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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 012 I 172. Jahrgang I Dienstag, 13. Februar 2018

Mehr Sicherheit

Duales Bildungssystem Geselliger Anlass

Die Albisstrasse in Rifferswil soll für 3,7 Millionen Franken erneuert werden. > Seite 3

Die Affoltemer Stiftung The Dear Foundation engagiert sich in Myanmar. > Seite 5

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Die TCS-Ortsgruppe Knonauer Amt lud zur Mitgliederversammlung nach Hausen. > Seite 6

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Steuern sparen Mit einfachen Abzügen kann die Steuerrechnung erheblich günstiger ausfallen. > Seite 7

Sicherer, energieeffizienter und praktischer Die Digitalisierung hält in immer mehr Säuliämtler Eigenheimen Einzug Vernetzte Sensoren, «intelligente» Steuerungen und moderne Endgeräte können verbunden werden, zu sogenannten Smart Homes. Licht, Raumklima und Sicherheitsanlagen lassen sich dann vom Handy oder Tablet aus steuern.

Dach Energie liefern und durch Storen und Jalousien die Raumtemperatur mitgeregelt wird.

Auch Nachrüsten bestehender Bauten funktioniert einwandfrei

................................................... von salomon schneider Herkömmliche Sicherheitssysteme benötigten teure Verträge mit Sicherheitsfirmen, die im Alarmfall die Kameraaufnahmen auswerteten und je nach Art des Sicherheitsrisikos die Polizei oder den Auftraggeber anriefen. Moderne Sicherheitssysteme sind mit der Schliesstechnik gekoppelt und senden direkt auf das Mobilgerät des Inhabers. Wenn mit dem Handy des Liegenschafteninhabers auch noch Licht, Raumklima, Musik, Lüftung, TV, Beschattung, Heizung und Sonnenenergieanlage gesteuert werden können, und zwar aus einem Programm heraus, dann nennt sich dies Smart Home.

Digitalisierung kann Energie sparen Wenn sich der Besitzer eines Smart Homes mit dem Auto seinem Haus nähert, erkennt dies die Garagensteuerung und öffnet und schliesst das Tor

Anstatt sieben verschiedene Fernbedienungen nutzt dieser Smart-Home-Nutzer sein Pad für die Steuerung des vernetzten Eigenheims. (Bild Salomon Schneider) automatisch. Im Haus öffnet die Person die Haustüre mittels eines Mastercodes oder einem Fingerabdruck, der die Alarmanlage herunterfährt und die Sensoren im Haus auf «Eigentümer anwesend» schaltet. Je nach Lichtverhältnissen schalten sich die Lampen in den genutzten Räumen dann selber an und aus, die Lüftung misst die Luftwerte und sorgt für ein gesundes Raumklima und auf Wunsch ertönt in den genutzten Räumen die Lieblings-

musik der Besitzer. Die Steuerung von Smart Homes bietet unzählige Möglichkeiten zur Personalisierung des Wohn- und Lebensraums – auch für jeden individuellen Nutzer. Zudem kann sehr viel Energie gespart werden, wenn die kontrollierte Lüftung nur dann lüftet, wenn das Raumklima dies verlangt, Elektroauto und Speichermedien wie Wasserboiler primär dann geheizt werden, wenn die Sonnenenergieanlagen auf dem

Maschwanden: Tempo 30 auf der Kantons- und den Gemeindestrassen In Maschwanden soll sowohl auf der als Staatsstrasse klassierten Dorfstrasse wie auch auf Gemeindestrassen flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden. Grundlage für diese Temporeduktionen bildet ein Beschluss der Gemeindeversammlung vom März 2014. An einer gut besuchten Informationsveranstaltung vom Samstag in der Mehrzweckhalle wurde das Projekt erläutert. Dabei brachten Einwohnerinnen und Einwohner in einer sachlichen Diskussion zahlreiche Wünsche, Änderungsvorschläge, aber auch Bedenken ein. Sie haben bis zum 3. März die Möglichkeit zu Einsprachen gegen das Projekt. Für Gemeindepräsident Andreas Binder ist es wichtig, die Gesamtsituation zu betrachten. Er wies darauf hin, dass das Projekt das Resultat zäher Verhandlungen mit dem Kanton sei und Kompromisse und Sachzwänge beinhalte. Gemeinde-

Im westlichen Dorfteil beginnt an dieser Stelle auf der Dorfstrasse die Tempo-30-Zone. (Bild Werner Schneiter) seitig belaufen sich die Kosten auf rund 300 000 Franken, während der Kanton in die Sanierung der Dorfstrasse gut 6 Millionen Franken investiert.

Dazu gehört auch die Erneuerung der beiden Bushaltestellen. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Das beschriebene Eigenheim ist ein voll ausgebautes Smart Home, welches als solches konzipiert und gebaut wurde. Vernetzung im Eigenheim lässt sich aber auch nachträglich nachrüsten und eignet sich auch für Wohnungen. Wer beispielsweise einen internetfähigen Speicherserver (Network attached storage, kurz NAS) installiert, kann diesen Speicher, den Fernseher, den Blu-ray-Player und die Musikanlage über das Handy oder eine einzige, programmierte Fernbedienung steuern. Wer sich für Hersteller und eine Benutzeroberfläche entscheidet, die einem Kompatibilitätsverbund angehören – wie beispielsweise KNX – kann anschliessend weiter aufrüsten und beispielsweise die Lichtsteuerung, mit vorprogrammierten Settings für romantische Abende, Fernsehen oder Arbeit mit überschaubarem Aufwand in die Bedienungsmaske integrieren. Wer sich mit Technik nicht besonders gut auskennt, wendet sich jedoch am besten an den Elektriker des Vertrauens, der passende Geräte bestellen, installieren und verbinden kann. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Begehrte Sitze in der Schulpflege Für die Erneuerungswahlen vom 15. April stehen nun auch die Wahlvorschläge in Hausen fest. In Hausen treten die bisherigen Gemeinderäte um Gemeindepräsident Stefan Gyseler alle wieder an – voraussichtlich ohne Konkurrenz. Eine Auswahl bietet sich bei der Wahl in die Rechnungsprüfungskommission. Je drei Frauen und drei Männer sind für die fünf Mandate vorgeschlagen. Für die vier Sitze in der Sozialbehörde haben sich vier Kandidierende gefunden. Umkämpft ist das Primarschulpräsidium. Andrea Sidler tritt gegen Amtsinhaber Hans Amberg an – und verbunden mit dem Amt um den Einzug in den Gemeinderat. Gleich neun Wahlvorschläge liegen für die fünf Sitze in der Sekundarschulpflege (gemeinsam mit Kappel und Rifferswil) vor. Die Listen sind nicht abschliessend, es können am 15. April auch weitere Kandidierende gewählt werden. (tst.)

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Mit Kofferraum-Markt Veloausstellung und Börse der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse in Affoltern. > Seite 9

Florierendes Geschäft Am 14. Februar ist Valentinstag. Dann werden sich Liebende wieder rund um den Globus mit kleinen Geschenken überraschen. Besonders begehrt sind Blumen. Das Gerücht, der Valentinstag sei eine Erfindung der Blumenbranche, hält sich hartnäckig. Auch in den Geschäften im Bezirk Affoltern floriert das Geschäft mit der Liebe – allerdings nicht bei den Floristen. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 9

Faustball-Schweiz in Bonstetten Die Männerriege Bonstetten spielte in früheren Zeiten mit grossem Engagement Faustball. Das ist ein wichtiger Grund, dass die Schweizer Meisterschaften der NLA Männer und Frauen bereits zum dritten Mal im Säuliamt ausgetragen wurde. So war vergangenes Wochenende die Schachenhalle das Ziel von Faustball-Fans aus der ganzen Schweiz – am Sonntag kamen mehr als 300. Die Titel nahmen die Damen des TSV Jona und die Männer des SV Diepoldsau mit nach Hause. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen


Einladung zur Informationsveranstaltung zur öffentlichen Auflage der Bau- und Zonenordnung-Revision und Einzonung Allenwinden Wann: Freitag, 9. März 2018 Zeit:

20.00 Uhr

Wo:

Kleiner Mühlesaal, Kappel am Albis

ABSCHIED

Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt …..

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

Peter Weiss

Anny Lifart-Leutert

21. Februar 1948 – 7. Februar 2018 ehemaliger Wirt Rest. Gaswerk / Wirt Rest. Beri-Märt Mutschellen

13. Januar 1920 – 5. Februar 2018

Der Lebensweg von unserem unvergleichbaren Peter hat ein Ende gefunden.

Nach einem langen und reich erfüllten Leben durfte sie ruhig einschlafen. Ihre Fröhlichkeit und Gutmütigkeit werden wir nie vergessen. Vreni Leutert-Kohler Werner und Ruth Leutert mit Familien Fredi und Martha Leutert mit Familien Rosmarie Ritschard mit Familien Marlen und Kurt Fischbacher mit Familien Sepp und Vreni Lifart Marie Rymann-Lifart Verwandte

Kappel am Albis, 13. Februar 2018 Gemeinderat Kappel am Albis

Sperrung Chüegasse Infolge Erschliessungsarbeiten und Baustellenzufahrt ist der Fussweg Chüegasse, zwischen der Sonnenbergund Mühlebergstrasse, ab Montag, 19. Februar 2018, ca. 1 Jahr für den Fussgängerdurchgang gesperrt. Beachten Sie bitte die wechselnde Signalisation während der Sperrung.

Die Abschiedsfeier findet am Mittwoch, 14. Februar 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Ottenbach statt. Anschliessend Gottesdienst um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche. Anstelle von Blumen gedenke man der Hauserstiftung Altersheim Höngg, Postkonto 80-16299-5, IBAN-Nr. CH51 0900 0000 8001 6299 5, Vermerk: Anny Lifart-Leutert.

Traurig, aber mit vielen wunderschönen Geschichten die wir mit ihm erleben durften, wollen wir seinen Willen akzeptieren und gönnen ihm von ganzem Herzen seinen ersehnten Frieden. Wir werden ihn vermissen, aber sein Platz ist jetzt in unseren Herzen. Werner und Margrit Weiss Walter und Dorli Weiss mit Familien Joana Lüem Beri-Märt Team All seine vielen Freunde und Bekannte Auf ausdrücklichen Wunsch von Peter findet keine Trauerfeier statt. Seine Asche werden wir zu einem späteren Zeitpunkt der Natur übergeben.

Traueradresse: Rosmarie Ritschard, Widenospen 39, 8913 Ottenbach

Die beteiligten Stellen danken den Benutzern des Fusswegs Chüegasse für das entgegengebrachte Verständnis. Affoltern am Albis, 13. Februar 2018 Tiefbauabteilung Affoltern am Albis Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken!

Todesfälle Affoltern am Albis Am 2. Februar 2018 ist in Zürich ZH gestorben:

Peter Steffen geboren am 18. November 1941, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bonstetten

Siegfried Sigi Germann WIR DANKEN HERZLICH – für die Anteilnahme – für die tröstenden Worte – für die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir erfahren durften Affoltern am Albis, im Februar 2018

Die Trauerfamilie

Am 5. Februar 2018 ist in Kilchberg gestorben:

Hertig Thomas geboren am 13. Mai 1988, von Zürich ZH und Rüderswil BE, wohnhaft Im Späten 21, in 8906 Bonstetten. Abdankung: Reformierte Kirche in Bonstetten, am Freitag, 16. Februar 2018, um 14 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

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Liegenschaften Verkäufe Wir bieten zum Tausch an: schöne, neu renovierte 3½-Zi-Attika-Wohnung in Hausen, altersgerecht (Lift bis zur Wohnung), zentrale Lage, gegen Haus (Zustand egal) oder Bauland im Säuliamt. Diskretion zugesichert. Bitte melden unter Chiffre 4966 an Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 8910 Affoltern am Albis.

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Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.

ABSCHIED

Thomas Hertig 13. Mai 1988 - 5. Februar 2018

Wir vermissen dich und du bleibst in unserem Herzen. In stiller Trauer Bettina Hertig, dis Mami Beat Hertig, din Papi Tanja Hertig, dini Schwöster Johanna Hertig-Kamm, dis Nani Ernst Hertig, din Grosspi Ruth Bader, dis Grossmami Willi Bader, din Grosspapi Mirjam und Philipp Aeschbach, Cousine und Cousin Barbara Hertig, dis Gotti und Andreas Aemmer Traueradresse: Bettina und Beat Hertig, Ettenbergstrasse 66, 8907 Wettswil

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Ins Leben schleicht das Leiden sich heimlich wie ein Dieb wir alle müssen scheiden von allem was uns lieb. (J.v. Eichendorff)

TO D E S A N Z E I G E In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir der lieben Mutter und Lebensgefährtin

Eva Huser 12. Februar 1947 - 7. Februar 2018

die nach geduldig ertragener, schwerer Krankheit von ihren Leiden erlöst worden ist. Wir werden Dich in Deiner lebensbejahenden, selbstbestimmten und herzlichen Art vermissen. Es nehmen Abschied Raphael Huser Oswaldo Invernizzi Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 15. Februar 2018, um 14.45 Uhr im Friedhof Sihlfeld D beim Gemeinschaftsgrab, im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizerischen Krebsliga, Bern PK 30-4843-9. Traueradresse: Raphael Huber, Affolternstrasse 17, 8913 Ottenbach


Bezirk Affoltern

Energetisch optimieren lohnt sich noch mehr Wer sein Haus besser dämmt oder nach Minergie-P-Standard neu baut, erhält Förderbeiträge. Das Förderprogramm ist ein Beitrag zur Erreichung des kantonalen Klimaziels von 2,2 Tonnen CO2 pro Person und Jahr bis 2050. Gegenüber dem Vorjahr wurde das Programm leicht angepasst. Für 2018 stehen rund 30 Millionen Franken zur Verfügung. Finanziell unterstützt werden wärmedämmende Massnahmen an der Gebäudehülle, Gesamtsanierungen mit Minergie-Zertifikat und Ersatzneubauten mit Minergie-P(-A)-Zertifikat.

70 Franken pro Quadratmeter für die Dämmung von Aussenwänden Massnahmen an der Gebäudehülle (Dach, Wand, Boden) werden mit 40 Franken pro Quadratmeter gefördert. Als zusätzlicher Anreiz gilt ein Aktionsbonus von 30 Franken pro Quadratmeter für die Dämmung von Aussenwänden. Wer sein Gebäude umfassend modernisiert und mit einer automatischen Lufterneuerung versieht, kann Förderbeiträge beantragen. Voraussetzung ist, dass die MinergieAnforderungen erfüllt werden. Wer einen Ersatzneubau nach Minergie-P(-A) erstellt anstatt sein Haus zu sanieren, kann Förderbeiträge beantragen. Diese Massnahme fördert auch die Nachverdichtung der Siedlungsräume. (pd.) Infos unter www.dasgebaeudeprogramm.ch.

wir gratulieren Zum 96. Geburtstag Paul Gerhard in Affoltern feiert heute Dienstag, 13. Februar, den 96. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein schönes Geburtstagsfest.

