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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 12 I 169. Jahrgang I Freitag, 13. Februar 2015

Zahlreiche Einbrüche

Generationenwechsel

In den vergangenen Tagen wurden Uhren und Bargeld gestohlen. > Seite 3

Gemeinde Bonstetten besetzt in der laufenden Legislatur drei Schlüsselpositionen neu. > Seite 5

Erneut leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Affoltern

Wie weiter im «Seewadel»?

Im Knonauer Amt ist die Arbeitslosigkeit im Januar gegenüber dem Vormonat erneut leicht angestiegen – um 0,2 Prozentpunkte auf eine Quote von 2,6 Prozent. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet das eine Steigerung von 686 auf 763 Personen, die beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet sind. Trotzdem steht die Region innerhalb des Kantons nach wie vor gut da: Eine tiefere Quote weist nur das Weinland auf (1,8 Prozent). Und vor Jahresfrist verzeichnete das Säuliamt leicht mehr Arbeitslose. Im Kanton Zürich ist die Arbeitslosigkeit von Dezember bis Januar um 658 Personen gestiegen, die Quote um 0,1 auf 3,6 Prozent. Das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) begründet die Zunahme mit saisonalen Effekten im Baugewerbe. Leichten Zuwächsen in dieser Branche und im Grosshandel standen laut AWA leichte Rückgänge bei den Finanzdienstleistern und – saisonbereinigt – auch im Gastgewerbe gegenüber. Insgesamt waren Ende Januar 2015 im Kanton Zürich 28 380 Personen bei den Arbeitsvermittlungszentren arbeitslos gemeldet. (-ter.)

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Landschaftspflege Qualitätsprojekt Zürich-Süd unter Auflagen bewilligt – Bauern sind skeptisch. > Seite 7

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Walforscherin Katharina Heyer aus Stallikon kennt viele Facetten von Erfolg. > Seite 8

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Tirggel und Facebook Mit welchen Mitteln im Säuliamt der Kantonsratswahlkampf bestritten wird. > Seite 9

Diskussionsveranstaltung des Affoltemer Gemeinderats zum Thema Wohnen im Alter Das 1972 erbaute Haus zum Seewadel ist nicht nur baufällig, es ist auch nicht mehr den Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren angepasst. Am vergangenen Montag wurde im Affoltemer Kasinosaal über die Zukunft es Wohnens im Alter und des «Seewadels» diskutiert. ................................................... von salomon schneider Im August 2012 stimmte die Affoltemer Gemeindeversammlung mit 168 zu 108 Stimmen für eine Auflösung des Hauses zum Seewadel und die Überführung der Pflegeplätze in den «Senevita Obstgarten». Gleichzeitig stimmte gut ein Drittel der Anwesenden für einen Antrag, das Geschäft an der Urne nochmals zur Abstimmung zu bringen. An der Urnenabstimmung vom 25. November 2012 stimmte eine Mehrheit der Stimmberechtigten gegen eine Leistungsvereinbarung mit «Sene-

vita» und somit für ein Anschlussprojekt an den «Seewadel», unter Federführung der politischen Gemeinde. Seither hat der Affoltemer Gemeinderat eine Arbeitsgruppe «Seewadel» einberufen und mögliche Alternativen geprüft.

Zeit, die Bevölkerung einzubeziehen «Nach fundierten Prüfungen können wir nun die Bevölkerung informieren und mit Ihnen den Dialog suchen», erklärte der Affoltemer Sozialvorsteher Martin Gallusser am Montagabend und ergänzte: «Wir haben gemerkt, dass nicht nur die Bausubstanz des Hauses zum Seewadel baufällig ist, sondern, dass Senioren heute selbstbestimmte Alterswohnungen mit variabler Betreuung wünschen.» Durch alternative Modelle könne zudem die Kostenspirale aufgehalten werden. Schlussendlich brauche es aber gerade im Altersbereich mehr Zusammenarbeit der Bezirksgemeinden. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Rita Windhorst, Leiterin Ökonomie im «Seewadel», zeigt dem «Anzeiger» durchgerostete Rohre, die laufend ersetzt werden müssen. (Bild Salomon Schneider) anzeigen

In Bonstetten läuten die Kirchenglocken weiter zur gewohnten Zeit In einer Konsultativabstimmung hat die reformierte Kirchgemeindeversammlung in Bonstetten eine Verschiebung des Morgengeläuts und eine Abschaffung des nächtlichen Stundenschlags der Kirche abgelehnt; die Kompetenz dazu liegt bei der Kirchenpflege. Grossmehrheitlich will man nicht auf eine uralte Tradition verzichten. Ein «Antrag zur Nachtruhe der Kirchenglocken», begleitet von 270 Unterschriften, wurde deutlich abgelehnt. Ebenso deutlich stimmte die Kirchgemeindeversammlung der Schaffung einer 50-Prozent-Diakoniestelle zu.

................................................... > Bericht auf Seite 3 Kurz vor der feierlichen Segnung des Ecksteins: Generalvikar Dr. Josef Annen (Mitte) mit Kirchenpflegepräsident Toni Gasser (rechts) und dem frisch ernannten stadtzürcher Dekan Marcel von Holzen. (Bild Thomas Stöckli)

Bonstetter Kirchenbau hat begonnen Am Dienstag hat Generalvikar Annen den Eckstein gesegnet Der Bau einer Kirche ist nichts Alltägliches. Entsprechend gross ist das Interesse: An die 60 Gäste waren vergangenen Dienstagvormittag bei der Grundsteinlegung zu St. Mauritius dabei. ................................................... von thomas stöckli Die katholische Pfarrei BonstettenStallikon-Wettswil feierte den Baustart

gemeinsam mit der Bonainvest, die auf dem Areal gleichzeitig zwei grosse Wohnhäuser erstellt. «Der Bau einer Kirche ist eine ausserordentliche Aufgabe», meinte Patrick Schneider, Projektleiter von Ramser Schmid Architekten, «kombiniert mit Wohnbauten ist es etwas Einmaliges.» Gegen aussen hin werden die Bauten die Grundstücksgrenzen besetzen, während im Zentrum freie Fassadengeometrie einen Hofraum mit eigenem Charakter schafft.

Die Arbeiten auf dem Areal laufen bereits seit vier Monaten. Die Bonainvest wollte den Baustart allerdings gemeinsam mit der Pfarrei feiern. Zur Verzögerung kam es, weil die Finanzierung der Kirche nicht wie geplant von der Kirchgemeindeversammlung bewilligt wurde, sondern den Umweg über die Urnenabstimmung nehmen musste. So fiel der Entscheid erst am 30. November vergangenen Jahres. ................................................... > Bericht auf Seite 5

500 07 Die Glocken der ref. Kirche Bonstetten läuten weiter wie gehabt. (Bild tst.)

9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Einladung zur 21. Delegiertenversammlung des Sicherheits-Zweckverbandes Albis Datum: Ort: Zeit:

Der Mensch, den wir lieben, ist nicht mehr da, wo er war – aber überall dort, wo wir sind und seiner gedenken. Aurelius Augustinus

Mittwoch, 25. Februar 2015 Saal MZG, Industriestrasse 1, 8910 Affoltern am Albis 19.30 Uhr

TO D E S A N Z E I G E

Traktandenliste: 1. Begrüssung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung Protokoll der 20. Delegiertenversammlung vom 22. Oktober 2014 3. Erweiterung Stellenplan 4. Verschiedenes

Wir nehmen Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter

Gertrud Weber

Die Versammlung ist öffentlich. Sicherheits-Zweckverband Albis (SZVA)

28. Juli 1925 – 2. Februar 2015

Denkmalschutz

Nach einem erfüllten Leben wurde sie heute Nacht von ihren Altersbeschwerden erlöst.

Kat.-Nr. 1572 Unterschutzstellung Wohnhaus Affolternstrasse 1 mit Umgebung

Heidi Marfurt Maja Fritz Weber Marianne Graf Andreas Weber und Kathrin Blessing Enkel und Urenkel

Der Gemeinderat Hedingen hat mit Beschluss vom 27. Januar 2015 das Gebäude Vers.-Nr. 121 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1572 an der Affolternstrasse 1 mitsamt der Umgebung, mittels verwaltungsrechtlichem Vertrag, unter Schutz gestellt. Der Beschluss des Gemeinderates inkl. verwaltungsrechtlicher Vertrag kann während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung, zu den ordentlichen Bürozeiten, eingesehen werden.

Die Abdankung findet am Dienstag, 17. Februar 2015, 11.00 Uhr, auf dem Friedhof in Hausen am Albis statt.

Bestattungen

Traueradresse: Andreas Weber, Im Wiesengrund 12, 8907 Wettswil am Albis

Affoltern am Albis

Hausen am Albis

Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der öffentlichen Bekanntmachung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Einem allfälligen Rekurs kommt keine aufschiebende Wirkung zu (§211 Abs. 4 PBG).

Am 2. Februar 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Am 2. Februar 2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Erika Zürcher

Weber geb. Schärer Gertrud

geb. 25. Mai 1944, Witwe des Emil Hans Zürcher, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Erlenweg 23.

geb. 28. Juli 1925, von Rümlang ZH, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

Hedingen, 27. Januar 2015

Die Urnenbeisetzung fand am Mittwoch, 11. Februar 2015, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH statt.

Die Urnenbeisetzung und Abdankung findet am Dienstag, 17. Februar 2015, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis statt.

TO D E S A N Z E I G E

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bestattungsamt Hausen am Albis

In grosser Dankbarkeit legen wir in Gottes Hand zurück

Gemeinderat Hedingen

Ingrid Löhr

Affoltern am Albis Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: Zürich VersicherungsGesellschaft AG, Mythenquai 2, 8002 Zürich Projektverfasser: Fugazza Steinmann Partner AG, Rotzenbühlstrasse 55, 8957 Spreitenbach Bauvorhaben: Vergrösserung Ladenflächen Erdgeschoss und Neubau Überdachung mit Anpassung der Erschliessungen, Vers.-Nr. 2866, Kat.Nrn. 5288 und 6749, Centralweg/Fabrikweg/Oberdorfstrasse, Zentrumszone Z4

Stallikon Bauherrschaft: APG/SGA Allgemeine Plakatgesellschaft AG, Giesshübelstrasse 4, 8027 Zürich Bauvorhaben: F12-Plakatwerbeträger, freistehend, einseitig, Sellenbüren 84, Kat.-Nr. 1129, Zone W2/35

De Plättlileger walter-staehli@bluewin.ch 079 696 89 21, 8909 Zwillikon

Qualität aus Freude am Beruf

Am 8. Februar 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Theodor Wider-Guhl geb. 31. Mai 1921, Ehemann der Margrit Wider-Guhl, von Zürich ZH und St. Gallen SG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Alte Obfelderstrasse 27. Urnenbeisetzung am Freitag, 20. Februar 2015, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

«Der Herr behütet dich, wenn du fortgehst und wiederkommst bis in Ewigkeit» (Ps. 121,8)

Wettswil am Albis Am 10. Februar 2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Kurz vor ihrem 77. Geburtstag hat die Krankheit sie überwunden, aber sie war vorbereitet durch ihr Leben aus dem Glauben. 8055 Zürich, Wiedingstrasse 46

Jungkind geb. Sager, Klara Emma

In tiefer Trauer:

geb. 14. Dezember 1924, Bürgerin von Zürich ZH und Winterthur ZH, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil a. A., Ettenbergstrasse 32.

Renate Blaschke-Löhr und Familie Elisabeth Löhr-Andl und Familie Klaus Löhr und Familie Franz Stampfli, Pfr.

Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Bestattungsamt Affoltern am Albis

im

Beerdigung im Friedhof Üetliberg, Dienstag, 17. Februar 2015, 14.00 Uhr, Borrweg 253. Gottesdienst 15.00 Uhr in der Oberkirche Herz Jesu Wiedikon, Aemtlerstrasse 49. Nach der Beerdigung fährt ein Bus zur Kirche. Dreissigster: Donnerstag, 12. März 2015, 9.00 Uhr im Seniorama Burstwiese, Burstwiesenstrasse 20, 8055 Zürich. Anstelle von Blumenspenden bitten wir der Caritasgemeinschaft Zürich (Sr. Fernanda Torri in Rumänien) zu gedenken, Postkonto 80-6967-2.

Einladung zur 39. ordentlichen Generalversammlung vom 18. März 2015 Für die kommende Versammlung steht eine Entscheidung von grösserer Bedeutung an. Wir freuen uns daher auf ein zahlreiches Erscheinen und eine schriftliche Anmeldung: E-Mail: info@fgaffoltern.ch oder Fax: 043 322 70 69

Mittwoch, 18. März 2015, 19.00 Uhr * Mehrzweckgebäude, Büelstrasse 11, 8910 Affoltern am Albis

Erinnerungen sind kleine Sterne die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

HERZLICHEN DANK

TRAKTANDEN 1. Begrüssung durch den Präsidenten 2. Wahl Protokollführer und Stimmenzähler 3. Abnahme Protokoll der 38. Ordentlichen Generalversammlung 2014 4. Abnahme Jahresbericht 2014 5. Abnahme Rechnung 2014 und Bericht der Revision 6. Abnahme Budget 2015 7. Ausblick 2015; Zusammenarbeit mit WWZ (Wasserwerke Zug AG) 8. Wahlen 9. Anträge und Verschiedenes Gemütliches Nachtessen und Beisammensein im Anschluss. * Bei Änderungen vom Durchführungsort werden angemeldete Genossenschafter eine Woche vorher kontaktiert. Rechnung, Budget, Jahresbericht und Protokoll können bei der FGA an der Obfelderstrasse 31, 8910 Affoltern am Albis, eingesehen werden. Anträge sind bis zum 4. März 2015 an das Sekretariat zu richten. Der Vorstand der Fernsehgenossenschaft Affoltern am Albis T 043 322 70 60 info@fgaffoltern.ch

fgaffoltern.ch

Überwältigt von der grossen Anteilnahme beim Abschied von

Fritz Ziegler-Knüsli danken wir von Herzen allen Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekannten. Besonders danken wir: – Herrn Pfarrer Ruff für die tröstenden Abschiedsworte. – Frau Ursula Hauser für die musikalische Begleitung – dem Männerchor Wettswil für die wunderschönen Lieder und den letzten Fahnengruss – dem Spitex-Team Bonstetten-Wettswil für die liebevolle Betreuung Wettswil, im Februar 2015

Die Trauerfamilien


Bezirk Affoltern

Freitag, 13. Februar 2015

Uhren und Bargeld gestohlen

Keine Nachtruhe für die Kirchenglocken

Die Kantonspolizei war in den vergangenen Tagen mit einigen Einbrüchen beschäftigt.

Ausserordentliche ref. Kirchgemeindeversammlung in Bonstetten lehnte Antrag ab Kein Verschieben des Kirchengeläuts von 6 auf 7 und und kein nächtliches Ausschalten des Stundenschlags: Die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung von Bonstetten lehnte in der Konsultativabstimmung einen Antrag deutlich ab. Und sagte Ja zur Schaffung einer 50-Prozent-Diakoniestelle. Die auf Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst einberufene ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung war mit rund 80 Stimmberechtigten recht gut besucht. Mit Brief vom 14. Oktober 2014 war bei der Kirchenpflege ein «Antrag zur Nachtruhe der Kirchenglocken von 22 bis 7 Uhr› eingegangen, dazu beigelegt 270 Unterschriften. Gemäss der Kirchgemeindeordnung liegt es in der Kompetenz der Kirchenpflege, im Einvernehmen mit dem Gemeinderat und der Holzkorporation (Spenderin einer der vier Glocken) über einen solchen Antrag zu entscheiden. Da es der Kirchenpflege jedoch ein Anliegen war, vor einem Entscheid die Meinung der Gemeinde zu erfahren, wurde auf den 3. Februar 2015 zu einem «Podium unterm Glockenturm» eingeladen, an dem die Initiantinnen Gelegenheit bekamen, ihr Anliegen zu vertreten. Zudem wurde das Thema als zweites Traktandum an der Gemeindeversammlung vom 8. Februar 2015 behandelt. Nach einer geschichtlichen Einführung und einem Überblick über die Läutordnungen in den übrigen Gemeinden des Bezirks wurde die Dis-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

kussion eröffnet. Es zeigte sich relativ schnell, dass diesem Antrag wenig Verständnis erwuchs. Man wolle nicht auf eine uralte Tradition verzichten – Glockenklang sei kein Lärm – im Schlaf gestört werde man eher wegen anderer Lärmquellen als durch den Stundenschlag – Glocken bedeuteten Heimat usw. Leider versäumten es die Initiantinnen, ihren Antrag an der Versammlung noch einmal zu begründen. Nach der sehr angeregten Diskussion stellte die Kirchenpflege den Stimmberechtigten ihre Fragen (im Sinne konsultativer Abstimmungen) über die Verschiebung des Morgengeläuts von 6 auf 7 Uhr, das Ausschalten des Stundenschlags zwischen 22 und 7 Uhr sowie über schalldämpfende Massnahmen am Kirchturm. Alle drei Fragen wurden mit überwältigender Mehrheit mit Nein beantwortet.

Schaffung einer 50-%-Diakoniestelle Die Ressortleiterin «Diakonie», Judith Grundmann, erläuterte die Ausgangslage in der Gemeinde. Anhand von Diagrammen zeigte sie unter anderem auf, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung und auch der Anteil der Einpersonenhaushalte stetig steigen. Die Pfarrerin ist – in der grössten Gemeinde im Bezirk mit einem Einzelpfarramt (!) – nicht mehr in der Lage, allen seelsorgerlichen Bedürfnissen der Gemeindeglieder gerecht zu werden. Da finanziell für 2016 eine leichte Entspannung zu erwarten ist (keine Darlehensrückzahlungen mehr) und die provisorisch vorliegende Rechnung 2014 etwas besser ausfallen wird

Die Kirchenglocken der reformierten Kirche Bonstetten läuten weiterhin zu den gewohnten Zeiten. (Bild Thomas Stöckli) als erwartet, ist die 50-Prozent-Stelle vertretbar. In der Beratung hat sich herausgestellt, dass das Bedürfnis für die Diakoniestelle klar gegeben ist. Auch die Alterskommission war dieser Meinung und begrüsste die geplante Diakonie-

arbeit als Ergänzung ihres Aufgabenkreises. Trotz eines Einwandes wegen der finanziellen Belastung der Kirchgemeinde wurde dem Antrag zur Schaffung einer 50-Prozent-Diakoniestelle schliesslich mit grossem Mehr zugestimmt. Rolf Werner

Koni Messikommer in stiller Wahl als Friedensrichter gewählt Aus dem Gemeinderat Maschwanden Als Friedensrichter der Gemeinde Maschwanden wurde für die Amtsdauer 2015 bis 2021 in stiller Wahl als gewählt erklärt: Koni Messikommer, Jahrgang 1949, Rechtsanwalt, Dorfstrasse 55, Maschwanden. Der Gemeinderat gratuliert Koni Messikommer, dem ehemaligen Gemeindepräsidenten, zur erfolgreichen Wahl und wünscht ihm in seiner Amtstätigkeit viel Freude.

Ersatz der Pumpen im Abwasserpumpwerk Die beiden Transit-Pumpen haben einen hohen Verschleiss. Vermutlich werden die Laufräder durch den untiefen Pumpensumpf und die körnige Masse etwas stark abgenutzt. Die Pumpenlieferantin hat folgende Lösung vorgeschlagen: – Variante Umbau: Eine Transitpumpe wird auf Hard-Iron-Version umgebaut. –Variante Laufrad-Ersatz: Bei einer Transitpumpe wird nochmals das Laufrad und der Ersatzring ersetzt.

HavariebeckenEntleerungspumpe Diese Pumpe verstopft oft. Mit einer neuen Pumpe und einer angepassten Ausblasrichtung soll eine Verbesserung erzielt werden. Der Gemeinderat hat die Kosten von Fr. 9842.90 für den Umbau einer Transitpumpe und den Ersatz der Havariebecken-Entleerungspumpe genehmigt.

