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05 | 2008

NATURE

3,30 € 05 | Oktober / November 2008

tness

Aktiv sein. Draußen sein. Gesund leben. Fit mit Genuss • Wellness & Wandern • Biorhythmus • Füße • Fett • Ruheraum Wald • Special Steiermark www.nature-fitness-magazin.com

05 4 196762 903300

30 Seiten extra! Österreich 3,65 € | Schweiz 6,40 sfr

BeNeLux 3,90 € | Italien 4,45 € | Spanien 4,45 € | Portugal (cont.) 4,45 €

Steiermark – vom Gletscher zum Wein AKTIV- UND GENUSSLAND

_WEINLAND: Südsteiermark Joglland-Waldheimat

_NATURPARADIESE: Almenland, Reiz des Ausseerlandes

_GLÜCKSPLÄTZE: Der besondere Dachstein, Ramsau und Turracher Höhe

_WANDERN & CO.: Schladmingüber die Vielfalt der Steiermark

_INTERVIEW: Sternekoch Johann Lafer

A R T X E N E T I E 30 S

tness

Aktiv sein. Draußen sein. Gesund leben.

NATURE Special Steiermark | 05 | Oktober / November 2008

INTERVIEW

Die neue Sehnsucht nach Natur WELLNESS & WANDERN

Fit mit Genuss Warum es auf den Spaßfaktor ankommt + Heubad & Co. – natürliche Anwendungen + Gut vorbereitet in die Natur _Böse Fette, gute Fette _Was Wanderern Power gibt

_Biorhythmus: Leben im Takt der Natur _Fitness für die Füße

ERNÄHRUNG

GESUNDHEIT

LEBENSLUST _Der Wert der Wälder als Erholungsraum _Mehr Mut: Raus aus alten Mustern


GRÜN BE WEGT Wohlfühlen bei gesunder Bewegung. Wandern, Radfahren oder Mountainbiken, die Natur genießen, gemütlich einkehren - das ist die schönste Form, die Steiermark, das Grüne Herz Österreichs, zu entdecken und zu erleben. STEIERMARK TOURISMUS, St. Peter Hauptstr. 243, A-8042 Graz T +43/316/4003-0, F DW-30, info@steiermark.com

www.steiermark.com/bewegen

EDITORIAL | INHALT

Inhalt Liebe Leserin, lieber Leser,

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Das grüne Herz Österreichs (Werbeslogan), die Steiermark also, ist etwa so klein wie Hessen, aber ungewöhnlich groß in ihrer landschaftlichen Vielfalt. Almen, stille Seen, tosende Wasser, sieben Naturparke und ein Nationalpark – ein wahres Naturparadies. Vom Gletscher bis zum Wein – hier gibt es alles nah beieinander. Erzherzog Johann schrieb um 1840 über die Steirer: »Das Volk der Gegend ist ein schöner, stämmiger, kräftiger Schlag, höchst reinlich, fröhlich, arbeitsam, geschickt. Anhänglich an seinen Herd und an seine Bestimmung, leicht zu führen, gutmütig. Es herrscht alte Treue, alte Sitte, Wohlhabenheit und wie überall, wo Eintracht, Rechtschaffenheit und Einfachheit herrschen, ächter Frohsinn.« Während meiner Recherchereise traf ich liebenswürdige, mitreißende Menschen. Die Wirtin, die konsequent auf Bio setzt. Der Landwirt, der jahrelang für eine Langlaufloipe hinterm Gasthaus schuftete und jetzt damit Erfolg hat. Der junge Herr Magister, der stolz durch ein neues, bemerkenswertes »Kräftereich« führt. Der Hotelier und der Winzer, beide mit Geschick und Geschmack gesegnet, die in ihren Betrieben Erstaunliches zustande gebracht haben. Typische Steirer? Jedenfalls haben sie mein Bild von der Steiermark nachhaltig geprägt. Eine Woche Steiermark. Jeden Tag ein neuer, kleiner Kosmos. Ramsau und Schladming, die touristischen Zentren am Dachstein, die »5-SterneLandschaft« Ausseerland – Salzkammergut, das scheinbar abgeschiedene Joglland – Waldheimat, das grüne steirische Almenland, die Turracher Höhe und schließlich die weinselige Südsteiermark an der Grenze zu Slowenien. Vom Gletscher zum Wein – wo auf der Welt liegen diese beiden Welten so wunderbar eng beisammen?

Die reizvolle Vielfalt einer lieblichen Landschaft

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Ulrich Pramann

Magazin News, Termine, Events

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Johann Lafer Interview mit dem Sternekoch über Vorzüge seiner Heimat Steiermark

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Schladming – Dachstein Welche Höhepunkte der Urlaubsklassiker bietet

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Ramsau Wo auch Olympiasieger und Weltmeister neue Kraft tanken

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Ausseerland – Salzkammergut Glücksplätze, Bilderbuch und gelebtes Brauchtum

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Joglland – Waldheimat Frischer Wind in der stillen Ferienregion unweit von Wien und Graz

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Turracher Höhe Was das Hochplateau (1800 m) mit seinen Nockbergen bietet

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Almenland Aufbruchstimmung im Reich der Almochsen

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Herzlichst,

Steiermark

Südsteiermark Die Weinlandidylle, die für Genussreisen wie geschaffen ist

Chefredakteur & Herausgeber NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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GEGENSÄTZE Fotos: Steiermark Tourismus

STEIERMARK

Genussland Steiermark Urlaub für Leib und Seele

Vom Gletscher zum Weinland Der Kontrast zwischen dem alpinen Norden mit dem Gletscher des Dachstein und den sanften, fruchtbaren Hügeln im Süden könnte kaum größer und reizvoller sein. Beim Wandern erschließt sich die Schönheit der Steiermark am besten.

NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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GEGENSÄTZE

Steirisches Statement

Wasser-Reich

Steirische Kern-Kraft:Kürbisse

Fotos: Steiermark Tourismus (5), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (2)

STEIERMARK

Bikerparadies: Murradweg Almwellness: Sturm & Kastanien

Mit der Plättn über den Altaussee

Steirische Stärken Wandern oder Wassertreten, Radfahren oder Mountainbiken, die Natur am Berg oder auf dem See genießen, in der Natur auftanken und gemütlich einkehren – die Steiermark, das grüne Herz Österreichs, scheint dafür wie geschaffen. 6

NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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MAGAZIN

STEIERMARK

Steiermark Special

Aktivland

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Ein Nationalpark, sieben Naturparke, acht Weinstraßen, 3000 Radkilometer, 10 000 Kilometer Wanderwege, Berge, Almen, Flüsse und Seen – in der Steiermark bietet die Natur grenzenlose Möglichkeiten für Aktivität. In diesem NATURE-FITNESS-Special stellen wir Ihnen sieben besonders attraktive Regionen näher vor.

STEIERMARK

bis 40 Kürbisse bzw. ihre Kerne ergeben einen Liter Kernöl – eine der gesündesten Spezialitäten der Steiermark.

64 PROZENT sind bewaldet – das macht die Steiermark unangefochten zum »Grünen Herz« der Alpenrepublik.

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542

GEMEINDEN finden auf den 16 388 Quadratkilometern der Steiermark Platz.

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2

10 000

6

1

Kilometer Wanderwege durchziehen die Steiermark.

195 000

HEKTOLITER WEIN wurden im vergangenen Jahr von den rund 3000 steirischen Weinbauern gekeltert.

