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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 002 I 173. Jahrgang I Dienstag, 8. Januar 2019

Unbezahlbar

Dorfkönige gekürt

Am Mettmenstetter Neujahrsapéro wurde die Milizarbeit als Pfeiler der Gesellschaft gewürdigt. > Seite 3

Am Ottenbacher Neujahrsapéro ging es nicht nur um Rück- und Ausblicke. > Seite 3

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Pauken und Trompeten Erstes Feuerwehrauto -

In Stallikon spielte die Musikgesellschaft zum Neujahrsapéro auf. > Seite 3

Der Feuerwehr-Oldtimer-Verein hat den 1934er Cadillac von Affoltern übernommen. > Seite 7

Sihlwald: Dringliches Postulat hatte keine Chance Kantonsrat mit 69 zu 98 Stimmen für die Abstufung der Bachtelenstrasse Ein dringliches Postulat der SVP wollte die Abstufung der Sihlwalder Bachtelenstrasse sowie das Fahr- und Reitverbot verhindern. Die anderen grossen Parteien waren jedoch der Meinung, mit der Revision der Schutzverordnung sei den Nutzerbedürfnissen genügend Rechnung getragen worden. ................................................... von martin platter «Es kann nicht sein, dass Reitställe in Langnau ihre Tiere verlegen müssen, weil der Sihlwald zu unattraktiv geworden ist. Es habe nichts mit Naturschutz zu tun, wenn Mountainbiker für ihr Hobby zuerst mit dem Auto in eine andere Region fahren müssen, weil sie im Sihlwald nicht willkommen sind. Die schleichenden Verbote werden von Auswärtigen kaum wahrgenommen. Für die Direktbetroffenen sind sie jedoch ein Stich ins Herz und die Bussen bei Zuwiderhandlung mit mindestens 500 Franken unverschämt», versuchte Urs Waser, der Erstunterzeichner des dringlichen Postulats seine skeptischen Ratskollegen

Irre witzig Am vergangenen Samstag hat die Theatergruppe Oberamt in Kappel ihr neustes Bühnenstück präsentiert. Inszeniert wurde das Volkstheater «Pension Schöller» – und wie: Die Schauspieler überzeugten mit gut getimter Situationskomik und brachten das Publikum im ausverkauften Gemeindesaal fast im Minutentakt zum Lachen. Sie verwoben dazu auch reale lokale Begebenheiten, Personen und Sponsoren ad hoc zu Pointen, was für zusätzliche Erheiterung sorgte. ................................................... > Bericht auf Seite 9

Die Säuliämtler im Kantonsrat waren sich uneinig. Von links: Daniel Sommer, EVP, Olivier Hofmann, FDP, und Hannah Pfalzgraf, SP, waren gegen das dringliche Postulat; die beiden SVP-Vertreter Hans Finsler und Martin Haab dafür. Ronald Alder, GLP, fehlte. (Bild Martin Platter) umzustimmen. Er könne nicht verstehen, wieso die Strasse für Fussgänger offen bleibe, nicht aber für Reiter und Biker. Mit dem Label des Bundes und den Zuschüssen aus den Anrainergemeinden erhalte der Wildnispark Sihlwald sehr viel Geld, um den Wald sich selber zu überlassen. «Da sollten doch ein paar Franken für die Pflege der Wege übrig bleiben», schloss Waser.

Aber nur seine SVP-Parteikollegen sowie die Vertreter von BDP und EDU stellten sich hinter das Anliegen.

Auch Regierungsrat Markus Kägi dagegen Alle übrigen Parteien und auch SVPRegierungsrat Markus Kägi vertraten die Meinung, dass mit der Revision

der Schutzverordnung im Jahr 2015 den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzergruppen bereits genügend Rechnung getragen worden sei. Daniel Sommer, EVP, erklärte: «Ein Forst in der Grösse des Sihlwaldes, der so nah an den Ballungszentren liegt, muss vielen Bedürfnissen gerecht werden. Die 2,5 Kilometer Bachtelenstrasse, die für Reiter und Biker verboten werden, sind verkraftbar. Es bleiben noch 56 Kilometer Wege, die weiterhin befahren und beritten werden dürfen. Deshalb sollten das Label und die Bundesgelder von zwei Millionen Franken für die Jahre 2016 bis 2019 nicht aufs Spiel gesetzt werden.» Kägi ergänzte: «Man hätte die Bachtelenstrasse schon 2008 mit dem Inkrafttreten der Schutzverordnung schliessen können, konnte die Erstreckung jedoch als Kompromiss mit dem Bund aushandeln. Ab dem 1. Januar 2019 soll sie aber abgestuft werden und den Fussgängern vorbehalten sein, da die Bachtelenstrasse mitten durch die Kernzone führt. Mit den übrigen Kompromissen zwischen Nutzergruppen und Umweltanliegen konnte eine gut austarierte Lösung gefunden werden.» ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Mehr Rauch als Flammen

Winterliches Christbaumverbrennen in Affoltern

Entscheidendes Volleyball-Match Dem Schweizer Volleyball-Nationalteam der Frauen könnte morgen eine erfreuliche Premiere gelingen: Im Match gegen Österreich reicht dem Team um die Affoltemer Passeuse Olivia Wassner ein einziger Punkt für die Qualifikation zur Europameisterschaft. Es wäre das erste Mal, dass es einem Schweizer Volley-Nationalteam gelingt, via Qualifikation in eine EMEndrunde zu kommen. ................................................... > Bericht auf Seite 13

Nur selten zündeten die Flammen wie hier so richtig durch. Die Besucher genossen den Anlass trotzdem. (Bild Thomas Stöckli) Die Leute kamen am Samstag wieder in Scharen zum Christbaumverbrennen des Feuerwehr-Oldtimer-Vereins Vefa in Affoltern. Angelockt wurden

sie diesmal mehr von der weissen Dampffahne als vom Leuchten des Feuers. Die Ämtler Christbäume waren offenbar reichlich mit Wasser

versorgt worden. Der Schneefall sorgte für zusätzliche Feuchtigkeit. (tst.) ................................................... > Weitere Impression auf Seite 5

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Crashkurs Reformation Ein «Tour d’horizon» in Affoltern für alle, die mehr wissen wollen. > Seite 9

Wechsel auf der Kantonsratsliste der SVP Die Ämtler SVP muss vor den Wahlen am 24. März auf ihrer Liste einen Wechsel vornehmen: Bettina Bucher aus Ottenbach ersetzt David Vogelsanger, bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2019 noch Schweizer Botschafter in Neuseeland. David Vogelsanger musste seine Kandidatur zurückziehen, weil er per 1. Januar 2019 seinen Lebensmittelpunkt nicht in Kappel, sondern in Wellington hat. Im November 2018 meldete er sich im Hinblick auf die Anmeldungen für Kandidaturen per 15. Januar im Säuliamt an. Diese Anmeldung refüsierte die Gemeinde dieses Mal erst nach mehreren Wochen. Nun ist es Vogelsanger nicht mehr möglich zu kandidieren – ganz im Gegensatz zu den Behördenwahlen vom letzten Frühjahr, als er sich ums Gemeindepräsidium in Kappel bewarb, dort zwar vor seinem Mitkonkurrenten blieb, aber das absolute Mehr knapp verfehlte. Als Gemeinderat schaffte er dieses, schied damals aber als Überzähliger aus. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 4 anzeigen


Todesfälle Maschwanden

Informationen zur Nachtparkiergebühr Das regelmässige nächtliche Parkieren von Motorfahrzeugen und Anhängern auf öffentlichem Grund der Stadt Affoltern am Albis ist gebührenpflichtig (gesteigerter Gemeingebrauch). Die Grundlage dafür bildet die Verordnung über das Parkieren auf öffentlichem Grund vom 7. Dezember 2015. Es ist unerheblich, ob ein privater Abstellplatz oder eine Garage gemietet wurde. Die Rechnungsstellung erfolgt quartalsweise. Der Gemeinderat, heute Stadtrat, definierte in seinem Beschluss vom 15. Dezember 2015 den Begriff «regelmässig» wie folgt: Bei 3 nacheinander durchgeführten Kontrollen = 3 Feststellungen Bei 5 nacheinander durchgeführten Kontrollen = 4 Feststellungen Bei 6 nacheinander durchgeführten Kontrollen = 5 Feststellungen Bis 8 nacheinander durchgeführte Kontrollen = 6 Feststellungen Bis 10 nacheinander durchgeführte Kontrollen = 7 Feststellungen Bis 12 nacheinander durchgeführte Kontrollen = 8 Feststellungen Gebühren pro Monat – Für Personenwagen bis 3,5 Tonnen, Anhänger an leichte Motorwagen sowie dreirädrige Motor-/Elektrofahrzeuge, Fr. 35.00 – Für schwere Motorwagen, Anhänger an schwere Motorwagen, Wohnwagen, Bootsanhänger, Spezialfahrzeuge und Gesellschaftsfahrzeuge, Fr. 100.00 An-/Abmeldung – Jeder Lenker eines Motorfahrzeuges, welcher in Affoltern am Albis Wohnsitz nimmt bzw. hat und das von ihm gelenkte Fahrzeug auf öffentlichem Grund parkiert, ist gebührenpflichtig und muss sich entsprechend anmelden. – Besucher, welche regelmässig über Nacht auf öffentlichem Grund parkieren, sind ebenfalls gebührenpflichtig und müssen sich entsprechend anmelden. – Zieht ein Fahrzeuglenker in eine andere Gemeinde und das Fahrzeug steht nicht mehr auf öffentlichem Grund der Stadt Affoltern am Albis, muss eine Abmeldung erfolgen, da die Abmeldung beim Einwohneramt nicht automatisch der Nachtparkierkontrolle gemeldet wird.

Am 1. Januar 2019 ist in Affoltern am Albis verstorben:

geboren am 25. Juni 1944, von Zürich ZH und Winterthur ZH, wohnhaft gewesen in Maschwanden. Die Abdankung findet am Freitag, 11. Januar 2019, um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden statt.