Zum 94. Geburtstag In Stallikon feiert morgen Valentinstag, 14. Februar, Margaretha Huber ihren 94. Geburtstag. Wir wünschen ein schönes Fest und gratulieren herzlich.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

Dienstag, 13. Februar 2018

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Maschwanden auf dem Weg zu flächendeckendem Tempo 30 Gut besuchte Informationsveranstaltung: zahlreiche Wünsche, aber auch Bedenken Was die Maschwander Gemeindeversammlung im März 2014 beschlossen hatte, soll nun umgesetzt werden: Tempo 30 auf der Kantons- und auf den Gemeindestrassen. An einer gut besuchten Orientierungsversammlung machten Fragen und Änderungsvorschläge die Runde. ................................................... von werner schneiter 143 Stimmberechtigte füllten im März 2014 die Maschwander Kirche bis auf den letzten Platz – eine rekordverdächtige Kulisse, die jedoch nicht erstaunte. Geht es um Verkehrsfragen, namentlich um Tempo 30, so ist das Interesse auch andernorts überdurchschnittlich gross. Nach zweistündiger Diskussion entschied sich die Versammlung – wenn auch knapp – zugunsten einer Einführung von Tempo 30, verbunden mit einem Kredit von 300 000 Franken. Seither wurde erörtert und geplant – auch in Zusammenarbeit mit dem Kanton, der im Zuge der Strassensanierung nun auch bereit ist, die Dorfstrasse mit einer Tempo30-Zone zu versehen. Eine Staatsstrasse mit einer solchen Temporeduktion – das gibt es im Säuliamt bisher nur in Aeugst.

Kanton investiert gut 6 Mio. Franken Anlässlich einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle wurden am Samstagvormittag die Pläne durch Gemeindepräsident Andreas Binder, Tiefbauvorstand Michael Schuler und Martin Fröhli (Baucal AG, Planer der Zone 30) erläutert. Der Kanton ist bereit, die durch Maschwanden führende Staatsstrasse zu sanieren – für gut 6 Mio. Franken. Dazu zählen unter anderem die Instandsetzung von drei Brücken über Lorze und Haselbach, ein behindertengerechter Ausbau der Bushaltestellen «Sagi» (neu: Kapphaltestelle) und «Dorf», ortsbildverträgliche Anpassungen der Fahrbahnbreiten, Verbreiterung von Gehwegen und eine Erneuerung der Strassenbeleuchtung mit LED-Licht. Die Mehrkosten für

Grosses Interesse und viel Diskussionsbedarf bei Tempo-30-Massnahmen: Maschwanderinnen und Maschwander vor den Plänen in der Mehrzweckhalle. (Bild Werner Schneiter) «nostalgische» Kandelaber soll allerdings die Gemeinde übernehmen.

Möglichst wenig bauliche Massnahmen Gemeindeseitig ist geplant, die Strassen mit Bollern («Milchkannen») sowie Tempo-30-Tafeln auszustatten und auf weitere bauliche Massnahmen möglichst zu verzichten, zum Beispiel auf Verengungen, wie Andreas Binder anfügte und es als wichtig erachtet, dass die Bushaltestellen im Dorf bleiben. Im Rahmen der ausführlichen Diskussion, die sachlich verlief, wurden dann eine Menge an weiteren Ideen und Vorschlägen eingebracht. Und – natürlich – gibt es hierbei auch Bedenken, namentlich aus bäuerlichen Kreisen, die eine Beeinträchtigung bei der Fahrt mit ihren Gerätschaften durchs Dorf befürchten. «Für Fahrten mit Langholz ist das an einigen Stellen zu eng», brachte ein Teilnehmer ein. Andere sehen am Harzrain eine Beschränkung der Befahrung für Anstösser als angezeigt, wollen die Bushaltestellen umplatzieren, zum Beispiel auf dem Kiesparkplatz der Gemeinde bei der Kirche – oder kritisieren, dass die

Tempo-30-Zone westlich, aus Richtung Lorze, mehr an den Anfang des Dorfes gehört. «Dorfauswärts wird bis zur ‹Gerbi› anständig gefahren, dann geblocht», so eine Einwohnerin. «Tempo-30-Zonen sind – gemäss Vorgabe des Kantons - nur dort möglich, wo sich auf beiden Strassenseiten Häuser befinden», entgegnete Andreas Binder. Sodann wurde vorgeschlagen, die geplanten Massnahmen auf den Strassen verständlich zu markieren – so, wie das auch bei Bauvorhaben mit sogenannten Baugespannen der Fall ist. Auch der Vorschlag, die baulichen Massnahmen zu bepflanzen, machte die Runde und noch vieles mehr an Details. «Das Projekt ist sehr gut herausgekommen. Die Kosten für die Gemeinde dürfen auch weniger als 300 000 Franken betragen», tönte es vonseiten der Rechnungsprüfungskommission.

Gesamtsituation im Auge behalten «Wir müssen die Gesamtsituation betrachten. Dieses Projekt deckt sehr viel ab, auch wenn nicht alle Wünsche realisiert werden können – und es Un-

zufriedene gibt», gab Andreas Binder zu bedenken. Er machte auf zahlreiche Sachzwänge aufmerksam, auf den Kostenrahmen der Gemeinde, auf Vorgaben der Kantonspolizei und auch darauf, dass man sich mit dem Kanton nach zähen Verhandlungen habe einigen können, zahlreiche Kompromisse habe akzeptieren müssen. Akzeptieren musste man auch, dass der Kanton sich heute nicht mehr an den Kosten für die sogenannten «Eingangstore» beteiligt. «Wir dürfen jetzt das Gesamtprojekt nicht gefährden. Anfänglich plante der Kanton lediglich eine Sanierung der Staatsstrasse, er wollte sie teilweise sogar verbreitern», fügte er an und machte auf die Möglichkeit von Einsprachen aufmerksam. Einige Votanten lobten das ausgehandelte Projekt und hoffen, dass die Tempo30-Zone nicht durch Einsprachen noch zu Fall gebracht wird. Die Frist läuft bis zum 3. März; Empfängerin allfälliger Einsprachen ist die Gemeindekanzlei – auch für das Vorhaben des Kantons. «Wir können nicht garantieren, dass hier alle Wünsche berücksichtigt werden», fügte der scheidende Gemeindepräsident an.

Mehr Sicherheit auf der Albisstrasse in Rifferswil Die Albisstrasse in Rifferswil muss erneuert werden. Gleichzeitig soll sie mit einem Rad- und Gehweg ergänzt werden. Dies erhöht die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Der Regierungsrat hat dafür 3,7 Millionen Franken bewilligt. Die Albisstrasse in Rifferswil ist instandsetzungsbedürftig und entspricht auch anderweitig nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Im Einvernehmen mit der Gemeinde Rifferswil hat der Kanton Zürich ein Strassenprojekt ausgearbeitet, mit dem die Albisstrasse von Unterrifferswil bis Schonau saniert und gleichzeitig verbreitert wird. Zusätzlich wird ein kombinier-ter Rad- und Gehweg erstellt. Dies verbessert die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Ebenfalls Teil des Projekts ist ein neuer Durchlass für den Schwarzenbach, der damit hochwassersicher gemacht wird. Im Rahmen der Bauarbeiten wird auch die Strassenentwässerung und das angrenzende Terrain angepasst.

Einvernehmliche Lösung mit Einsprechenden Die öffentliche Auflage des Bauprojekts und der Landerwerb erfolgten vom 19. Februar 2016 bis zum 21. März 2016. Innerhalb der Auflagefrist wurden zwei Einsprachen eingereicht. Sie enthielten sowohl projektbezogene wie auch enteignungsrechtliche Begehren. Im Rahmen der Einigungsverhandlungen konnte mit beiden Einsprechenden eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Die Gesamtkosten für das Strassenprojekt betragen 3,7 Millionen Franken. Der Regierungsrat hat das Projekt nun festgesetzt und die Ausgaben bewilligt. Sofern gegen diesen Beschluss innert der 30-tägigen Frist kein Rekurs erhoben wird, kann noch diesen Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit beträgt ungefähr ein Jahr. Im Anschluss ist vorgesehen, den nachfolgenden Abschnitt von Schonau bis Vollenweid ebenfalls zu sanieren und mit einem Rad- und Gehweg zu ergänzen. Dieses separate Strassenprojekt wird voraussichtlich dieses Jahr öffentlich aufgelegt. Damit

Die Albisstrasse führt durch Unterrifferswil und über die Büeleren in Richtung Schonau. (Bild Salomon Schneider) wird auch die Radweglücke auf der Albisstrasse geschlossen, wie dies der

Regierungsrat 2016 im Rahmen des Velonetzplans beschlossen hat. (pd.)

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Gemeinde Hausen am Albis Erneuerungswahlen am 15. April 2018 für die Amtsdauer 2018 bis 2022 Gemäss Gemeindeordnung der Gemeinde Hausen am Albis, der reformierten Kirchgemeinde sowie der Sekundarschulgemeinde Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil sind bei Erneuerungswahlen leere Wahlzettel zu verwenden. Den Wahlunterlagen wird ein Beiblatt (mit alphabetischer Auflistung der Kandidaten) beigelegt, auf dem die Personen aufgeführt sind, die innerhalb der vom Gemeinderat veröffentlichten Frist zur Wahl vorgeschlagen werden. Die Frist für die Anmeldung der Kandidatinnen und Kandidaten ist am 2. Februar 2018 abgelaufen. Die Übersicht für die Erneuerungswahl nachstehender Ämter sieht folgendermassen aus: Gemeinderat Hausen am Albis (6 Mitglieder inkl. Präsidium) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Blattmann Gregor Brönnimann Reto Gyseler Stefan

1970 1964 1967

Reichmuth Peter

1950

Landwirt Wesenmatt 16a, Sihlbrugg Holzbau-Unternehmer Moosstrasse 9, Ebertswil eidg. dipl. Betriebsökonom Rigiblickstr. 7b, Hausen a.A. FH, Master in Treuhand und Unternehmensberatung pensioniert Juchweg 4, Hausen a.A.

Sommerauer Nägelin Beatrice 1962 Tandler Christoph 1961 Präsident Gyseler Stefan

1967

Adresse

Finanzfachfrau Zugerstrasse 5, Hausen a.A. dipl. Bauingenieur ETH/SIA Grünau 11a, Hausen a.A.

bisher /neu bisher bisher bisher

Partei

bisher

parteilos SVP parteilos

bisher bisher

eidg. dipl. Betriebsökonom Rigiblickstrasse 7b, Hausen a.A. bisher FH, Master in Treuhand und Unternehmensberatung

SVP FDP FDP

FDP

Rechnungsprüfungskommission Hausen am Albis (5 Mitglieder inkl. Präsidium) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

bisher /neu Bifangstrasse 27, Hausen a.A. neu

Bundi Sandra

1983

Kauffrau

Kägi Martin

1980

Reichenbach Andrea

1979

Ingenieur ETH Törlenmattstrasse 1, Hausen a.A. bisher selbstständiger Unternehmensberater Betriebsökonomin FH Schonau 1, Hausen a.A. neu

Rüdisüli Bruno Steinmann Urs

1965 1955

Betriebsökonom FH Architekt HTL

Unterdorf 5, Hausen a.A. Vollenweid 13, Hausen a.A.

Wicki Jacqueline

1965

Rosrainstrasse 23, Hausen a.A. neu

Präsidentin Reichenbach Andrea

Fachfrau öffentliche Verwaltung

1979

Betriebsökonomin FH

Schonau 1, Hausen a.A.

bisher neu

neu

Partei parteilos FDP parteilos SVP parteilos parteilos

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parteilos

Sozialbehörde Hausen am Albis (4 Mitglieder) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

Partei

Spezialist Elektrotechnik Sigristin

bisher /neu Zugerstrasse 16, Hausen a.A. bisher Rigiblickstr. 26, Hausen a.A. bisher

Frei Rolf Peter-Schweizer Yvonne

1962 1973 1964

Sozialarbeiterin FH

Allmendstrasse 6a, Ebertswil neu

1978

Fachbereichsleiter Sozialhilfe Rifferswilerstr. 3, Hausen a.A. bisher

SVP parteilos parteilos parteilos

Schärer Ruth Sykora Timo

Präsidium wird durch den Gemeinderat besetzt. Primarschulpflege Hausen am Albis (5 Mitglieder inkl. Präsidium) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

Achermann Walter Amberg Hans Hartmann Hans-Jörg

1952 1964 1954

Koller Andrea

1973

bisher /neu dipl. Sozialarbeiter Rigiblickstr. 7b, Hausen a.A. bisher eidg. dipl. Berufsschullehrer Bergmattstr. 4, Hausen a.A. bisher Informatiker/ Mitteldorfweg 1, Hausen a.A. bisher Shopleiter Telekomdienste Kauffrau Törlenmatt 8, Hausen a.A. bisher

Sidler Andrea

1966

Hauswirtschaftslehrerin

Präsidium Amberg Hans Sidler Andrea

1964 1966

eidg. dipl. Berufsschullehrer Bergmattstr.4, Hausen a.A. bisher Hauswirtschaftslehrerin Houenmattstr. 18, Ebertswil neu

Houenmattstr. 18, Ebertswil bisher

Partei SP FDP SVP parteilos SP FDP SP

Sekundarschulpflege Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil (5 Mitglieder inkl. Präsidium) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

Baer Regula Flückiger Esther

1949 1975

Gretler Thomas

1960

bisher /neu Rentnerin Hauptikerstr. 4, Rifferswil neu Jakob-Zürrer-Str. 1, Hausen a.A. neu dipl. Sportlehrerin und Bewegungs- und Sportwissenschafterin ETH Schulassistent Im Feld 36, Kappela.A. neu

Partei

Haas Regina

1959

Schulische Heilpädagogin

Hotzenmattstr. 4c, Hausen a.A. neu

Moser Barbara

1974

Biologin

Steinbaumstr. 34, Ebertswil neu

Rütimann Claudio

1972

Drogist

Bergmattstr. 12, Hausen a.A. bisher

Tobler Francesco Trinkler René

1968 1973

Mechaniker Entwicklung Personalfachmann

Fabrikstrasse 8, Ebertswil neu Zugerstrasse 17, Hausen a.A. neu

Wälti Martin

1985

Wirtschaftsjurist FH

Guggenbüel 4, Rifferswil

bisher

Präsidentin Baer Regula

1949

Rentnerin

Hauptikerstr.4,Rifferswil

neu

EVP

Partei

EVP parteilos parteilos parteilos parteilos parteilos SVP parteilos parteilos

Reformierte Kirchenpflege Hausen am Albis (7 Mitglieder inkl. Präsidium) Name, Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

Billeter Jürg

1968

dipl. Ing. ETH

Im Hobacher 1, Ebertswil

bisher /neu bisher

Coray-Huber Eva

1959

Köchin

Giselstrasse 14a, Ebertswil

neu

Hösli Irene

1977

Hauspflegerin

Ebertswilerstr. 21, Hausen a.A. neu

Huber Rudolf

1969

Metallbau-Schlosser

Törlenmattstr. 5, Hausen a.A. neu

Kilchmann Sonja

1975

Katechetin

Jakob-Zürrer-Str. 26, Hausen a.A. bisher

Peter Frank

1968

Polizist

Rigiblickstr. 26, Hausen a.A. bisher

Voss Müller Marianne

1960

neu

Präsident Billeter Jürg

Kommunikationsfachfrau, Törlenmatt 10, Hausen a.A. Journalistin

1968

dipl.Ing. ETH

bisher

Im Hobacher 1, Ebertswil

parteilos parteilos parteilos parteilos parteilos parteilos parteilos parteilos

Die Listen sind nicht abschliessend! Es können auch nicht aufgeführte Kandidatinnen und Kandidaten gewählt werden. Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

Das Spital Affoltern sucht eine/n erfahrene/n und engagierte/n

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. Februar 2018

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Wenn das Haus ein Eigenleben entwickelt Smart Homes liegen im Trend und bieten zahlreiche Möglichkeiten, es gibt aber auch Bedenken Immer mehr Menschen lassen sich ihr Eigenheim oder ihre Mietwohnung zum Smart Home umrüsten. Die Digitalisierung wird damit zum integralen Teil des Wohnerlebnisses. Dies kann Komfort und Sicherheit massgeblich erhöhen, birgt aber auch die Gefahr, dass staatliche oder private Hacker ins Eigenheim eindringen können.

die beispielsweise auf Schweizer Firmen setzen, deren Server ebenfalls in der Schweiz stehen und sich deshalb an Schweizer Datenschutzrecht halten müssen.