3

leuchtung in der Bibliothek mittels Variante OTTtech genehmigt.

Grabräumungen Gemäss Art. 25 der Verordnung über das Bestattungsund Friedhofwesen der Gemeinde Maschwanden vom 30. November 2009 beträgt die Ruhefrist der Gräber 20 Jahre. Nach Ablauf dieser Frist kann der Gemeinderat die Aufhebung der In stiller Wahl zum Friedensrichter gewählt: betroffenen Gräber Koni Messikommer. (Archivbild) anordnen. Folgende Gräber werden per 30. Ersatz der Beleuchtung in der April 2015 aufgehoben: Bibliothek – Erdgräber Nr. 47-62 aus den JahDie Beleuchtung der Bibliothek ist un- ren 1989 bis 1993. – Urnengräber Nr. VIII-X aus den genügend und nicht flexibel einstellbar. Für Lesen von Büchern ist das Jahren 1988 bis 1991. – Kindergrab neben dem GemeinLicht nicht optimal. Die Leuchtmittel in den bestehenden Spots können schaftsgrab aus dem Jahr 1992. Die dem Gemeinderat bekannten kaum mehr ausgewechselt werden, da die Fassungen altersbedingt spröde ge- Angehörigen der betroffenen Gräber wurden über die Aufhebung inforworden sind. Eine Probe-Installation hat gezeigt, miert, mit der Bitte, die Grabzeichen dass die LED-Beleuchung Variante und allfällige Pflanzen bis zum 30. ApOTTtech ausreichend ist und die An- ril 2015 von dem entsprechenden forderungen erfüllt. Im Voranschlag Grab zu räumen. Nach Ablauf dieser Frist verfügt 2015 ist der Ersatz des Lichtes vorgesedie Gemeinde über zurückgelassenes hen. Der Gemeinderat hat die Kosten Material unter Ablehnung jeder Entvon Fr. 5655.30 für den Ersatz der Be- schädigungspflicht.

In Bonstetten stiegen Unbekannte via Fenster in die Räume eines Einfamilienhauses ein. Sie entwendeten Uhren. Der Sachschaden beläuft sich laut Kapo auf rund 800 Franken. Am 7. Februar wurde zwischen 18 und 23 Uhr in ein Einfamilienhaus in Hedingen eingebrochen. Auch in diesem Fall gelangten die Täter durch Aufbrechen einer Türe ins Innere. Weder das Deliktsgut noch der Sachschaden können derzeit beziffert werden. Bei einem Einbruch in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bonstetten wurde ein Portemonnaie mit gegen 500 Franken Inhalt gestohlen. Die Täter drangen auch hier durch Aufbrechen einer Türe ins Haus und richteten dabei Sachschaden in der Höhe von zirka 1500 Franken an. Auch im Obfelder Schützenhaus kam Bargeld in der Höhe von rund 300 Franken weg. Durch Aufbrechen von Rollläden gelangten die Diebe ins Innere. Den Schaden beziffert die Kantonspolizei auf rund 3500 Franken. Noch in Abklärung befindet sich das Deliktsgut, das bei einem Einbruch vom 9. auf den 10. Februar in ein Einfamilienhaus in Aeugst gemacht wurde. Das Vorgehen auch hier: Türe aufgebrochen. Am 11. Februar, um zirka 3.30 Uhr in der Früh, wurde auch in ein Verkaufsgeschäft im Zentrum Oberdorf in Affoltern eingebrochen. Noch nicht klar ist, was und wie viel abhanden gekommen ist. Die Kantonspolizei spricht von einem Schaden von mehreren 1000 Franken. (-ter.)

in kürze

Zürcher S-Bahn: Bonus dank deutlich verbesserter Pünktlichkeit Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bewertete auch 2014 die Leistungen der SBB im Zürcher S-BahnNetz. Beurteilt werden die Pünktlichkeit und die Sauberkeit. Aufgrund einer neuen Messmethode bleiben die Werte für die Information im Störungsfall und die allgemeine Kundenzufriedenheit ausnahmsweise unberücksichtigt. Gegenüber dem Vorjahr verkehrten die S-Bahnen deutlich pünktlicher, weshalb gesamthaft ein Bonus von 119 610 Franken resultiert. (pd.)

wir gratulieren Zum 91. Geburtstag Morgen, Samstag, 14. Februar, feiert Margrit Huber-Neuhaus ihren 91. Geburtstag. Pro Senectute Stallikon gratuliert der rüstigen Jubilarin herzlich zu diesem Fest, verbunden mit den besten Wünschen fürs neue Lebensjahr.

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Bezirk Affoltern

Freitag, 13. Februar 2015

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Grundsteinlegung und Spatenstich in einem Mauritiuspark in Bonstetten: Am Dienstag wurde der Baustart gemeinsam zelebriert Sonnenschein, aber doch so kalt, dass die Arbeiten auf der Baustelle unterbrochen werden mussten – die Bedingungen waren am Dienstagvormittag ideal für den Spatenstich und die Grundsteinlegung. ................................................... von thomas stöckli Von einem «Leidensweg mit Hochs und Tiefs», sprach Kirchgemeindepräsident Toni Gasser und hob in seinem Rückblick drei Persönlichkeiten hervor: Pfarrer Eugen Huber, der 1959 das Restaurant und Bauland beim Bahnhof erwarb, Reto Hutter, Mitinitiant und erster Präsident der Kirchgemeinde sowie Pfarrer Bernhard Herzog, der als Präsident des Stiftungsrats viel Energie in die neue Kirche investiert hat. «Die Menschen brauchen nicht nur ein religiöses Zuhause, sondern auch ein Dach über dem Kopf, wo sie sich wohlfühlen können», stellte Generalvikar Josef Annen den Kirchenund den Wohnungsbau in Zusammenhang, ehe er den Kirchen-Grundstein und das ganze Bauvorhaben segnete.

Der Baustart zum Mauritiuspark ist erfolgt. Bei Bodenfrost dienten die Spaten allerdings nur als Requisiten fürs Erinnerungsbild. (Bilder Thomas Stöckli)

«Etwas Einmaliges» Von einem «besonderen Projekt» sprach Ivo Bracher, Verwaltungsratspräsident von bonainvest, welche auf dem hinteren Teil des Areals zwei Wohnhäuser im Baurecht erstellt: «Die Grundsteinlegung für eine Kirche erlebe ich wohl kein zweites Mal mehr.» Gar «etwas Einmaliges» nannte Patrick Schneider, Projektleiter von Ramser Schmid Architekten, die Kombination von Sakral- und Wohnbauten. Vier Geschosse wird die neue Kirche haben, nebst dem eigentlichen Kirchenraum mit abtrennbarer Aula auch Lager-, Archiv-, und Büroräume sowie eine Kinderkrippe. Im Wohnbau-Teil entstehen zwei viergeschossige Gebäude mit 2½- bis 4½-ZimmerWohnungen à 57.5 bis 115.2 m².

Generalvikar Josef Annen gibt dem Bauvorhaben den Segen.

Das bestehende Kirchengebäude musste bereits Anfang Jahr weichen. Die letzten Grundmauern fielen Mitte Januar. Im Vordergrund: der Taufstein.

Vor dem Abriss gerettet: Toni Gasser bringt das Holzkreuz ins Provisorium.

Schwellenlose Wohnräume, bodenebene Duschen, elektrische Storen und

Sonnenmarkisen sowie Waschmaschine und Tumbler in jeder Wohnung ge-

lich ab Sommer 2016 bezugsbereit sein.

hören zum gehobenen Ausbaustandard. Die Bauten werden voraussicht-

Mit dem Wolf leben

Generationenwechsel aktiv steuern

Baudirektion hat einen Leitfaden entwickelt

Gemeinderat Bonstetten überprüft Verwaltungsorganisation

Der Wolf könnte schon bald wieder im Kanton Zürich auftauchen. Um Konflikte zu minimieren, hat die Baudirektion einen Leitfaden entwickelt und einen Herdenschutzberater bezeichnet.

tet wurde. Dies war die erste und bis heute einzige nachgewiesene Wolfpräsenz im Kanton Zürich seit über hundert Jahren. Eine dauerhafte Ansiedlung von Wölfen im Kanton hingegen ist eher unwahrscheinlich.

Bis zum Ende der laufenden Legislatur werden in Bonstetten Schlüsselpositionen der Verwaltung wegen Pensionierungen neu zu besetzen sein – auch jene des Gemeindeschreibers.

Ende des vorletzten Jahrhunderts galt der Wolf hierzulande als ausgestorben, seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wandert er wieder in die Schweiz ein. Heute steht er unter Schutz. Spätestens seit sich am Calanda oberhalb Chur ein Wolfrudel gebildet hat, ist auch im Kanton Zürich mit dem Auftreten von Wölfen zu rechnen. Bestätigt hat sich dies erstmals am 18. Juni 2014, als in Schlieren ein junger Wolf vom Zug erfasst und getö-

Wildtierpopulation nicht gefährdet

An seiner Klausur 2014 erklärte der Gemeinderat die Überprüfung der Organisation der Gemeindeverwaltung zu einem Legislaturschwerpunkt. Gründe für diesen Fokus sind die allgemein steigenden Anforderungen an eine moderne, bürgernahe Verwaltung sowie spezifische Gegebenheiten der Gemeinde Bonstetten, welche in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Der Personalbestand ist nahezu konstant geblieben. Die Verwaltungsorganisation ist sehr flach und die Führungsverantwortung beim Gemeindeschreiber gebündelt. Dessen Stellvertreter ist selbst für einen zentralen Verwaltungsbereich zuständig und verfügt folglich über zu wenig Kapazität zur Aufgabenerfüllung als Stellvertreter. Bis zum Ende der laufenden Legislatur werden drei Schlüsselpositionen der Verwaltung aufgrund von Pensionierungen neu zu besetzen sein. Die Nachfolge dieser Personen ist absolut zentral für das langfristige Funktionieren der Verwaltung. So geht es primär darum, das enorme Wissen über die Gemeinde, welches aus kumulierten

in kürze

EVP unterstützt Reto Aschwanden. Nach eingehender Diskussion über die drei für die Friedensrichterwahlen in Obfelden zur Wahl stehenden Kandidaten haben die Mitglieder der EVP Obfelden beschlossen, die Kandidatur von Reto Aschwanden zum Friedensrichter zu unterstützen. Franz Leutert, Präsident EVP Obfelden

Der Kanton Zürich fördert die Rückkehr des Wolfes nicht aktiv, bereitet sich aber darauf vor. Die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung hat unter dem Titel «Handlungsleitfaden Wolf» einen Aktionsplan erarbeitet. Er enthält eine Strategie, die vor allem auf Information und Kommunikation setzt. Er zeigt Abläufe, Zuständigkeiten und Informationswege auf, um mögliche Konflikte zwischen Landwirtschaft, Jagd, Bevölkerung und dem Wolf zu minimieren. Und er legt das Vorgehen beim Auftauchen von Wolfsspuren und bei Wolfsrissen genau fest. Die Wildtierpopulation im Kanton ist durch den Wolf nicht gefährdet. Inwieweit auch Nutztiere gefährdet sind, ist schwierig abzuschätzen. Aus diesem Grund hat das Amt für Landschaft und Natur (ALN) einen Herdenschutzberater am Strickhof Lindau bezeichnet, der Halter von Nutztieren informiert und berät. Denn ein zweckmässiger Herdenschutz leistet einen zentralen Beitrag zum konfliktfreien Nebeneinander von Mensch und Wolf. (pd.)

65 Dienstjahren der drei Personen vorhanden ist, zu sichern und weiterzugeben. Es ist nach Auffassung des Gemeinderats Aufgabe der zukünftigen Führungsverantwortlichen, die neuen Teammitglieder zu rekrutieren. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, den anstehenden Generationenwechsel jetzt zu starten. Als Erstes wird deshalb der zukünftige Gemeindeschreiber oder die künftige Gemeindeschreiberin gesucht, dem oder der nach einer Einarbeitungsphase die Führungsverantwortung übergeben werden soll. Der Gemeinderat ist sehr erfreut, dass Amtsinhaber Primus Kaiser grosse Flexibilität zeigt und seine Bereitschaft signalisiert hat, einem geeigneten Nachfolger oder einer Nachfolgerin auch vorzeitig die Führungsverantwortung zu übertragen. Der Zeitpunkt dieser Stabsübergabe bleibt offen. Der Gemeinderat baut für die denkbaren Entwicklungen darauf, dass Primus Kaiser nicht nur sein fundiertes, breites Wissen weitergeben wird, sondern auch darauf, dass er seine Tatkraft bis zu seinem wohlverdienten Ruhestand in die Entwicklung und Umsetzung der zahlreich anstehenden Projekte steckt. Primus Kaiser ist es ein erklärtes Anliegen, eine gut funktionierende Gemeinde zu übergeben – damit Bonstetten lebt! Diese vorzeitige Suche nach einem Gemeindeschreiber oder einer Gemeindeschreiberin ist mit erheblichen

Kosten verbunden. An der RechnungsGemeindeversammlung vom 9. Juni 2015 sollen diese Ausgaben beantragt und von den Stimmberechtigten die notwendigen Stellenprozente bewilligt werden. Bereits in den nächsten Wochen werden Vorarbeiten gestartet, da der ganze Prozess – bekannt aus den Erfahrungen anderer Gemeinden – viel Zeit beanspruchen dürfte. «Wir glauben, mit diesem Vorgehen den Generationenwechsel in unserer Gemeindeverwaltung zielorientiert, effizient und erfolgsversprechend umsetzen zu können», scheibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. anzeige


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«Alleingänge im Altersbereich können wir uns nicht mehr leisten» Der Affoltemer Gemeinderat diskutierte mit Einwohnern über die Zukunft des Wohnens im Alter Für das in die Jahre gekommene Haus zum Seewadel in Affoltern braucht es eine Nachfolgeorganisation. Am vergangenen Montag lud der Gemeinderat Affoltern alle Säuliämtler ein, um über eine Nachfolge zu diskutieren – dass bei einem solchen Projekt alle Bezirksgemeinden an einem Strick ziehen müssen, scheint indes unumgänglich. ................................................... von salomon schneider Im ersten Block zum Diskussionsabend über die Zukunft des Hauses zum Seewadel begrüsste Sozialvorsteher Martin Gallusser die gut 150 anwesenden Besucher: «Zuerst wollten wir nur über die Resultate der Arbeitsgruppe Seewadel informieren. Wir haben uns dann aber entschieden, die Veranstaltung in einen Diskussionsabend umzuwandeln.» Er lud alle Einwohner des Bezirks und speziell alle Affoltemer ein, an den kommenden Workshops zum Thema «Seewadel» und Wohnen im Alter teilzunehmen (siehe Kasten). Ziel sei ein allgemeiner Diskurs über Wohnen im Alter. Im Affoltemer Altersleitbild sei angedacht, dass durch ambulante Behandlung, das Wohnen in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich gewährleistet werden soll. Zudem sei es aber auch nötig, an die Kosten zu denken: «Es muss möglich sein, ohne Ergänzungsleistungen im Alter wohnen zu können.» Wohnen im Heim sei noch viel teurer. Im Heim koste ein Bewohner der mittlere Pflegeintensität benötigt, über 9000 Franken pro Monat. Das sei rund das Doppelte des steuerbaren Einkommens eines Affoltemers über 65 Jahren. «Für Ergänzungsleistungen hat der Kanton in Affoltern 2014 4,44 Millionen aufgewendet. Allein im letzten Jahr haben diese Kosten um acht Prozent zugenommen und IV-Leistungen sind hier noch nicht inbegriffen», meinte Martin Gallusser und zeigte auf, wie stark die Staatskasse durch die Kosten des Alters belastet wird.

Ergänzungsleistungen werden die Schweiz erdrücken Altersexpertin Susanna Fassbind präsentierte nationale Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz: «Die demografische Entwicklung wirft in der gesamten Schweiz dieselben Fragen auf. Der Altersquotient (Men-

schen über 65) steigt in der Schweiz von jetzt 27 Prozent bis 2060 auf 53 Prozent.» Das Leben im Alter habe sich in den letzten 60 Jahren grundsätzlich verändert. Früher habe man bis zur Pflegebedürftigkeit gearbeitet und sei dann meist von den Kindern gepflegt worden. Weder die gesellschaftliche noch die demografische Entwicklung sei aufzuhalten. Deshalb gelte es pragmatische Lösungen zu finden. «Wenn wir nichts verändern, werden die Alterskosten 2060 so viel ausmachen, wie alle jährlichen Ausgaben von Gemeinden, Kantonen und Bund zusammen», zitiert Susanna Fassbind das Eidg. Finanzdepartement. Bereits jetzt lebten 38% der alleinstehenden Frauen im Pensionsalter weit unter dem Existenzminimum. Momentan biete sich für Gemeinden vor allem die Möglichkeit, günstigen Wohnraum und Betreuung und Pflege zuhause zu fördern, da 60 Prozent der Kosten für Pflegeinstitutionen von den Gemeinden getragen werden müssten. Solche sozial vernetzte Wohnmöglichkeiten würden von Seniorinnen und Senioren auch immer mehr gewünscht.

Alterswohnungen dezentral einrichten und Pflege zentral organisieren Dann übernahm wieder Martin Galluser das Wort und stellte die Antworten auf die Fragen des Alters vor, die von der Gruppe für Altersfragen erörtert wurden: «Es gibt im Bezirk einige Angebotslücken, beispielsweise bei betreuten Wohngruppen, Demenzplätzen und bei Pflegestationen für vorübergehende Pflege.» Der Bedarf für Pflegeplätze sei ausgewiesen. Die stationäre Pflegeversorgung sei im Bezirk zentral zu lösen und die Alterswohnungen seien dezentral zu positionieren. Unter diesen Prämissen sei ein Betrieb eines neuen Projekts Seewadel finanzierbar. Anschliessend stellte Susanna Fassbind neue Denkansätze für das Alterswohnen vor: «Sehr flexible Kleinstwohnungen mit grossem Gemeinschaftsraum sind das Modell der Zukunft. Diese sollen möglichst altersdurchmischt sein.» Die öffentliche Hand solle die Koordination dieser Bedürfnisse übernehmen und nicht mehr die Organisation.

Am wichtigsten ist die Koordination der Gemeinden untereinander Nach den Imputreferaten folgte eine offene Podiumsdiskussion unter der Leitung von Susanna Fassbind, mit dem Chefarzt Geriatrie des Spitals Affoltern, Roland Kunz, der Einwohne-

Trotz gut funktionierendem Team hat das Haus zum Seewadel auch seine Schattenseiten. (Bilder Salomon Schneider) rin Rosmarie Kälbling, der Obfelder Gesundheitsvorsteherin Franziska Marti und der Soziologin Yoelle Zimmerli. Zum Einstieg fragte Susanna Fassbind nach dem Zustand des Seewadels. Roland Kunz erklärte: «Die Bewohnerinnen und Bewohner des Seewadels sind grundsätzlich sehr zufrieden. Viele vermissen aber eine Dusche im Zimmer, momentan müssen alle in den Keller zum Baden.» Zudem sei der Seewadel als Alters- und nicht als Pflegeheim konzipiert worden. Deshalb seien beispielsweise die Nasszellen für Pflegefälle schlicht und einfach zu eng. Susanna Fassbind fragte Franziska Marti, wie sie als Vertreterin einer Nachbargemeinde zu einer Erneuerung Seewadel stehe. Franziska Marti erklärte: «In Obfelden fehlt es momentan sowohl an betreuten Wohn- sowie auch an Pflegeplätzen. Für unsere 20 bis 25 Pflegefälle wäre aber ein Pflegeheim unmöglich kostendeckend betreibbar.» Eine nahe Zusammenarbeit mit einer Nachfolgeeinrichtung des Seewadels sei deshalb durchaus denkbar. Die Soziologin Yoelle Zimmerli erzählte von ihren Erfahrungen im Fricktal, das demografisch dem Säuliamt sehr ähnlich ist: «Am wichtigsten ist die Koordination der Gemeinden untereinander. Alleingänge im Altersbereich können wir uns nicht mehr leisten.» Martin Gallusser ergänzte: «Affoltern muss darauf achten, dass es nicht auf allen Alterskosten sitzenbleibt.

