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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 4 I 171. Jahrgang I Dienstag, 17. Januar 2017

Aufnahmequote erfüllt Bestens abgedeckt Asylsuchende sollen vermehrt für gemeinnützige Arbeiten eingesetzt werden. > Seite 3

Spezialisierte Palliative Care steht im Knonauer Amt flächendeckend zur Verfügung. > Seite 5

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Musik vom Feinsten

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Am Jahreskonzert im Kasinosaal zeigte das Ämtler AkordeonOrchester sein Können. > Seite 6

Sprechende Köpfe Ein neues Comedy-Duo feiert in Affoltern Premiere seiner innovativen Show. > Seite 7

Betriebsabläufe optimieren und Arbeitsplätze sichern Privater Gestaltungsplan der Firma Ernst Schweizer AG in Hedingen Am letzten Donnerstagabend orientierten die Schweizer AG, Vertreter der Gemeindebehörden, Planer und Experten rund 100 Interessierte über die geplanten Änderungen auf dem Betriebsareal neben dem Bahnhof Hedingen. ................................................... von martin mullis Die Firma Ernst Schweizer AG, seit 1957 in Hedingen ansässig, ist mit rund 450 Mitarbeitenden und 45 Lernenden einer der grössten Arbeitgeber im Säuliamt. Die über Jahrzehnte gewachsene Situation auf dem Betriebsareal beim Bahnhof, verlangt für eine Weiterentwicklung eine umfassende neue Arealplanung. Mit den heutigen Vorgaben der Bau- und Zonenordnung ist jedoch eine wirtschaftliche Planung infolge der Komplexität der Situation nicht möglich. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hedingen hat die Firma Schweizer AG deshalb einen privaten Gestaltungsplan ausgearbeitet. Am letzten Donnerstagabend wurde dieser der Bevölkerung vorgestellt. Die Bauherrschaft, Vertreter der Gemeindebehörden, Planer und Ex-

perten orientierten rund 100 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner über die geplanten Änderungen auf dem Betriebsareal neben dem Bahnhof Hedingen. Der Seniorchef Hans Ruedi Schweizer und sein Sohn Samuel Schweizer freuten sich über das grosse Interesse an den Firmenplänen und nutzten die Gelegenheit, ihr Vorhaben und ihre Visionen über den Ausbau und die Weiterentwicklung der Firma vorzustellen.

Verkehrsführung und attraktive Arbeitsplätze sind wichtig Die Werkerweiterungen und die Büroaufstockungen dienen der Sicherung des Produktionsstandortes. Der private Gestaltungsplan soll aber auch eine massvolle Erhöhung der Ausnützung (Baumassenziffer) ermöglichen. Juniorchef Samuel Schweizer hielt bei seinen Ausführungen dezidiert fest, dass die Sicherheit auf dem Areal, die Logistik und die Verkehrsführung sowie die attraktiven Arbeitsplätze bei der Planung einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Von grosser Bedeutung bezeichnete er aber auch die Akzeptanz der Veränderungen bei der politischen Gemeinde und der Bevölkerung. Als ein wesentlicher Punkt bei der

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Zweiakter auf Kurs Die Darsteller des Theatervereins Bonstetten trafen sich zum Probeweekend. > Seite 9

Rechtssicherheit auf dem Üetliberg? In Zukunft wird es keine HelikopterAnflüge mehr geben, der Aussichtsturm darf nicht mehr beleuchtet werden und auch bleibende Bauten auf der Hausterrasse sind verboten. Der Gestaltungsplan «Uto Kulm» sieht für den Gastrobetrieb auf dem Üetliberg einige Einschränkungen vor. Für den Aussichtsturm und die öffentliche WC-Anlage darf die Hotel Uto Kulm AG auch künftig eine Gebühr erheben. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Titel verteidigt Die Gemeinde Hedingen orientiert die Bevölkerung: Ruedi Fornaro, Samuel Büchi, Bertram Thurnherr und Claude Hafner (von links). (Bild Martin Mullis) Gestaltung zeigt sich der durch das Fabrikareal verlaufende Breitenweg. Der öffentliche und sich im Besitze der Gemeinde befindliche Fussgängerweg zerschneidet das Produktionsgelände und verhindert eine sinnvolle Nutzung. Hier wird im Gestaltungsplan eine behindertengerechte Fussgängerüberführung mit einem Abgangslift zu den Bahngleisen vorgeschlagen. Das markante Bauwerk gab denn auch bei der anschliessenden Fragerunde zu einigen Diskussionen Anlass. Weit mehr Fragen löste jedoch ein Votant aus, der den Behörden vorwarf, eine Lösung der Verkehrsführung durch eine Zufahrt von Norden her zu vernachlässigen oder gar nicht zu prü-

fen. Die zur Verfügung stehenden Fachleute und vor allem der ehemalige Gemeindepräsident Paul Schneiter klärten die Vorwürfe jedoch umgehend. Eine Verkehrsstudie aus dem Jahre 2013 sowie die bestehenden Umweltgesetze, ein Vernetzungskorridor und andere Vorschriften von Bund und SBB, zeigen klar und deutlich, dass eine Zufahrt von Norden nicht realisiert werden kann. Der Gestaltungsplan ist seit dem 13. Januar für 60 Tage öffentlich aufgelegt und im Gemeindehaus einsehbar. Er bedarf die Zustimmung durch die Gemeindeversammlung. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Im Sportklettern hält Petra Klingler aktuell nebst dem Boulder-Weltmeistertitel auch die Schweizer Meistertitel in sämtlichen Disziplinen. Nun hat die Bonstetterin eindrücklich bewiesen, dass sie auch im Eisklettern top ist. An den Schweizer Meisterschaften vom vergangenen Wochenende in Saas Fee führte sie bereits nach den drei Qualifikationsrouten. Im Finaldurchgang kletterte sie erneut klar weiter als die gesamte nationale Konkurrenz und konnte so den letztjährigen Meistertitel souverän verteidigen. ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Exploit von Niels Hintermann am Lauberhorn Die verrückte Super-Kombination vom Freitag, dem Dreizehnten Eigentlich steht der für den Skiclub Hausen startende Niels Hintermann mit beiden Beinen im Europacup. Sein bisher bestes Weltcup-Resultat war ein 21. Rang. Am Lauberhorn gelang ihm ein Exploit. ................................................... von andrea bolliger in wengen Das Wetter am vergangenen Freitag bereitete den Organisationen grosse Probleme. Dafür, dass der Slalom und die Abfahrt für die Kombination überhaupt gefahren werden konnten, sorgten 600 freiwillige Helfer, die seit den frühen Morgenstunden tonnenweise Schnee aus der Piste räumten. Da man am Nachmittag mit einer Besserung der Wetterlage rechnete, wurde der Slalom auf den Morgen vorgezogen. Niels Hintermann fühlte sich mit dem ausgesteckten Slalom wohl. Ein kleiner Vorteil seiner Startnummer 51 waren die etwas besseren Sichtverhältnisse zu diesem Zeitpunkt. Mit dem 23. Rang schaffte er sich eine glückliche Ausgangslage für die nachmittägliche Abfahrt, wie sich zeigen sollte.

Zuoberst auf dem Podest der Alpinen Super-Kombination am Lauberhornrennen 2017. (Bild Andrea Bolliger) Niels Hintermann fand eine ideale Linie und fuhr einen ausgezeichneten Lauf. Freudestrahlend winkte er aus der Leaderbox im Zielraum in die Fernsehkameras. Niemand glaubte, dass dies lange währen würde. Inzwischen hatte es wieder stärker zu

schneien begonnen. Die Strecke war innert kurzer Zeit mit einer Schneedecke bedeckt und wurde dadurch zusehends langsamer. Keiner der noch folgenden Fahrer kam an seine Zeit heran und Niels Hintermann lächelte immer noch spitzbübisch aus der Leader-

box. Immer weniger Fahrer standen noch im Starthaus und es wurde immer wahrscheinlicher, dass ein Podestplatz Wirklichkeit werden könnte. Am Ende war es der ganz zuoberst. ................................................... > Bericht Seite 15

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Du hast viele Spuren der Liebe und Fürsorge hinterlassen Und die Erinnerung an all das Schöne mit dir wird stets in uns lebendig sein.

Einladung zur ordentlichen Delegiertenversammlung

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied. Wir sind aber dankbar für die vielen schönen Stunden, die wir miteinander verbringen durften.

Otto Schneider 16. Dezember 1928 – 10. Januar 2017

Nach einem reich erfüllten Leben wurde sein Wunsch erfüllt und er durfte friedlich einschlafen. Mit Deiner Liebe, Deiner Grosszügigkeit und Fürsorge sowie mit Deinem Humor hast Du uns durchs Leben begleitet. Dafür danken wir Dir von ganzem Herzen und finden Trost in der Gewissheit, dass Du in und um uns weiterlebst. Wir werden Dich sehr vermissen. In Liebe Lina Schneider Otto und Silvia Schneider mit Stefan, Melanie und Andrea Simone und Pascal Geissberger mit Céline, Leonie und Julian Claudia und Lukas Singenberger Die Urnenbeisetzung findet statt am Dienstag, 24. Januar 2017, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof mit anschliessender Abdankung in der Reformierten Kirche Bonstetten.

Donnerstag, 9. Februar 2017, 19.30 Uhr, im Mehrzweckraum, 1. Obergeschoss (R1) Haus Rigi, Langzeitpflege Sonnenberg, Melchior-Hirzel-Weg 40, Affoltern am Albis Traktanden 1. Begrüssung/ Wahl der Stimmenzählerin oder des Stimmenzählers 2. Protokoll der Delegiertenversammlung vom 1. Dezember 2016 3. Anträge 3.1.a Projektkredit Splitting Fa. «Alerion» Fr. 110 000.– 3.1.b Antrag Dringlichkeitserklärung Projektkredit Splitting Fa. «Alerion» 3.2. Zuwahl eines weiteren Mitgliedes der Betriebskommission 4. Verschiedenes www.spitalaffoltern.ch

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Januar 2017

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«Lösung für alle, dank pragmatischem Handeln und Vertrauen …» Ein Jahr ist es her, seit die Asyl-Kontingente auf 0,7 Prozent erhöht wurden Zurzeit ist es ruhig im Asylwesen. Das war vor einem Jahr ganz anders: Da hatte der Bezirk Affoltern innert kürzester Frist 80 Asylsuchende mehr aufzunehmen. Eine Herkulesaufgabe, die souverän gelöst werden konnte. ................................................... von urs e. kneubühl Es hallt wieder in der Militärunterkunft im Untergeschoss des Gemeindehauses Bonstetten. Die Räume sind leer. Exakt vor einem Jahr allerdings herrschte hier emsiges Treiben: Mit Hochdruck waren Gemeindeschreiber Primus Kaiser, damals kurz vor der Pensionierung stehend, und Stefan Bürgi vom Hausdienst Gemeindeliegenschaften daran, die leerstehenden Räumlichkeiten bewohnbar zu machen. Die Gemeinde Bonstetten hatte nämlich dem Bereich Asyl im Sozialdienst Bezirk Affoltern die Militärunterkunft zur vorübergehenden Unterbringung von kurzfristig vom Kanton zugewiesenen Asylsuchenden zur Verfügung gestellt und dessen Leiterin Michelle Högger damit etwas Luft zur Wohnraumsuche schaffen können. «Wir wurden damals, im Dezember 2015, von der Information der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, auf Anfang 2016 die Aufnahmequoten für

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Kommenden Donnerstag, 19. Januar, darf Walter Böck in Hausen seinen 90. Geburtstag feiern. Wir gratulieren dem Jubilaren herzlich zu diesem besonderen Anlass und wünschen viel Glück, gute Gesundheit und weiterhin viel G’freuts.

Zum 80. Geburtstag In Obfelden dürfen wir Angela Molinari-Bortoluzzi gratulieren: Sie feiert morgen Mittwoch, 18. Januar, ihren 80. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute und ein schönes Geburtstagsfest.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

die Gemeinden von 0,5 auf 0,7 Prozent zu erhöhen, komplett überrumpelt», hält Högger dazu fest und fährt fort: «Innerhalb kürzester Zeit, dazu auch noch über die Weihnachts-/Neujahrsfesttage, hatten wir Wohnraum für zusätzlich 80 Asylsuchende zu beschaffen. Eine Hauruck-Übung, deren Erfüllung vorerst unmöglich schien. Dank dem solidarischen Angebot der Gemeinde Bonstetten und dem beherzten Engagement von Primus Kaiser und Stefan Bürgi, aber genauso von Liza Egli, der Leiterin Soziales, sowie Gemeindepräsident Bruno Steinemann und Gemeinderat Claude Wuillemin haben wir diese Herkulesaufgabe gemeinsam gut meistern können.»

Unser Dank geht dabei vor allem auch an die Bevölkerung, welche diese Nutzung der Militärunterkunft mitgetragen hat.» Im Allgemeinen, bekräftigt Wuillemin, seien die Reaktionen in Bonstetten, aber auch in den anderen Bezirksgemeinden durchwegs positiv ausgefallen. Und ebenso hätten sich die zugewiesenen Familien glücklich gezeigt, in der MUK Bonstetten rasche Aufnahme und ein wohnliches Umfeld zu finden. «Dieser Schritt, den wir einerseits aus Menschlichkeit und andererseits aus Solidarität mit allen Ämtler Gemeinden gemacht haben, war absolut richtig», hält Wuillemin fest und ergänzt, dass Bonstetten in gleicher Situation wohl auch wieder gleich handeln würde.

Bevölkerung hat diese Nutzung der Militärunterkunft mitgetragen

Bezirk erfüllt Aufnahmequote

Die Leiterin Asyl des Sozialdienstes Bezirk Affoltern rühmt dabei die sehr gute und unbürokratische Zusammenarbeit, und auch Claude Wuillemin geizt diesbezüglich nicht mit Lob: «Grundsätzlich dürfen wir seitens der Gemeinde ein sehr erfreuliches Fazit ziehen: Dank pragmatischem Handeln allerseits und einem herrschenden grundsätzlichen Vertrauen aller Beteiligten untereinander ist es gelungen, rasch diese temporäre Lösung für den Bezirk anzubieten und umzusetzen.