Sicherheitsprobleme bei Smart Homes

................................................... von salomon schneider Mitte der 1990er-Jahre begannen erste Pioniere ihre Häuser mit digitaler Technologie zu vernetzen. Im Knonauer Amt begannen in den frühen 2000er Jahren erste Leute damit, ihre Häuser in Smart Homes zu verwandeln. Zuerst wurden Beleuchtung, Beschattungen und Heizungen digital gesteuert. Dabei wurden alle Geräte elektronisch einzeln zusammengehängt, dann wurden erste Schalter eingeführt, die alle vernetzten Geräte im Haus an- und ausschalten konnten. Anschliessend wurden Geräte entwickelt, die auf Umwelteinflüsse reagierten, wie beispielsweise Storen und Jalousien, die auf Wind, Sonne und Regen reagierten. Wurden dann beispielsweise Heizungen und Storen vernetzt, konnte das Haus weniger durch Sonnenlicht aufgeheizt werden und das Raumklima wurde konstanter. Zudem wurden weniger Kühlanlagen benötigt. Eine weitere Triebfeder für Smart Homes war die Sicherheitstechnik. Alarmanlagen waren Pioniereinrichtungen im digitalen Zuhause, die Vernetzung mit anderen Geräten kam aber erst in den 2010er Jahren. Heute können Alarmanlagen und alle vernetzten Systemteile über das Handy kontrolliert werden.

Päsche Fässler ist einer der ausgewiesenen Smart-Home-Experten im Knonauer Amt. (Bilder Salomon Schneider) Zahlreiche Systeme, beispielsweise Sicherheitssysteme, lassen aus Sicherheitsgründen jedoch keine Schnittstellen zu anderen Programmen zu. Benutzer müssen sich also mit dem Installateur gemeinsam überlegen, welche Komponenten über wie viele Programme gesteuert werden sollen. «Wer seine gesamten Smart-Home-Einrichtungen praktisch über eine App kontrollieren will, muss mit gewissen Sicherheitseinbussen rechnen, da Schnittstellen immer auch Sicherheitsrisiken bergen. Um diese Problematik zu entschärfen, gibt es zertifizierte Systeme, bei denen alle Programme gewissen Sicherheitsstandards genügen müssen. So soll die Sicherheit gewährleistet werden», erklärt Päsche Fässler. Unter dem Verbund KNX haben sich beispielsweise über 300 Hersteller zusammengeschlossen, um ein optimales Verhältnis zwischen Sicherheit und Vernetzung zu gewährleisten.

So wird ein Smart Home gebaut

Auch grosse Verwaltungen können profitieren

«Eine Herausforderung für den Installateur ist, dass die meisten Hersteller proprietäre Systeme anbieten, die für das individuelle Smart Home angepasst werden müssen. Es ist einfach, ein funktionierendes Kleinsystem zu bauen. Die benutzerfreundliche Vernetzung von Komponenten verschiedener Hersteller ist jedoch die grosse Herausforderung», erläutert Päsche Fässler von Elektro Lang, der für den Bereich Smart Homes zuständig ist.

Grundsätzlich kann jede bestehende Liegenschaft oder Wohnung in ein Smart Home verwandelt werden, bei Neubauten ist die Vernetzung jedoch einfacher. Wer ein Haus plant, sollte deshalb mindestens an die Nachrüstungsmöglichkeiten denken. «Leider sehen noch viel zu wenige Elektroplaner bereits Leerrohre vor, weshalb die Thematik unbedingt durch die Bauherrschaft angesprochen werden soll. Damit später mit Vernetzungsbautei-

len nachgerüstet werden könnte. Sowohl im Bereich Mietwohnungen als auch im Bereich Verkauf versuchen wir uns als Elektroplaner- und Installateure vermehrt einzubringen, um bezüglich digitaler Vernetzung beraten zu können. Beispielsweise die zentrale Verwaltung von Schliesssystemen, Wasser, Stromverbrauch und Vergleichbarem sind auch für Hausverwaltungen von grossen Siedlungen attraktiv», weiss Päsche Fässler. Smart Homes haben sich zu einem riesigen Wachstumsmarkt entwickelt. Päsche Fässler: «Etwa jeder siebte Neubau im Knonauer Amt ist mindestens bereit für Smartsteuerung. Da die Preise für Endgeräte, Sensoren und Vernetzung rapide sinken, wird die Heimvernetzung immer attraktiver. In den letzten 10 Jahren haben sich die Preise halbiert. Ich gehe davon aus, dass in zehn Jahren fast die Hälfte der Neubauten vernetzt ist. Zudem spielt auch die Energiestrategie 2050 eine Rolle. Waschmaschine, Trockner und Backöfen sollen dann laufen, wenn der eigene Strom produziert wird. Das Elektroauto dient dafür als Speicher für den eigenen Fotovoltaikstrom. Wenn Strom produziert wird, wird der Strom dort hingeführt wo er am meisten benötigt wird.»

wann welche Geräte gerne benutzt werden. An- und Abwesenheiten können als Verhaltensmuster programmiert werden und die Geräte merken es sich. Der Mehrpreis für eine SmartHome-Installation kostet für ein Einfamilienhaus etwa 20 000 Franken. Die Geräte kosten je nach Bedarf und Vernetzung sehr unterschiedliche Beträge. «Wer sein Haus komplett vernetzen will, muss jedoch mit rund 50 000 Franken zusätzlich rechnen. Dies ist jedoch auch Schritt für Schritt möglich. Zukünftig werden Software-Riesen wie Google und Apple noch viel stärker in den Smart-Home-Markt eindringen. Gleichzeitig gibt es aber auch Bestrebungen, Systeme zu etablieren, die nicht mit chinesischen oder USKonzernen in Verbindung stehen. Denn jedes vernetzte System hat einen Zugriffsschlüssel und sammelt Daten. Wer Zugriff auf diese Daten erhält, kann der Kunde nur indirekt steuern, indem er auf Hersteller setzt,

So aufregend, spannend, energiesparend und hilfreich Digitalisierung im Eigenheim sein kann, Smart Homes bergen auch Gefahren: Rebecca Tilen von der Kantonspolizei erläutert: «Da Smart Homes online mit dem Handy verbunden sind, sind sie allen Gefahren ausgesetzt, die das Internet bietet. Handys und Tablets sollten durch Passwörter oder Fingerabdrücke gut vor Missbrauch geschützt werden. Bei der Software ist es wichtig, dass sowohl das Betriebssystem als auch die installierten Programme von den Herstellern gut gewartet und upgedatet werden. Das alles hilft aber nur, wenn die Nutzer die Updates auch regelmässig installieren. Sonst können Hackerangriffe vorkommen.» Wenn jemand seine Alarmanlage über das Handy steuert und ein Hacker sich Zugriff auf die Steuerung verschafft, könnte der Hacker die Alarmanlage abschalten. Der Kantonspolizei Zürich sind bisher jedoch keine solchen Fälle bekannt. Auch im Bereich Smart Home gelten für Kameras dieselben Regeln, wie für Kameraüberwachung grundsätzlich, hält Rebecca Tilen fest: «Wer eine Kamera aufstellt, vergisst oft, dass wirklich nur das eigene Grundstück gefilmt werden darf. Zudem muss gut ersichtlich angeschrieben werden, dass Kameras das Grundstück überwachen.» Bei allen Gefahren, die SmartHome-Technik beinhalten, muss jedoch festgehalten werden, dass tatsächlich weniger Einbrüche passieren, wenn Zeitschaltuhren für Licht, Videoüberwachungen oder Alarmanlagen installiert werden.

Wer kann die gesammelten Daten einsehen? Die modernsten Systeme sind sogar lernfähig. Sie merken sich über die Jahre sogar, wann die Chance auf welche Stromproduktion möglich ist und

Über ein Tablet oder Handy kann die gesamte Smart-Technik gesteuert werden.

Eine Schule mit dualem Bildungssystem wie in der Schweiz Affoltemer Stiftung The Dear Foundation bringt Bildung ins südostasiatische Myanmar – ehemals Burma «The Dear Foundation» (TDF) setzt sich neben zahlreichen weiteren Projekten für Schulkinder in Myanmar ein. Die in Affoltern ansässige Stiftung ist eine der grössten privaten Stiftungen der Schweiz. Myanmar zählt heute 60 Millionen Einwohner. Bewaffnete Konflikte in der Region dauern seit Jahrzehnten an, und das Grundschulsystem ist veraltet. Jüngste Reformen konnten daran nichts ändern, weil das Geld für die geplante Schulentwicklung fehlt. Der «Förderverein für Berufsbildung in Myanmar» und die «The Dear Foundation» haben diese Not erkannt und führen seit 2002 in Yangon eine Modellschule für «Vocational Training» mit einer dreijährigen Berufsschule im Stil der Schweizer Berufslehren mit dualem Bildungssystem.

werden mit Unterstützung von Experten in der Schweiz zu Instruktoren ausgebildet. Damit wird eine Multiplikation von Know-hows erzielt. Die Kinder in den staatlichen Schulen profitieren direkt davon.

60 Prozent schliessen eine Beruflslehre ab Seit 2008 gibt es zusätzlich eine weiterführende Bildungseinrichtung, welche Unterricht für sozial benachteiligte Kinder aus Yangon bietet – Yangon ist die ehemalige Hauptstadt Myanmars und mit über fünf Millionen Einwohnern grösste Metropole des Landes. Über 100 mittellose Schüler werden in vier Klassen unterrichtet. 60 Prozent der Abgänger schliessen eine dreijährige Berufslehre ab und finden anschliessend in aller Regel Arbeit, die ihnen und ihren Familien das Überleben sichert. Der Unterricht wird ausschliesslich von einheimischen Lehrpersonen erteilt. Diese werden in Fortbildungslehrgängen mit neuen Lerninhalten und einem breiten Fächerangebot versorgt und mit modernen schülerzentrierten Unterrichtsmethoden bekannt-

Das Schweizer System an lokale Verhältnisse angepasst

Burmesische Kinder – mit der traditionellen Gesichtsbemalung auf ThanakaPaste – machen eine Beruflehre nach Schweizer Vorbild. (Bild zvg.) gemacht. So werden die Lehrer schrittweise ins neue Schulsystem eingeführt. Mittelfristig sollen diese den lokalen Schulen selber wertvolle

Impulse geben. Jedes Jahr erhalten 150 Lehrkräfte in fünf Wochenkursen mit je 30 Teilnehmern eine Weiterbildung. Die Erfahrenen unter ihnen

Das Projekt ist Vorreiter eines neuen Schulsystems von Myanmar. Es ist nach schweizerischen Grundsätzen aufgebaut und auf lokale Verhältnisse angepasst. Oberstes Ziel ist es, die Schule weiterführen zu können und sie ins Schulsystem des Landes zu integrieren. Beides sind wichtige Bestrebungen, die von «The Dear Foundation» seit Jahren mit eigenen finanziellen Mitteln unterstützt werden. (pd.) Infos: www.thedearfoundation.ch.


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Dienstag, 13. Februar 2018

Geselligkeit im Vordergrund 58. Mitgliederversammlung der TCS-Ortsgruppe Knonauer Amt in Hausen 16 Veranstaltungen stehen 2018 im Mittelpunkt der TCS-Ortsgruppe Knonauer Amt, bei denen Geselligkeit im Vordergrund steht – wie auch anlässlich der Mitgliederversammlung, die nach rechtlichen Änderungen keine schwerwiegenden Entscheide mehr treffen muss. Etwa 150 der gut 6700 Mitglieder der TCS-Ortsgruppe Knonauer Amt fanden sich am Freitag zur Mitgliederversammlung im Hausemer «Löwen» ein. Dass diese in kürzester Zeit über die Bühne ging, steht auch im Zusammenhang mit rechtlichen Änderungen, die seit vergangenem Jahr wirksam sind.

TCS-Treue Wer TCS-Mitglied wird, der bleibt es in der Regel lebenslang. So konnten an der Mitgliederversammlung zahlreiche Mitglieder für ihre 50-jährige Treue zur Ortsgruppe Knonauer Amt geehrt werden. Es sind dies: Anton Späni, Kappel; Werner Hess, Obfelden; Heinz Rütti, Hausen; Alfred Frank, Affoltern; Bruno Allenspach, Affoltern; Lazio Gal, Wettswil; Werner Schlatter, Obfelden; Josef Lautenschlager, Wettswil; Markus Schmid, Hedingen; Werner Natz, Aeugst. anzeige

Führte durch die kurze Mitgliederversammlung: Ortsgruppen-Präsident Andreas Renggli (stehend), flankiert von Vizepräsidentin Claudia Hurter (links), Beisitzerin Nicole Schneider und Kassier Urs Moser. (Bild Werner Schneiter) So wurden aus den acht TCS-Sektionen im Kanton Zürich Ortsgruppen, die wie ein Verein organisiert sind. Sie hielten jeweils Generalversammlungen ab, kannten jedoch keine Statuten und waren als einfache Gesellschaften organisiert. Dadurch hafteten ihre Mitglieder, was wegen rechtlicher Unsicherheiten zu Schwierigkeiten führ-

te. Nun sind diese Ortsgruppen unselbstständig und nehmen vom Zürcher Sektionsvorstand übertragene Aufgaben wahr. Über Budget und Jahresprogramm müssen sie an ihren Mitgliederversammlungen nicht mehr abstimmen. Auch der Ortsgruppenvorstand wird von der TCS-Sektion Zürich ernannt. Und deren Delegiertenver-

sammlung wählt den OrtsgruppenPräsidenten.

Vom Skitag bis zur Morgenwanderung Seit letztem Jahr heisst dieser im Säuliamt Andreas Renggli, der 2017 die Nachfolge des langjährigen Präsidenten Hansruedi Hutmacher antrat. Er

warf an der Mitgliederversammlung einen Blick zurück auf dieses «Jahr der Veränderungen». Als Highlight bezeichnete er den von Frauen dominierten Jassabend mit Roman Kilchsperger, den Elektromobilitätstag, das Fahrsicherheitstraining, die viertägige Schifffahrt in der Adventszeit und anderes mehr. Auch in diesem Jahr stehen 16 Events auf dem Programm: Vom Skitag über die Morgenwanderung und Stadtführung bis zum Besuch eines Weihnachtsmarkts. Kassier Urs Moser wartete mit einer Jahresrechnung auf, die wegen Ausfalls von Veranstaltungen mit etwas höherem Gewinn schliesst. Das Vereinsvermögen, das der Sektion gehört, soll in den kommenden Jahren reduziert werden. Nicht reduziert werden, soll jedoch das verkehrspolitische Engagement des TCS Zürich, wie Andreas Renggli am Schluss ausführte. Namentlich will sich die Sektion gegen flächendeckende Tempo-30-Zonen wehren. Im Weiteren war zu erfahren, dass die mobile Prüfstation in Affoltern nicht auf die gewünschte Resonanz stiess. Diese soll nun in Wädenswil einen fixen Platz erhalten. Mit über 16 000 durchgeführten Motorfahrzeugkontrollen ist das TCSZentrum in Volketswil kantonsweit Spitze. In Schlieren wurden immerhin 12 000 Kontrollen durchgeführt, in Winterthur knapp 2000. Neu bietet der TCS Familienmitgliedschaften an. (-ter.) Weitere Infos unter www.tcs-knonaueramt.ch.


