{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade.

Page 1

Das Mitgliedermagazin der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen Ausgabe 90 / 06.2019

informativ /

schwerpunkt /

100 Jahre AWO Wiederaufbau nach der Wende interview /

Katrin Matzky: Gleichstellung heißt nicht Gleichmacherei position /

DGB und Thüringer Sozialverbände fordern rasche Grundrente


editorial Ulf Grießmann AWO-Landesgeschäftsführer

Liebe AWO-Freundinnen und Freunde, 2019 ist in Thüringen ein sogenanntes Superwahljahr. Kommunalwahlen, Europawahlen und im Herbst die Wahlen für den neuen Landtag. Frei wählen zu können, ist das vornehmste und vielleicht wichtigste Grundrecht in einer Demokratie. Dieses Recht sollte man unbedingt wahrnehmen. Der Thüringer Landtag hat deshalb im Vorfeld der Landtagswahlen eine Demokratie-Offensive gestartet. Mit Plakaten, Anzeigen und Spots soll für die Wahlen und eine hohe Wahlbeteiligung im Herbst geworben werden. Die AWO wird sich an dieser Kampagne beteiligen. Unter anderem in dieser Ausgabe des AWO informativ finden Sie deshalb mehrere Anzeigen, die die Thüringer motivieren sollen, wählen zu gehen. Weitere Plakate, Postkarten und ähnliches verteilen wir über unsere Einrichtungen und die Geschäftsstellen der Gliederungen.

3

AWO-Petition zur Pflege erfolgreich

4

100 Jahre AWO – Wiedergründung der AWO nach der Wende

8

Lebensleistung verdient Respekt – Gemeinsame Erklärung des DGB und der Thüringer Sozialverbände zur Grundrente

11 AWO im Gespräch: Gute Bedingungen zum Kommen und Bleiben in Thüringen 12 Über Gleichstellung und Gender – Ein Interview mit Katrin Matzky 18 Tag der Inklusion 22 Drei neue Fördervereine gegründet 23

kurz notiert / impressum

Gemeinsam mit dem DGB und zahlreichen anderen Sozialund Wohlfahrtsverbänden hat die AWO Thüringen eine Forderung zur Grundrente veröffentlicht. Uns geht es bei der Grundrente um die Anerkennung von Lebensleistung als essentielle Frage sozialer Gerechtigkeit. Gerade hier in den ostdeutschen Bundesländern. Auch die Pflege von Angehörigen bzw. Zeiten für Kinderbetreuung müssen viel stärker als bisher in der Rente berücksichtigt werden. Auf Seite 8 können Sie unsere Positionen in dieser Frage nachlesen. Das 100jährige Jubiläum der AWO nimmt auch in dieser zweiten Ausgabe des AWO informativ einen breiten Raum ein. Wir berichten diesmal über die 90er Jahre, die Zeit, als die AWO in Thüringen wieder gegründet und neu aufgebaut wurde. Nach dem offiziellen Festakt im deutschen Nationaltheater ist auch unsere Roadshow auf Tour durch den Freistaat gegangen. Alle aktuellen Termine und Stationen finden Sie auf www.awothueringen/100jahre. Besuchen Sie uns auf einer Veranstaltung in Ihrer Nähe. Wir freuen uns darauf, Sie vor Ort zu treffen. Herzlichst

Ihr Ulf Grießmann

2

informativ 06.19 /

Autor Axel Hacke las bei der Auftaktveranstaltung des 100-jährigen Jubiläums in Weimar. Mehr erfahren Sie auf Seite 5


enege ens

ine ern er-

den gege-

im

AWO-Petition zur Pflege erfolgreich – Thema bleibt politisch jedoch umstritten

ABSICHERN, NICHT VERUNSICHERN! FÜR EINE BEGRENZUNG DES EIGENANTEILS BEI STATIONÄRER PFLEGE. Die von der AWO beim Deutschen Bundestag eingereichte Petition „Eigenanteil bei stationärer Pflege begrenzen!“ hat das notwendige Quorum erreicht. Über 74.000 Unterschriften wurden gesammelt. „Die vielen Unterschriften zeigen, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern dieses Thema ist“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. „Wir möchten uns deshalb bei allen bedanken, die sich mit uns dafür eingesetzt haben.“ Politisch bleibt das Thema Begrenzung der Eigenanteile jedoch umstritten. Der AWO-Landesverband Thüringen hatte im Nachgang der Petition Thüringer Bundestagsabgeordnete angeschrieben und für eine entsprechende Gesetzesänderung geworben. Während jedoch SPD, LINKE und Grüne den Vorschlag der AWO begrüßten, lehnt die CDU/ CSU-Fraktion eine Änderung ab. Für Grießmann ist das hochproblematisch. Denn derzeit sind verschiedene gesetzliche Vorhaben geplant, um Pflege attraktiver zu machen und die Personalprobleme zu mindern. Unter den Vorschlägen: höhere Mindestlöhne, bessere Gehälter für Pflegekräfte und ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag. „Wir begrüßen das sehr“, sagt Grießmann. Fakt sei aber auch, dass sich die Pflege dadurch weiter massiv verteuern werde. „Politische Entscheidungen, die am Ende allein die Senioren bezahlen, sind ungerecht und unsolidarisch.“

Hintergrund der AWO-Kampagne sind die in den letzten Jahren stark gestiegenen Eigenanteile in der stationären 06.05.19 12:03 Pflege. Die Pflegeversicherung ist derzeit ein sogenanntes Teilkasko-Modell. Sie zahlt Pflegebedürftigen lediglich einen festen Zuschuss. Steigen in einem Pflegeheim die Löhne, werden neue Azubis eingestellt oder der Personalschlüssel verbessert, ändert sich an der Leistung der Pflegeversicherung gar nichts. Stattdessen steigen die Kosten für die Bewohner. Alle Verbesserungen und Tarifsteigerungen, die es in der Pflege in den letzten Jahren schon gegeben hat, wurden also nahezu ausschließlich von den Pflegebedürftigen finanziert. Die AWO schlägt vor, das bisherige System umzukehren: Die Kassen würde dann alle notwendigen pflegebedingten Kosten übernehmen. Die Versicherten tragen einen einheitlichen, gesetzlich festzulegenden Eigenanteil. Tariferhöhungen, bessere Personalschlüssel oder mehr palliative Betreuung bezahlen dann nicht mehr die Pflegebedürftigen, sondern die Solidargemeinschaft. Um der Forderung auch weiterhin Nachdruck zu verleihen, hat die AWO eine Postkartenaktion gestartet. Über die AWO-Verbände wurden über 115.000 Karten verteilt. Diese sollen Ende Juni an Bundesgesundheitsminister Spahn übergeben werden.

AWO KV Mühlhausen fusioniert mit Regionalverband MitteWest-Thüringen e. V. Seit dem 12. März ist der AWO-Kreisverband Mühlhausen Mitglied des AWO-Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen. Das wurde auf den beiden Kreiskonferenzen in Mühlhausen und Weimar beschlossen. Im Regionalverband sind nun die ehemaligen AWO-Kreisverbände Jena-Weimar, Bad Langensalza und Mühlhausen zusammengeführt. Er vereint damit über 2.000 Mitglieder.

/ informativ 06.19

3


Die Wiedergründung der AWO nach der Wende Die AWO feiert in diesem Jahr ihr einhundertjähriges Jubiläum. AWO informativ berichtet deshalb in vier Teilen über die Gründung, die Wiedergründung 1990, die AWO in der heutigen Zeit und über mögliche Zukunftsvisionen des Verbandes.

richtungen auf der Kippe. Ich habe mir Mitstreiter gesucht, die ich für die AWO und meine Ideen begeistern konnte. Schon wenig später konnten wir die erste Begegnungsstätte eröffnen.“

Heute würde man die Wiedergründung der AWO wohl „stürmisch“ nennen. Wie so häufig in den ersten Jahren nach der Wende fanden sich keine Blaupausen, hatte niemand Erfahrung, einen Verband wie die AWO aufzubauen. Die Gründer von damals hatten dafür aber umso mehr Ideen und Enthusiasmus. Häufig wurde erstmal gemacht. Denn das soziale Netz der DDR war regelrecht zusammengebrochen. Es gab deshalb viele Unsicherheiten und Sorgen, aber auch viele Möglichkeiten, um soziale Arbeit zu gestalten.

Der erste AWO-Kreisverband wurde bereits am 18. Februar 1990 in Sonneberg gegründet. Die Gründung des AWOLandesverbandes Thüringen folgte am 7. Juli 1990 in Gotha. Die AWO Thüringen war damals der erste Landesverband in den neuen Bundesländern. Es folgte eine Zeit rasanten Wachstums.

1989 beschloss der AWO-Bundesvorstand, den Aufbau der Soziallandschaft durch die Gründung der Arbeiterwohlfahrt auf dem Gebiet der DDR zu unterstützen. Thüringen erhielt Aufbauhilfe von der AWO Hessen und Bayern. Eine Rolle spielten auch die entstehenden Städtepartnerschaften. Vielfach aber waren es persönliche Kontakte von SPD-Mitgliedern oder sozial engagierten Menschen in Ost und West, die zur Gründung von AWOVereinen führten.