Die seit Anfang 2016 vom Kanton geforderte Aufnahmequote von sieben Asylsuchenden pro 1000 Einwohner wird vom Bezirk Affoltern zurzeit erfüllt, sagt Michelle Högger und ergänzt: «Zudem ist es im Asylbereich gegenwärtig auch relativ ruhig, auch wenn 2016 die Hauptroute für Migranten vor allem aus Eritrea, Äthiopien und Somalia über das Mittelmeer und Italien geführt hat.» Die Zahl der Flüchtlinge an der Südgrenze zur Schweiz, im italienischen Como, sei entsprechend angestiegen. «Aller-

Michelle Högger, Leiterin Asyl im Sozialdienst Bezirk Affoltern, und Gemeinderat Claude Wuillemin blicken zufrieden zurück auf die temporäre Unterbringung von Asylsuchenden in der Militärunterkunft Bonstetten. (Bild Urs E. Kneubühl) dings», erklärt Michelle Högger auch, «ist die Zahl der Flüchtlinge, die im letzten Jahr Europa über das Mittelmeer erreichten, gegenüber 2015, zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise mit über einer Million Menschen, um rund zwei Drittel zurückgegangen.» Zudem berichtet die Leiterin Asyl des Sozialdienstes Bezirk Affoltern, dass man auch im Bezirk Affoltern

gemeinsam mit den Gemeinden daran sei, Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene vermehrt für gemeinnützige Arbeiten einzusetzen. «In Aeugst und Ottenbach hat man bereits derartige Beschäftigungsprogramme gestartet», weiss Michelle Högger, und Claude Wuillemin merkt an, dass man sich auch in Bonstetten ernsthafte Gedanken dazu mache.

Nutzungen und Zugänglichkeiten geregelt Für Rechtssicherheit auf dem Üetliberg: Gestaltungsplan «Uto Kulm» festgesetzt Die Baudirektion hat den kantonalen Gestaltungsplan «Uto Kulm» festgesetzt. Er regelt die Ansprüche der Öffentlichkeit an den Aussenraum und dessen Gestaltung sowie die betrieblichen Nutzungen.

als auch die Öffentlichkeit bei den Veranstaltungen Rechtssicherheit. Somit muss nicht mehr bei jedem Anlass über grundlegende Regelungen verhandelt werden und die maximalen Veranstaltungstage sind abschliessend definiert.

Der Üetliberg mit dem Uto Kulm ist für die Zürcher Bevölkerung ein wichtiges Naherholungsgebiet. Als Bestandteil der Albiskette-Reppischtal ist er zudem ein Objekt im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Der Gastgewerbebetrieb Uto Kulm und das dazugehörige Grundstück sind im Privateigentum, die Bevölkerung ist jedoch an der Nutzbarkeit des Aussenraums interessiert. Der Kantonsrat hat 2010 den für die Öffentlichkeit wichtigen Teil des Uto Kulm im kantonalen Richtplan einem Erholungsgebiet zugeteilt und der Verwaltung den Auftrag erteilt, dafür einen kantonalen Gestaltungsplan festzusetzen. Die Baudirektion hat den Gestaltungsplan «Uto Kulm» erarbeitet und diesen am 6. Februar 2012 festgesetzt. Im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens wurde dieser jedoch in zweiter Instanz durch das Verwaltungsgericht an die Baudirektion zurückgewiesen. Beim nun festgesetzten Gestaltungsplan «Uto Kulm» handelt es sich um die überarbeitete Fassung, in welcher die Hinweise aus den Rechtsmittelverfahren berücksichtigt wurden. Der Gestaltungsplan definiert die öffentlich zugänglichen Flächen, die zulässigen Bauten des Gastgewerbebetriebes und die Art der Nutzungen der einzelnen Bereiche. Zudem wird die Anzahl der Fahrten auf den Uto Kulm begrenzt und kontrolliert. Parallel zum Gestaltungsplan sind im sogenannten Nutzungsvertrag die Rechte

Insgesamt 27 Einwendungen

Für die Besteigung des Aussichtsturms darf die Hotel Uto Kulm AG auch künftig eine Gebühr erheben. (Archivbild) und Pflichten aller Beteiligten (Grundeigentümerin und Gemeinwesen) vor allem bezüglich der öffentlich zugänglichen Flächen sowie der organisatorischen Rahmenbedingungen für die Fahrtenkontrolle geregelt. Der Gestaltungsplan ist zudem auf die Schutzverordnung für den Üetliberg abgestimmt.

Gestaltungsplan wird den verschiedenen Interessen gerecht Die Baudirektion ist überzeugt, dass der Gestaltungsplan ausgewogen ist und den verschiedenen Interessen gerecht wird. Die Auswirkungen auf das BLN-Objekt wurden minimiert, die Interessen der Erholungssuchenden angemessen umgesetzt und die Eigentumsrechte der Grundeigentümerin gewahrt. Beispielsweise besteht auf der Terrasse kein Baubereich mehr, Helikopterflüge sind nicht mehr zulässig, die Beleuchtungsmöglichkeiten wurden eingeschränkt. Im Weiteren wurde das Fahrtenkontingent beibehalten. Die öffentlich

zugängliche Fläche ist nach wie vor gesichert. Hingegen kann die Eigentümerin bei der Benutzung des Aussichtsturms und der WC-Anlage eine Gebühr erheben. Zudem sind auf den Aussenflächen zusätzliche temporäre Nutzungen möglich. Die Rahmenbedingungen für die zulässigen Veranstaltungen wurden jedoch eng gesetzt. Durch diese konkreten Vorgaben erhalten sowohl der Gastgewerbebetrieb anzeige

Die öffentliche Auflage des Gestaltungsplan war vom 20. November 2015 bis 18. Januar 2016 durchgeführt worden. Während dieser Frist konnte sich jedermann zum Entwurf äussern. Insgesamt gingen 27 Einwendungen ein, welche sich hauptsächlich auf die Nutzungen und Zugänglichkeiten im Aussenraum, die Regelungen zu den Veranstaltungen und das Verkehrsregime bezogen. Die Baudirektion hat anschliessend den Gestaltungsplan aufgrund der Einwendungen überarbeitet und nun festgesetzt. Zudem wurde der Nutzungsvertrag in der Zwischenzeit von allen Beteiligten unterzeichnet. Zusammen mit dem Bericht zu den Einwendungen liegt er ab dem 13. Januar 2017 während 30 Tagen öffentlich auf. Vorbehältlich allfälliger Rechtsmittel tritt er im Februar 2017 in Kraft. (bd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Januar 2017

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Zukunftssicherung für einen grossen Arbeitgeber Infoveranstaltung zum privaten Gestaltungsplan der Firma Schweizer AG in Hedingen Die Ernst Schweizer AG will mit einer durchgängigen Fliessproduktion und zusätzlichen Büroflächen die Betriebsabläufe optimieren. Die vorgesehene bauliche Entwicklung benötigt einen privaten Gestaltungsplan. Am Donnerstag wurde die Bevölkerung orientiert.

tion beim Breitenweg wichtige öffentliche Interessen.

Zufahrt von Norden her nicht möglich

................................................... von martin mullis Das Aufgebot von Bauherrschaft, Gemeindebehörden und Experten im Schachensaal in Hedingen am letzten Donnerstagabend war beeindruckend. Der Gemeindepräsident Bertram Thurnherr, die zuständigen Gemeinderäte Claude Hafner und Ruedi Fornaro, Seniorchef Hans Ruedi Schweizer, Sohn Samuel Schweizer, Marcel Muri, Planer, und Leo Baschnagel, Technischer Leiter, von der Firma Schweizer AG sowie Samuel Büchi, Projektkoordinator und Michael Nanz, Planer der Gemeinde Hedingen, informierten über die Ausbaupläne des grössten Arbeitgebers der Gemeinde. Gemeindepräsident Thurnherr hielt ganz generell fest, dass die Sicherung des Produktionsstandortes der Firma Schweizer AG für die Gemeinde von grosser Bedeutung sei. Bevor Firmenchef Hans Ruedi Schweizer seinem Sohn Samuel das Wort erteilte, dankte er den rund 100 Besuchern im Schachensaal für ihr Interesse und skizzierte kurz die doch ziemlich komplexe Situation rund um das Projekt zur Zukunftssicherung seiner Firma. Er hielt fest, dass eine Optimierung der Betriebsabläufe durch bauliche Massnahmen mit den heutigen Vorgaben der Bau- und Zonenordnung nicht möglich sei. Hans Ruedi Schweizer betonte, dass mit einem privaten Gestaltungsplan

Montagebild der geplanten Bauvorhaben der Firma Schweizer AG in Hedingen. (Visualisierung zvg.) eine ausgezeichnete Balance zwischen den Interessen der Gemeinde und der Firma gefunden werden könne.

Effizienzsteigerung durch eine durchgängige Fertigungslinie Juniorchef Samuel Schweizer zeigte anschliessend mittels animierter Folien die Komplexität der einzelnen Massnahmen in der gesamten Arealplanung. Es geht im Wesentlichen um flexiblere Produktion, Effizienzsteigerung und deshalb um eine durchgän-

gige Fertigungslinie. Auch die Erhöhung der Baumassenziffer sowie eine massvolle Verdichtung sind Gegenstand des Bauplanes. Als grosses Erschwernis bei der Planung erweist sich der Breitenweg, welcher als öffentlicher Fussgängerweg das Firmenareal sozusagen durchschneidet. Gemäss Gestaltungsplan verpflichtet sich die Firma Schweizer AG, diese Fussgängerquerung mit einer Überbrückung über das Areal zu ersetzen. Diese Passerelle wird behindertengerecht mit einem Lift beim Abgang zu den

Gleisen gebaut. Im Gestaltungsplan beansprucht die Verkehrssituation im und um das Firmengelände als grosse Problematik auch entsprechende Berücksichtigung. Durch den geplanten Vollausbau ist jedoch nicht mit einer erheblichen Zunahme des Lastwagenverkehrs zu rechnen. Zudem werden infolge der gewonnenen neuen Fabrikationsflächen externe Fabrikationsstandorte aufgegeben, was wiederum den Pendelverkehr verringert. Insgesamt berücksichtigt der Gestaltungsplan mit der Verbesserung der Situa-

Nach den ausführlichen Informationen der involvierten Behördenvertreter und der Firma Schweizer AG, gab Gemeindepräsident Thurnherr den Besuchern die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Neben einigen kleineren Unsicherheiten betreffend Bauhöhen und Dimensionen des bereits bewilligten Kopfbaus, zeigte sich fast erwartungsgemäss als Kernfrage das Problem einer generellen Änderung der Zufahrt zu den Werkhallen. Mehrere Votanten forderten die sogenannte Nordzufahrt und vermissten entsprechende Abklärungen. Bemängelt wurde, dass diese Möglichkeit offensichtlich nicht ernsthaft geprüft und dem Bund und Kanton keine diesbezüglichen Forderungen gestellt würden. Gemeindepräsident Thurnherr und Tiefbauvorstand Fornaro stellten dies jedoch in Abrede. Die Variante Nordzufahrt kollidiert mit den verschiedensten Vorschriften und bestehenden Gesetzen von Bund, Kanton und der SBB. Der ehemalige Gemeindepräsident Paul Schneiter beendete schliesslich die doch ausschweifende Diskussion um das Verkehrsthema Nordzufahrt. Er hielt dezidiert fest, dass die Möglichkeit der Nordzufahrt zur Firma Schweizer sehr wohl und intensiv bereits im Jahre 2013 mittels einer seriösen Studie geprüft worden sei. Das Fazit der Untersuchung zeige praktisch unüberwindliche Hindernisse, eine Realisation einer Zufahrt von Norden her müsse daher als nicht machbar bezeichnet werden. Der Gestaltungsplan wird bis zum 14. März öffentlich aufliegen. Die Vorlage unterliegt anschliessend einer Gemeindeversammlung.

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Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Affoltern am Albis

Wie Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zürich am Lebensende betreut werden, hängt immer noch davon ab, wo sie wohnen.

Anfang 2016 hat der Gemeinderat die Bürgersprechstunde versuchsweise eingeführt. Der Kontakt zur Bevölkerung soll dadurch intensiviert werden. Ziel war es, dass während des Versuchsjahres mindestens zehn verschiedene Personen an den Sprechstunden teilnehmen. Das Ziel wurde zwar nicht ganz erreicht, die Rückmeldungen waren jedoch durchwegs positiv. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Bürgersprechstunde auch im Jahr 2017 anzubieten. Diese Besprechungsmöglichkeiten finden in der Regel jeden zweiten Montag im Monat von 17 bis 18.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die genauen Termine sind auf der Homepage www.affoltern-am-albis.ch ersichtlich.

Vor gut einem Jahr schlossen sich die fünf spezialisierten ambulanten Palliative-Care-Teams im Kanton Zürich zum Verband spezialisierter PalliativeCare-Leistungserbringer (SPaC) zusammen. Eines ihrer Ziele war, dass alle Bewohner des Kantons Zürich Zugang zu spezialisierter Palliativpflege haben sollen. So schreibt es auch der Kanton vor. Für die Realisierung sind die Gemeinden zuständig. Die SPaC-Teams haben im Laufe des letzten Jahres alle Gemeinden eingeladen, eine neue Leistungsvereinbarung zu unterschreiben. Denn der Verband setzt sich auch dafür ein, dass seine Mitglieder kostendeckend abrechnen können. Das war zuvor nicht der Fall. Alle fünf Teams konnten ihre Leistungen nur mit Spenden decken. «Das ist der Sache nicht würdig», sagt Andreas Weber, SPaC-Präsident und Palliativmediziner im Zürcher Oberland. «Wir tun nichts Exotisches, sondern leisten einen existenziell wichtigen Beitrag in der medizinischen Versorgung.»

