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www.LienzerDolomiten.info

Sonnenwege Erlebniswandern auf der Lienzer Sonnseite

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Gaimberg

Lienz

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Thurn

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SONNENWEGE

Erlebniswandern auf der Lienzer Sonnseite

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Prappernitze Erasmuskapelle

T s c h u l e

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Weberlefeld

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STADTGEMEINDE LIENZ 9900 Lienz, Hauptplatz 7 Telefon: +43(0)4852 600-206 Fax: +43(0)4852 600-411 www.stadt-lienz.at e-mail: rathaus@stadt-lienz.at

a r t s c h e n b a c h

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Dorf

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Lesendorf

Nahversorger Dorfcafé P Gasthof Mosmair Pfarrkirche

GEMEINDE GAIMBERG 9900 Gaimberg, Dorfstraße 32 Tel.: 04852 622 62 Fax: 04852 622 62-15 www.osttirolnet.at/gaimberg e-mail: gemeinde@gaimberg.at

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Oberdrum

04.04.2007 13:3

„Mesner-Riese“

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Café P „Die Zentrale“

Grittldorf

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INFORMATIONEN:

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Oberdorf

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Untergaimberg

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Hotel Tyrol

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GEMEINDE OBERLIENZ 9900 Oberlienz 30 Tel. +43(0)4852 64488 Fax +43(0)4852 64488-3 www.oberlienz.at e-mail: gemeinde@oberlienz.at

GEMEINDEAMT THURN 9900 Thurn, Dorf 56 Telefon: 04852/64007-0 Telefax: 04852/64007-20 www.thurn.eu e-mail: gemeinde-thurn@aon.at

Moarfeld

TOURISMUSVERBAND LIENZER DOLOMITEN 9900 Lienz, Europaplatz 1 Telefon: ++43(0)4852/65265 Telefax: ++43(0)4852/652652 www.LienzerDolomiten.info e-mail: tvblienz@aon.at

Hotel Moarhof Maria Trost 6 Ise

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Patriasdor f Minekugel

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Standort

4 Pfarrkirche St. Andrä

Alternativroute Aussichtspunkt

Schloss Bruck

NUSSDORF-DEBANT

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Parkplatz

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Bushaltestelle Dorfcafé: Haidenhof: Hotel Tyrol: Moarhofstüberl: Mocafé: Mosmair: Ploierhof: Schlosscafé: Die Zentrale:

WANDERREGELN: -Flu

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Klosterkirche

1 Respektieren sie die Tier- und Pflanzenwelt. Genießen Sie die Natur in Ruhe, pflücken Sie keine seltenen Blumen!

LIENZ Antoniuskirchl

Café • 800-1300 und 1500-2100 Uhr Hotel • Sommer: Mo-Fr 1500-2400 Uhr, Sa+So 1100-2400 Uhr Café, Restaurant • Mai bis Okt. ganztägig Café-Restaurant • 1000-2400 Uhr Café • Mo bis Fr 1000-1830 Uhr, (Sa + So geschl.) Gasthof • ganztägig Jausenstation • Sommer: tägl. 1200-2400 Uhr (Dienstag Ruhetag) Café • Mai bis Okt. 1000-1800 Uhr Café • ab 17 Uhr , So ab 1200 Uhr

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2 Vermeiden Sie es, vom Weg abzugehen und Abkürzungen über die Felder einzuschlagen! Bewirtschaftete Flächen sollten nicht betreten werden! 3 Entsorgen Sie Abfälle nicht in der Natur! D

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4 Nehmen Sie bitte Ihren Hund an die Leine! s

5 Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind für alle Wanderungen zu empfehlen!

Dieses Projekt wurde im Auftrag der Gemeinden Gaimberg, Lienz, Oberlienz und Thurn sowie des TVB Lienzer Dolomiten umgesetzt; Koordination: Regionsmanagement Osttirol; Idee und Konzeption: Revital; Umsetzung: Ingenieurbüro DI Altenweisl; Gestaltung: Grafikwerkstatt Schieder; Fotos: Titelseite Profer & Partner, Foto Osttirol Werbung / Medialounge, Chronikteam Oberlienz, Gemeinde Gaimberg, TVB Lienz, Wildbach- und Lawinenverbauung Osttirol , Mußhauser, Dapra, Mattersberger, Berger, Schieder; Orthophoto mit freundlicher Genehmigung des Landes Tirol, Abteilung Raumordnung und Statistik/tiris; Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Tirol

