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Oktober 2012 awitgroup ag Landquartstrasse 3 CH-9320 Arbon Tel. +41 (0)71 447 88 88 Fax +41 (0)71 447 88 78 info@awit.ch www.awit.ch

awit News Neues Rechnungslegungsgesetz Carina Egger Seiten 2+3

Neues bei der awitgroup ag Seite 4

Brückenschlag von der Vision zur Realität Arbon hat gewählt – mutig und visionär. Die Mobilisierung aller möglichen Bevölkerungsschichten ist gelungen. Einigkeit wurde demonstriert, Geschirr wurde keins zerschlagen – auch nach den Wahlen nicht. Unser neuer Stadtpräsident, Andreas Balg, ist zwar mit Bravour gewählt, verändert hat sich damit aber noch nichts. Man kann es förmlich riechen, die Erwartungen sind gross. Grösser noch sind die Erwartungen von guten Wirtschaftsresultaten und vor allem, dass sich die schlechte Wirtschaftslage im nahen Süden nicht zu uns überträgt. Wir messen das an unserem eigenen Wohlstand und hoffen, dass diesem nur ja nicht die Luft ausgeht. Arbon hat derzeit sehr viele gute Visionen. Die Baustellen demonstrieren auch Tatkraft und Umsetzung. Es wird investiert und in Umlauf gebracht. Die „echten“ Visionen aber finden in unseren Köpfen statt – und das ist keine Frage des Vermögens oder gar des Alters – es ist eine

Visionär ist nicht das, was Du Dir erdenkst, sondern das was Du erreichst. Frage der Vitalität, der Neugier und schlussendlich auch des Vertrauens – in uns, in die Rahmenbedingungen und in unsere eigene Schaffenskraft. Das tröstliche daran ist, dass es nie fertig ist. Was es immer braucht, sind Macher/innen, die Visionen auf den Boden bringen – eben, das Erreichte zählt!

Rolf Staedler Senior-Partner & CEO awit-Gruppe NDS Philosophie & Management


Neues Rechnungslegungsgesetz In der Schlussabstimmung vom 23. Dezember 2011 haben National- und Ständerat das neue Rechnungslegungsgesetz genehmigt. Der Zeitpunkt, wann das Gesetz definitiv in Kraft tritt, ist noch nicht bestimmt, es dürfte jedoch wohl frühestens am 1. Juli 2013 sein. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen finden zwingend erstmals Anwendung für das Geschäftsjahr, welches zwei Jahre nach Inkrafttreten beginnt. Welche Anpassungen müssen vorgenommen werden? Was sind die wichtigsten Neuerungen? Für wen ist das neue Gesetz von Bedeutung?

Allgemeine Bestimmungen Das neue Rechnungslegungsrecht schafft eine einheitliche Ordnung für alle Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit einem Jahresumsatz von mind. CHF 500‘000 sowie juristische Personen. Die Rechnungslegung wird detaillierter geregelt als bisher. Sie richtet sich nach der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, bei Unternehmen mit einem tieferen Jahresumsatz als CHF 500‘000 wird eine vereinfachte Rechnungslegung („MilchbüchliRechnung“) möglich sein.

stellung) in der Bilanz. Dies ist eine formale Anforderung an die bereits bestehende Praxis, welche diesen Mechanismus bereits in der Vergangenheit umgesetzt hat.

Anhang Der Gesetzgeber hat den Anhang punktuell weiterentwickelt. Neu muss im Anhang nach OR ein Allgemeiner Teil enthalten sein, in dem das Unternehmen die von ihm verwendeten, besonderen Grundsätze der Rechnungslegung darlegt. Dazu gehören die Abschreibungssätze, das Warenlagerdrittel, die Rückstellungspolitik oder der Umgang mit immateriellen Werten. Ebenso gehören aussergewöhnliche Praktiken, wie sogenannte Sofort- oder Einmalabschreibungen auf neu angeschafften Anlagegütern, zu den im Anhang zu erwähnenden Punkten. Der Anhang muss neu folgende zusätzliche Angaben enthalten, sofern diese nicht bereits aus der Bilanz oder Erfolgsrechnung ersichtlich sind: • • •

Jahresrechnung / Bilanz • Künftig dürfen Vermögenswerte nur noch bilanziert werden, wenn aufgrund vergangener Ereignisse über sie verfügt werden kann, ein Mittelzufluss wahrscheinlich ist und ihr Wert verlässlich geschätzt werden kann. Das Gesetz verlangt eine Einzelausweispflicht für noch nicht fakturierte Dienstleistungen i.S. von angefangenen Arbeiten.

