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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 9 I 169. Jahrgang I Dienstag, 3. Februar 2015

Top-Ausrüstung

Keine Verschwörung

Neues Rettungsfahrzeug für das Spital Affoltern. > Seite 3

Einfacher Verkehrsunfall – Teilfreispruch für nicht geständigen Autolenker. > Seite 3

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Komplexe Struktur

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Prof. Dr. Martin Meyer referierte an der Volkshochschule über Hirnforschung. > Seite 6

«Jahres Zeiten» Ausstellung mit Bildern von Elly Haebler in der Bibliothek Stallikon. > Seite 7

Verwechslungen Benefizvorstellung des Theatervereins Bonstetten. > Seite 8

FasnachtsVollgas-Wochenende in Hedingen

Wieder Klingler und Meier

Die Vollgashöckler haben am Freitag und Samstag in Hedingen mit Party, Ball und Aktivitäten für den Nachwuchs in würdigem Rahmen ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Der Höhepunkte gab es gar manche. Zum Beispiel das witzige Wortspiel «Schön (b)isch geschter gruusig gsi!», das die Höckler als Ballmotto wählten. Oder die 18 Guggenmusiken – teilweise aus entlegenen Regionen der Schweiz – die ihre Aufwartung machten. Emotionalster Moment war das Guggenkonzert am Samstag kurz nach Mitternacht, an dem zahlreiche frühere Mitglieder zugegen waren oder sogar mitspielten. (map.)

Hochkarätige Nominationen an den Säuliämtler Sports Awards Obschon die Auswahl an international erfolgreichen Sportlern an den Säuliämtler Sports Awards noch nie zuvor so gross gewesen war wie heuer, kürte das in Rekordzahl aufmarschierte Publikum erneut Sportkletterin Petra Klingler und Kunstturner Michael Meier zu Säuliämtler Sportlern des Jahres 2014. Die Gala dazu wurde am Feitagabend im vollbesetzten Kasinosaal ausgerichtet. Dabei präsentierte sich auch Moderator René Rindlisbacher in Hochform. In kurzweiligen Interviews lockte der Komiker die grösstenteils jungen Sport-Cracks, deren Schlagfertigkeit richtig auffiel, aus der Reserve. Die Wahlen haben erneut gezeigt, dass sportliche Leistungen alleine nicht genügen, um den begehrten Award zu gewinnen. Es braucht ein Umfeld, dass die Sportlerinnen und Sportler unterstützt – so, wie im richtigen Leben. (map.) ................................................... > Berichte auf den Seiten 16/17

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................................................... > Bericht auf Seite 13

Sieger Michael Meier (rechts) mit den Sponsoren Christian Gut (links) und Walo Rüegg. (Bild Martin Platter)

Auftakt zu den Regierungsratswahlen im Affoltemer Wald Politischer Morgenspaziergang mit Markus Kägi und Ernst Stocker Der frischverschneite Winterwald oberhalb Affoltern bot den beiden Regierungsräten der SVP, Ernst Stocker und Markus Kägi, eine prächtige Kulisse für den Auftakt der Regierungsratswahlen im Säuliamt. Bereits während

der kurzen Wanderung vom Schwimmbad Stigeli bis hinauf zur Feuerstelle Dachs beim Holzschnitzelschopf wurden sowohl Baudirektor Kägi als auch Volkswirtschaftsdirektor Stocker von den gut 50 SVP-Mitglie-

dern und Sympathisanten in Beschlag genommen. Die Gelegenheit mit einem Regierungsrat ungezwungen und ganz persönlich diskutieren zu können und auch Fragen zu stellen, bietet sich schliesslich nicht alle Tage.

Waldspaziergang mit dem Regierungsrat: Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (gelbe Jacke) inmitten von Parteifreunden aus dem Säuliamt. Vorne: Kantonsrat Martin Haab. (Bild Werner Schneiter)

Die beiden Magistraten, welche sich am 12. April 2015 für eine weitere Amtsperiode in der Zürcher Regierung zur Verfügung stellen, nahmen den Marsch durch den Schnee sportlich unter die Füsse. Sowohl Stocker wie auch Kägi haben sich mit ihren Direktionen Volkswirtschaft und Bau ohnehin viel in und mit der Natur zu befassen. Beim Schnitzelschopf angekommen, stellten die beiden SVP-Räte ihre Direktionen kurz vor. Beide Politiker wiesen einerseits auf die Stabilität in der Politik und auf die sowohl im Kanton Zürich wie auch in der Schweiz vorherrschende Sicherheit hin. Während Baudirektor Markus Kägi über die Prüfung eines künftigen Atomendlagers im Kanton sprach und dabei erwähnte, dass in Sachen Sicherheit immerhin 15 000 A4-Seiten gelesen und bearbeitet werden müssen, hielt Ernst Stocker fest, dass gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und einen liberalen Arbeitsmarkt unabdingbar seien. Er versprach alles daran zu setzen, auch in der kommenden Amtsperiode die notwendigen Massnahmen zu treffen. Mit dem morgendlichen Anlass hat die SVP des Bezirks Affoltern auch den Wahlkampf für den Kantonsrat eröffnet. Fünf der sechs Kandidatinnen und Kandidaten waren anwesend und stellten sich ebenfalls für Fragen zur Verfügung. (mm) ................................................... > Berichte auf Seite 5

Die Birsgugger aus dem baslerischen Laufental freuen sich über die tolle Stimmung in Hedingen. (Bild maö.) anzeigen

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Liegenschaften Urnengang vom 8. März 2015 Neben den eidgenössischen Vorlagen finden am 8. März 2015 in der Gemeinde Hedingen folgende Wahlen statt: Erneuerungswahl der Friedensrichterin oder des Friedensrichters für die Amtsdauer 2015/2021. Erster Wahlgang. Die Wahlunterlagen werden den Stimmberechtigten zusammen mit den Unterlagen zu den eidgenössischen Vorlagen zugestellt. Sie können zudem auf der Homepage der Gemeinde Hedingen (www.hedingen.ch) eingesehen werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung der Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtsangelegenheiten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Hedingen, 3. Februar 2013 Gemeinderat Hedingen

Wenn man ganz leise ist und die Augen schliesst, dann spürt man deine Liebe.

Kinder-Fasnachtsumzug Sperrung der Rain-/Loomatt- und Massholderenstrasse in Sellenbüren Am Samstag, 7. Februar 2015, zwischen 14.15 und 15.30 Uhr, werden die Rain-, die Loomatt- und die Massholderenstrasse in Sellenbüren, zwischen Diebis und Schulhaus Loomatt, wegen eines Anlasses des Familienclubs Stallikon (Kinder-Fasnachtsumzug) für den Fahrzeugverkehr teilweise gesperrt. Für die Anwohner ist die Zufahrt teilweise möglich. Stallikon, 3. Februar 2015 Polizeivorsteherin Stallikon

Bestattungen

ABSCHIED Viel zu früh müssen wir Abschied nehmen von meiner Ehefrau, unserer Mutter und Grossmutter

Nelly Zimmermann 18. Januar 1941 – 29. Januar 2015

Nachdem ihre Kräfte in den letzten Tagen rapid abgenommen haben, durfte sie nach langer Krankheit im Spital Affoltern schmerzlos und friedlich einschlafen. In unseren Herzen wirst du immer weiterleben. Wir haben dich lieb. Walter Zimmermann Antoinette Stieve-Zimmermann Fredi Zimmermann Andi Zimmermann Tanja Stieve Verwandte und Freunde

Affoltern am Albis Am 20. Januar 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Anton Beeler geb. 13. Oktober 1925, Ehemann der Verena Beeler-Stocker, von Arth SZ, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 10b. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Verkäufe

Die Kremation hat im engsten Familienkreis bereits stattgefunden. Anstelle von Spenden gedenke man bitte der Stiftung Spital Affoltern für das Projekt Palliative Care, Postkonto 85-391373-1. Traueradresse: Walter Zimmermann, Dorfstrasse 13, 8933 Maschwanden

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Sperrung der Rainund Sennhüttenstrasse infolge Werkleitungsarbeiten Ab Montag, 9. Februar 2015, bis Ende August 2015, werden die Werkleitungen in der Rainstrasse saniert. Die Strassen im erwähnten Bereich sind für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Zubringerdienst für die Liegenschaften ist in der Regel möglich. Bei den Zugängen zu den Liegenschaften ist mit Behinderungen zu rechnen. Die Bauleitung und die Bauunternehmung sind bestrebt, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Für die Einhaltung der Termine bleiben wetterbedingt Verzögerungen vorbehalten. Weitere Informationen erhalten Sie beim Tiefbausekretariat Obfelden, Telefon 044 763 53 49, oder thomas.hunziker@obfelden.ch.

Maschwanden Am 29. Januar 2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Antoinette Nelly Zimmermann-Wuhrmann geboren am 18. Januar 1941, von Vitznau LU, Ehefrau von Walter Franz Zimmermann, wohnhaft gewesen in Maschwanden. Es findet keine Beisetzung statt. Die Gemeindeverwaltung

Landi Bonstetten Genossenschaft

TO D E S A N Z E I G E Traurig und tiefst betroffen müssen wir Abschied nehmen von unserem ehemaligen Präsidenten und langjährigen Genossenschafter

Robert Mäusli 1934 – 2015

Wir verlieren mit ihm einen äusserst geschätzten, engagierten Genossenschafter. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Vorstand, Personal und Genossenschafter Landi Bonstetten

Der Gemeinderat dankt den Anwohnern und den Verkehrsteilnehmern für das Verständnis. Gemeinderat Obfelden

Abstimmung In der Gemeinde Rifferswil wird am Sonntag, 8. März 2015 über folgende Vorlage entschieden: Kreditbewilligung von Fr. 4 200 000.– für den Bau eines Primarschulhauses Details bezüglich der Ausübung des Stimmrechts, der Stellvertretung und der brieflichen Stimmabgabe und Hinweise betreffend der Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei und dem Standort der Urne stehen auf dem Stimmrechtsausweis. Den Abstimmungsunterlagen ist ein ausführlicher Bericht über die Vorlage beigelegt. Rifferswil, 3. Februar 2015 Primarschulpflege Rifferswil Gemeinderat Rifferswil

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Februar 2015

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Modernes Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Sirene Ein neues Rettungsfahrzeug für das Spital Affoltern mit technischer und medizinischer Top-Ausrüstung Der Rettungsdienst des Spitals Affoltern durfte einen neuen Rettungswagen feierlich einweihen. Das Fahrzeug mit einem Wechselkofferaufbau verfügt über eine medizinische und technische Top-Ausrüstung. ................................................... von martin mullis Der neue Rettungswagen des Spitals Affoltern wird im Ernstfalleinsatz mit dem Martinshorn wohl hie und da einige Personen nachts aus dem Schlaf schrecken. Das Fahrzeug mit Blaulicht und Sirene dürfte die Bevölkerung des Säuliamtes jedoch auch insgesamt ruhiger schlafen lassen. Ein derart gut ausgerüsteter Rettungswagen wird entscheidend dazu beitragen, Leben zu retten. Das neue Rettungsfahrzeug besteht eigentlich aus zwei Teilen. Als Fahrzeug dient der Mercedes Sprinter 519 cdi. Auf dem Transportfahrzeug befindet sich ein sogenannter Wechselkofferaufbau, in dem der Behandlungsraum und die technische sowie die medizinische Ausrüstung für den Rettungsdienst untergebracht sind. Dieses System erlaubt einen relativ einfachen und kostengünstigen Wechsel des Transportfahrzeuges, welches in der Regel schneller ersetzt werden muss. Die beeindruckenden fünf Tonnen Gewicht und die 190 Pferdestärken unter der Haube kosteten inklusive der gesamten modernen technischen und medizinischen Einrichtung rund 230 000 Franken. Geliefert wurde der neue Rettungswagen durch die Zuger Firma E. Mahler GmbH. Inhaber

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 3. Februar, darf Ermenegildo Pupolin in Affoltern den 80. Geburtstag feiern. Zu diesem Ehrentag gratulieren wir dem Jubilaren herzlich und wünschen ihm ein schönes Geburtstagsfest, verbunden mit den besten Wünschen.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth

Georg Höger liess es sich nicht nehmen, am Freitagnachmittag das neue Krankentransportfahrzeug persönlich mit einem überdimensionierten Schlüssel zu übergeben.

Viel Platz im Behandlungsraum Der Leiter Rettungsdienst, Edwin Meier, bezeichnet den geräumigen Behandlungsraum des Fahrzeuges als äusserst wichtig. Viel Platz zum Arbeiten hat für die Rettungssanitäter eine grosse Priorität. In der Fahrerkabine verfügt der Lenker über einen A4-grossen Monitor mit allen notwendigen Einsatzangaben, welche direkt von der Notrufzentrale in Zürich übermittelt Übergabe des neuen Rettungsfahrzeuges: Der Lieferant Georg Höger (links) übergibt dem Leiter Rettungsdienst Edwin Meier einen werden. Selbstver- symbolischen Schlüssel. (Bild Martin Mullis) ständlich ist ein GPS integriert. Auf einem weiteren wesen (IVR) und ist somit auch im Be- über das neue Einsatzfahrzeug und was angenehmer gestalten, äusserte kleinen Bildschirm kann der Fahrer sitze der notwendigen Bewilligung der feierten die Inbetriebnahme mit ei- sich ein künftiger Chauffeur des neumittels einer Kamera den Behand- Gesundheitsdirektion des Kantons Zü- nem Apéro. Die Top-Ausrüstung und en Blaulichtfahrzeuges, nachdem er lungsraum überwachen. Das Fahrzeug rich. Edwin Meier und sein Team von der hohe Sicherheitsstandard des Ret- mit fachkundigem Blick die fast etwas entspricht den Rahmenbedingungen einem Dutzend Rettungssanitäterin- tungswagens dürfte die nicht immer futuristisch ausgestattete Fahrerkabides Vereins Interverband für Rettungs- nen und Sanitätern freuen sich sehr leichte Arbeit der Rettungssanität et- ne begutachtet hatte.

Keine Verschwörung, sondern ein einfacher Verkehrsunfall Obergericht: Teilfreispruch für nicht geständigen Autolenker Laut Anklage hat ein Autolenker in Mettmenstetten einen Unfall mit einem anderen Personenwagen verursacht. Auch vor Obergericht machte der fehlbare Lenker vergebens eine bizarr anmutende Verschwörung geltend. Immerhin kam er dank Teilfreisprüchen mit einer milden bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 30 Franken sowie 800 Franken Busse davon.

dem Kanton Bern gleich zweimal ausbremste. In einem letzten Akt wollte der Berner das vor ihm befindliche Fahrzeug endlich überholen. Worauf der Zürcher ebenfalls absichtlich auf das Gaspedal drückte. Als der Geschädigte wieder auf die rechte Fahrspur einbiegen musste, kam es zwangsläufig zu einer Streifkollision. Wobei die Polizei nach dem Unfall die Staatsanwaltschaft einschaltete.

................................................... von attila szenogrady

Da die Untersuchungsbehörden die Schuld beim Zürcher Lenker orteten, musste sich dieser im April 2013 zunächst vor dem Bezirksgericht Affoltern verantworten. Dort wurde der nicht geständige Ingenieur wegen mehrfacher Nötigung sowie groben Verkehrsdelikten umfassend schuldig gesprochen und neben einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 30 Franken sowie zu einer Busse von 800 Franken verurteilt. Der Beschuldigte legte Berufung ein und erschien kürzlich ohne Rechtsbeistand vor dem Zürcher Obergericht. Er verlangte einen umfassenden Freispruch und machte eine verdeckte Operation sowie eine Verschwörung geltend. So würden ihn schon seit Jahren auffällige Autos verfolgen, mehrheitlich von roter Farbe, führt er aus. Hinter den Provokationen vermute er entweder seine manipulative Ex-Frau oder frühere Vorgesetzte des Militärdienstes. Jedenfalls

Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Laut Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis handelte es sich beim Vorfall vom 7. Juli 2012 um einen normalen Unfall, der auf die rechtswidrige Fahrweise eines heute 58-jährigen Ingenieurs zurückzuführen war. Fest steht, dass sich der Schweizer Beschuldigte mit seinem Personenwagen um die Mittagszeit auf einem Garagenvorplatz in Mettmenstetten aufhielt und um 12.15 Uhr auf die Zürichstrasse fuhr. Laut Anklage missachtete er dabei das Vortrittsrecht eines anderen Autolenkers, der gerade in Richtung Affoltern am Albis unterwegs war und massiv abbremsen musste. Gemäss Staatsanwalt drückte der erschrockene Geschädigte auf die Hupe, worauf es zwischen den beiden Lenkern zu einem Streit kam. Worauf der Beschuldigte seinen Gegner aus

Umfassende Schuldsprüche in Affoltern

hielt der Beschuldigte ein langes Plädoyer von 27 Seiten, in welchen er sich als absolut unschuldig bezeichnete. Er habe weder Stopps noch Schikanen begangen, erklärte er. Er habe vielmehr technische Probleme mit seinem Fahrzeug gehabt. Bei der Kollision sei er vom Kontrahenten quasi mit Vollgas abgeschossen worden.