Friedensweg

Albin Egger-Lienz Weg

Starttafel

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Wegweiser

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Verwurzelung 8

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Friedensengel

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Kreuz

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Quelle des Lebens

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Versöhnung Schwerter und Pflugscharen Friedensgebet des Franziskus Regenbogen und Friedenstaube

Kneipp-Wanderweg

Starttafel

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Tammerburg

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Antoniuskirchl

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Maria Trost-Stöckl

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Lebensharmonie

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Egger Lienz-Platz

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Schloss Bruck

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Heilkräuter

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Ernährung

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Vaterhaus Egger-Lienz

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Osttiroler Kriegergedächtniskapelle

Dolomitenblick Starttafel

Starttafel (Labyrinth)

Gaimberger Dorfrunde

Vogel-Erlebnisweg

Starttafel

Starttafel

(Wassertretanlage)

ÖFFENTLICHE BUSHALTESTELLEN

Starttafel

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Huf- & Beschlagschmiede

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Der Grafenbach

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Dorfblick Grafendorf

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Waldkauz

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Pöllanderstöckl

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Karl Untergasser

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Die Lienzer Dolomiten

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Vögel des Waldes

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Georgskirche

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Tammerburg

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Dolomitenblick

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Rund um die Harpfe

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Eichelhäher

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Wollkartatsche

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Buntspecht

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Kornkasten

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Der Haidenhof

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Vögel im Siedlungsgebiet

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Znopp Mühle

12 Landwirtschaft in Thurn

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Vögel der Feldfluren

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Heimkehrerkreuz

13 Kammerlanderhof

(Kräutergarten) (Armbad)

Vom Alten Leben

Es besteht die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Fahrzeiten entnehmen sie bitte dem Anschlag an der jew. Haltestelle

Telefonische Auskunft erhalten sie unter folgenden Nummern: ÖBB Postbus Kundendienst 0810 / 222 333 VVT Reisebüro Bundschuh 04852 / 63360


Friedensweg

Albin Egger-Lienz Weg

Kneippwanderweg

Dolomitenblick

Dorfrunde Gaimberg

Vogelerlebnisweg

Vom Alten Leben

anno 1900

„Möge Frieden dein Herz erfüllen! Frieden mit dir selbst, Frieden mit deinen Mitmenschen und Frieden mit der ganzen Welt.“

Zum Gedenken an den großen österreichischen Maler Albin EggerLienz (1868 – 1926) installierte man an dessen 75. Todestag diesen Themenweg, der an bedeutsamen Stationen des Künstlers Halt macht.

(Text: Dekanatsjugendstelle Lienz)

In der Stille zu sich selbst finden - der Friedensweg ist ein Weg der Besinnung. Die insgesamt 10 Stationen auf dem Weg zum Helenenkirchlein, entworfen und gestaltet von verschiedenen Vereinen, Schulklassen und Künstlern, laden zum Verweilen und Nachdenken ein. Am Ziel des Weges - St. Helena – kann der Wanderer den wunderschönen Ausblick auf den Lienzer Talboden im Schatten eines Naturdenkmals, der höchstgelegenen Linde Tirols, genießen.

Starttafel – Sämann Der Weg beginnt bei einem kleinen Kirchlein, der Erasmuskapelle. Eine Skulptur, die den Sämann darstellt, wirft die Frage auf: Tragen meine Handlungen zum Frieden oder Unfrieden bei? Wo in meinem Leben säe ich die Saat des Friedens aus?

Geboren in Stribach/Gem. Dölsach übersiedelte er im Kleinstkindalter mit seinem Vater nach Lienz, der in der Schweizergasse ein Lichtbildatelier führte. Die Grundschule absolvierte er in der „Lienzer Knabenvolksschule“. Später wurde dieses Gebäude ihm zu Ehren in „Hauptschule Egger-Lienz“ umbenannt, genauso wie der Platz westlich der Schule, wo Ila Egger-Lienz zum 70. Todestag ihres Vaters eine Büste des Künstlers enthüllte. Albin Egger-Lienz wurde mit der künstlerischen Ausstattung der Krieger-Gedächtniskapelle (St. Andrä – Kirche) betraut. Zugleich ist dieser Ort die letzte Ruhestätte des berühmten Malers.

Im kleinen Park vor diesem Kirchlein beginnt die Albin Egger-Lienz Wanderung. Der Leichnam des Künstlers wurde auf seinen ausdrücklichen Wunsch von Südtirol, seiner letzten Wohnstätte, nach Lienz zurückgebracht und hier im Antoniuskirchlein aufgebahrt.

