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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 8 I 169. Jahrgang I Freitag, 29. Januar 2016

Leben im «Seewadel»

Fernsehauftritt

Im Alterswohnheim in Affoltern sind auch kurzfristige Aufnahmen möglich. > Seite 3

Leo Kälin, «Ländlerkönig» aus Obfelden, spielt in der Sendung «Viva Volksmusik». > Seite 5

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Ländlicher Serviceclub Landfrauen: Weibliche Alternative zu Rotary, Lions und Kiwanis – Tagung in Hedingen. > Seite 5

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Nachwuchsforscherin «Schweizer Jugend forscht»: Die Rifferswilerin Lea Mutti durfte an die Uni Basel. > Seite 6

Das neue Zentrum in Affoltern nimmt Formen an Die Bauarbeiten im Oberdorf verlaufen planmässig – Eröffnung im Herbst 2016 Die Bauarbeiten des Neubaus in Affoltern schreiten gut voran. Geplant ist die Eröffnung Anfang Herbst 2016. Die Zufahrtsstrasse erfährt bis in den Sommer eine Sanierung, während der Platz vor dem Neubau mit der Konstruktion eines Vordachs neu über das Flair einer Piazza verfügen wird. Seit genau einem Jahr wird beim Zentrum Oberdorf Affoltern fleissig gebaut. Die Genossenschaft Migros Zürich realisiert rund 60 Meter vom aktuellen Supermarkt-Standort einen fünfstöckigen Neubau, welcher nicht nur die neue Migros-Filiale, sondern auch 31 Mietwohnungen, Tiefgarage sowie Gewerbe- und Bürofläche beherbergen wird. Die Bauarbeiten schreiten gut voran. Bereits stehen über zwei Drittel des Rohbaus.

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Plattform Ausstellung Ämtler Künstler 2016 im Kasinosaal in Affoltern: Anmeldefrist läuft. > Seite 7

Als Grenzregion war das Säuliamt arm Heute ist das Säuliamt ein beliebter Arbeits- und noch beliebterer Wohnort. Innerhalb einer Stunde können die Städte Zürich, Zug und Luzern erreicht werden. Vor der Gründung des Schweizer Bundesstaats, 1848, war Zürich nur über wechselweise staubige und schlammige Strassen erreichbar und auf dem Weg von Maschwanden nach Luzern standen drei Zollhäuser. Nach 1848 hatte die Schweiz nur noch eine Aussengrenze, eine Währung, den Schweizerfranken und die Personenfreizügigkeit wurde eingeführt. Es durfte sich also jeder Schweizer überall in der Schweiz niederlassen. So wurde das Säuliamt von der armen Grenz- zur privilegierten Verbindungsregion. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 9 anzeigen

Neue Migros-Filiale Die zukünftige, leicht grössere Migros-Filiale im Erdgeschoss feiert zeitgleich zur Schliessung des bisherigen Standorts ihre Eröffnung. Für eine nahtlose Versorgung ist entsprechend gesorgt. Die neue Filiale wird sich modern in Farben präsentieren, die Raumaufteilung wird mit Kundenfreundlichkeit und Grosszügigkeit punkten. Die Kundinnen und Kunden erwartet ein Sortiment, das auf ein starkes, saisonales und regionales Frische-Angebot

Überdachung der neuen Piazza. (Visualisierung Migros Genossenschaft Zürich) setzt. Weiterhin findet sich hier alles für den täglichen Gebrauch.

Sanierung Zufahrt, überdachte Piazza Ab Ende März bis voraussichtlich Mai wird auch neben der Grossbaustelle gebaut: Die Zufahrtstrasse wird für die

Bedürfnisse des neuen Zentrums saniert und verbreitert. In dieser Phase kann es trotz Verkehrsdiensten punktuell zu leichten Einschränkungen im Verkehr kommen. Nebenan entsteht ebenfalls Neues: Der Platz des bestehenden Zentrums Oberdorf erhält eine Überdachung und wandelt sich zur Piazza mit viel-

seitigem Nutzungscharakter, dient als Verbindung zwischen den Einkaufsläden und wird zum Treffpunkt. Das Zentrum Oberdorf in Affoltern am Albis putzt sich regelrecht heraus. Mit der Eröffnung des Neubaus im Herbst dieses Jahres wird ein Beitrag zur Belebung und Aufwertung des Dorfkerns geleistet. (fla)

Olivier Hofmann neuer FDP-Kantonalpräsident? Offenbar bewirbt sich der Kantonsrat aus Hausen um die Nachfolge von Beat Walti Dem Vernehmen nach gehört der Hausemer Kantonsrat Olivier Hofmann zum Kandidatenkreis, der Beat Walti um das Präsidium der FDP des Kantons Zürich beerben will. Offiziell bestätigten will er das noch nicht.

Nationalrat Beat Walti geschickt. Interesse an diesem arbeitsintensiven Amt bekundet auch der Stadtzürcher Kantonsrat Hans-Jakob Boesch. Olivier Hofmann will noch keine Stellungnahme abgeben. Er verweist auf die Arbeit einer Findungskommission, die zuhanden des Kantonalvorstands eine Empfehlung abgibt. Dem Vernehmen nach entscheidet der Vorstand am 9. Februar, wer zuhanden der am 5. April tagenden ausserordentlichen Delegiertenversammlung vorgeschlagen werden soll. «Vermutlich werden das zwei Kandidaten sein», sagt Olivier Hofmann.

................................................... von werner schneiter

Aus gut unterrichteten Kreisen ist durchgesickert, dass Hofmann sein Bewerbungsdossier eingereicht hat. Der Hausemer Ökonom, der seit Juni 2013 im Kantonsrat sitzt, wäre der vierte Kandidat für das kantonale FDP-Präsidium. Die Bezirkspartei Horgen hat mit Peter Werder aus Adliswil und Thomas Henauer, Präsident der FDP Thalwil, gleich zwei Bewerber ins Rennen um die Nachfolge von

Erfahrungen als Bezirksparteipräsident gesammelt Kantonsrat Olivier Hofmann aus Hausen – auf dem Weg ins FDPPräsidium? (Bild zvg.)

Er selber erfüllt wichtige Voraussetzungen für das Präsidium: Seit 17. Juni 2013 sitzt der Ökonom im Kantonsrat und hat sich dort durch rund ein

Dutzend Vorstösse, die er als Erstunterzeichner eingereicht hat, hervorgetan – auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Auf gut einem halben Dutzend weiterer steht sein Name als Mitunterzeichner. Hofmann ist Mitglied der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu), dazu sass er während eineinhalb Jahren in der ZKB-Spezialkommission. Führungserfahrung auf politischer Ebene hat Olivier Hofmann auch als Präsident der FDP des Bezirks Affoltern sammeln können. Dazu fungiert er als Präsident des Ämtler Gewerbeverbandes und ist Präsident und Leiter der Unternehmerinitiative «Neue Energie Zürich». «Von Bedeutung ist, dass der neue Kantonalpräsident nicht nur Mitglied des Kantonsrates ist, sondern auch eine Bezirkspartei geführt hat, Themen setzen und strategisch denken kann», fügt Olivier Hofmann bei.

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Einstellung des Konkurses Über die Erbschaft von Herrn Alfred Max Koller, geb. 15. März 1958, von Bassersdorf ZH und Appenzell AI, gest. 10. August 2015, wohnhaft gewesen Bifangstrasse 1, 8915 Hausen am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 22. Oktober 2015 die konkursamtliche Liquidation angeordnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Gerichtes vom 19. Januar 2016 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger binnen zehn Tagen die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von Fr. 4000.– leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Affoltern am Albis, 29. Januar 2016 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Gemeindeammannamt Hausen am Albis

Gerichtliches Verbot Der Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Affoltern hat am 30. Dezember 2015 nach Einsicht in das Gesuch von Arnold Baumann, Blickensdorferstrasse 3, 6312 Steinhausen, in Anwendung von Art. 258 bis 260 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) verfügt: Unberechtigten ist das Führen und Abstellen von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft, Schulhausstrasse 3a, 8915 Hausen am Albis, Kat.-Nr. 3726, untersagt. Widerhandlungen werden mit einer Busse von bis zu Fr. 250.– bestraft. Wer dieses Verbot nicht anerkennen will, hat innert 30 Tagen seit dessen Bekanntmachung und Anbringung auf dem Grundstück beim Gericht Einsprache zu erheben. Die Einsprache bedarf keiner Begründung. Die Einsprache macht das Verbot gegenüber der einsprechenden Person unwirksam. Zur Durchsetzung des Verbots ist beim Gericht Klage einzureichen (Art. 260 ZPO). Hausen am Albis, 29. Januar 2016 Gemeindeammannamt Hausen am Albis V. Moroff, Gemeindeammann

Todesfälle Affoltern am Albis Am 23. Januar 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Regina Anna Zehnder-Gauch geb. 7. September 1959, Ehefrau des Erich Josef Zehnder, von Aadorf TG und Tafers FR, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Wiesenstr. 1. Trauergottesdienst am Freitag, 29. Januar 2016, um 14.00 Uhr in der römisch-katholischen Kirche Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ersatzwahl eines Mitgliedes sowie des Präsidiums der Primarschulpflege Kappel am Albis für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Auf die Ausschreibung vom 15. Dezember 2015 ist folgender Wahlvorschlag eingereicht worden: Kunz Markus, 17. Juni 1961, Leiter Schulaufsicht, Im Feld 26, 8926 Kappel am Albis, von Reinach BL Gemäss des Gesetzes über die politischen Rechte wird hiermit eine neue Frist von 7 Tagen (bis 5. Februar 2016) angesetzt, innerhalb welcher der vorstehende Wahlvorschlag zurückgezogen, geändert oder auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden können. Jeder Vorschlag (mit Angabe von Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort) muss von mindestens 15 Stimmberechtigen der Gemeinde Kappel am Albis (mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse) unterzeichnet sein. Die Unterzeichnung kann nicht zurückgezogen werden. Entsprechende Formulare können unter www.kappel-am-albis.ch vom Internet heruntergeladen oder bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Wird für die Vakanz nur eine Person vorgeschlagen und stimmt der zunächst eingereichte Vorschlag mit dem definitiven Vorschlag überein, erklärt der Gemeinderat die Vorgeschlagene bzw. den Vorgeschlagenen als in stiller Wahl gewählt (§ 54 GPR). Andernfalls erfolgt die Wahl an der Urne. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, ab Publikationsdatum gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Stimmrechtsrekurs erhoben werden. Rekurse müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Kappel am Albis

Zwei Segel erhellend Die tiefblaue Bucht! Zwei Segel sich schwellend Zu ruhiger Flucht! Wie eins in den Winden Sich wölbt und bewegt, Wird auch das Empfinden Des andern erregt. Begehrt eins zu hasten, Das andere geht schnell, Verlangt eins zu rasten, Ruht auch sein Gesell. (Conrad Ferdinand Meyer 1870)

Preiserhöhung SBB-Tageskarten Gemeinde ab 1. April 2016 Die Gemeinde Bonstetten bietet den Einwohnern zurzeit zwei «Tageskarten Gemeinde» an. Damit leistet sie einen aktiven Beitrag zur Förderung des öffentlichen Verkehrs. Auf Grund einer Preiserhöhung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) passt der Gemeinderat Bonstetten den Preis für die Tageskarten ebenfalls an. Eine Tageskarte Gemeinde kostet ab 1. April 2016 neu Fr. 45.– (bisher Fr. 40.–). Gemeinderat Bonstetten

Katharina Leuenberger-Schwab * 6. September 1939 † 24. Dezember 2015

Wir haben von unserem lieben Mami Abschied genommen und möchten allen Menschen Danken, die Kathia auf ihrem Weg begleitet, sie gestützt und immer wieder Licht in ihr Leben gebracht haben. Danke Allen, die bis zum Schluss an ihrer Seite waren, danke für die gesprochenen Worte und die schöne Flötenmusik, die sie auf «s’ länge Reisli» begleiten. Danke allen geschriebenen Worten, die uns soviel Trost spenden und uns wissen lassen, dass « Müschli» immer von so vielen lieben Menschen umgeben war. Danke. Franziska und Cornelia Leuenberger

HERZLICHEN DANK In dieser schweren Zeit des Leids war es uns ein grosser Trost, nicht allein gelassen zu sein beim Abschied von

Ed Rufer Wir danken von Herzen für die vielen Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit, sie werden uns trösten. Speziell danken wir: – Diakon Matthias Kühle für die würdige Trauerfeier, zusammen mit Irene Girardet. – Der Organistin Anette Bodenhöfer zusammen mit Rägle Brawand an der Querflöte. – Unserem Hausarzt Dr. Bruno Köhler. – Den Teams des Pflegezentrums Senevita und der Palliative Care Sonnenberg. – Für Blumen und späteren Grabschmuck sowie Spenden an die Kinderhilfe Sternschnuppe. Mettmenstetten, im Januar 2016

Irmy Hirzel

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Maschwanden Bauherrschaft: Kathrin und Gudench Felix-Strebel, Dörfliweg 3, 8933 Maschwanden Projektverfasser: Strebel Holzbau+Architektur Susanne Strebel Architektin HTL, Dörflistrasse 5, 8933 Maschwanden Bauvorhaben: Umbau bestehende Wohnung im OG und Eingangsbereich im EG. Ersatz der Fenster, Dörfliweg 3, Kat.-Nr. 51, Zone Kernzone

Einladung zur 40. Generalversammlung vom 16. März 2016 Herzliche Einladung an unsere Genossenschafterinnen und Genossenschafter zu unserer ordentlichen Generalversammlung. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen. Anmeldeschluss ist der Freitag, 19. Februar 2016. Mittwoch, 16. März 2016, 19.00 Uhr Im Kasinosaal, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis TRAKTANDEN 1. Begrüssung durch den Präsidenten 2. Wahl Protokollführer und Stimmenzähler 3. Abnahme Protokoll der 39. ordentlichen Generalversammlung 2015 4. Abnahme Jahresbericht 2015 5. Abnahme Rechnung 2015 und Bericht der Revision 6. Abnahme Budget 2016 7. Ausblick 2016/2017 8. Wahlen 9. Anträge und Verschiedenes 9.1. Antrag FGA: Einleitung der Liquidation Rechnung, Budget, Jahresbericht und Protokoll liegen den Genossenschaftern an der Obfelderstrasse 31, 8910 Affoltern am Albis, ab dem 17.2.16 zur Einsicht auf. Anträge sind bis zum 2. März 2016 an den Vorstand einzureichen auf info@fgaffoltern.ch. Gemütliches Nachtessen und Beisammensein im Anschluss. Der Vorstand der Fernsehgenossenschaft Affoltern am Albis Fax 043 322 70 69

info@fgaffoltern.ch

fgaffoltern.ch


Bezirk Affoltern

Freitag, 29. Januar 2016

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wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Liselotte und Robert Pupikofer feiern heute Freitag, 29. Januar, in Affoltern das Fest der goldenen Hochzeit. Zum 50-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich und wünschen dem Ehepaar einen schönen Festtag.

Neu sind auch kurzfristige Aufnahmen möglich Leben im Haus zum Seewadel in Affoltern

Zum 85. Geburtstag Dora Spielberg darf in Affoltern heute Freitag, 29. Januar, den 85. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation zum Ehrentag. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute, gute Gesundheit und einen fröhlichen Geburtstag.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiert Modestino Zeni am kommenden Sonntag, 31. Januar, den 80. Geburtstag. Zum 80. Geburtstag dürfen wir in Affoltern auch Ernst Althaus gratulieren. Er feiert am Montag, 1. Februar. Beiden Jubilaren wünschen wir schöne Geburtagsfeste und alles Gute sowie viel Freude im neuen Lebensjahrzehnt.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Das Haus zum Seewadel bietet 85 betagten Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung von Affoltern ein Zuhause für den dritten Lebensabschnitt. Nun sind auch kurzfristige Aufnahmen möglich. Die Institution ist ein Begriff im Bezirk und bekannt für persönliche, individuelle und «heimelige» Pflege und Betreuung. Nicht zu vergessen ist auch die Gastronomie, welche mittlerweile nicht nur bei Bewohnerinnen und Bewohnern einen ausgezeichneten Ruf geniesst. Auch das Café Seewadel ist bekannt für seine kreativen Mittagsmenüs an sieben Tagen in der Woche. Das mittlerweile grössere Gesamtangebot von Pflegeplätzen im Bezirk, hat dazu geführt, dass sich die langen Wartelisten abgebaut haben und im Haus zum Seewadel, Zimmer relativ kurzfristig zur Verfügung stehen. Dies ist doch vor allem aus Sicht der älteren Bevölkerung eine gute Nachricht, kann doch ein Heimeintritt auch kurzfristig realisiert werden. Die Lage im Zentrum von Affoltern am Albis mit der unmittelbaren Nähe zum Bahnhof ist seit Jahren sehr beliebt und gibt Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch den Angehörigen die Möglichkeit, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und unkompliziert auch die Agglomeration zu erreichen. Obwohl die Gebäulichkeiten den Zenit überschritten haben, erfreut sich das Haus starker Beliebtheit, vielleicht gerade auch wegen des Alters des Hauses. Die warme Atmosphäre vermittelt ein wohnliches Gefühl und viel Geborgenheit. Aber der Zahn der Zeit nagt vor allem bei den Einrichtungen im rückwärtigen Bereich. Intensive Abklärungen haben dazu geführt, dass eine Sanierung des Hauses zu aufwendig und kostspielig ist und darum die Gemeinde beschlossen hat, eine Neubauplanung in Angriff zu nehmen. Dies wird aber bis zur Realisierung noch einige Zeit dauern, sind doch solche Investitionen sehr komplex und mit Weitsicht zu realisieren.

Ein ganz spezielles Thema Palliative Care war 2015 im Haus zum Seewadel ein zentrales Thema für alle Mitarbeitenden sowie für die Angehörigen und die freiwilligen Mitarbeitenden, welches durch Fortbildungen vermittelt und vertieft wurde. Im Haus zum Seewadel wohnen im Gegensatz zu früher immer mehr sehr intensiv pflegebedürftige Menschen, und zwar in allen Pflegestufen. Die palliative Medizin, Pflege und Begleitung umfasst alle medizinischen Behandlungen, die pflegerischen Interventionen, sowie die psychische, soziale und geistige Unterstützung kranker Menschen, die an einer fortschreitenden, unheilbaren Erkrankung leiden. Ihr Ziel besteht darin, Leiden zu lindern und die bestmögliche Lebensqualität des Kranken und seiner Angehörigen zu sichern.

Urs Petermann, seit November 2013 Geschäftsführer im Haus zum Seewadel. (Bild Werner Schneiter) Das Ziel der Fortbildung aller Mitarbeitenden war eine noch intensivere Auseinandersetzung mit diesem Thema, um multimorbide Menschen in ihrer Gesamtheit noch besser erfassen und die Pflege optimieren zu können. Schwerstpflegebedürftige Menschen zu pflegen und bis zum Tode begleiten zu können verlangt von allen Mitarbeitenden des Hauses viel Wissen und Verständnis. So wurden alle Pflegenden von Dr. Roland Kunz, Heimarzt im Haus zum Seewadel und Chefarzt Geriatrie und Palliative Care im Spital Affoltern mit

«Wir warten auf die grossen Würfe» «Wir haben im Seewadel ein sehr gut funktionierendes Team», sagt Urs Petermann, seit Dezember 2014 Geschäftsleiter im Haus zum Seewadel. Zu diesen Stützen gehören insbesondere die Bereichsleiterinnen Monica Weber (Leitung Pflege/Betreuung), Rita Windhorst (Leitung Hotellerie) und Rita Schmucki (Leitung Administration, Stellvertreterin Geschäftsleiter). Insgesamt werden im Haus zum Seewadel über 80 Mitarbeitende beschäftigt (zirka 60 Vollzeitstellen). Seit Urs Petermanns Amtsantritt verzeichnete das Haus keine grossen Änderungen. «Wir warten noch auf die grossen Würfe», sagt er mit Blick auf ein zur Diskussion stehendes Neubauprojekt (der «Anzeiger» hat darüber berichtet). Der Geschäftsleiter streicht die gute Zusammenarbeit mit Dr. Roland Kunz hervor (vgl. Hauptartikel). Der ärztliche Leiter des Spitals Affoltern ist Hausarzt im «Seewadel». «Für unseren Betrieb ein Gewinn», fügt Petermann bei. (-ter.)

dem medizinischen Wissen und von Monica Weber, Leiterin Pflege und Betreuung vom Haus zum Seewadel und ihrer Assistentin Evelyn Linder mit pflegerischem Wissen geschult. Alle anderen Mitarbeitenden des Hauses haben ebenfalls Grundkenntnisse des Palliative-Care-Systems vermittelt erhalten. Wichtige Aspekte dieser Fortbildung waren, welche Tätigkeiten sie im Haus zum Seewadel für die pflegebedürftigen Bewohner ausführen können und welche Haltung dabei wichtig ist. Zwei Beispiele sind hier erwähnt: Eine Bewohnerin ist sehr schwer krank und ein grosser Wunsch von ihr ist es, eine Leberwurst essen zu können. Die Küche ist darum besorgt, dass dieser Wunsch noch am selben Tag in Erfüllung geht.

Hohe Flexibilität der Mitarbeitenden Ein Bewohner möchte, dass sein Zimmer heute und eventuell noch weitere Tage nicht gereinigt wird, da er momentan keinen Lärm und den Geruch des Putzmittels nicht verträgt. Der Hausdienst nimmt diesen Wunsch entgegen und reinigt und lüftet schnell das Zimmer, wenn er sich mit Angehörigen ausserhalb des Hauses befindet. Von allen Mitarbeitenden verlangt Palliative Care eine hohe Flexibilität und eine gute Zusammenarbeit. Ein wichtiger Pfeiler des guten Informationsflusses ist das Bezugspersonensystem, welches es im Haus zum Seewadel in der heutigen Form seit 2008 gibt. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner und deren Angehörigen wissen, wer für sie zuständig ist und dies führt zu Sicherheit und Wohlbefinden, was bei Bewohnerbefragungen regelmässig bestätigt wird. Der Einbezug der Angehörigen und der freiwilligen Mitarbeitenden ist von grossem Wert und deshalb wurde auch da das Thema Palliative Care vermittelt. Dr.

Roland Kunz nahm an einem Angehörigenforum teil und berichtete anschaulich was Palliative Care bedeutet und wie es im Haus zum Seewadel umgesetzt wird. Die Bezugspersonen sind darum besorgt mit Einbezug von Bewohnern und Angehörigen, die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner an die richtigen Stellen zu leiten und wenn möglich, schnell umzusetzen. Gerade bei schwer pflegebedürftigen Menschen ist ein guter Informationsaustausch mit allen Beteiligten und ein grosses Wissen der Mitarbeitenden zentral und dem Haus zum Seewadel ein wichtiges Anliegen. Das Haus steht allen betagten Menschen offen, ob stark oder weniger stark pflege- oder unterstützungsbedürftig. Für die Mitarbeitenden im Haus zum Seewadel steht der Mensch im Mittelpunkt und alle sind engagiert, um auf die vielfältigen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner einzugehen! anzeige


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Bezirk Affoltern

Freitag, 29. Januar 2016

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In der Bodensee-Arena spielt Leo Kälin den «7-Klarinetten-Ländler» Die Kapelle Leo Kälin aus Obfelden am Samstagabend zu Gast in der SF-1-Sendung «Viva Volksmusik» Es ist ein Meisterstück, das Leo Kälin, «der stehende Klarinettist» aus Obfelden, morgen Samstagabend in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen bei «Viva Volksmusik» in Kreuzlingen aufführt: den «7-Klarinetten-Ländler». Siebenmal wechselt er innerhalb von 4½ Minuten das Instrument. ................................................... von werner schneiter 219 Stücke hat der 82-jährige Leo Kälin in seiner unvergleichbaren musikalischen Laufbahn komponiert. Diese begann vor 70 Jahren in der Rifferswiler «Post» – und dort feierte Leo Kälin im November 2015 dieses seltene Jubiläum, wo dann auch ein Überraschungsgast auftauchte: Nicolas Senn, Präsentator von «Viva Volksmusik». Er lud den Obfelder damals in die Sendung ein, die morgen Samstagabend ab 20 Uhr in Kreuzlingen über die Bühne geht. Am letzten Mittwochabend um 18.45 Uhr dieser Woche mussten Leo Kälin und seine Mitspieler – Sohn Richard (Handorgel), Walter Rickenbacher (Handorgel) und Guido Bürgler (Bass) – zur Probe antreten. Und der Produzent der Sendung, Marcel Beer, kam für ein Interview nach Obfelden. Nervös, Leo Kälin? Er wippt mit dem

Kopf hin und her und sagt dann: «Ja, ein bisschen. Ein bisschen schwingt aber auch die Angst mit, dass beim Instrument während des Einsatzes eine Feder den Dienst versagt».

