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KLAR KÖNNEN SIE DEN GESETZESWALD ALLEINE DURCHFORSTEN.

awit News

Die Frage ist nur, ob Sie wieder herausfinden.

Juni 2015

Es entsteht ein neues Kulturzentrum in Arbon Kultur ist Alles! Alles beginnt mit Kultur – Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials wie Technik oder bildende Kunst. Auf der metaphysischen Ebene sind dies auch Moral, Recht, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft. Überall dort, wo Kultur ist, beginnt Leben. Das unterscheidet uns von den Tieren. Wir können aktiv verändern, gestalten, versuchen, erfolgreich sein oder scheitern. Die awit als führende Kraft hat zusammen mit einer kreativen Gruppe ein Konzept für ein Kulturzentrum im altehrwürdigen Presswerk in Arbon entstehen lassen. Nach rund einjähriger Entwicklungszeit wurde dieses Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Jetzt verlassen wir den Planungsraum und gehen in die Realisation. „Alles beginnt mit Kultur - auch Geld ist Kultur!“ Wir versuchen damit, den bestehenden Kulturgeist neu aufzumischen, andere kulturelle Gruppierungen zuzulassen und darauf aufbauend Neues entstehen zu lassen. Es freut uns, wenn wir mit unserem Beitrag dazu verhelfen, eine neue Kulturära einzuläuten.

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Wir investieren in das Alter und in die Jugend gleichzeitig. Wir wollen verbinden: emotional, kulturell und finanziell. Geben hat in vielen Kulturen einen sehr hohen Stellenwert – wir nennen das investieren. Lassen Sie sich über das Projekt informieren und machen Sie mit – beim Aufbau des neuen Kulturzentrum’s Presswerk in Arbon, für die ganze Region St. Gallen und Thurgau. Informationen erhalten Sie durch mich oder auf der Homepage: www.presswerk-arbon.ch. Das ganze awit-Team wünscht Ihnen einen schönen Sommer mit viel Kultur aller Couleur.

Rolf Staedler CEO awit-Gruppe Arbon Verwaltungsratspräsident Kulturzentrum Presswerk AG


Vereinfachtes Abrechnungsverfahren Neue Stolpersteine? Grundlagen Das Bundesgesetz über die Schwarzarbeit (BGSA) sieht ein vereinfachtes Abrechnungsverfahren für den Arbeitgeber vor, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: a) der Bruttolohn pro Arbeitnehmer beträgt pro Kalenderjahr maximal CHF 21‘150 (Eintritt BVG); b) die Bruttolöhne aller Arbeitnehmer eines Arbeitgebers dürfen maximal CHF 56‘400 (doppelte AHV-Rente) pro Kalenderjahr nicht übersteigen.

Bei der Abrechnung im vereinfachten Abrechnungsverfahren erfolgt, neben der Abgabe der ordentlichen Sozialversicherungen, eine Ablieferung der Quellensteuer von 5% (davon 0,5% für Bund und 4,5% für Kanton und Gemeinde). Die Abrechnung erfolgt bei der Ausgleichskasse und es gibt keine Erhöhung des Steuersatzes bei mehreren Lohnbezügen. Fallbeispiel Der Steuerpflichtige X hat sechs Verwaltungsrats- und Geschäftsführungsmandate bei verschiedenen Gesellschaften, welche alle die Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Abrechnungsverfahrens erfüllen. Alle sechs Gesellschaften rechnen die Lohnbezüge von je CHF 20‘000 (Total CHF 120‘000) über das vereinfachte Abrechnungsverfahren ab. Zusätzlich erzielt der Steuerpflichtige X noch ein ordentlich besteuertes Erwerbseinkommen von CHF 100‘000. Ausführungen Solche oder ähnliche Fallbeispiele führen in der Praxis immer wieder zu Diskussionen mit den Steuerbehörden. Diese stellen sich häufig auf den Standpunkt, dass die gesamten Erwerbseinkünfte mit dem ordentlichen Einkommenssteuertarif zu erfassen sind und das vereinfachte Abrechnungsverfahren nicht angewendet werden kann. Dabei werden jeweils folgende Argumente vorgebracht: a) bei der Einführung des Bundesgesetzes über die Schwarzarbeit (BGSA) war eine andere “Zielgruppe“ vorgesehen (z.B. landwirtschaftliche Aushilfskräfte, Reinigungskräfte, usw.); b) die Einkommenslimite von CHF 21‘150 gilt für alle Einkommen eines Steuerpflichtigen zusammen; c) das vereinfachte Abrechnungsverfahren ist nur möglich, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber unabhängig voneinander sind (z.B. keine Lohnbezüge von der eigenen Aktiengesellschaft); d) es liegt ein Rechtsmissbrauch vor.

