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Parteiorgan der auto-partei.ch des Kantons Aargau Ausgabe April 2012 / 4

Tragischer Car-Unfall mit 28 Toten im AutobahnTunnel von Siders. Unsere Forderungen dazu! Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Mitglieder und Sympathisanten!

Jetzt darf es keine Diskussionen zur 2.Strassentunnelröhre am Gotthard mehr geben – jetzt muss umgehend 4-spuriger Tunnel gebaut werden.

IMPRESSUM Argovia Speed Herausgeberin auto-partei.ch Kt. Aargau Redaktor: Pierre Singer Geschäftsstelle auto-partei.ch Kt. Aargau z. Hd. Herrn Frank Karli Fichtenstrasse 2 4853 Murgenthal AG Tel.: 062 926 15 18 Mail: aargau@auto-partei.ch www.ag.auto-partei.ch

02/2012 02/2012

Am Dienstag, dem 13. März 2012, ist der schrecklichste (Selbst-) Unfall in einem Strassentunnel der Schweiz passiert. Es gab 28 Tote, dabei waren 22 Schüler aus Belgien, die auf ihrer Heimfahrt im 2 km langen AutobahnTunnel in Siders den Tod fanden. Das Entsetzen und die Betroffenheit über diesen unerklärlichen Unfall waren zu Recht immens. Einige Wochen nach dieser Tragödie darf nun nicht einfach «zum Alltag» zurückgefunden werden. Die nüchterne Erklärung des Bundesamtes für Verkehr, dass die «rechtwinkligen Mauerausbuchtungen» in einem modernen Strassentunnel den «baulichen Vorschriften» der Schweiz entsprechen, ist ein Hohn. Wir müssen hier klar feststellen, diese falschen Normen führten zum Tod von so vielen Skitouristen aus Belgien. Jeder denkbare Unfall, wenn er auch noch so selten ist, kann vorkommen. Also müssen alle Notbuchten in Tunnels schräg gemauerte Buchtenwände haben! Viele, wenn nicht fast alle Toten hätten mit dieser einfachen baulichen Massnahme vermieden werden können. Ein frontaler Zusammenstoss ist das absolut Schlimmste, was im Strassenverkehr passieren kann. Für mich gibt es nun aber eine zweite unabdingbare Forderung: Der 15 km lange Gotthard-Strassentunnel braucht eine 2. Tunnelröhre, um den Gegenverkehr zu eliminieren. Es ist eine «Schande für die Schweiz», wenn nicht sofort mit diesem Bau begonnen wird. Jedes «Alpeninitiativ-Komitee» und andere linke Parteien und Ideologen dürfen keine Rolle mehr spielen. Es muss so rasch wie möglich gebaut werden und sei es mit Notrecht! Herzlichst Ihr Frank Karli (Präsident auto-partei.ch / Aargau)


04/2012

Ein Königstiger im Aargau Ja es gibt ihn auch im Aargau, den Panthera tigris tigris, Bengal- und Indischer Tiger oder auch Königstiger genannt, die grösste Art in der Familie der Katzen. Allerdings handelt es sich beim besagten Exemplar nicht etwa um einen Vierbeiner, sondern vielmehr um ein Kettenfahrzeug, den reichsdeutschen Panzerkampfwagen VI Ausf. B «Tiger II» oder «Königstiger». Besichtigen kann man den rund 68-jährigen Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg im Schweizerischen Militärmuseum Full in Full-Reuenthal AG. Mehr zum Museum inkl. Foto des Königstigers auf der letzten Seite => o o