Alle zwölf Tonarten Nun, diese Angst ist zumindest in der Bodensee-Arena unbegründet: Die Aufnahmen erfolgen vor der Livesendung. Leo Kälin und seine Mitspieler müssen aber darauf achten, synchron zu spielen – auch nicht ganz einfach. Aber, aber auch hier darf angemerkt werden: Die nötige Routine ist vorhanden. Weit über zehn Fernsehauftritte und hunderte vor viel Publikum haben die Mitglieder der Kapelle Leo Kälin hinter sich. Und da dürfte auch der anspruchsvolle «7-Klarinetten-Ländler» kein Problem sein – ein von Leo Kälin komponiertes Stück, bei dem alle zwölf Tonarten vorkommen und der Meister das Instrument innerhalb von viereinhalb Minuten sieben Mal wechseln muss! Interessant, dass ihn vor mehr als 30 Jahren Wysel Gyr bei einem seiner zahlreichen Besuche in Obfelden dazu ermunter hat. «Er hat mir damals auch verraten, wo ich die noch fehlende H-Dur-Klarinette erwerben kann – in Einsiedeln.» Die Uraufführung des «7-Klarinetten-Ländlers erfolgte dann 1985 in einer Sendung von Wysel Gyr.

Am Samstagabend in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen im Rampenlicht: Der Obfelder Volksmusiker Leo Kälin – hier mit «Viva-Volksmusik»-Moderator Nicolas Senn anlässlich des 70-Jahre-Bühnenjubiläums in Rifferswil. (Bild Werner Schneiter)

Ein ländlicher Serviceclub in Frauenhänden Landfrauentagung des Bezirks Affoltern im Restaurant Krone in Hedingen Eine Art weibliche Alternative zu den Serviceclubs wie Rotary, Lions oder Kiwanis sind die Landfrauen. Die bestens vernetzte Organisation bietet auch für Frauen ohne bäuerlichen Hintergrund viele Vorteile.

................................................... von martin mullis Der schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband ist eine professionelle Dienstleistungsorganisation. Anders als in den bekannten Serviceclubs wie Rotary, Lions oder Kiwanis profitiert ein Mitglied der Landfrauen von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Der Berufsverband für die Bäuerin hat zum Ziel, die Interessen der Frauen und Familien vom Land zu vertreten und sieht sich in der Rolle einer Standesvertretung der Frau im ländlichen Raum. Die Mitglieder erhalten vielseitige Unterstützung zur sozialen Besserstellung, zur Förderung von Alltagskompetenzen und zur Aus- und Weiterbildung der Bäuerinnen und Landfrauen. Selbstverständlich werden auch Themen wie Agrarpolitik anzeige

Der Vorstand der Landfrauen im Bezirk Affoltern, von links: Ursi Hagenbucher, Hedi Müller, Hanni Buchmann, Präsidentin Daniela Stübi, Brigitte Vollenweider, Sandra Streich und Doris Iten. (Bild Martin Mullis) und bäuerliche Rechtsfragen behandelt sowie die Pflege des Kontaktes zwischen Stadt und Land gefördert. Die Vereinigungen der Landfrauen im Säuliamt sind in jeder der 14 Gemeinden aktiv. Neben der Familienhilfe als wichtigste Aufgabe, engagieren sich die Landfrauen an vielen verschiedenen Anlässen. Bei Weihnachtsmärk-

ten, Firmenfeiern und an unzähligen anderen Events treten die Landfrauen mit Aktionen auf. Sie finanzieren mit dem Verkauf von selbsthergestellten Produkten und Dienstleistungen nicht nur die Hilfe für ländliche Familien in Not, sondern unterstützen auch immer wieder gemeinnützige Institutionen. Selbstverständlich erhalten dabei

der Austausch von Alltagsfragen und nicht zuletzt die Geselligkeit einen grossen Stellenwert.

Interessantes Angebot Die Landfrauentagung am Dienstagnachmittag im Restaurant Krone in Hedingen zeigte deutlich, dass die

Landfrauen nicht nur gut organisiert sind, sondern auch Interessantes zu bieten haben. Präsidentin Daniela Stübi durfte unter den über 100 Teilnehmerinnen auch eine ganze Reihe neuer Mitglieder herzlich willkommen heissen. Nach einem kurzen Rückblick wies Daniela Stübi auf die Aktivitäten im kommenden Vereinsjahr hin. Eine Vertreterin der Kommission ländliche Familienhilfe schilderte die Tätigkeiten im Jahre 2015 im Knonauer Amt. Das Solidaritätswerk der Landfrauen leistete mit Entlastungseinsätzen allein im Säuliamt 195 Einsatztage. Die fachkundige Hilfe kommt bei Krankheit, nach Operationen oder auch bei einer grundsätzlichen Überlastung zum Tragen und wird nach wie vor in bäuerlichen Kreisen gerne in Anspruch genommen. Nach den ordentlichen Traktanden bot der pensionierte Tierarzt Jakob Kaufmann einen besonderen literarischen Leckerbissen. Er las aus seinem Buch «Gelebte Zeiten», Erinnerungen eines Tierarztes. Während der langjährigen Tätigkeit in seiner Grossund Kleintierpraxis erlebte er eine Fülle an traurigen aber auch humorvollen Ereignissen.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 29. Januar 2016

Affoltern engagiert sich gegen Gewalt an Kindern in Burkina Faso «Affoltern handelt solidarisch» unterstützt ein Projekt von Terre des Hommes (Folge 5) Auch in Burkina Faso ist die Armut trotz Rohstoffreichtum gross. Insbesondere die Kinderrechte werden nicht genügend respektiert. Diesem Umstand wirkt die Terre-des-HommesKinderhilfe seit 1987 entgegen. Das Geld aus Affoltern fliesst in die Gewaltprävention im Rahmen von 40 Kinderclubs. Burkina Faso, ein westafrikanischer Staat, der bis 1960 eine französische Kolonie war, ist einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Erde. Regelmässig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für grosse Not. Über 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 24 Jahre alt. Seit 2009 ist Gold der wichtigste Exportartikel. Dessen Abbau entwickelte sich zur treibenden Kraft des Wirtschaftswachstums, das jedoch 2014/15 infolge des Preisverfalls von Gold und Baumwolle einbrach. Glencore betreibt in Perkoa eine Zinkmine.

Die Situation der Kinder in Burkina Faso Die Kinderrechte sind zwar gesetzlich ausreichend verankert, doch werden sie wegen der enormen Armut im Alltag kaum respektiert und umgesetzt. Viele Kinder müssen schwere Arbeit verrichten und dürfen die Schule nicht besuchen. Auch gibt es immer noch Kinderhandel, der zu sklavenähnlichen Lebensbedingungen führen kann.

Die Terre des Hommes Kinderhilfe ist seit 1987 im Land tätig und führt Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Kinderschutz durch. Im Rahmen der instabilen institutionellen Lage, die durch den Sturz der legitimen Regierung und die Einrichtung einer Übergangsbehörde gezeichnet ist, engagiert sich Tdh mehr denn je im Kampf gegen die Gewalt an Kindern. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wird Prävention und Sensibilisierung in den Gemeinden angestrebt, sowie der Aufbau von Anlaufstellen für Gewaltopfer oder gefährdete Kinder. Zusätzlich wird die Unterbringung von betroffenen Kindern in Gastfamilien organisiert. Ausserdem sorgt Tdh für die Ausbildung von Lehrpersonen und Sozialarbeitern, um langfristig eine Kultur der Gewaltfreiheit zu etablieren.

16 500 Franken für 40 Jugendclubs Der Beitrag der Gemeinde Affoltern am Albis ermöglicht den Unterhalt von vierzig Kindervereinen in vier Provinzen des westafrikanischen Landes. Das Projekt, welches von Januar bis Dezember 2016 implementiert wird, zielt darauf ab, Gewalt an Kindern zu reduzieren und lokale und nationale Schutzsysteme für gefährdete Kinder aufzubauen. Im Fokus stehen dabei namentlich junge Mädchen, Strassenkinder und Kinder mit einer Behinderung, die besonders von Gewalt betroffen sind. Esther Naef und Rosmarie Kälbling, Affoltern

Schulkinder in Burkina Faso. (Bild TdH, Yann Gamblin)

Unterstützung für fünf Hilfswerke Zwischen Sommer und Herbst 2015 erhielten fünf Hilfswerke je 33 000 Franken von der Gemeinde Affoltern am Albis – wegen der Annahme der Initiative «Affoltern handelt solidarisch» (Rückgabe von Geldern aus dem «Glencore-Effekt» an die Bevölkerung der betroffenen Länder). Eine Übersicht über die unterstützten Projekte:

– Caritas: Eine Zukunft für Kinder in den Bergen von Bolivien (Folge 1, «Anzeiger» 15. Januar 2016) – Helvetas: Nachhaltige Arbeitsplätze zum Schutz des Regenwaldes in Bolivien (Folge 2, «Anzeiger» vom 19. Januar) – Heks: Zugang zu Land in der Demokratischen Republik Kongo (Folge 3, «Anzeiger» vom 22. Januar)

– Unicef: Kinderschutz in Mauretanien (Folge 4, «Anzeiger» vom 26. Januar) – Terre des Hommes (16 500 Franken): Projekt gegen Gewalt an Kindern in Burkina Faso (Folge 5, «Anzeiger» vom 29. Januar) – Terre des Hommes (16 500 Franken): Stärkung schwarzer Jugendlicher in Peru (Folge 6)

Die Welt der Wissenschaften entdeckt «Schweizer Jugend forscht»: Rifferswilerin Lea Mutti durfte für eine Woche an die Uni Basel Die Studienwochen von «Schweizer Jugend forscht» ermöglichen Kindern durch eigenständiges Forschen und Experimentieren einen direkten Zugang zu den Wissenschaften. Unter den 26 Mädchen, die letzte Woche an die Uni Basel durften, war auch Lea Mutti aus Rifferswil.

dabei sind, organisieren sich die Kinder schnell selber», stellt Vater Miguel Mutti fest. Für die Eltern sei die Erfahrung deshalb fast ebenso wertvoll wie für die Kinder. Höhepunkt war am Donnerstag die bereits eingangs erwähnte Präsentation vor den Eltern und weiteren Interessierten. Hier erhielten die Teilnehmerinnen dann auch einen Einblick, was die Forscherinnen der anderen Gruppen in der Studienwoche erarbeitet hatten. So gab die MatheGruppe Zaubertricks zum Besten und die Bio-Gruppe bewies unter anderem, dass Bakterien schwimmen können.

................................................... von thomas stöckli Drei unscheinbare Flüssigkeiten werden in einem Standzylinder vereint und los geht es: Dampfend schiesst ein nicht enden wollender Schwall an gelblichem Schaum aus dem Gefäss und verteilt sich rundherum. Mit ihrem Experiment «Elefantenzahnpasta» haben drei der jungen Chemie-Forscherinnen den spektakulärsten Auftritt an der Schlussveranstaltung der Studienwoche girls@science an der Universität Basel. Eines der stolzen Chemie-Girls, die das Experiment vor rund hundert Zuschauern im Vorlesungssaal präsentieren, ist Lea Mutti aus Rifferswil. Auf die Studienwoche von «Schweizer Jugend forscht» für Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren habe sie ihr Lehrer Ende Oktober aufmerksam gemacht, verrät die 11-Jährige. Zur Auswahl standen Biologie, Chemie und Mathematik. Aus dem Beschrieb habe die «Geheimtinte» sie besonders angesprochen, erklärt sie, weshalb sie die Chemie als erste Priorität wählte. Entsprechend gross war die Freude, als

zur sache Zum Forschen animieren

Rifferswilerin Lea Mutti (ganz links) mit ihren Forscher-Kolleginnen im Chemielabor. (Bild zvg.) die Rifferswilerin aus den über hundert Anmeldungen den Zuschlag erhielt – und erst noch für die Chemie. «Wir haben das gleich gefeiert», verrät Mutter Sandra Mutti.

Wertvolle Erfahrung – auch für die Eltern Anschliessend zählte die Primarschülerin die Wochen, bis sie endlich packen durfte. Am Sonntagabend ging es dann endlich nach Basel und am Montagmorgen erstmals mit dem Tram

von der Jugendherberge in die Uni. Ausgerüstet mit weissem Labormatel, Schutzbrille und Handschuhen wagten sich die Mädchen im Chemielabor gleich an die ersten Experimente. Besonders beeindruckt zeigte sich Lea Mutti von der Messgenauigkeit der Waagen im Chemielabor: «Einmal mussten wir ein halbes Gramm Spinat abwägen.» Im Laufe der Woche bestimmten sie die natürliche Farbe von verschiedenen Lebensmitteln, stellten Geheimtinte, Seife und Handcrème her, bedruckten Taschen und kreier-

ten eigene Kristall-Gärten. Weiter gehörte eine Führung im Museum Papiermühle zum Programm. Als Ausgleich lockten ein Ausflug in die Freizeithalle Dreirosen mit Trampolin, Tischtennis und Kletternetzen sowie ein «bunter Abend», in dessen Verlauf sich die Kinder in Kleingruppen gegenseitig einen Sketch, Tanz oder Artistik vorführen durften. «Mega cool» sei es mit den anderen Mädchen gewesen, so die Schülerin nach der erlebnisreichen Woche. «Wenn die Eltern loslassen und nicht

Die Stiftung Schweizer Jugend forscht (SJf) organisiert verschiedene Veranstaltungen für junge Menschen, welche sich für Wissenschaft und Forschung interessieren. Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Plattform zu bieten, wo sie erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten sammeln können. Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz sollen zum Forschen animiert werden. Die Förderung versteht sich als Ergänzung zur schulischen Ausbildung und legt vor allem Wert auf das selbstständige Erfahren und Entdecken der Welt der Wissenschaften.


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Freitag, 29. Januar 2016

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Plattform für Kunstschaffen im Säuliamt Ausstellung Ämtler Künstler 2016 im Kasinosaal in Affoltern – Anmeldung Dieses Jahr ist es wieder so weit: Im Herbst findet die Ausstellung Ämtler Künstler im Kasinosaal in Affoltern statt. Künstlerinnen und Künstler, die ihre Werke gerne präsentieren möchten, sind eingeladen, sich spätestens bis zum 6. April für die offene oder jurierte Ausstellung zu bewerben. Die Ausstellung Ämtler Künstler wird organisiert von der Kunstkommission der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Affoltern und findet alle drei Jahre statt. Ziel der Kunstkommission ist es, Kunstschaffende im und aus dem Knonauer Amt zu fördern und ihnen eine Plattform für die Präsentation ihrer Werke zu bieten. Diese Gelegenheit bieten wiederum eine offene und eine jurierte Ausstellung vom 21. bis 30. Oktober 2016 im Kasinosaal in Affoltern.

Treffpunkt für die Kunstszene Die Ausstellungen im Kasinosaal in Affoltern von 2013 sind vielen noch in bester Erinnerung und zahlreiche Kunstwerke fanden einen neuen Besitzer. Die Vielfalt der gezeigten Werke ist jeweils beeindruckend und an den Ausstellungstagen ist der Kasinosaal ein attraktiver Treffpunkt für die lebhafte Kunstszene im Amt. Dies entspricht auch dem Leitgedanken der Gemeinnützigen Gesellschaft Affoltern, die seit 190 Jahren im Bezirk aktiv ist und gesellschaftliches und gemeinnütziges Engagement fördert. Die Ausstellung wird unter den Künstlerinnen und Künstlern der Region ausgeschrieben und soll einen

breiten Einblick ins Kunstschaffen des Knonauer Amtes bieten. Teilnahmeberechtigt sind alle Kunstschaffenden, die im Bezirk wohnhaft sind, aus dem Amt stammen oder einen direkten Bezug zum Bezirk haben. Zugelassen zur Ausstellung sind alle Sparten der bildenden Kunst: Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Video-Installationen. Die ausgestellten Werke müssen aus den letzten fünf Jahren stammen und noch nicht an der letzten Ausstellung der GGA gezeigt worden sein. Speziell auffordern möchte die Kunstkommission auch junge Künstlerinnen und Künstler, sich für die Ausstellung zu melden und sich im Amt zu präsentieren.

Die Jury entscheidet im April Die Werke der jurierten Ausstellung werden im April durch eine unabhängige Fachjury begutachtet und ausgewählt. Die Jury setzt sich aus fünf Fachpersonen zusammen und wurde für dieses Jahr wieder neu zusammengesetzt. Bei der offenen Ausstellung ist der Eingang der Anmeldung für die Zulassung entscheidend. Nicht zugelassen sind Kunsthandwerk oder Kopien. Die Kunstkommission freut sich auch dieses Jahr wieder auf eine rege Beteiligung. Interessierte Künstlerinnen und Künstler finden das detaillierte Reglement und das Anmeldeformular auf der Homepage der GGA. http://www.ggaffoltern.ch. Anmeldeschluss ist der 6. April 2016. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da bei grossem Interesse an der offenen Ausstellung der Eingang der Anmeldung über die Teilnahme entscheidet.

Anlässlich der Ausstellung 2013.

Porträts ...

... von Lotti Gysi. (Bilder Heiner Stolz)

«Wirtschaftskunde» für Ämtler Wirtinnen und Wirte Ruhige Generalversammlung von GastroAffoltern und ein historischer Exkurs mit Herbert Gübeli Die 115. Generalversammlung von GastroAffoltern beanspruchte weniger Zeit als der interessante Exkurs von Herbert Gübeli in die Geschichte der Affoltemer Restaurants. Derweil meldete Gastro-Zürich-Präsident Ernst Bachmann Erfolge für den Verband auf nationaler Ebene. ................................................... von werner schneiter Auf der für einmal von März in den Januar vorverlegten Generalversammlung von GastroAffoltern (vormals Wirteverein des Bezirks) boten die statutarischen Traktanden keinerlei Gesprächsstoff. Präsidentin Vreni Spinner konnte im Gasthaus Krone in Hedingen eine stattliche Anzahl Gäste begrüssen, darunter auch die Getränke- und Essenssponsoren.

Kurze GV Derweil der Vereinsbericht die zahlreichen Aktivitäten der Vereinigung während des vergangenen Jahres widerspiegelte, präsentierte Kassierin Barbara Eder eine Rechnung, die mit einem Minus von gut 4000 Franken abschliesst. Mit dem Ziel, die Kosten für Internet-Betreuung zu senken, verbindet sich die Hoffnung auf einen kleinen Gewinn in diesem Jahr. Im Budget wird jedenfalls damit gerechnet, auch wenn der im vergangenen Jahr erhöhte Mitgliederbeitrag für 2017 belassen wird. Beim Traktandum Wahlen galt es einzig, für die turnusgemäss ausscheidende Regula Studer

Bachmann «zum Teil unverschämten Forderungen der Gewerkschaften zu kontern.» Mit der neuen Lebensmittelverordnung hadern die Wirte allerdings noch. Immerhin, so Bachmann, sei die Deklarationspflicht in mündlicher Form möglich. Es sei aber unglaublich, was gerade in der Schweiz mit diesem monströsen Gesetz gefordert werde und den Widerstand aller grossen Organisationen hervorrufe. Über 400 Vernehmlassungen habe das provoziert. Zuversicht schimmerte in seinen Ausführungen aber auch «Wirtschaftskunde» für die Ämtler Gastro-Unternehmen: Herbert Gübeli und Gastro-Affolterndurch: «Wir sind Präsidentin Vreni Spinner. (Bild Werner Schneiter) gut organisiert». Nachdem das Alkoholgesetz in der Ersatz bekannt zu geben: Esther Buch- «Auch gute Lösungen gefunden» Wintersession beerdigt worden ist, egger, «Kronen»-Wirtin in Hedingen und GV-Gastgeberin, nimmt als neue Ernst Bachmann, Präsident von Gast- herrscht hier Status quo – das alte GeErsatzrevisorin Einsitz. Als erster Revi- roZürich, vermeldete einige Erfolge, setz ist weiterhin in Kraft. Für Ernst Bachmann ist es weitersor amtet Fredy Steck, als zweiter Urs die der Verband auf nationaler Ebene Peter. Den Abschuss der GV bildeten erzielt hat, unter anderem auch beim hin unabdingbar, mit Lobbyarbeit Hinweise auf Aktivitäten von Gastro- Mindestlohn. So ist der neue Gesamt- dem Wuchern von neuen Gesetzen, Affoltern in diesem Jahr. Sie reichen arbeitsvertrag unter Dach und tritt per Verordnungen und Vorschriften zu bevom Türlersee-Rundgang für Mitglie- 1. Januar 2017 in Kraft. 32 Sitzungen gegnen. «Wenn man sieht, was hier der bis zum sommerlichen Minigolf- waren dazu notwendig und dazu auch abgeht, wird einem beinahe schlecht», Turnier in Affoltern. «Nerven wie Stahlseile», um die laut sagte der Gastro-Zürich-Präsident.

Affoltern, das einstige Restaurant-Dorf In einem geschichtlichen Exkurs thematisierte Herbert Gübeli, Präsident der Kommission Dorfgeschichte und Dorfmuseum Affoltern-Zwillikon, schwerpunktmässig Affolterns einstige Gastronomieszene, holte aber auch bis zum Bockenkrieg (1804) aus. Und wies darauf hin, dass Affoltern 1190 als «Affiltre» (Apfelbaum) erste Erwähnung fand und dem Kloster Engelberg einige Säcke Getreide abliefern musste. Auffallend, wie viele Restaurants im 19. Jahrhundert eröffnet wurden, nach Eröffnung der Bahnlinie 1864 erfolgte nochmals ein Schub. Seine Ausführungen und die Bilder der zum Teil längst aus dem Dorfbild verschwundenen Wirtschaften interessierten die Wirtinnen und Wirte natürlich besonders – genauso die drei ältesten Liegenschaften von Affoltern, der 1837 zum Bezirkshauptort gekürt wurde: 1570 das Haus Schnewli (heute BOAOptik), das Bachhaus am Jonenbach oder das Blockhaus an der Zürichstrasse 84. Ein paar Beispiele: 1826 eröffnete das Restaurant zur frohen Aussicht im Grossholz, in den 1880er-Jahren der «Freihof», der «Frohsinn», der «Rosengarten», der «Weinberg», der «Weingarten», die «Weinschenke» an der Oberen Bahnhofstrasse, die «Sonne» usw. Und in der «Krone» begann der Vater von Bundesrat Jakob Dubs zu wirten; dieser baute 1838/39 auch das erste Gerichtshaus mitsamt acht «Verschlägen» für Gefangene. 1854 erfolgte dann ein Neubau (heute Familienzentrum am Kronenplatz).