Lore Mikolajczyk

4

informativ 06.19 /

„1990 haben wir die AWO in Lauscha gegründet“, erzählt die Vorsitzende der AWO Sonneberg, Lore Mikolajczyk. „Die SPD hatte uns während der Wendezeit ins Marie-Juchacz-Haus nach Markbreit eingeladen. Dort gab es einen Vortrag, der mich tief beeindruckt hat. In meiner Heimat standen zu dieser Zeit alle sozialen Ein-

Schon 1993 gab es in Thüringen 130 Ortsvereine und 36 Kreisverbände. Quasi gleichzeitig zum verbandlichen Aufbau wurden soziale Einrichtungen übernommen. Da das Gemeindeschwesternsystem der DDR schlagartig verschwand, baute die AWO im Eiltempo ein nahezu flächendeckendes Netz an Sozialstationen auf. Eine große Rolle kam auch den Begegnungsstätten zu, die vielen Arbeitslosen Kontakte boten, oder dem „Essen auf Rädern“. Bald folgten die ersten Pflegeheime und Kindertagesstätten, Beratungsoder Frühförderstellen. Fast alle Arbeitsplätze im Sozialwesen entstanden anfangs als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Selbst die erste Generation der Kreisgeschäftsführer ist fast ausnahmslos über diese staatliche Fördermaßnahme gestartet. Das Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen vom 16. August 1993 erforderte von den Gliederungen der AWO eine Veränderung der noch jungen Strukturen. Da die politischen Grenzen den Aufbau der Gliederungen bestimmen, vollzog sich eine tiefgreifende Gebietsreform, die fast vollständig abgeschlossen werden konnte. Danach gab es noch 22 Kreisverbände.


AWO feiert 100-jähriges Jubiläum Auftakt im Deutschen Nationaltheater und Feste in Gotha und Zeulenroda-Triebes Mit zahlreichen Prominenten und Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft startete der AWO-Landesverband Thüringen am 8. April in das Jubiläumsjahr „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt in Deutschland“. Bei der Veranstaltung im Deutschen Nationaltheater (DNT) waren unter anderem der Vorsitzende des AWOBundespräsidiums Wilhelm Schmidt und der Ehrenvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Manfred Ragati zu Gast. Der Journalist und Autor Axel Hacke las aus seinem Buch „Über Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen.“ Anschließend diskutieren Axel Hacke, Wilhelm Schmidt, der Bundestagsabgeordnete Christoph Matschie und der stellvertretende AWO-Landesvorsitzende Dr. Steffen Kania über die Rolle und Aufgabe der AWO im 21. Jahrhundert. Die gesamte Veranstaltung wurde live auf der Facebook-Seite des AWO-Landesverbandes Thüringen übertragen.

Der AWO-Stand in Gotha wurde gut besucht Am 25. Mai war die AWO-Wohnanlage im Hainackerpark in Triebes die zweite Station der 100-Jahre-Tour. Der AWO-Gemeindeverband Zeulenroda hatte zu einem großen Fest für die ganze Familie eingeladen. Hier wurde nicht nur 100 Jahre AWO gefeiert, sondern auch das 35-jährige Bestehen der Triebeser AWO Kita „Haus Kinderglück“ und der fünfte Geburtstag der AWO-Wohnanlage. Viele AWO-Einrichtungen und Vereine aus der Region präsentierten sich und ihre Angebote, es gab Livemusik und viele Mitmach-Angebote für jedes Alter.

Moderator Daniel Baumbach, Autor Axel Hacke, der Saalfelder Bürgermeister und stellv. AWO-Landesvorsitzende Dr. Steffen Kania, Vorsitzender des AWO-Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt und Thüringer SPD-Bundestagsabgeordneter Christoph Matschie Die Veranstaltung im DNT war der Auftakt zu einer Jubiläumstour durch ganz Thüringen. In den kommenden Monaten präsentiert sich die AWO an 14 Standorten, zum Beispiel zum ThüringenTag in Sömmerda oder zum Tag der Deutschen Einheit auf dem Neustadtfest in Greiz. Erste Station der AWO-Roadshow zum Jubiläum war das Gothardusfest in Gotha. Hier war der AWO-Kreisverband Gotha am 4. und 5. Mai mit vielen Aktionen und Highlights auf dem Arnoldiplatz präsent. Auch vom plötzlichen Wintereinbruch mit Schnee und Minusgraden ließ sich niemand schrecken. Der Kreisverband stellte sich und seine Angebote im Landkreis vor. Für ein vielfältiges Programm sorgten die Kinderdisko, Auftritte der „New Oldies“ aus dem Gothaer AWO-Tanzzentrum und Performances von Musikern aus der Region, beispielsweise von „Magma & Mbp“ aus Erfurt und dem Duo „Drum’n’Guitar“.

Den Besuchern in Triebes wurde ein buntes Programm geboten Die Arbeiterwohlfahrt wurde 1919 durch die Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz gegründet. Sie diente zunächst als Selbsthilfeorganisation von Arbeitern nach dem 1. Weltkrieg. Heute ist die AWO einer der größten Wohlfahrtsverbände in Deutschland und vereint ehrenamtliches Engagement mit professioneller Sozialarbeit. Allein in Thüringen sind rund 11.000 Mitglieder in der AWO organisiert, 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und 7.000 Freiwillige ehrenamtlich aktiv.

/ informativ 06.19

5


Zusammenstehen. Vielfältig Solidarisch AWO beteiligt sich an Demonstration zum 1. Mai

Das Jugendwerk auf der Mai-Demonstration Am 1. Mai haben in Erfurt viele tausend Menschen ein friedliches Fest der Demokratie gefeiert. Organisiert wurde es vom Bündnis „Zusammenstehen. Vielfältig solidarisch“, das sich 2018 gegründet hat. Im Bündnis sind über 100 Verbände organisiert, von Gewerkschaften über Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Naturschutzvereine, Parteien, Kultureinrichtungen und Privatpersonen. Auch der AWO Landesverband Thüringen e. V. und das Landesjugendwerk der AWO Thüringen sind Bündnispartner und haben die Mai-Veranstaltung finanziell, organisatorisch und personell aktiv unterstützt.

Der 1. Mai startete mit einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen-Thüringen initiierten Demonstration. Hinter dem „Zusammenstehen“-Transparent versammelte sich ein Zug von über 2.000 Personen. Auch der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein schloss sich an. Die Route führte zunächst von der Staatskanzlei über den Juri-Gagarin-Ring, wo am Gebäude des Landesjugendwerks ein großes „Zusammenstehen“-Banner gehisst worden war. Weiter ging es über Anger, Bahnhofsstraße und Windhorststraße zum Festgelände an der Roland-Matthes-Schwimmhalle. Die Demo verlief friedlich. Gut sichtbar war auch die AWO im Demonstrationszug unterwegs. Nach den Mai-Reden, u.a. vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, eröffnete der Erfurter Kneipenchor das „Fest der Vielen“. Bis zum Abend traten auf der großen „Zusammenstehen“-Bühne auf der JohannSebastian-Bach-Straße namhafte Künstler aus ganz Deutschland auf, darunter Joris, Kat Frankie und zum großen Finale Clueso gemeinsam mit Thomas D. und Smudo von den Fantastischen Vier. Rund 10.000 Menschen aus Erfurt, Thüringen und darüber hinaus feierten an diesem frühsommerlichen Tag gemeinsam und traten friedlich für Vielfalt und Solidarität ein.

AWO Saalfeld engagiert sich für die Rückbesinnung auf das Wort „Kindergarten“ Die AWO Saalfeld unterstützt die Kampagne „Die Welt spricht Kindergarten“, die 2018 ins Leben gerufen wurde. Die Kampagne setzt sich dafür ein, dass das Wort „Kindergarten“ im öffentlichen Sprachgebrauch und in der Verwaltungssprache wiederverwendet wird. Obwohl der Kindergarten mit Friedrich Fröbel quasi in Deutschland erfunden und das Wort in mehr als 40 Sprachen übersetzt übernommen wurde, wird meist von Kindertagesstätten, Kitas, Kinderhäusern, Kinderläden oder Kindereinrichtungen gesprochen. Die Macher der Kampagne haben nun eine Petition an den Thüringer Landtag initiiert und Ende März von den Akteuren des Fröbel-Kreises Bad Blankenburg vor dem Petitionsausschuss erläutert. Die Saalfelder AWO ist selbst Träger von 20 Kindergärten und unterstützt das Ansinnen. Nicht zuletzt, weil sich die ursprünglichen Fröbelstätten in ihrem Wirkungskreis befinden. So ist der AWO Kindergarten „Fröbelhaus“ in Bad Blankenburg quasi ein Nachfahre des Fröbel-Kindergartens. Am 21. April wurde auch der 237. Geburtstag des Reformpädagogen Friedrich Fröbel entsprechend gefeiert.

6

informativ 06.19 /

Schon vorher hatten die Kinder das Fröbelmuseum besucht und dort die klassischen Spielgaben ausprobiert. Zum Geburtstag wanderten sie zum Fröbelschen Badewäldchen. Am Nachmittag führten die Gruppen den Gästen ein buntes Programm vor und konnten dann an verschiedenen Ständen basteln und spielen.

Kinderfest zum Fröbel-Geburtstag


Erfurter AWO-Kita ist zweitbester Kindergarten Deutschlands Die AWO-Kita „Kinderhaus an der Schmalen Gera“ ist einer der Preisträger beim Deutschen Kita-Preis. Die Einrichtung wurde am 13. Mai in Berlin mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Kita-Leiterin Andrea Scheidt und Pädagogin Christine Nitsche nahmen den Preis im Berliner Tempodrom von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Schirmherrin Elke Büdenbender entgegen. Bis zuletzt war die Spannung groß, erst bei der Verleihung wurden die Platzierungen bekanntgegeben. Mit drei weiteren Kitas aus dem Bundesgebiet hat die Kita den 2. Platz im Wettbewerb belegt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Hauptpreis ging an eine Kita im hessischen Eppertshausen. Um den Preis haben sich bundesweit 1.499 Kindergärten beworben.

