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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 12 I 171. Jahrgang I Dienstag, 14. Februar 2017

Hauch von Hollywood

Wasser-Kooperation

Regisseur Simon Jaquemet dreht in Hausen gegenwärtig einen Mystery-Thriller. > Seite 5

Nach Kappel hat auch Hausen dem hydraulischen Zusammenschluss zugestimmt. > Seite 5

Matthias Wiens ärztlicher Leiter Matthias Wiens, langjähriger Chefarzt Chirurgie am Spital Affoltern, hat die Nachfolge von Roland Kunz als ärztlicher Leiter angetreten. Das teilte Spitaldirektor Michael Buik im Rahmen der De- Matthias Wiens. legiertenversamm- (Archivbild) lung vom vergangenen Donnerstag mit. Auf Kunz’ Fachgebiet Akutgeriatrie und Palliative Care wirken Markus Minder und Helen Roth als Co-Leiter. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Zustimmung zum Sozialdienst Mit 84,7 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten in Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach deutlich für eine gemeinsame IKA Sozialdienst aus. Auch die IKA Sozialdienst Unteramt wurde mit grosser Zustimmung gutgeheissen, in Wettswil mit 87 %, in Bonstetten mit 85,5 % und in Stallikon mit 77,5 %. ................................................... > Bericht auf Seite 5

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Westküsten-R’n’B «So What»: Der Rifferswiler Reto Della Torre hat ein neues Album herausgebracht. > Seite 7

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«Wettrenn-Fieber» Die Hediger Kinderfasnacht stand unter dem Motto «Achtung, fertig, los!». > Seite 10

Frank Rutishauser und Claudia Schuler gewählt Ein eher knappes und ein klares Verdikt in Bonstetten In Bonstetten wurden als Ersatz für den zurücktretenden Bruno Steinemann ein Gemeinderatsmitglied und der Gemeindepräsident gewählt. ................................................... von thomas stöckli Der Gemeinderat Bonstetten wird künftig von Frank Rutishauser präsidiert. Er setzte sich in einem harten Wahlkampf mit 882 zu 746 Stimmen gegen Claude Wuillemin durch. Der neue Gemeindepräsident ist vor allem erleichtert, dass die Entscheidung im ersten Wahlgang gefallen ist. «Inhaltlich wird eines der ersten grossen Themen die Anpassung der Gemeindeorganisationen auf das neue Gemeindegesetz sein», verrät Rutishauser. Er will Bonstetten als eine der attraktivsten Gemeinden zwischen Zürich und Zug positionieren. Hohe Priorität komme dabei der Erhaltung des aktiven Dorflebens und der intakten Naherholungsgebiete zu. Den Sitz im Gemeinderat holte sich Claudia Schuler souverän mit

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«Seewadel» und mehr Die Immobilienabteilung der Gemeinde Affoltern lud zum Informationsanlass. > Seite 11

Unzufriedene Katholiken In der katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius fühlen sich verschiedene Pfarreimitglieder unverstanden und seelsorgerisch zu wenig betreut. Bemängelt werden die Führung der Pfarrei sowie der Religionsunterricht für die Jugendlichen. Ein vom Generalvikariat eingesetzter Supervisor versuchte am letzten Sonntag, die Wogen zu glätten. Der Gesprächsleiter bündelte während einer Stunde die Beanstandungen und listete Vorschläge und Anregungen auf. Trotz einiger Richtigstellungen, aufbauender Worte und konstruktiver Vorsätze, war die Unzufriedenheit am Schluss der ausserordentlichen Pfarreiversammlung nicht restlos ausgeräumt. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Neue Ersatzmitglieder

Claudia Schuler machte das Rennen um den frei werdenden Sitz im Gemeinderat Bonstetten, Frank Rutishauser übernimmt das Präsidium. (Bild zvg.) 1312 von 1738 gültigen Stimmen. In dieser Deutlichkeit hätte sie das nicht erwartet, so die neue Gemeinderätin glücklich. Als Gründe dafür nennt sie den Wunsch der Bonstetter nach mehr Frauen im Gemeinderat, die Sympa-

thie für Parteilose und Unverständnis darüber, dass die FDP die Hälfte des Gemeinderats stellen wollte. Voraussichtlich Anfang März wird sich der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung konstituieren.

Auch im Bezirksrat standen Neuwahlen an. Statthalter Claude Schmidt und die beiden Bezirksrätinnen Ruth Früh, FDP, und Hanna Stutz, BDP, waren bereits im November 2016 in stiller Wahl bestätigt worden. Ersatzmitglieder sind neu Gerhard Gysel und Antoinette Frey-Künzle.

................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen

«Herzlichen Dank Billy» Patrouille Suisse-Leader Simon Billeter wurde in Emmen verabschiedet Anlässlich der Alpinen Ski Weltmeisterschaften in St. Moritz hatte der Knonauer Simon Billeter am Sonntag seinen letzten Flug als Leader der Patrouille Suisse. Die Fans liessen es sich nicht nehmen, ihn am Militärflugplatz Emmen zu verabschieden. ................................................... von andrea bolliger Wenn die Patrouille Suisse auf dem Militärflugplatz Emmen startet, versammeln sich dort immer einige Fans. Am letzten Sonntag als die beiden Piloten Simon «Billy» Billeter und Michael «Maestro» Meister zum letzten Mal mit der Schweizer Kunstflugstaffel zu einem Auftritt abhoben, waren es besonders viele. Für die Piloten war es eine anspruchsvolle und aussergewöhnliche Vorführung über dem Gelände der Alpinen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz, mit gemeinsamen Überflügen mit einer Bombardier CSeries 100 von Swiss. Simon Billeter war zwanzig Jahre lang Jet-Berufsmilitärpilot, davon flog er elf Jahre in der Patrouille Suisse auf diversen Positionen, zuletzt als Leader. Im Interview blickt er auf seine Karriere zurück und erzählt,

Einige der Patrouille-Suisse Fans, die am Sonntagmorgen an den Militärflugplatz Emmen kamen. (Bild Andrea Bolliger) warum er auch die Berufsfliegerstaffel verlässt und das Cockpit des F/A 18 gegen das einer zweimotorigen Propellermaschine des Typs Beech 1900 D tauscht. Die Fans waren aus der ganzen Deutschschweiz angereist. Sie hatten Plakate und Fähnchen mit der Aufschrift «Herzlichen Dank Billy und Maestro» angefertigt. Aufgrund der Verschiebung der Startzeiten der Skirennen in St. Moritz, musste auch die Patrouille Suisse ihre Vorführung um gut eine halbe Stunde vorverlegen. Kurz vor 10 Uhr liess die Staffel über

Facebook verlauten, sie starte um 10.20 Uhr zur Vorführung und lande danach wegen des Nebels in Payerne. Kurzerhand wechselten die Fans ihren Standort, damit sie von den Piloten überhaupt gesehen wurden. Kaum waren die sechs rot-weissen Jets in der Luft, lichtete sich der Nebel etwas und die berechtigte Hoffnung keimte auf, dass die Piloten ihre Flugzeuge wieder in Emmen landen könnten. Deshalb begaben sich einige verbliebene Fans erneut zu den Flugzeughallen, um die Piloten zu begrüssen. Kurz nach

11 Uhr wurden sie informiert, dass die Jets in Payerne landen würden. Sicherheit geht in der Fliegerei immer vor und das wissen auch die Fans, deshalb war auch niemand enttäuscht. Während sie sich bei einem Kaffee aufwärmten, hatten die Piloten einige hundert Autobahnkilometer vor sich. Sie wurden abends in St. Moritz erwartet, wo sie zusammen mit den Piloten der Swiss den Applaus der Skifans entgegennehmen durften. ................................................... > Interview auf den Seiten 6 und 7

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Rechtsmittelbelehrung

RechtsmiƩĞů͗ Gegen dieses Ergebnis kann wegen der Verletzung von sŽƌƐĐŚƌŝŌen über die poliƟƐchen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der VerƂīentlichung an gerechnet, schriŌlich Rekurs in ^ƟŵŵƌĞchtssachen beiŵ Bezirksrat īŽůƚĞrn, /ŵ Grund 15, 8910 AīŽůƚĞƌŶ Ăŵ Albis, erhoben werden. Die RekursschriŌ ŵuss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. Im Übrigen kann gegen diese Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden.

Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Abstimmung/Wahl kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. Im Übrigen kann gegen diese Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden.

RechtsmiƩĞů͗ Gegen dieses Ergebnis kann wegen der Verletzung von sŽƌƐĐŚƌŝŌen über die poliƟƐchen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der VerƂīentlichung an gerechnet, schriŌlich Rekurs in ^ƟŵŵƌĞchtssachen beiŵ Bezirksrat īŽůƚĞrn, /ŵ Grund 15, 8910 AīŽůƚĞƌŶ Ăŵ Albis, erhoben werden. Die RekursschriŌ ŵuss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Gemeinderat Hausen am Albis

Rechtsmittel: Gegen dieses Ergebnis kann wegen der Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. Februar 2017

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Das Spital Affoltern plant seine Zukunft Rege Diskussionen und klare Entscheide an der Delegiertenversammlung Spitalzweckverband vom Donnerstag Die Spital-Betriebskommission hat sich einiges vorgenommen für 2017: Bis im Sommer soll die Entscheidungsgrundlage für die neue Rechtsform vorliegen, parallel dazu läuft eine Risikoanalyse und bis Ende Jahr sollen die Statuten dem neuen Gemeindegesetz angepasst sein.

Praxisräume auf dem OVA-Areal an Dritte wollte die BK eine Altlast loswerden. Der entsprechende Antrag traf allerdings erst zwei Tage vor der Versammlung bei den Delegierten ein. «Ich bin entsetzt!», und «Ich finde es eine Schweinerei!», sprach die Stalliker Delegierte Priska Metzger Klartext. «Ich brauche mehr Zeit», fand auch der Affoltemer Delegierte Hermann Brütsch. «Wir können es auch im Mai bringen, aber das bringt uns jeden Monat Verlust», begründete Clemens Grötsch die kurzfristige Eingabe. «Das Angebot lag schon vor acht Monaten bei Herrn Straubhaar (ehemaliger Spitaldirektor ad interim, Anm. d. Red.) auf dem Pult», widersprach der Aeugster Delegierte Peter Hoppler der Dringlichkeit, zudem seien die angebotenen 30 000 Franken Kostenbeitrag nur ein «Pflästerli».

................................................... von thomas stöckli Das Spital Affoltern soll schnellstmöglich in Langzeitpflege und Akutspital aufgeteilt, der Zweckverband aufgelöst und durch eine Organisationsform mit mehr Selbstverantwortung ersetzt werden. Diesen Auftrag hat die Betriebskommission (BK) im Dezember letzten Jahres von den Gemeindedelegierten erhalten. Parallel zum Splitting empfahl die Betriebskommission nun, auch die damit verbundenen Risiken unter die Lupe zu nehmen: Was passiert, wenn eine Gemeinde austritt? Was ist mit Schulden, oder Altlasten von Bauten? Mit der Projektierung Splitting und Risikomanagement wird die Alerion Consult AG beauftragt. Vorausgegangen war dem Entscheid eine Diskussion über die Zuständigkeit: «Das hätte die BK in eigener Kompetenz beschliessen dürfen», fanden verschiedene Delegierte. Die BK argumentierte dagegen, dass die Zahl nicht im Voranschlag gewesen sei und dass sie ihre jährliche finanzielle Handlungskompetenz nicht zu früh ausschöpfen wolle. Die Delegierten hiessen den entsprechenden Kredit über 150 000 Franken schliesslich einstimmig gut und taxierten ihn ebenso einstimmig als dringlich. Das Vorprojekt soll bis Juni abgeschlossen sein, damit im Juli der

Spitalleitung reduziert, Chef gekürt

Spital Affoltern: Wie schnell ist eine organisatorische und rechtliche Trennung überhaupt möglich? (Archivbild) Entscheid für die künftige Rechtsform fallen und die Umsetzung anlaufen kann. Wie schnell eine organisatorische und rechtliche Trennung überhaupt möglich sei, darauf wollte sich die BK noch nicht festlegen.

Herausfordernde Statutenrevision Weil die künftige Rechtsform noch offen ist – oder bei einer Trennung von Akut und Pflege allenfalls auch die künftigen Rechtsformen –, müssen die Statuten des Zweckverbands in der Zwischenzeit an die Veränderungen angepasst werden, die mit dem neuen Gemeindegesetz kommen. Der Fahrplan sieht dazu auch eine breit abge-

stützte Abklärung der Bedürfnisse bei Gemeinden und Parteien vor. «Es wird sicher unterschiedliche Auffassungen geben», meint BK-Mitglied Jürg Burger. Er hält es gar für realistisch, dass die Statutenrevision abgelehnt werden könnte. Schliesslich müssen alle Gemeinden zustimmen – bis Ende Jahr kann das Geschäft an den Gemeindeversammlungen behandelt werden, ab 2018 müsste es an die Urnen.

Toni Bortoluzzi: kein Interesse an BK Zwei Geschäfte wurden an der DV gar nicht behandelt. «Zuwahl eines neuen Mitglieds der Betriebskommission», stand auf der Traktandenliste. Auch

hier ist der Handlungsbedarf gross: Ein Sitz ist vakant, zwei der übrigen sechs Mitglieder sind krankgeschrieben. «Wir haben Gespräche geführt, aber leider kann ich keinen Kandidaten vorstellen», so BK-Präsident Clemens Grötsch. Einer, der immer wieder mit der BK in Verbindung gebracht wurde und wird, sass im Publikum: alt Nationalrat Toni Bortoluzzi. «Ich wurde schon mehrfach angefragt», verriet er dem «Anzeiger». Zuletzt habe er sich etwas genauer erkundigt und sich gegen ein Engagement in der BK entschieden. Ein anderes Geschäft wiesen die Delegierten mit deutlichem Mehr zurück: Mit der Abgabe der defizitären

Der neue Ärztliche Leiter des Spitals Affoltern heisst Matthias Wiens, verriet Spitaldirektor Michael Buik zum Schluss der Versammlung. Der langjährige Chefarzt Chirurgie hat die Nachfolge von Roland Kunz bereits angetreten. Positives hatte BK-Präsident Grötsch zur Auslastung zu berichten: über 95 % in der Langzeitpflege und über 91 % – Tendenz steigend – in der Tagespflege sind hervorragende Werte. Per 1. Juli wird zudem die Spitalleitung um fünf Personen reduziert. Durchzogen fällt die Zwischenbilanz zur Zusammenarbeit mit den Ärzten im Bezirk aus. Die Anzahl der Einweisungen habe stagniert oder sei gar etwas rückläufig, verriet Buik: Es gibt Stimmen, die das Spital schlechtmachen, habe er festgestellt. Dabei seien die Rückmeldungen der Patienten zu über 90 % sehr gut.

Die Kirche und der Pfarrer sollen im Dorf bleiben Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Ausserordentliche Pfarreiversammlung soll Querelen der Kirchgemeinde schlichten Mängel in der Pfarreiführung, fehlende Betreuung der Jugend sowie der Wohnsitz des Pfarrers geben in der katholischen Kirchgemeinde im Unteramt Anlass zu Klagen. Eine ausserordentliche Pfarreiversammlung bot letzten Sonntag Gelegenheit zur «Chropfleerete». ................................................... von martin mullis Zur katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius gehören die drei Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Der Haussegen der Kirchgemeinde hängt seit einiger Zeit ziemlich schief. Bei einigen Mitgliedern der Katholischen Kirchgemeinde im Unteramt herrscht Unzufriedenheit. Das Missfallen dieser Pfarreimitglieder beruht auf verschiedenen Vorkommnissen. Eine grosse Gruppe der Pfarreimitglieder fühlt sich von Pfarrer Bernhard Herzog mehr oder weniger vernachlässigt. Der einstige Lehrer an der Katholischen Sekundarschule Zürich wohnt im Kanton Thurgau und ist gemäss übereinstimmenden Aussagen diverser Kirchenmitglieder nur selten im Unteramt anzutreffen. Dem Pfarrer wird auch vorgeworfen, an wichtigen kirchlichen Ereignissen wie der Kirchweihe des neuen Gotteshauses, an einem Firmgottesdienst und an einer Erstkommunionsfeier nicht teilgenommen zu haben. Der Pfarrer gehört ins Dorf, hält eine langjährige Kirchgängerin aus Wettswil dezidiert fest. Im Weiteren werden der Kirchenpfle-

ge neben der mangelhaften Pfarreiführung auch fragwürdige Personalentscheide das Arbeitspensum des Katecheten betreffend und damit mangelnde Betreuung der Jugendlichen vorgeworfen. Bei einem Vorgespräch sieht Kirchenpflegepräsident Toni Gasser bezüglich des Arbeitsweges von Pfarrer Herzog keine Nachteile. Er hält fest, dass die verschiedenen Vorwürfe von einem sehr kleinen Segment Gläubiger stammen und fordert etwas mehr Toleranz, Achtung und gegenseitiges Vertrauen.

