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ankommen Das Österreich-Urlaubsjournal  Kultur 2012

Hier ist Tradition lebendig

Handwerks-Kunst Loden, Schuhe, Stoffe – klassisch und doch sehr modern // GroSSe Meister Die besten Museen und Ausstellungen // Da ist Musik drin Alles über Jazz, Tanz, Theater, Konzerte und Festivals // Charme-Offensive Zu Besuch in den kleinen historischen Städten // Tipps für Kulturliebhaber www.austria.info

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DIE SAMMLUNG DES WIEN MUSEUMS 16. Mai 2012 bis 16. September 2012 WWW.WIENMUSEUM.AT

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Fotos: Peter Rigaud, Österreich Werbung/Jungwirth

Gustav Klimt: Emilie Flöge, 1902, © Wien Museum

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… gehen in Österreich Tradition und Leidenschaft oft Hand in Hand – und schließen die Moderne keinesfalls aus. Stefan Nink, unser Autor der Reportage ab Seite 14, fand im Salzkammergut kleine feine Betriebe, die hochwertige Produkte mit viel Liebe und Fachkenntnis nach guter alter Art herstellen und trotzdem einen klaren Blick haben für Trends und Mode. Die kleine Stoff-Manufaktur in Bad Aussee etwa, die moderne Schnitte und Farben mit alter Drucktechnik zu einem frischen Trachtendesign vereint. Oder den Familienbetrieb in Mandling, dessen traditionell produzierte Lodenstoffe heute bei Modemachern in aller Welt begehrt sind. Adressen, deren Besuch in jedem Fall lohnt. Genauso wie die vielen Musikfestivals, die großen Bühnenstücke, die Kunstsammlungen und Museen überall im Land – sie versprechen kulturellen Hochgenuss. Das Ganze ist immer eingebettet in die wunderschöne österreichische Natur. Und für Gaumenfreuden im nächsten Haubenrestaurant oder beim Heurigen gleich um die Ecke ist natürlich auch stets gesorgt. So, wie es in den Ferien sein soll. Ich wünsche Ihnen einen genussvollen Urlaub in Österreich, Ihre Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung

Fotos: Peter Rigaud, Österreich Werbung/Jungwirth

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Wenn Sie mich fragen …

Was Sie erwartet 04  Auftakt Einsichten und Ansichten zu Kunst, Musik, Tanzfestivals und Theater  10  Augenblicke Geniale Designer, die Kunst des Glasmachens und ein besonderes Thermalbad  14  Leidenschaft für Tradition Fachbetriebe, die nach alter Art Qualitätsprodukte herstellen – vom Schuhmacher bis zur Keramik-Manufaktur  22  Info tradition Blaudruck, Büchsenmacherei und mehr  24  Ganz groSS in Graz Über ein einzigartiges Kunsthaus, einen neugestalteten Museumskomplex und die Galerieszene  26  Info Kunst Die besten Museen im Land  28  musik liegt in der luft Das Jazz Fest Wien und seine Interpreten  30  info musik Die schönsten Festivals  32  klein, aber besonders Zu Besuch in den „Kleinen historischen Städten“  34  urlaubs-Service Diese Tipps kommen von Herzen  Ab Seite 35  Highlights UND Tipps

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www.austria.info

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Star der Society

Er gilt als berühmtester Maler Österreichs, seine Werke waren stets höchst begehrt: Gustav Klimt (1862–1918), geboren in Wiens Vorstadt Baumgarten, war ein Protagonist des Wiener Fin de Siècle und Liebling des aufstrebenden Bürgertums. Seine oft von erotischer Ausstrahlung geprägten Bilder wurden förmlich von der Staffelei weg gekauft. Obwohl

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Foto: Belvedere, Wien

der Meister oft sehr lange an einem Werk arbeitete, hat er rund 300 Bilder und 3000 Zeichnungen hinterlassen, so wie dieses Detail aus dem „Beethovenfries“; seine Werke erzielen heute Millionenbeträge. Zum Klimt-Jahr 2012 anlässlich seines 150. Geburtstags gibt es nun Events im ganzen Land – etwa die Ausstellung „Gustav Klimt/Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne“ im Wiener Belvedere, das die weltweite größte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts besitzt.

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Fotos: Marc Borggreve, Tanzsommer Innsbruck

Musik und ...

Musik liegt in der Luft, das ganze Jahr über kann man sich in Österreich verzaubern lassen durch große Klassik-Veranstaltungen oder coole Rock- und Popfestivals. Egal ob bei der „styriarte“ unter Leitung von StarDirigent Nikolaus Harnoncourt in Graz, auf den Spuren von Mozart, Haydn und Liszt bei Weltereignissen wie den Salzburger Festspielen, an stimmungsvollen Orten wie der Bregenzer Seebühne oder bei coolen Soundtracks des Jazz Fest Wien, in Österreich spielt die Musik. Viele Events gehen dabei ungewöhnliche Wege, so das Tiroler Klangspuren Festival für Neue Musik. Es steht für Weltoffenheit, Toleranz, Eigenständiges und auch schon mal Sperriges aus dem weiten Feld zeitgenössischer Klänge und bietet vielen jungen Künstlern eine Plattform – etwa der virtuosen Geigerin Patricia Kopatchinskaja auf unserem Bild.

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Fotos: Marc Borggreve, Tanzsommer Innsbruck

... Tanz

Zeitgenössisch und avantgardistisch sind sie, die spektakulären Aufführungen bei Events wie dem Innsbrucker Tanzsommer. Als das Festival 1995 erstmals stattfand, war manch einer skeptisch – würden sich die Tiroler für eine Bewegungskultur jenseits des Wanderns begeistern lassen? Das Wagnis lohnte: Bereits im ersten Jahr kamen Tausende von Besuchern, das Festival ist seither voll etabliert und steht im Programm internationaler Choreografen und Tänzer, etwa der dynamischen Gruppe Gauthier Dance (oben). Zusätzlich zum Bühnenprogramm findet heute ein großer Workshop-Teil für tanzfreudige Erwachsene und für Kinder und Jugendliche statt, bei dem nicht nur der genussvolle Konsum großer Kunst, sondern das Erlernen verschiedener Tanzelemente im Vordergrund steht – vom Jazz-Dance-Event für Schüler bis hin zum Choreografie-Workshop.

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Ganz große Bühne

Die großen und kleinen Theater in Österreich bezaubern durch ein Programm voller Leidenschaft, bringen Klassiker genauso wie Experimentelles auf die Bühne, egal ob in Wien, Bregenz, Linz oder anderswo. Ein ganz großes Stück begeistert in Salzburg regelmäßig sein Publikum, jüngst zum 600. Mal: Der „Jedermann“ von Hugo von Hoffmanns­ thal, 1920 erstmals bei den Salzburger Festspielen aufgeführt, zählt zu den prächtigsten Darbietungen. Das Spiel auf dem Salzburger Domplatz um das Sterben 8

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Foto: Magdalena Lepka

eines reuigen Lebemanns ist stets glanzvoll besetzt: Stars wie Will Quadflieg, Maximilian Schell, Ulrich Tukur und Nicholas Ofczarek gaben bereits den Jedermann, Christiane Hörbiger, Senta Berger, Veronica Ferres und 2011 Birgit Minichmayr (Foto) seine verlockende Buhlschaft. Die junge Frau in der leuchtend roten Robe ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Österreichs. Der Jedermann wird auch in Zukunft die Aufmerksamkeit des Publikums haben, denn das Thema des Stücks um Moral und Anstand des reichen Mannes ist ja heute aktueller denn je. 9

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Augenblicke

Fotos: Rogner Bad Blumau (2), Backhausen, Ploom/Kurt Salhofe, Johannes Hoyos, Neue Wiener Werkstätte, www.gourmetreise.com

Interessantes, Neues, Originelles: Was Sie über Kultur wissen müssen

Rogner Bad Blumau ist wie eine Reise ins Reich der Sinne. Der Künstler Friedensreich Hundertwasser schuf mit seinen Hausskulpturen samt bunter Fassaden und goldener Kuppeln einen Rückzugsort, in dem Landschaft und Baukunst achtsam miteinander verbunden sind – das Hügelwiesenland als lebendes Gesamtkunstwerk, welches mit und durch die Natur wächst und wo heiße Quellen wirken. Zum 13. Geburtstag des Rogner Bad Blumau ehrte Aktionskünstler André Heller mit einem besonderen Geschenk das ökologische Engagement seines Freundes und Künstlerkollegen Friedensreich Hundertwasser – die „Wassergöttin“ (Bild oben), eine lebende Plastik deren Stahlkorsett mit 40 Kubikmeter Humus angefüllt und so ein Nährboden für tausende Pflanzen ist. www.blumau.com

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Besondere Empfehlungen

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Fotos: Rogner Bad Blumau (2), Backhausen, Ploom/Kurt Salhofe, Johannes Hoyos, Neue Wiener Werkstätte, www.gourmetreise.com

Via Culinaria

Tipptopp in Form

Moderne Stoffe, coole Linien, freche Farben – viermal aktuelles Design aus Österreich Backhausen

[1]  Ein Traditionshaus präsentiert Avantgarde. Seit 1849 verzaubert das Wiener Unternehmen mit Stoffen und Möbel-Textilien in höchster Qualität, verfügt über das weltweit größte Archiv von Originalentwürfen des Wiener Jugendstils. 1888 wurde ihm gar der Titel „k. & k. Hoflieferant“ verliehen. Nun hat Backhausen neue Wege beschritten. Dem Stoff „Returnity“ aus flammenhemmendem Trevira CS ist ein besonders langes Leben beschert. Die umweltfreundlich produzierte Weltneuheit ist komplett wiederverwertbar – zum Wohl der Natur und kommender Generationen. www.backhausen.at

Ploom

[2]  Spätestens seit die Vogue den „Alpen-Glam“ zum neuen Trend erhob, ist klar: Die Tracht hat ihr angestaubtes Image abgeworfen. Eine neue Designer-Generation in Österreich sorgt für Dynamik an der Kreativfront und lässt die Grenzen zwischen Mode und Tradition augenzwinkernd verschmelzen. Tanja Pflaum ist eine Designerin aus dieser Generation. Mit ihrem Label Ploom mischt sie die Szene mächtig auf, ihre aktuelle Dirndlkollektion besticht durch kräftige Farben und kuriose Accessoires – so verleiht sie der Mozartstadt Salzburg eine neue modische Facette. www.ploom.at

Zu einer genussvollen Tour kreuz und quer durch das Salzburger Land verleitet die Via Culinaria. Sieben Genusswege führen zu feinen regionalen Spezialitäten – beim Bauern, beim urigen Wirt oder im Haubenrestaurant. www. salzburgerland.com

GourmetReise Festival Im Juni 2012 laden die Genusshauptstadt Graz sowie ausgesuchte Gastgeber in der ganzen Steiermark zur Gourmetreise ein – Spitzenköche aus Australien, China, Italien, Marokko und anderen Ländern kochen groß auf. www.gourmet reisefestival.at

Design Egg [3]  Johannes Hoyos liebt runde Sachen, und darum wählt er als Basis für

seine Kunstwerke das Straußenei. Der weitgereiste gebürtige Australier, der nach einem Studium der Volkswirtschaft in Wien eine Forstwirtschaft übernahm und heute in Lunz am See lebt, fertigt aus den robusten Eiern exklusive Vasen und Spardosen mit Aufsätzen aus Sterlingsilber und Kupfer. Dem Produktdesigner sind Liebe und Nähe zur Natur ein Herzensanliegen – seine Kunden können daher auch auf dem ruhigen Landgut im Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert nächtigen. www.design-egg.net

Neue Wiener Werkstätte [4]  Die Erfolgsgeschichte begann bereits 1903, als

Josef Hoffmann und Kolo Moser in Wien die Wiener Werkstätte als Produktionsgemeinschaft bildender Künstler gründeten. 1986 übernahm das Familienunternehmen KAPO aus Pöllau den Markennamen und vereinte den künstlerischen Anspruch mit dem eigenen Qualitätsmaßstab zur Neuen Wiener Werkstätte. Die „neue Kunst des Wohnens“ wird seither ständig erweitert – von der aktuellen Wolfgang Joop-Kollektion bis hin zum fotorealistischen 3D-Raumplanungstool NWWnet. www.neuewienerwerkstaette.com

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Schnell ans Ziel Die Austrian Airlines Group und viele weitere Flug­linien verbinden Österreich mit allen wichtigen Des­tinationen der Welt. Neben Wien-Schwechat werden fünf weitere Flughäfen angeflogen: Graz, Innsbruck, Linz, Klagenfurt und Salzburg. Shuttlebusse und Bahnen bringen Reisende rund um die Uhr in die Stadtzentren. Auch Transfers in die Urlaubsregionen werden angeboten. Nähere Informationen finden Sie auf den Websites der Flughäfen. *] Der Westen Österreichs ist auch gut über die Flughäfen Friedrichshafen, Memmingen, Altenrhein und Zürich zu erreichen.

Wie geht das, Glas machen? Der Schmelzofen glüht, strahlt eine enorme Hitze ab. Das Herzstück einer jeden Glashütte steht rund um die Uhr unter Dampf, feurige Wiege oft zartester, mundgeblasener Kunstwerke, in denen später edler Wein schimmern wird. Bei Temperaturen um 1480 Grad und unter ständiger Bewegung schmilzt das Gemenge aus Quarzsand, Natriumcarbonat und vielen anderen Bestandteilen zur zähen Melange, die nun dem Glasbläser zugeführt wird – dank seiner Kunstfertigkeit wird die heiße Masse dann zum edlen Gefäß. Glasmanufakturen haben Tradition in Österreich. Die Marke Zalto zum Beispiel gründet auf einer gleichnamigen Dynastie aus Venetien, die sich schon vor sechs Generationen im nördlichen Waldviertel niederließ. 2006 wurde das Unternehmen neu strukturiert und ist seither mit den Marken Zalto und Denk‘Art auf feine mundgeblasene Trinkgläser spezialisiert. Man entwickelt die Produkte gern in Zusammenarbeit mit heimischen Winzern, Gastronomen und anderen Fachleuten. Der Erfolg gibt den Glasmachern recht: Ihre schönen, dünnwandigen und trotzdem robusten Kelche werden vom Firmensitz in Gmünd bis nach Japan, China und in die USA exportiert. Der Glasbläser hat derweil mittels eines feinen Edelstahlrohrs eine Glasblase in eine Holzform gefüllt, der dem Kelch die edle Linienführung verleiht. Nach Öffnen der Form wird achtsam aus der Unterseite des Corpus der Stiel ausgezogen, die heiße Bodenplatte angesetzt und das Ganze in einen Kühlofen verfrachtet. „Glas kann eine sehr emotionale Beziehung zum Getränk aufbauen“, sagt Martin Hinterleitner, einer der beiden Zalto-Geschäftsführer – so wie guter Wein erst aus dem edlen Kelch richtig schmeckt. www.zaltoglas.at

Mit der bahn 

Aus allen Nachbarländern Österreichs gibt es leistungsfähige Bahnverbindungen nach Wien sowie in alle größeren Städte und Orte, teilweise auch mit Autoreisezügen. Die bequeme und umweltfreundliche Bahn ist auch für die Weiterreise von den Flughäfen zu empfehlen. Weitere Informationen zur Anreise mit der Bahn: www.oebb.at

mit dem auto 

Österreichs Autobahn- und Schnellstraßennetz ist sehr gut ausgebaut und bestens für die individuelle Anreise geeignet. Achtung: Diese Straßen sind mautpflichtig und dürfen ohne Vignette nicht befahren werden. Sie erhalten die Vignette in Österreich bei den Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ, in Trafiken und an Tankstellen. Vor der Reise können Sie die Vignette auch bei heimischen Autofahrerclubs bestellen. www.vignette.at

Linz OBERÖSTERREICH

WIEN

SALZBURG

TIROL Innsbruck

STEIERMARK Graz

KÄRNTEN Klagenfurt

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Fotos: Zalto Glas, Maximilian Hochstätter/Atelier Xenia Hausner, NÖ Kindersommerspiele/Hans Kopitz, Toihaus Theater/Michaela Grieshaber, Kinderfestspiele/Erika Mayer, Günter Kargl, Tourismusverband Paznaun-Ischgl

mit dem flugzeug 

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Kinderfestivals Drei Fragen an... Xenia Hausner, Malerin

Fotos: Zalto Glas, Maximilian Hochstätter/Atelier Xenia Hausner, NÖ Kindersommerspiele/Hans Kopitz, Toihaus Theater/Michaela Grieshaber, Kinderfestspiele/Erika Mayer, Günter Kargl, Tourismusverband Paznaun-Ischgl

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Besondere Empfehlungen

Xenia Hausner studierte zunächst Bühnenbild in Wien und London, wendete sich dann der Malerei zu. Ihre Werke waren anfangs Mixed-MediaArbeiten aus Fotos und Farbe, heute machen ihre Bilder in Öl international Furore. Sie lebt und arbeitet in Oberösterreich und in Berlin. Wo arbeiten Sie lieber und produktiver, in Ihrem Berliner Großstadtatelier oder in der Scheune Ihres Bauernhauses im Salzkammergut? Momentan bin ich mehr in Österreich, früher war ich mehr in Berlin, und jetzt schlägt das Pendel wieder zurück. Ich hab‘ beide Ateliers sehr gern zum Arbeiten. Für mich ist das Licht immer entscheidend, und ich brauche verschiedene Lichteinfälle von oben, die ich regulieren kann. Wie finden Sie die Modelle, die Sie malen? Es kann zum Beispiel passieren, dass ich auf der Straße jemanden sehe, der interessant aussieht und ich ihm einfach meine E-Mail-Adresse gebe. Dann entspinnt sich etwas um diese Person herum. Das ist schon ein bisschen wie beim Film oder beim Theater. Ich habe da mein eigenes, sehr subjektives Castingsystem. Wenn Sie mal abschalten wollen, wo gelingt das am besten? Während der schönen Jahreszeit kann ich in Österreich relativ gut abschalten, aber auch nicht wirklich, da ich hier ja auch ein Atelier habe. Ich kenne diese Trennung zwischen Beruf und Freizeit sowieso nicht. Kein Künstler kennt die. Das ist auch mein Privileg. Mir wird nie fad werden im Leben. Ich werde nie eine Sinnkrise haben, in der ich nicht weiß, was ich mit meinem Leben anfangen oder was ich im Alter tun soll. www.xeniahausner.de, www.deschler-berlin.de

Musik machen, Ballett tanzen, Theater spielen und coole Bücher lesen – kunterbunte Festivals in ganz Österreich bescheren jungen Menschen mit viel Einsatz und Kreativität jede Menge Vergnügen NÖ Kindersommerspiele

Das größte Kinderkulturfestival Österreichs findet Ende August im kleinen Herzogenburg statt – spielen, tanzen und andere Kulturen kennenlernen ist hier Programm. www.noekiss.at Kinderfilmfestival

Eine Woche lang im November werden in Wien, Graz, Liezen, Bruck an der Mur, Innsbruck, Linz und Gmunden Filme für junge Menschen gezeigt – ein echtes Highlight. www.kinderfilmfestival.com Lesofantenfest

Tausende kleine Leseratten erleben alljährlich zwei Novemberwochen voller Lesungen, Workshops, Kino- und Theatervorstellungen in Wiens Büchereien (www.kinderbuechereien.wien.at). Ähnliches gibt‘s auch im März in St. Pölten (www.kijubu.at) und im Mai in Graz (www.bookolino.at). „szene bunte wähne“ (sbw)

Jedes Jahr Ende September spielt eine großartige Kinder- und Jugendtheaterszene im Waldviertel, etwa in Horn, Krems und Zwettl. Das TanzFestival Wien im März ist ein Ableger von sbw. www.sbw.at „Spleen graz“

Internationale Theater-, Musik- und Tanzgruppen begeistern die Kinder von Graz sechs Tage im Februar – und das mobile Theaterfestival „Kukuk“ tourt durch die Steiermark. www.spleengraz.at SCHÄXPIR theaterfestival

