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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 5 I 175. Jahrgang I Dienstag, 19. Januar 2021

Mehr mitreden

Ottenbach und Obfelden rufen Jugendliche auf, ihre Ideen und Anliegen einzubringen. > Seite 3

Grosse Solidarität

Die 24. Auflage der Aktion «2 x Weihnachten» hat stark mobilisiert. > Seite 3

Stille Wiederwahl

Alexandra Meile bleibt eine weitere Amtsdauer Friedensrichterin in Bonstetten. > Seite 6

Viel Arbeit

Der Wintereinbruch im Säuliamt hat Pannendienst, Feuerwehr und Polizei gefordert. > Seite 7

Langlaufmekka Säuliamt Ins Goms? Ins Engadin? Nach Einsiedeln? Nein, nicht nötig. Wer in diesen Tag langlaufen will, findet im Säuliamt traumhafte Verhältnisse vor. Viele Langläuferinnen und Langläufer nutzen die Gelegenheit, vor der Haustüre ihre Spuren durch den Schnee zu ziehen.

In ihrem neuen Podcast diskutieren Obfelderin Co Gfeller und Fabienne Wernly ab heute wöchentlich mit spannenden Gästen über kontroverse Themen rund um das Leben als Eltern.

von stefan schneiter

Langläuferherz, was willst du mehr? Die Loipe im Feldenmaas zwischen Affoltern und Bonstetten bot inmitten einer prächtigen Winterlandschaft beste Laufbedingungen für Wintersportler. (Bild Stefan Schneiter) po ihre Trainingseinheiten für einmal nicht in schneesicheren Bergregionen, sondern sozusagen zu Hause absolvierten. Ganze Familien waren mit Kind und Kegel unterwegs und brachten ihre Fitness statt auf Skipisten, die in CoronaZeiten ohnehin besser zu meiden sind, für einmal in flachem Gelände auf Vordermann. Aktive Senioren mit und ohne Bauchansatz reihten sich ein neben Jungvolk, das in bester Dario-ColognaManier das elegante Gleiten durch den Schnee zelebrierte. Aber auch manch

ein Gelegenheitssportler und blutiger Anfänger verriet durch seinen wackligen Laufstil wie auch wiederholten unfreiwilligen direkten Schneekontakt, dass die balancemässig Herausforderung auf schmalen Latten nicht zu seiner regelmässigen Betätigung zählt. Doch dem Spass an der sportlichen Aktivität in der herrlichen Winterpracht tat dies keinen Abbruch. Die Loipe im Feldenmaas ist aber nicht der einzige Ort, wo derzeit Langlauf möglich ist. Eine zwei Kilometer

lange Spur steht auch in Hausen auf dem Mittelalbis zur freien Verfügung. Die Loipe ist weniger bekannt als diejenige im Feldenmaas, ja, sie ist ein eigentlicher Geheimtipp, den bislang erst wenige kennen. Dabei ist der Rundkurs, auf 750 Meter über Meer gelegen, schneesicherer und bietet Langlauffreunden mit ihrem coupierten Gelände einen technisch interessanten Parcours.

Online-Podium zur Bezirksratswahl

In der Herbst- und Wintersaison nehmen depressive Verstimmungen zu – erst recht in der CoronaSituation. Das spürt man auch im Albisbrunn in Hausen.

er entdeckte das Dosen-Sammeln für sich. Zunächst fischte er sie aus den öffentlichen Kübeln, später durfte er mit seinem Töffli die Dosen aus ersten Haushalten und Firmen im Bezirk abholen. Er sammelte und sammelte, inzwischen liefert er mehrere Tonnen jährlich ab. Mit den Jahren hat seinen Abholservice ausgebaut. «Egal was», sagt er, «ich hole alles». (lhä)

Das Knonauer Amt wählt am 7. März seinen Bezirksrat. Bereits bestätigt ist als Präsident und Statthalter Claude Schmidt, für einen der übrigen beiden Plätze haben sich Ruth Früh (FDP, bisher), Antoinette Frey (SVP, bisher Ersatzmitglied) und Rolf Kuhn (glp) zur Verfügung gestellt. Im Vorfeld dieser spannenden Wahl organisiert die FDP Bezirk Affoltern in Zusammenarbeit mit der SVP und den Grünliberalen eine Podiumsdiskussion, an der sich die drei Kandierenden den Fragen des Moderators und «Anzeiger»-Journalisten Bernhard Schneider stellen. Die Veranstaltung wird am kommenden Donnerstag, 21. Januar, ab 20 Uhr per Online-Livestream via YouTube übertragen und kann so bequem und Corona-konform von zu Hause aus mitverfolgt werden. Eine Registrierung oder spezielle Software ist nicht notwendig. Dem Publikum wird auch die Möglichkeit gegeben, Fragen in die Runde einzubringen. (red.)

> Porträt auf Seite 8

> Bericht auf Seite 12

> Bericht auf Seite 3

Sven Blaser presst die Dosen, bevor er sie in der Mulde aufbewahrt. (Bild lhä)

Er holt ab, was weg muss Sven Blaser war ein Metallbearbeiter unter vielen. Bis er sich im Jahr 2004 am Bein operieren lassen musste. Danach war für ihn nichts mehr, wie es war. Die Operation missglückte, zwei Dutzend weitere folgten, ohne dass sich seine Beschwerden lindern liessen. Im Jahr 2006 sprach ihm die IV eine Teil-Rente zu. Vier Jahre später fand Sven Blaser in Hedingen wieder eine 50-Prozent-Stelle, die er trotz seiner körperlichen Einschränkung noch ausführen kann. Und:

Rund 20 Minuten lang sind sie, die «Two Moms»-Podcasts, und behandeln Themen wie den «After-Baby-Body», Natürliche Geburt gegenüber Kaiserschnitt oder das Stillen. Im Fokus stehen interessante Gäste, die von Schicksalsschlägen oder ungewöhnlichen Lebenswegen erzählen. Zum Beispiel über den Verlust eines Kindes, die Möglichkeit mittels künstlicher Befruchtung ohne Mann zum Wunschkind zu kommen oder den Alltag einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern. Corinne «Co» Gfeller ist Frontsängerin der Band Zibbz und moderierte mehrere Jahre ihre eigene TV Sendung auf Joiz. Nach neun Jahren in Los Angeles ist sie 2019 ins Säuliamt zurückgekehrt, kurz bevor sie Mama ihres Sohnes Bowie wurde. Ab heute Dienstag, 19. Januar, ist sie, gemeinsam mit Co-Moderatorin Fabienne Wernly, als «Two Moms» wöchentlich zu hören – und zwar überall, wo es Podcasts gibt. (red.)

> Bericht auf Seite 9 ANZEIGEN

Carrosserie/Spritzwerk

Lido Galli

> Bericht auf Seite 13

Die Nerven sind strapaziert

Pöbeleien und Sachbeschädigungen – im Herbst häuften sich in Hausen die Beschwerden über eine Jugendszene am Postplatz. Die momentane Situation stelle eine grosse Herausforderung dar, erklärt Philipp Eder, Gesamtleiter der Stiftung Albisbrunn. Ende November sprachen sich Vertreter der Polizei, eine Delegation des Gemeinderats und die Leitung des Albisbrunn über die Missstände aus und diskutierten Massnahmen, wie die Sachbeschädigungen und das unkorrekte Verhalten reduziert werden könnten. Seither ist es ruhiger geworden. «Man braucht keine Angst mehr zu haben», hört man aus der Bevölkerung. Auch Gemeinderat Gregor Blattmann zieht eine positive Bilanz. (red.)

Mit einem Schutzkonzept läuft der Betrieb in der Kita KiBiZ Sunneland auch in Corona-Zeiten. > Seite 9

«Two Moms» mit kontroversen Themen

Traumhafte Bedingungen locken derzeit Hunderte auf die Loipen

Ideale Bedingungen, wie sie sich nur alle Jahrzehnte mal bieten, herrschen derzeit für Langlauf im Säuliamt. Am Wochenende nutzten dies hunderte von Langläuferinnen und Langläufer. Auf der 8,3 Kilometer langen Loipe im Feldenmaas, einer Hochebene zwischen Affoltern und Bonstetten, herrschte ein reger Betrieb wie selten. «Das macht vielleicht Spass. So war es in den letzten 60 Jahren nie mehr» meinte ein Winterspaziergänger am Samstag, beim Anblick der vielen Wintersportler. Nun, ganz korrekt war die Aussage nicht. Doch muss man 15 Jahre zurückgehen, ins Jahr 2006, als man das letzte Mal derart riesige Schneemengen wie aktuell im Bezirk vorfand. Inmitten einer tief verschneiten Landschaft, wo die weiten Felder und Wiesen unter einer Schneedecke von einem halben Meter lagen und die angrenzenden Wälder das Ganze in eine märchenhafte Szenerie verwandelten, ergriff, wer immer es einrichten konnte, die Gelegenheit, seine Langlaufrunden zu drehen. Da waren zum einen eigentliche Spitzensportler zu sehen, die im perfekten Skating-Stil in forschem Tem-

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Konkurseröffnung Schuldner: Nachlass von Walter Hollenweger, geb. 26. September 1954, von Weinigen ZH, gest. 10. April 2020, wohnhaft gewesen in 8910 Affoltern am Albis mit Aufenthalt im Senevita Obstgarten, Obstgartenstrasse 9, 8910 Affoltern am Albis

Datum der Konkurseröffnung: 23. November 2020 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG. Eingabefrist bis 19. Februar 2021. Vergleiche im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 19. Januar 2021.

Das schmerzhaft Erwartete ist unerwartet eingetreten.

Sehr traurig, betroffen, aber auch erleichtert teilen wir euch mit, dass meine geliebte Ehefrau, unsere Tochter, Schwester und Wegbegleiterin

Therese Leutert Hungerbühler 22. Juli 1963 – 11. Januar 2021

Affoltern am Albis, 14. Januar 2021

nach einem langen Leidensweg friedlich und ohne Schmerzen für immer einschlafen konnte.

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

Sie wird uns als wunderbarer, liebevoller und treuer Mensch mit einem guten und grossen Herzen in Erinnerung bleiben.

COVID-19-Massnahmen – Schalteröffnung

Aufgrund der COVID-19-Massnahmen des Bundesrats bleibt der Schalter der Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis vom 18. Januar 2021 bis 28. Februar 2021 geschlossen. Schaltergeschäfte, für die das Erscheinen in der Gemeindeverwaltung unabdingbar ist, können nur nach Voranmeldung (044 763 50 60 resp. gemeinde@aeugst-albis.ch) erledigt werden. Für alle anderen Geschäfte und Anfragen stehen die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung per E-Mail oder per Telefon zu den publizierten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Aufgrund der Corona-Massnahmen findet die Urnenbeisetzung in einem speziellen Rahmen statt. Die dazu geladenen Trauergäste werden persönlich angeschrieben. Traueradresse: Vreni und Ernst Leutert-Müller, Wigartenweg 11, 8912 Obfelden Anstelle von Blumen gedenke man der Stiftung Theodora, Kinderlachen schenken, Postkonto 10-61645-5, IBAN CH51 0900 0000 1006 1645 5.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die vielen Zeichen der Verbundenheit und Anteilnahme, die wir beim Abschied von

Josi Blaser

Das Sonderabfallmobil kommt. Kommen Sie auch. Am Donnerstag, 21. Januar 2021 findet die Sonderabfallsammlung von 8.00 bis 11.30 Uhr im Entsorgungszentrum ÖKIHOF, Schmid AG Entsorgung und Recycling, Lindenmoosstrasse 15, 8910 Affoltern am Albis statt. Sonderabfall aus Haushalten bis maximal 20 kg pro Abgeber wird kostenlos entgegengenommen. Im Sonderabfall-Mobil gesammelt werden: • Farben, Lacke, Klebstoffe • Säuren, Laugen, Entkalker, Abflussreiniger • Lösungsmittel, Pinselreiniger, Verdünner, Brennsprit • Medikamente, Quecksilber, -Thermometer • Pflanzen- und Holzschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Unkrautvertilger, Dünger • Chemikalien, Gifte, Javel-Wasser • Spraydosen, Druckgaspatronen • Unbekanntes und Stoffe mit Giftklasse oder einem Gefahrensymbol Sonderabfälle niemals via Kehricht oder Kanalisation entsorgen! Mehr Informationen zum Sonderabfall finden Sie unter www.sonderabfall.zh.ch 19. Januar 2021 Stadtrat Affoltern am Albis Bereich Hochbau und Umwelt

Josef (Sepp) Landolt-Zumbühl 21. Juli 1954 bis 9. Januar 2021 Wir sind dankbar für die vielen Tage und Jahre, an denen wir mit Sepp zusammenarbeiten, von ihm lernen und ihn für seine Ruhe bewundern durften. Wir werden ihn als liebenswürdigen Mitmenschen vermissen und ihn in wunderbarer Erinnerung behalten. Den Angehörigen wünschen wir viel Kraft in dieser schweren Zeit und sprechen unsere herzliche Anteilnahme aus.