100 Besucher an der Versammlung Das Interesse an der Beseitigung der Querelen und Unstimmigkeiten manifestierte an der ausserordentlichen Pfarreiversammlung rund 100 Besucher. Der für kirchliche Gemeindeberatung ausgebildete Berater und Supervisor Bernd Kopp, führte dabei als neutraler Moderator durch die Versammlung. Während der rund eine Stunde dauernden Aussprache stellte sich heraus, dass vor allem eine transparente Kommunikation Hauptgrund der Unzufriedenheit ist. Auf den Vorwurf eines Kirchenmitgliedes, die Pfarreileitung und die Kirchenpflege handle konservativ und orientiere intransparent, reagiert der Präsident des Pfarreirates Felix Meier mit Unverständnis. Allein die Tatsache, dass in Wettswil eine neue Kirche und ein modernes Pfarreizentrum entstanden sei, zeuge doch offenkundig von einem innovativen Handeln und konstruktiver Tätigkeit der verantwortlichen Behörden.

Auf der Suche nach Zufriedenheit: Gesprächsleiter Bernd Kopp, Pfarreiratspräsident Felix Meier und Pfarrer Bernhard Herzog (von links). (Bild Martin Mullis) Pfarrer Bernhard Herzog hielt dezidiert fest, dass er das katholische Unteramt seit 25 Jahren betreut. Er sieht trotz seines weit entfernten Wohnortes keine Nachteile in der Pfarreiführung. Soweit möglich sei er praktisch täglich im Dorf, nehme an allen für ihn wichtigen und nötigen Sitzungen teil und übe sein Amt unabhängig vom Arbeitsweg seriös und nach den Regeln der Kirche aus. Infolge gesundheitlicher Probleme, sowie privaten und unaufschiebbaren Gründen, sei er tatsächlich auch schon gezwungen worden, sich vertreten zu lassen. Eine Votantin schloss ihre Beanstandungen mit den Worten: So geht es nicht weiter. Nach mehreren Wortmeldungen der Versammlungsteilnehmer gelang es, einige Punkte für eine

Verbesserung der Situation festzuhalten. Zusammengefasst sollen die Anliegen der Jugendlichen ernstgenommen und eine Projektgruppe für die Jugendarbeit ins Leben gerufen werden. So sollte es möglich sein, dass die Oberstufenschüler wieder Unterricht bekommen. Generell soll besser informiert werden, wie zum Beispiel den Zeitplan des Religionsunterrichtes frühzeitig zu veröffentlichen. Einig waren sich die Versammlungsteilnehmer immerhin in der Forderung, dass die Bereitschaft von beiden Seiten geschaffen werden müsse, um die strittigen Punkte zu klären. Gesprächsleiter Kopp schloss sich diesem Appel an und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Zufriedenheit bei den Katholiken im Unteramt wieder Einzug halte.


RechtsmiƩĞů͗ Gegen dieses Ergebnis kann wegen der Verletzung von sŽƌƐĐŚƌŝŌen über die poliƟƐchen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der VerƂīentlichung an gerechnet, schriŌlich Rekurs in ^ƟŵŵƌĞchtssachen beiŵ Bezirksrat īŽůƚĞrn, /ŵ Grund 15, 8910 AīŽůƚĞƌŶ Ăŵ Albis, erhoben werden. Die RekursschriŌ ŵuss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Es gibt eine Zeit zum Leben und eine Zeit zu Sterben. Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es kein Sterben – sondern Erlösung.

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem Bruder, Schwager, Onkel, Cousin und Götti

Hermann Strebel 4. Juni 1935 – 9. Februar 2017

Er durfte nach langer, schwerer Krankheit für immer einschlafen. In stiller Trauer: Albert und Alice Strebel-Betschart Judith und Harry Hödl-Strebel Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 16. Februar 2017, statt. Urnenbeisetzung um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten, anschliessend um 14.15 Uhr Abdankung in der katholischen Kirche. Anstelle von Blumenspenden gedenke man im Sinne von Hermann der Stiftung Spital Affoltern, Palliativ-Station, Postkonto 85-391373-1. Gilt als Leidzirkular. Traueradresse: A. + A. Strebel, Alte Landstrasse 116, 8708 Männedorf


Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. Februar 2017

IKA Sozialdienst: Deutliches Ja in allen acht Gemeinden Gemeinsame Sozialdienst-Lösung auch für Bonstetten, Stallikon und Wettswil Mit 84,7 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten in Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach überaus deutlich für eine IKA Sozialdienst aus. ................................................... von urs e. kneubühl Die Ausarbeitung der zukünftigen Organisationsstrukturen und des Anstaltsvertrags einer gemeinsamen interkommunalen Anstalt IKA Sozialdienst für acht Gemeinden, an der seit Herbst 2015 im Rahmen des Projektes «Soziales Netz Knonaueramt» SoNeK Vertreter sämtlicher Bezirksgemeinden aktiv beteiligt waren, überzeugt: Mit 84,7 Prozent stimmten in Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach eine klare Mehrheit für die Gründung einer gemeinsamen IKA Sozialdienst. «Die hohe Zustimmung zur Gründung einer interkom-

munalen Anstalt IKA Sozialdienst ist sehr erfreulich und eine gute Basis für die weitere Projektarbeit», lautet der Kommentar seitens der Projektgruppe SoNeK. Mit 78,9 Prozent schaffte einzig Hausen die 80-Prozent-Hürde nicht, Hedingen blieb mit 81,5 Prozent am knappsten drüber. Aeugst durfte einen Ja-Anteil von 84,4 Prozent zählen, während in den weiteren Gemeinden dieser noch um einiges höher ausfiel: Obfelden (86,2 %), Mettmenstetten (86,7 %), Ottenbach (87,2 %), Maschwanden (87,4 %) und schliesslich Knonau mit 88,8 Prozent. Damit gaben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dieser acht Gemeinden grünes Licht für die Gründung der IKA Sozialdienst und damit für eine weiterhin gemeinsame Sozialdienstlösung, die ab Januar 2018 operativ wird.

Auch IKA Sozialdienst Unteramt mit grosser Zustimmung In Bonstetten, Stallikon und Wettswil hatten die Stimmberechtigten am

Wochenende ebenfalls Stellung zur Gründung einer eigenen IKA Sozialdienst Unteramt zu beziehen. In den drei Unterämtler Gemeinden soll für die Sozial- und Wirtschaftshilfe eine eigene Organisation aufgebaut werden, während man die Leistungen für Berufsbeistandschaften, Suchtberatung und Asylwesen von der IKA Sozialdienst des Bezirks beziehen wird. Alle drei Gemeinden genehmigten diese Variante ebenfalls deutlich: Wettswil mit 87 %, Bonstetten mit 85,5 % und Stallikon mit 77,5 %. Die beiden Gemeinden Kappel und Rifferswil werden sich per 1. Januar 2018 an die Sozialdienst-Organisation anschliessen, welche Affoltern bereits seit Anfang 2016 selbstständig betreibt.

IKA Kesb: Affoltern schwenkt ein Mit den deutlich zustimmenden Ergebnissen darf die Projektgruppe SoNeK auch bezüglich der Umwandlung des Zweckverband-Teils Kesb in eine interkommunale Anstalt IKA

Kesb optimistisch sein: Nach der erläuternden Stellungnahme zu einzelnen Kritikpunkten sowie der Versicherung, dass das Gemeindeamt die fraglichen Punkte im Hinblick auf Budgetzahlen und Methoden Mitte 2018 durch eine Fachkraft aus dem Bereich Gemeindefinanzen überprüfen wird, schwenkt auch der Gemeinderat Affoltern in die Reihe der IKABefürworter ein.

Urnenabstimmung am 21. Mai: Einstimmigkeit erforderlich Damit werden die Gemeinderäte sämtlicher Bezirksgemeinden ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für die Urnenabstimmung ein überzeugtes Ja zu einer gemeinsamen IKA Kesb empfehlen. Zur definitiven Umwandlung per 1. Januar 2018 ist am 21. Mai die Zustimmung in allen 14 Gemeinden erforderlich; sollte diese Einstimmigkeit und damit die IKA nicht zustande kommen, bleibt es beim Zweckverband.

Ein Hauch von Hollywood im Oberamt In Hausen wird gegenwärtig ein Mystery-Thriller gedreht Einige Szenen des Films «Die Unschuldige» mit dem Regisseur Simon Jaquemet werden in den kommenden zehn Tagen an der Oberalbisstrasse in Hausen gedreht. Die Hauptrolle spielt die Schweizer Schauspielerin Judith Hofmann. ................................................... von martin mullis Gut 30 Personen befanden sich am letzten Freitagnachmittag im und vor dem Einfamilienhaus an der Albisstrasse in Hausen. Für die Szene benötigte Regisseur Simon Jaquemet zwar nur gerade die Hauptprotagonistin, trotzdem waren für die Dreharbeiten so viele Personen nötig. Produktionsleiter Philippe Favre hatte zwar alle Hände voll zu tun, nahm sich aber Zeit, um die Handlung im geplanten Film «Die Unschuldige» kurz zu erklären. Für die Aufnahmen benötigt die Film-Crew ein möbliertes, aber nicht

bewohntes, Einfamilienhaus in ländlicher Umgebung. Produktionsleiter Favre spricht von einem Glücksfall, insbesondere da auch die Landschaft genau die für den Film richtige Atmosphäre bietet.

Eine spannende Story Der Film, ein Mystery-Thriller, erzählt von der verheirateten Ruth (Judith Hofmann), welche nach langer Zeit ihren früheren Geliebten trifft. Dieser war zwanzig Jahre unschuldig im Gefängnis und Ruth wird zerrissen durch die destruktive Anziehung zu ihrem früheren Geliebten. In Hausen wird während zehn Tagen gedreht, die Drehzeit beträgt insgesamt knapp zwei Monate. Die Mitglieder der Filmproduktionsfirma «8horses» mit Sitz in Zürich besteht seit 2013 und setzt sich insgesamt aus elf Regisseuren und Autoren zusammen. Am Freitagnachmittag wurde eine Szene gedreht, in der die Hauptprotagonistin Ruth vor dem Haus ins Auto

Viel Arbeit für einige Sekunden Film: Judith Hofmann als Ruth. (Bild Martin Mullis) steigt und wegfährt. Während Judith Hofmanns Jacke noch etwas zurecht gezupft wird, umkreist Regisseur Simon Jaquemet hochkonzentriert das Auto, gibt Anweisungen und verkriecht sich dann auf der Beifahrerseite auf dem Boden. Er will mitfahren,

darf aber natürlich nicht im Bild erscheinen. Die ganze Szene wird zweimal geprobt, bevor der Kameramann, die Kameraassistenten und der Beleuchter in Aktion treten. Im Kino wird der Film vermutlich im Winter 2017/2018 zu sehen sein.

So stimmte das Knonauer Amt Die Vorlage zur erleichterten Einbürgerung der dritten Ausländergeneration scheint das Knonauer Amt am meisten bewegt zu haben. Mit 52,2 % lag die Stimmbeteiligung zu diesem Geschäft am höchsten. 61,7 % der Urnengänger im Bezirk sagten Ja dazu. Am deutlichsten fiel das Verdikt in Aeugst und Rifferswil aus. Dem Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr stimmten 62,6 % zu. Wenn es nach Rifferswil ginge, wäre diese Vorlage allerdings abgelehnt worden: über 51 % stimmten hier Nein. Die Absage ans Unternehmenssteuerreformgesetz III fiel mit 62,7 % Nein-Stimmen-Anteil auch im Säuliamt deutlich aus. Noch am nächsten an eine Annahme kam Wettswil mit 45,2 % Ja-Stimmen. (tst.)

Die Ja-Stimmen-Anteile der Ämtler Gemeinden zu den nationalen Abstimmungen vom Sonntag.

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Bezirksrat: Neue Ersatzmitglieder unbestritten Zwei Kandidaten für zwei Sitze: Fast hätten die Ersatzmitglieder des Bezirksrats in stiller Wahl erkoren werden können, doch weil Antoinette Frey-Künzle erst in der zweiten Vorschlagsfrist zur Verfügung stand, musste der Entscheid doch an der Urne fallen. Wenig überraschend machten die Vorgeschlagenen das Rennen deutlich. Der Name Gerhard Gysel stand auf 92 % der 11 708 gültigen Stimmzettel, Antoinette Frey-Künzle brachte es auf 9665 Stimmen, das sind 83 %. Statthalter Claude Schmidt und die beiden Bezirksrätinnen Ruth Früh, FDP, und Hanna Stutz, BDP, waren bereits im November 2016 in stiller Wahl bestätigt worden. Die beiden Ersatzmitglieder werden ihr Amt im Verlauf des März antreten, so Statthalter Claude Schmidt. Auf sonderlich viele Einsätze dürfen sie allerdings nicht hoffen. Üblich seien drei bis vier pro Amtsperiode. (tst.)

Wasserversorgung: Hausen kooperiert mit Kappel Kappel hat dem hydraulischen Zusammenschluss mit Hausen bereits im Oktober 2016 zugestimmt, Hausen zieht nun nach: An der Urne heissen die Stimmberechtigten das 7,35-Mio. Projekt Zusammenschluss und Ausbau mit 945 Ja- zu 196 Nein-Stimmen deutlich gut. Kein Wunder: Der hydraulische Zusammenschluss der Wasserversorgungen Hausen und Kappel erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern spart auch noch Kosten für Anlagen- und Leitungsbau. Das alte Reservoir Ebertswil, welches in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, wird durch ein neues am Standort Ebertswilerholz ersetzt. Damit können die Druckverhältnisse in Ebertswil verbessert und die drei Zonen Hausen, Ebertswil und Kappel im Ringschluss zusammengeführt werden. Der Zusammenschluss ist rein wassertechnisch. Rechtlich bleiben die Wassergenossenschaft Kappel und die Wasserversorgung Hausen eigenständig. Der Kostenanteil für Kappel beträgt 1,23 Mio., jener für Hausen 4,38 Mio., der Kanton subventioniert das Projekt mit 1,73 Mio. Franken. (tst.)

Stallikon stimmt nachträglich zu Zur Holzschnitzelheizung und zum Wärmeverbund für die öffentlichen Bauten im Dorf hat die Stalliker Gemeindeversammlung vor bald fünf Jahren 960 000 Franken bewilligt. Der Gemeinderat Stallikon entschied sich dann allerdings für ein Energie-Contracting und beauftragte die EKZ mit der Erstellung, dem Betrieb, Unterhalt und Anschluss weiterer öffentlicher Infrastruktur bis 2045. Dafür fallen jährlich pauschal knapp 93 000 Franken an. «Eine gute Lösung», befand Gemeindepräsident Werner Michel an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember. Vom Gemeindeamt wurde die Behörde allerdings bereits im Juni 2015 zurückgepfiffen: Das sei Finanzierungs-Leasing. Da der Totalbetrag von 2,88 Mio. Franken die Kompetenz der Gemeindeversammlung übersteigt, musste der Entscheid an der Urne fallen – nun halt nachträglich. Mit 786 Ja- zu 233 Nein-Stimmen (Stimmbeteiligung: 45,75 %) stärkte die Bevölkerung der Behörde deutlich den Rücken. (tst.)