Onko Plus in Obfelden präsent Bisher haben 98 von 168 Gemeinden im Kanton einen Vertrag mit einem der Teams abgeschlossen, also knapp 60 Prozent. Weil darunter alle Städte sind, dürfte dies rund 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Das Knonauer Amt ist gut abgedeckt, was die spezialisierte Palliativmedizin betrifft. Die Spitex Knonaueramt hat mit allen Gemeinden im Bezirk einen Leistungsvertrag. Ihr ist erlaubt, Leistungen an Dritte auszulagern. Sie arbeitet eng mit Onko Plus, der Stiftung für spezialisierte Palliativund Onkologiepflege, aus Zürich zusammen. Seit August 2015 hat ein Onko-Plus-Mitarbeiter einen Büroplatz im Spitex-Zentrum in Obfelden. Im Bedarfsfall wird genau geprüft, wer sinnvollerweise zuständig ist, die lokale oder die spezialisierte Spitex. Oftmals sind beide Dienste im Einsatz. Onko Plus und die lokale Spitex legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Hausärzten und der Villa Sonnenberg, der Palliativstation des Spitals Affoltern. (pd.) Die fünf spezialisierten Teams im Kanton haben sich Ende 2015 zu einem Verband zusammengeschlossen. Sie wollen die flächendeckende Versorgung mit Palliative-Care-Angeboten verbessern, deren Finanzierung sicherstellen und die Qualität hochhalten.

Neue Haltestelle «Moosbach» Seit der Fahrplanumstellung im Dezember 2016 ist die neue Postautohaltestelle «Moosbach» in Betrieb. Sie liegt an der Obfelderstrasse zwischen Jumbo-Kreisel und Moosbachstrasse. Es handelt sich derzeit um eine provisorische Haltestelle, bis der KreiselNeubau beim Hornbach fertiggestellt ist. Danach wird eine definitive Haltestelle erstellt. Die Haltestelle «Moosbach» wird von den Buslinien 212, 213 und 217 bedient.

Ersatz von IT- und Telefoninfrastruktur Ende 2015, Anfang 2016 wurde in der ganzen Gemeindeverwaltung die IT-Infrastruktur erneuert. Für die zahlreichen Server, Firewalls und rund 130 Arbeitsstationen sowie die Installation der vorhandenen Programme wurde eine gebundene Ausgabe von 460 000 Franken bewilligt. Die nun vorliegende Abrechnung zeigt eine Punktlandung mit Kosten von Fr. 451 886.75. Ebenfalls 2016 wurde die Telefonanlage auf den neuen Standard Voip umgestellt. Bei einem Kostenvoranschlag von 65 000 Franken resultiert eine Abrechnung von 67 065 Franken. Grund für die Überschreitung waren zusätzlichen Installationsaufwendungen für die Einbindung des Überwachungssystems der technischen Anlagen.

Beitrag an das Strassenfest Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse Affoltern (Voba) plant 2017 wieder eines der beliebten Strassenfeste durchzuführen. Der Gemeinderat begrüsst diese Initiative und hat dafür einen Beitrag von 3000 Franken und eine Defizitgarantie von 2000 Franken bewilligt. Dies im Einklang mit seinen strategischen Zielen, welche eine Belebung der Oberen Bahnhofstrasse vorsehen.

Und übrigens … … hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr an 24 Sitzungen insgesamt 290 Geschäfte behandelt. Das Gemeinderatsprotokoll umfasst 734 Seiten. Der gemeinderätliche Sozialausschuss hat zudem 159 Anträge bearbeitet und auf 246 Protokollseiten die Beschlüsse festgehalten (ohne Verwaltungsentscheide). (tro) anzeige


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Januar 2017

Jetzt kann das neue Jahr kommen Aoba Jahreskonzert – Leicht verschobener Neujahrsbeginn im Kasinosaal Für einige alteingesessene Affoltemer Einwohner beginnt das neue Jahr erst, wenn das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern sein Jahreskonzert hat. In vergangenen Zeiten war es das erste «Chränzli» des Jahres. ................................................... von susanne crimi Im Zuge der Zeit wurde aufgrund schwindender Zuschauerzahlen der Termin etwas in den Januar verschoben, zu viele Besucher begannen über die Festtage zu verreisen oder hatten einen «Festkoller». Am diesjährigen Konzert spürte man nichts von zu wenig Besuchern, die Sitzreihen im Kasinosaal waren bis auf wenige Plätze besetzt. Auch scheint das Aoba sich um Nachwuchs keine Sorgen machen zu müssen, das zeigte sich bereits zu Beginn der Darbietung. Die Musikschule Knonauer Amt hat eine Schülerklasse,

Die Musikanten der Aoba – gekonnte Darbietungen, die begeistern. (Bilder Susanne Crimi) die unter der Leitung von Michèle Weiss den Einstieg in das Geschehen bereitete. Sechs Schüler, zusammen mit der Leiterin, boten mit drei Stücken einen rhythmischen Anfang und

zeigten auf, dass die Handharmonika keineswegs nur herkömmlich gespielt werden kann. Mit viel Taktgefühl konnte vor allem das letzte Musikstück punkten; ein sehr rhythmischer Kanon sorgte für den ersten Höhepunkt der Vorstellung.

Mit klaren Kinder- und Jugendstimmen Die Jungjodler vo Huuse, zusammen mit den Jodlerspatzen, den kleinsten Jodlern aus dem Säuliamt, begeisterten mit ihren Vorträgen. Sehr diszipliniert und doch mit ganzem Herzen sangen sie schweizerische Volkslieder, juchzten und jodelten. Sie gaben einen Jodel-Rap zum Besten, sangen ein Lied, das den Hühnerstall des Pfarres zum Inhalt hatte, liessen die Zuschauer wissen, das «Als was bruuchsch uf dä Wält, das isch Liebi, schöni Stunde und en guete Fründ» ist und stellten das «Säuliämter Lied» vor, die veränderte Ausgabe eines Liedes, das Ruedi Bieri für eine Innerschwei-

Jungjodler und Jodlerspatzen vo Huuse.

zer Gemeinde geschrieben hatte. Bieri hat seine Einwilligung zum Arrangement der Leiterin der «Jungjodler von Huuse», Monika Teutlinger, mit Freuden gegeben und ihnen das melodiöse Stück sogar geschenkt.

«Beswingte und eindrückliche Darbietung» Nun trat das knapp zwanzig Mitglieder zählende Aoba zum Konzert an. Immer wieder ist es faszinierend, zu hören, wie vielseitig das Instrument an und für sich, insbesondere aber als Orchester aufgestellt, ist. Ein Arrangement der Melodien von John P. Souza, dem König der Marschmusik, aus dessen Feder auch beispielsweise «Stars and Strypes» stammt, gaben die Musikanten als erstes Stück zum Besten. Von ungarischer Tanzmusik, komponiert von Johannes Brahms bis hin zum «Libertango» von Astor Piazzola, von Gershwin swingenden Klängen bis hin zu Frank Sinatras bekanntesten Evergreens begeisterte das Aoba die

anwesenden Zuschauer. Besonders eindrücklich waren die drei musikalischen «Reisebilder vom Balkan» von Hans Boll und die «Rhapsodia Andalusia» von Adolf Götz. Mit letzterem Stück haben sich die Musikanten das Prädikat «vorzüglich» beim letztjährigen eidgenössischen Musikfest in Disentis geholt. Sehr verdient übrigens, fanden die Zuschauer, die mit einem lang anhaltenden Applaus die Darbietung kommentierten. Sympathisch führte Sidonia Bär durch das Programm und erzählte den Zuschauern kleine Anekdoten zu den einzelnen Darbietungen. Als Gastmusiker amtete Bernhard Johann als Perkussionist. Gekonnt und einfühlsam gab er im gesamten Konzert den rhythmischen Kontext, ohne den sehr viel fehlen würde. Das Jahreskonzert des Aoba war einmal mehr ein sehr gelungenes Schaustück dessen, was so ein «Handorgel-Verein» alles bieten kann – nämlich Musik vom Feinsten, für jeden Geschmack und für jedes Lebensalter.

Fröhliche Stimmung am traditionellen, Generationen übergreifenden Anlass Familienkonzert der Musikgesellschaft Stallikon Am Sonntagnachmittag kam es in der Loomatthalle in Sellenbüren nicht erst am Schluss zu Zugaben, einzelne Stücke mussten schon während des Konzerts wiederholt werden. Die fröhliche Begeisterung schwappte vom Dirigenten auf die Musiker über und füllte den ganzen Saal. ................................................... von regula zellweger Auf die Frage, wie die Musiker mit ihrem Dirigenten Marc Bühler zufrieden seien, nickt der Präsident der Musikgesellschaft Stallikon Beat Martin nur heftig. Da gibt es wirklich nichts zu erklären, es war den ganzen Sonntagnachmittag in der Loomatthalle zu spüren. Doch nicht nur die Stimmung war fröhlich, auch das vielfältige Musikprogramm kam gut an. Beat Martin schätzt ganz besonders die Kameradschaft bei «seiner Musik».

Breite Palette von Blasmusikstücken Es gibt Stücke, welche die vielen unterschiedlichen Fähigkeiten einer Blasmusik aufzeigen. Mit «Dublin Pictures» beispielsweise bewies das Orchester, was es kann: Schnelle Wechsel von schwierigen Rhythmen, zurückhaltende, leise, gefühlvolle Elemente,

perfekte Soli, aber auch Klangfülle und mitreissendes Tempo. Mit dem traditionellen Familienkonzert in Sellenbüren bietet die Musikgesellschaft Stallikon auch Kindern und älteren Menschen einen einfachen, familiären Zugang zur Blasmusik. Hier macht es nichts, wenn ein Kind quengelt oder mal etwas Lärm gemacht wird – wichtig ist die Freude an der Musik und das gesellige Beisammensein. Am kommenden Samstagabend wird das Programm dann in edlerem Rahmen im Gemeindesaal Bonstetten wiederholt. Gemütlich war es aber in der «Loomatt», wo viele freiwillige Helfer für das leibliche Wohl mit Gerstensuppe, Würstchen, Kuchen und Getränken sorgten.

Nachwuchsförderung Im Orchester gibt es ein einziges Waldhorn. Ramon Spörri spielt es, er ist 22 Jahre alt. Seine Mutter und seine Grossmutter geniessen das Konzert und sind stolz, dass Ramon seit seinem 10. Lebensjahr drangeblieben ist. Denn es bedeutet viele Stunden Üben, bis man von der Musikschule Knonauer Amt in eine Musikgesellschaft übertreten kann. Bei Spörris wird Musikbegeisterung gelebt, denn die Liebe zur Blasmusik wird meist in der Familie, oft über Generationen, geweckt und ge-

fördert. Die Grossmutter erzählt, dass schon der Grossvater in der Polizeimusik gespielt habe. «The Police Academy March» war denn das erste der beiden Stücke nach der Pause, in dem vier Kinder, Jungmusikanten, mitspielten. Seraina Aeberhard und Cédric, Gilles und Ladina Berger wurden sichtlich liebevoll von den «Grossen» aufgenommen und unterstützt und machten ihre Sache wunderbar. In der Stalliker Musikgesellschaft gehört es zur Tradition, den Nachwuchs zu fördern.

Spieler von 17 bis 76 Nicht nur die jungen Spieler werden motiviert, auch die älteren Spieler bekommen Wertschätzung. «Anders als bei einem Sportverein spielen hier Junge und Alte harmonisch nebeneinander», erklärt Dirigent Marc Bühler, «denn wo sieht man bei einem Fussballclub einen über 70-Jährigen im Sturm und einen 17-Jährigen in der Verteidigung?» Roman Müller, Trompete, ist mit 17 Jahren der jüngste Spieler. Zwei Spieler haben Jahrgang 1941: Hans Baumann, Es-Horn, und Albert Baur, Flügelhorn. Albert Baur ist bereits 58 Jahre aktives Mitglied der Musikgesellschaft. Und am vergangenen Sonntag, am 15. Januar, spielte er sein erstes Solo. Es kam gleich zum zweiten,

Die Stalliker Musik fördert den Nachwuchs. Bei zwei Stücken dürfen Jungmusiker mitspielen. Hier Ladina Berger, Querflöte. (Bild Regula Zellweger) denn Dirigent Marc Bühler liess das Stück wiederholen. Wer das Konzert am Sonntag verpasste, hat die Chance, das vielseitige

Musikprogramm anlässlich des Jahreskonzertes am Samstag, 21. Januar , um 20 Uhr im Gemeindesaal in Bonstetten zu hören.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Januar 2017

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Die Erfinder von «Talking-Head-Comedy» Das Duo «Kopfsache» feiert in Affoltern Premiere seiner innovativen Show «Face Off» Auf der Bühne stehen sie zu zweit, den dritten Part übernimmt ein animierter Kopf. Mit ihrer neuartigen «Talking-Head»Konzept wollen Patrick Galli und Rémy Pfeiffer von Affoltern aus die Deutschschweizer Comedy-Szene erobern. ................................................... von thomas stöckli Von Affoltern als Heimbasis war der Ostschweizer Rémy Pfeiffer anfangs wenig begeistert. Seine Meinung änderte er erst, als er erfuhr, dass die «Schmirinskis» – das erfolgreiche Comedy-Projekt von Stefan Schmidlin und René Rindlisbacher – hier angefangen haben: «Das ist ein gutes Omen», fand er. Seither proben Patrick Galli, der im Knonauer Amt aufgewachsen ist und mittlerweile im Freiamt wohnt, und Rémy Pfeiffer im Saal der Schule Tägerst. Die beiden jungen Männer ergänzen sich ideal: Patrick Galli hat die Ideen und schreibt die Sketches, Rémy Pfeiffer ist der gestalterische Typ und hat das Auge für die visuelle Umsetzung und Ausgestaltung. Was Spiel und Regieführung anbelangt, kommen sie gleichwertig zum Zug. Erstmals aneinandergeraten sind Galli und Pfeiffer

bei der Aufnahmeprüfung zur Schauspielschule Zürich. Schon bald entstand eine Freundschaft – und der Plan, ein Comedy-Duo zu gründen. Zweiersketches, wie sie andere bereits mit mehr oder weniger Erfolg auf die Bühne gebracht haben oder immer noch bringen, seien ihnen dann allerdings zu wenig, befanden sie nach einer Analyse des Marktes. «Wir wollen der Schweizer Comedy-Szene neue Impulse geben», so Remy Pfeiffer. Patrick Galli war es dann, der die zündende Idee vom sprechenden Kopf hatte. Den Namen «Kopfsache» fügte er auch gleich hinzu.

So ist das Duo also immer zu dritt auf der Bühne. Mal mit Markus Chöpfli, dem «digitalen Hauptdarsteller», dann wieder mit ganz anderen Figuren, allesamt im Photoshop gestaltet und von ihnen selber gesprochen. Ähnlich wie bei Bauchrednerpuppen liegen auch für die Köpfe die Grenzen des Tolerierbaren höher. «Denen nimmt man es weniger übel», weiss Rémy Pfeiffer. Eine Herausforderung war es auch, Sketches zu schreiben für eine Figur, die nicht aktiv in die Handlung eingreifen kann. So ist das Duo schauspielerisch damit gefordert, dass der Kopf lebendig wirkt.