„Untätigkeit schwächt – Übung stärkt – Überlastung schadet“ meint Pfarrer Kneipp zum Thema Bewegung. Versuchen Sie, auf dem Kneippweg bewusst zu wandern und denken Sie daran, wie wohltuend und anregend dies für Herz und Kreislauf, für Muskeln und Knochen, für Gelenke und Sehnen - also für Ihre körperliche, aber auch seelische und geistige Gesundheit ist!

10.800km nach Hiroschima – diese und andere Entfernungen zu Kriegsschauplätzen gibt der „Wegweiser“ an. Er soll betroffen machen über die Sinnlosigkeit jeden Krieges.

Im Jahre 1996 installierte man an diesem Ort eine Büste des berühmten Malers. In der Folge wurde der umgebende Platz neu gestaltet und auf Egger-Lienz Platz umgetauft, als Erinnerung an den großen Sohn der Stadt. Seine Grundschulausbildung absolvierte der junge Albin Trojer resp. Egger in der nahegelegenen Hauptschule, auch sie trägt heute seinen Namen.

4. Friedensengel Zwei Bäume, eine Lärche und eine Fichte, stehen hier wie ein Paar nebeneinander. Dies soll uns verdeutlichen: Zusammenhalten, auch wenn Unterschiede vorhanden sind.

Ein liegendes Holzkreuz soll Zeichen sein für die Schwere im menschlichen Leben. Es ist aber auch ein Symbol der Hoffnung für den Übergang vom Tod zum ewigen Leben.

6. Quelle des Lebens

2. Vaterhaus Egger-Lienz Er war der uneheliche Sohn einer Stribacher Bauerntochter und eines Kirchenmalers und Fotografen, er wurde auf den Namen Ingenuin Albuin Trojer getauft. Im Kleinstkindalter übersiedelte er mit seinem Vater von Stribach nach Lienz, wo dieser in der Schweizergasse ein Lichtbildatelier führte.

Wir befinden uns nun bei der Stadtpfarrkirche St. Andrä. Als Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege wurde die Krieger-Gedächtniskapelle errichtet. Mit der künstlerischen Ausstattung betraute man Albin Egger-Lienz - das bekannte Fresko „Der Auferstandene“ ist hier zu bewundern.

4. Tammerburg

„Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens.“ (Off 21,6) An dieser Station beeindruckt eine riesige Hand aus Holz, durch die ein kleines Bächlein fließt.

Der Künstler stellte in seinen frühen Bildern neben vertrauten Personen auch gerne die umgebende Landschaft dar. Als feinfühliger Beobachter machte er sich auf zahlreiche Erkundungsausflüge, beispielsweise zur Tammerburg, deren Innenräume den Hintergrund einiger Egger-Lienz Bilder zieren.

5. Maria Trost-Stöckl

7. Versöhnung Eine Skulptur aus Beton und Metall stellt die Unterschiedlichkeit der Menschen mit verschiedenen Hautfarben, Kulturen und Religionen dar, aber auch das Verbindende zwischen ihnen, das den Frieden wahrt.

8. Schwerter und Pflugscharen Aus Schwertern Pflugscharen machen: Das Schwert ist Zeichen für die Schrecken des Krieges, der Pflug hingegen soll den Auftrag, die Erde zu bebauen, darstellen.

Auf seinen vielen Beobachtungsausflügen lernte Egger-Lienz auch die Wege nach Oberdrum und Oberlienz kennen. Die Wanderungen führten ihn auch zu dieser kleinen Wallfahrtskapelle auf der Lienzer Sonnseite.

1. Lebensharmonie „Erst als ich Ordnung in die Seelen meiner Patienten brachte, besserten sich auch die körperlichen Gebrechen.“ (Kneipp) Ein Labyrinth, aus Steinen gebaut, ist an diesem zauberhaften Platz zu finden. Es soll ein Gleichnis für den Lebensweg des Menschen sein, der uns, trotz aller Schleifen und Wendungen, zur Mitte führt. Jeder kann sich hier auf den Weg durch das Labyrinth machen und dabei, vielleicht sich selbst näher zu kommen.