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Bezirk Affoltern

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Dienstag, 14. Februar 2017

Dienstag, 14. Februar 2017

«Die ganze Zeit war ein Highlight für mich»

Energiegeladener Westküsten-R’n’B

Simon Billeter über seine Karriere als Jet-Pilot

«So What»: neues Album von Reto Della Torre Denn dieses hängt immer auch von der Erfahrung der einzelnen Teammitglieder ab. Berufs-Militärpilot ist immer noch ein Buben- mittlerweile auch ein Mädchentraum. Wem können Sie diesen Beruf empfehlen? Ganz allgemein kann ich einen Beruf in der Fliegerei allen empfehlen. Die Fliegerei ist nach wie vor faszinierend und spannend. Man hat mit Technik und den unterschiedlichen Wetterlagen zu tun, ist nicht immer am gleichen Ort und kommt mit verschiedenen Menschen in Kontakt. Kein Tag ist gleich wie der andere. Jugendliche, die sich für eine Karriere in der Aviatik interessieren, finden unter www.sphair.ch Informationen und können sich dort melden. Das Auswahlverfahren für Luftwaffenpiloten ist streng und die Anforderungen sind hoch. Was raten Sie jungen Leuten, wie sie sich vorbereiten sollen? Auf der Sphair-Plattform gibt es Vorbereitungen und Tests, so dass Jugendliche dort schnuppern und testen können, ob ihnen das Metier grundsätzlich liegt. Ich rate jedem, es zu versuchen, auch wenn sie vielleicht denken, es sei nicht zu schaffen. Probieren, das Beste geben, natürlich bleiben und nichts vorspielen wollen. Das Ziel, das man erreichen will, sollte man immer vor Augen haben. Die Motivation ist wichtig, denn es müssen viele Selektionsschritte durchlaufen werden.

Die Patrouille Suisse aus Sicht der Swiss-Maschine über den Bündner Bergen. (Bild: SWISS)

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«Das Ziel, das man erreichen will, sollte man immer vor Augen haben.»

Simon Billeter stieg am Sonntag zum letzten Mal für die Patrouille Suisse ins Cockpit. (Bilder Andrea Bolliger)

Das «Grande» der Patrouille Suisse anlässlich einer Vorführung in Brunnen SZ.

Fliegen hat Simon Billeter schon immer fasziniert und dass er im Militär Jets fliegen durfte, war die Erfüllung seines Traums. Diesen gibt er auch nach seinem Rücktritt aus der Patrouille Suisse und der F/A-18 Staffel nicht ganz auf.

weil wir ja zwischendurch nicht in die Schweiz zurückkamen.

«Anzeiger»: Sie blicken auf eine zwanzigjährige Karriere als Jet-Militärpilot zurück, elf Jahre davon bei der Patrouille Suisse – welches war Ihr schönstes Erlebnis? Simon Billeter: All die Jahre waren gespickt mit schönen Erlebnissen, Begegnungen und Flügen. Die ganze Zeit, in der ich den Beruf ausüben und bei der Patrouille Suisse mitfliegen durfte, war ein Highlight für mich. War es auch die aufregendste Zeit Ihres Lebens? Ich denke schon. Seit der Ausbildung, in der jeder einzelne Ausbildungsflug fast ein Selektionsschritt war und auch danach bei der Patrouille Suisse – es war immer etwas los. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie in die Patrouille Suisse aufgenommen wurden? Für die Mitgliedschaft bei der Patrouille Suisse kann man sich nicht bewerben. Kein Vorgesetzter kann einen dafür empfehlen, son-

dern wenn einer das Team verlässt, wählen die Verbleibenden einen Neuen. Der Auserwählte wird dann angerufen und gefragt, ob er überhaupt mitmachen will. Ich fiel aus allen Wolken, weil ich nie damit gerechnet hatte, dass ich bei der Patrouille Suisse mitfliegen dürfte. Dementsprechend war ich baff. Der Entscheid über die Aufnahme wird den Piloten jeweils auf eine ganz spezielle Art mitgeteilt, wie erfuhren Sie von Ihrer Aufnahme? Normalerweise ist es so, dass man die Neuen auf eine spezielle Art begrüsst. Aber bei mir war es ein Telefon des damaligen Leaders. War es die Erfüllung Ihres Bubentraums? Für mich war es ein Bubentraum, im Militär Jets zu fliegen. Klar schaut man sich die Patrouille Suisse immer bewundernd an, aber es war nicht ein Traum von mir, auch weil ich wusste, dass man sich dafür nicht bewerben kann, sondern dazu einberufen wird. Können Sie etwas darüber erzählen, wie sich die ersten Flüge bei der Patrouille Suisse angefühlt haben? Wenn man als junger Pilot in der Patrouille Suisse mitfliegt, ist es harte Knochenarbeit. Wir haben keinen Autopilot und kein Radar die uns während des Fluges unterstützen, sondern alles ist Handarbeit. Man hält seine Position in

der Formation nach optischen Merkpunkten und ist die ganze Zeit mit dem Steuerknüppel und Leistungshebel beschäftigt, die Position zu halten. Während der rund 20-minütigen Vorführung ist man zu hundert Prozent aufs Fliegen konzentriert. Die Flüge sind anstrengend, danach ist man erschöpft und müde. Es ist ein bisschen wie in einer Theatervorführung, wenn der Vorhang aufgeht und man weiss, dass man nicht noch einmal von vorne beginnen kann, wenn etwas misslingt. Da hat man auch Lampenfieber. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. ..........................................................

«Uns erkennt man nur dann, wenn wir das Fliegerkombi tragen.» .......................................................... Sie reisten mit der Patrouille Suisse auch oft ins Ausland, wo gefiel es Ihnen am besten? Mir gefiel es im Süden in Spanien und Italien, aber auch im Norden gut. Im Sommer 2012 haben wir eine Nordic Tour gemacht, auf der wir an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden an Flugshows in Dänemark, Norwegen und Finnland auftraten. Das war ein grosser logistischer Aufwand für die Bodencrew, die das ganze Ersatzmaterial in Lastwagen transportierte. Eine Herausforderung war die Flugplanung,

Als Pilot der Patrouille Suisse steht man in der Öffentlichkeit. Gab es eigentlich niemals Anfragen von Medien für Homestorys? Doch die gab es. Es ist jedem selber überlassen, ob er das machen möchte. Mir ist das Private sehr wichtig, deshalb wollte ich nie eine solche Homestory machen. Wurden Sie auf der Strasse erkannt und auf Ihren Beruf angesprochen? Uns erkennt man eigentlich nur dann, wenn wir das Fliegerkombi tragen. Das ist auch das Schöne, dass wir als normale Menschen herumlaufen können, ohne gleich erkannt zu werden. Einige Male wurde ich aber doch auch in Zivil angesprochen und gefragt, ob ich nicht in der Patrouille Suisse fliege. Aber das kam eher selten vor. Gab es auch aufdringliche Fans, die an der Haustür geklingelt haben? Nein, das ist nie vorgekommen. Es gab aber immer wieder schöne Briefe von Fans, die Freude an der Fliegerei haben und diese so zum Ausdruck brachten. Sind Sie lieber eine Vorführung in den Schweizer Bergen oder über dem Flachland geflogen? Die Flüge über den Bergen waren für mich spezieller. Einerseits ist es anspruchsvoller, weil man das

Programm an die Topografie anpassen muss, andererseits kann man es aber spektakulär ins Gelände legen. Der Beruf eines Jet-Piloten ist auch körperlich sehr anstrengend. Wie hielten Sie sich fit und worauf kommt es an? Jeder muss für sich selber Sport treiben. Vor allem die Stärkung von Rücken, Halswirbelsäule und Nacken sind für uns Jet-Piloten wichtig. Wenn man im Luftkampf bei 7G, dem siebenfachen des eigenen Körpergewichtes, den Kopf oben halten muss, wirken enorme Kräfte auf den Rücken und die Wirbelsäule. Als sich bei einem Trainingsflug zur Flugshow im holländischen Leeuwarden zwei Jets in der Luft berührten, war dies ein grosser Schock für die Fans und Daheimgebliebenen. War es auch Ihr schlimmster Moment? Es war auch für mich ein Schreckmoment. Ich bin froh und glücklich, dass am Boden oder in der Luft nichts Schlimmeres passiert ist. Sie haben den Piloten, dessen Jet beschädigt war, bis zur Landung begleitet. Wurde Ihnen da die besondere Verantwortung, die Sie als Leader getragen haben, noch bewusster? Ja, als Leader ist man für den ganzen fliegerischen Teil verantwortlich. Die anderen vertrauen einem während der 20-minütigen Vorführung blind. Aber auch innerhalb des

S Simon Billeter bei der Rückkehr von einem Auftritt am Samstagmittag. Verbandes haben diie Piloten einander gegenüber eine e grosse Verantwortung. Schliessliich hat jeder andere Flugzeuge um u sich herum. Das gegenseitige Vertrauen V muss bei allen vorhanden sein. ..........................................................

«Die Fliegerei ist i nach wie vor fasziniierend und spannend d.» .......................................................... Kurz nach dem Ereignis tauchten die ersten Meldungen im Internet auf. Wie erfuhr Ihre Familie davvon? Wir waren nach h dem Ereignis noch rund 20 Minu uten in der Luft und damit beschäftigt, den beschädigten Flieger sicherr auf den Boden zu bringen. Noch bevor wir alle sicher gelandet warren, wurde darüber im Internet berichtet. b Meine Familie erfuhr es auch a auf diesem Weg, noch bevor ich h anrufen konnte. Aber wir versuch hen bei solchen Ereignissen immer, unsere u nächsten Angehörigen so schn nell wie möglich zu informieren, da ass es uns gut geht. Sie haben sich bereiits einige Zeit vorher entschieden die Pattrouille Suisse und die Berufsfliegerstaffel 11 zu verlassen. Warum? Das ist altersbediingt. Ich durfte lange Zeit in der Patrouille P Suisse fliegen und irgende einmal ist fertig. Als Militärpilot flieg gt man aktiv in

einer Berufsfliegerstaffel bis man zirka 42 Jahre alt ist und übernimmt danach vermehrt andere Aufgaben, zum Beispiel im Büro. Für mich war dies mit ein Grund für die berufliche Neuausrichtung. Anfang Jahr haben Sie eine neue Tätigkeit beim Lufttransportdienst des Bundes angetreten. Welche Aufgabe übernehmen Sie dort? Ich fliege das zweimotorige Propellerflugzeug Beech 1900 D für die Luftwaffe. Wir fliegen Personal des Bundes, zum Beispiel die Bodencrew der Patrouille Suisse zu ihren Einsätzen im Ausland oder transportieren Ersatzteile. Es sind eher kleinere Einsätze. Wir bringen die Leute hin, fliegen anschliessend wieder nach Hause und holen sie nach dem Einsatz wieder ab. Fliegen Sie auch Bundesräte? Nein, die Dassault Falcon 900 mit der die Bundesräte reisen, ist in Bern stationiert. Ich bin in Dübendorf eingeteilt. Dann darf sich Ihre Familie nun auf mehr gemeinsame Wochenenden freuen? Wir fliegen primär unter der Woche. Ich werde bestimmt nicht mehr so oft am Wochenende weg sein wie während der Zeit in der Patrouille Suisse. Sitzen Sie im neuen Job noch gleich häufig im Cockpit wie bei der Berufsfliegerstaffel 11?

Das kommt auf die Nachfrage an. Neben der Beech 1900D im Lufttransportdienst fliege ich weiterhin den Tiger. Ich bin in der Miliz-Fliegerstaffel 8 eingeteilt. Wir sind Trainingspartner für die F/A 18 und machen Gegnerdarstellungen. Auf dem Tiger werde ich auch als Fluglehrer eingesetzt, wenn es Umschulungen auf diesen Flugzeugtyp gibt. Man ist ohnehin nicht die ganze Zeit in der Luft, sondern hat auch Administratives zu erledigen. Gab oder gibt es noch eine Übergabe an den neuen Leader Gunnar Jansen? Ich habe ihm die Tricks und Finessen darüber, wie man als Leader vorausfliegt, bereits weitergegeben. Dann fliegen wir in sogenannten Übergabeflügen das Programm gemeinsam im Doppelsitzer ab, damit er vom Flieger aus sieht, welche Werte es zum Beispiel für einen Looping braucht oder wo man als Leader hinschauen muss, damit das Programm vor den Leuten gut aussieht. Auf meinen Nachfolger kommt viel Neues zu. Was geben Sie ihm mit auf den Weg? Er soll das Team so führen, wie es ihm entspricht und dafür sorgen, dass das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist. Er soll Gutes von seinen Vorgängern übernehmen, aber auch neue Ideen einbringen. Aus fliegerischer Sicht empfehle ich ihm, weil es viele Wechsel im Team gibt, ein einfacheres Programm zu machen.

.......................................................... Woran werden Sie sich immer gerne zurückerinnern, wenn Sie an ihre Karriere als Jet-Pilot zurückdenken? An die schönen Flüge mit den Kollegen, an die speziellen Erlebnisse die wir miteinander teilen konnten, wenn wir schwierige und anspruchsvolle Missionen so gemeistert haben, wie wir es in der Ausbildung gelernt hatten. Vor allem aber an den Teamgeist sowohl in der Berufsfliegerstaffel wie auch in der Patrouille Suisse. Ihr neuer Arbeitsort liegt in Dübendorf, bleiben Sie trotzdem hier zu Hause? Ja, ich werde weiterhin im Säuliamt wohnen. Ihre aviatische Karriere begann doch mit dem Modellflug – trifft man Sie auch an den Hausemer Modellflugtagen? Fliegen hat mich immer fasziniert. Ich fing mit Modellflug an und war eine Zeit lang Mitglied der Modellfluggruppe Affoltern. In den letzten zwei Jahren haben wir die Modellflugtage in Hausen besucht. Die Kinder haben sich die Modellflugzeuge immer gerne angeschaut und es ist auch ganz schön auf dem Flugplatz Hausen. Dann brauchen Sie wohl auch einmal einen Modellbaukeller? Ja, irgendwann vermutlich schon (lacht). Werden Sie künftig mit Ihrer Familie an Vorführungen der Patrouille Suisse anzutreffen sein? Meine Kinder sind begeistert von der Fliegerei – sie sind durch mich ja auch ein wenig reingerutscht. Ich denke, wir werden auch mit der ganzen Familie ab und zu Flugveranstaltungen besuchen. Interview: Andrea Bolliger

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Die Wichtigkeit der Unwichtigkeit – darum geht es im neuen Album «So What» von Reto Della Torre, Rifferswiler Gitarrist mit italienischen Wurzeln. Der Westcoast-R’n’B von Reto Della Torre überzeugt nicht nur mit frischen Grooves und coolen Texten. Wie schon bei seiner ersten CD «realize it» umgibt sich der Rifferswiler mit hochkarätigen, international bekannten Grössen der amerikanischen Musikszene: Die energetische Nio Renee, bekannt geworden als Sängerin bei Joe Cocker, haucht den Songs Leben ein. Aber auch Gitarrenstar Josh Smith, die ehemalige Backvocal-Stimme von Tina Turner, Maxayn Lewis, der Bassist J.V. Collier (Gladys Knight), der Drummer Joel Taylor (Stanley Clarke) sowie der Keyboarder Mitchel Forman (John Scofield) drücken dem Album ihren musikalischen Stempel auf. Grössen wie Stevie Ray Vaughan, Ray Charles, Prince, um nur einige zu nennen, haben bei Reto Della Torre schon mit 16 Jahren die Leidenschaft für Blues, Funk, R’n’B und die absolute Faszination für die E-Gitarre entfacht. Das neuste Album glänzt mit

Rifferswiler Gitarrist mit italienischen Wurzeln: Reto Della Torre. (Bild zvg.) starker Harmonik und eingängigen Melodien. Aufgenommen hat es Reto Della Torre in der Metropole Los Angeles, die zu seiner zweiten musikalischen Heimat geworden ist. Der in Luzern ausgebildete Jazzmusiker führte dort seine Studien unter anderem bei Scott Henderson weiter und hat seine europäischen Wurzeln mit der Westküsten-Musik zu einem energiegeladenen, eigenen Stil entwickelt. (pd.)

buch-tipp

Von der Musikerin zur Schriftstellerin .................................................. von eva hauri, bibliothek wettswil Ida Simons kam 1911 als Ida Rosenheimer in Antwerpen zur Welt. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog die Familie nach Scheveningen und nahm die niederländische Staatsbürgerschaft Eva Hauri. an. Nach ihrer Hei- (Bilder zvg.) rat mit dem Juristen David Simons feierte Ida als Pianistin internationale Erfolge. Die Zeit im Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges machten es ihr jedoch unmöglich, ihre Karriere als Konzertpianistin wieder aufzunehmen. Stattdessen wandte sie sich dem Schreiben zu und es entstand der Roman «Vor Mitternacht». Mit diesem Buch hatte sie grossen Erfolg. Leider konnte sie ihren Ruhm nicht lange auskosten, verstarb sie doch schon ein Jahr nach dessen Erscheinen (1959) mit 49 Jahren. Jetzt wurde der Roman wiederentdeckt und vermag nach wie vor zu begeistern.

spielen auf ihrem Steinway ein. Mit der Tochter des Hauses, obwohl wesentlich älter als Gittel, freundet sie sich schnell an und so wird sie gerne gesehener Gast bei der Nachbarsfamilie. Sie lernt eine völlig andere Welt kennen, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Da glätten sich die Wogen im Elternhaus wieder und Gittel und ihre Mutter reisen heim. Mit der neu gewonnenen Freundin wechselt sie seitenlange Briefe. Bei einem späteren Wiedersehen der beiden kommt es zu dramatischen Umständen. Gittel soll der Freundin bei einem Unterfangen helfen, das weitreichende Folgen haben kann. Die Entscheidung, die sie trifft, beendet schlagartig ihre Kindheit. «Vor Mitternacht» begeistert mit den zahlreichen Geschichten um Gittels grosse Familie und gibt Einblick ins jüdische Leben in Antwerpen während der 1920er-Jahre. Die Perspektive des Mädchens, das gut behütet aufwächst, sich jedoch auch früh mit anderen Lebenswelten konfrontiert sieht, wird sensibel und mit feinem Humor erzählt.