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Forum

Freitag, 29. Januar 2016

Esther Naef, Affoltern, kandidiert für die Verbandsschulpflege Ersatzwahl vom 28. Februar – Kandidatin der SP Der Schulzweckverband führt im Auftrag der Schulgemeinden im Bezirk Affoltern den schulpsychologischen Dienst, die heilpädagogische Tagesschule in Affoltern, die Psychomotorik-Therapiestelle sowie die heilpädagogische und logopädische Frühberatungs- und Therapiestelle. Der Verband wird von einer dreiköpfigen Verbandsschulpflege geführt. Jede Schulgemeinde ist mit je zwei Schulpflegerinnen oder Schulpflegern in der Delegiertenversammlung vertreten. Da Esti Karst auf Ende Schuljahr aus der Verbandsschulpflege austritt, ist eine Ersatzwahl nötig. Die SP Bezirk Affoltern freut sich, dass mit Esther Naef eine qualifizierte und erfahrene Kandidatin bereit ist, im Schulzweckverband Affoltern mitzuarbeiten. Esther Naef (1959) ist in Zürich aufgewachsen, war lange in Oberengstringen wohnhaft und lebt seit zehn Jahren in Affoltern am Albis. Ihr Partner ist Sportlehrer an der Bezirksschule Aarau und hat drei erwachsene Kinder. Esther Naef hat nach ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin berufsbegleitend noch ein Germanistikstudium an der Universität Zürich absolviert. Ihre Berufserfahrung im Bildungswesen ist sehr vielfältig, hat sie

Esther Naef. (Bild zvg.) doch als Primarlehrerin, als Deutschlehrerin für Kinder und Erwachsene, als Lehrmittelautorin und viele Jahre lang als Projektleiterin bei den Klubschulen gearbeitet. Ausserdem war sie während fünf Jahren organisatorischadministrative Schulleiterin und später Schulevaluatorin bei der Fachstelle für Schulbeurteilung. Kurz: Esther Naef ist Bildungsfachfrau. Dass sie darüber hinaus auch noch Behördenerfahrung hat, ist ein Glücksfall: Vier Jahre lang war Esther Naef Mitglied der Schulpflege Oberengstringen und drei Jahre lang Mitglied der Primar-

schulpflege Affoltern. Seit 2010 arbeitet Esther Naef als selbstständige Webpublisherin und Texterin in Affoltern. Der Schulzweckverband Affoltern ist in der Bevölkerung wenig bekannt. Schulen und Lehrpersonen aber wissen um die Wichtigkeit dieser Behörde, die gemeindeübergreifend Aufgaben und Fragen im heilpädagogischen Bereich wahrnimmt. Esther Naef wird auf die Bedürfnisse der Zweckverbandsgemeinden eingehen. Sie möchte tragfähige Beziehungen zu allen Akteuren schaffen und sich für sinnvolle Abläufe und Strukturen einsetzen. Ihr Organisationstalent und ihre effiziente Arbeitsweise werden ihr dabei helfen. Ihre vermittelnde, ruhige und klare Haltung, ihre Fähigkeiten, gut zuhören zu können und konsensorientiert zu arbeiten, sind beste Voraussetzungen, um in einem Dreiergremium erfolgreich zusammenzuarbeiten. Die SP Bezirk Affoltern empfiehlt Esther Naef zur Wahl in die Verbandsschulpflege. Sie bringt Behördenerfahrung und das nötige Engagement mit für eine fachkundige Mitarbeit in der dreiköpfigen Verbandsschulpflege. Für die SP Bezirk Affoltern: Franziska Sykora

Die Wertschätzung wird vermisst Grosszügige Unterstützung der Vereine, Verhandlungsbericht des Gemeinderats Affoltern im «Anzeiger» vom 22. Januar. Einige Aussagen im Verhandlungsbericht des Gemeinderates Affoltern können wir nicht unwidersprochen lassen. Mit den 3000 Franken, mit denen die Gemeinde den Chlausmärt seit 2006 jeweils unterstützt, konnte die Voba nicht nur das Defizit abdecken, sondern auch den Anlass jedes Jahr attraktiver gestalten. So wurden die Märlistube und das Weihnachtssingen auf der Bühne eingeführt, und der Samichlaus mit Schmutzli durften grosszügig Schöggeli, Manderinli und Nüsse verteilen. Wenn ein Gewinn resultierte, egal bei welchem Anlass, haben wir den nicht eingesackt, sondern reinvestiert, sei es in Stromkästen (7400 Franken) für die Aussteller oder um den Markt für die Besucher abwechslungsreicher zu gestalten. Seit der Gründung 1994 durften wir bis 2014 die Marktstände gratis benutzen. Um am Markt teilzunehmen, zahlen die Markt-

fahrer eine Platzgebühr von 80 Franken. Wird von der Voba zusätzlich ein Marktstand gestellt, kostet die Teilnahme 100 Franken. Somit wird eine Standmiete von 20 Franken erhoben. Seit letztem Jahr verrechnet uns die Gemeinde Nutzungskosten von 20 Franken pro Stand. Bei 60 Ständen sind das 1200 Franken. Der Sockelbeitrag von der Gemeinde wird in Form von Gebühren und Auflagen zu rund zwei Dritteln wieder eingefordert. Wir mussten sowohl auf das Märchen wie auf die Bühne verzichten, um keinen Verlust einzuhandeln. Weiter beträgt die Defizitgarantie der Gemeinde für das Dorffäscht 2015 nicht 5000, sondern 2000 Franken. Das ist allerdings kein Budget-Posten, sondern für einen Notfall reserviert: Wir geben kein Geld aus, das wir nicht haben. 2800 Franken kostet uns allein das auferlegte Littering-Konzept: Wir mussten dafür Depot-Becher bedrucken lassen. Zudem bauchte es zusätzliche Leute für die Herausgabe und Rücknahme der Becher. Für die Abfallentsorgung hat sich Schmid AG, das regionale Entsor-

gungszentrum, bereit erklärt, das ganze Konzept durch Sponsoring zu übernehmen. Der Gemeinde sind dadurch keine zusätzlichen Kosten entstanden. Um den Gewinn noch zu relativieren, sind uns bei einem Umsatz von 32 400 Franken noch 864 Franken übrig geblieben. Ziel unserer Anlässe war und ist es immer noch, die Begegnungszone lebendig zu machen, etwas in der Bevölkerung zu bewegen und Vereinen eine Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren. Während die Gemeinde das Engagement früher wohlwollend unterstützt hat, wird heute mit Auflagen und verrechneten Leistungen des Regiebetriebes das Durchführen solcher Anlässe erschwert, nahezu verunmöglicht. Die offensichtlich fehlende Wertschätzung nimmt uns die Freude, uns für Affoltern zu engagieren. Wir haben die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben, mit der Gemeinde eine konstruktive Lösung zu finden. Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern: Barbara Roth, Alfi Calabrese

Spekulation mit Nahrungsmitteln An der GV der SP Bonstetten vom 24. Januar 2016, die traditionsgemäss an einem Sonntag im Januar stattfindet, hat Michael Nanz, Co-Präsident der Menschenrechtsorganisation Fian Schweiz für das Recht auf Nahrung (fian-ch.org), über die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» referiert. Über diese Initiative wird am 28. Februar 2016 abgestimmt. Seine interessanten Ausführungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Die nützliche Spekulation Agrarrohstoffe – Weizen, Mais, Reis, Sojabohnen, Zucker, Kakao, Kaffee, Baumwolle, Vieh unter anderem – werden auf Spotmärkten und Terminmärkten gehandelt. Auf den Spotmärkten werden physische, das heisst reell vorhandene Rohstoffe zwischen Produzenten und Verarbeitern gehandelt. Auf den Terminmärkten werden Verträge abgeschlossen, die berechtigen bzw. verpflichten, eine bestimmte Menge eines Rohstoffs an einem festgelegten Termin zu einem zuvor ausgehandelten Preis zu liefern. So weiss der Produzent schon vor der Ernte, welche Menge er wann zu welchem Preis verkaufen kann. Die Abnehmer der Ware wissen, mit welchen Preisen sie kalkulieren können. Auf den Terminmärkten sind kommerzielle Händler (Produzenten und Konsumenten von physischen Rohstoffen) und nicht kommerzielle Händler tätig. Letztere verfügen nicht über physische Rohstoffe, sondern übernehmen gegen eine Prämie das Preisrisiko von kommerziellen Händlern und hoffen, von den Preisentwicklungen zu profitieren. Die Tätigkeit beider Gruppen entspricht dem, was man kommerzielle bzw. «nützliche Spekulation» nennt. Anzumerken ist, dass die Anzahl der Kontrakte pro Akteur beschränkt wurde (sogenannte Positionslimiten). Man war sich offensichtlich bewusst, dass ohne diese Limiten die angestrebte Preisstabilität gefährdet sein könnte.

Die problematische Spekulation Gegen Ende der 1990er-Jahre wurde mit massivem Lobbying eine Aufweichung der Positionslimiten erreicht. In der Folge drangen zahlreiche Finanzinvestoren, Banken, Hedge Funds und institutionelle Anleger mit über hundert Milliarden Dollar in die Terminmärkte ein. Sie suchten nach dem Platzen der Internetblase und später der Immobilienblase in den USA ein

Über 2000 Franken für «MuKiBa»

Die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!» Obwohl die genauen Auswirkungen dieser Spekulation auf die Preise umstritten sind, kann man feststellen, dass in den letzten Jahren bei Agrarprodukten grosse Preisschwankungen eingetreten sind, welche bei armen Menschen in vielen Drittweltländern eine Hungersnot verursacht haben. Um dem entgegenzuwirken, will eine Volksinitiative der problematischen Spekulation mit Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln einen Riegel schieben. Selbstverständlich kann sie das nur in der Schweiz. Da aber die kleine Schweiz einen relativ wichtigen Finanzplatz darstellt, ist dies nicht wirkungslos. Auch sollte die Signalwirkung nicht unterschätzt werden. Zudem sind die USA und die EU bestrebt, die Situation zu verbessern, und es wäre einmal mehr sehr stossend, wenn die schädlichen Geschäfte, die in andern Ländern nicht mehr möglich sind, von der Schweiz aus getätigt werden könnten.

Die unverständliche Haltung des Bundesrates Der Bundesrat argumentiert gegen die Initiative mit wirtschaftlichem Schaden und Verlust von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Man fragt sich ernsthaft, kann denn die reiche Schweiz nur auf Kosten der Ärmsten auf dieser Welt überleben? Und dann wundert man sich, wenn diese Menschen eines Tages bei uns als Flüchtlinge auftauchen. Aus der nachfolgenden Diskussion ergab sich klar: Die SP Bonstetten ruft auf, in der Abstimmung vom 28. Februar 2016 ein Zeichen zu setzen und bei der Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» Ja zu stimmen. SP Bonstetten

Eine fünfte Röhre durch den Gotthard?

In neun Monaten um die Welt, Multimediashow der Familie Höhn vom Samstag, 23. Januar, im Primarschulhaus 4 in Bonstetten. Wir bedanken uns herzlich für das zahlreiche Erscheinen zu unserem Vortrag am letzten Samstag in Bonstetten. Über Ihr Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen haben wir uns sehr gefreut. Auch wir haben den Abend sehr genossen. Der Erlös des Abends beträgt dank Ihnen erfreulicherweise über 2000 Franken. Den Betrag haben wir bereits an «MuKiBa» für die Arbeit im Sudan/Afrika weitergeben. Wir wünschen viele schöne Reiseerlebnisse und stehen gerne auch weiterhin für Auskünfte und Reisetipps zur Verfügung. Bettina und Martin Höhn, Bonstetten

neues Investitionsfeld. Dabei wird teils auf langfristig steigende Preise gesetzt, teils auf kurzfristige Preisschwankungen. Logischerweise wird dadurch das ursprünglich angestrebte Ziel der Preisstabilität unterlaufen. Die zur Preisabsicherung gegründeten Warenterminbörsen werden von branchenfremden Finanzinstitutionen zu rein spekulativen Zwecken missbraucht. Die Preise werden nicht mehr von den Bedürfnissen der Bauern und Konsumenten bestimmt, sondern von den Strategien und Motiven der Finanzakteure.

Helene Harlacher informiert die Besucher über die Arbeit von «MuKiBa». Rechts Bettina Höhn. (Bild zvg.)

Sie haben richtig gelesen. Am 28. Februar stimmen wir darüber ab, ob am Gotthard eine fünfte Röhre gebaut werden soll. Wir haben den Bahntunnel zwischen Göschenen und Airolo, wir haben den A2-Tunnel für den Autoverkehr und dieses Jahr werden die zwei Neat-Röhren zwischen Erstfeld und Biasca eröffnet, die dreissig Milliarden gekostet haben. Erklärtes Ziel der Neat ist eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Bahn. Eine fünfte Röhre am Gotthard torpediert die in der Neat-Abstimmung von 1992 und der Alpenschutzinitiative von 1994 verankerte Politik der Umlagerung eines grossen Teils des Transitverkehrs auf die Schiene. Mit vier Röhren sollten wir in der Schweiz mit so vielen kreativen Köpfen in der Lage sein, während der Sanierungszeit des Strassentunnels bessere Lösungen zu finden als das vorliegende Projekt. Alternativen liegen auf dem Tisch. Stimmen wir Nein, um später nicht als Schildbürger dazustehen. Georges Köpfli, Hausen am Albis


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Als Freiämter noch Ausländer waren Mit dem Bundesstaat 1848 wurde die Personenfreizügigkeit in der Schweiz eingeführt: eine Migrationsanalyse Seit 1848 dürfen sich Schweizer und Schweizerinnen frei im Säuliamt niederlassen, seit 2002 auch Bürger vieler EU-Mitgliedsstaaten. Der «Anzeiger» hat die Bevölkerungsbewegungen in den Säuliämtler Gemeinden, innerhalb des Kantons Zürich und der Schweiz in den letzten 200 Jahren analysiert.

rungswachstum einsetzte – im Bezirk war die Zahl inzwischen auf 18 382 Einwohner angewachsen – wohnten bereits 40 826 Personen im Bezirk Dietikon. Ende 2014 zählte das Säuliamt 50 526 Einwohner und der Bezirk Dietikon 86 617. Laut Planung der Gemeinden, anhand der vorhandenen Baureserven und Verdichtungsmöglichkeiten, wird die Bevölkerung im Knonauer Amt bis 2030 auf rund 61 000 Einwohner ansteigen.

................................................... von salomon schneider

Aargauer waren Ausländer

Im Bezirk Affoltern blieben Landwirtschaft und Handwerk bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts die wichtigsten Erwerbsquellen. Die Region konnte daher zwischen 1850 und 1950 nur beschränkt von der liberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung und damit von der Industrialisierung profitieren. Da im Säuliamt wenige Fachkräfte wohnten, zog es trotz Bahnverbindung nur wenige innovative Firmen in die Region. Die Bevölkerung wuchs deshalb in 100 Jahren nur um 2361 Personen oder 18 Prozent, auf 15 268 Einwohner. In zahlreichen Gemeinden konnten die Zuzüge nicht einmal die Wegzüge kompensieren. In derselben Zeit vervielfachte sich jedoch die Einwohnerzahl der Stadt Zürich – von 41 690 Einwohnern 1850 auf 390 020 Einwohnerinnen 1950. Das Einwohner-Maximum erreichte die Stadt Zürich 1962 mit 445 314 Einwohnern. Anschliessend sank die Einwohnerzahl kontinuierlich bis ins Jahr 2000, als nur noch 363 273 Menschen in der Stadt Zürich lebten. Ende 2014 waren es jedoch bereits wieder 404 783 Personen, primär aufgrund des Wachstums im Norden der Stadt.

Bis 2030 wird das Säuliamt auf 61 000 Einwohner anwachsen Der Siedlungsdruck der Stadt Zürich und seit einigen Jahrzehnten auch der Stadt Zug, wirkte sich zudem entscheidend auf die Zürcher Agglomeration aus. Der Bezirk Dietikon beispielsweise ist flächenmässig halb so gross wie der Bezirk Affoltern und hatte 1850 auch nur halb so viele Einwohner wie das Knonauer Amt. Bis 1920 hatte sich die Einwohnerzahl des Bezirks Dietikon mehr als verdoppelt, während der Bezirk Affoltern in dieser Zeit nur um 579 Personen, auf 13 522 Einwohner, gewachsen war. Die beiden Bezirke blieben jedoch nicht lange gleichauf. Als 1960 in Affoltern das Bevölkeanzeige

Woher die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Affoltern im 19. und 20. Jahrhundert stammten, wurde nie im Detail erhoben. Dafür wurde erhoben, woher die Bewohner des gesamten Kantons Zürich stammten. Dabei gilt es zu bedenken, dass vor 1848 jemand, der von Merenschwand nach Obfelden oder von Steinhausen nach Knonau zog, genauso als Ausländer galt wie beispielsweise ein Neuseeländer, der sich im Säuliamt niederliess. 1836 lebten gesamthaft 231 576 Menschen im Kanton Zürich. 217 219 waren Zürcher und 14 357 waren Ausländer – nur gut die Hälfte davon, 7991 Personen, kamen aus anderen Kantonen der heutigen Schweiz. Da es noch keine Personenfreizügigkeit unter den eidgenössischen Ständen gab, war es für Aargauer ähnlich schwierig, im Kanton Zürich eine Niederlassungsgenehmigung zu bekommen, wie heute für Wirtschaftsmigranten von ausserhalb des Schengen-Raums. Bereits 1937 machten sich im Säuliamt erste Anzeichen für die Abkehr vom regionalen Grenzdenken bemerkbar, als Knonau als Bezirkshauptort vom grösseren und zentraler gelegenen Affoltern abgelöst wurde.

Bauarbeiter der Affoltemer Zentrumsüberbauung beim gemütlichen Znüni. Die neun Arbeitskollegen stammen aus Italien, Portugal, der Schweiz und Serbien. (Bilder Salomon Schneider) digkeit von Infrastrukturbauten erkannten, wurde der Arbeitsmarkt viel dynamischer. Da es an den Kantonsgrenzen keine Zölle mehr gab und der Schweizerfranken eingeführt wurde, wurde die gesamte Schweiz zu einem für damalige Verhältnisse respektablen Binnenmarkt. Vorher hatten die Zölle alle ausserkantonalen Produkte und Rohstoffe so stark verteuert, dass primär mit lokalen Produkten vorlieb genommen wurde, was gerade im Industriesektor Innovation im Keim erstickte. Der gewachsene Binnenmarkt führte zu Binnenmigration, die am Anfang auf Kosten des Ausländeranteils erfolgte. Da es viel einfacher war, Schweizer als Ausländer einzustellen.

Die Landesgrenzen werden geöffnet

Vom armen Auswanderungs- zum vermögenden Einwanderungsland

1848, als nach dem Sonderbundskrieg der Schweizer Bundesstaat gegründet wurde, verwandelten sich die Zürcher Landesgrenzen in Kantonsgrenzen und die Niederlassungsfreiheit wurde für Schweizer Bürger und Personen mit Aufenthaltsgenehmigung eingeführt. Dies setzte sofort Migrationsströme in Gang. 1850 lebten bereits 11 184 Personen aus anderen Kantonen im Kanton Zürich, jedoch nur noch 5573 Ausländer. Von diesen waren 1085 durchreisende Ausländer und 1539 politische Flüchtlinge. Da die für die Industrialisierung benötigten Arbeitskräfte jetzt aus der ganzen Schweiz geholt werden konnten und die liberalen Industriellen die Notwen-

Der in den Zentren Uster, Winterthur und Zürich immer stärker industriell geprägte Kanton Zürich benötigte dank der fortschreitenden Industrialisierung immer mehr Arbeitskräfte – gerade auch von den Hochschulen aus den Nachbarländern. Auf dem vorläufigen Zenit des Wachstums, 1910, lebten 401 459 Schweizer im Kanton Zürich und 102 456 Ausländer. Die Schweiz wurde durch die liberale Verfassung und dem damit einhergehenden Wirtschaftswachstum also innerhalb von 50 Jahren vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland. Mit dem Ersten Weltkrieg, der zuerst von der Hyperinflation und dann von der grossen Depression geprägten

Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkriegs ging es der Schweiz im europäischen Vergleich zwar wirtschaftlich nicht schlecht, gerade die Landbevölkerung machte aber sehr entbehrungsreiche Zeiten durch. 1941 lebten 636 559 Schweizer im Kanton Zürich, jedoch nur noch 37 946 Ausländer.

Dynamischer Arbeitsmarkt dank Migration Dieselbe Geschichte wiederholte sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er-Jahre, als der Wachstumszenit überschritten wurde und der Ausländeranteil im Kanton Zürich folglich wieder abzunehmen begann. Es kann also gesagt werden, dass die Migration zentral verantwortlich war für das Wirtschaftswachstum der Schweiz. Die Binnenmigration machte den Arbeitsmarkt dynamisch. Arbeitsmigran-

ten aus dem Ausland kamen vor allem, wenn es auf dem Binnenmarkt keine neuen Arbeitskräfte mehr gab vermehrt in die Schweiz. Wenn es wirtschaftlich schlechter ging, kehrten viele wieder in ihre Heimatländer zurück oder zogen weiter. Kulturbruchstücke aus den verschiedenen Schweizer Kantonen haben sich gerade in den wirtschaftlichen Blütezeiten so stark vermischt, dass nur wenige Jahrzehnte später schwierig zu sagen ist, woher ein Kulturgut eigentlich stammt. Liberales Gedankengut und Migration sind einerseits für die vielfältige Küche, Architektur, Kunst und Kultur verantwortlich, andererseits für das lang anhaltende und nachhaltige wirtschaftliche Wachstum, das die Schweiz immer noch auszeichnet. Jedenfalls sind alle Schweizerkreuz-T-Shirts aus ausländischer Baumwolle oder erdölbasierten Kunststoffen gefertigt .

Bis 1848 standen beidseits der Reuss Zollhäuschen. Die erste Brücke zwischen Obfelden und Merenschwand wurde erst 1864 gebaut.


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Die attraktive, stadtnahe Gemeinde Uitikon wird sich in den kommenden Jahren stark weiter entwickeln. Es bietet sich die einmalige Gelegenheit, diese Entwicklung mitzugestalten und inmitten des Geschehens für einen modernen und kundenfreundlichen Service in der Verwaltung einzustehen. Der derzeitige Stelleninhaber wird Mitte 2017 pensioniert. Die Stelle des

Gemeindeschreibers (m/w) ist daher, mit Stellenantritt nach Vereinbarung, neu zu besetzen. Ihre Aufgaben an Ihrem neuen Arbeitsort Uitikon Als umsichtiger Dienstleister führen Sie in enger Zusammenarbeit mit dem engagierten Gemeinderat und einem motivierten Verwaltungsteam die gesamte Gemeindeverwaltung. Sie unterstützen alle Beteiligten in konzeptionellen, operativen und juristischen Fragen, sind Personalchef, sorgen für Übersicht, Vernetzung und transparente Kommunikation nach innen und aussen. Ihr Know-how, vorausschauendes Denken, politisches Gespür, Engagement und Ihre Sorgfalt gewährleisten einwandfreie Verwaltungsabläufe sowie den optimalen Einsatz der vorhandenen Mittel. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe ✓ verfügen Sie über Praxis- und Führungserfahrung, idealerweise aus einer ähnlichen Funktion in einer öffentlichen zürcherischen Verwaltung ✓ sind Sie Inhaber/in eines IVM-Fähigkeitsausweises oder einer gleichwertigen Ausbildung und verfügen über ein entsprechendes Ausbildungsniveau ✓ haben Sie einen guten Überblick über die einschlägigen Bestimmungen des öffentlichen und privaten Rechts ✓ weisen Sie sich über fundierte Kenntnisse in der Personal-, Führungs- und Organisationslehre aus, sind belastbar, setzen Prioritäten richtig, denken vernetzt und haben eine schnelle Auffassungsgabe ✓ haben Sie ein ausgeprägtes Sensorium für politische und personelle Belange, sind teamfähig, initiativ und selbstständig ✓ haben Sie Freude am Redigieren von Texten und sind im mündlichen sowie schriftlichen Ausdruck gewandt ✓ sind Sie bereit zu Abendverpflichtungen und übernehmen gerne die Öffentlichkeitsarbeit ✓ verfügen Sie über fundierte PC-Anwender-Kenntnisse Wir bieten Ihnen ✓ sehr attraktive Anstellungsbedingungen auf Basis des kantonalen und kommunalen Personalrechts ✓ eine seriöse Einarbeitung durch den derzeitigen Stelleninhaber ✓ ein spannendes, abwechslungsreiches Arbeitsumfeld Sind Sie interessiert? Wenn Sie sich dieser Herausforderung stellen wollen, senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen dem Gemeinderat Uitikon, Gemeinderatskanzlei, Zürcherstrasse 59, 8142 Uitikon, bis 4. März 2016 zu. Die Website www.uitikon.ch und der derzeitige Stelleninhaber, Gemeindeschreiber Bruno Bauder, Telefon 044 200 15 00, vermitteln Ihnen gerne weitere Informationen.