Vermischtes

Einfach Steuern sparen Mit einfachen Abzügen kann der Steuerbetrag erheblich verkleinert werden. Dabei gibt es überraschende Möglichkeiten. Gut verdienen, wenig Einkommen versteuern: Für den Durchschnittsbürger oft ein ungelebter Traum. Dabei könnte man mit diversen Abzügen einen grossen Schritt in diese Richtung gehen. Sehr hohe Steuerabzüge können Einkäufe in die Pensionskasse ermöglichen. Wie viel zulässig ist, steht in der Regel im Pensionskassenausweis. Personen mit Pensionskassenanschluss dürfen zudem bis zu 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen und den Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen. Die Erträge und das Vermögen bleiben bis zur Auszahlung steuerfrei. Beim Liegenschaftsunterhalt lautet die Grundregel der Steuerplanung: Immobilienbesitzer dürfen alle selbst getragenen Aufwendungen, die der Werterhaltung dienen und keinen wertvermehrenden Charakter haben, von den Steuern abziehen. Steuerlich sinnvoll ist es, mehrere kleine Reparaturen in einem Jahr zusammenzufassen. Umgekehrt ist es meist empfehlenswert, grössere Unterhaltskosten über zwei oder mehrere Jahre zu verteilen. Einen Spezialfall bilden die Kosten für Energiesparen und Umweltschutz. Damit fördert der Gesetzgeber das Energiesparen steuerlich. Errichtet jemand eine Solaranlage, sind die Ausgaben – abzüglich Subventionen – abzugsfähig, sofern das Gebäude mindestens fünf Jahre alt ist.

Bildung und Arbeitsweg Die gesetzlichen Grundlagen haben sich beim Abzug für die berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten geändert. Seit 2016 fällt die teilweise mühselige Unterscheidung zwischen Aus-, Weiterbildung und Umschulung weg. Ein Zusammenhang zum erlernten oder ausgeübten Beruf muss nicht mehr vorliegen. Einzig zwei Bedingungen bleiben: Man muss über 20 Jahre alt sein und über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II (Berufslehre, Maturitäts- oder Fachmittelschule) verfügen. So sind maximal 12 000 Franken pro Person und Jahr von den Steuern abziehbar. Ab Anfang 2018 müssen einige Steuerpflichtige punkto Arbeitsweg umdenken. Nach dem Ja des Stimmvolks 2014 zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) sind auf Bundesebene seit 2016 nur noch maximal 3000 Franken für die Arbeitswegkosten steuerlich abziehbar. Der Zürcher Kantonsrat setzte die Begrenzung auf 5000 Franken an, was die Zürcher im September an der Urne durchwinkten. Wegen der Begrenzung auf 5000 Franken Fahrtkosten bei den Staats- und Gemeindesteuern erhöht sich das Einkommen vieler Personen und damit auch die jährliche Steuerbelastung.

Abziehbare Vermögensverwaltungskosten Auch Vermögensverwaltungskosten können vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Es kann zwischen den effektiven Kosten und einer Vermögensverwaltungskostenpauschale gewählt werden. Die Pauschale beträgt 3 Promille auf Wertschriften wie etwa Aktien und Obligationen, maximal aber 6000 Franken bei Depotwerten bis 2 Millionen Franken. Bei Vermögensverwaltungsmandaten mit einer Pauschalgebühr darf die pauschale Variante geltend gemacht werden. Da sich die Gesetzeslage vorzu ändert, lohnt es sich, mit einem Steuerberater zu analysieren, was Neuerungen für die persönliche Steuersituation bedeuten. (pd.)

Dienstag, 13. Februar 2018

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Judith Barben referierte zum Lehrplan 21 An einer gut besuchten öffentlichen Veranstaltung in Affoltern hat die Psychologin und Lehrerin Dr. Judith Barben am 8. Februar einen packenden und aufrüttelnden Vortrag über den Lehrplan 21 gehalten. So hat sie fundiert dargelegt, dass dieser den Schulkindern in keiner Art und Weise gerecht wird. Zentrales Moment dieses Lehrplans ist das Individualisieren. Hinter diesem wohlklingenden Begriff versteckt sich ein Lernverständnis, dass dem Wesen des Kindes widerspricht, denn jedes Kind soll alleine an seinem eigenen Lernprogramm arbeiten. Geplant ist – und in einigen Schulen wird das bereits umgesetzt – dass jeder Schüler in einer eigenen, von den Mitschülern abgetrennten Lernkoje sitzt und für sich alleine am

Tablet-Computer «lernt». Die Referentin hat auf Studien hingewiesen, die klar belegen, dass computergesteuertes Lernen den Lernerfolg verschlechtert. Nicht zufällig hat deshalb der Apple Chef, Steve Jobs, seinen eigenen Kindern verboten, das I-Phone vor ihrem 12. Geburtstag zu benutzen. Warum wohl?

Tablet statt Lehrperson Nach dem Lernverständnis des Lehrplans 21 wird der Lehrer abgeschafft. Er darf lediglich noch als Coach fungieren und seinen Schülern nichts mehr beibringen, denn das soll der Tablet-Computer übernehmen. Die Jahrgangsklassen wird es nicht mehr geben, nur noch altersdurchmischte Zyklen. Auch der Kindergarten wird

abgeschafft. Bereits ab 4 Jahren sollen die Kinder zur Schule gehen und dort «digitale Anwenderkompetenzen» am Computer lernen. Der Erwerb einer korrekten Rechtschreibung ist im Lehrplan 21 nicht mehr vorgesehen, denn die Kinder dürfen vier Jahre lang alles nach Gehör, also falsch schreiben. Dass nach diesen vier Jahren die fehlerhafte Rechtschreibung kaum mehr korrigierbar ist, weiss jeder Pädagoge. Zentrale Lerninhalte wie das Einmaleins, das schriftliche Malrechnen und Teilen kommen im Lehrplan 21 nicht mehr vor. Dieser dramatische Stoffabbau wird mit dem irreführenden Begriff «Kompetenzen» verschleiert. Selbst Akademiker mit Mehrfachstudium schütteln verständnislos den Kopf beim Lesen der Definition dieses

Begriffes im Lehrplan 21. Überhaupt ist der gesamte 470-seitige Lehrplan 21 nicht nur unübersichtlich dargestellt, sondern auch in einer praktisch unverständlichen Sprache geschrieben. Damit werden die tatsächlichen Inhalte dieses Lehrplans geschickt kaschiert. Wem soll das alles dienen? Ganz sicher nicht unseren Kindern, globalen IT-Konzernen hingegen winken Milliardengewinne. Der Abend endete mit einer äusserst engagierten und angeregten Diskussion. Um die Zukunft unserer Kinder aktiv mitzugestalten, dürfen wir die Einführung des Lehrplanes 21 nicht einfach der Erziehungsdirektorenkonferenz überlassen. Unsere Mitsprache ist verlangt! Danièle Beringer, Wettswil

Post Ottenbach schliesst Darum sagen wir Ja zu Lehrplan 21 vors Volk im Spätsommer Es ist die letzte Möglichkeit, dass wir uns als Zürcher Stimmberechtigte eine demokratische Mitbestimmung beim Lehrplan 21 sichern können. Wozu es führt, wenn dies den Fachleuten überlassen wird, sieht man bei der im LP 21 versteckten Gender-Agenda. 1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter. 2. Da mehr sexuelles Vergnügen zu mehr Kindern führen kann, braucht es freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt. 3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellen Experimenten ermutigt; es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über die Kinder. 4. Die Welt braucht eine 50/50Männer/Frauen-Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen. 5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.

Damit die Gender-Ideologie zum Mainstream mit totalitärem Anspruch wird, ist sie in «wunderbare Worte wie Gleichheit, Rechte, Familien, reproduktive Gesundheit und Fairness verpackt», schreibt Prof. Adorian P. Kovacs, nachzulesen unter www.freiewelt.net. Warum haben unsere Politiker bei der Istanbul-Konvention «Schutz der Frau vor Gewalt», in welcher die Gender-Ideologie im Art. 3 unter der Definition Geschlecht verpackt wurde, geschlafen? Haben die bürgerlichen Parteien nicht realisiert, dass sie mit der Gender-Ideologie ein Anliegen des ursprünglichen Kommunismus unterstützen? Das Ziel der Auflösung der Familie wird nun von den Befürwortern der Gender-Ideologie übernommen und von allen Parteien blindlings unterstützt. Viele Politiker lesen offenbar nur die Headlines solcher Konventionen und stimmen zu, wenn der Titel stimmt. Einzig Teile der SVP und die gesamte EDU stellen sich gegen die Gender-Phobie. Leitfaden für unser Leben und unsere Politik bleibt die Bibel. Dort lesen wir von Mann und Frau, ohne Gender-Variationen. Wir vertrauen auf Jesus Christus, denn mit ihm haben wir eine sichere Zukunft. EDU Bezirk Affoltern, Hans Peter Häring

Fair für wen? Seit vergangenem Dezember wird im Säuliamt «Di fair Milch» angeboten, eine Milch aus regionaler Produktion und Verarbeitung; gemäss Artikel im «Anzeiger» vom 6. und 9. Februar erfolgreich. Fairness und regionale Kreisläufe sind mir sehr sympathisch. Gerne würde ich ebenfalls zu diesem Erfolg beitragen. Bis jetzt habe ich aber noch keinen Liter der «fairen Milch» gekauft. Ich habe noch zu viele unbeantwortete Fragen, die sich vor allem um die Fairness den Tieren und der Natur gegenüber drehen. Auf der Website zur fairen Säuliämtler Milch finde ich Angaben zur Tierhaltung und -fütterung. BTS (besonders tierfreundliche Stallhaltung) und/oder RAUS (Regelmässiger Auslauf) werden durch die fairen Produzenten erfüllt. Die gemäss Martin Haab oft fragwürdigen Bio-Labels setzen üblicherweise die Einhaltung von BTS und RAUS-Vorschriften voraus, gehen sogar noch darüber hinaus. Das grössere Fragezeichen setze ich bei der Fütterung. Gemäss Website weiss ich einzig, dass für «Di fair Milch» keine gentechnisch veränderten Futterpflanzen eingesetzt werden. Mehr nicht! Theoretisch wären in der

Schweiz zwar wenige GVO-Futtermittel zugelassen, aber der Deklarationszwang scheint deren Einsatz bisher zu verhindern. Auch Label mit relativ tiefen Anforderungen, wie IP-Suisse oder Suisse Garantie, verlangen eine Fütterung ohne gentechnisch veränderte Futtermittel. Also bleibe ich auf meinen Fragen zur «fairen Milch» sitzen: Wie ist das Verhältnis von Raufutter zu Kraftfutter? Woher stammt das eingesetzte Kraftfutter – regional oder international? Wie wird das eingesetzte Kraftfutter produziert, mit welchen Folgen vor Ort? Werden den Milchkühen Harnstoffe verfüttert? Diese Fragen sind für mich genauso relevant wie eine angemessene Bezahlung der Landwirte. Meine faire Milch trägt darum immer noch das Demeter-Label, mindestens aber die Bio Suisse-Knospe. Sie kommt zwar leider nicht ganz aus einem regionalen Stall. Dafür weiss ich, dass die Fairness für alle Beteiligten – das Tier, die natürlichen Kreisläufe und die Bauern – eingehalten ist. Und dafür bezahle ich gerne einen entsprechenden Aufpreis. Moritz Wandeler, Hedingen

Während über 25 Jahren war ich Posthalter in Ottenbach, von 1975 bis 1998. Ich habe meinen Beruf geliebt, war aber doch überrascht, dass mir die Kreispostdirektion Zürich im Frühjahr 1998 den Rücktritt nahelegte. Grund dafür waren die vorgesehenen Umstrukturierungen der Post. Vieles hat sich seither verändert. Der Posthalter durfte damals noch täglich zwei Stunden mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit leisten. Trotzdem war ich aber auf die Mitarbeit meiner Gattin angewiesen. Ihr Arbeitsanteil betrug zirka 40 Prozent der normalen Arbeitszeit, die sie in erster Linie während der Zeit des Monatswechsels erbringen musste. Aufgrund der oben erwähnten, erbrachten Arbeitszeit, habe ich Mühe zu glauben, dass der Arbeitsaufwand heute nicht mehr genügend gross ist, um die Erhaltung der Poststelle zu rechtfertigen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Einwohnerzahl des Dorfes doch erheblich gestiegen ist. Wenn wir zudem berücksichtigen,

dass seit der Schliessung der Poststelle Jonen auch Einwohner aus diesem Dorf regelmässig ihre Postgeschäfte in Ottenbach erledigen, dank der guten Zufahrt und den vorhandenen drei Parkplätzen, scheint mir doch die Schliessung nicht gerechtfertigt. Am Samstag, 27. Januar, war ich in Affoltern einkaufen – im Fachgeschäft. Auf dem Weg zur Postautohaltestelle warf ich beim Postamt schnell einen Blick in die Schalterhalle, um zu sehen, wie der Kundenandrang ist. Sechs offene und bediente Schalter. An vier Schaltern hatte es Kundschaft, daneben ein Kunde, der sich bei den Glückwunschkarten nach einer solchen umsah. Zehn Minuten später, nach meiner Fahrt mit dem Postauto, ein Blick in die Schalterhalle bei der Post Ottenbach. Eine Kundin wurde bedient, zwei weitere warteten in der Schalterhalle. Wie soll ich da von einer Rechtfertigung der Schliessung der Poststelle Ottenbach überzeugt sein? Anton Vögele, Ottenbach

Nein zu «No-Billag» und «Lehrplan vors Volk» Nein zur No-Billag-Initiative Die Volksinitiative verlangt, dass die heute konzessionierten gebührenfinanzierten Radio- und Fernsehsender künftig keine Empfangsgebühren mehr erhalten. Damit würde der heutigen SRG praktisch der Stecker gezogen. Die Grünliberalen empfehlen ihren Wählerinnen und Wählern, die Initiative abzulehnen. Die Grünliberalen hätten eine weniger radikale Initiative oder einen moderateren Gegenvorschlag möglicherweise unterstützt. Da die «No-Billag»-Vorlage aber im Initiativtext kaum Handlungsspielraum lässt, ist diese abzulehnen. Die verschiedenen Kultur- und Sprachangebote sowie Angebote für Minderheiten wie Blinde und Hörgeschädigte gehören zur vielfältigen Schweiz und sollen auch in Zukunft gepflegt und subventioniert werden. Ausserdem wünschen sich die Grünliberalen neutralen und unabhängigen Journalismus, welchen die SRG gemäss Verfassung anbieten muss, was sie auch mehrheitlich tut. Reformbedarf in der Schweizer Medienlandschaft ist sicherlich vorhanden, eine fundamentale Umgestaltung der Medienlandschaft Schweiz durch die No-Billag-Initiative lehnen die Grünliberalen aber klar ab. Die Medien- und damit auch die Meinungsvielfalt im Land würde grossen Schaden erleiden.