Ohne Rollladen sind nicht mehr alle Fenster regendicht. Momentan verfolgt Affoltern das neue Konzept von Pflegewohngruppen. Schlussendlich müssen aber alle Bezirksgemeinden dafür an einem Strick ziehen.» Franziska Marti nahm den Vorschlag auf: «Wir könnten uns durchaus vorstellen, unsere betreuten Alterswohngruppen als Satellitenbetrieb einer Nachfolgeeinrichtung des Seewadels zu betreiben.» Roland Kunz gab zu bedenken, dass auch in die Prävention investiert werden sollte, um Kosten zu sparen: «Ein Grossteil der Pflegebedürftigen treten nach einem Sturz in eine Pflegeeinrichtung ein. Wenn also Stürze verhindert werden könnten, beispielsweise durch Förderung von gezieltem Training, könnte sehr viel gespart werden.»

Junge Familien können rüstige Senioren brauchen Nach dieser Gesprächsrunde öffnete Susanna Fassbind das Podium für Fragen aus dem Publikum. Ueli Suter fragte: «Meiner Erfahrung nach dauert es länger als eine Generation, bis ein gemeinsames Projekt zustande kommen würde. Es bräuchte einen aussergewöhnlich starken politischen Willen. Da sind wirtschaftliche Unterneh-

men wie die Senevita klar im Vorteil.» Erna Meier fragte: «Was wird am Standort Seewadel geschehen und was passiert mit den Bewohnenden während dem Bau?» Martin Gallusser antwortete: «Entweder wird ein Standort in der Nähe des Seewadels gesucht, für einen Neubau. Dann könnten die Bewohnerinnen und Bewohner einfach umziehen oder es wird ein Provisorium gesucht und der Seewadel ersetzt. Zweimaliges Umziehen ist aber sicher nicht unproblematisch.» Jeanette Hubeli meinte: «Die Politik muss sich dezidiert dafür einsetzen, dass alle möglichst lange zu Hause bleiben können. Zudem können gerade Familien auch rüstige Senioren brauchen, die sie bei den täglichen Herausforderungen unterstützen.» Beim anschliessenden Apéro blieben die Besucherinnen und Besucher noch lange stehen und diskutierten die Möglichkeiten des Wohnens im Alter. Dabei zeigten sich viele der Anwesenden enttäuscht, dass der Gemeinderat noch nicht weiter ist, mit der Planung einer Nachfolgeorganisation für den Seewadel. Darüber, wie diese Nachfolgeorganisation aufgestellt sein sollte, schien es aber fast so viele Meinungen zu geben wie Diskutierende.

Workshops Zukunft Seewadel Unter dem Motto «Speed Dating» organisiert die Gemeinde Affoltern Workshops zum Thema Wohnen im Alter: Am Mittwoch, 4. März, von 19.30 bis 21 Uhr, (nur für Affoltemer) im Mehrzwecksaal des Hauses zum

Der Bordstein der Dusche kann zum Stolperstein werden.

Zu den Essenszeiten teilen sich 25 Personen diese Toilette.

Seewadel und am Samstag, 14. März, von 9.30 bis 11 Uhr, (offen für alle) im Mehrzweckgebäude an der Büelstrasse. Anmeldung per E-Mail an sozialabteilung@affoltern-am-albis.ch, Betreff «Speed Dating vom ...»


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Freitag, 13. Februar 2015

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Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd unter Auflagen bewilligt Ortstypische Landschaftselemente auch im Säuliamt fördern, pflegen, erhalten und erneuern Das Bundesamt für Landwirtschaft hat das Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd – einschliesslich Knonauer Amt – unter Auflagen bewilligt. Es fusst auf landwirtschaftlichen und landschaftlichen Stärken und dient unter anderem der Artenvielfalt. Ob sich die Bauern mit dem Projekt anfreunden werden, ist noch offen. Im Rahmen der neuen Agrarpolitik 2014/17 werden Landschaftsqualitätsbeiträge an die Schweizer Bauern ausbezahlt, sofern ein regionales Projekt erarbeitet und vom Bund bewilligt wurde. Die Landschaftsqualität baut dazu auf den landwirtschaftlichen und landschaftlichen Stärken der Region auf und soll bewirken, dass ortstypische Landschaftselemente gefördert, gepflegt, erhalten und erneuert werden. Landschaftsqualität fördert somit nicht nur die Artenvielfalt von Lebewesen und Pflanzen, sondern kommt schlussendlich auch der ganzen Schweizer Bevölkerung zugute.

Realisierung dank Projekt- und Planungsgruppen Ein solches Landschaftsqualitätsprojekt wurde für die Regionen Säuliamt, Horgen und Teile des Limmattals letztes Jahr im April 2014 gestartet und der Öffentlichkeit im Rahmen von zwei Informationsveranstaltungen im

August 2014 vorgestellt. In der Zwischenzeit wurde das Landschaftsqualitätsprojekt Zürich-Süd vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) grundsätzlich unter Auflagen bewilligt. Einige Anpassungen müssen noch nachgereicht werden, es handelt sich dabei aber um kleinere Details. Die Realisation ist nicht nur der Projektgruppe zu verdanken, sondern auch der finanziellen Unterstützung der Planungsgruppen Zimmerberg und Knonauer Amt. Bei den Gemeinden aus dem Limmattal ist die Unterstützung teilweise noch hängig. Um über erste definitive Landschaftsqualitätsmassnahmen und die vielfältigen Umsetzungsmöglichkeiten zu informieren, trafen sich am 2. Februar 2015 auf Einladung des Amtes für Landschaft und Natur (ALN) und der Projektgruppe über 450 Landwirte aus der Region im Gemeindezentrum «Brüelmatt» in Birmensdorf.

Eine gewisse Skepsis bei den Bauern Einzelne Massnahmen, wie zum Beispiel Getreidevielfalt, blühende Hauptkulturen und Hochstamm-Obstgärten wurden erläutert, und wie es möglich ist, das Produkt «Schweizer Landschaft» besser zu fördern. Ob sich die Bauern jedoch mit diesen Massnahmen wirklich anfreunden werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Viele Bauern werden wahrscheinlich erst einmal abwarten, wie die Bilanz der ersten Jahre ausfällt und sich erst

Werden sich die Bauern mit den Massnahmen anfreunden? Skepsis auch an der Veranstaltung in Birmensdorf, an der 450 Landwirte aus der Region teilnahmen. Am Rednerpult: SVP-Kantonsrat Martin Haab, Mettmenstetten. (Bild zvg.) dann anmelden. Denn eine gewisse Skepsis ist bei den Zuhörern auszumachen, ob die befohlene «Schönheits-

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Langfristige Raumentwicklung Strategie des Regierungsrats bis 2050 Der Regierungsrat hat eine langfristige Raumentwicklungsstrategie mit einem Zeithorizont bis 2050 erarbeitet. Diese zeigt im Sinn eines Kompasses die Richtung für das kantonale räumliche Handeln auf.

Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum wird im Kanton Zürich gemäss Prognosen weiter anhalten. Durch dieses Wachstum ergibt sich eine Dynamik, die Gestaltungsmöglichkeiten für die Raumentwicklung bietet, zur Verbesserung der Standortqualitäten genutzt werden kann und den Erhalt der Lebensqualität sicherstellt. Die langfristige Raumentwicklungsstrategie ist in einen übergeordneten Kontext eingebettet, denn Bund, Kantone und Gemeinden haben sich im Raumkonzept Schweiz zu einer nachhaltigen Raumentwicklung verpflichtet. Anhand sieben thematischer Strategien legt der Regierungsrat nun dar, welche Stossrichtungen verfolgt werden und wie der Kanton Zürich seine Qualitäten stärken und auf künftige Herausforderungen reagieren will. Die Strategien befassen sich mit den räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Wirtschaftsstandorts Zürich, dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Stärkung der polyzentrischen Struktur und der Abstimmung mit der Mobilität, den Freiräumen für die Erholung, der Entwicklung von ortsspezifischen Dichten und dem qualitätsvoll gestalteten Wohnraum für unterschiedliche Lebensstile

und -phasen. Als zentrale Herausforderung der nächsten Jahre wird das Bevölkerungswachstum erachtet. Die Bereitstellung von mehr Wohnraum muss in Abstimmung mit dem Raumordnungskonzept aus dem kantonalen Richtplan erfolgen und den Boden haushälterisch nutzen. Künftig sollen 80 Prozent des Bevölkerungszuwachses in den urbanen Handlungsräumen «Stadtlandschaft» und «urbane Wohnlandschaft» konzentriert werden. Der Kanton Zürich lenkt dazu seine Siedlungsentwicklung nach innen. An Orten mit geeigneter Siedlungsstruktur, guter Erreichbarkeit und genügender Freiraumversorgung werden höhere bauliche Dichten und Nutzungsdichten realisiert. Dabei sind die räumlichen Qualitäten und die natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Luft und Biodiversität zu sichern, die den Kanton Zürich heute auszeichnen. Die langfristige Raumentwicklungsstrategie ist ein informelles Instrument, das in einem direktionsübergreifenden Prozess erarbeitet wurde und der kantonalen Verwaltung als Orientierungsrahmen dient. Der Regierungsrat legt damit die Grundlage, um die Kräfte der einzelnen Direktionen und Politikbereiche zu bündeln und die begrenzten Mittel zielgerichtet einsetzen zu können. Der langfristige Zeithorizont bedingt aber auch eine regelmässige Überprüfung der Aktualitäten und der Inhalte der Strategie. (ki.) Der Schlussbericht «Langfristige Raumentwicklungsstrategie» ist unter www.are.zh.ch/lares abrufbar.

kur» der Schweizer Landschaft den gewünschten Erfolg bringt. Die nächsten Informationsveranstaltungen zum

Landschaftsqualitätsprojekt ZürichSüd sind per April/Mai 2015 geplant. – Weitere Informationen folgen. (pd.)


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Freitag, 13. Februar 2015

Von der Designerin zur Walforscherin Katharina Heyer aus Stallikon kennt viele Facetten von Erfolg Katharina Heyer erreichte ihre Ziele immer, mit viel Engagement und grossem, unentwegtem Arbeitseinsatz. Als Designerin für Modeaccessoires reiste sie jährlich mehrmals um die Welt. Heute, mit 72 Jahren, schlägt ihr Herz für Delfine und Wale bei Gibraltar. ................................................... von regula zellweger Hätte man Katharina Heyer ihr Leben erzählt, als sie 15 war – wahrscheinlich hätte sie es nicht glauben können. Sie plante eigentlich nie wirklich, Designerin für Modeaccessoires oder eine Betreiberin von Booten für die Beobachtung von Walen und Delfinen zu werden. Schon damals, als Schulmädchen in Zürich und als junge Berufsfrau in London, war sie eine Macherin, die mit Energie durchzieht, was sie einmal angepackt hat.

Liebe zu Tieren und dem Meer Sie heiratete mit zwanzig Jahren und folgte ihrem Mann nach Tansania. Hier konnte sie nicht beruflich tätig sein. Sie machte mit Begeisterung Sport und entdeckte die Schönheit des Meeres und dessen Lebewesen. Sie schnorchelte, wann immer sie konnte. Die Liebe zum Meer bestimmt noch heute ihr Leben. In Afrika bekam Katharina eine kleine Tochter, die wenige Tage nach der Geburt starb. Sie war noch sehr jung, 21 Jahre alt, als sie diesen Verlust verkraften musste. Sie liebte schon immer Tiere, und hatte im grossen Haus am Meer mit dem weitläufigen Garten Hunde, Katzen, Enten, Hühner sowie eine Eule und einen Affen.

Familienleben Der Kinderwunsch erfüllte sich drei Jahre später, als das Paar wieder zurück in der Schweiz war. Das Glück war gross, als Samuel zur Welt kam. Katharinas Mann machte schnell Karriere. Er war Einkäufer bei Globus und auch Katharina arbeitete zeitweise für

das Warenhaus. Andreas, der zweite Sohn, machte die Familie komplett. Ihr Mann hatte sich erfolgreich selbstständig gemacht. Was er für Globus gearbeitet hatte, machte er nun in eigener Regie – und Katharina war voll dabei. Das Paar führte das Importunternehmen mit über zehn Mitarbeitenden gemeinsam, auch nach der Trennung. Das hiess, beide waren rund um den Erdball unterwegs. Zum Glück schauten die Grosseltern gern zu den Jungs, und es war auch immer eine Au-pair im Haushalt angestellt.

Erfolgreiche Designerin Zu den Waren, die das Ehepaar NotzHeyer importierte, gehörten auch Taschen. Katharina hatte schon immer gern mit Textilien gearbeitet. Als sie den Showroom einer Exportfirma in Asien gestaltete – eine Aufgabe, die sie in Zukunft an vielen Orten auf der Welt wahrnehmen sollte – galt ihr besonderes Augenmerk den Taschen. «Das kann ich auch», sagte sie sich, als sie sich Taschen aus Japan genauer anschaute. Dieser Entscheid sollte nun viele Jahre ihres Lebens bestimmen. Sie wurde von immer grösseren Unternehmen als Taschendesignerin entdeckt. Grossunternehmen wie Puma und andere internationale Unternehmen im Gepäck- und Sportbereich warben sich die bekannte Schweizer Designerin gegenseitig ab. Die Geschäftsfrau war voll durchorganisiert, reiste permanent zwischen Zürich, Hongkong und den USA hin und her. Und plötzlich erkannte sie: «Ich war im Jahr keine einzige ganze Woche in der Schweiz, immer unterwegs, rund um die Welt.»

Sinnsuche mit 55 Nun stellte sie sich trotz der grossen Erfolge und des sehr guten Einkommens die Frage: «War das alles?» Eigentlich hätte sie nun, mit 55 Jahren, langsam den Rückzug in ein ruhigeres Leben planen können. Sie suchte einen tieferen Sinn im Leben, ein erfüllendes Engagement. Die Leidenschaft für das Meer und das Tauchen stellten die Weichen neu. Bei einem Besuch bei Freunden im

Spenden und andere Möglichkeiten der Unterstützung – Beteiligen Sie sich an Unterschriftenaktionen. Mit Ihrer Unterschrift zeigen Sie den Verantwortlichen, dass Sie sich für den Schutz der Meeressäuger und Ozeane engagieren. – Informieren Sie sich auf dem Internet über das Leben und die Gefahren für Meere und Meeressäuger und teilen Sie Ihr Wissen mit anderen. – Nehmen Sie an Informationsveranstaltungen in Ihrer Nähe teil. Termine für diese Veranstaltungen finden Sie unter www.firmm.org, Rubrik Aktuelles. – Besuchen Sie firmm in Tarifa

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und eignen Sie sich in den Kursen wertvolle Informationen über die Wale und Delfine in der Strasse von Gibraltar an. Dabei können Sie gleichzeitig auch Wissenschaftler bei ihrer Forschungsarbeit unterstützen. – Sie können Patin oder Pate für einen Delfin, Orca, Grind- oder Pottwal werden. – Es besteht die Möglichkeit, in Tarifa ein Volontariat zu machen. Firmm Spendenkonto: CH7100206206DP1342110, UBS AG, 8098 Zürich, SWIFT/BIC: UBSWCHZH80A.

Im Winter ist Katharina Heyer in ihrem Haus in Stallikon, im Sommer in Tarifa, Spanien. (Bild Regula Zellweger)

Besonders schön ist es, Seesäugetiere zusammen mit ihren Jungen zu beobachten. (Bild zvg.) Jahr 1997 in der Nähe von Gibraltar hörte sie vom kleinen Ort Tarifa, wo man Wale und Delfine beobachten könne. Trotz kaltem Regenwetter fuhr sie mit ihrer Freundin hin. Nun häuften sich die Zufälle. Sie lernte einen Mann kennen, der ziemlich mittellos in einem Zimmer hauste, aber über Delfine und Wale grosses Wissen hatte. Wieder per Zufall traf sie ihn dann an einem Kongress und lernte durch ihn Meeresbiologen kennen, die den Kontakt zur Universität Basel schafften.

Volles Engagement Katharina stellte ihre ganzen Ressourcen – Arbeitszeit, Kontakte und finanzielle Mittel – in den Schutz der Meerestiere. Sie stürzte sich voller Vertrauen in das neue Abenteuer an der Südspitze Spaniens. Sie lernte besser Spanisch, um sich vor Ort durchsetzen zu können. 1998 gründete sie die Stiftung «firmm», Stiftung zur Information über und zur Erforschung der Meeressäuger, und eröffnete ein Geschäftslokal in Tarifa. Die erste Saison mit Beobachtungsfahrten in die Strasse von Gibraltar mit dem firmm-eigenen Zodiac «Beluga» und einem von einer Tauchschule gecharterten Boot brachte eine Menge Probleme, aber auch die Freude am Erfolg, der sich langsam abzeichnete. Er weckte den Neid der ortsansässigen Fischer, die nun alles unternahmen, um Katharina das Leben schwer zu machen. Gleichzeitig mit den Fahrten begann die

Bei Wind und Wetter auf See: Katharina Heyer betreibt seit Jahren zuverlässig Forschungsarbeit. (Bild zvg.)

Schweizerin auch, für die Forschung Daten zu erfassen und Vorträge zu halten. 1999 nahm Katharina Heyer die bis heute geltenden Forschungsmethoden auf: Artenvielfalt mit Protokollierung aller Sichtungen sowie Foto-Identifikation zur Erfassung von Populationen und Wanderungen und Mapping der auftauchenden Walarten. Mit einer Petition gegen den Neubau von Delfinarien in Europa engagierte sich Katharina auch anderweitig für die Meeressäuger, ebenso setzte sie sich für die Einstellung der Walfangaktivitäten der Japaner ein. Im folgenden Jahr fanden bereits Kinderlager statt, aber der Diebstahl sämtlicher Forschungsdaten von 1999/2000 durch spanische Biologen zwang Katharina, einmal mehr die Zähne zusammenzubeissen und allen Widerlichkeiten zum Trotz am Projekt dranzubleiben.

Erfolg der Stiftung Die Stiftung entwickelte sich in stetem Auf- und Ab weiter. 2003 konnten 1373 Delfin- und Walsichtungen verzeichnet werden. Mit dem Meeresbiologen Jörn Selling und Diego Diaz Piñero, Kapitän und Mechaniker, hatte sich nun ein gutes Team gebildet. In den folgenden Jahren konnten Forschung und Information weiter ausgebaut und professionalisiert werden. Heute werden Whalewatching-Fahrten und Wochenkurse, auch für Familien, angeboten. Und es wird weiter geforscht.

Katharina ist eine begnadete Vernetzerin. Sie arbeitet mit Organisationen aus dem Tourismus, mit Umweltund mit Forschungsinstitutionen zusammen und ist eine gefragte Interviewpartnerin für die Medien, wenn es um den Schutz der Meeressäuger geht.

Bescheiden und dankbar Katharina Heyer wirkt mit ihren 72 Jahren sehr jung und attraktiv. Sie ist bei allem, was sie unternimmt, voll dabei. Sie ist oft auf dem Schiff, organisiert, informiert, referiert – und darf stolz sein auf das Erreichte. Nun hat sie sich endlich eine eigene Wohnung in Tarifa gekauft. Das Haus in Stallikon, wo ihre Söhne gross geworden sind, will sie im nächsten Sommer verlassen und in eine kleine Wohnung in Affoltern ziehen. Ein Sohn ist im Stiftungsrat. Wenn es Zeit ist, kann Katharina loslassen, eine gesunde Organisation übergeben. Aber bis es wirklich so weit ist, will die aktive Unternehmerin und Umweltschützerin noch möglichst viel auf den Booten arbeiten, ihr Wissen vermitteln, und den Traum, den sie trotz vieler Schwierigkeiten realisiert hat, noch eine Weile intensiv leben. Sie ist bescheiden geblieben, dankbar für das Leben, das sie hatte: «Mir ist so viel einfach zugefallen. Ich habe immer wieder Glück gehabt und vieles hat sich immer wieder zum Guten gefügt.»