Das gesamte Team der sportgarage schweizer ag

In Gedanken sind wir bei dir: Josef Hungerbühler Vreni und Ernst Leutert-Müller Vreni und Hans Jürg Niederer-Leutert mit Patrik und Anja Ursi Leutert und Walti Müller mit Laura Beat und Sabina Leutert mit Lina deine langjährigen Freunde

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert Schweitzer)

Sonderabfall-Sammlung in Affoltern am Albis

Traurig nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitarbeiter

erfahren durften. Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren aber auch tröstend zu wissen, dass er in der Erinnerung von so vielen weiterleben wird. Aeugst am Albis, im Januar 2020

Die Trauerfamilie

Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.

HERZLICHEN DANK für die grosse Anteilnahme und die schönen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserem lieben Mami

Gretli Müller-Zybach in so vielfältiger Weise erfahren durften. Besonders danken wir: – Herrn Pfr. Ch. Menzi für die einfühlsame und eindrückliche Abschiedsfeier in der Kirche Kappel a.A. – Frau A. Bodenhöfer für das sinnige Orgelspiel – Unseren Freunden, Nachbarn und Bekannten für die wunderschönen Blumengrüsse – Für die grosszügigen Vergabungen zugunsten der Pro Senectute, Uerzlikon und der Stiftung Meilihof in Ebertswil sowie Spenden für späteren Grabschmuck – Herrn Dr. F. Kuhn und seinem Team sowie Herrn Dr. G. Borek, Zug, für die persönliche Betreuung in all den Jahren – Allen, die uns mit Worten, Gesten und Gesprächen getröstet haben – Allen, die unser Mami in der Zeit ihrer Krankheit besucht und sie mit liebevollen Aufmerksamkeiten aller Art bedacht haben – Allen, die ihr trotz Corona-Auflagen und der Winterkälte die letzte Ehre erwiesen haben Uerzlikon, 19. Januar 2021

Die Trauerfamilien

Traurig, in Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschiedd von unserem Mami, Gromi, unserer Schwester und Freuundin

Agnes (Agi) Diener–Erni 6. Dez. 1938 bis 10. Jan. 2021

Liebes Mami, Gromi, Agi, nach einem erfüllten Leben, geprägt von vielen schönen Momenten, bist Du nach kuurzer, schwerer Corona-Krankheit von uns gegangen. Deinem Leitsatz (Pestalozzi) «Mit Kopf, Herz und Hand»» bist Du immer treu gewesen. Deine Familie war Dir Herzensanggelegenheit. Deine Berufstätigkeit hast Du mit Leidenschaft ausgefüührt und Dich auch immer für das Wohlergehen der Vereinsgemeinschaften eingesetzt. Dein Wunsch, Pit im Himmel in die Arme schliessen zu können, geht nun in Erfüllung. Deine herzliche und liebevolle Art bleibt uns in Erinnerung und immer in unseren Herzen. Astrid Diener und Kurt Hildebrand Cyrill Sipka und Alicja Krzeminska Claudio Sipka Roland und Ariane Diener Xenia Diener Severin Diener und Jasmin Erbay Barbara Diener-Hertner Marlies und Willi Kaiser Hans-Peter Erni und Andrea Lohse Verwandte und Freunde Coronabedingt findet die Beisetzung im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Wettswil statt. Anstelle Blumen wünscht sich Agi eine Spende an: médecins sans frontières Konto: 240-376066.00Q IBAN: CH18 0024 0240 3760 6600 Q BIC: UBSWCHZH80A Traueradressen: Astrid Diener, Ettenbergstrasse 78, 8907 Wettswil Roland Diener, Niederwies 26, 8857 Vorderthal


Bezirk Affoltern

Hedingen: «Wir sind für Sie da» Zum Schutze aller sind die Mitarbeitenden der Gemeinde Hedingen mehrheitlich im Homeoffice tätig. «Wir sind trotzdem für Ihre Anliegen erreichbar», teilte der Gemeinderat am Freitag mit. Kundinnen und Kunden werden gebeten, die Gemeinde für ihre Anliegen möglichst unter 044 762 25 25 oder info@hedingen.ch zu kontaktieren. «Für unabdingbare persönliche Kontakte vereinbaren Sie bitte vorgängig telefonisch einen Termin.» Die Verwaltung ist unter 044 762 25 25 erreichbar von Montag bis Freitag von 8 bis 11.30 Uhr und am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. (red.)

Rasche Hilfe für Kulturschaffende Die Corona-Pandemie bringt viele in existenzielle Not. Kulturschaffende im Kanton Zürich sollen befristet bis Ende April ein Ersatzeinkommen von monatlich 3840 Franken erhalten, teilt die Direktion der Justiz und des Innern mit. Das entspricht 80 Prozent eines angenommenen monatlichen Schadens von 4800 Franken. Von diesen 3840 Franken abgezogen werden alle Zahlungen, die die Kulturschaffenden aus anderen Quellen bekommen. Kulturschaffende deklarieren diese Zahlen selber. Die Fachstelle Kultur wird aber Stichproben durchführen. (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 94. Geburtstag Heute Dienstag, 19. Januar, feiert Walter Bock-Flückiger in Hausen seinen 94 Geburtstag. Wir gratulieren ihm ganz herzlich zu diesem Fest und wünschen viel Sonne, gute Gesundheit und schöne Erlebnisse.

Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

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«Die Corona-Situation stresst auch die Jugendlichen» Albisbrunn ist auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen In Hausen wurden im Herbst Klagen laut wegen Pöbeleien und Sachbeschädigungen durch Bewohner des Albisbrunn. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Polizei, einer Delegation des Gemeinderats und der Leitung des Albisbrunn hat sich die Situation merkbar beruhigt. Von Marianne Voss Im vergangenen Herbst machten am Wochenende viele Bewohnerinnen und Bewohner von Hausen abends lieber einen Umweg, um das Überqueren des Postplatzes zu meiden. Dort sassen oft grosse Gruppen von Jugendlichen. Sie hörten laute Musik, tranken Alkohol, kifften und hinterliessen Abfall und leere Flaschen. Es kam öfters zu Pöbeleien, Diebstählen und Sachbeschädigungen. Der Gemeinderat war über die Missstände informiert. Da sich unter den Jugendlichen auch zahlreiche Bewohner der Stiftung Albisbrunn befanden, wurde Ende November eine Aussprache-Sitzung einberufen. Daran nahmen Vertreter der Polizei, eine Delegation des Gemeinderats und die Leitung des Albisbrunn teil. Es wurden Massnahmen diskutiert, wie die Sachbeschädigungen und das unkorrekte Verhalten reduziert werden könnten. Für die Bevölkerung wurde eine Telefonnummer publiziert, die bei Vorfällen jederzeit angerufen werden kann.

Nerven sind strapaziert Was hat sich seither verändert? «Es ist ruhiger geworden. Man braucht keine Angst mehr zu haben.» So beschreiben

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.

Dienstag, 19. Januar 2021

Fototermin bei Schneetreiben: Philipp Eder, Gesamtleiter der Stiftung Albisbrunn, ist offen für den Kontakt zur Dorfbevölkerung. (Bild Marianne Voss) es verschiedene Frauen und Männer aus der Bevölkerung. Auch Gemeinderat Gregor Blattmann zieht positive Bilanz. Er hat in den letzten Wochen keine negativen Meldungen mehr erhalten. «Die Telefonnummer wurde wenig genutzt», erklärt Philipp Eder, Gesamtleiter der Stiftung Albisbrunn. Das sei auch ein Zeichen dafür, dass sich die Lage verbessert habe. Doch für ihn, für seine Mitarbeitenden und für die Jugendlichen stellt die momentane Situation eine grosse Herausforderung dar. Er erläutert: «Die Herbst- und Wintersaison ist für unsere Bewohner sonst schon eine heikle Zeit, wo depressive Verstimmungen zunehmend vorkommen. Und jetzt noch die Corona-Situa-

tion! Sie stresst auch die Jugendlichen.» Die Geduld und Nerven seien bei vielen Menschen in der gesamten Gesellschaft strapaziert, die Anspannung sei höher. «Wegen Corona können viele Jugendliche am Wochenende nicht heimgehen und müssen hier bleiben. Ob am Samstag zehn hier sind oder 40, das ist ein grosser Unterschied.»

Beziehungsarbeit Philipp Eder betont, dass man die Jugendlichen im Albisbrunn mit ihren Delikten konfrontiere und dass ihr Fehlverhalten natürlich immer Konsequenzen habe. «Wir können und wollen sie aber nicht einfach wegsperren. Wir ha-

Jugendliche von Obfelden und Ottenbach dürfen mitreden! «Engage» will das Engagement in der Gemeinde fördern Die Gemeinden Ottenbach und Obfelden rufen Jugendliche bis 25 Jahren dazu auf, ihre Ideen und Anliegen einzubringen. Jugendliche interessieren sich nicht für Politik? Von wegen: Jugendliche demonstrieren zum Beispiel für eine zukunftsorientierte Klimapolitik. Die Auswirkungen von politischen Entscheiden auf unseren Alltag haben sich auch in den letzten Jahren bemerkbar gemacht. So wurden auch die letzten nationalen Abstimmungen von vielen Jugendlichen rege besprochen. Das Interesse ist zweifellos vorhanden – doch wie können Jugendliche und junge Erwachsene vermehrt in politische Prozesse miteinbezogen werden? Die Gemeinden Obfelden und Ottenbach realisieren mit dem O2Jugend, dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ) und einer interessierten Begleitgruppe das Projekt engage.ch. Mit engage.ch fördert der DSJ das Engagement von Jugendlichen in der Gemeinde. Das Projekt setzt auf lokaler Ebene an, wobei die Ideen und Anliegen von Jugendlichen im Zentrum stehen. Was möchten die Jugendlichen in ihrem Lebensumfeld verändern? Gibt es etwas, was in der Gemeinde fehlt? Die Ideen zu diesen Fragen werden vom 18. Januar bis 28. Februar 2021 auf der Onlineplattform www.engage.ch/o2 gesammelt. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 11 bis 25

Jugendliche beteiligen sich im Rahmen des «Engage»-Projekts. (Bild zvg.) Jahren werden aufgerufen, ihre Ideen einzureichen, um die Gemeinden Obfelden und Ottenbach zu verändern.

Mitspracherecht nachhaltig sicherstellen Die Jugendlichen werden mit Flyern und auf den Sozialen Medien auf das Projekt aufmerksam gemacht. Die gesammelten Ideen werden an einem Event gemeinsam mit den Jugendlichen sowie lokalen Politikerinnen und Politikern diskutiert. Dieser Event dient dazu, einige der

genannten Ideen zu konkreten Projekten weiterzuentwickeln und zusammen mit interessierten Jugendlichen umzusetzen. Das langfristige Ziel des «Engage»Projekts ist der Aufbau von lokalen Partizipationsstrukturen, die das Mitspracherecht von Jugendlichen in der Gemeinde nachhaltig sicherstellen. Jugendliche sollen so vermehrt in die Entscheidungsprozesse der Gemeinden miteinbezogen werden. Dachverband Schweizer Jugendparlamente

ben einen pädagogischen Auftrag, sie zu erziehen, und das ist Beziehungsarbeit.» Er bittet das Dorf ausdrücklich um Mitarbeit. «Je mehr uns die Leute von Hausen helfen und sofort reagieren, wenn sie etwas beobachten, desto schneller können wir eingreifen. Die Telefonnummer 044 764 81 81 kann immer gewählt werden.» Zurzeit patrouilliere die Polizei vermehrt im Dorf – dies zur Sicherheit der Bevölkerung. Die Zusammenarbeit zwischen dem Albisbrunn, der Polizei und dem Gemeinderat funktioniere sehr gut. «Und wir sind auch offen für die Bevölkerung. Man kann mit uns reden und – wer Interesse hat – darf auch bei uns hereinschauen. Ein Anruf an mich zur Anmeldung genügt.»