Eine Entscheidung, welche ihre Kindheit schlagartig beendet Gittel, die Ich-Erzählerin, ist ein junges Mädchen, das sehr gut und eifrig Klavier spielt. Sie ist Mitglied einer jüdischen Familie, die in den 1920erJahren zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland pendelt. Ihr Vater ist ein Schlemihl (Pechvogel) und ihre Mutter will sich bei seinen geschäftlichen Misserfolgen jeweils von ihm trennen. Sie reist mit Gittel zur Grossmutter und so verbringt das Mädchen viel Zeit in deren geräumigem Haus. Die Kleinfamilie ist zudem von vielen Tanten und Onkeln, Cousins und Cousinen umgeben, die zusätzlich Farbe in den Alltag bringen. Bei einem Aufenthalt bei der Grossmutter, laden die wohlhabenden Nachbarn Gittel zum Klavier-

«Vor Mitternacht» von Ida Simons. Luchterhand Verlag, München 2016. ISBN 978-3-630-87507-1.


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Bezirk Affoltern

Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. Februar 2017

Dienstag, 14. Februar 2017

«Die ganze Zeit war ein Highlight für mich»

Energiegeladener Westküsten-R’n’B

Simon Billeter über seine Karriere als Jet-Pilot

«So What»: neues Album von Reto Della Torre Denn dieses hängt immer auch von der Erfahrung der einzelnen Teammitglieder ab. Berufs-Militärpilot ist immer noch ein Buben- mittlerweile auch ein Mädchentraum. Wem können Sie diesen Beruf empfehlen? Ganz allgemein kann ich einen Beruf in der Fliegerei allen empfehlen. Die Fliegerei ist nach wie vor faszinierend und spannend. Man hat mit Technik und den unterschiedlichen Wetterlagen zu tun, ist nicht immer am gleichen Ort und kommt mit verschiedenen Menschen in Kontakt. Kein Tag ist gleich wie der andere. Jugendliche, die sich für eine Karriere in der Aviatik interessieren, finden unter www.sphair.ch Informationen und können sich dort melden. Das Auswahlverfahren für Luftwaffenpiloten ist streng und die Anforderungen sind hoch. Was raten Sie jungen Leuten, wie sie sich vorbereiten sollen? Auf der Sphair-Plattform gibt es Vorbereitungen und Tests, so dass Jugendliche dort schnuppern und testen können, ob ihnen das Metier grundsätzlich liegt. Ich rate jedem, es zu versuchen, auch wenn sie vielleicht denken, es sei nicht zu schaffen. Probieren, das Beste geben, natürlich bleiben und nichts vorspielen wollen. Das Ziel, das man erreichen will, sollte man immer vor Augen haben. Die Motivation ist wichtig, denn es müssen viele Selektionsschritte durchlaufen werden.

Die Patrouille Suisse aus Sicht der Swiss-Maschine über den Bündner Bergen. (Bild: SWISS)

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«Das Ziel, das man erreichen will, sollte man immer vor Augen haben.»

Simon Billeter stieg am Sonntag zum letzten Mal für die Patrouille Suisse ins Cockpit. (Bilder Andrea Bolliger)

Das «Grande» der Patrouille Suisse anlässlich einer Vorführung in Brunnen SZ.

Fliegen hat Simon Billeter schon immer fasziniert und dass er im Militär Jets fliegen durfte, war die Erfüllung seines Traums. Diesen gibt er auch nach seinem Rücktritt aus der Patrouille Suisse und der F/A-18 Staffel nicht ganz auf.

weil wir ja zwischendurch nicht in die Schweiz zurückkamen.

«Anzeiger»: Sie blicken auf eine zwanzigjährige Karriere als Jet-Militärpilot zurück, elf Jahre davon bei der Patrouille Suisse – welches war Ihr schönstes Erlebnis? Simon Billeter: All die Jahre waren gespickt mit schönen Erlebnissen, Begegnungen und Flügen. Die ganze Zeit, in der ich den Beruf ausüben und bei der Patrouille Suisse mitfliegen durfte, war ein Highlight für mich. War es auch die aufregendste Zeit Ihres Lebens? Ich denke schon. Seit der Ausbildung, in der jeder einzelne Ausbildungsflug fast ein Selektionsschritt war und auch danach bei der Patrouille Suisse – es war immer etwas los. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie in die Patrouille Suisse aufgenommen wurden? Für die Mitgliedschaft bei der Patrouille Suisse kann man sich nicht bewerben. Kein Vorgesetzter kann einen dafür empfehlen, son-

dern wenn einer das Team verlässt, wählen die Verbleibenden einen Neuen. Der Auserwählte wird dann angerufen und gefragt, ob er überhaupt mitmachen will. Ich fiel aus allen Wolken, weil ich nie damit gerechnet hatte, dass ich bei der Patrouille Suisse mitfliegen dürfte. Dementsprechend war ich baff. Der Entscheid über die Aufnahme wird den Piloten jeweils auf eine ganz spezielle Art mitgeteilt, wie erfuhren Sie von Ihrer Aufnahme? Normalerweise ist es so, dass man die Neuen auf eine spezielle Art begrüsst. Aber bei mir war es ein Telefon des damaligen Leaders. War es die Erfüllung Ihres Bubentraums? Für mich war es ein Bubentraum, im Militär Jets zu fliegen. Klar schaut man sich die Patrouille Suisse immer bewundernd an, aber es war nicht ein Traum von mir, auch weil ich wusste, dass man sich dafür nicht bewerben kann, sondern dazu einberufen wird. Können Sie etwas darüber erzählen, wie sich die ersten Flüge bei der Patrouille Suisse angefühlt haben? Wenn man als junger Pilot in der Patrouille Suisse mitfliegt, ist es harte Knochenarbeit. Wir haben keinen Autopilot und kein Radar die uns während des Fluges unterstützen, sondern alles ist Handarbeit. Man hält seine Position in

der Formation nach optischen Merkpunkten und ist die ganze Zeit mit dem Steuerknüppel und Leistungshebel beschäftigt, die Position zu halten. Während der rund 20-minütigen Vorführung ist man zu hundert Prozent aufs Fliegen konzentriert. Die Flüge sind anstrengend, danach ist man erschöpft und müde. Es ist ein bisschen wie in einer Theatervorführung, wenn der Vorhang aufgeht und man weiss, dass man nicht noch einmal von vorne beginnen kann, wenn etwas misslingt. Da hat man auch Lampenfieber. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. ..........................................................

«Uns erkennt man nur dann, wenn wir das Fliegerkombi tragen.» .......................................................... Sie reisten mit der Patrouille Suisse auch oft ins Ausland, wo gefiel es Ihnen am besten? Mir gefiel es im Süden in Spanien und Italien, aber auch im Norden gut. Im Sommer 2012 haben wir eine Nordic Tour gemacht, auf der wir an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden an Flugshows in Dänemark, Norwegen und Finnland auftraten. Das war ein grosser logistischer Aufwand für die Bodencrew, die das ganze Ersatzmaterial in Lastwagen transportierte. Eine Herausforderung war die Flugplanung,

Als Pilot der Patrouille Suisse steht man in der Öffentlichkeit. Gab es eigentlich niemals Anfragen von Medien für Homestorys? Doch die gab es. Es ist jedem selber überlassen, ob er das machen möchte. Mir ist das Private sehr wichtig, deshalb wollte ich nie eine solche Homestory machen. Wurden Sie auf der Strasse erkannt und auf Ihren Beruf angesprochen? Uns erkennt man eigentlich nur dann, wenn wir das Fliegerkombi tragen. Das ist auch das Schöne, dass wir als normale Menschen herumlaufen können, ohne gleich erkannt zu werden. Einige Male wurde ich aber doch auch in Zivil angesprochen und gefragt, ob ich nicht in der Patrouille Suisse fliege. Aber das kam eher selten vor. Gab es auch aufdringliche Fans, die an der Haustür geklingelt haben? Nein, das ist nie vorgekommen. Es gab aber immer wieder schöne Briefe von Fans, die Freude an der Fliegerei haben und diese so zum Ausdruck brachten. Sind Sie lieber eine Vorführung in den Schweizer Bergen oder über dem Flachland geflogen? Die Flüge über den Bergen waren für mich spezieller. Einerseits ist es anspruchsvoller, weil man das

Programm an die Topografie anpassen muss, andererseits kann man es aber spektakulär ins Gelände legen. Der Beruf eines Jet-Piloten ist auch körperlich sehr anstrengend. Wie hielten Sie sich fit und worauf kommt es an? Jeder muss für sich selber Sport treiben. Vor allem die Stärkung von Rücken, Halswirbelsäule und Nacken sind für uns Jet-Piloten wichtig. Wenn man im Luftkampf bei 7G, dem siebenfachen des eigenen Körpergewichtes, den Kopf oben halten muss, wirken enorme Kräfte auf den Rücken und die Wirbelsäule. Als sich bei einem Trainingsflug zur Flugshow im holländischen Leeuwarden zwei Jets in der Luft berührten, war dies ein grosser Schock für die Fans und Daheimgebliebenen. War es auch Ihr schlimmster Moment? Es war auch für mich ein Schreckmoment. Ich bin froh und glücklich, dass am Boden oder in der Luft nichts Schlimmeres passiert ist. Sie haben den Piloten, dessen Jet beschädigt war, bis zur Landung begleitet. Wurde Ihnen da die besondere Verantwortung, die Sie als Leader getragen haben, noch bewusster? Ja, als Leader ist man für den ganzen fliegerischen Teil verantwortlich. Die anderen vertrauen einem während der 20-minütigen Vorführung blind. Aber auch innerhalb des

S Simon Billeter bei der Rückkehr von einem Auftritt am Samstagmittag. Verbandes haben diie Piloten einander gegenüber eine e grosse Verantwortung. Schliessliich hat jeder andere Flugzeuge um u sich herum. Das gegenseitige Vertrauen V muss bei allen vorhanden sein. ..........................................................

«Die Fliegerei ist i nach wie vor fasziniierend und spannend d.» .......................................................... Kurz nach dem Ereignis tauchten die ersten Meldungen im Internet auf. Wie erfuhr Ihre Familie davvon? Wir waren nach h dem Ereignis noch rund 20 Minu uten in der Luft und damit beschäftigt, den beschädigten Flieger sicherr auf den Boden zu bringen. Noch bevor wir alle sicher gelandet warren, wurde darüber im Internet berichtet. b Meine Familie erfuhr es auch a auf diesem Weg, noch bevor ich h anrufen konnte. Aber wir versuch hen bei solchen Ereignissen immer, unsere u nächsten Angehörigen so schn nell wie möglich zu informieren, da ass es uns gut geht. Sie haben sich bereiits einige Zeit vorher entschieden die Pattrouille Suisse und die Berufsfliegerstaffel 11 zu verlassen. Warum? Das ist altersbediingt. Ich durfte lange Zeit in der Patrouille P Suisse fliegen und irgende einmal ist fertig. Als Militärpilot flieg gt man aktiv in

einer Berufsfliegerstaffel bis man zirka 42 Jahre alt ist und übernimmt danach vermehrt andere Aufgaben, zum Beispiel im Büro. Für mich war dies mit ein Grund für die berufliche Neuausrichtung. Anfang Jahr haben Sie eine neue Tätigkeit beim Lufttransportdienst des Bundes angetreten. Welche Aufgabe übernehmen Sie dort? Ich fliege das zweimotorige Propellerflugzeug Beech 1900 D für die Luftwaffe. Wir fliegen Personal des Bundes, zum Beispiel die Bodencrew der Patrouille Suisse zu ihren Einsätzen im Ausland oder transportieren Ersatzteile. Es sind eher kleinere Einsätze. Wir bringen die Leute hin, fliegen anschliessend wieder nach Hause und holen sie nach dem Einsatz wieder ab. Fliegen Sie auch Bundesräte? Nein, die Dassault Falcon 900 mit der die Bundesräte reisen, ist in Bern stationiert. Ich bin in Dübendorf eingeteilt. Dann darf sich Ihre Familie nun auf mehr gemeinsame Wochenenden freuen? Wir fliegen primär unter der Woche. Ich werde bestimmt nicht mehr so oft am Wochenende weg sein wie während der Zeit in der Patrouille Suisse. Sitzen Sie im neuen Job noch gleich häufig im Cockpit wie bei der Berufsfliegerstaffel 11?

Das kommt auf die Nachfrage an. Neben der Beech 1900D im Lufttransportdienst fliege ich weiterhin den Tiger. Ich bin in der Miliz-Fliegerstaffel 8 eingeteilt. Wir sind Trainingspartner für die F/A 18 und machen Gegnerdarstellungen. Auf dem Tiger werde ich auch als Fluglehrer eingesetzt, wenn es Umschulungen auf diesen Flugzeugtyp gibt. Man ist ohnehin nicht die ganze Zeit in der Luft, sondern hat auch Administratives zu erledigen. Gab oder gibt es noch eine Übergabe an den neuen Leader Gunnar Jansen? Ich habe ihm die Tricks und Finessen darüber, wie man als Leader vorausfliegt, bereits weitergegeben. Dann fliegen wir in sogenannten Übergabeflügen das Programm gemeinsam im Doppelsitzer ab, damit er vom Flieger aus sieht, welche Werte es zum Beispiel für einen Looping braucht oder wo man als Leader hinschauen muss, damit das Programm vor den Leuten gut aussieht. Auf meinen Nachfolger kommt viel Neues zu. Was geben Sie ihm mit auf den Weg? Er soll das Team so führen, wie es ihm entspricht und dafür sorgen, dass das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist. Er soll Gutes von seinen Vorgängern übernehmen, aber auch neue Ideen einbringen. Aus fliegerischer Sicht empfehle ich ihm, weil es viele Wechsel im Team gibt, ein einfacheres Programm zu machen.

