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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 5 I 169. Jahrgang I Dienstag, 19. Januar 2016

Wechsel

Sherlock Holmes

Gemeindeschreiber in Bonstetten: Daniel Nehmer folgt auf Primus Kaiser. > Seite 5

Dr. Kurt Zollinger über Kriminaltechnik an der Ämtler Volkshochschule. > Seite 5

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Preisgekrönter Autor Rafik Schami erzählte in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern über «Sophia». > Seite 6

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Lärmklage Doch noch Nachtruhe für die Bonstetter Kirchenglocken? > Seite 7

Nachtbus nach Obfelden und Postauto durch Üetliberg gefragt Transparenz beim Kostendeckungsgrad der einzelnen Verbindungen im Kanton Zürich Der Nachtbus von Birmensdorf übers Kelleramt nach Obfelden ist eine Erfolgsgeschichte, wie ein Blick auf den Kostendeckungsgrad zeigt. Sehr gut schneidet auch die Postautolinie 200 von Affoltern durch den Üetlibergtunnel nach ZürichEnge ab. ................................................... von werner schneiter Aufgrund einer dringlichen Anfrage im Kantonsrat hat der Regierungsrat erstmals detaillierte Zahlen des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) zu den Kostendeckungsgraden auf den einzelnen Bus- und Bahnverbindungen veröffentlicht. Die Forderung nach Transparenz fusst auf der bevorstehenden Diskussion über die Strategie des ZVV für die Jahre 2018 bis 2021. Vor diesem Hintergrund erachten die Kantonsräte Ruedi Lais, Robert Brunner und Barbara Schaffner den Kostendeckungsgrad als eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Die soeben veröffentlichten Zahlen stammen aus dem Jahr 2013. Gemäss einer Prognose wird die gesamte Kostenunterdeckung des ZVV in diesem Jahr knapp 400 Mio. Franken betragen und bis 2019 auf 438 Mio. Franken ansteigen. In der Periode 2013 bis 2019 rechnet der ZVV mit einer Zuwachsrate von 2 Prozent, die Kosten werden in der gleichen Periode jährlich um 1 Prozent steigen. Die Mehrkosten, die auch aus Angebotsverbesserungen resultieren, will der ZVV «weiterhin mit periodischen Preiserhöhungen» auffangen. So oder so wird

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Schnapsbrenner Zu Besuch in Mettmenstetter Destillerie: Ein fast vergessenes Handwerk. > Seite 8

Ein kleiner Vielfrass bei der Arbeit In den Wäldern in Reussnähe hat der Fichtenborkenkäfer im Sommer 2015 gewütet. In Reussnähe sind die Böden tendenziell eher kiesig, was die Kiesgruben Aspli-Rütenen (Knonau), Hinterfeld (Maschwanden), Tambrig (Obfelden) und Mülibach (Ottenbach) beweisen. Kies besitzt im Vergleich zu festeren Böden eine höhere Wasserdurchlässigkeit. Daher sind die Gebiete in Reussnähe stärker von den Folgen der Trockenheit betroffen als höhere Lagen im Bezirk. Am stärksten vom Befall des Fichtenborkenkäfers – auch Buchdrucker genannt – war das grösste Waldstück des Bezirks bei der Reuss, das Wolserholz. Dort mussten die Holzkorporationen von Obfelden, Mettmenstetten und Maschwanden im grossen Stil eingreifen und mehrere 100 Kubikmeter befallene Bäume fällen. Für die Holzkorporationen war dies mit grossen Gewinneinbussen und Mehraufwand verbunden. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Hohe Frequenzen: Die Linie 200 von Affoltern durch den Üetlibergtunnel nach Zürich-Enge. (Bild Werner Schneiter) anzeigen

im ZVV-Gebiet mit einer jährlichen Zunahme der Kostenunterdeckung gerechnet – Ausnahme soll das Jahr 2018 bilden. «Die Kostenunterdeckung soll künftig nur noch im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung anwachsen», heisst es in einem ZVV-Strategiepapier.

Detaillierte Zahlen Beim Betrachten der vom Regierungsrat veröffentlichten Kostenunterdeckungszahlen der einzelnen Linien sticht die Nachtbusverbindung Birmensdorf – Oberlunkhofen – Jonen – Obfelden – (Maschwanden) ins Auge. Hier beträgt der Kostendeckungsgrad 125,4 Prozent – eine der wenigen Linien, die also Gewinn abwirft.

Dass die Postautolinie 200 von Affoltern über Bonstetten-Wettswil durch den Üetlibergtunnel nach Zürich-Enge in dieser «Rangliste» einen Spitzenplatz einnimmt, ist nicht erstaunlich. Sie wies im vergangenen Jahr kantonsweit das höchste Wachstum auf, legte um 13 Prozent zu. So liegt dieser Kostendeckungsgrad von 88,6 Prozent weit über dem kantonsweiten Durchschnitt von 62 Prozent. Klar über diesem Mittel liegt auch der Nachtbus Affoltern – Hausen – Kappel – Rifferswil – Knonau (75,9 %), die Linie 215 Zürich-Wiedikon – Oberlunkhofen – Affoltern (71,7 %), die N23Linie Bonstetten – Wettswil – Stallikon – Landikon – Birmensdorf (65,3%) und die Linie 235 Zürich-Wiedikon – Hausen – Ebertswil (63,4 %).

Kostendeckungsgrad nur einer von mehreren Faktoren Für die Planung und Steuerung des ÖV-Angebots sei der Kostendeckungsgrad nur einer von mehreren Faktoren, sagt ZVV-Mediensprecher Stefan Kaufmann. Schwach frequentiere Verbindungen mit hoher Kostenunterdeckung seien häufig auch Zubringer zu starken Linien und würden aufrechterhalten, um Verbindungslücken zu verhindern, fügt er weiter an. Auch Einflüsse aus der Politik sind massgebend bei der Planung. «Bei einer Verbindung mit fehlender Wirtschaftlichkeit ist es möglich, dass eine Gemeinde darauf pocht, das Angebot weiter aufrechtzuerhalten», betont Stefan Kaufmann.

Petra Klingler ist Schweizer Meisterin Die Bonstetter Kletterspezialistin holte sich den Titel am Wochenende in Saas Fee Petra Klingler, Kletterspezialistin aus Bonstetten, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich im Wallis den Schweizer Meistertitel. Am Wochenende fand in Saas-Fee der dritte und letzte Swiss Ice Climbing Cup der Saison statt, der gleichzeitig als Schweizer Meisterschaft gewertet wurde. Am Start waren 14 Damen und 24 Herren, darunter auch Petra Klingler (Bonstetten) und Cora Vogel (Winterthur) vom Regionalzentrum Zürich. Bei den Damen siegte erwartungsgemäss die Bonstetterin Petra Klingler. Der Wettkampf in der Parkhausarena von Saas-Fee ist nicht nur der letzte nationale Eiskletter-Wettkampf, sondern sowohl für die Athle-

An der Eiswand eine Klasse für sich: Petra Klingler. ( zvg.)

ten als auch für die Organisatoren die Hauptprobe für den in einer Woche stattfindenden Weltcup. Petra Klingler (Bonstetten) nutzte diese Chance und holte sich einen souveränen Sieg. Die Bonstetterin Petra Klingler führte das Teilnehmerinnenfeld bereits nach der Qualifikation an. Zwei von drei Routen konnte sie toppen und in der dritten klet-

terte sie am Höchsten. Im Final liess sie nichts anbrennen und stieg wiederum als einzige Athletin bis zum Top. Damit kam sie zu einem klaren Sieg und errang im Wallis den Schweizer Meistertitel vor Sina Götz (Matrils) und Laura von Allmen (Bern). Cora Vogel (Winterthur) erreichte ebenfalls den Finaldurchgang und wurde gute Siebte.

Weltcup in Saas-Fee mit Klingler Am kommenden Wochenende findet in Saas-Fee ein Eiskletter-Weltcup mit rund 120 Athletinnen und Athleten aus 19 Ländern statt. Für die Schweiz starten unter anderen Petra Klingler (Bonstetten) und Kevin Huser (Widen) vom Regionalzentrum Zürich. (pd.)

200 03 9 771661 391004


Ersatzwahl eines Mitglieds resp. einer Präsidentin/eines Präsidenten der Primarschulpflege Rifferswil für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Auf die Ausschreibung vom 8. Dezember 2015 ist folgender Wahlvorschlag eingereicht worden: • Heimann Urs, Jg. 1980, Informatikingenieur FH, whft. an der Jonentalstrasse 20, 8911 Rifferswil, von Gadmen BE (Mitglied der Primarschulpflege Rifferswil) Gemäss der Gemeindeordnung Rifferswil sowie des Gesetzes über die politischen Rechte wird hiermit eine neue Frist von 7 Tagen (bis 26. Januar 2016) angesetzt, innerhalb welcher der vorstehende Wahlvorschlag zurückgezogen, geändert oder auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden können und zwar an den Gemeinderat, c/o Gemeindeverwaltung, Jonenbachstrasse 1, 8911 Rifferswil. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten mit politischem Wohnsitz in Rifferswil – unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse – eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Für jede vorgeschlagene Person sind Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort anzugeben. Ein entsprechendes Formular kann in der Gemeindekanzlei bezogen werden.

Alles hat seine Zeit Eine Zeit der Freude Eine Zeit der Stille Eine Zeit des Schmerzes und der Traurigkeit Eine Zeit der dankbaren Erinnerungen

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von

TO D E S A N Z E I G E

Iris Blumati-Orribile 28. November 1929 – 12. Januar 2016 Mit Zuversicht und Stärke hast du bis zuletzt gegen deine Krankheit gekämpft. Deine fürsorgliche Art und deine Liebe werden uns fehlen, dein Optimismus und deine Lebensfreude uns weiterhin begleiten.

Traurig aber mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel und Götti

René Manz-Bolliger 17. Januar 1943 – 11. Januar 2016

In stiller Trauer Armando Blumati Valeria und Ottavio Venturini Remo und Miriam Venturini, mit Elio und Ivana Diego Venturini

Verena Manz-Bolliger Remo und Carolina Manz Künzler mit Fabienne und Mattia Franziska und Heinz Bissig-Manz mit Jan und Silas Désirée Frostel Geschwister und Anverwandte

Die Beisetzung und Abdankung findet am Donnerstag, 21. Januar 2016, 14.00 Uhr, bei der reformierten Kirche, Chilegass, in Stallikon statt. Traueradressen: Armando Blumati, Langfurenstrasse 57, 8143 Stallikon Valeria und Ottavio Venturini, Albisstrasse 3a, 8932 Mettmenstetten

Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Abdankungsfeier in der reformierten Kirche Mettmenstetten am Donnerstag, 21. Januar 2016, um 14.15 Uhr. Traueradresse: Vreni Manz, Hausmattenweg 4, 8932 Mettmenstetten

Ich bin gegangen, aber weinet nicht, sondern denkt an unsere lustigen und fröhlichen Zeiten

ABSCHIED

Der Lebenskreis unserer lieben Freundin

Traurig aber dankbar für die lange Zeit, die wir miteinander verbringen durften, müssen wir leider Abschied nehmen von unserem lieben

Vreni Bachofen-Schnydrig

Edi Vollenweider-Wyss

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, ab Publikationsdatum gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, PF 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Stimmrechtsrekurs erhoben werden. Rekurse müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

8. Januar 1931 – 10. Januar 2016

alt Notar 4. April 1932 – 11. Januar 2016

Rifferswil, 19. Januar 2016

Richterswil, im Januar 2016

Wird schliesslich nur eine Person zur Wahl für das in der Überschrift genannte Amt vorgeschlagen, erklärt der Gemeinderat diese in stiller Wahl als gewählt. Andernfalls erfolgt die Wahl an der Urne.

hat sich geschlossen. Zwei Tage nach ihrem 85. Geburtstag ist sie leise von uns gegangen. Nach schwerer Leidenszeit hat sie, begleitet vom sonntäglichen Glockengeläute, ihre letzte Reise angetreten. Ihr reich erfülltes Leben bleibt uns in dankbarer Erinnerung. Zum gemeinsamen Gedenken an die Heimgegangene laden wir zum Abschiedsgottesdienst ein am Freitag, 22. Januar 2016, um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche Richterswil, Erlenstrasse 23. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Wir werden Opi nie vergessen und ihn immer in lieber und dankbarer Erinnerung behalten. Am langen Zügel und im Schritt ist er nun auf seinem letzten Ritt. In stiller Trauer Trudi Vollenweider-Wyss Jürg und Ruth Vollenweider mit Adrian und Nicole Ueli Vollenweider und Karin Nievergelt Nico und Marco Vollenweider Vreni Vollenweider-Höneisen mit Hansueli, Christine und Margrit

Gemeinderat Rifferswil

Todesfälle Mettmenstetten Am Donnerstag, 21. Januar 2016, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche die Abdankung für

René Manz-Bolliger

Vreni Hugelshofer, Mettmenstetten Verena Künzler, Stetten Maja Schmid, Effretikon Verwandte, Freunde und Bekannte Vreni mochte Blumen sehr. Bereiten Sie Freude, indem Sie im Andenken an die Verstorbene einen Blumengruss an einen Mitmenschen verschenken oder anstelle davon ein Spende überweisen an: Stiftung Solvita 8902 Urdorf, Vermerk Götschihof, Postkonto 80-507-0.