Wachau goUrmetfestival Einige der besten Küchenchefs aus ganz Europa sind zu Gast beim Wachau Gourmetfestival im Frühjahr 2012 – neben mehr als 30 Einzelevents lockt zudem die Topmesse „wein.genuss.krems“. www.wachaugourmet-festival.at

kulinarischer JAKOBSWEG Paznaun Unter der Obhut von Eckart Witzigmann kreieren internationale Spitzenköche für je eine Alpenvereinshütte im Paznaun erlesene regionale Gerichte. www.kulinarischerjakobsweg.paznaunischgl.com

Ende Juni 2013 beginnt in Oberösterreich die neue Auflage des hochkarätigen Theaterfests für Zuschauer von 1 bis 99 Jahren. www.schaexpir.at Theaterfestival „Bim Bam“

Internationale Künstlergruppen unterhalten im Januar/Februar 2013 Klein(st)kinder ab einem Jahr an diversen Spielorten in Stadt und Land Salzburg sowie in Oberösterreich. www.toihaus.at salzburger kinderfestspiele

Kinderkonzerte und Workshops sollen im Mai bei Kindern auf spielerische Weise die Lust an Musik wecken – etwa im amadeus terminal 2 am Salzburger Flughafen. www.kinderfestspiele.com

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Leidenschaft für Tradition

Das gute alte Handwerk ist heute gefragter denn je. Seit Generationen werden im ganzen Land einzigartige Produkte in High-End-Qualität gefertigt. Zum Beispiel im schönen Salzkammergut Nach alter Sitte: Stoff wird mit hölzernen Modeln bedruckt

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Wie in alten Zeiten arbeitet das Team von Martina Reischauer bei Mauthnerdruck in Bad Aussee mit Modeln, Druckstempeln aus Holz oder Messing, die seit mehr als 300 Jahren in k端nstlerischer Handarbeit hergestellt werden. 400 unterschiedliche Muster lassen sich beim tradi足tionellen Bedrucken der Stoffe miteinander kombinieren

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Bei Gmundner Keramik wird seit Generationen das typisch österreichische Tafelgeschirr in Handarbeit hergestellt, mit klassischen Dekors wie „Grüngeflammt“ oder „Hirsch“. Die Farben werden liebevoll von Hand aufgetragen, jedes Stück ist ein Unikat – Geschirr-Liebhaber in aller Welt wissen diese Handwerkskunst zu schätzen

Salz zählt zu den traditionellen Handelsgütern, hat hier zudem vielen Orten und Städten zu ihrem Namen verholfen. Heute erfahren die Besucher der Salzwelten von Hallein, Hallstatt und Altaussee, wie schon die alten Kelten das weiße Gold aus dem Inneren der Berge geholt haben

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Arbeitsprozesse, Techniken und Naturmaterialien sind in Goisern über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert geblieben. Schuhmacher Rudolf Steflitsch-Hackl hat sein Wissen von Vater und Großvater gelernt, Werkstatt und Werkzeug sehen noch fast so aus wie früher – manche Dinge lassen sich einfach nicht verbessern

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r hat sie noch von all seinen Kunden, die Blätter mit den Umrissen und Maßangaben, natürlich hat er sie noch, da, auf seinem Schreibtisch, säuberlich gestapelt: alle mit diesen lang gezogenen Bleistiftstrich-Ellipsen, alle mit kleinen Ziffern und Anmerkungen. Auf jedem dieser Blätter hat ein Kunde gestanden, und er ist auf den Knien mit dem Bleistift einmal um dessen Füße herum, und dann hat er noch den Ballen vermessen und Rist, Ferse und Knöchel, und anschließend hat er sich an die Arbeit gemacht. Ungefähr ein Jahr später bekam der Kunde dann einen Anruf, sie sind fertig und in der Post, viel Freude damit und immer sicheren Tritt. Und in Guatemala oder Kanada oder sonst irgendwo auf der Welt hat kurz darauf oder auch einige Zeit später jemand ein Paket bekommen und sie ausgepackt und angezogen: seine  Goiserer, aus Bad Goisern am wunderschönen Hallstättersee. Eigentlich dürfte es so jemanden wie Rudolf Steflitsch-Hackl überhaupt nicht mehr geben in einer Welt, in der manche Menschen in Flip-Flops ins Büro latschen. Steflitsch-Hackl stellt maßgefertigte, hand- und zwiegenähte Schuhe her, die „Original Goiserer“, Bergschuhe, Halbschuhe, Haferlschuhe, wie schon sein Vater vor ihm  und davor dessen Vater. Der hat damals den Kaiser Franz-Josef auf so ein weißes Blatterl Papier gestellt. Und später dann dazu den gesamten k.& k.-Adel, weil natürlich jeder solche Schuhe wie Seine Majestät tragen wollte. Sein Enkel hat Exemplare für Edmund Stoiber und Arnold Schwarzen­egger gefertigt, aber auch für „Leute, die nicht oft unter Leute gehen“ und Kunden, „die nicht möchten, dass ich ihren Namen verrate“. Die zahlen gerne zwischen 850 und 1200 Euro für ein Paar Schuhe, „das länger hält, als es gut fürs Geschäft wäre“. Den Original Goiserer gibt es seit 1850. Da war der Jäger und Schuhmacher Franz Neubacher auf einem Pirschgang in einen Felsenschnitt gestürzt, aus dem er sich wegen seiner schlechten Schuhe nur mit Mühe befreien konnte. Noch auf dem Rückweg war ihm die Idee für eine neue Art Bergschuh gekommen, der nicht mehr genagelt, sondern ausschließlich genäht sein sollte. Es ist dieser Typ Schuh, den Rudolf Steflitsch-Hackl auch heute noch herstellt. Mehr oder weniger unverändert. Der Schuhmacher aus Bad Goisern mag der Letzte seiner Art sein – allein ist er nicht. Überall in der Grenzregion von Oberösterreich, dem Salzkammergut und der Steiermark gibt es noch diese

kleinen oder größeren Unternehmen, die ihre Leidenschaft für Tradition gegen den Massenmarkt behaupten. Deren Besitzer morgens vom Frühstückstisch in die Werkstatt nebenan gehen können. Die niemals auf die Idee kommen würden, nach Wien oder Graz umzuziehen, oder in China produzieren zu lassen. Die die Silhouetten ihrer Heimatberge in ihre Seele geritzt haben, in der Mittagspause auf einer Bank vor dem Haus sitzen und sich sonntags beim Wandern inspirieren lassen von den Formen und Farben der Natur um sie herum. Und für deren Erzeugnisse ein bekanntes Werbemotto zutrifft: Es gibt sie noch, die guten Dinge. Zum Glück gibt es sie noch. Die Gmundner Keramik zum Beispiel – die gibt es seit 1903. Damals erkannte der Inhaber der Manufaktur die Zeichen der Zeit: Er ahnte, dass feines Geschirr nicht mehr länger ein Privileg des Adels und der Reichen bleiben würde. Gut einhundert Jahre später stehen im Alpenraum in so gut wie jeder Küche Österreichs Teller und Tassen aus Gmunden, und alle sind sie Einzelstücke: Jede Vase und jede Tasse wird mindestens 60 Mal in die Hände genommen, bevor sie in den Handel kommen. Bei Design und Dekor greift man auf Muster und Motive zurück, die entweder zeitlos sind oder soeben einen zweiten Frühling erleben. Bestes Beispiel ist das Hirschmotiv, das in den letzten Jahren selbst auf den Kollektionen italienischer Modemacher zu finden war. Auf der Gmundner Keramik gibt es den Hirschen schon seit den Achtziger Jahren – damals hatte ein Restaurant eine Porzellanlinie mit diesem Motiv in Auftrag gegeben. Es stecken fast immer solche alten Geschichten hinter den Erzeugnissen dieser Unternehmen: Der Jäger, der mit seinem schlechten Schuhwerk in der Falle saß. Der Hirsch, den das Wirtshaus gerne auf sein Porzellan gemalt haben wollte. Und manchmal sind diese Geschichten nicht bloß alt. Manchmal reichen sie zurück bis zum Beginn unserer Zeit. Etwa im Jahre 500 vor Christi haben die Kelten nahe des Ortes, der heute Hallein heißt, Stollen zum Salz in den Dürrnberg geschlagen. 2500 Jahre lang, bis 1989, wurde das weiße Gold der Berge gefördert – ursprünglich auch ein Handwerk im eigentlichen Sinne. Seitdem ist Hallein das Vorzeigestück des Salzbergbaus in der Region. Jedes Jahr kommen 200.000 Besucher, um sich von

Goiserer Schuhe

Gmundner keramik

Salzwelten

Die Schusterwerkstätte liegt wie eh und je an der Hauptstraße mitten im Ort Goisern am Hallstättersee – hier haben Qualität und Handwerkskunst ein feines Zuhause. www.goiserer.at

Die Landschaft rund um Gmunden am Traunsee hat Keramikkünstler zu immer neuen Dekors inspiriert. Heute arbeiten über 200 Mitarbeiter im Traditionsbetrieb. www.gmundner-keramik.at

In Hallein wie auch in den weiteren Salzwelten von Hallstatt und Altaussee wird der traditionelle Abbau des weißen Goldes gezeigt; Hallein hat auch ein altes Keltendorf. www.salzwelten.at

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Die Rohstoffe des alteingesessenen Modemachers Steiner 1888 in Mandling bei Schlad­ming kommen aus aller Welt. Aus Naturfasern fertigt die

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Stoffmanufaktur seit 120 Jahren den traditionellen Schladminger Rock mit echten Hirschhorn-KnĂśpfen

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Im Salzkammergut, wo Oberösterreich, Salzburger Land und Steiermark zusammentreffen, pflegen viele Einrichtungen und Familienbetriebe ihre Liebe zur Qualität

Knappen unter die Erde führen zu lassen, durch enge Stollen zu laufen und darüber zu staunen, dass schon die Kelten wussten, wo im Berg das beste Salz zu finden war. Kein anderes Produkt hat das Land in den vergangenen Jahrhunderten mehr geprägt als das Salz, es hat Orten und Städten ihren Namen gegeben (Salzburg natürlich, aber auch Hallein oder Hallstatt – „hall“ ist das keltisches Wort für Salz) und war über einen endlos langen Zeitraum das wertvollste Handelsgut der Region. In den Shops der Bergwerke kann man es in allen Körnungen und Variationen kaufen: 100 oder 500 Gramm Tradition in Kristallform, aus dem Fels geholt nach 250 Millionen Jahren. Mehr Tradition kann in einem Produkt nicht stecken. Und wo wir gerade bei den Bergen sind: Anderswo in Österreich mögen sie höher und gewaltiger sein, hier im Salzkammergut aber, im Dreiländereck von Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark, prägen sie eine Landschaft von beinahe surrealer Schönheit. Und mittendrin in diesem Land thront das Dachsteinmassiv, DreiLänder-Berg und dreitausend Meter Berg. Man kann die grauen Wände und Scharten von fast überall sehen, irgendwo schiebt er sich immer ins Blickfeld, manchmal nur mit ein paar Zacken am Rand, meist mächtig und pompös wie eine Mozart-Symphonie. Es waren Gebirgszüge wie das Dachsteinmassiv, die Geschicke und Geschichte des Landes bestimmt haben. Wo eine solche Gebirgswelt sich dem Menschen in den Weg stellte (und ihm lange Monate im Jahr den Zugang zum Rest der Welt versperrte), haben sich Traditionen stärker verwurzelt als anderswo. Und dort glüht auch Generationen später noch eine Leidenschaft für das Ursprüngliche, Echte, Wahre, die anderswo längst erloschen ist. Tradition sei nicht die Anbetung der Asche, hat Gustav Mahler einmal gesagt: Tradition sei die Weitergabe des Feuers.

Dass Martina Reischauer zum ersten Mal Feuer und Flamme war und wusste: diese Tradition will ich fortführen – das ist mittlerweile auch schon 15 Jahre her. Seitdem ist aus dem kleinen Familienbetrieb der Eltern, bei denen sich die Bad Ausseer ihre Stoffe mit Mustern bedrucken ließen, ein pulsierendes Unternehmen geworden, das moderne Schnitte und Farben mit traditionellen Drucktechniken zu einem frischen Trachtendesign zusammenbringt. Was man dazu braucht? Leidenschaft, natürlich. Kreativität, klar. Und eine umfangreiche Sammlung von Druckstempeln, Model genannt. 400 davon hat Reischauer von den Eltern übernommen, 400 unterschiedliche Muster, alle miteinander kombinierbar – wenn sie wollte, könnte sie jede Bluse, jede Weste und jeden Rock mit einem komplett neuen Design bedrucken. Ihr Laden in der Bad Ausseer Innenstadt ist aber auch so schon eine Explosion aus Farben und Designs. Kann gar nicht bunt genug sein, oder? „Genau! Man muss auch bei der Tradition ein wenig mit der Zeit gehen. Die jungen Leute sollen unser Erbe doch gerne bewahren!“ Darum geht es auch auf der anderen Seite des Dachsteins, in Mandling bei Schladming, bei Steiner 1888 – einem Lodenmacher, der sein Gründungsjahr im Firmennamen trägt. Wer ein Stück handgemachtes, wahres Österreich sucht, findet es hier, und bei seiner Herstellung zuschauen kann man auch: Das Familienunternehmen lässt Besucher hinter die Kulissen blicken und beobachten, wie aus einer Lage Wolle jener wunderbar weiche Lodenstoff aus Kaschmir und Merino entsteht, den die berühmtesten Modemacher des Planeten hier für ihre Kollektionen bestellen. Das bekannteste Produkt der Familie Steiner aber ist eines, für das ausschließlich Wolle von Schafen aus der Umgebung verwendet wird: der Schladminger, ein traditioneller Überrock, der hier seit Jahrhunderten getragen wird. Wegen seines Gewichts allerdings meist nur von Männern, denen er bei der Jagd auch den Vorteil bietet, dass er – nun ja: schrotfest ist. Und natürlich macht sich zu so einem Schladminger robustes Schuhwerk am besten, und vielleicht passt ein echter Goiserer besser als alles andere. Der ist auch zeitlos schön, höchst praktisch und wunderbar einzigartig. Und ein äußeres Zeichen dafür, dass sein Besitzer die Leidenschaft für Tradition im Herzen trägt, tief drinnen im Herzen.

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Ausseer Handdrucke

Schladminger Loden

Unter dem Namen Mautner Drucke liegt das alteingesessene Geschäft von Martina Reischauer an der Hauptstraße von Bad Aussee, die Werkstätte liegt in der Nähe. www.mautnerdrucke.at

Die Philosophie im Hause Steiner in Mandling ist seit Generationen die gleiche: Von der Auswahl der Wolle bis zur Endfertigung wird jedes Stück mit höchster Sorgfalt gemacht. www.steiner1888.at

www.austria.info

Zu vielen der „besonderen Empfehlungen“ im ganzen Land gibt es Videos im Internet unter http://to.austria.info/terrifictips

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infos: Aus Tradition gut

Ungewöhnlich, urig, überraschend: Alte Bräuche, Handwerk und Kunst werden so frisch präsentiert, als hätte man sie gerade erst erfunden

Zeit für einen Einspänner

ein köstliches Stück natur

Die Senner auf den Almen des Bregenzerwaldes sind fast ein Symbol für Harmonie mit der Natur geworden. Und auch den Kühen ergeht es gut: Dank einer anspruchvoller Hege geben sie beste Heumilch, die Grundzutat für mehr als 30 Käsesorten. Im Bregenzerwald sind noch einige hundert solcher Almen in Betrieb, auf denen man sich auf die Kunst des Käses versteht. Die „Käsestraße Bregenzerwald“ lädt ein, dieses Kulturgut, die Menschen, ihre Gastfreundschaft zu erleben. Das kulinarische Angebot ist breit gefächert – von urigen Jausenstationen bis zu feinen Restaurants. www. kaesestrasse.at

der schatz am Wegesrand

Wilde Kräuter, Blumenblüten und kräftiges Baumharz: Die Naturschätze des Pinzgau würzen Speisen, erhöhen die Lebensfreude – und sie schenken Gesundheit. Das Wissen um die heilkräftigen Salben und Essenzen ist schon uralt, mehr als hundert traditionelle Heilmittel gibt es im Pinzgau. Wenn Sie die Kräutergärten besuchen möchten, das Räuchern erlernen oder zum Experten werden wollen: kein Problem. Der Verein für Traditionelle Europäische Heilkunde (TEH) sorgt für unterhaltsame Einblicke rund um Kraut und Harz. Sie werden Löwenzahn und Wiesenknopf mit anderen Augen sehen – ganz sicher. www.teh.at

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Foto: Käsestraße Bregenzerwald, Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer, TEH Verein, BMLFUW/Rita Newman, Joseph Ko, Ludwig Borovnik, Österreich Werbung/Rigaud

Seit über 300 Jahren ist es nicht nur beliebter Treffpunkt und Verschnaufpause vom Alltag, sondern ein Lebensgefühl: das Wiener Kaffeehaus. Es gilt als verlängertes Wohnzimmer, in dem man nicht lebt, aber doch heimisch ist. Versüßen kann man sich die Zeit mit Torten oder Strudeln, dazu gibt es den „kleinen Schwarzen“ oder den „Einspänner“– ganz so, wie es Schriftsteller wie Peter Altenberg und Komponisten wie Mozart oder Strauß einst taten. Der Besuch benötigt nur eins: ausreichend Zeit. Denn das Kaffeehaus ist ein Lebenselixier – und je länger man bleibt, desto besser wirkt es. www.wiener-kaffeehaus.at

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Besondere Empfehlungen

aus echtem Korn

Frisch gebackenes Brot – was für ein Duft! Im Lesachtal wird aus heimischem Weizen, gemahlen in einer der vielen Wassermühlen, eine saftige und vollmundige Brotspezialität bereitet. Die ist so gut, dass in Tokyo sogar der Nachbau eines original Lesacher Backhauses steht. www.lesachtal.com Lockruf der Maultrommel

Sie ist zierlich ihr Klang ist unverwechselbar und sie gehört zur Musikkultur vieler Völker: die Maultrommel. Sogar Konzerte wurden für sie komponiert. Seit rund 400 Jahren wird dieses aparte Instrument in der eisenreichen Landschaft von Molln in Oberösterreich hergestellt. Gute Krüge

Foto: Käsestraße Bregenzerwald, Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer, TEH Verein, BMLFUW/Rita Newman, Joseph Ko, Ludwig Borovnik, Österreich Werbung/Rigaud

Es ist der Boden, der den Ton macht: In Stoob im Burgenland ist er genau richtig, um daraus den Plutzer zu töpfern, einen speziell gebrannten Tonkrug mit fröhlichem Dekor. Er hält zuverlässig Getränke schön kühl – und das tat er schon lange, bevor es Thermoskannen gab. www.stoob.at Die Hohe Schule

Kapriole, Courbette, Levade – seit über 400 Jahren verzaubern die weißen Hengste der Spanischen Hofreitschule mit eindrucksvollen Sprüngen und Lektionen der klassischen Reitkunst. Im eleganten Ambiente der barocken Reithalle finden viele prächtige Vorführungen statt. www.srs.at Echt Schaf!

