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K U LT O U R durch Ă–ster reich Aktuelles, Innovatives, Inspirierendes aus der Kulturlandschaft

Ausgabe Dezember 2013 w w w. a u s t r i a t o u r i s m . c o m / k u l t u r n e w s


Architektur

A lmwellness mit Weitblick Die Forsthofalm ist Salzburgs erstes Vollholz­ hotel und liegt auf knapp über 1000 Metern Seehöhe oberhalb von Leogang. Ein Hotelbau, der bis auf den letzten Dübel aus Holz besteht und konsequent nach ökologischen Ansprüchen umgesetzt wurde. 730 m³ Holz und 210.000 Dübel sind verarbeitet worden. Der Bau gliedert sich optimal in das Landschaftsbild ein, die Fassade ist optisch von Holz bestimmt. Das imposante 360°-Panorama wird gekonnt in das Gesamtkonzept einbezogen.

Durch den Zubau wurde der bisherige Almwellness­ bereich mit einer Dachterrasse von 330 m² mit Außen­ pool ergänzt. Das SPAnorama bietet neben einem privaten Loft (55 m²) ein Foyer, Spa-Duschen, eine Vitalbar, im Zentrum eine Kaminlounge mit Bibliothek, zwei Saunen, ein Dampfbad sowie Ruheräume.

Die Umsetzung des Hotelbaus nach ökologischen Kriterien wurde nicht nur bei den eingesetzten natürli­ chen Materialien wie Holz, Stein, Jute, Ton und Leder berücksichtigt, sondern reicht bis zur nachhaltigen Energieversorgung.

www.w2manufaktur.at

© Forsthofalm

Ein besonderes Highlight stellt der weit ausragende Baukörper mit seiner durchgehenden Deckenöffnung bis in das Dachgeschoss dar. Der Blick fällt vom Rooftop-Pool auf die angrenzende Bibliothek im Obergeschoss bis in das Erdgeschoss. Verbunden mit einer Raumskulptur, die sich über vier Stockwerke zieht, kann der Hotelgast Sonnenschein und Schnee­ flocken nicht nur an den Balkonfassaden beobachten.


Architektur

G enuss a m H ö hep u nk t T irols

Sölden_iceQ_gourmetrestaurant, Ötztal Tourismus © Das Central

Im Dezember eröffnet mit dem „Ice Q“ oberhalb von Sölden ein neues, innovatives Restaurant. Einzigartig: die moderne Architektur mit lokalen Materialien, TopKulinarik und eine direkte Hängebrücke zum Gipfel. In Verbindung mit der zukunftsweisenden Gaislach­ koglbahn wird der neue kulinarische Gipfeltreff zu einem multifunktionalen und komplett barrierefreien Gourmet-Erlebnis auf 3.048 Metern. Von Juni bis Dezember 2013 entstand hier mit dem Ice Q ein besonderes Gourmetrestaurant mit „Alpine Cuisine“, Weinkultur, 94 Innensitzplätzen, 34 Terrassenplätzen und Sonnen-Dachterrasse. Der Entwurf stammt – wie das Design der drei Seilbahn­ stationen – vom renommierten Tiroler Architekturbüro

Obermoser. Die Glasfassade eröffnet neue Pers­ pektiven auf die imposante Ötztaler Bergwelt und macht das Gebäude leicht und transparent. Der Neubau verwandelt den Gaislachkogl gemeinsam mit der Bergstation der 3-S-Bahn in den architektonisch wohl beeindruckendsten Skigipfel Tirols. Die Lounge und die exklusive 100 m² große Terrasse bieten den perfekten Ort, um zu entspannen und dabei die Aussicht zu genießen. Der herrliche 360°-Pano­ rama-Rundblick reicht über die unzähligen 3.000er in den Ötztaler und Stubaier Alpen hinaus bis zu den Dolomiten im Süden und der Zugspitze im Norden. www.iceq.soelden.com


Natur und Kultur

cineastic gondolas Bei den 3. „cineastic gondolas“ verwandelt sich die Bergkulisse von Lech-Zürs am Arlberg zur überdimensi­ onalen Projektionsfläche einer spektakulären AudioVisions-Show. Am 14. Dezember 2013 wird mit diesem fulminanten audio-visuellen Erlebnis in die Wintersaison gestartet.