2. Heilkräuter „Vorbeugen sollt ihr durch diese Kräuter, nicht das Übel erst groß werden lassen.“ (Kneipp) Alant, Herzgespann, Wermut oder Erdbeere - ein liebevoll angelegter Kräutergarten zeigt uns, welche Wirkungen verschiedene Pflanzen aufweisen, aber auch, welche Heilkraft ihnen in früheren Zeiten zugeschrieben wurde. Und der Rastplatz im Schatten eines riesigen alten Nussbaumes lädt zum Verweilen ein.

Starttafel

Starttafel

Starttafel

Starttafel

An der Talstation der Zettersfeldbahn beginnt dieser Rundwanderweg.

Dieser Rundweg beginnt in der Nähe der Pfarrkirche St. Andrä, im ältesten Stadtteil von Lienz – am Patriasdorfer Platz’l.

Der Kammerlanderhof, eines der ältesten Gebäude der Gemeinde Thurn, ist Ausgangs- und Endpunkt dieser Rundwanderung.

Für die Wanderung auf diesem Rundweg gibt es mehrere Ausgangspunkte. Man beginnt am besten an der Starttafel in Oberlienz, Thurn oder Lienz, um sich einen Überblick zu verschaffen.

1. Dorfblick Grafendorf

Die erste Station des Weges stellt uns den Nutzen aber auch die Gefahr, die der Grafenbach mit sich brachte, dar. Viele Mühlen wurden einst vom Wasser dieses Baches angetrieben, um das Getreide zu Mehl und Schrot zu vermahlen oder auch, um Maschinen in der nahegelegenen Tenne zu betreiben. Bei starkem Regen kann dieser kleine Bach aber zu einem reißenden Wildbach anschwellen. Sperrenstaffelungen, Dämme oder Geschiebeablagerungsplätze sollen das Gemeindegebiet von Gaimberg und Lienz schützen. In der Nähe dieses Platzes findet sich das Geburtshaus von Bartholomäus Oberegger. Er war bekannt als Schnitzer vieler Krippenfiguren oder auch des Heiligen Florian am Feuerwehrhaus in Gaimberg.

Dieser Weg beginnt bei einem der ältesten Gebäude von Thurn, dem Kammerlanderhof und präsentiert dem Wanderer allerlei Wissenswertes aus der Vogelwelt, die hier am größten Schwemmkegel der Ostalpen beheimatet ist. Diese kleinräumige Landschaft bietet Nistplätze für fast 100 Vogelarten.

13 Stationen bringen dem Besucher dieses Themenweges das Leben vergangener Zeiten näher. Ob es schwerer als heute war, kann nicht beantwortet werden. Auf jeden Fall war es beschwerlicher, wenn man an die körperlich anstrengenden Arbeiten denkt, die zur damaligen Zeit verrichtet werden mussten.

An 6 Stationen werden insgesamt 35 Vögel vorgestellt, die hier in Wald, Feld und Flur oder im Siedlungsgebiet zu finden sind. Auch vom Balzen und Brüten, vom Vogelflug und Vogelzug, von den Fressund Trinkgewohnheiten der Vögel sowie vom Vogelgesang wird erzählt.

Die Arbeit auf den Feldern und am Hof und die Verarbeitung der Produkte zu Mehl, Stoffen oder anderen Werkstücken erforderte viel Kraft und Ausdauer.

Highlights auf diesem Themenweg sind die überdimensionalen Vogelskulpturen - ein Waldkauz, ein Eichelhäher, ein Buntspecht und eine Kohlmeise – die hier auf den Besucher warten. Die neu gestalteten Rastplätze laden zum Verweilen ein.

Lautlos schwebt er durch die Finsternis und dennoch entgeht ihm sein Opfer nicht – dem Waldkauz. Er zählt zur Familie der Eulenvögel, so wie auch Waldohreule, Uhu und Sperlingskauz, die hier vorgestellt werden.

Hält der Wanderer an diesem Platz inne, kann er den Blick auf das Bergpanorama der Lienzer Dolomiten genießen. Der wild zerklüftete Gebirgsstock besteht an der Oberfläche aus Hauptdolomit und Wettersteinkalk. Auf den mageren Kalkwiesen gedeihen seltene Pflanzen wie Frauenschuh oder Dolomiten-Streifenfarn.

Warum sind manche Eier weiß und andere braun? Warum lebt das eine Vogelpaar einer Ehe ähnlich und andere wiederum wechseln den Partner mehrmals in der Brutperiode. Vom Balzen und Brüten der Waldvögel und vom „Saurer - gian“, einem fast vergessenen Thurner Brauch, wird hier erzählt.

