Lynn Tscharner und ihre Mitarbeiterin Cornelia Vollenweider haben dieser Tage besonders viel zu tun. «Haben Sie kurzfristig noch ein Kostüm?», fragt der junge Mann am Telefon. «Ja, etwa 4000», lautet die Antwort, die den Fasnächtler verblüffen mag. Er hat die Qual der Wahl. «Es ist schon möglich, dass jemand, der als Clown an die Fasnacht will, unseren Laden mit einem

Bieten Tausende von Outfits, die zur fünften Jahreszeit gehören: Lynn Tscharner (rechts) und Mitarbeiterin Cornelia Vollenweider. (Bild Werner Schneiter) Affenkostüm verlässt», sagt Lynn Tscharner, die zudem einige Exklusivitäten führt wie etwa die Seeländer Sennenchutteli, Kleider fürs Burgfräulein aus dem 19. Jahrhundert, RobinHood-Outfits, Jäger- und MusketierKleider. Mit einem Ausverkauf, bei dem 20 Prozent Rabatt gewährt wird, kann Lynn Tscharner jeweils ihr Sortiment erneuern. Was ist in diesem Jahr besonders gefragt? Ein Trend, sagt die Betreibe-

rin, sei nicht erkennbar. Tier-, Märchen- und Schottenkostüme sind besonders beliebt – mehr und mehr auch Dirndl. «Wir legen sehr grossen wert auf Beratung; Fasnächtler wollen sich ja auch wohlfühlen in den Outfits», hält Lynn Tscharner fest. Weniger gefragt als in früheren Jahren sind Masken, und dass sich Närrinnen und Narren auch immer weniger schminken, findet Lynn Tscharner ebenso schade. Bockabende,

Beizenfasnachten und Bälle mit Maskenprämierungen sind weitgehend verschwunden. Und zudem gibts an Maskenbällen auch kaum eine Altersdurchmischung. Es sind Junge und ganz Junge, die sich ins Getümmel stürzen.

«Ich hänge an diesem Zeugs» Und diese Getümmel beschränken sich nicht nur auf die Fasnachtszeit.

Wer sich für eine Privatparty, für die Hochzeit, fürs Theater, den Polterabend, Halloween, Ostern, als Chlaus oder Engel zur Weihnachtszeit einkleiden will, geht ebenfalls nach Dachlissen. Das auch in den kommenden Jahren, denn die vital wirkende Lynn Tscharner denkt auch mit 83 nicht ans Aufhören. «Es macht Spass und ich hänge an diesem Zeugs», sagt sie. Gute Nachrichten also für die holde Narrenschaft. – www.kostuemverkauf.ch

Motto «Zoo»: Tierische Verkleidung ist gefragt Der Maschwander Maskenball findet am kommenden Samstag in der Turnhalle statt Diesen Samstag, 21. Februar, findet in Maschwanden wieder der bekannte Maskenball statt. Das Motto heisst «Zoo». Das Fasnachts-OK und seine Helfer sind fleissig am Basteln, Einrichten

und Dekorieren, damit am Samstag die legendäre Fasnachtsparty steigen kann. Klein und fein, jedoch nicht mit weniger Herzblut organisiert, ist der Maschwander Maskenball ein Geheimtipp. Um 20 Uhr öffnet die Tür zur diesjährigen Fasnacht in der Turnhalle

Maschwanden. Dieses Jahr zum ersten Mal spielt im grossen Saal die Livemusik «Surprise Band». Das Trio mit der weiblichen Stimme wird für Stimmung sorgen. Dazu können die Besucher das Tanzbein schwingen oder einfach auf den Bänken sitzend zum Takt mitschaukeln. Wen man hier nicht alles trifft? Herr Elefant und Frau Giraffe? Wer vom Tanzen und Mitsingen Durst bekommen hat, lässt sich bequem ein Bier oder Mineral servieren. Zwischendurch lassen verschiedene Guggen fasnächtliche Klänge ertönen. Spätestens dann werden alle mit dem Fasnachtsvirus infiziert sein.

Vollmaskiert ist der Eintritt gratis

Fasnachtsstimmung in Maschwanden. (Archivbild)

Ein Abstecher in die Bar lohnt sich auf jeden Fall. In der Dschungelbar gibt es Musik vom DJ. Sollte dann jemand den Hunger spüren, sorgt das eingespielte Küchenteam für Abhilfe. Der Zwischenhalt in der Kafistube ist ein Muss. Im Raubtierhaus kann man sich vom Tanzen erholen und bei einem heissen Kaffee Energie aufladen. Wer keine Schminke zuhause hat, bekommt vom Schminkteam die passenden Farben ins Gesicht gezaubert. Vollmaskiert ist der Eintritt gratis. Zusätzlich besteht die Chance, an der Maskenprämierung um Mitternacht einen Zustupf fürs Portemonnaie zu

holen. Halbmasken zahlen fünf, alle anderen zehn Franken Eintritt. Reingelassen werden alle ab 16 Jahren (Ausweiskontrolle!) Auch die älteren Generationen fühlen sich in Maschwanden jeweils wohl und willkommen. Sei es in der gemütlichen Kafistube, wo man sich angenehm unterhalten kann, beim Tanz in der Halle oder in der Bar. Natürlich geht es mit der Surprise Band mit tanzen und feiern bis in die anzeige

frühen Morgenstunden weiter. Auch in der Kafistube wird noch lange gefestet. Und vor dem Nachhausegehen wird in der Bar nochmals vollgetankt. Wer sich dann gerne sicher nach Hause chauffieren lassen will, kann im Umkreis von zehn Kilometern vom Gratis-Heimbringservice Gebrauch machen. Fasnachts-OK Maskenball Maschwanden


Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Februar 2015

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Keine Chance und dennoch voll motiviert Die letztplatzierten Kantonsratskandidaten und -kandidatinnen der Parteien im Säuliamt Sie sind lediglich Listenfüller und werden mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gewählt. Trotzdem preisen sie ihre Vorzüge und lächeln von den farbigen «Wählt mich»-Plakaten. Auch wenn nur geringe Chancen bestehen gewählt zu werden, nehmen die meisten der Letztplatzierten ihre Kandidatur sehr ernst und würden die Wahl ohne zu zögern auch annehmen. ................................................... von martin mullis Bei Delegierten- und Parteiversammlungen sowie Sitzungen von Findungskommissionen ist die Ausgangslage bezüglich Nominierungen der Kantonsratskandidaten bei den allermeisten politischen Parteien bereits ziemlich eindeutig. Obwohl allen Parteiverantwortlichen völlig klar ist, dass lediglich eine, allerhöchstens zwei Personen gewählt werden, stellen die meisten Parteien den Wählerinnen und Wählern allein schon wegen der Listenstimmen, sechs mögliche Kandidaten zur Verfügung. Sofern die Listenfüller bekannte Namen tragen, können sie als Zugpferde dienen, vielfach ist eine Kandidatur auf den untersten Linien des Wahlzettels aber auch eine Station auf der sogenannten «Ochsentour», dem Marsch durch die Instanzen zu einer politischen Karriere. Fast alle der wenig bekannten und praktisch aussichtslosen Kandidatinnen und Kandidaten auf den hintersten Listenplätzen nehmen aber ihre Bewerbung ernst, engagieren sich und würden das Amt, falls sie wider allen Erwartungen gewählt würden, auch freudig annehmen. Dies versichert auch Mirjam Heinemann aus Obfelden, welche sich auf dem Wahlzettel der FDP Knonauer Amt auf der untersten Linie für ein Amt im Rathaus am Limmatquai in Zürich bewirbt. Als ehemalige Präsidentin der FDP Obfelden und Schulpflegerin ist sie politisch interessiert und sieht die Kandidatur als eine der Stationen, um in vier oder acht Jahren tatsächlich den Sprung in den Kantonsrat zu schaffen. Sie bezeichnet ihre finanziellen und zeitlichen Aufwendungen bezüglich des Wahlkampfes eher als gering. Ihre Nutzung sozialer Medien beschränkt sich auf Facebook.