Alles von Grund auf selber erarbeitet

Geistreicher aber leicht verständlicher Humor

Mit der Umsetzung der Idee war das Duo dann deutlich länger beschäftigt. Schliesslich betrat man komplett neue Pfade, musste alles von Grund auf selber erarbeiten. Das Resultat erster Versuche, Köpfe zu filmen und zu beamen, fiel unbefriedigend aus. Modelle aus Gips und Ton führten auch nicht zum erwünschten Effekt und den Versuch mit einer blauen Kunststoffmasse schildern die beiden gar als «Desaster». Lange Recherchearbeit führte sie schliesslich zu einer englischen Animations-Firma. «Von der Idee bis zur Umsetzung hat es fast ein Jahr gedauert», verrät Patrick Galli.

Was macht den Humor von «Kopfsache» aus? «Wir arbeiten viel mit Dialekten», verrät Galli. «Ich finde es cool, in einer Figur die Sau rauszulassen und mit anderen Figuren in Konflikt zu treten», so Pfeiffer. Beide verstehen es, beim Publikum Sympathien für ihre Figuren zu wecken. Jeder Sketch ist für sich geschlossen, trotzdem führt ein roter Faden durchs Programm – teilweise mit Überleitungen durch Markus Chöpfli. Die Komik entsteht oft aus alltäglichen Situationen. «Wir stehen für geistreichen aber leicht verständlichen Humor», so Galli.

Patrick Galli (rechts) und Rémy Pfeiffer mit ihrem digitalen Hauptdarsteller Markus Chöpfli. (Bild zvg.) Sketches mit Wiedererkennungswert, wie bei Emil, das wollen die Nachwuchs-Comedians schaffen. Für die Tournee, die am 11. Februar in Affoltern (ausverkauft) startet, haben sie sich für ihr 75-minütiges Programm Kleintheater-Bühnen in der ganzen Deutschschweiz vorgenommen. «Das Hallenstadion haben wir auf nächstes

Jahr verschoben», sagt Rémy Pfeiffer und lacht. Das gemeinsame Ziel der beiden Freunde: Die Comedy-Leidenschaft zum Beruf machen. Das innovative Konzept sollte dazu gute Voraussetzungen bieten. Weitere Infos unter www.kopfsache-comedy.com oder www.facebook.com/kopfsachecomedy.

«Der Bettelstudent» – klassisches Meisterwerk der Wiener Operette

Traum von Hollywood rückt näher

Eröffnung der Saison im Theater Arth

Jungschauspieler Nicolas Heini im Hoch Der Schweizer Jungschauspieler Nicolas Heini (Jahrgang 1999) aus Herferswil, Mettmenstetten, ist seinem Traum, in Hollywood Fuss zu fassen, einen Riesenschritt näher gekommen.

Komtesse Laura (Sara Hugelshofer) und der Bettelstudent (Simon Witzig) am Hochzeitsfest. (Bild Gregor Stäuble)

Überraschungen und Genuss für Auge und Ohr, das bietet die Operette «Der Bettelstudent» im Theater Arth seinem Publikum. Die Saison ist eröffnet und dauert bis zum 25. März. ................................................... von marianne voss Das Theater Arth ist unter den Operettenfreunden im Säuliamt bekannt und beliebt. Der Weg ist nicht weit, die Eintrittspreise sind adäquat und man weiss: Die Theatergesellschaft Arth produziert Jahr für Jahr eine hochstehende Inszenierung mit aufwändigen Kostümen, professioneller musikalischer Leistung und raffinierten Bühnenbildern. Die Mitwirkenden sind sowohl Profis wie auch Laien, gesamthaft gegen 180 Personen, die sich jeweils mit viel Herzblut und Enthusiasmus für das Gelingen der 30 Aufführungen einsetzen. Das ist für das Publikum spürbar. Und das macht die Aufführungen in Arth wohl auch so sympathisch. Am vergangenen Samstag eröffnete das Theater Arth die Saison 2017

mit der Operette «Der Bettelstudent» von Carl Millöcker. Sie gilt wegen ihrer wunderschönen Musik als Meisterwerk der klassischen Wiener Operette. Wie in den meisten Operetten geht es inhaltlich um die Liebe, um Intrigen und Verwechslungen, die sich am Schluss natürlich immer klären die richtigen Paare finden schliesslich zueinander. «Der Bettelstudent» spielt 1704 in einem politisch unruhigen Umfeld des Kaiserreiches. Regisseur Jean Grädel erklärte: «Es war eine Herausforderung, die Geschichte so zu vereinfachen, dass sie vom Publikum verstanden wird. Dies, auch wenn man die politischen Hintergründe jener Zeit nicht kennt.» Was er jedoch nicht verändert hat, ist die Zeit. «Die Geschichte spielt im Hochbarock, und dort habe ich sie auch gelassen.» Und das bedeutet neben dem Genuss für die Ohren mit bekannten Melodien wie «Ach, ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst» auch einen Schmaus für die Augen: farbige, üppige Kostüme kombiniert mit einem von barocken Formen geprägten Bühnenbild mit stimmungsvollem Lichtdesign.

Das junge Schauspieltalent, bekannt aus dem Schweizer Film «Amateur Teens» mit mehrfachen Auszeichnungen (Schweizer Filmpreis, Zürich Film Awards, Zürich Film Festival), spielt zusammen mit Jane Birkin in dem Kurzfilm von Timo von Gunten «La femme et le TGV», der es auf die Shortlist für die Academy Awards (Oscars) 2017, Kategorie Live-Action Short Films, geschafft hat. Zudem arbeitet Nicolas Heini momentan an mehreren grossen Rollen

Freude und gute Stimmung anzeige

Der Präsident der Theatergesellschaft, Sandro Forni, betonte anlässlich der Premiere, dass wiederum eine optimale Besetzung der Haupt- und Nebenrollen gelungen sei, mehrheitlich mit Sängerinnen und Sängern aus der bewährten Truppe. Auch Regisseur Jean Grädel, der musikalische Leiter Beat Blättler, und die Choreografin EljaDuša Kedveš sind seit Jahren ein gut eingespieltes Team in Arth. Besonders stolz ist Sandro Forni zudem auf die Altersdurchmischung unter den Mitwirkenden. «Wir haben bis zu zehn Kinder auf der Bühne, zudem Jugendliche im Chor und acht junge Frauen im Ballett. Das Bild auf der Bühne zeigt also alle Generationen.» Was ihn zudem sehr beeindrucke, sei die Freude und die gute Stimmung, die sich bei dieser Produktion wieder durchgezogen haben. «Das war spürbar bei der Planung, bei den Proben, und jetzt auch bei den Aufführungen. Und zwar sowohl auf, wie auch unter und hinter der Bühne.» Infos und Platzreservierung unter www.theaterarth.ch oder Telefon 041 855 34 20.

in internationalen Kinofilmen, darunter ein «Jurassic Park»-Projekt, sowie ein deutscher Sci-Fi-Film sowie an weiteren interessanten Projekten, über welche noch keine Details genannt werden dürfen. Nicolas Heini geht nach Abschluss seiner Ausbildung nach Los Angeles und Atlanta, um seine Schauspielkarriere in Amerika weiter- Nicolas Heini. zuführen. (pd.) (Bild zvg.)


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Forum

Dienstag, 17. Januar 2017

Der ideale Gemeindepräsident Wahlen in Bonstetten vom 12. Februar. In letzter Zeit werde ich aus aktuellem Anlass immer wieder von Bonstetterinnen und Bonstettern gefragt, wer die besseren Voraussetzungen für das Gemeindepräsidium mit sich bringe. Ja, welches sind denn nun die idealen Voraussetzungen für das Gemeindepräsidium? Was sind die Fähigkeiten, die jemanden für dieses Ressort mitbringen sollte? Geprägt aus meiner Amtszeit, wage ich in der Folge eine Beschreibung des idealen Gemeindepräsidenten – im Bewusstsein, dass kaum jemand alle Eigenschaften auf sich vereinen kann. Der Bürger ist aber sicher froh, wenn ein Kandidat/ eine Kandidatin mehrere dieser Eigenschaften mitbringt. Das Präsidium ist das einzige Ressort im Gemeinderat, das vom Stimmbürger bestimmt wird. Sicher deshalb, weil der Präsident oder die Präsidentin

Repräsentationsaufgaben hat. Er oder sie wird zum Aushängeschild einer Gemeinde. Noch wichtiger sind aber folgende Aufgaben und Anforderungen: – hohe soziale Kompetenz – Versammlungs- und SitzungsFührung – Verhandlungsgeschick – Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen im Umgang mit Kollegen, Mitarbeitern und Bürgern – Konsensfähigkeit – Respekt gegenüber den Ratskollegen, Bürgern und Mitarbeitenden – Wille, gemeinsam die besten Lösungen zu finden – und umzusetzen – Strategisches Denken (Strategien entwickeln, überlegen wohin er/sie die Gemeinde führen will und auf welche Art und Weise. – Fähigkeit, Projekte und Massnahmen zusammen mit Rats-

kollegen, Mitarbeitenden und Bürgern umzusetzen – Kommunikationsfähigkeit – guter Kommunikator – Begeisterungsfähigkeit Wer die Kandidaten persönlich kennt, hat es natürlich leichter einzuschätzen, wer wie viel für das Amt mitbringt. Für die meisten Wähler aber bleibt nur, sich aufgrund ihrer Wahrnehmungen aus der Wahlwerbung und von Wahlempfehlungen eine Meinung zu bilden. Sind die Kandidaten bereits Behörden-Mitglieder, können noch Begegnungen an Gemeindeversammlungen und Dorfanlässen sowie Beiträge im Anzeiger und persönliche Gespräche dazukommen. Selbst das Bauchgefühl ist nicht immer falsch. Das alles bedeutet zwar etwas Aufwand, aber unsere Demokratie erfordert es, sich eine Meinung zu bilden und zu wählen. Charles Höhn, alt Gemeindepräsident, Bonstetten

Kandidierende sind wählbar Befragung der Kandidierenden für den Gemeinderat Bonstetten. Infolge des Rücktritts von Gemeindepräsident Bruno Steinemann findet am 12. Februar 2017 in Bonstetten die Ersatzwahl statt. Für das Amt des Gemeindepräsidenten kandidieren die Gemeinderäte Frank Rutishauser (FDP) und Claude Wuillemin (SVP). Es muss somit auch ein neues Mitglied des Gemeinderates gewählt werden. Als Gemeinderat kandidieren Peter Ehrler (FDP) und Claudia Schuler (parteilos). Die SP Bonstetten hat die Kandidierenden am 12. Januar 2017 ins Rigelhüsli zu einer Befragung eingeladen. Naheliegenderweise hat Frank Rutishauser, der Mitte Dezember schwer verunfallte, nicht daran teilnehmen können. Wir wollen deshalb

Claude Wuillemin der richtige Mann Wahlen in Bonstetten.

zu seiner Kandidatur nicht Stellung nehmen. Wir wünschen ihm an dieser Stelle eine gute, baldige Genesung. Die übrigen Kandidierenden sind der Einladung gefolgt. Peter Ehrler, der als Erster an der Reihe war, vermittelte mit seinen Kenntnissen über die Gemeinde Bonstetten und seinen Erfahrungen in politischen Ämtern einen überzeugenden Eindruck. Er ist mit seiner konzilianten Art gut als Mitglied einer Kollegialbehörde wie dem Gemeinderat vorstellbar. Claudia Schuler ist zwar hinsichtlich Behördentätigkeit eine Novizin, aber sie hat vielfältige Berufserfahrungen und ist hoch motiviert, sich in der Gemeinde Bonstetten einzusetzen. Es ist ihr zuzutrauen, dass sie als jüngere Frau in verschiedener Hinsicht einen willkommenen Einfluss auf den männerlasti-

gen Gemeinderat haben kann. Claude Wuillemin, seit drei Jahren Gemeinderat, nimmt sein Amt mit viel Enthusiasmus wahr. Er ist bereit, sich noch stärker zu engagieren und als Gemeindepräsident wichtige Projekte der Gemeinde voranzutreiben. Dazu gehören beispielsweise der bereits im Entstehen begriffene Sozialdienst Unteramt und das Projekt Dienstleistungszentrum Heumatt. Die SP Bonstetten ist nach den Gesprächen mit den Kandidierenden der Ansicht, dass alle drei wählbar sind. Sie gibt deshalb keine Wahlempfehlung ab, dankt jedoch den Kandidierenden, dass sie sich zur Verfügung stellen und damit eine echte Wahl ermöglichen. Vorstand der SP Bonstetten

Erwähnung der Nationalität unnötig

Engagiert und Dorfverbunden, das sind nur ein paar der Prädikate die Claude Wuillemin auszeichnen. Claude ist authentisch, glaubwürdig und definiert seine klaren Ziele in der Gemeindeentwicklung durch den aktiven und respektvollen Dialog. Er verfügt über eine enorm positive Sprache und Energie, die ihn zu einer herausragenden Führungspersönlichkeit macht. Meine Familie und Freunde sind seine grössten Fans! Öffnet die Türen für unseren neuen Gemeindepräsident Claude Wuillemin!

Versuchte Tötung am Bahnhof Affoltern, im «Anzeiger» vom 13. Januar.