In den 50-er Jahren zählte man in Grafendorf neunzehn Harpfen, heute existieren davon nur noch sechs. Sie wurden einst als Gerüst zum Trocknen von Getreide, Mais aber auch Gras verwendet und geben damit Zeugnis jahrhundertealter bäuerlicher Nutzungsweisen.

Am sog. „Schlösslbichl“ soll einst ein Turm gestanden sein, der Thurn seinen Namen gab. Und hier wartet der Eichelhäher, der zu den Singvögeln zählt. Weitere Singvögel werden vorgestellt sowie die Bedeutung von Gesang und Vogelstimme erläutert.

„Wasser ist Leben – im Wasser ist Heil.“ Dieser Grundsatz des Pfarrers Kneipp ist bekannt, denn jeder denkt, wenn er den Begriff „kneippen“ hört, meist an verschiedene Wasseranwendungen wie Taulaufen, Bäder, Güsse oder Wickel. Auf der letzten Station des Kneippweges kann sich der Wanderer in einem Wassertretbecken selbst davon überzeugen, wie wohltuend diese Kneippanwendung auf müde Beine wirkt. Der Rastplatz beeindruckt zudem durch seine außergewöhnliche Gestaltung.

Das Schloss beherbergt das Museum der Stadt Lienz. Seit den 40-er Jahren des 20. Jh. ist hier auch eine der größten und aufschlussreichsten Sammlungen an Egger-Lienz Bildern zu finden.

„Tock-tock-tock“ hört man schon von weitem – natürlich, ein Specht bei seiner Arbeit. Bunt-, Schwarz- und Grünspecht sowie Wendehals sind Spechtarten, die in diesem Gebiet zu finden und manchmal auch zu hören sind.

5. Vögel im Siedlungsgebiet An diesem Ort erzählt die allseits bekannte Kohlmeise, dass sie noch im vorigen Jahrhundert gefangen wurde, um verspeist zu werden. Aber auch allerlei Interessantes zu den Fress- und Trinkgewohnheiten der Vögel und über einige Vogelarten im Siedlungsgebiet gibt es hier zu erfahren.

Flügelaltar der Pfarrkirche Grafendorf

10. Regenbogen und Friedenstaube Es sind Symbole des Friedens, der Versöhnung und der gegenseitigen Vergebung. Sie befinden sich auf der letzten Station des Friedensweges, am Helenenkirchlein.

Einkehrmöglichkeiten: Öffentlich zugängliches WC: beim Helenenkirchlein

Streckenverlauf: Weg durch die Stadt Lienz und den Ortsteil Patriasdorf Start: Antoniuskirchl am Hauptplatz Lienz Weiterer Wegverlauf: Muchargasse – Schweizergasse – Patriasdorf – Maria Trost-Stöckl Ziel: Schloss Bruck Retourweg: über den „Wasserrain“ entlang der Isel – zurück zum Hauptplatz

Streckenverlauf: Weg durch die Gemeinden Gaimberg, Lienz und Oberlienz Start: Zettersfeld/Talstation Weiterer Wegverlauf: Grafendorf – Patriasdorf/Riedlbauer – Oberlienz/Gritteldorf Ziel: Oberlienz/Lesendorf Retourweg: Richtung Pfarrkirche Oberlienz – Maria Trost-Stöckl – Zettersfeld/Talstation

Alternativroute als Rundwanderweg über Oberlienz Länge: ca. 7.000 m / Gehzeit: ca. 3 Std.

Einkehrmöglichkeiten außerhalb des Stadtgebietes: Café im Schloss Bruck Öffentlich zugängliches WC: Tammerburg im Sommer

Einkehrmöglichkeiten: Mocafé, Gasthof Mosmair, Nahversorger Dorfcafé in Oberlienz, Hotel Haidenhof

Länge: 5.316 m / Gehzeit: ca. 2 Std. Höhendifferenz: 50 m

Länge: ca. 4.750 m (eine Richtung) / Gehzeit: ca. 2 Std. Höhendifferenz: 100 m

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Die gewaschene Wolle wurde mit Hilfe der Kartatsche zerrissen und so für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Und ein Beet mit „Färberpflanzen“ zeigt, wie das Gewebe damals eingefärbt wurde.

Der Kornkasten war nicht nur Lagerraum für Getreide – hier bewahrte man auch Selchfleisch, Gemüse und Feldfrüchte auf.