25. Juni 1944 – 1. Januar 2019

seine letzte Reise angetreten. Im Jahre 1984 wurde er als Pfarrer für die reformierte Kirchgemeinde Maschwanden gewählt und blieb unserer Gemeinde treu bis zu seiner Pensionierung Ende Juni 2009. Wir verlieren mit Hans Schneider einen engagierten Pfarrer, der Neuem stets offen gegenüberstand aber auch Traditionen bewahrte. Exakt geplante und gut recherchierte Reisen und Ferien für die Senioren, genau auf die Anzahl und das Alter der Kinder abgestimmte und selbst geschriebene Weihnachtsspiele, das Dorfleben mit all den Vereinen, da fühlte sich Hans Schneider als Pfarrer wohl. Nun ist er nach längerer Krankheit eingeschlafen, wir gedenken seiner in Dankbarkeit.

Mettmenstetten Am Freitag, 4. Januar 2019, 11.00 Uhr, hat auf dem Friedhof, Gemeinschaftsurnengrab, die Beisetzung für

Susanne Margrit Blaser-Lippuner Pfruendmattstrasse 64, stattgefunden. Der Friedhofvorsteher

Kirchenpflege Maschwanden

Stallikon Am Dienstag, 25. Dezember 2018, ist in Zürich ZH gestorben:

Meier Hans geboren am 30. Oktober 1937, von Bäretswil ZH, wohnhaft gewesen Zügnisstrasse 20c, 8143 Stallikon.

ABSCHIED

Die Beisetzung erfolgte im engsten Familienkreis.

Wir nehmen Abschied von unserem lieben Vater, Grossvater, Bruder, Onkel und Schwager

Bestattungsamt Stallikon

Hans Schneider-Studer 25. Juni 1944 – 1. Januar 2019

Traurig aber dankbar, dass sein Wunsch erfüllt – und dass auch er von seiner Krankheit erlöst wurde:

HERZLICHEN DANK für alle tröstenden Gedanken in Wort und Schrift und alle Umarmungen beim Heimgang unseres Vaters

Jakob Hauri DANKE - allen, die ihm im Leben Gutes getan haben und ihn durch Besuche begleiteten bis zuletzt - dem Senevita Obstgarten und dem ganzen Pflegeteam für die liebevolle Pflege - unserem Priester W. Schäppi für die jahrelange seelische Betreuung - dem Frauenchor der Neuapostolischen Kirche für die schönen Lieder und unserer Organistin für die tiefgehenden Musikeinlagen. Herzlichen Dank für die grosszügigen Spenden, die wir weiterleiten an die ROKPA Kinderhilfe, Zürich. Affoltern am Albis, Januar 2019

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Online- An-/Abmeldung erhalten Sie unter: Weitere Auskünfte/An-/Abmeldung Stadtpolizei, Obere Bahnhofstrasse 7, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, Tel. 044 762 56 76, E-Mail: nachtpark@stadtaffoltern.ch

Für die Gemeindeverwaltung suchen wir per 1. Mai 2019 oder nach Vereinbarung als Nachfolge für die bisherige Stelleninhaberin, welche vorzeitig in Pension geht, eine/einen

Leiterin/Leiter Einwohneramt 60 bis 80 % Sie übernehmen und bearbeiten einen breiten Fächer vielseitiger und anspruchsvoller Tätigkeiten (mit stellvertretenden Einsätzen in der Finanzabteilung). Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unter www.rifferswil.ch finden Sie das entsprechende Stelleninserat mit -beschrieb. Gemeinderat Rifferswil

Hans Schneider-Studer

Die Gemeindeverwaltung

Sämtliche Änderungen sind innerhalb von 14 Tagen zu melden.

Auf Ihre Bewerbung freuen wir uns.

Nur 6 Wochen nach dem Tod seiner Ehefrau hat nun auch unser ehemaliger Pfarrer

Schneider Hans

Die Trauerfamilien

Martin und Nhu Schneider mit Dennis Stefan und Karin Schneider mit Kindern Sabine Schneider David Schneider Max und Dewi Schneider mit Laura Margrit Knill-Schneider Elisabeth Burkard-Studer Max und Ursi Studer-Hess mit Kindern und Enkeln Die Beisetzung findet am Freitag, 11. Januar 2019, um 14.15 Uhr auf dem Friedhof Maschwanden statt, anschliessend Abdankung in der Kirche. Statt Blumen gedenke man der Palliativ Care Spital Affoltern, Postkonto 85-391373-1, oder der Parkinson Schweiz, Postkonto 80-7856-2 (IBAN CH48 0900 0000 8000 7856 2). Traueradresse: Max Studer, Rainstrasse 13, 8933 Maschwanden


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Januar 2019

Achtsamkeit, Dank und Respekt Sehr gut besuchter Neujahrsapéro in Mettmenstetten Die Einwohnerinnen und Einwohner von Mettmenstetten nahmen die Einladung zum Apéro am 6. Januar gerne an und kamen in Scharen ins Gasthaus zum weissen Rössli. Gemeindepräsident René Kälin sprach über die Milizarbeit als tragenden Pfeiler unserer Gesellschaft.

senhaufen wieder herzurichten?» Er verglich in seiner Ansprache den Ameisenhaufen mit der Dorfgemeinschaft und stellte fest: «Was alles zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft gehört, wird leider nicht selten erst erkannt, wenn wir es vermissen, wenn es gestrichen oder zerstört ist.»

................................................... von marianne voss

Der Schweizerische Gemeindeverband hat 2019 zum Jahr der Milizarbeit deklariert. René Kälin nahm dies zum Anlass, allen zu danken, die mit grossem Engagement ihren persönlichen Beitrag für das Zusammenleben im Dorf leisten. «Ihnen gebührt Dank, Anerkennung und Respekt», betonte er. Die unentgeltliche oder teilentschädigte Milizarbeit sei ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft und ein wesentliches Fundament für den sozialen Zusammenhalt von Gemeinschaften. «Es gibt kaum einen Lebensbereich – von der Politik, über die Kultur oder die Alterspflege bis zum Naturschutz – der nicht massgeblich von der Milizarbeit mitgestaltet wird.» Zum Schluss äusserte er drei Wünsche für das frisch gestartete 2019. Er wünschte sich Verständnis und Achtsamkeit für das Zusammenleben. «Ich wünsche auch, dass wir unsern Dank all denen zeigen, die zum Beispiel unsere Jugend trainieren, in Vereinen Vorstandsarbeit leisten oder in Behörden Lösungsansätze und lebenswerte Kompromisse erarbeiten.» Und er wünsche sich, dass der Respekt auch den Mit-

Der Gemeinderat hatte zum Neujahrsapéro eingeladen – und der Saal im Restaurant zum weissen Rössli füllte sich am vergangenen Sonntag mit vielen Frauen und Männern aus Mettmenstetten. Fröhlich begrüssten sie sich gegenseitig und wünschten sich «Äs guets Nois!». Musikalisch wurde der Anlass mit gemütlichen Klängen von einem Schwyzerörgeli-Duo umrahmt. Von der Musikschule Knonauer Amt musizierte die Lehrerin Regina Roman mit ihrem Schüler Cédric Ackermann.

Bild vom Ameisenhaufen Der Mettmenstetter Gemeindepräsident, René Kälin, begrüsste die zahlreichen Gäste zum erst ein paar Tage alten 2019. Er berichtete von einem unschönen Erlebnis, bei dem er während eines Spaziergangs auf einen zerstörten Waldameisen-Haufen gestossen war. Er habe sich dabei gefragt, wie jemand so etwas Unüberlegtes tun könne. «Wie viele Ameisenarbeit wird benötigt, um diesen Amei-

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch

Mit einem klassischen Neujahrsapéro – heuer exakt am Dreikönigstag – hat die Gemeinde Stallikon am Sonntag das neue Jahr eingeläutet. Zwar vermochte wohl das nasskalte Wetter einige Stallikerinnen und Stalliker vom Besuch des traditionellen JahresStartanlasses der Gemeinde abzuhalten, das allerdings tat der gewohnt guten Stimmung keinen Abbruch. Und dieser wurde gleich zu Beginn von der Musikgesellschaft Stallikon im wahrsten Sinne des Wortes kräftig «der Marsch geblasen». Die Stalliker Musikantinnen und Musikanten belebten das gesellige Zusammensein anschliessend gekonnt weiter mit schwungvollen Melodien; so wurde das Neujahrskonzert geradewegs auch zur willkommenen Hauptprobe für das am kommenden Sonntag, um 14 Uhr, stattfindende traditionelle Familienkonzert der MGS in der Loomatt-Halle und das Jahreskonzert am darauffolgenden Samstag, um 20 Uhr, im Gemeindesaal Bonstetten.

Unbezahlbare Wünsche

René Kälin, Gemeindepräsident von Mettmenstetten, anlässlich seiner Neujahrsansprache. Neben ihm das Schwyzerörgeli-Duo mit Regina Roman und Cédric Ackermann. (Bild Marianne Voss) menschen gebühre, die oft im Verborgenen auf persönliche Art Menschlichkeit erlebbar machten.

«Meine drei Wünsche kosten alle nichts, doch sie sind enorm wertvoll, wenn nicht gar unbezahlbar!»

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Neujahrsanlass 2019 der Gemeinde Ottenbach Während der Kabarettist Flurin Caviezel mit seinem Programm «Kurzschluss» humoristische Schlussfolgerungen zog, schaute die Gemeindepräsidentin nicht nur zurück, sondern wagte auch einen Blick in die Zukunft. ................................................... von martin mullis Im vom Kulturverein stimmungsvoll geschmückten Ottenbacher Gemeindesaal trafen sich am Sonntagnachmittag gegen 200 Einwohner, um auf das neue Jahr anzustossen. Der Neujahrsanlass mit einer Kurzansprache der Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger und einer fröhlichen und humoristischen Darbietung besitzt in Ottenbach bereits eine gewisse Tradition. Der Gemeindepräsidentin war es ein Anliegen, den Besuchern im vollbesetzten Gemeindesaal nicht nur die besten Wünsche zum Jahresbeginn auszurichten, sondern das politische Jahr 2018 auf einer Leinwand auch visuell nochmals Revue passieren zu lassen. Das Unterfangen gelang ihr ausgezeichnet, umso mehr, als dass sie ihre Ausführungen mit Kurzfilmen und Fotos eindrücklich unterstrich. Mit zehn Schwerpunkten erläuterte sie die vom Gemeinderat definierten Legislaturziele. Dabei hielt sie fest, dass die Gemeinde mit einem guten politischen und gesellschaftlichen Fundament ins neue Jahr starten dürfe. Für ihren Wunsch, dass das kommende Jahr als ein lebendiges und innovatives Jahr in Erinnerung bleiben solle, schloss sie ihre Kurzansprache und erhielt von den Anwesenden grossen Applaus.

