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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 5 I 169. Jahrgang I Dienstag, 20. Januar 2015

Bonstetten wächst

«Gelbe Welt» ade

Die Gemeinde hat zahlreiche Baugesuche genehmigt. > Seite 3

Silvia Illi, Poststellenleiterin in Hausen, sucht eine neue Herausforderung. > Seite 5

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Frauen-Power Jahresanfangs-Apéro der FDP Bezirk mit Carmen Walker Späh, Regierungsratskandidatin. > Seite 7

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Sonderausstellung Bilder von GeGessler in der Klosterkirche Gnadenthal, Niederwil. > Seite 8

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Obere Mühle Affoltern Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie, zweiter Teil. > Seite 10

Gemeindeamt des Kantons Zürich rügt die Spital-Betriebskommission Ausgaben beschlossen, für welche die Delegiertenversammlung zuständig ist – Urnenabstimmung verpasst In mehreren Fällen hat die Betriebskommission des Spitals Affoltern Kredite gesprochen, die in die Zuständigkeit der Delegiertenversammlung gefallen wären. Beim Palliativstation-Projekt wäre sogar eine Urnenabstimmung notwendig gewesen. Das Gemeindeamt des Kantons Zürich hat bei einer aufsichtsrechtlichen Prüfung Mängel festgestellt. Das Gemeindeamt hat bei der HRMJahresrechnung des Spitals Affoltern 2012 Mängel festgestellt. Im Rahmen einer Besprechung dieses Falls mit dem Bezirksrat wurde vereinbart, dass das Spital Unterlagen über die Investitionen in die Palliativstation zur Verfügung stellt, um die kreditrechtliche Ausgabenbewilligung unter die Lupe zu nehmen. Weil auch hier Mängel zutage traten, veranlasste das Gemeindeamt eine aufsichtsrechtliche Prüfung bestehender Verpflichtungskredite beim Zweckverband Spital. Dazu zählten alle 72 Investitionsprojekte ab dem Jahr 2006. Die Prüfung erfolgte aufgrund von Stichproben; 16 Projekte wurden ausgewählt. Bei neun Vorhaben fand das Gemeindeamt Gründe für Beanstandungen. Es hat dazu

einen Bericht verfasst, der dem «Anzeiger» vorliegt.

Palliativstation: Urnenabstimmung wäre notwendig gewesen Im Falle eines Umbaus des «Doktorhauses» zur Palliativstation fehlt es gemäss Gemeindeamt im Umfang von zirka 6 Mio. Franken an einer entsprechenden Ausgabenbewilligung. «Für die Kreditbewilligung wäre die Zustimmung der Verbandsgemeinden (Urnenabstimmung) notwendig gewesen», kommt das Gemeindeamt zum Schluss. Die Delegiertenversammlung (DV) bewilligte seinerzeit lediglich einen pauschalen Kostenanteil von 1 Mio. Franken. Gemäss den damals gültigen Statuten hatte die DV die Kompetenz für subventionsberechtigte einmalige Ausgaben von 1 Mio. Franken. Neue subventionsberechtigte Ausgaben von über 1 Mio. fielen in die Zuständigkeit der Verbandsgemeinden. Für nicht subventionsberechtigte Ausgaben lag die damalige Grenze bei 250 000 Franken. Für die Palliativstation lag damals eine Grobkostenschätzung von 3 Mio. Franken vor; eine Beitragszusicherung des Kantons lag nicht vor. Man wollte die fehlenden Finanzen durch Spenden beschaffen, deren Zusagen in Form von Absichtser-

klärungen laut Gemeindeamt für die Bestimmung des Netto-Kredites nicht genügend sind. «Somit hätte eine Bruttokreditbewilligung von 3 Mio. Franken oder zu einem späteren Zeitpunkt von rund 4,5 Mio. bzw. 7 Mio. Franken eingeholt werden müssen. Diese wäre in die Zuständigkeit der Verbandsgemeinden gefallen», folgert das Gemeindeamt.

Ausgaben, die dem gleichen Zweck dienen, sind zusammenzurechnen Für neue einmalige Ausgaben besteht für die Betriebskommission eine Limite von 250 000 Franken im Einzelfall, der jährliche Gesamtbetrag beträgt maximal 500 000 Franken. Die Kosten für den Ausbau eines Klinik-Informations-Systems lagen bei 425 000 Franken, also in der Kompetenz der DV. Ein erster Kreditantrag der BK belief sich auf 245 000 Franken – ein Betrag der nur minimal unter deren Zuständigkeitslimite liegt und nur dank eines Spezialrabatts von knapp 9000 Franken erreicht wurde; zudem, so das Gemeindeamt, habe die Anschaffung wiederkehrende Kosten von knapp 37 000 Franken ausgelöst. Weil alle Ausgaben, die dem gleichen Zweck dienen, für die Kreditbewilligung zusammenzurechnen sind, wäre

vorliegend nicht die BK, sondern die DV zuständig gewesen. Ähnlich verhält es sich im Fall der neuen Praxen auf dem OVA-Areal. Der Kredit für den Innenausbau des Mietobjektes (228 000 Franken) lag zwar innerhalb der Limite für die BK. Weil sie die Mietkosten von jährlich 33 000 Franken in einem separaten Antrag genehmigen liess, hat sie laut Gemeindeamt das Trennungsverbot nicht berücksichtigt. «Da sich die Mieterausbauten und die Mietkosten gegenseitig bedingen, müssen die Kosten zur Ermittlung der gesamten Investitionen zusammengerechnet werden, womit die Kreditbewilligung der Delegiertenversammlung zugefallen wäre», schreibt das Gemeindeamt.

Strengere Massstäbe Fazit: Das Gemeindeamt des Kantons Zürich legt strengere Massstäbe an als das bisher in der Praxis der BK geschehen ist. Es verzichtet aber auf weiterführende aufsichtsrechliche Massnahmen. Die BK akzeptiert die vom Gemeindeamt festgestellten Mängel und betont, es sei nie die Absticht gewesen, «das zuständige höhere Organ bewusst zu umgehen». Die hohen Anforderungen an Bestimmungen für statutarische Kreditlimiten seien weder

Zuviel Kies

Ab jetzt sind die Narren frei

Der Kanton Aargau baggert aktuell bei der Reussbrücke in Obfelden für den Hochwasserschutz. Rund 6000 m³ Kies werden entnommen. Der Grossteil davon gelangt nach dem Kraftwerk Bremgarten-Zufikon wieder in den Fluss zurück. Die Arbeiten begannen vor acht Tagen und dürften noch bis Ende Woche andauern. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Obfelder Füürwehrball läutet Ämtler Fasnachtssaison ein

dem damaligen Direktor noch der BK bekannt gewesen. Sie folgert in einem Brief an Gemeinden und Delegierte des Zweckverbandes: – Ersatzinvestitionen müssen «fast ausschliesslich» als neue Ausgaben behandelt werden. – Spenden in Form von Absichtserklärungen dürfen nicht für die Bestimmung eines (Netto-)Kredites herangezogen werden. – Kreditumfänge für InformatikBeschaffungen sind seit jeher problematisch; der Rahmen könne schnell überschritten werden. Für Systemerweiterungen will man der Empfehlung des Gemeindeamtes folgen und nur noch «Rahmenkredite» verwenden. – Einmalige und feste Kosten (zum Beispiel Miete) müssen wegen des «Trennungsverbots» für Kreditanträge zusammengerechnet werden. (-ter.) ................................................... > Kommentar auf Seite 7 anzeigen

10 Monate Gefängnis für Griff in die Vereinskasse Der ehemalige Kassier des Musikvereins Mettmenstetten hat innerhalb von viereinhalb Jahren von drei Vereins-Konti insgesamt gut 86 000 Franken abgehoben und das Geld für private Zwecke verwendet. Wegen Veruntreuung, mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfachem Pfändungsbetrug wurde er vom Bezirksgericht Affoltern mit 10 Monaten Gefängnis bestraft – zwei Jahre bedingt. Der 49jährige Mann zeigte Einsicht und Reue. Das Geld hat er dem Verein dank einer Erbschaft inzwischen vollumfänglich zurückbezahlt. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Die Polonaise ging durch den gesamten Saal. (Bild Salomon Schneider) Im Singsaal spielte eine Liveband, im Keller legten DJs auf, im Kafiwage wurde Ländler gespielt und im Barwagen legten wiederum DJs auf. Das Pro-

gramm des Obfelder Füürballs war so abwechslungsreich, dass sich alle nach Herzenslust austoben konnten. Und friedlich – gegen 1000 Fasnächtlerin-

nen und Fasnächtler tanzten bis in die Morgenstunden. (salsch) ................................................... > Bericht auf Seite 6

200 04 9 771661 391004


Sie geht zu denen, die sie liebten und wartet auf die, die sie lieben.

Definitive Publikation des Wahlvorschlages Ersatzwahl von einem Mitglied der reformierten Kirchenpflege für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Auf die Ausschreibung vom 9. Januar 2015 sind keine neuen Wahlvorschläge eingereicht worden. Die für die Ersatzwahl als Mitglied der reformierten Kirchenpflege vorgeschlagene Elmer Claudia, Betriebssekretärin, Herenholzweg 6, 8906 Bonstetten

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem Muetti, Schwiegermuetti, Grosi und meinem Urgrosi

Felicitas Heer-Spielhofer 3. Juni 1925 – 14. Januar 2015

So sehr wir dich vermissen, so dankbar sind wir, dass du nun von deinen Altersbeschwerden erlöst, friedlich in unseren Armen einschlafen konntest.

wird gemäss § 54 des Gesetzes über die politischen Rechte bzw. Art. 7 der Gemeindeordnung in stiller Wahl als gewählt erklärt.

In stiller Trauer: Alois und Margrit Heer-Exer Alice, Eveline, Iris Felicitas und Hans Schmid-Heer Alexandra, Rebecca, Patricia Urs und Luzia Heer-Fries Daniel und Nadine Heer-Rüdisüli mit Timo Samuel, Angela Pius und Claudia Heer-Meienberg Flavio, Aurelia, Olivia Kuno und Barbara Heer-Wüest

Stimmrechtsrekurse gegen diese Wahl sind innert 5 Tagen nach Veröffentlichung an den Bezirksrat Affoltern zu richten. 20. Januar 2015 Wahlvorsteherschaft Bonstetten

Bestattungen Am 14. Januar 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, den 30. Januar 2015, um 14.00 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern am Albis statt, mit anschliessender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. Dreissigster: Samstag, 28. Februar, 17.30 Uhr.

Felicitas Katharina Heer geb. Spielhofer

Anstelle von Blumen gedenke man der Spitex Affoltern, Postkonto 87-267156-1 oder dem Haus zum Seewadel, Fonds Postkonto 80-6635-4.

geb. 3. Juni 1925, von Affoltern am Albis ZH und Horw LU, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 12.

Traueradresse: Alois Heer, Morgenhölzlistrasse 42, 8912 Obfelden

Affoltern am Albis

Trauergottesdienst am Freitag, 30. Januar 2015, um 14.00 Uhr in der römisch-katholischen Kirche Affoltern am Albis ZH, anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Januar 2015

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Baggern für den Hochwasserschutz Bei der Reussbrücke in Obfelden werden aktuell 6000 m³ Kies und Sand entnommen Weil das Kraftwerk BremgartenZufikon kein Geschiebe durchlässt, verringert sich oberhalb der Gewässerquerschnitt der Reuss. Deshalb entnimmt die Aargauer Sektion Wasserbau an verschiedenen Stellen Kies und Sand. Aktuell geschieht dies in Obfelden. ................................................... von thomas stöckli Die kleine Emme, die in Luzern in die Reuss mündet, führt viel Geschiebe mit sich. Insbesondere bei hohem Wasserstand transportiert die Reuss dieses weiter. Vor dem Kraftwerk Bremgarten-Zufikon ist allerdings Schluss. Entsprechend lagern sich Kies und Sand ab, die Gewässersohle steigt an und die Durchflussmenge verringert sich. Die Folge: die Reuss tritt bei Hochwasser schneller übers Ufer.

Flachwasserzone als «Geschiebefang» Dieser Verlandung wirkt die Sektion Wasserbau des Aargauer Departements für Bau, Verkehr und Umwelt seit letztem Winter mit einer Geschiebebewirtschaftung entgegen. Um den Fluss nicht unnötig durch Trübungen zu beeinträchtigen, wird das Geschiebe an bestehenden Kiesbänken entnommen. Und zwar «halbtrocken»: Während des Baggerns bleibt die äussere Begrenzung der Kiesbank gegen die Flussmitte hin als Damm bestehen. Erst nachdem sich die Schwebstoffe im abgetrennten Bereich abgesetzt haben, wird der Damm geöffnet und somit der abgetrennte Bereich wieder an den Fluss angeschlossen. Diese Flachwasserzone dient nun als «Geschiebefang». Auf Aargauer Seite wurden letzten Winter in Oberrüti und Merenschwand je 5000 m³ Geschiebe entnommen. Jenes aus Merenschwand wurde der Reuss in Bremgarten zurückgegeben. In Absprache mit dem

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Am kommenden Donnerstag, 22. Januar, feiert Ruth Widmer-Pfenninger in Zwillikon ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen einen schönen Festtag.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiert Agnes ColumbergMüller am kommenden Samstag, 24. Januar, ihren 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation! Wir wünschen der Jubklarin alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Vergangene Woche wurde oberhalb der Obfelder Reussbrücke gebaggert, nun gehts flussabwärts weiter. (Bild Thomas Stöckli) Awel geht es nun am Zürcher Ufer weiter: Die Obfelder Kiesbank hat eine bewirtschaftbare Fläche von rund 5000 m². 1000 m² bleiben für die Naherholung erhalten. Auf der restlichen Fläche wird eine rund anderthalb Meter dicke Kies-

schicht abgetragen. Von den 6000 m³ Kies aus Obfelden gelangen 5000 m³ zwischen dem Honeggerwehr und der Fussgängerbrücke wieder in den Fluss. Dort würde der Mangel an Geschiebe sonst nämlich zu Erosionen im Flussbett führen.

Bis Ende Woche fertig? Letzte Woche begannen die Arbeiten in Obfelden. Erst wurde oberhalb der Brücke gebaggert, diese Woche nun unterhalb. «Wenn es das Wetter zulässt und der Wasserstand weiterhin

tief ist, werden wir die Entnahme bis Ende Woche abschliessen können», so Projektleiter Sebastian Hackl. Nächstes Jahr geht es dann an anderer Stelle weiter, schliesslich bringt die Reuss jährlich rund 21 000 Kubikmeter Geschiebe.

Es wird gebaut in Bonstetten Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Erich Hedinger, Bonstetten, wird die baurechtliche Bewilligung für vier Reiheneinfamilienhäuser mit Nebenbestimmungen erteilt. Der Überarbeitung der Ausgleichsgebiete für den Schutzraumbau wird zugestimmt. Der Auftrag zur Ausführung der Planung wurde dem Ingenieurbüro ewp AG, Affoltern am Albis, erteilt. Unter Vorbehalt der Zustimmung des kantonalen Amtes für Zivilschutz wird für die Planungsarbeiten ein Kredit von 10 000 Franken zulasten der Spezialfinanzierung, Konto 2281.03 (Ersatzabgaben für Schutzraumbauten), erteilt. Cornelia Raimondi und Roger Suter, Bonstetten, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für den Anbau einer Aussentreppe und den Ersatz eines Fensters durch eine Balkontüre beim Wohnhaus Schachenmatten 9 mit Nebenbestimmungen. Die Kabelnetzanbindung der Gemeinde Aesch an das Kabelnetz Bonstetten wird genehmigt. Christoph Besenfelder, Bonstetten, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für die Fassaden- und Dachisolation, den Neubau Hauseingang und zusätzliche Fenster, Chapfstrasse 33 mit Nebenbestimmungen. Petra und Martin Ingold, Wil ZH, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Birchstrasse 25 mit Nebenbestimmungen.

Andreas Kyburz, Bonstetten, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für die Erstellung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe beim Wohnhaus Schachenstrasse 136 mit Nebenbestimmungen. Theo Spörri, Wettswil, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für die Erstellung eines Einfamilienhauses Büelmatt 7 mit Nebenbestimmungen. Kusi und Tobias Werner, Bonstetten, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für fünf Reihenhäuser mit Sammelgarage Schachenstrasse 116a bis 116e mit Nebenbestimmungen. Peter Stüssi, Wettswil, wird die baurechtliche Bewilligung erteilt für eine Pavillon-Bar an der Stationsstrasse 5 mit Nebenbestimmungen. Markus Müller erweitert für eine zusätzliche Wohnung das Dachgeschoss im bestehenden Wohnhaus, Grundstück Kat. Nr. 2763, Dorfstrasse 56. Die Bauherrschaft stellt das Gesuch um Erteilung der ErweiterungsAnschlussbewilligung an das Wasserversorgungsnetz Bonstetten. Die erweiterten Sanitäranlagen im Dachgeschoss können errichtet werden.