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Vom Tirggel bis zum Facebook Mit welchen Mitteln Parteien und Kandidierende im Säuliamt den Kantonsratswahlkampf bestreiten Mit Standaktionen, Flyern, Tirggeln, aber auch via Facebook und Twitter und anderem gehen Ämtler Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten auf Stimmenfang. Abgerechnet wird am 12. April. ................................................... von werner schneiter Nun hängen die ersten Plakate. Parteien und Kandidierende bringen sich in Stellung und gehen auf Stimmenfang – und sie versprechen den Stimmberechtigten alle vier Jahre allerhand. So werden Energiewende, Liberalismus, Umweltschutz, Wirtschafts- und Familienfreundlichkeit gleichsam gepriesen. Doch wie bringen sie ihre Botschaften zu den potenziellen Wählerinnen und Wählern? Der «Anzeiger» hat bei Parteien, Spitzenkandidaten und Wahlstrategen nachgefragt. Selbstverständlich schalten alle auch Zeitungsinserate, aber die Zeiten sind vorbei, als dieser Werbeträger noch Exklusivität genoss. Aber gleichwohl setzen längst nicht alle auf Facebook und Twitter. Die eigene Homepage ist aber wohl bald die Regel. Kantonsrat Olivier Hofmann, der für die FDP als Spitzenkandidat ins Feld zieht, bedient sich der modernen Kommunikationsmittel, ist mit einer persönlichen Seite auf Facebook aktiv. Alle FDP-Kandierenden haben eine eigene Homepage. Daneben setzt die FDP auf Plakate, die nicht mit Köpfen, sondern mit Themen bestückt sind. Auch Flyer werden in die Haushaltungen gestreut, und darüber hinaus setzt die FDP auf eine Reihe von Veranstaltungen, unter anderem auf einen «Polit-Zmorge» am 6. März im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten mit Regierungsratskandidaten Carmen Walker Späh. Hofmann verweist auch auf die Präsenz der «Top 5», der bürgerlichen Regierungsratskandidaten, die am 4. April von, 12 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz in Affoltern anwesend sind. Rund 30 000 Franken beträgt das Wahlbudget der Bezirks-FDP.

Regierungsrat als Wahlkampfhilfe Kantonsrat Hans Läubli, Spitzenkandidaten der Grünen, postuliert seine Anliegen unter anderem auf der Website, ist aber nicht auf Facebook aktiv. Die Anliegen der Grünen sowie Personenporträts – auch von Regierungsratskandidat Martin Graf – werden mittels Wahlflyern zu den Wählerinnen und Wählern transportiert. An Standaktionen sammeln die Grünen ausserdem Stimmen für ihre Fair-Food-Initiative

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und verteilen am Bahnhof Karten mit Infos. Auch Martin Graf wird an einer Standaktion präsent sein. «Ein paar Inserate schalten wir natürlich auch», ergänzt Hans Läubli, dessen Partei für die Wahlen im Bezirk 7000 bis 8000 Franken aufwendet. Läubli macht im Weiteren auf die interparteiliche Veranstaltung aufmerksam, die am 17. März um 19 Uhr im Kasinosaal in Affoltern stattfindet; es sind dort zwei Podien à 45 Minuten vorgesehen. Moderator ist Bernhard Schneider.

Auftakt mit Kägi und Stocker Ein exaktes Wahlbudget will Otto Steinmann, Wahlkampfleiter der SVP, nicht nennen. «Es ist ein Betrag im tiefen fünfstelligen Bereich», sagt er. Ihren Wahlkampf hat die SVP mit ihren beiden Regierungsräten Markus Kägi und Ernst Stocker vor 14 Tagen in Affoltern gestartet (der «Anzeiger» hat darüber berichtet). Die SVP preist ihre Kandidatinnen und Kandidaten in grossen Werbeplakaten und streut ihre Botschaften per Prospekt in die Haushaltungen – immer mit dem gleichen Sujet. Präsenz wird auch an Bahnhöfen markiert; dort werden Schöggeli und Tirggel mit dem Konterfei der Kandidierenden an die Pendler verteilt. Auch auf der Homepage kann man sich über die Partei und ihre Kandidierenden orientieren. Kantonsrat Martin Haab, der Spitzenkandidat, ist auf Facebook und seit ein paar Tagen auch auf Twitter präsent. Sein Konterfei ist an strategisch guten Stellen, an Strassen und Bahnhöfen, zu sehen. Im Weiteren werben er und Mitkandidatin Rägi Baer in eigener Regie für bäuerliche Anliegen.

Mobilisierungskampagne der SP Auch die SP bedient sich der klassischen Werbemittel wie Inserate, Plakataushang, Publireportage, Postkarten und Flyern, die in die Haushaltungen gelangen. Laut Kantonsrat Moritz Spillmann, dem Spitzenkandidaten, stellt eine Mobilisierungskampagne das zentrale Element des Wahlkampf dar: «Gerade bei den kantonalen Wahlen ist die Wahlbeteiligung sehr tief. Wir versuchen deshalb, die Menschen in unserem Umfeld an die Wahlurne zu bringen. Dazu kontaktieren wir sie Ende März telefonisch oder mit Postkarten, um sie an die Wahlen und deren Bedeutung zu erinnern», sagt Spillmann. Als «Wahlhelferin» dient auch Regierungsratskandidatin Jacqueline Fehr, die sich am 20. März bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen über Säulistrom und maettmi50plus informieren will. «Über weitere Veranstal-

Als Inserate bei Kantonsratswahlen noch die Haupt-Werbemittel waren: Wahlkampf im Jahr 1987. (Bild Werner Schneiter) tungen werden wir in den kommenden Tagen diskutieren und entscheiden», fügt Moritz Spillmann bei. Seine Partei wendet im Säuliamt rund 30 000 Franken auf, wovon ein Teil durch Spendengelder gedeckt werden soll. Facebook und Twitter sind bei Spillmann kein Thema.

Gegen 1000 Leute anschreiben Daniel Sommer, Spitzenkandidat der EVP, startet eine grosse Briefaktion; er will gegen 1000 Leute anschreiben – und überzeugen, dazu setzt er auch auf die Website. Neu nutzt er auch Facebook. «Das ist ein grosser Aufwand», sagt er. Dazu plant die EVP eine Plakataktion und benutzt rund 30 «wilde» Plakatstellen. Und sie kämpft auch mit Kampagnen, etwa beim Migros Oberdorf und am Bahnhof Affoltern, für ihre Anliegen und Stimmen. 30 000 bis 35 000 Franken lässt sich die EVP den Wahlkampf kosten.

«Das ist das Minimum für eine erfolgversprechende Kampagne», findet Daniel Sommer, der ausserdem auf die vielen Fronstunden von EVP-Mitgliedern verweist. Kantonsrat Hans W. Wiesner, Spitzenkandidat der Grünliberalen, spricht von einem Wahlkampfbudget von ungefähr 15 000 Franken. Damit werden klassische Werbemittel wie Flyer, Inserate und Plakate finanziert. Auf der Strasse wollen glp-Kandidierende «Giveaways» verteilen – verpackt mit eigenen Botschaften. Postkarten werden zudem im persönlichen Umfeld verschickt. Facebook benützt Hans W. Wiesner nur privat. Er ist aber mit einer Homepage präsent. Die CVP hat sich gestern Abend (nach Redaktionsschluss) zum Thema «Kantonsratswahlen» getroffen. Geplant sind, gemäss Franz Waser, Flyer im Bezirk und Inserate, dazu auch ein Auftritt der CVP-Regierungsratskandidatin Silvia Steiner.

Die Partei «Integrale Politik» (IP) nimmt im Säuliamt zum ersten Mal an Kantonratswahlen teil. Spitzenkandidat Stefan Kessler erhofft sich Mittel durch einen Spendenaufruf; er kann auf einen Beitrag von IP Schweiz zählen. «Grosse Sprünge können wir aber nicht machen», ergänzt er. Ein paar tausend Franken sollen für Standaktionen, Flyer und Inserate ausgegeben werden. Im persönlichen Kontakt will die EDU ihre potenzielle Wählerschaft mobilisieren. Hans Peter Häring, im Wahlkreis Uster antretender Spitzenkandidat aus Wettswil, will aber auch Facebook und Twitter nutzen. Geplant sind ausserdem Standaktionen, an denen die EDU für ihre Initiative «Schutz der Ehe» wirbt. Eine eigene Veranstaltung ist nicht geplant. «Wenn wir eingeladen werden, so werden wir eine Teilnahme prüfen», sagt Häring. Rund 6000 Franken will die EDU in den Wahlkampf investieren.


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Freitag, 13. Februar 2015

Möglichst lange zu Hause bleiben können Von Regula Zellweger

Umfallen – aufrappeln – Krone zurechtrücken – los! Schon wieder! Gestolpert. Hingefallen. Da hockt man nun am Boden – sammelt seine sieben Sachen ein und überlegt, was man tun soll. Lachen? Heulen? Um Hilfe rufen? Oder einfach sitzen bleiben? Sich umschauen und herausfinden, wer einem ein Bein gestellt hat, wer schuld ist? Auf den blöden Stein schimpfen, der da im Weg liegt und versucht, unschuldig zu wirken? Es gibt Sätze, die lauern irgendwo in den Hirnwindungen – man weiss meist nicht, wann und wo die sich da eingeschlichen haben. Auf einen Auslöser dringen sie kichernd ins Bewusstsein. Nach jedem Stolpern meldet sich bei mir: «Umfallen – aufrappeln – Krone zurechtrücken – und los!». Der Satz zaubert ein Lächeln aufs Gesicht, wie man es hat, wenn man unverhofft einen guten alten Freund trifft, auf den man sich verlassen kann. Immer wieder! Wahrscheinlich erreicht man Lebenszufriedenheit weniger mit dem Inszenieren von Glück als mit dem Verhalten, wenn man mal wieder auf der Nase liegt. Goethe formulierte: «Durch Stolpern kommt man bisweilen weiter; man muss nur nicht fallen und liegen bleiben.» Nicht liegen bleiben hat unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Man kann sich stöhnend auf die Beine hieven, um gekrümmt und jammernd weiterzuhinken. Man kann wütend und laut fluchend davonmarschieren und mit Schuldzuweisungen um sich schmeissen. Man kann sich beschämt davonschleichen mit der bangen Frage, was andere wohl über einen denken. Oder man kann sich aufrappeln, die Krone zurechtrücken und wie eine Königin mit einem milden Lächeln im Gesicht zu neuem Stolpern aufbrechen. Denn Stolpern gehört zum Leben. Das Wichtigste am Stolpern ist das Aufstehen und Weitergehen. Wie man das macht, ist das Ergebnis eines persönlichen Entscheides. Eine Lebenseinstellung: Lieber auf neuen Wegen stolpern, als auf ausgetretenen Pfaden im Kreis gehen. Resilienz heisst das Zauberwort. Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, die erlaubt, konstruktiv mit Krisen umzugehen und Probleme als Motivation für die eigene Entwicklungen zu nutzen. Basis sind Ressourcen: Charaktereigenschaften, vom Umfeld übernommene Werte sowie erworbene Fähigkeiten und Strategien. Resilienz beinhaltet Widerstandsfähigkeit, Bewältigungsstrategien, Selbstachtsamkeit – und eine Prise Frechmut. Der Satz «Umfallen, aufrappeln, Krone zurechtrücken – und los!» ist eine Ressource. Dabei geht es um die innere Haltung, denn eine Krone macht noch keine Königin. Genau betrachtet ist eine Krone nur ein Hut, in den es hineinregnet. Es geht um Selbstvertrauen, Zuversicht und Haltung. In Afrika haben Frauen, die Lasten auf dem Kopf tragen, diese wunderschöne Körperhaltung. Vielleicht sollte man nach dem Stolpern den Stein des Anstosses auf den Kopf legen und königlich stolz weitergehen. Aus einer Menge von Steinen lässt sich ein Haus bauen. rz-laufbahn.ch

Offener Brief an Affoltemer Gemeinderat Martin Gallusser. Sehr geehrter Herr Gallusser, sie haben am Montag an der Informationsveranstaltung zum Haus Seewadel, uns, die Einwohner von Affoltern, aufgefordert, unsere Wünsche für das Älterwerden zu äussern. Leider habe ich diese Gelegenheit nicht wahrgenommen, tue dies aber hiermit doch noch. Als 85-jährige Einwohnerin, mein Mann ist etwas älter, habe ich einige Wünsche. Wir möchten so lange wie möglich in unserem Zuhause leben können und uns so lange wie möglich gegenseitig helfen. Darum hier unsere Wünsche: Erster Wunsch: Ein erweitertes Spitexangebot, damit, falls auch nachts Hilfe von aussen notwendig ist, eine Spitex-Frau oder ein Spitex-Mann zu Hilfe kommen könnte, beispiels-

weise bei einem Sturz oder bei plötzlichem Unwohlsein. Dies sollte eine Fachperson sein, die entscheiden kann, ob eine Spitaleinweisung oder ein Arztbesuch notwendig ist. Ich weiss, dass ich hier die Aussage von Herrn Dr. Kunz unterstütze. Ich tue dies, weil mir diese erweiterte Spitex sehr nützlich erscheint. Zweiter Wunsch: Eine Nachtklinik, analog der Tagesklinik, für den Fall, dass wegen Unruhe des Patienten die Pflegeperson zwischendurch eine oder zwei ruhige Nächte zur Erholung braucht. Sehr schade scheint es mir, dass die im Sommer begonnenen Sonntagstreffs am ersten Sonntag im Monat anscheinend nicht mehr angeboten werden. Diese Treffen mit wenigen Personen ermöglichten Kontakte und gute Gespräche, etwas, das allein lebende ältere Menschen schätzen und brau-

chen. Frau Fassbind hat gestern Abend immer wieder hervorgehoben, wie wichtig Kontakte und Gespräche älterer Menschen untereinander und auch mit jüngeren Menschen seien. Nächster Wunsch: Möglichkeit des betreuten Wohnens für den Fall, dass es uns nicht mehr möglich sein sollte, in unserem Zuhause zu bleiben. Was versteht man unter betreutem Wohnen? Einige Menschen, die nicht für sich allein leben und sorgen können aber doch noch aktiv sind, leben miteinander in einer Wohnung. Jeder in seinem Zimmer, aber miteinander und mithilfe einer Betreuerin gestalten sie ihr Leben möglichst selbstständig und sind so Mitglied einer Gemeinschaft. In einer solchen Wohnung ist unbedingt inbegriffen auch ein gemütlicher Wohnraum für Gespräche, Spiele und vieles mehr. Ich weiss, dazu braucht es geeignete Wohnungen und

Obfelden: Martin Heusser steht als Friedensrichter zur Wahl Obfelden wählt am 8. März 2015 einen neuen Friedensrichter. Die Institution des Friedensrichters gibt es im Kanton Zürich seit mehr als 210 Jahren, sie ist eine eigentliche Erfolgsgeschichte. Die Zivilprozessordnung sieht vor, dass jede Zivilklage vor dem Friedensrichter verhandelt werden muss, nach dem Grundsatz: «Zuerst schlichten, dann richten». In der Schweiz werden zwei Drittel aller Konflikte bereits vom Friedensrichter gelöst und damit weitere Gerichtsverfahren vermieden. Was dem Steuerzahler viel Geld spart. Unparteilichkeit, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, vermittelnd gemeinsame Lösungen zu finden, sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Aufgaben des Friedensrichters. Der Friedensrichter bringt die Konfliktparteien in einem Gespräch dazu, die ge-

genseitigen Standpunkte anzuhören und den gegnerischen Argumenten mit Respekt zu begegnen. Bei Martin Heusser sind diese Fähigkeiten eigentliche Kernkompetenzen in seinem langjährigen Be- Martin Heusser. rufsleben. Als Sozialarbeiter, mit Weiterstudium in Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung, arbeitet Martin Heusser bei der Pro Senectute Kanton Zürich im Bereich Projektentwicklung. Hohe Sozial- und Kommunikationskompetenz stehen im Zentrum seiner beruflichen Tätigkeit. Martin Heusser war während 8 Jahren, von 2006 bis

2014 Gemeinderat in Obfelden. Er hat als Tiefbauvorstand seine Belastbarkeit ebenso wie seine Loyalität und Sachlichkeit unter Beweis gestellt. Juristische Grundkenntnisse konnte er in verschiedenen Ausbildungen und Berufsfeldern erwerben. Der Verband der Friedensrichter im Kanton Zürich bietet eine Ausbildung an, mit der sich gewählte Friedensrichter auf das Amt vorbereiten. Das Amt des Friedensrichters setzt kein juristisches Studium voraus, da bei der Verhandlung die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung im Vordergrund steht. Martin Heusser, portiert von der SP und unterstützt von einem breiten überparteilichen Komitee, bringt alle Voraussetzungen für das Amt des Friedensrichters mit. Rolf Vollenweider

diese müssen zuerst geschaffen werden und dies ist sicher nicht sofort möglich. Die drei ersten erwähnten Wünsche könnten jedoch schnell erfüllt werden. In der Nähe des Hauses Seewadel werden momentan einige Häuser gebaut. Wäre es möglich, in diesen Häusern Möglichkeiten für betreutes Wohnen zu schaffen? Zusammenarbeit mit dem Seewadel wäre so leicht möglich. Solche Möglichkeiten des betreuten Wohnens können selbstverständlich auch im «neuen» Seewadel angeboten werden – aber, einige Einheiten in Wohnungen, in der Nähe des Seewadel oder auch verstreut im Dorf zu organisieren, scheint mir in kürzerer Zeit möglich. Herr Gallusser, vielen Dank für Ihr offenes Ohr. Hanni Belck, Affoltern

Obfelden: Reto Aschwanden als Friedensrichter Urnengang vom 8. März. Die Wahlcouverts sind eingetroffen. Darunter ist auch der gelbe Wahlzettel für die Wahl eines Friedensrichters oder einer Friedensrichterin. Die FDP Obfelden empfiehlt den einheimischen Reto Aschwanden. Reto Aschwanden ist in Obfelden aufgewachsen. Als Jurist und ausgebildeter Mediator bringt er das nötige Rüstzeug mit, um ein so anspruchsvolles Amt auszuüben. Auf der Homepage: www.retoaschwanden.ch ist mehr zu erfahren über den engagierten, fachlich kompetenten und sympathischen Kandidaten. Mirjam Heinemann, Präsidentin FDP Obfelden

Primarschulpflege Hausen: Die SP unterstützt Andrea Sidler Am 2. Februar haben sich die drei Kandidatinnen für die Nachwahl in die Primarschulpflege Hausen in einer erweiterten Ortsgruppenversammlung der SP vorgestellt. Die SP erachtet es als Privileg, dass sich gleich mehrere ausgewiesene Kandidatinnen zur Übernahme dieses Amtes zur Verfügung stellen – ein erfreuliches Zeugnis für unsere lebendige Gemeinde. Die SP nimmt zur Kenntnis, dass für die Primarschule Hausen in Eberts-

wil wichtige Entscheidungen anstehen: Ebertswil verändert sich rasch, neue Familien ziehen zu; es braucht neuen Schulraum, damit Kindergarten und die unteren Klassen der Primarschule in Ebertswil gesichert werden können. Zurzeit ist Ebertswil in der Primarschulpflege nicht mehr vertreten. Dieser angesichts der oben beschriebenen Projekte bemerkenswerte Mangel kann durch den Einsitz von Frau

Joëlle Apter in die Primarschulpflege Hausen Mit Joëlle Apter stellt sich eine führungserfahrene Persönlichkeit und engagierte Mutter zur Wahl in die Primarschulpflege. Sie ist in Hausen verwurzelt und bereit, sich für unsere Schule einzusetzen. Das Dorfleben ist ihr wichtig: so hat sie zum Beispiel organisiert, dass in dieser SportferienWoche Kinder aus Hausen an einem einwöchigen Ski-Kurs auf dem HochYbrig teilnehmen können: Jeden Morgen werden die Kinder auf dem Parkplatz Chratz von einem Car abgeholt

und am späteren Nachmittag wieder zurückgebracht. Für die Kinder, die noch nicht alt genug sind, um ins Skilager der Primarschule zu gehen, ist diese Skiwoche auf dem Hoch-Ybrig eine gute Sache. Für unsere Gemeinde ist es wichtig, dass sich immer wieder Leute für etwas engagieren, in Vereinen und Behörden. Mit Joëlle Apter gewinnt die Schulpflege eine kompetente und aufrichtige Persönlichkeit. Hanspeter Zürcher, Hausen

Sidler behoben werden. Sie wohnt mit ihrer Familie seit 20 Jahren in Hausen und Ebertswil; ihre drei Kinder haben da Kindergarten und Primarschule besucht.

