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Das Mitgliedermagazin der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen Ausgabe 92 / 12.2019

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100 Jahre AWO Die Zukunft der AWO 20. AWO Ball: Emma-Sachse-Ehrung für Dr. Karl-Heinz Stengler Von Nähe und Distanz: Eine Analyse der Landtagswahl in Thüringen


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Delegiertenkonferenz des AWO Kreisverbandes Sonneberg e.V.

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100 Jahre AWO – Die Zukunft der AWO

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20 Jahre AWO-Ball: Abschlussveranstaltung „100 Jahre AWO“

10 Von Nähe und Distanz Ulf Grießmann AWO-Landesgeschäftsführer

Liebe AWO-Freundinnen und Freunde, das Jubiläumsjahr 2019 neigt sich dem Ende. Gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern haben wir uns auf über 16 Veranstaltungen präsentiert und gezeigt, wer die AWO ist, was wir tun und wofür wir stehen. Das war aus meiner Sicht ein großer Erfolg, der auf dem AWO-Ball im November einen würdigen Rahmen und Abschluss erhalten hat. Unsere Grundwerte: Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Gleichheit haben heute nichts von ihrer Aktualität verloren.

14 Bilanz zum Projektende „Kivobe“ 16 Von Schneckenhäusern und gestohlenen Pfannkuchen – Der Vorlesetag in Thüringer AWO-Kitas 20 SPD-Sozialpolitiker diskutieren über Pflege 23

kurz notiert / impressum

Zahlreiche Projekte, über die wir etwa in dieser Ausgabe berichten, zeigen, wie wir diese Werte auch heute in die Praxis übertragen. Ein Projekt zur Vorurteilsbewussten Erziehung zum Beispiel oder das Projekt „Zukunftschancen –Aufbau demokratiefördernder Strukturen in Thüringen.“ Auch die engagierte Arbeit in unseren Gliederungen und Einrichtungen gehört dazu. Einer, der diese Werte seit 30 Jahren ganz selbstverständlich lebt, ohne darum viel Aufhebens zu machen, ist Dr. KarlHeinz Stengler, der ehrenamtliche Vorsitzende des AWO Regionalverbandes Süd-West-Thüringen. Er hat deshalb sehr verdient die höchste Auszeichnung der AWO Thüringen, die Emma-Sachse-Ehrung, erhalten. Mir bleibt noch, Ihnen und Ihren Familien eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen. Kommen Sie gut und vor allem gesund in das neue Jahr. Herzlichst

Ihr Ulf Grießmann

Die Kinderband „Die Faulen Socken“ aus dem Eichsfeld bekam eine neue Ukulele zum AWO-Ball überreicht. Der ganze Artikel zum AWO-Ball finden Sie auf S.11.

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Liebe AWO-Freundinnen und -Freunde, das Jahr 2019 ist fast zu Ende. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit dramatischen und tragischen Ereignissen weltweit, aber auch mit Lichtblicken und positiven Entwicklungen, ein Jahr voller Spaltung und Populismus, aber auch von Menschlichkeit und Solidarität. Eines ist für mich klar: Die AWO ist in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, Kindern Bildungschancen zu bieten, Menschen in besonderen Lebenslagen zu unterstützen und Senioren ein gutes Leben im Alter und eine würdevolle Pflege zu ermöglichen, haben nichts von ihrer Bedeutung verloren.

Im Namen des gesamten AWO-Landesvorstandes möchte ich mich deshalb herzlich bei Ihnen für die geleistete Arbeit im zurückliegenden Jahr bedanken. Bei allen Ehrenamtlichen in Vorständen, Vereinen und Einrichtungen, aber auch bei allen Beschäftigten. Ich wünsche Ihnen fröhliche und schöne Weihnachten. Kommen Sie gut in das neue Jahr. Ich freue mich darauf, auch in den kommenden Monaten weiter mit Ihnen an der AWO Thüringen und an einer sozialen und lebenswerten Gesellschaft zu arbeiten.

Ihr Werner Griese Vorsitzender

Delegiertenkonferenz des AWO Kreisverbandes Sonneberg e. V. Zur Delegiertenkonferenz des AWO Kreisverbandes Sonneberg e. V. konnte die Vorstandsvorsitzende Lore Mikolajczyk am 15. November 69 Mitglieder im Saal der Feuerwache Neuhaus begrüßen. In ihrem Rechenschaftsbericht ging Mikolajczyk auch auf die Verbandsentwicklung in der abgelaufenen Wahlperiode ein. Und diese vier Jahre hatten einiges zu bieten. So wurde unter anderem ein Mehrgenerationenhaus mit der angrenzenden Wohnanlage übernommen und die Einrichtung erfolgreich zu einer stationären Kinder- und Jugendeinrichtung umgewidmet. Außerdem gründeten sich in den Kindergärten Steinach, Effelder, „Tausendfüßler“ Neuhaus und Steinheid AWO-Fördervereine. Aktuell sind im Kreisverband Sonneberg 750 Mitglieder in den Orts- und Fördervereinen organisiert.

Die Wahl bestätigte mit großer Mehrheit Lore Mikolajczyk als Vorsitzende des Verbandes für die kommenden vier Jahre. Als Stellvertreter fungiert Ansgar Scherf. Mike Stieler wurde als Beisitzer bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Phillip Müller und Thomas Ellmer, beide Vorschläge des Ortsvereins Lauscha. Die Aufgaben der Revisoren übernehmen in der kommenden Wahlperiode Antje Kaiser und Tom Vonderlind.

Zum Abschluss ihres Berichtes gab die Vorstandsvorsitzende auch einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr. Höhepunkt wird dabei die Feier zum 30-jährigen Jubiläum der AWO im Landkreis Sonneberg am 4. Juli 2020 in Lauscha sein. Nach den Berichten der Revisoren und der Mandatsprüfungskommission wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Bevor die Delegierten in den Wahlvorgang für einen neuen Kreisvorstand traten, verabschiedeten sie die langjährigen und verdienstvollen Vorstände Angelika Horrig und Alexander Humann.

v.l.n.r.: AWO-Kreisgeschäftsführer Falk Bohl, Mike Stieler, Ansgar Scherf, Lore Mikolajczyk, Tom Vonderlind, Thomas Ellmer, AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann und Phillip Müller. (Antje Kaiser abwesend)

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Ausgleich und Gerechtigkeit: Die Zukunft der AWO von Werner Griese In den vergangenen Ausgaben der AWO informativ haben wir einen Blick in die Gründungszeit, die Wiedergründung nach der politischen Wende und die Gegenwart der Arbeiterwohlfahrt geworfen. Für diese Ausgabe bin ich gebeten worden, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Nun ist das mit Prognosen ja immer so eine Sache. Denn die Zukunft ist vor allem eines: unbestimmt. Dennoch kann man einige gesellschaftliche Entwicklungen zum Anlass nehmen und daraus mögliche Entwicklungslinien ableiten. Wir leben in einer Zeit extremer Gegensätze und extrem polarisierender Debatten. In der Politik herrscht ein Ton, wie man ihn noch nie erlebt hat. In sozialen Netzwerken werden Menschen bedroht, es wird gegen Minderheiten oder politisch Andersdenkende gehetzt, dass sich einem die Haare sträuben. Respekt und gute Umgangsformen scheinen völlig abhanden gekommen. Politische Gruppen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Zwischentöne? Kompromisse? Mittelwege? Fehlanzeige. Unerwünscht. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen lässt sich eine Polarisierung beobachten. Einige wenige Superreiche verfügen über unfassbare Vermögen, Onlinekonzerne machen riesige Gewinne, zahlen aber kaum Steuern. In Deutschland wiederum freut sich der Bundesfinanzminis-

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ter über ein weiteres gutes Jahr, während in den Städten und Gemeinden Schulen und viele Kindergärten vor sich hingammeln. Diese Liste und Beispiele ließen sich fortsetzen. Welche Rolle kann die AWO in dieser schwierigen und unruhigen Zeit spielen? Ich bin für die AWO-Ansicht, die Verbandszeitschrift des AWO-Bundesverbandes, anlässlich des 100-jährigen AWOJubiläums gefragt worden: „Warum sollte es die AWO auch in 100 Jahren noch geben?“ Ich habe geantwortet: „Weil die AWO für Zusammenhalt sorgt. Sie fördert die Schwächeren, bietet viele Möglichkeiten, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, sorgt für Bildungschancen und Würde im Alter. Das war immer wertvoll und wird es bleiben, egal, wohin uns die Zukunft führt.“ Die ISS-Langzeitstudie des AWO-Bundesverbandes hat gerade erst wieder belegt, wie wichtig soziale Einrichtungen bei der Überwindung des Armutskreislaufes sind. Kinder, die aus sozial schwachen Familien stammen, haben statistisch schlechtere Aufstiegschancen als Kinder aus wirtschaftlich gut situierten Verhältnissen. Durch gute soziale Einrichtungen und eine entsprechende Förderung kann dieser Effekt aber gemildert und der Kreislauf „einmal arm,


immer arm“ durchbrochen werden. Die AWO sorgt so für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Teilhabe an der Gesellschaft. Ein guter Start, um Polarisierung und Populismus entgegenzuwirken. Auch in besonderen Lebenssituationen sind wir da. Mit Schuldnerberatungsstellen, Familien- und Lebensberatung oder Schwangerschaftsberatung. Wir helfen Menschen mit einer Behinderung bei der Inklusion in die Gesellschaft, wir unterstützen Senioren im Alltag und sind da im Falle der Pflegebedürftigkeit. All das sind Fragen, die heute aktuell sind und die durch Digitalisierung und gesellschaftlichen Wandel nicht überflüssig werden.