Eintauchen, Kraft tanken, aufleben: Die Steiermark gilt als das Thermenland Österreichs schlechthin. Mit vielseitigen Therapie- und Heilanwendungsbereichen sind die Thermen Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg, Bad Loipersdorf (die größte in Europa), Bad Blumau (Hundertwasser-Architektur), Bad Waltersdorf und Sebersdorf, sowie Köflach (Südweststeiermark) und die neue Aqualux-Therme Frohnsdorf (Foto) bestens aufgestellt. Vor 30 Jahren wurde in der Gegend von Loipersdorf nach Erdöl gebohrt. Statt Öl hat man hier allerdings heißes Wasser, gesunde, wohltuende Thermalwässer aus teilweise über 3000 m Tiefe gefunden. Der Anfang einer heißen Entwicklung. Mehr Infos: www.thermenland-steiermark.at

Auf den Spuren der PILGER

Quelle: Steiermark Tourismus

7 1 SCHLADMING – DACHSTEIN 2 RAMSAU AM DACHSTEIN 3 AUSSEERLAND – SALZKAMMERGUT 4 JOGLLAND – WALDHEIMAT 5 TURRACHER HÖHE 6 ALMENLAND 7 SÜDSTEIERMARK NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

Das intensive Erlebnis zwischen Natur und Spiritualität suchen immer mehr Menschen – und sie wandeln jetzt oftmals auf den Spuren der Pilger und Wallfahrer. Ob Steirischer Mariazellweg, Hemma-Pilgerweg oder Mariazeller Gründerweg – insgesamt sind in der Region mehr als 20 solcher Pilgerwege ausgewiesen. »Auf den Spuren der Pilger und Wallfahrer« verbindet die traditionellen Pilger- und Wanderrouten mit neuen touristischen Angeboten. Mehr als 70 Orte und Partnerbetriebe (Hotels, Gasthäuser) bemühen sich um jene, die auf ihrer Entdeckungsreise unterwegs sind. Mehr Infos: www.pilgern.info

Foto: www.tischlerei-rosenkranz.at

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Thermenland Steiermark

Die Kraft der

Die entstressende Wirkung der Zirbel-

Zirbe kiefer auf den menschlichen Organismus

ist seit alters bekannt. Studien des Joanneum Research bestätigen, dass Zirbenholz tatsächlich die Herzfrequenz beruhigt. Weil das Holz zudem luftdruckresistent ist, verringert sich die Wetterfühligkeit, und das allgemeine Wohlbefinden steigt. Deswegen werden Betten zunehmend aus Zirbenholz gebaut. Das gesündeste Bett Österreichs steht in Fisching, im ersten 50+-Campingpark Österreichs. Diese »Krafttankstelle« liegt inmitten des steirischen Zirbenlandes im oberen Murtal, etwa eine Autostunde von Graz entfernt. NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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STEIERMARK

MAGAZIN

IMPRESSUM KOOPERATIONSPARTNER Steiermark Tourismus St. Peter Hauptstraße 243 | A-8042 Graz Tel. +43 (0)316/4003-0 | Fax +43 (0)316/4003-10 www.steiermark.com | info@steiermark.com

Nordic-Walking-Zentren

»STABERL-SPASS«

HERAUSGEBER, VERLAG, REDAKTION NATURE FITNESS, Ahornweg 3, 87648 Aitrang Telefon 08343 / 923 99 40, Fax 08343 / 923 179 www.nature-fitness-magazin.com

Die Bewegungsform Nordic Walking lebt. Überall dort in der Steiermark, wo sich Wanderer wohlfühlen, finden auch Nordic Walker ihr Terrain. Darüber hinaus gibt es Nordic-Walking-Hochburgen. Das Krakautal zum Beispiel ist das 1. zertifierte Nordic-Walking-Zentrum (8 Routen) der Steiermark. In Mühlen am Zirbitzkogel wird »Meditatives Nordic Walking« auf fünf zertifizierten Thementrails angeboten. Außerdem wird auf einer 2-km-Teststrecke ein Fitnesstest mit persönlicher Trainingsempfehlung angeboten. Das Wander-Vitalhotel Steirerhof in RamsauPichl läuft als »1. zertifiziertes Nordic Walking Hotel Österreichs«. Wenigzell im Joglland weist 26 km Trails aus. Auch das »ApfelLand« (mit der 1. Österreichischen Walking Akademie in Stubenberg) und Aflenz (Hochschwab) engagieren sich und leisten Basisarbeit fürs Nordic Walking.

Chefredakteur: Ulrich Pramann Art Director: Evi Schoettl Projektleiter Steiermark Tourismus: Mag. Günther Steininger Alle Texte: Ulrich Pramann Nicola von Otto (Schlussredaktion)

Verlag/Anzeigenmarketing

LIPIZZANER-HEIMAT In der Spanischer Hofreitschule in Wien sind sie die Stars: die Lipizzaner aus dem Bundesgestüt Piber bei Köflach. Hier, in den sanften Hügeln der westlichen Steiermark, werden die edlen Pferde seit 200 Jahren gezüchtet. In geführten Rundgängen über das weitläufige Gestüt erfahren Besucher interessante Details über die Haltung und Aufzucht der Lipizzaner. Mehr Infos: www.piber.com; www.lipizzanerwelt.at

Kunsthaus Graz

Dachstein

atlas Verlag GmbH, Schleißheimer Straße 141, 80797 München Postfach 40 01 29, 80701 München Telefon 089 / 55 241-0, Fax 089 / 55 241-271 Thomas Obermaier (verantw.), Silvia Schreck, Sandra Wilderer

STEIRISCHES WELTKULTURERBE Futuristische Architektur neben mittelalterlichen Häusern, exklusive Boutiquen neben Bauernmärkten: Keine Stadt bietet so viel Abwechslung auf so

Druck Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG Frankfurter Straße 168 | 34121 Kassel © NATURE FITNESS 2008. Verantwortlich für die redaktionellen Beiträge ist NATURE FITNESS. Das Werk einschließlich aller Teile sowie die Texte sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung von NATURE FITNESS unzulässig und strafbar.

engem Raum – wie Graz. In der steirischen Landeshauptstadt (250 000 Einwohner) finden sich kulturelle Höhepunkte wie das außerirdische Kunsthaus Graz (Foto), die Altstadt und der Schlossberg mit dem Uhrturm, dem Wahrzeichen der Stadt, in Gehweite. Die einzigartige Geschlossenheit der architektonischen Substanz in der Grazer Altstadt wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Wie übrigens 1998 auch schon die Semmeringbahn und die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

KULINARISCHE Echt, unverfälscht. KLASSE

ALMWELLNESS NÜTZLICHE WEBADRESSEN: Steiermark Steiermark Tourismus: www.steiermark.com Almenland: www.almenland.at Ausserland-Salzkammergut: www.ausseerland.at Joglland-Waldheimat: www.joglland-waldheimat.at Naturparke: www.steiermark.com/naturparke Nationalpark Gesäuse: www.alpenregion.cc Ramsau am Dachstein: www.ramsau.com Schladming-Dachstein: www.schladming-dachstein.at Thermen: www.thermenland-steiermark.at

Eine kleine Welt für sich auf 1600 Metern: ringsum Wälder, Wiesen und eine herrliche Sicht auf die umliegende Bergwelt. Die Tonnerhütte, ursprünglich eine Sennhütte, heute ein Drei-Sterne-Wanderhotel mit Hüttenflair und familiärer Atmosphäre, liegt am Zirbitzkogel, 5 km vom Ort Mühlen entfernt – und bietet Naturerlebnisse der besonderen Art: Almwellness mit Sauna, Sanarium, Whirlwanne und »Brechlbad« mit Bergkräuter- und Zirbenduft. Direkt vor dem Haus: der Zirben Atem Trail (1,2 km) oder der Panorama Trail für Nordic Walking. Motto des gemütlichen Hauses: »Erholung liegt nicht im Nichtstun – sondern in dem, was man sonst nicht tut.« Mehr Infos: www.tonnerhuette.at

Turracher Höhe: www.turracherhoehe.at 10

NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

BIOREGION Murau Ökologisch und g’schmackig: Im südwestlichsten Winkel der Steiermark, an den Grenzen zu Kärnten und Salzburg, in der Region rund um die alte Stadt Murau, wird seit sechs Jahren eine Vision Wirklichkeit. Bereits jeder vierte Bauer produziert hier sein Fleisch, Käse, Eier, Honig, Most, Säfte biologisch, die anderen zumindest gentechnikfrei. Über 20 Direktvermarkter in der Region sorgen für ein neues Einkaufserlebnis. Nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der reizvollen Landschaft ist hier die Grundlage für einen umweltschonenden Individualtourismus. Mehr Infos: www.bioregionmurau.at

Tief in den Winkeln der Oststeiermark leben Schweinchen namens Johann. Sie durchwühlen tagsüber Wald- und Weideflächen, nehmen sich als Nahrung das Beste, was die steirische Natur zu bieten hat. So entsteht der Rohstoff für eine begehrte Spezialität des Landes: der »Johann«Schinken. Nicht nur Fleischwaren, auch die frischen saftigen steirischen Äpfel, Kürbiskernöl (»Grünes Gold«) und steirischer Wein überzeugen mit herausragender Qualität. Der Sauvignon Blanc genießt längst Weltruf. Ob im Haubenrestaurant, im Buschenschank oder bei insgesamt 110 »Kulinarium-Steiermark«-Wirten: Viele steirische Köche verstehen es – als »Botschafter des guten Geschmacks« –, aus den regionalen Spezialitäten raffinierte Speisen (»Steirische Mostschaumsuppe«, »Kürbiskernpesto zu Fleckerl«, »Vogerlsalat mit Erdäpfeln«, »Ausseer Steirerkrapfen«) besondere kulinarische Genüsse zu zaubern. Mehr Infos: www.kulinarium-steiermark.at

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JOHANN LAFER IM INTERVIEW

STEIERMARK

»Fantastisch, diese Was macht die Steiermark so reizvoll? Interview mit dem Sternekoch Johann Lafer über die Vorzüge seiner Heimat. err Lafer: Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Ihre Heimat, die Steiermark denken? Johann Lafer: Natur, Unverfälschtes, Ruhe und wunderbare Lebensmittel.