Finanzielles Der Gemeinderat genehmigt einen Kredit von Fr. 48 470.40 zur Planung der Hochwasserschutzmassnahmen. Das Ingenieurbüro ewp AG, Affoltern, wird mit der Massnahmenplanung beauftragt.

Die Bauabrechnung für die Profilanpassung und den Hochwasserschutz Isenbach im Bereich der Parzelle Nr. 2082 (Wohnüberbauung Hofwies) im Betrag von Fr. 154 572.20 wird genehmigt.

Gewerbe und Wirtschaft, Vereine Ihrem Gesuch entsprechend wird Ruth Küng, Am Lochenweiher 18, Bonstetten, das Patent für den Klein- und Mittelverkauf alkoholhaltiger Getränke im Gartencenter Guggenbühl, Am Lochenweiher 16, Bonstetten ab 4. Oktober 2014 erteilt. Domenico Marguglio wird seinem Gesuch entsprechend ab 1. Dezember 2014 das Patent erteilt zur Führung einer Gastwirtschaft und die Abgabe alkoholhaltiger Getränke im Restaurant Löwen, Dorfstrasse 41, Bonstetten vorbehältlich allfälliger gesundheitspolizeilicher Auflagen.

Einbürgerungen – Martin Heinrich Rhiel, geb. 28. Dezember 1965, von Deutschland – Angelika Annegret Rhiel geb. Nau, geb. 23. April 1967, von Deutschland – Sophia Martina Rhiel, geb. 11. Juni 1996, von Deutschland und USA, wohnhaft Stallikerstrasse 21, Bonstetten – Simon Stefan Rhiel, geb. 28. Januar 1999, von Deutschland

– Linda Mirella Francisca Schütz geb. Paulissen, geb. 21. April 1969, von Niederlande, wohnhaft Hofwies 6, Bonstetten – Tanja von Hopffgarten, geb. 19. März 1970, von Deutschland, wohnhaft Dorfstrasse 24, Bonstetten – Marcus Hsu, geb. 18. März 1967, von Deutschland, wohnhaft Bruggenmattweg 61, Bonstetten – Amela Jakupovic geb. Krupic, geb. 19. Juni 1986, von Bosnien und Herzegowina, wohnhaft Am Rainli 4, Bonstetten. (pk)

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Januar 2015

5

Vereins-Konti geplündert – und das Geld dank Erbschaft zurückbezahlt Zehn Monate bedingt für ehemaligen Kassier des Musikvereins Mettmenstetten Innerhalb von viereinhalb Jahren hat der damalige Kassier des Musikvereins Mettmenstetten gut 86 000 Franken von VereinsKonti abgehoben und das Geld für private Zwecke gebraucht. Dass er sich reuig zeigte und dank einer Erbschaft vollauf zurückzahlen konnte, hat das Strafmass beeinflusst: zehn Monate Gefängnis bedingt.

lenberg. «Für die Familie, für den Lebensunterhalt, auch für Ferien und zur Rückzahlung von Schulden», antwortete der 49-jährige Mann, der in einer Bank arbeitet, nicht vorbestraft ist und nicht mehr im Säuliamt wohnt. Das habe im Moment eine Entlastung bewirkt, er sei sich der Folgen seines Tuns anfänglich nicht bewusst gewesen; das Geld habe er sich auf einfache Weise beschaffen können, fügt er bei.

141 Bargeldbezüge ................................................... von werner schneiter Wofür er denn das Geld ausgegeben habe, fragte Richterin Martina Schel-

So hat er zwischen Mai 2009 und Dezember 2013 141 Mal von drei Konti an Bancomaten insgesamt 86 300 Franken abgehoben, im Einzelfall zwischen 20 und 3000 Franken. Knapp

11 000 Franken hat er zwischen 2009 und 2012 wieder zurückgezahlt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, es müsse ihm von Anfang an klar gewesen sein, dass er aufgrund seiner desolaten finanziellen Situation das Geld niemals vollständig zurückzahlen kann. Um seine unrechtmässigen Geldbezüge gegenüber den Revisoren, des Vereinsvorstandes und der Mitglieder zu kaschieren, erstellte der Mann jeweils falsche Bilanzen und Erfolgsrechnungen. Zur Veruntreuung, mehrfacher Urkundenfälschung gesellt sich auch mehrfacher Pfändungsbetrug. Der Mann machte gegenüber dem Betreibungsamt falsche Angaben zur Lohnpfändung. So wären 19 000 Franken

pfändbar gewesen, tatsächlich hat er dann nur 4600 Franken abgeliefert. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Monaten, dies bei einer Bewährungsfrist von zwei Jahren – und 1000 Franken Busse.

Reue, Einsicht und Rückzahlung Das Bezirksgericht blieb unter diesem Strafmass und verurteilte den Mann zu zehn Monaten – ebenfalls mit zweijähriger Probezeit und 1000 Franken Busse. Die Richterin stützte sich in ihrer Urteilsbegründung auf zwei Punkte. Die Tatkomponente: Es waren über 140 Bargeldbezüge und eine Deliktsumme von mehr als 86 000 Franken.

Sie sprach in diesem Zusammenhang von Vertrauensmissbrauch und von einem nicht ganz leichten Vergehen. Gleichwohl ortet sie keine hohe kriminelle Energie. Bei der Täterkomponente gewichtet sie das Verhalten des Angeklagten nach seiner Tat. Er habe bereits in der Untersuchung alles zugegeben, sei kooperativ gewesen, Reue und Einsicht gezeigt. Und Taten folgen lassen, indem er das Geld vollauf zurückgezahlt habe, was dank einer Erbschaft möglich geworden ist. «Wir gehen hier von einem einmaligen Ausrutscher aus», schob die Richterin nach. Dem Musikverein Mettmenstetten ist letztlich kein Schaden entstanden.

Silvia Illi verlässt die Poststelle Hausen Neue Herausforderung ausserhalb der «gelben Welt» Am Dienstag, 20. Januar, hat die bisherige Hausemer Poststellenleiterin , Silvia llli, ihren letzten Arbeitstag. Sie nimmt eine neue Herausforderung ausserhalb der Schweizerischen Post an. Die Post Hausen wird interimistisch von Affoltern aus geleitet. Das Dienstleistungsangebot bleibt unverändert. ................................................... von marianne voss Viele Einwohnerinnen und Einwohner im Oberamt wussten, dass sich ein Gang zur Post Hausen nahezu immer lohnte – nicht nur, wenn der Briefmarkenvorrat zu Ende war. Gerade dann, wenn komplexere Fragen unter den Nägeln brannten, zum Beispiel zum gelben Konto, zu einem komplizierten Versand oder zur Bedienung des neuen Handys konnte man getrost zu Silvia Illi gehen. Sie hatte stets ein offenes Ohr und half in ihrer liebenswürdigen Art, Probleme zu lösen. Sie scheute sich auch nicht, Telefonabklärungen zu tätigen, um Unklarheiten zu beseitigen. Und man konnte bei ihr sicher sein, dass auf ihre Informationen Verlass war. Silvia Illi arbeitete seit 1999 bei der Schweizerischen anzeige

Post. Vorher war sie im Pflegebereich tätig gewesen. Nach ihrer Ausbildung bei der Post in Dietikon war sie bis 2007 in Affoltern stationiert, von wo sie interimistisch während mehrerer Monate Poststellenleitungen übernehmen konnte, so in Aeugst und in Ebertswil. In den letzten sieben Jahren leitete sie erfolgreich die Poststelle Hausen. Nun hat sich Silvia llli entschieden, eine neue Herausforderung ausserhalb der «gelben Welt» anzunehmen. Ihr letzter Arbeitstag in der Poststelle Hausen ist am Dienstag, 20. Januar 2015. Bei ihren Kundinnen und Kunden bedankt sie sich herzlich für die vielen schönen Begegnungen, für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und für die Kundentreue. «Es war ein wunderbarer Job, der mir sehr gefallen hat», äussert sie gegenüber dem «Anzeiger». Sie habe die Arbeit im Team und das Mitmachen im Gewerbeverein Oberamt geschätzt. «Und ich freute mich vor allem über manches persönliche Gespräch am Schalter, wo nach der Erledigung von Briefen oder Geldangelegenheiten ein kurzer persönlicher Austausch möglich war.» Sie kenne durch ihre langjährige Arbeit in den verschiedenen Poststellen viele Menschen in der Region und fühle sich dem Säuliamt sehr verbunden.

Silvia Illi sagt «Auf Wiedersehen». Sie verlässt am 20. Januar ihre Arbeitsstelle in der Post Hausen. (Bild Marianne Voss) «Ich bleibe ja auch im Bezirk wohnen und freue mich, die Eine oder den Anderen zum Beispiel an einem lokalen Anlass wieder anzutreffen. Im Namen der Schweizerischen Post bedankt sich Anton Stierli, Leiter Poststellengebiet

Affoltern, bei Silvia llli für ihre langjährigen, engagierten Einsatz zugunsten der Kundinnen und Kunden von Hausen. Er wünscht ihr viel Erfolg und Befriedigung bei der neuen Herausforderung. Ab dem 21. Januar wird

die Poststelle Hausen am Albis interimistisch durch erfahrenes Personal aus Affoltern geführt. Die Dienstleistungen der Post Hausen bleiben mit demselben Angebot und Service erhalten.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Januar 2015

«Wir sind ein grosser Freundeskreis» Mit dem Füürball in Obfelden wurde die Fasnachtsaison im Säuliamt rauschend eingeläutet Am Samstagabend stieg im Singsaal Chilefeld der Füürball. Hunderte Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, fast ausnahmslos in Verkleidung, feierten bis in die frühen Morgenstunden. ................................................... von salomon schneider Der Füürball in Obfelden hat eine lange Tradition. Bis 2002 wurde er als Füürwehrball ausgetragen. Dann übernahm ein eigens dafür gegründeter Verein die Organisation des Balls. OKPräsident Stefan Huber zum Verein: «Der Kern des OKs besteht aus 40 aktiven Mitgliedern, die alle zu einem grossen Freundeskreis gehören. Für die Austragung haben wir natürlich noch viel mehr Helfer.» Der Abend zeigte eindrücklich, wie eingespielt die Organisatoren sind. Die Wartezeiten waren minimal und die Raumaufteilung war so gewählt, dass sich die zahlreichen Besucher gut verteilten. Im Singsaal spielten vier Guggen und die Partyband Wälder Echo. «Nächstes Jahr wird wieder Alpenstarkstrom spielen, die bereits mehrmals für ein rauschendes Fest gesorgt haben», erklärte Stefan Huber. Wälder Echo sorgte für gute Stimmung, animierte die Anwesenden zum Tanzen und ab und zubewegte sich eine Polonaise durch den Saal.

Die Band Wälder Echo brachte die Fasnächtler mit Partyhits zum Tanzen. (Bilder Salomon Schneider)

Das beste Verhältnis zwischen Verkleidung und Stimmung Ein Highlight des Abends war die alljährliche Maskenprämierung um Mitternacht. Es wurden je drei Preise in den Kategorien Einzel- und Gruppenmaske vergeben. «Das Team am Einlass bewertet die Masken nach dem Aussehen. Im Anschluss wird aber auch einbezogen, wie viel Stimmung die Fasnächtler machen», erklärte OKMitglied Patrick Etterlin den Bewertungsmodus. Nach der Prämierung wurde kräftig weitergefeiert – bis in die frühen Morgenstunden.

Die Gängelimusig aus Muri war in voller Besetzung anwesend.

Die Schlümpfe hatten sichtlich Spass.

Während im Keller zu Musik vom DJ gefeiert wurde ...

... marschierte im Singsaal die nächste Gugge ein.

Die Geschwister Marfurt mischten die Party mit dem Gruppenkostüm «Flausch» auf.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Januar 2015

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kommentar

Wieder einmal Zeit für einen Neuanfang am Spital Affoltern von werner schneiter

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Wahlkampf inmitten von Kunst: Carmen Walker Späh und Gastgeber Rolf Hegetschweiler. (Bild Martin Mullis)

Frauen-Power zum Auftakt der Regierungsratswahlen Jahresanfangs-Apéro der FDP Bezirk mit Carmen Walker Späh Die FDP-Regierungsratskandidatin Carmen Walker Späh benützte den Jahresanfangs-Apéro der FDP des Bezirks Affoltern, um ihr Wahlprogramm im Säuliamt vorzustellen. Als ihr wichtigstes Anliegen nannte sie die Erhaltung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen. ................................................... von martin mullis

Die Galeriemarlène in Ottenbach bot einen wohltuenden Kontrast für den Wahlkampf-Auftakt im Säuliamt der FDP-Regierungsratskandidatin, Carmen Walker Späh. Ihren Wahlkampf habe sie bereits vor einigen Wochen begonnen, und ins Knonauer Amt komme sie ganz besonders gerne, insbesondere da sie Marlène und Rolf Hegetschweiler als gute Freunde bezeichnen dürfe, hielt die Politikerin fest. Die Baujuristin spielt im politischen Umfeld der FDP-Frauen eine grosse

Rolle. Sie sitzt seit 2002 im Kantonsrat und amtet seit 2010 als Präsidentin der FDP-Frauen Schweiz. Ihre weiblichen Konkurrentinnen für den zweiten Regierungsratssitz der zurücktretenden Ursula Gut heissen Silvia Steiner (CVP) und Jacqueline Fehr (SP). Die auch als Bildungsexpertin profilierte Carmen Walker Späh führt ihren Wahlkampf im bürgerlichen Ticket «Top 5» zusammen mit den bisherigen Regierungsräten Thomas Heiniger (FDP), Markus Kägi (SVP) und Ernst Stocker (SVP) sowie Silvia Steiner (CVP).

Schaffung von Arbeitsplätzen als Rezept des Wahlkampfes Die Präsidentin der «FDP. Die liberalen Frauen», präsentierte ihr Wahlprogramm inmitten des wunderschönen Galerieraumes vor rund 50 politisch interessierten Gästen. Sie bezeichnet sich als kämpferische Frau und als eigentliches Rezept für ihren Wahlkampf nannte sie den politischen Kampf um die Erhaltung und Neu-

Tatortreise Kolumbien In der Rohstoffdiskussion engagierte Säuliämtlerinnen und Säuliämtler bereisen zurzeit das Umfeld der gigantischen Kohleminen von Glencore im Norden Kolumbiens. Sie besuchen Dörfer, die von Umsiedlungen bedroht sind und sprechen mit Menschen, die ihre Heimat bereits verlassen mussten. Auch finden Kontakte statt mit Gewerkschaftern, die sich mit den Arbeitsbedingungen der in den Minen Beschäftigten befassen. Das Foto zeigt die Gruppe bei einer Besichtigung der Steinkohlemi- Von unten nach oben: Bastian Nussbaumer aus Hausen, ne Cerrejón, wo in- Christian Moser aus Affoltern, Heiner Stolz aus Obfelden, tensive Diskussio- Silvia Berger und Mauro Gorgi aus Hedingen sowie Pia nen mit verant- Holenstein aus Affoltern. (Bild Dominique Rothen) wortlichen Minenmanagern stattfanden. Weiterreisen Informationsaustausch mit der Botwird die Gruppe zu den Hafenanlagen schaft der Schweiz in Bogota vereinin Santa Marta, wo die Kohle verladen bart. und nach Europa verschifft wird. Am Ein ausführlicher Bericht im «AnSchluss der dreiwöchigen Reise ist ein zeiger» folgt. Heiner Stolz

schaffung von Arbeitsplätzen. Die Inhaberin einer Anwaltskanzlei will aber auch den Kanton Zürich als Forschungs-, Bildungs- und Innovationsstandort stärken und fördern. Mit der Feststellung, dass Liberalismus absolut nicht mit der immer stärker um sich greifenden Selbstbedienungsmentalität vereinbar sei, schloss die Politikerin ihre Ausführungen. Unter den Zuhörern war vor allem auch lokale Polit-Prominenz auszumachen. So der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans-Ulrich Bigler, alt Kantonsrat Jean-Jacques Bertschi, die Gemeindepräsidentin von Ottenbach, Gaby Noser Fanger, und natürlich der Gastgeber alt Nationalrat Rolf Hegetschweiler. Von den Kantonsratskandidaten der FDP Bezirk Affoltern waren Ruth Früh, Mirjam Heinemann und Hans Ulrich Meuter anwesend. Vom Gastgeber Rolf Hegetscheweiler erhielt die Regierungskandidatin schliesslich einen Blumenstrauss verbunden mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Wahlkampf.

ntscheide getroffen, die in die Kompetenz der Delegiertenversammlung fallen und eine Volksabstimmung «versemmelt»: Die Befunde der vom Gemeindeamt des Kantons Zürich veranlassten aufsichtsrechtlichen Prüfung von Verpflichtungskrediten sind nicht gerade schmeichelhaft für die Betriebskommission des Spitals Affoltern (BK). Siehe Frontseite. Weil lediglich Stichproben vorgenommen wurden, fragt sich, welche Mängel bei einer umfassenderen Kontrolle noch zu Tage geschaufelt worden wären. Mit der Feststellung, ihr seien Grundsätze oder die strengeren Massstäbe des Gemeindeamtes «nicht bewusst» gewesen, kann sich die BK, in der juristisches Wissen vorhanden ist und in der jahrelang in Gemeindebehörden tätige Vertreter Einsitz haben, nicht aus der Verantwortung nehmen – auch wenn sie beteuert, die Empfehlungen unverzüglich ins Prozesshandbuch aufzunehmen und lapidar festhält, die festgestellten Mängel vollumfänglich zu akzeptieren. Ja, was denn sonst? «Nicht bewusst» heisst «nicht gewusst». Und nicht wissen schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe. Man darf sich auch fragen, ob Leute, welche die statutarischen Kreditlimiten nicht kennen und beherzigen, in einer BK am richtigen Ort sind. Es ist erstaunlich, dass das Gemeindeamt angesichts solch gravierender

Mängel von aufsichtsrechtlichen Massnahmen absieht. Es scheint davon auszugehen, dass nun die Delegierten oder sogar die Gesundheitsdirektion einschreitet. Der Verein pro Zweckverband vergreift sich zwar oft im Ton, aber er hat mit einer Beschwerde an den Regierungsrat gegen den Bezirksrat in dieser Angelegenheit immerhin vorgespurt. Nicht alles, was dieser kritisiert, kann vom Tisch gewischt werden. Das Vertrauen ist jedenfalls dahin. So drängt sich nun die Frage nach einer Erneuerung der BK auf – mit einem neuen Präsidenten, der vorzugsweise von auswärts kommt und mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen. So, wie das bei einer AG mit einem Verwaltungsrat möglich gewesen wäre. Bauingenieure sollen Spitäler bauen, nicht leiten. An den Spital-Delegierten aus den Gemeinden, die sich verschaukelt vorkommen müssen, liegt es nun, entsprechend zu agieren. Personelle Änderungen in der BK wären schon deshalb angezeigt, weil sie bis dato eine Strategie für das Spital Affoltern vermissen lässt. Statt an der Zukunft zu zimmern und diese zu sichern, ist sie offenbar zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Gemeinde-Delegierte sprechen von internen Querelen und bemängeln die mangelhafte Kommunikation, die wiederum Nährboden ist für Gerüchte. Solches kann das Spital Affoltern nicht gebrauchen. Geht es im gleichen Stil weiter, so ist das Spital in absehbarer Zeit Geschichte.

