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BLICK.WECHSEL Wandersommer in Vorarlberg Wandern im Horizon Field – 100 Eisenmänner mit Ausblick Wandertipps – Fünf Wandermeister erkunden und berichten 1


Unterwegs in den Bergen

mer ersom Wand arlberg in Vor

Wer einmal oben ist, will eigentlich gar nicht mehr runter. Es ist nicht nur die Weite, die dir zuflüstert: Bleib noch ein bisschen! Es ist das Glück des Gehens, das plötzlich in großen Gefühlen explodiert. Gelegentlich trifft man auf rätselhafte Skulpturen im alpinen Terrain. Lebensgroße Eisenfiguren grüßen diejenigen, die innehalten. Wie Pingpong auf Augenhöhe mit Horizon Field, der spektakulären Landschaftsinstallation des britischen Künstlers Antony Gormley in den Bergen Vorarlbergs. Manchmal wiederum warten räumliche Romanzen auf den richtigen Augenblick. Fünf Wandermeister haben uns auf ihre Lieblingswege mitgenommen. Ein Bergführer/Alpinautor, ein Geograph, ein Wanderführer, ein Erlebnisdramaturg und ein Texter/Autor. Was sie uns anbieten, sind ganz persönliche Routen zwischen Tal und Berg, geheimnisvolle Geschichten aus verborgenen Winkeln und landschaftliche Prachtstücke, die zum Verweilen einladen. Es geht um Zeiten, die sich strecken und dehnen. Um Naturerlebnisse in gemessener Geschwindigkeit. Von der Leichtigkeit des Losziehens, über Bewegung und Begegnung, zum Scouting ohne Stress. Freuen Sie sich. Die Glücksmomente zeigen sich schon.

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DEUTSCHLAND Bodensee

15 Bregenz

SCHWEIZ

Dornbirn

BREGENZERWALD

13

Hohenems

BODENSEEVORARLBERG

Bezau

Mellau

14

6 1

Frastanz

3 WALSERTAL

VORARLBERG Großes Walsertal

7

ARLBERG

11

Nenzing

4

Bludenz

LIECHTENSTEIN

Hirschegg

KLEIN-

2

5 Feldkirch

Au

Brand

ALPENREGION BLUDENZ

Wald

Brandnertal • Bludenz • Klostertal

8

12

9

MONTAFON

10

SCHWEIZ

2

Gargellen

Lech

ÖSTERREICH Tirol


Inhalt Seite WANDERN IM HORIZON FIELD 1 Kanisfluh: Im Revier der Steinböcke ............................................................6 2 Diedamskopf: Das höchste Ziel im Bregenzerwald ......................................8 3 Widderstein: Die Kaisertour ........................................................................10 4

Die Vielfalt in der Lecher Bergwelt ..............................................................12

TOUREN-TIPPS VON FÜNF WANDERMEISTERN 5 Hoher Freschen ............................................................................................16 6 Gottesacker-Plateau ....................................................................................19 7 Drei Schwestern............................................................................................22 8 Salarueljoch ..................................................................................................25 9 Schesaplana..................................................................................................28 10 Antönier Joch, Gafierjoch ............................................................................31 11 Alpenrundwanderung ..................................................................................34 12 Muttjöchle – Kristberg ..................................................................................37 13 Fahr‘ mor no a klälä......................................................................................40 14 Vo Mello bis ge Schoppornou ......................................................................43 15 Bregenzer Hausberg Pfänderstock..............................................................46

GUT INFORMIERT, IST HALB GEWANDERT Tipps und Infos rund ums Thema Wandern ......................................................50

Alle Wanderrouten auf: www.vorarlberg.travel/wandern

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ANTONY GORMLEY, KÜNSTLER Horizon Field stellt grundlegende Fragen: Wer sind wir, was sind wir, woher kommen wir und wohin führt unser Weg?

Antony Gormley Horizon Field August 2010 – April 2012

© Ludwig Berchtold

Eine Landschaftsinstallation im alpinen Hochgebirge Vorarlbergs. Presented by Kunsthaus Bregenz

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Wandern im „Horizon Field“

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DAS KUNSTHAUS BREGENZ HAT 2010 MIT DEM BRITISCHEN KÜNSTLER ANTONY GORMLEY IN DEN BERGEN VORARLBERGS EIN EINZIGARTIGES PROJEKT REALISIERT. „HORIZON FIELD“ BESTEHT AUS 100 LEBENSGROSSEN ABGÜSSEN EINES MENSCHLICHEN KÖRPERS AUS MASSIVEM GUSSEISEN, VERTEILT ÜBER EIN GEBIET VON 150 QUADRATKILOMETERN. DAS WERK BILDET EINE HORIZONTALE LINIE AUF 2.039 METERN ÜBER DEM MEERESSPIEGEL – DIE EINZELNEN SKULPTUREN SCHAUEN IN ALLE RICHTUNGEN, SIND ABER EINANDER NIEMALS ZUGEWANDT.

„Horizon Field“ ist für Gormley die natürliche oder landschaftliche Version von „Event Horizon“, wo 31 Körperformen im Zentrum von New York auf den Dächern der Hochhäuser von Manhattan für viel Aufsehen gesorgt haben. Für den Künstler bauen die Figuren ein Feld auf, in dem jeder Besucher auf seine Weise agiert und reagiert. Wind und Wetter, Regen und Schnee, Temperaturunterschiede von minus 30 bis plus 30 Grad haben genauso wie menschliche und tierische Einflüsse bereits ihre Spuren an den Skulpturen hinterlassen. „Sie sind das Andere im Bild, sie sind das Subjekt des Feldes, sie sind der bewegende Inhalt“, stellt Gormley jedem Besucher besondere Erlebnisse in Aussicht. Nehmen Sie sich Zeit und treten Sie ein in dieses „Feld“, lernen Sie ein paar der 100 Figuren aus nächster Nähe kennen. Wir stellen Möglichkeiten vor, wie man sich von den eisernen Männern inmitten der Vorarlberger Bergwelt in ihren Bann ziehen lassen kann.

Die hier vorgeschlagenen „Horizon Field“-Wanderrouten finden Sie auf www.vorarlberg.travel/wandernimhorizonfield Weitere praktische Informationen zur Landschaftsinstallation stehen Ihnen auf www.vorarlberg.travel/horizonfield zur Verfügung. Wie z.B. eine GoogleEarth-Datei mit einer anschaulichen Darstellung der Figuren-Standorte sowie GPX-Dateien zum Herunterladen.

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Kanisfluh: Im Revier der Steinböcke

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DIE KANISFLUH IST EINER DER MARKANTESTEN BERGE IM BREGENZERWALD. DIE FELSIGE NORDFLANKE IST VOM TAL AUS SICHTBAR, DIE SÜDHÄNGE SIND GRÜN UND SONNENBESCHIENEN. DER IDEALE LEBENSRAUM FÜR STEINBÖCKE UND AUCH FÜR 930 VERSCHIEDENE ARTEN VON SCHMETTERLINGEN.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Höchster Punkt: Kanisfluh 2.044 m Ausgangspunkte: Mellau, Au, Damüls Gehzeiten: ab Mellau 6 Std., ab Roßstelle 3,5 Std., ab GH Edelweiß 2 Std., ab Au Argenfall 5 Std., ab Au Jaghausen 7 Std. – Zeit für Aufenthalt am Gipfel mit einkalkulieren, beim Abstieg sind Kombinationen mit anderen Touren möglich Einkehrmöglichkeiten: Edelweißhütte, Kanis- und Wurzachalpe, Obere Alpe, Öberlealpe, Gasthäuser bei der Bergstation Jahreszeit: Juni bis Oktober Höhendifferenz: 650 m (Mellau Bergstation Roßstelle)

MELLAU

Bregenzerach

Holenke

Bergstation Roßstelle

Wurzachalpe

Kanisalpe

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Hofstättenalpe

Kanisfluh


WEGVERLAUF Die Holenke, der Hauptgipfel der berühmten Kanisfluh mit ihren mehr als 1.000 m steil abfallenden Nord- und Ostwänden, bietet eine der eindrucksvollsten Kulissen für die Eisenmänner. Die Skulpturen sind allgemein in Gruppen aufgestellt – nur auf der Kanisfluh steht ein „Eiserner“ ganz allein auf weiter Flur. Und es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, sich dem „König“ des Bregenzerwaldes und seinem neuesten Bewohner zu nähern: Von Mellau aus führt der Weg über die Hofstättenalpe und das Gaißloch zur Wurzachalpe, weiter auf den Hählesattel bis zum Gipfel der Holenke. Mit der Kabinenseilbahn auf die Roßstelle und dem Weg über die Kanisalpe kann man den recht steilen Anstieg zu Beginn stark abkürzen. VARIANTE Von Au führt eine Route von Jaghausen über das Ahorn-Berggut, die Feuersteinalpe und den Alpengasthof Edelweiß zum Gipfel. Die leichteste Variante ist die Anfahrt mit dem Auto bis zum Alpengasthof Edelweiß, von wo man die Holenke in etwa einer Stunde erreicht. Die zweite Variante ist der Aufstieg über die Güterstraße vom Argenfall-Berggut an der Damülser Straße bis zum Gasthof Edelweiß. Auch von Damüls aus gibt es zwei Möglichkeiten: Ein Weg führt von der Uga-Bergstation über die Argen-Alpen und die Obere Alpe auf den Hähle-Sattel, der andere an der Mittagsspitze vorbei über das Wannenjoch und die Kanisalpe dorthin.

Ein besonderes Highlight der Kanisfluh ist eine Sonnenaufgangswanderung, um gemeinsam mit dem Mann aus Eisen den neuen Tag zu begrüßen und das Spiel der aufgehenden Sonne genießen zu können. Oder, umgekehrt, die Stimmung am Gipfel im weichen Licht der untergehenden Sonne aufzunehmen und die Schattenspiele zu beobachten, die die Gormley-Skulptur umschmeicheln. Vielleicht lassen sich dann auch einige der auf dem gewaltigen Massiv ansässigen Steinböcke blicken, die den „Eisernen“ bei Gelegenheit sicher auch schon ausgiebig beschnuppert haben.

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Diedamskopf: Das höchste Ziel im Bregenzerwald

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FÜR FAMILIEN MIT KLEINEN KINDERN BIETET SICH DER DIEDAMSKOPF ÜBER AU/SCHOPPERNAU ALS EINFACHSTE MÖGLICHKEIT AN, MIT DEN EISENMÄNNERN IN KONTAKT ZU TRETEN. DREI FIGUREN SIND IN UNMITTELBARER NÄHE DER BERGSTATION DER KABINENSEILBAHN ANZUTREFFEN, WOBEI DIE SKULPTUR IN GRATNÄHE NUR AUS SICHERER ENTFERNUNG ZU BETRACHTEN IST.