.......................................................... Woran werden Sie sich immer gerne zurückerinnern, wenn Sie an ihre Karriere als Jet-Pilot zurückdenken? An die schönen Flüge mit den Kollegen, an die speziellen Erlebnisse die wir miteinander teilen konnten, wenn wir schwierige und anspruchsvolle Missionen so gemeistert haben, wie wir es in der Ausbildung gelernt hatten. Vor allem aber an den Teamgeist sowohl in der Berufsfliegerstaffel wie auch in der Patrouille Suisse. Ihr neuer Arbeitsort liegt in Dübendorf, bleiben Sie trotzdem hier zu Hause? Ja, ich werde weiterhin im Säuliamt wohnen. Ihre aviatische Karriere begann doch mit dem Modellflug – trifft man Sie auch an den Hausemer Modellflugtagen? Fliegen hat mich immer fasziniert. Ich fing mit Modellflug an und war eine Zeit lang Mitglied der Modellfluggruppe Affoltern. In den letzten zwei Jahren haben wir die Modellflugtage in Hausen besucht. Die Kinder haben sich die Modellflugzeuge immer gerne angeschaut und es ist auch ganz schön auf dem Flugplatz Hausen. Dann brauchen Sie wohl auch einmal einen Modellbaukeller? Ja, irgendwann vermutlich schon (lacht). Werden Sie künftig mit Ihrer Familie an Vorführungen der Patrouille Suisse anzutreffen sein? Meine Kinder sind begeistert von der Fliegerei – sie sind durch mich ja auch ein wenig reingerutscht. Ich denke, wir werden auch mit der ganzen Familie ab und zu Flugveranstaltungen besuchen. Interview: Andrea Bolliger

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Die Wichtigkeit der Unwichtigkeit – darum geht es im neuen Album «So What» von Reto Della Torre, Rifferswiler Gitarrist mit italienischen Wurzeln. Der Westcoast-R’n’B von Reto Della Torre überzeugt nicht nur mit frischen Grooves und coolen Texten. Wie schon bei seiner ersten CD «realize it» umgibt sich der Rifferswiler mit hochkarätigen, international bekannten Grössen der amerikanischen Musikszene: Die energetische Nio Renee, bekannt geworden als Sängerin bei Joe Cocker, haucht den Songs Leben ein. Aber auch Gitarrenstar Josh Smith, die ehemalige Backvocal-Stimme von Tina Turner, Maxayn Lewis, der Bassist J.V. Collier (Gladys Knight), der Drummer Joel Taylor (Stanley Clarke) sowie der Keyboarder Mitchel Forman (John Scofield) drücken dem Album ihren musikalischen Stempel auf. Grössen wie Stevie Ray Vaughan, Ray Charles, Prince, um nur einige zu nennen, haben bei Reto Della Torre schon mit 16 Jahren die Leidenschaft für Blues, Funk, R’n’B und die absolute Faszination für die E-Gitarre entfacht. Das neuste Album glänzt mit

Rifferswiler Gitarrist mit italienischen Wurzeln: Reto Della Torre. (Bild zvg.) starker Harmonik und eingängigen Melodien. Aufgenommen hat es Reto Della Torre in der Metropole Los Angeles, die zu seiner zweiten musikalischen Heimat geworden ist. Der in Luzern ausgebildete Jazzmusiker führte dort seine Studien unter anderem bei Scott Henderson weiter und hat seine europäischen Wurzeln mit der Westküsten-Musik zu einem energiegeladenen, eigenen Stil entwickelt. (pd.)

buch-tipp

Von der Musikerin zur Schriftstellerin .................................................. von eva hauri, bibliothek wettswil Ida Simons kam 1911 als Ida Rosenheimer in Antwerpen zur Welt. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog die Familie nach Scheveningen und nahm die niederländische Staatsbürgerschaft Eva Hauri. an. Nach ihrer Hei- (Bilder zvg.) rat mit dem Juristen David Simons feierte Ida als Pianistin internationale Erfolge. Die Zeit im Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges machten es ihr jedoch unmöglich, ihre Karriere als Konzertpianistin wieder aufzunehmen. Stattdessen wandte sie sich dem Schreiben zu und es entstand der Roman «Vor Mitternacht». Mit diesem Buch hatte sie grossen Erfolg. Leider konnte sie ihren Ruhm nicht lange auskosten, verstarb sie doch schon ein Jahr nach dessen Erscheinen (1959) mit 49 Jahren. Jetzt wurde der Roman wiederentdeckt und vermag nach wie vor zu begeistern.

spielen auf ihrem Steinway ein. Mit der Tochter des Hauses, obwohl wesentlich älter als Gittel, freundet sie sich schnell an und so wird sie gerne gesehener Gast bei der Nachbarsfamilie. Sie lernt eine völlig andere Welt kennen, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Da glätten sich die Wogen im Elternhaus wieder und Gittel und ihre Mutter reisen heim. Mit der neu gewonnenen Freundin wechselt sie seitenlange Briefe. Bei einem späteren Wiedersehen der beiden kommt es zu dramatischen Umständen. Gittel soll der Freundin bei einem Unterfangen helfen, das weitreichende Folgen haben kann. Die Entscheidung, die sie trifft, beendet schlagartig ihre Kindheit. «Vor Mitternacht» begeistert mit den zahlreichen Geschichten um Gittels grosse Familie und gibt Einblick ins jüdische Leben in Antwerpen während der 1920er-Jahre. Die Perspektive des Mädchens, das gut behütet aufwächst, sich jedoch auch früh mit anderen Lebenswelten konfrontiert sieht, wird sensibel und mit feinem Humor erzählt.

Eine Entscheidung, welche ihre Kindheit schlagartig beendet Gittel, die Ich-Erzählerin, ist ein junges Mädchen, das sehr gut und eifrig Klavier spielt. Sie ist Mitglied einer jüdischen Familie, die in den 1920erJahren zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland pendelt. Ihr Vater ist ein Schlemihl (Pechvogel) und ihre Mutter will sich bei seinen geschäftlichen Misserfolgen jeweils von ihm trennen. Sie reist mit Gittel zur Grossmutter und so verbringt das Mädchen viel Zeit in deren geräumigem Haus. Die Kleinfamilie ist zudem von vielen Tanten und Onkeln, Cousins und Cousinen umgeben, die zusätzlich Farbe in den Alltag bringen. Bei einem Aufenthalt bei der Grossmutter, laden die wohlhabenden Nachbarn Gittel zum Klavier-

«Vor Mitternacht» von Ida Simons. Luchterhand Verlag, München 2016. ISBN 978-3-630-87507-1.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. Februar 2017

150 Kinder, Wagenbaugruppen und Guggen im «Wettrenn-Fieber» Hediger Kinderfasnacht unter dem Motto «Achtung, fertig, los!» Kinder und ihre Bezugspersonen konnten vergangenen Samstag nach der Teilnahme am Hedinger Umzug die Maskenprämierung kaum erwarten. In den liebevoll gestalteten Kostümen steckt viel Arbeit. Auch das Engagement des organisierenden Familienforums Hedingen ist enorm. ................................................... von regula zellweger Spontan entschied die Familie, als Gartenzwerge am Umzug teilzunehmen und Grossmutter Brigitte Schranz setzte sich an die Nähmaschine, um die drei Generationen einzukleiden. In Körbchen und einem kleinen Wagen führte sie Töpfchen mit Primeln mit, die sie unter den Zuschauern am Strassenrand verteilten. Viel Aufwand? Schon, aber auch eine Menge Spass als Familie. Vielen Teilnehmenden und Zuschauern ist wahrscheinlich nicht bewusst, wie viel Arbeit hinter der ganzen Organisation steckt. Daniel Clerc und sein ganzes Team aus dem Elternforum wissen es.

Die Vollgashöckler aus Hedingen führten den Umzug an. (Bilder Regula Zellweger)

Engagement als Neuzuzüger «Nachdem ich den Umzug und die anschliessende Kinderparty nun sieben Mal organisiert habe, wird dies meine letzte Fasnacht als OK-Präsident sein», erzählt Daniel Clerc. «Mir persönlich hat diese Freiwilligenarbeit sehr Spass gemacht, obwohl ich überhaupt kein Fasnächtler war, als ich 2010 zugesagt habe. Als Neuzuzüger aus der Stadt Zürich kannte ich das Vereins- und Dorfleben nicht und es hat mich beeindruckt, dass ein ‹kleines› Dorf solche Anlässe organsiert. Für mich als junger Vater war es auch eine ideale Gelegenheit, im Dorf Fuss zu fassen und viele neue und interessante Leute kennenzulernen.» Neu übernehmen Simone Koller und Simone Leuthard die Organisation der Kinderfasnacht 2018.

Grosses Engagement Daniel Clerc lobt die Zusammenarbeit mit den Spielgruppen und der Schule. In einer Projektwoche wurden die Masken in den Kindergärten gebastelt. Der Schachensaal wurde für den Ball aufwändig geschmückt. «Damit der Umzug seit Jahren erfolgreich durchgeführt werden kann, sind wir auf viele Akteure in der Gemeinde angewiesen, die uns entweder tatkräftig, ideell oder materiell unterstützen. Und auf unsere Partner, die Vollgashöckler, und auf die engagierten Eltern/Helfer, die vor, während und nach dem Umzug mithelfen. Nicht weniger wichtig sind aber auch die Feuerwehr als Verkehrshelfer, der Samariterverein für den Notfall sowie die Gemeinde und der Gewerbeverein Hedingen», erklärt Daniel Clerc.

Handorgel-Effekt Pünktlich um 13.45 Uhr startete der Umzug oben im Dorf. Allen voran die Hediger Gugge «Vollgashöckler» mit aufwändigen, farbenfrohen Kostümen und kunstvoll geschminkten Gesichtern. Es folgten Kinder- und Familiengruppen im Wechsel mit von Traktoren gezogenen Wagen und zwei weiteren Guggen, den «Säuligugger» und den «Albis Chroser» aus Langnau. Wer Glück hatte, bekam eine Handvoll Konfetti ab, wer noch mehr Glück hatte eine Süssigkeit – oder ein kleinen Blumentopf. Süss waren die Kleinsten, die in Kisten-Rennautos mit Rädern

Kunstvoll die Masken der Wagenbaugruppe Gruffties.

Damit kein Rennfahrer verloren ging, hielten sich alle an einem Seil.

aus Papptellern mitmarschierten – warteten – marschierten – warteten. Ein Fasnachtsumzug scheint wie eine Handorgel zu funktionieren. Den «JöEffekt» erzielten die kleinen «Schnäggli», nicht nur Rennautos waren vertreten, auch Schneckenrennen gab es. Zum Fürchten hingegen waren die «Gruffties» mit ihren kunstvollen Masken mit den eindrücklichen Glasaugen. Sie verbreiteten aber nicht Schrecken, sondern verteilten Süssigkeiten.

Konfetti als Erinnerung Nicht nur im Umzug waren tolle Verkleidungen zu beobachten, auch am Strassenrand entzückten Prinzessinnen, Seeräuber und Cowboys jeden Alters – und ganz besonders eine kleine Erdbeere. Eltern und Grosseltern bewiesen viel Fantasie – ein Kind trug einen Rock aus ausgestopften, bunten Strumpfhosenbeinen. Aufsehen erregte auch ein Hippie-VW-Bus aus Karton mit Peace-Zeichen auf der Front. Autofahrer standen rund um den Kreisel im Stau, aber man sah kein unzufriedenes Gesicht, es wurde gelacht und es herrschte eine fröhliche Stimmung, denn auch Petrus unterstützte die Hediger Fasnacht – mit einem strahlend blauen Himmel. Und schon war der Umzug vorbei. Sofort surrte

Brigitte Schranz mit ihrer «Zwergenfamilie» verteilte Primeln an die Zuschauer. die Strassenputzmaschine durch Hedigens wieder ruhige Strassen. Es ist jedes Jahr erstaunlich, wie lange man

noch Konfetti in Kleidern und der Wohnung finden kann. Man wird sie mit einem Lächeln aufklauben und da-

bei an die gelungene Kinderfasnacht zurückdenken – Familienforum sei Dank.


Bezirk Affoltern zwischen-ruf

So weit darf es nicht kommen! Hilfe, ich habe keine Schokoriegel mehr! Es waren ganz gesunde Schokoriegel, Bio und dunkelbraun nicht nur wegen der Schokolade, sondern sicherlich aus dunklem, gesundem Mehl. Dafür hab ich noch jede Menge Stangensellerie, äh, wollte sagen Stangenschokolade, eine Spezialität, die mir Sybille in einem Jutesäckchen aus Berlin mitgebracht hat. Und wenn wir schon dabei sind: Das Gastgeschenk von Ingeborg neulich waren in blaue und goldene Folie – mh – eingewickelte Pralinés, ich sage ´waren´, weil, die gibt´s nicht mehr. Sind gegessen, vielmehr langsam in meiner Mundhöhle zwischen Zunge und Gaumen dahingeschmolzen. Oh, es war ein Genuss ohne Reue, denn: Es waren keine Kalorienangaben dabei. Die Schoggistangen im Jutesäckli, von denen die Hälfte bis heute überlebt hat, enthalten auch keinerlei schriftlichen lustbremsenden Hinweis punkto Fettverbrennungsprozente. Und die Bio-Riegel: He, da stand zwar was, aber zu kleingedruckt, ausserdem kann ich es mir denken, so braun, wie die Riegel sind: Da steht doch bestimmt ´Vollkorn´ drauf. Also ihr habts gemerkt: Ich bin eine Süsse, und dass ich keine MintTäfelchen gekauft habe, hat folgenden Grund: Ich hab aus Dummheit die Angaben gelesen, zweimal, weil ich beim ersten Mal nicht glauben konnte, dass ein einziges Täfelchen, ein hauchdünnes Plättchen, schon zweiundvierzig Kalorien in sich birgt. Da lass ich besser die Finger davon, da ess ich doch lieber meine Schokostangen auf. Manchmal muss ich lachen. Und zwar, wenn ich am Naschen bin, während gerade zufällig im Fernsehen eine Diätsendung läuft und ein paar fettleibige Matronen und schwergewichtige Mannsbilder im enganliegenden XXXL-Liibli am Keuchen sind, sei es beim Joggen oder auf einem Stepper. So – denke ich amigs – so weit darf es mit mir nicht kommen. Und es kann sein, dass ich dann auf die letzten zwei Zentimeter Schoggistange verzichte. Ute Ruf

Dienstag, 14. Februar 2017

11

Das «Seewadel» als interessantestes Thema Informationsanlass der Immobilienabteilung Affoltern a. A. Am Montag, 6. Februar, fand in der Galerie am Märtplatz der bereits traditionelle Informationsanlass der Immobilienabteilung Affoltern statt. Gemeinderat und Ressortvorsteher Hermann Brütsch ist überzeugt, dass die Affoltemer Steuerzahler ein Recht darauf haben, zu erfahren, wie ihr Geld eingesetzt bzw. ausgegeben wird. Auch bei der aktuellen Veranstaltung hätten durchaus noch ein paar Zuhörer mehr Platz gehabt. Die Mitarbeiter der Immobilienabteilung sind aber überzeugt davon, dass sie mit der Zeit immer mehr Interessierte mit ihrem Anlass ansprechen können. Er wird auch in den kommenden Jahren immer am ersten Montag im Februar um 19.30 Uhr stattfinden. Auch diesmal standen wieder einige interessante Themen auf dem Programm. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Ressortvorsteher stellte Abteilungsleiter Fabrizio Meo zuerst die anwesenden Mitarbeiter vor. Danach gab er einen Einblick in die wichtigeren Aktivitäten des vergangenen Jahres. Dazu gehörten auch die Machbarkeitsstudie «Altes Gefängnis», das neue Schliesssystem im Gemeindehaus, die Übertragung der Golfanlage an einen neuen Baurechtsnehmer, der Verkauf eines Grundstückes an der Mühlebergstrasse, das Konzept zur Umgestaltung der Umgebung des Gemeinschaftszentrums und ein neuer Fahrzeugunterstand/ein neues Lager in Mettmenstetten. Auf jedes dieser Themen ging Fabrizio Meo mit entsprechenden Erklärungen kurz ein.

Badi Stigeli: Defizit von knapp 103 000 Franken Zum Kasinosaal werden immer wieder Fragen gestellt. Die Zuhörer erfuhren, wie es mit der Belegung im 2016 aussah (38 % Gesamtauslastung, 77 % Wochenendauslastung), wie sich die Mieter zusammenstellten (44 % Vereine, Interessengemeinschaften und NonProfit-Organisationen, 19 % politische Anlässe inkl. Kultur, 37 % private An-

Von links: Fabrizio Meo, Verena Feller, Werner Rottensteiner, Reto Frick, Hermann Brütsch, Jaqueline Grubenmann, Paolo Gentile und Silvio Schirmer. (Bild zvg.) lässe inkl. Verbände). Danach gab es einen Einblick in die vergangene Badesaison (36 582 Besucher und ein Defizit von knapp 103 000 Franken), bevor dann das für die meisten Anwesenden interessanteste Thema an die Reihe kam, das Haus zum Seewadel. Das Alters- und Pflegeheim wurde im Juni 2016 von der Sozialabteilung in die Immobilienabteilung überführt. Fabrizio Meo zeigte auf, dass das Haus zum Seewadel eine laut tickende Zeitbombe darstellt. So musste im letzten Jahr die Brandmeldeanlage ersetzt werden, was ja eigentlich unsinnig klinge angesichts des Alters des Hauses, aber solange keine Abbruchbewilligung vorhanden sei, gelte das Haus noch als Heimgebäude, das nach den Sicherheitsbestimmungen zum Wohle der Bewohner geschützt werden muss.