Riesige Welle der Solidarität Die 24. Auflage der Aktion «2 x Weihnachten» hat stark mobilisiert. Insgesamt wurden 62 800 Pakete gespendet. Im Rahmen der Auflage 2020/21 wurden 49 000 Post- und 4300 Online-Pakete im Wert von 537 900 Franken gespendet. Dazu kommen 8000 vorgefertigte Spendenpakete im Wert von 160 000 Franken aus Coop-Verkaufsstellen sowie 1500 Pakete von coop.ch im Wert von rund 83 000 Franken. Die Anzahl und der Wert der Online-Pakete habe sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und auch die Spenden über coop.ch einen neuen Rekord erreicht, teilte das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) mit, welches die Aktion gemeinsam mit der SRG, der Post und Coop organisiert. Im SRK-Logistikzentrum in Wabern werden die gespendeten Waren sortiert. Angesichts der Gesundheitslage wurde dafür eigens ein Schutzkonzept erstellt, mit kleinen Gruppen, Handschuhen und Masken. Die 360 Tonnen Waren werden dann an die Rotkreuz-Kantonalverbände weitergeleitet. Diese sind vor Ort gut verankert, kennen die Personen und Einrichtungen, welche die Artikel des Grundbedarfs erhalten, und gewährleisten so, dass die Spenden sinnvoll verwendet werden. Die Verteilung beginnt Anfang Februar und dauert bis April. «Mit den Grundbedarfsartikeln können wir Menschen mit kleinem Budget unterstützen », erklärt Dorothe Minder, Koordinatorin der Aktion. Zu den Menschen, die bereits vorher in prekären Verhältnissen lebten, seien coronabedingt noch viele weitere hinzugekommen, die durch die aktuelle Situation in die Armut gerutscht seien. (red.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. Januar 2021

Friedensrichterin in stiller Wahl bestätigt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Mit Beschluss vom 29. September 2020 hat der Gemeinderat Bonstetten die Wahlanordnung für die Erneuerungswahl des Friedensrichters/der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2021 bis 2027 erlassen. Auf die Ausschreibungen vom 20. Oktober 2020 ist dem Gemeinderat in der ersten 40-tägigen Frist, eine Person als gültige Kandidatin vorgeschlagen worden. Da in der ersten Frist gleich viele Kandidaten vorgeschlagen worden sind, als Sitze zu vergeben und die zunächst vorgeschlagene Person mit der definitiv Vorgeschlagenen übereinstimmte, konnte der Gemeinderat in Anwendung von § 54 Abs. 1 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) und Art. 7 der Gemeindeordnung, somit folgende Person im Rahmen einer stillen Wahl für gewählt erklären: Alexandra Meile, Jahrgang 1968, Flight Attendant, Bleikistrasse 21, bisher. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren Alexandra Meile zur Wiederwahl und wünschen ihr bei der Tätigkeit als Friedensrichterin weiterhin viel Erfolg.

Versand des Beleuchtenden Berichts bei Gemeindeversammlungen Bekanntlich wurde das Gemeindegesetz (GG) des Kantons Zürich revidiert und per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Gemäss § 18 Abs. 2 Gemeindegesetz (GG) kündigt der Gemeinderat die Gemeindeversammlung mindestens vier Wochen vorher öffentlich an und gibt dabei die Geschäfte bekannt.

Aus § 19 Abs. 2 GG geht hervor, dass der Gemeinderat den Stimmberechtigten mindestens zwei Wochen vor der Gemeindeversammlung den Beleuchtenden Bericht zustellt oder er weist in der Ankündigung der Versammlung darauf hin, dass der Bericht aufliegt und auf Verlangen kostenlos zugestellt wird. In der Gemeinde Bonstetten war es bisher Usanz, dass der Beleuchtende Bericht nicht in alle Haushaltungen versandt wird. Er kann jeweils auf der Website abgerufen werden. Darüber hinaus wird er denjenigen Personen zugestellt, welche bei den Einwohnerdiensten ihre Adresse hinterlegt haben. Nun möchte der Gemeindrat Massnahmen ergreifen, um mehr Besucherinnen und Besucher für die Gemeindeversammlungen zu gewinnen. Gerade für junge Menschen sollte dieser Zugang attraktiver gestaltet werden. Nebst der Publikation im Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern (amtliches Publikationsorgan) sollen registrierte Stimmberechtigte nach wie vor den Beleuchtenden Bericht (Weisung) automatisch zugestellt erhalten. Ferner werden Neuzügerinnen und -zuzüger jeweils gefragt, ob sie den Beleuchtenden Bericht automatisch erhalten möchten. Nebst der Papierform können Interessierte den Beleuchtenden Bericht auch in elektronischer Form erhalten. Dazu müssen sie jedoch explizit für diesen Versand ihre E-Mail-Adresse bei den Einwohnerdiensten hinterlegen. Ebenso wird nach wie vor auf der Website der

Gemeinde auf das Stattfinden der Gemeindeversammlung hingewiesen. Darüber hinaus wird vor jeder Gemeindeversammlung in alle Haushaltungen ein Flyer (Infoblatt) zugestellt, mit welchem auf die Gemeindeversammlung hingewiesen wird. Auf dem Infoblatt wird sich ein QR-Code befinden. Damit können die Einwohnerinnen und Einwohner den Beleuchtenden Bericht einfach abrufen. Alle diese Massnahmen werden anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2021 umgesetzt. Allerdings ist auf die Coronasituation zu achten. Sollten zu diesem Zeitpunkt immer noch verschärfte Bedingungen herrschen, werden die neuen Massnahmen erst an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2021 angewendet.

Schulhaus 4: Geruchsemissionen im Schulzimmer 1.14 behoben Im Schulzimmer 1.14 im UG des Schulhauses 4 wurden im Februar 2020 markante Geruchsimmissionen festgestellt. Ein regulärer Schulbetrieb war aufgrund dessen im besagten Raum nicht mehr möglich. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, eine Totalsanierung des Bodens vorzunehmen. Mit dem Architekturbüro Peter Moor konnte ein Kostenvoranschlag von 243 000 Franken (+/-10%) vereinbart werden. Der Betrag war im Budget 2020 (Investitionsrechnung) nicht enthalten. Deshalb genehmigte der Gemeinderat

mit Beschluss vom 19. Mai 2020 einen Kredit von 250 000 Franken (+/-10%) als gebundene Ausgabe zur Behebung der Geruchsemissionen im Schulzimmer 1.14. Mittlerweile sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und das Architekturbüro Peter Moor legte die Schlussabrechnung der Aufwendungen vor. Die Kostenübersicht per 11. Dezember 2020 weist einen Totalbetrag von Fr. 218 754.20 (ohne Bodenbelag) aus. Das Kostendach wurde somit mit Fr. 31 245.80 (-12.5%) unterschritten. Der Gemeinderat genehmigte die Schlussabrechnung über die Sanierung des Zimmers 1.14 im UG des Schulhauses 4. Im Sinne der Transparenz ist diese gebundene Ausgabe in der Jahresrechnung 2020 entsprechend auszuweisen. Die Mängel wurden mit eingeschriebenem Brief den Handwerkern angezeigt. Die entsprechenden Beträge sind nun bei den damaligen Handwerkern einzufordern. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, wird der juristische Weg beschritten.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • die Bauabrechnung über den durchgehenden Handlauf bei der Treppenanlage Spätenweg genehmigt; • die Bauabrechnung für den Neubau Bezugsschacht Obere Zone Zürcherstrasse gutgeheissen; • den Kredit und die Arbeitsvergabe für die Baumeister- und Sanitärarbeiten

zur Erneuerung der Trinkwasserleitung Alte Stationsstrasse verabschiedet; • die Machbarkeitsvariante und Festsetzung des Volksabstimmungstermins für das neue Verwaltungszentrum Heumoos festgelegt; • die Bedarfsanaylse (Bewilligung der Quadratmeter) für die weitere Planung für alternative Standorte der Gemeindeverwaltung festgelegt; • das totalrevidierte Entschädigungsreglement des Verwaltungsrates der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Affoltern (Kesb) genehmigt; • die Tabelle Fallverfahrensgewichtung 2021, Taxpunktwert 2021 und Zuschlag 2021 der Kesb Bezirk Affoltern verabschiedet.

Neue Öffnungszeiten der Verwaltung Aufgrund der neuen Coronaweisungen und der damit verbundenen Homeofficepflicht hat die Gemeindeverwaltung Bonstetten ihre Öffnungszeiten bis auf Weiteres wie folgt angepasst: Schalter: Montag bis Donnerstag von 8 bis 11.30 Uhr; Freitag von 7 bis 13 Uhr. Telefon: Montag bis Donnerstag von 8 bis 11.30 Uhr, 14 bis 16.30 Uhr; Freitag von 7 bis 13 Uhr. Wir bitten die Kundschaft, ihre Geschäfte möglichst per E-Mail oder Telefon zu erledigen. Christof Wicky, Gemeindeschreiber

ANZEIGEN

Neue Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Bonstetten: Aufgrund der neuen Coronaweisungen und der damit verbundenen Homeofficepflicht hat die Gemeindeverwaltung Bonstetten ihre Öffnungszeiten bis auf weiteres wie folgt angepasst: Schalter Montag bis Donnerstag von 08.00 bis 11.30 Uhr Freitag von 07.00 bis 13.00 Uhr Telefon Montag bis Donnerstag von 08.00 bis 11.30 Uhr / 14.00 bis 16.30 Uhr Freitag von 07.00 bis 13.00 Uhr Wir bitten die Kundschaft ihre Geschäfte möglichst per E-Mail oder Telefon zu erledigen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ihre Gemeindeverwaltung Bonstetten

Hedingen In Zürich ist am Samstag, 9. Januar 2021, gestorben:

Daniel Breuss geboren am 3. November 1959, von Schwellbrunn AR, geschieden, wohnhaft gewesen in Hedingen. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Wettswil am Albis Am 13. Januar 2021 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Schneider geb. Baldauf, Aloisia geboren am 17. Dezember 1931, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Wettswil am Albis

Erneuerungswahl Friedensrichter/in für die Amtsdauer 2021–2027; Stille Wahl Mit Beschluss vom 12. Januar 2021 hat der Gemeinderat Bonstetten, gestützt auf § 54 Abs. 1 Gesetz über die Politischen Rechte (GPR) und Art. 8 der Gemeindeordnung, folgende Person für die Amtsdauer 2021 – 2027 in stiller Wahl als gewählt erklärt: Name / Geburts- Beruf Adresse Vorname jahr (Rufname) Meile 1968 Flight BleikiAlexandra Attendant strasse 21

Partei bisher/ neu -/bisher

Für die Wahl des/der Friedensrichter/in findet somit am 7. März 2021 keine Urnenwahl statt. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A., erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Bonstetten, 19. Januar 2021 Gemeinderat Bonstetten

Gemeinde Obfelden Stille Ersatzwahl eines Mitgliedes des Gemeinderates für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 Wahlerklärung Gestützt auf die Wahlanordnung vom 13. November 2020 ist dem Gemeinderat Diana Caruso als gültige Kandidatur für die Ersatzwahl eines Mitgliedes des Gemeinderates für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 vorgeschlagen worden. Nach Ablauf der Nachfrist von 7 Tagen (bis 12. Januar 2021) liegt nur dieser eine Wahlvorschlag vor. In Anwendung von Art. 8 der Gemeindeordnung und § 54 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) ist vom Gemeinderat als wahlleitende Behörde am 15. Januar 2021 als in stiller Wahl gewählt erklärt worden: Mitglied des Gemeinderates für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 Name, Vorname

Beruf

Jahr- Adresse gang.