Gruppen noch fest zugeordnete Erzieherinnen. Die Kinder, deren Wünsche und Meinungen als vollwertig respektiert werden, entscheiden selbst über die Gestaltung ihres KitaTages. Der Deutsche Kita-Preis zeichnet in den Kategorien „beste Kita des Jahres“ und „lokale Bündnisse für frühe Bildung“ besonderes Engagement für frühe Bildung aus und macht besonders gelungene Praxis sichtbar. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden die Bewerbungen nach den Qualitätsdimensionen Kindorientierung, Sozialraumorientierung, Partizipation und lernende Organisation bewertet. Über die Preisträger entscheidet eine Fachjury. Der Deutsche Kita-Preis wurde 2019 zum zweiten Mal verliehen.

Tags drauf wurden die Preisträger am Erfurter Hauptbahnhof von den Kita-Kids, AWO AJS-Geschäftsführer Michael Hack, vielen Geschenken und den Lokalmedien empfangen. Am 20. Mai fand für das Kita-Team ein großer Empfang im Erfurter Rathaussaal statt, bei dem u.a. der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter, der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein und die Bürgermeisterin Anke Hofmann-Domke gratulierten. Die AWO-Kita „Kinderhaus an der Schmalen Gera“ befindet sich am Nordrand der Erfurter Altstadt, direkt am Venedig-Park. 52 Kinder besuchen das „Kinderhaus“ und werden hier von acht Pädagoginnen liebevoll betreut. Ausgezeichnet wurde die Kita für ihre innovative Umsetzung des offenen Konzeptes. In der kleinen Einrichtung gibt es weder

Der AWO-Landesvorsitzende Werner Griese überreichte der Kita einen Scheck über 500€ als Anerkennung

AWO Kyffhäuserkreis schwimmt für den guten Zweck Am 22. Mai packten zahlreiche Mitglieder aus dem Vorstand und drei Fördervereinen der AWO Kyffhäuserkreis ihre Badesachen und beteiligten sich am 24-Stundenschwimmen in der Schwimmhalle der Karl-Günther-Kaserne in Sondershausen.

Der AWO-Kreisverband ist eines der jüngsten Mitglieder des AWO-Landesverbandes. Er wurde 2018 gegründet und hat derzeit 72 Mitglieder.

Aufgerufen hatte dazu das Kuratorium „Aktion für Behinderte in Nordthüringen“, das die Aktion bereits zum 18. Mal durchführt. Für jede geschwommene Bahn spenden regionale Firmen 5 Cent an das Kuratorium. Der Erlös in diesem Jahr kommt dem kleinen Benedikt zu Gute. Um seinen Eltern den Alltag mit einem behinderten Kind zu erleichtern, sollen ein Fahrstuhl und ein Treppenlift angeschafft werden. Die Teilnehmer aus den AWO-Fördervereinen „Haus am Göldner“ und „Am Wippertor“ aus Sondershausen sowie „Marie Schall“ aus Bad Frankenhausen schafften zusammen 820 Bahnen für den guten Zweck. Geld, über das sich Benedikts Eltern freuen werden und Anteilnahme, die sicher guttut.

Die fleißigen Schwimmer schafften zusammen 820 Bahnen

/ informativ 06.19

7


kutieren, statt endlich zu handeln und gegenzusteuern, der DGB fordern die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU werden immer mehr Menschen von Altersarmut betrofund SPD auf, sich endlich auf die Einführung einer fen sein. Deshalb unterstützen wir den vorliegenden Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung zu einigen. Bei Vorschlag zur Grundrente. Er greift langjährige FordeArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die nur geringe rungen von Gewerkschaften, Sozial- und WohlfahrtsverRentenansprüche haben, obwohl sie jahrzehntelang in Lebensleistung verdient Respekt! Grundrente jetzt! bänden auf und wäre ein echter Beitrag, um den soziadie gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, Gemeinsame Erklärung Thüringer Sozialverbände & DGB zurinGrundrente len Zusammenhalt Deutschland zu stärken. Denn von muss die Rente aufgewertet werden. Nur so kann verder Grundrente haben sowohl diejenigen etwas, werden,Sozialdass sieund im Wohlfahrtsverbände Alter in die Grundsicherung Wenn Bundesregierung und Bundestag weiter nur die disWir, hindert die Thüringer und der endlich zu handeln DGB fallen. fordernEine die Koalitionsfraktionen von lehnen CDU/CSU und schonstatt Rente beziehen als auchund die,gegenzusteuern, die neu in RentewergeBedürftigkeitsprüfung wir SPD ab. auf, Es kutieren, den immer mehr Menschen von Altersarmut betroffen sein. sich endlich auf die Einführung einer Grundrente ohne Bedürfhen. unterstützen wir den vorliegenden Vorschlag zur geht darum, die Lebensleistung der Menschen zu wür- Deshalb tigkeitsprüfung zu einigen. Bei Arbeitnehmerinnen und digen und siedie vor nur Altersarmut schützen. Nach einem Grundrente. Er greift langjährige Forderungen von GewerkArbeitnehmern, geringe zu Rentenansprüche haben, Die wichtige Botschaft: Langjährige Beitragszahlung Sozial- und Wohlfahrtsverbänden auf und wäre obwohl sie jahrzehntelang in die gesetzliche Rentenversichelangen Arbeitsleben muss ihnen der Gang zum Grund- schaften, sichBeitrag, am Endeum auch für sozialen diejenigenZusammenhalt aus, die zu nied-in ein zahlt echter den rung eingezahlt haben, muss die Rente aufgewertet werden. sicherungsamt erspart bleiben. Mit einer Grundrente Deutschland zu stärken. Denn vonDie derGrundrente Grundrente Nur so kann verhindert werden, dass sie im Alter in die Grundrigen Löhnen gearbeitet haben. isthaben auch sowohl diejenigen etwas, die schon Rente beziehen, als auch sicherung fallen. Eine Bedürftigkeitsprüfung lehnen wir ab. Es wird das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicheein deutliches Signal an die jüngere Generation, dass sie neu in Rente gehen. geht darum, die Lebensleistung der Menschen zu würdigen rung gestärkt und die Lebensleistung der arbeitenden, die, die sich auf die gesetzliche Rente verlassen kann. Wir apund sie vor Altersarmut zu schützen. Nach einem langen erziehenden und pflegenden Menschen endlich wieder Die wichtige Langjährige Arbeitsleben muss ihnen der Gang zum Grundsicherungsamt pellieren daherBotschaft: an die Koalition, sich imBeitragszahlung Interesse von zahlt sich am Ende auch für diejenigen aus, die zu niedrigen erspart bleiben. Mit einer Grundrente wird das Vertrauen in anerkannt. Millionen von Menschen, endlich auf die Grundrente die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt und die LebensDie Thüringer Sozial- erziehenden und Wohlfahrtsverbände undMender leistung der arbeitenden, und pflegenden schen endlich wieder anerkannt. DGB fordern eine starke gesetzliche Rentenversiche-

rung. Die Vorschläge HuberDie Thüringer Sozial- von undBundesarbeitsminister Wohlfahrtsverbände und der DGBtus fordern starke gesetzliche Rentenversicherung. Heil zureine Grundrente leisten hierzu einen guten BeiDie Vorschläge von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil trag. Von ihrer Rente müssen Menschen auch dann in zur Grundrente leisten hierzu einen guten Beitrag. Von Würde können, wenn auch sie während Erwerbsihrer Renteleben müssen Menschen dann inihrer Würde leben können, wenn während ihrer oder Erwerbstätigkeit zu gerintätigkeit zusie geringen Löhnen in Teilzeit gearbeitet gen Löhnen oder in Teilzeit gearbeitet haben oder zeitweise haben oder zeitweise arbeitslos waren. Parallel dazu arbeitslos waren. Parallel dazu muss auch das Rentenniauch das Rentenniveau dauerhaft stabilisiertSchritt und veaumuss dauerhaft stabilisiert und in einem weiteren angehoben in einemwerden. weiteren Schritt angehoben

Löhnen gearbeitet haben. Die Grundrente ist auch ein deutohne Bedürftigkeitsprüfung zu einigen. liches Signal an die jüngere Generation, dass sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen kann. Wir appellieren daher an die Koalition, sich im Interesse von Millionen von Menschen, endlich auf die Grundrente ohne BedürftigkeitsprüAuch und gerade weil die Bedürftigkeitsprüfung der fung zu einigen.

Rente wesensfern ist. Respekt vor der Lebensleistung

Auch gerade weil die Bedürftigkeitsprüfung der endet,und wenn ein Amt darüber entscheidet und ein BüroRente wesensfern ist. Respekt vor der Lebensleistung endet, kratie-Apparat zur Unterlagenkontrolle wird, wenn ein Amt darüber entscheidet und aufgebaut ein BürokratieApparat zur Unterlagenkontrolle der abschreckt und wenig bringt. aufgebaut wird, der abschreckt und wenig bringt.

werden.

