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Das Mitgliedermagazin der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Thüringen Ausgabe 89 / 03.2019

informativ /

schwerpunkt /

100 Jahre AWO Gründung, Aufbau und Verbot verband /

Fragebogen zur Leitbildentwicklung petition /

AWO fordert Festschreibung der Eigenanteile in der Pflege


editorial

inhalt /

Ulf Grießmann AWO-Landesgeschäftsführer

Liebe AWO-Freundinnen und Freunde, 100 Jahre AWO in Deutschland. Auch die AWO Thüringen startet in das Jubiläumsjahr. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung im Deutschen Nationaltheater Weimar begrüßen wir Anfang April den Schriftsteller und Kolumnisten Axel Hacke, der aus seinem Buch: „Über Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“ lesen wird. Anschließend wollen wir mit ihm, dem Vorsitzenden des AWO Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt, dem langjährigen thüringer SPDParteivorsitzenden und MdB Christoph Matschie und dem stellvertretenden Landesvorsitzenden und Bürgermeister der Stadt Saalfeld Dr. Steffen Kania über die Rolle der AWO in unserer Gesellschaft sprechen.

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awo intern / Zusammenstehen am 1. Mai

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schwerpunkt / 100 Jahre AWO – Gründung, Aufbau und Verbot

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aktion / Programm der Thüringer AWO zum Jubiläum „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“

11 petition / AWO fordert Festschreibung der Eigenanteile in der Pflege 14 awo innovativ / AWO-Fonds „Soziale Innovationen“ fördert vier weitere Projekte 16 awo vor ort / Die Schlossschule Neustadt ist fertig 21 awo intern / AWO Thüringen gewinnt bundesweit die meisten Mitglieder 23

kurz notiert / impressum

Nur wenige Wochen danach beginnt unsere „Roadshow“, bei der sich die AWO an 14 Standorten auf Marktplätzen und bei Volksfesten präsentiert. Auch das AWO informativ steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Jubiläums. Neben Berichten über die verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen werden wir in den vier Ausgaben des Jahres Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbandes beleuchten. Ich lade Sie hiermit herzlich ein, uns im Jubiläumsjahr 2019 zu begleiten und uns bei den einzelnen Veranstaltungen zu besuchen. Die Termine der Tour finden Sie in diesem Heft und alle Informationen stets auch aktuell im Internet unter www.awothueringen.de/100jahre.

Herzlichst

Ihr Ulf Grießmann

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informativ 03.19 / editorial

Der Landesvorsitzende Werner Griese besuchte bei seiner Tour durch die AWO Kreisverbände in Thüringen die Kinder-Band „Faule Socken“ der AWO in Leinefelde.


awo intern /

Zusammenstehen am 1. Mai. Die traditionelle Demo des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum 1. Mai in Erfurt soll in diesem Jahr größer werden als je zuvor. Der DGB hat viele zivilgesellschaftliche und politische Akteure zusammengetrommelt und gemeinsam das Bündnis „Zusammenstehen – Vielfältig • Solidarisch“ ins Leben gerufen. Zu den Bündnispartnern gehören neben dem AWO-Landesverband, dem AWO Landesjugendwerk und dem AWO-Regionalverband Mitte-West-Thüringen auch die Kirchen, die SPD, Die Linke und die Grünen und über 60 weitere Organisationen und Verbände. Im Anschluss an die Mai-Demonstration, die von der Staatkanzlei über den Erfurter Anger bis zum Landtag führen soll, ist ein großes Fest der Vielen mit Konzerten, InfoStänden und Verpflegung geplant. Namhafte Künstler haben sich bereits angemeldet – mehr soll aber noch nicht verraten werden. Bereits im Vorfeld des 1. Mai organisiert das Bündnis zahlreiche Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Workshops, ein Kneipenquiz und einen Mahngang. Außerdem wird eine Bündniszeitung (Auflage 140.000) in ganz Erfurt verteilt, die über Themen wie Solidarität, Arbeitskampf und Vielfalt berichtet. Der AWO-Landesverband hat seine Beteiligung am Bündnis beim letzten Landesausschuss im November 2018 beschlossen und unterstützt es finanziell und organisatorisch. Kontaktmöglichkeiten sowie detaillierte Informationen zur Arbeit des Bündnisses und zu den geplanten Veranstaltungen gibt es unter:

Die Verbände der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen trauern um

Wolfgang Nossen verstorben am 16.02.2019. Mit ihm verlieren wir einen wichtigen Mitstreiter in der gemeinsamen Arbeit der Wohlfahrtspflege, eine klare und kritische Stimme im aufkeimenden Antisemitismus, einen klugen und engagierten Kämpfer für Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Unser tiefes Mitgefühl ist bei seinen Angehörigen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Christoph Stolte Vorsitzender

Hans-Otto Schwiefert Geschäftsführer

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.

http://zusammenstehen.eu https://www.facebook.com/vielfaeltigsolidarisch https://twitter.com/zusammenstehen

Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod Wolfgang Nossens, dem langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, aufgenommen. Viele Jahre begleitet er die gemeinsame Arbeit der Wohlfahrtsverbände in Thüringen und war auch für die AWO ein wichtiger Partner. Wir haben Wolfgang Nossen als einen großartigen Kollegen, klugen Kopf und engagierten Mitstreiter für Demokratie und soziale Gerechtigkeit kennen und schätzen gelernt. Mit ihm ist ein außergewöhnlicher Mensch verloren gegangen, der das gesellschaftliche Leben in Thüringen und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege entscheidend geprägt hat. Wolfgang Nossen erhielt im Jahr 2013 für sein Wirken den Ehrenpreis der LIGA Thüringen.

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schwerpunkt /

2019 feiert die AWO bundesweit 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt. In den vier Ausgaben des AWO informativ für dieses Jahr nehmen wir Sie deshalb mit auf eine „Reise“ durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbandes. In dieser ersten Ausgabe geht es um die Zeit der Gründung bis zum Verbot der Arbeiterwohlfahrt im Jahr 1933.

Gründung, Aufbau und Verbot der AWO Am 13. Dezember 1919 gründete die sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz gemeinsam mit weiteren SPD-Abgeordneten der Weimarer Republik den Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt. Das war die Geburtsstunde der heutigen AWO. Im September 1921 fand eine erste Reichkonferenz der Arbeiterwohlfahrt in Görlitz statt, im Zuge derer die vorläufigen Richtlinien der Arbeiterwohlfahrt veröffentlicht wurden. Im April 1925 wurde die AWO beim Amtsgericht Berlin-Mitte als Verein eingetragen. Marie Juchacz übernahm den AWO-Vorsitz bis zum Verbot der AWO 1933. Die junge Weimarer Republik stand damals vor großen sozialen Herausforderungen. Hunger, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot bestimmten den Alltag vieler. Die AWO setzte sich dafür ein, dass die diskriminierende öffentliche Armenpflege des Kaiserreiches durch eine moderne Fürsorgegesetzgebung ersetzt wurde. Sie organisierte soziale Hilfen und vereinte engagierte Menschen. Ziel des Wohlfahrtsverbandes war, soziale Not zu lindern und Wohlfahrtsleistungen zu verbessern. Gleichzeitig setzte sich die AWO für einen Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung und moderne sozialpädagogische Methoden ein. 1924 formulierten Marie Juchacz und Johanna Heymann in ihrer Abhandlung „Die Arbeiterwohlfahrt. Voraussetzungen und Entwicklung“ die Ziele und Notwendigkeit der Wohlfahrtspflege: „Arbeiterwohlfahrt – also Wohlfahrt nur für Arbeiter? – Nein. – Eine Wohlfahrtspflege, ausgeübt durch die Arbeiterschaft. Eine Organisation, hervorgewachsen aus der Arbeiterbewegung, mit dem bewussten Willen, in das große Arbeitsgebiet der Wohlfahrtspflege ihre Ideen hineinzutragen, die Idee der Selbsthilfe, der Kameradschaftlichkeit und Solida-

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rität, aber auch die Idee, dass Wohlfahrtspflege vom Staat und seinen Organen betrieben werden muss, und dass auch diese Arbeit bewusst ausgeübt werden muss von lebendigen Menschen.“ In den Zwanzigerjahren entstanden Kindergärten und Erholungseinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, Beratungsstellen, Schulungseinrichtungen für Sozialarbeiter und viele mehr. Die AWO beeinflusste die soziale Gesetzgebung der jungen Republik mit. In fast jedem staatlichen Gremium der Wohlfahrt waren AWO-Mitglieder vertreten. Politische Meilensteine waren etwa das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz von 1922 oder die Fürsorgepflichtverordnung von 1924. Anfang der 30er Jahre hatte sich die AWO zu einem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege mit mehr als 2.600 Ortsausschüssen und über 135.000 Mitgliedern entwickelt. Die AWO protestierte von Anfang an gegen den erstarkenden Nationalsozialismus. Nach der Machtergreifung der Nazis wurden AWO-Mitglieder verfolgt, viele emi- Die Zeitschrift „Arbeiterwohlfahrt“ grierten oder wurden erschien von 1926 bis zum Verbot inhaftiert. Im Mai 1933 besetzte die SS die AWO-Hauptgeschäftsstelle in Berlin und weitere Zweigstellen. Mit dem Gesetz über die Einziehung des Vermögens von volks- und staatsfeindlichen Organisationen im Juli 1933 wurde die AWO enteignet. Während die anderen Wohlfahrtsverbände außer der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden weiterwirken durften, wurde die AWO verboten.


