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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 002 I 172. Jahrgang I Dienstag, 9. Januar 2018

«Mexikantenstadl»

Schreiber gesucht

Zum Neujahrsanlass spielten in Ottenbach «Los Chicos Perfidos» auf. > Seite 3

Der Aeugster Gemeindeschreiber Thomas Holl hat auf Ende März gekündet. > Seite 3

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Festtage verabschiedet Winterstimmung -

Das Christbaumverbrennen in Affoltern lockte zahlreiche Besucher an. > Seite 5

Impressionen mit Sonne und Nebel aus der Reussebene. > Seite 7

Beginn der fünften Jahreszeit im Säuliamt Stimmungsvoller «Füürball» im Obfelder Zendenfrei

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Starke Frauen Willy Hug über die Gemahlin eines Komponisten, eine Dichterin und eine Rennfahrerin. > Seite 11

Grosses Fest für Sieger und Helfer Das 17. Chlausschiessen des Schützenvereins Dachlissen-Mettmenstetten fand bereits am letzten Novemberund ersten Dezemberwochenende im Schützenstand Wyssenbach statt. Bettina Bereuter aus Müswangen – ein Name im Schweizer Schiessport – gewann das Chlausschiessen bereits zum zweiten Mal. Sie und die anderen beiden Kategoriensieger dürfen sich auf eine Reise nach Grindelwald freuen. Das Essen für die helfenden Hände, Sponsoren und Gewinner fand traditionsgemäss am ersten Freitag im Januar statt. Wie immer wurde der Abend durch den Auftritt eines Künstlers bereichert. Alleinunterhalter Mädi Murer wusste in verschiedenen Rollen zu gefallen. (abo) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Vom 9. Januar bis zum 5. Februar 2018 Profitieren Sie! Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren geht der Ausverkauf in die letzte Runde. Sie haben noch die Gelegenheit, von unseren einzigartigen Angeboten zu profitieren: der Endspurt hat begonnen! Conforama – seit 1976 in der Schweiz

Im Stundentakt brachten die zahlreichen Guggenmusiken das Zendenfrei zum Beben. (Bild Martin Platter)

Keine Woche nach dem Jahreswechsel verspürten bereits wieder hunderte Festhungriger Partyfieber. Ungewöhnlich früh hat am Samstagabend der Obfelder Füürball die Ämtler Fasnachtsballsaison eröffnet. ................................................... von martin platter Zufriedene Gesichter am Samstagabend bei den Organisatoren des Obfelder Füürballs. Bereits um halb zehn kochte die Stimmung in der Doppelturnhalle Zendenfrei. Vorsorglich wurde die lange Bar in der Mitte der Halle aufgestellt, um so eine künstliche Verkleinerung des riesigen Raums

zu erzielen. «Auch so ist noch wesentlich mehr Platz als im Singsaal des Schulhauses vorhanden, wo wir bisher unseren Fasnachtsball durchführen durften», weiss OK-Präsident Stefan Huber. Der Obfelder ist froh, während der zweijährigen Umbauzeit des Schulhauses in der Nähe eine neue Bleibe für die Veranstaltung gefunden zu haben. Dafür nahm er in Kauf, den Termin um eine Woche vorzuverschieben, weil viereinhalb Wochen vor dem Schmutzigen Donnerstag – dem traditionellen Fasnachtsbeginn – das Zendenfrei bereits besetzt war.

Fasnachts-Unikum Der Verein Füürball ist ein Unikum in der Säuliämtler Fasnachtsszene; des-

sen Vorstand ist ein loser Verbund von jungen Kultur- und Fasnachts-Fans im Alter zwischen 20 und 32 Jahren. Einziger Zweck des Clubs ist die Organisation des Balls. Vor 15 Jahren übernahm der Verein den Feuerwehrball, der vor knapp 30 Jahren auf den Hornusserball folgte. «Ich lag damals noch in den Windeln», sagt Huber lächelnd. Der gelernte Landmaschinenmechaniker bezeichnet sich selber nicht unbedingt als grosser Fasnachs-Fan, findet aber die Dorftraditionen fördernswert. Er mag es, zusammen mit seinem sechsköpfigen Vorstand in kurzer Zeit etwas zu erarbeiten, das die Menschen zusammenbringt und ihnen Freude bereitet. Mit dem Erlös wird jeweils eine gemeinsame Unternehmung mit dem

gesamten, rund fünfzigköpfigen Helferinnen- und Helfer-Team unternommen. Heuer ist ein Schlitteltag auf der Melchsee-Frutt und im Juni ein Familienplausch vorgesehen, bei dem auch der Anhang samt Kindern willkommen sind.

Aufräumen nach Ballschluss in den Morgenstunden Am Sonntagmorgen, um 9 Uhr, waren die Spuren des Balls übrigens bereits wieder beseitigt. Das FüürballTeam beginnt die Aufräumarbeiten jeweils in den frühen Morgenstunden gleich nach Ballschluss – auch das dürfte ziemlich einzigartig sein. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 4 und 5

Die Schweiz übte als zweites Land nach den USA Szenarien zu Gefahren aus dem Cyber-Raum

Ottenbacher Adolf J. Doerig berät den Bund zu Cyber-Sicherheit Adolf J. Doerig, Fachmann für Informationssicherheit, präsidiert den Beirat CyberDefence VBS. Dieser berät die Leitung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. «Die Schweiz war 1997, in dieser frühen Phase des Internet-Zeitalters, das zweite Land nach den USA, das Szenarien zu Gefahren aus dem Cyber-Raum

durchdachte und im Führungsverbund übte», verrät Adolf J. Doerig. Der Ottenbacher war vor 20 Jahren an dieser ersten integrierten strategischen Führungsübung beteiligt, welche die Armee gemeinsam mit der Wirtschaft durchführte. Kleine demokratische Staaten wie die Schweiz seien besonders anfällig für Cyberattacken, so Doerig, da diese bei anhaltend bescheidenen Budgets länger brauchen, um Cyber-DefenceSysteme aufzubauen. Eine weitere

Herausforderung ist die Ausbildung von genügend hochprofessionellen Experten und der Mangel an eigenen global tätigen Technologieunternehmen in diesem Zukunftsbereich.

Gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische und persönliche Schäden Dabei beschränken sich die Folgen von Cyber-Angriffen nicht auf den Cyber-Raum. Die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen kann zur Mani-

pulation der öffentlichen Meinung genutzt werden. Erfolgreiche Angriffe können gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische und auch persönliche Schäden verursachen. Angriffe auf staatliche Institutionen können die Funktion von Verwaltung, Streitkräften und Sicherheitsbehörden erheblich beeinträchtigen und damit Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung haben. ................................................... > Interview auf Seite 9


Todesfälle

Sonntagsverkäufe im Jahr 2018 Die Verkaufsgeschäfte im ganzen Gemeindegebiet Affoltern am Albis dürfen an den Sonntagen, 11. März, 25. November, 9. Dezember und 23. Dezember 2018, zwischen 10.00 und 17.00 Uhr, geöffnet sein. Für diese Sonntagsverkäufe sind keine zusätzlichen Bewilligungen erforderlich. Neben den vier definierten Sonntagen erteilt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) grundsätzlich keine Bewilligung für die Beschäftigung von Arbeitnehmenden in Verkaufsgeschäften. Ausnahmen sowie weitere Bedingungen und Informationen können der Homepage www.arbeitsbedingungen.zh.ch entnommen werden. Bei Fragen steht Ihnen die Sicherheitsabteilung der Gemeinde Affoltern am Albis unter 044 762 56 00 ebenfalls zur Verfügung. Affoltern am Albis, 9. Januar 2018 Sicherheitsabteilung Affoltern am Albis

Hausen am Albis

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und seine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat, das kann Erlösung sein. Hermann Hesse

Am 28. Dezember 2017 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Staub, Hans Rudolf geb. 28. April 1940, von Richterswil ZH, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

Wettswil am Albis, 3. Januar 2017 Es war uns bewusst, dass dieser Moment kommt – trotzdem sind wir sehr traurig, dass er jetzt so plötzlich und schnell da ist.

Die Beisetzung und Trauerfeier findet am Donnerstag, 11. Januar 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis statt.

Wir trauern um unsere Mutter, Schwiegermutter, unser Grossmami, meine Halbschwester, Schwägerin, unsere Tante und meine beste Freundin

Bestattungsamt Hausen am Albis

Margrit Erika Bailer-Merz Traurig sind wir, dass wir dich verloren haben. Dankbar sind wir, dass wir mit dir leben durften. Getröstet sind wir, dass du in Gedanken weiter bei uns bist.

Traurig nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Schwiegervater, Popa und Partner

Hansruedi Staub 28. April 1940 – 28. Dezember 2017

Deinen Optimismus, dein Wohlwollen gegenüber deinen Mitmenschen und deinen Humor werden wir nie vergessen. Wir gedenken in Liebe und Dankbarkeit.

Bauprojekte

Martin Staub und Maya Afra Staub mit Yannick, Joel und Timon Christoph Staub Kubik und Stefanie Kubik mit Lukas, Jonas und David Margrith Oggenfuss

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Stallikon Bauherrschaft: René Baumann, Albisstrasse 15, 8915 Hausen am Albis, Bauvorhaben: Neubau Rindviehstall mit Fahrsiloanlage, Erli, Kat.-Nr. 1734, Zone Landwirtschaftszone Zusatzangaben: Dieses Bauvorhaben kann mit Beiträgen gemäss Bundesgesetz über die Landwirtschaft LwG vom 29. April 1998 unterstützt werden. Gegen diesen Beitrag kann, gestützt auf Art. 97 LwG und das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz vom 11. Juli 1966, Art. 12 und 12a, innert 30 Tagen Einsprache erhoben werden. Diese Einsprache ist zu richten an das Amt für Landschaft und Natur, Abteilung Landwirtschaft, Walcheplatz 2, Postfach, 8090 Zürich.

Die Abschiedsfeier findet am 11. Januar 2018 um 13.30 Uhr in der reformierten Kirche in Hausen am Albis statt. Die Urnenbeisetzung findet anschliessend im engsten Familienkreis statt.