An den kommenden Wahlveranstaltungen werde sie sich jedoch sicher beteiligen, versichert die einstige Primarlehrerin.

Die vorderen Listenplätze andern überlassen Roger Marti, auf dem letzten Platz des Wahlzettels der Grünliberalen zu finden, kandidiert bereits das zweite Mal für den Kantonsrat. Vor vier Jahren stand sein Name noch auf Platz zwei. Obwohl er damals sehr viele Stimmen erhalten hat, überlässt er die vorderen Plätze anderen Parteimitgliedern, insbesondere, weil er in Affoltern auch noch für ein Amt in der Schulpflege kandidiert. Der Telefontechniker und Fernsehjournalist sieht sich als Teamplayer und wird sich je nach Situation auch in späteren Jahren wieder als Kantonsratskandidat zur Verfügung stellen. In Sachen Wahlkampf für den Kantonsrat darf John Appenzeller von der SVP auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen, bewirbt er sich doch bereits zum vierten Mal für das Amt in der kantonalen Legislative. Der Transportunternehmer gehörte sechs Jahre dem kantonalen Parlament an und wurde danach nicht mehr gewählt. Er sieht sich jedoch auf der Wahlliste als eigentliches Zugpferd und glaubt, dass ihm seine Erfahrung grosse Vorteile bringt. Für seine Kandidatur wird er rund 1000 Franken und gut 20 Arbeitsstunden aufwenden. Seine Aktivitäten auf Twitter und Facebook wird er vor den Wahlen verstärken. Sein Motto für die Wahlen am 12. April lautet: «Du hast keine Chance, also packe sie!» Ebenfalls grosse Erfahrungen im Kantonsparlament hat Lisette MüllerJaag von der EVP. Die diplomierte Sozialarbeiterin aus Knonau vertrat ihre Partei während acht Jahren im Kantonsrat. Ihre Position auf dem Wahlzettel sieht sie nicht als Lückenfüller, sondern eher als Zugpferd, darf sie doch auf eine grosse Bekanntheit im Knonauer Amt zählen. Für sie ist der Wahlkampf gewissermassen auch ein Spiel, bei dem man sich bewusst sein muss, dass nicht alle gewinnen können. Selbstverständlich würde sie eine allfällige Wahl annehmen. Lisette Müller schliesst auch nicht aus, dass sie sich in den kommenden Jahren nochmals als Kantonsrätin bewerben wird.

Das Ausfüllen des Wahlzettels will wohlüberlegt sein. (Bild Martin Mullis) Die Freude am Politisieren als Motivation Gleichfalls auf eine Tätigkeit in einem Kantonsparlament zurückblicken kann Lilian Hurschler von den Grünen. Sie amtete während dreier Jahre im Zuger Kantonsrat. Im Kanton Zürich kandidiert die Schulleiterin im April 2015 zum zweiten Mal. Auf einen besseren Listenplatz hat sie zugunsten eines jüngeren Kandidaten bewusst verzichtet. Als Motivation für die Bewerbung nennt sie ihre Erfahrungen in Zug und ihre Freude am Politisieren. Selbstverständlich würde Lilian Hurschler eine Wahl mit Freude annehmen und kann sich vorstellen, dass sie sich auch in späteren Jahren wieder für ein politisches Amt zur Verfügung stellt. Zeitliches und finanzielles Engagement bezüglich der Wahl gehen jedoch nicht über die normalen Aufwendungen zugunsten der gesamten Partei hinaus. Sie wird sich soweit nötig an einem Podium beteiligen und selbstverständlich auf den Strassen

und am Bahnhof entsprechende Flyer verteilen. Vielleicht noch einen kleinen Touch aussichtsloser ist die Kandidatur Philipp Büchners von der CVP. Seine Partei hatte in den letzten Jahren noch nie einen Vertreter aus dem Knonauer Amt im Kantonsrat.

Wahlwerbung mit persönlichen Karten Für die CVP findet man auch nur drei Namen auf der Wahlliste, diese dafür jedoch doppelt. Der 21-jährige Philipp Büchner ist Mitglied der Schulpflege in Affoltern und studiert berufsbegleitend Kommunikation. In einem Teilzeitberuf arbeitet er als Logistiker im Gesundheitsbereich. Er sieht seine Kandidatur durchaus als eine weitere Station Richtung politischer Karriere. Seine Bewerbung als Kantonsrat nimmt er sehr ernst. Er wird auch im Bezirk Wahlwerbung in Form persönlicher Karten verteilen. Auch wenn er bei dem unwahrscheinlichen Fall einer Wahl sein Leben doch etwas anders gestalten müsste: Das Amt im

Zürcher Rathaus würde er mit grosser Freude annehmen. Ebenfalls auf der letzten Linie des Wahlzettels steht der Bezirkspräsident der SP, Roger Schmutz. Als grundsätzlich politisch interessierter Mensch – er ist auch Mitglied der Primarschulpflege Wettswil – stellt er sich erstmals für eine Wahl für das Kantonsparlament zur Verfügung. Der selbstständige Webdesigner sieht seine Kandidatur nicht als reiner Lückenfüller, sondern durchaus auch als einen weiteren Schritt für seine politische Karriere. Sein Einsatz für die Kantonsratswahlen wird sich jedoch auf die Aktivitäten der Partei beschränken. Natürlich ist er sich bewusst, dass die Chancen klein sind, das Amt annehmen würde er jedoch ohne zu zögern. Auch schliesst Roger Schmutz nicht aus, dass er in vier Jahren noch einmal antreten wird. Die Anstrengungen aller Kandidierenden sind beeindruckend, aber es wäre durchaus wünschenswert, wenn auch einmal ein Aussenseiter das Rennen im ersten Anlauf schaffen würde.

Ämtler Kandidierende für den Kantonsrat mit dem höchsten Durchschnittsalter Im Bezirk Affoltern treten 55 Frauen und Männer auf 10 Listen an – hoher Frauenanteil Im Bezirk Affoltern liegt das Durchschnittsalter der Kandidierenden für den Kantonsrat bei 50 Jahren. Das wird in keinem anderen Wahlkreis des Kantons erreicht. Mit einem Frauenanteil von 44 Prozent liegt das Säuliamt an zweiter Stelle.

Personen um einen der 180 Sitze im Kantonsrat, leicht mehr als 2011. Im Bezirk Affoltern treten 55 Frauen und Männer auf 10 Listen an – vier auf der Liste der Integralen Politik, die nur im Säuliamt in Aktion tritt.

Am 12. April 2015 werden im Kanton Zürich Regierung und Kantonsparlament neu bestellt. Im Rahmen der Auslosung von Listennummern wartet das Statistische Amt mit einer Erhebung auf. Demnach treten kantonsweit 13 Parteien/Gruppierungen zu den Wahlen an – gleichviele wie vor vier Jahren. Insgesamt bewerben sich 1734

Weil eine Mehrheit der Parteien ihre Listen mit jeweils drei Frauen und drei Männern besetzt, ist der weibliche Anteil in unserer Region überdurchschnittlich hoch: 44 Prozent – der zweithöchste Anteil hinter den Stadtzürcher Wahlkreisen 6 und 10. Kantonsweit liegt der Frauenanteil bei 36 Prozent, leicht höher als vor vier Jahren. Bei den Grünen, der AL und der

Nur in der Stadt Zürich ein höherer Frauenanteil

SP sind die Frauenanteile am höchsten. Am wenigsten Frauen bewerben sich bei den Piraten und bei den Jungsozialisten.

der Stadt Winterthur treten besonders viele Junge an. 23 Prozent der Kandidierenden sind noch keine 30 Jahre alt. Der Anteil der Bisherigen und jeanzeige

IP – eine Seniorenliste Auffallend ist, dass die Kandidierenden im Säuliamt das höchste Durchschnittsalter (50 Jahre) aller Zürcher Wahlkreise aufweisen. Dazu trägt die nur im Säuliamt antretende IP bei, deren Kandidierende ein Durchschnittsalter von 60 Jahren aufweisen. In den Bezirken Dietikon und Meilen sind es 49 Jahre, in der Stadt Winterthur 42 Jahre. Im hinteren Feld ist der Bezirk Affoltern beim Anteil der über 65-Jährigen (7 Prozent) und bei den unter 30-Jährigen (9 Prozent) zu finden. In

ner, die nicht mehr kandidieren, ist bei der SVP besonders gross (24 bzw. 19 Prozent), gefolgt von der SP (17/14 Prozent) und der FDP 11/17%). (-ter.)


