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Weltkulturerbe Wachau

Stift Göttweig

Information über Stift Göttweig 3511 Stift Göttweig Tel 02732/85581-0 Mail info@stiftgoettweig.at www.stiftgoettweig.at

Wer die Donau stromaufwärts fährt, braucht keine Karte, um zu wissen, wo das Weltkulturerbe Wachau beginnt. Hoch auf der Anhöhe leuchtet als strahlender Wegweiser das Benediktinerstift Göttweig. 1083 gründete Bischof Altmann von Passau Stift Göttweig als Reformkloster. Bald darauf siedelten sich hier die ersten Benediktiner an, die durch alle Wirren der Geschichte ihrer Sendung bis heute treu blieben. 2000 wurde Stift Göttweig als einer der prominentesten Kunstschätze der Region von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Dieses Erbe ist spürbar und ein wenig Ehrfurcht befällt auch Skeptiker, wenn sie die Kaiserstiege hinauf schreiten, hoch über sich das faszinierende Himmelblau des Deckenfreskos von Paul Troger. Die barocke Pracht stammt zum Großteil aus der Feder des damaligen Stararchitekten Johann Lucas von Hildebrandt. Nur die Erentrudis-Kapelle, Burg, Krypta und Chor der Kirche zeigen noch Teile der mittelalterlichen Klosteranlage. Heute ist das Stift eine Schatzkammer, ein Ort der Bewahrung von Einzigartigkeit. Rund 30.000 Blätter europäischer Meister umfasst die Graphische Sammlung – die größte Österreichs nach der Albertina. Stift Göttweig zum Nachblättern: Das Department für Bildwissenschaften der Donau-Universität Krems hat diese digitalisiert und seit 2006 über das Internet zugänglich gemacht. Spannend auch die wechselnden Ausstellungen, die sich unter anderem mit der Wachau beschäftigen. Wer wissen möchte, wie die rund 45 Mönche ihren Alltag gestalten, der ist zu einem Besuch der Dauerausstellung „Klosterleben“ herzlich eingeladen. Schauplatz von stimmungsvollen Konzerten und Veranstaltungen sind das Stifts-Restaurant, die Kirche, der Hof und die verschiedenen Räume des Stiftes.

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