In Ihrer Autobiografie »L: Lafer« schreiben Sie: »Meine Kindheit auf dem Land hat mich geprägt wie kein anderer Abschnitt meines Lebens.« Wie haben Sie damals die Steiermark erlebt?

wurde am 27. September 1957 in der steirischen Landeshauptstadt Graz geboren, ist bekanntester Koch Deutschlands, Unternehmer und Sachbuchautor. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Guldental und führt »Johann Lafers Stromburg« mit Restaurant »Le Val d’Or«, Gasthaus »Turmstube« und »Stromburg Hotel«. Durch seine Kochsendungen und zahlreichen Kochbücher ist der hochdekorierte Sternekoch bei einem breiten Publikum beliebt.

www.johannlafer.de

Damals, mitten auf dem Land, kam mir als Kind das Leben schon ein wenig hart und mühsam vor. Besonders viel Freude gab es nicht. Daher waren die Speisen, die die Natur uns schenkte, wie ein Streicheln der Seele.

Gibt es steierische Speisen oder Genüsse, auf die Sie bis heute stehen? Ein steirisches Backhendel mit Kernölsalat ist schon was Feines. Wichtiger ist aber, dass die Produkte auch heute noch so unverfälscht sind, dass sie für jede Art der Küche einen Gewinn darstellen.

Aus dem heimwehgeplagten Kochlehrling im Grazer »Gösser-Bräu« ist Deutschlands wohl bekanntester (Fernseh-)Koch geworden. Was fällt Ihnen auf, wenn Sie heimkehren in die Steiermark? »Trends« einfach nicht mitgemacht hat. Das meine ich in Bezug auf Lebensmittel. Es musste nicht immer mehr, immer größer, immer schneller wachsen und gedeihen. Auch heute noch folgt man in der Steiermark lieber den Gesetzen der Natur.

Was schätzen Sie besonders an der Steiermark? Ich freue mich über die Vielseitigkeit der Landschaft. Fahren Sie doch mal vom Skigebiet der Ramsau zum Ausseerland oder von der Apfel-Weinstraße ins Thermenland. Es ist fantastisch, welche unterschiedlichen Landschaften Ihnen in der Steiermark begegnen werden.

Und kulinarisch? Ich wiederhole mich. Ich halte die steirischen, natürlichen Produkte schlichtweg für ewig außergewöhnlich.

Ihre drei Highlights: Was sollten Gäste in der Steiermark auf keinen Fall versäumen? Erstens: die traumhafte, sinnliche und gemütliche Kulturstadt Graz. Zweitens: das steirische Weinland mit den großartigen Weinbauern. Drittens: die zahlreichen Schlösser und Burgen. Und viertens: eine Ballonfahrt übers Thermenland. 12

Mit einem guten Weißen in den Weinbergen der Südsteiermark, mit Fischern im Ausseerland, auf dem Dachstein und im Almenland – Sternekoch Johann Lafer ist gerne daheim in der Steiermark. Seine Wertschätzung gilt der Landschaft, den Leuten und den Produkten, die sie erzeugen.

Dass sich wenig verändert hat – wenig in dem Sinn, dass man hier einige »Moden« und

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Fotos: Steiermark Tourismus

Johann Lafer,

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SCHLADMING – DACHSTEIN ie Welt liegt dir zu Füßen, das heißt: die

Urwälder, verschwiegene Karstquellen, schöne Waldseen und rauschende Wildflüsse durchwandern. Als alpines Skizentrum ist die Region Schladming – Dachstein ohnehin weltweit bekannt. Und in gut vier Jahren werden hier erneut die Alpinen Skiweltmeisterschaften ausgetragen, nach 1982 zum zweiten Mal. Längst hat sich die Region, eingebettet zwischen dem Bergmassiv des Dachsteins und den Tälern und Gipfeln der Niederen Tauern, zu einer der Premiumwanderdestinationen Österreichs entwickelt. Der frische Bergsommer und das goldene Licht des Herbstes locken ambitionierte Gäste und Genusswanderer. Die zehn schönsten Aussichtsberge (Dachstein, Rittisberg, Stoderzinken, Reiteralm, Hochwurzen, Planai, Hauser Kaibling, Galsterbergalm, Planneralm und Riesneralm) können allesamt auch mit dem Auto oder der Seilbahn erreicht werden. Und sie sind Ausgangspunkte für Höhenspaziergänge in ursprünglichen Landschaften mit Blick auf die Dutzende Gipfel der Schladminger Tauern ringsum. Die wurden aus krisMeistens steht in der Urlaubsregion SCHLADMING – tallinem Gestein geformt. DACHSTEIN die beeindruckende »Bergpersönlichkeit« Zum Erlebnis werden sie vor allem durch die des Dachstein im Mittelpunkt. Natürlich. Doch mehr als 300 Bergseen, es gibt hier noch so vieles mehr zu entdecken: über 100 100 Wasserfälle und 1000 Quellen. Die 18 schönsWasserfälle, 300 Bergseen, 500 Kilometer Radtrails ten »Quell- und Wasserund über 1000 Kilometer markierte Wanderwege. wanderungen« führen in wildromantische Klammen, zu Hochmooren, türkisfarbenen WildbäBeschallung – sie machen den »Kristalldom«, »den chen – und spiegelglatten Wasserwelten. Eingebettet Blauen Salon« oder den »Thronsaal« (mit dem nach- im großen Kar zwischen Schoberspitz und Gasselempfundenen Portal der griechischen Akropolis) zu höhe liegt das begehrteste Motiv, weil sich hier im einem bizarren Erlebnis. Fünf chinesische Eisschnitzer haben in wochenlanger Arbeit das Innere des Dachsteingletschers bemerkenswert bereichert. Bergwelt. Was für ein Ausblick, Weitblick, Tiefblick. Unter den Füßen fällt die Felswand des Hunerkogels 250 Meter tief ab. Was bei vielen schaurige Gefühle auslöst – der Körper sendet schrecklich-schöne Signale: Schnappatmung, Gänsehaut, Magengrummeln, Angstlust. Doch die Freude über die Fernsicht, an klaren Tagen bis zum Großglockner und dem slowenischen Triglav-Gebirge, ist stärker. Die Aussichtsplattform »Dachstein Sky Walk« (Foto links), teilweise ein Glasbodenbalkon, der in 2770 Meter Höhe 15 Meter ins Nichts führt, ist seit drei Jahren eine Attraktion. Letztes Jahr kam da oben eine weitere hinzu. Nur drei Gehminuten von der Dachstein-Seilbahn-Bergstation entfernt, geht es tief hinein in die verborgene Welt des Gletschers. Da eröffnen sich völlig neue Einsichten. Ein Eispalast. Kaltlicht, das mal rot, mal blau, mal violett leuchtet, und dazu diese mystische

Fotos: Steiermark Tourismus (2), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (1)

Hochgefühle am Dachstein

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Magische Einblicke: Im Dachstein-Eispalast können Besucher in eine fremde Welt eintauchen. Seit August 2008 gibt es auch eine 40 Meter lange Gletscherspalte zu bestaunen – durch ein Bullauge.

Das Dachsteinmassiv, diese »Bergpersön-

lichkeit«, wie ihn Einheimische gerne nennen, wurde mit der Auszeichnung »Welterbe Natur- und Kulturregion« versehen und begeistert Bergfreunde ohnehin mit seinen vielfältigen Landschaftsformen. Schroffe Felsen, ehemalige Korallenriffe thronen über grünen Almen, Gletschereis und einsame, blumenreiche Hochflächen dominieren im südlichen Dachsteinbereich. Und auf der Nordseite kann man NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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SCHLADMING – DACHSTEIN | PROMOTION Spiegelsee (er heißt wirklich so) das Dachsteinmassiv so außerordentlich fotogen einfangen lässt.

planen. Diese mittelschwere Tour zählt sicherlich zu den schönsten Trekkingtouren Europas. Wir wollen heute »nur« zum Stoderkircherl am

Erlebnis am Berg: 1 Das Stoderkircherl am Stoderzinken. 2 Mountainbike-Paradies. 3 Spiegelbild am Bergsee. 4 Gästebuch am Stoderkircherl.