schwerpunkt / Wer war Marie Juchacz? Marie Juchacz wurde 1879 im ländlichen Landsberg an der Warthe als Tochter eines Zimmermanns geboren. Nach der Volksschule arbeitete sie unter anderem als Dienstmädchen und in einer Fabrik. Mit dem hier ersparten Geld bezahlte sie ihre Lehre zur Schneiderin. 1903 heiratete sie den Schneidermeister Bernhard Juchacz und arbeitet in dessen Werkstatt. Sie begann sich für die SPD und politische Fragen zu interessieren. Nach der Trennung von ihrem Mann zog Marie Juchacz 1906 zusammen mit ihren zwei Kindern und ihrer Schwester Elisabeth nach Berlin. 1907 wurden die Schwestern Mitglieder im Frauen- und Mädchenbildungsverein Schöneberg, einer getarnten politischen Frauenorganisation. Bald folgten erste Ämter und Pflichten in der sozialdemokratischen Frauenbewegung. 1913 wurde Marie Juchacz Frauensekretärin im Kölner Partei-Bezirk Obere Rheinprovinz. Über die „Nationale Frauengemeinschaft für Köln“ engagierte sie sich in der sozialen Arbeit und lernte die Strukturen der damaligen Fürsorge kennen. 1917 übernahm sie die Stelle der zentralen Frauensekretärin der SPD in Berlin. Im Oktober wurde sie als einzige Frau in den Parteivorstand der Sozialdemokraten gewählt. Mit dem Inkrafttreten des Frauenwahlrechtes kandidierte sie als Abgeordnete und zählte 1919 zu den ersten 37 Frauen in der Deutschen Nationalversammlung. Am 9. Februar 1919 sprach sie als erste Frau in einem deutschen Parlament. Nach dem Verbot der AWO im Jahr 1933 emigrierte sie zunächst ins Saargebiet und von dort weiter nach Frankreich, ehe sie 1941 nach New York floh. Hier gründete sie die Arbeiterwohlfahrt USA als Hilfe für Opfer des Nationalsozialismus. 1949 kehrte sie nach Deutschland zurück und wurde Ehrenvorsitzende der wiedergegründeten AWO. Marie Juchacz starb 1956.

Im Hintergebädue der gaststätte „Zum alten Schwan“ betrieb die AWO Erfurt eine Suppenküche (um 1920) Kinderrepubliken. Der Erfurter Ortsausschuss er-warb 1927 ein 3.500 qm großes Grundstück im Steigerwald und errichtete hier eine Walderholungsstätte. 1928 ermöglichten die AWO-Ortsausschüsse rund 1.400 Kindern Ferienerholungen. Ab 1929 organisierte die Erfurter AWO zudem einen Kinderhort mit Mittagessen. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise organisierte die AWO Wärmestuben mit Büchern, Vorträgen, Kino- und Schwimmbadfreikarten,

Die Arbeiterwohlfahrt in Thüringen Die Arbeiterwohlfahrt in Thüringen gründete sich um 1920 und nahm gemäß den Richtlinien des AWO-Hauptausschusses die Arbeit auf. Dabei entstanden relativ zeitgleich und unabhängig voneinander ein Landesausschuss mit Sitz in Weimar, vermutlich ein Bezirksausschuss für den preußischen Teil Thüringens sowie zahlreiche Ortsausschüsse. Den Landesausschuss führte ab der Gründung Paul Apel, etwa 1929 wurde mit Emma Sachse eine neue Vorsitzende gewählt. 1926 gab es 50 Thüringer AWO-Ortsausschüsse, 1931 waren es bereits über 80. Ein Schwerpunkt war dabei die Kindererholung. Viele Kinder aus armen Familien waren unterernährt und mussten zum Familieneinkommen durch Kinderarbeit beitragen. Hier organisierten die AWOOrtsausschüsse Freitische, Tagesausflüge, Kinderverschickungen und -erholungen und

Kindergruppe im Zeltlager Probstzella 1930 Spielen und bald auch handwerklichen Kursen für Jungen oder hauswirtschaftlichen Angeboten für Mädchen. Anlässlich ihrer Landestagung 1930 formulierte die AWO Thüringen einstimmig: „Die Konferenz der Arbeiterwohlfahrt protestiert aufs Schärfste gegen den drohenden Abbau, den das faschistische System in Thüringen auf allen Gebieten der Sozialpolitik und Wohlfahrtspflege durchführen will.“ Weit verbreitet waren die Nähstuben und Kleidersammlungen der Arbeiterwohlfahrt. Hier setzten AWO-Frauen Kleidung instand, die im Zuge der Nothilfe an Bedürftige verteilt wurde. Auch Heime und Gewerkschaften ließen in den AWO-Nähstuben ihren Wäschebedarf herstellen oder flicken. Viele junge Frauen lernten hier das Schneidern. 1931 betrieb die Thüringer AWO rund 50 solcher

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schwerpunkt / Nähstuben. Neben öffentlichen Geldern finanzierten sich die Angebote der AWO durch den Verkauf von Wohlfahrtsmarken, Haus- und Straßensammlungen, Spenden und Erlösen der Wohlfahrtslotterie oder von öffentlichen Veranstaltungen, etwa Konzerten. 1933 wurde auch das Vermögen der AWO Thüringen beschlagnahmt und eingezogen, so unter anderem auch die Walderholungsstätte in Erfurter Steigerwald. Die Mitgliederlisten wurden vernichtet.

Wer war Emma Sachse? Emma Sachse wurde 1887 als sechstes von neun Kindern eines Wegewärters geboren. Die Geschwister mussten schon frühzeitig zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Emma Sachse hütete die Kinder anderer Familien und füllte Seifenpulver für eine Fabrik ab. Als 15-Jährige verließ Emma Sachse ihr Elternhaus und verdingte sich als Dienstmädchen in Leipzig. Durch ihren Lebensgefährten, einen Buchdrucker, kam sie mit der sozialistischen Bewegung in Verbindung und wurde eine begeisterte Kämpferin für den Sozialismus in Altenburg, wohin sie ihrem Mann wegen eines Arbeitsangebotes folgte. Nach dem Ersten Weltkrieg vertrat Emma Sachse die sozialistischen Frauen Ostthüringens auf einer Reichsfrauentagung der SPD in Kassel. Seit 1920 gehörte sie ununterbrochen dem Thüringer Landtag an und setzte sich im Parlament für die armen Schichten des Volkes ein. Besonders aktiv engagierte sie sich für die Gründung der Frauengruppen der SPD und von Ortsausschüssen für Arbeiterwohlfahrt. Als Vorsitzende des AWO-Landesausschusses für Arbeiterwohlfahrt des Bezirkes Großthüringen half Emma Sachse, das Elend von Proletarierfamilien zu lindern und setzte sich für Hilfen in den Notstandsgebieten des Thüringer Waldes ein. 1933 wurde Emma Sachse durch das NS-Regime in „Schutzhaft” genommen und kam ins Gefängnis Altenburg. Nach der Entlassung unterstützte sie die Widerstandsbewegung gegen die Nazis, wurde 1944 erneut verhaftet und in das KZ Ravensbrück deportiert. Nach dem Ende des Krieges nahm Emma Sachse ihre politische Tätigkeit wieder auf und engagierte sich in der SPD und anderen Institutionen. Geprägt von de m persönlichen Erleben des Faschismus befürwortete sie die Vereinigung von SPD und KPD und wirkte fortan im Landesvorstand der Thüringer SED und im Parteivorstand in Berlin mit. Emma Sachse starb am 24. Januar 1965.