Rohstoffmillionen – Berichte zu Handen des Gemeinderates Hausen Nach dem Gemeindeversammlungsbeschluss vom Dezember 2013 Die Gemeindeversammlung von Hausen hat im Dezember 2013 beschlossen, den beiden Organisationen arbeitsgruppe schweiz-kolumbien/ask und Fastenopfer/FO jährlich je 7500 Franken zukommen zu lassen, fünf Jahre lang. Der Antrag dazu brachte die Arbeitsgruppe Hausen handelt solidarisch ein, in enger Zusammenarbeit mit Aktionsgruppen in andern Ämtler Gemeinden. Ask und FO legen über die von Hausen unterstützten Programme auf Ende 2014 Berichte vor, die dem Gemeinderat zugestellt worden sind. Über das in Kolumbien unterstützte Programm ist im «Anzeiger» vom 2. Dezember 2014 ausführlich berichtet worden. Zurzeit ist zudem eine Gruppe von sieben Frauen und Männern aus dem Amt, Mitglieder der Solidaritätsgruppen, in Kolumbien unterwegs. Sie werden nach ihrer Rückkehr dieser «Reise an den Tatort» ausführlich informieren (vgl. Kurzbeitrag links). Mit den Mitteln aus Hausen kann die Arbeit einer lokalen Juristin während mehr als drei Monaten finanziert werden. Weniger bekannt ist das Programm von Fastenopfer im Kongo. FO unterstützt Kommissionen für natürliche Ressourcen, welche durch die im

Kongo weit verbreitete katholische Kirche gegründet wurden. Diese informieren die lokale Bevölkerung über ihre Rechte (zum Beispiel bei Umsiedlungen, Umweltverschmutzungen, Enteignungen von kommunalem Land usw.). Sie berichten über die Nichteinhaltung von Gesetzen (zum Beispiel Umweltnormen). Sie organisieren Dreiparteigespräche zwischen Bevölkerung, Behörden und Firmen, damit die Firmen ihren Pflichten nachkommen und die Bevölkerung vom Rohstoffabbau profitieren kann. Sie nehmen an der Entwicklung lokaler Entwicklungspläne durch die Behörden teil und recherchieren über die Verteilung und Verwendung der Steuereinnahmen aus Rohstoffexporten. Zum Beispiel: In Kolwezi, in der Provinz Katanga, ist die lokale Bevölkerung stark von den Aktivitäten der Filialen von Glencore im Kongo betroffen. Umweltverschmutzung und Menschenrechtsverletzungen geschehen regelmässig. Im Namen von Brot für alle und Fastenopfer wurde im März 2014 ein Workshop in Kolwezi organisiert. Die Arbeitstagung war ein Erfolg. Mehr als 50 Personen, darunter mehrere Dorfchefs, haben daran teilgenommen. Die Teilnehmenden ha-

ben gelernt, welche Rechte sie haben und einfordern können und wie sie besser relevante Daten erheben können. Zudem wurde ein kritisches Gespräch zwischen den Teilnehmenden und drei Vertretern von KCC, einer Glencore-Filiale, organisiert. Mumba Kabange Denis Tshikala, Chef verschiedener Gebiete in Katanga schreibt nach dem Workshop: «Als die Unternehmen kamen, haben wir an einen Segen geglaubt. Jetzt ist es ein Fluch. Das Treffen mit den Vertretern von Kommissionen für natürliche Ressourcen war sehr wichtig für mich».

Bevölkerung soll ihre Rechte wahrnehmen Der gemeinsame Nenner der Programme in Kolumbien und im Kongo: Die durch den Rohstoffabbau direkt betroffene Bevölkerung wird ermächtigt, ihre Rechte wahrzunehmen, mit den Firmen zu verhandeln und den Behörden auf die Finger zu schauen Die Berichte zu Handen des Gemeinderates können auf unserer Webseite eingesehen werden: www.hausensolidarisch.ch Hausen handelt solidarisch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Januar 2015

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Bemerkenswerte Sonderausstellung von Grüne für einen Schnellbus GeGesslers Bilderzyklus Affoltern–Zürich Enge quie der heiligen Justa aus Rom ins Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal, Niederwil AG, einen beachtenswerten Ausschnitt aus seinen sakralen Kunstwerken. Zwölf grosse Bilder, sieben Holzschnitte und zwanzig Tuschzeichnungen aus dem 1981 im Radius-Verlag erschienen GeGe-Buch «Geist – Schöpfer des Lebens» sind in der Begleitausstellung zur 350-Jahr-Feier in der Galerie im Kreuzgang des Klosters am Ufer der Reuss bei Niederwil, nahe Bremgarten zu sehen. GeGes Darstellungen zur Semana Santa in Sevilla, den Katakomben in Palermo sowie der Bilderzyklus «Tod von Palermo» (Toten................................................... tanz) – Meditationen zum Thema Heiliger Geist – sind absolut sehenswert von urs e. kneubühl und in dieser Art in einer Ausstellung Der Ottenbacher Künstler George «Ge- noch nie gezeigt worden. Ge» Gessler (1924 bis 2012) hat mit seiPrächtig sowie gewaltig sind die nen Werken zeitlebens ein bemer- Eindrücke, die sie hinterlassen: so viel kenswert breites Themenspektrum Religiosität, so viel Symbolgehalt, so malend abgedeckt. Aktuell zeigt nun starke Farben, Kontraste und Leuchteine Sonderausstellung zur 350-Jahr- felder! Mit der bekannten geometriGedenkfeier der Überführung der Reli- sierten Unterteilung seiner Werke hat der Ottenbacher Künstler auch hier eindeutige Konturen sowie sinnliche Weltlichkeit geschaffen, welche den Kreis zwischen den sakralen Gestalten und den öfter gezeigten weltlichen Bildern, wie Landschaften aus der Provence oder marokkanischen Städten schliesst. Es ist eine ausdrückliche Kraft, gepaart mit feinsinniger Magie, die von Gesslers beeindruckendem sakralem Werk ausgeht, zum Versinken und Nachdenken anregt. Die Ausstellung im Rahmen der am 25. Januar, 9.30 Uhr, in der Klosterkirche Gnadenthal stattfindenden 350-Jahr-Gedenkfeier der Justa-ReliBis Mitte Februar sind in der Galerie im Kreuzgang des quien-Translation Klosters Gnadenthal, Niederwil, beeindruckende sakrale Werke des Ottenbacher Künstlers George «GeGe» Gessler zu dauert bis Mitte Februar. sehen. (Bild zvg.)

Am 27. Januar 1665 wurde die Reliquie der heiligen Justa feierlich aus Rom ins Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal AG überführt. Im Rahmen der 350-JahrGedenkfeier am 25. Januar, 9.30 Uhr, in der Klosterkirche Gnadenthal, Niederwil, eröffnet in der Galerie im Kreuzgang eine Sonderausstellung mit Bildern von GeGessler. Sie dauert bis Mitte Februar.

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Seit Eröffnung der A4 hat sich der Zeitaufwand des motorisierten Privatverkehrs für die Fahrt zwischen dem Knonauer Amt und den Stadtzürcher Quartieren südwestlich des Paradeplatzes bedeutend verringert. Die Quartiere Binz und Brunau, die eine grosse Anzahl von Arbeitsplätzen aufweisen, sind von Affoltern mit dem Auto innerhalb von 15 Minuten erreichbar, mit dem öffentlichen Verkehr innerhalb von 35 Minuten; man braucht also mehr als doppelt so lange. Mit der Eröffnung des Üetlibergtunnels vor rund fünf Jahren wurde aufgrund eines Postulates von Kantonsrat Hans Läubli, Grüne, eine neue Postautolinie (Linie 200) von Affoltern via Hedingen–Bonstetten–Wettswil durch den Üetlibergtunnel nach Zürich-Süd eingeführt. Die Buslinie wird als Verbindung rege genutzt, denn dank dieser neuen Linie konnten Gebiete in Affoltern und Hedingen erschlossen werden, welche das bisher

nicht waren. Es ist auch eine Schnellverbindung vom Bahnhof BonstettenWettswil nach Zürich-Süd. Oft ist der Bus im Üetlibergtunnel überfüllt, so dass Fahrgäste im Bus stehen müssen. Auf der Autobahn, mit entsprechenden Geschwindigkeiten, ist dies sehr gefährlich. Der Bedarf nach der Postautolinie 200 ist jedenfalls ausgewiesen. Für Reisende von Affoltern nach Zürich-Süd bedeutet die Benutzung dieser Linie gegenüber den S-Bahn-Verbindungen jedoch bedauerlicherweise keine Zeitersparnis. Hingegen würde die Führung einer Linie ab Bahnhof Affoltern direkt über den Autobahnanschluss Affoltern nach Zürich-Süd die Hälfte der Fahrzeit sparen. Affoltern ist ein wichtiger Umsteigebahnhof für zahlreiche Busse aus der Region bis in den Kanton Aargau. Durch die Einführung einer direkten Buslinie Affoltern–Zürich Sihlcity –Zürich Enge kann ein weiteres at-

traktives Angebot im öffentlichen Verkehr geschaffen und die Strassen in der Region vom motorisierten Privatverkehr entlastet werden. Eine entsprechende politische Forderung in Form einer Anfrage im Jahr 2009, ebenfalls von Kantonsrat Hans Läubli, Grüne, initiiert und von Kantonsräten der FDP und der SVP unseres Bezirks mitunterzeichnet, wurde von den zuständigen Behörden leider nicht berücksichtigt. Die Grünen des Bezirks Affoltern fordern die zuständigen Stellen auf, mit der nächsten grossen Fahrplanrevision, diese direkte Buslinie endlich einzuführen. Die zuständigen Gemeinderäte unseres Bezirks sind aufgerufen, sich bei der Regionalen Verkehrskonferenz bzw. beim zuständigen Verkehrsrat des Kantons Zürich für diese Buslinie einzusetzen. Lilian Hurschler, Kantonsratskandidatin, Grüne Affoltern

Hochleistungskühe machen Hunger und drücken den Milchpreis Leserbriefe im «Anzeiger» vom 13. Januar. Im Durchschnitt geben Schweizer Kühe jedes Jahr mehr Milch und Spitzentiere erzielen zur Freude der Spitzenzüchter neue Höchstleistungen. Sie können international mithalten. Damit die Kühe diese Höchstleistungen erbringen können, sind sie auf immer höhere Kraftfuttergaben angewiesen. Haben die Kühe vor einiger Zeit im Durchschnitt 500 kg Kraftfutter pro Jahr gefressen, so sind das heute schnell 1000 oder 1500 kg. Würde den knapp 600 000 Milchkühen in der Schweiz pro Kuh 500 kg weniger Kraftfutter gefüttert, müssten 300 000 t weniger Futtermittel (darunter Lebensmittel wie Weizen, Gerste, Mais, Hafer) importiert werden. Von diesen 300 000 t könnte sich mehr als 1 Million Menschen energiemässig ernähren (rein pflanzlich). In Anbetracht dessen, dass weltweit rund 800 Millionen Menschen zu wenig zu essen haben, ist der übermässige Kraftfutter-

einsatz in der Milchproduktion ethisch nicht vertretbar. Das vom Bund ausgearbeitete Direktzahlungsprogramm zur graslandbasierten Milchproduktion beschränkt den Kraftfuttereinsatz auf 10 %. Bio-Betriebe haben den Kraftfuttereinsatz bereits seit Jahren auf 10 % der Ration beschränkt. Erste Pionierbetriebe (biologische und nicht-biologische) produzieren ihre Milch ganz ohne Kraftfutter und erzielen dabei in der Milchproduktion höhere Stundenlöhne als Hochleistungsbetriebe mit enormem Kraftfuttereinsatz. Schweizer Kühe sollen vorwiegend Gras fressen und nicht den vernünftig produzierenden Milchproduzenten mit Überschüssen aus dem Kraftfutter den Milchpreis ruinieren. Versuche haben gezeigt, dass die meisten Milchkühe gut damit umgehen können, wenn sie weniger Kraftfutter erhalten. Die Milchleistung nimmt weniger stark ab, als theoretisch erwartet. Es ist wie beim Autofahren: anstatt mit Vollgas zu fahren ist es wirtschaftlicher, das Gaspedal

nur zu ¾ zu drücken. 65 % der Landwirte haben sich für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion angemeldet. Diesen Betrieben wird der Milchpreis gleich wie den «Vollgasbetrieben» gekürzt, obwohl sie nicht für die Überproduktion verantwortlich sind. Mit der intensiven Milchproduktion auf höchstem Niveau sind Millionengeschäfte verbunden: Zuchtstiere, deren Nachkommen noch höhere Milchleistungen versprechen; Handel mit Embryonen; Futtermittel mit ausgeklügelten Zusätzen; Milchverarbeiter wie Emmi. Weil die «Vollgasbauern» die Mehrheit in den leitenden Gremien der landwirtschaftlichen Organisationen innehaben, werden die Anliegen der vernünftig produzierenden Milchproduzenten nicht gehört oder unterdrückt. Wenn sie sich Gehör verschaffen wollen, werden sie sich wohl ihre eigene Struktur schaffen müssen ... Werner Zbinden, dipl. Ing. Agr. ETH, Agronomie und Ökologie, Obfelden


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Dienstag, 20. Januar 2015

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Der «Dank» der Nationalbank Es ist noch kein Monat vergangen seit der Präsident der Nationalbank, Thomas Jordan, anlässlich der Pressekonferenz vom 18. Dezember 2014 versprochen hat, er werde den Frankenmindestkurs zum Euro von 1.20 mit aller Macht verteidigen: «Lassen Sie mich zum Schluss nochmals unterstreichen, was ich bereits eingangs betont habe. Der Mindestkurs bleibt zentral für die Gewährleistung angemessener monetärer Rahmenbedingungen in der Schweiz. Deshalb werden wir den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und zu diesem Zweck bei Bedarf unbeschränkt Devisen kaufen und weitere Massnahmen ergreifen. Ohne den Mindestkurs wäre die Preisstabilität in der Schweiz stark gefährdet. Die Einführung von Negativzinsen unterstützt die Durchsetzung des Mindestkurses.» Es ist zwar etwas länger her, aber noch vor einigen Monaten waren SNB-Vertreter auch der Meinung, dass Negativzinsen ein untaugliches Mittel seien, den Frankenkurs zu stützen, denn dies hätten die Erfahrungen der späten Siebzigerjahre gezeigt. Und nun kündigt die SNB überraschenderweise für die Wirtschaft und die Pensionskassen einen abrupten Kurswechsel an. Die Begründungen dazu sind unglaubwürdig, denn sie waren auch schon am 18. Dezember bekannt: Die Unterschiede in der geldpolitischen Ausrichtung der bedeutenden Währungsräume hätten sich in letzter Zeit verstärkt und dürften sich noch weiter akzentuieren. Der Euro hätte sich gegenüber dem USD deutlich abgewertet, wodurch sich auch der Franken

zum USD abgeschwächt habe. Vor diesem Hintergrund sei die SNB zum Schluss gekommen, dass die Durchsetzung und die Aufrechterhaltung des Euro-Franken-Mindestkurses nicht mehrt gerechtfertigt sei. Damit aber die Aufhebung des Mindestkurses nicht zu einer unangemessenen Straffung der monetären Rahmenbedingungen führe, senke die Nationalbank die Zinsen deutlich. Bei der Gestaltung ihrer Geldpolitik trage die Nationalbank auch künftig der Wechselkurssituation Rechnung. Sie bleibe deshalb bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv, um die monetären Rahmenbedingungen zu beeinflussen. Mit diesem Kurswechsel hat die SNB ihre Glaubwürdigkeit verloren. Sie hat nicht mehr die Preisstabilität im Auge, sondern hat sich wohl dem internationalen Druck gebeugt, koste es die Schweiz was es wolle. In internationalen Gremien wurden bekanntlich in jüngster Zeit kritische Stimmen laut, die die Schweiz wegen ihrer Währungspolitik kritisierten. Sie unterstütze damit auf unfaire Weise ihre Exportindustrie.