Mit Pauken, Trompeten und mehr in Stallikon Traditionell mit schmissigen Klängen, sinnigen Worten und bei bester Stimmung stiess man in Stallikon beim Neujahrsapéro in der Turnhalle Loomatt auf das neue Jahr an.

Gute Wünsche sowie kurze und längere Schlussfolgerungen

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

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«Jeder ist seines Glückes Schmied…» Auch Gemeindepräsident Werner Michel versteht es jeweils bestens, an solchen Anlässen nicht nur passende und wohlklingende Worte und Sätze zu äussern, sondern diese auch philosophisch aktuell einzuordnen. Hatte er im vergangenen Jahr diesbezüglich noch zum Faktor Zeit allen Anwesenden gewünscht, «die kostbare Zeit, die uns während eines Jahres zur Verfügung steht, sinnvoll zu nutzen, um das Beste daraus zu machen», sinnierte er heuer zum Thema Glück: «Jeder ist seines Glückes Schmied», hielt er sich dazu an das geflügelte Wort des römischen Konsuls Appius Claudius Caecus und fügte dem bei: «So hat es jede und jeder von uns in seinen eigenen Händen, glücklich zu sein.» Damit appellierte Michel daran, dass Gemeinschaft von möglichst allen bewusst gelebt werden sollte, womit gleichzeitig auch jedes einzelne Individuum seine ganze Erfüllung finden kann. Selbstredend wurde der Stalliker Neujahrsapéro auch in diesem Jahr wieder genutzt, rundum gute Wünsche auszutauschen, ebenso dörfliche Infos und freundnachbarschaftliche News weiterzugeben – dies vor Tischen mit Getränken und feinen Häppchen. (kb.)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit

Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger liess das Jahr 2018 Revue passieren. (Bild Martin Mullis)

Verblüffende Kurzschlüsse und gutgelaunte Gäste Der Musiker und Kabarettist Flurin Caviezel eroberte anschliessend die Bühne. Mit einem knallroten Gürtel und ebensolchen Schuhen sowie einer silbrigen Handorgel startete er sein Programm «Kurzschluss». Mit witzigen und vielfach auch total verblüffenden «kurzen Schlüssen» erntete er im Minutentakt schallendes Gelächter von den gut gelaunten Gästen. Überaus geschickt bezog Caviezel die Gemeinde Ottenbach und deren Eigenheiten in seine köstlichen und vielfach auch abstrusen Geschichten

mit ein. Viele seiner Schlussfolgerungen und symbolischen Kurzschlüsse verband er mit Musik, wobei er nicht nur kleine und kleinste, sondern auch riesengrosse Instrumente einsetzte. Heiner Tschopp, Präsident des veranstaltenden Vereins Kultur Ottenbach, hielt eine kleine Überraschung für die Gäste bereit. Er liess durch seine Vorstandsmitglieder Stücke zweier riesiger «Dreikönigskuchen» verteilen, um so an diesem 6. Januar eine Königin und einen König für Ottenbach zu küren. Gleichzeitig gab ein reichhaltiger Apéro den Gästen ausgiebig Gelegenheit sich stilgerecht auch untereinander «Es guets Neus» zu wünschen.

Am Donnerstag, 10 Januar, feiern Anita Alice und Hans Keller-Mantel in Affoltern ihre goldene Hochzeit. Wir gratulieren dem Jubelpaar und wünschen Freude am Fest und noch viele schöne gemeinsame Erlebnisse.

Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 8. Januar, können wir einem Jubilaren gratulieren, der auf 80 Jahre Lebenszeit zurückblicken darf. Hans Rudolf Hurter in Affoltern. Wir wünschen dem Geburtstagskind eine schöne Feier und ein wunderbares neues Lebensjahr.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Januar 2019

Botschafter David Vogelsanger darf nicht kandidieren Lebensmittelpunkt nicht in Kappel – Bettina Bucher füllt die Lücke auf der SVP-Liste Weil er seinen Lebensmittelpunkt am 1. Januar 2019 nicht in Kappel hat, darf David Vogelsanger, derzeit noch Botschafter in Neuseeland, nicht auf die Kantonsratsliste der SVP des Bezirks Affoltern. Bettina Bucher aus Ottenbach füllt nun diese Lücke. ................................................... von werner schneiter

«An dieser Tätigkeit habe ich nach wie vor grosse Freude», betont er und meldete sich in Kappel wieder ab – nicht zuletzt, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Zu seiner grossen Überraschung beschied ihm dann aber die kantonale Steuerverwaltung, dass ein Wohnsitz aus politischen Motiven keine Steuerpflicht nach sich zieht. «Meine Abmeldung in Kappel auf Ende April 2018 war also im Nachhinein betrachtet ein Fehler», sagt David Vogelsanger heute.

Anlässlich der Gemeinderatswahlen im vergangenen Jahr klappte es: David Vogelsanger meldete sich im November 2017 in der Schweiz an, was die Gemeinde Kappel damals umgehend bestätigte. Damit konnte er als Gemeindepräsident und Gemeinderat kandidieren. Am 15. April erhielt er als Präsident zwar ein hauchdünnes relatives Mehr, schied aber als Gemeinderatskandidat trotz Erreichen des absoluten Mehrs als «überzählig» aus und durfte dann im zweiten Wahlgang nicht mehr fürs Gemeindepräsidium kandidieren. Ein Grund, nicht wie geplant vorzeitig aus dem Bundesdienst auszuscheiden, wozu David Vogelsanger 2017 berechtigt gewesen wäre. Aufgrund des Wahlausgangs entschied er sich, bis zum Erreichen des Pensionsalters (Sommer 2019) auf dem Posten in Wellington zu bleiben.

Im Sommer 2018 bot sich ihm die Chance einer Kandidatur auf der SVPKantonsratsliste. Mit Blick auf seine eidgenössische Tätigkeit lehnte David Vogelsanger zuvor dreimal eine Kandidatur auf der SVP-Nationalratsliste international ab. «Am Ende meiner Botschaftertätigkeit sah ich es dieses Mal anders und war gewillt, einen Einsatz für unseren Bezirk und den Kanton zu leisten. «Während die Nationalratskandidaturen vor allem symbolischen Charakter gehabt hätten, sah ich hier die Chance, etwas ganz Neues anzupacken», stellt Vogelsanger fest. Er wäre für den Wahlkampf im Verlauf des Februar 2019 ins Säuliamt zurückgekehrt. Nun, diese Chance gibt es jetzt nicht. Wie im Vorjahr meldete er sich

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Lebensmittelpunkt ausschlaggebend

mit Blick auf die Anmeldefrist für Kandidaturen im November 2018 erneut in Kappel an. «Diesmal nicht postwendend, sondern nach mehreren Wochen refüsierte die Gemeinde diese Anmeldung – mit der Begründung, dass ich am 1. Januar 2019 meinen Lebensmittelpunkt in Kappel haben müsse, wenn ich mich anmelden wolle», bedauert er, darauf hinweisend, dass das Haus seiner Familie seit 1964 in Kappel steht, er dort gewohnt hat, ehe er sich beruflich wieder ins Ausland verabschieden musste. Nach dem Bescheid aus Kappel hat David Vogelsanger seine Kandidatur zurückgezogen. Damit wollte er vermeiden, dass die SVP des Bezirks im Fall eines Rekurses gegen den Gemeindeentscheid den Listenplatz hätte freihalten müssen. So kann sich der Botschafter jetzt nicht für den Kantonsrat bewerben. Kurioserweise könnte er aber als Ständerat oder als Nationalrat kandidieren, wo ohnehin auch Auslandschweizer wählbar sind.

Rückt Martin Haab in den Nationalrat nach? Die SVP musste sich also auf die Suche nach Ersatz machen. «Wir haben mehrere Personen angefragt und Absagen erhalten», sagte Bezirksparteipräsident Hans Finsler auf Anfrage. Darunter auch Bettina Bucher. Sie hat sich

David Vogelsanger darf nicht auf die Kantonsratsliste der Ämtler SVP. (Archivbild map.)

Bettina Bucher, selbstständige Treuhänderin aus Ottenbach, lässt sich aufstellen. (Archivbild –ter.)

nun aber auf Nachfrage entschlossen, sich auf die Liste setzen zu lassen – aber nur, weil sie keinen Spitzenplatz einnimmt und sich die «Gefahr» einer Wahl in Grenzen hält. Denn das käme der selbstständigen Treuhänderin aus Ottenbach mit Blick auf ihre derzeitige Weiterbildung zumindest im Moment nicht zupass. Die SVP geht mit zwei Bisherigen ins Rennen: Martin Haab (Mettmenstetten, Platz 1) und der für die zurückgetretene Susanne Leuenberger im Herbst ins Parlament nachgerückte Hans Finsler (Affoltern, 2). Dahinter kandidieren

Marc Bochsler (Wettswil), Antoinette Frey (Affoltern), Bettina Bucher (Ottenbach) und Beatrice Sommerauer Nägelin (Hausen). Eine Mutation ist aber schon in diesem Frühjahr nicht ausgeschlossen – dann, wenn Martin Haab nach einer Wahl von Nationalrätin Natalie Rickli in den Regierungsrat als erster Ersatzmann auf der Zürcher SVP-Liste in den Nationalrat nachrückt. Diese Wahl verpasste der Mettmenstetter Landwirt 2015 nur ganz knapp; der Stadtzürcher Mauro Tuena lag am Schluss wenige Stimmen vor ihm.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Januar 2019

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Bachtelenstrasse bleibt für Biker und Reiter geschlossen Die revidierte Schutzverordnung für den Sihlwald wird nicht gelockert Der Kantonsrat hat am Montagmorgen beschlossen, das dringliche Postulat «Ja zum Naturschutz im Sihlwald mit gesundem Menschenverstand» abzulehnen. Damit bleibt es beim Verbot für Reiter und Mountainbiker auf der Bachtelenstrasse. ................................................... von martin platter Mit dem Beschluss des Kantonsrates findet ein siebenjähriges Seilziehen um die Nutzungsrechte Erholungssuchender im Sihlwald ein vorläufiges Ende. Während die Festsetzung des Sihlwaldes als Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung 2008 im Zürcher Kantonsrat noch einstimmig und querbeet durch alle Parteien angenommen wurde, regte sich mit der Umsetzung der Verordnung und dem damit einhergehenden rigiden Parkregime bald Widerstand bei den Waldnutzern. Kontinuierlich wurde von der Parkleitung ein Weg nach dem anderen für Reiter, Velofahrer und teilweise sogar für Spaziergänger unpassierbar gemacht, indem gesunde Bäume mit Seilwinden und schwerem Gerät kreuz und quer umgerissen wurden. Diverse Waldnutzer in den betroffenen Gemeinden Hausen, Hirzel, Horgen, Langnau, Oberrieden und Thalwil wurden beim Statthalteramt verzeigt, weil sie sich nicht an die Regeln in der geschützten Kernzone gehalten hatten.