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Diedamskopf: 2.090 m Ausgangspunkt: Schoppernau, Auffahrt mit der Gondelbahn Einkehrmöglichkeiten: Gipfelrestaurant Jahreszeit: Mai bis Oktober

Diedamskopf x Bergstation

Mittelstation

Talstation

Krüzle

Breitenalpe

SCHOPPERNAU

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Falzer Kopf x


PLATEAURUNDWEG Von der Bergstation folgen Sie der Beschilderung und genießen dabei eine herrliche Aussicht auf „Horizon Field“, auf das Gottesacker-Plateau – eine unter Naturschutz stehende Karstlandschaft – und auf die Allgäuer Alpen. Der Weg führt am „Diedamskamm“ entlang. Anschließend gelangen Sie auf dem Güterweg zurück zum Ausgangspunkt. Schwierigkeitsgrad: Leicht Gehzeit: 30 Min. Höhendifferenz: 120 m Einkehrmöglichkeiten: Panoramarestaurant Bergstation

VARIANTE: MITTELSTATION – BREITENALPE – KRÜZLE – BERGSTATION Von der Mittelstation geht es zuerst leicht bergauf, dann dem Berghang entlang zur Panoramabahn (kein Fahrbetrieb) und weiter zur Breitenalpe. Von dort geht’s weiter zum „Krüzle“, einem alten Passübergang ins Kleinwalsertal, dann entlang des Bergkammes hoch zur Bergstation. Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: 2 Std. Höhendifferenz: 350 m Einkehrmöglichkeiten: Kiosk Wedelstube, Breitenalpe, Panoramarestaurant Bergstation

TIPP: BERGBAHNEN DIEDAMSKOPF UND „HORIZON FIELD“ 2. Juni – 9. Oktober im Rahmen der Betriebszeiten Jeden Mittwoch: „Horizon Field“-Führung, 10.30 Uhr, Bergstation. Die Teilnahme ist kostenlos. Täglich: Inforaum und Film zu „Horizon Field“, Bergstation/Inforaum Skihaserl.

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Widderstein: Die Kaisertour

Klein Field erwald n o z i r z Ho regen rtal/B walse

DAS IMPOSANTE LANDSCHAFTSBILD AM WIDDERSTEIN* (2.533 M) BEEINDRUCKTE ANTONY GORMLEY. HIER DEFINIERTE ER DIE HÖHENLINIE VON „HORIZON FIELD“. ERREICHBAR IST DER GIPFEL VOM HOCHTANNBERGPASS UND VOM KLEINWALSERTAL AUS.

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Schwierigkeitsgrad: Leicht: bis Hintere Gemstelhütte und ab Bärgunthütte talauswärts, ansonsten mittel. Anspruchsvoll: Aufstieg Widderstein Gehzeit: ca. 7–8 Std., Rundweg ohne Gipfel 5–6 Std. Höhendifferenz: ca. 1.360 m, 850 m ohne Gipfel Ausgangs-/Endpunkte: Baad oder Mittelberg/Bödmen Einkehrmöglichkeiten: Bernhard´s Gemstelalpe (Sennalpe), Gemstel-Schönesbodenalpe, Untere Gemstelhütte, Widdersteinhütte, Bärgunthütte, Alpe Widderstein

MITTELBERG Bödmen Baad

➛ Bernhard’s Gemstelalpe

Bärgunthütte

Gemstelbach

Widdersteinalpe

Untergemstelalpe

Widderstein x

Gemstelpass

Höferspitze x

Obergemstelalpe

Widdersteinhütte

Hochalppass Hochtannbergpass

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VOM KLEINWALSERTAL ZUM GIPFEL Der Rundweg führt ab Mittelberg-Innerbödmen rechtsseitig durch das Gemsteltal zur Unteren Gemstelalpe. Vorbei am Wasserfall des Gemstelbaches und an einer tiefen Klamm erreicht man die Obere Gemstelalpe und wandert zum 1.971 m hoch gelegenen Gemstelpass und zur Widdersteinhütte (2.009 m). Weiter geht es an der Südseite des Widdersteins über Geröllhalden und Felsstufen steil hinauf zum Gipfelkreuz (2.533 m). Der Aufstieg ist anspruchsvoll, erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition. Es sind ein paar kleine Kletterstellen vorhanden. Vorsicht im Frühjahr wegen gefährlicher Schneefelder und vor Steinschlag, ausgelöst durch unvorsichtige Tourengeher. Einen Helm zu tragen ist durchaus sinnvoll. Nach dem Abstieg geht es zum Hochalppass (1.938 m). Von dort gelangt man ins Bärgunttal (Alpgebiet) und über die Bärgunthütte und die Alpe Widderstein nach Baad (1.244 m).

VARIANTEN Am Hochtannbergpass verharren in der Nähe von Widderstein und Höferspitze sieben eiserne Gesellen. Der Aufstieg zum steil aufragenden Gipfelgrat der Höferspitze (wo drei Figuren platziert wurden) ist von Hochkrumbach möglich, wo man von der Hochtannbergpass-Straße aus das Ziel bereits vor Augen hat. Die steilen, grünen Flanken der Höferspitze kann man auch von Schröcken aus über den Ortsteil Neßlegg (Bushaltestelle), das Schlößle und die Obere Höferalpe erreichen. Die Wanderung über den Grat zur Höferspitze (2.131 m) lohnt sich für alle, die schwindelfrei und trittsicher sind! Die exponierte Lage der drei Skulpturen am luftigen Höferkamm ist etwas Besonderes, allerdings ist der ausgesetzte Weg bei Nässe mit Vorsicht zu genießen. Sowohl vom Widderstein als auch vom Höferkamm aus hat man einen herrlichen Blick aufs gegenüberliegende Karhorn-Massiv, wo im Gebiet Warth-Schröcken ebenfalls sieben Skulpturen installiert wurden. Jeweils zwei davon stehen in unmittelbarer Nähe der Bergstationen von Saloberjet, Karhornbahn und Jägeralpexpress, eine an der Schulter des Auenfelder Horns. Alle sind mit dem SteffisalpExpress-Lift von Warth aus relativ leicht zu „erwandern“. * Der höchste Berg des Kleinwalsertals, 1669 wurde er erstmals bestiegen, 1059 erste urkundliche Erwähnung als „Widerostein“ in einer Urkunde des Kaisers Heinrich IV.

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Wandern im Arlberggebiet Š Peter Mathis


Die Vielfalt in der Lecher Bergwelt

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IM WINTER SIND LECH-ZÜRS BEKANNTE SKIORTE, IM SOMMER BEEINDRUCKEN BLUMENWIESEN UND ZAHLREICHE SCHÖNE WANDERWEGE. EINIGE AUSGANGSPUNKTE FÜR WANDERUNGEN SIND MIT BERGBAHNEN ERREICHBAR. NEU IST DER „GRÜNE RING“, DER IN DREI ETAPPEN RUND UM LECH UND ZÜRS FÜHRT. ENTLANG DES WEGES KÖNNEN WANDERER NICHT NUR ANTONY GORMLEYS FIGUREN ERKUNDEN, SONDERN SICH AUCH AUF EINE MIT VIEL WITZ UND CHARME INSZENIERTE MODERNE SAGENWELT EINLASSEN, INSTALLATIONEN BEWUNDERN UND DIE NATUR GENIESSEN.

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Oberlech x Kriegerhorn Balmalpe

L E CH Rüfikopfbahn Bergstation

ZUG

Mozabonsee

x Omeshorn

Mozabonalpe

Stierlochkopf Pazüelmähder Zürser See Madlochjoch ZÜRS

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OBERLECH Schwierigkeitsgrad: Mittel Obere, mittlere und untere Gipslöcher: 2.046 bis 1.800 m Ausgangspunkt: Oberlech Dauer: 1,5 Std. Einkehrmöglichkeiten: Kriegeralpe, diverse Hotels in Oberlech Jahreszeit: Mai bis Oktober Von Oberlech aus kann man einige der Eisenmänner auf einfachen Wanderwegen erreichen, wobei der gut ausgeschilderte Rundwanderweg über die Grubenalpe und durch die Gipslöcher völlig neue, reizvolle Kontraste mit sich bringt. In diesem Naturschutzgebiet bilden über 1000 Dolinen, die größte mit einem Durchmesser von etwa 100 und einer Tiefe von 35 Metern, eine geologische Besonderheit, die ihresgleichen sucht. Neben einigen „Eisernen“ können Interessierte hier auch über 20 Orchideenarten entdecken. VARIANTE RÜFIKOPFBAHN/SCHAFALPE Elf der Figuren kann man von der Bergstation der Rüfikopfbahn aus bergab besuchen (ca. 900 Höhenmeter) – auf der weitläufigen Ebene der Schafalpe, etwa auf Höhe der Mittelstütze der Gondelbahnen, bilden sie eine leicht erreichbare Kette. In zwei Stunden kann man weiter bis nach Lech absteigen oder zurück zur Bergstation gehen.

GRÜNER RING Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll Verlauf Grüner Ring: Rüfikopf 2.362 m, Monzabonalpe 1.979 m, Madlochjoch 2.438 m, Stierlochkopf 2.354 m, Balmalpe 2.106 m, Obere Gipslöcher 2.046 m, Grubenalpe 1.820 m Ausgangspunkte: Lech, Zürs, Zug, Oberlech Einkehrmöglichkeiten: Rüfikopf Bergstation, diverse Hotels in Zürs, Zug, Lech und Oberlech Jahreszeit: Mai bis Oktober

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Auf der anderen Talseite bietet der „Grüne Ring“, das entschleunigende Pendant zum „Weißen Ring“-Skirennen im Winter, den optimalen Rahmen, um sich ausgiebig den Gormleyschen Skulpturen zu widmen. Die Route dieser dreitägigen Tour, deren Etappen natürlich auch einzeln erwandert werden können, führt vom Rüfikopf über die Monzabonalpe und die Pazüelmähder hinunter nach Zürs, von wo es wieder aufwärts Richtung Zürsersee und Madlochjoch weitergeht. Am Stierlochkopf vorbei, wo sogar eine modern eingerichtete Biwak-Hütte für Übernachtungen bereitsteht, wandert man dann das Madloch hinunter nach Zug und von dort steil aufwärts weiter bis zur Balmalpe am Balmengrat, die gleich von vier der Eisenskulpturen umringt wird. Das letzte Stück des Weges führt dann unter dem Kriegerhorn vorbei über die Kriegeralpe und Oberlech zurück ins Dorfzentrum, wo sich der sagenumwobene Kreis schließt. Beim Durchwandern des Rings trifft man neben den Sagen-Skulpturen und deren Inszenierungen immer wieder auf „Horizon Field“-Figuren, die auf ihre eigene Art und Weise mit den anderen Kunstwerken zu interagieren scheinen.

Der „Grüne Ring“ ist eine Wanderroute voller Geheimnisse und rätselhafter Wesen. Die Schriftstellerin Daniela Egger hat in einem literarischen Wanderführer bekannte Sagen mit modernen Erzählungen verwoben. Sie erklärt auf verblüffende Weise Flur– und Gipfelnamen der Lecher Bergwelt und führt so den Wanderer zu den mit viel Sorgfalt entlang der Route gesetzten Installationen des Künstlers Daniel Nikolaus Kocher. Rastbänke und Inszenierungen unterstützen den Besucher dabei, den Blick für die flüchtigen Zwischenwelten zu schärfen.

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ARMIN MALOJER, WANDERFÜHRER Wandern ist draußen. In Sonne, Wind, Regen

Abstieg vom Hohen Freschen zum Bindelgrat © Peter Mathis

und Schnee – im Freien sein ist unsere Natur.