Strafsenkung dank Teilfreisprüchen Letzte Woche eröffnete das Obergericht sein Urteil. Daraus geht hervor, dass auch die Oberrichter auf eine Verschwörung nicht eingingen und den Beschuldigten wegen vorsätzlich grober Verletzung von Verkehrsregeln für schuldig befanden. In Bezug auf das Erhöhen der Geschwindigkeit während des Überholens durch ein anderes Fahrzeug. Hinzu kamen die beiden Abbremsmanöver, welche die Oberrichter als mehrfach einfache Verletzung von Verkehrsregeln einstuften. Andererseits kam das Obergericht auch zu Teilfreisprüchen. So verneinte es bei den beiden Stopps Nötigungen und sah auch das anfängliche Nichtgewähren des Vortritts beim Verlassen einer Ausfahrt als nicht erwiesen an. Mit der Folge, dass die I. Strafkammer die Strafe von Affoltern deutlich senkte. Auf neu 50 Tagessätze zu 30 Franken bedingt sowie auf 800 Franken Busse. Zudem muss der Beschuldigte lediglich einen Viertel der Berufungskosten von 3000 Franken tragen und erhält eine Umtriebsentschädigung von 1000 Franken.

Affoltern: Wegen illegalen Glückspiels verzeigt Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstagabend in Affoltern in zwei Lokalitäten Kontrollen wegen illegalen Glücksspiels durchgeführt und Geldspielautomaten und diverse Wettcomputer sichergestellt. Bei einer gezielten Kontrolle gegen das illegale Glücksspiel sowie illegale Wetten durchsuchten die Polizisten, unterstützt durch zwei Spezialisten der Eidgenössischen Spielbankenkommission, in Affoltern die Räumlichkeiten zweier Lokale. Dabei stellten sie insgesamt einen Geldspielautomate sowie drei Wettcomputer sicher. Die Lokalbesitzer wurden wegen Verstosses gegen das Lotteriegesetz sowie wegen illegalen Glückspiels an das Statthalteramt Affoltern respektive an die Eidgenössische Spielbankenkommission verzeigt. (pd.)

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Februar 2015

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Mit zwei Regierungsräten auf Augenhöhe diskutieren Mit Baudirektor Markus Kägi und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker auf Waldspaziergang in Affoltern Ein spannender Wahlkampf um die sieben Sitze in der Zürcher Regierung steht bevor. Mit dem Rücktritt von Ursula Gut (FDP) und Regine Aeppli (SP) sind zwei Regierungsratssitze neu zu besetzen. Die beiden bisherigen Regierungsräte der SVP, Markus Kägi und Ernst Stocker, stehen für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Die Entscheidung fällt am 12. April 2015.

gen Linksgrün. – Die SVP des Bezirks Affoltern startete mit diesem Anlass den Wahlkampf für die Kantons- und Regierungsratswahlen vom 12. April 2015. Die beiden SVP-Vertreter im Regierungsrat steigen mit dem Motto «Stabilität und Sicherheit» in den Wahlkampf. Sie benutzten die Gelegenheit ihre Aufgaben in der Regierung kurz vorzustellen und standen den Teilnehmern für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

................................................... von martin mullis

Sicherheit darf nicht verpolitisiert werden

Der politische Morgenspaziergang am zwar sonnigen aber auch kalten Sonntagmorgen führte die gut 50 SVP-Mitglieder und Sympathisanten vom Parkplatz Schwimmbad Stigeli bis hinauf zum Schnitzelschopf der Holzkorporation bei der Feuerstelle Dachs. Die kurze Wanderung durch den Winterwald entsprach ganz dem Gusto der beiden Regierungsräte. Baudirektor Markus Kägi, ein passionierter Jäger, und Landwirt Ernst Stocker, Volkswirtschaftsdirektor, präsentierten sich als ebenso bodenständige wie auch bewährte Politiker. Im sogenannten 5erTicket, zusammen mit Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger, Carmen Walker Späh (FDP) und Silvia Steiner (CVP) bilden sie den Bürgerblock ge-

Baudirektor Markus Kägi zählte seine wichtigsten Abteilungen und Ämter auf, erwähnte, dass in seiner Direktion jährlich gegen 650 verschiedene Projekte bearbeitet würden und hielt fest, dass die Baudirektion für 1500 Kilometer Staatsstrassen, Autobahnen sowie Velo- und Wanderwege zuständig sei. Kägi will sich weiterhin dafür einsetzen, dass die richtigen Weichen gestellt werden und der Kanton Zürich weiterhin als stärkster Wirtschaftskanton der Schweiz gilt. Seine Ausführungen zum Thema Energie und Atomkraft sowie Endlagerung fasste er mit dem Versprechen, alles dafür zu tun, damit die Sicherheit nicht verpolitisiert werde, zusammen. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker wiederum gab seiner Freude über

Auf dem Weg zur Waldhütte mit Regierungsrat Markus Kägi (links). Rechts Wahlkampfleiter Otto Steinmann. die Möglichkeit, viele persönliche Gespräche zu führen, Ausdruck. Er pries den Kanton Zürich als sicheren Wirtschaftsstandort, welcher auf der ganzen Welt viel Vertrauen geniesst. Stocker versprach, die ausserordentlichen Rahmenbedingungen zu erhalten und wo möglich zu verbessern. Unter den verschneiten Tannen, dem blauen Himmel und im Zusammenhang mit

der frischen Luft, erwähnte er, dass er kürzlich in Peking Kinder gesehen habe, die sich mit aufgesetzten Atemschutzmasken auf den Spielplätzen aufhielten. Als Erfolgsrezept für einen liberalen Arbeitsmarkt nannte er die Eigenverantwortung und die Devise, dass der Staat schlicht nicht jede Einzelheit zu regeln habe. Selbstverständlich lies-

sen es sich fünf der sechs Kantonsratskandidaten der SVP nicht nehmen und standen ebenfalls für Fragen und interessante Gespräche zur Verfügung. Bei Glühwein, Tee und Bratwurst nutzten die Teilnehmer des politischen Morgenspaziergangs die seltene Möglichkeit, Fragen und Anregungen an die beiden Regierungsräte zu richten.

Unter sich ................................................... von werner schneiter

D

Bestreiten mehr als 50 Wahlkampfveranstaltungen: Markus Kägi (links) und Ernst Stocker. Hinten: Toni Bortoluzzi.

Kantonsratskandidaten und -kandidatinnen mit den Regierungsräten und Nationalrat Toni Bortoluzzi. (Bilder -ter./mm)

a kreuzt fast ein Drittel der Zürcher Regierung in Affoltern auf. Und von wem werden Baudirektor Markus Kägi und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker am kalten 1. Februar beim Parkplatz der Minigolfanlage in Affoltern zum Winterspaziergang erwartet? Richtig, fast ausschliesslich von Parteifreunden aus der SVP – von jenen also, welche diese beiden Magistraten ohnehin auf den Wahlzettel schreiben. Ja, so ist das halt bei Wahlveranstaltungen, auch jenen der Linken und Grünen. Politische Gegner lassen sich da kaum blicken. So bleibt man halt unter sich – und macht sich auf den ansteigenden Weg in Richtung Waldhütte der Korporation Unteraffoltern, geht auf verschneiten Pfaden durch den Wald und unterhält sich mit dem Volkswirtschafts- und mit dem Baudirektor, für die der Wahlkampf eine zusätzliche Belastung des ohnehin stark gefüllten Terminkalenders darstellt. Stocker und Kägi werden an diesem Sonntag auch noch in Dietikon und in Unterengstringen erwartet. Beide bestreiten bis zum Wahltermin am 12. April über 50 Wahlkampfveranstaltungen, bei denen sie sich nicht immer auf Podien mit den politischen Widersachern duellieren. Die vom lokalen Kantonsratswahlkampfleiter der SVP, Otto Steinmann, organisierte Veranstaltung ist ein rein geselliger Anlass – selbstverständlich mit Reden der beiden Regierungsräte, die damit natürlich nicht auf Widerspruch stossen. Mit zahlreichen persönlichen Gesprächen, mit Glühwein und Grillwurst. Und für einmal müssen Ernst Stocker und Markus Kägi auch keine von Journalisten zugestellten Fragebögen ausfüllen. Wie etwa jene, über die beide lachen können. Wie viele Gegenstände nehmen Sie mit, wenn Ihr Haus brennt? «Schwierig zu sagen. Meine Frau und

meine Kinder kann ich hier ja nicht erwähnen. Sie sind keine Gegenstände», witzelt Ernst Stocker. Einen anderen Fragebogen mit der epochalen Frage, wem man am liebsten begegnen möchte, überliess Stocker seiner Tochter, die dann darin Hellseher Mike Shiva vermerkte ... «Noch nie habe ich so viele mögliche und unmögliche Fragen beantworten müssen. Fast ein Wunder, dass da jene nach der Unterhosenfarbe bisher noch nicht gestellt worden ist», fügte Markus Kägi an. Wieder ernsthafteren Dingen zugewandt: Kägi will bei einer Wiederwahl Baudirektor bleiben. Auch, weil seine Direktion die vielfältigste sei innerhalb der Zürcher Regierung. «Ein Gemischtwarenlagen mit Leuten, die bauen wollen, was andere wiederum zu verhindern versuchen», scherzt er mit Blick auf die enorme Bandbreite in dieser Direktion. Wünsche hat Kägi natürlich auch: «Ich möchte als Regierungsrat in er nächsten Legislatur die Umfahrung Ottenbach-Obfelden, die Umfahrung Eglisau und die Oberlandautobahn eröffnen». Wünsche, die natürlich genauso gut Träume bleiben können. Das weiss auch Kägi.

Viel Gemeinsames Träume existieren natürlich auch in den Köpfen der bürgerlichen Wahlstrategen, zum Beispiel, dass die «Top 5» – neben Kägi und Stocker auch die freisinnigen Carmen Walker Späh, Thomas Heiniger sowie die CVP-Frau Silvia Steiner – am 12. April das Rennen machen. Es sei bisher zu viel über Trennendes geschrieben worden. Dabei gebe es unter den fünf Bürgerlichen viel Gemeinsames, betonte Ernst Stocker. Er verwies dabei auf den Richtplan, auf das Budget, auf die Themen Arbeitsmarkt mit guten Rahmenbedingungen und Verkehr. «Ein bürgerlicher Kanton Zürich ist sei jeher ein Erfolgsmodell», sagte der Volkswirtschaftsdirektor.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Februar 2015

Jeder Fortschritt in der Hirnforschung wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet Prof. Dr. Martin Meyer referierte an der Volkshochschule über geschlechtsspezifische Unterschiede Bereits zum dritten Mal war Uniprofessor Martin Meyer an der Volkshochschule im Knonauer Amt zu Gast. Diesmal referierte er über Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Gehirn. ................................................... von thomas stöckli Er schweigt oft, mag Sex, Bier und Fussball, sie dagegen redet ständig, liebt shoppen, Schuhe und kann nicht einparken. Doch was steckt hinter diesen Geschlechter-Klischees? Kaum jemand wird leugnen, dass es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Die Frage ist: Liegt dies an der Anatomie des Hirns? Sind die Unterschiede erlernt oder vererbt? In der Wissenschaft ist das Thema äusserst populär. Entsprechend rege wurde in den vergangenen Jahrzehnten daran geforscht. «Wir sind Meister darin, in unserer Umwelt Muster zu erkennen», sagt Martin Meyer, Professor für Plastizität des alternden Gehirns an der Universität Zürich. Entsprechend werden Menschen in Gruppen eingeordnet – etwa nach Haarfarbe, Nationalität oder auch Geschlecht. Doch sprechen Frauen wirklich mehr als Männer? Eine amerikanische Studie ist dem nachgegangen und hat Männer wie Frauen mit einem Gerät ausgestattet, welches in unregelmässigen Abständen die Sprache aufzeichnete. Das Resultat: Im Alltag unterscheidet sich die Häufigkeit des Sprachgebrauchs nicht zwischen Mann und Frau.

Prof. Dr. Martin Meyer: «Wenn das Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstünden, wären wir so einfach, dass wir es nicht verstehen könnten.» (Bild tst.) Mythen «zertrümmert» «Das menschliche Gehirn ist die komplexeste Struktur im Universum», sagt Martin Meyer. «Es kann in jedem Moment eine Trillion verschiedener Zustände einnehmen.» Mit jedem Fortschritt, den die Hirnforschung macht, werden entsprechend mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Zumindest konnte eine Reihe von Mythen «zertrümmert» werden. Etwa jener von der analytisch-männlichen und der kreativ-weiblichen Hemisphäre. «Die moderne Hirnforschung kann das widerlegen», so Meyer. Und auch die angeblich bessere Vernetzung zwischen den beiden Hirnhälften bei Frauen gehört nach aktuellem Wissensstand ins Reich der Fabeln. Dass in der Forschung immer mal wieder Fehlschlüsse gezogen werden, das begründet Meyer unter anderem mit dem grossen Publikationsdruck vor allem in den USA: Die Folge sind bemühte Ergebnisse, die sich oft auf zu

kleinen Stichprobengrössen stützen oder relevante Einflussfaktoren nicht berücksichtigen. «Gewisse Fachleute nehmen es mit der Lauterkeit nicht so ernst», so Meyer.

Knaben zwei Jahre im Rückstand «Ich habe schon viele Gehirne gesehen», sagt der Referent, «doch wenn mich jemand fragt, ob ich ein männliches oder ein weibliches Gehirn in der Hand halte, kann ich es nicht sagen – es ist ja kein ‹Zipfel› dran.» Signifikante Unterschiede gebe es nur in der Jugend und gegen Lebensende: Zwischen 14 und 17 Jahren sei das Gehirn eine Baustelle, so Meyer. Die «Spassbremse» im Vorderhirn, also jener Bereich, der etwa für die Aufmerksamkeit, Motivation und Selbstdisziplin zuständig ist, ist erst zu Beginn des dritten Lebensjahrzehnts ausgereift. In dieser Entwicklung seien die Knaben gegenüber den Mädchen zwei Jahre im Rückstand. «Man müsste über Ge-

schlechtertrennung im Unterricht sprechen», schliesst der Hirnforscher daraus, «aber das darf man ja nicht, sonst gilt man als rückständig.» Aufs Alter hin bauen die Männer dann schneller Hirnsubstanz ab als die Frauen. Weshalb? Das lässt sich (noch) nicht beantworten. «Vielleicht wird sich das nun angleichen, weil die Frauen immer länger berufstätig sind – und das verschleisst.» Es könne sein, dass Männer besser parkieren, meinte der Referent abschliessend, doch das dürfte daran liegen, dass sie mehr Fahrpraxis aufweisen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern liegt entsprechend viel weniger an der Hirn-Anatomie als an den Sexualhormonen sowie an kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren, den Erfahrungen also, die jeder und jede im Leben macht.