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Programm der Thüringer AWO zum Jubiläum „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ 2019 feiert die AWO „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“ bundesweit mit einem großen Jubiläumsjahr und in Thüringen mit einer Tour durch den ganzen Freistaat. Der Startschuss dafür fällt am 8. April in Weimar mit einem Festakt im Deutschen Nationaltheater, das Finale ist der AWO-Ball am 8. November. Am 8. April wird der AWO Landesverband Thüringen mit Gästen aus dem AWO-Bundesverband, vielen Wegbegleitern, Förderern, Partnern und Freunden sein Jubiläum im geschichtsträchtigen Ambiente des deutschen Nationaltheaters in Weimar feiern. Neben einer Begrüßung durch den AWO-Landesvorsitzenden Werner Griese und einem Grußwort des Vorsitzenden des AWO-Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt erwartet die Teilnehmer eine Lesung mit dem Schriftsteller und Kolumnisten Axel Hacke aus seinem 2017 erschienenen Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“. Diese hochaktuelle Frage soll auch die anschließende Diskussionsrunde einleiten, in der der Bundestagsabgeordnete Christoph Matschie (SPD), Wilhelm Schmidt und der Saalfelder Bürgermeister und stellvertretende AWO-Landesvorsitzende Dr. Steffen Kania über die Rolle der AWO im 21. Jahrhundert diskutieren. Moderiert wird der Abend von Daniel Baumbach, langjähriger Nachrichtensprecher und Sprecher der Stadt Erfurt. Von Mai bis Oktober ist die Thüringer AWO mit einer Roadshow in Thüringen unterwegs. Auf großen Veranstaltungen im ganzen Freistaat beteiligen sich an 14 Standorten die AWO-Gliederungen. Die AWO ist auf großen Volksfesten wie dem ThüringenTag in Sömmerda, dem Rolandsfest in Nordhausen oder dem Gothardusfest in Gotha präsent. Vor Ort erwarten die Besucher eine Ausstellung zur Geschichte der AWO, Mit-Mach-Angebote, ein Gewinnspiel, bei dem die Besucher eine Jubiläumsedition der Ankerbausteine aus Rudolstadt gewinnen können und vieles mehr.


aktion / Das sind die einzelnen Stationen der Roadshow:

4. + 5. Mai 2019 in Gotha Der AWO Kreisverband Gotha e. V. präsentiert sich auf dem Gothardusfest. 25. Mai 2019 in Triebes Der AWO Gemeindeverband Zeulenroda-Triebes e. V. feiert 100 Jahre AWO, 35 Jahre Kita „Haus Kinderglück“ und 5 Jahre AWO Wohnanlage „Am Hainackerpark“. 7. – 9. Juni 2019 in Nordhausen Der AWO Kreisverband Nordhausen e. V. ist mit vielen Aktionen für Jung und Alt auf dem Rolandsfest. 21. Juni 2019 in Jena-Lobeda Der AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. gastiert auf dem Farbenfest in Jena-Lobeda.

7. + 8. September 2019 in Pößneck Der AWO Kreisverband Saale-Orla e. V. präsentiert sich auf dem Stadtfest.

28. – 30. Juni 2019 in Sömmerda Der AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. präsentiert sich auf dem ThüringenTag.

27. September 2019 in Rudolstadt Die AWO Rudolstadt feiert 100 Jahre AWO und 10 Jahre Friedrich-Adolf-Richter-Schule.

20. + 21. Juli 2019 in Suhl Der AWO Regionalverband Süd-West-Thüringen e. V. ist auf dem Suhler Stadtfest; jeweils ab 11 Uhr auf dem Marktplatz.

28. September 2019 in Lauscha Der AWO Kreisverband Sonneberg e. V. feiert das 100-jährige Jubiläum im Kulturhaus Lauscha

24. August 2019 in Gößnitz Der AWO Kreisverband Altenburger Land e. V. feiert das traditionelle Hoffest auf dem Gelände der AWO-Servicewohnanlage. 31. August 2019 in Bad Langensalza Der AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. feiert Familienfest und 100 Jahre AWO im AWO-Familiengarten. 1. September 2019 in Saalfeld Der AWO Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e. V. präsentiert sich auf dem Saafelder Bierfest (ohne Roadshow).

3. Oktober 2019 in Greiz Der AWO Kreisverband Greiz e. V. präsentiert sich zum Tag der Deutschen Einheit auf dem Neustadtfest. 5. Oktober 2019 Der AWO Kreisverband Ilm-Kreis e. V. präsentiert sich auf dem Arnstädter Herbstmarkt. Am 8. November findet das Jubiläumsjahr mit dem 20. AWOBall des AWO Landesverbandes Thüringen e. V. im historischen Kaisersaal sein Ende. Anlässlich des Jubiläums hält der Vorsitzende des AWO-Bundespräsidiums Wilhelm Schmidt die diesjährige Festrede. Ein Filmbeitrag zur Geschichte der AWO dokumentiert Impressionen aus dem Jubiläumsjahr.

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awo engagiert /

100 Jahre Frauenwahlrecht In Kooperation von AWO und Friedrich-Ebert-Stiftung fand am 19. Februar der Themenabend „Wo sind denn die Frauen? 100 Jahre Frauenwahlrecht“ in Weimar statt. Genau am 19. Februar 1919, also vor genau 100 Jahren, hatte die AWO-Gründerin Marie Juchacz als erste gewählte weibliche Abgeordnete eine Rede vor der Weimarer Nationalversammlung gehalten.

Die Thüringer AWO tritt seit 1919 engagiert für die Gleichstellung von Frauen ein. Mehrheitlich Frauen haben die AWO damals aufgebaut. Auch heute ist der Verband sowohl im Mitgliederbereich als auch als soziales Unternehmen überwiegend weiblich.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der stellvertretenden AWO-Landesvorsitzenden Katrin Matzky. Sie erinnerte daran, dass das aktive und passive Frauenwahlrecht, das uns heute selbstverständlich erscheint, damals hart erkämpft werden musste. Gleichzeitig schaute sie auf die aktuelle Bilanz. Der AWO-Gleichstellungsbericht offenbart, dass es auch in der AWO noch Nachholebedarf in Sachen Gleichstellung gibt. Wie sichtbar und einflussreich Frauen in Politik, Arbeit und Wirtschaft sind, diskutierte die Runde anschließend mit Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: Anette Projahn vom Thüringer Unternehmerinnenverband, Gewerkschafterin Helena Müller und der gleichstellungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Diana Lehmann. Auch AWO-Gründerin Marie Juchacz aus dem Jahr 1919 erhielt das Wort. Bei einer szenischen Performance kam sie mit einer Frau von 2019 ins Gespräch.

v. l. n. r.: Moderatorin Dr. Cornelia Klisch, Unternehmerin Anette Projahn, Gewerkschafterin Helena Müller, stellvertretende AWO-Landesvorsitzende Katrin Matzky, MdL Diana Lehmann, Eva Nagler von der Friedrich-Ebert-Stiftung

70 Jahre Wohlfahrtsbriefmarken Mit den ersten Wohlfahrtsbriefmarken 1949 begann deutschlandweit die Erfolgsgeschichte des „Porto mit Herz“. Die AWO verbreitete die Marken von Anfang an mit. Jedes Jahr wird unter dem Motto „Helft und schenkt Freude!“ dazu aufgerufen, Wohlfahrtsmarken zu kaufen. Millionen von Menschen haben das seitdem getan und damit soziale Projekte unterstützt. Beim Kauf der Marken mit dem zusätzlichen Cent-Betrag fließt der Pluserlös an die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege.

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Die Motive der Sonderpostwertzeichen sind vielfältig. Im Jubiläumsjahr 2019 ziert das tapfere Schneiderlein mit seinen Heldentaten die Marken, gestaltet von Grafiker Michael Kunter aus Berlin. Die Briefmarken wurden am 4. Februar offiziell im Schloss Bellevue präsentiert. BundespräsidentFrank-Walter Steinmeier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz gratulierten zum Geburtstag und dankten den Wohlfahrtsverbänden für ihren Beitrag in der Gesellschaft.


bildung /

Die Erfurter Kita „Ringelblume“ spendet für Kinderhospiz Am 11. Januar gab es in der Erfurter AWO Kita „Ringelblume“ eine Spendenübergabe. Nur bekamen diesmal die Kita-Kinder kein Geld, sondern die Vertreter des Kinderhospiz Mittelthüringen. Der Förderverein hatte die Idee, beim gut besuchten Weihnachtsmarkt für das Kinderhospiz zu sammeln. Insgesamt 371 Euro kamen zusammen. In den Einrichtungen des Kinderhospiz Mitteldeutschland werden todkranke Kinder und Jugendliche und ihre Familien betreut.

Einmaliger Kurs für Thüringen: Train the Trainer: Lehren lernen In Kooperation mit der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz bietet das AWO Bildungswerk Thüringen ab September 2019 die berufsbegleitende Weiterbildung Train the Trainer: Lehren lernen an. Der Kurs ist konzipiert für alle in der Lehre Tätigen, die ihr didaktisch-methodisches Wissen und ihre kommunikativen Fähigkeiten erweitern möchten. Darüber hinaus können neue Methoden kennengelernt, das eigene Rollenverständnis gefestigt und reflektiert sowie das Bearbeiten von Konfliktsituationen und Lernen mit dem Web erlernt werden. Teilnehmen kann, wer haupt-, neben- oder freiberuflich seit mindestens einem Jahr in der Erwachsenenbildung tätig ist.