22. März 1941 – 3. Januar 2018

Mit ihr verlieren wir einen liebevollen, fürsorglichen und sehr grosszügigen Menschen, der uns durch viele schöne gemeinsame Zeiten und Momente begleitet hat. Dafür sind wir ihr für immer dankbar. Patrik und Lesley Bailer-van Rijn mit Dennis, Vincent, Jorin und Myrielle Juri und Mitania Bailer-Domingues mit Laura Rudolf und Patrizia Merz-Federer mit Florence und Lucienne Ursula Huber Der Abschiedsgottesdienst findet am Freitag, 12. Januar 2018, um 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche in Wettswil am Albis, statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumen und Kränzen unterstütze man bitte den Verein Espoir, Zürich, Postkonto 80-1956-8, IBAN CH49 0900 0000 8000 1956 8, Vermerk «Margrit Bailer». Traueradresse: Patrik Bailer, Im Weidstöckli 2, 8113 Boppelsen

WIR DANKEN VON HERZEN allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten, die

Beat Fecker 15. April 1943 – 14. Dezember 2017

in seinem Leben begegnet sind und die ihn auf seinem letzten Weg begleitet haben. Danke sagen möchten wir für die vielen tröstenden Worte, für die Umarmungen, für die grosszügigen Spenden und für die vielen Zeichen der Liebe und Verbundenheit, die uns tief berührt haben. Ganz herzlich danken wir Jren Omlin für die einfühlsame Gestaltung der Abschiedsfeier und Trudi und Christoph Wartenweiler für die musikalische Umrahmung. Danken möchten wir Herrn Dr. Erich Villiger und seinem Praxisteam für die Betreuung und Begleitung. Herzlich bedanken wir uns bei Veronika Nussbaumer und dem Spitexteam für die liebevolle Pflege und Olaf Schulz von Onko Plus für die offenen Gespräche und für die grosse Unterstützung. Unser herzlicher Dank gilt allen, die Beat in liebevoller Erinnerung behalten. Januar 2018

Die Trauerfamilie

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Gründungsmitglied

Heiri Landis 16. Februar 1929 – 31. Dezember 2017

Der Verwaltungsrat der Interkommunalen Anstalt Sozialdienst Unteramt hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2017 das «Reglement über die Ausrichtung von Beiträgen an die familienergänzende Kinderbetreuung» genehmigt. Es gilt für alle Erziehungsberechtigten, die ihre Kinder in einer Kinderkrippe oder einer Tagesfamilie betreuen lassen und ihren gesetzlichen Wohnsitz mit den betreuten Kindern in Bonstetten, Stallikon oder Wettswil am Albis haben. Das Reglement ersetzt die bisherigen kommunalen Subventionsreglemente der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil am Albis und tritt per 1. April 2018 in Kraft. Der Beschluss und das Reglement liegen während der Rekursfrist beim Sozialdienst Unteramt, Stallikerstrasse 6, 8906 Bonstetten, während den Öffnungszeiten (Dienstag und Donnerstag, 8.00 – 11.30 Uhr, Montag bis Donnerstag, 14.00 – 16.30 Uhr) zur Einsichtnahme auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat Affoltern Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten und ist im Doppel einzureichen. Bonstetten, 4. Januar 2018

Er verstarb am letzten Tag des vergangenen Jahres. Lange Zeit hat er unseren Verein mit seiner Kreativität, seinem Theaterinstinkt und seiner Schaffenskraft entscheidend geprägt. Dankbar erinnern wir uns an die vielen intensiven Theatermomente, die wir mit ihm zusammen erlebten. Unsere Gedanken sind in dieser Zeit des Abschieds bei seiner Familie. Die Aemtler Bühne Die Abdankung findet statt am Mittwoch, 10. Januar, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis. Traueradresse: Rosmarie Landis-Zingg, Unterdorfstrasse 5b, 8934 Knonau


Bezirk Affoltern

Austritt aus der BK des Spitals Susanne Leuenberger, SVPKantonsrätin und Gemeinderätin Affoltern, hat sich aus der Betriebskommission des Spitals Affoltern zurückgezogen. Der Bezirksrat Affoltern hat mit Beschluss vom 19. Dezember 2017 das Gesuch von Susanne Leuenberger um Entlassung als Mitglied der Betriebskommission (BK) genehmigt. Auf Anfrage des «Anzeigers» macht Susanne Leuenberger gesundheitliche Gründe geltend: «Ich habe mein Bestes gegeben und viel, teilweise zu viel Energie ins Spital reingesteckt.» Nun sei sie ausgebrannt und müsse kürzertreten. Susanne Leuenberger befasste sich innerhalb der BK insbesondere mit finanziellen Themen des Spitals. Die Betriebskommission dankt Susanne Leuenberger für ihr Engagement zugunsten des Spitals Affoltern. Auf eine Ersatzwahl wird aufgrund der bevorstehenden Erneuerungswahlen 2018 verzichtet. Den Finanzbereich übernehme Stefan Gyseler, so BK-Präsident Clemens Grötsch. (pd./tst.)

wir gratulieren Zum 100. Geburtstag Am 11. Januar, feiert Ernst Bitzer in Hedingen seinen 100. Geburtstag. Kinder, Enkel, Urenkel wünschen ihm nur das Beste, das ihm im neuen Lebensjahr widerfahren kann und wir schliessen uns diesen Wünschen gerne an.

Zum 90. Geburtstag Heute, am 9. Januar, feiert Antonina Crimi-Morabito in Obfelden ihren 90. Geburtstag im Kreise ihrer Familie, die von nah und fern zu diesem Ereignis zusammenkommen. Wir gratulieren herzlich und wünschen allen ein schönes Fest.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Dienstag, 9. Januar 2018

Neujahrsgrüsse mit den «Los Chicos Perfidos» Weisswein als «Tequila» am Neujahrsanlass in Ottenbach

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Aeugst sucht neuen Schreiber Der bisherige Gemeindeschreiber Thomas Holl hat seine Stelle auf Ende März 2018 gekündigt. Thomas Holl leitete die Gemeindeverwaltung Aeugst seit November 2009. Die Stelle des Gemeindeschreibers bzw. /der Gemeindeschreiberin ist zur Wiederbesetzung ausgeschrieben.

Baubewilligungen erteilt Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt: an Daniel Wirz und Claudia Thalmann aus Ottenbach für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, auf Grundstück Kat.-Nr. 1446, im Steingarten in Aeugst; an Katharina und Gerhard Weingarten aus Aeugst für den Neubau eines Doppeleinfamilienhauses mit Carports und Wintergarten mit Pool, auf Grundstück Kat.-Nrn. 1444 und 1445, im Steingarten in Aeugst. (WoS)

Gute Wünsche: Gaby Noser Fanger, Gemeindepräsidentin Ottenbach.

Ein Apéro, das Programm «Drei Schnäuze für ein Halleluja» der «Los Chicos Perfidos» und gute Wünsche der Gemeindepräsidentin. Damit wurde in Ottenbach das neue Jahr begrüsst. Dass die Möglichkeit, den Jahresbeginn mit Freunden und Bekannten gemütlich zu feiern, sehr geschätzt wird, bewies der Grossaufmarsch im Gemeindesaal. ................................................... von martin mullis Mit ihrem gewohnten Charme begrüsste am letzten Sonntagnachmittag Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger die Ottenbacher Einwohner zum bereits traditionellen Neujahrsanlass. Ihre Wünsche zum neuen Jahr

Start ins neue Jahr mit viel Klamauk: Das Trio «Los Chicos Perfidos». (Bild Martin Mullis)

verband sie geschickt mit einem Rückund Ausblick vom vergangenen zum neuen Jahr. Sozusagen symbolisch für eine positive Zukunft erwähnte sie die engagierten Jugendlichen des Vereins 7UP, welche sich in der Gemeinde aktiv beteiligen und in einem Zirkuswagen ihr eigenes Vereinslokal ausbauen. Mit einem eigentlichen Feuerwerk von Stichworten zum Dorfgeschehen begleitet von entsprechend einfallsreichen und launigen Bildern, durchstreifte sie die vergangenen zwölf Monate. In ihrem Ausblick orientierte sie über die Herausforderungen der künftigen Dorfpolitik.

Bühne frei für «Los Chicos Perfidos» Mit guten Wünschen für die kommenden 365 Tage und Dank an die Organisatoren des Abends gab sie die Bühne frei für das Trio «Los Chicos Perfidos».

Das Programm «Drei Schnäuze für ein Halleluja» begeisterte die gutgelaunten Gäste. Dies sogar trotz der Tatsache, dass lediglich einer der drei Humoristen tatsächlich auch einen Schnauz aufweisen konnte. Mithilfe von Sombreros, Ukulelen und Gitarren, verwandelten sie die Bühne des Gemeindesaals in einen wahren Mexikantenstadl. Auch Heiner Tschopp, Präsident des Vereins Kultur Ottenbach, war es ein Anliegen, den Vorstandsmitgliedern und den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren grossen Einsatz zu danken. Er durfte die Gäste im vollbesetzten Gemeindesaal zu einem Apéro einladen. Die fröhliche und aufgeräumte Stimmung, die Apéro-Häppchen und der Weisswein sorgten dafür, dass der Stimmungspegel dem Start ins neue Jahr gerecht wurde.

Stallikon: «… Gesundheit, Lebensfreude und Zufriedenheit» Stimmungsvoller Neujahrsapéro in der Turnhalle Loomatt Am traditionellen Neujahrsapéro der Gemeinde Stallikon blickte Gemeindepräsident Werner Michel auch über die Gemeindegrenzen hinaus. ................................................... von urs e. kneubühl Traditionsgemäss zum neuen Jahr lud die Gemeinde Stallikon am vergangenen Sonntag zum Neujahrsapéro in die Turnhalle Loomatt. «Prost, auf ein gutes neues Jahr», war entsprechend als meistgewünschtes Anliegen zur gut besuchten Vormittagsstunde zu vernehmen – in raschem Rhythmus. Kein Wunder. Zum feierlichen Anlass, der von der Musikgesellschaft Stallikon unter der Leitung von Heinz Aeberhard mit schmissigen Melodien umrahmt wurde, waren ordentlich viele Gäste erschienen, um gemeinsam auf ein gutes 2018 anzustossen und miteinander zu plaudern. Dieses Faktum stellte Gemeindepräsident Werner Michel auch seiner Ansprache voran, indem er zur Begrüssung argumentierend festhielt: «Heute sind Sie gekommen, um sich mit möglichst vielen Leuten auszutauschen, und nicht, um mir während 90 Minuten zuhören zu müssen…» Entsprechend fasste er sich anschliessend kurz, blickte dennoch prophetisch auch über die Gemeindegrenzen hinaus: Die Uneinigkeit der Europäischen Gemeinschaft könnte wohl zu einer

Gemeindepräsident Werner Michel wünschte zum traditionellen Stalliker Neujahrsapéro Gesundheit, Lebensfreude und Zufriedenheit. (Bild kb.) fortschreitenden Destruktion führen, argwöhnt er, führt aber gleichzeitig an, dass dies auch zu neuen Allianzen führen könnte, «was nicht unbedingt schlecht sein müsste». Auch die Beruhigung und Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage sieht Michel als günstige Möglichkeit, während er das Drohen neuer Gefahren vor allem auch durch das Wetter – er nahm Sturmtief Burglind als aktuelles Beispiel – ebenso als Eventualität einschätzt.