«Das Gehirn kann nicht ohne Reize leben» «Ich fühle mich hier schon wie zu Hause», hat der Professor zu Beginn seines Referats verkündet. Bereits zum dritten Mal referierte Meyer an der Ämtler Volkshochschule. Die zahlreichen «Studenten» der Volkshochschule verfolgten seinen unterhaltsamen Vortrag dann mit grossem Interesse – und nutzten anschliessend die Gelegenheit, selber Fragen zu stellen. Etwa nach dem «Human Brain Project» in Lausanne, das die EU mit einer Milliarde Euro fördert. Meyer zweifelt daran, dass das Projekt die hohen Erwartungen erfüllen kann. «Wenn Sie ein Gehirn am Computer simulieren, ist das ein Gehirn ohne Sinneswahrneh-

mung», sagt er und stellt klar: «Das Gehirn kann nicht ohne Reize leben.» «Was kann ich gegen die Abnahme von grauer Substanz im Alter tun?», so eine andere Frage. Lange hiess es, dass geistige Aktivität zuträglich sei. «Das ist ein Trugschluss!», stellt Meyer klar. Angebote wie «Hirn-Jogging» bezeichnet er gar als «Etikettenschwindel». Der Schlüssel scheint mehr in physischen Aktivitäten zu liegen: «Ein moderates Ausdauertraining ist die beste Prophylaxe», so der Referent. Und dafür ist es nie zu spät, denn selbst das Gehirn von erwachsenen Menschen bildet noch neue Nervenzellen.

Noch zwei Referate Rund 70 zahlende Gäste kommen durchschnittlich zu den Volkshochschul-Referaten in den Mehrzwecksaal des Spitals Affoltern. Vergangenen Mittwoch dürften es etwas mehr gewesen sein. Den Rekord schaffte dieses Semester Barbara Lüthi: Rund 140 Leute lauschten vergangenen November dem Bericht der China-Korrespondentin des Schweizer Fernsehens. «Wir sind grad dabei, das neue Programm zusammenzustellen», verrät Urs Bregenzer von der GGA-Kommission Volkshochschule. Zuerst stehen aber dieses Semester noch zwei Veranstaltungen an: «Schaut man zu den Tieren bald besser als zu den Menschen?», so der Titel des Referats von Josef Stirnimann. Der ehemalige Luzerner Kantonstierarzt kommt am Donnerstag, 5. März. Eine Woche darauf thematisiert dann Ökonomin Irmi Seidl eine Zukunft ohne Wirtschaftswachstum.

Naturerlebnis, «Saubuldoggen» und Kochen über dem Feuer Was macht die Faszination der Meitlipfadi Säuliamt aus? – Der «Anzeiger» auf Spurensuche ................................................... von hanna taverna* Lautes Geschrei und Lärmen ist zu hören. Die Sterne funkeln über den Zelten. Langsam, nach und nach gehen Lichter in den Zelten an. Verschlafenes Murmeln ist zu hören. Der Lärm ist immer noch in vollem Gange. Vom Schlaf noch ganz verklebte Gesichter klettern oder stolpern aus den Zelten. «Was ist denn los?», hört man sie flüstern. Eine Nachtübung im Pfingstlager hat gerade angefangen.

über dem Feuer gekocht hatten und sie beim Einschlafen die Sterne über ihr funkeln sah … Ein Highlight sind auch immer wieder die sogenannten Haiks. Das sind Wanderungen in Lager mit der Gruppe. Man übernachtet dann auf dem halben Weg irgendwo, wo man Platz hat. Es kam also auch schon vor, da konnten sie in einem Hotel gratis übernachten, erinnert sich Pesca schmunzelnd. Auch Aktivitäten wie das Flösseln löst bei ihr ein Lachen aus. Beim Flösseln baut man ein Floss,

fährt damit die Aare hinab und isst dazwischen Fondue.

Allegra: «Pfadi isch mega cool!» Von Allegra (13), Pfadi in der Gruppe Chnonowa kommt auf die Frage «Warum gehst du in die Pfadi?» als Erstes die Antwort: «Will d Pfadi halt mega cool isch!» Doch da kommt noch mehr: Sie kommt in die Pfadi, weil sie dort lässige Leute kennenlernt, mit denen man mega Spass haben kann, dass sie draussen in der Natur ist und

Unvergesslich für Pesca: Die Pfaditaufe Schon seit sechs Jahren vom Pfadi-Virus infiziert ist Pesca (14), Pfadileiterin der Gruppe Chnonowa. Ihre Lieblingsaktivitäten in der Pfadi sind die Lager, Spiele in der Gruppe, wie zum Beispiel «Saubuldoggen» – ein Spiel, ähnlich wie «Wer het Angst vor em schwarze Maa», nur dass man hier den Spieler aufhebt und ruft: «eis, zwei, drü, Pfadi isch de Plausch!». Das könne dann zu ziemlichen Rangeleien kommen. Sie findet auch das Kochen und Essen unter freiem Himmel über dem Feuer ein Supererlebnis. Eine unvergessliche Übung in der Pfadi war für sie ihre Taufe. In der Pfadi bekommt jeder einen anderen Namen (Pfadinamen). An ihrer Taufe wurde sie Pesca getauft. Auch ein wunderschönes Erlebnis für Pesca war eine Nacht in einem Gruppenweekend unter freiem Himmel. Sie erinnert sich noch sehr gut daran, wie sie mit den anderen Pfadis «Kaiserschmarrn»

Pesca, 14.

Allegra, 13.

Pios auf einem Haik im Bündnerland. (Bilder zvg.)

Scoja, 14.

frische Luft schnappen kann und sich bewegt. Sie findet auch, dass man in der Pfadi viele Sachen lernt: Zelte aufbauen, Knoten machen, morsen, die Natur zu schonen und zu akzeptieren, Erste Hilfe, etc. Das Praktische ist, dass man nebenbei auch noch Sachen wie Verantwortung übernehmen und Leute respektieren lernt. Und all das mit viel, viel Spass meint sie.

Besonders cool fand Scoja das OP-Lager Scoja (14), Pio in der Gruppe Famovaskir findet es super, dass man sich in der Pfadi hilft und füreinander da ist. «Die Lager sind auch ein grosses Highlight», meint sie. «Dort ist man die ganze Woche oder das ganze Wochenende draussen in der Natur. Man kann im Lager viel Zeit mit Freunden geniessen und gleichzeitig noch so viel lernen.» Besonders cool fand Scoja das OP-Lager (im OP-Lager wird man zu einem Oberpfader ausgebildet). «In diesem Lager lernt und erlebt man so viel, was man nie erleben würde, wenn man nicht in die Pfadi ginge», erzählt sie. Doch nun zurück zur anfangs beschriebenen Nachtübung: Mittlerweile sind alle aus ihren Zelten gekrochen. Sie versammeln sich um eine sehr aufgelöst wirkende junge Dame. Die Dame erzählt den gähnenden Pfadis, dass ihr lieber Freund entführt wurde. Sofort wollen die Pfadis der armen Dame helfen. So begeben sie sich auf eine gefahrvolle Suche. Aus dem Wald hört man immer wieder ein Quietschen und Kreischen von den Pfadis,

die ohne Taschenlampe einen Pfad entlanglaufen müssen. Doch nach ein paar Minuten und Hinweisen, die sie erfolgreich deuten, finden sie den Entführer. Nach einem kräftigen «Hügeln», ist der Feind besiegt. Die Pfadis beschliessen, dass sie den Bösewicht «lieb» machen wollen. Nach einer grossen Diskussion und viel Überzeugungsarbeit, ist auch das geschafft und es geht schnurstracks wieder in die Schlafsäcke zurück. Doch man hört noch lange leises Geflüster der Pfadis … * Die Autorin ist 14 Jahre alt, besucht die 2. Sek. A in Hausen und hat zwei Tage beim «Anzeiger» geschnuppert. Infos unter www.pfadi-sa.ch.

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Dienstag, 3. Februar 2015

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Spuren der Veränderung Ausstellung mit Bildern von Elly Haebler in der Bibliothek Stallikon Wer die jurierten Ausstellungen «Ämtler Künstler» seit 1992 verfolgt hat, stiess immer wieder auf den Namen Elly Haebler. Am vergangenen Donnerstag wurde ihre Ausstellung «Jahres Zeiten» in der Bibliothek Stallikon festlich eröffnet. ................................................... von regula zellweger Ariane Buffat Biele, Leiterin des Kunstforums, erläuterte an der Vernissage das Entstehen einiger Bilder. Sie erzählte, wie Elly Haebler den Fokus auf das Nahe richtete, auf ihren Garten. Die Künstlerin mit Amsterdamer Wurzeln ist überzeugt: «Man muss nicht in die Ferne schweifen, um Wesentliches zu entdecken.» Elly Haebler verfügt als Malerin nicht nur über einen geschulten Blick für Farben und Formen, sie nutzt auch neue Technologien, um zum Ausdruck zu bringen, was sie beschäftigt.

Werden und Vergehen im Zeitraffer Mit der Videokamera filmte sie einen Ausschnitt ihres Gartens jeden Monat, ein Jahr lang. Sichtbar machte sie damit den Wechsel der Jahreszeiten in Zeitraffer. Mit der Basis dieser Bilder machte sie sich dann an die künstlerische Umsetzung. Entstanden sind wunderschöne Öl- und Acrylbilder und Collagen. Insbesondere die weissgrau dominierten Bilder mit roten Akzenten sprechen in dieser Jahreszeit an, wenn vor dem Fenster Schnee

Ausstellung dauert bis 4. April Ausstellung «›Jahres Zeiten», Bilder in Öl, Acryl, Collagen von Elly Haebler. 29. Januar bis 4. April 2015. Am 8. März 2014 Sonntagsapèro von 11 Uhr bis 13 Uhr. Bibliothek Stallikon im Schulhaus Loomatt, Sellenbüren. Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils 15 bis 19 Uhr, Dienstag 15 bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr. Informationen: Ariane Buffat, Leiterin Kunstforum, 043 466 09 04, www.estrellita-design.ch

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Elly Haebler mit der Leiterin des Kunstforums, Ariane Buffat (rechts), vor zwei Werken, die von den Veränderungen im Lauf der Endlosschlaufen der «Jahres Zeiten« geprägt sind. (Bild Regula Zellweger) liegt. An den Herbst aber erinnert eine Reihe von in kräftigen, warmen Farben gehaltenen Herbstbildern, deren Thema Blattstrukturen sind. Das Beobachten in regelmässigen Zeitfrequenzen wird angedeutet, indem die Bilder unterteilt oder mit zusammengefügten Tafeln gestaltet sind.

Titel? Lieber nicht Elly Haebler betitelt ihre Werke nicht gern. Sie vermutet mit Recht, dass damit der Interpretationsfreiraum der

Betrachter eingegrenzt würde. Denn nicht nur die Interpretationen können vielfältig sein, auch der Charakter der einzelnen Werke ist sehr eigenständig, einmalig. An der Vielfalt erkennt man die Leidenschaft der Künstlerin für das Ausprobieren. Eine Reihe mit fast holzschnittharten, schwarzen Aspekten mutet ganz anders an als andere florale, naturnahe, fast filigrane Bilder. Die Werke sind kräftig, aber nie hart oder grob, feine Linien oder sanfte Farbverläufe schaffen trotz der Kraft Feinheit.

Prozesse sichtbar und bewusst machen Die Maschwander Künstlerin ist fasziniert von Veränderungen, vor allem von unbewusst ablaufenden Veränderungsprozessen. Deshalb die Stunden mit der Kamera im Garten. Sie will solche Prozesse sichtbar – und damit bewusst – machen. Sie verwendet Fotos und verarbeitet sie in Collagen. Daneben sind Erinnerungsbilder und persönliche Eindrücke die Ausgangslage und Inspiration für neue Malereien.

Die Betrachter sollen zum eigenen Denken angeregt werden. Bei der Wahl der Objekte, die sie in den Fokus nimmt, lässt sie sich vom Bauchgefühl leiten. Die Bilder haben den Teil des bewussten, intellektuell gesteuerten Gestaltens und Nutzens der technischen Möglichkeiten, anderseits schwingt sehr viel Emotionalität mit. Wer sich für das Betrachten der vielschichtigen Werke Zeit nimmt, wird sich auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen fühlen.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Februar 2015

forum

Käse und grüner Dünger Im Wahlkampf wird viel Käse erzählt. Die FDP nahm dies scheinbar wörtlich und berichtet im letzten «Anzeiger» inhaltsleer über das Fondue-Essen der Hausemer Sektion. Ich frage mich, was will uns die FDP mitteilen? – Soll der Käse auf dem Teller vom Käse in der Politik ablenken?

Das Leben ist mehr als grün

Gemeine Sprüche des Schwiegersohns – auch gegen die trauernde Witwe, welche mit ihren roten Stiefeln über die Bühne stolziert. (Bild zvg.)

Verwechslungen – bis der Vorhang fällt Benefizvorstellung des Theatervereins Bonstetten Der Theaterverein Bonstetten hat am Sonntagnachmittag Gäste von nahe gelegenen Heimen und Institutionen eingeladen und mit dem roten Teppich an der Benefizvorstellung empfangen. Knapp 100 Personen haben sich im Gemeindesaal Bonstetten eingefunden. Das erste Bild, welches sich den Zuschauern bot, als sich der Vorhang öffnete, war die weinende Haushälterin Martha, welche sich in der Wohnstube des Schriftstellers Gustav H. Böhm aufhielt. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, ob der Schriftsteller nun

wirklich gestorben war oder eben auch nicht. Wie auch immer, als die ersten potenziellen Erben im Rampenlicht erschienen, nimmt die Komödie definitiv ihren Lauf. Bis zuletzt sorgte eine Verwechslung nach der anderen für Verwirrung und Staunen. Die Zuschauer amüsierten sich prächtig an den zum Teil richtig gemeinen Sprüchen des Schwiegersohns oder auch an der trauernden Witwe, welche mit ihren roten Stiefeln über die Bühne stolzierte. In der Pause wurden die Gäste der Benefizvorstellung von den Schauspielern und den vielen Helfern mit Kaffee und Kuchen bewirtet. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Sponsoren, welche den Theaterverein auch

in diesem Jahr wieder unterstützen. Bis zum Schluss reihte sich ein Höhepunkt an den anderen, und die Zuschauer dankten es den Schauspielern mit einem langen Applaus. Wer auch Lust hat auf unterhaltsame Stunden, dem bietet sich am nächsten Wochenende nochmals die Chance, sich von der Dorftheaterluft verzaubern zu lassen. Am Freitag, 6. Februar, und Samstag, 7. Februar, beginnt die Abendvorstellung um 20 Uhr mit Grill ab 18:30 Uhr. Die Dernière am Sonntag, 8. Februar, beginnt um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen ab 13 Uhr. Tickets sind erhältlich auf www.theater-bonstetten.ch oder an allen Vorverkaufsstellen von Ticketino.

Hans Läubli versucht es gar nicht kulinarisch, sondern pinkelt der SP direkt ans Bein, weil sie sich in der Referendumsabstimmung für den Autobahnzubringer aussprach. Nur die Grünen würden ökologische Grundsätze vertreten. Ich möchte meinem grünen Kollegen gar nicht grundsätzlich widersprechen. Es liegt in der Sache, dass Einthemen-Parteien immer Recht haben. Sie haben eine Botschaft und die können sie auch ohne Abstriche vertreten, weil sie sich um keine anderen Bedürfnisse kümmern müssen. Die SP versteht sich demgegenüber als Volkspartei mit gestalterischem Anspruch in allen gesellschaftlich relevanten Themen. Dieser Anspruch ist nicht widerspruchsfrei, sondern führt immer wieder zu Zielkonflikten. Aus ökologischer Sicht müssten wir beispielsweise umgehend den Benzinpreis massiv erhöhen und Pendler finanziell abstrafen – aus sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung kann die SP diese an und für sich richtige Forderung so nicht unterstützen. Wir schaffen die ökologische Wende nicht gegen die Menschen, sondern nur, wenn wir diesen Wandel sozial verträglich ausgestalten. Eine Einthemen-Partei kennt dieses Problem nicht, weil sie sich nur dem einen Ziel verantwortlich fühlt.

Aussen grün – innen rot, blau, violett, orange ... Es ist das Dilemma der Grünen, dass sie zu weiteren Themen Stellung beziehen müssen, ohne dabei ihre identitätsstiftende ökologische Position verraten zu wollen. Dass dies nicht funktioniert, zeigt sich darin, dass die Grünen vor einigen Jahren an der gesellschaftlichen Komplexität geschei-

tert sind und sich aufgespalten haben. Vor ein paar Monaten konfrontierte die Ecopop-Initiative die Grünen gar mit ihren «braunen Flecken». Aber auch im Politalltag stimmen die grünen Kantonsräte so uneinheitlich wie keine andere Fraktion. Das hat weniger mit Eigenständigkeit als vielmehr mit einer fehlenden Übereinstimmung ausserhalb der ökologischen Themen zu tun. So unterstützten die Grünen im Bezirk die Spital-AG, während bei den aktuellen Abstimmungen die Grünen solche bekämpfen.