100 Jahre AWO – Das Tourfinale Im September und Oktober nahm die AWO-Jubiläumstour zum Ende noch einmal richtig Fahrt auf. Die Ziele lauteten Pößneck, Rudolstadt, Lauscha, Greiz und Arnstadt. In Pößneck nutzte der AWO Kreisverband Saale-Orla e. V. das Stadtfest, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Der Plan ging auf: Das Festzelt war zur großen Eröffnung des Jubiläumswochenendes rappelvoll. An zwei Tagen konnten sich die Stadtfestbesucher über die ehrenamtlichen Angebote und sozialen Einrichtungen der AWO im

Aber die AWO wird in Zukunft anders aussehen. Unser Verband wird sich verändern, er wird flexibler werden müssen, etwa bei der Mitgliedergewinnung. Die Zeiten, in denen viele Menschen quasi automatisch Mitglied der SPD, der Gewerkschaft und der AWO waren, sind auch in den alten Bundesländern vorbei. Hier im Osten war das nach der Wende ohnehin nie so. Die Fördervereine, die wir hier in Thüringen entwickelt und vorangetrieben haben, sind ein Weg, um in Zukunft Mitglieder zu gewinnen. Die AWO wird digitaler werden, einfach weil die Menschen zunehmend daran gewöhnt sind, alles online zu erfahren und zu erhalten. Und die AWO wird sich in den Quartieren und Gemeinden noch stärker vernetzen müssen. Das Quartiersmanagement ist dafür ein wichtiger Schritt. Grundlegend aber ist mir um die AWO nicht bange. Unsere Grundwerte: Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit und Toleranz haben 100 Jahre überdauert. Die AWO hat das Naziregime überstanden und ist danach neu aufgebaut worden. Auch hier im Osten ist die AWO trotz 57 Jahren Abstand nach der Wende 1989 rasch wieder entstanden. Gerade in Thüringen hat unser Verband seitdem eine enorme Entwicklung vorzuweisen. Die AWO ist da, wenn sie gebraucht wird. Wir arbeiten und kämpfen für eine gerechte Gesellschaft. Wir liefern wichtige Antworten, gerade in Zeiten der Unsicherheit und der Polarisierung. Das ist als Markenkern nicht schlecht. Und das sind gute Voraussetzungen für eine Geschichte, die noch weitere 100 Jahre andauert.

Viele Gäste feierten in Pößneck 100 Jahre AWO. Landkreis informieren, beim Basteln selbst kreativ werden, lustige Erinnerungsfotos an der Fotobox machen oder sich an der Graffitistation ausprobieren. Die Band Simple Jam aus Ranis sorgte am Samstagabend für gute Livemusik, am Sonntagmorgen waren alle zum Frühschoppen mit der Forsthauskappelle aus Knau eingeladen.

Tolle Preise waren am Glücksrad zu gewinnen.

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Die AWO Rudolstadt verband ihr 100 Jahre AWO-Fest am 27. September mit der Festwoche zum zehnjährigen Bestehen der Friedrich-Adolf-Richter-Schule, die in freier Trägerschaft der AWO arbeitet. Den Schülern, Eltern und Gästen wurde einiges geboten, von einer Druckwerkstatt über Korbflechterei bis zur Klangschalenmassage. Außerdem präsentierte sich die von der AWO Rudolstadt getragene Ankerstein GmbH auf einer Spielfläche. Parallel dazu lief ein Bühnenprogramm, gestaltet von den Einrichtungen der AWO Rudolstadt und den Schülerinnen und Schülern.

Am Tag der Deutschen Einheit machte die 100 Jahre AWO-Tour in Greiz halt. Der AWO Gemeindeverband Zeulenroda-Triebes e. V. präsentierte sich auf dem Greizer Neustadtfest. Highlight war die Foto-Ausstellung des AWO-Pflegezentrums „Zum alten Kraftwerk“ aus Auma. Der Fotograf Thomas Wicht aus Weida hat die Bewohner der Einrichtung liebevoll porträtiert. Auch die beliebten Angebote der AWOTour, wie die Kaffeebar und die Fotobox, waren wieder vor Ort. Den Abschluss fand die Jubiläumstour am 5. Oktober in Arnstadt auf dem traditionellen Herbstmarkt. Die AWO im Ilm-Kreis war mit ihren Einrichtungen und Ortsvereinen trotz bescheidenen Herbstwetters präsent und informierte die Festbesucher zu ihren Angeboten.

100 Jahre AWO – auch an der Graffitistation in Rudolstadt Schon einen Tag später stand im Kulturhaus Lauscha alles im Zeichen des AWO-Jubiläums. Vor allem die Thüringer AWO-Mitbegründerin und Vorsitzende des Sonneberger AWO-Kreisverbandes Lore Mikolajczyk erhielt viele würdigende Worte von den Ehrengästen. Dazu zählten u.a. die Thüringer Sozialministerin Heike Werner und der Sonneberger Landrat Hans-Peter Schmitz. Nachdem die große 100 Jahre AWO-Torte angeschnitten war, standen den vielen AWO-Freunden im Kulturhaus vielfältige Angebote offen. Das Bühnenprogramm gestalteten AWO-Kindergärten und -Tanzgruppen sowie der Lauschner Stand-Up-Comedian Jonas Greiner.

Kreativangebote der AWO auf dem Greizer Neustadtfest

Auf dem Arnstädter Herbstmarkt war auch die AWO mit einem herbstlichen Angebot vertreten.

Im Kulturhaus Lauscha schnitten die Kreisvorsitzende Lore Mikolajczyk, die stellvertretende Landesvorsitzende Katrin Matzky und Sozialministerin Heike Werner die Geburtstagstorte an.

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Ein großes Dankeschön geht an alle AWO-Mitglieder und Ehrenamtliche, die die insgesamt 14 Stationen der Jubiläumstour gestaltet und mit Leben erfüllt haben. So konnte die AWO Thüringen 2019 im ganzen Freistaat viele Menschen erreichen, Werbung für das Ehrenamt machen und über ihre Arbeit informieren.


Bundesfamilienministerin Giffey besucht AWO-Senioren-WG „Heckenrose“ Anfang Oktober besuchte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) die AWO-Senioren-WG „Heckenrose“ in Erfurt und diskutierte mit interessierten Bürgern zum Thema Pflege in der Begegnungsstätte des Hauses.

Carsten Schneider, Familienministerin Dr. Franziska Giffey, Ulf Grießmann, Einrichtungsleiterin Susann Warnhoff und Dr. Cornelia Klisch Eingeladen hatte die Landtagsabgeordnete Dr. Cornelia Klisch (SPD), die die Bewohner als Ärztin medizinisch betreut und die Einrichtung gut kennt. Gemeinsam mit dem Parlamen-

tarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Carsten Schneider wollten die Politikerinnen wissen, was die Senioren des Hauses und die Bürgerinnen des Wohngebietes bewegt. Die Besucher stellten den Politikern vor allem Fragen zur Qualität und Finanzierung von Pflegeleistungen. Ministerin Giffey hörte zu, schrieb mit und verwies auf viele wichtige Erfolge der Großen Koalition, wie etwa das Familienentlastungsgesetz, das Kinder von Pflegebedürftigen bis zu einer Einkommensgrenze von 100.000 Euro von der Unterhaltspflicht befreit oder die „konzertierte Aktion Pflege“, die Verbesserungen bei der Ausbildung und Bezahlung der Pflegekräfte anstrebt. AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann verwies darauf, dass es eine langfristige Lösung zur Finanzierung von Pflegeleistungen geben müsse, bei der die Kosten für steigende Löhne und Qualitätsverbesserungen nicht allein von den Pflegebedürftigen getragen werden. AWO und SPD sind hier inhaltlich einig, dass eine Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege dringend erforderlich ist. Franziska Giffey und Carsten Schneider zeigten sich von der Arbeit und dem Konzept der Senioren-WG „Heckenrose“ beeindruckt und lobten auch die Arbeit des hiesigen Quartiersmanagements und des AWO-Ortsvereins Erfurt Südost mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Angeboten in der Begegnungsstätte.