«Die Zeit, die wir haben, nutzen …» Es gelte daher, die kostbare 2018 zur Verfügung stehe, und sinnvoll zu nutzen, gut len, um das Beste daraus zu

Zeit, die gelassen einzuteimachen,

war Michels Résumé und Wunsch. «Zeit kann zwar Wunden heilen, sie ist aber eine schlechte Kosmetikerin», fügte er als geflügeltes Wort an, um gleich mit einem nächsten perspektivisch fortzufahren: «Mehr als die Vergangenheit interessiert uns aber die Zukunft, denn dort gedenken wir zu leben.» In diesem Sinne, so der Stalliker Gemeindepräsident, seien die allgemeinen Glückwünsche zum Jahreswechsel als Ausdruck von Zuversicht zu werten, die trägt. Das dazu notwendige Miteinander-Reden und Einander-Zuhören praktizierte man in der Loomatt-Halle entsprechend ausgiebig, genoss dazu weitere musikalische Leckereien der Musikgesellschaft sowie den offerierten Apéro.

Klavierspielerin Anette BodenhöferPlenk und Gemeinderat Hermann Brütsch. (Bild zvg.)

Radetzky-Marsch zum Neujahrsapéro Das gemeinsame Anstossen mit Bewohnern und deren Angehörigen gehört im Haus zum Seewadel zur Tradition. Dieses Jahr wurde zusätzlich zum ersten Mal auch ein kleines, aber feierliches Neujahrskonzert geboten. Durch das Klavierkonzert wurde der Anlass nicht nur eine gastronomische, sondern auch eine kulturelle Verwöhnung der Anwesenden. Im Foyer des Hauses zum Seewadel lauschten die Besucher und deren Angehörige den festlichen Klavierklängen von Anette Bodenhöfer aus Rifferswil. Der für das Haus zum Seewadel zuständige Gemeinderat Hermann Brütsch wies in seiner Neujahrsansprache darauf hin, dass wir denen, die wir lieben, mehr Zeit schenken sollen, da sie nicht immer mit uns sein werden. Auch dass man Zeit finden solle, sich zu lieben und miteinander zu sprechen. Beim speziellen Apéro mit feinen Brötchen, Prosecco und Rimuss diskutierten Bewohner und Angehörige noch lange weiter. (pd.) anzeige


4 DANKSAGUNG Wir danken allen Verwandten, Bekannten, Freunden und Nachbarn für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Schwester

Emma Luchsinger-Huber erfahren durften. Danken möchten wir für die Blumen und Spenden für die Vogelwarte Sempach. Ein besonderer Dank geht an Frau Pfarrerin Elisabeth Studer für die liebevolle Gestaltung der Trauerfeier.

Die Trauerfamilie

Affoltern am Albis, im Januar 2018

Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Januar 2018

Fantasievolle Verkleidungen,

Auch ohne Motto gedieh der Obfelder «Füürball» zur farbenfrohen Stimm Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Narren am Samstagabend am Obfelder «Füürball» sich und den Auftakt der Säuliämtler Fasnachtsball-Saison – erstmals nach fast 30 Jahren wieder im Zendenfrei. .................................................. von martin platter

Ernst Huber

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken!

HERZLICHEN DANK für die Anteilnahme, für die tröstenden Worte, für die Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft, für die grosse Anteilnahme am Abschiedsgottesdienst.

HERZLICHEN DANK der Spitex Hausen am Albis für die Pflege, dem Team von Dr. A. Berli in Hausen am Albis, Frau Irene Girardet-Fischer für die Abdankung in der Kirche. Januar 2018

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Die Trauerfamilie

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Viele gute Feen, allerlei Tierchen, Fabelwesen Thor und sein Kumpel Captain America, der Frühling, ein Maishäcksler-Team, die rührigen Migros-Wichtel, Indianer, ein wandelndes Zelt (!), Eishockeyspieler, Clowns, die böse Fee «Maleficent», Wald – genauso wankend wie vor Wochenfrist während des Sturms Burglind – ein Kaminfeger und mittendrin das bewährte österreichische Trio «Alpenstarkstrom», das mit Bademänteln und Badeschlappen bekleidet mit seinem vielseitigen Musikrepertoire die Halle rockte. Es geht also auch ohne offizielles Ballmotto. Der Fantasie waren damit keine Grenzen gesetzt, was die Ballbesucher äusserst vielseitig umzusetzen wussten. Dabei war auffällig wenig Schminke im Einsatz.

Die Vorstandsmitglieder des Füürball-Vereins von links: Lena Junker, Sandra Hefti, Präsident S

Guggen brachten die Halle zum Beben Im Stundentakt brachten Guggen die Halle zum Beben. Den Auftakt machten die Hedinger «Vollgashöckler», gefolgt von der «Gängelimusig» aus Muri, den Sinser «Väntilwörger» und den «Säuliguggern», die ihre Instrumente bis weit nach Mitternacht bearbeiteten. Mit starker Rhythmik, beeindruckenden Interpretationen von aktuellen Hitparadenstürmern und kunstvollen Kostümen sorgen sie für eine laute, aufwendige Show. Das mehrheitlich junge Publikum liess sich nicht zweimal bitten.

Hauptsache Konfetti: Eine preisgekrönte Maskengruppe mit «Maishäcksler».

Verhaltenskodex fordert Hinschauen und Nachfragen

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Der Regierungsrat erlässt Regeln für die Verwaltungsmitarbeitenden Suche erfahrene Reitbeteiligung Nähe Affoltern am Albis. Tel. 076 578 75 87.

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Der Regierungsrat hat für alle Mitarbeitenden der gesamten Verwaltung einheitliche Regeln zur Vorbeugung gegen unethisches Verhalten erlassen. Unethisches Verhalten im beruflichen Zusammenhang – davon hört man immer wieder. Auch im Kanton Zürich. Oft zeigte sich hinterher, dass am Anfang eines fehlbaren Verhaltens von Mitarbeitenden kleine Gefälligkeiten oder Geschenke standen. Andere anzeige

Mitarbeitende wunderten sich womöglich, aber kaum jemand traute sich, etwas zu sagen. An diesem Punkt, in der Praxis des beruflichen Alltags, kommt der Verhaltenskodex zum Zug, den der Regierungsrat auf den 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt hat. Der Kodex wurde von einer verwaltungsübergreifenden Arbeitsgruppe unter der Leitung des Compliance-Beauftragten entwickelt, der Anfang 2016 seine Arbeit beim Kanton Zürich aufgenommen hat und dem Finanzdirektor direkt unterstellt ist.

Anonyme Meldungen sind möglich Der Kodex macht klar, dass es unethisch ist und einem Vertrauensbruch entspricht, wenn Mitarbeitende einen persönlichen Vorteil aus ihrer beruflichen Stellung ziehen. Uneingeschränktes Vertrauen ist bei der Arbeit im Dienste der Öffentlichkeit essenziell. Richtig sei es deshalb, heisst es im Kodex, hinzuschauen, Fragen zu stellen und Bedenken zu melden. Und zwar entweder dem Vorgesetzten oder – wenn das

nicht möglich ist – dem len Ombudsmann. Dies auch anonyme Meldun gen. Geschenke sind nu men von sozial übliche keitsgesten erlaubt. Für darüber hinausgeht, v der Kodex zu einer Ann weigerung oder zu eine an die Vorgesetzten. B Versuch der Einflussna aussen durch Geld gilt ranz». Auch für die Ann Einladungen definiert klare Regeln. (ki.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Januar 2018

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, aber wenig Schminke

mungskanone

Stefan Huber, Olivia Bär und Andreas Duscher. Alice Heer fehlt krankheitshalber.

m kantonaser nimmt ngen entge-

ur im Rahen Höflichr alles, was verpflichtet nahmeverer Meldung Bei jedem ahme von «Null-Tolenahme von der Kodex

Tanzen und ausgelassene Stimmung am «Füürball» im Zendenfrei.

Klassische Sujets: Clownin und Kaminfeger. (Bilder Martin Platter)

Auch der «Frühling» wurde ausgezeichnet.

Mit Feuerspektakel die Weihnachtszeit verabschiedet Das Christbaumverbrennen in Affoltern lockte zahlreiche Besucher an

S

obald die Flammen nicht mehr ganz so hoch in den Abendhimmel züngeln, wird nachgelegt und ein weiterer Christbaum landet auf dem Scheiterhaufen. Erst zischt es und Dampf steigt auf, dann zündet das Feuer durch, die Funken tanzen mehrere Meter hoch hinauf oder –

wenn ein Windstoss kommt – flach über die Wiese. Schon Tage vor dem Anlass vom vergangenen Samstag war der Haufen an bereitgelegten Bäumen gegenüber vom Friedhof zwischen Affoltern und Zwillikon ansehnlich gewachsen. Die meisten Besucher brachten ihren

«Brennstoff» allerdings an diesem Abend gleich selber mit.

Feuerzauber und Geselligkeit So schleppten Papis gemeinsam mit ihren Sprösslingen das Bäumchen, das jahrelang gewachsen war, um

«Feuermeister» Thomas Bietenholz legt nach: Ein weiteres Bäumchen landet in den Flammen. (Bilder Thomas Stöckli)

knapp zwei Wochen die heimische Stube zu zieren, nun auf den Festplatz und übergaben es den Flammen. Ein letztes Mal spiegelt sich sein Lichterglanz in den Augen. Das Christbaumverbrennen, wie es Knonau schon länger zelebriert, hat sich auch im Bezirkshauptort in

kürzester Zeit zum beliebten Anlass entwickelt. Es vereint Feuerzauber, Geselligkeit und die Möglichkeit, die Weihnachtszeit würdig zu verabschieden. Nicht zuletzt liessen sich die über hundert Personen von der Festwirtschaft des lokalen FeuerwehrOldtimer-Vereins verwöhnen. (tst.)