Wie ein Krimi Die Lebensgeschichte des «Aargauer Königstigers» liest sich wie ein Krimi. Im September 1944 produziert, kam er noch im gleichen Jahr bei der deutschen Wehrmacht in Frankreich zum Einsatz, wo er jedoch rasch in die Hände der vorrückenden Alliierten fiel. Die französische Armee übergab den Königstiger und weitere Beutepanzer nach dem Kriegsende 1945 der Schweiz. Die Schweiz verwendete die Beutepanzer entweder für Versuche oder als Hartziele. Was genau mit dem Königstiger passiert ist, kann jedoch aufgrund fehlender Unterlagen nicht genau nachvollzogen werden. Fest steht, dass der Königstiger am 14. September 2006 dem Schweizerischen Militärmuseum Full als Dauerleihgabe übergeben wurde und seither dort restauriert wird. Gefürchtet – aber nicht kriegsentscheidend Von den Alliierten aufgrund seiner starken Panzerung und Bewaffnung – dem als Flugabwehrkanone konzipierten, später auch als Panzerabwehrkanone verwendeten 8,8 cmGeschütz – gefürchtet, wurden vom Königstiger 1944/45 jedoch nur 492 Stück gebaut, so dass der Panzer im zu diesem Zeitpunkt für Deutschland bereits verlorenen Krieg keine Wende mehr bringen konnte. Er bildete jedoch den krönenden Abschluss einer wechselhaften deutschen Panzergeschichte, die 1918 begann. Die Anfänge der reichsdeutschen Panzerwaffe Nachdem Grossbritannien 1916 an der Westfront des Ersten Weltkrieges zum ersten Mal «Tanks» – die englische Bezeichnung für Panzer – einsetzte, glaubte man in Deutschland nicht, dass damit eine neue Waffengattung entstanden sei.

Als die deutsche Militärführung ihre Haltung revidierte und im Herbst 1917 die ersten Exemplare des schweren Sturmpanzerwagens A7V gebaut wurden, war es bereits zu spät. So standen im entscheidenden Kriegsjahr 1918 den rund 6.000 alliierten Panzern lediglich 20 deutsche Panzer des Typs A7V sowie einige Beutepanzer hauptsächlich britischer Bauart gegenüber. Mit dem Versailler Vertrag 1919 war Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg der Besitz von Panzern verboten. Weitere Entwicklung 1919 bis 1939 Trotz der von den Siegermächten auferlegten Verboten, begann Deutschland in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit der erneuten Entwicklung einer Panzerwaffe. Adolf Hitler, seit 1934 Diktator und Führer des Deutschen Reiches, wollte die leichten Panzer I und II als Übergangslösung, bis die mittelschweren Panzer III und IV einsatzbereit sein würden. Doch die Produktion der Typen III und IV kam nicht recht in Schwung und bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 zog Deutschland hauptsächlich mit leichten Panzern in den Krieg – davon war der Panzer I lediglich mit einem Maschinengewehr bewaffnet. Ein Glücksfall für Deutschland war in diesem Zusammenhang die Zerschlagung der Tschechoslowakei im gleichen Jahr, womit der Wehrmacht die qualitativ hochstehenden tschechischen Panzer 35(t) und 38(t) in die Hände fielen. Dank den Umständen, dass die polnische Armee nur schwach motorisiert war und die französische Armee ihre Panzer nicht optimal einsetzte, konnte Deutschland trotz dieser Anfangsschwächen 1939/40 sein Blitzkriegskonzept erfolgreich umsetzen. Erst die Überlegenheit der sowjetischen Panzer im Russlandfeldzug zwang die Wehrmacht zu Neuentwicklungen, da nun selbst die Panzer III und IV unterlegen waren. So entstand zuerst der «Panther» (Panzer V), dann der «Tiger» (Panzer VI) und schliesslich der «Tiger II/Königstiger» (Panzer VI B) als schwere bzw. superschwere Panzermodelle. Doch alle drei Panzertypen kamen erst ab 1943 und somit viel zu spät und in zu geringen Stückzahlen zum Einsatz und so endete 1945 die Geschichte der reichsdeutschen Panzerwaffe mit einer vollständigen Niederlage der deutschen Wehrmacht und der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Pierre Singer, Mägenwil Vorstandsmitglied auto-partei.ch Kt. Aargau Quellen: «Deutsche Panzer im Zweiten Weltkrieg», Gondrom Verlag 1998 /www.koenigstiger.ch / www.wikipedia.org