Snezana Avramovic, Bonstetten

Schwierige Situation

Entschuldigung Info-Veranstaltung der Firma Schweizer AG vom 12. Januar. Sehr geehrte Firma Schweizer, Behördenvertreter und dort anwesende Interessierte, es ist mir ein grosses Bedürfnis, meinen missratenen Auftritt an diesem Abend zu entschuldigen. Das Ziel meines Anliegens habe ich komplett verfehlt. Seien Sie versichert, dass mich dieses Erlebnis sehr getroffen hat. Anton Ackermann, Hedingen

Die Erwähnung der Nationalität im Untertitel dieses Beitrags auf der Frontseite ist in diesem Zusammenhang unnötig und fehl am Platz. Sie weckt im Blick auf die bevorstehende Abstimmung über die erleichterte Einbürgerung falsche Assoziationen. Zumal der Täter in der Schweiz geboren und in Schweizer Pflegefamilien und Institutionen aufgewachsen ist und

Keine festen Taxistandplätze mehr, im «Anzeiger» vom 10. Januar. Als bald 84-jährige Einwohnerin in der Gemeinde Affoltern bin ich immer wieder auf Taxis angewiesen, was beim Heimtransport nach dem Einkaufen dank Saverio mit seiner Zuverlässigkeit kein Problem ist für mich. Mit grossem Befremden nehme ich aber zur Kenntnis, dass es jetzt keine festen Taxistandplätze mehr am Bahnhof Affoltern gibt. Natürlich kann man sich schon im Zug ein Taxi (sofern erreichbar!) an den Bahnhof bestellen. Viele alte Menschen haben aber kein Handy und müssen sich dann jeweils irgendwie organisieren für den Weitertransport.

nicht einmal türkisch kann. Ob der Täter aus dem Säuliamt oder dem Muotatal stammt, reformiert oder katholisch ist, spielt genauso wenig eine Rolle wie seine Nationalität, die in diesem Fall zudem nur auf dem Papier besteht. Es geht nicht darum, die Nationalität grundsätzlich zu verschweigen, sondern sie sachgemäss zu erwähnen, wo es nötig und sinnvoll ist. Hier vermisse ich journalistische Sorgfalt. Peter Dettwiler, Knonau

Ich wurde am Bahnhof Affoltern schon oft von alten manchmal gehbehinderten Menschen angesprochen die, soeben aus dem Zug kommend, Besuche machen wollten im Spital oder in den Pflegeheimen Rigi oder Pilatus. Meistens konnten wir dann per Handy ein Taxi organisieren oder ich verwies auf die Postautolinie 225, die wenigstens bis zur Station Bezirksspital fährt, die aber auch nicht gerade in der Nähe des Spitals oder der Pflegeheime ist. Alles in allem für ältere und alte Menschen eine schwierige Situation. Es ist mir unverständlich, dass da die SBB und die Gemeinde Affoltern nicht eine kunden- und menschenfreundliche Lösung finden können! Myrtha Schellenberg, Affoltern

Bonstetten hat eine Wahl! Ersatzwahl des Gemeinderates Bonstetten vom 12. Februar. Als Kandidatin habe ich Ende 2016 versprochen, mich näher vorzustellen: 1974 in Zürich geboren und aufgewachsen führte mich mein Weg bereits 1996 erstmals nach Bonstetten, wo ich von der Bevölkerung wie auch von den Vereinen sehr herzlich willkommen geheissen wurde. Gerne brachte ich mich ein, unter anderem als erste Präsidentin des Clubs TöffFründ Bonstetten. Obwohl es mich für kurze Zeit in die Nachbargemeinde zog, verfolgte ich das Dorfgeschehen von Bonstetten stets mit grossen Interesse. Der «Bonstettervirus» hat mich nie losgelassen und ich bin mit Freude zurückgekehrt.

Keiner Parteipolitik verpflichtet Umso motivierter stelle ich mich jetzt für die Wahl als Gemeinderätin zur Verfügung, um dieses lebendige Bonstetten zu erhalten, die Zukunft im Dialog mit Ihnen mitzugestalten und die künftigen Herausforderungen bestmöglich im Sinne der Gemeinde zu meistern. Zudem würde mit dem Rücktritt des parteilosen Bruno Steinemann und meiner Wahl die bis heute bewährte Ausgewogenheit der Parteistärken bewahrt. Fokussiert auf die Sachgeschäfte, kritisch hinterfragend und dennoch konstruktiv und kollegial im Umgang – so wünsche ich mir die Zusammenarbeit im Gemeinderat. Es gilt parteiübergreifend und mit grösstmöglicher Sorgfalt die Interessen der Gemeinde im Innen- wie auch im Aussenverhältnis zu vertreten. Zudem möchte ich neben den Parteistimmen auch die Meinung von parteilosen Personen und anderweitigen Gruppierungen einbringen sowie eine offene Kommunikation auf verschiedenen Ebenen schaffen. Dafür setze ich mich mit frischem Elan ein.

Breitgefächerte Erfahrung Nach meiner langjährigen Tätigkeit in der Privatwirtschaft begeisterten mich während rund zwölf Jahren als Steuerrevisorin des kantonalen Steueramtes Zürich die Vielfältigkeit und das Engagement vieler KMU-Betriebe. Daher bildete ich mich zur eidgenössisch di-

Claudia Schuler, parteilose Kandidatin für den Gemeinderat Bonstetten. (zvg.) plomierten Treuhandexpertin weiter und führe heute mein eigenes Unternehmen in diesem Bereich. Meinen beruflichen Werdegang, verbunden mit meiner besonnenen, teamfähigen und lösungsorientierten Art, erachte ich als wichtige Stärke, um mich im Kollektiv als Gemeinderätin kompetent einbringen zu können. Die Aufgabe als Gemeinderätin lässt sich insoweit vereinbaren, als dass ich meine zeitlichen Ressourcen selbstständig und flexibel einteilen kann. Bonstetten steht vor vielfältigen Herausforderungen. Es gilt nun, diese mutig anzunehmen und die hohe Lebensqualität durch sorgfältige und umsichtige Bewirtschaftung der vorhandenen Ressourcen zu erhalten. Des Weiteren ist es mir ein Anliegen, dass eine finanzverträgliche und weitsichtige Lösung für das Wohnen im Alter erarbeitet werden kann, dass die Vereine, welche einen grossen Beitrag zur gelebten Dorfkultur beitragen, entsprechend unterstützt werden und dass die vielschichtige Gewerbestruktur gefördert und damit die lokalen Arbeitsplätze erhalten bleiben. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und stehe für Fragen oder ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung. Claudia Schuler, Bonstetten Weitere Infos und Kontakt: www.claudia-schuler.ch, info@claudia-schuler.ch.

oberamtmann hirzel

Die Elite unter Druck Es ist schon so, in letzter Zeit hat es die Elite nicht leicht. Bei uns machen sie, wie man liest, im Kloster Kappel, im Bauamt in Stallikon und im Spital sowieso alles falsch. Gegen alle Stimmen der Wirtschaft, der Politik der gesellschaftlichen Elite und dem überwiegend grossen Teil der Journalisten wird in den USA Trump gewählt, in England aus der EU ausgetreten und bei uns die Initiativen gegen Managerlöhne und die Masseneinwanderung angenommen. Man kann das mit Verärgerung oder wie der Schreibende mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen. Da stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch eine Elite braucht. Selbstverständlich braucht es Unternehmer, Gemeinde-, Regierungs- und Bundesräte, Intellektuelle, Professoren und Chefredaktoren. Woran liegt es dann, dass dieser Elite heute verschiedentlich, oder vermehrt die Gefolgschaft verweigert wird? Die eher politisch links Stehenden orientieren sich an Brüssel, der UNO und der Entwicklungshilfe in aller Welt, während der bürgerlich orientierten Elite die Freunde in New York, Tel Aviv oder Oslo naheliegen.

Ob politisch links oder rechts stehend, beiden ist der Bauer in Kappel, die Coiffeuse in Obfelden oder der SBB-Gramper in Affoltern unbekannt. Die Elite hat sich entfernt, die einen orientieren sich am Managertum, der Börse und spielen Golf, während dem anderen Teil das Wohl der Kolumbianer am Herzen liegt, sie fahren Tesla und fördern alternative Energien, während die anderen um den Arbeitsplatz bangen und den alten VW fahren bis er stehen bleibt. Die Elite, sich im Bildungsdünkel der Intellektuellen bewegend, hat sich vom Gros der Bevölkerung entfernt. Statt nun in sich zu gehen und mindestens den Versuch zu starten, den noch nicht ganz verlorenen Geist des Patrons, dem das Wohl der Untergebenen wichtig war, zu beleben, wird die Mehrheit beschimpft und lächerlich gemacht. Die Elite ist unter Druck, scheint aber noch nichts gelernt zu haben. Ihr Oberamtmann* * Der Oberamtmann ist kein offizielles Amt, sondern ein Pseudonym für diese Kolumne.


Vermischtes

Dienstag, 17. Januar 2017

Jodlerchränzli

Ende einer Ära

Am kommenden Wochenende locken Gesang und Volkstheater in den Kasinosaal. > Seite 11

Nach 90 Jahren hat der Damenturnverein Affoltern seinen Vorstand aufgelöst. > Seite 14

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Countdown läuft Noch zehn Tage bis zur grossen Säuliämtler Nacht des Sports im Kasinosaal Affoltern. > Seite 16

ratgeber

Das Schiff auf Kurs gebracht Probe-Weekend mit Vorspeise für den Theaterverein Bonstetten Dr. Med. Peter Dörffler www.frauenarzt-affoltern.ch

Jetzt wieder häufiger Hände waschen Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen kursieren zurzeit wieder, der Norovirus ist häufig die Ursache. Dieser Virus besitzt eine extreme Wandlungsfähigkeit, was dem menschlichen Immunsystem Probleme macht und es austrickst. Der Virus ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig, der Erreger ist zwischen minus 20 Grad und plus 60 Grad lebensfähig. Auch Feuchtigkeit und manche Desinfektionsmittel kommen nicht immer gegen das Virus an. Wochenlang kann das Virus auf Gegenständen überleben und schon 10 Viren reichen unter Umständen für eine Ansteckung aus. Im Körper können sich die Viren dann rasant vermehren. Der Körper hat die Erreger im Normalfall aber schon nach wenigen Stunden bis Tagen wieder im Griff. Ansteckungsgefahr geht von Personen aus, die Symptome wie starkes Erbrechen, Magenkrämpfe, gefolgt von Durchfall sowie Mattigkeit zeigen. Experten gehen davon aus, dass man 48 Stunden, nachdem die Symptome abgeklungen sind, nicht mehr ansteckend ist. Vor einer Infektion kann man sich am besten durch häufigeres Händewaschen mit Seife schützen, denn der Virus wird hauptsächlich von Mensch zu Mensch übertragen. Dabei ist es wichtig, die Hände für mindestens 20 Sekunden gründlich einzuseifen. Im Fall einer Infektion sollte der Betroffene separate Handtücher verwenden, falls möglich eine andere Toilette benutzen, Körperkontakt mit anderen vermeiden und ebenfalls häufig und gründlich die Hände reinigen. Den Hausarzt sollte man möglichst telefonisch kontaktieren, statt in der Praxis andere Patienten und das Personal anzustecken.

Flüssigkeit, Salz und Energie Was bei einer Infektion mit Noroviren helfen kann: – viel Wasser oder Tee trinken – Salze und Energie in Form von Kohlenhydraten zuführen, salzige Suppen, Weissbrot – Cola und Salzstangen – Elektrolytlösungen aus der Apotheke Ansonsten gilt: Essen auf was man Lust hat, denn der Köper steuert den Appetit so, dass er bekommt, was er braucht. Ausserdem wichtig: Bettruhe, damit man schnell wieder gesund wird.

Am vergangenen Wochenende hiess es im Gemeindesaal Bonstetten proben, proben und nochmals proben. Das Schauspiel-Ensemble unter der Regie von Miranda Goedhart traf sich am Samstagmorgen zum Probeweekend. Die Einen waren noch etwas müde und sattgegessen vom Freitagabend, denn Premieren-Gastro-Partnerin, die Hotelfachschule Belvoirpark, hatte zum Probeessen geladen – grossartig, was da aufgetischt wurde. Nur schon das Essen alleine ist ein Grund, sich eines der letzten Premierentickets zu sichern. Wem das noch nicht reicht, der kann sich von den Bühnen auf viel Humor, tolle Schauspieler und auch tolle Kulissen freuen. Die Müdigkeit der einzelnen Akteure war aber schnell verflogen, als es die immer wieder ändernden Regieanweisungen umzusetzen galt, um das Schiff vom «falschen Ufer» auf den richtigen Kurs zu bringen.

Komödie in zwei Akten «Am falschen Ufer» ist eine Komödie in zwei Akten, geschrieben von Miranda Goedhart. Otto Bünzli hat ein Problem. Genauer, er hat gleich mehrere. Seine Frau Bernadette meint, er sei ein erfolgreicher Banker. Doch Otto hat sich verspekuliert und ist schon länger arbeitslos. Doch seine verwöhnte Gattin samt Tochter Odette sind ahnungslos. Bisher konnte sich Otto erfolgreich durchmogeln – bis seine Frauen auf eine längst verspro-

Das Bonstetter Schauspiel-Ensemble nimmt mit auf eine Kreuzfahrt – sofern das Schiff denn ablegt ... (Bild zvg.) chene Luxus-Kreuzfahrt bestehen. Und so landen sie auf der «Nordsee Express». Dumm nur, dass es sich dabei um einen veralteten Kahn handelt, der zudem nicht, wie erhofft, in den Süden fährt, sondern die Nordsee durchschippert. Das heisst, falls das Schiff jemals ablegt. Denn für den kranken Kapitän springt dessen Kumpel Jan Jakob ein, der bisher nur ausgeholfen hat. Auch die Crew ist heillos überfordert: Der angehende Reiseleiter Heinz will übereifrig alles richtig machen, geht aber schnell allen auf

die Nerven. Antje, die kratzbürstige Serviertochter an Bord, ist vom Treiben auf dem Schiff alles andere als angetan. Nur dem gutmütigen Smutje Klaas kann so schnell nichts die Laune verderben – bis Otto auch seine Geduld gehörig auf die Probe stellt. Denn der gestresste Ex-Banker hat alle Hände voll zu tun, seinen Luxus-Frauen die Ferien zu versüssen. Kreativität, Lügen und etwas gutgemeinte Erpressung halten schnell auch Unbeteiligte auf Trab. Erreicht die «Nordsee-Express» ihren Zielhafen? Kommen

Premiere 28. Januar, Abendvorstellungen am 3., 4., 9. und 10. Februar, jeweils 20 Uhr, Derniere 11. Februar, 19 Uhr, im Gemeindesaal Bonstetten. Tickets unter www.theater-bonstetten.ch oder bei jeder Ticketino-Vorverkaufsstelle.

Bis 2. April zeigt die Umwelt Arena in Spreitenbach mit der neuen Wechselausstellung «Unser Wasser» die Bedeutung dieses lebenswichtigen Rohstoffes für Mensch und Umwelt.