Wir sind Europa – Eine Initiative der AWO Rudolstadt Am Europa-Tag am 9. Mai fanden sich auf Initiative der AWO Rudolstadt in der Fußgängerzone vor dem Rathaus viele Menschen zusammen, um ein Statement für Europa zu setzen. Mit dabei waren Kreative des Jugend- und Familienhauses Rudolstadt, Musiker und Schauspieler des Theaters Rudolstadt und weitere Sympathisanten. Mit einem vor Ort auf eine Leinwand gebrachten Graffiti der Europa-Flagge, einer gemeinsam musizierten „Ode an die Freude“ und dem Ausruf der „Republik Europa“ wurden Passanten angezogen und auf die Europa-Wahl am 26. Mai aufmerksam gemacht.

8

informativ 06.19 /

Flashmob für die Europa-Wahl 2019


Demokratie ist so leicht: Landesverband ThĂźringen e. V.

und der

des Th Ăźringer L a ndtag s

E ine D emokr ati e-O ffensi ve

bildung /

www.deinlandtag.de 27.10.19

zwei Striche in ’nem Kreis.

/ informativ 06.19

9


Diskussion um AWO-Leitbild nimmt Fahrt auf „AWO informativ“ startete in der letzten Ausgabe eine Umfrage zum neuen Leitbild der Thüringer AWO. Verschiedene Wortmeldungen sind eingegangen. Im Juni beginnen nun die ersten Workshops und Gesprächsrunden in den Mitgliederorganisationen. Bis Dezember wird sich dann in ganz Thüringen zum Thema ausgetauscht. Insgesamt zwölf Veranstaltungen sind bereits geplant. Den Auftakt macht der Kreisverband Ilm-Kreis am 7. Juni. In den Workshops können Mitglieder und AWOMitarbeiter ihre unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven in die Leitbilddiskussion einbringen. Der Austausch soll Klarheit darüber schaffen, welche Rolle die AWO in der Gesellschaft einnehmen will, welche Werte in den ehrenamtlichen Vereinen und hauptamtlich geführten Einrichtungen und Diensten des Verbandes gelebt werden und an welchen Stellen sich die AWO selbstkritisch weiterentwickeln muss. Auf einer gemeinsamen Leitbildkonferenz im Mai 2020 werden die Ergebnisse aus den Workshops und Gesprächsrunden, der Umfrage und aus dem seit

Installation des Jugendwerks zum Thema „Werte der AWO“ bei der Auftaktveranstaltung zu 100 Jahren AWO im Deutschen Nationaltheater Jahresbeginn aktiven Arbeitskreis „Leitbild“ beim AWOLandesverband zusammengeführt. Der AWO-Landesausschuss hatte im November 2018 den Start eines Leitbildprozesses beschlossen. Das neue Leitbild soll voraussichtlich auf der AWO-Landeskonferenz 2020 verabschiedet werden.

AWO größter Ausbilder für Pflegeberufe in Thüringen Die AWO ist der größte Ausbilder im Bereich Altenpflege in Thüringen. Das ergab eine Erhebung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen auf Grundlage von Verbandsdaten und der AOK Plus zum Stichtag 28. Februar. Demnach lernen derzeit 251 Auszubildende und Umschüler den Beruf des Altenpflegers in einer AWO-Einrichtung. Damit bilden 69 von insgesamt 104 AWO-Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten Azubis aus. Das entspricht einer Quote von 66 Prozent. Auch das ist im Vergleich mit den anderen Verbänden die Spitzenposition. Im Bereich der stationären Pflegeeinrichtungen bilden sogar 72 Prozent der Einrichtungen Azubis aus. „Wir investieren seit vielen Jahren viel Zeit, Energie und Geld in das Thema Ausbildung und Umschulung“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. Jedem Azubi stehen bei der AWO geschulte Praxisanleiter zur Seite. Auch durch berufsbegleitende Hilfen unterstütze man die Azubis vielerorts. Allerdings wird es immer schwieriger, alle Ausbildungsplätze auch adäquat zu besetzen. „Das ist häufig ein demografisches Problem, oft aber auch eine Frage des schlechten Images“, sagt Grießmann. Pflegeberufe würden häufiger schlechter geredet, als sie tatsächlich seien. Wie sich die geplante Zusammenführung von Kranken- und Altenpflegeausbildung in der Praxis auswirken wird, könne

10

informativ 06.19 /

man noch nicht sicher sagen. „Einerseits begrüßen wir die Aufwertung der Altenpflege, die damit einhergeht“, sagt Grießmann. Aber natürlich wird auch die ohnehin bestehende Konkurrenz zu den Krankenhäusern dadurch weiter verschärft. Zweitgrößter Ausbilder ist die Diakonie mit 189 Auszubildenden. Insgesamt werden in den Einrichtungen der Thüringer Wohlfahrtsverbände derzeit 830 Azubis ausgebildet.

Der Azubi-Alltag in unseren Einrichtungen ist abwechslungsgreich


Strukturmodell für weniger Bürokratie in der ambulanten Pflege erfolgreich Am 29. Januar endete erfolgreich ein gemeinsames Projekt des AWO-Landesverbandes mit dem AWO-Bildungswerk zur „Entbürokratisierung der Pflegedokumentation in der ambulanten Pflege“. Ziel des Projektes war, ein Strukturmodell zur Entbürokratisierung in den ambulanten Pflegeeinrichtungen der AWO-Kreisverbände einzuführen, zu begleiten und entsprechend zu reflektieren. Multiplikatorin Ingeborg Möller-Diwo hat vom Projektauftakt im August 2017 bis Januar 2019 mehrere Pflegedienste von sechs Kreisverbänden bei diesem Prozess unterstützt und die praktische Umsetzung vor Ort begleitet. Die Kosten dafür übernahm der AWO-Landesverband.

Auf der Abschlussveranstaltung im Erfurter Augustinerkloster wurden die Ergebnisse vorgestellt. Die AWO tritt seit Jahren aktiv dafür ein, den bürokratischen Aufwand für die Pflegedokumentation zu senken. Frau Möller-Diwo vom AWO-Bildungswerk steht interessierten Pflegediensten auch weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Kontakt: Tel.: 0361 51150926 E-Mail: moeller-diwo@awo-thueringen

AWO im Gespräch: Gute Bedingungen zum Kommen und Bleiben in Thüringen „Gute Bedingungen zum Kommen und Bleiben in Thüringen. Wie attraktiv sind unsere Unternehmen für ausländische Fachkräfte?“ lautete im April das Thema des vierten sozialpolitischen Forums von Fachleuten, zu dem der AWO-Landesverband in das Erfurter Café Franz Mehlhose eingeladen hat. Staatlich geförderte Anwerbeprogramme und private Initiativen versuchen seit Jahren, ausländische Fachkräfte für Thüringen zu akquirieren oder mit einer Ausbildung zu locken. Ist das gelungen, stellt sich oft die nächste Frage: Wie können die neuen Kollegen langfristig an das Unternehmen und die Region gebunden werden? Inzwischen ist die interkulturelle Öffnung und Verständigung zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. Neben Herausforderungen und Grenzen gibt es auch viele positive Beispiele. Hier setzte die Veranstaltung an und brachte die Teilnehmer ins Gespräch. Wo kann man etwas voneinander lernen, was müssen Politik und Verwaltung vorhalten, damit gute Voraussetzungen für einen Fachkräftezuzug eine tragfähige Basis bieten? Mit impulsgebende Referaten zu den aktuellen Rahmenbedingungen für ausländische Fachkräfte brachten sich zu Veranstaltungsbeginn Professor Michael Behr und Annika Schumann vom Thüringer Ministerium für Arbeit und Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie ein. Über Erfahrungen mit albanischen Fachkräften berichtete Lieselotte Keil, Leiterin des Teams Integration der AWO AJS gGmbH. Zwei albanische Fachkräfte aus Thüringer AWOPflegeheimen sprachen über ihre bisherigen guten Erfahrungen.

Moderator Sebastian Perdelwitz, die albanischen Pflegefachkräfte Amilda Celmeta und Enerik Myrtaj sowie Lieselotte Keil, Leiterin des Teams Integration der AWO AJS gGmbH In den folgenden Expertenrunden kamen Vertreter von IHK, DGB, einer Zeitarbeitsfirma und der Thüringer Landtagsfraktionen zu Wort und stellten sich den Diskussionsbeiträgen der Teilnehmer. Wirtschaft und Politik sind darüber einig, dass es eine offene Willkommenskultur, gute Löhne und Firmen mit Vorbildcharakter braucht, um Thüringen für ausländische Fachkräfte attraktiv zu machen. Der AWO-Landesverband organisiert die Diskussionsforen mit Politikern, Experten und einem Fachpublikum zweimal im Jahr zu aktuellen Themen der Zeit. Bisher thematisiert wurden bereits die Fachkräftequote in der Altenhilfe, der Generationenwandel und Betreuungskonzepte sowie die Kooperation zwischen Ausbildung und Praxisstelle bei Erziehern im Zuge des Thüringer Kita-Gesetzes.