Die Weiterbildung endet mit einem Zertifikat der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mit dem erfolgreichen Abschluss können u.a. elf Creditpoints nach dem European Credit Transfer System (ECTS) erworben werden. Diese sind auf fachverwandte Masterstudiengänge anrechenbar. Weitere Informationen finden Sie in unserem Bildungsprogramm oder unter www.awobildungswerk.de Für Fragen steht Ihnen Franziska Markurt Tel.: 0361|51150921 franziska.markurt@awo-thueringen.de gern zur Verfügung.

AWO-Bildungswerk fördert Inklusion Das AWO-Bildungswerk startete am 13. März in Erfurt einen ersten Aufbaukurs für die Heilpädagogische Zusatzqualifikation (HPZ) für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Aufgrund der großen Nachfrage wird in der zweiten Jahreshälfte ein weiterer Kurs folgen. Erst Ende 2018 hatten 15 Pädagogen den ersten Grundkurs dieser Ausbildung beenden können. Einen weiteren Grundkurs absolvieren derzeit noch 16 Pädagogen in Gotha in Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises. Gerade in den Kindergärten besteht ein großer Bedarf an der entsprechenden Heilpädagogischen Zusatzqualifikation für Erzieher, die nach dem neuen Thüringer Curriculum gefordert wird. Der dazu erforderliche Grund- und Auf-

baukurs umfasst 800 Stunden Theorie und Praxis. Hier ist das AWO-Bildungswerk ein wichtiger Partner auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. Inklusion bedeutet, das Leben mit Entwicklungsbesonderheiten als Ausdruck gesellschaftlicher Vielfalt wertzuschätzen und die Verschiedenheit der Menschen als Vielfalt und Normalität zu verstehen. Die AWO setzt sich seit jeher für den Inklusionsgedanken ein. Nicht nur in ihren Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder den 31 Integrativen Kindertagesstätten in AWO-Trägerschaft, sondern auch als Arbeitgeber von inzwischen rund 50 Schulbegleitern. Damit ist die AWO einer der aktivsten Verbände im Bereich der Schulbegleitung.

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awo vor ort /

Neues Leben im Jugendwerk im Altenburger Land Die Jugendwerksarbeit im Altenburger Land ist neu belebt. Am 14. Januar hat ein neu gewählter Vorstand die Jugendwerksarbeit der AWO aufgenommen. Über längere Zeit gab es hier kein aktives Jugendwerk. Nun konnten Lutz Dittel und Kristin Heinig vom AWO Kreisverband Altenburger Land e. V. die Geschäfte wieder an einen motivierten jungen Vorstand übergeben. Das Jugendwerk wird vorrangig in Altenburg aktiv sein und soll demnächst in Ortsjugendwerk Altenburg umbenannt werden. „Wir freuen uns sehr, dass sich eine Gruppe Jugendlicher gefunden hat, die das Jugendwerk wieder neu beleben möchte“, sagt Kreisgeschäftsführer Lutz Dittel und würdigte die Arbeit von Kristin Heinig, die sich in den vergangenen sieben Jahren als Vorsitzende der freien Jugendarbeit angenommen hat. Sie betreut ehrenamtlich den Gößnitzer Jugendclub, der täglich von rund 30 Jugendlichen besucht wird.

v.l.n.r. Kristin Heinig, Sabine Giese, Florian Becker, Stephanie Kutzschner, Lina Kurtze, Jeremia Jacob Lippold, Lutz Dittel, Theresa Evert Neben Spieleabenden sind bereits Ausflüge und Bildungsfahrten geplant, zum Beispiel in den Freizeitpark Belantis bei Leipzig und nach Erding.

Große AWO-Präsenz bei der Thüringen Ausstellung Zur Seniorenmesse im Rahmen der Thüringen Ausstellung am 11. März zeigte die AWO wieder eine große Präsenz. Über 170 Ehrenamtliche, Mitglieder und Mitarbeiter aus 15 AWOVerbänden beteiligten sich am Programm auf der Aktionsfläche im Glasfoyer und auf der Bühne in Halle 3. Sie warben für ehrenamtliches Engagement und stellten mittels Mit-MachAngeboten die Arbeit in den AWO-Einrichtungen vor.

Neben Kreativangeboten gab es auch viele Auftritte der AWO-Tanz- und Musikgruppen. Mit dabei waren unter anderen die Band „Irre Trommeln“ des AWOTeilhabezentrums Bad Salzungen, die Tanzgruppen „Crazy Kids“ der AWO Sonneberg und „New Oldies“ der AWO Gotha sowie die „AWO-Sternchen“ aus dem Seniorenwohnpark Schlotheim. Der Ortsverein Römhild präsentierte Sitz- und Kreistänze und mit dem Ortsverein Hildburghausen konnten Besucher Osterschmuck basteln. Mit vor Ort waren ebenfalls die Seniorenbegleiter der „Herbstzeitlose“ aus Saalfeld. Zwei Altenburger Fördervereine warben mit Kneipp-Anwendungen für das Konzept ihrer Kitas. Auf Interesse stießen auch die Spiegeltherapie für Menschen mit Schlaganfall und die Beratungen der Thüringer Alzheimergesellschaft zu den Themen Demenz, Betreuungsrecht und Patientenverfügung. Publikumsmagnet gleich am Eingang war das Spiel „Das Herz gewinnt“, bei dem die Besucher kleine Preise gewinnen konnten. Kein Wunder also, dass die AWO-Flächen immer dicht umringt waren. Erfreulich ist, dass sehr viele Messebesucher die AWO bereits kannten und vielfach schon positive Erfahrungen mit den AWO-Einrichtungen und -Diensten oder den Angeboten der Jugendwerke gemacht hatten.

Fotos folgen +++ Fotos folgen ***

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petition /

Petition: AWO fordert Festschreibung der Eigenanteile in der Pflege Wenn Gisela Keitel Zeitung liest, kann sie nur mit dem Kopf schütteln. Alle Parteien fordern höhere Löhne für Altenpfleger – „Und die sollen ja auch mehr verdienen, keine Frage“, so die Vorsitzende des Bewohnerbeirates in der AWO Seniorenresidenz „Haus am Wippertor“ in Sondershausen. „Das ist ein harter Job und der muss gut bezahlt werden.“ Doch wo das Geld herkommen soll, darüber schweigen sich die Politiker aus oder nehmen die sozialen Träger in die Pflicht. „Und dann wird es letzten Endes auf dem Rücken von uns Heimbewohnern ausgetragen“, konstatiert die 88-Jährige. Lohnerhöhungen bedeuten höhere Pflegeheimkosten. „Ich kann meinen Enkeln immer weniger zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken“, sagt Gisela Keitel. Auch in den 54 AWO-Pflegeheimen in Thüringen müssen die Preise meist jährlich angepasst werden. Für dieses Jahr wurde mit den Thüringer Pflegekassen eine pauschale Anhebung von 2,97 Prozent vereinbart. Dies entspricht der Entwicklung der Grundlohnsumme in der Pflege in Thüringen. Für die AWO-Einrichtungen bedeutet das in der Regel Steigerungen von 60 bis 70 Euro pro Monat, die allein die Bewohner schultern müssen.

Unterschriftenlisten aus. Auch online konnte man die Petition unterstützen. Die AWO fordert, dass die Pflegeversicherung das finanzielle Risiko für die Menschen bei Pflegebedürftigkeit verlässlich absichert. „Dazu muss der Eigenanteil, den Pflegebedürftige zahlen müssen, in der Höhe begrenzt werden“, erklärt AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. Zudem muss der Eigenanteil über die gesamte Dauer der stationären Pflege verlässlich planbar sein. Steigende Kosten für höhere Löhne oder bessere Personalschlüssel würden dann aus der Pflegeversicherung finanziert. Das wäre eine Abkehr vom bisherigen System der Pflegeversicherung. Die ist aktuell ein sogenanntes Teilkaskomodell: Sie zahlt Pflegebedürftigen lediglich einen festen gesetzlich definierten Zuschuss, abhängig vom Pflegegrad. Steigen in einem Pflegeheim aber etwa die Löhne, werden neue Azubis eingestellt oder der Personalschlüssel verbessert, ändert sich an der Leistung der Pflegeversicherung gar nichts. Stattdessen steigen die Kosten für die Heimbewohner.

