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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 001 I 174. Jahrgang I Dienstag, 7. Januar 2020

Zwei Verletzte

Treffpunkt Bibliothek

In Affoltern haben sich bei einer Kollision zwei Autos überschlagen. > Seite 3

Neue Veranstaltungsformate sollen in Wettswil Menschen zusammenbringen. > Seite 3

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Neujahrsapéro Am Neujahrsapéro in Mettmenstetten wurde Rückschau auf 2019 gehalten. > Seite 5

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«Auf der Schwelle» Buchvernissage mit Christoph Hürlimann und Elsbeth Tanner im Kloster Kappel. > Seite 6

Geschichtsträchtige Häuser und Geschichten über deren Bewohner Neujahrsblatt 2019 der GGA «Häuser im Knonauer Amt – Geschichte und Geschichten» Das Neujahrsblatt 2020 der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA) mit dem Titel «Häuser im Knonauer Amt», zeigt nicht nur geschichtsträchtige Architektur, sondern auch die Lebensumstände der Menschen von damals. Das Thema ist derart vielfältig, dass im folgenden Jahr eine Fortsetzung folgt. ................................................... von martin mullis Der Neujahrs-Apéro der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA), darf längst zu einer beliebten Tradition im Knonauer Amt gezählt werden. Bereits der Auftakt des Anlasses liess die Gäste aufhorchen. Die rassigen Klänge des Altherren-Trios «SaxmitBass» machte deutlich, dass mit Schwung ins neue Jahr gestartet wird. So durfte denn auch Präsident Georges Köpfli, am 2. Januar 2020 rund 100 fröhliche und gut aufgelegte Besucher herzlich willkommen heissen. Er begrüsste die Gäste mit einem

Entwarnung im Seewadel Im Haus zum Seewadel ist das Schlimmste nach dem Norovirus-Ausbruch überstanden. Am Berchtoldstag konnten die Bewohnenden wieder im Speisesaal essen und am Freitag danach öffnete auch das Café Seewadel seine Türe wieder. Einzig die Demenzabteilung bleibt noch bis und mit heute Dienstag geschlossen. 41 Zivilschützer unterstützten die Mitarbeitenden des Hauses zum Seewadel bei der Bewältigung der schwierigen Situation. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Video-Clip, welcher die Aktivitäten der GGA vorstellte und deren Leitspruch «Die GGA bewegt» unterstrich. Natürlich betonte er in seiner Kurzansprache auch den Themenschwerpunkt des diesjährigen Neujahrsblatts «Häuser im Knonauer Amt». Die begehrte Publikation wirft einen Blick in die Vergangenheit und Präsident Köpfli zitierte den deutschen Gelehrten und Staatsmann Wilhelm von Humboldt mit seinem Sinnspruch: «Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft».

Freiwilligkeit als Wesenselement Er bekräftigte auch den Willen der GGA, mit Unterstützung der Mitglieder weiterhin einen wichtigen kulturellen Beitrag in der Region zu leisten. Freiwilliges Engagement sei seit jeher ein zentrales Wesenselement der GGA, hielt er fest und dankte allen Beteiligten für die grosse ehrenamtliche Arbeit. Marianne Voss, Präsidentin der Neujahrsblattgruppe erwähnte in ihrer Begrüssung, dass das Thema «Häuser im Knonauer Amt – Geschichte und Geschichten» derart viel Stoff

Die Neujahrsblattgruppe der GGA. Von links: Martin Gut, Rolf Oberhänsli, Marianne Voss und Hans Ulrich Meier. (Bild Martin Mullis) lieferte, dass das Redaktionsteam beschloss, dieser Angelegenheit zwei Hefte zu widmen. Im nächsten Jahr folgt also eine Fortsetzung. In unseren Dörfern und Weilern befinden sich sehr viele altehrwürdige, aber auch ungewöhnliche Häuser, eigentlich würden die Bilder und Geschichten

dazu sicher mehrere Neujahrsblätter füllen, stellte Marianne Voss fest. Sie dankte zum Schluss ihrem Team ganz herzlich für die immense Arbeit. Nach einigen weiteren schmissigen Stücken der Band «SaxmitBass» durfte dann das üppige Apéro-Buffet gestürmt werden.

Tante Klara landet einen Volltreffer

Gelungene Premiere der Theatergruppe Oberamt Einmal mehr hat die Theatergruppe Oberamt keinen Aufwand gescheut, um bestes Volkstheater auf die Bühne des Kappeler Gemeindesaals zu bringen. Mit dem Dreiakter «Alles Klara» wagte man am vergangenen Samstag-

abend den Marathon. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Hauptakteurin Tante Klara (Regula Rüfenacht) die Bühne betrat. Dann aber war sie da – redegewandt und schlitzohrig, wie es sich gehört. Die anderen Akteurinnen

und Akteure standen ihr jedoch in nichts nach: auch sie feuerten auf der Bühne ein Pointen-Feuerwerk nach bester Slapstick-Manier ab. ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Zirkus in Mini-Format Am traditionellen Neujahrsapéro in Ottenbach unterhielten die Clowns Gilbert und Oleg. > Seite 7

Ämtler Sportler des Jahres: die Wahl läuft Am 26. Januar werden wieder die beste Sportlerin und der beste Sportler, das beste Team sowie die beste Newcomerin und der beste Newcomer des Bezirks gekürt. Die je drei Finalisten, welche die Jury in jeder der fünf Kategorien in die Ausmarchung schickt, wohnen im Bezirk oder engagieren sich in einem Ämtler Team oder Verein und sie haben im vergangenen Jahr Ausserordentliches geleistet. Nun liegt es an der hiesigen Bevölkerung, zu entscheiden, wer die begehrte Trophäe erhalten soll. Ab sofort und bis zum 24. Januar kann abgestimmt werden. Das Mountainbike ist für gleich drei der Nominierten das Sportgerät ihrer Wahl. Mit Triathlon, Geräteturnen, Ski Aerials, Leichtathletik, Springreiten, Sportklettern, Golf, Volleyball, Tennis, Streethockey und Tanz hat die Jury Sportlerinnen und Sportler aus elf weiteren Sportarten nominiert. Die Ehrungen finden am Sonntag, 26. Januar, ab 15.30 Uhr, im Kasinosaal Affoltern statt. Der Anlass ist öffentlich und hat einiges zu bieten. Neben einem reichhaltigen Apéro, der die Möglichkeit zum Austausch mit Trainern, Gleichgesinnten, Nominierten und Sponsoren bietet, kommen die Anwesenden in den Genuss einer kurzweiligen Athletenpräsentation sowie von würdigen Ehrungen für die Besten der Besten. ................................................... > Präsentation der Nominierten auf den Seiten 12 und 13 anzeigen Maximaler Geschmack zu Minipreisen. 24 Bons in dieser Zeitung. t bis

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Diese und weitere Bons gibt’s auch in der App.

Träume und Geister in Rifferswil Am 18. und 19. Januar sowie am 24. und 25. Januar führt der Gesangsverein Rifferswil sein traditionelles Chränzli in der Turn-/Mehrzweckhalle in Rifferswil durch. Dieses Mal laden die Klänge und Gesänge unter der Leitung von Andreas Fischer wahrlich zum Träumen ein. Auf der Theaterbühne wiederum erwartet das Publikum mit dem Stück «Im Meischter sini Geischter» ein turbulentes und – im wahrsten Sinne des Wortes – geistreiches Lustspiel in drei Akten. ................................................... > Veranstaltungshinweis auf Seite 11

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Die «Alten» geben Vollgas: Tante Klara, Eugen Hämmerli und Theophil Kasparius. (Bild Martin Platter)


Bezirk Affoltern

Zwei Verletzte nach Verkehrsunfall

In Affoltern überschlugen sich zwei Autos

Dienstag, 7. Januar 2020

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Wettswil: Gemeinsam und gesellig am Neujahrs-Apéro

Im «Ägerten» wurde bei Suppe und heissen Wienerli zugeprostet In geselliger Stimmung stiess man in Wettswil gemeinsam auf das neue Jahr an. Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger fand sinnige Worte für Rückschau und Ausblick. ................................................... von urs e. kneubühl

Der Unfall bei der Autobahnzufahrt in Affoltern hat ein grösseres Spurenbild verursacht. (Bild Kapo ZH)

Bei einem Verkehrsunfall haben sich am Freitagvormittag, 3. Januar, in Affoltern zwei Fahrzeuglenker Verletzungen zugezogen. Zirka um 11.15 Uhr fuhr ein Automobilist auf der Zürichstrasse von Mettmenstetten Richtung Affoltern. Aus noch zu klärenden Gründen beschleunigte der 70-jährige Lenker seinen Personenwagen plötzlich stark. Kurz vor

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Zum 85. Geburtstag dürfen wir heute Dienstag, den 7. Januar, Verena Frick in Obfelden herzlich gratulieren. Am Donnerstag, 9. Januar, begehen Charlotte Weber in Obfelden und Walter Otto Haas in Affoltern ebenfalls diesen hohen Geburtstag. Wir wünschen allen dreien ein schönes Fest und gute Gesundheit.

der Kreuzung Zürich-/Muristrasse kam er rechts von der Fahrbahn ab und setzte seine Fahrt unvermindert über die Wiese fort. Im Kreuzungsbereich kollidierte er dann mit dem Heck eines ersten Personenwagens. Sogleich prallte er mit viel Energie frontal in die Seite eines weiteren Fahrzeuges, wobei sich durch die Wucht des Aufpralls beide Fahrzeuge überschlugen und in der angrenzenden Wiese zum Stillstand kamen. Beide Fahrzeuge weisen starke Beschädigungen auf. Beim Verkehrsunfall zogen sich der mutmassliche Unfallverursacher sowie eine -beteiligte leichte bis mittelschwere Verletzungen zu. Sie wurden beide mit Rettungswagen in ein Spital gefahren. Aufgrund des Unfalls musste die Zürichstrasse zwischen der betroffenen Kreuzung und dem Ortseingang Affoltern durch die örtliche Stützpunktfeuerwehr gesperrt werden. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Zürich zusammen mit der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat abgeklärt.

Mit dem klassischen Neujahrs-Apéro läutete Wettswil am vergangenen Donnerstag das neue Jahr ein. Und der traditionelle Jahres-Startanlass der Gemeinde lockte eine stattliche Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner in den Mehrzwecksaal des Schulhauses Ägerten. «Auf ein gutes neues Jahr», war entsprechend als meistgewünschtes Anliegen zu vernehmen. So verbrachte man zusammen gemütliche und gesellige eineinhalb Stunden – ganz nach dem vom Gemeinderat ausgegebenen Motto «Wettswil begrüsst das neue Jahr gemeinsam!» –, prostete sich auf gute Nachbarschaft sowie ein gutes und glückliches Jahr zu und genoss die offerierte Suppe und die heissen Wienerli.

Wohnen im Alter und die öffentliche LED-Beleuchtung auf gutem Weg Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger zeigte sich hoch erfreut über den stattlichen Besucheraufmarsch. In ihrem kurzen Rückblick auf 2019 und den ebenso straffen Ausblick auf das neu begonnene Jahr informierte sie dahingehend, dass die Personalwechsel in der Verwaltung gut bewältigt werden konnten und, dass Wohnen im Alter und die öffentliche LEDBeleuchtung auf gutem Weg seien.

Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger zeigte sich am Wettswiler NeujahrsApéro hoch erfreut über den stattlichen Besucheraufmarsch. (Bild Urs E. Kneubühl) Wohlklingende Worte des Dankes richtete Katrin Röthlisberger schliesslich an die Helferinnen und Helfer, die den traditionellen Anlass ermöglichen, sowie an die Anwesenden, die mit ihrem Kommen ein Zeichen für

das intakte Dorfleben gesetzt haben. Selbstredend wurde der Wettswiler Neujahrs-Apéro auch genutzt, rundum gute Wünsche auszutauschen, ebenso dörfliche Infos und freundnachbarschaftliche News weiterzugeben.