Nein zur kantonalen Vorlage Lehrplan vors Volk Diese Vorlage aus bürgerlichen Kreisen will in der Verfassung festschreiben, dass Beschlüsse des Kantonsrats, mit denen der Lehrplan genehmigt wird, auf Verlangen dem Volk zur Abstimmung unterbreitet werden. Trotz Verständnis für einige Kritikpunkte am Lehrplan 21 empfehlen die Grünliberalen ein Nein zur Vorlage Lehrplan vors Volk. Die Initiative will dem Bildungsrat die ihm richtigerweise zustehende Kompetenz wegnehmen. Dies ist aus Sicht der Grünliberalen unnötig, ineffizient und im Sinne der Sache auch nicht zielführend.

Wie alle anderen Parteien: Ja zur Finanzordnung 2021 Mit der Finanzordnung 2021 wird über 2020 hinaus die Erhebung der Bundes- und der Mehrwertsteuer ermöglicht. Würde die Vorlage abgelehnt, gingen über 60 % der Bundeseinnahmen verloren. Für die Aufgabenerfüllung des Staates sind diese Steuern unerlässlich, weshalb die Grünliberalen, wie alle Parteien, die Vorlage zur Annahme empfehlen. Dr. Thomas Beck, Aeugst, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt


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Dienstag, 13. Februar 2018

Anpassen statt jammern Warum unser Bezirk ein Spital braucht Sinkende Preise für Produzenten: Genossenschaft «faire Milch Säuliamt» gibt Gegensteuer, «Anzeiger» vom 6. Februar. Der Artikel stimmt mich nachdenklich. Einmal mehr wird der Bauernstand kritiklos verherrlicht. Das bäuerliche Jammern nimmt kein Ende. Nun soll der Konsument mehr für die Milch bezahlen, nur schon weil sie aus der Region stammt; er soll sich solidarisch zeigen. Solidarität ist ein schöner menschlicher Zug, doch wird dieser Begriff arg strapaziert, wenn nicht missbraucht. Bestimmt hat es der Bauernstand schwer; die Konkurrenz aus dem Ausland macht ihm zu schaffen. Aber: muss sich nicht auch die Mehrheit unserer Bürger der Konkurrenz stellen? Hat es nicht auch die Mehrheit der Arbeitnehmenden schwer? Dabei kommen diese nicht in den Genuss von Subventionen, ihre Produkte müssen vom Konsumenten nicht zu überhöhten Preisen gekauft werden. Und trotzdem höre ich wenig Gejammer von dieser Seite. Der weitaus grösste Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist gewohnt, sich der Situation zu stel-

len, resp. in Betrieben zu arbeiten, die sich den Zwängen der Globalisierung anpassen. Warum sollte ich für die Milch mehr bezahlen, nur weil sie aus der Region stammt? Ich wäre allenfalls bereit mehr zu bezahlen, wenn diese Milch ein zertifiziertes Bio-Label ausweisen würde; dies würde einen angemessenen Mehrpreis rechtfertigen. Auch die Kartoffeln oder Früchte direkt vom Hof müssen nicht gesünder sein, nur weil sie in der Region produziert werden. Am wenigsten verstehe ich es, wenn der Bauernverband die Öffnung der Grenzen für Agrarprodukte aus Entwicklungsländern (z.B. Bangladesch) untergraben möchte. Damit schadet dieser Verband der Exportindustrie, welche auf neue Märkte angewiesen ist. Er schadet auch den Entwicklungsländern, die leider nichts anderes als Agrarprodukte im Gegenzug zu unseren Exporten anbieten können. Vom Bauernstand wünschte ich tatsächlich mehr Verständnis für unsere hochtechnisierte Gesellschaft und eine etwas erweiterte Sicht der wirtschaftlichen Zusammenhänge. Marcel Steinegger, Wettswil

Gegen einen voreiligen, unsolidarischen Austritt Mit der Abstimmung vom 4. März lässt der Gemeinderat Bonstetten die Stimmbevölkerung über den Austritt aus dem Spitalzweckverband befinden. Die SP Bonstetten empfiehlt diese Abstimmungsvorlage aus folgenden Gründen abzulehnen: Der Zeitpunkt dieser Abstimmung ist unsinnig, weil am 10. Juni 2018 über einen ersten Schritt zur Neuausrichtung des Spitals Affoltern abgestimmt wird. Was diese Neuausrichtung genau beinhaltet, ist jedoch noch nicht öffentlich bekannt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb vorgängig entschieden werden sollte, aus dem Spitalzweckverband auszutreten. Logischerweise kann dies erst nach der Juni-Abstimmung sinnvoll sein, wenn der Inhalt und das Resultat dieser Abstimmung bekannt sind. Es ist sicher anerkennenswert, dass sich der Bonstetter Gemeinderat Gedanken macht, welche finanzielle Belastung durch Spitaldefizite auf die Gemeinde zukommen könnte. Die

Vorkommnisse um das Spital Affoltern geben durchaus Anlass dazu. Bei nüchterner Betrachtung ist die Lage jedoch kaum so dramatisch, dass sofort die «Reissleine» gezogen werden muss und die Gemeinde damit definitiv die gesamte Beteiligung am Spital verliert. Ein voreiliger Austritt aus dem Zweckverband wäre zudem ein unsolidarischer Akt gegenüber den anderen Gemeinden. Es ist etwas überheblich zu meinen, man könne zuerst die Solidarität aufkündigen und später wieder unter vorteilhaften Bedingungen von einer Lösung für die Langzeitpflege profitieren, welche die anderen Gemeinden erarbeiten werden. Genau diesen Eindruck erweckt jedoch der Gemeinderat im Abschnitt C der Abstimmungsvorlage. Die SP Bonstetten lehnt deshalb den Antrag des Gemeinderates ab und empfiehlt den Stimmberechtigten, Nein zu stimmen. Beat Pfister, SP Bonstetten

Im Juni entscheiden die Stimmbürger über die Zukunft unseres Spitals. Aus ärztlicher Sicht brauchen wir in unserem Bezirk dringend ein Spital. Das Spital Affoltern garantiert die zukünftige, medizinische Grundversorgung im Knonauer Amt. Es bildet unsere Ärzte und Pflegenden aus und bindet sie an die Region. Ohne ein Spital als «Magnet» wird unser Bezirk zu einer medizinischen Randregion, in welche sich kaum mehr ein Hausarzt verirren dürfte. Bereits jetzt ist es für Neuzuzüger ausserordentlich schwierig, in unserer Wachstumsregion einen Hausarzt zu finden. Ohne Spital droht uns bei Notfällen, dass wir mit einer banalen Blasenentzündung oder einem Hexenschuss ins Triemlispital pilgern oder einen diensthabenden Hausarzt aufsuchen zu müssen, beispielsweise in Regensdorf. Mit erheblicher Wahr-

scheinlichkeit würde man auf der Fahrt dorthin im Gubristtunnel neben den eigentlichen Beschwerden noch einen Nervenzusammenbruch erleiden. Die Aussage von Spitalgegnern, dass die Zeit von Regionalspitälern vorüber ist, ist falsch. Das Gegenteil trifft zu. Das Regionale ist auch ganz grundsätzlich im Aufwärtstrend. Und das zu Recht. Wenn Sie die Säuliämtler Milch probieren, wissen Sie, was ich meine. Sie ist zwar etwas teurer, aber schmeckt um Welten besser. Auch im Medizinsektor ist dieser Trend sichtbar. Wieso sonst sollte die Geburtshilfe im Spital Affoltern derart florieren? Die Grösse eines Spitals muss nichts mit seiner Qualität zu tun haben. Lieber klein und fein als «to big to fail». Selbst im Bereich der hoch spezialisierten Medizin kann ein klei-

nes Spital durch Zusammenarbeit mit einem Zentrumsspital durchaus mithalten. Seit Jahren wird beispielsweise im Bereich der Onkologie in unserem Spital eine enge Zusammenarbeit mit dem Triemlispital gepflegt. Meine Empfehlung ist klar: Bitte stimmen Sie im Juni Ja zur Auflösung des Zweckverbands und zu den neuen Rechtsformen für Langzeitpflege und Akutspital. An den Gemeindeversammlungen in Hedingen und Bonstetten zeigte sich in den Voten der Bevölkerung klar, dass diese anders denkt als die Gemeinderäte. Zum Glück entscheidet immer noch das Volk! Sagen Sie deshalb in diesen beiden Gemeinden im März bitte Nein zu einem unsolidarischen vorzeitigen Austritt aus dem Zweckverband. Dr. med. David Koller, Affoltern

Drei Fragen an Bonstetter Gemeinderatskandidaten Ein herzliches Dankeschön allen Kandidaten, welche sich zur Wahl in den Gemeinderat Bonstetten gemeldet haben. Es ist aktuell ja nicht mehr selbstverständlich, dass sich jemand für ein solch öffentliches Amt freiwillig zur Verfügung stellt. Leider musste ich mich in den vergangenen Tagen aber immer wieder mit Gerüchten und Aussagen konfrontiert sehen, welche ich nicht verifizieren konnte. So gelange ich nun über dieses Medium an die betroffenen Kandidaten und stelle diese Fragen hier offen dar, mit der Hoffnung, auf diese auch eine Antwort zu bekommen. Frage 1 (an Frank Rutishauser): Stimmt es, dass auf einen Entscheid bezüglich des laufenden Verfahrens – der Beschwerde – welches von anderen Gemeinderatsmitgliedern angestrebt worden ist, seitens des Regierungsrates kein Entscheid bis zum

Wahltermin zu erwarten ist? Stimmt es, dass aktiv darauf hingearbeitet wird, dass ein solcher Entscheid nicht bekannt wird vor der Gemeinderatswahl in Bonstetten? Wäre es nicht im Interesse aller Beteiligter, diesen Entscheid vor der Wahl zu veröffentlichen, da ja vor allem bei einem Negativ-Entscheid seitens des Regierungsrates die Wahlchancen massiv steigen würden? Frage 2 (an Erwin Leuenberger): Ist es korrekt, dass Sie der juristische Vertreter von Frank Rutishauser in der vorher genannten Angelegenheit sind oder waren? Wenn dem so wäre, besteht diesbezüglich nicht ein Interessenkonflikt? Ist es im Weiteren korrekt, dass Sie der juristische Vertreter von Hans Roggwiler aus Zwillikon sind oder waren, welcher bereits seit geraumer Zeit diverse Artikel gegen verschiedene, aktive Behördenmitglie-

der Gemeinde Bonstetten gemacht hat? Frage 3 (an alle Gemeinderatsmitglieder): Im Anschluss an die Gemeinderatswahlen wird es wohl unumgänglich sein, durch eine Mediation wieder Ruhe und Ordnung in die Behörde zu bringen. Das kennen wir im Säuliamt ja schon. Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein solcher Einsatz durch den Steuerzahler von Bonstetten berappt werden müsste oder ist der Gemeinderat bereit, diese Kosten selbst zu übernehmen? Ich denke, die Beantwortung dieser einfachen Fragen würde es uns Stimmbürgern im Vorfeld erlauben, eine fundierte Meinung zu bilden, welche auf Tatsachen und nicht auf Gerüchten und Annahmen beruht. Ich bedanke mich bei den Angesprochenen bereits heute für die Beantwortung. Coschy Farrer, Bonstetten

Verpasste Chance zum Neubeginn? Es ist bedauerlich, wie in unserer schönen Gemeinde Bonstetten die Politik sowie Verwaltung in den letzten Jahren keine positive Entwicklung durchgemacht haben – trotz grossem Bevölkerungszuwachs. Der Steuerfuss zeigte nur in eine Richtung. Mit der Baukommission, ich drücke es Mal so aus, durften wir persönlich nun vier Jahre lang unsere Erfahrungen sam-

meln. Und zu guter Letzt zankt sich der Gemeinderat inzwischen in aller Öffentlichkeit. Von Aussen betrachtet, scheint den Direktbeteiligten jegliche Souveränität abhandengekommen zu sein (siehe Leserbriefe aus dem Gemeinderat selbst oder weitere Vorkommnisse, wie beispielsweise an einer Gemeindeversammlung). Mutig ist, wer trotz dieses Schlamassels

nochmals kandidiert (siehe Kandidatenliste), mehr aber auch nicht. Eine frische Kraft aus der letzten Gemeinderatswahl ist inzwischen leider schon wieder zurückgetreten. So lebt die Hoffnung auf eine künftige Auffrischung weiter, denn über kompetente Persönlichkeiten verfügt Bonstetten allemal. Gianpiero Raffa, Bonstetten

Bus 227: Stallikon zahlt «Zum Glück im Säuliamt»

Stallikon zahlt seit neun Jahren für Anschlüsse an die Bahnhöfe in Birmensdorf und Bonstetten. Vom kommenden Dezember an wird der ZVV einen Teil der Samstagskurse übernehmen. Unsere Gemeinde muss dann nur noch für die Abendkurse unter der Woche zahlen. Das wären dann die Jahre 10, 11, 12 etc. Mit dem ZVV abgemacht war ursprünglich, dass dieser die Buslinie nach drei Jahren übernehme, wenn sie erfolgreich sei. Dass sie es war, wird heute nicht mehr bestritten: Sie hatte durchschnittlich 28 % mehr Fahrgäste als für die Übernahme nötig. Und auch der Kostendeckungsgrad war 10 % über Soll. Stallikon ist die einzige Gemeinde, bei welcher der ZVV unter solchen Verhältnissen die Linie nicht übernahm. So zahlt unsere Gemeinde für diese Busgeschichte Millionen. Schon lange war absehbar, dass Stallikons Finanzen schlechter werden. Darum forderte 2015 ein Viertel der Bevölkerung vom Gemeinderat, dieser solle sich wehren. Der Gemeinderat sagte zwar,

er unterstütze das, stellte aber gleichzeitig einen Gegenantrag, welcher im Widerspruch zum Volksbegehren stand. Der Witz: Dieser Gegenantrag erwies sich schon bei der ersten Gelegenheit als technisch unmöglich. So blieb alles, wie der ZVV es will. Bis heute übernahm der ZVV nicht einen einzigen Kurs, sondern verlangte von Stallikon sogar, für 2018 wieder ein zusätzliches Jahr zu zahlen. Stallikon geht zwar das Geld aus, aber wehren wollte man sich nicht und zahlt. Diese Politik ist für Stallikon nicht sinnvoll. Bei den kommenden Wahlen können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das ändern. Oder bekommt unser Gemeindepräsident vom ZVV vielleicht im letzten Moment doch noch eine Zusage für die Abendkurse? In der Zeitung können wir lesen, dass die Postauto AG im Regionalverkehr rechtswidrige Gewinne macht. Dazu passt, dass die von Stallikon zu zahlenden Kurse stets teurer werden. Die Teuerung ist massiv. Andreas Ochsenbein, Visu, Stallikon