Im alpinen Klima Osttirols gedeihen ganz besondere Schafe auf den weiten Almen. Die Wolle der braunen Bergschafe gilt als äußerst widerstandsfähig und trotzt sogar Mottenbefall. Zart und mild schmeckt das Fleisch des Berglamms – besonders köstlich zubereitet etwa im Gannerhof. www.villgraternatur.at; www.gannerhof.at

Die perfekte Mischung Jeden Sommer kredenzen die besten Köche des Weinviertels Küchenkunst in den schönsten Ecken der Weinberge – stilvoll an edler Tafel unter freiem Himmel. www. tafelnimweinviertel.at

Blaumachen im Burgenland

Frisch und geradeheraus kommen sie daher, verspielt oder ordentlich in Reihe gemustert: Die traditionellen Stoffe aus dem Burgenland. Sie entstehen durch den Blaudruck, bei dem Stoffe mit Indigo gefärbt werden. Schrieb der Blaudruck seit dem 17. Jahrhundert noch Textilgeschichte, gibt es heute gerade zwei Werkstätten, die diese Kunst noch beherrschen. Eine davon gehört der Familie Koó im Burgenland – aus Hingabe und Überzeugung. Alle Kleider, Taschen, Schürzen, T-Shirts oder Tischdecken sind Unikate, modern interpretiert und dabei ganz klassisch hergestellt. www.originalblaudruck.at

Königlicher genuss Etwas Knoblauch, eine zarte Holznote, sorgsam gehegte Schweine – die Jauntaler Salami gilt als die „Königin der Würste“, der zu Ehren jedes Jahr das Salamifest gefeiert wird. Tipp: Pur genießen oder mit frischem Brot – einfach köstlich. www.salamigenuss.at

Die Kraft der Stille

Das Stift Heiligenkreuz, die größte ZisterzienserAbtei Europas, ist überraschend jung: Von den 83 Brüdern zählen die meisten weniger als 50 Lenze, sie nutzen neue Medien und bringen CDs heraus. Ihr klangvoller Choralgesang lässt in die eigene Mitte einkehren. www.stift-heiligenkreuz.org Der Ruf der berge

Laut wie ein Schrei oder melodiös wie ein Lied, so klingen die Jodler der Steiermark. Einst verständigten sich die Menschen so von Hütte zu Hütte und über die weiten Täler hinweg. Jodeln wird bis heute gepflegt: Besonders berührend sind mehrstimmige Gesänge, sie erzählen vom Hochgefühl auf Almen und Bergen. www.volksliedwerk.at

aus meisterlicher hand

Sie sind schön wie Museumsstücke und doch für die Praxis gemacht: Mit ihrer Präzision erfreuen Gewehre aus Ferlach weltweit Jäger und Sammler. Die Büchsenmacherei wird hier seit über 500 Jahren ausgeübt; viele Stücke sind in Waffensammlungen von Adelshäusern und Museen von St. Petersburg bis Cleveland zu bewundern. Jeder Jagdstutzen ist maßgefertigt nach den Wünschen der Auftraggeber: Sie entscheiden über Laufkaliber, bestimmen die Gravuren und wählen das edle Holz aus. Die Produktion dauert unterschiedlich lange, teils sogar Jahre und ist große Handwerkskunst. www.ferlach.at

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Ganz groĂ&#x; in Graz

Fotos: Graztourismus/Harry Schiffer (2), ARGE Museumsviertel/Nieto Sobejano Arquitectos - eep architekten

Avantgarde plus Alpenblick: Die Kulturszene in der steirischen Landeshauptstadt boomt – mit neugestaltetem Joanneumsviertel und einer prickelnden Galerieszene

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as bizarre Objekt schimmert in mys­ tischem Blau, wie ein gewaltiges Ufo ruht es am westlichen Ufer der Mur. In seiner biomorphen Architektur ähnelt das futuristische Kunsthaus Graz, das schon vor Jahren als optischer Höhepunkt des „Europäischen Kulturhauptstadtjahres“ eröffnet wurde, einer riesigen Amöbe mit Saugnäpfen. Unter der Außenhaut aus 1066 Acrylglasplatten wird zeitgenössische Kunst präsentiert – ein Magnet für Bildungs- und Genussreisende aus aller Welt. Das Kunsthaus, von den Menschen hier liebevoll „Friendly Alien“ genannt, zählt zum Universalmuseum Joanneum – und das verblüfft zum 200jährigen Jubiläum im November 2011 mit einem großen Schwung an Neuerungen. Als eine der ältesten Einrichtungen seiner Art in Europa hat es seit 1811 den Anspruch, Wissen zu vermitteln und auf hohem Niveau Unterhaltung zu bieten – mit Erfolg. Durch die Umgestaltung des Joanneumsviertels erhält das Zentrum von Graz jetzt einen ganz frischen städtebaulichen Akzent. Neben der Landesbibliothek, dem neuen Naturkundemuseum und den Multimedialen Sammlungen hat hier von nun an auch die Neue Galerie Graz ihr Zuhause – mit geplanten Ausstellungshighlights wie „Die globale Kunstwelt. Eine kritische Bestandsaufnahme“ oder „Das Salzkammergut als Kulturlandschaft im Spiegel der Malerei des frühen 19. Jahrhunderts“ wird sie ein neues Dorado für Kulturfreunde in Graz. Rund um das Joanneumsviertel und Kunsthaus hat sich zudem ein prickelnder Cluster von Ateliers und Galerien gebildet – von der „Kunstmeile Sackgasse“ über die Sporgasse mit Adressen wie Galerie Grazy, Werkstatt Graz und Graz Kunst bis hin zur geballten Szene rund um den Färber- und Mehlplatz wird bewiesen, dass sich Avantgarde und Innenstadt-Intimität aufs Beste vertragen. Beim alljährlich im Frühjahr veranstalteten Ausstellungs-Parcours „Aktuelle Kunst in Graz“ öffnen dazu mehr als 20 Galerien und Kunstinstitutionen in der ganzen Stadt ihre Türen – eine erstklassige Gelegenheit für tiefe Einblicke in die boomende Kultur-Landschaft. Weitere Tipps zum Thema stehen auf den folgenden Seiten. Zeitgenössische Werke in futuristischer Kulisse – das Kunsthaus Graz zählt zu den kulturellen Highlights des Landes. Oben links: Alles neu – das Joanneumsviertel beherbergt nun auch die Neue Galerie Graz, Bibliothek und Naturkundemuseum. Oben rechts: Unter Palmen – die Altstadt mit beinahe mediterranem Flair

Online

www.austria.info

Mehr Informationen zu den Museen sowie Videos zu verschiedenen Ausstellungen unter http://to.austria.info/terrifictips

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Info: Mehr Kunst!

Österreichs Museen genügen in ihrer Vielfalt höchsten Ansprüchen – nur auswählen müssen Sie selbst

3 Museum moderner Kunst Kärnten

1 MUMOK in Wien

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig lockt regelmäßig mit Sonderausstellungen, etwa mit Minimal-Art-Hauptvertreter Dan Flavin (Oktober 2012 – Januar 2013), dessen Arbeit mit Licht eine neue Wahrnehmung in die Bildvorstellungen brachte. Eine weitere Ausstellung zeigt Mode als Bestandteil der Kunst, illustriert durch namhafte Beispiele (14.6.– 16.9.2012). Spannend wird es auch mit Claes Oldenburg (27.1. – 27.5.2012): Das MUMOK selbst wird dabei ein Teil der Installation sein. www.mumok.at

2 Albertina in Wien

Die Albertina beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Sie lockt Jahr für Jahr unzählige Besucher in den Palais Albertina, einen klassizistischen Prachtbau. Zum Jahresauftakt 2012 dürfen Besucher sich auf die großen Meister des Impressionismus freuen, vom 10.2. – 13.5.2012 zeigt die Albertina Zeichnungen, Pastelle und Aquarelle von Cézanne über Monet bis Signac. Das nächste Highlight folgt mit Klimt-Zeichnungen anlässlich seines 150. Geburtstags (14.3. – 10.6.2012). Kurz darauf (27.6. – 14.10.2012) läuft eine Retrospektive des amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld in Kooperation mit dem Museum Folkwang, die rund 130 Arbeiten aus über drei Jahrzehnten zeigt. www.albertina.at

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4 MUSEUM LIaunig in Kärnten

So reich Österreichs Museumslandschaft ist: es fehlte eine attraktive Darstellung der österreichischen Nachkriegskunst. Diese Lücke schließt das 2008 eröffnete Museum Liaunig in Neuhaus mit einer der größten Sammlungen österreichischer Kunst seit 1950, darunter Werke von Marc Adrian und Arnulf Rainer. Hinzu kommen Arbeiten ausländischer Maler und Plastiker wie Tony Cragg und Georges Mathieu. Die Dauerausstellung zum Gold der afrikanischen Akan-Völker bildet einen reizvollen Kontrast. www.museumliaunig.at

Fotos: Wien Tourismus/Philipp Horak, Österreich Werbung/Lammerhuber, Kunsthaus Bregenz/Helene Binet, Leopold Museum/Julia Spicker, Österreich Werbung/Eisenhut & Mayer

Begegnungen und Entdeckungen in der Kunst ist das Anliegen des Museums in Klagenfurt. Auf rund 1000 m² Fläche werden Ausstellungen nationaler und internationaler Künstler gezeigt, dazu die Sammlungen des Landes Kärnten. Highlights in 2012 sind Werke von Melitta Moschik, in denen Wissenschaft und Technik verknüpft werden (15.12.2011 – 4.3.2012), vom Wiener Maler und Aktionskünstler Hermann Nitsch (21.6.2012 – 9.9.2012) und aus der Sammlung Sigrid und Franz Wojda (22.3.2012 – 3.6.2012). www.mmkk.at

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Besondere Empfehlungen

7 ARS Electronica Center Linz

Fotos: Wien Tourismus/Philipp Horak, Österreich Werbung/Lammerhuber, Kunsthaus Bregenz/Helene Binet, Leopold Museum/Julia Spicker, Österreich Werbung/Eisenhut & Mayer

Interaktiv, farbenfroh, genreübergreifend – das Ars Electronica Center versteht sich als Museum der Zukunft. Es werden innovative Projekte rund um Technologie und Computerkunst präsentiert. Performancekünstler, Wissenschaftler, Musiker und Forscher beschäftigen sich mit spannenden Fragen der Mediengesellschaft wie „Wovon Maschinen träumen“, zeichnen mit riesigen 3DGrafiken den Weg ins Universum oder in die Welt der Nanopartikel. Im Futurelab erfahren Besucher, wie eng Kunst und Wissenschaft bereits verwoben sind und einander inspirieren. Das AEC ist vor allem auch zum Mitmachen gedacht: Isolieren Sie die eigene DNA, klonen Sie Pflanzen oder nehmen Sie ein Foto der eigenen Netzhaut auf. Spannend wird der Besuch auf jeden Fall. www.aec.at

Burgenland Die Philosophie des Genusses erleben Sie bei der Slow-FoodBewegung, so etwa im Burgenland. Motto: die Aromen regionaler Produkte, traditionelle Rezepturen, liebevolle Zubereitung erleben – ein Genuss mit allen Sinnen. www.slow foodaustria.at

5 Kunsthaus Bregenz

Zeitgenössische Kunst in einem beeindruckenden Gebäudekomplex – schon von außen ist das Kunsthaus Bregenz (KUB) sehenswert. Entworfen wurde es vom Schweizer Architekten Peter Zumthor. Das Ausstellungsprogramm steht der Architektur in nichts nach: Im KUB zeigen sich hochkarätige Künstler unterschiedlicher Stilrichtungen, von Malerei bis Fotografie, Neue Medien und Performing Arts. Noch bis April 2012 stehen die eisernen Männer von Antony Gormley auf den Bergeshöhen Vorarlbergs – eine gute Gelegenheit, noch einmal die vom KUB inszenierte Landschaftsinstallation „Horizon Field“ zu sehen. 2012 werden zudem Werke von Yvonne Rainer, Ed Ruscha und Danh Vo gezeigt. Das aktuelle Programm unter www.kunsthaus-bregenz.at

Montafon

6 Kunsthalle Krems

8 Leopold Museum in Wien

Die einzige Kunsthalle Niederösterreichs präsentiert nicht nur nationale, sondern auch internationale Kunst. Dazu gehören die Werke der amerikanisch-französischen Bildhauerin Louise Bourgeois (4.3. – 1.7.2012), die als eine der ersten Künstlerinnen ihre Objekte als Installation in den Raum integrierte. Der unverkennbare Stil des Schriftstellers, Malers und Grafikers Francis Picabia (15.7.– 4.11.2012) streifte den Impressionismus und Kubismus bis hin zum Surrealismus.

Eine Sammlung aus Leidenschaft – vor zehn Jahren begründet vom Kunstliebhaber Rudolf Leopold. Das Haus beherbergt unter anderem die größte Schiele-Sammlung der Welt, außerdem Meisterwerke von Gustav Klimt. Und da sich 2012 der 150. Geburtstag Klimts jährt, findet auch gleich eine (Zeit)-Reise durch seine Schöpfungen statt (24.2. – 11.6.2012). Zuvor werden erstmals in Österreich die zeichnerischen und grafischen Werke von Hermann Nitsch ( bis 30.1.2012) gezeigt. www.leopoldmuseum.org

www.kunsthalle.at

Hochgenüsse erwarten die Besucher auch beim Bergkulinarium im Montafon. Heimische Gerichte aus regionalen Zutaten stehen auf dem Menü der vielen Restaurants und Gasthöfe – modern und aufregend neu interpretiert. Das schmeckt besonders gut nach dem steilen Aufstieg – ein echtes Gipfelerlebnis. www. bewusstmontafon.at

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Musik liegt in der Luft

Franz Liszt, Joseph Haydn, Mozart: Österreich hat geniale Musiker hervorgebracht. In ihrer Tradition leben die großen Events der Gegenwart, so wie das Jazz Fest Wien – Stars von Bryan Ferry über Cesaria Evora und Marianne Faithfull bis zu Liza Minnelli verzaubern dort alljährlich aufs Neue die Fans

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Fotos: Jazz Fest Wien Archiv/Kisha Bari, Rainer Rygalyk (3), Johann Sauty, Harald Hoffmann/DG, Wolfgang Gonaus (2), Bruce Weber, Erin Brown, Dietmar Hoscher, Elizabeth Fladung, Andrew Southam, Warner Music, Sung Yull Nah, Pamela Littky, Rolf Ohlson

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ensationelle Klänge durchfluten den Arkadenhof des Wiener Rathauses, im alten Gemäuer von 1868 bringt Posaunist Trombone Shorty die Fans zum Toben. Mädchenschwarm Seal lässt seine Muskeln unter ebenholzfarben schimmernder Haut spielen und rockt mit kratzig-charismatischer Stimme die Wiener Oper. Mit seinem dezent swingenden Jazz bezaubert Till Brönner das Publikum, Omara Portuondo erweist sich einmal mehr als große alte Dame der kubanischen Szene, und Dr. John aus New Orleans verrät schon beim Auftaktsong, worum es hier geht: „Call me Doc, your medicine man ...“ Musik wirkt wie Medizin gegen Melancholie und Krisenängste, erleichtert den Alltag in schwierigen Zeiten, ist Ausdruck von Frohsinn und Lust am Leben. Beim Jazz Fest Wien, dem größten österreichischen Jazz- und einem der bedeutendsten Musikfestivals überhaupt, ist das seit 21 Jahren Programm. Rund einen Monat lang, alljährlich im Sommer, verzaubern große und kleine Stars mit Jazz, Funk, Blues & Co bei mehr als 40 Konzerten die Fans auf den unterschiedlichsten Bühnen in Wien – vom Rathaus über die heiligen Hallen von Konzerthaus und Oper bis zu Jazzclubs wie Porgy & Bess. Oder gar open air an der von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Fernwärmeanlage Spittelau, wo Sergio Mendes mit seinem Bossa Nova lateinamerikanische Hitzegrade erzeugte. „Music is a healing force“, sagen die Jazzer, und wildfremde Menschen liegen sich bei den Konzerten vor Begeisterung in den Armen und feiern die Interpreten aus der Heimat und aller Welt. Bei allem Frohsinn schwingt immer auch ein Hauch von Verantwortungsbewusstsein und Nachdenklichkeit mit, wenn Marianne Faithfull ihr Auftaktkonzert zum Charity Event für die United Nations Women‘s Guild macht und Diva Liza Minnelli zum Abschluss mit bebenden Balladen betört. That‘s life, that‘s Jazz – Tipps zu weiteren Festivals folgen auf den nächsten Seiten.

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www.austria.info

Hier finden Sie mehr Infos und viele WebVideos zur Kulturszene in Österreich.

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Info: Alles mit Musik

Tanz, Theater, Konzerte,­Festivals – wie der Sommer in Österreich zum Kultur-Erlebnis wird 6

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1 ImPulsTanz

3  Salzburger Festspiele

Vom 12. Juli bis 12. August 2012 findet in Wien das größte europäische Festival für zeitgenössischen Tanz statt und verwandelt die Metropole für mehr als vier Wochen in eine einzige Tanzbühne. Unter der Leitung internationaler Größen der schönen Bewegungskunst wie Ismael Ivo und Wim Vandekeybus werden neueste Inszenierungen und innovative Performances präsentiert. Getanzt wird zum Beispiel im Burgtheater, wo 2012 eine gemeinsame Produktion mit dem Wiener Staatsballett aufgeführt wird. www.impulstanz.com

Musikkultur auf höchstem Niveau – und das bei mehreren Veranstaltungen im Jahr. Die Pfingstfestspiele stehen 2012 erstmals unter der künstlerischen Leitung von Cecilia Bartoli, inszeniert werden Kleopatra sowie viele andere themenbezogene Darbietungen. Vom Juli bis September finden die Sommerfestspiele statt. Der neue Intendant Alexander Pereira und der neue Leiter des Schauspiels, Sven-Eric Bechtolf, sorgen für einzigartige Erlebnisse. Mehr zum Programm unter www.salzburgerfestspiele.at 4 Carinthischer Sommer in kärnten

Gut 10.000 Besucher lauschen jedes Jahr dem seit über vier Jahrzehnten stattfindenden Musik- und Kulturfestival. Das liegt an prominenten Künstlern wie Claudio Abbado, Sir John Eliot Gardiner, Zubin Mehta und anderen genauso wie an der Atmosphäre der Bühnen, etwa dem Benediktiner-Stift in Ossiach direkt am See oder dem Congress Center in Villach mit tollem Panorama-Bergblick. Das Programm überzeugt mit einem eleganten Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Musik. www.carinthischersommer.at

2 Liszt Festival Raiding

Seit Beginn des Festivals zu Ehren des großen Musikers Franz Liszt steht es unter der Intendanz der Brüder Johannes und Eduard Kutrowatz – und sie spielen das ein oder andere Konzert als Klavier-Duo selbst. Credo: „Man kann mit Fug und Recht sagen – Liszt war der erste wirklich internationale Popstar, der bis in die Gegenwart ragt.“ Hochkarätig sind auch die Künstler, Chöre und Orchester, die Liszts Werke im modernen Festivalhaus in Raiding neu erklingen lassen. www.lisztfestival.at

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Fotos: AnnavanKooij, Lisztfestival, Tourismus Salzburg, CS/Ferdinand Neumüller, Bregenzer Festspiele/Karl Forster, Christoph Lingg/Archiv Bregenzerwald Tourismus, Lech-Zürs, Carla Bozulich, Paul LaRaia

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Besondere Empfehlungen

5  Styriarte

Fotos: AnnavanKooij, Lisztfestival, Tourismus Salzburg, CS/Ferdinand Neumüller, Bregenzer Festspiele/Karl Forster, Christoph Lingg/Archiv Bregenzerwald Tourismus, Lech-Zürs, Carla Bozulich, Paul LaRaia

Kulinarisch wandern Essengehen mal anders: Im Bregenzerwald gehen die Gäste in drei Etappen von der Vorspeise zum Dessert – jeder Gang wird in einem anderen Restaurant serviert. Das Hauptgericht gibt es etwa mit Blick auf die prächtige Kanisfluh. www.bregenzerwald.at

Wer über Musik in der Steiermark spricht, kommt an Nikolaus Harnoncourt nicht vorbei. Der weltberühmte Dirigent und Wegbereiter alter Musik und klassischer Aufführungspraxis ist gebürtiger Steirer Die Styriarte wurde 1985 ihm zu Ehren gegründet, jedes Jahr widmet sie sich unter einem Motto zeitlosen Musikgrößen wie Bach, Haydn, Schubert oder Händel. Aktuell widmet sich Nikolaus Harnoncourt der Stabat mater von Dvořák und der Missa longa von Mozart. Das Festival bereitet nicht nur den Zuhörern großes Vergnügen, auch Musiker wie Jordi Savall mit ihrer Faszination für alte Musik kommen immer wieder gern in die Steiermark. www.styriarte.com