Die Bibliothek als Treffpunkt in Wettswil Neue Veranstaltungsformate sollen Menschen zusammenbringen Dank der Unterstützung der Politischen Gemeinde Wettswil und der Primarschulgemeinde kann die Bibliothek ab Januar 2020 versuchsweise neue Veranstaltungsformate anbieten. «Wir möchten damit Menschen aus Wettswil zusammenbringen», betont Fabienne Maurer, Leiterin der Bibliothek. «Die neu lancierten Veranstaltungen sollen helfen, verschiedene Generationen, Alteingesessene, Neuzuzüger und Fremdsprachige an einen Tisch zu bringen und Verständnis füreinander zu fördern», sagt Fabienne Maurer, Leiterin der Bibliothek Wettswil. «Wir hoffen, dass es eine Bereicherung für alle Besucher sein wird.» Zusammen mit den Tagesstrukturen der Primarschule wird der «Mittagstisch im Dorf» angeboten. Jeweils am 3. Mittwoch im Monat öffnet sich der Mittagstisch der Primarschule für die Dorfbevölkerung. Die Gäste geniessen zusammen mit den Schulkindern das Mittagessen im Mehrzwecksaal Ägerten. Anschliessend öffnet die Bibliothek ihre Türen, Jung und Alt können zusammen spielen, puzzlen oder jassen, sich gegenseitig Geschichten vorlesen oder sich Buchtipps von den Bibliothekarinnen geben lassen. Beim ersten «Mittagstisch im Dorf», am Mittwoch, 15. Januar, stehen Hackbraten und Kartoffelstock auf der Menükarte. Interessierte können sich bis Montag, 13. Januar, in der Bibliothek anmelden. Das «Café International» soll Einheimische und Zugezogene aus aller Welt zusammenbringen. In einer ge-

«Book Selfies» für die Jugend und Spielenachmittage

Treffpunkt Bibliothek. (Bild zvg.) mütlichen Runde bei Kaffee und Gebäck wird über ein Thema gesprochen und es können Erfahrungen ausgetauscht werden. Unterschiedliche Begrüssungsrituale stehen bei der ersten

Veranstaltung am 3. März im Mittelpunkt. Willkommen sind alle Interessierten. Für Fremdsprachige bietet sich die Möglichkeit, Deutsch zu sprechen und davon zu profitieren.

Auch für die Dorfjugend wird etwas geboten: In Zusammenarbeit mit dem Verein Jugend plus wird einmal jährlich ein Anlass in der Bibliothek stattfinden. Dieses Jahr können die Jugendlichen am Freitag, 24. Januar, in der Bibliothek «Book Selfies» von sich machen. Die Fotos werden in der Bibliothek ausgestellt und können von dort bewertet und prämiert werden. Am Herbstmäärt, bei einem gemeinsamen Spielenachmittag, für Spieler und Spielerinnen aller Generationen, können neue Spiele der Bibliothek ausprobiert werden. Es wäre schön, wenn sich Jung und Alt zum Spielen einfinden würden. Im Herbst findet im Mehrzwecksaal ein Sonntagsbrunch statt. Lothar Zeissler, wohnhaft in Wettswil, wird nach dem Brunch über sein grosses Hobby – Trüffel – erzählen. Er sammelt seit Jahren mit seinem Hund selber Trüffel und hat sich ein grosses Wissen auf diesem Gebiet angeeignet. Während dem Vortrag ist die Bibliothek offen für die Kinder. Basteln, einer Geschichte lauschen, spielen oder in Büchern stöbern, für alle ist etwas dabei. Das Team der Bibliothek organisiert diese Veranstaltungen zusammen mit ihren Partnern mit viel Engagement und freut sich, wenn die neuen Angebote Anklang finden. Karin Auf der Maur Termine und weitere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.bibliothek-wettswil.ch.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 7. Januar 2020

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Entwarnung im Haus zum Seewadel Gegenseitige Hilfe über alle Abteilungen und 41 Zivilschützer im Einsatz Am Berchtoldstag konnten die Bewohnenden wieder im Speisesaal essen und am Freitag danach öffnete auch das Café Seewadel seine Türe wieder. Einzig die Demenzabteilung bleibt noch bis und mit heute Dienstag, 7. Januar, geschlossen. Die ersten Fälle von Norovirus wurden in der Nacht auf den 24. Dezember verzeichnet. Am 26. Dezember um exakt 9.41 Uhr alarmierte das Haus zum Seewadel den Zivilschutzkommandanten Fredi Haab der ZSO Albis. Grund dafür war der verbreitete Ausbruch des Norovirus unter den Bewohnerinnen und Bewohnern aber auch unter dem Personal. Letzteres führte zu Engpässen in der Aufrechterhaltung des ganzen Betriebes. Um 10.30 Uhr fand ein erster Abspracherapport zwischen Fredi Haab, seinem Stellvertreter Richard Kägi und Fridolin Borer, Leiter Gesundheitsdienste vom Haus zum Seewadel, statt. Mit der Information aus dem Rapport löste die ZSO Albis das Notfallaufgebot aus, und bereits kurz nach 12 Uhr am Stephanstag standen die ersten vier Zivilschützer im Seewadel im Einsatz. Während den folgenden acht Tagen und den ersten vier Nächten koordinierten und führten Haab und Kägi den Zivilschutzeinsatz. Insgesamt standen 41 Zivilschützer in Gruppen bis zu sechs Mann in Schichten von zehn bis 13 Stunden im Einsatz. Die Aufgaben der Zivilschützer umfassten die Unterstützung bei der Pflege und beim Verteilen der Mahlzeiten, das Durchführen von ausserordentlichen Reinigungen und Desinfektionen und die Unterstützung der Wäscherei. Nach 2007 und 2014 war dies bereits

das dritte Mal, dass der Zivilschutz helfend im Seewadel eingesetzt wurde. Die aktive Zusammenarbeit zwischen dem Seewadel und dem Zivilschutz während den Wiederholungskursen des Betreuungsdienstes hat sich einmal mehr bezahlt gemacht. Die Zivilschützer sind für solche Notfälle vorbereitet und können rasch eingesetzt werden.

Zusätzliche temporäre Mitarbeitende Die Mitarbeitenden vom Haus zum Seewadel leisteten in diesen Tagen einen immensen Einsatz. Die Solidarität untereinander ist kaum in Worte zu fassen. Die gegenseitige Hilfe über alle Abteilungen und Dienste hinweg hat einwandfrei funktioniert. Erkrankte Mitarbeitende kehrten so rasch wie möglich in den Seewadel zurück, um mitzuhelfen, den Betrieb aufrechtzuhalten. Ohne den Einsatz des Zivilschutzes wären aber diese Tage für den Seewadel kaum zu meistern gewesen. Trotzdem musste der Seewadel nebst dem Zivilschutz noch zusätzliche temporäre Mitarbeitende einsetzen, um alle Schichten abdecken zu können, denn der Pflege- und Betreuungsaufwand war in diesen Tagen enorm gross. Aus der Sicht des Zivilschutzes lief der Einsatz unkompliziert und speditiv – auch dank der professionellen Zusammenarbeit. Und auch die Bewohnenden, deren Angehörige und die Gäste des Cafés zeigten Verständnis und Geduld. Alle rund um den Seewadel haben sich die Feiertage sicher anders vorgestellt oder im Vorfeld anders geplant.

2020 bitte gern so weiter

Rege Beteiligung am Neujahrsapéro in Mettmenstetten In Scharen fand sich die Mettmenstetter Bevölkerung am Sonntag zum Neujahrsapéro zusammen. Vize-Gemeindepräsidentin Ursula Junker blickte in ihrer Ansprache auf ein «tolles Jahr 2019» zurück, das einzig getrübt werde durch die Folgen des Klimawandels. ................................................... von stefan schneiter Hundertfach klang es an diesem Sonntagmittag durch das Gasthaus zum weissen Rössli: «Es guets Nöis!» –- «Ja, dir au». Rund 200 Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter liessen es

sich an diesem prächtigen, sonnigen Wintertag nicht nehmen, zum Neujahrsapéro mit Verwandten, Freunden und Bekannten, auf 2020 anzustossen. Das fröhliche Zusammensein bei Wein, Mineralwasser oder Orangensaft sowie feinen Häppchen reicherte der Kinder- und Jugendchor der Musikschule Knonauer Amt durch Gesangsdarbietungen an. Vize-Gemeindepräsidentin Ursula Junker liess in Vertretung des abwesenden Gemeindepräsidenten René Kälin in ihrer kurzen Ansprache das Jahr 2019 Revue passieren. Ein Jahr, so Junker, in dem viel passiert sei und die Dorfbevölkerung sehr aktiv gewesen sei. Kaleidoskopartig beleuchtete sie die wichtigsten Anlässe aus einem Jahr Dorfgeschichte. Dazu zählen unzählige Kultur-, Musik- und Theateranlässe. Beim Gemeindehaus kann man nun mit E-Autos Strom tanken. Im Juni wurde der Turnverein nach der erfolgreichen Teilnahme am eidgenössischen Turnfest feierlich willkommen geheissen und Larissa Kurmann zu ihrem Schweizer Meistertitel im Trampolinspringen gratuliert. Sportlich ragte zudem das Beachvolleyball in der Badi, das Grümpelturnier sowie die neue mobile Skateranlage heraus.

Ausgetrocknete Bäche

Ursula Junker sprach am Neujahrsapéro in Mettmenstetten. (Bild sts.)

Verena Feller und Fredi Haab

Stellvertretend für alle Zivilschützer – das Einsatzteam vom 1. Januar 2020. (Bild zvg.)

Im Sommer zeigte sich durch eine Bestandesaufnahme der Biodiversitätskommission, dass in den Bächen Mettmenstettens alle drei einheimischen Flusskrebsarten der Schweiz heimisch sind. Mit Stolz konnte Ursula Junker festhalten, dass Mettmenstetten als einzige Gemeinde im Knonauer Amt politisch sowohl auf eidgenössischer

Ebene – im Nationalrat – wie auch im Kantonsrat durch eigene Vertreter mitreden kann. Im September empfingen Gemeinderat und Bevölkerung den Schweizer Bike-Marathonmeister Urs Huber und jubelten am Radquer den sich abrackernden Sportlern zu. Für einiges Gelächter sorgte Ursula Junker, als sie hervorhob, wie an der Viehschau die schönsten Rindviecher bewundert wurden. Weniger erfreulich war hingegen, wie sich der Klimawandel in Mettmenstetten direkt niederschlug. «Was auch immer Ihre Meinung zum Klimawandel ist», so Junker, «etwas lässt sich nicht abstreiten: Einzelne Bäche in unserem Dorf trockneten zeitweise aus und die Wasserversorgung musste noch nie so viel fremdes Wasser hinzukaufen wie 2019.» Und wer am Haselbach entlangspaziere, könne anhand der 2000 m³ aufgeschichtetem Fichtenholz erkennen, wie sehr der Borkenkäfer in den zwei trockenen Sommern gewütet habe. Im November und Dezember ragten die Aemtler-Bühne-Theateraufführungen des Filmklassikers «Hinter den 7 Gleisen» hervor sowie der telefonische Adventskalender der reformierten Kirche und die liebevoll gestalteten Adventsfenster im Dorfzentrum. Zwei «wichtige Meilensteine» stehen laut Ursula Junker 2020 an: Der Spatenstich zur neuen Schulraumerweiterung Und Mitte Jahr wird der langjährige, verdiente Gemeindeschreiber Edy Gamma pensioniert. Ein einschneidendes Ereignis für die Gemeindeverwaltung, doch wird man alles tun, damit die Bevölkerung möglichst wenig davon zu spüren bekommt.

Jede unnötige Fahrt vermeiden

Aktion der Primarschule Mettmenstetten «Zu Fuss zur Schule» – so lautet die Aktion, mit der die Primarschulpflege und -leitung Mettmenstetten aktuell auf die Verkehrssicherheit ums Schulareal sensibilisiert. Jeweils um 8 und um 12 Uhr ist seit Montag und bis morgen Mittwoch je ein Duo an der Schulhaus- und an der Niederfeldstrasse präsent und bittet Eltern, die ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule bringen, diese künftig zu Fuss gehen zu lassen. Beim Besuch des «Anzeigers» am Montagmorgen lassen sich die Elterntaxis an einer Hand abzählen. In Mettmenstetten werden nicht ausserordentlich viele Kinder chauffiert, sagt Primarschulpräsidentin Bea Gallati. Bei Regen seien es allerdings deutlich mehr. Gerade im Hinblick auf den anstehenden Baustellenverkehr im Rahmen der Schulraumerweiterung hält sie es für wichtig, dass auf dem knappen Platz nicht auch noch zahl-

reiche Autos wenden müssen und durch die Unübersichtlichkeit die Schulkinder zusätzlich gefährdet werden. Mit dem Transport zur Schule glauben viele Eltern, ihren Kindern einen Gefallen zu tun. Dem sei nicht so, findet Bea Gallati. Vielmehr würden die Kinder dadurch etwas verlieren, nämlich das Erlebnis Schulweg und die wichtige Vernetzung mit «Weg-Gspähnli». Sensibilisiert werden allerdings nicht nur Eltern, sondern auch Lehrpersonen. Sie werden künftig für ihre Parkplätze bezahlen müssen. Für die Knappheit während den Bauarbeiten habe man unkonventionelle Lösungen gesucht – und auch gefunden, so Bea Gallati: Die Lehrerinnen und Lehrer dürfen tagsüber die Parkplätze der Neuapostolischen Kirche nutzen, im Gegenzug übernimmt die Schule für die Kirche das Rasenmähen und das Schneepflügen. (tst.)