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Hoher Freschen

p n-Tip Toure alojer M Armin

ALLE WEGE FÜHREN ZUM KÖNIG ÜBER DEM RHEINTAL. TROTZ SEINER „NUR“ 2004 METER BIETET DER HOHE FRESCHEN EINE UNGLAUBLICHE RUNDUMSICHT – UND BEI GENAUERER BETRACHTUNG HAT ER NEBEN SEINEN SCHROFFEN SEITEN AUCH EINE ÜBERAUS GEMÜTLICHE KOMPONENTE.

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Schwierigkeitsgrad: Route Ebnit und Leseweg anspruchsvoll, alle anderen mittel Gehzeiten: ab Portlajoch, Bad Laterns, Innerlaterns 6 Std., ab Fraxern und Viktorsberg 6,5 Std., ab Furx 7 Std., ab Ebnit 7 Std., ab Mellau 8 Std. Höchster Punkt: 2.004 m Jahreszeit: Juni bis Oktober Einkehrmöglichkeiten: Freschenhaus, Alpwegkopfhütte, Bad Laterns, Gapfohlalpe, Untere Saluveralpe, Hotel Kühboden

HOHENEMS Ebnit

Mellau

Mörzelspitze x Mellental

Hörnle

Fraxern

Hoher Freschen x

Viktorsberg

Alpe Lindach

Freschenhaus

Portlaalpe

Furx

Rankweil

Alpwegkopf

Gapfohlalpe

Bad Laterns

Innerlaterns

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Furkajoch


WEGVERLÄUFE Es führen zwar alle Wege reihum auf den Freschen, aber nicht alle stehen allen offen. So erwarten Gipfelaspiranten, die von Ebnit kommen, zwei ausgesetzte Passagen: Der Binnelgrat wurde mit Drahtseilen abgesichert, der Vallüragrat ist nur sehr trittsicheren Wanderern zu empfehlen. Auch der Leseweg, der von Furx über den Alpwegkopf, Lusbühel und die Saluveralpen bis zum Freschenhaus führt, verlangt achtsames Wandern. Von Fraxern oder Viktorsberg führt der Weg über den Treietpass, Vorderhörnle und Hörnle wieder zum Vallüragrat, wobei auch Varianten durch das Frödischtal auf die Pöpiswiesalpe und weiter zur Saluver möglich sind. Der längste Anstieg zieht von Mellau durch das Mellental über die Alpe Lindach und von da mit einem steilen Anstieg am Schusterstuhl vorbei zum Gipfel. Wenn man nach einer Übernachtung im herrlich gelegenen Freschenhaus noch den Rückweg über den Firstkamm bis zur Hangspitze anhängt, könnte es dazu kommen, dass man den Hit der „Holstuonar“ zitieren muss – „d´Füaß himmor weh tau“*. Einfacher geht es von Bad Laterns aus über die Garnitza-Alpe oder von Innerlaterns (Parkplatz Hotel Kühboden) über die Gapfohlalpe. Die vielleicht schönste Tour führt vom Furkajoch zur Portlaalp oberhalb von Damüls und über den Stechweidweg zur Gäviser Höhe, weiter zum Matonajöchle und dem Freschengipfel. Eine perfekte Panoramaroute, bei der man auf einem gemütlichen Wiesenpfad nur wenig Höhenmeter machen muss. * Übersetzung: „Die Füße haben mir weh getan“ aus dem Lied „Vo Mello bis ge Schoppornou“ der Bregenzerwälder Band „Holstuonarmusigbigbandclub“ (hmbc) Youtube: http://tiny.ly/8XQk

WISSENSWERTES Der Gigant aus Kalkstein mit steilen Abbrüchen in drei Himmelsrichtungen versteckt auf seiner „leichten“ Seite eine von Wasserrinnen durchfurchte, mit weißen Felsen durchsetzte, grüne Hochebene, auf der auch das Freschenhaus liegt. Man kann stundenlang in der Sonne liegen, die Aussicht genießen, den Duft der Blumen riechen und dem Summen der Bienen lauschen. Das Abendrot über den Schweizer Bergen und dem Bodensee ist etwas ganz Spezielles, das vor allem bei leichter Bewölkung mit einem jedes Mal aufs Neue verzaubernden, mystischen Farbenspiel die Unterhaltungen am Gipfel verstummen lässt. Wenn ein König Audienz hält, sollte man nicht dazwischenplappern …

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Gottesacker-Plateau

p n-Tip Toure alojer M Armin

DIE „VERWUNSCHENE“ ALPE IM KLEINWALSERTAL SIEHT NUR AUF DEN ERSTEN BLICK LEBLOS UND KARG AUS. AUF DER KARSTHOCHFLÄCHE ZWISCHEN IFEN UND DEN GOTTESACKERWÄNDEN FINDEN SOWOHL GEOLOGEN, PFLANZENLIEBHABER WIE AUCH „NORMALE“ WANDERER EIN GANZES KALEIDOSKOP VON KLEINODEN DER NATUR.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: Auenhütte bis Wäldele 6 Std., übers Madtal bis Schwende 7,5 Std., Karst-Rundwanderweg vom Hahnenköpfle 1 Std. Höhenmeter Aufstieg: 900 m Höchster Punkt: Hahnenköpfle, 2.143 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Auenhütte, Ifenhütte, Kürenalpe (wichtig: Wasser mitnehmen, auf dem Plateau gibt es keine „Auftank-Möglichkeiten“ mehr) Öffentliche Verkehrsmittel: Walserbus Linie 3

Windecksattel Deutschland

Madtal

x Torkopf

➛ Hölloch

Schwende

Gottesacker

➛ Kürental

Hahnenköpfle x

RIEZLERN Wäldele

x Hoher Ifen Ifenhütte

Auenhütte

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WEGVERLAUF Von der Auenhütte kann man mit dem Sessellift zur Ifenhütte 45 Minuten Gehzeit einsparen. Es folgt der Aufstieg zum Hahnenköpfle (2.143 m). Der Pfad ist mit gelben Markierungen gut erkennbar – nicht von ungefähr, denn bei Nebel ist das Gebiet aufgrund der vielen Spalten unpassierbar – und führt nun über die Karstfelder zur verfallenen Gottesackeralpe, von wo es durch das Kürental bis ins Älpele hinuntergeht. Eine Variante geht über Torkopf und Windecksattel ins Madtal weiter, wo man direkt am Hölloch vorbeikommt. Wichtig: Auf dem Plateau die markierten Wege nicht verlassen – im Rahmen einer fachkundigen Führung macht das Ganze doppelt so viel Spaß!

WISSENSWERTES Diese „entsetzliche Steinwüste ohne Gräslein und Strauch“, wie es in der Sage heißt, sei einst aus einer sonnigen Alpe mit üppigen Weiden entstanden, weil der reiche Senner einem alten Bettler statt Schmalz Mist in dessen „Spatel“ gefüllt hatte – prompt versank die Alpe und es entstand das „wüste, wilde Felsenkar“. Wissenschaftlich gesehen hat das leicht saure Niederschlagswasser über Jahrmillionen die Spalten und Klüfte in den Schrattenkalk gefressen und so eine einzigartige Felslandschaft geschaffen, die unter Naturschutz steht und die unterirdisch von riesigen Höhlen durchzogen wird, wie das in Schönebach mündende Schneckenloch oder der über 70 Meter tiefe Schacht des Höllochs im Madtal. Von öde kann auf dem Gottesacker keine Rede sein: Zwischen den Ablagerungen des Ur-Meeres finden sich versteinerte Muscheln, Schnecken und Korallen, auf einer dünnen Humusschicht hat sich in den feuchten Felsritzen längst eine Vielzahl von genügsamen Pflanzen eingenistet. Die meist kleinwüchsige Alpenflora präsentiert sich wegen ihrer kurzen Vegetationszeit in einer besonders intensiven Farbenpracht: Alpenrose, Silberwurz, schwarze und rote, nach Vanille duftende Kohlröschen, Wacholder, Einbeeren, Astern, Aurikel, Herzblümchen, Frühlingsenzian, Schnittlauch und Wollgras – sie alle haben im imposanten Felsengarten unter dem Ifen eine neue Heimat gefunden.

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21 Gottesackerplateau im Kleinwalsertal Š Hans Wiesenhofer


Drei Schwestern: Felsfigur des „Bischofs“ © Hermann Braendle

HERMANN BRAENDLE, TEXTER/AUTOR Ich gebe es zu: Bergwandern ist ein Laster, das ich eigentlich nie mehr loswerden möchte. Wozu auch. Schöner kann’s ja nicht werden. Oder doch?

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Drei Schwestern

p n-Tip Toure raendle ann B Herm

WANDERWEG UND ALPINER STEIG DURCHS REVIER DER RUFFREUDIGEN BERGDOHLEN. DER DREI-SCHWESTERN-STEIG WURDE SCHON 1897 VOM NENZINGER BERGFÜHRER CHRISTIAN KÜNG GEBAUT UND GALT ALS SENSATION. EIN FELSENPFAD AUF DIE KRONE DES LANDES.

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Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll Gehzeit: ca. 6,5 Std. Höhenmeter Aufstieg: ca. 1.300 m Höchster Punkt: 2.053 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Hinterälpele, im Sommer bewirtschaftet (Alpbetrieb von Anfang Juni an) Erstbesteigung: John Sholto Douglass 1870 Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: Landbus 73 a von Frastanz Bahnhof nach Amerlügen

Fürstentum Liechtenstein

➛ ➛ Drei Schwestern

Garsella-Alpe

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AMERLÜGEN


WEGVERLAUF Der gut markierte Weg zum Drei-Schwestern-Steig beginnt im Dorf Amerlügen (763 m). Über eine Forststraße geht’s zum Hinterälpele. Vorbei an einem ehemaligen Zollhäuschen stetiger Anstieg bis zu einer Weggabelung. Links zur GarsellaAlpe, rechts über einen steilen Latschenhang zum Fuß der sagenumwobenen Schwestern-Türme. Inmitten von hellgrauen Dolomitblöcken heißt es nun: Steigen auf der Stein-Chaussee. Drahtseile dienen als Geländer, zwei Eisenleitern führen über größere Felsstufen, Holzbohlen in kühnen Kaminen erleichtern den Aufstieg. Der Pfad rankt sich durch bizarre, monochrome Kalksteinformationen bis auf den Gipfel der Großen Schwester. Grenzenloser Rundumblick: Sulzfluh, Wildberg, Schesaplana, Panüeler, Rheintal, Bodensee. Der Rückweg führt über den wildromantischen Garsellaweg unterhalb der Felsenfigur des „Bischofs“ bis zum Garsellaeck und von dort zurück nach Amerlügen.

BEIM HEIDELBEERPFLÜCKEN ZU STEIN ERSTARRT Die Drei-Schwestern-Sage erzählt vom grausamen Fluch eines Zauberers. An einem hohen kirchlichen Feiertag sammelten drei Schwestern aus Frastanz lieber Heidelbeeren auf dem Berg, statt zur Messe zu gehen. Dabei kamen sie einem so genannten „Venediger Manndl“ in die Quere, der auf Goldsuche war. „Was macht ihr da?“, fuhr er sie an. „Nichts, nichts, nichts“, antworteten sie. Darauf der Venediger: „So sollt ihr auch zu Nichts werden, als zu drei kahlen Felsen, ohne Gras und Laub, ohne Bäume und Frucht und unter euch soll mein Goldborn verborgen rinnen, und kein Sterblicher soll ihn finden.“ Die drei Mädchen wurden starr vor Schreck und zu einsamen Statuen aus Fels. Auf ewig stumm.