Ein großartiges Erlebnis nicht nur für die Augen: Bekannte DJs wie Mousse T., Boris Dlugosch und DJ Jondal, ergänzen die „cineastic gondolas“ mit frischem

Sound, dessen Spannungsbogen von Klassik über Chillout bis hin zu elektronischer Tanzmusik reicht. Diese außergewöhnliche audio-visuelle Show ist einzigartig und mit der Verbindung von AnimationsKurzfilmen, Raum- und Klanginstallationen, Live-Musik und Performance ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk.

www.lech-zuers.at

cineastic gondolas 2012 © Peteionian

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in 2011 und 2012 will das experimentelle Animationsfilm-Festival in Lech- Zürs am Arlberg in diesem Jahr mit einem großartigen Programmkonzept noch mehr zeigen. Unter dem Motto „Hier & Jetzt“ präsentiert „cineastic gondo­ las“ Artefakte, Shows und Klangwerke hochkarätiger Künstler der Gegenwart. Die Gondeln der Lecher Rüfikopfbahn werden zwischen 1.450 und 2.350 Höhenmetern zum „mobilen“ Kino: In insgesamt 24 Gondelfahrten zeigen die Film-Kuratoren die von ihnen ausgewählten Animations-Kurzfilme. Werke renom­ mierter bildender Künstler verwandeln die Räumlichkei­ ten der Rüfikopfbahn in eine spannende Ausstellung, während international anerkannte Visualisten die Gipfel der umliegenden Berge mit aufwendigen Großprojekto­ ren in ein anderes Licht rücken.


Natur und Kultur

A u f Ku fe n d e n B e r g h i n u n te r Die Region Hall-Wattens – das sind die zehn malerischen Dörfer Absam, Baumkirchen, Fritzens, Gnadenwald, Mils, Thaur, Tulfes, Volders, Wattenberg, Wattens und eine der schönsten Städte Tirols: Hall in Tirol.

Klumpern © Region Hall-Wattens

Kulturell hat die Region viel zu bieten. Die Geschichte der Münzstadt Hall in Tirol reicht weit zurück. Grund für den Reichtum der Stadt war die Verlegung der landesfürstlichen Münzstätte von Meran nach Hall im Jahr 1477. Das reiche Silbervorkommen im nahe gelegenen Bergwerk ließ die Stadt Hall so bedeutend werden, dass sie im Mittelalter wesentlich größer war als die heutige Landeshauptstadt Innsbruck. In Hall wurde die erste Silbermünze (Thaler) geprägt, die heute noch Namensgeber für den Dollar ist. Diese erste Münze der Welt ist im Museum Münze Hall zu bestaunen. Hier werden Besucher durch ein halbes Jahrtausend europäische Münzgeschichte geführt und erfahren dabei die Geheimnisse der mächtigen Münzherren von damals. Im Winter überrascht Tulfes mit einer originellen Sportart, dem „Klumpern“. Die „Klumper“ ist eine Art einkufige Rodel, mit der es schnell den Berg hinuntergeht. Die Tradition entstand nach einem

Besuch bei der Rodel-WM 1972 in Olang (Südtirol). Den Besuchern aus Tulfes fiel ein besonderes Gefährt auf, das die Einheimischen „Rennböckele“ nannten. Die Tulfer waren derart angetan, dass sie die Rodel zu Hause nachbauten. Da sich aber keiner mehr an den eigentlichen Namen dieses Wintersport-Gefährtes er­ innerte, erfand man in Tulfes kurzerhand den Begriff „Klumper“ dafür. Und noch im selben Jahr wurde der „Klumperverein Tulfes“ gegründet.

www.hall-wattens.at


Natur und Kultur

Kaiser liche Winterstimmung

Im großen Mittelsaal des Schlosses befindet sich ein besonderes Juwel: das Deckenfresko „Allegorie der Zeit und des Lichtes”. Es wurde 1765 als Hochzeitsge­ schenk für Erzherzogin Marie Christine von Franz Anton Maulbertsch angefertigt. Dem Kaiserhaus diente das prachtvolle Schloss als Jagd- und Sommerresidenz.

