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Weltkulturerbe Wachau

Marillenkultur Jahrhunderte lange Erfahrung in Forstwesen und Gartenbau und die außergewöhnliche Lage mitten in der Natur verhalfen den Benediktinermönchen von Stift Göttweig zu einer beachtlichen Expertise in Sachen Baumkultur. Heute verfügt das Stift über eine nachhaltige Vielfalt in seinen Waldbeständen. Eine Besonderheit ist der in der Nähe von Paudorf gelegene Mammutbaumbestand. Im erst 1980 begründeten Arboretum sind mehr als 50 Gastbaumarten aus aller Welt zu bewundern. Hier entsteht gerade die Göttweiger Waldschule, die Klein und Groß den lebenswichtigen Wald näher bringt. Ein besonders „fruchtbarer“ Wald liegt gleich neben der Klausur: Ein Garten mit alten Marillengsorten der Wachau. Diesen Garten kann man zwar nicht besuchen, dafür erfährt man aber auf dem „Marillen-Erlebnisweg“, im benachtbarten Angern, alles über die Genuss-Frucht Marille. Am Weg liegen die bis zu 17 Meter hohen Marillenbäume des Weinhofs Aufreiter in Angern. Lohnend sind die Ausblicke auf das Stift Göttweig und ein Besuch der Wetterkreuzkirche über Hollenburg. www.marillenweg.at

Klosterleben Das Benediktinerstift hat sich im Laufe seiner mehr als 900-jährigen Geschichte, nicht nur in der Betreuung der heute noch mehr als 30 Pfarren der Region betätigt, die teils bis zu einer Autostunde entfernt liegen. Es hat sich auch als spirituelles und kulturelles Zentrum etabliert. Mehr darüber ist in der Dauerausstellung „Klosterleben“ zu erfahren, wo Besucher dem Tagesablauf der rund 45 Mönche nachspüren können: Von der Vigil um 6 Uhr bis zur Vesper um 18 Uhr sind Gäste auch zum Gebet eingeladen. „Kloster auf Zeit“ heißt die Möglichkeit für Männer, einige Tage am klösterlichen Rhythmus teilzunehmen. Einkehrtage für Frauen und Männer, mit Gesprächsmöglichkeit mit einem Mönch, sind sehr beliebt. Für einen Urlaub der besonderen Art stehen auch Zimmer zur Verfügung. Buchen kann man Übernachtungen mit Frühstück.

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