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Stoderzinken (2048 m), dem Hausberg von Gröbming, der als einer »der schönsten Aussichtsberge der Region Schladming – Dachstein« gilt. Der steirische Dichter Peter Rosegger notierte vor 100 Jahren in einer Erzählung überwältigt: »Was soll ich schreiben in diesen Bergen voll Sonnenschein? Ich kann nur in Andacht schweigen und selig sein!« Schon die Anfahrt auf einer mautfreien Panoramastraße (»Stoderzinken-Hochalpenstraße«) bietet herrliche Ausblicke auf die Hohen Tauern, Niederen Tauern und zu den Gesäuse-Bergen. Der Weg von der »Rosemi-Alm« macht kaum Mühe. Unter uns liegt das Ennstal. Und vor uns dann das Stoderkircherl, das eigentlich Friedenskircherl heißt und einst von Emil Ritter von Horstig d’Aubigny erbaut wurde, welcher 1892 den Kohlenbergbau am Stoderzinken eröffnete, den 1. Karrenweg erbaute – und eben die kleine, hölzerne Kapelle, die wie ein Adlerhorst am Berg klebt. Ein friedlicher, ausgesetzter, besonderer Platz, der zur Besinnung einlädt. Irgendwann sagt Günther: »Das da drüben – hab ich schon gemacht.« Er zeigt auf den Verlauf des Schladminger-Tauern-Höhenweges, ein Klassiker unter den Weitwanderwegen. Er war da oben fünf Tage unterwegs – in diesem hochalpinen Wassertempel mit den 30 Bergseen, den vielen Wasserfällen und den unzähligen Hochgefühlen, die er erlebt hat.

Der Wasserreichtum nährt natürlich eine üppige alpine Flora. Wanderer können eine Vielzahl seltener Kräuter, Blumen, Beeren und Pilze entdecken. Und mit etwas Glück auch Murmeltiere und sogar Steinböcke. Wer in Natur in ihrer reinsten Form eintauchen will, sollte in den Naturpark Sölktäler (227 Quadratkilometer groß) im östlichen Teil der Region Schladming – Dachstein in den Niederen Tauern auf Entdeckungsreise gehen. Tausend Kilometer Wanderwege: Auf der Webseite

(www.schladming-dachstein.at) der Tourismusregion werden unter »Wandern« gleich 131 Vorschläge präsentiert, von der leichten Familientour mit gemütlicher Almhütte zur Einkehr bis zum »Johann«, einem kühnen Klettersteig in der 1000 Meter senkrecht abfallenden Dachstein-Südwand. Auf dem berühmten Dachstein-Rundwanderweg kann man dem schönsten Fast-Dreitausender der Ostalpen immer neue Perspektiven abgewinnen. Für die Umrundung sollte man allerdings acht Tage ein16

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Fotos: Steiermark Tourismus (3), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (2)

STEIERMARK

Schladming – Dachstein: Angebote

Sport & Familienhotel

Bärenwirt****

Herzlich Willkommen im neuen Bärenwirt in Aich bei Schladming. Unser Hotel wurde 2007 renoviert und erweitert. Über 5000 m2 gepflegte Gartenanlage mit überdachbaren solarbeheizten Pool und 4000 m2 Sportanlage mit Trampolin, Tennisplätze, Kleinfeldfußballplatz, direkt am Naturbadesee mit Trinkwasserqualität. Angrenzend die Aicher Freizeitanlage (u. a. riesiger Kinderspielplatz, Beachvolleyball, Boccia). Großer Kinder-Indoorspielraum, Videoecke, Tischfußball, Billard, Dart etc. 180 m2 Wohlfühloase – geschmackvolle Ruhezonen, Almhütt’n Biosauna, Dampfbad, Finnsauna, Infrarotoase, Erlebnisduschen, Ayurveda- und klassische Massagen.

A-8966 Aich bei Schladming | Aich 55 Tel. +43/(0)3686/4303 | Fax DW -45 www.baerenwirt.com | info@baerenwirt.com

lle«, autof rei zur

Talstation »4 Ber-

»Bärenfa Winter: Apres Sknsitrtieeffg in die Sportregion Schladming-Dachstein/

(Ei ge Sk ischaukel« n! e – Top Pauschale Sk iverbund amad führte Wanderunlf-Partnerhotel, ge lfpauschalen, Go Go : er m usrüstung m era So hrräder, Wand rprogramm, Leihfa gen, Sport- & Kinde

Landidyll Hartweger Zwischen Dachstein im Norden und Tauernmassiv im Süden liegt das Paradies für sportlich Aktive. Vermessene Lauf- und Nordic-Walking-Strecken direkt vom Hotel aus, aber auch landschaftlich reizvolle Mountainbike- und Wandertouren erfreuen Anfänger wie Profis. Ausklang im »4-Jahreszeiten-Schwimmbad«. A-8967 Haus im Ennstal | Weißenbach 23 Tel. +43/(0)3686/52260 | Fax 5226-16 urlaub@hotel-hartweger.at | www.hotel-hartweger.at

500 km Radwege, davon 300 km Mountainbikewege, der Ennsradweg mit 240 km, vier Golfplätze, vier Reithallen, 45 Lauf- und Nordic-Walking-Strecken, 1000 km markierte Wanderwege, 14 Klettersteige, 40 alpine Schutzhütten, Canyoning, Rafting, Paragleiten, Bogenschießen, Adventure Parks mit Hochseilgärten – die Region mit ihren acht Tourismusorten (Schladming-Rohrmoos, Haus im Ennstal – Aich – Gössenberg, Pichl-Reiteralm, Gröbminger Land, Naturpark Sölktäler, Öblarn-Niederöblarn, Bergregion Grimming, Donnersbachwald) bietet Gästen, die sportliche Aktivitäten suchen, enorme Möglichkeiten. Mit der neuen »Sommercard« können Gäste einen Großteil der Freizeiteinrichtungen (z. B. Berg- und Seilbahnen, Mautstraßen, Museen, Wanderbusse) gratis genießen. Mehr Infos: Tourismusregion Schladming – Dachstein, Ramsauerstraße 756, A-8970 Schladming; Tel. +43/(0)3687/23310; info@schladmingdachstein.at; www. schladming-dachstein.at

Aktivhotel

Rohrmooserhof****

Sie haben Lust auf Erholung, Sport & genussvolle Momente inmitten einer Natur die Ruhe ausstrahlt? Im Rohrmooserhof haben Sie alles vereint und können sogar die traumhafte Bergkulisse direkt von Ihrem Zimmer aus erleben. Wir bieten Ihnen geführte Wanderungen zu den schönsten Plätzen in der Region. Danach können Sie sich am Pool oder bei unseren Massageangeboten erholen. Am Abend genießen Sie heimische Produkte, die zu exquisiten Menüs zubereitet werden und lassen den Tag in der gemütlichen Lobby ausklingen. Die kleinen Gäste erwartet ein kostenloses Kinderprogramm für die ganze Woche. Unsere Golfgäste erwartet: 20 % Green-Fee Ermäßigung am Golfplatz Schladming, Attraktive Angebote für 23 Steirische & Salzburger Golfplätze mit der Steiermark Golfcard (4 Golfplätze davon im Umkreis von 5 bis 47 km).

A-8971 Rohrmoos I Schwaigerweg 135 Tel. +43/3687/61455 I Fax +43/3687/61455 34 info@rohrmooserhof.at I www.rohrmooserhof.at

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NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

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RAMSAU AM DACHSTEIN

STEIERMARK

»DIE QUELLE DEINER KRAFT«

Aktive Wellness. Ramsau ist die pferdereichste Gemeinde der Steiermark. Die Simonlehners (»Feistererhof«) sind »Ramsauer Bioniere«.