Eindrücklich, wie schnell und intensiv die Energie freigesetzt wird.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Januar 2018

Die Reussebene im Winter

Wenn der Schnee schmilzt, enthält die Reuss einige Tage lang viel mehr und braun gefärbtes Wasser.

Eine Eiche spiegelt sich in einer Wasserlache an der Reuss.

Ein Bächlein, direkt bevor es sich in die Reuss ergiesst.

Eine Schilfblüte weht beständig im Wind, während die Reuss unendlich scheinende Wassermassen nach Norden führt.

Der Nussbaum auf der Moräne zwischen Bickwil und Ottenbach knapp über dem Nebel.

Weiter unten kämpft sich die Sonne noch durch. (Bilder Salomon Schneider)

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Das Säuliamt – die neue Goldküste Wer hat sie erfunden, unsere wunderschöne Gegend? Unsere Vorfahren, die alten Ämtler. Eine ehemalige Generation, ausgestattet mit vielen ausserordentlichen Qualitäten. Weitblick nicht Euphorie. Bescheidenheit nicht Gigantismus. Sparsamkeit nicht Geiz. Ehrlichkeit nicht Fantasterei. Arbeitswillen nicht Müssiggang. Naturverbundenheit nicht Verschandung. Sicherheit nicht Spekulation. Danke für das wunderbare Geschenk. «take care of it», würde der

Engländer sagen. «hebed em Sorg», der Säuliämtler. Unser neues «Image» bedeutet nicht, dass wir jetzt alles vergolden müssen. Was würden die Ahnen zum neuen «Trottoir mit Ecken und Kanten» am Sonnenberg, zu den teuren und erst noch gefährlichen 30er-Verkehrsinseln» oder zu den unansehnlichen und überdimensionierten Einkaufstempeln in den «Farben von «Caran d’Ache» sagen? Walter Laubscher, Affoltern

Offensichtliche Faktenresistenz Keine Lügen, sondern Realität, Leserbrief vom 22. Dezember. Liebe Frau Nicole Holzherr aus Aeugst, Vorstandsmitglied der Tierpartei Schweiz und radikale Jagdgegnerin, ich danke Ihnen für Ihre Reaktion auf meinen Leserbrief. Sie bestätigen darin so ziemlich alles, was ich der institutionalisierten Jagdgegnerschaft vorwerfe. Wieder sprechen Sie von einer «Vielzahl von wissenschaftlichen Studien», sind aber offensichtlich nicht in der Lage, auch nur eine so zu benennen, dass man sie nachlesen und überprüfen könnte. Und wiederum behaupten Sie, die Jäger würden sich «vehement gegen Alkoholkontrollen» wehren, obwohl solche längst zur Routine zählen, sobald auf der Jagd irgendetwas passiert. Was äusserst selten vorkommt, wie die Statistiken beweisen und die wegen des geringen Schadensaufkommens äusserst niedrigen Jagdhaftpflichtprämien belegen. Ich gebe ihnen recht: Ob «Jagd vorbei» oder «Ende der Jagd» als Titel des Jagdsignals ist im Grunde genommen irrelevant. Ihr Zitat zeigt einfach auf, wie exakt (bzw. liederlich) Sie recherchieren und wie Sie mit Fakten umgehen. Aber für Leute wie Sie, die

ganz offensichtlich faktenresistent sind, ist das natürlich nicht so wichtig. Und noch ein Wort zu Herrn Nyffeler, der glaubt, es gäbe zu viele Jäger, weshalb er kein Wild mehr sehe beim Wandern: Wenn Sie die Abschussstatistiken studieren, dann werden Sie feststellen, dass damals, als man zum Beispiel auf der Ebene zwischen Hedingen und Bonstetten noch regelmässig am helllichten Tag Rehe beobachten konnte, mehr gejagt wurde als heute. Die Jagdgesellschaft Bonstetten-Hedingen zählte damals ein gutes Dutzend Mitglieder, heute dürfen es maximal noch sieben sein. Aber es gab damals noch sehr viel weniger Jogger, Biker und Reiter, die Landwirtschaft war weniger intensiv und die Bevölkerungszahl im Amt war sehr viel kleiner. Dass heute weniger Wild gesehen wird, hat nichts mit der Jagd zu tun. Es ist der Tatsache geschuldet, dass immer mehr Menschen die knapper werdenden Naturflächen als Freizeitarena nutzen und die Rehe deshalb ihre Einstände fast nur noch zur Nachtzeit verlassen. Fragen Sie einen Jäger, ob er Sie nächsten Frühling mitnimmt zur Rehzählung mit dem Scheinwerfer bei Nacht. Sie werden staunen. Fredy Kradolfer, Ottenbach

Respekt für die Gemeindeangestellten Seit nunmehr über dreissig Jahren wohnen mein Mann und ich in unserem schönen Eigenheim erhöht über dem Dorfkern Heisch, das als Teil des Ortes Hausen gilt. Hausen und unser Wohnort sind uns längst Heimat geworden. Dass wir in dieser Gemeinde so viele Jahre glücklich leben konnten, verdanken wir nicht zuletzt dem stets freundlichen und grossen Arbeitseinsatz der Hausemer Gemeindeangestellten. Aber mein ganz spezieller Dank gilt dem wetterbedingt vielmals sehr harten Arbeitseinsatz im Freien. Bei Wind und Wetter, Schnee und Eis, Regen und Kälte sehen wir sie im Einsatz. Wie verwildert und verlottert kämen unsere Strassen, Waldränder, der Friedhof etc. daher ohne ihren tapferen Einsatz. Haben sie es doch auch noch zusätzlich mit vermehrtem

nächtlichen Vandalismus zu tun und oft auch mit ungerechtfertigter Reklamation einiger einzelner Anwohner. Diese Regieangestellten verdienen hohen Respekt und unser aller Dank! Meine Bitte richtet sich an jene Dorfbewohner, die sich einen besonderen Einsatz dieser Gemeindeangestellten wünschen: Formuliert euren Wunsch doch weniger gehässig. Einfach als freundliche Bitte und man wird euch ebenso freundlich entgegenkommen und manches ist erreichbar. Und genau für dieses in langen Jahren erfahrene Entgegenkommen bedanken wir uns bei den Angestellten von Hausen. Wir wünschen ihnen und allen Anwohnern ein glückliches und friedfertiges neues Jahr. Ursula und Gottfried Fürst, Hausen

Büsi unversehrt aufgetaucht Am 17. Mai 2017 ist unser Büsi Nera von einer Stunde auf die andere spurlos verschwunden. Trotz wiederholter Such- und Vermisstmeldungen in der Stmz (Schweizerische Tiermeldezentrale/Anm. Red.) blieb die Suche erfolglos. Am 19. Dezember 2017 kam die unverhoffte und nicht mehr für

möglich gehaltene Mitteilung der Kleintierpraxis Susi+Strolch in Bonstetten, dass Nera unversehrt aufgetaucht sei. In diesem Zusammenhang ein Dankeschön an die Finderfamilie Ernst Baumann in Bonstetten. Rolf Fontana, Zwillikon


Vermischtes

Dienstag, 9. Januar 2018

«Laterna Magica»

Gesang und Theater

Das «Klanghotel Rössli» bringt eine Vielfalt an spannenden Künstlern zusammen. > Seite 13

Der Gesangsverein Rifferswil lädt zum Chränzli in die Mehrzweckhalle. > Seite 13

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Auszeichnung verpasst Ämtler am traditionellen Berchtoldsschwinget in der Saalsporthalle, Zürich. > Seite 15

«Wir benötigen unabhängige und vertrauenswürdige Schweizer Medien» Gespräch mit dem Experten Adolf J. Doerig über Cyber-Angriffe Adolf J. Doerig lebt seit mehr als 20 Jahren in Ottenbach und präsidiert den Beirat CyberDefence VBS. Im Interview mit dem «Anzeiger» erläutert er, wie wichtig in der laufenden digitalen Transformation unseres Landes robuste, sichere und vertrauenswürdige Systeme sind. «Anzeiger»: Adolf J. Doerig, welche Funktion übt der Beirat Cyber-Defence VBS aus? Adolf J. Doerig: Das Gremium berät die Departementsleitung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Es unterstützt die Verantwortlichen des VBS dabei, die Interessen der Schweiz im Cyber-Raum strategisch und operationell wirksam zu schützen und zu verteidigen. Dazu werden die wesentlichen technologischen, soziologischen, wirtschaftlichen, politischen und konfliktären Entwicklungen analysiert und Lösungskonzepte erarbeitet. Was verstehen Sie unter sicheren und vertrauenswürdigen Systemen? Solche Systeme ermöglichen eine rasche, umfassende Erkennung und eine effektive Abwehr von Angriffen aus dem Cyber-Raum. Dazu gehört auch Krisenkommunikation mittels unabhängiger, vertrauenswürdiger und kompetenter Schweizer Medien. ...............................................................

«Ich verliess die SBB, weil ich mehr Unternehmer als Beamter bin.» ............................................................... Adolf J. Doerig, wie ist Ihr Weg vom Maschineningenieur zu einem der namhaftesten Digitalisierungs-Experten der Schweiz verlaufen? Meine Laufbahn ist geprägt durch eine Vielfalt an persönlichen und fachlichen Komponenten. Meine Frau stammt aus Guatemala und hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass ich die gesellschaftlichen Herausforderungen, mit welchen wir konfrontiert sind, mit einem recht umfassenden Blick angehe. Wir sprechen zuhause Spanisch, im beruflichen Alltag dominieren aktuell Englisch und Französisch, meine Muttersprache ist Schweizerdeutsch. Ich kann in verschiedenen Sprachen denken. Unsere drei erwachsenen Kinder stehen im Berufsleben als Liegenschaftenverwalterin, als Ärztin, als Ingenieur für Mikro- und Nanosysteme. Sie alle bringen unterschiedliche Gesichtspunkte in Gespräche ein. Unser Enkelkind gibt uns langfristige Perspektiven und motiviert zu einem Engagement, damit auch es dereinst ein Leben voller Perspektiven führen kann. Und beruflich? Nach dem Ingenieurstudium habe ich bei den SBB eine verkürzte Lokfüh-

plexe, föderalistische und demokratische System Schweiz vital? Wie dynamisch sind diese im Betrieb und bei Veränderungen national und international vernetzt? Eine erste Bedrohung besteht darin, dass wir diese zentralen Fragen noch nicht umfassend beantworten können, weder auf der Ebene des Bundes noch der Kantone. ...............................................................

