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Themenworkshop „Freiwillige vor!“ am 10.05.2010 in Neuental-Schlierbach

Dokumentation

Bearbeitung Dr. Renate Buchenauer, Marburg Sonja Pauly, Verein Regionalentwicklung Schwalm-Aue Tanja Lorenz, Verein Regionalentwicklung Schwalm-Aue


INHALT I.

Vorwort

II. Ablauf III. Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen IV. Weiteres Vorgehen Quintessenz: Empfehlungen f端r die weitere Projektarbeit V. Anhang

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I. Vorwort Region Schwalm-Aue Die LEADER-Region Schwalm-Aue zeigt die für viele andere ländliche Regionen typischen Merkmale und Entwicklungen in der Bevölkerung und den sozialkulturellen Gemeinwesen: • Zahlenmäßiger Rückgang der Gesamtbevölkerung, • dabei insbesondere ein Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen und • eine Zunahme der älteren und alten Menschen sowie eine • Veränderung der Haushaltsgrößen und Haushaltsformen mit Tendenzen zu Klein-Haushalten. Von diesen Strukturveränderungen sind die kleinen Orte in spezifischer Form betroffen. Sie sind den Herausforderungen der Zukunft besonders gegenübergestellt. Da die Bevölkerungszahlen insgesamt zurückgehen, helfen Wettbewerbe um Zuwanderung nur begrenzt. Um qualitative und quantitative Mindeststandards der sozialen und kulturellen Lebensqualität zu halten, sind neue Wege erforderlich. Weithin ungeklärt sind praxisbezogene Fragestellungen zum „Demographischen Wandel“ und zu Tendenzen wie „Ausdünnung“ und „Rückzug aus der Fläche“ und deren konkrete Bedeutung für den einzelnen Menschen. o Was heißt es, in einem Ort ohne Kinder zu leben oder am Tage keine Nachbarn zu haben? o Was wird benötigt, um als alter alleinstehender Mensch möglichst lange gut versorgt im eigenen Haus oder zumindest im Ort verbleiben zu können? o Welche Angebote müssen erhalten bzw. entwickelt werden, um das Leben auf dem Land für junge Familien mit Kindern und junge Erwachsene attraktiv zu machen? o Wie gehen Vereine mit Nachwuchsmangel um? Hier setzen die Aktivitäten der LEADER-Region Schwalm-Aue an. Schon 2007 wurde im Regionalen Entwicklungskonzept Schwalm-Aue das Leitziel „Mit neuen Wegen die Daseinsvorsorge sichern“ festgeschrieben und ein Leitprojekt „Netzwerk des sozialen Engagements“ benannt.

Auszug aus dem Regionalen Entwicklungskonzept Schwalm-Aue

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Aufgabe dieses Leitprojekts soll es sein, praktische Lösungsansätze u.a. auf folgende Fragen zu finden: • Wie können Lösungen/Strukturen aussehen, die die Daseinsvorsorge in Ortschaften sichern? • Welche neuen Wege für Hilfen und Versorgung sind geeignet? • Wie kann eine Bindung junger Menschen an ihr Gemeinwesen intensiviert werden? • Wie kann die für ländliche Räume typische Kultur des Kleinteiligen und Selbermachens positiv eingesetzt und die hohe Bedeutung des örtlichen Lebens und Miteinanders in Wert gesetzt werden? Die Gemeinde Wabern hat sich bereits auf den Weg begeben, mit den „Sozialen Diensten Wabern“ ein solches Netzwerk in ihrem kommunalen Bereich aufzubauen. In den anderen fünf Kommunen findet sich ein solcher Ansatz bisher nicht. Ein Faltblatt zu diesem Projekt liegt dem Anhang bei. Der Workshop Der Workshop “Freiwillige vor” sollte weitere Denk- und Diskussionsanstöße zur Umsetzung des Leitprojektes „Netzwerk des sozialen Engagements“ und zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der LEADER-Region Schwalm-Aue geben. Zielgruppen des Workshops waren zum einen Vertreter der Kommunen und anderer öffentlicher Einrichtungen. Ihnen sollten Anregungen gegeben werden für neue Wege in der Förderung freiwilligen Engagements zur Steigerung der Lebensqualität und zur Sicherung des Gemeinwesens in ihrer Kommune und Region. Weitere Zielgruppen des Workshops waren engagierte Bewohner, Vereine und gemeinschaftliche Initiativen in der Region Schwalm-Aue. Ihnen sollten neue Aktivitätsfelder und Praxisbeispiele vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt werden, das schlummernde Potential Engagement bereiter Menschen besser und gezielter zu nutzen. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Veranstalter war es, die Akteure in der Schalm-Aue miteinander in Kontakt zu bringen, um einen Austausch und mögliche gemeinsame Initiativen anzuregen. Der Workshop sollte Informationen liefern zu den Themen Wandel im Ehrenamt, Unterstützungsangebote durch das Land Hessen und Praxisbeispiele bürgerschaftlichen Engagements. Veranstalter des Workshops waren die LEADER-Region Schwalm-Aue und das Evangelische Forum Schwalm-Eder.