7 Bregenzer Festspiele

Wie gut, dass diese farbenprächtigen Aufführungen auf der Seebühne je zwei Jahre lang gespielt werden – so ist die furiose Oper „André Chenier“ von Umberto Giordano auch 2012 zu erleben. Mit Solaris von Detlev Glanert, nach dem Science-Fiction-Roman von Stanislaw Lem, findet eine Uraufführung statt (Premiere am 18.7.2012). Die Wiener Symphoniker zelebrieren Schubert und Bruckner, das Vorarlberger Symphonieorchester bietet u.a. Detlev Glanerts „Theatrum bestiarum“ dar. www.bregenzerfestspiele.com

LöffelWeise Kulinarik mit Kennern in Lech-Zürs am Arlberg: An bestimmten Tagen gestaltet jeweils ein anderes Restaurant in Zusammenarbeit mit prominenten Gastköchen, Winzern, Künstlern oder Referenten einen besonderen kulinarischen Abend. www.lech-zuers.at

6 Donaufestival

Im April und Mai bietet das Donaufestival in Krems in der Wachau ein spannendes Crossover zwischen Tanz, Schauspiel und Musik fernab vom Mainstream. Jedes Jahr wird ein anderes Thema gewählt, das als Klammer für experimentelle und schräge Acts, für Installationen, Konzerte, Diskussionen und Performances dient. Internationale Größen traten hier schon auf wie die Wiener Symphoniker, John Cale & Band oder die amerikanische Musikerin Carla Bozulich (Foto). www.donaufestival.at

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Videos zu diesen Festival-Highlights unter http://to.austria.info/terrifictips

8  Jazzfestival Saalfelden

Zum 33. Mal jährt sich 2012 das hochkarätige Jazzfestival in Saalfelden-Leogang vor der beeindruckenden Bergkulisse des Salzburger Landes. Tausende von Besuchern kommen jeden August in den Genuss vielfältiger Darbietungen, deren Bandbreite von zeitgenössischem Jazz bis zu experimentellen Klanginstallationen reicht. Längst wird nicht nur die Hauptbühne im Congress Saalfelden bespielt, es finden auch Konzerte im Kunsthaus Nexus sowie Gratisveranstaltungen für alle Ohren auf dem Rathausplatz und der Alm statt. Das gesamte Programm wird Anfang Juni bekannt gegeben. www.jazzsaalfelden.com

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Klein, aber besonders Prächtige Architektur, hervorragende Lage, urbaner Charme: Eine Rundreise durch die 17 kleinen historischen Städte im ganzen Land

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Fotos: Kleine historische Städte (3)

ie Sonne scheint auf den Oberen Stadtplatz von Schärding. In den Farben mittelalterlicher Zünfte funkeln die spätbarocken Fassaden der liebevoll restaurierten Bauwerke – blau für  Bäcker, rot für Metzger, gelb und grün für  Gastwirte. Frohe Menschen flanieren durch  historische Gassen dieser oberösterreichi­ schen Perle am Inn, aus allen Ecken wispern Geschichte und Geschichten. Die Häuser der sogenannten Silberzeile verdanken ihre prächtige Optik den einstigen Besitzern, reichen Kaufleuten und Handwerkern, in deren Taschen die Silberlinge nur so klimperten. Wo einst 14 Bierbrauereien die durs­ tigen Innschiffer versorgten, wimmelt es nun vor gemütlichen Restaurants und Cafés – eine Stadt für Genießer, die ihren traditionellen Charme mit den Sinnenfreuden einer modernen Gastronomie verbindet. Das romantische Schärding mit seinen rund 5000 Einwohnern befindet sich dabei in allerbester Gesellschaft. Gemeinsam mit 16 anderen Orten bildet es den Verbund „Kleine Historische Städte in Österreich“ – urbane Kleinode, von Vorarlberg bis ins Burgenland quer über das Land verteilt. Allen gemeinsam sind ein hoher Bestand an denkmalgeschützten historischen Bauwerken, eine angenehme touristische Infrastruktur und eine Größe von maximal w w w . A u s t r i a . i n f o

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80.000 Einwohnern. Alle haben sie einen markanten Charakter, sind geprägt durch hervorragende Lage, prächtige Architektur und große Geister aus Kultur und Politik, die hier ihre Spuren hinterließen. In Bad Ischl zum Beispiel im Salzkammergut, wo die Sommerresidenz der Kaiserin Sisi zu besichtigen ist und wo anschließend ein Kaiserschmarrn genossen wird im Traditionscafé Zauner. In Feldkirch, Vorarlbergs zweitgrößter Stadt mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern. In Tirols Kufstein am Inn fasziniert die gewaltige Festungsanlage, Bad Radkersburg in der Steiermark bezaubert durch ein beinahe südländisches Flair und verwöhnt Erholungssuchende mit seiner schönen, modernen Therme. Egal ob die berühmten Brunnen von Imst, Judenburg mit seiner Kaufmannstradition, die Schönheit von Gmunden am Ufer des Traunsees oder die gewaltige Bergkulisse von Lienz: Die 1001 Besonderheiten der Kleinen Historischen Städte lohnen einen Besuch – für Einheimische genauso wie für Urlauber aus aller Welt.

Oben: Schöne Kleinode – egal ob Bad Radkersburg, Feldkirch oder Kufstein (von li. im Uhrzeigersinn), jede der 17 „Kleinen Historischen Städte“ reizt mit eigenem Charakter und vielen Sehenswürdigkeiten in bester Lage

Linke Seite: Barocke Pracht – die farbenfrohen, liebevoll restaurierten Häuser der „Silberzeile“ am Oberen Stadtplatz von Schärding wurden einst von reichen Kaufleuten erbaut

Das sind die Kleinen Historischen Städte 13

1 Baden bei Wien

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Nostalgischer Ort mit Heiltherme und dem größten Casino Mitteleuropas. www.baden.at

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2 Bad Ischl

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Ein starkes Stück österreichische Geschichte lebt auf in der Kaiserstadt. www.badischl.com

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3 Bad Radkersburg

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Alte Handwerkszünfte und buntes Stadtleben im historischen Gemäuer. www.badradkersburg.at 4 Feldkirch

Mittelalterlicher Ort mit Gauklern, feinen Weinen und dem Zauber der Geschichte. www.feldkirch.at 5 Gmunden

Kultur und südländischer Charme prägen die Stadt am Ufer des Traunsees. www.gmunden.at 6 Hall in Tirol

Spaziergang zwischen gestern und heute im Schatten des Karwendels. www.hall-in-tirol.at Fotos: Kleine historische Städte (3)

7 Imst

Historischer Ort am Wasser gebaut – aus 14 Brunnen sprudelt frisches Quellwasser. www.imst.at 8 Judenburg

Schöne Geschichten von venezianischem Charme und steirischen Kaufleuten. www.judenburg.at 9 Kufstein

Tirols zweitgrößte Stadt vereint uralte Kultur mit

intakter Natur in direkter Nähe zum bayrischen Alpenvorland. www.kufstein.at 10 Lienz

Mit einem Hauch von Italien für Genussreisende und Sporturlauber. www.lienz.at 11 Radstadt

Tradition und Gemütlichkeit in der schönen Bergwelt der Radstädter Tauern. www.radstadt.at 12 Rust

Edler Rebensaft, historische Baukunst und ländliches Leben – was will man mehr? www.rust.at 13 Schärding

Eine Barockstadt voller Geschichte, Charme und großer Kaufmannstradition. www.schaerding.at 14 Spittal

Die Kulturstadt lädt ein zur geschichtsträchtigen Spurensuche. www.spittal.at

15 Steyr

Ein Juwel alter Städtebaukunst inmitten der Österreichischen Romantikstraße. www.steyr.at 16 Wels

Wo Vergangenheit und Zukunft zum genussvollen Ferienort verschmelzen. www.wels.at 17 Zell am See

Naturparadies für Aktivurlauber zwischen Kitzsteinhorn und Schmittenhöhe. www.zellamsee.at Online

www.austria.info

Weitere Informationen zum Thema Städte­urlaub in Österreich, Tipps und viele interessante Angebote finden Sie hier im Internet.

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Wir lieben unsere Heimat, sind immer auf der Suche nach neuen Geheimtipps und kennen uns bestens aus. Ob Weinbauernhof mit Gästezimmern und Restaurant, Naturbadesee samt Musikfestival oder Bergregion mit Kinderprogramm – wir beraten Sie persönlich und nehmen uns Zeit für Ihre Urlaubswünsche. Bei Ihrer Reiseplanung unterstützen wir Sie mit speziell auf Sie abgestimmten Tipps und Informationen. Kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail, Telefon oder Facebook. Gerne senden wir Ihnen auch Prospekte und unsere Urlaubsjournale zu Sommer und Winter zu – damit Sie einen wunderbaren Urlaub in Österreich erleben.

Wussten Sie, dass..... ... das Wasser der Vulkania Heilquelle im Rogner Bad Blumau rund 110 Grad Celsius heiß aus der Tiefe entspringt? Das ist ein Urlaubserlebnis der besonderen Art: bei Nacht in einem der wunderschönen Außenbecken das hochmineralisierte Heilwasser genießen, das sich auf der Haut anfühlt wie Seide – mehr Tipps wie diesen bekommen Sie vom Urlaubsservice.

Urlaubsservice 00800 400 200 00

Gebührenfrei aus Deutschland, Österreich und der Schweiz E-Mail urlaub@austria.info, ferien@austria.info Fax AT 0810 10 18 19 Fax DE 01802 10 18 19 Fax CH 0842 10 18 19 Internet www.austria.info Facebook www.austria.info/facebook

Damit Sie richtig ankommen Die besten Tipps für Ihren Urlaub in Österreich Reportagen, Informationen und jede Menge guter Urlaubs-Ideen – das finden Sie in den „ankommenMagazinen“ der Österreich Werbung. Es gibt sie jedes Jahr neu für den Sommer, den Winter und zur Kultur. Das Magazin „Rundreisen“ informiert über inter­essante Touren durch Österreich.

Online

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Bestellen Sie „ankommen Sommer“, „Winter“ und „Rundreise“ unter www.austria.info. Hier gibt’s alle Magazine auch zum Download.

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Impressum Herausgeber und Verleger: Österreich Werbung, Margaretenstraße 1, 1040 Wien Projektleitung: Eva Maria Mayrhuber Dr. Michael Scheuch Chefredakteur: Joachim Negwer, Cross Media Redaktion Artdirector: Jürgen Kaffer Redaktion: Ingrid Götz, Margit Turac, Christiane Würtenberger, Thomas Zwicker, Martina Sörensen, Julia Haude Fremdsprachensatz: Artemiss, Karin Reinberg Druckvorstufe: R12 Druck: Holzhausen Druck GmbH ZVR-Zahl: 075857630 Stand: September 2011. Alle Angaben ohne Gewähr.

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A i W e i w e i , M o o n C h e s t, 2 0 0 8 , A u s s t e l l u n g s a n s i c h t 3 . OG , K u n s t h a u s B r e g e n z © A i W e i w e i , K u n s t h a u s B r e g e n z , F o t o : C h r i s t i a n H i n z ; B o d e n s e e - V o r a r l b e r g T o u r i s m u s / L i g h ta r t b y G e r r y H o f s tät t e r , B r e g e n z T o u r i s m u s

Urlaubsservice Diese Tipps kommen von Herzen


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Bodensee-Vorarlberg: Inspirierende Schauplätze

A i W e i w e i , M o o n C h e s t, 2 0 0 8 , A u s s t e l l u n g s a n s i c h t 3 . OG , K u n s t h a u s B r e g e n z © A i W e i w e i , K u n s t h a u s B r e g e n z , F o t o : C h r i s t i a n H i n z ; B o d e n s e e - V o r a r l b e r g T o u r i s m u s / L i g h ta r t b y G e r r y H o f s tät t e r , B r e g e n z T o u r i s m u s

Die lebendige Kulturszene, bezaubernde Landschaften, moderne Architektur und kulinarische Köstlichkeiten. Die Region Bodensee-Vorarlberg am österreichischen Bodensee beeindruckt mit viel Faszinierendem. Sommerlicher Höhepunkt sind die Bregenzer Festspiele, die 2012 auf der Seebühne wieder die Oper „André Chénier“ von Umberto Giordano zeigen. „Sagenhaftes aus Finnland und Norwegen“ präsentiert das Feldkirch Festival im Juni. Mit modernem Tanz begeistert der Bregenzer Frühling von März bis Mai und bei der Schubertiade in Hohenems sind im April und Oktober herausragende Künstler zu Gast. Klassische Musik erklingt bei den Palais- und Schlosskonzerten in Feldkirch. Musik, Theater und Kabarett spielen die kleinen Bühnen wie der Spielboden in Dornbirn, das „Freudenhaus“ in Bregenz, die Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard und einige mehr. Werke zeitgenössischer Künstler präsentieren das Kunsthaus Bregenz, der Kunstraum Dornbirn und die Galerien. Interessante Einblicke gibt das Jüdische Museum Hohenems. „Entdecken und Ausprobieren“ ist das Motto in der interaktiven Naturschau inatura in Dornbirn mit Science Center. Alles aus einer Hand: Packages zu den Kulturanlässen gibt es bei BodenseeVorarlberg Tourismus und auf www.bodensee-vorarlberg.com zu buchen. Info & Buchung Bodensee-Vorarlberg Tourismus A-6901 Bregenz | PF 16 Tel. +43 (0)5574/434 43-0 | Fax: -4 office@bodensee-vorarlberg.com www.bodensee-vorarlberg.com

Kunsthaus Bregenz – Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst Kaum eine andere Institution abseits der großen Kunstmetropolen wird von einer dermaßen breiten internationalen Öffentlichkeit wahrgenommen wie das Kunsthaus Bregenz. Dies liegt zum einen an der einmaligen Architektur und zum anderen an dem herausragenden Ausstellungsprogramm. Das Kunsthaus Bregenz wurde 1997 von dem berühmten Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfen. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Architektur des KUB zählt weltweit zu den bedeutendsten Museumsbauten der zeitgenössischen Architektur. Als Tageslichtmuseum konzipiert, besticht dieses durch seine signifikante äußere Gestalt und die kompromisslose Umsetzung seines Raumkonzepts. Mit seiner langfristig verfolgten Grundidee einer am Kern der Kunst orientierten Arbeit hat sich das Kunsthaus Bregenz ein un­verwechselbares Profil und einen festen Platz unter den führenden Ausstellungshäusern in Europa erworben. Es ist die sich wechselseitig bedingende Einheit von Architektur, Programm, kuratorischer Praxis, Kommunikation, Vermittlung und Publikationen, die das KUB zu einem eigenständigen Modell in der Kunst macht. Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr, Do 10–21 Uhr Während der Festspielzeit tägl. 10–20 Uhr Info & Buchung Kunsthaus Bregenz A-6900 Bregenz | Karl-Tizian-Platz Tel. +43 (0)5574/485 94-0 | Fax: -408 kub@kunsthaus-bregenz.at www.kunsthaus-bregenz.at

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v o r a r l b e r g

André Chénier, das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberto Giordano, ist gleichermaßen packend als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Die Oper rund um das Schicksals des gleichnamigen Dichters, eine historische Gestalt der Französischen Revolution, der 1794 während Robespierres Schreckensherrschaft tatsächlich seinen Kopf verlor, ist auch im Sommer 2012 wieder auf der Bregenzer Seebühne zu sehen. Premiere ist am 19. Juli 2012. In den Wirren der Revolution Frankreich im Jahr 1789. Der Adel feiert, die Bürger murren. Und zwischen allen Stühlen: der Dichter André Chénier. Geliebt von den Reichen für seine einfühlsamen Verse, im Herzen aber ein Revolutionär. Gezeichnet vor dem Hintergrund der Französischen Revolution, ist André Chénier, uraufgeführt 1896 an der Mailänder Scala, ein historisches Drama von brillanter Schärfe und eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität; Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter, der in den Wirren der französischen Revolution vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird und am Ende, abgestoßen von den Exzessen der Gewaltherrschaft der Jakobiner, selbst auf der Guillotine endet.

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Schirmer, Warner, Fielding Am Pult der Wiener Symphoniker steht bei André Chénier ein weiteres Mal Ulf Schirmer, der zuletzt das Spiel auf dem See „Tosca“ leitete und als Mitinitiator und Spezialist für das einzigartige Akustiksystem BOA (Bregenz Open Acoustics) gilt. Es inszeniert der Brite Keith Warner, für das Bühnenbild zeichnet sein Landsmann David Fielding verantwortlich. Die Kostüme stammen von der Amerikanerin Constance Hoffman, das Licht von Davy Cunningham. Intendant: David Pountney Premiere: 19. Juli 2012, 21.15 Uhr Weitere Aufführungen: 20., 21., 22., 24., 26., 27., 28., 29. und 31. Juli, 21.15 Uhr 2., 3., 4., 5., 7., 9., 10., 11., 12., 14., 17. und 18. August, 21.00 Uhr Info & Buchung Bregenzer Festspiele GmbH A-6900 Bregenz | Platz der Wiener Symphoniker 1 Tel. +43 (0)5574/407-6 www.bregenzerfestspiele.com

© Bregenzer Festspiele /K arl Forster

Bregenzer Festspiele 2012 Das Kulturerlebnis am Bodensee

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© NDT 1 Sc h m e t t e r l i n g , Ra h i R e z va n i ; To u ri s mus v e rba n d st e y r; V o r ar lbe rg T o u ris mu s/ 8 2 6 _M o d e r n e Ho lz ba ua rch itekt ur / Christoph Li ngg

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V o r a r l b e r g / O b e r ös t e r r e i c h

Tanzfestival Bregenzer Frühling 2012 Hochkarätige internationale Tanz-Kompanien gastieren ab März 2012 im Rahmen des Internationalen Tanzfestivals Bregenzer Frühling im Festspielhaus Bregenz und präsentieren hier ihre neuesten Produktionen. Unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Fetz werden Uraufführungen und österreichische Erstaufführungen, die international Aufsehen erregt haben, zu sehen sein. Die Bandbreite ist groß. Eines der tänzerischen Highlights wird der Auftritt des Nederlands Dans Theater 1 sein. Für alle Tanzinteressierten bietet der Bregenzer Kunstverein wieder einen BallettAbo-Pass. Schnellentschlossene erhalten beim Kauf eines Ballett-Abo-Passes bis zum 24. 12. 2011 eine Rabattierung von 25 %! Ab 27. 12. 2011 20 % Rabatt. Damit haben Sie die einzigartige Möglichkeit, ganz unterschiedliche Formen des Tanzes kennenzulernen: meisterhafte Fusionen aus Tanz, Musik, Architektur, Video-Art und Spiritualität. Allesamt Sternstunden des zeitgenössischen Tanzes! März bis Mai, künstlerische Leitung: Dr. Wolfgang Fetz Detaillierte Informationen ab November 2011 unter: www.bregenzerfruehling.at

© NDT 1 Sc h m e t t e r l i n g , Ra h i R e z va n i ; To u ri s mus v e rba n d st e y r; V o r ar lbe rg T o u ris mu s/ 8 2 6 _M o d e r n e Ho lz ba ua rch itekt ur / Christoph Li ngg

© Bregenzer Festspiele /K arl Forster

Info & Buchung Bregenz Tourismus & Stadtmarketing A-6900 Bregenz | Rathausstraße 35a Tel. +43 (0)5574/40 80-0 tourismus@bregenz.at www.v-ticket.at

„My Fair Lady“ beim Musikfestival Steyr

Moderne Architektur in Vorarlberg

26. Juli – 10. August 2012

In Vorarlberg ist in den letzten Jahrzehnten eine international beachtete Architektur­szene entstanden, die mittlerweile einen sichtbaren Ausdruck der allgemeinen Vorarlberger Kultur darstellt. Überall in der Region trifft man auf geschmackvolle Häuser mit klaren Linien und schnörkellosen Fassaden – Kunstwerke aus Glas, Stahl und Holz. Ihr spezielles Design und die Verwendung von Holz ermöglichen, dass sie sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügen. Oftmals bleibt das Holz unbehandelt, damit es atmen kann und wird früher oder später einfach grau. Stilistisch verbindet das Konzept der neuen Vorarlberger Architektur und Handwerkskunst Tradition und Moderne. Schlichtheit und ökonomische Funktionalität, sie äußert sich zum Beispiel im niedrigen Energieverbrauch, stehen im Vordergrund. Besondere Beispiele für diesen Baustil sind das Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus, das Kunsthaus Bregenz, die inatura Erlebnis Naturschau und das Nordwesthaus im Hafen Rohner in Fußach.

