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umwelt

Vorteile für Pedalritter Elektrofahrräder lassen Distanzen und Lasten schrumpfen und werden obendrein noch attraktiv gefördert. Von Pascal Sperger

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ussten Sie, dass Sie mit dem Jahresstromverbrauch eines durchschnittlichen Kühlschranks rund 15.000 Kilometer auf einem E-Bike zurücklegen könnten? Und, dass die Radfahrer der österreichischen Volkswirtschaft jährlich über 700 Millionen Euro an Gesundheitskosten ersparen? Oder, dass Sie für jeden betrieblich zurückgelegten Fahrrad-Kilometer theoretisch 38 Cent Kilometergeld kassieren können?

Betriebe profitieren von Förderungen Vielleicht tragen solche Fakten dazu bei, dass Unternehmen künftig verstärkt auf Dienstfahrräder für ihre Mitarbeiter setzen. Denn neben weniger Krankenstandtagen gibt es noch weitere finanzielle

Das klima:aktiv Förderprogramm unterstützt Unternehmen mit bis zu 400 Euro beim Kauf eines Elektrofahrrads

Mit dem Fahrrad auf die Autobahn! Die eRockit ist technisch gesehen eigentlich ein Elektro-Fahrrad. Allerdings mit Leistungsdaten, die einen Motorrad-Führerschein und einen Helm erfordern.

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in E-Bike der etwas anderen Art sorgt derzeit in Salzburg für Aufsehen. Wobei Bike in dem Fall für Motorrad steht, mit klassischen Pedelecs hat die eRockit zumindest leistungsmäßig nur bedingt zu tun. Ein 9 kW starker Elektromotor beschleunigt das Zweirad bis über 80 km/h, allerdings ist trotzdem Muskelkraft gefragt. Denn nur wer in die Pedale tritt, kann die Kraft auch aus­ nutzen und das volle Leistungspotenzial abrufen.

LPV-Geschäftsführer Hannes Valenta schwört auf die eRockit als sauberes und flottes Fortbewegungsmittel

Vorteile: So ist die Anschaffung als Betriebsmittelausgabe abzuschreiben und vorsteuerabzugsfähig. Darüber hinaus werden Betriebe beim E-Bike-Kauf durch das klima:aktiv Förderprogramm des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich mit 200 Euro pro Stück unterstützt. Wer die E-Drahtesel zudem mit Strom aus erneuerbaren Quellen lädt, erhält sogar 400 Euro. Und wer einen Fahrradstellplatz baut, bekommt bis zu 30 Prozent der Ausgaben ersetzt. Die Aktion läuft noch bis 2020. • www.klimaaktiv.at/foerderungen

losstrampelt, kommt man innerhalb von ein paar Sekunden auf 50 km/h. Vor allem, wenn viel Verkehr ist, komme ich mit keinem anderen Fahrzeug so schnell von A nach B.“ Das emissionsfreie Motorradfahren macht also offensichtlich jede Menge Spaß, der aber auch eine Kehrseite hat. Mit 13.320 Euro ist die eRockit kein wirklich günstiges Vergnügen, aber das sind die E-Autos ja auch nicht. • (STS)

Drei Stunden laden, 70 Kilometer Spaß Dass diese Eckdaten vor dem Gesetz nicht mehr als Fahrrad durchgehen, liegt auf der Hand. Die eRockit wird daher wie ein Motorrad eingestuft, ein Helm ist daher ebenso notwendig wie die entsprechende Lenkerberechtigung. Die Reichweite von 70 Kilometern kann sich sehen lassen, danach ist eine zirca dreistündige Ladepause notwendig. Testpilot für das in Deutschland hergestellte Elektro-Motorrad ist Hannes Valenta, sein Unternehmen LPV Energiemanagement ist auch für den Vertrieb in Österreich zuständig. „Wenn man ordentlich

Flotte & Wirtschaft 04/2014

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FLOTTE & Wirtschaft ist DAS österreichische Magazin für Flotten- und Fuhrparkbetreiber und bietet Servicethemen sowie Autotests und ein Gewi...

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