Dieser Entwicklung will die AWO nun Einhalt gebieten. Deshalb startete der AWO Bundesverband eine Petition an den deutschen Bundestag, um die Eigenanteile der Senioren in Pflegeheimen zu begrenzen. Die dafür nötigen Unterschriften wurden bis zum 12. März auch in Thüringer AWOEinrichtungen, Seniorenbegegnungsstätten und öffentlichen Orten gesammelt. Im Foyer vieler Pflegeheime lagen

„Alle Verbesserungen und Tarifsteigerungen, die es in der Pflege in den letzten Jahren schon gegeben hat, wurden also nahezu ausschließlich von den Pflegebedürftigen finanziert. Damit muss Schluss sein“, sagt Grießmann. Die Politik habe es sich zu lange angewöhnt, Verbesserungen zu beschließen, die letztlich die Senioren bezahlen müssen.

Gisela Keitel, Vorsitzende des Bewohnerbeirates in der AWO Seniorenresidenz „Haus am Wippertor“ Sondershausen

In vielen Einrichtungen und auch in der Geschäftsstelle lagen Petitionslisten aus.

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verband /

AWO Landesverband startet Umfrage und lädt zu Beteiligung an Leitbilddiskussion ein daran orientieren, will gleichzeitig aber auch regionale Besonderheiten einfließen lassen. Um möglichst viele Mitglieder daran zu beteiligen, lädt der AWO Landesverband Thüringen in einem ersten Schritt dazu ein, sich an unten stehender Umfrage zu beteiligen. Anschließend sind bis zum Jahresende Workshops in Gliederungen, Einrichtungen und Jugendwerken geplant. Höhepunkt wird die im Mai 2020 geplante Leitbildkonferenz sein. Auf dieser werden die Ergebnisse zusammengeführt. Die Teilnehmer des AK Leitbild um AWO-Landesvorsitzenden Werner Griese (rechts) und Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann (vorn Mitte) Nachdem der AWO-Landesausschuss im November 2018 den Start eines Leitbildprozesses beschlossen hat, hat sich der „Arbeitskreis Leitbild“ in seiner zweiten Sitzung auf einen Prozessverlauf verständigt. „Unser Ziel ist, das neue Leitbild auf der Landeskonferenz 2020 zu beschließen“, sagt Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann. In einem umfangreichen Prozess hat der AWO Bundesverband seine Leitsätze und sein Grundsatzprogramm überarbeitet. Der AWO Landesverband Thüringen wird sich

Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie sich kurz die Zeit nehmen und uns mitteilen, was Sie mit den jeweiligen Leitsätzen der AWO verbinden. Ihre Antworten können Sie uns bitte bis zum 31. Mai per E-Mail, Fax oder postalisch zusenden: AWO Landesverband Thüringen e. V. zu Händen Sebastian Perdelwitz Juri-Gagarin-Ring 160 • 99084 Erfurt sebastian.perdelwitz@awo-thueringen.de Fax: 0361 21031149 Die Beantwortung ist auch online möglich: https://www.umfrageonline.com/s/d4efb58

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir treten für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz ein. Diese Grundwerte des freiheitlich demokratischen Sozialismus bestimmen unser Handeln.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir unterstützen Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und fördern ein demokratisches Zusammenleben in Solidarität und Achtung vor der Natur.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir sind ein unabhängiger und eigenständiger Mitgliederverband. Auf Grundlage unserer Werte streiten wir gemeinsam mit Mitgliedern, Engagierten und Mitarbeitenden für eine solidarische und gerechte Gesellschaft.

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verband / Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir streiten für eine demokratische Gesellschaft in Vielfalt und begegnen allen Menschen mit Respekt.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir finden uns mit Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht ab. Der demokratische Sozialstaat ist verpflichtet, Ausgleich zwischen Arm und Reich herzustellen.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir bieten soziale Dienstleistungen mit hoher Qualität und Wirkung für alle an. Staat und Kommunen tragen die Verantwortung für die soziale Daseinsvorsorge.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir arbeiten professionell, inklusiv, interkulturell und innovativ. Das sichern wir durch die Fachlichkeit unserer Mitglieder, Engagierten und Mitarbeitenden.

Was verbinden Sie mit diesem Leitsatz: Wir verpflichten uns als Mitgliederverband, als sozialwirtschaftliches Unternehmen und als Interessenverband, unseren Werten entsprechend zu handeln. Indem wir unsere Grundsätze transparent darstellen, machen wir sie zum Maßstab unserer Arbeit.

Was macht Ihrer Meinung nach eine AWO-Identität aus? Womit identifizieren Sie sich ganz persönlich?

Welche Vision haben Sie von der AWO im Jahr 2030?

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awo innovativ /

AWO-Fonds „Soziale Innovationen“ fördert vier weitere Projekte Der Fonds „Soziale Innovationen“ des AWO Landesverbandes Thüringen hat im zweiten Halbjahr 2018 vier Förderanträge bewilligt. Insgesamt wurden für die Projekte rund 27.000 Euro ausgereicht. Im Projekt „100 Jahre AWO – Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit. Mediale Begleitung der AWO-Roadshow zum Jubiläum“ des AWO-Landesjugendwerkes nehmen junge Kamerateams an den 14 Standorten der Roadshow Impressionen des Tages auf. Sie interviewen zudem Freiwillige, die mit Aktionen das Motto des Jahres 2019 „Soziale Gerechtigkeit“ verdeutlichen. Dazu bildet ein Medienpädagoge die Kamerateams in Workshops aus. Aus dem Material wird ein Film geschnitten, der zum AWO-Ball im November gezeigt wird. Die Beiträge werden auch auf DVDs dokumentiert und in den sozialen Medien verbreitet. Ziel des IKOS-Projektes „Wunderbares Jena – ich sehe, was du fühlst“ ist, sehbehinderte Menschen mit anderen in Kontakt und gemeinsames Tun zu bringen, indem sie den Wohnort Jena näher erforschen. So können sie anderen zeigen, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen. Als Ergebnis entstehen Medien, die Sehenswürdigkeiten der Stadt taktil erfahrbar machen, etwa über Brailleschrift und Reliefs. Das IKOS Jena ist eine Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Trägerschaft des Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen. Hier beraten, unterstützen und begleiten zwei Mitarbeiter ca. 125 Selbsthilfegruppen, die für rund 100 Treffen im Monat die dortigen Gruppenräume nutzen.

Telefonnummer vermittelt. Der Stützpunkt soll 2019/20 in Kooperation mit dem Landratsamt zu einem „Zentrum unterstützende Dienste – ZuD“ ausgebaut werden. Die Anlaufstelle dient als zentraler Vermittler zwischen Hilfesuchenden und den jeweiligen Behörden, Ämtern, Einrichtungen und Diensten und ist besonders für Menschen mit Behinderungen hilfreich. Zudem sollen freiwilliges Engagement und Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Über den Servicepunkt sollen Akteure, Bedürfnisse und Angebote zusammenfinden. Über das Projekt ThINKA der AWO in Altenburg soll ein Naschgarten entstehen, der Jung und Alt generationenübergreifend neue Begegnungsmöglichkeiten bietet. Das „Haus der Generationen“ besteht aus zwei Seniorenwohngemeinschaften, barrierefreien Wohnungen, einem häuslichen Pflegedienst, einem Kindergarten sowie einer Begegnungsstätte. Der Garten des Gebäudekomplexes ist 2000 m2 groß und bietet derzeit viel Grünfläche mit Sitzmöglichkeiten. In einem Teil davon sollen nun Obststräucher und Beete angelegt werden, bei deren Pflege Menschen aller Altersgruppen in Kontakt kommen und voneinander lernen.

Bei gutm Wetter geht es los

Bilder „zum Anfassen“ Mit einem zentralen Beratungs- und Hilfestützpunkt in Arnstadt schafft die AWO Ilm-Kreis ein niedrigschwelliges Angebot, das Hilfen von A bis Z unter einer Adresse und

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Die AWO Thüringen hat den Fonds „Soziale Innovationen“ 2014 mit einer Laufzeit von fünf Jahren ins Leben gerufen. Er soll eigene Initiativen in den Mitgliederorganisationen stärken und die Innovationskraft der AWO fördern. Jeweils bis Ende März und Ende September eines Jahres können Thüringer AWO-Verbände und -Einrichtungen Anträge an den AWO Landesverband Thüringen e. V. stellen. Eine Jury entscheidet über die Vergabe. Seit seiner Gründung hat der Fonds bereits 38 Projekte mit Fördermitteln in Höhe von rund 185.000 Euro unterstützt.


jugendwerk /

Landesjugendwerk der AWO in neuen Räumen Am Juri-Gagarin-Ring arbeiten nun vier Projekte und Angebote der AWO unter einem Dach. Der Kinder- und Jugendverband der AWO Thüringen sitzt ab sofort in neuen Räumen am Juri-GagarinRing 68 – 70.

