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Weltkulturerbe Wachau

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Wachauer Marille Wer Marillen (Aprikosen) aus verschiedenen Regionen probiert, erkennt die Besonderheit der Wachauer Marille sofort. Wegen ihres einzigartigen Geschmackes ist sie heißbegehrt und genießt mittlerweile als Begriff und Produkt EU-Schutz. Har ald Aufreiter kümmer t sich um die sensiblen Früchte, und auch um die rund 1.000 Bäume in seinen eigenen Marillengärten. Er kultiviert ausschließlich die fruchtigen alten Wachauer Sorten wie die „Kremser Marille” oder „Klosterneuburger Marille”. Während in Krems ein ganzes Fest unter dem Motto „Alles Marille“ steht und in Spitz jedes Jahr der „Marillenkirtag“ tausende Besucher anlockt, führt in Krems-Angern jetzt ein eigener Weg zur Frucht, durch Marillengärten und über kleine Raststationen mit viel Wissenswertem. Auch über die manchmal harte Arbeit im Obstgarten wird erzählt, das händische Ernten mit dem schmalen, hohen Marillenzistel, dem Pflückkorb und über die Landschaft. Was es mit Lilli Marilli und dem Baumelfenkind auf sich hat, das ist eine noch viel spannendere Geschichte, vor allem für die Kleinen. Und wie die fleißige Hummel und das flinke Ziesel dabei helfen, dass Lilli ihren richtigen Platz findet, das ist im Kinderbuch nachzulesen – und nachzuspielen. Am besten mit den Großen, damit die auch etwas über die Marille lernen …

Wissenswertes Beim Einkauf von Marillen und Marillen-Produkten lohnt es sich, auf das Gütesiegel „Original Wachauer Marille“ zu achten. Dieses sollte an den farbenfrohen Ständen an beiden Donauufern auf Hinweisfahnen sowie auf den Sonnenschirmen und Verkaufskartons erkennbar sein. Die Mitgliedsbetriebe des Vereins Wachauer Marille sind außerdem mit am Haus angebrachten „Hoftafeln“ und dem Gütesiegel gekennzeichnet.

Zum Beispiel, dass man die Original Wachauer Marille nicht nur an ihrer appetitlich prallen Form und den roten Bäckchen erkennt, sondern auch an ihrem süßen, saftigen Geschmack. Gründe dafür sind das unverwechselbare Klima, der Boden und vor allem das Zusammentreffen verschiedener Klimate. Die damit verbundenen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, speziell in der Reifephase, haben einen direkten Einfluss auf Geschmack, Aroma und Gehalt der Frucht. Und weil die besonders köstlichen Wachauer Marillen sowohl frisch vom Baum als auch in Form von Knödeln, Kuchen, Strudeln, Marmeladen oder Säften eine Wonne für jeden Genießer sind, gibt es seit einigen Jahren auch die „Genussregion Wachauer Marille g.U.“ www.marillen-genuss.at

Mehr über die Kriterien und die Mitglieder des Vereins finden Sie auf www.wachauermarille.at

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