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II. Ablauf Der Workshop gliederte sich in zwei Teile. Zunächst gab es Grußworte von Herrn Bürgermeister Bernd Hessler, Vorsitzender der LEADER-Region Schwalm-Aue und Herrn Pfarrer Konrad Schullerus, Vorsitzender des Evangelischen Forums Schwalm-Eder. Im ersten Teil der Veranstaltung wurden zwei Einführungsreferate gehalten. Beide Vorträge finden sich im Anhang der Dokumentation. Frau Anneke Gittermann ging in ihrem Referat unter dem Titel „Anforderungen des „neuen Ehrenamts“ auf den Wandel im Ehrenamt ein. Sie beschrieb zum einen sehr eindrucksvoll die oft sehr unattraktive Gestaltung von aktueller Vereinsarbeit, am Beispiel einer typischen Mitgliederversammlung. Auf der anderen Seite warf sie einen Blick auf die veränderten Erwartungen freiwillig engagierter Menschen an Vereine und Einsatzstellen. Dabei ging sie auch auf Motive für ehrenamtliches Engagement ein. Folgende Stichworte wurden im Anschluss diskutiert: • Würdigung des Ehrenamtes, • Würdevolle Verabschiedung von „alten“ Ehrenamtlichen, • Kommune muss Ehrenamtliches Engagements mitgestalten, • Viele Facetten des Ehrenamtes. Das zweite Referat von Frau Dr. Renate Buchenauer mit dem Titel „Lebenswelt-Schalm-Aue – Zukünftige Herausforderungen“ setzte das Thema des Workshops in Bezug zu den Zielen und dem Leitprojekt „Netzwerk des sozialen Engagements“ des Regionalen Entwicklungskonzeptes der Schwalm-Aue. Im Anschluss an den fachlichen Einstieg im ersten Teil gab es einen kleinen Imbiss, wo für die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und Gespräch bestand und sie sich an Infotischen über regionale Projekte und Initiativen informieren konnten. Im zweiten Teil des Workshops boten vier Arbeitsgruppen inhaltliche Vertiefungen zu verschiedenen Aspekten des Freiwilligen Engagements an. In jeder Arbeitsgruppe gab es einen fachlichen Kurzeinstieg durch den jeweiligen Moderator / die Moderatorin mit anschließender Diskussion. Die Arbeitsergebnisse wurden festgehalten und dokumentiert. AG I Neue Wege der Ehrenamtsförderung - Was können Kommunen tun, um die Freiwilligenarbeit aktiv zu unterstützen? Einstieg: Annette Müller, Volunta gGmbH Kassel: Freiwilligendienste aller Generationen AG II Lizenz zum Mitmachen - Was können Vereine tun, um freiwilliges Engagement anzuregen? Einstieg: Anneke Gittermann: Modell Freiwilligenmanagement als Anregung AGIII Hilfen und Helfer: Neue Organisationsformen Einstieg: Gerda Krömmelbein/ Erika Stöppler, Lauterbach: Seniorenhilfe Maar AG IVKirche mittendrin - Zusammenarbeit von Diakonie, Kommunen und Vereinen Einstieg: Jörg Waldhelm: Projektidee Wohnberatung für Senioren; Dierk Glitzenhirn, Diakon. Werk Schwalm-Eder: Kirchen mittendrin – Gemeinwesendiakonie Im Anschluss an die Gruppenarbeit wurden die Ergebnisse vor der Gesamtrunde der Teilnehmer vorgestellt und Gelegenheit für kurze Rückfragen gegeben. 5


III. Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen Die intensiven Diskussionen in den Arbeitsgruppen haben die folgenden inhaltlichen Ergebnisse erbracht:

AG I

Neue Wege der Ehrenamtsförderung

Annette Müller stellte das Modellvorhaben Freiwilligendienste aller Generationen des Bundesfamilienministeriums vor. Die Power-point-Präsentation befindet sich im Anhang der Dokumentation. Die Erfahrungen in der Arbeit mit Freiwilligen haben ergeben, dass Freiwilligendienste dann erfolgreich sind, wenn sie neue Aufgabengebiete abdecken und klar strukturiert, abgegrenzt und abgesichert sind. Ganz wesentlich zum Erfolg und zur Nachhaltigkeit trägt bei, wenn die Koordination des Freiwilligendienstes hauptamtlich organisiert wird. Die Arbeitsgruppe diskutierte folgende Fragen und Aspekte: • Das Modellvorhaben Freiwilligendienste aller Generationen gibt eine hohe Wochenstundenzahl von mindestens 8 Stunden für den freiwilligen Einsatz vor. In der daraus resultierenden hohen zeitlichen Bindung der Freiwilligen wird von den Teilnehmenden eine Hemmschwelle für ein Engagement gesehen. • Als wichtig wird von den Teilnehmenden die personelle Kontinuität bei Einsatzstellen wie Schulen oder Kindergärten gesehen. Das Modellprojekt Freiwilligendienste geht von einem Einsatzzeitraum von 6 Monaten aus. Das wird für Bereiche, wo zunächst eine Vertrauensbasis geschaffen werden muss, als zu kurz eingeschätzt. • Das Ehrenamt hat mehr und mehr eine Lückenbüßerfunktion vor dem Hintergrund einer Mangelverwaltung. • Das Ehrenamt erfährt zu wenig Wertschätzung. • Wesentliche Bedeutung hat das Verhältnis von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen (in Kommunen oder anderen Organisationsstellen der Freiwilligendienste) zueinander. Dieses Verhältnis sollte „auf Augenhöhe“ angesiedelt sein. Weitere Fragen wie „Wie lassen sich mögliche Freiwillige aktivieren?“, Wie ist der Umgang miteinander?“, „Werden Vereine strategisch eingewiesen und begleitet?“ zeigen, dass verstärkt Coaching- /Schulungsangebote und Unterstützung für Vereine, Initiativen, Kommunen und Einrichtungen notwendig sein werden, um freiwilliges Engagement besser zu fördern und zu nutzen. Die Diskussion um einen zunehmenden Wettbewerb der Vereine und Institutionen um ehrenamtlich Engagierte sollte dabei offensiv und konstruktiv geführt werden.

AGII Lizenz zum Mitmachen Die fachliche Einführung behandelte im Wesentlichen die Grundsatzfragen • Wie sieht eine Work-Life-Ehrenamts-Balance aus? • Was nichts kostet, das taugt auch nichts? Die Arbeitsgruppe hielt folgende Ergebnisse fest: • Für die Gewinnung von Ehrenamtlichen sind Strategien notwendig. • Vorhandene Arbeitsweisen und Strukturen sind mitunter überholt, deswegen bedarf es dazu häufig auch neuer Aufgaben und Ziele. 6


• Verdeckte Hierarchien und altbackenes Vereinsimage können das blockieren und innovationsfreudigen Jugendlichen Zugang und Spielräume verwehren. • Insgesamt fehlt es vielen Vereinen an guten Formen der Würdigung und auch der „Abschiedskultur“ und • die Entwicklung von Anreizen zum Engagement bleibt oft im Ansatz stecken. All dies sind Hinweise auf die Notwendigkeit von verstärkter Vereinsunterstützung in den Bereichen Motivation und Ansprache, Bindung neuer Aktiver, Kennenlernen guter Beispiele und Erfahrungsaustausch, Fördermöglichkeiten, Sponsoring und Zusammenarbeit von Vereinen und Firmen, Öffentlichkeitsarbeit.

