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Sport

Freitag, 4. Januar 2019

Säuliämtler Sports Awards – die Nominierten Auch 2018 haben die Säuliämtler Sportlerinnen und Sportler international und national mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, sei es als Profi-, Leistungs- oder Breitensportler. Die Fachjury hatte die Qual der Wahl.

Podestplätze an grossen Rennen, der Gesamtsieg am Proffix Swiss Bike Cup, der 2. Platz an den Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren Strasse und der Sieg am Iron Bike Race in Einsiedeln runden die Serie von tollen Leistungen ab. Die Verteidigung des Schweizer Meistertitels und die Qualifikation für Europa- und Weltmeisterschaften sind die Ziele von Jacqueline Schneebeli. Die 17-jährige Knonauerin Lara Stehli ist ebenfalls im Radsport zuhause. Auch sie fährt für den RMV Cham-Hagendorn, betreibt den Rennradsport seit 3 Jahren und wird von Lucas Schmid trainiert. Sie trainiert 6 Mal pro Woche, ca. 12,5 Stunden, und das neben einem 100-%-Job. Lara Stehli qualifizierte sich in diesem Jahr für die Welt- und Europameisterschaften und belegte dort den 68. respektive den 30. Rang, womit sie ihre Erwartungen übertroffen hat. Im Frauencup und im Aargauer Challenge erreichte sie den Gesamtsieg und am Heuer Cup Rund um Schönaich wurde sie 4. Ihr grösstes Ziel für 2019 ist der Schweizer Meistertitel und längerfristig träumt sie von einem Profivertrag beim Trek-Segafredo Women’s Team. Lara Stehli schätzt ihre Sportart, weil sie vielseitig ist und draussen in der Natur stattfindet.

Die Sportschützen Affoltern.

Newcomer Männer

Alena Huber, Skeleton.

Elin Ott, Springreiten.

Susanne Rüegger, Leichtathletik.

Nominiert sind Nino Leutert, Ringen, Timo Müller, Mountainbike und Radquer, und Noé Roth, Freestyle Aerials. Der 19-jährige Ottenbacher Ringer Nino Leutert bestreitet seine Wettkämpfe für die Ringerstaffel Freiamt. Sein Trainerteam besteht aus Adi Bucher, Reto Gisler und Nationaltrainer Ghita Nicolae. National startet Nino Leutert in der Wettkampfkategorie 61 kg und International in der Kategorie 57 kg. 2018 holte er zwei Schweizer Meistertitel: in der Kategorie Junioren Freistil 60 kg und bei den Aktiven Freistil 61 kg. Einen 2. und einen 3. Platz gab es an den Schweizer Meisterschaften Greco, ebenfalls bei den Junioren und den Aktiven. Am internationalen Turnier von Riga errang Leutert den 3. Platz. Die Ziele für das nächste Jahr sind die Titelverteidigung an den Schweizer Meisterschaften und ein Top-Fünf-Platz an den Europameisterschaften. Die Fernziele lauteten Olympiateilnahme 2024 und eine Medaille an einer Europa- oder Weltmeisterschaft. Timo Müller, Jahrgang 2002, kommt aus Mettmenstetten, ist Mountainbikeund Radquerfahrer und gehört dem Verein IG Radquer Mettmenstetten an. Trai-

niert wird Timo Müller vom Trio Pirmin Christen, Andreas Fuhrer und Bruno Diethelm. Sein Trainingsaufwand liegt bei etwa 9 bis 14 Stunden pro Woche. Die sportlichen Erfolge: 4. Platz an den Schweizer Radquer-Meisterschaften, Podestplätze an grossen Mountainbikeund Radquerrennen in der Schweiz und der Sieg am Radquer in Mettmenstetten mit kantonalem Meistertitel. Die Zielsetzung für 2019 lautet Teilnahme an den Weltmeisterschaften und langfristig will Timo Müller zur Weltspitze gehören und sich in der Radsportszene einen Namen schaffen. Seine Sportart schätzt er, weil sie actionreich, hart und abwechslungsreich ist und in der Natur stattfindet. Noé Roth ist Freestyle-Profi. Er gehört zum Freestyle Company Jumpin Mettmenstetten, ist 18 Jahre alt, wird von seinem Vater Michel Roth trainiert und wohnt in Baar. Roth ist WeltcupFahrer und sein Trainingsaufwand beläuft sich auf ca. 25 Stunden pro Woche. Noé Roth ist Juniorenweltmeister, Rookie of the year im Weltcup, wurde 16. an den Olympischen Spielen und Junioren- sowie Schweizer Elite-Meister. Zudem gewann er einen Europacup-