Langjährige praktische Schulerfahrung Sie kennt die spezifischen Bedürfnisse ihres Dorfteils. Andrea Sidler bringt zudem langjährige praktische Schuler-

fahrung mit, bis vor drei Jahren als Handarbeitslehrerin (an der Primarschule Rifferswil) und heute als Kursleiterin im obligatorischen Haushaltunterricht. Andrea Sidler ist für Aufgaben als Schulpflegerin bestens geeignet und kompetent. Die SP Hausen empfiehlt sie zur Wahl 8. März in die Primarschulpflege Hausen. SP Hausen am Albis

Problemlose GV An der diesjährigen Generalversammlung der SVP Aeugst durfte Präsident Ruedi Bieri die beiden Kantonsratskandidaten Beatrice Sommerauer Nägelin aus Hausen und John Appenzeller, welcher auch noch als Kassier der Ortssektion Aeugst amtet, obwohl in Stallikon wohnhaft, begrüssen. Die GV lief ohne Probleme ab, und alle Geschäfte wurden einstimmig genehmigt. Die Ortssektion Aeugst hat beschlossen, im September/Oktober das Sammlungszentrum des Landesmuseums in Affoltern zu besuchen. Unter dem Punkt «Kantonsratswahlen» konnten sich die beiden anwesenden Kantonsratskandidaten vorstellen und ihre Positionen vermitteln. Beatrice Sommerauer Nägelin, welche

den 4. Listenplatz belegt, verwies auf ihre Stärken in der Finanz- und Bildungspolitik, in welcher sie Wert legt auf das duale Bildungssystem das ihrer Ansicht nach verstärkt wieder gefördert werden sollte. John Appenzeller hatte für die Anwesenden zu vier politischen Schwerpunkten kurz Stellung bezogen. Seine Hauptpunkte für den Unternehmer, die Finanzpolitik und die Verkehrspolitik, in welcher man den Verkehr fliessen lassen soll, statt verhindern und behindern. Nach der Vorstellung folgte eine angeregte Diskussion über die Zukunft des Spitals Affoltern, Subventionen für Bauern und das Handling derer sowie auch über die Kesb und die Skos ... SVP Aeugst am Albis


Forum

Freitag, 13. Februar 2015

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Einige Gedanken zur Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Wie sind wir eigentlich zur Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) gekommen? ................................................... von hans finsler* Am 19. Dezember 2008 wurde die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) betreffend des Erwachsenenschutzes von den eidgenössischen Räten beschlossen. Die Hans Finsler. Referendumsfrist lief am 16. April 2009 ab; der Bundesrat setzte die Änderung auf den 1. Januar 2013 in Kraft. Ein wesentliches Ziel des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts war die Professionalisierung der Behördenorganisation. Aus diesem Grund trat an die Stelle einer Vielzahl von kommunalen und meist nebenamtlichen Vormundschaftsbehörden die interdisziplinäre Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Nach dem «Fall Niederhasli» 1997 schien auch der «Fall Bonstetten», in dem 2010 ein 5-jähriger Junge von seinem eigenen Vater getötet worden war, die Grenzen der Laienarbeit in diesem anspruchsvollen Bereich aufzuzeigen. Die Kritik an der Neuregelung des Erwachsenenschutzrechts verstummte.

Vorgaben des Bundesrechts Das Kindesrecht ist in den Art. 252 bis 327c, das Erwachsenenschutzrecht in den Art. 360 bis 455 ZBG geregelt. In Art. 440 ZGB steht: «Die Erwachsenenschutzbehörde ist eine Fachbehörde – sie fällt ihre Entscheide mit mindestens drei Mitgliedern.» Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) haben die Aufgabe, den Schutz von Personen sicherzustellen, die nicht selbstständig in der Lage sind, die für sie notwendige Unterstützung einzuholen. So beispielsweise wenn sie noch minderjährig sind und die Eltern sich nicht um sie kümmern können, sie geistig behindert, psychisch beeinträchtigt oder schwer suchtkrank sind. Im Kanton Zürich betreiben die Gemeinden 13 interdisziplinär zusammengesetzte Kesb.

Erfährt die Kesb durch die betreffende Person selbst oder durch Angehörige, Nachbarn, Polizei oder von anderen Personen von einer Gefährdungssituation, klärt sie ab, wie geholfen werden kann. Nach Art. 443 ZGB kann sich jede Person an die Kesb wenden, wenn ihres Erachtens Erwachsene oder Kinder gefährdet sind und möglicherweise behördliche Hilfe brauchen. Behörden, Ämter und Gerichte sind sogar zur Meldung verpflichtet.

Kantonale Regelungen Das kantonale Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR) detailliert und ergänzt die Vorschriften des ZGB zur Organisation, zur Zuständigkeit und zum Verfahren der Kesb und den Rechtsmittelinstanzen. Es ist ebenfalls auf den 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Es hält über das ZGB hinaus unter anderem fest: – Der Kesb gehören zwingend Mitglieder mit Fachwissen in den Bereichen Recht und Soziale Arbeit an. Zusätzlich gehören der Kesb Mitglieder an mit Fachwissen in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Gesundheit oder Treuhandwesen. – Die Mitglieder der Kesb müssen einen Universitätsabschluss oder einen eidgenössisch anerkannten Ausbildungsabschluss auf Tertiärstufe in einem dieser Fachbereiche sowie eine mehrjährige berufliche Tätigkeit in diesem Fachbereich nachweisen. – Mindestpensen von 80 % (Präsidium) bzw. 50 % (Mitglieder) sind vorgeschrieben, um die Professionalität zu fördern. – Als Mitglieder der Kesb können nur Schweizerinnen und Schweizer ernannt werden, die in der Schweiz Wohnsitz haben. – Entscheidet die Kesb als Kollegium, muss je ein Mitglied aus dem Fachbereich Recht und dem Fachbereich Soziale Arbeit an der Entscheidung mitwirken. Ein Pikettdienst – unter der alten Miliz-Organisation fast selbstverständlich – war im Entwurf des Regierungsrats des EG Kesb vorgesehen, wurde aber vom Kantonsrat gestrichen. Nachdem der Gesetzgeber so

entschieden hatte, sehen sich die gut bezahlten Beamten in den Kesb natürlich nicht verpflichtet, über ihre ordentliche Arbeit hinaus auch einen Pikettdienst zu bieten.

Erfolg der neuen Gesetzgebung? Dem Zürcher Gesetzgeber war bewusst, dass ein vollamtliches Vormundschaftswesen mehr Geld kosten würde (wegen Lohnkosten der neuen Mitarbeiter und Kosten der neuen Infrastruktur). Für den ganzen Kanton Zürich wurde (gemäss Antrag des Regierungsrates vom 31. August 2011) mit höchstens 45,1 Mio. Franken jährlich gerechnet. Dies entsprach etwa 33 Franken auf jeden Einwohner. Tatsächlich ist unsere Kesb Affoltern die Hälfte teurer! Diese erheblichen Mehrkosten seien von den Gemeinden zu tragen, weil diese ja schon bisher für das Vormundschaftswesen zuständig waren. Dem steht die Einsparung einiger Sitzungsgelder in den vom Vormundschaftswesen entlasteten Gemeinderäten gegenüber. Ich schätze die Grössenordnung auf weniger als 1 Franken pro Einwohner und Jahr. Die von den Kesb verursachten Massnahmekosten (v.a. für den Kindesschutz) sind für die Gemeinden zunehmend schmerzhaft (siehe Fall Hagenbuch). Auch da waren aber Regierung wie Kantonsrat der Ansicht, diese Kosten seien wie bis anhin von den Gemeinden zu tragen. Dabei wurde nicht bedacht, dass die neue Organisation die Gemeinden zu reinen «Zahlstellen» ohne Mitspracherecht degradierte, weil die anordnende und die zahlende Behörde neu auseinanderfallen. Mit einer hilflos wirkenden «Empfehlung» vom 28. Mai 2014 versucht die Justizdirektion, zwischen dem Aktengeheimnis der Kesb und dem Interesse der Gemeinden auf Einbezug in Kindesschutzverfahren eine vertretbare Position zu finden. Das Resultat überzeugt nicht. Leider schliessen vermeintlich professionelle, jedenfalls vielfach teurere Behörden Ereignisse wie den tragischen Kindsmord in Flaach am 1. Januar ebenso wenig aus, wie früher die nebenamtlichen Laien-Gemeinderäte.

Seewadel, Affoltern: Griechische Verhältnisse? Unser Altersheim ist kein wertloses Gut, das man einfach wegschmeissen kann. Da wohnen betagte Mensch drin und das sind unsere Mitmenschen, die sich darin wohl fühlen. Zwar ist unsere Gemeinde seit Jahren hochverschuldet, und trotzdem träumt man davon, einen neuen Seewadel zu bauen. Wir haben Gemeinderäte gewählt, um etwas aufzubauen, um mehrheitsfähige Lösungen zu finden. Wollten wir den Seewadel abbrechen, brauchen wir keine Gemeinderäte, da könnten wir, wenn schon, selber die Abbruchfirma anrufen. Die Veranstaltung vom vergangenen Montag war interessant, aber hat man wirklich Neues vernommen? Will man unsere Meinung wirklich hören, währenddem der Abbruchentscheid bereits gefallen ist? Da, gerade da möchten wir noch mitreden. Die Stadt Zürich wäre stolz, wären alle ihre Heime in einem solchen Zustand, wie unser Seewadel. Und da kommt ein Gemeinderat und redet davon, diesen Seewadel zu ersetzen. Nun, träumen

darf man immer, aber ist uns wirklich mit einem Traumtänzer gedient? Die Gemeinde Affoltern ist derzeit zu schützen vor weiteren Alterspflegeplätzen. Zuerst sind die Gemeinden im Unter- und im Oberamt in der Pflicht. Die haben im Rahmen des Zweckverbandes Spital Affoltern bezirksweit Lösungen in ihren Dörfern anzustreben. Diese können als Satelliten vom Spital aus logistisch unterstützt oder gar betrieben werden. Es geht heute nicht mehr darum, grosse Betonklötze in die Landschaft zu stellen. Es geht um betreutes, begleitetes, unterstützendes Wohnen in der vertrauten Umgebung, mit Mahlzeitendienst, Hausdienst usw. Und es geht um Gemeinschaftsräume, untergebracht in Wohnblocks in den Dörfern. Ideen sind genug da, man muss sie nur umsetzen, statt wiederum teure Altersplanungsbüros zu beschäftigen. Dass ausgerechnet Dr. R. Kunz, der medizinische Leiter unseres Spitals, sich für den Abbruch des Seewadels einsetzt, betrachten wir als Symbol.

Er, der seit Jahren ein tragfähiges medizinisches Konzept für unser Spital aufstellen und realisieren sollte, um dessen Zukunft zu sichern, setzt sich für den Abbruch ein! Statt unserem Spital, das tagtäglich immer mehr in ein Schuldenloch gleitet, wieder auf die Beine zu helfen, nimmt er diesen Nebenjob im Seewadel an. Auch da hätte die BK einzugreifen müssen. Seit der Abstimmung im Herbst 2012, als wir das Senevita-Projekt bachab geschickt haben, kommt die Seewadelfrage nicht vom Fleck. Ich glaube einfach, dass wir dieses Projekt in die falschen Hände gelegt haben. Schon bald wird es heissen: «Wir müssen mit der Planung nochmals von vorne beginnen.» Stattdessen verzichtet man grosszügig darauf, das Wissen der Alterskommission oder von Peter Ackermann, der bereits 2004 realisierbare, lokale Lösungen publiziert hat, mit einzubeziehen. Bundesrat Ritschard hat einmal gesagt. «Nur Kängurus machen mit leerem Beutel grosse Sprünge.» Hans Roggwiler, Zwillikon

Immer häufiger vernimmt man Klagen über das rabiate Vorgehen (oder über die Passivität und die langsamen, aufwendigen Verfahren) dieser oder jener Kesb. In Leserbriefen wird gar gefragt, wie Kinder und Erwachsene vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde geschützt werden können! Sind mit den Kesb Behördenmonster geschaffen worden, welche trotz grossen Zusatzkosten keinen Zusatznutzen bringen? Zumindest ich habe bisher nichts von positiven Wirkungen der Professionalisierung des Vormundschaftswesens gehört. Einmal mehr hat unser Gesetzgeber in seinem immer hektischeren Aktivismus ein Gesetz geändert (wie immer mit den besten Absichten) und damit zwar die absehbaren negativen Folgen bewirkt, aber nicht die positiven Erwartungen erfüllt.

Was tun? «Die guten alten Zeiten» waren nicht nur gut. Andererseits ist nicht alles, was neu ist, allein darum auch besser. Angesichts ihrer Kosten und der bisherigen Erfahrungen mit den Kesb wünscht man sich deren umgehende Abschaffung und die Rückkehr zur alten Organisation. Allerdings sind die entscheidenden Rahmenbedingungen (Fachbehörde ... mit mindestens drei Mitgliedern) auf Bundesebene durch das ZGB vorgegeben. Dort müssten sie also rückgängig gemacht werden; innerhalb des Kantons Zürich mögliche Massnahmen könnten dieses Ziel nicht realisieren. Eine Standesinitiative könnte diesen Vorgang allerdings einleiten. Auf kantonaler Ebene sind immerhin einige Korrekturen des Zürcher Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR) möglich: – Eigenartigerweise werden die Mitglieder der Kesb im Kanton Zürich nicht demokratisch gewählt, sondern von den zuständigen Exekutivbehörden (der Sitzgemeinde oder des Zweckverbands) ernannt. Der Regierungs- und der Kantonsrat waren der Meinung, dass eine Volkswahl die geforderte Fachlichkeit der Kesb nicht sicherstelle. Für andere fachlich qualifi-

zierte Behörden – namentlich Betreibungsbeamte, Notare, Friedensrichter und Gerichte, Staatsanwälte – müsste dies aber ebenso gelten. Tatsächlich gibt es keinen Grund, weshalb die sonst selbstverständliche Volkswahl nicht auch für die Kesb gelten sollte. Sie würde immerhin bewirken, dass die Mitglieder der Kesb demokratischer Kontrolle unterstünden und sich periodisch um ihre Wiederwahl bewerben müssten. Beides ist heute nicht der Fall. – Alternativ zur Volkswahl der Kesb drängt es sich auf, das Auseinanderfallen zwischen der Behörde, die die Mitglieder der Kesb ernennt, und der Aufsicht über die Kesb (die Justizdirektion) zu beheben. Hat die Aufsicht keine Weisungsbefugnis und die anstellende Behörde keine Aufsicht, kann eine handlungsfähige Aufsicht von vornherein nicht stattfinden. – Das von den Kesb gegenüber den Gemeinden geltend gemachte Amtsgeheimnis ist aufzuheben. Die Gemeinden – ihre Behörden und Angestellten – stehen ebenfalls unter dem Amtsgeheimnis. Oft besitzen die Gemeindebehörden bereits Kenntnisse über Personen, welche zu neuen «Fällen» der Kesb werden. Eine engere Zusammenarbeit ist darum dringend angezeigt. Es genügt nicht, den Kesb unter gewissen Bedingungen unverbindlich die Information der Gemeinde zu empfehlen. – Wo aus Entscheiden der Kesb Kostenfolgen für die Gemeinden resultieren, ist eine Mitwirkung der Gemeinde beim Entscheid verbindlich vorzuschreiben! Noch besser wäre, die Kesb nur die Anträge auf Entscheide mit Kostenfolgen stellen zu lassen, und die Entscheide den Gemeinden vorzubehalten. – Endlich ist der Verzicht auf die Qualifikation «Universitätsabschluss oder eidgenössisch anerkannter Ausbildungsabschluss auf Tertiärstufe» und auf die Mindestpensen der KesbMitglieder zu prüfen. Das dürfte zugleich die Kosten der Kesb etwas reduzieren und die Kommunikation und das Verständnis zwischen den Kesb und ihren «Fällen» erleichtern. *Der Autor ist Gemeinderat in Affoltern

Neue Impulse für die Wirtschaft Mit ihrer Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» (ESM) schlägt die Grünliberale Partei vor, die Mehrwertsteuer durch eine neue Steuer auf nicht erneuerbare Energie zu ersetzen. Die eingereichte Volksinitiative stellt das aktuell einzige ausformulierte Konzept einer ökologischen Steuerreform dar. Sie ist ein wirksames und liberales Instrument, durch das der Energieverbrauch in der Schweiz vermindert und gleichzeitig die Produktion erneuerbarer Energie angekurbelt werden kann. Dies durch ein Lenkungssystem und nicht mit einer direkten Subventionierung erneuerbarer Energie durch staatliche Beiträge oder Steuerabzüge (Fördersystem). Wichtig ist auch, dass die Steuereinnahmen der Schweiz gleich bleiben, die Reform staatsquotenneutral ist.

Wirtschaftsstandort Schweiz wird gestärkt – neue Arbeitsplätze Gleichzeitig wird die Schweiz unabhängiger von Energieimporten

(Erdöl, Gas, Kohle, Uran) und Milliarden von Franken bleiben für neue Investitionen in der Schweiz. Ein Anreiz für Innovationen wird geschaffen, die Wettbewerbsvorteile für die Schweiz bringen und somit neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen und unseren Wohlstand sichern. Der Verzicht auf die Mehrwertsteuer bringt eine deutliche administrative Entlastung für die Unternehmen. Zudem wird somit der Faktor Arbeit weniger besteuert, was sich wiederum auf die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz positiv auswirkt.

Ja am 8. März Stimmen Sie deshalb mit den Grünliberalen am 8. März 2015 Ja zur Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer». Ronald Alder, Kantonsratskandidat Grünliberale, Ottenbach


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Dramatische Ereignisse Närrische Zeit Multimedia-Schau um eine gescheiterte Antarktisquerung im «LaMarotte». > Seite 16

Nächste Woche erreicht die Ämtler Fasnacht ihren Höhepunkt. > Seite 21

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Skibus ab Hausen Die Skischule Ybrig holte diese Woche täglich 31 Kinder aus dem Oberamt ab. > Seite 23

Nachhaltig bauen mit Schweizer An Ausstellung Habitat & Jardin präsent Die Ernst Schweizer AG zeigt an der diesjährigen Habitat & Jardin vom 7. bis 15. März in Lausanne – am neuen Standort, Halle 9-K104, Neuheiten, bewährte Produkte und Lösungen für eine energie-effiziente, nachhaltige Bauweise. Unter den Neuheiten ist das überarbeitete Farbkonzept mit 36 Vorzugsfarben. Durch die Konzentration auf diese 36 Farben ist eine schnellere Lieferung möglich. Ein weiterer Vorteil aus Kundensicht: Die Farbpalette ist auf tief matt eingestellt und die Bauteile sind kratzfester, pflegeleichter, markant farbstabiler und witterungsresistenter. Es kommen ausschliesslich zertifizierte und hochwetterfeste Pulverlacke in erstklassiger Qualität zur Anwendung.

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faltwand GG-1600, ebenfalls 3-flügelig, wird in der Variante farblos anodisiert gezeigt. Sie ist nicht nur funktional überzeugend, sondern auch eine optische Bereicherung der Gebäudehülle. Durch ihre maximale Glasfläche, den minimalen Rahmenanteil und die einheitliche Materialisierung integriert sie sich diskret in die Fassade. Mit der intelligenten Paketbox plus hat Schweizer die innovative Lösung für die heutigen Zeiten des rasant wachsenden Versand- und Online-Handels. Die gemeinsam mit der René Koch AG entwickelte Anlage besteht aus Briefkästen, verschieden grossen Paketboxen und einem Infoterminal. Sie ermöglicht, dass Warenlieferungen von jedem Zusteller rund um die Uhr unabhängig von der Anwesenheit des Empfängers an der Zieladresse sicher abgeliefert werden können.