Autobahnzubringer – alles oder nichts Die SP vertrat immer die Haltung, dass wir erstens unsere Landschaft und Natur bestmöglich schützen müssen und zweitens ein Dorf nicht als Autobahnzubringer herhalten darf. Ein Zielkonflikt, den wir mit einer alternativen Linienführung sinnvoll beantwortet hatten. Das vorschnelle Behördenreferendum beerdigte diese Kompromisslösung und zwang die Menschen zum Entscheid alles oder nichts. Letztlich stärkten die Grünen mit dem Referendum gar den Autobahnzubringer – das öffentliche Interesse ist mit dem Volksentscheid eindeutig. Politik sollte sich eben nicht an den einfachen «Wahrheiten» messen, sondern an dem, wie man Lösungen in einer komplexen Welt findet. Es gehört zum Risiko des gestalterischen Anspruchs der SP, dass wir daran ab und wann auch scheitern. Das Richtige suchen ist mir lieber als mich im Recht zu wähnen. Eigentlich würde ich ja lieber gegen den Käse der FDP anschreiben. Doch wer meint, dass sich die Verbündeten Grüne und SP zerstreiten, irrt sich. Pinkelt uns Hans Läubli ans Bein, geht es allen besser: er ist erleichtert und wir haben den Dünger, um weiter zu wachsen. Beste Voraussetzungen für den links-grünen Erfolg im April 2015. Moritz Spillmann, Kantonsrat SP, Ottenbach ................................................... > Weitere Zuschriften auf Seite 9

«Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens» Eine Reihe von Veranstaltungen der reformierten Erwachsenenbildung in Affoltern «Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens»: Unter dieser Überschrift bietet die reformierte Erwachsenenbildung im Bezirk eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema Leben, Sterben und Tod an, die auch von den katholischen Pfarreien des Bezirks und dem Kompetenzzentrum Palliative Care des Spitals Affoltern, das in diesem Jahr sein 5-jähriges Bestehen feiert, mitgetragen wird.

bewusst machen, wie einmalig das Leben ist und wie kostbar die geschenkte Zeit. Noch leben wir, noch haben wir Zeit – carpe diem, pflücke den Tag. Die Kunst des Lebens lernt man im Angesicht des Todes. Und spätestens wenn die Lebensuhr abläuft, stellt sich für jeden die Frage, wie man gelebt und ob man seine Zeit gut genutzt hat.

Das Leben zu Ende denken Bedenke, dass du sterben musst ... Den Impuls zu dieser Reihe gab eine aussergewöhnliche Ausstellung von «Totentänzen» vom Mittelalter bis zur Gegenwart, die im Herbst 2015 im Kloster Kappel zu sehen sein wird. Sie alle richten das Augenmerk des Betrachters auf die Endlichkeit des Lebens. Ganz plötzlich kann der Tod zuschlagen, und früher oder später holt er jeden, vom Bettler bis zum König. Er trifft nicht jeden gleich, aber im Tod sind alle gleich.

... auf dass du klug werdest Die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit soll nun nicht lähmen, sondern

Dazu laden die zwei Dutzend Veranstaltungen, die zwischen Februar und Januar 2016 geplant sind, auf je eigene Weise ein: mit Filmen und Konzerten, Vorträgen und Diskussionsanlässen, Exkursionen und Kursen für Eltern und andere Bezugspersonen von Kindern. Das Programm Februar bis Juni, in welchem sich auch Hinweise auf Veranstaltungen anderer Anbieter finden, liegt in den Kirchgemeinden und Pfarreien auf und ist als Download verfügbar unter www.ref-saeuliamt.ch. Das Spital bringt einen eigenen Flyer heraus. Angesprochen sind stets alle Interessierten, unabhängig von Konfession, Religion und Weltanschauung.

Einstieg: Filmabend Eröffnet wird die Reihe am Dienstag, 10. Februar, 19.30 Uhr im reformierten Chilehus Affoltern mit dem Film «Dienstags bei Morrie» (USA 1999, 89 Minuten): Per Zufall erfährt der ebenso erfolgreiche wie rastlose Sportjournalist Mitch Albom, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz an einer fortschreitenden Nervenkrankheit leidet und nicht mehr lange leben wird. Er beschliesst, Morrie noch einmal aufzusuchen ... Der auf einer wahren Geschichte basierende Film mit Jack Lemmon in der Hauptrolle nimmt verschiedene Aspekte des Sterbens auf, vermag – obwohl stellenweise etwas «amerikanisch» – zu berühren und regt zur Auseinandersetzung an. Wer mag, bleibt nach dem Film noch zu einer offenen Gesprächsrunde mit Daniel Burger, dem katholischen Seelsorger am Spital Affoltern und im Palliative Care Kompetenzzentrum, Villa Sonnenberg.

Geriatrie und Palliative Care des Spitals Affoltern, Dr. Roland Kunz, im reformierten Chilehus zu Gast mit einem Vortrag «Leben dürfen. Sterben müssen. Oder ist es eher umgekehrt?»: Für die Mehrheit der Bevölkerung und die längste Zeit ist es – zumindest, wenn man die Alternative in Betracht zieht – schön, leben zu dürfen, und wer stirbt, stirbt, weil er muss, nicht weil er will. Doch gibt es Lebensumstände, die das Leben so schwer machen, dass es zu einem Müssen wird und Sterben als valable Alternative scheint. – In seinem Vortrag nimmt Dr. Kunz das Sterben unter verschiedenen Aspekten in den Blick: als natürlichen Vorgang, als Thema der Medizin, als individuellen Prozess und gesellschaftliche Herausforderung. Im Anschluss an den Vortrag darf man Fragen stellen und mit dem Referenten ins Gespräch kommen. Dienstag, 10. Februar, 19.30 Uhr: «Dienstags bei Morrie». Film mit Möglichkeit zum Nachgespräch. – Dienstag, 24. Februar, 19.30 bis zirka. 21.15 Uhr:

Vortrag von Dr. med. Roland Kunz Am Dienstag, 24. Februar, ebenfalls um 19.30 Uhr, ist dann der Chefarzt

«Leben dürfen. Sterben müssen. Oder ist es eher

Memento mori an der Uhr des neuen Rathauses Leipzig: mors certa, hora incerta – der Tod ist gewiss, seine Stunde ungewiss. (Bild zvg.)

umgekehrt?». Vortrag und Diskussion mit Dr. Roland Kunz. – Beide Veranstaltungen im reformiertes Chi-

Kontakt: Pfrn. B. Bartels, Telefon 044 761 60 15 oder

lehuus, Zürichstrasse 94a, Affoltern. Eintritt frei.

bettina.bartels@zh.ref.ch.


Forum

Dienstag, 3. Februar 2015

Vielleicht doch Schadenfreude?

Bald wieder 7-Mrd.-Franken-Loch in der Arbeitslosenkasse?

Leserbrief vom 23. Januar «Weder Häme noch Schadenfreude» von Hans Läubli.

Nach anfänglichem Zögern haben die Schweizer Prognoseinstitute nun begonnen, ihre Wirtschaftsvorhersagen deutlich zurückzunehmen. Statt einer Beschleunigung des Wachstums von 1.7 % auf 2.1 % (2015) wird nun sogar eine Rezession erwartet. Die ETH-Konjunkturforschungsstelle (KOF) geht für das gesamte Jahr 2015 von einer Schrumpfung des BIP um 0.5 % aus, aber gleichzeitig rechnet man nur mit einer kurzen Rezession. 2016 soll sich die Wirtschaft bei 0 % BIP-Zuwachs stabilisieren. Betroffen seien in einer ersten Phase die Exportindustrie und der Tourismus. Später werde auch die Binnenkonjunktur (Bau 2015: -1.4 %, 2016: -0.3 %) leiden, aber die Wirtschaft werde sich rasch anpassen. Diese Annahme könnte sich als zu optimistisch erweisen. Zu gering sind die Inflationsunterschiede zum europäischen Umfeld, als dass sich die Abwertung des EUR wie in den Folgejahren der letzten Währungskrise 1979 erlebt, rasch wieder ausgleichen würde. Kommt dazu, dass sich die Arbeitslosigkeit schon am Vorabend der erwarteten Rezession auf einem unangenehm hohen Niveau von 3.4 % bzw. 147 000 Arbeitslosen befindet. Die KOF geht nun von einer Zunahme der Arbeitslosenrate von 3.2 % im Jahre 2014 auf 4.1 % im Jahre 2016 aus, was durchaus realistisch erscheint.

Es ist Wahlkampf, und Grünen-Kantonsrat Hans Läubli haut nach bekanntem Muster auf die Pauke: Zuerst ein Rundumschlag gegen alle bürgerlichen Parteien, die sowieso in den letzten vier Jahren alles falsch gemacht hätten. Dann die eigenen Verdienste in den Vordergrund stellen, auch wenn sie noch so bescheiden sind. Und schliesslich heuchlerisches Bedauern, dass die Anderen, insbesondere SP und Grünliberale nicht willfähriger die eigenen Positionen unterstützen. Bei den eigenen Verdiensten ist Hans Läubli nur gerade die Verhinderung des Golfplatzes im Oberamt in den Sinn gekommen, immerhin ein gutes Beispiel dafür, dass die Grünen sich primär als Verhinderer profilieren. Nur zu gerne hätte Hans Läubli auch die Umfahrung Obfelden-Ottenbach verhindert, und es wurmt ihn gewaltig, dass die SP Amt und insbeson-

dere die SP Obfelden dieses sinnvolle Projekt unterstützen. Damit zeigen sie, dass ihnen die langfristige Entlastung von Obfelden und Ottenbach vom Durchgangsverkehr aus dem Freiamt wichtiger ist als ideologische Engstirnigkeit à la Läubli. Immerhin ist daran zu erinnern, dass dank ausgezeichneter überparteilicher Unterstützung und Zusammenarbeit (ohne Grüne und Grünliberale) über 60 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten am 23. September 2012 dem Kredit für den Autobahn-Zubringer zugestimmt haben. Doch eher bedenklich, dass Kantonsrat Läubli derart Mühe hat, solch klare demokratische Entscheide zu akzeptieren und er wird wohl noch alles Mögliche versuchen, um die Realisierung dieses auch vom ganzen Bezirk unterstützten Bauwerks wieder in Frage zu stellen. Mein Fazit: Grün ist nicht automatisch gut – zum Glück können wir bei den Wahlen am 12. April andere Parteien wählen, zum Beispiel die FDP. Rolf Hegetschweiler, Ottenbach

Läubli der Töibeli Weder Häme noch Schadenfreude, Leserbrief von Kantonsrat Hans Läubli, im «Anzeiger» vom 27. Januar. In seinem Leserbrief jammert der grüne Kantonsrat Hans Läubli über die mangelnde Unterstützung der SP und der Grünliberalen im Kampf gegen seiner Meinung nach unsinnige Strassenund Raumplanungsprojekte in unserem Bezirk. Es scheint, als ob Hans Läubli die schallende Ohrfeige vom 23. September 2012 noch lange nicht verdaut hat. Damals nahm die Zürcher Stimmbevölkerung, insbesondere diejenige von Ottenbach und Obfelden, mit 62,2 Prozent Ja-Stimmen die von Läubli mit einem Behördenreferendum zur Ablehnung empfohlene Vorlage für den A4Zubringer Ottenbach/Obfelden deutlich an. So kann er es in seinem Leserbrief nicht lassen, im Zusammenhang mit dieser von ihm und seinen Mitunterstützern verlorenen Abstimmung wörtlich zu schreiben: «Höhepunkt war dann der unsägliche Auftritt von Obfelder Umfahrungsbefürwortern mit Kindern, Fahnen und Trompeten vor dem Zürcher Rathaus mit SP-Mitgliedern an vorderster Front.» Ich war damals auch an vorderster Front dabei, aber nicht als SP-Mitglied (ich bin in keiner Partei), sondern als überzeugter Befürworter des A4-Zubringers Obfelden/Ottenbach. Unsäg-

lich am damaligen Auftritt der Obfelder Schulkinder war bestimmt nicht deren Eintreten für einen sicheren Schulweg, sondern die Reaktion von Kantonsrat Hans Läubli, der angesichts der demonstrierenden Kinder «töibelnd» von Zuständen «wie in Nordkorea» schimpfte. Läublis «Töibelen» vor dem Zürcher Rathaus habe ich nicht vergessen, und sein Name wird sich bestimmt nicht auf meiner Wahlliste für die kommenden Kantonsratswahlen finden. Wahltag ist schliesslich Zahltag. René von Euw, Obfelden

«Visu»-Verein für den Bus 237 Wir wollen uns wirklich für die Buslinie einsetzten, für welche Stallikon ungefähr den Gegenwet von 30 Steuerprozent zahlte. Über die teilweise haarsträubende Geschichte kann man sich bei www.bus237.ch oder www.visu-verein.ch informieren. Wir machen vorwärts und haben Ende Januar mit der Unterschriftensammlung angefangen, nicht erst einen Monat später». Dorothee Brunner, Stallikon

40 000 zusätzliche Arbeitslose Eine solche Erhöhung der Arbeitslosenrate bedeutet im Klartext eine Zunahme der Arbeitslosenzahl von durchschnittlich 136 000 im Jahre 2014 um 40 000 auf rund 175 000 bis 180 000. Dazu kommen staatliche Gelder für die Kurzarbeit. Die Arbeitslosenkasse wird somit wohl mehr ausgeben als einnehmen und in der Folge wieder wachsende Schulden verzeichnen. Der Solidaritätszuschlag wird noch während einigen Jahren bestehen bleiben, im schlimmsten Falle sogar noch erhöht werden. Die letztbekannte Jahresrechnung der Arbeitslosenversicherung wurde im Mai 2014 für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlicht. Damals stellten sich die Beiträge der Arbeitgeber und -nehmer auf 6.5 Mrd. Franken. Diese wurden durch Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von 599 Mio. Franken aufgestockt. Insgesamt stellten sich die Einnahmen der Arbeitslosenversicherung somit auf 7.1 Mrd. Franken. Die Arbeitslosenquote kam im Jahresdurchschnitt 2013 auf 3.2 % zu liegen. Die Entschädigungen für die 136 500 Arbeitslosen stellten sich auf 4.8 Mrd. Franken. Dazu kamen weitere Vergütungen für die Kurzarbeit (Fr. 133 Mio.), Schlechtwetterentschädigungen (Fr. 74 Mio.), Insolvenzentschädigungen (Fr. 33 Mio.) und Arbeits-

marktmassnahmen (Fr. 558 Mio.). Den Arbeitslosen flossen somit insgesamt 5.6 Mrd. Franken zu, was 79.5 % der Einnahmen entsprach. Wohin flossen die restlichen 1.4 Mrd. Franken? 188 Mio. wurden zur Abgeltung der Bilateralen verwendet, weitere 674 Mio. kostete die Verwaltung, was immerhin 12 % der Ausgaben entspricht. Nach der Verbuchung von Kleinbeträgen für die Periodenabgrenzung und Zinsen verblieb ein Erfolg von 587 Mio. Franken. Die Bilanz stellte sich per Ende 2013 auf 1.7 Mrd. Franken, wobei die Aktiven vor allem aus Debitorenguthaben bei diversen Schuldnern bestanden. Flüssige Mittel und Geldanlagen machten nur 277 Mio. Franken aus. Schlimmer sieht die Passivseite der Bilanz aus. Selbst nach der Verbuchung des 587 Mio. Überschusses verbleibt ein negatives Eigenkapital, ein Finanzloch von minus 2.9 Mrd. Franken.