/ informativ 06.19

11


Über Gleichstellung und Gender:

„Gleichstellung heißt nicht Gleichmacherei“ Interview mit Katrin Matzky, stellvertretende AWO-Landesvorsitzende Der AWO-Bundesausschuss hat am 25. Mai die Richtlinie zur Gleichstellungsberichterstattung in den AWO-Gliederungen beschlossen. Damit gibt es nun festgelegte verbindliche Standards, nach denen die Gliederungen jährlich einen Bericht über den Stand der Gleichstellung für das AWO-Haupt- und Ehrenamt erarbeiten. Die so erhobenen Daten sollen Grundlage sein, um systematische Benachteiligung sichtbar zu machen und Maßnahmen zur Gleichstellung ergreifen zu können. AWO informativ sprach über Gleichstellung und Gender mit der stellvertretenden Landesvorsitzenden, Frau und Mutter Katrin Matzky. Frau Matzky, vor einigen Tagen feierten wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Wo stehen wir heute aus Ihrer Perspektive? Meine Tochter hat sich zunächst gar nicht für das Thema interessiert. Nachdem sie mich kürzlich zu einer Diskussion über Marie Juchacz in Weimar begleitete, erwachte angesichts der Vielfalt der Aspekte und deren Aktualität doch ihr Interesse und sie nahm das Thema mit an die Schule. Dort fragte sie in ihrer 11. Klasse, seit wann es das Frauenwahlrecht in Deutschland gibt. „Seit 200 Jahren“ war die Antwort, die der Realität noch am nächsten kam. Und ob das Thema Gleichberechtigung Aktualität habe, verneinten alle, so wie meine Tochter selbst noch ein paar Tage zuvor. Einige Gegenbeispiele später diskutierte die gesamte Klasse intensiv und mit der gleichen Vielfalt an Aspekten wie auf der

12

informativ 06.19 /

Veranstaltung zu Marie Juchacz. Das macht zum einem Mut, zeigt aber auch, wie wenig das Thema in vielerlei Hinsicht präsent ist. Wir müssen sowohl politisch und gesellschaftlich als auch innerhalb der Familien die Rolle der Frauen stärken und für Gleichstellung sensibilisieren. Wenn wir das Thema, zum Beispiel durch Quoten, die ich unterstütze, an die Politik verweisen, sind dann nicht die Männer wieder fein raus? Für mich ist nach wie vor die Frage ungelöst: Wie bekommen wir eine gleichmäßige Verteilung unserer beruflichen und familiären Aufgaben hin? Die Absprachen und Aushandlungen – vor allem zuhause – kann einem niemand abnehmen. Ich erlebe viele Frauen, die gesellschaftspolitisch gleichberechtigt unterwegs sind, aber beispielsweise zuhause doch wieder in die Muster rutschen, von denen wir wegwollen. Sie sprachen gerade das Thema Quote an? Anfangs war ich gegen die Quote. Mittlerweile muss ich sagen, allein die Diskussion – für oder gegen eine Quote – hält das Thema wach. Ausgesprochen gelungen finde ich die Aussage: „Ich bin nicht eure Quotenfrau, ich bin euer Alibi.“ Das impliziert ja, dass es eigentlich beschämend ist, dass es überhaupt eine Quote braucht. Wichtig beim Thema Quote ist in jedem Fall die Klarstellung, dass wir über den Vorzug für Frauen bei gleicher


Qualifikation sprechen. Das Thüringer Gleichstellungsgesetz spricht von Unterrepräsentanz. Hier habe ich beobachtet, dass bei der Formulierung „Unterrepräsentanz“ eher der Gedanke an eine Waage, ein Ausbalancieren hinsichtlich des Anteils von Frauen und Männern entsteht. Das kann den Zugang zum Thema und seine Akzeptanz erleichtern. Gerade beim Thema Beruf und Karriere spielen ja nicht nur Qualifikation, sondern auch Netzwerke eine Rolle. Hier kommt dann immer das Beispiel, viele Frauen machen die informelle Netzwerkarbeit nicht, sie bleiben zuhause, oft wegen der Kinder, während Männer sich nach der Arbeit auf ein Bier treffen. Warum ist das so? Die Antwort auf diese Frage spiegelt sich oft in gelebten Rollenbildern wieder. Das lässt sich doch auch abwechselnd vereinbaren. Ich bin auch zu Netzwerken gegangen, unter anderem für und in der AWO.

haben. Aber es lässt sich nicht leugnen: Die Nichtnennung der weiblichen Form ist eine wesentliche Benachteiligung, weil Frauen nicht nur aus dem gesprochenen und geschriebenen Wort verschwinden, sondern folglich auch aus dem Denken. Fragen sie die Männer, ob sie in der weiblichen Form angeredet werden wollen, ist die Antwort unmissverständlich nein. Wir Frauen werden bestenfalls belächelt, wenn wir die gendersensible Sprache thematisieren. Wer Architekt hört, sagt oder liest, denkt an einen Mann. Dreht man das Spiel herum und bezeichnet seinen männlichen Partner jedoch als Architektin, erzeugt das Widerstand und Unverständnis. Wird beim geschriebenen Wort auf den Lesefluss verwiesen, der durch die Benennung mehrerer Geschlechter gestört werde, offenbart sich damit, dass die Möglichkeiten der gendersensiblen Sprache gar nicht bekannt sind. Diese erschöpfen sich eben gerade nicht in Sternchen oder dem großen „I“.

In der Öffentlichkeit ist oft vom Armutsrisiko alleinerziehender Frauen die Rede.

Was können Gleichstellungsbeauftragte in Organisationen bewirken?

Ja, das ist auch richtig. Aber die Frage ist doch, warum und worin besteht dieses Risiko? Wo befindet sich die entscheidende Weichenstellung für Frauen? Das ist schwer zu beantworten, weil die Lebensläufe vielfältig und individuell sind. Ich sehe aber doch an erster Stelle Schule, Ausbildung und Beruf, um auf jeden Fall eine finanzielle Unabhängigkeit zu haben. Das heißt aber, dass Frau auch in einer Partnerschaft selbstbewusst und selbstverantwortlich bleibt. Staat und Gesellschaft sind unterstützend wichtig, können mir diese Selbstverantwortung aber nicht ganz abnehmen. Mich stört das Begriffspaar „arm und alleinerziehend“. Das ist kein Automatismus. Risiko ja, aber nicht aussichtslos. Ich spreche hier durchaus auch aus eigener Erfahrung.

Sie können beraten und unterstützen, Benachteiligungen herausstellen und – ganz platt gesagt – für Gleichberechtigung sorgen. Als Gleichstellungsbeauftragte agiere ich außerhalb von Hierarchien auf Augenhöhe. Diese Rolle muss auch genau so verstanden und ausgefüllt werden. Das ist nicht so leicht, wie es sich anhört. Ich glaube, dass viel zu erreichen ist, wenn nicht zu ideologisch agiert wird. Neben konkreten Ergebnissen kann es manchmal zielführender sein, andere in ihrem Denken zu sensibilisieren: Viele sind sich ihrer Muster gar nicht bewusst, in denen sie sich bewegen. Es geht auch darum, Blickwinkel zu ändern.

Kürzlich erschienen in den Medien Fotos der weiblichen Abgeordneten des Bundestages, aber auch aus dem US-amerikanischen Kongress. Müssen wir die positiven Beispiele erfolgreicher Frauen in Politik und Beruf mehr vermarkten? Ja, und zwar mit der Botschaft: Es geht! Lasst euch nicht abschrecken! Aber Feminismus gegen die Männer funktioniert nicht, wir müssen die Männer schon mitnehmen. Eine wesentliche Stärke von Frauen ist, dass sie mutiger sind, wenn es um atmosphärische Fragen geht. Gerade in schwierigen Gesprächsrunden oder Verhandlungen wird das zunehmend wichtiger.

Was muss sich weiterhin ändern? Wir müssen die Jugendlichen für das Thema gewinnen. Den jungen Frauen muss klar sein, dass sie am Zuge sind – anders als noch vor den 100 Jahren, die wir heute feiern. Entsetzt bin ich zu hören, wer alles nicht zur Wahl gehen will, gerade auch Frauen. Hallo? Sich verweigern ist sehr bequem. Wir müssen aus der Jammerecke und Opferrolle heraus: Nicht sagen, was alles noch nicht erreicht ist, sondern stolz verkünden, was schon erreicht ist! Relevant ist aus meiner Perspektive aber auch die Toleranz, dass Enklaven erlaubt und vielleicht auch notwendig sind. Es gibt sowohl Frauen- als auch Männerdomänen. Gleichstellung heißt nicht Gleichmacherei. Vielen Dank.

Wichtig beim Thema Gleichstellung ist ja auch das Thema vielfaltssensible Sprache. Unbedingt. Und ein schönes Thema, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, weil alle dazu eine Meinung

/ informativ 06.19

13


Ich wähle. Er wählt. Sie wählt. Es wählt. Wir wählen. Ihr wählt. Sie wählen.

Landesverband Thüringen e. V.

und der

des Th üringer L a ndtag s

E ine D emokr ati e-O ffensi ve

awo innovativ /

www.deinlandtag.de 27.10.19

Und Du? 14

informativ 06.19 /


Rückengymnastik mit RTL In der Integrativen Kindertagesstätte „Knirpsenland“ der AWO Rudolstadt filmte im März ein Fernsehteam von RTL die Rückengymnastik für Sechsjährige mit Sport-Präventionstrainer Sven Bresemann. Die Kinder ließen sich von Kamera und Mikrofon wenig ablenken, zu spannend sind die Bewegungsspiele. Die Dehnungsübungen am Anfang haben lustige Namen, die Kinder stellen auf Zuruf einen Mixer, eine Kobra oder ein Karussell nach. Auch bei den Spielen mit Farben und Zah-

len machen sie begeistert mit. Trainer Bresemann lässt auch etwas Anatomieunterricht einfließen. Die Kinder kennen inzwischen die Funktionen der Wirbelsäule und wissen, wozu Bandscheiben dienen.

gezielten Übungen Haltungsschäden entgegenwirken.