Heimatort Partei

Caruso, Diana

Inkassospezialistin

1981

Obfelden ZH

Wolserstrasse 20

FDP

Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, Im Grund 15, Postfach, 8910 Affoltern a/A, erhoben werden (§19 Abs. 1 lit. c VRG). Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten. Obfelden, 19. Januar 2021

Gemeinderat


Bezirk Affoltern HINTER-GRÜNDE

Seewadel II «Gramatt II» soll das neue Schulhaus in Mettmenstetten heissen, das im nächsten Sommer in Betrieb geht. So stand es letzte Woche im «Anzeiger». Beim Bau des ersten Komplexes bergseits des alten Primarschulhauses, vermutlich Ende der Siebzigerjahre, konnte man Ideen für dessen Benennung einreichen. Gramatt steht im Katasterplan auf dem Areal des daneben liegenden, grossen Sportplatzes. Wenn mich nicht alles täuscht, wurde dieser Name seinerzeit von mir für die neue Anlage vorgeschlagen und dann durch die Schulpflege ausgewählt. Mit Flurnamen hatte ich schon immer das Heu auf der gleichen Bühne. Namensgebungen sind immer so eine Sache. In Hausen gab es das Schulhaus Weid, dann kam Weid II dazu. Mir gefällt das mit dem I und II nicht besonders, mit einer Ausnahme. Wenn ich entscheiden könnte, müsste für jedes Bauwerk eine neue Bezeichnung ausgewählt werden. Panoramapark nannte man etwas hoch gegriffen in der Projektphase jene Überbauung, in der ich heute wohne. In der Nachbarschaft wurde kürzlich eine Wohnsiedlung realisiert, die sich wegen eines kleinen Bächleins als Vermietungsschlager für Bachperle entschied. Gewirkt hat es scheinbar, alle Wohnungen sind längst besetzt. Jetzt wohnt man dort aber ganz bescheiden an der Langacherstrasse. Mir gefallen auch Namen, welche zu irgendetwas einen Bezug herstellen, so das Restaurant Erpel am Türlersee. Auch der Spycher in Mettmenstetten, welcher vor Jahrzehnten in ein altes Ökonomiegebäude eingebaut wurde, hat eine typische Benennung. Der Name Seleger Moor für die Postautohaltestelle zwischen Rifferswil und Hausen hat mich seinerzeit auch überrascht. Nichts gegen Robert Seleger selig, mit dem ich es immer gut hatte. Aber für mich wäre Chrutzelen von der Flurbezeichnung her eher am Platz gewesen. Noch gut erinnere ich mich auch an eine Strassen-Namenssuche in Hausen, als ich dort in den Sechzigerjahren Schreiber war. Das Quartier am Ostrand des Dorfes boomte. Die Gemeinde baute neue Erschliessungsstrassen, welche benamst werden mussten. Für die Hauptzufahrt vom Dorf her war Bifangstrasse als Flurname gesetzt. Doch für die anderen Strassen im Quartier orakelte man im Gemeinderat lange bezüglich deren Benennung. Weil das Quartier bei gutem Wetter eine schöne Sicht Richtung Innerschweiz hat, erhielten schliesslich Rigiblick-, Luegisland- und Pilatusstrasse den Zuschlag. In unserer Bezirkshauptstadt fallen zurzeit die Gemäuer des Alterszentrums Seewadel. Eigentlich fast nicht zu glauben, nach erst knapp fünfzig Jahren des Bestehens. Hier wäre ich jetzt ausnahmsweise dafür, die Ersatzbauten mit Seewadel II zu benennen, um an die Kurzlebigkeit der ersten Anlage zu erinnern. Erich Rüfenacht

Dienstag, 19. Januar 2021

Sommerpneus auf glatter Strasse Viel Arbeit für Pannendienst, Polizei und Feuerwehr – auch im Säuliamt Der heftige Wintereinbruch in den frühen DonnerstagmorgenStunden hat auch im Säuliamt zu vielen Einsätzen geführt – vor allem beim Pannendienst. «Wir sind am Anschlag», sagt Marco Schweizer vom Hedinger Garagenbetrieb Auto Schweizer AG, der auch Pannendienst anbietet. Unablässig waren Mitarbeitende seines Betriebs von Donnerstagnacht bis in den Freitag hinein mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Bis Freitagnachmittag rund 150-mal, die Hälfte davon im Bezirk Affoltern, aber auch in der Stadt Zürich. Sie befreiten feststeckende Fahrzeuge, leisteten Starthilfe oder kümmerten sich um platte Reifen. Und sie mussten zur Kenntnis nehmen, dass sich zahlreiche Fahrzeuglenker mit Sommerpneus zur Arbeitsstelle bewegten. «Wir haben sie am Schluss nicht mehr gezählt», fügt Marco Schweizer bei. Sein Unverständnis schwingt im Satz mit. Und wie haben sich Autolenker und -lenkerinnen bei Eintreffen seiner Leute verhalten? «Viele zeigten sich dankbar und erleichtert – vor allem, als noch Schnee auf den

Strassen lag. Nach der Schneeräumung waren die wartenden Hilfesuchenden stärker genervt. Bei freigeräumter Fahrbahn könnte ich doch jetzt endlich fahren ...» Gemäss einer Medienmitteilung standen Patrouillen von Kantons- und Kommunalpolizeien während der starken Schneefälle über 650-mal im Einsatz. Und sie registrieren dabei über 200 Verkehrsunfälle vorwiegend mit Sachschäden; in zwölf Fällen wurden Personen verletzt. Polizeilich registriert sind auch 450 Verkehrsbehinderungen. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, steckengebliebene Fahrzeuge und Pannen bei technischen Einrichtungen riefen verschiedene Akteure auf den Plan.

Auto gegen Schneepflug Laut Angaben der Kantonspolizei in Affoltern rapportierten Beamte im Säuliamt bis Freitag 14 Verkehrsunfälle in acht Gemeinden, einmal mit einer verletzten Person. Zweimal kam es zu Verzeigungen, weil Lenker mit Sommerpneus unterwegs waren. In Obfelden kollidierte ein Auto mit einem Schneepflug. In einem anderen Fall fuhr ein

Stand mit seinen Mitarbeitern Donnerstag und Freitag unablässig im Einsatz als Pannendienstleister: Marco Schweizer, Garagist in Hedingen. (Bild Werner Schneiter) Lenker zu schnell in eine Kurve und prallte in einen Kandelaber, im Jonental in Affoltern jemand in ein Brückengeländer. Und in Bonstetten, wo die Feuerwehr Unteramt mehrere Einsätze leistete, wurde ein Lastwagen durch einen umgestürzten Baum eingeklemmt. Auch in Stallikon musste die Fahrbahn von Fallholz befreit werden. Zwischen Zwillikon und Ottenbach hat die Stützpunktfeuerwehr einen umgestürzten

Winterstimmung im Säuliamt

Wintertraum-Landschaft am Hofibach in Zwillikon. (Leserbilder Paul Stutz)

Impfaktion läuft Diese Woche startet die Impfaktion an den 400 Alters- und Pflegeheimen (inkl. Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen). Zudem beginnen zwei weitere Spitäler und Hausärzte mit dem Impfen ihrer Hochrisikopatienten. Weil der bis Ende Februar zur Verfügung stehende Impfstoff verplant ist, werden vorläufig keine neuen Impftermine ausgeschrieben, heisst es bei der Gesundheitsdirektion. Noch im Januar werde eine Registrierungsmöglichkeit zur Verfügung stellen, wo sich Personen ab 75 Jahren und Hochrisikopatienten für einen Impftermin voranmelden können. Für das Impfen der breiten Bevölkerung sollte ab April genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, teilt die Gesundheitsdirektion mit und bittet weiter um Geduld. In regionalen Impfzentren sollen dann täglich tausende Personen geimpft werden. Und auch Apotheken werden miteinbezogen. (red.)

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Ein Hydrant mit Schneekappe.

Ein Eiszapfen entsteht.

Eine Stechpalme setzt Kontraste.

Baum von der Strasse entfernt. In Obfelden musste die Feuerwehr wegen gekippter Bäume und heruntergefallener Äste die Maschwanderstrasse sperren. Im Oberamt hingegen vermeldet die Feuerwehr keine wetterbedingten Einsätze. Laut einer Mitteilung von Schutz und Rettung Zürich sind die Feuerwehren im Kanton Zürich innert 48 Stunden rund 2500-mal ausgerückt. (-ter.)

FORUM

Einmal haben wir geklatscht ...! … das einfach nur zu wiederholen reicht uns Teilnehmenden der Gesprächsgruppe P1 im Pflegezentrum Sonnenberg in Affoltern eindeutig nicht! Wir möchten deshalb auf diesem Wege ein Zeichen des innigen Dankes geben; ein «Merci» für all die wertvollen, unterstützenden Erfahrungen, die wir als Angehörige unserer demenzerkrankten Lieben täglich machen dürfen. Unsere Anerkennung gilt allen Mitarbeitenden des Pflegezentrums, insbesondere dem Team der Abteilung Pilatus 1 um Leiterin Frau Jusufi. Zusammen sorgt ihr, neben der anspruchsvollen Pflege und Betreuung der Bewohnenden, auch einfühlsam für uns Angehörige. Ihr nehmt euch immer Zeit, wenn wir uns telefonisch nach unseren Lieben erkundigen. Ihr hört euch unsere Sorgen und Ängste an und findet immer wieder tröstende Worte. Ihr begleitet auf wunderbare Weise Lebensübergänge. Wir betrachten das nicht als selbstverständlich in dieser durch die Pandemie zusätzlich stark erschwerten Zeit. Unsere Achtung ist sehr gross vor all dem, was ihr fachlich und menschlich jeden Tag aufs Neue leistet. Danke! Wir wünschen euch von Herzen, dass ihr die Kraft habt, unseren Partnerinnen und Partnern weiterhin mit so viel Liebe und Geduld zu begegnen; erst recht jetzt, wo wir keine Besuche machen dürfen. Denn wir wissen, dass unsere Lieben nicht die einfachsten Patienten sind. Auch wenn wir es häufig erlebt haben, dass es in der grossen Vielfalt der Persönlichkeiten jederzeit lustig hergehen kann: es erfordert stets hohe Aufmerksamkeit und eine fachlich fundierte Begleitung von euch. Da muss zum Beispiel der Herr noch eine Bestellung aufgeben oder er reklamiert, weil die falschen Teile geliefert worden sind. Da strengt sich die Frau unermüdlich an überall zu putzen, denn sie sieht Schmutz an allen Ecken und Enden. Ein anderer Herr nimmt alles mit und stapelt es in seinem Zimmer oder eine andere Frau erklärt während dem Essen, dass sie ganz bestimmt nicht für alle zahlen würde. Wir Angehörigen können es nicht genug wiederholen: allerherzlichsten Dank an jede und jeden von euch! Ebenfalls in Dankbarkeit darum, dass wir uns regelmässig in einer geführten Gesprächsgruppe treffen können, um unsere Sorgen und Nöte miteinander zu teilen und ermutigt das Jetzt so anzunehmen wie es ist. Das ist weit mehr als zu klatschen… Marlis Arnold, Theres Seeburger, Jürg Steinegger, Prisca Häuselmann.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. Januar 2021

Der Super-Sammler Sven Blaser holt im Säuliamt alles ab, was weg soll. Sein Service macht ihn zwar nicht reich – aber zufrieden Eine missglückte Operation hat Sven Blaser vor siebzehn Jahren aus dem Berufsleben gerissen. Doch das Nichtstun liegt ihm nicht. Deshalb hat der Affoltemer vor elf Jahren damit begonnen, Alu-Dosen zu sammeln. Daraus ist ein unverwechselbarer Abholservice entstanden.

Ein Jahr lang hat Sven Blaser einst in Zürich das Autofahren geübt, doch die Prüfung hat ihm zu viel Angst gemacht. All die Autos und Velofahrer und Trams und Busse und Fussgänger. «Das chani nöd ha», sagt Blaser. Seinen Kleintraktor hingegen darf er mit dem Ausweis für Mofas und Landwirtschaftsfahrzeuge lenken.

Die Zähne zusammenbeissen von livia häberling «Hallo?», fragt Sven Blaser in sein Smartphone, «Hallo?!». Die Uhr zeigt drei Minuten nach drei, er steht in der Tiefgarage seiner Wohnsiedlung in Affoltern und versucht, die Nachbarin zu erreichen. Sie hatte ihn für drei Uhr bestellt, nun nimmt sie nicht ab, und auch das Sperrgut steht nicht bereit. «Ich wart no ei Minute. Wenn sie denn nöd chunnt, hed sie Päch gha.» Vier Minuten nach drei Uhr steigt er in seinen Kleintraktor, zieht die Türe zu und tuckert die Auffahrt hoch. Seine Kundin wird sich noch ein, zwei Tage gedulden müssen, bis er wiederkommt und ihr Bett und die Waschmaschine abholt. Wenn es um Pünktlichkeit geht, versteht Sven Blaser keinen Spass. «Han ja au no anderi Chunde!» Seit 2010 bietet er im Säuliamt einen Abholservice an. Für ein Trinkgeld fährt er vor, lädt auf, was weg soll. «Egal was, ich holä alles.» Die ersten fünf Jahre tat er das mit Töffli und Anhänger. Seit 2016 besitzt der 51-Jährige einen kleinen Traktor mit Ladefläche. Darauf hievt er Karton oder Säcke voller Alu-Dosen, Aber auch Sofas oder Bettgestelle transportiert er regelmässig ab. Was Blaser entsorgen soll, das entsorgt er. Dafür sorgt er.