In dem Moment, wenn im romantischen Schlossgraben von Schloss Lamberg die Musik beginnt, lässt man sich leichtherzig in eine andere Welt verführen. In diesem Jahr nach London, Anfang des 20. Jahrhunderts, wo die einfache Blumenverkäuferin Eliza Doolittle Sprachunterricht beim angesehenen Phonetiker Prof. Higgins erhält, um ihren gesellschaftlichen Stand zu verbessern. Das beliebte Broadway-Musical My Fair Lady unter Intendanz von Karl-Michael Ebner ist in Steyr open air zu sehen. Info & Buchung Tourismusverband Steyr am Nationalpark A-4402 Steyr | Stadtplatz 27 Tel. +43 (0)7252/532 29-0 info@steyr.info www.musikfestivalsteyr.at

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n i e d e r ös t e r r e i c h / W i e n

Direktverbindung in die City

Auf mehr als 50 Hektar erstreckt sich zwischen Wien und Bratislava ein beachtliches Ensemble aus imperialer Schlossanlage, kunstvollem Terrassengarten, einzigartigen Orangerien und einem der größten Gutshöfe Europas mit seltenen Haustierrassen. Prinz Eugen hatte Schloss Hof im 18. Jahrhundert als Sommer-Landsitz von Lukas von Hildebrandt errichten lassen, unter Maria Theresia wurde die Anlage zum grandiosen Festschloss ausgebaut. Heute ist es eine glanzvolle Bühne für Zeitreisen in die faszinierende Welt das Barock mit Festveranstaltungen, Konzerten und Theateraufführungen sowie saisonalen Märkten. Öffnungszeiten: 2. 4.–4. 11. 2012, tägl. 10–18 Uhr, tägl. Führungen

Mit nur 16 Minuten Fahrzeit ist der City Airport Train (CAT) das schnellste Verkehrsmittel vom Flughafen Wien ins Stadtzentrum Wien-Mitte. Er verkehrt täglich im Halbstunden­ takt. Das Jet-Ambiente der klimatisierten CAT-Doppelstockwaggons und die „First Class“-Sitze garantieren eine entspannte Reise. Breite Gänge und gut einsehbare Ge­­ päckstauräume erlauben die bequeme Unterbringung des mitgeführten Gepäcks. TrainAttendants kümmern sich um das Wohl der Passagiere und Bildschirme im Zug bieten Infos über Wien sowie Fluginformationen. Zusätzliche Services: Beim City-Check-in können CAT-Passagiere bereits in Wien-Mitte ihr Gepäck einchecken, ihre Bordkarte lösen und im Anschluss noch die restliche Zeit entspannt in Wien genießen. Und sollte ein Transfer nach Wien-Mitte gewünscht sein, buchen Sie einfach online unser Pauschal-Angebot CAT-CAB inkl. Hotel-Transfer und CAT-Tickets für bis zu 4 Personen.

INFO & BUCHUNG Schloss Hof | A-2294 Schlosshof 1 Tel. +43(0)2285/200 00 office@schlosshof.at www.schlosshof.at

INFORMATION Tel. +43(0)1/252 50 www.cityairporttrain.com

Mozart wie damals

Der Wiener Walzer

Klassische Musik in der Orangerie Schönbrunn. Schönbrunn hat für Mozart eine ganz besondere Bedeutung: Hier musizierte er als Kind gemeinsam mit seiner Schwes­ ter Nannerl, zur großen Freude von Kaiserin Maria Theresia. Auch in der Orangerie des Schlosses ist der Geist Mozarts präsent: In diesem barocken Juwel dirigierte er 1786 die Uraufführung seines Singspiels „Der Schauspieldirektor“. Heute finden hier die weltbekannten „Schloss Schönbrunn Konzerte“ mit dem renommierten Schloss Schönbrunn Orchester Vienna statt. Erleben Sie das Zusammenspiel alter höfischer Tradition und moderner Annehmlichkeiten im Weltkulturerbe Schönbrunn.

Nicht nur auf dem Wiener Opernball wird er mit Begeisterung getanzt: der Wiener Walzer. In ganz Österreich zählt er zu den Höhepunkten jeder Ballnacht. Der einstige „Tanz des Volkes“ entwickelte sich aus dem Deutschen Tanz und dem Menuett der Aristokratie und war in seinen Anfängen um 1800 verboten. Zu sehr gewährte die schnelle Drehbewegung den Blick auf die entblößten Knöchel der Damen und überdies kamen sich die Tänzer viel zu nahe. Gesellschaftsfähig wurde der Walzer erst nach dem Wiener Kongress 1814/15, als er von Aristokraten und Landes­fürsten getanzt wurde. Unter der Bezeichnung „Wiener Walzer“ trat er daraufhin seinen Siegeszug rund um die Welt an. Heute zählt der Wiener Walzer zu den fünf Standardturniertänzen des Welttanzprogramms. Neben Johann Strauß, dem Komponisten des berühmten Donauwalzers, waren auch dessen Vater sowie Josef Lanner und Franz Lehár berühmte Walzerkomponisten.

INFO & BUCHUNG Schloss Schönbrunn Konzerte Orangerie Schönbrunn | A-1130 Wien Tel. +43 (0)1/812 50 04 | Fax: -43 (0)1/812 54 24 | office@imagevienna.com www.imagevienna.com

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SCHLOSS HOF

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Volksoper Wien Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett. Farbig, vielschichtig und lebensfroh bietet sie anspruchsvolle musikalische Unterhaltung. Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 30 Produktionen auf dem Programm des 1.300 Plätze fassenden Theaters. Von Mozarts „Zauberflöte“ bis zur berühmtesten Operette „Die Fledermaus“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Marie Antoinette“ reicht dabei das Repertoire. © D i mo D i mo v / V o lk s o p er W ie n

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Die Operette gehört zu Wien und sie gehört in die Volksoper, die zu Recht als das führende Operettenhaus der Welt gilt. „Die lustige Witwe“, „Wiener Blut“ „Die Csárdásfürstin“ oder „Das Land des Lächelns“, der Besuch einer Operettenaufführung an der Volksoper ist ein Muss für jeden Wienbesucher!

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Die Volksoper wurde 1898 als „Kaiser-Jubiläums-Stadttheater“ eröffnet. Wichtige Werke wie „Tosca“ und „Salome“ erlebten hier ihre Wiener Erstaufführung und weltberühmte Sängerinnen und Sänger wie Maria Jeritza oder Richard Tauber sind schon zu Beginn ihrer Karriere hier aufgetreten. Diese faszinierende Opern-Vergangenheit bildet bis heute das Fundament für eine spannende Zukunft. Seit September 2007 ist der Publikumsliebling Robert Meyer Direktor der Volksoper und hat mit seinem facettenreichen Spielplan großen Erfolg bei Publikum und Presse. Information & Buchung Volksoper Wien A-1090 Wien | Währinger Straße 78 Information: Tel. +43 (0)1/514 44-3670 Karten (mit Kreditkarte): Tel. +43 (0)1/513 1 513 tickets@volksoper.at www.volksoper.at operette

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Von der sinnlichen Barockoper bis zum unvergesslichen Musical Mit dem THEATER AN DER WIEN, dem RAIMUND THEATER und RONACHER vereinen die VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN drei geschichtsträchtige Häuser, die Musiktheater vom Barock bis in die Moderne sowie Musicalproduktionen auf höchstem internationalen Niveau präsentieren. THEATER, ABER WIE! Das Theater an der Wien bezaubert seit über zwei Jahrhunderten durch seine hervorragende Akustik und das authentische, intime Ambiente. Seit Jänner 2006 als neues Stagione-Opernhaus eröffnet, ist das renommierte Theater am Naschmarkt das Zentrum für Barockoper und zeitgemäßes Musiktheater in Wien. Der Spielplan für die Saison 2011/12 umfasst Opern von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Christoph W. Gluck, Jacques Offenbach, Peter Iljitsch Tschaikowski, Ambroise Thomas sowie Gioachino Rossini und bietet jeden Monat eine neue Premiere. Ein Höhepunkt ist die im November 2011 uraufgeführte Oper „Gogol“, kreiert von der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach. Star-Bariton Bo Skovhus ist als russischer Dichter Nikolai Gogol zu erleben. RAIMUND THEATER Udo Jürgens’ Hitmusical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK. Seit März 2010 ist das Erfolgsmusical mit den Songs von Udo Jürgens im Raimund Theater zu

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sehen und begeistert Jung und Alt. Ein swingendes Musical mit Broadway-Glamour und erstklassigen Showelementen, das die Besucher nach der Show beschwingt von Bord gehen lässt. RONACHER SISTER ACT – Das Musical. Seit September 2011 ist die Wiener Fassung von SISTER ACT im Ronacher zu sehen. Das fröhliche Musical mit mitreißenden Choreografien, einem farbenprächtigen Bühnenbild, viel Komik und grandiosen Songs nach dem gleichnamigen Film mit Whoopi Goldberg macht den Theaterabend zu einem unvergesslichen Erlebnis – ein himmlisches Vergnügen. INFORMATION & BUCHUNG Theater an der Wien | Tel. +43 (0)1/588 85 | www.theater-wien.at Raimund Theater und Ronacher | Tel. +43 (0)1/588 85 | www.musicalvienna.at

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© t o u ri sm us s alz b ur g, Salz bu rg C it y ho t e ls: z i mtap f el .at

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S ALZBURG

Salzburg – die Bühne der Welt Den internationalen Ruhm verdankt Salzburg der land­schaftlichen Schönheit und dem unvergleichlichen Charme seines Stadtbildes sowie der Fügung, dass der wohl meist­gespielte Komponist W. A. Mozart hier geboren wurde. Die bezaubernde Barockstadt mit ihren weltberühmten Sehenswürdigkeiten bietet ihren Gästen das ganze Jahr über eine Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen. Mit der Salzburg Card genießen Sie einmaligen Gratiseintritt zu allen Sehenswürdigkeiten und freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für 24, 48 oder 72 Stunden. Veranstaltungs-Highlights 2012: Mozartwoche, 27. 1.–5. 2. 2012 Osterfestspiele Salzburg, 31. 3.–9. 4. 2012 Salzburger Pfingstfestspiele, 25. 5.–28. 5. 2012 Salzburger Kulturtage, 17. 10.–17. 11. 2012 Salzburger Jazz-Herbst 2012, 23. 10.–4. 11. 2012 Salzburger Christkindlmarkt, 22. 11.–26. 12. 2012

Salzburg Cityhotels

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© T h eat e r a n d e r Wi e n , Arm i n Ba rd e l; SISTER A CT, B rin k h o ff, Mö g en b urg , Sta ge En t e rta in me n t; ICH WAR NOC H NIE MALS IN NEW YORK , Sta g e E ntertai nment

Info & Buchung Salzburg Information A-5020 Salzburg | Auerspergstraße 6 Tel. +43 (0)662/889 87-0 | Fax: -32 tourist@salzburg.info www.salzburg.info

Salzburg hautnah erleben: Überragt von der Festung Hohensalzburg, präsentiert sich eine unvergleichliche Anzahl an prachtvollen Sehenswürdigkeiten, schicken Läden und charmanten Lokalen. Wollen Sie die faszinierende Kulisse rund um die Uhr genießen und in das atemberaubende Flair des Weltkulturerbes mit allen Sinnen eintauchen? Dann sollten Sie für Ihren Aufenthalt in Salzburg ein Cityhotel inmitten der Altstadt buchen. Erleben Sie nur wenige Gehminuten von Salzburgs weltberühmten Plätzen entfernt, wie die Altstadt erwacht und unvergessliche Tage bereitet. Info & Buchung Tourismusverband Salzburger Altstadt A-5020 Salzburg | Münzgasse 1/2 Tel. +43 (0)662/84 54 53-19 | Fax: -22 www.salzburg-altstadt.at www.salzburgcityhotels.com

salzburger festspiele 20. JULI – 2. September 2012

InformationEN und karten Kartenbüro der Salzburger Festspiele Postfach 140 . 5010 Salzburg · Austria Tel: + 43-662-8045-500 · Fax: + 43-662-8045-555 info@salzburgfestival.at · www.salzburgfestival.at

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styriarte 2012 – Familienmenschen

Info & Buchung styriarte A-8010 Graz | Sackstraße 17 Tel. +43 (0)316/82 50 00 | Fax: -15 tickets@styriarte.com www.styriarte.com

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Die Oper Graz gilt als eines der schönsten Opernhäuser Europas. Erbaut vom renommiertesten Architektenduo der k. u. k. Monarchie, Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, 1899 eröffnet, schwelgen die Foyers und der Zuschauerraum in feudalem Glanz. Der Zuschauerraum mit seinen 1.200 Sitzplätzen stellt eine seltene Synthese von italienischem Logen- und französischem Rangtheater dar. Die in den Farben Gold, Weiß und Rot gehaltene Innengestaltung begeistert in- wie ausländische Besucher gleichermaßen. Unter der Leitung von Elisabeth Sobotka stehen mit Oper, Operette, Tanz und Musical sämtliche Sparten des Musiktheaters sowie Orchesterkonzerte auf dem Programm. Opernhighlights der Saison 2011/2012 sind u. a. Verdis „Otello“, Tschaikowskys „Pique Dame“, Strauss’ „Elektra“ und Bizets „Carmen“. Und auch der heiteren Muse wird ausführlich gefrönt. Die Musicals „Singin’ in the Rain“, „Gigi“ und „Der Mann von La Mancha“ sowie die Operette „Walzertraum“ komplettieren das vielseitige Programm der Oper Graz. Info & Buchung Opernhaus Graz GmbH A-8010 Graz | Kaiser-Josef-Platz 10 Tel. +43 (0)316/80 08 oper@oper-graz.com www.oper-graz.com

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© O pe r n fe s t sp i e le St. Ma r ga re t hen , T h o ma s L u d wi g, S t ev e Haid e r; se e f e s ts p ie le mörb i sc h, Li c ht star k

28., 30. Juni & 1. Juli 2012, Graz/Stefaniensaal: Dvoˇrák: Stabat Mater, op. 58 Arnold Schoenberg Chor / Chamber Orchestra of Europe u. a., Dirigent: N. Harnoncourt 6., 7. & 8. Juli 2012, Stainz/Stiftskirche: Mozart: Missa longa in C, KV 262 u. a. Arnold Schoenberg Chor / Concentus Musicus Wien u. a., Dirigent: N. Harnoncourt … und 40 weitere Veranstaltungen (22. Juni bis 22. Juli 2012)

Die Oper Graz

© W e rn e r Km e t it s ch, Ro be rt Il le ma n n / Op e r Gra z

Viele musikalische Genies wären ohne ihre Familien nie das geworden, als was sie uns heute erscheinen, sind ohne ihre Familien gar nicht zu verstehen. Da ist etwa Johann Sebastian Bach, der einer unüberschaubaren Musikerdynastie entwächst und dessen Kinder ihn im musikalischen Ruhm zeitweilig sogar übertreffen. Ohne dass der Familienfrieden jemals gefährdet gewesen wäre. Da ist Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Vater Leopold das Genie des Filius geradezu generalstabsmäßig plant, worauf er die Abnabelungsversuche des Sohnes nicht gelassen hinnehmen kann. Da wäre Johann Strauß, in dessen Musikerfamilie überhaupt keine Eintracht, sondern Konkurrenz das Leben beherrscht. Solche Familienmenschen und noch mehr präsentiert die styriarte 2012 und eröffnet mit ihrem Thema Blicke in das Heim großer Komponisten. Aber diese erzählen in ihrer Musik auch selbst Geschichten über Familienlust und Familienleid. Und dabei wird deutlich, wie selbst das Heilige eine ganz private Komponente hat.


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B u r g e n l a n d

Opernfestspiele St. Margarethen Carmen 2012 im Römersteinbruch St. Margarethen Oper im Römersteinbruch St. Margarethen wird zum Fest für alle Sinne. Vom 11. Juli bis 26. August 2012 steht „Carmen“ in einer Neuinszenierung von Robert Herzl im Römersteinbruch St. Margarethen auf dem Programm. Bei der Uraufführung der Oper von Georges Bizet im Jahr 1875 entrüstete sich ein Kritiker: „Wie wahrhaftig, aber wie unmoralisch!“ Das Meisterwerk zählt seither zu einem der berühmtesten Opernwerke weltweit. Eine fatale Dreiecksgeschichte voller Begierde und Eroberung, Hingabe und Leidenschaft, Besitz und grenzenloser Freiheit. Carmen, eine junge und wunderschöne Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik von Sevilla, wird von allen Männern umschwärmt. Don José kann ihrem Werben nicht widerstehen und verfällt ihr bis zur Besessenheit. Erleben Sie eine einzigartige Liaison großer Gefühle! Liebe, Eifersucht, Mord und wunder­schöne Melodien im unvergleichlichen Rahmen der Naturkulisse garantieren einen unvergesslichen Opernabend im Römersteinbruch St. Margarethen. Freuen Sie sich schon heute auf die Festspielsaison 2012. Termine: 11. Juli bis 26. August 2012, Beginn 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr Info & Buchung Karten: Festspielbüro St. Margarethen Tel. +43 (0)2680/420 42 www.oeticket.com Tel. +43 (0)1/96 0 96 www.ofs.at

Seefestspiele Mörbisch

© O pe r n fe s t sp i e le St. Ma r ga re t hen , T h o ma s L u d wi g, S t ev e Haid e r; se e f e s ts p ie le mörb i sc h, Li c ht star k

© W e rn e r Km e t it s ch, Ro be rt Il le ma n n / Op e r Gra z

DIE FLEDERMAUS: 12. Juli bis 25. August 2012 Nur 60 km südöstlich von Wien liegt der malerische Ort Mörbisch am Neusiedler See. Vor einer einzigartigen Naturkulisse werden auf einer der größten Freilichtbühnen Europas die Meisterwerke der klassischen Operette aufgeführt. In seinem letzten Jahr als Intendant überrascht Prof. Harald Serafin mit einer neuen Inszenierung von einer der berühmtesten Strauß-Kompositionen. Vor Antritt seiner Arreststrafe will sich Gabriel von Eisenstein noch auf dem Kostümfest des Prinzen Orlofsky amüsieren. Mit seinem Freund Dr. Falke erscheint Eisenstein verkleidet am Fest. Er verliebt sich in eine unbekannte ungarische Gräfin, die er nicht als seine eigene Frau erkennt, und der es gelingt, ihm seine Taschenuhr zu entwenden. Er ahnt nicht, dass sich Dr. Falke ein Komplott der Sonderklasse ausgedacht hat. Als Eisenstein am nächsten Morgen seine Arreststrafe antreten will und Alfred – den Verehrer seiner Gattin – im Gefängnis antrifft, ist die Verwirrung groß. Schlussendlich klärt Dr. Falke die ganze Geschichte als geplante Inszenierung auf. Verfolgen Sie 2012 die Intrigen und Verwirrspiele in einer dekadenten Gesellschaft bei den Seefestspielen Mörbisch! Info & Buchung Seefestspiele Mörbisch A-7000 Eisenstadt | Joseph-Haydn-Gasse 40/1 Tel. +43 (0)2682/662 10-0, Fax: -14 tickets@seefestspiele-moerbisch.at www.seefestspiele-moerbisch.at