Sihlwald für alle Der Widerstand gipfelte im Frühling 2012 mit der Gründung der «Interessengemeinschaft Sihlwald für alle». Innert weniger Wochen hatte die IG 350 zahlende Mitglieder und weit über 1000 Unterschriften für eine Lockerung der Schutzverordnung gesammelt. Eine Anrainergemeinde nach der anderen und auch die beiden regionalen Planungsgruppen Knonaueramt und Zimmerberg schlossen sich dem Anliegen an, nachdem sich der Ärger von Betroffenen Ende Oktober

Wegsperrung der Sihlwald-Parkverwaltung auf die brutale Art durch Umreissen gesunder Bäume.

Tafeln der Parkverwaltung am Eingang in die Schutzzone.

(Bilder Martin Platter)

2012 anlässlich einer Podiumsdiskussion entlud, an der die Parkbetreiber im Rahmen der Gewerbeschau Langnau erstmals öffentlich eine positive Bilanz zogen. Das rüttelte auch die politischen Parteien wach. Während sich die SVP Langnau für das Anliegen der IG stark machte, mithalf Unterschriften zu sammeln und sich an der Gemeindeversammlung erfolgreich gegen eine Erhöhung der Gemeindezuschüsse von 48 000 auf 80 000 Franken an den Wildnispark einsetzte, versuchte eine Allianz von Grünen, SP und GLP eine Lockerung der SVO im Sihlwald zu verhindern. Das Postulat scheiterte aber im September 2013 im Kantonsrat. Während eines Jahres wurde die Schutzverordnung überarbeitet. Dabei wurden Planungsfehler beseitigt, konnten diverse Kompromisse bezüglich Wegnutzung der verschiedenen Nutzergruppen ausgehandelt werden. Nur in einem Punkt blieben die Revisoren hart: Die Sperrung der Bachtelenstrasse für Reiter und Radler sollte bestehen bleiben. Dies, obschon sich alle Anrainergemeinden und die beiden Planungsgruppen der Bezirke

Affoltern und Horgen in der Vernehmlassung für das Offenhalten der einzigen direkten Verbindung zwischen Langnau und Schweikhof ausgesprochen hatten. Im August 2015 wurde die revidierte SVO in Kraft gesetzt.

Erfolgloser Rekurs Dagegen rekurrierte die IG und die SVP Langnau. Das Baurekursgericht ging jedoch «wegen formaler Fehler» nicht auf die Einsprache ein. Damit blieb nur noch der Weg über den Kan-

tonsrat, um gegen die Abstufung der Bachtelenstrasse zu einem Waldweg und gegen das Fahr- und Reitverbot anzugehen. Allerdings ohne die Fürsprache des Regierungsrates. Dieser beantragte dem Kantonsrat in seiner Empfehlung, das dringliche Postulat abzulehnen. Mit der Begründung, die sehr sorgfältig vorgenommene Revision der Schutzverordnung von 2015 stelle eine ausgewogene Regelung der verschiedenen Interessen im Sihlwald dar, ohne das Label «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeu-

tung» zu gefährden. Sie habe verschiedene Verbesserungen und Klärungen bei den Wegnutzungen gebracht. Der Kern der Schutzverordnung und der Anerkennung als Park von nationaler Bedeutung – die Kernzone – sei dabei unangetastet geblieben. Hier habe nach wie vor der Schutz der natürlichen Walddynamik höchste Priorität. Eine den Schutzzielen angepasste Erholungsnutzung sei weiterhin möglich, eine erneute Diskussion des Themas Wegbenutzung deshalb nicht angezeigt.

Die rot gestrichelte Bachtelenstrasse darf nicht mehr befahren und beritten werden.

Gemütliches Beisammensein am wärmenden Feuer Das Christbaumverbrennen hat sich in Affoltern zum beliebten Treffpunkt entwickelt

A

uf den Grossandrang der letzten Jahre haben die Organisatoren des Feuerwehr-Oldtimer-Vereins Vefa reagiert. Aufgrund einer Neuorganisation der Festwirtschaft waren die Warteschlangen diesmal deutlich kürzer. Am Besucherinteresse lag es nicht, denn die Schaulustigen kamen auch diesmal in Scharen. Das gemütliche Beisammensein am Feuer wurde am Samstagabend genutzt, sich über dieses und jenes auszutauschen. Der Anlass scheint sich bestens etabliert zu haben, als gesellschaftliche Bereicherung in der sonst eher ereignisarmen Zeit nach den Festtagen. Auch wenn das Verbrennen der Christbäume diesmal nicht ganz so spektakulär war wie in den Vorjahren – mehr Dampfwolken als Flammen – musste niemand das Kommen bereuen. Der frisch gefallene Schnee komplettierte stattdessen das Wintererlebnis. Und so harrten manche noch lange aus, bei wärmenden Speisen und Getränken, mit denen die Vefa ihre Gäste einmal mehr verwöhnte. (tst.)

Am Feuer werden die Christbäume – und damit auch die Festtage – würdig verabschiedet. (Bild Thomas Stöckli)


Kaminfegermeister

Christoph Messerli

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Januar 2019

Erstes Feuerwehrauto im Bezirk Der Affoltemer Feuerwehr-Oldtimer-Verein hat den 1934er Cadillac übernommen Zum 80. «Geburtstag» des Feuerwehr-Cadillacs kamen vor gut vier Jahren 28 andere Klassiker in Feuerwehrrot nach Affoltern. Nun hat der lokale FeuerwehrOldtimer-Verein Vefa das erste Feuerwehrauto im Bezirk offiziell übernommen. ................................................... von thomas stöckli Er hat eine bewegte Geschichte, der ursprünglich schwarze Cadillac mit Jahrgang 1934 und der Fahrgestellnummer 313336: Erst führte er einen Stadtzürcher Arzt zuverlässig zu dessen Patienten. Im Zweiten Weltkrieg wurde er dann 1939 eingezogen – als Zugfahrzeug für eine Infanteriekanone. Nach dem Krieg ging der Cadillac an eine Zürcher Garage, wo ihn die Affoltemer Feuerwehrkommission entdeckte und für 5500 Franken erwarb. Für den Umbau zum Feuerwehrauto wurden weitere 3512 Franken investiert. Am 22. Dezember 1945 durfte der neu geschaffene Pikettzug der Feuerwehr Affoltern den Cadillac übernehmen – als erstes Feuerwehrauto in Affoltern überhaupt. Ende der 50erJahre erhielt der Cadillac anstelle der bisherigen mit «F» beschrifteten Dachlampe zwei blaue Rundumleuchten. Dafür musste die elektrische Anlage von sechs auf zwölf Volt umgebaut werden. Bis Ende der 60er-Jahre blieb der Cadillac im Feuerwehreinsatz.

Beim Steueramt des Kantons Zürich sind im letzten Jahr 7250 Selbstanzeigen eingegangen; damit wurde der Rekordwert des Vorjahres (6200) nochmals deutlich übertroffen. Wie viele Steuererträge das generiert, wird sich erst noch zeigen. Zurückzuführen ist die Zunahme auf den Automatischen Informationsaustausch (AIA) von Bankdaten, der Anfang 2017 zwischen zahlreichen Ländern in Kraft getreten ist. Im Kanton Zürich werden Selbstanzeigen straflos behandelt, wenn sie eingehen, bevor das Steueramt feststellt, dass nicht alles ordentlich deklariert worden ist. (pd.)

Vorsatz für 2019 Ich holte in einem Einkaufscenter einen Harass Mineralwasser mit zwölf Glasflaschen. Schob das Wägeli auf den Parkplatz und wartete neben meinem Auto. Auf einen Mann, auf irgendeinen. Da kam schon einer, seine kleine Tochter an der Hand. «Entschuldigung, könnten Sie mir bitte einen Gefallen tun und diesen Harass in den Kofferraum heben?» «Ja, gerne», meinte er, und ich sagte zu dem Mädchen: «Weisst du was? Du hast einen tollen Papi. Er ist stark, und er hilft anderen Menschen.» Die Kleine nickte und strahlte. Die beiden gingen dann weiter. Ich brachte das Wägeli zurück und fuhr los. Kurz vor der Ausfahrt sah ich Vater und Tochter bei ihrem Auto stehen. Sie winkten mir fröhlich zu, und ich winkte fröhlich zurück. Mein Vorsatz fürs Neue Jahr war gefasst: Nette Worte! Ute Ruf

Abfall-Grossmaul in Zürich Der Cadillac bekommt endlich seine dringend nötige Erneuerung. Bis Ostern soll er wieder fahrtüchtig sein. (Bilder zvg.)