Neue Fotovoltaik-Montagesysteme Seit Anfang dieses Jahres führt Schweizer zwei neue Fotovoltaik-Montagesysteme, die sie vom Bauzulieferer Hilti übernommen hat. Alle Teile dieser Systeme wurden für eine rasche und fehlerfreie Montage entwickelt. In Lausanne wird das PV-Montagesystem Flachdach MSP-FR-EW zu sehen sein. Das nach Ost-West ausrichtbare Montagesystem durchdringt die Dachhaut nicht und unterstützt eine ungehinderte Dachentwässerung – was gut für die Lebensdauer des Daches ist. Farbe aufs Dach bringt der Flachdach-Sonnenkollektor FK2 von Schweizer, der neu auch mit farbigem Glas erhältlich ist. Das Exponat am Stand gibt einen Eindruck von der Wirkung der Farbe Blau gegenüber der bekannten Variante in Schwarz.

Verkaufsleiterin Nadine Rüegg übergibt den Zündschlüssel für den neuen Mazda 3 an Fahrlehrer Beat Böni. Rechts freut sich Garageninhaber Rolf Rüegg. (Bild Martin Platter)

Neues Auto – neues Glück Schlüsselübergabe der Garage Rüegg an Fahrlehrer Beat Böni Seit der Gründung seiner Fahrschule 2010 hat Beat Böni 200 000 Kilometer mit seinem Mazda 3 MPS zurückgelegt – ohne Panne. Er sah deshalb keinen Grund, die Marke zu wechseln. Sehr zur Freude von Garagist Rolf Rüegg in Hausen. Am Dienstag konnte Rüegg den nächsten Mazda übergeben, wieder ein 3er, diesmal ein Diesel. Rund 40 000 Kilometer legt Beat Böni mit seinen Fahrschülern im Jahr zurück. Das sind rund dreimal mehr Kilometer wie der durchschnittliche Schweizer Automobilist auf der Strasse zurücklegt. Bei derartigen Kilometerleistungen sind Unterhalt und Treibstoffverbrauch sowie die Umweltfreundlichkeit eines Fahrzeuges wichtige Rentabilitätsfaktoren. Zumal Neulenker – neben einem Schleuderkurs – einen Kurs in ökologischem Fahren absolvieren müssen. «Gegenüber dem Mazda 3 MPS, einem sportlichen Fahrzeug mit anzeige

Die schmalen Profile der Schiebetür ST Drive von Schweizer und der boden-, wand- und deckenbündige Einbau der Festverglasungen ermöglichen maximalen Lichteinfall und unterstreichen die moderne Architektur. (Bild zvg.)

260 PS, ist der neue 3er mit SkyActivTechnologie natürlich ein Quantensprung, was den Verbrauch, das Gewicht und die Umweltverträglichkeit angeht», erklärt Garagist Rolf Rüegg und zeigt auf die Energie-Etikette, auf der ein grünes A leuchtet. «Die Mazda-Ingenieure haben mit dem neuen 3er ein grossartiges Auto entwickelt», schwärmt Rüegg. Die Fahrdaten lassen es erahnen, was der Hausemer meint. Es ist weniger die Anzahl Pferdestärken, die fasziniert. 150 PS sind heute für einen 2,2 Liter-Turbodiesel-Motor eher die Norm denn die Ausnahme. Es ist das maximale Drehmoment von 380 Newtonmeter, das bereits ab einer Drehzahl von 1800 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht, das aufhorchen lässt. Es verhilft dem doch knapp 1500 Kilo schweren Fahrzeug zu einer beeindruckenden Leichtfüssigkeit.

Zuverlässig und günstig im Unterhalt Genau das mag auch Beat Böni. Er hatte dieses Gefühl schon bei seinem

Mazda 3 MPS, musste dazu den Motor allerdings höher drehen. «Der neue Mazda macht ebenfalls grossen Spass beim Fahren, braucht aber wesentlich weniger Treibstoff», sagt Böni. Nur 4,1 Liter Diesel versprechen die technischen Daten. Nicht der einzige Grund, weshalb er sich wieder für einen Mazda entschieden hat: «Die Mazdas fahren sich einfach gut. Mein Vorheriger war zuverlässig und günstig im Unterhalt. Erst mit 200 000 Kilometern musste ich die Kupplung wechseln lassen. Ein beeindruckender Wert für ein Fahrschulauto mit einer Leistung von 260 PS», findet der Hauptiker, der Mitglied im Learnpool ist. Das ist ein überregionaler Zusammenschluss von sechs Fahrlehrern zwecks gemeinsamer Gestaltung des Theorieunterrichts. Mit seinen Berufskollegen bespricht Böni auch die Eignung von Fahrzeugen für den Lernbetrieb. Dass seine Wahl auf Mazda gefallen ist, hat er bis heute nie bereut. (map.) Weitere Informationen: garage-rueeggag.ch, fahrschule-beat.ch, learnpool.ch.


Kath. Kirche Affoltern a. A.

Kath. Kirche Bonstetten

Samstag, 14. Februar 16.15 Gottesdienst im Haus Seewadel mit Blasiussegen 17.30 Wortgottesdienst mit hl. Kommunion/Segensfeier für Verliebte Sonntag, 15. Februar 9.00 Eucharistiefeier 11.00 Santa Messa al centro sociale 17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten Aschermittwoch, 18. Februar 9.15 Kein Gottesdienst 19.30 Eucharistiefeier mit Aschenausteilung

Samstag, 14. Februar 18.00 Vorabendmesse im Provisorium Bonstetten Sonntag, 15. Februar 10.15 Eucharistiefeier im Singsaal Schulhaus Mettlen, Wettswil Dienstag, 17. Februar 19.30 Abendmesse im Provisorium Bonstetten Mittwoch, 18. Februar 19.30 Gottesdienst zum Aschermittwoch im Provisorium Bonstetten

Kath. Kirche Hausen a. A. Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Maschwanden

Sonntag, 15. Februar 10.00 Regionalgottesdienst Pfarrerin Bettina Stephan Donnerstag, 19. Februar 14.00 Seniorennachmittag: Kurzfilme, Gespräch und ein Zvieri

Freitag, 13. Februar 20.00 Taizéfeier in der Kirche Leitung: Pfrn. S. Brüngger und Silvia Seipp Sonntag, 15. Februar 10.00 Regionalgottesdienst in Knonau mit Vikarin Claudia Mehl

Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 13. Februar 20.00 Gottesdienst nach der Liturgie von Taizé Sonntag, 15. Februar 9.30 bis 9.55 Uhr «Morgenlob», Singen in der Kirche mit Christine Sommer 10.00 Gottesdienst zum Thema «Zwischenhoch» mit Pfr. U. Boller

Ref. Kirche Bonstetten Freitag, 13. Februar 20.00 Kino in der Kirche zeigt: «Sophie Scholl – die letzten Tage» Wie weit gehe ich für meine Ideale? Freigegeben ab 12 Jahren Sonntag, 15. Februar 10.00 Taufgottesdienst mit Pfrn. Susanne Sauder zum «Nachvalentinstag» und Tag der Liebe . . . mit Taufe von Elin Lia Brawand und Floris Andrin von Arx Musik: Kirchenchor und Maria Mark, Klavier und Orgel Anschliessend Chilekafi

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 15. Februar 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil mit Pfarrerin Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 15. Februar 10.00 Gottesdienst mit dem 2.-Klass-Unti Pfarrerin Renate Hauser und Katechetinnen Barbara Scheidegger und Sara Stuckert Anschliessend Apéro

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 15. Februar 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Y. Schönholzer

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 15. Februar 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Yvonne Schönholzer Mittwoch, 18. Februar 17.15 KEIN offenes Singen während der Schulferienzeit Donnerstag, 19. Februar 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Rception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 15. Februar 10.00 Regionalgottesdienst mit Vikarin Claudia Mehl Fasnachtspredigt zum Thema «Humor», Abendmahl Mittwoch, 18. Februar 12.00 Senioren-Essen im Giebel

Samstag 14. Februar 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 15. Februar 11.00 Wortgottesfeier Aschermittwoch, 18. Februar 19.30 Wortgottesfeier mit Aschenauflegung

Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Mettmenstetten

Freitag, 13. Februar 20.00 NAchtsamkeit in der Kirche Leitung Pfarrer Andreas Fritz Samstag, 14. Februar 19.00 Wunschkonzert zum Valentinstag Ursula Hauser Montag, 16. Februar 19.00 Bildungsanlass Alterskommission Patientenverfügung und Vorsorgevertrag Referat Renate Forster, Pfarreizentrum Rüteli Mittwoch, 18. Februar 19.30 Neumondsingen in der Kirche Leitung Elsbeth Durrer www.ref-mettmenstetten.ch

Samstag, 14. Februar 18.30 Santa Messa Sonntag, 15. Februar 9.30 Wortgottesdienst mit Matthias Kühle-Lemanski

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 15. Februar 10.30 Eucharistiefeier

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 14. Februar 13.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids Sonntag, 15. Februar 9.45 Gottesdienst Pfr. Ueli Baltensperger Kinderprogramm, Teenie-Godi Montag, 16. Februar 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 15. Februar 10.00 Gottesdienst – Hüeti und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 15. Februar 9.45 Gottesdienst (Fritz Bangerter) Segnung von Sanja Bachmann Kinderhort

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 15. Februar 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 15. Februar 10.30 Gottesdienst Schluss der Predigtreihe «Die 7 Feste der Bibel und ihre Geheimnisse» Siebtes Fest: Sukkot – Laubhüttenfest Kinderhort/Sonntagsschulen/ Unterricht Mittwoch, 18. Februar 20.00 Frauenabend Thema: Nehemia reist nach Jerusalem Nehemia, Kap. 2 www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag,15. Februar 10.00 Regional-Gottesdienst in Aeugst, Pfrn. Bettina Stephan Fahrdienst Gabriela Wittwer, Telefon 044 762 50 06 Montag, 16. Februar 16.00 Kolibri, Kirchgemeindehaus Dienstag, 17. Februar 14.00 Kommission Altersfragen, Sprechstunde fürs Smartphone bei Schülern 3. Sekundarklasse ref. Kirchgemeindehaus Dienstag, 17. Februar 14.00 Frauentreff, Aufenthaltsraum Alte Landstrasse 33 Mittwoch, 18. Februar 14.00 Altersnachmittag, Lottomatch und Obfelder Everdancer, Singsaal Chilefeld Donnerstag, 19. Februar 12.00 Club4 Gruppe David ref. Kirchgemeindehaus

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Sonntag, 15. Februar 10.00 Regionaler Gottesdienst in Aeugst Pfarrerin Bettina Stephan Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

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Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 15. Februar 9.30 Regionalgottesdienst mit der Taufe von Ben Hurter «Du hebsch Sorg zum (Ehe-)Bund» Pfrn. Yvonne Schönholzer Anschliessend Chilekafi

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 15. Februar 10.00 Kirche Wettswil: Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Taufe: Valentin Ruff, Wettswil Fahrdienst: Anmeldung 14. Februar Telefon 044 700 25 69 Donnerstag, 19. Februar 14.00 Senioren-Nachmittag im Kirchgemeindesaal Wettswil Freitag, 20. Februar 11.45 Stalliker Senioren-Mittagessen im Rest. Schwarzer Hecht

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Vermischtes

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US-Aktienmarkt: Uneinigkeiten der Experten verursachen Ungewissheit

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«Go to spell» spendet für das Väterhaus in Brugg Der Reinerlös der diesjährigen Konzertreihe beträgt Fr. 7472.90

Egon Wenzinger* über Aktienmärkte. Seit unserem letzten Bericht vom 9. Januar 2015 hat sich bestätigt, dass der US-Aktienmarkt Mühe hat, weiter voranzuschreiten. Innert Monatsfrist schloss der S&P-500-lndex nur mit einem Plus von knapp 0.52 % bei 2055.47 Punkten. Mit der Schaffung von 257 000 neuen Arbeitsplätzen im Januar, die höher ausfiel, als erwartet wurde, setzte der US-Arbeitsmarkt seine kräftige Erholung fort. Auch das Lohnwachstum lag über den Schätzungen. Zudem war der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten viel stärker ausgefallen als bisher berechnet. Ob die Daten der US-Notenbank Fed für die erste Zinsanhebung seit Beginn der Finanzkrise ausreichen, erscheint umstritten. Infolge dieser Ungewissheit hält sich die Euphorie der Anleger entsprechend in Grenzen. Analysten sind sich einig, dass ein solcher Schritt Aktien als Anlage unattraktiver machen würde. Der entstandene Seitwärtsmarkt macht es ausserordentlich schwierig, Börsengewinne zu erwirtschaften. Eine andere Unsicherheit ist, verglichen mit dem 5.0-%-Wachstum vom dritten Quartal, der Rückgang des US-Bruttoinlandproduktes auf 2.6 % im vierten Quartal. Dazu kommt noch eine andere Sorge. In Anbetracht der Handelsvernetzung aller Länder sowie der Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) über die globale Wirtschaftsabschwächung scheint es, als ob die amerikanische Konjunktur allmählich Gegenwind spürt. Ein Zeichen dafür ist der stetig steigende USDollar, welcher die Exporte verteuert

Freitag, 13. Februar 2015

Egon Wenzinger. (Archivbild) und die Rückführung der ausländischen Gewinne der US-Multis verringert. Am 12. Dezember 2014 empfahlen wir die Konsumentenaktie The Kroger Company (KR) und am 9. Januar 2015 die Aktie Skyworks Solutions (SWKS) aus der Elektronikbranche. Zwischenzeitlich verbuchte der erste Titel einen Gewinn von 16.5 % und der zweite Titel 12.6%. Die dritte Aktie, die wir empfehlen, ist der mittelgrosse Pharmakonzern Lannett Company (LCI). Das Unternehmen stellt generische Versionen markengeschützter Pharma-Produkte her. Insgesamt produziert und vermarktet Lannett 30 Arzneimittel. In den letzten fünf Jahren belief sich der Durchschnittsertrag auf 46 %. *Egon Wenzinger ist Inhaber der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern, Telefon 044 762 24 40.

Die Organisatoren, die Sängerinnen und Sänger von Go to spell sind sehr zufrieden und stolz auf das gute Gelingen der Konzertreihe. Den Erfolg belegen die zahlreichen Konzertbesucher und deren grosszügige Spenden. So konnten Fr. 7472.90 an «ZwüscheHalt» überwiesen werden. Dort finden gewaltbetroffene Männer und Väter, auch mit ihren Kindern, Ruhe und Sicherheit (www.zwueschehalt.ch). Gospel in der Region für die Region. Die Idee des «Singing Postman» Michael A. Williams hat sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Seit 2007 wurden fünf Projekte erfolgreich auf die Bühne gebracht. Zahlreiche Beteiligte im Hintergrund haben ebenso zum guten Gelingen beigetragen wie die Kirchgemeinden in der Region, in denen Go to Spell in den vergangenen Jahren immer wieder auftreten konnte. Nach der diesjährigen Auflage mit neun gelungenen Konzerten hat das OK beschlossen, aufzuhören. (pg.)

Michael A. Williams (links) und Petra Govindasamy überreichen den SpendenCheck an Oliver Hunziker, Gründer des Väterhauses «Zwueschehalt». (Bild zvg.)

Waffelspass und ruhige Minuten Das Familienzentrum auch in den Sportferien offen Wer kennt das nicht? Die Kinder haben Ferien, alle Spielsachen wurden bereit x-mal ausprobiert und Langeweile kommt auf. Die Eltern wünschen sich fünf Minuten Ruhe, um einen Kaffee zu trinken … Das Familienzentrum hat die Lösung! An den zwei Donnerstagen in den Sportferien können die Kinder hier im Kafi mit Spielzimmer für fünf Franken frisch

gebackene Waffeln nach Lust und Laune verzieren. Die kleinen Kunstwerke dürfen sofort oder später zuhause genossen werden. In der Kinderhüeti im zweiten Stock stehen verschiedene Spielsachen, diverses Bastelmaterial und ein «Bällelibad» zur Verfügung, um sich austoben zu können und/oder kreativ zu sein. Für die Erwachsenen gibt es Cappuccino, Kaffee, Tee und

Liegenschaften

vor allem fünf ruhige Minuten, um sich zu entspannen, mit anderen Eltern zu plaudern oder in der Kinderbörse zu stöbern. Das Familienzentrum freut sich, am 19. und 26. Februar zwischen 14 und 17 Uhr möglichst viele kleine und grosse Besucher begrüssen zu dürfen. (mh) Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

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Veranstaltungen

agenda

Freitag, 13. Februar

Malerei, Objekte. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2.

Affoltern am Albis

Dienstag, 17. Februar

14.00-15.15: Thai Ji/Qi Gong - fortlaufender Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene. Auskunft/Anmeldung 079 758 74 89. Katholisches Pfarreizentrum St. Joseph. Seewadelstrasse 13. 20.15: «Der unverrückbare Himmel» Das grossartige Scheitern der Antarktisquerung Ernest Shackletons von 1914 bis 1917. Bildnerische Reflexion mit Kontrabass, elektronische Gitarre, Violoncello und Performance. Bar & Abendkasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten 20.00: Kino in der Kirche: «Sophie Scholl – die letzten Tage». Freigegeben ab 12 Jahren, Eintritt frei. Reformierte Kirche.

Affoltern am Albis 14.00: Senioren 60plus: Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, 044 761 58 94. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94.

Mittwoch, 18. Februar Affoltern am Albis 18.30-19.50: «Funktion und Pracht»: Praktisches und schillerndes Schuhwerk. Mit Caroline Muschel, Konservatorin- Restauratorin Textil. Anmeldung erforderlich. 058 480 13 13 oder fuehrungen.sz@snm.admin.ch. Sammlungszentrum Schweizerische Landesmuseen. Lindenmoosstr. 1.

Freitag, 13. Februar 2015

Eisige Kälte und heisser Jazz Die nächsten zwei Anlässe im Kellertheater LaMarotte Affoltern Nicht jedermann kann sonnige Sportferien geniessen, aber «LaMarotte» bietet unterdessen den unter der Hochnebeldecke Daheimgebliebenen kulturelle Genüsse. Heute Freitag geht es in einer Multimedia-Schau um die gescheiterte Antarktisquerung des Ernest Shackleton 1914 bis 1917: Zu Beginn des ersten Weltkriegs war die grosse englische Expedition aufgebrochen, um als erste eine Überquerung der Antarktis zu versuchen. Die Mannschaft erreichte ihr Ziel jedoch nie. Basis der bildnerischen Reflexion ist das originale, vom Expeditionsteil-

nehmer Frank Hurley seinerzeit aufgenommene Film- und Fotomaterial. Unter der Regie des bekannten Dramaturgen Peter Schweiger lässt Sprecherin Ruth Geissberger – zusammen mit Kontrabassist Peter Frey, Gitarrist Michel Seigner und dem Cellist Alfred Zimmerlin – die dramatischen Ereignisse dieser Expedition in einer Multimedia-Schau wieder aufleben. Heute Freitag, 13. Februar, Bar und Abendkasse ab

zelebriert ein begeisterndes Bläserspektakel. Jeder dieser sieben Musiker hat bereits individuell eine imposante Karriere gemacht, und wenn «Another Fine Mess» ihr exzellentes Können und ihren unwiderstehlichen Enthusiasmus im Rahmen von Kompositionen etwa von Horace Silver, Wayne Shorter, Oliver Nelson oder Isla Eckinger zum Einsatz bringen, ist das Resultat ebenso stupend wie fulminant.