«Politisch-militärische Konflikte werden oft von Cyber-Kampagnen begleitet oder vorbereitet.» ...............................................................

Adolf J. Doerig ist Berater, Geschäftsführer von Dörig + Partner AG und Präsident des Beirates Cyber-Defence VBS. (Bild Bernhard Schneider) rerausbildung absolviert und danach in der Depotleitung Olten verschiedene Funktionen wahrgenommen. So gelangte ich recht früh und ganz praktisch zu Themen im Bereich Vertrauen und Sicherheit. Ich verliess die SBB, weil ich mehr Unternehmer als Beamter bin. Anschliessend habe ich ein Nachdiplomstudium in ComputerScience und -Engineering absolviert sowie Managementweiterbildungen an den Universitäten St. Gallen und Zürich. In meinen anschliessenden Tätigkeiten in internationalen Projekten konnte ich mich laufend theoretisch und praktisch weiterentwickeln, was mir geholfen hat, mich organisatorisch, betriebswirtschaftlich und technisch immer à jour zu halten, beispielswiese in Artificial Intelligence, Robotik oder Blockchain, die als Technologien in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen werden. Und dieses Know-how war entscheidend für Ihre heutige Beraterfunktion beim VBS? Bedeutend war es diesbezüglich, dass ich vor 20 Jahren an der ersten integrierten strategischen Führungsübung teilnahm, welche die Armee gemeinsam mit der Wirtschaft durchführte. Die Schweiz war 1997, in dieser frühen Phase des Internet-Zeitalters, das zweite Land nach den USA, das Szenarien zu Gefahren aus dem Cyber-Raum durchdachte und im Führungsverbund übte. Mit «Informo2001» folgte eine weitere hochinteressante und themenfokussierte Führungsübung, bei der ich in der Projekt-Oberleitung mitarbeitete. Welchen Bedrohungen aus dem CyberRaum ist denn ein kleines Land wie die Schweiz ausgesetzt? Die Cyber-Bedrohungslage in der international stark vernetzten Schweiz ist von steigender Komplexität. Mit der Digitalisierung der vitalen Syste-

me moderner Gesellschaften wachsen deren Verwundbarkeit und das Missbrauchspotenzial im Cyber-Raum. Überdies wird die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger zunehmend angreifbar. Die Folgen von Cyber-Angriffen beschränken sich nicht auf den CyberRaum. Erfolgreiche Angriffe können gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische und auch persönliche Schäden verursachen. Angriffe auf staatliche Institutionen mit dem Ziel der Ausspähung oder Sabotage können die Funktionsfähigkeit von Verwaltung, Streitkräften und Sicherheitsbehörden erheblich beeinträchtigen und damit Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz haben. Kleine demokratische Staaten wie die Schweiz sind besonders anfällig für Cyberattacken, da diese bei anhaltend bescheidenen Budgets allzu langsam beim Aufbau einer wirksamen Architektur von Systemen zur CyberDefence vorankommen. Eine weitere Herausforderung ist die Ausbildung einer genügenden Anzahl hochprofessioneller Experten. Wir haben momentan auch keine genügend grosse Basis an eigenen global tätigen Technologieunternehmen in diesem Zukunftsbereich. ...............................................................

«Kleine demokratische Staaten wie die Schweiz sind besonders anfällig für Cyberattacken.» ............................................................... Auf welche Probleme richten Sie Ihr Hauptaugenmerk? Welche Kernprozesse, welche externen Faktoren, Prozesse und Ressourcen sind für das hochvernetzte kom-

Eine umfassende und digitalisierte Kartografie wäre sinnvoll und nötig, welche die vitalen Systeme und Infrastrukturen wie beispielsweise Energie-, Wasser-, Lebensmittel-, Informationsversorgung erfasst. Wir benötigen dringend ein Mapping, das alle diese Zusammenhänge nachvollziehbar und detailliert erfasst. Auch die EU verfügt noch nicht über ein solches Instrument, dabei ist die GRID-Steuerung der Stromnetze europäisch. Wir sind genauso betroffen, wenn irgendwo in Europa eine wichtige Verbindung abstürzt. Ein Beispiel dafür ist der Stromausfall in Italien vom 28. September 2003: Der von einem umgestürzten Baum ausgelöste Unterbruch der Lukmanier-Leitung führte aufgrund physikalischer Gesetze zu einer Überlastung der San Bernardino-Leitung und anschliessend zu einer Kaskade von Leitungsausfällen. 26 Minuten nach dem Problem am Lukmanier hatte ganz Italien keinen Strom mehr. Ein gezielter CyberAngriff auf das europäische Stromnetz kann noch wesentlich weitgehendere Folgen nach sich ziehen als der blosse Sturz eines Baumes auf eine Leitung. Europa ist in diesem Bereich extrem vernetzt und verletzlich. Welche Möglichkeiten zur Prävention bestehen? Für den unternehmerischen Alltag der meisten kleinen und mittelgrossen Unternehmen steht die praktische Umsetzung des Grundschutzes beispielsweise nach ISO 27001 im Vordergrund. Mit den aktuellen digitalisierten Transformationen unserer Gesellschaft stehen Entwicklung und Betrieb von widerstandsfähigeren Systemen beispielsweise für Industrie 4.0 im Fokus. Darauf aufbauend kann ein Land wie die Schweiz eine glaubwürdige, professionelle und agile Cyber-Defence entwickeln. Dies bewirkt neue Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkte mit interessanten unternehmerischen Perspektiven für neuartige, global tätige Start-up-Unternehmen. Israel zeigt diesbezüglich schon seit Jahren eine eindrückliche Erfolgsgeschichte. Die Schweiz könnte ihre eigene erfolgreiche Geschichte entwickeln.

Welche Bedeutung kommt einer unabhängigen Information im Cyber-Raum zu? Die gezielte Verbreitung von Falschmeldungen, die durch gekaperte ICTSysteme ermöglicht wird, kann zur Desinformation und Manipulation der öffentlichen Meinung genutzt werden. Hierin bestehen langfristig Gefahren für die freiheitliche Gesellschaft und die Demokratie unseres Landes. Dazu muss ich ein wenig ausholen: Angreifer haben vielfach einen kriminellen, extremistischen, militärischen oder nachrichtendienstlichen Hintergrund. Die Vielfalt der potenziellen Angreifer aus dem In- und Ausland und der technischen Möglichkeiten zur Verschleierung erschweren die Erkennung, Zuordnung, Abwehr und Verfolgung von entsprechend aggressiven Cyber-Angriffen. Politisch-militärische Konflikte werden oft von CyberKampagnen begleitet oder vorbereitet. Dies erschwert die politische Bewertung von Cyber-Angriffen und die Entscheidung über die gebotenen Gegenmassnahmen. Zahl und Qualität der Cyber-Angriffe nehmen dabei kontinuierlich zu und treffen auf oftmals unzureichend organisatorisch und technisch gesicherte IT-Systeme. Modernste Angriffswerkzeuge sind mittlerweile sowohl für staatliche Akteure als auch für kriminelle Gruppen oder Individuen verfügbar. ...............................................................

«Es tönt verlockend, jährlich ein paar hundert Franken einzusparen.» ............................................................... In welchem Zusammenhang steht diese Bedrohungslage mit den Schweizer Medien? Innerhalb von einem Jahrzehnt sind die US-Unternehmen Facebook, Twitter, Google, Apple zu den weltweit dominanten Medienhäusern geworden. Wir müssen dafür sorgen, dass wir daneben Schweizer Medien und Verlage behalten, die über ein hohes Vertrauen verfügen. In der Deutschschweiz sind dies gemäss Befragungen in erster Linie die SRG und die NZZ, in der Romandie und im Tessin nur die SRG. Auf der politischen Ebene bedeutet dies, dass die «No Billag»-Initiative ein gefährliches Spiel mit dem Feuer ist: Es tönt verlockend, jährlich ein paar hundert Franken einzusparen, aber die Kosten alleine für unsere Sicherheit wären viel höher, wenn wir im Krisenfall nicht mehr über eigenständige schweizerische digitalisierte Informationskanäle verfügen würden. Dasselbe gilt für den Bezirk Affoltern. Der «Anzeiger» als unabhängiges Medium in Schweizer Besitz veröffentlicht – klar als solche deklariert – amtliche Publikationen und eigene Recherchen über regionale Themen. Nicht nur für die direkte Demokratie, auch für die Sicherheit unseres Landes sind solche verlässlichen Medien von grosser Bedeutung. Interview: Bernhard Schneider


Serie

Dienstag, 9. Januar 2018

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Eine Hommage an die Frauen: Schicksale im Rückblick der «alten Geschichten» Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (126) 2. Teil Nach dem harten Schicksal der Rifferswilerin Anna Hauser, den jungen lebensfreudigen Tessiner Mädchen und der geheimnisvollen Amélie du Fay aus Frankfurt im ersten Teil, begegnen dem Lesenden jetzt die Gemahlin eines berühmten Komponisten, eine Dichterin und PS-starke Frauen. Nicht weniger als 19 Liebesbriefe erhielt Minna Wagner von ihrem berühmten Mann, als er sich zu einer Kur in der Heilwasseranstalt Albisbrunn bei Hausen aufhielt. Seiner Berühmtheit war er Autor Willy Hug. sich durchaus bewusst, so unterschrieb er einen der Briefe mit «Dein berühmter Mann». Aber auch mit «Dein Richard, der Deinige, Dein Dich liebender Mann, Dein herrlicher Mann». Ebenso klang die Anrede in seinen Briefen: «Mein lieber Mietz! Guter Mutzius! Allerliebste Frau!» Und als Krönung schlicht und einfach «Engel!»