Das neue Büro Domizil des Landesjugendwerks der AWO

Hier teilen sich die Jugendwerker das Erdgeschoss und das 2. OG mit ihren Mitstreitern vom Ortsjugendwerk des Erfurter AWO-Kreisverbandes und dem Demokratieprojekt „ZukunftsChancen“ des AWO-Landesverbandes. Auch die AWO-Bera-

tungsstelle für Mutter-/Vater-Kind-Kuren ist mit an den neuen Standort gezogen und hat die Arbeit bereits wieder aufgenommen. Zuvor hatte das Landesjugendwerk sein Domizil in der Josef-Ries-Straße. Ein Eröffnungsfest des neuen Standorts ist für den 15. Juni geplant. Das AWO-Landesjugendwerk setzt Maßnahmen der Jugendbildung, der internationalen Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und Ferienfreizeiten um und koordiniert die Freiwilligendienste FSJ und BFD.

Neue Spiellandschaft im AWO-Fröbelkindergarten Mit Holz zu bauen, damit kennen sich die Fröbelkinder in Bad Blankenburg bestens aus. Mit großem Interesse verfolgten sie jeden Arbeitsschritt des Saalfelder Holzplatzspielplatzbauers Dirk Böhme und der örtlichen Firma Bierbachs Garten- & Landschaftsbau. Böhme hatte die Spiellandschaft individuell nach den Wünschen der Kinder und Eltern entworfen. Die klaren Formen hätten auch Friedrich Fröbel selbst gefallen, auf dessen pädagogischen Erkenntnissen das Konzept des Kindergartens beruht. Seit einigen Wochen sorgen Klettergerüst, Rutsche, Balancierstrecke, Ballspielwand und der Tunnel zum

Durchkriechen nun für jede Menge Spaß und Abenteuer. Die Spiellandschaft soll in den kommenden Monaten noch erweitert werden. Möglich wurde das Projekt, weil der Förderverein, Elternvertreter und das Team des Kindergartens gemeinsam Spenden gesammelt und Ideen eingebracht haben. Die AWO Saalfeld-Rudolstadt dankt allen Sponsoren und Unterstützern, so unter anderem der Stadt Bad Blankenburg, dem Thüringer Sozialministerium, BILD hilft e.V., der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt und dem Sportverein Greifenstein e.V.

Platz zum Toben, Spielen, Klettern und für spannende Abenteuer

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awo vor ort /

Die Schlossschule Neustadt ist fertig

Die Bauzäune sind weg: Der neue Bau am historischen Gebäudekomplex ist nun fertiggestellt. Nach 13 Jahren Bauzeit ist die AWO Schlossschule in Neustadt/ Orla nun fertig. Zur feierlichen Eröffnung am 19. Februar kamen viele Gäste, unter anderem auch die stellvertretende Thüringer Ministerpräsidentin und Thüringer Finanzministerin Heike Taubert und der Thüringer Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl. Ein Höhepunkt des Festprogrammes war der Theaterdialog der stellvertretenden Kreisgeschäftsführerin Rhea Knoch mit Martin Luther, alias AWO-Einrichtungsleiter Michael Geigenfeind, über das Leben im Schloss damals und heute. Seit dem Spatenstich für den vierten Bauabschnitt im Februar 2017 entstanden im Erdgeschoss eine Schülerküche und ein Speisesaal mit 40 Plätzen. Im ersten Stock wurden

Rhea Knoch mit Schulleiter Robert Steinäcker

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Klassen- und Funktionsräume und unterm Dach ein großer Multifunktionsraum geschaffen, der mittels einer schallisolierten Faltwand auch in zwei Klassenzimmer umgewandelt werden kann. Überall gibt es neue Möbel und Spinde. Die Kosten von 1,8 Millionen Euro übernahm zu 66 Prozent das Land Thüringen, den Rest hat die AWO SaaleOrla aus Eigenmitteln finanziert. Die AWO hat das ehemalige Kloster- und Schlossareal seit 2007 in vier Bauabschnitten zu einer Gesamtschule umgebaut. Auch wenn die Schule nun fertig ist, bleibt noch einiges zu tun. Um das Campus zum Abschluss zu bringen, werden noch Arbeiten am Durchgang und am Turm der Schlosskirche durchgeführt.


awo engagiert /

AWO Kreisverband Erfurt gewinnt Ehrenamtspreis Der AWO Kreisverband Erfurt e.V. ist für sein Quartiersmanagement „Heckenrose“ mit dem Ehrenamtspreis der Stadt ausgezeichnet worden. Bei der Feststunde am 30. November 2018 im Erfurter Rathaus nahm Geschäftsführerin Lieselotte Keil die mit 500 Euro dotierte Ehrung für das Projekt entgegen. Seit Juli 2014 ist Kati Langenberger als hauptamtliche Quartierslotsin im Erfurter Stadtteil Wiesenhügel aktiv. Sie leitet die Begegnungsstätte „Heckenrose“ und stellt dort immer wieder abwechslungsreiche Angebote auf die Beine. Dabei hilft ihr das Netzwerk aus Ehrenamtlichen und weiteren Akteuren, das sie im Laufe der Zeit aufgebaut hat. So haben sich in der Begegnungsstätte regelmäßige Bastel-, Singe-, Vorlese- und Kaffeenachmittage, ein PC-Stammtisch, Sport- und Beratungsangebote sowie eine Kochgruppe etabliert. Darüber hinaus gibt es gute Kontakte zu Radio F.R.E.I, der lokalen SPD-Ortsgruppe und weiteren Vereinen und Institutionen. Das Quartiersmanagement beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen im Stadtteil, um sich bestmöglich für die Bürger im Erfurter Südosten zu öffnen. Auch eine Pflege- und Demenzberatung hat sich hier etabliert.

Lieselotte Keil nahm die Auszeichnung vom Erfurter OB Andreas Bausewein (links) und Frank Wenzel, dem städtischen Beauftragten für Ortsteile und Ehrenamt, entgegen.

AWO-Einrichtungen in Weida stellen Models In der Semmelweißstraße in Weida soll künftig ein Airbrushbild auf einer Hauswand das Miteinander der Generationen in Weida zeigen. Die Menschen, die dort zu sehen sind, stammen allesamt aus AWO-Einrichtungen der Stadt. Die Idee für das Graffiti stammt vom Jugendparlament und der Stadt. Da der Sprayer dafür Vorlagen brauchte, wandten sich die Organisatoren an die integrative AWOKita „Ameisenburg“. Schnell war ein Shooting mit einer Fotografin im Garten der Einrichtung vereinbart. Die jüngsten Models kamen natürlich aus dem AWO-Kindergarten.

Die Jugendlichen stellte das Jugendparlament. Viele Jugendliche hatten selbst die Kita und den Hort in der „Ameisenburg“ besucht und freuten sich über ein Wiedersehen mit ihrem alten Kindergarten. Aus der AWO-Begegnungsstätte gleich neben der Kita beteiligten sich zwei Seniorinnen. Eine der beiden hatte als Lehrerin selbst zukünftige Erzieherinnen ausgebildet, darunter auch inzwischen langjährige Mitarbeiterinnen der AWO-Kita. So fand das Fotoshooting quasi unter alten Bekannten statt. Nun sind alle gespannt, wie der Künstler die Fotos im Frühjahr in sein Graffiti einbaut.

Alle hatten viel Freude beim Shooting für das Graffiti und sind auf die Umsetzung gespannt.

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awo engagiert /

Neue Fördervereine in Oettersdorf und Erfurt In Thüringen halt der Trend zur Gründung von AWO-Fördervereinen weiter an. Die jüngsten Beispiele dafür sind die Fördervereine „Waldknirpse“ in Oettersdorf im Saale-Orla-Kreis sowie „Kita Fuchsgrund“ und „Kita im Brühl“ in Erfurt.

v.l.n.r: Die Gründungsmitglieder des Fördervereins „Waldknirpse“ Nicole Reinhold, Susann Dölz, Theresa Donat, Sophia Lingner, Vorsitzender Tino Müller und Theresa Buchold. In der Kindertagesstätte „Waldknirpse“ in Oettersdorf haben die Eltern die Kita schon immer sehr aktiv unterstützt. Durch die Gründung eines Fördervereins soll die gute Zusammenarbeit mit den pädagogischen Fachkräften nun weiter intensiviert werden, einen offiziellen Charakter bekommen und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder noch gezielter einbezogen werden. Zur Gründung am 15. November 2018 überreichte der AWO-Kreisvorsitzende Jürgen Kraft dem jungen Förderverein einen Scheck über 750 Euro als Startkapital. Inzwischen hat der Förderverein bereits erste Pläne umgesetzt. So wurden neue Mitglieder gewonnen, der Verein hat den Martinstag für die Kinder gestaltet und sich am Oettersdorfer Weihnachtsmarkt beteiligt. Weiterhin im Gespräch sind Kleiderbörsen und Flohmärkte. Gleich zwei neue Fördervereine sind unter dem Dach des AWO Kreisverbandes Erfurt e. V. tätig: Der AWO Förderverein „Kita Fuchsgrund“ und der AWO Förderverein „Kita im Brühl“. Der Förderverein „Kita Fuchsgrund“ unterstützt die Arbeit der gleichnamigen AWO-Kita, die sich direkt am Erfurter Nordpark befindet. Aktuell zählt die Vorsitzende Kathrin Malewski rund 80 Mitglieder. Die „Kita im Brühl“ ist der jüngste der Erfurter AWO-Kindergärten – 2014 wurde er am Lauentor eröffnet. Der Förderverein hat 38 Mitglieder, den Vorsitz hat Anne Schleip inne.