«Das regionale Gewerbe bietet Qualität und Service», im «Anzeiger» vom 6. Februar. Da habe ich doch eine grosse Freude empfunden. Dass der Bezirksgewerbeverband nun mit Ideen versucht, uns Konsumenten daran zu erinnern, dass wir hier leben, hier arbeiten, hier unser Geld verdienen hier zur Schule gehen, hier mit unseren Freunden und Bekannten vernetzt sind und sich im hiesigen Spital behandeln lassen. Das heisst, wir leben in einem grossen gesellschaftlichen Gefüge, das immer mehr auseinanderzubrechen droht. Die Bahn- und Postschalter gehen zu, das Haushaltswaren- das Schuhgeschäft machten dicht und viele andere, kleine Läden mussten schliessen, weil es an Kundschaft mangelte. Die Kundschaft wurde früher mit Extrazügen von den SBB nach Konstanz gefahren und bestellt heute in der ganzen Welt ihre Ware zu Schnäppchenpreisen online. Mittlerweile gibt es in der Schweiz bereits

kleine ältere Städtchen, die an Samstagen wie ausgestorben wirken, weil die meisten Läden dicht gemacht haben. Noch lebt es das Säuliamt. Es hat viele Märkte, Events und Weiteres. Ich finde es grossartig, dass mit der Kampagne versucht wird, dem Charakter dieser Region Sorge zu tragen. Und ich freue mich, wenn ein Werbebüro aus dem Amt mit gerissenen Ideen der «Geiz-ist-geil-Mentalität» entgegentritt und ich vielleicht bei einem Einkauf einen Dankeszettel bekomme. Es könnte beispielsweise heissen: «Schön, dass Sie die Küche bei uns bestellen. Danke, dass Sie bei uns einkaufen.» Vielleicht bekommen die Kinder ein Schöggeli, mit dem Dank an Mami und Papi, dass sie die Kinderkleider im Knonauer Amt anstatt in Konstanz einkaufen. Vielleicht erhalte ich sogar einen Ansteckknopf an meinen Mantel, auf dem steht, «ich unterstütze Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region.» Oder: «Ich kaufe in der Region und schütze damit nicht nur Arbeitsplätze hier, sondern auch die Um-

welt.» Viel Mut und Kreativität wünsche ich dem Gewerbeverband, damit es ihm gelingen möge, uns an unsere Mitverantwortung für unsere Lebensregion zu erinnern. Und, dass die Idee der regionalen Milch sich vertausendfachen möge! Toi toi toi! Regula Ochsner, Ottenbach

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 13. Februar 2018

Uerzliker Fasnacht

Motto: «galaktisch»

Am kommenden Sonntag tourt der längste Fasnachtsumzug Europas wieder durchs Oberamt. > Seite 10

Am Samstag steigt in Maschwanden die legendäre Fasnachtsparty. > Seite 11

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Playoffs in Reichweite Am Wochenende spielte der SHC Bonstetten-Wettswil gleich zwei Spiele. > Seite 15

Das Geschäft mit den Verliebten Der Valentinstag sorgt in den Läden für Zusatzerlöse – auch das Säuliämtler Gewerbe profitiert Morgen Mittwoch, 14. Februar, ist Valentinstag. Auch im Säuliamt florieren die Einnahmen am Tag der Liebenden. Allerdings nicht bei den Floristen. ................................................... von livia häberling Morgen ist wieder Bescherung. Für Verliebte, Floristen – und überhaupt für den Detailhandel. Rund um den Globus überraschen sich Liebende oder zumindest Pflichtbewusste zum Valentinstag mit grösseren und kleineren Aufmerksamkeiten und spülen damit Millionen in die Kassen der Industrie. Besonders die Blumenläden stehen im Ruf, am Valentinstag florierende Geschäfte zu machen. Das Gerücht, der Tag sei eine Erfindung der Blumenbranche, hält sich unter den Konsumenten hartnäckig. Der Brauch ist zwar kein Marketing-Coup eines findigen Händlers, dennoch sorgt er zuverlässig für einen regelrechten Geldsegen. Gemäss Schweizerischem Floristenverband setzen die hiesigen Blumenhändler am 14. Februar jeweils rund 40 Millionen Franken um. Das entspricht fünf Prozent des Jahresumsatzes der gesamten Blumenbranche und macht den Valentinstag für sie zu einem der wichtigsten Verkaufstage im Jahr. Über die genaue Entstehung des Valentinstags gibt es mehrere Legenden. Eine handelt von Bischof Valentin von Terni. Dieser soll zu Lebzeiten mehrere Liebespaare getraut und mit frischen Blumen aus dem eigenen Garten beschenkt haben. Darunter waren auch Liebende, die nach kaiserlichem Ermessen nicht füreinander vorgesehen waren. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde Valentin von Terni am 14. Februar 269 enthauptet. Englische Auswanderer brachten den Brauch in die Vereinigten Staaten. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde er schliesslich von US-Soldaten

Sie sind Stars des Tages: Rote Rosen gelten als klassisches Liebessymbol und sind am Valentinstag besonders begehrt. in Westdeutschland bekanntgemacht und erreichte von dort die Schweiz. In den letzten dreissig Jahren nahm seine Popularität stetig zu.

Rosen, Rosen, Rosen Mit der Popularität stiegen die Preise. Denn auch im Blumenhandel spielen die üblichen Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage. Besonders der Bedarf an der langstieligen roten Rose, dem Klassiker unter den Blumengeschenken, ist in den Tagen vor Valentinstag gross. «Bereits anfangs Februar kosten die roten Rosen im Einkauf doppelt so viel wie üblich», weiss Isabelle Groth vom Gartencenter Guggenbühl. Das Dilemma daran: Die Läden können diese saftigen Preise nicht telquel auf ihre Kundschaft abwälzen. Ein kleiner Zuschlag sei zwar üblich, dennoch bleibe die Marge bei roten Rosen minim, erklärt Walter Grimmer von «Kraut und Rosen». Umso mehr sind die Floristen darum bemüht, Bestellüberschüsse zu vermeiden. Walter Grimmer hat für dieses Jahr rund 300 rote Rosen bestellt und hofft, dass seine Kalkulation aufgeht.

Kein Florieren für Ämtler Floristen Christine Nick von «Fleur Creative» bestätigt zwar, dass die Geschäfte am Valentinstag gut laufen, sie relativiert al-

Ob Schmuck oder Schreibmaterial: Herz ist Trumpf am 14. Februar. (Bilder Livia Häberling)

lerdings: «Viele unserer Kunden schenken regelmässig Blumen, das Datum ist dabei weniger entscheidend.» Und auch für Walter Grimmer ist er nicht die wichtigste Einnahmequelle: «Der Valentinstag ist bei uns zwar der frequenzhöchste Tag, aber nicht der umsatzstärkste.» Der 14. Februar sei eher der «Tag der Kleinigkeiten», wie er es formuliert. Den meisten Kunden gehe es um die Geste, entsprechend schenken sie symbolisch eine Rose, oder sie kaufen ein anderes kleines Arrangement. Weitaus attraktiver ist deshalb der Muttertag. An diesem Tag sind die Kunden bereit, grössere Beträge auszugeben. Ob Muttertag oder Valentinstag: Gemeinsam ist diesen Feiertagen, dass sie beide im Lauf der Zeit kommerzialisiert worden sind. Das Geschäft mit der Liebe – sei es jene für die eigene Mutter oder den Partner – ist zu verlockend, um nicht einzusteigen. Entsprechend breit ist die Angebotspalette. Die Pralinés kommen in Herzform daher, den Haarföhn gibt es als Valentins-Edition mit rotem Gehäuse, und sogar die elektrische Zahnbürste wird im praktischen Doppelpack und mit dem Slogan «für dich und mich» angepriesen. Für Konsumkritiker ist diese Kommerzialisierung der Liebe ein Fluch. Ein Segen indes ist sie für die meisten Detailhändler, die den zusätzlichen Umsatz zwischen dem Weih-

nachts- und dem Ostergeschäft so dankend annehmen, wie ein durstiger Marathonläufer den Schluck Wasser.

Herz ist Trumpf Auch beim Juwelier Christ stehen die Zeichen auf Liebe. Der Info-Steller bewirbt das Valentins-Spezial, und beim Blick in die Vitrine zeigt sich ein einheitliches Bild: Ob Herz-Armband, Herz-Halskette oder Herz-Ohrstecker – alles, was das Herz der Herzdame begehrt, ist da. In zarten Silber- und Rosétönen gehalten und zu moderaten Preisen, damit auch die Finanzschwächeren oder Bescheidenen unter den Verliebten nicht verzichten müssen. Das Herzsujet sei zwar beliebt, aber auch Schmuckstücke aus anderen Kollektionen und höheren Preisklassen seien begehrt. «Für unsere Kundschaft steht das Geschenk als solches im Vordergrund», erklärt eine Verkäuferin. Und sie ergänzt: «immer beliebter wird auch unser Online-Shopping-Angebot. Die Kunden schätzen es, die Produkte zuhause am Bildschirm auszuwählen und in die nächstgelegene Filiale zur Abholung liefern zu lassen.» «Love is in the air», verkündete die Vitalis Apotheke-Drogerie Affoltern in der Januar-Ausgabe ihres Kundenmagazins. Dort stellte man die neusten Düfte vor. Nun sind «Splendida Magnolia Sensuel», «Angel Muse» und «Olym-

péa Aqua» auf dem Glastablar in Szene gesetzt und warten darauf, von der Kundschaft wiedererkannt und gekauft zu werden. Auch Lippenstifte und Nagellacke werden präsentiert. Der Valentinstag sei nicht nur eine Gelegenheit, dem Partner etwas zu schenken. Manche Kundinnen würden die Gelegenheit nutzen, um sich selbst etwas Schönes zu gönnen, erklärt Sabrina Ranzato, die Leiterin der Parfümerieabteilung. Die Valentins-Einkäufe der letzten Jahre schätzt sie jedoch als eher rückläufig ein und vermutet einen Zusammenhang mit der Verlagerung der Einkaufsaktivitäten ins Internet.

Der Onlinehandel boomt Mastercard erhebt seit 2015 den Umfang der Online-Transaktionen mit Kredit-, Debit- und Prepaidkarten rund um den 14. Februar. Dabei scheint sich der Eindruck von Sabrina Ranzato zu bestätigen: Mastercard kommt zum Schluss, dass die Anzahl der Onlinekäufe in der Schweiz in den letzten drei Jahren um 147 Prozent angestiegen ist. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit weit über dem Durchschnitt von 93 Prozent und sogar auf Platz zwei hinter der Türkei, wo die Anzahl der Onlinekäufe seit 2015 um 213 Prozent angestiegen ist. Ein weiterer Trend zeigt sich bei der Auswahl der Geschenke: Gemeinsame Erlebnisse scheinen immer beliebter zu werden. Die Anzahl der Transaktionen für ein gemeinsames Essen nahm in der Schweiz um 53 Prozent zu, jene für Hotelübernachtungen um 10 Prozent, und bei Transaktionen für Reisen verzeichnete Mastercard einen Anstieg um 18 Prozent. Die Erhebung zeigt jedoch auch: Blumen sind in der Schweiz nach wie vor ein Renner: Die Ausgaben stiegen in den letzten Jahren um 58 Prozent und die Anzahl der Transaktionen um 97 Prozent. Die Säuliämtler Floristen dürften diese Entwicklungen optimistisch stimmen.

Velobörse der Voba mit einer markanten Veränderung

Veloausstellung und Börse in Affoltern erstmals mit Kofferraum-Markt Bereits sieben Jahre ist es her, seit die erste Velo- und BikeAusstellung zusammen mit der Velobörse in der Begegnungszone Affoltern stattgefunden hat. Meist wurden die Organisatoren mit gutem Wetter und einem ansehnlichen Besucherandrang belohnt. ................................................... von susanne crimi Dieses Jahr wird das Konzept für den Frühlingsanlass der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern (Voba) umgestellt. Zusammen mit René Stettler, dem Inhaber der «Velodoc 2Rad Werkstatt» in Obfelden, steht das Velo immer noch im Fokus der Veranstaltung. Nebst neuen Fahrrädern, die von Stett-

ler am «Velodoc-Stand» angeboten werden, lässt seine Website auch wissen, dass er leidenschaftlich gerne alte Räder umbaut und in Gebrauch befindliche Velos repariert: «Ich liebe alles, was zwei Räder hat.»

Traditionsanlass neu erfunden – die Velobörse der Voba Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse bietet die bereits beliebte Velobörse weiterhin an. Bikes, Kinderräder und fahrtüchtige Velos finden auf diesem Weg einen neuen Besitzer. Ob nun ein Bahnhofvelo gesucht oder nach einer Möglichkeit Ausschau gehalten wird, günstig an E-Bikes aus zweiter Hand zu kommen: Am 14. April wird auf der Oberen Bahnhofstrasse die Velobörse bereits zum achten Mal durchgeführt. Um 8 Uhr kommen die Besitzer von

Zweirädern mit ihren noch verkehrstauglichen Vehikeln zur Börse, nennen ihren Preis und lassen ihr Fahrrad in der Hoffnung stehen, dass sie um 16 Uhr den Verkaufserlös entgegennehmen können. Ab 10 Uhr sind die Velos bereit, um in neue Besitzerhände zu kommen.

Kofferraum-Markt als neues Marktkonzept für Affoltern Gleichzeitig wird die Voba am 14. April einen Kofferraum-Markt organisieren. Deshalb sucht sie Personen, die Ware anbieten, die zum Thema «aus Alt mach Neu» passen. Diese sind eingeladen, sich in dieses für Affoltern neues Marktkonzept einzubringen. Was es dazu braucht? Ein Auto mit einem grossen Kofferraum und schöne Dinge, die zum Verkauf angeboten

werden können. Diese sollten möglichst in Handarbeit entstanden und als wiederverwertetes Objekt zu neuem Leben erweckt worden sein. Ob Kerzenständer, Kunst, Bilderrahmen, Modeschmuck, Spielzeug, kleine Möbel, Dekorationen oder auch andere Waren: Alles, was Freude macht und zum Stöbern und Kaufen animiert, ist willkommen. Wenn das Wetter mitmacht, sich viele KofferraumMarktfahrer einfinden, interessierte Velofahrer und Biker den Stand von René Stettler ansehen und die Velos aus zweiter Hand reissenden Absatz finden, dürfte die Affoltemer Begegnungszone einmal mehr ihrem Namen gerecht werden. Dass eine feine Wurst vom Grill von Toni und Irene Nussbaumer ebenfalls bereits Tradition hat, ist beinahe schon selbstverständlich.

An einem Kofferraummarkt finden vor allem kleinere Dinge Absatz. (Bild zvg.) Interessierte Kofferraum-Marktfahrer melden sich bis 16. März bei Susanne Crimi, Tel. 058 200 57 03 oder susanne.crimi@azmedien.ch.


veranstaltungen

«Wildä Weschtä» ist das Ballmotto der Uerzliker Fasnacht.

«Wildä Weschtä» im Oberamt Uerzliker Fasnacht vom 16. bis 18. Februar Am kommenden Sonntag tourt der längste Fasnachtsumzug Europas wieder durchs Oberamt. Das Fasnachtswochenende beginnt am Freitagnachmittag mit dem Kinderball im Kappeler Gemeindesaal. Abends sind dann die Erwachsenen am Zug. Die Spannung steigt, mit welchen Attraktionen und Persiflagen die zahlreichen Wagenbaugruppen das Publikum entlang der Rundstrecke durchs Oberamt diesmal erheitern werden. Ein Blick ins Umzugsprogramm verrät, dass diesmal auch US-Präsident Donald Trump sein Fett abbekommen wird. Aber nicht nur: Unter anderem auch «200 Jahre Velo» ist mit einem Jahr Verspätung Thema und natürlich zahlreiche Traditionsgruppen aus der Innerschweiz und sämtliche Guggenmusigen des Säuliamts. Gestartet wird am Sonntag, um 13.10 Uhr in Kappel. Danach wälzt sich der Tross durch Uerzlikon, Rossau, Mettmenstetten, Rifferswil, Hausen und Ebertswil, ehe der Konvoi wieder in Kappel seine Runde abschliesst. Legendär ist die traditionelle Uslumpete mit Wagenprämierung, die abschliessend im Kappeler Gemeindesaal gefeiert wird.