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Irakische Gegensätze

UBS-Chefökonom Daniel Kalt war zu Gast beim Arbeitgeberverband in Rifferswil. > Seite 15

Das Kino Lux zeigt «Iraqi Odyssey», eine weltumspannende FamilienSaga. > Seite 19

Freitag, 29. Januar 2016

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Natürliche Kreisläufe Karin Hindenlang engagiert sich als Wildnispark-Geschäftsführerin für die Natur. > Seite 23

Erfolgreicher Messeauftritt mit Neuheiten Ernst Schweizer AG Schweizer blickt zurück auf die Swissbau Mit einem doppelstöckigen Inselstand, akzentuiert durch kräftige Farben, hat sich die Ernst Schweizer AG mit den fünf Geschäftsbereichen an der diesjährigen Swissbau präsentiert. Die Stand-Mitarbeiter konnten den zahlreichen Interessenten wiederum überzeugende Neuheiten vorstellen.

Myriam und Roland Bulliard laden zur dreifachen Jubiläumsfeier. (Bild zvg.)

Ein Jubiläumsjahr am Küferweg Die Weinhandlung am Küferweg wurde vor dreissig Jahren gegründet. Seit 20 Jahren ist Myriam Bulliard im Team und seit fünf Jahren führt sie den Weinladen am Küferweg selbstständig. Gute Gründe, dies mit Küferweg-Kunden zu feiern! 1986 war ein bewegtes Jahr. In Tschernobyl explodierte Block 4 und in Schweizerhalle kommt es zu einem Grossbrand beim Chemiekonzern Sandoz. Reinhold Messmer besteigt als erster Mensch alle vierzehn Achttausender und Lady Gaga kommt zur Welt. Und: Am 14. Mai wird die Weinhandlung am Küferweg AG ins Handelsregister eingetragen. 1986 gründete Heiner Stolz zusammen mit Freundinnen in Obfelden die Weinhandlung am Küferweg. Sie suchten die besten Weine in der Schweiz und in Europa und es ergab sich schon im ersten Geschäftsjahr die Zusammenarbeit mit den jungen Winzerpaaren Martha und Daniel Gantenbein aus Fläsch sowie Lilo und Werner Stucky aus Rivera, die das Sortiment der Weinhandlung nach wie vor bereichern. Von Anfang an wurden aus ökologischen Gründen Weine auch in Liter- und Halbliterflaschen als Hausmarken angeboten. Dieses Sortiment, nach und nach ausgebaut und beschränkt auf Weine vorwiegend aus biologischem Anbau, ist heute noch ein Schwerpunkt im Küferweg-Angebot.

Vom Keller in die Scheune Das Verkaufslokal befand sich anfangs im Kellergewölbe des Wohnhauses von Heiner Stolz. Die Idee, nicht nur gute, sondern auch «gesunde» Weine zu verkaufen, schlug ein. Zum Erfolg beigetragen hat zudem, dass der ehemalige Verlagsbuchhändler Heiner Stolz nicht bloss spezielle Weine, sondern im jährlich erscheinenden Weinbuch auch die dazugehörigen Geschichten vermittelte. Bald schon wurde es im Privatkeller zu eng. Im benachbarten Wirtschaftsgebäude, von allen einfach

«Scheune» genannt, wurde ein repräsentativer Verkaufsladen eingerichtet, und im ersten Stock Arbeitsplätze für die wachsende Zahl von Mitarbeitenden. Auf der anderen Seite der Dorfstrasse, auf dem Areal der ehemaligen Seidenfabrik Stehli, konnten perfekte Lagerräume gemietet werden, in denen regelmässig auch Degustationsfeste stattfanden, an denen Musikgruppen wie Musique Simili, Max Lässer, Kur und Bad oder Musique en route die Gäste bezauberten.

Weinhandlung zog um, der Weinladen blieb Nach zwanzig Jahren Weinhandel ins Pensionsalter gerutscht, verkaufte Heiner Stolz zusammen mit den Mitaktionären die Firma. Markus Schamberger übernahm 2007 für die neuen Besitzer die Geschäftsführung und wurde später zusammen mit seiner Frau Ariane Schamberger-Lasagni auch Teilhaber der Weinhandlung am Küferweg AG. 2011 zog das Unternehmen nach Seon. Das Areal der ehemaligen Konservenfabrik bot geeignete Räume für Laden, Büro und Lager. Der Weinladen am Küferweg blieb in Obfelden und wird seit fünf Jahren von Myriam Bulliard, unterstützt von ihrem Ehemann Roland, selbstständig und mit grossem Erfolg weitergeführt. Myriam und Roland Bulliard, tief verwurzelt im Dorf und in der Region, möchten das dreifache Jubiläum – 30 Jahre Küferweg, 20 Jahre mit Myriam Bulliard, fünf davon als Leiterin der Weinhandlung – gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden würdig feiern. So offerieren sie jeweils heute Freitag, 29. Januar, sowie an den Freitagen, 26. Februar, 1. und 29. April, von 18 bis 21 Uhr kleine Häppchen, begleitet von köstlichen Weinen. Am Freitag, 16. September, von 16 bis 21 Uhr und am Samstag, 17. September, von 14 bis 20 Uhr findet dann das grosse Jubiläums-Degustationsfest statt, mit Musik und Verpflegungsmöglichkeit. Details dazu folgen. (pd.) Weinladen Obfelden, Küferweg 3, Obfelden, Tel. 044 761 10 00, www.bioweinladen.ch, info@bioweinladen.ch.

Der Geschäftsbereich Fassaden setzte die Fotovoltaik-Fassade ins Zentrum mit Modul-Mustern, die zeigten, wie ästhetisch heute eine PV-Anlage in die Gebäudehülle integriert werden kann. Schweizer verfügt über eine seit den 90er-Jahren aufgebaute Erfahrung im Bereich PV-Fassaden und bietet eine Komplettleistung in Beratung und Ausführung von der Fassaden- über die Modul- bis zur Elektrotechnik an. Der Geschäftsbereich Holz-/Metall-Systeme setzte den Schwerpunkt auf die im Profil überarbeitete, Minergie- und Minergie-P-vorzertifizierte Schiebetür ST FV. Deren scharfkantige Optik wurde leicht modifiziert, sodass sich thermisch bedingte Ausdehnungen optisch nicht auswirken. Der vollautomatische Antrieb stattet die grossflächige Schiebetür ST Drive mit allen Vorzügen aus, die man sich im gehobenen Ausbaustandard wünscht. Zusätzlich wurde das neue Pfosten/Riegel-System Raico Therm+ H-V vorgestellt. Der Geschäftsbereich Fenster und Türen stellte die rahmenlose Ganzglas-Schiebefaltwand GG-1600 aus, die neu mit einem 12 mm starken Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und einer Flügelhöhe von bis zu 3 Metern erhältlich ist. Aber auch die bewährte Ganzglas-Schiebewand GS-110 und die hochisolierte Glasfaltwand IS-4400 stiessen auf viel Interesse.

Paketbox plus mit neuen Zusatzfunktionen Der Geschäftsbereich Briefkästen und Fertigteile zog viele Interessierte mit der Paketbox plus an. Das bequeme Einkaufen via Internet ist zum festen Bestandteil des Alltags geworden. Die Anzahl der schweizweit verschickten anzeige

Via Touchscreen kann der Benutzer die Sonnerie und die Paketboxen auf einfache Art bedienen. (Bild pd.) Pakete verzeichnet jährlich zweistellige Zuwachsraten. Diesem Trend entsprechend entwickelte und lancierte Schweizer 2014 in Zusammenarbeit mit der René Koch AG einen neuartigen Briefkastentypus: die Paketbox plus. Sie kann als die neue Briefkastengeneration für das digitale Zeitalter bezeichnet werden. Diese Software-gesteuerte Anlage besteht aus Briefkästen, Paketboxen und einem Infoterminal. Via Touchscreen wählt der Bote den Empfänger, worauf auf dem Bildschirm alle freien Boxen angezeigt werden. Für die Zustellung benötigt er keine PIN. Nachdem er das Paket in die gewählte Box gelegt und diese wieder geschlossen hat, kann sie der Empfänger später mühelos mit seiner persönlichen PIN öffnen. Neu wird der Empfänger sofort per SMS und/oder EMail über eine Zustellung benachrichtigt. Ein Abholschein ist nicht mehr nötig, die Fahrten zu den Abholstellen und auch Zweitzustellungen entfallen. Das erwartete Paket liegt sicher in der Paketbox direkt beim Hauseingang. Mit der neuen Funktion «pick@home» ist auch die Rücksendung einfach und ohne Gang zur Post möglich. Mittels Eingabe des vierstelligen Rücksendecodes der Post wird das Paket in die ausgewählte Paketbox gelegt. Der Postbote entnimmt das Paket der Box mit selbigem Code bei seiner nächsten Tour.

Formal sind die Paketboxen an das bewährte Christen-Design angelehnt, jedoch sind sie zwei- bis dreimal grösser als die Briefkästen. Die Paketbox plus wurde im Jahr ihrer Markteinführung mit dem Innovationspreis Architektur+ Fenster Tür Fassade an der Messe fensterbau/frontale 2014 in Nürnberg ausgezeichnet. Kürzlich erhielt sie vom Rat für Formgebung, dem German Design Council Deutschland, den German Design Award «Winner» 2016 für herausragende Designqualität zugesprochen. Der Geschäftsbereich Sonnenenergie-Systeme zeigte vielseitige Lösungen mit Kollektoren für die Wärme- und PV-Module für Stromgewinnung, darunter den flexibel gestaltbaren Doma Flex Holz Grossflächenkollektor für die Fassaden- oder die Dachanwendung. Oder das auffallend grosse Kombi-Indach-Exponat bestehend aus Kollektoren FK1 und PV-Modulen, montiert mit dem PV-Montagesystem Indach Solrif. Die neuen PVMontagesysteme der MSP-Reihe waren mit dem Modell Flachdach MSP-FR-EW in Ost-West-Ausrichtung vertreten. Dass auch im Sonnenenergiebereich Farbe ein Thema ist, zeigte sich einerseits an den Exponaten, andererseits an den SonnenkollektorFarbmustern. Momentan stehen acht Farben zur Auswahl, weitere sind in Entwicklung. (pd.)


Ref. Kirche Maschwanden

irchliche Anzeigen Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst Pfarrer Jürgen Schultz Donnerstag, 4. Februar Seniorenwanderung 9.00 Treffpunkt Dorf Aeugst am Albis Billette werden abgegeben Freitag, 5. Februar 18.30 Juki-Filmabend in der Chilestube (6. Klasse)

Ref. Kirche Affoltern a. A. Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst mit Pfr. U. Boller. Predigt zu Lukas 2, 41–52: Kind, warum hast du uns das angetan?

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Reinhard Rolla An der Orgel: Joseph Bachmann

Ref. Kirche Hausen a. A. Freitag, 29. Januar 20.15 Kinoabend der Gruppe Welt in der reformierten Kirche Rifferswil Sonntag, 31. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Fischer Kinderhüeti im Pfarrhaus während des Gottesdienstes Montag, 1. Februar 9.00 Lese- und Gesprächskreis im Pfarrhaus 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Freitag, 5 . Februar 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 31. Januar 19.00 Musikalischer Abendgottesdienst Der Ottenbacher Chor singt die Missa Tertia von Lajos Bardos Leitung Anette Bodenhöfer Orgel Susanne Baltensberger Pfarrer Walter Hauser

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 31. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Ch. Menzi Dienstag, 2. Februar 19.00 Jugendgottesdienst

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 31. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Christof Menzi 17.15 Im Klosterkeller Musik und Wort mit der Jomtov Klezmerband «Klezomania» Margot Peyer, Gesang Eva van den Berg, Klarinette Cindy Oppliger, Akkordeon Marlies Bruhin, Posaune Eveline Wittwer, Klavier Susann Brandenberg, Kontrabass Lesungen: Margot Peyer Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Imbiss Eintritt frei. Kollekte. Mittwoch, 3. Februar 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 4. Februar 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli

Ref. Kirche Knonau Sonntag, den 31. Januar Sonntag Sexagesimae 10.00 Gottesdienst in Maschwanden mit Pfr. Maurer, Vikarin Albrecht und Pfrn. Mehl, Konfirmanden Mit Abendmahl, Fahrdienst ab Kirche Knonau um 9.45 Uhr Amtswoche: Pfrn. Mehl Maschwanden

Freitag, 29. Januar 20.00 Taizéfeier mit Pfrn. C. Mehl und dem Taizèéeam Klavier: Linda Messerli Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst «Date mit Gott» mit Abendmahl in Maschwanden, mit Konfirmanden, Pfr. T. Maurer, Pfrn. C. Mehl Vikarin R. Albrecht Musik: Marianne Rutscho Sonntag, 7. Februar 10.00 Gottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. C. Mehl, Musik: Marianne Rutscho «Ich hasse eure Feste und kann eure Feiern nicht ausstehen . . . Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder! Euer Harfengeklimper ist mir lästig.» Diese Worte ruft vor etwa 2700 Jahren Amos Gottesdienstbesuchern zu. Wir wollen die Worte dieses Propheten zum Anlass nehmen, um darüber nachzudenken, was Gottesdienst heute für uns bedeutet 17.00 JUKI-Gottesdienst in der Kirche Maschwanden «Akku fast leer», mit Pfarrteam T. Maurer, A. Fritz, C. Mehl, Piano: Marianne Rutscho, Schlagzeug: Martin Brand, Anschliessend Imbiss im Pfarrhaus

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst im Kanzeltausch mit Rifferswil Pfarrerin Yvonne Schönholzer Orgel Ursula Hauser www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden

Ref. Kirche Ottenbach

Kath. Kirche Obfelden

Freitag, 29. Januar 19.00 Concerto piccolo mit Voci Eleganti Reformierte Kirche Sonntag, 31. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Andres Boller Kornél Radics (Orgel) Reformierte Kirche 10.45 Jugendgottesdienst mit Pfr. Andres Boller Reformierte Kirche Dienstag, 2. Februar 11.30 Senioren-Mittagstisch Katholisches Chilehuus 14.00 Frauen-Treff Aufenthaltsraum Alte Landstrasse 33 Donnerstag, 4. Februar 12.00 Club 4, Gruppe Alpha Reformiertes Kirchgemeindehaus 13.30 Seniorenwandergruppe Parkplatz Zendenfrei

Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst Pfarrer Marco Borghi Veronica Nulty, Orgel www.kircheottenbach.ch

Sonntag, 31. Januar 10.30 Eucharistiefeier dt./it. Dienstag, 2. Februar 19.00 Lobpreis Donnerstag, 4. Februar 9.00 Gottesdienst mit heiliger Kommunion mit Kerzen-, Brot- und Blasiussegen Anschliessend Chilekafi

www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Rifferswil Freitag, 29. Januar 20.15 Kinoabend der Gruppe Welt Oberamt «Die Zukunft pflanzen» Kirche Rifferswil Sonntag, 31. Januar 9.30 Gottesdienst Pfr. Andreas Fritz Anschliessend Chilekafi

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 31. Januar 17.00 Kirche Wettswil Heartbeat Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Gast: Katrin Zuzàkovà, Künstlerin Musik: Chor Changing Times Anschliessend Apéro Fahrdienst: Anmeldung 30. Januar, 044 700 45 45 Mittwoch, 3. Februar 9.15 und 10.15 Elki Singen im Jugendhaus Stallikon 14.00 bis 16 Uhr Kolibri Treff im Jugendhaus Stallikon 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 4. Februar 9.15 und 10.15 Elki Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil Öffnungszeiten Jugendtreff siehe Homepage

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 30. Januar 17.30 Eucharistiefeier 19.30 Festa Don Bosco der MCLI Sonntag, 31. Januar 9.00 Eucharistiefeier dt./it. Mittwoch, 3. Februar 9.15 Gottesdienst mit heiliger Kommunion mit Kerzen-, Brot- und Blasiussegen Anschliessend Kaffee

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 30. Januar 18.00 Vorabendmesse im Provisorium Bonstetten Sonntag, 31. Januar 10.15 Eucharistiefeier mit dem Mauritius Chor im Singsaal Schulhaus Mettlen Wettswil Dienstag, 2. Februar 19.30 Abendmesse mit Blasiussegen im Provisorium Bonstetten Mittwoch, 3. Februar 9.15 Ökumenisches Morgengebet im Provisorium Bonstetten Donnerstag, 4. Februar 19.00 Rosenkranz im Provisorium Bonstetten Freitag, 5. Februar 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst im Provisorium Bonstetten

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 30. Januar 17.00 Eucharistiefeier mit Blasiussegen Sonntag, 31. Januar 11.00 Familiengottesdienst zu Lichtmess mit Blasiussegen Donnerstag, 4. Februar 8.15 Eucharistiefeier

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 31. Januar 9.45 Gottesdienst Pfr. Ueli Baltensperger Kinderprogramm, Teenie-Godi Montag, 1. Februar 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 3. Februar 14.15 Senioren-Treff 19.00 Teens: peech in der Heilsarmee Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 31. Januar 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) Kinderhort mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 29. Januar 16.00 Café Chazon Sonntag, 31. Januar 10.00 Gottesdienst Hüeti und KingsKids Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 31. Januar 10.30 Gottesdienst Prophet Habakuk, Kapitel 1 Kinderhort/Sonntagsschulen/ Unterricht www.etg-mettmenstetten.ch

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 31. Januar Ab 9.15 Uhr «Sunntigsfiir» für Kinder bis 7-jährig im unteren Raum 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Erteilung des Blasiussegens Weihen der Pfarrei-Kerzen. Sie dürfen auch Ihre eigen Kerzen zum Segnen mitbringen

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 31. Januar 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Februar-Programm 2016 Dienstag, 2./9./16./23. Februar SENIOREN 60plus Gemeinsames Spiel und Gespräche 14 Uhr, Chilehuus im Park, Affoltern Th. Seeburger+Team, 044 761 58 94 Mittwoch, 3./10./17. Februar 2016 FITNESS ab 60 Seniorenturnen für sie und ihn Turnhallen: Ennetgraben: 12.45 und 14.00 Uhr Zwillikon: 13.30 und 14.35 Uhr Donnerstag, 4. Februar 2016 WANDERUNG: Seon–Lenzburg–Wildegg Wanderzeit: ca. 3 Std. 8.00 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg.: Ernst Bründler Anm.: Ursula Frutig, 044 761 80 66 Donnerstag, 18. Februar 2016 SCHNEESCHUHWANDERUNG nach Verhältnissen, Schneeschuhmiete vor Ort Wanderzeit: 2 bis 3 Std. 7.15 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg./Anmeldung: Hans Heierli 044 761 71 43 Donnerstag, 18. Februar 2016 SPAZIERGRUPPE: Uerzlikon–Kappel Spazieren: 1½ Std. 9.45 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg. An-/Abmeldung: Guido Jud 044 761 28 91 Anm. für Wand. & Exk. jeweils bis Spätestens Dienstag, 19.00 Uhr Donnerstag, 25. Februar 2016 THEATERAUFFÜHRUNG «Drei Männer im Schnee» Seniorenbühne Zürich 14.00 Uhr, Kasinosaal, Affoltern Eintritt frei – Kollekte Organisation: Arbeitsgruppe für Seniorendienste Donnerstag, 25. Februar 2016 MITTAGSTISCH 11.15 Uhr, Restaurant Rosengarten Fr. 17.–, An-/Abmeldung: Heidi Kleinhans, 044 761 09 88 Ortsvertretung Pro Senectute VORANZEIGE Mittwoch, 18. Mai 2016 Seniorenreise nach Thun Auskunft: Marcel Ineichen 044 760 44 02


Gewerbe

Freitag, 29. Januar 2016

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Wachstum im Kerngeschäft Die Raiffeisenbank MutschellenReppischtal, zu deren Geschäftskreis auch Stallikon und Wettswil gehören, erarbeitete 2015 erneut ein sehr gutes Ergebnis. Mit einem Wachstum von 5,5 % konnte die Raiffeisenbank Mutschellen-Reppischtal ihre starke Position im Hypothekargeschäft erfolgreich behaupten. Dieses Wachstum trägt massgeblich zum Brutto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft (+0,9 %) bei. «Die Qualität unseres Portfolios ist ausgezeichnet», teilen Verwaltungsrat und Bankleitung mit. Dank der vorsichtigen Kreditpolitik und Kreditprüfung liegen die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste nach wie vor auf einem tiefen Niveau. Das Wachstum der Kundengelder von 3.5 % konnte mit dem Zuwachs der Ausleihungen nicht ganz Schritt halten. Vor dem Hintergrund der immer noch sehr tiefen Marktzinsen erstaunt die Umschichtung von Kassenobligationen auf Spar- und Anlageformen nicht.

Ausgezeichnetes Jahresergebnis und starkes Eigenkapital Aufgrund höherer Transaktionsvolumen nahm der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6,6 % zu. Auch das Handelsgeschäft hat sich 2015 gut entwickelt (+6,4 %). Die Raiffeisenbank Mutschellen-Reppischtal hält eine Beteiligung an Raiffeisen Schweiz, welche massgeblich zur Entwicklung des Beteiligungsertrages beiträgt. Damit konnte der übrige ordentliche Erfolg praktisch gehalten werden. Die Bank hat erneut die Kostenstruktur analysiert und Einsparmöglichkeiten realisiert. Dadurch resultiert – angesichts des hohen Wachstums – ein unterdurchschnittlicher Zuwachs des Geschäftsaufwands von -1,9 %, verteilt auf Personalaufwand (-6,6 %) und Sachaufwand (+5,8 %). Auch mit der Optimierung der Energieeffizienz im Bankbetrieb konnten der Energieverbrauch und somit die Kosten reduziert werden. Die Raiffeisen-Gruppe will ihren CO2-Ausstoss (Basisjahr 2012) bis 2020 um 30 % senken. Die Raiffeisenbank MutschellenReppischtal weist für 2015 ein Jahresergebnis von 229 786 Franken auf (-2,7 %). Dieses Resultat zeigt die hohe Effizienz der Raiffeisenbank. Mit dem erwirtschafteten Gewinn kann das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Unter Berücksichtigung des allgemein tiefen Marktzinsniveaus beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Verzinsung der Anteilscheine von 2.75 %. (pd.)

Ein Exkurs in die Problemzonen der Wirtschaft UBS-Chefökonom Daniel Kalt zu Gast beim Arbeitgeberverband Die Geldpolitik, das sich weiter verschärfende DemografieProblem, die schleichende De-Industrialisierung, die Regulierungswut und das Verhältnis zu Europa bilden hierzulande in den nächsten Jahren die grössten Herausforderungen, sagt der UBS-Chefökonom Daniel Kalt. Am Mittwoch war er Gast beim Arbeitgeberverband in Rifferswil. ................................................... von werner schneiter

Schon rund 10-mal wagte Daniel Kalt beim Ämtler Arbeitgeberverband jeweils im Januar Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung. Dieses Mal begann er sein Referat im gut gefüllten Saal des Restaurants Post in Rifferswil mit einem Blick nach China, wo die Währung, der Yuan, derzeit Kopfzerbrechen bereitet. Nach Jahren der Aufwertung und des Wirtschaftswachstums mit jährlichen Raten von bis zu 15 Prozent drohen nun rezessive Zeiten – das Bremsen bei der Schwerindustrie und die Aufwertung unter anderem des Dienstleistungssektors haben verunsichert. Man will jetzt das unter 7 Prozent abgesunkene Wachstum bei 6½ Prozent stabilisieren. «Fällt es unter 5 Prozent, dann haben wir ein Riesenproblem», prognostiziert Daniel Kalt.

Schweiz immer noch Spitze, obwohl ... Während Schwellenländer wie China, Brasilien oder Russland zunehmend Probleme bekunden, verzeichnen Europa und die USA ein solides Wachstum – und das auch ein Jahr nach dem sogenannten «Frankenschock». Bei der Wettbewerbsfähigkeit sei die Schweiz immer noch europäische Spitze, beim Preiswettbewerb figuriere sie – auch wegen der Frankenaufwertung – lediglich auf Rang 55, so Kalt. Wesentlichen Anteil an der Prosperität hat in unserem Land auch die vergleichsweise geringe Staatsverschuldung, die unter 50 Prozent liegt, in den USA und in Japan bei 230 Prozent, in Griechenland und Italien bei 120 Prozent. Und auch beim Brutto-Inland-Produkt nimmt die Schweiz einen Spitzenplatz ein. Allerdings verstärkt sich die De-Industrialisierung auch – vor allem wegen der Frankenstärke, derweil der Dienstleistungssektor neue Stellen schafft. Unter dem Strich steht im Bereich der Privatwirtschaft aber eine

oder jene, die für Offenheit, Zugang zu Märkten, globale Ausrichtung plädiert?

