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Weltkulturerbe Wachau

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Wissenswertes Der Drei-Kirchen-Weg

Naturpark Jauerling – Wachau Auf 915 Metern Seehöhe sitzen und weit ins Land hinein schauen, so lässt sich ein sonniger Tag auf der Wachau-Terrasse des Naturparkhauses am Jauerling genießen. Rund um die Aussichtswarte liegen die Wälder und Wiesen des Naturparks Jauerling-Wachau. Bei klarem Wetter sieht man von den Karpaten über das Ötschermassiv bis zum Watzmann. Für stramme Wadeln ebenso wie für Genusswanderer bietet sich die Jauerling-Runde mit ihren sieben Etappen an. Die genauen Beschreibungen und GPS-Tracks finden sich auf der Website des Welterbesteigs. www.naturpark-jauerling.at | www.welterbesteig.at Und wenn es Winter wird, verweisen die Wachauer stolz auf ihr eigenes Skigebiet, wo auch der Snowboard-Weltcup gastiert. Für eine schnelle Aufwärmrunde oder für Anfänger ist das Skigebiet ideal. Um die Betreuung kümmern sich zwei Skischulen und eine Skihütte gibt es auch. Tipp: Von Mittwoch bis Samstag Nachtskilaufen bei Flutlicht. www.jauerling.at

Dieser gut ausgeschilderte Wanderweg mit historischen Wurzeln, zieht ein Band zwischen den drei markantesten Kirchen des Naturparks: der Wallfahrtskirche Maria Laach, der spätgotischen Wallfahrtskirche St. Andreas in Heiligenblut und der gotischen Wehrkirche Weitental. Autofreie Wege, weite Ausblicke über das Jauerlinger Hochland und das Weitental und schließlich die deftigen Spezialitäten in den Wirtshäusern der Orte sorgen auf jeden Fall für frische Energie.

Wissenswertes Der Kraftweg

Pilgern in der Wachau Wann genau die Wallfahrten nach Maria Laach begannen, liegt im Dunkeln. Kirchenforscher gehen von einer fast 1000-jährigen Wallfahrtstradition aus. Das Ziel, die Pfarrkirche Maria Laach, liegt am Südhang des Jauerlings und hat sich ihre mittelalterliche Ausstattung weitgehend erhalten. 1380 wurde an Stelle der bisherigen Kirche der Bau des gotischen Gotteshauses begonnen, die Wallfahrten nahmen zu. Pilgergelöbnisse zur Pestzeit und Wunderheilungen im 18. Jahrhundert ließen immer mehr Wallfahrer zum gotischen Doppelaltar und seinem Gnadenbild „Maria Sechsfinger“ ziehen. Laut der Sage kam der sechste Finger der Madonna auch nach Übermalungen immer wieder zum Vorschein.

Ein Kraftplatz ist Maria Laach nicht nur im übertragenen Sinn: Am Dorfbrunnen beginnt der 1,5 km lange Kraftweg. Initiiert hat den Rundweg Edmund Binder, der den Phänomenen der Erdenergie nachspürt. An zehn Stationen ist die Kraft der Landschaft zu fühlen. Der Pfad führt vom Steinernen Tor und dem Sternzeichenplatz über das Kraftbankerl und die Klangstation bis zum Höhepunkt – der Wallfahrtskirche Maria Laach.

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