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Die Wochenendbeilage von www.stattzeitung.in 1


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Pioniere in Ingolstadt Wie aus einem Kasernengel채nde eine begehrte Wohngegend wird

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Ehemaliges Pioniergelände Wo früher Kasernen und andere militärische Einrichtungen waren, entsteht derzeit ein attraktives Wohngebiet. Nachdem die Bundeswehr nur noch den östlichen Teilbereich des Pioniergeländes nutzt, steht der westliche Teil für ein großes Stadt planerisches Projekt zur Verfügung. Dass freiwerdende Gelände soll für eine Wohnnutzung mit entsprechenden Infrastruktureinrichtungen entwickelt werden. Dafür erwarb die Industrie-Förderungs-Gesellschaft Ingolstadt (IFG) eine Fläche von circa 13,9 ha. Der Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplanes orientiert sich größtenteils an der Grundstücksgrenze des bisherigen Kasernengeländes. Im Bereich der Liegnitzer Straße kann eine Fläche, die sich früher im Besitz der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft befand und derzeit noch als Garagengrundstück genutzt wird, einbezogen werden. Die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte an der Martinis-

traße und die Fläche des Kreiswehrersatzamtes liegen außerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplanes. Dass Plangebiet liegt ca. 1 km südöstlich der Altstadt, am Rande eines Ausläufers des Donau-Auwaldes. Im Norden wird es durch den Grünzug „Am Pommernweg“, im Süden von der Manchinger Straße und im Westen bzw. Nordwesten von der Südlichen Ringstraße bzw. Liegnitzerstraße begrenzt. Die Erschließung des Baugebietes verläuft im wesentlichen über die Manchinger Straße. Eine weitere Zufahrt befindet sich im Westen an der Liegnitzerstraße. Über den Pommernweg besteht eine Grünverbindung Klenzepark-Auwaldsee. Diese Verbindung kann von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Die Altstadt kann zu Fuß über die Klenzepark bequem in 10 Minuten erreicht werden.

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Bauweise Es werden ein Allgemeines Wohngebiet, ein Sondergebiet und ein Mischgebiet entstehen. Ferner gibt es eine Gemeinbedarfsfläche. Im Allgemeinen Wohngebiet (WA 1-22) wird eine offene Bebauung festgesetzt, um kleinteilige, abwechslungsreiche Nachbarschaften mit vielen Durchwegen zu ermöglichen und ein städtebaulich aufgelockertes Wohnquartier zu erhalten. Im Bereich WA 1-18 sollen sich Hausgruppen und Mehrfamilienhäuser abwechseln. So soll eine möglichst große Vielfalt und Mischung an Wohnformen entstehen. Am Rand der Wohnsiedlung ist ein kleines, in den Wald integriertes, Einfamilienhausgebiet geplant. Dieses Gebiet war im Ausschuss für Stadtentwicklung nicht unumstritten. Dr. Werner Richler, Geschäftsführer IFG, wies aber darauf hin, dass gerade insoweit eine starke Nachfrage vorhanden sei. In den sonstigen Sondergebieten und auf der Gemeinbedarfsfläche soll eine geschlossene Bauweise festgesetzt werden. Im Mischgebiet sind die Gebäude sowohl in offener als auch geschlossener Bauweise zugelassen.

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Wohnfelder Im Bereich Wohnen Allgemein gibt es 18 Wohnfelder. Hierbei sind zwei verschiedene Arten zu unterscheiden: zum einen gibt es Bereiche, in denen vier Baukörper pro Wohnfeld anzuordnen sind. Bei den Wohnfeldern direkt an der „Grünen Mitte“ sind zwei Baukörper pro Wohnfeld vorgesehen. Es sind ausschließlich Flachdächer oder flach geneigte Dächer mit maximal 7° Dachneigung zulässig. Geneigte Dachflächen müssen mit einer Attika versehen werden, hinter der sie nicht sichtbar sind. Die Flächen innerhalb der Wohnfelder dienen als Wohnhof (Kontaktfläche und Treffpunkt) und zwar sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Sie sollen ein familienfreundliches Wohnen garantieren. Durch Wegeverbindungen werden die Wohnfelder untereinander verbunden.

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„Grüne Mitte“ und „Grüne Fugen“ Ein lang gezogener Park strukturiert in Ost-West-Richtung zwischen dem nördlichen und südlichen Wohnquartier das Areal: die „Grüne Mitte“. Dieser Park endet im platzartig gestalteten Vorbereich des großflächigen Einzelhandels. Das nördlich der „Grünen Mitte“ befindliche Wohnquartier wird in Nord-Süd-Richtung von drei „Grünen Fugen“ durchzogen, die den übergeordneten Grünzug „Am Pommernweg“ mit dem neu geschaffenen Parkraum im Inneren des Planungsgebiets verknüpfen und öffentliches Grün an jedem Baufeld anbieten.

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Mischgebiet und Sondergebiete Der lang gestreckte Flachbau am oberen Bildrand rechts steht ein Sondergebiet dar. Entlang der Liegnitzer Straße ist eine Einzelhandelsnutzung vorgesehen: großflächige Einzelhandel mit maximal 2800 m² Verkaufsfläche für Nahrungs-und Genussmittel, sonstige Güter des täglichen Bedarfs etc.. Ausnahmsweise sind Schank- und Speisewirtschaften zulässig. Die Beschränkung des Sortiments erfolgt, um die Attraktivität der Verkaufsflächen in der Innenstadt gegenüber dem Planungsgebiets sicherzustellen. Die große Gebäudekomplex an der Ecke Manchinger Straße/Südliche Ringstraße wird gleichfalls als sonstige Sondergebiete festgesetzt. Die Zweckbestimmung lautet hier: Büro-und Verwaltungsgebäude, Einzelhandelsbetriebe, Anlagen für kulturelle (Ausstellungsräume) und sportliche Zwecke (Fitnessstudio) und Wohnungen. Die Gesamtgröße der Einzelhandelsnutzung wird auf 1100 m² Verkaufsfläche beschränkt. Dabei dürfen die einzelnen Einheiten nicht mehr als 600 m² Verkaufsfläche erreichen. Die erforderlichen Stellplätze sollen in Form eines in den Baukörper integrierten Parkhauses sichergestellt werden. Die mehrgliedrige Gebäudekomplex an der Manchinger Straße (am unteren Ende des Bildes) wird ein Mischgebiet, in dem Wohngebäude, Geschäfts- und Bürogebäude, Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften sowie Betriebe des Beherbergungsgewerbes und Anlagen für Verwaltung für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke zulässig sind.

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