17. Alzheimer-Tag Thüringen in Weimar Die Thüringer Alzheimer Gesellschaft hatte im September zum 17. Alzheimer-Tag unter dem Thema „Selbstbestimmtes Lebensende?!“ eingeladen. Schirmherrin der Veranstaltung in der Marie-Seebach-Stiftung Weimar war Thüringens Sozialministerin Heike Werner. Das Thema ist ebenso sensibel wie aktuell: In Deutschland töten sich jedes Jahr rund 10.000 Menschen, etwa 40 Prozent davon im Seniorenalter. Die steigende Zahl der Suizide älterer Menschen ist häufig eine Folge von Problemen und Krisen im Alterungsprozess, mit denen sich Betroffene allein gelassen fühlen. Dazu zählen unter anderem der Verlust des Partners oder familiärer Bezüge, der Selbstständigkeit, Mobilität und Autonomie, drohende Pflegebedürftigkeit oder die Angst vor zunehmender Hilflosigkeit und Vereinsamung. Vorsitzende Margot Arendt begrüßte unter anderem Professor Dr. med. Karl-Jürgen Bär der Friedrich-SchillerUniversität Jena, der in seinem Auftaktreferat medizinische, ethische und menschliche Perspektiven zur Selbsttötung im Alter betrachtete. In zwei Workshops unter Leitung des Netzwerks zur Suchtprävention in Thüringen (NEST) und der Notfallseelsorge Jena tauschten sich die Teilnehmer zu

Möglichkeiten der Suizidprävention und dem Umgang mit Suizid im Alter aus. Der MDR Thüringen strahlte ein Radiointerview zur Veranstaltung aus. Die Künstlerin Sandruschka hielt den Fachtag mit einem Graphic Recording bildlich fest. Die Alzheimer Gesellschaft Thüringen ist ein korporatives Mitglied der AWO Thüringen und setzt sich für Menschen mit Demenz ein.

Margot Arendt, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Thüringen bei der Begrüßungsrede

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Der Emma-Sachse-Preisträger Dr. Karl-Heinz Stengler (3.v.r.). Es gratulieren (v.l.n.r.) Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann, Landesvorsitzender Werner Griese, der Vorsitzende des AWO-Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt, die stellv. Ministerpräsidentin Heike Taubert und Gertraude Eck, Geschäftsführerin des AWO-Regionalverbandes Süd-West-Thüringen.

Abschlussveranstaltung „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ zum AWO-Ball im Erfurter Kaisersaal Dr. Karl-Heinz Stengler mit Emma-Sachse-Ehrung 2019 ausgezeichnet Der Vorsitzende des AWO Regionalverbandes Süd-WestThüringen e. V. Dr. Karl-Heinz Stengler ist mit der höchsten Auszeichnung der AWO Thüringen, der Emma-Sachse-Ehrung für herausragendes Engagement 2019, ausgezeichnet worden. Auf dem diesjährigen AWO-Ball am 8. November erhielt er die Auszeichnung aus den Händen des AWO-Landesvorsitzenden Werner Griese. Dr. Karl-Heinz Stengler ist eine der prägenden Figuren in seiner Heimat Hildburghausen und weit darüber hinaus. Seit 30 Jahren setzt sich der inzwischen 82-Jährige ehrenamtlich und sozialpolitisch für die Region ein. Auf seine Initiative hin gründete sich 1989 die SPD in Hildburghausen als einer der ersten SPD-Ortsvereine im Freistaat neu. Kaum ein Jahr später gehörte Stengler mit zu den Gründungsmitgliedern der AWO in Hildburghausen. 1994 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des zwischenzeitlich entstandenen Kreisverbandes Hildburghausen gewählt und

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erfüllte diese Funktion auch im nachfolgenden AWO Regionalverband Süd-West-Thüringen, zu dessen Vorsitzenden er ab 2014 gewählt wurde. Unter seinem Vorsitz sind im Landkreis Begegnungsstätten, Seniorenwohnanlagen und zahlreiche ehrenamtliche Angebote der AWO entstanden. Mit den neun Orts- und acht Fördervereinen ist es in den letzten Jahren gelungen, die Mitgliederzahl auf 1.139 Mitglieder nahezu zu verdoppeln. Der AWO-Ball 2019 bildet den Abschluss des Jubiläumsjahres „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ in Thüringen, das im April mit einem Festakt im Deutschen Nationaltheater in Weimar begann, wo die AWO-Gründerin Marie Juchacz am 13. Dezember 1919 als erste Frau in einem deutschen Parlament eine Rede hielt. Die Veranstaltung beendet eine große Jubiläumstour der Thüringer AWO, die mit 14 Großveranstaltungen im ganzen Freistaat präsent war.


Wilhelm Schmidt sprach über Geschichte und Zukunft der AWO.

Die Teilnehmer des AWO-Balles konnten 25 mal 100 Euro für ihren Orts- oder Förderverein gewinnen. Die stellv. Landesvorsitzende Katrin Matzky zog gemeinsam mit Falko Schmidt, Vorsitzender des Landesjugendwerks (r.), die Gewinner.

Eröffnungsständchen von den Erfurter „Angerspatzen“ Dazu feierte der AWO-Ball in diesem Jahr ein eigenes Jubiläum. Seit 20 Jahren wird die Veranstaltung zu Ehren der vielen ehrenamtlich Engagierten in der Thüringer Arbeiterwohlfahrt ausgerichtet. Auch in diesem Jahr sind rund 500 Mitglieder, Ehrenamtliche und Freunde der AWO der Einladung in den Erfurter Kaisersaal gefolgt. Darunter auch die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert, verschiedene Landtagsabgeordnete und Vertreter der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen. Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes e. V. hielt die Festrede und würdigte ausdrücklich die Arbeit der AWO in Thüringen. Viel Aufmerksamkeit erhielt der Film „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“, in dem das Landesjugendwerk Eindrücke von allen Stationen der Jubiläumstour visualisierte. Für Musik und Unterhaltung sorgten die Kinderband „Faule Socken“ der AWO Eichsfeld und eine Fotobox, die viele Gäste für ein exklusives Erinnerungsfoto nutzten. Die Musiker der Matthias-Witt-Band aus Erfurt waren zum 20. AWO-Ball engagiert worden und füllten die Tanzfläche bis zum Ende. Die Band begleitet den AWO-Ball von Beginn an und spielte bereits zum 1. AWO-Ball 1999 sowie zum 10. und 15. AWO-Ball.

Die Kinderband „Die Faulen Socken“ aus dem Eichsfeld

Auch das Landesjugendwerk sprach über Zukunftsvisionen der AWO.

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Nun ist es zu Ende, das Superwahljahr in Thüringen. Drei Wahlen sind absolviert und von Ergebnis zu Ergebnis und von Umfrage zu Umfrage deutete sich bereits an, was dann am Wahltag der Landtagswahl ab 18.00 Uhr zur Gewissheit wurde. Ich bin schockiert über das Wahlergebnis. In einer Demokratie wählen zu dürfen heißt offensichtlich nicht zwangsläufig, dass man Demokraten wählt. Die Wählerinnen und Wähler, die sich so entschieden haben, das sind keine Abgehängten, das sind keine Menschen, deren Lebensstil in irgendeiner Weise von Flüchtlingen bedroht wird. Hier kommen diffuse Ängste und ein allgemeiner Frust auf „die Politik“ und auf „die da oben“ mit dumpfen Parolen zusammen. Man meint, es „denen“ mal richtig zeigen zu können. Das Dumme dabei: Dass die vermeintliche Alternative nicht die Lösung irgendeines der Thüringer Probleme ist, ahnen, glaube ich, selbst die meisten derer Wähler. Es interessiert sie aber nicht. Zu stark ist die Verdrossenheit auf „die Etablierten“. Und auch die beständigen und tapferen Warnungen vor einem Rechtsruck und der Gefährdung der Demokratie verhallen in unseren eigenen Echokammern. Soweit. Und nun? Wie weiter in Thüringen und wie umgehen mit dem Wahlergebnis? Und vor allem, was kann man daraus lernen? In der sozialen Arbeit gibt es einen Grundsatz, den Sozialpädagogen sehr früh in ihrem Studium lernen und in der Praxis möglichst beherzigen sollten: das sogenannte dialektische Verhältnis von Nähe und Distanz. In der sozialen Arbeit braucht es Nähe zum Klienten, um Empathie und Mitgefühl aufbauen zu können, um zu verstehen, was die Probleme sind und um Vertrauen herzustellen. Gleichzeitig braucht es professionelle Distanz, um einen Schritt zurücktreten zu können und so einen besseren Blick für Lösungen zu haben. Und – und auch das ist wichtig – um sich nicht selbst kaputtzumachen. Was hat das mit der Wahl zu tun? Das Wahlergebnis in Thüringen ist bei näherem Hinsehen nicht so eindeutig, wie man denkt. Es gibt Paska, einen Ort im Saale-Orla-Kreis, wo 60 Prozent der Einwohnerinnen

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27.10.19

von Ulf Grießmann

02.05.2019 10:14:15

Gedanken zur Landtagswahl in Thüringen

www.deinlandtag.de

Von Nähe und Distanz

E i n e D emok r ati e -O ffe n si v e des Th ü ri n g er L an dtags u n d der

Landesverband Thüringen e. V.