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Forum

Dienstag, 17. Februar 2015

Neinsager, bitte Vorschläge und Ideen entwickeln!

Das Friedensrichteramt – ein Erfolgsmodell

Wie weiter im «Seewadel»?, «Anzeiger» vom 13. Februar.

Obfelden: Martin Heusser steht als Friedensrichter zur Wahl, «Forum»-Beitrag im «Anzeiger» vom 13. Februar.

Für zirka eine Viertelstunde hatte Affoltern im August 2012 eine unterschriftsreife, von der Gemeindeversammlung rechtsgültig verabschiedete und finanziell tragbare Lösung für den Ersatz des «Seewadel». Warum das zürcherische Gemeindegesetz erlaubt, mit nur einem Drittel der Stimmen eine bereits gefällte Entscheidung der Gemeindeversammlung im Nachhin-

ein an die Urne zu «zwingen», ist mir schleierhaft. Tatsache ist aber, dass seither leider genau das eingetreten ist, was zu befürchten war: Es herrscht grosse Ratlosigkeit, wie es nun weitergehen soll. Ich fordere darum alle Neinsager von 2012 auf, sich jetzt aktiv an den vom Gemeinderat geplanten Workshops zu beteiligen, Vorschläge und Ideen zu entwickeln, wenns sein muss halt eine Stiftung zu gründen, damit das neue Seewadel nicht von einer ka-

pitalistischen AG betrieben wird und konstruktiv mitzuarbeiten, damit wir im Bezirk mittelfristig eine gute und bezahlbare Lösung für den Ersatz des Seewadels finden! Durchgerostete Rohre hin oder her – an der GV vom August 2012 wurde uns von der Gegnerschaft der «Senevita-Lösung» mehrfach bestätigt, dass das Haus zum Seewadel problemlos noch fünf bis acht Jahre weiterbetrieben werden kann! Wir haben also Zeit bis 2020! Matthias Werner, Affoltern

Stopp der Händeschüttlerei in der Eucharistiefeier! Im katholischen Kirchengesangbuch auf Seite 113 stehts klein gedruckt: «Der Diakon bzw. der Priester kann die Gottesdienstteilnehmer einladen, sich gegenseitig ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung zu geben.» Dieser schlichte Hinweis aber birgt einigen Zündstoff, um nicht zu sagen Sprengstoff in sich, denn es gibt seit einigen Jahren Mitglieder von katholischen Pfarreien, die deswegen nicht mehr oder anderswo der Sonntagsmesse beiwohnen. Bezeichnenderweise wird dieses Thema von den Verantwortlichen tunlichst gemieden oder tabuisiert. Ja, es herrscht effektiv Pressezensur in unseren explizit katholischen Presseorganen wie dem zweiwöchentlich erscheinenden Pfarrblatt der Zürcher Katholiken, dem Forum oder dem Wochenblatt «Der Sonntag». Ja, wo liegt denn da überhaupt ein Problem? Wieder einmal

mehr in der Umsetzung dieses Zugeständnisses auf Seite 113 im Kirchengesangbuch! Sich versöhnen bedeutet offensichtlich automatisch: Die Hand reichen. Und so kommt es gegen Ende der Eucharistiefeier zu einer oft rund um sich greifenden Händeschüttelaktion und einer eigentlichen Unruhe, wenn vom Altarraum her die Aufforderung ertönt: «Geben Sie einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!» Kaum jemand fragt sich dabei, ob überhaupt ein Grund zur Versöhnung mit der Kirchenbanknachbarin besteht oder nicht, und offensichtlich ist es ja nur eine Minderheit von Gottesdienstteilnehmenden, die sich mit dieser obligatorischen «Handgreiflichkeit» bevormundet oder vereinnahmt fühlt wie ich!? Aber ist es nicht gerade die Kirche, die sich rühmt, Minderheiten ernst zu nehmen? Es gäbe noch

viele gute Gründe, dieses neuliche Gebaren im Zusammenhang mit dem Friedensgruss kritisch zu hinterfragen, und über Alternativen müsste man halt wohl oder übel reden, doch dazu bräuchte es Offenheit und Ehrlichkeit, auch Mut von Seiten unserer Seelsorger, die den Gottesdienst gestalten, meine ich. Kurz zusammengefasst: Das Problem ist nicht etwa die Infragestellung des Friedensgrusses an sich, dieser ging schon seit je zu Beginn der Eucharistiefeier vom Priester respektive von Christus aus zu den Gläubigen: Der Friede sei mit Euch, sondern das De-fakto-gezwungen-sein, die mir entgegengesteckte Hand meines Banknachbarn ergreifen zu müssen, denn wenn ich mich weigerte, so würde ich krass missverstanden, oder nicht? Xaver Mettler, Affoltern

Mehr als zwei Drittel aller Zivilstreitigkeiten werden auf Stufe Friedensrichter erledigt. Die Erledigungsquote der Friedensrichter aus dem Bezirk Affoltern ist im Kantonsvergleich überdurchschnittlich hoch. Die meisten, die vor den Friedensrichter treten (müssen), tun dies nicht besonders gerne und hoffen, es sei das einzige und letzte Mal. Nun stehen im Kanton Zürich erstmals seit der Einführung der eidgenössischen Zivilprozessordnung Erneuerungswahlen für die Friedensrichterämter bevor. Dies sind Gründe genug, um einen kurzen Blick auf das Amt und die Arbeit der Friedensrichter zu werfen. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Friedensrichter aus der Schweizer Rechtslandschaft nicht mehr wegzudenken. Für Scheidungen ist er zwar seit der Prozessreform 2011 nicht mehr zuständig. Bei Geldforderungen bis 100 000 Franken, bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten oder bei Streit unter Nachbarn muss jedoch ein obligatorischer Schlichtungsversuch durchgeführt werden, bevor die Parteien vor Gericht können. Die Aufgabe des Friedensrichters ist es, mit den Rechtssuchenden eine Einigung zu finden. Gelingt dies nicht, stellt er eine Klagebewilligung aus, mit der dann der Prozess vor Gericht weitergeführt werden kann. Bei geringen Streitsummen kann der Friedensrichter ausnahmsweise selber ein Urteil fällen oder den Parteien einen Urteilsvorschlag unterbreiten. Die Zahl der Schlichtungsverfah-

ren schwankt stark: Im Jahr 2010 waren die Friedensrichter für 9806 Fälle im Kanton Zürich bzw. für 272 Fälle im Bezirk Affoltern zuständig. Mit der Prozessreform 2011 ging die Zahl zurück und bewegt sich seither zwischen 8400 und 9100 Fällen im Kanton bzw. bei rund 200 Fällen im Bezirk. Die vierzehn Friedensrichterämter im Bezirk Affoltern konnten im Kantonsvergleich stets überdurchschnittlich viele Fälle schlichten. Während die Erledigungsquote im Kantonsdurchschnitt zwischen 63,5% und 66,9% liegt, wurden im Bezirk Affoltern zwischen 68,6% und 72,4% aller Fälle mit der Unterstützung der Friedensrichter endgültig und meist innert weniger als drei Monaten erledigt. Diese Zahlen zeigen, dass mehr als zwei Drittel aller Streitigkeiten auf Stufe Friedensrichter abgeschlossen werden können, zumal nur ein Teil der Verfahren mit Klagebewilligung tatsächlich vor Gericht weitergeführt wird. Die Friedensrichter gewährleisten den Rechtssuchenden demnach nicht nur einen unkomplizierten und kostengünstigen Erstzugang zur Justiz, sondern bringen auch für die Gerichte und letztlich die Steuerzahler eine Entlastung. Das Friedensrichteramt kann damit zu Recht als Erfolgsmodell bezeichnet werden. Am 8. März 2015 haben die Wähler die Möglichkeit, durch die Wahl kompetenter Friedensrichter in ihren Gemeinden weiterhin für gute Rahmenbedingungen bei der Streitschlichtung zu sorgen. Reto Aschwanden, Obfelden (Kandidat FDP für das Friedensrichteramt Obfelden)