«Seewadel»: Gutes Image Anschliessend ging Interims-Heimleiterin Verena Feller zuerst auf ein paar geschichtliche Aspekte ein, bevor sie dann zu den Themen «Kulturelles und Werte» sowie «Schwierigkeiten für Mitarbeitende» einging. Wer hätte gewusst, dass das Alterswohnheim Seewadel 1974 eingeweiht wurde, 22 Jahre später erstmals auf der Liste der Pflegeheime erschien (mit 20 Pflegeplätzen) und erst 2011 Leistungsvereinbarungen mit den Bezirksgemein-

den vereinbart wurden? Oder, dass das Haus von 1974 bis 1991 vom SV-Service geführt wurde, danach von 1991 bis 2005 von Seniocare (vormals Alpa Management AG) und erst ab 2005 von der Gemeinde? Auch wurden seit 2005 immer wieder (teure) Studien durchgeführt über die Zukunft des Hauses. 2012 stimmten die Stimmbürger gegen die Senevita-Lösung und für ein gemeindeeigenes Alters- und Pflegeheim, und im Mai 2015 beschloss der Gemeinderat, einen Neubau mit 60 Betten zu erstellen. Heute gilt der Seewadel als Kompetenzzentrum für Alter und Pflege in der Region. Seit 2007 sind 118 überwiegend positive Artikel über das Haus zum Seewadel im «Anzeiger» erschienen; das Image ist heute sehr gut, es wird professionelle Arbeit geleistet. Der jetzige Betrieb bietet die beste Basis für das zukünftige Angebot. Zurzeit sind 124 Menschen (wovon 15 Ausbildungs- resp. Lehrplätze in allen Bereichen) im Haus zum Seewadel beschäftigt, viele seit Jahren oder Jahrzehnten. Sie engagieren sich für die Ziele unter Einbezug des Leitbildes. Sie sind dem Haus zum Seewadel treu geblieben, obschon seit 2005 immer wieder Pläne und Versprechen gemacht wurden hinsichtlich Umbau, Ausbau, Neubau usw. Dann folgte jeweils die Enttäuschung, weil doch nichts geschah. Oft wurde jedes Mal

nicht nur extern Geld für Studien ausgegeben, sondern auch intern viele zusätzliche Stunden geleistet um Papiere zu erarbeiten. Dass die Mitarbeitenden nun etwas desillusioniert sind, bzw. nicht mehr daran glauben, dass es doch einmal einen Neubau gibt, ist daher nachvollziehbar.

Einiges geplant für 2017 Anschliessend erläuterte Fabrizio Meo die neu erstellte Immobilienstrategie (für den gemeindeeigenen Bestand) mit ihren Grundsätzen und den integrierten Objektstrategien, bevor er zum Ausblick auf das Jahr 2017 zu sprechen kam. Da stehen Erneuerungen des Kinderschwimmbeckens im Stigeli an sowie die Sanierung der Duschräume. Zudem muss das Hausleitsystem im Gemeindezentrum ersetzt werden, die neue Umgebung beim Gemeinschaftszentrum wird realisiert, im Sportplatz Moos stehen ein Vor- und Bauprojekt mit Submissionsphase für den Allwetterplatz bevor, und nicht vergessen werden, dürfen die Grossprojekte der Primarschule, der Projektierungskredit Gesamtsanierung Schulhaus Butzen und die Gesamtsanierung des Kindergartens Zwillikon. Und dann steht vom 2. bis 25. Juni 2017 die Ausstellung Art Garden an. Was das ist? Man darf sich überraschen lassen! (pd.)

forum

Soziale Medien nutzen «Knallt das Monstrum auf die Titelseite» Falsche Bewertungen verärgern Wirte, im «Anzeiger» vom 3. Februar.

Manchmal ist es einfacher, das Neue, Unbekannte zu verteufeln, als sich mit dem Umgang mit Sozialen Medien vertraut zu machen. Vreni Spinner, Präsidentin von Gastro Affoltern, ärgert sich über die «zunehmende Abhängigkeit von Beurteilungsplattformen» und zweifelt deren Glaubwürdigkeit an. Fakt ist: Bewertungsplattformen sind heutzutage für Gäste ein verbreitetes Mittel, um sich zu informieren und sich für ein Restaurant – oder eben ein anderes – zu entscheiden. Statt sich zu ärgern, sollten diese Kommentare und Erfahrungsberichte, gerade auch die schlechten, ernst genommen werden. Kritik ist das Beste, was einem Unternehmer passieren kann, denn es ist die Chance, etwas zu verändern und altbekannte Abläufe zu modifizieren. Warum also nicht proaktiv auf einen negativen Kommentar, der vielleicht sogar gerechtfertigt ist, reagieren? Viele Portale lassen Antworteinträge zu und ermöglichen es dem Gastrobetrieb, auf unzufriedene Kunden zuzugehen und nachzufragen. Meist stellt sich in einem klärenden Gespräch die genaue Ursache für die Unzufriedenheit heraus und der Kunde fühlt sich ernst genommen. Selbstverständlich hat eine Kritik anständig und wohlwollend formu-

liert zu sein. Rufschädigende Kommentare oder solche unter der Gürtellinie haben – wie im realen Leben – nichts zu suchen, auch nicht gefälschte, bösartige (und ja, teilweise auch von Mitbewerbern geschriebene) Kommentare. Hier gibt es jedoch rechtliche Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Nicht nur Bewertungsplattformen sollten aktiv und gezielt genutzt werden, auch die eigene Webseite wäre ein tolles Instrument. Hier hapert es leider bei vielen Gastronomen. Wer Infos sucht, für den muss es schnell gehen. Ein User bleibt nur wenige Sekunden auf einer Webseite; findet er die gesuchte Information nicht, verlässt er die Seite. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man ärgert sich darüber, oder man passt seinen Webauftritt so an, dass er dem Suchverhalten von Nutzern entspricht. Positive Bewertungen auf Plattformen, aber auch Kundenfeedbacks oder Referenzen im Gästebuch sind suchmaschinenrelevant und somit die beste Werbung. Übrigens: Zum Glück gibt es Kochsendungen, zum Glück gibt es immer wieder Restaurants auch im Säuliamt, die dort mitmachen. Es gehört nämlich eine gehörige Portion Mut dazu, sich vor eine Kamera zu stellen und sich und sein Lokal der Öffentlichkeit zu präsentieren. Martina Murer, Mettmenstetten

Letzten Donnerstag lag die neuste Ausgabe des Monatsblattes «Durchblick» von Hans Roggwiler bzw. seinem Verein «Pro Zweckverband Spital Affoltern» in meinem Briefkasten. Das Blatt erinnert mich an die bis März 1979 in Rom erschienene Wochenzeitschrift «OP» (Osservatorio Politico), die vom Journalisten und Verleger Carmine Pecorelli herausgegeben wurde. Die Auflage seiner sechzigseitigen Wochenzeitschrift war sehr klein. Sie erreichte zwanzigtausend Exemplare. Und doch war das Periodikum von den Politikern und Unternehmern gefürchtet wie die Pest. Die Abonnenten von OP waren nämlich nicht gewöhnliche Leser sondern in erster Linie Medien, die – je nach politischer Orientierung – nur darauf warteten, dem Gegner eins auszuwischen. So wie es Marco Bellocchio 1972 in seinem Film «Sbatti il mostro in prima pagina» (Siehe Titel) auf eindrückliche Weise aufgezeigt hat. Weil sich die exponierten Persönlichkeiten vor seinen Artikeln fürchteten, waren sie bereit, für die Nichtpublikation zu zahlen. So auch der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti und der Herausgeber der römischen Tageszeitung «Il Messaggero» Francesco Caltagirone. Dreissig Millionen Lire soll dieser im

Januar 1979 über einen Mittelsmann Pecorelli übergeben haben, damit er einen druckfertigen Artikel, der mit dem Titel «Gli assegni del Presidente» überschrieben war, nicht publizierte. Demnach soll Giulio Andreotti vom schwerreichen Chemie-Industriellen Angelo Rovelli über ein kompliziertes Geflecht von Mittelsmännern (Gebrüder Caltagirone, Italcasse, und dem Schweizer Financier Florence Ley Ravello) Schecks in der Gesamthöhe von 2,448 Milliarden Lire einkassiert haben. Pecorelli wurde am 20. März 1979 ermordet. Giulio Andreotti geriet ins Visier der Justiz. Mit Urteil vom 24.11.2003 sprach ihn der italienische Kassationshof vom Mordvorwurf frei. Von Pecorellis Anschuldigungen ist nichts übrig geblieben, ausser einem immensen Rufschaden. Zwar spielt Hans Roggwiler in einer ganz anderen Liga. Das System ist aber das gleiche. Nicht eine einzige seiner rufschädigenden Anschuldigungen substantiiert er. Wer sich nicht für den Erhalt des obsoleten Bezirksspitals einsetzt oder nicht bereit ist, kommerzielle Inserate in seinem Blatt zu platzieren, wird als unfähig und korrupt diffamiert. Michele Borrelli, Stallikon

Für was bezahle ich Hundesteuer?

Der Robidog ist weg. (Bild zvg.) Seit 20 Jahren entsorgte ich den Kot von meinen Hunden an diesem Platz. Hier stand ein Robidog. Neu gilt jetzt: Wenn meine Hunde sich im eigenen Garten versäubern, darf ich den Kot nicht mehr im Robidog entsorgen, obwohl ich zuverlässig für jeden meiner Hunde die Verabgabung bezahle. Für mich ist dies ein Rätsel. Gaby Eisenegger, Mettmenstetten

Korrigendum

Jugendfeuerwehr-Wettkampf am 26. August 2017 Der kantonale JugendfeuerwehrWettkampf in Bonstetten findet dieses Jahr am 26. August statt und nicht am 28. August 2018, wie im «Anzeiger» vom 7. Februar fälschlicherweise zu lesen war. (Red.)


Politische Gemeinde Affoltern am Albis und Primarschulgemeinde Affoltern am Albis

Todesfälle

Vermietung per sofort oder nach Vereinbarung

Bonstetten Christen, «Gerhard» Friedrich

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

Am Sonntag, 21. Mai 2017, findet eine Urnenabstimmung betreffend Auflösung der Primarschulgemeinde Affoltern am Albis und Totalrevision der Gemeindeordnung der Politischen Gemeinde Affoltern am Albis (Bildung Einheitsgemeinde) statt. Die detaillierte Abstimmungsweisung wird mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt.

geboren am 17. Februar 1940 in Zürich, von Meilen ZH, wohnhaft an der Alten Stationsstrasse 11, Bonstetten, verstarb am Donnerstag, 9. Februar 2017, in Bonstetten.

Traurig, doch mit schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von

Die Beisetzung findet am Freitag, 17. Februar 2017, um 14.30 Uhr auf dem Friedhof Bodenfeld in Bonstetten statt.

15. September 1932 – 10. Februar 2017

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Bestattungsamt Bonstetten

Affoltern am Albis, 14. Februar 2017 Gemeinderat Affoltern am Albis

Hedingen In Zürich ist am Freitag, 10. Februar 2017, gestorben:

– MISKOVIC Josip, 1975, Staatsangehöriger von Kroatien – MISKOVIC Emanuel, 2011, Staatsangehöriger von Kroatien – MISKOVIC Ivan, 2013, Staatsangehöriger von Kroatien Affoltern am Albis, 14. Februar 2017 Gemeinderat Affoltern am Albis

In tiefer Trauer: Ernst Schneebeli Yvonne Depierraz-Schneebeli Nathalie Depierraz Judith Eicher Jasmin Eicher und Philippe Knecht und Verwandte

geboren am 15. September 1932, von Affoltern am Albis, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Hofackerstrasse 3.

Mettmenstetten

Mit Beschluss vom 7. Februar 2017 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen:

Nach kurzer Krankheit durfte sie friedlich einschlafen. Wir sind unendlich dankbar für all die wunderschönen Momente, die wir mit unserem geliebten Nelly, Mami und Mämmäm erleben durften. Sie hat uns ein Leben lang mit ihrer Liebe und ihrem grossen Herzen begleitet.

Schneebeli geb. Zimmermann, Nelly Frieda

Abdankung und Urnenbeisetzung am Freitag, 17. Februar 2017, 14.00 Uhr, in Hedingen.

Einbürgerungen

Nelly Schneebeli-Zimmermann

Am Donnerstag, 16. Februar 2017, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche, die Beisetzung/Abdankung für

Die Trauerfeier findet am Freitag, 17. Februar 2017, um 14.00 Uhr in der Kirche Hedingen statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Brienz Rothorn Bahn, Postkonto 343731-3, IBAN CH28 0900 0000 3400 3731 3 (Zahlungsvermerk: Ernst Schneebeli, Hofackerstrasse 3, 8908 Hedingen), welche Nelly stets mit grossem Enthusiasmus unterstützte. Traueradresse: Ernst Schneebeli, Hofackerstrasse 3, 8908 Hedingen

Hermann Strebel Grossholzerstrasse 1, statt. Der Friedhofvorsteher

Am Freitag, 17. Februar 2017, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche, die Beisetzung/Abdankung für

Anne Margrete Altenburger-Kongelf Der Friedhofvorsteher

Stallikon

Grabräumung Die Ruhefrist für die • Urnengräber Nr. 536 bis 552 (Bestattungsjahr 1973 bis 1990) • Urnengräber Nr. 553 bis 569 (Bestattungsjahr 1990 bis 1993) • Kindergräber 1 und 2 (Bestattungsjahr 1992, 1997)

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Am Sonntag, 5. Februar 2017, ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Frei Kurt Walter geboren am 17. Mai 1936, von Stallikon ZH, Uitikon ZH, Urdorf ZH, wohnhaft gewesen Zügnisstrasse 30b, 8143 Stallikon. Bestattungsamt Stallikon

Wettswil am Albis

ist abgelaufen. Diese Urnengräber werden im Frühling 2017 aufgehoben.

Am 7. Februar 2017 ist in Spreitenbach AG gestorben:

Angehörige der verstorbenen Personen erhalten die Möglichkeit, Grabsteine und Bepflanzungen bis spätestens 13. April 2017 wegzuräumen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Gemeinde Hedingen über die verbliebenen Grabdenkmäler, Urnengräber und Bepflanzungen verfügen und die Abräumung auf Kosten der Gemeinde veranlassen.

Willimann geb. Ettabbal, Aicha

Hedingen, 14. Februar 2017

Der Friedhofvorsteher

geboren 4. Dezember 1969, Bürgerin von Beromünster LU, Ehefrau des Willimann, Alfred, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Strumbergächerstrasse 25. Es findet keine Urnenbeisetzung bzw. kein Abdankungsgottesdienst statt.

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Fünf Bläser

Landartprojekt und Ausstellung von Carmen Cabert am Türlersee. > Seite 15

Das Brass-Ensemble «Generell5» spielt in der Chrischona-Gemeinde in Affoltern. > Seite 18

Dienstag, 14. Februar 2017

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Weltpremiere Das Comedy-Duo «Kopfsache» startete seine Tour durch die Schweiz in Affoltern. > Seite 19

Die Grösse der Küche «verzaubern»

Mit innovativen Neuheiten an die Swiss-Moto

Tag der offenen Tür bei Kilian Küchen

Power-Bike hat einen Stand an der Zweiradmesse Ab Donnerstag lockt wieder die grösste Schweizer Motorrad-, Roller- und Tuning-Ausstellung in die Messe Zürich. Mit dabei: Power-Bike, das Affoltemer Fachgeschäft für Töffbekleidung und Accessoires.

Individuelle Küchengestaltung mit dem Fotoglasdruck. (Bild zvg.)