und Einwohner AfD gewählt haben. Und es gibt aber auch Gotha, wo ein Matthias Hey das Direktmandat für die SPD holte. Oder Erfurt-Nord, wo Karola Stange wiederholt das Direktmandat für DIE.LINKE errang. Ein differenzierter Blick lohnt sich. Was macht ein Matthias Hey in seinem Wahlkreis anders? Er ist präsent. Er engagiert sich für und in seinem Wahlkreis und seine Wählerinnen und Wähler. Auch Karola Stange ist in ihrem Wahlkreis bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Aber nicht nur das. Auch sie ist ansprechbar, kümmert sich tatsächlich um die Probleme der Menschen, unterstützt soziale Einrichtungen, wo es nur geht. Die Menschen in Ihrem Wahlkreis dankten es am Ende mit über 5.600 Stimmen und damit mit einem erneuten Direktmandat. Und Paska? Ganz offen. Ich kenne den Ort nicht. Niemand hat sich vor der Wahl für Paska interessiert. Das war, aus Sicht der bürgerlichen Parteien sicherlich ein Fehler. Jetzt berichten alle Medien über das Wahlergebnis, wundern sich und bringen den Ort auf der Suche nach Erklärungsmustern bundesweit in die Schlagzeilen. Doch genauso schnell, wie diese Schlagzeilen geschrieben sind, wird auch das Interesse an Paska wieder erlöschen. Und das ist für mich ein wesentlicher Kern des Problems. Politik, die nur distanziert erlebt wird, aus Erfurt oder aus Berlin, wirkt befremdend und wird abgelehnt. Besonders dann, wenn es um unangenehme Dinge geht. Dagegen gibt es etwa in der Kommunalpolitik ganz viele Beispiele, wo Bürgermeister oder Landräte mit Traumergebnissen von 90 Prozent wiedergewählt werden. Auch hier kann man wieder den Bezug zur sozialen Arbeit herstellen: Nur, wenn mir der Klient vertraut und wir eine belastbare Beziehung haben, wird er auch bereit sein, unangenehme Wahrheiten und Vorschläge von mir anzuhören. Ich glaube, wir brauchen deshalb eine Rückbesinnung der Politik auf die menschliche Ebene vor Ort. Wir brauchen Politiker, die verstehen, dass Paska eben anders tickt, als Erfurt und Berlin und dass die Menschen dort anders angesprochen und abgeholt werden wollen. Und wir brauchen Politiker, die eben auch vor Ort sind und dort wahrgenommen werden. Viel zu oft erlebe ich leider, dass auch wir kurz vor der Wahl angerufen werden, um Politikern Pressetermine in Kindergärten und Pflegeheimen zu ermöglichen. Wir machen das gern, es nützt aber nichts. Die Menschen und auch die Medien haben ein sehr feines Gespür für den Unterschied zwischen glaubwürdiger politischer Arbeit und Wahlkampfgeplänkel. Wir brauchen Politiker, die sich nicht


zu schade für eine Dorfkirmes sind und die auch zwischen den Wahlen da sind und mit den Menschen Probleme diskutieren und lösen helfen. Das ist es, was ein Matthias Hey und eine Karola Stange vielen anderen voraushaben. In meinen Augen ist das auch ein Rezept gegen Populismus. Politik und Demokratie heißt aber auch nicht nur auf Politiker schauen, sondern Mitmachen und aktive Verantwortungsübernahme. Die vergangenen Kommunalwahlen in Thüringen oder auch Mecklenburg-Vorpommern zeigten, wie schwer es ist, Kandidaten für ehrenamtliche Ämter in Gemeinderäten oder als Bürgermeister zu finden. In der vergangenen Kommunalwahl in Rheinland-Pfalz fehlten in 465 Orten Bürgermeisterkandidaten. Aber auch das passt in die hysterischen Diskussionen der Zeit. Von der Seitenlinie ist schnell geschrien, der Ton teils sehr verroht. Allein, die eigene Verantwortungsübernahme, sich um die täglichen Dinge eines Ortes kümmern, sich in komplexe Sachfragen

einzuarbeiten und dann schwierige Entscheidungen zu treffen, immer weniger Menschen scheinen dazu bereit. Und es werden noch weniger werden, wenn Politiker und Kommunalpolitiker weiter massiv bedrängt oder gar mit dem Tode bedroht werden. Hier müssen wir uns klar positionieren, Grenzen und Courage aufzeigen. Thüringen muss nun mit dem Wahlergebnis umgehen. Ich hoffe, dass wir schnell eine stabile und auf demokratischen Grundsätzen ruhende Landesregierung kriegen. Wir haben viele Probleme im Freistaat, die wir als Arbeiterwohlfahrt gern angehen würden. Wir können es uns nicht leisten, im Parteienstreit und Personalgeplänkel zu versinken. Mit unseren Ortsvereinen und Einrichtungen in den Regionen müssen wir weiterhin daran arbeiten, gesellschaftliches Miteinander zu organisieren und unsere Werte: Solidarität, Toleranz, Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit einzubringen.

Projekt „Zukunftschancen“ zieht Bilanz 2019 endet die Förderung für das Projekt „ZukunftsChancen – Ausbau demokratiefördernder Strukturen bei der AWO Thüringen“. Ein Nachfolgeprojekt für die Jahre 2020 bis 2024 steht bereits in den Startlöchern. Gefördert wurde das Projekt seit 2015 durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat über das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, das Thüringer Landesprogramm „Denkbunt“ und den AWO Landesverband Thüringen e. V. Über das Projekt wurden seit 2015 insgesamt 48 ZukunftsFörderer ausgebildet. Die Ausbildung umfasst unter anderem Themen wie systemische Beratung, Diskriminierung, Projektmanagement, Kommunikation und Konflikte, Teamentwicklung, AWO-Leitbild, AWO im Sozialraum, Gemeinwesenorientierung, Demokratieförderung, inter-(trans-) kulturelle Öffnung, vielfaltssensible Sprache, Gestaltung von Veränderungsprozessen oder Organisationsentwicklung.

Sprache und interkulturelle Kommunikation zum Teil in Kooperation mit dem AWO Bildungswerk Thüringen umgesetzt. Auch Fachtage für unterschiedlichste Zielgruppen wurden organisiert, etwa zu Motivation und Kommunikation für Praxisanleiterinnen im Bereich Freiwilligendienste oder Jugendarbeit im ländlichen Raum. In mehreren Kreisverbänden fanden Demokratie- bzw. Zukunftskonferenzen als dezentrale Beteiligungsformate statt. Eine rege Beteiligung gab es außerdem an den Internationalen Tagen gegen Rassismus, die insbesondere durch die ZukunftsFörderer umgesetzt wurden. Für Einrichtungen, die Demokratie durch ihre Arbeit fördern wollen, hat das Projekt eine Best-Practice-Mappe erstellt, die zielgerichtet Projekte aus ganz Thüringen vorstellt. Die Mappe ist unter awo-toleranz@awo-thueringen. de bestellbar oder bald auch als Download unter www.awotoleranz.de zu finden.

Die ZukunftsFördererinnen sind in den Einrichtungen der AWO in ganz Thüringen tätig und stehen den Teams beratend zur Seite, beispielsweise wenn dort eine Person diskriminiert wurde. Außerdem bieten sie vor Ort Maßnahmen an, um die Werte der AWO im Arbeitsalltag zu integrieren. Seit 2017 gab es rund 30 Beratungsgespräche zu den Themen Vielfalt, Diskriminierung, Partizipation und Konfliktbewältigung. Das sind mehr als 100 Stunden Beratungsarbeit, aus denen Projekte oder Prozesse entstanden sind. Vor Ort oder auch zentral in Erfurt haben die Projektmitarbeiter zahlreiche Workshops und Weiterbildungen zu Moderation, Projektmanagement, vorurteilsbewusste Bildung in der Kita, Argumen-tationstraining, vielfaltssensible

Die Teilnehmer der letzten Ausbildung

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Ehrenamt (er)leben Im September fanden die 8. AWO-Aktionstage statt. An zehn Stationen in Thüringen waren Ehrenamtliche in AWO-Einrichtungen aktiv, um gemeinsam handwerkliche Projekte umzusetzen, besondere Veranstaltungen zu ermöglichen und vieles mehr. Angepackt haben Eltern, Erzieher und Freiwillige in der AWO Kita „Löwenzahn“ in Rückersdorf. Mit der unentgeltlichen Unterstützung von lokalen Firmen wurde ein Bodentrampolin installiert. Die Kita arbeitet in Trägerschaft des Der Bauwagen der „Hüttengeister“ bekam einen frischen Anstrich. Werkzeug war auch in Erfurt vonnöten. Zehn Ehrenamtliche des AWO-Ortsvereins Erfurt-Südost hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das AWO Sozialkaufhaus „Bummi“ nahe des Hauptbahnhofes zu renovieren. Unter anderem wurden die Fensterbeklebung, die Rollos und einige Regale erneuert. Der Eingangsbereich erhielt einen neuen Anstrich und defekte Leuchtstoffröhren wurden ersetzt.

Das Bodentrampolin in Rückersdorf hat den ersten Test bestanden. AWO-Kreisverbandes Greiz. Auch in Jena haben sich viele Ehrenamtliche zugunsten der Kinder ins Zeug gelegt: Der Förderverein, der Ortsteilrat und weitere Helfer haben den Erlebnisspielplatz der AWO Kita „Abenteuerland“ um ein Piratenschiff erweitert. Nach der Schiffstaufe waren alle Teilnehmer zu einem Grillfest eingeladen. Im südthüringischen Lauscha fand ebenfalls ein Arbeitseinsatz statt. Der Bauwagen der AWO Kita „Hüttengeister“ wurde auf Vordermann gebracht. Dabei halfen neben den Eltern auch die Mitglieder des AWO-Ortsvereins, Vereine wie die Bergwacht und der Faschingsverein und viele mehr. Der Bauwagen dient den Kindern als Spielort und Unterschlupf im Wald.