Um die Arbeiten kümmern sich Rolf Brönnimann ... Als Kulturgut erhalten Und so zeichnete sich Mitte 2018 eine Übergabe an die Vefa ab. Im Gegensatz zum halb so alten Saurer-TLF, für das der Verein vor einigen Jahren noch mehrere tausend Franken hinblättern musste, lief es diesmal auf eine Abtretung hinaus. Eine Schenkung mit Auflagen, schliesslich soll das Fahrzeug als Kulturgut erhalten bleiben. Die Übergabe wurde im Dezember vertraglich besiegelt. Einerseits sei er glücklich, dass der Cadillac nun dem Verein gehöre, verrät Vefa-Präsident Thomas Bietenholz. Auf der anderen Seite ist er sich der (finanziellen) Verpflichtung bewusst, die das mit sich bringt. Klar ist: Das Saurer-TLF und den Cadillac kann sich der Verein, wie er heute aufgestellt ist, nicht leisten. Mit 4000 bis 5000 Franken pro Jahr und pro Fahrzeug rechnet Thomas Bieten-

Felice Senn (vorne) und Max Zollinger.

holz alles in allem. Die Jahresbeiträge der Mitglieder und die Zusatzeinnahmen aus der Festwirtschaft vom Christbaumverbrennen und vom Grill-Anlass sowie von Hochzeitsfahrten decken gerade mal für eines der Fahrzeuge die (potenziellen) Kosten. Deshalb hat der Verein nun eine Finanzkommission gegründet, die sich mit der Finanzierungsfrage befassen soll. Denkbar sei etwa ein Sponsoring, sagt Thomas Bietenholz.

Für 35 Franken im Jahr Cadillac-Mitbesitzer Inzwischen bekommt der Cadillac endlich die längst nötige nächste Erneuerung. Darum kümmern sich die drei Vefa-Mitglieder Rolf Brönnimann, Max Zollinger und Felice Senn. Zu Ostern soll der Oldtimer wieder fahrtauglich sein. Schliesslich stehen im

Sommerhalbjahr wieder diverse Oldtimertreffs und Rundfahrten auf dem Programm. An vier, fünf Anlässen ist die Vefa jeweils mit ihren Fahrzeugen präsent. Ein Highlight dürfte wieder die internationale Feuerwehr-Sternfahrt sein, diesmal in Dorfgastein, Österreich. Ob da neben dem Saurer auch der Cadillac am Start sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Wer Freude an Feuerwehr-Oldtimern hat, der kann übrigens für wenig Geld Mitbesitzer des Cadillacs und des Saurer-TLFs werden. Die Mitgliedschaft bei der Vefa steht allen Interessierten offen. Mit 35 Franken Jahresbeitrag unterstützt man nicht nur die Erhaltung von Kulturgut, sondern darf auch an Ausfahrten und anderen Anlässen teilnehmen oder bei verschiedenen Reparaturen mithelfen. Weitere Infos unter www.vefa.ch.

forum

Noch einmal mehr Selbstanzeigen

zwischen-ruf

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Gesamterneuerung in den 80ern Dem Weitblick einiger damaliger Feuerwehrleute ist es zu verdanken, dass das Fahrzeug danach nicht verschrottet, sondern eingelagert wurde. Mitte der 80er-Jahre erhielt er mit viel Aufwand, Fronarbeit und Gönnergunst eine Totalerneuerung. Seither kümmert sich der Verein zur Erhaltung alten Feuerwehrmaterials der Gemeinde Affoltern (Vefa) um den Unterhalt. In den letzten Jahren haben sich die Altersgebresten wieder gehäuft. Seine bisher letzte Ausfahrt endete für Feuerwehr-Oldtimer im Herbst 2016 mit einem Defekt an der Benzinpumpe noch in Affoltern. Die Reifen mussten dringend gewechselt werden. Gelitten hatten auch die Gummidichtungen an den Türen, Anlasser, Kupplung und Bremsen. Die Materialkosten dürften sich dafür auf 10 000 Franken belaufen, 2500 sind es allein für die Pneus. Doch wer sollte dafür aufkommen? Offiziell war das Fahrzeug noch immer im Besitz der Gemeinde, respektive der Stadt Affoltern. Diese sah allerdings keine Verwendung für den Feuerwehr-Oldtimer. Der Verein Vefa seinerseits wollte nicht sein ganzes Vereinsvermögen in ein Fahrzeug investieren, das ihm gar nicht gehört.

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Polizeiarbeit – Spagat zwischen Unverständnis und Pflicht Vor rund einem Jahr, ebenfalls zur Weihnachtszeit, war ich auf dem Heimweg. Es war bereits dunkel. Zwei Autos mit ausländischen Kennzeichen standen auf unserem Garagenplatz. Eines hatte einen Unfallwagen geladen. Aus dem nahen Wald hörte ich gedämpfte Stimmen, kein Licht. Ich telefonierte der Polizei, da mir die Situation verdächtig vorkam. Mir war nicht wohl. Vor einigen Jahren wurde in der Nachbarschaft eingebrochen. Die Bewohner wurden bedroht und anschliessend geknebelt. Die Au-

tos fuhren nach 40 Minuten weg. Eine Stunde später traf die Polizei ein. Ein Jahr später. Ein Nachbar erzählte mir, dass er eine saftige Busse von über 500 Franken bezahlt habe. Die Alternative, für 3 Tage ins Gefängnis zu gehen, war keine Option für ihn. Zwei Polizisten und ein Ranger des Wildnisparks haben ihn bei der Abfahrt mit dem Bike vom Albishorn zum Schweikhof angehalten. Beim Statthalteramt Horgen wurde er angezeigt. Wieso muss ich mich über eine Stunde lang an Leib und Leben fürch-

ten? Dies betrifft nicht nur mich, so geht es auch anderen Mitbürgern. Dies steht auch jeden Dienstag im «Anzeiger»: Täter schon weg. Und trotzdem setzt die Polizei ihr geringes Personal dazu ein, stundenlang an einem Waldrand zu warten, um lukrative Bussen zu verteilen. Natürlich im Auftrag des Klägers. Prioritäten setzen ist mein persönlicher Wunsch an die Polizei. Fokus auf den Schutz der Bürger. Und kein Fokus auf Vergehen, die niemanden an Leib und Leben bedrohen. Cyrill Rüttimann, Ebertswil

Die Stadt Zürich setzt künftig nicht mehr auf den «Abfallhai» der Anta Swiss aus Knonau, «Anzeiger» vom 11. Dezember. Abfallhai versus Abfall-Grossmaul. Beide dienen demselben Zweck: Kleine Abfälle sicher und zweckmässig aufzunehmen. Ebenso gut könnte man einen grossen Abfallcontainer hinstellen. Indes sollte dies in einem ästhetischen Rahmen geschehen! Die in Knonau domizilierte AntaSwiss AG hat vor 16 Jahren, gemeinsam mit der Stadt Zürich, einen Abfallkübel mit einem Haimaul und einen Einwurf für Zigarettenstummel entwickelt. An den Abfallhai haben sich Mann und Frau liebevoll gewohnt. Praktisch und ästhetisch gleichermassen. Zur grossen Verwunderung ist nun die vormals leidgeprüfte Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) herangegangen und hat einen eigenen Abfallkübel entwickelt? Ein Modell steht bereits an der Tramhaltestelle Kalkbreite. Auf den nüchternen Betrachter wird er wie ein Nachkriegsmodell wirken. Anstatt Abfallhai wird er nun zum Gelächter aller, nicht nur in Zürich, sondern auch in den Nachbarländern als Abfall-Grossmaul in die Annalen eingehen. Diese Bezeichnung wird auch vielen Zürchern nicht so ganz gefallen. Daraus ist auch ein grosser Vertrauensverlust entstanden. Zum einen stellt sich die Frage, mit welchem Recht die ERZ selbst Produkte kreieren darf und damit das heimische Gewerbe konkurrenziert und zum anderen, warum hat die ERZ nicht mit dem langjährigen Lieferanten ein Gespräch gesucht? Die gewünschte grössere Einwurfspalte, welche unweigerlich dazu führen muss, dass vermehrt Haushaltsmüll kostenlos entsorgt wird, wäre für ein technisches Unternehmen wohl eine einfache Lösung gewesen. Natürlich könnte die ERZ preisgünstigere Abfallkübel aus dem benachbarten Ausland oder aus China zukaufen, aber der heimische Betrieb, der mit dem Abfallhai vor rund 20 Jahren einen Volltreffer gelandet hat, wird diskriminiert und muss sich neue Märkte suchen. Der patentierte Abfallhai würde im Laufe der Jahre am Geburtsort in Zürich von der Bildfläche verschwinden. Übrig bliebe das AbfallGrossmaul Zürich! Nomen est omen! Dies bedeutet nach einer lateinischen Redensart: «Der Name deutet schon darauf hin!» Für beide Seiten, sowohl für die ERZ als auch für die AntaSwiss in Knonau wäre es wohl eher von Vorteil, eine Fortsetzung der Zusammenarbeit anzustreben. Eine Win-win-Situation sozusagen. Peter R. Schneider, Hausen a. A.