Am Wochenende vom 18. und 19. Februar erlebt man in der Ausstellung von Kilian Küchen in Cham, wie man seine bestehende Küche in eine neue Küche «verzaubern» kann. Es wird festzustellen sein, dass bei Kilian Küchen anstelle von Magiern sehr erfahrene Küchenberater zur Verfügung stehen. Von ihnen erhält man wertvolle, praktische Informationen über alle Facetten des Küchen-Umbaus. Ein Küchen-Umbau wirkt wohltuend und löst ein neues frisches Lebensgefühl aus. Das Arbeiten, Kochen und Wohnen in der «verzauberten» Küche kann völlig neu erlebt werden. Tag für Tag kann man sich inspirieren lassen. Das Berater-Team von Kilian Küchen weiss aus Erfahrung, welche entscheidenden Faktoren dieses gute Gefühl auslösen können. Es beginnt mit einer besseren Platzausnutzung. Oft kann mit dem Entfernen einer Wand oder dem optimalen Ausnutzen des Wohnraumes ein richtiger Wow-Effekt erzeugt werden. Arbeitsflächen in neuen Materialien erfreuen beim Berühren, Ansehen und natürlich beim einfachen Reinigen. Zwei ganz wesent-

liche Elemente, die bewusst und unbewusst die Gefühlslage positiv stimmen, sind Glasrückwände und natürliches, helles Licht. Gerne zeigt man dem Kunden entsprechende Beispiele. Experten der Partnerfirmen informieren in allen Details. Sascha Felber zeigt Muster und Bilder des modernsten Fotoglasdruckes in der Schweiz. So inspiriert die neue Glasrückwand mit dem Lieblingsmotiv täglich neu und die Küche wird zur «Wohlfühloase». Ein weiteres Highlight am Tag der offenen Tür sind die eindrucksvollen Kochvorführungen mit dem V-Zug Combi-Steamer. Gaumenfreuden pur! Last but not least erfährt man, wie ein Umbauprojekt von A bis Z reibungslos geleitet und durchgeführt wird, ohne grosse Unannehmlichkeiten zu verursachen. Alle beteiligten Handwerker folgen dem Dirigentenstab des Projektleiters von Kilian Küchen. Ein Besuch am Tag der offenen Tür lohnt sich auf jedem Fall. Mit etwas Glück gewinnt man beim GratisWettbewerb einen wertvollen V-Zug Combi-Steamer. Samstag, 18., und Sonntag, 19. Februar, 9 bis 17 Uhr, Kilian Küchen, Hinterbergstrasse 9, Cham, visà-vis Coop bau+hobby. www.kilian-kuechen.ch.

Wer die Töff-Trends der Zukunft sehen will, der kommt an der Swiss-Moto kaum vorbei. Von Donnerstag bis Sonntag präsentieren die namhaften Hersteller der Branche sich und ihre Produkte wieder in der Messe Zürich. Mittendrin – in der Halle 3 zwischen Ducati und Husqvarna – Power-Bike aus Affoltern am Stand B06. «Wir freuen uns über Standbesucher aus dem Säuliamt», so Inhaber Stefan Frey. Es gibt auch einiges zu entdecken bei Power-Bike: Eine Premiere ist etwa die neue Textiljacke der Eigenmarke Free7. Diese hat neben den üblichen Protektoren auch Rückenpanzer und Nierengurt integriert. Das wirkt sich nicht nur auf den Sicherheitsaspekt aus, auch der Tragekomfort ist höher, da das Hauptgewicht der Protektoren auf die Hüfte abstützt statt auf die Schultern. «Die Patentierung läuft», verrät Frey. Von Schuberth ist der neuste Klapphelm C4 zu bestaunen und von King Kerosin modische Kevlar-Jeans und -Hemden. Bereits einen Schritt weiter geht die Marke Esquad: deren innovatives Material «Dyneema» ist bei gleichem Gewicht 15-mal stabiler als Stahl. Entsprechend lassen sich Schutz und Komfort noch besser vereinen. Das obere Preissegment deckt Stadler ab. Deren neues System basiert auf Klima- (aussen) und Sturzschutz. Die Idee: die Protektoren möglichst nahe

Bereit für die Moto-Expo: Stefan Frey und seine neue Verkaufs-Mitarbeiterin Aline Killer mit wasserdichter System-Textiljacke der Eigenmarke Free7. (Bild tst.) an den Körper bringen, wo sie am wenigsten verrutschen können. Wer es nicht an die Swiss-Moto schafft, der findet die Neuheiten von Power-Bike auch an der Lindenmoosstrasse 10 in Affoltern. Die regionale

Moto Expo findet dieses Jahr nicht statt. «Vielleicht 2018 wieder», so Stefan Frey. Gut vorstellen könnte er sich dann auch eine Mobilitätsausstellung, welche die Velo- und die AutoHändler mit einschliesst. (tst.)

Vom frech grinsenden Spitzbuben Atem, Körper und zum herzhaften Valentinsgeschenk Stimme im Einklang Aktuell in den Volg Filialen der Landi Albis

Intensivseminare in Kappel

Seit Anfang Januar bis Ende Februar gibt es feine «Spitzbuebä mit Herz» in den elf Volg Filialen der Landi Albis im Knonauer Amt zu kaufen – gerade rechtzeitig zum Valentinstag.

Aufgrund des erfolgreichen Intensivseminars im Kloster Kappel bieten Esther Kreis und Cornelia Frey im Frühjahr wieder zwei Seminare an.

Die geschmacksvollen und optisch ansprechenden Guetzli mit Konfitürenfüllung werden nach dem Rezept von Claudia Engler aus Zwillikon in der Volg Bäckerei-Konditorei Mettmenstetten hergestellt. Für jeweils zwei Monate sind Gebäcke von aktiven Bauersleuten in den Volg-Filialen erhältlich und zeigen die kreative Handwerksbackkunst von Bäuerinnen und Bauern im Säuliamt. Passend zum Valentinstag präsentieren sich die «Spitzbuebä» mit dem grossen Herz in der Mitte besonders herzlich. Auch dieser «Spitzbueb» habe seinen Ursprung im Valentinstag, verrät die Rezeptgeberin und Besitzerin des «Bluemehüsli» in Zwillikon und zeigts auf dem Bild.

Claudia Engler vor ihrem «Bluemehüsli» in Zwillikon. (Bild zvg.) Es ist bereits eine Tradition, dass Claudia Engler das romantische kleine «Bluemehüsli» zum Valentinstag auf ihr Blumenfeld stellt. Dort bleibt es bis zur Adventszeit stehen. Die Kunden wissen, dass es im charmanten «Bluemehüsli» viel Kreatives zu entdecken gibt. Wie der Name bereits sagt, sind

dies vor allem Geschenke aus Blumen, Sträusse sowie die erwähnten feinen «Spitzbuebä». Im Sommer ziert ein Schmetterling die Mitte, in der Weihnachtszeit ein Stern und für besondere Momente, wie zum Valentinstag, das Herz – ein Geschenk mit Freude gekauft und von Herzen geschenkt. (pd.)

Wer möchte weiterkommen, sei es bei alltäglichen Gesprächen, Vorträgen, im Unterricht, in Referaten oder im Gesang? Mit dem Intensivseminar für Einsteiger bieten Esther Kreis und Cornelia Frey an, einen Schritt in diese Richtung zu gehen. In einer Gruppe von maximal 14 Personen werden die Teilnehmenden in einem Aufbau ihren Atem erfahren und lernen, ihre Stimme gezielt einzusetzen. Das Intensivseminar für Fortgeschrittene richtet sich an alle, die bereits über vertiefte Kenntnisse in Atem und Stimme verfügten und weitere Schritte gehen sowie Gelerntes optimieren möchten. Die Teilnehmenden lernen ihre Wahrnehmungssinne, Vokale und Konsonanten sowie ihre

Esther Kreis.

Cornelia Frey.

inneren Kräfte für die Stimme einzusetzen. Aufbauend auf diese Erkenntnisse können sie sich im Alltag, im Unterricht, in Referaten oder im Gesang bedeutend bewusster bewegen. (pd.) Intensivseminar für Einsteiger am Samstag, 25. März, von 9 bis 18 Uhr im Kloster Kappel. Anmelden bis Montag, 6. März, unter www.frey-atem.ch. Intensivseminar für Fortgeschrittene am Samstag, 20. Mai, 9 bis 18 Uhr im Kloster Kappel. Anmelden bis Montag, 8. Mai, unter www.frey-atem.ch. Infos auch unter www.estherkreis.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 14. Februar 2017

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Kunstspaziergang um den Türlersee Landartprojekt und Ausstellung von Carmen Cabert im Restaurant Erpel, Hausen Carmen Cabert ist eine Künstlerin mit vielen Ideen. Was mit ersten, weiss bemalten Schnittflächen von gefällten Bäumen unter dem Titel «Weisse Flecken dieser Welt» 2008 in Bonstetten begann, findet nun seine Fortsetzung mit dem Landartprojekt «Sehblick», Kunstspaziergängen und der Gemäldeausstellung am Türlersee.

und weiterentwickelt. Bei der Frottage wird die Oberflächenstruktur eines Gegenstandes oder Materials durch Abreiben mittels Kreide oder Graphit auf ein aufgelegtes Papier oder auf Stoff übertragen. Die Maserung des Holzes und die Jahrringe werden so verstärkt sichtbar, oft Schwarz auf Weiss. Diese Frottagen bearbeitet Carmen Cabert weiter und lässt sich dabei von Form und Struktur inspirieren. Zu sehen sind solche Frottage-Bilder, aber auch Bilder von früheren Schaffensperioden der Bonstetter Künstlerin im Restaurant Erpel, wo sich die Gruppe nach erfolgreicher Umrundung des Türlersees gern wieder aufwärmt. Hitzig waren die Gespräche, nicht aber die Temperaturen an diesem Freitag mitten im Februar.

................................................... von regula zellweger Wer in den letzten Monaten dem Türlersee entlang spazierte, sah im Wald am Hang der Albiskette weisse Flecken. Und hat sich vielleicht gefragt: «Was soll das?» Carmen Cabert hat die Schnittstellen von 33 Baumstrünken weiss bemalt. Land Art ist die Umwandlung von geografischem Raum, von einem Stück Natur, in ein Kunstwerk. Weil ein Grundgesetz der Natur das Entstehen und Vergehen ist, verschwindet Land Art, wird nur auf Fotos oder Filmen festgehalten.

Was ist Kunst? Manch ein Spaziergänger mag sich fragen: «Ist das Kunst?» Carmen Cabert stellte sich 2016 dieser Frage immer wieder, gab Fragenden Auskunft, sprach Spaziergänger am Türlersee auch direkt an. Diese Gespräche bereiteten ihr viel Freude, deshalb bietet sie jetzt Einzelpersonen und Gruppen Kunstspaziergänge um den Türlersee an. Das Pilotprojekt realisierte sie am

Es geht weiter

Carmen Cabert vor einem Ihrer Frottage-Bilder mit der Oberflächenstruktur von Baumstrünken im Restaurant Erpel. (Bild Regula Zellweger)

vergangenen Freitag. Eine kleine Gruppe von Kunstinteressierten traf sich beim Parkplatz gegenüber des Restaurants Erpel. Gemeinsam wanderte man bis zu einem Punkt, wo man einen optimalen Blick auf die weissen Flecken hatte. Hier gab die Künstlerin einen Input zum Thema

«Ahnen». Beim Weiterspazieren unterhielt man sich angeregt über den Übergang von Ende und Neuanfang, über Generationenwechsel und darüber, wie Kunst solches so auszudrücken vermag, dass im Betrachter eine Auseinandersetzung mit dem Thema, ein Prozess beginnt.

Carmen Cabert arbeitet an den Baumstrünken weiter, erstellt vor Ort Frottagen von den Schnittflächen und bearbeitet diese im Atelier weiter. Die Frottage ist ursprünglich eine alte Drucktechnik. Deren künstlerisches Potential wurde von Max Ernst ab 1925 für die Bildende Kunst entdeckt

Carmen Cabert sprudelt von neuen Ideen. Ihre Begeisterungsfähigkeit ist ansteckend. Sie bleibt dran, an den Kunstspaziergängen um den Türlersee. Überlegt sich für jeden Spaziergang ein neues Thema. Von denjenigen, die beim ersten Rundgang dabei waren, haben sich einige vorgenommen: «Da bin ich wieder dabei. Bewegung kombiniert mit bewegten und bewegenden Gespräche, die auch in die Tiefe gehen und zu nachhaltigem Denken anregen, diese Kombination ist mehr als Fitness und Unterhaltung.» Kunstspaziergänge rund um den Türlersee am Samstag, 25. Februar, Dienstag, 28. März, und Donnerstag, 6. April, jeweils 13 Uhr, oder nach Vereinbarung. Infos unter www.carmencabert.ch.

Musikalisches Juwel in Ottenbach und Affoltern Die Aufführungen von Rossinis «Petite Messe Solennelle» zeigten, dass der Meister der Oper ein geistliches musikalisches Juwel geschrieben hat: Die Ottenbacher Kirche und die katholische Kirche Affoltern waren bis auf den letzten Platz gefüllt, das Publikum war begeistert. Der reformierte Kirchenchor (Leitung Rico Zela) und der Ottenbacher Chor (Leitung Anette Bodenhöfer) mit einigen Gastsängerinnen und -sängern studierten dieses beeindruckende Werk gemeinsam ein: Die Chöre probten seit letzten Sommer separat, immer wieder gab es gemeinsame Proben und ganze Probentage mit beiden Dirigenten, die sich in der Vorbereitung auf dieses Konzert gut ergänzten. Mit treffenden Bildern, gekonntem Vorsingen und beharrlichem Üben feilte der Dirigent Rico Zela an der Tonfindung, Aussprache und Dynamik. Unverzichtbar war die Hilfe von Anette Bodenhöfer bei der Einstudierung auf andere Art und als Korrepetitorin am Klavier. Ein Organisationskomitee, bestehend aus Mitgliedern beider Chöre, leistete grosse Arbeit, um dieses Projekt mit seinen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen zu realisieren.

Sie haben ihr Publikum begeistert: Der reformierte Kirchenchor und der Ottenbacher Chor mit Gastsängerinnen und -sängern. (Bild zvg.) Hochkarätiges Solistenquartett Das Publikum würdigte dieses Schaffen mit tosendem Applaus. Überhaupt ging es während den neunzig Minuten konzentriert mit, man hörte in den kurzen Pausen zwischen den Sätzen kaum Husten und Räuspern. Die Rückmeldungen sind entsprechend positiv: Eine junge Zuhörerin meinte: «Ich konnte verfolgen, wie ein Thema hinten, vorne, rechts oder links erklang.» «Es war eine Leichtigkeit und Tempo in den Fugen, die ein Laienchor selten so gut zustande bringt», kommen-

tierte ein Musikliebhaber. Mit der Ottenbacher Sopranistin Marianne Lang, Schoschana Kobelt als Altistin, Rémy Burnens im Tenor und Hubert Michael Saladin im Bass war das Solistenquartett hochkarätig besetzt. Sei es einzeln, im Duett, im Trio oder Quartett: Ihre Musikalität, der homogene Gesamtklang und die Verschiedenheit der einzelnen Sätze machten die teilweise langen solistischen Passagen spannend und wurden zu einem Erlebnis. Der talentierte junge Pianist Raviv Leibzirer hat mit seinem brillianten Spiel die Solisten und den Chor

fantastisch und einfühlsam begleitet und unterstützt. Zur Originalbesetzung gehört neben dem Piano Concertante auch ein Harmonium, Anette Bodenhöfer spielte erstmals auf diesem speziellen Instrument und gab der Messe damit immer wieder eine orchestrale Klangfarbe.