Deflationstendenz verstärkt Noch vor Kurzem wurde der Mindestwechselkurs damit begründet, dass er notwendig sei, um Deflation zu verhindern. Umso mehr verwundert der Zeitpunkt zur Freigabe des Wechselkurses. Mit ihrem Kurswechsel verstärkt sie die Deflationstendenz statt sie zu bremsen. Selbst wenn der Index der Konsumentenpreise bis Ende 2015 unverändert bleibt, resultiert eine Ne-

gativteuerung von 0.3 %. In den Sommermonaten ergäbe sich temporär ein Minus von bis zu 1%. Der Anteil der Importgüter im Konsumentenpreisindex beträgt 26.9 %. Auch wenn die Preisvorteile von den Importeuren nicht voll weitergegeben werden, könnte über die Importpreise eine Negativteuerung von an die 2% entstehen. Dazu kommt der gefallene Erdölpreis, der die Inflation ebenfalls drückt. Kommt es zu einer Deflation von über 1 %, dann erfüllt die SNB ihren Verfassungsauftrag nicht. Die Verantwortlichen müssten dann zur Verantwortung gezogen und allenfalls ersetzt werden. Vom Kurswechsel betroffen werden nicht nur die Exportwirtschaft und der Tourismus, sondern auch unsere Altersvorsorge. Die Negativzinsen werden dazu führen, dass die Banken auch noch die Zinsen auf den Sparen 3 und den Freizügigkeitskonti auf praktisch Null reduzieren müssen. Es war deshalb eine Lüge, wenn die SNB behauptet, dass die Sparer von Negativzinsen nicht betroffen würden. Die Renditen der Franken-Anleihen haben wegen der Tiefzinspolitik der SNB heute ein Niveau erreicht, das weit unter dem Plansoll der Pensionskassen liegt. Die aktive Generation, wird bereits zu Jahresbeginn 2015 damit rechnen müssen, dass nach den Verlusten auf Fremdwährungsanlagen und am Aktienmarkt im laufenden Jahr ein Loch in ihren Pensionskassen entstehen wird, für das sie früher oder später geradestehen müssen. Auch die Arbeitgeber werden mit Nachfinanzierungen konfrontiert wer-

Längst fälliger Anreiz für energiebewusstes Verhalten Teures Abenteuer, Kolumne von H.U. Bigler im «Anzeiger» vom 13. Januar. Leider spricht Hans-Ulrich Bigler in seinem Artikel nur über Verteuerungen und Preiserhöhung, ohne zu erwähnen, dass bei der Umsetzung der glp-Initative ja die ganze Mehrwertsteuer wegfällt – bei einem Autokauf sind dies rasch einmal 2000 Franken direkt gespartes Geld. 8% günstiger werden auch die Winterpneus, das GA und das neue Velo! Die Initiative ist im Gegensatz zum Klimarappen, Treibstoffzoll oder Strassengebühren staatsquotenneutral! Also insgesamt k e i n e zusätzlichen Steuern oder Abgaben – weder für Gewerbe noch für Bürger. Der heutige Minimalkompromiss des Klimarappens von 1,5 Rappen pro

Liter Benzin hat wohl noch kaum jemanden zu einem bewussteren Mobilitätsverhalten angeregt! Hier ist die die Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» ein klarer Eckpfeiler für die schon längst fällige, mit viel Verzögerungstaktik – auch vom Gewerbeverband – immer wieder verschleppte ökologische Steuerreform! Als einzige Partei hat die glp hier einen pragmatischen, wirkungsvollen Ansatz erarbeitet, der das Energiesparen erstmals lohnend macht. Das gilt nicht nur für die heute zu günstige Mobilität, sondern auch für den Strom: Wer beim heutigen Strompreis von 18 Rappen pro Kilowattstunde aktiv spart, bezahlt am Ende des Monats vielleicht neun Franken weniger. Mit der glp-Inititative wird es sich endlich lohnen, nach verbrauchsgünstigen Geräten

Das ist auch in Affoltern möglich

Nicht nur in Obfelden gibt es fragwürdige Ende-30-Tafeln: Ein Feldweg für Landwirtschaftsfahrzeuge der nach 400 Meter endet! Hugo Spirgi, Affoltern

Ausschau zu halten, den Standby-Modus mit Stromleisten auszuschalten und auf eine stromsparende Weihnachtsbeleuchtung zu setzen. Eine nachhaltige Energiepolitik mit konkreten Anreizen für ein verantwortungsbewusstes Verbraucherverhalten ohne die heute klar erkennbaren Umweltrisiken auf künftige Generationen abzuwälzen sind das Ziel der glp-Initiative. Das ist kein Etikettenschwindel! Und zudem ist die Initiative wirtschaftsfreundlich, denn erneuerbare Energien schaffen deutlich mehr Arbeitsplätze als das Verbrennen von importierten fossilen Brennstoffen aus Ländern wie Aserbeidschan oder Russland! Hans Wiesner, Bonstetten glp-Kantonsrat

den. Ende 2013 stellten sich die Aktiven unserer Pensionskassen auf 720 Mrd. Franken. Im Jahre 2014 kamen rund 10 % Kursgewinne und Erträge dazu, sodass sich die Vermögen vor dem Krisentag 15. Januar 2015 auf rund 800 Mrd. Franken stellten. Davon entfallen rund 250 Mrd. auf Fremdwährungsanlagen. Die Pensionskassen haben somit alleine durch Währungsverluste rund 25 Mrd. Franken verloren. Dazu kommen die Einbussen in Höhe von rund 5 Mrd. auf den Beständen an Schweizer Aktien von rund 80 Mrd. in den PK-Portefeuilles. Private Anleger, Lebensversicherer etc. werden ebenfalls beträchtliche Verluste einfahren. Die letztbekannten Zahlen über die Depotbestände bei Schweizer Banken aller in- und ausländischen Kunden stammen aus dem Oktober 2014. Von den ausgewiesenen Depotwerten von 5469 Mrd. Franken entfallen 2677 Mrd. auf Fremdwährungsanlagen. Die Währungsverluste darauf dürften somit über 200 Mrd. Franken ausmachen. Dies ist wohl der Dank dafür, dass die Stimmbürger die SNB noch vor Kurzem im Abstimmungskampf gegen die Goldinitiative unterstützt haben.

Das Eigenkapital halbiert Die SNB verfügt selbst über 500 Mrd. Franken Währungsreserven, auf denen sie wohl saftige selbstverschuldete Währungsverlust eingefahren hat. Es sei denn, sie hätte diese Währungen abgesichert, was aber einem Insidervergehen gleichkäme. Bei durchschnittlich 10 % Kursverlusten auf den

Hans Kaufmann, alt Nationalrat, Wettswil

Fatale Botschaft SP-Präsident in der Obfelder Verkehrskommission nicht mehr genehm, «Anzeiger» vom 9. Januar 2015. Die Nichtwiederwahl von Rolf Vollenweider durch eine Mehrheit des Gemeinderates hat uns sehr überrascht und irritiert. Bei der Veranstaltung «Visionen für unsere Dorfstrasse» vom 25. November 2014 ging es nicht, wie im Artikel berichtet, um eine Studie über Verkehrsberuhigungsmassnahmen, die realisiert werden sollen, sondern um die Präsentation von mehreren Studienarbeiten, die sich mit Ideen zu Gestaltungsmöglichkeiten der Dorfstrasse nach dem Bau der Umfahrung befassen. Die Studierenden der Hochschule Rapperswil hatten dabei freie Hand, ihre Ideen zu entwickeln; sie mussten die Vorgaben ihres Studienleiters erfüllen, aber keineswegs Wunschvorstellungen der SP Ob-

Vereinfachtes Steuersystem Es ist gut, dass die Fraktion der FDP-Liberalen erneut einen Vorstoss (Motion) unternommen hat, wonach der Bundesrat ein einfaches und transparentes Steuersystem für natürliche Personen (gemeint sind wohl Unselbstständigerwerbende und Rentner) ausarbeiten soll. Gelten soll es für Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern. Die Besteuerung solle aufgrund von maximal drei – nicht progressiven – Einheitssätzen erfolgen. Abzüge gäbe es nur noch für Gewinnungskosten wie Berufsauslagen usw. Zusätzlich sollen Pauschalabzüge für Aufwendungen, die aufgrund einer persönlichen oder familiären Lebenssituation anfallen, möglich sein. Die kantonale Tarifhoheit soll gewahrt bleiben, ebenso der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Ein solches vereinfachtes Steuersystem würde den Aufwand von Steuerzahlern und Behörden drastisch reduzieren. So gut die

Fremdwährungen könnte gut und gerne ein Verlust von 50 Mrd. Franken entstanden sein. Das Eigenkapital, das noch Ende Jahr bei fast 80 Mrd. stand, würde damit mehr als halbiert. Deshalb wird man wohl bald wieder über einen Verzicht auf eine Gewinnausschüttung an den Bund und die Kantone diskutieren. Noch vor Kurzem sprach man noch von einem Sonderbonus, nur weil 2014 ein Buchgewinn von 38 Mrd. Franken angefallen war. Und schliesslich wird auch die Wirtschaft massive Einbussen erleiden. Auch wenn keine genauen Zahlen über die im Ausland erwirtschafteten Erträge vorliegen, so kann man doch davon ausgehen, dass ausgehend von den für 2013 bezahlten Dividenden (ca. 36 Mrd. Franken), die kotierten Gesellschaften insgesamt über 100 Mrd. Franken Gewinne erzielt haben, wovon mindestens 60 % im Ausland. Dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Export und im Tourismus geschwächt wird und damit Arbeitsplätze im Inland gefährdet sind, versteht sich von selbst. Der Einkaufstourismus im Grenzgebiet und via Internet-Shopping wird beschleunigt zunehmen. Die SNB wird sich nicht rausreden können, wenn die Schweiz in absehbarer Zeit in eine Rezession zurückfällt. Sie wird dafür verantwortlich sein. Die SNB ist unberechenbar geworden. Statt stabilisierend zu wirken, ist sie selbst zu einem der grössten Risiken für den Schweizer Wohlstand geworden.

Idee der Easy Swiss Tax zwar gemeint ist, so schwierig wird der Weg der politischen Umsetzung sein. Das heutige Schweizer Steuersystem hat eine sehr grosse Anzahl von systemfremden Abzügen, die Interessengruppen in das heutige Schweizer Steuersystem eingebracht haben. Die gleichen Interessengruppen werden sich gegen eine Abschaffung dieser systemfremden Abzügen wehren, obwohl praktisch alle politischen Parteien für eine Abschaffung dieser systemfremden Abzüge sind. Alle politischen Parteien empfinden das heutige Schweizer Steuersystem als unbefriedigend – man spricht diesbezüglich sogar von steuerpolitischer Schizophrenie (Neue Zürcher Zeitung vom 28. November 2014, Seite 9). Es ist zu hoffen, dass die Motion der FDP-Liberalen Erfolg haben wird. Hans Ulrich Meuter, FDP Co-Präsident, Ortspartei Affoltern

felden zu Papier bringen. Die Arbeiten wären nicht anders ausgefallen, wenn der Kontakt zur Hochschule Rapperswil beispielsweise über den Gemeinderat oder eine andere Partei erfolgt wäre. Dass als Folge dieser Veranstaltung Rolf Vollenweider in der Verkehrskommission nicht mehr erwünscht ist, ist für uns deshalb nicht nachvollziehbar. Noch mehr irritiert uns die Botschaft, die mit dieser Nichtwiederwahl an andere engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgesendet wird. Der Kommentar von Werner Schneiter spricht uns aus dem Herzen. Wir wünschen uns ein lebendiges Dorf, in dem Anstösse für Veränderungen von unterschiedlichen Seiten initiiert werden dürfen und Anregungen als solche aufgenommen und nicht als Provokationen verstanden werden. Maria Kapossy und Matthias Lerchmüller, Obfelden

Wer im Glashaus sitzt ... Saftige Busse – ein Ablasshandel, Leserbrief im «Anzeiger» vom 9. Januar. Sehr geehrter Herr Jud, zurückkommend auf Ihren Angriff auf die Staatsanwaltschaft (und damit natürlich auch auf Metzger Weiss) erlauben wir uns, folgende Frage zu stellen: Ist das Verhalten der Staatsanwaltschaft nicht vergleichbar mit dem Verhalten von Ihnen als Gemeinderat? Haben Sie nicht auch Entscheide gefällt, beeinflusst oder mitentschieden, die für Aussenstehende nicht ganz einfach nachvollziehbar waren? Wer im Glashaus sitzt (oder sass) ... Richard und Susi Meier, Mettmenstetten


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Serie

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Obere Mühle Affoltern: Zeitzeugen und Archive machen die Geschichte spannend Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (91), 2. Teil Die interessanten Recherchen mit Zeitzeugen haben auch im zweiten Teil ihre Fortsetzung. Aber auch in den Archiven stösst man auf Überraschungen. Da standen also eines Tages diese Amerikaner vor der Türe von Frau Spinner in Aeugst und fragten sie nach ihren Vorfahren, welche auch in der Oberen Mühle in Affoltern gelebt hätten. Frau Willy Hug. Spinner wusste es nicht. Aber der Zufall wollte, dass «Bötti», Albert Vollenweider von Affoltern, bei ihr zu Besuch weilte, und dieser wusste mehr. Die Gebrüder Spinner seien 1899 nach Embrach weitergezogen, so «Bötti». Nun begab ich mich in Embrach auf die Suche. Gab es in Embrach noch Nachkommen von Heinrich und Jakob Spinner? Einige Male wurde ich weitergewiesen, bis ich auf eine Frau Heller-Spinner traf, welche sich als Enkelin von Jakob Spinner vorstellte. Ihr Grossonkel Heinrich, der Bruder ihres Grossvaters Jakob, war eines Tages plötzlich verschwunden und galt dann als verschollen. Was damals aber niemand wusste: Offenbar war er klammheimlich in die USA ausgewandert. Deshalb suchten 80 Jahre später seine Nachkommen bei uns nach ihren Vorfahren. Die Familiengeschichte, welche mir Frau Heller erzählte, war eher bedrückend: Heinrichs Sohn, Heinrich Junior, erlag mit 17 Jahren den Verletzungen, welche ihm ein ausschlagendes Pferd zugefügt hatte. Daraufhin erkrankte seine Mutter. Gegen Ende des Gesprächs mit Frau Heller stellte ich die Frage, ob es noch Fotos von der Oberen Mühle in Affoltern gebe. «Ach, wenn Sie doch nur vor zwei Jahren gekommen wären, da ist mein ältester Bruder gestorben, und seine Tochter hat alles weggeworfen!»

So sah es damals auch in der Oberen Mühle aus. Foto von der Mühle beim Schloss Hallwyl. (Bilder zvg.) Johannes Schneebeli mit dem Müller von Loo (Zwillikon), als dieser sich 1823 dagegen wehrte, dass Schneebeli seine Öle vergrössern wollte. 19 Jahre zuvor machte in einem Bittschreiben der Müller Hans Jakob Frick seinem Ärger Luft, dass er beim Bockenkrieg von drei Gemeinderäten zur Teilnahme am Aufstand gezwungen worden sei und nachher mit 90 Franken eine unverhältnismässig hohe Busse erhalten hätte. Über denselben Frick ist auch in einer Tabelle der Ökonomischen Gesellschaft ersichtlich, dass 1786 in seiner Mühle 12 Personen wohnten, davon fünf Kinder und zwei Knechte. Im Stall standen zwei Kühe, ein Kalb, drei Pferde, eine Stute, zudem vier Schweine und sechs Hühner. Dass der «Obermüller» zu den Reichsten im Dorf gehörte, weisen bereits Steuerregister von 1461 aus.