«Zu Fuss zur Schule»: Schulpflegerin Martina Hartmann (links) und Primarschulpräsidentin Bea Gallati sensibilisieren an der Niederfeldstrasse. (Bild Thomas Stöckli)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 7. Januar 2020

Wenn die Seniorin das Zepter übernimmt Lachmarathon mit «Alles Klara» der Theatergruppe Oberamt Ein Lustspiel in der Länge von zwei Kinofilmen? Mit dem Dreiakter «Alles Klara» wagte die Theatergruppe Oberamt am Samstagabend den Marathon auf der Bühne des Kappeler Gemeindesaals – und das erst noch unterhaltsam. Am Mittwoch, Freitag und Samstag gibts weitere Vorstellungen. ................................................... von martin platter Erstaunlich, wie viele Lacher ein allzu saurer Zitronenkuchen gepaart mit starker Mimik und flotten Sprüchen auslösen kann. Die Akteurinnen und Akteure der Theatergruppe Oberamt fackelten nicht lange und brannten gleich zu Beginn des Dreiakters «Alles Klara» ein Pointen-Feuerwerk nach bester Slapstick-Manier ab. Das war auch nötig, denn die Geschichte, die sich ums Beerben einer vermeintlich reichten Tante drehte, hatte zahlreiche Handlungsebenen, die erzählt sein wollten. Verschiedene Familienangehörige, die von Geldsorgen oder kostspieligen Lebensträumen heimgesucht waren. Da ist es natürlich verlockend, die Tante im Pflegeheim zu «parkieren» und sich über ihr Erbe herzumachen. So dauerte es eine ganze Weile, bis die Hauptakteurin Tante Klara (Regula Rüfenacht) endlich die Bühne betrat: Redegewandt und schlitzohrig, wie es sich gehört. Ihr Vorwand für die überraschende Stippvisite: Ein Wasserrohrbruch im Altersheim Seewadel. Die Laiendarsteller haben also auch diesmal lokale Begebenheiten und Institutionen mit dem Stück von Rolf Bechtel verwoben.

Reiche Tante zu Besuch Eigentlich hatte Tante Klara ja ihren Heimnachbarn und früheren Schau-

Tante Klara (Regula Rüfenacht) mit dem wandlungsfähigen Kasper, der später zu Theophil Kasparius wird.

Kaspar (Felix Bär) kämpft mit der Tücke des Objekts. (Bilder Martin Platter) spieler Eugen Hämmerli (Christian Müller) vorausgeschickt, der für mehr Glaubwürdigkeit ihrerseits den distinguierten Bankdirektor Theophil Kasparius mimen sollte. Doch das geht tüchtig in die Hose. Hämmerli findet sich widerwillig in diversen anderen Rollen – so dass sich schliesslich der junge Kasper (Felix Bär) gegen Ende der Aufführung in Kasparius

verwandelt und Figur abgibt.

eine

urkomische

Wenn der Hänger zur Pointe wird Einmal mehr hat die Theatergruppe Oberamt keinen Aufwand gescheut, um bestes Volkstheater auf die Bühne des Kappeler Gemeindesaals zu bringen. Herausragend waren

Reizend: Mathilda Kasparius (Luzia Zaugg, links) und Margrit Wimmer (Mägi Frey). diesmal vor allem die Alten bzw. die auf Alt «getunten» auf der Bühne: Tante Klara, Eugen Hämmerli, Kaspar bzw. Theophil Kasparius sowie dessen Ehefrau Mathilda Kasparius (Luzia Zaugg), die mit professioneller Maske und ihren schrulligen Charakteren punkteten. Wobei das Ensemble auch als Ganzes überzeugte. Alleine den Text für eine dreistündige Vorführung

auswendig zu lernen, ist eine Herkulesaufgabe. Dazu kommen schnelle Abfolgen in den Dialogen, die höchste Konzentration erfordern. «Flüstertüte» Lili Löhrer war zuweilen gefordert. Mit viel Spielfreude wurde aber selbst der eine oder andere Hänger zur Pointe. Spielplan und Reservationen: tgoberamt.ch.

«Auf der Schwelle» von Christoph Hürlimann und Elsbeth Tanner

Buchvernissage zum Jahresbeginn im Kloster Kappel Am ersten Tag des Jahres 2020 stellten Christoph Hürlimann und Elsbeth Tanner ihr Büchlein mit je rund 15 Seiten bibelnahen Betrachtungen und 15 Fotos den zahlreichen Besuchern der Buchvernissage vor. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von den Cellistinnen Regula Scherz und Heidinha Schelbert.

Übergänge «Auf der Schwelle» ist eine Sammlung von Betrachtungen, die sich mit Übergängen im Leben beschäftigen und die als Familienprojekt von Christoph, Rosmarianne, Esther, Beat und Aron zu Fotos von Elsbeth Tanner entstanden sind. «Unser Alltag ist kein kontinuierlicher Weg. Es gibt Unterbrüche und Übergänge. Manchmal sind sie sofort erkennbar: Wenn etwas zum ersten Mal geschieht oder wenn die Gemeinschaft einen Übergang zum kollektiven Ereignis macht», so Christoph Hürlimann. In vielen Kulturen sind solche Übergänge mit Ritualen verbunden, beispielsweise in der reformierten Kirche der Eintritt ins Erwachsenenalter mit der Konfirmation. Die Soziologie verwendet dafür den Ausdruck «rites de passages». Der Psychoanalytiker Erik H. Erikson prägte das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung, das auch Übergänge von Stufe zu Stufe beinhaltet.

................................................... von regula zellweger Christoph Hürlimann ist als Pfarrer seit Jahrzehnten eng mit Kappel verbunden. Aus einer bekannten Berliner Verlegerfamilie stammend – seine Eltern Martin und Bettina Hürlimann gründeten 1930 den Atlantis Verlag – waren Bücher seit der frühesten Kindheit Teil seines Lebens. Er ist Autor einer ganzen Reihe von Werken zu spirituellen und meditativen Themen. Seine Schwester Regine Schindler war als Verfasserin religiöser Kinder- und Jugendbücher sowie als Expertin für Kinderbibeln bekannt. Auch Tochter Esther Hürlimann ist als Journalistin, Lektorin und Buchkonzepterin tätig. Sie las die erste Geschichte aus dem neuen Büchlein. Pfarrer Volker Bleil, Theologischer Leiter des Klosters Kappel, nahm in der Begrüssungsrede Bezug auf den Jahresbeginn und die Bedeutung von Christoph Hürlimann als «Mann der

Meditative Bilder Christoph Hürlimann nahm in seiner Rede Bezug zur Geschichte Josefs. (Bild Regula Zellweger)

Schwelle» oder «Mann der ersten Stunde» bei der Gestaltung des «Hauses der Stille und Besinnung», das 1983 eingeweiht wurde und seit 2008 wieder den alt-neuen Namen «Kloster Kappel»

trägt. Christoph Hürlimann hat das «Haus der Stille und Besinnung» – nach 24 Jahren Tätigkeit als Dorfpfarrer von Kappel – von 1988 bis 1997 geleitet.

Auf dem Buchcover ist ein Leuchtturm zu sehen, eine Fotografie von Elsbeth Tanner. Sowohl Christoph Hürlimann als auch Elsbeth Tanner wollen den Menschen helfen, sich innerlich auszurichten. Christoph Hürlimann nahm in seiner Rede Bezug zur Geschichte Josefs und seinem wechsel-

haften Lebensweg in Licht und Dunkelheit. Der Leuchtturm stehe, so der pensionierte 81-jährige Pfarrer, für Gottes Führung. Nach den Reden von Christoph Hürlimann und Volker Bleil erzählte Elsbeth Tanner von ihrer Art des Fotografierens. Fotografieren schärft die Wahrnehmung, auch für Kleinigkeiten am Wegesrand. Beide, der Autor und die Fotografin des Büchleins «Auf der Schwelle», setzen die bewusste Wahrnehmung, die Ruhe voraussetzt, ins Zentrum.

Besinnung Fotomotive von Elsbeth Tanner sind beispielsweise der Samenstand eines Löwenzahns, Christrosen im Schnee, Schneesterne oder eine Eidechse. Sie macht Schnappschüsse, plant aber auch Fotos mit viel Geduld, denn ihr ist der symbolische Gehalt ihrer Bilder wichtig. Dafür wählt sie auch mal unübliche Sichtweisen, beispielsweise fotografiert sie Personen auch von hinten. Pfarrer Volker Bleil nutzte die Buch-Vernissage für die Präsentation einer kurzen Geschichte des Klosters. Die Musik für zwei Celli rundete den Anlass ab und gab ihm eine festliche Note. Das Büchlein «Auf der Schwelle» gibt es für Fr. 17.50 im Kloster im Buchladen neben der Rezeption zu kaufen. www.klosterkappel.ch


Bezirk Affoltern

Dienstag, 7. Januar 2020

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Mit Komik, Schalk und ernsten Worten ins neue Jahr

forum

Traditioneller Neujahrsapéro der Gemeinde Ottenbach

Affoltern hat im Februar die einmalige Chance, gut 15 Steuermillionen unwiederbringlich und ohne jeglichen Gegenwert zu verschenken. Das Geschenk kommt getarnt als Neubau des Altersheimes Seewadel. Der Gemeinderat hat offensichtlich alles unternommen, um die Unkosten zu maximieren. Anstatt den Betrieb des Seewadels im Hinblick auf einen Neubau zurückzufahren, wurde dieser stark verkompliziert (neue Demenz-Station) und erweitert. Für eine temporäre Unterbringung der Pensionäre werden gut 7 Millionen budgetiert, die sofort abgeschrieben werden müssen, da sie ohne jeden Gegenwert in die Buchhaltung eingehen. Zudem möchte die Gemeinde zirka 100 000 Franken je Betreuungsplatz (Anzahl 80: total zirka 8 Millionen) mehr ausgeben als vergleichbare Objekte (Horgen) kosteten. Hier muss man von einem Geschenk an die Bauwirtschaft reden. Der Bau einer bisher nicht benötigten Parkgarage verschlingt weitere 3 bis 4 Millionen, die auch nicht amortisiert werden können.

Die Gemeinde, der Kulturverein, und die Ottenbacher Behörden luden die Dorfbevölkerung zum traditionellen Neujahrsapéro in den Gemeindesaal. Nach der Ansprache der Gemeindepräsidentin unterhielten die Spassmacher Gilbert & Oleg das gut gelaunte Publikum. ................................................... von martin mullis Mit gewohnt deutlichen Worten und den entsprechenden Kurzfilmen und Bildern brachte am Sonntagnachmittag Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger das Dorfleben im vergangenen Jahr auf den Punkt. Wenn auch ihr Ausblick auf die Anforderungen im neuen 2020 nicht unbedingt als problemloser Durchmarsch bezeichnet werden kann, erhielten die charmanten Ausführungen der Politikerin von den rund 200 Gästen grossen Applaus. Kein Wunder, gelang es ihr doch unaufgeregt aber bestimmt, an den Gemeinsinn zu appellieren und den Wert des politischen Konsenses herauszustreichen. Gaby Noser erwähnte natürlich auch die grüne Welle und die Wiederwahl des Ottenbacher GLP-Kantonsrats Ronald Alder. Zum gleichen Thema wies sie auch auf das Dach des neuen Werkgebäudes hin, wo künftig erneuerbare Energie erzeugt wird. In der Gemeinde und in den Schulen werde viel ehrenamtliche Milizarbeit geleistet, hielt sie weiter fest und dankte allen Beteiligten. Eine Folie, welche sämtliche Kommissionen und Arbeitsgruppen auflistete, veranschaulichte, wie viele «Milizler» in der Ge-

Zirkus in Mini-Format: Gilbert und Oleg riefen auch Kinder auf die Bühne. (Bild Martin Mullis) meinde für die Allgemeinheit tätig sind. Der Dank der Gemeindepräsidentin galt auch dem Kulturverein, welcher neben anderen Anlässen auch den Neujahrsanlass organisiert, den verschiedenen Vereinen, wie zum Beispiel dem Ottenbacher Chor sowie auch der Feuerwehr. Sozusagen als Zugabe zeigte Noser einen Kurzfilm vom «Spräggele-Chor» in der «Post».