Liebesbriefe aus Albisbrunn Die 1809 geborene Minna Planer begegnete 1834 Richard Wagner im ostdeutschen Bad Lauchstädt, wo sie in einer Theatergruppe eine Hauptdarstellerin war. Der junge Musikdirektor Richard Wagner verliebte sich in die hübsche Schauspielerin und zwei Jahre später heirateten sie. Ihre an Unruhe nicht mangelnde Ehe war ein ständiges Auf und Ab. Minna scheint aber ihren Gatten trotz allem vergöttert zu haben. So schrieb sie in einem Brief: «Du erscheinst mir wie ein Gott, der alle mächtigen Elemente regiert und die Menschen bezaubert.» 1849 beteiligte sich Wagner an der Dresdner Mairevolution und flüchtete über Weimar nach Zürich. Mit Minna bezog er eine Wohnung am Zeltweg. Zürich

Nicht nur die Fahrerin hiess Frau Fischer, sondern auch das Auto war die Marke «Fischer», 1911. (Archivbilder zvg.) wurde für die nächsten neun Jahre seine Wirkungsstätte. Zusammen mit einem Freund besuchte er 1851 von Mitte September bis Ende November die Wasserheilanstalt Albisbrunn. In seinen Briefen an Minna beschrieb er den Kurbetrieb in Albisbrunn: Wickel, Bäder, schwitzen, spazieren und Karten spielen. Einmal schrieb er: «Ich sehne mich sehr wieder nach Hause und ich hatte viel Selbstüberwindung nötig, um nicht gleich am ersten Tag wieder fortzulaufen!» Mit dem Industriellen Otto Wesendonck, dessen Villa heute noch im Rieterpark in Zürich steht, fand Wagner einen grosszügigen Mäzen. Nachdem

bereits in der Stadt über Wagners Verhältnis zu Wesendoncks Frau Mathilde getuschelt wurde, liess es Minna zum Eklat kommen. Richard Wagner verliess 1858 Zürich Richtung Venedig. Minna zog nach Dresden. Wagner verliebte sich in Cosima von Bülow. Die herzkranke Minna starb 1866.

Verliebt in den Türlersee und das Knonauer Amt Das Chalet steht immer noch, etwas unterhalb der Albispasshöhe, Richtung Langnau. Hier wohnte einst die Dichterin Nanny Escher. Nanny wurde 1855 in Zürich geboren und kam erst

mit 15 Jahren in das kleine Landhaus auf dem Albis, welches ihr Vater Hans Conrad von Escher bauen liess. Der jungen und bildungshungrigen Nanny kam der Aufenthalt auf dem Albis wie eine Verbannung vor. Die ländliche Umgebung brachte sie «zum Gähnen», wie sie einem Freund erzählte. Aber der Empfang vieler Besuche und Reisen mit ihrer Mutter brachten Abwechslung. Als Nanny 23-jährig war, ist ihre Mutter «auf den wahrhaft tollen Einfall gekommen», wie Nanny einem Bekannten schrieb, den Haushalt auf dem Albis künftig ohne Magd, sondern von Nanny ausführen zu las-

sen. Nanny bezeichnete dies als «für mich so peinliche Hausarbeit, die jahraus, jahrein täglich wiederkehrend geisttötenden mechanischen Verrichtungen eines untergeordneten Dienstboten». Als 45-Jährige erinnerte sie sich eines Mannes, dem sie ihre Zuneigung nicht zeigen durfte: «Sie dürfen nicht vergessen, dass mir die Elastizität der Jugend und die Ruhe und Leidenschaftslosigkeit des Alters fehlen; ich stehe in der bösen Mitte.» Ihre Mutter starb 1908: «Was ich am meisten empfinde, ist die Wertlosigkeit des Daseins. Mama und ich waren vergnügt und glücklich, ohne äussere Veranlassung.» Aber sie erholte sich rasch und begann das unabhängige Leben zu geniessen. Sie engagierte wieder eine Dienstmagd und führte einen regen Briefverkehr. Anders als in jungen Jahren entwickelte sie eine grosse Vorliebe für ihre ländliche Umgebung. In unzähligen Gedichten verehrte sie das Knonauer Amt und den Türlersee. 1932 starb sie.

«Ungeheure Geschwindigkeiten mit modernen Wagen»

Lange Haare und sinnlich: Richard Wagners erste Frau Minna. Um 1880.

Die Dichterin Nanny Escher verehrte das Knonauer Amt. Um 1890.

Das Bild mit den Frauen, welche sich im Rennsportwagen Nummer fünf in die Kurve legen, mag erstaunen, denn es entstand im Jahre 1911. Aber sie sind die Hauptdarsteller dieser Geschichte. Anlass war das fünfte Bergrennen unter dem Namen Coupe Bollinger-Elmenhorst auf den Albis. Nach weiteren Unterbrüchen folgte 1921 das sechste und 1951 fand das siebte Bergrennen statt. 1951 erklärte der Rennleiter: «Die Verlegung des Starts erfolgt von Adliswil nach Langnau. Das Organisationskomitee kann es nicht verantworten, bei den ungeheuren Geschwindigkeiten, welche die modernen Wagen entfalten, so lange Geraden wie zwischen Adliswil und dem Tierpark in die Strecke einzubeziehen. Die Sicherheit der Fahrer geht vor. Die Haarnadelkurven auf der vier Kilometer langen Strecke erfordern bei 100 Stundenkilometern volle Aufmerksamkeit.» Ob Frau Fischer eine weitere Karriere als Rennfahrerin machte?


Veranstaltungen

Dienstag, 9. Januar 2018

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Stelldichein mit Elfen und Trollen im «Klanghotel Rössli» «Laterna Magica» in Mettmenstetten mit einer Vielfalt an spannenden Künstlern – es gibt noch Tickets Wenn sich Künstler und Kulturen mit Achtsamkeit begegnen, dann beginnt sie zu leuchten, die «Laterna Magica». Elfen und Trolle, Feen und Gnome versammeln sich darum herum und feiern das Leben mit Musik und Tanz, Gesang und Akrobatik. Herr Kater als Erzähler lädt ein zum Baden im Schein, zum Träumen und Beobach-

ten. Das Klanghotel Rössli verspricht einen Abend, an dem sich das Lachen und die Tränen heimlich zuzwinkern. Es gibt noch Tickets für die Abende von Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Januar, 20 Uhr. (hb) Vorverkauf: mettmenstetten@raiffeisen.ch oder Telefon 044 768 58 58.

Sylphe Heckendorn haucht den Songs von Edith Piaf neues Leben ein.

Ladina Bucher lebt und tanzt den Flamenco. (Bilder zvg.)

Philipp Galizia zeigt im Klanghotel erstmals seine neue Figur: Herr Kater.

Svavar Knutur, hier bei einem MiniKonzert im Hafen von Reykjavik.

Anna Känzig kommt direkt vom Studio in London ins Klanghotel.

Anna Kuch tanzt im Trio gleich mit zwei Marionetten.

Ein Programm mit Pfiff «Liebi mit Blächschade»

Aoba-Jahreskonzert im Kasinosaal Affoltern Chränzli des Gesangsvereins Rifferswil Wenn ein neues Jahr beginnt, ist das immer auch die Zeit für das traditionelle Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern. Am 13. und 14. Januar kommen die Konzertgäste in den Genuss von Akkordeonmusik und A-capella-Gesang. Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern am Albis (Aoba) läutet das neue Jahr mit seinem traditionellen Jahreskonzert ein. Das 20-köpfige Ensemble unter der Leitung von René Glauser wird am 13. und 14. Januar im Kasino Affoltern zeitgenössische Akkordeonmusik zum Besten geben. Auf dem Programm steht «Oregon», mit dem der Komponist Jacob de Haan die Zuhörer auf eine Zugfahrt durch Amerika entführt. Um Amerika geht es auch in der «New York Overture» von Kees Vlak, in der der Big Apple musikalisch porträtiert wird. Mit Fritz Doblers «Romanze» bringt das Aoba einen Klassiker der Akkordeonliteratur auf die Bühne. Klassiker sind auch in der Komposition «Classic Strauss goes Vienna Waltz» zu hören. Das Medley von Josef Retter besteht aus bekannten Melodien von Johann Strauss wie «Wiener Blut», «Geschichten aus dem Wiener Wald» oder «An der schönen blauen Donau». Die zweite Konzerthälfte widmet sich der modernen Unterhaltungsmusik. Das Aoba wird Melodien von Glenn Miller, ein Medley des Electric

Light Orchestra und das weltbekannte «Music» von John Miles spielen. Eröffnet wird das Konzert traditionellerweise vom Ensemble der Musikschule Knonauer Amt. Unter der Leitung von Michèle Weiss wird der Nachwuchs «Rock for Kids» und «Mit Pfiff!» aufführen. Wenn das kein gutes Omen für das Jahreskonzert ist! Das Aoba kann im Kasino Affoltern auch Gäste begrüssen. Die A-capella-Gruppe Blue Marlou wird unter der Leitung von Claude Bertschinger Popsongs und Evergreens singen.

Vor dem Konzert ein Cüpli Nicht nur musikalisch ist das Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern ein Genuss. Auch das kulinarische Angebot und das Unterhaltungsprogramm lohnen einen Besuch. Am Samstag, 13. Januar, werden die Türen des Kasinosaals Affoltern bereits um 18.45 Uhr geöffnet. Im Foyer können Gäste bis zum Konzertbeginn um 20 Uhr an der Cüpli-Bar einen Aperitif oder im Saal eines der Menüs geniessen. Für Spannung sorgt die Tombola mit vielen Preisen. Am Sonntag, 14. Januar, ist die Türöffnung um 13.15 Uhr. Das Konzert beginnt um 14 Uhr. Auch am zweiten Konzerttag wird eine Tombola durchgeführt. Zudem steht an beiden Tagen ein grosses Torten- und Kuchenbuffet für die hungrigen Konzertgäste bereit. (pd.) Weitere Informationen unter www.aoba.ch.

Von Freude und Glück

Vorlesenachmittag im Chilehus Affoltern Beth Schildknecht liest anlässlich des ersten Senioren-Treffs im neuen Jahr im reformierten Chilehuus in Affoltern. Die Stallikerin Beth Schildknecht ist als ehemalige Dozentin im pädagogischen Bereich selber eine begeisterte Leserin und stellt an diesem Donnerstagnachmittag kurze Texte verschiedener Autoren aus alten und neueren Zeiten vor, unter anderen von Erich Kästner, Hugo Loetscher, Milena Moser und Hermann Hesse. Sie nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine kleine Reise ins Reich der stillen Zufriedenheit mit und erweckt mit ihrer farbigen und lebendigen Sprache Texte zum Leben und regt die Zuhörenden zum Denken und Träumen an.