Mit der Rückenschule will die AWO bereits im Kindergartenalter Freude an Bewegung vermitteln und mit Das Team von RTL beim Dreh in der Kita

AWO-Werte auf Ankerbausteinen Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der AWO hat die Ankerstein GmbH der AWO Rudolstadt einen AWO-Wertebausatz entwickelt. In der wertigen Holzbox sind acht Ankerbausteine mit den AWO-Werten Toleranz, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit, Solidarität sowie einer mit Logo enthalten. Die Steine sind in der gewohnten Ankerbaustein-Qualität: Sie werden aus Sand, Schlämmkreide und Leinöl gepresst und gebacken.

Die Bausteine haben eine glatte Oberfläche, liegen schwer in der Hand und kommen ohne Noppen oder Verklebung aus. Die Box kostet 14,95 Euro zzgl. Versand und kann bei der Ankerstein GmbH unter der Telefonnummer 03672 31110 oder per E-Mail: i.schroth@ ankerstein.de bezogen werden.

„Ich will Profi werden!“ – Jugendlicher aus AWO-Kinderheim ist Kickbox-Vize-Weltmeisterheim Fabio Ferko aus dem AWO-Kinderheim „BR-AWO-Land“ in Rudolstadt ist Vizeweltmeister im Kickboxen. Als Minderjähriger floh er aus Albanien und hat bei der AWO eine neue Heimat gefunden. Heute lebt er in einer Trainingswohngruppe des „BR-AWO-Land“ und steckt mitten in seiner Ausbildung zum Industriekaufmann. Fabio Ferko trainiert in der Invictus Kick- und Thaiboxschule John Kallenbach. Mit einem Schmunzeln erinnern sich die beiden Trainer Sebastian Koch und John Kallenbach an ihr erstes Zusammentreffen mit Fabio. Der junge Mann kam nur mit Rucksack und seinen Papieren in die Schule und erklärte: „Ich will Profi werden!“ Kallenbach und Koch erkannten das Talent des Jungen und seinen immensen Willen. Schon bald erkämpfte er sich bei der Deutschen Meisterschaft in Leinefelde und der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Simmern so viele Punkte, dass er sich für die Weltmeisterschaft der Wold Kickboxing Union WKU qualifizierte. Mit dem Team ging es also nach Athen, wo er das Finale erreichte und in der Gewichtsklasse bis 65 kg den Vizeweltmeister-Gürtel errang.

Sportliche Erfolge, die Sprache, ein fremdes Land, seine Ausbildung: Fabio sagt bescheiden, er bekomme das schon hin. Seine Betreuerin Lysann Staffel weiß, dass Fabio dafür hart und diszipliniert arbeitet. Morgens um vier Uhr startet er mit einem Lauftraining, dann geht es in seinen Ausbildungsbetrieb oder die Berufsschule in Jena, im Anschluss zum Kickboxen und abends zeitig schlafen. Das Trainingswohnen bietet ihm einen guten Rahmen und Fabio lernte hier schnell, dass Hilfe anzuneh- AWO-Geschäftsführer Hans-Heinrich men keine Schwäche Tschoepke gratulierte Fabio Ferko ist. und seinen Trainern herzlich zum sportlichen Erfolg

/ informativ 06.19

15


Krippenwagen mit elektrischem Antrieb für die Kita Ziegenhainer Tal Spaziergänge sind bei den Kleinkindern der Kita „Ziegenhainer Tal“ Jena zwar beliebt, aber anstrengend. Die teils sehr steilen Abhänge rund um die Kita sind für die „Zwergengruppe“ nicht so leicht zu bewältigen. Abhilfe schafft nun ein neuer Krippenwagen mit elektrischem Antrieb, den der KitaFörderverein gesponsert hat. Das erleichtert auch den Erzieherinnen die Ausflüge sehr. Die „Zwerge“ staunten jedenfalls Bauklötze, als Kai Schulze und Tobias Lohr vom Förderverein das große Paket vorbeibrachten. Gemeinsam mit Kita-Leiterin Susanne Schildauer durften sie auspacken und im neuen Krippenwagen probesitzen.

Kai Schulze (links) und Tobias Lohr (vorn) vom Kita-Förderverein mit Einrichtungsleiterin Susanne Schildhauer und den Kindern der Zwergengruppe

SchulBrücke Europa Sechs Schüler einer 11. Klasse aus der Friedrich-Adolf-Richter-Schule der AWO Rudolstadt beteiligten sich im März an einem neuntägigen Seminar der SchulBrücke Europa in Heidelberg. Dabei entstanden Kontakte, die die Partnerschulen im europäischen Netzwerk auch weiter pflegen werden. Seit 2006 bietet die SchulBrücke Europa viermal im Jahr Schülern aus verschiedenen europäischen Ländern die Möglichkeit, Veränderungen in Europa zu erforschen und sich mit einem aktuellen Thema aus den Bereichen Philosophie, Kultur und Gesellschaft zu befassen. Die Jugendlichen arbeiteten unter Leitung von Dr. Frithjof Reinhardt in national gemischten Gruppen zu den Themen Bildung, Werte, Demokratie,

Menschenrechte, Krieg und Frieden sowie Ökonomie und Ökologie. Die Arbeitsergebnisse wurden in einem mehr als zehn Meter langen Zeitstrahl zusammengefasst, der auch historische Zusammenhänge sichtbar macht. Weiterhin beschäftigten sich die Teilnehmer mit Utopien und möglichen Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit. So entstanden optimistische Zukunftsgeschichten für ein gemeinsames Europa 2040, deren Lesung den Abschluss des Treffens bildete.

Projekt evaluiert und kennzeichnet es als ein in deutscher Praxis einzigartiges Modell internationaler Jugendarbeit und politischer Bildung.

Das Projekt wird von der deutschen Nationalstiftung in Kooperation mit der Europäischen Jugendbildungsund Jugendbegegnungsstätte Weimar veranstaltet. Die Robert-Bosch-Stiftung unterstützt die SchulBrücke maßgeblich. Die Fachhochschule Köln hat das

„Wasser marsch!“ im „Goldfischteich“ Gefühlt unendlich lange hat es für die Kinder des Kindergartens „Am Goldfischteich“ gedauert, bis der Frost endlich vorbei war und sie die neue Matschstrecke in Betrieb nehmen konnten. „Wasser marsch!“ heißt es seitdem fast täglich im Saalfelder Kindergarten „Am Goldfischteich“. Nun kann nach

16

informativ 06.19 /

Herzenslust Wasser gepumpt, geschöpft, gerührt, vermischt, gesammelt und wieder abgelassen werden. Das macht nicht nur Spaß, sondern die Kinder lernen dabei spielerisch auch die Gesetze der Physik kennen. Möglich wurde die Anlage durch das Engagement des Fördervereins, der Reschwitzer Firma Saugbagger GmbH und der Aktion Mensch.


AWO-Kinder pflanzen Bäume Die Kinder des AWO Kindergartens „Sonnenblume“ in Kaulsdorf und die Schüler der AWO-Schlossschule in Neustadt/Orla haben Bäume zum Schutz der Umwelt gepflanzt. Zum internationalen Baumpflanztag am 12. April setzten die Kaulsdorfer Kindergartenkinder eine Stieleiche. Bei den Kindern ihres Partnerkindergartens in Santa Cruz in Bolivien war es ein Acerola-Baum. Die Aktion wurde vom „GlobalSocial-network“, einem in Kaulsdorf ansässigen internationalen Umwelt- und Bildungsnetzwerk, organisiert. Die Organisation will mit Projekten Kinder und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten in vielen Ländern unterstützen und globale Zusammengehörigkeit wachsen lassen. So beteiligten sich am 1. GlobalSocial-Baumpflanztag 51 Einrichtungen aus mehreren Ländern, unter anderem in Bolivien, Brasilien, Uganda, Indonesien und Indien. Mitinitiator des Netzwerks ist der bekannte Weltumradler Axel Brümmer, dessen Sohn die Kita „Sonnenblume“ besucht. Er stellte auch die Partnerschaft zwischen den KinZum 1. GlobalSocial-Baumpflanztag pflanzen die Kindergartenkinder in Kaulsdorf eine Stieleiche dergärten in Kaulsdorf und Santa Cruz her. Per Skype lernten sich die Kinder unbefangen kennen und erfuhren auch, dass in manchen Ländern Armut zum Alltag von Kindern gehört. Die Partnerschaften und die Idee der weltweiten Verbundenheit sollen wie die überall gepflanzten Bäume für eine friedliche, lebenswerte Welt wachsen.

Die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert (2.v.l.), Umweltministerin Anja Siegesmund (2.v.r.) und Landrat Thomas Fügmann (r.) pflanzen einen symbolischen Baum

Der Umweltschutz liegt auch den Schülern der AWOSchlossschule in Neustadt/Orla am Herzen. Unter dem Motto „Wir pflanzen Zukunft“ begrüßten sie am 4. April viele Gäste, unter anderem die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert. Gemeinsam wurden zwölf Apfelbäumchen in den Park hinter der Schule gepflanzt. Auf kleinen Schildern an den Bäumen befinden sich die Wünsche der Kinder für den Umweltschutz. Die Aktion ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Umweltschule.