19.15, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken. Donnerstag, 19. Februar, Bar ab 18.30, Musik ab

«Jazz am Donnerstag» mit «Another Fine Mess» Das prominent besetzte, stilsichere Bebop-Septett «Another Fine Mess»

20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken. Platzreservierung für beide Anlässe empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.

Hausen am Albis

20.15: «Invivas- a capella in concert» 5 junge, witzige und musikalische Stimmen stehen für gesangliche Perfektion, professionelle Unterhaltung und hochstehende Arrangements. Der Gemeindeverein Hedingen lädt zu diesem aussergewöhnlichen Konzert ein, keine Reservierung möglich, Kollekte. Kirche.

08.30: Seniorenwanderung, Gruppe 2 (mittlere Anforderung): Zugerberg (Hintergeissboden, Buschenkappeli, Pfaffenboden, Früebüel, Bergstation). Leichte bis mittlere Wanderung. Marschzeit: ca. 3¼ Std. Infos/Anmeldung: Lorenz Curt 044 764 07 22. Postplatz (Treffpunkt). 09.00-10.00: Everdance: einfache Schrittfolge des Gesellschaftstanzes ohne Tanzpartner. Ist schnell gelernt, macht fit, stärkt Kreislauf, Koordination und geistige Beweglichkeit. Besuch einer Schnupperstunde möglich. Für Frauen und Männer ab 50+. Leitung Margrit Flumini 043 535 06 96. Mehrzwecksaal. Bifangstrasse 1.

Ottenbach

Kappel am Albis

ab 17.00: Dekorierte Fasnachtsbar der Guggenmusik «Näbelgeischter» für Fasnächtler und andere! Güggel Bar. Rickenbach 3.

17.15: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Hausen am Albis 09.00-10.15: GYMO - Bewegung von Kopf bis Fuss. Diverse Schwerpunktthemen. Auskunft/Anmeldung: 079 758 74 89. Mehrzweckgebäude. Bifangstrasse 1.

Hedingen

Obfelden

Samstag, 14. Februar Affoltern am Albis 20.00: Live Rockabilly mit «Ati Edge and the Shadowbirds» (HU) und «The Magic Cats» (HU) Tickets Fr. 22.-. CQ Bar. Bahnhofplatz 5.

14.00: Seniorennachmittag: Lottomatch mit schönen Preisen und Darbietungen der Obfelder Everdancers unter der Leitung von Helen Spörri. Singsaal Schulhaus Chilefeld (nicht mehr im Mehrzweckgebäude Brunnmatt). Schmittenstrasse 6.

Bonstetten

Auf der Suche nach einem sinnvollen Valentinsgeschenk? Ein Kurs für eine glückliche und tragfähige Ehe in Affoltern Wozu ein Ehe-Kurs? Jedes Auto braucht regelmässige Pflege und Service, damit grössere Schäden verhindert werden können, und auch die besten Sportprofis verbringen Stunden damit, zu üben und ihre Technik zu perfektionieren. Erfolge benötigen Training, Einsatz und Ausdauer. Genau dasselbe gilt für die Partnerschaft. Eine starke, liebevolle Ehebeziehung, die ein Leben lang hält, geschieht nicht zufällig. Es braucht Hingabe und Einsatz, um Spass und Romantik in der Partnerschaft lebendig zu halten. Auch eine glückliche Ehe kann stärker werden und weiterwachsen. Der siebenteilige Ehe-Kurs richtet sich an alle Paare, ob jung oder alt, die eine glückliche und gesunde Ehe fürs ganze Leben bauen wollen. Besonders angesprochen sind diejenigen Paare, die ihre Ehe festigen wollen, die Beziehung vertiefen möchten, sich in einer herausfordernden Phase darin befinden oder mit Problemen in ihrer Ehe zu kämpfen haben (Lebens- bzw. Ehe-

16.00-19.00: Vernissage. Livia Kubach & Michael Kropp, MarieClaire Meier, Jaqueline Real. SteinSkulpturen, Malerei, Objekte. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2

Ottenbach

Mettmenstetten

Donnerstag, 19. Februar

10.00-16.00: Brocki von Jugendlichen auf freiwilliger Basis gestaltet und geführt, Erlös zugunsten eines Hilfwerkes. «Güetli» Rossau.

Affoltern am Albis

Kappel am Albis

09.40: Arbeitsgruppe für Seniorendienste: Spaziergruppe Baar-Steinhausen, Weg ca. 1½ Std. Leitung/Anmeldung: Guido Jud 044 761 28 91. Bahnhof. 18.00-20.00: Spanien-Event. Ribera del Duero DO 2004. Profitieren von diversen EuroPreisanpassungen Mü’s Vinothek. Dachlisserweg 1. 20.15: Jazz am Donnerstag: «Another Fine Mess». Prominent besetztes, ziel- und stilsicheres BebopSeptett. Bar ab 18.30 Uhr, Eintritt frei/Kollekte. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach ab 20.00: Dekorierte Fasnachtsbar der Guggenmusik «Näbelgeischter» für Fasnächtler und andere! Güggel Bar. Rickenbach 3. 21.00: Güggel Dance-Party mit DJ Tomko. Rhythmen, die die Füsse wie von selbst bewegen – Lebensfreude pur! Bar offen ab 20.00 Uhr. Güggel Bar. Rickenbach 3.

Sonntag, 15. Februar

ab 17.00: Dekorierte Fasnachtsbar der Guggenmusik «Näbelgeischter» für Fasnächtler und andere! Güggel Bar. Rickenbach 3.

Bonstetten 13.00-17.00: Apéro. Livia Kubach & Michael Kropp, Marie-Claire Meier, Jaqueline Real. Stein-Skulpturen,

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Bonstetten 09.00: Mittelschwere Wanderung, Gruppe 1: Jona-Ermenswil-

Gemeinsame Perspektive. (Bild zvg.) berater können zusätzlich kontaktiert werden und sind vor Ort). In gemütlicher Atmosphäre geniessen die Teilnehmenden ein Essen bei Kerzenlicht, hören spannende und praktische Inputs und erhalten Geleanzeige

Laupen-Oberlaupen-Wald. Wanderzeit: ca. 3¾ Std. Anmeldung und Auskunft: Toni Koller, Telefon 044 700 53 17. Bahnhof (Treffpunkt).

Ottenbach 14.30: OTTENBACH60plus: Wanderung von Birmensdorf nach Oberlunkhofen, Dauer ca. 2½ Std. Fahrt mit Bus 215 nach Birmensdorf. Hinfahrt nach Birmensdorf Zonen, 154, 155, 156, Rückfahrt von Oberlunkhofen, Zonen 155, 156. Nach Bedarf sind Billette vorhanden. Auskunft Karin Christensen, Tel. 044 761 21 71. Postautohaltestelle. ab 17.00: Dekorierte Fasnachtsbar der Guggenmusik «Näbelgeischter» für Fasnächtler und andere! Güggel Bar. Rickenbach 3.

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genheiten mit ihrem Partner ungestört über Inhalte zu reden, die im Alltag oft zu kurz kommen. Die Privatsphäre eines jeden Paares wird respektiert. Es gibt keine Gruppendiskussionen und niemand wird aufgefordert, mit Dritten über Persönliches zu sprechen. Die Kursinhalte orientieren sich an christlichen Werten und sind in ihrer aktuellen Form hilfreich für Paare mit oder ohne Bezug zur Kirche. Der Ehe-Kurs wird von unterschiedlichen Veranstaltern, wie evangelischen Freikirchen, reformierten Kirchengemeinden oder einzelnen katholischen Pfarreien durchgeführt. Hier in Affoltern am Albis findet der Kurs in den Räumlichkeiten der Chrischona Gemeinde statt und dies bereits zum 8. Mal. Der Start ist am 13. März um 18.45 Uhr; der erste Abend kann auch als Schnupperabend besucht werden. (pd.) Infos unter: www.sunntig.ch / www.ehekurs.ch / www.familylife.ch.


Veranstaltungen

Freitag, 13. Februar 2015

Fünf vor zwölf bei der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon Vorbereitungen für Geisterstunde-Maskenball und Fasnachtsumzug Am nächsten Freitag beginnt die Uerzliker Fasnacht mit den Maskenbällen in Kappel. Bis es jeweils so weit ist, leisten die Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon unzählige Arbeitsstunden. Ein Augenschein während eines Arbeitseinsatzes. ................................................... von martin platter Samstagmorgen, 9 Uhr. Eisiger Biswind pfeift um die Hausecken. Eine Fräse heult im angenehm geheizten Schreinereibetrieb von Christian Müller. Mit einem Rumpeln setzt sich die automatische Abzugsanlage in Betrieb. Es wird gehämmert, geschraubt, skizziert und gemalt. Die Sujets verbreiten eine Stimmung wie die Kulissen in einem alten Dracula-Film. «Das muss so sein», lacht Firmeninhaber Christian Müller, der zugleich Präsident der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon ist. «Unser Ballmotto lautet diesmal Geisterstunde.» Bis der festlich dekorierte Saal am Freitagnachmittag seinem Bestimmungszweck übergeben werden kann, ist jedoch noch viel zu tun. Rund 200 Quadratmeter Kulissen müssen gemalt werden. Damit werden die Wände im Kappeler Gemeindesaal dekoriert und zugleich geschützt. Sonja, Priska, Julia und Bettina sind bereits eifrig am Rollern und Bemalen der riesigen Pavatex-Platten, während Rita gerade eine grosse Eule skizziert: in der einen Hand das Smartphone mit der Zeichnungsvorlage, in der anderen der Bleistift. Wenig später malt Priska das Tier mit satten Farben aus, derweil im anderen Teil der Werkstatt Ruedi und Sämi eine zwei Meter hohe Wanduhr konstruieren, die die Geisterstunde symbolisieren soll. «Jetzt kommt das

Uerzliker Fasnacht 2015 20. Februar, ab 14 Uhr, Kinderfasnachtsball im Gemeindesaal Kappel bei freiem Eintritt. 20. Februar, ab 20 Uhr, Maskenball im Gemeindesaal Kappel, Motto Geisterstunde, mit der Luzerner Band Blue Note und zahlreichen Guggenmusiken. Eintritt ab 18 Jahren. Vollmasken und FGUGoldplakettenträger haben freien Zugang. Gratis Shuttle-Service. 21. Februar, Beizenfasnacht im Uerzliker Lindenhof sowie im Alphütte-Beizli in der alten Sennerei in Rossau mit diversen Guggen und Fonduespezialitäten, die auch während des Fasnachtsumzuges am Sonntag serviert werden. 22. Februar, Fasnachtsumzug mit anschliessender Uslumpete im Kappeler Gemeindesaal. 13.15 Uhr, Start in Kappel 13.30 Uhr, Uerzlikon 13.50 Uhr, Rossau 14.20 Uhr, Mettmenstetten 15.05 Uhr, Rifferswil 15.40 Uhr, Hausen 16 Uhr, Ebertswil ab 14 Uhr, Uslumpete mit der Luzerner Band Blue Note. Dazu die Wagenprämierung, zahlreiche Guggen, Bar in der Galerie und Kaffeestube vor dem Saal. Infos auf Facebook, Twitter und unter fgu.ch.

Eine fröhliche Fraktion FGU-Mitglieder bei ihrem Arbeitseinsatz für die Uerzliker Fasnacht in der Schreinerei von FGU-Präsident Christian Müller. (Bild Martin Platter) Zifferblatt», freut sich Ruedi über das gute Gelingen seines Werkes.

Auf geheizte Hallen angewiesen Derweil bereitet im Mettmenstetter Grindel, in der Werkhalle der Firma bic-holz, eine zweite Gruppe der FGU gemeinsam den Suppenwagen für den Fasnachtsumzug am Sonntag, 22. Februar vor. Etwa zehn Transportwagen für die Guggen und Traditionsgruppen, für den Orangen- und Suppenwagen stellt die FGU den Umzugsteilnehmern zur Verfügung. Auch da wird viel geklebt und gemalt. Müller ist froh um Sponsoren, die wie er geheiz-

te Werkstätten und Werkhallen zur Verfügung stellen: «Bei der Kälte, die derzeit draussen vorherrscht, würde weder Farbe noch Leim trocknen.» Wie viele Stunden er und sein Team jeweils für die Uerzliker Fasnacht aufwenden, hat Müller nie gezählt. Es sei die Freude, die ihn antreibe, sagt der Hausemer mit Hauptiker Wurzeln. Wie ihm geht es auch den anderen. «Es ist schön, die Fasnacht mit den anderen vom Verein auf die Beine zu stellen», sagt Priska, die vor Christian den Vorsitz im Verein hatte. Nach dem 50-Jahr-Jubiläum im Vorjahr, ist der FGU-Vorstand über die Bücher gegangen. Der Grossanlass mit

Farbenfrohe Fasnacht im Säuliamt

50 Stunden Fasnachtsbetrieb hatte aufgezeigt, wo die Chancen aber auch die Grenzen der FGU liegen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurde das Fasnachtsprogramm 2015 neu gestaltet. Grossen Anklang fand beispielsweise der Kindermaskenball am Freitagnachmittag vor dem Ball der Erwachsenen. Er wird auch diesmal durchgeführt. Frühere Kappeler Markenzeichen, wie die stimmungsvolle Bar in der Galerie des Gemeindesaals und die rollende Kaffeestube mit Ländlermusik auf dem Parkplatz vor dem Saal werden wieder eingeführt. Mit dem Engagement der Luzerner Band «Blue Note», die es gerne rockig

Aeugst am Albis

Aeugstertal

Die Säuligugger machen Stimmung. (Bild zvg.) Säuliguggernacht im Gemeindesaal in Ottenbach begonnen. Diese findet wie immer am Freitag nach Aschermittwoch statt. Das diesjährige Motto ist «Kunterbunt» und lässt auf der Suche nach der passenden Verkleidung besonders viel Fantasie und Kreativität zu. Sich zu verkleiden gehört an der Fasnacht nicht nur dazu, man spart sich so an der Säuliguggernacht auch den Eintritt. Wie immer gibt es für jeden Geschmack etwas an diesem Maskenball: Grosse Halle mit Guggensound, gemütliche Kafistube oder Shotbar. Neben dem Auftritt der Säuligugger um 23 Uhr sorgen sechs Gastguggen für fasnächtliche Stimmung. Wie immer sind nicht nur die Nachbarn wie die Vollgashöckler aus Hedingen oder die

Näbelgeischter aus Jonen dabei, sondern auch neue Namen wie etwa die Heuröpfelgugger aus Sarmenstorf, die mit ihren 53 Mitgliedern die Wände zum Zittern bringen werden. Für die Säuligugger ist nach diesem Abend die Fasnachtssaison keineswegs vorbei. Am gleichen Wochenende findet traditionell der längste Umzug Europas durch das Oberamt, im Volksmund «Uerzliker» genannt, statt. Und den Schlusspunkt setzt dann wie jedes Jahr der Maskenball in Zwillikon. Pünktlich zum 1. März beginnt für alle Fasnächtler und Gugger wieder die «normale» Zeit und der Alltag. Und hoffentlich auch der Frühling. Genug Mühe haben sich die Säuligugger ja gegeben, um den Winter zu vertreiben. (pd.)

mag, zielt man auf ein breit gefächertes Publikum. Der Samstag dient der FGU wie in der Vergangenheit als Pause. In die Bresche springt das Rossauer Alphütte-Beizli in der alten Sennerei. Familie Frei lädt ab 18 Uhr zum Fondueplausch bei Guggenmusik und Beizenbetrieb und wird auch am Sonntag während des Umzugs die Gäste bewirten. Dann, wenn sich der längste Fasnachtsumzug Europas wieder auf seine Pilgerfahrt durchs Oberamt begibt. Mit Stationen in Kappel, Uerzlikon, Rossau, Mettmenstetten, Rifferswil, Hausen und Ebertswil. In Kappeler Gemeindesaal folgt anschliessend das feierliche Ende der fünften Jahreszeit – aber erst im Oberamt.

Ausstellungen Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Guten Tag kleiner Vogel» oder der Beginn einer wunderbaren farbigen Leidenschaft. Grafiker Hugo Kaspar, Original-Illustrationen seiner Kinderbücher in Aquarell-, Pastell- und Tuschtechnik. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 811.30, Mi 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 23. April.

Ob rot oder blau, grün oder gelb, violett oder pink: Kunterbunt wird die diesjährige Säuliguggernacht, die am Freitag, 20. Februar, in Ottenbach stattfindet. Ohne Frage braucht es die Fasnacht dieses Jahr mehr denn je. Kälte und Schnee machen auch den altgedienten Guggern zu schaffen. Doch alles Spielen, alle Umzüge und Maskenbälle scheinen nichts zu helfen: Der Winter lässt sich einfach nicht vertreiben! Doch die Fasnächtler machen weiter und im Moment sieht man sie überall. So auch die Säuligugger, die nun seit bald einem Monat jedes Wochenende an diversen Auftritten ihr Publikum begeistern konnten. Der Start in die Saison erfolgte fulminant: Am Eurocarneval in Salzburg zeigte sich die Guggenmusik aus Affoltern unseren östlichen Nachbarn von ihrer besten Seite und brachten den Salzburgern zusammen mit 40 anderen Guggen aus der Schweiz, Deutschland, Lichtenstein, Italien und Österreich die Fasnachtskultur näher. Waren zu Beginn die Blicke noch sehr fragend und irritiert, so erfreuten sich die Salzburger und die vielen Touristen sehr schnell ob der ungewohnten Klänge und Kostüme und liessen sich von der Begeisterung anstecken. Nach vielen Auftritten in heimischeren Gebieten – neben dem Säuliamt trifft man die Säuligugger vor allem im Freiamt und im Kanton Zug – haben nun die Vorbereitungen für die

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Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys» Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 1118 Uhr. Bis 31. Mai.

Schaulager Kunstfenster, Dorfstrasse 13, Sa/So, 14-17 Uhr oder nach Vereinbarung.

Hedingen Ernst Schweizer AG: Anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums des Briefkastens: «Andreas Christen - Werke und Design». Andreas Christen (1936 - 2006), wichtiger Produktdesigner der Schweiz, entwickelte 1974 zusammen mit Ernst Schweizer den Brief- und Depotkasten B74. Eintritt frei. Mo-Fr, 9-11.30, 14-16 Uhr. Bis 27. Februar.

Kappel am Albis Kloster Kappel, Kappelerhof 5: 100-Jahre-Jubiläum «reformiert.» im Kreuzgang. Täglich 8-22 Uhr. Bis 15. Februar.

Affoltern am Albis Spital, Eingangshalle Akutspital, Sonnenbergstrasse 27: Helena Aeschbacher-Sinecka «Winter» Fotografien und Zeichnungen. In den Fluren des medizinischen Traktes im Parterre. Bis 21. März.

Ottenbach Galeriemarlène, Lanzenstrasse 6: «klein open Art» Malerei, Skulpturen, Installationen. Ausstellung mit 26 Kunstschaffenden in Ottenbach: Fr-So, 15-19 und in Bickwil/Obfelden, Brunnenstr. 4: Fr-So 11-16 Uhr. Bis 22. Februar.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Steinskulpturen, Malerei, Objekte. Livia Kubach & Michael Kropp, Maie-Claire Meier, Jaqueline Real. Di-Fr, 14-18 Uhr, Sa/So, 13-17 Uhr oder nach Vereinbarung. Bis 15. März.

Stallikon Schulhaus Loomatt (Kunstforum): Kunstforum Stallikon: «Jahres Zeiten» Bilder von Elly Haebler, Maschwanden. Mo, 15-19, Di, 1520, Mi, Do, Fr, 15-19, Sa 10-12; in den Schulferien Di, 15-20 Uhr. Bis 4. April.


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Sport

Freitag, 13. Februar 2015

Kleine Rennfahrer, grossartige Resultate Alon von Schulthess von der Renngruppe Albis qualifiziert sich für Schweizer Final des Grand Prix Migros Am vergangenen Wochenende waren die jüngsten Rennfahrer der Renngruppe Albis, einer Untersektion des Skiclubs Hausen, bei verschiedenen Rennen aktiv. Sie konnten dabei zahlreiche gute Resultate verbuchen.

sehr gute Form und distanzierte die Konkurrentinnen um mehr als vier Sekunden. Damit stellte sie gleichzeitig die Tagesbestzeit unter allen teilnehmenden Kindern auf. Komplettiert wurde das gute Resultat der Renngruppe Albis durch Dora Banfic auf dem 3. Rang.