Zahlreiche Herausforderungen «Bei einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent jammern wir immer noch auf einem sehr hohen Niveau», fährt der Chefökonom weiter, hängt dieser Festellung aber ein ganzes Bündel von grossen Herausforderungen in den kommenden Jahren an. Enorm ist sie bei der Geldpolitik. So haben die USA die Geldmenge auf 4000 Milliarden Dollar ausgeweitet. Die Dieter Greber, Präsident des Ämtler Arbeitgeberverbandes expansive Geldpo(links) und Dr. Daniel Kalt, UBS-Chefökonom. (Bild -ter.) litik zahlt sich dort Null. Im staatlichen und para-staatli- aus, in Form von Wirtschaftswachschen Bereich – öffentliche Verwal- tum. In Europa beglückt die Europäitung, Sozialwesen, Bildung, Gesund- sche Zentralbank (EZB) die Finanzheit usw. – verzeichnen wir einen ge- märkte mit jährlich 60 Milliarden. waltigen Anstieg an neuen Stellen. Und auch in der Schweiz wird die Bilanz mit 500 Milliarden «geladen», um den Franken zu schwächen. «Ich verSog am Arbeitsmarkt stehe Thomas Jordan, den Präsidenten Die Gründe, weshalb die Wirtschaft in des Direktoriums der Nationalbank. Er der Schweiz seit Jahren so stabil ist, hat wegen der Inflationsgefahr kalte liegen laut Daniel Kalt erstens bei der Füsse bekommen», sagte Daniel Kalt. Entwicklung des Frankenkurses und Neuestes Instrument, um den Franken zweitens bei der Immigration. In den zu zähmen, bilden jetzt auch NegativJahren 2000 bis 2007 war der Kurs ge- zinsen. Für eine Art «Zeitbombe» hält Kalt genüber dem Euro schwach (bis Fr. 1.70), was zu Rückenwind geführt hat. auch das sich verschärfende Demogra«Diesen Schwung haben wir in die Kri- fie-Problem. Auf 1000 Milliarden Franse mitgenommen», sagt Kalt. Jetzt ken beziffert er die absehbare Lücke in der AHV. Und bei der zweiten Säule liegt er wieder bei über Fr. 1.10. Die starke Immigration – 80 000 droht – Stand heute – ein durchMenschen, die jährlich in die Schweiz schnittliches Loch von 180 000 Frandrängen – hat zu einem Sog am Ar- ken pro Kopf. Eine weitere Senkung beitsmarkt geführt, zu genügend Fach- des Umwandlungssatzes und ein Ankräften – zusammen mit dem tiefen heben des Rentenalters bilden unumZinsniveau ein Grund, weshalb die gängliche Schritte. «Im Parlament Binnenwirtschaft floriert. Allerdings muss die AHV-Reform gelingen. Sonst stellt sich nun die Frage einer Umset- droht tatsächlich eine Katastrophe», zung der Masseneinwanderungsinitia- fügt Daniel Kalt bei. Als Problem ortet Daniel Kalt auch tive und jene einer Bremse für die Zuwanderung. «Daran haben wir nun zu die in der Schweiz grassierende Regukauen», so Kalt, der die Bilateralen lierungswut. In den letzten zehn JahVerträge für sehr wichtig hält. Mit wel- ren haben sich in Bern die Gesetzescher These fährt die Schweiz aber bes- seiten von 54 000 auf 66 000 erhöht, ser? Mit jener, bei der die Neutralität, allein das Mehrwertsteuergesetz ist die Unabhängigkeit, Föderalismus, die über 3000 Seiten dick. «Man sollte auf Schuldenbremse, die tiefe Staatsquote Verfassungsstufe eine Regulierungsund Steuerwettbewerb betont wird – bremse installieren», fordert Kalt.

Versicherungs-Ratgeber der Mobiliar Die Generalagentur Affoltern am Albis der Mobiliar informiert:

Passt Ihre Versicherung auch zu ihrem neuen Smartphone? Von Galaxy Alpha bis iPhone 6: Die Hochsaison der neuen Smartphones läuft wieder an. Dabei zeigt sich, dass die neuen Modelle immer wertvoller werden. Und damit ist es auch sinnvoll, sich rechtzeitig Gedanken über einen Versicherungsschutz zu machen. Wird das Velo gestohlen oder bei einem Unfall beschädigt, sind die meisten Schweizerinnen und Schweizer abgesichert. Doch bei Smartphones oder Tablets, die oft einen ähnlich hohen Wert haben, sieht die Sache anders aus. Dabei wäre ein Versicherungsschutz nötiger denn je. Denn die neuen Modelle sind zwar technisch top und optisch ein Hingucker – aber natürlich nach wie vor nicht bruchsicher. Zwei Möglichkeiten Wer sich nun also beispielsweise das neue iPhone 6 ergattert hat, hat zwei Möglichkeiten, dieses Gerät abzusichern. Einerseits über eine Bruch- und Diebstahlversicherung, wie sie in vielen Handyshops angeboten wird. Dabei ist aber nur das versicherte Gerät geschützt und meistens auch nur während zwei Jahren. Eine günstige Alternative ist darum ein Zusatz zur Hausratversicherung, die sogenannte Hausratkasko. Diese schützt auch andere Objekte, die in der Grunddeckung noch nicht versichert sind. Bei der Mobiliar beispielsweise sind das neben dem Smartphone auch Tablets, Computer, Musikinstrumente, Sportartikel und vieles mehr. Nur wenig Selbstbehalt Was passiert nun also, wenn der Traum vom neuen Smartphone auf einem harten Boden zerschellt oder buchstäblich ins Wasser fällt? Dann hilft Ihnen diese Hausratkasko, ihr Smartphone zu reparieren oder zu ersetzen. Sie bezahlen lediglich den Selbstbehalt – bei der Mobiliar sind das 50 Franken. Einer für alles Ist das Smartphone über die Hausratversicherung geschützt, hat das aber noch einen weiteren Vorteil. Denn oftmals wird ja nicht nur das Smartphone alleine beschädigt. Etwa bei einem Wasserschaden, bei einem Einbruch oder einem Brand. In diesem Fall können sie den kompletten Schaden über eine einzige Versicherung und damit auch mit einem einzigen Kontakt abwickeln. Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter Telefon 044 762 50 60 oder via E-Mail auf affoltern@mobi.ch.

Generalagentur Affoltern a. A. Obstgartenstrasse 3 8910 Affoltern am Albis Telefon 044 762 50 60 Telefax 044 762 50 70 affoltern@mobi.ch www.mobiaffoltern.ch

Hypnose in der Therapie Empfehlungen der Praxis für Naturheilkunde und Coaching in Affoltern Hypnose ist magisch – hat aber nichts mit Zauberei zu tun. Sie macht Kräfte nutzbar, die in jedem Menschen vorhanden, doch auf bewusster Ebene nicht zugänglich sind. Jeder und jedem kann es gelingen, so Prozesse der inneren Balance anzuregen. Hypnose in der Therapie wirkt bei körperlichen oder psychischen Beschwerden als auch beim Wunsch nach Veränderung. Sandra Ulrich, Naturheilpraktikerin und NLP-Master, wendet die Hypnose seit vielen Jahren an. Sie kombiniert sie mit ihren Kenntnissen aus der Naturheilkunde: Individuell zusammengestellte Tinkturen, Tees oder andere Naturprodukte, Ernährungsanleitungen und

Sandra Ulrich. (Bild zvg.)

Ideen für lustvolle Veränderungen des Alltags runden die Behandlung ab. Themen, die häufig an die Therapeutin herangetragen werden, sind Phobien, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Lernschwierigkeiten, Auftrittsangst. Auch bei Zwangsverhalten, Suchtthemen oder dem Wunsch nach Gewichtsreduktion kann durch Hypnose ein Zugang zum

eigenen Potential, dem Unbewussten geschaffen werden, um die Therapie zu unterstützen. Das Attraktive an einer solchen Therapie: Die Kosten werden teils von der Zusatzversicherung übernommen und die anerkannte Therapeutin bringt einen grossen Erfahrungsschatz mit: Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) genauso wie Coaching oder Module aus der Systemischen Therapie (Familienaufstellung). Das Behandlungsspektrum ist breit und wirkt bei Allergien bis zu Zwangsverhalten. Jede Person – vom Kind bis zur Hundertjährigen – wird individuell betreut und begleitet. Praxis für Naturheilkunde und Coaching Sandra Ulrich, Zürichstrasse 128, Affoltern am Albis, Telefon 044 776 20 76, www.sandra-ulrich.ch.

6. SÄULIÄMTLER

VELO-BÖRSE in Affoltern am Albis

Samstag, 9. April 2016 08 – 10 Uhr

Annahme

10 – 16 Uhr

Verkauf

16 – 17 Uhr

Auszahlung & Abholung

Toni‘s Grillstand


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Gewerbe

Freitag, 29. Januar 2016

Nur wenig Bedarf nach Verbesserung Team Training Hedingen ist hervorragend Das Institut für Marktforschung bescheinigt dem Team Training Hedingen hervorragende Noten, besonders in den Bereichen Fachkompetenz, Freundlichkeit, Hygiene und Atmosphäre. Dass die Zufriedenheit ihrer Mitglieder dem Team des Fittnesscenters Team Training Hedingen auch nach 25 Jahren noch ganz besonders am Herzen liegt, zeigt sich nicht nur im täglichen Umgang mit seinen Mitgliedern. Um die eigene Dienstleistung detailliert auf den Prüfstand zu stellen und weiter zu optimieren, liess Geschäftsführer Moreno Gava im Dezember eine grossangelegte Befragung über ein spezialisiertes, unabhängiges Forschungsinstitut durchführen. «Uns ist es wichtig, dass sich unsere Mitglieder bei uns rundum wohlfühlen. Deshalb haben wir ein externes Institut beauftragt, welches die Zufriedenheit unserer Kunden gezielt ermittelt und Schwachstellen feststellt. Mein ganz besonderer Dank gilt den Mitgliedern, die sich rege an der Befragung beteiligt haben und ganz offen ihre Anregungen äusserten», so Moreno Gava. Die Ergebnisse zeigen, dass das Team Training auf einem guten Weg ist und nur wenig Bedarf nach Verbesserung vorhanden ist. Vor allem im Bereich Fachkompetenz, Freundlichkeit, Hygiene und Atmosphäre schnitt der gesundheitsorientierte Fitnessclub hervorragend ab. So beurteilten zum

Beispiel 93% der Befragten die Freundlichkeit des Personals an der Rezeption mit Note 1 oder 2. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,46 ist das Team Training sehr zufrieden. Auch im Bereich Fachkompetenz ragt das Team der Inhaber Moreno Gava und Marianne Morger deutlich heraus. Mit Note 1,8 wurde das TT um eine ganze Note besser bewertet als der Durchschnitt. «Es zahlt sich aus, dass wir bei der Personalauswahl stark auf eine hohe Qualifikation achten. Wir sind stolz auf diese guten Ergebnisse, aber wir ruhen uns nicht darauf aus. Wir werden täglich weiter daran arbeiten, um unsere Kunden weiterhin optimal betreuen zu können», so Marianne Morger. «Neben Lob gab es auch einige kritische Stimmen und zwar zu unserer Parksituation und zur Musik im Trainingsbereich» so Moreno Gava weiter. Mit einer Überarbeitung des gesamten Beschallungskonzepts in allen Räumen und der Anbringung von Akustikelementen zur Schalloptimierung im Indoorcyclingraum hat der Club sofort reagiert. Mit diesen Massnahmen wird die Musik nun für noch mehr Motivation beim Training sorgen. Die Parkplatzsituation bleibt v.a. in Spitzenzeiten ein Thema. Wenn die rund 40 eigenen Gratis-Parkplätze besetzt sind, können abends zusätzlich die Plätze der meisten umliegenden Firmen kostenlos benützt werden. Dies trägt jeweils viel zu einer Entlastung der kurzfristigen Engpässe bei. (pd.)

Kompetent und freundlich: die Crew vom Team Training Hedingen. (Bild zvg.)

Büchi Optik: der langjährige Mitarbeiter Joe Kupper übernimmt von Michèle Rufer Büchi. (Bild zvg.)

Neuer «SeeO» bei BOA Büchi Optik Affoltern: Wechsel der Geschäftsleitung Der langjährige Mitarbeiter Joe Kupper übernimmt die Führung des Optikergeschäfts im rosa Haus am Bach von Michèle Rufer Büchi. Kam dieser Wechsel überraschend? Joe Kupper: Nein. Michèle Rufer Büchi: Da ich vor zwei Jahren glückliche Mutter wurde und nun mein zweites Kind erwarte, möchte ich mich voll und ganz der Familie widmen. Wie hat Inhaber Jürg Büchi auf die Situation reagiert? Michèle Rufer Büchi: Mit einem weinenden und lachenden Auge. Er freut sich als Grossvater natürlich sehr über seine Enkelkinder. Joe Kupper: Er muss wohl oder übel wieder mehr im Geschäft sein. Seine grosse Erfahrung ist nach wie vor wichtig für unser Geschäft. Was wird sich unter der neuen Führung ändern? Joe Kupper: Wir bleiben uns treu. Spezielle Brillenfassungen und Service

Für Gesundheit und Wohlbefinden Praxis-Neueröffnung von Jasmin Marti in Ottenbach «Gute Gesundheit und Wohlbefinden ist das Wichtigste im Leben und ich unterstütze meine Mitmenschen mit Freude und Begeisterung dabei», so strahlt die sympathische Jasmin Marti vor ihrer neu eröffneten Gesundheitspraxis an der Affolternstrasse 2 in Ottenbach. «Wichtig ist mir, dass sich die Menschen in meiner Praxis gut aufgehoben, in guten Händen wissen und den Alltag für eine Zeit hinter sich lassen können.» Und tatsächlich, bereits beim Eintreten in die Praxis ist die Herzlichkeit spürbar. Mit ihrer einfühlsamen und kompetenten Art lädt die junge Therapeutin ihre Mitmenschen dazu ein, sich zu entspannen und ganz bei sich anzukommen – wohlfühlen von der ersten Minute an. Die neu gestalteten, freundlichen Räume strahlen eine beruhigende Atmosphäre aus und tragen so zur Entspannung und einem optimalen Ergebnis während der Behandlung bei.

latur zur Kontraktion zu bringen. Vorteil darin liegt in der physiologischen Wirkung auch auf tiefliegende Muskeln und auf Muskeln, die mit herkömmlicher Bewegung schwer bis gar nicht erreichbar sind. Mittels Hypnose-Therapie können Ängste und körperliche Beschwerden, ausgelöst durch längst vergessene stressauslösende Erlebnisse, durch aufdeckende Verfahren entkoppelt werden. Positive unbewusste Kräfte werden mobilisiert, Selbstheilungskräfte werden aktiv. Ein Triggerpunkt ist eine Bindegewebsablagerung mit erhöhter Reiz-

barkeit. Durch punktuelle, mechanische Stimulation – Druck oder Zug – werden die oftmals ausstrahlenden Schmerzen gelindert oder beseitigt. «Rund 80 bis 90 % aller Schmerzen sind auf Triggerpunkte zurückzuführen. Oftmals sind Fehlhaltungen, Fehlbelastungen, mangelnde Bewegung, Unfälle, Schläge oder andere Verletzungen für die Schmerzen im Bewegungsapparat verantwortlich», ergänzt Jasmin Marti. (pd.) JM Praxis für Gesundheit und Wohlbefinden, Affolternstrasse 2, Ottenbach, Tel. 044 211 80 50, www.jasminmarti.ch.

EMS-Personaltraining, Hypnose- und Triggerpunkt-Therapie Bereits bei der Eröffnung der Gesundheitspraxis am vergangenen Samstag liessen sich rund 60 Personen unter anderem zu den diversen Angeboten persönlich beraten. EMS steht für elektrische Muskelstimulation und ist damit eine Trainingsform, bei der bioelektrische Impulse genutzt werden, um die Musku-

Jasmin Marti hat zur Praxis-Eröffnung empfangen. (Bild zvg.)

werden bei uns sehr gross geschrieben, kurz: Wir sind kein 0815-Optiker.

eine gewisse Qualität erwarten, gehen Sie dann zu einer Fastfood-Kette?

Wie sehen Sie die neue Aufgabe als Geschäftsführer? Joe Kupper: da ich nun seit über 18 Jahren bei BOA bin und das Geschäft in- und auswendig kenne, werde ich unserer Linie treu bleiben. Zudem ist mir die Ausbildung von Lehrlingen sehr wichtig.

Das heisst Discounter bieten keine Qualität? Joe Kupper: Doch, natürlich. Nur bieten wir z.B. Brillengläser aus der Schweiz an und schauen woher die Fassungen kommen. Wir haben gegenüber unseren Kunden auch eine Verantwortung. Wir bieten viele Produkte auch günstig an, aber nicht billig!

Das Umfeld ist härter geworden, auch in der Optikerbranche? Joe Kupper: Natürlich wird es auch in unserer Branche härter werden. Gerade deshalb wollen wir unseren Kunden den Unterschied zu den Mitbewerbern zeigen. Konkret? Joe Kupper: Nach wie vor einen super Service bieten. Keine Lockvogelangebote, sondern für jedes Budget eine Lösung finden. Warum sollte der Kunde zu Ihnen und nicht zu einem Discounter gehen? Joe Kupper: Gegenfrage: Wenn Sie fein und gemütlich essen wollen und

Zum Schluss: was wünschen Sie sich für die Zukunft von BOA? Michèle Rufer Büchi: Ich weiss, dass die tolle Stimmung im Geschäft mit Joe auch weiterhin anhält. Zudem bin ich ja ab und zu für meine Kunden im Geschäft. Joe Kupper: Dass viele Kunden zu uns kommen, weil Sie nicht kurzsichtig, sondern weitsichtig sind (lächelt). Um unser Geschäft zu unterstützen, um Arbeitsplätze im Amt zu sichern und um die richtige Beratung rund um das Auge zu erhalten. Weitere Infos unter www.b-o-a.ch.

Bonstetter Lärche-Märt mit «Poschti-Service» Der Lärche-Märt an der Schachenstrasse 115 in Bonstetten bietet seit letztem Herbst das «Lärche-Märt-Poschti» an. Ein Auto holt jeweils auf Anmeldung am Dienstag- und Freitagnachmittag Kunden aus Bonstetten und Wettswil, die einen Transport benötigen, zum Einkaufen zu Hause ab und bringt sie danach wieder zurück. «Unser ‹Einkaufs-Poschti› ist voll auf Kurs. Die grösstenteils älteren und meist langjährigen Kundinnen und Kunden schätzen diesen Dienst sehr, wie die ersten Monate unseres neuen Services zeigen», wissen Simone und Felix Müller, die den Lärche-Märt betreiben. Das «Einkaufs-Poschti» des LärcheMärts ermöglicht mobil eingeschränkten Menschen bequem und selbstständig ihre Einkäufe zu erledigen und so vom aktuellen Detailhandelsangebot inspiriert zu bleiben. Und manchmal bleibt nach dem Einkauf auch noch Zeit, in der gemütlichen Kaffee-Ecke des Lärche-Märts einzukehren und mit Bekannten einen Schwatz zu geniessen. «Unser neuer Einkaufs-Service ist unentgeltlich», halten Simone und Felix Müller fest, «denn es liegt uns sehr am Herzen, unsere Kunden in unserem schönen und gut assortierten Quartiertreff optimal bedienen zu können.» Wer das «Einkaufs-Poschti» nutzen will, muss sich dazu jeweils am Montag- und Donnerstagnachmittag anmelden.

Das «Einkaufs-Poschti» des Bonstetter Lärche-Märts. (Bild zvg.) Der Migros-Partner im Bonstetter Schachenquartier bietet eine vielfältige und gut assortierte Auswahl an Lebensmitteln, Frisch- und Bioprodukten sowie Gütern des täglichen Bedarfs. (kb.) «Einkaufs-Poschti» Lärche-Märt. Telefonische Anmeldung jeweils Montag- und Donnerstagnachmittag: 077 401 01 93.


Veranstaltungen

Ämtler Bibliotheken im Februar Bibliothek Aeugst Mittwoch, 10. Februar, 14 bis 16 Uhr: Ich spiele, du spielst, spielen wir. Spiele-Nachmittag für Jung und Alt unter Anleitung der Bibliothekarin. Die Bibliothek ist normal für alle geöffnet. Mittwoch, 17. Februar, 14 bis 14.30 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer für Kinder von 3 bis 4 Jahren. Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Regionalbibliothek Affoltern Dienstag, 2. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Samstag, 13. Februar, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Montag, 15. Februar, 18 bis ca. 18.30 Uhr: Einführung in die Benutzung der Regionalbibliothek. Rundgang und Infos zur Regionalbibliothek, zum Angebot, zur Onleihe, Benutzung und Katalogsuche. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 17. Februar, 8.30 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Das glücklichste Land der Welt» von Linda Leaming diskutiert. Samstag, 27. Februar, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Samstag, 27. Februar, 15 bis 17 Uhr: Zu Gast in der RBA: Lesung mit Schweizer Schriftstellerärzten. Moderation David Künzler. Mit musikalischer Umrahmung. Eintritt: Fr. 10.--. Organisiert von der Pro Senectute Kanton Zürich. Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März gelten die normalen Öffnungszeiten.

Bibliothek Bonstetten Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Bibliothek Hausen Während der Sportferien vom 15. bis 27. Februar ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 3. Februar, 9 bis 10 Uhr: Bücherkafi «Aus aller Welt». Das Bibliotheksteam präsentiert eine bunte Auswahl an Lesetipps. Donnerstag, 4. Februar, 14 bis 16 Uhr: Frauenverein in der Bibliothek. In Gesellschaft häkeln, stricken, nähen oder andere Handarbeiten anfertigen. Für allfällige Fragen ist eine kompetente Fachfrau anwesend. Alle sind herzlich willkommen. Mittwoch, 10. Februar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder von 9 bis 24 Monaten. Mit den Kindern in die Welt der Verse eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Mittwoch, 10. Februar, 20.15 Uhr in der Bibliothek: Dana Grigorcea liest aus ihrem preisgekrönten Roman «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit». Mittwoch, 17. Februar, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Überraschende «Ausflüge» zu spannenden Geschichten in der Bibliothek. Während der Sportferien vom 29. Februar bis 12. März ist die Bibliothek

jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Bibliothek Kappel Während der Sportferien vom 15. bis 27. Februar ist die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Knonau Mittwoch, 10. Februar, 16 bis 16.40 Uhr: Geschichten-Zeit in der Bibliothek. Für Kinder ab 3 Jahren. Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 9 bis 10 sowie von 17.30 bis 19.30 Uhr, am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Bibliothek Maschwanden Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Mettmenstetten Mittwoch, 10. Februar, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Montag und Freitag von 18 bis 20 Uhr offen.

Bibliothek Obfelden Während der Sportferien vom 8. bis 20. Februar ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr und am Mittwoch sowie am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 24. Februar, 19.30 Uhr: 1. Lesekreis. Diskutiert wird über das Buch «Über den Winter» von Rolf Lappert.

Bibliothek Ottenbach Während der Sportferien vom 8. bis 20. Februar ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Dienstag, 23. Februar, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Dienstag, 23. Februar, ab 9.30 Uhr: Monats-Treff der Landfrauen Ottenbach in der Bibliothek. Ein Treffen für Jung und Alt.

Bibliothek Rifferswil Während der Sportferien vom 15. bis 27. Februar ist die Bibliothek jeweils am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet.

Bibliothek Stallikon Die neuen Bücher (deutsche und englische Belletristik, Sachbücher und Hörbücher für Erwachsene), die anlässlich des Bücherapéros vom 30. Januar aufliegen, stehen bereit. Auf dem Medientisch befindet sich eine Auswahl an Büchern von Schweizer Autorinnen und Autoren. Während der Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 20 Uhr geöffnet.

Bibliothek Wettswil Mittwoch, 24. Februar, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 24. Februar, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Während den Sportferien vom 22. Februar bis 5. März ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. (I.S.)