Heute ist es über das ganze Jahr Schauplatz von vielen kulturellen Veranstaltungen. In der Weihnachtszeit findet in diesem historischen Ambiente an drei Adventwochenenden der pannonis­ che Weihnachtsmarkt statt. Neben traditionellem Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten wird dem Besucher ein umfangreiches Programm angeboten. Kutschenfahrten, ein Lagerfeuer im stimmungsvollen Schlosshof und eine Nikolausfeier (07.12.2013) bilden einige der Höhepunkte. Für Kinder ist eine Bastelstube eingerichtet, wo nicht nur Schokolade zubereitet wird, sondern auch handgefertigte Seifen selbst hergestellt werden können. Für musikalische Adventstimmung sorgen die weihnachtlichen Klänge des Bläserensembles. www.schlosshalbturn.at

© Schloss Halbturn

Schloss Halbturn im Burgenland wurde im Jahre 1711 von Lucas von Hildebrandt, einem der bedeutendsten österreichischen Vertreter der spätbarocken Baukunst, unter der Regierungszeit von Kaiser Karl VI. erbaut. Durch dessen Tochter Maria Theresia gelangte Schloss Halbturn in den Privatbesitz des Hauses HabsburgLothringen. Sie erwarb es von der ungarischen Krone und schenkte es ihrer Lieblingstochter Erzherzogin Marie Christine zur Hochzeit mit Herzog Albert-Casimir von Sachsen-Teschen, dem Begründer der Albertina in Wien.


Design

G l a s h ü t te C o m p l o j Die Glashütte Comploj – das ist Robert Comploj, ein junger aber bereits international erfahrener und renommierter Glasbläser, mit seinen Mitarbeitern. Die Glashütte wurde im Sommer 2013 eröffnet und ist Schauwerkstatt und Galerie zugleich.

Candy 3, Vasen © Glashütte Comploj

Mit ihrer speziellen Herstellungstechnik ist sie die einzige ihrer Art in Österreich: Exklusive Glas­ objekte entstehen mit alten venezianischen Techni­ ken verbunden mit skandinavischem Designeinfluss. Robert Comploj greift dabei auf jahrhundertealtes Wissen zurück und kombiniert es mit modernem Design und kräftigen Farben. Daraus entsteht Glaskunst auf höchstem Niveau: Von der Vase bis zur Installation – jedes Glasobjekt ist ein handge­ fertigtes Unikat mit eigenem und unverkennbarem Charakter.

Tipp: Besuch der Schauwerkstätte mit Galerie und Atelier. Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10.00 – 18.00 Uhr, Sa. 10.00 – 13.00 Uhr

Robert Comploj wurde 1982 in Tirol geboren und hat nach seiner Ausbildung an der Glasfachschule Kramsach weitere Kurse in den USA besucht sowie die Meisterklasse in Murano absolviert. Seit 2005 ist Robert Comploj als Glasbläser in Österreich, Deutschland und Dänemark tätig und seit 2013 führt er seine eigene Glashütte mit Schauwerkstatt in Traun bei Linz.

www.glashuettecomploj.at


Design

Wohnwagon

Jeder Wohnwagon ist ein individuelles Einzel­ stück – und kann auf die persönlichen Wünsche abgestimmt werden. Genau so viele Möglichkeiten, wie es bei der Ausgestaltung des Wagons gibt, so viele Möglichkeiten gibt es auch, den Wohnwagon zu ver­ wenden. Zum Beispiel als ökologisches Ferienhaus, für das man nicht eigens ein Fundament bauen muss, um in der Natur, am See oder am Waldrand zu wohnen. Des Weiteren kann er auch als Schauraum und

Verkostungswagen im Rahmen von Weinverkostungen oder als fahrendes Lokal für die flexiblen Genussmo­ mente unterwegs zum Einsatz kommen. Oder eben als etwas anderes Hotelzimmer: An einem schönen Platz in der Nähe des Hotels bietet der Wagon eine au­ ßergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit im Grünen und gleichzeitig den Komfort des Hotels. Bei der Produkion wird auf natürlichen Materialien Wert gelegt. Es werden sowohl neue als auch alte Her­ stellungsmethoden berücksichtigt, denn das Ziel ist ein Wohnwagon, der nur aus wiederverwerteten, wieder­ verwertbaren oder biologisch abbaubaren Materialien besteht und gleichzeitg langlebig und innovativ ist. Qualität, regionale Produkte und ein Verständnis für ressourcenschonendes Arbeiten sind bei der Auswahl immer entscheidend.

www.wohnwagon.at

Wohnwagon © wohnwagon.at

Eine Gruppe junger österreichischer Kreativer ist einer einzigartigen Vision nachgegangen: Sie entwickeln Wohnwagons, die großteils aus Holz getischlert und mit regionalen Ressourcen hergestellt werden. Ob für den Privatgebrauch als Zweitwohnsitz im Grünen, oder für Unternehmen als Schauraum, als fah­ rendes Lokal oder als Alternative zum herkömmlichen Hotelzimmer – der Wohnwagon ist vielfach einsetzbar.