5. Znopp Mühle In diesem Gebäude wurde sämtliches Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer oder Buchweizen mit Hilfe schwerer Mühlsteine zu Mehl verschiedener Kornstufen vermahlen. Das Kreuz wurde zum Dank für die Heimkehr der Soldaten aus dem Krieg errichtet aber auch dafür, dass man als Verkehrsteilnehmer wohlbehalten und unversehrt nach Hause zurückkam.

7. Huf- und Beschlagschmiede

8. Pöllanderstöckl Dieser Bildstock ist der „Schmerzhaften Mutter“ geweiht – er wird von vielen Gläubigen besucht, um Hilfe zu erbitten oder für etwas zu danken.

9. Tammerburg Die Tammerburg, einst Herrschaftssitz – wird als einer der schönsten Profanbauten Tirols bezeichnet.

2. Karl Untergasser Er war ein bekannter, in Sand in Taufers geborener Maler, der bis zu seinem Tode 1940 in Gaimberg lebte. Einige seiner Werke sind in der Grafendorfer Kirche zu bestaunen, wie z.B. die Glasfenster oder die Bilder des neugotischen Flügelaltares.

4. Sonnenplatz’l

3. Dolomitenblick – die Lienzer Dolomiten

Mit rund 2000 Sonnenstunden im Jahr weist das Lienzer Becken und bes. die Gemeinde Gaimberg damit den höchsten Wert Österreichs auf. Der hier angelegte „Rast- und Kraftplatz“ im Ortszentrum von Grafendorf lädt zum Ausruhen und Sonne tanken ein.

Dieser Platz bietet einen herrlichen Ausblick auf das Bergpanorama der Lienzer Dolomiten, beeindruckend ist das abendliche „Alpenglühen“, das den grauen Gebirgsstock in ein goldgelbes bis rötliches Licht taucht. Bis ins Mittelalter wurden diese schroffen Gebirgszüge noch die „Unholden“ genannt, wo Teufel, Hexen und Gnome ihr Unwesen trieben. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts begann ihre touristische Erschließung und die Lienzer Alpenvereinssektion einigte sich auf den Namen „Lienzer Dolomiten“.

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3. Wollkartatsche

6. Heimkehrerkreuz

4. Buntspecht

4. Wasser

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Sie wurde im Jahre 1206 erstmals erwähnt und ist dem Heiligen Georg, einem der 14. Nothelfer geweiht, der auch als Beschützer der Haustiere gilt.

4. Kornkasten 3. Eichelhäher

3. Rund um die Harpfe

Einstmals waren in dieser Gegend Felder mit blaublühenden Pflanzen, dem Lein, zu finden. Er wurde in der Brechelstube durch Rösten mürbe gemacht und in der Folge zu Stoffen verwebt oder zu Seilen gedreht.

2. Georgskirche 2. Vögel des Waldes

2. Die Lienzer Dolomiten

Am Weg trifft man auch auf einige historische Bauten, sie werden dem Wanderer kurz vorgestellt.

1. Brechelstube

1. Waldkauz

Zwischen den Heckenbändern eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick auf den Ortsteil Grafendorf – einem uralten Siedlungsgrund, der im Mittelalter den Herren von Grafendorf unterstellt war. Die vielen Klaubsteinmauern dieser Landschaft entstanden durch Entsteinen der Felder, denn fast die gesamte Sonnseite wurde früher ackerbaulich genutzt. Und am sog. Totenweg brachte man einst die Verstorbenen von Thurn zur Lienzer Pfarrkirche St. Andrä.

Ohne Strom, allein mit Hilfe der Wasserkraft, wurden verschiedenste Anlagen in den Gebäuden bzw. Mühlen am Bach oder in der nahen Tenne angetrieben, die man zur Weiterverarbeitung der Rohstoffe nutzte.

Eine Schmiede war in jedem Ort vorhanden – hier wurden nicht nur Beschläge hergestellt, sondern auch einfache Reparaturen an landwirtschaftlichen Geräten durchgeführt.

6. Schloss Bruck

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Wissenswertes dazu und zur Entwicklung dieser einzigartigen Kulturlandschaft wird dem Wanderer auf den Stationen entlang dieses Themenweges nähergebracht. Über die Gebirgswelt der Lienzer Dolomiten und deren touristische Erschließung gibt eine weitere Tafel Auskunft. Und das „Sonnenplatzl“ bei der Grafendorfer Kirche lädt zum Rasten ein – eine Sonnenuhr zeigt hier an, „welche Stunde es geschlagen hat“.