Toyohari-Akupunktur im Shindo, Affoltern Die Behandlungsmöglichkeiten mit Akupunktur Aus Sicht der Chinesischen Medizin wird Schmerz immer als Folge einer Stauung oder Stagnation des EnergieFlusses in den Leitbahnen (Meridianen) betrachtet. Durch eine genaue Diagnose wird das zugrunde liegende Muster bestimmt und mit der besonders sanften Toyohari-Akupunktur behandelt. Im Bedarfsfall können Kräuter (aus westlichen Gegenden) und eine Ernährungsberatung mit den Akupunktur-Sitzungen kombiniert werden. Die Toyohari-Akupunktur kommt aus Japan und unterscheidet sich von der üblichen TCM-Akupunktur durch ihre sanfte Nadeltechnik und die sehr angenehme Behandlungsprozedur. Kinder, ältere Menschen und geschwächte Personen können gleichermassen schmerzfrei behandelt werden. Nach zwei bis fünf Sitzungen ist zumeist eine deutliche Besserung zu erwarten. Die Toyohari-Akupunktur beginnt immer zuerst mit einer soge-

Theaterverein Bonstetten: «Am falschen Ufer».

«Unser Wasser» in der Umwelt Arena

Sanfte Nadeltechnik gegen Rückenschmerzen Rückenschmerzen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Sie können einseitig oder beidseitig akut oder chronisch auftreten. Der Schmerz kann dabei als stechend, brennend, schneidend, pochend, dumpf, spitz, plötzlich oder schleichend empfunden werden. Am häufigsten ist die Region des unteren Rückens betroffen. Zudem können Schmerzen an der Halswirbelsäule und dem mittleren Rücken auftreten. Schmerzen und Steifheit im Nacken nach einem Schleudertrauma sind ebenfalls ein häufiges Beschwerdebild. Bis 80 % der Bevölkerung werden irgendwann einmal im Leben mit Rückenschmerzen konfrontiert. Laut einer Befragung des Bundesamtes für Statistik leiden 42 % der Schweizer an Rückenschmerzen. Die Auslöser sind vielfältig: rheumatische Erkrankungen, Entzündung der Wirbelkörper oder ein Bandscheibenvorfall, Blockierung der Wirbelsäule, eine Muskelzerrung oder eine Fehlstellung oder Verletzung der Wirbelsäule, aber auch Nierenerkrankung, zyklusbedingte Ursachen oder Unfälle.

Bernadette und Odette hinter Ottos Geheimnis? Und was hat es mit Giuseppe, Enrico und Giacomo auf sich? Am Ende des Wochenendes sind alle zufrieden und freuen sich darauf, das Geprobte endlich dem Publikum zeigen zu dürfen. (pd.)

Bhavito Jansch. (Bild zvg.) nannten Wurzelbehandlung. Diese Wurzelbehandlung hat stärkende Eigenschaften im Organismus und verhilft zu einer ausgeglichenen und besseren Vitalität. Die Selbstheilungskräfte werden anregt. Bhavito Jansch praktiziert seit fast 20 Jahren Akupunktur und chinesische Medizin. Die Kosten einer Behandlung mit chinesischer Medizin werden von den meisten Krankenkassen durch die Zusatzversicherung zu 60 bis 90 % vergütet. (pd.) Shindo, Zentrum für Alternativmedizin und Kampfkunst, Zürichstrasse 49, Affoltern am Albis,

Wie viel Wasser ist notwendig, um die Nahrungsmittel und die Gegenstände für unseren täglichen Gebrauch herzustellen? Wem gehört überhaupt das Wasser, und was ist ein «hydrologischer Fussabdruck»? Die Ausstellung «Unser Wasser» der Stiftung Cap Santé präsentiert noch bis zum 2. April Informationen und Antworten rund um das Thema Wasser. Sie bringt auf einem Parcours die Bedeutung des Wassers für unser Leben, unsere Gesundheit und unsere Ernährung näher, und zeigt dessen Wichtigkeit für die Natur, die Energieerzeugung, aber auch für die Industrie. Wechselausstellungen ergänzen die permanenten Ausstellungen der Umwelt Arena und bilden zusätzliche Highlights und Schwerpunkte. Dem Thema Wasser wird auch im Ausstellungsbereich «Bauen und Modernisieren» viel Platz eingeräumt. (pd.)

Telefon 044 760 11 71, shindo@datazug.ch, www.shindo.ch.

Weitere Infos unter www.umweltarena.ch.


Veranstaltungen

«Heute bin ich Samba» Filmvorführung in Rifferswil

Samba (Omar Sy, rechts) und sein Freund Wilson (Tahar Rahim). (Bild zvg.)

Die Gruppe Welt Oberamt zeigt den eindrücklichen Film «Heute bin ich Samba» mit Omar Sy, am Freitag, 20. Januar, in der reformierten Kirche Rifferswil. Zehn Jahre ist es her, dass Samba (Omar Sy) aus dem Senegal nach Frankreich gekommen ist. Seitdem hält er sich in Paris mit Aushilfsjobs über Wasser und versucht, unter dem Radar der Behörden zu überleben. Gemeinsam mit seinem heissblütigen Freund Wilson (Tahar Rahim) gehört er zu den unzähligen «Sans-Papiers», die sich überall in der Stadt als Tagelöhner verdingen – identitätslos,

unsichtbar und immer in der Angst, abgeschoben zu werden. Die Filmemacher Eric Toledano und Olivier Nakache erzählen ohne Betroffenheitsideologie vom schwierigen Alltag illegaler Einwanderer. Wie in ihrem Erfolgsfilm «Ziemlich beste Freunde» treffen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und gesellschaftlicher Schichten aufeinander und Schauspieler Omar Sy bricht charmant verkrustete Strukturen der Bourgeoisie auf. (vs) «Heute bin ich Samba», Freitag, 20. Januar, 20.15 Uhr in der reformierten Kirche Rifferswil. Nach dem Film kleiner Imbiss. Eintritt frei, Kollekte.

Eine Reise nach Nepal Olivia Gysin referiert in Bonstetten «Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen», hat einst Matthias Claudius gesagt. So geht es auch Olivia Gysin, die im Herbst 2015 eine Reise nach Nepal unternommen hat. Anlässlich eines Vortrages berichtet sie am Sonntag, 22. Januar, um 17.30 Uhr im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Olivia Gysin in Nepal. (Bild zvg.) Heiligen der letzten Tage an der Heumattstrasse 2 in eindrücklichen Bildern untermalen. Bonstetten über ihre Erfahrungen. Jedermann ist zu diesem Anlass eingeGysin war zuerst fünf Wochen in laden. Der Eintritt ist frei. Im AnKathmandu, wo sie in einem Alters- schluss an den Vortrag kann man mit und einem Kinderheim gearbeitet hat. der Referentin bei einem kleinen ImAnschliessend hat sie zehn Tage an biss diskutieren. (pd.) einer Schule im Himalaya Englisch unterrichtet. Sie wird über ihre Erlebnis- Vortrag am Sonntag, 22. Januar, um 17.30 Uhr se mit diesen Menschen und deren im Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi HLT, Kultur berichten und dies mit Heumattstrasse 2 in Bonstetten.

Reuss-Aue – auch im Winter belebt Viele Tiere und Pflanzen verharren in der kalten Jahreszeit gänzlich verkrochen, sind in einem Starrezustand oder in wärmere Gefilde verreist. Die Reuss-Aue ist aber durchaus auch im Winter belebt, vielfältig sind die Anpassungen an Kälte und Frost und die Aue bietet mit einigen Giessengewässern, die nie gänzlich gefrieren, einen Sonderstandort. Das und mehr zeigt sich an der Exkursion unter der Leitung von Josef Fischer, Biologe und Geschäftsführer Stiftung Reusstal. (pd.) Exkursion am Samstag, 21. Januar, 14 bis ca. 16 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz Reussbrücke RottenschwilUnterlunkhofen (westseitig). Kosten: 10 Franken, Kinder bis 16 Jahre gratis. www.stiftung-reusstal.ch.


Veranstaltungen

Schwerpunkt auf Unterhaltungsmusik

Dienstag, 17. Januar 2017

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Jodelgesang und Volkstheater Chränzli des Jodlerklubs Affoltern im Kasinosaal

Jahreskonzert des Musikvereins Hedingen Am 28. und 29. Januar findet im Schachensaal Hedingen das Jahreskonzert des Musikvereins statt. Unter der musikalischen Leitung von Jürgen Röhrig sind viele ansprechende Stücke einstudiert worden. Das abwechslungsreiche Programm mit Schwerpunkt auf Unterhaltungsmusik wird eröffnet von «Sedona», einer Komposition von Steven Reineke. Die gleichnamige Stadt in Arizona, der dieses Werk gewidmet ist, ist bekannt durch ihre roten Felsen. Sie glühen bei Sonnenaufgang mystisch. Musikalisch wird die Szenerie eingefangen durch kurze, malerische Solopassagen in unterschiedlichen Registern. Die irische Melodie von «Believe Me, if All Those Endearing Young Charms» stammt ursprünglich von einem Lied aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde von Simone Mantia aufgegriffen und als Solostück für Euphonium in verschiedenen Variationen adaptiert. 2005 arrangierte Andrew Glover das Werk für moderne Blasmusik. Es kommt mit einem Minimum an Begleitinstrumenten zurecht. So können sich die Zuhörer voll und ganz vom Solo, gespielt von Martin Nietlispach, faszinieren lassen.

Im zweiten Konzertteil wird das Publikum sicherlich von «Sir Duke» in den Bann gezogen. Ursprünglich von Stevie Wonder geschrieben, wurde das Stück von Naohiro Iwai für Blasmusik arrangiert. Die synkopierten FunkRhythmen reissen von Beginn an richtig mit. Später werden sie in einen Blues übergeleitet, bei dem sich Posaune, Trompete und Klarinette hervorheben. Anschliessend kommt es zur Reprise, die in einen mitreissenden Schluss mündet. Im Swing «Glenn Beats the Battle of Jericho» zeigt der Musikverein Hedingen nochmals eine andere Stilrichtung. Das von Jef Penders komponierte Stück ist dem Big-Band-Sound Glenn Millers nachempfunden, stammt allerdings aus dem Jahre 1992. Auf ein gelungenes Konzert mit viel Publikum freut sich der Musikverein Hedingen. Wie immer werden am Samstag vor dem Konzert ein feines Abendessen und am Sonntag ein unwiderstehliches Kuchenbuffet angeboten. (pd.)

Die Theatergruppe des Jodlerklubs bei einer Probe fürs Chränzli im Kasinosaal Affoltern. (Bild zvg.)

Am kommenden Wochenende findet im Kasinosaal das traditionelle Chränzli des Jodlerklubs Affoltern statt. Am Freitag, 20., Samstag, 21., und Sonntag, 22. Januar, lädt der Jodler-

klub Affoltern ein zum traditionellen Chränzli. Dann heisst es wieder Vorhang auf für die Liebhaber des Jodelgesangs und des Volkstheaters! Türöffnung ist am Freitag und Samstag jeweils um 18.30 Uhr und am Sonntag um 11.45 Uhr. Vor den Aufführungen

dürfen die Besucher ein feines Essen geniessen und sich so auf ein paar gemütliche Stunden einstimmen. (pd.) Reservieren für Freitag und Samstag beim Reisebüro Accotravel, Telefon 044 763 41 41 (Bürozeiten). Weitere Infos: www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Jahreskonzert am Samstag, 28. Januar, um 20 Uhr (Türöffnung und Abendessen ab 18.30 Uhr) und am Sonntag, 29. Januar, um 15 Uhr (Türöffnung um 14.30 Uhr) im Schachensaal Hedingen. Eintritt frei, Kollekte am Ausgang. Weitere Infos unter www.mvhedingen.ch.

Musikalisches Geburtstagsfest Musique Simili im Chilehus Hedingen Chapeau – die ersten 20 Jahre sind geschafft! Musique Simili tritt am Freitag, 20. Januar, um 20.15 Uhr, im Chilehus Hedingen auf.

Der Musikverein Hedingen – hier bei der Rückkehr vom «Eidgenössischen» Ende Juni 2016. (Archivbild)

Irische Volksmusik mit Panflöte und Harfe Concerto piccolo no 1 in Obfelden Am Freitag, 20. Januar, präsentieren Maja Berglas (Panflöte) und Sibylle Gysel (Harfe) in der reformierten Kirche Obfelden ein vielfältiges Programm mit irischer Volksmusik. Bereits seit einiger Zeit musizieren die beiden Frauen zusammen in privater Umgebung. Die Freude war gross über die so einstudierte, im Moment vor allem irische Musik. An diesem Abend entführen die beiden Musikerinnen

die Gäste mit feinen Klängen in die Welt irischer Volksmusik. An einem Concerto piccolo wird Musikerinnen und Musikern Gelegenheit geboten, in der Öffentlichkeit zu spielen. Es gibt viele Menschen, die ein Instrument spielen oder singen, selten aber dazu kommen, öffentlich eine Kostprobe ihres Könnens zu geben. Die Concerto-piccolo-Reihe ist eine Plattform für musikalische Talente. Das Programm dauert wie gewohnt eine halbe Stunde und findet um 19 Uhr in der reformierten Kirche statt. Die Kurzkonzertreihe steht unter dem Patronat der reformierten Kirche Obfelden. Musik soll Freude sein. Mit dem Besuch der Kurzkonzertreihe unterstützen Konzertbesuchende diese Idee und kommen in den Genuss eines musikalischen Apéros zum Feierabend. (pl) Concerto piccolo no 1 am Freitag, 20. Januar, 19 bis ca. 19.30 Uhr, reformierte Kirche Obfel-

Maja Berglas, Panflöte, und Sibylle Gysel, Harfe. (Bild zvg.)

den. Eintritt frei, Kollekte.