Gilbert und Oleg übernahmen Nur mit Mühe gelang es der Referentin, auch auf die kommenden Aufgaben der Gemeinde hinzuweisen. Wur-

de sie doch zum Gaudi des Publikums ziemlich ruppig von Oleg unterbrochen. Mit den Worten: «Sorry, Frau Gemeindepräsidentin, ihre fünf Minuten sind vorbei», traten die beiden Clowns Gilbert und Oleg auf die Bühne und übernahmen das weitere Programm. Während einer guten Stunde spielten die beiden Jurassier ein Mini-Zirkusprogramm, das sie grossspurig mit dem Zirkus Knie verglichen. Sie unterhielten nicht nur die Gäste, sondern vor allem auch eine Gruppe Kinder, welche sich zuvorderst vor der Bühne platziert hatte und sich bestens amüsierte. Auf dem Podium wurde musi-

ziert, jongliert, mit Knallkörpern und Feuer hantiert und verblüffende Zauberkunst vorgeführt. Staunen, Lachen und Applaudieren macht ganz offensichtlich Hunger, der servierte reichliche Apéro wurde jedenfalls geradezu gestürmt. Die Ottenbacher und Ottenbacherinnen nutzten die ausgezeichnete Gelegenheit für die guten Wünsche zum neuen Jahr, wie auch für viele weitere Kontakte. Immerhin befand sich auch der Ottenbacher Gemeinderat in corpore im Saal und wünschte mit klingenden Gläsern der Ottenbacher Bevölkerung ein erfreuliches neues Jahr.

15 Steuermillionen zu verschenken Abstimmung in Affoltern zum Seewadel-Neubau.

Standort Gewerbezone Wer diesem Weihnachtsgeschenk für das Baugewerbe zustimmt, stimmt zugleich für eine Steuerfusserhöhung von mindestens 5 Prozent, die spätestens nach dem Bezug des Neubaus unter Anwendung des neuen Gemeindegesetztes zwangsweise fällig wird. Die Gemeinde besitzt ideal gelegenes Bauland in der Gewerbezone um den Coop. Senevita arbeitet auch in der Gewerbezone, womit eine Machbarkeit ohne Einschränkungen gegeben ist. Das Projekt würde sich an diesem Standort also nur wenig verzögern. Jürg Wyttenbach, Affoltern a. A.

forum

Start mit Feuerwerk und Sauerei

Müll und Sachschaden nach Silvester am Friedgrabenweg Bonstetten. (Noth)

Als wir am 1. Januar 2020 unseren täglichen Spaziergang mit unserem Hund unternahmen, trauten wir unseren Augen nicht. Auf dem Friedgrabenweg in Bonstetten sah es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Überall lagen Vulkane, Feuerwerkbatterien, Raketen und ganz viel anderer Abfall herum. Auch die neu gestrichenen Sitz-Bänkli wurden ruiniert. Wir haben ja nichts gegen Feuerwerk, aber wenn man ein bisschen Anstand hat, kann man den Abfall auch wieder sel-

ber entsorgen. Die CO2-Aktivisten wollen uns jeden Tag ein schlechtes Gewissen machen, wenn man ein Stück Fleisch isst oder mit dem Auto unterwegs ist, aber sollte man den Klimaschutz nicht mit den kleinen Sachen beginnen? Anstand und Respekt vor der Natur? Entschuldigung, liebe Gemeindearbeiter, dass ihr die Sauerei wieder mal aufräumen müsst (auf Kosten der Steuerzahler). Daniel Noth, Bonstetten

Silvesterknallerei Rücksichtlos wurde auch im Säuliamt diesen Silvester wie wahnsinnig geknallt. Es scheint diesen Menschen alles egal zu sein, obschon man weiss, dass es wegen CO2-Emissionen für die Umwelt schädlich ist und auch die Haustiere sowie die Wildtiere grosse Angst vor der Knallerei haben. Früher haben wir diesen blödsinnigen Brauch in der Schweiz nicht gekannt, man hat die stumpfsinnige Tradition vom Ausland übernommen. Ich frage mich, was es noch alles braucht, um das Feuerwerk ganz zu verbieten. Nebst den vielen üblichen Schadensfällen durch Feuerwerk ist es in diesem Jahr besonders traurig, dass in einem Zoo alle Affen ebenfalls wegen Feuerwerk erbärmlich in den Flammen umgekommen sind! Irene Geel, Hedingen

«Silvester-Bescherung» am Sportplatz Butzen in Affoltern. (Leserbild Karin Amacher)

Globale Geschäfte – globale Verantwortung Was heisst gesellschaftliche und soziale Verantwortung für ein global tätiges Unternehmen? Diese Frage steht am kommenden Samstagmorgen im Zentrum einer von der SP Hausen organisierten öffentlichen Veranstaltung. Das Thema ist aktueller denn je. In der Dezembersession hat der Ständerat einen griffigen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative abgelehnt. Ist ethisch verantwortungsvoll wirtschaften und Gewinne erzielen ein Widerspruch? Die ersten zwanzig Jahre des 21. Jahrhunderts liegen hinter uns; die Wirtschaft hat sich in diesen zwanzig Jahren in einem nicht erwarteten Tempo globalisiert. Es ist selbstverständlich geworden, dass die gewöhnlichsten Dinge des Alltags aus aller Welt stammen. Die Lebensmittel eines Frühstücks am Sonntagmorgen kommen aus verschiedenen Kontinenten. Ein T-Shirt macht von den Baumwollfeldern in den USA oder in Kasachstan eine Reise um den ganzen Globus, bis es in den Regalen der Sonderverkäufe landet. Handgrosse mobile Telefone enthalten Rohstoffe aus Afrika, Lateinamerika und Kanada, sie werden in Ostasien zusammengesetzt und mit Software aus den USA, Asien oder Europa betrieben. Schweizer Konzerne sind an dieser globalisierten Wirtschaft aktiv beteiligt. Im 2020 wird die Konzernverantwortungsinitiative zur Abstimmung kommen. Sie fordert, dass global tätige Konzerne mit Sitz in der Schweiz bei ihren Geschäften sicherstellen,

dass sie die Menschenrechte respektieren und die Umweltstandards einhalten, also ebenso sorgfältig wirtschaften wie bei uns. Was in der Schweiz selbstverständlich und rechtlich abgesichert ist, soll auch in fernen Filialen der Konzerne gelten: Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Geht das überhaupt? Was bedeutet eine Annahme der Initiative für die Schweizer Wirtschaft, für die Klein- und Mittelbetriebe? Sollen weltweit anerkannte Menschenrechte auch in korrupten Staaten anderer Kontinente gelten? Soll die Schweiz vorangehen oder zuwarten, bis es globale Lösungen gibt? Fragen über Fragen. An einem runden Tisch wird Danièle Gosteli Hauser ins Thema einführen und dieses dann mit Daniel Sommer in einem Gespräch unter der Leitung von Franz Schüle vertiefen. Frau Gosteli ist verantwortlich für den Bereich Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International, Schweiz. Daniel Sommer ist als EVPKantonsrat und Unternehmer im Bezirk gut vernetzt und bekannt. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Auch das Publikum wird sich mit Fragen und Einsichten einbringen können. SP Hausen a. A. Samstag, 11. Januar, kath. Pfarreizentrum, Bifangstrasse 4, Hausen. Brunch ab 9.30, Diskussion 10.45 bis 12 Uhr. Anmelden: hausen@spaffoltern.ch.


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 7. Januar 2020

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Intelligenzforscherin

Sportlerehrung

Prof. Dr. Elsbeth Stern referiert an der Ämtler Volkshochschule zum Thema «Lernen». > Seite 11

Säuliämtler Sportler des Jahres: Die nominierten Athletinnen und Athleten. > Seiten 12/13

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30 Teams Der Turnverein Hausen empfängt am Wochenende zum Korbball-Turnier. > Seite 15

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Sich in Schwingung tanzen

Neue Webseite des Gewerbevereins Oberamt

Azul Conscious Movement in Zwillikon

Visuell ähnlich, um die Wiedererkennung zu sichern, sonst aber mit vielen neuen Informationen – so präsentiert sich die neue Webseite des Gewerbevereins Oberamt. Unter «Termine» lassen sich die kommenden Aktivitäten abrufen. Unter «Aktivitäten» kommen die Berichte zu den Gewerbe-Anlässen. Unter «Gewerbeschau 2020» finden sich die neuesten Informationen rund um das Thema Gewerbeschau. Die Seite soll leben – deshalb füttern sie die Macher mit allem, was sie erfahren. So publizieren sie die Vereinsanlässe weit im Voraus mit allen wichtigen Daten oder auch alle Berichte, die daraus entstehen. «Aber wir können nur aufschalten, was wir wissen», so Claudio Rütimann, Präsident des Gewerbevereins Oberamt. Durchklicken lohnt sich ... In nächster Zeit wird auch die Mitgliederseite – auf der alle aufgeführt sind – neu gestaltet. Die Vision sei, die Informationen ansprechender und besser gegliedert präsentieren zu können. Weg von der langen Liste – hin zur klaren Struktur, wo jeder anklicken kann, was er sucht, um so schneller fündig zu werden. (pd.)

Am 17. Januar beginnen neu in Zwillikon im Yogazentrum am Weiher monatliche Azul Tanzmeditationsabende mit Jeannette Saira Ott. Das sind Abende, um zu sich zu kommen, sich frei zu tanzen, Lebendigkeit zu spüren und sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Was ist Azul? Azul ist, wie andere Conscious-Movement-Bewegungen, von denen die fünf Rhythmen wohl eine der bekanntesten Richtungen ist, eine bewusste Bewegungspraxis und Tanzmeditation, die die Tanzenden unterstützt, in Verbindung mit sich und allem, was gerade da ist und sich zeigen möchte, zu sein. Es ist ein Erfahrungs- und Ausdrucksraum, wo man sich über den Tanz sowohl auf körperlicher wie auch emotionaler, geistiger und spiritueller Ebene freier, bewusster, präsenter und tiefer erleben kann. Dadurch wird persönliches und schlussendlich auch kollektives Wachstum möglich hin zu mehr Lebendigkeit,

Achtsamkeit und Liebe. Azul ist ganz einfach auch Freude an Bewegung zu vielfältiger Musik zusammen mit anderen Menschen, die diese Freude teilen. Es wird verschiedene Musik von ruhig-sanft bis kraftvoll-rhythmisch gespielt, die sich nach den vier Orientierungen des Azul (Listening, Allowing, Opening, Moving towards) richtet. Diese Orientierungen bilden den Rahmen des Abends und sind wie eine Landkarte, an der man sich orientieren kann. Die Leitung führt und unterstützt die Tanzenden mit der Musik und begleitenden Worten. Dabei sind die Tanzenden ganz frei in ihren Bewegungen und es gibt keine vorgegebenen Schritte und auch kein richtig oder falsch.

Jeannette Saira und Azul Jeannette Saira Ott tanzt schon seit über 15 Jahren fünf Rhythmen und andere Conscious-Movement-Praktiken und ist Tanz- und Bewegungspädagogin, Prozessbegleiterin IBP und Lehrerin. Das Tanzen war und ist für sie stets

Freude am Musizieren

Eltern-Kind-Singen im Familienzentrum

Bei Azul tanzt man sich frei und tut seinem Körper Gutes. (Bild zvg.) Freude, Lebendigkeit, regelmässige energetische Reinigung, Heilung und Transformation. Vor vier Jahren ist sie an einem Workshop mit Amara Pagano auf deren wunderbare Azul-Conscious-Movement-Arbeit gestossen. Sie war sofort fasziniert und berührt von der sehr herzverbundenen und tiefen Bewegungspraxis und ist nun im Teacher Training. Jeannette Saira Ott freut

sich, das weitergeben zu können, was sie auch für sich als so wertvoll erfahren hat und noch immer tut. (pd.) Tanz dich in Schwingung - Azul Conscious Movement Abende: Freitage, 17.1./7.2./27.3./24.4./8.5./5.6./ 3.7.2020, jeweils 19.30 bis 21.15 Uhr. Yogazentrum am Weiher, Zwillikon. Keine Anmeldung nötig, einfach kommen. Info: www.inschwingung-sein.ch.

www.gewerbe-oberamt.ch.

Kreativpotenzial malend einsetzen

Art Exploration – Kreativmalkurs für Kinder Das Wort «Kreativität» hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet «schöpferische Kraft». Genau darum geht es in diesem Kreativmalkurs für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, der am Montag, 27. Januar, startet und jeweils am Nachmittag von 17 bis 18 Uhr stattfindet. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Die Kinder lernen ihr eigenes kreatives Potenzial kennen und lieben und entdecken dabei ihre Freude an der künstlerischen Gestaltung. Es geht dabei nicht nur darum, Maltechniken zu erlernen, sondern auch das selbstständige Weiterentwickeln eines Bildes mit eigenen kreativen Ideen steht im Vordergrund.

Gemeinsam Musizieren macht Spass. (Bild zvg.)