Neues Lieblingsobjekt im Garten: die Matschstrecke

/ informativ 06.19

17


Tag der Inklusion Rund um den europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai haben sich viele AWOEinrichtungen engagiert und tolle Veranstaltungen organisiert, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen In Friedrichroda hat der AWO Kreisverband Gotha e. V. ein generationenübergreifendes Kunstprojekt auf die Beine gestellt. Unterstützt von zwei Künstlern aus dem Ort konnten sich vom Kita-Kind bis zum rüstigen Senior alle an den Staffeleien und Leinwänden austoben. Es gab ein Inklusions-Memory und eine Schautafel darüber, was Inklusion eigentlich ist. Um auch ein dauerhaftes Zeichen für ein gelungenes Miteinander zu setzen, wurde eine Hauswand mit einem hochwertigen Graffiti versehen. In Gera waren die Bewohner der AWO Seniorenresidenz „Marktkarree“ zu Gast im Verein „Virtuosen und Schmierfinken“ e. V. Gemeinsam mit der 6. Klasse der Kooperationsschule des Pflegeheims näherten sie sich dem Thema Inklusion künstlerisch an. So haben sie z.B. mit geschlossenen Augen einen Gegenstand ertastet und anschließend ihre Vorstellung zu Papier gebracht. Eine andere Aufgabe bestand darin, ein Bild mit einem Stift zu zeichnen, der am Ellenbogen festgebunden war. So konnten verschiedene Handicaps im Ansatz nachempfunden werden.

Kakadu-Show und Hobbywerkstätten Der AWO-Heimverbund Neustadt/Orla der AWO SaaleOrla-Kreis hat zum Tag der Inklusion mit einem großen Frühlingsfest und Tag der offenen Tür organisiert. Die Mitarbeiter haben für die Bewohner und Gäste ein buntes Programm auf die Beine gestellt, mit Kakadu-Show, Livemusik und Rundgängen durch das Haus.

Die Band „Batucaca“ spielt im AWO Wohn- und Pflegeheim in Triebes Zu einem Handwerkertag hat das AWO Wohn- und Pflegeheim „Am Wiesensteig“ in Zeulenroda-Triebes am 3. Mai eingeladen. Verschiedene Hobbywerkstätten öffneten für Bewohner, Gäste und Interessierte. So konnte man u.a. in der Holzwerkstatt und beim Modellbau, beim Gärtnern und im Schreibzirkel kreativ werden. Die Foto-AG des Hauses stellte ihr jüngstes Projekt in einer Ausstellung vor. Die inklusiven AWO-Bands „Batucaca“ aus Pößneck und „Irre Trommeln“ aus Bad Salzungen sorgten für gute Musik. Der Tag wurde vom AWO Förderverein „Selbstbestimmt leben“ aus Zeulenroda-Triebes organisiert.

Musik und Ausflüge in Erfurt Musik gab es auch in Erfurt – die Band „Die Rockenden Ohrenschmerzen“ des AWO Therapie- und Förderzentrums heizte den Mitarbeitern des Thüringenhauses am JuriGagarin-Ring ordentlich ein. In dieser Gruppe machen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen Musik. Sie covern beliebte Popsongs, singen aber auch eigene Lieder. Einmal wöchentlich wird geprobt. Die interdisziplinäre AWO Frühförderstelle direkt nebenan hat sich ebenfalls am Tag der Inklusion beteiligt. „Wir haben gleich mehrere Inklusionswochen daraus gemacht“, erzählt die Leiterin Sarah Peltzer. Es fanden gemeinsame Ausflüge mit den jungen Klienten statt, z.B. in den Kinderzirkus, ins Theater, auf einen Bauernhof und eine Burgruine. So konnten die Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle mit den Kids mal ganz andere Lernorte erkunden.

Die Kakadu-Show in Neustadt/Orla

18

informativ 06.19 /

Ein großes Dankeschön geht an die Aktion Mensch, die die Veranstaltungen und Aktionen zum Tag der Inklusion finanziell unterstützt und so überhaupt erst ermöglicht hat.


Landesverband ThĂźringen e. V.

und der

des Th Ăźringer L a ndtag s

E ine D emokr ati e-O ffensi ve

Seit einhundert Jahren haben Frauen endlich die Wahl.

www.deinlandtag.de 27.10.19

Macht das nicht kaputt, Ladies.

/ informativ 06.19

19


AWO Greiz – Im Ehrenamt vorgestellt: Brigitta Panzner aus Berga Zuallererst einmal hat Brigitta Panzners Ehemann einen Dank für sein Verständnis verdient. Denn seine Frau ist ständig für andere unterwegs und fehlt ihm doch manchmal zuhause. Immer voller kreativer Einfälle und überall engagiert ist sie. Aber die über 70-jährige ist auch überaus gut strukturiert, willensstark und behält ihre Ziele immer fest im Auge. Das Herzblut von Brigitta Panzner fließt für das Töpfern, schon seit ihrer Ausbildung zur Ingenieurin für Keramik. Ohne Ton und Quarz fühlt sie sich nicht wohl. Aber ihr Herz schlägt auch für die Menschen um sie herum, für die sie sich engagiert und immer ein offenes Ohr hat. Brigitta Panzner hat einfach beides miteinander verbunden. 1996 fing es an, da wurde sie Mitglied im AWO-Kreisverband Greiz und hat im Rahmen der Erwachsenenbildung einen Keramikzirkel angeboten. Bald kamen auch Kurse für Kinder dazu. Den Keramikzirkel gibt es nun schon seit mehr

als 20 Jahren und inzwischen ist er zu einem Freundeskreis geworden. Verlässt mal einer die Runde, rutscht sofort ein Neuer nach, denn Interessenten gibt es viele. In Berga ist der Zirkel bekannt. Im Rathaus der Gemeinde Berga hängen Wandbilder von Sehenswürdigkeiten der Stadt, alle aus dem Brennofen des Zirkels. Bei der jährlichen „Babybegrüßung“ der Stadt freuen sich die jungen Eltern über einen Fußabdruck ihrer Kinder in Ton. Und da Brigitta Panzner somit quasi alle Kinder in Berga kennt, töpfert sie auch regelmäßig in der AWO Kita „Waldspatzen“. Am meisten aber freuen sich wohl die Senioren im AWO-Pflegeheim Burkersdorf, wenn Frau Panzner hier ehrenamtlich zum Töpfern bittet. Die älteste Teilnehmerin ist 91 Jahre alt. Und als wäre das noch nicht genug, ist Brigitta Panzner seit 2015 auch noch Vorstandsvorsitzende in AWO-Ortsverein Berga. Hier organisiert sie für rund 100 Mitglieder ein reges Vereinsleben, achtet auf die Mitgliedergewinnung und -pflege und koordiniert die Arbeit in der AWO-Begegnungsstätte. Kein Wunder also, dass sie viel unterwegs ist.

Ehrenamtskoordinatorinnen tagen in Altenburg Rund 20 Ehrenamtskoordinatorinnen und Quartiersmanagerinnen der AWO Thüringen trafen sich auf Einladung des AWO-Landesverbandes im zweiten Quartal zu ihrem halbjährlichen Netzwerktreffen. Gastgeber war diesmal der Altenburger Kreisverband. Die Koordinatoren starteten mit einem Austausch über Projekte und Erfahrungen in den einzelnen Kreisverbänden. Anschließend wurde an einem Grundsatzpapier gearbeitet. Es soll helfen, das Freiwilligenmanagement innerhalb der Kreisverbände zu fördern, Richtlinien für die Ehrenamtskoordination festzulegen und die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Koordinatoren zu verbessern. In verschiedenen Workshops wurden auch qualitative und quantitative Standards der Ehrenamtskoordination diskutiert und der Frage nachgegangen, wie sich die Ehrenamtskoordination auf den Mitgliederverband auswirkt. Der Thüringer AWO ist es seit 2001 gelungen, ein Netzwerk von Ehrenamtskoordinatoren aufzubauen, die ehrenamtliches Engagement im Verband und rund um die Einrichtungen fördern. Derzeit sind hier 116 Ehrenamtskoordinatoren und -beauftragte aktiv, die sowohl untereinander als auch mit verschiedenen lokalen und regionalen Partnern kooperieren.

20

informativ 06.19 /


Fachtag „Qualitätsindikatoren in der Pflege“ Rund 100 Teilnehmer besuchten Anfang April den Fachtag des AWO-Bildungswerkes mit der erfolgreichen Buchautorin Jutta König zu den neuen Qualitätsindikatoren in der Pflege. Die bekannte Referentin stellte die drei neuen Ebenen Qualitätsindikatoren, Maßstäbe und Grundsätze sowie die Qualitätsprüfungsrichtlinie vor und erläuterte anhand von Beispielen, wie die Themen in der Praxis umgesetzt werden können. Das Bildungswerk plant mit Jutta König bereits einen weiteren Fachtag „Kreative und flexible Dienstplangestaltung“. Für Informationen steht Franziska Markurt unter der Telefonnummer 0361 51150921 oder per E-Mail: franziska. markurt@awo-thueringen.de zur Verfügung.

Buchautorin Jutta König

Bauhaus überall Im Jubiläumsjahr des Bauhauses haben sich auch die Schüler der zweiten Klasse der AWO-Schule in Rudolstadt mit dem Thema beschäftigt. Erst gab es ein Memory mit Bauhausmotiven und verschiedene geometrische Grundformen zu entdecken. Dann konstruierten die Kinder das Modell eines Bauhaus-Baumhauses. Dabei entstand ein Märchen zum Thema Bauhaus, das am Ende der Projektwoche Premiere hatte. Ermöglicht wurde das Projekt von der Stiftung Deutsches Design Museum in Kooperation mit der SV Sparkassen-Versicherung über die Ausschreibung „Entdecke Design – Entdecke Bauhaus“.