Veranstaltungen

Dienstag, 8. Januar 2019

Lieder und Theater

Rhythmisch entfesselt

Der Gesangsverein Rifferswil lädt zum traditionellen Chränzli in die Mehrzweckhalle. > Seite 11

«Hudaki» bringen transkarpatische Volksmusik» ins «Pöschtli» Aeugstertal. > Seite 11

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Keine Auszeichnung 14. Rang als bestes Ämtler Resultat am BerchtoldSchwinget. > Seite 13

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Wolkenbruch (D) ab 12 Jahre Donnerstag, 10.01., 18.00 Uhr (ohne Pause) Astrid (Ov/d) ab 12 Jahre Donnerstag, 10.01., 20.30 Uhr (ohne Pause) Astrid (Ov/d) ab 12 Jahre Freitag, 11.01., 18.00 Uhr (ohne Pause) Bohemian Rhapsody (D) ab 12 Jahre Freitag, 11.01., 20.30 Uhr (ohne Pause) Reservation unter: www.kinomansarde.ch / Tel. 056 664 21 21

«Nieb, sonange du nieben kannst!» Witziger Dreiakter der Theatergruppe Oberamt strapaziert das Zwerchfell des Publikums Mit der fantasievollen Umsetzung des Volkstheaters «Pension Schöller» ist der Theatergruppe Oberamt ein echter Knüller gelungen, der vor allem durch gekonnte Situationskomik und gute Hauptdarsteller äusserst witzig unterhält. Am Mittwoch, Freitag und Samstag gibt es weitere Vorstellungen. ................................................... von martin platter Die Handlung des Theaters «Pension Schöller» lässt auf den ersten Blick nicht unbedingt grosses Kino erwarten. Der Gutsbesitzer Philipp Klapproth (gespielt von Felix Bär) möchte gerne einmal eine Klapsmühle von innen sehen und echte Irre erleben. Er verspricht seinem Cousin Fredy (Adrian Wälti), ihn bei einer Geschäftsgründung finanziell zu unterstützen, wenn er ihm diesen speziellen Wunsch erfüllt. Eine Bekannte empfiehlt Fredy Klapproth, dem Cousin, doch die Pension Schöller zu zeigen, deren Gäste tatsächlich ziemlich exzentrisch, aber keine echten Irren, sind. Willig sitzt Philipp Klapproth

dem Schwindel auf und amüsiert sich dabei köstlich mit den «irren» Pensionsgästen. Die Situation artet allerdings aus, als er, zurückgekehrt auf sein Gut, urplötzlich von diesen vermeintlichen Irren besucht wird.

Schrullige Charaktere Die Handlung lebt von den verschiedenen Charakteren der durchgeknallten Pensionsgäste: dem Ex-Militär Major Gröbli (Michael Schüpbach, der kurzfristig für René Trinkler eingesprungen ist), der Kunstmalerin Adele Seibel (Luzia Zaugg), dem Abenteurer und Weltenbummler Fritz Berhardy (Marco Weiss), der Buchautorin Josephine Waldvogel (Mägi Frey), dem Theaterfan Eugen Reber (Matthias Morf), der gerne selber Schauspieler wäre, sowie dem schrulligen Wirt der Pension, Leopold Schöller (Christian Müller) und seiner Frau Frieda (Silvana Kälin). Mit gut getimter Situationskomik schafften es die Schauspieler am Samstagabend, das Publikum im vollbesetzten Kappeler Gemeindesaal fast im Minutentakt zum Lachen zu bringen. Sie verwoben dazu auch reale lokale Begebenheiten, Personen und Sponsoren ad hoc zu Pointen, was für zusätzliche Erheiterung sorgte.

Starkes Ensemble: Die Theatergruppe Oberamt um die beiden Hauptakteure Klapproth und Reber. (Bild Martin Platter) Virtuoses Schauspiel Herausgestochen sind die beiden Hauptdarsteller Philipp Klapproth und Eugen Reber. Während Klapproth Unmengen an Dialogen mit den verschiedenen Exponenten fehlerfrei und ohne Hänger zu Besten gab, mimte Reber gekonnt ein sprachliches Handi-

cap. In seinen Auftritten ersetzte er konsequent den Buchstaben L mit einem N und zitierte dabei aus Klassikern von Shakespeare, Schiller, Goethe, Verdi und Ferdinand Freiligrath. Aus «Lieb, solange du lieben kannst!» wurde so ein «Nieb, sonange du nieben kannst!». Urkomisch! Und

der Grund, weshalb das Ensemble bereits im September mit den Proben begonnen hat. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Theatergruppe Oberamt besteht mit seiner kurzweiligen Vorführung sogar im hektischen Youtube-Zeitalter. Spielplan und Reservationen: tgoberamt.ch.

Mobil bleiben in Hausen Crashkurs Schweizer Reformation

Mobility-Angebot als Standortfaktor

Tour d’horizon in Affoltern für alle, die mehr wissen wollen

In Hausen befindet sich seit mehr als 20 Jahren ein MobilityStandort. An einer öffentlichen Veranstaltung informieren die Genossenschaft Mobility und langjährige Nutzer über das vielseitige und flexible Angebot von Mobility.

Drei Abende geben einen informativen Überblick über die Gründe, die Voraussetzungen und den Verlauf der Reformation. Inputs wechseln mit Textarbeit und Bildbetrachtungen, Gespräch und Diskussion.

Mit dem Umzug vom Weiler Husertal ins Dorfzentrum erlebt Esther Burkhardt zum ersten Mal seit ihrer Wohnsitznahme in der Gemeinde Hausen (1971) die Unabhängigkeit vom privaten Auto. Von ihrer Wohnung zur Postauto-Station sind es gerade drei kurze Minuten! Busverbindungen in vier Richtungen stehen für die Fahrt nach Zürich und Zug-Luzern zur Verfügung. Was aber, wenn sie für die Fahrt ins Ferienhaus oder für Transporte doch ein Auto braucht? Ihre Lösung ist eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaft Mobility. Auf dem Swisspass ist der Zugangscode zum Mobility-Auto gespeichert. Ab und zu leistet sie sich eine Fahrt mit diesem Mietauto, dem praktischen roten VW Kombi, der an der Rifferswilerstrasse bei der Genossenschaft Mülimatt stationiert ist. Welche Erleichterung fürs Budget!

Auto auf Abruf. (Bild obs/Mobility)

Keine Garagenmiete mehr, keine Autoversicherung, keine Ausgaben mehr für den Service! Für die ständige Wartung des Autos ist die Genossenschaft Mobility besorgt. Man kann die gegen 500 Franken Kosten für das private Auto sparen. Dagegen ist der Aufwand für das Mobility-Mietauto mit gerade gegen Fr. 100.- im Monat ein Klacks! «Ich kann mir sogar manchmal ein Taxi leisten, wenn mir das Postauto in Affoltern gerade vor der Nase abfährt, weil ich meinen Einkaufsbummel im Bezirkshauptort schlecht geplant habe oder mit der S-Bahn spätabends vom Theaterbesuch ankomme!», so Esther Burkhardt.

Den Mobility-Standort erhalten Der Mobility-Standort Hausen muss erhalten bleiben, findet sie deshalb. Wer möchte mehr wissen über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Mobility? Am 17. Januar um 19.30 Uhr wird ein Referent der Genossenschaft Mobility über das Angebot informieren. Der zuständige Gemeinderat Gregor Blattmann wird aufzeigen, warum sich die Gemeinde für die Erhaltung des Mobility-Standortes engagiert und langjährige Mobility-Kunden berichten über ihre Erfahrungen. Damit möglichst viele heutige und neue Nutzer auch in Zukunft in den Genuss dieser «Auto-Teilet» kommen, hoffen die Initianten auf zahlreiche Teilnehmende an diesem Informationsabend. (pd.) Öffentliche Informationsveranstaltung, Donnerstag, 17. Januar, 19.30 Uhr, Restaurant Löwen in Hausen.

An drei aufeinanderfolgenden Dienstagabenden sind Interessierte – nicht nur Reformierte – zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Ereignis eingeladen, das Anfang des 16. Jahrhunderts die westliche Kirche spaltete mit weitreichenden Folgen für die Eidgenossenschaft, Europa, ja, die ganze Welt. Der Kurs beginnt am 22. Januar und findet im Chilehuus Affoltern statt. Alle Abende können einzeln besucht werden, doch ist eine Teilnahme an mindestens zwei Abenden wünschenswert. Vorkenntnisse sind nicht nötig! Jeder Abend dauert von 18.30 bis 21.30 Uhr, inklusive einer Pause mit kleiner Zwischenverpflegung. Geleitet wird der Kurs von der Affoltemer Pfarrerin Bettina Bartels und Pfarrerin Angela Wäffler-Boveland, Zürich. Letztere ist in der kirchlichen Bildungslandschaft als Projektleiterin von «Fokus Theologie – wtb Deutschweizer Projekte Erwachsenenbildung» wohlbekannt und hat den Kurs auch konzipiert.

Medien- und Bildungsrevolution «Üppige und magere Zeiten am Vorabend der Reformation» – unter dieser Überschrift wird am 22. Januar die

Das Wurstessen hat für die Reformation in Zürich eine ähnlich ikonografische Bedeutung wie der Wittenberger Thesen-Anschlag durch Luther. (Illustration Kati Rickenbach, Landeskirche)

Zeit vor der Reformation und das Umfeld, in dem sie stattfand, näher beleuchtet. Dabei wird das kirchlich-religiöse Umfeld ebenso angesprochen wie das politische und wirtschaftliche. Am 29. Januar heisst es dann «Back to the roots»: Die Kursteilnehmenden lernen den Buchdruck als Medienrevolution und den Humanismus als Bildungsrevolution kennen. Ohne sie hätte die Reformation nicht stattgefunden, und insbesondere die Reformation zwinglianischer Prägung wurde durch den Humanismus massgeblich geprägt. Der letzte Abend vom 5. Februar nimmt schliesslich den Verlauf der Reformation in den Blick, die in der Eidgenossenschaft «gemeinsam, nicht einsam» durch die Räte beschlossen und auch vollzogen wurde – anders als in deutschen Landen, in denen die Reformation allein in der Hand der Fürsten lag. Das eigene Gepräge der

Schweizer reformierten Kirchen wird hier sichtbar.

Fokus auf Zwingli und starke Frauen Der Fokus liegt auf der Zürcher Reformation unter Ulrich Zwingli, was ein paar Seitenblicke nach Basel und Bern aber nicht ausschliesst. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auch herausragenden Frauengestalten gelten. Die Reformation in Genf unter Calvin ist hingegen in vielerlei Hinsicht «ein Kapitel für sich» und wird hier nicht berücksichtigt. Auf Wunsch kann aber noch ein vierter Abend zu diesem Thema vereinbart werden. (BaB) Crashkurs Schweizer Reformation: Dienstags, 22. und 29. Januar sowie 5. Februar, jeweils 18.30 bis 21.30, Ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Der Kursbesuch ist gratis. Anmelden bis 20. Januar an bettina.bartels@zh.ref.ch oder Anrufbeantworter Telefon 044 761 60 15.


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Veranstaltungen

«Von Stadt zu Stadt»

Chränzli des Gesangsvereins Rifferswil

Dienstag, 8. Januar 2019

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Musikalischer Start ins neue Jahr

Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern lädt zum Jahreskonzert Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern (Aoba) sorgt für das erste musikalische Highlight im neuen Jahr. Am 12. und 13. Januar findet im Kasinosaal Affoltern das traditionelle Jahreskonzert statt.