Nächste Erhöhungen des Solidaritätsbeitrages sind vorprogrammiert Im Jahre 2013 wurden durchschnittlich 136 500 Arbeitslose gezählt, die Ausgaben beliefen sich auf 6.3 Mrd. Franken. Berechnet man den Aufwand pro Arbeitslosen (Ganz- und Teilarbeitslose), dann stellt sich der Betrag auf rund 45 000 Franken pro Jahr. Bezogen auf die erwarteten 180 000 Arbeitslosen errechnet sich somit ein Betrag von rund 8.1 Mrd. Franken. Der bisherige Ausgabenrekord stammt aus dem Jahre 2010, als im Jahresmittel 152 000 Arbeitslose gezählt wurden. Damals wurden an die 132 000 Ganzarbeitslosen und 20 000 Teilarbeitslosen 7.5 Mrd. ausbezahlt. Würde man die damalige Durchschnittsentschädigung von über 49 000 Franken mit den erwarteten 180 000 Arbeitslosen hochrechnen, käme man sogar auf 8.8 Mrd. Franken. Die Einnahmen dürften wegen der Deplafonierung des Solidaritätsbeitrages für Einkommen über 315 000 Franken und der höheren Anzahl Beitragszahler zwar etwas angestiegen sein, aber kaum die Ausgaben decken. 2013 stellten sich die Einnahmen inklusive Staatsbeiträge auf 6.9 Mrd. Franken. Deshalb sind in den nun bevorstehenden Krisenjahren wieder Fehlbeträge von 1 Mrd. bis 1.8 Mrd. zu erwarten. Wahrscheinlich hat die ALV im Jahre 2014 nochmals ein Überschuss erwirtschaftet, denn im Jahresmittel lag die Arbeitslosigkeit absolut und in Prozenten etwa gleich hoch wie 2013. Dennoch dürfte die finanzielle Ausgangsbasis am Vorabend der nächsten Rezession mit rund -2.2 Mrd. Franken Unterdeckung dazu führen, dass die Fehlbeträge innert Kürze die bisherigen Rekordwerte aus dem Jahre 1998 von 7.4 Mrd. Franken übersteigen werden. Diese Summe hatte sich im Zuge der Immobilienkrise

Die Bahn kann nicht alles aufnehmen Brummis auf die Bahn, Leserbrief im «Anzeiger» vom 30. Januar. Es ist schon eine interessante Feststellung, dass der Gotthard erneut stark polarisiert, dies über ein Jahr vor der Abstimmung. Wieso bringt der Bundesrat respektive Bundesrätin Doris Leuthard die Abstimmung nicht schon früher vors Volk? Klar es ist ein Wahljahr, da muss man sich polarisierende Sachen vom Leib halten und nicht noch intern die in dieser Sache zerstrittene CVP ausspielen. Aber im Leserbrief von Ronald Alder stehen einige Sachen, die einfach nicht wahrer werden, wenn sie gedruckt sind. Die SBB, respektiv der kombinierte Verkehr, ist bereits heute nicht in der Lage das Verkehrsaufkommen, auch wenn es nur um LKWs geht, zu

handeln, sprechen Sie da mal mit Ulrich Giezendanner, einem SVP-ler und Bahnfan, welcher gerne mehr auf die Schiene verlagern würde, könnte es die Bahn «schlucken». Bei der seinerzeitigen Abstimmung wurde – wie so oft – mit vollständig falschen Zahlen operiert. Die Bahn konnte damals schon nicht das ganze Aufkommen schlucken, und es sind noch mehr Brummis, die uns die EU durchs Land schickt. Laut einer Berechnung müsste alle neun Minuten ein Zug mit LKWs fahren – und dies 24 Stunden, um das heutige Volumen zu schlucken. Daher ist es auch nicht möglich, dies alles zu verlagern, wie der Leserbrief den Anschein gibt, es wäre kein Problem. Auch mit der Neat wird dies unmöglich sein, und auch hier spielen die lieben Nachbarländer nicht mit – so musste die Schweiz das Geld vor-

schiessen, um in Italien den Terminal fertigzustellen, ein Schelm wer denkt, dass dies jemals retour bezahlt wird ... Italien ist finanziell ein Armenland in der EU geworden. Auch gemäss der sonst von den linken Parteien hochgelobten EU vorgegeben, dürften eigentlich keine zweispurige Autobahntunnels mehr sein. Sonst übernimmt man auch alles von der EU, doch hier stellt man sich natürlich taub. Der Tunnel muss saniert werden. Dies steht ausser Diskussion, daher muss ein zweiter Tunnel her, um die Sanierungszeit zu überbrücken und das Tessin nicht abzuschneiden. Wirtschaft und KMU sowohl im Urnerland wie auch im Tessin sprechen sich für die 2. Röhre aus. Wer dies verhindert, nimmt bewusst Tote in Kauf und ist meiner Meinung nach auch etwas mitverantwortlich. Auch wird immer wie-

der gepredigt, dass der Tunnel Mehrverkehr generieren würde, dem ist nicht so, weil auch wenn es dann 2 Röhren sind, der Verkehr nur einspurig verkehren wird und nicht plötzlich aus 2 mach 4 herrscht. Betreffend der finanziellen Einsparungen für andere Projekte möchte ich mich nicht zu sehr auf diesen Unsinn einlassen. Nur gäbe es in ganz vielen Bereichen Sparpotential, das man je nach Ansicht und Einstellung anderweitig einsetzen könnte. Verkehrsberuhigungen und künstlich erzeugte Staus schädigen die Volkswirtschaft und gefährden Arbeitsplätze. Wussten Sie, dass die jährlich erzeugten Staukosten über 1,5 Milliarden Franken betragen? Aus diesen Gründen kann man nur ein Ja einlegen im Februar 2016. John Appenzeller, Kantonsratskandidat SVP

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1992 angehäuft. Dabei ist zu beachten, dass die Beitragssätze zu Beginn der Krise noch erst bei 0.4 % lagen. Heute liegt der Beitragssatz bei 2.2 % und der Solidaritätszuschlag bei 1 %, wobei dieser seit 2014 nach oben nicht mehr begrenzt ist. Die Beiträge liegen somit schon vor Beginn der Rezession bei 3.2 %. Dennoch droht nun wieder ein milliardenschweres Finanzloch. Es sei daran erinnert, dass der versicherte Lohn seit 2008 von 106 800 auf 126 000 Franken angehoben wurde. Damit sind die nächsten Beitragserhöhungen vorprogrammiert. Sie werden die frei verfügbaren Einkommen der werktätigen Bevölkerung weiter reduzieren, was wiederum den Privatkonsum beeinträchtigt. Das Solidaritätsprozent wird wohl zu einem Dauerzustand. Gemäss Gesetz bleibt es so lange in Kraft, bis das Eigenkapital der Arbeitslosenversicherung wieder 500 Mio. Franken erreicht hat. Ohne Solidaritätsprozent hätten die Einnahmen der ALV im Jahre 2013 5060 Mio. Franken betragen. Bei einem Entschädigungsfall in Höhe von durchschnittlich 45 000 Franken pro Jahr, würden diese Einnahmen für rund 112 000 Arbeitslose ausreichen. Inklusive Solidaritätsprozent reichen die Einnahmen hingegen für rund 150 000 Arbeitslose aus. Wehe, wenn die Arbeitslosenzahl aber um mehr als die prognostizierten 40 000 zunimmt. Ende 2014 lag die Arbeitslosigkeit mit 3.4 % bzw. 147 000 Arbeitslosen bereits um 11 000 über dem Jahresmittel 2014. Es verbleibt somit noch ein Spielraum von 29 000 Personen.

Wechselkursschwankungen als Bestandteil des Betriebsrisikos? Im Jahre 2013 wurden die Kurzarbeitsentschädigungen neu geregelt. In den Jahren 2012 und 2013 wurde die Höchstdauer dieser Leistung aufgrund des starken Frankens vorläufig von 12 auf 18 Monate verlängert. Der Bundesrat hat jedoch 2013 entschieden, dass ab 1. Januar 2014 die maximale Entschädigungsdauer wieder 12 Monate beträgt, wie dies in Artikel 35 Absatz 1 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Avig) vorgesehen ist. Die Wechselkursschwankungen seien nämlich als Bestandteil des normalen Betriebsrisikos zu betrachten, das der Arbeitgeber gemäss Artikel 33 Absatz 1 Buchstabe a Avig zu tragen hat. Denkste! Die Kurzarbeitsregelung wird wohl dringend wieder geändert werden müssen. Es ist durchaus denkbar, dass die kommenden Aufwendungen für die Kurzarbeitszeitentschädigungen den bisherigen Rekordbetrag von 997 Mio. Franken aus dem Jahre 2009 übertreffen werden. Hans Kaufmann, alt Nationalrat, Wettswil


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«Mir sind alli Fans»

Stimmungsvoll

Pyros und Choreografien: Wanderausstellung über Fankultur des FCZ in Bonstetten. > Seite 12

«Schön (b)isch geschter gruusig gsi!»: Jubiläums-Fasnacht der Hedinger Vollgashöckler. > Seite 13

Dienstag, 3. Februar 2015

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WM-Bronze Lead-Eisklettern: Erfolg der Bonstetterin Petra Klingler in Rabenstein, Südtirol. > Seite 15

Abgetragene Kleidung hilft Kindern in Not Altkleidersammlung von Contex Am 13. Februar sammelt das grösste Schweizer Kinderhilfswerk Terre des hommes in Zusammenarbeit mit Contex gebrauchte Kleider und Schuhe. Mit dem Erlös aus der Sammlung im Kanton Zürich hilft Terre des hommes Kindern in Not.

dersammlung an die Stiftung Terre des hommes – Kinderhilfe. 2014 konnte Terre des hommes das Leben von 2,4 Millionen Kindern und ihren Familien durch Gesundheits- und Kinderschutzprogramme in 36 Ländern verbessern. Das Kinderhilfswerk von Terre des hommes kümmert sich seit mehr als 50 Jahren weltweit um Kinder in Not, umsorgt unterernährte Kinder, sorgt dafür, dass ausgebeutete Kinderarbeiter und Strassenkinder wieder zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können. Und Terre des hommes kämpft gegen Kinderhandel. (pd.)

Die Filialleiterinnen in der Volg-Bäckerei in Mettmenstetten

Die grün-weissen Contex-Altkleidersäcke, die dieser Tage in allen Briefkästen landeten, sind für mehrfach Gutes bestimmt: Die Kleider, Haushalttextilien und Schuhe werden fachgerecht sortiert, noch Tragbares wird weiterverwendet und Defektes erhält als Putzlappen oder Recyclingwolle ein neues Leben. Zudem geht der gemeinnützige Erlösanteil aus dieser Altklei-

Schon seit ein paar Stunden waren die Bäcker und Bäckerinnen der Volg-Bäckerei in Mettmenstetten an der Arbeit, als die ersten Filialleiterinnen eintrafen. Der feine Duft und die wohltuende Wärme der Backstube gab dem Anlass noch eine zusätzliche Note. Im 2014 wurde die Bäckerei erweitert. Tobias Maag, Leiter der Volg Bäckerei Mettmenstetten, und Madlen Sprenger, Leiterin der Konditorei, stellten – mit etwas Stolz – den Teilnehmenden die neu eingerichtete Bäckerei vor. Die Besichtigung startete bei der Teigerei. Dort werden die verschiedenen Komponenten für die Brote gemischt. «Woher kommt eigentlich das Mehl?», wollte eine Teilnehmerin wissen. Das Mehl kommt direkt von den

Gesammelt werden Kleider, Haushalttextilien und Schuhe. (Bild zvg.)

Besuchten die Volg-Bäckerei in Mettmenstetten: Filialleiterinnen der Landi. (Bild zvg.)

«Woher kommt das Mehl?» Bauern in der Umgebung. Bei den Sammelstellen Birmensdorf und Mettmenstetten, wo sich an der Bahnhofstrasse das Hauptgebäude der Landi Albis befindet, wird das Getreide eingelagert und später an die Mühle geliefert, welche das Getreide zu Mehl verarbeitet. «Unsere Kunden können somit Brot aus regionalem Getreide einkaufen und leisten damit einen grossen Beitrag an unsere Bauern und sichern weiter unsere Arbeitsplätze im Säuliamt», hält Tobias Maag fest. Ganz gespannt war man auch, wie der weitere Prozess der Verarbeitung vor sich gehen würde. Die Teiglinge werden nach dem Teigen mit der Maschine portioniert, dann ruhen gelassen und nachher in Handarbeit geformt und in den Ofen geschoben –

echte Handarbeit. Die grossen Öfen backen ab 2 Uhr nachts auf Höchstleistung und so bekommen die Brote schlussendlich den Geschmack und den knusprigen Rand. Die Teilnehmer waren von der Vielfalt der Anlagen beeindruckt. Die Konditorei verarbeitete zu dieser Zeit die Masse von Rouladen und davon hätte man gerne genascht. Die grosse Sortimentsvielfalt wird sehr geschätzt und die freundliche Bedienung bei Bestellungen bekam auch eine Bestnote. Nach dem Rundgang wurde am grossen Tisch, bei einem Brunch, die interessante Diskussion fortgesetzt. Zum Abschied und als Dank für die Teilnahme erhielten die Anwesenden eine kleine Kostprobe aus Zopfteig mit der Inschrift «Volg Bäckerei». (pd.)

Sammlung am Freitag, 13. Februar, in Affoltern, Ebertswil, Hauptikon, Hausen inkl. Vollenweid und Türlen, Kappel, Ottenbach, Uerzlikon, Zwillikon

Neu im Mountainbike-Programm: Uganda und Ruanda Bike- und Natur-Abenteuer durch die Perle Afrikas «Die Perle Ostafrikas», so nannte Winston Churchill Uganda, dieses faszinierende Land im Herzen des afrikanischen Kontinents. Mit dem Mountainbike und zu Fuss führt diese ungewöhnliche Reise durch beeindruckende Landschaften am afrikanischen Grabenbruch. Die Tour führt vorbei an den Seen Lake Victoria und Lake Bunyonyi sowie durch das Kigezi Hochland. Auch eine Bikesafari im Lake-Mburo-Nationalpark gehört zum Programm, auf der man durch Zebra- und Impalaherden radelt und mit etwas Glück sogar Büffel beobachten kann. Warzenschweine, Gazellen und Löwen gibt es auf der Jeep-Safari im Queen Elizabeth Nationalpark zu beobachten und auf einer Bootstour auf dem Kazinga-Kanal sogar Nilpferde. Zu den Höhepunkten dieses Bike- und Naturabenteuers durch die Perle Afrikas zählen das Gorilla-Tracking zu den letzten Berggorillas im Bwindi-Nationalpark

gen seiner Berge oft als «afrikanische Schweiz» bezeichnet wird. Atemberaubend schön sind die Virunga-Vulkane, die auf der Biketour im Grenzgebiet zwischen Uganda und Ruanda und beim Grenzübertritt nach Ruanda die Kulisse bilden. Erlebnisreicher kann man die vielfältigen Landschaften Afrikas nicht erleben. (pd.) Eine zweiwöchige Mountainbikereise. Total 550 Kilometer. Total 7200 Hö-

Beim Zwischenhalt Büffel beobachten. (Bild zvg.)

henmeter. Reisezeit: Die Reise wird von Sommer

und der Besuch bei den Schimpansen im Kibale-Nationalpark. Und dies bei angenehmen Temperaturen, die man

dank der Höhenlage Ugandas vorfindet. Der letzte Teil der Reise führt durch das kleine Land Ruanda, das we-

bis Winter durchgeführt. Detailinfos, Daten, Preise sowie die Fotogalerie unter: http://www.bike-adventure-tours.ch/bikereisen/uganda-ruanda/.


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Vermischtes

Dienstag, 3. Februar 2015

Pyros und Choreografien Erhöhtes Unfallrisiko um 14.30 Uhr Wanderausstellung über Fankultur des FCZ

Die Statistik zeigt, wann es auf der Skipiste am gefährlichsten ist

Vorurteile entkräften, Fakten aufdecken, Fragen klären und vor allem, sich eine eigene Meinung bilden. Das ist das Ziel, der Wanderausstellung «Mir sind alli Fans», die vergangene Woche im neuen Jugendraum in Bonstetten Halt machte.

Diese Woche haben in den ersten Ämtler Gemeinden die Sportferien begonnen. Eine statistische Auswertung der Unfalldaten aller Unfallversicherer zeigt auf, wann es für Wintersportler auf der Piste am gefährlichsten ist.