102 000 Kilometer auf dem Kleintraktor quer durchs Säuliamt Sven Blaser kurvt mit zehn Stundenkilometern durch das Quartier, biegt auf die Hauptstrasse ein. «Mer gönd uf Zwillike.» Er trägt einen Westernhut, ein schwarzes Ledergilet und darunter den grauen Pullover eines Baugeschäfts. Trotz Minustemperaturen muss er in seinem legeren Dress nicht frieren. Sein Traktor ist beheizt. «Immer dä Wärmi nah», sagt er einmal, bevor er wieder einsteigt. Das grün-gelbe Gefährt mit zwei Sitzplätzen ist Blasers ganzer Stolz. Andere fahren damit hie und da zum Holzen, er fährt überallhin. 102 000 Kilometer in fünf Jahren. Europäischer Streckenrekord, sagt der Hersteller.

Neben dem Gaspedal liegen Zigarettenstummel. «Jedem siis Laschter», sagt Blaser. Auf dem Gaspedal liegt sein rechter Fuss, der in einer Stricksocke und einem Spezialschuh steckt. Er gehört zu einem Bein, das eine fatale Fehloperation und zwei Dutzend Korrekturoperationen hinter sich hat. Zwar bringt Sven Blaser diesen halbgelähmten Fuss noch dazu, das Gas- und Bremspedal zu bedienen, doch er muss dafür arg die Zähne zusammenbeissen. Sven Blaser sagt von sich, er habe in der Schule stets «einen Fensterplatz» gehabt und hin und wieder lieber den Vögeln zugeschaut. Nach der Oberschule macht er eine Anlehre als Metallbearbeiter. Auf diesem Beruf arbeitet er – bis es nach der missratenen Operation nicht mehr geht. 2006 wird ihm eine Teil-IV-Rente zugesprochen, vier Jahre später findet er bei der Ernst Schweizer AG wieder eine 50-Prozent-Stelle, bei der er sitzend arbeiten kann. Dass sein Arbeitgeber in diesem Beitrag erwähnt wird, ist ihm wichtig. Er möchte danke sagen. Zahlreiche Bewerbungen habe er damals geschrieben. Ohne Erfolg. «Wennd e Behinderig hesch, schtellt di praktisch niemer meh ii.»

In einem ehemaligen Kuhstall oberhalb von Affoltern lagert und presst Sven Blaser seine Dosen. (Bilder Livia Häberling) Nach und nach sprach sich seine Sammel-Leidenschaft herum, so durfte er in ersten Haushalten die Dosensammlungen abholen, und bald auch die PEToder Kartonsammlungen. Er passte sich an. Heute transportiert er alles ab, was weg muss.

Ein ausgezeichneter Sammler

Einer, der wenig braucht, um zufrieden zu sein

Und der Abhol-Service? Wie hat alles angefangen? «Das isch kompliziert», sagt Sven Blaser und grinst, «zwar nei, eigentli nöd». Ein Arbeitskollege habe Alu-Dosen gesammelt, um sich ein kleines Trinkgeld zu verdienen. Also habe auch er im Jahr 2010 begonnen, die Dosen aus den Abfalleimern zu fischen. Einen Franken und dreissig Rappen bezahlt die Igora-Genossenschaft für jedes zurückgebrachte Kilogramm. Er habe einfach immer weitergesammelt, auch, weil er findet, Alu-Dosen gehören nach dem Gebrauch recycelt. «Bi zwar kän Grüene, gar nööd», sagt Blaser, «aber das, was mer chauft, sött mer au wider zruggbringe.» Inzwischen liefert Sven Blaser jedes Jahr rund sieben Tonnen Alu-Dosen ab. Für diesen Einsatz wurde ihm 2012 von der Igora-Stiftung ein Preis verliehen.

In Zwillikon zweigt Sven Blaser von der Hauptstrasse ab und parkiert das Fahrzeug in einem Unterstand, der einem Baugeschäft als Lager dient. Er steigt aus. Bewegt sich leicht humpelnd zum Altkarton und greift sich die Schachteln, um sie dann mit zackigen Bewegungen auf die Ladefläche zu hieven. Es wirkt, als wollten Arme und Hände schneller arbeiten, als die Beine es zulassen. Einmal pro Woche kommt Sven Blaser hier vorbei und holt den Karton oder andere Abfälle ab. Das Baugeschäft bezahlt ihm dafür monatlich eine Pauschale. 300 Kunden, sagt er, nehmen seinen Dienst im Säuliamt regelmässig in Anspruch. Die übrigen rufen ihn an, wenn sie ihn brauchen. Wie dieser Kunde, der sich einmal im Jahr ein neues Sofa kaufe und dann froh sei, wenn er das alte wegschaffe. «Insgesamt sind es

Seit fünf Jahren besitzt der 51-Jährige einen Kleintraktor. Ihn kann er trotz seines halbgelähmten Fusses fahren.

zirka 500 Kunden», schätzt Sven Blaser. Auch bei der Firma Zingg Transporte in Hedingen holt er regelmässig PETFlaschen, Alu-Dosen oder Karton ab. «Das funktioniert sehr gut», sagt Inhaber Andreas Zingg. Sven Blaser habe trotz seines körperlichen Handicaps einen grossen Arbeitswillen und biete einen zuverlässigen und pünktlichen Service. Wenn sie ihn beim Leeren der Behälter auf dem Firmengelände antreffen, offerieren ihm die Mitarbeitenden gelegentlich einen Kaffee. Auch schon hat Sven Blaser sich nach T-Shirts mit Firmenlogo erkundigt. «Dänn machi nochli Werbig für eu», habe er gemeint und nach dem Preis gefragt. Als er die Kleidung geschenkt bekommen habe, habe er sich über diese Geste gefreut, sagt Andreas Zingg. «Sven Blaser ist ein bescheidener Mensch.» Einer, der wenig Materielles braucht, um zufrieden zu sein.

«Nume nöd brämse» Auf der Rückfahrt nach Affoltern klingelt das Telefon. Einmal, zweimal. «Nöd wichtig», sagt Sven Blaser etwas schroff. Es gibt Menschen, auf die er nicht mehr gut zu sprechen ist, weil sie seine Gutmütigkeit immer wieder ausgenutzt haben. Zu den anderen aber ist Sven Blaser auf eine rührend aufrichtige Art freundlich. Einmal, als ihm ein Mann vom Fussgängerstreifen aus für den Vortritt dankt, winkt er zurück und sagt «bitte, gerngscheh» in seiner Fahrerkabine. Mehrmals an diesem Nachmittag winken ihm die Leute vom Trottoir auch zu, ohne dass er für sie anhält. Oder sie grüssen ihn mit der Lichthupe. Sven Blaser lebt seit 47 Jahren in Affoltern. Ihn kennt man, sagen die Leute. Zurück in Affoltern, biegt er mit dem Alt-Karton auf das Areal der Sammelstelle von Peter Schmid ein. Bis zur Depothalle sind es noch wenige Meter, es geht bergab, er ist zügig unterwegs. Als er rechts abbiegt, kommt das Fahrzeug im Schnee ins Rutschen. «Nume nöd brämse», kommentiert er gelassen, «brämse isch nöd guet. Eifach mache lah das Züüg, nur mache lah.» René Stehli, der bei der Peter Schmid AG den Bereich Recycling leitet, kennt Sven Blaser von klein auf. Er habe seine ganz eigene Art, sei aber ein durchwegs geselliger, gutmütiger Mann – und er sei einer, der arbeiten wolle. So sehr, dass er mit seinem Traktor zuweilen etwas gar zackig über das Betriebsareal flitze, was dann zum einen oder anderen

ermahnenden Wort führe. Man sieht es ihm nach. «Er ist ein guter Geist», sagt René Stähli. «Wenn er nicht mehr käme, würde er fehlen.»

Er arbeitet auch samstags und sonntags Als Sven Blaser das Betriebsareal von Peter Schmid wieder verlassen hat, klappert er auf einer Tour verschiedene Betriebe ab. Den Denner oder die Tankstelle bei der Autobahnbrücke. Dort sammelt er die PET- und Alu-Dosen ein. Auch beim Imbiss «Stella» fährt er vor. «Hey, Sven!», ruft einer herzlich, «wo warst du?» Fünf Tage, erklärt er, sei sein Traktor in der Werkstatt gewesen. Ein richtiges Dorforiginal fällt dann erst recht auf, wenn es nicht da ist. Als seine Ladefläche wieder voll ist, fährt er los, um sein Dosenlager anzusteuern. Es befindet sich oberhalb von Affoltern auf einem Bauernhof. «En richtige halbe Chueschtall!», sagt Sven Blaser fast frohlockend. Zwar hat er bei Peter Schmid seine eigene Dosen-Mulde, um diese jedoch möglichst gut zu füllen, presst er die Dosen zuvor im Kuhstall. An der Presse steht Sven Blaser meist am Abend, nachdem er am Nachmittag bereits auf Abholtour war – und am Morgen für die Ernst Schweizer AG Briefkästen angefertigt hat. Auch samstags und sonntags ist er auf seinem Traktor unterwegs, einen freien Tag gönnt er sich nur selten. «Mit miim Bei chani ja sowieso nöd weg.»

Um das Geld geht es ihm nicht Trotz all des Einsatzes lohnt sich der Abholservice aus finanzieller Sicht kaum. Die Wartungskosten für den Traktor, das Benzin – «Es lohnt sich nur ganz es bizzeli», sagt Sven Blaser über sein Hobby. Zum Glück gibt es jene – und es sind nicht wenige – die seinen Service nicht nur mit ein paar Franken, sondern immer mal wieder mit einem grosszügigen Trinkgeld honorieren. So kann er auch die Lücken ausgleichen, die entstehen, wenn Kunden zwar seinen Service in Anspruch nehmen, ihn am Ende aber doch nichts dafür geben wollen. Für Sven Blaser ist sein Abholservice ohnehin viel mehr als eine Geldquelle. Durch ihn hat er eine Beschäftigung, die ihm Freude bereitet, die ihn unter die Leute bringt. ««Ich bin nöd gern allei», sagt er. Seine Sammelleidenschaft macht ihn nicht reich, aber sie macht ihn zufrieden. Sie bewahrt ihn vor der Einsamkeit.


Gewerbe

Dienstag, 19. Januar 2021

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Verhelfen Sie unseren Vögeln zu einem guten Start ins Leben!

Zweirad-Reisen Vogelwarte Sempach IBAN: CH47 0900 0000 6000 2316 1

30 Jahre Bike Adventure Tours: Der traditionelle Infotag wird live aus Affoltern gestreamt. > Seite 11

Kunst in der Pandemie Langlaufspass

Mit den neusten Auflagen fallen Ausstellungen und viele direkte Kundenkontakte weg. > Seite 12

Hunderte Sportler auf den Loipen auf dem Mittelalbis und von Affoltern bis Bonstetten. > Seite 13

Bewegendes aus dem Leben als Eltern «Two Moms» – neuer Podcast der Obfelderin Co Gfeller mit Fabienne Wernly Schonungslos ehrlich, mit spannenden Gästen und kontroversen Themen wird bei «Two Moms» wöchentlich heiss diskutiert. Windeln wechseln gefühlt im Halbstundentakt, kurze Nächte und soziales Leben ade waren angesagt als die Knirpse von Corinne «Co» Gfeller-Nicollier, «Zibbz»-Frontsängerin aus Obfelden, und Moderatorin Fabienne Wernly das Licht der Welt erblickten. Die Geburt ihrer Söhne hat die Welt der beiden Medienfrauen so sehr auf den Kopf gestellt, dass sie beschlossen, einen Podcast zum Thema zu starten. Die Vollblutmusikerin Co Gfeller ist es gewohnt, mit Worten um sich zu schlagen. Seit Jahren steht die Obfelderin mit Bands wie Bligg, Gölä, Bastian Baker, Carlos Leal, Donna Summers und Fergie von den Black Eyed Peas auf der Bühne. Die Frontsängerin der Band Zibbz moderierte mehrere Jahre ihre eigene TV-Sendung auf Joiz, vertrat die Schweiz am Eurovision Song Contest 2018, bezeichnet sich als «Hobby-Veganerin» und ist ein grosser «Do-it-yourself»-Fan. Nach ihrer Musikausbildung in London wohnte sie neun Jahre in Los Angeles und zog 2019 zurück ins Säuli-

amt, kurz bevor sie Mama ihres Sohnes Bowie wurde. Fabienne Wernly moderierte ihre erste «Sendung» im Wohnzimmer des Elternhauses vor dem Camcorder ihres Vaters. Seit 2011 schwingt sie das Mikrofon etwas professioneller; sieben Jahre war die leidenschaftliche Storytellerin Aushängeschild von Energy Zürich und weckte die Hörerschaft mit der Morgenshow. Auch vor der Kamera sammelte Fabienne Erfahrungen, so interviewte sie auf ProSieben Schweiz Künstler aus der ganzen Welt für die Veranstaltungen «Energy Air» und «Energy Star Night». Immer frisch, mit viel Humor und vollem Einsatz. Seit 2019 ist sie Mami von Emilio William.