Beth Schildknecht lebt in Stallikon und im Tessin. (Bild zvg.) Kleine musikalische Zwischenspiele auf dem Klavier lassen innere Bilder entstehen und bereichern das Gehörte. Zu diesem besonderen Nachmittag mit anschliessendem Zvieri sind alle herzlich eingeladen. (pd.)

Am 20. und 27. Januar führt der Gesangsverein Rifferswil sein traditionelles Chränzli in der Turn-/Mehrzweckhalle durch. Lieder, Quiz und Theater versprechen einen unterhaltsamen Abend. Unter der langjährigen Leitung von Andreas Fischer singt der Gesangsverein Rifferswil unvergessliche Melodien verschiedener Stilrichtungen. Am Klavier werden die Sängerinnen und Sänger von Stephan Wiedmer begleitet. Toni und Marianne Hintermann betreiben einen Bauernhof mit einer Pension. Toni ist ein Autonarr und belehrt oft seine Frau, wie man sicher Auto fährt und dass man sich beim Fahren nicht ablenken lassen soll. Und da passiert es: Auf der Heimfahrt schweift Tonis Blick auf eine junge Autostopperin und durch diese Unachtsamkeit erwischt Toni einen Pfosten, der dem neuen Auto einen erheblichen Blechschaden an der rechten Vorderseite einbringt. Toni sucht nun verzweifelt einen Weg, um den Unfall vor seiner Frau zu vertuschen. Sein Freund Max hilft ihm dabei nach Kräften. Der Plan könnte fast gelingen, wenn nicht ein weiteres Ereignis und

verschiedene Verstrickungen das Vorhaben in ganz andere Bahnen lenken würden. Doch die Liebe findet immer einen Weg – und sei es auch über einen Blechschaden.

Quiz an den Abendvorstellungen Die Abendvorstellungen vom 20. und 27. Januar beginnen jeweils um 19.45 Uhr. Essen und Getränke werden ab 19 Uhr sowie in den Pausen serviert und nach den Abendvorstellungen spielt Charly Bauer zum Tanz auf.

Die Schüler- und Seniorenvorstellung findet am 20. Januar um 13.30 Uhr statt. An den Abendvorstellungen wird jeweils ein Quiz mit attraktiven Preisen durchgeführt und an der Nachmittagsvorstellung wartet eine reichhaltige Tombola auf das Publikum. (op) Platzreservierungen für die Abendvorstellungen ab Sonntag, 14. Januar, jeweils von 19 bis 21 Uhr bei Familie A. Heimann, Telefon 044 764 10 05 oder per Internet auf www.gesangsverein-rifferswil.ch (ab 14. Januar, 19 Uhr).

Die Theatergruppe Rifferswil bei den Proben zum Stück «Liebi mit Blächschade». (Bild zvg.)

Die Musikgesellschaft Stallikon «spielt a Liad für di»

Jahreskonzert in Stallikon und in Bonstetten Unter dem Motto «I spiel a Liad für di» spielt die Musikgesellschaft Stallikon am Sonntag, 14. Januar, um 14 Uhr in der Turnhalle Loomatt in Sellenbüren sowie am Samstag, 20. Januar, um 20 Uhr im Gemeindesaal Bonstetten auf. Mit dem Familienkonzert startet die Musikgesellschaft ihre Jahreskonzerte traditionell in der Heimatgemeinde in der Loomatt in Sellenbüren. Der Konzertbesuch am Sonntagnachmittag für Familien und Freunde der Musikgesellschaft, ist die ideale Gelegenheit sich zu treffen in der Gemeinde und sich von einem bunten Melodienstrauss überraschen zu lassen. Die Festwirtschaft mit Suppe, kleinen Snacks und den beliebten Kuchen rundet den Konzertbesuch ab.

Mit dem traditionellen Jahreskonzert im Gemeindesaal Bonstetten beschliesst die Musikgesellschaft Stallikon unter der Leitung von Marc Bühler ihr musikalisches Jahr. Bei guter Akustik, begleitet durch die unterhaltsame Moderation von Matthias Gretler, sowie mit der Festwirtschaft der Metzgerei Steiner wird der Abend bestimmt ein unvergessliches Musikerlebnis. Wer Lust hat, lässt sich nach Konzertschluss mit Drinks und DiscoSound in der MGS-Bar zum fröhlichen Ausklang mit seinen Freunden nieder. Mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm aus unvergesslichen Melodien mit Titel zum Beispiel von Ennio Morricone, Elton John, Duke Ellington oder George Harrison, mit der Filmmelodie aus «Braveheart», einem «Concerto d’Amore» und weiteren, begleitet von einer Auswahl traditioneller Blasmusiknummern, möchte

die Musikgesellschaft die Konzertbesuchenden begeistern. Ganz nach dem diesjährigen Motto wird natürlich auch ein Medley von bekannten Hits aus der Feder von Andreas Gabalier dabei sein. Wie in den Vorjahren freuen sich die Musizierenden darauf, auch an den nächsten Konzerten nebst einigen langjährigen treuen Aushilfen für zwei Stücke im Programm von einer Schar Jungmusikantinnen und Jungmusikanten unterstützt zu werden. Die Musikgesellschaft Stallikon ist überzeugt, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten und freut sich viele bekannte und unbekannte Gesichter an einem der Konzerte begrüssen zu dürfen. (hpb) Jahreskonzert der MG Stallikon, Sonntag, 14. Januar, 14 Uhr, Turnhalle Loomatt, Sellenbüren; Samstag, 20. Januar, 20 Uhr, Gemeindesaal Bonstetten.


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Sport

Petra Klingler klettert in Saas-Fee

«Ice and Sound»: Eisklettern im Parkhaus Mit den Schweizer Meisterschaften am Samstag, 13. Januar, sowie dem Weltcup vom 19. und 20. Januar, verwandelt sich SaasFee zum 19. Mal in ein Mekka der Eiskletterer. Über 100 Spitzenathleten werden zu den beiden Wettkampfwochenenden erwartet. Auch in diesem Jahr zählen die Athletinnen und Athleten des SAC Swiss Ice Climbing Teams auf die tatkräftige Unterstützung des Heimpublikums. Petra Klingler, die letztes Jahr in extremis auf Platz 3 kletterte und mit ihrer Leistung die Herzen der Zuschauer eroberte, wird auch 2018 den Weltcup von Saas Fee bestreiten. Die Schweizer Meisterschaft wird allerdings ohne die amtierende Boulder-Weltmeisterin stattfinden. Dank ihrer bisherigen Leistungen liegt ein Weltcup-Final-

platz auch für Sina Götz in Reichweite. Bei den Schweizer Herren ist Lukas Götz und Kevin Huser ein Platz im Finale der besten Acht ebenfalls zuzutrauen.

Ice and Sound: Programm Wo Eis ist, darf der Sound nicht fehlen: Am 13. Januar heizt das Guggenmusiktreffen den Besuchern ein und am Weltcupwochenende sind mehrere Bands vor Ort. Für Stimmung sorgt am Freitag, 19. Januar, das original «Z’Hansrüedi und Vibez», eine junge aufstrebende Band aus Zermatt. Am Samstag, 20. Januar, dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf die Reckless Roses, die Guns N’Roses Tribute Band, und das Schwyzerörgeliquartett Genderbüebu freuen. Anreise mit ÖV empfohlen. (pd.) Weitere Infos: www.saas-fee.ch.

Ämtler verpassten Auszeichnung

Start der Schwingersaison 2018 in Zürich

Dienstag, 9. Januar 2018

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Nach der Arbeit das grosse Fest

Absenden und Helferessen des Chlausschiessens 2017 Bereits zum 17. Mal führte der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten das letzte Novemberund erste Dezemberwochenende das Chlausschiessen durch. Dabei massen sich 925 Schützen. Am vergangenen Freitagabend wurden die Preise an die Gewinner übergeben und die Helfer mit einem Essen und Unterhaltung für ihren Einsatz belohnt. ................................................... von andrea bolliger «Anschlagen – Feuer!», hiess die Kommande an den Wochenenden vom 25. und 26. November, und 2. und 3. Dezember, als der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten zum 17. Mal das Chlausschiessen durchführte. Traditionsgemäss fand am ersten Freitag im Januar das Essen für die rund 80 Helferinnen und Helfer, einige Sponsoren und die Gewinner statt. Auf Salat und Hauptgang folgte die Rangverkündigung – oder eben das Absenden. Der Gewinner bei den Jungschützen, Cedric Kusch aus dem Aargau, konnte dem Anlass nicht beiwohnen. In der Einzelrangliste wurde Michael Suter zwar 15. Dennoch war er der Erstplatzierte der Kategorie D, mit Sturmgewehr, Karabiner oder Langgewehr. Ganz zuoberst in der Rangliste und Siegerin der Kategorie A, Frei- oder Standardgewehr, des Chlaussschiessens 2017 steht der Name Bettina Bereuter – nach 2013 bereits zum zweiten Mal. Unzählige Schweizer-, Europa- und sogar einen Weltmeistertitel kann die Sportschützin zu ihren Erfolgen zählen. Dennoch ist sie bescheiden geblieben. Ihre Lieb-

Von links: Michael Suter, Gewinner Kategorie D, Bettina Bereuter, Gewinnerin Kategorie A und OK-Präsident Ueli Müller. (Bilder Andrea Bolliger)

Mädi Murer, begeisterte erst als urichger Nidwaldner ....

.... und brachte wenig später als Andrea Berg Stimmung.

lingsdisziplin und Distanz sind 300 m liegend. Auch weil da die Atmosphäre familiärer sei, meint sie. Stehend und Kurzdistanzen mag sie weniger. Während der Saison von März bis Oktober trainiert die Treuhänderin vier bis fünf Mal pro Woche und arbeitet dabei 100 %. Ihr Ziel für die nächste Saison ist die WM in Südkorea.

Traditionsgemäss trat zwischen Hauptgang und Dessert auch diesmal ein Künstler auf. Komiker Mädi Murer aus Beckenried, hatte sein Publikum mit urchigen Witzen bald auf seiner Seite. Der Alleinunterhalter verwandelte sich in Andrea Berg oder DJ Ötzi und machte aus dem Abend ein stimmungsvolles Gaudi.

Konzentration auf höchstem Niveau für 200 Schützen

Bezirks-Winterschiessen Aeugst 2018 Am den Samstagen vom 13. und 20. Januar findet in der Schiessanlage Bolet in Aeugst das Bezirks-Winterschiessen statt.