Vom Publikum geliebt und von der Presse gelobt, preisgekrönt und uns allen ans Herz gewachsen, darf sich Musique Simili zum Geburtstag gratulieren. Was als Fest- und Strassenmusik spektakulär begann, hat sich im Konzertbetrieb etabliert. Zum Glück ging dabei die unbändige Lust am Spiel mit dem musikalischen Feuer nie verloren. Juliette du Pasquier, Line Loddo und Marc Hänsenberger geben jährlich gut und gerne hundert Auftritte und verzaubern die hiesigen Bühnen virtuos und betörend mit ihrem unverwechselbaren Mix von Musique occitane und tzigane. Nach zehn abend- und erfreulicherweise auch die Säle füllenden Programmen, ist es Zeit für eine vorausschauende Retrospektive und einen überraschenden Blick zurück nach vorn: Langjährigen Fans ermöglicht die «Tour de Fête» ein Wiederhören von Trouvaillen aus dem quicklebendi-

Musik, Tanz und Festbetrieb – das Tourplakat von Musique Simili. (Bild zvg) gen Simili-Archiv sowie ein Wiedersehen mit einem vierhändigen Akkordeonisten. Und den neu auf den Geschmack Gekommenen öffnet diese Tour die Schatulle mit all den musikalisch-komödiantischen Bijoux, die sie in den letzten 20 Jahren verpasst haben. Die «Tour de Fête» ist weit mehr als ein nostalgischer Liederabend oder eine musizierende Geburtstagstorte. Sie ist grossartige Kleinkunst voll ma-

gischer Musikalität – ein fulminantes Update in bester Simili-Manier. Konzerte mit diesen Franko-Schweizerinnen und dem Berner sind immer ganz besondere Momente, an die man sich jahrelang mit Freude zurückerinnert. Der Gemeindeverein Hedingen lädt zu diesem musikalischen Geburtstagsfest ein. Barbara Thürig Freitag, 20. Januar, 20.15 Uhr, Chilehuus in Hedingen. Eintritt frei, Kollekte.

«LimmiChor» in Obfelden Grosses Konzert in der reformierten Kirche Am Sonntag, 22. Januar, um 17 Uhr, präsentiert der «Limmi Chor» des Limmatspitals in der reformierten Kirche Obfelden ein beeindruckend buntes Programm mit Hits und Melodien aus den Sparten Pop und Rock bis Gospel. Der «LimmiChor» ist der offizielle Chor des Spitals Limmattal; er wurde in Urdorf/Schlieren 1994 aufgrund einer spontanen Wette ins Leben gerufen. Auch heute noch leitet Patrik Elsaid mit viel Freude und Engagement den mittlerweile über 60 Mitglieder zählenden Chor. Das vielseitige Repertoire des «LimmiChors» beinhaltet sowohl Musicallieder als auch Rocksongs, Spirituals und Lieder aus aller Welt. Im Programmflyer finden sich bestbekannte Melodien «Phantom of the Opera», «Liverpool oratorio», «My fair Lady», Stücke von Künstlern

60 Sängerinnen und Sänger des LimmiChors. (Bild zvg.) wie Andrea Bocelli, Brian Adams, Jeff Beck oder Paul McCartney. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwartet an diesem Konzert also sowohl ein aussergewöhnlich grosses Chorensemble wie auch ein stimmungsvolles Programm mit eingängigen Melodien. Ob bei

Konzerten oder anderen musikalischen Projekten, immer wieder gelingt es dem Chor, Jung und Alt zu begeistern. (pl) Chorkonzert am Sonntag, 22. Januar, 17 Uhr, reformierte Kirche Obfelden. Eintritt frei, Kollekte.


Sport

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Dienstag, 17. Januar 2017

Damenturnverein Affoltern am Ende «Winterspiele» im Wettswiler Moos Der FC Wettswil-Bonstetten trägt heute Dienstagabend, 17. Januar, seine erste Testpartie aus. Gegner ist um 19.30 Uhr im heimischen Moos der FC Dietikon.

Der Damenturnverein Affoltern auf Turnfahrt im Sommer 2016. (Bild zvg.) Nach 90 Jahren hat der Damenturnverein seinen Vorstand aufgelöst. Mit ihm geht auch die Ära Jugi Affoltern zu Ende. Nach jahrelanger vergeblicher Leitersuche und zuletzt auch rückgängigen Teilnehmerzahlen, hat sich diese Entscheidung abgezeichnet. Aus diesen Gründen wurde an der

letzten GV die Auflösung des Vereins beschlossen. Die ehemaligen Mitglieder werden sich jedoch privat einmal im Monat zu geselligen und weniger sportlichen Aktivitäten treffen, um die Gemeinschaft zu pflegen, welche sich über all die vielen Vereinsjahre gebildet hat.

In bester Erinnerung bleibt dem Vorstand, bestehend aus Baba Suter, Daniela Schneebeli, Susanne Berli und Esther Feuz, die langjährige Zusammenarbeit mit den anderen Sportvereinen, sei es beim Papiersammeln, bei Serviceeinsätzen oder TurnchränzliOrganisationen. Esther Feuz, Aktuarin

Seit dem 9. Januar steht der FC Wettswil-Bonstetten wieder in der Vorbereitung zur Rückrunde. Heute Dienstagabend bestreitet er zu Hause um 19.30 Uhr sein erstes Testspiel gegen den FC Dietikon. Um bald wieder den Rhythmus zu finden, stehen zahlreiche weitere Trainingspartien auf dem Programm. Ausser dem Spiel gegen YF Juventus am 4. Februar in Zürich treten die Ämtler ausnahmslos zu Hause an. Die Gegner heissen Sursee (21. Januar), Muri (24. Januar), Tuggen (31. Januar), Blue Stars (7. Februar), Goldau (21. Februar) und SC Zug 94 (25. Februar). Zwischendurch ist vom 12. bis 18. Februar das Trainingslager in Spanien, die Meisterschaft startet am 4. März. (kakö)

Die Fahne im Wettswiler Moos ist gehisst, für Trainer Dosch und sein Team geht es wieder los. (Bild Kaspar Köchli)

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Veranstaltungen

ACHTUNG! ANKAUF ALTGOLD in Hedingen Wir kaufen diverse Goldsachen auch defekt, zu höchsten Preisen Ringe, Armbänder, Ketten, Münzen/Medaillen, Armbanduhren Stahl oder Gold (Rolex, Cartier, Rado, Longines, Tissot, Omega usw.), Silbersachen, Besteck (800, 925), Zinnwaren usw.

Offerten kostenlos, Barzahlung

Mittwoch, 18. Januar 2017, von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr Restaurant Krone Zürcherstrasse 26 8908 Hedingen Falls Sie verhindert sind, kommen wir auch gerne zu Ihnen nach Hause an einem anderen Datum. Ab 14.00 Uhr besuchen wir Sie auch ganz diskret bei Ihnen zu Hause. F. W. F. Telefon 079 324 67 69 (diskret)

Landfrauentagung Dienstag, 24. Januar 2017 13.30 Uhr NEU im Gemeindesaal Bonstetten Vereinsgeschäfte, Jahresbericht von der Präsidentin Daniela Stübi Karin Weber erzählt Geschichten aus dem Berufsalltag bei der Ländlichen Familienhilfe der Zürcher Landfrauenvereinigung. NEU wird während der Tagung ein Kinderhütedienst angeboten. Päcklimärt: Mindestbetrag Fr. 5.– Erlös zugunsten der Ländlichen Familienhilfe Landfrauenvereinigung Bezirk Affoltern


Sport

Dienstag, 17. Januar 2017

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Niels Hintermanns erstes Wengener Weltcup-Wochendende Der Skiclub Hausen feiert einen Weltcup-Sieger Die internationalen Skirennen am Lauberhorn zählen zu den grössten Sportveranstaltungen der Schweiz und geniessen auch international grosse Beachtung. Niels Hintermann erlebte diese Atmospähre zum ersten Mal. ................................................... von andrea bolliger

Petra Klingler (Bonstetten) siegt am Swiss Ice Climbing Cup in Saas Fee und verteidigt damit ihren Schweizer Meistertitel souverän. (Bild Peter Huser, RZZ)

Schweizer Meisterin im Eisklettern Petra Klingler verteidigt ihren Titel Eine Woche vor dem Weltcup in Saas Fee wurden in der mit Eis und Holz präparierten Parkgarage die Schweizer Meisterschaften im Eisklettern ausgetragen. Bei den Damen gelang es Petra Klingler (Bonstetten), den Meistertitel zu verteidigen. Am Swiss Ice Climbing Cup in Saas Fee nahmen knapp 30 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz teil, darunter auch Petra Klingler (Bonstetten) und Cora Vogel (Winterthur) sowie Kevin Huser (Widen), Marco Malinowski (Reutlingen) und Timo Villinger (Zürich) vom Regionalzentrum Zürich. Bereits nach den drei Qualifikationsrouten führte Petra Klingler die Rangliste an, allerdings nur knapp vor Sina Götz (Mastrils). Es stand also ein spannender Finaldurchgang bevor. Götz ging in Führung und so war Klingler entsprechend gefordert. Doch auch Klingler, als Letzte gestartet, ge-

lang ein guter Finallauf, sie kletterte klar weiter als Götz und konnte so den letztjährigen Meistertitel souverän verteidigen. Die Bronzemedaille gewann Vivien Labarile (Niedergesteln). Bei den Herren führte nach der Qualifikation ein Trio mit Kevin Huser (Widen), Dennis Van Hoek (Niederlande) und Samuel Clavien (Venthone) die Rangliste an. Von diesem Trio konnte im Final nur Huser vollständig überzeugen. Er gewann diese Schweizer Meisterschaften vor Lukas Götz (Mastrils) und Xander Werren (Schatthalb). Der Swiss Ice Climbing Cup bestand aus einer Serie von vier Wettkämpfen. Die besten drei wurden in die Gesamtwertung aufgenommen. Bei den Damen gewann Laura von Allmen (Wabern) vor Vivien Labarile und Petra Klingler, die nur zwei Wettkämpfe bestritten hatte. Bei den Herren holte sich Lukas Götz den Gesamtsieg vor Kevin Huser und Xander Werren. (mr.)

Bronze an der Schweizer Tennis- Meisterschaft Am Wochenende wurden in der Region Luzern die Schweizer JuniorenMeisterschaften im Tennis ausgetragen. Tom Cecchetto (Stallikon) hat sich in der höchsten Alterskategorie 18&U direkt fürs Haupttableau qualifiziert. Dort spielte er sich weit nach vorne. Erst im Halbfinale musste er sich in einem Dreisatz-Krimi dem späteren Sieger Paul Jakub aus Chur geschlagen geben. Mit dem hervorragenden 3. Platz (ex aequo mit Jonas Schär) darf der Stalliker zufrieden sein.

Tom Cecchetto. (Bild zvg.)

FCA-Jassturnier: letzte Chance Bereits zum 34. Mal organisiert die Seniorenabteilung des FC Affoltern die traditionelle Jassmeisterschaft, zu welcher alle Jassbegeisterten und solche, die es noch werden wollen, willkommen sind. Der Anlass findet am 21. Januar statt, mit Start um 13.30 Uhr mit einem kleinen Apéro. Um 14 Uhr beginnt der Jassmarathon. Gespielt wird mit fixem Partner. Man kann sich aber auch als Einzelperson anmelden und bekommt einen Jasspartner zugeteilt. Zum Start werden zwei Passen gespielt, bevor es zur Stärkung an das Kuchenbuffet geht und dann in die finalen drei Durchgänge. Danach wird noch ein feines Nachtessen serviert mit an-

schliessender Rangverkündigung. Es gibt Trumpf, «Undenufe» und «Obenabe» ohne Stöck- und Wyspunkte. Gezählt wird alles einfach mit 157 Punkten pro Spiel. Die besten Teams können sich nach der Rangverkündigung am attraktiven Gabentisch einen schönen Preis aussuchen. Je Teilnehmer beträgt der Jasseinsatz 40 Franken, inklusive Apéro, Kuchenbuffet und Nachtessen (zu bezahlen am Jasstag). Da die Kapazität im eigenen Clublokal beschränkt ist, findet die «Schieberei» im Singsaal Schulhaus Zwillikon, Langacherstrasse 1, statt. Parkplätze sind unmittelbar beim Lokal verfügbar. Infos und anmelden (bis 18. Januar): Alex Roshardt, Telefon 079 358 82 10, alex.roshardt@bluewin.ch oder unter fcaffoltern.ch/jassmeisterschaft.

Niels Hintermann fand nach seinem Sieg kaum Worte. Sein bisher bestes Resultat in einem Weltcuprennen war ein 21. Rang vor rund einem Jahr bei der Abfahrt in Chamonix. An der Siegerehrung auf der Weltcup-Bühne im Zentrum von Wengen wurde am vergangenen Freitag keiner der ganz grossen Namen des Ski-Zirkuses genannt. Die drei Erstplatzierten standen alle zum ersten Mal auf einem Weltcup-Podest. Er sei einfach überglücklich, erklärte Niels Hintermann. Auch nach seinem Marsch durch den Spalier der Fans zur Bühne und nachdem ihm Sportminister Bundesrat Guy Parmelin den Pokal überreicht hatte, schien er es noch nicht richtig fassen zu können. Immer wieder schüttelte er ungläubig den Kopf. Der drittplatzierte Österreicher Frederic Berthold zu seiner Linken und der zweitplazierte Franzose Maxence Muzaton schienen da gefasster. Dass er so bald wieder auf dem Podest eines Weltcuprennens stehen wird, glaubt er nicht. Er bleibt realistisch und bezeichnet seinen Sieg als Exploit. Morgen sei ein neuer Tag.

Begeistert von der LauberhornAbfahrt Noch einen Tag zuvor hatte sich Niels Hintermann, der für den Skiclub Hausen fährt, auf das ganz besondere

Niels Hintermann auf dem Weg zur Siegerehrung. (Bild Andrea Bolliger) Weltcup-Ambiente in Wengen gefreut, das er zum ersten Mal erleben würde. Schon beim Europacup Super-G vom vergangenen Wochenende habe er die spezielle Stimmung in Wengen mitbekommen. Entlang der Strecke sei er kräftig angefeuert worden, erzählte er und schwärmte von der legendären Abfahrtsstrecke. Sie beinhalte alles, was man von so einer Strecke erwarte: Highspeed-Passagen, flache Gleitabschnitte und technische Kurven. Trainieren konnte er die Abfahrt nur in verkürzter Form. Wie er die ganze Strecke meistern würde, konnte er an seinem ersten Lauberhorn-Wochenende nicht ausprobieren. Das Rennen vom Samstag wurde abgesagt. Eigentlich wollte Niels Hintermann zusammen mit seinem Servicemann gleich nach der Abfahrt vom Samstag in Richtung Kitzbühel aufbrechen, um an den Europacuprennen teilzunehmen. Je öfter er eine Strecke fahre, desto besser könne er sich auf die Weltcuprennen vorbereiten, sagt er. Daraus wurde nichts. Zu gross war das Interesse der nationalen Medien.