Design

Möbeldesign, das beweg t. PINESTONE steht für junges Design und österrei­ chische Qualität. Hier wird großer Wert auf Tradi­ tion und Ursprung der Produkte gelegt, die immer wieder neu interpretiert werden. Dabei setzt das Designerteam sowohl in der Entwicklung als auch in der Herstellung auf die Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben im regionalen Umkreis. Die Gestaltungslinie von PINESTONE ist einfach gehalten und lädt jeden Liebhaber der Stücke ein, „selbst Hand anzulegen“ und sich das Möbel eigenhändig zusammenzustecken.

© PINESTONE-Möbel

So auch bei „Leo 01“, der ganz einfach mit vier kleinen Handgriffen zum fertigen Möbel wird. Die Oberfläche des klassischen Ohrensessels ist schwarz lasiert und kann nach Wunsch individuell gestaltet werden. Ein passender Schemel zum Sessel sorgt für weiteren Komfort. Durch die persönliche Gestaltung fügen sich die einzelnen Möbelstücke perfekt in die schon bestehende Einrichtung und ergeben ein stimmiges Zusammenspiel. Neben „Leo 01“ gehört auch die gesamte „Rocker 01“-Serie zu den gefragten PINESTONEDesignmöbelstücken. Auch hier wird der Stuhl flink und mit nur wenig Aufwand zusammengebaut – ready to rock!

Durch diese praktische Lösung kann der „mobile“ Stuhl jederzeit und überall aufgebaut werden.

www.pinestone.at


Design

N i c h t n u r e i n e Ta s c h e „Man kann die Tasche mit nur zwei Worten am besten beschreiben ‚urban‘ und ‚zäh‘“, erzählt Mathias Lippitsch, Geschäftsführer des Wiener Kostümhauses im 12. Wiener Gemeindebezirk. Naheliegend, dass die Tasche auch gleich ihren Geburtsort als Taufpate hat. Vom Schneidern über die Qualitätskontrolle bis zum Verpacken wird alles in der Manufaktur des Kostümhauses erledigt. Seit Jahrzehnten fertigt die Kostümwerkstatt im Kostümhaus Wien, das 1989 gegründet wurde, die aufwendigsten Kostüme nach Vorlage für Film, Theater und Fernsehen. Auf 1.600 m² lagern 50.000 Stück davon. Die hauseigene Schneiderei produziert sie u. a. für die Wiener Volksoper, die Wiener Staatsoper, Vereinigte Bühnen Wien und Theater an der Wien.

Shopping-Beutel (aus Fallschirmseide), der mit Karabinern angehängt wird. Widerstandsfähiger Stoff von Seesäcken bildet den Korpus der Tasche, Farbe bringt der robuste Filz, wobei aus zwölf verschiedenen Farben gewählt werden darf. Ein ehemaliger Feuer­ wehrschlauch dient als Träger. Passend zum Design der Taschenmodelle werden auch unterschiedliche Accessoires wie Schlüssel­ anhänger oder iPhone-Hüllen hergestellt. www.wienzwoelf.at

Es gibt sie in vier verschiedenen Größen. An den Rückseiten der Taschen wurde an der Außenseite ein zusätzliches Fach integriert. Weiteren Stauraum schafft ein ultraleichter zusammenfaltbarer

© wienzwoelf Tasche

Mit den Taschen von wienzwoelf kam eine neue Idee hinzu: Ein urbanes und trendiges Produkt zu schaffen, das den Anforderungen des modernen täglichen Lebens entspricht. Denn „nur Tasche“ war gestern.


Kulinarik und Kultur

Salzburger Advent Was vor mehr als 400 Jahren als einfacher „Tandlmarkt“ vor dem Salzburger Dom begann, entwickelte sich im 17. Jahrhundert zu einem der berühmtesten Adventmärkte Europas. 1974 wurde aus dem damaligen „Nikolaimarkt“ schließlich der Salzburger Christkindlmarkt. Heute gehören zum stimmungsvollen Advent die weihnachtlich geschmückten Stände mit ihrem heimischen Kunst­ handwerk und den traditionellen Speisen einfach dazu.