Jan Stähli (rechts) bei seinem Plattwurf gegen Raphael Kiener im fünften Gang. (Bild Bruno Auf der Maur)

Am 2. Januar gewann Armon Orlik bereits zum zweiten Mal in Folge den traditionellen Berchtoldsschwinget in der Saalsporthalle in Zürich. Die Ämtler Schwinger verpassten allesamt die Auszeichnung. Die 1680 Zuschauer in der Saalsporthalle in Zürich, kamen am Berchtoldstag in den Genuss spannender Zweikämpfe auf den Sägemehlringen. Unter den 135 angetretenen Schwingern waren auch sechs Eidgenossen und vier Teilnehmer des Schwingklubs am Albis. Der Topfavorit Armon Orlik aus Maienfeld konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und siegte im Schlussgang gegen den Aargauer Gast Stephan Studinger bereits nach kurzer Gangdauer mit Kurz. Für Orlik war dies bereits der zweite Sieg in Folge am Berchtoldsschwinget. Nur gerade im Anschwingen gegen den Aargauer

Eidgenossen Nick Alpiger musste Orlik mit einem gestellten Gang grössere Punktverluste hinnehmen. Als bester Zürcher Schwinger konnte sich der Oberländer Remo Ackermann bis auf Platz 4b nach vorne schwingen. Die vier Vertreter des Schwingklubs am Albis mussten leider ohne Auszeichnung die Heimreise antreten. Am weitesten nach vorne konnte sich der Obfelder Marco Nägeli schwingen, er verpasste die Auszeichnung nur gerade um einen Viertelpunkt. Nägeli gewann drei Gänge, stellte einmal und musste sich den beiden starken Gästen Stephan Studinger und Nick Alpiger geschlagen geben. Zu überzeugen vermochte der junge Jan Stähli aus Zwillikon. Mit drei Siegen und drei Niederlagen konnte er sich auf Platz 14i klassieren. Die weiteren Schwinger des Schwingklubs am Albis, Raffi Duschen und Michi Odermatt erreichten den Ausstich knapp nicht. Nico Vollenweider

Am diesjährigen Winterschiessen, an den nächsten zwei Samstagen können sich die Schützen und Schützinnen aus dem Bezirk Affoltern einen Eindruck vom Schiesssport in der Aeugster Anlage machen. Nach dem präzisen Kräftemessen vor den Zielscheiben wird man in der Schützenstube von der Spitzenköchin verwöhnt. Wem das sportliche Interesse für dieses herausfordernde Hobby (noch) fehlt, kann vorbeikommem und Fragen stellen. Vor weit über 100 Jahren hat alles begonnen: Mit dreimal so viel Schiessplätzen, dafür mit deutlich weniger Technologie als heute. Was jedoch nicht heisst, dass sich die damaligen Schützen weniger konzentrieren mussten. Heute ist der Schiesssport hochtechnologisiert, so auch bei der Schützengesellschaft Aeugst. Die heutige Schiessanlage auf dem Bolet wurde bereits um 1914 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, 1945 schlossen sich die beiden Vereine Aeugst und Aeugstertal zur Schützengesellschaft (SG) Aeugst zusammen. In dieser Form existiert sie bis heute und dies sehr erfolgreich. Gerne erinnern sich die Schützinnen und Schützen zurück an den vergangenen Oktober, als sie am Tiro Storico im Tessin zum zweiten Mal in Folge einen absoluten Grosserfolg auf nationalem Niveau feiern konnten. Im Vordergrund der SG Aeugst steht das sportliche Schiessen, obwohl die Schiessanlage auch einen gesetzli-

chen Auftrag erfüllt, indem sie die Infrastruktur und das Personal für die jährliche Schiesspflicht der Armeeangehörigen zur Verfügung stellt. Die grossen Erfolge von Oktober 2016 und Oktober 2017 im Tessin zeigen sehr eindrücklich, wie hoch das sportliche Niveau ist. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn auf dem Bolet bilden gut geschulte Trainer Jungschützinnen und Jungschützen aus, um auch weiterhin schweizweit Erfolge zu feiern. Die Sportgeräte (Gewehre für 300 Meter Distanz) stellt die SG Aeugst zur Verfügung. Gelehrt wird hier unter anderem mentale Stärke oder wie man die Konzentration über längere Zeit auf höchstem Niveau halten kann. Und immer steht die Sicherheit an oberster Stelle.

Die gesetzlichen Vorschriften werden vorbildlich eingehalten Überbauungen der letzten Jahre führten dazu, dass Wohngebiete und die Schiessanlage immer näher zusammenrückten. Da Schiessanlagen bekanntlich nicht ganz geräuscharm sind, wurde diese Nähe zur Herausforderung. Die Schiessanlage auf dem Bolet ist mittlerweile auf dem modernsten Stand der Technik, sodass sämtliche Vorschriften erfüllt oder gar übertroffen werden. Seit 2002 ist beispielsweise eine Lärmschutzverordnung in Kraft. Die darin vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte können nach der Aufschüttung eines grossen Erdwalls und der Installation von vier LärmschutzTunnels, die den Mündungsknall reduzieren, problemlos eingehalten werden. Die Schiessanlage auf dem Bolet entspricht jedoch nicht nur der Lärm-

Susanne Spahr, Spitzenschützin der SG Aeugst und Köchin in der Schützenstube, in Konzentration vor dem Wettkampf-Einsatz. (Bild zvg.) schutzverordnung, sondern auch dem Gesetz über Wasser, Boden und Abfall (Gwba). Im Jahr 2008 wurden zur Erfüllung dieses Gesetzes in Eigenleistung entsprechende Kugelfangkästen montiert, welche verhindern, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Die bleihaltigen Geschosse werden in Stahlkästen aufgefangen und umweltgerecht entsorgt. Am Winter-Bezirksschiessen sind alle Schützinnen und Schützen herzlich willkommen. Die SG Aeugst wünscht allen «Guet Schuss» und einen angenehmen Aufenthalt in Aeugst. Peter Frei, Vorstand SG Aeugst Schiesszeiten Stand Bolet, Aeugst: Samstag, 13. Januar, und Samstag, 20. Januar, 8.30 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr.


Veranstaltungen

Stellenanzeiger Aeugst am Albis – natürlich offen

Die Stiftung Tagessonderschule Birke in Hausen am Albis sucht per sofort oder nach Vereinbarung

Dieser «Claim» ist für uns nicht nur ein Schlagwort sondern Verpflichtung.

Mittagsbetreuung

Aeugst am Albis liegt auf 700 Meter zwischen Zürich und Zug – eine bevorzugte Wohnlage für die rund 2000 Einwohner/innen.

für unsere Unterstufenkinder in der Tagessonderschule Birke in Hausen am Albis.

Sind Sie unser/e neue/r

Gemeindeschreiber/in (100 %) verantwortlich für: • die Führung der Gemeindeverwaltung inkl. Werkhof (7 Mitarbeiter/innen) • die Unterstützung und Beratung des Gemeinderates in allen fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Belangen • die Protokollierung und den Vollzug der Gemeinderatsbeschlüsse • die Organisation von Wahlen und Abstimmungen sowie der Gemeindeversammlungen • die Führung des Bausekretariates • die Führung des Sekretariates der Sozialbehörde Wir suchen eine natürliche Persönlichkeit, die offen ist für die Anliegen der Bevölkerung, der Mitarbeiter/innen und der Behördenmitglieder. Berufserfahrung auf einer Gemeindeverwaltung sowie den Fachausweis «Gemeindeschreiber VZGV / IVM» oder die Bereitschaft diesen zu erwerben, erachten wir als unabdingbar. Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Offenheit und gute Ausdruckskraft in Wort und Schrift sind für uns ebenso sehr wichtige Voraussetzungen. Interessieren Sie sich für diese sehr interessante, abwechslungsreiche und langfristige Herausforderung, dann senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen, die wir selbstverständlich vertraulich behandeln, an Herrn Ruedi Müller, Gemeindepräsident, ruedi.mueller@aeugst-albis.ch oder Gemeinderat Aeugst am Albis, Dorfstrasse 22, 8914 Aeugst.

Es gilt, diese nicht ganz einfachen Kinder (1.- bis 3.-Klässler) während der Mittagszeit von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr zu betreuen: Mit ihnen zu Mittag essen und danach Aufsicht in der Freizeit auf dem Pausenplatz. Es handelt sich um 8 Kinder, zeitweise sind auch nur 4 am Mittag dabei. Arbeitstage: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag während der Schulzeiten. Es ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit, die Erfahrung mit Kindern voraussetzt, idealerweise haben Sie einen pädagogischen Hintergrund. Mehr über die Schule erfahren Sie unter www.tagesschule-birke.ch Für Fragen wenden Sie sich an Rainer Bütler, Schulleiter, 044 768 39 54 ab Montag, 8. Januar 2018

Gesucht per 15. Januar 2018 oder nach Vereinbarung

FrühaufsteherIn (80 – 100 %) Arbeitsbeginn 2.30 Uhr

für die Zubereitung unserer Sandwiches, Salate und Apéro-Buffets. Sie sind zuverlässig, speditiv, flink und bringen praktische Erfahrung in der Lebensmittelbranche (Bäckerei/Konditorei) / Küchendienst (Koch) mit und bereitet es Ihnen keine Mühe am Morgen früh aufzustehen? Ausserdem legen Sie Wert auf frische Produkte, Qualität und Hygiene. Ja? – Dann sind Sie die richtige Person und sorgen dafür, dass unsere feinen Sandwiches/Salate tagtäglich unsere Kunden begeistern. Ihre schriftliche Bewerbung an: Andreas Iten Bäckerei-Konditorei Iten Oberdorfstrasse 3 8934 Knonau info@iten-baeckerei.ch

Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis 17. Januar 2018 an Stiftung Tagesschule Birke, Weisbrod-Areal 5, 8915 Hausen am Albis oder online an schulleitung@tagesschule-birke.ch Zur Unterstützung und als Verstärkung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung, einen

Lastwagenführer Kat. C welcher auch gewillt ist, bei Umzügen tatkräftig mitzuhelfen. Gute Sozialleistungen, super Arbeitsbedingungen und ein guter Lohn in einem familiären und aufgestellten Team sind bei uns selbstverständlich. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann würden wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter Telefon 044 761 85 21 oder info@tsh-move.ch freuen

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002 2018  

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