Für jeden Geschmack etwas dabei Die Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon dekorieren den Gemeindesaal jeweils sehr aufwändig und feiern bereits am Freitag vor dem Umzug ihren Maskenball, in diesem Jahr unter dem Motto «Wildä Weschtä». Mit Bar und DJ Tutti in der Galerie, Shot-Bar im Saal, Party-Stimmung mit der Live-Band Gletscher Fezzzer und drei Guggen sowie einer Kaffeestube mit dem Ländler-Quartett Echo vom Kontrabass bietet sich für alle Altersgruppen, Musik- und Trinkgeschmäcker etwas. Eröffnet wird die Uerzliker Fasnacht bereits am Freitagnachmittag mit dem Kindermaskenball. Schliesslich braucht auch Fasnacht in Kappel begeisterten Nachwuchs!

Fondueplausch mit Guggen und Barbetrieb Am Samstag treffen sich die Fasnächtler zum Fondueplausch im Rossauer Alphüttebeizli. Auch dort spielen Guggen, sorgt ein Beizli- und Barbetrieb für Kurzweil in der alten Sennerei. Wer mag, geht anschliessend an den Maschwander Maskenball. Doch das ist wieder eine andere Geschichte. (map.)

Ein Cowboy reitet mit seinem wilden Ross durch die Strassen von Uerzlikon. (Bilder Martin Platter)

Uerzliker Fasnachtsumzug 2018 16. Februar:

18. Februar:

Ab 15 Uhr, Kinderfasnachtsball im Gemeindesaal Kappel bei freiem Eintritt. Ab 20 Uhr, Maskenball im Gemeindesaal Kappel, Motto Wildä Weschtä, mit der Party-Band Gletscher Fezzzer und Guggen. Eintritt ab 18 Jahren. Vollmasken und FGU-Goldplakettenträger haben freien Zugang.

Fasnachtsumzug mit anschliessender Uslumpete im Kappeler Gemeindesaal. 13.10 Uhr, Start in Kappel 13.30 Uhr, Uerzlikon 13.50 Uhr, Rossau 14.20 Uhr, Mettmenstetten 15.05 Uhr, Rifferswil 15.40 Uhr, Hausen 16.00 Uhr, Ebertswil ab 14 Uhr, Uslumpete mit PartyBand Gletscher Fezzzer, Wagenprämierung, zahlreiche Guggen, Bar in der Galerie und Kaffeestube mit Ländlermusik vor dem Saal. (map.)

17. Februar: Beizenfasnacht im Alphütte-Beizli, eingerichtet in der alten Sennerei in Rossau, mit diversen Guggen und Fonduespezialitäten, die auch während des Fasnachtsumzuges am Sonntag serviert werden.

Weitere Informationen auf facebook und fgu.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 13. Februar 2018

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Maskenball Maschwanden: Es wird ausserirdisch

Am Samstag steigt in Maschwanden die legendäre Fasnachtsparty Nicht von dieser Welt: Am 17. Februar wird in Maschwanden Fasnacht gefeiert. Das diesjährige Motto heisst «galaktisch». Louisa und William – Glück für ein halbes Jahr? (Bild zvg.)

Liebe auf Zeit? Kino in der Kirche Bonstetten Am Freitag, 16. Februar, zeigt die reformierte Kirche Bonstetten den Film «Ein ganzes halbes Jahr», der auf dem gleichnamigen Roman von Jojo Moyes basiert. Louisa und William könnten kaum unterschiedlicher sein. Sie ist eine junge Frau aus der Kleinstadt, die in einem Café arbeitet. Sie ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden, obwohl sie noch bei ihren Eltern wohnt und ihr Freund Patrick so gar nicht zu ihr passt. William dagegen ist depressiv und launisch, seit er, der vormals erfolgreiche, draufgängerische Banker, im Rollstuhl sitzt. Zwei Jahre ist sein

Unfall her, sein Leben hält William nicht mehr für lebenswert. Doch da lernt er Louisa kennen, die ihren Job im Café verloren hat und von Williams Mutter nun für sechs Monate angestellt wurde, als emotionale Stütze für den Sohn. Lou kennt von Anfang an keine falsche Zurückhaltung und so verstehen sie und Will sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten bald sehr gut. Sie merkt, dass ihr William immer wichtiger wird. Sie ist plötzlich alarmiert, als ihr dämmert, warum sie nur für sechs Monate eingestellt wurde. (pd.) Freitag, 16. Februar, 20 Uhr, ref. Kirche Bonstetten, freigegeben ab 12 Jahren, Eintritt frei.

Das Fasnachts-OK und seine Helfer sind fleissig am Basteln, Einrichten und Dekorieren, damit am Samstag die legendäre Fasnachtsparty steigen kann. Klein und fein, jedoch nicht mit weniger Herzblut organisiert, ist der Maschwander Maskenball ein Geheimtipp.

Kindermaskenball mit Kostümprämierung Bereits zum dritten Mal startet die Maschwander Fasnacht um 16 Uhr mit dem Kindermaskenball. Zu Guggenmusik können die Kinder tanzen und spielen und an der Kostümprämierung mitmachen. Alle dürfen einen Blick in die dekorierte Turnhalle werfen. Für die Kinder gibt es gratis Sirup und Berliner. Für die Erwachsenen ist die Bar geöffnet. Auch der Kafiwagen ist schon ab 16 Uhr bereit zum gemütlichen Beisammensein von Jung bis Alt.

Vollverschleierung und Churchill

Um 20 Uhr öffnet dann die Tür zum traditionellen Maschwander Maskenball in der Turnhalle Maschwanden. Dieses Jahr spielt im grossen Saal die Livemusik «Wirbelwind». Die Partyband wird für Stimmung sorgen. Neben Marsmenschen und anderen Ausserirdischen können die Besucher das Tanzbein schwingen oder einfach auf den Bänken sitzend zum Takt mitschaukeln. Dabei kann man vielleicht sogar die Landung eines Ufos beobachten. Natürlich gibt es dazu auch etwas zu trinken. Zwischendurch lassen verschiedene Guggen fasnächtliche Klänge ertönen. Unter anderem spielen die «Güggel Gugger» aus Ottenbach und die «Näbelgeischter» aus Jonen. Spätestens dann werden alle mit dem Fasnachtsvirus infiziert sein. Ein Abstecher in die Bar lohnt sich auf jeden Fall. Zwischen Sonne, Mond und Sternen gibt es Musik vom DJ und verschiedene Drinks zur Abkühlung. Sollte dann jemand Hunger verspüren, sorgt das eingespielte Küchenteam für Abhilfe. Auch ein Zwischenhalt im Kafiwagen ist ein Muss. Da kann man sich vom Tanzen erholen und bei einem Kaffee Energie tanken. Der Eintritt ist für alle 10 Franken.

Zusätzlich besteht für alle Kreativen die Chance, sich an der Maskenprämierung um Mitternacht einen Zustupf fürs Portemonnaie zu holen. Man darf gespannt sein, was sie sich dieses Jahr einfallen lassen. Der Eintritt ist ab 16 Jahren. Es erfolgt eine Ausweiskontrolle. Auch die älteren Generationen fühlen sich in Maschwanden jeweils wohl und willkommen. Sei es beim Tanz in der Halle, in der Bar oder etwas ruhiger in der gemütlichen Kafistube, wo man sich angenehm unterhalten kann.

Gratis Taxiservice Natürlich geht es mit der Livemusik «Wirbelwind» mit Tanzen und Feiern bis in die frühen Morgenstunden weiter. Auch in der Bar wird noch lange gefestet. Und vor dem heimgehen wird in der Kafistube nochmals vollgetankt. Wer sich dann gerne sicher nach Hause chauffieren lassen will, kann im Umkreis von zehn Kilometern vom Gratis-Heimbringservice Gebrauch machen. (pd.) Samstag, 17. Februar, 20 Uhr, Turnhalle Maschwanden, Eintritt: 10 Franken. Einlass ab 16 Jahren.

Entspannen mit Baby

Februarprogramm des Kino Mansarde – Filmclub Muri

Yogakurs im Familienzentrum Affoltern

Eine französische Komödie und eine historische Filmbiographie über den wohl bekanntesten britischen Politiker des 20. Jahrhunderts: Das Kino Mansarde zeigt zwei Filme, welche ganz unterschiedliche Themen ansprechen.

Die Zeit nach der Geburt ist anspruchsvoll, der Beginn einer neuen, intensiven Lebensphase. In dieser Zeit ist es wichtig, durch sanfte, gezielte Yoga- und Beckenbodenübungen den Körper bei der Rückbildung zu unterstützen, Kraft aufzutanken und diese Zeit zusammen mit dem Baby und anderen Müttern zu erleben. Sabine Chandika Würmli, Yoga und Ayurveda-Kursleiterin, führt einfühlsam durch diesen entspannenden Kurs. Auch das Baby geniesst einfache Körperübungen, die es in seiner Entwicklung unterstützen. Diese Veranstal-

«Voll verschleiert – Cherchez la femme»: Sou Abadis Komödie erzählt von Leila, einer muslimischen Studentin, (Camélia Jordana) und ihrem Freund Armand (Félix Moati). Beide studieren Politikwissenschaften und planen ein Praktikum bei der UNO in New York. Doch Leilas Bruder Mahmoud, der nach einem Aufenthalt in Jemen tief religiös zurückkehrt, macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Er untersagt seiner Schwester ab sofort jeden Kontakt mit Männern und sperrt sie in der Wohnung ein. Um seine Freundin wieder sehen zu können, beschliesst Armand, als total verschleierte muslimische Frau namens Scheherazade bei Leila Franzö-

Armand (Félix Moati) wird erfinderisch, um seine Leila wieder zu sehen.

sisch Unterricht zu nehmen. Dies geht so lange gut, bis sich Mahmoud in die geheimnisvolle Scheherazade zu verlieben beginnt und Heiratspläne schmiedet. «Total verschleiert» ist eine Komödie, welche nicht nur auf reine Unterhaltung aus ist, sondern auch Informationen mitbringt und aktuelle Themen abhandelt. Hier sind es die Religion, der Glaube, die Islamisierung in Europa, aber auch der Umgang mit dem Islam in der westlichen Welt. Glaubwürdige Darsteller verhelfen zu einem gelungenen Filmerlebnis.

«Darkest Hour» Im Mai 1940 wird die britische Regierung durch das anfängliche Kriegsglück der Nazis in eine existentielle Krise gestürzt: Premierminister Chamberlain tritt zurück und damit nimmt das packende Drama um das Wirken Winston Churchills (Gary Oldman) seinen Lauf. Kaum hat Churchill sein Amt angetreten, wird er von Regierungsmitgliedern und Öffentlichkeit dazu gedrängt, Friedensverhandlungen mit den Nazis zu führen. Doch nichts liegt ihm ferner: Er bleibt standhaft, hält an seiner Überzeugung fest und kämpft mit Weitsicht für die Freiheit seiner Nation. Das Werk Joe Wrights ist zugleich historisches Filmdrama als auch Filmbiografie, aber kein Schlachtengemälde. Der Film um den wohl bekanntesten britischen Politiker des 20. Jahrhunderts ist nicht nur kurzweilig, sondern er zeichnet

Gary Oldman als Winston Churchill in «Darkest Hour» (Bilder zvg.) die Figur Churchills aufregend menschlich: Einerseits als unbeugsamer Stratege und Rhetoriker, andererseits als schrulliger und zum Teil chaotischer Zeitgenosse und Querdenker, ein Exzentriker, der zwar Geschichte schreibt, aber auch voller menschlicher Schwächen ist. Die Darstellung des komplexen Charakters Churchills durch Gary Oldman ist hohe Schauspielkunst. (pd.) «Voll verschleiert» (88 Min., D synch., ab 14 Jahren): Donnerstag, 22. Februar, 18 Uhr und Freitag, 23. Februar, 20.30 Uhr. «Darkest Hour» (125 Min., Edf, ab 14 Jahren): Donnerstag, 22. Februar, 20.30 Uhr und Freitag, 23. Februar, 18 Uhr. Reservieren: www.kinomansarde.ch oder Telefon 056 664 21 21.

Benefiz-Konzert mit Daniel Habtey

Eritreischer Liedermacher in Rossau Am Mittwoch, 21. Februar, findet im «Güetli» Rossau ein Benefizkonzert für die Mission am Nil statt. Die Mission am Nil mit Sitz in Knonau führt in Eritrea seit 1963 eine Primarund Sekundarschule. Die Schule mit angegliedertem Internat bietet zurzeit 1100 Schülern von der ersten bis zur

achten Klasse eine gute Schulbildung an, die im ganzen Land bekannt ist. Daniel Habtey ist ein eritreischer Liedermacher, Pastor und ehemaliger Schüler der Missionsschule und lebt mit seiner Familie seit einigen Jahren in England. In Liedern und Berichten zeigt er die Schönheiten und Schwierigkeiten seines Heimatlands auf, aber auch seinen Glauben an den himmli-

schen Vater, dem er als Waisenkind in Eritrea begegnet ist und der ihn bis heute geführt hat. Die Kollekte des Benefizkonzerts wird der Missionsschule in Eritrea zukommen. Damit soll Kindern in Eritrea eine Zukunft in ihrem eigenen Land ermöglicht werden. Mittwoch, 21. Februar, 19.30 Uhr, «Güetli», Rossau, Eintritt frei, Kollekte.

tung startet am 6. März und findet danach fünfmal, jeweils am Dienstag von 15 bis 16 Uhr, statt. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich, die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine hauseigene Kinderhüeti mit freundlichem Ambiente ist für die Dauer des Kurses gegen einen kleinen Aufpreis von 5 Franken pro Kind und Stunde vorhanden. (pd.) Ab 6. März, jeweils dienstags, Anmeldungen: 044 760 21 13, oder unter: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Informationen: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch

«iPeach» im Kasinosaal

15. Bühnenprogramm: Peach Weber kommt Am Dienstag, 22. Mai, wird Peach Weber im Kasinosaal Affoltern auftreten. Peach Weber erfindet sich immer wieder neu! Hat er in den bisherigen 14 Programmen doch vorwiegend Gags, Gedichte und Lieder zum Besten gegeben, verblüfft er im neuen Programm «iPeach» mit Gedichten, Liedern und Gags! Seine Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Als Höhepunkt des Wandels wird er auf dieser Tour ganz andere Socken tragen und als Zwischenverpflegung nicht mehr auf schnöde Schinken-Sandwiches, sondern als Zeichen des Neuanfangs nur noch Salami-Sandwiches essen. Seit bald 40 Jahren ist er ununterbrochen in der Comedy-Branche aktuell und haut nun sein 15. Programm raus: «iPeach»: Es ist das neueste Produkt aus Silly Valley. Das Programm wird auf allen Kanälen die Welt erobern, von CD bis Spott-ify. Da gibt es keine Diskussion mehr, das ist der Hammer. Das Publikum wird vor Lachen explodieren. Menschen werden plötzlich wieder einen Sinn im Leben sehen, nicht mehr rauchen, saufen, keine Drogen mehr nehmen. Sie werden sich auf der ganzen Welt für Frieden einsetzen und die Klimakatastrophe mit aller Kraft verhindern. Sie werden Diktatoren stürzen, Demokratie verwirklichen,

die Erde wird wieder zu einem Paradies werden und das nur dank einem Mann: Peach Weber, «Knallfrosch» aus dem Aargau! Er wird fortan jedes Jahr den Friedensnobel- Peach Weber. (zvg.) preis erhalten. Er wird die Weltreligionen versöhnen und auf einen gemeinsamen Nenner bringen. James Bond wird ihn um Rat fragen. Es wird ihm ein Denkmal errichtet werden, das sämtliche Wolkenkratzer der Welt überragen wird. Der Burj Khalifa wird daneben wie ein Zäpfchen aussehen. Es werden alle Neugeborenen aller Kontinente auf den Namen «Peach» getauft werden. Er aber wird sich von dem nicht beeindrucken lassen, bleibt bescheiden und wird nach seiner Vorstellung am 22. Mai den Kasinosaal in Affoltern selber aufräumen und besenrein übergeben. Ja, so ist er, der Meister, die Atombombe unter den Damenfürzchen, die Titanic unter den Pedalos, die Mortadella unter den Cipollatas. (pd.) Programm «iPeach», Dienstag, 22. Mai, 20 Uhr, Kasinosaal Affoltern, Kassa- und Türöffnung: 19 Uhr, Ticketpreise: 55 / 47 / 39 Franken, Vorverkauf: www.eventhouse.ch und www.starticket.ch.