Viele Helfer zum Aktionstag der AWO Kita „Abenteuerland“ in Jena

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Das Bummi-Kaufhaus erhielt eine bunte Fensterbeklebung. Eine ganze Aktionswoche fand im AWO Seniorenwohnpark Schlotheim statt. Da das Jahr 2019 in dem Pflegeheim unter dem Motto Musik stand, gab es in der Aktionswoche jeden Tag ein anderes musikalisches Highlight im Haus. Höhepunkt war der Chorwettbewerb: Der Bewohnerchor, der Mitarbeiterchor, der Chor des AWO-Pflegeheims aus Bad Langensalza, die Kinder aus der AWO Kita „Henriette Suchsland“ aus Obermehler sowie aus dem Kinderheim Seebach und eine Solosängerin aus dem AWO Pflegeheim in Sondershausen traten hier auf. Apropos AWO-Pflegeheim Bad Langensalza: Auch hier fand eine der zehn Stationen der Aktionstage statt. Einen Tag lang drehte sich im „Haus an der Salza“ alles um den Rohstoff Holz. Die Teilnehmer konnten Gestecke auf Holzscheiben anfertigen, sich im Erkennen von verschiedenen Gehölzen testen und ganz praktisch an der Dekupiersäge arbeiten. Die Vorführung eines Kettensägenkünstlers war besonders beeindruckend.


In Meiningen haben sich die AWO-Jugendclubs „Am Berg“ und „Max‘ Inn“ zum Aktionstag jeweils mit einem Tag der offenen Tür präsentiert. Die Besucher konnten u.a. beim Geo-Caching auf Schatzsuche gehen und einen DJ-Workshop machen. Der Jugendclub „Am Berg“ hat seinen Kreativcontainer eingeweiht. Außerdem gab es eine Pflanzaktion, Minigolf und weitere Mitmach-Angebote.

In Schlotheim musizierten alle gemeinsam.

Neue Bäume für die AWO-Jugendclubs in Meiningen

Beeindruckende Säge-Show in Bad Langensalza Danke sagen wollten zum Aktionstag die Mitarbeiter des AWO-Pflegeheims in Bad Liebenstein. Schon viele Jahre erhält das Haus wertvolle Unterstützung von der Hospizgruppe Bad Salzungen. Also haben die Mitglieder des Fördervereins gemeinsam mit den Bewohnern, Angehörigen und weiteren Gästen kleine Engelchen gebastelt, die die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe ihren Patienten schenken können. Außerdem gab es ein Glücksrad, einen kleinen Flohmarkt und einen Kuchenbasar, deren Erlöse an das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gespendet werden sollen.

Kreatives Multi-Kulti-Fest in Gotha Ein Multi-Kulti-Fest in der integrativen AWO Kita „Wirbelwind“ in Gotha setzte den Schlusspunkt der Aktionstage. Hier waren Kinder, Familien, Nachbarn und Interessierte herzlich eingeladen, um Spiele, Speisen, Tänze und Bücher aus den unterschiedlichsten Ländern kennenzulernen. Dabei wurde die Kita tatkräftig von ihrem Förderverein, dem Stadteilverein Gotha-West, der Ekhofschule und der evangelischen Grundschule unterstützt. Der AWO Landesverband Thüringen e. V. hat die Aktionstage als Werbung für das Ehrenamt ins Leben gerufen. Der AWO-Aktionstag wird über die Thüringer Ehrenamtsstiftung gefördert und findet im Rahmen des thüringenweiten Freiwilligentages statt.

In Bad Liebenstein sind hübsche Engelchen für Hospizpatienten entstanden.

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Bilanz zum Projektende von „Kivobe – Kindern vorurteilsbewusst begegnen“ Neun Thüringer AWO-Kindergärten haben sich am Projekt „Kivobe – Kindern vorurteilsbewusst begegnen“ beteiligt, das demnächst endet. „Kivobe“ ist eine Kooperation des AWO-Bundesverbandes in Zusammenarbeit mit dem AWO-Bildungswerk und dem AWO-Landesverband Thüringen sowie der AWO Oberbayern. Ziel ist, sich mit Vorurteilen und Vielfalt in der pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen und eigene Ansätze für die Praxis zu entwickeln. Denn Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität sind Grundwerte der AWO, die auch in der frühkindlichen Bildung bereits ihren Platz haben. Am Projekt beteiligt sind die AWO-Kitas „Am Fuchsgrund“ aus Erfurt, „Holzlandknirpse“ aus Hermsdorf, „Blauer Vogel“ und „Regenbogen“ aus der Gemeinde Frankenblick, „Nordknirpse“ aus Weimar, „Sommerau“ aus Zella-Mehlis, „Ziegenhainer Tal“ aus Jena, „Sonnenschein“ aus Ilmenau und „Goldfischteich“ aus Saalfeld. Die Kitas haben viel Arbeit investiert. Die Thüringer Projektleiterin Dr. Katja Ludwig war mehr als 70 mal in den Einrichtungen vor Ort und die Teilnehmer haben sich in fünf Werkstatttreffen und zahlreichen Hospitationen vernetzt und ausgetauscht. In einer Grundlagenschulung und mehr als 35 Fortbildungen in den Einrichtungen wurden die Themen bedarfsorientiert vertieft. AWO informativ hat Einrichtungsleiterin Carola Pfannschmidt aus der Kita „Am Fuchsgrund“ in Erfurt gefragt, wie ihre Bilanz nach zweieinhalb Jahren Projektarbeit aussieht. Warum hat sich Ihr Kindergarten damals entschieden, am Projekt „Kivobe“ teilzunehmen? Das ist ganz einfach erklärt: Weil es uns eine Herzensangelegenheit ist, dass wir uns und vor allem den Kindern ohne Vorurteile begegnen. Ich finde, dass jeder Mensch in seiner Vielfältigkeit als etwas Besonderes wahrgenommen werden sollte. Wir wollten einfach mehr Inhalte und Methoden kennenlernen, wie wir eine entsprechende Haltung im Team entwickeln und den pädagogischen Alltag gestalten können. Wie können wir Schubladen abbauen, die wir ja haben? Wie kann es funktionieren, dass es den Kindern, Kollegen und Eltern in unserem Haus gut geht? Wo sehen Sie für sich als Leiterin und für Ihre Kita Entwicklungen? Ich sehe sie tatsächlich, die Entwicklungen. Die Kollegen sind offener geworden und gehen bewusster mit den Kindern und miteinander um. Manchmal kommen zwar noch

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Bemerkungen, wie „der und der hat das schon wieder gemacht“, aber wir können uns unproblematisch darauf aufmerksam machen. Wir haben auch biografisch reflektiert, woher es kommt, dass wir Dinge in einem bestimmten Licht sehen. Wir sind offener und noch toleranter geworden, wenn zum Beispiel Menschen mit Migrationshintergrund ins Haus kommen. Carola Pfannschmidt Inklusion fiel uns noch nie schwer, aber nun reagieren wir noch sensibler gegenüber einem verhaltensauffälligen Kind oder auch gegenüber dem Vater, der einfach in eine Situationen gepoltert kommt. Und uns ist es ein Bedürfnis, diese Haltung weiterzutragen. Vorurteile liegen genau vor unserer Nase und wir alle haben sie im Kopf. Da hat uns das Projekt tatsächlich geholfen. In der Kita arbeiten wir nun verstärkt an unserem Wertekatalog: Welche Werte sind uns wichtig, welche wollen wir leben? Das gilt auch für Werte, die wir früher mit auf den Weg bekommen haben. Zum Beispiel, dass man älteren Menschen in der Straßenbahn seinen Sitzplatz anbietet. Dass die Kinder aufeinander achten und Rücksicht nehmen. Und dass wir alle gemeinsam zu dieser bunten Welt gehören. Wie geht es nach dem Projektende weiter? Natürlich wird das Thema weiter in unserer Kita präsent sein, in der Arbeit mit den Eltern, den Pädagogen und natürlich mit unseren Kindern. Diese Arbeit wird nie enden und wir werden uns da immer weiterbilden und -entwickeln. Im nächsten Jahr werden wir uns mit dem Thema vorurteilsbewusstes Beobachten und Dokumentieren beschäftigen. Wir werden unsere Werte nicht nur uns bewusster machen, sondern sie auch mit den Eltern kommunizieren. Ein Ziel ist auch, das Thema in die anderen AWO-Kitas zu tragen. Ich stelle mich gern als Multiplikatorin zur Verfügung. Vielen Dank für das Gespräch!


Jugendliche machen Rudolstadt bunter Ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen konnten vier Jugendliche aus dem AWO Jugend- und Familienhaus und der Mobilen Jugendarbeit Rudolstadt beim Projekt „Caps & Cans“ mit der Energieversorgung Rudolstadt GmbH (EVR). Unter dem Motto „Lebendiger Strom“ haben die Schüler ein Graffiti entwickelt und umgesetzt. Das einwöchige Projekt soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Das Projekt fördert die Kreativität und ein Wir-Gefühl bei den Jugendlichen. Es will Jugendkultur im Öffentlichen Raum etablieren und zugleich den illegalen Umgang mit Graffiti eindämmen.