Warum soll die Schweiz auf so bedeutende Steuereinnahmen verzichten? Zwei-Milliarden-Loch beim Bund, Leserbrief vom 10. Februar. Im Leserbrief fordert Hans Ulrich Meuter, die Bilateralen Verträge mit der EU müssten unbedingt aufrechterhalten werden und die Unternehmenssteuerreform III sei voranzutreiben. Nur so würden sich wieder internationale Firmen in der Schweiz ansiedeln und das Steuersubstrat und die Arbeitsplätze blieben erhalten. Worum geht es bei diesen zwei Dingen? Die Bilateralen Verträge bestehen aus den folgenden Abkommen zwischen der Schweiz und der EU: 1. Freizügigkeitsabkommen: das ist jenes Abkommen, welches EU-Bürgern und Schweizern gestattet, ihren Arbeitsplatz und Wohnsitz für sich und ihre Familienangehörigen innerhalb der EU und der Schweiz frei zu wählen, wenn sie am neuen Wohnort über einen Arbeitsvertrag oder einen selbstständigen Erwerb verfügen. Die kleine Schweiz mit ihren hohen Löhnen ist viel grösserem Zuwanderungsdruck ausgesetzt als die vergleichsweise riesige und ärmere EU. Ausländer aus anderen Teilen der Welt haben keine Rechte aus diesem Abkommen: Amerikaner, Inder und Chinesen dürfen unverändert nur im Rahmen winzig kleiner Kontingente in die Schweiz einwandern. Die Frage ist nun, ob wir für die souveräne Steuerung der Einwanderung gemäss unseren eigenen Bedürfnissen die übrigen bilateralen Verträge aufs Spiel setzen wollen, wie dies die EU androht. Indem Frau Bundespräsidentin Sommaruga die Wichtigkeit der Bilateralen Verträge betont, hat sie unsere Trumpfkarte verschenkt. 2. Abkommen über die gegenseiti-

ge Anerkennung von Konformitätsbewertungen: In der Schweiz und in der EU durchgeführte Konformitätsbewertungen werden gegenseitig anerkannt. Produkte, welche die als gleichwertig vereinbarten Anforderungen der Prüfstelle des einen Vertragstaates erfüllen, sind dadurch ohne Bewertung einer Prüfstelle des anderen Vertragstaates auf dessen Markt zugelassen. Dies führt zu geringeren Kosten und kürzeren Wartezeiten bei der Vermarktung. Unter den 10 wichtigsten Handelspartnern der Schweiz (Aussenhandelsbilanz ohne Edelmetalle und -steine, Zahlen von 2013) finden sich 7 Mitglieder der EU, zuoberst erwartungsgemäss Deutschland (mit ca. 30% unserer Importe und ca. 20% unserer Exporte). An 2. Stelle folgen aber schon die USA, und nach Italien und Frankreich an 5. Stelle China. 3. Abkommen über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens: Dieses ergänzt und erweitert den Geltungsbereich des im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) geschlossenen Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen. Es unterstellt namentlich auch die Beschaffungen von Bezirken und Gemeinden, Beschaffungen öffentlicher und privater Auftraggeber in den Sektoren Schienenverkehr, Gas- und Wärmeversorgung sowie Beschaffungen privater Unternehmen in den Sektoren Wasser-, Elektrizitäts- und Verkehrsversorgung den Regeln des öffentlichen Beschaffungswesens. Diese Beschaffungsregeln gelten einerseits ohnehin über die WTO. Ob aus der Unterstellung kleiner Gebietskörperschaften und sogar privater Auftraggeber unter diese Beschaffungsregeln zusätzliche Vorteile erwachsen, ist zumindest diskussions-

würdig. Kommt dazu, dass Schweizer Firmen z.B. in Italien oder Frankreich ungeachtet der Beschaffungsregeln kaum je den Zuschlag erhalten, wenn einheimische Angebote vorliegen. 4. Abkommen über den Landverkehr: Dieses Abkommen hat die Schweiz verpflichtet, die Basistunnels im Gotthard und Lötschberg zu bauen und 2,5 m breite Lastwagen mit 40 Tonnen Gesamtgewicht zuzulassen. Im Gegenzug darf die Schweiz eine Schwerverkehrsabgabe erheben. Die von der Schwerverkehrsabgabe erhoffte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schienen hat nicht stattgefunden, der alpenquerende Lastwagenverkehr bleibt stabil bei etwa 1,2 Mio. Fahrten im Jahr. Die EU wird sich hüten, gerade dieses Abkommen zu kündigen. 5. Abkommen über den Luftverkehr: Mit dem Luftverkehrsabkommen erhielten die Schweizer Luftverkehrsgesellschaften freien Zugang zu den Mitgliedsstaaten der EU. Allerdings war dies schon vor dem Abschluss dieses Vertrages so dank bilateralen Abkommen mit jedem einzelnen EU-Mitgliedstaat. 6. Abkommen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen: Das Agrarabkommen brachte die vollständige Liberalisierung des Handels mit Käse und einen Zollabbau bei zahlreichen anderen Agrarprodukten wie Früchten, Gemüse und Gartenbauprodukten, Trockenfleisch, Weinspezialitäten und Milchprodukten. Zudem wurden technische Handelshemmnisse im Agrarbereich abgebaut und der gegenseitige Schutz der Bezeichnungen von Weinen und Spirituosen gesichert. Die Schweizer Landwirtschaft hat sich heftig gegen dieses Abkommen

gewehrt. Wegen des Schutzes der Herkunftsbezeichnung dürfen die Winzer der Waadtländer Gemeinde Champagne ihren Weisswein nicht mehr wie früher unter der Bezeichnung «Vin de Champagne» vertreiben. Die Herkunftsbezeichnung «Champagne» ist der gleichnamigen französischen Region vorbehalten. 7. Rahmenabkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit (Forschungsabkommen): Dieses verpflichtet die Schweiz, einen finanziellen Beitrag an das Forschungsrahmenprogramm der EU zu leisten und gibt schweizerischen Institutionen und Unternehmungen die Möglichkeit, an allen Programmen und Aktionen dieses Forschungsrahmenprogramms als gleichberechtigte Partner teilzunehmen. Umgekehrt sind auch Forscher aus der EU berechtigt, sich an schweizerischen Projekten zu beteiligen. Behauptungen, dass die Schweiz bislang viel mehr in die europäische Forschung gezahlt hätte, als von dort in die Schweiz geflossen ist, sind nicht widerlegt worden. Die im europäischen Vergleich weit herausragende Qualität der Schweizer Hochschulen und ihre weltweite Vernetzung lässt sie auch ohne Abkommen als begehrte Forschungspartner erscheinen. Zwei dieser sieben Abkommen sind wichtiger als die anderen: das Freizügigkeitsabkommen, welches für die Schweiz je länger je kostspieligere Folgen hat, und das Landverkehrsabkommen, welches für die EU existenziell wichtig ist. Warum müssen nun alle diese bilateralen Abkommen unbedingt aufrechterhalten werden? Die Unternehmenssteuerreform III bewirkt keineswegs eine Sicherung oder gar Steigerung der Steuererträge und der Ar-

beitsplätze, sondern das genaue Gegenteil. Ich zitiere aus der NZZ vom 16. Juli 2014: «Die Privilegierung von Holding-, Verwaltungs- und gemischten Gesellschaften wird aufgehoben, da diese Steuerregime international als Steuerdumping gelten. Falls alle davon betroffenen Firmen wegziehen, gäbe es grosse Steuerausfälle – rund 3,6 Milliarden Franken beim Bund und 2 Milliarden bei den Kantonen ... Um attraktiv zu bleiben, werden viele Kantone ihre ordentlichen Gewinnsteuern senken ... Das EFD geht davon aus, dass die effektive durchschnittliche Gewinnsteuerbelastung gesamtschweizerisch von 22 auf 16 Prozent sinken wird. Die sich ergebenden Steuerausfälle schätzt das EFD auf 1,7 Milliarden Franken für die Kantone und 500 Millionen für den Bund.» Dem ist nichts anzufügen. Ausser nochmals die Frage: «Warum soll die Schweiz auf so bedeutende Steuereinnahmen verzichten? Hans Finsler, Gemeinderat Affoltern, SVP