Interessante Gäste Ab heute Dienstag, 19. Januar, gibt es die «Two Moms» wöchentlich zu hören und zwar überall, wo es Podcasts gibt. Co Gfeller und Fabienne Wernly sprechen während rund 20 Minuten mit viel Enthusiasmus, Empathie und einer Prise Humor über bewegende Themen aus dem Leben als Eltern. Diskurse über vegane Ernährung, den «After-BabyBody» oder «Gender Disappointment» finden bei «Two Moms» ihren Platz. Im

«Two Moms», das sind die Obfelderin Co Gfeller (links) und Fabienne Wernly. (Bild zvg.) Fokus stehen interessante Gäste, die von Schicksalsschlägen oder ungewöhnlichen Lebenswegen erzählen. Zum

Die Kita bringt Normalität in unruhige Zeiten Mit den nötigen Schutzkonzepten läuft der Betrieb in der Kita KiBiZ Sunneland auch in Corona-Zeiten gut weiter.

Schnelligkeit und Geschicklichkeit.

kind zu kommen oder den Alltag einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern. (Two Moms/tst.)

Migros Zürich knackt die 4-Milliarden-Umsatzgrenze

Die Kita KiBiZ Sunneland bietet für die Kinder viel Abwechslung

Die wohl grösste Änderung für die Kita KiBiZ Sunneland in Zeiten von Corona sind die vielen farbigen Masken vor den Gesichtern der Erwachsenen, sowohl drinnen wie auch draussen. Auch die Eltern tragen Masken und die Kinder haben sich sehr schnell daran gewöhnt. Und so geht das Leben in der Kita trotz Corona glücklicherweise unbeschwert und beständig weiter. «Tatü tata, die Ritter und Prinzessinnen sind da…» – das «elmar» BildungsProjekt (für Kinder bis sechs Jahre) «Ritter und Burgfräulein» hat den Kindern der Gruppe Wirbelwind und Rägebogä riesig Spass gemacht. Eine schön bemalte Ritterburg aus Karton bietet den Kindern viel Spass am Rollenspiel. Der Besuch auf dem Schloss Lenzburg mit den echten Kanonen auf dem

Beispiel über den Verlust eines Kindes, die Möglichkeit mittels künstlicher Befruchtung ohne Mann zum Wunsch-

Im 2020 erwirtschaftete die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) mit ihren Tochterunternehmen einen Umsatz von 4,119 Milliarden Franken. Es gab jedoch auch Geschäftszweige, die durch die Corona-Massnahmen in den vergangenen Monaten stark gelitten haben. Die Corona-Pandemie prägte das Geschäftsjahr 2020 und hatte massiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) und ihrer Tochtergesellschaften. Die Gruppe steigerte den Umsatz um 170 Millionen Franken respektive 4.3%. Währungsbereinigt fällt das Wachstum mit 214 Millionen Franken oder 5.4% noch deutlicher aus. Der erwirtschafte-

te Umsatz beträgt 4,119 Milliarden Franken und knackt damit erstmals die Umsatzgrenze von 4 Milliarden. Stark betroffen durch die Massnahmen des Bundes waren hingegen die Gastronomie-Betriebe der Migros Zürich. Die Schliessungen von Restaurants sowie die ausbleibenden Catering-Aufträge führten zu einem Umsatzrückgang von rund 43 %. Der Shutdown im Frühling führte bei den Fachmärkten im Sport- und Heimelektronik-Bereich (SportXX, Melectronics) zu Umsatzeinbussen, während die Bereiche Einrichtung und Handwerk (Micasa, Do it + Garden und OBI) den Umsatz steigern konnten. Unter Berücksichtigung der Shutdownperiode sowie der Aufgabe des Interio Dübendorf verzeichneten die Fachmärkte ein Umsatzminus von 1.6 %. Genossenschaft Migros Zürich

Ein Festival, das nicht stattfindet Für die Kinder gibt es in der Kita täglich vieles zu entdecken. (Bilder zvg.) Burghof ist ein Highlight für Gross und Klein. Mit Liedern und Versli begleitet der kleine Stoffdrache «Fauchi» die Kinder durch das Projekt. Mit vielen abwechslungsreichen Bewegungsaktivitäten lernen sie, wie die Menschen im Mittelalter gelebt haben. Dazu basteln sie Prinzessinnenhüte mit Schleier aus Tüll und Ritterrüstungen aus Wellkarton, alles schön bemalt und wo nötig mit Glitzer und Federn verziert. Zum Schluss wird «Fauchi» von allen Kindern zum Abschied herzlich umarmt. Er fliegt zur

nächsten Kita, um anderen Kindern vom Leben im Mittelalter zu erzählen: «Es war einmal vor langer Zeit...» Und schon wird in der Kita KiBiZ emsig das nächste Thema «Ernährung» geplant, auf das sich die Kinder schon riesig freuen. Selber kochen, backen, riechen und schmecken, alle Sinne werden mit einbezogen. Der Kita gelingt es, dank der guten Schutzkonzepte Normalität zu bieten – trotz der sich ständig verändernden Umstände. Kita KiBiZ Sunneland Weitere Infos unter www.kitakibiz.ch.

Mehr als 300 Bands bilden das hochkarätige, fiktive Line-up des «Ghost Festival» vom 27. und 28. Februar. Über 300 Schweizer Bands aus der Schweiz an einem Festival, das nicht stattfindet? Auf dem fiktiven Line-up des «Ghost Festival» stehen unter anderen Patent Ochsner, Annie Taylor, Stefan Eicher, Lo & Leduc, Züri West und viele auch kleinere, unbekanntere Bands. Als Hauptsponsorin unterstützt die Migros dieses gespenstische Festival. Für Martin Koch, Leiter Sponsoring & Events beim Migros-Genossenschafts-Bund ist klar:

«Wir wollen Musiker und Bands in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Nur so können sie früher oder später wieder auf den Bühnen der richtigen Festivals stehen.» Das Ghost Festival ist eine Solidaritätsaktion für die Schweizer Musikschaffenden, die von der Corona-Pandemie besonders stark getroffen wurden. Gegründet hat es der Ghost Club, ein Verein, der aus Musikerinnen und Musikern, Bookern und Veranstalterinnen besteht. Der Erlös aus dem Ticketverkauf für den fiktiven Event geht zu 100 Prozent an die teilnehmenden Musikschaffenden. (red.) Weitere Infos unter www.ghost-festival.ch.


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Dienstag, 19. Januar 2021

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Das Velo ist nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern dient auch zur Kontaktaufnahme 30 Jahre Bike Adventure Tours: Infotag statt im Volkshaus als Livestream aus Affoltern Seit 30 Jahren steht das Affoltemer Unternehmen Bike Adventure Tours für Bikereisen mit kulturellem Erlebnisfaktor. Im Interview blickt Co-Gründer Chris Schnelli zurück auf die Pionierzeit und voraus auf kommende Reise-Highlights.

Richtigen gesetzt haben. Ihre Philosophie war immer, dass die Marken eigenständig bleiben. Wir hatten dadurch alle Freiheiten. Mit dem Verkauf wollten wir auch unser Engagement reduzieren. Vor fünf Jahren hat deshalb Adi Glättli die Geschäftsführung übernommen. Er war 1994 der erste Reiseleiter auf unserer Lohnliste und betreute von Anfang an auch die IT.

Vor der Gründung von Bike Adventure Tours (BAT) vor 30 Jahren stand eine Weltreise. Mit dem Velo bis nach Kathmandu, so das ambitiöse Projekt von Chris Schnelli, gelernter Hochbauzeichner und Maurer, sowie Koch Martin Keller. Zum Startzeitpunkt am 11. April 1990 waren die beiden Gründer 24 Jahre jung. Chris Schnelli, wie war das damals? Chris Schnelli: Es war eine völlig unbeschwerte Zeit und die Gastfreundschaft auf dem ganzen Weg war beeindruckend. Haben Sie ein Beispiel? Schon am ersten Tag ausserhalb Europas, in Ägypten, zufällig dem Geburtstag von Martin Keller, wurden wir sogleich von einem kleinen Bauern auf einem Esel angesprochen und zu seiner Familie nach Hause eingeladen.

BAT-Pioniere, von links: Chris Schnelli, Andi Schnelli und Adi Glättli. (Bilder zvg.)

In Ägypten sind Sie dann länger festgesessen. Ja, wir wollten eigentlich via Kuwait weiter, aber Saddam Hussein war vor uns da. (Am 28. August 1990 wurde Kuwait durch den Irak annektiert, Anm. d. Red.) Das reut mich heute noch, der Irak wäre damals etwas vom Schönsten gewesen.

Nach fünf Jahren hat Ihr Bruder Andi Schnelli als Geschäftspartner übernommen. Wie kam es dazu? Es hat kaum jemand an uns und unsere Geschäftsidee geglaubt, auch in den eigenen Familien. Viele dachten, wir seien Hippies und Lebenskünstler. Gegen die 30 hat Martin dann der Mut verlassen, er hat geheiratet und ist ausgestiegen. Das war ein traumatischer Moment. Mein Bruder hat das Potenzial erkannt und wir haben die Welt aufgeteilt, er übernahm Südamerika, meine Vorliebe liegt eher bei Asien. Afrika und Europa haben wir gemeinsam abgedeckt. Seine Sache waren die Finanzen und das Personal, meine die Vermarktung.

«Das Schönste war, neue Destinationen zu rekognoszieren. Die abenteuerlichen Berichte darüber erschienen dann im ‹Anzeiger›.» Sie sind durch Länder gereist, die man Individualtouristen nicht vorbehaltlos empfehlen kann. Wovor hatten Sie am meisten Respekt? Vor Indien. Nach Ägypten und Pakistan waren die Zustände dort dann allerdings fast paradiesisch, viel Fortschrittlicher. Aber egal wie abgelegen wir campierten, nach wenigen Minuten bildete sich immer eine Traube von Leuten, die uns beobachteten. Wir haben um unser Camp jeweils ein Seil ausgelegt. Das haben sie respektiert, So standen jeweils alle an diesem Seil und haben uns stundenlang beim Kochen, Lesen und Tagebuchschreiben zugeschaut.

cher einfacher, in der Branche eine Firma zu gründen. Wir hatten eine Schreibmaschine, ein Faxgerät und einen Diaprojektor. Heute wären eine andere Infrastruktur und viel mehr Kapital nötig.

Was bleibt aus der Pionierzeit in Erinnerung? Das Schönste am Job war es, neue Destinationen zu rekognoszieren. Das machten wir nicht mit dem Jeep oder Motorrad, sondern wie auf der Weltreise mit Bike und Zelt. Die abenteuerlichen Berichte darüber erschienen im «Anzeiger». Die Leute haben sie gelesen und waren fasziniert. Die meisten Freundschaften, die ich heute noch pflege, stammen aus dieser Anfangszeit. Die gemeinsam erlebten Abenteuer haben

zusammengeschweisst. Wir haben damals auch noch alles selbst gemacht: Camp erstellen, kochen ... Umso schöner war es nach verrichteter Arbeit am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel. Wir haben sehr viel gearbeitet, aber mit Freude und Lust. Auf unseren Dia-Touren haben wir zuweilen in zwei Wochen zehn Städte abgeklappert. Es war streng, aber der Einsatz hat sich gelohnt.