„Im Maße liegt die Ordnung. Jedes Zuviel und jedes Zuwenig schadet und macht krank.“ Kneipp meinte damit die Ernährung - ausgewogen und abwechslungsreich soll sie sein, naturbelassen und schonend zubereitet trägt sie zur Gesunderhaltung des Menschen bei. Der Besucher erhält hier auch die Möglichkeit ein „Armbad“ durchzuführen und kann, dadurch erfrischt, die letzte Etappe des Weges angehen.

„Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich liebe, wo man hasst...“ – auf einem Baumstamm ist das Gebet von Franz von Assisi zu lesen.

Länge: 2.115 m (eine Richtung) / Gehzeit: ca. 1½ Std. Höhendifferenz: 250 m

Auf der „Dorfrunde Gaimberg“ wandert der Besucher durch die Felder der Lienzer Sonnseite und fragt sich vielleicht, woher der Name „Totenweg“ kommt, warum hier so viele Mauern zu finden sind oder welchem Zweck eine Harpfe diente.

3. Ernährung

9. Friedensgebet des Franziskus

Streckenverlauf: Weg durch die Gemeinden Thurn und Oberlienz Start: Erasmuskapelle in Thurn/Prappernitze Weiterer Wegverlauf: über Weideflächen und Güter- bzw. Waldwege bergwärts Ziel: Helenenkirchlein

Ca. 600 Höhenmeter sind auf diesem Weg zu überwinden – er verläuft im ersten Teilstück den Grafenbach entlang, von dem hier berichtet wird. Dieser murfähige Wildbach stellte bei intensiven Regenfällen schon immer ein gewisses Gefährdungspotential für die anliegenden Gemeinden dar. Schutzmaßnahmen wie Geschiebesperren oder Aufforstungen sollen größere Schäden verhindern. Von den vielen Mühlen, die einst vom Grafenbach angetrieben wurden, ist leider nicht mehr viel zu sehen, ihre Bedeutung soll hier aber nochmals aufgezeigt werden. Vorgestellt werden auch der Maler Karl Untergasser und der Schnitzer und Bildhauer Bartholomäus Oberegger, die in der Gemeinde Gaimberg beheimatet waren. Auf dem höchsten Punkt des Weges – der sog. Tschule, wird der Wanderer mit einem herrlichen Ausblick auf die Dolomiten belohnt.

1. Der Grafenbach

3. Osttiroler Krieger-Gedächtniskapelle 5. Kreuz

Die harmonische und außergewöhnliche Gestaltung der einzelnen Stationen macht sie als Rastplätze besonders attraktiv – hier findet man Ruhe und kann Kraft tanken, um seine „Lebensharmonie“ zu stärken.

Starttafel – Bewegung

1. Egger-Lienz Platz

Eine Holzskulptur mit Baumscheibe steht hier. Ihre vielen Jahresringe weisen auf das Alter hin und sollen symbolisieren, dass ein älterer, tief verwurzelter Baum standhaft allen Stürmen widersteht. Ist dies auch ein Sinnbild für unser Leben?

Ein steinernes Labyrinth als Symbol für den Weg ins Innere zu sich selbst, ein Heilkräutergarten, ein Armbad und eine Wassertretanlage sowie die Bewegung beim Wandern bringen dem Besucher dieses Weges die 5 Grundpfeiler des Pfarrers Kneipp näher: Bewegung, Lebensharmonie, Pflanzenheilkunde, Ernährung und Wasseranwendungen.

Starttafel – Antoniuskirchlein

2. Wegweiser

3. Verwurzelung

Pfarrer Sebastian Kneipp kann als Vorreiter der heutigen Wellnessbewegung bezeichnet werden - seine Thesen, die vor allem der Gesundheitsvorsorge dienen, werden auf diesem Themenweg vorgestellt.

Streckenverlauf: Rundwanderweg durch die Gemeinden Gaimberg und Thurn Start: Zettersfeld/Talstation Weiterer Wegverlauf: Grafenbach – „Mesner Riese“ – „Tschule“ Retourweg: über das Gemeindegebiet von Thurn – zurück zur Zettersfeld/Talstation Einkehrmöglichkeiten: Mocafè, Jausenstation Ploierhof, Hotel Haidenhof

Länge: 9.150 m / Gehzeit: ca. 3 Std. Höhendifferenz: 600 m

10. Ackerer Mühle Mit Hilfe der Wasserkraft betrieb man hier nicht nur eine Kornmühle, sondern auch den sog. Klee- und Gerstenstampf. Über Zugseile wurde die Energie auch in das nahe Wirtschaftsgebäude übertragen – zum Antrieb von Häcksel- oder Dreschmaschinen.