Brände Die Gebrüder Spinner erwarben 1878 die Obere Mühle als Brandruine von Heinrich Schneebeli und bauten sie neu auf. Brände waren bei Mühlen nicht selten. Die vielen mechanischen Getriebe mussten peinlich genau eingestellt, gewartet und sorgfältig betrieben werden, um ein Heisslaufen zu vermeiden. Sonst konnte es sich in Kombination mit Mehlstaub fatal auswirken. Die Mühle brannte in der Nacht zum 3. Februar 1878 nieder. In einem Bericht stand: «Das entfesselte Element griff mit solch rasanter Schnelligkeit um sich, so dass nur noch sehr wenig von der Fahrhabe gerettet werden konnte. Ebenso gingen grosse Vorräte an Frucht und Mehl zu Grunde, wie dieser Brand entstand, ist noch nicht bekannt.»

1985 Sprengung

Ein Bub sammelt Rossbollen auf der Naturstrasse (Jonentalstrasse). Rechts die Holzwollefabrik in der ehemaligen Mühle.

Die Dynastie Schneebeli Erst zwei Jahre vor dem Brand liess der Brandgeschädigte, Bezirksrichter Heinrich Schneebeli, seine Mühle modernisieren. Er ersetzte 1876 die beiden drei und fünf Meter hohen, oberschlächtigen Wasserräder durch eine effizientere Turbine. Zwei Mahlgänge (Mühlsteine) ersetzte er durch die technisch modernen Walzenstühle. Voraussetzung zum Betrieb der modernen Walzenstühle war eine regelmässige Wasserzufuhr zur Turbine. Die Wassermenge des Jonenbaches unterlag jedoch grossen Schwankungen.

Die Obere Mühle kurz vor dem Abbruch 1985. Bereits 1868 wurde mittels eines eigens zu diesem Zwecke angelegten Wasserreservoirs entgegengewirkt, dem heute noch existierenden Müliweiher. Ein 500 Meter langer Kanal führte das Wasser zur Mühle. Kurz vorher konnte es mittels Schieber zur

Werner Spörri (Holzwollefabrik) vor dem Mühle-Eingang.

Knochenstampfe und Öle abgeleitet werden. Mit dem Verkauf der Mühle an die Gebrüder Spinner nahm die Dynastie Schneebeli in der Oberen Mühle ihr Ende. Seit 1467 waren sie – mit Unterbrüchen – über 400 Jahre immer wieder deren Besitzer gewesen.

Ärger über eine Busse Etliche Male wechselten die Besitzer der Mühle, und einige Male brannte sie nieder. Eine der vielen vorhandenen Akten im Staatsarchiv bezieht sich auf einen Streit des «Obermüllers»

Nachdem Jean Haag 1915 die Mühle aufgab, profitierte ab 1916 die Holzwollefabrik Spörri von den Wasserkraftanlagen (siehe alte Geschichten: Holzwolle nicht nur für Teddybären). Das Ende der ehemaligen Mühle bedeutete die Sprengung des Gebäudes am 12. und 13. Juni 1985 durch die Luftschutzkompanie 1/28. Kurz zuvor fiel die vor dem Hause stehende prächtige Linde, welche 1890 Frau Spinner gepflanzt hatte. Heute steht hier ein Mehrfamilienhaus. Daran, dass da einmal während Jahrhunderten eine Mühle stand, erinnert lediglich noch der Müliweiher und ein kleiner Teil des ehemaligen Zulaufkanals hinter dem Bauspielplatz. Im Keller, einst unter der Auffahrt zur abgebrannten Scheune, befindet sich heute eine Trafostation. Fasziniert von der Mühlentechnik absolvierte ich 2013 einen Müllerkurs für Laien in der Aumüli in Stallikon. Was dort unter anderem durch das Engagement von Fredi und Margrith Hofmann vollbracht wird, ist grossartig. ................................................... > Der erste Teil ist am 28. November 2014 erschienen


Gewerbe/Dienstleistungen

Speck muss weg

«Die Fledermaus»

Gute Vorsätze: Zahlreiche Ämtler schliessen ihre Fitnessabos im Januar ab. > Seite 12

An der Strauss-Operette im Theater Arth wirken auch zwei Uerzliker mit. > Seite 15

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Bezirksmeister Ämtler Mittelstufen-Schulklassen messen sich in Affoltern im Hallenfussball. > Seite 19

Wellness und Kultur Preisübergabe für den Wettbewerb des «Treffpunkt Rössli»

Exakte Hautanalyse bei Star Cosmetic in Bonstetten. (Bild zvg.)

Der richtige Weg zu schöner Haut Hautanalyse bei Star Cosmetic, Bonstetten Welche Produkte helfen der Haut? Was verträgt sie? Ist Bio besser? Da scheiden sich die Geister. Viele Frauen experimentieren einfach mit den Töpfen und Tiegeln. Meistens entscheidet schlussendlich der Duft, die Verpackung oder die Werbung. Falsch. Die entscheidende Frage wäre: Was passt zum eigenen Haupttyp? Was schützt, regeneriert, glättet und wirkt lang anhaltend für die eigene Haut? Die richtige Antwort ist ohne eine exakte Hautanalyse nur ungefähr möglich. Ein genauer Hauttest zeigt in ca. 30 Minuten die Fakten der individuellen Haut und führt zur perfekten Pflegehilfe. Die exakte dermatologische

«Horoskopia» im Emmen Center Bis zum 31. Januar steht das Shopping-Erlebnis im Emmen Center im Zeichen der Sterne. Zwölf kunstvoll gestaltete Skulpturen stellen die verschiedenen Sternzeichen dar. Aber «Horoskopia» ist nicht nur künstlerisch gestaltet, sondern auch informativ und unterhaltsam zugleich. Grosse Banner und Stelltafeln geben Auskunft über die Eigenschaften der verschiedenen Sternzeichen, welche Berühmtheiten am selben Tag geboren wurden und welcher Planet, welches Element, welche Farbe, welcher Stein dem Zeichen zugeordnet sind. Auf Knopfdruck ertönt aus jeder Stelltafel eine informative und musikalische Komposition, über die Eigenschaften des jeweiligen männlichen oder weiblichen Sternzeichens. Zudem erfahren die Besucher wie die Sternzeichen untereinander harmonieren und wer zu wem passt. Auch die Sternzeichen aus anderen Horoskop-Systemen wie das Indianische, das Chinesische und das Keltische, werden in dieser Ausstellung aufgezeigt. Als besonderes Highlight haben die Besucher sogar die Möglichkeit, sich bei Barbara Maurer, der Hausastrologin der Zeitschrift SI Style, gratis eine astrologische Kurzanalyse erstellen zu lassen (freitags 16.30 bis 19.30 Uhr, samstags 12.30 bis 15.30 Uhr). Dazu braucht sie Name, Geburtsdatum, Geburtszeit, Geburtsort. Zudem wird Barbara Maurer am Freitag, 23. und 30. Januar, um 20 bis ca. 20.45 Uhr einen Ausblick auf das Jahr 2015 geben. (pd.)

Hautanalyse mittels neuster technologischer Unterstützung ermittelt Faltentiefe und Pigmentierungen, Elastizität und Trockenheitsgrad, Hauttalg, Poren und Repairpotenzial. Die anspruchsvolle Hautanalyse Derma-X ist ab sofort im Kosmetikstudio Star Cosmetic in Bonstetten möglich. Star Cosmetic ist spezialisiert im Bereich Anti-Aging nach neuster Wissenschaft und mit modernsten Geräten und Kleinmolukar-Produkten. Auch im Angebot sind Permanent Make-up, Manicure, Pedicure, Waxing und Wellness-Massagen. (pd.) Kosmetikstudio Star Cosmetic, Kim Vonlanthen, Im Heumoos 8, Bonstetten. Telefon 044 760 17 27.

Ende November fand in Mettmenstetten die Gewerbeausstellung «Treffpunkt Rössli» statt. Mehrere hundert Teilnehmende füllten den Wettbewerbstalon aus – am vergangenen Donnerstag wurden die Gewinner zur Preisübergabe ins Restaurant Rössli eingeladen. Auch die neunte Auflage der alle zwei Jahre stattfindenden Gewerbeausstellung «Treffpunkt Rössli» fand beim Publikum wieder grossen Anklang. Beim Wettbewerb mussten die Besucher und Besucherinnen sechs Fragen zu verschiedenen Ausstellern beantworten. Von mehreren Hundert abgegebenen Wettbewerbstalons waren auf 30 alle Fragen richtig beantwortet. Deshalb musste schlussendlich das Los entscheiden.

Preise, die einschenken Für den ersten Preis wurde Martin Trinkler gezogen. Er erhielt einen Gutschein über 400 Franken, den er bei einem Aussteller seiner Wahl einlösen kann: «Was es geben wird, muss ich zuerst mit meiner Gattin besprechen.» Der zweite Preis ging an Elsbeth Stadelmann. Sie erhielt einen von der

Moderne Heilmethode zeigt Wirkung Hypnosetherapie gewinnt an Bedeutung In der Praxis für systemische Hypnosetherapie in Rifferswil, begegnet Reto Blaschitz hilfesuchenden Menschen, begleitet und unterstützt sie und versucht, sie in ihrer individuellen inneren Welt von Einstellungen, Werten, subjektiven Erfahrungen und Interpretationen zu verstehen. Hypnose ist ein altes Verfahren, das in vielen Kulturen für Heilzwecke verwendet wird. Heute ist sie eine moderne Heilmethode und setzt da an, wo Logik nicht weiterhilft. In der Hypnose wird eine Trance eingeleitet, die äussere Realität tritt so in den Hintergrund und die unterschwellige Wahrnehmung wird geschärft, um Zugang zu unbewussten Ressourcen zu finden. Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen oder Meditation vergleichen. Hypnose ist konzentrierte Aufmerksamkeit nach innen und richtet sich auf unbewusste Stärken, vergessene Fähigkeiten und das unbewusste Wissen über die Lösung der Problematik. Hypnose ist keine passiv empfangene Heilung durch Suggestionen an das Unbewusste. In der modernen Hypnose besteht immer eine aktive Beteiligung des Klienten, der sich bewusst oder unbewusst mit den Hintergründen seiner Probleme/Symptome auseinandersetzt. Es ist ein Mythos, dass Klienten während der Hypnose nicht

Reto Blaschitz. (Bild zvg.) mitbekommen, was geschieht oder vertrauliche Inhalte preisgeben. Hypnose wird bei den verschiedensten Krankheiten und Themen eingesetzt: etwa bei der Behandlung von Ängsten, Zwängen und Blockaden, bei Stress, Lernschwächen, bei sexuellen Störungen und Abhängigkeiten. Aber auch rund um die Themen Geburt, Operation und Zahnarztbehandlung, bei der Gewichtsreduktion bei körperlichen und seelischen Schmerzen und ausserdem, als ergänzende Methode, zur Unterstützung und Begleitung schulmedizinischer Therapien. (pd.) Reto Blaschitz, systemisches Coaching und Hypnosetherapie, Jonentalstrasse 3, Rifferswil. Telefon 079 668 09 18, www.blaschitz.ch.

Die drei glücklichen Gewinner (vorne), eine Delegation des OKs (hinten links) und die Sponsoren von der Wellness Oase Dachlissen trafen sich neben der Preisübergabe zu einem gemeinsamen Essen. (Bild Salomon Schneider) Wellness Oase Dachlissen gesponserten Gutschein im Wert von 300 Franken: «Ich werde mit zwei guten Freundinnen gehen. Da es im privaten Rahmen stattfindet, können wir uns im Wellness endlich einmal nach Herzenslust unterhalten – ohne Gefahr, jemanden zu stören.

Der dritte Preis ging an Sarina Suter. Sie gewann einen Gutschein für «Das Zelt» im Wert von 250 Franken: «Ich weiss bereits mit wem ich gehen werde, jedoch noch nicht, was wir uns anschauen.» Zur Preisübergabe wurden Gewinner und Sponsoren ins Restaurant Rössli eingeladen.

Massage ist nicht gleich Massage Die Praxis Cordial in Stallikon, mit viel Lebensfreude und Schwung liebevoll geleitet von Elvira Gienal, wartet mit einem vielfältigen Angebot auf. In der aktuellen Zeit müssen Ruhe und Entspannung aktiv eingeplant werden, den «einfach so» finden sie nicht statt. Als freiheitsliebende Bündnerin ist es Elvira Gienal sehr wichtig, den Menschen die Gesundheit, das freie Atmen und das Wohlfühlen ans Herz zu legen. Das Kernstück ihres Angebotes ist die APM – die Akupunkt-Massage nach Penzel, eine der ältesten europäischen Meridiantherapien mit Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der klassischen Akupunkturlehre. Die Akupunkt-Massage nimmt einen besonderen Stellenwert ein bei der Behandlung von funktionellen Störungen und Störungen des Bewegungsapparates. Elvira Gienal reguliert mit sanften Streichungen mit einem Massagestäbchen (keine Nadeln) entlang der energieleeren Meridiane den Energiehaushalt. Dabei werden die Selbstheilungskräfte des Körpers durch Energieverlagerungen angeregt und gestärkt. Bestandteil einer Behandlungsserie ist neben der Meridiantherapie auch die spezielle Pflege von Störfeldern (etwa blockierte Gelenke, Narben). Im Zuge der Grundregulation (Spannungs-Ausgleich-Massage SAM) wer-

den alle Meridiane, die einen Energiemangel aufweisen, sanft tonisiert. Die Energiefülle wird abgebaut, der Energiemangel Elvira Gienal. ausgeglichen. (Bild zvg.)

Ohr-Akupunkt-Massage Mit der von Elvira Gienal angebotenen OAM, der Ohr-Akupunkt-Massage, können oftmals Gelenkblockaden oder Störfelder einzelner Wirbelsäulensegmente, die den gesamten Organismus beeinträchtigen, nur über die Ohrzonen beseitigt werden. Ebenso werden Blockaden des Energiekreislaufs aufgrund von Dauermedikation, Schmerzmitteln, Beruhigungsmitteln oder Schlafmitteln über die Ohrzonen aufgehoben. Bei Elvira Gienal kann man sich in angenehmer Ambiance in Wohlgefühl einbetten lassen und der Seele eine Reise gönnen. Nach Absprache kommt Elvira Gienal auch vorbei, wenn man die Behandlungen in vertrauter Umgebung geniessen möchte. Die Akupunkt-Massage und die klassischen Massagen werden von den meisten Krankenkassen zu den Bedingungen der gewählten Zusatzversicherung für Alternativmedizin übernommen. (pd.) Praxis Cordial, Elvira Gienal, Langfurenstrasse 51, Stallikon, Tel. 079 224 55 72 und 043 540 03 61, info@praxiscordial.ch, www.praxiscordial.ch.


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Reportage

Dienstag, 20. Januar 2015

Fitnessboom dank Neujahrsvorsätzen Zahlreiche Säuliämtler schliessen ihre Fitnessabos im Januar ab – ein richtiger Fitnessboom ist ausgebrochen ning kommen die Kunden und Kundinnen von weit her. Allgemein sehen wir aber auch einen Trend zu mehr Gruppenlektionen – im Trainings- und im Gesundheitsbereich. Ein ähnliches Kundensegment spricht auch Gut Training in Mettmenstetten an. «Wir haben mit Gruppenlektionen für ältere Menschen und Jugendliche angefangen. Gerade ältere Menschen haben sich dank unserer individuellen Beratung immer sehr wohl gefühlt», erläutert Christian Gut. Neben dem Fitness hat das Ehepaar Gut ein Rehabilitations- und Präventionszentrum aufgebaut. Da sich Fitness immer mehr zum Breitensport entwickelt hat, ist auch Platz für neue Fitnessanbieter entstanden. Das 2013 gegründete Reussfit in Obfelden definiert sich nicht mehr als Fitnesscenter, sondern als Fitnessclub. «In Obfelden bestand der Wunsch nach einer nahegelegenen Trainingsmöglichkeit schon seit Jahren. Deshalb ist es bei uns sehr gut angelaufen», erklärt Clubmanagerin Heidi Harms. Gerade das neu angebotene Jumping-Fitness sei ein voller Erfolg: «Wir mussten bereits in den ersten Wochen zusätzliche Trampoline bestellen.»

Eine junge Frau trainiert im Gymfit bequem auf dem Liegevelo, hört Musik und liest dazu eine Zeitschrift.

Breite anstatt Konkurrenz

Mit dem Samichlaus werden die traditionellen Festessen der Weihnachtszeit eingeläutet – nach Essen mit Geschäft, Freunden und Familien merken viele Ende Dezember, dass sie etwas behäbiger geworden sind. Der «Anzeiger» hat sich bei den Säuliämtler Fitnesscentern umgehört, wie sich sportliche Neujahrsvorsätze aufs Geschäft auswirken.