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er Slogan, mit dem Ramsau am Dachstein um Gäste wirbt, klingt kernig und knackig: »Die Quelle deiner Kraft.« Vielleicht ein bisschen zu vollmundig, diese Versprechungen? Von wegen, meint Heinz Prugger, der umtriebige Geschäftsführer vom Ramsauer Tourismusverband. Voller Stolz erklärt er die Vorzüge seiner Heimatgemeinde: »Hier kann man Kraft tanken durch Ruhe und Natur, Kraft durch Bewegung und Genuss, durch Gastlichkeit und Herzlichkeit, Kinderlachen und Familie, Kraft durch gelebte Tradition, Kraft durch Wasser und die Bergwelt.« Die ist wahrlich erhebend. Denn Ramsau liegt exponiert und ruhig in einer der Gesundheit zuträglichen Höhe (1100 m), in einer malerischen Naturkulisse am Südfuß des Dachstein. Wie ein Kraftprotz scheint das mächtige Massiv dieses sonnenverwöhnte Hochplateau, das wie ein Balkon über dem Ennstal thront, zu beschützen. Das Licht wird auf besondere Weise reflektiert, sorgt immer wieder für stimmungsvolle Impressionen.

Jahrhundertealte Ahornbäume, die an Wegen und auf Weiden stehen, prägen die Landschaft. Und auf den Weiden grasen Haflinger, Friesen oder Noriker. Ramsau gilt als pferdereichste Gemeinde der Steiermark. Ihren Aufschwung als typischer »Sommerfrischeort« nahm die Gemeinde schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Die Eröffnung der Dachsteinstraße (1961) und der Dachstein-Gletscherbahn (1969) und die Ausrichtung der Nordischen Skiweltmeisterschaften (1999) sorgten für nachhaltigen Schub. »Ultimative Sportregion«, »Skilanglauf-Mekka«, »Langlaufparadies« – das sind die schmeichelhaften Attribute, die genannt werden, wenn von Ramsau am Dachstein die Rede ist. Heute setzt das beliebte Ganzjahresferiengebiet natürlich auch auf den Schwerpunkt Wandern. Wanderurlauber treffen Olympiasieger und Weltmeister. Schon seit Jahren tummeln sich in Ramsau

am Dachstein ganzjährig Langläufer, Skispringer und Biathleten. Sie nutzen die idealen Trainingsbedingungen: Den Dachsteingletscher, Österreichs längste Skirollerstrecke (5,6 km), die sich übrigens auch her-

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Fotos: Steiermark Tourismus (2), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (2)

RAMSAU AM DACHSTEIN bietet sich als wunderbare Kulisse für alle an, die aktive Erholung in der Natur und durch die Natur suchen. Schließlich tanken hier auch regelmäßig viele Olympiasieger und Weltmeister für ihre neue Saison auf und holen sich Kondition und neue Kräfte für Körper, Geist und Seele.

vorragend für den Trendsport Nordic Blading eignet vor allem Heilpraktiker, Ärzte, Physiotherapeuten – und das nordisches Vorzeigezentrum mit Leistungs- oder »Qi-Gong-Leit« – ganz gezielt, weil sie »natürlidiagnostik, Sportmedizin und Trainingssteuerung auf chen Urlaub« suchen, sagt Annemarie Simonlehner. höchstem internationalem Niveau. Herzstück ist ein Und das Schönste ist: Viele sind »Drei-Wochen-Leit«, skirollertaugliches Laufband, bei dem sich Olympia- während anderswo die meisten Leute statistisch nur strecken im Trockentraining simulieren lassen. Doch 5,9 Tage bleiben. nicht nur Spitzenathleten, auch Hobbysportler finden auf dem Ramsau am Dachstein: Sportlich Ramsauer Hochplateau beste Be2759 Einwohner, 6110 Gästebetten: Das Streudorf Ramsau am dingungen vor. Zum Beispiel acht Dachstein (mit Leiten, Rössing, Ramsau, Schildlehen, Vorberg und Hiermarkierte Lauf- und Nordic-Walzegg) ist die größte Tourismusgemeinde der Steiermark und liegt ca. king-Strecken. Urlaub im Einklang mit der Natur

– die »Ramsauer Bioniere«, eine Gruppe von lokalen Biobauern, Kaufleuten und Gastronomen. In ihren Biohotels Feistererhof und Ramsauhof zeigt die Familie Simonlehner, wie man mit umweltbewusster Konsequenz und vollbiologischer Qualität erfolgreich sein kann. Inzwischen kommen 90 Prozent ihrer Gäste – es sind

Ausblick auf das Sonnenplateau Ramsau am Dachstein. Die Urlaubslandschaft liegt auf drei Ebenen: die Dorfregion (auf 1100 bis 1300 m), das wunderbar wanderbare Almengebiet (auf 1700 bis 1900 m) und das hochalpine Ganzjahresskigebiet am Dachsteingletscher (2700 m).

90 km südöstlich von Salzburg und ca. 400 Höhenmeter oberhalb von Schladming. Freizeitmöglichkeiten: die Erlebniswelt Rittisberg mit neuer Allwetterrodelbahn, die Flugschule Aufwind (Paraglider), 200 km Wanderwege, Radwege und Mountainbike-Trails, der weltweit 1. Biogolfplatz. Der neue Indoor-Erlebnispark (u. a. mit Hochseilgarten) Lodenwalke oder das Alpinmuseum Austriahütte bieten sich als Schlechtwetteralternative an. In der »Sommercard« sind 100 Urlaubsleistungen inklusive.

Mehr Infos: Tourismusverband

Ramsaus nordische Koryphäe: Dr. Alois Stadlober

A-8972 Ramsau am Dachstein, Tel. +43/(0)3687/81833; info@ramsau.com; www.ramsau. com; www.derdachstein.at; www. bioregion-ramsau.at

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AUSSEERLAND

STEIERMARK

Die Region der Glücksplätze Als ein Stück Bilderbuch-Österreich – so wird die Urlaubsregion AUSSERLAND – SALZKAMMERGUT von ganz vielen Gästen erlebt. Tatsächlich bieten sich hier auf Schritt und Tritt wunderbare Eindrücke. 1 2

Ein Vormittag wie gemalt. Ach, diese Ruhe hier,

Die Tracht, Dirndl und Lederhosen gehören im Ausseerland noch selbstverständlich zur Lebensart und zum Alltagsbild.

Bilderbuchlandschaft. Der stille Altausseer See, der

Grundlsee, Toplitzsee, Ödensee, der Salza-Stausee – alle fünf sind in Wander- bzw. Bikedistanz und zwischen Bergen und Wiesen eingebettet. Weitläufige Talkessel mit ausgedehnten Wäldern und Fluren, wilde Wasser, Felsgipfel in nebelfreien Höhen, die mitunter 100Kilometer-Fernsicht garantieren – für den steirischen Autor Peter Lechner steht fest: »Ist die Steiermark qua20

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Fotos: NATURE FITNESS/Ulrich Pramann

Gelebtes Brauchtum:

diese Idylle. Die Sonne lacht. Auf dem Uferweg promenieren Spaziergänger durchs Grün. Im Altaussee spiegeln sich die Berge ringsum. Schwäne ziehen stolz ihre Bahn. Und wir sitzen auf der Plättn vom Heinz und gleiten lautlos über das Wasser. Da fragt der Ernst: »Hast was vom Klaus ghört?« Und der Heinz sagt: »I glaub, a bisserl was tut a.« Die Rede ist von Klaus Maria Brandauer. Wenn es seine Zeit zulässt, inszeniert der berühmte Sohn aus dem Ausseerland da hinten in der Seewiese mit Schülern des Max-Reinhardt-Seminars und Laienschauspielern schon mal den »Hamlet« oder den »Sommernachtstraum«. Großes Theater, kleines Auditorium unter freiem Himmel: Kaum 200 Zuschauer finden Platz. Einmal hatte auch der Heinz eine Rolle. Eine sehr wichtige sogar, wie er betont. Denn er war es, der die Elfen zur Bühne übersetzte, auf seiner Plättn, diesem für die Gegend typischen, flachen Arbeitsboot, auf dem früher Heu oder Holz transportiert wurden. »Wenn i mit den Elfen woanders hingfoarn war, na, dann hätts koa Aufführung gehm ...«, sagt der Heinz und lacht sich eins.

Bilderbuchmomente. 1 Einer der 212 sogenannten Glücksplätze am Altaussee, nahe der Seewiese. 2 Plättn auf dem Altaussee. 3 Obelix bei der Blaa Alm, zum Narzissenfest aus über 50 000 Blüten gestaltet. 4 Narzissenwiese auf dem Weg zur Blaa Alm.

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STEIERMARK

AUSSEERLAND

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Sehenswert: 1 Abendstimmung am sagenumwobenen Toplitzsee. 2 Gradieranlage beim Kurhaus in Altaussee. 3 Narzissen vor dem Loser (1600 m). 4 Villa des Schriftstellers Jakob Wassermann am Altausseer See.