................................................... von hanna taverna*

zum Beispiel Pyro (Feuerwerk), Fans in den Medien, FCZ-Geschichten und Legenden. Besonders faszinierend war ein Film, in dem man die Choreografien der Fans auf der Zuschauertribüne sehen konnte. Ramon Catillo stellte schon früher die Wanderausstellung in Jugendtreffs vor. Er sagte aber, dass dies nicht so gut lief. Nun mit den Vorträgen in den Schulen für die Schulklassen finde er mehr Interessierte, meinte er. Diese Ausstellung in Bonstetten war wieder in einem Jugendtreffpunkt. «Die Schule hat kein besonderes Interesse für das Projekt gezeigt», erzählte Ramon Catillo. Es kamen jedoch am Donnerstagmorgen doch zwei Schulklassen für je zwei Stunden in das Jugendplus. Die Ausstellung am Donnerstagnachmittag war nicht sehr gut besucht. So war die Ausstellung praktisch leer.

Der Jugendtreffpunkt der Organisation «Jugend plus» in Bonstetten zeigte vom Mittwoch bis Donnerstag, 28. bis 29. Januar, die Ausstellung «Mir sind alli Fans» von Ramon Catillo. Er ist der Leiter der Fansozialarbeit des FC Zürich. Seine Wanderausstellung über die Fankultur des FCZ lockte Schüler und Schülerinnen der Primarschule Bonstetten und Wettswil – insgesamt kamen 39 Jugendliche – und andere * Die Autorin ist 14 Jahre alt, besucht die 2. Sek. A Interessierte an. Zur Ausstellung «Mir in Hausen und hat zwei Tage beim «Anzeiger» sind alli Fans» gehören für Schulklas- geschnuppert. sen auch Vorträge über die Ausstellung beziehungsweise zur Fankultur des FCZ. Die Ausstellung im kleinen Raum von Jugendplus war mit rund 13 Stellwänden und vier kleinen Bildschirmen ausgestattet. Man konnte sich über verschiedene Themen informieren, Beim Wettbewerb zeigt sich, wer gut aufgepasst hat. (zvg.)

In einigen Kantonen sind die Schulferien bereits in vollem Gange, in etlichen Kantonen stehen sie kurz bevor. Auf den Skipisten ist in dieser Zeit besonders viel los, tausende Schneesportler zieht es in die Berge. Da erstaunt es nicht, dass es zu Unfällen kommt. Vor allem um 14.30 Uhr ist Vorsicht geboten. Jeder vierte Skioder Snowboardunfall ereignet sich Mitte Nachmittag. Das zeigt eine statistische Auswertung der Unfalldaten aller Unfallversicherer. «Zu dieser Zeit sind die Pisten stark befahren und folglich passieren auch mehr Unfälle», sagt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva.

Ermüdungserscheinungen vor Mittag Ebenfalls überdurchschnittlich viele Unfälle auf Schweizer Skipisten passieren kurz vor dem Mittag. Um 10.30 Uhr ereignen sich 16 Prozent aller Skiund Snowboardunfälle. Zum Vergleich: Nur eine Stunde vorher – um 9.30 Uhr – sind es gerade einmal sieben Prozent. Experten gehen auch hier davon aus, dass um 10.30 Uhr sehr viele Schneesportler auf Pisten unterwegs sind. «Kurz vor Mittag können ausserdem bei den Frühaufstehern erste Ermüdungserscheinungen

auftreten», begründet Aegerter den hohen Wert.

Fahrweise dem Können anpassen Ob Ermüdungserscheinungen oder stark befahrene Pisten – wer mit Snowboard oder Ski unterwegs ist, darf sich von diesen Faktoren nicht ablenken lassen. «Kaum ein Sportler

ist sich bewusst, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Reaktionsweg von beinahe zwölf Metern entsteht», so Aegerter. Und wenn die Konzentration fehlt, wird der Bremsvorgang immer länger. Deshalb ist es wichtig, dass die Fahrweise der jeweiligen Verfassung und dem Können angepasst wird – erst recht zu unfallkritischen Zeiten. (pd.)

Tradition, Geschichte und Innovation im Talkessel zu Schwyz «Erlebnisse» besuchte am Samstag, 24. Januar, am Vormittag das Dorf Schwyz und am Nachmittag Victorinox in Brunnen. Traditionell beginnt das ErlebnisseJahr jeweils im Januar mit einer Stadtbesichtigung oder im Fall von Schwyz mit einem Besuch eines schönen und geschichtsträchtigen Dorfes. Eine grosse Schar von 30 Personen begann um 10 Uhr mit den Führungen in zwei Gruppen durch das Dorfzentrum und das Bundesbriefarchiv. Schwyz ist umgeben von markanten Bergen wie Mythen, Fronalpstock, Rossberg und Rigi und der Öffnung hinunter zum Vierwaldstättersee in Richtung Brunnen. Das Dorfzentrum ist reich an historischen Gebäuden und umgeben von stattlichen kleinen Schlösschen oder Patrizierhäuser, zum Beispiel dem wunderschönen Anwesen der Familie Reding, die Ital Reding Hofstatt. Einige dieser Familien verdienten früher sehr viel Geld mit der Organisation der Reisläuferei (fremde Kriegsdienste). Im Gelände des Herrschaftshauses der Redings steht unter anderem auch das älteste Holzhaus Europas, im Haupthaus selbst ist ein Wohnmuseum untergebracht, im ehemaligen einstöckigen Anbau die Kantonsbibliothek.

und der barocken Pfarrkirche, sind eine sehr schöne Einheit. Der Besuch in Schwyz wurde mit einem Besuch des neu renovierten Bundesbriefarchives abgeschlossen. Nach einem feinen Mittagessen in Brunnen folgte um 14 Uhr der Besuch des Victorinox Visitor Centers, wo an der Führung viel Interessantes über Schwyz, Unternehmen aus der Region und viel Wissenswertes zur Unternehmung und Erfolgsgeschichte von Victorinox vermittelt wurde. Es war eindrücklich zu erfahren, wie sich das Messer und insbesondere das Sackmesser über die vielen Jahre und in den verschiedenen Kulturen und Län-

dern entwickelte. Viele Beispiele zeigten die Erfolgsgeschichte des ehemaligen Soldaten- über das Offiziersmesser zu den Allzweckmesser, die fast eine Werkzeugkiste ersetzen. Als kleine Erinnerung erhielten alle Teilnehmer von Erlebnisse ein kleines Victorinoxmesser. Ein abwechslungsreicher und interessanter Tag und Jahresauftakt ging viel zu schnell vorbei und macht Lust auf weitere Erlebnisse. Otto Steinmann

Die Kinder genossen das Spielen im frischen Schnee. (Bild zvg.)

Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen

Erfolgreiches Galopper-Weekend

unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Die FCA-Senioren und -Veteranen reisten am Wochenende vom 23. bis 25. Januar gemeinsam mit ihrem Nachwuchs auf die Ibergeregg.

Vermeintliche Hexe im Kerkerturm Nur einige Schritte weg vom eindrücklichen Hauptplatz, dem wohl bekanntesten Ort in Schwyz, steht ein markanter Turm als stummer Zeuge aus einer wenig rühmlichen Zeit. Zwar wurden in diesem Turm wichtige Dokumente aufbewahrt, doch im Turm wurden auch Gefangene gehalten, wie etwa eine vermeintliche Hexe aus dem Moutathal. Der Hauptplatz, umgeben vom schön bemalten Rathaus

Ineteressierte Zuhörer in der Ital Reding Hofstatt. (Bild zvg.)

Am Freitagabend trudelten die diesjährigen «Galopper» der Senioren und Veteranen des FC Affoltern (namentlich die Väter mit den Kindern), wie jedes Jahr um diese Zeit im SAC-Clubhaus Eseltritt auf der Ibergeregg ein. Mit dabei waren 12 Väter und über 20 Kinder zwischen fünf und 18 Jahren. Der Freitag stand traditionell im Zeichen der langen Nacht. Zum einen für die Kinder, die den Auslauf auf den vier Stockwerken der SAC-Hütte genossen. Zum anderen für die Väter, die zu später Zeit und unter teilweise erhöhtem Promille-Wert ihre Jasskünste unter Beweis stellten. Der Samstag wiederum gehörte dem individuellen Skiplausch und dem gemeinsamen Mittagessen. Die Pistenverhältnisse waren einwandfrei, das Wetter suboptimal und dafür die

Wartezeiten an den Liften angenehm. Erfreulich war auch, dass das Wochenende ohne Unfälle über die Bühne ging. Der Abend wurde schliesslich in heimeliger Hütten-Atmosphäre und bei einem gemütlichen Fondue sowie malerischem Schneefall draussen ausgeklungen. Am Sonntagmorgen gab es eine Vermisst-Meldung (der Mit-Organisator ward nicht mehr gesehen)! Zudem schafften es nur noch ein paar Hartgesottene nochmals auf die Piste, obschon der neue Pulverschnee super Verhältnisse bot. Der Rest genoss den gemütlichen Brunch mit allerlei Leckereien der Küchencrew. Während die Väter die Hütte wieder abgabetauglich machten, vergnügten sich die Kids draussen im frischen Schnee mit Schlitteln und gegenseitigem «Ischneebele». Die Stimmung war jederzeit toll und der Abschied am Mittag fiel den diesjährigen Galoppern schwer. Michael Romer


Vermischtes

Dienstag, 3. Februar 2015

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«Schön (b)isch geschter gruusig gsi!» Stimmungsvolle Jubiläums-Fasnacht der Hedinger Vollgashöckler

So gruusig! Diese Maskengruppe scheute keinen Aufwand – 1. Preis!

Die preisgekrönte Hedinger Ratlose-Clique mit ihrem Meisterwerk. (Bilder Martin Platter)

Stimmungsvolles Mitternachtskonzert der Vollgashöckler mit zahlreichen Ehemaligen.

Zum zehnjährigen Bestehen schenkte die Guggenmusik Vollgashöckler Hedingen wieder eine grandiose Fasnacht. Erstmals zeigten sich die Höckler im einheitlichen Kostüm. Zum Höhepunkt der Kinderfasnacht avancierte der erste lokale Auftritt der Hedinger Wagenbaugruppe Ratlose Clique mit ihrem neuen Sujet. ................................................... von martin platter «Mach mi bitte aa! Ich wott Se-e-e-ex vom Morge bis am Abe!» Der Gassen-

hauer von Florian Ast ist der Stimmungs-Booster am Vollgashöcklerball. Rhythmisch wippen Arme und Körper zum Takt des Stücks des Francine-Jordi-Eroberers. Wohlige Erinnerungen werden wach … Aber noch steht der Höhepunkt des Balls aus. Nein, für einmal sollte es nicht die Maskenprämierung um Mitternacht sein. Obschon auch die nicht zu verachten war. Die geniale Wortspielerei «Schön (b)isch geschter gruusig gsi!», welche die Vollgashöckler als Ballmotto gewählt hatten, inspirierte zu wunderbar phantasievoller Variabilität. Zahlreiche Vollmasken setzten zu kreativen Höhenflügen an. Dann kam er endlich, der Moment, als die Vollgas-

Wehe, wenn sie losgelassen: Schönheitschirurgen am Werk.

höckler mit zahlreichen Ehemaligen zum Mitternachtskonzert aufspielten. Gänsehaut-Feeling. Angefangen hatte das Spektakel aber schon 30 Stunden vorher mit der Vollgashöckler-Party am Freitagabend. Das Aufgebot der Guggen liess keine Wünsche offen. Insgesamt 18 kakophone Kombos fast aus der ganzen Schweiz machten den «Höcklern» übers Wochenende die Aufwartung zum zehnjährigen Bestehen. Die am weitesten gereiste – Feer-Nola aus Saas Fee – nahm dafür eine fünfstündige Busfahrt in Kauf. Es hat sich gelohnt – fürs Publikum und für die Höckler. Die Walliser spielten mit grosser Wucht und Leidenschaft. Da wollten

die Rohrdorf Chessler, Stiereschränzer, Birsgugger, Schlossgeist-Schränzer, Säuligugger und Trubadix natürlich nicht nachstehen – und am allerwenigsten die Gastgeber selber.

Max und Moritz reloaded Die Vollgashöckler scheuten einmal mehr weder Aufwand noch Mühe, um Hedingen eine würdige Fasnacht zu schenken. Das ist ihnen gelungen. Selbst die Kinderfasnacht als integraler Bestandteil am Samstagnachmittag, organisiert durch das Familien-Forum, verzeichnete ihren Höhepunkt: Der erste lokale Auftritt der ortsansässigen Wagenbaugruppe Ratlose-Clique

mit ihrem neuen Sujet, das kindgerechter nicht hätte sein können: Max und Moritz. Mit der detailreichen Nacherzählung des action-reichen Märchens von Wilhelm Busch wählten die Frauen und Mannen um Marcel Sidler erneut den leisen, subtilen Weg, um im Fasnachtsgetöse auf sich aufmerksam zu machen. Im Vorjahr hatten die Ratlosen mit einer haushohen Bäbistube überraschend den ersten Preis der Publikums-Jury am Uerzliker Fasnachtsumzug gewonnen. Erstaunt mussten sie jedoch feststellen, dass Buschs turbulente Geschichte den heutigen Kindern längst nicht mehr so geläufig ist wie noch deren Eltern. Erinnerungen wurden geweckt.

Erstmals gingen über 91 000 Geschenkpakete nach Osteuropa

Für die Kleinen ganz gross hinaus

373 Päckli aus Affoltern und Maschwanden dabei

Kinderfasnacht in Affoltern

373 Päckli von der reformierten Kirchgemeinde Maschwanden und der Chrischona-Gemeinde Affoltern sind bei notleidenden Menschen in Moldawien und der Ukraine angekommen.

Auch dieses Jahr findet die beliebte Kinderfasnacht des Familienzentrums Bezirk Affoltern statt.

Hunderte von Kirchen, Schulen und Vereinen sowie Tausende von Einzelpersonen und Familien aus der ganzen Schweiz zeigten Herz und Engagement. Im Rahmen der «Aktion Weihnachtspäckli» finanzierten und packten sie insgesamt 91102 Weihnachtsgeschenke für arme Menschen in Osteuropa. Das sind 1605 Päckli mehr als bei der letzten Aktion vor einem Jahr. Erstmals wurden im Rahmen der «Aktion Weihnachtspäckli» über 90 000 Pakete gesammelt. Die bunte

Fracht wurde mit 30 Sattelschleppern nach Osteuropa transportiert. Vor Weihnachten wurden die Geschenke persönlich, auch durch Schweizer Helferinnen und Helfer an bedürftige Menschen übergeben. Die Aktion Weihnachtspäckli wird gemeinsam von vier christlichen Hilfswerken getragen: AVC, Christliche Ostmission, HMK und Licht im Osten. Alle Organisationen sind seit Jahrzehnten in Osteuropa tätig und kennen die Verhältnisse vor Ort, das gibt Gewähr, dass die Hilfe dort ankommt, wo es am Nötigsten ist.

Standardpäckli für Kinder und Erwachsene An rund 490 Sammelstellen in der ganzen Schweiz wurden die Pakete bis

Ende November entgegengenommen. Es gibt Versionen für Kinder und Erwachsene, sie sind gefüllt mit Lebensmitteln, Hygieneprodukten, Schreibzeug, Spielsachen, Süssigkeiten. Dank dem festgelegten Inhalt ist es möglich, die Kartons ohne grössere Probleme durch den Zoll zu bringen und einfach und gerecht zu verteilen. Rund ein Drittel der Pakete wird in Moldawien verschenkt, ebenfalls ein Drittel in der Ukraine und der Rest in Rumänien, Weissrussland, Serbien, Bulgarien und Albanien. So erhalten über 91 000 Kinder aus bedürftigen Familien, Waisen, Behinderte, Kranke, alleinerziehende Mütter und Rentner Geschenke aus der Schweiz. Ein solches Päckli ist für die Beschenkten eine wertvolle Hilfe und ein Zeichen tiefer Verbundenheit und Wertschätzung. (pd.)