In der musikalischen Früherziehung verbindet das Familienzentrum Musik, Spiel und Tanz miteinander. Kinder, Eltern und Begleitpersonen erfahren hier, wie viel Freude im gemeinsamen Musizieren, Singen, Spielen und Tanzen liegt. Das Eltern-Kind-Singen findet jeden Dienstag jeweils von 9.30 bis 10.20 Uhr statt und ist ausgerichtet auf Kleinkinder ab anderthalb Jahren bis zum Kindergartenalter in Begleitung einer Bezugsperson. In den fröhlichen Lektionen lässt die Kursleiterin Eve Rickenmann einige Elemente aus der Rhythmik und Psychomotorik einfliessen. Körpergefühl, Hören, Konzentration, Rhythmusgefühl, Sprache und soziale Kompetenz werden spielerisch gefördert.

Ruhe und Bewegung Das Singen und Sammeln erster Erfahrungen mit Rhythmusinstrumenten, Kreis- und Bewegungsspielen gehören zu den wichtigsten Bausteinen dieser wertvollen Lektionen. Musikalische Früherziehung ist kein reiner Tanzkurs und auch kein Instrumentalunterricht. Hier wird Wert auf ganzheitliche, musikalische und motorische Förderung gelegt. Ruhe und Bewegung wechseln sich ab. Die Kinder dürfen, die Eltern bzw. die Begleitpersonen sollen mitmachen, denn, so wie die Kursleitung sind sie wichtige Vorbilder, an denen sich die Kinder orientieren. (GS/MF) Anmelden unter Telefon 076 571 76 76 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Infos und komplettes Kursangebot unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Kinder lernen im Malkurs, Bilder mit eigenen kreativen Ideen zu entwickeln.

Künstler und Fotojournalist als Kursleiter

(Bild zvg.)

Das Familienzentrum Bezirk Affoltern konnte mit Devi Rao einen international tätigen Künstler und Fotojournalisten engagieren, der mit

viel Freude und langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Kindern diesen mehrteiligen Malkurs leitet. (GS/MF)

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Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Informationen und komplettes Kursangebot: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 7. Januar 2020

Kino in der Kälte Winter-Kino-Openair in Muri

Auf den Neusibirischen Inseln im arktischen Ozean suchen Jäger nach Stosszähnen von ausgestorbenen Mammuts. (Bild zvg.)

Goldrausch und Klonforschung Kinofoyer Lux zeigt «Genesis 2.0» Die Suche nach weissem Gold am Rande Sibiriens offenbart ein Zukunftsszenario, das die Welt auf den Kopf stellen könnte. Der Schweizer Regisseur und Produzent Christian Frei erzählt in seinem atemlosen Dokumentarfilm «Genesis 2.0» in wuchtigen Bildern und verrückten Fragen davon. Am 10. Januar läuft der Film in Affoltern. Auf den abgelegenen Neusibirischen Inseln im arktischen Ozean suchen Jäger nach Stosszähnen von ausgestorbenen Mammuts. Es ist eine archaische Landschaft, die an die Urzeit erinnert. Die Jagd nach dem Weissen Gold ist ein harter Job, für den die Männer ihr Leben riskieren und der den meisten nur wenig einbringt. Der auftauende Permafrost gibt nicht nur wertvolles Elfenbein frei, manchmal sind es ganze Mammuts, die teilweise erstaunlich gut erhalten sind. Solche Funde rufen die hochtechnisierten Klonforscher auf den Plan. Ihre Mission könnte ein Teil eines ScienceFiction-Plots sein. Sie wollen das Leben auf der Erde neu erfinden und den Menschen zum Schöpfer machen. Gemäss dem Schweizer Regisseur, Produzent und Filmautor Christian Frei ist die Grundidee dieses Films, das Publikum in eine archaische Welt zu verführen und es mit einem Zukunftsthema zu überraschen. «Er (der Film) erzählt von alten Legenden, Mythen und Tabus – und konfrontiert uns mit der eigenen Angst vor der unbekannten Zukunft. Er lädt auf attraktive Weise ein, eigentlich unvereinbare

Welten des Denkens, Handelns und Bewertens kennen und verstehen zu lernen.» Christian Frei, der im Film zu den Themen Genetik und Zukunftsforschung Fragen stellt und zu verstehen sucht, gilt als einer der innovativsten und überzeugendsten zeitgenössischen Dokumentarfilmer. Mit «War Photographer» (2001) wurde er für einen Oscar nominiert und gewann für «Space Tourists» (2009) den Preis für die Beste Regie in Sundance. Maxim Arbugaev, der Russische Co-Regisseur von «Genesis 2.0», hat die überwältigenden Bilder auf dem Neusibirischen Archipel gedreht, als eine Art Mitglied der Mammutjäger. Sie haben ihn respektiert und als einen der ihren angesehen. So sind diese hautnahen und eindrücklichen Bilder entstanden. Die Zusammenarbeit mit Kameramann Maxim Arbugaev sieht Christian Frei als eine der besten Erfahrungen seiner Karriere. Der Dokumentarfilm «Genesis 2.0» hat unzählige Auszeichnungen erhalten, unter anderen den Schweizer Filmpreis 2019, den Zürcher Filmpreis 2018, den World Cinema Documentary Award for Cinematography am Sundance Film Festival 2018. Christian Frei ist am Filmabend im «Lux» anwesend, erzählt von seinem Filmprojekt, den aussergewöhnlichen Filmerfahrungen und beantwortet Fragen aus dem Publikum.

Kino Mansarde geht neue Wege: Statt in warmen Sommernächten präsentieren die Murianer Kinofreunde am Samstag, 11. Januar, ein Openair in der Kälte mit eisigen Inhalten: Gezeigt werden der Schweizer Klassiker «Das gefrorene Herz» und zuvor der mit zwei Oscars ausgezeichnete Thriller «Fargo». Den Kinosessel allerdings müssen alle Zuschauer selber mitbringen! Kino darf auch einmal ganz anders sein, sagte sich das Mansarde-Team als es darum ging, besondere Ideen für Filmveranstaltungen zu entwickeln. «Als ich damals als blutjunger Filmfreak Xavier Kollers Melodrama «Das gefrorene Herz» sah, packte mich diese irrwitzige Geschichte», erzählt Reto Holzgang, der Leiter vom Murianer Kino. Als er später dann als Fernsehreporter am eigenen Leib erfuhr, was es heisst, in der klirrenden Kälte bloss einen TV-Beitrag zu realisieren, sei seine Faszination für diesen Filmklassiker aus dem Jahre 1979 noch gewachsen. So kam es zur Idee, einmal ein Winter-Kino-Openair mit klirrendkalten Filmen in winterlichem Ambiente auf dem Murianer Klosterhof zu veranstalten.

Thriller im Schnee Im amerikanischen Winter-Krimi «Fargo» der Gebrüder Coen dreht sich alles ums fehlende Geld: Wegen seiner maroden Finanzen plant Autohändler Lundegaard kaltblütig die fingierte Entführung seiner Frau. Der arrogante Schwiegervater soll Geld locker machen. Doch der Plan mit den beiden angeheuerten Verbrechern missglückt. Auf dem verschneiten Highway in der Einöde Minnesotas liegen schon bald drei Leichen und die hochschwangere Polizistin Gunderson ist ziemlich gefordert. Schwarzer Humor, unwiderstehliche Loser-Typen und die liebenswürdigste Polizistin seit Langem machen diesen

Reto Holzgang (links) und Stephan Christen vom Kino-Mansarde-Team haben sich das Murianer Winter-Kino-Openair ausgedacht. (Bild zvg.) Film zum Highlight. (11. Januar, um 17 Uhr)

Heitere CH-Komödie Fast die ganze Handlung des Films «Das gefrorene Herz» spielt in der tief verschneiten, eisigen Umgebung der bergigen Innerschweiz. Die Handlung: Ein alter Säufer und Kesselflicker wird erfroren im Wald nahe der Gemeindegrenze gefunden. Doch niemand möchte diesen Mann beerdigen – allein schon ein Grab bei diesen Minustemperaturen buddeln zu müssen, würde viel Schweiss kosten. Deshalb wird die Leiche heimlich über die Grenze verschoben – die Nachbarn sollen gefälligst dieses Begräbnis erledigen. Dann aber taucht plötzlich ein angebliches, versiegeltes Testament des Toten auf, das Geldsegen verspricht. Jetzt ändert sich natürlich wieder alles: Der bocksteif gefrorene «Fecker» wird plötzlich zur gefragtesten Sache der Welt. Eine herrlich skur-

rile Geschichte – adaptiert nach einem Stoff des Innerschweizer Dichters Meinrad Inglin. (11.Januar, um 20 Uhr) Besonders wird dieser Anlass aber nicht bloss wegen der Kälte. Kino Mansarde hat entschieden, dass es für einmal auf ein Openair der «minimal art» setzt, was heisst: einfach, klein, aber fein. Dazu gehört, dass alle Besucher ihre Stühle selber an die Veranstaltung mitbringen müssen – Kinosessel werden keine bereitgestellt. Die Kinocrew bietet im Kampf gegen die Kälte vor, während und nach den Vorstellungen Suppe, Glühwein, Punsch sowie Kafi an. Wer sich auf dieses einmalige Abenteuer einlassen möchte, dem wird empfohlen, sich mit bester Winterkleidung und Hilfsmitteln wie Wolldecken ein winterliches Kultur-Erlebnis zu gönnen. (pd.) Kein Vorverkauf. Platzzahl ist beschränkt. Bei Regen/Sturm wird die Veranstaltung nicht durchgeführt. Über den Entscheid wird am Vorführungstag ab 14 Uhr via www.kinomansarde.ch informiert.

Kathrin Mühlemann Freitag, 10. Januar, 20.15 Uhr im Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben, Affoltern. Dokumentarfilm von Christian Frei, Co-Regie Maxim Arbugaev, CH 2018, 113 Min., E/Russ/d. In Anwesenheit von Christian Frei. Bar und Kasse ab 19.30 Uhr geöffnet.

«Magnificat» Aus dem Kirchenchor Hausen ist «Cantalbis» entstanden. Die ersten beiden Konzerte am 11. und 12. Januar stehen im Zeichen der Gottesmutter Maria. An den ersten Aufführungen des «Cantalbis» im Januar stehen das «Magnificat» und weitere Vertonungen

bekannter Mariengebete im Zentrum: Maria preist Gott als den, der sich ihr und allen Geringen, Machtlosen und Hungernden zuwendet, um sie aufzurichten, dagegen die Mächtigen, Reichen und Hochmütigen von ihren Thronen stürzt. Das Magnificat ist nur im Evangelium nach Lukas enthalten, der sich von den Evangelisten am meisten für die Ausgegrenzten interessiert, und propagiert gleich am Anfang des Evangeliums die Wichtigkeit dieses theologischen Anliegens. Moderne Deutungen unterstreichen gern die Stärke Marias und den «revolutionären» Aspekt ihres Liedes. Der «Cantalbis» mit Streicherensemble und Orgel unter der Leitung von Markus Etterlin freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher. (pd.) Samstag, 11. Januar, 19 Uhr, reformierte Kirche

Die ersten Konzerte stehen im Zeichen der Gottesmutter Maria. (Bild zvg.)

Mettmenstetten; Sonntag, 12. Januar, 17 Uhr, katholische Kirche Bonstetten. Eintritt frei, Kollekte. Informationen auf www.cantalbis.ch.

Lädt zum Mitsingen ein: der Gospelchor Affoltern. (Bild zvg.)

Mitsingen im Gospelchor Mitsing-Gospelgottesdienst mit offener Probe in Affoltern Für alle, die gerne Gospels hören und singen, gibt es eine Gelegenheit zum Mitsingen im Chor: Am Sonntag, 19. Januar, findet um 10 Uhr wieder ein Gospel-Mitsing-Gottesdienst in Affoltern statt. Unter der Leitung von Anette Bodenhöfer probt der Gospelchor Affoltern die Songs für diesen Gottes-

dienst. Interessierte Ad-hoc-Sängerinnen und -sänger sind dabei herzlich willkommen! Die offene Probe findet um 20.15 Uhr im reformierten Chilehuus statt. Für einen guten Gospelgroove sorgen Martin Eigenmann (Piano) und Jost Müller (Drums). Alle Gottesdienstbesucher erwartet auch von liturgischer Seite eine spannende Fei-

er: Pfarrerin Bettina Bartels gestaltet den Gottesdienst mit einem Bibliolog. (pd.) Offene Probe am Montag, 13. Januar, um 20.15 Uhr im ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Vorprobe am Sonntag, 19. Januar, von 9 bis 9.50 Uhr in der Kirche. Mitsing-GospelGottesdienst um 10 Uhr.