Auf Wunsch des Verstorbenen haben wir im engsten Kreis Abschied genommen. Traueradresse: Trudi Vollenweider-Wyss, Albisstrasse 34, 8932 Mettmenstetten

Traueradresse: Verena Künzler-Füglistaler, Dohlenweg 7, 5608 Stetten

Hausmattenweg 4, statt (Beisetzung im engsten Familienkreis). Der Friedhofvorsteher

HERZLICHEN DANK

Stallikon Am Dienstag, 12. Januar 2016, ist in Zürich gestorben:

allen, die uns beim Abschied von

Blumati-Orribile Iris

Ferdi Geissbühler

geboren am 28. November 1929, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen Langfurenstrasse 57, 8143 Stallikon. Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 21. Januar 2016, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof statt; die anschliessende Abdankungsfeier wird in der Kirche in Stallikon abgehalten. Bestattungsamt Stallikon

Samariterverein Mettmenstetten und Umgebung

TO D E S A N Z E I G E In stiller Trauer und mit grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Ehrenmitglied

Margrit Leutert-Sandmeier 7. August 1932 – 12. Januar 2016

Während vieler Jahre wirkte Margrit mit grosser Freude aktiv im Verein mit. Auch das Amt als Kassierin führte sie gewissenhaft und umsichtig. Wir werden Dich durch die vielen gemeinsamen Erlebnisse in guter Erinnerung behalten. Wir sprechen der Trauerfamilie unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Vorstand und Mitglieder des SV Mettmenstetten und Umgebung Die Trauerfeier findet am Dienstag, 26. Januar 2016, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche in Maschwanden statt.

begleitet und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck gebracht haben. Wir danken Dr. Bruno Köhler, der Spitex, der Onko-Spitex, dem Begleitdienst und der Palliativ-Station Affoltern für die gute Betreuung. Ein besonders herzlicher Dank gilt Pfarrer Andreas Fritz für den treffend gestalteten Gottesdienst. Danken möchten wir auch Ursula Hauser und Köbi Geissbühler für die virtuose musikalische Begleitung. Vielen Dank für die zahlreichen Beileidskarten und grosszügigen Spenden sowie allen, die Ferdi die letzte Ehre erwiesen haben. Ottenbach, im Januar 2016

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Unterkunft für Asylbewerber bereit Aus dem Gemeinderat Bonstetten. Die Militärunterkunft (MUK) wurde in den letzten Tagen für die ab nächster Woche neu ankommenden Asylbewerber entsprechend vorbereitet und eingerichtet.

Im Weiteren hat der Gemeinderat – entschieden, dass die Pro Senectute eine angepasste Leistungsvereinbarung für die Beratungsstelle für Altersund Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern zur Genehmigung vorlegen soll. Grund dafür ist der Austritt der Gemeinde Affoltern aus der Vereinbarung; – die Abrechnung zur Erstellung der Massnahmenplanung gemäss Gefahrenkarte Naturgefahren Reppischtal in der Höhe von Fr. 58 682.40 inklusive Mehrwertsteuer genehmigt; – die Bauabrechnung zur Sanierung der Fussgängerbereiche in der Hofwies in der Höhe von Fr. 35 080.60 inklusive Mehrwertsteuer genehmigt; – die Abrechnung für die Instandstellung der Strasseneinmündungen Hofwies und Am Isenbach sowie der Verzweigung Schachenstrasse im Zusammenhang mit der Instandstellung der Isenbachstrasse in der Höhe von Fr. 95 337.05 inklusive Mehrwertsteuer genehmigt; – die Abrechnung über die Erneuerung und Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Höhe von Fr. 42 119.90 inkl. MWSt. genehmigt; – die Bauabrechnung zur Sanierung der Randsteine auf Gemeindestrassen in der Höhe von Fr. 71 768.30 inkl. MWSt. genehmigt; – die Eingabe einer Petition zur Erweiterung der Tempo-30-Zonen im Dorfkern zur Kenntnis genommen. Eine allfällige Umsetzung, zu treffende Massnahmen und die entsprechenden Kostenfolgen werden nun im Detail geprüft.

Dienstag, 19. Januar 2016

Der Buchdrucker wütet in den Wäldern in Reussnähe Zahlreiche Rottannen fielen dem Fichtenborkenkäfer zum Opfer Die kiesigen Böden im Reusstal können nicht so viel Wasser speichern wie Böden in höheren Lagen. Deshalb fielen 2015, durch die lange Trockenheit, zahlreiche Rottannen dem Fichtenborkenkäfer zum Opfer. ................................................... von salomon schneider Fichtenborkenkäfer oder Buchdrucker sind vier bis fünf Millimeter kleine, braune Insekten, die sich bevorzugt in geschwächte Rottannen einfressen. Rottannen oder Gemeine Fichten sind feuchtigkeitsliebende Bäume, die flach wurzeln. Dies macht sie besonders anfällig für Trockenheit, da sie – im Gegensatz zu Pfahlwurzlern – Wasser nicht aus der Tiefe holen können. In Gegenden wie dem Reusstal, wo der Boden stark kieshaltig ist, sind Fichten besonders trockenheitsgefährdet.

2015 war ein gutes Käferjahr Der Frühling 2015 war verhältnismässig feucht, weshalb die Bäume trotz des warmen und trockenen restlichen

Die mit roten Dreiecken auf der Karte markierten Gebiete zwischen Obfelden und Maschwanden waren besonders stark vom Befall des Fichtenborkenkäfers betroffen. (Grafik Flurin Farrer) Jahres genug Wasser hatten. «Auf wasserdurchlässigen Schotterböden, welche auch im Reusstal vorhanden sind, waren die Fichten jedoch grossem Stress ausgesetzt und konnten sich nicht so gut wie gesunde Bäume vor dem Befall des Buchdruckers schützen – dieser konnte sich dank des warmen und trockenen Wetters zudem bis in höhere Lagen gut vermehren», erläutert Franz Meier, von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf.

Daniel Nehmer, Gemeindeschreiber

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter

600 Kubikmeter Fichten sind dem Buchdrucker zum Opfer gefallen

Zuerst fressen sich männliche Buchdrucker durch die Rinde, dann legen die Weibchen die Eier in der Rinde ab. Wenn die Jungtiere erwachsen sind, ist die Rinde aufgefressen und die Borkenkäfer suchen sich ein neues Opfer.

Normalerweise würden sich Rottannen durch Harzproduktion vor dem Eindringen des Fichtenborkenkäfers schützen. Wenn sie jedoch angeschlagen sind, funktioniert dieser Abwehrmechanismus nicht mehr vergleichbar gut und sie sondern sogar einen Botenstoff ab, der Buchdrucker anzieht. So sind bis zum Winter 2015 in den

Forstrevieren von Obfelden, Ottenbach, Knonau und Maschwanden – auf einer Fläche von 650 Hektaren Wald – 600 Kubikmeter Fichten dem Buchdrucker zum Opfer gefallen. «Dies entspricht rund zehn Prozent der Jahresnutzung des Forstreviers. Die Waldbesitzer müssen dabei Verkaufseinbussen über 25 Prozent im Vergleich zu gesundem Frischholz in Kauf nehmen», erklärt Revierförster Flurin Farrer. Da Fichtenborkenkäfer extrem kälteresistent sind, wird es im kommenden Sommer eine im Vergleich zu den Vorjahren grosse Buchdrucker-Population geben – egal wie kalt der Winter noch wird. «Der Schädling befällt aber nur in Extremfällen auch gesunde Bäume, wie beispielsweise im Jahr 2003, als die Buchdrucker-Population extrem hoch war; dies aufgrund des Sturmes Lothar, der 1999 über die Schweiz gefegt ist und für Unmengen Totholz in den Wäldern gesorgt hatte», erläutert Franz Meier.

Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

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In einem stark befallenen, ehemals dichten Waldstück musste ein Grossteil der Bäume – alles Fichten – geerntet werden. (Bilder Salomon Schneider)


Politische Gemeinde Affoltern am Albis

Pfarrwahlen 2016

Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission Affoltern am Albis für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil

Für den als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission Affoltern am Albis zurücktretenden Daniel Sommer Sidler ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2014 bis 2018 zu wählen. In Anwendung von Artikel 7 der Gemeindeordnung sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am Montag, 29. Februar 2016, die Wahlvorschläge bei der Gemeinde Affoltern am Albis, Marktplatz 1, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Die wahlleitende Behörde erklärt die vorgeschlagene Person als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Präsidialabteilung, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, oder auf der Homepage erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern am Albis, 19. Januar 2016 Gemeinderat Affoltern am Albis

Publikation Wahlanordnung

1. Die Kirchenpflege hat an ihrer Sitzung vom 20. Oktober 2015 beschlossen, den Stimmberechtigten die Bestätigung von Pfarrer Otto Kuttler zu 100 % auf die ordentliche Pfarrstelle Pfarrer Matthias Ruff zu 80 % auf die Ergänzungspfarrstelle und 20 % auf die gemeindeeigene Pfarrstelle für die am 1. Juli 2016 beginnende Amtsdauer 2016 bis 2020 zu beantragen. 2. Es findet gemäss Art. 125 Abs. 1 der Kirchenordnung der evangelischreformierten Landeskirche des Kantons Zürich in Verbindung mit § 118 des Gesetzes über die politischen Rechte die Wahl für alle in Ziffer 1 erwähnten Pfarrer an der Urne statt. Die Urnenwahl findet am 28. Februar 2016 statt. 3. Die Wahl erfolgt unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der vorgeschlagenen Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 4. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. Wettswil, 19. Januar 2016 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Stallikon-Wettswil

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. Januar 2016

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Riesiger Schlüssel für ein prägendes Amt Gemeindeschreiber Bonstetten: Daniel Nehmer übernimmt das Amt von Primus Kaiser 15 Jahre hat Primus Kaiser als Gemeindeschreiber die Bonstetter Verwaltung geleitet. Nun trat sein Nachfolger Daniel Nehmer seine Stelle an. Am vergangenen Donnerstagmittag wurde der Übergabeakt zelebriert. ................................................... von thomas stöckli Fünf Minuten dauert es, bis der trockene Teil erledigt und das Übergabeprotokoll in fünffacher Ausführung von allen unterzeichnet ist. Der informelle Teil danach sollte ergiebiger werden. «Wir haben praktisch gleichzeitig angefangen», blickt Statthalter Claude Schmidt, damals noch Bezirksratsschreiber, auf den Beginn der Amtszeit von Primus Kaiser zurück. «In diesen 15 Jahren hat sich einiges geändert», so Schmidt. Das kann er auch belegen: Auf dem Bild von der damaligen Amtsübergabe im mitgebrachten «Anzeiger» trägt Schmidt noch Schnauz und Kaiser Haare ...