Die Theatergruppe Rifferswil bei einer Probe zum Stück «S Jubiläum»

Am 19. und 26. Januar führt der Gesangsverein Rifferswil sein traditionelles Chränzli in der Turn-/Mehrzweckhalle durch. Lieder, Quiz und Theater versprechen auch dieses Jahr einen unterhaltsamen Abend. Städtereisen sind beliebt! Der Gesangsverein Rifferswil nimmt das Publikum «Von Stadt zu Stadt» auf eine musikalische Reise mit. Unter der Leitung von Andreas Fischer singt der Chor bekannte Melodien. Die Lieder umfassen eine Zeitspanne von 1956 bis 2014 und beschreiben Städte in Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, der Niederlande, Russland, Ungarn sowie der Schweiz.

«S Jubliäum», Lustspiel in drei Akten Franz und sein Freund Markus werden von ihren Ehefrauen an der kurzen Leine gehalten. Deshalb haben die Männer vor 25 Jahren das Hilfs-Projekt «Verein für Eisbären in Not» gegründet. Ihre Sitzungen finden wöchentlich im «Blue Island» statt, einer Bar mit leicht bekleideter Bedienung und Spielbetrieb. Jetzt hat Gerda, die Ehefrau von Franz, die glorreiche Idee, eine Jubiläumsfeier für den Verein

«Eisbären in Not» zu veranstalten. Dies bringt Franz und Markus in arge Verlegenheit, da es diesen Verein in Wirklichkeit gar nicht gibt und er nur als Vorwand diente, ihnen einmal in der Woche zu einem Ausgang zu verhelfen. Als nun die neugierige Nachbarin Norma mit Neuigkeiten auftaucht, die das «Blue Island» betreffen, läuft die Situation total aus dem Ruder. Denn da kommt auch noch ein Kommissar ins Spiel, der zwei Bardamen sucht.

Quiz, Tombola und Tanz Die Abendvorstellungen vom 19. und 26. Januar beginnen jeweils um 19.45 Uhr. Die Schüler- und Seniorenvorstellung findet am 19. Januar um 13.30 Uhr statt. An den Abendvorstellungen wird jeweils ein Quiz mit attraktiven Preisen durchgeführt und an der Nachmittagsvorstellung wartet eine reichhaltige Tombola auf das Publikum. Essen und Getränke werden ab 19 Uhr sowie in den Pausen serviert und nach den Abendvorstellungen spielt Charly Bauer zum Tanz auf. (op) Platzreservierung für die Abendvorstellungen ab Sonntag, 13. Januar, jeweils von 19 bis 21 Uhr bei Familie A. Heimann, Telefon 044 764 10 05 oder unter www.gesangsverein-rifferswil.ch.

Gewaltfrei kommunizieren

Rolf Bänteli referiert in Wettswil In Wettswil veranstaltet das Café-Mama-Team am 18. Januar einen Abend zum Thema Gewaltfreie Kommunikation für Frauen und Männer jeden Alters. Seit 2016 findet unter dem Dach der reformierten Kirche in Wettswil ein Kaffeetreff für Mütter und ihre Kinder statt. Jeden 2. und 4. Dienstagmorgen im Monat verwandelt sich der grosse Saal in einen herzlichen Begegnungsort, Raum zum Spielen und Lachen und eine Oase der Ermutigung. Wer wünscht sich mehr Verbindung in den Beziehungen? Wer möchte Konflikte so lösen, dass die Anliegen beider Parteien berücksichtigt werden? Wer möchte die eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen und einfühlsam kommunizieren? Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg ist eine Art, sich auszudrücken und zuzuhören, bei der die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund stehen. Bei Missverständnissen und Konflikten hilft sie, diese so zu lösen, dass die Anliegen beider Seiten berücksichtigt werden. Vier Schritte – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte – helfen, sich klar auszudrücken und die Haltung des Mitgefühls schafft beim Zuhören eine einfühlsame Verbindung mit dem Gegenüber.

Rolf Bänteli vermittelt Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation. (Bild zvg.) Rolf Bänteli ist passionierter GFKTrainer und vermittelt in diesem einstündigen Vortrag einen Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation. Bei weiterem Interesse wird es am Samstag, 9. Februar, von 9 bis 13.30 Uhr einen 4½-stündigen Workshop geben, in dem die Konzepte und die Haltung detaillierter vermittelt werden. Die beiden Veranstaltungen sind jedoch unabhängig voneinander und können auch separat besucht werden. (pd.) Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg – Eine Sprache des Lebens, am 18. Januar im Saal der ref. Kirche Wettswil, Türöffnung ab 19.30 Uhr mit Apéro, Referat mit Rolf Bänteli, zert. Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, Mediator, Paarberater, 20 bis 21 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Anmelden bis zum 15. Januar an nadine@svenhaefliger.ch. Weitere Infos: www.gewaltfreikommunizieren.ch.

Das vergangene Jahr war für das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern (Aoba) ereignisreich: Einerseits durfte das Orchester Anfang Juni am Regionalen Akkordeon Musikfest Zürich/Ostschweiz in Rapperswil das Prädikat «vorzüglich» feiern. Es war in der Kategorie Oberstufe mit «Romanze» von Fritz Dobler angetreten. Andererseits konnte sich das Aoba über eine neue Vereinsfahne freuen. Kaum ist das Jahr 2018 Geschichte, steht der nächste Höhepunkt an: Das traditionellen Jahreskonzert am 12. und 13. Januar in Kasinosaal Affoltern. Passend zum Jahresanfang wird dort unter anderem der «Kaiserwalzer» zu hören sein. Diese Komposition von Johann Strauss kennen viele vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Im ersten Konzertteil gibt das Aoba zudem unter anderem die «Kleine Ungarische Rhapsodie» von Alfred Bösendorfer und «Oblivion» von Astor Piazzolla zum Besten.

Der Gemischte Chor unterstützt Die zweite Konzerthälfte ist der Unterhaltung gewidmet. Das Aoba bewegt

Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern will einmal mehr beweisen, dass dem Akkordeon musikalisch keine Grenzen gesetzt sind. (Archivbild sci) sich dabei im englischen Sprachraum und spielt Melodien aus «My Fair Lady» und aus den Krimis mit Miss Marple sowie ein Medley mit den Hits der Blues Brothers. Das 17-köpfige Orchester unter der Leitung von René Glauser zeigt damit einmal mehr, dass dem Akkordeon musikalisch keine Grenzen gesetzt sind. Das Aoba steht aber nicht allein auf der Bühne. Eröffnet wird das Konzert vom Ensemble der Musikschule Knonauer Amt unter der Leitung von Michèle Weiss. Nach der Pause wird der Gemischte Chor Affoltern – dirigiert von Luigi Lore’ – das Publikum bestens unterhalten.

meinsam auf das neue Jahr anzustossen. Am Samstag, 12. Januar, ist vor und nach dem Konzert die Cüpli-Bar geöffnet. Türöffnung im Kasino ist um 18.45 Uhr, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Im Saal werden feine Menüs serviert. Für Spannung sorgt die Tombola mit vielen attraktiven Preisen. Am Sonntag, 13. Januar, ist das Kasino ab 13.15 Uhr geöffnet. Das Konzert beginnt um 14 Uhr. Auch am zweiten Konzerttag wird eine Tombola durchgeführt. Zudem steht an beiden Tagen ein grosses Torten- und Kuchenbuffet für die hungrigen Konzertgäste bereit. Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affol-

Vor dem Konzert ein Cüpli Das Jahreskonzert des Aoba ist nicht nur ein musikalischer Genuss, es eignet sich auch hervorragend, um ge-

tern, im Kasinosaal Affoltern: Samstag, 12. Januar, 20 Uhr (Türöffnung 18.45 Uhr). Eintritt: 18 Franken, Kinder 6-12 Jahre: 10 Franken. Sonntag, 13. Januar, 14 Uhr (Türöffnung 13.15 Uhr). Eintritt frei, Kollekte. Weitere Infos unter www.aoba.ch.

Sinnlich und rhythmisch entfesselt

«Hudaki» bringen transkarpatische Volksmusik» nach Aeugstertal Musik, die von ihrer Ursprünglichkeit lebt und direkt in die Herzen geht, das bieten «Hudaki» am Freitagaband, 18. Januar, im «Pöschtli» Aeugstertal. «Hudaki», das sind die Kapriolen von Michajlo Shutko (Geige), die kein Bartok aufschreiben und kein Konservatorium unterrichten kann. Und das sind die alten, traurigen und spöttischen Lieder von Kateryna Yarynych, die zauberhafte Stimme der jungen Olga Senynets (beide Gesang). Das sind auch die übrigen Musiker, die das alles singen und spielen, ohne je eine Partitur gesehen zu haben. Und wenn erst ihre Balladen und diese archaischen Klänge durch den Raum fliegen, ist man völlig losgelöst. Dann muss man die Türen seines Herzens aufmachen, diesen musikalischen Tornado wirbeln lassen. «Hudaki» stammen aus Nizhnije Selishtshe, einem Dorf in Transkarpatien, dem Südwestzipfel der Ukraine. Die Hudaki-Dorfkapelle besteht aus neun Hochzeitsmusikanten, die sich an den grossen Familienfeiern in den ukrainischen Karpaten nächte- und tagelang die Seele aus dem Hals singen. «Hudaki» sind zwei Sängerinnen und sieben Musiker in akustischer Beset-

«Hudaki» singen über die Facetten des Lebens, die Schönheit der Ukraine, Liebe und Freundschaft, manchmal von Verrat und Rebellion, häufig vom Krieg. (zvg.) zung (Geige, Hirtenflöte, Taragot, Cymbalum, Knopfakkordeon, Kontrabass und Baraban). Was ausserordentliche Vitalität, Emotionen und ungebrochene Echtheit angeht, kann die Gruppe in den ukrainischen Karpaten noch aus dem Vollen schöpfen. Nun entfesselt sie quer durch Europa ihr Publikum. Die neunköpfige Band weiss die emotionsgeladene Kraft der Musik, die in den Bergdörfern der ukrainischen Karpaten im Lauf der Jahrhunderte entstanden ist, auf die Büh-

Neujahrskonzert in der Kanti Limmattal

Ensembles und Solisten spielen auf In der Mensa der Kantonsschule Limmattal sind morgen Mittwoch, 9. Januar, Instrumental- und Vokalensembles sowie Solisten zu hören. Morgen Mittwoch, 9. Januar, findet in der Mensa der Kanti Limmattal in Urdorf das traditionelle Neujahrs-

konzert statt. Zu hören sind ab 19 Uhr verschiedene Instrumentalensembles, Chormusik und Solisten. Das Neujahrskonzert und der anschliessende Gedankenaustausch beim Apéro gehören mittlerweile für viele zum Jahresanfang. (pd.) Neujahrskonzert der Kanti Limmattal am Mittwoch, 9. Januar, 19 Uhr, In der Luberzen 34, Urdorf.

ne zu bringen. Hier leben Slawen, Rumänen, Roma, Juden und Ungaren auf engem Raum zusammen. Sie erleiden dieselben Naturkatastrophen, und sie tanzen auf denselben Hochzeiten, begleitet und angespornt von den Dorfmusikanten mit ihren Geigen, Cymbali, Trommeln, Flöten und vor allem ihrem unvergleichlichen Gesang. (pd.) Konzert am Freitag, 18. Januar, 20.30 Uhr im Pöschtli Aeugstertal. Essen (Szegediner Gulasch): 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38.