Veranstaltungen

Dienstag, 7. Januar 2020

«Träumereien»

Jahreskonzerte der MG Stallikon Wie jedes Jahr im Januar präsentiert die Musikgesellschaft Stallikon ihr neues Konzertprogramm. Das traditionelle «Familienkonzert» findet am Sonntagnachmittag, 12. Januar, in der Halle der Schulanlage Loomatt in Stallikon-Sellenbüren statt. Mit einer kleinen Festwirtschaft öffnen die Türen bereits um 13 Uhr. Konzertbeginn ist um 14 Uhr. Am darauffolgenden Samstag, 18. Januar, findet das Jahreskonzert statt, im Gemeindesaal in Bonstetten. Türöffnung und Festwirtschaft ist um 18 Uhr, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Auch dieses Jahr hat die Musikgesellschaft Stallikon unter der engagierten Leitung von Marc Bühler ein abwechslungsreiches Musikprogramm einstudiert, welches einige «Leckerbissen» beinhaltet. (pd.)

Chränzli des Gesangsvereins Rifferswil Am 18. und 19. Januar sowie am 24. und 25. Januar führt der Gesangsverein Rifferswil sein traditionelles Chränzli in der Turn-/Mehrzweckhalle durch. «Träumereien», unter diesem Motto findet das traditionelle Chränzli des Gesangsvereins Rifferswil statt. Erstmals wird der gewohnte Aufführungsmodus verlassen und etwas Neues gewagt. Mit dem Lied «Solang man Träume noch leben kann» der deutschen Gruppe «Münchner Freiheit» eröffnet der Chor unter der Leitung von Andreas Fischer seine «Träumereien». Am Klavier begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von Stephan Wiedmer. Neu wird eine Nachmittagsvorstellung am Sonntag und eine zusätzliche Abendaufführung am Freitag angeboten.

Mit Raclette ins 2020 starten. (Bild zvg.)

«Geistreiches» Lustspiel «Im Meischter sini Geischter» ist ein «geistreiches» Lustspiel in drei Akten von Lukas Bühler. Rösi bewirtschaftet nach dem Tod ihres Onkels Godi den Lindenhof, zusammen mit Magd Annekätti und Knecht Guschti. Da Onkel Godi kinderlos verstarb, hat sein Testament nun grosse Wichtigkeit. Onkel Godi war ein friedliebender Mensch und er hat nicht geduldet, wenn gelästert oder geflucht wurde. Sein guter Geist lebt auf dem Hof weiter und es geschehen seltsame Dinge, wenn jemandem ein Fluch über die Lippen kommt. Claire, die Schwester von Rösi, welche in der Stadt wohnt, taucht plötzlich mit ihrer Familie auf dem Lindenhof auf. Sie zeigt ein Testament vor, gemäss dem der Hof an sie alleine

Raclette-Plausch

Die Theatergruppe Rifferswil in aktueller Besetzung im Stück «Im Meischter sini Geischter» (Bild zvg.) gehen soll. Das ist seltsam! Unter Mitwirkung der Nachbarsfamilie und einem Geisterjäger kommt nach turbulenten Szenen die Wahrheit zum Vorschein. Die Abendvorstellungen vom 18., 24. und 25. Januar beginnen jeweils um 19.45 Uhr. Die Schüler- und Senio-

renvorstellung findet am 19. Januar um 13.30 Uhr statt. An den Abendvorstellungen wird jeweils ein Quiz mit attraktiven Preisen durchgeführt und an der Nachmittagsvorstellung wartet eine reichhaltige Tombola auf das Publikum. Essen und Getränke werden ab 19 Uhr sowie in den Pausen serviert

Eine Frage der Intelligenz?

Vorträge an der Volkshochschule Im zweiten Teil des Wintersemesters bietet die Volkshochschule im Knonauer Amt weitere vier Vorträge an. Am Mittwoch, 8. Januar, referiert Prof. Dr. Elsbeth Stern zum Thema «Lernen». ................................................... von urs bregenzer Immer wieder wird heftig diskutiert, ob Intelligenz erblich sei. Die Wissenschaft zeigt auf: es gibt genetisch bedingte Unterschiede. Aber das Potenzial, das jeder Mensch mitbringt, wird erst durch die Förderung in Familie und Schule wirksam. Die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern erklärt, wie es zu Intelligenz- und Begabungsunterschieden kommt und geht der Frage nach, wie man Intelligenz messen kann und woran man überdurchschnittlich begabte Menschen erkennen kann. Prof. Dr. Elsbeth Stern ist seit Herbst 2006 ordentliche Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung und Leiterin des Instituts für Verhaltensforschung am D-Gess (Departement für Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften) der ETH Zürich. Als kognitive Psychologin beschäftigt sie sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Lernen von Wissenschaften und Mathematik.

Welt entdecken statt volles Programm Nach ihrer Doktorarbeit an der Universität von Hamburg 1986 arbeitete sie am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München und wurde 1994 Professorin an der Univer-

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Prof. Dr. Elsbeth Stern. (Bild zvg.) sität Leipzig. 1997 wechselte sie an das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. An der ETH ist Elsbeth Stern mitunter verantwortlich für die Ausbildung von Gymnasiallehrkräften. Ein besonderes Augenmerk ihrer Forschung galt der Aufnahmepraxis der Zürcher Mittelschulen. Elsbeth Stern konnte aufzeigen, dass Kinder aus einem bildungsfernen Elternhaus deutlich schlechtere Chancen zur Aufnahme haben. Oft haben Akademikerkinder trotz eines geringeren Intelligenzquotienten die Aufnahme ins Gymi geschafft. Elsbeth Stern meint gar, dass an Gymnasien bis zu 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine ungenügende Intelligenz haben. Entscheidende Weichen werden im frühen Kindesalter gestellt. Stern findet, ein übervolles Tagesprogramm

mit beispielsweise Ballettunterricht, Musikstunden und Frühenglisch sei der Entwicklung eines Kindes weniger förderlich als wenn das Kind Zeit hat, die Welt zu entdecken und seinen eigenen Interessen nachzugehen. Im nächsten Vortrag am 22. Januar beschäftigt sich Prof. Dr. Kay W. Axhausen mit der Frage, welche Probleme selbstfahrende Autos lösen könnten. Die letzten beiden Vortragsdaten sind dann Donnerstag, 12. und 19. März . Mittwoch, 8. Januar, 19.30 bis zirka 21 Uhr, Mehrzweckraum des Spitals Affoltern, Haus Rigi, 1. Stock, Melchior-Hirzel-Weg 40 (Wegweiser: Langzeitpflege Sonnenberg), Affoltern. Eintritt: 25 Franken (U30: 15 Franken), übertragbares Abonnement für fünf Vortragsabende: 100 Franken, mit KulturLegi: gratis. Abendkasse. www.ggaffoltern.ch oder www.orientiert.ch.

und nach den Abendvorstellungen spielt Charly Bauer zum Tanz auf. (op) Platzreservierungen für die Abendvorstellungen

Nach dem letztjährigen Erfolg des Racletteabends der Männersache Knonau soll auch das Jahr 2020 mit einem Neujahrs-Raclette-Plausch gestartet werden: am 15. Januar, 18.30 Uhr, im Schützenhaus Knonau. Die Männersache Knonau hat für 2020 wieder ein interessantes Programm vorbereitet. Dieses soll an jenem Abend vorgestellt und einige Varianten wollen diskutiert werden. Eingeladen sind alle Männer, Söhne und Göttibuben! (mw)

ab Sonntag, 12. Januar, jeweils von 19 bis 21 Uhr bei Familie A. Heimann, Telefon 044 764 10 05

Anmeldung erwünscht bis 10. Januar, via Website

oder im Internet auf www.gesangsverein-

oder per E-Mail an MaennerSacheKnonau@gmx.ch,

rifferswil.ch (ab 12. Januar, 19 Uhr).

Infos: www.maennersacheknonau.home.blog/.

Beschwingt ins neue Jahr Am 11. und 12. Januar lädt das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern zum traditionellen Jahreskonzert ein. Im Kasinosaal Affoltern wird das neue Jahr musikalisch eingeläutet. Mit dem Prädikat «ausgezeichnet» durfte das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern am Albis (Aoba) im vergangenen Jahr am World Music Festival in Innsbruck einen musikalischen Erfolg feiern. Am weltweit grössten internationalen Wettbewerb für Akkordeon- und Harmonikaspieler hat das Aoba einmal mehr bewiesen, dass es zu den besten Formationen der Schweiz gehört. Das will das 19-köpfige Orchester auch am traditionellen Jahreskonzert zeigen. Am Samstag, 11. und Sonntag, 12. Januar, ist im Kasinosaal Affoltern am Albis ein bunter Strauss an Melodien zu hören. Das Aoba beginnt seinen Konzertteil mit «Montañas del Fuego» von Markus Götz. Das ursprünglich für Blasorchester geschriebene Werk ist inspiriert von den Vulkanbergen Lanzarotes. Auch «Return to Ithaca» von Kees Vlak wurde ursprünglich für Blasorchester komponiert. Das Stück, das von den Irrfahrten des Odysseus erzählt, eignet sich aber auch hervorragend für Akkordeon. Abgeschlossen wird der klassische erste Konzertteil mit den «Walter Wild Erinnerungen».

Die Vielfalt der Musicals Nach der Pause dominiert die Unterhaltungsmusik: Das Aoba unter der Leitung von René Glauser verschreibt sich Musical-Melodien. Zu hören sind die grössten Hits aus «Grease», «Macavity» aus «Cats» und ein Medley aus dem Musical «Cabaret». Auf dem Programm steht zudem ein Potpourri der

besten Filmmelodien aus der Feder von Henry Mancini. Das Aoba bestreitet das Jahreskonzert aber nicht im Alleingang: Mit dem Musicalchor VocalCord aus dem Knonauer Amt unter der Leitung von Patrik Elsaid hat sich das Aoba Verstärkung aus der Nachbarschaft geholt. Der 1999 gegründete Chor wird mit mehrstimmigen Arrangements von Musical- und Pop-Songs nach der Pause für Unterhaltung sorgen. Eröffnet wird der Konzertabend durch das Ensemble der Musikschule Knonaueramt unter der Leitung von Michèle Weiss. Die sieben jungen Akkordeonspielerinnen und -spieler geben «Inline Skater’s Turbo Race» von Gottfried Hummel und «Let’s Fetz» von Jürgen Schmieder zum Besten.

Vor dem Konzert ein Cüpli Das Jahreskonzert des Aoba ist nicht nur ein musikalischer Genuss, es eignet sich auch hervorragend, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustossen. Am Samstag, 11. Januar, ist vor und nach dem Konzert die Cüpli-Bar geöffnet. Türöffnung im Kasino ist um 18.45 Uhr, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Im Saal werden feine Menüs serviert. Für Spannung sorgt die Tombola mit vielen attraktiven Preisen. Am Sonntag, 12. Januar, ist das Kasino ab 13.15 Uhr geöffnet. Das Konzert beginnt um 14 Uhr. Auch am zweiten Konzerttag wird eine Tombola durchgeführt. Zudem steht an beiden Tagen ein grosses Torten- und Küchenbuffet für die hungrigen Konzertgäste bereit. (pd.) Jahreskonzert des Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern, Samstag, 11. Januar, 20 Uhr (Türöffnung 18.45 Uhr). Eintritt frei, Kollekte. Sonntag, 12. Januar, 14 Uhr (Türöffnung 13.15 Uhr). Kasinosaal Affoltern. Eintritt frei, Kollekte. www.aoba.ch.