Loyalität und Unterstützung gespürt Doch nicht nur die Protagonisten haben sich entwickelt: Als «gewaltig» bezeichnet der Statthalter die Bautätigkeit und die Entwicklung der Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren. So wurde unter anderem die Dreifachturnhalle erstellt und fast hätte es auch noch einen Golfplatz gegeben. Die Gemeindeversammlung zum Golfplatz nennt der abtretende Gemeindeschreiber denn auch als einer der prägenden Momente. «Das hat das Dorf ausserordentlich bewegt», erinnert er sich. In der Annahme, dass der Saal pumpenvoll werden würde, hatte Kaiser entschieden, die Stühle zu entfernen. Tatsächlich kamen dann etwa 700 Leute zu dieser «Landsgemeinde». «Das war ein Erlebnis», so Kaiser.

Schlüsselübergabe im Gemeindehaus Bonstetten: Der neue Gemeindeschreiber Daniel Nehmer (3. von links) und sein Vorgänger Primus Kaiser, flankiert links von Bezirksratsschreiberin Eliane Potratz und Statthalter Claude Schmidt sowie Gemeindepräsident Bruno Steinemann (rechts). (Bild Thomas Stöckli) «90 Prozent der Zeit waren sehr gut», zieht Primus Kaiser Bilanz, «ich habe immer gerne für die Gemeinde gearbeitet.» Mit ein Grund sei sicher die Zusammenarbeit mit den Gemeindepräsidenten, aus der sich Freundschaften entwickelt haben. «Das werde ich am meisten vermissen.» Weniger gut in Erinnerung bleibt der «Fall Bonstetten», die Kindstötung in Winterthur, bei welcher die Bonstetter Vormundschaftsbehörde in Kritik geraten war. «Das hat mich sehr bewegt und auch meine Leute», erinnert sich der abtretende Gemeindeschreiber: «Wir haben alle gelitten in dieser Zeit.» Andererseits sei das Team auch zusam-

mengerückt. Überhaupt habe er von den Leuten immer Loyalität und Unterstützung gespürt, so Kaiser sichtlich gerührt.

Ein hemdsärmliger Chef «Wir vom Bezirksrat haben immer gerne mit dir zusammengearbeitet», betont Claude Schmidt und überreicht dem abtretenden Gemeindeschreiber einen Geschenkkorb. In seiner ruhigen und zurückhaltenden Art hat Primus Kaiser viel bewegt. Seine Tür stand der Bevölkerung jederzeit offen. Er war ein hemdsärmliger Chef, einer der auch mal rausgeht und mit an-

packt, etwa beim Aufbau der Gewerbeschau. «Für gewisse Leute kam der Wechsel etwas früh», sagt Gemeindepräsident Bruno Steinemann. So sei er auch selber überrascht gewesen, wie schnell es ging. «Wir setzen grosse Hoffnungen in Daniel Nehmer», so der Gemeindepräsident. Seine erste grosse Aufgabe wird es sein, die neue Einheitsgemeinde für die Zukunft aufzustellen. Nicht zuletzt stehen in der Verwaltung einige bedeutende altersbedingte Abgänge an. Diese Reorganisation sei für ihn mit ein Grund gewesen, sich in Bonstetten zu bewerben, verrät Daniel Nehmer. Daneben sei

auch die Nähe zu seinem Wohnort Aesch ein wichtiger Punkt. «Ich bin froh, dass ich so einen guten Nachfolger habe», sagt Primus Kaiser und verspricht, auch in Zukunft unterstützend zur Seite zu stehen. Mindestens ein Jahr bleibt er der Gemeinde nämlich noch erhalten. «Wir sind froh, haben wir ihn noch eine Weile», betont Bruno Steinemann. So kümmert sich der abtretende Gemeindeschreiber unter anderem um die Unterbringung der Asylsuchenden in der ehemaligen Militärunterkunft unter dem Gemeindehaus. «Das muss jemand machen, der viel Erfahrung hat – und auch die Zeit dazu.»

Von CSI bis Sherlock Holmes in Affoltern Vortrag von Dr. Kurt Zollinger über Kriminaltechnik an der Volkshochschule Knonauer Amt «Den Spuren auf der Spur» hiess der Titel der sechsten von neun Veranstaltungen des aktuellen Programms der Volkshochschule im Knonauer Amt. Ebenso spannend wie begeisternd. ................................................... von urs e. kneubühl Sowohl die doppelschirmige Deerstalker-Jagdmütze als auch der InvernessMantel und die Calabash-Tabakpfeife fehlten ... Und dennoch, was Dr. Kurt Zollinger vom Forensischen Institut Zürich am vergangenen Donnerstagabend im Rahmen des aktuellen Volkshochschule-Programms vortrug und erläuterte, hatte durchaus ein kleines bisschen von Sherlock Holmes. Gut, das Bild eines mit dem Vergrösserungsglas suchenden englischen

Meisterdetektivs mag zwar altmodisch erscheinen, allerdings ist die Lupe immer noch eines der Hauptinstrumente der Kriminaltechnik, wie der Referent ausführte. Als moderner Kriminaltechniker setzt er, statt des händischen Vergrösserungsglases, allerdings das Stereomikroskop mit 60-facher Vergrösserung ein, um Mikrospuren auszuwerten. Allerdings, hält Zollinger deutlich fest, beginnt die Arbeit des Kriminaltechnikers schon lange vor der Spurenauswertung.

CSI: Fernsehforensik mit Fehlern Die Kriminaltechniker des forensischen Instituts Zürich werden jeweils von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft an einen Tatort aufgeboten. Die Mitarbeitenden der Organisation von Kantons- und Stadtpolizei Zürich erbringen eine breite Palette an Dienst-

Noch dreimal Interessantes Mit spannenden Vorträgen und interessanten Exkursionen bot die Volkshochschule im Knonauer Amt wiederum ein feines Programm, mit dem die Winterzeit lehrreich und unterhaltsam verbracht werden konnte. Und es ist nach «Den Spuren auf der Spur» auch noch nicht Schluss; noch drei weitere hoch interessante Vorträge stehen an: Am Mittwoch,

27. Januar, «Vom Drehbuch zum Kino» von Andy Attenhofer, am Mittwoch, 9. März, «Der Vulkanausbruch von Santorini – Jahrringe als Helfer und Spielverderber» von Dr. Paolo Cherubini und Werner H. Schoch sowie am Donnerstag, 17. März, «Robotik mit Hand und Fuss» von Prof. Dr. Jonas Buchli. Jeweils 19.30 Uhr im Mehrzwecksaal des Spitals Affoltern (Haus Rigi). (kb.)

leistungen – von der Spurensuche, -sicherung und Dokumentation bis zur kriminalwissenschaftlichen Auswertung. Dies sei zuweilen harte Knochenarbeit, die bei manchen Fällen auch über längere Zeit beschäftige. «Es ist nicht so, wie die Fernsehforensik bei CSI und anderen Krimiserien es vorgaukelt, wo die Auswertung innert Stunden bis zum nächsten Morgen erledigt wird. Das geht nicht über Nacht; für ein Gutachten brauchen wir mindestens Tage oder auch Monate.» Bei der Feststellung, dass Fernsehserien ein verfälschtes Bild der wissenschaftlich-technischen Forensik zeigen, ist Zollinger allerdings keinesfalls moralisch tadelnd, im Gegenteil, er macht dies mit Humor. Mit diesem Frohmut nimmt er auch während des gesamten Vortrags seinen Ausführungen sowie den gezeigten Tatortbildern immer wieder das Erschreckende, ohne je verharmlosend zu sein.

Fasern am Schweizer Taschenmesser Die falschen Zeitverhältnisse der Spurenauswertung zwischen Fiktion und Realität, findet der Referent im Zusammenspiel mit dem aktiv mitmachenden Publikum heraus, ist nicht der einzige Unterschied: Fingerabdrücke, die via Computer blitzschnell zum Täter führen, sind nicht realistisch. Der Computer liefert aus der Datenbank keine exakte Übereinstimmung, sondern nur eine Auswahl von ähnlichen Profilen, die dann einzeln

verglichen werden müssen. Und auch die DNA-Analyse ist kein Allheilmittel für alle Arten von Verbrechen, wie das Fernsehen zuweilen weismachen will. Zollinger belegt dies anhand der Schilderung eines Tötungsdelikts in Zürich: Ein Mann schleppt sich mit einem Messerstich in der Brust und einem weiteren im Oberarm auf eine Regionalwache der Stadtpolizei und stirbt. Die Blutspuren führen die Polizei in ein Logis in der Nähe; die Ehefrau gilt trotz Zeugenaussagen, die behaupten, den Mann blutüberströmt am Haupt- Spannender Einblick in die Kriminaltechnik: Dr. Kurt bahnhof gesehen Zollinger informierte über Spurensuche, -sicherung und zu haben, als tat- kriminalwissenschaftliche Auswertung. (Bild kb.) verdächtig. Am Schweizer Taschenmesser, welches die allerdings Textilfasern am Messer; Frau in ihrer Handtasche hatte, stellte nach mehrmaligen und intensiven man zwar beider DNA fest, was ledig- Vergleichen konnten sie klar der Kleilich belegt, dass beide mit dem Messer dung zugeordnet werden, die das Opin Kontakt waren. Den Beweis der Tä- fer getragen hatte. Die Täterin hat in terschaft durch die Ehefrau lieferten der Folge gestanden.


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Dienstag, 19. Januar 2016

Sophia oder Der Anfang aller Geschichten Rafik Schami erzählte in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern Das Frauenbild, das Rafik Schami mit seinem Thriller «Sophia oder Der Anfang aller Geschichten» vermittelt, ging den Besucherinnen runter wie Butter. Die Protagonistin Sophia kommt kaum vor – denn, sie zieht oft weise, meist raffiniert und immer machtvoll die Fäden aus dem Hintergrund. ................................................... von regula zellweger «Ausgebucht» war schon länger auf der Internetseite der Buchhandlung in Affoltern zu lesen, die den Anlass vom vergangenen Donnerstag mit dem bekannten syrisch-deutschen Schriftsteller Rafik Schami ankündigte. Der Autor war bereits vor 27 Jahren in Affoltern zu hören und zu sehen gewesen. Hören und Sehen, beides ist beim begnadeten arabischen Erzähler mit christlichen Wurzeln ein Vergnügen, denn er steht locker eineinhalb Stunden vor dem Publikum, malt mit einer farbigen, bildhaften Sprache Bilder, sodass man als Zuhörer mittendrin steht, und er «tanzt» seine vielen Geschichten, die sich zu einem bunten Geschichten-Teppich verweben, mit dem ganzen Körper. Insbesondere seine Hände faszinieren.