Schüler entdecken Bauhaus

Saalfelder Kindergartenkinder erkunden Physiotherapie Die Kinder des AWO-Kindergartens „Sonnenfleckchen“ in Reichmannsdorf machten im Rahmen ihres Projektes „Rucki Zucki, Rückenstark!“ einen Ausflug in die Saalfelder AWO-Praxis für Physiotherapie. Das Team der Praxis hatte eine besondere „Rückenstunde“ für die Kinder vorbereitet. Seit mehreren Wochen beschäftigten sich die Kinder kindgerecht damit, wie man den Rücken stärken kann, welche Rolle gesunde Füße dabei spielen oder wie es im Rücken aussieht. Wer hat wohl mehr Wirbel, der Mensch oder eine Giraffe? Das war nur eine Frage, der sie dabei nachgegangen sind. Immer mit dabei war das Maskottchen „Theo“. Im Kindergarten „Sonnenfleckchen“ werden 30 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut Das Projekt hat Abschlusspraktikantin Michele Pyschik für die Facharbeit im Rahmen ihrer Erzieherausbildung konzipiert und durchgeführt. Alle Kinder ab drei Jahren waren daran beteiligt.

Michele Pyschik konzipierte das Rücken-Projekt

/ informativ 06.19

21


Drei neue AWO-Fördervereine gegründet Im ersten Quartal 2019 haben sich im Verbandsgebiet der AWO Thüringen drei neue Fördervereine gegründet. Das sind der AWO-Förderverein „Waldkinder“ in Unterwellenborn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, der Förderverein „Strolchenträume Steinheid“ im Landkreis Sonneberg und der Förderverein “Regionalverbund Ilmenau“ im Ilm-Kreis. Der Saalfelder Kreisgeschäftsführer Andreas Krauße überraschte den mittlerweile 16. Förderverein des AWOKreisverbandes mit einer Wildkamera. Denn der Förderverein „Waldkinder“ startet sein erstes Projekt mit der Sanierung eines Bauwagens. Der soll seinen Platz an einem nahegelegenen Waldgrundstück bekommen und den Kindern und Erzieherinnen an ihren Waldtagen als Obdach dienen. Dafür suchen der frisch gewählte Vorsitzende Paul Zeymer, Stellvertreter Daniel Bauer und Kita-Leiterin Susann Kaufmann stets neue Mitstreiter und Sponsoren. Viele Pläne haben auch die Vorsitzende Susanne Otto und die Mitglieder des Fördervereins in Steinheid. Dabei helfen sowohl die guten Kontakte zu verschiedenen Firmen, Stiftungen und Vereinen im Umkreis als auch erste Spenden und ein Startkapital der AWO AJS gGmbH. Die erste Aktion war ein Arbeitseinsatz, bei dem der Förderverein mit vielen Eltern das Außengelände der Kita nach dem Winter startklar gemacht hat. Aktuell planen die Vereinsmitglieder, die steile Metalltreppe im Außengelände durch eine „Abholrutsche“ zu ersetzen und auf einer bisher ungenutzten Fläche einen Spielplatz für die Ein- bis Dreijährigen zu bauen. Außensitzgruppen für alle Altersgruppen sollen im Sommer außerdem Beschäftigungen und ein Essen im Freien ermöglichen. Die Förderer planen auch, ein Kita-Pad anzuschaffen und verschiedene Feste mitzugestalten. Die Mitglieder des Fördervereins „Regionalverbund Ilmenau“ wollen die Arbeit der AWO-Einrichtungen rund um Ilmenau unterstützen. Zum Verbund gehören neun Angebote, darunter drei Seniorenpflegeheime, zwei Begegnungsstätten, eine Servicewohnanlage, ein häuslicher Pflegedienst sowie die am 17. Mai neu eröffneten Senioren-WGs „Am Hüt-

tenholz“. Primär soll das ehrenamtliche Engagement rund um die AWO-Einrichtungen in Ilmenau gestärkt werden. Angestrebt wird außerdem ein starkes Netz aus Kooperationspartnern, z.B. mit der Stadt, den Kitas und Vereinen aus der Region. Der Verein möchte Projekte und Veranstaltungen in den AWO-Einrichtungen praktisch unterstützen, Spendenakquise betreiben und weitere Mitglieder werben. In der Thüringer AWO sind bereits 80 Fördervereine mit rund 3.600 Mitgliedern aktiv. In den AWO-Fördervereinen rund um Kitas oder Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe können sich die Mitglieder konkret vor Ort sozial engagieren und Projekte gestalten. Die Fördervereine tragen derzeit wesentlich zum Mitgliederwachstum der Thüringer AWO bei.

Neue Fördervereine in Unterwellenborn (links) und Steinheid

Förderverein “Regionalverbund Ilmenau“ im Ilm-Kreis

Neuer Vorstand im Ortsverein Lucka Der AWO Ortsverein Lucka hat auf seiner Mitgliederversammlung am 12. März einen neuen Vorstand gewählt. Die langjährige Vorsitzende Annerose Lange trat aus dem ersten Glied und kandidierte aus persönlichen Gründen als Stellvertreterin, das Amt der Vorsitzenden übernahm neu Kerstin Arndt. Ebenfalls einstimmig wählte die Mitgliederversammlung Rosi Dresen und Roswitha Lenk als Beisitzer sowie Elke Wagner als Kassiererin. Kreisgeschäftsführer Lutz Dittel gratulierte mit Blumen zur Wahl.

22

informativ 06.19 /

Der neue Vorstand des Ortsvereins Lucka


kurz notiert / Bad Tabarz / Seniorenwohnanlage eröffnet

Erfurt / Stadtjugendwerk will Engagement ausweiten

Am 22. Mai hat die AWO in Bad Tabarz den „Alexandrinenhof“ eröffnet. Hier entstanden zwei Seniorenwohngemeinschaften mit je zwölf Plätzen sowie sieben altersgerechte Wohnungen. Die AWO investierte rund 3,6 Millionen Euro, 300.000 Euro kamen von der Deutschen Fernsehlotterie dazu. Träger der Einrichtung ist die AWO-Soziale Dienste gGmbH Gotha.

Das AWO-Ortsjugendwerk Erfurt hat sich im Mai in AWOStadtjugendwerk Erfurt umbenannt. Außerdem ist das Jugendwerk in die neue Geschäftsstelle des Landesjugendwerkes im Erfurter Juri-Gagarin-Ring 68/70 gezogen. Das Stadtjugendwerk will seine Angebote für Kinder und Jugendliche damit auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten.

Erfurt / Unternehmenslauf 2019 637 AWO-Läufer gingen beim diesjährigen RUN Unternehmenslauf an den Start. Die AWO stellte damit mit Abstand das größte Team.

Schlüsselübergabe für den Alexandrinenhof

Hannover / AWO-Kinderbuch „Kennst du Marie?“

Weimar / Regionalverband verabschiedet Weimarer Erklärung Über 80 Verantwortungsträger des Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen e. V. setzten sich auf einer Klausurtagung im April mit der Frage nach Werten, Zielen und Zukunftsorientierung des AWO-Regionalverbandes auseinander. Ergebnis ist die sogenannte „Weimarer Erklärung“.

Dieses Jahr nahmen 637 Läufer für das AWO-Team teil

impressum

Der AWO-Bezirksverband Hannover hat zum Jubiläumsjahr ein Kinderbuch über das Leben und Wirken der AWOGründerin Marie Juchacz produziert. Es hat 32 Seiten und kann zum Stückpreis von 0,60 Euro unter der E-Mail: verband@awo-bvh.de bestellt werden. 1.000 Stück werden durch den AWO-Landesverband auf die Gliederungen verteilt.

Herausgeber: AWO Landesverband Thüringen e. V. Juri-Gagarin-Ring 160 99084 Erfurt Tel.: 0361 21031-0 Fax: 0361 21031-149 E-Mail: informativ@awo-thueringen.de Internet: www.awo-thueringen.de Verantwortlich: Ulf Grießmann, Landesgeschäftsführer Redaktion: AWO Landesverband Thüringen e. V. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften zu kürzen oder Informationen zu verarbeiten. Gestaltung: bernoh, Berlin, www.bernoh.de Bildnachweis: S. 3 © Fotolia.com – Christian Schwier, AWO Bundesverband e. V. S. 10

© Carlo Bansini

Herstellung: Druckerei Citydruck & Verlag GmbH Erfurt Auflage: 11.000 Stück Erscheinungsweise: AWO informativ erscheint 4x im Jahr, z.T. mit Sonderbeilagen. Das Entgelt ist im Mitgliedsbeitrag bereits enthalten.

Klausurtagung in Weimar

/ informativ 06.19

23


anzeige /

Profile for AWO Landesverband Thüringen e. V.

AWO informativ - Die Mitgliederzeitschrift des AWO Landesverbandes Thüringen Ausgabe 2/2019  

Wir berichten über Projekte und Veranstaltungen aus den AWO Kreisverbänden und Einrichtungen. Schwerpunkte sind außerdem die Petition zur Be...

AWO informativ - Die Mitgliederzeitschrift des AWO Landesverbandes Thüringen Ausgabe 2/2019  

Wir berichten über Projekte und Veranstaltungen aus den AWO Kreisverbänden und Einrichtungen. Schwerpunkte sind außerdem die Petition zur Be...

Advertisement