Fuss verletzt Aufruf an Reiterin und Reiter. Dies ist ein Aufruf an die Reiterin und den Reiter, die uns am Freitag, 13. Februar, um 14.15 Uhr auf dem Ämtlerweg, oberhalb Bonstetten/Feldenmas passiert haben. Dabei hat das Pferd der Frau gescheut und trat meiner Frau auf den Fuss. Wie sich nachträglich herausstellte, wurden die Zehen verletzt, was einen Arztbesuch nötig machte. Bitte melden Sie sich unter Telefon 044 761 71 19. Fred Limacher, Affoltern


Gewerbe/Dienstleistungen

Keiner tut etwas

Zweimal Durchbruch

Buch-Tipp: Karen Duve schreibt über eine Menschheit, die sich selbst abschafft. > Seite 11

Bilder von Willy Winzenried sowie Steinskulpturen im Kloster Kappel. > Seite 14

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Ein Höhenflug Freeski: Luca Schuler meldet sich im französischen Val d’Isère eindrücklich zurück. > Seite 15

«Made in Säuliamt» wird zur Marke Mit dem Verein Ämtlerchorb ist die gemeinsame Vermarktung von Produkten aus dem Knonauer Amt möglich Am vergangenen Mittwoch wurde in Aeugst der Verein Ämtlerchorb gegründet. Das Ziel der Initiantinnen ist die gemeinsame Vermarktung von Säuliämter Produkten. Die Standortförderung unterstützt das Projekt und sieht Potenzial für eine starke Marke Säuliamt – die über den Bereich Lebensmittel hinaus ausstrahlen könnte.

Oberland sei durch organisches Wachstum eine starke Marke entstanden, «Züri Natürli». «Nach diesem Vorbild könnte sicher auch hier etwas aufgebaut werden», gab sich Marcel R. Streiff optimistisch.

Regionale Vermarktung kann über Lebensmittel hinausgehen

................................................... von salomon schneider Die Idee des Vereins Ämtlerchorb sei so einfach wie sinnvoll, erklärte Gründungspräsidentin Ruth Bieri an der Gründungsversammlung in Augst: «Im Säuliamt gibt es viele Hofläden, viele davon bieten nur wenige Produkte an. Wir wollen die verschiedenen Läden und verschiedenen Produkte zusammenführen.» Die Initiantinnen haben lange überlegt, ob sie einen eigenen Laden aufmachen, Gestelle in bestehenden Verkaufsgeschäften mieten oder durch gezielte Auftritte an Veranstaltungen zuerst einmal auf sich aufmerksam machen sollten. Schlussendlich entschieden sie sich für letzteres, da sie auch in den eigenen landwirtschaftlichen Betrieben selber stark gefordert sind.

Christa Winzeler und Ruth Bieri und Standortförderer Marcel R. Streiff präsentieren Produkte des Ämtlerchorbs. (Bild sals) Regional-Branding wird bereits erfolgreich praktiziert Vor der Vereinsgründung nahmen die Initiantinnen auch mit dem Standortförderer Marcel R. Streiff Kontakt auf. Dieser freut sich über die Initiative und sieht grosses Potenzial: «2009

wurde bereits ein Anlauf zu einem ähnlichen Projekt genommen. Es war angedacht, mit dem Schmetterling der Standortförderung Säuliämtler Produkte zu kennzeichnen und damit eine Marke ‹hergestellt im Säuliamt› zu kreieren. Das Projekt von 2009 könnte übernommen und mit dem

Projekt Ämtlerchorb zusammengeführt werden.» Die Standortförderung sei gerne bereit, Anschubhilfe zu leisten und beim Aufbau einer starken Marke zu helfen. Die Produktpalette der Hofläden im Säuliamt sei sehr breit und qualitativ hochwertig. Im Zürcher

Bei der regionalen Vermarktung könnte die Standortförderung eine koordinative Rolle spielen. Damit das Projekt eine reale Wachstumschance hat, braucht es aber zahlreiche Akteure, die sich zu einer Vereinigung zusammenschliessen, wie der Verein Ämtlerchorb. Holz könnte genauso gekennzeichnet werden wie Nahrungsmittel. Zudem wäre auch eine Tourismusförderung in diesem Sinne denkbar. Denn für einen grossen Teil der Stadtzürcher wäre das Säuliamt ein einfach zu erreichendes Naherholungsgebiet. Das Knonauer Amt ist, obwohl eine Wachstumsregion, immer noch einer der am wenigsten dicht besiedelten Bezirke des Kantons – mit rund 400 Einwohnern pro Quadratkilometer. Durch eine gezielte Markenstrategie kann zudem die Konkurrenz unter den verschiedenen Herstellern und Anbietern verringert werden, wenn damit überregional neue Kunden gewonnen werden oder Kunden ins Säuliamt gelockt werden können.

Start mit Qi Gong im Tessin

Spanische Weine: das Interesse nimmt stetig zu

Wanderprogramm von Susanna Bareth

Mü’s Vinothek in Affoltern lädt zur Verkostung

Susanna Bareth startet an Ostern ihr Wanderprogramm im Tessin. Die Wanderung «Drei Kulthügel» ist für Ostern geplant. Die Wandergruppe ist auf

Das Interesse der Weinliebhaber an Neuheiten hochwertiger Weine aus Spanien ist stetig am Wachsen. Aktuelle Trends im spanischen Weinbau und Neuentdeckungen zeigt Mü’s Vinothek eindrücklich am kommenden Wochenende. Erstmals besteht die Möglichkeit, zusätzlich zum gewohnten Freitag und Samstag, auch am Donnerstagabend die Weine zu verkosten. Ribera del Duero: Als Highlight darf sicher die erstmalige Präsentation des kapitalen Ribera del Duero «F» 2004 der Bodegas Avelino Vegas bezeichnet werden. Ein grandioses Beispiel, das den besonderen Charakter und Stellenwert der Ribera del Duero Weine widerspiegelt. Weinmacher José Manuel Corrales ist hier ein Meisterstück gelungen.

dem geschichtsträchtigen Monte Verità im Casa Gioja stationiert. Der Monte Verità war anfangs zwanzigstes Jahrhundert ein Ort für Aussteiger, Veganer und Künstler gewesen. Heute ist es weitgehend ein Schulungsort von der ETH in Zürich. Dieser Ort mitten im Wald hat aber immer noch eine besondere Ambiance. Wenn es regnet, bleibt die Wandergruppe an zwei Morgen im Casa Gioja mit Qi Gong, Bewegung und Meditation. Auch wird mit einem Feuer an dem keltischen Kraftort namens Valle del Silenzio Ostern gefeiert. (pd.) Infos und Wanderungen unter kraftorte-tessin.ch. Anmeldung bis Ende Februar bei Susanna Bareth,

Susanna Bareth. (Bild zvg.)

Telefon 044 760 17 07.

Majestätisch alte Rebstöcke Rioja: 100-jährige Tempranillo-Rebstöcke sind sehr selten geworden. Der 2008-er «Conde de Hervias» wird ausschliesslich aus Trauben so alter Weinstöcke gewonnen. Sein Pendant, der «Torre Conde Hervias» 2010, stammt zum grossen Teil ebenfalls von majestätisch alten Rebstöcken. Ein Rioja-Erlebnis der besonderen Art.

Weinmacher José Manuel Corrales, Bodegas Avelino Vegas. (Bild zvg.) Dazu kommen Weine aus den Regionen Cariñena, Costers del Segre, Jumilla, Somontano und der Dominio Valdepusa. Fazit: Es bietet sich Einblick in die spanische Weinvielfalt – und das ohne lange Anreise.