Salzburg Christkindlmarkt © www.christkindlmarkt.co.at, Salzburg

Der Hellbrunner Advent bezaubert durch sein einzig­ artiges Ambiente. Im malerischen Schlosshof erwartet den Besucher ein überdimensionaler Adventkalender. Ein fackelgesäumter Weg führt an den dekorierten Ständen vorbei. Der Duft von Lebkuchen, gebrannten Mandeln und Punsch liegt in der Luft. All das sorgt für Genießerstunden und eine besinnliche Zeit. Nicht weit von Salzburg Stadt, im Salzburger Seen­ land, wird der Advent ebenfalls traditionsreich gefeiert. 14 Dörfer laden in der Vorweihnachtszeit zum Besuch ihrer Märkte und Veranstaltungen ein. Im Literaturhaus Henndorf finden Lesungen statt, Schloss Mattsee wird zur Kulisse von Choraufführungen und die „StilleNacht-Kapelle“ in Oberndorf ist Ausgangspunkt für den 5-Weihnachtsmärkte-Rundweg. Besinnliche Fackel­ wanderungen und duftende Räucherabende ergänzen das Angebot im Seenland.

Auch ein Abstecher in die Salzburger Umgebung nach St. Leonhard lohnt sich. Seit bereits 40 Jahren besteht der St. Leonharder Adventmarkt vor der Wallfahrts­ kirche und ist bis heute ist er ein echter Geheimtipp unter Kennern, da Kunsthandwerk aus ganz Österreich, Bayern und Südtirol präsentiert wird. Eine besondere Empfehlung für Familien ist die romantische Kutschen­ fahrt am Fuße des Unterbergs. www.salzburg.info/advent


Kulinarik und Kultur

Ausseer Lebkuchen

Auch die Herstellung des Ausseer Lebkuchens hat eine lange Tradition. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts scheint in der Ausseer Geschichte der erste Lebzelter auf. Die Geschichte dieses steirischen Traditionsbe­ triebs prägte hingegen Gustav Lewandofsky, ein gebür­ tiger Wiener. Im Jahr 1892 übernahm er das Geschäft seiner Gattin in Aussee. Lewandofsky war gelernter Zuckerbäcker und hatte sich auf seiner Wanderschaft

in Ungarn zum Lebzelter ausbilden lassen. Bald war der Ausseer Lebkuchen, der in kunstvoll geschnitzten For­ men aus Birnenholz, sogenannten „Modeln“, gebacken wurde, in der ganzen Umgebung als besondere Spezia­ lität bekannt. Bereits zu jener Zeit wurde an Expansion gedacht und ein Ausseer-Lebkuchen-Verkaufsladen entstand in Wien. Heute wird direkt in Bad Aussee verkauft. Neben dem Lebkuchen-Genuss macht auch die Lage der traditionsreichen Lebkuchenmanufaktur den Besuch zu einem besonderen Erlebnis: Der Panoramablick reicht vom Dachstein bis ins Tote Gebirge. www.lebkuchen.at

Ausseer Lebkuchen (c) Ralf Tomow

Die Geschichte des Lebkuchens ist faszinierend und reicht bis zu den Ägyptern zurück – er zählt damit zu einer der ältesten Naschereien. Auch die Griechen und Römer kannten den Honigkuchen und verwendeten ihn u.a. als kultische Göttergabe. Übrigens hat auch der Name Lebkuchen lateinische Wurzeln, denn die erste Silbe „Leb“ stammt nicht vom Leben, sondern vom lateinischen „libum“ (Fladen). Lebkuchen sind demnach nichts anderes als schlichtweg Fladenkuchen. Die mittel­alterlichen Mönche etwa waren fleißige LebkuchenBäcker, denn bei der klösterlichen Kerzenherstellung fiel Honig als Nebenprodukt an. Europaweit begehrt wurde das Naschwerk mit der Entdeckung und dem Import exotischer Würzmittel wie Anis, Kardamom, Koriander, Ingwer und Muskat. Sie machten die kleine Mehlspeise zu einer kulinarischen Besonderheit. Der hohe Preis die­ ser Gewürze bestimmte, dass Lebkuchen nur zu seltenen Anlässen, wie eben Weihnachten, auf den Tisch kam.