Stabübergabe im Buchhandlungsteam Der preisgekrönte Autor, der bereits zum fünften Mal in Affoltern zu Gast ist, liest 2016 ein einziges Mal in der Schweiz, in Affoltern! Vor 27 Jahre war er erstmals hier. Darauf verwies Buchhändler Martin Grob mit besonderem Stolz. Martin und Ursula Grob haben über die Pensionierung hinweg bis zu diesem Anlass die Events der Buchhandlung organisiert, moderiert und manchmal persönlich mit kulinari-

schen Überraschungen bereichert. Lesungen wurden über die Jahre immer mehr kreativ mit verschiedenen zusätzlichen Aspekten angereichert: Theater, Film, Bilder – und eben gemeinsames Essen und Trinken. Lesungen waren nicht ausschliesslich Literaturvermittlung, sondern gesellschaftliche Anlässe mit vielen Möglichkeiten, Menschen zu treffen und gute Gespräche zu führen. Mit ihrer Arbeit hat das Paar über viele Jahre das Kulturleben in unserem Bezirk bereichert. Im Namen der Hunderten von Besuchern im Laufe der vielen Jahre sei hier ein herzlicher Dank ausgesprochen. Neu übernimmt Annette Markwalder die Organisation der Anlässe. Die engagierte Buchhändlerin arbeitet seit August 2014 bei Scheidegger und ihr typisches strahlendes Lächeln und ihre Fachkompetenz sind aus der Buchhandlung nicht mehr wegzudenken.

Flüchtlingsnot lindern Initiiert vom Schriftsteller Rafik Schami hat sich in Tübingen eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Berufe und Konfessionen gefunden, welche die Not der syrischen Kinder und Jugendlichen lindern will. Ihr Engagement ist ehrenamtlich. Der Verein unterstützt Kinder und Jugendliche aus Syrien unmittelbar. Dazu arbeitet er mit ausgewählten Organisationen zusammen, die nicht religiös gebunden sind. Die Kinder sollen vor Hunger und Not geschützt werden. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind Bildung, psychosoziale Betreuung und die Förderung des kreativen Potentials der Kinder, um sie dazu zu ermutigen, ihr Leben und ihre Zukunft nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. www.schams.org. (rz.)

Faszinierende Liebesgeschichten Der Titel «Sophia oder Der Anfang aller Geschichten» macht neugierig. Was ist denn der Anfang aller Geschichten? Es sei in zwei Minuten erklärt, meinte Rafik Schami: Einerseits Spannung aufbauen und Angst auslösen, das ist der Thriller, dann eine Liebesgeschichte einbauen – und schon fertig. Rafik Schami hat sogar zwei Liebesgeschichten aufgenommen, Sophias dauert gut 60 Jahre. Die Geschichte zusammengefasst: Als Mädchen ist die Christin Sophia heftig in den Karim Sufi verliebt – in Syrien ohne Chance für ein Happy End. Sophia ist pragmatisch, sie heiratete einen reichen Goldschmied. Als Karim jedoch unschuldig unter Mordverdacht gerät, rettet sie ihm das Leben. Er verspricht, dass er ihr helfen werde, auch unter Lebensgefahr. Viele Jahre später kehrt Sophias einziger Sohn Salman aus dem Exil in Italien nach Damaskus zurück. Plötzlich entdeckt er sein Fahndungsfoto in der Zeitung und muss fliehen. Nun bekommt Karim die Gelegenheit, das Versprechen, das er Sophia gegeben hat, einzulösen. Karim hat eine bewegenden Lebensgeschichte und im Alter eine neue Liebe gefunden. «Wie lieben alte Menschen?» Rafik Schami lacht, ihn interessiere das auch persönlich – und gibt sein Alter preis: Im Juni wird er 70. In seinem neuen Roman erzählt Rafik Schami von der Macht der Liebe, die Mut und Tapferkeit gibt, die verjüngt und die Leben retten kann. Beim Erzählen nimmt er klar zur Kultur, zur Geschichte und zur aktuellen Lage Syriens Stellung und weckt Verständnis, wie die heutigen Probleme entstehen konnten. Dabei schwingt immer die Liebe zu seinem Heimatland mit. Nächster Anlass in der Buchhandlung: Dienstag, 26. Januar 2016, 19.30 Uhr: Doris Hochstrasser-Koch und Karin Koch Sager: Die Bestatterinnen.

Der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami ist ein begnadeter Erzähler, der seine Geschichten in einer bildhaften Sprache und mit dem ganzen Körper, besonders den Händen, erzählt. (Bild Regula Zellweger)

Luzifer auf dem Scheiterhaufen Das feuriges Spektakel auf dem Bauspielplatz in Affoltern bot die Gelegenheit, den Christbaum zu verbrennen Der «Feuerteufel» auf dem Bauspielplatz am letzten Samstag in Affoltern bot rund 50 Schaulustigen ein feuriges Spektakel und die Gelegenheit, die letzten Christbäume zu verbrennen.

unter der Haut pulsieren. Da man sich nicht lumpen lassen sollte, wenn man schon das Maul so weit aufreisst, haben sich die Vorbereitungen für dieses Feuerspektakel – denn mit Feuer ist kalten Füssen am ehesten beizukommen, und gegen die winterliche Dunkelheit hilft wohl irgendetwas mit Licht – über zwei Wochen hingezogen, ein grosser Teil davon in der Werkstatt. Da auch die härtestgesottenen Kerle und «Kerlinnen» in der Kälte etwas Teuflisches zu sehen vermögen, entstand immer klarer die Vorstellung, welche Form das zu bietende Feuer haben würde: Der Kopf des Leibhaftigen soll dran glauben! Ein Glück hierbei, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, denn hätte man damals Luzifer, den «Lichttragenden», auf den Scheiterhaufen gestellt, hätte man sich als Hexe(nmeister) gleich dazugesellen müssen.

Es soll Leute geben, die glauben, ein Bauspielplatz eigne sich bloss für sommerliche Aktivitäten (ein anderes Opfer solcherart gepolten Fehlglaubens ist übrigens das Velo, dies nur nebenbei). Es soll des weiteren Leute geben, die beim Gedanken an den Winter kalte Füsse bekommen. Zweiteres ist, so weit soll das Verständnis gegenüber den weniger outdoor-erprobten Mitbürgern reichen, schon eher nachvollziehbar, aber zusammen mit ersterem – dem Irrglauben bezüglich Platznutzung – ergab sich bei der Zusammenstellung des Jahresprogramms eine Herausforderung für den Vorstand des Bauspielplatzes: Das Gremium nahm sich nichts Geringeres vor, als diese zwei volkstümlichen Irrlehren zu widerlegen.

Licht, Schall und Rauch

Top of the Scheiterhaufen Mit der Ausführung eines entsprechenden Anlasses wurden zwei ausgesuchte Vorstandsmitglieder betraut, deren pyromanische Adern sommers wie eben auch winters gut sichtbar

Ich schau dir in die Augen, Kleines. Dieser Blick, wenngleich teuflisch, erwärmte die Zuschauenden. (Bild Peter Schatzmann)

Am Samstagabend (21. Jahrhundert) fanden sich also gegen fünfzig Schaulustige ein, um zu erfahren, warum der Stadtzürcher Böögg (Schneemann = politisch und religiös korrekt) nur etwas für Anfänger ist. Kurz nach dem Eindunkeln durfte Geburtstagskind Robin zur Feier seiner 13 Lenze die Lunte entzünden. Das Flackern wanderte zwar etwas gar gemächlich nach

oben, Füsse drohten schon zu erkalten, doch bald erreichte das brennende Pünktchen, untermalt vom Knistern des dahinter lodernden Feuers, den Ort seiner Bestimmung, namentlich die Schädelbasis des Teufelskopfes, in dem sich eine pyrotechnische Choreographie versteckt hielt. Dass dieses Versteck beim Kontakt mit Feuer auffliegen würde, war den Anwesenden klar, schliesslich haben Erbauer eines solchen Kopfes selber die grösste Freude an ihren Vorbereitungen und verspüren den Drang, allen davon erzählen. Die getaktete Abfolge von Lichtblitzen, Vulkanen aus Mund und Augenhöhlen, Rauch und Knallfürzen, die diese Winternacht erfüllten, sorgte für Ahs und Ohs und Applaus, bis schliesslich der ganze gehörnte Schädel in Flammen stand. Der zweite Teil des Feuerspektakels, die brennenden Überreste des Kopfes nutzend, war nun eine Einladung an alle, ihren mitgeschleppten, vertrockneten Christbaum thermisch zu verwerten. Mit Wurst und Heissgetränk in den Händen, die Hitze von etlichen brennenden Christbäumen im Gesicht, waren die Besucherinnen und Besucher des Feuerteufels allesamt lebende Beweise für das, was zu beweisen war: Kalte Füsse lassen sich behandeln, und der Bauspielplatz macht keinen Winterschlaf.


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Dienstag, 19. Januar 2016

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Affoltern fördert nachhaltige Arbeitsplätze zum Schutz des Regenwaldes in Bolivien «Affoltern handelt solidarisch» unterstützt ein Projekt der Helvetas (Folge 2) Bolivien ist ein Land der Kontraste. Seit die Spanier das Land erobert haben, ist die bolivianische Wirtschaft vor allem durch den Rohstoffabbau und -handel geprägt. Auch die Firma Glencore hat in La Paz eine Niederlassung und betreibt in Sinchi Wayra eine Zinkmine. Die reichen natürlichen Ressourcen Boliviens sind dadurch akut bedroht. Das unterstützte Projekt der Helvetas hat zum Ziel, den Regenwald zu schützen.

die neuen Ernte- und Trocknungsprozesse und möchten die neuen Methoden nun auch bei ihrer Kakaoproduktion anwenden. Esther Naef und Rosmarie Kälbling, Affoltern

Unterstützung für fünf Hilfswerke

Anbau von Edel-Kakao im Madidi Nationalpark Im Norden des Departements La Paz befindet sich der Nationalpark Madidi, einer der Parks mit der weltweit grössten Biodiversität. Doch der Urwald ist durch ressourcen- und bodenverschleissende Aktivitäten wie Goldabbau, Holzwirtschaft und Reisanbau bedroht. Diesem Druck will das HelvetasProjekt entgegenwirken, indem der Kakaoanbau in der Gegend gefördert wird. Sowohl der wild wachsende als auch der angebaute Kakao sind dank den optimalen klimatischen Bedingungen von hoher Qualität und international sehr gefragt.

Schutz des Regenwaldes und verbesserte Lebensbedingungen Die Produktion von Kakao ist eine gute Einkommensmöglichkeit für die Einheimischen, die somit nicht in Minen arbeiten oder den Regenwald abholzen müssen, um sich zu ernähren. So können die Lebensgrundlagen für

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 19. Januar, feiert Annegreth Wünn-Spinner in Aeugst am Albis ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren der Jubilarin ganz herzlich und wünschen ihr viel Freude und vor allem gute Gesundheit.

Zum 85. Geburtstag In Obfelden feiert Päuli Fischer-Fässler am kommenden Donnerstag, 21. Januar, den 85. Geburtstag. Der ehemaligen «Hirschen»-Wirtin gratulieren wir herzlich, wünschen ihr einen schönen Festtag und alles Gute.

Aussortierung der Kakaofrüchte. (Bild Helvetas, S. Opladen) die Bevölkerung verbessert und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen geschützt werden. Mittelfristig sollen die Familien ihr Einkommen um mindestens 20% erhöhen können.

Was wurde bis jetzt erreicht? – Aktuell sind rund 180 Familien, 20 Gemeinschaften und 6 Vereinigungen in das Projekt involviert. Die Kakaoqualität hat sich aufgrund der Anwendung der neuen Anbau-, Ernte- und Trockenmethoden signifikant verbessert. Ende Oktober 2015 gewann der

Kakao aus den Projektgemeinden sogar eine Auszeichnung am Salon du Chocolat in Paris: Er wurde zu einem der 17 besten Kakaos weltweit gekürt! – Die Organisationsstruktur der Kakaoproduzenten hat sich dank dem Projekt erheblich verbessert. Um die Plantagen mit neuen Kakaopflanzen zu ergänzen und die Vielfalt zu fördern, konnten in den verschiedenen Gemeinden schon 47 000 neue Jungpflanzen angepflanzt werden, was einer Fläche von ungefähr 62,5 Hektar Land – das sind 90 Fussballfelder – entspricht.