04/2012

Über Schadenfreiheitsrabatte und wann sich ein Bonusschutz lohnt Bonus und Malus? Falls Sie die letzte Ausgabe von «Argovia Speed» gelesen haben, mögen Sie sich vielleicht noch an den Teil erinnern, wo es hiess, dass man bei Abschluss eines Bonusschutzes eine Reduktion des Schadenfreiheitsrabattes und somit eine Mehrprämie vermeiden könne. Falls Sie dabei nur Bahnhof verstanden haben, so sind Sie bei diesem Artikel genau richtig. Hier soll erklärt werden, was es mit Schadenfreiheitsrabatt und Bonusschutz so auf sich hat. Und falls Sie zu den Versicherungsnehmern gehören, die möglichst nur das versichern möchten, was sie auch wirklich brauchen, dann erfahren Sie hier ebenfalls so einige Kniffe. Warum gibt es Schadenfreiheitsrabatte und was ist das? Wer die Prämien von Privathaftpflicht, Hausrat und Rechtsschutz kennt – in der Regel ein paar hundert Franken – der ist überrascht, wie teuer diese bei Haftpflicht und Vollkasko sind. Hier zahlt man in der Regel mindestens CHF 1'000 pro Jahr, zumeist aber über CHF 2'000. Dies rührt daher, dass Privathaftpflicht, Hausrat und Rechtsschutz Risiken versichern, die 1. aufgrund ihrer Häufigkeit klar einzuschätzen sind und 2. die Kosten im Schadenfall im Durchschnitt eher tief sind. Bei der Haftpflicht und der Vollkasko ist das Risiko eines Schadens jedoch stark vom individuellen Fahrverhalten und weiteren Faktoren (z.B. Wettereinflüsse) abhängig und weiter sind Totalschäden – entweder am eigenen oder an einem fremden Fahrzeug - nicht nur schnell passiert sondern auch in der Regel immer sehr teuer. Hinzu kommen Drittpersonen zugefügte Körperverletzungen, die im Invaliditätsfall schnell einmal Kosten in der Höhe von Hunderttausenden von Franken verursachen. Damit Personen, die vorsichtig fahren und schadenfrei bleiben, nicht gleich viel für die Autoversicherung bezahlen müssen wie VerkehrsRowdies mit wiederholten Schadenfällen, gewähren die Versicherungsgesellschaften sogenannte Schadenfreiheitsrabatte. Für jedes schadenfreie Jahr gibt es einen Bonus, d.h. eine Erhöhung des Rabattes, sobald ein Schadenfall eintritt, führt dies zu einer Kürzung des Rabattes, einem Malus. Der Maximalrabatt beträgt in der Regel 60 bis 70%, d.h. man bezahlt nur noch 30-40% der effektiven Prämie.