Freitag, 29. Januar 2016

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«Iraqi Odyssey» Kino Lux zu Gast in der reformierten Kirche Affoltern Anhand seiner Familie hat der schweizerisch-irakische Filmemacher Samir die Geschichte des Irak vom letzten Jahrhundert bis heute beleuchtet. Kino Lux zeigt den Dokumentarfilm am Freitag, 5. Februar, in der reformierten Kirche Affoltern. Bagdad 1960, eine optimistische, lebensfrohe und aufgeschlossene Stadt am Ende der Kolonialzeit. Die Frauen des Mittelstandes stehen in Ausbildung, im Berufsleben, sind meist unverschleiert. Elegant gekleidet sind die Männer. Die Kinos zeigen amerikanische, indische und arabische Filme. Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens dominiert ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt. 50 Jahre später ist von diesem Bagdad nichts mehr zu sehen. Krieg und Terror haben die Stadt erobert. Wütende bärtige Männer, verschleierte Frauen. Die Stadt und das Land schmutzig, zerstört.

Weltumspannende Familien-Saga Mehrere Jahre hat der schweizerischirakische Filmemacher Samir an seinem neuen und bisher persönlichsten Film gearbeitet, in dem er anhand seiner Familie die Geschichte des Irak vom letzten Jahrhundert bis heute beleuchtet. Entstanden ist ein epischer und vielschichtiger Dokumentarfilm, der auch eine unkonventionelle Geschichtslektion ist: Spannend, nie belehrend und doch sehr lehrreich verschafft Samir Einblicke in ein Land, dessen Namen zwar sehr gut bekannt ist, von dem aber die meisten nur wenig wissen. Als Sohn eines irakischen Vaters und einer Schweizer Mutter kommt Samir 1955 im Irak zwei Monate zu früh zur Welt und überlebt «nur dank

Irakische Gegensätze. «Iraqi Odyssey» wurde nominiert für den Oscar in der Kategorie «Bester fremdsprachiger Kinofilm». (Bild zvg.) der neusten Medizin des Westens», wie er im Film aus dem Off erzählt. In seiner Kindheit kannte er keinen Unterschied zwischen Ost und West, «in unserer Stadt fuhren dieselben doppelstöckigen Busse wie in London.» Seine Familie gehört der intellektuellen Oberschicht an. Sein Grossvater entstammt einer angesehenen schiitischen Familie, studierte islamisches Recht und arbeitet als Richter. Als liberaler Geist lässt er seinen drei Töchtern und vier Söhnen viel Freiheit und unterstützt sie in ihrem Werdegang. Samirs Tanten und Onkel gehen regelmässig ins Kino, sind kulturell gebildet und engagieren sich in der kommunistischen Partei.

Packende Lebensgeschichten im historischen Kontext Samir hat fünf Protagonisten ausgewählt: Onkel Sabah in London, Tante Samira in Auckland, Cousin Jamal in Moskau, Cousine Tanya in Neuenburg sowie seine Halbschwester Souhair in Buffalo, USA. In einer übersichtlichen

Grafik zeigt Samir den Stammbaum seiner Familie und erläutert, wen er für seinen Film ausgewählt hat und warum. Diese grafische Einführung macht neugierig auf die Familiengeschichte, dient aber auch als wichtige Orientierungshilfe. Es sind packende Lebensgeschichten, die die Protagonistinnen erzählen. Und Samir, der selbst aus dem Off durch den Film führt und gelegentlich auch im Bild erscheint, verwebt die Erzählungen seiner Verwandten geschickt mit Archivmaterial: Fröhliche Familienfotos, alte Schwarzweiss-Filmaufnahmen aus dem Bagdad der 50erJahre, Super-8-Familienfilme aus den 70er-Jahren, Zeitungsschnipsel, Ausschnitte aus Filmen und Fernsehnachrichten fügen sich zu einer Gesamtbildschau des Irak im 20. Jahrhundert. (pk) Iraqi Odyssey, Dokumentarfilm von Samir (CH 2014, 160 Min., OV/d) am Freitag, 5. Februar, 20.15 Uhr, reformierte Kirche Affoltern, Türöffnung 19.45 Uhr, Eintritt frei. Kollekte beim Ausgang. Trailer und Lageplan unter www.kinolux.ch

Wilhelmine will nicht mehr Figurentheater Libelle im «LaMarotte» Am Sonntag, 31. Januar, erzählen Wilhelmine, die Clownfrau, und Zuppa, der Zirkushund, ihre berührende Geschichte über Angst, Mut und einen Neuanfang im «LaMarotte». KulturAffoltern lädt ein, der Vorhang öffnet sich für Gross und Klein um 16 Uhr. Zuppa, der kleine Zirkushund der Clownfrau Wilhelmine, ist alt. Das einzige, was er noch kann, ist bellen. Doch ohne ihren Zuppa will Wilhelmine nicht mehr auftreten. Sie hat Angst. So vertreibt sie sich die Zeit mit Stricken. Aber Wilhemine wäre keine Clownfrau, wenn es dabei nicht immer wieder etwas zum Lachen gäbe. Während eines Spaziergangs beobachten die beiden zwei kleine Vogelkinder bei ihren ersten Flugversuchen und hören einem ängstlichen Maulwurfsvater beim Geschichtenerzählen zu. Wieder zu Hause entdeckt Wilhelmine einen unerwarteten Gast in einer ihrer Schubladen. Vielleicht kann er ihr wieder Mut machen?

Obfelderin Katharina Thierer spielt Clownfrau Wilhelmine. (Bild zvg.) Einfrau-Theater, verschiedene Figuren Die Geschichte lebt von verschiedenen, liebevollen Filzfiguren und dem feinen Humor der Clownfrau Wilhelmine, die von Katharina Thierer selbst gespielt wird. Alle Figuren, Kostüme und Requisiten, die die Theaterstücke vom Figurentheater Libelle lebendig

machen, sind in Obfelden von Katharina Thierer erschaffen worden, wo die Künstlerin auch lebt. Fantasie und eine gewisse Einfachheit hauchen den Figuren im Einfrau-Theater Leben ein. Eintrittskarten sind in der Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, erhältlich (044 762 42 42), reservieren kann man ebenfalls über www.kultur-

affoltern.ch. Am kommenden Sonntag, 31. Januar, ab 15.30 Uhr sind Karten an der Kasse im «LaMarotte», Centralweg 10, in Affoltern zu kaufen. Ebenfalls ab 15.30 Uhr ist die WunderBar offen, wo man sich mit einem feinen Zirkus-Zvieri stärken kann. (pd.) Weitere Infos unter www.kulturaffoltern.ch.


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Veranstaltungen

agenda

Es wird wieder bunt, fröhlich und voller Konfetti

Freitag, 29. Januar Affoltern am Albis 20.15: «Kabarett Sauvignon» von Thomas C. Breuer. Bar ab 19.30 Uhr, Reservieren: www.kulturaffoltern. ch. Galerie Märtplatz. Obere Bahnhofstrasse 7.

Bonstetten 20.00: Theaterverein Bonstetten «Det äne am Bergli». Musikalisches Lustspiel von Miranda Goedhart. Vorverkauf in allen Poststellen, www.ticketino.ch, www.theaterbonstetten.ch. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Obfelden 19.00-19.30: Concerto piccolo numero 1: «Traumschiff 3» Opernund Operettenmelodien, Evergreens mit Petra Elmer Bolinger (Sopran) und Roman Bolinger (Bariton). Eintritt frei, Kollekte. Ref. Kirche.

Rifferswil 20.15: Gruppe Oberamt: «Die Zukunft pflanzen - Bio für 9 Milliarden». Dokfilm von Marie-Monique Robin. Anschliessend Kuchen und Tee. Reformierte Kirche.

Freitag, 29. Januar 2016

Familienfasnacht in Bonstetten am Samstag, 6. Februar Dieses Jahr wieder mit dabei an der Familienfasnacht Bonstetten ist die fätzige Guggenmusik Mülitobelchroser aus Richterswil und neu der Fasnachtsverein Chuestallfäger aus Widen mit seinem Wagen. Los geht es mit Kinderschminken im Rigelhüsli (beim Dorfplatz) von 13 bis 14.15 Uhr. um 14.30 Uhr ist der Dorfplatz Treffpunkt. Nach einem Warmup mit der Guggenmusik, spazieren die Fasnächtler um ca. 14.50 Uhr los. Die Route geht durchs Dorf und dauert nicht lang, sodass auch die Kleineren mithalten können. Anschliessend gibt die Gugge nochmals Vollgas, bevor es dann zur Verpflegung geht. Hot Dog, Bratwurst vom Grill, köstlicher Glühwein, warmer Punsch sowie Mineral und Sirup erwarten die Fasnächtler auf dem Kirchenplatz. Daneben im Rigelhüsli gibt es Kaffee, Tee

20.15: Virtuose Cellomusik mit dem Duo Neustroev/Demiashkin. Bar & Abendkasse 18.30 Uhr, Essen ab 19 Uhr, reservieren unter Telefon 044 760 52 62. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten 20.00: Theaterverein Bonstetten «Det äne am Bergli» Musikalisches Lustspiel von Miranda Goedhart. Vorverkauf in allen Poststellen, www.ticketino.ch, www.theaterbonstetten.ch. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Hausen am Albis 14.00: «Swiss goes Rock». Jahreskonzert der Harmonie Hausen mit Rockinstrumenten und Gesang. Tombola, Kuchen, «Beginners Band». Gemeindesaal Weid.

Hedingen 20.00: Jahreskonzert Musikverein Hedingen. Türöffnung/Abendessen: 18.30 Uhr. Verlosung, Festwirtschaft, Musikerbar. Schachensaal.

Rifferswil 19.45: Chränzli des Gesangsvereins Rifferswil. «Die Million im Ehebett» Lustspiel in drei Akten. Türöffnung 18.45 Uhr. Gesang, Quiz, Bar ab 22.30 Uhr. Essen von 19.00 bis 19.45 Uhr. Reservierung für Abendvorstellungen: bei Fam. A. Heimann, Telefon 044 764 10 05 oder www.gesangsverein-rifferswil.ch. Turn-/Mehrzweckhalle.

Stallikon 10.00-13.00: Neujahrsapéro mit Buchneuheiten und Apéro. Bibliothek Schulhaus Loomatt. Massholderenstrasse 1.

Wettswil 20.00: «The Riverboat Stokers».

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Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Eisenbahnzubehör aus Creglingen» Über 500 Modellbahnhäuser, Kirchen, Bahnhöfe etc. aus den 50ern. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März.

Affoltern am Albis Galerie 100, Zürichstrasse 100: «Internationale Kunst» schriftliche Auktion von Lithografien und Gemälden. Fr, 13-18.30, Sa, 10-16 Uhr. Bis 30. Januar.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Martin Herler, Michael Ball, Nathalie Polke, Barbara Ph. Schnetzler. Malerei, Skulpturen und Plastiken. Do /Fr, 14-18, Sa/So, 13-17 Uhr oder nach Vereinbarung. Bis 14. Februar. Schaulager Kunstfenster, Dorfstrasse 13, So, 14-17 Uhr. Auch dieses Jahr gibts einen bunten Umzug durch Bonstetten. (Archivbild zvg.)

ottenbach und ganz viel Kuchen. Im Kirchgemeindesaal (beim Dorfplatz) dürfen die Kinder bei lustiger, poppiger Musik ausgelassen tanzen, bis die Veran-

staltung um 17.30 Uhr endet. Das OK Familienfasnacht Bonstetten hofft auf viele, tolle, originelle und lustige Fasnächtler. (pd.)

GaLerie Marléne, Lanzenstrasse 6: OpenArt Gastausstellung mit 30 Kunstschaffenden. Fr-So, 15- 19 Uhr. Bis 21. Februar

Stallikon

Samstag, 30. Januar Affoltern am Albis

Ausstellungen

Traditioneller Jazz. Reservieren von Vorteil: 044 700 01 28. Restaurant Hirschen. Stationsstrasse 38.

Dienstag, 2. Februar

Sonntag, 31. Januar

14.00: Senioren 60plus: Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, 044 761 58 94. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94. 14.30-16.00: Spielnachmittag auch für Auswärtige: Gesellschaftsspiele wie «Eile mit Weile», «Elferspiel», «Tschau Sepp» und viele andere. Telefonische Anmeldung erwünscht 043 322 74 74. Haus zum Seewadel (5. Stock). Obere Seewadelstrasse 12.

Affoltern am Albis 16.00: «Wilhelmine will nicht mehr». Figurentheater Libelle mit Katharina Thierer, Obfelden. Eine berührende Geschichte über Angst, Mut und einen Neuanfang. (Ab 5 J.) WunderBar ab 15.30 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 18.00: «Solotango». Argentinisches Tango-Ensemble mit Sängerin, Streichquintett und Bandóneon. Eintritt frei, Kollekte. Infos: www.solotango.ch. Ref. Kirche.

Bonstetten 13.00-17.00: Apéro. Martin Herler, Michael Ball, Nathalie Polke, Barbara Ph. Schnetzler. Malerei, Skulpturen und Plastiken. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2.

Affoltern am Albis

Montag, 1. Februar Hausen am Albis 14.30-17.30: Handarbeitsstubete von Pro Senectute. Häkeln, stricken, sticken, plaudern. Leitung: Vera Stoll, 044 764 22 04. Mit Kaffee und Kuchen. Ref. Kirche (Zwinglistube).

Hausen am Albis 09.00-10.00: Everdance: Grundtanzschritte zu bekannten Tänzen für Männer und Frauen ab Generation 50+. Weder Vorkenntnisse noch Partner nötig. Schnupperstunde jederzeit möglich. Leitung Margrit Flumini 043 535 06 96. Mehrzwecksaal. Bifangstrasse 1.

offen ab 18.30 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

09.00-10.00: Bücherkafi. «Aus aller Welt» Spannende Lesetipps aus verschiedenen Kontinenten. Bibliothek. Trottenweg.

Kappel am Albis

Kappel am Albis

Mittwoch, 3. Februar

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kappelerhof 5.

Affoltern am Albis

Donnerstag, 4. Februar

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

09.30: Leichte Wanderung: Bonstetten-Feldenmas-MülibergAeugst (-Affoltern) Wanderzeit ca. 2 (3) Std. Auskunft: Edith Koch, Tel. 044 700 02 93, Edith Fankhauser, Tel. 044 700 30 25 und Hermi Fischer, Tel. 078 666 30 56. Gemeindehaus (Treffpunkt).

12.45: «Fitness ab 60: Seniorenturnen für Sie und Ihn. Turnhalle Ennetgraben: 12.45 und 14 Uhr, Turnhalle Zwillikon: 13.30 und 14.35 Uhr. Arbeitsgruppe Seniorendienste.

Kappel am Albis 17.15: Musik und Wort im Klosterkeller. Jomtov Klezmerband «Klezomania». Lesungen: Margot Peyer. Eintritt frei/Kollekte. Anmeldung zum Imbiss: 044 764 88 10. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Schulhaus Loomatt (Kunstforum): «50 Jahre Bibi Stallikon», Werke von Marghi Boeschenstein, Sandra Canonica, Doris Ess, Esti Frei, Michaela Temperli und Katrin Zuzáková. Mo/Mi/Do/Fr, 15-19, Di, 15-20, Sa, 10-12 Uhr. Bis 1. Februar.

20.00: Theaterverein Bonstetten «Det äne am Bergli» Musikalisches Lustspiel von Miranda Goedhart. Vorverkauf in allen Poststellen, www.ticketino.ch, www.theaterbonstetten.ch. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Bonstetten

Hedingen 15.00: Jahreskonzert des Musikvereins Hedingen. Türöffnung 14.30 Uhr. Verlosung, Festwirtschaft, Kuchenbuffet. Schachensaal.

tionen. Mitturnen und sich überraschen lassen. Sporthalle Stigeli. 19.30: Podium «Hommage à Tomi Ungerer» mit Heiner Stolz und Rémy Soulié. Bar & Abendkasse ab 18.30 Uhr. LaMarotte. Centralweg 10.

19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Mit Aerobic- und Kickboxkombinaanzeige

Hedingen

Affoltern am Albis

Ottenbach

08.00: Arbeitsgruppe für Seniorendienste: Wanderung: Seon-Lenzburg-Wildegg, Wanderzeit ca. 3 Std. Leitung Ernst Bründler/Anmeldung: Ursula Frutig 044 761 80 66. Bahnhof (Treffpunkt). 20.15: Jazz am Donnerstag mit «Alessandro D’Episcopo Trio». Bar

13.20: OTTENBACH60plus: Fahrt mit Postauto 215 bis Affoltern Friedhof, wandern über Goldiger Berg, Halt im Café Seewadel. Rückkehr individuell zu Fuss oder mit Postauto. Wanderzeit 30-45 Minuten. Billette Affoltern einfach oder retour. Postautohaltestelle (Treffpunkt).


Veranstaltungen

Freitag, 29. Januar 2016

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Seine Schriften kamen auf die schwarze Liste Die nächsten sieben Tage im Kellertheater LaMarotte in Affoltern «Klassik» mit russischen Virtuosen

Donnerstag, 4. Februar, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr, Eintritt frei – Kollekte. Kleines Essen 15

Morgen Samstag wird virtuose Cellomusik mit dem Tonhalle-Cellisten Alexander Neustroev und Dmitri Demiashkin am Klavier gezeigt. Die beiden russischen Virtuosen, Preisträger vieler Concours, begeisterten bereits vor genau sieben Jahren das «LaMarotte»-Publikum. Jetzt zeigen sie erneut ihr immenses Können, ihr perfektes Zusammenspiel und ihre grosse Musikalität mit Werken, die im 19. und 20. Jahrhundert entstanden sind. Auf dem Programm stehen unterhaltsame Leckerbissen von bekannten Namen wie Brahms, Chopin, Tschaikowsky, Rossini, Fauré, aber auch von Prokofjew, Popper, Piazzolla, Martinù und Schtschedrin. Ein Feuerwerk an Virtuosität und grenzenloser Spielfreude! Morgen Samstag, 30. Januar, Bar & Abendkasse ab

Franken, Theater im Rahmen von 100 Jahre Dada.

«Auguste Bolte» – eine Zählung mit Musik nach Kurt Schwitters

Schauspieler Volker Ranisch spielt «Auguste Bolte», nach dem von den Nazis als «entartet» bezeichneten Dada-Künstler Kurt Schwitters. (Bilder zvg.)

Eine Weinetikette designt von Tomi Ungerer.

18.30 Uhr, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40/30 Franken. Ab 19 Uhr Essen «Russische Hackplätzchen»

«Podium» Hommage à Tomi Ungerer

15 Franken (Reservierung erwünscht).

Kindertheater «Wilhelmine will nicht mehr» Der Auftritt des Figuren-Theaters Sternenkind wird von Kultur Affoltern präsentiert. «Wilhelmine will nicht mehr» erzählt eine berührende Geschichte über Angst, Mut und Neuanfang. Sonntag, 31. Januar, WunderBar ab 15.30 Uhr, Beginn 16 Uhr, Eintritt Kinder 10 Franken, Erwachsene 15 Franken, Vorverkauf/Reservierung Buchhandlung Scheidegger, Tel. 044 762 42 42.

Ein leichtgewichtiger Unterhaltungsabend mit Heiner Stolz und Rémy Soulié: Noch bis zum 7. Februar zeigt das Kunsthaus Zürich Bilder und Collagen des international bekannten französischen Grafikers, Schriftstellers und Illustrators Tomi Ungerer. Spuren von Tomi Ungerer führen auch in die Weinhandlung am Küferweg in Obfelden. Dank der Freundschaft mit dem damaligen Gründer und Inhaber Heiner Stolz hat Ungerer in den Neunzigerjahren kunstvolle Weinetiketten für die hauseigene Vinothek gezeichnet. Von dieser span-

nenden Zusammenarbeit erfährt man an diesem Abend mehr, untermalt mit Bildern und Erinnerungsstücken. Auch einen ganz speziellen, schrägen und einzigartigen Wein, La Folie, ziert eine Etikettenillustration von Ungerer. Rémy Soulié, Weinproduzent im Languedoc, wird an diesem Abend vom Entstehen der Folie erzählen. Selbstverständlich kann dieser Wein auch probiert, getrunken und kritisiert werden. Dazu gibt es auserlesene Käseplättli vom Chäs Stöckli. Zum Ausklang des Abends wird eine von Tomi Ungerer handsignierte Magnum-Flasche zugunsten von LaMarotte versteigert.

Concerto piccolo mit Voci Eleganti Voci Eleganti mit ihrem Programm «Traumschiff 3» in Obfelden Das Traumpaar der gehobenen Unterhaltung, präsentiert am Freitag, 29. Januar, um 19 Uhr in der reformierten Kirche in Obfelden das neue Programm «Traumschiff 3». Nach dem Grosserfolg von Traumschiff 1 und 2, entführen die beiden das Publikum in die relaxte Atmosphäre eines Luxus-Kreuzfahrtschiffes. Die Opernsänger Petra Elmer Bolinger (Sopran) und Roman Bolinger (Bass-Bariton) begeistern mit ihren schönen Stimmen und ihrem eleganten Auftreten und laden die Zuhörenden auf ihre musikalische Kreuzfahrt ein. Kapitän Roman Bolinger und seine erste Stewardess Petra Elmer Bolinger bieten Unterhaltung vom Feinsten und ein vielseitiges Repertoire. Auf dem Programm stehen berühmte Opernklassiker, unvergessliche Operettenmelodien zum Schwelgen oder weltbekannte Evergreens. Dazu gehören Werke wie Liebesglück mit «La ci darem la mano» aus der Oper «Don Giovanni» von Wolfgang Amadeus Mozart, die grosse Sehnsucht nach der Heimat mit dem «Soldat am Wolgastrand» aus der Operette «Der Zarewitsch» von Franz Léhar, Walzerglückseligkeit und viele mehr. Eine Spezialität der beiden Gesangsta-

Uhr, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt 25 / 15 Franken Essen 15 Franken (Reservierung erwünscht).

«Jazz am Donnerstag» Am kommenden Donnerstag treten Alessandro d’Episcopo, p, Hämi Hämmerli, b und Elmar Frey, d auf. Jeder der drei Musiker trägt mit seinem ganz persönlichen Stil, seiner eigenen Geschichte und Kultur zum musikalischen Ganzen bei. Italienische, neapolitanische Kompositionen, Eigenkompositionen und Jazz-Standards dienen als Ausgangsbasis für improvisatorische Ausflüge und Geschichten.

Freitag, 5. Februar, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40/30 Franken. Platzreservierungen für alle Anlässe (ausser Kindertheater!) über www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.

Mit einem Banküberfall fängt alles an Dana Grigorcea liest in Hedingen Autorin Dana Grigorcea liest am Mittwoch, 10. Februar, um 20.15 Uhr in der Bibliothek Hedingen aus ihrem preisgekrönten Roman «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit».

Opernsängerin Petra Elmer Bolinger (Sopran) und Opernsänger Roman Bolinger (Bass-Bariton). (Bild zvg.) lente ist es, mit Witz und Charme ihr Programm zu moderieren. Das erste Concerto piccolo findet also quasi an Bord des Luxus-Traumschiffes statt, mit der herrlichen Freiheit eines relaxten Lebensstils (www.voci-eleganti.ch). Im neuen Jahr stehen ausserdem bereits rund ein Dutzend Concerti piccoli auf dem Programm der Kurzkonzertreihe, die Angela Bozzola für Musikfreunde aus dem Knonauer Amt zusammenstellte. Mit dem Besuch der

Kurzkonzertreihe unterstützen Konzertbesucher die Idee der Förderung von Sängerinnen und Musiker und kommen in den Genuss eines musikalischen Apéros zum Feierabend und Wochenende. Die Veranstaltungen stehen unter dem Patronat der reformierten Kirche und dauern zirka 30 Minuten. (pd.) Konzert Voci Eleganti vom 29. Januar, ref. Kirche Obfelden, Beginn 19 Uhr, Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten.