– Gemeinsam mit den Kakaoproduzenten wurde eine Strategie für die weitere Vermarktung des Kakaos entwickelt. – Das Projekt hat 20 Bauernfeldschulen (so genannte Farmer Field Schools) gegründet und aufgebaut. Eine Gruppe besonders aktiver und interessierter Kakaoproduzenten – darunter zahlreiche Frauen – haben verbesserte Anbaupraktiken gelernt, die sie jetzt anderen Kakaobauern in Schulungen weitergeben. – Andere Gemeinden und Regionen interessieren sich mittlerweile für

Zwischen Sommer und Herbst 2015 erhielten fünf Hilfswerke je 33 000 Franken von der Gemeinde Affoltern am Albis – wegen der Annahme der Initiative «Affoltern handelt solidarisch» (Rückgabe von Geldern aus dem «Glencore-Effekt» an die Bevölkerung der betroffenen Länder). Eine Übersicht über die unterstützten Projekte: – Caritas: Eine Zukunft für Kinder in den Bergen von Bolivien (Folge 1, «Anzeiger» 15. Januar) – Helvetas: Nachhaltige Arbeitsplätze zum Schutz des Regenwaldes in Bolivien (Folge 2, 19. Januar) – Heks: Zugang zu Land in der Demokratischen Republik Kongo (Folge 3) – Unicef: Kinderschutz in Mauretanien (Folge 4) – Terre des Hommes (16 500 Franken): Projekt gegen Gewalt an Kindern in Burkina Faso (Folge 5) – Terre des Hommes (16 500 Franken): Stärkung schwarzer Jugendlicher in Peru (Folge 6).

Doch noch Nachtruhe für Bonstetter Kirchenglocken? Lärmklage von Ex-Gemeinderat Benedikt Pöschel – Gemeinde veranlasst Lärmmessungen An der Kirchgemeindeversammlung hat sich eine Mehrheit gegen die nächtliche Stilllegung des Bonstetter Kirchengeläuts ausgesprochen. Mit einer Lärmklage will nun Ex-Gemeinderat Benedikt Pöschel diesen Entscheid kippen. Klarheit werden nun Lärmmessungen bringen. ................................................... von werner schneiter Die Gesichte begann im Oktober 2014, als der reformierten Kirchenpflege ein «Antrag zur Nachtruhe der Kirchenglocken von 22 bis 7 Uhr» zuging. Das Begehren wurde von 270 Einwohnern unterzeichnet und – nachdem auch ein Forum zum Thema durchgeführt wurde – schliesslich an der Kirchgemeindeversammlung vom 8. Februar 2015 behandelt. In diesem Rahmen sprach sich eine grosse Mehrheit der rund 80 Anwesenden gegen eine nächtliche Stilllegung der Glocken aus. Auf eine uralte Tradition wolle man nicht verzichten, und Kirchenglocken verursachten keinen Lärm, so das damalige Hauptargument.

«Andere entscheiden über Betroffene» Benedikt Pöschel ist der Ansicht, dass die Kirchenpflege angesichts der vielen Unterschriften gleichwohl wenigstens etwas unternehmen sollte gegen

die nächtliche Ruhestörung. «Die in der Kernzone wohnende Bevölkerung müsste man zu diesem Thema einbeziehen. Jetzt haben andere über Betroffene entschieden», sagt er. Ihm gehe es nicht gegen das Ertönen von Kirchenglocken während des Tages, sondern um den Glockenklang in der Nacht. Der Nutzen eines Stundenschlags zwischen 22 und 7 Uhr sei nicht ersichtlich. Verdichtetes Bauen und veränderte Lebensgewohnheiten seien Argumente gegen nächtlich aktive Kirchenglocken, fügt Pöschel bei, der sich in seiner Nachtruhe gestört fühlt und auf eine Broschüre der reformierten Landeskirche hinweist, worin vermerkt ist, dass Glocken als Zeitangabe keine kirchliche Notwendigkeit darstellten. In seiner Lärmklage fordert er nun, Frühgeläut dürfe nicht mehr vor 7 Uhr erfolgen. Und auf das Stundenund Viertelstundenschlagen zwischen 22 und 7 Uhr sei zu verzichten.

Messungen sollen Klarheit bringen Nicht die reformierte Kirchgemeinde, sondern die Politische Gemeinde Bonstetten veranlasst nun Lärmmessungen. Gemäss Verwaltungsgericht handelt es sich bei Zeitschlag und Frühgeläut um ein «politisches Geläut». «Ja, hier hat nun die Politische Gemeinde den Lead», bestätigt Kirchenpflegepräsident Rolf Werner. «Nach diesen Messungen sehen wir dann weiter», fügt er bei.

Die Bonstetter Kirchenglocken sorgen für Diskussionsstoff. (Bild Thomas Stöckli)


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Dienstag, 19. Januar 2016

Ein fast vergessenes Handwerk Die kleine, feine Destillerie im Keller eines Bauernhauses in Mettmenstetten Das Handwerk des Schnapsbrennens findet man nicht mehr allzu oft. Im Säuliamt sind lediglich zwei kleinere Brennereien bekannt. Die Herstellung von edlen Tropfen verlangt Kenntnis und Fingerspitzengefühl.

ren bei einer renommierten Firma in Deutschland. Allein die Behandlung des Brenngutes von der Ernte bis zur Destillation benötigt viel Zeit.

Kirsch aus Mettmenstetten für den amerikanischen Präsidenten

................................................... von martin mullis Die Herstellung der edlen Tropfen scheint zu den aussterbenden Handwerken zu gehören. Die Produktion von hochprozentigen Branntweinen geht, gemäss Wikipedia, auf die Zeit von etwa 1000 nach Christus zurück. Brennereien, zumindest kleine Einmann-Brennereien, sind jedoch in der Schweiz dünn gesät. Im Säuliamt sind lediglich zwei Betriebe zu finden, zufällig arbeiten beide in Mettmenstetten. Während die Destillerie «zum Tröpfli» als Gewerbebrennerei nur noch eigene Produkte herstellt, brennt Peter Schmid als Lohnbrenner auch kleinere Mengen von Früchten. Störbrenner, welche mit einer fahrbaren Brennerei von Bauernhof zu Bauernhof ziehen und für die Landwirte deren Früchte destillieren, sind im weiten Umkreis nicht (mehr) zu finden. Der kleine Keller von Peter Schmid hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einer mittelalterlichen Alchemistenwerkstatt und mit ein bisschen Fantasie wähnt man sich im Gemälde «Der Alchemist» von Pieter Bruegel dem Älteren. Es riecht verführerisch im Keller des Hauses an der Albisstrasse in Mettmenstetten, und der Duft macht bei diesem kalten Hudelwetter Lust auf

Der alte (vorne) und der neue Brennofen: Peter Schmid in seinem «Alchemistenkeller». (Bild Martin Mullis) einen «Kafi-Schnaps». Lohnbrenner Peter Schmid trinkt aber während der

Arbeit sicher keinen Schnaps, verlangt doch die Arbeit am Brennofen volle

Aufmerksamkeit. Die moderne Brennanlage erwarb Schmid vor zehn Jah-

Die Früchte müssen zerquetscht mindestens sechs bis acht Wochen zugedeckt gelagert werden. Dieser Vorgang bewirkt eine sogenannte Spontangärung, wobei eine Maische entsteht. Der gelernte Metallbauschlosser Schmid hat die Brennerei bereits 1992 von seinem Vater übernommen. Der alte Brennofen steht neben der neueren Anlage im Keller der ehemaligen Bauernscheune, und Schmid weiss einige interessante Geschichten aus früheren Zeiten zu erzählen. So habe der Bundesrat in den 50er-Jahren dem amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower einen Bernhardiner Hund aus der Zucht Rodel aus Ottenbach geschenkt. Das kleine Fässchen am Hals des Tieres sei mit Mettmenstetter Kirsch – gebrannt von seinem Vater – gefüllt gewesen. Beim Besuch destilliert Peter Schmid die Maische von «Teilis»-Birnen und nach einem Vorlauf von rund zehn Minuten fliesst der edle Tropfen in den glänzenden Metalleimer. Leider erhielt der pensionierte Kleinbauer und Gelegenheits-Chauffeur infolge der nicht allzu guten Ernte von Steinfrüchten und Kernobst diese Saison nicht sehr viele Brennaufträge. Bis alle gelieferten Früchte zu hochgeistigen Tropfen verarbeitet sind ist die Brennerei bis Mitte Februar 2016 in Betrieb.

glosse

Nein, ich bleibe in meiner Eigentumswohnung, liebe Swisscom! Erste Hälfte Januar, ein Brief von der Swisscom. Schon vor dem Öffnen des Kuverts ist mir eigentlich klar, dass sich darin die Monatsrechnung für Telefon, TV und Internet befindet. Doch weit gefehlt. Der vom 5. Januar 2016 datierte Brief enthält folgenden fetten Titel: Herr Rüfenacht, sind Sie umgezogen oder werden Sie demnächst umziehen? Weiter lese ich unter anderem: Wir haben von einem unserer

Kunden die Meldung erhalten, dass er Ihre Wohnung übernimmt. Bitte informieren Sie uns unter 0800 800 800. Eigentlich ist es mir in der Wohnung an der Grundrebenstrasse in Mettmenstetten weiterhin wohl. Zurzeit habe ich keinerlei Absichten, mein heutiges Logis zu verlassen. Ich bin auch immer noch der Meinung, man könne aufgrund der Eigentumsgarantie gemäss Bundesverfassung sel-

ber über Kauf oder Verkauf seiner Wohnung bestimmen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wer dieser ominöse Kunde sei, der mich laut Swisscom aus der Wohnung vertreiben und dann selber einziehen will. Selbstverständlich rief ich pflichtgemäss die Gratisnummer der Swisscom an und gelang über verschiedene Etappen (drücken Sie die Eins ... alle unsere Kundenberater sind leider besetzt ...)

zu einer Dame, welche natürlich keinerlei Angaben über diese mir gegenüber scheinbar schlecht gesinnte Person machen konnte oder wollte. Also nochmals: Ich habe keine Umzugsgedanken. Nur wegen diesem Brief lasse ich mich nicht ins Bockshorn jagen und mir den Wohnungsboden unter den Füssen wegziehen. Ich vertraue auf den Grundbucheintrag. Im Übrigen bin ich mit Ihrem Service im Zu-

sammenhang mit Telefon, TV und Internet ja eigentlich zufrieden. Und nur wegen dieses Zwischenfalls wechsle ich auch nach dem nächsten zu erwartenden Telefonanruf den Anbieter nicht, obschon ich nach dessen Aussagen andernorts wohl viel günstiger telefonieren könnte. Denn die Schuld in unserem Fall liegt ja hoffentlich nicht bei Ihnen, sondern beim dubiosen Kunden. Kurzum: Ich bleibe. (rf.)

forum

Bussenzettel während der Abdankungsfeier Bussen vom 30. Dezember 2015 auf dem Friedhofparkplatz in Mettmenstetten. Ich habe am 30. Dezember 2015 auf dem Friedhof Mettmenstetten an einer Beerdigung teilgenommen. Als ich von der Abdankungsfeier zurückkam, hatte ich auf dem Friedhofparkplatz einen Bussenzettel unter dem Scheibenwischer. Beim genaueren Betrachten habe ich festgestellt, dass an allen Fahrzeugen, die noch dort standen, eine Busse unter dem Scheibenwischer war. Ich finde dieses Vorgehen der Kommunalpolizei unter jeder Würde, wenn man während einer Beerdigung an Teilnehmende Parkbussen verteilt! Mir wurde von der Kommunalpolizei mitgeteilt, sie müssten dort öfters nachschauen, da von der Baustelle dort parkiert würde. Jedoch wissen alle, dass zwischen Weihnachten und