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Sport

Dienstag, 13. Februar 2018

15

Wo die Fäuste und die Bälle fliegen Am vergangenen Wochenende fand die Schweizer Meisterschaft der Faustballer in Bonstetten statt In zwei Finalspielen wurden in Bonstetten am letzten Sonntag die Schweizer Meisterinnen und Meister im Faustball erkoren. Organisiert wurde das Turnier im Sportzentrum Schachen bereits zum wiederholten Mal durch die Männerriege Bonstetten. ................................................... von martin mullis «Fuuschtball» titelte das Programmheft am vergangenen Wochenende und versprach in der Schachenhalle spannende Vorausscheidungs- und Finalspiele. Das Versprechen der Männerriege Bonstetten, welche die Organisation der Schweizer Meisterschaften der NLA Frauen und Männer bereits seit zwei Jahren übernimmt, wurde mehr als erfüllt. Der Grund für ihr grosses Engagement in dieser Randsportart liegt in der starken Verknüpfung mit dem Schweizerischen Faustballverband. Immerhin spielten die Bonstetter in den Jahren 1975 und 1976 in der Nationalliga A und später

dann noch in einer Seniorenmannschaft zusammen mit Obfelden. OK-Präsident Markus Reich unterstrich aber auch die Tatsache, dass sich die Dreifachturnhalle in Bonstetten für den Faustball und die Durchführung dieses Anlasses hervorragend eigne. An den Vorausscheidungen am Samstag spielten vier Frauen und vier Männerteams und am Sonntagmorgen wurde das Spiel um den dritten Platz ausgetragen. Im Final am Sonntagnachmittag standen sich bei den Frauen die Teams von Titelverteidiger Jona und Oberentfelden gegenüber. Im Männerfinal kämpfte der Titelverteidiger SV Diepoldsau gegen den STV Wigoltingen.

Mit grossem Einsatz gekämpft Die spannenden Finalevents fanden in Bonstetten grosse Beachtung. Unter den rund 400 Gästen in der Schachenhalle waren prominente Zuschauer, zahlreiche Säuliämtler und Fans der Finalteams auszumachen. Der Wettswiler Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger amtete

Hart umkämpfter Ball in der Sporthalle Schachen in Bonstetten: Der SV Diepoldsau (weisse Trikots) gewann den Final und ist Schweizer Meister. (Bild Martin Mullis) gekonnt als Speaker. Alt-Nationalrat Toni Bortoluzzi, als ehemaliger Faustballspieler in der Nationalmannschaft, übernahm für die Organisatoren das Grusswort an die teilnehmenden Teams. Obwohl in den Finals mit grossem Einsatz um den Sieg gekämpft

wurde, war letztendlich bei den Sportlerinnen und Sportlern deutlich die Einstellung «Mitmachen ist wichtiger als Siegen», zu bemerken. Selbstverständlich und völlig unabhängig der Ansicht des Wiederentdeckers der Olympischen Spiele,

Pierre Baron de Coubertin, dass «teilnehmen wichtiger ist als siegen», soll natürlich hier den Schweizer Meistern im Faustball herzlich gratuliert werden. Bei den Frauen wurde der TSV Jona und bei den Männern der SV Diepoldsau Schweizer Meister.

Knapper Sieg dank viel Einsatz

HSV Säuliamt gegen SG Limmat-Hcdu 24:23 (12:13)

Das Jubiläum des Frauenturnvereins wurde feierlich begossen. (Bild zvg.)

Generalversammlung des Ftva

90 Jahre Frauenturnverein Affoltern Am Freitag, 2. Februar, kamen die Mitglieder des FTV Affoltern zu Ihrer 90. Generalversammlung zusammen. Den Saal des Mehrzweckgebäudes fanden sie in fasnächtlicher Dekoration vor und konnten sogleich einen Apéro geniessen. Eveline Fenner, die Präsidentin des Ftva, begrüsste die Turnerinnen. Der Verein zählt insgesamt 95 Mitglieder, die allermeisten davon sind aktive Turnerinnen. Der Jahresbericht der Präsidentin zeigte, dass während des letzten Vereinsjahres viel los war. Das Jahr startete gleich mit zwei traditionellen Arbeitseinsätzen, bei denen jeweils unter der Leitung von Sonja Wäger und Susanne Meier ein Serviceteam im Casinosaal Affoltern im Einsatz war. Auch bei der offiziellen 1. Augustfeier wurde fleissig gearbeitet. Das vergangene Vereinsjahr war auch gespickt mit zahlreichen Ausflügen und Anlässen. Ein Besuch im Freilichtmuseum Ballenberg, ein gemütlicher Grillabend, eine Führung durch den Bahnhof Zürich und eine besinnliche Chlausfeier waren darunter. Der Höhepunkt aber war die Zweitagesreise nach Savognin. Natürlich haben die Frauen auch fleissig geturnt im letzten Jahr. Alle Turnstunden der drei Gruppen, die jeweils montags in der Butzenhalle stattfinden, waren wie immer sehr gut besucht und die fleissigsten Turnerinnen wurden aufgerufen und mit einem kleinen Präsent belohnt. Die

Vorturnerinnen bringen bei den Turnstunden immer wieder neue Trends aus der Fitnessbranche in den Traditionsverein. Im Jahr 2018 gibt es für den Ftva das 90-jährige Vereinsjubiläum zu feiern. Ein stolzes Alter, das nur durch das Mitwirken der einzelnen Mitglieder zustande kommen konnte. Die Präsidentin bedankt sich für die Treue und den Einsatz der Frauen für den Verein, und stellt in Aussicht, dass zum Jubiläum in diesem Sommer etwas ganz Besonderes auf dem Plan stehen werde. Aus dem Vorstand wurde Monika Stettler verabschiedet. Sie hatte sich seit drei Jahren tatkräftig als Aktuarin für den Verein engagiert. Neu wird im Vorstandsteam Gabi Adam das Amt der Aktuarin bekleiden. Trotz seines stolzen Alters bleibt der Verein auch digital am Ball. Ab sofort ist die neue Homepage des Ftva aufgeschaltet. Unter www.ftva.ch finden Interessierte neben Informationen zum Vereinsleben, den Turnstunden und aktuellen Anlässen auch viele Fotos und Berichte. Nach der Generalversammlung wurde allen Teilnehmerinnen ein «Znacht» aus der Vereinskasse offeriert und der Abend fand einen gemütlichen Abschluss bei selbst gemachtem Apfelstrudel. Der Frauenturnverein freut sich immer über neue Mitglieder. Es ist jederzeit möglich, in die Turnstunden hineinzuschnuppern. Informationen unter ftva.ch.

Am vergangenen Sonntagnachmittag traten die Säuliämtler gegen die SG Limmat-Hcdu an. Nachdem der HSV eine Woche zuvor gegen den HC Mutschellen verlor, der bisher in dieser Saison noch keinen Sieg auf dem Konto hatte, war Verunsicherung im Team zu spüren. Erschwerend kam hinzu, dass der HSV nicht mit all seinen Spielern antreten konnte. Dank der Unterstützung von Martin Baumann waren trotzdem noch mehrere Ersatzspieler auf der Bank. Das Spiel startete nervös. Die HSV-Spieler mussten Sicherheit finden und der Gegner wollte sich für die Erstrundenniederlage revanchieren. Zu Beginn war das Spiel ein offener Schlagabtausch. Nach 15 Minuten gelang es dann dem SG Limmat, sich Tor für Tor abzusetzen. In der 25. Minute führte er mit vier Toren Vorsprung. Der HSV riss sich nochmals am Riemen und konnte den Rückstand bis zur Pause reduzieren. Er ging mit einem Tor Rückstand in die Pause (12:13). Trainer Julian Grau fand in der Pause klare Worte, analysierte Schwachpunkte und motivierte die Spieler. In der zweiten Halbzeit war das Spiel weiter auf Messers Schneide.

Ab der 40. Minute konnte sich der HSV mit vier Toren absetzen. Ab der 50. Minute machte es jedoch den Anschein, als seien sich die Säuliämtler des Sieges schon sicher; sie schalteten einen Gang zurück. Prompt nutzte dies der Gegner und begann seine Aufholjagd. Etwa 40 Sekunden vor Spielende vermochte die SG Limmat den Ausgleich zu erzielen (23:23). In dieser Saison hatte der HSV schon mehrfach vergleichbare Situationen erlebt. Vermochten sie dies auch dieses Mal für sich zu entscheiden? Das war die Frage. Zeit hatte man genug, aber würden die Nerven auch genügend stark sein? Routiniert begannen die Jungs auf dem Platz den Ball durch die Reihen laufen zu lassen. Dann war es an der Zeit, den Torschuss herauszuspielen. Der linke Flügel des HSV begann mit dem Druckspiel. Position für Position lief der Ball gut durch und der ballführende Spieler konnte immer zwei Gegner binden. Zum Schluss konnte der rechte Flügelspieler der Säuliämtler zum entscheidenden Abschluss ansetzen. Mit einem strammen Schuss netzte er zum 24:23 ein. Das Spiel war aber noch nicht vorbei, denn es blieben noch 12 Sekunden zu spielen. Die SG Limmat machte ein schnelles

Anspiel. Der Ball ging auf ihre rechte Angriffsseite, wo ein HSV-Spieler das Spiel mit einem Foul unterbrach. Was nun geschah, konnte sich niemand richtig erklären. Nach dem Foulpfiff gab es plötzlich grosse Unruhe. Der Gegner führte den Freistoss aus, doch beide Teams diskutierten heftig und wurden laut. Der Ball ging indes zum linken Flügel des Gegners, der freie Schussbahn hatte, aber die Frage, ob er nun schiessen durfte oder ob das Spiel unterbrochen war, konnte er nicht beantworten. Er hielt den Ball in der Hand und die Zeit lief ab, das Signalhorn ertönte, das Spiel war vorbei und der HSV gewann mit 24:23. Doch die Frage war immer noch offen: Hätte er schiessen dürfen oder nicht? Die Antwort wäre ja gewesen. Was für den Gegner eine bittere Pille war, war für die Säuliämtler zwei süsse Punkte wert. Für die Moral des Teams war es ein wichtiger Sieg und die zwei Punkte wurden gerne genommen – trotzdem blieb ein bitterer Nachgeschmack. Nun wartet am 24. Februar in Glarus das nächste Spiel auf die Herren des HSV Säuliamts. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Playoffs für SHC BW zum Greifen nah Am Wochenende spielte der SHC Bonstetten-Wettswil gleich zwei Spiele. Am Samstag duellierte er sich mit einem direkten Konkurrenten um die Playoff-Qualifikation und am Sonntag folgte ein Spiel gegen den Tabellenleader. Das Doppelwochenende begann für den SHC BW, indem er zu Hause die Kernenried Bulldozers empfing, welche man in den vergangenen Saisons mehrfach auf die Plätze hinter sich verweisen konnte. Dies ist auch diese Saison das Ziel. Die Aufgabe gestaltete sich jedoch schwierig, denn das erste Direktduell hatten die Bulldozers klar gewonnen und auch im Rückspiel tat sich der SHC BW zeitweise schwer, agierte passiv und kam nicht richtig ins Spiel. So war es denn auch kein Wunder, dass die engagierten Gäste in

Führung gingen. Auch im zweiten Drittel plätscherte das Spiel grösstenteils vor sich hin. Die Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig, mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Entgegen dem Spielverlauf gelang es den Gästen gegen Ende des Drittels, die Führung auszubauen. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst stieg ein Säuliämtler übermotiviert in einen Zweikampf, sodass er sich eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte, und kurz darauf zappelte der Ball bereits wieder im Netz, dieses Mal jedoch im Tor der Gäste, welche immer noch in Überzahl spielten. Dies brachte die Spannung wieder zurück ins Spiel. Im dritten Drittel erhöhten die Säuliämtler den Druck, vergaben aber einige hochkarätige Chancen und einen Penalty, bis der Ausgleich zum 2:2 dann doch noch fiel. Danach fielen

weder in der regulären Spielzeit, noch in der Overtime weitere Tore, also kam es zum Penaltyschiessen. Dort konnte einzig Thürig für den SHC BW ein Tor erzielen, sicherte den Extrapunkt und brachte die Säuliämtler einen grossen Schritt näher an die Playoff-Qualifikation.

Kanterniederlage gegen Oberwil Die Vorkommnisse des zweiten Spiels des Wochenendes sind schnell erzählt: Der SHC BW reiste nach Oberwil, wo er gegen den haushohen Favoriten nur ein Drittel wirklich mithalten konnte und dann aufgrund der Müdigkeit des Vortags und schlichter Unterlegenheit die Segel streichen musste. So wurden den Ämtlern bei der 1:10-Niederlage das erste Mal diese Saison ihre Schwächen, an denen es jetzt zu arbeiten gilt, klar vor Augen geführt. (pd.)


Veranstaltungen 1. Bonstetter Floh- und Raritätenmarkt

PUBLIKUMSVORTRÄGE IN DER ANDREASKLINIK CHAM ZUG am Samstag, 17. März 2018 im reformierten Kirchgemeindehaus Bonstetten Verkauf ab 9.00 – 16.00 Uhr mit Verpflegungsmöglichkeit Für Verkäufer: Anmeldung und Auskunft bei: Werner Utz, Bonstetten Tel. 044 700 08 44 oder E-Mail: werner-utz@bluewin.ch

Dienstag, 20. Februar 2018, 1C.00 – 20.00 Uhr

HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN

David Ramsay, Facharzt für Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin Dienstag, 6. März 2018, 1C.00 – 20.00 Uhr

SCHULTERSCHMERZEN – WANN IST EINE OPERATION SINNVOLL?

Dr. med. Sebastian Gathmann, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates

Ihre Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Deshalb bitten wir Sie um telefonische Anmeldung unter T 041 784 07 84 oder unter www.hirslanden.ch/andreasklinik Ort: AndreasKlinik Cham Zug, Rigistrasse 1, 6330 Cham

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012 2018  

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