Spanien-Event am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Februar, 18 bis 20 Uhr sowie Samstag, 21. Februar, 10 bis 15 Uhr in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Tel. 044 776 31 15. Infos und Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 17. Februar 2015

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Theaterlager im Seleger Moor «Fahr.Werk.ö!» kommt im April ins Amt Diesen Frühling ist die rollende Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!» wieder einmal zu Gast im Seleger Moor. Rund 20 Kinder und Jugendliche werden dort in den Frühlingsferien mit vier Theaterprofis ein einmaliges Stück Theater entwickeln. Krimi? Märchen? Komödie? Science Fiction ...? Vieles ist möglich, denn die jungen Spielenden entwickeln einen grossen Teil des Stückes selber. Vorkenntnisse braucht es keine, dafür Lust und Neugierde! Das «Fahr.Werk.ö!» macht Landschaftstheater. Das Bühnenbild wird die wunderbare Parklandschaft im Seleger Moor sein. Auch Bewegung,

Tanz, Bilder für das Auge sind wichtige Elemente. Das Publikum wandert mit Stühlen und Bänken von Szene zu Szene, von Akt zu Akt. Kann sein, dass es auch mal regnet bei den Proben oder gar bei der Aufführung – auch das gehört zum Theater unter freiem Himmel! Offen steht das Projekt Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren. Die ganze Truppe wohnt, kocht und schläft in den Theaterwagen. Die Kosten für eine Theaterwoche inklusive Verpflegung und Übernachtung betragen 450 Franken. (pd.) Infos: www.fahrwerk-oe.ch / Tel. 079 444 02 83.

Der Konsum und seine Auswirkungen Aktion Brot zum Teilen im Oberamt Die Fastenzeit vom Aschermittwoch (dieses Jahr der 18. Februar) bis Ostern ist traditionell eine Zeit des sich Besinnens auf sich selber und das Sein in der Welt. Die ökumenische Kampagne der kirchlichen Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» nimmt dieses Jahr das Thema Ernährung auf mit dem Motto: «Weniger für uns. Genug für alle.» Im Fastenkalender 2015 werden Zusammenhänge zwischen unserem Konsum und den Auswirkungen auf Klimawandel und Armut in der Welt dargestellt.

Brot zum Teilen ist eine Aktion, welche Bäckereien in der Schweiz auch 2015 zur Sammel-Kampagne der kirchlichen Hilfswerke beitragen. Im Oberamt verkaufen die Volg-Filialen in Mettmenstetten, Rifferswil und Hausen, sowie die Bäckerei Pfyl in Hausen in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern eine ihrer Brotsorten mit Fähnchen gekennzeichnet mit einem Aufpreis von 50 Rappen. Dieser Mehrwert fliesst über «Brot für alle» und «Fastenopfer» in Projekte im Süden. Gruppe Welt Oberamt

«Les Solörs»: Jonas Knaus (Sohn von Kniri Knaus), Chris Eschmann, Philippe Balmer und Alexander Gsponer (v.l.). (Bild zvg.)

Typischer New Orleans Jazz «Les Solörs» spielen im «Hirschen», Wettswil Ein besonderes Highlight gibt es am Samstag, 21. Februar, im «Hirschen» Wettswil zu hören: Eine Gruppe junger Musiker, die sich dem typischen alten Jazz verschrieben haben, wie er heute noch in den Strassen von New Orleans gespielt wird. Eingängige Jazz-Melodien zum Mitsummen, gemischt mit einem Hauch von Blues. Les Solörs, phonetischer deutscher Ausdruck für die französische Bezeichnung der Solothurner,

sind eigentlich keine Solothurner. Die 4 Musiker kommen zur Hälfte aus dem Aargau und zur anderen Hälfte aus Biel. In Solothurn trafen sie sich, spielten authentische New Orleans Strassenmusik und fanden damit ein begeistertes Publikum. Die Schweizer Jazzveranstalter wurden auf sie aufmerksam und deshalb spielten sie schon an verschiedenen Grossanlässen: Der 7-tägige Auftritt an der «Jazzparade Fribourg», dem «Street Music Festival Solothurn» oder «New Orleans meets Bulle». Aber auch in kleinerem Rahmen werden sie gerne engagiert,

wie beispielsweise im Hirschen Wettswil. Und wenn es der Zufall will, findet man sie irgendwo in einer Schweizer Stadt an einer Strassenecke, die sie in eine «Basin Street» verwandeln und wo sie massenweise Zuschauer begeistern. Für alle, die sich einen vergnüglichen Abend mit gutem Essen und New Orleans Street Jazz leisten wollen, gilt deshalb, sich im «Hirschen» Wettswil einen Platz reservieren zu lassen. (pd.) Reservieren bei Wirtin Brigitte Gubler, Telefon 044 700 01 28.

buch-tipp

erlebnisse

Warum die Sache schiefgeht

Mit Schneeschuhen nach Einsiedeln

................................................... von irene scheurer, regionalbibliothek affoltern

lich in den Medien und dennoch passiert: nichts.

Eigentlich wollte ja die deutsche Schriftstellerin Karen Duve einen Roman schreiben, der im Jahr 2030 spielt. Dafür hat sie intensiv recherchiert und sich mit Zukunftswissenschaften beschäfIrene Scheurer. tigt. Angesichts der (Bilder zvg.) erdrückenden, brisanten Fakten wurde sie jedoch immer fassungsloser und hatte das Gefühl, nicht darum herum zu kommen, sich der Sache stellen zu müssen. So hat sie das Romanprojekt begraben und ein Sachbuch geschrieben über eine Menschheit, die sich selbst abschafft und sich in aller Seelenruhe dabei zusieht.

Wie konnte es so weit kommen?

Alle wissen es – keiner tut etwas Alle, die Nachrichten sehen und Zeitung lesen, wissen es: Die Menschheit steht am Abgrund. Kein Tag vergeht, ohne Meldungen über verheerende Naturkatastrophen oder neue Klimarekorde. Auf Klimagipfeln treffen sich die Mächtigen der Welt, diskutieren eine Weile über Möglichkeiten zur Bewältigung der sich rasch verändernden Verhältnisse und trennen sich dann wieder, ohne verpflichtende Massnahmen zu beschliessen. In der Intensivlandwirtschaft ist der Einsatz von Antibiotika zum Normalfall geworden, was zu Resistenzen und zur Vermehrung multiresistenter Keime führt, gegen die kein Antibiotikum der Welt etwas ausrichten kann. Wir wissen das alles, wir sehen es täg-

Karen Duve ist überzeugt, dass wir aufgrund der Überbevölkerung, der Ausbeutung der Ressourcen und der Umweltverschmutzung unweigerlich in den Untergang schliddern und uns näher am Abgrund befinden, als die meisten glauben. Die Aufrechterhaltung unseres Wohlstandes geht auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder und wir betreiben so einen Generationen-Imperialismus, indem wir sie um nicht erneuerbare Rohstoffe, Nahrung und lebenswerte Umweltbedingungen bringen. Die Autorin zählt in ihrem Buch jedoch nicht nur die schockierenden Fakten auf, sondern geht der Frage nach, wie es so weit kommen konnte, und beleuchtet die Charakterzüge von Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik. Die klassischen Managertugenden sind: Einsatzbereitschaft, Risikobereitschaft, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen. Und so sind denn auch die Kapitel in ihrem Buch überschrieben. Karen Duve zeigt auf, dass nicht die Intelligentesten, Kompetentesten oder gar die Sozialsten Karriere gemacht haben, sondern diejenigen, die am wenigsten Rücksicht nehmen und am schamlosesten sind. Das System ist häufig auf Eigennutz ausgelegt. Und so bringen uns – wie es im Untertitel heisst – Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen um die Zukunft.