«Macht euch die Erde untertan!» Von manchen Naturforschern und Theologen wird die Bibel für die ökologische Krise unserer Gegenwart mitverantwortlich gemacht. Doch dürfte die gängige Übersetzung von Genesis 1.28, die als Ursache heutiger Naturausbeutung gesehen wird, falsch sein. Hans Ulrich Steymans zeigt die positiven Folgen einer anderen Überset-

Mittwoch, 3. Februar, Bar und Abendkasse ab 18.30

Es spielt Volker Ranisch unter der Regie von André Steger. Das musikalische Konzept steuerte Christoph Baumann bei. Zehn Menschen gehen in genau ein und derselben Richtung. «Da muss was los sein», stellt Auguste Bolte messerscharf fest und beschliesst: «Nichts wie hinterher!» Damit beginnt eine Verfolgungsjagd, die in ihrer verqueren Logik und Komik ihresgleichen sucht. Absurdes Theater? – nicht absurder als das Leben selbst. Eine grossartige Persiflage auf jede Art von Systemdenken. Auf absurdwitzige Weise wird in dadaistischer Manier vorgeführt, wie systemkonformes Verhalten auf einem Truppenübungsplatz enden kann. Kurt Schwitters musste als «entarteter» Künstler das nationalsozialistische Deutschland verlassen. Seine Schriften kamen auf die Liste der zu verbrennenden sogenannten «undeutschen» Bücher, seine Kunst wurde aus den Museen entfernt. Er starb 1948 im englischen Exil. Peter Zürcher

zung auf. Beispiele aus dem alten Vorderen Orient zeigen, dass die Natur schon damals menschlicher Ausbeutung unterworfen war. Dazu kann ein Imbiss genossen werden. (pd.)

Raum David statt. Leitung: Prof. Hans Ulrich Steymans, O.P., Professor für Altes Testament, Fribourg Linda Cantero, Seelsorgerin katholische Pfarrei St. Josef und St.,

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 4. Februar,

Antonius, Affoltern am

19. Uhr im katholischen Pfarreizentrum Affoltern, im

Albis.

Hans Ulrich Steymans (Bild zvg.)

Eine Bank wird überfallen und in der Folge wird die Angestellte Victoria vom Dienst beurlaubt, um ihr traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. Sie nutzt die unerwartet langen Sommerferien und kehrt aus Zürich in ihre alte Heimatstadt Bukarest zurück. Sie streift durch die Stadt und fühlt sich dabei an ihre Kindheit und Jugend erinnert. Kindheitserinnerungen in den letzten Jahren der Ceaucescu-Ära vermischen sich mit Erlebnissen im heutigen Rumänien.

Einblick in das aktuelle Leben einer Frau in Bukarest Mit ihrem poetischen Stil, viel Sprachwitz und stimmungsvoll geschilderten Szenerie-Beschreibungen und fein ge-

Die Entdeckung in Klagenfurt Dana Grigorcea, geboren 1979 in Bukarest, studierte dort Deutsche und Niederländische Philologie und in Brüssel Regie. Ihren dritten Master (M.A. in Qualitätsjournalismus) erwarb sie in Krems (A). Nun lebt sie seit geraumer Zeit mit Mann und Kindern in Zürich. Sie war die Entdeckung beim diesjährigen Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und hat den 3sat-Preis erhalten. 2015 war sie für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Leidenschaftliche Erzählerin: Dana Grigorcea. (Bild zvg.) zeichneten Charakteren nimmt die Autorin die Leser mit auf eine fantastische Reise in die jüngere rumänische Geschichte und in das aktuelle Leben einer Frau in Bukarest. Als leidenschaftliche Erzählerin gelingt es Dana Grigorcea, das Gefühl für die besondere Atmosphäre und Geschichte der Stadt Bukarest zu vermitteln. (pd.)


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Vermischtes

Freitag, 29. Januar 2016

«So ist das Leben» Lesung in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern

Von links: Maurin, Corsin, Nout, Nils, Ryan, Ljejlja, Lina, Oliver, Katja, Spielgruppenleiterin Lorena Della Torre, Ana, Pierre, Marlies, Alicia, Alexander, Iago, Michael, Gaston und Debora. (Bild Stefan Bächtiger)

Haufenweise Konfetti und Fasnachtsschlangen Spielgruppe Fidibus am Fasnachtsumzug Der Fasnachtsumzug Hedingen fand am letzten Samstag, 23. Januar, bei sonnigem Wetter und lauen Temperaturen statt. Unter den zahlreichen Besuchern, welche an dieser Parade teilnahmen, waren auch 15 Kinder von der Spielgruppe Fidibus und deren Eltern dabei. Die Kostüme der Kinder waren liebevoll gestaltet und die meisten davon sogar in fleissiger Handarbeit zusammen mit den Mamis und Papis selbst genäht und gebastelt. Mit haufenweise Konfetti und Fasnachtsschlangen ausgerüstet, standen alle Kinder um 13.45 Uhr auf der Gerstrasse nahe dem Schulhaus Güpf bereit, damit der Umzug plangemäss starten konnte. Die mitgebrachte Papiermunition wurde mit viel Freude herumgeschleudert. Traditionsgemäss blieben dabei auch die Zuschauer am Strassenrand nicht verschont, aber das gehört ja bekannterweise zu einer richtigen Fasnacht.

Konfettischlacht auf der Schachenbühne Der Umzug wurde von Guggenmusik lautstark durch die Strassen von Hedingen getragen, mit dabei natürlich auch die lokale Gruppe der «Vollgashöckler».

Die Parade endete im Schulhaus Schachen, wo die Kinder mit einem Zvieri herzlich empfangen wurden. In der Sporthalle des Schulhauses spielten dann diverse «Guggen» aus nah und fern und brachten auch die letzte Kinderhüfte zum Schwingen. Wie jedes Jahr fand auf der Schachenbühne die Konfettischlacht statt und es wurden die besten Einzel- und Gruppenmasken prämiert, welche eine Medaille mit nach Hause nehmen durften. Gegen 17 Uhr leerte sich der Saal und das Organisationskomitee des Höcklerballs konnte mit dessen Vorbereitung starten.

Organisatoren und Helfer gesucht Der gesamte Anlass war ein riesen Erfolg und trägt zum Dorfleben in Hedingen seinen wichtigen Anteil bei, deshalb soll er auch in den weiteren Jahren durchgeführt werden. Dazu benötigt es jedoch immer Organisatoren und Helfer. Genau diese werden jetzt dringend benötigt, um ein Fortbestehen des Umzuges zu gewährleisten. Die Spielgruppe Fidibus hofft, dass sich der eine oder andere Hedinger Bewohner dazu bewegen lässt, sich dieser Aufgabe anzunehmen, damit auch sie das nächste Jahr wieder dabei sein darf. Kontakt: dani.clerc@bluewin.ch.

Ein ernstes Thema, serviert mit Humor und Tiefgang, lockte am vergangenen Mittwoch viele Besucher in die Buchhandlung Scheidegger in Affoltern. Die Schwestern Doris HochstrasserKoch und Karin Koch Sager arbeiten in der dritten Generation im familien-eigenen Bestattungsunternehmen in Wohlen AG. ................................................... von regula zellweger

Professionelle Bestattungsunternehmen bieten heute weit mehr als noch vor 20 Jahren. Beispielsweise Trauerbegleitung mit viel Respekt und feinem Gespür für die Befindlichkeit der betroffenen Angehörigen. Dies beweisen die Schwestern Doris Hochstrasser-Koch und Karin Koch Sager mit ihren von der Journalistin Franziska K. Müller hervorragend zwischen zwei Buchdeckel gebrachten Informationen, Erinnerungen, Geschichten, aber auch persönlichen Gefühlen, Wünschen und Werten. Die beiden lieben ihren Beruf – und das spürt man aus jeder Zeile im Buch – und noch stärker, wenn sie direkt erzählen. Wie kann jemand strahlend vom Sterben und vom Tod berichten? Dies schaffen die beiden Frauen, die von sich sagen: «Wir sind bodenständige Frauen». Sie sehen den Tod als absolut natürlichen Teil des Lebens, der nicht aus dem Alltag verdrängt, sondern dem Würde verliehen werden soll. «Den Toten die letzte Ehre erweisen», darin sehen sie ihre Aufgabe.

Familiengeschichte Geprägt wurden die Schwestern durch den frühen Tod ihres Bruders Peter, der im Kindergartenalter verunfallte, vor den Augen des Vaters und einer weiteren Schwester. Während Karin Koch Sager dies erzählt, ist sie sehr berührt. Auch Menschen, die sich professionell mit dem Tod beschäftigen, sind nicht abgestumpft. Emotional berichtete auch die um elf Jahre ältere Schwester Doris vom Tod ihres Mannes. Die Schwestern leben ihre Gefüh-

Die Bestatterinnen Doris Hochstrasser-Koch (l.) und Karin Koch Sager lasen und erzählten aus ihrem Berufsleben. Dabei kamen auch alte Traditionen aus dem Raum Wohlen zur Sprache, die denen im Knonauer Amt ähnlich waren. (Bild rz) le aus, nicht nur Trauer: «Wir haben es gern lustig.» Acht Kinder hatte Vater Koch mit seiner aus Italien stammenden Frau. Sie betrieben ein Transportunternehmen, das aus der Fuhrhalterei der letzten Generation herausgewachsen war. Das Bestatten war nur ein kleiner Zweig des Unternehmens. Voller Humor erzählten die Schwestern vom ersten Auto für den Transport von Verstorbenen: 1967 erwarb Vater Koch ein Occasions-Auto, einen «Ami-Schlitten». Auf einer Fahrt nach Italien erlitt das Auto einen Schaden – und statt repariert, kam nur das Chassis per Zug zurück – alles andere war gestohlen worden.

Traditionen und Rituale Beide Schwestern sind sich einig: Wer den Abschied von einem lieben Menschen liebevoll gestaltet, wer über den Verlust und die damit verbundenen individuellen Gefühle spricht, wird besser damit umgehen können, als wenn der Tod als Teil des Lebens ignoriert wird. Die Bestatterinnen schwatzen niemandem etwas auf, aber sie machen im richtigen Moment Vorschläge, nicht aus dem Katalog, sondern aus ihrem Empfinden und aus ihrer jahrelangen Erfahrung mit dem Tod heraus. Sie haben grossen Respekt vor Verstorbenen und können auch durch Verletzungen entstellte Körper liebe-

voll wieder so herrichten, dass die Angehörigen würdevoll Abschied nehmen können. Insbesondere plädieren sie dafür, dass man Kinder in die Prozesse rund um den Tod adäquat mit einbezieht. So lassen sie beispielsweise Enkel den Sargdeckel bemalen, während die erwachsenen Angehörigen regeln, was nach einem Todesfall zu regeln ist. Die Bestatterinnen nehmen ihnen dabei auf Wunsch so viel wie möglich ab.

Fragen aus dem Publikum Offen und ehrlich beantworteten sie Fragen aus dem Publikum. Doch, die Krimiserie «Der Bestatter» würden sie sich gern ansehen – aber so würde es in der Realität in einem Bestattungsunternehmen nicht zugehen. «Vor allem würden wir nie der Polizei dreinreden!» Wie sie beide selbst all ihre Erlebnisse verkraften würden? Die Schwestern schauen sich an, der Blick beantwortet bereits die Frage. «Wir sprechen miteinander.» Zuhörer, die das Buch bereits gelesen hatten, lobten nicht nur Aufbau und Inhalt des Buches, sondern die Achtsamkeit, mit der das Thema Tod angegangen wird. Nächster Anlass in der Buchhandlung: Mittwoch, 17. Februar 2016, um 19.30 Uhr: Corinne Rufli: «Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert».

sport

Das Winterschiessen machte seinem Name alle Ehre Am Wochenende vom 16. und 17. Januar führte der Schützenverein Hedingen das Winterschiessen 2016 durch. Das Wetter machte dem Anlass alle Ehre, war es doch gegenüber dem Winterschiessen der Pistolenschützen sehr kalt, und es schneite immer wieder, sodass die Sicht zu den Scheiben eingeschränkt war. Trotz der widrigen Wetterumstände fanden 171 Schützen den Weg ins Schützenhaus und absolvierten das Programm von zwei Probeschüssen, fünf Einzelschüssen und drei Schüssen in Serie, das ein Maximum von 80 Punkten gegeben hätte, was aber kein Schütze erreichte. Gleich vier Schützen erzielten jedoch das gute Resultat von 77 Punkten. Gewonnen hat das Winterschiessen 2016 Manuel Furrer vom FS Beinwil vor Roger Zwicky vom SV ObfeldenMaschwanden und Pius Häfliger, auch von den FS Beinwil. Für den Bezirksvorstand: Gion Kuster Ausführliche Ranglisten unter www.bsva.ch.

Viel Schnee und eingeschränkte Sicht am Winterschiessen in Hedingen. (Bild zvg.)

Wichtige drei Punkte Damen 1 von Volley S9 schlagen Wiedikon Am Donnerstagabend hat der Präsident von Volley S9, Hugo Lombriser, dem D1-Team gleich zweimal aus der Klemme geholfen. Zuerst sprang er als Schreiber ein, weil die angefragte Schreiberin kurzfristig ausfiel. Kaum hatte er alles ins Matchblatt eingetragen, wurde klar, dass auch der Schiedsrichter nicht erscheinen würde. Am Neuschnee vom Dienstag wird es kaum gelegen haben, dass der aufgebotene Schiri die Kaserne in Birmensdorf nicht gefunden hat. Damit trotzdem gegen Wiedikon gespielt werden konnten, stellte sich Hugo kurzerhand auf den Schiribock, und die Spielerinnen improvisierten beim Ausfüllen des Matchblattes. Aus der Vorrunde hatte das Heimteam eine Rechnung offen gegen KSC Wiedikon, da das Spiel 3:2 verloren ging. Im ersten Satz waren die Ämtlerinnen etwas nervös und das Glück stand nicht auf ihrer Seite – der Satz ging verloren, auch wenn das Team gegen Ende des Satzes stärker wurde. Im zweiten Satz konnte sich S9 deutlich steigern, während Wiedikon ein

Tief hatte. Bessere Serviceannahmen und punktebringende Angriffe sicherten den zweiten Durchgang für das Heimteam.

Variantenreich zum Erfolg Der dritte Satz war wieder etwas umstrittener, aber die Spielerinnen von S9 konnten den Satz zu ihren Gunsten nach Hause fahren. Sie blieben konstant bei erfolgreichen Angriffen, spielten variantenreich und konnten so die starke Wiediker Verteidigung durchbrechen. Der entscheidende vierte Satz war umkämpft, die Serviceannahmen waren ungenau und es schlichen sich wieder mehr Fehler ein. Es schien, als ob das Team wieder nervöser würde. Am Ende konnte sich das D1-Team von Volley S9 aber mit starken Aufschlägen und erfolgreichen Angriffen durchsetzen und gewann das Spiel 3:1 und holte sich drei wichtige Punkte. Denise Künzli


Sport

Freitag, 29. Januar 2016

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Schweizer Meisterschaften zum Jubiläum Affoltemer Radverein RRC-Amt ist auch im 50. Jahr weiter im Hoch Der Radrennclub Amt feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einer Rekordanzahl Mitglieder. Dennoch gestaltet sich die Suche nach Vorstandsmitgliedern und Leuten für andere Schlüsselpositionen schwierig. ................................................... von martin platter Der langjährige Radrennclub-Amt-Präsident René Graf hätte eigentlich allen Grund zur Freude. Nachdem er bereits an der Generalversammlung im Vorjahr 25 Neueintritte vermelden konnte, waren es diesmal 20, generiert hauptsächlich aus dem wöchentlichen Kids Bike Treff in Affoltern. Damit steigt die Anzahl RRC-Mitglieder auf rekordverdächtige 140 (inklusive Freimitglieder). Zur GV 2016, die immerhin das 50. Vereinsjahr des Säuliämtler Rad-Clubs einläutete, erschienen am Freitagabend im Restaurant Rössli in Mettmenstetten aber lediglich 25 Stimmberechtigte.

Mehrere Vorstandsrücktritte Das zeigt das Problem, von dem auch der RRC trotz Mitgliederhausse nicht verschont bleibt. Das Vereinsangebot mit zahlreichen Aktivitäten ist sehr begehrt. Selber in der Vereinsleitung mit anzupacken, ist jedoch weniger gefragt. Weder für den zurücktretenden Aktuar Heinz Aeberli noch für Beisitzerin Marietta Wolf meldete sich spontan aus der Versammlung Ersatz. Noch überraschender kamen die Rücktrittsankündigungen von GPOsterhas-Präsidentin Judith Müller und -Kassierin Irene Huter. Damit steigt der Druck auf Graf und das verbleibende Team, welches ohnehin schon sehr viel für den RRC leistet.

RRC-Amt-Nachwuchsfahrer Timo Müller beim Training mit dem Regionalkader von Roland Schätti. (Bild Martin Platter) Früchte des Einsatzes Die Früchte des unermüdlichen Einsatzes dürfen sich sehen lassen. Neben Leistungsträger Urs Huber, der 2015 trotz einer Krise Mitte Jahr wieder auf zahlreiche Siege zurückblicken kann, etablieren sich zunehmend die Nachwuchsfahrer auf kantonaler und nationaler Ebene in den vordersten Positionen. Beispielsweise Timo Müller, der in Steinmaur kantonaler Radquermeister seiner Klasse wurde und inzwischen im Regionalkader von Roland Schätti trainieren darf. Das Kader gilt als Sprungbrett in die Nationalmannschaft. Sportchef Marco Rimensberger bedankte sich an der GV vorab denn auch bei allen, «die den Karren am Laufen halten» und regelmässig für den RRC in die Pedale treten, ehe er

mit seiner rund zehnminütigen Aufzählung aller Spitzenresultate von RRC-Fahrern begann. Auch im Jahresbericht des Präsidenten spiegelte sich das grosse sportliche Engagement: Trotz garstigem Wetter nahmen 27 RRC-Amt-Fahrerinnen und -Fahrer am GP Osterhas teil – das hat es vielleicht in den Gründerjahren des Vereins mal gegeben. 55 Kinder besuchen regelmässig den Kids-Bike-Treff. Der Club habe einen Autoanhänger für den laufend grösser werdenden Materialpark anschaffen müssen, berichtete Graf. Der positive Nebeneffekt: Aus dem Fundus des Kids Bike Treffs entdeckten immer mehr Kinder die Faszination der Strassenrennen – einst der Hauptzweck des RRC. Graf gab als baldiges Ziel neben der Teilnahme am EKZ Bike-Cup den Schülercup auf der Strasse an. An den

FCWB: JuniorenHallenturnier am Wochenende Am kommenden Wochenende findet Teil 2 des nunmehr vierten Jürg-Stäheli-Cups statt, des Junioren-Hallenturniers des FC Wettswil-Bonstetten mit überregionaler Wirkung. Nach der erfolgreichen ersten Hälfte Ende des vergangenen Jahres, steht wiederum ein toller Anlass in Bonstetten bevor. 48 Mannschaften aus verschiedenen Alterskategorien spielen im Turniermodus innerhalb der Kategorien und unterschiedlichen Stärkeklassen. Jedes Turnier wird sehr effizient in rund vier Stunden durchgeführt, was zu kurzen Wartezeiten führt und deshalb nicht das ganze Wochenende blockiert. Einmal mehr war die Nachfrage überwältigend und die Plätze waren innert weniger Tage ausgebucht.

Austragungsort Schachenhalle Die Dreifach-Turnhalle Schachen in Bonstetten bietet die optimale Infrastruktur für diesen Grossanlass und selbstverständlich dürfen die Besucher ein reichhaltiges Angebot in der Festwirtschaft erwarten. Ein besonderer Leckerbissen wird das C-Turnier, welches am Samstagabend zwischen 18.30 und 23.00 Uhr ausgetragen wird. Die Verantwortlichen des FCWB freuen sich auf einen tollen Anlass und hochstehenden Junioren-Sport. (OHe)

klubeigenen Abendrennen führen bereits rund 15 klubeigene Fahrer regelmässig mit, zuweilen in prägenden Rollen in der Nachwuchs- wie in der Hauptkategorie. Club-Kassier Andreas Caruso hat sogar das Gesamtklassement bei der Elite gewonnen – nachdem er am GP Osterhas bei den Masters den zweiten Platz herausgefahren hatte.

Mehr Jugend- und Sport-Leiter für den Bereich Mountainbike Auch auf Leiterebene hat sich etwas getan: Drei Mitglieder haben Ende August den J&S-Leiter-Grundkurs Mountainbike erfolgreich absolviert. OK-Chefin Judith Müller bezeichnete den Auftritt von Ernesto Hutmacher als Höhepunkt des letzten GP Osterhas. Zum 25-jährigen Bestehen seines

Ferien-Resorts in Massa Marittima hat der Exil-Aeugster drei Wochen Ferien gespendet, die es am GP Osterhas zu gewinnen gab. Das Radkriterium selber sei trotz garstiger Wetterbedingungen ohne gravierende Unfälle über die Bühne gegangen und habe mit Gewinn abgeschlossen. Die Organisation der nächsten Ausgabe am Ostersamstag, 26. März, sei auf gutem Weg. Am bewährten Programm werde festgehalten. Neben den «Piccolos» (die jüngsten Teilnehmer) sei ein DernyLauf als Attraktion nach dem EliteRennen geplant. Sehr positiv war auch die Bilanz von Abendrennen-OK-Chef Urs Staub: «Kein Regentag, keine schweren Stürze.» Einen besonderen Dank fürs Verständnis richtete Staub an die Anwohner, insbesondere die Gewerbetreibenden. Alle Jahresberichte wurden mit Applaus verdankt. Alt Präsident Hugo Trachsler stellte den Antrag, zum 50-Jahr-Jubiläum die Schweizer Strassenmeisterschaften nach Affoltern zu holen. Er sagte, das sei per 2017 möglich. Die Strecke solle ähnlich geführt werden wie an der Duathlon-WM 2003 mit Start und Ziel vor dem Schulhaus Butzen. Franz Liebhart – der damalige Präsident der Duathlon-WM – könne sich vorstellen, erneut die Leitung des Organisationskomitees zu übernehmen, führte Trachsler aus. Worauf die Versammlung den Antrag einstimmig guthiess. Zum Abschluss gabs noch eine weitere Überraschung: Kommenden September oder Oktober sollen in Mettmenstetten die Kantonalzürcher RadquerMeisterschaften ausgetragen werden – just am Wohnort von Titelverteidiger Timo Müller. Vielleicht wagt sich auch Marathon-Crack Urs Huber mit dem Querrad ins Gelände? Bis dann hat er sein neues Haus in Mettmenstetten bezogen.

Jassmeisterschaft des FC Affoltern Premiere an der 33. Austragung

Hallenfussball ist temporeicher als Rasenfussball. (Bild zvg.)