Neujahr auf dem Bau nicht gearbeitet wird! Ebenfalls wurde mir von der Kommunalpolizei mitgeteilt, dass eine ausgestellte Busse nicht zurückgezogen werden könne, das verstosse gegen das Gesetz. Beim Nachforschen bei der Kantonspolizei wurde mir bestätigt, dass eine Busse von der ausstellenden Person zurückgezogen werden kann. Das würde aber heissen, dass die Person der Kommunalpolizei einen Fehler zugeben müsste! Ich weiss noch genau, unter welchem Vorwand die Kommunalpolizei der Bevölkerung schmackhaft gemacht wurde. Damals hiess es, damit man im Dorf Ordnung habe. Es ist sicher einfacher, auf dem Friedhofparkplatz Bussen zu verteilen als eine randalierende Person zur Vernunft zu bringen. Urs Müller, Mettmenstetten

Gefundenes Fressen Ja, ja, ich weiss schon: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Neulich, es war zwischen Weihnachten und Neujahr, war ich im – ohnehin wenig besuchten – MyStop zum Essen. Das Essen war lecker und der Ausblick faszinierend ... bis die Kommunalpolizei auf dem Besucherparkplatz auftauchte und einem Fahrzeug, das zwei Parkfelder in Anspruch nahm, eine Busse unter die Scheibenwischer klemmte. Nun gut, dachte ich, Pech gehabt! Muss aber hinzufügen, dass das eine Eigenheit von Haltern (hauptsächlich) grosser Fahrzeuge ist, sich auf dem Parkplatz breit zu machen. Irgendwie ging es mir durch den Kopf: «Geschieht ihm recht»! Blöd zwar, das die Beamten nichts Besseres an den Feiertagen zu tun hatten. Ich wandte mich wieder dem Essen und meinem Vis-à-Vis zu. Als wir auf den Parkplatz zurückkehrten, hatten auch wir – und alle anderen auch – rosarote Weihnachtsgrüsse von der Gemeinde. Sicher gerechtfertigt und legitim, aber spitzfin-

dig und nicht fair. Zumal die «Parkscheibentafel» nur an der Einfahrt zum Besucherparkplatz darauf hinweist, dass die blaue Parkscheibe anzubringen ist. Wenn man aus dem Auto steigt, wird man auf dem Parkplatz selbst nicht mehr daran erinnert. Also es stehen keine zusätzlichen Tafeln da. Die Kommunalpolizei hat innert kürzester Zeit und ohne viel Aufwand – lief wohl sonst nicht so viel? – fette Beute gemacht. Irgendwie muss man ja die Zeit totschlagen. Aber nein, ein paar Tage später das gleiche Szenario. Und dann noch einmal. Wahrscheinlich läuft das immer so an flauen Tagen. Einen Antrag, um weitere Tafeln zu stellen, dafür ist mir die Zeit zu schade und das übersteigt meinen Kampfgeist. Aber vielleicht hilft es allen künftigen My-Stop-Besuchern und -besucherinnen, das nächste Mal daran zu denken, die blaue Scheibe gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe zu legen. Monika Cochard, Obfelden

Kompetente und umsichtige Behandlung Ich musste in der Nacht vom Montag, 28. Dezember 2015, notfallmässig operiert werden und habe in der Folge den Jahreswechsel im Spital Affoltern verbracht. In diesem Zusammenhang möchte ich mich herzlichst bedanken bei der Ambulanz, der Notaufnahme und beim Team des Spitals Affoltern, insbesondere dem Leiter der Chirurgie Herrn Dr. Köther und Anästhesist Herrn Dr. Hofmann und allen über den Jahreswechsel im Einsatz gestandenen Ärzten sowie dem Personal der Station A2 für die äusserst kompetente und umsichtige Behandlung und Betreuung. Ich war und bin um die Existenz und Nähe dieses Spitals sehr dankbar! Katja Zehnder, Mettmenstetten

Immer mit Adresse Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch müssen immer mit einer vollständigen Postadresse des Autors/der Autorin versehen sein.


Gewerbe/Dienstleistungen

Tücken des Alltags

Gemütliche Stunden

Kabarettist Karim Slama kommt mit seinem Programm «Knacknuss» nach Obfelden. > Seite 10

Der Jodlerklub Affoltern lädt zum Chränzli mit Gesang und Volkstheater. > Seite 11

Dienstag, 19. Januar 2016

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Fussball-Nachwuchs 60 Juniorenteams kämpften am Wochenende in Obfelden um die Gruppensiege. > Seite 15

Blockierung beseitigen Für Geniesser und Gourmets Schmerzbehandlung mit TCM

Braumeister-Tröpfli: neue Spezialität aus der Brauerei Baar

Alle Arten von Schmerzen können mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) behandelt werden, das heisst Schmerzen am Bewegungsapparat, Kopfschmerzen, Neuralgien und – im Sinne einer ergänzenden Therapie – auch tumorbedingte Schmerzzustände. Die wichtigsten Methoden bei der Schmerzbehandlung in der TCM sind in erster Linie die Akupunktur und die Tui-Na-Massage, allenfalls ergänzt durch chinesische Arzneimittel oder Wärmeanwendungen. Das Behandlungsziel aus Sicht des Facharztes für TCM ist es, die Blockierung im betroffenen Meridian zu beseitigen. Viele wissenschaftliche Studien zur Behandlung von Schmerzen mit TCM weisen eine klinische Wirksamkeit der Akupunktur nach. Dies deckt sich mit den eigenen Resultaten von MediQi, welche mittels Patientenfragebogen erfasst werden. Auffallend ist auch eine gleichzeitige deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens beziehungsweise des psychischen Zustandes durch die TCM-Behandlung. Auch begleitende Symptome wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Energieund Antriebslosigkeit sprechen ebenfalls gut auf die TCM-Therapie an.

Werden alkoholhaltige Getränke gebrannt, ist das Ergebnis ein Brand. Wird Bier destilliert, entsteht ein traditioneller Bierbrand. Wird Baarer Bier destilliert, mit Leidenschaft und natürlichen Zutaten verfeinert, entsteht das Braumeister-Tröpfli.

Eines der Spezialgebiete der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Schmerztherapie. (Bild zvg.) Die Leistungen der MediQi-Fachärzte und -Therapeuten für TCM werden mit einer Zusatzversicherung für Komplementärmedizin üblicherweise von den Krankenkassen anteilsmässig übernommen. (pd.)

Telefon 041 781 55 00; MediQi Zug, Grafenaustrasse 15, Telefon 041 710 88 88.

Aqua-Fitness in Ottenbach und Wettswil

Aqua-Fitness ist der Trendsport auch für Unsportliche. Durch die Bewegung im Wasser wird der ganze Körper trainiert, also Arme und Beine sowie Bauch und Po. Bis zu 400 Kalorien lassen sich so in einer halben Stunde verbrennen. Gleichzeitig werden die Wirbelsäule, Gelenke und Bänder durch den Auftrieb des Wassers weit weniger belastet als beim Training am Land, daher ist dies auch eine ideale Sportart für Übergewichtige, da man wegen des Wassers nur rund zehn bis 20 Prozent des normalen Körpergewichts tragen muss.

Mit verschiedenen natürlichen Zutaten experimentiert Inspiriert von der alten Tradition, durch die Zweitverwertung von Bier für Bierfreunde ein hochgeistiges Wässerchen zu kreieren, hat alt Braumeister Johann Rüegg in Zusammenarbeit mit alt Brennmeister Eduard Bieri und der Lohnbrennerei Arnold Keiser in Baar Versuche gestartet und Baarer Bier destilliert. Leidenschaftlich experimentierten sie mit verschiedenen natürlichen Zutaten, versuchten dies, versuchte das und fanden nach sechs verschiedenen Proben schliesslich die optimale Zusammensetzung für das

edle Braumeister-Tröpfli. Rechtzeitig auf die Festtage wurde der Digestif im Braui Markt zum Verkauf angeboten. Ganz ohne Werbung verkauften sich in der Weihnachtszeit über achtzig 35-cl-Flaschen des Braumeister-Tröpflis für knapp dreissig Franken. Höchste Zeit für die Brauerei Baar, Bierfreunden, Geniessern und Liebhabern von edlen Bränden von ihrem Bierbrand zu erzählen. Dieser feine Digestif mit einem Alkoholgehalt von 36 Volumenprozent überzeugt mit seinem süss-herben Duft in der Nase und dem fruchtigen Geschmack im Gaumen. Durch die mitverarbeitete Melisse, den getrockneten Hopfen und einen feinen Anteil an Zitrone erinnert er an einen Williams. Man sagt, zusammen mit Schokoladekuchen harmoniere das Braumeister-Tröpfli ganz wunderbar und in der Küche eigne es sich gut zum Verfeinern von Saucen und Desserts. Am besten einfach mal ausprobieren … (pd.) Weitere Infos unter www.brauereibaar.ch.

MediQi Cham, an der AndreasKlinik, Rigistrasse1,

Bis zu 400 Kalorien in 30 Minuten Die erfahrene Aqua-FitnessTrainerin Margrit Hard hat sich nach unfallbedingter Auszeit zurückgemeldet und kann neu im Hallenbad Wettswil, wie auch in Ottenbach einen entsprechenden Kurs anbieten.

Bierbrand ist eine Rarität und bei Geniessern relativ unbekannt – im Vergleich zu anderen destillierten alkoholartigen Getränken wie Cognac (aus Wein) oder Whisky (aus Getreidemaische). Wer dieses köstliche Destillat aus Bier jedoch kennt, schätzt es als Digestif der speziellen Sorte. Bier ist ja bereits ein veredeltes Produkt und deshalb als Ausgangsstoff für einen Brand relativ teuer. Doch der Aufwand lohnt sich. Für einen Liter Bierbrand werden ungefähr zwölf Liter Bier benötigt. Im Bier sind nur ca. 5% Alkohol enthalten, das bedeutet, dass pro Liter Bier nur ca. 50 ml Alkohol gewonnen werden kann. Das Brau-

meister-Tröpfli aus Baar wird im sogenannten Doppelbrand-Verfahren hergestellt, also zwei Mal destilliert. Bei der zweiten Destillation, dem Feinbrand, wird Vor- und Nachlauf abgetrennt. Nur der Mittellauf, auch Herzstück genannt, mit durchschnittlich 84 Volumenprozent wird weiterverarbeitet.

In Wettswil bietet Margrit Hard seit einiger Zeit Kurse an, daher kennen die einen oder anderen sie bereits. Neu kann sie einen Body-Shaping-Kurs offerieren. Dieser findet vom 8. März bis 5. Juli, jeweils dienstags von 20 bis 20.50 Uhr im Hallenbad Wettswil statt, sowie vom 12. Mai bis 7. Juli donnerstags von 20.10 bis 20.55 Uhr im Hallenbad Ottenbach. Männer wie Frauen sind herzlich willkommen. Margrit Hard ist diplomierte Aqua-Fitness-, Aerobic- sowie Gymnastik-Instruktorin und kennt sich aus im Body-Shaping, in Sport- und Ernährungstherapie. Sie leitete Kurse und Weiterbildungen für die EAA (European Aquatic Association) kann jahrelange Erfahrung sowie diverse absolvierte Weiterbildungen im Wasser wie zu Land aufweisen. Seit letztem Jahr werden die Lektionen nach neusten Erkenntnissen mit fetziger Musik und diversen Geräten umgesetzt. Gelenkschonung, geringstes Verletzungsrisiko, hoher Kalorienverbrauch und physisches wie psychisches Wohlbefinden machen diese Wassersportart zum Erlebnis. (pd.) Kontakt und Anmeldung: Margrit Hard, margrit_hard@bluewin.ch

Gelenkschonend trainieren im Wasser. (Bild zvg.)

www.margrit-hard.ch.