Die Jugendlichen ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Nachhaltige Unternehmensführung in der AWO Rudolstadt Mit einer Urkunde für nachhaltige Unternehmensführung hat das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) der AWO Rudolstadt erneut den Nachweis für besondere Leistungen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales bescheinigt. Die AWO Rudolstadt ist seit 2016 Teilnehmer des Netzwerkes für nachhaltiges Wirtschaften, dem aktuell 653 Unternehmen angehören. Der schonende Umgang mit Ressourcen und der Umweltund Klimaschutz sind für die Rudolstädter AWO ein zentrales Thema. So wird energieeffizient und mit ökologischen Materialien gebaut. Die Tagespflege in Sitzendorf ist als Effizienzhaus mit Pelletheizung und Solarthermie ausgestattet. Im Kindergarten „Knirpsenland“ wurden Zeitschaltungen und eine energiesparende Geschirrspülmaschine installiert. Im Seniorenheim in Volkstedt-West erhielt die Kühlanlage eine Wärmerückgewinnung, was pro Jahr 3.000 m3 Erdgas einspart. Der kontinuierliche Prozess wird besonders am Beispiel der Friedrich-Adolf-Richter-Schule deutlich: Hier

wurde zunächst ein Schulgebäude mit Fußbodenheizung, neuen Fenstern und einer Fassadendämmung ausgestattet. 2020 folgt als Anbau eine Gymnastikhalle mit Gründach. Als Projektarbeit gestalten außerdem Studenten der FH Erfurt die Außenanlagen und zwei Pavillons unter ökologischen Gesichtspunkten. Besondere Anstrengungen unternimmt die AWO Rudolstadt auch, um Fachkräfte zu gewinnen und ihren Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Derzeit absolvieren bei der Rudolstädter AWO 22 Menschen eine Ausbildung oder Umschulung und alle Mitarbeiter werden kontinuierlich qualifiziert. Über ein betriebliches Gesundheitsmanagement bietet der Arbeitgeber ihnen vielfältige Maßnahmen zur Gesundheitsprävention bis hin zu einem Gesundheitsbonus pro Quartal an. Derzeit sind hier 520 Mitarbeiter und 200 Ehrenamtliche in 16 Einrichtungen und zehn Diensten tätig.

Jugendwerk: Erlebnisfahrt nach Berlin Mit dem Landesjugendwerk auf Erlebnisfahrt nach Berlin gingen Mitte Oktober 15 Jugendliche. Nach einem Rundgang durch die Kuppel des Reichstagsgebäudes konnten die Teilnehmerinnen zwei spannende Diskussionen im Bundestag anhören. Weiter ging es mit einem Gespräch mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Carsten Schneider. Nach einer Mittagspause im Paul-Löbe-Haus besuchten einige noch die Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße. Der ICE brachte am Abend alle wieder nach Hause. Vor dem Reichstagsgebäude

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Von Schneckenhäusern und gestohlenen Pfannkuchen Vorlesetag in über 20 Thüringer AWO-Kindergärten Am 15. November fand der diesjährige bundesweite Vorlesetag statt. Viele Thüringer AWO-Kindergärten haben sich an diesem Tag über den Besuch von prominenten Vorlesepatinnen und -paten gefreut. Der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter hat die Kids aus der Erfurter Kita „Buchenberg“ besucht. Er hat den Kindern drei Bücher als Geschenk mitgebracht und aus einem davon in der Kinderbibliothek der Kita vorgelesen. Ebenfalls in Erfurt war Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee als Vorlesepate aktiv. Für die Kinder aus dem „Kinderhaus an der Schmalen Gera“ gab es eine spannende Geschichte. Zeitgleich hat in Erfurt-Bindersleben die Erfurter Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke den Kids der Kita „Glückspilz“ vorgelesen. Auch AWO AJS-Geschäftsführer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee las in der Kita „Kinderhaus an der Schmalen Gera“ in Erfurt. Schultheiß und die Arnstädter Kita „Käferland“ über den Besuch von Landrätin Petra Enders gefreut. LandrätinnenBesuch gab es auch in Zella-Mehlis: Hier hat Landrätin Peggy Greiser in der Kita „Sommerau“ vorgelesen. Die Kita „Döllbergzwerge“ im benachbarten Suhl hatte Besuch von der Landtagsabgeordneten Diana Lehmann. In Altenburg hat der Oberbürgermeister André Neumann den Kindern der Kita „Am Schloßpark“ vorgelesen. Auch die Kitas „Am Gothepark“ in Weimar und „Wirbelwind“ in Jena hatten Besuch von den Oberbürgermeistern Peter Kleine und Dr. Thomas Nitzsche. Bildungsminister Helmut Holter las für die Kids aus der Erfurter Kita „Buchenberg“.

Geschichten vom Tilda Apfelkern und dem Teufelchen, das Pfannkuchen stiehlt, hat der Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch im „Haus der Marienkinder“ zum Besten

Michael Hack war als Vorlesepate aktiv und hat die Kita „Schwalbennest“ in Erfurt-Egstedt besucht. Der Thüringer AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann hat in der Kita „Tausendfüßler“ in Hildburghausen vorgelesen. In Berga im Landkreis Greiz hat die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser den Kids der Kita „Waldspatzen“ die Geschichte „Ein neues Haus für Charlie“ vorgelesen. Hier ist Schnecke Charlie auf der dringenden Suche nach einem neuen Haus, denn auf sein Schneckenhaus ist jemand getreten. Im nahen Auma hat die Landrätin Martina Schweinsburg die Kita „Sonnenschein“ zum Vorlesen besucht. In Zeulenroda war Manuela Müller, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Soziale Dienste Zeulenroda gGmbH, als Vorleserin in der Kita „Pusteblume“ aktiv. Im Ilm-Kreis haben sich die Ilmenauer Kita „Käthe Kollwitz“ über den Besuch von Oberbürgermeister Dr. Daniel

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AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann hat in der Kita „Tausendfüßler“ in Hildburghausen vorgelesen.


Manuela Müller, Geschäftsführerin der AWO-Zeulenroda, las in der Kita „Pusteblume“.

Der Saalfelder Bürgermeister und stellv. Landesvorsitzende Dr. Steffen Kania in der Kita „Zwergenhaus“ in Saalfeld/Crösten.

gegeben. Im nahen Mühlberg las Jens Leffler, Bürgermeister der Gemeinde Drei Gleichen, den Kids der Kita „Waidspatzen“ vor. Die Kita „Purzelbaum“ in Friedrichroda, die Projekt-Kita des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ ist, hat sogar eine ganze Woche unter das Thema Lesen und Bücher gestellt. Die Kids konnten u.a. eine Bibliothek und eine Buchbinderei besichtigen.

Schon seit vielen Jahren engagiert sich der Pößnecker Bürgermeister Michael Modde am Vorlesetag in den AWOKindergärten. Diesmal hat er die Kita „Kinderland“ besucht. Im Kyffhäuserkreis war der Bürgermeister der Stadt Roßleben-Wiehe ein besonders fleißiger Vorlesepate: An einem Vormittag hat Steffen Sauerbier die AWO-Kindergärten „Löwenzahn“ in Wiehe und „Gänseblümchen“ in Roßleben besucht und dort lustige Geschichten vorgelesen.

Die „Waldspatzen“ bekamen von der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Kaiser eine Schnecken-Geschichte vorgelesen.

Der Oberbürgermeister von Gotha Knut Kreuch las im „Haus der Marienkinder“ winterliche Geschichten.

Auch in Saalfeld waren Lesepaten in AWO-Kitas unterwegs. Der Saalfelder Bürgermeister und stellvertretende AWO-Landesvorsitzende Dr. Steffen Kania hat in der Kita „Zwergenhaus“ vorgelesen, der stellvertretende Landrat Maik Kowallek in der Kita „Am Goldfischteich“. Eine schöne Tradition ist es, dass die Saalfelder Feengrotten einen AWO Kindergarten zum Vorlesen in die Grotten einladen. Dieses Jahr hat sich die Kita „Schlüsselblume“ über die märchenhafte Vorlesestunde mit der Geschäftsführerin Yvonne Wagner gefreut.

Der bundesweite Vorlesetag soll bei Kindern und Eltern die Lust am Lesen wecken. „Zahlreiche Studien belegen: Bereits 15 Minuten tägliches Vorlesen fördert die späteren Lesefähigkeiten von Kindern“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. Es war bereits die 16. Ausgabe des Aktionstages, der von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn ins Leben gerufen wurde. In ganz Deutschland lesen Persönlichkeiten aus Politik, Medien, Sport, Gesellschaft und Kultur für Schul- und Kindergartenkinder.

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Neuer Vorstand im Landesjugendwerk gewählt Zum Wahlwochenende am 26. Oktober hat auch das Landesjugendwerk der AWO Thüringen bei seiner Erlebnis:Konferenz an die Wahlurne gebeten. Mit der Wahl wurde der Vorsitz von Falko Schmidt und Lotta Kirzeder als Doppelspitze bestätigt. Zum neuen Vorstand gehören außerdem Sofyien Rouini, Maximilian Schiller, Lucie Keller, Miriam Pütz, Aimara Kössler, Vanessa Rust, Kevin Mansfeld und Sammy Wittig. Die neue Amtszeit endet im Oktober 2020. Die Konferenzteilnehmer haben auch über drei Anträge abgestimmt. So über das Spendenprojekt KULTUR:live, mit dem jungen Menschen ein kostenloser Zugang zu Kulturveranstaltungen und –orten ermöglicht werden soll, über die weitere Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit und Konsum als Aufgabe und Inhalt von Weiterbildungsveranstaltungen und den Aufbau einer Kooperation mit den SJD Die Falken im Bereich Bildungsveranstaltungen.