Fussballzauber in der Stigeli-Halle Hallenturnier in Affoltern Bereits zum 32. Mal lädt der FC Affoltern zum Junioren-Hallenturnier. Insgesamt 50 Mannschaften messen sich in sechs verschiedenen Kategorien. An diesem Wochenende vom 29. bis 31. Januar findet das alljährliche Hallenturnier des FC Affoltern bereits zum 32. Mal statt. Der FCA lädt die Bevölkerung ein, diesem Anlass in der Stigeli-Halle beizuwohnen und die Mannschaften in sechs Kategorien, von den «kleinen» F-Junioren bis zu den «grossen» B-Junioren, zu unterstützen. Die beiden Turnierleiter Mauro Angelillo und Günther Hutzler konnten insgesamt 50 Mannschaften aus der Region Zürich gewinnen, die an diesem Turnier teilnehmen und um den Sieg und die damit verbundenen Pokale spielen. Am Freitag, ab 19 Uhr, werden die B-Junioren das Turnier eröffnen und ihre Fussballkünste unter Beweis stel-

len. Am frühen Samstagmorgen findet das Turnier der Fc- und Fd-Junioren statt, die früh aufstehen müssen, da das erste Spiel bereits um 8 Uhr erfolgt. Nach einer Mittagspause werden sich die D-Junioren messen, bevor ab 18 Uhr das Turnier der C-Junioren den Spieltag abschliesst. Den letzten Turniertag werden die E-Junioren starten, bevor die Fa- und Fb-Junioren den krönenden Abschluss eines gelungenen Turniers zelebrieren werden. Um sicherzustellen, dass weder den Fans noch den Spielern die Kraft ausgeht, wird wie gewohnt die Festwirtschaft von der FCA-Festwirtin Antonia Piliero betrieben, in der sich die Besucherinnen und Besucher mit Speis und Trank versorgen können. Jedermann ist dazu eingeladen, bei diesem fussballerischen Spektakel in der Stigeli-Halle dabei zu sein und den FC Affoltern anzufeuern. Auf ein schönes und faires Fussballfest. Patrick Hutzler

Obschon die Jass-Meisterschaft des FCA am vergangenen Wochenende bereits zum 33. Mal ausgetragen wurde, war sie für eine Premiere gut. Speziell war, dass die Jass-Fans bereits um 14 Uhr mit den Partien begannen und nicht wie in früheren Jahren erst gegen Abend. Vor dem Start wurden beim Apéro alte Bekanntschaften gepflegt. Pünktlich waren dann alle 44 Jass-Paare startklar und die Karten wurden abgehoben, verteilt, geschmiert, verworfen, angezeigt und ausgezählt. Profis und Gelegenheitsjasser freuten sich über gute Karten und gelungene Spielzüge oder ärgerten sich über Fehler oder Pech beim Trumpf. Nach den ersten beiden Passen zu 12 Runden konnten sich die Teilnehmer am reichhaltigen Kuchenbuffet bedienen. Zur Stärkung gab es am Buffet Kaffee oder andere Getränke. Im zweiten, «sportlichen» Teil wurden nochmals drei Passen gespielt. Mit 60 Runden aber war dem Plausch noch nicht genug gefrönt. Der tollen Ambiance der Anwesenden konnte nicht besser Ausdruck verliehen werden, als dass in der kurzen Pause vor dem Nachtessen an verschiedenen Tischen einfach weitergejasst wurde! Das Nachtessen läutete den letzten Teil des Anlasses ein. Bei der Auslosung der Schinkenlotto-Karten durch den FCA-Veteranen-Trainer konnten bereits die ersten Gewinner

Turnierleiter Alex Roshardt (links) mit dem Siegerpaar Guido Jud (Mitte) und Toni Rigo. (Bild zvg.) des Abends bestimmt werden. Als Abschluss folgte dann die grosse Rangverkündigung. Mit einem Resultat von 5316 Punkten setzten sich Guido Jud und Toni Rigo an die Spitze. Dahinter folgten mit 5180 Punkten das Duo Markus Schnider und Fredy Steck. Auf dem dritten Rang und mit nur zwei Punkten Rückstand auf den zweiten Platz klassierten sich Deborah und Thomas Wyss. Dank der Sponsoren konnten gut zwei Drittel der Mannschaften einen Preis vom Gabentisch mit nach Hause nehmen. Nach dieser Premiere wird sicher auch die 34. Jassmeisterschaft am Nachmittag durchgeführt werden. Die Anmeldeformulare werden zirka Anfang November 2016 auf der Homepage www.fcaffoltern.ch aufgeschaltet. Die ganze Rangliste der diesjährigen Jassmeisterschaft ist ab sofort ebenfalls auf dieser Homepage einsehbar. Alex Roshardt


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Sport

Freitag, 29. Januar 2016

Nur 515 von 1720 erreichten das Ziel René Nüesch hat den Neusiedlersee erfolgreich umrundet Der Obfelder Pöstler und Extremsportler René Nüesch hat am 22. Januar die 24-Stunden-Burgenland-Extremtour unter die Füsse genommen. Für den «Anzeiger» berichtet er über diesen physisch und psychisch höchst anspruchsvollen Wettkampf. ................................................... von rené nüesch

Vollste Konzentration bei Urs Rüetschi, der mit Weiss gewann. (Bild Kaspar Köchli)

Kapitale Niederlage für Schachclub Wettswil Entscheidendes Spiel verloren In der Königsklasse der Zürcher Meisterschaft verlor Wettswil überraschend gegen Schlusslicht Pfäffikon und muss wohl absteigen. Für die im Frühling losgehende Schweizer Schachmeisterschaft dient der jeweils im Winter stattfindende Zürcher Bewerb als Training. Er ist attraktiv und verfügt nur bedingt über Freundschaftscharakter – schliesslich geht es in der Königsklasse um die Krone des besten Zürcher Teams. In der vierten Runde kam es Mitte Januar bezüglich Abstiegsfrage zum entscheidenden Duell zwischen dem Zweitletzten (Wettswil) und dem Letzten (Pfäffikon).

Favorit sein allein genügt nicht Die Ämtler starteten im Zürcher Oberland klar favorisiert in die Begegnung. Alle sechs Bretter besetzten sie stärker als ihre Gegner. Umso grösser war die Überraschung, als der Heimklub nach zweieinviertel Stunden 2:0 vorlegte. Wettswil kämpfte sich zurück, konnte seinerseits zwei Partien gewinnen und das Skore lautete nach drei Stunden unentschieden 2,5:2,5. Die Spannung erreichte jetzt ihren Höhepunkt, das

letzte Spiel musste entscheiden. In der Spitzenpaarung am ersten Brett hatte sich Wettswils Stärkster, Daniel Christen, mit Schwarz eine gewinnträchtige Stellung aufgebaut. Allerdings fand er in der Folge in arger Zeitnot zweimal nicht den besten Zug, büsste seinen Vorteil gänzlich ein und verpasste schliesslich sogar noch das Remis. Der 3.5:2.5-Sieg Pfäffikons ist wohl glückhaft. Jedoch kann man dem Sieger keinen Vorwurf machen, wenn er Geschenke des Favoriten annimmt. Wettswils Abstieg aus der Zürcher Meisterklasse dürfte damit wohl besiegelt sein. Deshalb, weil es in der letzten Runde Mitte Februar auf den verlustpunktlosen Leader, das Starensemble von Réti Zürich, trifft. Prioritär ist jedoch, wie erwähnt, die Schweizer Meisterschaft. Da startet Wettswil im März mit dem ambitionierten Ziel, wieder in die Nationalliga B aufzusteigen. Kaspar Köchli Zürcher Meisterschaft, Meisterklasse: Pfäffikon – Wettswil 3.5:2.5 Patrik Hugentobler (Elo 2229) – Daniel Christen (2266) 1:0; Stefan Wanner (2061) – Urs Rüetschi (2249) 0:1; Thomas Künzli (2129) – Philipp Aeschbach (2237) 0:1; Manfred Gosch (2068) – Theo Heldner (2079) 1:0; Hans Joller (1901) – David Klee (1924) 1:0; Andreas Scheidegger (2017) – Kaspar Köchli (2059) remis.

Top-Resultate in den Niederlanden Andreas und Elin Ott in Drachten Andreas Ott konnte mit der Schweizer Stute Loxana von Loxy de la Réselle in zwei Longines-Ranking-Prüfungen Punkte sammeln. In der Ersten Prüfung über 150 cm klassierte er sich mit Loxana auf dem siebten und in der zweiten Prüfung über 150 cm auf dem 19. Schlussrang. Die neunjährige Holsteiner Stute Nanu belegte in einer 140-cm-Prüfung den 8. Schlussrang. Mit Castella konnte sich Andreas Ott im 9. Rang in einer 135-cm-Prüfung

klassieren und im kleinen Final über 140 cm blieb Castella fehlerfrei. Elin Ott als jüngste Teilnehmerin konnte mit Ekina in einer 145-cm-Prüfung den ausgezeichneten 9. Rang herausreiten. Mit der siebenjährigen Belgier-Stute Oklahoma belegte sie in den Youngster-Prüfungen den 16. und den 19. Rang. Mit Copilot konnte sie sich in einer 135-cm-Prüfung auf dem 10. Rang und in einer 140-cm-Prüfung auf dem 13. Rang klassieren. (pd.)

Andreas Ott auf Loxana belegte den siebten Schlussrang. (Bild zvg. Leanjo de Koster)

Start zur 24-Stunden-Burgenland-Extremtour war am Freitag, 04.30 Uhr früh. Das hiess, um 3 Uhr aufstehen – zum Glück hatte ich den Rucksack bereits am Vorabend gepackt. Duschen wollte ich lieber nicht, da die Heizung die ganze Nacht im Zimmer nicht funktionierte. Ich hatte zum Schlafen bereits Laufkleidung an, damit es mit der Kälte aushaltbar war. Im Hotel wurde um 3 Uhr ein Frühstück angeboten. Ich bin zwar ein «Frühaufsteher», aber Essen ging noch nicht so richtig. Doch mit leerem Magen starten wiederum auch nicht. Also nahm ich ein Käsesandwich, zwei Glas Wasser und zwei Espressi. Das sollte reichen bis zur ersten Verpflegungsstelle nach Kilometer 25. Wieder im Zimmer machte ich mich bereit zum Abmarsch, zog alles an, hob den Rucksack auf. «Mann, ist der schwer», dachte ich, als ich den etwa zehn Kilogramm schweren Sack hochhob. Doch ich wollte auf Nummer sicher gehen – auf keinen Fall frieren und sollte ich eine Verpflegungsstelle verpassen, wollte ich auch genügend Getränkeund Nahrungs-Reserven dabeihaben.

Auto auf dem Dorfkreisel abgestellt Es war in der Nacht -10°C geworden, so zeigte jedenfalls die Temperaturanzeige im Auto an. Nach zehnminütiger Fahrt ging es auf Parkplatzsuche; bei 1720 Teilnehmenden gestaltet sich dies nicht ganz einfach. Für eine lange Suche hatte ich nun wirklich keine Zeit, ich entschloss mich kurzerhand mein Auto in der Mitte des Dorfkreisels abzustellen, es vergingen keine zwei Minuten und ich hatte Nachahmer. Wie immer vor dem Start musste ich noch die Toilette aufsuchen – war dabei aber nicht allein. Es blieb mir aber nichts anders übrig als mich brav bei den Wartenden anzustellen. Ich schaute langsam nervös auf die Uhr, es ist gleich 4.20 Uhr und vor mir standen noch fünf Personen. Endlich kam ich an die Reihe – so nebenbei höre ich den Starter herunter zählen, 10,9,8,7........1 und los und ich war immer noch auf der Toilette.

Zu viele Teilnehmende und zu wenig Platz Mit rund zwei Minuten Verspätung machte ich mich auch auf den Weg. Doch nach kurzer Zeit standen vor mir alle still, ich versuchte über das Trottoir auszuweichen – Fehlanzeige, diese Idee hatten auch schon andere. Nach einer weiteren Minute, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte, ging es endlich weiter, zwar langsam, aber immerhin. Kurz nach Ortsende wechselte der Weg von der Strasse auf den Radweg, dieser war bei so vielen Teilnehmenden jedoch von Anfang an total verstopft. Ich sah mich gezwungen – um ein wenig flotter vorwärtszukommen – auf das umliegende Terrain (Rebberge) auszuweichen. Ab Kilometer fünf hatte ich alle langsameren überholt und konnte nun endlich «mein» Tempo laufen – zwischen sechseinhalb und sieben Minuten pro Kilometer. Das war nicht schnell, doch es lagen ja auch noch 115 Kilometer vor mir und ich musste meine Kräfte einteilen. Bei Kilometer 13 passierten wir die Grenze nach Ungarn – keine Kontrolle, niemand da – wie ausgestorben, so schien es mir.

René Nüesch, angekommen im Finisherroom. (Bild zvg.) Bitte nicht nachmachen! Bisher gab es weder Schnee noch vereiste Flächen. Jedoch jetzt, auf der ungarischen Seite, mussten wir etwas vermehrt auf kleine vereiste Flächen aufpassen. Etwa bei der Halbmarathon-Distanz war ich einen kurzen Augenblick nicht voll konzentriert und rutschte aus. Ich wehrte mich gegen den Sturz, mit dem Resultat, dass ich nicht hingefallen bin, jedoch eine leichte Zerrung hinten im Oberschenkel davontrug, welche mich ab sofort behinderte und sich natürlich auch im Tempo niederschlug, anstatt meinem zügigen Tempo ging der Schnitt auf acht Minuten pro Kilometer und noch langsamer zurück. Ich musste auch immer wieder Walkingpausen einlegen. (Anmerkung des Autors: «Bitte nicht nachmachen! Bei einer Zerrung sollten unnötige Belastungen vermieden werden!») Endlich kam die erste Verpflegungsstelle in Sicht. Mein Trinksystem war unterdessen beim Mundstück eingefroren – in der Zwischenzeit zeigte das Thermometer 14°C an. Also schleppte ich noch zusätzlich eine Wasserflasche mit, immer am Körper tragend, damit sie nicht einfror. Durch die Zerrung musste ich beim Laufen Gewicht verlagern, was zu neuen Problemen führte. Neben der Zerrung kamen kleine Blasen am linken Fuss dazu – zuerst nur links, später auch rechts. Diese lenkten immer wieder für kurze Zeit von der schmerzenden Zerrung ab.

Eine psychische Achterbahnfahrt Mein angestrebtes Ziel in zirka 14 Stunden den See zu umrunden rückte in weite Ferne. Planänderung: einfach in den 24 Stunden angekommen. Bis Kilometer 45 ging es mit meiner Psyche immer auf und ab. Mich zu motivieren war nicht ganz einfach, da der Fuss und der Oberschenkel bei jedem Schritt brannten. Um 13.30 Uhr kam ich im Halfway-Checkpoint an, ass schnell zwei Würstchen und trank dazu einen mit Zucker gespritzten Apfelsaft. «Nur nicht unnötig lange aufhalten», dachte ich mir, denn es war ja erst die Hälfte des Wegs geschafft. Beim nächsten Checkpoint, bei Kilometer 75, gab es Tee, gezuckerten Zopf und Wasser. Das Problem mit dem Trinksystem hatte sich zwischenzeitlich gelöst. Ich konnte mir aber nicht sicher sein, dass es nicht wieder einfriert. Darum ging ich auf Nummer sicher und packte wieder eine Flasche Wasser ein.

Der Weg durch die Hölle Gegen 17 Uhr erreichten die Schmerzen einen neuen Höhepunkt, Joggen ging nicht mehr, Walken funktionierte noch einigermassen. Auf meinem Weg durch die Hölle – der Weg hiess hier auch noch so – lernte ich Leidenspartner Josef kennen. Auch bei ihm hatten sich einige Zipperleins bemerkbar gemacht und auch er konnte unmöglich schneller gehen.

Ich hatte noch einen Trumpf im Rucksack – die Nordic-Walking-Stöcke von Gubler Sport. Auf Asphalt setze ich diese nicht so gern ein, aber da ich die Pads draufliess, schepperte es nicht ganz so arg. Dadurch konnte ich mein stark schmerzendes linkes Bein ein wenig entlasten und schleppte mich bis zum Checkpoint Neusiedeln am See, bei Kilometer 90. Hier gab es eine warme Suppe und einen «Blasenarzt». Dieser ist im normalen Leben Herzchirurg und ich wollte ihn unbedingt aufsuchen. Vielleicht konnte er mir ja ein wenig Linderung verschaffen. Josef wollte auf mich warten, ich lehnte ab, denn wenn es tatsächlich zu einer Verbesserung des Zustands käme, würde ich ihn relativ schnell wieder einholen. Der «Blasenarzt» versorgte meinen linken Fuss, beim rechten konnte ich noch mit den Schmerzen umgehen. Im Nachhinein gesehen, wäre es besser gewesen, auch diesen Fuss behandeln zu lassen.

Zusammen läuft es sich leichter Der Fuss fühlte sich besser an und ich packte wieder eine Wasserflasche ein, denn es wurde wieder empfindlich kälter und mein Trinksystem fror dann auch wieder ein. Trotzdem ging es klar besser voran als vorher. Also probierte ich es mit Intervallen von 10 bis 15 Minuten leichtem Joggen und Walken. So ging es auf die letzten 30 Kilometer. Mit meiner Fortbewegungsart überholte ich seit Langem wieder einige Dutzend Teilnehmer. Auch meinen ehemaligen Begleiter Josef holte ich wieder ein. Alleine wäre ich sicher schneller vorwärtsgekommen, aber zusammen läuft es sich leichter. Also nahmen wir die letzten 20 Kilometer gemeinsam unter die Füsse. Bei Kilometer 13 vor dem Ziel gab es nochmals eine Suppe, dieses Mal eine köstliche Gulaschsuppe, die ich richtig geniessen konnte. Ich würde gerade gerne wieder einen Teller davon essen!

Die Schmerzen gehen vorbei So konnten wir gestärkt die letzten Kilometer in Angriff nehmen. In der Zwischenzeit schmerzte mein rechter Fuss bei normalen Schritten so stark, dass ich zu hinken begann. So schleppten wir uns dem Start- und Zielort Oggau entgegen. Etwa zwei Kilometer vor der Ziellinie meinte Josef, seine Uhr kontaktierend: «Wenn wir uns beeilen, kommen wir noch vor Mitternacht ins Ziel. Deshalb hiess es nochmals Zähne zusammenbeissen und alles was möglich war noch aus den Füssen herausholen. Ich machte für Josef die Tempoarbeit und so erreichten wir das Ziel um 23.58 Uhr, nach 18 Stunden und 28 Minuten. Von den anfänglich 1720 gestarteten Teilnehmern sahen 515 das Ziel in Oggau. Meine Platzierung lag irgendwo im Mittelfeld. Viel wichtiger war, dass wir nicht aufgegeben haben. Jetzt müssen wir wohl ein paar Tage leiden, doch dies geht ja vorbei, während die schöne Erinnerung bleibt.


Extra

Freitag, 29. Januar 2016

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menschen im säuliamt

«Das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur hat mich immer beschäftigt» Karin Hindenlang ist mit Tieren gross geworden und war schon als Kind oft auf Wanderungen in der Natur unterwegs. Heute engagiert sie sich als Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich für die Förderung der Natur. Und sie wünscht sich, dass der Aufenthalt im Sihlwald für die Erholungssuchenden zum Innehalten, Beobachten und Reflektieren anregt. ................................................... mit karin hindenlang sprach marianne voss «Studieren Sie Veterinärmedizin und heiraten Sie einen Tierarzt. Dann können Sie mit ihm eine Praxis eröffnen, er für Gross- und Sie für Kleintiere.» Das habe man ihr nach der Matur geraten, berichtet Karin Hindenlang im Restaurant Langenberg im Tierpark. Sie schmunzelt beim Rückblick auf diesen Laufbahntipp. «Ich engagierte mich damals schon für den Naturschutz, interessierte mich aber auch für Politik und Wirtschaft.» Ein Studium an der Hochschule St. Gallen wäre daher durchaus auch eine Option gewesen. Sie entschied sich schliesslich für ein Biologiestudium mit den Schwerpunkten Zoologie und Wildtierbiologie. Den intensiven Bezug zu Tieren und zur Natur hat sie seit ihrer Kindheit, die sie in Zürich Albisrieden verbrachte. Ihr Vater war ein Wandervogel und nahm sie schon als kleines Mädchen auf grosse Touren mit. «Im Teenageralter fand ich das dann nicht mehr so cool, doch schon wenig später war ich oft mit Studienkollegen in den Bergen unterwegs.» Zudem habe sie als Kind regelmässig ihre freien Nachmittage im Zürcher Zoo verbracht. «Der Schuhschnabel war mein bester Freund», erinnert sie sich. Heute gehören zwei Hunde zu ihrer Familie. «Es sind Retriever. Ich bilde sie als Sport- und Jagdhunde aus.» Jagd? Sie lacht. Diese ungläubige Reaktion ist ihr anscheinend bekannt. «Ja, ich bin auch Jägerin und mit den Vierbeinern auch im Lawinenhundesport aktiv», fügt Karin Hindenlang bei.

Karin Hindenlang beim Steinbockgehege im Wildnispark Zürich Langenberg. «Die Steinböcke bekommen zurzeit die Weihnachtsbäume zu fressen, die nicht verkauft werden konnten.» (Bild Marianne Voss) Berufliche Vielfalt Nach dem Biologiestudium und einigen Jahren als Assistentin an der Universität Zürich arbeitete Karin Hindenlang an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf. Danach war sie für die Stadt Zürich tätig. «Ich war bei Grün Stadt Zürich zuständig für den Bereich Naturförderung. Es ging dabei um die naturnahe Gestaltung von Grünanlagen, aber auch um die Sensibilisierung der Bevölkerung für Biodiversität und Natur.» Seit zwei Jahren ist sie nun Geschäftsführerin im Wildnispark

Zürich. Sie habe sich vorher bereits als Präsidentin der Stiftung engagiert. «Es war für mich also ein Schritt von der strategischen Position in die operative Leitung.» Ebenfalls seit zwei Jahren wohnt sie mit ihrem Mann im Aeugstertal. Den Weg in ihr Büro beim Besucherzentrum in Sihlwald lege sie oft mit dem Velo und manchmal zu Fuss zurück. «Das ist wunderschön und zugleich habe ich dann etwas für meine Fitness getan.» Ihren jetzigen Beruf kann Karin Hindenlang nicht mit einem Wort umschreiben: «Ich bin Zoo-, Naturparkund Museumsdirektorin, beschäftige mich jedoch ebenso mit Immobilien

und Regionalpolitik.» Sie habe einen spannenden Lebensjob. «Er beinhaltet genau die Vielfalt, die ich mir immer wünschte und die mir damals die Studienwahl so schwer machte. Ich bin am richtigen Ort angekommen.»

Natürliche Kreisläufe der Natur «Die Natur-Mensch-Beziehung und das Verständnis für Zusammenhänge in der Natur, das sind Themen, die mich immer sehr geprägt und beschäftigt haben», betont Karin Hindenlang im weiteren Verlauf des Gesprächs. Hier setze sie sich unter anderem dafür ein, den Erholungssuchenden im Sihl-

wald ein spezielles Naturerlebnis zu ermöglichen. «Der Naturwald soll zum Innehalten, Beobachten und Reflektieren anregen. Wenn der Mensch sich wohlfühlt in der Natur, kann er sie auch wertschätzen und sich als Teil davon wahrnehmen.» Das könne durchaus bewirken, dass Menschen ihren eigenen Lebensstil bewusster gestalten. Ein grosses Thema sei heute allgemein die Entfremdung von der Natur, von den natürlichen Kreisläufen. Umso wichtiger sei das Aufzeigen von Zusammenhängen, zum Beispiel von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum. «Naturschutz und Tierhaltung lösen auch Kontroversen aus.» Sie spricht damit einerseits die Diskussionen über die für eine natürliche Entwicklung notwendigen Einschränkungen im Sihlwald für Biker oder Reiter an. Andererseits gehe es auch um essen und gefressenwerden. «Unsere Besucher freuen sich über junge Hirsche oder Wildschweine. Aus Tierhaltungsgründen lassen wir Fortpflanzung im Tierpark zu, müssen den Bestand aber auch wieder reduzieren. Wir füttern also die Wölfe oder bieten im Restaurant Wildschweinplätzli an.» Das sei ein natürlicher Kreislauf. «Schliesslich wachsen Hamburger ja nicht auf den Bäumen.» Die Informations- und Aufklärungsarbeit macht Karin Hindenlang viel Freude. «Es ist eine schöne Herausforderung und ich habe dabei mit Menschen aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten zu tun.» Ihre zentrale Botschaft sei der respektvolle Umgang mit der Natur, der Umwelt und auch den Menschen. «Respekt vor andern Menschen, das bedeutet auch Respekt vor der Mitwelt – und umgekehrt.»

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen – egal ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder im Bezirk Affoltern ihren Arbeitsplatz haben. Die «Anzeiger»-Serie erscheint in loser Folge.

wetter

Störche in Ottenbach: Treue Fans des Säuliamtes «Schon ins Land der Pyramiden floh’n die Störche übers Meer ...» Das jedenfalls behauptet Theodor Storm in seinem berühmten Herbstgedicht. Ganz offensichtlich schert sich das Storchenpaar, welches auf dem von einem Sturm gekappten Baumwipfel im Quartier Hobacher in Ottenbach sitzt, nicht um die Jahreszeiten.

Störche finden genügend Nahrung

bauernregel «Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.»

Der Grund für ihre Treue zum Säuliamt ist jedoch weder ein fehlender Kalender noch der blaue Himmel oder gar die frühlingshaften Temperaturen Anfang dieser Woche. Die beiden Weissstörche sind sogenannte Nichtzieher, sie finden bei uns im Winter genügend Nahrung und verzichten deshalb auf die weite Reise in den Süden. (mm)

Die Klapperstörche in Ottenbach verzichten auf die Reise in den Süden. (Bild Martin Mullis)


Klein openArt Gastausstellung mit 30 Kunstschaffenden Noch bis 21. Februar 2016

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