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informativ 03.19 /

Scheckübergabe mit Werner Griese, Ulf Grießmann, Tino Müller und Jürgen Kraft (v.l.n.r)


awo vor ort /

Neue Senioren-Wohngemeinschaft in Saalfeld eröffnet

Außenansicht der neuen Seniorenwohngemeinschaft

Die AWO Saalfeld-Rudolstadt hat am 1. März eine neue Senioren-Wohngemeinschaft in der Saalfelder Pfortenstraße eröffnet. Ursprünglich sollten hier bereits im vergangenen Herbst die ersten Senioren einziehen, aber das alte Gebäude aus den 30er Jahren hielt so manche bauliche Überraschung bereit. Dafür verbreitet das betagte Haus einen besonderen Charme.

gute Erfahrungen. Weitere AWO-Objekte dieser Art wurden in den vergangenen Jahren bereits in Oberweißbach, Unterwellenborn, Gorndorf, Bad Blankenburg und Königsee gebaut.

Die neue Einrichtung bietet in der Senioren-WG elf Einraumapartments für Menschen mit Betreuungsbedarf. Hier sind rund um die Uhr Präsenzkräfte vor Ort. Außerdem entstanden noch sechs Zweiraum-Mietwohnungen. Auf jeder Etage gibt es Gemeinschaftsräume und im Dachgeschoss eine offene Loggia. Ein großer Speiseraum und eine Terrasse bieten Platz für gemeinsame Veranstaltungen. Auch die Außenanlagen sind bereits fertiggestellt. Die AWO Saalfeld-Rudolstadt hat mit dem alternativen Wohnkonzept für Menschen mit und ohne Pflegebedarf

Die Wohnungen sind groß und lichtdurchflutet.

20 Jahre AWO-Hospizgruppe Suhl Mit einem Festakt im Suhler Rathaus feierte die AWO-Hospizgruppe am 23. Februar ihr 20-jähriges Bestehen. Zur Veranstaltung im Oberrathaussaal kamen unter anderem der Suhler Bürgermeister Jan Turczynski, Freunde, Wegbegleiter und viele der ehrenamtlichen Sterbebegleiter, die sich in der Hospizgruppe engagieren.

die Trägerschaft übernommen. Die aktuell 46 Sterbebegleiter in Suhl und Umgebung bieten den Angehörigen Entlastung, beraten beispielsweise bei Fragen rund um das Thema Patientenverfügung und helfen beim Bewältigen der Trauer. In den vergangenen 20 Jahren haben die Ehrenamtlichen insgesamt 754 Menschen begleitet.

Die Hospizgruppe ist ein ambulanter Hospizdienst, der zudem palliative Beratung anbietet. Die speziell geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiter begleiten sterbende Menschen und deren Angehörige in der letzten Lebensphase unentgeltlich zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Auch viele Pflegemitarbeiter haben von den Schulungen der Hospizgruppe bereits profitiert. 1999 wurde die Hospizgruppe durch das Regionale Tumorzentrum Suhl ins Leben gerufen. 2009 hat die AWO

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awo vor ort /

Seniorenbegleiter der „Herbstzeitlose“ feiern 15-jähriges Bestehen

Alexandra Graul, Christa Piduhn und Annerose Chyzy (v.l.n.r.) nahmen stellvertretend für alle „Herbstzeitlosen“ die Blumen entgegen Rund 200 Gäste feierten im November 2018 das 15-jährige Bestehen der „Herbstzeitlose“ im Meininger Hof in Saalfeld. Hinter dem Projekt stehen ehrenamtliche Seniorenbegleiter, die meist einmal die Woche ältere, alleinstehende Menschen einige Stunden vor Vereinsamung bewahren oder deren Angehörige entlasten.

1.000 Euro. Die Festrede hielt Saalfelds Bürgermeister a.D. Matthias Graul.

2003 rief Christa Piduhn das Projekt ins Leben. Seitdem spannt das Projektteam ein Netzwerk über den gesamten Landkreis. In 15 Lehrgängen wurden bisher 256 Frauen und Männer zu zertifizierten Seniorenbegleitern ausgebildet, 140 von ihnen sind aktuell im Einsatz. In den vergangenen 15 Jahren wurden 736 Anfragen nach Begleitung bearbeitet. Derzeit werden 159 Menschen durch die „Herbstzeitlose“ betreut. Ehrungen und Preise gab es für die „Herbstzeitlose“ über all die Jahre immer wieder. „Es ist das Idealprojekt des Ehrenamtes, denn es ist nachhaltig, aktivierend, niedrigschwellig und gemeinschaftsstiftend“, würdigt AWO-Landesgeschäftsführer Ulf Grießmann die „Herbstzeitlosen“. Auch der Saalfelder Bürgermeister und stellvertretender Landesvorsitzender Dr. Steffen Kania und der AWO-Kreisvorsitzende Prof. Dr. Bernhard Maak gehörten zu den Gratulanten und überreichten zum Jubiläum einen Scheck über

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Prof. Dr. Bernhard Maak überreicht der „Herbstzeitlosen“ einen Spendenscheck über 1.000 Euro


awo intern /

AWO Thüringen gewinnt bundesweit die meisten Mitglieder Zum Halbjahr 2018 hatte der AWO Landesverband Thüringen 10.698 AWO-Mitglieder. Die Thüringer AWO kann damit weiterhin ein kontinuierliches Mitgliederwachstum verzeichnen. Im Jahr 2017 ist die AWO Thüringen bundesweit mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent der Verband mit dem stärksten Mitgliederwachstum überhaupt. Außer dem Landesverband Hamburg mit 1,5 Prozent und den Bezirksverbänden Unterfranken und Pfalz mit 2,7 bzw. 2,2 Prozent hat die AWO in allen anderen Bundesländern Mitglieder verloren. Die Zahl der Mitglieder sank 2017 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um rund 2,3 Prozent auf 325.680 Mitglieder. Die meisten Mitglieder haben in Thüringen die Kreisverbände Jena-Weimar, Erfurt, SaalfeldRudolstadt und Saale-Orla dazu gewonnen.

aller Mitglieder Frauen. Auch der Organisationsgrad, also die Anzahl der Mitglieder pro Einwohner, ist in Thüringen überdurchschnittlich hoch: Der bundesweite Organisationsgrad Ende 2017 beträgt 0,39 Prozent, in Thüringen sind es 0,5 Prozent. Die Thüringer AWO ist auch als Dienstleistungsunternehmen stark: Statistisch kommen auf je zehn AWO-Mitglieder auch zehn AWO-Mitarbeiter, bundesweit sind es im Durchschnitt sieben Mitarbeiter. Diese Trends scheinen sich für 2019 fortzusetzen. Anfang März sind in der Thüringer AWO 10.808 Mitglieder organisiert.

Dabei sank auch der Altersdurchschnitt der Thüringer Mitglieder weiterhin auf rund 56 Jahre. Bundesweit sind die AWO-Mitglieder 67 Jahre alt. Nach wie vor sind zwei Drittel

7.700 Ehrenamtliche engagierten sich 2018 in der AWO Die Zahl der ehrenamtlich Engagierten in der Thüringer AWO ist 2018 erneut gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet eine Erhebung ein Wachstum von zwölf Prozent. Konkret sind das 830 Menschen mehr, die sich 2018 ehrenamtlich in den Orts- und Fördervereinen oder den Einrichtungen und Diensten der AWO engagierten. Von den 7.700 Ehrenamtlichen sind 2018 fast 5.000 bereits länger als zwei Jahre aktiv. 2017 waren es noch 700 Personen weniger. Im Durchschnitt engagiert sich jeder Ehrenamtliche 46 Stunden im Jahr. Insgesamt kamen hier 2018 ganze 352.671 Stunden ehrenamtliche Arbeit zusammen. Das sind rund 3.800 Stunden mehr als im Vorjahr. Gemessen am Mindestlohn von 8.84 Euro entspricht das einem Wirtschaftswert von knapp 3,2 Millionen Euro.

chen aus, die 60- bis 79-jährigen 22,3 Prozent und mit über 80 Jahren engagieren sich noch 2,6 Prozent. Die meisten Ehrenamtlichen sind in den Kindertagesstätten aktiv, gefolgt von den Einrichtungen der Altenhilfe und der Eingliederungshilfe. Platz 4 und 5 nehmen die Beratungsstellen und die Einrichtungen der Jugendhilfe ein. Etwa 36 Prozent der Menschen, die sich in der AWO Thüringen ehrenamtlich engagieren, sind auch Mitglied der AWO. Das sind 2.733 Mitglieder. Insgesamt 1.656 von ihnen arbeiten im Vorstand eines Kreisverbandes oder Orts- bzw. Fördervereins.