Bei Teilkasko gibt es übrigens keinen Schadenfreiheitsrabatt. Denn hier ist die Prämie – wie bei den anderen genannten Versicherungen – ebenfalls aufgrund Häufigkeit und Kostenhöhe gut einzuschätzen. Und was macht der Bonusschutz? Man hat sowohl für die Haftpflicht- wie auch für die Vollkasko-Prämie die Möglichkeit, einen Bonusschutz zu versichern. Das bedeutet, das ein Schadenfall pro Jahr noch nicht zu einer Höherstufung der Prämie führt. Der Bonusschutz wird jedes Jahr erneut gewährt. Wann lohnt sich ein Bonusschutz? Bei der Haftpflichtversicherung lohnt sich ein Bonusschutz grundsätzlich immer. Vorsichtig fahren allein genügt nicht – denn gerade bei Streitfällen um Beträge bis CHF 1’000 ist die eigene Versicherung eher geneigt, den Schaden zu bezahlen anstatt einen teuren Rechtsstreit einzugehen. Man kann dann seine Versicherung auch nicht zwingen, den Schaden nicht zu übernehmen, da der Geschädigte ein direktes Forderungsrecht hat. Hat man keinen Bonusschutz versichert und ist die Kürzung des Schadenfreiheitsrabattes teurer als der eigentliche Schaden, so wird man von der Versicherung darüber informiert. Sie bietet einem an, dass man den Schaden selber bezahlt um somit einem Malus zu entgehen. Dass man dann trotz Versicherung zahlen muss, ist frustrierend. Und da der Bonusschutz in der Regel nur 10% der Haftpflichtprämie (nach Abzug des Schadenfreiheitsrabattes) kostet, ist er eine sinnvolle Alternative. Was den Bonusschutz bei der Vollkaskoversicherung anbelangt, so ist dieser separat einzuschliessen und extra zu bezahlen. Da man hier sowieso einen Selbstbehalt hat, macht ein Bonusschutz eher weniger Sinn. Hat man ein älteres Fahrzeug – d.h. ab ca. 7/8 Jahren – Vollkasko versichert und plant, innert 1-3 Jahren auf Teilkasko zu wechseln, dann kann man getrost auf den Vollkasko-Bonusschutz verzichten. Denn sofern ein Schaden eintritt, kann man diesen bezahlen lassen und dann die Versicherung auf Teilkasko wechseln, so entgeht man der Höherstufung und hat sich zudem die Prämie für den Bonusschutz gespart.

Wussten Sie schon, dass… … Sie auf www.auto-partei.ch einen Bussenkatalog, einen Promillerechner und ein Radarfallenverzeichnis finden?


04/2012

…und Sie haben das letzte Wort! Anstelle des üblichen Leserbriefes an dieser Stelle ein Bild des Königstigers (siehe Artikel Seite 2), zu besichtigen im Schweizerischen Militärmuseum Full in Full-Reuenthal AG!

Bildquelle: www.koenigstiger.ch Angaben zum Schweizerischen Militärmuseum Full (vorbehalten bleiben in jedem Falle die offiziellen und aktuellen Angaben des Militärmuseums) Öffnungszeiten Von Anfang April bis Ende Oktober jeweils Fr/Sa/So von 10:00 – 17:00 Uhr Gruppenbesuche sind während und ausserhalb der Öffnungszeiten nach Absprache möglich. Preise Erwachsene CHF 12.00 Kinder (6-16 Jahre) / Militär in Uniform CHF 6.00 Kombiniert mit Besichtigung Festungsmuseum Reuenthal (nur an Samstagen): Erwachsene CHF 20.00 Kinder (6-16 Jahre) / Militär in Uniform CHF 10.00 Weitere Informationen auf www.militaer-museum.ch oder Tel. 062 772 36 06

auto-partei.ch Kanton Aargau z. Hd. Präsident Frank Karli Postfach 163 4852 Rothrist

Bitte schicken Sie Ihre Leserbriefe an: oder

aargau@auto-partei.ch pcsinger@bluewin.ch frank.karli@sunrise.ch

Sie haben Versicherungsfragen oder ein versicherungstechnisches Problem und wissen nicht mehr weiter? Wir beantworten Ihre Fragen – und zwar kostenlos! Weiter erlauben wir uns, Ihre Fragen und unsere Antworten sowie den Erfolg, den Sie mit unseren Lösungen hatten, in diesem Parteiblatt zu publizieren. Selbstverständlich behandeln wir Ihren Namen dabei vertraulich! Bitte schreiben Sie uns doch noch heute per Email oder per Post an: auto-partei.ch Kanton Aargau, Kantonalvorstand, Postfach 163, 4853 Rothrist Redaktor: Pierre Singer, Hauptstrasse 22, 5506 Mägenwil Postadressen: Kantonalpräsident: Frank Karli, Fichtenstrasse 2, 4853 Murgenthal


April 2012