11. Glanz Mühle Eine der letzten Mühlen am Zauchenbach ist hier zu bewundern. Einst wurden von diesem Bach ca. 30 Mühlen angetrieben.

12. Landwirtschaft in Thurn

5. Der Haidenhof Nimmt man als Alternativroute den Weg über den „Haidenhof“, trifft man auf ein Anwesen, das bereits 1271 zum erstenmal erwähnt wurde und einstmals als Zulieferer von Nahrungsmitteln für Schloss Bruck gedient haben soll. Der Name stammt wahrscheinlich vom Buchweizenanbau, mundartlich „Hoaden“ genannt. Heute ist das Gebäude ein 4-Sterne Hotel, wo man auch die kulinarischen Köstlichkeiten der Haidenhof-Küche genießen kann.

6. Vögel der Feldfluren Über das Fliegen und den Vogelzug wird hier berichtet und außerdem werden typische Vogelarten der Feldfluren vorgestellt. Vielleicht können Sie auf Ihrer Wanderung einen Turmfalken erspähen, der im Sturzflug auf seine Beute stößt.

Dieser schön gelegene Rastplatz gestattet einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Landschaft. Im Rückblick wird hier die einstige Nutzung dieser Flächen aufgezeigt, aber auch alte bäuerliche Arbeitsweisen wie z.B. das „Eschenschnoazen“ werden erläutert.

13. Kammerlanderhof Dieser 500 Jahre alte Hof ist heute ein Museum, das den Besuchern das bäuerliche Leben früherer Zeiten näher bringen soll.

Einstiegsmöglichkeiten: Oberlienz – Lamprechtmühle (Nähe Pfarrkirche), Thurn – Kammerlanderhof oder Lienz - Tammerburg Wegverlauf: Oberdrumer / Oberlienzer Freilichtmuseum entlang des Schleinitzbaches – Maria Trost-Stöckl – Tammerburg – Patriasdorfden Zauchenbach entlang Richtung Zauche – Kammerlanderhof

Streckenverlauf: Rundwanderweg durch die Gemeinden Gaimberg und Lienz Start: Patriasdorfer Platz’l Weiterer Wegverlauf: Totenweg – Scherenweg – Gaimberg/Zentrum – Webhofer – zurück zum Patriasdorfer Platz’l in Lienz Retourweg: über Haidenhof und Moarfeld zurück zum Patriasdorfer Platz’l

Streckenverlauf: Rundwanderweg durch die Gemeinden Thurn und Oberlienz Start: Kammerlanderhof in Thurn Weiterer Wegverlauf: Sauboden – Schlösslbichl – „Rotes Wasserle“ – Zauche (Abkürzung Richtung Kammerlanderhof möglich) – bzw. über die Oberdrumer Feldfluren - zurück zum Kammerlanderhof Besonders für Familien bzw. Kinder geeignet.

Einkehrmöglichkeiten: Hotel Haidenhof, Obst-Hofladen Webhofer Öffentlich zugängliches WC: am Sonnenplatz’l in Grafendorf

Einkehrmöglichkeiten: Café „Die Zentrale“ in Thurn

Einkehrmöglichkeiten: Hotel Tyrol, Gasthof Mosmair, Dorfcafé und Nahversorger in Oberlienz, Café „Die Zentrale“ in Thurn Öffentlich zugängliches WC: Oberlienz/Gemeindezentrum

Länge: 4.030 m / Gehzeit: ca. 1½ Std. Höhendifferenz: 100 m

Länge: 6.300 m / Gehzeit: ca. 2½ Std. Höhendifferenz: 140 m

Länge: 7.670 m / Gehzeit: ca. 3 Std. Höhendifferenz: 240 m

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6000

0 1000 Entfernung (m)

2000

3000

4000

5000

700 0 2000 Entfernung (m)

4000

6000

8000

10000

650

600 0 500 Entfernung (m)

1000

1500

2000

2500

3000

3500

4000

850

Seehöhe (m)

700

900

Seehöhe (m)

600

725

Seehöhe (m)

900

625

Seehöhe (m)

Seehöhe (m)

Seehöhe (m)

1000

Seehöhe (m)

800

800 0 1000 Entfernung (m)

2000

3000

4000

5000

6000

750

700 0 1000 Entfernung (m)

2000

3000

4000

5000

6000

7000

8000


sonnenwege2008.pdf