Grosse musikalische Bandbreite Die Sängerinnen und Sänger zeigten eine grosse musikalische Bandbreite: Als Dirigent konnte Rico Zela von zarten Klängen bis zum fulminanten For-

tissimo, von lieblichen Melodien bis zu energischem Aufbegehren viel aus dem Chor herausholen. Eine Besucherin fühlte sich «wie in einer andern Welt. Nachdem der Chor seinen fulminanten Schluss ‹Dona nobis pacem› gesungen hatte, wurde ich vom Klavierspiel fein und leise zurückgeholt.» Dann gab’s einen herzlichen langen Applaus, strahlende Gesichter im Publikum und im Chor. Es war eine tolle Leistung der Chöre, Solisten und Dirigenten. Ein musikalisch sehr gelungenes Gemeinschaftsprojekt fand somit seinen Abschluss.


veranstaltungen

«Let it Brass» in Affoltern Die legendäre Black Bird Beatles Brass Band Das Schweizer Ensemble Philharmonic Brass Zürich – Generell5 tourt zum 15. Mal durch die deutsche Schweiz. Am Samstag, 18. März, spielen die fünf Bläser in der ChrischonaGemeinde in Affoltern. Seit einem Jahr ist das Ensemble mit fünf Leuten wieder vollzählig. Neu dabei sind: Christoph Luchsinger (Trompete), Patrik Arnold (Trompete) und Xaver Sonderegger (Posaune). Aus der Stammbesetzung sind Markus Hauenstein (Tuba) und Thomas Gmünder (Horn) dabei. Im Gepäck hat G5 eine

brandneue klassische CD. Die fünf werden die Vielseitigkeit pflegen und weiterentwickeln. «Let it Brass» ist eine ganzheitliche Bühnenshow mit Musik, Theater, Licht, Comedy und verschiedenen Instrumenten. Geschrieben hat «Let it Brass» Giuseppe Spina, Thurgauer Theaterschaffender. Die Beatles haben sich aufgelöst, aber die Musiker der Pilzköpfe touren noch heute und haben die Taschen voller Anekdoten. Gespielt werden Stücke wie «Yesterday», «Toccata e Fuga» oder «Hey Jude». (pd.) Weitere Infos und Reservierung: www.generell5.ch

Cinema Paradiso Kino in der Kirche Bonstetten Das Cinema Paradiso ist das einzige Kino in einem kleinen italienischen Dörfchen, wo Filmvorführer Alfredo den kleinen Salvatore mit der Magie des Kinos verzaubert. Salvatore liebt keinen Ort mehr, als das Kino in seinem Dorf. Der Filmvorführer Alfredo ist sein bester Freund. Doch mit der Jugend kommt die Liebe zur schönen Elena. Da sie unerwidert bleibt, geht «Toto» nach Rom, wo er ein grosser Regisseur wird. Er kehrt erst zurück, als Alfredo stirbt. Es beginnt eine Reise in die Erinnerung an eine glückliche Kindheit auf Sizilien,

Alfredo ist begeistert vom Kino. (Bild zvg.)

eine grosse Freundschaft und die Liebe zum Film. (pd.) Freitag, 17. Februar, 20 Uhr in der ref. Kirche Bonstetten (Eintritt frei, freigegeben ab 12 Jahren).

Geschichte und Kultur von Polen Seminar im Kloster Kappel Polen – ein grosses, weites Land mit reicher Geschichte, Kultur und Natur. Dieses gastfreundliche Land ist vielen noch unbekannt, da so lange hinter dem «eisernen Vorhang» gelegen. Es war als Puf- Die Ostsee-Stadt Danzig hat eine bewegte Geschichte. (zvg.) ferstaat zwischen dem Westen und Russland historisch on, von Kriegen und mutigen Menwichtig, oft auch umkämpft. Eine tra- schen. Dies als Vorbereitung und als gische Geschichte auch in diesem Vertiefung einer Reise, die durch das Land, geprägt in Ostpreussen von den Pfarramt Knonau vom 4. bis 14. Mai Deutschen und dem Deutschen Ritter- durchgeführt wird. Es hat sich eine georden, von Polen und Juden; geprägt nügend grosse Gruppe angemeldet. von furchtbaren Vernichtungen im Weitere Anmeldungen werden sicher Zweiten Weltkrieg durch die SS und bis Ende Februar noch entgegengedie deutsche Wehrmacht, nachher un- nommen, nachher nur unter Vorbehalt, wegen der Flugtickets. (tm) ter russischer Besatzung. Zu diesem spannenden Land hält Pfarrer Thomas Maurer am 11. und 12. Seminar im Kloster Kappel am am 11. und 12. März. März im Kloster Kappel ein Seminar Anmelden unter www.klosterkappel.ch, ab. Die Teilnehmenden vertiefen sich Telefon 044 764 88 10 oder bei Kursleiter in die Geschichte von Staat und Religi- Pfr. Thomas Maurer, Knonau, 044 767 07 32.

Armenien entdecken Eine Kulturreise mit Pius Blättler Der ehemalige Affoltemer Pfarrer Pius Blättler begleitet dieses Jahr eine Reise ins älteste christliche Land der Erde. Laut der Legende soll die Arche Noah auf dem Ararat gelandet sein, dem heiligen Berg der Armenier. Jahrtausendealte bewegte Geschichte prägte das wunderschöne Land im Südkaukasus. Pius Blättler, ehemaliger katholischer Pfarrer in Affoltern, ist mit einer Armenierin verheiratet und lebt nun mit seiner Familie in Luzern. Er hat selber einige Monate in Armenien

gelebt und die dortige Kultur und Geschichte lieben gelernt. Er wird die ganze Reise begleiten und spirituelle Impulse geben. (pd.) Kulturreisen 2. bis 13. Mai und 1. bis 12. Oktober 2017. Reiseprogramm unter www.piritus.ch, anmelden bis 24. Februar: Tel. 079 296 46 06

Pius Blättler.

oder pius@piritus.ch.

(Bild zvg.)


Vermischtes

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«Take off» für «Face off» Premiere von «Kopfsache» im Tägerst in Affoltern Kleinkunst auf der Kleinbühne. Im Saal der Schule Tägerst in Affoltern startete die Tournee der beiden Comedyspieler Patrick Galli und Rémy Pfeiffer mit Partner Markus Chöpfli, bildgewordene Projektion, Geist oder künstliche Intelligenz? ................................................... von denise bohnert Nicht allzu oft erlebt Affoltern Weltpremieren. Letzten Samstag fand die erste öffentliche Aufführung von «Kopfsache» der beiden jungen Comedians Patrick Galli und Rémy Pfeiffer vor vollen Zuschauerreihen statt. Das Publikum, meist Familie und Freunde, amüsierte sich bestens. Angeregt wurde beim reichen Apéro, von Mutter Galli liebevoll organisiert, auch nach der Premiere diskutiert und weitergelacht.

Kopfsache mit Sprachgewicht Ihr Programm ist ein Nummernalbum, Sketches, verschiedenste Figu-

ren mit Elan gespielt. Da trifft der Modelleisenbahner auf ein echt thailändisches Tuktuk-Taxi, der Fahrer hat auch Nudelsuppe, Massage und einiges mehr zu bieten. Der Azubi auf der Post wird stark gefordert von einem indischen Kunden und dessen magischem B-Post-Paket. Was hat ein Indianerhäuptling mit Feldenkreis am Hut beziehungsweise am Federschmuck? Das kann das Publikum hautnah miterleben. Schrebergärtnerkleinkrieg, alte Knacker, die Beat und die Transe im Klub besuchen, der Shipi-Fahrschüler kippt erstmal ein Red Bull, bevor er den Sitz im leider nicht so geilen Volvo ganz nach hinten kippt – schliesslich ergibt sich dann doch noch eine Fahrt im wesentlich attraktiveren BMW. Am zügigsten geht die InternetNummer ab, da sind die Jungs im Element und jonglieren mit all den neusprachlichen Ausdrücken, kombinieren und inszenieren sie fantasievoll mit frischem Witz. Ihre Spezialität liegt im Sprachlichen wie in Sprachen; mit grosser Lust werden den Figuren mittels Dialekten und Akzenten Charakter verliehen.

Kopfsache mit Köpfchen Und da ist noch ein Charakter mit auf der Bühne: Markus Chöpfli. Schon bevor die Vorstellung losgeht, steht er da, gesichtslos noch, weiss im Gesicht, mit Ständer … Auch der Dritte im Bunde vermag zu witzeln und zu frotzeln. Er ist real und auch virtuell, eine Kunstfigur, eine Projektion. Seine Herkunft ist nicht ganz alltäglich. Lange haben die beiden jungen Schauspieler an seiner Realisierung getüftelt, bis er mithilfe einer britischen Animationsfirma nun zum eigenständigen Mitspieler wurde, das Duo zum Trio machte und «Kopfsache» zum einzigartigen Auftritt verhalf. Mit Frische und Lust sind Patrick Galli und Rémy Pfeiffer gestartet und haben nun eine auftrittsreiche Tour durch die ganze Schweiz vor sich. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie mit ihrem Programm Face Off und ihrem virtuellen Freund auch auf den grossen helvetischen ComedyBühnen den Funken springen lassen können. Weitere Infos unter www.kopfsache-comedy.com.

Geist oder künstliche Intelligenz – auch Markus Chöpfli, der dritte Mann (oder auch Frau) im Duo Kopfsache, schlüpft in verschiedene Rollen. (Bild Denise Bohnert)

sport

Erneuerung im Vorstand Generalversammlung des Turnvereins Mettmenstetten

Das Jahr Revue passieren lassen

Dieses Jahr hat sich die Generalversammlung des Turnvereins in der Eventhalle im Grindel niedergelassen. Nach einem ausgiebigen Nachtessen und in gemütlicher Atmosphäre startete die 143. Generalversammlung.

89. GV des Frauenturnvereins Affoltern

Nathalie Birrer, Sarina Birrer, Raphael Gallmann und Hansjörg Trachsel verlassen den Vorstand. Nach 10 Jahren Kassierin des Turnvereins, tritt Nathalie Birrer aus dem Vorstand zurück, Daniel Rissi übernimmt dieses Amt. Die Mitgliederverwaltung wurde von Sarina Birrer bearbeitet, dies wird jetzt Jasmin Schmucki übernehmen. Dario Heiniger wird Raphael Gallmann als Materialwart ablösen. Nachdem 2016 Andreas Frick das letzte Mal den Jahresbericht mit viel Witz und Humor erzählt hat, wurde er dieses Jahr vom Präsidenten höchstpersönlich vorgelesen. Und niemand wurde enttäuscht, die Halle lachte und applaudierte. Und alle die bei den erwähnten Events dabei waren, konnten wieder in Erinnerungen schwelgen.

Der Mehrzwecksaal an der Büelstrasse war festlich gedeckt, als die Traktanden verabschiedet wurden. Die Präsidentin, Eveline Fenner liess im Jahresbericht das Vereinsjahr Revue passieren. Neben der Jahresrechnung und den Neuwahlen wurden die Pläne für das kommende Vereinsjahr vorgelegt. Neben dem Turnbetrieb stehen auch 2017 wieder Vereinsreisen, Grillabend und Minigolfturnier auf dem Programm. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung ging es gemütlich weiter. Ein Team aus den eigenen Reihen verwöhnte alle Anwesenden mit einem schmackhaften Essen. Kaffee und Kuchen rundeten den Abend ab. Geturnt wird auch im neuen Vereinsjahr am Montagabend im Schulhaus Butzen in drei Gruppen je nach Alter und Kondition. Unter der professionellen Anleitung von ausgebildeten Fitness-Trainerinnen werden in den montäglichen Turnstunden je nach Gruppe verschiedene Programme angeboten. Elemente aus Yoga und Pila-

Turnfest 2016 in Wetzikon Oberturner Yanick Heiniger war sehr zufrieden an den zwei Wochenenden im Juni. Am ersten Wochenende gingen die Einzelwettkämpfe über die Bühne. Mit dem Geräteturnen konnte der TV grossen Erfolg feiern. Aber auch bei der Leichtathletik konnte man sich zeigen lassen, Yanick Heinger wurde sensationeller Fünfter. Aber auch am zweiten Wochenende war der Oberturner sehr zufrieden, mit dem 15. Rang und einer Punktzahl von 25,39, zeigte der Turnverein eine gute Leistung.

Spannendes und vielfältiges Vereinsjahr 2017 Am 13. und 14. Mai organisiert der Turnverein den Kantonalen Geräteturnerinnen-Wettkampf in Bonstetten. Dieser Grossanlass wird erstmals vom Turnverein auf die Beine gestellt. Mit einem kompetenten Vorstand, der bereits letztes Jahr schon viele Stunden

Eine grosse Mehrheit der 95 Mitglieder versammelte sich am 3. Februar zur 89. Generalversammlung des Frauenturnvereins Affoltern.

Die Abtretenden – unten: Hansjörg Trachsel, dahinter von links: Sarina Birrer, Nathalie Birrer und Raphael Gallman – sowie die neuen Vorstandsmitglieder – von rechts: Jasmin Schmucki, Daniel Rissi und Dario Heiniger. (Bild zvg.) investiert hat und noch viele Stunden investieren muss, hofft er auf ein reibungsloses Wochenende. Viele Helfer werden benötigt, um so einen Wettkampf durchführen zu können. Es werden zirka 1400 Mädchen in 6 Kategorien in der 3-fach-Turnhalle in Bonstetten ihr Können zeigen. Es lohnt sich auf jeden Fall, an diesem spannenden Wochenende, den Weg nach Bonstetten anzutreten. 2017 ist auch wieder ein Chränzli-Jahr. Mit einem neuen Unterhaltungs-Duo sorgen Yanick Sigrist und Lars Freimann für frischen Wind. Das Chränzli findet am 11./12 und 18. November statt.

Skihütte Biberegg Leider ist das 2016 (wettertechnisch) sehr schlecht gelaufen, somit hoffen die Hüttenchefs, Marco Wolfisberg

tes sowie Rücken- und Bauchtraining werden genauso angeboten wie Teile von FunTone, Zumba oder M.a.x.. Der Step, das Terraband und die Hanteln kommen regelmässig zum Einsatz. Nach getaner Turnarbeit treffen sich die Mitglieder jeweils noch zu einem gemütlichen Schwatz. Wer zu einer Schnupperstunde kommen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Es ist nie zu spät in guter Gemeinschaft die Muskeln zu stärken und den Kreislauf zu stimulieren. Durch die sehr geschätzten regelmässigen Einsätze als Serviceteam, kann ein wesentlicher Teil der Aktivitäten finanziert und die Gemeinschaft gestärkt werden. Frauen aus drei Generationen teilen Leben miteinander. Der Frauenturnverein Affoltern mag zwar schon etwas in die Jahre gekommen sein, aber er ist lebendig wie eh und je. Neue Mitglieder werden herzlich willkommen geheissen. Wer mehr über den Frauenturnverein erfahren will, hat auch die Möglichkeit, sich im Internet unter www.ftva.ch ein Bild zu machen. Auskunft gibt es auch bei der Präsidentin, Eveline Fenner, Affoltern. Gabi Adam Weitere Infos unter www.ftva.ch.

und Mark Gut auf einen schneereichen und langen Winter. Aber auch auf einen schönen Frühling und Sommer. Denn Jedermann kann die gemütliche Skihütte vom TV Mettmenstetten auch in der wärmeren Jahreszeit mieten.

Neue Bekleidung für den Turnverein Mettmenstetten Auf 2018 wird sich der Turnverein in einem neuen Gewand zeigen. Das Trainerkomitee hat an der GV einen neuen Trainer mit allem Drum und Dran vorgestellt. Der Trainer gefiel sehr und wurde einstimmig angenommen. Wir freuen uns bereits jetzt, den Turnverein im neuen Trainingsanzug zu sehen. Olivia Ferrari

Nach dem offiziellen Teil ging es gemütlich weiter. (Bild zvg.)


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Traktanden: 1. Begrüssung, Appell, Wahl der Stimmenzähler 2. Protokoll der 52. Generalversammlung vom 18. März 2016 3. Jahresbericht 2016 des Präsidenten 4. Abnahme Jahresrechnung 2016 5. Wahlen 5.1 Vorstand 5.2 Revisoren 6. Jahresprogramm 2017 7. Budget 2017 Mitgliederbeitrag 2018 8. Anträge 9. Verschiedenes

Anträge sind bis spätestens 20 Tage vor der Versammlung schriftlich an den Vorstand einzureichen. Gastreferent: Gregor Rutz, NR, Präsident HEV Zürich und Präsident IG Freiheit

Thema: Ist die Paragraphenflut aus Bundesbern noch zu stoppen? Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme! Vorstand HEV Albis www.hev-albis.ch

012 2017  
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