Am 7. Februar lassen es die jungen Fasnächtler von 14.30 bis 17 Uhr im Mehrzweckgebäude vis-à-vis vom Coop krachen. Für 10 Franken pro Person, oder 30 Franken pro Familie, ist man für einen unvergesslichen Nachmittag mit dabei. Im fasnächtlich dekorierten Mehrzweckraum erwartet die Kinder ein tolles Rahmenprogramm. Sie können die beiden Clowns Wendolina (bekannt durch ihre Auftritte im Zirkus Knie und als Globi) und Kiko hautnah erleben, mit ihnen Party machen und Ballone formen. Es gibt Musik, Tanz und Animation. Wer sich mit Verkleiden schwer-

tut, kann sich beim Schminken gratis verwandeln lassen. Während sich die Kinder mit den Clowns amüsieren, können die Eltern ausgiebig Kaffee und Kuchen geniessen. Das Abschlusshighlight ist der Auftritt der Säuligugger, die alles geben, um das Fasnachtsfeeling zu vervollkommnen. (pd.) Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


veranstaltungen

Zahira (mit Huhn) auf dem Weg zur Schule. (Bild zvg.)

Beeindruckende Kinder auf weiten Wegen Kinofoyer Lux zeigt Film von Pascal Plisson Der Dokumentarfilm «Auf dem Weg zur Schule» zeigt Schulwege, die zwar fast unser Vorstellungsvermögen, nicht aber den Mut und die Hartnäckigkeit der Kinder überfordern. Jackson aus Kenia (11), Zahira aus Marokko (12), Samuel aus Indien (13) und Carlito aus Argentinien (11) haben eines gemeinsam: Ihr Schulweg ist sehr lang und oft auch voller Gefahren. Doch ihre Lust am Lernen spornt sie an. Sie wissen alle, welches Privileg ihre Ausbildung ist – und doch sind sie auch ganz normale Kinder, die Spass haben wollen. Mit viel Eigensinn und noch mehr Einfallsreichtum räumen sie Hindernisse aus dem Weg, überwinden Ängste und leben vor, was so oft vergessen wird, dass auch der Weg ein Ziel sein kann. Die Kinder überraschen mit ihrer Leidenschaft, Neugier und ihrer unendlichen Energie. Ihre Leistungen beeindrucken – schon bevor die Schule begonnen hat.

«Vier Geschichten, die vor Energie, Optimismus und Wille strotzen» In «Auf dem Weg zur Schule» erzählt Regisseur Pascal Plisson eine globale Bildungsgeschichte – von Mädchen und Jungen, ihren Freunden und Geschwistern in der kenianischen Savanne, im Atlasgebirge Marokkos, in Patagonien und am Golf von Bengalen. Mit viel Gespür für Situationskomik porträtiert der Film seine kleinen Helden und Heldinnen und feiert ganz nebenbei die Bildung, die oft zu Unrecht als Beschwernis wahrgenommen wird. «Regisseur Plisson beeindruckt mit wunderschönen Bildern, starken Kindern und vier Geschichten, die vor Energie, Optimismus und Wille nur so strotzen», bringt es die Basler Zeitung auf den Punkt. (pk) «Auf dem Weg zur Schule», Dokumentarfilm von Pascal Plisson (F 2013, 75 Min., Deutsch) am Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr, im Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben, Affoltern. Für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren. Kasse und Lux-Bar ab 16 Uhr. Infos: www.kinolux.ch.

Klezmer-Musik in Zwillikon Winter-Matinée «Shalom» im Singsaal Antonia Nardone (Klavier) und Christian Ledermann (Klarinette) laden am Sonntag, 8. Februar, um 11.15 Uhr zu einem Konzert mit Klezmer-Musik im Singsaal Zwillikon ein. Der Begriff Klezmer ist aus den hebräischen Wörtern «Kle»=Instrumente und «Zemer»=Lied zusammengesetzt und bedeutet so viel wie «Musikinstrumente» oder «musizieren». In der Musik steht Klezmer für eine bestimmte Spielweise und ein Repertoire, das in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Welt durch die Klarinette als Solo-Instrument bekannt geworden ist.

Klezmer-Stil Die Klezmer-Musik, welche vor allem für die Tanzbegleitung während der Festtage, des Alltags oder auch nur für das Zuhören bestimmt ist, ist von Merkmalen aus Jazz, Rock und Blues durchdrungen. Sie ist Ausdruck von Glückseligkeit und Freude. Es handelt sich dabei um die traditionelle Musik der hebräischen Gemeinschaften Osteuropas (Balkan, Polen und Russland). Durch das hebräische Volk wurde sie in die ganze Welt gebracht; hauptsächlich durch die Migration aus Europa in die Vereinigten

Staaten, die geschah, um vor der Glaubensverfolgung zu fliehen.

Programm Der Ablauf umfasst wunderbare und amüsante Bearbeitungen von Peter Przystaniak (geb. 1956) der Lieder Hewenu Shalom Alechem (Wir wünschen Frieden für alle), Shalom Alechem (ein gebetartiges Lied, das die Engel des Friedens begrüsst, die den Sabbat – Samstag – bringen), die fröhlichen Variationen über das Thema Sholem alechem, rov Fedmann! von Béla Kovács (geb. 1937), dazwischen viel orientalische Musik und einige Bagatellen von Gerard Finzi (1901-56), der auch aus einer hebräischen Familie stammt. Zum ersten Mal findet im Singsaal Zwillikon eine Winter-Matinée statt. Antonia Nardone (Klavier) und der Affoltemer Christian Ledermann (Klarinette), werden zusammen KlezmerMusik aufführen. Das Konzert beginnt im Anschluss an den Gottesdienst, dazwischen wird ein Apéro offeriert. Die reformierte Kirchgemeinde Affoltern lädt zusammen mit den zwei Musikern herzlich zur Matinée am Sonntag, 8. Februar ein. Winter-Matinée «Shalom»: Sonntag, 8. Februar, 11.15 Uhr im Singsaal Zwillikon, Eintritt frei – Kollekte.


Sport

Dienstag, 3. Februar 2015

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Petra Klingler mit WM-Bronze im Südtirol Die Bonstetterin bei Lead-Weltmeisterschaften mit Spitzenleistung

Die Athletinnen und Athleten des WSCA. (Bild zvg.)

Wasser-Sport-Club erfolgreich in Meilen Mit 9 Medaillen im Gepäck konnten die Schwimmerinnen und Schwimmer vom WasserSport-Club-Albis am vergangenen Samstag am Meilemer-Meeting zufrieden sein. Die Podestplätze wurden über die 50-MeterStrecke erreicht. Die Leistungen von Alexia Voser (Rifferswil), Gian Ott (Mettmenstetten), Gabriel Cervera (Arni), Yannic Petrovic (Mutschellen) waren erfreulich, obwohl es ihnen nicht für die Medaillenränge reichte. Nino Spagnoletti (Affoltern) konnte krankheitbedingt in diesem Jahr noch nicht viele Trainings besuchen. Obwohl es nicht ganz für Bestzeiten reichte, kam er nah daran und durfte zufrieden mit sich sein. Der in Buttwil wohnhafte Joel Strauss konnte sich nach nicht gelungenem Brustrennen umso mehr über zweimal Gold über 50 Meter Rücken

und Freistil freuen. Anja Junker (Mettmenstetten) holte einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Somit erreichte sie in allen vier Disziplinen Podestplätze. Das erste Mal bei einem Einzelrennen auf dem Podest stand Valeria Spagnoletti (Affoltern), sie freute sich riesig über die Bronzemedaille in ihrer Lieblingsdisziplin Brust. Ebenfalls für Bronze reichte es Michelle Stolz (Affoltern) über 50 Meter Delfin. Beim Freistileinsatz holte auch Jasmina Tschudin (Unterlunkhofen) eine Bronzemedaille. Die 100-Meter-Rennen wurden für die Schwimmenden um einiges herausfordender. Einige waren über die letzten Wochen krank und somit noch nicht ganz fit, um die 100 Meter voll durchziehen zu können. Andere hatten schon mehrere Rennen an diesem Tag bestritten und hatten dann mit Erschöpfung zu kämpfen. (pd.) Infos auf www.wsca.ch.

Podestplätze auf dem Hoch-Ybrig Renngruppe Albis mit guten Resultaten

Rabenstein im italienischen Passeiertal (Südtirol) ist für die Eiskletterer seit Jahren ein Fixpunkt in der Agenda. Der italienische Ort verfügt über einen eindrücklichen Outdoor-Eisturm. Dieser wurde am 31. Januar und 1. Februar Mittelpunkt des EiskletterWettkampfsports. Ausgetragen wurden ein Lead- und ein Speed-Wettkampf. Der Lead-Wettbewerb wurde auch als Weltmeisterschaft gewertet. Beim Eisklettern arbeiten die Athleten mit zwei Eiswerkzeugen in der Hand. Das präzise und gefühlvolle Setzen der Werkzeuge auf Griffe oder in Eislöcher bildet die Basis für ein erfolgreiches Klettern. Kombiniert mit Athletik und hohem Körpergefühl führt dies zum Erfolg.

Petra Klingler mit starker Leistung auf das WM-Podest Bereits zu Beginn des Wettkampfes setzte die Bonstetterin Petra Klingler ein starkes Zeichen. Sie führte die Rangliste nach der Qualifikation an. Im Halbfinal kletterte Petra sehr sicher und souverän erneut bis zum Top, brauchte dafür aber minim länger als die anderen und qualifizierte sich somit als Vierte für den Final der

In der Qualifikation klettert Klingler am Höchsten und qualifiziert sich an der Tabellenspitze für den Halbfinal. (Bild zvg.) acht weltbesten Eiskletterinnen. Trotz der hochkarätigen Konkurrenz behielt Klingler die Nerven und kletterte souverän wieder bis zum Top. Dies gelang anschliessend nur noch Angelika Rainer (ITA) und WoonSeon Shin (KOR). Die Letzteren brauchten aber etwas weniger Zeit dazu, und so gewann Petra Klingler mit dem hervorragenden dritten Rang hinter Shin und Rainer verdientermassen die WM-Bronzemedaille.

Damit liegt Petra in der Gesamtwertung der Eiskletterweltcups 2015 bei einem Wettkampf weniger bereits auf Platz 6 von insgesamt 58 Athletinnen. Es folgen nun noch zwei weitere Weltcups: vom 5. bis 7. Feb 2015 in Champagny/Frankreich sowie vom 6. bis 8. März 2015 in Kirov/Russland. In der Teamwertung erreichten die Schweizer hinter Südkorea und Russland den dritten Rang. (pd.)

Neue Ehrenmitglieder und neuer Präsident für den TV Obfelden Dominik Stierli übergibt Präsidium an Davide Anderegg

Bei den am vergangenen Samstag ausgetragenen ZSV-SlalomMeisterschaften im Hoch-Ybrig konnten mit Alexandra Walz, Reto Mächler, Luc Weitering, Morris Blom und Till Blom gleich fünf Athleten der Renngruppe Albis mit Laufsiegen glänzen. Die vom Schneesportclub Zürcher Oberland (RGZO) ausgetragenen ZSVSlalom-Meisterschaften fanden am vergangenen Samstag im Hoch-Ybrig statt. Am ursprünglich geplanten traditionellen Austragungsort Amden konnte aufgrund der Schneeverhältnisse keine Rennpiste präpariert werden, so dass auf den Hoch-Ybrig ausgewichen werden musste. Bei den Mädchen der Kategorie U16 konnte Alexandra Walz überzeugen. Sie konnte den 1. Lauf deutlich für sich entscheiden und belegte im zweiten Lauf einen sehr guten zweiten Platz. Lucia Moser, die wie Alexandra im regionalen Leistungszentrum Hoch Ybrig trainiert, wurde in beiden Läufen gute Dritte. In der Kategorie Mädchen U12 konnten Nina Müller und Marlies Weitering in beiden Läufen aufs Podest fahren. Marlies Weitering klassierte sich jeweils als 3., Nina Müller konnte ihre zahlreichen guten Saisonergebnisse bestätigen und musste sich in beiden Läufen nur der starken Annika Meinhold (Altendorf) geschlagen geben. Bei den Knaben konnte der Hausemer Nachwuchs ebenfalls zahlreiche gute Ergebnisse für sich verbuchen. In der Kategorie U12 siegte Till Blom im

An den Weltmeisterschaften im Südtirol nahmen hundert Athletinnen und Athleten aus 18 Ländern teil. Petra Klingler zeigte an den Weltmeisterschaften im Lead-Eisklettern einen hervorragenden Wettkampf und erreichte den dritten Schlussrang.

An der Generalversammlung des Turnvereins Obfelden vom vergangenen Freitag wurden mit Mirco Kurt und René Grünenwald zwei neue Ehrenmitglieder ernannt. Zu einem Wechsel kam es in der Führung; Davide Anderegg übernahm das Präsidium von Dominik Stierli. Alexandra Walz beim Slalom. (Bild zvg.) ersten Lauf knapp und erzielte im zweiten Lauf einen sehr guten zweiten Platz. Sein Clubkamerad Yves Bodmer konnte sich im zweiten Lauf steigern und belegte den Bronzerang. Ein Hausemer Podium gab es im ersten Lauf der Kategorie Knaben U14: Hier siegte Reto Mächler vor Luc Weitering und Andri Moser. Im zweiten Lauf erreichten Reto Mächler und Andri Moser das Ziel nicht, aber dennoch gab es einen Doppelsieg für die Renngruppe Albis: Luc Weitering siegte vor Guy Bodmer. In der Kategorie Knaben U16 starteten Morris Blom und Kai Wenk, die in der aktuellen Saison beide schon mit sehr guten Resultaten aufwarten konnten. Im ersten Lauf lief es noch nicht optimal: Kai verfehlte knapp einen Podestplatz und Morris schied nach einem Torfehler früh aus. Umso besser war dafür das Ergebnis vom zweiten Lauf: Morris erzielte als Sieger der Kategorie Laufbestzeit und Kai belegte den dritten Rang. Lennart Hintz

Eine besondere Anerkennung für grosses Engagement ist die Ernennung zum Ehrenmitglied. Diese durften in diesem Jahr gleich zwei verdiente Mitglieder des Turnvereins in Empfang nehmen. Nach über 17 Jahren im Einsatz für die Jugendriege und vielen weiteren Aufgaben erhielt René Grünenwald die Auszeichnung. Mirco Kurt setzte sich im Vorstand und in verschiedenen OKs seit Jahren für den Verein ein und erhielt ebenfalls den verdienten Titel. Nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit, 11 davon als Präsident, gab Dominik Stierli sein Amt weiter. Mit Davide Anderegg wird der Posten von einem bereits erfahrenen Vorstandsmitglied übernommen. Der bisher von Davide Anderegg geführte Aktuarsposten übernimmt der neu gewählte Stefan Meier.

1200 Jugendliche am Jugendsporttag in Obfelden Die anwesenden 56 Stimmberechtigten erfuhren weiter alles über die Ab-

Die neuen Ehrenmitglieder des Turnvereins Obfelden; René Grünenwald und Mirco Kurt. (Bild zvg.) rechnung 2014, das Budget und das Jahresprogramm für 2015. Neben den beiden Turnfesten in Stein AG und Weiningen ZH, sticht besonders der Jugendsporttag am 30./31. Mai heraus. An diesem Anlass werden in Obfelden an zwei Tagen über 1200 Jugendliche erwartet. Im September wird wieder an den Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen teilgenommen. Bei den Jahresrückblicken zeigte Manuel Bulliard, was die Jugendriege für Erfolge feiern konnte. Stephan Niederhäuser konnte erneut einen grossen Medaillensatz der Geräteriege präsentieren und Dominik Stierli

blickte auf ein umfangreiches Programm der Aktiven zurück.

Sportliche und soziale Höhepunkte Neben den sportlichen Höhepunkten mit Turnfesten und Schweizermeisterschaften standen auch die Organisation der Turner-Bar an der GewerbeExpo und das Turner-Chränzli zum Thema Flughafen auf dem Programm. Der Turnverein Obfelden steht weiterhin auf gesunden Beinen und freut sich auch 2015 viel für die Jugend, die eigene Fitness und das Dorfleben in Obfelden zu bewegen. (dst)


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Sport

Dienstag, 3. Februar 2015

Neues Vorstandsmitglied GV der Pontoniere Ottenbach Am 23. Januar durfte Präsident Martin Guthauser seine 45 Kameraden zum ersten Mal zur 127. GV im Gasthaus Post in Ottenbach begrüssen. An der letztjährigen GV gab Urs Berli sein Amt als Präsidenten nach über 20 Jahren an Martin Guthauser ab. Guthauser verkündete zu Beginn einen Austritt. Doch zugleich wurde abgestimmt, ob Andri Vögele als Aktivmitglied aufgenommen wird. Die Wahl war einstimmig.