Die Argumente lit. a) und b) sind falsch weil der Gesetzgeber weder die “Zielgruppe“ eingeschränkt hat, welche vom vereinfachten Abrechnungsverfahren profitieren können, noch im BGSA eine Einkommenslimite aller Bezüge eines Steuerpflichtigen vorgesehen ist. Das Argument von lit. c) hat das Verwaltungsgericht Zürich bereits beurteilt und entschieden, dass eine vereinfachte Abrechnung auch zulässig ist, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer faktisch die gleiche Person ist. Für das Vorliegen eines Rechtsmissbrauches ist ein absonderliches Vorgehen notwendig. Es dürfte für die Steuerbehörden schwierig sein, aufgrund der gesetzlichen Grundlagen, ein absonderliches Vorgehen nachzuweisen. Kritisch wäre es aus unserer Sicht nur, wenn eine Aufteilung von Einkommen auf verschiedene Gesellschaften “konstruiert“ wird (z.B. teile ich ein Erwerbseinkommen von CHF 120‘000 mit dem Bezug bei einer Gesellschaft neu auf sechs Bezüge bei sechs Gesellschaften mit je CHF 20‘000 auf).

Wir können gespannt sein, inwiefern unsere Auffassung und somit die Umsetzung des vereinfachten Abrechnungsverfahrens im Sinne des Gesetzgebers, aufgrund der zu erwartenden Rechtsprechung bestätigt wird. Es sind bereits entsprechende Fälle in Abklärung. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.


Neuigkeiten im Sozialversicherungsrecht Lohn oder Dividende? Ausgangslage Im Jahr 2009 hat eine St. Galler Firma der SVA St. Gallen für den Alleinaktionär eine Lohnsumme von CHF 120‘000 gemeldet und eine Dividende von CHF 8‘000 ausgerichtet. Im Jahr 2010 wurde die ordentlich gemeldete Lohnsumme auf CHF 180‘000 erhöht und eine Dividende von CHF 49‘000 ausgerichtet. Erst im Jahr 2013 qualifizierte die SVA St. Gallen 50% der Dividendenbezüge als AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen.

Ausführungen Gemäss Art. 4 und 5 AHVG sind nur auf dem Erwerbseinkommen AHV-Beiträge geschuldet, nicht aber auf dem Vermögensertrag. Mit der Unternehmenssteuerreform II und der Einführung der privilegierten Dividendenbesteuerung auf qualifizierten Beteiligungen ist es für viele Unternehmensaktionäre attraktiv geworden, einen möglichst tiefen Lohn und eine möglichst hohe Dividende zu beziehen. Verschiedene Sozialversicherungsbehörden, respektive Ausgleichskassen, haben nun in der vergangenen Zeit versucht, dieser Entwicklung mit der “Umqualifikation“ von Dividenden in AHV-pflichtigen Lohn entgegenzuwirken. Insbesondere einige Ostschweizerische Ausgleichskassen haben dabei eine “eigene“ Praxis entwickelt, indem eine Dividendenausschüttung von mehr als 10%, des durch die Steuerbehörden festgelegten Unternehmenssteuerwertes, vermutungsweise als überhöht und somit als AHV-pflichtiger Lohn qualifiziert worden ist. Dabei wurde nicht mitberücksichtigt, ob die tatsächlich ausbezahlten Lohnbezüge als branchenüblich gelten oder nicht. Seit dem 1. Januar 2008 gibt es vom Bundesamt für Sozialversicherungen eine Wegleitung über den massgebenden Lohn für die AHV, IV und EO (WML), welche aufgrund der Rechtsprechung jedes Jahr wieder aktualisiert wird und für die Ausgleichskassen verbindlich sind. Gemäss dieser Wegleitung dürfen die Ausgleichskassen von der unternehmenseigenen Aufteilung von Dividenden und Lohn nur abweichen, wenn ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Arbeitsleistung und Entgelt sowie zwischen Vermögen und Dividende besteht. Bei der Beurteilung, ob ein solches Missverhältnis vorliegt, müssen die Ausgleichskassen sowohl eine angemessene Entschädigung für die geleistete Arbeit als auch einen angemessenen Ertrag für das investierte Kapital prüfen. Eine Dividende kann nur dann als Lohn qualifiziert werden, wenn sich der Aktionär keinen oder einen unangemessenen tiefen Lohn und gleichzeitig eine un-