Ein besonderer Platz, ein Glücksplatz – sogar of-

fiziell. Insgesamt 212 solcher Glücksplätze sind im ganzen Salzkammergut ausgewiesen. Eine schöne Idee weitsichtiger Touristiker. Diese ausgesuchten Glücksplätze – Naturplätze, Sagenplätze und sakrale Plätze – sollen besondere Harmonie in uns hervorru-

Ausseerland: Sechs Orte unter einem Hut Das Ausseerland mit Bad Aussee, Altaussee, Grundlsee, Pichl-Kainisch, Tauplitz und Bad Mitterndorf im Steirischen Teil des Salzkammerguts bietet reizvolle Sehenswürdigkeiten und kulturelle Höhepunkte: das imposante Narzissenfest Ende Mai/Anfang Juni, Alpengarten, Burgruine Pflindsberg, Literaturmuseum, Salzwelten Altaussee, Skiflugmuseum am Kulm, Hochseilgarten Omunduntn. Bad Aussee (rund 5000 Einwohner) bildet den geografischen Mittelpunkt Österreichs. Mehr Infos: Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut, Bahnhofstraße 132, A-8990 Bad Aussee, Tel. +43/(0)3622/54040-0, Fax 54040-7; info@ausseerland.at; www.ausseerland.at

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Neuer Hochseilgarten bei Bad Aussee.

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fen, angenehme Erinnerungen wecken, wohltuende Gefühle entstehen oder Freude spüren lassen. Da saßen wir nun also, ließen dieses Landschaftserlebnis auf uns wirken. Den See, die Berge, die grünen Matten, die Stille. Ernst lächelte, so, als wollte er sagen: Schaugt’s her, ein glücklicher Moment! Davon bieten sich im Ausseerland reichlich an. Zum Beispiel, wenn man auf einem der vier Künstlerwege («Via Artis«) spaziert, die an den Villen jener Künstler (Friedrich Torberg, Johannes Brahms, Jakob Wassermann) vorbeiführen, die das Steirische Salzkammergut zur Wahlheimat erkoren hatten. Zum Beispiel, wenn man auf den Spuren des Salzes wandert. Der 7-km-Rundweg »Via Salis« ist wie eine Zeitreise von den mächtigen Salzherren des Mittelalters zum modernen Bergbau der Saline Austria. Zum Beispiel, wenn man einem der »Geo-Trails« folgt, also geologischen Themenwegen. Auf dem Plateau des Loser (1837 m) erlebt man die hochalpine, karstige Landschaft der Nördlichen Kalkalpen, und zu den Füßen liegt das sanfte Salzkammergut. Wie ein aufgeblättertes Bilderbuch.

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Sagenumwobene Kulisse. Abends gehen wir vom

Grundlsee zur Fischerhütte, einem Ausflugsrestaurant, das für frische Forellen und Saiblinge bekannt ist. Ein wunderbarer Weg durch Wald und Wiese. Plötzlich links eine 180 Meter aufragende Wand. Die Gößler Wand. Als die vor gut drei Jahren erstmals von den Huber-Buam Thomas und Alexander bezwungen wurde, picknickten Tausende von Schaulustigen hier auf der Wiese, während sie den bayerischen Extremkletterern zuschauten. Plötzlich öffnet sich der sagenumwobene Toplitzsee. Nur das Geräusch des fallenden Vorderbaches ist zu hören. Düstere Geheimnisse ranken sich um den See. Teams aus aller Welt tauchten immer wieder dort, um eventuell Nazi-Schätze zu bergen. Fest steht nur, dass hier einst Erzherzog Johann seinen Schatz fand, in Gestalt von Anna Plochl. Er, der populäre Bruder des damaligen österreichischen Kaisers Franz I., verliebte sich in das bürgerliche Nannerl, die 15-jährige Tochter eines Postmeisters aus Aussee. Zehn Jahre lang mussten beide warten, ehe der Kaiser schließlich doch noch in ihre Heirat einwilligte. Anna Plochl, die Postmeisterstochter, die Gräfin von Meran wurde, starb im Alter von 81 Jahren in Aussee. Ihre pikante, romantische Liebesgeschichte wird bis heute gerne erzählt. Weil sie einfach so wunderbar in diese wunderbare Gegend passt.

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Fotos: NATURE FITNESS/Ulrich Pramann

si ein Österreich im Kleinen, so ist das Ausseerland ihr Extrakt.« Bis 1877, bis der Bahnanschluss kam, lag die Region ziemlich abgeschieden. Vielleicht haben sich hier deshalb Brauchtum, Liedgut und Mundart mehr als anderswo erhalten. Im alltäglichen Straßenbild trifft man häufig noch die Tracht. Noch existiert in Bad Aussee ein gutes Dutzend Dirndlschneiderinnen. Und wer in der Maßschnei2 derei Greul einen Gamsfrack oder eine echte Ausseer Tracht bestellt, muss sich auf lange Wartezeit einrichten. Ungeduldige, die nachfragen, hören mitunter: »Die Löcher san scho fertig.« Der Ernst Kammerer erzählt das, er ist Geschäftsführer vom Tourismusverband Ausseerland-Salzkammergut, und er sagt, er könne sich beim besten Willen keinen Ort auf der Welt vorstellen, wo er lieber arbeiten würde – als hier. Wir hatten gerade einen kleinen Marsch zur Seewiese hinter uns, kehrten zur Jause im ehemaligen Jagdhaus der Fürstin Marie von Hohenlohe-Schillingsfürst ein, heute eine Gaststätte mit kleinem Museum. Später gingen wir zum See – und nahmen im Schatten eines Baumes auf einer Bank Platz.

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JOGLLAND – WALDHEIMAT

STEIERMARK Und natürlich darf der Hinweis auf den Schriftsteller Peter Rosegger (»Als ich noch der Waldbauernbub war«) nicht fehlen, der in Alpl im nördlichen Joglland als Sohn armer Bergbauern aufwuchs, hier vor 90 Jahren starb und seiner »Waldheimat« ein literarisches Denkmal setzte.

Jahren als preiswerte Sommerfrische geschätzt, besonders von Wiener Gästen. Preiswert ist die Region immer noch. Doch mancherorts entwickelt sich Erstaunliches. Der Fischbacher Peter Fasching – noch so einer, der Schneid hat – übernahm vor zwölf Jahren das elterliche Dorfhotel Fasching und baute es seither mit viel Geschick und Geschmack zu einem großzügigen, stilvollen Vier-Sterne-Wohlfühlhotel (80 Betten) aus. Die Auslastung liegt jetzt bei über 90 Prozent. Oder das im Juni eröffnete »Kräftereich« in der Gemeinde St. Jakob im Walde, ein innovatives Konzept, das 2,6 Millionen Euro kostete und jetzt auf 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche »Mächte,

1 Waldreich und Kräftereich: 1 Der Teufelsstein. 2 Weidezaun, geflochten statt genagelt. 3 Pilgerweg . 4 Blick ins Museum »Kräftereich« in St. Jakob im Walde.

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Waldheimat mit frischem Wind

Die idyllische Waldheimat wird seit den 1960er-

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Joglland? Die Legende sagt, Kaiserin Maria The- Mythen, Wirklichkeiten«, also Astrologie, Geomanresia zog einst durch die Oststeiermark und befragte tie & Co., auf wunderbare Weise inszeniert und bevorbeikommende Einheimische nach deren Vor- greifbar macht. namen. »I bin da Jogl« (Ich heiße Jakob), antworVon wegen hinterwäldlerisch – die Region Joglteten mehrere Mannsbilder nacheinander. Da soll land – Waldheimat vereint Tradition und Moderne! sie lachend ausgerufen haben: »Diese Joglland – Waldheimat: Kleine Fluchten herrliche Landschaft ist ja das reinste Joglland!« 18 kleine Gemeinden, preiswerte Hotels, Gasthäuser und Pensionen, Eine liebenswerte Geschichte für 200 km Mountainbike- und Radwege und noch mehr Wander- und Walldiese liebenswerte Region, die mitten fahrtswege zwischen Fischbacher Alpen, Hochwechsel und Naturpark Pöllauer im Irgendwo der Oststeiermark liegt. Tal, das Nordic-Walking-Zentrum Wenigzell (mit Nordic-Walking-Trainerin Karin Wald weit und breit, dunkle TannenDokter), das Augustiner Chorherrenstift Vorau und die neue Museumsattraktion »Kräftereich« – hier findet der Gast Muße. Die Fahrtzeit von Wien: etwa eine Stunwälder zumeist, umgeben von Wiesen de. Manche Hotels bieten speziellen Flughafenshuttle- und Abholdienst an. Auf und Almen. In den offiziellen Prosden Webseiten gibt es eine umfangreiche Wander-, Rad- und Skitourendatenpekten ist von »unberührter Natur« bank. Mehr Infos: Tourismusverband Joglland-Waldheimat, Kirchenviertel 24, und »würziger Bergluft zwischen 800 A-8255 St. Jakob im Walde; Tel. +43/(0)3336/20255; und 1800 Metern Seehöhe« die Rede. info@joglland-waldheimat.at; www.joglland-waldheimat.at NATURE FITNESS 05|08 _ SPECIAL

In der Region JOGLLAND – WALDHEIMAT scheint die Zeit stillzustehen. Vieles erinnert noch an Peter Roseggers Beschreibungen (»Als ich noch der Waldbauernbub war«). Doch junge Einheimische geben der Region gerade neue, spannende Impulse.