Quergelesen

To t a l a l l e s ü b e r Ö s t e r r e i c h „Total alles über Österreich/The complete Austria” ist ein Buch von Sonja Franzke, das Österreich auf eine originelle, unterhaltsame und überraschende Weise darstellt. Wer kennt die ultimative Antwort auf die Frage, was Österreich ausmacht? Sind es die zehn Mitglieder der Trappfamilie, die Übersetzungen von „Stille Nacht“ in 300 verschiedene Sprachen oder die 50 kg von Sisis Haaren? Das Buch „Total alles über Österreich“ stellt den Anspruch, Österreich als Summe seiner Zahlen und Statistiken in Deutsch und Englisch vorzustellen und da­ bei überaus unterhaltsam zu sein. Faktisches und Skurri­ les in bildschönen Info­grafiken eröffnet neue Ansichten und Einblicke ins Land der Berge und Seen.

Nobelpreisträgern und Sportlern sowie Kultur­gütern gewidmet. Der besondere Reiz liegt in den vielen Details, die in nüchternen und kunstvollen Bildern zum Verweilen einladen. Eine wunderbare Form, Österreich auf eine andere Art anschaulich und erlebbar zu machen. Sonja Franzke, „Total alles über Österreich“, Infografiken von no.parking 90

Süß wie die Liebe und zart wie ein Kuss Sweet as love and tender as a kiss

Zutaten Ingredients

Weizenpuder wheat powder

Mehl / Flour Wasser / Water Milch / Milk Grieß / Semolina Butter / Butter Ei / Eggs Eidotter / Egg yolks Eiklar / Egg whites Kristallzucker / Granular sugar Puderzucker / Icing sugar

Der farbenprächtige Mehlspeishimmel spiegelt Geschichte und Tradition wider. / The colourful world of cakes and pastries is steeped in history and tradition.

Gugelhupf / Bundt cake

Kaiserschmarrn / Imperial omelette

Butterschmalz clarified butter

Sachertorte / Sacher cake

Riebel / Fried semolina pudding Sauerrahm sour cream

Weißbrot white bread

© Sonja Franzke

Öl / oil

Österreich-Besucherinnen und -Besucher erhalten darin hilfreiches Wissen wie etwa Erklärungen zu den verschiedenen Kaffeevarianten, Informationen über Mehlspeis-Zusammensetzungen und die besten kulinari­ schen Begleiter zu den beliebtesten Weinen. Kenner und Einheimische entdecken Neues und Skurriles: Wo findet sich der Kaiser im Alltag? Wieso fahren manche „eini“ und andere „außi“ nach Innsbruck? Welche Superlative hat dieses Land zu bieten? Wer hat die zehn höchsten Gipfel wann erstmals erklommen?

Kuchenbrösel cake crumbs

Topfen curd cheese

Topfenstrudel / Curd cheese strudel

Semmelbrösel breadcrumbs

Salzburger Nockerl / Soufflé à la Salzburg

Marillenknödel / Apricot dumplings

Germ yeast Weißwein white wine

Rum

Wachauer Torte / Gateau à la Wachau

Reindling / Carinthia raisin cake

Vanillepuddingpulver vanilla custard powder

Obstler schnapps

Esterházytorte / Gateau Esterházy

Haselnussnougat hazelnut nogat

Polsterzipf / Cushion corners

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Odyssee einer Kaiserin An Empress’s Odyssey Herrscherinnen gab es viele, aber keine hinterließ so bleibende Spuren wie Elisabeth (Sisi) von ÖsterreichUngarn: Bücher, Filme, Denkmäler … und unzählige Mythen und Gerüchte. / History has seen a number of female sovereigns, but none left behind such a colourful legacy as Elisabeth (Sisi) of Austria-Hungary, including books, films, monuments … and countless myths and rumours.

Max Joseph (1808–1888) + Ludovika Wilhelmine (1808–1892)

Gisela Louise Marie (1856–1932)

Franz Joseph I. (1830–1916)

Leidenschaft 2: Reisen No. 2 passion: travel

Mörder / Murderer: Luigi Lucheni (italienischer Anarachist Italian anarchist)

Selbstmord / Suicide Kronprinz Rudolf / Crown Prince + Mary Vetsera

Rudolf Franz Karl Joseph (1858–1889)

Kapuzinergruft Capuchin Crypt

Sophie Friederike (1855–1857)

Marie Valerie Mathilde Amalie (1868–1924)

?