Nach dem AWO-Ball haben sich die neuen Vorstandsmitglieder zusammengesetzt und viele Ideen für die neue Jahresplanung entwickelt. Diese Jahresbroschüre liegt bald auch im Druckformat vor. Weitere Informationen sind auch auf der frisch überarbeiteten Homepage des Landesjugendwerkes www.jw-zukunft.de zu finden.

v.l.n.r. Sofyien Rouini, Maximilian Schiller, Lucie Keller, Miriam Pütz, Aimara Kössler, Vanessa Rust, Kevin Mansfeld, Sammy Wittig, Falko Schmidt und Lotta Kirzeder

Neue Vorstände im Ortsverein Neuhaus Mitte Oktober haben die Mitglieder des AWO-Ortsvereins Neuhaus im Landkreis Sonneberg einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende ist Antje Kaiser, ihre Stellvertreterin ist Anja Stolze. Als Beisitzer erhielten Martina Griebel, Heike Baule und Annett Greiner-Mauschel ein Mandat. Die Revisoren Simone Zimmer und Liane Zapf vervollständigten die Wahl. Im Ortsverein Neuhaus sind derzeit fast 100 Mitglieder aktiv. v.l.n.r. Liane Zapf, Simone Zimmer, Martina Griebel, Heike Baule, Antje Kaiser und Anja Stolze

Neuer Ortsverein „Orlatal“ gegründet Im AWO Kreisverband Saale-Orla haben sich die zwei Ortsvereine Neustadt an der Orla und Triptis zum neuen Ortsverein „Orlatal“ zusammengeschlossen. Die Mitglieder wählten am 17. Oktober Rhea Knoch zur Vorsitzenden sowie Ellen Krause und Margita Schroth als stellvertretende Vorsitzende. Das Amt der Schriftführerin übernahm Maike Schipke. Dem Vorstand gehören weiterhin die Beisitzer Antje Werner, Jana Hinreiner, Steffi Lutz, Marie-Elisabeth Müller und Kathrin Kolb an. Als Revisoren wurden Diana Herklotz und Antje Otto gewählt. Dem neuen Ortsverein Orlatal gehören rund 200 Mitglieder an.

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OV Orlatal v.l.n.r.: Antje Werner, Jana Hinreiner, Andreas Scheller (Vorsitzender des alten Vorstandes), Antje Otto, Diana Herklotz, Rhea Knoch, Ellen Krause, Steffi Lutz, Marie-Elisabeth Müller, Margita Schroth, Kathrin Kolb


Neuer Bus im Pflegeheim Burkersdorf Dank 14.568 Euro aus der „Glücksspirale“ und 1.000 Euro des AWO-Fördervereins „Pflegeheim Burkersdorf“ konnte das Altenpflegeheim Burkersdorf im Lankreis Greiz einen neuen behindertengerechten Kleinbus erhalten. Das Geld hatte der Förderverein im September 2018 gewonnen, als er bei der Aktion „Verein des Monats“ der Ostthüringer Zeitung und der Volksbank die meisten Stimmen erhielt. Die Mitglieder des Fördervereins können das Fahrzeug zukünftig mit nutzen, wenn sie Ausflüge mit den Seniorinnen der Einrichtung organisieren. Bei der feierlichen Busübergabe überraschte der Fördervereinsvorstand die Einrichtungsleitung außerdem mit einem weiteren Scheck über 500 Euro für die im Frühjahr neu gestalteten Außenanlagen.

Mitglieder des Fördervereins „Pflegeheim Burkersdorf“ überreichen einen Spendenscheck.

Der „AWO-Förderverein Altenpflegeheim Burkersdorf“ lässt sich immer wieder etwas einfallen, um den Alltag der pflegebedürftigen Senioren abwechslungsreich zu machen. Dank des Engagements der Mitglieder waren in letzter Zeit wieder erlebnisreiche Ausflüge im Angebot, so etwa eine Kaffeefahrt zur Osterburg in Weida und ein Besuch der hochmodernen Agrargenossenschaft Kauern inklusive Hofladen und neuen „Kuhcafé“. Der neue Bus im AWO-Design

Auf eine Bratwurst mit Innenminister Maier Innenminister Georg Maier und der Gothaer Landrat Onno Eckert hatten den Mieterinnen des AWO-Wohnquartiers „Alexandrinenhof“ in Bad Tabarz zur Eröffnung im Mai versprochen: Sobald das Haus voll belegt ist, geben sie eine Grillparty. Am 14. Oktober lösten beide Politiker ihr Versprechen ein. Bei einem gemütlichen Abendbrot mit Bratwurst, Rostbräteln und Salaten saßen die Senioren gemeinsam mit dem Minister und dem Landrat in der Wohnküche im Erdgeschoss und sprachen über das Leben in der Senioren-WG. Auch die bevorstehende Landtagswahl war ein Thema in der Runde. Die Getränke gingen dabei auf Innenminister Maier, die Kosten für das Essen übernahm Landrat Eckert. Im AWO-Wohnquartier „Alexandrinenhof“ der AWO Gotha leben 24 Seniorinnen in zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Jeder Mieter hat sein eigenes Apartment mit Bad, außerdem gibt es großzügige Gemeinschaftsräume. Im Dachgeschoss befinden sich sieben altersgerechte Wohnungen.

Geschäftsführerin Petra Köllner-Hack und Regionalleiter Marcel Weitzel begrüßten Landrat Onno Eckert (rechts) und Innenminister Georg Maier in Bad Tabarz.

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SPD-Sozialpolitiker diskutieren über Pflege Der Vorsitzende des AWO-Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt, die parlamentarische Geschäftsführerin der SPDFraktion Diana Lehmann und der Sozialpolitiker Denny Möller haben im Oktober die AWO-Pflegeheime in Vieselbach und Suhl besucht. Mit Mitarbeitern, Praktikerinnen, Betriebsräten, Angehörigen und Bewohnerinnen diskutierten sie aktuelle sozialpolitische Fragen rund um die Pflege und um die Pflegeversicherung. Gute Arbeitsbedingungen standen dabei genauso auf der Tagesordnung wie moderne Konzepte, etwa für demenziell Erkrankte, die generalistische Pflegeausbildung, die erfolgreiche und leichtere Integration ausländischer Fachkräfte, die Begrenzung des Eigenanteils für die Bewohner und ein besserer Zugang zu Pflegeberufen für Quereinsteiger.

Wilhelm Schmidt, Diana Lehmann und Denny Möller im AWOPflegeheim „Am Park“ in Vieselbach

Neues Haus für AWO Zeulenroda Mit einem Fest hat die AWO Zeulenroda am 30. August ein neues Gebäude in der Zeulenrodaer Ernst-Thälmann-Straße 3a eröffnet. Das Haus konnte im Frühjahr 2017 bei einer Zwangsversteigerung erworben werden. Nach acht Monaten Kernsanierung ist es seit dem 1. Mai in Betrieb.

Zur Eröffnungsfeier kamen viele Gäste und schauten sich das Haus an. Die Kinder der AWO-Kita „Pusteblume“ zeigten ein buntes Programm.

Im Erdgeschoss befinden sich nun die AWO-Geschäftsstelle sowie ein großer Mehrzweckbereich, der sowohl als Indoor-Spielplatz als auch als Begegnungsstätte oder Besprechungs- und Therapieraum genutzt wird. In der ersten Etage ist eine Außenstelle der Kinder- und Jugendhäuser „Future“ mit Hauptstandort in Auma-Weidatal untergebracht. Auf gut 330 Quadratmetern konnten hier vier Plätze für Jugendliche in einer Verselbständigungsgruppe und fünf Plätze für junge Eltern geschaffen werden. Geschenke zur Eröffnung

AWO Saalfeld-Rudolstadt eröffnet dritten CAP-Lebensmittelmarkt Am 2. Oktober eröffnete die AWO Saalfeld-Rudolstadt einen CAP-Lebensmittelmarkt in der Rudolstädter Innenstadt. Damit betreibt die AWO alle drei CAP-Frischemärkte im Landkreis. Die neue Einkaufsmöglichkeit im Herzen der Stadt ist den Kunden willkommen. Die gesamte Ladeneinrichtung

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nebst Kühlanlagen wurde komplett erneuert. Täglich werden hier frische Lebensmittel in hoher Qualität und vorrangig aus der Region angeboten. Viele Kunden schätzen besonders die Salatbar zur Selbstbedienung. Auch dieser CAP-Markt wird als Inklusionsbetrieb geführt. Hier werden besonders gern Menschen mit Beeinträchtigungen in den


Aktiver Ortsverein in Suhl 2.000 Euro für AWO-Regionalverband Süd-West-Thüringen Das traditionelle Herbstfest des AWO-Ortsvereins Suhl Mitte Oktober hielt einige Überraschungen für die Teilnehmer bereit. So überreichten Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Staatssekretär Uwe Höhn und parlamentarische Geschäftsführerin Diana Lehmann (SPD) dem Regionalverbandsvorsitzenden Dr. Karl-Heinz Stengler einen Scheck über 2.000 Euro aus Lottomitteln. Das Geld ist ein Zuschuss für ein neues AWO-Fahrzeug. In der AWO-Begegnungsstätte Hoheloh gab es keinen freien Stuhl mehr, so viele Gäste waren zum Herbstfest gekommen. Unter ihnen auch Stadträtin Karin Müller. Für eine große Überraschung sorgte Minister Tiefensee, der nach einer kurzen Begrüßung die Gitarre eines der „Brachalm-Musikanten“ ergriff und seine ausgezeichneten musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Die Mitglieder des AWO-Ortsvereins Suhl mit ihrem Vorsitzenden Heinz Backhaus gestalten ein reges Vereinsleben