Jedes Fitnesscenter hat seine Standortvorteile und zieht durch seine Ausrichtung andere Kundschaft an. Das Gymfit im Bezirkshauptort ist das grösste Fitnesscenter im Säuliamt mit einem riesigen Angebot an Fitnessgeräten und Gruppentrainingsstunden und mit Somasana besteht eine breite Abdeckung im Gesundheits- und Wellnessbereich. Das Hedinger Teamtraining ist standorttechnisch optimal positioniert. Direkt neben dem Bahnhof Hedingen gelegen, zieht es speziell auch

................................................... von salomon schneider Der moderne Fitnessgedanke ist mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden. Die städtisch-liberale Gesellschaft musste sich im Alltag nicht mehr bewegen und richtete deshalb fürs Training gedachte Kraftstätten ein. Gerade in Sanatorien wurden Fitnessgeräte populär. Gleichzeitig setzte sich mit der Gründung des Schweizer Bundesstaats auch das Schulturnen durch. Exponenten des

Eidgenössischen Turnvereins fungierten damals als Berater des Bundesrats. Auch deshalb können Turnvereine traditionell die Turneinrichtungen der örtlichen Schulen unentgeltlich benutzen. Mit dem Nationalsozialismus setzte sich im heutigen Fitnessbereich ein ausschliessender Gedanke durch. Schwache und Behinderte erfuhren Ausgrenzung. Dies galt aber nicht für Turnvereine, die turnten und nicht Fitness praktizierten. Sie konnten weiterhin hohe Mitgliederzahlen verzeichnen. Bei den Turnvereinen stand der Gemeinsamkeits- und nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Die städtisch-liberalen Kraftstätten gingen ein.

«Fit mit Jack» Der individualistische Fitnessgedanke wurde erst in den 1970er-Jahren populär, als mit Aerobic und Bodybuilding Fitnesstrends aus den USA nach Europa überschwappten. Das Schweizer Radio und Fernsehen erkannte den

Im Teamtraining wird individuelle Betreuung gross geschrieben.

Trend und engagierte den ehemaligen Kunstturner Jack Günthard, um eine Fitnesssendung zu machen. Es dauerte jedoch bis in die späten 80er-Jahre bis Fitnesscenters salonfähig und in allen Teilen der Schweiz gegründet wurden.

Vom Fitnessanbieter zum Gesundheitsversorger

ÖV-Benutzende an. Zudem bietet es seit 24 Jahren eine Kinderkrippe im Haus an und ist somit gerade für Frauen und Familien attraktiv. Das Reussfit in Obfelden sieht sich als Club. Die grosse Terrasse und die Lounge in Obfelden laden zum Verweilen ein. Die Trainingsparcours sind in Kreisen aufgebaut, damit durch Abwechslung möglichst viele Muskeln trainiert werden. Momentan wird zudem das Kinderbetreuungskonzept «Mütter helfen-Eltern» umgesetzt. Gut Training in Mettmenstetten setzte von Anfang an auf Medical Fitness, was sich über die Jahre bezahlt gemacht hat. Gingen ältere Menschen früher eher in den Turnverein, gehen sie heute oft ins Fitnesscenter.

Weshalb Säuliämtler ins Fitnesscenter gehen Die Fitnesscenters scheinen trotz der räumlichen Nähe nicht in Konkurrenz zueinander zu stehen. Bei allen ist der Januar gut angelaufen und sie konnten zahlreiche Neukunden gewinnen. Im Gut Training hat der Boom jedoch schon im Oktober eingesetzt. Christian Gut erklärt: «Bei uns kommen sobald es kälter wird viel mehr Kunden.» Gerade im Reussfit zeigt sich, wie stark Fitness zum Breitensport geworden ist. «Ich würde sagen, dass 80 Prozent unserer Kundschaft kommen, um die Gesundheit zu erhalten. Nur wenige kommen aufgrund sportlicher Ambitionen oder zum Pumpen», erzählt Heidi Harms. Das Wichtigste sei, langsam aufzubauen. Marianne Morger kann diese Tendenz bestätigen: «Viele wollen an ihrer Figur arbeiten oder abnehmen.» Sonny Schönbächler hingegen sieht bei seiner Kundschaft andere Tendenzen: «Das Körperbewusstsein hat sich stark verändert. Unsere Kundschaft findet bei uns einen Ausgleich zum oft stressigen Arbeitsalltag.»

Im Säuliamt wurden die ersten Fitnesscenters Anfang der 90er-Jahre gegründet. Auch hier wurden am Anfang primär Gruppenlektionen besucht und Kraftsport betrieben. Sonny Schönbächler leitet seit 20 Jahren das Gymfit in Affoltern. Er erinnert sich an den Aufbau des Kundenstamms: «In unserer Branche gewinnen wir Kunden durch Mund-zuMund-Propaganda. Unser Kundenstamm wuchs konstant und es kam eine immer breiter gefächerte Kundschaft. Wir haben unser Angebot konstant erweitert und den veränderten Bedürfnissen der Kundschaft an- Gruppenlektionen sind bei Gut Training sehr gefragt – hier mit dem Sypoba Brett. gepasst.» Die Konsequenz daraus war, dass er vor sieben Jahren in einen Neubau umzog – ins Gesundheitszentrum Somasana. Der Trend zum allgemeinen Gesundheitsanbieter zeigt sich auch bei anderen FitnessCentern. Das Teamtraining in Hedingen hat sich dabei neben Fitness und Wellness auf funktionelles Training und Rehabilitation spezialisiert. Marianne Morger vom Teamtraining: «Gerade für das Drei Kunden trainieren gleichzeitig im Milon-Kraft-Cycle. Per Chip-Karte wird der Kraftaufwand auf funktionelle Trai- den jeweiligen Benutzer eingestellt. (Bilder Salomon Schneider)


Gewerbe

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Reduziert auf das, was notwendig ist «Andreas Christen – Werke und Design»: Facettenreiche Ausstellung der Ernst Schweizer AG in Hedingen Das 40-Jahre-Jubiläum ihres Erfolgs-Briefkastens B74 hat die Ernst Schweizer AG zum Anlass genommen, einige Werke des Industriedesigners und Künstlers in einer Ausstellung zu zeigen. Rund 100 Interessierte kamen vergangenen Mittwoch zur Vernissage. ................................................... von thomas stöckli Der Sparschäler «Rex» oder der Wäschetrockner «Stewi», der DavoserSchlitten oder das Sackmesser – alles Schweizer Design-Klassiker, die aus der Gegenwart kaum wegzudenken sind. In diese Kategorie gehört auch der Briefkasten B74. Über 40 Jahre ist es mittlerweile her, seit ihn der 2006 verstorbene Andreas Christen mit der Ernst Schweizer AG entwickelt hat. 1974 definierte die Post eine neue Briefkasten-Norm. Entsprechend musste ein neues Design her. Einfach und funktional sollte es sein. Reduziert auf das, was notwendig ist, und doch beliebig erweiter- und zusammenbaubar. «Die Kombination von Aluminium aussen und Kunststoff innen war damals einzigartig», würdigt Hansruedi Schweizer den Mut zur Innovation. Dass der B74 auch 40 Jahre nach seiner Entwicklung noch erfolgreich im Sortiment von Schweizer figuriert, bestätigt eindrücklich, wie gelungen das Design war und ist.

Funktional, schlicht und serientauglich «Wahrscheinlich das Beste, was ich je gemacht habe», soll Andreas Christen über sein Briefkasten-Design gesagt haben. Kein Wunder: Sein Bestreben, Funktionalität, Schlichtheit und Serientauglichkeit zu einer Einheit zu verschmelzen, ist in diesem Produkt aufgegangen. Der B74 habe das Bild des Schweizer Briefkastens geprägt wie kein anderes Produkt, bringt es Joy Neri vom Museum Haus Konstruktiv in Zürich auf den Punkt. Effizient und ökonomisch sind sie alle, die Industriedesigns von Andreas Christen, etwa die Stehlampe, das Aluminium-Regal, für die Expo 1964 entwickelt, oder das stapelbare Kunststoff-Bett. Und dieselbe Haltung zeigt sich auch in seinen Kunstwerken. In der strengen Geometrie seiner uniweissen in Polyester gegossenen Flachreliefs spielen Licht und Schatten die Hauptrolle. Mit MDF-Holzplatten als Werkstoff gelingt es dem Künstler schliesslich, dass sich seine Kreationen von der Wand lösen. Geblieben ist die Bedeutung des Lichts, welches die Formen überhaupt erst optisch erfassbar und erlebbar macht.

Alles dasselbe Weiss: Licht und Schatten machen die Formen optisch erfassbar. (Bilder Thomas Stöckli)

«Andreas Christen – Werke und Design», Ausstellung bis 27. Februar im Foyer der Ernst Schweizer AG in Hedingen, werktags 9 bis 11.30 und 14 bis 16 Uhr sowie am Samstag, 7. Februar, 10 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

Ein Ausstellungsstück, das zum Draufsitzen einlädt.

Hansruedi Schweizer demonstriert den Design-Klassiker.

Die Aufhebung der Eurountergrenze hat auch im Säuliamt markante Auswirkungen Der starke Franken beschäftigt die Wirtschaft und die Geldinstitute Der Run auf den Euro verursachte bei den Banken grosse Engpässe. Am Freitagabend konnten im Säuliamt nur noch an wenigen Bankomaten Euros bezogen werden. Firmen mit ExportGeschäften beobachten die Situation mit grosser Aufmerksamkeit, halten aber generell Panikreaktionen für verfehlt.

Euro ab 15 Uhr total ausverkauft. Nachschub gab es am Freitag, und obwohl nur kleinere Beträge und lediglich unter Angabe eines wirtschaftlichen Grundes, wie unmittelbar bevorstehende Ferien oder dringende Zahlungen, Euros abgegeben wurden, waren am späteren Nachmittag bei der ZKB keine Euro-Banknoten mehr erhältlich. Wer die Gunst der Stunde nutzen wollte, um günstig Euros zu erwerben, kam um vier Uhr am Freitagnachmittag, mindestens bei der ZKB, zu spät.

................................................... von martin mullis Beobachtungen und entsprechende Recherchen zeigten es deutlich: Noch am Freitagmorgen bezog jeder zweite Bankomatbenützer sowohl bei der ZKB als auch bei der Raiffeisenbank Euro-Noten. Der grosse Run begann jedoch bereits kurz nach der Bekanntgabe der Schweizerischen Nationalbank (SNB), dass der Mindestkurs von Fr. 1.20 aufgehoben werde. Matthias Bär, Leiter der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis in Affoltern, weiss, dass sich die Kunden sowohl am Bankomat als auch am Schalter bereits am späten Donnerstagmorgen mit grösseren Eurobeträgen eindeckten. In der Nacht auf Freitag wurde der Bankomat schliesslich geleert. Der Bezug wurde vorläufig insofern beschränkt, dass nur noch Raiffeisenkunden Euros beziehen konnten. Auch die ZKB in Affoltern wurde von Leuten, welche ihre Schweizer Franken in Euro umtauschen wollten, völlig überrannt. Wie Leiter Martin Diethelm erklärt, bildete sich bereits am Donnerstag vor dem Geldautomaten eine lange Schlange welche bis auf den Parkplatz reichte. Der Bezug am Schalter wurde auf 5000 Euro beschränkt. Trotzdem war die Währung

Für die Exportbranchen eine grosse Herausforderung

Am Freitagnachmittag noch genau 3500 Euro in der Kasse: Schalter-Mitarbeiter Sandro Morof, ZKB Affoltern, zeigt die letzten Euro-Noten. (Bild Martin Mullis)

Die Aufhebung der Eurountergrenze stellt jedoch vor allem die Exportbranchen vor grosse Herausforderungen. Für den Unternehmensleiter der Schweizer AG in Hedingen, Hans Ruedi Schweizer, steht die Frage, wo sich der Euro-Kurs einpendelt, im Vordergrund. Die Ernst Schweizer AG führt ihre Geschäfte zu 85 bis 90 Prozent in der Schweiz aus. Die Firma hat allerdings in den letzten Jahren daran gearbeitet, ihre Struktur an den EuroWert 1.20 Franken anzupassen. Nach der Finanzkrise begann die Ernst Schweizer AG vermehrt in der Währung Euro einzukaufen, um so die Währungsschwankungen auszugleichen. Gemäss Hans Ruedi Schweizer kann der Importdruck ausländischer Anbieter zunehmen und die Wettbewerbsfähigkeit der exportierenden Geschäftsbereiche schwieriger werden. Er betrachtet allerdings eine Überreaktion als verfehlt, beobachtet und beurteilt die Situation jedoch laufend. Wie auf Anfrage der Leiter Finanzen und Personal, Bruno Furrer, von der Hawa AG in Mettmenstetten äussert, hat die Firma mit einem Export-

anteil von gut 80 Prozent grossen Respekt vor der Entwicklung der Fremdwährungskurse gegenüber des Schweizer Frankens. Ihre in der Schweiz hergestellten Produkte werden in den Export-Märkten somit noch teurer. Die Hawa AG geht jedoch davon aus, dass die Märkte seit der Aufhebung der Eurountergrenze überreagierten und sich auch eine Teilkorrektur einstellen wird. Natürlich würde die Entwicklung genau verfolgt, jedoch ganz sicher keine Panikentscheide gefällt, ausserdem habe die Hawa AG, so Furrer, bereits bei der Einführung der Untergrenze gewisse Massnahmen eingeleitet.

Einkaufstourismus spielt im Säuliamt nur marginale Rolle Jürg Schmidlin von der Schmidlin AG in Affoltern wiederum erwartet kurzfristig keinen direkten Einfluss auf seine Firma, da diese primär im Schweizer Markt tätig ist. Er befürchtet jedoch, dass der Werkplatz Schweiz dadurch weiter unter Druck kommt und sich die Aufhebung der Euro-Untergrenze mittel- bis langfristig negativ auf die Bauwirtschaft auswirkt. Der mit dem günstigen Euro-Kurs geförderte Einkaufstourismus spielt im Säuliamt offensichtlich lediglich eine marginale Rolle. Bei einer kleinen Umfrage bei einigen Passanten in Affoltern am Freitagnachmittag hielten die allermeisten der Befragten fest, noch nie oder sehr selten das südliche Deutschland des Einkaufens wegen zu besuchen. Nur ein rüstiger Renter, der seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen möchte, will in den nächsten Tagen nach Konstanz fahren, um einen teuren Gegenstand für seinen Haushalt zu kaufen.


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Veranstaltungen

Dienstag, 20. Januar 2015

Hellsehern und Falschspielern auf den Zahn gefühlt Magier und Comedy-Künstler Michel Gammenthaler im Singsaal Chilefeld, Obfelden

Klavierschüler präsentieren ihr Können der Öffentlichkeit. (Bild zvg.)

Klaviermusik im Wandel Am 24. und 25. Januar findet in der Aula Ennetgraben, Affoltern, das beliebte Klavierfestival der Musikschule Knonauer Amt statt. Interessierte Klavierliebhaber sind eingeladen, in fünf Konzerten Musik aus verschiedensten Epochen zu geniessen. Auch das 16. Klavierfestival bietet Klavierschülerinnen und -schülern aller Stufen und Altersklassen die Gelegenheit, ihr Können der Öffentlichkeit zu präsentieren. An diesem Wochenende wird deutlich, wie stark sich die Klaviermusik im Verlaufe der Jahrhunderte verändert hat und mit neuen Impulsen immer wieder neue grossartige Werke entstanden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem frühen 20. Jahrhundert, welches sowohl mit verschiedenen Solos als auch vierhändigen Stücken verdeutlicht wird. Da die Jahreszeiten den Wandel auch sehr klar symbolisieren und sich viele Komponisten dieser Möglichkeit bedient haben, aussermusikalische Themen darzustellen, werden auch Projekte hierzu erklingen. Die Eröffnung des Klavierfestivals um 14 Uhr übernimmt die Klavierklasse von Isabel Tschopp. Sie wird das Publikum auf eine Reise nach Spanien entführen und sie mit iberischen Klängen bezaubern.

Musik trifft Malerei Um 15.30 Uhr wird das Thema Jahreszeiten aufgegriffen. Hierzu haben Schülerinnen und Schüler aus den Klavierklassen von Melanie Biland und Irene Meier ihre Klavierstücke künstlerisch auf Papier festgehalten. Sie präsentieren somit den Zuhörern nicht nur etwas fürs Ohr, sondern auch fürs Auge, da ihre Bilder zu den zwölf Monaten während des Konzerts gezeigt werden. Im letzten Konzert am Samstag um 17 Uhr werden verschiedene Solostücke aus allen Epochen aufgeführt. Adele oder Cat Stevens sind ebenso vertreten wie Chopin, Bach und Rachmaninoff.

Strawinsky und Eigenkompositionen Das erste Konzert am Sonntag startet mit der Klavierklasse von Mirco Bergo, welche sich mit dem Komponisten Igor Strawinsky und dessen Sohn näher befasst hat. Verschiedene Klavierwerke, welche das Schaffen der beiden Musiker charakterisieren, werden um 14 Uhr interpretiert. Zum Abschluss des Festivals um 15.30 Uhr lädt die Klavierklasse von Anette Bodenhöfer das Publikum mit den Liedvariationen «Kommt ein Vogel geflogen» zu einer Reise durch die Zeit im Stile grosser Meister ein. Die Klavierklasse von Jonas Zürcher bereichert dieses letzte Konzert mit vier Eigenkompositionen seiner Schülerinnen zu den Jahreszeiten. Die Festivalbesucherinnen und -besucher können sich während der Pausen in der Cafeteria im Foyer verpflegen. Der Eintritt ist frei; es wird am Schluss der einzelnen Konzerte eine Kollekte erhoben.