Wettkampf. 2019 will er bei den Junioren auf das WM-Podest und sein langfristiges Ziel ist der Olympiasieg. Noé Roth liebt das Fliegen, seine Sportart bezeichnet er als spektakulär.

ser Muskelkraft sind vor allem Konzentration und Schnelligkeit gefragt. Eine unglaubliche Teamleistung der neun Teammitglieder ist der Schlüssel zum Erfolg. Teamcaptain ist Daniel Grüber. Das Team bereitete sich vom April bis zum Wettkampf im Juni einmal wöchentlich während etwa 90 Minuten auf den Wettkampf vor. Der Spezialwettkampf im Bootsfährenbau wird nur alle drei Jahre am Eidgenössischen Pontonierwettfahren ausgetragen. Ziel des Pontonierfahrvereins Ottenbach ist die Titelverteidigung am Eidgenössischen 2021.

Nino Leutert, Ringen.

Timo Müller, Mountainbike und Radquer.

Noé Roth, Freestyle Aerials.

Janine Hunsperger, Bogenschiessen.

Jacqueline Schneebeli, Mountainbike.

Lara Stehli, Rennradfahren.

..................................................... von hanspeter feller Am Ende haben es Athleten aus folgenden Sportarten in die Endausmarchung geschafft: Triathlon, diverse Radsportarten, Skeleton, Bogenschiessen, Ringen, Freestyle Aerials, Schiessen, Tanz, Bootsfährenbau, Springreiten und Leichtathletik. Nachfolgend präsentiert die IG Säuliämtler Sports Awards die Nominierten für die Ehrungen 2018:

Newcomer Frauen Nominiert sind Janine Hunsperger, Bogenschiessen, Jacqueline Schneebeli, Mountainbike Cross Country, und Lara Stehli, Rennradfahren. Die 18-jährige Bogenschützin Janine Hunsperger ist Mitglied der Bogenschützen Stallikon und wird von Marco Petraglio trainiert. Den wöchentlichen Trainingsaufwand beziffert sie mit 25 bis 40 Stunden. Die Wettkämpfe bestreitet Janine Hunsperger in den Kategorien Compound Junior und Elite. In diesem Jahr schoss sie drei neue Schweizer Rekorde bei den U21 und in der Elitekategorie. Ihre internationalen Erfolge können sich sehen lassen. An den Indoor World Championships belegte sie den 9. Platz bei den U21. Ebenfalls einen 9. Platz schoss sie an den European Archery Championships und am Youth Cup Mixed Team belegte sie den 3. Schlussrang. Sie schiesst schon seit 7 Jahren mit Spass und Freude mit dem CompoundBogen. Ihre Ziele für die Zukunft sind Top-Ten-Platzierungen an internationalen Turnieren und längerfristig ein Spitzenplatz in der Weltrangliste sowie die Olympiateilnahme 2028. Jacqueline Schneebeli ist 17 Jahre alt, wohnt in Hauptikon und fährt für das Strübi Bixs Team/RMV Cham-Hagendorn Mountainbike Cross Country. Sie wird trainiert von Primin Christen und betreibt einen Trainingsaufwand von zirka 12 Stunden pro Woche. Sie fährt in der Kategorie Juniorinnen U19. 2018 wurde Jacqueline Schneebeli Schweizer Meisterin im Cross Country. An den Weltmeisterschaften auf der Lenzerheide belegte sie den 7. Rang. Diverse

das Tanzpaar Corrodi/Kucharczyk.