AG III Hilfen und Helfer Das Praxisbeispiel „Seniorenhilfe Maar“ zeigte ein langjähriges Engagement im Bereich nachbarschaftlicher Hilfsdienste auf der Basis einer Punkte-Tauschbörse. Ein Faltblatt der Seniorenhilfe Maar befindet sich im Anhang. Die Arbeitsgruppe kam in der Diskussion zu folgenden Ergebnissen: • Das Modell einer Tauschbörse kann nur mit direktem lokalem Bezug umgesetzt werden. Voraussetzung ist das Vorhandensein und die Äußerung benötigter Hilfen auf der einen Seite und die Aktivierung von Helfern auf der anderen Seite. • Probleme bei der Einrichtung von Tauschbörsen liegen im Konkurrenzdenken und in der mangelnden Akzeptanz sowie in einer zu geringen öffentlichen/kommunalen Unterstützung (finanziell sowie durch Verfügungsstellung von Räumen, Material, Know-how). • Hilfs-Tauschbörsen bedürfen einer stabilen Trägerschaft und vielseitiger Partnerschaften.

AG IV Kirche mittendrin Jörg Waldhelm stellte die Projektidee „Wohnberatung für Senioren“ mit dem Aufbau eines Netzwerks von ehrenamtlichen Wohnberatern vor. Diese Idee wurde im „Arbeitskreis Siedlungsentwicklung / Gemeinwesen“ der LEADER-Region Schwalm-Aue entwickelt. Die Projektskizze ist dem Anhang der Dokumentation beigefügt. Dierk Glitzenhirn erörterte das Thema Gemeinwesendiakonie, das zurzeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland intensiv diskutiert wird. Hierbei geht es um die Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und weiteren Kooperationspartnern im Gemeinwesen: Stadtteil, Quartier, Dorf. Ein Faltblatt zu einer Tagung zum Thema befindet sich im Anhang. Die Diskussion in der Arbeitsgruppe erbrachte die folgenden Ergebnisse: Die „Wohnberatungsstelle für Senioren“ sollte folgende Merkmale aufweisen: • Sie benötigt ein unterstützendes Förderprogramm, das den Anschub geben kann. • Sie muss dauerhaft wirken. • Sie hat kein kommerzielles Interesse. • Bestehende Angebote sollten im Rahmen des Projektes mit neuen Angeboten vernetzt werden unter Berücksichtigung von kommerziellen und gemeinnützigen Anbietern. • Unter dem Dach Gemeinwesendiakonie ließe sich evtl. ein Projekt „Wohnberatung für Senioren“ ansiedeln. Die Kirche mit ihrem flächendeckenden Netz von Gemeinden böte eine gute Voraussetzung zur Umsetzung. 7


Zu den Themen ehrenamtliches Engagement in der Kirche und Gemeinwesendiakonie wurden folgende Aspekte diskutiert: Ehren- und Hauptamt sollten grundsätzlich gleichrangig sein. Ehrenamt benötigt ein Renommee und wird immer stärker von dem Gedanken „Was bringt mir dieses Engagement selbst?“ getragen. Ehrenamtliches Engagement ist sehr stark an lokalen Lebensfeldern orientiert; wenn eine überlokale Vernetzung notwendig wird, dann muss sie moderiert werden. Zwischen Kirche und Gemeinwesendiakonie ist mehr Verflechtung notwendig, im Sinne von offenen Partnerschaften und innovativen Kooperationen: • in der Verknüpfung mit Fachberatungsstellen und professioneller Pflege, • bei Besuchsdiensten und • bei der Einbindung von Rechtsberatungen

Vorschläge aus den Arbeitsgruppen zu nächsten Schritten Die Arbeitsgruppen formulierten z.T. auch Vorschläge für eine Agenda der nächsten Schritte, die in der Region Schwalm-Aue angegangen werden sollten: • Projektvorstellungen (Praxisbeispiele ehrenamtlich organisierter Hilfs- und Nachbarschaftsdienste) in lokalen Einrichtungen • Durchführung einer Regionalanalyse zum Bedarf sozialer Hilfsbedarfe (Vorstand der Region Schwalm-Aue) • Weiterbearbeitung folgender Themen: Dorftreff-Angebotsentwicklung, Hilfs-Tauschbörsen, neue Wohnkonzepte / Lebens-Kulturkonzepte • Information und Motivation der Kommunen zur Förderung ehrenamtlichen Engagements, Aufzeigen von Möglichkeiten der Unterstützung (Freiwilligendienste aller Generation, E-Lotsen) • Einrichtung von Stellen kommunaler Gemeinwesenbeauftragter • Schaffung eines Angebots von Vereinscoaching auf Nachfrage • Leuchtturmaktionen und Wettbewerbe initiieren

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AG II Lizenz um Mitmachen

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AG III Hilfen und Helfer

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AG IV Kirche mittendrin

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IV. Weiteres Vorgehen Quintessenz - Empfehlungen für die weitere Projektarbeit Der Workshop sollte einen Einstieg in das wichtige Thema „Fragen und Aufgaben der Gemeinwesenentwicklung in der ländlichen Region der Schwalm-Aue“ bilden. Die vielen Aspekte, Fragen, Anregungen und Ideen aus den Diskussionen der Teilnehmer sind die Grundlage für die im folgenden aufgeführten Empfehlungen, welche Folgerungen aus den Ergebnissen des Workshops für das weitere Vorgehen gezogen werden sollten.