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Salarueljoch

p n-Tip Toure raendle ann B Herm

STREIFZUG DURCH EIN HOCHTAL DER GEGENSÄTZE: ZWISCHEN DEN GRAUEN SCHUTTHALDEN DES PANÜELER UND DEN GRÜNEN HÄNGEN DES HORNSPITZ-KAMMS HINAUF ZUM DRAMATISCHEN FELSENRIFF. EIN VERSCHWIEGENER FLECK IN DER FRÜHEREN KAMPFZONE VON JÄGERN UND WILDERERN.

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Schwierigkeitsgrad: Leicht Gehzeit: ca. 5 bis 5,5 Std. Höhenmeter Aufstieg: ca. 850 m Höchster Punkt: 2.246 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Alpengasthof Gamperdona Naturdenkmal: z.B. der Stüberwasserfall Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: mit dem Zug bis Nenzing, dann mit dem Taxibus durchs Gamperdonatal zum Nenzinger Himmel. Anmeldung ratsam: Gantner oder Lisi & Friedl, www.wanderbus.at, www.nenzingerhimmel.at

NENZINGER HIMMEL

Hirschsee

➛ Salaruel

Hornspitze x

Salarueljoch Schweiz 25

Panüeler Kopf x


WEGVERLAUF Ausgangspunkt für die Wanderung aufs Salarueljoch ist der Nenzinger Himmel (1.370 m). Begleitet vom Rauschen des eiskalten Schalanzabachs steigt man auf einem Alpweg Richtung Hirschsee. Dann rechts zum Salaruelweg und über eine kleine Steilstufe empor. Oben auf der Kuppe pendelt der Blick wie ein stetiges Echo zum Joch und zurück. Nun bewegt man sich bequem taleinwärts, dann über eine weitere Steilstufe auf ein liebliches Plateau, wo Johanniskraut und wilder Schnittlauch wachsen. Von hier an wird es schweißtreibend. Zunächst über Rasen hinauf, gelangt man unvermittelt ins Reich von Stein und Fels. Der Fußpfad windet sich in jähen Serpentinen bergan. Immer näher schiebt sich das Felsenriff, in dem der Übergang sitzt. Einsame, bizarre und faszinierende Steinlandschaft. Wie ein Grenzwächter hockt die imposante Pyramide der Hornspitze rechts vom Trail. Endlich am Ziel, gibt das Joch eine Schau nach Süden bis weit hinaus in die Bündner Bergwelt frei. Zurück zum Nenzinger Himmel geht es auf demselben Weg angenehm bergab.

SHOWDOWN IM SALARUEL Am 25. September 1913 kommt es im Salarueltal zu einer blutigen Tragödie. Die beiden österreichischen Jagdaufseher Josef Heingärtner und Felix Schneeberger treffen auf zwei Bündner (schweizerische) Wilderer. In die Enge getrieben, eröffnet einer von ihnen das Feuer. Ein Schuss trifft Heingärtner hinten am Schulterblatt, er stirbt sofort. Eine zweite Kugel durchbohrt beide Schenkel von Schneeberger. Der Angeschossene kriecht bis in die Nähe des Hirschsees, wo er am nächsten Morgen gefunden, ins Tal und von dort ins Spital gebracht wird. Er überlebt, aber beide Beine sind gelähmt. Johann Hartmann, der Wilderer, der geschossen hatte, wird ausgeforscht und im Februar 1914 wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

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Salarueltal: Korridor aus Gras und Stein Š Hermann Braendle


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Schesaplana Š Hermann Braendle


Schesaplana

p n-Tip Toure raendle ann B Herm

AN SCHÖNEN TAGEN VERSAMMELT DIE RÄTIKONKÖNIGIN ALLERLEI MENSCHEN AUF IHRER DUNKLEN PYRAMIDE. DORT SCHEINT DER HIMMEL EIN BISSCHEN BLAUER, RÜCKT DIE SONNE EIN WENIG NÄHER, SCHLÄGT DAS HERZ ETWAS HÖHER. AUFSTIEG ZUR GROSSEN GIPFELSCHAU.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: ca. 5 bis 6 Std. Höhenmeter Aufstieg: ca. 1.000 m Höchster Punkt: 2.965 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Douglasshütte, Totalphütte Erstbesteigung: 24. August 1610 durch Vogteiverwalter David Pappus, geführt von den Montafoner Jägern Christian Barball und Claus Manall Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: Landbus 81 von Bludenz Bahnhof nach Brand/Lünerseebahn

BRAND

Lünerseebahn

dner

Glets

Totalpsee

Schesaplana x

Douglasshütte

cher

Bran

Lünersee

Totalphütte

Schweiz

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WEGVERLAUF Die Bergwanderung startet mit einer angenehmen Fahrt in der Lünerseebahn. Zuerst am azurblauen Wasser des Lünersees entlang, geht es bald aufwärts zur Totalphütte (2.385 m). Kurze Rast mit Aussicht auf die kühnen Kirchlispitzen. Von der Hütte hinauf über eine schrofige Steinstufe, dann steil weiter bis man sich über ein paar Serpentinen zu einer reizvollen Felspassage emporgeschlängelt hat. Hier beginnt der so genannte Kamin, der mit Drahtseilen gesichert ist. Nun kommt man in eine hufeisenförmige Hochmulde, in der oft bis in den Mittsommer noch Firnschnee liegt. Der Weg führt rechts an der Hochmulde hoch und mündet in natürliche, schräg in einem Bogen nach links aufsteigende Felsenrinnen. Das Nadelöhr des Schesaplanasteigs, weil sich hier immer alle auf die Füße treten, wenn viele Wanderer unterwegs sind. Noch ein paar Höhenmeter und man steht am mächtigen Gipfelkreuz auf der Schesaplana. Fantastischer Rundblick. 360 Grad. Einzoomen und Auszoomen in alle Himmelsrichtungen. Brandner Gletscher, Bündner Alpen, Bodensee, Wildberg, Panüeler, Drusenfluh, Sulzfluh, Verwall, Silvretta, Berninagruppe, Zimba, Rote Wand, ... you name it! Der Rückweg führt wieder zur Totalp und von dort zurück zum Lünersee.

SCHASCHAPLANA BERGREIS Frühere Berggänger erlebten den kleinen Brandner Gletscher noch als mächtige Eislandschaft, so zum Beispiel der Prättigauer Pfarrer Nicolin Sererhard. Um 1730 besteigt er die Schesaplana. Sein Bericht, die „Schaschaplana Bergreis“, ist eines der ältesten Dokumente aus der Erschließungsgeschichte der Ostalpen. Über den Brandner Gletscher schreibt er: „Wir marschierten weiterhin über den entsetzlich großen Gletscher und betrachteten auch mit Verwunderung die ungeheueren Gletscher-Spält.“ Und endlich auf dem Gipfel: „Der Prospect an diesem Ort ist etwas Admirables ... Man sieht so weit als es das Auge zu ertragen mag, nichts als Bergen und Bergen, eine unglaubliche Weite rings umher.“

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Antönier Joch, Gafierjoch

p n-Tip Toure raendle ann B Herm

RUNDWANDERUNG AUF EHEMALIGEN SCHMUGGLERPFADEN. DER WEG PENDELT DURCHS GRENZLAND ZWISCHEN ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ. IM 18. UND 19. JAHRHUNDERT MARSCHIERTEN HIER DIE SO GENANNTEN SCHWÄRZER DURCH DIE NACHT. RUSS IM GESICHT. CAMOUFLAGE.

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Schwierigkeitsgrad: Leicht Gehzeit: ca. 4,5 bis 5 Std. Höhenmeter Aufstieg: ca. 500 m Höchster Punkt: Antönier Joch 2.379 m, Gafierjoch 2.415 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Bergrestaurant Schafberg Hüsli Sehenswert: Jugendstiltrakt des Hotels Madrisa in Gargellen (ein seltenes Beispiel für die Architektur der Belle-Epoque-Phase des Alpentourismus in Vorarlberg) Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: mit dem Zug bis Schruns, Landbus 87 von Schruns Bahnhof nach Gargellen Schafbergbahn

GARGELLEN Antönier Joch

Gargellner Köpfe Bergstation Schafbergbahn

➛ Gandasee

Schweiz

Gafierjoch

Madrisa x

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WEGVERLAUF Der beschilderte Höhenweg fängt an der Bergstation der Gargellener Schafbergbahn auf 2.130 Metern an. Zunächst Aufstieg zum 2.379 m hohen Antönier Joch, wo ein ehemaliges Zollhäuschen sitzt. Dann geht es südwärts einem ungefährlichen Grenzgrat entlang, der sich bis zum Gafierjoch (2.415 m) schlängelt. Auf dem Weg dorthin kommt man am Gafiersee vorbei. Er schlummert wie ein blaugrünes Auge mitten in der Landschaft. Kontemplation am Wasser. Der Blick schweift in die großzügigen Weiten des Prättigaus/CH. Nun steil hinauf zu einem Übergang mit atemberaubender Aussicht auf die Klostner Madrisa, die Rätschenfluh, das Freygebirge und die Gargellner Madrisa. Oben in dieser Felsenwelt ankert die bekannte Sage von der Wildfrau oder Saligen Madrisa. Der Fußpfad führt nun kurz bergab zum Gafierjoch, das man bald erreicht. Von hier, immer abwärts, direkt zurück zur Bergstation der Schafbergbahn.

IM SCHUTZ DER DUNKELHEIT Als Gegenpart zur legalen Säumerei zwischen dem Montafon und dem schweizerischen Graubünden florierte eine lohnende, lokale Schattenwirtschaft: Der Schmuggel über die Berge. Die Schwärzer tarnten dabei ihr Gesicht mit Ruß und trugen in finsteren Nächten oft stundenlang Lasten bis zu 50 kg (Kaffee, Tabak, Zucker, Wein, Korn oder Loden). Kamen sie unbemerkt durch, machten sie Profit. Wurden sie entdeckt, begann ein erbittertes Katz-und-Maus-Spiel mit den bewaffneten Zöllnern. Zwei ehemalige Säumerherbergen in Gargellen, die wahrscheinlich auch den Schwärzern als Treffpunkt dienten, können auch heute noch besichtigt werden: Das Zuggawaldhus und das Wirtshaus zum Weißen Kreuz.

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Gafierjoch Š Hermann Braendle


RUDOLF MAYERHOFER, BERGFÜHRER & ALPINAUTOR Die Vielfältigkeit der Vorarlberger Bergwelt fasziniert mich

Alpe Laguz im Großen Walsertal © Christa Branz

fast täglich und ich entdecke immer wieder Neues.