angemessen hohe Dividende im Verhältnis zum eingesetzten Vermögen ausrichtet. Diese beiden für eine “Umqualifikation“ notwendigen Tatbestandsmerkmale müssen demzufolge kumulativ erfüllt werden. Eine Aufrechnung ist auf jedem Fall nur bis zur Höhe eines branchenüblichen Gehalts vorzunehmen (RZ 2011.4 WML). Urteil des Bundesgerichtes Wie einem Bericht des Tagblattes vom 9. Mai 2015 zu entnehmen ist, wurde die Beschwerde eines Steuerberaters, mit dem oben geschilderten Sachverhalt, vom Bundesgericht gutgeheissen. Obwohl der Entscheid noch nicht publiziert ist und die detaillierten Überlegungen des Bundesgerichtes fehlen, wird die bestehende Praxis und die Verbindlichkeit der Ausführungen vom Bundesamt für Sozialversicherungen in der Wegleitung zum massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML) bestätigt.

Wenn Aktionäre für die erbrachten Arbeitsleistungen einen angemessenen Lohn beziehen, sind sie in der Höhe der Festlegung des Dividendenbezuges somit weiterhin nicht eingeschränkt.

Berichte und Kommentare von:

Daniel Wartenweiler Partner Leiter Kompetenzbereich Steuern & Recht Treuhänder mit eidg. Fachausweis Sozialversicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis


awit Unternehmensmarktplatz Zu verkaufen: Unternehmen für Kabelkonfektion und elektronische Baugruppen Der Verkäufer und Alleinaktionär sucht altersbedingt ab sofort einen Nachfolger. Idealerweise sollte der Nachfolger Synergien für einen zukünftigen Ausbau der Auftragslage im Bereich elektronischer Baugruppen/Kabelkonfektionierung mitbringen. Das Unternehmen ist langjährig am Markt und hat feste Kundenbeziehungen. Die vorhandenen Produktionskapazitäten sind jedoch nicht ausgelastet. Der neue Eigentümer kann die Geschäftsleitung ab der Übernahme neu besetzen und sollte motiviert sein, neue Kunden und Absatzkanäle zu gewinnen.

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Unsere Fachanlässe im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St. Gallen WissensWertes - Eine Veranstaltungsreihe der awit consulting ag und der Fachhochschule St. Gallen

Beginn 17.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr - anschliessend Apéro und Gespräche

23. September 2015: Nachhaltigkeit - ein Handlungsprinzip, auch im Bereich Human Capital

Fachhochschule St. Gallen Rosenbergstrasse 59 CH-9001 St. Gallen

11. November 2015: Agilität - in der Planung und im Management

Anmeldung an: anne.heilemann@awit.ch Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Homepage.

awit consulting ag www.awit.ch

Landquartstrasse 3, CH-9320 Arbon T +41 (0)71 447 88 88, info@awit.ch

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