Luxus-Limousine und Renncorvette Präsentation der Power Cars am 23. und 24. Januar in Affoltern Als offizielle Cadillac- und Corvette-Verkaufs- und -Servicestelle ist das Corvette Sportcar Center von Kurt Huber in Bonstetten sehr stolz, den ersten Cadillac ATS-V und die erste Corvette C7 Z06 C7.R präsentieren zu dürfen. 1780 kg schwer, 470 PS und 603 Nm stark, Platz für fünf Personen – die Zahlen der Cadillac-ATS-V-Limousine sprechen für sich und zielen auf die europäischen Premium-Hersteller. Die neuen Cadillacs sind europäisch geworden: Länge 4,7 m, Breite 1,83, Schön verarbeitetes Luxusintérieur mit Recaro-Sitzen, hervorragende Bremsen von Brembo, perfektes Fahrwerk mit Magnetic Ride und ein sehr gefälliges, markantes und unverkennbares Design. Kurz gesagt: der stärkste Auftritt seit der Wiedergeburt 2009.

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Die Renncorvette C7 Z06 C7.R. (Bild zvg.) Stärkstes Auto von General Motors Die Corvette C7 Z06 C7.R ist das stärkste je gebaute Auto in der 108jährigen Geschichte von General Motors: 660 PS, 881 Nm, 7 Gang manuell oder 8-Stufen-Automat sequentiell. Mit diesem Sondermodell, C7.R, welches die Bezeichnung der Renncorvette ist, feiert General Motors Rennerfolge in der ganzen Welt. Siege in Le Mans, Sebring, Daytona, usw. zeugen vom

Potenzial dieses Supersportwagens. Lediglich 500 Stück werden hergestellt. Wenige davon finden den Weg nach Europa. Erhältlich ist die Renncorvette in den Farben gelb oder schwarz. Selbstverständlich stehen an der Präsentation vom 23. und 24. Januar alle Cadillac- und Corvette-Modelle bereit. In gemütlicher Atmosphäre darf man sich fachmännisch und persönlich informieren und sich von den verschiedenen neuen Cadillacs und Corvettes überzeugen lassen. (pd.) Präsentation am 23. und 24. Januar, 10 bis 17 Uhr, Industriestrasse 17, Affoltern. Infos: www.cadillactotal.ch und www.corvettetotal.ch.


veranstaltungen

In der Holzbauwelt bauen Kinder mit 80 000 Holzklötzen. (Bild zvg.)

Die «HolzBauWelt» kommt nach Hausen Im Februar in der reformierten Kirche Die reformierte Kirche Hausen veranstaltet zusammen mit dem Bibel-Lesebund unter der Leitung von Oliver Haldemann vom 5. bis 7. Februar ein Holzbau-Wochenende. Kinder tauchen in die Holzbauwelt mit 80 000 Holzklötzen ein und bauen meterhohe Türme, Tore, Häuser und Stadtmauern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. In gemeinsamer spielerischer Arbeit errichten sie kreative, einzigartige Bauwerke. Die Holzbauwelt bietet Spass und wertvolle spielpädagogische Elemente für Kinder.

In der Pause Bibelgeschichten Am Freitag, 5. Februar, von 16.30 bis 20.30 Uhr und am Samstag, 6. Februar, von 13.30 bis 17.30 Uhr wird in der Kirche gebaut. In den Baupausen erzählt Oliver Haldemann Geschichten aus der Bibel und zieht einleuchtende Parallelen zum heutigen Leben. Am Freitag gibt es ein einfaches Abendessen und am Samstag gehört

ein Imbiss dazu. Zu diesem kreativen Wochenende sind alle «Baumeister» im Primarschulalter willkommen. Anmeldeschluss ist der 22. Januar. Pro Kind und Bautag wird ein Unkostenbeitrag von 15 Franken erhoben (Verpflegung inklusive).

Abschluss mit Gottesdienst Den Abschluss des Bauwochenendes bildet ein Gottesdienst für Klein und Gross, am Sonntag, 7. Februar, um 9.30 Uhr in der reformierten Kirche. Zu diesem speziellen Anlass sind alle Kinder und Eltern, Geschwister und Freunde herzlich willkommen. Sie können die Kunstwerke besichtigen und das Einsturz-Spektakel miterleben. Dazu gibt es einen Apéro. Katrin Burkhard-Hottinger Anmeldeformulare sind erhältlich in der Kirche oder auf der Homepage: www. ref.zh.ch/hausen, Angebote für Kinder & Jugendliche / Events oder bei Bettina Bolliger, Albisstrasse 27, 8915 Hausen, bettina.bolliger@gmx.ch, 043 466 55 80, 076 472 00 30.

Knacknüsse bereichern das Leben Kabarettist Karim Slama in Obfelden Die Tücken des Alltags, meisterhaft seziert und parodiert von einem aufstrebenden Westschweizer Kabarettisten: Das ist «Knacknuss», das neue Programm von Karim Slama, am Donnerstag, 28. Januar, im Singsaal Chilefeld Obfelden.

kulisse, mit Musik, Bildern und viel Tempo zeigt Slama, wie er all diesen Kleinigkeiten, die uns letztlich das Leben erschweren, begegnet und wie er sich, nachdem der erste Ärger verpufft ist – sogar über sie lustig machen kann.

Zum Saisonauftakt präsentiert Kultur Obfelden mit Karim Slama erstmals einen Künstler aus der Westschweiz. Der ebenso charmante wie spitzbübische Bühnen-Wirbelwind ist ganz einfach unwiderstehlich und erobert sein Publikum im Handumdrehen. Und keine Angst: Französischkenntnisse sind nicht nötig. Denn Slama sucht das Deutschschweizer Publikum seit 2007 heim mit seiner energiegeladenen Slapstick-Satire. «Knacknuss» ist bereits das dritte Programm diesseits des Röschtigrabens.

Das Motto des neuen Programms von Karim Slama heisst demnach: Knacknüsse bereichern das Leben! Und er beweist damit einmal mehr, dass wir dies- und jenseits der Sprachgrenze sehr wohl über dieselben Dinge lachen können – dass dieser Röschtigraben so tief gar nicht ist und die Romandie durchaus amüsante, sehenswerte Kleinkunst-Exporte zu bieten hat. (pd.)

Sprachgrenze hin oder her

Donnerstag, 28. Januar, Beginn 20 Uhr, Singsaal Chilefeld, Türöffnung 19.30 Uhr, Kultur-Bar, Eintritt 30 Franken, Legi: 25 Franken, Familien: 70 Franken;

Wortakrobat und Energiebündel

Ticket-Reservierung www.kulturobfelden.ch.

Slama hat tunesische Wurzeln und entpuppt sich als scharfer Beobachter der Gesellschaft. Aufgrund von Alltagsstudien demonstriert er auf seine unnachahmbare Art eine Vielzahl von Situationen, Missgeschicken und Unannehmlichkeiten, die uns allen doch sehr bekannt vorkommen. Mit imposanter Geräusch- Karim Slama überwindet den Röstigraben. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 19. Januar 2016

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Jodlergesang und Volkstheater Chränzli des Jodlerklubs Affoltern Am kommenden Wochenende findet im Affoltemer Kasinosaal das traditionelle Chränzli des Jodlerklubs Affoltern statt. Am Freitag, 22., Samstag, 23. und Sonntag, 24. Januar, lädt der Jodlerklub Affoltern ein zum traditionellen Chränzli. Dann heisst es wieder «Vorhang auf für die Liebhaber des Jodelgesangs und des Volkstheaters!» Am Freitag, 22. Januar, und am Samstag, 23. Januar, jeweils um 18.30 Uhr und am

Sonntag, 24. Januar, um 11.45 Uhr lädt der Jodlerklub Affoltern Interessierte herzlich ein in den Kasinosaal Affoltern. Besucherinnen und Besucher geniessen ein paar schöne und gemütliche Stunden mit den Jodlern und Theaterspielenden. Der Jodlerklub Affoltern freut sich auf ein begeisterungsfähiges Publikum. (pd.) Ticketreservierung für Freitag und Samstag unter: Reisebüro Accotravel 044 763 41 41 (Bürozeiten). Weitere Infos: www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Mit dem Wohnmobil konnte die Familie Höhn auch mitten im Outback Halt machen. (Bild zvg.)

«In neun Monaten um die Welt» Neuer Austragungsort für die Reiseberichte der Familie Höhn Für die Multimedia-Show über das Weltreiseabenteuer der Familie Höhn mussten neue Räumlichkeiten gesucht werden, da es zu einer Doppelvermietung gekommen war. Der neue Austragungsort der MultimediaShow ist der Singsaal im Primarschulhaus 4 in Bonstetten. Die sehenswerte Multimedia-Show über die neun Monate lange Weltreise

der fünfköpfigen Familie besuchten bereits über 100 Besucher. Gezeigt werden grossartige Aufnahmen wunderschöner Landschaft, fremder Kulturen und faszinierender Tiere – untermalt von meist landestypischer Musik aus zehn verschiedenen Ländern. Der Singsaal im Primarschulhaus 4 befindet sich keine fünf Gehminuten vom ursprünglichen Austragungsort entfernt. Dieser Saal ist etwas kleiner. Wer sich einen Platz sichern möchte, kann Tickets im Vorverkauf

«Leichtes Kribbeln» Spoken-Word-Lesung im «Pöschtli» Aeugstertal Der Jodlerklub Affoltern setzt sich mit Bild und Ton in Szene. (Bild zvg.)

Gestorben wird immer Über Leben und Sterben im Freiamt Die Bestatterinnen Doris Hochstrasser-Koch und Karin Koch Sager aus Wohlen AG stellen in der Buchhandlung Scheidegger Ausschnitte aus ihrem soeben erschienenen Buch «Die Bestatterinnen» vor und erzählen aus ihrem bewegten Berufsalltag.

AG. Den Grundstein dazu legte ihr Grossvater Karl Koch mit einer Fuhrhalterei. Sein Pferdegespann räumte nicht nur Schnee weg, sondern transportierte auch Holz und Kies. Und Tote auf den Friedhof. So drehen sich bereits die frühesten Kindheitserinnerungen der beiden Frauen um die Endlichkeit des Daseins.

Viele kennen die sympathischen Unternehmerinnen bereits aus der Talkshow mit Kurt Aeschbacher oder aus der Presse, stösst doch das allgegenwärtige, wenn auch lange erfolgreich tabuisierte Thema Tod auf allgemeines Interesse. Die Schwestern führen in dritter Generation das familieneigene Bestattungsunternehmen Koch in Wohlen

Leichenwagen anstatt Pferde und Kutsche Als ihre Eltern, die insgesamt acht Kinder hatten, den Betrieb weiterführten, tauschten diese die schwarzen Pferde und geschmückten Kutschen gegen einen ersten Leichenwagen aus, und als Doris und Karin in die Fussstapfen der Eltern traten, setzten auch sie schon bald ihre eigenen Ideen um. Nicht bereit, den Tod als diskrete und schnell zu erledigende Angelegenheit zu akzeptieren, entwickelten die beiden Schwestern mit viel Herz und Verstand neue Ansätze und konzentrierten sich auf die Kunst des Ausklangs: den würdevollen Umgang mit den Verstorbenen samt der Aufgabe, sie für einen Abschied vorzubereiten, der den Hinterbliebenen nicht nur Trost spenden sollte, sondern auch Zuversicht. Durch ihre Arbeit kamen Doris und Karin zu Einsichten, die ihr Dasein positiv beeinflussen. Und so handelt ihr Buch zwar in vielerlei Hinsicht vom Tod, viel eher aber vom Leben. Es schildert eine bewegte Familiengeschichte aus dem Freiamt und beschreibt das Leben und die Arbeit zweier aussergewöhnlicher Frauen. (pd.)

Eine Geschichte wirklich gut zu erzählen ist eine hohe Kunst – und die beherrscht Simon Libsig. Am Donnerstag, 28. Januar, gibt er im «Pöschtli» Aeugstertal eine Kostprobe.

wöhnlich, betörend, ein Kunstwerk und zudem so schräg wie herzerwärmend.