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Alpenrundwanderung

p n-Tip Toure yerhofer f Ma Rudol

AUF EINFACHEN WEGEN FÜHRT DIESE SEHR ABWECHSLUNGSREICHE WANDERUNG UM DAS MARKANTE BREITHORN HERUM. JEDE DER ALPEN DIESER WANDERUNG IST EINZIGARTIG.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: 5 Std. Höhenmeter: 1150 m Höchster Punkt: 1.810 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Steris Alpe, Oberpartnom Alpe, Laguz Alpe Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: Linie 78 von Thüringen nach Marul, Linie 79 von Marul nach Laguz

Oberpartnom Alpe

Steris Alpe

Guggernülli

Breithorn x

Garmilsattel

➛ Stafelfeder Alpe MARUL

Laguz Alpe

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WEGVERLAUF Marul – Stafelfeder Alpe – Steris Alpe 2 3/4 Std.; Steris Alpe – Oberpartnom Alpe 1 Std.; Oberpartnom Alpe – Laguz Alpe 1 1/4 Std. Vom Parkplatz wandert man auf einem Sträßchen in Kehren bergauf. Ab Ahorn (1.190 m) geht es auf einem Wanderweg weiter hinauf zur Stafelfeder Alpe (1.472 m). Ab hier folgt man dem Güterweg, der westlich unterhalb des Guggernülli zur Steris Alpe (1.441 m) führt. Anschließend geht es auf einem Wanderweg unterhalb der Wangspitze und des Breithornes zur Oberpartnom Alpe (1.679 m). Auf einem Güterweg überquert man den Garmilsattel (1.810 m) und erreicht so die Laguz Alpe (1.584 m), die malerisch in einem alten Seeboden unterhalb der mächtigen Roten Wand liegt. Von hier kann man entweder mit dem Bus zurück nach Marul fahren oder in etwa 2 ½ Stunden das Tal hinaus wandern.

ERLEBTE LAWINENGESCHICHTE In den Tagen zwischen dem 10. und 12. Januar 1954 ereignete sich im Großwalsertal eine unvorstellbare Lawinenkatastrophe. Allein in Blons kamen insgesamt 57 Menschen in 13 Lawinen ums Leben. Der Musiker und Autor Reinhold Bilgeri beschreibt in seinem Roman „Der Atem des Himmels“ im Rahmen einer beeindruckenden Liebesgeschichte diese Katastrophe. Im Jahr 2009 bildete die Oberpartnom Alpe die Kulisse für die erfolgreiche Verfilmung des Romans. Martha Bickel von der Breithornhütte kann einiges dazu erzählen.

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Muttjöchle – Kristberg

p n-Tip Toure yerhofer f Ma Rudol

IM HERBST IST DIES EINE WANDERUNG IM BEERENLAND (HEIDELBEEREN), DIE GRÖSSTENTEILS BERGAB GEHT. AM KRISTBERG BESTEHT DIE MÖGLICHKEIT EINER AUSGIEBIGEN RAST ZUM AUFTANKEN DER ENERGIERESERVEN, BEVOR DER WEG HINAB INS KLOSTERTAL BEGINNT. DABEI KANN MAN AUCH NOCH VIEL INTERESSANTES ÜBER DEN BERGBAU IM SILBERTAL ERFAHREN.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: 4 Std. Höhenmeter Aufstieg: 300 m Höhenmeter Abstieg: 1.300 m Höchster Punkt: Mutjöchle 2.074 m Jahreszeit: Juni bis September Einkehrmöglichkeiten: Sonnenkopf, Kristberg Öffentliche Verkehrsmittel/Ausgangspunkt: Linie 90 (ab Bludenz) von Dalaas nach Wald

WAL D

Sonnenkopf Talstation

DALAAS

➛ Sonnenkopf Bergstation

Kristbergsattel

➛ ➛ Muttjöchle

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WEGVERLAUF Sonnenkopf – Muttjöchle 1 1/4 Std.; Muttjöchle – Kristberg 1 1/2 Std.; Kristberg – Dalaas 1 1/4 Std. Von Dalaas mit dem Bus Linie 90 nach Wald - Haltestelle „Gasthaus Spullersee“. Nach einem Spaziergang hinab zur Sonnenkopfbahn fährt man mit dieser hinauf ins Kinderparadies „Bärenland“. Von der Bergstation wandert man über flache Alpböden hinauf zum Muttjöchle, welches einen Gipfel darstellt. Dann wandert man entlang eines Rückens über den Scheidboden hinab zum Kristbergsattel. Knapp unterhalb des Sattels befindet sich auf Montafoner Seite ein Gasthaus und die St. Agatha Bergknappenkapelle. Nach einer Rast geht es über den Kristbergsattel entweder auf dem Güterweg oder auf steilem Waldweg hinab nach Dalaas.

BERGBAU IM SILBERTAL 843 n. Chr. erstmalig urkundlich erwähnt, erlebte der Bergbau im Silbertal im Hoch- und Spätmittelalter seinen Höhepunkt. Die St. Agatha-Bergknappenkapelle am Kristberg soll der Sage nach auf den Trümmern eines eingestürzten Stollens von den Überlebenden als Dank für ihre Rettung errichtet worden sein. Adolf Zudrell, genannt der „Flötenspieler vom Kristberghof“, begleitet Besucher gerne auf einer Zeitreise in die Vergangenheit und spätestens, wenn er mit der Nase die Blockflöte spielt, sind alle begeistert.

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Riedboden, Richtung Muttjöchle © Rudolf Mayerhofer


RUDOLF BERCHTEL, GEOGRAPH Jede Wanderung ist für mich eine Entdeckungsreise, und neben der gesunden Bewegung habe

Museumsbahn Bregenzerwald © Robert Kalb

ich beim Wandern die besten Ideen.

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Fahr´ mor no a klälä

p n-Tip Toure erchtel fB Rudol

„… MIT DOM WÄLDAR ISABÄHLE.“* VON 1902 BIS 1980 FUHR DAS WÄLDERBÄHNLE TÄGLICH DIE STRECKE BREGENZ–BEZAU. HEUTE FÄHRT ES AN DEN WOCHENENDEN ALS „MUSEUMSBÄHNLE“ ZWISCHEN BERSBUCH UND BEZAU MIT HISTORISCHEN DAMPF- UND DIESELLOKOMOTIVEN – EIN JUWEL ÖSTERREICHISCHER EISENBAHNGESCHICHTE!

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: 3 ¼ Std. Höhenmeter: ca. 70 m Höchster Punkt: 1.711 m Jahreszeit: Museumsbahnbetrieb von Mitte Mai bis Mitte Oktober (www.waelderbaehnle.at) Einkehrmöglichkeiten: Bezau, Sonderdach, Baumgarten, Niedere, Andelsbuch Öffentliche Verkehrsmittel: Landbus Nr. 35, 37, 40, Kombikarte (Wälderbähnle, Seilbahn Bezau und Bergbahnen Andelsbuch) Ausgangspunkt: Bersbuch, Bahnhof Museumsbahn

ANDELSBUCH

Bersbuch

Alpengasthof Niedere

Bergbahn Andelsbuch Bergstation Baumgarten

Bahnhof Museumsbahn

➛ Niedere

Sonderdach Mu seu ms bah n

BE Z AU

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Talstation Seilbahn Bezau


WEGVERLAUF Fahrt mit dem Wälderbähnle um 11.30 Uhr von Bersbuch nach Bezau. Spaziergang entlang des Grebenbaches nach Oberbezau zur Talstation der Bergbahnen Bezau (ca. 30 Min.). Auffahrt mit der neuen Gondelbahn zur Bergstation Baumgarten. Nach eindrucksvollem Panoramarundblick auf der Terrasse des neuen Bergrestaurants (Blick auf die hohen Allgäuer, Bregenzerwälder und Schweizer Berge bis zum Bodensee) wandert man auf dem Panoramarundweg hinauf zur Niedere Höhe und weiter zum Alpengasthof Niedere (ca. 1 ¼ Std.). Entlang des Weges blühen je nach Jahreszeit prachtvolle Alpenblumen. Das Gebiet besteht aus stark wasserlöslichem Kalkgestein, und es bilden sich somit Karstformen (Dolinen). Vom Alpengasthof erreicht man in 10 Minuten die Bergstation der Andelsbucher Bergbahnen. Abfahrt mit dem Sessellift nach Andelsbuch. Spaziergang zur Ortsmitte von Andelsbuch (ca. 20 Min.). Von dort kann man auf der alten Bahntrasse des Wälderbähnle zurück nach Bersbuch wandern (ca. 1 Std.) oder die Strecke gemütlich mit dem Landbus zurücklegen. * Übersetzung: „Fahren wir noch ein wenig mit der Bregenzerwälder Eisenbahn.“

WÄLDERBÄHNLE Das Wälderbähnle ist eine Schmalspurbahn mit 760 mm Spurweite (war nur in der K.&K.- Monarchie verbreitet!). Das notwendige Pfeifen der Lokomotive bei allen Straßenkreuzungen diente der Bevölkerung früher auch als Signal an Stelle einer Uhr (z.B. Weckruf oder Startruf zum Erreichen der Bahn). Von Bregenz nach Bezau benötigte das Bähnle mit Dampflokbetrieb knapp 2 Stunden. Für die Strecke von Bersbuch nach Bezau (Fahrzeit 20 Min., Geschwindigkeit ca. 20 km/h) hat die Lokomotive heute einen Verbrauch von ca. 85 kg Kohle. Die 10 Personenwagen sind mit Holzbänken ausgestattet („Holzklasse“). SEILBAHN BEZAU Inbetriebnahme 1955, seit 2010 neue Gondelbahn (1. „Funifor“ in Österreich: 2 Seile mit einer Spurbreite von 4 m, nur 1 Kabine für 60 Personen), Länge 2.155 m, Höhendifferenz 930 m, 12 m/s, Fahrtdauer 4 ½ Min., talwärts Stromproduktion mit Rückführung ins Netz. BERGBAHNEN ANDELSBUCH Doppelsessellift in zwei Sektionen mit schönem Blick in den mittleren Bregenzerwald. Inbetriebnahme 1971, Länge 2.900 m, Höhendifferenz 904 m, 1,7 m/s, Fahrtdauer 30 Min.

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Vo Mello bis ge Schoppornou

p n-Tip Toure erchtel fB Rudol

„… BEON I GLOUFO … AS HAT MEOR GUAT TAU, GUAT TAU, GUAT TAU!“ NICHT NUR NACHTS ZU SPÄTER STUNDE WIE BEIM HIT DES HOLSTUONARMUSIGBIGBANDCLUBS (HMBC)* IST DIESE WANDERUNG EIN BESONDERES ERLEBNIS. DER WEG AM FUSSE DER STEILEN NORDWAND DER KANISFLUH UND ENTLANG DER BREGENZERACH HAT LANDSCHAFTLICH EINIGES ZU BIETEN.