Lässt sich der Kollaps verhindern? Wollten wir das Steuer noch herumreissen, bräuchte es einen anderen Menschentypus in den Führungsetagen: Leute, die nicht auf den kurzfris-

tigen Profit aus sind, sondern die globale Gerechtigkeit im Auge haben. Zudem müssten wir die Idee vom ständig steigenden Wirtschaftswachstum zwingend aufgeben und unser Konsumverhalten radikal verändern. Doch die Autorin fürchtet, dass wir nicht zu einschneidenden Veränderungen bereit sind, sondern eher nach dem Motto leben: «Heute stehen wir am Abgrund und morgen sind wir schon einen Schritt weiter.» Karen Duve, die bereits 2011 mit ihrem Selbstversuch «Anständig essen» Furore gemacht hat, legt mit ihrem neusten Buch einen gut recherchierten Essay vor, der frech und spritzig formuliert ist und zugleich provozieren, unterhalten und aufrütteln möchte. Ein auf jeden Fall lesenswertes Buch, bei dessen Lektüre man inständig hofft, dass die Autorin mit ihrer pessimistischen Sicht nicht Recht behalten wird.

«Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen» von Karen Duve. Verlag Galiani, Berlin 2014. ISBN 978-3-86971-100-3.

Sie bürgen für Erlebnisse: Andreas, Otto und Hansruedi Steinmann. (Bild zvg.)

Vom Dorf Rothenthurm führt die eher leichte Schneeschuhwanderung vom Samstag, 7. März, zuerst auf den Ahoren und dann weiter über den Samstageren bis nach Einsiedeln – eine wunderschöne Tour mit überraschenden Aussichten. Mit der Bahn geht es kurz nach 8 Uhr nach Zug und dann weiter via ArthGoldau nach Rothenturm. Das Gebiet rund um Rothenthurm ist im Winter bekannt für seine schönen Langlaufloipen auf dem Hochmoor und für einfache Schneeschuhtouren auf den umliegenden Hügeln. Unsere Tour beginnt oberhalb des Dorfes, wenige Schritte nach dem Bahnhof Rothenturm auf einer Höhe von 946 m ü.M. Der Aufstieg auf den Ahoren, auf 1359 m ü.M. folgt dem ausgeschilderten Schneeschuhweg nach Trachslau, dauert etwas mehr als eine Stunde und bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Auf dem Gipfel geniessen die Teilnehmenden eine wunderbare Rundsicht in die umliegenden Täler und Berge. Nach der frühen Mittagspause

wandert die Gruppe weiter über den Samstageren und packt zum Schluss noch den Abstieg nach Einsiedeln. Von der bekannten Klosterstadt erfolgt dann die Rückreise ins Knonauer Amt. Je nach Schnee- und Wetterverhältnissen kann eine alternative Schneeschuhwanderung im Kanton Obwalden durchgeführt oder die Tour abgesagt werden. Die Informationen über die Durchführung und die Region erfolgt rechtzeitig und nur über die Homepage. Andreas Steinmann Anmeldung bis 22. Februar an: Erlebnisse, Otto Steinmann, Postfach 265, 8910 Affoltern, Telefon 079 318 80 08, otto@erlebnisse.ch oder unter www.erlebnisse.ch.

Nächster Anlass: Frühjahreswanderung am Samstag, 28. März, von Hütten über Sihlbrugg nach Hausen. Anmeldetermin: 10. März. Weitere Infos unter www.erlebnisse.ch.


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veranstaltungen

«Iliria Nueva»: Toni Lauper, Ellen Mross, Dirk Lenz, Aranka Stimec (v.l.). (Bild zvg.)

Zweimal Durchbruch und Balkan-Klänge Musik und Ausstellung im Kloster Kappel Am Sonntag, 22. Februar, spielt «Iliria Nueva» im Rahmen der Reihe «Musik und Wort» des Klosters Kappel. Vorgängig wird die Doppelausstellung «Durchbruch zum Licht», Bilder von Willy Winzenried und «Auferstehung–Durchbruch», Steinskulpturen, erschaffen an der Scuola di Scultura di Peccia, eröffnet. Die vier Musiker der Band «Iliria Nueva» spielen ein reizvolles und ungewöhnliches Programm mit Liedern und Instrumentalstücken aus den Balkanländern, ergänzt durch Musik aus der benachbarten Türkei sowie einige Klezmer-Stücke. Sie singen von der Schönheit der Erde, des Meeres und der Liebe, aber auch von Trauer, Sehnsucht und der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. In Kroatien geboren und aufgewachsen, bringt die Sängerin Aranka Stimec die Musik ihrer Heimat mit ihrer facettenreichen Stimme und grossen Musikalität temperamentvoll und feinfühlig zum Leben. Toni Laupers ausdrucksstarkes und warmherziges Klarinettenspiel ergänzt die Melodien mit sensiblen Umspielungen und durch virtuose, Jazz-inspirierte Improvisationen. Mit dem vollen, warmen Klang ihres italienischen Akkordeons sorgt Ellen Mross für ein ebenso farbiges wie auch rhythmisch kraftvolles

Fundament, Dirk Lenz als beständig groovender Perkussionist rundet den musikalischen Genuss ab. Texte, ausgewählt und gelesen von Pfr. Markus Sahli, begleiten die Musik. Dieser Anlass der Reihe «Musik und Wort» unter dem Titel «Deep sorrow – Pure joy» findet am Sonntag, 22. Februar um 17.15 Uhr im Klosterkeller des Klosters Kappel statt. Der Eintritt ist frei, Kollekte. Anschliessend besteht die Möglichkeit, am gemeinsamen Imbiss teilzunehmen.

Bilder und Skulpturen Vorgängig um 15.30 Uhr findet die Vernissage der Doppel–Ausstellung «Durchbruch zum Licht», Bilder von Willy Winzenried und «Auferstehung – Durchbruch», Skulpturen, erschaffen an der Scuola di Scultura di Peccia (TI) statt. Mit dieser Doppelausstellung vom 22. Februar bis Ostern will das Kloster Kappel Besucherinnen und Besucher einladen, dem geheimnisvollen Wunder der Auferstehungsbotschaft individuell nachzugehen und es neu zu entdecken. An der Vernissage werden Willy Winzenried seine Werke und Hansulrich Beer sein BildhauerProjekt an der Scuola di Scultura vorstellen. Die Vernissage wird musikalisch umrahmt. (pd.) Weitere Infos unter Telefon 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Ein Plan wird ausgeheckt. (Bild zvg.)

«Mit eus uf kein Fall» Seniorenbühne Zürich im Kasinosaal Auch diesen Winter kommt die vor vierzig Jahren gegründete Seniorenbühne Zürich wieder nach Affoltern. Das diesjährige Lustspiel, von Claudia Gysel verfasst, wurde von Rupert Dubsky bearbeitet und inszeniert. Das Stück ist mit vielen treffenden Eigenheiten von Senioren gespickt, die das Publikum zum Schmunzeln bringen werden. Drei verwitwete, ältere und in einer noblen Villa lebende Schwestern leisten sich eine Haushälterin, die, wie sich später herausstellen wird, nicht ganz lupenrein ist. Die Schwestern geniessen ihr scheinbar problemloses Seniorenleben in vollen Zügen und halten nicht viel davon, in ein Seniorenheim zu ziehen. Dies obwohl eine hab-

gierige Schwiegertochter einer der drei Schwestern versucht, diese hinauszuekeln, um sich die Villa unter den Nagel zu reissen. Das Glück der Dreien währt, bis eine Liebschaft mit einem Heiratsschwindler in der Luft liegt. Als sich herausstellt, dass die älteren Damen auf den gleichen Schwindler hereingefallen sind, ist das Spektakel perfekt. Ein raffinierter Plan lehrt den Heiratsschwindler und die Schwiegertochter das Fürchten und lässt auf ein «Happy End» der verzwickten Geschichte hoffen. Die Arbeitsgruppe für Seniorendienste lädt zu diesem vergnüglichen Nachmittag mit der renommierten Seniorenbühne Zürich in den Kasinosaal in Affoltern ein. (pd.) Donnerstag, 26. Februar, 14 Uhr, Kasinosaal Marktplatz 1, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.