4 Fotos: Steiermark Tourismus (1), NATURE FITNESS/Ulrich Praman (7)

chneid hatte er, der Wolfgang Orthofer. Jetzt stehen hinten auf den Wiesen Kanonen. Fünf Schneekanonen. Dazu ein Spurgerät. In den letzten Jahren hat er, der Land- und Gastwirt aus Filzmoos in St. Jakob im Walde, Nachbarn und Freunde begeistern können, dass sie ihm um den Dieselpreis und ums Essen helfen. Insgesamt 400 000 Euro hat Orthofer investiert, um seinen Traum zu realisieren: ein »Langlaufparadies«. Hinterm Familienbetrieb, dem Landgasthaus »Wia z’Haus«, wo »Urlaub Wolfgang Orthofer auf dem Bauernhof« Tradition hat, liegen das Stadion und seine Joglland-Langlaufloipe (mit Beschneiungs- und Flutlichtanlage). Morgens ab vier Uhr, vor dem Melken, sitzt er im Winter auf dem Spurgerät und präpaCarola und Karin riert die 40 Kilometer. Peter Fasching Dokter Eine echte Attraktion. Zur »schönsten Loipe Österreichs« wählten Experten Orthofers Anstrengung. Zahlreich kommen jetzt die Wochenendgäste, aus Graz, aus Wien, aus dem Burgenland, aus Ungarn – ins Joglland.

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Fotos: Steiermark Tourismus (1), NATURE FITNESS/Ulrich Praman (4)

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Drei Seen und viele Möglichkeiten: Das Hochplateau TURRACHER HÖHE auf fast 1800 Metern ist ein Revier für

Schwarzsee), Österreichs größte zusammenhängende Zirbenwälder, ringsum die sanften, nackten Nockberge – das ist die Turracher Höhe. Das Hochplateau an der Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark ist eine eigene kleine alpine Welt auf 1763 m Seehöhe, für Bergspaziergänger, Wanderer, Läufer, Nordic Walker, Mountainbiker – und Naturgenießer. Doch nur ruhig und beschaulich? Von wegen! Die Turracher Höhe bietet ganzjährig »Nocky-Flitzer«-Rodelgaudi (auf 1,6 km Länge durch schnittige Kurven, Kreisel, Wellenbahnen und Sprünge geht es talwärts) oder Golf, genauer Downhill Golf, die Skipiste hinunter. Oder oben am Kornock-Gipfel in 2205 m Seehöhe Yoga. Und solche Sachen wie Traktorziehen und Baumstammwerfen gibt es alljährlich im Rahmen der Grenzlandspiele, ein Event für kräftige Zeitgenossen. Ach so, Motorradfahrer kennen die Turracher Höhe vielleicht als Biker-Eldorado. »Spektakuläre Bergstraßen, Pässe zum Juchzen, ein wahres Kurvenreich«, so beschreibt Richard Prodinger sein Revier. Der Hotelier (»Schlosshotel Seewirt«), selbst begeisterter Biker, geht zweimal pro Woche mit seinen Gästen auf Tour.

Wir sind mit Birgit auf dem Turracher DreiWeg der Sinne: 1 Eine Holzskulptur zum Seen-Weg (»Weg der Sinne«) unterwegs. Sie öffnet Küssen. 2 Zirbenteile uns die Augen für Details in der Natur: die Flechals Mitbringsel von einer ten und Gräser, die Blumen, Vögel und die Geologie Wanderung. der Gegend. Die kenntnisreiche Birgit Gruber arbeitet als Ranger, also Betreuerin, im Nationalpark Nockberge. Dieses Natur-Highlight der Region, ein streng geschütztes Idyll, ist 184 QuaTurracher Höhe: Hochplateau dratkilometer groß Der Bergsommer zwischen Ende Mai und Novemund soll die Nockberber bietet Vielfalt und Abwechslung in herrlicher ge in ihrer einmaligen Natur. Es gibt auf der Turracher Höhe (1763 m) ein Schönheit bewahren attraktives und vielfältiges Hotel-, Pensions-, Ferienhelfen. wohnungs- und Hüttenangebot. »WinterGlück« auf Achtsam spaziehöchstem Niveau von November bis Anfang Mai. ren wir, sammeln Mehr Infos: Tourismusverein, A-8864 Turracher unterwegs alles, was Höhe 218; Tel. +43/(0)4275/8392; info@turracherhoehe.at; www.turracherhoehe.at die duftende Zirbe hergibt, in ein Säckchen. Und es ist nicht peinlich, sondern rührend, als Birgit schließlich zu singen beginnt: »In die Berg, Schlosshotel Naturpark-Ranger Birgit Gruber da bin i gern.«

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Seewirt

und Ulrich Pramann

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ALMENLAND

STEIERMARK

Im Reich der Almochsen

Das ALMENLAND ist Europas größtes zusammenhängendes Almweidegebiet (von 570 bis 1720 m). Gäste können hier hautnah miterleben, was Bodenständigkeit, neue, weitsichtige Ideen und beherztes Engagement bringen.

bild. Er hat 20 Almochsen auf

Qualität, die aus Natur entsteht: Almochsen weiden völlig ungestört und stärken sich mit würzigen Kräutern und Gräsern.

der Weide. Damals, noch vor 15 Jahren, als es diese staatlich geförderten Transporte lebender Ochsen nach Libyen gab, weil das Fleisch daheim kaum Wertschätzung genoss, fand er die Situation unerträglich. Nicht nur er. Vor allem der visionäre Bergbauer Ernst Hofer und über 500 Bauern haben seither viel bewegt. Sie sind jetzt Teil eines Vorzeigeprojekts, das Almenland bzw. ALMOGenussregion heißt. Almo, die Abkürzung für den steirischen Almochsen, ist inzwischen Markenname für das beliebteste Rindfleisch Österreichs. Nach alter Bergbauernsitte können sich die 4600 Almochsen bis zum Herbst frei auf den weitläufigen Almwiesen bewegen und finden allerbeste Lebens-

Almenland: alte werte, neuer Schwung 13 Gemeinden, 13 500 Einwohner, 150 Tourismusbetriebe (wie das Hotel »Almwellness« der Gebrüder Pierer, unten, oder das Landhotel Bauernhofer), 34 000 Hektar Fläche – das Almenland im Grazer Bergland ist Europas größtes zusammenhängendes Almweidegebiet (570 bis 1720 m). Vor zwei Jahren wurde das Almenland von der steirischen Landesregierung zum Naturpark erhoben. Das Almenland steht unter dem Motto »gemeinsam statt einsam«. Mehr Infos: Tourismusverband Almenland, A-8163 Fladnitz/ Teichalm 100; Tel. +43/(0)3179/23000-0; info@almenland.at; www.almenland.at

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Wiesen und dunkelgrüne Wälder auf sanften Hügeln prägen die Landschaft.

bedingungen vor. »Das ist wie Fitnesstraining auf der Alm – statt dass sie im Stall stehen«, erklärt der Schwaiger Willi, Geschäftsführer vom Tourismusverband Almenland, und spielt auf die feine Qualität des Fleisches an. Die steirische Region 40 Kilometer nördlich von Graz ist auch deshalb zu einer bemerkenswerten

Erholungslandschaft geraten, weil es den tüchtigen Einheimischen im Rahmen verschiedener EU-Projekte gelingt, ihre Wurzeln zu bewahren und die natürlichen Ressourcen als ihr großes Kapital auszuspielen. Sie sehen ihre Landschaft als Kapital, das man nutzen, aber nicht ausnutzen darf. In Zusammenarbeit mit Landes- und Bundesstellen werden immer neue Programme umgesetzt, um eine nachhaltige Entwicklung der Region sicherzustellen. »Authentisch sein, authentisch bleiben« – diesen Zaubersatz hört man hier immer wieder. Die Almos (»Qualität, die aus Natur entsteht«) sind das Paradebeispiel. Inzwischen gibt es «Almenlandwirte« (ausgesuchte Qualitätsbetriebe), »Almenland Käserei« und 20 Direktvermarkter, die in ihren Familienbetrieben Köstlichkeiten wie Selchwaren, Brot, Käse, Kräuter, Honig, Gemüse, Edelbrände produzieren. Das erhält und schafft Arbeitsplätze, der Mehrwert bleibt in der Region, und alles macht die Region noch lebenswerter. Schon sind Projekte wie »Almenland Photovoltaik«, »Almenland Energieholzzentrum«, »Almenland Kräuter« oder »Almenland Trachten« auf der Rampe. In zwei Jahren wollen sie hier – mithilfe des EU-LEADER-Programms – die »1. Slow Region der Welt« werden. Naturbelassenheit als Qualitätsmerkmal – Gäste des Almenlandes werden es sicherlich zu schätzen wissen.