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Sport

Dienstag, 7. Januar 2020

Säuliämtler Sports Awards - die Nominierten ..................................................... von hanspeter feller Ist das Säuliamt eine MountainbikeHochburg? Das könnte man meinen, wenn man die Liste der Nominierten anschaut. Gleich drei der nominierten Sportlerinnen und Sportler sind in dieser Sportart zu Hause. Mit Triathlon, Geräteturnen, Ski Aerials, Leichtathletik, Springreiten, Sportklettern, Golf, Volleyball, Tennis, Streethockey und Tanz hat die Jury Sportlerinnen und Sportler aus elf weiteren Sportarten nominiert. Die fünfköpfige Jury unter dem Präsidenten Hansruedi Böhler hat es sich nicht leicht gemacht, aus einer grossen Anzahl toller Sportlerinnen und Sportler eine Auswahl zu treffen. Hier die Präsentation der Nominierten für die Ehrungen 2019 in den fünf Kategorien:

Newcomer Frauen Nominiert sind Sophia Sindersberger, Golf, Alina Sönning, Leichtathletik, und Olivia Wassner, Volleyball. Die junge Golferin Sophia Sindersberger aus Wettswil ist amtierende Schweizer Meisterin der Kategorie U14. Neben dem Schweizer Meistertitel gewann sie mehrere Turniere in ihrer Altersklasse und wurde mit ihrem Club, dem Golf Club Ennetsee, Schweizer

Meister Interclub A2. Die Sekundarschülerin trainiert wöchentlich etwa zwölf Stunden mit mehreren Trainern des Elitekaders Zentralschweiz, des GC Ennetsee und der Albis Golf School. Golf ist ihre Leidenschaft und sie trainiert gerne, um ihre Ziele zu erreichen. Für 2020 hat sie sich die Qualifikation für internationale Juniorenturniere zum Ziel gesetzt. Langfristig möchte Sophie Sindersberger als Golfproette auf der LPGA Tour spielen können und in fünf Jahren möchte sie die Sportschule abgeschlossen haben. Golf sei die beste Sportart, weil man sie überall auf der Welt und mit der ganzen Familie spielen könne. Die Mittel- und Langstreckenläuferin Alina Sönning von der LV Albis kommt aus Aeugst und hat in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Der Aufwand wurde belohnt mit dem Schweizer Meistertitel über 10 km auf der Strasse in der Kategorie U20. Erstmals in ihrer Laufbahn qualifizierte sich Alina Sönnig für einen internationalen Grossanlass, nämlich für die Cross-Europameisterschaften. An den Elite-Schweizermeisterschaften belegte sie den 10. Rang über 1500 m und im stark besetzten Strassenlauf von Bulle schaute ein 15. Platz heraus. Die 19-jährige Athletin wird von Philippe Bandi trainiert, den wöchentlichen Trainingsaufwand beziffert sie mit etwa 20 bis 22 Stunden. Für 2020 hat sich Sönning die Verbesserun-

gen ihrer persönlichen Bestleistungen über 5000 m und 10000 m zum Ziel gesetzt. Längerfristig will sie internationale Grossanlässe wie Europa- und Weltmeisterschaften bestreiten. Olivia Wassner aus Affoltern am Albis ist Mitglied der Volleyball-Frauennationalmannschaft, die sich als erste in der Geschichte des Schweizer FrauenVolleyballs für die Europameisterschafts-Endrunde qualifizieren konnte. Das Team mit Wassner beendete die EM auf dem 19. Platz. Die 19-Jährige ist bereits eine feste Grösse im Schweizer Volleyball. Zurzeit lebt sie in Washington D.C. und spielt in einer Universitätsmannschaft. In der Patriot League wurde sie zum «Setter of the Year» gewählt und im Ranking der Service Aces of NCAA Division 1 College Volleyball belegte sie den 2. Platz. Ihr wöchentlicher Trainingsaufwand beläuft sich auf 16 bis 20 Stunden. Auf die Frage, was sie mit ihrer Sportart verbindet, nennt sie die Leidenschaft fürs Spiel. Ihr Ziel für 2020 ist die erneute Qualifikation für die Europameisterschaften und längerfristig sieht sie sich in der ersten deutschen Bundesliga.

Newcomer Männer Nominiert sind Michael Erni, Sportklettern, Mike Huter, Mountainbike, und Timo Müller, Radquer/Mountainbike.

Sophia Sindersberger, Golf.

Alina Sönnig, Leichtathletik.

Olivia Wassner, Volleyball.

Michael Erni, Sportklettern.

Mike Huter, Mountainbike.

Timo Müller, Radquer/Mountainbike.

Michael Erni ist 17-jährig, kommt aus Affoltern am Albis und seine Sportart ist das Sportklettern. An den Weltmeisterschaften belegte er den 22. Rang in der Gesamtwertung in seiner Altersklasse. Am European Youth Cup wurde er 11. in der Disziplin Lead und an den Europameisterschaften landete er im Bouldern auf dem 32. Platz. Michael Erni, Lernender an der United School of Sports, ist Mitglied des Regionalzentrums Zürich SAC und trainiert mit Trainer Vladek Zumr etwa 15 Stunden pro Woche. Sein langfristiges Ziel ist die Teilnahme an Olympischen Spielen. Die Vielseitigkeit mit drei verschiedenen Disziplinen (Lead, Speed, Boulder) machen diese Sportart für ihn so attraktiv. Er bezeichnet seine Sportart als die Beste, weil sie auch am Felsen ausgeübt werden kann. Und am Felsen sieht er sich auch in Zukunft, nämlich beim Projektieren von schwierigen Routen. Mike Huter, MTB-Downhill Fahrer, ist gerade mal 13-jährig und hat sich bereits den Weltmeistertitel der iXS International Rookies Championships U15 geholt. Der 2. Platz in der Gesamtwertung im iXS International Rookies Cup U15 war, neben dem Sieg in der Gesamtwertung des Schweizer Downhill-Cup Hot-Trailseries U15, ein weiteres Highlight der Saison. Mike Huter hat 2019 sämtliche Downhill-Rennen in der Schweiz gewonnen. Mike wird von seinen Eltern trainiert, fürs Radquer ist Andreas Fuhrer von der IG Radquer Mettmenstetten, dessen Mitglied er ist, zuständig. Sein Trainingsaufwand beträgt acht Stunden pro Woche. Die Ziele für 2020 lauten Verteidigung des Weltmeistertitels und der 1. Platz in der Gesamtwertung des iXS International Rookies Cup U15. Langfristig will sich Mike als Downhill-Profi etablieren und in die Top 8 der Welt gelangen. Mit dem Mettmenstetter Timo Müller von der IG Radquer Mettmenstetten hat ein weiterer Mountainbike-Fahrer die Nomination für die Säuliämtler Sports Awards geschafft. Er fährt in der Kategorie U19 und erzielte 2019 den 5. Rang an den Schweizer Meisterschaften und im Swissbike-Cup-Rennen in Leukerbad. Aufs Podest fuhr Müller zudem am Argoiva Cup und an den Radquerrennen in Steinmaur und Mettmenstetten. Sein Trainer ist Pirmin Christen und der Trainingsaufwand beträgt etwa 13 Stunden pro Woche. Hohe Ziele hat sich Timo Müller für 2020 gesteckt. Die Top-10 an Welt- und Europameisterschaften will er erreichen. Längerfristig will er sich seinen Lebensunterhalt mit sportlichen Leistungen verdienen und einmal an einer Weltmeisterschaft im «Wheelie», auf dem Hinterrad, über die Ziellinie fahren.

Mannschaften

Alessia Danelli, Leichtathletik.

Elin Ott, Springreiten.

Jacqueline Schneebeli, Mountainbike.

Philipp Koutny, Triathlon.

Stefan Meier, Geräteturnen.

Noé Roth, Ski Aerials.

Nominiert sind die Junioren C Streethockey Club Bonstetten-Wettswil, das Tanzpaar Davide Corrodi/Maja Kucharczyk und das U18 Team Tennisclub Wettswil. Die Junioren C des Streethockeyclubs Bonstetten-Wettswil wurden Schweizermeister im Streethockey in ihrer Kategorie. Das von Reto Feuz und seinem Stab trainierte Team umfasst 26 Spieler, das Durchschnittsalter beträgt 11 Jahre. Trainiert wird einmal pro Woche, einzelne Spieler absolvieren zusätzliche Trainingseinheiten in einer höheren Alterskategorie. Insgesamt gehören 26 Spieler zur Junioren-C-Mannschaft. Im nächsten Jahr wollen die Spieler den Titel verteidigen und längerfristig steht die 1. Mannschaft im Fokus. Intensität, Teamgeist und Schnelligkeit sind aus Sicht der Spieler die wichtigsten Eigenschaften dieser Sportart. Die Mannschaft hat einen Super-Zusammenhalt und hat während der ganzen Saison starke Leistungen gezeigt. Am Streethockey schätzen die Spieler, dass der Sport vor der Haustüre gespielt werden kann und dass eine Meisterschaft gespielt wird. Davide Corrodi und Maja Kucharczyk aus Hausen am Albis sind ein erfolg-

reiches Tanzpaar. Sie trainieren wöchentlich etwa 30 Stunden und leben für diesen Sport. 2019 belegten sie im Final der Europameisterschaften Elite Showdance den 8. Rang und im Final des International Open in China wurden sie Sechste. An den 10-Tanz-Weltmeisterschaften Elite klassierten sie sich auf dem 22. Platz und in der Weltrangliste Elite 10-Tanz ist das Paar auf dem 23. Platz zu finden. Im Standard-Tanz und im 10-Tanz eroberten Corrodi/Kucharczyk den Schweizer Meistertitel Elite. Für 2020 haben sie sich den 20. Platz in der Weltrangliste, Platz 15 bis 18 an den Weltmeisterschaften im 10-Tanz und den Weltmeisterschaftsfinal im Showdance zum Ziel gesetzt. Langfristig sehen sie sich als Finalisten an den 10Tanz-Weltmeisterschaften. Trainiert wird das Paar von Jasmin Corrodi, der Mutter von Davide. Das U18 Team des Tennisclubs Wettswil erkämpfte sich an den Schweizermeisterschaften der U18 die Bronzemedaille. Auf dem Weg ins Finalweekend hat das sieben Spieler umfassende Team alle sieben Begegnungen gewonnen und von insgesamt 28 Matches nur einen verloren. Das Team mit Darius Kuster, Daniel Kesseli, Yves und Gian Wiedemeier, Gian Nehr, Luis Mäder und Ruedi von Huben wird trainiert von Mihail Pantilie und Guido Baumann. Das Durchschnittsalter der Spieler beträgt 16,5 Jahre. Trainiert wird zwei bis drei Mal die Woche, die Einheiten betragen etwa drei Stunden. Für 2020 haben sie sich zum Ziel gesetzt, beim Junioren-Interclub erneut in den Final vorzustossen und Gold oder Silber zu gewinnen. Längerfristig sehen sich die Spieler in der 1. Mannschaft des TC Wettswil, mit dem sie im Interclub in der Nationalliga CI spielen wollen. Leidenschaft, Herausforderung, Spass, Hobby und Vereinsleben verbinden die jungen Sportler mit ihrer Sportart.

Frauen Nominiert sind Alessia Danelli, Leichtathletik, Elin Ott, Springreiten, und Jacqueline Schneebeli, Mountainbike. Die 19-jährige Studentin Alessia Danelli aus Obfelden ist in der Leichtathletik zu Hause. Sie startet für den LC Zürich und ihre Disziplin ist der Weitsprung. Der Höhepunkt der Saison war die Qualifikation für die U20 Europameisterschaften im Weitsprung. Den internationalen Wettkampf beendete sie auf dem 20. Platz. Gleich mehrere Male stand Alessia Danelli an Schweizermeisterschaften auf dem Podest. An der Hallen-SM wurde sie 2. im Weit- und im Dreisprung und an den Outdoor-SM ebenfalls 2. im Dreisprung. Mit dem Team gewann sie Silbermedaillen an den SVM Nationalliga A und an der Team-SM. Alessia absolviert wöchentlich 6 Trainingseinheiten mit ihrer Trainerin Rita Schönenberger. Ihre Zielsetzung für die nächsten Jahre ist klar: 2020, das Jahr ohne internationalen Grossanlass, guter Aufbau für 2021 und ab 2022 die Qualifikation für internationale Grossanlässe bei den «Grossen». Die Springreiterin Elin Ott aus Obfelden belegte an den Europameisterschaften der Young Riders einen tollen 7. Platz. Am Young Riders Grand Prix in Belgien wurde sie Erste und im Nations Cup landete Elin Ott auf dem 2. Platz. Weitere Topresultate erreichte sie am Grand Prix von Zug. Obschon erst 20-jährig, gehört sie bereits dem EspoirElite-Nationalkader der Schweizer Springreiter an und im Frühjahr wurde Elin Ott in die Young Riders Academy aufgenommen. Zurzeit trainiert Ott in Holland, wo sie noch intensiver trainieren und Erfahrungen sammeln will. Den Pferdevirus hat sie von ihrem Vater Andreas, der auch einer ihrer Trainer ist, geerbt. Als Zielsetzung für 2020 nennt Elin Ott eine Medaille an den Schweizer- und Europameisterschaften Young Riders sowie einen Grand-PrixSieg. Längerfristig will sie Mitglied des Elite-Kaders der Schweizer Springreiter


Sport

Dienstag, 7. Januar 2020

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für die Sportlerehrungen des Jahres 2019 Ab sofort kann man abstimmen

Junioren C Streethockey Club Bonstetten-Wettswil. (Bilder zvg.) werden und sich in den Top 30 im World Ranking klassieren. Sie hat im Mountainbike-Sport alles erreicht, was man erreichen kann: Welt-, Europa- und Schweizer Meisterin in ihrer Kategorie, den Juniorinnen U19: Jacqueline Schneebeli aus Hauptikon. Dies gelang in der Vergangenheit nur wenigen Athletinnen. Zu Recht bezeichnet Jacqueline Schneebeli 2019 als ihre bislang beste Saison. Weiter gelang ihr der Gesamtsieg des Proffix Swiss Bike Cups und an den Junior World Series in Albstadt stand sie zuoberst auf dem Podest. Die Athletin fährt für das Strüby Bixs Team und wird von Pirmin Christen trainiert. Den wöchentlichen Trainingsaufwand beziffert sie mit etwa 14 Stunden. 2020 wird sie in der Kategorie U23 starten. Einen guten Start, national wie international, hat sie sich zum Ziel gesetzt. Ihr Fernziel sind die Olympischen Spiele. Das Beste an ihrer Sportart beschreibt sie wie folgt: Nach einem langen harten Aufstieg einen coolen kniffligen Trail runterzusausen, das sei fast wie Fliegen.