Viel Raum wird herausragenden oder bekannten Persönlichkeiten wie Niki Lauda, W. A. Mozart, den

Linzertorte / Linz cake

Rum

* 24.12.1837 München / Munich

Schönheitskult Cult of beauty

Diäten Diets

Leidenschaft 1: Pferde No. 1 passion: horses

Franz Joseph I. + Katharina Schratt

Stets blass Always pale

50 kg Haare / hair

ab 1889: Korfu / Corfu, Madeira, Troja / Troy, Garderobe schwarz Kleinasien / Asia Minor, Türkei / Turkey, from 1889: Afrika / Africa, Ungarn / Hungary black attire only

† 10.09.1898 Genf / Geneva

1854

46 cm

1.054 Druckschriften printed texts 45 kg 16 Filme / films

Graf Gyula Andrássy Count Gyula Andrássy

Kaiserin von Österreich und Apostolische Königin von Ungarn Empress of Austria and Apostolic Queen of Hungary

Turnübungen Gymnastics

Flucht vom Wiener Hof Flight from Viennese court

3 Musicals 1 Operette / operetta Leidenschaft 3: Schreiben No. 3 passion: writing

Alibi Lungenschwindsucht Tuberculosis as alibi

10 Plätze in Wien squares in Vienna 14 Denkmäler weltweit monuments worldwide


Quergehört

We i h n a c h te n ...

Denn: „Weihnachten ist eine schöne Zeit!“ Dichter wie Christian Morgenstern, Peter Al­ tenberg, Janosch, Georg Kreisler, Trude Marzik und viele mehr kommen zu Wort. Christian Koch serviert am Klavier dazu passend musikalische Leckerbissen – von bekannten Weihnachtsliedern bis zu klassischen Werken. Ulrike Beimpold ist seit ihrem 15. Lebensjahr Ensemble­m itglied am Burgtheater und auch durch zahlreiche Film- und Fernsehauftritte seit Beginn ihrer Karriere präsent. Sie gestaltet Liederabende sowie Soloprogramme, führt Regie und schreibt Bücher. Es ist ihr ein Anliegen, über ihre

verschiedenen Projekte mit ihrem Publikum in Verbindung zu treten und dabei immer wieder neue Wege zu beschreiten. Christian Koch ist freiberuflicher Dirigent, Pianist und Gast bei vielen internationalen Festivals. Er unterrichtet zudem an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

Ulrike Beimpold © Alexander Haiden

... ist eine schöne Zeit! Ulrike Beimpold erzählt auf ihrer neu erschienenen Weihnachts-CD von: leuchtenden Kinder­a ugen und vom Ski fahren, wie man sich im Advent einen Mann selbst backen kann, vom bayerischen Laus­ buben, bei dem Batman in der Krippe steht, und warum es zwei Weihnachtsmänner geben muss, vom goldgelockten Christkind, vom Schneemann, der zum Geburtstag kam, und vom Geheimnis, warum die Heiligen Drei Könige eigentlich vier waren. Sie singt über heitere Feiertage und träumt von besinnlichen Stunden.


Ausgesuchte Highlights von Ausstellungen bis Festivals der nächsten Monate in ganz Österreich.

Schlussak kord Wien Winter im MuseumsQuartier, MQ Wien Leuchtende Eispavillons, ausgefallene Punschvariationen, DJ-Musik, Lichtprojektionen, Eisstockbahn, Winter-Race oder eine Wintermärchenparade – ein Winter im Wiener MuseumsQuartier. www.mqw.at ALBERTINA, Wien Matisse und die Fauves Die Albertina zeigt bis Jänner 2014 eine umfangreiche Ausstellung mit rund 160 Werken von Henri Matisse und den Fauves, deren Bilder heute zu den Wegbereitern der Moderne gezählt werden. Die meisten Arbeiten der jun­ gen Künstlerkollegen, die von der damaligen Kunstkritik mit „fauves“ („wilden Tieren“) verglichen wurden, sind in dieser Ausstellung zum ersten Mal in Wien und in Mittel­ europa zu sehen. Termin: 20.09.2013 – 12.01.2014 www.albertina.at Unteres Belvedere, Wien Emil Nolde – In Glut und Farbe Mit „Emil Nolde – In Glut und Farbe“ widmet das Belve­ dere in Kooperation mit der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde dem herausragenden Einzelgänger des deutschen Expressionismus eine Ausstellung, die einen lebhaften Eindruck seiner Farbexplosionen vermittelt. Termin: 25.10.2013 – 02.02.2014, www.belvedere.at