1. Projektvertiefung „Wohnberatung für Senioren - Aufbau eines Netzwerks ehrenamtlicher Berater Die im Workshop dargestellte Projektidee einer „Wohnberatungsstelle“ sollte vertieft und weiterentwickelt werden. Zu klären sind Aufgaben, Inhalte, Struktur und Trägerschaft einer solchen Beratungsstelle. Die bereits erarbeitete Ideenskizze bildet eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts. Die im Workshop erörterten Gedanken zu den Aufgaben von Ehrenamt in Kirche und Diakonie sollten in dieser Projektentwicklung aufgegriffen werden.

2. Kommunale Förderung von ehrenamtlichem Engagement Aufbau einer kommunalen/regionalen Struktur zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements Kennenlernen von verschiedenen Modellen Verschiedene Modellvorhaben zur kommunalen Förderung freiwilligen Engagements, wie die Projekte „Freiwilligendienste aller Generationen“, „E-Lotsen“, „Freiwilligenagentur“ sollten im Vorstand der Region Schwalm-Aue vorgestellt werden, um die Ideen und Methoden der jeweiligen Ansätze an die Kommunen der Region heranzutragen. Es sollte eine Auseinandersetzung darüber stattfinden, ob und wenn ja, wie eines der Modelle in den Kommunen der Region verankert werden könnte. Sichtbarmachen von Leuchtturmprojekten Gute Beispiele von Vereinen/Institutionen aus der Region zu Engagementförderung / Umgang mit Freiwilligen öffentlich machen, z.B. über Wettbewerbsranking

3. Unterstützung von Vereinen / Institutionen Exkursionsreihe zu Praxisprojekten ehrenamtlichen Engagements Dem vielfach geäußerten Wunsch der ehrenamtlichen Helfer nach Erfahrungswissen und guten Beispielen sollte nachgegangen werden. Hierzu wird empfohlen, eine Exkursionsreihe zu Praxisbeispielen in der Region und im näheren regionalen Umfeld zu organisieren und anzubieten. Pro Exkursion sollten 1-2 Praxisbeispiele besichtigt, ein Austausch mit den Projektverantwortlichen geführt und eine kurze Ergebnisdokumentation für die Teilnehmer zusammengestellt werden. Fortbildungs-/ Coaching-Angebote Den Vereinen in der Region ist eine übergreifende Veranstaltungsreihe anzubieten, in der zum einen Praxisanregungen zum Thema „Vereine im Wandel“ und zum anderen auch Coachingmöglichkeiten gegeben werden, um ganz konkrete Struktur- und Inhaltsfragen aus dem Vereinsleben zu klären und Anstöße für eine effektive Vereinsarbeit zu vermitteln. 12


V. Anhang 1. Einstiegsreferate  Anneke Gittermann - Anforderungen des neuen Ehrenamts  Dr. Renate Buchenauer – Lebenswelt Schwalm-Aue: Zukünftige Herausforderungen

2. Arbeitsgruppen  AG I - Neue Wege der Ehrenamtsförderung • Annette Müller – Einstiegsreferat: Freiwilligendienste aller Generationen • Infoblatt Freiwilligendienste aller Generationen • Fotodokumentation  AG III – Hilfen und Helfer • Infofaltblatt Seniorenhilfe Maar e. V. • Infofaltblatt Soziale Dienste Wabern  AG IV – Kirche mittendrin • Projektskizze Wohnberatung für Senioren • Infoblatt Kirche mittendrin-Gemeinwesendiakonie

3. Allgemeines  Teilnehmerliste  Infos und Links zum Thema • Überblick über bestehende Förderstrukturen im Bereich des Ehrenamtes • Liste mit Links zu Institutionen / Verbänden / Projekten zum Thema  Pressespiegel

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