Das neue Gesetz enthält eine bemerkenswert grosse Anzahl von Pflichtangaben für den Anhang, die man in der Aufzählung der 14 bisherigen Punkte vergeblich sucht. Diesbezüglich einige Stichworte: •

Erfolgsrechnung Eine neue Gliederungsposition in der Erfolgsrechnung bilden die „direkten Steuern“. Hierbei sind nicht etwa die im Geschäftsjahr bezahlten, sondern die in dieser Periode verursachten Steuern anzugeben (Periodizitätsprinzip). Die Zahlung der Steuer erscheint dann später nur noch erfolgsneutral als Kürzung des früher gebildeten Passivpostens (passive Rechnungsabgrenzung oder Steuerrück2

Firma oder Name sowie Rechtsform und Sitz des Unternehmens Erklärung über die Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt Anzahl und Wert von Beteiligungsrechten oder Optionen auf solche Rechte für alle Leitungs- und Verwaltungsorgane sowie für die Mitarbeitenden Erläuterungen zu ausserordentlichen, einmaligen oder periodenfremden Positionen der Erfolgsrechnung wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

• • • •

Jahresrechnung nicht in Landeswährung: Angabe der Währung, Begründung warum Fremdwährung für die Geschäftstätigkeit wesentlich ist, Offenlegung verwendete Umrechnungskurse Bedrohung der Unternehmensfortführung und ihr Einfluss auf die wirtschaftliche Lage Abweichungen vom Verrechnungsverbot Anleihensobligationen: Angaben zu Beträgen, Zinssätzen und Fälligkeiten Rangrücktritte


Folgende drei Pflichtpunkte des bisherigen Anhangs fallen künftig weg: Angaben zu Brandversicherungswerten, Aufwertungen und Risikobeurteilung (bei grösseren Unternehmen Bestandteil des Lageberichts).

Revisionsrecht Der ordentlichen Revision unterliegen neu nur noch Unternehmen, die zwei der drei nachstehenden Schwellenwerte während zweier aufeinanderfolgender Geschäftsjahre überschreiten (ab dem 01.01.2012): Bilanzsumme > CHF 20 Mio. (bisher > CHF 10 Mio.), Umsatz > CHF 40 Mio. (bisher > CHF 20 Mio.), Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt > 250 (bisher > 50).

Grössere Unternehmen Unternehmen, die von Gesetzes wegen zu einer ordentlichen Revision verpflichtet sind, müssen im Anhang der Jahresrechnung zusätzliche Angaben bezüglich langfristigen Verbindlichkeiten und Honorare der Revisionsstelle machen. Ferner sind sie verpflichtet, eine Geldflussrechnung zu erstellen. Grössere Unternehmen müssen ausserdem, anstelle des Jahresberichts, einen wesentlich anspruchsvolleren Lagebericht erstellen. Dieser kennzeichnet sich durch eine Risikobeurteilung, Zukunftsaussichten, Bestellungs- und Auftragslage, Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie durch ausserordentliche Ereignisse.

oder Konzernrechnung nach einem anerkannten Rechnungslegungsstandard Auf Verlangen einer qualifizierten Minderheit: Geldflussrechnung, erweiterter Anhang und Lagebericht, Einzelabschluss nach einem anerkannten Rechnungslegungsstandard, Konzernrechnung nach OR oder einem anerkannten Rechnungslegungsstandard

Fazit / Schlusswort Durch die Anhebung der Schwellenwerte werden die kleineren Unternehmungen hinsichtlich der Rechnungslegungsanforderungen deutlich entlastet, für grössere Unternehmen wird der Aufwand und der Anspruch an die Rechnungslegung deutlich grösser. Wir empfehlen Ihnen, die nötigen Anpassungen, welche Ihr Unternehmen betreffen, rechtzeitig vorzunehmen, damit Sie von der Gesetzesänderung profitieren können und die Jahresrechnung den gesetzlichen Anforderungen standhält. Bei Fragen zögern Sie nicht uns anzurufen, wir helfen Ihnen bei der Umsetzung gerne weiter!

Handlungskonsequenzen für Unternehmen Die Gesetzesänderungen wirken sich je nach Rechtsform und Grösse eines Unternehmens unterschiedlich auf die Rechnungslegung aus: • •

Überschreitung der Schwellenwerte: Geldflussrechnung, erweiterter Anhang und Lagebericht Stiftungen, Genossenschaften und Vereine: Anhang zur Jahresrechnung, Konzernrechnung (sofern die Kriterien dafür erfüllt sind) Genossenschaften mit mehr als 2‘000 Mitgliedern: Einzelabschluss oder Konzernrechnung nach anerkannten Rechnungslegungsstandard Stiftungen mit ordentlicher Revision: Einzelabschluss

Carina Egger Fachfrau im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis 3


Zusammen einfach mehr

Aus alt mach neu – Umbau bei der awitgroup ag Nicht nur in Arbon wird fleissig gebaut und Neues geschaffen, sondern auch bei der awitgroup ag.

neuem Glanz. Die Immobilienverwaltung und das Sekretariat sind nun ins Erdgeschoss eingezogen, wo auch unser neuer Eingangs- und Empfangsbereich entstand. Hier begrüssen wir ab sofort unsere Kunden und Geschäftspartner in entspannter Atmosphäre.

Nachdem Herr Dr. Buff, im Juni diesen Jahres, mit seiner Praxis aus der unteren Etage ausgezogen ist, wurden die Räumlichkeiten durch uns grosszügig saniert und erneuert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem neuen Büro.

Wände wurden herausgerissen, gestrichen und neugestaltet. Die Böden wurden abgeschliffen und erstrahlen in

neuer Eingangsbereich

Empfang

Sitzungszimmer

Gratulation zur Hochzeit Auf diesem Weg möchten wir unserer Kollegin Katarzyna Ganter geb. Lazikowski nochmals ganz herzlich zur Hochzeit gratulieren. Am 22. September 2012 fand die Trauung mit Familie, Freunden und Kollegen statt. Wir wünschen dem frisch vermählten Brautpaar alles Gute für die Zukunft und vor allem viel Liebe.

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