Simon Libsig zählt zu den gefragtesten Spoken-Word- und Bühnenpoeten der Schweiz. Er ist ein liebevoller Satiriker und ein humorvoller Gesellschaftskritiker. Er reimt, witzelt und wettert, mit spitzer Zunge und hellem Verstand. Seine Texte pendeln zwischen virtuoser Wortakrobatik, sinnlicher Poesie und unterhaltsamer Comedy. Die NZZ nannte ihn einmal einen «Wortzauberer» und der «Blick» schrieb: «Der 37-jährige Badener dribbelt mit Worten, wie Christiano Ronaldo mit dem Ball.» Nach Erfolgen an zahlreichen Poetry Slams oder dem Swiss Comedy Award, nach sieben CDs und vier Bühnenprogrammen, wagt sich Simon Libsig nun auf neues Gebiet vor. Mit «Leichtes Kribbeln» legt er seinen ersten Roman vor und erzählt spannend, feinfühlig und humorvoll eine wunderbare Geschichte, die mit einem leichten Kribbeln beginnt, das mit jeder Seite stärker wird. Es ist ein Buch voller feinfühliger Pointen, unge-

«Ich wollte schon immer Bücher schreiben», sagt Libsig, «nun habe ich das erste geschafft. Obwohl – es könnte auch ein Film sein. Ein Film zwischen zwei Buchdeckeln.» In seinem fünften Bühnenprogramm präsentiert er nun seinen eben erschienenen Roman-Erstling, wobei er lediglich zehn Seiten aus dem Buch liest. Der Rest sind ernsthaft witzige Episoden über die Entstehung und spannende Einblicke in den Schreibprozess. Wortgewandt erzählt er die Geschichte hinter der Geschichte, gewährt Einblick in seinen Schaffensprozess und stellt auf humorvolle Art die Figuren aus seinem Roman vor. Man könnte auch sagen: Ein Schriftsteller berichtet höchst unterhaltsam über seine Arbeit: Ein Literaturerlebnis für Herz, Hirn und Zwerchfell, bei dem man mehr als nur ein leichtes Kribbeln spüren wird. (pd.)

Literaturerlebnis für Herz, Hirn und Zwerchfell

Donnerstag, 28. Januar, 20.30 Uhr, Pöschtli Aeugstertal. Essen um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38.

bei Velo Nägeli am Kronenplatz in Affoltern oder in der Bibliothek in Bonstetten, für 20 Franken, beziehen oder an der Abendkasse. Der Erlös dieses Abends kommt vollumfänglich dem Verein «MuKiBa» aus Bonstetten zugute, der Krankenschwester Margrit Schenkel in Afrika unterstützt. (pd.) Multimediashow am 23. Januar, ab 18 Uhr, Singsaal Primarschulhaus 4 (Schachenstrasse 83) , Bonstetten. Reiseblog: www.familieaufweltreise.wordpress.com

Meditation als Stressprophylaxe Das Familienzentrum Bezirk Affoltern bietet im Winter einen entspannenden Meditationskurs und einen lehrreichen Näh- und Häkelkurs an. Auch in diesem Semester ist das Familienzentrum Bezirk Affoltern sehr aktiv und bietet seinen Besucherinnen und Besuchern eine attraktive Auswahl an Veranstaltungen aller Art an. Zwei davon beginnen bereits bald. «Meditation als Stressprophylaxe» für diejenigen, die eher in Richtung Spirituelles tendieren und «Ich stricke und häkle selbst», für jene, die für sich oder als Geschenk eine Bommel-Mütze stricken möchten. Meditation bietet einen sanften und einfachen Weg, um im Lot mit sich und der Umgebung zu bleiben. Einen Weg, der uns lehrt, den vielfältigen Ansprüchen des Alltags gelassen, bewusst und kraftvoll zu begegnen. Dadurch wird Stress vermindert. Der vierteilige Kurs, der jeweils donnerstags unter der Anleitung der zertifizierten Meditationslehrerin Lilian Dörig stattfindet, beinhaltet Meditationstechnik und einige Tipps, um den alltäglichen Stress abzubauen. Der erste Kurstag ist der 28. Januar, von 15 bis 16 Uhr. Mitzubringen sind bequeme Kleider und nach Möglichkeit ein Meditationskissen oder ein Bänkli. Zu diesem Kurs wird eine Kinderhüeti angeboten. Im Strick- und Häkel-Kurs lernt man am 21. Januar und 10. März, von 19.30 bis 22 Uhr im Bernina Nähcenter in geselliger Runde und unter fachkundiger Anleitung eine modische Bommel- oder Zipfelmütze zu stricken oder zu häkeln. Nach dem Auswählen von Wolle und Muster vor Ort geht es mit dem Vergnügen los. (pd.) Informationen und Veranstaltungsprogramm auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Der Anmeldeschluss wurde verlängert, es sind noch Plätze frei! Anmeldungen über die Homepage, via E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch oder

Bestatterinnen: Karin Koch Sager (r.) und Doris Hochstrasser-Koch. (Bild zvg.)

Dienstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, Buchhandlung Scheidegger, Eintritt 25 Franken.

telefonisch 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst

Simon Libsig erweckt Bücher zum Leben. (Bild zvg.)

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Sport

Dienstag, 19. Januar 2016

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Auch der FC Knonau-MettmenstettenMaschwanden wächst Das Junioren-Hallenturnier in Obfelden als wichtige Einnahmequelle – Grenzen bei der Infrastruktur Das Junioren-Hallenturnier in Obfelden ist für den FC KnonauMettmenstetten-Maschwanden eine wichtige Einnahmequelle. Der noch junge Verein stösst wegen des grossen Zulaufs im Nachwuchsbereich bei der Infrastruktur an Grenzen. ................................................... von werner schneiter Es wurde gerannt und gekämpft. 60 Juniorenmannschaften (G bis C) kämpften am Wochenende in der Mehrzweckhalle Zendenfrei in Obfelden um die Gruppensiege. Angefeuert durch Trainer und Eltern. Potenzielle Messi-Nachfolger wurden zwar nicht gesichtet, aber es ist schon erstaunlich, was selbst Dreikäsehochs mit Tenues, die fast bis an die Schuhe reichten, mit dem Ball können: Dribblings auf engstem Raum, erstaunliche Passfolgen und spektakuläre Tore, die mit Gesten ihrer Vorbilder gefeiert wurden – all das sahen die wohl gegen 2000 Leute, die am Wochenende gestaffelt in der Halle auftauchten.

Mit der Infrastruktur an Grenzen gestossen Für den 2009 gegründeten FC Knonau-Mettmenstetten-Maschwanden (FCKMM) ist das Junioren-Hallenturnier, jetzt zum 4. Mal ausgetragen, ein wichtiger Termin. Zusammen mit Beiträgen aus Sponsoring und Mitgliederbeiträgen bildet der Anlass eine wichtige Einnahmequelle. Diese Einnahmen machen rund 10 Prozent des Vereinsbudgets aus. Die Ausgaben für die Infrastruktur sind erheblich. Und mit dieser Infrastruktur stösst der Verein langsam an Grenzen. Rund 120 Junioren, die in acht Mannschaften kicken, und 20 Aktive zählt der Verein inzwischen. Tendenz steigend. «In Jahren mit Welt- und Europameisterschaften steigt die Zahl der Anmeldungen besonders», sagt Präsident Philippe Beuchat, der trotzdem an einem Ziel festhalten will: dass alle, die Fussball spielen wollen, dies auch können, oh-

Tempo ... (Bilder Werner Schneiter›) ne auf eine Warteliste gesetzt zu werden. «Im Moment geht das noch», fügt er bei. Der Verein wird von umliegenden Gemeinden unterstützt, so kann er zum Beispiel in Rifferswil die Turnhalle benützen.

Aufstieg als Saisonziel der 1. Mannschaft Der grosse Zuspruch ist an sich erfreulich, zieht aber ein weiteres Problem nach sich, nämlich die Suche nach weiteren Trainern und Funktionären. «Neue sind hier herzlich willkommen», sagt Philippe Beuchat, der auch das Ziel der Aktivmannschaft formuliert: den Aufstieg von der 5. in die 4. Liga. Die Aussichten sind gut: Die Mannschaft liegt nach der Vorrunde an der Tabellenspitze.

... und Einsatz.

Kampf an der Bande. Man beachte die langen Shirts.

Extremtour von René Nüesch um den Neusiedlersee

Gelungener Auftakt für Floorball Albis

Der Obfelder Pöstler nimmt drei Marathons am Stück in Angriff

Siege und wichtige Punkte

Der Obfelder Pöstler René Nüesch ist mit dabei, wenn am Freitag, 22. Januar, um 4.30 Uhr der Startschuss ertönt. Zwischen Start- und Ziellinie liegen 126 km oder drei Marathons am Stück

Zum Jahresstart konnten die Teams von Floorball Albis wichtige Punkte erkämpfen. Die Damen konnten zwei Siege auf ihr Konto schreiben.

– plus 800 Höhenmeter. Oder anders ausgedrückt: Innerhalb von 24 Stunden muss der Neusiedlersee einmal umrundet werden. Neben Nüesch werden sich noch weitere 1200 Starter

René Nüesch beim Ultramarathon in Churchill 2014. (Archivbild)

diesem Unterfangen stellen. Der Lauf gilt als der grösste Winterultra in Österreich. Bei den letzten drei Austragungen sahen nur etwa 15 % der Starter auch die Ziellinie.

Volle Punktzahl an der Heimrunde: Das Damenteam in der 1. Liga auf dem Kleinfeld konnte an der Heimrunde in Obfelden mit einem fast kompletten Kader antreten – was auch dringend notwendig war angesichts der bevorstehenden Spiele. Nachdem in der Hinrunde die Punkte noch an die Hot Chilis Rümlang-Regensdorf gingen, konnte sich an der Rückrunde Floorball Albis in einem umkämpften Spiel mit 8:6 durchsetzen. Gegen die FB Riders stand es bis kurz vor Schluss 4:4. Eine Strafe gegen die Riders brachte wenige Minuten vor Ende den verdienten Siegestreffer in Überzahl. Durch die vier Punkte aus der Heimrunde bleibt Floorball Albis weiterhin auf dem 3. Tabellenrang und ist zurzeit für die Play-offs qualifiziert.

Erste Runde ohne Niederlage Die Herren auf dem Kleinfeld in der 2. Liga starteten mit einem Sieg in die neue Saison. Gegen die Blue Sharks Waltenschwil setzte man sich nach einem Hin und Her mit 9:5 durch, und gegen Muotathal gab es ein 5:5-Unentschieden. Somit konnte man zum ersten Mal an einer Runde in beiden Spielen Punkte gewinnen.

Wichtige Punkte auf dem Grossfeld Im ersten Spiel gegen den drittplatzierten UHC Mutschellen ging man mit 2:0 in Führung. Nachdem man zwar den Ausgleich kassierte, konnte durch einen Konter doch noch der Siegestreffer erzielt werden. Zwei sehr wichtige Punkte für den weiteren Verlauf in der Meisterschaft. Gegen den UHC White-Indians Baar war man wie bereits in der Hinrunde chancenlos. Zum Schluss unterlag man Baar eindeutig mit 1:8.


Veranstaltungen

Landfrauentagung Dienstag, 26. Januar 2016 13.30 Uhr im Restaurant Krone in Hedingen Vereinsgeschäfte, Jahresbericht der Präsidentin Daniela Stübi Geschichten aus der Tierarztpraxis von Dr. med. vet. Jakob Kaufmann, Lesung aus seinem Buch «Gelebte Zeiten». Päcklimärt: Mindestbetrag Fr. 5.– Erlös zu Gunsten der Ländlichen Familienhilfe Landfrauenvereinigung Bezirk Affoltern

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