Mannschaften Nominiert sind die Sportschützen Affoltern, das Tanzpaar Corrodi/Kucharczyk und der Pontonierfahrverein Ottenbach. Das Team der Sportschützen Affoltern am Albis mit Krystyna Brezek, Heinz Hug und Markus Tobler wurde Schweizer Meister im Luftgewehr-Aufliegeschiessen. Die Sportart ist noch jung und ist eine Unterkategorie des Luftgewehrschiessens. Geschossen wird auf die 10-m-Distanz und im Gegensatz zum freien Schiessen eben aufliegend. So wird älteren Schützen ab 55 Jahren ermöglicht, an Team- und Einzelwettkämpfen weiterhin ausgezeichnete Resultate zu erzielen. Das Team wird von Heinz Hug trainiert, er ist auch der Captain der Mannschaft. Die Schützen trainieren 4 bis 6 Stunden pro Woche. Neben den Erfolgen in den Team-Wettkämpfen sind die Schützen auch einzeln erfolgreich unterwegs. Heinz Hug wurde 2017 Einzel-Schweizer-Meister mit immer noch bestehendem Schweizer Rekord. Ziele des Teams sind die Titelverteidigung und Podestplätze an Schweizer Meisterschaften Einzel. Das Tanzpaar Davide Corrodi / Maja Kucharczyk kann ebenfalls auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Die beiden trainieren täglich ausser montags 3 bis 4 Stunden. Jedes 2. Wochenende bestreiten sie ein Turnier im Ausland oder sind in Trainingscamps. Gecoacht werden Corrodi/Kucharczyk, Mitglieder im Tanzsportclub Zug und des Nationalkaders S-Klasse, von Jasmin Corrodi und trainiert werden sie von verschiedenen ausländischen Trainern. An Turnieren der World Dance Sport Federation starten sie im 10-Dance, einem Wettkampf mit 5 Standard-Balltänzen und 5 Latintänzen. Am Europacup in der Elitekategorie belegten sie den 11. Platz, einen 24. Platz ertanzte sich das Paar an den Weltmeisterschaften bei der Elite. In der Weltbestenliste der Elite findet man das Paar auf Platz 32. Schweizer Meister wurden sie in der Kategorie Elite und Standard Elite. Einem 9er-Team des Pontonierfahrvereins Ottenbach gelang am Eidgenössischen Pontonierwettfahren in Bremgarten der Sieg im Bootsfährenbau. Bootsfährenbau ist eine eher unbekannte Disziplin. Es gilt, innert kürzester Zeit mit einem Boot eine Fährverbindung über einen Fluss zu erstellen. Aus-

Frauen Nominiert sind Alena Huber, Skeleton, Elin Ott, Springreiten, und Susanne Rüegger, Leichtathletik. Alena Huber ist in der Sportart Skeleton zuhause. Sie wohnt in Hausen am Albis und fährt für den Bob- und Skeletonclub Baselland. Ihr Kraft- und Konditionstrainer ist Martin Galliker, das Bahntraining erfolgt in Kooperation mit Belgien unter Christian Steger. Alena Huber gehört zum Elite-C-Kader und bestreitet die Rennserie Europacup. Der wöchentliche Trainingsaufwand variiert je nach Saisonzeitpunkt, im Winter kommen je 4 bis 6 Trainings- und Rennwochen auf dem Eis zusammen. Alena Huber wurde 2018 Schweizer Meisterin bei den Juniorinnen und Vizemeisterin bei den Aktiven. An den Junioren-Weltmeisterschaften in St. Moriz belegte sie den 12. Platz. Kurzfristig strebt Alena Huber den Schweizer Meistertitel bei den Aktiven und Topplatzierungen im Europa Cup an. Mittel- und langfristig stehen die Teilnahme am Weltcup, Platzierungen in den besten 15 Rängen im Weltcup und die Olympischen Spiele 2022 im Fokus. Elin Ott, Springreiterin von Obfelden, startet für den Verein Schweizerische Concours Reiter und wird von ihrem Vater Andreas Ott und von Jessica Kürten trainiert. Ihr Trainingsaufwand beträgt 14 bis 20 Stunden pro Woche. Ihre Wettkampfkategorie heisst Young Riders. In dieser Kategorie wurde sie 2018 Schweizer Meisterin. Spitzenklassierungen an verschiedenen CSI und Grand Prix bei der Elite sind das Resultat von gezieltem Training. Den Pferdevirus hat Elin Ott vom Vater geerbt. Die innige Beziehung zu ihren Pferden und das gegenseitige Vertrauen bezeichnet sie als Basis zum Erfolg. Die Ziele für 2019 und die Zukunft sind fixiert: Medaille an den Schweizer Meisterschaften Young Riders, Top Ten an den Europameisterschaften Young Riders, Grand-

001_2019  
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