Die meisten Ehrenamtlichen sind in der AWO AJS gGmbH, dem Regionalverband Mitte-West-Thüringen und den Kreisverbänden Saalfeld-Rudolstadt, Sonneberg, IlmKreis und Gotha tätig. Die Engagementbereiche sind dabei sehr vielfältig. Mit rund 3.700 Meldungen engagieren sich die meisten Freiwilligen bei Veranstaltungen. Die stärkste Gruppe bilden Ehrenamtliche im Alter zwischen 28 bis 39 Jahren mit 41,6 Prozent, gefolgt von der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen mit 29,7 Prozent. Die Jungen unter 27 Jahren machen 9,3 Prozent der Ehrenamtli-

Ein erfreulicher Anstieg von Ehrenamtlichen und Mitgliedern

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awo engagiert /

Im Ehrenamt vorgestellt: Erika Kreische aus Ilmenau „Engagement hält uns fit“ Wenn Erika und Klaus Kreische am Abendbrottisch sitzen, drehen sich die Themen oft um den AWO-Ortsverein Ilmenau-Nord. Kein Wunder, denn Frau Kreische und ihr Mann sind die Vorsitzende und der Stellvertreter des Vereins, genau in der Reihenfolge. Erika Kreische liegen Organisationstalent und herzliche Mitmenschlichkeit einfach im Blut. Daher passt die AWO perfekt zu ihr. Die Aktionen aus dem Vereinsleben lassen sich gar nicht mehr alle aufzählen: bei Andre Rieu waren sie, gemeinsam im Kino, auf Burg Elgersburg und der EGA in Erfurt. Technische Innovationen interessierten die Ortsvereinsmitglieder ebenso wie die Glasproduktion oder das Stadtmuseum. Traktorfahrten gab es und natürlich Kaffeetrinken in Kreisches Garten.

Was Erika Kreische plant, das klappt auch immer gut. Ihr Motto ist: „Man sollte die Dinge immer so nehmen, wie sie kommen.“ Kreativ ist sie durch und durch, mit einem Kopf voller Ideen und mit ihren geschickten Händen. Sogar einen grünen Daumen hat sie: Kreisches haben den ersten Platz beim lokalen Wettbewerb zum schönsten Vorgarten gewonnen. Und gewissermaßen hegen und pflegen tut sie auch den AWO-Ortsverein. So gewinnt die 78-Jährige erfolgreich neue Mitglieder und arbeitet langfristig bereits ihre Nachfolgerin Beate Schneider ein. Natürlich freut sich die agile Rentnerin über Lob und Anerkennung, nicht nur von ihren Mitgliedern, sondern besonders von ihrer Enkelin. „Meine Familie findet unser Engagement gut, nicht nur wegen der anderen, sondern auch, weil es uns fit hält.“ Und tatsächlich ist die 78-Jährige, die früher aktiv Handball gespielt hat und noch heute gern zur Gymnastik geht, absolut fit.

56 Kita-Plätze für Neuhaus-Schierschnitz Die AWO Kita „Marker Wiesenwichtel“ hat am 22. Februar Eröffnung gefeiert. Baubeginn war im März 2018 und schon zehn Monate später konnten die ersten Kinder die neue AWO Kita „Marker Wiesenwichtel“ in Neuhaus-Schierschnitz erobern. Am 22. Februar fand schließlich das große Eröffnungsfest statt. Um 14 Uhr feierten AWO AJS-Geschäftsführer Michael Hack, Bürgermeister Andreas Meusel, Kita-Leiterin Evelyn Zorn und ihr Team gemeinsam mit zahlreichen Gästen. Darunter waren z. B. der Sonneberger Landrat Hans-Peter Schmitz und Lore Mikolajczyk, die Vorsitzende des AWO Kreisverbandes Sonneberg. Ab 15.30 Uhr war halb NeuhausSchierschnitz auf den Beinen, um sich das jüngste Gebäude des Ortes zum Tag der offenen Tür genauer anzuschauen. Und da gibt es viel zu sehen: Die Kita ist mit sehr viel Detailliebe und maßgeblich mit Holzmobiliar und -spielzeug eingerichtet. Insgesamt gibt es vier Gruppenräume, einer davon für die Krippenkinder. Im blauen Zimmer spielen, toben und lernen die „Strandmöwen“, im grünen die „Waldeulen“-Gruppe. In Letzterem befindet sich auch ein gemütlicher

Snoezelen-Bereich

zum

Ausruhen

und

Kuscheln. Das Herzstück des Kindergartens bildet der große Mehrzweckraum, in dem sich u.a. die Kinderküche und Kletter-

gehalten hat, wird auch der Garten hergerichtet. Zur Eröff-

wände befinden. Sobald der Frühling endgültig Einzug

nung war er noch eine Baustelle.

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informativ 03.19 /


kurz notiert / Erfurt / 2. Spielusion-Festival

Neuhaus / Ravioli aus Nudelteig

Das AWO Therapie- und Förderzentrum (TFZ) hat im Dezember 2018 zum 2. Spielusion-Festival eingeladen, einem Theaterfest von und mit behinderten Menschen.

Sieben Schüler der Gemeinschaftsschule Neuhaus besuchten Ende Februar die Küche der Seniorenresidenz „Rennsteigschlösschen“ in Ernstthal. Küchenchef Denny Fröhlich hat die Koch-AG eingeladen, die Abläufe in der Großküche des Objektes kennenzulernen.

2. Spielusion-Festival im Café Franz Mehlhose

Steinach / AWO siegt bei obenauf-Skicup

Kein Convenience: Im „Rennsteigschlösschen“ in Ernstthal ist Fingerfertigekeit beim Befüllen der Ravioli gefragt.

impressum

Mit 31 Läufern stellte die AWO am 22. Februar das stärkste Team beim diesjährigen obenauf-Skicup in der Skiarena Silbersattel. Der Skicup wird vom Obenauf-ThüringenNetzwerk ausgerichtet, zu dem auch die AWO Sonneberg gehört.

Herausgeber: AWO Landesverband Thüringen e. V. Juri-Gagarin-Ring 160 99084 Erfurt Tel.: 0361 21031-0 Fax: 0361 21031-149 E-Mail: informativ@awo-thueringen.de Internet: www.awo-thueringen.de Verantwortlich: Ulf Grießmann, Landesgeschäftsführer Redaktion: AWO Landesverband Thüringen e. V.

Die Sportler nach dem Wettkampf.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften zu kürzen oder Informationen zu verarbeiten.

Erfurt / AWO-Kita im Finale des Deutschen Kita-Preises

Gestaltung: bernoh, Berlin, www.bernoh.de

Die AWO Kita „Kinderhaus an der schmalen Gera“ gehört zu den zehn Kitas und zehn Initiativen in ganz Deutschland, die sich gegen rund 1.600 Bewerber durchgesetzt haben.

Bildnachweis: Titelbild © AWO Landesverband Saarland e. V. S. 3 © Uwe Adler, Weimar S. 4 © Zeitschrift der Arbeiterwohlfahrt, 1932 S. 5 – 6 © AWO Thüringen, Stadtarchiv Erfurt, Friedrich-Ebert-Stiftung S. 8 © www.wohlfahrtsmarken.de Herstellung: Druckerei Citydruck & Verlag GmbH Erfurt Auflage: 10.000 Stück Erscheinungsweise: AWO informativ erscheint 4x im Jahr, z.T. mit Sonderbeilagen. Das Entgelt ist im Mitgliedsbeitrag bereits enthalten.

Ein TV-Team besuchte Ende Januar die Einrichtung.

Der AWO Landesverband Thüringen bekennt sich ausdrücklich zum Gender-Mainstreaming. Aus Gründen der Lesbarkeit wird im AWO informativ jedoch hauptsächlich die männliche Schreibweise verwendet.

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AWO informativ - die Mitgliederzeitschrift des AWO Landesverbandes Thüringen e. V. Ausgabe 1/2019  

Wir berichten über Projekte und Veranstaltungen aus den AWO-Kreisverbänden und Einrichtungen in Thüringen. Themenschwerpunkte sind außerdem...

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