Ein «Scharlatan» eröffnet die Saison bei Kultur Obfelden: Am Donnerstag, 29. Januar, entführt der mehrfach ausgezeichnete Magier und Comedy-Künstler Michel Gammenthaler die Zuschauer in die Welt des Übersinnlichen und Paranormalen. Wenn man erst einmal gelernt hat, Leuten falsche Tatsachen vorzuspiegeln, eröffnen sich plötzlich unzählige Karriere-Möglichkeiten. Beispiele aus der Geschichte gibt es genug: Von den geheimnisvollen Fox-Sisters, den Erfinderinnen des modernen Spiritismus; dem jüdischen Hellseher Hanussen, der den Nazis die okkulte Kriegsführung beibringen wollte; bis zum raffinierten S. W. Erdnase, dem Autor der Falschspieler-Bibel. Wie stellt man Kontakt her zu Verstorbenen, die gar

nie gelebt haben? Wie schummelt man beim Pokern, ohne die Karten zu berühren? Und wie liest man Gedanken ganz ohne übersinnliche Fähigkeiten?

«Gammenthaler at his best» Antworten liefert der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Michel Gammenthaler – in Obfelden bereits bestens bekannt – in seinem fünften Soloprogramm «Scharlatan». Ein Blick in die Kristallkugel offenbart: Dieses Programm ist vollkommen paranormal. Die Kritiker waren sich im Eröffnungsjahr 2014 einig, hier wirkt «Gammenthaler at his best». Donnerstag, 29. Januar, 20 Uhr, Singsaal Chilefeld, Türöffnung 19.30 Uhr, Kultur-Bar, Eintritt Fr. 30.-, Legi: 25.-, Familien: 70.-, Platzreservierung www.kulturobfelden.ch

Michel Gammenthaler entführt in die Welt des Übersinnlichen. (Bild zvg.)

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Violoncellistin Daniela Hunziker und Akkordeonistin Ina Hofmann. (Bild zvg.)

Musikalische Juwelen aus England und Italien Das Duo Escarlata spielt im Kloster Kappel In der Reihe «Musik und Wort» des Klosters Kappel spielt am 25. Januar das Duo Escarlata. Im Frühjahr 2011 begaben sich die Violoncellistin Daniela Hunziker und die Akkordeonistin Ina Hofmann auf neues Terrain: Die aussergewöhnliche Kombination ihrer beiden Instrumente schafft eine Klangwelt, die neugierig macht, herausfordert, überrascht. Mit Leidenschaft widmen sich die beiden Musikerinnen der ganzen Bandbreite der Musik, von der Renaissance über die Barock- und die klassisch-romantische Zeit bis zur Moderne. Im Kloster Kappel werden Werke von William Byrd, Girolamo Frescobaldi, Christopher Simons, Orlando Gibbons u.a. zu hören sein. Daniela Hunziker und Ina Hofmann sind fortwährend auf der Suche nach einem überzeugenden Klangbild, das den Originalkompositionen so nahe wie möglich kommt. Dafür erarbei-

ten sich die beiden ihre eigenen Transkriptionen, feilen an raffinierten Arrangements. Mitunter führt das sogar dazu, dass eine ursprüngliche CelloMelodie im Akkordeon aufleuchtet, während das Violoncello die Begleiter-Rolle übernimmt. Mit dem Förderpreis «Pro Argovia Artist 2012/2013» wurde die hohe Qualität und die Kreativität des Duo Escarlata ausgezeichnet, Folge-Engagements machten das Ensemble und seine Musik einem breiten Publikum zugänglich: Mittlerweile konzertieren die beiden Musikerinnen in der ganzen Schweiz und in Deutschland. (pd.)

Zu vermieten «Musik und Wort» unter dem Motto «Musikalische Juwelen aus England und Italien» am Sonntag, 25. Januar, um 17.15 Uhr im Klosterkeller Kappel. Eintritt frei, Kollekte. Anschliessend Möglichkeit zum gemeinsamen Imbiss. Infos unter www.klosterkappel.ch, Telefon 044 764 88 10 oder info@klosterkappel.ch.

Jumba kennenlernen Offene Probe in Affoltern Am Donnerstag, 22. Januar, öffnet die Jugendmusik Bezirk Affoltern (Jumba) erneut ihre Türen. Das Aspirantenspiel führt eine offene Probe durch. Alle interessierten Kinder und Jugendlichen sind herzlich dazu eingeladen. Die offene Probe bietet Gelegenheit, die Jumba und ihre Musik näher kennenzulernen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, die in der Jumba angebotenen Instrumente, wie zum

Beispiel Flöte, Saxofon oder Trompete, sowie Schlagzeug und weitere Perkussionsinstrumente auszuprobieren. Der Anlass wird musikalisch umrahmt von Musikschülern, die Gelerntes mit Freude präsentieren. Nicole Frech Donnerstag, 22. Januar, 19 bis ca. 20 Uhr im Probelokal der Jumba, Giessenstrasse 23, Affoltern.

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Veranstaltungen

Dienstag, 20. Januar 2015

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Beschwingte Uerzliker «Fledermäuse» Bis Ende März wird im Theater Arth die Strauss-Operette «Die Fledermaus» aufgeführt Wie Graf Orlofsky könnten Marianne Voss Müller und Jakob Müller-Voss mit Fug und Recht «’s ist mal bei mir so Sitte …» als Grund für ihr Engagement in der musikalischen Unterhaltung vorbringen. Die beiden Uerzliker singen und spielen nämlich auch dieses Jahr wieder im Chor der Operette Arth mit. ................................................... von urs e. kneubühl «… Glücklich ist, wer vergisst, Was doch nicht zu ändern ist! Sing, sing, sing, trink mit mir, Sing mit mir – Lalalala!» – Es gibt kein Lied, welches an Treffsicherheit und Zuständigkeit die Situation der Gesellschaft, die sich am 5. April 1874 in Wien zur Uraufführung der musikalischen Komödie «Die Fledermaus» von Johann Strauss eingefunden hatte, besser spiegelt. Der wohl bekannteste Ohrwurm der «Königin aller Operetten», intoniert als Trinklied der (noch) fröhlich-frivole Gesangslehrer zu Beginn der Operette und formuliert so ein Motto für sämtliche Fledermaus-Figuren. Verbunden

im Traum, die eigene gesellschaftlich festgelegte Rolle zu verlassen und in eine andere, von allen Verpflichtungen befreite Existenz zu schlüpfen, zieht sich dieses Wunschbild denn auch unisono bis zur Desillusionierung durch. Das Lied zum Finale des ersten Aufzugs ist entsprechend Hinweis und Geständnis, in dem sich sanfte Ironie mit feinem, nicht gespreiztem und nicht allzu tief bohrendem Witz paart. Der dramatische Grundgehalt des Lebens – damals wie heute – wird somit in hübsche und dabei immer noch genug sagende Episoden zerlegt. In diesem Sinne ist «Die Fledermaus» zeitlos.

Personelle Verstärkung aus Uerzlikon Moralisch mag die Fledermaus-Geschichte voller Selbsttäuschung und Betrug als Ausgangspunkt ins Sumpfgebiet des Wiener Faschings führen, musikalisch hingegen geleitet sie schwungvoll ins Schlaraffenland der glücklichsten melodischen Einfälle und Erfindungen. «Die Fledermaus» im Theater Arth unter der Regie von Jean Grädel, das zeigte die Premiere vom vergangenen Samstag, darf als vorbild-

Im Januar günstiger Johann Strauss' Operette «Die Fledermaus» wird im Theater Arth noch bis Ende März gespielt, wobei auf die Eintrittskarten für die verbleibenden Aufführungen im Januar ein Rabatt von 10 Prozent gewährt wird: Am Samstag, 24., 19.30 Uhr und am Sonntag, 25., 14.30 Uhr, danach noch am Freitag, 30., (20 Uhr) sowie am Samstag, 31. Januar (19.30 Uhr). Weiter geht es im Februar mit Aufführungen jeweils an den Freitagen, 6., 13., 20. und 27. Februar, 20 Uhr, an den Samstagen, 7., 14., 21. und 28. Februar, jeweils 19.30 Uhr,

sowie an den Sonntagen, 1., 8. und 22. Februar, jeweils 14.30 Uhr, sowie am Mittwoch, 25. Februar, 20 Uhr. Die Aufführungsdaten im März sind: Sonntag, 1. März, 14.30 Uhr, Mittwoch, 4., 11., 18. und 25. März, jeweils 20 Uhr, an den Freitagen, 6., 13. und 20. März, jeweils 20 Uhr, an den Samstagen, 7., 14., 21. sowie 28. März (Derniere), 19.30 Uhr. (kb.) Eintrittsbillette unter www.theaterarth.ch oder bei vorverkauf@theaterarth.ch, Carreisen mit Operettenbesuch bei Aemtler-Car, Zwillikon, Tel. 044 761 01 55 oder aemtler-car@datazug.ch.

Anzeiger-Journalistin Marianne Voss Müller und ihr Ehemann Jakob Müller-Voss (4. und 3. v. r.) verstärken auch dieses Jahr wieder das Ensemble der Operette «Die Fledermaus» am Theater Arth. (Bild Christian Ballat, Theater Arth) liche und gelungene Aufführung des musikalischen Schwanks taxiert werden. Es ist Unterhaltung, die Vergnügen bereitet, ja, Spass macht und für viele herzhafte Lacher sorgt. Die Gesangsolisten – eine oder einen einzelnen herauszuheben wäre den anderen Unrecht getan – legen, trotz aller Leichtigkeit, viel Wert auf einen präzisen Vortrag. Sie interpretieren die Hauptnummern «Glücklich ist, wer vergisst», «Mein Herr Marquis», «’s ist mal bei mir so Sitte» sowie «Brüderlein und Schwesterlein» gleichermassen locker und kunstvoll. Singend mitträumen und mitfeiern bis Ende März in der Arther Fledermaus tun auch «Anzeiger»-Journalistin Marianne Voss Müller und ihr Ehemann Jakob Müller-Voss. Bis Ende März verstärken die beiden Uerzliker im Chor singend und tanzend das Ensemble und machen dabei wiederum gute Figur. Bereits letztes Jahr im unterhaltsamen Bühnenwerk «Saison in

Salzburg» von Fred Raymond meisterten sie ihre Auftritte bravourös. Ihr heuriges Mitwirken in der Fledermaus ist erneut klein und fein, zudem tadellos, und entspricht einem Herzenswunsch der beiden.

Amüsantes, faszinierendes Theatererlebnis Die Arther Inszenierung der nach wie vor als unerreichtes Meisterwerk der Wiener Operette geltenden Fledermaus überzeugt rundum. Produktionsleiterin Beatrice Huser Winkler, Regisseur Jean Grädel, Choreografin EljaDusa Kedves, den musikalischen Leitern Beat Blättler und Andreas Brenner sowie Chorleiterin Esther Rickenbach ist ein echter Wurf gelungen. Und ein bestens gelauntes Ensemble von Solisten, Chor, Ballett und Operettenorchester setzen romantische Ständchen, spöttisch-pathetisches Gejammer, prächtige Koloraturarien und

verflochtene Ensembleszenen gekonnt und präzise um. Dazu kommen satirische verbal-akustische «Nadelstiche» und, beim Grafen Orlofsky, auch eine maskenbildnerische Anspielung, welche den Bezug zur aktuellen Zeit schaffen: Politiker kriegen ihr Fett weg und… aber da sollte man sich überraschen lassen. Die Fledermaus in dieser bestechenden Aufführung, mit schönen, wunderbar passenden Bühnenbildern von Danièle Wolf – das startet mit grosser Poesie bei der Ouvertüre und reisst bis zum letzten Bild nie ab – und herrlichen Kostümen von Jacqueline Kobler, ist ein amüsantes, faszinierendes Theatererlebnis. In diesem Kontext hat «Die Fledermaus» in Arth alles, um mögliche Vorurteile gegen Operetten zu widerlegen und das Publikum gut zu unterhalten. Der lang anhaltende Applaus anlässlich der Premiere am vergangenen Samstag kann nur so gedeutet werden.

«Beredte Musik» – Konzert der Orchestergesellschaft Affoltern Warum wohl gaben die Konzertverantwortlichen der OGA dem Winterkonzert das Thema «Lieder ohne Worte»? Bestimmt weil an diesem Sonntagabend, dem 18. Januar, in der reformierten Kirche die Musik im Vordergrund stand, Texte schienen sich zu erübrigen. ................................................... von susanne crimi Die Zuhörer der beinah bis auf den letzten Platz besetzen Kirche fielen mit dem A-Ton der ersten Geigerin in eine gespannte Ruhe. Passend zum schwindenden Tageslicht draussen begann das Winterkonzert mit dem ersten Orchesterstück Chanson de nuit. op. 151/1 des Komponisten Edward Elgar (1857-1934). Es scheint wirklich keine Worte zu brauchen, um das leise Weggehen des Tages und den Beginn der Nacht musikalisch zu beschreiben, wie auch ein vielversprechender Tagesanbruch und ein phänomenaler Sonnenaufgang im zweiten Stück, Chanson de matin op. 15/2 angekündigt wurde. Warum wohl wurde diese Reihenfolge so festgelegt, fragte sich die Schreibende? Die Antwort folgte kurze Zeit später. Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) Klarinettenkonzert in ADur KV 622 schrieb der geniale Komponist zwei Monate vor seinem Tod, es wurde sein letztes vollendetes Instrumentalwerk. Der 24-jährige Solist

Die Orchestergesellschaft Affoltern mit Solist Moritz Roelke und Dirigent Hugo Bollschweiler. (Bild Susanne Crimi) Moritz Roelcke hätte bestimmt mit seiner Darbietung Mozarts hohen Ansprüchen genügt. Das Allegro ist mit seinen zirka 12 Minuten der längste Satz dieses Konzertes. Es beginnt mit einem langen und raumfüllenden Orchesterteil, das gefühlvolle solistische Klarinettenspiel setzt erst eine ganze Weile später ein. Moritz Roelke versteht es, seine Zuhörer in einen Bann zu spielen, er lebt seine Musik mit und wird eins mit ihr.

Virtuos und beeindruckend Das Adagio aus diesem Klarinettenkonzert dürfte Filmliebhabern bekannt vorkommen, diente es doch als Filmmusik zu «Out of Afrika». Die Soloklarinette mit ihren wortlosen Varia-

tionen, die doch so beredt sind, übernimmt hier das Hauptthema und wird vom Orchester wiederholt. «Wie Arien ohne Text», meinte dazu einmal Helmut Breidenstein, Leiter diverser deutscher Orchester. Der dritte Satz, das Rondo Allegro hat einen fröhlichen und tänzerischen Charakter. Virtuos und beeindruckend legt Moritz Roelcke seine Gefühle in sein Instrument und verzaubert damit sein Publikum. Ein langer und rauschender Applaus bezeugt die Sympathie und die Freude, die er bei seinen Zuhörern schaffen konnte. Mozart schrieb nach der Niederschrift der Orchestrierung des Klarinettenkonzertes, welches er damals für seinen Freund Anton Stadler, einem damaligen Klarinettenvirtuosen

komponiert hat, einen seiner lockerflockigen Briefe an seine Frau Constanze: «Zwei Partien Billard gespielt, dann den Klepper für 14 Dukaten verkauft, schliesslich liess ich mir durch den Primus Joseph schwarzen Kaffee holen, zu der ich eine herrliche Tabakpfeife rauchte, und dann instrumentierte ich fast das ganze Rondo für Stadler…» Was für ein Genie, das in einem Zustand eines wahrscheinlich veritablen Katers ein so wunderbares Instrumentalwerk schaffen konnte, das heute noch Zuhörer, Orchester und Solisten so verzaubern kann!