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Osterfestival Tirol 2012 Vom 17. März bis zum 8. April 2012 treffen sich in der Tiroler Hauptstadt zum 24. Mal internationale Größen der Musik-, Tanz- und Theaterwelt. Das Osterfestival Tirol, Österreichs kultureller Höhepunkt zur Osterzeit, schafft mit Passionsmusik, traditioneller und zeitgenössischer Musik aus verschiedenen Kontinenten, Tanz, Performance, Theater, Film und Gesprächen pulsierendes Leben. 2012 befasst sich das Osterfestival Tirol mit unterschiedlichen Konzeptionen von Freiheit. Ein immer aktuelles Thema, das jeden Menschen im Innersten trifft. Zu Gast sind unter anderem Frans Brüggen mit seinem Orchester des 18. Jahrhunderts, ensemble recherche mit Uraufführungen sowie die Sensation einer weltweiten Wiederaufführung von Passionsmusiken Johannes Hieronymus Kapsbergers (17. Jh). Ein Festival der Lebensfreude und der Sinne, das sich künstlerisch mit den grundlegenden Themen des Menschseins befasst. Nähere Informationen unter www.osterfestival.at Tickethotline: +43 (0)5223/538 08-0

Internationaler TANZSOMMER Innsbruck 2012 Beim 18. TANZSOMMER Innsbruck werden wieder herausragende Tanzkompanien der internationalen Spitzenklasse die Hauptstadt Tirols in den Mittelpunkt von Tanz, Rhythmus und Bewegung rücken. Neben den vielseitigen Aufführungen der weltbekannten Kompanien stehen vom 15. Juni bis 15. Juli 2012 erneut die Auftritte der „Stars of Tomorrow“ auf dem Spielplan, die mit den Programmen „Solaris“ und „Lunaris“ durch Tirol touren. Weiters werden diverse Kinder- und Jugendprojekte sowie die beliebten TANZSOMMER-Workshops für Kinder und bewegungsfreudige Erwachsene angeboten. Nähere Informationen unter www.tanzsommer.at Ticketbestellung: Tel. +43 (0)512/561 561 oder ticket@innsbruck.info

Programmdetails unter www.altemusik.at Tickethotline: +43 (0)1/880 88, www.ticketonline.at, www.webticket.at 50 % Ermäßigung auf jede Opern- und Konzertkarte für Gäste unter 30 Jahren. Info Innsbruck Tourismus A-6021 Innsbruck | Burggraben 3 Tel. +43 (0)512/598 50 | Fax: -107 office@innsbruck.info www.innsbruck.info

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Info & Karten Osterfestival Tirol A-6060 Hall | Schmiedg. 5 Tel. +43 (0)5223/538 08 office@osterfestival.at www.osterfestival.at

INFO & KARTEN TANZSOMMER Innsbruck A-6020 Innsbruck | Burggraben 3 Tel. +43 (0)512/561 561 ticket@innsbruck.info www.tanzsommer.at

Info & Karten Innsbrucker Festwochen A-6020 Innsbruck Herzog-Friedrich-Straße 21 Tel. +43 (0)512/56 15 61 www.altemusik.at

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© FERIENLAND KU FSTEIN, Op e re tt e n S omme r, DaC ap o , Pas si o n ssp i e le Er l, T i ro le r F e st sp i e le E r l

Vier szenische Opernproduktionen, darunter „Il Paride“ von Giovanni Andrea Bontempi und als BAROCKOPER:JUNG Claudio Monteverdis Meisterwerk „L’Incoronazione di Poppea“ stehen auf dem Programm der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012. Alessandro De Marchi geht im dritten Jahr seiner künstlerischen Leitung der Frage nach, was komponierte Barockmusik mit der Volksmusik jener Zeit zu tun hat. Zahlreiche Konzerte in Kirchen und historischen Sälen, der 3. Internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti und ein umfangreiches Rahmen­ programm mit Workshops, Hörabenden, Freiluftkonzerten, Backstage-Führungen u. v. m. laden Barockmusikfreunde von nah und fern in der Zeit vom 8. bis 26. August nach Innsbruck.

© O st e rf e st i val T ir o l, T A NZSO MMER I n n sb ruck , I n n sbr uck e r Fe st wo ch e n

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012


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KUltura – der Kultur auf der Spur © FERIENLAND KU FSTEIN, Op e re tt e n S omme r, DaC ap o , Pas si o n ssp i e le Er l, T i ro le r F e st sp i e le E r l

Gast im Ferienland Kufstein zu sein, bedeutet nicht nur, die Schönheiten der Natur, der kristallklaren Seen und die zahlreichen Aktivitäten zu entdecken, sondern darüber hinaus gilt es, die vielen kulturellen Festivitäten zu genießen. Ein Kulturhighlight jagt im Ferienland Kufstein während der Sommermonate das nächste.

© O st e rf e st i val T ir o l, T A NZSO MMER I n n sb ruck , I n n sbr uck e r Fe st wo ch e n

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MUS I K

Das Klassikfestival mit Tiefgang – die Tiroler Beethoven-Tage: Die Tiroler Beethoven-Tage verkörpern den vielversprechenden Auftakt des jährlichen Festspielreigens im Tiroler Unterland. Mit ihrem markanten Slogan „Betont anders.“ symbolisieren sie eines von fünf kulturellen Segmenten der jungen Dachmarke KUltura. Kein Geringerer als Dirigent und Vollblutmusiker Matthias G. Kendlinger konnte abermals für die künstlerische Leitung gewonnen werden. Bereits im vierten Jahr in Folge zieht es Musik- wie Naturliebhaber gleichermaßen in die traumhafte Tiroler Bergwelt. Unter den imposanten Gipfeln des Kaisergebirges laden vom 12. bis 19. Mai 2012 die Tiroler Beethoven-Tage zum gemeinsamen Innehalten ein. Juli im Zeichen der Tiroler Festspiele in Erl: Jedes Jahr im Juli pilgern Musikliebhaber in die Festspiel-Hochburg Erl und lassen sich bei den Tiroler Festspielen (5. bis 29. Juli 2012) verzaubern. Unter der künstlerischen Leitung von Maestro Gustav Kuhn werden die wahren Größen der Bühne gebracht. Unter anderem erwarten die Besucher neben einem Wagner-Schwerpunkt diverse klassische Meisterwerke in Erl. Operettentöne in atemberaubender Kulisse: Vom 3. bis 18. August 2012 steht mit „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán ein wahrer Operettenklassiker auf dem Spielplan

des OperettenSommers Kufstein. Mit feurigen Csárdásrhythmen und melancholischer Zigeunermusik verführt Emmerich Kálmán in seiner 1924 im Theater an der Wien uraufgeführten Operette das Publikum. Auch 2012 ist Schauplatz des Operettenspektakels die Festung Kufstein, die zu den imposantesten mittelalterlichen Bauwerken Tirols zählt. Der südlich vorgelagerte Festungshof mit seiner wetterfesten Überdachung bildet dabei den einzigartigen Rahmen für ein „trockenes“ und berauschendes Klangerlebnis. Passionsspiele Erl 2013: Das Jahr 2013 wird im ältesten Passionsspielort im deutschsprachigen Raum, in Erl, ein ganz besonders Jahr werden. Man feiert die 400-jährige Jubiläumspassion und wird vom 26. Mai bis 5. Oktober wieder unter enormen organisatorischem und personellem Aufwand das Leiden Christi zur Aufführung bringen. Der neue Text für die Passionsspiele stammt vom Tiroler Autor Felix Mitterer. Auch neu ist die englische Szenenerläuterung während der Aufführung mittels Kopfhörer. Die Besucher erwartet im Rahmen der 400-Jahr-Feier ebenfalls eine Jubiläumsausstellung im Kunstraum des Passionsspielhauses Erl.

INFORMATION & BUCHUNG Ferienland Kufstein 6330 Kufstein | Unterer Stadtplatz 8 Tel. +43 (0)5372/622 07, info@kufstein.com www.kultur-tirol.at

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Kärntens kulturelle Höhepunkte

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Informationen: Büro der Künstlerstadt Gmünd, Hauptplatz 20, 9853 Gmünd, Tel. +43 (0)4732/22 15-24, -14, kultur.gmuend@aon.at, www.stadt-gmuend.at Schauplatz Mittelalter Friesach Der mittelalterliche Bischofssitz Friesach ist die älteste Stadt Kärntens, umgeben vom einzigen durchgehend Wasser führenden Stadtgraben Österreichs. Jedes Jahr Ende Juli feiern die Friesacher ein einzigartiges Mittelalterfest – das „Spectaculum zu Friesach“. Im Süden von Friesach wird eine mittelalterliche Burg errichtet. Wie vor 800 Jahren sind Holz, Stein und Metall die wichtigsten Baustoffe. Die Besucher können den Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Dieses spannende Projekt für Groß und Klein lädt zu einer besonderen Zeitreise ein. Informationen: Tourismusinformation Burgenstadt Friesach, Fürstenhofplatz 1, 9360 Friesach, Tel. +43 (0)4268/22 13-40, -43, tourismusinformation@friesach.at, www.friesach.at

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KÜNSTLERSTADT GMÜND – EINE GANZE STADT LEBT DIE KUNST! Erleben Sie eine der lebendigsten und vielfältigsten Kleinstädte Österreichs! Gmünd in Kärnten setzt seit 20 Jahren konsequent auf Kunst und Kultur und gilt in Österreich

als Musterbeispiel für Stadtentwicklung durch kulturelles Engagement. Ausstellungen, Künstlerateliers, Galerien, Werkstätten, Internationale Gastateliers und ein wunderbarer Skulpturengarten laden zum Flanieren in die reizvollen mittelalterlichen Gassen und Plätze ein. Kommen Sie und staunen Sie über Vielfalt und Qualität des Kulturangebotes in Gmünd! Die Lebendigkeit der Stadt wird auch Sie begeistern!

© K är n t e n We rb un g

Hörgenuss zwischen Alpen und Adria In Kärnten kommen Kulturgenießer nicht zu kurz. Es gibt kaum eine Erhebung, auf der nicht ein Schloss, eine Burg oder das, was davon übrig blieb, zu sehen ist. Eine Vielzahl der geschichtlichen Bauten bietet einzigartigen Kulturgenuss in historischem Ambiente. Alle Sparten der Kultur sind rund ums Jahr zwischen Alpen und Adria, zwischen Berg und See auf der sonnigen Südseite der Alpen erlebbar. So finden auf der Burgarena Finkenstein Konzerte aller Art statt, auf der Petersburg in Friesach die legendären Friesacher Burghofspiele, im Schloss Albeck sonntags die Schlosskonzerte, auf der Heunburg zeitgenössisches Theater, im schönsten Renaissancebau nördlich der Alpen, dem Schloss Porcia, die heiteren Komödienspiele Porcia, im Klagenfurter Burghof das schönste Open-Air-Kino, im Zisterzienserstift Viktring das kultige Musikforum, Im Stift Ossiach der traditionelle Carinthische Sommer und im Rathaus St. Veit das Festival der Alten Musik, die Trigonale. Viele weitere Musikfestivals erfüllen die Kärntner Luft mit klangschönen Tönen. Von der U- bis zur E-Musik, vom Kärntnerlied bis zur Sinfonie, von der Blasmusik bis zur zeitgenössischen Avantgarde – weit spannt sich der Bogen der musikalischen Darbietungen. Ob wochentags oder am Wochenende. Ob vormittags oder abends, ein passendes Konzert findet sich in Kärnten für jeden Geschmack. Bestellen Sie kostenlos das Kärnten Magazin 2012!


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k ä r n t e n

Burg Hochosterwitz Burg Hochosterwitz, das geschichtliche Wahrzeichen Kärntens, hat ihrer gesamten Region den Namen gegeben. Sie ist durch ihre Lage auf einem steil aufragenden Felsen eine der auffälligsten Burganlagen Mitteleuropas und durch ihre 14 Tore, die den Aufstieg von der Ebene bis zum Gipfel sichern, eine der attraktivsten und meistbesuchten Burgen des gesamten deutschen Sprachraums. Die Rüstkammer, die Waffensammlung und die interessante Bildersammlung aus der Renaissancezeit zeugen von der Geschichte dieser einmaligen Wehranlage. Bequemlichkeit schätzende Besucher haben die Möglichkeit, mit einer Standseilbahn hinaufzufahren, verpassen dabei jedoch den historischen Aufstieg über die 14 Tore.

© K är n t e n W e rbu n g

© K är n t e n W e rbu n g

Im Burgrestaurant werden die Besucher mit heimischer Kärntner Küche verwöhnt. Die Burg verfügt aber nicht nur über ein interessantes Museum und Kulinarikangebot, hier kann auch in die Welt des mittelalterlichen Handwerks eingetaucht werden. Ein intensives Kulturprogramm an Konzerten, Bilderausstellungen und Festen soll den Besucher einladen, die Burg in verschiedenen Aspekten zu entdecken. Jedes Jahr im Juli verwandelt sich die Burg um einige Jahrhunderte zurück. Ritterkampf, Falknerschau, Bogenschießen, Feuershow und vieles mehr verzaubern Groß und Klein beim Ritterfest auf Burg Hochosterwitz. Nach der erfolgreichen Ausstellung „Temporis Pons per secula“ ist es im Sommer 2010 gelungen, den Besuchern die Kunst junger, aufstrebender, zeitgenössischer Maler in

Verbindung mit Werken großer Renaissance-Meister wie Jacopo da Trezzo, Jacomo Tintoretto und Pantoja de la Cruz nahe zu bringen. 2011 wurde eine Ausstellung der ganz besonderen Art präsentiert: Pablo Picassos Werk „Celestina“ – WER FRIVOL LEBT STÜRZT INS VERDERBEN. Erweitert und neu interpretiert durch die zeitgenössischen Maler Rafael Ramirez Maro, Antonio Maro und Alejandro Decinti. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und der aktuellen Ausstellung erhalten Sie auch unter www.burg-hochosterwitz.com Informationen: Burg Hochosterwitz, 9314 Launsdorf, Niederosterwitz 1, Tel. +43 (0)4213 /20 20, Fax: +43 (0)4213/20 20 16, www.burg-hochosterwitz.com

INFORMATION & BUCHUNG Kärnten Information 9220 Velden | Casinoplatz 1 Tel. +43 (0)463/30 00 Fax: +43 (0)4274/521 00 50 www.kaernten.at

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Naturparkregion Reutte Glasklare Alpenseen, markante Berggipfel, herausfordernde Höhenwanderwege, anspruchsvolle Biketrails, ritterliche Festspiele und königliche Schlösser: Die Naturparkregion Reutte in Tirol beeindruckt mit ihrer Vielfalt an kulturellen und sportlichen Attraktionen direkt an der bayerischen Grenze. Das Ehrenberg Historical Sound and Vision ist jeden Di und Do ab 17.00 Uhr zu sehen. Seien Sie dem Ritter auf der Spur und erleben Sie Geschichte zum Anfassen in der europäischen Burgenwelt Ehrenberg. Der neue Erlebnis-Kinderspielplatz und Ritter Rüdiger machen das Abenteuer Mittelalter sogar für Kinder spannend. Die bayerischen Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sind nur ca. 15 km entfernt und der historische Ortskern von Reutte lädt zum Bummeln ein. Wander- und Bergfreunde genießen das herrliche Höhenwandergebiet der Reuttener Seilbahnen auf 1.700 m mit Alpenblumengarten und alpinem Barfußwanderweg. • 27.–29. Juli 2012: „Ehrenberg – die Zeitreise“ Römer- und Ritterspiele – eine fantastische Reise in die Vergangenheit • 14.–16. September 2012: Almabtrieb in Lechaschau – ca. 1.000 Schafe ziehen ins Dorf

Stift Klosterneuburg

Im Renaissanceschloss Ambras errichtete Erzherzog Ferdinand II. (1529–95), einer der bedeutendsten Mäzene der Habsburger, das älteste neuzeitliche Museum. Zu besichtigen sind ganzjährig drei Rüstkammern, die Kunst- und Wunderkammer und der Spanische Saal. Vom 1. 4.–1. 11. ist auch die Habsburger Porträtgalerie geöffnet. Die Sonderausstellung „Splash! Das Bad der Philippine Welser auf Schloss Ambras“ widmet sich vom 29. 3. – 31. 5. der Badekultur der frühen Neuzeit. Vom 14. 6.–23. 9. zeigt die Sonderausstellung „Dresden meets Ambras“ Meisterwerke aus dem Grünen Gewölbe. Öffnungszeiten: täglich 10–17 Uhr, 2.–30. November geschlossen.

Das Stift Klosterneuburg bietet das einzigartige Erleben der in Jahrhunderten gewachsenen Einheit von geistigem und weltlichem Leben, ist Bewahrungsort weltweit einzigartiger Kulturschätze und hält als ältestes Weingut Österreichs besondere Angebote für den Weinliebhaber bereit. Seit Mai 2011 erwartet die Besucher ein weiterer Höhepunkt: die Schatzkammer mit dem Österreichischen Erzherzogshut – der Landeskrone Österreichs.

Info & Buchung KHM Schloss Ambras A-6020 Innsbruck | Schlossstraße 20 Tel. +43 (0)1/525 24-4802 info.ambras@khm.at www.khm.at/ambras

INFO & BUCHUNG Stift Klosterneuburg A-3400 Klosterneuburg | Stiftsplatz 1 Tel. +43 (0)2243/411-212 | Fax: -31 tickets@stift-klosterneuburg.at www.stift-klosterneuburg.at

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Öffnungszeiten: täglich 9 bis 18 Uhr

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© S t ift Alt e n bur g, Ro gn e r Ba d , Gra z t o uris m us

KHM Schloss Ambras

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Info & Buchung Naturparkregion Reutte A-6600 Reutte | Untermarkt 34 Tel. +43 (0)5672/623 36 | Fax: -40 info@reutte.com www.reutte.com


K u l t u rb a u t e n

n i e d e r ös t e r r e i c h / S t e i e r m a r k

Benediktinerstift Altenburg

Rogner Bad Blumau – Eine Entdeckungsreise

Seit fast 900 Jahren leben und arbeiten Benediktinermönche im Stift Altenburg bei Horn. Sichtbares Zeugnis dieses langen Wirkens ist die weitläufige Klosteranlage mit ihren vielen Besonderheiten. Die Ausgrabungen des mittelalterlichen Klosters erlauben einen Blick zurück bis in die Gründungszeit der Altenburger Mönchsgemeinschaft im Jahr 1144. Die barocken Prunkräume – Stiftskirche, Bibliothek und Kaiserstiege – bilden den Rahmen für einige der großartigsten Werke des Malers Paul Troger.

Das Rogner Bad Blumau im Steirischen Thermenland, nur 1 Stunde von Wien entfernt, vereint Entspannung und Inspiration auf besondere Weise. Tauchen Sie ein in die Farben des Regenbogens und entdecken Sie eine Welt, in der alles fließt. Ohne Ecken und Kanten. Stattdessen mit Mut zur organischen Form, zu Farben und zur Fröhlichkeit. Ein lebendiger Ort für mehr Freiraum. Dazu Gesundheit, Beauty und Sport in einem mehrfach ausgezeichneten Spa.