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PROMOTION Fotos: Steiermark Tourismus (1), Bergmann kreiner (1), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (2)

er Schwaiger Willi ist ein stattliches Manns-

Almenland-Genussregion: Saftig-grüne

Almwellness Hotel Pierer

Landhotel-Gasthof

KENNENLERNWOCHE: Nächtigung inkl. Halbpension mit reichhaltigem

TYPISCHES WANDERWETTER: Morgentau nach einer kühlen Nacht,

Frühstücksbüffet und 4-Gänge-Gourmetmenü am Abend sowie zusätzliche Verwöhnjausen mittags und am Nachmittag, freie Benützung des gesamten Almwellnessbereiches, Bademantel/Handtücher am Zimmer. • 1 Alpenkräutermassage (50 Min.) • 1 Milchbad in der Whirlwanne • FÜR IHN: 1 Meerschlammpackung • FÜR SIE: 1 Thalasso Bodyfit und Creme-Öl-Packung (50 Min.) • 1 Weinverkostung • Vitalprogramme (geführte Wanderungen, Nordic Walking, ...)

ein sonniger, warmer Tag und eine fantastische Fernsicht über die Oststeiermark. Das Wandern ist des ... Lust! • 7 oder 4 Übernachtungen inkl. Bauernhofer’s Kulinarium • 1 herbstliches Menü in der Brandluckner Huab’n • 1 Willkommenswanderung inkl. Schnapsverkostung beim Graf in St. Kathrein/Offenegg • Häfn-Nigl-Wanderung zum Rauchstubenhaus nach Edelschachen • Bärenschützklamm-Wanderung mit Einkehr beim Hüttenwirt • Wallfahrtswanderung nach Heilbrunn • Wandererjause, tägliche Tourentipps und Wandertaxi

A-8163 Fladnitz/Teichalm | Teichalm 77 Tel. +43/(0)3179/7172 I Fax +43/(0)3179/7172-4 hotel.pierer@aon.at I www.almurlaub.at

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SÜDSTEIERMARK

STEIERMARK in Meer aus Hügeln, mal sanft, mal steil,

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Steirisches Wahrzeichen: Der Klapotetz (hier der größte der Welt) soll Vögel aus den Weingärten vertreiben. 1 Wein wächst überall, auch am Haus. 2 Winzer Rainer Hack aus Kitzeck. 3 Genussradltour durch Weingärten. 4 Herbstzeit, Schwammerlzeit.

danken, dass Weinbauern ihren Wein selbst verkaufen und vermarkten können – und dazu selbst erzeugte Lebensmittel. Der Buschenschank von Rainer Hack in Kitzeck ist klein, aber fein. Früher fanden drei Busse Platz, doch längst setzt der Familienbetrieb Warga-Hack auf Qualität. Wie viele Südsteirer. Schon mit 18 Ein Buschenschank war ursprünglich eine übernahm Rainer Hack, Absolvent der Weinbaueinfache Hütte zur Weinschule Silberberg, daheim den Keller. Seine filiverkostung. Heute spielt granen Weine sind das Produkt von harter Arbeit auch Stil eine Rolle. Auf an bis zu 65 Grad steilen Hängen. Und manchmal das Zeichen »Ausgezeichspielt auch in dieser schönen Gegend die Natur neter Buschenschank« verrückt. »Letztes Jahr können sich Gäste im haben wir nur AchtzigSteirischen Weinland verlassen – es bürgt für prozenter gehabt«, erQualität. www.weinlandzählt Hack. Einen was? steiermark.at Er meint Hagelausfall – einen Weinberg, dessen Ernte zu 80 Prozent verWer diese weinselige Renichtet wurde. gion wirklich mit allen Diese Wochen jetzt, wenn sich das satte Grün Sinnen erleben will, ist in der Weinblätter langsam einem Beherbungsbetrieb namens Winzerzimmer in in buntes Farbenspiel verwandelt, empfinden der SÜDSTEIERMARK gut aufgehoben – es kann der die meisten als schönste Schlüssel zum perfekten Weinlandurlaub sein. Zeit: goldener Herbst im Weinland. »Klar«, sagt Lizzy vom Tourismusverband Sulmtal-Sausal den sanften Anhöhen, die die Grenze zu Slowenien – Südsteirisches Weinland, »aber Sie müssen auch bilden, lockt vor allem auch Genießer. mal im Winter kommen.« Wenn die Zeit der Ruhe, Denn hier lässt sich das Leben in schicken Einkehr, Rückbesinnung gekommen ist. Wenn die Restaurants mit kulinarischen Schmankerln feiern. Natur neue Kraft schöpft, um den Frühling wieder Hier, auf den steilen Hanglagen, gedeihen die bes- frisch und lebendig begrüßen zu können. ten weißen Tropfen des Landes, vielfach prämierte Warum eigentlich nicht? Spitzenweine. Hier sagen die Leute nicht: Wir trinken. Sondern: Wir verkosten! Weinland Südsteiermark Hier wird Radfahren als »Genussradeln« ausgeschrieben, und beim Wandern auf »ViViele Superlative ranken sich vor allem um den Wein: In talwanderwegen« gehört die fröhliche Einkehr der Region findet sich u. a. das 1. Steirische Weinmuseum in einen urigen Buschenschank als sinnlicher (eröffnet 1979) in Kitzeck im Sausal, dem höchsten Weinort Höhepunkt selbstverständlich dazu. Damit Europas, der größte Klapotetz der Welt (St. Andrä/Hoch), die ist die Region reich gesegnet. Hier in der Südgrößte Weintraube der Welt (Eorykogel, Leutschach). Übrigens: Die Gäste-Bonuscard bietet 70 Gästevorteile der Registeiermark gibt es 250 Buschenschänken. Zur on Süd- & West-Steiermark. Mehr Infos: www.suedsteirischeweinstrasse.at; Brettl-Jausn mit Geselchtem, Speck, Käse, www.sulmtal-sausal.at; www.genussradeln.at; www.vitalwanderweg.at; Kren und Gurkerl oder zum Käferbohnensalat www.leibnitz.info; mit Rettich und Kernöl gibt es zumeist noch Genussregion Südeine große Portion Geselligkeit. und dazwischen vereinzelte Pappeln, uralte Kastanienbäume, Hopfenfelder, Streuobstwiesen. Und allerwärts Weingärten. Von der Natur verwöhnt – so sehen auch die Südsteirer ihren Landstrich, den viele gerne als die »Toskana Österreichs« bezeichnen. »Nein«, korrigiert Karl Schauer, »das hier ist nicht die Toskana, wir sind das Himmelreich.« Er führt als Bürgermeister die Gemeinde Kitzeck und hauptamtlich sein Weingut Schauer. Der Süden der Steiermark – das Südsteirische Weinland – rund um die Weinstadt Leibnitz bis zu

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Fotos: Steiermark Tourismus (3), NATURE FITNESS/Ulrich Pramann (5)

Weinlandidyll

Typisch steirisch. Der Zirkularverordnung

von Kaiser Joseph II. von 1784 ist es zu ver-

Karl Schauer

Weinköniginnen im Weinmuseum in Kitzeck

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Aktiv sein. Draußen sein. Gesund leben. _ NATURPARADIESE: Almenland, _ WEINLAND: Südsteiermark _ GLÜCKSPLÄTZE: Der besondere _ INTERVIEW: St...

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