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Schwierigkeitsgrad: Leicht, Schnepfegg bis Schnepfau mittel Gehzeit: 4 Std. Höhenmeter: ca. 200 m Höchster Punkt: 890 m Jahreszeit: Frühjahr bis Herbst Einkehrmöglichkeiten: Mellau, Schnepfau, Au, Schoppernau Öffentliche Verkehrsmittel: Landbus Nr. 35, 40 Ausgangspunkt: Mellau, Parzelle Mischen

MELLAU

Gopfberg x

Mischen

Rosenburg

Schnepfegg

Schnepfau

➛ Mittagsfluh x

ach zer gen Bre

Kanisfluh x

AU

➛ SCHOPPERNAU

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WEGVERLAUF Zwar verläuft die kürzeste Strecke nach Schoppernau entlang der Bregenzerach (Gehzeit ca. 2 ½ Stunden), doch die Wanderung hinauf auf die Sonnenseite mit schönem Blick auf die gegenüberliegende steile Nordwand der Kanisfluh ist viel erlebnis- und aussichtsreicher. Von Mellau beginnt gleich der Anstieg hinauf zur Parzelle Mischen. Von hier führt der Weg ohne viel Höhenunterschied am Südabhang des Gopfberges weiter nach Boden, und man erreicht schließlich auf der Rosenburg den höchsten Punkt der Wanderung. Entlang des Kammes führt nun ein schmaler Fußweg zur Schnepfegg (sehenswert: Wendelin-Kapelle) und danach wieder abwärts nach Schnepfau. Von hier wandert man entlang der Bregenzerach durch die Schlucht zwischen Mittags- und Kanisfluh in die Gemeinde Au. Von Au führt weiter ein schöner Weg am Ufer der Bregenzerach entlang bis nach Schoppernau. Wenn Sie auch um halb vier Uhr in Schoppernau sein wollen, wie im Lied* besungen, müssten Sie spätestens mittags in Mellau loslaufen. * Frei nach dem Lied „Vo Mello bis ge Schoppornou“ der Bregenzerwälder Band „Holstuonarmusigbigbandclub“ (hmbc) Übersetzung: „Von Mellau bis nach Schoppernau bin ich gegangen. Es hat mir gut getan.“ Youtube: http://tiny.ly/8XQk

DIE WIRMSUL Vor langer Zeit lebte im Bregenzerwald ein Riesengeschlecht. Der größte und stärkste war der Riese Wirm. Er wollte einen schönen Berg bauen. Im Traum sah er diesen Berg, der im Norden steil abfiel und stark zerklüftet war, auf der Südseite jedoch sanft anstieg und mit grünen Matten bedeckt war. Wirm begann, diesen Berg zu bauen. Er zog Gräben für das Wasser und die Lawinen, setzte Felsabsätze und Platten ein. Aber es kamen ihm Zweifel, ob er den Berg auch vollenden könne. So verfiel er in Schwermütigkeit und stürzte sich eines Tages von seinem Berg zu Tode. Die anderen Riesen begruben ihn in einer Kammer seines Berges und setzten vor die Grabeshöhle einen gewaltigen Stein, die Säule des Wirm. Sie steht noch heute und das Volk nennt sie die „Wirmsul“.

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Auer Ried Š Rudolf Berchtel


FLORIAN OBERFORCHER, ERLEBNISDRAMATURG

Hochlandrinder Š Florian Oberforcher

Der Weg ist das Ziel, auch wenn es einen Gipfel gibt.

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Bregenzer Hausberg Pfänderstock

p n-Tip Toure rforcher n Obe Floria

MEIN HAUSBERG, DEIN HAUSBERG, DER HAUSBERG IST FÜR UNS ALLE DA, VOR ALLEM AN DEN SCHÖNEN WOCHENENDEN. DA ZÄHLT DER PFÄNDER ZU VORARLBERGS BELIEBTESTEN AUSFLUGSZIELEN. AUCH MICH FINDET MAN REGELMÄSSIG UNTER DEN WANDERERN AM PFÄNDER. ALLERDINGS FOLGE ICH, MEHR ABSEITS DES TRUBELS, DEM VIELSEITIGEN WEGENETZ AUF HALBER HÖHE DES PFÄNDERSTOCKS.

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Schwierigkeitsgrad: Mittel Gehzeit: ca. 3 Std. Höhenmeter: ca. 400 m Höchster Punkt: 750 m Einkehrmöglichkeiten: mehrere entlang der Route Öffentliche Verkehrsmittel/ Ausgangspunkt: mit Zug und Bus aus dem ganzen Land nach Bregenz Varianten: Abkürzungen entlang der Tour möglich (über Lochau nach Bregenz)

BODENSEE BREGENZ

LOCHAU

HÖRBRANZ

Pfänderbahn Talstation

Brantmann Haggen

Am Vögel Altreute

Unterlangenfluh

Pfänder x

➛ Pfänderstock

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Eichenberg

Ruggburg


WEGVERLAUF Die Tour startet nahe der Talstation Pfänderbahn, wo ausreichend Parkplätze vorhanden sind, an der Kreuzung Belruptstraße/Altreuteweg (beim Gasthaus Zeigerle). Für den Aufstieg folgen Sie den Wegweisern Richtung „Altreute“ bis zur kleinen Kapelle. Dieser Tourenabschnitt verläuft am so-genannten Schwedenhang. Hinweistafeln entlang des Weges blicken zurück in die Zeit des 30-jährigen Krieges, als die Schweden die Stadt Bregenz eroberten. Mit Erreichen der Kapelle „Altreute“ haben Sie bereits die meisten Höhenmeter dieser Wanderung geschafft. Folgen Sie weiter dem Weg in Richtung Haggen. Vorbei an weidenden Hochlandrindern führt Sie die Straße bis zum Panoramaweg in Richtung „Am Vögel“. Auf diesem Wegstück lohnt sich ein Blick zurück in das Rheintal und die angrenzenden Schweizer Berge. „Am Vögel“ verlassen Sie den Panoramaweg und wandern weiter in Richtung Unterlangenfluh. Am Ende dieser Straße ragt markant ein Lüftungsschacht des Pfändertunnels im Gelände auf. Kurz davor biegen Sie rechts in einen schmalen Waldpfad. Über Wald- und Wiesenwege und kurze geteerte Wegstücke erreichen Sie die Gemeinde Eichenberg. Im Dorfzentrum nahe der Kirche folgen Sie den Wegweisern in Richtung „Ruggburg/Hörbranz“. Hier beginnt bereits der Abstieg, der Sie vorbei an der alten Ruggburg Ruine hinunter nach Hörbranz führt. Nachdem Sie die ersten Häuser erreicht haben, folgen Sie dem Wegweiser in Richtung Brantmann bis zur Landbushaltestelle „Brantmann“. Von hier fährt der Bus im Halbstundentakt zurück nach Bregenz. Alternativ dazu kann auch der Fußweg entlang dem Bodenseeufer zurück nach Bregenz gewählt werden (zusätzliche Gehzeit ca. 90 Min.).

DER LOHN DES VERRÄTERS VON BREGENZ Die Sage erzählt von der schwedischen Eroberung der Stadt Bregenz im 30-jährigen Krieg durch den Verrat eines ortskundigen Mannes. Zur Belohnung wurde ihm ein goldenes Kegelspiel versprochen, das er noch heute in düsteren Nächten am Felsrücken der Klause sucht. Um Mitternacht wankt der Verräter, in der Hand Laterne und Schaufel, trübselig an die Arbeit und gräbt, bis es zwei schlägt. Dann verlöscht sein Lichtlein, und was er gegraben hat, fällt wieder in sich zusammen.

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49 Silvretta-Stausee, Piz Buin Š Popp & Hackner


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Mohnenfluh, Blick Richtung Lech und Lechtaleralpen Š Kevin Artho


Gut informiert, ist halb gewandert DER RUCKSACK IST GEPACKT. DIE BUSROUTE AUSGESUCHT. DIE SEILBAHN IN BETRIEB UND DER WANDERFÜHRER GEBUCHT. Bevor Sie auf Entdeckungsreise gehen, ist es ratsam sich vorab zu informieren und vorzubereiten. Wie verläuft die ausgesuchte Wanderroute? Ist die Ausrüstung der Wandertour angepasst? Liegt auf der Wanderstrecke eine Alphütte? Oder lassen Sie doch einfach mal das Auto in der Garage stehen und wechseln Sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel! Ausführlichere Informationen und weitere Tipps finden Sie bei den lokalen Tourismusbüros oder auf den erwähnten Internet-Seiten.

NEU! INTERAKTIVE WANDERKARTE VORARLBERG – DER NEUE SERVICE VON VORARLBERG TOURISMUS

ktive Intera rung tie Orien

Ab diesem Jahr neu: Alle Wanderungen, die in dieser Broschüre präsentiert werden, sowie zusätzliche Wander-Tipps finden Sie als interaktiven Touren-Tipp. Die „interaktive Wanderkarte“ bietet eine Kurzbeschreibung der Wanderroute, wichtige Informationen und Eckdaten, ein Höhenprofil und Bild- oder Videomaterial. Zusätzlich können Sie die Tour in 3D auf Google-Earth ansehen und eine GPX-Datei herunterladen. www.vorarlberg.travel/wandertouren

WANDERWEGENETZ – ORIENTIERUNG IN VORARLBERGS BERGWELT Vorarlberg bietet insgesamt fast 6.000 Kilometer einheitlich beschilderte Wanderwege bietet Vorarlberg. Ist der Weg leicht, mittel oder anspruchsvoll und erfordert Bergerfahrung? Wie lang ist die Gehzeit und welche Ziele liegen am Weg? Die Tafeln beantworten diese Fragen auf einen Blick. Die Wanderwege sind nach drei Schwierigkeitsgraden markiert: „leicht“(leicht begehbarer Spazier- und Wanderweg) „mittel“ (Bergwanderweg, Schuhe mit griffiger Sohle zu empfehlen) „anspruchsvoll“ (alpiner Steig für Wanderer mit Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit) www.vorarlberg.at/wanderwege

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nen Regio Sechs n ein lade WANDERN IN VORARLBERG Wo Berge das Landschaftsbild so deutlich prägen wie in Vorarlberg, ist die Auswahl groß: ob Familien- oder Genusswanderung, ob gemütliche Panoramawanderung oder herausfordernde Gipfeltour. Auf angenehm kleinem Raum bietet Vorarlberg eine große Bandbreite an unterschiedlichen Wandermöglichkeiten. Exzellente Voraussetzungen für gemächliche und auch anspruchsvolle Wanderer. Die hier vorgestellten Wanderungen gewähren ausgewählte Einblicke, die die Lust wecken sollen einfach den Alltag hinter sich zu lassen und die Bergwelt mit allen Sinnen zu erleben. Weitere Routenvorschläge finden Sie auf der schon erwähnten Vorarlberg Tourismus-Seite www.vorarlberg.travel/wandern und auch bei den Urlaubsregionen: Alpenregion Bludenz Tourismus Tel. +43/(0)5552/30227, Fax +43/(0)5552/30227-1712 info@alpenregion.at, www.alpenregion.at Broschüre „Wanderzeit“ und Online-Tipps Arlberg Lech Zürs Tourismus Tel. +43/(0)5583/2161-0, Fax +43/(0)5583/3155 info@lech-zuers.at, www.lech-zuers.at Broschüre „Tourenbuch“ und Online-Tipps Bodensee-Vorarlberg Tourismus Tel. +43/(0)5574/43443-0, Fax +43/(0)5574/43443-4 office@bodensee-vorarlberg.com, www.bodensee-vorarlberg.com Online-Tipps Bregenzerwald Tourismus GmbH Tel. +43/(0)5512/2365, Fax +43/(0)5512/3010 info@bregenzerwald.at, www.bregenzerwald.at Broschüre „Reisebegleiter Bregenzerwald Sommer“ und Online-Tipps Kleinwalsertal Tourismus Tel. +43/(0)5517/5114-0, Fax +43/(0)5517/5114-419 info@kleinwalsertal.com, www.kleinwalsertal.com Broschüre „Sommer, Sonne und Mehr“ und Online-Tipps Montafon Tourismus GmbH Tel. +43/(0)5556/722530, Fax +43/(0)5556/74856 info@montafon.at, www.montafon.at Broschüren „Wander- & Tourenvorschläge“, „Aktivkarte Sommer“ und Online-Tipps

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53 Silvretta-Stausee, Piz Buin Š Popp & Hackner


und cken Entde ieren profit V-CARD – VORARLBERG ENTDECKEN! Für Ausflüge in ganz Vorarlberg ist die V-CARD eine gute Wahl. Sie gilt für zahlreiche Bergbahnen, Museen und Schwimmbäder, die alle einmal besucht werden können. Die V-CARD ist vom 1. Mai bis 31. Oktober gültig. Über alle Ausflugsziele, Preise und weitere Details informiert die Website www.v-card.at, auf der die V-CARD auch bestellt werden kann.