Gertraude Eck, Diana Lehmann, Dr. Karl-Heinz Stengler, Uwe Höhn, Wolfgang Tiefensee, Heinz Backhaus und Karin Müller

und haben in diesem Sommer schon einiges bewegt. So lag die Organisation der überaus gelungenen zweitägigen Jubiläumsfeier „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ des gesamten AWO-Regionalverbandes im Juli fast ausschließlich in ihren Händen. Gefeiert wurde mit großer Bühne, Live-Musik und Tanz, Kinderfest, vielen Angeboten und einem großen Feuerwerk am Abend. Natürlich war der Ortsverein auch zur Abschlussveranstaltung „100 Jahre AWO“ beim AWO-Ball Anfang November im Erfurter Kaisersaal stark vertreten. Erst im September unternahmen die Suhler AWO-Mitglieder eine Kurzreise in den Bayerischen Wald und erlebten in froher Gemeinschaft eine Schiffstour nebst Schleuse, die Glasbläser in Arnsbruck und eine Schnapsbrennerei in Bad Kötzing sowie eine Arber-Rundfahrt mit dem Besuch des Wald-Wipfel-Weges St. Englmar. Der Ortsverein zählt derzeit 88 Mitglieder.

AWO-Mitglieder auf dem Wald-Wipfel-Weg unterwegs

ersten Arbeitsmarkt integriert. In der Einrichtung sind elf Angestellte tätig, fünf davon mit einer Beeinträchtigung. Die AWO hat bei dem Projekt eng mit der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG (GDW-Süd) zusammengearbeitet. Die gesamte Verkaufseinrichtung ist barrierefrei, hat besonders breite Gänge und eine übersichtliche Warenpräsentation. Das Projekt wurde durch die Aktion Mensch und das Integrationsamt Gera gefördert.

Der Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl und Matthias Graul gehörten zu den ersten Kunden.

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Im Ehrenamt vorgestellt: Gudrun Ulmer aus dem AWO-Ortsverein Steinsdorf „Ein bisschen kümmern liegt mir im Blut“ Gudrun Ulmer ist Vorsitzende des Ortsvereins Steinsdorf. Seit 26 Jahren engagiert sie sich für die AWO. Jede Woche gibt es ein abwechslungsreiches Programm in der Begegnungsstätte. Der Zusammenhalt und die Mitgliederpflege sind ihr wichtig. Keiner soll das Gefühl haben, allein zu sein. Für alle hat sie ein offenes Ohr. Deshalb besucht Gudrun Ulmer kranke und pflegebedürftige AWO-Freunde, auch im Pflegeheim. Zum Geburtstag oder zu Gudrun Ulmer Weihnachten verpackt sie liebevoll Präsente und geht vorbei, bei den Menschen, die ihre AWO sind. „Ein bisschen kümmern liegt mir im Blut“, sagt sie selbst. Das war schon immer so. Gute vierzig Jahre hat sie als Erzieherin gearbeitet, je zur Hälfte im Kinderheim und im Kindergarten. Es war ihr Traumberuf. Kleine Episoden werden erzählt. „Etwas geben, eine Aufgabe haben, das wird letztlich für einen selbst wertvoll“, weiß die 78-Jährige.

1991 beim Aufbau half. Ist die Gemeinde in Steinsdorf gefragt, ist auch die AWO immer helfend im Einsatz, etwa bei den jährlichen Sommerfesten oder beim „Internationalen Steinsdorftreffen“ oder wenn der Raum der Begegnungsstätte gebraucht wird. Der hiesige Bürgermeister hat ihr wortwörtlich schon manches Loblied gesungen. Er ist Tenor am Landestheater. Optimistisch, kreativ, herzlich, vital und zuverlässig sind Attribute, mit denen Gudrun Ulmer charakterisiert wird. Und willensstark: So hatte sie zwar vor Jahrzehnten den Führerschein gemacht, aber nie Fahrpraxis erworben. Mit über 70 Jahren musste sie aus persönlichen Gründen Auto fahren. Also packte sie es an, frischte ihre Fahrerlaubnis auf und ist seitdem selbstständig mobil. Die AWO hat Gudrun Ulmer 2012 mit der Ehrenamtsmedaille der AWO Thüringen geehrt und sagt Danke für so viele Jahre Engagement.

Dabei ist sie eine, die über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Also hält sie es auch mit der AWO so. Seit 1991 pflegt sie die freundschaftlichen Beziehungen zum AWO Ortsverein Winkelhaid in Franken, der der hiesigen AWO

Neues vom „Haus Kinderglück“ in Triebes Vom Kindergarten „Haus Kinderglück“ in Triebes gibt es aus den letzten Monaten allerhand zu berichten.

Im „Haus Kinderglück“ werden derzeit 75 Kinder von einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut. Die AWO übernahm die Einrichtung 1994.

So konnte die Kita zum wiederholten Male den Titel „bewegungsfreundlicher Kindergarten“ für 2019 bis 2022 verteidigen und errang den Sieg als sportlichster Kindergarten beim XI Weidamarathon im August. Manuela Müller, Geschäftsführerin der AWO Zeulenroda, startete hier für das Kita-Team beim Nordic Walking und konnte trotz sengender Hitze überzeugen. Auch am Gebäude des Kindergartens tut sich was: Schwere Baumaschinen sind angerollt und arbeiten an einem Anbau. Hier soll ein größerer Schlafraum für die Kinder entstehen. Die finanziellen Mittel dafür kommen zum Großteil aus dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“.

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„Haus Kinderglück“


kurz notiert / Rudolstadt / Buntes Zirkusprojekt für Kinder

Lichtenau / Kinderbeirat gewählt

Eine Woche Zirkus konnten Rudolstädter Schüler mit dem Kinder- und Jugendzirkus TASIFAN erleben. Zehn Zirkusdisziplinen mit Trapez, Clownerie und Jonglage gab es zu erlernen. Am Ende stand eine große Aufführung auf dem Sportplatz der Friedrich-Adolf-Richter-Schule.

Die Kinder und Jugendlichen aus der heilpädagogischen Jugendhilfeeinrichtung Lichtenau haben am 11. September einen eigenen Beirat gewählt. Damit können sie jetzt demokratisch mitbestimmen und sich eigenverantwortlich im Haus engagieren.

Ruhla / Graffiti im Jugendclub Gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Riccardo Kaufmann gestalteten die Jugendlichen im AWO-Jugendclub „Freetime“ Mitte Oktober ihren Tischtennisraum neu.

Nordhausen / Kinderheim wegen Bombenentschärfung evakuiert

Ilmenau / AWO-Kita will ins Guiness-Buch Die Ilmenauer AWO Kita „Am Stollen“ hat die wohl längste Kastanienkette der Welt gefädelt. Das Eichamt hat sie vermessen und eine Länge von 317,5 Meter bestätigt. Bisher hielten Kinder aus Bayern den Rekord mit 312 Metern. Das Ergebnis muss nun noch vom Guiness-Buch der Rekorde bestätigt werden.

Berga/Elster / Herbstfest im Bergaer AWO-Jugendclub Das Herbstfest des Jugendclubs in Berga war ein großer Erfolg. Zahlreiche Vereine und Partner boten den Kindern ein buntes Programm, von „Sumo-Ringen“ über Bogenschießen, eine Bastelstraße, Würstchen, Popcorn und Kuchen.

impressum

Die Kinder aus dem AWO-Kinder- und Jugendwohnheim in Nordhausen wurden am 6. November wegen eines Bombenfundes mit Blaulicht in einer Sporthalle in Sicherheit gebracht. Dank der Pädagoginnen erlebten die Kinder die Nacht als Abenteuer und freuten sich, dass sie nicht in die Schule mussten. Sicherheitshalber wurden insgesamt 15.000 Menschen evakuiert.

Herausgeber: AWO Landesverband Thüringen e. V. Juri-Gagarin-Ring 160 99084 Erfurt Tel.: 0361 21031-0 Fax: 0361 21031-149 E-Mail: informativ@awo-thueringen.de Internet: www.awo-thueringen.de Verantwortlich: Ulf Grießmann, Landesgeschäftsführer Redaktion: AWO Landesverband Thüringen e. V. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften zu kürzen oder Informationen zu verarbeiten. Gestaltung: bernoh, Berlin, www.bernoh.de Fotos: Titelbild – pixabay Seite 7 – Marcel Krummrich Seite 21 – Outrange Media, Maxi Migdal Herstellung: Druckerei Citydruck & Verlag GmbH Erfurt Auflage: 11.000 Stück Erscheinungsweise: AWO informativ erscheint 4x im Jahr, z.T. mit Sonderbeilagen. Das Entgelt ist im Mitgliedsbeitrag bereits enthalten.

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AWO informativ Ausgabe 4/2019  

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