Öffnungszeiten: 1. Mai – 26. Oktober täglich 10.00 bis 17.00 Uhr INFO & BUCHUNG Stift Altenburg 3591 Altenburg | Abt-Placidus-Much-Straße 1 Tel. +43 (0)2982/34 51 kultur.tourismus@stift-altenburg.at www.stift-altenburg.at

INFO & BUCHUNG Rogner Bad 8283 Bad Blumau 100 Tel. +43 (0)3383/51 00-9449 | Fax: -804 reservierung@blumau.com www.blumau.com

Graz – die Kultur- und Genuss-Hauptstadt

Kulturelle Höhepunkte: Grazer Opernredoute: der wohl schönste Ball der Stadt, 28. 1. 2012 styriarte: das Festival der klassischen Musik unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt, 22. 6.–22. 7. La Strada: Buntes Festival für Straßen- und Figurentheater, 27. 7.–4. 8. steirischer herbst: internationales Festival für zeitgenössische Kunst, 21. 9.–14. 10. Advent in Graz: die stimmungsvollste Zeit im Jahr, 19. 11.–24. 12. © S t ift Alt e n bur g, Ro gn e r Ba d , Gra z t o uris m us

© T V B R e u t t e , K H M Sc h l o s s A mb r a s , St i ft K lo st e rn e u bu rg / Mi ch ae l Z ec ha n y

Ein praktischer Tipp vorab: Wenn Sie Graz erkunden wollen, ziehen Sie bequeme Schuhe an und Kleidung, die nicht zu eng ist. Warum, ist einfach erklärt: Auch wenn Graz eigentlich klein ist – mit einer Viertelmillion Einwohnern ist die zweitgrößte Stadt Österreichs weiß Gott keine Großstadt –, sollten Sie sich darauf einstellen, dass die Zeit auch auf den vielen kurzen Wegen wie im Flug vergeht. Hier schont bequemes Schuhwerk die fleißigen Füße. In der historischen Altstadt mit ihren Straßen, Gassen, Plätzen und Höfen gibt es viel zu erkunden und noch mehr zu genießen, denn Graz ist auch Genuss-Hauptstadt, die man nicht nur sehen, sondern auch erkosten sollte.

Info & Buchung Graz Tourismus Information A-8010 Graz, Herrengasse 16 Tel. +43 (0)316/80 75-0 info@graztourismus.at www.graztourismus.at

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LIECHTENSTEIN MUSEUM GARTENPALAIS Umgeben von einem herrlichen Landschaftsgarten, bietet das LIECHTENSTEIN MUSEUM eine Ruheoase inmitten der Hektik der Stadt. Das liebevoll restaurierte Palais, das sich in Familienbesitz befindet, präsentiert in atemberaubendem Barock-Interieur eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Welt und bereitet dem Besucher ein Fest für alle Sinne. Auch für Veranstaltungen bildet das LIECHTENSTEIN MUSEUM einen exquisiten Rahmen. Im Rubens Restaurant mit einem der schönsten Gastgärten Wiens wird der Besucher nach dem barocken Kulturerlebnis auch kulinarisch verwöhnt.

Swarovski – Momente des Staunens Swarovski Kristallwelten Die Swarovski Kristallwelten verzaubern seit vielen Jahren Millionen von Besuchern. Menschen aus allen Teilen der Welt kommen ganzjährig nach Wattens in die Nähe von Innsbruck, um Kristall in seiner Vielfalt zu bestaunen. www.swarovski.com/kristallwelten Swarovski Innsbruck Hochwertiges Kristall in einzigartiger Umgebung – Swarovskis eleganter Shop in der Altstadt von Innsbruck präsentiert grenzenlose, kristalline Vielfalt. www.swarovski.com/innsbruck Swarovski Wien Swarovski Wien offenbart in der Kärntner Straße 24 die gesamte Vielfalt kristallinen ­Designs und überrascht mit wechselnden Installationen namhafter Künstler und Designer. www.swarovski.com/wien

Info & Buchung Swarovski Kristallwelten A-6112 Wattens Tel. +43 (0)5224/510 80 Fax: +43 (0)5224/510 80-3831 swarovski.kristallwelten@swarovski.com

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Info & Buchung LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen A-1090 Wien | Fürstengasse 1 Tel. +43 (0)1/319 57 67-252, Fax: +43 (0)1/319 57 67-20 info@liechtensteinmuseum.at www.liechtensteinmuseum.at

© LIE C HTENSTEIN M USEUM. Di e Fü rst li c he n Sammlu n ge n , Wi e n / Gart e n pa lai s : La V e d uta / K at h ar in a D re xl e r, Swa rovsk i – Kristal lwelten Wattens / Swarovski Wien Kär ntnerstraSSe

STADTPALAIS Mit dem Stadtpalais in der Bankgasse besitzt die Familie Liechtenstein neben dem Gartenpalais in der Rossau ein zweites Baujuwel in der Wiener Innenstadt. Die feierliche Eröffnung dieses Palais als zweiter Standort des LIECHTENSTEIN MUSEUM findet im Dezember 2012 statt. Durch die in den sorgfältig restaurierten Räumen des Palais geplante Ausstellung von Meisterwerken aus dem Neoklassizismus und dem Biedermeier werden die wichtigsten Bestände der Fürstlichen Sammlungen der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht.


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W i e n

Augarten Porzellan 1718 gegründet, ist die Wiener Porzellanmanufaktur die zweitälteste Europas. Heute wie damals wird das Porzellan von Hand nach dem Credo „MANU FACTUM EST“ gefertigt und bemalt. Somit erwirbt jeder Kunde ein einzigartiges Stück – ein Unikat. Die Designs von Augarten werden seit ihrer Gründung in Kooperation mit namhaften Künstlern kreiert. Dem heutigen Zeitgeschmack begegnet man mit modernen Formen und reduziertem Dekor – junge Designer werden aktiv in die Entwicklung eingebunden. Die Manufaktur produziert umweltbewusst und nachhaltig im Herzen Wiens, 50 MitarbeiterInnen in der Produktion und im Verkauf schaffen bleibende Werte und wahren gleichzeitig eine fast 300-jährige Tradition. Seit 2011 ist Augarten Porzellan um einige Attraktionen reicher. Am 2. Mai wurde der neue Flagshipstore in der Wiener City/Spiegelgasse 3 eröffnet, der nicht nur Design-Hotspot, sondern auch begreifbare Werkstatt der Manufaktur ist. Der

© A uga rt e n Po r z e Lla n

© LIE C HTENSTEIN M USEUM. Di e Fü rst li c he n Sammlu n ge n , Wi e n / Gart e n pa lai s : La V e d uta / K at h ar in a D re xl e r, Swa rovsk i – Kristal lwelten Wattens / Swarovski Wien Kär ntnerstraSSe

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Information & Buchung Augarten Wien, Manufaktur | Shop | Museum 1020 Wien, Schloss Augarten | Obere Augartenstraße 1A Tel. +43 (0)1/211 24-201 | Fax: +43 (0)1/211 24-199 Wien2@augarten.at www.augarten.at

Designer Philipp Bruni schuf mit edlen Materialien wie Leder, Stahl und Glas – sowie einem Himmel voller Porzellanscherben – einen viel beachteten Shop in Wiens LuxusEinkaufsviertel. Das Schloss Augarten, in dem auch die Manufaktur ihren Sitz hat, wurde in den letzten 18 Monaten aufwendig restauriert und bietet neben einem repräsentativen Verkaufsbereich das erste Porzellanmuseum in Wien. Der Architekt Prof. Boris Podrecca hat eine sehr klare Innenraumgestaltung entwickelt, die Tradition und Moderne perfekt verbindet. Daneben kann natürlich auch die Manufaktur auf geführten Touren besichtigt werden. Hier erfährt der Besucher hautnah, wie das Weiße Gold aus Wien von Hand gefertigt wird. In speziellen Malseminaren und beim Schnuppermalen können Interessierte aus dem In- und Ausland das Porzellanmalen erlernen und ihr eigenes Stück Augarten gestalten. Das Café-Restaurant-Bar décor präsentiert sich als kosmopolitisches, luftiges Lokal, das Tradition und Moderne in sich vereint. Österreichische Küche wird hier modern und niveauvoll interpretiert und ausschließlich auf Augarten Porzellan serviert. Flagshipstore A-1010 Wien, Spiegelgasse 3 | Tel. +43 (0)1/512 14 94 | Fax: -75 Wien1@augarten.at | Mo–Sa 10.00–18.00 Uhr www.augarten.at

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gitte Bauer, F.C. Gundlach, Bri g von Sinz, Op Art-Badeanzu and 1966 Vouliagmeni/Grekl © F.C. Gundlach

Jasper Johns Target, 1967-69 11 © VBK, Wien 20 Foto: MUMOK

Magney House, rcutt arkitekt Glenn Mu ll © Anthony Browe

Museum Moderner © MUMOK

Kunst

KUNSTHALLE wie

n, © Gregor Sch

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Wien Arkitekturcenter © Pez Hejduk

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artickets an den Kassen der Institutionen sowie ausgewählten Wiener Hotels. Museumsplatz 1, im MuseumsQuartier, A-1070 Wien.

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Leopold Museum

Das mumok ist das größte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Mitteleuropa mit einer umfassenden Sammlung der internationalen Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Mit seinen Sammlungspräsentationen und wechselnden Ausstellungen erleben Sie mitten im historischen Zentrum Wiens spannende Begegnungen mit der Kunst unserer Zeit. Die Sammlung spannt einen Bogen von der Klassischen Moderne mit Werken des Kubismus, Futurismus und Surrealismus bis hin zu Kunstrichtungen der 1960er und 1970er Jahre: Pop Art, Fluxus oder Nouveau Realisme. Das frühe 20. Jahrhundert ist unter anderem mit Gemälden und Skulpturen von Henri Matisse, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Pablo Picasso und Alberto Giacometti vertreten. Weiters sehen Sie Hauptwerke der Konzeptkunst, des Wiener Aktionismus und aktuelle Positionen der Film-, Videound Fotokunst.

Das Leopold Museum ist eine einzigartige Schatzkammer des Wiener Jugendstils, der Wiener Werkstätte und des Expressionismus. Als meistbesuchtes Haus am angesagtesten Kulturplatz der Stadt, dem MuseumsQuartier, beherbergt es die bedeutendste und größte Egon-Schiele-Sammlung der Welt sowie Meisterwerke des Secessionsgründers Gustav Klimt. Darüber hinaus zeigt das Leopold Museum Unikate der Wiener Werkstätte von Josef Hoffmann bis Koloman Moser, die als einzigartige Kunstwerke der internationalen Designgeschichte gelten.

Programm 2011/2012 10. 9. 2011–8. 1. 2012: Museum der Wünsche 4. 2.–27. 5. 2012: Claes Oldenburg. From Street to Mouse: 1959–1970 14. 6.–16. 9. 2012: Kunst und Mode Öffnungszeiten: Montag 14–19, Di–So 10–19 Uhr, Do 10–21 Uhr Info & Buchung mumok im MuseumsQuartier museum moderner kunst stiftung ludwig MuseumsQuartier | A-1070 Wien | Museumsplatz 1 Tel. +43 (0)1/525 00-2340 tourism@mumok.at | www.mumok.at

Barock meets Moderne Die Architektur des Museums bildet einen bizarren Kontrast zum Ensemble der ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen: Es präsentiert sich als lichtdurchfluteter Kubus aus weißem Muschelkalk. Tipp: Die Panoramafenster des Museums eröffnen einen einzigartigen Blick auf die Wiener Innenstadt mit Maria-Theresien-Platz und Hofburg. Öffnungszeiten: täglich außer Dienstag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–21 Uhr, Dienstag geschlossen (Juni, Juli und August: täglich geöffnet!) Info & Buchung Leopold Museum im MuseumsQuartier A-1070 Wien | Museumsplatz 1 Tel. +43 (0)1/525 70-1529 tourismus@leopoldmuseum.org www.leopoldmuseum.org

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Das Technische Museum Wien Sonderausstellungen 2012 „IN ARBEIT“ – die Ausstellung über die Dynamik des Arbeitslebens 21. Oktober 2011 bis Juni 2012 Die Ausstellung „IN ARBEIT“ zeigt, welche unterschiedlichen technischen Handwerkszeuge und maschinellen Hilfsmittel an Arbeitsplätzen zum Einsatz kommen und wie sich Arbeitsplätze und Arbeitsräume im Laufe der Geschichte verändert haben. Es wird thematisiert, welchen Einsatz der Mensch an seinem Arbeitsplatz leistet und wie Arbeitsteilung, Rationalisierung und Automatisierung sich auf die Menschen auswirken. In der Ausstellung sind viele historische Objekte aus dem umfangreichen Objektbestand der Museumsdepots erstmals für vier Jahre zu sehen. „IN ARBEIT“ – das Spielfeld. In der interaktiven „Mitmachausstellung“ können Familien und Kinder die Besonderheiten des Arbeitslebens, die Vielfältigkeit von „Traumberufen“ und Arbeitsumgebungen entdecken. „ROBOTER“ – Oktober 2012 bis Sommer 2013 Lange waren Roboter reine Fiktion, heute haben sie längst unseren Alltag erobert. Ab Oktober 2012 widmet sich das Technische Museum Wien der faszinierenden Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Die Ausstellung nimmt die geschichtliche Entwicklung von Robotern, ihren alltäglichen Einsatz sowie Utopien und Emotionen rund um Roboter unter die Lupe. Ebenso geht sie Zukunftsvisionen von künstlichen Menschen und menschlichen Maschinen nach. Für Familien gibt es einen interaktiven Ausstellungs- und Vermittlungsbereich zum Thema Robotik.

INFOrmation Technisches Museum Wien A-1140 Wien Mariahilfer Straße 212 Tel. +43 (0)1/899 98-0 www.technischesmuseum.at

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SECESSION Die Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession ist heute weltweit das älteste unabhängige, ausdrücklich der zeitgenössischen Kunst gewidmete Ausstellungshaus. Hier verbindet sich ein zukunftsorientiertes künstlerisches Programm mit einer Architektur, die als Ikone für die Aufbruchsstimmung um 1900 steht. Entsprechend des Mottos „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit“ realisiert die Secession jährlich bis zu 15 international ausgerichtete, zeitgenössische Ausstellungen. Als permanente Präsentation ist der Beethovenfries (1902) von Gustav Klimt zu sehen, der heute als einer der Höhepunkte des Wiener Jugendstils gilt. Öffnungszeiten: Di–So 10–12 Uhr INFO & BUCHUNG secession Vereinigung bildender KünstlerInnen A-1010 Wien | Friedrichstraße 12 Tel. +43 (0)1/587 53 07 | office@secession.at www.secession.at

© technisches museum wien, secession

Genau genommen wird der Wiener Jugendstil als „Secession“ bezeichnet. Der Name stammt von einer Künstlerbewegung, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts von der konservativen Stilrichtung des Historismus abspaltete und ihre eigene, neue Kunst vertrat. Ihr Ausstellungsgebäude, die Secession, zählt zu den berühmtesten Gebäuden des Wiener Jugendstils und war das erste Ausstellungshaus Mitteleuropas, das der modernen Kunst gewidmet war. Unter dem Motto „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst Ihre Freiheit“ schufen Architekten wie Otto Wagner, Josef Hoffmann und Joseph Olbrich unter anderem die Stadtbahnarchitektur, Wohnhäuser an der Wienzeile, die Postsparkasse und die Kirche am Steinhof. Auch das Kunsthandwerk der Wiener Werkstätten und die Malerei florierten. Einer der bedeutendsten Maler des Wiener Jugendstils, Gustav Klimt, feiert 2012 seinen 150. Geburtstag. Aus diesem Anlass werden zahlreiche Sonderaus­stellungen gezeigt.

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Jugendstil in Wien


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Belvedere Die barocke Schlossanlage im Herzen Wiens, einst als Sommerresidenz des berühmten Feldherrn und Kunstliebhabers Prinz Eugen errichtet, zählt zu den bedeutendsten Museen der Welt. Oberes Belvedere Anziehungspunkt für Jugendstil-Fans aus aller Welt! Es erwartet Sie die größte KlimtGemäldesammlung der Welt mit den berühmten goldenen Bildern „Der Kuss“ und „Judith I“. Gold und reiche Ornamentik machen die Bilder zum Inbegriff des Wiener Jugendstils und zum Anziehungspunkt aller Klimt-Fans! Unteres Belvedere und Orangerie Hier entdecken Sie die Prunkgemächer des Prinzen Eugen sowie hochkarätige Sonderausstellungen mit Kunstwerken aus der ganzen Welt. Kombi-Ticket: € 14,– (Gruppen ab 10 Personen: € 11,50); Oberes Belvedere, Unteres Belvedere, Orangerie, Prunkstall, Kammergarten und Augarten Contemporary Gustav Klimt & Josef Hoffmann: Pioniere der Moderne Unteres Belvedere, 25. Oktober 2011 bis 4. März 2012 „Klimt 2012“: Ein Kuss verändert die Welt, Dauerausstellung ganzjährig Info & Buchung Belvedere | A-1030 Wien Oberes Belvedere: Prinz-Eugen-Straße 27 | Unteres Belvedere: Rennweg 6 Tel. +43 (0)1/795 57-134 public@belvedere.at www.belvedere.at

belvedere

Die kaiserlich-habsburgischen Sammlungen

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Kunsthistorisches Museum Das Kunsthistorische Museum zählt mit seinen atemberaubenden Kunstschätzen zu den bedeutendsten Museen der Welt. Einzigartige Hauptwerke von Rubens bis Dürer sowie die größte Bruegel-Sammlung weltweit lassen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Wiedereröffnung der Kunstkammer: Ab Dezember 2012 präsentiert sich die weltweit einzigartige Kunstkammer in neuer Pracht. A-1010 Wien, Maria-Theresien-Platz, täglich außer Mo 10–18 Uhr, Do 10–21 Uhr

© technisches museum wien, secession

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Schatzkammer Im ältesten Teil der Hofburg finden Sie die einzigartigen Schätze der Habsburger wie die österreichische Kaiserkrone und die Krone des Heiligen Römischen Reichs. Zu sehen sind auch Teile des Originalschmucks von Kaiserin Elisabeth. A-1010 Wien, Hofburg, Schweizerhof, tägl. außer Di 10–18 Uhr, ab 1. 1. 2012 tägl. außer Di 9–17.30 Uhr Kombiticket Kunsthistorisches Museum + Schatzkammer Erwachsene € 18,– / Gruppen ab 10 Personen € 14,– pro Person Info & Buchung Tel. +43 (0)1/525 24-0 tourist@khm.at www.khm.at

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MAK – Tradition & Experiment

Das Naturhistorische Museum

Im MAK werden angewandte und zeitgenössische Kunst in unverwechselbarer Weise zueinander in Dialog gesetzt und im Spannungsfeld zwischen Tradition und Experiment gezeigt. Die Räume der Schausammlung präsentieren Highlights der angewandten Kunst vom Mittelalter bis heute, Architekturprojekte des 20./21. Jahrhunderts sowie Positionen der Gegenwartskunst. Zusätzlich bietet das MAK ein herausragendes Ausstellungsprogramm, mit dem es sich als eine der innovativsten Kulturinstitutionen etabliert hat. Di MAK NITE© 10–24 Uhr, Mi–So 10–18 Uhr. Jeden Samstag© Eintritt frei!

Das Naturhistorische Museum ist eines der prachtvollsten Bauwerke an der Wiener Ringstraße und beherbergt eine der größten Naturaliensammlungen der Welt. Die historische Architektur mit ihrer zeitlosen Eleganz bietet den idealen Rahmen für wertvolle Mineralien und Edelsteine, Saurierskelette, urzeitliche Funde, seltene Tierpräparate und die größte Meteoritenschausammlung der Welt. Ein Muss für all jene, die Wien aus einem besonderen Blickwinkel erleben möchten, sind die Führungen durch die Geschichte der Sammlung bis auf das Dach des Museums. Historische Dachführungen auf Deutsch: Mi 18.30 Uhr, So 16 Uhr. Englisch: So 15 Uhr.

Info MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst A-1010 Wien | Stubenring 5 Tel. +43 (0)1/711 36-248 www.MAK.at

INFO & BUCHUNG Naturhistorisches Museum A-1010 Wien | Burgring 7 Tel. +43 (0)1/521 77 | Fax: -395 info@nhm-wien.ac.at www.nhm-wien.ac.at

HAUS DER MUSIK – DAS KLANGMUSEUM

der Geburtsort der Psychoanalyse

Das Haus der Musik ist ein modernes, interaktives Erlebnismuseum in der Wiener Innenstadt und zugleich die Gründungsstätte der Wiener Philharmoniker, denen hier ein eigenes Museum gewidmet ist. Im eigens dafür konzipierten Kinosaal können Besucher das aktuelle Neujahrskonzert sowie das Sommernachtskonzert in bester Bild- und Tonqualität erleben. Erproben Sie außerdem Ihr musikalisches Talent mit dem „Virtuellen Dirigenten“, komponieren Sie Ihren eigenen Walzer oder experimentieren Sie mit Klängen, Geräuschen und Instrumenten, wie es sie weltweit nur im Haus der Musik gibt. Öffnungszeiten: täglich 10 bis 22 Uhr.