Er stehe mit beiden Beinen im Europacup. Dass er überhaupt an Weltcuprennen teilnehmen dürfe, sei ein grosser Vertrauensbeweis der Trainer, sagte er am Donnerstag. Er könne wertvolle Erfahrungen sammeln und bei den gemeinsamen Video-Anlaysen mit den Cracks könne er profitieren. Mit seinem Lauberhorn-Sieg hat er sich für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in St. Moritz qualifiziert. Allerdings gibt es dort nur vier Startplätze. Die kommenden Wochen werden wohl zeigen, ob er dort starten kann. Auch wenn er schon mit zehn Jahren Skifahrer werden wollte und dafür ein Sportinternat in Österreich besuchte, ist es ihm wichtig, einen Plan B zu haben. Dafür absolviert er das KV an der Sportmittelschule Engelberg. Dass er wiederum für die Säuliämtler Sport Awards nominiert ist, freut ihn sehr, gerade weil er nicht hier wohnhaft ist. An der Verleihung kann er nicht teilnehmen. An diesem Wochenende startet er bei den Europacuprennen von Méribel.

Auf den Spuren von Niels Hintermann Ski Alpin: sieben Podestplätze für die Renngruppe Albis Am Wochenende, an dem Niels Hintermann beim Kombinationsrennen in Wengen seinen ersten Weltcupsieg feierte, richtete sein Heimatverein, der Skiclub Hausen, das 7. und 8. VoitsportCombirace im Brunni-Haggenegg aus. An dem Hang, an dem auch der Weltcupsieger Niels Hintermann erste Schwünge lernte, richtete die Renngruppe Albis am vergangenen Samstag das 7. und 8. Voitsport-Combirace aus. Gerade rechtzeitig vor den anstehenden Rennen hatten ergiebige Schneefälle das Rennen im Brunni-Haggenegg erst möglich gemacht und das Team der Bergbahnen stellte unterhalb des Mythen eine sehr gut präparierte Piste bereit. In zwei Rennen waren je 46 Tore zu umfahren, die in einem Kombirace in wechselnden Abständen gesteckt werden, zum Teil wie beim Slalom, zum Teil wie beim Riesenslalom. Insbesondere der steile Zielhang bot einige anspruchsvoll zu fahrende Passagen und stellte die Nachwuchsrennfahrer vor einige Herausforderungen. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer der Renngruppe Albis zeigten sich gut aufgelegt und konnten einige sehr gute Resultate erzielen. Bei den Mädchen U9 dominierte der Nachwuchs im roten Dress: Das erste Rennen gewann Sille Krause-Thorö (Jg. 2008) in einer sehr guten Zeit von 1:20,19 Sekunden, zweite wurde Romina Burkhard (Jg. 2008), ebenfalls von der Renngruppe Albis. Ihre Club-

kameradin Emma Dugar (Jg. 2010) verpasste als Vierte das Podest nur knapp. Im zweiten Rennen präsentierte sich die Renngruppe Albis sogar noch überzeugender: Sille Krause-Thorö, Romina Burkhard und Emma Dugar belegten die ersten drei Plätze dieser Kategorie und lieferten ein sehr spannendes Rennen: Sille siegte mit nur 25 Hundertsteln vor Romina und 43 Hundertsteln vor Emma. Bei den Mädchen der Kategorie U11 gab es zwei spannende und stark besetzte Rennen. Im ersten Rennen siegte Jeannine Bartl (Einsiedeln) knapp vor Liana Dalbosco (Renngruppe Albis) und Allegra Frei (Feusisberg). Auch im zweiten Rennen bestätigte Liana Dalbosco ihre gute Form und wurde in sehr guten 1:12.52 erneut Zweite. Bei den Knaben der Kategorie U9 belegte Florian Fend (Jahrgang 2009) in einem seiner ersten Skirennen überhaupt zwei gute siebte Ränge und zeigte, dass die Nachwuchsrennfahrer schon mit wenig Rennerfahrung erfolgreich an Skirennen teilnehmen können – und dabei vor allem sehr viel Spass haben! OK- Direktor Mario Dugar zeigte sich zufrieden mit den Rennen. «Trotz teilweise starkem Schneefall konnten wir allen Kindern eine gute und sichere Rennpiste bereitstellen. Ich freue mich insbesondere über die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Skigebiet Brunni-Haggenegg ist hervorragend für ein Nachwuchsrennen geeignet – und der Zielraum direkt an der Talstation lädt Eltern und Betreuer zum Zuschauen ein!» Lennart Hintz

Mädchen U9: 1. Sille Krause-Thorö, 2. Romina Burkhard, 3. Emma Dugar. (Bild Wolfgang Dalbosco)

Platzierungen der Renngruppe Albis: Mädchen U9: Sille Krause-Thorö (1.Platz / 1.Platz); Romina Burkhard (2.Platz / 2.Platz); Emma Dugar (4.Platz / 3.Platz); Nora Banfic (7.Platz / 9.Platz); Anna Escher (25.Platz / 23.Platz) Mädchen U11: Liana Dalbosco (2.Platz / 2.Platz); Anna Krause-Thorö (7.Platz / 8.Platz); Ladina Eschle (10.Platz / 12.Platz); Aline Benz (19.Platz / 21.Platz); Knaben U9: Florian Fend (7.Platz / 7.Platz); Severin Escher

(12.Platz

/

11.Platz);

Tino

Mainberger

(11.Platz / 12.Platz); Janis Burkhard (14.Platz / 15.Platz) Knaben

U11:

Andrin

Mainberger

(15.Platz

/

10.Platz); Lars Elsener (11.Platz); Marc Antonescu (27.Platz / 37.Platz); Thomas Grimshaw (28. Platz / 30. Platz); Roli Antonescu (40.Platz / 41. Platz). Weitere InfoS zur Renngruppe Albis (Untersektion des Skiclub Hausen): www.rg-albis.ch.


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Sport

Dienstag, 17. Januar 2017

Säuliämtler Sports Awards – der Countdown läuft Noch zehn Tage bis zur grossen Säuliämtler Nacht des Sports im Kasinosaal in Affoltern: Die Nominierten in den fünf Kategorien sind bekannt und die Abstimmung läuft – wer wird am Ende obenausschwingen? ................................................... von michèle scherz-spörri Anfang Januar hat das OK der Säuliämtler Sports Awards die drei Nominierten in den fünf Kategorien bekanntgegeben und seither kann die Bevölkerung für ihre Favoriten abstimmen. Alle Informationen zum Voting sowie ausführliche Steckbriefe und Angaben zu den erfolgreichen Athletinnen und Athleten aus dem Bezirk Affoltern finden sich auf der Website www.ssa-affoltern.ch. In zehn Tagen, am Freitag, 27. Januar, wird sich an der Säuliämtler Nacht des Sports im Kasinosaal in Affoltern zeigen, wessen Leistungen von der Jury, von der Allgemeinheit und vom Saalpublikum am höchsten eingeschätzt und honoriert werden. Und so spannend die Wahl auch ist, eines ist schon heute klar: Sieger sind alle Nominierten. Denn ihre Leistungen, ihr Einsatz, ihr Ehrgeiz, ihr Trainingsfleiss und ihre Hingabe für ihren Sport und ihre Leidenschaft machen sie zu ganz grossen Persönlichkeiten.

Kategorie Frauen: Tanja Schärer, Caroline Köthe, Petra Klingler Tanja Schärer, Freestyle Company Jumpin, hatte sich in den letzten Jahren ganz den Freestyle Aerials verschrieben. Und ihr Trainingsaufwand von rund 24 Stunden pro Woche hat anzeige

sich auch 2016 gelohnt, gelangen ihr doch die ersten Dreifach-Saltos an Weltcupwettkämpfen sowie zwei Podestplätze auf der Wasserschanze in Mettmenstetten und in Minsk. Caroline Köthe, Rifferswil, trainiert rund 15 Stunden pro Woche und gewann 2016 die Goldmedaille an den Triathlon-Schweizer Meisterschaften in der Altersklasse 35–44. Zudem stand sie in Rheinfelden, in Zug und in Uster auf dem Podest. Und auch 2017 will sie hoch hinaus: Sie strebt eine Top-Ten-Platzierung an der EM sowie die Verteidigung des Schweizer Meistertitels an. Petra Klingler aus Bonstetten triumphierte im vergangenen Jahr an den Boulder-Weltmeisterschaften und den Europameisterschaften im Eisklettern. Und als erste Schweizerin überhaupt wurde sie dreifache Schweizer Meisterin (Lead, Speed, Boulder). In diesem Jahr will sie die Goldmedaille an den Weltmeisterschaften im Eisklettern. Und für 2020 heisst das grosse Ziel Olympische Spiele in Tokyo.

Kategorie Männer: Enver Sljivar, Urs Huber, Niels Hintermann Der Thai-/Kickboxer Enver Sljivar aus Affoltern am Albis wurde im April zweifacher Weltmeister in der Kategorie Super-Schwergewicht. Bei seinem Sieg gegen Luca Pano durch KO in der fünften Runde zeigte er einen unglaublichen Siegeswillen und ein grosses Kämpferherz, fightete er doch ab der zweiten Runde gar mit einem gebrochenen Arm. Nun hofft er, bald wieder für weiter Kämpfe einsatzbereit zu sein. Der Marathon-Mountainbiker Urs Huber, Mettmenstetten, stellte auch 2016 seine Ausdauer und seine Ein-

satzbereitschaft unter Beweis. Er gewann das Absa Cape Epic, wurde Schweizer Meister und stand sowohl beim Grand Raid wie auch bei der Crocodile Trophy (AUS) zuoberst auf dem Podest. Und auch für die Zukunft hat er grosse Pläne: Noch fehlt in seinem Palmarès der Weltmeistertitel. Niels Hintermann, Ski Club Hausen, gewann 2016 seine ersten zwei Schweizer Meistertitel bei den Aktiven (Abfahrt und Super G) und vermochte auch an Weltcuprennen in die Punkte zu fahren. In der aktuellen Saison will er noch näher an die Weltspitze herankommen und möglichst oft im Weltcup punkten. Und dass er dazu fähig ist, hat er am Freitag mit seinem sensationellen Sieg in der Kombination in Wengen eindrücklich bewiesen.

Kategorie Nachwuchs Frauen: Antonia Lüthi, Melanie Eisenring, Aline Erni Antonia Lüthi, Affoltern, gewann 2016 zusammen mit Straccio den Agility-Junioreneuropameistertitel. Und auch bei diversen Wettkämpfen gegen Erwachsene stand sie zuoberst auf dem Podest. Dieses Jahr will die 13-Jährige ihren Titel verteidigen und langfristig hat sie sich zum Ziel gesetzt, einen eigenen Hund/Welpen fürs Agility aufzubauen. Melanie Eisenrings grösster Erfolg war die Silbermedaille an den U20-Schweizer-Meisterschaften über 400 Meter Hürden. Daneben wurde sie Kantonalmeisterin und gewann mit der Staffel Gold an den Kantonalmeisterschaften über 4x100 Meter. Nach einer Kreuzbandverletzung will sie 2017 möglichst schnell den Anschluss an die Spitze wieder herstellen und gute Zeiten auf die Bahn trommeln. Als jüngste Schwarz-Gurt-Trägerin der

In zehn Tagen stehen die besten Sportler wieder im Rampenlicht. (Archivbild map.) Schweiz hat Aline Erni 2016 Judo-Geschichte geschrieben. Bis zu sechs Trainings absolviert die 16-Jährige aus dem Nationalkader jede Woche und gewinnt dank Talent und Trainingsfleiss diverse Medaillen an internationalen Turnieren in den Kategorien U18 und U21. Das European Youth Olympic Festival und die Teilnahme an Europacup-Wettkämpfen sind die geplanten Highlights fürs aktuelle Jahr.

Kategorie Nachwuchs Männer: Luca Schuler, Nino Leutert, Nils Leutert Für Luca Schuler, Ebertswil, gibt es nichts Schöneres als Freeski und so ist er auch bereit, rund 30 Trainingsstunden pro Woche in seine Leidenschaft zu investieren. Und das hat sich 2016 gelohnt: Schweizer Meister im Big Air, Meisterschaftsbronze im Slopestyle, und diverse Podestplätze im Weltcup. Und für 2017 gibts ein grosses Ziel: die Selektion für die Olympischen Spiele. Nino Leutert, Ottenbach, gewann in der Kategorie Kadetten eine Goldund eine Silbermedaille an den Schweizer Meisterschaften und nahm an den Europameisterschaften teil. Nils Leutert, Ottenbach, wurde 2016 dreifacher Schweizer Meister und stand ebenfalls an der Kadetten-EM im Einsatz. Beide Ringer der RS Freiamt

trainieren bis zu 12 Stunden die Woche und hoffen, sich eines Tages für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Kategorie Team: TV Ottenbach, Floorball Albis Damen, KV Bezirk Affoltern 33 Athleten zählt das Team des Turnvereins Ottenbach. Und die langfristige Aufbauarbeit und die Förderung der Jungturner haben sich 2016 ausbezahlt. Am Turnfest in Gampel jubilierten sie über den Festsieg, am Turnfest in Wetzikon stellten sie einen neuen Vereinsrekord auf und brillierten in der Jugendkategorie mit einem Sieg. Das Damenteam von Floorball Albis spielte 2016 in der 1. Liga. Unter Trainier Patrick Eichmann waren die 16 Spielerinnen das viertbeste Team der Schweiz und standen im Play-offHalbfinal, so sie einen Sieg gegen den damaligen Schweizer Meister verbuchten. Mit zwei Siegen und einem zweiten Rang qualifizierte sich der Kavallerieverein des Bezirks Affoltern für die Schweizer-Vierkampf-Meisterschaften und vermochte dort mit dem Gewinn der Silbermedaille zu überzeugen. Die vier Pferdefreaks investieren viel Zeit für ihr Hobby und sitzen pro Woche vier Mal im Sattel. Schliesslich wollen sie 2017 Meisterschaftsgold gewinnen.

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004 2017  

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