«Wir mussten alle unser Arbeitspensum stark reduzieren und hoffen nun, dass die Welt bald wieder aufgeht» Vor zehn Jahren folgte der Verkauf an Globetrotter. Wie schätzen Sie den rückblickend ein? Den Anstoss gab der Eyjafjallajökull (Vulkan in Island, dessen Asche Mitte April 2010 den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahmlegte, Anm. d. Red.). Nach dem Vulkanausbruch bin ich auf den Philippinen gestrandet, eine andere Reisegruppe aus Mauritius blieb in Dubai hängen. Würde so etwas in der Hochsaison passieren, wäre man sofort Konkurs. Die grossen Anbieter, Kuoni, Knecht und Globetrotter, haben sich mit ihren Kaufangeboten gegenseitig überboten. Unser grosses Glück war, dass wir mit André Lüthi und Walter Kamm auf die

Der Vulkanausbruch war nicht die einzige Krise in den 30 Jahren. Ja, wir haben den Golf krieg, Sars, die Schweinegrippe und 9/11 überstanden. Unser Glück war, dass wir sehr schnell in die Breite gingen. Wenn eine Destination nicht möglich war, konnten wir an einen anderen Ort ausweichen. Aber was wir jetzt erleben, betrifft die ganze Welt. Für 2020 zeichnete sich nach den Buchungen Anfang Jahr ein absolutes Rekordjahr ab. Durchführen konnten wir dann allerdings nur vier von 80 Reisen. In der ganzen Globetrotter Group ist der Jahresumsatz um 78 Prozent eingebrochen. Wir mussten alle unser Arbeitspensum stark reduzieren und hoffen nun, dass die Welt bald wieder aufgeht. Die Leute wollen reisen. Und weil unsere Destinationen in Äquatornähe liegen, beginnt die Hochsaison erst im Oktober. Nun feiert BAT den 30. Geburtstag. Wie hat sich das Bike-Reiseverhalten in dieser Zeit verändert? Unsere Kundschaft ist mit uns älter geworden, die Ansprüche sind gestiegen und damit auch der Komfort auf den Reisen. Doch nach wie vor können die Kunden nicht nur konsumieren, sondern müssen selber in die Pedalen treten, wenn auch auf einigen Reisen mit «Rückenwind», dank den E-Bikes. Wir machen allerdings keine Trainingslager, vielmehr geht es darum, aktiv und mit offenen Sinnen unterwegs zu sein. Das heisst, auch mal anhalten, sich umschauen und mit Menschen in Kontakt kommen. Unsere Guides haben einen Bezug zu ihrer jeweiligen Destination und können so Türen öffnen, die für andere Reisende verschlossen bleiben würden. Einblicke ins aktuelle Angebot lieferte traditionell der Infotag im Volkshaus. Diesen können Sie nun nicht in gewohnter Form durchführen. Wie sieht die Alternative aus? Im Weissen Saal hatten wir jeweils eine Expo mit unseren Partnern, im Gelben und im Blauen Saal liefen Reise-Vorträge. Im Dezember haben wir entschieden, diesmal mit einem Livestream zu

arbeiten aus unserem «Studio» in Affoltern. Die Reiseleiter zeigen in 15 Live-Vorträgen neue und besondere Reisen, darunter auch einzigartige Jubiläumsreisen im 2021. Zusehen können alle Interessierten, wer sich registriert, hat zudem die Chance, ein Bike-Weekend in Davos zu gewinnen.

«Am Infotag gibt es ein Bike-Weekend in Davos zu gewinnen.» Was sind Ihre Reise-Geheimtipps fürs kommende Jahr? Aktuell ist es schwierig zu planen. Asien sieht düster aus, da wurde weitgehend dicht gemacht. Am 26. Januar startet eine Tour in Tansania, mit dem Velo rund um den Kilimandscharo, dann ein Trekking auf den Gipfel und zum Abschluss eine Safari und allenfalls auch Badeferien auf Sansibar. Weiter hoffen wir auf Uganda, Mauritius, Südafrika und Sri Lanka. Im Mai oder allenfalls im September steht die Pionierreise nach Peru an (unter anderem Schluchtenlandschaft des Colca-Canyon, Bootsausflug auf dem Titicacasee, Besuch der Inkastadt Machu Picchu, Anm. d. Red.). Besonders ist sicher auch die Kombination von Biken und Salsa-Tanzen mit Einheimischen in Kuba. In Europa bieten wir unter anderem eine Segelkreuzfahrt mit Biken auf den Azoren an. Und Globetrotter-CEO André Lüthi führt auf die Tour «Unbekanntes Nordkorea». Haben Sie persönlich noch einen unerfüllten Bike-Reisetraum? Ich habe natürlich noch nicht alles gesehen. Gerne würde ich nach Vietnam, Laos und Kambodscha. Nordkorea fände ich auch spannend. Das ist halt eine ganz andere Welt, eine der letzten Diktaturen dieser Art. Auch auf die Gefahr hin, die Diktatur so zu unterstützen? Der Gedanke hat uns lange zögern lassen, diese Reise anzubieten. Aber manches muss man selber sehen, um sich ein Bild machen zu können. Das sagt auch André Lüthi. Nach Burma sind wir damals auch vor allen andern einfach gegangen – trotz internationaler Sanktionen. Interview: Thomas Stöckli Infotag am Samstag, 23. Januar, 9.30 bis 17 Uhr, 15 Reise-Vorträge als Live-Stream unter www.bike-adventure-tours.ch.

Und wann ist die Idee zu Bike Adventure Tours entstanden? Als wir losgefahren sind, hatten wir das noch nicht im Kopf. Die Idee ist während der Reise gereift. Als wir in Kathmandu ankamen, hatten wir dann bereits unser erstes T-Shirt gedruckt. Das Logo von damals haben wir bis vor fünf Jahren beibehalten. Im April 1991 kamen Sie zurück ins Säuliamt. Wie ging es dann weiter? In Dia-Vorträgen in der Aula Ennetgraben haben wir über die Reise nach Nepal berichtet, promotet durch den «Anzeiger», der zuvor auch regelmässig über unsere Weltreise geschrieben hatte. Bereits unsere erste Tour, ein VeloTrekking im Sinai vom 6. bis 20. Oktober 1991, war ausgebucht. In der Folge haben wir das Angebot jedes Jahr verdoppelt. Im dritten Jahr hatten wir bereits vier Destinationen auf drei Kontinenten im Angebot. Es war damals si-

Die Geschäftsidee entwickelten Martin Keller und Chris Schnelli 1990 auf ihrer Jahrestour nach Nepal.

Die erste Tour 1991: ein Velo-Trekking im Sinai, Ägypten.


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Veranstaltungen

Dienstag, 19. Januar 2021

Und wieder trifft es auch Kunstschaffende Ämtler Künstler reagieren auf die Pandemie Mit den neusten Auflagen und Einschränkungen fallen für Kunstschaffende Ausstellungen und viele direkte Kundenkontakte weg, der Verkauf von Kunstwerken ist rückgängig. Jammern hilft nichts. Es werden neue Wege gefunden. von regula zellweger Die meisten Kunstschaffenden brauchen den direkten Kontakt mit anderen, um kreativ zu sein. Geplante Ausstellungen motivieren sie, an ihren Themen dranzubleiben. Zurzeit ist alles anders. Esti Frei, Künstlerin aus Sellenbüren, arbeitete ein Jahr auf diese Ausstellung in Bern hin. Am vergangenen Mittwoch wurde die Ausstellung kuratiert – und am selben Tag gab der Bundesrat die neuen Einschränkungen bekannt. Auf der Internetseite der Galerie Kunstreich, in der Esti Frei zusammen mit Jaya Schürch ausstellt, ist zu lesen: «Das Galerien-Wochenende vom 16./17. Januar findet nicht im geplanten Rahmen statt.» Die Ausstellung wurde am Samstag zwar noch mit den nötigen Schutzmassnahmen eröffnet. Es gilt: «Der gesamte Werk-Katalog mit detaillierten Informationen zu den Arbeiten von Jaya Schürch und Esti Frei finden Sie in unserer Online-Galerie.» Galerien setzen auf die virtuelle Vermittlung von Kunst.

Begegnungen Die ausgestellten Bilder von Esti Frei beziehen sich auf das Thema «Begegnungen». Die Künstlerin erzählt, wie der Shutdown im Frühling ihr Schaffen beeinflusst haben: «Während des ersten Shutdowns habe ich jeden Tag eine Skizze zur Befindlichkeit des Tages gemacht und dazu ein paar Gedanken geschrieben. So sind über 60 Skizzen entstanden. Nach Lockerung des Shutdowns und nachdem ich wieder ins Atelier durfte, habe ich ein paar Skizzen auf ein Format von 30x125 cm vergrössert und den Text dazu hineingearbeitet. Die vergrösserten Arbeiten hängen jetzt ebenfalls in der Galerie in Bern.» Die Sehnsucht nach Begegnungen, nach Nähe und nach Austausch sind auch für sie, die generell gern allein in

ihrem Atelier arbeitet, wichtig. Sie versteht und bejaht das Vorgehen des Bundesrates, hat sie doch im vergangenen Jahr ihre Mutter an Corona verloren. Gleichzeitig bedauert sie aber die Einschränkungen im Alltag. Mit dieser Ambivalenz müssen zurzeit alle leben. Sie arbeitet mit Ölfarben und ohne Pinsel. Typisch für sie sind abstrakte Bilder mit vielen Farbschichten, in die sie mit einem Cutter Linien kratzt. Dadurch entstehen krakelig wirkende Netzwerke, die zusammenhalten, bewahren, schützen, dicht und fest werden. Neu entstanden sind auch wieder Bilder mit Figuren, die interagieren.

Galerien Elfi Borer hatte bereits 1991 die erste Ausstellung von Esti Frei in ihrer Galerie organisiert. Auch sie hat realisiert, dass die Künstlerin vom rein Abstrakten wieder zu Figuren zurückgekehrt ist. Als Galeristin sieht sie ihre Aufgabe nicht nur in der Vermarktung von Werken, sondern auch in der Präsentation von Kunst und Künstlern. Sie ist aktiv auf der eigenen Website und begann zudem beim ersten Shutdown im März 2020, konsequent jeden Tag ein Kunstwerk oder einen Einblick in die Galerie auf Facebook zu posten. Es gilt, Kunst auch in Zeiten von geschlossenen Galerien sichtbar zu machen. Sie bekommt begeistertes Feedback von ihren Künstlerinnen und Kunden. Und verkauft auch ab und zu ein Bild, denn auf Voranmeldung kann man Künstler-Ateliers und Galerien besuchen. Bilder werden auch auf Probe geliefert. Und mit einem Schmunzeln meint Elfi Bohrer: «Die Schweizer haben 2020 eine Menge Geld gespart und sitzen in ihrem Homeoffice. Warum nicht sich selbst ein Geschenk machen und allfällige weisse Wände mit einem Bild schmücken?»

Künstlerinnen machen sich sichtbar Die Bonstetter Künstlerin Marlies Achermann ging in die Offensive und zeigt ihre Werke auf Instagram. Innert kürzester Zeit hat sie beinahe 1000 Followers generiert. Sogar einzelne Auftragsarbeiten bekam sie. Für sie ist es schwierig, nicht wirklich planen zu können. Geplant ist zwar ihre nächste Ausstellung in Chur im März, aber…

Esti Frei machte sich während des Shutdowns im Frühling täglich Notizen. Weiterführungen dieser Arbeiten sind in Bern – und im Internet – zu sehen. (Bilder zvg.)

Carmen Cabert, ebenfalls Künstlerin in Bonstetten, arbeitet zurzeit auf eine Ausstellung in Männedorf im kommenden April hin. «Man muss es nehmen, wie es kommt», meint sie. Aber auch ihr fehlen die persönlichen Begegnungen. «Aus Kontakten mit anderen Kunstschaffenden und Kunstinteressierten schöpfte ich bisher Energie. Jetzt brauche ich viel mehr Anstrengung, um mich zu motivieren, dranzubleiben.» Die meisten Kunstschaffenden präsentieren ihre Werke auf Internetseiten. Statt Galerie-Besuchen kann man sich Webauftritte anschauen. Künstler

freuen sich über motivierende Feedbacks. Und vielleicht spricht einen ein Bild oder eine Skulptur an und man möchte Genaueres wissen, das Werk live sehen. Dies kann man bei den meisten Künstlerinnen und Künstlern auf Anfrage. Namen von Ämtler Kunstschaffenden findet man beispielsweise auf den Listen der Gemeinnützigen Gesellschaft GGA, ggaffoltern.ch/ausstellung, unter Werklisten. Es gilt dann nur noch, deren Webseiten über Google zu finden. Auch auf der Seite www.offene-ateliers.site findet man die Adressen von Künstlern im Bezirk Affoltern.

Esti Frei: «Bunte Gedanken wollen raus / davonfliegen / frei sein / durch die Hülle durch / in die Freiheit.» Zu Hause bleiben – und sich virtuell mit Kunst befassen: Jetzt hat man Zeit und Musse dafür! Ausstellung Esti Frei und Jaya Schürch, Galerie Kunstreich, 16. Januar bis 14. Februar 2021, www. kunstreich.ch. Auch Museen zeigen ihre Sammlungen online, teils mit kuratierten Führungen.