450 Franken gespendet Am Sonntag, 9. Dezember, veranstaltete die Body & Soul Group der EMK in Affoltern ihren traditionellen CarolService in englischer Sprache. Dieser Anlass fand bereits zum dritten Mal statt und wird von Anglophonen sehr geschätzt. Wie jedes Jahr wurde eine freiwillige Kollekte gesammelt; dieses Mal konnten 450 Franken zugunsten der Kinderkrebshilfe Schweiz gespendet werden. Die nächste englischsprachige Kirchenveranstaltung ist bereits in Planung: Der Body & Soul-Brunch mit Kurt Beutler findet am 2. Februar um 10.30 Uhr statt. Christine Xavier Weitere Infos auf www.emk-affoltern.ch.


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Sport

Dienstag, 8. Januar 2019

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Die Schweizer Volleyballerinnen wollen Historisches schaffen Grosse Finalissima um die EM-Qualifikation morgen Mittwoch in Schönenwerd Morgen Mittwoch, 9. Januar, schliesst das Schweizer Volleyball Nationalteam der Frauen um Passeuse Olivia Wassner aus Affoltern in Schönenwerd seine EM-Kampagne ab. Gegen Österreich braucht es noch einen Punkt, um ohne Rechnereien an die Europameisterschaft zu fahren. Noch nie hat es ein Schweizer Nationalteam geschafft, sich via Qualifikation für eine EM-Endrunde zu qualifizieren. Dem Schweizer Volleyball könnte demnach Historisches bevorstehen. Bei der CEV Europameisterschaft 2019 werden statt bisher 16 neu je 24 Länder teilnahmeberechtigt sein. Diese Chance will das Schweizer Team um Olivia Wassner nutzen. Nach vier gespielten Partien im vergangenen August und dem mit 0:3 Sätzen verlorenen Auswärtsspiel gegen Kroatien vom Samstag steht am 9. Januar das entscheidende Match auf dem Programm.

Alles in den eigenen Händen Mit neun Punkten aus vier Spielen haben sich die Schweizerinnen im Sommer eine sehr gute Ausgangslage geschaffen. Vor dem Showdown in Schönenwerd beträgt der Vorsprung auf Verfolger Österreich nun drei

Punkte. Headcoach Timo Lippuner geht das Spiel denn auch selbstbewusst an: «Wir haben alles in den eigenen Händen. Ein Heimsieg in der Betoncoupe Arena wäre ein perfekter Abschluss der QualifikationsKampagne.» Die Schweizerinnen durften im letzten Sommer gleich dreimal in einer voll besetzten Betoncoupe Arena antreten, was das Team gemäss Lippuner zu Höchstleistungen getrieben habe. «Diese Begeisterung für die Nati gehört zu den schönsten Erfahrungen in meinen über elf Jahren mit dem Nationalteam. Ich hoffe natürlich auch am 9. Januar auf ein grosses Volleyballfest mit vollen Rängen – so können wir die EM-Qualifikation gemeinsam schaffen!»

Männer müssen auf Schützenhilfe hoffen Auch die Schweizer Männer (6 Punkte) kämpfen weiterhin um die Qualifikation für die EM-Endrunde, sind jedoch auf Schützenhilfe angewiesen. Sie streiten sich hinter den bereits qualifizierten Ukrainern mit Mazedonien (6 Punkte) und Ungarn (4 Punkte) um den zweiten Platz. Am 9. Januar ist die Ukraine zu Gast in Schönenwerd. «Dass wir als vermeintlicher Aussenseiter vor der letzten Partie immer noch im EM-Rennen sind, freut mich sehr für das

Das Schweizer Volleyball-Nationalteam um Passeuse Olivia Wassner (Nr. 20) aus Affoltern. (Bild Damien Sengstag) Team, denn es hat im Sommer mit unglaublich viel Leidenschaft und Hingabe gearbeitet. Wir wollen die Qualifikation schaffen! Dafür müssen wir

gewinnen und wir werden dies mit aller Kraft versuchen», sagt ein kämpferischer Mario Motta, Headcoach der Schweizer. (pd./tst.)

Europameisterschaft 2019, Qualifikation am 9. Januar, Betoncoupe Arena, Schönenwerd. 17 Uhr Frauen: SUI – AUT; 20 Uhr Männer: SUI – UKR www.volleyball.ch/eurovolley2019.

Schneesport und Lagerleben

Vier Ämtler unter den 39 Zürchern im Jugendskilager 2019 Am Donnerstagnachmittag fiel an der Lenk der Startschuss zum grössten J+S Schneesportlager des Landes. Unter den rund 600 Jugendlichen, die bis zum 8. Januar hier im JuSkiLa bleiben, sind auch vier Säuliämtler.

Jan Stähli (links) bei der Bodenarbeit gegen Sven Schrepfer im 1. Gang. (Bild Nico Vollenweider)

Keine Auszeichnung am Berchtold-Schwinget

600 Jugendliche, 150 ehrenamtliche Helfer, eine Woche Schneesport: Das ist das 78. JuSkiLa! Am Donnerstagnachmittag, 3. Januar, wurde das Lager feierlich eröffnet. Aus dem Kanton Zürich nehmen 39 Jugendliche teil, darunter je zwei Buben aus Ebertswil und aus Mettmenstetten. Neben dem Skicrosser Peter Stähli reisten auch der Tessiner Regierungs-

rat Manuele Bertoli sowie Swiss-SkiPräsidiumsmitglied Florence Koehn an die Lenk und liessen sich von der festlichen Stimmung auf dem Kronenplatz mitziehen. Regierungsrat Bertoli zählte viele Parallelen zwischen der Schweiz und dem JuSkiLa auf: «Mehrsprachigkeit, Wintersport, Freundschaft, Freiwilligenarbeit – das repräsentiert die Schweiz, aber auch das JuSkiLa.» Skicrosser Peter Stähli, der vor einigen Jahren selber am JuSkiLa teilgenommen hat, erinnert sich gerne zurück an die Lagerzeit: «Für mich war das eine spannende und lehrreiche Schneesportwoche. Schon damals haben sich die Leiter sehr viel Mühe gegeben und uns Jugendlichen eine

unvergessliche Woche ermöglicht.» Für einen tänzerischen und musikalischen Abschluss sorgte die Breakdance-Gruppe Funky Juice aus Bern.

Für nur 120 Franken unbezahlbare Momente geniessen Ein Lager in dieser Dimension kann nur dank der Unterstützung der ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter, der Sponsoren und Partner sowie der vielen Patinnen und Paten durchgeführt werden. Die 600 ausgelosten Jugendlichen bezahlen lediglich 120 Franken. Dafür erhalten sie eine Schneesportwoche mit allem Drum und Dran, unbezahlbaren Erlebnissen und dem prägenden Lagerleben. (AeS)

14. Rang als bestes Ämtler Resultat Armon Orlik gewinnt den stark besetzten Saisonauftakt zum dritten Mal in Folge. Die sieben Ämtler Schwinger können sich keine Auszeichnung erkämpfen. Der Start in den Berchtold-Schwinget am 2. Januar in der Saalsporthalle in Zürich war für die sieben Vertreter des Schwingklubs am Albis verheissungsvoll. Mit fünf Siegen und zwei Gestellten gelang der Start fast perfekt. Die Siege konnten sich Beat Reichmuth aus Mettmenstetten, Damian Furrer aus Islisberg, Jan Stähli aus Zwillikon, Michi Odermatt aus Hausen und Roman Nägeli aus Schönenberg aufs Notenblatt schreiben lassen. Den morgendlichen Höhenflug konnte im 2. Gang nur Beat Reichmuth fortsetzen. Er setzte sich gegen den Thurgauer Kranzschwinger Urs

Schäppi platt durch. Am Ende klassierte er sich wie Damian Furrer auf Rang 14 und beendete das Fest als bester Ämtler Schwinger. Der einzige Kranzschwinger des Schwingklubs am Albis, Roman Nägeli, musste das Schwingfest leider verletzungsbedingt nach dem 2. Gang beenden. Wie lange er ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. Den Tagessieg vor 2200 Zuschauerinnen und Zuschauern holte sich der Bündner Armon Orlik zum dritten Mal in Folge. Er setzte sich im Schlussgang gegen den Thurgauer Samuel Giger mit Kurz platt durch. Von den acht angetretenen Eidgenossen platzierten sich sieben in den ersten acht Ranglistenplätzen. Nur der starke Zürcher Teilverbandskranzer Shane Dändliker aus Feldbach konnte sich als Dritter zwischen die Favoriten setzen. Nico Vollenweider

Die Zürcher unter den rund 600 JuSkiLa-Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Lenk. (Bild Flurin Bergamin)


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