REGIONALE INCLUSIVE-CARDS – FÜR ABWECHSLUNGSREICHE URLAUBSTAGE! In allen sechs Vorarlberger Urlaubsregionen gibt es eine Inclusive-Card. Die Cards gelten – je nach Region – für die öffentlichen Verkehrsmittel, die Bergbahnen, für Museen, Freizeiteinrichtungen und für die Teilnahme an Programmen. Am Arlberg, im Bregenzerwald und im Kleinwalsertal sind die Cards im Übernachtungspreis inkludiert. Im Montafon, der Alpenregion Bludenz und in der Region Bodensee-Vorarlberg gibt es die Cards zum vorteilhaften Pauschalpreis. Mehr Informationen auf www.vorarlberg.travel/inclusivecards

FAMILIENPASS Mit dem Vorarlberger Familienpass erhalten in Vorarlberg lebende Familien Ermäßigungen in unterschiedlichen Bereichen: im Kino, im Theater, im Museum, im Schwimmbad, bei Minigolf-Anlagen und sogar bei Seilbahnen, Waldseil- und Abenteuerparks. Außerdem sind Familien mit Bus und Bahn ebenfalls günstig unterwegs. Weitere Informationen finden Sie auf www.vorarlberg.at/familienpass

UNTERWEGS MIT BUS UND BAHN Der öffentliche Verkehr in Vorarlberg ist sehr gut ausgebaut: Bus und Bahn fahren im Taktverkehr. Die regionalen Fahrpläne sind miteinander verknüpft. Attraktive, einheitliche Tarife machen das Ein- und Umsteigen leicht. Die örtlichen Tourismusbüros informieren über Wanderbusse, die direkt ins Wandergebiet führen. Für Tagesausflüge im Bodenseeraum gibt es für Bus, Bahn und Schiff die Tageskarte Euregio Bodensee. Fahrpläne und Ticketinfos sind an allen Bahnhöfen, Schiffshäfen sowie unter www.vmobil.at und www.euregiokarte.com abrufbar.

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g tierun Orien erheit h ic und S GEFÜHRTES WANDERN Warum nicht einmal eine geführte Wanderung buchen? Entweder für eine herausfordernde Gipfeltour oder um ein Gebiet näher kennen zu lernen, die schönsten Aussichten zu entdecken oder sich in Bezug auf Verhalten und Ausrüstung beraten zu lassen. In vielen Orten stehen staatlich geprüfte Bergführer zur Verfügung. Die Vermittlung erfolgt über die Urlaubsregionen oder Sie wenden sich an den Bergführerverband Vorarlberg. www.vorarlberg.bergfuehrer.at

AKTION „RESPEKTIERE DEINE GRENZEN“ Die Initiative „Wohngemeinschaft Natur”, ins Leben gerufen von der Vorarlberger Landesregierung und unterstützt und mitgetragen von vielen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vielen Einheimischen und Gästen, die ihre Freizeit in der Natur verbringen, einen respektvollen Umgang mit ihr nahezubringen. Unsere Wälder, Wiesen, Berge und Wasserläufe sind nicht nur wertvoller Erholungsraum für uns Menschen – sie sind auch der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wer das versteht, zeigt sicher auch Verständnis und verhält sich fair und respektvoll. www.respektiere-deine-grenzen.at

ALPHÜTTEN/SCHUTZHÜTTEN Viele Vorarlberger Alpen bieten Wanderern Verpflegung an. Ihre Öffnungszeiten richten sich nach der Alpzeit. Nähere Informationen erhalten Sie im örtlichen Tourismusbüro. Die Schutzhütten der Naturfreunde Vorarlberg, des Österreichischen und des Deutschen Alpenvereins stehen jedem Gast offen. Es ist ratsam, sich vorab zu informieren, ob die Hütten schon/noch offen und bewirtschaftet sind. Größere Gruppen sollten sich unbedingt rechtzeitig anmelden. www.alpenverein.at/huetten www.dav-huettensuche.de www.naturfreunde-huetten.at

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Seilbahnen und Sessellifte Name der Bergbahn G = mit dem Qualitätsgütesiegel „Ausgezeichnete Österreichische Sommerbahn“ (Fachverband der Seilbahnen)

Info-Telefon / Internet

Alberschwende

Brüggelekopf 740/1154 m

+43(0)5579/4323 www.alberschwende.at

Andelsbuch

Bergbahnen Andelsbuch 655/1547 m

+43(0)5512/2540 www.bergbahnen-andelsbuch.at

Bezau

Seilbahn Bezau 715/1645 m

+43(0)5514/2254 www.seilbahn-bezau.at

Bizau

Hirschbergbahnen 800/1436 m

+43(0)5572/25079 www.hirschberg.at

Bludenz

Muttersbergbahn 679/1401 m

+43(0)5552/68035 www.muttersberg.at

Brand

Bergbahnen Brandnertal 1037/1680 m

+43(0)5559/224-0 www.brandnertal.at

Lünerseebahn 1565/1979 m

+43(0)5556/701-80412 www.luenerseebahn.at

Bregenz

Pfänderbahn G 410/1022 m

+43(0)5574/421600 www.pfaenderbahn.at

Damüls

4er-Sesselbahn Uga 1400/1850 m

+43(0)5510/600 www.seilbahnendamuels.at

Dornbirn

Karrenseilbahn G 464/976 m

+43(0)5572/22140 www.karren.at

Faschina

Doppelsesselbahn Stafelalpe 1485/1865 m

+43(0)5510/705 www.seilbahnen-faschina.at

Gargellen

Bergbahnen Gargellen 1423/2130 m

+43(0)5557/6310 www.gargellen.at

Gaschurn

Silvretta Montafon Versettla Bahn 1000/2010 m

+43(0)05557/6300 www.silvretta-montafon.at

Hirschegg

Ifenbahn 1586 m (Mittelstation)

+43(0)820/949498 www.das-hoechste.com

Heuberg 1100/1400 m

+43(0)5517/5056 www.heuberg-arena.at

Klösterle am Arlberg

Sonnenkopf G 1840 m

+43(0)5582/292-0 www.sonnenkopf.com

Laterns

Sommerrodelbahn 1130/1210 m

+43(0)5526/252 www.laterns.net

Lech

Schlegelkopfbahn 1441/1829 m

+43(0)5583/2332 www.skiarlberg.at, www.lech-zuers.at

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Seilbahn

Ort


Fahrradbeförderung 1)

Sessellift

1) B = Bergfahrt, T = Talfahrt; * = Gratisbeförderung Wochenendbetrieb (Vor-/Nachsaison) meist nur bei guter Witterung Voraussichtliche Betriebszeit im Sommer 2011 Aktuelle Informationen bitte bei der angeführten Info-Telefonnummer erfragen oder dem Internet entnehmen: www.sommerbergbahnen.at

ab 15.5. Sonn-/Feiertage, 5.7.-12.9. täglich, bis 23.10. Sonn-/Feiertage 10.00–12.15, 13.00-16.30 Uhr, Mo-Sa: 11.00, 13.00, 16.00 Uhr (solange Bedarf ist)

30. April bis 16. Oktober 2011, 9.00–12.00 Uhr und 13.00–16.45 Uhr, bei Schlechtwetter kein Betrieb (Sa/So/Feiertage + Juli/August keine Mittagspause) ganzjährig, 9.00-17.00 Uhr im Halbstundentakt, bei Bedarf auch ohne Unterbrechung. Im November nur Sa/So

Wochenendbetrieb: 2.–5. Juni und 17. Sept.– 31. Okt. Täglicher Fahrbetrieb: 11. Juni bis 11. September BT

23.04.–30.10., täglich 9.00–17.00 Uhr

BT

11.06.-26.10., 8.30–12.00 und 13.00–16.30 Uhr (sonntags keine Mittagspause) 1. Juni–16. Okt. täglich, Bergfahrt: halbstündlich 8.00–12.20, 13.10–16.55 Uhr (letzte Bergfahrt), Talfahrt: halbstündlich 8.10–12.15 , 13.00–17.00 Uhr (letzte Talfahrt); bei Bedarf durchgehend!

BT

täglich von 8.00–19.00 Uhr zur vollen und halben Stunde, über 10 Pers. viertelstündlich, auf Anfrage/Reservierung bis 23.00 Uhr, 7.-25. Nov. Revision

BT

Wochenende: 15./16., 22./23., 26., 28./29. Okt.; bei Wanderwetter ab 2.–5. Juni; durchgehend: 11. Juni–9. Okt.; tägl. 9.00–16.45 Uhr, Mittagspause Mo–Fr 12.30–13.30 Uhr ganzjährig, So–Do 9.00–23.00 Uhr, Fr/Sa 9.00–24.00 Uhr

Wochenende/Feiertage: 2./4./5., 11.-13., 18./19./23. Juni, 17./18./24./25. Sept., 1.-3., 8./9./15./ 16./22./23./26./29./30. Okt., täglich: 25. Juni–11. Sept.; Mo–Fr 9.00–12.00 Uhr, 13.00–16.00 Uhr BT

17.6.–2.10. täglich 8.30–12:00 Uhr und 13.00–16.30 Uhr; halbstündlich; bei Bedarf durchgehender Betrieb

BT

11.6.–23.10., Sektion I: 8.30–17.15 Uhr, Sektion II: 8.45–17.00 Uhr

• •

25. Juni–23. Okt., 8.30–16.45 Uhr BT*

2. Juni–23. Okt. täglich von 9.00–17.00 Uhr

BT

25. Juni bis 2. Okt., täglich von 8.30–16.30 Uhr

Durchgehend: Mitte Mai bis Mitte Juni, Okt.; Wochenendbetrieb: Mitte Juni bis Anfang Okt.: täglich von 10.00–18.00 Uhr. Betrieb nur bei trockener Witterung •

2. Juli bis 25. Sept. von 8.00 –16.30 Uhr

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Name der Bergbahn G = mit dem Qualitätsgütesiegel „Ausgezeichnete Österreichische Sommerbahn“ (Fachverband der Seilbahnen)