................................................... von lennart hintz

Erster Podestplatz der Karriere

Für die jüngsten Skirennfahrerinnen und Skirennfahrer im sogenannten Mini-Alter, bis 11 Jahre, ist der Grand Prix Migros meist der Rennhöhepunkt des Jahres und die beste Möglichkeit, sich im überregionalen Vergleich mit gleichaltrigen Skirennfahrern zu messen. Im Rahmen des Grand Prix Migros gibt es schweizweit 13 Qualifikationsrennen, bei denen sich pro Jahrgang jeweils die besten drei Knaben und die besten drei Mädchen für den Schweizer Final, am 28. und 29. März in Les Croset, qualifizieren. Der Rifferswiler Alon von Schulthess (Jahrgang 2005) ging am vergangenen Samstag beim Qualifikationsrennen in Obersaxen (GR) an den Start und stellte sich im Riesenslalom der starken Konkurrenz. Unter über 30 teilnehmenden Knaben galt es, sich unter den schnellsten drei zu klassieren.

In allen vier Kategorien auf dem Podest Alon zeigte auf der anspruchsvollen Piste eine aggressive und fehlerfreie Fahrt und stellte im Ziel mit 50.13 Se-

Alon von Schulthess bei seiner erfolgreichen Qualifikationsfahrt in Obersaxen. (Bild Alphafoto) kunden die vorläufige Bestzeit auf, die anschliessend nur noch einmal unterboten wurde. Mit Platz zwei gelang Alon die Qualifikation für den Schweizer Final in Les Croset und er konnte die in dieser Saison bisher gezeigten guten Leistungen eindrucksvoll bestätigen. Alon von Schulthess trainiert in der Renngruppe Albis und fährt mit neun Jahren bereits seine dritte Rennsaison. Man darf auf die Resultate

beim Schweizer Final gespannt sein. Auch die jungen Clubkameradinnen und Clubkameraden von Alon zeigten am vergangenen Wochenende ansprechende Leistungen. Der Skiclub Goldingen richtete am 7. Februar am Atzmännig (Zürcher Oberland) ein technisch anspruchsvolles Kombinationsrennen für die Altersklasse Mini (Jahrgang 2004 und jünger) aus, bei dem sowohl Elemente aus dem Riesensla-

lom als auch aus dem Slalom bewältigt werden mussten. In allen vier angebotenen Kategorien schaffte es der Hausemer Nachwuchs zumindest aufs Podest. In der Kategorie Mädchen U9 zeigte Liana Dalbosco (Jahrgang 2006) eine weitere sehr gute Leistung und entschied den Wettbewerb für sich. Beim Wettkampf der Mädchen U11 unterstrich Tina Dugar (Jahrgang 2004) ihre

Bei den Knaben gab es zwei sehr erfreuliche zweite Plätze. In der Kategorie Knaben U9 konnte mit Andrin Mainberger (Jahrgang 2007) einer der jüngsten Rennfahrer seinen ersten Podestplatz feiern und in der Kategorie Knaben U11 gelang Alex Buser als zweitem der Sprung auf das Podest. Am Sonntag rundete Hanna Hintz (Jahrgang 2005) das erfolgreiche Wochenende der «Minis» ab und belegte beim Riesenslalom auf der Berner Rüschegg einmal den dritten und einmal den zweiten Rang. Diese Resultate zeigen, dass sich das vielseitige Training der Renngruppe Albis auszahlt und die Nachwuchsrennfahrer schon früh an die Renntechnik heranführt. Spass und das gemeinsame Erlebnis im Team stehen dabei aber immer im Vordergrund. In den nächsten Wochen wird Trainer Rudi Ravasio die hervorragenden Schneeverhältnisse ausnutzen und in Brunni/Alpthal abwechslungsreiches Training anbieten. Interessierte Kinder sind eingeladen, beim Training zu «schnuppern». Weitere Informationen zur Renngruppe Albis (Untersektion des Skiclub Hausen): www.rg-albis.ch.

Der einzige Stalliker siegt in Wettswil Turnier des Tischtennisklubs Wettswil in der Wolfetsloh-Halle An der 2015er-Ausgabe der School Trophy für den Tischtennis-Nachwuchs nahmen für einmal nur 17 junge Wettswiler, Bonstetterinnen und Stalliker teil. Doch die Teilnehmenden und ihre Fans brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. ................................................... von peter weiss

Wie im Vorjahr bereitet sich der FCWB, hier beim Fussballtennis, in Spanien auf die Rückrunde vor. (Bild Kaspar Köchli)

In Spanien Kraft schöpfen Der FCWB fliegt ins Trainingslager FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) steht bereits seit einem Monat wieder im Trainingsbetrieb, die Vorbereitungen für die Rückrunde verlaufen nach Plan. Die Kaderzusammensetzung ist abgeschlossen. Die Mutationen waren nur marginal. Der Tabellenführer FC Wettswil-Bonstetten startet praktisch unverändert in die Rückrunde. Neben zahlreichen Trainingseinheiten wurden auch schon diverse Testspiele bestritten. Nun verreisen die Ämtler übermorgen Sonntag für

eine Woche an die spanische Costa Blanca, in der Nähe von Alicante. Dort werden sie in malerischer Landschaft weiter hart trainieren, aber auch den Teamgeist fördern, um als Mannschaft noch besser zusammenzuwachsen. Nach seiner Rückkehr bleibt WB nochmals zwei Wochen Zeit, das Geübte zu verfeinern, ehe am 8. März zur zweiten Saisonhälfte angepfiffen wird. (kakö) Homepage: Täglich Informationen. Wie letztes Jahr wird auf der FCWB-Homepage www.fcwb.ch täglich über die Geschehnisse berichtet.

17 junge Tischtennisspielerinnen und -spieler aus den drei Ämtler Gemeinden Wettswil, Bonstetten und Stallikon fanden sich am kühlen Samstagnachmittag in der Wettswiler Wolfetsloh-Halle ein – deutlich weniger als im Vorjahr. Es waren noch weniger, als sich ursprünglich angemeldet hatten – die Grippewelle hatte zu drei kurzfristigen Absagen geführt. So befand sich am Ende auch nur ein junger Stalliker im Turnierfeld. Doch nach dem Motto «Die Letzten werden die Ersten sein» setzte sich Janis Raschle, der sich als Letzter angemeldet hatte, in der zweitältesten Alterskategorie, bei den unter 13-Jährigen (U13) durch.

Sieg in vier knappen Sätzen Im spannenden Final besiegte Raschle, dessen Onkel Daniel seit einigen Jahren im Fanionteam des TTC Ottenbach um Punkte, Sätze und Siege kämpft, den sich beherzt gegen die Niederlage stemmenden Wettswiler Mario Ragaz in vier teilweise knappen Sätzen 3:1.

Der 3. Platz ging an den Bonstetter Nico Pfeiffer, der seit zwei Jahren dem Veranstalterklub, dem TTC Wettswil angehört, zuletzt aber das Leichtathletik-Training auf Kosten des Tischtennis forciert hatte.

Überraschender Sieger in der Kategorie U11 Eine Alterskategorie tiefer, bei den Entthronter Seriensieger: Der Wettswiler Marc Signer (U11) unter 11-jährigen, muss sich für einmal mit dem 2. Platz begnügen. musste sich das (Bild Peter Weiss) TTC-Wettswil-Mitglied Nikita Gulnov nach souveräner Hallenparkett: Bei den U9-Jungen beVorrunde eher überraschend dem Vor- siegte der Bonstetter Luca Pfeiffer seijahressieger Marc Signer beugen und nen einzigen Kontrahenten, den sich am Ende mit dem 3. Platz begnü- Wettswiler Frederik Buric, im Direktgen. Signer wiederum unterlag in duell klar 3:0. Antonio Ragaz (U15) sowie das eineinem reinen Wettswiler Final, ebenso überraschend, dem School-Trophy-De- zige Mädchen im Feld, Lilly Schneider bütanten Jamie Mandlehr in drei Sät- (U11), die beide regelmässig im TTC zen 0:3. Letzterer glänzte durch sein Wettswil trainieren, mussten mangels im Fussballclub erworbenes Ballgefühl Gegnern nicht einmal eine Partie gesowie durch seinen unbändigen winnen, um sich für den Kantonsfinal Kampfgeist in der Abwehr, mit dem er im Mai in Wädenswil zu qualifizieren. Ihnen allen durfte das Organisatidie gegnerischen Angriffsbälle in Serie onskomitee um den Klubpräsidenten entschärfte. Dani Berger schon nach weniger als zwei Stunden die Medaillen und TeilGewinner ohne Gegner nahme-Präsente überreichen – nach Wesentlich schneller ging das Turnier einer rekordverdächtig kurzen Turin den übrigen Kategorien über das nierdauer.


Extra

Freitag, 13. Februar 2015

Im Spital Affoltern geboren

Der Skibus fährt ab Hausen Pistenspass auf dem Hoch Ybrig für 31 Kinder aus dem Oberamt In der Region in den Bus einsteigen und den ganzen Tag die Skischule besuchen – diese Möglichkeit bietet sich Kindern neu auch im Säuliamt. Ab Hausen geht es zum Hoch Ybrig.

Mia, 1. Februar. (Bilder Irene Magnin)

................................................... von thomas stöckli Die ersten Kinder steigen bereits in den Bus. Die Skilehrerin hakt ihre Namen auf einer Teilnehmerliste ab. Die Skischüler in ihrer Wohnregion abholen – die Idee hat es in sich. «Wir haben das nicht erfunden», gibt Christine Hubli von der verantwortlichen Ski- und Snowboardschule Ybrig unumwunden zu. Bereits in den 60erund 70er-Jahren gab es ein entsprechendes Angebot der Pro Juventute ab Zürich. In den 80ern schlief dieses allerdings ein. Die Ski- und Snowboardschule Ybrig hat es wieder aufgegriffen und bietet es nun seit rund zehn Jahren im Alleingang an. «Für berufstätige Eltern ist dies die beste Lösung», so Hubli, «damit die Kinder nicht rumhängen und nichts machen.»

Die eigenen Kinder sollten die Möglichkeit auch haben Dass seit diesem Jahr auch aus Hausen ein Bus zum Hoch Ybrig fährt, ist Joëlle Apter zu verdanken, die aktuell in Hausen für die Primarschulpflege kandidiert. Den Skischul-Bus durfte sie als einstiges «Züri Chind» damals selber

Jonas Liam, 2. Februar.

Kurz nach acht Uhr auf dem Parkplatz Chratz, Hausen: Die Ämtler Skischüler besteigen den Bus. (Bild Thomas Stöckli) in Anspruch nehmen. «Ich wollte, dass meine Kinder das auch können.» Fündig wurde sie in Thalwil. Das grosse Interesse in ihrem Umfeld bewog sie nun, zwei Jahre später, bei der Skischule nachzufragen, ob auch ein Bus ab Hausen denkbar sei. «Ab 20 Kindern lohnt es sich, einen Extrabus zu schicken», verrät Christine Hubli. Diese Hürde hat das Oberamt locker gepackt: Unter den 100 bis 120 Kindern, die täglich zur Skischule Ybrig und wieder nach Hause chauffiert werden, sind dieses Jahr

auch 31 aus Hausen. Der Bus ist voll. «Nächstes Jahr kommt wahrscheinlich ein grösserer», meint Joëlle Apter. Geplant sei dann auch eine weitere Haltestelle in Obfelden, heisst es bei der Skischule. Ob es ein Zustieg wird oder ein eigener Bus geführt wird, das hängt dann insbesondere von der Nachfrage ab.

Zum Abschluss ein Skirennen Am Morgen und am Nachmittag stehen je zwei Stunden Skischule an. Be-

treut werden die Kinder allerdings den ganzen Tag: Der Skilehrer ist schon im Bus mit dabei. Höhepunkt des Fünftageskurses ist das Abschlussrennen. Insbesondere dann aber auch die ganze Woche über sind Besuche der Eltern willkommen. «Sind alle angebunden?», fragt der Buschauffeur gegen 8.25 Uhr. Dann schliesst sich die Türe und es geht los. Einige Mütter haben in der Kälte ausgeharrt, um den Kindern nachzuwinken. Am Abend werden sie sie wieder in Empfang nehmen.

Hana, 3. Februar.

volg-rezept

Pastetli mit Gemüsefüllung

Gehör auch an der Fasnacht schützen

Zutaten für 4 Personen

Schränzen und Trommeln, Knallen und Lärmen – die Fasnachtszeit begeistert Jung und Alt. Doch so schön die närrischen Tage sind: die Lautstärke kann unser Gehör schädigen. Davon sind auch junge Erwachsene, Kinder und Kleinkinder betroffen. Fachleute empfehlen daher allen Fasnächtlern und Zuschauern, ihr Gehör zu schützen.

1 TL Rapsöl 1 Pack Gemüse-Création, tiefgekühlt 4,5 dl Wasser 8 Pastetli 1 dl Halbrahm 2 Beutel Kräuter-Rahmsauce 1 Bund Kräuter, z.B. Schnittlauch oder Peterli, fein geschnitten

Zubereitung 1. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Rapsöl erhitzen und Gemüse-Création beigeben. ½ dl Wasser dazugiessen und zugedeckt 8 bis 10 Minuten erhitzen, gelegentlich umrühren.

wetter

2. Pastetli im Ofen aufbacken. Restliches Wasser mit Halbrahm aufkochen. Kräuterrahm-Sauce einrühren. Nochmals kurz aufkochen und Kräuter beigeben. Gemüse in Pastetli füllen und Sauce darübergiessen. Zubereitung: zirka 15 Minuten

Während den Fasnachtstagen machen sich die wenigsten Menschen Gedanken über die Lautstärke von Trommeln und Pauken, Posaunen und Trompeten. Sind die lustigen Tage aber vorbei, zeigt sich die Wirkung der Lärmbelastung oftmals sehr schnell: Der Alltag klingt dumpfer oder in den Ohren pfeift es unangenehm. Manchmal vergeht dieser Effekt nach einigen Tagen. Doch der Schall einer Guggenmusik, der laut Suva etwa 100 Dezibel (dB) beträgt und damit dem Lärm einer Motorsäge entspricht, kann bei Dauerbelastung einen irreparablen Hörschaden verursachen. Dieser kann nur mit einem Hörgerät korrigiert werden. «Geeignete Vorsorgemassnahmen sind deshalb wichtig», sagt Ihab Kaspari, Hörgeräteakustiker bei Amplifon Zürich. «Die wirksamste Prävention ist das Tragen eines Gehörschutzes, der den Lärm aktiv filtert». Dieser wird stark ge-

Damian Luan, 3. Februar. dämpft, ohne dass die Klangqualität darunter leidet.

Auch für Kinder geeignet Für Zuschauer eignen sich StandardGehörschutzstöpsel mit Lamellen oder Kapsel-Gehörschütze. Letztere werden über den Kopf auf die Ohren gesetzt und sind sehr einfach in der Anwendung. Deshalb eignen sie sich für Kinder besonders gut. Für Babys ab drei Monaten gibt es spezielle Kapsel-Gehörschütze. Diese sind dank den breiten, mit Schaum gefüllten Schalen leicht zu tragen und verursachen keinen Druck auf die Ohren und den Schädel.

Ronja, 3. Februar.

Individuell angepasster Gehörschutz Aktiven Fasnächtlern empfehlen die Fachspezialisten von Amplifon massgefertigte Musik-Gehörschutzstöpsel. Diese sind mit einem einzigartigen Dämmfilter ausgestattet, der eine natürliche Klangwiedergabe ermöglicht und nur die Lautstärke verringert. In allen Schweizer Amplifon Fachgeschäften werden Hörschütze mittels Ohrabdruck individuell angepasst und die notwendige Dämmstufe eingearbeitet. So kann die Fasnacht in vollen Zügen genossen werden, ohne dass das Gehör darunter leidet. (pd.)

Ensar, 5. Februar.

Fasnachtsaktion: Ermässigung auf Gehörschutz im Amplifon-Fachgeschäft Affoltern am Albis: Bis 15.

Nick Leandro, 5. Februrar.

März 10 % Ermässigung auf Standard-, Baby- und massgefertigte Gehörschütze. Kostenlose Hörtests können bei Amplifon jederzeit durchgeführt werden. Amplifon AG, Zürichstrasse 55, Affoltern, Di bis Fr 8.30-12 und

bauernregel

13-17.30 Uhr. Telefon

«Kalter Valentin – früher Lenzbeginn.»

044 760 90 70 oder www.affoltern@ampli-

Bis 100 Dezibel Schall: Guggenmusiker in Aktion. (Archiv)

fon.com

Naira Amina, 7. Februar.

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Veranstaltungen

Einladung zur

Generalversammlung des Gemischten Chores Affoltern Freitag, 6. März 2015, um 20.00 Uhr im Restaurant Krone, Hedingen. Der Vorstand

Seniorennachmittag in Obfelden Die Kommission für Seniorennachmittage lädt alle Seniorinnen und Senioren ein

Ein abwechslungsreiches Programm erwartet Sie Mittwoch, 18. Februar 2015 14.00 Uhr Singsaal Chilefeld (nicht im Mehrzweckgebäude Brunnmatt)

Lottomatch mit schönen Preisen und Darbietung der Obfelder Everdancer Leitung Helen Spörri Bis 28. Februar 2015

20% Rabatt

Wir freuen uns,

Reisen mit Freunden

auf Kinder-Fasnachtskostüme, Masken und Perücken

Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Kostümverleih und Verkauf Lynn Tscharner 8932 Dachlissen-Mettmenstetten Telefon 044 767 10 81 www.kostuemverkauf.ch Offen Di bis Fr 13.30 bis 18.30 Uhr Sa 10.00 bis 16.00 Uhr

Ostschweiz Freitag, 6. März 2015 09.00 Uhr

Sie zahlreich im Singsaal begrüssen zu dürfen.

Vorankündigung:

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten Fr. 38.–

GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST ELFI BOHRER Burgwies 2 CH-8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10, Fax 044 701 10 27 www.ggbohrer.ch www.kunst-heimberatung.ch

Theater mit der Seniorenbühne Zürich

Theater Theater Buochs Don Camillo und Peppone inklusive Eintritt anschliessend Abendessen Sonntag, 1. März 2015 12.00 Uhr

Mittwoch, 11. März 2015 14.00 Uhr Gemeindesaal Ottenbach

Fr. 58.–

Einladung zur Ausstellung 14. Februar bis 15. März 2015

LIVIA KUBACH & MICHAEL KROPP MARIE-CLAIRE MEIER JAQUELINE REAL

Ferienreisen Chiemsee DZ/HP Fr. 720.– 29. April bis 3. Mai 2015 Serfaus DZ/HP Fr. 610.– 30. Juni bis 3. Juli 2015 Kärnten DZ/HP Fr. 780.– 24. bis 28. August 2015

Stein-Skulpturen, Malerei, Objekte

Seefeld DZ/HP Fr. 880.– 21. bis 26. September 2015

Vernissage: Apéro: Apéro Finissage:

Salzburgerland – Adventsfahrt DZ/HP Fr. 615.– 30. November bis 3. Dezember 2015

Samstag, 14. Februar 2015 Sonntag, 15. Februar 2015 Sonntag, 1. März 2015 Sonntag, 15. März 2015

Di–Fr, 14 bis 18 Uhr, Sa und So 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung Schaulager KUNSTFENSTER Dorfstrasse 13: Geöffnet So von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Seefeld – Bergweihnacht DZ/HP Fr. 460.– 8. bis 10. Dezember 2015

www.aemtler-car.ch

Friedensrichter für Affoltern am Albis

Hansueli Rickli

bisher erfahren und kompetent

16–19 Uhr 13–17 Uhr 13–17 Uhr 13–17 Uhr

Profile for AZ-Anzeiger

012 2015  

012 2015