Begeistertes Publikum Gustav Holst (1874-1934) schrieb die folgende «St. Pauls Suite» während sei-

ner Zeit als Musikdirektor eines Mädchengymnasiums, der St. Pauls Girl School in London 1912 aus Dankbarkeit gegenüber der Schulleitung, die ihm ein schalldichtes Arbeitszimmer eingerichtet hatte. Die 4-sätzige Suite war für das Schulorchester der genannten Schule gedacht – in Anbetracht der Schwierigkeiten, die in den einzelnen Sätzen eingebaut waren, eigentlich erstaunlich. Die einzelnen Sätze greifen Themen aus der englischen Volksmusik auf und wurden mittels brillanter Variationstechniken zu barocken Orchesterwerken verarbeitet. Wunderschön träumerisch war vor allem der dritte Satz anzuhören, das Andante con moto, bei dem die Konzertmeisterin Marlène Nogara mit ihren solistischen Einlagen tief berührte. Ein begeistertes Publikum bedankte sich bei der Orchestergesellschaft Affoltern, ihrem Dirigenten Hugo Bollschweiler für den musikalischen Genuss mit lang anhaltendem Applaus und bat um eine Zugabe. Die OGA rundete das «Lieder ohne Worte»-Konzert mit dem einzig richtigen Zusatz ab, dem ersten Stück dieses Abends. Mit dem Chanson de nuit von Edward Elgar entliessen die Musikerinnen und Musiker der Orchstergesellschaft ihre Zuhörer in den nebligen Sonntagabend. Ein Abend mit «Liedern ohne Worte», ein gelungenes Konzert der Orchestergesellschaft Affoltern! Um es zu beschreiben brauchte die Schreibende doch 615 Wörter.


sport

Neue Profis fürs Team Koach Kurt Müller, Gründer und Coach des Teams Koach, ist ein weiterer Schritt zur Formierung seines Triathlon-Teams gelungen: Ein Kernteam von drei Profis – Urs Müller und Manuel Küng stehen Céline Schärer zur Seite – soll vor allem im Nachwuchsbereich neue Impulse setzen.

zur Weltspitze. Und Urs Müller hat über die volle Ironman-Distanz bereits als Amateur oft im Feld der Profis mitgehalten. Kurt Müller blickt zuversichtlich auf die Saison 2015: «Ich bin überzeugt, dass unsere drei starken ProAthleten im In- und Ausland auf allen Triathlon-Distanzen positive Schlagzeilen machen werden. Ergänzt werden sie von starken Amateuren wie beispielswiese dem Sieger des TriathlonCircuits 2014, Philipp Koutny. Wir haben die Substanz, um auch 2015 in der Schweiz wieder ganz vorne mit dabei zu sein.» Den Reppischtallauf vom kommenden Sonntag in Stallikon werden zahlreiche Teammitglieder als Intensivtraining absolvieren. Die Saison ist damit lanciert. (bs.)

Mit Céline Schärer, Jahrgang 1990, und Manuel Küng, Jahrgang 1987, hat Kurt Müller zwei verheissungsvolle Nachwuchsathleten an Bord geholt. Der 1983 geborene Urs Müller wechselt als einer der stärksten Age-GroupAthleten ins Profilager. Damit erhält das Team Koach, das mittlerweile 90 Amateure aller Altersgruppen und Leistungslevels zählt, eine zukunftsgerichtete Struktur: Die drei Profis sollen die Amateure motivieren und die Junioren im Aufbau unterstützen. Kurt Müller hat darauf geachtet, die Proficrew vielfältig auszurichten: Céline Schärer legt das Schwergewicht auf die olympische Distanz mit dem Ziel, sich für die Olympiade Rio 2016 zu qualifizieren. Manuel Küng ist auf der Halbdistanz auf dem Weg Profis: Urs Müller (rechts) und Manuel Küng. (Bild zvg.)

Ausdauertest in Stallikon Reppischtaler am Sonntag, 25. Januar Wie schon in den letzten 25 Jahren findet am letzten Sonntag im Januar der beliebte Reppischtallauf auf dem Gemeindegebiet Stallikon statt. Das OK ist gespannt, ob auch dieses Jahr wieder so viele Läufer den Weg ins Reppischtal finden werden, denn für den letztjährigen Jubiläumslauf hatten sich über einen Sechstel mehr Läuferinnen und Läufer eingeschrieben. Da aufgrund dieser Teilnehmersteigerung neu Datasport für die Zeitmessung verantwortlich ist, darf noch mit einer weiteren Steigerung gerechnet werden. Das OK möchte sich langsam an höhere Teilnehmerzahlen herantasten und ist sich selbst nicht sicher, wie viele Läufer die Infrastruktur erträgt. Deshalb wurde bestimmt, dass maximal 400 Personen am Lauf teilnehmen können.

Die Jüngsten starten zuerst Der erste Startschuss wird für die jüngsten Kinder bestimmt sein. Sie

starten um 10 Uhr und dürfen eine Strecke von 500 m rennen. Ab 10.30 Uhr starten die Jugendlichen über eine Distanz von 950 m respektive 2000 m. Wer sich noch nicht getraut eine längere Distanz zu rennen, kann sich um 11 Uhr den Joggern anschliessen. Sie absolvieren 4000 m. Um 12 Uhr fällt dann der Startschuss für die Hauptkategorien über gut 8000 m. Kurz darauf folgen die Walker und Nordicwalker über die gleiche Distanz. Wer lieber im Team dabei ist, kann am Stafettenlauf um 13.30 Uhr teilnehmen. Vier Personen rennen je 950 m. Wer dabei aufs Podest kommen möchte und einen der Restaurantgutscheine gewinnen, muss mindestens eine Frau sowie ein Kind unter 16 Jahren im Team haben. Nun hofft das OK auf gute Wetterbedingungen, damit sich viele Läufer entschliessen werden, im Reppischtallauf ihre Form zum ersten Mal im noch jungen Laufjahr zu testen und auch viele Zuschauer und Zuschauerinnen sie anspornen kommen. Wer dabei Hunger bekommt, kann sich in der Festwirtschaft verköstigen. (pd.)

Voller Einsatz unter winterlichen Bedingungen. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 20. Januar 2015

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Offensives Feuerwerk Zwei Kantersiege für die Buccaneers Gegner aus Reinach und Brugg waren keine Gradmesser für entfesselt aufspielende Ämtler. Reinach wurde mit einer 5:1-, Brugg gar mit einer 6:2-Packung nach Hause geschickt.

Der Ball im Fokus. Die Eltern schauen auf der Bühne zu, die als Tribüne und Festwirtschaft dient. (Bild Werner Schneiter)

Ronaldo und Messi nacheifern Juniorenturnier des FC Knonau-Mettmenstetten in Obfelden Sie rannten, sie dribbelten, sie schossen. Und sie wurden von Eltern und Trainern angefeuert: rund 600 Nachwuchskicker aus den Kantonen Zürich, Aargau und der Zentralschweiz beteiligten sich am Samstag am Turnier des FC Knonau-Mettmenstetten in der Obfelder Mehrzweckhalle Zendenfrei. Erstaunlich, was die 5- bis 14-jährigen Junioren boten, auch in technischer Hinsicht. Schafft da einer den Sprung nach ganz oben? Wer weiss, in

vier, fünf Jahren vielleicht. Der 2009 gegründete FC Knonau-Mettmenstetten setzt jedenfalls voll auf die Jugend. «Bei uns darf jeder spielen», sagt Philip Domeisen, der Hallenspeaker und im Verein für Sponsoring/Marketing zuständig. Eine Warteliste wie beim FC Affoltern gibt es nicht. «Wir sind eine Art Jugendtreff mit integriertem Sport», so Domeisen. Der FC KM hat sich seit seiner Gründung prächtig entwickelt. Am Anfang waren es vier Gründungsmit-

glieder, heute zählt der Verein rund 100 Aktive und Junioren. Deren Eltern leisten wertvolle Helferdienste. Sie fahren ihre Kinder nicht nur zu den Spielen, sie helfen auch mit, zum Beispiel am Turnier. «Dafür sind wir sehr dankbar», sagt Philip Domeisen, und er schliesst in seinen Dank auch die Sponsoren ein. Während es an solcherlei Unterstützung nicht mangelt, kämpft der FC KM mit einem Problem, das auch andere Fussballclubs kennen: Trainermangel. (-ter.)

Die erste Halbzeit im Auftaktspiel gegen Lokomotive Reinach verlief zunächst wenig spektakulär. Torchancen für die anfänglich wenig inspirierten Sellenbürer waren zunächst Fehlanzeige und man begnügte sich damit, den Gegner in der Mittelzone zu neutralisieren. Auch nach dem ersten Gegentreffer blieb eine Reaktion aus. Erst als Captain Nicola Grass seine Mitspieler energisch dazu aufforderte, etwas mehr für das Spiel zu tun, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Kurz vor Halbzeit schnappte sich Mikko Maurer tief in der gegnerischen Zone den Ball, schoss sofort und erwischte den Reinach-Torhüter aus spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich. In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die «Buccs» dann wie verwandelt. Joël Wuillemin sorgte mit einem Doppelschlag, ein Tor mittels wuchtigem Weitschuss, eines aus kurzer Distanz, für die rasche Zweitoreführung. Kaum waren die Jubelrufe verstummt, brach Luregn Serra über den rechten Flügel durch und entschied das Spiel mit einem ansatzlosen Schuss in die nahe Torecke. Timon Annens 5:1 im Anschluss an einen Eckball war nur noch für die Statistik relevant. Wie immer liess die Konzentration der Buccaneers in bereits entschiedenen Spielen nun auch diesmal merklich

nach, sodass sich auch Torhüter Sven Hanselmann noch einige Male auszeichnen konnte.

Zweimal klar die bessere Mannschaft Die zweite Begegnung lief anfänglich gleich ab wie die erste. Die Ämtler gedanklich noch nicht im Spiel angekommen, wieder mit einem Kaltstart und bereits nach wenigen Minuten im Rückstand. Diesmal aber kam die Reaktion wesentlich schneller. Praktisch im Gegenzug erzielte Beni Schiller den Ausgleich und nur 40 Sekunden später erhöhte Captain Nicola Grass auf 2:1. Nun ging alles wieder wie von selbst. Timon Annen zweimal aus dem Handgelenk, Luregn Serra mit einem Ablenker vor dem Tor und Verteidiger-Turm Christian Grass mit einem Slapshot von der Mittellinie sorgten für das erneut klare Verdikt. Wie im Spiel zuvor beendeten die «Buccs» die Partie wieder einige Minuten vor der Schlusssirene. Anders war es auch diesmal nicht zu erklären, dass man gegen einen dermassen unterlegenen Gegner nochmals ein Gegentor zuliess. Zwar brachte es Verteidiger-Haudegen Sandro Ibernini nach dem Spiel treffend auf den Punkt: «Ob 6:1 oder 6:2 spielt keine Rolle». Der sichtlich verärgerte Headcoach Thomas Brodbeck hielt seinen Schützlingen in der Garderobe jedoch nochmals eine gebührende Standpauke. Nach dem 4. Sieg in Serie stiessen die Sellenbürer auf Platz 3 vor und die Tabellenspitze liegt nun wieder in greifbarer Nähe. Es liegt weiterhin alles drin. (pd.)

Affoltern verliert zweistellig Eishockey 4. Liga: Sursee II – Affoltern-Hedingen 10:3 (2:2, 4:1, 4:0) Affoltern-Hedingen hielt gegen die Sursee-Reserven bis zur Spielmitte gut mit. Dann brachen die Säuliämtler ein.

Bei den Mädchen fiel die Entscheidung im Penaltyschiessen. (Bild Thomas Stöckli)

«Wotsch en Keks» und «FC Smiley» erste Sieger Schulklassen messen sich im Hallenfussball Die Fünftklässler haben vergangenen Mittwochnachmittag die Schulsport-Bezirksmeisterschaft im Hallenfussball lanciert. Es geht um viel Prestige in der Sporthalle Stigeli, Affoltern. Die Sieger dürfen sich ein Jahr lang Bezirksmeister nennen. Entsprechend motiviert gehen die Knaben und Mädchen zur Sache – und werden von den Schulkameraden lautstark angefeuert. Man glaubt es den Organisatoren aufs Wort, wenn sie sagen, dass solche Anlässe eine Klasse zusammenschweissen. Ein Vierteljahrhundert lang hat das Duo Hans Hübscher/Bruno Lässer die Hallenfussball-Meisterschaften der Ämtler Schulklassen organisiert. Letztes Jahr sollte damit Schluss sein. Als Nachfolger stellte sich Peter Heggli, Mittelstufenlehrer in Ottenbach, zur Verfügung. Vor 20 Jahren habe er für Hans Hübscher vikarisiert, sagt Heggli, der selber auch jahrzehntelang Fussball gespielt hat. Seither sind sich die beiden an den Turnieren immer wieder begegnet. Ein zweiter Organisator wird nach wie vor gesucht. Das müsse nicht zwingend ein Lehrer sein, so Heggli. Es sei eine zwar zeitaufwändige, aber schöne

Aufgabe, findet er. Um den Nachfolgern den Start zu erleichtern, hilft Hans Hübscher dieses und vielleicht auch nächstes Jahr noch tatkräftig mit.

Affoltemer Finale bei den Buben Die Buben der beiden Organisatoren standen sich im Halbfinale gegenüber. Den Schwung aus dieser Partie nehmen «Wotsch en Keks» mit: Die Klasse von Hans Hübscher gewinnt auch den Final, 4:0 gegen die «Nike Boys». Bei den Mädchen macht der «FC Smiley» aus Hedingen (Lehrer Alain Gasser) das Rennen. Die Entscheidung fällt nach einem torlosen Finalspiel allerdings erst im Penaltyschiessen: 4:3 gegen die «Hübilose Kids». Als einzige Nicht-Affoltemer haben es die Hedinger Mädchen ins Finale geschafft. Liegt es daran, dass sich die Klassen aus dem Bezirkshauptort zuerst in einer Qualifikation durchsetzen müssen? Nicht nur, meint Peter Heggli: «In so einer grossen Halle spielen, das ist schon speziell.» Die ersten Bezirksmeister sind nun also gekürt, morgen Mittwochnachmittag sind die Sechstklässler dran und in der Woche darauf dann die Viertklässler. (tst.)

Die Eishockeyaner von Affoltern-Hedingen konnten das Auswärtsspiel gegen Sursee II lange ausgeglichen gestalten. Die Affoltemer gingen in der 8. Minute durch Kevin Jud mit 1:0 in Führung. Und die Gäste hätten diese kurze Zeit später gar noch ausbauen können. Doch den in der 10. Minute ausgesprochenen Penalty gegen Sursee konnten die Gäste nicht verwerten. Dann machte Sursee II innert kurzer Zeit zwei Tore. Immerhin konnte

Affoltern-Captain Andreas Sattlegger in der 17. Minute nochmals ausgleichen. Doch die Luzerner hatten den längeren Atem. Zogen mit zwei Toren (30. und 32. Minute) wieder auf 4:2 davon. Nochmals konnten die Säuliämtler auf 3:4 verkürzen, doch dann brachen alle Dämme. In der letzten Minute fiel dann gar noch das 10:3. Es war die erste zweistellige Niederlage in der laufenden Spielzeit für die Affoltemer. In der laufenden Meisterschaft haben die Säuliämtler nun noch zwei Spiele vor sich. Am kommenden Sonntag spielt das Team von Coach-Präsident Werner Reiterhauser gegen das Tabellenschlusslicht Camel (25.Januar, 14.15 Uhr, Trainingshalle Zug). Ein

Sieg sollte gegen diesen Gegner im Bereich des Möglichen liegen. Die letzte Partie absolvieren die Affoltemer dann am 12. Februar auswärts gegen den Leader Thalwil. Thomas Winter Sursee II – Affoltern-Hedingen 10:3 (2:2, 4:1, 4:0). Eisstadion Sursee. – Tore: 8. Jud (Heller, Blöchlinger) 0:1. 14. Glauser 1:1. 16. Marco Vonarburg (Christoph Vonarburg) 2:1. 17. Sattlegger (Kälin) 2:2. 30. Bühlmann (Birrer) 3:2. 32. Bühlmann (Bürli, Ausschluss Brügger, Jud) 4:2. 34. Blöchlinger (Kälin) 4:3. 36. Glauser (Marco Vonarburg, Ausschluss Blöchlinger) 5:3. 37. Bachmann (Schmid, Grüter) 6:3. 43. Bühlmann (Bachmann, Schmid) 7:3. 52. Schmid (Marco Vonarburg) 8:3. 54. Bachmann (Bürli, Bühlmann) 9:3. 60. Köppel (Marco Vonarburg, Ausschluss Blöchlinger) 10:3.

Schachtheorie mit Peter Rutz Am Donnerstag, 22. Januar, um 20.15 Uhr, lädt der Schachclub Hausen zum Theorieabend in die Zwinglistube neben der reformierten Kirche.

Abend steht bevor und dazu sind alle Schachinteressierten eingeladen. Am Schluss des kostenlosen Abends wird noch ein kleiner Apéro offeriert. Weiterhin floriert beim Schachclub Hausen das Jugendschach, das

Peter Rutz besitzt einen Ausweis von mehr als 2000 Führungspunkten und bespricht anhand einer Meisterpartie schachtheoretische Situationen. Er behandelt die Taktik der Eröffnungen, bewertet einzelne Stellungen und vermittelt Gedanken zu Spielstrategien. Peter Rutz verfügt über die Fähigkeit, Kompliziertes einfach und klar zu erklären. Ein interessanter Schach in Hausen für Jung und Alt. (Bild zvg.)

noch bis März dauert und jeweils am Donnerstag ab 18.30 Uhr ebenfalls in der Zwinglistube stattfindet. Hanspeter Zürcher Weitere Infos unter www.schausen.com.


Veranstaltungen Samstag, 24. Januar 2015 8.00 bis 16.00 Uhr

HALLENFLOHMARKT in 8484 Weisslingen, MZH Widum, Dorfstrasse. Infos: Telefon 079 402 40 51 Elisabeth Zuber

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005 2015  

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