Ein Rücktritt im Vorstand Die letzten 6 Jahre kümmerte sich Materialwart Kurt Hegetschweiler um alles Materielle. Dank ihm waren die Boote stehts pünktlich zum Saisonstart auf Platz und wurden am Ende der Saison wieder ausgewassert und gereinigt. Ein sehr wichtiger und aufwendiger Job. Doch auf Kurt war hundertprozentig Verlass. Nun wird Pascal Räber aus Muri der neue «Häuptling» des Materials.

stand. Mitwirken konnte er auch bei der Verbandsleitung des Schweizerischen Pontonier-Verbandes. Mit seinem Elan stellte er sich auch als OKPräsident der Jungpontonier Schweizer Meisterschaft 2015 in Ottenbach zur Verfügung. An der Delegiertenversammlung 2014 durfte er zudem die Ehrenmitgliedschaft des Schweizerischen Pontoniersport-Verbandes entgegen nehmen. Für 25 Jahre Aktivmitgliedschaft wurden die Gebrüder Adrian und Roland Schumacher geehrt. Aus gesundheitlichen Gründen kann Roland nicht mehr aktiv mitrudern. Doch wenn Arbeit anfällt, steht er den Pontonieren bei.

Jungfahrleiter wird Vereinsmeister 2014

Als erfolgreichster Pontonier in der Fahrsaison 2014 wurde der ehrgeizige Christian Schnopp verdient ausgezeichnet. Sein Pensum für den Verein ist hoch. Schnopp ist zuständig für die Ausbildung der Jungfahrer, was er mit 40 Jahre aktiver Pontonier grossem Erfolg macht. Bei den Vereinsmeisterschaften Leo Baschnagel aus Merenschwand ist ein Pontonier «par excellence». Vor 40 der Weidlingsfahrer gewannen Denis Jahren wurde er Aktivmitglied. In all Berli und Thomas Leutert. Zum diesen Jahren hatte er ein Amt im Vor- Schluss der GV informierte das OK der Schweizer Jungpontoniermeisterschaft über die Vorbereitungen auf diesen Anlass, der am 29./30. August 2015 in Ottenbach stattfindet. Es wäre schön, wenn man dieses Datum reservieren kann und der eine oder andere den Weg an die Reuss findet. Abtretende Materialverwalter Kurt Hegetschweiler (links) Nicole Betschart mit Pascal Räber. (Bild zvg.)

Wettswil sucht das Tischtennis-Top-Talent Am Samstag, 7. Februar, veranstaltet der Tischtennisclub Wettswil, ab 13.30 Uhr in der Turnhalle Wolfetsloh, sein traditionelles Schülerturnier – die Gelegenheit für noch verborgene Talente, Turnierluft zu schnuppern und sich im schnellsten Rückschlagspiel der Welt zu messen.

reits zur erweiterten nationalen Spitze gehört. Erst im Vorjahr zog Lilly Schneider bei den jüngsten Mädchen (U9) ins Finalturnier ein. Und auch auf eidgenössischer Ebene ist mit den Wettswilern stets zu rechnen. So gewann etwa 2004 Thomas Stauber am Schweizer Finalturnier die Silbermedaille. Eine schöne Tischtennisgeschichte, die der Neue im Wettswiler Fanionteam noch heute ständig um neue Kapitel erweitert, nahm damit ihren Anfang. Welches Tischtennistalent wohl an der 2015er-Ausgabe des Schülerturniers ins Rampenlicht treten wird? (pew)

Auch und gerade Anfängerinnen und Anfänger sind am Schülerturnier herzlich willkommen. Und wer weiss, welche neuen Erfolgsgeschichten diesmal im Wolfetsloh ihren Anfang nehmen? Schliesslich hat sich der Wettswiler Ortsentscheid, an dem alle in Stalli- Infos und Anmeldungen bis Donnerstag, 5. Februar, kon, Bonstetten und Wettswil wohn- mit Angabe von Namen, Wohnort, Geburtstag und haften Schülerinnen und Schüler teil- Telefonnummer, bei Peter Weiss, Nachwuchsverantnahmeberechtigt sind, in der Vergan- wortlicher des TTC Wettswil, Telefon 044 240 25 46 genheit immer wieder als regelrechtes oder pe.weiss21@bluewin.ch. Katapult zu Höherem entpuppt. So haben in der jüngeren Vergangenheit einige Wettswiler Sieger später am kantonalen Endturnier den Sprung an den Schweizer Final des grössten Turniers für junge Tischtennisspieler geschafft. 2010 gelang dies Marcel Bregenzer, der mittlerweile in sei- Nils Müller, Seriensieger am Wettswiler Schülerturnier.(Bild: ner Altersklasse be- Peter Weiss)

Ehemalige Spitzenathleten, die immer noch aktiv sind, von links: OL-Läufer Gusti Grüniger und Walter Bickel, Langläufer Bruno Heinzer und Werner Gubler, ehemaliger Leichtathlet und heutiger Golfer. (Bild Werner Schneiter)

Schlagfertige Junge – vitale Veteranen Unterhaltsamer Säuliämtler Sports Awards in Affoltern ................................................... von werner schneiter

M

odisch angezogen und gestylt hüpften sie auf die Bühne, die ambitionierten Athletinnen und Athleten aus dem Säuliamt. Und sie zeigten weder Scheu vor dem offenen Mikrofon noch vor den Fragen von Moderator René Rindlisbacher. Besondere Schlagfertigkeit offenbarte dabei der Nachwuchs, allen voran Judoka Aline Erni, die den Moderator auf der Bühne «fachgerecht» auf den Rücken warf. Rindlisbachers Art der Moderation, seine locker Art und seine Sprüche entkrampften auch die Interviewpartner und -partnerinnen. Später, als den jeweiligen Kategoriensiegern das Mikrofon gereicht wurde, hemmte die Freude über den Sieg den Redefluss teilweise. «Ich danke meinen Eltern für die Unterstützung», lautete dabei der meistgehörte Satz. Natürlich hat dieser Dank in wohl allen Fällen seine Berechtigung. Ohne Unterstützung der Familie wäre dieser Aufwand, der oft neben Beruf, Studium, Schule und Ausbildung betrieben wird, kaum möglich. Wöchentlich werden da nicht selten über 25 Stunden – bei Radrennfahrerin, Läuferin und Triathletin Emma Pooley sind es bis 45 wöchentliche Trainingsstunden – in den Sport investiert, damit Ziele erreicht und Träume wahr werden. Und diese Ziele sind ambitioniert. Sie wollen an Weltmeisterschaften, an olympische Spiele, sie streben den nationalen Meistertitel oder den Weltcup-Podestplatz an. Und sie haben bereits grosse internationale Meriten vorzuweisen. Noch nie gab es am Säuliämtler Sports Award eine solche Dichte an international erfolgreichen Athleten: Schweizer-, Europa- und Weltmeister wie der für die Segelfluggruppe Knonaueramt startende WMGewinner Bernd Schmelzer. Dass er nicht zum Sportler des Jahres gekürt wurde, liegt vielleicht an der (Rand-) Sportart. Sie ist zwar anspruchsvoll, wird aber leider oft nicht als «richtiger» Sport wahrgenommen. Zweifellos haben aber alle Gekürten den Titel verdient. Und dieser ist das Resultat einer Jury- und Publikumswahl. 15 Prozent zum Endresultat steuert die Fachjury bei, 25 Prozent das Saalpublikum. 60 Prozent der Stimmen kommen aus der Bevölkerung. Und da spielt es natürlich auch eine Rolle, wie gut die Athleten vernetzt sind und den persönlichen Be-

kanntenkreis zur Stimmabgabe per Internet animieren kann. Dass auch Veteranen immer noch aktiv dem Sport frönen, dafür lieferten die als Gäste eingeladenen OLCracks unablässig Beweise. Walter Bickel, Jahrgang 1933 und 1961 Schweizer Meister über 400 Meter Hürden, bestreitet jährlich immer noch 40 OL-Wettkämpfe. «Ich bewege mich jeden Tag, gehe in den Wald, um zu joggen, und mache regelmässig Krafttraining», sagt der Mettmenstetter, der seine athletische Figur selbstredend erhalten hat. Auch Gusti Grüniger, zweifacher OL-SeniorenWeltmeister, ist mit 80 immer noch aktiv, bestreitet wie Walter Bickel um die 40 Wettkämpfe pro Jahr. Auch Werner Gubler, ehemaliger Leichtathlet und Gründer von GublerSport in Affoltern, bewegt sich noch sehr viel. Er wird in diesem Jahr 80 und bestreitet jährlich 30 Golfturnie-

re. Sein bestes Handicap: 15. Jetzt stehts bei 18. Dreimal ist der Affoltemer für Seniorenländerkämpfe selektioniert worden. Auch Marcel Hürlimann, Schweizer Dreisprungmeister des Jahres 1967, ist mit bald 75 Jahren noch aktiv, unter anderem als Faustballer. Dass er am Sports Award mehr strahlte als andere, hat seinen Grund: Sein Enkel Michael Meier, inzwischen Kunstturn-Profi, durfte sich als Sportler des Jahres feiern lassen. In Bezug auf den Aufwand werden Bickel, Grüniger, Gubler und Hürlimann indessen von Ruedi Zweifel übertroffen, der am Award ebenfalls als Gast anwesend war. Der 72-jährige Zuger legte mit dem Velo im vergangenen Jahr sage und schreibe 80 000 km zurück, was zwei Erdumrundungen entspricht. 10 und mehr Stunden sitzt er täglich auf dem Sattel – bei jedem Wetter.

Aufs Kreuz gelegt: Nachwuchssiegerin und Judoka Aline Erni demonstriert ihre Fähigkeiten auf der Bühne in einem Showkampf mit Moderator René Rindlisbacher. (Bild Martin Platter)


Sport

Dienstag, 3. Februar 2015

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Spitzenresultate allein genügten nicht Petra Klingler und Michael Meier holen in Affoltern erneut die Säuliämtler Sports Awards

Nachwuchssiegerin Aline Erni.

Gute Stimmung und kurzweilige Interviews prägten den Gala-Abend der 8. Säuliämtler Sports Awards im Affoltemer Kasinosaal. (Bilder Martin Platter)

Moderator René Rindlisbacher.

Überschwängliche Freude bei den Junioren des Fussballclubs Wettswil-Bonstetten, die als bestes Team gekürt wurden. Links Vereinspräsident Markus Fischer, rechts Juniorenobmann Patrik Schönbächler.

Nachwuchs-Sieger und Swiss-Freeski-Champion Luca Schuler freut sich über seine Ehrung. Links Andreas Tandler (ZKB) und Martin Fröhli (Baucal AG).

Als sportinteressierter Mensch hatte man es nicht leicht, den besten Säuliämtler Sportler 2014 zu küren. In der Hauptkategorie setzten sich dennoch wieder die Vorjahressieger durch. An der traditionellen Nacht des Sports wurden sie am Freitagabend im Kasino gefeiert.

gruppe Knonaueramt) als «den besten der Schweiz» und fand, dass man ruhig darauf stolz sein könne. Die Wahl gewann dann aber doch wieder der Obfelder Kunstturner Michael Meier. Der Schweizer Meister im Sprung liess Mountainbike-Marathon-Schweizermeister Urs Huber und Segelflug-Weltmeister Bert Schmelzer hinter sich und freute sich sichtlich über die erneute Ehre. Bevor Meier 2013 erstmals den Titel bei den Erwachsenen holte, war er bereits dreimal in der Nachwuchskategorie überragend gewesen. Bei den Frauen schwang Petra Kingler bereits zum siebten Mal obenaus. Die bald 23-jährige Sportklettererin liess sich durch ihre Eltern vertreten, da sie an den Weltmeisterschaften, wo sie 2014 den zweiten Platz in der Kombination erreicht hatte, im Einsatz stand.

................................................... von martin platter Das ging gründlich in die Hose! Eigentlich hatte Sports-Awards-Moderator René Rindlisbacher einen frühen Feierabend angepeilt, da er am folgenden Tag mit seiner Frau für drei Wochen nach Australien in die Ferien fliegen wollte (Letzteres war übrigens kein Scherz. Das Paar besucht Down Unter seine Tochter). Doch dann wurde es doch wieder Mitternacht. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Show eher vor sich hinplätscherte, rauschte sie diesmal wieder. Dafür verantwortlich waren einerseits die Organisatoren um Präsident Hanspeter Feller. Mit kleinen aber feinen Änderungen wie

kurzen Filmeinspielungen über die jeweiligen Sportler brachten sie dem Publikum die faszinierenden Aspekte der entsprechenden Sportart näher. Moderator Rindlisbacher nahm sich im Vorfeld viel Zeit, um seine Gesprächspartner für den Auftritt auf der grossen Bühne vorzubereiten. Diese erstarrten denn auch nicht (mehr) in Ehrfurcht, sondern gaben schlagfertig zurück, als sie der TV-Mann aus der Reserve lockte.

Königin der Herzen Die erst 14-jährige Judoka Aline Erni avancierte zu Königin der Herzen, als sie den wesentlich schwereren Moderator mit einem gekonnten Hüftwurf auf die Bretter schickte. Prompt gewann sie den Nachwuchs-Award. Leichtathletin Derya Hintermann glänzte mit Coolness – wie auch ihre männlichen Mitstreiter. Nach ihren Vorbildern gefragt, meinte die 13-Jährige, dass der Schweizer Sport-Newcomer des Jahres, Karim Hussein, wohl ihr Idol sei. Als Freund sei er jedoch «ein bisschen zu alt für sie». Die Abgeklärtheit, mit der sich Hintermann

äusserte, löste beim Publikum grosses Gelächter und Spontanapplaus aus. Schwierig gestaltete sich die Auswahl der besten und auch beliebtesten Säuliämtler Sportler; darunter Olympiateilnehmer, Weltcupsieger, Schweizer-, Europa- und Weltmeister. Die Wahl zeigte einmal mehr, dass gute Leistungen alleine nicht genügten. Denn 60 Prozent Stimmenanteil kam im Vorfeld aus der Bevölkerung. Weitere 15 Prozent steuerte die fünfköpfige Fachjury unter dem Vorsitz von «Anzeiger»-Chefredaktor Werner Schneiter bei; 25 Prozent schliesslich von den 230 Gästen im Saal anlässlich der Sportgala.

Schwierige Wahl Dem Publikum wurde es nicht leicht gemacht, denn die Nominierten präsentierten sich gekonnt und sympathisch. Abwesende, wie die Hausemer Triathletin und Radrennfahrerin Emma Pooley, überbrachten ihre Grüsse per Videobotschaft. Dazu kamen veritable Charme-Offensiven wie die von Bert Schmelzer. Der Segelflug-Weltmeister lobte seinen Club (Segelflug-

Gründe für Zufriedenheit Völlig unerwartet schwang dafür der 17-jährige Freestyle-Skifahrer Luca Schuler aus Ebertswil obenaus. AlpinSkifahrer Niels Hintermann und Fech-

ter Jori Villiger erreichten die Ehrenplätze. In der Mannschaftswertung konnte der FC Wettswil-Bonstetten einen weiteren Erfolg verbuchen. Da muss man sich nicht fragen, weshalb die erste Mannschaft als Tabellen-Leader überwintert. Die Junioren zählten in den letzten drei Jahren regelmässig zu den Besten in der nationalen Coca-Cola-Junior-League. Entsprechend stolz waren Club-Präsident Markus Fischer, Junioren-Obmann Patrik Schönbächler, der ganze Trainerstab und natürlich die Junioren selber, die ihren Sieg ausgelassen feierten. Ihr klares Ziel ist, möglichst viele Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen fürs Spitzenteam heranzuziehen. Anerkennung verdienen aber auch die weiteren Nominierten: Das Triathlon-Team Koach von Kurt Müller und der Leichtathletik-Vereinigung Albis (LVA) , die ebenfalls ausgezeichnete Arbeit leisten und einen tollen TeamGeist pflegen. OK-Präsident Hanspeter Feller hatte nach dem Gala-Abend allen Grund zur Zufriedenheit. saeuliaemtlersportsaward.ch


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