Sport

Dienstag, 17. Februar 2015

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Luca Schuler meldet sich eindrücklich zurück Freeski: Der Ebertswiler überzeugt im französischen Val d’Isère mit Rang vier Elias Ambühl siegt am vergangenen Freitag beim Big Air Contest am Frostgun Invitational in Val d’Isère. Luca Schuler schaffte es ebenso ins Finale der besten Sechs wie seine Landsleute Fabian Bösch und Kai Mahler. Für das Frostgun Invitational Big Air Contest werden nur 14 der aktuell weltbesten Rider eingeladen. Im Qualifikationsmodus wurden zwei Startgruppen gebildet, um aus den jeweils sieben Fahrern die drei besten in den Final zu qualifizieren. In 30 Minuten galt es, zwei verschiedene Tricks sauber zu stehen und eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Beide Heats gestalteten sich sehr eng. In Runde 1 begannen Elias Ambühl und der frisch gebackene Weltmeister Fabian Bösch sehr stark und qualifizierten sich souverän auf den Rängen 1 und 3. Im zweiten Heat war die Entscheidung enger, die Qualifikationsplätze mussten hart erkämpft werden. Kai Mahler und der Ebertswiler Luca Schuler (17) behaupteten sich jedoch mit sauber gestandenen Sprüngen.

Podestplätze wechselten ständig Im Finale der besten Sechs fanden sich also alle vier Schweizer wieder. Nachdem Mahler nach einem Sturz früh

aus der engeren Entscheidung fiel, kämpften neben einem souveränen Elias Ambühl mit Luca Schuler und Fabian Bösch die beiden Jüngsten um die begehrten Podestplätze. Insgesamt reichte den Ridern die Zeit für fünf Versuche, die verschiedenen Tricks sauber «hinzustellen». Nachdem Schuler in den ersten beiden Versuchen seinen Triple Corks 1080 (sein Siegessprung am Freestyle.ch) nicht stehen konnte, musste er den dritten Versuch stehen. Diesem Druck hielt er stand und katapultierte sich damit auf den 2. Zwischenrang. Alle Finalrider präsentierten nun ihren zweiten Trick und die Podestplätze wechselten im Minutentakt. Nachdem alle Rider ihren 4. Run absolviert hatten, standen mit Elias Ambühl, Nick Goepper (USA) und Luca Schuler zwei Schweizer auf den Podestplätzen. Die Zeit reichte aber aus, um noch einen 5. und letzten Versuch zu fahren. Bei diesem gelang es dem Kanadier Vincent Gagnier, Luca Schuler noch knapp vom Podest zu verdrängen und sich vom 5. auf den 3. Schlussrang zu verbessern.

Extrem hohes Niveau «Das Niveau war extrem hoch und die vier Schweizer am Start sind alle sehr stark gefahren», fasste der Schweizer Coach Misra Noto aus Mettmenstetten nach dem Frostgun Invitational zu-

Luca Schuler fliegt nach überstandener Verletzung wieder hoch hinaus. (Bild Tino Scherrer)

sammen. Die Aussage wird vom Durchschnittswert der Sprünge, 92 Punkte, bestätigt. Alle vier eingeladenen Schweizer waren im Finale der besten Sechs vertreten, was so nicht einfach zu erwarten gewesen sei und «zum Schluss hätte auch noch einer mehr auf dem Podest stehen können. Alle waren so nah beieinander», so Misra Noto. Auch wenn er sich auf dem undankbaren vierten Rang wiederfindet, so ist das Resultat doch auch für Luca Schuler höchst erfreulich, musste er doch im Dezember wegen eines Meniskusanrisses für sechs Wochen pausieren und verpasste dadurch die WM ebenso wie die XGames. (Swiss Ski/spe)

Mit dem Fatbike durch Lappland Der Obfelder René Nüesch stellt sich einer neuen Herausforderung René Nüesch fährt ab nächstem Samstag mit seinem Fatbike oberhalb des Polarkreises (66. Breitengrad) sein nächstes Rennen auf Schnee und Eis. Für die zu bewältigenden 150 Kilometer am Rovaniemi Winter Race hat er höchstens 42 Stunden Zeit.

Das OK des 1. Rüsstaler Fasnachtsschiessens: Bruno Peier, Silvio Bächli, Koni Vogt, Alfi Häfliger (von links) und Joël Brunner (vorne). (Bild: Martin Mullis)

Spezielles Schützenfest in Ottenbach

Gestartet wird das nächste Rennen von René Nüesch in Rovaniemi (Hauptort des finnischen Teils Lapplands), die Strecke führt in nördlicher Richtung zuerst rund 30 Kilometer über einen gefrorenen See, danach auf verschiedenen Trails durch das tiefverschneite Lappland, bis wieder zum Ziel in Rovaniemi.

Auf der Rennstrecke warten zahlreiche Gefahren Nüesch erwarten hier keine Eisbären, sondern eher Karibus, Elche oder Wölfe, die ihn vielleicht auf einem Teil des Trails begleiten. Also nicht wegen der Tierwelt könnte es zu Problemen kommen, sondern eher wegen starkem Schneefall, Windverwehungen, Overflow (Wasser das nicht komplett gefroren ist), die dann den Trail fast unpassierbar machen. Ohne entsprechende Vorbereitung wäre es unsinnig oder sogar fahrlässig, sich an dieses Vorhaben zu wagen, denn es kann schnell zu Unterkühlung, Frostbeulen oder gar Erfrierungen kommen. Darum gilt für Nüesch:

Das Allerwichtigste ist, wieder gesund ins Ziel zu kommen.

Alles muss mitgeschleppt werden Was für einige Teilnehmer sicher nicht ganz einfach ist, man muss alles, was vom Veranstalter vorgeschrieben ist, immer bei sich führen. Kontrollen werden auf dem Trail durchgeführt, sollte etwas davon fehlen, bedeutet dies die sofortige Disqualifikation. Auch Essen, allenfalls der Kocher, Geschirr, Schlafsack, Isomatte, Beleuchtung, Ersatzbatterien und Ersatzteile für das Fahrrad müssen dabei sein. «Das Fatbike wird dadurch ganz schön schwer,» sagt Nüesch. (pd.)

1. Rüsstaler Fasnachtsschiessen Mit dem Rüsstaler Fasnachtsschiessen wird in Ottenbach die sonst schiessfreie Zeit aufgelockert. Am 21. und 28. Februar sowie am 1. März erwartet die Schiessenden neben dem Sport auch eine Fasnachtsbeiz. Sie werden natürlich die Larven und die Fasnachtskostüme nicht ins Schützenhaus mitbringen, denn das neu ins Leben gerufene Rüsstaler Fasnachtsschiessen wird trotz des Namens ein seriöses Schützenfest sein. Die Ruhe und die Konzentration, welche beim Schützensport für gute Resultate schlicht unentbehrlich sind, liesse ein Narrentreiben nämlich nicht zu. Damit die fasnächtliche Stimmung doch nicht so ganz ausser Acht gelassen wird, verwandelt sich die Schützenstube im Ottenbacher Schützenhaus während des Festes in eine «FasnachtsBeiz».

Lebensgrosse Fasnachtspuppen als Wegweiser Das Rüsstaler Fasnachtsschiessen wurde ins Leben gerufen, um die schiessfreie Zeit zwischen Herbst und Frühling mit einem speziellen Anlass zu unterbrechen. Zudem bietet das Fasnachtsschiessen eine ausgezeichnete Gelegenheit, um sich auf die Schiesssaison vorzubereiten. Lizenzierte Schützen schiessen am Rüsstaler Fasnachtsschiessen auf die A-10er-Scheibe, mit drei Probe- und zehn Einzelschüssen. Für treffsichere Schützen winken Natural-Gaben und eine Kranzkarte. Sozusagen als Tribut für den neuen Schützen-Anlass werden an den Schiesstagen, am Samstag, 21. Februar, sowie Samstag und Sonntag, 28. Februar und 1. März 2015, lebensgrosse Fasnachtspuppen die Schützen auf dem Weg Richtung Schützenhaus willkommen heissen. (mm)

René Nüesch (links) wird materialtechnisch von Wolf Cycling und Gubler Sport unterstützt. (Bild zvg.)


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013 2015  

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