Niederösterreich ZEIT KUNST NIEDERÖSTERREICH, St. Pölten Gunter Damisch Die Ausstellungsreihe „Zeit Kunst Niederösterreich“ zeigt mit 170 Werken eine sehr umfangreiche Werk­ schau des renommierten Künstlers Gunter Damisch in der Shedhalle des Landesmuseums. Termin: 23.11.2013 – 23.02.2014 www.zeitkunstnoe.at Oberösterreich Ars Electronica Center, Linz „Highlightführungen“ Das Ars Electronica Center ist das Zukunfts- und Technologiemuseum Österreichs. Auf 3.000 m² Ausstellungsfläche begegnet der Besucher auf spie­ lerische Weise innovativen Projekten und aktuellen Fragestellungen an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. In eineinhalbstündigen Rundgängen werden die Highlights der aktuellen Ausstellung präsentiert. Termine: Di. – So., Fei. 11.00 und 15.00 Uhr; Sa., So., Fei. auch 16.00 Uhr www.aec.at


Salzburg WINTERFEST im Volksgarten, Salzburg Fesselnde Akrobatik, verrückte Kunststücke, fantastischskurrile Nummern voller Poesie – im Salzburger Volks­ garten steigt zwischen November und Jänner in mehreren Zelten das Winterfest. www.winterfest.at Steiermark 10 Jahre Museum des Stiftes Admont: Es lebe die Vielfalt! Die kulturellen Hauptattraktionen des Klosters sind die barocke Bibliothek und das „Museum für Gegenwarts­ kunst“. Die Sammlung beinhaltet derzeit rund 350 museale Werke von über 150 meist österreichischen Künstlerinnen und Künstlern der jüngeren und mittleren Generation, u. a. von Erwin Wurm, Rudi Molacek und Lois Renner. Termin: bis 31.12.2013 , Tipp: 15. Admonter Adventmarkt: 13. – 15.12.2013, www.stiftadmont.at Vorarlberg vorarlberg museum, Bregenz Die Sammlung des vorarlberg museums umfasst zirka 160.000 Objekte unterschiedlichster Gattungen – archäologische Artefakte, sakrale und profane Kunst von der Frühzeit bis zur Gegenwart, volkskundliche Objekte und vieles mehr. Ein Höhepunkt sind die Werke der Künstlerin Angelika Kauffmann. www.vorarlbergmuseum.at

Impressum: Herausgeber: Österreich Werbung, Vordere Zollamtsstraße 13, 1030 Wien; Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Michael Scheuch, Projektleitung & Produktion: Mag. Ursula Schiller

Tirol Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck Kurios und merkwürdig 21 kuriose Objekte aus den Sammlungen des Ferdinandeums, die man nicht unbedingt alle in einem Landesmuseum erwartet, stehen im Rampenlicht. Die Ausstellung erzählt von ihren individuellen Herkunfts­ geschichten und ihren oft ungewöhnlichen Wegen ins Museum. Termin: 07.6.2013 – 05.1.2014 www.tiroler-landesmuseen.at Tiroler Festspiele Erl Es ist ein dichter Spielplan, den die Tiroler Festspiele Erl in ihrer zweiten Wintersaison am Programm haben: Bachs „Weihnachtsoratorium“, Schuberts „Winterreise“, Puccinis „Tosca“ oder Mozarts „Don Giovanni“ – die Wahl kann schwerfallen angesichts der insgesamt 13 Konzertbzw. Operntage. Termin: 26.12.2013 – 06.01.2014 www.tiroler-festspiele.at/winter Burgenland Landesmuseum Burgenland, Eisenstadt LebensBILDER_LebensRÄUME_LebensSPUREN Buchstäblich das ganze Land im Überblick will das Landesmuseum Burgenland präsentieren. Es soll ein Ort sein, an dem sich unterschiedliche Menschen, Erinnerungen, Identitäten und Kulturen begegnen. www.landesmuseum-burgenland.at

KULTOUR durch Österreich  

Aktuelles, Innovatives, Inspirierendes aus der Kulturlandschaft

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