Info-Telefon / Internet

Lech

Bergbahn Lech-Oberlech 1442/1659 m

+43(0)5583/2350 www.skiarlberg.at, www.lech-zuers.at

Rüfikopf Seilbahn 1460/2350 m

+43(0)5583/2332 www.skiarlberg.at, www.lech-zuers.at

Petersbodenbahn 1645/1930 m

+43(0)5583/2448 www.skiarlberg.at, www.lech-zuers.at

Mellau

Bergbahnen Mellau 714/1395 m

+43(0)5518/2222-0 www.bergbahnenmellau.com

Mittelberg

Walmendingerhornbahn 1990 m (Bergstation)

+43(0)820/949498 www.das-hoechste.com

Oberstdorf

Fellhornbahn 1967 m (Bergstation)

+43(0)820/949498 www.das-hoechste.com

Nebelhornbahn 2224 m (Bergstation)

+43(0)820/949499 www.das-hoechste.com

Tafamuntbahn 1030/1550 m

+43(0)5556/701-85247 www.tafamuntbahn.at

Vermuntbahn 1030/1731 m

+43(0)5556/701-85231 www.vermuntbahn.at

Riezlern

Kanzelwand 1957 m (Bergstation)

+43(0)820/949498 www.das-hoechste.com

Schnifis

Seilbahn Schnifis-Schnifisberg 660/1334 m

+43(0)5524/5161 www.region-dreiklang.at/seilbahn

Schoppernau

Diedamskopf G 820/2020 m

+43(0)5515/4110-0 www.diedamskopf.at

Schruns

Silvretta Montafon Hochjoch Bahn 700/1850 m

+43(0)05557/6300 www.silvretta-montafon.at

Silvretta Montafon Sennigrat Bahn 1850/2280 m

+43(0)05557/6300 www.silvretta-montafon.at

Silbertal

Montafoner Kristbergbahn 889/1443 m

+43(0)05556/74119 www.kristbergbahn.at

Sonntag

Großwalsertaler Seilbahnen Sonntag Stein 900/1300 m

+43(0)5554/5281 www.sonntagstein.at

St. Gallenkirch

Silvretta Montafon Garfrescha Bahn 906/1485 m

+43(0)05557/6300 www.silvretta-montafon.at

Vandans

Golmerbahn, Sektion I (Vandans-Latschau) 655/1000 m

+43(0)5556/701-83167 www.golm.at

Partenen

Golmerbahn, Sektion II, III (Latschau-Grüneck) 1000/1893 m Warth

Steffisalp Express 1518/1887 m

+43(0)5583/3601-0 www.warth-schroecken.at

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Seilbahn

Ort


Fahrradbeförderung 1)

Sessellift

Voraussichtliche Betriebszeit im Sommer 2011 Aktuelle Informationen bitte bei der angeführten Info-Telefonnummer erfragen oder dem Internet entnehmen: www.sommerbergbahnen.at

BT

23. Juni bis 2. Okt. von 8.30–12.00 Uhr und 12.30–18.00 Uhr im Viertelstunden-Takt

BT

2. Juli bis 9. Okt. von 8.30–17.30 Uhr im Halbstundentakt

23. Juni bis 2.Okt. von 8.30–12.05 Uhr und 12.40–17.00 Uhr

BT

Wochenendbetrieb: 2.–5.6., Christi Himmelfahrt, 11.–13.6., Pfingsten; täglich: 18.6.–23.10. Mo–Fr 9.00–12.00 und 13.00–17.00 Uhr, Sa/So/Feiertage 9.00–17.00 Uhr 7. Mai–6. Nov., bis 25. Juni von 9.00–16.15 Uhr, bis 6. Nov. von 8.30–16.45 Uhr

28. Mai–23. Okt., bis 25. Juni von 9.00–16.15 Uhr, bis 23. Okt. von 8.30–16.50 Uhr 21. Mai–6. Nov., bis 25. Juni von 9.00–16.30 Uhr, bis 6. Nov. von 8.30–16.50 Uhr

11. Juni–16. Okt., täglich von 8.30–12.00 Uhr, 13.00–16.45 Uhr halbstündlich nach Bedarf (keine Fahrpflicht) BT

25. Juni–2. Okt., täglich von 8.30–12.00 Uhr und 13.00–16.30 Uhr halbstündlich

28. Mai–23. Okt., bis 25. Juni 9.00–16.15 Uhr, bis 23. Okt. 8.30–16.45 Uhr

1. April–1. Nov. Di–So von 9.00–12.00 Uhr und 13.00–18.00 Uhr, Juli/Aug./Sept. Sa/So ab 8.00 Uhr T

BT •

2. Juni– 9. Okt. täglich von 8.45–16.15 Uhr, von 14. Juli–8. Sept. jeden Donnerstag Sonnenuntergangsfahrt von 18.00–22.30 Uhr 11. Juni–23. Okt., durchgehend von 8.30-17.00 Uhr halbstündlich 18. Juni–9. Okt. von 8.30–16.30 Uhr, wetterbedingte Fahrzeiten. Mittagspause: 11.45–13.00 Uhr

BT

21. Mai bis 30. Okt. von 7.50–18.15 Uhr

BT

14./15.5., 21./22.5., 28./29.5., 2.-5.6., 15./16.10., 26.10., 29./30.10. von 9.00–12.00 Uhr und 13.00–16.00 Uhr, 11.6.–9.10. von 8.30–12.00 Uhr und 13.00–17.30 Uhr

BT

11. Juni–23. Okt. von 8.30–17.15 Uhr. Mittagspause bis 8. Juli von 11.45–13.00 Uhr

BT

Wochenende: 28./29.5., 2.–5.6., 22./23.10. von 10.00–17.00 Uhr, 11.–13.6. von 8.30–17.00 Uhr; durchgehend: 18.6.– 8.7., 12.9.–16.10. von 8.30–17.00 Uhr, 9.7.–11.9. von 8.30–18.00 Uhr Wochenende: 11.–13. Juni (bei guter Witterung); durchgehend: 18. Juni–16. Okt. von 8.30– 16.40 Uhr

täglich bei Wanderwetter vom 1. Juli–18. Sept., Wochenendbetrieb (Fr–So) bis Mitte Okt. Jeweils von 9.00–12.15 Uhr und 13.30–15.30 Uhr

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g tierun Orien erheit ich und S TIPPS FÜR EIN SICHERES BERGERLEBNIS Tourenplanung • Gehen Sie zu Beginn des Urlaubs alles lieber etwas langsamer an. Der Körper braucht Zeit, um sich an Höhe und Anstrengungen anzupassen. • Planen Sie Ihre Wanderung (Wanderkarten und -bücher, Bergführer) und stimmen Sie sie auf die Jahreszeit und Ihre Kondition ab. • Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Informieren Sie Ihren Quartiergeber, wohin Sie gehen, und geben Sie Bescheid, wenn Sie später als vorgesehen in Ihr Quartier zurückkehren. • Bleiben Sie auf den markierten Wanderwegen. Große Vorsicht ist bei steilen Schneefeldern und nassen Grashängen geboten. Ausrüstung • Zur berggerechten Ausrüstung gehören u.a. Wanderkarte, Bergschuhe mit Profilsohle, Tourenstöcke, Verbandszeug (Blasenpflaster!), Proviant, Regenschutz und warme Kleidung. • Denken Sie an Sonnencreme, Kopfbedeckung und Brille mit entsprechendem UV-Schutz. • Für Notfälle Handy mit geladenem Akku mitnehmen. Was ist beim Wetterbericht zu beachten? • Allgemeine Tendenzen verfolgen: Wie entwickelt sich das Wetter im Laufe des Tages? Achtung auf Gewitter und bei Kaltfront (das Schönwetter unmittelbar davor ist trügerisch)! • Temperaturen verändern sich in der Höhe. Bei Schönwetter nimmt die Temperatur pro 100 Höhenmeter um ca. 0,5°C ab. • Während der Tour laufend die aktuelle Lage mit der Prognose vergleichen. Bei Wetterverschlechterung rechtzeitig umkehren! Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in Gefahr oder in Bergnot geraten ... • Geben Sie das Alpine Notsignal (sichtbare und hörbare Zeichen, sechsmal in der Minute) • oder wählen Sie die Notrufnummern: 112 (Euro-Notruf – mit jedem Handy/Netz) bzw. +43 (0)5522 / 144 (Bergrettung Vorarlberg) • Achten Sie darauf, bei der Unfallmeldung die W-Fragen exakt zu beantworten: WER meldet? WO genau ist der Unfall? WAS ist passiert? WIE VIELE Personen benötigen Hilfe?

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Bergekostenvorsorge Für € 22,– Förderbeitrag bietet der Österreichische Bergrettungsdienst eine Deckung der Such- und Bergekosten für Boden- und Flugrettung für den Förderer, den Ehe-/Lebenspartner sowie die Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Mehr Informationen auf www.alpinesicherheit.at – Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit www.bergrettung-vorarlberg.at – Österreichischer Bergrettungsdienst www.zamg.ac.at – kostenloser, aktueller Wetterbericht für ganz Österreich

AUTOREN Armin Malojer Freier Journalist und Texter, Wander- und Schneeschuhführer, arbeitet u.a. für die Vorarlberger Nachrichten und betreibt gemeinsam mit Partnern den Verein „ebniterleben – muschpr&gäch“, mit Hochseilgarten, Fox-Parcours und Naturführungen im Programm. Hermann Braendle Texter und Co-Partner bei Sägenvier, Autor des Wanderbuchs „Rätikon Reader – „Bergwandern im Rätikon“, Bucher Verlag 2009, studierte Germanistik und Geschichte an der Uni Innsbruck, spielte Bass bei den Commercials und mischte längere Zeit in London mit (Maurice & Borris). Rudolf Mayerhofer Bergführer (Erlebnis Alpin), Erlebnispädagoge, Alpinfotograf, Autor der Bücher „Die schönsten Bergwanderungen in Vorarlberg“, „Alpwandern in Vorarlberg“ und „Die schönsten Skitouren in Vorarlberg“, alle erschienen im Verlag Löwenzahn in Innsbruck. Rudolf Berchtel Studierte in Innsbruck Geographie, Kunstgeschichte, Orgel und Kirchenmusik; Autor des „Wanderbuch Bregenzerwald“, Wanderwegeplaner, Musiklehrer, Organist und Chorleiter in Dornbirn. Florian Oberforcher Selbstständiger Erlebnisdramaturg (inszemo), studierter Prozess- und Projektmanager, zertifizierter Veranstaltungsmanager und ausgebildeter Vorarlberger (Winter-) Wanderführer, stolzester Papa der Welt.

Impressum Herausgeber: Vorarlberg Tourismus, A-6850 Dornbirn, Postfach 99, T +43/(0)5572/377033-0, F +43/(0)5572/377033-5, info@vorarlberg.travel, www.vorarlberg.travel Alle Angaben zu den Wanderrouten beruhen auf gelieferten Informationen der Autoren. Trotz sorgfältiger Bearbeitung Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit (Stand April 2011). Kartengrundlage: © ALPSTEIN Tourismus GmbH & Co. KG; © NAVTEQ. Druck: Hecht Druck Ges.m.bH. & Co.KG, Hard. Printed in Austria.

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Wandern im Arlberg-Gebiet © Peter Mathis

VORARLBERG TOURISMUS Postfach 99, 6850 Dornbirn, Österreich T: +43 (0)5572/377033-0, F: +43 (0)5572/377033-5 info@vorarlberg.travel, www.vorarlberg.travel


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