U18-Team Tennisclub Wettswil.

Männer Nominiert sind Philipp Koutny, Triathlon, Stefan Meier, Geräteturnen, und Noé Roth, Ski Aerials. Der Triathlonprofi Philipp Koutny, Aeugst, hat eine traumhafte Saison hinter sich. Der 8. Rang an den IronmanWeltmeisterschaften auf Hawaii war dabei der Höhepunkt. Den Ironman in Malaysia beendete er auf dem 2. Platz, am Frankfurt-Ironman wurde er Fünfter und in Cannes Dritter. Koutny arbeitet mit seinem Trainer Reto Brändli, der Trainingsaufwand beträgt 30 bis 40 Stunden pro Woche. Die Verbundenheit zu seiner Sportart hat bereits in seiner Kindheit begonnen und wird wohl lebenslang sein. Philipp Koutny bezeichnet das Säuliamt als seine Haupttrainingsregion, er geniesst die wunderbare Umgebung jeden Moment und er liebt seine Sportart, weil sie abwechslungsreich und nie langweilig ist. Ein Platz auf dem Podium am Ironman Hawaii lautet die Zielsetzung für 2020 und auch für die Zeit nach den Wettkämpfen hat

der 36-Jährige bereits im Visier: Triathlon Coaching. Der Physiotherapeut und Geräteturner Stefan Meier vom Turnverein Obfelden ist amtierender Schweizer Meister im Bodenturnen. In der Disziplin Barrenturnen belegte er an den Schweizer Meisterschaften den 2. Rang. Weitere Höhepunkte der Saison waren der 3. Platz im Mehrkampf am Eidgenössischen Turnfest und an den Schweizer Mehrkampfmeisterschaften Einzel wie auch mit dem Team Zürich. Mit seinem Trainer Stephan Niederhäuser trainiert Stefan Meier etwa 10 Stunden pro Woche. Meier ist Turner durch und durch. In einer Turnerfamilie aufgewachsen, durchlief er alle Stufen des Turnsports und gibt heute sein Wissen an Jungturner weiter. 2020 möchte er sich an den Schweizer Meisterschaften im Mehrkampf und im Team aufs Podest turnen und mit seinem neuen Projekt, mit der Abteilung Sie & Er, an den Start zu gehen. Noé Roth, Freestyle Company Jumpin Mettmenstetten, ist Berufssport-

Davide Corrodi/Maja Kucharczyk, Tanz. ler in der Sportart Ski Aerials. Trainiert wird er von seinem Vater Michel. Der Trainingsaufwand beträgt etwa 25 Stunden pro Woche. Die grössten Erfolge im 2019 waren der 3. Platz an den Weltmeisterschaften, der 2. Rang am Weltcup in China, der 3. Rang am Weltcup in Moskau, der Sieg an den Team-Weltmeisterschaften und der 1. Rang in der Gesamtwertung im Europacup. Roth startet in der Kategorie Weltcup. Mit 19 Jahren hat Noé Roth, der das Fliegen liebt, bereits sehr viel erreicht. 2020 will er gute WeltcupResultate erzielen und an den Juniorenweltmeisterschaften aufs Podest. Das grosse, längerfristige Ziel ist ein Podestplatz an Olympischen Spielen. Seine Sportart liebt er, weil sie sehr spektakulär ist.

Nun liegt es an der hiesigen Bevölkerung zu entscheiden, wer von den Nominierten am Ende zu Ruhm und Ehre kommen und die begehrte Trophäe erhalten soll. Ab sofort und bis zum 24. Januar 2020, 12 Uhr, kann abgestimmt werden. Als Zeichen der Fairness bittet die IG Säuliämtler Sports Awards darum, pro Person nur eine Stimme abzugeben. Eine faire Abstimmung für unsere besten Athletinnen und Athleten, die sich mit viel Training, Fleiss, Einsatz und fairen Mitteln ganz nach oben gekämpft haben. Die Ehrungen finden am Sonntag, 26. Januar 2020, ab 15.30 Uhr, im Kasinosaal in Affoltern am Albis statt. Der Anlass ist öffentlich und hat einiges zu bieten. Neben einem reichhaltigen Apéro, der die Möglichkeit zum Austausch mit Trainern, Gleichgesinnten, Nominierten und Sponsoren bietet, kommen die Anwesenden in den Genuss einer kurzweiligen Athletenpräsentation sowie würdigen Ehrungen für die Besten der Besten. Weitere Infos zum Programm des Abends finden sich im Inserat in dieser Ausgabe des «Anzeigers». Zur Abstimmung gelangt man über https://www.webvoting.ch/qr/sportsaward oder über www.ssa-affoltern.ch.

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Eventsponsor:

Kategorie Newcomer Frauen Sophia Sindersberger, Wettswil am Albis, Golf Alina Sönning, Aeugst am Albis, Leichtathletik Olivia Wassner, Affoltern am Albis, Volleyball

Sonntag, 26. Januar 2020 Kasinosaal Affoltern am Albis

Das Programm

Kategorie Newcomer Männer Michael Erni, Affoltern am Albis, Sportklettern Mike Huter, IG Radquer Mettmenstetten, Mountainbike Downhill Timo Müller, Mettmenstetten, Mountainbike, Cyclo Cross

Ab 15.30 Uhr Sports Awards Apéro 16.30 Uhr

Beginn Ehrungen mit Sportlerpräsentationen und Ehrungen Moderation Philippe Bandi

19.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Kategorie Mannschaften Streethockey Club Bonstetten-Wettswil Junioren C, Streethockey Davide Corrodi Z Maja Kucharczky, Tanzsport Tennisclub Wettswil U18, Tennis

Eintritt Der Eintritt ist frei

Kategoriensponsoren Baucal AG, Affoltern am Albis Gubler-Sport, Sport & Mode, Affoltern am Albis Gesundheitszentrum Gut AG, Mettmenstetten Fredy Rüegg Velo Sport AG, Affoltern am Albis Dienstleistungssponsoren GroupConsulter AG, Berikon Messe Agentur Eichmann AG, Zürich AVIVOX, Roger Büchler, Affoltern am Albis Livemotion GmbH, Affoltern am Albis

Die Nominierten im Überblick

Hauptsponsoren:

Kategorie Frauen Alessia Danelli, Obfelden, Leichtathletik Elin Ott, Obfelden, Springreiten Jacqueline Schneebeli, Hauptikon, Mountainbike, Cross Country Kategorie Männer Philipp Koutny, Aeugst am Albis, Triathlon Stefan Meier, TV Obfelden, Geräteturnen Noé Roth, FC Jumpin Mettmenstetten, Ski Aerials Weitere Infos zu den Nominierten unter www.ssa-affoltern.ch Die Wahl erfolgt per Internet. Ab 7. Januar 2020 kann gewählt werden. So gehts: www.webvoting.chZ h qrZsportsaward. Pro Person eine Stimme für jede Kategorie.


Sport

Dienstag, 7. Januar 2020

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48 Zürcher im «JuSkiLa» Das 79. Jugendskilager ist eröffnet

Die Hausemer Korbballerinnen sind mit sechs Teams am Start. (Bild zvg.)

Rund 30 Teams finden in die Turnhallen Korbballturnier in Hausen Damit die Korbball-Riegen nach Feiertagen und Festessen gleich nach dem Jahresauftakt wieder in Schwung kommen, gibt es das Korbballturnier des Turnvereins Hausen. Dieses erfreut sich seit Jahren grosser Beliebtheit und lockt auch in 2019 rund 30 Teams von nah und fern in die beiden Hausemer Turnhallen. Temporeiche und spannende Begegnungen sind also vorprogrammiert. Stark vertreten sind natürlich auch die Lokalmatadoren: Die Hausemer Korbballerinnen und Korbballer sind mit insgesamt sechs Teams am Start und freuen sich schon jetzt auf zahlreiche Gäste und Fans.

Los geht es am Samstag, 11. Januar, um 11 Uhr mit den Herren-Mannschaften, gefolgt ab 18 Uhr von der langen Nacht der Mixed Teams. Damit Spieler und Zuschauer bei Kräften bleiben, winkt am Samstagabend ein geselliger Spaghettiplausch. Am Sonntag, 12. Januar, sind die Turnhallen dann von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr fest in Damenhand. Auch am zweiten Turniertag kommt das leibliche Wohl dank Sandwiches am laufenden Meter, Kuchen und reich bestückter Festwirtschaft nicht zu kurz. Ein Besuch lohnt sich. (pd.) Mehr Infos: www.tvhausen.ch.

Am Freitagabend, 3. Januar, fiel an der Lenk der Startschuss zum grössten Schneesportlager des Landes. Rund 600 Jugendliche, 150 freiwillige Helferinnen und Helfer sowie zahlreiche Schaulustige feierten die Eröffnung des 79. JuSkiLa. Das Lager dauert bis zum 8. Januar. 600 13- und 14-Jährige, 150 ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter sowie Muri bei Bern als Patronatsgemeinde: Das ist das 79. JuSkiLa. Am Freitagabend, 3. Januar, wurde es an der Lenk im Simmental feierlich eröffnet. Unter den 600 Jugendlichen befinden sich auch 48 Teilnehmende aus dem Kanton Zürich. Mit einem warmen Punch in der Hand und einer mitreissenden RapShow des Rappers und Entertainers Knackeboul erfolgte die feierliche Eröffnung am 3. Januar zur Abendstunde. Auch Urs Lehmann, Swiss-Ski-Präsi-

dent, weilte unter den Gästen und liess sich von der festlichen Stimmung auf dem Kronenplatz mitziehen: «Das JuSkiLa rückt den Wintersport und die Begegnung der Menschen ins Zentrum. Auch ihr begegnet während dieser Lagerwoche neuen Menschen und knüpft neue Freundschaften. Einzug der Zürcher Teilnehmenden am JuSkiLa 2020. (Bild zvg.) Und: Ihr seid alle Mathilde Gremaud und der SkicrossBotschafter des Schneesports!» Nach der Eröffnungsfeier mit der Weltcupsieger Ryan Regez einen Freestyle-Show von Knackeboul auf Besuch abstatteten. Die 600 ausgelosten Jugendlichen dem Kronenplatz an der Lenk warteten noch weitere Highlights auf die bezahlen lediglich 120 Franken. Und sechshundert Jugendlichen. Der dafür werden sie beschenkt mit einer nächste Höhepunkt war am Samstag, Schneesportwoche mit allem Drum 4. Januar, als die Freeskierin und und Dran, unbezahlbaren Erlebnissen Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin und dem prägenden Lagerleben. (pd.)

Mettmenstetter siegen am Grandprix-Skirennen Die Geschwister Janis (2009, 1. von 32 Klassierten) und Romina (2008, 1. von 25 Klassierten) Burkhard aus Mettmenstetten haben das Migros Grandprix Qualifikations-Skirennen in Les Crosets eindrucksvoll gewonnen. Damit haben sie sich für den Final in

Obersaxen vom 26. bis 29. März qualifiziert (startberechtigt sind die ersten vier Klassierten pro Jahrgang der zehn Qualifikationsrennen). Die beiden gehören zur Renngruppe Albis, Untersektion Hausen. Der Migros Grand Prix ist das grösste Kinderskirennen

der Welt. Er wird seit dem Jahr 1972 durchgeführt. Unzählige skibegeisterte Schweizerinnen und Schweizer, darunter auch viele, die es bis ganz an die Spitze des alpinen Skirennsports geschafft haben, starteten in ihrer Jugend am Grand Prix. (pd.)

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lich mit t n e h c ö w x 2 hrichten c a N n e t s u e den n zirk. aus dem Be

So vielseitig wie das Säuliamt. Der Anzeiger aus dem Bezirk, das beliebte Publikationsorgan mit regionalem und lokalem Schwerpunkt. 2x wöchentlich, mit einer Auflage von 26 352 Exemplaren, in jeder Haushaltung in den 14 Gemeinden des Bezirks. Im Knotenpunkt von Zürich, Zug und dem Kanton Aargau ist der Anzeiger eine attraktive Plattform für Inserate, Publi-Reportagen und Beilagen. www.affolteranzeiger.ch

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