Wien IX, Berggasse 19. An dieser Adresse lebte und arbeitete Sigmund Freud von 1891 bis zu seiner Flucht vor den Nationalsozialisten 1938. Dort schuf er mit der Psycho­ analyse eine bahnbrechende Wissenschaft. Diese Räume macht das Sigmund Freud Museum zugänglich: In der früheren Praxis und Wohnung Freuds ist eine Dokumentation zu seinem Leben und Werk zu sehen. Einzigartiges privates Filmmaterial, das Wartezimmer seiner Praxis und originale Gegenstände wie Teile seiner Antikensammlung lassen das Umfeld, in dem einer der bedeutendsten Intellektuellen der Neuzeit mit seiner Familie lebte, Patienten analysierte und seine Thesen verfasste, spüren.

info & Buchung Haus der Musik – das Klangmuseum A-1010 Wien | Seilerstätte 30 Tel. +43 (0)1/513 48-50 info@hdm.at www.hdm.at

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INFO & BUCHUNG Sigmund Freud Museum A-1090 Wien | Berggasse 19 Täglich 9–17 Uhr 1. Juli bis 30. September 9–18 Uhr www.freud-museum.at

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Die Albertina

Bank Austria Kunstforum

Die im historischen Herzen von Wien gelegene Albertina verbindet imperiales Flair mit einzigartigen Meisterwerken der bildenden Kunst. Untergebracht in einem der prachtvollsten klassizistischen Palais in Mitteleuropa, zählt die Albertina heute mit mehr als 750.000 Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Museen in Österreich.

Braque, Magritte und Kandinsky; Cézanne, Malewitsch, Miró; De Kooning, Lichtenstein oder Rothko; von Attersee bis Rainer – das Bank Austria Kunstforum, im Herzen von Wiens Kulturbezirk gelegen, ist die erste Anlaufstelle, wenn es um die Präsentation der Klassiker der Moderne, der Nachkriegsavantgarden sowie der zeitgenössischen Kunst aus Österreich und dem CEE-Raum geht. Bedeutende internationale Museen – etwa vom MoMA in New York bis zu den Staatlichen Russischen Museen in St. Petersburg – oder namhafte Sammler von Bernard Picasso bis Guggenheim ermöglichen immer wieder spektakuläre Wieder- und Neuentdeckungen großer KünstlerInnen wie Tamara de Lempicka, Konstantin Aiwasowski oder Frida Kahlo. Rund 300.000 BesucherInnen aus dem In- und Ausland bestätigen Jahr für Jahr den einzigartigen Erfolg des Wiener Ausstellungshauses der UniCredit Group in Österreich.

Neben den 21 Habsburgischen Prunkräumen werden hochrangige Sonderausstellungen sowie eindrucksvolle Kunstwerke in der permanenten Schausammlung „Meisterwerke der Moderne – Monet bis Picasso“ präsentiert. Ausstellungshighlights 9. 11. 2011 bis 26. 2. 2012: René Magritte. Das Lustprinzip 10. 2. bis 13. 5. 2012: Impressionismus 14. 3. bis 10. 6. 2012: Klimt. Zeichnungen 25. 5. bis 26. 8. 2012: Bosch – Bruegel – Rembrandt – Rubens 14. 9. 2012 bis 13. 1. 2013: Kaiser Maximilian I. und die Kunst seiner Zeit Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr, Mittwoch 10–21 Uhr Kombiticket (Ausstellungen & Prunkräume) zu € 9,50 p. P.

Im Jahr 2012 präsentiert das Bank Austria Kunstforum u. a. mit Fernando Botero, Herbert Brandl, den Meisterwerken aus der Sammlung Hubert Looser, der legendären Sammlung des Wiener Musikvereins und Schwerpunkten aus der Sammlung der Bank Austria mit Rainer Ganahl oder Özlem Sulak viele weitere Highlights des Kulturjahres. Das Team des Bank Austria Kunstforums freut sich auf Ihren Besuch!

Info & Buchung Albertina | A-1010 Wien | Albertinaplatz 1 Tel. +43 (0)1/534 83-540 info@albertina.at www.albertina.at www.albertina.at/ticketshop

Info & Buchung Bank Austria Kunstforum | A-1010 Wien | Freyung 8 Tel. +43 (0)1/537 33 12 | office@bankaustria-kunstforum.at www.bankaustria-kunstforum.at

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PANORAMA MUSEUM Herrliche Aussichten im Museum! Das imposante Rundgemälde Johann Michael Sattlers zeigt Salzburg und Umland um 1829. Tauchen Sie ein in die Welt des historischen Salzburg! DIE TRAPP FAMILIE – REALITÄT UND „SOUND OF MUSIC“ Sonderschau: 4. 11. 2011 bis 3. 11. 2012. Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte der Familie von der Monarchie bis heute. Die Auseinandersetzung mit biografischen Details, Originalobjekten und deren Gegenüberstellung zum Mythos „Sound of Music“ bieten lebendige Einblicke in die „Patchwork-Familie“.

ERLEBNIS BRAUNAU AM INN Vielfältige Facetten gibt es in der 750 Jahre alten Bezirks- und Kulturstadt zu entdecken. Das Vorderbad, österreichweit das einzige mittelalterliche Bademuseum, weckt das Interesse, mehr über die bewegte Geschichte zu erfahren, genauso wie ein Besuch im Bezirksmuseum. Ebenso die engen Gässchen und historischen Plätze, die imposanten Bauten und Kunstschätze. Wahrzeichen der Stadt ist die Pfarrkirche Sankt Stephan mit einem der höchsten Türme Österreichs. Besonders die diesjährige OÖ Landesausstellung „Verbündet Verfeindet Verschwägert – Bayern und Österreich“ lädt zu einem Besuch in Braunau ein. INFO Panorama Museum | Residenzplatz 9 A-5010 Salzburg Tel. +43 (0)662/62 08 08-700 Öffnungszeiten: täglich 9–17 Uhr www.salzburgmuseum.at

INFO & BUCHUNG Tourismus Braunau am Inn A-5280 Braunau am Inn | Stadtplatz 2 Tel. +43 (0)7722/626 44 | Fax: -14 info@tourismus-braunau.at www.tourismus-braunau.at

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Zwei heiSSe Tipps zur OÖ. Kultur 2012

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Tabakfabrik in Linz wird eine Ausstellung unter dem Titel „Porsche – Design, Mythos und Innovation“ gezeigt. Diese Ausstellung ist nicht nur ein Muss für alle Autofreaks, sie wird auch zeigen, welche Bedeutung der Industriestandort Oberösterreich für die Designentwicklung international tätiger Konzerne hat. Weiters wird auch die Rolle von Ferdinand Porsche in Oberösterreich dargelegt.

Info & Buchung Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Direktion Kultur | 4021 Linz | Promenade 37 Tel. +43 (0)732/77 20-14875 veranstaltungen.kd.post@ooe.gv.at www.landesausstellung.com

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© T o ur is mu sv e r ba n d Li n z, r u b ra, r öb l, k ep p li n ger

In Braunau-Ranshofen, Mattighofen und Burghausen wird unter dem Titel „Verbündet Verfeindet Verschwägert – Bayern und Österreich“ das über viele Jahrhunderte spannende Verhältnis zwischen Bayern und Österreich gezeigt. Kostbare Originalexponate stehen dabei regional interessanten Ausstellungsgegen­ ständen und einer ansprechenden Inszenierung gegenüber. Die Städte Braunau, Mattighofen und Burghausen laden ein zu einer Entdeckungsreise durch drei wunderschöne Altstädte, die oberösterreichweit ihresgleichen suchen.

© A mt d e r Ob e r ö st e r re ic hi sc he n Lan d e sr egi e r un g, To uris m u s B ra un au am In n ; Salz b ur g M u se u m

Bereits intensiv angelaufen sind die Vorbereitungen für zwei große Ausstellungsprojekte des Landes Oberösterreich im Jahr 2012:


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Linz ist eine innovative Stadt der Gegenwart. Hier verbinden sich Kultur, Architektur, Natur und Wirtschaft zu einem harmonischen Ganzen. Die Kulturhauptstadt Europas 2009 trägt den Slogan „Linz.verändert,“ und lebt diesen. Modernste Kulturhäuser fügen sich harmonisch in barocke Gebäudegefüge ein, wegweisende Industriearchitektur an energieeffiziente Fassaden- und Innengestaltung.

© T o ur is mu sv e r ba n d Li n z, r u b ra, r öb l, k ep p li n ger

© A mt d e r Ob e r ö st e r re ic hi sc he n Lan d e sr egi e r un g, To uris m u s B ra un au am In n ; Salz b ur g M u se u m

Linz – moderne Kulturbauten an der Donau Von zeitgenössischer Kunst über die Welt der Technik bis zu Life Sciences Meisterwerke des 19. bis 21. Jahrhunderts sind im LENTOS Kunstmuseum in wechselnden Ausstellungen zu finden. Der elegante Glasbau liegt direkt am Donauufer und bietet mit seinen großzügigen Tageslichträumen den optimalen Hintergrund für moderne Kunst. Das Ars Electronica Center widmet sich den zahlreichen Spielarten modernster Technologien und interaktiver Medienkunst. Es rückt die sogenannten Life Sciences in den Mittelpunkt – die Wissenschaften vom Leben. Tauchen Sie im einzigartigen Deep Space in dreidimensionale Universen ein oder betrachten Sie das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci aus nächster Nähe. Das OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich ist ein Experimentallabor in Sachen Kunst. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Ursulinenschule werden in einem architektonisch qualitätsvollen Zusammenspiel aus Alt und Neu genutzt und bespielt. Der Südtrakt des Linzer Schlosses bietet Ihnen einen Ausblick über die Stadt und beherbergt Österreichs größtes Universalmuseum mit der Ausstellung „Technik Oberöster­ reich“. In der Stahlwelt, dem Besucher- und Ausstellungszentrum der voestalpine AG,

können Sie die Verarbeitungsschritte von Stahl hautnah und multimedial erleben und bei einer Werkstour tief in die Produktionsstätte vordringen. Ein Wochenende in Linz um 99,– Euro pro Person im DZ. Inkludiert sind 2 ÜN im Doppelzimmer mit Frühstücksbuffet und Linz-Card (3-Tages-Ticket). Kultur-Highlights 2012 17. –24. 2. 2012 NEXTCOMIC Festival Linz 2. 3.–8. 7. 2012 Ausstellung „Car Culture“ im LENTOS Kunstmuseum Mai - August 2012 interaktive Ausstellung „Play“, OK Offenes Kulturhaus OÖ 22.–30. 6. 2012 Brassfestival 2012 30. 8.–4. 9. 2012 Ars Electronica Festival 1. 8./9. 9. 2012 Visualisierte/Kinder/Klassische Klangwolke 9.– 30. 9. 2012 Brucknerfest Linz Frühjahr 2013 Eröffnung Musiktheater Info & Buchung Tourist Information Linz A-4020 Linz | Hauptplatz 1 Tel. +43 (0)732/70 70-2009 tourist.info@linz.at www.linz.at/tourismus www.linz-tourismus.info

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O b e r ös t e r r e i c h

Verbündet Verfeindet Verschwägert umfangreiches Radwanderwegenetz mit zahlreichen Aussichtspunkten in die Gebirgslandschaft der Alpen. Nicht zuletzt verbindet aber die Liebe zum Bierbrauen die beiden Länder. Zahlreiche kleine Privatbrauereien geben Zeugnis davon ab.

Die Landesausstellung lädt ein auf eine Reise durch die bewegte Geschichte der beiden Länder, der beiden Herrscherhäuser „Habsburger“ und „Wittelsbach“. Eine Reise, die bereits im frühen Mittelalter, als die Region noch bajuwarisches Siedlungsgebiet war, beginnt, und die in der Gegenwart endet. Geschichte in einer vielfältigen Region erleben!

Informationen zu den Ausflugszielen und Gruppenreisen-Paketen erhalten Sie auch unter: Burghauser Touristik GmbH 84489 Burghausen, Stadtplatz 112 Tel. +49 (0)8677/887-140, Fax: +49 (0)86 77/887-144 touristinfo©burghausen.de www.tourismus.burghausen.de

Die Geschichte von Oberösterreich und Bayern ist nicht nur durch Verbundenheit, Verschwägert-Sein und Verfeindet-Sein geprägt. Vor allem die faszinierende, unberührte Natur der Inn-Salzach-Region lässt Österreich und Bayern eins werden. Der Besucher taucht ein in ein Paradies kultureller Schönheiten zwischen Burghausen, Braunau und Mattighofen. Hier eröffnet sich ihm auch ein

Info & Buchung Oberösterreich Tourismus Info | A-4041 Linz | Freistädter Str. 119 Tel. +43 (0)732/22 10 22 | Fax: 7277-701 info@oberoesterreich.at www.oberoesterreich.at

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Vom 27. April bis 4. November 2012 wird die grenzüberschreitende Landesausstellung 2012 „Verbündet Verfeindet Verschwägert – Bayern und Österreich“ an drei historisch bedeutenden Orten gezeigt: in der Feste von Burghausen an der Salzach und im ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stift Ranshofen sowie im Schloss Mattighofen.

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Österreichisches Freilichtmuseum Stübing Willkommen im Tal der Geschichte(n)! Nur 15 km nördlich von Graz gelegen, zeigt eines der größten Freilichtmuseen Europas mit rund 100 originalen bäuerlichen Bauten aus ganz Österreich einen Überblick über das Leben und den Alltag der bäuerlichen Bevölkerung aus 6 Jahrhunderten. Genießen Sie bei einer Reise quer durch Österreich die vielfältige Architektur, die blühenden Bauerngärten, wogende Felder und glückliche Tiere auf der Weide. Beobachten Sie Handwerker bei traditionellen Arbeiten wie Schindelklieben, Strohdachdecken, Zäunebinden u. v. m. Ein Spaziergang durch die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Museumstals ist nicht nur ein erholsames Erlebnis, sondern bietet auch Gelegenheit zur Begegnung mit der authentischen Geschichte unseres Landes. Tipp! Erleben Sie gelebte Volkskultur bei folgenden Festen: 1. Mai: Maibaum aufstellen 20. Mai: HoamART – die Kunst, nachhaltig zu leben 10. Juni: Kindererlebnistag – alte Spiele neu entdecken 30. September: Erlebnistag mit Erntedank & traditionellem Handwerk und Musik 1. April bis 31. Oktober täglich 9–17 Uhr (Einlass bis 16 Uhr)

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Info & Buchung Österreichisches Freilichtmuseum Stübing A-8114 Stübing bei Graz Tel. +43 (0)3124/537 00 | Fax: -18 service@freilichtmuseum.at www.stuebing.at

Ihr Boutique-Hotel im Herzen von Graz!

Ausstellungsvielfalt im Benediktinerstift Admont!

Seit Kurzem hat auch Graz ein Boutique-Hotel! Klein, aber fein, so lautet die Devise für diese Häuser, die sich vor allem durch Exklusivität und Individualität auszeichnen. Dieses historische Stadtpalais bietet 29 Zimmer und Suiten, liebevoll renoviert mit originellem Design und witzigen Details. Besonderes Highlight: Großsuiten mit Dachterrasse und Outdoor-Whirlpool. Eine gelungene Mischung aus Charme, Exklusivität und Herzlichkeit – ein Rezept, das auch von prominenten Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik geschätzt wird. Überzeugen Sie sich selbst!

Das Großmuseum des Stiftes beherbergt neben der weltgrößten Klosterbibliothek u. a. ein Kunsthistorisches, ein Naturhistorisches und ein Museum für Gegenwartskunst. Eingebettet in eine wunderschöne Naturlandschaft, ist es auf alle Fälle einen Besuch wert. Zum ersten Mal gibt es im Jahr 2012 einen Sonderausstellungswechsel. „Jenseits des Sehens. Kunst verbindet Blinde und Sehende“ (Arbeitstitel) wird die Saison im März eröffnen. Ab Juli wird das Thema „Zwischen Erinnern und Vergessen“ aufgegriffen. Man darf also gespannt sein. Öffnungszeiten: 25. 3.–4. 11. 2012, tägl. 10–17 Uhr, außerhalb der Saison auf Anfrage

INFO & BUCHUNG Hotel zum Dom – Palais Inzaghi A-8010 Graz | Bürgergasse 14 Tel. +43 (0)316/82 48 00 domhotel@domhotel.co.at www.domhotel.co.at | facebook.com/domhotel

INFO & BUCHUNG Bibliothek & Museum des Benediktinerstiftes Admont A-8911 Admont 1 Tel. +43 (0)3613/23 12-601 kultur@stiftadmont.at www.stiftadmont.at

www.domhotel.co.at

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Schloss Lackenbach Der Renaissancebau liegt idyllisch in den Niederungen des mittleren Burgenlandes und ist einer der ältesten Sitze der Familie Esterházy. Während das Schloss selbst in privater Nutzung steht, wurden die Nebengebäude für die Öffentlichkeit ausgebaut und erweitert. Ein Konzertsaal, großzügige Veranstaltungsräume und eine Cafeteria laden zum Festefeiern ein.

Burg Forchtenstein Im modernen Naturerlebnismuseum dreht sich alles um die Natur. Unter Einbeziehung aller Sinne werden die unterschiedlichen Lebensräume wie Wald, Feld, Fluss- und Seenlandschaft aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet.

Info & Buchung Schloss Lackenbach A-7322 Lackenbach Tel. +43 (0)2619/86 26 77 naturspur@esterhazy.at www.naturspur.at

Die Burg Forchtenstein war über Jahrhunderte Schatzkammer und „Tresor“ für die bedeutenden Esterházy’schen Sammlungen. Selbst Johann Wolfgang von Goethe ließ sich angesichts der beeindruckenden Schätze aus der Esterházy Schatzkammer zum geflügelten Wort „Esterházy’sches Feenreich“ hinreißen. Von Waffen über Rüstungen bis zu Kunstwerken und Kuriositäten reichen die gezeigten Schätze der als Bollwerk des Westens geltenden Burg.

Info & Buchung Burg Forchtenstein A-7212 Forchtenstein Tel. +43 (0)2626/812 12 burg-forchtenstein@esterhazy.at www.burg-forchtenstein.at

Schloss Esterházy Das Schloss Esterházy in Eisenstadt ist eines der schönsten Schlösser Österreichs und gibt einen interessanten Einblick in das glanzvolle Leben der Fürstendynastie. Ausstellungen im Schloss Esterházy Glanzlichter des Schlosses Esterházy 300 Jahre Baugeschichte des Schlosses, Kunstgenuss und die Lebensweise der Esterházy’schen Fürsten können in den Räumlichkeiten des Schlosses erlebt werden. Haydn explosiv Dass Joseph Haydns (1732–1809) Biografie keineswegs verstaubt und langweilig, sondern vielmehr die eines musikalischen Superstars war, wird in dieser Ausstellung besonders deutlich. Weinmuseum im Schloss Esterházy In den 330 Jahre alten Kellergewölben des Schlosses befindet sich das größte Weinmuseum Österreichs.

Info & Buchung Schloss Esterházy A-7000 Eisenstadt Tel. +43 (0)2682/638 54 12 ausstellung@esterhazy.at www.schloss-esterhazy.at

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NEU 2012: „Appartement der Fürstin“

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Theaterfest Niederösterreich

big emotions

Musik-Festival Grafenegg

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magic moments

coming soon…

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show time

ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH – Landesgalerie für zeitgenössische Kunst

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www.kultur.noe.at www.niederoesterreich.at

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Carnuntum

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„I am CAT, because I can´t wait for Viennese cosiness.“

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16 min. from Airport to Vienna Center.

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