Podiumsdiskussion zu den Bezirksratswahlen Drei Kandidierende stellen sich vor Am Donnerstag, 21. Januar, ab 20 Uhr, stellen sich diese drei Kandidierenden in einer Online-Podiumsdiskussion ihren Wählerinnen und Wählern vor. Die Ausgangslage für die Bezirksratswahlen vom 7. März 2021 ist spannend. Für zwei Sitze stehen drei Kandidierende zur Auswahl: Ruth Früh (FDP, bisher), Rolf Kuhn (GLP) und Antoinette Frey (SVP, bisher Ersatzmitglied). Als Ersatzmitglieder treten die amtierende Bezirksrätin Hanni Stutz aus Stallikon, der Bisherige Gerhard Gysel (EVP), Ingenieur aus Hedingen, sowie Kantonsrat Hans Finsler (SVP), Rechtsanwalt aus Zwillikon, an. Im Vorfeld dieser spannenden Wahl organisiert die FDP Bezirk Affoltern in Zusammenarbeit mit der SVP und den Grünliberalen eine Podiumsdiskussion, an der sich die drei Kandierenden Ruth Früh, Rolf Kuhn und Antoinette Frey den Fragen des Moderators Bernhard Schneider stellen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 21. Januar, um 20 Uhr online statt, damit die geltenden Covid-19-Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Die Wählerinnen und Wähler können somit die Diskussion per Livestream be-

quem von zu Hause aus mitverfolgen. Sie wird live via YouTube übertragen https://anda.li/bezirk2021, eine Registrierung oder spezielle Software ist nicht notwendig. Dem Publikum wird auch die Möglichkeit gegeben, Fragen in die Runde einzubringen. Informationen dazu sind auf der Seite der Übertragung zu finden. Es sind alle herzlich willkommen.

Die Kandidierenden Mit Ruth Früh stellt sich eine politisch äusserst erfahrene Kandidatin für eine dritte Amtsdauer zur Verfügung. Die frühere Lehrerin und Heilpädagogin engagiert sich seit vielen Jahren in diversen Gremien für die Allgemeinheit. Sie kennt die rechtlichen Verfahren und die Mechanik der Verwaltung bereits aus ihren langjährigen Mandaten in der Schulpflege und vor allem als Gemeinderätin in Bonstetten und hat diesen Erfahrungsrucksack nun im Bezirksrat aus der Perspektive der Aufsicht über die kommunalen Gremien und Institutionen weiter gefüllt. In der letzten Amtsdauer hat Ruth Früh ausserdem die Rolle der Vizepräsidentin des Bezirksrates bekleidet. Als Ersatzmitglied ist Antoinette Frey bereits seit 2017 Teil des

Ruth Früh, FDP.

Rolf Kuhn, GLP. (Bilder zvg.)

Antoinette Frey, SVP.

Bezirksrates. Die ehemalige Polizistin führt heute zusammen mit ihrem Mann einen Bauernhof in Affoltern und engagiert sich im Verein Aemtlerchorb für die Vermarktung von lokal produzierten Nahrungsmitteln. Als Ersatzmitglied hat sie die Aufgaben und das Funktionieren des Bezirksrates kennengelernt und möchte dieses Wissen nun anwenden und als Bezirksrätin mehr Verantwor-

tung übernehmen. Rolf Kuhn aus Mettmenstetten stellt sich erstmals für das Amt des Bezirksrates zur Verfügung. Als Rechtsanwalt hat er in der Verwaltung, der Justiz, bei Anwaltskanzleien sowie in der Bankbranche gearbeitet, aktuell ist er als Rechtskonsulent bei einer Versicherungsgesellschaft tätig. In seiner freiberuflichen Tätigkeit hat er hauptsächlich zivil- und verwaltungsrechtli-

che Prozesse geführt, sodass er mit verfahrensrechtlichen Fragestellungen vertraut ist. Und als ehemaliger Präsident einer gemeinnützigen, kommunalen Stiftung kennt er die Aufsichtstätigkeit auch aus der Perspektive des Beaufsichtigten. Die Kandidierenden und die Parteien freuen sich auf rege Teilnahme. FDP, SVP und GLP


Sport

Dienstag, 19. Januar 2021

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Warum denn in die Ferne schweifen? Langlaufspass direkt vor der Haustüre – der aktuelle Schneereichtum machts möglich So viel Schnee ist selten. Das Säuliamt präsentiert sich im tiefsten Winterkleid. Langlauf ist zurzeit die angesagte Sportart. Am Wochenende waren hunderte Sportliche auf den Loipen in Affoltern/Bonstetten und auf dem Mittelalbis in Hausen unterwegs. von stefan schneiter Christian Schneider ist begeistert: «Das ist genial, wenn man mal so viel Schnee hat bei uns. Das muss man ausnützen, dass man so nah von zu Hause aus langlaufen kann.» Vom nahen Arni aus ist er zusammen mit seiner Partnerin zur Loipe im Feldenmaas bei Affoltern gekommen. «Ich weiss schon lange von dieser Loipe, doch wir haben es immer wieder verpasst, hierherzukommen. Nun sind wir zum allerersten Mal hier. Der Schnee ist etwas tief zum Fahren, aber es ist trotzdem super.» So wie Christian Schneider ging es vielen an diesen Tagen. Schon vergangenen Mittwoch war die Loipe im Feldenmaas gewalzt, aber vorerst nur für Skater benutzbar. Klassisch-Läufer mussten sich gedulden. Der Regen in der folgenden Nacht machte die erste Präparation wieder zunichte. Ab Freitag stand die Langlaufpiste wieder zur Benutzung bereit, war allerdings wegen des vielen Neuschnees noch in sehr weichem Zu-

Im Gleichschritt unterwegs auf der Loipe Feldenmaas. (Bilder Stefan Schneiter) stand. «Skating gut, aber anstrengend, Klassisch ab Samstag gut», teilte die Interessengemeinschaft «Pro LL Feldenmaas» auf ihrer Homepage mit. Am Samstag dann fiel endgültig der Startschuss für den Langlaufplausch für alle: «Bedingungen wie im Schlaraffenland, endlich können wir ohne Wenn und Aber von sehr guten Bedingungen schreiben», wurde vermeldet.

Viel Aufwand für die Präparation

Hochbetrieb herrschte am Wochenende auf der Loipe Feldenmaas.

Sogar fürs leibliche Wohl war gesorgt. Mit heissem Tee und Punsch konnten sich die Sportlerinnen und Sportler aufwärmen.

Und diese Gelegenheit liess sich die Säuliämtler Bevölkerung nicht entgehen. Hunderte schnallten sich die Langlauflatten an die Füsse und skateten oder liefen im klassischen Stil drauflos. 8,3 Kilometer lang ist die Loipe im Feldenmaas. Auf 600 Meter über Meer führt sie von der Affoltemer Hüslimatt mit Start bei der Schnitzelschüür über die Hochebene Feldenmaas oberhalb Hedingen bis nach Bonstetten, wo sich beim Gartencenter Guggenbühl der Wendepunkt befindet. Den Spass möglich für die Langlaufsportler macht Hansruedi Wettstein. Seit rund 30 Jahren ist der 79-jährige Affoltemer, der zusammen mit Hans Hinnen und Werner Ruprecht die «Pro LL Feldenmaas» bildet, für die Pistenpräparation verantwortlich. «Für eine Runde brauche ich gut dreiviertel Stunden. Ich fahre zuerst viermal durch mit der Walze, um den weichen Neuschnee zusammenzupressen. Der Schnee muss kompakt sein, bei den ersten Fahrten bin ich ein paarmal ‹versoffen› mit dem Schneemobil. Danach folgt noch eine fünfte Fahrt mit dem angehängten Spurgerät, um die Loipe für die Klassischläu-

fer herzurichten», erklärt Hansruedi Wettstein sein Vorgehen. Den ganzen Tag über dreht er immer wieder Runden, um die Piste nachzubessern. Die Spuren seien natürlich nicht so perfekt wie etwa in Einsiedeln. «Wir haben eben keinen Pistenbully, der den Schnee viel besser zusammenpresst. Doch braucht dieser mindestens 25 cm Schnee. Wir hingegen können schon ab 15 cm präparieren – sofern die Temperatur stimmt.»

Ski club ist das Schneemobil – Baujahr 1976 – mit dem Heinzer die Langlaufspur durch den Schnee legt. Über eine Länge von zwei Kilometer führt die

Loipe. Da sie auf 750 Metern Höhe liegt, ist sie öfter geöffnet als die Loipe im Feldenmaas, diesen Winter schon rund 20 Tage. Die idealen Schneeverhältnisse der letzten Tage nutzten auch auf der Loipe Mittelalbis viele Langläuferinnen und -läufer für ein Training. Doch waren es sehr viel weniger als in Affoltern/Bonstetten. «Überflutet mit Menschen werden wir hier oben nicht», sagt Bruno Heinzer. «Die Loipe ist eigentlich immer noch ein Geheimtipp.» Sie ist coupiert, und mit ihren Kurven, mehreren kleinen Aufstiegen und Abfahrten technisch anspruchsvoll. «Aus Idealismus» nimmt Heinzer seit Jahrzehnten die Pistenpräparation vor. «Es bereitet mir Freude, wenn die Leute hier auf die Loipe kommen.» Er selbst ist ein «angefressener» Langläufer, der auf eine erfolgreiche Karriere zurückschauen kann. 1978 war er Schweizer Meister über 15 Kilometer, 1983 bis 1988 trainierte er die Schweizer Langlaufdamen. Heute ist er im Goms, wo er eine Ferienwohnung besitzt, mehrere Wochen pro Jahr als Langlauflehrer tätig und auch hier in Hausen erteilt er Langlaufunterricht. Ist genug Schnee vorhanden, sind Heinzer und seine Frau täglich auf der Loipe anzutreffen. Was für die beiden ein Leichtes ist, liegt doch der Start direkt vor ihrem Bauernhof auf dem Huserberg.

«Freude haben» Wieso macht er das überhaupt? Aus finanziellen Gründen kann es nicht sein. Etwas Geld kommt durch Spenden herein. So können die Läuferinnen und Läufer am Rand der Piste einen Einzahlungsschein mitnehmen und etwas einzahlen. Und die ZKB zahlt pro Saison tausend Franken an die Kosten für den Aufwand, sofern die Loipe mindestens fünf Tage in Betrieb ist. «Ich habe eben Freude am Langlauf,» betont Hansruedi Wettstein. Schon mit 16 Jahren ist er sein erstes Rennen gelaufen, sagenhafte 43-mal hat er am Engadiner Skimarathon teilgenommen, auch am Wasa-Lauf und andern grossen Läufen im In- und Ausland war er mit von der Parie. «Es freut mich, wenn die Leute es schätzen, dass sie hier quasi vor der Haustür langlaufen können. Wichtig ist, dass sie Freude daran haben und sich sportlich aktiv betätigen.» Und in der Tat, die Menschen wissen das zu schätzen. «Das ist mega-cool, dass man hier direkt vor der Haustüre laufen kann», sagt Nicole Keller aus Stallikon. Lässig sei es, dass hier nun täglich die Piste präpariert werde. Die Hobbyläuferin lief am Samstag das erste Mal auf der Loipe Feldenmaas. «Logisch, dass wir wieder kommen werden.» Zum ersten Mal ist auch Maja Bisang hier. «Es ist super hier, ich hab noch nie so viele Leute gesehen wie heute, dabei bin ich oft hier, im Winter wie im Sommer», sagt die Mettmenstetterin. «Mit meinen Langlauf künsten ist es noch nicht weit her, ich fahre erst seit zwei Jahren. Aber vielleicht lern ichs ja noch. Der weiche Schnee jedenfalls ist gut für mich als Klassisch-Läuferin, dann ist es nicht zu schnell. Die Skater dürften wohl etwas mehr Mühe haben.»

Eine perfekt gespurte Loipe fanden die Klassisch-Läuferinnen vor.

Mittelalbis-Loipe - ein Geheimtipp

Hansruedi Wettstein spurt mehrmals täglich die Loipen.

Erstklassige Verhältnisse weist auch die Loipe auf dem Mittelalbis derzeit auf. Dort ist die Pistenpräparation Sache von Bruno Heinzer. Vor fünfzig Jahren gehörte der 66-jährige Landwirt von Hausen zu den Gründungsmitgliedern des Skiclubs Hausen. Fast so alt wie der

Ein Geheimtipp ist die Loipe auf dem Mittelalbis. (Bild zvg.)


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